Nachberichte ProA 1. Spieltag
25.09.2026 20:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons 91:87
Bevor auf dem Parkett aber die orangefarbene Kugel durch die Luft geworfen wurde, wurde zunächst der kürzlich verstorbenen Vereinsikone Ernie Butler gedacht. Hallensprecher Carsten Schäfer fand berührende Worte, erinnerte selbstverständlich an die legendären Schlusssekunden gegen Osnabrück 1965, als Butler dem MTV Gießen mit Ablaufen der Uhr den ersten Meistertitel bescherte. Und er hielt fest, dass der Basketball in Gießen ohne Butler nicht der sei, der er heute ist. Die Fans widmeten dem Verstorbenen nicht nur ein Transparent mit Butlers legendärer Aussage „Basketball is Jazz“, sondern ebenso ein Spruchband: „Du gabst den Takt vor – Wir spielen ihn weiter!“ Gespielt wurde nach der folgenden Schweigeminute auf dem Parkett. Und die Quakenbrücker aus dem Landkreis Osnabrück waren von Anfang an nicht gewillt, sich einfach abschießen zu lassen. Die Dragons waren nicht nur heiß auf die Partie in der Osthölle, sondern auch aggressiv in der Verteidigung. „Es war das typische erste Saisonspiel“, gab 46ers-Headcoach Frenki Ignjatovic im Anschluss der Partie auf der Pressekonferenz zu Protokoll. Der 59-Jährige hatte zuvor eine Begegnung gesehen, die zwar nicht immer wunderschön anzusehen war, die aber durch den Kampfgeist beider Teams stets spannend und nervenaufreibend war. So ging es fehlerbelastet und munter gleichermaßen hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft großartig von der anderen abzusetzen wusste.
Beim 40:32 (16.) waren die 46ers erstmals ein paar Punkte weiter vorn. Als aus dieser 9-Punkte- kurz darauf eine 12-Punkte-Führung wurde (44:32), schienen sich die Mittelhessen endgültig von den Drachen distanzieren zu können. Doch immer dann, wenn ein kleines Polster bestand, wurde dieses peu à peu von den Gästen wieder abgetragen. Etwa weil die Gießener dazu neigten, sich für überhastete Würfe zu entscheiden, anstatt einen Angriff konzentriert zu beenden. Oder weil die Dragons zeitweise ebenso geschickt verteidigten, wie die Rot-Weißen auf der anderen Seite. „Wir“, wusste Neuzugang Chris Carter hinterher, „haben oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben zu oft schnell gespielt, obwohl wir hätten besser das Tempo herausnehmen müssen.“ Auch wurden von den 43 Freiwürfen nur 29 verwandelt. „Daraus müssen wir lernen“, sprach der Small Forward von „einem ekligen Spiel“. Aber auch so eins muss erst einmal gewonnen werden. Doch die 46ers hielten ihren Gegner konsequent hinter sich. Weil Chris Carter ohne Ende rackerte. Weil Alexander Williams stets wuselig war und mit sechs Rebounds nach Viktor Kovacevic (7) die meisten pflückte. Weil Luis König Figge (Ignjatovic: „Hat offensiv und defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht“) im Schlussviertel aufdrehte und nicht einen seiner Würfe neben die Reuse setzte. Weil Kapitän Robin Benzing einmal mehr von der Freiwurflinie (7 von 8) als auch aus der Distanz (3 von 4) verlässlich punktete. Und weil Zachary Cooks mit 22 Punkten den Dragons den Zahn zog.
26.09.2026 18:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. SBB Börde Baskets 87:58
Nach einer erfolgreichen Vorbereitung mit vier Siegen in vier Duellen gegen ProA-Ligisten, wollten die Mannen von Head Coach Igor Perovic an die bis dato positive Entwicklung anknüpfen und mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison starten. Die Vorbereitung auf die Partie verlief alles andere als rhythmisch. Watson, sowie Philip Alston mussten unter der Woche aufgrund von kleineren Blessuren pausieren. Ebenfalls für einige Tage fehlte Kapitän Tyrel Morgan, der mit einer Erkältung das heimische Bett hütete. Rechtzeitig wurden alle drei fit und standen allesamt in der Startformation die Perovic aufs Feld schickte. Vor allem Watson lief bereits nach wenigen Minuten heiß und erzielte im Anfangsviertel eine zweistellige Punkteausbeute und legte damit den Grundstein zur 24:14 Führung. Die Ritter hatten das Spiel deutlich unter Kontrolle und nutzten ihre physische Überlegenheit immer wieder aus. Lukas Zerner und Tyrel Morgan verdienten sich Bestnoten im Defensivbereich. Immer wieder attackierten die Schwaben das gegnerische Brett und sammelten insgesamt 17 Offensivrebounds. Dies sorgte auch für eine deutliche Dominanz im zweiten Viertel, welches die Kreisbau Knights ebenfalls mit 20:10 für sich entscheiden konnten. Mit einem beruhigenden 46:24 Polster zur Halbzeit ging es in die Kabinen.
Wer aus Sicht der Gäste nun gehofft hatte die Kirchheimer würden nachlassen, musste nach wenigen Minuten im dritten Viertel erkennen, das dem nicht so war. Hochkonzentriert gingen die Ritter zu Werke. Johannes Patrick und CJ Hines führten glänzend Regie und setzten ihre Mitspieler immer wieder toll in Szene. Bei einigen Passstafetten ging ein Raunen durch die Sporthalle Stadtmitte. Die selbstlose Spielweise der neuformierten Mannschaft beeindruckte das Publikum. Insbesondere defensiv ließen die Gastgeber kaum etwas zu und zwangen die Baskets zu schwierigen Abschlüssen. Beim Stand von 76:43 nach drei Vierteln war die Partie entschieden. Im Schlussabschnitt plätscherte die Partie vor sich hin. Die Gäste betrieben noch ein wenig Ergebniskosmetik, aber am Ausgang des Spiels änderte sich nichts mehr. „Gratulation an meine Mannschaft. Sie haben sehr fokussiert und konzentriert gespielt. Es ist ein guter erster Schritt, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns,“ sagte Knights Coach Perovic nach Spielende. Bereits am kommenden Wochenende findet der erste Doppelspieltag statt. Am 2.10. geht es für die Rittertruppe nach Ulm. Zwei Tage später empfangen die Knights die Mannschaft aus Bayreuth in der SHSM.
26.09.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. RheinStars Köln 80:83
Göttingen, 26. September 2026 – Die BG Göttingen hat zum Auftakt in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison verloren. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis musste sich am Samstagabend den RheinStars Köln knapp 80:83 (37:45) geschlagen geben. Vor 2.018 Zuschauern in der Sparkassen-Arena fingen sich die südniedersächsischen Gastgeber nach schlechtem Start und gingen Mitte des dritten Viertels erstmalig in Front. Von da an schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Am Ende entschieden Kleinigkeiten die Partie zugunsten der Gäste. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit 24 Punkten. Für Köln traf Cedric Russell Jr. am häufigsten (21 Zähler). Die Highlights gibt’s später bei Sporteurope.TV. Die Veilchen, die auf Zac Watson (Oberschenkelverletzung) verzichten mussten, erwischten keinen guten Start in die Partie und lagen schnell 4:14 zurück (4.). Nach einer Gulbis-Auszeit lief es etwas besser für die Hausherren, die durch vier Zähler in Folge auf 9:14 verkürzten (5.). Doch die Kölner tankten immer mehr Selbstbewusstsein und trafen ihre Würfe. Ex-Veilchen Haris Hujic komplettierte ein Vier-Punkte-Spiel zum 11:27 (7.). Die Göttinger kämpften und verringerten den Rückstand bis zum Viertelende auf 16:29. Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber langsam besser in die Partie. Doch die Rheinländer hatten zunächst immer die richtigen Antworten und blieben zweistellig in Front (25:41/16.). Gulbis nahm eine weitere Auszeit, die wirkte. Jackson und Omar Pajic brachten die BG immer weiter heran, sodass sie nur noch mit einem 37:45-Rückstand in die Halbzeitpause ging.
Nach dem Seitenwechsel ließ Mathis Mönninghoff gleich die Veilchen-Fans durch seinen Dreier zum 40:45 jubeln (21.). Jackson legte mit fünf Punkten in Folge zum 45:46 nach und zwang RheinStars-Headcoach Zoran Kukic zu seiner ersten Auszeit (23.). Doch die Göttinger ließen nicht locker und hatten das Selbstvertrauen nun auf ihrer Seite. Jackson glich per Dreier zum 48:48 aus; Mönninghoff brachte die Göttinger ebenfalls von außen zum ersten Mal in der Partie in Front (51:50/24.). Das Duell blieb nun auf Augenhöhe. Köln holte sich die Führung zurück (55:58/26.); die BG konterte zum 66:63 (29.) und behielt die Führung bis zum Viertelende (67:65). Im Schlussabschnitt bewahrten die Göttinger zunächst ihre knappe Führung und hatten auf Kölner Punkte immer eine Antwort (74:70/33.). Allerdings bekamen die Gastgeber dann Foulprobleme – Robin Lodders musste schon Mitte des Viertels mit seinem 5. Foul auf der Bank Platz nehmen. Kurz darauf glich Köln zum ersten Mal seit längerem wieder aus (76:76/35.). Doch auch dieses Mal konterte die BG und nutzte ein technisches Foul von Kukic, um den Abstand wieder zu vergrößern (80:76/37.). In den letzten Minuten der Partie leisteten sich die Hausherren aber unnötige Unaufmerksamkeiten, die Köln bestrafte und wieder in Front ging (80:81/39.). Bei der BG fielen die Würfe nun nicht mehr – am Ende hatten Mönninghoff und Nils Schmitz die Chance, ihr Team in der Verlängerung zu retten, trafen ihre Dreier aber nicht.
26.09.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. MLP Academics Heidelberg 75:83
Die Tigers Tübingen haben den Saisonauftakt gegen die MLP Academics Heidelberg vor 1.982 Zuschauern in der Paul Horn-Arena, darunter etwa 100 Fans aus Heidelberg, mit 75:83 (50:32) verloren. Trotz der Niederlage konnten die Schützlinge von Trainer Félix Bañobre mit erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Gegen einen der Titelkandidaten für die Meisterschaft und den Aufstieg in die easyCredit BBL zeigten die Schwaben eine beherzte kämpferische Leistung und forderten dem Favoriten alles ab. Vor allem die erste Hälfte war aus Tübinger Sicht spektakulär: Nach 20 Minuten führten die Raubkatzen mit 50:32, was gleichzeitig die höchste eigene Führung in der Begegnung war. Die Schwaben starteten mit einem 11:0-Lauf in den ersten 115 Sekunden. Die Tübinger Fans waren vor allem in der ersten Halbzeit begeistert vom Spiel des eigenen Teams. Nach der Halbzeitpause drehte sich das Blatt jedoch komplett. Das Team von Trainer Carlo Finetti agierte deutlich aggressiver, holte sich mehr Rebounds und machte den Zugang zum eigenen Korb für die Raubkatzen deutlich schwerer. Schritt für Schritt verkürzten die Kurpfälzer den Rückstand und drehten die Partie final im letzten Viertel zum Sieg. Die Rebounds gingen knapp mit 35:33 an den Sieger, dazu die Assists mit 20:13. Die MLP Academics Heidelberg trafen am Ende zehn von 21 Würfen aus der Distanz, was starke 48 Prozent bedeuteten. In der 37. Minute hatten die Gäste beim Stand von 80:69 die höchste Führung inne. Topscorer des Spiels war Charles Harris Jr. mit 20 Zählern für den Gewinner, auf Tübinger Seite punkteten mit Isaac Haney (19 Zähler), Aiden Warnholtz (15 Punkte, sechs Assists) und Tim Smith mit elf Zählern drei Kräfte zweistellig. Aus der Distanz verbuchten die Schwaben zwölf Treffer bei 36 Versuchen (33 Prozent). Youngster Aron Heberle debütierte in seinem ersten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Schwaben. In 8:20 Minuten holte der 22-Jährige einen Rebound und stand vor allem in der Defense seinen Mann.
26.09.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. HAKRO Merlins Crailsheim 67:81
Der Auftakt in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat den ETB Miners Essen am 1. Spieltag direkt gezeigt, wie schmal der Grat in der neuen Spielklasse ist. Vor einer stimmungsvollen Kulisse von 1.043 Zuschauern in der Sporthalle am Hallo unterlagen die Essener dem Aufstiegsfavoriten HAKRO Merlins Crailsheim nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten mit 67:81 (44:35).
Die Miners erwischten vor den eigenen Fans einen extrem starken Start auf dem neuen Parkett. Mit der Starting Five um Tre Beard, Benjamin Uzoma, Isaiah Sanders, Niclas Sperber und JJ Mann setzten die Hausherren von der ersten Sekunde an spielerische Akzente und begegneten den Gästen aus Crailsheim (Starting Five: Booker Coplin, Lucas Mayer, Hendrik Drescher, Luc van Slooten, Simon Krajcovic) mit hoher Intensität. Mit konsequenter Vertikalität und treffsicherer Offensive sicherte sich Essen das erste Viertel verdient mit 20:14. Auch im zweiten Abschnitt behielten die Hausherren die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung durch diszipliniertes Teamplay bis zur Halbzeitpause auf 44:35 aus. Nach dem Seitenwechsel erhielten die Miners jedoch einen echten Willkommensgruß in der ProA. Crailsheim schaltete defensiv wie offensiv zwei Gänge höher und zog das Tempo spürbar an. Die Gäste nutzten eine Essener Schwächephase im dritten Viertel knallhart aus und drehten die Partie mit einem 22:10-Lauf. Auch im Schlussabschnitt (13:24) fanden die Miners gegen die abgeklärte Rotation der Merlins nicht mehr zu ihrem Rhythmus zurück und mussten sich am Ende trotz leidenschaftlichem Kampf geschlagen geben.
26.09.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. VfL SparkassenStars Bochum 77:81
Paderborn legte den besseren Start auf das Parkett: Die Baskets begannen konzentriert, ließen sich von der von Beginn an tollen Stimmung mitreißen, agierten effektiv mit erfolgreichen Angriffen in der Zone und erspielten sich so eine frühe 15:7-Führung (6.). Danach machte sich bei den Hausherren jedoch Nervosität breit, kleine Fehler schlichen sich ein und die Treffsicherheit, in der ersten Hälfte vor allem aus der Distanz, ließ spürbar nach. Bochum übernahm in den kommenden sieben Minuten das Momentum: Angetrieben von Kapitän Niklas Geske und Neuzugang JaMonta Black zogen sie die Intensität defensiv und offensiv hoch und erspielten sich viertelübergreifend einen 19:0-Lauf (15:26, 13.). Besonders der spätere Topscorer Black entpuppte sich mehr und mehr als dominanter Spieler der Partie, der Shooting Guard traf aus allen Positionen und war von der Paderborner Defensive kaum zu stoppen. Anschließend wurde die Partie zerfahrener, beide Teams kreierten diverse vielversprechende Würfe, brachten diese aber häufig nicht in der Reuse unter. Bochum konnte sich nicht entscheidend absetzen, im Gegenteil: Paderborn schaffte es trotz einiger liegengelassener Chancen, bis zur Halbzeit wieder auf nur fünf Punkte Rückstand
heranzukommen (30:35, 20.). Viertel 3 (20:21) | Viertel 4 (27:25)
Mit Beginn der zweiten Hälfte wandelte sich das Bild: Die Trefferquoten stiegen auf beiden Seiten, die Partie nahm richtig Schwung auf und entwickelte sich zu einem spannenden, offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe mit einigen spektakulären Momenten. Beide Teams fighteten intensiv und schenkten sich defensiv nichts. Bochum legte über JaMonta Black regelmäßig vor, Paderborn blieb aber hartnäckig und nutzte mit hohem Einsatz einige zweite Chancen für Punkte – auch die Dreier fielen nun für die Baskets ins Netz. Vor den finalen zehn Minuten lagen die Gäste weiterhin mit sechs Punkten vorn (50:56, 30.).
Das sollte sich jedoch ändern: Paderborn zeigte jetzt noch mehr Einsatz und kämpfte sich mit großer Unterstützung des eigenen Anhangs zurück in die Partie. Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Neuzugang Jon’Il Fuggett und Eyassu Worku sorgten für den Führungswechsel, Worku legte per Korbleger direkt nach (64:61, 35.) – Auszeit Bochum. Der VfL fand nach dieser zurück in seinen Rhythmus, die Partie wurde von Sekunde zu Sekunde spannender, beide Teams scorten hochprozentig: Zwei Minuten vor dem Ende stand es 75:75 (38.). Crunchtime! Und in dieser präsentierten sich die SparkassenStars nervenstärker: Ein Foul und zwei Turnover führten zu vier Freiwürfen für Bochum, die durch Matchwinner JaMonta Black und Jaylen Wesley sicher verwandelt wurden. VfL-Kapitän Niklas Geske erzielte noch einen letzten Korbleger, Fuggett für Paderborn zwei Punkte von der Freiwurflinie. Am Ende belohnten sich die Bakets nicht für ihren großen Kampf und unterlagen den in den entscheidenden Momenten abgezockteren Bochumern mit 77:81 (40.).
26.09.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Nürnberg Falcons 79:83
Der erste Heimspieltag der Saison 2026/27 ist vorbei. Die PSK LIONS mussten sich den Nürnberg Falcons in einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie mit 79:83 geschlagen geben. Von Beginn an entwickelte sich in der Europahalle ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem ersten Viertel stand es 18:18. Im zweiten Abschnitt konnten sich die LIONS erstmals einen kleinen Vorsprung erspielen und gingen mit einer 43:40-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Nürnberg kam zurück und übernahm im dritten Viertel knapp die Führung. Vor den letzten zehn Minuten lagen die Falcons mit 60:59 vorne. Auch im Schlussabschnitt schenkte keine Mannschaft etwas her. Die LIONS kämpften weiter um jeden Ball und hielten das Spiel bis in die Schlussphase offen. Am Ende konnten sich die Nürnberg Falcons mit 83:79 durchsetzen.
Kilian Binapfl war mit 25 Punkten der Top-Scorer der PS Karlsruhe LIONS, gefolgt von Martel Williams mit 17 Punkten. Damit endet der Heimauftakt für das Karlsrudel mit einer knappen Niederlage. Rund 2.000 Zuschauer sahen eine umkämpfte Partie, in der die LIONS bis zum Schluss alles daransetzten, das Spiel noch zu drehen. Trotz des Ergebnisses zeigte die Mannschaft über die gesamte Spielzeit Einsatz. Bereits in der kommenden Woche warten die nächsten Aufgaben auf die PS Karlsruhe LIONS. Weiter geht es direkt mit einem Doppelspieltag. Am Freitag, den 02.10.26, steht zunächst die Auswärtspartie bei den Medikamente per Klick Bayreuth an (19:00 Uhr), ehe am Sonntag wieder im Löwenkäfig gegen die HAKRO Merlins Crailsheim gespielt wird (04.10.26, 17:30 Uhr).
27.09.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. OrangeAcademy 92:93
Der Wendepunkt: Von Beginn an entwickelte sich in Bremerhaven ein enges Duell mit zahlreichen Führungswechseln. Nach holprigem Start fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel und konnten sich mit Distanzwürfen etwas absetzen. Die jungen Uuulmer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpften sich im zweiten Viertel zurück. Treffer von Kiehlneker, Failenschmid und Maker Bol brachten die OrangeAcademy mehrfach in Führung, ehe Failenschmid mit einem Dreier in den Schlusssekunden die Halbzeitführung sicherte. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die jungen Uuulmer am Drücker. Fischer und Failenschmid sorgten von außen für wichtige Treffer und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich aus. Im Schlussviertel entwickelte sich erneut ein packendes Duell. Maker Bol brachte die jungen Uuulmer in der letzten Minute per Dreier in Führung, ehe die Eisbären kurz vor Schluss wieder vorlegten. Doch Namori Omog behielt die Nerven und sorgte mit seinen Punkten direkt im Anschluss für die endgültige Uuulmer Führung. Am 02. und 04. Oktober gehört der OrangeCampus wieder den jungen Uuulmern. Die OrangeAcademy kämpft live vor heimischer Kulisse um wichtige Punkte, mit Tempo, Leidenschaft und dem unbedingten Willen, alles auf dem Parkett zu lassen. Sichere dir jetzt deine Tickets und motiviere deine jungen Uuulmer von den Rängen aus.
Der Gamechanger: Im Schlussviertel bewiesen die jungen Uuulmer Nervenstärke. Lucas Fischer brachte die OrangeAcademy gleich zweimal zurück auf Gleichstand, Tobias Holbach legte ebenfalls mit wichtigen Ausgleichstreffern nach. Als es in den letzten Sekunden um alles ging, übernahm Namori Omog Verantwortung und versenkte den entscheidenden Zweier zum 93:92-Auswärtssieg. Von jenseits der Dreierlinie zeigte sich die OrangeAcademy treffsicher und kam auf 48 Prozent, gegenüber 35 Prozent bei den Eisbären. Gleichzeitig leisteten sich die jungen Uuulmer weniger Ballverluste (22:26).
Uuulmer des Spiels: Lucas Fischer avancierte zum Topscorer der Partie und führte sein Team mit starken 20 Punkten an. Dahinter reihten sich Namori Omog mit 16 und Nil Failenschmid mit 14 Punkten ein. Felix Kiehlneker komplettierte die Scorerliste mit 10 Punkten. Das bedeutet der Sieg: Mit einer konzentrierten Teamleistung und viel Energie in der Defensive hat die OrangeAcademy die lange Auswärtsreise mit einem verdienten Erfolg gekrönt. „Ich freue mich sehr für meine Spieler und für den Einsatz, den sie jeden Tag im Training zeigen. Das war eine sehr lange Reise und wir haben gegen eine sehr talentierte Mannschaft gespielt. Wir konnten die Rebounds sehr gut kontrollieren. Wir wissen, dass diese Mannschaft aus der Distanz sehr gefährlich sein kann. Unsere Verteidigung war gut. Wir haben viele Dreier getroffen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob wir das in jedem Spiel schaffen, nehmen wir das für dieses Spiel gerne mit. Die Jungs geben wirklich jeden Tag ihr Bestes, deswegen haben sie das sehr verdient. Jetzt müssen wir uns schnell erholen. Am kommenden Wochenende stehen zwei Spiele an und wir müssen gut trainieren, um weiter aufzubauen und weiter besser zu werden“, betonte Head Coach Mehdy Mary nach Spielende.
27.09.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Medikamente per Klick Bayreuth 109:90
Mit kurzer Rotation, aber viel Kampfgeist gab Medikamente per Klick Bayreuth am heutigen 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA alles, konnte aber eine 90:109 (42:57)-Niederlage bei den EPG Baskets Koblenz nicht verhindern. MpK Bayreuth trat in Koblenz personell geschwächt ohne die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain an, außerdem wurde „Scharfschütze“ Matt Frierson geschont, der sich beim Medikamente per Klick-Cup eine Schulterverletzung zugezogen hatte und sein Einsatz ein zu großes Risiko für einen längerfristigen Ausfall mit sich gebracht hätte.
Glen Abram brachte MpK schnell mit einem Dreier mit 3:0 in Front. Kevin Wohlrath erhöhte von der Freiwurflinie auf 5:0. Die Koblenzer ließen sich nicht beirren, glichen zum 5:5 aus, Joshua Bonga antwortete jedoch mit einem weiteren Bayreuther Dreier zur 8:5-Führung der Gäste. Dann kamen die Koblenzer besser ins Spiel und gingen mit 13:8 in Front. Glen Abram antwortete mit einem weiteren Distanztreffer zum 11:13 nach drei Minuten. Taje Kelly glich zum 13:13 aus, anschließend traf Collin Metcalf zum 15:15. Koblenz setzte sich dann mit einem 7:0-Lauf auf 22:15 ab. Luis Wulff traf in der Folge eine Dreier zum 18:22 und Simon Hildebrandt stellte von der Freiwurflinie auf 20:24 und anschließend mit einem Korbleger auf 22:27. Collin Metcalf stellte schließlich mit dem 24:30 den Stand nach dem ersten Viertel her. Die Dreierquote lag nach dem ersten Viertel bei 44 Prozent für MpK Bayreuth, man hatte zudem fünf Turnovers zu verzeichnen (Koblenz drei). Kevin Wohlrath brachte MpK zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 26:30 heran, Ferenc Gille antwortete jedoch postwendend mit dem 32:26 für die EPG Baskets. Glen Abram traf in der Folge seinen nächsten Dreier zum 29:36. Nach 13 Minuten lag Koblenz mit 40:29 vorne, der Vorsprung war erstmals zweistellig. Taje Kelly verkürzte zwar auf 31:40, Koblenz zog jedoch weiter auf 45:31 davon, MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt bat seine Mannen schließlich zur Auszeit. Glen Abram traf dann aus der Distanz seinen vierten Dreier zum 34:45, Joshua Bonga ließ das 36:47 folgen. Collin Metcalf verkürzte mit einem Treffer bei zwei Freiwürfen auf 37:49, die EPG-Baskets bauten den Vorsprung aber weiter auf 54:37 aus. Joshua Bonga traf ein Drei-Punkte-Spiel zum 40:54. Letztlich ging es mit 57:42 für Koblenz in die Halbzeit, Joshua Bonga hatte auch die letzten Bayreuther Punkte der ersten Hälfte gescort. Bei den Rebounds lag Koblenz mit 18:17 vorne, Bayreuth hatte aber nach 20 Minuten bereits 15 Turnovers zu verzeichnen (Koblenz 8). Die Dreierquote bei MpK lag bei 38 Prozent (EPG Baskets 42 Prozent).
Die Gastgeber bauten ihre Führung zu Beginn des dritten Viertels weiter auf 61:42 aus, Glen Abram verkürzte auf 44:61, Joshua Bonga sorgte mit einem weiteren Drei-Punkte-Spiel für das 47:63. Taje Kelly verwandelte zwei Freiwürfe zum 49:66. Emanuel Prospere verkürzte mit einem Hakenwurf auf 51:68, Joshua Bonga verwandelte nach einem Foul beim Dreierversuch drei Freiwürfe zum 54:68 nach 25 Minuten. Simon Hildebrandt traf einen Dreier zum 57:71 und Emanuel Prospere brachte MpK weiter auf 59:71 heran. Cameron Tongue antwortete jedoch postwendend mit einem Distanztreffer zum 74:59 für Koblenz. Zwei Freiwurftreffer von Joshua Bonga stellten den Score auf 61:74, Taje Kelly traf ebenfalls von der Freiwurflinie zum 63:76. Es gelang den Bayreuthern trotz aller Bemühungen nicht, den Rückstand nachhaltig auf weniger als zehn Punkte zu verkürzen. Glen Abram mit einem Freiwurftreffer machte das 64:76. Dann aber kam Koblenz wieder stärker auf, führte mit 79:64. Luis Wulff und Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier zum 70:79, Koblenz machte mit einem 5:0-Lauf zum Viertelende den Vorsprung aber mit 84:70 gleich wieder zweistellig. Simon Hildebrandt traf zu Beginn des Schlussabschnitts zwei von drei Freiwürfen zum 72:84 und dunkte anschließend zum 74:86. Bayreuth kämpfte, die Kräfte schienen aber langsam nachzulassen. Koblenz zog wieder auf 92:74 davon, der starke Joshua Bonga verkürzte jedoch auf 76:92 nach 35 Minuten. Taje Kelly ließ das 78:92 folgen und abermals Joshua Bonga sorgte für das 80:92 – ein Bayreuther 6:0-Lauf war perfekt. Simon Hildebrandt traf zum 82:94. Emanuel Prospere stellte von der Freiwurflinie auf 84:98. Camero Tongue machte mit dem 100:84 das Ergebnis für Koblenz dreistellig. Joshua Bonga ließ noch einen Dreier zum 87:102 folgen, Simon Hildebrandt dunkte zum 89:104 und Glen Abram traf einen seiner zwei Freiwürfe zum 90:106. Letztlich gewannen die EPG Baskets mit 109:90. Bei den Rebounds lag Koblenz am Ende mit 31:30 vorne, bei den Assists unterstrichen die Koblenzer mit 25:14 ihren guten Teambasketball, in der zweiten Hälfte begrenzte MpK die Turnovers auf 22 (Koblenz 17). Die Bayreuther Dreierquote lag am Ende bei 34 Prozent (EPG Baskets 36 Prozent), bei der Zwei-Punkte-Quote dominierte Koblenz jedoch mit 73 Prozent gegenüber 57 Prozent bei Bayreuth.

