ALBA BERLIN ist Meister der NBBL 2026!

Vor heimischem Publikum in der Berliner Sömmeringhalle hat ALBA BERLIN beim RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 den deutschen U19-Titel gewonnen. Im packenden Finale bezwangen die Hauptstädter ratiopharm ulm mit 87:83 – und krönten damit eine starke Mannschaftsleistung mit dem sechsten U19-Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Von Beginn an war das Finale ein intensives Duell. Beide Teams arbeiteten hart in der Verteidigung, bevor ALBA im zweiten Viertel das Zepter übernahm. Philipp Hölsken traf von der Distanz zum 30:22, Matheo Hermann legte einen weiteren Dreier nach – und die Party im ALBA-Fanblock war eröffnet. Während bei Ulm in der ersten Hälfte nahezu alles über Teo Milicic lief, punkteten bei ALBA zehn von zwölf eingesetzten Spielern. Zur Halbzeit stand eine komfortable 47:38-Führung für die Berliner.

Foto: Florian Ullbrich

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Ulm zurück ins Spiel. Felix Kiehlneker überzeugte mit spektakulären Blocks, und ein Assist von Milicic auf Kiehlneker brachte die Ulmer auf 63:65 heran. Doch Anton Kemmer antwortete mit einem Dreier zum 68:63 – und ALBA behielt die Kontrolle. Mit dieser Führung ging es ins Schlussviertel.

Die Crunchtime hielt, was das Finale versprochen hatte. Ulm gab sich nicht auf und verkürzte durch einen Dreier auf 83:85. Als Nevio Bennefeld 7,9 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe vergab, schien die Tür für Ulm noch einmal aufzugehen – doch beim Kampf um den Abpraller stand Anton Kemmer völlig frei unter dem Korb und drückte zum 87:83 ein. Milicics letzter Verzweiflungsversuch von Downtown blieb ohne Erfolg.

Der überragende Mann des Finales war Kemmer, der neben seinen spielentscheidenden Punkten kurz vor Schluss auf insgesamt 16 Zähler und acht Rebounds kam – bei null Ballverlusten in 24 Minuten. Er wurde folgerichtig zum MVP des TOP4-Turniers gekürt. Auf der Gegenseite lieferte Teo Milicic eine starke Vorstellung mit 26 Punkten, während Meissa Faye 25 Punkte und acht Rebounds beisteuerte – allerdings häuften sich bei ihm in der Schlussphase entscheidende Fehler.

Statistisch untermauerte ALBA seinen Sieg mit einer deutlichen Überlegenheit am offensiven Rebound: 24 zweiten Chancen standen nur 19 bei Ulm gegenüber. Beim Dreierwerfen dominierten die Berliner ebenfalls mit 29 Prozent Trefferquote gegenüber mageren 15 Prozent der Ulmer.

Mit dem Titel knüpft ALBA an eine beeindruckende Tradition an: Es ist bereits der sechste U19-Meistertitel nach 2009, 2014, 2018, 2022 und 2023. Rund 2.400 Zuschauer erlebten in der Sömmeringhalle einen würdigen Abschluss eines großartigen TOP4-Wochenendes.

Quelle: NBBL gGmbH/ Jan Finken