Nachberichte ProA 3. Spieltag
04.10.2026 15:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. VfL SparkassenStars Bochum 94:78
Nicht nur dem Cheftrainer, eigentlich allen in der Osthalle, ausgenommen den Besuchern aus dem Pott, war die Erleichterung anzumerken. Keine 43 Stunden nach der eher bescheidenen Vorstellung beim 61:73 als Gast der Baskets Wolmirstedt haben die GIESSEN 46ers den Bock umgestoßen und sich nach drei Spieltagen in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA erstmals in der Spitzengruppe angemeldet. Gegen einen VfL SparkassenStars Bochum, der mit zwei Erfolgen in die Saison gestartet war, der dem Altmeister lange das Leben schwer gemacht hatte, der von den Hausherren jedoch im dritten Viertel so herzerfrischend überrannt wurde, als würde Obelix zum Einsammeln der Helme der römischen Legionäre schreiten. Mit 32:8 gingen der vorletzte Abschnitt an die Mittelhessen, die zwischenzeitlich mit einem 16:0-Lauf die Weichen zum letztlich klaren 94:78 (40:44)-Erfolg stellen konnten. „Wir hatten es heute mit einem Spitzenteam zu tun. Da hätte für uns schon alles optimal laufen müssen. Gegen Gießen werden viele Teams noch Probleme bekommen“, wollte Gäste-Trainer Alvaro Paredes nach dem Match nicht lange um den heißen Brei herumreden. „Nach der Pause sind wir eingebrochen. Das haben die 46ers eiskalt ausgenutzt.“
In Person von Alex Williams, der trotz eines ausgekugelten kleinen Fingers an der linken Hand zwei Dreier einschweben ließ. In Person von Nigel Scantlebury, der mit sieben Punkten endlich Selbstvertrauen verriet. In Person von Daniel Norl, der beim 70:50-Zwischenstand einen 24:2-Run von jenseits der 6,75-Meter-Marke abschloss. In Person von Chris Carter, dem die Ärzte am Samstag noch 40 Milliliter Flüssigkeit aus dem Knie geholt hatten, der mit schmerzverzerrtem Gesicht vor der Bank hin und her humpelte, der aber immerhin fast 13 Minuten lang auf die strahlenden Beißerchen biss, „um das Team zu unterstützen“, wie der 34-Jährige später zu Protokoll gab. Und natürlich in Person von Robin Benzing, der seinen unschätzbaren Wert für die Mannschaft am Ende mit guten 13 Punkten, mit vier eingesammelten Abprallern, vor allem aber mit sieben Assists dokumentierte. Gerade Till Gloger profitierte des Öfteren vom Auge des Ex-Internationalen, aber auch Luis König Figge und Viktor Kovacevic waren zur Stelle, weil Benzing uneigennützig nur durchlud, aber nicht abdrückte. Als dann auch noch Till Gloger mehrere starke Szenen hatte und auf plus 20 stellte, gab „Frenki“ Ignjatovic auch erstmals in dieser Saison seinen beiden BBA-Youngstern Luca Nickel und Elias Genius Einsatzminuten. Dass Nickel nicht nur zwei Punkte in seinen gut dreieinhalb Minuten beisteuerte, sondern auch noch Viktor Kovacevic mit einem No-Look-Pass bediente, setzte dem am Ende doch noch gelungenen Nachmittag die Krone auf. Beim 45:44 (22.) durch einen Kracher von Alex Williams irgendwo aus dem Nirgendwo lag Gießen erstmals in Führung, die die 46ers nach dem 50:48 von Zach Cokks und dessen Solo über das komplette Feld auch nicht mehr hergeben sollten.
04.10.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Paderborn Baskets 84:81
Nach zwei Niederlagen, die jeweils erst in den letzten Sekunden entschiedenworden waren, durften die Eisbären diesmal selbst über das bessere Endejubeln. Headcoach Ferried Naciri musste dabei weiterhin auf Jordan Samare und Hendrik Warner verzichten. Seine Mannschaft startete dennoch mit vielEnergie und Konzentration in die Partie.Die ersten Punkte gehörten zwar Paderborn, doch Garai Zeeb antwortete umgehend von außen. Die Eisbären übernahmen früh die Kontrolle, Jeremiah Oden erhöhte per Dreier auf 16:9. Bremerhaven gab die Führung im gesamten ersten Abschnitt nicht mehr aus der Hand und legte starke 27 Punkte auf. Die Gäste blieben jedoch in Schlagdistanz und verkürzten durch einen Dreier von Christopher Schultz zum Viertelende auf 27:25. Auch im zweiten Viertel hielten die Eisbären das Tempo zunächst hoch. Carlos Carter traf von außen, Dominic Parolin legte per Dunk zum 32:27 nach. Zwei Dreier von Vincent Friederici innerhalb kurzer Zeit ließen den Vorsprung schließlich auf 38:27 anwachsen. Doch die 11-Punkte-Führung hatte nicht lange Bestand. Defensiv schlichen sich zunehmend Unachtsamkeiten ein, während offensiv einige einfache Möglichkeiten ungenutzt blieben. Paderborn arbeitete sich wieder heran, sodass zur Halbzeit nur noch eine 46:42 Führung auf der Anzeigetafel stand.
Nach knapp sechs Minuten im dritten Viertel glich Eyassu Worku für die Baskets an der Freiwurflinie zum 58:58 aus und sorgte mit dem zweiten Treffer für den Führungswechsel. Carlos Carter holte die Führung per Dreier umgehend zurück, doch die Partie war nun endgültig offen. Drei Sekunden vor Viertelende stellte Jon’il Fugett auf 67:67, anschließend traf Gerard Spinoso noch einen von zwei Freiwürfen. Mit einem knappen 67:68-Rückstand ging es in den Schlussabschnitt. Vincent Friederici eröffnete das vierte Viertel mit einem Dreier zum 70:68 und brachte die Eisbären damit direkt wieder nach vorne. Bremerhaven konnte sich anschließend noch einmal auf sieben Punkte absetzen. Doch wie schon über weite Strecken der Partie ließen sich die Baskets nicht abschütteln. Erneute Lücken in der Defensive ermöglichten den Gästen die nächste Aufholjagd. Beim 77:76 war Paderborn wieder bis auf einen Zähler herangekommen und das nächste Zitterfinale nahm seinen Lauf. 23 Sekunden vor Schluss kippte die Partie schließlich erneut: Ein erfolgreicher Dreier brachte die Gäste mit 80:81 in Führung. Ferried Naciri nahm die Auszeit. Danach ist Garai Zeeb am Ball. Die Sekunden liefen von der Uhr, Garai Zeeb behält den Ball, findet keinen freien Spieler und übernahm schließlich selbst Verantwortung. Fünf Sekunden vor Schluss nimmt der Kapitän den Wurf von der Dreierlinie und traf zum 83:81. Lautstarker und auch befreiender Jubel von den Rängen. Nach zwei Niederlagen, bei denen jeweils der letzte Wurf nicht fallen wollte, waren es diesmal die Eisbären, die in der entscheidenden Sekunde die Nerven behielten. Ein weiterer erfolgreicher Freiwurf besiegelte schließlich den 84:81-Heimsieg und die Erleichterung über die ersten Punkte der Saison.
04.10.2026 15:00 Uhr // BG Göttingen vs. SBB Börde Baskets 62:89
Die BG Göttingen wartet in dieser BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison noch auf ihren ersten Sieg. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis verlor am Sonntagnachmittag gegen die SBB Börde Baskets 62:89 (27:48). Vor 1.813 Zuschauenden in der Sparkassen-Arena kamen die südniedersächsischen Gastgeber nach erneut schwachem Start nicht richtig ins Spiel. Die Göttinger spielten sich keine guten Würfe raus, vergaben aber auch freie Dreier. Die Gäste hatten einfaches Spiel, bauten ihren Vorsprung Stück für Stück aus und gewannen verdient. Bester BG-Werfer war Daniel Kirchner mit 15 Punkten. Für die Börde Baskets trafen Kyndahl Hill und Akim-Jamal Jonah am häufigsten (je 14 Zähler). Beide Teams brauchten ein wenig Zeit, um ins Spiel zu finden. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt fanden zuerst einen Rhythmus, während die Veilchen sich keine guten Würfe herausspielten. Die Baskets zogen Stück für Stück davon uns zwangen Gublis zu seiner ersten Auszeit (0:12/4.). Doch auch danach taten sich die Göttinger schwer. Die ersten BG-Punkte erzielte Radvilas Kneizys erst nach mehr als fünf Minuten an der Freiwurflinie zum 2:14 (6.). Danach fingen sich die Gastgeber ein wenig – Kirchner und Kneizys trafen je einen Dreier zum 10:18 (8.). Doch die Baskets bestraften Veilchen-Fehler gnadenlos und bauten ihren Vorsprung zum Viertelende wieder aus (13:25). Im zweiten Abschnitt lief es für die Gastgeber nicht viel besser. Zunächst hielten die Veilchen den Abstand: Zach Jackson traf zum 17:30, Robin Lodders zum 19:32 (15.). Aber von außen blieb die BG kalt und versenkte in der ersten Halbzeit nur zwei von 14 Dreier-Versuchen. Trotzdem blieb der Rückstand annähernd gleich. Nach Jacksons Punkten zum 23:27 zeigten die Göttinger eine erneute Schwächephase und mussten die Baskets bis zur Halbzeitpause auf 27:48 davonziehen lassen.
Nach dem Seitenwechsel hielt die BG dagegen. Mathis Mönninghoff traf einen Dreier zum 36:58, den Kenneth Cooper allerdings zum 36:61 konterte (24.). Im Anschluss zeigten die Veilchen eine gute Phase und verkürzten durch einen 6:0-Lauf auf 42:61 (27.). Lodders und Kirchner hielten den Abstand durch ihre Punkte zum 48:67 – Jonah stellte mit seinem Dunk zum 48:69 den Viertelendstand her. Im letzten Abschnitt versuchten die Göttinger noch einmal dagegenzuhalten, kamen aber nicht näher an die Gäste heran (54:75/34.). In der 36. Minute kassierten Mönninghoff und Nils Schmitz kurz hintereinander ihr jeweils fünfte Foul, sodass es nun für die BG immer schwerer wurde. Die Gulbis-Truppe gab nicht auf, viel wollte ihr aber an diesem Abend nicht gelingen. Nach einem Baskets-Schnellangriff wuchs der Rückstand auf 30 Zähler an – Tai Bibbs betrieb mit seinem Dreier zum 62:89-Endstand lediglich noch Ergebniskosmetik.
04.10.2026 16:00 Uhr // ETB Miners vs. RheinStars Köln 85:91
Am 3. Spieltag der ProA-Saison mussten sich die ETB Miners vor heimischem Publikum in der Sporthalle am Hallo nach einem intensiven Schlagabtausch den RheinStars Köln mit 86:91 (37:42) geschlagen geben. In einer physisch geführten Partie bewies das Team von Headcoach Lars Wendt viel Moral und kämpfte sich nach einem frühen Rückstand mehrfach zurück, verpasste am Ende jedoch belohnende Big Plays. Lars Wendt schickte für das NRW-Derby Quashawn Lane, Benjamin Uzoma, Isaiah Sanders, Niclas Sperber und JJ Mann als Starting Five aufs Parkett. Die Gäste aus Köln erwischten jedoch den besseren Start: Binnen der ersten viereinhalb Minuten erarbeiteten sich die RheinStars eine 15:10-Führung und erwiesen sich vor allem aus der Distanz als extrem treffsicher. Während Essen phasenweise etwas zu hektisch agierte, versenkten die Kölner im ersten Spielabschnitt stark 5 ihrer 6 Dreierversuche und sicherten sich so eine 15:25-Viertelführung. Die Miners steckten jedoch nicht auf. Zu Beginn des zweiten Viertels brachte Craig Moller Essen per Dreier wieder auf 21:25 heran. Die Defensive stand nun deutlich griffiger, und in der 16. Spielminute gelang der vielumjubelte 31:31-Ausgleich. Köln fand jedoch bis zur Pause Antworten und nahm eine 37:42-Führung mit in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel drehten die Hausherren auf. Bereits in der 21. Minute glich Essen erneut zum 42:42 aus. Die Miners fighteten nun um jeden Ball, um das Spiel eng zu halten, und belohnten sich in der 25. Minute mit der Führung zum 55:54. Als Essen kurz darauf auf 62:58 stellte, schien das Spiel zu kippen. Doch Köln – deutlich aggressiver und gefestigter auftretend als noch im Testspiel der Saisonvorbereitung – konterte umgehend und eroberte in der 28. Minute die Führung zurück (62:65). Im Schlussviertel blieb es ein zähes Ringen. JJ Mann verkürzte in der 32. Minute per Dreier auf 68:71, doch Köln verteidigte den Vorsprung konsequent und baute ihn viereinhalb Minuten vor dem Ende per Freiwurf auf 73:79 aus. Erneut war es JJ Mann, der per Dreier zum 76:79 verkürzte, doch die RheinStars antworteten postwendend ebenfalls aus der Distanz. In den letzten Minuten behielten die Gäste die Kontrolle und brachten den 86:91-Auswärtssieg über die Zeit.
04.10.2026 17:00 Uhr // Tigers Tübingen vs. Nürnberg Falcons 86:61
Die Tigers Tübingen haben den ersten Saisonsieg eingefahren. Vor 1.231 Zuschauern in der Paul Horn-Arena gelang der Mannschaft von Trainer Félix Bañobre ein 86:61 (41:34)-Erfolg gegen die Nürnberg Falcons. Dabei mussten die Unistädter erneut personell ersatzgeschwächt die Begegnung bestreiten (siehe Dschungelgeflüster). Energie, Energie und nochmals Energie – das war Schlüssel für den Erfolg gegen das Team von Trainer Tim Black, das die ersten zwei Partien siegreich gestalten konnte. Die Raubkatzen lagen dabei nie in Rückstand. Von Anfang bis Ende zeigten die Schwaben eine beeindruckende Energieleistung und zogen den Franken sprichwörtlich den Zahn. Topscorer des Spiels war Tim Smith mit 21 Zählern für den Sieger. Ebenfalls zweistellig punkteten die Teamkollegen Nico Santana Mojica (15 Zähler), Isaac Haney (elf Punkte) und Kristian Sjølund (zehn Zähler). Point Guard Aiden Warnholtz (acht Punkte, acht Assists) hatte das Spiel zu jeder Zeit fest im Griff, Creighton Morisch zeigte mit sieben Zählern und zwölf Rebounds erneut eine gute Leistung. Bei den Gästen war Xavier Bell mit 16 Zählern bester Punktesammler. Zwei Faktoren waren heute spielentscheidend: Die Tigers holten 14:3-Steals und erzwangen zudem 23 gegnerische Ballverluste. Diese Werte waren auf die Energie im Tübinger Spiel zurückzuführen. Die höchste Führung hatten die Tigers beispielsweise mit dem Endergebnis von 86:61 inne. Dem Tübinger Eigengewächs Aron Heberle gelangen in der 16. Minute per Korbleger zum 35:24 die ersten Punkten im deutschen Basketball-Unterhaus. Die Bañobre-Truppe steht mit aktuell 1:2-Siegen auf dem 13. Tabellenplatz, die Nürnberg Falcons nehmen mit 2:1-Erfolgen den fünften Tabellenplatz ein.
Der erste Saisonerfolg war aus Tübinger Sicht praktisch nie gefährdet. Die Schwaben waren dem Gegner in nahezu allen Belangen überlegen. Man hat gesehen, was mit einer hohen Einsatzbereitschaft alles möglich ist. Die Schwaben starteten wie gegen die MLP Academics Heidelberg vor einer Woche wie die Feuerwehr ins Spiel. Nur mit dem Unterschied, dass man den Vorsprung gegen die Franken über die Ziellinie bringen konnte. Bei 4:57 Minuten auf der Uhr im ersten Viertel führten die Tigers Tübingen bereits mit 13:2. Das war die Basis für den ersten Saisonsieg, welchen die Raubkatzen auch dank der guten Unterstützung der Fans einfahren konnten.
04.10.2026 17:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. Medikamente per Klick Bayreuth 104:75
Der zurückliegende Doppelspieltag endete mit zwei wichtigen Erfolgen für die Mannschaft rund um Kapitän Tyrel Morgan. Zunächst siegten die Teckstädter am Freitagabend in Ulm. Es folgte das Heimspiel gegen Bayreuth am Sonntagnachmittag in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte. Der zuletzt erkältungsbedingt ausgefallene Center Lukas Zerner kehrte zurück und Knights Coach Perovic konnte auf seinen vollständigen Kader zurückgreifen. Die bis dato sieglosen Bayreuther starteten ambitioniert in das Spiel und zeigten sich ebenbürtig. Den Zuschauern bot sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Bayreuths Metcalf dominierte die Zone und stellte Kirchheims Akteure vor eine Herausforderung, doch mit zunehmender Spielzeit bekamen die Teckstädter das Spiel unter Kontrolle und zogen leicht davon. Nach den ersten zehn Minuten stand es 24:17. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hatten acht der zehn Kirchheimer Spieler Punkte gesammelt. Im zweiten Viertel legten die Hausherren weiter zu und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle. Morgan, Alston und Desmond Watson sorgten offensiv immer wieder für entscheidende Nadelstiche und die Defensive ging konzentriert zu Werke. Es hagelte einige Highlights und Dunkings für die begeisterten Zuschauer. Mit einer komfortablen 50:34 Führung ging es in die Kabinen.
Zum Start der zweiten Halbzeit präsentierten sich beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe. Im Gefühl der sicheren Kontrolle ließen die Gastgeber ein wenig nach. Die kämpfenden Gäste nutzten das Momentum und starteten ihre stärkste Phase. Punkt für Punkt wurde der Rückstand verkürzt und bis auf neun Zähler Rückstand kamen die Bayreuther heran. Ins Schlussviertel ging es mit einem 71:60 Zwischenstand. Die zwischenzeitlich aufkommenden Bedenken wurden innerhalb der folgenden 90 Sekunden endgültig verabschiedet. Mit Start des 4. Viertels sorgten die Ritter für ein kurzes offensives Feuerwerk, das sich in einem 10:0 Lauf als letztlich entscheidend herausstellte. Beim 81:60 und noch etwa acht Minuten zu spielen, schien die Partie entschieden. Der Wille der Gäste war gebrochen und in den Schlussminuten verwalteten die Schwaben das Spielgeschehen und brachten die Punkte sicher nach Hause. Insgesamt 22 offensive Rebounds der Ritter, dazu deutlich weniger Ballverluste und die daraus resultierenden 23 Wurfversuche mehr, waren letztlich die entscheidenden Faktoren der Partie. „Bis auf die Phase im dritten Viertel haben wir sehr gut und konzentriert gespielt. Wir haben noch viele Aufgaben vor uns und müssen uns an einigen Stellen verbessern, aber natürlich freuen wir uns über den gelungenen Start in die Saison,“ so Perovic nach Spielende. Am kommenden Samstag reisen die Ritter zum schweren Auswärtsspiel nach Nürnberg. Die Franken starteten mit zwei Siegen in die neue Spielzeit, mussten sich am vergangenen Sonntag jedoch in Tübingen geschlagen geben und stehen mit einer Bilanz von 2:1 auf Tabellenplatz fünf.
04.10.2026 17:00 Uhr // OrangeAcademy vs. MLP Academics Heidelberg 68:84
Am dritten Spieltag der BARMER 2.Basketball Bundesliga ProA unterliegt die OrangeAcademy dem letztjährigen Bundesligisten MLP Academics Heidelberg mit 68:84. Der Wendepunkt: Früh in der Partie erarbeiteten sich die Gäste bereits eine komfortable zweistellige Führung, die sie über die gesamte Spielzeit verteidigen konnten. Dabei war das heiße Händchen der Heidelberger Distanzschützen ein entscheidender Faktor. Der Ball lief gut durch die Reihen der Academics und fand häufig den freien Werfer. Zudem bereitete die enorme Physis der Gäste unter den Körben den jungen Uuulmern sichtbar Probleme. Der Gamechanger: Mit Sicherheit die Moral, die die Hausherren bewiesen. Gegen den starken und körperlich überlegenen Gast gaben sich die jungen Schützlinge von Cheftrainer Mehdy Mary zu keiner Zeit auf und versuchten immer wieder, den Rückstand zu verkürzen. Ein kleiner Lauf nach dem Seitenwechsel brachte die OrangeAcademy sogar wieder auf einen einstelligen Rückstand heran, wurde von den Academics allerdings umgehend gekontert.
Uuulmer des Spiels: Der Franzose Lucas Fischer ließ heute mehrfach mit seiner enormen Athletik aufhorchen und erzielte insgesamt 13 Punkte sowie zwei Blocks und zwei Steals. CJ Anthony (16 Punkte) punktete ebenfalls zweistellig. Die Erkenntnisse: Gegen eine sehr starke Heidelberger Mannschaft war heute nichts zu holen. Vor allem die Physis der Gäste bereitete den jungen Uuulmern große Probleme. Nichtsdestotrotz steht die OrangeAcademy nach den ersten drei Spielen und trotz eines enorm schweren Auftaktprogramms mit zwei Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz. „Wir haben heute gegen eine sehr starke Mannschaft aus Heidelberg gespielt, die uns auch verdient bezwungen hat. Auch wenn heute früh klar war, dass Heidelberg wahrscheinlich gewinnen wird, bin ich stolz darauf, dass meine Mannschaft sich nie aufgegeben hat und sogar nochmal in den einstelligen Bereich verkürzen konnte. Ich denke wir leisten gute Arbeit darin, unsere jungen Talente zu entwickeln. Heute haben wir erneut mit Lennard Zeuch und Marko Volf zwei sehr junge Spieler aufs Parkett gebracht, die gute Impulse bringen konnten. Ich wünsche mir, dass wir zu jeder Zeit kämpfen und mithalten können. Das wir nach diesem harten Auftaktprogramm kein Spiel deutlich hergegeben hatten und auf einem Nichtabstiegsplatz stehen freut mich umso mehr“, erklärt OrangeAcademy Chefrainer Mehdy Mary.
04.10.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Artland Dragons 92:80
Es war vielleicht kein schönes, doch war es ein anspruchsvolles und sehr intensives Spiel für die EPG Baskets vor heimischer Kulisse, vielleicht auch eine richtungsweisende Partie in der vierten Saison in der 2. Basketball Bundesliga ProA, für ein Team mit klaren Play-off Ambitionen. Nur zwei Tage vorher hatte man noch eine Niederlage in Nürnberg hinnehmen müssen, begründet durch eine schwache Verteidigung im ersten Viertel, in dem man von den Gastgebern überrannt wurde. Dies durfte in der Begegnung gegen Artland nicht noch einmal passieren. So lag der Fokus in dieser Begegnung klar auf der Verteidigung, über die man das Spiel dominieren und damit gewinnen wollte. Verzichten mussten die Baskets dabei auf Starter Tyren Williams, der sich gegen Nürnberg eine Verletzung am Fuß zugezogen hatte. Die Partie begann für beide Teams nervös, mit einigen Fehlern auf beiden Seiten, so dass sich in den ersten Minuten noch kein richtiger Rhythmus einstellen wollte. Schön waren zunächst nur die Trikots der EPG Baskets anzusehen, die im Zeichen von „Koblenz wird pink“, einer Aktion zur Sensibilisierung für das Thema Brustkrebs, ausnahmsweise ganz in pink gekleidet waren. Die Drachen kamen im ersten Viertel lediglich auf 12 Punkte, ein deutliches Zeichen dafür, dass die Koblenzer Spieler die Ansage ihres Coaches in Bezug auf die Verteidigung auf das Parkett bringen konnten. In der Offensive sammelten sie fleißig Punkte von der Freiwurflinie, vor allem in Person von Mason Kraus, der alle fünf erspielten Freiwürfe sicher verwandelte. Offensiv war es jedoch eindeutig der Abend von Jayden Williams, der schnell hintereinander zwei Dreipunktewürfe zum 18:8 für Koblenz abfeuerte, ebenfalls bei einer Quote von 100%. Am Ende sollte er auf 15 Punkte alleine von der Dreipunktelinie kommen. Im zweiten Viertel mussten die Gegner zunächst dem Rückstand von zehn Punkten hinterherlaufen. Der Star der Dragons, Jonathan Klussmann, verwandelte in diesem zweiten Viertel 16 Punkte und brachte sein Team damit fast im Alleingang wieder heran. Nach nur drei gespielten Minuten stand es plötzlich 26:24, die Dragons waren angekommen, das Spiel nun wieder völlig ausgeglichen. Doch hatten sie die Rechnung ohne die Baskets gemacht, die konzentriert blieben und nun ihrerseits aufdrehten. Auf einen weiten Dreipunktewurf von Mason Kraus folgte ein Stepback Wurf gegen den Verteidiger aus der Halbdistanz von Camaron Tongue. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit blieben die Artland Dragons auf Tuchfühlung. In Minute acht des zweiten Viertels gelang ihnen gar der Ausgleich zum 37:37, doch waren es wieder zwei schnelle erfolgreiche Dreier kurz vor der Halbzeit durch Jayden Williams, die die Baskets wieder auf eine acht Punkte Führung brachten, bei einem Halbzeitstand von 46:38.
Die Dragons erwischten einen guten Start in die zweite Hälfte, doch Koblenz hielt dagegen. Besonders auffällig war, dass die Baskets dank ihrer intensiven Verteidigung im gesamten dritten Viertel weitere Punkte von Topscorer Klussmann verhindern konnten, der zur Halbzeit bereits bei 20 Zählern stand. Artland konnte erst im letzten Viertel wieder von seinen Treffern profitieren. Nachdem man das zweite Viertel knapp verloren hatte, ging das dritte Viertel nun wieder an die Hausherren. Die knapp 1100 Zuschauer erlebten eine unterhaltsame Partie mit deutlich gesteigerten Wurfquoten bei einem Stand von 74:63 Ende des dritten Viertels. Das vierte Viertel begann hektisch. Trotz einiger Fehler konnte Koblenz jedoch den Abstand halten und erlaubte es den Gästen nicht, noch einmal näher heran zu kommen. Die Partie endete schließlich mit einem deutlichen Sieg für die EPG Baskets, mit 92:80. Topscorer der Begegnung waren Jaden Williams mit 26 Punkten für die EPG Baskets und Jonathan Klussmann mit 27 Zählern für die Gäste. Hendrik Gruhn, der gegnerische Trainer zeigte sich sichtlich frustriert, gerade von der Defensivleistung seiner Spieler: „Koblenz hat absolut verdient gewonnen, wir haben über 40 Minuten katastrophal verteidigt, bis auf drei Minuten im zweiten Viertel, als wir noch einmal kurz herankamen.“
04.10.2026 17:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. HAKRO Merlins Crailsheim 47:91
Im dritten Saisonspiel zeigen die HAKRO Merlins erneut ihr Können und holen sich den dritten Sieg. Nach einem anfänglichen Herantasten in den ersten fünf Minuten, geben die Zauberer Vollgas und zünden den Offensiv-Motor. Nach 40 Minuten steht ein deutlicher 91:47-Auswärtssieg auf den Anzeigetafeln. Mit einer starken Defense beider Seiten startet die Partie recht punktearm. Trotz sieben Rebounds bereits in den ersten vier Minuten des Spiels, können die Zauberer ihre Offensivchancen nicht nutzen. Pünktlich mit der Schlusssirene zum Ende des ersten Viertels versenkt Neuzugang Addae-Wusu den Ball erstmals im Korb und stellt zur Führung der Merlins. Die zweiten zehn Minuten gestalten die Gäste deutlich sehenswerter. Ein 12:0-Lauf baut die Führung aus, die Crailsheimer zeigen sich nun als klar bessere Mannschaft. Gerald dreht richtig auf und addiert sieben Zähler. Sein finaler Dreier kurz vor der Halbzeit bringt die mitgereisten Fans der Zauberer zum tosenden Applaus und verabschiedet die Mannschaften zu einem Pausenstand von 22:40.
Während die Lions stärker aus der Halbzeit kommen, zeigen sich die HAKRO Merlins unbeeindruckt. Voll in Fahrt gekommen, bauen die Zauberer ihre Führung weiter aus. Schon drei Akteure im Merlins-Dress steuerten zweitstellige Punkte zu, 9 Steals und 24 defensive Rebounds unterstrichen die geschlossene Teamleistung in der Verteidigung. Auch im finalen Viertel zeigen die Gäste ihr Können. Immer wieder netzen die Hohenloher ein, der Vorsprung mittlerweile bei 40 Zählern und findet damit noch nicht sein Ende. Unter tosenden Siegeshymnen feiern die Merlins-Fans ihre Mannschaft und bejubeln einen 47:91-Sieg. Florian Flabb (Headcoach HAKRO Merlins Crailsheim): “Respekt an unsere Mannschaft. Sie haben das sehr couragiert durchgespielt. Es ist nicht einfach, wenn alle Spieler, auf die man sich vorbereitet nicht da sind. Und natürlich auch großen Respekt an Karlsruhe, die von der ersten bis zur letzten Sekunde alles gegeben haben, gekämpft haben und alles versucht haben, im Spiel zu bleiben. Ich glaube, heute hat man dann auch gesehen, dass wir den tieferen Kader hatten. Vor allem an so einem Doppelspieltag ist das wichtig, dass wir da auch einfach weiterspielen können. Ich freue mich sehr, dass Dylan nach im Grunde genommen zwei halben Trainings heute schon so eingeschlagen hat. Das ist für uns natürlich noch einmal eine extreme Verstärkung. Von daher können sich die Fans und Zuschauer auf einen sehr spannenden Spieler freuen. Ich bin froh, alle sind gesund geblieben und jetzt geht es in die neue Woche gegen Gießen.“

