Spotlight #4: Starke Frühform: Der Kader des Saisonstarts

Unglaublich, aber wahr: Die neue Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist tatsächlich schon wieder einen Monat alt. Oder um es sportspezifisch zu beschreiben, die ersten vier Spieltage sind absolviert. Wir wollen uns in dieser Ausgabe von Spotlight dieser Frühphase der Spielzeit 2025/26 widmen und auf die ersten, zum Teil überraschenden, Erkenntnisse blicken. Naturgemäß ist die Tabelle nach vier Spielen noch nicht allzu belastbar, Teams können durch unterschiedlich starke Auftaktprogramme weiter unten oder oben stehen, als im weiteren Saisonverlauf. Deshalb richten wir den Blick auf die bislang spektakulärsten Einzelleistungen und besten Spieler der Frühphase der Saison. 

Oder um es konkret zu machen: Wie sähe ein Kader des Saisonstarts aus? Bevor wir im Folgenden auf die Spieler blicken, hier noch kurz die Rahmenbedingungen, wie ist das Gerüst aufgebaut? Für die Zusammenstellung dieses „Vier-Spieltage-Allstaraufgebots“ haben wir alle Spieler berücksichtigt, die in mindestens drei der vier Partien auf dem Parkett standen. Gegliedert wird der Kader klassisch in fünf Guards, fünf Forwards und zwei Center und natürlich, wir sind schließlich immer noch in der ProA, sollen mindestens sechs Deutsche im Kader stehen. Gut, die Regeln sind geklärt, ab jetzt werden Effektivitätswerte, Dreierquoten und Co. gewälzt, um die zwölf besten Spieler des Saisonstarts zu finden…

Starke Vorlagengeber mit Hang zu Scoringexplosionen

Gestartet wird natürlich mit der Point Guard-Position. Quasi standesgemäß kommt hier auch der erste Spieler vom aktuellen Tabellenführer Phoenix Hagen. Als Marcus Graves im Sommer an die Volme wechselte, dürfte man sich, als immerhin amtierender ProA-Meister mit Trier, durchaus einiges von ihm erwartet haben. Und mit aktuell 8,0 Assists pro Partie zeigt der US-Amerikaner auch Qualitäten, die uns aus seiner Trierer Zeit gut bekannt sind. Womit allerdings in der Form nicht zu rechnen war: Graves zeigt sich als enorme Waffe aus dem Dreipunktbereich und läuft regelmäßig heiß. Bislang finden zwei Drittel seiner Würfe von Downtown ihr Ziel, erst am Samstag gegen Nürnberg zeigte der Hagener Point Guard mit 9/10 Dreiern eine absurde Vorstellung, beim Auswärtsspiel in Gießen war er mit fünf verwandelten Distanzwürfen im Schlussviertel ein integraler Bestandteil der Aufholjagd, die im Auswärtssieg in der Osthalle mündete.

Für Scoringausbrüche ist auch unser zweiter Kandidat auf der Eins bekannt. JaCobi Wood ist der neue Kopf der Tigers Tübingen und beerbte auf dieser Position Kenny Cooper. Bei der Auftaktniederlage gegen Nürnberg kam Wood noch von der Bank, doch am zweiten Spieltag zeigte er auswärts beim BBL-Absteiger aus Göttingen sein volles Potential. 31 Punkte reichen allein schon, um von einer starken Leistung zu sprechen, doch die Tübinger Nr. 24 legte noch sieben Assists und neun Rebounds obendrauf und kratzte so sogar am Triple Double. Insgesamt reichte es so für einen Effektivitätswert von 39 und auch wenn seine anderen Partien bislang etwas ruhiger waren ist klar: So einen willst du in deinem Team haben!

Und natürlich braucht unser Kader auch noch einen deutschen Aufbauspieler und hier ist die Antwort dieselbe, die man ehrlicherweise schon seit Jahren geben kann: Niklas Geske ist die Konstante bei den VfL SparkassenStars Bochum und liefert Saison für Saison verlässlich ab. In den letzten drei Spielzeiten scorte er durchschnittlich immer zweistellig und legte dazu mindestens sechs Assists auf. So überrascht es nicht, dass Geske aktuell wieder daran anknüpft und einmal mehr zu den besten deutschen Point Guards der ProA zählt.

Drei für die Eins: Marcus Graves, Niklas Geske und JaCobi Wood (Fotos: Nico Genslein, Oliver Heuser, Dennis Duddek).

Heiße Händchen auf der Zwei

Die Guard-Rotation unseres Kaders wird nun noch um einiges an Scoring-Power ergänzt. Kyle Castlin ist aktuell der unangefochtene Top Scorer der ProA, 24,8 Punkte pro Partie sprechen für sich! Der US-Boy entschied sich im Sommer, erstmals in seiner Profikarriere, bei seinem bisherigen Club zu bleiben und darüber dürfte man in Gießen mehr als froh sein. Der Saisonstart der 46ers hatte zwar bislang Aufs und Abs zu bieten, doch KC performt konstant. In jeder Partie legte Castlin 23 oder mehr Punkte auf und für einen Guard können sich auch seine durchschnittlich 6,3 Rebounds echt sehen lassen.

Komplettiert wird die Rotation auf den Guard-Positionen von Devin Schmidt. Der gebürtige US-Amerikaner wechselte im Sommer nach mehreren Jahren in Spanien zu Phoenix Hagen und ließ schon im ersten Spiel gegen die RheinStars keinen Zweifel daran, dass man sich hier eine absolute offensive Waffe ins Team geholt hatte: 25 Punkte, acht Rebounds und fünf Assists in nicht einmal 23 Minuten! Alleine das würde ihn wahrscheinlich schon für unseren Kader qualifizieren, doch eine kleine Veränderung hat ihn noch wertvoller gemacht. Denn mittlerweile ist Schmidt mit der doppelten Staatsbürgerschaft ausgestattet, besetzt also keinen Importspot mehr. Sein Vater wurde in Nürnberg geboren, wo er dann, ja solche Geschichten schreibt der Sport, am vergangenen Wochenende direkt sein erstes Auswärtsspiel mit der kleinen Deutschlandflagge auf der Brust machte.

Schmidt und Castlin beim Zug zum Korb (Fotos: Jörg Laube, Nina Sander).

Small Forwards – Big impact

Damit verlassen wir die kleinen Positionen und gehen über zu den Forwards. Der erste Pick bei den Small Forwards kommt von einem der Aufsteiger. Bei den SBB Baskets ist Travis Henson bislang der überragende Akteur. Der Mann mit der Rückennummer Zwei hatte maßgeblichen Anteil am Heimsieg über die PS Karlsruhe LIONS, 32 Punkte waren es für ihn in diesem Spiel. Henson ist übrigens kein Unbekannter in der BARMER 2. Basketball Bundesliga: 2023/24 spielte er für die Iserlohn Kangaroos in der ProB, ehe es ihn im vergangenen Jahr nach Schweden zum BC Luleå zog. Nun also die Rückkehr nach Deutschland und ob Small Forwards, die aus Schweden kommen, in der ProA funktionieren? Na da frag mal einer bei Keith Braxton nach…

Als deutscher Dreier steht bei uns der Gegenspieler von Henson aus dem besagten Spiel gegen Karlsruhe im Kader. Und das ist sicherlich einer, den man vor der Saison nicht hundertprozentig dafür auf dem Zettel hatte. Zu durchwachsen verlief die vergangene Spielzeit mit der Trennung von den Artland Dragons und dem folgenden Intermezzo in Hagen. Doch das ist nun vergessen. Bei den Karlsruhern ist Binapfl absoluter Leistungsträger, war in der Hälfte der bisherigen Partien Top Scorer und besticht durch gute Wurfquoten (73,9% Zweier). Seinen Trainer in Karlsruhe, Dremond Greene, kennt Binapfl übrigens schon lange: „Wir haben schon in der Jugend erfolgreich zusammengearbeitet, und ich bin überzeugt, dass wir in Karlsruhe wieder an diese Erfolge anknüpfen können.“

Holten mit ihren Teams bisher jeweils einen Sieg: Kilian Binapfl und Travis Henson (Fotos: Aurelia Constantin, SBB Baskets).

Größe mit Händchen auf der Vier

Damit sind wir bei den Power Forwards angekommen und hier starten wir, Ehre wem Ehre gebürt, mit dem effektivsten Spieler der ProA, Benjamin Burnham von den Artland Dragons. In frischer Erinnerung ist natürlich vor allem seine überragende Leistung beim Auswärtssieg in Bayreuth am vergangenen Wochenende. Dort legte er eine Statline auf, die bislang ihresgleichen sucht. 31 Punkte, 11 Rebounds, dazu sechs Steals bei einem Effektivitätswert von, Achtung, 45! Verdientermaßen brachte ihm das die Auszeichnung zum „Player of the week“ in der ProA ein. Nebenbei bemerkt, Trainer Hendrik Gruhn kündigte ihn bei seiner Verpflichtung als Spieler an, der „viele Dinge macht, die nicht auf dem Statistikbogen aufgeführt werden.“ War das etwa ein kleines Ablenkungsmanöver vom Coach?

Neben Marcus Graves kommt nun auf der Vier der zweite amtierende ProA-Meister. Hendrik Drescher folgte, nach den erfolgreichen Finalspielen gegen Jena, dem Ruf von Fabian Strauß nach Göttingen und wurde sofort absoluter Leistungsträger bei den Veilchen. Drescher liefert ab und das ohne seine Offensive mit vielen Würfen erzwingen zu müssen. Das liegt daran, dass der gebürtige Berliner seine Korbversuche bislang traumwandlerisch sicher verwandelt. 81,8% aus dem Zweierbereich und 57,1% von Downtown sprechen für sich. Achso, und seine Freiwürfe waren bis jetzt auch alle drin. Damit erfüllt Drescher genau die Rolle des modernen Vierers, den das System der BG unter Strauß braucht, it’s a match!

Apropos deutsche Power Forwards, die werfen können… Robin Benzing, formal zwar als Small Forward geführt, startet bei den GIESSEN 46ers auf der Vier und bringt neben seiner Erfahrung auch ein weiches Händchen mit, das ihn hinter Kyle Castlin zum zweitbesten Scorer der 46ers und zweitbesten deutschen Punktesammler der Liga macht (15,3 Punkte pro Partie). Vor der Saison kündigte der Ex-Nationalspieler sein Karriereende im kommenden Sommer an, die entsprechende Motivation bei ihm und den 46ers nochmal eine starke Saison zu spielen, dürfte also definitiv vorhanden sein.

Wurfsichere Vierer: Robin Benzing, Benjamin Burnham und Hendrik Drescher (Fotos: Nico Genslein, Gero Müller-Laschet, Aurelia Constantin).

Die Macht am Brett

Zu guter Letzt kümmern wir uns noch um die großen Jungs unterm Korb. Effektivster Center der ProA ist Brandton Chatfield. Der US-Amerikaner kam vom College zu den Nürnberg Falcons und brauchte keine Eingewöhnungszeit. In den ersten drei Partien legte Chatfield jeweils ein Double Double auf und so liest sich seine durchschnittliche Statline mit 17,3 Punkten und 8,8 Rebounds sehr beeindruckend. Coach Ralph Junge kündigte ihn als offensiv variablen Spieler an, „da er selbst von der 3er Linie punkten kann.“ Tatsächlich steht der Center aktuell bei 50% Dreierquote, allerdings bei nur zwei Versuchen. Wenn er diese Facette seinem Spiel dauerhaft hinzufügt, dürfte seine Position unter den Top Centern der ProA in jedem Fall gesichert sein.

Sein Partner auf der Fünf ist ein alter Bekannter. Dennis Heinzmann ist nach zwei ProB-Jahren inkl. Verletzungspause mit Leverkusen wieder zurück in der ProA und spielt aktuell, als wäre er nie weg gewesen. Seine durchschnittlich 14 Punkte und 9,3 Rebounds machen ihn zum effektivsten Deutschen der ProA. Vor zwei Wochen legte er beim Auswärtssieg in Tübingen ein Monster-Double Double aus 21 Punkten und 15 Rebounds auf und räumte mit gleich sechs (!) Blocks auch unter dem eigenen Korb ordentlich ab. Der Effektivitätswert von 35 war für ihn im Übrigen ein neuer Karrierebestwert!

Für Dunks und Rebounds sind Brandton Chatfield und Dennis Heinzmann zuständig (Fotos: Nathalie Zweifel, Dennis Duddek).

Das ist er also, unser Kader des Saisonstarts. Und obwohl wir uns hier gleich zwölf Spielern gewidmet haben, es gäbe noch so viel mehr zu erzählen! Shoutouts gehen hier also an Baller wie Calvin Wishart, Rayshawn Mart, Antonio Williams oder Nick McMullen und auch ein unverletzter Brock Gardner wäre definitiv ein heißer Kandidat gewesen. Jungs wie Marvin Ogunsipe oder Nico Bretzel fielen der Tatsache zum Opfer, dass ein Kader mit vier Centern etwas zu unausgewogen wäre.

Es gibt also so viele Akteure, auf die es sich lohnt in den nächsten Spielen ein genaues Auge zu werfen. In einigen Wochen geht es hier weiter, dann auch wirklich mit dem ersten ausführlichen Blick auf die Tabelle und die bisherigen Überraschungen der ProA-Saison. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Spielleitung sperrt Jalen Johnson (Paderborn) für zwei Spiele

Im Rahmen des ProA-Spiels 2003359 HAKRO Merlins Crailsheim – Paderborn Baskets wurde am 18.10.2025 von den Schiedsrichtern ein Bericht über Vorkommnisse nach dem Spielende eingereicht. Nach dem letzten Wurf wurde der Spieler Gabriel de Oliveira Neto durch den Spieler Jalen Lee Johnson in den Rücken gestoßen. Hierdurch ergab sich eine Rudelbildung, bei der sich beide Mannschaften auf dem Feld befanden. 

Die Spielleitung kam nach Auswertung des Berichts der Schiedsrichter, der Stellungnahmen und der Videoaufzeichnungen zu der Auffassung, dass Jalen Lee Johnson eine Tätlichkeit begangen hat. Die Aktion konnte durch die Schiedsrichter nach Spielende nicht mehr geahndet werden und obliegt gemäß § 78 Abs. 4 SuVO somit der Sanktion durch die Spielleitung. Für die Tätlichkeit an dem Spieler G. de Oliveira durch den Spieler J. Johnson verhängte die Spielleitung eine Spielsperre von zwei Pflichtspielen und eine Geldstrafe. 

In diesem Zusammenhang erhielt der Spieler Tyreese Blunt ebenfalls eine Geldstrafe für einen Verstoß gegen die Sportdisziplin während der Rudelbildung. 

Die Entscheidung erging gemäß § 80 Abs. 2 SuVO sowie § 78 SuVO in Verbindung mit § 2 Nr. 6 und 8 SuVO sowie § 3 Spieljury-Ordnung und 1.21 Strafenkatalog. Die Entscheidung über die Verfahrenskosten erging gemäß § 27 Rechtsmittel- und Schiedsgerichtsordnung.

Bronze für HAKRO Merlins Crailsheim beim Nachwuchs-Check — Fokus auf systematische Trainerentwicklung

Zum Start der Saison 2025/26 stand der Nachwuchsbereich der HAKRO Merlins Crailsheim im Mittelpunkt eines Standortbesuchs im Rahmen des Nachwuchs-Checks der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V.. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Crailsheimer Nachwuchsarbeit wurde mit der Bronze-Plakette ausgezeichnet.

Im Zuge des Besuchs verschaffte sich das Expertenteam einen umfassenden Eindruck von den Strukturen, Abläufen und Entwicklungsmaßnahmen im Jugendprogramm der Zauberer. Nach umfangreichen Analyse- und Reflexionsgesprächen mit den Verantwortlichen des Nachwuchsbereichs folgte ein ausführliches Feedbackgespräch, in dem Stärken hervorgehoben und konkrete Handlungsempfehlungen für die weitere Entwicklung formuliert wurden.

Ein neuer Bestandteil des diesjährigen Nachwuchs-Checks war ein gemeinsamer Entwicklungsworkshop – in Crailsheim stand dabei das Thema Trainerentwicklung im Fokus. Neben der Gewinnung neuer Nachwuchstrainer in der Region liegt der Fokus auf deren Ausbildung und individueller Förderung. Durch Mentoring-Programme, Hospitationen und persönliche Entwicklungspläne sollen Qualitätsstandards gesichert und die Trainerarbeit langfristig professionalisiert werden.

René Grzona (Sportlicher Leiter Nachwuchs der HAKRO Merlins Crailsheim): „Der Nachwuchs-Check ist ein wertvolles Instrument der Basketball-Bundesligen, um unsere Jugendarbeit langfristig zu verbessern. Durch das konstruktive Feedback erhalten wir wichtige Impulse von außen – und dank des neuen Workshop-Formats können wir diese direkt in konkrete Schritte umsetzen. So wird aus Evaluation echte Weiterentwicklung.“

Die Auszeichnung würdigt die engagierte Nachwuchsarbeit der HAKRO Merlins Crailsheim und markiert zugleich einen Ansporn, die eigene Nachwuchsförderung und Trainerentwicklung auch in Zukunft konsequent voranzutreiben.

Über den Nachwuchs-Check:
Der Nachwuchs-Check der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga erfolgt gemeinsam mit der easyCredit Basketball-Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V.. In einem dreistufigen Verfahren werden zunächst in einem Reporting mittels Online-Fragebogen quantitative Daten erhoben. Im Anschluss erfolgt ein Standortbesuch, um sich in Gespräch mit Beteiligten der Nachwuchsarbeit am Standort ein Bild über alle Aktivitäten machen zu können. Ein zusätzliches Workshopformat ermöglicht es den Bundesligisten über die Analyse hinausgehend zukunftsgerichtete Entwicklungsprozesse anzustoßen. Abschließend erhalten die Bundesligisten die Möglichkeit, an einer Projektförderung zu partizipieren.

Als Feedback- und Beurteilungsformat werden Bundesliga-Standorte mit besonders guter Nachwuchsförderung mit einem Status (Gold, Silber, Bronze) sichtbar ausgezeichnet. Der Status spiegelt somit die Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der lokalen Standortbedingungen wider.

 

Teamsportligen bündeln ihre Expertise beim Arena Summit 2025

Im Rahmen des diesjährigen eps Arena Summit 2025 fand auch ein persönlicher Austausch einiger deutscher Teamsportligen statt. Die Kommunikation zwischen den Teamsportligen wird bereits seit der Corona-Pandemie intensiv gepflegt. Geschäftsführer Christian Krings nahm als Vertreter der BARMER 2. Basketball Bundesliga am diesjährigen eps Arena Summit 2025 im Deutsche Bank Park teil und traf sich dort mit René Rudorisch (Geschäftsführer DEL2), Lukas Haack (Assistenz der Geschäftsführung DEL2), Christoph Wendt (Geschäftsführer Alsco Handball Bundesliga Frauen), Manuel Wilhelm (Geschäftsführer Hockey-Bundesliga), Daniel Sattler (Geschäftsführer Volleyball Bundesliga) sowie mit Tischtennis-Bundesliga Geschäftsführer Nico Stehle (nicht auf dem beigefügten Foto).

Unterstützt vom Fachmagazin Stadionwelt konnten sich die Vertreter der Teamsportligen am Rande des Arena Summit in einer bereitgestellten Loge zusammensetzen und aktuelle Themen aus dem Ligaalltag besprechen. Im Zentrum des gemeinsamen Treffens standen aktuelle Herausforderungen und Entwicklungstrends im professionellen Ligabetrieb. Themen wie die Umsetzung einer effektiven Lizenzprüfung, aktuelle Tendenzen in vertraglichen und steuerrechtlichen Bereichen sowie die mediale Positionierung und Fragen der Zentralvermarktung der Sportligen standen im Fokus.

Der Arena Summit ist zudem die zentrale Plattform, um wertvolle Erkenntnisse im Bereich des Event- und Arena-Managements zu sammeln und in die eigene Organisation zu transferieren, sodass die Vertreter auch aus der Gesamtveranstaltung zusätzlichen Input mitnahmen.

Die Teamsportvertreter unterstreichen damit die Bereitschaft zur sportartübergreifenden Zusammenarbeit, um die Standards in der deutschen Sportlandschaft kontinuierlich anzuheben und Entwicklungspotenziale zu erkennen. Wie auch zuvor stehen die Ligen während der Saison im Austausch durch regelmäßige Videomeetings.

NBBL und JBBL künftig auf der gleichen Plattform wie ProA und ProB – Sporteurope.TV weitet Basketballangebot aus

Die NBBL gGmbH bekommt mit Sporteurope.TV einen neuen Partner für die kommenden zwei Spielzeiten. Auf der Plattform erhalten Teams der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) und Jugend Basketball Bundesliga die Möglichkeit, ihre Spiele live für Fans, Familie und Freunde zu streamen. Auch das RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 2026 wird exklusiv auf Sporteurope.TV zu sehen sein. Die Partien werden dabei exklusiv und ohne Paywall übertragen.

„Wir bedanken uns für die vertrauensvollen Gespräche und freuen uns auf die Partnerschaft mit Sporteurope.TV. Durch die neue Zusammenarbeit bleiben die NBBL und JBBL weiter kostenlos sichtbar – für uns und unsere Vereine entsteht ein großer Mehrwert, da unsere Spiele live einem breiteren Publikum präsentiert werden.“, so Uwe Albersmeyer, Geschäftsführer NBBL gGmbH.

Erstmals Nachwuchsbasketball auf Sporteurope.TV

Sporteurope.TV bietet auf seiner Plattform bereits den Fans und Zuschauern der ProA und ProB ein gemeinsames Zuhause. Erstmals werden ab sofort auch Spiele der NBBL und JBBL sowie das RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 2026 live auf Sporteurope.TV präsentiert. Durch die Bündelung von Nachwuchs- und Profibasketball auf einer Plattform entstehen wertvolle Synergien – für Fans, Vereine und Partner gleichermaßen. Die Sichtbarkeit des deutschen Nachwuchsbasketballs wird dadurch weiter gestärkt.

„Wir freuen uns, dass wir mit der NBBL und JBBL gleich zweifachen Zuwachs auf unserer Plattform begrüßen dürfen“, erklärt Björn Beinhauer, Geschäftsführer der DOSB New Media GmbH. „Wir hatten schon lange Interesse am deutschen Nachwuchsbasketball und sind umso glücklicher, dass wir jetzt zu dieser Einigung gekommen sind. Sporteurope.TV stand schon immer für Vielfalt im Sport, von Amateuren bis zu Profis und von Junioren bis zu Senioren. Diesen Weg verfolgen wir weiter und freuen uns auf die gemeinsamen Spielzeiten.“

Stellenausschreibung: Mitarbeiter*in Administration & Finanzen im Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e. V.

Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e. V. ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Basketball Bundesligen (easyCredit BBL, BARMER 2. Basketball Bundesliga und toyota DBBL) zur nachhaltigen Förderung des Nachwuchsbasketballs. Mit clubübergreifenden Maßnahmen wie Ausbildungsprämien, Trainerausbildungen und Förderprojekten für Kinder und Jugendliche stärken wir die langfristige Entwicklung von Talenten und Nachwuchs-Programmen im deutschen Basketball.

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Mitarbeiter*in (m/w/d) Administration & Finanzen (Minijob)

mobiles Arbeiten / Home Office

Ihre Aufgaben

  • Erfassung, Kontrolle und Abwicklung des Zahlungsverkehrs, sowie Erstellung von Rechnungen und Gutschriften
  • Controlling: Erstellung regelmäßiger Budgetübersichten und Reporting an den Beirat
  • Vertragsmanagement: Überwachung und Verwaltung bestehender Verträge mit beteiligten Ligenorganisationen
  • Koordination und Erstellung des Jahresabschlusses sowie des Youth Reports
  • Budgetplanung: Organisation und Begleitung der jährlichen Budgetplanung
  • Abwicklung vereinsrechtlicher Vorgänge (z. B. Eintragungen im Vereinsregister)
  • Gremienarbeit: Vor- und Nachbereitung von Beiratssitzungen und Mitgliederversammlungen (inkl. Einladungsmanagement, Protokollführung etc.)
  • Ausbildungsprämien: Administrative Unterstützung bei der Auswertung und Ermittlung von Spielzeitstatistiken

Ihr Profil

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Qualifikation
  • Fundierte Kenntnisse in Finanzbuchhaltung und Rechnungswesen
  • Erfahrung im Controlling und in der Erstellung von Finanzberichten
  • Grundkenntnisse im Vereinsrecht sowie Erfahrung im Vertragsmanagement
  • Sicherer Umgang mit MS Office (insb. Teams, Excel, Word, PowerPoint) und Buchhaltungssoftware (DATEV)
  • Strukturierte, präzise und selbstständige Arbeitsweise
  • Hohe Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Diskretion
  • Kommunikations- und Abstimmungsfähigkeit mit internen wie externen Partnern

Wir bieten

  • Eine vielseitige Tätigkeit mit eigenem Gestaltungsspielraum
  • Einbindung in die zentrale Nachwuchsförderung des deutschen Basketballs
  • Flexible Arbeitszeiten im Rahmen eines Minijobs (mobiles Arbeiten / Home Office)
  • Direkten Austausch mit Vorstand, Beirat und den Bundesligavereinen

Bewerbung
Wenn Sie den Nachwuchs- und Spitzenbasketball in Deutschland aktiv mitgestalten möchten, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (inkl. Lebenslauf und Zeugnissen) per E-Mail an:

Matthias Sonnenschein
Deutscher Basketball Ausbildungsfonds e. V.
Am Kabellager 11-13
51063 Köln
sonnenschein@easycredit-bbl.de

Elfter MTO-Jahrgang startet mit Auftaktlehrgang in Vechta

Mit dem Auftaktlehrgang in Vechta ist der elfte Jahrgang der Minitrainer-Offensive (MTO) erfolgreich gestartet. Vom 11. bis 14. September 2025 kamen die 16 Teilnehmenden im RASTA-Dome in Vechta zusammen, um gemeinsam den ersten Wochenendlehrgang ihres Ausbildungsjahres zu gestalten.

Begrüßt wurde die neue Generation von Vechtas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele und Danny Traupe-Busch, Geschäftsführer des Niedersächsischen Basketballverbandes, die im VIP-Bereich des RASTA-Domes die Teilnehmenden am Standort begrüßten und den Lehrgang eröffneten. Anschließend folgte Jürgen Maaßmann (BBW/ALBA Berlin), der mit einer Spieleaufgabe in die Praxis einführte und gemeinsam mit Sportpsychologe Franz Rupprecht den Block „Minitrainer meets Entwicklungsphase“ gestaltete.

Am Freitag stand erneut die Verbindung von Theorie und Praxis im Mittelpunkt. Franz Rupprecht und Jürgen Maaßmann behandelten das Thema Feedback, bevor die Teilnehmenden im Großen „Coach-the-Coach“-Modul Gelegenheit hatten, das Gelernte in den eigenen Trainingseinheiten und einem Feedback-Duo umzusetzen. Dabei wurden im Wechsel jeweils zwei kleinere Übungseinheiten mit einer vorher unbekannten Gruppe von Minibasketball-Kids durchgeführt, und im Anschluss gegenseitig aktives Feedback gegeben. Unterstützt wurden die Teilnehmenden dabei von erfahrenen Referent:innen, welche die 8 Duos unterstützten. Dank reibungslosem Ablauf durch die zahlreichen Kids des ausrichtenden Vereins RASTA Vechta, konnte am Abend dann gemeinsam mit allen Beteiligten das Halbfinale der Europameisterschaft in der Sporthalle geschaut und der Finaleinzug der deutschen Nationalmannschaft gefeiert werden.

Der Samstag bildete den öffentlichen Fortbildungstag, an dem zahlreiche interessierte Coaches aus der Region teilnahmen. Den Auftakt der Clinic machte Jürgen Maaßmann mit einem praxisnahen Modul zu Korbleger und Wurf im Minibasketball. Daran anschließend präsentierte Eric Siry (Eisbären Bremerhaven) den Themenkomplex Spielfähigkeit in Theorie und Praxis mit Funiño. Den Abschluss des Fortbildungstags übernahm Michael Wasielewski (Phoenix Hagen), der den Bereich Ballhandling in der Altersklasse U8 bis U12 behandelte. Abgerundet wurde der Tag durch ein gemeinsames Teamevent im Golfclub Vechta-Welpe und ein gemeinsames Abendessen.

Zum Abschluss am Sonntag standen noch einmal zentrale Themen im Fokus. Mandy Owczarzak behandelte in ihrem Modul die wichtigen Inhalte rund um „Safe Sport“. Die Projektleiter Moritz Geske (DBAF) und Sven Weinberger nutzten die Gelegenheit, um den weiteren Fahrplan mit Hospitationen und Podcast-Beiträgen zu erläutern. Den Schlusspunkt setzte erneut Jürgen Maaßmann mit einem großen Praxisblock zu Athletik und Koordination im Minibereich.

Die Projektleiter zeigten sich zufrieden mit dem gelungenen Start des neuen Jahrgangs. Die intensive Mischung aus Theorie, Praxis und Austausch bildete eine hervorragende Grundlage für den kommenden Lehrgang in Berlin sowie die weiterführende Arbeit im digitalen Lerncampus.

Projekt XXL wird Partner der BARMER 2. Basketball Bundesliga

Tradition trifft Teamgeist – regionale Verbundenheit stärkt die Liga

Köln im September 2025 – Die BARMER 2. Basketball Bundesliga freut sich, Projekt XXL als neuen Partner begrüßen zu dürfen. Das Unternehmen, das seit vielen Jahren in den Bereichen Messebau, Aktionsmedien zur Arbeitssicherheit und Werbetechnik tätig ist, unterstützt die Liga künftig als verlässlicher Partner.

Mit dieser Zusammenarbeit baut die 2. Basketball Bundesliga ihr Netzwerk an mittelständischen Unternehmen weiter aus und setzt auf langfristige Partnerschaften mit regional verankerten Akteuren. Projekt XXL bringt nicht nur Expertise und Servicequalität ein, sondern teilt auch die Werte der Liga: Teamgeist, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit. Hierbei legt Projekt XXL den Fokus insbesondere auf ökologisches Handeln, für das sie mehrfach ausgezeichnet und zertifiziert sind.

„Wir sind stolz, mit Projektservice Schwan einen Partner an unserer Seite zu haben, der unsere Arbeit unterstützt und wie wir fest in der Region verwurzelt ist“, sagt Christian Krings, Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Auch Projekt XXL sieht in der Partnerschaft einen Gewinn: „Basketball steht für Dynamik, Leidenschaft und Fairplay – Werte, die auch unsere Arbeit prägen. Wir freuen uns, Teil dieses Netzwerks zu werden und die Liga bei ihrer Entwicklung zu begleiten“, so Holger Schwan, Geschäftsführer Projekt XXL.

Über die BARMER 2. Basketball Bundesliga

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga besteht aus 46 Vereinen in den beiden Spielklassen ProA und ProB (Nord und Süd). Mit spannenden Spielen, emotionalem Teamgeist und einer stetig wachsenden Fanbasis ist sie ein bedeutender Teil der deutschen Sportlandschaft.

Über Projekt XXL

Projekt XXL mit Sitz in Meckenheim ist über 35 Jahren ein verlässlicher Partner für  Messebau, Aktionsmedien zur Arbeitssicherheit und Werbetechnik. Ökologisches Handeln ist für Projekt XXL ein Kernthema. Mit einem breiten Leistungsspektrum von Planung bis Realisierung steht das Unternehmen für Qualität, Zuverlässigkeit und persönliche Beratung.

Pressekontakt

BARMER 2. Basketball Bundesliga
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LEDCON wird offizieller Partner der BARMER 2. Basketball Bundesliga

Moderne LED-Technik bringt Basketball in neuem Licht zur Geltung

Köln, 30. September 2025 – Die BARMER 2. Basketball Bundesliga und die LEDCON Systems GmbH haben eine langfristige Partnerschaft geschlossen. Das Unternehmen mit Sitz in Rheine zählt zu den führenden Spezialisten für LED-Videotechnik in Deutschland und wird die Liga künftig als offizieller Partner unterstützen.

Die Kooperation setzt ein starkes Zeichen für Innovation und moderne Arenentechnik. LEDCON ist bekannt für leistungsstarke LED-Displays, Videowalls und digitale Lösungen, die bundesweit in Sportarenen, Eventlocations und Stadien zum Einsatz kommen.

„Mit LEDCON gewinnen wir einen Partner, der perfekt zu unserer Liga passt. Moderne Bild- und Präsentationstechnik ist ein wesentlicher Bestandteil des Sporterlebnisses und steigert die Attraktivität für Fans und Partner gleichermaßen“, sagt Christian Krings, Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Auch LEDCON freut sich auf die Zusammenarbeit: „Basketball steht für Dynamik, Schnelligkeit und Emotion – genau das möchten wir mit unseren LED-Lösungen sichtbar machen. Gemeinsam mit der BARMER 2. Basketball Bundesliga wollen wir die mediale Strahlkraft des Basketballs weiter stärken“, so Udo Bloms, Geschäftsführer, LEDCON].

Über die BARMER 2. Basketball Bundesliga

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga besteht aus 46 Vereinen in den beiden Spielklassen ProA und ProB (Nord und Süd). Mit spannenden Spielen, emotionalem Teamgeist und einer stetig wachsenden Fanbasis ist sie ein bedeutender Teil der deutschen Sportlandschaft.

Über LEDCON

Die LEDCON Systems GmbH mit Sitz in Rheine gehört zu den führenden Anbietern von LED-Technik in Deutschland. Mit innovativen Displays, Videowalls und maßgeschneiderten Lösungen stattet LEDCON Sportarenen, Events und Stadien mit modernster Technik aus und sorgt für eindrucksvolle visuelle Erlebnisse.

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Spotlight #3: Von eigenen Gesetzen und Überraschungen

Gut drei lange Monate ist es her, dass das letzte ProA-Spiel ausgetragen wurde. Nun geht es endlich wieder los und wie schon aus den letzten Jahren gewohnt, beginnt die neue Spielzeit direkt mit einem Highlight! Die 1. Runde im BBL Pokal steht an und sechs ProA-Teams haben die Chance vor heimischer Kulisse einen Erstligisten zu empfangen und vielleicht mit einer überraschenden Pokalpleite nach Hause zu schicken. Klar, die Vorzeichen sind bei Duellen zwischen Erst- und Zweitligisten natürlich eindeutig, doch in einem Spiel ist nun mal alles möglich.

Alles oder nichts! Do or Die! Wie man es auch nennen möchte, eines ist sicher: KO-Spiele machen Spaß und bringen die Extraportion Spannung und Nervenkitzel. Wie gut konnte man das erst vor einer Woche bei der Eurobasket verfolgen, als sich die deutsche Nationalmannschaft in einem packenden Finale den Titel sichern konnte. Wird hier gerade die 1. Runde im BBL Pokal mit dem Endspiel bei einer Europameisterschaft verglichen? Klar, das ist sportlich vielleicht etwas vermessen, aber die Stimmung dürfte in den ProA-Hallen auf jeden Fall europameisterlich werden. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Osthalle, Paul Horn-Arena, Ischelandhalle, Sparkassen Arena, Arena Hohenlohe und natürlich die Bremer ÖVB Arena mit mehr Fans gefüllt werden, als etwa beim deutschen Achtelfinale gegen Portugal in Riga vor Ort waren… Kurzum, die ProA ist ready für spannende Pokalabende! Das sind die sechs Duelle und ihre Geschichten:

Chance zur Revanche beim Pokalauftakt in der Osthalle

GIESSEN 46ers vs. RASTA Vechta // So. 21.09.2025 15:00 Uhr

Den Auftakt in die 1. Pokalrunde machen in diesem Jahr die GIESSEN 46ers und RASTA Vechta. Ein Duell, das auch aus ProA-Zeiten noch gut bekannt ist. Mai 2023, Playoff-Halbfinale in der Osthalle: Vechta ist zu Gast und sichert sich mit einem Auswärtssieg das 3:1 in der Halbfinalserie und damit den Aufstieg in die easyCredit BBL. Das ist nun schon zwei Saisons her und zumindest für zwei der Gießener bietet sich die Chance auf späte Revanche. Luis König Figge und Roland Nyama trugen schon damals das 46ers-Trikot. Doch auch für Robin Benzing ist Vechta ein absolutes „Wunschlos.“ Das ist durchaus verständlich, denn der Gießener Routinier verbrachte große Teile des Sommers als Co-Trainer von Christian Held bei der U20-Nationalmannschaft, ebenjenem Coach, der ab dieser Saison in Vechta an der Seitenlinie steht. Generell sind bei RASTA in diesem Sommer einige neue Gesichter aufgeschlagen, ein alter Bekannter kehrte in Tommy Kuhse allerdings zurück und kann durchaus als Transferhammer bezeichnet werden. Der Point Guard überzeugte in der vorletzten Saison im orangenen Trikot und zeigte gerade in Clutch-Momenten seine Klasse, perfekt also für solche KO-Spiele.

Doch auch die 46ers können Pokalspiele. Vor zwei Jahren kegelte man den damaligen Erstligisten aus Crailsheim in der 1. Runde aus dem Wettbewerb. Coach Ignjatovic, schon beim Pokalcoup an der Seitenlinie, stapelt dennoch tief: „Vechta ist ein gestandener Bundesligist, der uns vor allem wirtschaftlich haushoch überlegen ist.“ Doch trotzdem weiß auch er, was passieren kann, wenn die Sporthalle Gießen-Ost Feuer fängt, denn „wenn die Fans die Osthalle füllen und die Tribünen beben, dann ist alles möglich. […]  An einem guten Tag können wir zehn, 20 oder auch 30 Minuten mithalten. Wenn wir drei Viertel offen gestalten, dann möchte ich nicht wissen, wie die Partie ausgeht.“ Das Rezept ist also klar, möglichst lange das Spiel offenhalten und am Ende eiskalt zuschlagen. Geübt sind die 46ers darin durchaus, im letzten Vorbereitungsspiel gab es einen knappen Sieg gegen Phoenix Hagen (88:92 auswärts).

Luis König Figge war als einer von zwei aktuellen Gießenern schon beim letzten Aufeinandertreffen mit Vechta dabei (Foto: Daniel Guist).

Playoffs reloaded für die Tigers

Tigers Tübingen vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier // Di. 23.09.2025 18:30 Uhr

Am Dienstagabend treffen in der Tübinger Paul Horn-Arena alte Bekannte aufeinander. Gleich sechs Mal kam es in der letzten Saison zur Paarung Tübingen gegen Trier! Zweimal in der regulären Saison und dann noch viermal im Viertelfinale der Playoffs, an deren Ende sich die Gladiators den Aufstieg in die BBL sicherten. Doch gerade in Tübingen taten sich die Trierer durchaus schwer, verloren etwa das zweite Spiel der Playoffserie überraschend. Die Erinnerung daran dürfte nicht nur ob der kurzen Zeitspanne noch fest in den Köpfen verankert sein, tatsächlich könnten im Pokalspiel gut ein Dutzend der Akteure aus den Playoffs wieder auf dem Parkett stehen. Bei den Tigers ist das neben Miles Tention und Melki Moreaux natürlich Kapitän Jönke, während bei den Trierern fast der gesamte Kader den Aufstieg mitgemacht hat, sodass wir auch Gesichter der letzten ProA-Jahre wie Marten Linßen, Maik Zirbes oder Clay Guillozet wiedersehen werden.

Ein neuer Mann steht allerdings bei den Tigers an der Seitenlinie. Henrik Sonko wechselte nach acht Jahren bei Borås Basket und als frischgebackener Coach of the year der schwedischen Basketligan nach Tübingen. Der Start in die Vorbereitung verlief zunächst durchwachsen, erst in den letzten beiden Testspielen gelangen dann überzeugende Siege. Die Raubkatzen scorten jeweils dreistellig, besonders beim 102:70 gegen die Starwings aus Basel zeigte man eine gute Teamleistung, denn gleich neun Spieler erzielten sieben oder mehr Punkte. Allerdings treiben die Tigers noch Personalsorgen um, im abschließenden Testspiel fehlten unter anderem Jönke, sowie Oriane und Ogunjobi verletzt. Auch Joshua Schwaibold zog sich eine Verletzung am linken Sprunggelenk zu. Mit einem Rumpfkader gegen den Erstligisten bestehen? Das wäre durchaus Stoff für eine Heldengeschichte und ebensolche werden im Pokal bekanntlich geschrieben.

Moreaux, Guillozet und Tention (v.l.n.r.) werden wieder aufeinandertreffen (Foto: Dennis Duddek).

Wieder ein Herzschlagfinale in der Ischelandhalle?

Phoenix Hagen vs. ROSTOCK SEAWOLVES // Di. 23.09.2025 18:30 Uhr

Parallel zum Tip-Off in Tübingen ist auch in Hagen der Sprungball angesetzt, wenn Phoenix die ROSTOCK SEAWOLVES empfängt. Der Blick in die Vergangenheit lässt durchaus darauf hoffen, dass wir hier ein sehr spannendes Spiel erleben. Spulen wir zunächst ein Jahr zurück, September 2024, erster Auftritt von Phoenix als Zweitligist im Pokal. Zu Gast damals die BG Göttingen, das Spiel ist einer der umkämpftesten Erstrundenfights. Mit dem letzten Wurf hatten Tim Uhlemann und Tyler Stephenson-Moore damals noch eine mögliche Overtime in der Hand, letztendlich ging das Spiel aus Hagener Sicht aber denkbar knapp mit 80:83 verloren, die Überraschung haarscharf verpasst. Doch es gab noch mehr dieser Basketballkrimis, die in der Hagener Ischelandhalle einen würdigen Schauplatz fanden. Dafür reisen wir noch weiter in die Vergangenheit, in den April 2022. Damals trafen Phoenix und die SEAWOLVES zum bislang letzten Mal aufeinander. Die Favoritenrolle war mit Rostock als Tabellenführer und Aufstiegskandidat klar verteilt, eine kleine Parallele also zum bevorstehenden Pokalspiel. Doch entgegen der Erwartungen bekamen die Fans einen absoluten Krimi zu sehen, der schließlich in die Overtime ging, in der sich die Hagener mit 102:97 den Sieg sicherten. Gegen eine Neuauflage eins solchen Herzschlagfinals hätte man am Dienstag sicherlich wenig einzuwenden…

Und doch hat sich auf beiden Seiten seit dem letzten Aufeinandertreffen natürlich viel getan. Bei Phoenix ist nur noch Headcoach Chris Harris geblieben, bei den Rostockern Forward Sid-Marlon Theis. Doch auch die seitdem neuen Spieler bringen ihre Geschichten mit. Sei es Phoenix-Captain Dennis Nawrocki, der mittlerweile in seine dritte Saison am Ischeland geht und im Sommer 2023 von ebenjenen SEAWOLVES nach Hagen wechselte. Oder Neuzugang Jeffrey Carroll, der nach langer Verletzungspause wieder angreifen will und aus seiner Zeit in Heidelberg noch gute Erinnerungen an die Rostocker hat: Mit 33 Zählern stellte er gegen die Ostseestädter sein BBL-Career High auf. Gegen den stark verbesserten Kader der SEAWOLVES (Neuzugänge u.a. Deandre Lansdowne und TJ Crocket), braucht es vermutlich eine ähnlich starke Leistung, um die Siegchancen zu wahren, aber der Blick in die Vergangenheit hat ja gezeigt, Basketballkrimis und die Ischelandhalle, das passt zusammen!

Gegen den Ex-Club besonders motiviert: Phoenix-Captain Nawrocki, hier noch im Trikot der SEAWOLVES (Foto: ROSTOCK SEAWOLVES).

Runderneuerte Veilchen wollen Bonn ärgern

BG Göttingen vs. Telekom Baskets Bonn // Di. 23.09.2025 20:00 Uhr

Alles neu gegen Alles neu, so könnte man das Pokalduell der BG Göttingen gegen die Telekom Baskets Bonn beschreiben. Bei den Veilchen verwundert das kaum, nach dem Abstieg in die ProA musste ein Neuanfang her, der auf der Trainerbank begann. Für den nach Ludwigsburg abgewanderten Mikko Riipinen übernahm Fabian Strauß die Geschicke an der Göttinger Seitenlinie. Er führte bei seiner vorherigen Station die Dresden Titans aus der ProB in die ProA und erreichte schon in der ersten Saison einen überragenden fünften Platz. Damit durften er und seine Titans 2023 im ersten Jahr des reformierten Pokals ran, in der Margon Arena empfing man die Towers aus Hamburg und hatte die Hansestädter am Rande der Niederlage (85:88). Strauß weiß also, wie man die Großen ärgert und will dies nun auch mit der BG wieder versuchen. Dabei wird es im Übrigen zu einem Wiedersehen kommen: Für die Telekom Baskets führt seit diesem Sommer Point Guard Grayson Murphy die Regie. In der vorletzten Saison war er noch der Floor General der Dresdner unter Strauß und dank starker Scoring- und Assistwerte durchaus ein MVP-Kandidat.

Mittlerweile heißt sein Point Guard aber nicht mehr Grayson Murphy, sondern Jordan Sears. Und der zeigte sich in der Saisonvorbereitung bislang als absolute offensive Waffe. In allen sechs Testspielen war der US-Boy Top Scorer der Veilchen, auf ihn wird es also auch im Duell mit den Bonnern ankommen, die wiederum Verletzungssorgen mit sich herumschleppen. Jonathan Bähre und Zach Cooks mussten zuletzt pausieren. So war es in der Preseason bislang auch ein Auf und Ab für die Bonner, die mit einem deutlichen Sieg gegen RASTA Vechta überzeugten, aber auch gegen Aufsteiger Trier klar verloren. Das macht das bevorstehende Pokalduell also zu einer kleinen Black Box, für beide neuformierten Teams ist es das erste Pflichtspiel.

Veilchen-Coach Fabo Strauß hat schon bei den Dresden Titans erste Pokalerfahrung gesammelt (Foto: Ralf Zimmermann).

Die Zauberer und das Sensationspotential

HAKRO Merlins Crailsheim vs. Science City Jena // Mi. 24.09.2025 18:30 Uhr

Es ist eine der größten Standardphrasen in Pokalwettbewerben: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“ Und im Kontext des noch jungen aktuellen Modus im BBL Pokal lautet eines dieser Gesetze: „Wenn Crailsheim beteiligt ist, kommt es zur Überraschung.“ In der vorletzten Spielzeit kam es für die damals noch erstklassigen Merlins zum schmerzhaften Ausscheiden gegen die GIESSEN 46ers. In der vergangenen Saison ging man dann als ProA-Ligist und Außenseiter in den Wettbewerb und kegelte prompt die ROSTOCK SEAWOLVES aus dem Pokal. Und mehr noch, im Achtelfinale hatte man den haushohen Favoriten Alba Berlin lange am Rande der Niederlage und gab erst in den Schlusssekunden den Sieg aus der Hand. Jetzt will man wieder die Großen ärgern und da passt es fast perfekt, dass mit Science City Jena ein alter Bekannter in der Stierkampfarena aufkreuzt. Die Jenaer sind frisch in die BBL aufgestiegen und lieferten sich in der letzten Saison noch heiße Duelle mit den Merlins. Beide Spiele gingen dabei an die Thüringer, sodass man in Crailsheim noch eine kleine Rechnung offen hat.

Im Kader setzen die Hohenloher auf wichtige Stützen der vergangenen Saison: Gabriel de Oliveira, Tyreese Blunt, Brock Gardner, Anthony Gaines, Gianni Otto und natürlich Moe Stuckey sind aus dem letztjährigen Team erhalten geblieben. Und da auch Jena mit einem Großteil des Zweitligateams in die BBL-Saison geht, kommt es im Pokalspiel auch zu einem großen Wiedersehen. Mehr noch, auch die Neuzugänge der Jenaer kommen zum Großteil aus der ProA. Naz Bohannon wechselte aus Hagen zu den Thüringern, Player of the year Keith Braxton wurde aus Bochum verpflichtet. Letzterer hat übrigens gute Erinnerungen an die Arena Hohenlohe. Am 10. Spieltag holte er dort mit seinen Bochumern den Auswärtssieg, spielte die vollen 40 Minuten und erzielte 33 Punkte, sein Season High. Doch diesmal werden die Karten neu gemischt und wer weiß, vielleicht können die HAKRO Merlins einmal mehr Teil einer Pokalsensation sein? Im Sinne des Gesetzes wäre es auf jeden Fall…

Emotionen pur beim letzten Erstrundensieg: Gabriel de Oliveira will mit seinen Merlins wieder die Überraschung schaffen (Foto: dieLICHTBUILDER).

Kontinuität vs. Neuanfang: Ein Nordderby unter unterschiedlichen Vorzeichen

Eisbären Bremerhaven vs. EWE Baskets Oldenburg // Mi. 24.09.2025 20:00 Uhr

Zum Abschluss der 1. Runde steht dann nochmal ein absolutes Highlight an. Losfee Martin Breunig hat uns mit seinem glücklichen Händchen ein waschechtes Nordderby beschert! Die Eisbären Bremerhaven empfangen die EWE Baskets Oldenburg, ein Duell, das es lange Zeit in der ersten Liga gab und in dem die Vorherrschaft über den Norden von Basketballdeutschland geklärt wurde. Durch den Abstieg der Eisbären ist die letzte Ausgabe dieses Duells aber nun schon mehr als sechs Jahre her! Zur Einordnung, damals spielten bei den Baskets Spieler wie Liga-MVP Will Cummings oder „Mr. Triple Double“ Rasid Mahalbašić, Pedro Calles mischte mit Aufsteiger RASTA Vechta die Liga auf und ein gewisser Franz Wagner wurde zum besten Nachwuchsspieler der BBL gewählt. Am 10.02.2019 trafen die Eisbären also das letzte Mal auf die Donnervögel, übrigens als Eventspiel in Bremen ausgetragen, genauso wie es auch am Mittwoch wieder der Fall sein wird. Knapp 7000 Fans sahen damals eine 83:88-Heimniederlage der Bremerhavener, zwei der Punkte trug seinerzeit auch Adrian Breitlauch bei, der mittlerweile Kapitän und Identifikationsfigur an der Nordseeküste ist und als einziger Spieler beider Teams schon beim Spiel vor sechs Jahren auf dem Parkett stand.

Nun kommt es also endlich wieder zum Nordderby, das beide Teams unter durchaus unterschiedlichen Voraussetzungen angehen. Bei den EWE Baskets lief die letzte BBL-Saison enttäuschend, vor allem die eklatante Auswärtsschwäche wurde den Huntestädtern zum Verhängnis. So gab es dann im Sommer einen großen Umbruch, der neben dem neuen alten Head Coach Predrag Krunjic auch ein gutes Dutzend neuer Spieler (zuletzt der BBL-erfahrene James Woodard) mit sich brachte. Auf Bremerhavener Seite war stattdessen Kontinuität das Gebot der Stunde, nach der guten letzten Saison inkl. Playoffeinzug keine Überraschung. Neben Breitlauch blieben viele weitere Schlüsselspieler, unter anderem Point Guard Elijah Miller (mehr dazu hier in Spotlight #1). Und diese Spieler verknüpfen durchaus positive Erinnerungen mit Eventspielen in der Bremer ÖVB Arena. Zuletzt spielte man hier im April gegen den ProA-Hauptrundenmeister und späteren Aufsteiger aus Jena und zeigte eine klasse Leistung. Mit 107:102 setzte man sich nach Overtime durch und beendete damit eine 19 Spiele-währende Siegesserie der Thüringer! So spannend darf es also nun auch gerne gegen die Oldenburger werden!

Mit der Bremer Arena im Rücken zum Pokalcoup? (Foto: Dennis Green).

Das sind sie also, die sechs spannenden Partien die in der 1. Runde des BBL Pokals auf die ProA-Ligisten warten. Bis jetzt hat sich immer ein Zweitligist durchgesetzt, wem wird das in diesem Jahr gelingen? Oder schaffen es erstmalig zwei oder mehr ProA-Clubs die Überraschung zu vollbringen? Fragen über Fragen, die sich in den kommenden Tagen klären werden! Das war die Pokalausgabe von Spotlight, an dieser Stelle wird es in einigen Wochen dann um den Saisonstart in der ProA gehen. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.