Team Baskets Bonn/Köln RAG ist Deutscher U16-Meister!

Mit einem überzeugenden 101:85-Erfolg gegen die ratiopharm ulm akademie hat das Team Baskets Bonn/Köln RAG beim RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 in der Berliner Sömmeringhalle die deutsche U16-Meisterschaft gewonnen. Der Sieg ist dabei eine besondere Geschichte: Als sportlicher Aufsteiger in die JBBL feierte die Spielgemeinschaft aus dem Rheinland auf Anhieb den Titel – zwölf Jahre nach dem letzten TOP4-Auftritt eines Bonner Nachwuchsteams.

Die Partie begann ausgeglichen. Beide Teams begegneten sich in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, ehe Ulm zu Beginn des zweiten Viertels mit einem 9:0-Lauf das Heft in die Hand nahm und eine knappe Bonner Führung in einen 36:27-Vorsprung verwandelte. Headcoach Tom Becker reagierte mit einer Auszeit – und sein Team antwortete. Ein Dreier von Finn Wohlert brachte Bonn/Köln wieder heran, doch Ulm blieb dran und ging mit 48:45 in die Halbzeit.

Foto: Florian Ullbrich

Im dritten Viertel entwickelte sich ein rassiges Hin und Her. Beide Teams hielten den Fuß auf dem Gaspedal, bis ein Dreier von Khalil Idbihi die Bonner auf 76:68 davonzogen ließ – mit diesem Vorsprung ging es ins Schlussviertel. Dort begann dann das Finn-Wohlert-Festival: Der Forward traf in der Crunchtime drei Dreier in Serie und stellte auf 96:83, ehe Serge Ossai mit einem weiteren Distanzwurf den 101:85-Endstand besiegelte. Insgesamt trafen die Bonner 18 von 42 Dreiern – eine Quote von 43 Prozent, gegenüber 26 Prozent bei Ulm.

Überragender Mann auf dem Feld war Wohlert, der in nur 28 Minuten 33 Punkte erzielte, acht von 14 Dreiern traf und sechs Rebounds holte. Er wurde folgerichtig zum MVP der TOP4-Endrunde gekürt. Wichtige Beiträge lieferten zudem Serge Ossai und Oliver Papez mit je 16 Punkten. Auf der Gegenseite glänzte Marko Volf mit 28 Punkten, neun Assists und sieben Rebounds, und Justus Reintjes – der am Halbfinaltag seinen 16. Geburtstag gefeiert hatte – steuerte 22 Punkte bei.

Besonders im Fokus stand das Duell der erklärten Go-to-Guys beider Teams: Khalil Idbihi überzeugte mit 18 Punkten, 14 Rebounds, fünf Assists und drei Steals. Der Sohn des früheren Nationalspielers Yassin Idbihi hatte bereits im Vorfeld des Turniers eine Auszeichnung erhalten: Er wurde zum „Rookie des Jahres 2026″ der JBBL gewählt. Auch Chefcoach Tom Becker durfte sich über eine persönliche Ehrung freuen – er wurde als „Trainer des Jahres 2026″ ausgezeichnet.

Rund 1.800 Zuschauer erlebten in der Sömmeringhalle einen packenden Finaltag – und den Aufstieg eines Teams, das die deutsche U16-Basketballszene mit seinem Meistertitel im ersten JBBL-Jahr nachhaltig aufgemischt hat.

Quelle: NBBL gGmbH/ Jan Finken

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4

14.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 90:85

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben Geschichte geschrieben und mit einem hart erkämpften 90:85-Heimsieg gegen die BG Göttingen den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht – gleichzeitig sicherten sich die Teckstädter damit erstmals die Qualifikation für den BBL-Pokal. In einer intensiven und über weite Strecken völlig ausgeglichenen Partie entwickelte sich vor ausverkaufter Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte erneut ein echtes Playoff-Duell auf Augenhöhe. Wie schon in den Spielen zuvor erwischten die Knights den besseren Start und gingen früh mit 14:6 in Führung, doch Göttingen kämpfte sich schnell zurück und hielt die Partie bis zum Viertelende eng. Auch im weiteren Verlauf blieb Kirchheim zunächst leicht in Front und nahm eine 45:41-Führung mit in die Halbzeitpause. Mit zunehmender Spieldauer machten sich jedoch die Belastungen bemerkbar, insbesondere nach dem intensiven Auswärtsspiel zwei Tage zuvor.

Zudem mussten die Knights auf Tyrel Morgan verzichten, was sich vor allem in der Energie unter dem Korb bemerkbar machte. Göttingen nutzte diese Phase, übernahm im dritten Viertel zwischenzeitlich die Führung und ging mit einem knappen Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. In der Crunchtime übernahm dann Phillip Russell das Kommando und entschied die Partie quasi im Alleingang. Mit 12 Punkten innerhalb von nur 69 Sekunden stellte der Guard die Weichen auf Sieg. Auf der Gegenseite hielt Jordan Sears mit acht Punkten in dieser Phase dagegen, sodass sich beide Amerikaner ein spektakuläres Duell lieferten. Am Ende behielten die Knights jedoch die Nerven und sicherten sich den verdienten Heimerfolg.

Geschäftsführer Chris Schmidt würdigte nach der Partie die besondere Serie: „Das Spiel war die Fortsetzung einer herausragenden Serie, die extrem eng war. Nuancen haben entschieden. Göttingen hat unsere Defensive immer wieder vor Probleme gestellt. Insgesamt war das Werbung für den Basketballsport. Beide Mannschaften sind sich, sowohl auf dem Parkett wie auch abseits davon, mit sehr viel Respekt begegnet. Die Fans von beiden Mannschaften haben dieser Serie einen tollen Rahmen gegeben.“ Mit dem Halbfinaleinzug krönen die Bozic Estriche Knights Kirchheim eine ohnehin schon außergewöhnliche Saison. Nach mehreren unglücklichen Jahren, in denen große Ziele oft nur knapp verpasst wurden, ist nun der Durchbruch gelungen. Und trotz des bereits historischen Erfolgs ist der Hunger noch nicht gestillt: „Jetzt haben wir es gepackt und natürlich wollen wir es jetzt auch weiter wissen. Wenn man so nah dran ist, dann will man auch den maximalen Erfolg. Man kommt nicht oft in so eine Position. Natürlich brennen wir aufs Halbfinale“, so Schmidt weiter.

 

15.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Bericht folgt in Kürze!

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4

14.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 

Bericht folgt in Kürze!

 

15.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Die HAKRO Merlins Crailsheim gehen im Playoff-Viertelfinale weiter Schritt für Schritt vor und haben im Kampf um das Halbfinale ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Nachdem die „Zauberer“ einen Matchball der GIESSEN 46ers abwehren konnten, steht nun das nächste entscheidende Spiel in Gießen an, in dem der Ausgleich der Serie gelingen soll. Während Phoenix Hagen bereits souverän ins Halbfinale eingezogen ist und auch die Eisbären Bremerhaven ihre Serie gegen Quakenbrück für sich entschieden haben, bleibt es auf der anderen Seite des Playoff-Baums spannend. Neben Kirchheim, das sich zuletzt in eine starke Ausgangsposition gebracht hat, kämpfen auch die Crailsheimer weiter um den Einzug in die nächste Runde.

Im dritten Duell mit Gießen war von Beginn an zu spüren, was auf dem Spiel stand. Vor ausverkaufter Kulisse in der Arena Hohenlohe entwickelte sich erneut ein intensives und enges Spiel. Crailsheim setzte mit einem 5:0-Start direkt ein Zeichen, doch wie schon in den vorherigen Begegnungen blieb die Partie über weite Strecken völlig offen, mit zahlreichen Führungswechseln auf beiden Seiten. Erst im dritten Viertel gelang es den Merlins, sich etwas abzusetzen. Mit einem starken Lauf erspielten sie sich eine zwischenzeitliche 13-Punkte-Führung und schienen die Kontrolle übernommen zu haben. Doch Gießen kämpfte sich noch einmal zurück, sodass die Entscheidung erst in einer dramatischen Schlussphase fiel.

Am Ende behielten die Crailsheimer beim 88:86 die Nerven und verhinderten das vorzeitige Aus. Auffällig war dabei vor allem die klare Leistungssteigerung der Merlins. Offensiv zeigte sich das Team deutlich variabler und mannschaftlich geschlossener, was sich in 24 Assists widerspiegelte. Auch defensiv präsentierten sich die Crailsheimer verbessert, agierten aggressiver und kamen auf sieben Ballgewinne. Hinzu kamen bessere Wurfquoten sowohl von außen als auch aus der Nahdistanz, die letztlich den Unterschied ausmachten. Mit diesem Rückenwind reisen die HAKRO Merlins Crailsheim nun nach Gießen, wo sie die Chance haben, die Serie auszugleichen und ein alles entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Klar ist jedoch: Auch die GIESSEN 46ers werden alles daransetzen, vor heimischem Publikum den Halbfinaleinzug perfekt zu machen – ein weiteres Spiel auf Messers Schneide ist vorprogrammiert.

Nachbericht ProB Playoffs – Finale Spiel 1

13.05.2026 19:30 Uhr // OrangeAcademy vs. ETB Miners 107:71

Die OrangeAcademy Ulm hat im ersten Finalspiel der ProB ein echtes Statement gesetzt und sich mit einem dominanten 107:71-Erfolg gegen die ETB Miners eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in Essen erspielt. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die jungen Ulmer ab Mitte des ersten Viertels zunehmend die Kontrolle über die Partie. Vor allem aus der Distanz präsentierten sich die Gastgeber extrem treffsicher und stellten mit 16 erfolgreichen Dreiern eindrucksvoll ihre offensive Qualität unter Beweis. Schritt für Schritt setzte sich das Team ab und ließ den Gästen aus Essen im weiteren Spielverlauf kaum noch eine Chance. Bereits im zweiten Viertel erspielte sich die OrangeAcademy eine zweistellige Führung und baute diese bis zur Halbzeit weiter aus. Mit hohem Tempo, guter Ballbewegung und spektakulären Aktionen – unter anderem durch Endurance Aiyamenkhue und Marko Dordevic – dominierten die Ulmer das Geschehen.

Spätestens im dritten Viertel war die Partie dann vorentschieden, als der Vorsprung weiter anwuchs und die Gastgeber das Spielgeschehen klar kontrollierten. Auch im Schlussabschnitt ließen die jungen Ulmer nicht nach, knackten die 100-Punkte-Marke und sorgten letztlich für einen deutlichen 36-Punkte-Erfolg, der im Modus mit Hin- und Rückspiel besonders wertvoll ist. Überragender Akteur war Teo Milicic mit 24 Punkten und neun Rebounds, der das Offensivspiel maßgeblich prägte. Zudem punkteten gleich fünf weitere Ulmer zweistellig, was die mannschaftliche Geschlossenheit eindrucksvoll unterstreicht. Headcoach Florian Flabb zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden:

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben über weite Strecken das Tempo kontrolliert, defensiv gut gearbeitet und uns offensiv immer wieder sehr gute Würfe erarbeitet. Gerade die Art und Weise, wie wir als Team aufgetreten sind und den ersten Finalschritt gemacht haben, bestätigt unsere Entwicklung. Jetzt gilt der Fokus dem Rückspiel in Essen, wo wir die Leistung bestätigen wollen.“ Mit diesem klaren Sieg reist die OrangeAcademy Ulm nun mit viel Selbstvertrauen zum Rückspiel nach Essen, wo es darum geht, den Vorsprung zu verteidigen und die Meisterschaft perfekt zu machen.

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 3

12.05.2026 19:30 Uhr // BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 82:89

Die BG Göttingen ist im Playoff-Viertelfinale der ProA weiter unter Druck geraten und liegt nach einer 82:89-Niederlage gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim in der Serie nun mit 1:2 zurück. Vor 2.274 Zuschauern in der Sparkassen-Arena entwickelte sich über weite Strecken ein intensives und ausgeglichenes Duell, das erst in der Schlussphase zugunsten der Gäste kippte. Dabei hatte Göttingen lange Zeit alles im Griff. Trotz des Ausfalls von Wes Dreamer fanden die Veilchen nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und drehten nach einem Rückstand im ersten Viertel die Partie. Vor allem im zweiten Abschnitt zeigte das Team von Headcoach Fabian Strauß eine starke Reaktion, kämpfte sich zurück und ging mit einer 49:43-Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Göttingen zunächst am Drücker und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf 14 Punkte aus. Maßgeblichen Anteil daran hatte einmal mehr Jordan Sears, der mit 29 Punkten der überragende Akteur auf dem Parkett war. Doch Kirchheim gab sich nicht auf. Angeführt von einem starken Tylan Pope, der mit 24 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double auflegte, sowie Chuck Harris kämpften sich die Gäste Stück für Stück zurück in die Partie. Ein 10:0-Lauf im dritten Viertel brachte die Knights wieder heran und leitete die Wende ein. Im Schlussabschnitt entwickelte sich schließlich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. In den entscheidenden Minuten zeigte sich Kirchheim abgeklärter. Während Göttingen offensiv zunehmend Probleme bekam, leistete sich Ballverluste und wichtige Würfe verfehlte, sicherten sich die Gäste entscheidende Rebounds und zweite Chancen. So setzten sich die Knights in der Crunchtime ab und brachten den Auswärtssieg letztlich souverän ins Ziel.

Göttingens Headcoach Fabian Strauß analysierte nach dem Spiel: „Kirchheim hat den Sieg in den letzten vier Minuten einfach deutlich mehr gewollt. Sie haben viele wichtige zweite Chancen und viele wichtige Rebounds geholt. Wir haben uns das Leben offensiv mit zwei, drei Turnovern zu viel schwer gemacht. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das in beide Richtungen hätte gehen können. Wir haben es am Ende nicht mehr hinbekommen, der Physis standzuhalten. Am Donnerstag haben wir die Möglichkeit, die Serie wieder nach Göttingen zu holen – das ist unser Ziel.“ Auch Kirchheims Trainer Igor Perovic hob die Moral seines Teams hervor: „Es war ein sehr gutes Spiel, ein intensiver Kampf. Beide Teams haben alles gegeben. Wir lagen zwischenzeitlich 14 Punkte zurück, und es hat uns viel Energie gekostet, zurückzukommen. Ich spreche meinen Spielern definitiv ein großes Lob aus für den Glauben und den Spirit; das war schön zu sehen. Am Ende haben wir nur ein Spiel gewonnen, einen Schritt gemacht. Das nächste große Spiel ist am Donnerstag.“

 

12.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 79:70

Phoenix Hagen hat den Sweep perfekt gemacht und ist mit einem 79:70-Erfolg über die PS Karlsruhe LIONS souverän ins Halbfinale der ProA-Playoffs eingezogen. Vor 3.145 Zuschauern in der erneut ausverkauften Ischelandhalle sicherten sich die Hagener mit dem dritten Sieg im dritten Spiel das Weiterkommen und treffen nun auf Bremerhaven oder Quakenbrück. Dabei tat sich der Hauptrundenerste lange schwerer als es das Endergebnis vermuten lässt. Karlsruhe, mit dem Rücken zur Wand, startete mutig und erwischte den besseren Beginn. Immer wieder kamen die Gäste über zweite Chancen zu Punkten und hielten die Partie bis zur Halbzeit offen. Phoenix fand offensiv zunächst keinen Rhythmus, steigerte sich aber im zweiten Viertel und ging mit einer knappen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann entscheidend. Hagen bekam defensiv deutlich besseren Zugriff und ließ in der gesamten zweiten Hälfte nur noch 29 Punkte der Lions zu. Vor allem über Energie, Rebounding und Ballkontrolle setzten sich die Gastgeber Schritt für Schritt ab. Ein entscheidender Faktor war dabei Marvin Omuvwie, der mit großem Einsatz auf beiden Seiten des Feldes wichtige Impulse lieferte und maßgeblich daran beteiligt war, dass sich Phoenix zwischenzeitlich zweistellig absetzen konnte. Karlsruhe kämpfte sich zwar immer wieder heran, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Spätestens im Schlussviertel kontrollierten die Hagener das Spielgeschehen und brachten den Sieg souverän über die Zeit. Damit endet für die Lions eine insgesamt starke Saison, während Phoenix mit breiter Brust ins Halbfinale einzieht.

Hagens Headcoach Chris Harris zeigte sich nach dem Spiel respektvoll gegenüber dem Gegner und gleichzeitig zufrieden mit der eigenen Entwicklung: „Unser größter Respekt geht an Karlsruhe. Die Lions haben eine tolle Saison gespielt, sich mit einem starken Lauf in die Playoffs gespielt und es uns deutlich schwerer gemacht, als die einzelnen Ergebnisse der Viertelfinalpartien vermuten lassen. Heute haben wir uns vor allem zum Start schwergetan, unseren Rhythmus zu finden. Das wurde nach der Pause besser, nachdem wir beim Rebound besser zugegriffen und im Angriff seltener den Ball verloren haben. Genau diese Qualitäten werden wir auch im Halbfinale noch mehr brauchen, egal auf welche Mannschaft wir dort treffen.“

 

13.05.2026 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 117:112

Die Artland Dragons sind nach einem echten Playoff-Krimi aus den ProA-Playoffs ausgeschieden. In einem spektakulären dritten Viertelfinalspiel mussten sich die Quakenbrücker den Eisbären Bremerhaven nach Verlängerung mit 112:117 geschlagen geben – damit geht die Serie mit 0:3 verloren, obwohl jedes Spiel bis in die Schlussphase offen war. Im Mittelpunkt stand dabei eine historische Vorstellung von Ben Burnham, die am Ende dennoch nicht zum Sieg reichte. Der MVP der Liga lieferte mit 46 Punkten, 8 Rebounds und sieben Dreiern eine Performance für die Geschichtsbücher ab und hielt sein Team über weite Strecken im Spiel. Unterstützt wurde er unter anderem von Amir Hinton und Buzz Anthony, doch gegen die mannschaftliche Geschlossenheit der Bremerhavener reichte selbst diese Offensivleistung nicht aus.

Wie schon in den ersten beiden Spielen entwickelte sich auch Spiel drei zu einem intensiven und ausgeglichenen Duell. Beide Teams lieferten sich über 40 Minuten einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln. Die Dragons hatten dabei mehrfach die Kontrolle, konnten sich aber nie entscheidend absetzen, während Bremerhaven immer wieder Antworten fand – vor allem über ihre Big Men und zweite Chancen. Die dramatische Schlussphase bot alles, was Playoff-Basketball ausmacht. Burnham brachte die Dragons kurz vor Schluss sogar in Führung, doch Bremerhaven glich in letzter Sekunde aus und erzwang die Verlängerung. Dort zeigten die Gastgeber dann die größere Abgezocktheit. Angeführt von Elijah Miller und Jacob Biss trafen die Eisbären in den entscheidenden Momenten die besseren Entscheidungen, während sich bei den Dragons kleine Fehler und vergebene Chancen summierten.

Headcoach Hendrik Gruhn zeigte sich nach dem Spiel entsprechend emotional: „Glückwunsch an Steve und die Bremerhavener Mannschaft. Es war eine brutale Serie, die heute in dem besten Spiel gegipfelt ist. Wir haben alles reingeworfen und versucht, dieses Spiel hier zu gewinnen. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Zu viele Ballverluste, gerade im vierten Viertel. Natürlich bin ich stolz auf die Jungs, aber gerade ist einfach nur ein heftiger Schmerz da.“ Damit endet für die Artland Dragons eine starke Saison auf bittere Weise. Trotz des klaren 0:3 in der Serie war jedes Spiel hart umkämpft und wurde erst in den letzten Minuten entschieden. Die Eisbären Bremerhaven hingegen ziehen verdient ins Halbfinale ein – dort wartet nun mit Phoenix Hagen der Hauptrundenerste.

 

13.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 88:86

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben im Playoff-Viertelfinale ein wichtiges Lebenszeichen gesendet und sich im Kampf um das Halbfinale zurückgemeldet. Nach zuvor zwei Niederlagen gegen die GIESSEN 46ers gelang den „Zauberern“ ein knapper, aber enorm wichtiger 88:86-Erfolg, mit dem die Serie auf 1:2 verkürzt wurde. Von Beginn an war die Bedeutung der Partie in der Arena Hohenlohe spürbar. Beide Teams agierten mit hoher Intensität, unterstützt von lautstarken Fans auf beiden Seiten. Crailsheim erwischte mit einem 5:0-Start den besseren Beginn, doch wie schon in den Spielen zuvor entwickelte sich schnell ein enges Duell, in dem nahezu jeder Treffer einen Führungswechsel bedeutete. Erst im dritten Viertel konnten sich die Merlins etwas absetzen: Mit einem starken Lauf erspielten sie sich eine zwischenzeitliche 13-Punkte-Führung und schienen die Kontrolle zu übernehmen. Doch Gießen blieb seiner Linie treu und kämpfte sich zurück in die Partie, sodass es in der Schlussphase erneut hochspannend wurde.

Am Ende behielten die Merlins die Nerven und sicherten sich den verdienten Sieg, der die Serie wieder offen hält. Auffällig war vor allem die klare Leistungssteigerung der Crailsheimer. Offensiv zeigte sich das Team deutlich strukturierter und mannschaftlich geschlossener – 24 Assists sprechen für eine verbesserte Ballbewegung. Auch defensiv präsentierten sich die Merlins stabiler, steigerten sich bei den Ballgewinnen und agierten insgesamt wacher. Hinzu kam eine verbesserte Trefferquote sowohl von außen als auch aus dem Zweipunktebereich, was letztlich den Unterschied ausmachte. Nun steht für die HAKRO Merlins Crailsheim das nächste Schlüsselspiel an: Auswärts in Gießen bietet sich die Chance, die Serie endgültig auszugleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Klar ist dabei auch, dass erneut ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten ist – mit dem kleinen Vorteil, dass die Merlins den psychologischen Rückenwind auf ihrer Seite haben.

Nachlizenzierungsverfahren für die SBB Baskets

Köln, 12. Mai 2026 – Die BARMER 2. Basketball Bundesliga GmbH leitet gegen den ProA-Ligisten SBB Baskets ein Nachlizenzierungsverfahren nach §13 Lizenzstatut ein.

Aufgrund von neuen Informationen ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung und des Gutachterausschusses Unstimmigkeiten, die in einem Nachlizenzierungsverfahren überprüft werden. Die SBB Baskets erhalten im Rahmen der Nachlizenzierung die Möglichkeit, bestehende Zweifel auszuräumen.

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga ist berechtigt, erneut die Unterlagen gemäß § 5 Lizenzstatut zur Prüfung und einer erneuten Entscheidung unter Fristsetzung anzufordern, wenn ein begründeter Anlass dafür besteht, dass ein Bundesligist oder dessen wirtschaftlicher Träger im Rahmen des zuletzt durchgeführten Lizenzierungsverfahrens unrichtig oder unvollständige Angaben gemacht hat oder sonstige Lizenzerteilungsvoraussetzungen nicht mehr erfüllt sind.

Die Liga bittet um Verständnis, dass aufgrund des laufenden Verfahrens keine weiteren Angaben zu dem Verfahren gemacht werden können. Das Ergebnis der Nachlizenzierung wird die Liga zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Gary Johnson wird neuer Headcoach der Iserlohn Kangaroos

Die Iserlohn Kangaroos haben eine wichtige Personalentscheidung für die kommende Saison getroffen und präsentieren mit Gary Johnson ihren neuen Headcoach in der ProB. Der Deutsch-Amerikaner übernimmt das Amt zur neuen Spielzeit und bringt viel Erfahrung aus dem deutschen Basketball – insbesondere im Nachwuchs- und Entwicklungsbereich – mit nach Iserlohn. Johnson war zuletzt mehrere Jahre als Headcoach bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen tätig, wo er sich einen Namen als Entwickler junger Talente machte und seine Teams regelmäßig in die oberen Tabellenregionen der Regionalliga führte. Seine Handschrift ist klar erkennbar: intensiver, teamorientierter Basketball, kombiniert mit strukturiertem Spiel und hoher Trainingsintensität. Dabei legt er besonderen Wert auf die individuelle Weiterentwicklung seiner Spieler und eine stabile Teamkultur. Auch in anderen Stationen sammelte Johnson wertvolle Erfahrung. Nach seiner aktiven Karriere – unter anderem in der ProA und ProB – arbeitete er als Trainer bei den Astrostars Bochum sowie im Nachwuchsbereich, etwa bei den Metropol Baskets Ruhr und den SG Witten Baskets.

Diese breite Erfahrung macht ihn zu einem Coach, der sowohl sportlich als auch menschlich bestens in das Profil der Kangaroos passt. Geschäftsführer Michael Dahmen erklärt die Entscheidung: „Nachdem Toni Prostran uns mitgeteilt hatte, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird, haben wir uns mit einigen vielversprechenden jungen Coaches unterhalten, haben aber schnell festgestellt, dass die Basis für eine Zusammenarbeit bei Gary schon frühzeitig in eine positive Richtung ging. In unseren Gesprächen hat es sportlich und menschlich sehr schnell gepasst. Er bringt genau die Mischung aus Entwicklung, Klarheit und Erfahrung mit, die wir für diesen nächsten Schritt gesucht haben. Wir wollten unbedingt einen Trainer, der die deutsche Basketballszene kennt und nicht erst die Möglichkeiten, das Umfeld in der Szene und die Mentalität der Spieler erlernen muss.“

Auch Johnson selbst blickt mit Vorfreude auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr auf die Herausforderung bei den Kangaroos. Die Gespräche waren von Anfang an sehr offen und vertrauensvoll. Iserlohn ist ein Standort mit Ambitionen, toller Struktur und viel Potenzial – genau das reizt mich, den nächsten Schritt in meiner Trainerlaufbahn zu gehen. Es wird eine herausfordernde Aufgabe sein, ein komplett neues Team zu bilden und möglichst schnell einen gemeinsamen Spirit zu entwickeln. Ich bin schon startbereit, direkt mit den ersten Gesprächen anzufangen und die Zeit in den nächsten Wochen zu nutzen.“ Mit der Verpflichtung von Gary Johnson setzen die Iserlohn Kangaroos bewusst auf Kontinuität in der Spielerentwicklung, klare Strukturen und eine langfristige sportliche Ausrichtung.

Vorbericht ProB Playoffs – Finale Spiel 1

13.05.2026 19:30 Uhr OrangeAcademy vs. ETB Miners

Am OrangeCampus steigt das große Finale der ProB: Die OrangeAcademy Ulm empfängt am Mittwochabend die ETB Miners Essen zum ersten von zwei Endspielen um die Meisterschaft. Nach dem souveränen Halbfinal-Sweep gegen LOK BERNAU gehen die jungen Ulmer mit viel Selbstvertrauen in das Duell – doch mit Essen wartet nun die wohl größte Herausforderung der Saison. Erstmals seit Jahren steht die OrangeAcademy wieder im Finale, und das unter besonderen Vorzeichen: Anders als in den vorherigen Runden wird der Titel nicht in einer klassischen Serie entschieden, sondern im Hin- und Rückspiel. Am Ende zählt die Gesamtdifferenz beider Partien – jeder Ballbesitz kann also den Ausschlag geben. Entsprechend hoch ist die Bedeutung des ersten Spiels vor heimischer Kulisse. Headcoach Florian Flabb erwartet ein Duell auf absolutem Topniveau: „Mit Essen treffen wir auf das stärkste Team im Norden. Nicht nur aufgrund der Ergebnisse, sondern auch ihrer personellen Dichte haben sie über das Jahr hinweg einen hervorragenden Job gemacht. Wir freuen uns auf einen sehr intensiven und spannenden Finalkampf.“

Die Gäste aus Essen reisen ebenfalls mit breiter Brust nach Ulm. Das Team von Headcoach Lars Wendt überzeugte in den Playoffs mit Konstanz und mannschaftlicher Geschlossenheit. Im Fokus steht dabei vor allem Quashawn Tyrese Lane, der als vielseitiger Schlüsselspieler das Spiel der Miners prägt. Mit durchschnittlich 15,8 Punkten, 8,2 Rebounds und 5,9 Assists gehört er zu den komplettesten Akteuren der Liga. Unterstützung erhält er unter anderem von Mychael Paulo (12,8 Punkte im Schnitt) sowie Marc William Friederici (11,7 Punkte), die ebenfalls regelmäßig für offensive Akzente sorgen. Für die OrangeAcademy Ulm wird es darauf ankommen, die eigene mannschaftliche Geschlossenheit und Intensität aus den Playoffs beizubehalten und sich vor heimischem Publikum eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erarbeiten.

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 3

12.05.2026 19:30 Uhr BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Im Playoff-Viertelfinale der ProA steht zwischen den Bozic Estriche Knights Kirchheim und der BG Göttingen ein richtungsweisendes drittes Spiel an. Nach zwei intensiven Duellen ist die Serie ausgeglichen, sodass die Partie am Dienstagabend in Göttingen eine erste Vorentscheidung bringen kann. Für beide Teams geht es nicht nur um die Führung in der Best-of-Five-Serie, sondern auch um wichtige Perspektiven über die laufende Saison hinaus. Nach dem umkämpften Sieg in Spiel zwei lag der Fokus bei den Knights vor allem auf Regeneration und mentaler Vorbereitung. Bereits einen Tag nach dem Spiel versammelte sich das Team von Headcoach Igor Perovic zur Erholungseinheit, ehe es am Montag in Richtung Göttingen ging, wo die abschließende Vorbereitung stattfand. Viel Zeit für größere taktische Anpassungen blieb dabei nicht, weshalb vor allem Einstellung und Intensität entscheidend sein dürften. Perovic bringt es klar auf den Punkt: „Die Spiele haben beide Mannschaften Kraft gekostet. Jetzt kommt es sehr auf Einstellung und Mentalität an. Wir wollen unbedingt gewinnen.“

Für die Teckstädter steht dabei besonders viel auf dem Spiel. Neben dem möglichen Einzug ins Halbfinale spielt auch die Qualifikation für den BBL-Pokal eine Rolle – ein Ziel, das die Knights in den vergangenen Jahren mehrfach knapp verpasst haben. Entsprechend groß ist die Motivation, den nächsten Schritt endlich zu gehen. Sportchef Chris Schmidt betont: „Wir wollen es uns verdienen ins Halbfinale und in den Pokal zu kommen. Was in anderen Hallen passiert, können wir nicht beeinflussen. Jetzt heißt es alle Kräfte zu mobilisieren.“ Die Ausgangslage verspricht ein intensives und umkämpftes Duell. Beide Teams konnten in den ersten Spielen ihre Qualitäten zeigen, sodass Kleinigkeiten den Ausschlag geben dürften. Während Göttingen den Heimvorteil nutzen will, setzen die Knights auf ihre zuletzt gezeigte defensive Stabilität und mannschaftliche Geschlossenheit. Unabhängig vom Ausgang wird die Serie bereits am Donnerstag mit Spiel vier fortgesetzt – dann in Kirchheim. Dort hoffen die Knights trotz des ungewohnten Termins am Vatertag auf lautstarke Unterstützung der eigenen Fans, um im Kampf um das Halbfinale den nächsten Schritt zu gehen.

 

12.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS

Mit zwei deutlichen Siegen im Rücken steht Phoenix Hagen im Viertelfinale der ProA-Playoffs kurz vor dem Einzug ins Halbfinale. Nach dem 90:66 zum Auftakt und dem klaren 108:73-Auswärtssieg in Karlsruhe fehlt den „Feuervögeln“ nur noch ein Erfolg, um die Serie gegen die PS Karlsruhe LIONS zu entscheiden. Spiel drei findet am Dienstagabend in der Ischelandhalle statt – mit dem klaren Ziel, vor heimischem Publikum den entscheidenden Schritt zu machen. Trotz der komfortablen Ausgangslage bleibt die Ausgangssituation intern klar: Noch ist nichts gewonnen. Gerade weil Karlsruhe nun mit dem Rücken zur Wand steht, erwartet Hagen einen Gegner, der alles investieren wird, um die Serie zu verlängern. Ein entscheidender Faktor war bislang vor allem die Hagener Defensive, die die offensivstarken Badener deutlich unter ihrem Saisonschnitt halten konnte und ihnen in den ersten beiden Spielen im Schnitt nur rund 69 Punkte erlaubte. Headcoach Chris Harris macht deutlich, worauf es auch im dritten Spiel ankommen wird:

„Wir freuen uns auf Dienstag und unser Heimpublikum, das uns schon so großartig durch die komplette Saison getragen hat. Gern möchten wir sie für ihre Unterstützung belohnen und mit ihnen den Einzug ins Halbfinale feiern, wissen aber auch, dass Karlsruhe nochmals alles in die Waagschale werfen wird, um die Serie zu verlängern. Das bedeutet für uns, weiter konzentriert zu bleiben, weiter intensiv zu spielen, weiter den Gegner zu respektieren und die Aufgabe ernst zu nehmen.“ Auch Spielmacher Marcus Graves warnt davor, sich zu früh in Sicherheit zu wiegen: „Wir haben noch nichts erreicht. Auch wenn wir 2:0 in Front liegen, steht am Dienstag bereits die nächste schwere Aufgabe vor uns. Dessen sind wir uns alle individuell und als Mannschaft sehr bewusst. Es kommt darauf an, weiter den Fuß auf dem Gas zu lassen und alles zu geben.“ Mit dem Matchball vor Augen will Phoenix Hagen nun den Heimvorteil nutzen und die Serie vorzeitig beenden. Ein Sieg würde nicht nur den Halbfinaleinzug bedeuten, sondern auch ein klares Statement im Kampf um den Aufstieg setzen.

 

13.05.2026 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons

Die Eisbären Bremerhaven stehen im Viertelfinale der ProA-Playoffs vor dem Einzug ins Halbfinale. Nach zwei hart erkämpften Siegen gegen die Artland Dragons fehlt den Norddeutschen nur noch ein Erfolg, um die Serie zu entscheiden. Spiel drei steigt am Mittwochabend in der heimischen Stadthalle – dem „Eisbärenkäfig“ – und bietet die erste Chance, den Matchball zu verwandeln. Die bisherigen beiden Duelle haben eindrucksvoll gezeigt, wie eng diese Serie ist. Sowohl beim 78:74-Heimsieg als auch beim knappen 86:84-Auswärtserfolg in Quakenbrück bewegten sich beide Teams lange auf Augenhöhe. Gerade die Dragons überzeugten mit ihrer individuellen Qualität: Amir Hinton (27 Punkte), Ben Burnham (24 Punkte) und Buzz Anthony (17 Punkte) übernahmen viel Verantwortung und stellten die Bremerhavener Defensive immer wieder vor Probleme. Den Unterschied machten bislang jedoch die Details – und hier wirkten die Eisbären abgeklärter. Vor allem im Schlussviertel von Spiel zwei zeigte das Team von Steven Esterkamp echte Playoff-Reife. Mit aggressiver Defense, wichtigen Offensivrebounds und mehr Ruhe in der Crunchtime drehten die Gastgeber einen Rückstand und sicherten sich die 2:0-Serienführung.

Besonders das offensive Rebounding (18:12 in Spiel zwei) sowie die größere mannschaftliche Geschlossenheit erwiesen sich als entscheidende Faktoren. Trotz der komfortablen Ausgangslage ist allen Beteiligten bewusst, dass die Serie noch nicht entschieden ist. Die Dragons haben in beiden Spielen gezeigt, dass sie jederzeit die Kontrolle übernehmen können und werden im dritten Spiel alles daran setzen, die Serie zu verlängern. Entsprechend erwartet Headcoach Steven Esterkamp erneut ein intensives Duell: „Ich rechne damit, dass Artland mit derselben Physis spielen wird wie in den ersten beiden Spielen. Es wird erneut ein sehr intensives und körperliches Spiel. Wir müssen unseren Gameplan über die gesamten 40 Minuten besser umsetzen und als Mannschaft die komplette Partie über zusammenbleiben.“ Für die Eisbären Bremerhaven bietet sich damit vor heimischer Kulisse die große Chance, den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Die Artland Dragons hingegen stehen bereits unter Zugzwang – und werden alles investieren, um ein viertes Spiel zu erzwingen. Klar ist schon jetzt: Auch Spiel drei dürfte wieder bis in die Schlussphase offen bleiben.

 

13.05.2026 19:30 Uhr HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 

Trotz einer scheinbar komfortablen 2:0-Serienführung reisen die GIESSEN 46ers vor Spiel drei des Viertelfinals als Außenseiter zu den HAKRO Merlins Crailsheim. Nach den beiden Erfolgen (89:77 auswärts und 89:79 zuhause) wollen die Mittelhessen am Mittwochabend in der Arena Hohenlohe den Halbfinaleinzug perfekt machen – wohlwissend, dass der vermeintliche Favorit aus Crailsheim jederzeit zurückschlagen kann. Intern herrscht daher bewusst Zurückhaltung statt Euphorie. Headcoach Branislav Ignjatovic machte unmittelbar nach dem zweiten Sieg deutlich, wie die Situation einzuordnen ist: „Unsere DNA heißt Bescheidenheit. 89:77 bei und 89:79 gegen die ‚Zauberer‘ gewonnen zu haben, heißt noch gar nichts. Überhaupt gar nichts.“ Für den erfahrenen Trainer bleibt klar, dass die Rollen trotz der Serienführung nicht neu verteilt werden: „Wir sind nach Platz sieben zum Abschluss der regulären Saison nicht der Favorit. Wir müssen demütig bleiben, denn die für mich stärkste Mannschaft der Liga ist weiter zu allem fähig.“ Die bisherigen Erfolge basieren vor allem auf einer kompromisslosen Defensive. Crailsheim, das offensiv zu den besten Teams der Liga zählt, wurde in beiden Spielen unter 80 Punkten gehalten – ein entscheidender Faktor laut Kapitän Robin Benzing: „Crailsheim zweimal unter 80 Punkte zu halten, war schon grandios.“

Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Physis in dieser Serie, während Ignjatovic Diskussionen über die Schiedsrichter konsequent abblockte: „Wir haben verdient gewonnen, Schluss, Aus, Ende. Sie haben nur ihren Job gemacht.“ Für die 46ers geht es nun darum, den dritten Sieg zu holen und ein mögliches viertes Spiel zu vermeiden. Ein Sweep wäre nicht nur sportlich ein Ausrufezeichen, sondern würde auch zusätzliche Belastung sparen. Dennoch ist allen Beteiligten bewusst, dass die Aufgabe alles andere als einfach wird – zumal die Merlins nach zwei Niederlagen unter enormem Druck stehen und vor heimischem Publikum reagieren müssen. Dass die Gießener dennoch selbstbewusst auftreten, liegt auch an der Breite des Kaders. Spieler wie Adnan Arslanagic, Viktor Kovacevic oder Kyle Castlin haben bereits ihre Qualität gezeigt, während Veteranen wie Benzing und Jonathan Maier zusätzliche Stabilität geben. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Physis und Teamplay soll auch in Spiel drei den Unterschied machen. Für die GIESSEN 46ers ist die Ausgangslage klar: Mit einem weiteren Sieg wäre die Überraschung perfekt und der Einzug ins Halbfinale gesichert. Die HAKRO Merlins Crailsheim hingegen kämpfen um ihre letzte Chance – und genau das macht dieses dritte Duell zu einem echten Schlüsselspiel der Serie.

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 2

09.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 81:67

Die BG Göttingen müssen im Playoff-Viertelfinale der ProA den Ausgleich hinnehmen. Beim Auswärtsspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim unterlagen die „Veilchen“ mit 67:81 und kassierten damit ihre erste Niederlage in der Serie. Die Partie begann aus Göttinger Sicht denkbar ungünstig. Offensiv fanden die Gäste zunächst überhaupt keinen Rhythmus, während Kirchheim – angeführt von Tylan Pope – früh davonzog (2:14). Zwar kämpften sich die Niedersachsen im weiteren Verlauf ins Spiel zurück, konnten den Rückstand bis zur Halbzeit aber nur auf vier Punkte verkürzen (31:35). Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, ehe ein Knackpunkt folgte: Wes Dreamer musste nach einer Verletzung das Feld verlassen. In der Folge verlor Göttingen den Zugriff, während die Hausherren ihre Führung weiter ausbauten und sich bis zum Ende des dritten Viertels auf 63:48 absetzten. Im Schlussabschnitt fanden die Göttinger offensiv weiterhin keinen konstanten Flow.

Kirchheim kontrollierte das Spielgeschehen und ließ die Gäste nicht mehr entscheidend herankommen. Am Ende stand eine verdiente 67:81-Niederlage für die BG Göttingen. Bester Werfer der Gäste war Jordan Sears mit 11 Punkten, während auf Seiten der Knights Tylan Pope mit 20 Zählern überzeugte. Headcoach Fabian Strauß sagte nach dem Spiel: „Kirchheim hat verdient gewonnen. Sie waren energischer, intensiver und haben uns überpowert. Wir haben den Ball nicht so gut bewegt, wie am Mittwoch und unsere Würfe sind nicht gefallen. Wir müssen das schnell vergessen, unsere Kräfte bündeln und Dienstag mit mehr Kopf und Intensität von Anfang an spielen.“ Damit steht es in der Best-of-five-Serie nun 1:1. Spiel drei findet am Dienstag in Göttingen statt, wo die BG Göttingen wieder vor heimischem Publikum vorlegen wollen.

 

09.05.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen 73:108

Die PS Karlsruhe LIONS konnten auch im zweiten Viertelfinalspiel der ProA-Playoffs keine Antwort auf Phoenix Hagen finden. Vor heimischer Kulisse in der Europahalle unterlagen die Badener deutlich mit 73:108 und stehen damit in der Serie mit dem Rücken zur Wand. Dabei starteten die LIONS durchaus engagiert in die Partie und hielten im ersten Viertel zunächst mit. Doch die Gäste aus Hagen zeigten früh ihre Klasse, trafen hochprozentig und setzten Karlsruhe mit aggressiver Defense unter Druck. Nach den ersten zehn Minuten lag das Heimteam bereits mit 22:33 zurück. Im zweiten Viertel stabilisierten sich die LIONS phasenweise. Vor allem Tyrese Williams, David Ejah und Isaiah Hart sorgten offensiv für Akzente. Dennoch blieb Phoenix Hagen das dominierende Team und ging mit einer komfortablen 57:42-Führung in die Halbzeit.

Die Entscheidung fiel dann direkt nach dem Seitenwechsel. Hagen erhöhte die Intensität in der Verteidigung nochmals deutlich, während Karlsruhe komplett den Rhythmus verlor. Mit einem klaren 29:9 im dritten Viertel zogen die Gäste uneinholbar davon (86:51). Im Schlussabschnitt spielten die LIONS zwar weiter engagiert nach vorne, konnten die deutliche Niederlage aber nicht mehr abwenden. Phoenix Hagen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und sicherte sich mit dem 108:73-Auswärtssieg den zweiten Erfolg in der Serie. Damit steht es 2:0 für die Hagener, die nun nur noch einen Sieg vom Halbfinaleinzug entfernt sind. Für die PS Karlsruhe LIONS heißt es dagegen: Verlieren verboten. Spiel drei findet am 12. Mai in Hagen statt – dort muss Karlsruhe gewinnen, um die Saison am Leben zu halten.

 

10.05.2026 15:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim 89:79

Für die HAKRO Merlins Crailsheim gibt es auch im zweiten Viertelfinalspiel der ProA-Playoffs nichts zu holen. Beim Auswärtsspiel gegen die Gießen 46ers mussten sich die „Zauberer“ mit 79:89 geschlagen geben. Damit stehen die Crailsheimer nun mit dem Rücken zur Wand – im kommenden Spiel wartet ein Do-or-Die-Duell. Dabei starteten die Gäste mit viel Energie in die Partie. Früh übernahmen sie die Kontrolle und erspielten sich eine knappe Führung. Doch angeführt von Robin Benzing drehten die Gastgeber das Spiel noch im ersten Viertel und gingen erstmals in Front. Im zweiten Abschnitt verloren die Merlins zunehmend den Rhythmus. Während offensiv wenig gelang, nutzten die Hessen ihre Chancen konsequent und setzten sich zwischenzeitlich zweistellig ab. Zwar kämpften sich die Crailsheimer bis zur Halbzeit wieder etwas heran (48:38), doch das Momentum blieb auf Seiten der Hausherren. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Merlins nicht, entscheidend näher heranzukommen. Immer wieder verkürzten sie den Rückstand, doch Gießen 46ers fanden stets die passende Antwort. Vor allem im Schlussviertel hielt Gießen den Vorsprung konstant im zweistelligen Bereich und brachte den Sieg letztlich souverän ins Ziel. Topscorer der Crailsheimer war Anthony Gaines mit 16 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten Brock Gardner (14) und Vinnie Shahid (13).

Headcoach David McCray sagte nach der Partie: „Erstmal Glückwunsch an Gießen, das haben die sehr gut gemacht. Es haben heute viele anders erwartet, aber Gießen ist eben auch nicht der typische siebte Platz. Die Mannschaft hat vor der Saison auch ganz klar das Ziel des Aufstiegs ausgerufen. Sie waren auch ganz klarer Favorit für den Aufstieg. Sie haben sehr gut nachverpflichtet in der Mitte der Saison und spielen sehr guten Basketball. Ich glaube unsere beiden Mannschaften sind vom Talent-Level sehr ähnlich und wenn man sieht, wie erfahren ihre Spieler sind ist es echt schwer. Trotzdem müssen wir es besser machen, was wir heute einfach nicht geschafft haben. Trotzdem würde ich mir wünschen, wenn wir ein Spiel bekommen, in dem die Spieler mehr spielen dürfen. Wo die Schiedsrichter nicht jeden Kontakt pfeifen. Wir sind beide physische Mannschaften und ich würde mir wünschen in der dritten Begegnung mehr Spielfluss sehen zu können.“

 

10.05.2026 16:00 Uhr // Artland Dragons vs. Eisbären Bremerhaven 84:86

Die Artland Dragons haben auch das zweite Viertelfinalspiel der Playoff-Serie gegen die Eisbären Bremerhaven knapp verloren und stehen nach dem 84:86 vor heimischer Kulisse mit dem Rücken zur Wand. Vor einer lautstarken Atmosphäre in der Artland Arena lieferten sich beide Teams erneut ein intensives und hochklassiges Duell, in dem sich lange kein klarer Sieger abzeichnete. Topscorer der Partie war Amir Hinton mit starken 27 Punkten, dennoch reichte es am Ende nicht zum Serienausgleich. Die Gäste aus Bremerhaven erwischten zunächst den besseren Start und gingen früh mit 6:0 in Führung, ehe die Dragons zunehmend ihren Rhythmus fanden. Angeführt von Ben Burnham und Hinton drehten die Gastgeber das Spiel mit einem starken Lauf und erspielten sich im ersten Viertel eine zwischenzeitliche Führung. Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Quakenbrücker offensiv variabel und kontrollierten über weite Strecken das Geschehen. Trotz mehrerer Gegenläufe der Gäste gelang es den Dragons, mit einer 49:42-Führung in die Halbzeit zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiterhin eng. Zwar verkürzte Bremerhaven früh, doch die Dragons fanden immer wieder Antworten und bauten ihre Führung zwischenzeitlich auf neun Punkte aus. Mit einer 68:60-Führung ging es in den Schlussabschnitt, in dem sich die Partie schließlich entscheiden sollte. Dort kippte das Spiel jedoch zugunsten der Gäste. Während Bremerhaven defensiv den Druck erhöhte und sich vor allem über Offensivrebounds immer wieder zweite Chancen erarbeitete, verlor die Offensive der Dragons zunehmend an Struktur. In der entscheidenden Phase nutzten die Eisbären ihre Möglichkeiten konsequenter. Ein später Tip-In von Jannis von Seckendorff nach erneutem Offensivrebound brachte die Führung, die Bremerhaven bis zum Ende verteidigte. Zwar konnte Hinton wenige Sekunden vor Schluss noch einmal per Dreier verkürzen, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr für eine Wende. Besonders auffällig war erneut der Unterschied beim Rebounding sowie an der Freiwurflinie, wo sich die Gäste klare Vorteile erarbeiteten. Damit liegen die Artland Dragons in der Best-of-Five-Serie nun mit 0:2 zurück und stehen vor einem „Do-or-Die“-Spiel in Bremerhaven.

Headcoach Hendrik Gruhn zeigte sich nach der Partie entsprechend frustriert: „Ich bin maximal frustriert, weil wir das Spiel erneut über die Offensivrebounds verlieren – zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Das ist extrem bitter. Über mehr als 30 Minuten haben wir es eigentlich sehr gut gemacht und Bremerhaven immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen. Im vierten Viertel wurde das Spiel dann durch Kleinigkeiten entschieden: ein Ballverlust hier, ein vergebener Wurf da. Dazu haben wir nicht gut genug gereboundet und sind offensiv zu selten an die Freiwurflinie gekommen, gerade wenn man die Zahlen auf Bremerhavener Seite sieht. Deshalb ist es extrem enttäuschend, dass wir dieses Spiel erneut verlieren. Wir sind angeschossen aber noch nicht tot und werden am kommenden Mittwoch alles geben, um die Serie am Leben zu halten.“