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Vorberichte ProA 22. Spieltag

10. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Jörg Laube

Spieltag 22: 11.02.2023 18:00 Uhr Dresden Titans vs. Medipolis SC Jena

Drei Tage nach dem Auswärtssieg in Nürnberg sind die Dresden Titans schon wieder gefragt. Am kommenden Samstag empfangen sie den Medipolis SC Jena in der Margon Arena. Zum 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA wird es ein heißes Duell der beiden „Ostvereine“ geben. 

Jena steht aktuell auf Platz 13 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Tabelle. Mit acht Siegen aus 21 Spielen blieben die Thüringer bisher unter den eigenen Erwartungen. Zu unterschätzen sind sie dennoch nicht. Mit Routinier Brandon Thomas haben sie einen der erfahrensten Spieler der Liga im Kader. Der 38-Jährige US-Amerikaner steht im Durchschnitt 33 Minuten auf dem Parket. Das er ein klasse Teamspieler ist zeigen seine 71 Assists. Doch auch allein kann er kreieren. Mit einer Quote von mehr als 50% aus dem Feld ist er in seinem Team viertbester in dieser Statistik. Der beste Universitätsstädter in dieser Kategorie ist Stephan Haukohl. Der 2,03 Meter große Forward versenkt 58,8% seiner Field Goals Versuche und mit 71,9% seine Zweipunkte-Würfe. Daraus konnte Jena in den letzten zwei Spielen allerdings keinen Profit schlagen und mussten sich den Artland Dragons beziehungsweise den Kirchheim Knights geschlagen geben.

Am Mittwochabend gelang „Elbflorenz“ der nächste Sieg. In einem Basketball-Krimi mit zwei Overtimes besiegten sie Nürnberg und sicherten sich Platz sechs in der Tabelle. Topscorer in dieser Partie war Lucien Schmikale mit 20 Punkten. Im Hinspiel gegen Jena steuerte der 25-Jährige 18 Zähler zum Titans-Sieg bei. Die vorweihnachtliche Partie war eine spannende Angelegenheit, in welcher die Titans erst zum Ende des dritten Viertels davon ziehen konnten. Schlüsselspieler in dieser Phase war Tanner Graham. Der Kanadier traf in dem Spiel 80% seiner Zweipunktwürfe und 50% seiner Distanzwürfe. In dem Match kam er auf 22 Punkte, sechs Assists sowie fünf Rebounds. Ob er an seine beste Saisonleistung aus diesem Spiel anknüpfen kann, wird sich am Samstag zeigen.

Titans-Headcoach Fabian Strauß – „Wir treffen am Samstag auf eine komplett andere Mannschaft, als gegen die wir vor Weihnachten gespielt haben. Mit Seth Allen und Sergio Kerusch haben sie sich qualitativ nochmals aufgewertet. Auf beide müssen wir definitiv ein Auge haben. Denn wenn nur einer von beiden einen guten Tag hat, wird es echt gefährlich. Die Ergebnisse der letzten Wochen spiegeln definitiv noch nicht das Potential der Mannschaft wieder. Dementsprechend müssen genau wissen wen wir verteidigen und wie wir verteidigen. Als Mannschaft müssen wir gut rebounden und offensiv als geschlossene Einheit agieren. Dann wird es für Jena wie auch schon im Hinspiel schwer uns zu stoppen.

11.02.2023 18:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Phoenix Hagen

22. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga und Teil 2 der englischen Woche. Nach der nervenaufreibenden Partie gegen Dresden am Mittwoch bestreiten die Nürnberg Falcons am Samstag ihr nächstes Heimspiel.

Nach zwei Niederlagen gegen Bochum und Quakenbrück verspürt man bei Phoenix Hagen wieder deutlichen Aufwind. In Münster lieferten JJ Mann und Co. eine überzeugende Partie ab und beim BBL-Gedächtnis-Duell gegen Gießen gelang dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit 2 ein ebenso wichtiger wie viel umjubelter Heimsieg. Es waren die ersten beiden Spiele mit Neuzugang Aaron Thompson, der auf dem Feld wenig falsch macht, zweimal je sechs Assists verteilte und erst acht und dann zwölf Punkte auflegte.

„Weniger trainieren, mehr spielen“, so lautet derzeit das Motto bei den Nürnberg Falcons. Die Mannschaft von Coach Derrick Taylor fordert mit Phoenix Hagen an diesem Wochenende den nächsten direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs. Die Feuervögel konnten ihre letzten beiden Spiele gewinnen. In der Tabelle hat die Mannschaft von Chris Harris aktuell vier Punkte Vorsprung auf die Falken und sechs Punkte Abstand auf einen Nicht-Playoff-Platz. Der Blick des Tabellenvierten geht aktuell aber eher nach oben als nach unten.

Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison gewannen die Nürnberg Falcons am 4. Januar in Hagen mit 88:90. Beide Teams schenkten sich nichts. Am Ende behielten die Mittelfranken in einem spannenden Spiel die Oberhand. Fünf Falken punkteten dabei zweistellig. Daran gilt es anzuknüpfen. Die jüngste Niederlage gegen Dresden am Mittwoch soll raus aus den Köpfen, wird aber eventuell noch in den Beinen zu spüren sein. Der Coach hofft auf weniger Fehler und viel Support von den Rängen. „Nach dem schweren Spiel gegen Dresden war nur wenig Zeit zur Regeneration. Wir müssen unsere Fehler abstellen, die uns letztlich auch den Sieg gekostet haben. Mit Hagen erwartet uns ein sehr starkes und talentiertes Team, das sich seit unserem ersten Spiel Anfang des Jahres in vielen Bereichen weiterentwickelt hat. Unsere Fans in der Kia Metropol Arena können bei diesem wichtigen Spiel den Unterschied machen und uns zusätzliche Energie geben“, so Derrick Taylor.

11.02.2023 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Bayer Giants Leverkusen

Zum 22. Spieltag empfangen die VfL SparkassenStars am Samstagabend die Bayer Giants Leverkusen in der Rundsporthalle. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation ist diese Partie von besonderer Bedeutung.

An das Hinspiel in Leverkusen, dem letzten VfL-Spiel des Jahres 2022, haben die SparkassenStars noch sehr gute Erinnerungen. Neuzugang TJ Crockett überragte in seinem zweiten Spiel für die SparkassenStars mit 29 Punkten und 7 Assists und führte den VfL zum 94:80-Auswärtssieg vor rund 150 mitgereisten Bochumern in der Leverkusener Ostermann-Arena. Doch im Vergleich zum Hinspiel haben sich die von Hansi Gnad trainierten Giants in der Zwischenzeit neu aufgestellt. Mit Amerikaner Nick Hornsby holten sie ihren Topscorer der Aufstiegssaison 2018/2019, der zudem mit dem MVP-Titel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ausgezeichnet wurde, zurück an den Rhein. Center Gabriel de Oliveira wechselte aus der BBL von den Rostock Seawolves ins Rheinland und auch TreVion Crews, der im letzten Jahr für die PS Karlsruhe LIONS aktiv war, fand seinen Weg ins Team. Währenddessen trennten sich die Giganten von US Point Guard Xavier Bishop, dem kanadischen Center Marc-Andre´Fortin und dem deutschen Shooting Guard Robert Merz, der zu den EN BASKETS Schwelm in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wechselte.

Aktuell stehen die Leverkusener mit sechs Siegen und 14 Niederlagen auf dem 17. Tabellenrang und befinden sich in einem fünf Spiele währenden Siegeslauf. Nick Hornsby avancierte auch gleich auf Anhieb mit 14,6 Punkten, 4,2 Assists und 8 Rebounds zum Topscorer der Leverkusener. Harris Hujic steht ihm mit 13,8 Punkten im Schnitt zur Seite und Kadre Grey, der bereits im November zum Team gestoßen war, erzielt 12,9 Punkte im Schnitt. Gabriel de Oliveira wurde nach seiner Ankunft zum dominantesten Big Man mit 12,0 Punkten und 4,2 Rebounds pro Spiel, während sein Center-Kollege Dejan Kovacevic 11,9 Punkte und 4,4 Rebounds abliefert. Für die SparkassenStars wird es in dieser Partie darum gehen, die Niederlage aus der Vorwoche gegen Schwenningen schnellstmöglich abzuhaken und wichtige Punkte zur Verbesserung der Tabellensituation einzufahren.

„Leverkusen ist ein komplett anderes Team mittlerweile. Mit den Verpflichtungen von Hornsby, de Oliveira und Crews hat das Team ein anderes Potential und nach fünf Siegen in Folge sind sie selbstbewusst und spielen sehr gut zusammen. Wir erwarten eine sehr harte und physische Defense und eine hochtalentierte Offensive von Leverkusen. Wir können das Spiel aber gewinnen, indem wir 40 Minuten unseren Fokus aufrechterhalten und dagegenhalten. Wenn das Spiel ausgeglichen verläuft, werden wir unsere Chance erhalten. Dies wir jedenfalls ein anderes Spiel, da Leverkusen sich stark verändert hat. Nach unserem ‚Unfall‘ am letzten Wochenende haben wir weiter Fortschritte gemacht und die Trainingswoche war gut. Wir sind bereit“, so Headcoach Felix Banobre.

11.02.2023 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. PS Karlsruhe LIONS

Nachdem am Dienstag der Insolvenzantrag der Basketball Villingen-Schwenningen GmbH öffentlich bekanntgegeben wurde, geht es am Samstag für die wiha Panthers im Ligaalltag weiter mit einem Heimspiel gegen Karlsruhe.

In den vergangenen Tagen haben die Fans der wiha Panthers ein Wechselbad der Gefühle durchleben müssen. Zunächst wurden sie Zeuge eines überraschenden und angesichts der kleinen Rotation sensationellen 98:94-Heimsiegs über die VfL SparkassenStars Bochum. Nur zwei Tage später musste die Meldung über den beim Amtsgericht Villingen-Schwenningen gestellten Insolvenzantrag der Basketball Villingen-Schwenningen GmbH verdaut werden. Trotz der finanziell schwierigen Lage sind die Doppelstädter zuversichtlich, den Spielbetrieb aufrechterhalten und die laufende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu Ende spielen zu können. Was gegen Bochum durch Kampf, Leidenschaft und die tolle Unterstützung der Fans am vergangenen Wochenende gelang, soll nun am Samstag seine Fortsetzung beim Baden-Württemberg-Duell gegen Karlsruhe seine Fortsetzung finden.

Nach einer erfolgreichen Vorsaison haben die PS Karlsruhe Lions im Sommer viele Abgänge verkraften müssen – darunter auch den des letztjährigen Liga-Topscorer Stanley Whittaker, der nun seine Basketballschuhe für Erstligist Würzburg Baskets schnürt. Von den Neuzugängen der Badener hat Lovell Cabbil sich als starker Scorer erwiesen. Der 25-jährige Amerikaner, der in der Vorsaison zum Spieler des Jahres in Georgien gewählt wurde, erzielt mit 18,6 Zählern ligaweit die meisten Punkte im Schnitt. Neben Cabbil ist Kapitän Maurice Pluskota derzeit in bestechender Form. Der Center, der seit 2017 für die Lions aufläuft, erzielt im Schnitt ein Double-Double mit 16,5 Punkten und 10,5 Rebounds. Mit den Neuzugängen Julian Albus (151 Erstligaeinsätze) und Bazoumana Kone (98 Spiele in Liga 1) verfügen die Lions über erstliga-erfahrene Akteure in ihren Reihen. Weitere Tiefe und Qualität konnten die Badener jüngst durch die Verpflichtung des US-Guards Ben Shungu dazugewinnen, der von Bundesligist Ludwigsburg zu den Löwen wechselte. Zuletzt musste die Mannschaft von Trainer Aleksandar Scepanovic eine überraschende Heimniederlage gegen Aufsteiger Düsseldorf hinnehmen. Mit ausgeglichener Bilanz von 10 Siegen und 10 Niederlagen sind die Badener mittendrin im Kampf um die Playoff-Ränge. Im Hinrundenspiel kassierten die Wiha Panthers Ende Dezember eine klare 91:74-Niederlage in der Fächerstadt.

„Karlsruhe spielt einen uns nicht unähnlichen, sehr variablen Stil in der Offensive und Defensive“, kommentiert Alen Velcic. „Wir sahen in den letzten Jahren oft nicht gut gegen sie aus. Aber während wir mit dem Heimsieg gegen Bochum Rückenwind haben, kommt Karlsruhe mit einer unerwarteten Heimniederlage gegen Düsseldorf zu uns. Wenn wir es schaffen, die Konzentration über 40 Minuten hochzuhalten, können wir den Lions sicher auf Augenhöhe begegnen und mit der Unterstützung unserer Fans eine Überraschung schaffen.“

11.02.2023 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. WWU Baskets Münster

Die WWU Baskets Münster haben nach der Mut machenden Niederlage gegen das Spitzenteam Tigers Tübingen nur wenig Zeit, ihre Wunden zu lecken. Denn die nächste schwere Auswärtsaufgabe wirft ihre Schatten voraus: Am Samstagabend gastiert der Aufsteiger am Ende der „Englischen Woche“ bei heimstarken VfL Kirchheim Knights.

Verzichten müssen die Baskets bei den „Rittern“ weiterhin auf Adam Touray und nunmehr auch auf Cosmo Grühn, der sich am Mittwoch gegen Tübingen verletzte. „Mit Sicherheit hat Cosmo einen Bänderriss. Ob da mehr kaputt ist, erfahren wir nach der MRT. Er wird uns mit Sicherheit die nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen“, erklärte Björn Harmsen. Den Uni-Städtern fehlen somit zwei Starting-Five-Akteure über Wochen. Und da in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mindestens zwei deutsche Spieler auf dem Feld stehen müssen, steht der Cheftrainer der WWU Baskets vor Herausforderungen im Management der Rotationen. „Mit der Verletzung von Cosmo müssen wir uns nochmal neu sortieren in nur kurzer Vorbereitungszeit von zwei Tagen. Mal schauen, wie wir das hinbekommen“, so Harmsen.

Am Freitag reisen die Münsteraner nach Kirchheim, wo es auswärts vielleicht eine der härtesten Nüsse zu knacken gilt. Kämpfen um zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt wollen Harmsen und seine Mannen mit den Mitteln, die sie stark gemacht haben. „Der Einsatz und die Intensität gegen Tübingen haben gestimmt. Gucken, ob wir das jetzt noch einmal aufs Feld kriegen am Samstag in Kirchheim“, sagte der 40-Jährige. Wohl wissend, dass am Ende einer Woche mit drei Spielen auch der Kraftverlust kompensiert werden muss. Kapitän Andreas Seiferth nimmt deshalb jeden Mitspieler die Pflicht: „Wir müssen nach den Ausfällen enger zusammenrücken, uns bewusst sein, dass es jetzt vermehrt Phasen geben kann, wo vielleicht Energie fehlt. Alle müssen, dürfen jetzt liefern. Deswegen stimmt mich trotz Cosmos Ausfall erst mal positiv, dass die Jungs den Kampf angenommen haben und wissen, was die Stunde schlägt. So fahren wir dann nach Kirchheim.“

Mit 20 Punkten aus den 21 bisherigen Spielen finden sich die Kirchheimer mit Platz zehn im breiten Tabellenmittelfeld wieder und sind punktgleich mit dem letzten Playoff-Platz acht. Sportlich sind die Schwaben das Team der zwei Gesichter. Mit bisher sieben Siegen aus neun Heimspielen – unter anderem gegen Tabellenführer RASTA Vechta –  überzeugen sie als eine der heimstärksten Mannschaften der Liga. „Es ist eine bisschen andere Halle in Kirchheim, es ist nicht so einfach, dort zu spielen“, weiß Björn Harmsen um die Schwere der Aufgabe, die auf seine Mannschaft zukommt. In der Ferne dagegen unterlagen die Teckstädter in neun ihrer zwölf Auswärtspartien, in Münster zu Saisonbeginn. Das Hinspiel spielt keine Rolle mehr, die Vorzeichen sind im vergangenen Herbst gänzlich andere gewesen. In Münster fehlten mit Paul Giese und Besnik Bekteshi zwei der vier Spieler mit viel BBL-Erfahrung. Die Knights hatten zudem erhebliche personelle Probleme in der Saisonvorbereitung.

Björn Harmsen (WWU Baskets Münster): „Kirchheim ist eine Mannschaft, die viel Erfahrung hat, gerade auf der Aufbauposition mit Williams und mit Nash auf der Centerposition. Dazu haben sie ein paar gute Rollenspieler mit Flowers, ein überragender Scorer.“

11.02.2023 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Eisbären Bremerhaven

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

12.02.2023 16:00 Uhr Tigers Tübingen vs. RASTA Vechta

Am 22. Spieltag der Saison 2022/2023 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga kommt es nach der Tabelle zum absoluten Spitzenspiel, wenn der Verfolger Tigers Tübingen den Spitzenreiter RASTA Vechta empfängt. Gestaltet sich das Rückspiel genauso wie das Hinspiel, dann dürfen sich die Zuschauer auf einen atemberaubenden Nachmittag freuen. Noch klar in Erinnerung ist die knappe 71:73-Niederlage vor knapp fünf Wochen bei den Niedersachsen, als Julius Wolf mit einem Buzzer Beater in der Schlusssekunde die Niedersachsen zum Sieger des Duells kürte.

Mit 19 Siegen aus 21 Partien führt das Team von Trainer Ty Harrelson die Tabelle souverän an. Dahinter gibt es ein großes Verfolgerfeld, welches die Raubkatzen anführen. Die Tabelle ist insgesamt sehr eng zusammen, in den nächsten Wochen kann es noch viele Verschiebungen nach oben und auch nach unten geben. Nicht nur aufgrund des Rankings gehen die Schützlinge von Trainer Danny Jansson als Außenseiter in die Partie. Aus den letzten acht Spielen gingen immerhin vier Begegnungen verloren. „Wir spielen im Moment nicht unseren besten Basketball“, betont der Finne in Diensten der Schwaben. Und dennoch, am Sonntag werden die Tigers alles in die Waagschale werfen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Sein Blick auf das Duell gegen Vechta lautet wie folgt: „Vechta ist der Tabellenführer und geht es als Favorit ins Spiel. Wir wissen, dass wir im Moment noch Luft nach oben. Diese werden wir auch benötigen, um die Partie erfolgreich bestreiten zu können. Konkret müssen wir besser beim Rebound zupacken, noch besser verteidigen und die Intensität über das gesamte Spiel hochhalten.“

Der Kader der Gäste ist ausgezeichnet besetzt. Ganze neun Akteure punkten zwischen 5,4 Zählern (Julius Wolf) und Topscorer Joel-Sadu Aminu mit 16,1 Punkten. Aminu fehlte den Niedersachsen jedoch verletzungsbedingt. Man darf gespannt sein, ob der Leistungsträger in Tübingen auflaufen wird. Das wohl größte Augenmerk muss die Jansson-Truppe auf Tajuan Agee werfen. Der Center kommt auf 15,9 Punkte und holt noch 8,6 Rebounds. Unter dem Korb ist der US-Amerikaner kaum zu stoppen, dazu trifft Agee noch zuverlässig aus der Distanz. 43,2 Prozent alle Würfe jenseits der 6,75 Meter-Linie gehen in die gegnerische Reuse. Als Spielgestalter tritt Landsmann Ryan Schwieger (14,2 ppg, 3,5 apg, 3,0 rpg) in den Mittelpunkt, der den Schwaben auch im Hinspiel extrem Probleme bereitet hat. Insgesamt dürfen sich die Zuschauer auf ein mit viel gespickten Kader von RASTA Vechta freuen. Die Schwaben werden mit dem gleichen Kader wie zuletzt in Münster antreten. Erol Ersek (Knie) fällt mit seiner Knieverletzung noch weiter aus. Für die Jansson-Truppe heißt es in kürzester Zeit, sich schnell von den zwei langen Auswärtsfahrten in Quakenbrück und Münster zu erholen, um mit frischen Kräften dem Favoriten einen heißen Tanz zu liefern.

Auch die Statistik bestätigt, dass die Harrelson-Truppe nicht ohne Grund an der Tabellenspitze steht. Gleich in sechs Kategorien sind die Niedersachsen der Ligaprimus, die wie folgt aufzuführen sind: 90,2 Punkte pro Spiel, 8,9 Steaks pro Partie, eine Effektivität von 106, 80,9 Prozent von der Freiwurflinie, 57,2 Prozent aus dem Zwei-Punkte-Bereich und final 49,6 Prozent aller Würfe aus dem Feld.

12.02.2023 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Der kommende Super Bowl-Sonntag überschattet so manch Sportevent und dennoch ist in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA der Playoff-Kampf spannender denn je. Nach der bitteren Gießener Auswärtsniederlage in den Schlusssekunden in Hagen, müssen die JobStairs GIESSEN 46ers nun am besagten heiligen Football-Sonntag ihre Visitenkarte bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier abgeben.

Am gestrigen Mittwoch in Hagen spielten die JobStairs GIESSEN 46ers eine hervorragende erste Halbzeit und konnten sich zwischenzeitlich einen 15-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Dennoch sollten am Ende aggressive Hagener mit einem knappen 84:81-Sieg das Parkett verlassen. Somit bleiben die Mittelhessen bei vier Erfolgen in der Fremde stehen und müssen nun ihre Aufwartung in Trier bestehen. Ob Big Man Enosch Wolf dabei mitwirken kann, werden die nächsten Tage zeigen. Der Center hatte bereits die Fahrt in den Ruhrpott krankheitsbedingt absagen müssen. Die Gießener Säulen Jordan Barnes – mit zuletzt 25 Zählern – und Stefan Fundic (20 Punkte, 11 Rebounds) sollen an ihren Hinspiel-Performance anknüpfen. Beim 109:97-Highscore-Sieg über den anstehenden Gegner verbuchten beide Protagonisten mit 28 Punkten und elf Assists bzw. 22 Zählern sowie 15 Rebounds jeweils ein Double-Double, was letztendlich ein schnelles Spiel auf Augenhöhe entschied. 

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier lauern aktuell auf dem neunten Platz und haben zehn Siege auf dem Konto. Die Heimbilanz liest sich mit fünf Erfolgen bei fünf Niederlage dabei ausgeglichen. Beim letzten Heimspiel der Gladiatoren Ende Januar konnte überraschend Münster mit 81:79 wertvolle Punkte aus der Trier Arena klauen. Auch am gestrigen Spieltag hatten die Mannen von Headcoach Pascal Heinrichs beim Gastspiel in Leverkusen nichts zu bestellen und unterlagen mit 80:97. Einem unzureichenden ersten Viertel rannte man im Anschluss vergebens nach. Der erfahrene Spielmacher Jordan Johnson konnte an diesem Abend mit 17 Zählern seine Farben am besten vertreten.

Der US-Amerikaner leitet gemeinsam mit Garai Zeeb die Geschicke im Aufbau. Das Duo zeigte bereits in der Sporthalle Gießen-Ost mit addierten 31 Punkten und elf Assists ihre Qualitäten. Das Hinspiel machte ausdrücklich die Stärken der kommenden Gastgeber erkennbar. Der ausgeprägte Distanzschütze Parker Derrah Van Dyke legt im Schnitt 15.2 PpS auf das Parkett, bei einer Wurfquote von 46% von Downtown. Bereits in Gießen konnte der Shooting Guard 26 Zähler einheimsen und 6/10 Dreiern versenken. Nach den JobStairs GIESSEN 46ers haben die Rheinland-Pfälzer mit 38.2%-Trefferquote auch die zweibeste Dreierbilanz der gesamten Liga zu bieten. Die Offensivpower stellt sich auch im gesamten Output dar: 89.2 PpS bedeutet den zweibesten Wert nach Spitzenreiter RASTA Vechta. Die Mittelhessen halten mit 88.6 PpS den dritten Platz in diesem Ranking, sodass wohl wieder eine Offensiv geprägte Partie an diesem verheißungsvollen Super Bowl-Sonntag wartet.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Es gibt keine Zeit der gestrigen Partie nachzutrauern, sodass wir uns nun voll auf Trier fokussieren. Eine Mannschaft, die teilweise letzte Woche begeistert hat, aber danach wieder eine schlechte Leistung gebracht hat, wie gestern in Leverkusen. Sie sind brandgefährlich durch ihre tollen Schützen. Wir haben in Gießen ein großartiges Basketballspiel erlebt. Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe. Wir haben uns zum Schluss durchgesetzt. Es spricht viel dafür, dass man abermals ein spannendes und knappes Spiel zu sehen bekommt. Hoffentlich dann mit glücklicherem Ende für uns. Wir müssen deren Schützen in den Griff bekommen. Dies war uns im Hinspiel erst in der zweiten Halbzeit gelungen. Jetzt müssen wir das von Anfang an schaffen, ansonsten droht die nächste Niederlage in einem sehr schweren Spiel.“

12.02.2023 17:00 Uhr Artland Dragons vs. ART Giants Düsseldorf

Der 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga hält für die Artland Dragons ein Duell mit den ART Giants Düsseldorf bereit. Im Hinspiel setzten sich die Drachen ohne William Christmas knapp mit 84:77 durch.

Die Dragons haben momentan einen Lauf. Trotz Ausfälle und einem undankbaren Spielplan haben die Burgmannsstädter ihre letzten vier Spiele gewonnen und rangieren mit einer Bilanz von 14-7 auf dem dritten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Zweiten aus Tübingen. Gegen die Tübinger gewannen die Burgmannsstädter auch ihr letztes Spiel knapp mit 79:75 und entschieden damit den direkten Vergleich für sich. Ein Faktor dafür war das starke Rebounding der Dragons. Liga weit belegen die Drachen in dieser Kategorie den ersten Platz und sind auch bei den Assists in den Top 5 vorzufinden (4. Platz). Kadertechnisch kann Headcoach Patrick Flomo wie schon gegen Tübingen aus dem Vollen schöpfen. Gegen Düsseldorf sind alle Spieler einsatzfähig und wollen den nächsten Heimsieg einfahren.

Die Gäste von der Düssel reisen als Tabellensechzehnter nach Quakenbrück und haben derzeit eine Bilanz von 6-14 vorzuweisen. Der Aufsteiger kommt vor allem über die Offensive und hat einen explosiven Backcourt zu bieten. Dort sorgen Ryan Richmond und Booker Coplin für Furore und sind im Schnitt für jeweils 16 Punkte gut. Richmond besticht dabei vor allem mit einer phänomenalen Dreierquote von 52% bei über drei Versuchen pro Spiel. Zusätzlich sind die Düsseldorfer vor Kurzem noch zwei Mal auf dem Transfermarkt aktiv gewesen. Neben Daniel Mayr, den man von Ligakonkurrenten Schwenningen loseisen konnte, verpflichteten die Giants auch Defensivspezialist C.J. Anderson. Mit den beiden Neuverpflichtungen im Gepäck konnte man zwei der letzten vier Spiele gewinnen und so wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg erringen.

Geschäftsführer Marius Kröger warnt davor, trotz der Siegesserie nicht überheblich zu werden: „Die derzeitige Momentaufnahme ist natürlich fantastisch für uns und unsere Fans. Trotzdem müssen wir weiter von Spiel zu Spiel denken und dürfen nicht überheblich werden. Es liegen noch mindestens 13 schwere Spiele vor uns.“

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Wir sind Favorit in diesem Spiel, doch das macht es besonders schwierig. Düsseldorf hat momentan einen guten Lauf, sind vor allem ein gutes Team beim Rebound und Zug zum Korb. Sie hatten zu Beginn der Saison Probleme mit Verletzungen, waren jedoch jederzeit ein gutes Offensivteam und verfügen über einen hervorragenden Headcoach. In aller erster Linie müssen wir uns aber auf uns selbst fokussieren. Weil wir bis zuletzt eher als Underdogs in die Spiele gegangen sind, müssen wir lernen, mit dem Druck umzugehen, den diese neue Favoritenrolle mit sich bringt.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProA-Vorberichte.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-10 16:36:422023-02-10 16:36:43Vorberichte ProA 22. Spieltag

Vorberichte ProB Nord 19. Spieltag

10. Februar 2023/in APP, ProB Nord 22/23

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 19: 11.02.2023 18:00 Uhr BSW Sixers vs. TKS 49ers

Am kommenden Samstag gastieren die TKS 49ers am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bei den BSW Sixers in Sandersdorf. Es wartet somit der aktuelle Tabellenführer, welcher im Hinspiel für die höchste Heimniederlage der laufenden Saison der 49ers sorgte. Im Rückspiel wollen sich die jetzigen Gäste für ihre durchwachsene Vorstellung im ersten Aufeinandertreffen revanchieren.

Nachdem man letztes Wochenende gegen den SC Rist Wedel einen wichtigen Sieg im diesjährigen Playoff-Rennen einfahren konnte, heißt es für die Mannschaft von Headcoach Vladimir Pastushenko Momentum aufzubauen und sich etwas von den Plätzen 9-12 zu distanzieren. Momentan liegt der Vorsprung auf den neunten Platz bei nur einer Niederlage weniger. Doch die anstehende Aufgabe könnte für die 49ers nicht schwieriger sein. TKS muss auswärts gegen die erstplatzierten BSW Sixers spielen. Eine Mannschaft, gegen die man im Heimspiel vor vier Monaten ohne Chance die erste Niederlage der Saison hinnehmen musste. Damals überragten auf Seiten der Gäste gleich mehrere Akteure, aber vor allem der Lette Kristaps Kilps konnte die 49ers mit seinen 28 Punkten immer wieder ärgern. Neben ihm überzeugten auch der serbische BBL-Doppellizenzspieler Aleks Kovacevic und der US-Amerikaner Donte Nicholas. Nicholas, dem im Hinspiel nur zwei Assists zum Triple-Double fehlten, erzielt mit 17,1 Punkten, 10,3 Rebounds und 6 Assists im Schnitt über die ganze Saison herausragende Statistiken. Jedoch ist er nur einer von vielen Leistungsträgern, auf die sich Pastushenko und sein Team vorbereiten müssen. Co-Coach Dorian Coppola betrachtet das Spiel am Samstag als die größte Herausforderung der Saison, aber auch als eine, die man mit viel Einsatz meistern kann: „In meinen Augen sind sie einer der besten Mannschaften, wenn nicht die beste Mannschaft der Liga. Sie werden sehr gut gecoacht, sind auf jeder Position gut besetzt und sind sehr gut eingespielt. Wir werden aber alles dafür geben, BSW zu überraschen und das Spiel zu gewinnen.“

Das sagt Trainer Chris Schreiber
„Das Spiel gegen die TKS49ers wird für uns sehr anspruchsvoll werden. Sie spielen sehr physisch und versuchen darüber ins Spiel zu kommen. Darauf müssen wir vorbereitet sein und einen klaren Kopf bewahren. Im Hinspiel haben wir das Tempo konstant hoch gehalten und dadurch viele einfache Körbe erzielt. Das sollte auch in diesem Spiel unsere Marschrichtung sein. Defensiv müssen wir Kozhemiakin und Jorch in den Griff bekommen und ihre Kreise einschränken. Wir peilen den neunten Sieg in Folge an, wissen aber dass es kein Spaziergang werden wird.“

11.02.2023 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RheinStars Köln

„Ein ausführlicher Spielebericht folgt in kürze“

11.02.2023 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. Dragons Rhöndorf

Am Samstag will der SSV LOK Bernau die Oberhand im House-of-the-Dragons behalten. Das Hinspiel vor knapp 8 Wochen konnte man in Rhöndorf mit 77:69 gewinnen und somit die Tabellenspitze erobern. Das soll, mit etwas Schützenhilfe aus Stahnsdorf, auch an diesem Wochenende gelingen.

Das Team aus Rhöndorf ist ein offensiv sehr starkes Team. Zwei der besten Scorer der Liga stehen in ihren Reihen und mit Devon Goodman auch noch der beste Passgeber mit durchschnittlich 8,5 Assists pro Spiel. Abnehmer sind Florian Koch mit im Schnitt 17,8 Punkten und der Schwede Zaba Bangala mit durchschnittlich 14,9 Punkten. Der US-Amerikaner Goodman
erzielt zusätzlich stolze 18,5 Punkte pro Spiel. Wie in fast jedem Spiel gewinnt der SSV die Statistik in den Defensivwerten.
42,7 Rebounds zu 37,8, 10,7 Steals zu 7,3 und nur 14,8 Turnovers zu 16 sprechen hier eine deutliche Sprache. Es wird also wieder einmal mehr auf eine starke, geschlossene Teamdefense ankommen, um den Schwung dann mit in die Offensive zu tragen.

Coach Davide Bottinelli:
“Ich möchte für das kommende Spiel das Positive aus dem letzten Sieg abrufen und zwar, wie wir als Team unter Druck agiert haben, und wie wir zusammen gespielt haben. Diese Eigenschaften wollen wir auch gegen Rhöndorf zeigen.
Sie sind ein Team, das sich viel über ihre Offense identifiziert, mit vielen gefährlichen Spielern, die allesamt gut scoren können. Für uns wird es entscheidend sein, eine solide defensive Teamleistung zu bringen, um uns damit Chancen in der Offense zu eröffnen. Wie immer werden die LOK Fans auf unsere Seite auch eine große Rolle für einen extra „Energetischen“ Schub spielen.“

11.02.2023 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ROTH Energie Giessen Pointers

Am Samstagabend steht das nächste Auswärtsspiel für die ROTH Energie Giessen Pointers auf dem Plan – bei den Iserlohn Kangaroos wollen die Pointers einen wichtigen Schritt in Richtung Nichtabstiegsplätze gehen, schließlich zeigten die Universitätsstädter zuletzt die wohl beste Leistung der Saison, die gegen die SBB Baskets Wolmirstedt noch ungekrönt blieb. Dennoch ist man sich bewusst, dass mit Iserlohn eine aktuell formstarke Mannschaft auf die Männer von Daniel Dörr und Dejan Kostic wartet. Die Kangaroos blieben zuletzt drei Spiele in Serie siegreich, was die Qualität der Sauerländer bestätigt „Für uns ist das ein Vier-Punkte-Spiel, auch weil Iserlohn bereits gerettet ist. Allerdings sind die Kangaroos in deren Halle sehr schwer zu bespielen, unterstützt von einer wahnsinnig guten Kulisse. Trotzdem ist es eine Mannschaft, wo
wir unsere Chance sehen. Wir erwarten ein Offensivspektakel, worauf wir uns auch vorbereitet haben.“
, so Assistent-Coach Dejan Kostic zum kommenden Gegner der Pointers

Im Hinspiel hatte vor allem Point Guard Jacob Ledoux in seinem zweiten Spiel für Gießen die Iserlohner mit 37 Punkten vor Probleme gestellt. „Damals konnten wir ihn nicht richtig scouten“, erklärt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan. „Wir kennen ihn ja mittlerweile. Jetzt weiß man, was das für ein Spielertyp ist.“ Der Headcoach macht sich allerdings wenig Sorgen um ein erneutes Highscoring-Spiel eines gegnerischen Spielers. „Es ist uns in den letzten Wochen immer gut gelungen, den balldominanten Spieler des Gegners zu kontrollieren“, meint Shirvan. Neben Ledoux haben die Gießener mit Benjamin Lischka auch einen erfahrenen BBL Spieler in ihren Reihen, darüber hinaus auch einige talentierte, jüngere Spieler wie Bilski, Amaize und Nadjfeji.

„Sie haben ihren Job in den letzten Wochen besser gemacht, spielen unbekümmert und frei auf“, erkennt Dennis Shirvan. „Die haben nicht aufgegeben und versuchen weiter in der Liga zu bleiben.“ Die Kangaroos sind zwar auch nicht das beste Rebounding-Team (35.8 pro Spiel), die Pointers holen im Ligavergleich allerdings die wenigsten Rebounds pro Spiel (33.8), der beste Rebounder ist derzeit Lischka (6.4). „Wir müssen die Spieler auf jeden Fall unter ihrem Durchschnitt halten“, fordert der Kangaroos-Headcoach, der bei Gießen vor allem Schwächen in der Verteidigung ausgemacht hat. Eine Chance für die zuletzt auch offensivstarken Iserlohner, deren Feldwurfquote (43.8%) allerdings der Gießener Quote ähnelt.

Die Iserlohner können den Kader der letzten Wochen aufbieten. Im Training ging es vor allem darum, Kleinigkeiten zu verbessern. Die zuletzt so häufig fokussierte Defensive läuft mittlerweile gut. Shirvan fordert von seinem Team gegen den Tabellenletzten sofortige Konzentration, er erwartet einen Gegner, der direkt versucht, mitzuhalten: „Sie haben schließlich nichts zu verlieren.“ Auch deshalb warnt der Headcoach seine Schützlinge, ein Tabellenletzter sei „immer gefährlich und nie ein Selbstläufer.“

„Die Jungs wollen natürlich alles geben um den vierten Sieg in Folge zu holen“, berichtet der Headcoach. „Wir wollen weiter die Welle reiten und dann volle Kanne Richtung Playoffs.“ Aktuell stehen die Kangaroos zuhause 2-6, sie könnten den zweiten Heimsieg in Folge einfahren und den positiven Trend auch in die Matthias-Grothe-Halle übertragen.

11.02.2023 19:30 Uhr BBG Herford vs. Itzehoe Eagles

Nach drei Heimspielen in Serie gehen die Itzehoe Eagles wieder auf Reisen. Sonnabend sind sie in der BARMER 2. Basketball Bundesliga bei der BBG Herford gefordert. Und sie nehmen eine Hypothek mit.

Denn die jüngste Partie zu Hause gegen Vechta hatte Folgen. Nachwuchsspieler Tjelle Dietz kam zwar nicht zum Einsatz, stand aber auf dem Spielberichtsbogen. Wegen eines Formfehlers war er allerdings nicht spielberechtigt, deshalb ist offiziell auf Spielverlust gegen die Eagles entschieden worden. Zwar hatten sie ohnehin verloren, doch nun lautet das Ergebnis 0:20 und – was noch mehr ins Gewicht fällt – damit einher geht ein Minuspunkt.

Das tut weh im engen Rennen um die Playoff-Plätze. Umso mehr gilt, was Coach Timo Völkerink sagt: „Es ist uns bisher immer gelungen, eine passende Antwort zu finden, wenn wir mal gestolpert sind. Das wird auch an diesem Wochenende nötig sein.“ Ein Sieg in Herford könne ein großer Schritt in Richtung Playoffs sein.

Der Gegner ist als Aufsteiger im Moment Vorletzter und hat acht Mal in Folge verloren. „Herford hat sehr viel Bewegung im Kader“, sagt Völkerink. Das kennen die Eagles schon aus dem Hinspiel, auch jetzt sei es wieder zu erwarten. Das erste Aufeinandertreffen einen Tag vor Heiligabend gaben die Itzehoer nach deutlicher Führung fast noch aus der Hand und gewannen schließlich erst nach Verlängerung mit 90:84. Da trug Filmore Beck noch nicht das Herforder Trikot: Er ist neu bei der BBG und für die Eagles ein alter Bekannter, der im Laufe der Saison zu ihnen gestoßen war. Der Coach warnt: „Wir wissen, dass er Spiele allein entscheiden kann.“

„Wir geben die Hoffnung auf den ersten Erfolg in der BBG-Arena nicht auf. Die guten Erinnerungen an das Hinspiel werden uns gegen Itzehoe hoffentlich, neben dem tollen Support unserer tollen Fans, Auftrieb geben“, so Geschäftsführer Jürgen Berger.

Neu sind auch der US-Amerikaner Jordan Mello-Klein und der Schwede Melvin Linde, mit den Litauern Vaidotus Volkus und Dainius Zvinklys hatten es die Itzehoer schon im Hinspiel zu tun. Und mit Shawn Gulley, der einige Probleme bereitet habe, so Völkerink. Das Herforder Team habe reichlich Qualität, sei aber noch nicht eingespielt: „Diesen Vorteil wollen wir nutzen.“ Defensiv erwarte er von seinem Team eine Antwort nach den 101 Punkten von Vechta am Wochenende. „Offensiv müssen wir den Ball schnell bewegen und strukturiert spielen und dabei konsequent unseren Vorteil am Brett suchen.“ Ob Emil Marshall dabei mitmischen kann, ist krankheitsbedingt offen.

12.02.2023 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. EN BASKETS Schwelm

Bevor eine dreiwöchige Spielpause auf dem Plan steht, reisen die EN Baskets nach Wedel zu einem wichtigen Auswärtsspiel. Die Gastgeber spielen nicht ihre beste Saison und stehen aktuell auf dem elften Tabellenplatz und damit ebenfalls außerhalb der Playoffränge. Die letzten beiden Spiele gingen auswärts verloren, aber aus der Erfahrung der vergangenen Jahre, ist die Heimstärke der Wedeler bekannt. In der Steinberghalle wartet jedes Jahr ein kompliziertes Auswärtsspiel auf die Mannschaft von Falk Möller.

Defensiv wird ein besonderes Augenmerk auf dem US-Amerikaner Cleary liegen müssen, der mit durchschnittlich 25,2 Punkten pro Spiel der zweitbeste Scorer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ist. Der Guard hat in der aktuellen Saison auch schon im Alleingang seine Mannschaft zum Sieg getragen und ist jederzeit in der Lage, Spiele an sich zu reißen. Unter dem Korb bedient er regelmäßig die Bigs Kozak und Nagora, die zusammen 23 Punkte pro Partie auflegen. Ausfallen wird der Langzeitverletzte Leif Möller, der im Hinspiel mit 26 Punkten für Furore sorgte.

Auf Seiten der EN Baskets geht es darum, an die defensive Stabilität der vergangenen Woche anzuknüpfen und offensiv ihre freien Würfe wieder zu treffen. Mit der Trefferquote aus dem Bernau Spiel wird auch ein Auswärtserfolg in Wedel nahezu unmöglich.

Falk Möller blickt wie folgt auf das Spiel heraus: „Wir haben ein wichtiges Spiel vor der Brust. In Wedel ist es, unabhängig der Tabellenkonstellation, nie einfach zu gewinnen. Wir müssen uns offensiv steigern und Cleary im Zaum halten, um Sonntag erfolgreich zu sein.“

Die Gäste aus Schwelm können für sich verbuchen, den Wedeler Harrison Cleary bei ihrem 103:85-Hinspielsieg in seiner Angriffsausbeute (10 Punkte) deutlich eingeschränkt zu haben. Vor allem Schwelms CJ Oldham hat es Blode angetan: „Sehr vielseitig und einer der Spieler, die in der Liga unterschätzt werden.“ Robert Merz kam vor wenigen Wochen vom ProA-Ligisten Leverkusen nach Schwelm, mit Marius Behr spielt zudem ein ehemaliger Rister an früherer Wirkungsstätte auf.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Nord-Vorberichte-1.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-10 16:25:212023-02-10 16:25:23Vorberichte ProB Nord 19. Spieltag

Vorberichte ProB Süd 19. Spieltag

10. Februar 2023/in APP, ProB Süd 22/23

Foto: Gerd Käser

Spieltag 19: 11.02.2023 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. WHITE WINGS Hanau

Nach dem vergangenen Wochenende hat das TEAM Ehingen Urspring eine emotionale Achterbahnfahrt hinter sich. Grund zur Freude liefert die Tatsache, dass die Mannschaft von Headcoach Oliver Heptner mit dem wichtigen Auswärtssieg in Coburg zum ersten mal in dieser Saison eine kleine Siegesserie von nun drei gewonnenen Partien in Folge aufweisen kann und damit einmal mehr seine Playoff-Ambitionen untermauert. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von je acht Siegen und Niederlagen gelang damit der Sprung auf Tabellenplatz sechs.

Allerdings musste Ehingen einen schmerzhaften Verlust hinnehmen: Andre Nation zog sich während der Partie gegen Coburg einen Achillessehnenabriss zu und wird daher in dieser Saison nicht mehr auf den Platz zurückkehren. „Nun, da das Team auf Nation verzichten muss und Ivan Delgado in der vergangenen Woche nicht eingesetzt wurde, ist schwer zu sagen, wer am Samstag ihre Schlüsselspieler sein werden. Im Hinspiel haben wir aber bereits gesehen, dass sie unter anderem dank Vincent Neugebauer, Moritz Heck oder Daniel Zacek auf junge Spieler mit viel Talent verfügen“, so Zamora. Im Oktober erzielte Heck in Hanau starke 22 Punkte, während Zacek 13 Zähler aufs Scoreboard brachte.

Dabei wird sich am Samstag zeigen, ob die Mannschaft von Trainer Johannes Hübner den Ausfall eines der besten Scorer der Liga kompensieren kann. Ganz unwahrscheinlich ist das nicht: „Die Ehingener sind unvorhersehbar. Auf dem Papier sind ihre Importspieler die absoluten Leistungsträger. Dennoch hat das Team auch schon ohne sie wichtige Spiele gewonnen“, betont Zamora.

Für Hanau geht es am Samstag zum einen darum, sich mental nicht von der Vorwoche verunsichern zu lassen. Zum anderen muss das Team wieder mit mehr Aggressivität auftreten: „Wir müssen allen Gegnern zeigen, dass wir ihnen physisch überlegen sind. Gegen Erfurt haben wir das Reboundduell verloren – das darf uns so nicht noch einmal passieren“, sagt Zamora abschließend.

11.02.2023 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. BBC Coburg

Nach dem aus Frankfurter Sicht zuletzt spielfreien Wochenende steht für die FRAPORT SKYLINERS Juniors am kommenden Samstag das nächste Heimspiel auf dem Programm.

Mit elf Siegen stehen die Gäste aus Coburg aktuell auf dem dritten Platz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Seit dem Hinspiel Ende des Jahres 2022, welches die Frankfurter mit 64:77 für sich entscheiden konnten, haben die Coburger in fünf gespielten Partien drei Erfolge gefeiert. Am vergangenen Wochenende haben sie ihr Heimspiel gegen Ehingen mit 69:82 verloren. Neu seit Jahresbeginn an der Seitenlinie ist Headcoach Milos Petkovic. Er hat die bisherige Trainerin Jessie Miller, welche sich nach dem Hinspiel Richtung USA verabschiedete, ersetzt. Zählen kann er vor allem auf Tyreese Blunt, welcher im Schnitt 18,3 Punkte pro Partie erzielt. Ebenfalls zweistellig scoren Leon Bulic (14,2), Jose Joaquin Carrasco Martin (13,8), Adrian Worthy (11), Adrian Petkovic (10,4), und Jannis Sonnefeld (10,2).
Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollen die FRAPORT SKYLINERS Juniors gegen den BBC Coburg zurück auf die Siegerstraße, um wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze zu sammeln. 

Headcoach Sepehr Tarrah zur kommenden Partie:  „Uns erwartet ein sehr aggressiv spielendes Team. Es wird wichtig, von Anfang an hellwach zu sein und uns über die Defensive in Rhythmus zu bringen. Sie spielen schnell, schießen viele 3er und sind in der Lage viele Punkte zu machen. Das müssen wir zu verhindern wissen.“

11.02.2023 19:30 Uhr SEEBURGER College Wizards vs. Porsche BBA Ludwigsburg

Nach der 70:94 Niederlage in Speyer können sich die SEEBURGER College Wizards kommenden Samstag in ihrer beheimateten Halle gegen die Porsche BBA Ludwigsburg beweisen. Das knappe Hinspiel, welches mit gerade einmal 2 Punkten verloren wurde, lässt einen zuversichtlich auf die anstehende Partie blicken.

Die letzten beiden Spiele haben deutlich werden lassen, dass die Defensivarbeit der Wizards wieder mehr zu einer einheitlichen Teamleistung werden muss. Denn auch wenn die Ludwigsburger Gegner ein Team auf Augenhöhe sind, wird es die Defensive sein, die den Ausgang des Spieles entscheiden wird. Ludwigsburg tritt mit einer sehr jungen Mannschaft an, bei welcher die Fähigkeiten sehr ausgeglichen verteilt sind. Auch wenn sie nicht direkt mit einzelnen Top-Spielern herausstechen, ist es ihre Teamleistung, welche sie zu einem gefährlichen Gegner macht. Die Verteidigung wird über das gesamte Spiel hinweg auf einem intensiven Level gehalten, wogegen die Wizards ankämpfen werden müssen. Denn auch im Hinspiel haben sie sich zeitweise gegen die starke Defense schwergetan.

In der Offensive wird es eine große Rolle spielen, souverän gegen die intensive Press-Verteidigung der Gegner agieren zu können. Hierbei ist wieder ein gutes Zusammenspiel gefordert, damit die Defense geschlagen, und saubere Abschlüsse ausgespielt werden können. Defensiv ist es wichtig, die Fehler in den vergangenen beiden Spielen zurückzulassen und mit neuer Energie und Konzentration eine ebenso starke wie konsequente Verteidigung aufs Spielfeld zu bringen.

„Wir müssen als Team verteidigen, das ist der Schlüssel. Wenn wir Chancen haben wollen, müssen wir ganz anders auftreten als in den letzten Spielen.“, blickt Geschäftsführer Zoran Seatovic auf das kommende Spiel.

Es ist also deutlich, dass es einerseits die Defensive, andererseits aber auch das starke Zusammenspiel im Team sein wird, welches den Wizards den Sieg bringen kann.

12.02.2023 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. TSV Oberhaching Tropics

Nach den zwei erfolgreichen Partien gegen Ludwigsburg und Hanau, empfangen die Basketball Löwen am Sonntag mit den TSV Oberhaching Tropics den Tabellenvierten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB in der Thüringer Landeshauptstadt.

Die Oberbayern gewannen zehn der bislang 17 Spiele. Das Hinspiel endete äußerst knapp mit einem 93:90-Sieg für die Oberhachinger Hausherren. Das Team von Trainer Mario Matic zeichnet sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung aus. Besonders korbgefährlich ist der erfahrene Spielmacher Omari Knox mit durchschnittlich 19 Punkten pro Partie.

Für die Basketball Löwen verliefen die letzten Trainingstage recht durchwachsen, da einige Spieler körperlich oder gesundheitlich angeschlagen waren. Erfreulicherweise sind die Verletzungen von Ricky Stafford (Kopf) und Lorenz Schiller (Fuß) aus der Partie in Hanau nicht mit einer längeren Ausfallzeit verbunden. Beide haben sich in den letzten Tagen mit der Unterstützung des Ärzte- und Physioteams gut erholt und können möglicherweise gegen Oberhaching wieder auf einen Kurzeinsatz hoffen. Noch pausieren muss Otto Farenhorsts (Schulter), der voraussichtlich in der nächsten Woche ins Training einsteigen kann.

Mario Matic: „Ich hatte bereits nach unserem Hinspielsieg gesagt, dass Erfurt noch kommen wird und auch in den Playoffs für jedes Team ein sehr schwerer Gegner sein wird. Sie hatten während der Saison mit viel Verletzungsproblemen zu kämpfen, aber spielen nun starken Basketball und haben nach dem Sieg in Hanau viel Selbstvertrauen. Enrico verfügt über eine tiefe Rotation und kann nun über 40 Minuten Vollgas spielen lassen. Wir brauchen ein gutes Spiel um bei den Löwen zu bestehen und müssen eine anderen Einstellung zeigen als zuletzt.„

12.02.2023 17:00 Uhr OrangeAcademy vs. FC Bayern Basketball II

Vor richtungsweisenden Wochen steht die zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer: Nach den Spielen gegen Teams aus dem oberen Drittel der ProB Süd wie Koblenz (2.) und Oberhaching (4.) folgen nun Duelle mit Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte. Den Auftakt macht am Sonntag (17 Uhr) das Auswärtsspiel in Ulm. Mit einer Bilanz von 5:11 Siegen stehen die Schwaben auf dem zehnten Rang, die jungen Bayern sind weiterhin Schlusslicht (3:13).

Um die Bedeutung der Partie weiß auch Guard Jeremia Agyepong: „Wir haben uns in den letzten beiden Spielen deutlich gesteigert. Jetzt ist es an der Zeit zu gewinnen.“ Die jüngsten Auftritte des FCBB II machten durchaus Mut für den Saisonschlussspurt. In Oberhaching erzielte man so viele Punkte (85) wie noch nie in dieser Saison und gegen Aufstiegsaspirant Koblenz hielt man lange gut mit. Die Ulmer gehören wie die Bayern zu den jüngsten Teams der gesamten BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

Aus einer Reihe Ulmer Talente stich seit Kurzem im jungen Franzosen Pacôme Dadiet jemand heraus. In seinen bisher zwei absolvierten Spielen erzielte er 24 bzw. 23 Punkte. Beim Adidas Next Generation Tournament in München lief er ebenfalls für die Ulmer auf. Über die bisherige Saison gesehen ist der Österreicher David Fuchs (16,5 PpS) bester Scorer des Farmteams, er erhält regelmäßig Einsatzzeiten auch in der BBL-Mannschaft und ist bester Rebounder (7,4 RpS) ist.

FCBB II-Coach Mihajlo Mitic: „Wir erwarten ein sehr intensives Spiel von zwei jungen Mannschaften mit sehr viel Talent auf beiden Seiten. Ulm spielt sehr aggressiven und schnellen Basketball. Aber wir sind hochmotiviert und trotz unserer Niederlagen zuletzt haben wir uns in einigen Aspekten des Spiels verbessert.“

Mitic hofft für sein seit Monaten ersatzgeschwächtes Team zumindest auf die Rückkehr des angeschlagenen Lenny Anigbata, über dessen Einsatz erst nach dem Abschlusstraining entschieden werden kann. 

12.02.2023 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. BG Hessing Leitershofen

Die weiteste Auswärtsreise der Saison steht für die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Sonntag auf dem Programm. Die Kangaroos gastieren bei den EPG Baskets Koblenz. Bereits früh am Morgen wird man den Mannschaftsbus in die Stadt, wo Rhein und Mosel zusammenfließen, besteigen und dann spät in der Nacht zum Montag zurückkehren.

Getragen wird das Team von Headcoach Emanuel Richter vom ehemaligen Baskets-Akteur Lucas Mayer und dem 25-jährigen Power Forward Pal Teathloach (T-Pal). T-Pal, einer der Aufstiegsgaranten der Vorsaison, gehört auch in seiner ersten Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zu den effektivsten Liga und ist an beiden Enden des Feldes der wahrscheinlich wichtigste Spieler seines Teams. Mit durchschnittlich über elf Rebounds, 2,6 Steals und 1,3 Blocks stellt T-Pal, der auch offensiv mit 16 Punkten zu überzeugen weiß, seinen Wert fürs Team immer wieder unter Beweis. Lucas Mayer, der in den vergangenen zwei Spielzeiten für die Koblenzer Basketballer auflief, sorgt für viel Energie im Backcourt der BG Hessing Leitershofen. Der Energizer übernahm bei seinem neuen Verein gleich eine Führungsrolle und beweist mit durchschnittlich zwölf Punkten und je vier Rebounds und Assists seine Allrounderqualitäten. Neuzugang Meo Martin integrierte sich ebenfalls sehr schnell in seinem neuen Team. Der 19-jährige Power Forward, der im Januar zu seinem neuen Team stieß, erzielte in seinen ersten beiden Saisonspielen 14,5 Punkte und sicherte sich zudem sechs Rebounds. Während Kapitän und Leitershofener Urgestein Max Uhlich seinem Team unter den Körben viel Energie gibt, hat Headcoach Richter im Backcourt viele Spieler, die schnell heiß laufen können und dem Team zusätzliche Tiefe verleihen. Neben Nicolas Lagerman, der im bisherigen Saisonverlauf bereits sechsmal zweistellig scorte und beim Hinspiel gegen die Baskets mit 17 Punkten zu überzeugen wusste, gehören auch der starke Verteidiger Lewis Londene, der 20-jährige Jannik Westermeir und die beiden Dreierspezialisten Stjepan Topalovic und Nino Tomic, der im Hinspiel mit 18 Punkten Topscorer seines Teams war, zur festen Leitershofener Rotation.

Baskets Headcoach Pat Elzie: „ Leitershofen kämpft als Aufsteiger um die Playoffs und wird alles daran setzen, dieses Ziel auch zu erreichen. Wir haben in Leitershofen mit 81-70 gewonnen, einfach war es jedoch nicht. Wir müssen fokussiert bleibe, unsere Hausaufgaben machen und uns von Spiel zu Spiel verbessern, um pünktlich zu den Playoffs in Topform zu sein.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Sued-Vorberichte-1.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-10 16:24:342023-02-10 16:24:36Vorberichte ProB Süd 19. Spieltag

Nachberichte ProA 21. Spieltag

9. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Pressefoto Ulmer

Spieltag 21: 08.02.2023 19:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Dresden Titans 97:105

In einem nervenaufreibenden Spiel konnten die Dresden Titans die Nürnberg Falcons besiegen. Nach einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit und zweifacher Overtime setzten sich die Männer mit 97:105 durch. Damit sammelten sie den 12. Saisonsieg und bescherten Trainer Fabian Strauß ein perfektes Geburtstagsgeschenk.

Ohne den verletzten Thomas Wilder empfing die Mannschaft von Coach Derrick Taylor vor rund 1300 Zuschauern den Tabellennachbarn aus Dresden. Durch die Abwesenheit des Point Guards rückte Tim Köpple in die Starting Five und sah im ersten Viertel erst einmal, wie es Basti Schröder quasi alleine mit den Gästen aus Sachsen aufnahm. Der Kapitän erzielte neun Punkte und hatte einen großen Anteil an der 26:23-Führung nach zehn Spielminuten.

Im zweiten Viertel setzten sich die Schröder-Festspiele fort und auch Justinas Ramanauskas und Rocky Kreuser blühten offensiv auf. Mit den eigenen Fans im Rücken erspielten sich die Falken eine zwischenzeitliche 15 Punkte-Führung (49:34). Nürnberg hatte alles im Griff, verlor zum Ende der ersten Halbzeit aber zunehmend Fokus und Faden. Die Titans nutzten das aus und verkürzten zur Pause auf sieben Zähler (53:46). Nach dem Seitenwechsel waren dann wieder die Falcons am Drücker und die Führung wuchs wieder an (59:49). Angeführt von Chase Adams legten die Titanen aber wenig später einen 9:0-Run auf das Parkett und schlossen auf (59:58). Wenig später erzielte die Mannschaft von Coach Strauß dann sogar in Person von Georg Voigtmann die 61:62-Führung. Nürnberg war jetzt gefordert, antwortete als Team und führte nach 30 Spielminuten wieder mit einem Punkt (67:66).

Im Schlussviertel spielten beide Teams mit offenem Visier. Was für Fans unterhaltsam war, kostete beide Trainer viel Nerven. Vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit traf Christian Feneberg einen schweren Wurf zum 75:76. Dresden antwortete mit einem 6:0-Run und stellte die Weichen auf Sieg (75:82).Nürnberg stand nun erneut unter Druck, konnte aber ausgleichen und da der letzte Wurf der Gäste sein Ziel deutlich verfehlte, ging es beim Stand von 82:82 in die Verlängerung. Dort erzielten die Falken fünf schnelle Punkte (87:82), doch Dresden konterte und schickte die Partie nach dem 91:91-Ausgleich von Tanner Graham in die nächste Overtime. Hier machten sich dann mehr denn je die kurze Rotation der Mittelfranken und der Ausfall von Thomas Wilder bemerkbar. Die Falken warfen alles in die Waagschale aber den Ball nicht mehr oft genug in den Dresdner Korb. Das Team von Fabian Strauß hingegen war fitter, treffsicherer und machte an der Freiwurflinie das 97:105 und damit den zwölften Saisonsieg perfekt.

„Dresden hat sehr gut und sehr hart gespielt und diesen Sieg am Ende auch verdient. Ich bin trotz der Niederlage sehr stolz auf meine Mannschaft ob der kurzen Rotation und der heute gezeigten Leistung. Wir müssen am Samstag wieder zurückkommen und daran werden wir ab sofort arbeiten“, so Derrick Taylor nach dem Spiel. 

08.02.2023 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 97:80

Garai Zeeb, Parker van Dyke, Marco Hollersbacher, Travis Daniels und Dylan Painter bildeten die Starting Five, die Gladiators Headcoach Pascal Heinrichs auf das Parkett der Leverkusener Ostermann-Arena schickte. Bereits von den ersten Spielminuten an wurde klar, dass an diesem Abend eine schwere Aufgabe auf die Trierer Profibasketballer wartete. Leverkusen startete mit hohem Tempo und starker Defensive, während die Gladiatoren sehr nervös in die Partie gingen und bereits früh im ersten Viertel einige Ballverluste zu verzeichnen hatten. Bei den Bayer Giants sorgte vor allem Point Guard Kadre Gray, der unglaublich hochprozentig aus der Distanz traf, für eine frühe zweistellige Führung seiner Manschaft (12:22, 6. Spielminute). Auch im weiteren Verlauf fehlte auf Trierer Seite das Wurfglück, aber vor allem die defensive Intensität, sodass die Rheinländer bis zum Ende der ersten zehn Minuten bereits mit 16:29 in Führung lagen.

Auch im zweiten Spielabschnitt schafften es die Moselstädter nicht, die Giants an freien Distanzwürfen zu hindern. Offensiv lief der Ball zu langsam durch die eigenen Reihen und man hatte selbst große Probleme seine Schützen in guter Position freizuspielen. So suchte man häufig das Inside-Spiel, was die Leverkusener jedoch gut unterbanden und für weitere Turnover auf Trierer Seite sorgten. Auch eine frühe Foulbelastung der Trierer Big Men sorgte für Probleme bei den Gästen aus der ältesten Stadt Deutschlands. Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels kamen die Gladiatoren besser in ihre offensiven Systeme und fanden bessere Scoring-Optionen am Brett. Dennoch ging es mit einem deutlichen Rückstand von 42:54 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Gladiators dank eines Dreiers von Garai Zeeb den Rückstand zwar kurzzeitig auf neun Punkte, mussten dann jedoch den nächten Scoring-Run des Rekordmeisters hinnehmen. Weiterhin blieb die Trierer Defensive blass und auch offensiv kam man nur selten zu gut herausgespielten Abschlüssen. So wuchs der Vorsprung der Leverkusener erneut an und zur Mitte des dritten Viertels lag man erneut deutlich zurück (49:67, 25. Spielminute). Die Bayer Giants blieben defensiv konzentriert und nahmen den Trierern hauptsächlich den Drei-Punkte-Wurf weg, was immer wieder zu großen Problemen im Offensivspiel der Gladiatoren führte. So stand auch am Ende des dritten Viertels ein hoher Rückstand auf der Anzeigetafel – mit 61:75 ging es in das letzte Viertel.

Im vierten Viertel zeichnete sich ein ähnliches Bild wie in den vorhergegangenen Spielabschnitten ab. Trier blieb defensiv schwach und konnte den Leverkusenern kaum etwas entgegensetzen. Offensiv war man weiterhin bemüht freie Würfe zu kreieren, was jedoch immer wieder mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Auf der anderen Seite trafen die Bayer Giants weiter sehr stark aus dem Feld und hielten die Gladiatoren somit weiter auf Distanz. Erst als man auf Trierer Seite auf eine aggressive Fullcourt-Defense umstellte gelang es, einige Ballgewinne zu verzeichnen. Offensiv übernahm nun Point Guard Jordan Johnson die Verantwortung und zog immer wieder beherzt zum Korb und bekam einige Freiwürfe zugesprochen. Dennoch blieb Leverkusen an diesem Abend die stärkere Mannschaft und erhöhte den Vorsprung zweieinhalb Minuten vor Schluss auf über zwanzig Punkte (70:91). Mit dem direkten Vergleich im Hinterkopf (das Hinspiel in Trier endete 102:82) gelang es den Trierer Profibasketballern noch den Rückstand etwas zu verkürzen, sodass am Ende einer schwachen Auswärtspartie eine 80:97 Niederlage zu Buche stand.

Pascal Heinrichs (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Wir haben leider genau das Gegenteil gemacht von dem, was wir in Dresden gemacht haben. Wir sind sehr schlecht gestartet und konnten Leverkusen unser Spiel nicht aufzwingen. Wir sind die ganze Zeit hinterhergelaufen, sie konnten machen was sie wollten. Die Giants haben die Qualität das auszunutzen und wir haben uns nicht so gewehrt, wie wir das eigentlich machen wollen. Auch wenn Leverkusen ein schwerer Gegner ist dürfen wir uns dort nicht so präsentieren!“

08.02.2023 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Kirchheim Knights 87:75

Im Auswärtsspiel bei den Eisbären aus Bremerhaven mussten Kirchheims Zweitligabasketballer am 21. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga eine 87:75 Niederlage hinnehmen. Gegen weitaus clever und beständig agierende Hausherren, gerieten die Schwaben in der zweiten Halbzeit in Rückstand und konnten diesen nicht mehr aufholen. In der Tabelle bleibt es weiterhin eng.

Am heutigen Mittwochabend zeigten beide Teams zunächst ihr defensives Können, in den ersten zwei Minuten konnte keine Mannschaft punkten. Der erste Treffer gelang dann Simon Krajcovic, der nach einem angetäuschten Zuspiel den Ball selbst einnetzte. Neuzugang Khalid Thomas kam nach sechseinhalb Minuten zu seinem Debüt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Kurz darauf konnte der 23-jährige seine ersten Punkte erzielen und zog mit einem sehenswerten Dunk nach Zuspiel von Adrian Breitlauch die Fans auf seine Seite. Mit einem knappen 18:19-Rückstand endete das erste Viertel. Zu Beginn der zweiten zehn Minuten gelangen den Eisbären der 19:19 Ausgleich und die 20:19 – Führung durch zwei verwandelte Freiwürfe von Khalid Thomas. Danach hatten die Gäste einen Lauf, vor allem, weil die Eisbären vorne die eigenen Punkte liegen ließen. Zwischenzeitlich konnte Kirchheim auf 22:33 davonziehen. Das Team von Steven Key ließ sich dadurch nicht entmutigen und legte mit der eigenen strukturierten Defensivarbeit den Grundstein für die Wende. Matt Frierson erzielte seinen ersten Dreier der Partie und die Bremerhavener konnten zur Halbzeit noch eine 42:40- Führung mit in die Kabine nehmen.

Mit dem Start der zweiten Hälfte bestimmten die Eisbären Bremerhaven die Partie. Robert Oehle zeigte mit allein 10 Punkten und 4 Rebounds in diesem Drittel seine beste Performance des Spiels. Die Teckstädter erzielten ihrerseits kaum noch Körbe. So zogen die Eisbären zeitweise mit zwölf Punkten davon. Matt Frierson jubelte über einen, von ihm selten gezeigten, Korbleger. Der Siegeswille war den Seestädtern anzumerken: Auch mit nur noch 1.4 Sekunden auf der Uhr bei eigenen Einwurf, gab das Team alles um noch einen weiteren Ball im Korb unterzubringen. In diesem Viertel produzierten die Eisbären zudem keinen einzigen Turnover. Das letzte Spiel hatte alle Beteiligten gelehrt, bis zum Schluss der Partie konzentriert zu agieren. Die weiteren Drei-Punkte-Treffer von Thomas und Stovall machten es dem Gegner schwer ihrerseits noch einmal heranzukommen. Dazu waren einige Kirchheimer bereits mit vier Fouls belastet und Niedermann, einer der Doublescorer der Partie, musste mit seinem fünften Foul bereits von der Bank aus zuschauen. Die Basis für den Sieg war weiterhin die überzeugende Defensivleistung, die das Team bis zum Ende beibehielt. Den Schlusspunkt der Partie setzte Adrian Breitlauch mit seinem Treffer zum 87:75. 

Dementsprechend zufrieden war Headcoach Steven Key heute mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft: „Wir haben uns langsam in die Partie hineingearbeitet. Nach zu vielen leichten Fehlern zu Beginn des Spiels, haben wir Charakterstärke gezeigt und uns ins Spiel zurückgekämpft. Ich wünsche mir, dass wir es in der Zukunft schaffen, von Anfang an diese Stärke zu zeigen. Unser Vorteil war heute, dass wir in der Breite gut agiert haben. Ich bin froh über die zwei gewonnenen Punkte hier im Eisbärenkäfig und vor unseren Fans. Khalid hatte einen sehenswerten Einstand. Er wird in den kommenden Trainings noch einige Spielphysis aufholen und dann eine noch größere Bereicherung für unser Team werden.“

08.02.2023 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. JobStairs GIESSEN 46ers 84:81

Der 21. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sollte nach gutem Beginn für die JobStairs GIESSEN 46ers mit einer 81:84-Auswärtsniederlage bei Phoenix Hagen enden. Während die ersten beiden Abschnitte von den Mittelhessen bestimmt wurden und so die 47:35-Halbzeitführung erobert werden konnte, waren es die kämpferischen Hausherren, die sich in den Schlusssekunden durch JJ Mann durchsetzen. Die Dreipunkteniederlage bedeutet gleichzeitig den Verlust des direkten Vergleiches, sodass die Mittelhessen im Tableau hinter die Hagener rutschten. Für Gießener sollte Jordan Barnes mit 25 Punkten und Stefan Fundic mit 20 Zählern sowie 11 Rebounds die Bestleistungen liefern. 

Einen guten Start legten die Gäste in der Defense hin und sorgten so mit Fundic sowie Barnes für einen 7:0-Vorsprung (2.). Castlin fand per Sprungwurf die erlösenden Zähler für die Hausherren, was aber die Mittelhessen zunächst nicht aus der Bahn lenkte und so hielt man bis Mitte des ersten Viertels den Vorteil bei sechs Punkten (10:4, 4.). Während sich das Scoring bei den Gießener auf mehrere Schultern verteilte, was es lediglich Castlin der in dieser Phase Output für die Hagener produzierte (20:8, 6.). Nach einem nötigen Timeout der Feuervögel war es wiederum Castlin (10 Punkte) der funktionierte und so Barnes & Co. forderte (23:12, 8.). Die intakte Verteidigung und eine geschlossene Mannschaftsleistung führte die JobStairs GIESSEN 46ers zur einer 26:16-Führung.

Die intensive Gangart sollte die Mittelhessen auch gut in den zweiten Abschnitt führen, wo Igor Cvorovic per Layup und Luis Figge von der Straflinie die ersten Zähler verzeichneten (30:19, 12.). Hagen sollte im Scoring aber ebenfalls zulegen, sodass Aaron Thompson sowie Dreier von Kristofer Krause und Tim Uhlemann für den 25:30-Anschluss sorgten (13.). Ein gutausgeführter Pick-&-Roll-Angriff mit dem Vollender Fundic konnte die entfachte Angriffswelle der Gastgeber aber nicht abebben, sodass Castlin zum 27:32 einlochte und die 46ers zur Auszeit zwang (14.). Center Fundic war es, der sich bei den Mittelhessen weiterhin als konstanter Scorer etablierte (18 Punkte) und so seine Farben über Wasser hielt (36:27, 15.). Angestachelt von seinem Big Man fügte sich nun Barnes mit einem And-One wieder in die Scoringliste ein (39:27, 17.). Diesem folgte ein 4:0-Zwischenspurt der Hagener, der aus der Ecke von Karlo Miksic jäh gestoppt wurde (42:30, 18.). Ein krachender Dunking von Roland Nyama sollte ein abschließendes Highlight der JobStairs GIESSEN 46ers in diesem Viertel darstellen, was ein Halbzeitergebnis von 47:35 nach sich zog. 

Die Szenerie in der zweiten Halbzeit begann mit einem Gießener Dreipunktewurf von Brauner, schnellen Händen von Nyama und einem treffsicheren Barnes zum 52:37 (21). Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten und Phoenix zeigte sich kämpferisch mit Castlin, Omuvwie, Krause und Keßen (44:52, 23.). Den 7:0-Run der agil aufkommenden Hausherren sollte eine Auszeit der Gießener Einhalt gebieten. Die Wirkung dieser Maßnahme sollte Luis Figge und Barnes vom Perimeter inspirieren und so ihre Farben auf 58:44 (25.) stellen lassen. Ein Dreipunkte-Contest von Brauner und Mann sorgte für weitere Perimeter-Leistungen zum 61:53 (27.). Während Figge mit seinen Freiwürfen im Anschluss aus der Reihe tanzte, war Thompson mit einem Dreipunktespiel zum 56:63 (28.) erfolgreich. Es sollte der Auftakt einer gelungenen Aufholjagd der Gastgeber sein, sodass die Mittelhessen lediglich mit einem knappen 64:61-Vorsprung ins Schlussviertel bogen. Die Big Men der beiden Kontrahenten mochten gleich zu Beginn des Schlussabschnitts ihre Kräfte messen, sodass Punkte auf dem Tableau von Fundic und Keßen aufleuchteten (66:64, 31.). Die Protagonisten schenkten sich in dieser zerfahrenen Phase nichts, Balloberrungen und Foulspiele bestimmten das Bild. Thompson lockerte mit einem Zirkus-Shoot den Knoten, den Barnes über einen Distanzwurf liebend gerne mit öffnete (70:66, 33.). Zwei Dreier von Mann und Bank in Folge entfesselte die Krollmann Arena beim 72:70 (35.) und führte zu einer nötigen Auszeit der 46ers. Aus dieser wankten die Gießener zu Tip-In-Zählern von Martin, die aber Hagen nicht aufhielt, die ihrerseits auf 79:72 (36.) davoneilten. Der fehlenden Offensivrhythmus der Mittelhessen konnte ein Distanzwurf von Barnes, Freiwürfe von Brauner und ein Martin Layup zum 81:81 (38.) reparieren. Am Ende war es aber Mann aus der Distanz der die 81:84-Niederlage der JobStairs GIESSEN 46ers in der Schlusssekunde besiegelte.  

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Das Spiel hatte viele Ähnlichkeiten mit dem Hinspiel bei uns in Gießen, allerdings mit einem anderen Sieger am Ende. Wir haben das Spiel lange Zeit kontrolliert und es sah lange danach aus, dass wir als souveräner Sieger aus der Partie gehen werden. Aber gerade im letzten Viertel konnten wir Hagen circa sechs bis sieben Minuten mit lediglich zwei Teamfouls nicht stoppen. Das führt dann dazu, dass sich so eine Mannschaft wie Hagen in einen Rausch spielt und am Ende die Partie gewinnt. Eine für uns unnötige Niederlage und vor allem der direkte Vergleich tut richtig weh. Das nehme ich voll und ganz auf meine Kappe. So wie der ein oder andere Spieler und sogar mein Trainer-Staff heute praktisch technische Fouls provoziert haben. Das muss ich mir ankreiden, ich hatte mein Team heute nicht richtig unter Kontrolle. Das war der Grund für unsere heutige Niederlage.“

08.02.2023 20:00 Uhr RASTA Vechta vs. Uni Baskets Paderborn 89:67

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

08.02.2023 20:00 Uhr WWU Baskets Münster vs. Tigers Tübingen 80:88

Die Tigers Tübingen haben nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder gewonnen. Bei den WWU Baskets Münster setzten sich die Schützlinge von Trainer Danny Jansson vor 1.850 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel mit 88:80 (43:44) durch. Es war ein schwer erkämpfter Sieg gegen einen guten Gegner. 

Hilmar Pétursson, Cosmo Grühn, Stefan Weß, Darien Jackson und Andreas Seiferth starteten gegen den Tabellenzweiten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Und der erwischte wie schon im Hinspiel vor einem Monat den besseren Start, lag schnell 10:2 (3.) vorne, zwang Björn Harmsen früh zur Auszeit. Münster tat sich zunächst offensiv gegen bissig verteidigende Tigers schwer. Tübingen blieb am Drücker, führte nach 7 Minuten zweistellig (22:12). Die Münsteraner kämpften leidenschaftlich und sich so in die Partie. Ging ein Ball verloren, wurde hinten nun intensiv verteidigt. Jordan Jones, der stark aufspielte, und Darien Jones setzte dreimal energisch am offensiven Brett die Signale der Trendwende, stellten den Anschluss zum 22:26 nach dem Auftaktviertel her.

Die WWU Baskets hatten in Sachen Intensität deutlich einen Gang höher geschaltet, wodurch sie nach Andreas Seiferths Distanztreffer und Hilmar Péturssons doppelter Offensivaktion zum 29:29 ausglichen. Die Verteidigung der Baskets funktionierte gut und störte den Rhythmus der Schwaben. Münster gelang nun Mitte des Viertels der erste Lauf, mit 7:0 kamen sie zum ersten Führungswechsel (36:31). Die mit viel Qualität gespickten Tübinger waren schnell wieder da, schlugen kühl mit ihrem 9:0-Lauf zurück (36:40, 17.). Münster spielte weiter mit hohem Energielevel, hielt dagegen. Hilmar Pétursson lieferte wichtige Impulse, seine fünf Zähler nach toller Ballbewegung brachten die WWU Baskets eine Ein-Punkt-Führung zum Seitenwechsel – 44:43.

In der zweiten Hälfte hatte sich das Team von Danny Jansson etwas vorgenommen, es zog die Defensive spürbar an, attackierte Münsters Aufbau permanent. Beide Teams hatten Schwierigkeiten zu punkten, erzielten jeweils ganze sechs beziehungsweise sieben Zähler in den fünf Auftaktminuten von Durchgang zwei (51:50). In einem offenen Schlagabtausch boten die Münsteraner dem Tabellenzweiten die Stirn, beide Teams verlangten sich physisch einiges ab. Die Baskets legen mehrfach vor, Jordan Jones dunkte spektakulär, die Tigers ließen sich jedoch nicht abschütteln. Nach Thomas Reuters Dreier zum 58:56 schlug das Pendel leicht in Richtung Gäste aus: 61:66 nach Viertel drei. Die Geschehnisse wiederholten sich – umgekehrt: Tübingen legte vor, Münster kämpfte sich heran. 69:72, 78:80 nach 38 Minuten. Die Fans feuerten mit allem an, was sie hatten. Münster hatte durchaus offene Würfe, allein der Dreier fiel nicht (20%). Die Crunchtime nahte und in der waren die Gäste abgezockter. Vier Zähler von Helmanis bescherten dem Favoriten den vorentscheidenden Vorsprung zum 84:78. Die personellen Ausfälle der beiden deutschen Leistungsträger und der Energieverlust machten sich nun bei den Münsteranern bemerkbar. Der Ball landete in Tübinger Reihen, Aatu Kivimäkis Freiwürfe besiegelten Münsters Niederlage Tübingens verdiente zwei Punkte.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Wir wussten im Vorfeld, dass Münster uns Probleme bereiten kann. Und so kam es auch. In der ersten Halbzeit war ich erneut nicht mit unserer Leistung in der Defense einverstanden. Dazu hatten wir massiv Probleme, Hilmar Petursson zu kontrollieren. Münster hat das Tempo bestimmt. Nach dem Wechsel wurde es dann etwas besser, weil wir besser verteidigt haben und Petursson nur noch einen Punkt erzielt hat. Unsere Offense war es erneut nicht glamourös, doch irgendwie haben wir es geschafft, den knappen Vorsprung in der Schlussphase über die Zeit zu bringen.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/01/Beitragsbilder-ProA-Nachberichte-5.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-09 14:09:282023-02-09 14:09:29Nachberichte ProA 21. Spieltag

Vorberichte ProA 21. Spieltag

7. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Christoph Worsch

Spieltag 21: 08.02.2023 19:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Dresden Titans

21. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Am Mittwoch treffen die Nürnberg Falcons in der Kia Metropol Arena auf die Dresden Titans. Dabei haben die beiden punktgleichen Teams aktuell ihre ganz eigenen Probleme.

„Wir haben das Hinspiel nicht vergessen“. Mit diesen sechs Worten kündigen die Nürnberg Falcons in ihrem aktuellen Hallenmagazin PLAYBOOK das morgige Heimspiel gegen die Dresden Titans an. Tatsächlich markiert das erste Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger einen der denkwürdigsten Falkenauftritte der bisherigen Spielzeit. Zwischenzeitlich führten die Mittelfranken mit 22 Punkten, bekamen dann aber keinen Fuß mehr auf den Boden und verloren ein schon gewonnen geglaubtes Spiel mit 72:69. Für die Titans war dieser Heimsieg eine Art Initialzündung, denn seither führte ihr Weg in der Tabelle quasi nur noch nach oben. Dort, genauer gesagt auf Rang 6, stehen sie nun auch nach 20 Spieltagen – einen Platz vor den punktgleichen Nürnberg Falcons.

Diese sind vor dem Rückspiel am Dienstagabend freilich gewarnt, sind aber noch mit ihrem jüngsten Auswärtsauftritt in Paderborn beschäftigt. Dort verkaufte sich das Team von Coach Derrick Taylor sehr teuer, konnte am Ende aber nur den direkten Vergleich aus NRW entführen. Die zwei wichtigen Punkte blieben bei den Uni Baskets, die dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit 2 81:77 gewannen. Nürnberg hielt lange dagegen, musste aber früh den Ausfall von Thomas Wilder beklagen. Wie lange der Playmaker, Denker und Lenker der Falken ausfallen wird, ist aktuell schwer zu sagen. Die medizinische Abteilung um die Ärzte Brem und Pauser sowie Physiotherapeutin Andrea Reitz ist alarmiert. Alle hoffen auf eine baldige Rückkehr. Sein Ausfall – egal wie lange er auch dauern mag – kommt zur Unzeit. „Wir müssen als Team näher zusammenrücken. Dresden ist ein extrem offensivstarker Gegner, der schnell spielt und jeden Fehler konsequent ausnutzt. Im Hinspiel haben sie uns eine Lektion erteilt. Jeder bei uns muss seinen Teil dazu beitragen, Thomas’ Ausfall bestmöglich abzufangen. Neben Sheldon Eberhardt fehlt uns damit gegen Dresden ein weiterer Leistungsträger“, sagt Derrick Taylor.

Den Dresden Titans spielt das sicher in die Karten. Das Team von Trainer Fabian Strauß ist nach drei Niederlagen in Serie aber allen voran mit sich selbst beschäftigt. Nach dem Heimsieg gegen Kirchheim zum Ende der Hinrunde verlor man das Rückspiel bei den Rittern knapp und zog auch gegen Gießen und Trier den Kürzeren. Zwar ist den Sachsen der Titel „Überraschungsteam der Saison“ kaum noch zu nehmen, doch davon werden sich Daniel Kirchner, Lucien Schmikale, Chase Adams und Co. nichts kaufen können. Schon jetzt geht es um echte Titel. Die Playoffs sind greifbar. Dafür müssen Punkte her. 

08.02.2023 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Der 21. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga steht vor der Tür und erneut begehen die Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga eine englische Woche mit zwei Spielen innerhalb weniger Tage. Für die RÖMERSTROM Gladiators stehen zwei richtungsweisende Spiele an – am Mittwoch trifft man in Leverkusen auf die Bayer Giants und am Sonntag empfängt man die Gießen 46ers in der Arena Trier. Das Hinspiel gegen den Rekordmeister aus Leverkusen Anfang Januar endete mit einem 102:82-Erfolg der Gladiatoren, jedoch hat sich das Team der Farbenstädter seitdem nochmal deutlich verändert. Unerwartet schwach starteten die Bayer-Basketballer in die Saison 2022/23 und standen fast die gesamte Hinrunde auf einem Abstiegsplatz. Etliche Personalwechsel waren die Folge des verpassten Saisonstarts, aber auch die ersten Nachverpflichtungen stellten sich nicht als die erhoffte Verstärkung heraus und haben das Rheinland mittlerweile bereits wieder verlassen. Die letzten Nachverpflichtungen Gabriel de Oliveira und Nick Hornsby absolvierten in Trier ihr zweites Spiel für die Giganten, Guard Trevion Crews, bekannt aus seiner Zeit bei den PS Karlsruhe Lions, wechselte noch später zum Rekordmeister.

Dass die oben genannten Nachverpflichtungen dem Kader der Bayer Giants nochmal einen Qualitätsschub verpassen, zeigen vier Siege in Folge, die die Leverkusener zuletzt erringen konnten. Auch die bereits im Sommer verpflichteten Neuzugänge um Haris Hujic und Dejan Kovacevic, die beide aus der BBL in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA wechselten, kommen immer besser in Fahrt und zeigen aktuell, dass der 17. Tabellenplatz nicht den eigenen Ansprüchen der Rheinländer genügt. Statistisch stärkster Gigant ist aktuell Nick Hornsby, der in seinen bisherigen fünf Spielen 14,6 Punkte, 8 Rebounds und 4,2 Assists pro Spiel auf das Parkett bringt. Die beiden Guards Haris Hujic und Kadre Gray sorgen mit 13,8, beziehungsweise 12,9 Punkten pro Spiel für die meiste Entlastung in der Offensive. Auch die deutschen Big Men Dejan Kovacevic und Gabriel de Oliveira, sowie US-Guard Xavier Bishop erzielen durchschnittlich zweistellige Punktewerte pro Spiel. Robert Drijencic, Trevion Crews und Melvin Jostmann bringen dazu eine Menge ProA-Erfahrung mit und machen die Leverkusener zu einem tiefbesetzten Kontrahenten für die RÖMERSTROM Gladiators. Big Man Dennis Heinzmann fehlt den Leverkusenern bereits die gesamte Saison verletzt, ob er am Mittwoch sein Comeback geben kann, ist aktuell noch ungewiss. Im statistischen Teamvergleich erzielen die Gladiatoren in allen Kategorien bessere Werte als die Giants, die größte Differenz zeigt sich bei der Feldwurfquote, wo die Trierer mit 48,4% auf Platz Zwei, die Leverkusener mit 43,6 % auf dem drittletzten Platz im ligaweiten Vergleich stehen.

Auch Gladiators-Headcoach Pascal Heinrichs weiß um die Qualität des nächsten Gegners und warnt: „Die Spiele gegen Leverkusen sind – spätestens seit den letztjährigen Playoffs – ganz besondere Spiele für uns. Die Mannschaft ist nicht mehr mit dem Team vom Saisonbeginn zu vergleichen. Sie haben sehr viel Personal ausgetauscht und sind extrem gefährlich. Im Hinspiel haben wir vor allem auf den großen Positionen zu viele leichte Korbleger abgegeben – das müssen wir besser machen. Aber auch den Guards um Haris Hujic müssen wir den Dreier wegnehmen, da ist Leverkusen brandgefährlich und hat sehr viel Qualität. Wir müssen die Ballhandler unter Kontrolle bringen, das Rebounding bestimmen und von Anfang an wach sein. Wir wollen den Schwung aus dem Dresden-Spiel mitnehmen und freuen uns auf die Partie am Mittwoch“.

08.02.2023 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Kirchheim Knights

In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA stehen für die Eisbären Bremerhaven drei Spiele innerhalb einer Woche an. Am Samstag, den 04. Februar 2023 um 19.00 Uhr und am darauffolgenden Mittwoch, den 08. Februar 2023 kommen die Bayer Giants Leverkusen und die Kirchheim Knights in den Eisbärenkäfig. Danach reist das Team um Kapitän Robert Oehle zur Auswärtspartie nach Paderborn.

Die Kirchheim Knights spielen zunächst noch gegen Jena, bevor sie die Reise in die Seestadt antreten.  Aus den vergangenen vier Partien nahmen die Teckstädter einen Heimsieg gegen Dresden mit. Sie stehen trotz dessen und auch trotz nur drei gewonnenen Auswärtspartien in der aktuellen Saison weiterhin knapp hinter den Playoff-Plätzen auf Rang 10 in der Tabelle. Vor ihrem Spiel in Vechta am vergangenen Wochenende verpflichteten die Kirchheim Knights mit Nick Musynski einen neuen Center. Für Aufsehen in der Partie sorgte aber ein anderer Kirchheimer: Michael Flowers erzielte für sein Team 35 Punkte.

Der Bremerhavener Head Coach Steven Key geht mit Vorfreude in die kommenden zwei Partien: „Wie wir in Tübingen gespielt haben, hat mir sehr gut gefallen. An diese Leistung müssen wir in den kommenden Partien anknüpfen. Leverkusen ist ein komplett anderer Gegner als in der Hinrunde, mit ihrem aktuellen Team sind sie eher ein Playoff-Anwärter als Tabellenvorletzter. Ich denke, dass sie sich noch weit nach vorne arbeiten können. Deshalb müssen wir erneut über 40 Minuten konzentriert bleiben.“

08.02.2023 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. JobStairs GIESSEN 46ers

In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist ein intensiver Wettbewerb um die Playoff-Plätze und der jeweiligen Platzierung entfacht, sodass jede Partie an Bedeutung gewinnt. Für die JobStairs GIESSEN 46ers steht am kommenden Mittwoch, den 8. Februar um 19.30 Uhr die Auswärtsfahrt zum Tabellennachbarn Phoenix Hagen auf dem Programm. Bereits das Hinspiel wurde in den Schlusssekunden zu Gunsten der Gießener entschieden. Beide Teams gehen nach den letzten Erfolgen vom Wochenende mit Selbstvertrauen in die Begegnung, sodass auch wieder ein enges Gefecht erwartet werden darf.

Die JobStairs GIESSEN 46ers konnten beim Heimspielerfolg am vergangenen Samstag mit Dresden einen Playoff-Konkurrenten auf Distanz halten und mit dem 90:76-Sieg den direkten Vergleich sichern. Die gleichen Vorzeichen sind nun auch beim Auswärtsauftritt gegen Phoenix Hagen gegeben. In der Tabelle liegen die Feuervögel nur einen Platz hinter den Gießenern und können mit einem Heimerfolg, der mit drei Punkten unterschied erfolgt, nicht nur aufschließen, sondern auch den so wichtigen direkten Vergleich eintüten. Beim 91:89-Hinspielerfolg der 46ers waren einmal mehr Jordan Barnes und Nico Brauner mit jeweils 19 Zählern die Topscorer. Auch gegen Dresden behielt der Backcourt der Lahnstädter mit jeweils 20 Punkten die Übersicht und verhalfen so ihren Farben zum Sieg. Mit Luca Finn Kahl fehlte zuletzt krankheitsbedingt ein Spieler in der Rotation von „Frenki“ Ignjatovic. Ob der deutsche Aufbauspieler in Nordrhein-Westfalen mit dabei sein wird, sollen die anstehenden Trainingseinheiten zeigen.

Im Hinspiel schweren Herzens aussetzen musste der gebürtige Gießener Bjarne Kraushaar. Vor seinem Osthallen-Debüt als Neu-Hagener knickte der Aufbauspieler damals im Abschlusstraining um und musste verletzungsbedingt passen. Nun ist der Spielmacher mittlerweile wieder voll im Saft und präsentierte zuletzt gegen Münster mit 17 Punkten sowie vier Assists seine Klasse. Durch den Ausfall von Grayson Scott Murphy übernimmt der 23-Jährige nun gemeinsam mit dem Neuzugang Aaron Ahmad Thompson (8 Punkte, 6 Assists) mehr Verantwortung im System von Headcoach Chris Harris. In diesem fungieren die US-Amerikaner Kyle Anthony Castlin mit 15.9 PpS und JJ Mann mit 14.3 PpS als Topscorer im Kader. Ebenfalls eine zweistellige Ausbeute legen die Big Men Marcel Keßen (13.4 PpS, 5.8 RpS) und das zweite Gießener Eigengewächs in Diensten von Phoenix Hagen, Tim Uhlemann (11.4, 3.2), hin.

Die Offensive der Feuervögel ist das Prunkstück einer intakten Mannschaft. Mit einer 46.7%-Wurfquote aus dem Feld, liegen sie im Liga-Ranking unter den besten fünf. Die Dreierquote liegt mit 36.7% nur marginal unter der 46ers-Zielgenauigkeit (38.7%). Auch in der Punkteausbeute liegen die Kontrahenten nicht weit auseinander. Was aber die Ballsicherheit angeht, wissen die Ruhrpottler in der Liga zu überzeugen. 232 Ballverluste stellt den niedrigsten Wert aller 18 Teams dar, sodass das viertbeste Steal-Team (167 Balleroberungen) vor einer großen Herausforderung steht.       

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir haben die Qualität von Hagen bereits im Hinspiel gespürt und konnten das Spiel noch drehen. Wir lagen in diesem zwischenzeitlich mit 19 Punkten zurück und in der Pre-Season hatten wir dort verloren. Ich hatte damals schon gesagt, dass ist die stärkste Hagener Mannschaft der letzten Jahre. Sie haben sicherlich eine Menge offensives Potential und die zwei Jungs aus Gießen werden mit Sicherheit extra motiviert gegen uns sein. Zudem hat Hagen auf den Ausfall von Grayson Murphy reagiert und mit Aaron Thompson einen guten Spieler nachverpflichtet, der bereits gezeigt hat, was er kann. Ich erwarte ein knappes und interessantes Spiel, wie es bisher üblich ist in dieser Saison. Wir müssen versuchen die Schützen zu kontrollieren und zusehen, dass wir unsere Defense stabilisieren. Sollten wir diese in den Griff bekommen, haben wir gegen jeden in der Liga eine Chance.“

08.02.2023 20:00 Uhr RASTA Vechta vs. Uni Baskets Paderborn

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

08.02.2023 20:00 Uhr WWU Baskets Münster vs. Tigers Tübingen

Mittwochabend, 20.00 Uhr: Eine ungewöhnliche und doch spannende Zeit  für das nächste Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Auf jeden Fall eine, mit der man einen ereignisreichen Arbeits- oder Studientag passend beschließen kann – und das am besten mit Nervenkitzel in der Halle Berg Fidel! Die WWU Baskets Münster erwarten den Tabellenzweiten Tigers Tübingen. Gelingt es, den hohen Favoriten wie schon vor einem Monat beim Hinspiel in ein Crunchtime-Finale zu bringen?

Die WWU Baskets Münster sind neben den Dresden Titans sowie den ART Giants Düsseldorf das dritte Team, das seit der Spielrunde 2022/2023 neu in der BARMER 2. Basketball Bundesliga an den Start geht. Münster und Düsseldorf profitierten aufgrund der Ligaerweiterung von 16 auf 18 Mannschaften von einer Wild Card. Mit Trainer Björn Harmsen und Center Andreas Seiferth prägen zwei bekannte deutsche Persönlichkeiten den Basketball-Standort in Münster. Und dies vor allem zuschauertechnisch sehr erfolgreich. Mit 2.360 Fans pro Partie sind die Münsterländer nach RASTA Vechta die klare Nummer zwei bei den Zuschauern in der Liga. Die Schwaben müssen sich zum einen auf eine tolle Atmosphäre, zum anderen aber auch auf einen heißen Tanz einstellen. „In Münster zu spielen, das wird kein Zuckerschlecken für uns. Gerade auch mit dem Wissen aus dem Hinspiel. Interessant wird sein, wie sich nun das Spiel mit Seiferth verändert – für Münster und Tübingen. Für uns gilt es primär, die zuletzt gemachten Fehler zu minimieren“, sagt Jansson, der mit seinem Team bereits am Dienstag wieder gen Norden fährt.

Aktuell steht der Neuling der zweiten Liga mit acht Siegen und zwölf Niederlagen auf Rang zwölf. Die Harmsen-Truppe hat genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen. Ein ordentliches Pfund werden weiterhin die Fans im Rücken bei den Heimspielen in der Rückrunde darstellen. Zuletzt musste sich der Neuling jedoch deutlich mit 68:92 gegen Phoenix Hagen geschlagen geben, auch in Jena (79:90) konnte nichts Zählbares erzielt werden. Zuvor gelangen jedoch zwei wichtige Siege gegen Trier und Schwenningen. Gegen Münster werden die Tübinger weiterhin auf Erol Ersek (Knie) verzichten müssen. Dafür dürfte Daniel Keppeler nach seiner Erkrankung zurück ins Team kehren.

Schlüsselspieler der Gäste ist natürlich Seiferth. Einst in der easycredit BBL für Bayreuth, München, Quakenbrück, Trier und Berlin aktiv, führt der 33-Jährige mit 16,0 Punkten und 8,3 Rebounds diese zwei Wertungen teamintern an. Neben der individuellen Klasse von Seiferth ist die Ausgeglichenheit des Teams die große Stärke der Mannschaft. Zehn Akteure punkten zwischen 4,5 Zählern (Thomas Reuter) und dem ehemaligen BBL-Routinier.

Ein Blick auf die Statistik: Mit 38,3 Rebounds pro Partie stellen die WWU Baskets Münster aktuell das beste Team bei den Korbabprallern. Der Kampf um die Rebounds wird somit der entscheidende Faktor über den Ausgang des Spiels darstellen. Auch im Hinblick darauf, dass die Schwaben gemeinsam mit den wiha Panthers Schwenningen mit nur 33,4 Korbabprallern pro Begegnung das schwächste Team bei den Rebounds stellen. Luft nach oben hat Harmsen-Truppe noch von der Freiwurflinie. Mit einer Quote von 72,6 Prozent liegt der Tübinger Kontrahent in dieser Wertung auf dem viertletzten Platz im internen Vergleich. Hier kann die Jansson-Truppe mit 79,2 Prozent und Rang zwei deutlich besser punkten.

Danny Jansson (Tigers Tübingen): „In Münster zu spielen, das wird kein Zuckerschlecken für uns. Gerade auch mit dem Wissen aus dem Hinspiel. Interessant wird sein, wie sich nun das Spiel mit Seiferth verändert – für Münster und Tübingen. Für uns gilt es primär, die zuletzt gemachten Fehler zu minimieren.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/01/Beitragsbilder-ProA-Vorberichte-4.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-07 14:28:052023-02-07 14:28:07Vorberichte ProA 21. Spieltag

Nachberichte ProA 20. Spieltag

6. Februar 2023/in APP, ProA 22/23

Foto: Christoph Worsch

Spieltag 20: 04.02.2023 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. Dresden Titans 90:76

Hart kämpfende Dresdner mussten sich in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den JobStairs GIESSEN 46ers geschlagen geben. Wie schon in den letzten Partien machte die Dreierquote den Titans zu schaffen. Mit nur 21% konnten die Sachsen nicht mit Gießen mithalten und verloren am Ende mit 90:76.

Nach zunächst eineinhalb scoringlosen Minuten wurden die ersten Punkte der 46ers von Nico Brauner, Justin Martin und Roland Nyama allesamt von der Freiwurflinie erzielt. Der erste mittelhessische Korberfolg aus dem Spiel war somit Jordan Barnes vorbehalten, der nach eigenem Steal einen Coast-to-Coast-Layup verwandelte (6:5, 4.). Weitere Dreier von Nyama und Kapitän Brauner besorgten die 12:7-Führung zur Viertelhalbzeit. Ganze drei Minuten konnte man die Sachsen in einem defensivbetonten Abschnitt vom Scoren abhalten – erst ein Freiwurf von Daniel Kirchner beendete diese Flaute (15:8, 7.). Nun fielen die Würfe auf beiden Seiten regelmäßiger durch die Reuse, sodass ein Dreier von Brauner mit dem Buzzer das 25:16 nach zehn Minuten besiegelte. Der Start in das zweite Viertel lief nun alles andere als gut für die Hausherren: vier Teamfouls nach 70 Sekunden sowie ein 8:0-Lauf der Sachsen zwangen Headcoach Ignjatovic zur frühen Auszeit nach nicht einmal zwei gespielten Minuten (25:24, 12.). Durch einen Dreier von Barnes im nachfolgenden Angriff, ein Monsterblock von Enosch Wolf und ein Layup von Karlo Miksic nach eigenem Steal zeigte man jedoch direkt nach der Timeout eine gute Reaktion. Ein Mitteldistanz-Jumper von Miksic und ein Dreier von Brauner komplettierten nun einen eigenen 10:0-Run in sage und schreibe 113 Sekunden, was Fabian Strauß ebenfalls zu einer schnellen Auszeit zwang (35:24, 14.). Doch nicht einmal zwei Minuten später gab das Kampfgericht erneut eine Timeout der Gäste bekannt – sichtlich war das Team in Dunkelblau mit dem inzwischen auf 13 Punkte angewachsenen Rückstand nicht zufrieden (40:27, 16.). Doch auch dadurch ließ sich die heißgelaufene Offensive des Traditionsklubs nicht irritieren: Stefan Fundic bediente Wolf per Alley-Oop – sehenswerter kann man kaum eine Führung auf 20 Punkte ausbauen (49:29, 19.). Mit 51:33 ging es schließlich zum Pausentee.

Erneut kam man nicht gut aus der Pause und genehmigte dem Kontrahenten einen 6:0-Start. Ein Layup von Brauner eröffnete schließlich auch das Scoring für das Heimteam in der zweiten Hälfte (53:39, 23.). Da dies jedoch der einzige Korberfolg in gut dreieinhalb Minuten blieb, sah sich „Frenki“ Ignjatoivic zur nächsten Timeout gezwungen. Beste Offensivaktion bis zur Viertelmitte war ein schön herausgespielter Dreier von Barnes zum 57:41. Dieser bediente kurz darauf Brauner in der Ecke, der erneut für Drei auf 60:41 stellen konnte (26.). Eben jener Akteur konnte dann drei Minuten vor Ende des dritten Viertels per Freiwurf zum 65:45 den Vorsprung von 20 Punkten wieder herstellen. Mit 69:51 starteten dann die letzten zehn Minuten.

Die Anfangsminuten waren den Hausherren heute nicht wohlgesonnen: ein 0:5-Start in den ersten 55 Sekunden forcierte direkt die nächste Auszeit, aus der man mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf von Barnes jedoch eindrucksvoll zurück kam (72:56, 32.). Erneut Barnes war es, der nun mit einem Vierpunktespiel den 20-Punkte-Abstand wieder auf das Board brachte (78:58, 33.). Eine der schönsten Defensivaktionen des Abends lieferte Igor Cvorovic mit einem Monsterblock gegen David Kachelries (35.). Ein erfolgreiches Dreipunktespiel der Gäste inklusive unsportlichem Foul gegen Wolf brachte nun jedoch noch einmal Spannung in die Osthalle (80:68, 36.). Die vermeintliche Vorentscheidung – ein Dreier von Brauner 1:49 vor dem Ende – wurde nur 14 Sekunden später durch einen Drei-Punkte-Treffer von Kachelries egalisiert, sodass die Titans 94 Sekunden vor Ende mit einer Timeout nochmals versuchten, letzte Kräfte zu mobilisieren. Die anschließende Nervenstärke von Miksic – der noch 4/4 Freiwürfe verwandelte – machte eine Aufholjagd jedoch unmöglich und sicherte den 90:76-Heimsieg.

Cheftrainer Fabian Strauß – Man muss ganz klar sagen, dass wir heute verdient verloren haben. Die Gießener haben ihre Qualitäten gut ausgespielt, den Ball laufen lassen und unsere Fehler gnadenlos bestraft. Davon hatten wir in der Verteidigung zu viele und auch offensiv haben wir oft zu zaghaft agiert. Deswegen geht die Niederlage in Ordnung. Jetzt müssen wir den Kopf hochnehmen und schauen, dass wir schnellstmöglich auf 13 oder 14 Siege kommen.

04.02.2023 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Bayer Giants Leverkusen 89:97

Niederlage trotz drei starken Vierteln: Die Eisbären Bremerhaven unterliegen den Bayer Giants Leverkusen mit 89:97 (53:48)Lange sah es nach einem Sieg aus im Eisbärenkäfig. Mit einem starken letzten Viertel und 31 erzielten Punkten konnten die Gäste aus Leverkusen die Partie noch drehen. In der Tabelle der BARMER 2.Basketball Bundesliga ProA haben die Eisbären nun noch vier Punkte Vorsprung vor dem heutigen Kontrahenten und stehen weiterhin auf Tabellenplatz 13.

Die Starting Five um Matt Frierson, Adrian Breitlauch, Simon Krajcovic, Matt Freeman und Robert Oehle startete mit der Defense in das Spiel, nachdem die Giants aus Leverkusen den Sprungwurf für sich entschieden. Dennoch konnten die Eisbären durch einen getroffenen Freiwurf von Robert Oehle die ersten Punkte erzielen. Im weiteren Verlauf drehte zunächst der Gegner auf und konnte zwei Drei-Punkte-Treffer in Folge versenken. Die Mannschaft von Steven Key blieb dran und Matt Frierson besorgte den Anschluss mit einem verdeckten Treffer von weit hinter der Dreierlinie. Zum Ende des Viertels bekam auch Youngster Carlo Meyer seine ersten Spielminuten und trumpfte gleich mit einem Rebound inklusive gezogenem Foul auf. Den letzten Angriff konnten die Eisbären nicht mit Punkten belohnen, somit ging es mit 23:24 in die erste Pause. In den zweiten zehn Minuten gingen die Seestädter wieder in Führung und gaben diese bis zur Halbzeit nicht mehr ab. Carlo Meyer zeigte erneut eine starke Aktion in der er erst lehrbuchmäßig verteidigte und dann direkt den Rebound abfing. Nach längerer Phase ohne Punkteausbeute auf beiden Seiten konnten die Eisbären, die Treffunsicherheiten des Gegners und die eigene gute Reboundquote ausnutzen und vorne ihre Dreier einnetzen. Nach einem unsportlichen und dazu technischen Foul wegen Meckerns durch die Gäste unter eigenem Korb verwandelten die Eisbären Frierson und Oehle zwei von drei erhaltenen Freiwürfen. Mit dem durch das Foul erhaltenden Ballbesitz erlangten die Bremerhavener die zwischenzeitliche 11-Punkte-Führung. Matt Frierson erzielte alleine in der ersten Halbzeit 16 Punkte. Mit einem Treffer nach schnellen Spiel für die Gäste ging es mit 53:48 in die Kabinen. Auch im dritten Viertel zeigten die Eisbären ihre Stärken, forcierten Turnover des Gegners und nutzen diese knallhart aus. In einer schönen Aktion versenkte Justin Stovall einen Dunk, nachdem der Ball aus Daniel Norls Wurf zuvor noch raussprang. Sein Treffer zum 73:63 war es auch, der die Halle in Furore versetzte und alle Fans an den Sieg glauben lies. Robert Oehle und Bernat Vanaclocha waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit vier Fouls belastet. Mit einem Treffer zur Sirene beschloss Lennard Larysz die vorletzten zehn Minuten mit 75:64.

Nach der letzten Pause drehte sich das Momentum, als Robert Oehle mit dem fünften Foul belastet nur noch die Zuschauerrolle blieb und die Gäste ihre Verteidigung umstellten. Trotz des weiterhin kämpferischen Einsatzes und eines schönen Überkopftreffers von Bernat Vanaclocha, gaben die Eisbären die Führung aus der Hand. Harri drehte nun auf und netzte, wie Frierson zuvor auf Eisbärenseite, einen Dreier nach dem anderen ein. Zwar versuchte das Team von Head Coach Steven Key weiter alles um noch einmal zur Führung zu gelangen, konnte in der Crunchtime der Partie aber nicht verhindern, dass die Gäste weiter nach Belieben trafen. So stand am Ende eine 89:97- Niederlage zu buche. 

Der Head Coach war dementsprechend geknickt nach dem Spiel: „Leverkusen hat es heute einfach gut gemacht und nie aufgesteckt. In den 50-50-Gelegenheiten, hat es sich heute angefühlt wie eine 80:20- Ausbeute für den Gegner. Im letzten Viertel hat uns die Konsequenz und die Exekution gefehlt. Mit Bernat und Robert in Foultrouble haben wir es zuerst noch gut gelöst, dann aber die Führung nicht gut zu Ende gebracht.“

04.02.2023 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Medipolis SC Jena 80:68

Mit einer 80:68-Niederlage kehrte Medipolis SC Jena am Sonntagmorgen aus Baden-Württemberg zurück. Die Thüringer unterlagen am Samstagabend vor 896 Zuschauern nach einer phasenweise ernüchternden Vorstellung bei den Kirchheim Knights verdient und verpassen es, nach dem 90:79-Heimsieg gegen Münster im Kampf um die Playoffs Boden gutzumachen.

Es ist lange her, dass die Ritter in einem Zweitligaspiel Mitte des dritten Viertels mit über 30 Punkten in Führung lagen. So geschehen am vergangenen Samstagabend, als die Mannen von Head Coach Perovic in der 26. Spielminute mit 63:31 gegen den Aufstiegsaspiranten aus Jena den Sieg praktisch eingetütet hatten. Was Kirchheims Basketballfans an diesem Abend jedoch auch erlebten, war die völlige Verrücktheit die ein Basketballspiel ausmachen kann. Nach insgesamt schwachem ersten Viertel in dem beide Mannschaften so gar keinen Rhythmus finden konnten (16:13 für Jena), starteten die Korbjäger mit Beginn des zweiten Abschnitts durch. Die Ritter fanden nun offensiv eine gute Mischung aus Inside Spiel, welches häufig durch Ty Nash oder Neuzugang Nick Muszynski, der mit neun Punkten in der ersten Halbzeit ein gelungenes Heimdebut feiern konnte, abgeschlossen wurde, oder Würfen aus der Distanz. Offensiv lief der Ball schnell durch die eigenen Reihen und die Jenaer kamen kaum noch hinterher. Ein Dreier durch Tim Koch in der Schlusssekunde sorgte für den 45:29 Halbzeitstand.

Perovic warnte seine Mannen in der Kabine, dass das Spiel noch lange nicht entschieden sei und die Schwaben beherzigten den Hinweis konsequent. Erneut dominierten die Gastgeber das Spielgeschehen in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit. Jena schien dem schnellen Spiel der Ritter nichts entgegensetzen zu können. Die Defensive der Ritter sorgte konsequent für Stopps, die schnell in Punkte umgewandelt wurden, bis Jonas Niedermanner für das 63:31 sorgte. Und ab diesem Moment ging plötzlich auf Kirchheimer Seite gar nichts mehr. Den sicheren Sieg im Hinterkopf, nahmen die Teckstädter nun überhastete und schlechte Würfe. Zu Beginn konnte Jena dies nicht für sich nutzen, da die eigene Offensive weiterhin nicht erfolgreich agierte und insgesamt nur acht Zähler im dritten Viertel erzielte, aber der Schlendrian auf Kirchheimer Seite setzte sich auch im Schlussabschnitt fort und hinterließ auch Spuren in der bis dato unglaublich stabil agierenden Defensive. Unnötige Turnover im Ballvortrag und ein nun heiß laufender Seth Allen auf Jenaer Seite zwangen Perovic mehrfach dazu die Partie per Auszeit zu unterbrechen, um seine Spieler zur Konzentration zurückzurufen. Am Ende waren es zwei entscheidende Korbaktionen von Kapitän Williams, die die Distanz zum Gegner aufrechterhielten, dem letztlich nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung stand, um den Rückstand vollständig aufzuholen.

Sergio Kerusch (Neuzugang Medipolis SC Jena): „Sicher wäre es großartig gewesen, meine Premiere im Jenaer Trikot mit einem Sieg feiern zu können. Das war leider nicht der Fall, da wir nur zu Beginn des Spiels und in den letzten vier Minuten des Schlussviertels gezeigt haben, was unser Team tatsächlich kann. Im Zusammenspiel hatten wir noch zu viele Abstimmungsprobleme. Hier werden wir ansetzen müssen und auch die Trainingseinheiten nutzen, um dazuzulernen. Mit mir und Seth sind zuletzt zwei neue Spieler dazugekommen, die sicher ein wenig Zeit brauchen, um sich in der Rotation zurechtzufinden. Die kommenden Tage und Wochen werden dabei sicher helfen, voneinander zu lernen und sich wesentlich besser aufeinander abzustimmen.“

04.02.2023 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Tigers Tübingen 79:75

Die Tigers Tübingen haben das Spitzenspiel des 20. Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den Artland Dragons in Quakenbrück vor 3.000 Zuschauern – darunter ein paar Tübinger Fans – in der ausverkauften Artland Arena mit 75:79 (40:50) verloren. Mit der knappen Niederlage geht auch der direkte Vergleich an das Team von Trainer Patrick Flomo. 

Die Drachen kamen auch gleich gut in die Partie. Marko Bacak sorgte für die ersten Punkte der Hausherren. Jannes Hundt und William Christmas ließen erfolgreiche Dreier folgen und brachten die Dragons schnell mit neun Punkten in Front (9:0). Die Gäste hatten zu Beginn Probleme, einen offensiven Rhythmus zu finden. Als sie aber fündig wurden, trafen sie so gut wie jeden Wurf und brachten sich mit einem 14:0 Lauf in Führung (11:18). Die Burgmannstädter ließen sich von diesem Zwischenspurt jedoch nicht aus der Ruhe bringen und fanden nun wieder besser ins Spiel. Vor allem defensiv ließen sie wenig zu und scorten auf der anderen Seite beständig, weswegen sie nach zehn gespielten Minuten mit 25:20 führten. Auch der Start ins zweite Viertel gehörte den Gastgebern. Kapitän Demetrius Ward gab mit einem erfolgreichen Versuch vom Perimeter die Richtung vor. Auf Seiten der Tübinger scorte fast ausschließlich Big Man Seric, der in der ersten Halbzeit 15 Punkte auflegte und seine Farben damit im Spiel hielt. Mitte des zweiten Viertels wurde das Spiel etwas zerfahrener. Beide Mannschaften griffen häufiger zum Foul und scorten über drei Minuten lang ausschließlich von der Freiwurflinie. Nach einem Layup von Seljaas, der Tübingen wieder auf fünf Punkte ran brachte (40:35), startete Drachen Big Man Perry einen persönlichen 8:0 Lauf. Mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit gelang es William Christmas, die Dragons mit zehn Punkten in Front zu bringen. So ging es mit einem Spielstand von 50:45 in den Pausentee.

Obwohl die Dragons sonst für ihre fulminanten Starts ins dritte Viertel bekannt sind, waren es diesmal die Gäste, die furios in die zweite Hälfte starteten. Lanmüller und Seric brachten die Gäste schnell wieder auf drei Punkte ran (50:47). Offensiv schienen die Dragons ihren Rhythmus in der Kabine gelassen zu haben und konnten erst nach drei gespielten Minuten ihre ersten Punkte in Halbzeit zwei erzielen. Die Partie wurde, wie schon im zweiten Viertel, immer zerfahrener. Dies spielte jedoch den Gästen in die Karten, die sich sukzessive am Rückstand abarbeiten und kurz vor Ende des Viertels bis auf einen Punkt herankommen konnten (57:56). Jonas Weitzel gelang es, den letzten Wurf des Viertels zu treffen und für den 59:56 Stand vor dem Schlussabschnitt zu sorgen.

Zu Beginn des vierten Viertels waren es zunächst wieder die Dragons, die das Momentum auf ihrer Seite hatten. Zwei Dreier von Ward und Weitzel markierten den Anfang eines spannenden Schlussviertels. Auf der anderen Seite hielten Seric und Jones Tübingen mit zwei getroffenen Würfen, ebenfalls vom Perimeter, im Spiel. Es folgte wieder eine Phase mit vielen Turnovern auf beiden Seiten, die die Gäste ausnutzten, um durch Lanmüller und Seljaas erstmals seit dem ersten Viertel in Führung zu gehen (66:69). Diese Führung hielt auch bis zur letzten Minute des Spiels, ehe sich Kapitän Demetrius Ward der Verantwortung stellte und die Partie mit einem schwierigen Dreier wieder ausglich. Die Drachen waren jetzt auch in der Defensive hellwach und eroberten nach einem Steal von William Christmas, seinem sechsten Steal des Spiels, die Führung wieder zurück. De’Vondre Perry erhöhte die Führung mit einem Jumper aus der Mitteldistanz auf vier Punkte. Tübingen kam nicht mehr zu klaren Abschlüssen und konnte lediglich von der Freiwurflinie punkten, was sie dazu zwang, die Drachen zu foulen und an die Freiwurflinie zu schicken. William Christmas zeigte jedoch keine Nerven und machte den 79:75 fest für die Dragons. Mit diesem Sieg gewannen die Dragons auch den direkten Vergleich gegen die Tigers Tübingen und festigten den dritten Platz mit einer Bilanz von 14:7.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Es war das Ende einer schlechten Woche mit vielen Spielern, die nicht fit waren. In der ersten Halbzeit haben uns erneut die Intensität sowie die Rebounds gefehlt. In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser, als wir auch die Kontrolle über das Spiel übernommen haben. Der Dreier von Demetrius Ward hat uns am Ende erheblich getroffen. Insgesamt ein sehr frustrierender Abend.“

04.02.2023 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Nürnberg Falcons BC 81:77

Bittere Auswärtsniederlage für die Nürnberg Falcons. Bei den Uni Baskets Paderborn verloren die Falken am Samstagabend nach hartem Kampf und längerer Führung mit 81:77 (36:39). Knackpunkt war sicherlich der Ausfall von Thomas Wilder, der in der ersten Hälfte mit einer Verletzung raus musste. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann zu Gunsten der Gastgeber. Dank toller Moral in der Schlussphase und des 76:70 Sieges im Hinspiel, geht der direkte Vergleich aber an Nürnberg. In der kommenden Woche spielt das Team von Derrick Taylor zweimal zu Hause – gegen Dresden und Hagen. 

Sie waren nah dran am dritten Sieg in Folge, nach 40 intensiven Spielminuten standen die Nürnberg Falcons in der Maspernhalle zu Paderborn aber mit leeren Händen da. Coach Taylor schickte zum Tip-off Thomas Wilder, Justinas Ramanauskas, Christian Feneberg, Moritz Krimmer und Rocky Kreuser auf das Parkett. Und Nürnberg begann gut: Alle fünf Starter punkteten in der Anfangsphase und auch von der Bank kamen wichtige Impulse. Paderborn hatte derweil Probleme den eigenen Rhythmus zu finden und lag so nach sechs Spielminuten 9:15 zurück. Dank einiger Wechsel und besserer Defense kamen Marcus Anderson und Co. aber zum Ende des ersten Viertels auf einen Zähler heran (19:20). 

Unter anderem der starke Jonathan Maier und der agile Ference Gille sorgten dafür, dass Nürnberg auch im weiteren Spielverlauf obenauf blieb. Thomas Wilder hätte auch gerne seinen Teil zur wachsenden Falken-Führung beigetragen, musste jedoch Mitte des zweiten Viertels verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen. Für den US-Amerikaner sprangen aber erst einmal andere Spieler in die Bresche. Nach Christian Fenebergs Layup lagen die Mittelfranken mit sieben Punkten in Front und sorgten damit für Stille in der Maspernhalle (25:32). Lauter wurde es dann spätestens wieder nach Aaron Kaysers Anschluss-Dunk zum 32:35. Zwar konnten Rocky Kreuser und Basti Schröder kontern, doch dank zweier erfolgreicher Körbe schloss die Mannschaft von Steven Esterkamp nach 20 Spielminuten wieder auf drei Punkte auf (36:39). Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes Spiel. Auch ohne ihren Denker und Lenker konnten die Falken ihren Vorsprung verteidigen, jedoch nie auf über sieben Punkte erhöhen. So blieb Paderborn in der Partie und konnte durch Neuzugang Brock ausgleichen und Mitte des dritten Viertels in Führung gehen (48:47). Die Falken waren gefordert und hielten vorerst noch dagegen. Doch nach dem 51:54 durch Gille waren wieder die Baskets am Drücker und erzielten acht Punkte in Folge (59:54). Mit 61:56 ging es ins Schlussviertel.

Hier konnten die Hausherren das Momentum aufrecht erhalten, waren nun aber in der Rolle des Gejagten. Die Falcons blieben ihnen dicht auf den Fersen und setzten immer wieder Nadelstiche. Vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit glich Tim Köpple von der Freiwurflinie aus (72:72). So ging es in die Crunchtime. Hier machte sich das Fehlen von Thomas Wilder dann noch deutlicher bemerkbar, während Paderborn die Weichen auf Sieg stellte. Nach dem 77:72 wackelte dann sogar der direkte Vergleich, doch den Nürnberg Falcons gelang es mit vereinten Kräften, sich in den Schlusssekunden noch einmal auf zwei Punkte heran zu kämpfen (79:77). Für mehr sollte es am Ende aber nicht reichen und so gewannen die Uni Baskets Paderborn mit 81:77.

„Für uns ist das eine bittere Niederlage. Ich hatte das Gefühl, dass wir das Spiel kontrolliert haben. Ohne unseren Point Guard war es dann aber sehr schwierig. Wir hatten zwar immer noch genug Qualität um zu gewinnen, doch insbesondere im dritten Viertel haben wir uns zu viele Fehler erlaubt und Paderborn dadurch stark gemacht. Dort sehe ich den Knackpunkt heute“ so Derrick Taylor nach der Partie. 

04.02.2023 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. ART Giants Düsseldorf 74:89

Eigentlich wollten die PS Karlsruhe LIONS am 4. Februar gegen die ART Giants Düsseldorf Revanche für die 97:99-Niederlage im Hinspiel nehmen. Die Erinnerung war noch frisch, denn die erste Begegnung mit dem Aufsteiger am Niederrhein datiert vom 17. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Nun, am 20. Spieltag, war vor heimischem Publikum Wiedergutmachung geplant. Doch es kam anders. Von Beginn an im Hintertreffen, brachte das Löwenrudel die Partie zu keinem Zeitpunkt unter seine Kontrolle und musste sich am Ende mit 74:89 geschlagen geben.

Große Erleichterung war zu spüren, als die Schlusssirene in der Lina-Radke-Halle in Karlsruhe ertönte und die Giganten als Sieger vom Parkett gingen. Man sicherte sich nicht nur einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt, sondern wusste auch spielerisch über die gesamte Zeit der Partie zu überzeugen und dominierte die Begegnung bei einem Playoff-Anwärter. Bereits im ersten Viertel unterstrichen die Gäste aus Düsseldorf, dass sie mit viel Selbstvertrauen angereist waren. Durch eine starke Trefferquote von der Dreierlinie und erfolgreichen Würfen von Vincent Friederici, Booker Coplin und Mark Gebhardt, sahen sich die ART Giants zum Ende des ersten Viertels mit zehn Zählern in Front (17:27). Karlsruhe fand danach besser ins Spiel, konnte das konsequente und vor allem überzeugende Teamplay der Giganten aber zu keinem Zeitpunkt nennenswert unterbrechen (28:40). Durch ihr geduldiges Zusammenspiel und dem richtigen Gameplan kontrollierten die Giganten weiterhin das Geschehen und gingen mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause (36:47).

Nach dem Seitenwechsel fanden die Lions dann zu einem guten Offensivrhythmus und verkürzten Angriff für Angriff ihren Rückstand. Die treuen mitgereisten Fans befürchteten einen ähnlichen Eindruck ihres Teams, wie es in den vergangenen zwei Partien der Fall war, doch die Schützlinge der ART Giants hatten zu jedem Zeitpunkt die richtige Antwort parat. Defensiv wusste C.J. Anderson zu überzeugen, der immer wieder für wichtige Stops sorgte und in dieser schwierigen Phase maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Giganten ihre Führung behielten. Auch Friederici übernahm dann Verantwortung, steuerte offensiv wichtige Zähler bei und erkämpfte sich in der Defensive Ballgewinne (53:65). Kurz vor dem Ende des dritten Viertels erhielt Lions-Headcoach Aleksandar Scepanovic von den Schiedsrichtern bereits das zweite technische Foul und musste daraufhin die Halle verlassen. Die Stimmung wurde hitziger, doch das Flabb-Team reagierte abgezockt und baute die Führung durch einen Buzzerbeater des erneut starken Ryan Richmond (21 Punkte) weiter aus (53:70).

Im Schlussviertel knüpften die Gäste aus Düsseldorf an das dominante Teamplay an und ließen sich zu keinem Zeitpunkt von der Kulisse bei den Lions beirren. Rund sechs Minuten vor Spielende sorgte C.J. Anderson, der eine insgesamt sehr souveräne Leistung aufs Parkett brachte, von der Freiwurflinie mit zwei Treffen zum 58:78 für eine erste Vorentscheidung. Zwar konnte Karlsruhe in den Schlussminuten nochmal etwas am Ergebnis schrauben, doch die starken ART Giants ließen sich diesen überzeugenden und hochverdienten Auswärtssieg nicht mehr nehmen. Mit einem krachenden Dunking setzte Chris Rollins den Schlusspunkt dieser starken Partie für die Düsseldorfer (74:89).

Florian Flabb (Headcoach): „Nach zuletzt zwei sehr bitteren Niederlagen haben wir es geschafft wieder zu unserem Spiel zu finden. Wir konnten den Ball deutlich besser bewegen, was am Ende den Unterschied ausgemacht hat. Die Jungs haben sich nicht in Einzelaktionen verloren, sondern unsere Stärken als Team ausgespielt. Wir haben alles in der eigenen Hand für die Rückrunde und wollen so viele Siege holen wie möglich.“

04.02.2023 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. Phoenix Hagen 68:92

Vor der Saisonrekordkulisse von 2.800 Fans haben die Uni-Städter nach zwei Heimsiegen wieder eine Heimniederlage kassiert: Die WWU Baskets Münster unterlagen am Samstagabend Phoenix Hagen deutlich mit 68:92 (35:52). Die Hagener untermauerten damit ihren Ruf als klarer Playoff-Kandidat, während die Münsteraner im ersten von zwei Heimspielen in Folge ein empfindliches Ergebnis im Kampf um den Klassenerhalt verkraften müssen. Ausschlaggebend waren das schwache zweite Viertel (14:27) sowie Hagens Hoheit bei Steals (11:3) und Münsters Unterlegenheit in puncto Turnover (10:17).

Andreas Seiferth legte zu Beginn dreimal hervorragend auf, Connor Harding erhöhte auf 8:2 (4.). Die WWU Baskets kamen gut in die Partie, spielten zunächst defensiv gegenüber der zweiten Halbzeit in Jena verbessert. Der Ex-Hagener Jasper Günther wühlte sich zum Korb durch und vollendete mit schönem Floater, Stefan Weß ebenfalls am Korb. Drei Minuten vor der Viertelsirene führte der Gastgeber 15:11, ehe Hagen offensiv heiß lief und schnelle sieben Punkte gegen Münsters anfälliger werdende Defensive auflegte. Björn Harmsen nahm sein Team zur Ansprache – mit Wirkung von weniger leichtsinnigen Fehlern. Jordan Jones bescherte per Dreipunktspiel-Buzzer den knappen Rückstand nach erstem Viertel – 21:25.

Mit einem 6:0-Lauf hielt sich das Harmsen-Team zunächst noch in der Partie (27:29, 13.). Der offensive Faden riss nun, Münster hatte auch defensiv fortan nicht genug gegen mit höchster Intensität agierende Hagener entgegenzusetzen. Der 0:8-Lauf reichte Harmsen, bis er seine Mannschaft beim 27:37 erneut zu sich bat. Wieder ging es ihm darum Fehlerquellen in der Defensive, deren Herzstück Adam Touray schmerzlich vermisst wurde, einzugrenzen. Danach fanden die Münsteraner noch einmal ihren Fokus und hielten über Cosmos Grühns Dreier noch Anschluss (34:45, 18.). Hagen übernahm mit herausragender Defensivarbeit aber immer mehr die Partie, antizipierte einige Münsteraner Anspiele geschickt. Zwölf Ballverluste Münster, acht Steals Hagen. Folgerichtig ging das Viertel mit 27:14 eindeutig an den Favoriten, eine 17-Punkte-Hypothek nahmen die Baskets in die Pause (35:52).

Die schwere Bürde in der zweiten Halbzeit versuchten die WWU Baskets wieder über die Defensive zu tragen. Oliver Pahnke war präsent, traf darüber hinaus aus der Distanz (40:54, 22.). Doch die Belohnung fehlte in der Offensive, echten Anschluss fanden die Münsteraner nicht. Abgeklärt, im Stile eines Topteams waren diese Hagener an diesem Abend einfach zu stark. Gegen ihre stabile Defensive tat sich das Harmsen-Team enorm schwer. Wie sollte da eine Wende gelingen? Die mit jeder Sekunde zunehmende Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens kroch natürlich in die Köpfe der Münsteraner und stellte eine Herausforderung dar. Die beiden Hagener Topscorer Bjarne Kraushaar und Kyle Castlin aktivierten in Ko-Produktion die erste 20-Punkte-Führung zum 69:49 nach Viertel drei und Freudengesänge der mitgereisten 250 Hagener Fans in der Halle Berg Fidel.

Im Schlussabschnitt ließ Phoenix keinen Zweifel, nach zuletzt zwei verlorenen Partien den Sieg um jeden Preis absichern zu wollen. Zwar weckte Münsters schneller 7:0-Lauf noch einmal Hoffnung (56:71, 32.). Das Team von Chris Harris bestrafte jedoch weiter eiskalt jeden Fehler. Näher als 15 Punkte ließ es den Gastgeber nicht mehr heran. Für die letzten sechseinhalb Spielminuten übernahm Co-Trainer Chad Prewitt das Kommando an der Seitenlinie. Mit einem nicht mehr entscheidenden Lauf gestaltete Phoenix den Sieg am Ende fast schon zu deutlich – 92:68. Der Erfolg der Männer von der „Ischehölle“, die in Castlin und Kraushaar ihre überragenden Akteure besaßen, war hochverdient.

05.02.2023 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. VfL SparkassenStars Bochum 98:94

Am 20. Spieltag der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA traten die VfL SparkassenStars Bochum am vergangenen Sonntagabend, dem 05.02.2023, vor 332 Zuschauern bei den Wiha Panthers Schwenningen im Schwarzwald an. Aufgrund eines schwachen letzten Viertels verlor der VfL mit 94:98 und musste den Heimweg ins Ruhrgebiet ohne Punkte antreten.

Die Zuschauer in der Deutenberghalle erlebten einen sehr temporeichen Auftakt. Während die Gäste aus Bochum ihre ersten vier Dreipunktewürfe einnetzen konnten, zeigten sich in der Anfangsphase auch Casey Benson und Jacob Mampuya treffsicher aus der Distanz. Mit einem spektakulären Dunk verkürzte Jacob Mampuya auf 12:14 und sorgte dreieinhalb Minuten vor Viertelende durch einen Distanzwurf für die erste Schwenninger Führung (19:18). Doch Bochum traf weiter hochprozentig von jenseits der 6,75 Meter und versenkte unglaubliche neun Distanzwürfe in den ersten zehn Minuten. Passend zum Spielverlauf netzte Bernie Andre mit dem letzten Angriff des Viertels aus der Distanz zum 25:32 ein. Im 2. Viertel sanken die Trefferquoten beider Teams. Zwar trafen die Bochumer aus der Distanz weniger gut, konnten sich aber viele Offensivrebounds sichern. Durch die gute Arbeit unter den Brettern erarbeiteten sich die Gäste viele zweite Wurfchancen, die sie zu einfachen Punkten kommen ließ. Trotz der Schwächen unter den Körben blieben die Schwenninger aber angetrieben von Spielmacher Casey Benson und Jacob Mampuya weiter dran. Auch nachdem Bernie Andre per Dunk die höchste Bochumer Führung besorgte (42:51), verkürzte Emmanuel Womala vor der Pause durch vier Zähler in Serie zum 46:51 Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Jacob Knauf auf Seite der Panthers als Aktivposten. Der Forward erzielte die ersten neun Schwenninger Punkte des 3. Viertels. Casey Benson sorgte per Dreipunktewurf für den Ausgleich in der 25. Spielminute (60:60) und brachte die Doppelstädter anschließend in Führung (64:62). Doch Mitte des 3. Viertels häuften sich wieder die Fehler im Spiel der Panthers. Bochum legte nach einigen unnötigen Ballverlusten der Schwenninger einen 11:0-Lauf hin und baute die Führung klar aus (64:73). Devonte McCall verkürzte an der Freiwurflinie den Rückstand bis zum Viertelende auf sechs Zähler (69:75). Anders als in den vergangenen Partien, bei denen die kleine Schwenninger Rotation im Schlussviertel kraftlos und erschöpft wirkte, kämpfte sich das Team von Trainer Alen Velcic weiter heran. Zwar erhöhten Hendrik Drescher und Jonas Grof die Bochumer Führung auf 71:77. Doch anschließend stand die Verteidigung der Doppelstädter und sorgte dafür, dass die Gäste mehr als sieben Spielminuten ohne Punkte blieben. Gleichzeitig erzielten die Raubkatzen 17 Zähler in Folge und gingen deutlich in Führung (88:78). Erst in der Schlussminute meldeten sich die Gäste zurück und fanden wieder zur Treffsicherheit des ersten Viertels zurück. Um die Uhr anzuhalten und so eine mögliche Siegchancen wahren zu können, schickten die Bochumer die Panthers-Spieler mehrfach an die Freiwurflinie. Doch McCall, Kotieno, Benson und Knauf behielten die Nerven und sicherten den Schwenningern den hart umkämpften fünften Heimsieg der Saison.

„Eine Niederlage die uns schadet. Es war ein schwieriges Spiel für uns, denn Schwenningen spielt in Defense und Offense sehr unangenehm. Aber wir haben das Spiel selber verloren, auch unabhängig davon, dass Schwenningen 49 Freiwürfe hatte und wir nur 14. Entscheidend war unser furchtbares letztes Viertel in dem wir sechs Minuten lang nicht gescoret haben. Eigentlich hatten wir das Spiel in der eigenen Hand, haben es aber nicht geschafft den Sieg nach Hause zu bringen. Der gesamte Weg ist aber wichtiger als diese Niederlage. Wir müssen uns jetzt wieder aufrappeln und uns auf das nächste Heimspiel gegen Leverkusen fokussieren“, so Headcoach Felix Banobre nach dem Spiel.

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProA-Nachberichte.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-06 15:32:272023-02-06 15:32:28Nachberichte ProA 20. Spieltag

Nachberichte ProB Nord 18. Spieltag

6. Februar 2023/in APP, ProB Nord 22/23

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 18: 04.02.2023 18:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel 78:70

Manches sprach für den SC Rist: Die Jungs von Trainer Stephan Blode hatten beim Gastspiel in der an den Südwesten Berlins grenzenden Stadt Kleinmachnow vor allem im dritten Viertel eine Steigerung hingelegt und einen auf bis zu 13 Zähler angewachsenen Vorsprung der gastgebenden TKS 49ers abgetragen. Doch in den abschließenden rund viereinhalb Minuten vermochten die Rister den zuvor nachgewiesenen Leistungsaufschwung nicht zu bestätigen und verloren mit 70:78.

Die TKS 49ers bescherten den Zuschauer:innen in der BBIS Kleinmachnow am Samstagabend eine wahre Achterbahnfahrt. Der Start in die Partie gegen die nur einen Sieg hinter den 49ers liegenden Wedeler verlief fast optimal. Nach nur zweieinhalb gespielten Minuten zwang man den Trainer der Gäste bereits zur ersten Auszeit. Kimoni N’Sondé traf einen seiner drei erfolgreichen Dreier am Abend zum 10:2 für die Gastgeber. Nachdem der junge Forward bereits letzte Woche gegen Wolmirstedt einen ProB-Karrierebestwert aufstellen konnte, schraubte er diesen gegen Wedel nochmals um einen Punkt mehr auf 10 hoch. Zum Ende des ersten Viertels konnten die Gäste aus Wedel ihren Rückstand etwas verkürzen. Das zweite Viertel war dann ähnlich aufgebaut. Erst der Führungsausbau durch die 49ers auf bis zu 13 Punkte, danach das erneute Zurückkämpfen durch Wedel. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war vor allem Wedels US-Guard Harrison Cleary heiß gelaufen, er erzielte am Ende 31 Zähler. Das dritte Viertel gehörte dann ebenfalls den Gästen: auf zwischenzeitlich sechs Punkte konnten sie hier erstmals in Führung gehen. Das Hauptproblem der 49ers waren in dieser Phase die Ballverluste, die aus dem ständigen Druck über das ganze Feld durch die Wedeler Verteidiger entstanden. Auch die Drei Punkte-Würfe fanden in dieser Zeit kaum den Weg ins Ziel, obwohl diese an diesem Abend sonst gut von der Hand gingen (8/21, 38%). Ins letzte Viertel ging es mit ausgeglichenem Spielstand. Hier schenkten sich die Teams lange Zeit nichts, bevor sich die 49ers, angeführt vom Scoring durch Andrii Kozhemiakin, in den letzten Minuten entscheidend absetzen konnten. Auch das eindeutig gewonnene Reboundduell (49:31), zu dem allen voran Hildebrandt (10) und Jorch (9) beitrugen, war in dieser Partie ausschlaggebend.

04.02.2023 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Iserlohn Kangaroos 70:80

Den Iserlohn Kangaroos gelingt in Köln der dritte Sieg in Serie! Das Spiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord war deutlicher, als es das Endergebnis vermuten lässt, die Kangaroos lagen über lange Zeit der zweiten Hälfte mit 20 Punkten in Front. Durch den Sieg sind die Iserlohner auf Platz neun in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord geklettert, die RheinStars und auch die TKS 49ers liegen jeweils mit einem Spiel weniger direkt davor. Alle drei Teams stehen jetzt bei acht Siegen. In der ASV-Arena haben die Shirvan-Jungs gegen ein heimstarkes Team (6-2 vor dem Duell) erneut bewiesen, dass sie zu den auswärtsstärksten Mannschaften der Liga gehören, denn schließlich war dies der 5. Auswärtssieg in Serie.

Die RheinStars mussten zwar kurzfristig auf ihren verletzten Topscorer Ali Sow verzichten. Doch vom Rest der Mannschaft hatte sich nicht allein Manager und Trainer Stephan Baeck wohl mehr erwartet. „Das war sicherlich nicht leicht für die Jungs auf Ali zu verzichten“, bilanziert Baeck. „Aber wir hätten schon mehr zeigen können. So war es auf jeden Fall nicht gut genug heute.“ Oft zu zögerlich im Ballvortrag, wenig Ballbewegung in der Offense, wenig Bewegung abseits des Balles. Und in der Verteidigung letztlich auch nicht aktiv genug.

Zwar hatten die Iserlohner ihren Gegner auch gut vorbereitet und ließen ihrerseits den Ball sehr passfreudig laufen, doch nach einem ordentlichen Beginn verloren die RheinStars zusehends ihr Tempo und auch das Momentum. So wurde aus einem 15:8 (6.) ein 15:20. Und aus dem 34:43 zur Pause erwuchs binnen drei Minuten ein 20 Punkte Rückstand (34:54).  Köln mühte sich weiterhin, konnte aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Entweder, weil nach einem erfolgreichen Stopp in der Verteidigung vorne nicht getroffen wurde oder umgekehrt.

Bis auf 22 Zähler erhöhten die Gäste (49:71/31.) bevor die RheinStars Ergebniskosmetik betreiben konnten. Immerhin sorgten dabei die gut aufgelegten Elijah Schmidt und vor allem Youngster Davi Remagen mit ihren jeweils 15 Punkten für ein paar positive Momente aus Kölner Sicht. So konnten die Fans zumindest die Hoffnung auf bessere Spiele mit nach Hause nehmen. Und da es die ja auch schon vor der Weihnachtspause gegeben hatte, beschloss auch Stephan Baeck den Abend zuversichtlich. „Wir haben es selbst in der Hand. Es liegt an uns, ob wir den Schalter wieder umlegen können. Nur an uns. Das Potenzial ist jedenfalls vorhanden.“

Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan war stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben dem Gegner das Leben schwer gemacht. Drei Siege in Folge sind stark, vor allem, weil wir genug Monate hatten, in denen es nicht so lief. Die Jungs genießen das, aber wir müssen das Level weiterhin hochhalten.“ Auch bei den mitgereisten Fans zum NRW-Derby wollte sich Shirvan bedanken. „Die Fans waren krass heute. Die haben echt eine super Stimmung gemacht und uns, wie immer, toll unterstützt.“

04.02.2023 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BBG Herford 108:63

Vor 602 Zuschauern kehrten die Dragons Rhöndorf eindrucksvoll auf die Siegerstraße zurück und fuhren einen letztlich nie gefährdeten Heimerfolg gegen Aufsteiger Herford ein.

Coach Thomas beorderte Neuzugang Mubarak Salami neben Zaba Bangala, Devon Goodman, Nicolas Buchholz und Flo Koch in seine Starting Five, in der Capitano Paul Albrecht fehlte, der an diesem Abend krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand, ebenso wie der noch verletzte Jonas Falkenstein. Lediglich in den Anfangsminuten gelang es den Gästen aus dem Herzen NRW’s einige Akzente zu setzten und zweimal knapp in Führung zu gehen, ehe die Hausherren die Kontrolle übernahmen und sich mit einem ersten 8:0-Lauf absetzten. Besonders von Downtown nutzten die Hausherren sehr zum Gefallen ihrer Fans die Chancen und legten im ersten Viertel bereits stramme 30 Punkte auf. Gerade am offensiven Brett agierten die Drachen gallig und hungrig und gingen jedem Wurf konsequent nach, was Chance um Chance generierte, die letztlich auch genutzt wurden. Bis zur Halbzeit konnten zwar auch die Gäste der BBG den Schock der ersten 10 Minuten etwas abschütteln, mussten aber trotzdem ein deutliches 56:32 mit in die Kabine nehmen.

Nach dem Pausentee brachte Zaba Bangala nach feiner Einzelleistung die ersten DrachenPunkte aufs Tableau, dem die beiden Topscorer Nicolas Buchholz und Devon Goodman weitere Zähler folgen lassen sollten. Die Mannen von Gästetrainer David Bunts versuchten nochmals mit allen Mitteln das Comeback, waren aber an diesem Abend nicht mehr in der Lage die
Drachen ins Wanken zu bringen. Ein viertelübergreifender 18:2-Lauf sorgte für Feststimmung im Rund des DragonDome und ließ letztlich nur noch die Frage über die Höhe des Sieges aufkommen. Routinier Flo Koch legte von Downtown die entscheidenden Punkte zum Durchbrechen der 100-Punkte-Mauer auf und markierte wenige Minuten später ebenso die finalen Zähler zum 108:63-Endstand.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Der Sieg ist aus vielerlei Hinsicht für uns von großer Bedeutung. Wir haben sowohl in der Offense, wie auch in der Defense für 40 Minuten unser Spiel gespielt und Herford von Beginn an so unter Druck gesetzt, sodass wir einfache Chancen für uns generieren konnten. Gerade im Offensiv-Rebounding haben wir uns über die Trainingswoche deutlich verbessert und haben uns dadurch 19 Punkte aus zweiten Chancen erarbeitet. Ein wichtiger Faktor war zudem unsere Heimkulisse am Menzenberg. Es bedeutet der Mannschaft viel die Unterstützung er Fans zu spüren und wir hoffen diesen Support auch in den kommenden Heimspielen zu haben und gemeinsam mit unseren Fans noch weitere starke Partien abzuliefern.“

04.02.2023 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. LOK BERNAU 59:69

Mit großer Moral und einer erstklassigen Arbeitseinstellung erkämpf sich der SSV LOK Bernau einen 69:59 Sieg gegen die EN Baskets Schwelm. Dabei gab es in diesem Spiel einige Parallelen zum Spiel in Iserlohn.

Die Schwelmer machten uns den Zug zum Korb über weite Strecken des Spiels schwer und kontrollierten das Spieltempo. Aber die Mannschaft von Coach Davide Bottinelli hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten enorm weiterentwickelt und somit am Ende verdient den Sieg mit in die Hussitenstadt genommen. Aber der Reihe nach. Bernau startete mit seiner in dieser Saison etablierten ersten Fünf aus Abi Kameric, Rafail Lanaras, Rikus Schulte, Isiah Small und Akim-Jamal Jonah. Dementsprechend bot sich in den ersten Minuten dann auch das gewohnte Bild. Bernau kontrollierte die Bretter und führte nach gut 2 Minuten mit 6:0 bevor Schwelm mit einem Dreipunktwurf die ersten Zähler des Spiels verbuchen konnte. Danach bewegte sich das Spiel noch auf einem ausgeglichen Niveau, bis Heimtrainer Falk Möller seine erste Auszeit nahm. Danach hatten es unsere Jungs zunehmend schwerer den Zug zum Korb zu finden. Schwelm organisierte sich defensiv immer besser und begann von außen zu treffen. So endete das 1. Viertel auch knapp mit 20:19 für die Nordbrandenburger.

Mit dem Beginn des 2. Viertels entwickelte sich für die Mannen um Max Rockmann dann ein Spiel, welches vor allem Geduld und Vertrauen in die eigenen Tugenden erforderte. Die Heimmannschaft spielte sich defensiv immer mehr ein und machte es uns so schwer, unseren gewohnten Rhythmus zu finden. Einzig allein die ungewohnt schlechte Trefferquote der Schwelmer von der 3er-Linie kam uns in diesem Moment zugute. Keinem der beiden Teams gelang es aber sich entscheidend abzusetzen. Mit Beginn des Schlussviertels packte die LOK dann aber eine Schippe drauf und erzeugte vor allem defensiv mächtig Dampf unterm Kessel. Man konnte die Ballbewegung der Schwelmer unterbinden, und sie somit immer wieder zu schlechten Würfen zwingen. Gleichzeitig steigerten wir vor allem offensiv die Reboundquote und
kamen somit immer wieder zur 2. Chance, welche wir konsequenter nutzten als noch zuvor. So hatten wir 4 Minuten vor Schluss wieder eine zweistellige Führung und es gelang uns, die Schwelmer nicht mehr entscheidend herankommen zu lassen.

Coach Davide Bottinelli: „Das Spiel heute war ein harter Kampf, den wir durch eine unserer Stärken – die Teamdefense – gewonnen haben. Schwelm hat uns das Leben lange Zeit sehr schwer gemacht, und wir haben es nicht geschafft, dem Spiel unser Tempo und unseren Rhythmus aufzudrücken. Den Baskets ist es streckenweise gut gelungen, unser Inside Spiel zu erschweren und uns so zu Würfen von außen zu zwingen. Aber vor allem im letzten Viertel ist es uns besser gelungen die Rebounds zu kontrollieren und den offensiven Spielfluss der Schwelmer zu stören.“

Falk Möller sagt Folgendes zur Heimniederlage: „Ich bin zufrieden mit dem Spiel und vor allem unserer Defense. Wir wollten das Tempo kontrollieren, weil Bernau sonst jeden Gegner abschießen kann. Das ganze Spiel über haben wir unsere Würfe, die zum Teil sehr offen waren, nicht getroffen. Im vierten Viertel ging uns dann auch etwas die Puste aus. Die zehn Punkte Unterschied sind dann auch zu hoch meiner Meinung nach. Sollten wir nächste Woche Sonntag so in Wedel auftreten, bin ich optimistisch.“

04.02.2023 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. RASTA Vechta II 90:101

Manchmal reichen zwei Worte: „Verdient verloren.“ Treffend fasste Timo Völkerink, Coach der Itzehoe Eagles, die gerade verstrichenen 40 Minuten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zusammen. Am Prokon-Heimspieltag hatte sein Team gegen Rasta Vechta mit 90:101 (19:23, 18:20, 18:25, 35:33) verloren.

Als das Spiel begann, waren die Niedersachsen bereit, die Gastgeber dagegen vergaben ihre ersten Chancen und gerieten nach dem dritten Rasta-Dreier bereits mit 2:13 in Rückstand. Bis zum ersten eigenen Feldkorb durch Emil Marshall brauchten die Eagles viereinhalb Minuten, spät im ersten Viertel rissen sie ihre Fans aber von den Sitzen: Tim Lang, Marshall und Trey McBride trafen in kurzer Zeit drei Dreier zum 19:20. Im zweiten Abschnitt konnten die Itzehoer sich die Führung holen, aber das währte – nicht zum letzten Mal in diesem Spiel – nur kurz. Vechta spielte schnell und aggressiv, immer wieder holte sich der Gast auch Offensivrebounds. 26:15 stand es zur Halbzeit im Rebound-Duell, und auch insgesamt habe Rasta die Stärke beim Rebound besser durch das Spiel gebracht als die Eagles ihre auf Ballgewinne ausgelegte druckvolle Defensive, sagte Völkerink. Die Verteidigung funktionierte nicht wie gewohnt, der Gegner sei sehr gut vorbereitet gewesen: Mit 101 Gegenpunkten in eigener Halle lasse sich kein Spiel gewinnen.

Zur Halbzeit sah es beim 37:43 noch nicht nach diesem hohen Ergebnis aus, im dritten Viertel brachte Marshall mit neun Punkten sein Team heran. Zwei Mal sorgte Shaquille Rombley per Dunk für eine Ein-Punkt-Führung der Eagles, allerdings konterte Vechta sofort. Und wie: Mit einem 14:0-Lauf in den letzten dreieinhalb Minuten des Abschnitts setzten sich die Gäste auf 68:55 ab. Im letzten Viertel erhöhten sie den Abstand sofort weiter. Die Gastgeber konnten versuchen, was sie wollten, Rasta hatte eine Antwort parat, meist durch Leon Okpara (25 Punkte) oder den überragenden Aufbauspieler Kevin Smit (31). So gab es am Ende auch keine Chance mehr, den direkten Vergleich zu sichern: In Vechta hatten die Eagles mit sechs Zählern Vorsprung gewonnen.

Die Niederlage sei verdient, weil der Gegner den Itzehoern mit seiner Aggressivität an beiden Enden den Zahn gezogen habe, stellte Völkerink fest. Der neue Tabellenfünfte, der den Platz mit den Eagles tauschte, habe den Erfolg mehr gewollt: „Das dürfen wir nicht noch einmal zulassen in eigener Halle.“

05.02.2023 17:30 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. SBB Baskets Wolmirstedt 79:87

Ganz starker, jedoch unbelohnter Kampf der Gießen Pointers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB: Am Sonntagabend ließ das heimische Nordstaffel-Schlusslicht nur wenig von einer Rolle als tabellarischer Underdog erahnen und hielt beim Kräftemessen mit dem favorisierten Rangdritten Baskets Wolmirstedt gut mit. Am Ende verpasste das Dörr-Team den Coup nur knapp und musste sich in der Osthalle mit 79:87 (38:43) geschlagen geben.

Die beiden Kontrahenten eröffneten die Partie ausgeglichen (10:10, 6.), Gießen lag zwischenzeitlich sogar mit 16:12 (8.) in Front. Noch zur ersten Viertelunterbrechung hatten die Pointers, nach einem Korbleger von Benjamin Lischka, die Nase überraschend vorn (20:17, 10.). Im zweiten Quarter hielten die Universitätsstädter den auf den Führungswechsel drängelnden Sachsen-Anhaltinern lange stand (32:31, 15.). Erst in der 16. Minute vermochte Ex-Gießen-46ersShooting Guard Maximilian Begue seinen neuen Arbeitgeber aus der Distanz wieder in Front zu bringen (32:34). Die Sache blieb umkämpft, Gießen überholte kurzzeitig auch (35:34, 17.), nach einem 9:3-Lauf binnen der letzten drei Zeigerumdrehungen der ersten Hälfte freuten sich jedoch die Gäste über einen 43:38-Vorsprung (20.) zur Pause.

Dezent ausbauen konnten die Baskets ihre Führung kurz nach dem Wiederanpfiff (51:44, 23.). Im Anschluss drehten die Schützlinge von Headcoach Daniel Dörr aber noch einmal auf: Sukzessive kämpften sich die Pointers zurück (56:58, 26.), glichen zunächst auf 58:58 aus, um sich nachfolgend einen 65:61-Vorteil (30.) zum Ende des Quarters zu erarbeiten. „Wir haben da den Ball auch mal mehr inside gebracht, das hatten wir in der ersten Hälfte nicht so geschafft“, analysierte Dörr die starke Gießener Phase, in der insbesondere Lischka sowie Neuzugang Nemenja Nadjfeji dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Lange nährten die Gastgeber auch die Hoffnungen auf den Heimsieg und stemmten sich gegen die Wolmirstedter Bemühungen. Tim Schneider und Benjamin Lischka zauberten in der Mitte des Abschnitts noch einmal einen 7:0-Ansturm aus dem Hut und brachten ihr Team somit in eine vielversprechende Position (79:71, 36.). Nach einem Baskets-Timout kam aber alles anders: Die Pointers stellten in den abschließenden fünf Minuten das Scoring komplett ein, nicht ein Treffer sollte mehr fallen. „Am Ende kam es leider zu einem Bruch“, so Dörr, der mitansehen musste, wie im Gegenzug die Gäste nach und nach an einem erfolgreichen 16:0-Lauf feilten.

Der Gießener Vorsprung schmolz dahin, auch der eingewechselte, aber angeschlagene (Hüfte) Lahnstädter US-Pointguard Jacob Ledoux konnte dem Spiel keine neue Wendung mehr geben. „Wolmirstedt hat dann auch noch Dreier getroffen, die sie das ganze Spiel über nicht getroffen hatten“, konstatierte Daniel Dörr, dessen Mannschaft zusätzlich mit der einen oder anderen Entscheidung der Unparteiischen zu hadern hatte. „Wir haben zum Teil einen echt guten Teambasketball gespielt, gerade in der zweiten Halbzeit. Wir haben einen großen Fight geliefert. Defensiv waren wir in der ersten Hälfte zu nachlässig, in der zweiten haben wir es dann deutlich besser gemacht – nur leider kam nichts dabei rum“, lautete das
abschließende Dörr-Fazit.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Nord-Nachberichte.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-06 15:30:592023-02-06 15:31:01Nachberichte ProB Nord 18. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 18. Spieltag

6. Februar 2023/in APP, ProB Süd 22/23

Foto: Gerd Käser

Spieltag 18: 04.02.2023 14:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. EPG Baskets Koblenz 65:77

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

04.02.2023 15:00 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. OrangeAcademy 99:92

Am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB erlebten die Zuschauer in der Rundsporthalle im Württembergischen Duell der Porsche BBA Ludwigsburg gegen die ratiopharmAcademy ein wahres Offensivfeuerwerk, das die Hausherren am Ende knapp mit 99:92 (41:47) für sich entscheiden konnten.

Ohne George-Cristian Cotoara (Krankheit) und Johannes Patrick (Müdigkeit) gingen die Barockstädter am Samstag erneut ersatzgeschwächt in die Partie, während mit Sebastian Hartmann ein wichtiger Leistungsträger nach mehrwöchiger
Zwangspause ins Aufgebot zurückkehren konnte. Angeführt von Nico Santana Mojica, der 8 seiner insgesamt 29 Punkte in den ersten fünf Minuten erzielte, erwischte Ludwigsburg einen guten Start und ging nach einem Dunking von Mikey
De Sousa und zwei Hartmann-Dreiern mit 22:13 in Führung. Ognjen Veljkovic ließ den Vorsprung wenig später erstmals zweistellig werden, ehe es beim Stand von 26:17 ins zweite Viertel ging. Dieses eröffneten die Gäste dann allerdings mit sieben Punkten in Serie und da die Porsche BBA wie schon im Heimspiel gegen Koblenz erhebliche Schwächen in der
Transition Defense offenbarte, konnte Ulm die Kontrolle über das Spiel übernehmen. Ein weiterer 12-0 Run brachte die Gäste zwischenzeitlich mit 45:31 in Front, ehe Abdulhay Kömürkara den Lauf der OrangeAcademy stoppen konnte und sich Ludwigsburg bis zur Halbzeitpause wieder auf 41:47 heranarbeitete.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann ein temporeiches Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Nico Santana Mojica und Esli Edigin waren im dritten Viertel zusammen für 18 der 28 Ludwigsburger Punkte verantwortlich, Ulm hielt die Gastgeber jedoch erfolgreich auf Abstand, sodass die OrangeAcademy von Trainer Baldur Ragnarsson
eine 6-Punkte Führung mit in die letzten zehn Minuten nahm. Im Schlussabschnitt war es dann Aeneas Jung, der mit 19 Zählern ein Season-High in Punkten markierte, überlassen die Porsche BBA per Dreipunktspiel wieder in Führung zu bringen. Ludwigsburg legte in der Verteidigung nun nochmal eine Schippe drauf und so führten Ballgewinnen von Nico Santana Mojica und Esli Edigin zu leichten Punkten, die Ludwigsburg nach einem Edigin-Dunk einen 88:80 Vorsprung knapp fünf Minuten vor dem Ende bescherte. Ulm konterte angeführt von Pacome Dadiert, der 19 seiner insgesamt 23 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte, mit fünf Zählern in Serie und so entwickelte sich in der Rundsporthalle eine spannende Schlussphase. In dieser zeigten sich die Hausherren nervenstark von der Freiwurflinie und nach einem
weiteren Edigin-Steal konnte Emmanuel Ugbo beim Stand von 97:90 für die Vorentscheidung sorgen.

Mit dem 99:92 Heimerfolg bejubelte die Mannschaft von Trainer Kheeryoung Rhee am Samstag den vierten Saisonsieg, durch den das Porsche BBA-Team nach 17 Saisonspielen in der Tabelle auf dem 12. Platz steht. Ludwigsburg zeigte gegen Ulm eine geschlossene Mannschaftsleistung und erwischte vor allem in der Offensive einen guten Tag. 55% aus dem Feld, 10/25 Dreier und insbesondere 21/23 Freiwürfe waren eine starke Ausbeute für die junge Porsche BBA-Mannschaft, die sich allen Rückschlagen zum Trotz nicht unterkriegen lässt und am Samstag ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren konnte.

04.02.2023 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Basketball Löwen 81:87

16 Spiele lang war es keinem Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gelungen, die WHITE WINGS Hanau zu bezwingen. Diese Serie hat nun ihr Ende gefunden: In einem hart umkämpften Spiel unterlagen die Grimmstädter knapp gegen die Basketball Löwen aus Erfurt. Mit 81:87 erlebt das Team von Headcoach Marti Zamora damit erstmalig in dieser Saison eine Niederlage.

„Erfurt hat ein starkes Spiel abgeliefert. Sie haben wichtige Würfe getroffen und hart gekämpft. Wir mussten auf der anderen Seite auf Bruno verzichten und es ist klar, dass wir Schwierigkeiten haben würden, wenn wir ohne den MVP der ProB Süd antreten. Trotzdem: Wir haben heute viel Charakter bewiesen und haben bis zur letzten Spielminute gekämpft“, lautet Zamoras Fazit. Gesenkte Köpfe oder größeren Frust gibt es unterdessen nicht: „Wir sind sehr stolz auf unsere 16:1-Bilanz und vor allem die Energie, die wir am Ende des Spiels gezeigt haben. Wir haben nie aufgegeben. Wir werden nun viel Arbeit investieren, um das nächste Spiel wieder zu gewinnen.“

Beide Mannschaften starteten etwas unsicher in die Partie, wobei die Erfurter von Beginn sehr engagiert als Mannschaft verteidigten. Nach den ersten zehn Minuten führten die Hanauer mit zwei Punkten (14:12). Dies änderte sich jedoch im zweiten Viertel, welches die Thüringer deutlich für sich entschieden (Halbzeitstand 43:31). Das dritte Viertel verlief ausgeglichen und die Basketball Löwen gingen mit zwölf Punkten Vorsprung in den Schlussabschnitt (65:53). Dem Tabellenführer gelang es, einige Punkte aufzuholen. Das Team der Löwen-Trainer Enrico Kufuor und Andreas Fischer hielt jedoch spielerisch dagegen und sicherte sich den Sieg.

Insgesamt zeigten sich die Erfurter mannschaftlich sehr geschlossen, bewegten den Ball gut in den eigenen Reihen und agierten sehr selbstbewusst im Korbabschluss. Besonders erfolgreich war der US-Amerikaner Tyseem Lyles mit 28 Punkten und einer überragenden Wurfquote von 60 % von jenseits der Dreipunktelinie (6 Treffer bei zehn Versuchen). Rückkehrer Ricky Stafford zeigte sich wiederum mit drei erfolgreichen Distanzwürfen bei sechs Versuchen und insgesamt 11 Zählern ebenfalls sehr korbgefährlich. Noch hochprozentiger traf das Erfurter Eigengewächs Lorenz Schiller mit 67% von der Dreierlinie, sowie aus dem Zweierbereich. Der Power Forward holte für seine Mannschaft neben 15 Zählern zudem noch vier Rebounds. Der erfolgreichste Rebounder war jedoch Guy Landry Edi, der ein Double-Double mit 15 Punkten und 11 Rebounds erzielte. 

Löwen-Sportdirektor Florian Gut lobt die Leistung der eigenen Mannschaft: „Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Ludwigsburg haben wir in Hanau erneut eine hervorragende Teamleistung gesehen. Mein Kompliment gilt unseren Spielern und dem Trainerstab, die sich durch harte Trainingswochen auf ein höheres sportliches Level gebracht haben. Daran wollen wir anknüpfen und in den nächsten Spielen weitere wichtige Siege holen und uns für die Playoffs qualifizieren. Unabhängig vom reinen Ergebnis, macht die Spielweise unseres Teams viel Freude und Hunger nach mehr.“ 

04.02.2023 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TEAM EHINGEN URSPRING 69:82

Am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB unterlag der BBC Coburg am Samstagabend dem Team Ehingen Urspring mit 69:82 (34:44). Die Schwaben gingen von Beginn an beherzt zur Sache und rangen den Vestestädtern mit hoher Intensität in der Defensive die Punkte ab. Erdrückend war die Übermacht des“Team in Green” bei den Rebounds, 54 Bretter der Ehingerstanden 33 der Coburger gegenüber. Zudem steckten die Gäste den Ausfall ihres Top-Scorers André Nation im zweiten Viertel mit einer geschlossenen Teamleistung weg. Mit jeweils 19 Punkten führten die beiden Ehinger Moritz Heck und Vincent Neugebauer ihre Mannschaft zum Sieg. Bester Werfer der Coburger war Tyreese Blunt mit 13 Punkten.

Von der ersten Minute an stellten die Schwaben klar, dass sie an diesem Abend dem BBC Coburg keine Geschenke machen wollten. Hohes Tempo und aggressive Ganzfeldpresse in der Defensive bestimmten die Schlagzahl. Zunächst hielt Coburg noch gut mit, in der ersten Hälfte wechselte die Führung neun Mal. Milan Suput und Adrian Petkovic kamen mit schnellen
Punkten für die Hausherren ins Spiel, bei den Gästen antworteten Zacek und Neugebauer. Fünf Dreier im ersten Viertel waren bis dahin der Garant, dass die Oberfranken mithalten konnten. Ein komplett anderes Bild zeigte sich dann im zweiten Viertel. Für die Coburger, die ihr Glück immer wieder über Distanzwürfe suchten, war der Korb nun wie verrammelt. Nur gleich zu Beginn des Abschnitts traf Blunt noch einmal von Downtown, bis zur Pause kämpfte Coburg aber in der Offensive. Ehingen spielte sich den entscheidenden Vorteil heraus, mit 19:11 fertigten sie Coburg im zweiten Durchgang ab.
Dabei mussten die Gäste ab der 16. Spielminute auf ihren Top-Scorer André Nation verzichten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde der US-Amerikaner ausgewechselt und anschließend im Krankenhaus behandelt. Nation war abseits des Spielgeschehens umgeknickt und signalisierte sofort, dass es nicht weitergehen könne. Die 500 Zuschauer in der HUK-COBURG arena verabschiedeten den besten Schützen der Liga mit Beifall und Ovationen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 15 Punkte und sechs Rebounds für sein Team eingefahren.

Wer nun dachte, die Schwaben würden mit dem Wegfall ihres Top-Performers auch die Dominanz in diesem Spiel abgeben, sollte schnell eines besseren belehrt werden. Sie machten nämlich genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Ehingen hatte häufig einfach eher die Hände oben, Vincent Neugebauer sammelte 13 Rebounds, insgesamt holte Ehingen 21 Bretter
mehr als Coburg. Auch technische Probleme mit der Anzeige, die im dritten Viertel eine zweimalige Unterbrechung der Begegnung zur Folge hatten, konnten das “Team In Green” an diesem Abend nicht aus der Fassung bringen. Die 13-Punkte-Führung nach dem dritten Viertel verwalteten die Schwaben bis zum finalen Buzzer erfolgreich. Coburg kam offensiv wieder besser in Tritt, nach einem Korbleger von Bulic verkürzten die Gastgeber den Rückstand auf 57:65 (34.), was Ehingens Coach Oliver Heptner zu einer Auszeit veranlasste. Ehingen fand in der Schlussphase immer die richtigen Antworten, exemplarisch durch Moritz Heck, der binnen 50 Sekunden zwei Dreier ins Coburger Herz schoss.

Oliver Heptner konnte zufrieden mit seinen Schützlingen sein. “Unser Game-Plan ist heute insofern aufgegangen, dass wir gut verteidigt haben. Durcheinander gewürfelt wurde das Ganze natürlich durch die Verletzung von André Young. Wir hoffen, dass es nicht zu schlimm ist, auch wenn es schlimm aussah”, sagte der 29-Jährige. Zudem sei er stolz auf seine
Mannschaft, die mit dem Erfolg in Coburg den dritten Sieg in Folge landete. Zuvor habe man immer nach zwei Siegen eine Niederlage hinnehmen müssen.

04.02.2023 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. SEEBURGER College Wizards 94:70

Die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer haben einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde gemacht. Die Mannschaft von Cheftrainer Carl Mbassa entschied das Südwestduell der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mit den College Wizards aus Karlsruhe mit 94:70 (41:33) zu ihren Gunsten und festigte den Platz im Tabellenmittelfeld. „Es gibt immer einige Dinge, an denen man arbeiten muss. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden“, betonte Mbassa nach dem Kräftemessen in der heimischen PSD Bank-Halle Nord.

Bereits im ersten Viertel wurde deutlich, dass die Baskets Speyer seit dem letzten Spiel hart an sich gearbeitet haben. Von Seiten der Wizards wurde das Spiel mit denselben Fehlern wie auch gegen Ehingen eröffnet. Eine unorganisierte Offensive zwang sie zu vielen Abschlüssen durch Distanzwürfe, von denen leider nur wenige ihren Weg in den Korb fanden. Dies nutzte Speyer aus, welche konzentrierter in das Spiel einstiegen und sich so bereits im 1. Viertel mit 25:14 absetzen konnten.

Das zweite Viertel begann mit einem Lauf von Speyer. Davon ließen sich die Wizards nicht beirren und suchten in der Offense öfter den Weg zum Korb. Hier konnten sie deutlich mehr Punkte erzielen und kämpften sich somit zwischenzeitig bis auf 7 Punkte an Speyer heran. Zur Halbzeit stand es schließlich 41:33.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich schwach wie die Erste. Durch das Verlegen von einfachen Korblegern in Kombination mit vielen Ballverlusten konnten die Baskets Speyer das Spiel wieder deutlich auf ihre Seite ziehen. Ab diesem Zeitpunkt fiel es den Wizards schwer, offensiv wie defensiv Struktur aufzubauen und das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Zwischendurch gelang es noch einmal auf 12 Punkte heranzukommen, was aber nicht gehalten werden konnte.

Im letzten Viertel, welches mit 56:72 begann, zeigte die Heimmannschaft noch einmal auf, dass sie sich ihres Tabellenplatzes sicher sind. Das Spiel war schon entschieden und Speyer gelang es, den Abstand weiter auszubauen.

Schlussendlich war es eine Kombination aus fehlendem Teamwork, erfolglosen Einzelaktionen und einer Defensive, die nicht besser war als die gegen Ehingen, welche den Wizards die 70:94 Niederlage kostete. „Wir sahen nicht aus wie eine Mannschaft, die nach Speyer kommt, um sich die Punkte zu holen.“, reflektiert Geschäftsführer Zoran Seatovic. Für die kommenden Spiele ist er sich sicher: „Wenn wir weitere Siege verbuchen wollen, müssen wir uns defensiv wiederfinden und eine Schippe drauflegen.“ Dies können die Wizards am 11.02. bei ihrem Heimspiel gegen Ludwigsburg beweisen.

04.02.2023 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. TSV Oberhaching Tropics 77:71

Die Oberhachinger Basketballer konnten den Schwung nach dem Sieg gegen den FC Bayern nicht mit ins nächste Derby nehmen. Nach über weiten Strecken schwacher Leistung unterlag man den Hessing Kangaroos. Die Gastgeber brachten deutlich mehr Energie auf das Parket und sicherten sich mit Ihren Fans als 6.ten Mann verdient den Heimerfolg.

Sowohl die Kangaroos als auch der Tabellenvierte aus dem Münchner Süden konnten bei diesem Derby ihre besten Formationen aufbieten. 772 Zuschauer waren in die Stadtberger Sporthalle gekommen. Und diese dürften ihr Erscheinen nicht bereut haben, es war einiges geboten an diesem Basketball-Abend. Von Beginn an entwickelte sich eine äußerst intensive Partie, im ersten Viertel konnte sich kein Team in irgendeiner Form absetzen. Die Leitershofer hielten sich mit vier Dreiern von vier verschiedenen Spielern im Match, bei den Tropics trugen sich in dieser Phase spgar bereits acht Akteure in die Scorerliste ein. Die Gäste gewannen die ersten zehn Minuten knapp mit 23:21. Im zweiten Abschnitt war es dann zunächst einmal eine reine Defense Schlacht, es fielen kaum Körbe, auch weil kein Team dem anderen auch nur einen Millimeter Raum gönnte. Mit einem 10:0 Zwischensprint vor der Halbzeitpause sorgte dann die BG aber für eine neun-Punkte Führung, in dieser Phase hatte Oberhaching dazu wenig Wurfglück. Jedoch war allen Fans klar, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden war.

Nach der Halbzeit ging es ähnlich weiter, allerdings kam das Team von Trainer Mario Matic, der als Spieler früher selbst für die Leitershofer aktiv war, Punkt um Punkt näher. Der wesentliche Unterschied war, dass den Oberbayern nun zehn von zehn Freiwürfen, von denen einige wegen unsportlicher und T-Fouls auf Seiten der Kangaroos zu Stande gekommen waren, verwandelte, während die Stadtberger nur drei ihrer zehn Optionen von der Linie in die Reuse einnetzen konnten. 51:50 stand es dann vor den letzten zehn Minuten, das Spiel schien zu kippen. Den letzten Abschnitt eröffnete Leitershofen dann mit zwei Dunkings durch Teathloach Pal und Nicolas Lagerman, Oberhaching konterte aber jeden Angriff umgehend. Mit sehr viel Kampf schafften es die Stadtberger aber, den Gegner nicht vorbeiziehen zu lassen, die frenetisch anfeuernden Fans unterstützen dieses Unterfangen herausragend und wurden immer mehr zum sechsten Mann auf dem Feld. Als eineinhalb Minuten vor dem Ende Teathloach Pal auf Anspiel von Lucas Mayer einen spektakulären Alley Oop Dunk zum 70:64 verwandelte, eskalierte die Halle völlig. Die Tropics konterten aber sofort per Dreier von Omari Knox, den wiederum Stjepan Topalovic mit einem erfolgreichen Wurf von jenseits der 6,75 Meter Linie aus der Ecke retournierte. 73:67 eine Minute vor dem Ende, da dachte jeder an das ein oder andere doch noch knapp verlorene Spiel in dieser Saison aus ähnlicher Konstellation. Und prompt brachten die Kangaroos zwei Einwürfe leichtfertig nicht an den Mann, kurz vor dem Ende stand es nur noch 73:71. Ein Foul noch vor dem Einwurf brachte den Leitershofern dann regelgemäß einen Freiwurf plus Bonuseinwurf, den Jannick Westermeir verwandelte. Ein weiterer Ballverlust offerierte den Tropics noch eine Chance auf den Dreier, der aber von der BG gut verteidigt wurde. Mit den beiden letzten Stop-Clock Freiwürfen stellte dann erneut Jannik Westermeir den Sieg sicher. Der Jubel kannte danach bei Team und Fans keine Grenzen.

Mario Matic :“ Glückwunsch an Richie und Leitershofen. Sie haben das Spiel verdient gewonnen. Die Tatsache, dass Sie 17 Rebounds mehr hatten als wir, zeigt dass Sie die Punkte mehr wollten als wir und mehr Energie aufs Feld gebracht haben. Zudem haben wir Heute einfach auch keine Würfe getroffen und die Kangaroos hatten einfach auch eine mega Unterstützung durch Ihre Fans. Für uns geht der Blick nach vorne. In Erfurt wartet eine sehr schwere Aufgabe auf uns.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Sued-Nachberichte.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-06 15:25:032023-02-06 15:25:04Nachberichte ProB Süd 18. Spieltag

Vorberichte ProB Nord 18. Spieltag

3. Februar 2023/in APP, ProB Nord 22/23

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 18: 04.02.2023 18:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel

Das 16. Saisonspiel am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord steht an. Die achtplatzierten TKS 49ers begrüßen den elftplatzierten SC Rist Wedel. Die beiden Teams trennen zwar drei Tabellenränge, dennoch liegt nur ein Sieg zwischen ihnen. Die Gäste visieren die Playoffplätze an, die Gastgeber wollen diese hingegen nicht aus den Augen verlieren.

Die Gäste vom SC Rist Wedel mussten letzte Woche, ähnlich wie die 49ers, eine deutliche Niederlage einstecken. Gegen die Iserlohn Kangaroos verlor man auswärts mit 64:90. Ein Spieler in Wedels Reihen enttäuschte trotz dessen nicht und erzielte 23 Punkte: Harrison Cleary. Auf den amerikanischen Aufbauspieler kann sich der Berliner Headcoach Stephan Blode diese Spielzeit fast immer verlassen. Schon beim Hinspiel gegen die TKS 49ers am ersten Saisonspieltag legte Cleary 26 Zähler auf. Seither ist er mit 24,8 Punkten pro Partie der zweitbeste Scorer der ProB Nord. Unterstützung kommt zudem regelmäßig von den Big Men Michal Kozak (14,1 Pkt, 8 Reb) und Marc Nagora (9,6 Pkt, 5,5 Reb). Mit einem Sieg am dieswöchigen Samstag würden die 49ers den achten Playoffplatz mindestens halten oder mit etwas Glück auf den siebten vorrücken können. Eine Niederlage kann das erneute zwischenzeitliche Abrutschen auf einen Platz außerhalb der Playoffränge bedeuten. Ob die Verletzten Leonik Wadehn und Ben Defty am Samstag wieder zum Einsatz kommen können, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sicher.

„Taktisch wissen wir immer, was wir machen, und wollen das auch umsetzen. Ich glaube, wir müssen konstant, auch wenn es mal nicht so läuft, hohen Einsatz zeigen. Wir müssen konstant, wenn es nicht so läuft, kommunizieren“, gibt Rist-Trainer Stephan Blode seinen Spielern für die in Kleinmachnow ausgetragene Begegnung mit auf den Weg.

Die Niederlage gegen Iserlohn ist abgehakt. Man habe sich die Aufzeichnung des Spiels noch einmal angeschaut: „Wir alle waren geschockt, wie gut wir im ersten Viertel und wie schlecht wir danach waren. Das ist schon ein heftiger Unterschied“, so Blode, der aber auch betont: „Da hilft reden irgendwann nicht mehr viel, du musst spielen, spielen, spielen.“

04.02.2023 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Iserlohn Kangaroos

Die Playoff-Qualifikation wirft ihren Schatten voraus. Auch in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. So treten am kommenden Samstag die RheinStars und die Iserlohn Kangaroos zu einem richtungsweisenden Duell um einen der begehrten acht Plätze an. Platz sieben mit 8:7-Siegen gegen Platz zehn mit 7:9-Siegen.

Während die RheinStars an die guten Heimvorstellungen der Saison anknüpfen wollen nach dem eher zähen Start in das Jahr 2023, kommen die Gäste aus Westfalen mit gehörigem Selbstbewusstsein. „Und, schupps, da sind wir wieder, auch wenn einige nicht mehr damit gerechnet haben“, wird deren Kapitän Joshua Dahmen nach dem 90:64 über den SC Rist Wedel und dem zweiten Sieg in Folge auf der Kangaroos-Homepage zitiert. Dahmen weiter: „Falls es uns gelingt, jetzt vier oder fünf Spiele hintereinander zu gewinnen, halte ich Platz vier oder fünf nicht für unrealistisch.“ Und: „Wenn wir gegen Köln, die aktuell Siebter sind, nachlegen können und an Köln in der Tabelle vorbeiziehen würden, wären wir schon mal einen Schritt weiter.“ Zumal die Kangaroos auswärts eine Bilanz von 5:3-Siegen aufweisen.

Im Hinspiel gelang den Kangaroos beim 94:85 einer ihrer zwei Heimsiege. In der Vorbereitung auf den Gegner hat sich deren Headcoach Dennis Shirvan neben dem Hinspiel auch noch zahlreiche weitere Partien der RheinStars angeschaut und konnte, laut Iserlohner Stadtspiegel, einige Stärken und Schwächen ausmachen. „Ich habe einige Dinge gesehen, die sie besser machen als im Hinspiel, aber wir wissen auch, was wir dagegen tun müssen“, so Shirvan.

Unabhängig vom aktuellen Stand in der Tabelle und den Iserlohnern konzentrieren sich die Kölner auf sich selbst: „Wir haben genügend Gründe aus dem Hinspiel, die uns sehr motivieren sollten“, sagt Assistant Coach Katharina Arnold. Zu wenig Intensität in der Defense, zu viele Fehler insgesamt und in den entscheidenden Phasen nicht clever genug. „Aber wir sind seit Oktober in viele Punkten sehr viel weitergekommen, wir müssen sie jetzt nur wieder verlässlich abrufen.“ Das Spiel gegen Iserlohn kommt da als gute Gelegenheit.

Der dritte Sieg in Folge würde die Serie der Kangaroos ausbauen. „Wir wollen die Serie natürlich beibehalten“, erklärt Dennis Shirvan. „Es war auch unser Ziel, im Jahr 2023 voll durchzustarten mit einem vollen Kader.“ Bis jetzt funktioniert das sehr gut, lediglich dem Tabellenführer BSW Sixers musste man sich in diesem Jahr knapp geschlagen geben.  

04.02.2023 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BBG Herford

Nach zwei Niederlagen in Serie gilt es für die Drachen vom Menzenberg zurück in die Erfolgsspur zu finden. Die nächste Chance bietet sich am kommenden Samstag auf heimischem Parkett, wenn Aufsteiger BBG Herford im DragonDome gastiert.

Der Aufsteiger aus dem Herzen NRW’s blickt bislang auf eine durchwachsene Premieren-Saison in der BARMER 2.Basketball Bundesliga und rangiert mit zwei Siegen und 14 Niederlagen nur knapp vor dem Tabellenschlusslicht aus Giessen. Die Gäste um Headcoach David Bunts kommen mit 7 Niederlagen in Serie ins Rheinland und mussten sich am
vergangenen Wochenende den BSW Sixers deutlich mit 68:106 geschlagen geben. Mit Filmore Beck verpflichteten die Ostwestfalen einen mit allen Wassern gewaschenen Routinier nach, der in den vergangenen drei Jahren für Karlsruhe und Itzehoe in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf dem Parkett stand und ebenso massig ProB-Erfahrung in die basketballerische Waagschale werfen kann. In seinen drei Einsätzen überzeugte der mittlerweile 30 Jahre alte Shooting
Guard mit 15,3 Punkten und 2,0 Assists und könnte auf dem Weg zum Klassenerhalt einer der entscheidenden Faktoren werden.

Yannick Arenz (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf): „Die Jungs brennen darauf zu beweisen, dass sie besser sind als die Ergebnisse in den vergangenen beiden Wochen. Jeder Sieg zählt auf dem Weg in die Playoffs, die wir fest im Visier haben und gemeinsam mit unseren Fans wollen wir am Samstag zeigen, dass der DragonDome immer noch eine Basketball Festung sein kann!“

„Defensiv hatten wir in den Spielen gegen Stahnsdorf und Wedel durchaus gute Leistungen abgeliefert. Wenn wir in Rhöndorf gewinnen wollen, müssen wir daran wieder anknüpfen und vor allem die gefährlichen Distanzschützen der Gastgeber kontrollieren“, äußert sich Coach David Bunts.

04.02.2023 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. LOK BERNAU

Der SSV LOK Bernau reist am Samstag 600km gen Westen, um sich den EN Baskets Schwelm zu stellen.

Dass für die Bernauer lange Reisen kein Problem zu sein scheinen, hat man ja in der Vergangenheit beweisen können. Die meisten der Spiele auf gegnerischem Parkett konnte die LOK gewinnen. Und das Team von Coach Bottinelli kann mit breiter Brust die Reise nach Nordrhein-Westfalen antreten. Im neuen Jahr ist man bislang unbesiegt und die letzten beiden Heimspiele konnte man sogar mehr als deutlich für sich entscheiden. Das Hinspiel konnte man vor heimischen Publikum deutlich mit 79:61 gewinnen. Schon damals waren die aggressive Verteidigung und das hohe Spieltempo die ausschlaggeben Faktoren für den Sieg. Und beides konnte man seither noch deutlich steigern. Vor allem hat sich aber auch der Fokus unserer Mannschaft deutlich verbessert. So wird man sich auch nicht vom veränderten Gesicht der Schwelmer Mannschaft aus der Ruhe bringen lassen.

Der vermutlich kompletteste Gegner der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ist zu Gast oder wie Falk Möller es ausdrückt: „Bernau spielt eine überragende Saison und steht zu recht oben in der Tabelle. Sie spielen extrem variabel im Angriff und haben eine aggressive Defensive. Ohne Wenn und Aber stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe.“

Coach Davide Bottinelli: „Wir fahren nach Schwelm mit viel positiver Energie und einem starken Teamgeist, welches wir aus unserem Sieg schöpfen. Wir sind uns unserer starken TeamVerteidigung sehr bewusst und haben unsere Wurfauswahl deutlich verbessert. Schwelm hat mit den Nachverpflichtungen seine Struktur verändert und zum Beispiel die Gefahr von der Dreierlinie erhöht. Das wird sicher ein entscheidender Faktor im Spiel sein. Wir wollen dagegen unsere Aggressivität einsetzen und die Rebounds kontrollieren. Das wird uns erlauben, unsere Offense noch besser zu organisieren.“

04.02.2023 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. RASTA Vechta II

Neun Siege und sieben Niederlagen, damit stehen die Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf Platz fünf. Neun Siege und sieben Niederlagen hat auch die zweite Mannschaft von Rasta Vechta einen Rang dahinter. So ist das Aufeinandertreffen der beiden Teams am Prokon-Heimspieltag „das nächste Vier-Punkte-Spiel für uns“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink.

Im dritten Heimspiel in Serie werde Rasta eine harte Nuss für die Eagles, ahnt der Trainer. „Sie spielen eine super Saison und konnten dabei sogar den wochenlangen Ausfall ihres US-Spielers JJ Culver kompensieren.“ Auch ohne ihn gewannen die Niedersachsen Spiele – „das zeigt, dass wir auf eine geschlossene Mannschaft treffen, die es versteht, als Team zu agieren“. Vechta kommt mit vielen jungen Talenten, angeführt von Culver, Kevin Smit und Leon Okpara. Aber auch der 17-jährige Johann Grünloh (2,10 Meter groß) und der ein Jahr ältere Noah Jänen spielten eine sehr starke Saison, so Völkerink. Mit Spielzügen der Rastaner aus dem Block heraus hätten die Itzehoer im Hinspiel ihre Probleme gehabt, „da müssen wir einen besseren Job machen“.

Trotzdem gewannen die Eagles einen Tag vor Silvester in Vechta mit 85:79, jetzt wollen sie den Sieg und damit gleichzeitig den direkten Vergleich sichern. „Wir sind gut drauf und gehen selbstbewusst in das Spiel“, sagt der Coach. Das Team hoffe auf eine erneut volle Halle: „Wir glauben fest an unseren Heimvorteil. Die Stimmung war zuletzt einfach großartig, das Publikum ist für uns ein wichtiger Faktor und gibt unserem Spiel in schwierigen Phasen Sicherheit.“

05.02.2023 17:30 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Der 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord hält für die ROTH Energie Giessen Pointers ein Heimspiel parat – am Sonntagabend empfangen die Pointers in der Gießener Osthalle den aktuellen Tabellendritten aus Wolmirstedt. Angesichts der brenzlichen Lage der Pointers, weiß Trainer Dejan Kostic, dass es für die Universitätsstädter eine ganz schwierige Aufgabe wird „Es wird sicherlich nicht einfach, als letzte Woche in Bernau. Wolmirstedt ist ein physisch starkes Männerteam, dass mit Bill Borekambi, Jordan Talbert und vielen weiteren starken Spielern besetzt ist. Unter der Korb haben sie mit Fabien Kondo einen unheimlich physischen Center, der zwar wenig scort, aber ein wahnsinniger Verteidiger ist.“, so der Pointers-Coach zum kommenden Gegner.

Nach der ernüchternden Auswärtsfahrt vergangene Woche bei der LOK Bernau, als die Gießener mit 64:102 ins Hintertreffen gerieten, sind die Pointers daran gesetzt weiterhin den Fokus auf dem eigenen Spiel zu haben und gegen den Tabellendritten eine gute Figur zu machen. Schließlich warten in den kommenden Wochen, die alles entscheidenden Spiele um den Klassenerhalt. Zum letzten Spieltag Anfang April, wenn die Pointers in Herford beim direkten Konkurrenten zu Gast
sein werden, will das Team von Daniel Dörr und Dejan Kostic sich zumindest die Chance auf ein Do-or-Die-Game sichern.
„Wolmirstedt ist kein Gegner den wir schlagen müssen. Wir sind sicher für eine Überraschung gut, aber wichtiger ist es, dass wir das Spiel vernünftig spielen und in den kommenden Spielen Punkte einzufahren.“, erzählt Kostic im Vorfeld des Duells mit den SBB Baskets Wolmirstedt. Mit zehn Siegen aus 16 Partien stehen die Sachsen-Anhälter auf souveränem Playoff-Kurs. Das ist vor allem der Verdienst von SBB-Trainer Eike Potthast, der eine starke Mannschaft über die Saison geformt hat. Bekannt aus seiner Licher Zeit ist vor allem Bill Borekambi, der auch bei den Wolmirstedtern zu den Leistungsträgern zählt. Auffallend stark ist die ausgewogene Punkteverteilung der Baskets – mit fünf Spielern, die im Schnitt zweistellig scoren, ist der Kader in der Breite stark aufgestellt. Auch weil von der Bank noch gute Scorer zur Verfügung stehen.

Mit zehn Siegen aus 16 Partien stehen die Sachsen-Anhälter auf souveränem Playoff-Kurs. Das ist vor allem der Verdienst von SBB-Trainer Eike Potthast, der eine starke Mannschaft über die Saison geformt hat. Bekannt aus seiner Licher Zeit ist vor allem Bill Borekambi, der auch bei den Wolmirstedtern zu den Leistungsträgern zählt. Auffallend stark ist die ausgewogene Punkteverteilung der Baskets – mit fünf Spielern, die im Schnitt zweistellig scoren, ist der Kader in der Breite stark aufgestellt. Auch weil von der Bank noch gute Scorer zur Verfügung stehen. In den letzten fünf Spielen mussten sich die Baskets auch nur einmal geschlagen geben – beim Tabellenführer aus Sandersdorf gab es die bisher einzige Niederlage im neuen Jahr.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2023/02/Beitragsbilder-ProB-Nord-Vorberichte.png 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2023-02-03 15:18:592023-02-03 15:19:00Vorberichte ProB Nord 18. Spieltag

Vorberichte ProB Süd 18. Spieltag

3. Februar 2023/in APP, ProB Süd 22/23

Foto: Gerd Käser

Spieltag 18: 04.02.2023 14:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. EPG Baskets Koblenz

Vor einer anspruchsvollen Aufgabe steht die junge zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer am Samstagnachmittag: Im heimischen Audi Dome empfangen die Münchner Talente ab 14 Uhr einen der Topfavoriten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd, der Tabellenzweite Koblenz gilt als klarer Aufstiegsaspirant in der Südgruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Ein Blick auf den Kader verstärkt diesen Eindruck. Das Team von Coach Patrick Elzie, der in den letzten Jahren u.a. in Vechta und Itzehoe arbeitete, ist gespickt mit ProA- und ProB-erfahrenen Spielern. Leon Friederici ist mit 16,7 Punkten pro Partie der Topscorer, doch gleich sieben Akteure treffen im Schnitt zweistellig. Mehr als 90 Punkte erzielen die Gäste aus Rheinland-Pfalz, die zudem mehr als 40 Rebounds fangen. Diese Qualität der Baskets mussten die Bayern schon bei der klaren 54:99-Hinspielniederlage anerkennen.

Haderten die Bayern ihrerseits im bisherigen Saisonverlauf oft mit ihrer Dreierquote (31,7 %), so gab es bei der Derbyniederlage in Oberhaching einen deutlichen Schritt nach vorn (43 %). In jedem Fall wollen sie am Samstag vor eigenem Publikum besser aussehen als in Koblenz. Allerdings fehlen, wie schon im gesamten Saisonverlauf, in Martin Kalu und Ivan Kharchenkov zwei mögliche Leistungsträger schmerzlich.

04.02.2023 15:00 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. OrangeAcademy

Die Wochen der interessanten Spiele enden für die Porsche BBA Ludwigsburg nicht. Nach Matches gegen die Aufstiegsfavoriten aus Hanau und Koblenz, steht nun das Derby gegen die OrangeAcademy aus Ulm an. Die Partie ging in der Hinrunde deutlich an die Ulmer,  weshalb die Porsche BBA den Spieß nun umdrehen will.

Dass die Duelle zwischen Ludwigsburg und Ulm Tradition haben und auch stets die gewisse Prise Brisanz und Spannung mit sich bringen, zeigt sich nicht nur bei den ersten Vertretungen beider Mannschaften (siehe die Partie im späten Dezember), sondern auch in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Samstag, den 04.02.23 kommt es ab 15:30 Uhr zum Schwabenderby in der Ludwigsburger Rundsporthalle und beide Teams werden alles daran setzen, sich den Sieg über den Erzrivalen zu sichern. Nachdem letzte Woche viele Ludwigsburger Spieler krank ausfielen und Sebastian Hartmann weiterhin verletzt ist, hofft Headcoach Khee Rhee nun natürlich auf viele Rückkehrer und das Team ist heiß darauf, die Niederlage gegen Erfurt vergessen zu machen.

Wie so häufig in dieser Saison, musste die Porsche BBA Ludwigsburg beim Spiel gegen die Basketball Löwen Erfurt gleich auf mehrere wichtige Spieler verzichten und konnte deshalb nicht an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Beide Teams starteten die Partie mit einem Offensivfeuerwerk, doch die Erfurter verteidigten zunächst besser und gingen mit einer 30:19-Führung in die erste Viertelpause. Bis zur Halbzeit konnten die Hausherren dann auf ein 55:32 davonziehen. Auch nach der Pause ließen die Löwen nicht locker und zogen ihren offensiven Spielstil konsequent durch. Die Ludwigsburger konnten selbst im Schlussviertel, als viele Nachwuchskräfte der Erfurter auf dem Parkett waren, nur wenig entgegensetzen und letztendlich gewannen die Hausherren das Spiel mit 104:78.

Der Franzose Pacôme Dadiet zeigte letzte Woche bei seinem ersten Spiel für die Ulmer gleich, warum er als großes Talent im europäischen Basketball gilt. Mit 24 Punkten, 8 Rebounds und 3 Assists legte er einen starken Start für sein neues Team hin. Aufpassen müssen die Ludwigsburger auch auf Forward David Fuchs, der den Ludwigsburger Fans, durch seine Beteiligung am Dezemberspiel im Basketball-Oberhaus, sicher noch im Gedächtnis sein wird. Insgesamt sind die Ulmer ausgewiesene Distanzschützen, denn in der ProB-Süd probiert kein Team so viele Dreier wie sie. Obwohl sie viele Würfe nehmen, stellen sie dabei noch die drittbeste Quote. Auch bei den erzielten Punkten und den Rebounds findet sich die OrangeAcademy unter den besten vier Mannschaften der Liga und belegt bei den Steals sogar Platz eins. Nichtsdestotrotz reicht es insgesamt nur für den zehnten Tabellenplatz, da die Ulmer bisher einige knappe Niederlagen einstecken mussten.

Statement von Coach Khee Rhee: „Das Derby gegen Ulm ist immer ein besonderes Spiel. Wir müssen auf jeden Fall das Spiel von letztem Wochenende wiedergutmachen und das meine ich nicht in Bezug auf das Endergebnis, sondern auf den Willen und unsere Ambition, immer alles zu geben. Ich hatte mit den Jungs ein kleines Zwischenziel, welches nicht erfüllt wurde, deshalb wollen wir das gegen Ulm korrigieren.“

04.02.2023 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Basketball Löwen

16 Spiele, 16 Siege – es ist eine unfassbare Saison, die die WHITE WINGS Hanau derzeit spielen. Mit dem Auswärtssieg in Frankfurt in der vergangenen Woche haben sich die Hanauer bereits jetzt ein Ticket für die Playoffs gesichert. Und doch gab es auf dem Weg hin zu diesem Erfolg immer wieder auch Teams, die den White Wings große Schwierigkeiten bereitet haben. Eines davon sind die Basketball Löwen aus Erfurt, gegen die es am kommenden Woche ein Wiedersehen gibt.

Im Hinspiel Anfang November erlebten die Fans beider Teams einen hart umkämpften Krimi. Trotz einer insgesamt guten Leistung in den ersten drei Vierteln leisteten sich die Hanauer, die noch dazu auf der Center-Position geschwächt waren, einige Unkonzentriertheiten. Schlussendlich ging das Spiel zwei Mal in die Verlängerung, ehe sich die Grimmstädter nach 50 Minuten Spielzeit einen knappen 98:105-Sieg sicherten. „Wir sind immer noch müde von diesem Auswärtsspiel“, scherzt Headcoach Marti Zamora.

In der Hinrunde konnten sich die Erfurter dabei insbesondere auf ihre starke Starting Five verlassen. Center Noah Kamdem und Guard Tyseem Lyles scorten beide über 20 Punkte, Guy Edi holte zudem 14 Zähler. „Erfurts Starting Five ist sehr erfahren. Sie alle sind auf dem Platz äußerst gefährliche Spieler – egal ob offensiv oder defensiv“, so Zamora weiter. Entsprechend wird die Hanauer Defense insbesondere ein Auge auf Lyles, Edi und Kamdem haben müssen, um ihnen keine freien Würfe zuzugestehen. Im Vergleich zu den Topspielern des Erfurter Teams sieht es auf der Bank jedoch ein wenig anders aus: „Auch hier findet sich viel Talent, allerdings sind diese Spieler mitunter noch sehr jung und neigen manchmal dazu, Fehler zu machen“, so die Analyse von Hanaus Headcoach.

Mit Blick auf die erste Partie gegen die Basketball Löwen wollen die White Wings in jedem Fall deutlich konzentrierter auftreten und vermeiden, das Spiel nach einer zweistelligen Führung doch wieder aus der Hand zu geben. „Wir müssen smart sein und ein starkes Teamplay zeigen, wie wir es in Frankfurt getan haben. Wir wollen die mentale Stärke aus dieser Partie mitnehmen und entsprechend hart spielen, dabei aber Spaß haben“, sagt Zamora. Ob die Hanauer am Samstag in Bestbesetzung auflaufen können, ist aktuell noch nicht sicher. Bubba Furlong und Bruno Albrecht sind angeschlagen, ihr Einsatz am Wochenende ist derzeit fraglich.

04.02.2023 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Gegen das “Team in Green” nimmt der BBC Coburg am Samstagabend den nächsten Erfolg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ins Visier. In der heimischen HUK-COBURG arena empfangen die Veststädter das Team Ehingen Urspring. Beide Teams präsentierten sich jüngst in guter Form, Coburg verzeichnete drei Siege am Stück, Ehingen gewann
zwei Begegnungen hintereinander. Eine Serie wird also am 18. Spieltag der laufenden Saison reißen.

Coburgs Basketballer wollen sicherstellen, dass die Punkte in Oberfranken bleiben. Stabil und erfolgreich durchläuft der BBC Coburg die aktuelle Spielzeit, das Minimalziel Playoff-Einzug fest im Blick. Aktuell hat man sich wieder auf dem dritten Tabellenplatz eingenistet, vor den Vestestädtern rangieren nur die in dieser Saison alles in den Schatten stellenden Teams aus Hanau und Koblenz, die den ersten Platz unter sich ausmachen werden. Auch im Power-Ranking schneidet Coburg hinter Hanau und Koblenz am besten ab. In den letzten zehn Begegnungen erarbeitete sich das Team von Head Coach Milos Petkovic eine Bilanz von acht Siegen bei nur zwei Niederlagen.

Noch besser schneiden Coburgs Basketballer aktuell bei den Dreiern ab. Mit gut 33 Prozent trifft Coburg in der ProB Süd am zweitbesten von Downtown, besser ist nur Koblenz mit 35 Prozent. Mit fast chirurgischer Genauigkeit treffen BBC-Big-Man Leon Bulic und Aufbauspieler Adrian Petkovic aus Drei-Punkte-Territorium. Beide versenkten bisher 23 Würfe von jenseits der Demarkationslinie und liegen dabei jeweils deutlich über einer Quote von 40 Prozent. Die meisten Dreier für die Vestestädter traf aber Guard Tyreese Blunt, er versenkte 35 Distanzwürfe im Netz des Gegners. Spitzenwerte kann aber auch der Gegner des BBC aus dem schwäbischen Ehingen aufweisen. Da wäre zum Beispiel US-Forward André Nation, der in seinen zwölf absolvierten Spielen in dieser Saison auf durchschnittlich 22,3 Punkte kam – Ligaspitze. Der 29-jährige US-Amerikaner ist zudem in Topform. Am letzten Wochenende eskalierte er beim Heimsieg gegen Leitershofen komplett und erzielte 34 Punkte, pflückte zehn Rebounds aus der Luft, servierte fünf Assists und holte drei Steals. Das ergab einen Effektivitätswert von 41. Auch beim Hinspiel zwischen dem Team Ehingen Urspring und Coburg kam Nation auf 28 Punkte, er dürfte der BBC-Defensive also in Erinnerung geblieben sein. Trotz dieser überragenden individuellen Werte ist Ehingen aber dennoch ein Team, das den Ball laufen lassen kann. Gut 19 Assists pro Spiel belegen das gute Ball-Movement im Spiel der momentan Sechstplatzierten. Der BBC Coburg schneidet mit 15,3 Assists pro Spiel hier deutlich schwächer ab.

04.02.2023 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. SEEBURGER College Wizards

Es ist wieder Derbyzeit für die Basketballer der SEEBURGER College Wizards. Am Samstagabend gastieren die Karlsruher bei den BIS Baskets Speyer.

Gerade einmal fünf Wochen ist es her, dass die Wizards auf die BIS Baskets Speyer getroffen sind. In Bezug auf den Kader hat sich in der Zwischenzeit bei beiden Mannschaften nicht viel geändert, nur bei den Karlsruhern sorgt Karl Drammeh für stärkere Präsenz unter dem Korb.

Beim Heimspiel konnten die SEEBURGER College Wizards die Führung über 40 Minuten hinweg halten und das Spiel am Ende mit einem doch deutlichen 80:67 für sich entscheiden. Dies ist auf eine saubere Teamleistung zurückzuführen, da die Wizards offensiv wie defensiv die vorherigen Trainingsinhalte konzentriert umgesetzt haben. In den darauffolgenden Spielen konnten die Wizards allerdings keine klare Linie aufzeigen. In Frankfurt und beim letzten Heimspiel gegen Ehingen zeigte sich eine instabile Performance, welche es zu ändern gilt. Ein starkes Zusammenspiel wie gegen Speyer und teilweise auch Erfurt muss sich festigen und konstant aufs Feld zu bringen sein.

Denn auch wenn das Hinspiel mit einer Differenz von 13 Punkten besiegelt werden konnte, zeigte die Speyrer Mannschaft in ihren letzten Spielen eine konstante Verbesserung ihrer offensiven und defensiven Fähigkeiten. „Die Defensive von Speyer funktioniert deutlich besser als das, was sie bei uns gezeigt haben“, so Geschäftsführer Zoran Seatovic. Nach der Niederlage gegen Karlsruhe folgten ihrerseits 3 Siege, bei welchen sie mit starkem Zusammenspiel glänzten. Mit ihren Topscorern Lollis, Bruce und Woodmore bringen sie gefährliche Spieler aufs Feld, denen im Hinspiel zwar gut Einhalt geboten werden konnte, welche die Wizards trotzdem jederzeit bestrafen können. Es ist deutlich geworden, dass die Baskets Speyer ihren aktuellen Tabellenplatz verteidigen und sich weiterhin Richtung Play-Offs stabilisieren wollen.

BIS-Coach Mbassa, der voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, betont: „Wir sind zwar leicht favorisiert, die Karlsruher sind aber unangenehm zu spielen. Wir müssen sehr konzentriert verteidigen.“

04.02.2023 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. TSV Oberhaching Tropics

Nach über vierwöchiger Pause ohne Heimspiel in der Stadtberger Sporthalle steht für die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga nun endlich wieder ein Match vor den eigenen Fans auf dem Programm. Am Samstagabend empfängt man den Tabellenvierten TSV Oberhaching Tropics.

Die Niederlage vor Wochenfrist in Ehingen, als man beim Tabellennachbarn viel zu spät aufwachte und ein vermeintlicher Schlussspurt nicht ausreichte, um das Blatt zu wenden, wurde im Laufe der Woche bei den Stadtbergern intensiv aufgearbeitet. Die Analyse ergab, dass es einer wesentlich höheren Intensität über 40 Minuten hinweg in der Verteidigung bedarf, um überhaupt in der Liga bestehen zu können. Denn Aufbaugegner bietet die PRO B schon im Allgemeinen nicht, und im Speziellen ganz sicher erst recht nicht an diesem Wochenende beim Südbayern-Derby. Die Gäste aus der Münchner Vorstadt spielen bisher eine vorzügliche Saison und kämpfen aktuell mit dem BBC Coburg um den dritten Platz in der Tabelle hinter dem Spitzenduo Koblenz und Hanau. Mit 20:12 Punkten liegen die Gelbhemden aus Haching nur zwei Zähler hinter den Oberfranken aus Coburg, haben aber schon vier Zähler Vorsprung auf den Tabellenfünften Frankfurt und sogar schon 10 Punkte auf den ersten Nicht-Play Off Platz neun, den aktuell wiederum die Stadtberger einnehmen. Das Saisonziel der Tropics, Erreichen der Play-Off Runde, kann also kaum noch verfehlt werden. Betrachtet man die Teamaufstellung, überrascht dieses gute Abschneiden nicht. Auf den sogenannten kleinen Positionen hat man mit Spielern wie Janosch Kögler (29), Peter Zeis (33) und vor allem dem US-Amerikaner Omari Knox (36) Routine, Klasse und Treffsicherheit vereint, mit Moritz Noeres (22) dazu einen jungen Distanzschützen, der bereits im Hinspiel sechs Dreier gegen die BG versenkt hatte. Und unter den Körben wurde das großgewachsene Centerduo Finn Fischer (2,08 Meter) und Antoine Buchmann (2,02 Meter) im Januar noch durch Bernhard Benke (2,08 Meter) ergänzt. Der Ex-Leitershofer Benke kam von einem Auslandssemester in Finnland zurück, Er ist ein Spieler, den auch die Kangaroos gerne wieder in ihren Reihen gehabt hätten, jedoch konnte eine Verpflichtung dann nicht realisiert werden.

Mario Matic: „Leitershofen wird eine schwere Aufgabe. Zu Hause spielen Sie sehr stark und haben eine tolle Kulisse hinter sich, die der 6.te Mann des Teams ist. Wir haben großen Respekt vor dem Gastgeber, glauben aber auch selber an unsere Stärken und werden mit viel Selbstbewusstsein anreisen. Nach dem Spiel wird mit Santiago sicherlich an der Theke etwas ausgeben. Aber wir brauchen die Punkte leider selber und werden keine Geschenke machen.“

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