RefCam erstmals im deutschen Basketball eingesetzt

Am 15. Spieltag der ProA-Hauptrunde wurde bei der Begegnung der EPG Baskets Koblenz gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim erstmals im deutschen Basketball eine sogenannte RefCam eingesetzt. Die Kopfkamera-Technologie kam im Kontext eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Anwendung.

Das Projekt wurde von Riedel Communications in Kooperation mit dem Deutschen Basketball Bund (DBB) und der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) umgesetzt und verfolgt das Ziel, ein ganzheitliches Trainingskonzept zur Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit von Basketballschiedsrichtern zu entwickeln.

Die RefCam ist eine kompakte Kopfkamera, die Spielsituationen aus der unmittelbaren Perspektive der Schiedsrichter erfasst. Die Technologie ist sowohl für Live-Broadcast-Anwendungen als auch für reine Aufzeichnungen konzipiert. In Koblenz wurden drei RefCam-Record-Einheiten genutzt, die ausschließlich lokal aufzeichneten. Ausschnitte der RefCam-Aufzeichnungen werden in Kürze auf den Social-Media Kanälen der BARMER 2. Basketball Bundesliga und von Riedel Communications zu sehen sein.

Carsten Straube, Schiedsrichter-Manager des B- und C-Kaders beim DBB, sieht in der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens: „Solche innovativen Technologieprojekte können einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten und liefern zugleich wertvolle Impulse für die Aus- und Weiterbildung von Schiedsrichtern.“

Eingebettet ist das Vorhaben in ein vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördertes Forschungsprojekt zur Evaluation eines videobasierten Schiedsrichter-Entscheidungstrainings. Die mit der RefCam aufgezeichneten Sequenzen erweitern bestehende videobasierte Trainingsansätze um zusätzliche Perspektiven aus realen Spielsituationen und fließen in die Weiterentwicklung der Trainingsinhalte ein.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht bietet die Technologie neue Möglichkeiten. Dr. Johannes Meyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Deutschen Sporthochschule Köln, erklärt: „Gerade dynamische Spielsituationen lassen sich aus der Schiedsrichterperspektive nur schwer mit herkömmlichen Kameras abbilden. Die RefCam ermöglicht es uns, genau diese Sequenzen realitätsnah zu erfassen und auszuwerten.“

Jacqueline Voss, Executive Director Strategy and Innovation bei Riedel Communications, betont zudem den Mehrwert über den klassischen Broadcast-Einsatz hinaus: „Dieses Projekt zeigt, dass die RefCam nicht nur für immersive Perspektiven geeignet ist, sondern auch wertvolle Einblicke für Analyse und Forschung liefern kann.“

Foto: Angel King Media

Viktor Ziring ist kein „Giant“ mehr

Viktor Ziring wird künftig nicht mehr für die „Riesen vom Rhein“ auflaufen. Beide Seiten haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Der 27-Jährige hat bereits einen neuen Verein gefunden.

Ziring wechselte im Januar 2025 von den GIESSEN 46ers zu den GIANTS. Der Shooting Guard hatte großen Anteil am Aufstieg des deutschen Rekordmeisters von der ProB in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. So erzielte Viktor in der regulären Spielzeit im Durchschnitt 9,8 Punkte pro Spiel und war einer der besseren Scorer im Team von Headcoach Michael „Mike“ Koch.

Auch in den Playoffs 2025 war der gebürtige Gießener ein immens wichtiger Faktor der BAYER-Korbjäger. So steuerte Ziring beim 74:61-Erfolg bei LOK BERNAU, welcher den Aufstieg für Leverkusen bedeutete, zehn Zähler, vier Rebounds und ebenso viele Assists hinzu. Im bisherigen Saisonverlauf 2025/26 kommt „Vik“ auf 3,3 Punkte bei durchschnittlich 12:03 Minuten pro Begegnung.

„Viktor war mit seiner Rolle in Leverkusen nicht zufrieden und es war für ihn an der Zeit, eine neue Herausforderung zu finden. Für uns war klar, dass wir ihm bei diesem Vorhaben keine Steine in den Weg legen möchten“, erklärt Sportdirektor Hansi Gnad. „Viktor hatte einen gewichtigen Anteil am Aufstieg in die ProB und hat für uns tolle Spiele absolviert. Nichtsdestotrotz ist der professionelle Basketballsport ein Geschäft und so kommt es leider auch zu Trennungen mit Spielern, welche über einen tollen Charakter verfügen.“

Coach Koch stimmt Gnad zu: „Vik hat stets 100 Prozent gegeben und sich im Training nie hängenlassen. Er ist ein Vorzeigeprofi, wie er im Buche steht und von daher wünsche ich ihm für seinen weiteren Karriereverlauf nur das Allerbeste!“

 

Größere Rotation und Qualitätsgewinn – RheinStars verpflichten neuen Power Forward

Kenny Baptiste stößt aus der französischen ersten Liga bis Saisonende zu den RheinStars. Der bald 26 Jahre alte und 205cm große Forward ist seit der vergangenen Woche im Team-Training und soll am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim seine Premiere im Trikot der Kölner geben.

Baptiste stammt aus dem französischen Karibik-Department Guadeloupe, wo er im Herbst erstmals Vater wurde. Um vor Ort zu sein, hatte er im September seinen Vertrag mit Limoges nach der Vorbereitung aufgelöst. So kommt er zwar aus einer längeren Spielpause, aber auch mit der Empfehlung eines Starting-Five-Spielers aus Limoges.

„Kenny kann in der Offense auf den Positionen drei bis fünf eingesetzt werden und selbst alle Positionen verteidigen. So gewinnen wir an Variabilität“, sagen Headcoach Zoran Kukic und Assistant Coach Oli Elling über ihren Neuzugang und nach den ersten gemeinsamen Einheiten. Zusammen mit Björn Rohwer, Hall B. Elisias, Zac Watson und Adam Paige soll er das Rückgrat der RheinStars auf den großen Positionen weiter stärken.

„Die Mannschaft befindet sich in einer sehr guten Entwicklung und hat einen Lauf. Aber wir müssen auch realistisch bleiben und dürfen die Verletzungsprobleme auf der großen Position nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

„Wir mögen an Kenny seine Beweglichkeit und Variabilität, die es ermöglicht, ihn auf den großen Positionen bis runter auf die Small Forward Position einsetzen zu können. Mit ihm vergrößert sich nicht allein unsere Rotation auf den großen Positionen, sondern wir gewinnen auch an Qualität und machen so einen weiteren Schritt, um die weitere Entwicklung und die bisherigen guten Ergebnisse abzusichern“, beschreibt Stephan Baeck die Gedanken zur Verpflichtung von Baptiste..

 

Skandinavisches Wetter & skandinavische Gäste: MTO-Zwischenlehrgang in Berlin

Vom 08. bis 11. Januar 2026 fand in Berlin der Zwischenlehrgang des mittlerweile 11. Jahrgangs der Minitrainer-Offensive statt. Unterstützung bei der Ausrichtung erhielten die beiden Projektleiter Moritz Geske (BBL) und Sven Weinberger (DBB) durch den Berliner Basketball Verband sowie ALBA Berlin. Der Zwischenlehrgang startete gleich mit sehr erfreulichen Nachrichten für die Minitrainer:innen, denn die Teilnahmeberechtigungen im gesamtdeutschen Minibasketball steigerten sich im vergangenen Jahr abermals um fantastische 10,4 % auf über 52.700!

Bei frostigen Temperaturen begann der Lehrgang am Donnerstag in der Geschäftsstelle von ALBA Berlin. Die Berliner Minibasketballkoryphäe Marius Huth führte durch den Themenbereich Talent und diskutierte anschließend mit dem Jahrgang über Umgang und Perspektiven, die Berücksichtigung des Relative Age Effects sowie Möglichkeiten des Biobandings. Den Abschluss des Tages gestaltete Tim Brentjes (Jugendsekretär DBB) mit wichtigen Impulsen zum Referieren in Vorbereitung auf die Abschluss-Clinic des 11. Jahrgangs in Würzburg, die von den Teilnehmenden in Eigenverantwortung konzipiert und als Referent:innen selbst geleitet wird.

Der Freitag (09.01.) startete mit Besuchen in zwei Berliner Grundschulen, in denen der Sportunterricht vom 11.Jahrgang unter der Beobachtung und Unterstützung von Expert:innen übernommen und anschließend im Coach-the-Coach-Format reflektiert wurde.

Ein traditioneller Bestandteil der Zwischenlehrgänge ist neben dem Besuch einer Gastnation auch das Ehemaligentreffen der Minitrainer-Offensive. Knapp 80 Alumni hatten sich hierfür angemeldet. Die winterlichen Verhältnisse hatten die Bundesrepublik jedoch mittlerweile fest im Griff, sodass viele ihre Reise nach Berlin gar nicht erst antreten konnten. Dennoch fanden über 40 Alumni den Weg in die Hauptstadt. Auch die Delegation des Schwedischen Basketballverbandes um Peter Öqvist (Generalsekretär Schweden Basketball), Rikard Aspegren (schwedischer Nachwuchscoach) und Andrew Pleick (Koordinator der schwedischen Nachwuchs- und Jugendnationalmannschaften) reiste problemlos an und freute sich – nach teilweise über -20 Grad in Schweden – über die etwas milden Temperaturen in Berlin.

Nach einem Workshop von Stefan Ludwig (ALBA Berlin) zum Coaches-Development am Nachmittag bildeten der 11. Jahrgang und die Alumni gemeinsam eine Gruppe von fast 70 Trainer:innen. Im Anschluss lauschten sie gespannt dem Impulsvortrag der Gastnation Schweden, die spannende Einblicke in das schwedische Basketballsystem sowie in Wettkampf- und Coaching-Philosophien gab. Der restliche Abend stand ganz im Zeichen des internationalen wie auch nationalen Austauschs innerhalb der Minitrainer-Community.

 

Am Samstag (10.01.) führten Rikard Aspegren und Andrew Pleick im Rahmen der öffentlichen Coach-Clinic – diesmal mit Praxiseinblicken unterstützt durch Demokids aus der U12 von ALBA Berlin – durch zentrale Ansätze des schwedischen Basketballs und die dahinterliegenden Entwicklungsprozesse im Coaching. Abgerundet wurde der Tag durch die Spiele-Clinic von drei MTO-Alumni sowie Jürgen Maaßmann, Minireferent des Baden-Württembergischen Basketballverbandes. Inhaltlich stand die Veränderung von Ausgangsspielen im Fokus: Wie können neue Reize gesetzt, Spielziele verändert und Spiele zunehmend spielnah angepasst werden? Unterstützt wurde dieser Teil von Konrad Slavik (Dresden Titans), Martina Flerlage (Panthers Osnabrück) und Stefan Ludwig (ALBA Berlin).

Am Abschlusstag (11.01.) wurden zunächst pädagogische Grundlagen mit Praxisbezug durch Lena Flöttmann (ALBA Berlin) vermittelt. Anschließend schloss ein gemeinsames Modul mit vertiefenden Spielideen zu kleinen Spielen im Minibasketball, gestaltet von Benjamin Becker und Stephanie Süß (beide ALBA Berlin), den letzten Lehrgangstag ab.
Zum Abschluss des erfolgreichen Zwischenlehrgangs konnten zudem zwei Abschlusszertifikate übergeben werden. Marc Brommer (Urspring) und Lara Müller (Paderborn) holten ihren im Vorjahr krankheitsbedingt verpassten Zwischenlehrgang erfolgreich nach und schlossen damit die Minitrainer-Offensive erfolgreich ab.

 

Nicolas Bretzel und Kirchheim verlängern ihre Zusammenarbeit

Der Vertrag zwischen den Bozic Knights und Center Nico Bretzel wird bis Saisonende verlängert. Damit steht der 2,12m große Ritter den Teckstädtern in der Rückrunde und für eventuelle Playoffs der Saison 2025/2026 zur Verfügung.

Zunächst als Interimslösung bis zum Ende der Hinserie gedacht, hat sich die Partnerschaft der Knights mit dem ehemaligen Deutschen Meister und langjährigen Bundesligaakteur Nico Bretzel zu einer Erfolgsgemeinschaft entwickelt. Zum Ende der Vorsaison verletzte sich Lukas Zerner im Trikot der Dresden Titans. Zunächst wurde von einer mehrwöchigen Pause ausgegangen, die neuerliche Diagnose einer Schambeinentzündung etwa zwei Monate später, erschwerte die Situation enorm und verlängerte die Zwangspause auf mehrere Monate.

Niemand konnte genau vorhersagen, wie lange der eigentlich geplante Neuakteur der Ritter ausfallen werden würde. Nachdem keine Besserung eintrat, mussten die Verantwortlichen reagieren und suchten kurz vor Saisonstart nach Ersatz. Eine schwierige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass einige junge deutsche Centertalente in die USA ans College wechselten und der Markt daher härter den je umkämpft war.

Die Schwaben wurden direkt vor ihrer Haustüre fündig. Von Bundesligist ratiopharm Ulm wechselte Nico Bretzel in die Teckstadt. Der bundesligaerfahrene und ca. 110 kg schwere Korbspieler verbrachte seine gesamte bisherige Karriere bei den Ulmern. Nun sollte der erste Schritt an einen anderen Arbeitsplatz, mit mehr Verantwortung und mehr Spielzeit, folgen.

Nach holprigem Saisonstart haben sich Bretzel und Co. gefangen und acht der letzten zehn Pflichtspiele teilweise eindrucksvoll gewonnen. Damit stehen die Korbjäger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf dem 6. Tabellenplatz. Dem Platz, der vorbehaltlich der Playoffs, für eine Teilnahme am Pokal 2026/2027 berechtigt. „Die letzten zwei Monate waren sehr gut. Die Mannschaft hat sich gefunden. Die Playoffs zu erreichen wäre schon verrückt, aber sich für den Pokal zu qualifizieren unglaublich,“ sagte Knights Sportchef Chris Schmidt.

In den vergangenen beiden Jahren scheiterten die Knights nur knapp daran. In der Vorsaison gelang die Qualifikation zu den Playoffs trotz Punktgleichheit mit Platz sechs, sieben und acht aufgrund des direkten Vergleichs nicht und im Jahr zuvor sorgte der Siebtplatzierte aus Karlsruhe mit einem Überraschungserfolg in der ersten Playoffrunde gegen Giessen, dass die Schwaben die sichergeglaubte Qualifikation auf Platz sechs nach der Hauptrunde doch noch verloren.

„Wir haben noch eine komplette Rückrunde und viele schwierige Aufgaben vor uns. Wir müssen jede Einzelne seriös angehen und dann kucken wir, was dabei herauskommt,“ sagt Schmidt. Dabei soll Nico Bretzel helfen und einen entscheidenden Faktor darstellen. Mit 8,6 Punkten und 5,6 Rebounds pro Partie leistet der Publikumsliebling einen wichtigen Beitrag für den momentanen Erfolg der Ritter. Immer häufiger wird sein Impact auf das Ritterspiel deutlich.

Zu Saisonbeginn wurde der 26-jährige von kleineren Blessuren ausgebremst. „Es war klar, dass Nico ein wenig Zeit braucht, um sich an eine neue Rolle, mehr Verantwortung und eine andere Liga zu gewöhnen. Diesen Prozess hat er gut abgeschlossen und wir hoffen, dass er eine stabile Konstante für uns in der Rückrunde sein kann. Das werden nicht immer herausstechende Statistiken zeigen, sondern vielmehr seine Verfügbarkeit und körperliche Stabilität,“ ergänzt Schmidt.

Seit einigen Wochen zeigt die Leistungskurve nach oben und der ehemalige Ulmer hat sich gut ins System von Head Coach Perovic eingefügt. Der „Routinier“ freut sich ebenfalls über die Vertragsverlängerung. „Das Vertrauen des Vereins bedeutet mir viel und ich bin motiviert, weiter alles für das Team und unsere gemeinsamen Ziele zu geben. Ich bin sehr gespannt, was diese Saison noch passiert,“ so Bretzel.

 

Verstärkung für den SC Rist: Josh Behrendt kommt

Mitten in der heißen Phase des Kampfes um die Play-Off-Plätze in der 2. Bundesliga ProB kann sich der SC Rist Wedel über einen Neuzugang freuen. Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg, verpflichteten sie Josh Behrendt. Der Flügelspieler war zuletzt bis Ende November 2025 für den Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg und dessen Farm-Team, die Porsche Basketball-Akademie, in der 2. Bundesliga ProB Süd am Ball.

In der Barockstadt hatte Behrendt seinen ursprünglich bis zum Sommer 2028 laufenden Vertrag am 28. November 2025 aufgelöst. Anschließend gelang es den Verantwortlichen der Towers und der Rister, den 18-Jährigen von ihrem Programm zu überzeugen und ihn an die Elbe zu lotsen. Dort soll Behrendt nicht nur in der ProB für die Rister, sondern auch für die 2. Herren der Towers (2. Regionalliga Nord) zum Einsatz kommen.

Neben seinen drei NBBL-Auftritten (Punkteschnitt 11,3) stand Behrendt für seinen Ex-Klub auch achtmal in der ProB (3,0) auf dem Parkett. Vor seiner fünfmonatigen Zeit in Baden-Württemberg war Behrendt bei den Telekom Baskets Bonn und deren Kooperationspartner Dragons Rhöndorf ausgebildet worden. Bei den „Drachen“ hatte er in der vergangenen Saison 2024/2025 erste Akzente in der ProB gesetzt und im Februar 2025 seine erste Berufung in Deutschlands U18-Nationalmannschaft erhalten.

In Bonn und Rhöndorf spielte Behrendt zusammen mit Aufbauspieler Janne Müller (19), der bereits im Sommer 2025 an die Elbe gewechselt war und mit dem es nun ein Wiedersehen gibt. Erstmals gemeinsam für den SC Rist auf dem Parkett stehen könnten die beiden jungen Akteure am Sonnabend, 17. Januar. Dann geht es um 19 Uhr in der Steinberghalle gegen die Rostock Seawolves Academy.

Uni Baskets verstärken ihre Rotation mit Philip Alston

Die Uni Baskets Münster haben auf ihre Verletzungsmisere reagiert und einen Ersatz für langfristig ausfallende Leistungsträger perfekt gemacht. Philip Alston kommt von den Wisconsin Herd aus der NBA G-League in die westfälische Universitätsmetropole. Der 24-jährige US-Amerikaner gilt als Wunschlösung bei den Uni Baskets, weil er sowohl enorme Physis in die Spielweise des Zweitligisten einbringen wird als auch flexibel die Positionen drei, vier und fünf einnehmen kann.

Philip Alston bestritt in dieser Saison fünf Spiele für die Wisconsin Herd in der NBA G-League. Dabei erzielte der Forward im Schnitt 6 Punkte und 4 Rebounds in 19,3 Minuten pro Spiel, bevor ihn eine Handverletzung Ende November vergangenen Jahres ausbremste. Davor war der 24-Jährige bei den Milwaukee Bucks in der NBA-Summer League aktiv und spielte von 2022 bis 2024 für die Loyola Ramblers von der Loyola University Chicago in der „Atlantic 10 Conference“ der NCAA I.

In 60 Partien für die Ramblers sorgte er für durchschnittlich 13,6 Punkte und 5,1 Rebounds. Alston begann 2019 seine College-Karriere bei den California Vulcans (Pennsylvania Western University, California) in der NCAA II, für die er bis 2022 spielte und 21,0 Punkte und 10,8 Rebounds pro Spiel auflegte.

„Ich denke, dass Philip uns mit seiner positiven, energetischen Art auf und neben dem Feld für die schweren Aufgaben sehr gut zu Gesicht steht“, erklärte Manager Helge Stuckenholz den Transfer zur Erweiterung der Baskets-Rotation. Nach den Ausfällen von Adam Touray, Julius Ferber und zuletzt noch Bo Hodges „war offensichtlich, dass wir eine kurze Rotation haben“, erläuterte Götz Rohdewald die sportlichen Beweggründe, die für Philip Alston sprachen.

Der Cheftrainer der Uni Baskets freut sich auf einen wichtigen Baustein für den Frontcourt seiner Mannschaft: „Philip ist ein kräftiger, physischer Spieler, der jetzt kein reiner Fünfer ist. Aber er kann die Position spielen, kann aber auch die Vier spielen, auch auf die Drei gehen. Er ist sehr flexibel. Von daher musste es ein flexibler Spieler sein, der einige Themen abdeckt, bei denen wir Probleme haben.“ In Philip Alston erweitern die Münsteraner ihren Kader ebenso in der Abwehrarbeit.

Alston, der die Nummer 55 tragen wird, trainiert bereits mit der Mannschaft. Abzuwarten bleibt noch, bis wann alle Formalitäten bis zur Spielberechtigung vollzogen sind. Kein Problem dagegen stellen die aktuellen Wetterverhältnisse in Münster für den Neuzugang dar. „Ich bin aus Ohio, das kalte Wetter bin ich gewöhnt“, sagte Phlipp Alston mit einem  Lächeln kurz vor dem Hochball gegen Nürnberg.

 

Verstärkung auf Point Guard-Position: Paderborn verpflichtet Balsa Veljic

Die Paderborn Baskets haben auf das erneute Verletzungspech auf der Point Guard-Position reagiert. Nach den Ausfällen von Branden Maughmer (Oberschenkelverletzung), der bis Ende des Jahres fehlen wird, und von Nachverpflichtung Eyassu Worku (Meniskusverletzung) wurden die Ostwestfalen noch einmal auf dem Transfermarkt tätig: Für die kommenden zwei Monate wird der europaerfahrene dänische Point Guard Balsa Veljic das Team verstärken.

Balsa Veljic – 1.85 Meter groß – wurde am 21. Juni 2000 im dänischen Ballerup geboren. Seine Profikarriere startete er 2018 bei den Vaerlose Blue Hawks, für die er sechs Jahre lang in der höchsten dänischen Basketballliga als Point Guard die Fäden zog. 2024 wechselte der 25jährige zum Ligakonkurrenten Svendborg Rabbits. Zuletzt war Veljic fünf Spiele lang Teil des Kaders im montenegrinischen Club BC Primorje 45; jetzt folgte der Wechsel zu den Paderborn Baskets.

Dominik Meyer, Geschäftsführer Paderborn BASKETS: „Nach den Ausfällen von Branden Maughmer und Eyassu Worku hatten wir das Gefühl, zu schmal besetzt zu sein und mussten dafür eine Lösung finden. Wir haben zunächst versucht, mit positionellen Umstellungen diese Ausfälle zu kaschieren, aber das war alles sehr aus der Not heraus geboren. Deswegen mussten wir reagieren und haben uns entschlossen, Balsa für zwei Monate nachzuverpflichten.“

Milos Stankovic, Head Coach Paderborn BASKETS: „Durch die unerwartete Verletzung von Eyassu mussten wir reagieren. Wir sind froh, dass wir Balsa gefunden haben und der Verein es auch ermöglicht hat, so kurzfristig auf die Lücke im Kader zu reagieren. Balsa ist ein Pass-First Point Guard, der als smarte Spielerpersönlichkeit das Spiel sehr gut steuern kann. Das gibt uns die wichtige Flexibilität auf den Guard-Positionen, um dort besser rotieren zu können.“

Balsa Veljic: „Ich freue mich sehr, hier zu sein und für die Baskets auf dem Parkett zu stehen. Paderborn hat eine große Basketballtradition. Daher kann es kaum erwarten, loszulegen und dem Club zu helfen. Ich bin dankbar für diese Chance.“

 

Talent mit Perspektive: Desmond Watson verstärkt die SKYLINERS Juniors

Mit dem variablen Guard Desmond Watson verpflichten die SKYLINERS zum Jahresende einen Spieler, von dem vor allem die SKYLINERS Juniors in der ProB profitieren sollen. Der Neuzugang aus den USA spielte am College in derselben Division wie SKYLINERS-Guard Isaiah Swope und stand zuletzt im Kader der NBA-Summer League der Minnesota Timberwolves. Watson, der künftig die Rückennummer 20 tragen wird, erhielt einen Vertrag bis zum Saisonende.

Desmond Watson blickt auf eine erfolgreiche College-Karriere zurück. Zunächst spielte er zwei Jahre am Davidson College (NCAA) – jener Hochschule, an der auch Stephen Curry seine ersten großen Basketballerfolge feierte. Anschließend wechselte Watson an die Loyola University of Chicago, wo er in seiner letzten Saison durchschnittlich 12,8 Punkte, 3,7 Rebounds, 2,6 Assists und 1,4 Steals pro Spiel erzielte.

In Frankfurt wird Desmond Watson in erster Linie die SKYLINERS Juniors in der ProB verstärken und dort insbesondere seine wertvolle Wettkampferfahrung in den Trainings- und Spielbetrieb des Teams von Headcoach Dr. Markus Klusemann einbringen. Darüber hinaus erhielt der US-Amerikaner eine Lizenz, die es den SKYLINERS ermöglicht, ihn bis zu fünfmal in der easyCredit BBL einzusetzen.

Dr. Markus Klusemann (Headcoach SKYLINERS Juniors): „Wir freuen uns, mit Desmond einen Spieler mit hoher Qualität bei den SKYLINERS Juniors begrüßen zu dürfen. Seine College-Erfahrung wird unserem Team eine neue Dimension verleihen. Gleichzeitig kann Desmond als junger Profi seine ersten wichtigen Erfahrungen im europäischen Basketball sammeln und mit Unterstützung der SKYLINERS den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.“

Desmond Watson: „Ich bin sehr dankbar, hier zu sein. Ich freue mich über die Chance, in Frankfurt und in Deutschland spielen zu dürfen. Ich kann es kaum erwarten, und freue mich besonders darauf, vor den Fans aufzulaufen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben.“

 

 

 

Vertrag von Caleb Zurliene aufgelöst

Caleb Zurliene und die Uni Baskets Münster gehen ab sofort getrennte Wege. Der Vertrag des 23-Jährigen wurde vorzeitig aufgelöst. Beide Seiten haben einvernehmlich einer Vertragsauflösung zugestimmt. Dies gab Helge Stuckenholz, Manager der Uni Baskets, bekannt.

„Caleb hatte die ganze Zeit mit Problemen im unteren Rücken zu kämpfen, die ihn nie die 100 Prozent seiner Qualitäten haben erreichen lassen“, erläuterte Helge Stuckenholz die Beweggründe.

„Als er sagte, er würde gerne das Kapitel in Münster beenden, Weihnachten bei seiner Familie sein und wieder komplett fit werden wollen, haben wir seinem Wunsch entsprochen. Für seine Zukunft wünschen wir ihm nur das Beste“, sagte Helge Stuckenholz, Manager der Uni Baskets.