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Nachberichte ProB Nord 6. Spieltag

3. November 2026/in Allgemein, APP, ProB Nord 26/27

31.10.2026 18:00 Uhr // BSW Sixers vs. Itzehoe Eagles 72:73

Sie kamen aus einer harten Niederlage. Vor dem letzten Viertel lagen sie zurück. Doch am Ende jubelten sie: Die Itzehoe Eagles haben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga einen wichtigen Auswärtssieg geholt. Bei den BSW Sixers gewannen sie mit 73:72 (16:21, 17:14, 13:20, 27:17). Die Partie sei genauso kämpferisch verlaufen wie erwartet, stellte Eagles-Coach Max Rockmann fest. „Wir wussten, dass es nicht schön werden wird und dass es nur über den Kampf geht.“ Die Eagles begannen nach der überdeutlichen Heimpleite gegen Schwelm nervös und gerieten ins Hintertreffen. Schwierigkeiten beim Rebound und mit zu vielen Ballverlusten begleiteten sie durch die erste Halbzeit. Das Positive dabei: Sie blieben dennoch die ganze Zeit im Spiel, da auch die Gastgeber gegen die gute Itzehoer Defensive viele Fehler machten und nicht besonders gut trafen. Halbzeitstand: 35:33 für die Sixers.

Das dritte Viertel verlief ausgeglichen, kurz führten dabei auch die Gäste. Doch zum Ende des Abschnitts bekam der Gegner Oberwasser und setzte sich bis zur letzten Pause auf 55:46 ab. Mit dem ersten Korb im Schlussviertel gestaltete das Team aus Sachsen-Anhalt den Vorsprung zweistellig. Die Minuten danach allerdings machten den Eagles-Trainer froh: „Was die Jungs da für einen Spirit, Kampfgeist und Zusammenhalt gezeigt haben – auch die, die nicht gespielt haben –, das war unglaublich schön zu sehen.“ Zwei Dreier von Lucien Schmikale, Korbleger von Jamahri Harvey, Punkte der starken Leon Kalinic und Toni Nickel, das war die 66:65-Führung. Kurz darauf traf Sven Cikara den Dreier, der die Eagles endgültig in Führung brachte, mit Freiwürfen bauten er und Nickel den Vorsprung vor der letzten Minute auf sechs Punkte aus. Trotz zweier vergebener Freiwürfe von Cikara blieb das ganz große Zittern aus: Erst per Dreier mit der Schlusssirene verkürzten die Sixers auf einen Punkt. Er sei sehr stolz auf das Team, wie es sich aus dem Rückstand herausgekämpft und gemeinsam den Sieg geholt habe, sagte Rockmann. Natürlich gehöre Glück dazu, „aber das haben wir uns auch verdient“. Damit haben die Eagles die Abstiegsränge verlassen, am kommenden Samstag, 7. November, soll gegen den starken Aufsteiger BBA Hagen der erste Heimsieg her.

 

31.10.2026 18:30 Uhr // Seawolves Academy vs. Uni Baskets Münster 72:97

Auch die dritte Auswärtsprüfung ist bestanden: Bei der bis dato stark aufspielenden Seawolves Academy gewannen die Uni Baskets Münster am Samstagabend in souveräner Manier 97:72 (51:38). In Rostock ließen sich die Uni Baskets weder von den intensiv agierenden Gastgebern noch von der typischen Farmteam-Atmosphäre von ihrem Weg abbringen. Die Bestätigung der Tabellenführung ebnete das Rohdewald-Team vor allem über gute Ballbewegung (25 Assists) und tief verteiltes Scoring. Der Spitzenreiter legte ein starkes erstes und letztes Viertel hin (28:18, 25:9) und liegt mit 10 Punkten weiter vorn, gefolgt von punktgleichen Iserlohnern. Neben Boe Nguidjol musste Götz Rohdewald auf Lukas Freitag verzichten, der für den UBC-Nachwuchs in der Qualifikation für die Division A der NBBL in Hamburg gebraucht wird. Die Uni Baskets starteten perfekt in die Partie, agierten konsequent und trafen ihre ersten acht Abschlüsse aus dem Feld allesamt zur 11-Punkte-Führung (10:21, 6.). Rostocks Topscorer Owens, vor Wochenfrist mit 39 Punkten, hatte die Münsteraner Defensive über das gesamte Spiel unter Kontrolle. Die Münsteraner Quoten blieben im dominanten Vortrag auch bis zur ersten Viertelpause auf hohem Niveau, anders als zuletzt auch bei den Freiwürfen, derer zwei Nelson Okafor zum Viertelabschluss versenkte (18:28). Nach der Viertelpause ging es zunächst in diesem Tempo weiter. Grühns dritter Distanztreffer im dritten Versuch, Paul Schmorleiz ebenfalls aus der Distanz und per Korbleger, die 18-Punkte-Führung gut drei Minuten vor der Halbzeit roch nach Vorentscheidung. War sie aber – noch – nicht. Rostock verkürzte bis zur Pause (38:51).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Münsteraner im trügerischen Gefühl des deutlichen Vorsprungs wenig druckvoll aus der Kabine und mit defensiven Lücken zurück. Das Brett blieb versperrt und einfache Punkte ungenutzt. Mehrfach unglücklich agierende Uni Baskets ließen den über die Partie starken Distanzwurf mit 10 Treffern bei 42 Prozent vorübergehend von Sendung gehen. Rostock nutzte so seine Chancen in der Transition und das Momentum zum 57:61-Anschluss (26.). Der Ausstieg aus dem Viertel gelang wieder leicht verbessert (63:72). Auf den Rückschlag reagierten die Uni Baskets nach der Viertelbesprechung. Sie zogen die defensive Intensität massiv an und bewegten vor allem den Ball wieder gut. Emmanuel Bandoumel wurde zum Dreier, Adam Touray, einmal mehr Topscorer und mit einem Double-Double (21 Punkte, 10 Rebounds), zum Dunk freigespielt. Die Offensive der Uni Baskets suchte erfolgreich nach Lösungen, Rostock fand sie gegen die Münsteraner Wand nicht mehr. Der Einstieg der Gäste ins Schlussviertel über einen 11:0-Lauf zur 20-Punkte-Führung sorgte früh für Klärung der Verhältnisse (63:83, 32.). Das 25:9 endende Schlussviertel sah sehr souverän aus.

 

31.10.2026 19:00 Uhr // Hertener Löwen vs. TSV Neustadt temps Shooters 75:88

Dämpfer am Halloween-Matchday: Vor heimischem Publikum in der Sporthalle der Rosa-Parks-Schule mussten sich die Hertener Löwen am 6. Spieltag der ProB Nord den TSV Neustadt temps Shooters mit 75:88 (16:21 • 16:16 • 17:22 • 26:29) geschlagen geben. Trotz einer überragenden Einzelleistung von Topscorer Bryant Allen, der starke 33 Punkte erzielte, reichte es für das Team von Robin Singh am Ende nicht gegen stark aufspielende Gäste aus Neustadt. Die Löwen starteten verhalten in die Partie. Während Herten im ersten Viertel offensiv noch nach dem richtigen Rhythmus suchte, fanden die Gäste aus Neustadt besser ins Spiel und sicherten sich mit 16:21 eine erste Führung nach den ersten zehn Minuten. Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Herten hielt intensiv dagegen (16:16 im zweiten Viertel), ging jedoch mit einem knappen 32:37-Rückstand in die Halbzeitpause.

Auch im dritten Viertel bewiesen die Gäste eine hohe Treffsicherheit aus der Distanz und punkteten konstant. Nach einem weiteren knappen Viertel (17:22) gingen die Löwen mit einem Zehn-Punkte-Rückstand (49:59) in den Schlussabschnitt. Im vierten Viertel zogen die Shooters mit hoher Treffsicherheit in der Schlussphase davon (26:29) und besiegelten die 75:88-Heimniederlage der Hertener Löwen. Ein entscheidender Faktor des Spiels war die Überlegenheit der Neustädter unter den Körben. Die Gäste sicherten sich insgesamt 39 Rebounds (davon 12 offensive Rebounds), während Herten lediglich auf 28 Rebounds kam. Zudem zeigten sich die Shooters aus der Distanz extrem treffsicher: Neustadt versenkte 12 von 33 Dreiern (36 %), während Herten nur 7 Treffer bei 23 Versuchen (30 %) verbuchen konnte. Neustadt nutzte zudem die eigene Tiefe im Kader voll aus: Gleich vier Spieler trafen zweistellig, angeführt von Matej Jelovcic (23 Punkte, 7 Rebounds) und Al-Fayed Alegbe-Issifou (22 Punkte, 7 Dreier). Auf Hertener Seite stach Guard Bryant Allen heraus. Mit 33 Punkten (12/22 aus dem Feld, 4/4 Freiwürfe) hielt er die Löwen über weite Strecken im Spiel. Zweistellig punktete zudem Jaro Abrams, der 14 Punkte und 7 Rebounds lieferte. Dario Fiorentino steuerte 9 Punkte und 7 Rebounds bei, während Faton Jetullahi das Spiel mit 6 Assists lenkte. Für das Team von Headcoach Robin Singh heißt es nun, die richtigen Lehren aus der Niederlage zu ziehen, gezielt an den eigenen Schwächen zu arbeiten und die inneren Stärken weiter zu kanalisieren. Mit vollem Fokus geht es in die neue Trainingswoche, um am kommenden Samstag frisch und in alter Stärke auswärts beim Tabellenzweiten aus Iserlohn anzutreten.

 

31.10.2026 19:00 Uhr // SC Rist Wedel vs. ART Giants Düsseldorf 75:73

Die Korbjäger des SC Rist Wedel agierten an Halloween zwar nie gruselig, aber lange Zeit glücklos. Dies ergab in der 28. Minute einen 17-Punkte-Rückstand (43:60) gegen die ART Giants Düsseldorf. Dann starteten die Gelb-Grünen so, wie schon drei Wochen zuvor gegen die EN Baskets Schwelm, eine Aufholjagd. Und diese war, anders als im vorherigen Heimspiel, von Erfolg gekrönt: Mit einem 75:73 (29:42) feierte der SC Rist seinen ersten Heimsieg. „Das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl“, strahlte Stanley Witt, nachdem er erstmals als Rist-Trainer ein Pflichtspiel in der Steinberghalle gewonnen hatte: „Ich freue mich sehr für unsere Fans, die hoffentlich auch bei unseren nächsten Heimspielen wieder in die Halle kommen werden.“ Die Hausherren fanden passabel in die Partie hinein. Zwar verfehlte der erste Dreierwurf von Jamil Muttilib sein Ziel – aber der zweite, von Muttilib ebenfalls aus der Distanz abgegebene Versuch, zappelte im Korb. Nach anderthalb Minuten stand ein 5:2 auf der Anzeigetafel. Ein 11:10 (6. Minute) war dann allerdings vorerst die letzte Führung der Wedeler, denn in der Folge kippte das Momentum zugunsten der Düsseldorfer. „Sie haben echte Zocker in ihren Reihen, die zahlreiche Dreierwürfe aus dem Dribbling versenkt und uns immer wieder in Eins-gegen-Eins-Duellen vernascht haben“, hob Witt die hohe Qualität einiger Giants-Akteure hervor, gab aber auch zu: „Da sahen wir phasenweise nicht gut aus.“ So wuchs der Rückstand auf acht Punkte nach dem ersten Viertel und gar 13 Punkte zur Halbzeitpause an. Allzu hart ging der Coach jedoch nicht ins Gericht mit seinen Schützlingen, denn diese hätten sich „in einem erwartet schweren Spiel an das gehalten, was wir uns nach der vorherigen Niederlage in Münster vorgenommen hatten“. Die von Witt und seinem Assistenten Mario Schick gemachte Vorgabe lautete, mehr Ballbesitz zu haben, was auch gelang, aufgrund des fehlenden Wurfglücks zunächst aber nicht in etwas Zählbares umgesetzt werden konnte.

Was genau führte dazu, dass die Partie in der Schlussphase des dritten Abschnitts und endgültig dann im letzten Viertel wieder zugunsten der Hausherren kippte? „Es gab keine große Kabinenpredigt in der Halbzeit, keine Ansprache in der Viertelpause und auch keine Auszeit, in der ich in irgendeiner Form Pauken und Trompeten in Bewegung gesetzt hätte“, gab Witt ehrlich zu. Stattdessen erklärte er die gelungene Aufholjagd mit „dem Willen der Spieler“ und präzisierte: „Wir haben ein paar Balleroberungen in den richtigen Momenten gehabt – und dass wir überhaupt noch einmal herangekommen sind, haben wir vor allem der Unterstützung der Zuschauer zu verdanken.“

 

31.10.2026 19:30 Uhr // EN BASKETS Schwelm vs. Iserlohn Kangaroos 80:87

Die Partie begann zunächst verhalten. In den ersten eineinhalb Minuten blieben die Schwelmer ohne Punkte, ehe Marius Stoll mit einem Korbleger und einem erfolgreichen Dreipunktewurf die ersten Akzente setzte. Beide Mannschaften suchten ihre Abschlüsse überwiegend aus dem Positionsspiel heraus. Besonders defensiv präsentierten sich die EN Baskets von Beginn an hellwach. Mit aggressiver Verteidigung am Ball, guter Reboundarbeit und mehreren Ballgewinnen machten sie den Gästen das Leben schwer. Juhwan Harris-Dyson sorgte nach einem Steal mit einem schnellen Korbleger für weitere Punkte. Ein 11:0-Lauf zwang Iserlohn nach rund fünf Minuten zur ersten Auszeit. Auch der eingewechselte Dyami Janeck fügte sich mit einem Ballgewinn und anschließenden Punkten gut ein. Die Kangaroos fanden erst spät ihren offensiven Rhythmus, sodass Schwelm das erste Viertel verdient mit 21:10 für sich entschied. Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts knüpften die Gastgeber zunächst an ihre starke Leistung an. Mit einem weiteren 7:0-Lauf bauten die EN Baskets ihre Führung auf 28:10 aus. Doch anschließend änderte sich das Bild. Iserlohn fand durch ein erfolgreiches Drei-Punkte-Spiel zurück in die Begegnung und startete einen 12:0-Lauf. Die Schwelmer verloren in dieser Phase zunehmend ihren offensiven Rhythmus, während die Gäste ihre Chancen konsequenter nutzten. Ein wichtiger Dreipunktewurf von Tim Ludwig sowie ein Block von Jascal Knörig unterbrachen den Lauf der Kangaroos zunächst. Dennoch blieb Iserlohn am Drücker und verkürzte den Rückstand bis zur Halbzeit auf 40:37. Nach einem überzeugenden ersten Viertel war die Partie damit wieder völlig offen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein intensives Derby, bei dem beide Mannschaften um jeden Ball kämpften. Erik Nyberg übernahm früh Verantwortung und traf innerhalb der ersten zweieinhalb Minuten gleich zwei Dreipunktewürfe. Auch offensiv fanden die Schwelmer durch gutes Passspiel immer wieder den Weg zum Korb. Defensiv versuchten die Gastgeber, mit aggressivem Druck auf die ballführenden Spieler an die Leistung aus dem ersten Viertel anzuknüpfen. Allerdings schlichen sich im Spielaufbau einige Unaufmerksamkeiten ein, die Iserlohn zu nutzen wusste. Mitte des Viertels konnten sich die EN Baskets noch einmal etwas absetzen, doch in der Schlussphase fehlte die nötige Konsequenz im Abschluss. Die Kangaroos trafen dagegen zwei wichtige Dreipunktewürfe und übernahmen erstmals an diesem Abend die Führung. Mit einem 56:59-Rückstand ging Schwelm in den Schlussabschnitt. Dort gelang den EN Baskets zunächst die schnelle Antwort. Durch einen Freiwurf und einen erfolgreichen Zweipunktewurf stellten die Gastgeber nach gut einer Minute wieder auf Gleichstand. Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Juhwan Harris-Dyson suchte immer wieder energisch den Weg zum Korb und erarbeitete sich Fouls. Auch Luka Zajic setzte mit einem wichtigen Dreier ein Ausrufezeichen. Doch Iserlohn zeigte sich in den entscheidenden Momenten treffsicher und verschaffte sich mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen erneut Vorteile. Rund fünf Minuten vor Schluss lagen die Kangaroos mit 71:66 vorne. Ein anschließender 9:0-Lauf der Gästebrachte Schwelm weiter ins Hintertreffen, ehe Jascal Knörig mit zwei verwandelten Freiwürfen wieder für Punkte sorgte. Harris-Dyson hielt die EN Baskets mit zwei Dreipunktewürfen im Spiel, doch Iserlohn ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Auch zwei vergebene Freiwürfe von Pablo Estelle rund 30 Sekunden vor Schluss verhinderten eine weitere Annäherung. Am Ende mussten sich die Schwelmer nach einem umkämpften Derby mit 80:87geschlagen geben.

 

31.10.2026 19:30 Uhr // BBA Hagen vs. LOK BERNAU 91:69

Von Beginn an präsentierten sich die Hagener hellwach und mit viel Energie. Zwar startete die Partie zunächst ausgeglichen, doch die Mannschaft von Ingo Freyer fand schnell ihren Rhythmus. Mit einer starken Offensive und konsequentem Auftreten setzte sich die BBA bereits im ersten Viertel ab. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung elf Punkte, zum Ende des Abschnitts stand eine verdiente 29:15-Führung auf der Anzeigetafel. Auch im zweiten Viertel ließen die Kodiaks nicht locker. Statt Bernau zurück ins Spiel kommen zu lassen, erhöhte Hagen weiter den Druck. Die Gastgeber fanden immer wieder gute Lösungen im Angriff und verteidigten mit hoher Intensität. Knapp drei Minuten vor der Halbzeit wuchs der Vorsprung nach einem Freiwurf von Ifeanyi Okeke sogar auf 31 Punkte. Mit einem deutlichen 55:30 ging es schließlich in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel versuchte Lok Bernau, den Rückstand zu verkürzen. Die BBA behielt jedoch die Kontrolle über die Partie und ließ sich auch von einzelnen erfolgreichen Aktionen der Gäste nicht aus dem Konzept bringen. Mit 73:52 ging es in den Schlussabschnitt. Im letzten Viertel verwalteten die Hagener ihren Vorsprung souverän. Dabei gab es auch einen besonderen Moment: Der erst 16-jährige Noah Pany durfte in den letzten drei Minuten erstmals ProB-Luft schnuppern und seine ersten Einsatzminuten in der Liga sammeln. Am Ende stand ein beeindruckender 91:69-Heimsieg, mit dem die Kodiaks dem Aufstiegsfavoriten eine deutliche Niederlage zufügten.

„Die Deutlichkeit des Sieges war schon überraschend. Aber wir haben bereits in Münster gewonnen und damit gezeigt, dass wir auch gegen starke Gegner bestehen können. Warum sollten wir also nicht in der Lage sein, Lok Bernau zu schlagen? Gerade vor unseren eigenen Fans wollten wir von Beginn an ein Zeichen setzen. Die Mannschaft hat eine überragende erste Halbzeit gespielt und sich einen großen Vorsprung erarbeitet. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team.“ – Kosta Filippou (Geschäftsführer der BBA Hagen) –

Nach diesem wichtigen Erfolg wartet bereits die nächste Herausforderung auf die Kodiaks: Am kommenden Samstag geht es auswärts bei den Itzehoe Eagles weiter. Den Schwung aus dem Brnau-Spiel möchte die BBA dabei unbedingt mitnehmen.

 

01.11.2026 15:00 Uhr // Baskets Juniors TSG Westerstede vs. SG Braunschweig 71:82

Die Baskets Juniors TSG Westerstede müssen weiter auf den ersten Saisonsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB warten. Am sechsten Spieltag unterlag die Mannschaft von Headcoach Artur Gacaev in der heimischen Hössensporthalle der SG Braunschweig mit 71:82. Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen und von mehreren Läufen geprägten Partie entschieden fünf Ballverluste in der Schlussphase das Spiel zugunsten der Gäste. Auch ohne Leistungsträger Finn Stühlmeyer präsentierten sich die Baskets Juniors verbessert beim Rebounding und hielten das Duell unter den Körben mit 39:40 nahezu ausgeglichen. Zudem verbuchten die Gastgeber die bessere Feldwurfquote (47 Prozent zu 42 Prozent) und fanden immer wieder gute Lösungen in der Offensive. Zu viele Ballverluste (24) verhinderten jedoch, dass sich die Mannschaft für ihren Einsatz belohnen konnte. Die Partie begann ausgeglichen, ehe sich Braunschweig aus einer 14:13-Führung der Gastgeber zwischenzeitlich auf 27:19 absetzen konnte. Die Baskets Juniors fanden jedoch eine Antwort, kämpften sich zurück und drehten die Begegnung zwischenzeitlich zur eigenen 35:32-Führung. Gegen Ende der ersten Halbzeit gerieten die Gastgeber erneut unter Druck. Ein Dreier von Holloway sorgte dann kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit für einen 35:45-Rückstand.

Doch auch davon ließ sich die Mannschaft nicht entmutigen. Mit viel Energie suchten die Baskets Juniors den Weg zum Korb, fanden mehrfach Joel Harms und arbeiteten sich Schritt für Schritt zurück in die Partie. Ein Dreier von Djordje Klaric brachte die Gastgeber schließlich mit 60:58 in Führung. Auch in der Schlussphase blieb die Begegnung zunächst offen: Drei Minuten vor dem Ende stellte Noah Wendland den Spielstand aus der Distanz auf 68:67. In den entscheidenden Minuten fehlte den Baskets Juniors allerdings die nötige Ruhe. Fünf Ballverluste in der Schlussphase ermöglichten es Braunschweig, sich entscheidend abzusetzen. Die Gastgeber konnten den möglichen ersten Saisonsieg nicht mehr sichern und mussten sich mit 71:82 geschlagen geben. Insgesamt 24 Ballverluste erwiesen sich dabei als entscheidender Faktor. Kyle Gruhler war mit 20 Punkten, sieben Rebounds und drei Assists bester Werfer der Baskets Juniors. Djordje Klaric überzeugte mit 14 Punkten, fünf Rebounds und sechs Assists. Joel Harms steuerte elf Punkte und sechs Rebounds bei, Noah Wendland erzielte zehn Punkte.

Schlagworte: 6. Spieltag, Nachberichte, ProB Nord
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