ART Giants verpflichten schwedischen Nationalspieler Craig Lecesne

Rund eine Woche vor dem offiziellen Trainingsstart stellen die Verantwortlichen der ART Giants Düsseldorf in Craig Lecesne den letzten Neuzugang für die Stammrotation in der neuen ProA-Saison vor. Zuletzt lief der schwedische Nationalspieler für Oviedo CB in der zweiten spanischen Liga auf.

Düsseldorf, den 05.08.2023. Ein schwedischer Nationalspieler für die ART Giants: Craig Lecesne wechselt vom spanischen Zweitligisten Oviedo CB nach Düsseldorf und spielt künftig für die Giganten in der ProA. Ins Rheinland kommt der 26-jährige Forward nicht nur mit einer Menge an Erfahrung, sondern mit ebenso starken Statistiken aus seinen vorherigen Stationen. In einer starken zweiten Liga Spaniens brachte es Lecesne zuletzt auf 7,6 Punkte und 3,2 Rebounds pro Spiel.

Bevor man in Westeuropa jedoch auf den 2,06m großen Schweden aufmerksam wurde, durchlief Lecesne seine Grundausbildung als Basketballer am College in den USA (Pepperdine Waves und San Jose State Spartans – beide NCAA I). Für seine ersten Jahre als Profispieler zog es ihn dann zurück in die Heimat nach Schweden, wo er drei Saisons im Trikot von Nässjö Basket aktiv war. In seinem letzten Jahr in der ersten Liga Schwedens überzeugte der athletische Forward mit 15,0 Punkten und 8,4 Rebounds im Schnitt, was ihm schließlich den Wechsel nach Spanien ermöglichte.

Nun möchte Lecesne, der aktuell noch mit der schwedischen Nationalmannschaft unterwegs ist und am heutigen Abend in Bonn auf Deutschland trifft, den ART Giants mit seiner Erfahrung und seiner Spielintelligenz zu einer erfolgreichen Saison verhelfen. Durch die Verpflichtung von Lecesne ist die Stammrotation für den ProA-Kader der Giganten vorerst komplett. Zusätzlich werden die Verantwortlichen der ART Giants das Team noch um weitere Nachwuchsspieler ergänzen, um diesen die Chance zu geben, ihre ersten Schritte im Profibereich zu gehen und sie langsam an die ProA heranzuführen sowie auf das hohe Niveau weiterzuentwickeln.

Craig Lecesne: „Ich freue mich auf die kommende Saison mit den ART Giants. Mein Ziel ist es, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und um einen Playoff-Platz zu kämpfen, von dem ich weiß, dass er möglich ist. Ich hoffe, dass ich mich individuell und gemeinsam mit dem Team verbessern kann und wir in jedem Spiel alles geben werden. Mich erwartet ein aufregendes Kapitel und ich kann es kaum erwarten meine Mannschaftskollegen kennenzulernen und mich an die Arbeit zu machen.“

Marin Petric (Sportdirektor): „Craig ist ein großer Spieler, der auch selbst einen guten Wurf mitbringt und Situationen kreieren kann. Dadurch gibt er uns auf seiner Position viele Möglichkeiten für unser Spiel. Er passt also perfekt in unser taktisches Konzept.“

Florian Flabb (Headcoach): „Craig hat bereits auf hohem europäischen Niveau gespielt. Mit seiner Größe gibt er uns viel Variabilität auf den großen Positionen. Durch seinen starken Zug zum Korb und seinen technischen Fähigkeiten haben wir einen weiteren talentierten Spieler für unseren Verein gewinnen können, der in Deutschland den nächsten Schritt gehen möchte.“

Text: Niklas Vogel

Daniel Kirchner ist noch nicht fertig!

Dresden, 04.08.2023 – Nach einer erfolgreichen letzten Saison können die Dresden Titans mit Daniel Kirchner einen weiteren Schlüsselspieler halten.

Daniel Kirchner – „Für mich war es keine schwere Entscheidung, hier zu bleiben. Dresden ist in den letzten Jahren quasi zu meiner zweiten Heimat geworden und ich bin hier noch nicht fertig. Der Verein und alle die in den letzten Jahren am Projekt beteiligt waren haben sich stetig weiterentwickelt und der Weg ist meiner Meinung noch nicht zu Ende. Ich freue mich in der neuen Saison wieder mit vielen alten Gesichtern zusammenzuspielen und noch einmal zu zeigen, dass wir in diese Liga gehören.“

36 Spiele mit durchschnittlich 27:10 Minuten, 176 Assists sowie 447 Punkte. Das waren die Statistiken von Kirchner in der vergangenen Spielzeit. In allen drei Kategorien hielt er den Bestwert des sächsischen Teams und machte sich damit Liga weit einen Namen.

Der 25 Jahre alte Guard verbesserte sich in Dresden seit seiner Debüt-Saison 2018/19 stetig und wurde zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Mannschafft. Kirchner ist zwar kein Mann mit einem Punkteschnitt jenseits der 15 Zähler-Marke, spielt dafür aber extrem teamdienlich in dem er jederzeit versucht seine Mitspieler in Szene zu setzten.

Ab dem Herbst werden wir wieder spektakuläre Pässe und weite Dreier von ihm bestaunen können, während er die Offensive der Mannschaft dirigiert.

Headcoach Fabian Strauß – „Daniel war meiner Meinung nach die größte Überraschung der letzten Saison, indem er gezeigt hat, dass er auf dem ProA-Level sehr gut mithalten kann. Nun muss er weiterhin Schritte nach vorne machen, einen konstanten Basketball spielen sowie in seinen Entscheidungen und Abschlüssen etwas effizienter werden. Ich hoffe, er kann nun auch ein weiteres Jahr zeigen, dass er einer der führenden ProA-Spieler auf seiner Position ist.“

Geschäftsführer Rico Gottwald – „Ich freue mich sehr und bin stolz zugleich, dass Daniel auch in der neuen Saison weiter für unsere Titans auf Korbjagt geht. Er hat sich über jede Spielzeit steigern können, ist ein absoluter Publikumsmagnet und wird uns auch in der neuen Saison wieder mit spektakulären Abschlüssen verzaubern. Auch als Person und Mensch hat sich Daniel prächtig entwickelt und wird mit den Jungs das Team tragen.“

Text: Timon Rogge

Foto: Christian Becker

Marvin Möller bleibt den Drachen als Doppellizenzspieler erhalten

Die Kaderplanungen der Artland Dragons befinden sich auf der Zielgeraden. Eigengewächs Marvin Möller wird den Dragons auch in der Saison 2023/2024 der BARMER 2. Basketball Bundesliga erhalten bleiben, jedoch in veränderter Rolle.

Marvin Möller durchlief die Jugendabteilung der Artland Dragons und feierte Anfang 2020 sein Debüt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Bisher kam das Eigengewächs in 37 ProA-Partien für die Dragons zum Einsatz. In dieser Saison wird Marvin die Drachen vor allem als Trainingsspieler unterstützen, der seine Spielzeit hauptsächlich in der Herrenmannschaft des QTSV in der 2.Regionalliga sammeln wird. Währenddessen wird sich Marvin auch weiterhin auf seine berufliche Zukunft konzentrieren.

„Mir haben die letzten vier Jahre sehr viel Spaß gemacht, aber ich lege meinen Fokus jetzt auf andere Dinge. Ich werde den Dragons aber weiterhin so viel helfen, wie ich kann“, äußerte sich das Eigengewächs zu seiner reduzierten Rolle.

Auch Dragons Headcoach Patrick Flomo äußerte sich zufrieden darüber, dass Möller weiterhin ein Teil der Dragons bleibt: „Marvin ist jemand, der immer mit vollem Einsatz vorangeht, egal ob er zwei oder zwanzig Minuten auf dem Feld steht. Auch wenn er nicht mehr so aktiv wie in den vergangenen Saisons sein wird, ist er ein wichtiger Baustein in unserem Projekt, auf den ich zuverlässig zählen kann.“

Text: Artland Dragons

Foto: Artland Dragons

Erster Profivertrag für Paderborner Youngster: Small Forward Jannis Ridder ab Saison 2023/24 voll im Team der Gartenzaun24 Baskets

Paderborn, 4. August 2023 – Der nächste waschechte Paderborner Junge, der auf deutschen Basketballcourts im Jersey seines Heimatvereins für Furore sorgen möchte: Der 18 jährige Jannis Ridder unterzeichnete bei den Gartenzaun24 Baskets Paderborn seinen ersten, zwei Jahre laufenden Profivertrag. Auf der Position des Small Forward gehört das vielversprechende Nachwuchstalent nun mit Beginn der Saison 2023/24 zum festen Kader der Ostwestfalen in der Barmer 2. Basketballbundesliga. 

Den eigenen Nachwuchs so zu entwickeln, dass er im Profigeschäft bestehen kann: Das ist seit Jahrzehnten eine feste Tradition in Paderborn. Nicht umsonst gelten die Ostwestfalen als eine der besten Kaderschmieden für junge Basketballtalente, die nicht selten aus der eigenen Region oder sogar Stadt stammen. Genau diese Entwicklung hat auch Jannis Ridder hinter sich: Der mittlerweile 1.94 Meter große und 88 Kilogramm schwere Small Forward durchlief bei den Baskets alle Jugendmannschaften. Ridder machte dabei durch seine stetige sportliche und persönliche Weiterentwicklung auf sich aufmerksam, was auch Steven Esterkamp, Headcoach der Gartenzaun24 Baskets, nicht entging – bereits in der vergangenen Spielzeit ließ er den 18jährigen einige Male Profiluft schnuppern. In seiner letzten NBBL-Saison 2022/23 überzeugte Ridder zudem als echter Leistungsträger: In 13 Spielen stand er im Schnitt 25.0 Minuten auf dem Platz und erzielte dabei pro Partie 12.9 Punkte, legte 2.6 Assists auf, schnappte sich 4.1 Rebounds und holte 1.9 Steals. Dieses Niveau möchte er nun auch in der ProA-Liga auf Profilevel bestätigen.  

Statements 

Steven Esterkamp, Headcoach Gartenzaun24 Baskets Paderborn: „Jannis hat sich in den zurückliegenden Jahren in der NBBL stark verbessert. Er hat wirklich hart gearbeitet und verdient den Vertrag, den er nun bekommen hat. Wir freuen uns sehr, weiter mit ihm zu arbeiten und seine Entwicklung gemeinsam fortzusetzen.“ 

Dominik Meyer, Geschäftsführer Gartenzaun24 Baskets Paderborn: „Wir sind froh, dass wir den Vertrag mit Jannis jetzt in trockenen Tüchern haben. Er ist – genauso wie Nico Marty-Decker oder zuvor bereits Peter Hemschemeier – wieder ein vielversprechender, sehr interessanter Paderborner Junge, den wir entwickeln und nach vorne bringen wollen. Jannis hat seine ersten Spiel- und Trainingserfahrungen mit den Profis ja bereits gemacht und will jetzt den nächsten Schritt nach vorn gehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn er genauso für Furore sorgen würde wie die beiden zuvor genannten. Generell bin ich mit der Kaderzusammenstellung für die nächste Saison sehr zufrieden: Wir haben wieder eine gesunde, aussichtsreiche Mischung aus Paderborner Jungs, deutschen sowie amerikanischen Imports. Die Spots sind ohne Ausnahme alle mit ambitionierten Spielern besetzt, die richtig Bock haben, für die Baskets und die Fans wieder um die Playoffs zu kämpfen – das gefällt nicht nur mir wirklich gut!“ 

Jannis Ridder: „Ich weiß es zu schätzen und bin froh darüber, dass ich den nächsten Schritt meiner Karriere in meinem Jugendverein machen darf. Deswegen freue ich mich umso mehr, weiterhin mit den Baskets zusammenzuarbeiten und mich mit dem neuen Team weiterentwickeln zu dürfen. Wir haben viel vor in der kommenden Saison und es fühlt sich richtig gut an, ein Teil davon zu sein!“ 

Text: Patrick Lüke

Foto: Gartenzaun24 Baskets Paderborn

Letzter Neuzugang ist fix – Simon Krajcovic vervollständigt den Kader

Der letzte Neuzugang für die kommende BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA Saison der JobStairs GIESSEN 46ers steht fest. Der Slowake Simon Krajcovic kommt vom Ligarivalen Eisbären Bremerhaven an die Lahn. Der 29-jährige ist für sein gutes Defensivverhalten bekannt und wird für die Gießener auf der Point Guard Position auflaufen. Er komplettiert das Roster des letztjährigen Halbfinalisten, nachdem zuvor Jonathan Maier, Dejan Kovacevic, Robin Benzing und Andrew Rowsey für das Team von Frenki Ignjatovic verpflichtet wurden.

Mit Simon Krajcovic haben die Gießener ihre Lücke auf der Aufbauposition geschlossen. Der slowakische Nationalspieler verfügt über viel internationale Erfahrung und kann vor allem durch sein intelligentes Defensivverhalten das Spiel der 46ers unterstützen. Der in Povazska Bystrica geborene Guard konnte in der vergangenen Saison bereits Zweitligaluft in Bremerhaven schnuppern. Zuvor feierte er in seinem Heimatland mit dem Erstliga Club Levicki Patrioti zwei Mal die slowakische Meisterschaft sowie einmal die Pokalmeisterschaft.

Head Coach Frenki Ignjatovic: „Als feststand, dass Jordan bei uns nicht verlängern wird, haben wir uns auf die Suche nach einem Aufbauspieler gemacht, der in Europa gespielt hat. Mit Simon haben wir dann sogar einen Spieler mit ProA-Erfahrung gefunden. Er ist uns zu Saisonbeginn beim Auswärtsspiel gegen Bremerhaven, an welches wir nach der Klatsche keine guten Erinnerungen hatten, aufgefallen. Er ist ballsicher und hat ein sehr gutes Auge für seine Mitspieler. Vor allem aber kann er uns in unserem Defensivspiel entscheidend unterstützen. Simon ist gerade noch mit der Nationalmannschaft unterwegs und ich verfolge seine Spiele. Ich freue mich sehr, dass er sich für uns entschieden hat.“

In der vergangenen Saison lief Krajcovic insgesamt 38-mal (inklusive Playoffs) für die Eisbären auf. Der Guard kam dabei auf 8.9 PpS, 5.6 ApS, 1.1 Steals pro Spiel und eine Effizienz von 11.7. Insgesamt dreimal konnte der Slowake mehr als 10 Assists pro Spiel verzeichnen und bewies dabei einen hohen Basketball-IQ. Seine schnellen Hände konnte er mit einer Bestleistung im Oktober 2022 unter Beweis stellen, als ihm gegen den Bundesligisten aus Vechta 4 Steals gelangen. Aus dem Feld konnte Krajcovic 40.1% seiner genommenen Würfe verwandeln sowie 33.8% seiner Versuche von der Dreipunktelinie.

Jonathan Kollmar (Geschäftsführer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir freuen uns, Anfang August unseren Kader komplettieren zu können. Wir haben ausschließlich positives Feedback über Simon erhalten – sowohl sportlich als auch menschlich. Wenn in zwei Wochen alle Spieler in Gießen sind, kann die Vorbereitung losgehen. Darauf freuen wir uns sehr!“

Text: Tobias Kröher

Foto: Norbert Schulz

Medipolis SC Jena verpflichtet estnisches Nachwuchstalent Hendrik Metsa

Mit einem estnischen Nachwuchs-Nationalspieler wird sich Medipolis SC Jena für die kommenden Basketball-Saison verstärken. Die Thüringer verpflichten mit Hendrik Metsa einen hochgewachsenen und spielintelligenten Guard, der für die Thüringer zunächst in der U19-Bundesliga-Mannschaft sowie für Weimar in der Regionalliga zum Einsatz kommen soll. Der vom estnischen Club Tartu Rock nach Deutschland wechselnde Youngster unterschrieb bei den Saalestädtern einen mehrjährigen Ausbildungsvertrag, mit dem Ziel ihn zu einem sogenannten „Local Player“ zu entwickeln. Während der am morgigen Freitag in die U16-Europameisterschaft der B-Division startende Este mit seiner Nationalmannschaft im rumänischen Pitesti gegen Großbritannien in das Turnier startet (14.30 Uhr, Live auf Youtube), wird er nach dem Wettbewerb in Burgau erwartet.

„Der Kontakt zu Hendrik kam über eine uns bekannte Agentur zustande. Ich war bereits selbst vor ein paar Jahren persönlich in Estland während eines Camps dieser Agentur vor Ort, konnte mich von den guten Rahmenbedingungen und der Qualität der talentierten Nachwuchsspieler überzeugen. Es gab in den zurückliegenden Jahren immer wieder ein paar Jungs, die für uns interessant gewesen wären, dennoch sind wir diesen Weg bisher noch nicht gegangen“, sagt Jenas Basketball-Akademieleiter Torsten Rothämel. „In diesem Sommer hat uns Hendrik allerdings so stark beeindruckt und nach seiner Einladung auch in Jena überzeugt, dass wir uns entschlossen haben, ihn zu verpflichten. Nicht zuletzt auch mit Blick auf einige Abgänge in der NBBL, die durchaus Lücken hinterlassen haben, erhoffen wir uns, mit ihm einen talentierten Spieler gefunden zu haben, den wir als legitimen Nachfolge von Vuk Radojicic entwickeln können“, so Rothämel nach der Verpflichtung von Hendrik Metsa.

Der 1,92m große Balte wird trotz seines noch jungen Alters bereits zum Trainingskader der ProA-Mannschaft gehören, aber vorwiegend in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga sowie im Regionalliga-Kader von Culture City Weimar Spielzeit sammeln.

Text: Tom Prager

Foto: Medipolis SC Jena

Jacob Falko im Anflug auf die ProA

Nürnberg – Die Nürnberg Falcons können den nächsten klangvollen Neuzugang vermelden. US-Guard Jacob Falko kommt direkt vom College und möchte seine Profi-Karriere in der BARMER 2. Basketball Bundesliga beginnen. 

Knapp zwei Monate vor dem Start der ProA-Saison 2023/2024 füllen die Nürnberg Falcons den zweiten Kader-Spot mit einem Importspieler auf. Jacob Falko ist sein Name. Er ist der sechste Neuzugang für die achte Spielzeit der Mittelfranken in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Trainer Virgil Matthews freut sich auf den vielseitigen Guard: „Jacob ist ein weiterer junger Spieler, der uns Größe auf den Guard-Positionen geben wird. Er kommt von einem College-Programm dessen Trainer professionell in Europa gespielt hat, darum denken wir, dass er sehr gut zu unserer Art zu spielen passen wird. Das gilt im übrigen auch für seine charakterlichen Eigenschaften.“

„Teil von etwas Besonderem sein“

Die letzten beiden College-Jahre verbrachte der mittlerweile 22-Jährige auf der Binghamton University. Dort spielte er mit den Bearcats in der NCAA und absolvierte insgesamt 58 Pflichtspiele. In seinem Senior-Jahr startete er in allen 31 Partien, stand 33 Minuten im Schnitt auf dem Feld und legte 14 Punkte, 3,6 Assists, 4,4 Rebounds und 1,1 Assists auf. „Ich freue mich sehr nach Deutschland zu kommen, und möchte mit dem Team eine sehr erfolgreiche Saison haben. Ich persönlich bin bereit für diesen Schritt, bereit hart zu arbeiten und auf einem sehr hohen Level Basketball zu spielen“, so der 1,90 Meter große Neuzugang der Nürnberg Falcons, der insgesamt sieben Geschwister hat. 

Text: Markus Mende

Weiterer Perspektivspieler für die LIONS – Allen wagt den Sprung nach Europa

Die wichtigen Positionen und Schaltstellen im Kader der PS Karlsruhe LIONS für die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind inzwischen besetzt. Doch im Hinblick auf einen vergrößerten taktischen Spielraum verpflichtet das Karlsrudel derzeit mehrere Spieler, die den Durchbruch noch nicht geschafft haben, sich aber auf hohem Niveau beweisen wollen. Einer von ihnen ist Terrance „Tez“ Allen. Der 24-jährige US-Amerikaner wechselt direkt vom College zu den LIONS. Damit gilt er als Rookie im Profi-Basketball.

Der 1,96 Meter große Flügelspieler stammt ursprünglich aus Nevada, verbrachte aber die vergangenen sechs Jahre an der South Oregon University, für die er in der NAIA zum Einsatz kam. Die Teams aus diesem Sportverband sind hinsichtlich ihrer Spielstärke etwa mit den Mannschaften aus der NCAA Division 2 zu vergleichen. In der Saison 2022/2023 war Allen in Oregon Leistungsträger und absolvierte 30 Spiele mit durchschnittlich 29 Minuten Einsatzzeit. Er kam auf eine Bilanz von 10 Punkten, 3,5 Rebounds sowie 3,5 Assists pro Begegnung, wobei er sich insbesondere als guter Distanzschütze auszeichnete. „Tez bekommt hier die Möglichkeit, seine Profikarriere zu starten, wird sich allerdings in einem leistungsfähigen Umfeld und in einer starken Liga beweisen müssen“, stellt LIONS-Headcoach Aleksandar Scepanovic klar. „Wenn er seine Qualitäten als Shooter auch in der ProA zeigen kann, dann hat er eine Chance.“

Text: Benedikt Rieker

Vier weitere Akteure verlassen die ART Giants

Neben den bereits verkündeten Abgängen gibt es bei den ART Giants Düsseldorf vier weitere Spieler, die den Club nun nach einem Jahr wieder verlassen werden.

Düsseldorf, den 03. August 2023. Im Kader der ART Giants ist in diesem Sommer erneut viel Bewegung drin. In C.J. Anderson, Alexander Möller und Benjamin Dizdar konnten die Verantwortlichen des Zweitligisten aus Düsseldorf drei Personalien weiterhin an den Verein binden. Weitere Leistungsträger aus der Vorsaison wie Booker Coplin, Lennart Boner oder Vincent Friederici suchen jeweils eine neue Herausforderung bei anderen ProA-Clubs.

Nun ist auch klar, dass vier weitere Akteure aus der vergangenen Saison nicht zu den Giganten zurückkehren werden. Mit den US-Amerikanern Tray Hollowell und Chris Rollins sowie den deutschen Big Men Melkisedek Moreaux und Daniel Mayr verlassen auch die letzten, bisher ungeklärten Personalien den Verein mit bis dato unbekannten Zielen.

Der gesamte Verein wünscht allen vier Spielern sowohl sportlich als auch persönlich von Herzen nur das Beste für die Zukunft.

Text: Niklas Vogel

Foto: Norbert Schulz

Knights verabschieden Kirchheimer Basketballikone Tim Koch – Ebenfalls nicht mehr im Kader stehen Besnik Bekteshi und Richard Williams

Nach zehn Spielzeiten bei den Kirchheim Knights endet das Kapitel von Tim Koch im Ritterdress. Nach einer von vielen Verletzungen gebeutelten vergangenen Saison zog man nun den Schlussstrich unter eine überaus erfolgreiche Ära. Der 34-Jährige nimmt damit die Position des langjährigsten Ritterakteurs ein. Wie es für den Guard weitergeht, ist noch offen. Ebenfalls verabschiedet werden Richie Williams und Besnik Bekteshi.

Ein Profi durch und durch. Immer professionell und ambitioniert. Auf dem Spielfeld eiskalt und abgezockt. So werden Kirchheims Basketballfans Tim Koch auf dem Parkett in Erinnerung behalten. Unvergessene Momente wie den Buzzer Beater gegen Essen vor einigen Jahren, oder den zur Verlängerung- im Playoff Duell gegen Heidelberg –  wenn es drauf ankam, war er da. Als Gegner durfte man ihm keinen Raum geben, um seinen gefährlichen Wurf abzufeuern, der häufig hochprozentig sein Ziel traf. Ein Profi der alten Schule mit herausragender Trainingseinstellung. „Tim war für uns ein prägender Spieler. Ab 2015 war er für viele Jahre neben Andi Kronhardt ganz entscheidend für einige Erfolge, die wir feiern durften. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Es wird sehr schwer sein, ihn zu ersetzen,“ sagte Sportchef Chris Schmidt. Eine langwierige Rückenverletzung in 2018 kostete Koch fast eine gesamte Spielzeit. Der Anfang einer langen Leidenszeit. In der Folge kämpfte der große Guard häufig mit Folgeverletzungen. Zu alter Form konnte Koch nicht mehr finden. Dennoch blieben sich die Knights und Koch treu. Unvergessen sein vertragliches Entgegenkommen zu Beginn der Corona Pandemie. „Tim war zu dem Zeitpunkt einer von zwei Spielern, die einen laufenden Vertrag hatten und der für uns bei Spielen ohne Zuschauer sehr schwierig war zu stemmen. Er hat keine Sekunde gezögert und ist uns entgegengekommen. Das war für uns auch in den vergangenen beiden Jahren ein Faktor, weiter auf ihn zu bauen. Loyalität in der Form findet man selten und das war eine ganz besondere Aktion von ihm,“ erklärt Schmidt weiter. Mittlerweile haben Tim und seine Freundin ihre Heimat in Kirchheim gefunden und werden wohl auch nach der Basketballkarriere in der Region bleiben. Obs für ihn auf dem Parkett weitergeht, das Studium in den Fokus rückt oder die berufliche Karriere Fahrt aufnimmt, steht noch nicht fest. „Wenn sich die Möglichkeit für ihn und uns ergibt, würden wir uns sehr freuen, wenn wir weiter mit Tim in irgendeiner Form zusammenarbeiten könnten. Sobald er für sich entschieden hat, wohin die Reise geht, werden wir darüber sprechen,“ so Schmidt. So oder so wird die Karriere von Tim Koch mit den Knights eng in Verbindung bleiben. „Für die neuen tollen Bekanntschaften, sowie all die intensiven Eindrücke und Erfahrungen bin ich sehr dankbar und werde mich gerne an die gemeinsame Zeit zurückerinnern,“ blickt Koch zurück.

Bekteshi wechselt ins Ausland

Ebenfalls in der kommenden Saison nicht im Ritterkader stehen wird der gebürtige Kirchheimer Besnik Bekteshi. Nach einem schwierigen Saisonstart in die Spielzeit 21/22 nahmen die Ritter Bekteshi erneut unter Vertrag. Zusätzlich zu den beiden Nachverpflichtungen Rohndell Goodwin und Jonathon Williams spielte der Kirchheimer eine entscheidende Rolle bei der Trendwende und sorgte mit herausragenden Leistungen dafür, dass die Knights zum Saisonende um die Playoffs kämpfen konnten. Folgerichtig die Vertragsverlängerung im vergangenen Sommer. Zu Beginn der letzten Spielzeit wurde der Guard lange von einer Corona Erkrankung außer Gefecht gesetzt und fand anschließend nur phasenweise seine Form wieder. „Wir hatten mit Paul und Besnik zwei Spieler auf der gleichen Position. Beide konnten dadurch nicht so richtig durchstarten. Das nehmen wir auf unsere Kappe,“ erklärt Schmidt. Nach der Verpflichtung von Sheldon Eberhardt standen die Teckstädter erneut vor der Frage, wie der Kader gestaltet werden soll. „Das war in diesem Sommer die mit Abstand schwierigste Entscheidung. Wir mussten abwägen zwischen Tiefe im Kader, Einzelrollen, Budget für die beiden Import-Guardspots und die emotionale Bindung zu Besnik, sowie seine sportliche Qualität. Eine entscheidende Rolle hat gespielt, dass wir den jungen Spielern um Aleksa, Antonio und Nil Minuten geben wollen. Auch bei Besnik haben wir den Wunsch, in der Zukunft wieder zusammen zu kommen,“ sagte Kirchheims Sportchef. Bekteshi wechselt zur kommenden Saison ins Ausland und wird dort seine Karriere fortsetzen.

Der Rückkehrer wird verabschiedet

Zur Saison 2015/2016 fand Richard „Richie“ Williams zum ersten Mal den Weg unter die Teck. Damals führte er die Truppe um Koch, Kronhardt, Jordan Wild und einige mehr in die Playoffs. Dies gelang ihm auch bei seiner ersten Rückkehr ins Schwabenland. In der „Coronasaison“ legten die Teckstädter einen famosen Lauf in den Playoffs hin und schlugen die hochfavorisierten Teams aus Bremerhaven und Heidelberg. Unvergessen sein siegbringender Dreier in der letzten Verlängerung gegen den späteren Bundesligisten aus Heidelberg. Der 1,78m große US-Amerikaner war ein Anführer, wie er im Buche steht. „Richie konnte Spiele mit seiner Einstellung, seiner mentalen Stärke und seinem Willen dominieren. Ich kenne keinen Spieler, der in diesen Bereichen so stark ist wie er,“ erklärt Sportchef Schmidt. Nach einer von vielen Höhen und Tiefen geprägten vergangenen Saison entschieden Schmidt und Perovic, in eine neue Richtung aufzubrechen. Der Vertrag wird daher nicht verlängert. „Wir sind Richie sehr dankbar für seinen Einsatz, seine Identifikation und die vielen tollen Momente, die er uns bereitet hat. Er wird hier immer ein zweites Zuhause haben und herzlich willkommen sein,“ so Schmidt.

Text: Chris Schmidt

Foto: Tanja Spindler