Lukas Passarge kehrt in das Jenaer Basketball-Programm zurück

Nachwuchs-Center Lukas Passarge wird nach Thüringen zurückkehren und zukünftig wieder für Jenas Basketballer auflaufen. Während der gebürtige Merseburger im zurückliegenden Spieljahr in NBBL, ProB und Regionalliga das Bamberger Trikot überstreifte, zwischenzeitlich im Januar 2022 gegen Würzburg sogar seine BBL-Premiere feiern konnte, wartet an der Saale ein gewohntes Umfeld auf den erst 17-jährigen Youngster. Bereits von 2018 bis 2021 hatte Passarge das Basketballprogramm der Saalestädter durchlaufen, entwickelte sich in Thüringen zum Auswahlspieler, bevor er unter dem heutigen Nachwuchs-Akademieleiter Torsten Rothämel mit der JBBL von Science City Jena 2019 Meisterschafts-Silber errang. Lukas Passarge wird sein Abitur in Jena absolvieren und dem Verein somit bis 2025 erhalten bleiben.

„Ich freue mich wieder in Jena zu spielen, weil es einfach wie ein zweites Zuhause für mich ist. Ich kenne die meisten Trainer oder Spieler und verstehe mich sehr gut mit jedem,“ sagt Lukas Passarge mit Blick auf seine Rückkehr. „Nach dem letzten Jahr in Bamberg, in dessen Verlauf ich wichtige Erfahrungen gesammelt habe und schauen konnte, welche Schritte noch zum Profi fehlen, habe ich mich in diesem Sommer bewusst dafür entschieden, meine Entwicklung in Jena fortzusetzen. Meine Ziele mit den Teams, für die ich auflaufen werde, sind ganz klar die Playoffs – unabhängig davon ob mit der NBBL, mit Culture City Weimar oder der ProA. Als persönliches Ziel will ich mich spielerisch weiterentwickeln, an meinem Ballhandling und Ballgefühl arbeiten und denke, dass ich in Jena sehr gute Voraussetzungen habe. Natürlich möchte ich mir auch von den älteren Spielern etwas abschauen, um für mein eigenes Spiel dazu zu lernen. Ich freue mich bereits jetzt schon in der Saison 2022/2023 für Medipolis SC Jena aufzulaufen und besser zu werden,“ so der 17-Jährige.

„Wir freuen uns, dass Lukas in der kommenden Saison wieder für uns spielen wird und ein Leistungsträger unseres Vizemeister-Teams der JBBL zurückkommt,“ so Basketball-Akademieleiter Torsten Rothämel zur Rückkehr seines ehemaligen Schützlings. „Lukas wird nicht nur die NBBL und Culture City verstärken, sondern auch zum Kreis der Jugendspieler gehören, die als Trainingskader im ProA Team mitmischen und von uns besonders gefördert werden. Mich persönlich freut außerdem, dass er sich entschieden hat, das Abitur in Angriff zu nehmen und sich nicht ausschließlich auf die Profilaufbahn zu konzentrieren. An unserer Sportschule wird er für die duale Laufbahn mit Schule und Leistungssport die gewohnt guten Bedingungen vorfinden und auch dort in alte Gefilde zurückkehren,“ so Rothämel abschließend.

Ebenso freut sich Zweitliga-Trainer Domenik Reinboth über die Rückkehr des ambitionierten Youngsters. „Wir sind froh, dass ein junger und talentierter Spieler wie Lukas bewusst den Weg nach Jena zurückgefunden hat, nachdem er im letzten Jahr Erfahrungen bei einem anderen Verein sammeln konnte,“ sagt Jenas Cheftrainer Domenik Reinboth. „Aufgrund seiner 17 Jahre ist er noch eine Saison für unsere NBBL spielberechtigt, in der er seine Kernspielzeit erhalten wird. Ebenso wird Lukas bei Culture City in der Regionalliga eingeplant. In der ProA wird Lukas fest zu unserem Trainingskader gehören, um sich in Zukunft bestmöglich weiterentwickeln zu können. Wir planen, dass unsere jüngeren Spieler die Chance bekommen, sich durch gute Leistungen im Mannschaftstraining perspektivisch einen festen Platz im 12er Kader zu erspielen,“ sagt Domenik Reinboth.

Thomas Wilder verstärkt Nürnberg Falcons

Personalnews bei den Nürnberg Falcons. Die Mittelfranken haben sich die Dienste von US-Guard Thomas Wilder gesichert. Der 27-Jährige spielte zuletzt in Georgien und lief 2018 für die MHP Riesen Ludwigsburg in der easyCredit BBL auf. Mit nun mehr 79 G-League Spielen in seinem Resümee schickt er sich nun an, dem Spiel der Falcons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga seinen Stempel aufzudrücken. Willkommen in Nürnberg.

Zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt präsentieren die Nürnberg Falcons den ersten Importspieler für die kommende Saison. Dieser trägt den Namen Thomas Wilder und soll bei den Mittelfranken künftig im Spielaufbau die Fäden ziehen. Nach einer erfolgreichen College-Zeit und vier Spielzeiten an der Western Michigan University, begann Wilder 2018 in Deutschland bei den MHP Riesen Ludwigsburg seine Profi-Laufbahn. Er blieb jedoch nur kurz in Europa und schloss sich noch im selben Jahr den Windy City Bulls in der NBA G League an. Dort absolvierte er in zwei Spielzeiten 79 Partien, bevor er 2021 in die Georgische Superleague, zu Batumi RSU wechselte. In Nürnberg will er nun mit seiner Qualität und Erfahrung seinen Teil zu einer erfolgreichen Spielzeit beitragen. „Ich bin extrem dankbar für diese Chance und kann es kaum erwarten, meine neuen Teamkameraden, die Fans und die Stadt kennenzulernen und an die Arbeit zu gehen“, so Nürnbergs neuer Point Guard, der die Rückennummer 26 tragen wird. 

Wilders neuer Chef-Trainer, Vytautas Buzas hält große Stücke auf den vielseitigen Guard: „Wir haben mit Thomas Wilder eine sehr vielversprechende Verpflichtung getätigt. Er hat ein Jahr nicht gespielt, wir wollen ihm aber die nötige Zeit geben wieder seinen Rhythmus zu finden weil wir der Meinung sind, mit ihm den perfekten Fit für unseren Roster gefunden zu haben. Nun arbeiten wir daran auch die restlichen offenen Spots bestmöglich zu besetzen.“ 

US-Boy Travis Jocelyn wechselt vom BBL-Ligisten Niners Chemnitz zu den Uni Baskets Paderborn

Bei den Uni Baskets Paderborn geht es nun Schlag auf Schlag: Mit Travis Jocelyn verstärkt der erste ambitionierte US-Boy das Team der Ostwestfalen in der Saison 2022/23 der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Der 23jährige Small Forward stand zuletzt im Kader des BBL-Clubs Niners Chemnitz. In Paderborn soll er als wichtiger Akteur in der kommenden Spielzeit entscheidende Akzente setzen.

Travis Jocelyn stammt aus der Kleinstadt Verona im US-Bundesstaat New Jersey, nur einen Steinwurf von New York City entfernt, und ging vor seiner Zeit in Chemnitz vier Jahre für das College von New Jersey in der NCAA-3 auf Korbjagd. Dort konnte sich Jocelyn von Saison zu Saison kontinuierlich steigern und legte in der Spielzeit 2020/21 im Schnitt 21 Punkte, sieben Rebounds sowie jeweils 1.5 Assists und Steals auf. Der 1.99 Meter große und 99 Kilogramm schwere Modellathlet ist auf beiden Flügelpositionen zu Hause. In Chemnitz war er als Perspektivspieler im Kader eingebunden, trainierte die komplette vergangene Saison mit dem BBL-Team und kam im Laufe der Saison auf insgesamt drei Kurzeinsätze. Der 23jährige Jocelyn steht noch am Anfang seiner basketballerischen Entwicklung. Aufgrund seines hohen Potenzials soll er in Paderborn zu einer wichtigen Stütze im Team des ProA-Ligisten werden.

Baskets Headcoach Steven Esterkamp verrät, warum er Travis Jocelyn nach Paderborn geholt hat: „Travis ist ein richtig guter Spieler mit hohem Potenzial, der bei uns auf mehreren Positionen eingesetzt werden und sehr gut schießen kann. Er hat zwar in der BBL nicht viel Spielzeit bekommen, konnte aber die gesamte vergangene Saison mit Chemnitz auf BBL-Niveau trainieren. Das hat ihm ermöglicht, sich an die Geschwindigkeit des Spiels anzupassen. Wir freuen uns sehr darauf, in dieser Saison mit ihm hier in Paderborn zu arbeiten und seine Entwicklung als Profi weiter voranzutreiben. Bei uns wird er die Chance bekommen, sich zu beweisen!“

Laut Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer verliefen die Verhandlungen sehr positiv: “Wir haben von Chemnitz ein sehr gutes Feedback und eine absolute Empfehlung zu Travis bekommen. Rodrigo Pastore, Headcoach der Niners, hat ihn Steven Esterkamp wärmstens empfohlen. Und natürlich hat sein Wort Gewicht: Rodrigo hat Chemnitz in den vergangenen Jahren absolut nach vorn gebracht hat und gilt spätestens seit dem Aufstieg der Niners als einer der anerkanntesten Basketballexperten nicht nur in Deutschland. Travis passt genau in unser Portfolio: Ein sehr talentierter, junger Spieler mit hohem Potenzial. Genau diese Cracks suchen wir jedes Jahr: Junge Spieler, die ihre erste richtige Saison in Deutschland erfolgreich bei uns spielen und sich so für andere Vereine und höhere Aufgaben empfehlen. Das ist im Moment unser strategisches Prinzip, von dem wir und auch die Spieler profitieren. Als Verein, der junge Talente entwickeln und ihnen einen Karriereschub ermöglichen kann, haben wir uns mittlerweile einen sehr guten Ruf erarbeitet. Darum verliefen die Verhandlungen mit Travis sehr positiv und darum hat er sich auch schnell für uns, unser Konzept und unsere Spielphilosophie entschieden.“

Travis Jocelyn kommt nach Paderborn, um Erfolg zu haben und seiner Karriere und den Baskets einen ordentlichen Push zu geben: „Ich freue mich sehr darauf, diese Saison für Paderborn zu spielen! Ich habe meine Zeit in Deutschland in der letzten Saison sehr genossen und freue mich darauf, für mindestens ein weiteres Jahr in Deutschland zu spielen. Nach dem Gespräch mit Coach Esterkamp hatte ich das Gefühl, dass das Team perfekt zu mir passt. Ich bin deswegen absolut motiviert, den Erfolg fortzusetzen, den die Uni Baskets in der Vergangenheit hatten!“

Dominic Green spielt künftig im FIBA Europe Cup für Gmunden

Die VfL SparkassenStars Bochum verabschieden ihren letztjährigen Topscorer Dominic Green in Richtung Österreich. Der US-Amerikaner wird in der kommenden Saison im Trikot des österreichischen Vizemeisters Gmunden Swans auflaufen und mit ihnen die Qualifikation für die Basketball Champions League und die Spiele im FIBA Europe Cup bestreiten.

In der abgelaufenen Saison hat der 25-jährige Small Forward im Schnitt 19,2 Punkte erzielte und 5,2 Rebounds pro Spiel eingesammelt und war damit Topscorer im Team von Headcoach von Felix Banobre.

Im Sommer war er bereits für die Montreal Alliance in der kanadischen Summer-League CEBL aktiv und wechselt nun zum österreichischen Vizemeister Gmunden Swans.

„Domi ist ein herausragender Spieler. Seine Vielseitigkeit hat uns in der vergangenen Saison in vielen Spielen geholfen. Ich freue mich für ihn, dass er den nächsten Schritt in eine höhere Liga geht und wünsche ihm alles Gute“, so Headcoach Felix Banobre über den Abschied von Green.

„Es kommt für mich nicht überraschend, dass Domi in der kommenden Saison im internationalen Wettbewerb aktiv sein wird, da er in der vergangenen Saison bereits auf sich aufmerksam gemacht hat. Ich freue mich darauf, ihn auf der internationalen Bühne zu sehen“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

Felix Kwast und Julius Treichel sind Kangaroos mit Perspektive

Mit Felix Kwast und Julius Treichel stehen zwei weitere Perspektivspieler bei den Iserlohn Kangaroos in den Startlöchern. Beide sind fleißig, beide brennen – und beide entwickeln sich mit jedem Training. Und genau deshalb gehören sie auch in der neuen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zum Kader von Headcoach Dennis Shirvan.

„Felix und Julius sind Jungs mit großem Potenzial aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Deshalb sind wir sehr froh, dass sie durch ihren Willen und ihr Talent auf sich aufmerksam gemacht haben und mit uns die nächsten Schritte gehen wollen“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. Während Guard Felix Kwast (18), der im Sommer sein Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium in Hagen gebaut hat, schon seine ersten Minuten in der ProB absolviert hat, wartet der 2,13 Meter große Center Julius Treichel noch auf seinen ersten Einsatz. Aber: „Ich freue mich darauf, weiter mit den Coaches und mit dem Team zu arbeiten und mich weiterentwickeln zu können. Ich fühle mich in Iserlohn sehr gut aufgehoben – und möchte in meinem zweiten Jahr meinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leisten“, sagt der 19-jährige Big Man. Und Kwast ergänzt: „Ich hoffe, dass wir als Team eine erfolgreiche Saison spielen und mit den Fans gemeinsam viele spannende Spiele erleben werden.“

Beiden ist zudem wichtig, dass sie Sport und außersportliche Entwicklung in Kombination vorantreiben können. Aus diesem Grund hat Kwast sich für ein Studium an der FernUni Hagen entschieden und nimmt dort im Herbst sein Studium der Wirtschaftswissenschaften auf. „Das gibt mir die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung, um bei jedem Training dabei sein zu können. Und in der sportfreien Zeit, lerne ich“, erklärt der 18-Jährige. Treichel, der in Dortmund wohnt, pendelt zwischen der Ruhr-Uni Bochum, seinem Zuhause und den Kangaroos – und geht bereits ins dritte Semester seines Jura-Studiums.

Als persönliche Ziele geben beide an, sich weiter zu entwickeln und verbessern zu wollen. Das stimmt auch mit der Sichtweise von Headcoach Dennis Shirvan überein: „Die beiden Jungs sind superfleißig, wollen lernen und sich mit jeder Einheit verbessern. Die Ansätze im Training sind sehr gut. Und entsprechend werden sich für beide Chancen und Möglichkeiten ergeben, sich zu beweisen.“

Beide werden auch in der kommenden Saison im Team der Kangaroos in der 2. Regionalliga spielen und dort sicherlich zu den Leistungsträgern zählen.

Local Player für die Wizards

Wizards-Coach Rouven Roessler darf sich über einen weiteren Wunschspieler freuen, der bisher unweit vom KIT seine Basketballschuhe für das ambitionierte Team von EK „Eichenkreuz“ Karlsruhe geschnürt hat. Die Rede ist von Simon Jaworski. Der 195 cm gebürtiger Karlsruher kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden und gilt als ausgesprochen sicherer Schütze.

„Simon ist ein vielseitiger Spieler, der es versteht, unterschiedliche Rollen einzunehmen und umzusetzen. Er wird uns auf jeden Fall helfen und seine Rolle erfüllen“, freut sich Trainer Rouven Roessler über seinen jüngsten Neuzugang. 

Obwohl es noch einige Wochen bis zum Vorbereitungsstart sind, arbeitet Jaworski bereits täglich im WalkIn mit dem Konditionstrainer an seiner Athletik. Wizards-Geschäftsführer Zoran Seatovic ist sich sicher: „Er kann den Sprung von der 2. Regionalliga in die ProB schaffen. Mit seiner Einstellung und seinem Willen hat er bereits alle überzeugt.“

Kozak verbindet tschechische und US-amerikanische Basketballausbildung

Nach mehreren Abgängen auf den Positionen vier und fünf gibt der SC Rist jetzt Verstärkung für die „lange Fraktion“ bekannt. Der Tscheche Michal Kozak nennt künftig die Steinberghalle sein sportliches Zuhause.

Einige seiner basketballerischen Kennwerte im Stenogramm: 2,04 Meter groß, 24 Jahre alt, gebürtig aus Pilsen, Basketballanfänge beim BK Lokomotiva Pilsen, 2015 Wechsel an eine Basketballschule im böhmischen Jindřichův Hradec, ehemaliger tschechischer U16-, U18- und U20-Nationalspieler und zuletzt seit 2017 in den USA beschäftigt, genauer gesagt an der Weber State University in Ogden nördlich der Olympiastadt von 2002, Salt Lake City.

„Vorrangig soll er auf der Position vier spielen. Er kann das Spiel, wie es heutzutage auf der Vier verlangt wird, abdecken: Er kann werfen und kann passen, tut all das auf einem hohen Niveau – also das Komplettpaket. Er kann aber auch auf der Fünf aushelfen“, so der Sportliche Leiter Christoph Roquette. „Mit seinem vielseitigen Können kann er sowohl innen als auch außen agieren, er kann auch beide Positionen verteidigen“, erläutert Trainer Stephan Blode.

„Er soll bei uns Leistungsträger sein“, sagt Roquette. Kozak wird die Möglichkeit erhalten, ebenfalls bei den Hamburg Towers mitzutrainieren und könnte sich auf diese Weise – wie Jordan Walker in der vergangenen Saison – auch Bundesliga- und Europapokaleinsätze sichern.

Aufgrund der Pandemie gewährte die NCAA Kozak und anderen Spielern ein fünftes Jahr College-Jahr, gleichzeitig stießen aber Neuzugänge zur Weber State University. Der Konkurrenzkampf wurde noch einmal kräftig verschärft. „Darunter hat seine Spielzeit gelitten“, sagt Roquette. In Zahlen: In der zurückliegenden Saison wurde Kozak bei den „Wildcats“ rund sechs Minuten pro Spiel eingesetzt, zwischen 2017 und 2021 waren es regelmäßig mehr als 20, 2019/20 sogar annähernd 30 pro Spiel. In seinem letzten College-Jahr lag Kozaks Punkteschnitt bei 0,6, 2020/21 waren es 7,3.

Zahlen sind laut Blode längst nicht alles bei der Spielersuche. Auf Video-Zusammenschnitte, die oft ausschließlich Stärken und gelungene Aktionen aneinanderreihen, verzichte er, so der Rist-Trainer. „Ich gucke, welche Stationen der Spieler hatte, gucke mir die Wurfquoten und die Minuten an, die er gespielt hat. Das ist so der erste Eindruck, den ich habe. Und dann gucke ich mir ihn in einem ganzen Spiel an“, erläuterte er. „Wie bewegt sich ein Spieler auf dem Feld? Und mit welcher Intensität bewegt er sich? Wie bewegt er sich abseits des Balles in der Defense?“, nennt Blode erste Fragen, die er durch die Aufzeichnungen beantwortet wissen möchte.Aber auch auf das Passspiel achte er, „oder dribbelt der Spieler zu viel?“, so der Trainer. Zwischen den Einordnungen „interessant“ und „durchgefallen“ liegt mitunter nicht viel Zeit: „Ganz ehrlich: Wenn der erste und der zweite Eindruck nicht stimmen, dann gucke ich mir das Spiel auch nicht zu Ende an. Man erkennt relativ schnell, wie ein Spieler sich auf dem Feld verhält, fernab der Statistiken. Bei Michal Kozak habe ich lange geschaut, immer weitergeguckt und nicht nur ein Spiel geschaut. Das ist natürlich ein positives Zeichen“, sagt Blode.

Nicolas Lagerman ist der erste Neuzugang der Hessing Kangaroos

Die BG Hessing Leitershofen dürfen mit Nico Lagerman ihren ersten Neuzugang präsentieren. Der 20 jährige Combo-Guard spielte letzte Saison in den USA bei der Cardinal Stritch University in der NAIA-1, wo er in durchschnittlich 16 Minuten knapp 10 Punkte pro Spiel erzielte. Vor seinem Abstecher in die USA spielte Nico bei den ROTH Energie BBA Giessen 46ers im NBBL Team des Bundesligsten, wo durchschnittlich 13,5 Punkte und in seiner zweiten Saison beeindruckende 18,5 Punkte erzielte. Der Frankfurter Lagerman hat einen Zwei-Jahresvertrag bei den bayerischen Schwaben unterschrieben und wird mit der Trikotnummer 1 auflaufen.

Head Coach Emanuel Richter: „Nico hat ein enormes Potenzial und bringt Athletik und viel Enthusiasmus mit. Ich denke, er kann sich sehr gut in unser junges Team integrieren und uns mit seinen offensiven und defensiven Qualitäten helfen.“

„Energizer“ Elijah Schmidt bleibt ein Rheinstar

Die RheinStars gehen mit Elijah Schmidt auch in die kommende Saison. Der agile Deutsch-Amerikaner kam im Sommer vergangenen Jahres zu den Kölnern in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und überzeugte vor allem in der zweiten Hälfte der Spielzeit als „Energizer“ unter den Körben. „Wir glauben, dass Elijah sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat, und freuen uns darauf, mit ihm weiterzuarbeiten. Gerade am Ende der Saison mit den Umstellungen im System wurde er immer besser, hier wollen wir anknüpfen. Neben seinem sportlichen Leistungsvermögen ist er vor allem auch ein positiver Geist, der hilft, seine Mitspieler auch als Mannschaft voranzubringen.“

Schmidt, der im November 25 Jahre alt wird, hatte in seiner ersten Saison in Köln ein wenig Anlauf gebraucht. Auch weil ihn die Folgen älterer Verletzungen im Elan bremsten. Dann aber kam er Ende Januar immer besser in Fahrt. Allein die Statistiken unterstreichen das nachhaltig beim Vergleich der Playdowns zur Hauptrunde. Mehr Spielzeit pro Spiel (19 min zu 12), mehr Punkte (7.5 zu 3.1), mehr Rebounds (6.8 zu 3.7), höhere Effektivität (10 zu 5.2).

„Ich freue mich sehr, für eine weitere Saison nach Köln zurückzukehren und wieder für Stephan spielen zu können“, sagt Elijah Schmidt.  „Aber die Rückkehr war eine einfache Entscheidung. Neben den großartigen Trainingsmöglichkeiten sind das vor allem die vielen Menschen um mich herum, die mir helfen, meinen Körper und meine Fähigkeiten zu trainieren und zu entwickeln. Abgesehen davon ist Köln als Stadt auch ein wunderbarer Ort zum Leben mit seinen schönen Parks und verschiedenen Cafés, in denen man einfach ein bisschen entspannen kann.“ Der Saisonstart am 15. August kann also kommen für Schmidt.

Ben Böther wechselt zu den TuS 59 HammStars in die Regionalliga

Die VfL SparkassenStars Bochum werden in der kommenden Saison auf die Dienste ihres Eigengewächses Ben Böther verzichten müssen. Der 19-jährige Big-Man verlässt den VfL und wird sich künftig den HammStars in der 1. Regionalliga West anschließen.

Seine komplette basketballerische Ausbildung genoss Böther beim VfL und reifte bei den Metropol Baskets Ruhr zu einem Young-Gun im Kader von Felix Banobre in der ProB und in der ProA heran. 

Nach einer Saison, die leider von Verletzungen geprägt war, waren sich die SparkassenStars und Ben Böther einig, dass es an diesem Punkt seiner Karriere wichtig sein wird, auf dem Parkett Spielpraxis zu sammeln. Aus diesem Grund entschied sich der Big-Man für den Weg in die 1. Regionalliga West nach Hamm.

„Ben ist ein Spieler mit viel Potential, der leider in der Zeit mit uns in den vergangenen zwei Jahren viel Pech mit Verletzungen hatte, die ihn immer wieder zu kürzeren und längeren Pausen gezwungen haben. Ich habe in Ben immer einen Prospect für die Zukunft gesehen. Nun hat er sich entschieden, einen Schritt zurückzugehen, um anschließend zwei Schritte vorwärts zu beschreiten. Er ist ein harter Arbeiter und immer bereit zu lernen. Ich weiß, dass er mit seinem neuen Team Erfolg haben wird und ich wünsche Ihm alles Gute“, verabschiedet Headcoach Felix Banobre seinen Schützling.

„Es ist natürlich nie leicht, ein Eigengewächs ziehen zu lassen, aber für Ben wird es jetzt wichtig sein, wieder erstarkt auf das Parkett zurückzukehren und in den Rhythmus zu kommen. In Hamm wird er in einer jungen Truppe unter Headcoach Ivan Rosic gute Voraussetzungen dafür vorfinden. Ich bedanke mich für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren und wünsche ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute! Er kann sich sicher sein, dass wir eine Auge auf ihn haben werden“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.