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Vorberichte ProB Nord 20. Spieltag

17. Februar 2023/in APP, ProB Nord 22/23

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 20: 15.02.2023 18:00 Uhr RASTA Vechta II vs. BBG Herford

Das nächste Saisonspiel am kommenden Samstag führt die BBG Herford nach Vechta zur jungen Mannschaft der Zweitvertretung der Rastaraner. Vechta steht mit 10 Siegen komfortabel auf einem vierten Platz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, während unser Team auf Rang 12 verharrt.

Beim Hinspiel am dritten Spieltag unterlag die BBG als Gastgeber mit 60:76, war aber einige Zeit durchaus im Geschehen. Anfang des dritten Viertels lag man noch in Führung, bevor die Youngstars sich mit einem wahnsinnigen 23:4 Lauf absetzen konnten.

Mittlerweile hat sich im Team bei uns einiges geändert, insofern ist eine neue Dynamik für das Rückspiel zu erwarten. Getragen wird unser Gegner vom sehr erfahrenen Kevin Smit (16,5 Punkte, 4,8 Assists) und vom US-Amerikaner J.J. Culver (16,4 Punkte, 6,4 Rebounds). Allerdings sind auch die vielen Teenies nicht zu unterschätzen, so dass unsere Mannschaft sich auf ein unangenehmes Spiel einstellen sollte.

Coach Christos Diktapanidis hat die erste vollständige Trainingswoche absolvieren können und wird darauf aus sein, seine Philosophie mit der Mannschaft gemeinsam umzusetzen, um endlich wieder einen Sieg zu feiern. Aufbauen lässt sich auf der stark verbesserten Offensivleistung im letzten Spiel.

„Wir haben beim Heimspiel gegen Itzehoe eine ordentliche Leistung unseres Teams gesehen. Defensiv müssen wir weiterhin eine Schippe drauflegen, dann ist gegen Vechta ein Sieg möglich“, gibt Geschäftsführer Jürgen Berger zu Protokoll.

18.02.2023 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. LOK BERNAU

Sie sind sehr jung und sehr talentiert. Sie sind aktueller Tabellenführer in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord – und sie sind der nächste Gegner der RheinStars. Am Karnevalssamstag empfangen die Kölner am 19. Spieltag mit Lok Bernau die Talentschmiede des deutschen Serienmeisters Alba Berlin ab 18 Uhr in der ASV-Sporthalle. „Es ist für uns im Moment ein sehr schwieriger, aber zu diesem Zeitpunkt vielleicht auch genau der richtige Gegner“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. Köln, Karneval, verkleidete Fans, jecke Stimmung, ein packender Kontrahent und nix zu verlieren.

Nach vier sieglosen Spielen in Folge und dem 66:89 im Hinspiel, der höchsten Saisonniederlage, ist die Favoritenrolle klar an die Gäste vergeben. „Wir haben seit dem Jahreswechsel noch nicht auf dem Niveau gespielt, auf dem wir waren und auf dem wir wieder spielen wollen“, sagt Baeck. „Wir wollen und müssen uns das im Training erarbeiten und dann auch wieder auf dem Feld umsetzen.“ Im Grunde genommen sei im Team alles vorhanden, um jedem Kontrahenten in der Gruppe zumindest Paroli bieten zu können. So gesehen kommt da der Tabellenführer genau richtig. „Es gibt überhaupt keinen Zweifel im Team, dass wir uns für dieses Spiel in allen Bereichen steigern müssen“, sagt Baeck.

So oder so können sich die Zuschauer auf einen spannenden Basketballabend freuen. Mit Rikus Schulte, Abdulah Kameric, Nils Machwoski und dem aktuell verletzten Elias Rapique haben vier der „Lok“-Akteure schon Erstligaminuten sammeln können im erlesenen Alba-Kader. Schulte absolvierte sogar schon zwei Kurzeinsätze in der Euroleague. Dazu kommt u.a. mit Isiah Small ein verlässlich punktender US-Amerikaner als Stabilitätsfaktor im Team von Headcoach Davide Bottinelli. „Sie spielen schnell, sind athletisch, taktisch versiert, verteilen die Spielzeiten ausgeglichen und gut gecoacht“, sagt Stephan Baeck. „Für mich ist Bernau die beste Mannschaft der Liga. Wir freuen uns auf das Spiel.“

Coach Davide Bottinelli: „Die Vorbereitung auf das Spiel ist an manchen Stellen ähnlich wie für das Spiel gegen Rhöndorf, denn Köln hat in Sow und Hennen zwei gefährliche Guards, die für sich selber und die anderen sehr gut kreieren können. Wir wollen die Chancen im Fastbreak von Köln minimieren und offensiv wird entscheidend sein, wie wir unsere Ballbewegung entwickeln und als Team agieren.“

18.02.2023 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BSW Sixers

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

18.02.2023 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Am Samstag spielen die Iserlohn Kangaroos ihr Back-to-Back-Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Zu Gast in der Matthias-Grothe-Halle sind die SBB Baskets Wolmirstedt. Der Tabellendritte reist mit drei Siegen am Stück nach Iserlohn, doch die Gastgeber sind motiviert. „Die Stimmung kann nicht besser sein“, berichtet Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan, dessen Team seit über einem Monat ohne Niederlage ist. Mit den Wolmirstedtern ist nun ein Team mit hohen Ambitionen zu Gast.

Mit den SBB Baskets haben die Iserlohner noch eine Rechnung offen, am ersten Spieltag unterlagen sie relativ deutlich mit 98:66. „Damals hatten wir eine bescheidene Vorbereitung mit vielen Verletzten hinter uns“, erinnert sich Shirvan. „Wir hatten da überhaupt keinen Rhythmus und waren nicht eingespielt. Die Fehler von damals haben wir jetzt abgestellt.“ Im Hinspiel performten Spieler wie Joshua Dahmen oder Toni Prostran (jeweils 16 Punkte) zwar gut, konnten aber nicht alle Schwächen kompensieren.

Zum Ende des vergangenen Jahres hat Wolmirstedt mit Maxi Begue einen weiteren Guard als Ersatz für Mubarak Salami verpflichtet. In seinen ersten Spielen hat er 10.6 Punkte und 5.9 Rebounds im Schnitt aufgelegt, zudem trifft er 44.4% von Downtown. „Ein guter Zugang, er gibt ihnen an beiden Enden viele Möglichkeiten“, weiß Dennis Shirvan. Die SBB Baskets haben einen relativ tiefen Kader mit viel Potenzial, die Spieler aus der zweiten Reihe lassen das Niveau nicht sinken. „Wir müssen deshalb 40 Minuten lang voll da sein“, fordert der Kangaroos-Headcoach. Vor allem vor Spielern wie Martin Bogdanov und SBB-Topscorer Bill Borekambi ist er gewarnt. Der kommende Gegner hat zu Beginn der Saison noch etwas Probleme gehabt, hat sich in den letzten Wochen aber gefangen. Aus den vergangenen acht Spielen mussten sie sich nur zweimal den Sixers geschlagen geben.

Auf die Iserlohner kommt in jedem Fall die scoringfreudigste Offensive der Liga zu. Mit 86.6 Punkten im Schnitt erzielen sie so viele Punkte wie kein anderes Team (Iserlohn: 79.7). Während sie die beste Zweierquote (57.3%) haben, gehören sie mit nur 30.1% von der Dreierlinie zu den schwächsten Teams aus der Distanz. Dennis Shirvan will mit seinen Kangaroos deshalb von Beginn an da sein und direkt Aggressivität zeigen. Der Fokus liegt wieder auf einer guten Defensive. „Das ist wichtig, um weiter so erfolgreich zu spielen. Wir dürfen uns da keine Aussetzer erlauben“, erklärt er. Durch eine starke Defensive sollen die Shirvan-Schützlinge den Rhythmus in der Offensive generieren.

Die letzten Wochen stimmen den Headcoach optimistisch, dass am Samstag die Matthias-Grothe-Halle zum wiederholten Male brennen wird. „In den letzten Wochen ist es uns gut gelungen, auch trotz einer schwächeren ersten Halbzeit im Spiel zu bleiben. Durch unsere Anpassungen in der Halbzeit haben wir die Spiele zuletzt meistens zu unseren Gunsten gedreht“, analysiert Shirvan, sieht aber das letzte Spiel gegen Gießen als Ausnahme: „Da haben wir Dominanz und absolute Kontrolle gezeigt.“ Mit dem 93:63-Sieg gegen Gießen im Rücken wollen die Iserlohner gegen starke Wolmirstedter den nächsten Sieg einfahren und ihre Serie auf fünf Siege in Folge ausbauen.

18.02.2023 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. SC Rist Wedel

Das gab es seit Jahren nicht: das Derby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord vor vollen Rängen am Lehmwohld. Jetzt zeigt schon der bisherige Vorverkauf: Es wird ein stimmungsvoller Abend am Klarsicht-Heimspieltag.

Eagles-Coach Timo Völkerink macht keinen Hehl daraus, dass er zuletzt mit den Leistungen seiner Mannschaft nicht übermäßig zufrieden war: „Gerade auf der defensiven Seite haben wir zwei Mal enttäuscht und müssen da an alte Stärken anknüpfen.“ Umso wichtiger ist das angesichts der zu erwartenden Aggressivität der Wedeler – nicht nur wegen des Derbys, sondern auch, weil das derzeit elftplatzierte Team vom Hamburger Rand den Sieg braucht, um sich die Chancen auf die Playoffs zu erhalten. Am vergangenen Wochenende hatten die Rister das Heimspiel gegen Schwelm eigentlich schon gewonnen, verloren dann aber doch durch einen Dreier wenige Sekunden vor Schluss.

Insgesamt sei der Gegner physisch etwas stabiler und bringe mehr Größe mit als die Eagles, sagt Völkerink. Allerdings sei mit Harrison Cleary nur ein ballsicherer Aufbauspieler dabei, das führe auf den kleinen Positionen dazu, dass die Spieler nur wenige Pausen bekämen. „Das wollen wir natürlich ausnutzen und den Gegner müde machen“, so der Eagles-Trainer. Entsprechend hart soll die Verteidigung von Beginn an Druck ausüben, zudem müsse Cleary ständig bearbeitet werden, der fast die Hälfte seiner Dreier trifft und das Spiel der Gäste lenkt. „Es sind sehr gute Statistiken, die er auflegt, aber er muss auch überall arbeiten.“

Im eigenen Team hat Völkerink keine Personalsorgen: Tim Lang, der in Herford pausierte, ist wieder ins Training eingestiegen, auch beim zuletzt angeschlagenen Shaquille Rombley zeigt die Kurve nach oben. „Ich rechne damit, dass wir gerade defensiv ein anderes Gesicht der Mannschaft sehen werden“, so Völkerink. So viele Punkte wie beim 96:92-Sieg im Hinspiel soll Wedel auf keinen Fall wieder erzielen: „Es ist Derby-Zeit, und wir wollen natürlich alles dafür geben, in eigener Halle das Derby für uns zu entscheiden.“

 „Gerade mit McBride, Marshall und Rombley haben sie individuelle Klasse, die sie einzusetzen wissen. Und dahinter als Unterstützer ordentlich Erfahrung: Ein Nyberg zum Beispiel“, erläutert Rist-Trainer Stephan Blode.

19.02.2023 17:30 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. TKS 49ers

Helau und Alaaf heißt es am kommenden Sonntag in Gießen, wenn der Faschingszug durch die Stadt zieht und auch für die ROTH Energie Giessen Pointers soll es nach dem Spiel gegen die TKS 49ers etwas zu feiern geben. Schließlich wartet mit den TKS 49ers am Faschingssonntag „das nächste Vier-Punkte-Spiel, was wir gewinnen können“, so Dejan Kostic zum kommenden Gegner, der eine weite Reise aus dem Süden Berlins anzutreten hat. Dennoch sind die Gießener mehr als gewarnt – zuletzt konnte die Mannschaft von Vladimir Pastushenko den Tabellenführer von den BSW Sixers bezwingen, womit man in der gesamten Liga ein Ausrufezeichen gesetzt hat.

Nach dem Coup der TKS 49ers bei den BSW Sixers in der vergangenen Woche steht diesen Sonntag das nächste Auswärtsspiel an. Es ist das zweite von vier Auswärtsspielen innerhalb von fünf Spieltagen. Nach der Begegnung mit den Pointers in Giessen folgen eine spielfreie Woche, ein Heimspiel gegen Iserlohn und zwei weitere Auswärtsfahrten nach Rhöndorf und Köln. Diese Woche wartet mit den ROTH Energie Pointers einer der drei Aufsteiger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Die Gastgeber kämpfen aktuell gegen den erneuten Abstieg zurück in die Regionalliga. Sie stehen mit einem Saisonsieg auf dem dreizehnten Tabellenplatz in der Nordstaffel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord.

Beim Hinspiel in Kleinmachnow setzten sich die 49ers zwar mit 76:54 durch, Headcoach Vladimir Pastushenko merkt jedoch an, dass dies nicht viel zu sagen hat: „Damals trat Giessen mit einem sehr dezimierten Kader an. Mit Lischka, Bilski und der Nachverpflichtung Nemanja Nadjfeji stehen ihnen diesmal drei enorme Leistungsträger zur Verfügung. Sie sind also heute ein besseres Team, als sie es vor zwei Monaten waren. Nur mit hoher Konzentration über das ganze Spiel ist ein Sieg möglich.“ 

Neben den drei genannten Spielern ist besonderes Augenmerk auf Giessens US-Guard Jacob Ledoux zu legen. Er erzielt seit seinem Saisondebüt im Dezember gegen die 49ers im Schnitt 21,6 Punkte pro Partie. Ein Wiedersehen gibt es zudem wieder mit Ex-49er Tim Troussel.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Nord-Vorberichte-.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-17 15:39:322023-02-17 15:39:34Vorberichte ProB Nord 20. Spieltag

Vorberichte ProB Süd 20. Spieltag

17. Februar 2023/in APP, ProB Süd 22/23

Foto: Gerd Käser

Spieltag 20: 18.02.2023 15:30 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors

Nach dem Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den BBC Coburg geht es für die FRAPORT SKYLINERS Juniors am kommenden Samstag zur Porsche BBA Ludwigsburg.

Mit vier Siegen stehen die Ludwigsburger aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Zuletzt konnten aber die OrangeAcademy aus Ulm mit 99:92 besiegt werden. Gegen die junge Mannschaft aus Baden-Württemberg konnten die Junios im Hinspiel mit einem 77:56 Heimsieg den ersten Saisonerfolg feiern.

Headcoach Kheeryoung Rhee, der das Team zu Saisonbeginn übernommen hat und gleichzeitig Coach des Ludwigsburger NBBL-Team ist, kann sich vor allem auf den 19-jährigen Power Forward Emmanuel Ugbound den 20-jährigen Small Forward Nico Santana Mojica verlassen. Beide erzielen im Schnitte 14,2 Punkte pro Partie.

Nach dem Sieg gegen den BBC Coburg wollen die FRAPORT SKYLINERS Juniors mit einem Erfolg ihren Tabellenplatz weiter festigen. 

Headcoach Sepehr Tarrah zur kommenden Partie: „Ludwigsburg spielt sehr agessiv, vor allem zu Hause. Sie haben in den letzten Wochen gezeigt, dass sie mit jedem Team mithalten können und haben teilweise knapp und bitter verloren. Wir müssen von Anfang an hell wach sein und ihre Energie und Agressivität matchen. Wir müssen den Ball bewegen und mutig sein. Ich erwarte eine schwere Aufgabe in Ludwigsburg.“

Statement von Coach Khee Rhee: „Unabhängig vom Basketball möchte ich anmerken, dass Sepehr Tarrah einer meiner Kindheitsfreunde ist, weshalb es immer etwas Besonderes ist, gegen ihn zu coachen und an der gegenüberliegenden Seitenlinie zu stehen. Ich freue mich deshalb sehr auf das Spiel. Beide Teams repräsentieren BBL-Mannschaften, wir mit einer sehr, sehr jungen Truppe mit wenig Erfahrung. Die Frankfurter haben da bereits deutlich mehr Erfahrung sammeln können und sich in der Liga auch gut etabliert.“

18.02.2023 16:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. TEAM EHINGEN URSPRING

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

18.02.2023 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. EPG Baskets Koblenz

Ende des Jahres 2022 gelang den WHITE WINGS Hanau ein kaum für möglich gehaltener Erfolg: In einem hart umkämpften Spitzenspiel zweier ungeschlagener Teams gelang es den Grimmstädtern, auswärts zwei Punkte von den Aufstiegsaspiranten EPG Baskets Koblenz zu entführen. Das heißt zeitgleich auch: Für das Rückspiel am kommenden Samstag haben die Pfälzer in jedem Fall noch eine Rechnung offen und das Team von Trainer Patrick Elzie wird sich für die schmerzliche Heimniederlage vor einer Rekordkulisse revanchieren wollen.

Der Hanauer Headcoach Marti Zamora erwartet in jedem Fall ein spannendes, hart umkämpftes Match: „Wir wissen, dass sie ein Team sind, das für den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zusammengestellt wurde. Entsprechend müssen wir ein perfektes Spiel liefern, um zu gewinnen.“ Koblenz wird dabei auch ein Gradmesser für die Postseason: „Duelle gegen derart starke Teams sind für uns extrem wichtig, denn sie helfen uns dabei, uns bestmöglich auf die Playoffs vorzubereiten, in denen wir so weit wie möglich kommen wollen.“

Dass die White Wings Ende Dezember mit einem Sieg aus Koblenz zurückkehrten, hatte dabei klare Gründe: „Im Hinspiel waren wir dazu in der Lage, 40 Minuten lang an beiden Enden des Felds extrem aktiv zu sein. Das hat unserem Spiel in den vergangenen Partien ein wenig gefehlt, also müssen wir dazu in der Lage sein, diese Fähigkeit wieder zu reaktivieren.“ Die Hanauer hatten an diesem Abend mit überragendem Teamplay überzeugt.

Auch für das Spiel am Samstag gibt es wieder einen klaren Gameplan. Zumindest einen kleinen Teil verriet Zamora schon im Vorfeld: „Bei Koblenz ergibt es wenig Sinn, besondere Topspieler herauszupicken. Sie haben auf sämtlichen Positionen sehr starke Spieler verpflichtet. Insofern geht es für uns im ersten Step vor allem darum, auf den großen Positionen kompetetiv zu spielen und gut im Rebounding zu sein. Gegen Erfurt haben wir gesehen, wie spielentscheidend dies sein kann.“ Diese Positionen waren auch im Hinspiel schon ein wichtiger Faktor, als Bubba Furlong und Sören Urbansky, aber auch die Power Forwards Philipp Walz und Marko Dordevic ein starkes Spiel gezeigt hatten.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann Zamora jedoch nicht abschätzen, ob er für das Spiel auf eine volle Rotation zurückgreifen kann: „Wir sind zuversichtlich, dass Gabriel Kuku am Samstag wieder dabei ist. Unsicher sind wir aktuell jedoch noch bei Bruno Albrecht. Hier werden wir erst kurz vor dem Spiel eine Aussage der Ärzte bekommen.“ Albrecht hatte im Hinspiel einen überragenden Tag mit 29 Punkten bei einer Dreierquote von 42 Prozent und wäre somit auch am Samstag eine wichtige Hilfe für das Team. Eine besonders wichtige Hilfe werden aber die Hanauer Fans. Das Team braucht für die schwere Aufgabe lautstarke Unterstützung. Auch deshalb, weil der Auswärtsblock bereits restlos ausverkauft ist. Koblenz reist mit rund 220 Supportern an.

18.02.2023 19:00 Uhr TSV Oberhaching Tropics vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer

Die kurze Talfahrt des Gegners hat Carl Mbassa alarmiert. „Die Oberhachinger werden nun alles daransetzen, die beiden Scharten auszuwetzen“, sagt der Trainer der Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vor dem Gastspiel am Samstag. Die Bayern haben zuletzt in Leitershofen und Erfurt knapp verloren und belegen in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB Süd den vierten Rang.

Nach durchwachsenem Saisonstart reagierten Trainerikone Carl Mbassa sowie Managerlegende Gerd Kopf und sondierten den europäischen Spielermarkt. Dank der internationalen Kontakte von Jens Weller, der seit diesem Jahr hauptamtlicher Jugendtrainer in der Domstadt ist, wurde mit Jake Babic ein hochklassiger Akteur nachverpflichtet. Der Kanadier, der Dank seines kroatischen Passes einen EU-Status hat, war das fehlende Puzzleteil im System von Mbasssa. Neben US Boy DJ Woodmoore, der seit Jahren einer der stärksten Amerikaner der Liga ist, profitieren vor allem Quadre Lollis Jr. und 212cm Centerhüne David Aichele von den Anspielen des 198cm großen Pointguards . Seit der Ankunft von Babic, der jeden einzelnen Spieler im Team besser macht, läuft es wie am Schnürchen für die Speyerer. Mit aktuell acht Siegen sind die Ahorn Camper voll auf Playoffkurs.

Bis auf den stark angeschlagenen Philipp Bode, der an einer Fußverletzung laboriert und dessen Einsatz mehr als fraglich ist, stehen dem Trainerduo Matic/Kandzic alle Spieler zur Verfügung. Im wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten sind vor allem wieder die Fans gefordert im Deisen-Dome. Die Mannschaft braucht Ihre Anhänger, die der sechste Mann sein müssen in dem wichtigen Match.

Mario Matic: „ Speyer spielt einen sehr klugen und taktisch hervorragenden Basketball. Kein Wunder bei so einem klasse Trainer wie Carl. Babic ist ein toller Aufbauspieler der die gefährlichen Scorer clever und gekonnt ins Spiel bringt. Wir müssen 40 Minuten lang am Limit spielen und über den Kampf in die Partie kommen. Es zählt nur ein Sieg!“

18.02.2023 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. Basketball Löwen

Die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen muss in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd am Samstagabend zum dritten Mal binnen einer Woche antreten. In der Stadtberger Sporthalle trifft man auf die Basketball Löwen Erfurt.

Das dritte Spiel binnen einer Woche, der dritte schwere Gegner für die Kangaroos. Die Thüringer reisen mit drei Siegen in Folge gegen Oberhaching, Ludwigsburg und Hanau an. Besonders dass man den White Wings vor zwei Wochen die erste Saisonniederlage beibringen konnte, noch dazu in deren Halle, macht das Team von Trainer Enrico Kufuor ein wenig zum Team der Stunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Der Grund für den Aufschwung liegt sicher darin begründet, dass die Löwen im Vergleich zur Hinrunde deutlich weniger Verletzungspech zu beklagen haben. Und gerade die Starting Five mit Guy Landry Edi, Alieu Ceesay, Tyseem Lyles, Jan Heber und Noah Kamdem zählt zur ersten Güteklasse der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd, oft stehen diese Spieler 30 Minuten und mehr auf dem Parkett.

BG-Trainer Emanuel Richter: „Es ist eine ähnliche Ausgangslage wie am Mittwoch gegen Ulm. Erfurt hat eine bärenstarke Starting Five und dahinter kommen dann einige sehr vielversprechende junge Talente, die man aber auch immer im Auge behalten muss. Wir werden versuchen, zum Ende dieser anstrengenden Woche alle Kräfte zu mobilisieren und hoffen natürlich, dass wir im Vergleich zum Mittwoch Spiel nicht nur 34 oder 35 Minuten, sondern ganz bis zum Schluss die Partie offen halten können“, blickt Richter nach vorne. In guter Erinnerung ist bei der BG noch das Hinspiel, durch einen Korb von Teathloach Pal in allerletzter Sekunde gewann man seinerzeit am 2. Spieltag mit 71:69 in Thüringen.

Auch wenn man bei den Matches in Koblenz am Sonntag und gegen Ulm am Mittwoch sicherlich einiges an Körner hat liegen lassen müssen, wollen die Leitershofer nochmals alles geben, um vielleicht einen weiteren Sieg einfahren zu können.

BG-Motivationstrainer Wayne Chico Pittman: „Wir haben versucht, bestmöglich zu regenerieren und werden am Samstag nochmals alles in die Waagschale werfen. Danach ist ja dann wieder die sogenannte Länderspielpause und Zeit zur Erholung, bevor es dann im März und April in die finale Saisonphase geht. Die Unterstützung der Fans kann in einer solch schwierigen Situation aber auch nochmals ungeahnte Kräfte freisetzen“, so Pittman. Wie das Aufgebot der Kangaroos am Samstag aussehen wird, entscheidet sich nach den diversen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen der Woche wohl erst unmittelbar vor dem Spiel.

19.02.2023 16:00 Uhr BBC Coburg vs. SEEBURGER College Wizards

Beim Duell des Tabellendritten aus Coburg mit den elftplatzierten Karlsruhern wird es beherzt zur Sache gehen. Für die Vestestädter gilt es, die gute Ausgangsposition für die Playoffs zu untermauern, bevor im März ein anspruchsvolles Restprogramm zu absolvieren ist. Ende der Woche häuften sich allerdings die Krankmeldungen, voraussichtlich kann der BBC nur mit einer Rumpftruppe auflaufen. Andere Sorgen haben die Gäste aus Baden. Sie wollen sich die Playdowns ersparen und im Rennen um die Endrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd noch ein Wörtchen mitreden.

Trotz zuletzt zwei Niederlagen am Stück ist der BBC Coburg weiterhin bestens positioniert, um sich für die Playoffs das Heimrecht zu sichern. In Frankfurt und gegen Ehingen ging das Team um Head Coach Milos Petkovic in den vergangenen Wochen leer aus. Dennoch rangieren die Vestestädter weiterhin auf Platz Drei des Tableaus, die direkten Widersacher aus Oberhaching konnten aus den Patzern des BBC kein Kapital schlagen, weil sie selbst doppelt daneben griffen.

Die KIT Basketballer müssen die Woche nutzen, um sich defensiv an die schnelle und aggressive Spielweise der Coburger anzupassen. Die notwendige Intensität, welche in der ersten Spielhälfte gegen Ludwigsburg sichtbar war, muss von den Wizards über die gesamte Spiellänge konstant gehalten werden. Offensiv muss die Mannschaft weiterhin zielgerichtet bleiben und den kompromisslosen Siegeswillen aus dem letzten Spiel mitnehmen. Die lange Auswärtsfahrt spielt dem Team um Trainer Rouven Roessler sicherlich nicht „in die Karten“, wird und darf die Mannschaft aber nicht daran hindern, sich auf die kommende Aufgabe maximal zu fokussieren. 

„Wenn die Bereitschaft aus letzter Woche von jedem Spieler aufrechterhalten wird, bestehen Chancen, auch Coburg zu besiegen.“, blickt Geschäftsführer Zoran Seatovic auf das kommende Spiel.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Sued-Vorberichte-.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-17 15:38:522023-02-17 15:38:53Vorberichte ProB Süd 20. Spieltag

Vorberichte ProA 23. Spieltag

17. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Dennis Duddek

Spieltag 23: 18.02.2023 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. VfL SparkassenStars Bochum

In der närrischen Jahreszeit, wo alles schunkelt und lacht, müssen die JobStairs GIESSEN 46ers an diesem Samstag in der Sporthalle Gießen-Ost gegen den VfL SparkassenStars Bochum noch einmal Schwerstarbeit leisten, um dann mit einem guten Gefühl in eine zweiwöchige Spielpause zu gehen. In der Tabelle stehen die Mittelhessen noch gut dar, doch die Luft um die Endrunden-Plätze wird dünner, sodass ein Sieg gegen abstiegsbedrohte Ruhrpottler schon fast einer Pflicht nachkommt. Die JobStairs GIESSEN 46ers mussten ersatzgeschwächt in der vergangenen Woche bei ihren Gastspielen in Hagen und Trier jeweils Lehrgeld bezahlen.

Trotz der ungewissen Zusammenstellung der Mannschaft finden die Mittelhessen auch positive Ansätze für das Heimspiel gegen den VfL SparkassenStars Bochum, schließlich ging das Hinspiel mit 108:89 deutlich an die Gießener und in der heimischen Sporthalle Gießen-Ost wissen die Fans und das Team bisher die Gegner recht gut einzuschüchtern (9 Heimsiege). Aber die Gäste aus der Ruhrpott-Metropole können Auswärts ihren Mann stehen, was vier Erfolge in der Fremde verdeutlichen. Angesichts einer Serie von zwei Siegen am Stück und einer Bilanz von 6:4 aus den letzten zehn Begegnungen haben sich die Bochumer ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. Am gestrigen Abend wurde den PS Karlsruhe LIONS mit 114:81 eindrucksvoll der Zahn gezogen. Insbesondere die spielerische Offensivpower kam bei den Nordrhein-Westfalen wieder zum Tragen. Das drittbeste Assist-Team fabrizierte 26 Vorlagen und ließ satte 58% der Würfe von jenseits der Dreipunktelinie in die Reuse gleiten. Mit 89.5 PpS stellt der VfL aktuell auch den stärksten Angriff der gesamten Liga.

Angeführt wird der Punktereigen im Kader von Headcoach Felix Banobre vom US-Amerikaner Tarontate de Shawn Crockett Jr. mit 17.6 PpS, 4.3 ApS und 4.6 RpS. Doch es ist insgesamt ein amerikanisches Quartett, welches für Output sorgt. Neben dem vorher erwähnten Shooting Guard sind seine Landsleute Jalen Quinn Bardley (15.3 PpS), Conley Jacob Garrison (14.6, 4.4, 4.7) und Jonathan Leonard Andre (13.0, 4.6 RpS) gewinnbringend für ihre Farben unterwegs. Geleitet vom umsichtigen Spielmacher und zweibesten Vorlagengeber der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA Niklas Geske, der es in knapp 29 Minuten Einsatzzeit auf 11.5 PpS und wertvollen 6.7 ApS bringt. Die angesprochene Offensivpower untermauern mit Jonas Grof und Henrik Drescher noch zwei weitere Akteure, die mit 10.3 PpS bzw. 10.2 PpS im Schnitt zweistellige Werte auf das Parkett legen und dem breitaufgestellten Kader weitere Tiefe verleiten.  

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir möchten unbedingt die Situation mit drei Niederlagen in Folge vermeiden. Insbesondere wollen wir mit einem guten Gefühl in die kurze Pause gehen. Der Playoff- und Abstiegskampf spitzt sich zu. Erfreulicherweise gehören wir nicht zu dem unteren Tabellenbild dazu, aber diese Mannschaften haben sich alle verstärkt. Bochum hat ebenfalls zwei neue Spieler und das neuformierte Team hat gerade gestern ihr Leistungsvermögen gegen Karlsruhe gezeigt. Gegen eine Mannschaft, die uns in Gießen geschlagen hat. Diese wurde von den Bochumern phasenweise dominiert. Das dürfte uns Warnung genug sein. Sie sind ein sehr gutes Team, die einen schnellen Basketball spielen. Bereits im Hinspiel war es drei Viertel lang eine ausgeglichene Partie, erst im Schlussabschnitt konnten wir uns absetzen. Wir müssen schauen, wie wir personell aufgestellt sind. Enosch Wolf und Roland Nyama sind noch nicht ins Training zurückgekehrt.“

18.02.2023 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. WWU Baskets Münster

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA biegt in das letzte Saisondrittel ein, die Partien werden für das Gesamtklassement immer wichtiger. Nach dem erfolgreichen Auswärtstrip nach Kirchheim (91:80) reisen die WWU Baskets am Samstag an die Nordseeküste: Zum Jubiläumsspiel 20 Jahre Eisbären Bremerhaven gastiert das Team von Björn Harmsen in der Stadthalle Bremerhaven. 

Nach der überzeugenden Leistung bei den Kirchheim Knights wollen die Baskets das nächste Duell mit gleicher Verve angehen, sehen sich aber einer anderen Herausforderung als beim 96:80-Hinspielerfolg gegenüber. „Im Hinspiel hat Oehle nicht gespielt, das hat ihnen mit Sicherheit auf der Fünf gefehlt“, sagte Björn Harmsen, Cheftrainer der WWU Baskets, am Donnerstag. Nicht nur mit Robert Oehle, sondern darüber hinaus mit Khalid Thomas haben die Norddeutschen eine inzwischen sehr tief besetzte Mannschaft, in der sechs Spieler zweistellig punkten. Der nachverpflichtete 23-jährige US-Center Thomas schlug glänzend ein, war in seinem zweiten Einsatz beim 79:66-Erfolg in Paderborn am vergangenen Wochenende mit 18 Punkten gleich Topscorer.

Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen, darunter der überraschende 80:69-Erfolg beim Tabellenzweiten Tübingen, liegen die Bremerhavener mit 20 Punkten zwei Punkte vor dem Harmsen-Team auf Platz zehn und Kurs Playoffs. In der heimischen Stadthalle haben sich die Eisbären bisweilen schwerer getan, gewannen „nur“ vier ihrer bis dato zehn Heimspiele. Im Jubiläumsspiel sind aber voraussichtlich eine besondere Kulisse und hochmotivierte Bremerhavener zu erwarten. Die Leistungsträger und Topscorer Jarrelle Reischel (15,5 Punkte) und Matthew Frierson (13,2 Punkte) dürften neben Neuzugang Khalid Thomas die größten Herausforderungen für das Münsteraner Trainergespann darstellen. Erfahrenster Akteur des ehemaligen Erstligisten ist Center Robert Oehle, seit langem unter den Brettern der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu Hause, der 11,8 Punkte und 8 Rebounds pro Partie einbringt.

Björn Harmsen (WWU Baskets Münster): „Bremerhaven spielt einen kontrollierten Basketball, hat sich noch einmal personell verstärkt, ist dadurch athletischer. Mit Frierson haben sie einen überragenden Schützen mit einer 50-prozentigen Dreierquote.“

18.02.2023 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Artland Dragons

Nach dem hart erkämpften 98:94-Heimerfolg gegen Bochum kassierten die wiha Panthers am vergangenen Wochenende eine klare Niederlage im Baden-Württemberg-Derby gegen Karlsruhe. Die aus nur sieben Spielern bestehende, kleine Schwenninger Rotation kam in der 2. Halbzeit an ihre Grenzen und musste müden Beinen und fehlender Offensivqualitäten Tribut zollen. Nachdem gegen Karlsruhe bereits Kapitän Badu Buck sein Comeback feierte, soll am Samstag auch Jacob Knauf wieder einsatzfähig sein. Der 25-jährige Forward hatte am letzten Spieltag mit lädiertem Knöchel aussetzen müssen. Pünktlich zum Duell gegen sein letztjähriges Team ist der aktuell beste Schwenninger Punktesammler (15,0 Zähler pro Partie) nun wieder fit.

Auch wenn die Niederlage am vergangenen Wochenende weh tat, kann von Sorgenfalten auf der Stirn der Dragons-Verantwortlichen nicht die Rede sein. Nach 22 Spieltagen belegt man mit einer Bilanz von 14-8 den dritten Tabellenplatz und befindet sich in einer aussichtsreichen Position im Kampf um die Playoffs. Nichtsdestotrotz warnte Geschäftsführer Marius Kröger bereits vor dem Spiel gegen Düsseldorf davor, sich vom derzeitigen Formhoch nicht einnehmen zu lassen und jedes Spiel mit vollem Fokus anzugehen. Diesen Fokus ließen die Drachen am vergangenen Wochenende in wichtigen Phasen vermissen, insbesondere beim Duell um Rebounds und im Ballvortrag. Gegen Schwenningen wollen es die Männer von Headcoach Patrick Flomo nun besser machen. Ein Einsatz von MVP-Kandidat William Christmas, der das Spiel gegen Düsseldorf aufgrund muskulärer Probleme verpasste, ist dabei weiterhin fraglich. Auch ein Einsatz von Neuzugang Damari Milstead ist ungewiss. Die Artland Dragons haben alle Unterlagen für den Neuzugang fristgerecht abgegeben und wartet nun auf die Freigabe der Behörden. Der Rest des Kaders ist fit und brennt auf Wiedergutmachung.

Die wiha Panthers Schwenningen sorgten zuletzt für unerfreuliche Schlagzeilen. Der Verein aus Baden-Württemberg sah sich gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Der Spielbetrieb solle jedoch bis zum Ende der Saison fortgeführt werden. Neben der finanziell angespannten Situation mussten die Doppelstädter auch den Abgang ihres Topscorers Delante Jones verkraften. Der Vertrag des Schwenninger Topscorers lief zum Ende des Januars aus, woraufhin er sich den Tigers Tübingen anschloss. Dafür können die Doppelstädter im Spiel gegen die Dragons wieder auf einen alten Bekannten zurückgreifen. Der ehemalige Drache Jacob Knauf, der das Spiel gegen Karlsruhe aufgrund einer Knöchelverletzung verpasste, wird gegen die Drachen wieder einsatzbereit sein. Mit einer Bilanz von 5-16 belegen die Panthers derzeit den letzten Tabellenrang.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Schwenningen befindet sich in einer schwierigen Situation, haben zusätzlich ihren besten Scorer verloren. Dennoch dürfen wir sie nicht unterschätzen. Sie werden alles in die Waagschale werfen, da sie nichts zu verlieren haben. Für uns geht es darum, aus unseren Fehlern gegen Düsseldorf zu lernen und über 40 Minuten unseren Basketball zu zeigen und fokussiert zu bleiben.“

18.02.2023 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Phoenix Hagen

Im einzigen Heimspiel im Monat Februar empfangen die Zweitliga-Basketballer der ART Giants Düsseldorf am Karnevalssamstag Phoenix Hagen. Im Derby wollen sich die Giganten für die knappe Niederlage im Hinspiel revanchieren.

„Hagen ist ein sehr ausgeglichenes Team, das sich gut gefunden hat über den Saisonverlauf. Sie verfügen über eine schöne Mischung aus individueller Klasse und mannschaftsdienlichem Spiel“, blickt ART Giants-Trainer Florian Flabb auf den kommenden Gegner. Mit 28 Punkten belegen die Hagener aktuell den vierten Tabellenplatz und sind damit absolut auf Playoff-Kurs. Zuletzt musste aber auch Phoenix auf dem Transfermarkt nochmal aktiv werden, nachdem Grayson Murphy verletzungsbedingt für längere Zeit ausfällt. In Aaron Thompson, der zuvor für das College-Team Butler Bulldogs (NCAA 1) spielte, konnte man schnell eine starke Nachverpflichtung präsentieren. In Düsseldorf darf man also einen starken Gegner erwarten, der sich mittlerweile unter den Top-Teams der Liga festgespielt hat.

Selbstbewusst wollen die ART Giants das Heimspiel am Karnevalswochenende aber angehen, zumal man sich im Hinspiel gut präsentiert hatte. „Es wird definitiv der nächste harte Brocken für uns. Für uns gilt es ganz klar, an unserem Weg festzuhalten. Im Hinspiel konnte Hagen 109 Punkte gegen uns erzielen, das war einfach zu viel. Wir haben allerdings mit 100 eigenen Punkten auch gezeigt, dass wir in der Lage sind gegen diese Mannschaft offensiv zu überzeugen. Diese positive Erkenntnis wollen wir mitnehmen ins Rückspiel“, stellt Flabb klar. Bei den Giganten wird es also darauf ankommen, in der Defensive stabiler aufzutreten und die Protagonisten von Phoenix zu stoppen. Beim jüngsten 82:70-Auswärtssieg in Quakenbrück konnte das Flabb-Team defensiv durch Konstanz überzeugen.

Für das anstehende Derby gegen Hagen hoffen die Giganten erneut auf die bedingungslose Unterstützung ihrer Fans. Trotz einiger schwieriger Phasen, die man im Laufe dieser BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison bereits erlebt hat, zogen Mannschaft und Fans bisher immer gemeinsam an einem Strang. Und so soll es auch weiterhin sein, genauso im Derby gegen Phoneix Hagen. „Ich hoffe auf eine lautstarke Unterstützung unserer Fans, denn es werden sicherlich einige Anhänger aus Hagen ihre Mannschaft nach Düsseldorf begleiten. Natürlich wird auch der Support von den Rängen in diesem Derby, auf das wir uns alle freuen, ganz wichtig sein“, meint Flabb.

18.02.2023 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Uni Baskets Paderborn

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

18.02.2023 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Nürnberg Falcons BC

23. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Für die Nürnberg Falcons geht es zu RASTA Vechta. Das Spiel beim unangefochtenen Tabellenersten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist für die Mannschaft von Derrick Taylor eine echte Mammut-Aufgabe, der sich die Mittelfranken aber mit vollem Fokus stellen werden.

Einmal mehr lässt sich beim Blick auf den Spielplan der Nürnberg Falcons das Sprichwort „Man wächst an seinen Aufgaben“ bemühen. Am Samstag gastieren sie bei RASTA Vechta und wollen dort mehr als nur einen Achtungserfolg wie beim 73:83 im Hinspiel einfahren. Als Außenseiter können die Falken beim zu Hause ungeschlagenen Ligaprimus nur gewinnen. „Vechta steht zu Recht auf Platz 1 der Tabelle. Wir hoffen, dass alle Spieler fit sein werden und wollen die gesamte Spielzeit über 100 Prozent geben. Zu verlieren haben wir nichts“, so Head Coach Derrick Taylor.

Vechta hat viel aus der vergangenen Saison gelernt. Der klug zusammengestellte Kader, gespickt mit viel individuellem Talent, agiert als Mannschaft und konnte so bislang 19 von 22 Saisonspielen gewinnen. Die jüngste Niederlage gegen Tübingen hat man abgehakt. Gegen die Nürnberg Falcons, den aktuelle Tabellensiebten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, erwartet man einmal mehr einen vollen RASTA Dome, jedoch keinen Selbstläufer.

18.02.2023 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Dresden Titans

Die vergangenen Wochen haben den Anhängern der PS Karlsruhe LIONS einige Leidensfähigkeit abverlangt und glichen oftmals einer Gefühlsachterbahn, denn die zweite Saisonhälfte in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gestaltet sich bisher schwierig für das Löwenrudel. Während man sich gegen starke Gegner wie die JobStairs GIESSEN 46ers überraschend souverän durchsetzen konnte, stellen die vermeintlich schwächeren Teams die Schützlinge von LIONS-Headcoach Aleksandar Scepanovic häufig vor Probleme. Dies war zuletzt am 15. Februar der Fall, als sich Karlsruhe bei den VfL SparkassenStars Bochum klar geschlagen geben musste. Zudem ist die Heimstärke der Badener nicht mehr so ausgeprägt wie noch im vergangenen Herbst. Ein starker Auftritt wird am 18. Februar jedoch nötig sein, wenn die LIONS in der Lina-Radke-Halle gegen die Dresden Titans bestehen wollen.

Karlsruhe hat den aktuellen Topscorer der Liga in den eigenen Reihen. Lovell Cabbil Jr. sammelte diese Saison bereits 406 Punkte. Pro Spiel steuert er damit im Schnitt 18,5 Zähler auf das Lions-Konto bei. Der 1,88 Meter große US-Amerikaner ist überall auf dem Feld brandgefährlich. Mit 43,2% ist er der beste Dreierschütze der Lions, aber auch im Drive ist er zu 49,3% erfolgreich. Doch der Point Guard kreiert nicht nur für sich selbst. Mit 4,2 Assists pro Partie ist er auch Karlsruhes bester Vorbereiter sowie absoluter Schlüsselspieler. Die PSK Lions bieten wieder eine Wundertüte. In den letzten vier Spielen gewannen sie gegen Gießen und Schwenningen, verloren jedoch gegen Düsseldorf sowie Bochum. Im Hinspiel in der Margon Arena konnten die Badener sich mit einem knappen 74:76 durchsetzen.

 Dresden hat also noch eine Rechnung zu begleichen. Der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten würde gleichzeitig, den von Fabian Strauß herbei gesehnten 14. Sieg bedeuten. In den letzten zwei Matches gegen Nürnberg und Jena waren die „Elbriesen“ siegreich. Wichtiger Faktor in diesen Spielen war Titans-Veteran Sebastian Heck. In beiden Spielen zusammen holte er 23 Zähler und 10 Rebounds für die Titans. Mit steigender Formkurve wird er auch in der Begegnung am Samstag wieder seinen Beitrag fürs Team leisten. Ebenfalls gut in Form ist der junge Lukas Zerner. Gegen Nürnberg und Jena spielte er zusammen 24 Minuten, bewies welches Potential in ihm steckt. In dieser Spielzeit sammelte er neun Rebounds, vier Assists sowie zwölf Punkte. Damit wird auch er ein immer größerer Bestandteil des Dresdner Spiels.  

Titans-Headcoach Fabian Strauß – „Aus dem Hinspiel haben wir auf jeden Fall etwas wieder gut zu machen. Wir wissen was wir im November falsch gemacht haben. In letzter Zeit haben wir an diesen Dingen gearbeitet und uns verbessert. Einzig in Sachen Rebounds müssen wir noch eine Schippe drauflegen, da war gegen Jena noch etwas Luft nach oben. Wenn wir dann vorne unseren Stiefel spielen, haben wir auf jeden Fall eine Chance auf den Sieg.“

18.02.2023 20:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. Tigers Tübingen

Eines der gleichermaßen einfachsten, ganz sicher aber auch schwierigsten Heimspiele wartet am Samstagabend auf die Basketballer von Medipolis SC Jena. Die Thüringer empfangen den aktuellen Tabellenzweiten aus Tübingen, starten als klarer Underdog, jedoch keinesfalls chancenlos in die Partie. Während Jenas größte Baustelle – die mentale Schlagseite – zuletzt während der Auswärtsniederlage bei den Dresden Titans wiederholt deutlich sichtbar wurde, verfügt der Kader schließlich über alle Anlagen sowie bis Unterkante Oberlippe individueller Qualitäten, um den erfolgshungrigen Schwaben einen Veggie-Day zu verordnen.

Mit 16 Siegen aus 22 Begegnungen belegen die Raubkatzen weiter den zweiten Tabellenplatz. Deutlich anders sieht es bei den Thüringern derzeit aus. Als ein heißer Kandidat für den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga gehandelt, durchlebt das Team von Trainer Marius Linartas bereits seit vielen Wochen eine Seuchensaison. Mit nur acht Siegen und 14 Niederlagen belegt Medipolis SC Jena gegenwärtig nur den 15. Tabellenplatz. Von den Playoff-Plätzen ist der kommende Kontrahent der Raubkatzen derzeit weiter entfernt als von einem Abstiegsplatz. Zahlreiche Verletzungen prägten bisher die Saison der Ostdeutschen. Trainer Domenik Reinboth musste zwei Tage nach der 69:95-Niederlage in Tübingen am 12. Dezember 2022 seinen Hut nehmen. Doch auch unter Nachfolger Linartas läuft es nicht richtig. Aus elf Begegnungen konnten nur zwei Erfolge eingefahren werden.

Blick man auf den Kader von Jena, so gehört dieser mit Vechta zum Besten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Doch aufgrund der zahlreichen Niederlagen und Verletzungen ist das Selbstvertrauen im Team derzeit nicht vorhanden. Jüngst wurden mit dem US-Amerikaner Seth Allen (14,3 ppg) von den Stockton Kings aus der G-League (USA) und Sergio Kerusch (6,0 ppg) vom Erstligisten SYNTAINICS MBC aus Weißenfels zwei weitere Nachverpflichtungen getätigt. Im Gegensatz zum Hinspiel sind die beiden US-Amerikaner Shaquille Hines (11,3 ppg, 5,9 rog) und Alexander Herrera (6,0 ppg, 6,8 rpg) wieder mit von der Partie. Angeführt wird Medipolis SC Jena vom ehemaligen BBL-Akteur Brandon Thomas (13,0 ppg, 4,3 rpg, 3,3 apg). Zwölf Akteure im Team erzielen zwischen 4,5 Zählern (Takiula Fahrensohn) sowie dem aktuellen Topscorer Allen (14,3 ppg). Ein Beleg, welche Qualität der Kader von Jena trotz der Bilanz dennoch besitzt.

Jansson blickt wie folgt auf das Spiel: „Wir hatten zuletzt eine intensive Woche. Derzeit gilt es primär, Kräfte zu sammeln. Das Training mussten wir anpassen, die Spieler sind müde. Jena spielt bisher keine besonders gute Saison, dennoch haben sie viel Qualität in ihren Reihen. In jedem Spiel können sie jeden Gegner schlagen. Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern nur auf das Spiel. Es beginnt mit 0:0. Wir müssen nochmals alles herausholen, um in Jena bestehen zu können. Unsere Verteidigung wird gegen die offensive Qualität von Jena erneut wichtig sein.“

19.02.2023 17:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Zum 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Kirchheim Knights am kommenden Sonntag die Gladiators aus Trier. Gegen den Tabellenneunten geht es im direkten Duell um den Anschluss an die Playoff Ränge. Bei einer Niederlage dürfte sich der Abstand zu den unteren Tabellenregionen weiter verkürzen, während man bei einem Sieg wieder im Rennen um die Top Acht wäre. Die Konkurrenz hat mächtig aufgerüstet.

Statistisch werden die Kirchheim Knights hauptsächlich von ihren Import-Spielern getragen. Guard Michael Flowers (16,4 Punkte pro Spiel), die Routiniers Richie Williams (13 PpS) und Tyrone Nash (12,7 PpS) und Flügel Jaydon Henry-McCalla (9,2 PpS) stechen als Topscorer des Teams heraus. Big Man Mitch Lightfoot, der zu Saisonbeginn eine wichtige Rolle in Kirchheim spielte, verletzte sich schwer und wurde mittlerweile durch Nicholas Muszynski ersetzt, der jedoch mit 5,8 Punkten und 2,3 Rebounds pro Spiel noch nicht an die starken Mittelwerte seines Vorgängers anknüpfen kann. Die deutsche Rotation um Jonas Niedermanner (6,6 PpS), Guard Paul Giese (4,7), Scharfschütze Besnik Bekteshi (4) und Big Man Aitor Pickett (3,4) verfügt zwar über einige Qualität und ProA-Erfahrung, wurde jedoch durch Verletzungen und Krankheiten immer wieder zurückgeworfen. Im statistischen Teamvergleich liegen die Gladiatoren in nahezu allen Kategorien vor den Rittern, am deutlichsten wird die Differenz bei der Dreier-Quote, bei der die Moselstädter die Liga mit 38,6% anführen und die Knights mit 31,7% den letzten Platz im ligaweiten Vergleich belegen.

„Kirchheim ist eine extrem starke Heim-Mannschaft. In Kirchheim ist es ohnehin sehr schwer zu spielen. Sie spielen – ähnlich wie wir – sehr physisch und haben mit Williams und Nash zwei extrem erfahrene Spieler in ihren Reihen. Auch Flowers als Scorer und McCalla als Athlet sind sehr stark. Sie erlauben ihren Gegnern wenig Punkte und unser Ziel ist es daher, das Spiel schnell zu machen. Wir wollen die Turnover im Vergleich zu Gießen reduzieren, dennoch aber ein hohes Tempo gehen. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, wir wollen uns langsam auf den Playoff-Plätzen festsetzen und direkte Verfolger, wie zum Beispiel Kirchheim, auf Distanz halten. Es wird jedoch nicht einfach und wir müssen alles geben, um am Sonntag erfolgreich zu sein“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs über den nächsten Gegner der Gladiatoren.

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProA-Vorberichte-.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-17 15:37:552023-02-17 15:37:56Vorberichte ProA 23. Spieltag

Nachbericht Nachholspiel ProB Süd 16. Spieltag

16. Februar 2023/in APP, ProB Süd 22/23

Foto: Gerd Käser

Spieltag 16: 15.02.2023 20:00 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. OrangeAcademy 90:108

Die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen musste im Nachholspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Mittwochabend gegen die OrangeAcademy Ulm eine 90:108 (30:32; 47:50; 72:71) Niederlage hinnehmen. Das Ergebnis spielgelte dabei aber nicht unbedingt den Verlauf der Partie, welche im Januar aufgrund anderweitiger Verpflichtungen der Donaustädter beim Adidas Next Generation Tournament (ANGT) verlegt worden war, wieder.
 
Trotz des ungünstigen Spieltermins waren 472 Fans in die Stadtberger Sporthalle gekommen, natürlich deutlich weniger als an einem Samstagabend, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Die BG musste auf Kapitän Max Uhlich verletzungsbedingt verzichten, beim Gegner fehlte Latrell Jamal Grosskopf, dafür waren alle anderen Doppellizenzspieler aus dem BBL-Kader von ratiopharm Ulm an Bord. Vielleicht nicht bei allen, aber zumindest bei denen, die sich mit der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB etwas intensiver beschäftigen, war klar, dass ein Match zwischen diesen beiden Mannschaft eine durchaus kämpferische Komponente haben könnte. Und so kam es auch. Das erste Viertel war einerseits geprägt von bereits jeweils fünf erfolgreichen Dreiern auf beiden Seiten und dem damit verbundenen sehr hohen Viertelscore von 30:32. Aber auch von einer äußerst ruppigen Gangart beider Teams. Schmerzlich erfahren musste dies Nicolas Lagerman, der nach einem Ellenbogenschlag in der 5. Spielminute weit weg vom Korb direkt ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der vordere Schneidezahn des Leitershofers stand im 90 Grad Winkel ab. Ein Foulpfiff ertönte nicht, das Spiel wurde zunächst nicht einmal unterbrochen, obwohl der BG-Guard, der sich zuletzt in hervorragender Form präsentiert hatte, am Boden lag. Und fortan natürlich ausfiel. Dass die Gäste mit lediglich zwei Fouls durch die ersten zehn Minuten kamen, führte zu einigen Unmutsbezeugungen bei den Fans. Ein ähnliches Bild dann in den zweiten zehn Minuten. Die Kangaroos hielten gegen die Ulmer voll dagegen, gerieten immer wieder in Rückstand, ließen sich bis zur Halbzeit aber nicht abschütteln. Bei lediglich drei Punkten Rückstand war nach 20 Minuten noch alles offen, auch wenn die Foulbelastung der BG bereits zu diesem Zeitpunkt sehr hoch war.
 
Nach der Halbzeitpause, in denen die Zuschauer bestens von der Akrobatikgruppe Hochstapler der Uni Augsburg unterhalten wurden, erwischten die Württemberger erneut den besseren Start und zogen auf 59:51 davon. Die Kangaroos konterten aber, hatten nun ihre beste Phase, auch weil die Donaustädter für einige Minuten ihren BBL-Stars eine kleine Pause gönnten. Auf Seiten der Leitershofer überzeugte aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus insbesondere Meo Martin. So führte die BG nach dem dritten Viertel 72:71, kurz darauf noch 78:77. Sechs Minuten vor dem Ende nahmen die Dinge beim Stand von 82:79 für die Gäste dann ihren Lauf. Teathloach Pal erhielt binnen 11 Sekunden seine Fouls vier und fünf, musste daraufhin ebenso das Feld verlassen wie kurz darauf Mario Hack Vazquez aus demselben Grund. Die Kräfte schwanden sichtbar bei den Stadtbergern, die OrangeAcademy nutzte dies eiskalt aus und traf mit traumwandlerischer Sicherheit noch weitere fünf Dreipunktewürfe. Besonders das Trio Tobias Brahe Jensen, Pacome Djenon Dadiet und David Fuchs war nun nicht mehr in Schach zu halten. Der 21-jährige österreichische A-Nationalspieler Fuchs dürfte den Fans sicherlich wegen seiner herausragenden Leistung, mehr aber noch aufgrund seines Auftretens als solches noch länger in Erinnerung bleiben. 

Quelle: BG Hessing Leitershofen

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Nachbericht Nachholspiel ProA 21. Spieltag

16. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Pressefoto Ulmer

Spieltag 21: 15.02.2023 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. PS Karlsruhe LIONS 114:81

Dem deutlichen 103:79-Heimsieg der PS Karlsruhe LIONS gegen die VfL SparkassenStars Bochum im Hinspiel am 19. November 2022 folgte im Rückspiel am 15. Februar 2023 eine noch deutlichere Niederlage. Die Gastgeber hatten die Partie nach wenigen Minuten unter Kontrolle und ließen den LIONS im weiteren Verlauf keine Chance, das Spiel zu drehen. Endstand: 114:81. Damit kommt Karlsruhe auf elf Siege und elf Niederlagen aus 22 Spielen in der laufenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Anfangs waren sowohl die Angriffsbemühungen der Hausherren als auch die der Gäste noch etwas unkonzentriert. Es dauerte fast zwei Minuten bis zum ersten Korb aus dem laufenden Spiel. Ex-Löwe Tom Alte legte per Dunk zum 7:1 für die SparkassenStars nach. In der Folge fanden aber auch die LIONS besser ins Spiel und schafften mit dem 9:10 nach vier Minuten den Führungswechsel. Im weiteren Verlauf zeigten sich jedoch schnell wieder Vorteile für die Gastgeber. Bochum setzte sich mittels eines 13-Punkte-Runs erstmals ab. Karlsruhe hingegen war nach einigem Pech im Abschluss beim Stand von 34:23 nach zehn Minuten mit einem ernüchternden Zwischenergebnis konfrontiert – und es sollte noch schlimmer für die Badener kommen. Auch im zweiten Spielabschnitt machten die SparkassenStars die bessere Figur, trafen aus allen Lagen und setzten sich bis auf 23 Punkte ab. Erst wenige Minuten vor der Halbzeit kehrte sich der Trend um. Die LIONS hatten wieder mehr Spielanteile und kamen daraufhin etwas heran. Das änderte aber nichts daran, dass der Zwischenstand nach 20 Minuten mit 62:44 alles andere als nach dem Geschmack der Gäste vom Oberrhein war. Bochum spielte schlichtweg cleverer und konnte überdies auf die klar besseren Trefferquoten verweisen. Fast unmittelbar nach Wiederbeginn in der Rundsporthalle Bochum sorgten die SparkassenStars mit einem 15-Punkte-Run für die gefühlte Vorentscheidung. Der Spielstand von 77:46 bei noch 14 zu gehenden Minuten war aus Karlsruher Sicht desaströs. Bis zur letzten Pause änderte sich nichts an dieser Situation und mit einem komfortablen 91:59 zugunsten der Hausherren ging es ins vierte Viertel. Kurz nach dessen Beginn sah es so aus, als sei den Bochumern der Drive aus den vorangegangenen Spielabschnitten abhandengekommen. Karlsruhe machte sich Hoffnung auf Ergebniskorrektur, blieb aber weiterhin glücklos. Das Heimpublikum konnte bereits frühzeitig den Erfolg seines Teams feiern.

LIONS-Topscorer war Lovell Cabbil mit 17 Punkten. Hinter ihm erzielten Lorenzo Cugini und Maurice Pluskota jeweils 16 Punkte. Pluskota sicherte zudem 11 Rebounds. Darko Bajo kam auf 15 Punkte, Ben Shungu scorte 14-fach. Keine 72 Stunden nach der herben Auswärtsschlappe sind die LIONS wieder zuhause gefordert. Am 18. Februar sind die Dresden Titans zu Gast am Oberrhein. Im Hinspiel hatte sich das Löwenrudel knapp mit 76:74 gegen den aktuell Sechstplatzierten durchgesetzt.

Quelle: PS Karlsruhe LIONS

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Vorbericht Nachholspiel ProA 21. Spieltag

15. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Christoph Worsch

Spieltag 21: 15.02.2023 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. PS Karlsruhe LIONS

Am ungewohnten Mittwochabend empfangen die VfL SparkassenStars Bochum anlässlich des Nachholspiels des 21. Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA um 19:30 Uhr die PS Karlsruhe LIONS in der Rundsporthalle.

Die Karlsruher belegten vor dem letzten Spieltag mit einer ausgeglichenen Biland von elf Siegen und zehn Niederlagen den siebten Tabellenplatz und befinden sich somit aktuell auf dem anvisierten Playoffkurs.

An das Hinspiel in der Lina-Radke-Halle am 19.11.2022 dürften die SparkassenStars keine allzu guten Erinnerungen haben. Nach einer insgesamt schwachen Partie verlor der VfL deutlich mit 79:103. Dies dürfte jedoch genug Ansporn für das zweite Aufeinandertreffen mit den Löwen sein.

Topscorer der Karlsruher ist der US-Guard Love Cabbil Jr, der 18,6 Punkte und 4,3 Assists zum Abschneiden der Baden-Württemberger beisteuert. Damit ist er gleichzeitig der aktuelle Topscorer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Ihm zur Seite steht in Maurice Pluskota, der 16,5 Punkte und 10,5 Rebounds pro Spiel in den Scoutingbogen schreibt, der beste deutsche Punktesammler und der Toprebounder der Liga.

Der deutsche Guard Bazoumana Koné steuert aktuell 14,4 Punkte und 3,6 Rebounds bei und der kürzlich von den MHP RIESEN Ludwigsburg aus der easyCredit Basketball Bundesliga verpflichtet US-Guard Ben Shungu erzielte in seinen bislang vier Partien für die LIONS 12,3 Zähler im Schnitt. Der italienische Forward Lorenzo Cugini rundet das Topscorer-Quintett mit 11,7 Punkten ab.

„Der Sieg gegen Leverkusen hat uns Auftrieb gegeben und hat die gute Arbeit, die wir hinter uns gebracht haben, reflektiert. Wir hoffen, dass wir diesen Auftrieb durch das Spiel gegen Karlsruhe ausweiten können. Natürlich wird das Spiel gegen Karlsruhe ein komplett anderes als gegen Leverkusen. Karlsruhe hat mehr Kontrolle in den Guard-Positionen und zusätzlich durch Pluskota auf Big. Wir müssen uns auf uns selbst und unser Spiel fokussieren und uns zusätzlich darauf konzentrieren, ihre Guards und Pluskota einzuschränken“, so Headcoach Felix Banobre.

„Wir haben im Hinspiel in Karlsruhe einen gebrauchten Tag erwischt und waren erstmals in dieser Saison chancenlos. Ich denke aber, dass wir die Erkenntnisse aus dieser Partie mitnehmen konnten und bin überzeugt, dass wir im Rückspiel konzentrierter agieren werden. Karlsruhe ist ein gutes Team, das sich jüngst noch einmal verstärkt hat, um seine Ambitionen auf die Playoffqualifizierung zu unterstreichen“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

Quelle: VfL SparkassenStars Bochum

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

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Nachwuchs-Zertifizierung bei WWU Baskets Münster

14. Februar 2023/in Allgemein, APP, Nachwuchs-Check

ProA-Ligist mit Silber-Plakette ausgezeichnet

In den vergangenen Tagen besuchte ein Team der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. die WWU Baskets Münster zur Zertifizierung des Nachwuchsprogramms und zeichnete die Arbeit der WWU Baskets Münster mit der Silber-Plakette aus.

Im Rahmen des Besuchs machte sich das Team ein Bild von den Strukturen, Maßnahmen und Aktivitäten im Nachwuchsprogramm der Baskets. Nach Gesprächen mit Mitarbeitern und Aktiven sowie einer Besichtigung der zentralen Infrastruktur des Klubs bildete eine Feedbackpräsentation für den Klub den Abschluss der dreitägigen Nachwuchs-Zertifizierung

Christian Steinberg, Mitarbeiter im Zertifizierungsteam und Mitarbeiter beim Institut für Spielanalyse, zeigte sich mit den Ergebnissen des Besuchs zufrieden: „Wir haben in Münster hervorragende Strukturen und Rahmenbedingungen für die leistungssportliche Förderung junger Basketballer vorgefunden. Gerade die Zusammenarbeit mit dem Sportinternat und der NRW-Sportschule machen den Standort sehr attraktiv.“

Sven Schaffer, Jugendkoordinator der WWU Baskets, ergänzt: „Die Nachwuchs-Zertifizierung durch die BARMER 2. Basketball Bundesliga und den Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. gibt uns eine gute Standortbestimmung. Wir haben ein hervorragendes Feedback erhalten, an welchen Stellen auch noch Entwicklungspotenzial im Nachwuchsprogramm liegt.“

Die Nachwuchs-Zertifizierung der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga erfolgt gemeinsam mit der easyCredit Basketball-Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. sowie mit Unterstützung des Instituts für Spielanalyse.

Die Standortentwicklung und Stärkung des Nachwuchses bilden die Grundlage eines zukunftsfähigen Profispielbetriebs. Dabei dient die Nachwuchszertifizierung als zentrales Instrument zur Standort(weiter)entwicklung für alle Bundesligisten der ProA und ProB.

Als Feedback- und Beurteilungsformat werden Bundesliga-Standorte mit besonders guter Nachwuchsförderung mit einem Status (Gold, Silber, Bronze) sichtbar ausgezeichnet. Der Status spiegelt somit die Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der lokalen Standortbedingungen wider.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Nachwuchs-Muenster-Silber.jpg 563 1000 Jessica Grimm /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Jessica Grimm2023-02-14 15:30:172025-03-14 14:40:31Nachwuchs-Zertifizierung bei WWU Baskets Münster

Nachberichte ProB Nord 19. Spieltag

13. Februar 2023/in APP, ProB Nord 22/23

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 19: 11.02.2023 18:00 Uhr BSW Sixers vs. TKS 49ers 82:92

Am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord sorgten die 49ers für eine der größten Überraschungen in der laufenden Saison. Auswärts beim Tabellenführer der BSW Sixers konnte man zu zehnt das insgesamt 9. Saisonspiel gewinnen. Nachdem man noch zur Halbzeit mit 39:43 zurück lag, war es ein Lauf der 49ers im dritten Viertel, welcher zum 92:82 Sieg führte. Die 49ers befinden sich somit weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz.

Anders als im Auswärtsspiel in Wolmirstedt vor zwei Wochen zeigten sich die 49ers im Aufeinandertreffen mit den BSW Sixers aus Sandersdorf mit ganz anderer Mentalität. Gegen den aktuellen Tabellenführer, welcher die 49ers im Hinspiel noch dominieren konnte, setzte sich TKS vor allem in der zweiten Halbzeit durch und konnte das Spiel am Ende beeindruckend mit 92:82 gewinnen. In der ersten Halbzeit lag man zwischenzeitlich zweistellig zurück (42:30), konnte jedoch kurz vor der Halbzeit den Rückstand auf vier Punkte verkürzen. Im dritten Viertel, das Viertel was normalerweise ein Schwachpunkt der 49ers ist, waren sie es, die das Momentum an sich rissen und den Abschnitt nach einem 15-0 Lauf mit 28:12 für sich entscheiden konnten. Die daraus entstandene Führung wurde nie wieder hergegeben. Die Intensität der Begegnung lässt sich schnell an den Foulstatistiken erkennen: insgesamt 55 Fouls sowie 73 Freiwürfe. Mitentscheidend für den Auswärtserfolg war unter anderem die bessere Dreierquote (39% zu 18%), aber vor allem die ausgeglichene Teamleistung. Hervorzuheben sind Andrii Kozhemiakin (29 Punkte) sowie Kimoni N‘Sondé, Leo Hampl, Max Stölzel und Robin Jorch, die ebenfalls alle zweistellig punkteten. Bei den Gastgebern war der beste Spieler Aleksa Kovacevic mit 18 Punkten und 10 Assists.

Headcoach Vladimir Pastushenko war nach dem Spiel sichtlich erfreut: „Ich bin super stolz auf meine Mann-schaft. Jeder einzelne hat heute seinen Job gemacht und genau deshalb konnten wir gewinnen.“ 

11.02.2023 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RheinStars Köln 90:71

Mit einer wenig überraschenden Niederlage mussten sich die RheinStars am Samstagabend aus der Magdeburger Börde auf den Heimweg machen. Beim Tabellendritten SBB Baskets Wolmirstedt unterlagen die Mitten in einem Formtief steckenden Kölner mit 71:90 (24:38) am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. „Es war ein verdienter Sieg für die Baskets“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck. „Wir haben unsere Chancen gehabt, aber wir haben zu viele leichte Fehler gemacht. Immerhin haben die Jungs bis zum Schluss gekämpft und das Spiel nicht aufgegeben.“

Wieder mit Topscorer Ali Sow (18 Punkte), dafür aber ohne Jannis von Seckendorff, Shore Adenekan, Davi Remagen und Robin Straub, hatten die RheinStars bis Mitte des zweiten Viertels die Partie ausgeglichen gestaltet (24:24/15. Minute). Bis dahin schienen sie in der unruhigen Partie sogar die aussichtsreichere Mannschaft zu sein, doch dann entglitt ihnen die Sache bis kurz nach der Pause: Schlechte Entscheidungen und wenig Ballbewegung im Angriff, schwaches Rebounding (am Ende 39:56) und unkonzentrierte Verteidigung.  So zogen die Hausherren mit einem 19:0-Lauf pausenübergreifend auf 24:43 (22.) weg. Die Vorentscheidung.

Bis auf 29 Zähler wuchs der Rückstand (30:59/21.) im dritten Viertel, bevor sich die RheinStars wieder fingen. Anfangs der abschließenden zehn Minuten schien sogar ein Comeback zumindest möglich. In der Auszeit beim Stand von 53:70 (32.) spornte Baeck seinen Mannen noch mal an: „Das Spiel ist noch nicht vorbei.“ Doch das Spiel blieb bei allem Willen zu fehlerbehaftet, um den Baskets vor den knapp 250 Fans in der Halle der Freundschaft wirklich gefährlich werden zu können.

So mag es vielleicht ein schwacher Trost sein, dass der direkte Vergleich aus beiden Spielen mit den Wolmirstedtern durch das 105:66 im Hinspiel an Köln ging. Und dass sich deren damalige Rückfahrt kurz vor Weihnachten wahrscheinlich noch übler angefühlt haben wird als die der RheinStars an diesem Wochenende. 

11.02.2023 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. Dragons Rhöndorf 82:75

Auch im Rückspiel behält der SSV LOK Bernau die Lufthoheit und besiegt die Dragons Rhöndorf mit 82:75. Damit behält die LOK nicht nur seine weiße Weste in 2023 (5 Siege in Folge), sondern kann auch die Tabellenspitze zurückerobern, da Ligakonkurrent Sandersdorf nach 8 Siegen in Folge zu Hause gegen Stahnsdorf unterliegt.

Es war wie immer alles angerichtet für einen perfekten Basketballabend in Bernau. Die Halle mit knapp 700 Fans sehr gut gefüllt. Die Cheerleader von Fusion Swans hatten alle Choreografien parat. Und unsere Mannschaft war wie immer voll
fokussiert und motiviert, in der heimischen Lok Hölle den 5. Sieg in Folge einzufahren. Und das Spiel startete auch wie es sich für ein Spitzenspiel gehörte – mit viel Dynamik und tollen Korbaktionen. Beide Teams zeigten von Beginn an, dass sie
gekommen waren, um zu siegen. Dynamik und Einsatz waren defensiv wie offensiv auf höchstem Niveau, sodass es in den ersten 3 Minuten des Spiels keinem Team gelang sich abzusetzen. Erst mit Minute 4 konnte Bernau langsam ein kleine Führung aufbauen. So stand es nach 5 Minuten 15:9 für das Team von Coach Davide Bottinelli und Gästetrainer Julius Thomas nahm seine 1. Auszeit. Die Kräfteverhältnisse blieben dann wieder ausgeglichen, sodass der SSV das erste Viertel dank eines Buzzer Beaters von Abi Kameric mit 27:23 für sich entscheiden konnte. Im zweiten Viertel dominierten weiter die Defensiven beider Teams. Die LOK konnte es dem Gegner zwar schwer machen seinen Spielfluss zu finden, aber trotzdem zeigte sich die Klasse von Rhöndorf, und sie kamen immer wieder zu Abschlüssen. Offensiv machten die Drachen es den Bernauern ebenso schwer, erfolgreich zu sein aber der SSV fand ein ums andere Mal die Lücke und konnte kontinuierlich seine Führung behaupten und ausbauen. Ebenfalls mit der Schlusssirene schraubte Patrick Lyons die Führung erstmals auf 10 Punkte und man ging mit einer 48:38 Führung in die Kabine.

In der 2. Halbzeit bot sich für die Zuschauer in der Halle und am Livestream dann das gleiche Bild. Beide Teams machten es sich gegenseitig in der Verteidigung schwer und trotzdem boten sich den Fans immer wieder tolle Offensivaktionen. Das Spiel blieb bis weit in das 4. Viertel hinein eine „enge Kiste“. Rhöndorf konnte sich sogar bis auf 1 Punkt an Bernau heranarbeiten und das mit nur noch 1:41 zu spielen. Spätestens jetzt hielt es keinen Bernauer mehr auf seinem Sitz. Das Publikum stand geschlossen auf und hinter ihrem Team. Und das zeigte die gewünschte Wirkung. Der Mann des Abends – Abdulah Kameric – unterband die Aufholjagd der Gäste und scorte 35 Sekunden vor Schluss zum 76:73. Danach versuchten die Drachen mit schnellen Fouls die Zeit zu stoppen. Die Bernauer aber behielten von der Linie die Nerven und besiegelten somit völlig verdient den Sieg von 82:75.

Coach Davide Bottinelli: „Mein erster Dank geht heute an unsere Fans. Ihr habt für eine unheimliche Stimmung gesorgt und es hat einen Riesenspaß gemacht, vor solch einer beeindruckenden Kulisse spielen zu dürfen. Für uns war es keine Überraschung, dass wir das Spiel erst in der Schlussphase gewinnen konnten. Rhöndorf war der erwartet schwere Gegner und ihre „kleine“ Rotation war eher Vor- als Nachteil für sie. Unser Fokus lag daher in der Defensive und das ist uns in großen Teilen auch gelungen. Somit konnten wir unseren Gegner immer wieder aus dem Rhythmus bringen und schlussendlich das Spiel für uns entscheiden.„

11.02.2023 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ROTH Energie Giessen Pointers 93:63

Die Iserlohn Kangaroos schießen in der heimischen Matthias Grothe-Halle die ROTH Energie Gießen Pointers ab. Durch den klaren 93:63-Sieg haben die Kangaroos den Sprung auf Tabellenplatz acht geschafft und belegen somit aktuell einen Playoff-Platz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Aufgrund des vierten Sieges in Serie sind die Iserlohner nach Tabellenführer LOK Bernau (fünf in Serie) aktuell das heißeste Team der Liga. „Wir werden immer selbstbewusster“, stellte Headcoach Dennis Shirvan fest, mahnte aber auch: „Das ist jetzt kein Selbstläufer, wir müssen weiter dranbleiben.“

Vor dem Spieltag mussten die Kangaroos zwei Ausfälle verkraften, David Pavljak und BigMan Mathias Groh meldeten sich krank. Für Letzteren rutschte das erste Mal Ben Uzoma in die Starting Five. Shirvan hatte im Vorfeld gehofft, dass es eine deutliche Partie wird. Es sollte funktionieren, seine Schützlinge hatten genau das umgesetzt, was er sehen wollte. „Ich wollte mal einen entspannten Abend haben und ein Spiel genießen“, meinte der Headcoach. „In der ersten Hälfte haben wir noch nicht so klar gespielt, danach haben wir ein anderes Gesicht gezeigt.“

Die Hausherren sind allerdings mit einem Ausrufezeichen gestartet, nach den ersten fünf Minuten stand es bereits 16:2. In der Zeit waren die Gießener schon stark gebeutelt. Bei seinem erfolgreichen Dreier (6:45min) wurde Marko Boksic von Pointers-Routinier Benjamin Lischka unsportlich gefoult, darauf erhielt Lischka (14.5 Punkte im Schnitt) auch noch ein technisches Foul und war somit bereits nach drei Minuten für die restliche Partie ausgeschieden. Boksic blieb ruhig, traf auch noch die beiden anschließenden Freiwürfe und erzielte damit in kurzer Zeit fünf Punkte. Die Gießener spielten in der Folge sehr klein und haben viel die Positionen geswitcht. „Wir hatten uns natürlich anders vorbereitet, mit Lischka als Fixpunkt“, erklärte Shirvan.

Defensiv zeigten sich die Iserlohner trotzdem stark und ließen im ersten Viertel nur zehn Punkte zu, forcierten außerdem bereits neun Turnover bei den Pointers. Mit dem zweiten Abschnitt konnte Headcoach Shirvan nicht vollends zufrieden sein, seine Spieler gaben es mit 21:23 ab. Stark waren die sieben Steals in der ersten Halbzeit, denn das ist eigentlich der Kangaroos-Saisonschnitt nach kompletten Spielen. Bei den Gästen waren mit Nemanja Nadjfeji (12 Punkte) und Jacob Ledoux (11) dennoch die beiden Topscorer der Halbzeit vertreten.

„Wir haben zur Halbzeit einiges umgestellt und dann im richtigen Moment das Spiel an uns gerissen“, erläuterte der Kangaroos-Headcoach. Zur Umstellung gehörte auch, Ledoux im Zaum zu halten, der US-Amerikaner wurde zumeist stark von Joshua Dahmen verteidigt und biss sich an dem Kangaroos-Kapitän und der Defense die Zähne aus. Zum Ende des dritten Viertels gelang es Iserlohn, das erste Mal auf +20 zu stellen (61:41).

Im letzten Abschnitt wuchs der Abstand weiter und weiter, die Sauerländer erreichten zweieinhalb Minuten vor dem Ende das erste Mal 30 Punkte Unterschied (88:58). Großen Anteil daran hatte auch Power Forward Marko Boksic, der mit drei von drei Dreiern im Schlussabschnitt heiß lief. Am Ende blieb es bei den 30 Punkten Unterschied, der deutliche 93:63-Sieg fand seinen verdienten Abschluss in einem krachenden Dunk von Linus Trettin sechs Sekunden vor dem Ende. Headcoach Shirvan sah die gute Defensive als Grundlage für den Sieg: „Die Offense ist nebensächlich bei guter Defense, das kommt von allein. Die Jungs sollten langsam verstehen, wie geil es sein kann, Defense zu spielen.“ 

11.02.2023 19:30 Uhr BBG Herford vs. Itzehoe Eagles 86:92

Wohin mit dem Ball? Am besten zu Trey McBride. Der Amerikaner der Itzehoe Eagles war in der entscheidenden Phase der Partie bei der BBG Herford nicht zu stoppen und hatte großen Anteil am wichtigen und hart erkämpften Auswärtssieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga: 92:86 (20:29, 23:16, 22:27, 27:14).

Eine defensive Steigerung gegenüber der Heimniederlage gegen Vechta hatte Eagles-Coach Timo Völkerink gefordert. Aber wieder lief sein Team sofort hinterher: Der Tabellenvorletzte spielte stark und punktete fast in jedem Angriff, während die Itzehoer drei Minuten bis zum ersten Korb durch Emil Marshall brauchten. Erst im Laufe des Viertels tasteten sich die Gäste heran, die ohne Tim Lang auskommen mussten, der im Training umgeknickt war. Nach dem siebten Herforder Offensivrebound kassierten sie aber in letzter Sekunde noch den Dreier zum 20:29.

Ganz anders das Bild im zweiten Abschnitt. Nun gaben die Itzehoer unter dem eigenen Korb keinen Rebound mehr ab – und davon gab es reichlich, weil die BBG gegen die aggressive Verteidigung deutlich weniger traf. Die Eagles waren dicht dran, gingen aber doch mit einem 43:45 in die Kabine, weil sie nur etwas mehr als die Hälfte ihrer Freiwürfe nutzten. Fast alle Punkte gingen auf das Konto von McBride (14), Marshall (10) und Shaquille Rombley (13).

Letzterer sorgte im ersten Angriff des dritten Viertels für den Ausgleich, kurz führten die Gäste auch. Aber im Wesentlichen lief der Abschnitt so wie das erste Viertel, wieder bekam die Herforder Offensive die Oberhand. Ein Problem für die Eagles: Rombley kassierte sein viertes Foul und nach nicht einmal vier Minuten im letzten Viertel musste er mit fünf Fouls auf die Bank.

Jetzt ließ die Itzehoer Verteidigung wieder wenig zu beim Gegner, dessen Leistungsträger nahezu durchgespielt hatten. Dennoch lagen die Eagles ständig mit einigen Zählern hinten, dann machte McBride acht Punkte in Serie zum 84:81. Kurz darauf setzte Marshall sehr schön Robert Heise ein, 86:83. Es folgte ein Highlight, die letzte Minute lief bereits: Marshall blockte einen Dreier des Gegners und vollendete vorne per Dunk. Die Entscheidung? Nein. Ex-Eagle Filmore Beck traf einen schweren Dreier, aber McBride und Erik Nyberg sicherten den Sieg von der Freiwurflinie.

Dennoch war Völkerink „absolut nicht zufrieden“ mit der Quote und fahrlässiger Verteidigung. Am Ende habe die Mannschaft wieder ihr Kämpferherz gezeigt und die Punkte geholt, aber: „Mit einer solchen Leistung werden wir nicht mehr viele Siege einfahren.“

12.02.2023 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. EN BASKETS Schwelm 80:82

Das nennt man wohl Sinn für den Augenblick: Fast 40 Minuten lagen die EN Baskets Schwelm bei ihrem Gastspiel in der Steinberghalle im Hintertreffen, waren dann aber zur Stelle, als es um die Entscheidung ging. Chris Frazier traf sechs Sekunden vor Schluss per Dreier, brachte den Gästen damit ihre erste und zugleich letzte Führung der Partie. Aus Wedeler Sicht war die bittere Erkenntnis festzuhalten, während des Spiels fast durchgehend einen Vorsprung besessen, schlussendlich aber 80:82 verloren zu haben.

Das Spiel begann als offener Schlagabtausch, in dem Wedel leichte Vorteile hatte. Wedel schaffte es, durch gute Ballbewegung früh ihren Top-Scorer Harrison Cleary ins Spiel zu bringen. Bei den Blau-Gelben hingegen fehlte leider jeglicher Wurf-Rhythmus und ein ums andere Mal schlichen sich vermeidbare Ballverluste ein. Diese aus Baskets-Sicht unglückliche Konstellation führte zum hohen Rückstand von 28:16 zum Ende des ersten Viertels.

Das Spiel veränderte sich im zweiten Viertel leider nicht. Coach Möller musste früh seine zweite Auszeit nutzen, um den Offensivrhythmus der Wedeler zu brechen. Defensiv nun besser aufgestellt, arbeitete sich die Möller-Truppe besser ins Spiel. Erst zum Ende des Viertels gelang es Schwelm durch gute defensive Stopps und offensiv angeführt von Ziring, Frazier und Oldham Jr., den Rückstand auf 42:36 zur Halbzeitpause zu verkürzen.

Zur zweiten Halbzeit erwischte Wedel erneut den besseren Start, während die EN Baskets sich zu oft in Einzelaktionen verrannten. Zur Mitte des Viertels holte sich Cleary sein viertes Foul ab und musste nun erst einmal von der Bank aus zusehen. Nun übernahm Powerforward Kozak zunehmend Verantwortung, nachdem er am gestrigen Abend noch mit den Veolia Hamburg Towers in der easycredit-BBL aktiv war. Die EN Baskets zeigten sich in Folge zusehends offensiv ideenlos und Coach Möller war zur Auszeit gezwungen.

Mit Umstellung auf eine Zonen-Verteidigung konnten seine Jungs den Rückstand zur letzten Pause auf 64:53 verkürzen.

Im letzten Viertel begannen beide Teams ausgeglichen, ehe die EN Baskets ab der 35. Minute durch viele „Backdoor“-Aktionen wieder ins Spiel fanden. Angeführt von Marius Behr, der im letzten Viertel alle seine 14 Punkte erzielte, kamen die Gäste Punkt um Punkt heran. Dramatik dann bei nur noch acht zu spielenden Sekunden: beim Stand bin 80:79 für Wedel übernahm Chris Frazier Verantwortung und traf den erlösenden 3-Punkte-Wurf zum Entscheidenden 82:80 Vorsprung. Der letzte Wurf der Gastgeber verfehlte knapp den Korb und EN Baskets jubelten nach dem schwierigen Auswärtssieg mit den mitgereisten Fans.

Falk Möller sagt Folgendes zum heutigen Spiel: „Kämpferisch haben wir uns am Ende belohnt. Wer weiss, wie wichtig dieser Sieg noch sein kann.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Nord-Nachberichte-Kopie.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-13 14:44:212023-02-13 14:44:22Nachberichte ProB Nord 19. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 19. Spieltag

13. Februar 2023/in APP, ProB Süd 22/23

Foto: Gerd Käser

Spieltag 19: 11.02.2023 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. WHITE WINGS Hanau 80:90

Frustration war das bestimmende Gefühl beim Team Ehingen Urspring kurz nach Abpfiff. Mit 80:90 musste man sich gerade eben dem Tabellenführer aus Hanau geschlagen geben. Dass mit diesem Ergebnis vor dem Spiel wohl die wenigsten gerechnet hätten, interessiert vorerst nur die Wenigsten. Aber der Reihe nach.

Zu Beginn des Spiels taten sich die ersatzgeschwächten Hanauer ein wenig schwer. „Heute mussten wir neben Bruno Albrecht auch auf Gabriel Kuku verzichten“, sagt Hanaus Headcoach Marti Zamora. Insbesondere fehlte im ersten Viertel aber zeitweise der Fokus auf das Wesentliche: Erst nach rund sechs Minuten schaffte es das Team, offensiv den Schalter umzulegen. „Wir hatten einen etwas langsamen Start. Auf der einen Seite haben wir nicht genug Intensität gezeigt, auf der anderen Seite war Ehingen in dieser Phase extrem effizient im Abschluss“, so Zamora. So stand es nach viereinhalb Minuten bereits 12:2 für die Hausherren – dank vier erfolgreicher Dreier in Folge durch Daniel Zacek. Danach kamen die White Wings aber zunehmend besser ins Spiel – und kämpften sich trotz des zeitweise zweistelligen Rückstands zurück ins Spiel. Diese Leistungssteigerung setzte sich auch im zweiten Spielabschnitt fort. So gelang es zur Mitte des zweiten Viertels erstmals, den Ausgleich erzielen. Mit 38:37 gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Auch In der zweiten Hälfte ging der Aufwärtstrend weiter: Hanau zeigte sich bissig in der Verteidigung und ließ insbesondere keinen größeren Run auf Ehingener Seite mehr zu. Zwar blieben die Teams über den Verlauf des dritten Viertels zumeist dicht beieinander, am Ende gingen die Gäste aber mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung in den letzten Spielabschnitt. Dieser hätte aus Hanauer Sicht kaum besser starten können: Innerhalb von etwas über zwei Minuten holte das Team eine 12:2-Serie, auch dank starker Drei-Punkte-Würfe von Sebastian Brach und Kapitän Philip Hecker. Und auch in der Folge blieben die White Wings tonangebend: In der Defensive ließen sie ihren weiterhin stark kämpfenden Gegnern nur wenig Möglichkeiten für offene Würfe, während sie den Ball in der offensive schnell laufen ließen und immer wieder gute Abschlüsse fanden. Rund drei Minuten vor Schluss stellte das Team so auf einen 16-Punkte-Vorsprung. Ehingen hatte anschließend noch einmal eine gute Schlussphase. Es reichte jedoch nicht mehr aus, um das Spiel zu drehen. So gewannen die White Wings am Ende verdient mit 80:90.

Zamora zeigte sich am Ende zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Ein Ziel haben wir von Anfang an konsequent umgesetzt: Wir haben in puncto Rebounds dominiert. Über den Verlauf des Spiels wurden wir Schritt für Schritt besser und fokussierter. Wir haben den Kampf angenommen, auch wenn wir uns ein paar Ballverluste zu viel geleistet haben.“ Auf die Schiedsrichter angesprochen betonte Zamora, dass er über diese heute lieber nicht reden möchte. Ein Sonderlob gab es hingegen vom Coach für Topscorer Philipp Walz, der starke 24 Punkte erzielte: „Er hat heute ein sehr starkes Spiel abgeliefert. Philipp war nicht nur unser bester Scorer, sondern hat zudem auch zwölf Rebounds geholt – das war extrem wichtig für den heutigen Sieg.“

11.02.2023 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. BBC Coburg 79:64

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge sind die FRAPORT SKYLINERS Juniors in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen den auf Tabellenplatz drei stehenden BBC Coburg hieß es am Ende 79:64. Mit dem Spiel bei der Porsche BBA Ludwigsburg steht am kommenden Samstag das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm.

Es dauerte fast zwei Minuten, bis Alvin Onyia per Freiwurf den ersten Punkt der Partie erzielte (08:22). Nach einem Korbleger von Jordan Samare (08:02) war es Adrian Petkovic auf Seiten der Gäste, der per 3er die ersten Punkte seiner Farben zum 3:3 markierte (07:54). Zwei verwandelte drei Punkte Würfe von Nolan Adekunle zum 17:11 (04:37) sollten den Gäste-Coach zu einer Auszeit veranlassen. Nach dieser kam Coburg wieder besser aufs Feld, ein 3er von Jannis Sonnefeld (02:08) zum 20:22 sollte ihnen sogar die Viertelführung bescheren. Analog zu Viertel Nummer eins gelang es den Frankfurtern zunächst, sich etwas abzusetzen. Ein Korbleger von Nolan Adekunle sollte die Juniors mit neun Punkten zum 34:25 in Führung bringen (06:32).

Bis zur Halbzeitpause gelang es den Gästen allerdings, den Abstand wieder kontinuierlich zu verkleinern. Ein verwandelter Freiwurf von Nolan Adekunle sorgte schließlich für die 41:39 Pausenführung der Frankfurter. Auch wenn das dritte Viertel zu Beginn ebenfalls ausgeglichen war, sicherte ein 12:0 Lauf der Juniors, abgeschlossen mit einem Korbleger von Jordan Samare, die 61:45 Führung (02:47). Insgesamt gelangen den Gästen aus Coburg im dritten Abschnitt lediglich acht Punkte. Folgerichtig ging es mit einem 61:47 ins abschließende Viertel. Der letzte Abschnitt sollte dann wieder ausgeglichen werden. Gelang es den Frankfurtern durch Alvin Onyia, die Führung per Korbleber auf 17 Punkte zum 68:51 zu erhöhen (06:33), schafften es die Gäste im Gegenzug, noch einmal bis auf neun Punkte zum 68:59 heranzukommen (03:51). Am Ende war es ein erfolgreicher drei Punkte Wurf von Nolan Adekunle, welcher für den 79:64 Endstand sorgte.

Sepehr Tarrah (Headcoach FRAPORT SKYLINERS Juniors): „Wir haben es vor allem in der zweiten Halbzeit geschafft, dass Spiel defensiv zu gestalten und eine offensiv sehr starke Mannschaft erneut bei unter 65 Punkten gehalten. Das, kombiniert mit Kampf und Willen haben uns den wichtigen Heimsieg gesichert.“

11.02.2023 19:30 Uhr SEEBURGER College Wizards vs. Porsche BBA Ludwigsburg 95:80

Revanche geglückt: Mit 95:80 setzten sich die SEEBURGER College Wizards angeführt von Top-Scorer Christian Rodriguez am Samstagabend erfolgreich gegen die Porsche BBA Ludwigsburg durch und nahmen zugleich Revanche für die Niederlage vor einigen Wochen in Ludwigsburg.

Die Karlsruher waren von Beginn an hoch konzentriert, vor allem in der Defensive konnten die Wizards durch die notwendige Aggressivität eine starke Leistung abrufen. Die Fehler aus den letzten Spielen konnten zwar nicht vollständig, jedoch aber deutlich minimiert werden. Bereits im ersten Viertel stellte Rodriguez seine offensiven Fähigkeiten unter Beweis, was ihn am Ende mit überragenden 39 Punkten auch zum Top-Scorer des Spieles machte. Unterstützung erhielt der Rodriguez von Jakob Hanzalek, der nach seinem Nasenbruch langsam wieder zu alter Stärke zurückfindet. Der junge Point Guard übernahm den Spielaufbau und bescherte Rodriguez die nötigen Freiräume, um zur Höchstform aufzulaufen. Der Schlüssel zur Pausenführung war jedoch die gute Defensive, die die Bretter klar dominierte, nur wenige zweite Chancen der Ludwigsburger zuließ und zahlreiche Fastbreaks einleitete. 51 Zähler in einer Hälfte gelangen den Wizards in dieser Spielzeit erst einmal im Heimspiel gegen Coburg und so ging man mit einem 12 Punkte-Vorsprung in die Pause.

Die starke Defensivleistung konnte in der zweiten Spielhälfte nicht aufrechterhalten werden. Es schlichen sich immer mehr unnötige Fehler ein, welche in Ballverlusten und einfache Punkten für die Gäste aus Ludwigsburg endeten. Dadurch gelang es den Barockstädtern zwischenzeitlich auf sechs Punkte heranzukommen. In dieser Phase zeigte sich Rodriguez aus der Distanz besonders treffsicher und auch seine Mitspieler steuerten wichtige Punkte bei. Der Lauf der Ludwigsburger wurde erfolgreich gestoppt.

Im Schlussviertel konnten die Wizards wieder den Spielfluss aus Hälfte eins aufs Feld bringen. Die Mannschaft hatte sich vor allem in der Defensive wiedergefunden, dominierte das Rebounding und kam durch Schnellangriffe zu einfachen Punkten. So führten die Karlsruher sechs Minuten vor dem Ende deutlich mit 20 Punkten. Auch wenn am Ende die Leistung erneut etwas nachließ, war die Führung zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die SEEBURGER College Wizards gewinnen letztendlich verdient mit 95:80 gegen die Porsche BBA Ludwigsburg.

Die Wizards reisen am nächsten Samstag nach Coburg und wollen den zweiten Sieg in Folge verbuchen. Die starken Coburger und die lange Fahrt sind sicherlich eine Hürde, doch mit so einer Teamleistung haben die Wizards durchaus ihre Chancen. 

12.02.2023 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. TSV Oberhaching Tropics 82:80

Trotz enormer Leistungssteigerung und der Tatsache, dass man größtenteils während der kompletten Partie in Führung lag, fuhr man am Ende mit leeren Händen zurück nach Bayern. In einem Herzschlagfinale behielten die Gastgeber am Ende die Oberhand.

Die Geschichte der ersten 39 Minuten ist schnell erzählt. Die Tropics zeigten als Kollektiv offensiv und defensiv eine starke Leistung. Doch die Löwen ließen sich angepeitscht von den knapp 600 Zuschauer in der Riethsporthalle niemals abschütteln. Begünstigt durch eine unnötige Ballverluste der Oberhachinger starteten die Thüringer Ihrerseits immer starke Läufe. Zum Ende des letzten Spielviertels entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Erfurts Topspieler Guy Landry Edi war nun heiß gelaufen und konnte nicht mehr kontrolliert werden von den Gelbhemden. Dank Punkten von Kögler und Knox wurde die hauchdünne Führung immer noch behauptet.

Beim Stand von 78:76 konnten die Tropics einen offenen Dreier nicht verwandeln. Im Gegenangriff wurde Edi von Bernhard Benke 34 Sekunden vor Spielende gefoult. Zum Pech für die Tropics wurde das Foul nach einem Austausch der Schiedsrichter als unsportliches Foul ausgelegt. Der Franzose verwandelte beide Freiwürfe und traf im Anschluss einen schwierigen Mitteldistanzwurf. Omari Knox glich im Gegenzug zum 80:80 aus. Bei acht Sekunden auf der Spieluhr bekam Erfurts US-Ami Tyseem Lyles zwei Freiwürfe zugesprochen, die er eiskalt verwandelte. Im letzten Angriff wurde Peter Zeis, der an diesem Abend eine gute Dreierqoute hatte, gesucht. Der Wurf des Routiniers verfehlte jedoch knapp das Ziel. Erfurt feierte und Oberhaching trauert.

Mario Matic: „Glückwunsch an Coach Enrico Kuffour und die Erfurter. Sie waren in einem packenden und tollem Basketballspiel am Ende die glücklichere Mannschaft. Haben sich das Glück aber auch verdient. Ich kann meinem Team Heute keinen Vorwurf machen. Wir haben alles reingeworfen und über 40 Minuten einen tollen Fight gezeigt. Schade, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit mehrere unnötige Turnover hatten, die Erfurt immer wieder zu einfachen Punkten nutzte. Ich wünsche Erfurt viel Glück für den restlichen Verlauf der Saison. Es war ein faires Spiel mit tollem Publikum. Die anderen Umstände an diesem Nachmittag will ich nicht kommentieren.“

12.02.2023 17:00 Uhr OrangeAcademy vs. FC Bayern Basketball II 91:82

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

12.02.2023 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. BG Hessing Leitershofen 85:73

Die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen hat das Auswärtsspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga beim Ligafavoriten EPG Baskets Koblenz mit 73:85 (36:46) verloren. Die Kangaroos zeigten trotz der Niederlage aber eine achtbare Leistung.

Die Leitershofer kamen gut ins Spiel, führten sofort mit 5:0. Vor allem Lucas Mayer war an alter Wirkungsstätte kaum zu stoppen, erzielte bereits in der Anfangsphase hochmotiviert 10 Punkte. Beinahe wäre das erste Viertel an die Kangaroos gegangen, bevor Niclas Sperber mit einem Dreier eine Sekunde vor der Sirene zum 17:17 Ausgleich einnetzte. Die einzig schwächere Phase an diesem Nachmittag mussten die Stadtberger Mitte des zweiten Viertels hinnehmen, als man mit 20:34 in Rückstand geriet. Danach fing sich das Team um Kapitän Max Uhlich aber wieder, verkürzte den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf zehn Punkte Differenz, bis zur 23. Spielminute reduzierte man dann sogar den Score auf 42:46. Koblenz aber behielt angetrieben von über 1000 Fans die Nerven, setzte sich sofort wieder einige Punkte ab. Die Baskets attackierten sehr intensiv den Korb, zogen dadurch auch viele Fouls, durften an diesem Nachmittag 32-mal an die Linie, die Kangaroos nur deren 7-mal. Probleme hatten die Koblenzer dann, wenn die Augsburger Vorstädter mit ihrer Zonenverteidigung agierten. Dazu streute Leitershofen in den Phasen, in denen vielleicht eine Wende möglich gewesen wäre, auch einige Turnovers zu viel ein. Trotzdem verlief das dritte Viertel wieder fast ausgeglichen (15:16 aus Sicht der BG). In den letzten zehn Minuten hielten sich die Leitershofer mit einigen Dreiern im Spiel, und als der geschwächte, von den Baskets aber auch gut zugestellte, Teathloach Pal dann auch als Korbschütze in Erscheinung trat, verkürzte man exakt vier Minuten vor dem Ende nochmals auf 66:73. Die Überraschung gelang aber nicht. Meo Martin und der beste Leitershofer an diesem Sonntag, Lucas Mayer, mussten dazuhin hintereinander mit fünf Fouls vom Feld und der Titelfavorit von der Mosel brachte das Spiel ohne größere Probleme nach Hause. Coach Emanuel Richter versuchte mit einer Auszeit acht Sekunden vor dem Ende und einem vielleicht hieraus resultierenden möglichen Korb noch, das Ergebnis einstellig zu halten und vielleicht sogar die zweite Halbzeit zu gewinnen. Das funktionierte aber letzten Endes nicht mehr. Wie bereits im Hinspiel hatte man eine gute Leistung gezeigt, musste der Klasse des Gegners aber Tribut zollen.

Einen wichtigen Anteil daran hatte sicherlich auch Gästeakteur Lucas Mayer, der bis zum vergangenen Sommer zwei Jahre im Koblenzer Dress auflief, mit 19 Punkten zum Topscorer des Augsburger Stadtteilvereins avancierte und sich an einem Sonderapplaus der Zuschauer erfreute. „Ich habe mich das ganze Jahr auf dieses Spiel gefreut. Wieder in der CGM Arena zu spielen, war trotz unserer Niederlage etwas ganz Besonderes. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei allen bedanken. Im Spiel hat letztlich die größere Erfahrung und der Tick mehr individuelle Klasse den Ausschlag gegeben“, sagte Mayer.

Auch Baskets-Coach Pat Elzie reihte sich in Sachen Zufriedenheit ein: „Jetzt dürfen alle über Hanau reden. Es war wirklich kein leichtes Spiel heute gegen diesen spielfreudigen Gegner, aber wir haben es am Ende souverän gelöst.“ Maßgeblich dafür waren ein starkes zweites Viertel der Baskets und einmal mehr eine überragende Leistung von Center Moses Pölking. Seit Wochen in bestechender Form, steuerte der 25-Jährige 19 Punkte, 14 Rebounds (acht davon offensiv), drei Blocks sowie je zwei Assists und Ballgewinne zum 17. Saisonerfolg bei.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Sued-Nachberichte-Kopie.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-13 14:43:182023-02-13 14:43:20Nachberichte ProB Süd 19. Spieltag

Nachberichte ProA 22. Spieltag

13. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Nürnberg Falcons BC

Spieltag 22: 11.02.2023 18:00 Uhr Dresden Titans vs. Medipolis SC Jena 81:70

Trotz des lang ersehnten Comebacks von Center Alex Herrera verpasste Medipolis SC Jena auch in Sachsen den gleichermaßen erhofften wie benötigten Befreiungsschlag. Die Thüringer verloren am Samstagabend bei den Dresden Titans vor 2.868 Zuschauern letztendlich verdient, zeigten sich erneut in der Anfangsphase sowie in den Schlüsselsituationen mental zu anfällig.

Bei grandioser Stimmung eröffnete Sebastian Heck per Layup das Ostderby in der Margon Arena. Jena traf in der Anfangsphase gar nicht. Dadurch konnten die „Elbriesen“ mit einem 11:0-Lauf perfekt in die Partie starten. Marius Linartas zog natürlich die Auszeit. Danach erzielte Alexander Herrera die ersten Zähler für die Gäste. Die Titans blieben trotzdem wach und konnten so ihre Führung auf 18:4 ausbauen. Der große Abstand kam durch unterdurchschnittliche Wurfquoten auf Seiten Jenas zustande. Das Team traf nach sieben Versuchen und 18 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts den ersten Dreier. Dadurch stand es nach zehn Minuten 23:10.

„Elbflorenz“ machte in Viertel zwei weiter, wie im ersten Spielabschnitt. David Kachelries zog zum Korb und versenkte den Korbleger. Aber auch Jena legte gut los. Brandon Thomas und Björn Rohwer brachten gleich fünf Punkte. Ab Mitte des zweiten Viertels wurden die Universitätsstädter etwas effektiver von außerhalb. Sie konnten ihre Dreierquote auf akzeptable 30% anheben. So verkürzten sie die Titans-Führung auf elf Punkte. Nachdem Lucien Schmikale mit einem Wurf vom Parkplatz ein 44:31 auf die Anzeige brachte, hieß es auf der Gästebank wieder Auszeit. Vor der Halbzeit traf Daniel Kirchner noch von weit draußen zum 47:33 Halbzeitstand.

Ein „Floater“ von Daniel Kirchner brachte in der zweiten Hälfte die ersten Dresdner Punkte. Doch die Thüringer kamen durch zwei And-Ones wieder auf zehn Punkte ran. Die Gastgeber ließen das nicht lange auf sich sitzen. Nach wunderbarem Anspiel von Graham dunkte Heck zum 51:40. Probleme bereitete den Sachsen in dieser Phase die Teamfoulgrenze. Doch die Gäste vergaben die einfachen Gelegenheiten von der Linie oft (36% Freiwurfquote). Ein besonderes Highlight dieses Spielabschnitts war ein Monster-Block von Lukas Zerner. Trotzdem robbte sich das Team aus der „Science City“ auf ein 57:52 heran. Nach einer kurzen Auszeit baute das Dresdner Team den Vorsprung jedoch wieder auf neun Zähler aus. Mit 62:53 ging es ins letzte Viertel.

Dieses eröffnete Shaquille Hines mit zwei Punkten für Jena. Aber Grant Teichmann konterte auf der anderen Seite per Fernwurf. Jena gab, angefeuert von vielen mitgereisten Fans, nicht auf und verkürzte auf neun. Der Dresdner Vorsprung schrumpfte weiter, als Brandon Thomas einen Dreier zum 69:63 traf. Kirchner und Schmikale stellten jedoch schnell wieder alte Verhältnisse her. Mit noch einer Minute auf der Uhr betrug der Spielstand 75:68. Daniel Kirchner versenkte mit Ablauf der Shotclock einen Wurf von Downtown und Tanner Graham dunkte im nächsten Angriff einen Putback. Mit diesen Highlights sicherten sich die Dresden Titans den 81:70 Derby-Sieg!

Cheftrainer Fabian Strauß – Unser Gameplan ist heute sehr gut aufgegangen. Jena mit der Qualität die sie haben bei 70 Punkten zu halten, ist schon stark. Wir haben in vielen Situationen gut verteidigt, da hat besonders Sebastian Heck heute einen guten Job gemacht. Dass die Jungs nach dem Spiel am Mittwoch, mit doppelter Overtime, heute so eine Energieleistung an den Tag legen, ist erste Klasse. Deshalb haben sie sich den Sieg heute auch komplett verdient und ich bin superstolz auf das Team.

11.02.2023 18:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Phoenix Hagen 76:79

Die Nürnberg Falcons kommen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA aktuell nicht vom Fleck. Während die Konkurrenz im Kampf um die Playoff-Plätze punktete, verloren die Mittelfranken am Samstag gegen Phoenix Hagen das dritte Spiel in Folge und durch das 76:79 (39:46) auch den direkten Vergleich gegen die Feuervögel. In der kommenden Woche geht es zum Ligaprimus RASTA Vechta.

Die Nürnberg Falcons begeistern weiter die Stadt. 2128 Zuschauer fanden am Samstagabend den Weg in die Kia Metropol Arena um das Team von Derrick Taylor gegen den amtierenden Tabellenvierten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu unterstützen und die Sportart Basketball noch besser kennenzulernen. Thomas Wilder bekamen sie dabei aber erneut nicht zu sehen. Dafür spielte sich Justinas Ramanauskas früh in den Mittelpunkt, der im ersten Viertel von der Hagener Defense sträflich frei gelassen wurde und famose 13 der 17 Nürnberger Punkte in diesem sehenswerten Durchgang erzielte. Die Gäste erreichten erst nach einer Weile Betriebstemperatur, schlossen aber nach zehn Spielminuten zu den Falken auf (17:17).

Im zweiten Viertel kippte die Partie dann zu Gunsten der Feuervögel. Angeführt von Marcel Keßen erspielte sich Hagen ein Übergewicht, das auch ein Resultat der energischen Arbeit unter den Körben war. Das Team von Chris Harris gewann das Rebound-Duell in diesem Durchgang deutlich mit 15:7 und das Viertel 29:22. Folge war ein 39:46-Pausenrückstand aus Sicht der Falken, die zwischenzeitlich noch mit zehn Punkten vorne lagen (32:22). Nach dem Seitenwechsel leitete ein erfolgreicher Distanzwurf von Moritz Krimmer die wohl stärkste Falcons-Phase an diesem Abend ein (42:46). Defensiv stand die Mannschaft von Derrick Taylor nun besser, während man in der Offensive die richtigen Entscheidungen und wichtigen Würfe traf, wie beispielsweise Sebastian Schröder. Der Kapitän netzte mit der Viertelsirene nach Pass von Justinas Ramanauskas zum viel umjubelten 57:57-Ausgleich ein.

Im Schlussabschnitt legte der Nürnberger Dauerbrenner von außen nach und gab damit die Marschrichtung der Falcons vor (60:57). Mit den eigenen Fans im Rücken erarbeiteten sich die Taylor-Schützlinge ein Momentum und führten sechseinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit 65:60. Für Kyle Castlin auf Hagener Seite war dies eine Art Weckruf. Erst legte er mustergültig zu Marcel Keßens Anschluss zum 65:63 auf, bevor der US-Amerikaner wenig später selbst per Dreier auf 66:68 stellte. Die Crunch Time hatte begonnen! Hier zeigten die Falken viel Herz, ließen aber wichtige Punkte liegen. Nichtsdestotrotz lagen sie 50 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nur zwei Zähler zurück (73:75) und fanden auch eine Antwort auf Castlins Korb zum 73:77. Justinas Ramanauskas verkürzte auf 76:77, Hagen behielt aber an der Freiwurflinie die Nerven und sah wenig später wie Rocky Kreusers Notwurf zum Ausgleich weit vorbei ging. Phoenix Hagen gewann mit drei Punkten Differenz (76:79) und sicherte sich nach der 88:90-Niederlage im Hinspiel so auch den direkten Vergleich.

„Gratulation an Hagen. Sie haben härter und aggressiver gespielt. Insbesondere die Offensiv-Rebounds haben uns weh getan. Wir müssen schnellstmöglich wieder gesund werden, damit wir uns den Traum vom Playoff-Einzug 2023 erfüllen können“, so Derrick Taylor nach dem Spiel. 

11.02.2023 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Bayer Giants Leverkusen 101:86

Der 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA brachte den VfL SparkassenStars Bochum am vergangenen Samstagabend das Rückspiel gegen die Bayer Giants Leverkusen in der Rundsporthalle. Die SparkassenStars dominierten die Partie über die volle Spielzeit und beendeten mit einem 101:86-Sieg den Leverkusener Siegeslauf nach fünf Erfolgen in Serie.

Die SparkassenStars starteten druckvoll. Tom Alte vollendete ein Alley-Oop-Anspiel von Niklas Geske und traf dann noch einen weiteren Korbleger zur 4:0-Führung, bevor Dejan Kovacevic auf der Gegenseite die ersten Punkte erzielte. Ab dem Gleichstand beim 11:11 übernahmen nur noch die SparkassenStars die Führung. Jonas Grof brachte die Bochumer in Front. Es war eine schnelle Partie mit vielen Abschlüssen auf beiden Seiten und einer hohen Trefferquote beider Teams. Rückkehrer Lars Kamp setzte mit seinem ersten Dreierversuch nach 17 verpassten Spielen den Schlusspunkt des ersten Viertels beim Stand von 31:25 für den VfL. Die Giants starteten dann druckvoll in das zweite Viertel über Abdul Mohamed und Nick Hornsby, doch die SparkassenStars fanden in Niklas Geske und Jalen Bradley passende Antworten von jenseits der Dreipunktelinie. Ein krachender Dunk von Tom Alte brachte dann nach 3:03 Minuten an diesem Abend erstmals beim Stand von 44:34 eine zweistellige Führung für die SparkassenStars. Alte sorgte im nächsten Angriff des VfL für das nächste Highlight des Abends als er nach einem Steal von Bernie Andre den Ball zugepasst bekam und aus vollem Lauf über Dejan Kovacevic den Ball durch die Reuse der Giants stopfte. Die SparkassenStars trafen weiter nach Belieben und Hendrik Drescher sorgte mit dem Ablauf der Spieluhr per Sprungwurf für die 59:47-Halbzeitführung.

Die zweite Halbzeit startete wie die erste Aufgehört hatte – mit einem Offensivfeuerwerk. Erst netzte Conley Garrison einen Dreier für den VfL ein und dann antwortete Nick Hornsby auf der Gegenseite von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Doch plötzlich wendete sich das Spiel. Die SparkassenStars stocken kurze Zeit in der Offensive und die Gäste aus Leverkusen nutzten dies um das Spiel über Hornsby, Crews und Hujic auf 64:60 zu verkürzen. Doch der anschließende krachende Fast-Break-Dunk von TJ Crockett ließ die Halle auf dem Kopf stehen. Crockett übernahm jetzt für die SparkassenStars und erzielte neun Zähler in Folge und brachte den VfL mit 73:64 in Führung. Da ihm dann noch Jalen Bradley zur Seite stand, ging es mit einer 79:70-Führung in die letzten 10 Minuten der Partie.

Für die Gäste eröffnete Dejan Kovacevic das Schlussviertel mit einem Korbleger und für den VfL schlug Jonas Grof von jenseits der Dreierlinie zum 82:72 zu. Niklas Geske ließ einen weiteren Dreier folgen und die SparkassenStars schienen auf der Siegesspur zu sein. Nach der 87:74-Führung durch Bernie Andre 7:12 Minuten vor dem Ende, kippte die Partie allerdings noch einmal erneut. Leverkusen startete einen 0:10-Run innerhalb von drei Minuten und war plötzlich auf 87:84 an die SparkassenStars herangeeilt. Crunchtime in der Rundsporthalle! Jalen Bradley übernahm Verantwortung auf Seiten der Bochumer und netzte mit Ablauf der Shot-Clock einen Dreier aus rund 10 Metern für die SparkassenStars ein. Tom Alte erkämpfte sich dann den Offensivrebound nach einem verlegten Korbleger von Bradley und stopfte den Ball mit aller Macht durch den Ring zum 92:84 bei noch 3:23 Minuten auf der Spieluhr. Als dann im nächsten Angriff noch Garrett Sams einen einbeinig abgesprungenen Not-Dreier mit Ablauf der Shot-Clock aus der Ecke zum 95:84 versenkte, gab es in der Rundsporthalle kein Halten mehr. TJ Crockett und Jalen Bradley trafen noch für die SparkassenStars und so endete die Partie nach einem unterhaltsamen Basketballabend mit 101:86 für Bochumer.

„Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Wir haben viel in das Spiel investiert und die Energieleistung war enorm. Ich bin sehr stolz auf die Spieler, denn sie waren das ganze Spiel über fokussiert. Leverkusen ist ein gutes Team und ich werde nicht müde zu betonen, dass sie ein Playoff-Team haben. Wir mussten unsere Einstellung nach dem Schwenningen-Spiel ändern. Es war für beide Teams ein wichtiges Spiel, wir sind anders aufgetreten und haben das Spiel von der ersten Sekunde an kontrolliert. Nun gilt aber der Blick auf das Spiel am Mittwoch gegen Karlsruhe“, so Headcoach Felix Banobre.

11.02.2023 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. PS Karlsruhe LIONS 66:94

Anders als zuletzt beim Heimspielsieg gegen Bochum gelingt den wiha Panthers im Baden-Württemberg-Derby gegen Karlsruhe mit kleiner Spielerrotation kein Überraschungserfolg. Zwar feiert Kapitän Badu Buck nach überstandenen Rückenproblemen sein Comeback. Doch ohne den angeschlagenen Jacob Knauf (lädierter Knöchel) fehlen der Schwenninger Rumpftruppe wichtige Zentimeter und offensive Impulse, um gegen Karlsruhe länger als 15 Minuten mithalten zu können. Vor 576 Zuschauern kassieren die nur mit sieben Spielern antretenden Doppelstädter eine deutliche 66:94 Heimniederlage.

Die LIONS starteten ambitioniert, hatten aber zunächst Schwierigkeiten im Abschluss, während die Panthers in Führung gingen, diese jedoch nicht lange halten konnten. Nach der Anfangsphase stabilisierten sich die Trefferquoten auf beiden Seiten etwas. Das Viertel endete mit 18:19, wobei beide Teams in diesen ersten zehn Minuten unter ihren Möglichkeiten geblieben waren. In der zwölften Minute sah das Spiel seine erste Auszeit, genommen beim Stand von 20:24 von den Hausherren – gefolgt von der nächsten, bei 22:30 zur Mitte des Viertels. Der Punktestand spiegelte die Probleme der Gastgeber in der Offense wider. Aber auch die LIONS glänzten nicht unbedingt mit Topp-Quoten im Abschluss, wenngleich das Löwenrudel in der Defense sowie im Umschaltspiel sehr präsent war. In den letzten Minuten vor der Halbzeit setzte sich Karlsruhe allerdings erstmals ab und führte bei einem Halbzeitstand von 32:45 bereits klar. Nun kontrollierten die Badener die Begegnung. Doch die Panthers, gehandicapt durch eine kleine Rotation von lediglich sieben Spielern, hielt tapfer dagegen und tat mit fairen Mitteln alles dafür, um wieder in Schlagdistanz zu kommen. Die LIONS hatten sich aber inzwischen vor allem von der Dreierlinie warmgeworfen und konnten angesichts eines Punktestands von 48:67 mehr als hoffnungsvoll ins abschließende Viertel starten. Die Gastgeber zeigten weiterhin viel Einsatz, waren aber nicht effektiv genug, um ihren Rückstand nennenswert zu verkürzen. Insbesondere die Rebound-Statistik am Ende des Spiels drückte mit 33:53 das Kräfteverhältnis auf dem Court gut aus.

„Es ist nicht einfach für uns mit der kleinen Rotation“, betonte Panthers-Head Coach Alen Velcic nach Spielende. „Wir waren heute einfach nicht da und sind ab der 16. Minuten zusammengefallen wie ein Kartenhaus. Ich mache den Spielern keinen Vorwurf. Es sind junge Spieler, die lernen müssen. Wir müssen an der Kommunikation und am Mindset arbeiten. Auch wenn uns Jacob Knauf heute gefehlt hat und es sehr schwer gewesen ist, tut es mir in der Seele weh, dieses Spiel mit 28 Punkten zu verlieren. Aber wir müssen das Beste aus unserer Situation machen. Wir haben noch dreizehn Spiele vor uns, werden weiter alles geben und sicher wieder Spiele gewinnen!“

11.02.2023 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. WWU Baskets Münster 80:91

Starker Teambasketball – Teamspirit, Defensive, Kampfgeist über 40 Minuten: Mit dieser Identität entschieden die WWU Baskets Münster trotz der angespannten Personalsituation am Samstagabend das Duell beim VfL Kirchheim Knights mit 91:80 (49:31) für sich. Gleich sechs Münsteraner Akteure der kleinen 9er-Rotation punkteten zweistellig. Beim so heimstarken  Playoff-Kandidaten startete das Team von Björn Harmsen famos in die Partie, führte zwischenzeitlich mit 25 Punkten (49:24) und ließ auch keine Zweifel aufkommen, als der Gastgeber im Schlussviertel noch einmal aufkam.

Das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen endete für die Schwaben sehr ernüchternd. Eine unglaubliche Dreierquote der Gäste (15/32) sorgte dafür, dass die Defensive der Hausherren bis zum Schlussviertel keinen richtigen Zugriff bekam. Verzichten musste Perovic auf Tim Koch, der mit einer Erkältung nicht zur Verfügung stand. Auch Besnik Bekteshi wurde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt, da dieser unter der Woche angeschlagen war. Die Gäste erwischten einen herausragenden Start und verwandelten direkt ihre ersten Distanzwürfe. Im bisherigen Saisonverlauf verwandelte Münster im Schnitt pro Partie sieben Dreier. Diese Quote hatten sie nach sechs verwandelten Drei-Punkt Würfen im ersten Viertel schon fast vollständig erreicht. Die Folge war eine Zehn-Punkte Führung nach den ersten zehn Spielminuten (27:17). Im zweiten Abschnitt ein ähnlicher Spielverlauf. Münster traf traumwandlerisch sicher (insgesamt fünf Dreier im zweiten Viertel), während Kirchheim Probleme hatte in der Offensive erfolgreich zu agieren. In die Kabinen ging es folgerichtig mit einem 49:31 Rückstand. Der Start in die zweite Halbzeit gehörte ebenfalls den Gästen. Direkt der erste Wurfversuch saß und so erhöhte sich der Vorsprung zusehends. Auch das dritte Viertel entschieden die Gäste für sich (74:22). Mitte des Schlussabschnitts stellte Perovic um und verteidigte nun über das gesamte Feld. Und der Druck zeigte Wirkung. Punkt für Punkt verkürzten die Ritter den Rückstand. Angetrieben vom nun furiosen Heimpublikum waren die Teckstädter in den Schlussminuten auf bis zu fünf Zähler Rückstand dran. Doch die Gäste blieben ruhig und behielten die Nerven.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass wir heute nicht die notwendige Energie aufbringen konnten, um das Spiel zu gewinnen,“ sagte Head Coach Igor Perovic nach Spielende.

11.02.2023 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Eisbären Bremerhaven 66:79

Im letzten Spiel vor dem großen Jubiläum schickte Head Coach Steven Key die gleiche Starting Five wie beim Heimsieg gegen Kirchheim auf die Platte. Jarelle Reischel konnte sich zwar erneut aufwärmen, stand aber noch nicht für einen Einsatz bereit. Topscorer der Partie war Khalid Thomas mit 18 Punkten. Mit dem Sieg sind die Eisbären nun punktgleich mit Paderborn und stehen auf Tabellenplatz Zehn.

Von Beginn an agierten die Seestädter teamorientiert und defensiv ähnlich stark wie beim letzten Auswärtssieg in Tübingen. Zudem verwandelten die Eisbären bereits im ersten Viertel 63% ihrer Drei-Punkte-Würfe. In seinem ersten Auswärtsspiel für die Bremerhavener konnte Khalid Thomas von Beginn an überzeugen. Es wurde offensichtlich, dass er bereits nach wenigen Trainingstagen die Spielstruktur und das Konzept von Coach Steven Key verinnerlicht hat. Die letzte Aktion des Viertels setzte Lennard Larysz mit seinem Freiwurf zum 18:26. In der ersten Aktion des zweiten Viertels konnte erneut Larysz, nach einem Steal von Simon Krajcovic, für die Eisbären die nächsten zwei Punkte auf das Scoreboard bringen. Stück für Stück arbeitete sich das Team um Kapitän Robert Oehle voran. Die Paderborner konnten ihrerseits den ersten Dreier des Spiels einnetzen, trotzdem fielen viele weite Würfe der Heimmannschaft nicht ins Netz. Dem entgegen stand bis zur Pause eine 85% -Trefferquote der Baskets aus Korbnähe. Die Stärke der Eisbären blieben weiter die Treffer aus der Distanz und die eigene enge Defensive. Daniel Norl konnte mit einem schweren Wurf aus dem Dribbling heraus zwei weitere Punkte beisteuern und Matt Frierson setzte den Schlusspunkt der ersten Halbzeit zum 38:45.

Auch nach der Pause agierten die Bremerhavener konzentriert und konnten so ihren Ballbesitz nutzen, um durch Adrian Breitlauch die ersten Punkte der zweiten Halbzeit zu erzielen. Die weiterhin schlechte Quote der Paderborner von der Dreierlinie und die eigene Rebound-Stärke unter beiden Körben ließen die Gäste zunächst weiter davonziehen. Zudem legten die Seestädter in jeder Phase des Spiels, trotz vieler absolvierter Partien in kurzer Zeit, eine hohe Aufmerksamkeit an den Tag und ermöglichten sich viele Steals. Insgesamt blieb es mit 10:12 das punkteärmste Viertel der Partie. Mit neun Punkten Vorsprung für die Eisbären pfiff das Schiedsrichtergespann zu den letzten zehn Minuten des Spiels. Zu Beginn konnten die Gastgeber zwar ihren zweiten Dreier verwandeln, prompt folgte jedoch die Antwort von Khalid Thomas. Im Gegensatz zu vergangenen Spielen wurden die Bremerhavener nicht nervös und brachten die Führung ins Ziel. Garant dafür war auch die Arbeit nach Hinten, die den Gegner nicht zu schnellen Angriffen kommen ließ. Zudem drängten sie die Paderborner zu Würfen von der Dreierlinie, die weiterhin nur selten durch das Netz gingen. Die letzte Aktion der Bremerhavener gehörte Daniel Norl, der nach einem Steal zwei weitere Punkte besorgte. 

Trainer Steven Key war nach dem Spiel stolz auf seine Mannschaft: „Es ist nicht einfach in Paderborn zu spielen, sie sind in dieser Saison ein Team mit viel Energie. Ich bin stolz darauf, dass wir von Anfang an mit Ausdauer und Team Play aufgetreten sind um in Paderborn zu bestehen. Heute haben wir über 40 Minuten geschlossen agiert und unsere Spielzüge zumeist so zu Ende gespielt wie wir es uns vorgenommen hatten. Damit haben wir ein gutes Scoring Team heute unter 70 Punkte gehalten.“

12.02.2023 16:00 Uhr Tigers Tübingen vs. RASTA Vechta 79:68

Einen Vorgeschmack auf die Playoffs bekamen die 2.551 Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Paul Horn-Arena. Beim 79:68 (49:31)-Sieg der Tigers Tübingen im Spitzenspiel des Zweiten aus Tübingen gegen den Ersten aus Vechta war jedenfalls eine deutlich höhere Intensität als üblich sicht- und spürbar. 

Eine erste Duftmarke des Tabellenführers setzte Tajuan Agee in der 4. Minuten mit einem kraftvollen Dunking zum 6:7-Anschluss. Auch den ersten Ausgleich für die Gäste besorgte der Power Forward. Er traf passend zum heutigen Super Bowl-Sonntag nach einem Touchdown-Pass von Andrew Jones zum 9:9 (5.). In den Folgeminuten aber übernahmen die Tigers Tübingen die Kontrolle. RASTA ließ sich vom Tabellenzweiten den Schneid abkaufen, hatte z.B. das Rebound-Duell im 1. Viertel mit 4:8 verloren. Wohlgemerkt gegen das schlechteste Rebound-Team der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Dieser Mangel und schon sechs Turnovers sowie eine schwache Dreierquote brachten den Gästen einen 13:27-Rückstand zur Pause ein. Gleich mit dem siebten Ballverlust ging es für das Harrelson-Team weiter, Bakary Dibba klaute den Ball und stopfte ein zum 29:13 (11.). Dibba nahm gleich noch ein Geschenk von RASTA an und stellte per And-One auf 32:13 (12.). RASTAs Offense fand gegen die beste Defense der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kaum statt. Ab und an konnte Tajuan Agee eine Lücke nutzen, aber viel mehr brachte der Spitzenreiter in Halbzeit eins nicht zustande. Im Minutentakt bissen die Tigers zu, was wieder und wieder zu Turnovers der RASTAner führte. Nach nicht einmal 13 Minuten lag Vechta erstmals mit 20 Punkten hinten – 16:36. Einen zwischenzeitlichen 22-Punkte-Rückstand (23:45, 16.) verkürzte RASTA mit einem 8:1-Lauf, kassierte dann aber durch einen Dreier von Aatu Kivimäki die letzten Punkte vor der Halbzeit. Bei RASTA hingegen war der Dreier bis dahin keine Waffe: Nur einer von zehn war in der 1. Halbzeit gefallen.

Als die RASTAner von außen endlich mehr Erfolg hatten, kamen sie dem Tabellenzweiten näher. Ryan Schwieger verkürzte so in der 23. Minute auf 40:51, Jones legte einen Threeball zum 43:53 nach (25.) und Julius Wolf drückte den Rücktand in der 26. Minute zurück in den einstelligen Bereich – 44:53. Und als Joschka Ferner an alter Wirkungsstätte die Faust ballte, nachdem er per Dreier auf 50:57 verkürzt hatte, waren die Vechtaer wirklich wieder drin in dieser Partie. Um die Chance, vor der nächsten Pause, den Rückstand weiter zu verringern, brachte sich RASTA größtenteils selber. Aber: Knapp vier Sekunden vor der Sirene schaffte es Siler Schneider zum Korb und stellte auf immerhin noch auf 57:64.

RASTA behielt zunächst die gute Performance aus dem 3. Viertel bei: Robin Lodders blockte Mateo Seric, im Gegenzug traf Schneider zum 61:64-Anschluss (32.). Den möglichen Ausgleich jedoch vergaben die Vechtaer in Person von Joschka Ferner, der einen offenen Dreier nicht rein machte (33.). Dieses Glück schienen die Tigers Tübingen nun mit den Händen greifen zu wollen und näherten sich wieder ihrer Form der 1. Halbzeit an. Nach dem Dreier von Tübingens Mateo Seric zum 69:61 (34.) nahm Ty Harrelson noch eine Auszeit. Doch die Tigers beherrschten ihren Käfig nun wieder. Daniel Keppeler räumte noch jeweils Ryan Schwieger und Siler Schneider ab, 42 Sekunden vor dem Ende traf Zac Seljaas zur Entscheidung – per Dreier zum 78:68.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Ich dachte vom ersten Moment an, dass zwei müde Mannschaften auf dem Spielfeld stehen. Wir haben alle schwere Beine und sind müde. Wir mussten in den letzten Tagen viel fahren. Das Spiel war sehr hart und hat nicht immer schön ausgesehen. Wir haben mit viel Energie ins Spiel hineingefunden. Vechta hat sich dann im 3. Viertel zurückgekämpft. Glücklicherweise hatten wir noch etwas Energie und am Ende sind uns einige Stopps gelungen.“

12.02.2023 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. JobStairs GIESSEN 46ers 91:88

Am 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA konnten dezimierte JobStairs GIESSEN 46ers immer wieder ihr Kämpferherz zeigen und so bis zur Schlusssekunde das Spiel in Trier offenhalten. Am Ende waren es die Gladiators, die mit 91:88 die Oberhand behielten.

Von den ersten Sekunden an entwickelte sich eine hitzige Partie mit hoher Physis auf beiden Seiten. Die Gladiatoren forcierten zu Spielbeginn das Inside-Spiel über Dylan Painter, der die ersten Trierer Angriffe erfolgreich abschließen konnte. Auch defensiv starteten die Moselstädter gut in die Partie, lediglich Gießens Big Man Stefan Fundic war unter dem Korb kaum zu stoppen. Nach vier Spielminuten zeigte die Anzeigetafel so ein 9:5 für Trier. Beide Mannschaften gingen ein hohes Tempo und suchten immer wieder Abschlüsse über ihre Centerspieler oder den Zug zum Korb, nur selten gelang es einen freien Distanzwurf herauszuspielen. Nach einem guten Start in die Partie endete das erste Viertel mit 22:13 für die Gastgeber. Im zweiten Viertel zeigten jedoch die Mittelhessen den besseren Beginn. Trier leistete sich einige einfache Ballverluste, die die Gießener konsequent zu bestrafen wussten. So hatten die 46ers die Partie nach zweieinhalb Minuten im zweiten Viertel bereits auf 24:25 gedreht. Nun reagierten aber auch die Gladiatoren und man fand gute Lösungen gegen die kompakte Gießener Verteidigung – vor allem aus der Distanz. Mit einigen getroffenen Dreiern zogen die Gladiators zur Mitte des zweiten Spielabschnitts wieder auf 35:27 davon. Trotz des weiterhin bärenstarken Auftritts des Gießener Center Stefan Fundic behielt man bis zur Halbzeit die Kontrolle über das Spieltempo und verhinderte gut, dass die starken Schützen der 46ers in die Partie fanden. So stand zur Halbzeitpause eine zweistellige Führung der Gladiatoren zu Buche – 48:37.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gießener dann nochmal ihre Qualität. Defensiv schaltete man einen Gang hoch und sorgte so dafür, dass die Gladiatoren ihr Tempo drosseln mussten und Probleme hatten die offenen Mitspieler in Szene zu setzen. Zur Mitte des dritten Viertels waren die Gäste aus Hessen wieder auf 55:53 herangekommen und trafen nun deutlich stärker aus der Distanz als noch in der ersten Halbzeit. Aber auch die Trierer Basketballprofis erhöhten nochmal die Intensität und vor allem ihre Treffsicherheit von jenseits der Dreierlinie. Mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge sorgte Point Guard Garai Zeeb erneut für eine Trierer Führung zum Viertelende. Mit 69:69 ging es in das entscheidende letzte Viertel.

Auch im vierten Viertel waren es die Gäste aus Gießen, die den besseren Start erwischten und die Gladiatoren mit ihrer bissigen Defense vor Probleme stellten und einige Ballverluste auf Trierer Seite provozierten. Die Partie blieb sehr physisch, jede Position wurde hart umkämpft und dementsprechend oft mussten die Unparteiischen in das Spielgeschehen eingreifen. Bei einer verbleibenden Minute auf der Spieluhr waren die 46ers wieder auf 89:85 an die Trierer herangerückt und es entwickelte sich eine echte Crunchtime in der Arena Trier. Erst sorgte Justin Martin mit einem erneut extrem schweren Dreier 25 Sekunden vor Schluss für das 89:88. Ein frühes Foul des Bundesligaabsteigers schickte Garai Zeeb für zwei Freiwürfe an die Linie, die der Trierer Kapitän souverän verwandeln und auf 91:88 stellen konnte. Dennoch blieben den Gästen über 18 Sekunden für einen letzten Angriff, der mit einem getroffenen Dreier für eine Verlängerung hätte sorgen können. Nun war es Alex Laurent, der die spielentscheidende Situation mit dem besseren Ende für seine Mannschaft löste, in dem er den letzten Dreipunktewurf von Justin Martin blockte und so endete die Partie mit 91:88 für die RÖMERSROM Gladiators.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Die zweite knappe Niederlage in Folge tut richtig weh. Aber aufgrund von schlechten Wurfquoten – vor allem in der ersten Halbzeit – haben wir es nicht geschafft, dass Spiel zu gewinnen. Die kleine Rotation hat sehr viel investiert, aber die kurzfristigen Ausfälle haben uns schon getroffen, da wir uns darauf nicht vorbereiten konnten. Die Chance war da, aber wir haben vor allem zu viele Freiwürfe liegen lassen. Das war ausschlaggebend. Der Wille und das Engagement waren vorhanden, wie 22 gegnerische Ballverluste zeigen, aber daraus haben wir letztendlich zu wenig Profit rausgeholt.“ 

12.02.2023 17:00 Uhr Artland Dragons vs. ART Giants Düsseldorf 70:82

Die Artland Dragons haben nach zuletzt vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die ART Giants Düsseldorf musste man sich mit 70:82 geschlagen geben.

Den besseren Start in die Begegnung hatten die Gastgeber, die nach einem erfolgreichen Dreier der Giganten durch Vincent Friederici in den Anfangsminuten immer wieder Marko Bacak unter dem Korb suchten, der einfache Zähler beisteuerte (10:3). Düsseldorf fand zu diesem Zeitpunkt keinen Rhythmus im Offensivspiel, konnte aber durch starke Würfe von Tray Hollowell vor der ersten Viertelpause verkürzen (18:13). Kurz darauf nahm Melkisedek Moreaux das Offensivspiel der ART Giants in die Hand, netzte zunächst aus weiter Ferne ein und flog dann durch die komplette Zone der Dragons, um per Dunking abzuschließen. Die Giganten um Headcoach Florian Flabb waren nun deutlich besser im Spiel, erspielten sich gute Korbabschlüsse und übernahmen durch weitere Dreier vom starken Hollowell (14 Punkte) erstmals die Führung (20:21). Bis zur Halbzeitpause hielt der Aufsteiger die Intensität hoch, um mit einer Führung in die Kabine zu gehen (31:39).

Und auch nach dem Seitenwechsel knüpfte das Flabb-Team an das teamdienliche Spiel an und baute die Führung geduldig weiter aus. Quakenbrück war mittlerweile besser im Spiel, um die Begegnung offen zu gestalten, konnte aber nur selten nennenswerte Akzente setzen. Lennart Boner war es, der in diesem Viertel häufig als Anspielstation gesucht wurde und so offensiv in Erscheinung trat (52:62). Im Schlussviertel mussten die ART Giants ihr überzeugendes Spiel nur noch über die Zeit bringen, gegen eine Mannschaft der Dragons, die nicht mehr den Eindruck machte diese Begegnung noch drehen zu wollen. So spielten die Düsseldorfer befreit auf, nutzten Ballverluste der Gastgeber für ihr eigenes geduldiges Offensivspiel gekonnt aus, um letztlich einen hochverdienten Auswärtssieg zu bejubeln (70:82).

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Wir haben heute nicht den Basketball gespielt, der uns über die ganze Saison hinweg ausgezeichnet hat. Offensiv ist es uns nicht gelungen, die Würfe zu kreieren, die wir haben möchten. Zudem waren wir heute im Ballvortrag nicht entschlossen genug und haben uns 18 Turnover geleistet. In der Defensive haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit zu viele Offensivrebounds zugelassen und Düsseldorf somit einige zweite Chancen gewährt. Zwar hat in William Christmas eine wichtige Stütze in unserem Teamkonstrukt gefehlt, dies darf aber keine Entschuldigung für diese Leistung sein. Nun gilt es den Fokus auf das Spiel gegen Schwenningen zu legen. “

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

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