Vorberichte ProA 5. Spieltag

Foto: Christian Becker

Spieltag 5: 28.10.2022 19:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Nürnberg Falcons BC

Nachdem die Nürnberg Falcons am vergangenen Sonntag den 4. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga in Tübingen beenden durften, haben sie nun an diesem Freitag die Ehre, den 5. Spieltag in Jena zu eröffnen. Das Match bei Medipolis SC Jena dürfte nur unschwer leichter werden als die jüngste Prüfung beim Tabellenführer.

Im Hier und Jetzt werden sich am Freitagabend zwei Kontrahenten begegnen, die provisorischen Zelt- und Leichtbaukonstruktionen entwachsen sind, neue Hallen beziehen konnten und auf das sportliche Maximum schielen (dürfen). Während die Saalestädter vor dem Spieljahresauftakt ihre Zielstellung „erfolgreicher als in der Vorsaison – sprich Erstliga-Aufstieg“ klar definiert haben, scheuen die Gäste (noch) ähnlich konkret formulierte Ambitionen.

Die Mannschaft von Domenik Reinboth ist mit drei Siegen in diese Spielzeit gestartet, musste aber am letzten Wochenende die erste Niederlage hinnehmen. Gegen die Eisbären Bremerhaven verlor man am Ende mit 69:71. Die Chancen zum Sieg waren da, konnten aber in der Schlussphase nicht genutzt werden. „Jena wird nach diesem Spiel alles daran setzen, zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Sie sind ein Top-Team in dieser Liga mit einer ausgezeichneten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Auf den deutschen Positionen haben sie viel Qualität. Es wird eine große Herausforderung für uns, dort zu bestehen. Wir freuen uns darauf und auf ein Wiedersehen mit unseren Fans“, blickt Nürnbergs Head Coach Vytautas Buzas auf den 5. Spieltag voraus. 

29.10.2022 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. Phoenix Hagen

Die JobStairs GIESSEN 46ers mussten am vergangenen Wochenende nach zwei Siegen in Folge eine knappe Niederlage in Dresden hinnehmen und wollen am kommenden Samstag wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dies wird ein schweres Unterfangen, denn mit Phoenix Hagen kommt eine Mannschaft an die Lahn, die bisher alle ihre Auswärtsspiele siegreich gestalten konnte.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Mit Hagen kommt ein Team zu uns, die für mich zu den Top-Fünf der Liga aktuell gehören. Das haben schon die ersten vier Spieltage gezeigt – es ist eine sehr ausgeglichene Truppe. Offensiv sind sie sehr stark, jederzeit in der Lage die Hundertpunktemarke zu erreichen. Wir haben in der Pre-Season gegen sie eine Partie gespielt – dort gut begonnen und am Ende verloren. Die Hagener haben sehr starke US-Amerikaner. Ebenfalls interessant wird die Begegnung mit den zwei Gießenern werden, obwohl man dies nicht überbewerten sollte! Aber eigentlich wollen wir uns nicht so sehr mit dem Gegner beschäftigen, wir haben unsere Baustellen zu beseitigen. Vor allem brauchen wir mehr Energie und Intensität als zuletzt in Dresden. Unser Training war deshalb etwas angespannt, denn natürlich verspüren unsere Spieler Unzufriedenheit. Wir haben auch den einen oder anderen angeschlagen Spieler, sodass wir gestern nur mit acht Leuten trainieren konnten. Nico Brauner, Stefan Fundic und Justin Martin haben jeweils muskuläre Probleme, deshalb haben wir sie geschont. Wir sind aber guter Dinge, dass wir komplett auflaufen können. Es gilt im Großen und Ganzen Schüsse zu stoppen und das Tempo zu kontrollieren, d.h. kein Run-and-Gun zu fabrizieren, sondern dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken und unsere Defense wieder auszupacken. Wie sich gezeigt hat, ist eine Highscore-Spiel nicht unsere Spielweise.“

Das Team von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic bekam bei den Dresden Titans die Schützen von jenseits des Perimeters nicht in den Griff und gingen auch zu fahrlässig mit ihrem Ballbesitz um (19 Ballverluste), sodass am Ende eine knappe 87:90-Auswärtsniederlage stand. Nun gilt es das zweite Heimspiel in Angriff zu nehmen und das gute Gefühl des Buzzerbeaters aus der ersten Heimbegegnung wieder zu finden. Dabei können die JobStairs GIESSEN 46ers vermutlich auf ihren gesamten Kader zurückgreifen.

Es war das letzte Vorbereitungsspiel für beide Mannschaften, sodass die Eindrücke vom Aufeinandertreffen noch in bleibender Erinnerung sein werden. Die verschiedenen Spielphilosophien vom offensiv geprägten Ansatz der kommenden Gäste und die defensive Grundordnung der Hausherren lassen eine interessante Begegnung der Traditionsclubs erwarten.    

29.10.2022 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. RASTA Vechta

Eine echte Mammutaufgabe steht den VfL SparkassenStars Bochum am 5. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am kommenden Samstag in der heimischen Rundsporthalle bevor. Mit RASTA Vechta ist ein waschechter Aufstiegsaspirant zu Gast am Stadionring.

Es waren Sekunden bzw. Zentimeter, die den Westfalen fehlten, um gegen die WWU Baskets Münster und die VfL Kirchheim Knights zu gewinnen. Beide Partien gingen in die Overtime, beide wurden unglücklich verloren – 82:83 gegen Münster, 81:83 in Kirchheim. „Schaut man auf Quoten und all die Statistiken, dann liegen die Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA dichter beieinander als es das reine Schauen auf Siege und Niederlagen vermuten lässt. Bochum ist ein gutes Beispiel dafür“, weiß RASTAs Head Coach Ty Harrelson. „Die Bochumer machen einen guten Job, wechseln ihre Verteidigungen, sorgen dadurch für Verwirrung beim Gegner und forcieren viele Ballverluste.  So hat uns schon Schwenningens Defense vor Probleme gestellt. Wir arbeiten diese Woche daran, dies abzustellen.“ So gerne möchte Ty Harrelson einmal ein gutes Spiel seiner Mannschaft über 40 Minuten sehen. Bisher gelang dies nicht. Und so ist die Partie des 5. Spieltages die nächste große Herausforderung. „Wir müssen in der Defensive aufpassen und dürfen uns nicht so eine erste Hälfte wie gegen Schwenningen erlauben“, sagt Vechtas Center Robin Lodders. „Wenn bei einem Team wie Bochum erst einmal die Dreier fallen, dann können sie über 90 Punkte scoren und unser Anspruch ist es, den Gegner unter 70 Punkten zu halten. Wir wollen das Spiel über unsere Defense gewinnen.“

„Für uns ist es gerade ein schwieriger Moment mit den Verletzungen, die wir im Team haben. So ist die Vorbereitung auf eines der stärksten Teams der Liga schwierig. Vechta ist ein Team mit einer harten Defense. Sie nutzen das physische Spiel bis zum Foullimit. Sie sind ein großgewachsenes Team, so dass das Spacing schwierig wird. Ihr Ziel ist es immer, ihren Gegner unter 70 Punkten zu halten. In der Offensive ist RASTA ein sehr solides Team mit klaren Rollen und Aufgaben. Sie sind ein Topteam und es ist schwer, gegen sie zu spielen. Wir haben nicht den Druck auf unserer Seite in diesem Spiel, aber natürlich wollen wir gewinnen und werden unser Bestes dafür geben. Doch am Ende zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung in einem Spiel gegen einen der stärksten Gegner der Liga“, so Headcoach Felix Banobre.

„Vechta hat als Team in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht und ist für mich in dieser Saison ein großer Favorit. Das Spiel wird für uns natürlich nicht leichter, wenn noch drei Spieler auszufallen drohen. Umso wichtiger wird es aber sein, dass wir am Samstag wieder unsere Fans hinter uns stehen haben, die uns im Heimspiel gegen Münster in der zweiten Halbzeit so zurückgepusht haben“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

29.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Tigers Tübingen

Es ist die Neuauflage des Playoff-Viertelfinales der letzten Saison und verspricht, eine ebenso spannende Partie wie die vier Spiele der Playoff-Serie zu werden. Insgesamt trafen beide Teams sich letzte Saison sechsmal – die Bilanz schlug dabei mit 4:2 Siegen für die Gäste aus Baden-Württemberg zu Buche, da in der Hauptrunde jeweils die Heimmannschaft gewinnen konnte. Die Tigers Tübingen wurden schließlich Hauptrundenmeister und zogen bis ins letztjährige Finale ein. Dass sie den damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die BBL nicht wahrnehmen würden, hatten die Gäste schon bei Meldung der Lizenzanträge für 2022-23 bekannt gegeben. Und auch in der neuen Saison kommen die Tübinger als Ligaprimus ungeschlagen mit bisher vier Siegen im Gepäck nach Bremen. Die Schwaben wollen gegen die Eisbären Bremerhaven den ersten Tabellenplatz festigen.

Tigers-Trainer Danny Jansson möchte „das Tempo kontrollieren und einfache Gegenpunkte vermeiden“. Ähnlich wie die Eisbären Bremerhaven setzen die Tübinger vor allem auf Teamplay ihrer Mannschaft und haben dabei den Vorteil, ganze neun Spieler des letztjährigen Kaders gehalten zu haben.

Jansson blickt wie folgt auf das nächste Duell gegen Bremerhaven: „Sie haben offensiv viel Power. Dazu verfügen sie über zahlreiche Optionen, über die großen Spieler abzuschließen. Wir müssen das Tempo kontrollieren und so die einfachen Gegenpunkte vermeiden. Wenn uns das gelingt, wird auch unsere Offense besser funktionieren.“

Headcoach Steven Key freut sich ebenfalls, nun erstmals als Trainer der Heimmannschaft beim Spiel in der Bremer Arena an der Seitenlinie zu stehen. „Es wird eine besondere Partie für uns, da unser Gegner ein ähnliches Spielsystem verfolgt. Wir wollen von Beginn an wach und druckvoll agieren. Es wird vor allem wieder auf unsere Defensivleistung ankommen. Ich freue mich, dass uns so viele Bremerhavener Fans in die Hansestadt begleiten und darüber hinaus zahlreiche begeisterte Bremer unsere Mannschaft zum Sieg pushen wollen. Leider wird Lenny nicht mit uns nach Bremen fahren können, er muss zunächst seine Bänderverletzung aus der Partie gegen Jena auskurieren.“ Auch Carlo Meyer wird noch einige Wochen ausfallen, bis seine Außenbandverletzung geheilt ist, während die Zeichen für einen Einsatz von Jarelle Reischel gut stehen.

29.10.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. VfL Kirchheim Knights

Mit drei Siegen aus vier Spielen ist den Schützlingen der ART Giants Düsseldorf der Saisonstart in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mehr als gelungen. Gegen Kirchheim will der Aufsteiger aus dem Rheinland an die aktuelle Form anknüpfen.

Nach dem Heimerfolg gegen Bochum wartet auf die Schwaben eine schwere Herausforderung. Der kommende Gegner aus Düsseldorf ist zur Überraschung vieler sehr gut in die Saison gestartet und holte drei teilweise deutliche Siege aus den ersten vier Partien. Sowohl gegen Bochum (102:90), Bremerhaven (112:78) und Leverkusen (95:75) feierten die Giants deutliche und ungefährdete Siege. Nur gegen Aufstiegsaspirant Jena musste das Team von Head Coach Florian Flabb eine Niederlage einstecken. „Düsseldorf konnte viele Eckpfeiler ihrer Aufstiegsmannschaft halten und diese Eingespieltheit ist momentan ein sehr großer Vorteil und Faktor in den Spielen. Sie spielen insgesamt sehr smarten und richtig guten Basketball. Wir haben großen Respekt vor der Arbeit die in Düsseldorf geleistet wird und werden eine Top-Leistung benötigen, wenn wir dort nicht mit leeren Händen nach Hause fahren wollen,“ so Knights Sportchef Chris Schmidt.

„Wir werden Kirchheim angehen, wie jeden anderen Gegner auch. Sobald der Ball hochfliegt, ist alles egal, was in den letzten Wochen war. Das haben wir auch gegen Leverkusen gesehen, die gegen uns ein anderes Gesicht gezeigt haben als in den vorherigen Partien“, wirft ART Giants-Trainer Florian Flabb den Blick voraus auf das kommende Heimspiel. Dann werden die Kirchheim Knights im Düsseldorfer Castello gastieren, die ihrerseits mit gemischten Gefühlen in die neue Spielzeit gestartet sind. Nachdem die Mannschaft von Headcoach Igor Perovic mit drei Niederlagen in die Saison gestartet ist, konnte man am vergangenen Wochenende mit einem 83:81-Heimsieg gegen Bochum den ersten Saisonerfolg einfahren. Dabei stachen vor allem der Brite Jaydon Henry-McCalla (22 Punkte) und Routinier Richard Williams Jr. heraus, der Denker und Lenker im Spiel der Knights ist. Hinzu kommt US-Amerikaner Mitchell Lightfoot, den die Kirchheimer erst kurz vor dieser Partie vom College des NCAA Champions der renommierten Kansas Jayhawks verpflichten konnten.

Für die ART Giants, die mit drei Siegen aus vier Spielen einen mehr als souveränen Saisonstart hinlegen konnten, wird diese Begegnung aber alles andere als ein Selbstläufer, von dem im Rheinland auch definitiv niemand ausgeht. „Es wird darauf ankommen, dass wir wieder bereit sein müssen und uns genauso intensiv vorbereiten wie in der vergangenen Woche. Da spielen die Ergebnisse zuletzt absolut keine Rolle“, so Flabb. 

30.10.2022 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. WWU Baskets Münster

Erinnerungen an die stimmungsvollen BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Finals 2019 werden wach: Beim deutschen Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen haben die WWU Baskets Münster am Sonntagnachmittag eine schweres Auswärtsspiel vor der Brust. Das Team von Björn Harmsen setzt wie schon beim Overtime-Erfolg in Bochum erneut auf die Unterstützung zahlreich mitreisender Fans in einem NRW-Duell.

Die 2.500 Fans der WWU Baskets hatten am vergangenen Samstag nach der Niederlage gegen überlegene Karlsruhe Lions ein gutes Gespür, verabschiedeten ihr junges Team in der Halle Berg Fidel mit aufmunternden Applaus. Dieses trifft am Sonntag auf einen Gegner, der nach Giants-Cheftrainer Hansi Gnad in Anbetracht seines 1:3-Saisonstarts nicht vor Selbstbewusstsein strotze. Doch davon lässt sich Björn Harmsen nicht blenden. Der Saisonstart der Giants sei lediglich „eine Momentaufnahme. Leverkusen ist auf jeden Fall eine sehr gute Mannschaft, mit einem tiefen Kader – trotz der Verletzungen“, so der Cheftrainer der WWU Baskets, der hervorhebt: „Sie haben mehrere Möglichkeiten auf den Positionen zu wechseln und unterschiedlich zu spielen. Mit Sicherheit werden die ihre Spiele gewinnen. Die Qualität haben sie auf jeden Fall.“

Diese Qualität unterstreichen der 90:77-Heimerfolg eben gegen jene PS Karlsruhe Lions, die zuletzt die WWU Baskets dominierten, und die Transfers. Beste Werfer sind die Neuzuänge aus der easyCredit BBL von HAKRO Merlins Crailsheim Dejan Kovacevic (13, 3 Punkte) und von der BG Göttingen Rückkehrer Haris Hujic (10,8 Punkte) sowie Robert Drijencic (12,3 Punkte), der innerhalb der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu den Farbenstädtern wechselte. Unter dem Korb war Dennis Heinzmann eine Instanz –  Kapitän, Leistungsträger, Identifikationsfigur und Führungsspieler in Personalunion. Der 31-jährige Center fällt mit einer Fußverletzung langfristig aus. Als Folge dessen reagierten die Klubverantwortlichen und verpflichteten mit dem Kanadier Marc-André Fortin umgehend einen Ersatz. Zweite Nachverpflichtung ist der US-Amerikaner Devin Thomas. Der 26-jährige und 2,03 m große Power Forward ging zuletzt in der ersten Liga Englands auf Korbjagd. Die weiteren Importspieler sind der US-amerikanische Point Guard Xavier Bishop (10 Punkte) sowie der kanadische Flügelspieler Abdul Mohamed (8,5 Punkte). In Leverkusen zu bestehen, gilt in der ProA als eine der schwersten Aufgaben.

Nach dem etwas holprigen Saisonstart ist zu erwarten, dass die Giants schnell nicht nur aufgrund ihrer sportlichen Qualität immer besser in Fahrt kommen werden. Mit dem Europameister von 1993 Hansi Gnad trainiert ein exzellenter Fachmann das Ensemble der Farbenstädter. „Als Trainer hat Hansi Gnad sehr viel erlebt und mitgemacht, kann da viele Dinge weitergeben“, sagte Björn Harmsen. „Und es ist natürlich großartig für so einen Klub, dass man da jemanden hat, der die Identität prägt wie kein anderer.“ Der 40-Jährige geriet ins Schwärmen über ein Idol aus Kindertagen: „Er war ein großartiger Spieler, ein Kämpfer und Beißer vor dem Herrn, ein unglaublich hart, physisch spielender Typ unter dem Korb. Den habe ich als Kind gerne geschaut.“ Harmsen spricht zudem in der aktuellen Folge der „Insights“ darüber, warum ihn der Basketball-Standort Leverkusen geprägt hat.

30.10.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Dresden Titans

Der fünfte Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga steht auf dem Programm und die RÖMERSTROM Gladiators Trier spielen zum zweiten Mal in Folge in der heimischen Arena Trier. Die aktuelle Form der beiden Kontrahenten könnte kaum unterschiedlicher sein – während die Moselstädter vier Niederlagen zum Saisonstart und einige verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle verkraften müssen, stehen die Aufsteiger aus Elbflorenz mit drei Siegen und einer Niederlage auf dem sechsten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Lediglich am zweiten Spieltag musste man sich zuhause den SparkassenStars aus Bochum geschlagen geben (85:94), die Spiele gegen Schwenningen (75:74), Artland (84:82) und Gießen (90:87) konnten siegreich gestaltet werden. Bei den knappen Endresultaten zeigten die Aufsteiger gleich mehrfach, dass sie enge Partien für sich entscheiden können. Auf Seiten der Gladiatoren sind die Einsätze von Dylan Painter (Knöchel), Alex Laurent (Rücken), Till Isemann und Nico Wenzl (beide krank) allesamt ungewiss, lediglich der Ausfall von Marco Hollersbacher mit einer längerfristigen Knieverletzung steht bereits fest.

Es wird ein Spiel der Wiedersehen am Sonntag in der Arena Trier. Auf Seiten der Gladiatoren trifft Aufbauspieler Nico Wenzl, der in der letzten Partie krankheitsbedingt fehlte, aber wieder auf dem Weg der Besserung ist, auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. In Dresdens Rotation finden sich mit Chase Adams und Lucien Schmikale sogar zwei Spieler, die einige Partien im Dress der RÖMERSTROM Gladiators absolvierten. Adams stand von 2019 bis 2021, Schmikale von 2017 bis 2020 in Trier unter Vertrag und beide kehren nun mit ihrem neuen Team in die älteste Stadt Deutschlands zurück. Beide gehören zu den Leistungsträgern der Titans und legen durchschnittlich zweistellige Punktewerte auf – Adams erzielt 10 Punkte pro Partie, Schmikale sogar 14 und ist damit Topscorer des Aufsteigers. Mit Daniel Kirchner (12,5 Punkte pro Spiel), Georg Voigtmann (12 PpS), Grant Teichmann (11,5 PpS) und Tanner Graham (11,3 PpS) stehen gleich vier weitere Akteure in Diensten der Dresdener die durchschnittlich zweistellig scoren. Große Teile der Mannschaft spielten bereits vergangene Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sehr erfolgreich zusammen und so treffen die Gladiatoren am Sonntag auf eine eingespielte Truppe, die in starker Frühform nach Trier reist.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Wir als Trainerteam wissen, dass Trier eine maximal gefährliche Mannschaft ist, trotz ihrer Tabellensituation. Irgendwann kommt ein Spiel, wenn bei ihnen alles laufen, alles fallen wird. Hoffentlich nicht gegen uns. Wir wissen auch, dass sie seit letzter Woche ihr defensives Konzept umgestellt haben. Darauf haben wir uns intensiv vorbereitet. Wenn wir es dann noch schaffen, ihre wichtigen Spieler wie Monteroso, Van Dyke und Zeeb defensiv zu kontrollieren, dann haben wir gute Chancen dort zu gewinnen.“

30.10.2022 17:00 Uhr Artland Dragons vs. wiha Panthers Schwenningen

Nach der bitteren Niederlage im letzten Auswärtsspiel in Vechta fahren die wiha Panthers am Sonntag frisch motiviert nach Quakenbrück, um bei den Artland Dragons die ersten Punkte einzufahren.

 Nachdem Assistant Coach Aleksandar Nadjfeji nur mit einem Kader von sieben Spielern den langen Weg nach Vechta antreten konnte, hat sich das Krankheitspech inzwischen gelegt und die wiha Panthers können fast vollbesetzt nach Quakenbrück reisen. Letztes Jahr waren die Artland Dragons einer der drei sportlichen Absteiger. Die Drachen kamen jedoch aufgrund der Liga-Aufstockung nochmals um den Abstieg herum. Anfang Februar letzten Jahres trennten sich die Artländer von Head Coach Tuna Isler und der   bisherige Assistenztrainer Patrick Flomo übernahm die Drachen.  Aber auch dieser konnte den Abstieg nicht mehr verhindern. Die Artländer konnten viele letztjährige Spieler nicht halten, zurück im Artland ist allerdings Spielmacher Jannes Hundt, der schon von 2018 bis 2020 für die Dragons am Ball war und zuletzt bei Ligakonkurrenten Rasta Vechta auflief. Auch konnten sich die Artländer den aus Tübingen kommenden Forward Joanic Grüttner Bacoul sichern, der die Erfahrung von 106 BBL-Spielen nun bei den Quakenbrückern einbringen soll. Außerdem haben die Artländer William Christmas verpflichtet, der in der vergangenen Saison bei den Musel Pikes in Ludwigsburg starke 29,7 Punkte, 10,8 Rebounds, 3,6 Assists und 2,1 Steals pro Partie ablieferte. Auch erwähnenswert ist das Neu-Dragon Marko Bacak der aus Leverkusen ins Artland gewechselt hat, in der Saison 2019/2020 für die Panthers gespielt hat.

Die Artland Dragons starteten in die Saison 2022/2023 mit drei Niederlagen und einem Sieg gegen Ligakonkurrenten RÖMERSTROM Gladiators Trier.  „Wir fahren nach Quakenbrück, um unseren ersten Sieg einzufahren! Wir sind alles andere als chancenlos, die Mannschaft ist fast komplett. Wir werden dieses Mal zu neunt antreten und nicht mehr zu siebt, uns fehlen noch ein zwei Spieler“ sagt Head Coach Alen Velcic. „Dennoch ist es wichtig, konzentriert zu bleiben denn in Quakenbrück ist es recht schwierig zu gewinnen, sie sind heimstark aber wir versuchen das Beste daraus zu machen.“

30.10.2022 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Uni Baskets Paderborn

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt ist das Team der PS Karlsruhe LIONS inzwischen in der neuen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA angekommen. Denn die zwei vergangenen Begegnungen brachten jeweils einen Sieg – zuletzt am vergangenen Samstag, als sich das stark ersatzgeschwächte Löwenrudel bei den WWU Baskets Münster durchsetze. Eine ähnliche Bilanz wie die LIONS hat der nächste Gegner vorzuweisen.

Die Ostwestfalen kommen ebenfalls auf zwei Siege und zwei Niederlagen und sind somit Tabellennachbarn der Badener. Das Sonntagsspiel verspricht Spannung, denn ein Favorit dürfte kaum zu benennen sein. Zu jung ist die Saison und die traditionell hohe Leistungsdichte in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bedingt meist enge Abstände im Tabellenmittelfeld. Insofern geht es für die Kontrahenten darum, sich erst einmal nach unten abzusichern und ein stabiles Mannschaftsgefüge für den Rest der noch langen Spielzeit zu etablieren. In diesem Zusammenhang hoffen die LIONS auf die Rückkehr der am vergangenen Spieltag verletzten Leistungsträger Maurice Pluskota und Bazoumana Koné, was Headcoach Aleksandar Scepanovic gegen Paderborn mehr Optionen in der Rotation verschaffen würde.

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte ProA 4. Spieltag

Foto: Uni Baskets Paderborn

Spieltag 4: 22.10.2022 18:00 Uhr Dresden Titans vs. JobStairs GIESSEN 46ers 90:87

Es ist vollbracht! Den Dresden Titans gelingt in der Saison 2022/2023 der erste Heimsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Mit 90:87 konnten sich die „Titanen“ in einem spannenden Duell gegen den Traditionsverein und Aufstiegsfavoriten JobStairs GIESSEN 46ers durchsetzen. Insgesamt 1239 Fans wurde dabei ein intensives Spiel auf hohem Niveau geboten. Kurz vor Ende wähnten sich die Titans dabei mit 14 Zählern Vorsprung schon als sichere Sieger, ehe eine magere Freiwurfquote und Nervosität die Gäste nochmal ins Spiel brachte. Doch am Ende verfehlte Gießens letzter Wurf knapp sein Ziel und Dresden durfte jubeln.

Dresdens Lucien Schmikale startete glänzend aufgelegt in die Partie, genauso wie Tanner Graham. Beide trafen von außen und in der Zone, brachten die Titans mit 12:6 in Front und ließen Branislav Ignjatovic eine Auszeit nehmen. Im Nachgang fand Gießen über Roland Nyama und den wuchtigen Stefan Fundic langsam offensiv Rhythmus. Dennoch hielt Grant Teichmann mit einem weiteren Dreier und einem Layup in den letzten Sekunden seine Farben mit 23:18 in Front. Auch im zweiten Viertel blieben die Gastgeber am Drücker, bauten über David Kachelries‘ Dreier, Teichmann und Graham die Führung sukzessive aus. Leider brachten sich die „Titanen“ in den letzten anderthalb Minuten vor der Halbzeit teilweise um die Früchte ihrer Arbeit. Denn angeführt von Luis Figge zündeten die JobStairs einen 7:0-Blitzlauf und verkürzten noch auf 41:34. Nach der Pause waren es erneut Schmikale und Graham, die mit ihrer Treffsicherheit von außen Dresden offensiv im Spiel hielten. Schmikale zeigte seine Fähigkeiten indes auch bei cleveren Drives zum Korb. Für die 46ers punktete dafür vermehrt Jordan Barnes, der durch seine Geschwindigkeit nur schwer vom Ring fernzuhalten war. Als Barnes auch noch Dreier traf, wurde es richtig gefährlich für die Elbriesen. Zum Glück hatten Dresdens Schützen Schmikale und Teichmann die passende Antwort im Köcher. So blieben die Titans vor den letzten 10 Minuten mit 62:58 in Führung.

Der finale Abschnitt begann denkbar ungünstig – zwei Ballverluste der Mittelhessen verhalfen den Titans zum 64:58 (31.) und erschwerten die Aufholjagd. Die Angriffswellen der Sachsen nahmen immer weitere Konturen an und die 46ers erwischten eine Phase, die sich in Turnovers und vergebenen Chancen ergötzte (59:70, 33.). Eine Auszeit der Gießener sollte noch einmal die letzten Lebensgeister wecken und ein Dreier von Kevin Strangmeyer führte zum 68:74-Anschluss (35.). Doch das Momentum der JobStairs GIESSEN 46ers sollte nicht bis in die Schlusssekunde der Crunchtime führen, sodass ein letzter Wurf von Brauner nur die Reuse berührte und nicht in diese fallen sollte. Am Ende waren die Hausherren beim 90:87 vor allem durch ihre 52%-Perimeter-Performance ein kleines Stück voraus.   

Cheftrainer Fabian Strauß – „Wir haben in den wichtigen Momenten die richtigen Entscheidungen getroffen, haben den Ball gut bewegt, hatten viele offene Würfe.  Gießen braucht vielleicht noch zwei, drei Wochen sich zu finden. Dann werden sie hart zu knacken sein. In diesem Sinne können wir echt stolz auf die Jungs sein, dass Ding heute gewonnen zu haben.“

22.10.2022 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. VfL SparkassenStars Bochum 83:81

Die VfL SparkassenStars Bochum haben am vierten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den VfL Kirchheim Knights am vergangenen Samstag zum zweiten Mal in Folge fünf Extraminuten auf dem Parkett gestanden. Doch auch im zweiten Anlauf blieb dem VfL das Glück nicht hold und so mussten die SparkassenStars nach einer engen Partie mit einer 81:83-Niederlage im Gepäck den Heimweg in das Ruhrgebiet antreten.

Die Bochumer dominierten in der ersten Halbzeit die Bretter, verfehlten aber häufig die zweiten Möglichkeiten. Auf Kirchheimer Seite konzentrierte sich die Offensive im ersten Viertel auf den stark verbesserten Kapitän Richie Williams und Henry Kayne, dennoch lagen die Bochumer nach dem ersten Viertel mit 18:16 in Führung. Auch in Abschnitt zwei änderte sich am Spielverlauf wenig. Defensiv sah das bei beiden Mannschaften schon sehr ordentlich aus und so bleib auch das zweite Viertel ausgeglichen und kampfbetont. In die Kabinen ging es mit einem Zwischenergebnis von 33:32 für die Sparkassenstars. In der zweiten Halbzeit fanden die Ritter einen guten Mix aus direkten Abschlüssen unter dem Korb und Würfen aus der Distanz. Neuzugang Lightfoot konnte mit einigen spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam machen. Der 25-jährige erzielte in 17 Minuten Einsatzzeit zwölf Punkte und holte fünf Rebounds. „Mitch hat ein gutes Debut abgeliefert. Der Wurf wollte noch nicht fallen, aber nach 3,5 Tagen so einzusteigen ist schon in Ordnung,“ zeigte sich Sportchef Chris Schmidt zufrieden. Aber auch die Bochumer steckten nie auf und blieben im Spiel. Die Führung wechselte und die Teckstädter gingen mit einer 54:52 in das vierte Viertel.

Die Kirchheimer starteten besser ins letzte Viertel und so traf Neuzugang Mitchell Lightfoot per Dreier zum 52:57, doch Conley Garrison, Garrett Sams und Jonas Grof drehten das Spiel mit jeweils zwei Punkten beim Stand von 58:57 wieder zu Gunsten des VfL. Nachdem es in den ersten Minuten nach dem Fühungswechsel bei einer engen Partie blieb, hatten die SparkassenStars das Momentum auf ihrer Seite und konnten sich nach einer starken Phase von Bernie Andre und einem And-One von Garrett Sams auf 70:62 absetzen. Doch die Knights waren noch nicht geschlagen und kämpften sich zurück in die Partie. Der VfL war zu nachlässig beim Rebound, so dass sich immer wieder zweite Chancen für die Hausherren eragben, welche Jaydon Henry 1:57 Minuten vor Ende der Partie nach einem Offensivrebound zum 74:74-Ausgleich nutzte. Tom Alte brachte den VfL dann 33,3 Sekunden vor Schluss mit 76:74 in Führung, doch Henry war erneut zur Stelle und glich 29 Sekunden vor dem Ende der Partie zum 76:76 aus. Da die SparkassenStars keinen Abschluss mehr erzielen konnten, da sie den Ball aus den Händen gaben, und die Knights erfolgreich an dem Korb zum Sieg hinderten, ging es zum zweiten Mal in Folge in dieser Saison in die Overtime.

Der starke Williams erzielte dann 33 Sekunden vor dem Ende per Layup die entscheidenden Punkte zur 81:83-Führung der Hausherren. Die SparkassenStars hatten zwar noch den Ball in ihren Händen, verloren ihn kurzzeitig, erkämpften sich ihn umgehend zurück und konnten die Spielzeit ausspielen. Als Conley Garrison dann bei der entscheidenden Aktion eine Sekunde vor dem Ende der Verlängerung gefoult wurde, ging er an die Freiwurflinie und verwarf den ersten Versuch. Den zweiten Versuch verwarf er dann wiederum absichtlich, um noch die Chance auf einen Tip-In-Versuch zur erneuten Verlängerung zu haben, doch der Versuch scheiterte, weil Jonas Niedermanner den Rebound vom Ring fischte und so endete die Partie mit einer 81:83-Niederlage der SparkassenStars.

22.10.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Bayer Giants Leverkusen 95:75

Alles war angerichtet für ein spannendes NRW-Duell am Samstagabend, zwischen den ART Giants Düsseldorf und dem deutschen Rekordmeister aus Leverkusen. 780 Zuschauer, darunter 100 mitgereiste Fans aus der Farbenstadt, wollten nach den zuletzt deutlichen Niederlagen der „BAYER-Boys“ gegen die Tigers Tübingen (66:98) und die Uni Baskets Paderborn (65:96) mit dafür sorgen, dass ihre Mannschaft wieder ein Erfolgserlebnis feiern darf. In der ersten Halbzeit waren die Mannen von der Bismarckstraße auch auf einem guten Weg(38:44).

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Düsseldorfer dann mit einem anderen Gesicht. Es war ihre selbstbewusste Kaltschnäuzigkeit im Offensivspiel, die nun wieder zurück war im dritten Viertel, das vorentscheidend für den Ausgang dieses Derbys werden sollte. Durch die erneute Hereinnahme von Center Lennart Boner, der lange Zeit aufgrund seiner Foulbelastung auf der Bank ausharren musste, bekamen die Gastgeber wieder mehr Präsenz und vor allem Energie aufs Spielfeld (48:51). Sein Teamkollege Hollowell ließ sich davon mitziehen, legte erst einen Korbleger ein und holte dann per Distanzwurf die Führung zurück (55:53). Immer wieder brachten der US-Amerikaner sowie auch Friederici die gegnerische Verteidigung in diesem Abschnitt durch ihr schnelles Ballhandling aus dem Konzept und bauten die Führung weiter aus. Die weiterhin sichere Trefferquote von jenseits der Dreierlinie war es schließlich, die den Hausherren zum Ende eines starken dritten Viertels eine 68:58-Führung bescherte.

Düsseldorf hatte das Spiel wieder gedreht und man merkte den Schützlingen des Flabb-Teams an, dass man diesen Derbysieg nun unbedingt einfahren wolle. Damit dies gelingen konnte, nahmen Hollowell und Coplin ihr Selbstvertrauen aus der Distanz und schraubten die Führung von der Dreierlinie weiter hoch (79:61). So sorgten die ART Giants für großen Jubel bei den heimischen Fans, die in den Schlussminuten noch mit einigen Highlights versorgt wurden. So etwa, als Coplin seinem Gegenspieler clever den Ball klaute und den Fastbreak mit einem Dunk vollendete. Von der Freiwurflinie sorgte der ebenfalls sicher aufspielende Ryan Richmond dann für den 95:75-Endstand.

Florian Flabb (Headcoach): „Es ist immer schön ein Derby zu gewinnen, vor allem so ein besonderes, wenn man sieht wie nah beide Städte zueinander gelegen sind. Es war eine tolle Atmosphäre und wir sind froh, dass wir als Mannschaft einiges zeigen konnten. Wir sind ein Team, das noch am Anfang steht und für das vieles recht neu ist. Letzte Woche haben wir erstmals gelernt mit einer hohen Führung zu spielen und heute konnte man sehen, dass wir damit schon besser umgehen können und ebenso den zwischenzeitlichen Rückstand in der Partie drehen konnten. Auch für die Mannschaft ist es gut zu wissen, dass uns das gelingen kann. Darauf können wir jetzt weiter aufbauen.“

22.10.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Phoenix Hagen 82:98

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

22.10.2022 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. wiha Panthers Schwenningen 86:69

Die bitterste Niederlage (86:69) in der bisherigen Saison nehmen die stark ersatzgeschwächten Schwenninger mit nach Hause. Nach dem die wiha Panthers Schwenningen in drei Vierteln die Führung inne hatten, mussten Sie sich wiedererwachten Rastanern geschlagen geben.

Hatte RASTA dem Wunsch der Schwenninger nach einer aufgrund der Personalmisere nahe liegenden Verlegung der Partie schon zugestimmt, so machten die Statuten der Liga eine solche zunichte. Und so standen schließlich sieben Panthers unter der Regie von Co-Trainer Aleksandar Nadfeji auf dem Parkett des RASTA Domes – und rannen um ihr Leben. Mit hohem Tempo und extremer Treffsicherheit (5/7 3er im 1. Viertel) machten sie aus einem 11:12-Rückstand eine 26:14-Führung zur Pause. RASTA stand ohne den erkrankten Point Guard Jordan Johnson regelrecht neben sich, zumal Backup-Spielmacher Ryan Schwieger schon in der 4. Minute sein zweites Foul kassiert hatte. Viertelübergreifend legten die Panthers einen 13:0-Lauf zum 30:14 (11.) hin – beeindruckend. RASTA fand weder vorne noch hinten ein Mittel gegen das so ausgeglichen punktende Team der Panthers. Auch als Ty Harrelson 3:32 Minuten vor der Halbzeit beim Stand von 25:42 zu einer weiteren Auszeit bat, wurde der Weg zur Besserung immer noch nicht eingeschlagen. RASTA hatte weder bei den Rebounds dominiert (19:18), noch seine Dreier getroffen (2/14), noch gut auf den Bau aufgepasst (neun Turnovers) – es konnte nur besser werden.

Auch wenn die Gastgeber es den Baden-Württembergern nun viel schwerer machten, zu Punkten zu kommen, so fiel es ihnen selbst genauso schwer. Als Casey Benson für die Panthers per Dreier auf 57:43 stellte und schon die 28. Minute lief, mussten sich RASTAs Fans ernsthaft Sorgen machen, ob die Panthers denn noch einzufangen wären. Ein 9:2-Lauf zum Viertelende, beendet mit einem lautstark gefeierten Dreier von Joschka Ferner Sekunden vor der Pause, sollte schließlich die Wende einleiten. RASTAs Quoten waren immer noch nicht gut, vor allem die Freiwürfe saßen nicht (13/19). Aber: Es deutete sich an, das die tiefere Bank den Unterschied machen könnte. Ein And-One von Joel Aminu eröffnete den Schlussabschnitt – 55:59. Und Aminu war es auch, der unter Getose von den Rängen, die Aufholjagd mit einem Dreier zum 66:63 in der 34. Minute vollendete. Zwölf Punkte hatte RASTAs #21 in den 3:25 Minuten nach der Pause gemacht – fast unglaublich. Einen hervorragenden Adjutanten in der entscheidenden Phase hatte Aminu in Ryan Schwieger. Dem US-Rookie gelangen in den letzten gut vier Minuten der Partie neun Punkte, darunter der vorentscheidende Threeball zum 75:66 in der 36. Minute. Zwar wehrten sich die Panthers mit allem, was sie zu bieten hatten. Doch ihnen gingen Kraft und Körper aus. Als Kaya Bayram drei Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie die letzten beiden Punkte der Partie erzielte, standen nur noch vier Schwenninger auf der Platte – zuvor hatte der dritte Gast sein fünftes Foul kassiert.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Schwenningens Mannschaft und der Coaching Staff haben einen super Job gemacht. Sie haben unsere Offense in der 1. Halbzeit mit ihren wechselnden Verteidigungen vor Probleme gestellt. In der Halbzeit waren wir in Lage, Veränderungen vorzunehmen. Wir wollten den Druck erhöhen. Und die Mannschaft hat auch über die ganzen 40 Minuten alles gegeben, was sehr wichtig war.“

22.10.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. PS Karlsruhe LIONS 73:85

Nach zwei Siegen in Folge in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat der Aufsteiger seine erste Heimniederlage kassiert: Gegen PS Karlsruhe Lions unterlagen die WWU Baskets Münster vor 2.500 Fans am Samstagabend verdient mit 73:85 (36:40). Dezimierte Karlsruher untermauerten ihren Ruf als Playoff-Kandidat, während die Münsteraner einiges vermissen ließen, offensiv über weite Strecken zu statisch spielten.

Die Starting Five im zweiten Heimspiel bildeten Jasper Günther, Connor Harding, Cosmo Grühn, Andreas Seiferth und Adam Touray. Es war die erwartet schwere Aufgabe, Karlsruhe zudem nicht mit allen Optionen ausgestattet. Die beiden Lions-Topscorer Maurice Pluskota und Bazoumana Koné fielen kurzfristig aus. Münsters Aufbauspieler Hilmar Pétursson musste noch geschont werden. Die Münsteraner begannen im Gegensatz zu den Gästen unsicher, lagen schnell 0:8 hinten. Karlsruhe wirkte souverän und spielte seine Klasse über die gesamte Spieldauer aus, bereitete den WWU Baskets enorme Probleme im Aufbau. Erst nach drei Minuten gelangen erste Punkte (4:8). Stefan Weß verkürzte zwischenzeitlich mit fünf Punkten in Folge (12:20). Symptomatisch aber für das in die Binsen gegangene Auftaktviertel: Karlsruhe erhöhte mit einem Vierpunktspiel des überragenden Lovel Cabbil Jr. auf 12:24 nach Viertel eins. Erneut brauchten die Münsteraner etwas Anlauf, arbeiteten sich dann aber langsam nach 13 Punkten Rückstand auf Schlagdistanz heran. Über den Zwischenstand 22:29 nach vier Touray-Punkten sorgte dann der Dreier von Thomas Reuter für Erlösung auf den Rangen. Und als Darien Jackson postwendend per Fastbreak auf 29:34 stellte, waren 2.500 Fans sofort da. Erheblich zugelegt hatte das Team von Björn Harmsen im Rebounding. Stefan Weß, nach coronabedingter zweiwöchiger Pause mit 100%-Quote und 10 Punkten zurück, verkürzte aus der Distanz: 36:40 zur Pause.

Die WWU Baskets nutzten ihre Wurfchancen, die sie in dieser Spielphase durch gute, aber ansonsten zu selten effiziente Ballbewegung kreierten. Vor allem durch Jasper Günther mit zwei Dreiern in Folge. Halbzeitübergreifend bedeutete Münsters 9:0-Lauf nicht nur den Führungswechsel, sondern die erste und einzige Führung (42:40). Aber erneute Turnover der Uni-Städter nutzte Karlsruhe trocken zu einem 8:0-Lauf, den Jasper Günther mit seinem dritten Dreier in Folge nur kurz stoppte (45:48). Weitere Fehler nutzte das Badener Ensemble eiskalt: 0:13-Lauf. Nach 27 Minuten war die Partie vorentschieden (49:62). 14:5 Turnover – eine richtungweisende Zwischenbilanz. Die Münsteraner zeigten Charakter, indem sie nicht aufgaben und trotz des deutlichen Rückstands weiter kämpften. Fünf Punkte von Jasper Günther und ein Dunking von Adam Touray nach feinem Pass von Andreas Seiferth – der 7:0-Lauf zum 57:66 nährte noch einmal Hoffnung der anfeuernden Baskets-Fans. Darien Jackson und Connor Harding verkürzten gar auf 65:71, aber der heiße Playoff-Kandidat aus der Fächerstadt hielt die Münsteraner mit all seiner Klasse und Abgebrühtheit schnell auf zweistelliger Distanz (67:78). Eine spannungsgeladene Crunchtime wie noch eine Woche zuvor in Bochum sahen die Fans an diesem Abend nicht. Der seit fünf Jahren etablierte Badener Zweitligist war individuell und mannschaftlich reifer.

23.10.2022 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Eisbären Bremerhaven 69:71

Die Eisbären Bremerhaven bleiben das Kryptonit für Jenas Basketballer. Das Team aus Norddeutschland bezwang am Sonntagabend die Mannschaft von Cheftrainer Domenik Reinboth vor 1.476 Zuschauern in der Sparkassen-Arena mit 71:69 und sorgt am vierten BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Spieltag für die erste Saisonniederlage der Saalestädter.

Jarelle Reischel kehrte auf das Feld zurück und bildete zusammen mit Matt Frierson, Simon Krajcovic, Matt Freeman und Robert Oehle die Starting Five der Eisbären. Seine ersten beiden Würfe sorgten für die schnelle 4:0 Führung der Seestädter. Mit einer guten Reboundquote und vielen Steals von Spielmacher Simon Krajcovic dominierten die Eisbären die ersten fünf Minuten des Spiels und sorgten zwischenzeitlich für das 8:18. Zum Ende des ersten Viertels konnte Jena sich noch wieder herankämpfen – so stand es nach 10 Minuten 17:22. Das zweite Viertel begann mit Sorgen für die Eisbären, als der wieder genesene Lennard Larysz unglücklich umknickte und das Feld vorzeitig verlassen musste. Eine genaue Diagnose über die Schwere der Verletzung steht noch aus. Jena kam nun besser in die Partie und konnte erstmals im Spiel auf 25:25 ausgleichen. Kurz vor Schluss gelang es dem Heimteam dann zum 32:31 einzunetzen und mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen.

Defensiv lieferten die Eisbären Bremerhaven weiter eine gute Vorstellung ab, hatten offensiv allerdings eine schlechte Ausbeute. Sinnbildlich dafür stand eine Aktion von Matt Frierson, der nach offensivem Ballverlust am schnellsten mit nach hinten lief, sich den Ball zurückholte aber den darauffolgenden Wurf nicht einnetzen konnte. Es blieb auch im dritten Viertel eine enge Partie, die zunehmend physischer wurde. Beide Teams kämpften um jeden Ball und die Führung wechselte stetig. Zum Ende waren die erfolgreicheren Abschlüsse auf Seiten von Medipolis Science City Jena, als sie drei 3-Punkte-Würfe in Folge im Netz unterbrachten. Somit ging Jena mit einer knappen 4-Punkte Führung in die letzten 10 Minuten der Partie. Nur kleine Nuancen entschieden am Ende das Spiel. Mit einer geschlossenen Teamleistung und sehr guter Defensivleistung in dem intensiven Schlussviertel konnten sich die Eisbären die wichtigen Punkte im Kampf um die Playoffs sichern. Jena war derweil zu schnellen Abschlüsse gezwungen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss musste der Jenaer Power Forward Hines nach seinem fünften Foul runter vom Feld, einige Minuten später erwischte es auch Robert Oehle. Ein wichtiger Block von Matt Freeman brachte die Eisbären auf die Siegerstraße. Zwar erzielten die Jenaer noch zwei Freiwürfe, der letzte Wurf der Heimmannschaft ging aber nicht mehr vor der Sirene ins Netz und die Eisbären konnten sich von den etwa 20 mitgereisten Bremerhavener Fans für den knappen 69:71 – Sieg feiern lassen. 

Trainer Steven Key war nach dem heutigen Spiel überzeugt von der geschlossenen Teamleistung: „Der Schlüssel zum Sieg war heute die Intensität unseres Spiels, vor allem in der zweiten Hälfte. Wir haben es geschafft in den zweiten 20 Minuten nur drei Turnover zu erzeugen. Es war das erwartbare schwere Spiel. Wir haben wieder einige Spieler durch Verletzungen verloren und trotzdem geschlossen einen guten Job gemacht. Die Jungs stehen zusammen und haben heute bis zum Ende an den Sieg geglaubt.“

23.10.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Artland Dragons 82:88

Die Partie begann zunächst sehr ausgeglichen. In den ersten fünf Minuten des Spiels wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften hin und her. Vor allem Dragons Big Man Marko Bacak konnte im ersten Viertel seine starke Frühform unter Beweis stellen und sorgte für die ersten vier Punkte auf Seiten der Dragons. Doch auch die Gastgeber, die wie die Dragons vor dem Spiel noch ohne Sieg waren, erspielten sich in der Anfangsphase viele offene Würfe. Kapitän Demetrius Ward sorgte mit einem Dreier bei noch 3:27 auf der Uhr für den ersten größeren Vorsprung für die Drachen (18:14). Gerade in der Zone zeigten die Drachen in dieser Phase eine starke Präsenz und konnten zumeist nur durch Fouls gestoppt werden. Allein Daniel Zdravevski, der den kurzfristig ausgefallenen De’Vondre Perry in der Starting Five ersetzte, konnte jeden seiner fünf Versuche von der Freiwurflinie verwandeln und die Führung somit ins zweite Viertel nehmen (25:21).

Der Start ins zweite Viertel gehörte dann aber den Gastgebern. Der stark aufspielende Hollersbacher netzte zwei schnelle Dreier in Folge und assistierte Monteroso, der ebenfalls vom Perimeter traf und die Trierer zum ersten Mal seit Beginn des ersten Viertels in Führung brachte. Daniel Zravevski lief jetzt heiß und stellte mit sieben Punkten in kürzester Zeit den alten Vorsprung wieder her (42:38). Auf der Gegenseite konnte Monteroso den Rückstand mit der Sirene etwas verkürzen, womit es mit einem Halbzeitstand von 45:42 in den Pausentee ging. Die Halbzeitansprache von Headcoach Patrick Flomo schien die Spieler erreicht zu haben, denn die Drachen starteten brandheiß ins dritte Viertel. Marko Bacak mit fünf schnellen Punkten und Daniel Zdravevski per Layup brachten die Drachen erstmals zweistellig in Front (54:44). Zudem verletzte sich Marco Hollersbacher, der bis zu diesem Zeitpunkt beste Scorer auf Seiten Triers, bei einer Aktion unglücklich und konnte nur mit Hilfe seiner Teamkollegen das Spielfeld verlassen. Dies schien der endgültige Knockout für die Gastgeber zu sein, während die Dragons weiterhin Druck machten. Auch der Dreier fiel nun bei den Burgmannsstädtern, die zusätzlich das ein oder andere Highlight-Play in dieser Phase der Partie produzierten. So ging es dann mit einem satten 20-Punkte-Vorsprung in den Schlussabschnitt (74:54).

Die Dragons schalteten jetzt einen Gang zurück und verwalteten ihrer Führung. Die zweite Garde der Drachen machte ihre Sache auch sehr gut und hielt die Gastgeber über die ersten sieben Minuten des letzten Viertels konstant auf 15 Punkte weg (84:69). Wer jetzt jedoch dachte, dass das Spiel schon gelaufen sei, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Die Drachen verloren mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle über das Spiel und ließ Trier immer weiter rankommen. Die Moselstädter starteten einen Run und auch der Topscorer der Liga Parker Van Dyke fing jetzt Feuer und verwandelte so gut wie jeden Sprungwurf, egal aus welcher Distanz. Ihr Aufbäumen kam allerdings zu spät um den Drachen noch einmal wirklich gefährlich zu werden und so gewannen die Artland Dragons am Ende verdient mit 88:82.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ein wichtiger Sieg, der uns endlich die ersten zwei Punkte bringt. Wir haben wieder einen Fortschritt gegenüber dem letzten Spiel gemacht und mentale Stärke gezeigt, nachdem wir vor diesem Spiel 0-3 standen. Mir wäre es natürlich lieber gewesen, wenn Trier auch mit allen Spielern hätte antreten können. Unser Team hat den Basketball gezeigt, den wir über die Saison spielen wollen.  Im vierten Viertel haben wir das Spiel ein wenig schleifen lassen und es nicht geschafft, den Deckel auf das Spiel zu machen. Daran müssen wir arbeiten, denn das hat uns auch schon das Spiel in Giessen gekostet. Daniel Zdravevski und und Joanic Grüttner Bacoul haben heute ein besonders gutes Spiel gemacht und den Ausfall von De’Vondre Perry hervorragend kompensiert, aber auch andere Spieler sind in die Bresche gesprungen und haben sich großartig präsentiert.“

23.10.2022 18:00 Uhr Tigers Tübingen vs. Nürnberg Falcons BC 85:67

Ein harter Fight war es am Sonntagabend in der Paul-Horn-Arena zwischen den Tigers aus Tübingen und den Falcons aus Nürnberg. Zwar war die Mannschaft von Trainer Danny Jansson beinahe das gesamte Spiel über in Führung, doch die Gäste aus Franken gaben sich nie auf. Bis zum Ende blieb es ein umkämpftes Spiel. Die Hausherren hatten vor 1.570 Zuschauern mit dem 85:67 (40:29)-Erfolg das bessere Ende für sich. Die Raubkatzen behalten somit ihre weiße Weste in dieser Saison und grüßen weiter von der Tabellenspitze der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Die Raubkatzen taten sich zu Beginn gegen unbequeme Nürnberger schwer. Das Team von Trainer Vytautas Buzas war nicht gewillt, die Punkte beim Favoriten kampflos abzugeben. Ungewohnt viele Fehlwürfe und vier Ballverluste zwangen Jansson nach fünf Minuten zu einer frühen Auszeit. Die Gäste führten bis dahin mit 8:6 und hatten zwei Freiwürfe. Justinas Ramanauskas traf nach der Unterbrechung beide Freiwürfe zum 10:6. Die Hausherren legten nun eine Schippe drauf und erzielten einen schnellen 6:0-Lauf zum 12:10 (siebte Minute). Ein richtiger Rhythmus wollte dennoch noch nicht aufkommen. Immer noch leisteten sich die Tigers ungewöhnlich viele Ballverluste – deren sechs alleine im ersten Viertel. Folgerichtig lag Tübingen eine Minute vor dem Viertelende mit 15:16 im Hintertreffen. Binnen 20 Sekunden gelangen dann vier Punkte durch Šerić und Kivimäki. So konnte eine knappe 20:16-Führung mit in die erste Viertelpause genommen werden.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war ausgeglichen. So konnten die Tigers den Elf-Punkte-Vorsprung zunächst halten (44:33; 22. Minute). Die nächsten Minuten gehörten dann aber den Gästen, die aus der Distanz doppelt einnetzten und in der 24. Minute auf 39:46 verkürzen konnten. Die Tübinger taten sich schwer, ihre Angriffe sauber und strukturiert zu Ende zu spielen – auch weil die Falcons hart verteidigten. Auch am offensiven Brett zeigten sich die Franken nun bissiger. In der 26. Minute hatte Jansson genug gesehen und bat beim Stand von 48:45 zu einer weiteren Auszeit. Er fand die richtigen Worte, denn fortan agierten die Schwaben wieder konzentrierter und konsequenter: Fünf Punkte in Folge sowie ein Monsterblock von Daniel Keppeler – die Tigers waren wieder auf Kurs (53:45; 28. Minute). Einmal mehr schlugen die Gäste zurück. Quasi mit der Schlusssirene des dritten Viertels traf Kreuser aus der Distanz. So nahmen die Tigers nur einen knappen 55:51-Vorsprung mit ins Schlussviertel. Die Raubkatzen ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und spielten nun routiniert und doch emotional im Stile einer Spitzenmannschaft ihren Stiefel runter. Und beeindruckend war dabei vor allem, dass die Tigers diese Saison noch unberechenbarer zu sein scheinen als letzte Saison. Nicht die üblichen Verdächtigen Šerić, Seljaas oder Ersek waren an dem 20:6-Lauf vordergründig beteiligt, sondern die beiden Kapitäne Gianni Otto und Jönke. Der 85:67-Sieg fiel am Ende vielleicht etwas zu hoch aus, doch verdient war er allemal.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Es war ein harter Fight, meine Mannschaft schien schwere Beine zu haben. Wir sind definitiv nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben. Als uns dann einige Stopps gelungen sind, haben wir auch offensiv den Rhythmus gefunden. Aber nochmal: Über weite Strecken hat es uns Nürnberg schwer gemacht.“

Vorberichte ProA 4. Spieltag

Foto: Patrick Hipp

Spieltag 4: 22.10.2022 18:00 Uhr Dresden Titans vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Mit einem erneuten Auswärtssieg im Rücken (82:84 gegen Artland) wollen Dresdens Basketballer diesen Samstag in der heimischen Margon Arena nachlegen. Zu Gast ist der aktuell Tabellenfünfte der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA – die JobStairs GIESSEN 46ers. Noch vergangene Saison trennten beide Teams zwei Ligen. Nun trifft der aktuelle ProB-Meister Dresden auf die Absteiger aus Gießen.

Für die 46ers verlief der Start in die Saison denkbar schlecht. 60:98 lautete zum Auftakt das Endergebnis beim Gastspiel in Bremerhaven. Eine überraschend deutliche Niederlage, die Headcoach Branislav Ignjatovic auch deutliche Worte wählen ließ: „Kein Teamplay war mehr zu sehen und viele individuelle Fehler prägten das Bild. Einfach nur peinlich und es tut mir für die Fans leid, die den langen Weg nach Bremerhaven auf sich genommen haben.“

Cheftrainer Fabian Strauß: „Wir treffen da am Wochenende wahrscheinlich auf den Aufstiegsfavoriten überhaupt. Mit Frenki [Branislav] Ignjatovic coacht dort ein echter Erfolgstrainer, der erfahren und kaltschnäuzig ist, zudem über viele gute Spieler verfügt. Das wird sicherlich eines der schwersten Spiele des Jahres für uns. Sie werden versuchen, uns zu Fehlern zu zwingen. Wenn wir überraschen wollen, müssen wir unseren Gameplan durchziehen, an uns glauben: Daran glauben, Gießen besiegen zu können.“

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Dresden ist eine Mannschaft die aus der ProB kommt und trotzdem aufzeigt, wie ausgeglichen diese Liga aktuell ist. Sie haben zwei Siege, die zwar knapp ausgefallen sind, aber völlig verdient waren. Das Team ist eine homogene Truppe, die ein sehr gutes offensives Spacing hat und mit vielen Würfen von außen agiert. Wir müssen zusehen, dass wir ihr Spiel kontrolliert bekommen. Sie haben zudem eine gute und erfahrene Mischung zusammen, wobei die deutschen Spots mehr in der ProB agiert haben und sich nun beweisen wollen, während die Imports, wie Chase Adams, schon reichlich Erfahrung aus der Liga mitbringen. Es gilt die gleiche Leistung abzurufen wie in Nürnberg, um auch in Dresden eine Chance zu haben. Dabei müssen die nötige Intensität und Energie vorhanden sein, damit wir vor allem durch unsere Verteidigung weiteres Selbstvertrauen generieren und unser Spiel umsetzen können.“

22.10.2022 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. VfL SparkassenStars Bochum

Wie bereits in den drei Jahren zuvor sind Kirchheims Zweitligabasketballer schleppend aus den Startlöchern gekommen. Mit einer Bilanz von 0:3 stehen die Ritter am Tabellenende. Besonders unter den Körben hatten die Teckstädter regelmäßig das Nachsehen. Darauf wurde unter der Woche reagiert und mit Mitch Lightfoot ein athletischer und physischer Center verpflichtet. Die notwendigen Dokumente für den 25-jährigen liegen vor und so wird Lightfoot am Samstag sein Debut für die Kirchheimer feiern. Ebenfalls wieder zurück im Kader ist Paul Giese. Nach einer Corona Erkrankung vor drei Wochen fiel Giese in den letzten beiden Partien aus. Nun ist er wieder mit an Bord. Weiterhin fehlen werden Besnik Bekteshi und voraussichtlich auch Tim Koch, der an einer hartnäckigen Erkältung laboriert.

Gegner Bochum hatte es zum Auftakt in die neue Spielzeit mit den drei Aufsteigern aus Münster, Düsseldorf und Dresden zu tun. Einzig gegen Dresden gelang ein Erfolg. Doch die neuen ProA Teams treten nicht wie klassische Aufsteiger auf und haben schon für beeindruckende Schlagzeilen sorgen können, daher warnt Perovic auch seine Truppe. „Bochum spielt sehr physisch und aggressiv. Sie sind sehr schnell und kreieren viele Würfe. Garrison und Geske haben viele offensive Freiheiten. Zudem haben sie viele gute Werfer in ihren Reihen. Wir müssen das Tempo kontrollieren und ähnlich physisch spielen,“ so der Kirchheimer Chef an der Seitenlinie. Für die Kirchheimer werden vor allem die Routiniers gefragt sein. Richie Williams, Tyrone Nash und auch Jonas Niedermanner hatten zuletzt mit Schwankungen zu kämpfen. Von ihnen wird erwartet voran zu gehen. Gerade an den Führungsspielern orientiert sich der junge Kader um die Rookies Michael Flowers, Kayne Henry und Mitch Lightfoot.

Neuzugang Lightfoot gibt Trainer Perovic verschiedene Optionen, um seine Mannschaft auf den Gegner auszurichten. Doch erneut fehlt es vor allem an Zeit. „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Es kommt jetzt darauf an den nächsten Schritt zu gehen und eine Steigerung zu zeigen. Die Ergebnisse werden dann kommen, aber entscheidend ist die Entwicklung,“ so Sportchef Chris Schmidt.

22.10.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Bayer Giants Leverkusen

Mit Spannung blicken die Basketballfans in NRW auf das erste ProA-Derby zwischen den ART Giants Düsseldorf und den benachbarten Bayer Giants Leverkusen. Im Duell der Giganten wollen die Düsseldorfer an ihren selbstbewussten Auftritt in Bremerhaven anknüpfen.

„Leverkusen ist ein sehr gefährliches Team, was aktuell einige Ausfälle zu verzeichnen hat. Durch sowas rückt eine Mannschaft aber immer nochmal mehr zusammen, was die Partie auch nicht so vorhersehbar macht. Das ändert aber nichts daran, dass wir uns wie gewohnt auf den Gegner vorbereiten und versuchen werden das Bestmögliche rauszuholen“, schätzt ART Giants-Headcoach Florian Flabb die Ausgangslage vor dem anstehenden Derby ein. Man selbst geht mit breiter Brust in das Duell gegen Leverkusen. Durch den überraschend deutlichen 112:78-Auswärtserfolg haben die Düsseldorfer ordentlich Selbstbewusstsein getankt, um nun gegen die Bayer Giants erstmals ein Derby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auszutragen.

Die beiden besten einheimischen Akteure im Kader der ART Giants hören auf die Namen Vincent Friederici (12,3 PpS, spielte 2021/22 noch für den MBC in der easyCredit-BBL) und Ex-GIANT Lennart Boner (11,0 Zähler und 12,0 Rebounds pro Paarung im Schnitt). Alles in allem können die sportlichen Verantwortlichen auf einen homogenen Kader zurückgreifen, in dem jeder Spieler extrem gefährlich werden kann. Das weiß auch Coach Gnad, der sich dennoch auf das NRW-Duell freut: „Alle drei Aufsteiger spielen eine bisher gute Saison und auch in Düsseldorf scheint einiges zusammen zu passen. Sie verfügen über die beste Dreierquote der Liga, was schon eine Hausnummer in dieser qualitativ hochwertigen ProA ist. Der Kader ist unheimlich gut besetzt und wir werden den Teufel tun, diese Mannschaft in irgendeiner Art und Weise zu unterschätzen. Dafür sprechen die Ergebnisse der vergangenen Wochen eine zu deutliche Sprache. Das wird ein wichtiges Spiel für uns gegen einen starken Gegner werden.“

22.10.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Phoenix Hagen

Der Kurztrip gen Ostwestfalen nach Paderborn stellt für Phoenix eines von in dieser Saison insgesamt fünf NRW-Derbys dar. Neben den UniBaskets bekommt Hagen es in 2022/2023 zudem mit Düsseldorf, Leverkusen, Bochum und Münster zu tun.

Am altehrwürdigen Maspernplatz wurden in der Vergangenheit schon viele basketballerische Schlachten geschlagen. Zudem verbindet die beiden Cheftrainer Chris Harris und Steven Esterkamp eine langjährige Freundschaft. 

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Seit wir in der Preseason gegeneinander getestet haben, ist über ein Monat vergangen. Beide Mannschaften haben sich seither weiterentwickelt und gehen mit einer Bilanz von zwei Siegen und einer Niederlage in die Partie. Für uns ist dabei wichtig, dass wir nach dem Heimspiel gegen Vechta weiter an unserer kämpferischen und energiegeladenen Identität festhalten. Es werden wieder alle Spieler gefragt sein, wenn wir im Kollektiv den starken Paderborner Backcourt ausschalten wollen.
Wir freuen uns auf jeden Phoenix-Fan, der den Kurztrip nach Paderborn macht, um den Maspernplatz – ähnlich wie in Trier – in eine Heimhalle zu verwandeln.“

22.10.2022 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. wiha Panthers Schwenningen

Nur sieben Tage nach der 74:88-Heimniederlage gegen die Uni Baskets Paderborn steht für die wiha Panthers das nächste Ligaspiel gegen RASTA Vechta auf dem Programm. Auch im dritten Ligaspiel gelang den Panthers nicht der erste Saisonsieg. Gegen Paderborn lag die Velcic-Truppe früh zurück und kämpfte sich zweimal auf fünf Punkte Rückstand heran. In den entscheidenden Phasen zeigten sich die Uni Baskets souveräner und holten verdient den Auswärtssieg in der Deutenberghalle.

„Vechta ist Topfavorit auf den Titelgewinn und wir fahren da angeschlagen hin, sind aber nicht chancenlos dort und wollen unsere Minimalchance nutzen“, sagt Head Coach Alen Velcic.

Die ersten Wochen der neuen Saison hatten es in sich für RASTA Vechta. Auswärtsderby bei den Artland Dragons, dann die große Herausforderung gegen in der Vorsaison und am 1. Spieltag so starken Eisbären Bremerhaven und schließlich der Härtetest bei Erzrivale Phoenix Hagen – alles andere als ein Zuckerschlecken. Und doch konnte die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson drei Siege einfahren, steht auf Platz 2. Dies honorieren auch die Fans in Vechta: Am Donnerstagmittag waren schon fast 2.700 Karten verkauft. „Für uns ist wirklich wichtig, dass so viele Fans wie möglich in den RASTA Dome kommen, denn sie geben uns gerade am Anfang einen großen Schub“, sagt Harrelson. „Die Jungs saugen diese Atmosphäre schon beim Warm-up auf und ziehen Energie aus diesem Support. Gegen Bremerhaven war die Halle schon fast voll, es wäre schön, wenn es jetzt immer noch mehr werden, die uns spielen sehen wollen. So bekommt man einen echten Heimvorteil und der Support wirkt sich auf den Start sowie das Ende eines Spiels, wenn es knapp ist, aus.“

Besser hätte RASTA in den letzten zwei Spielen agieren müssen, als man einen komfortablen Vorsprung hatte – und so gut wie verspielte. „Es geht um Konzentration“, sagt Harrelson. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Als wir diese Vorsprünge hatten, sind wir aus dem Muster gefallen, haben nicht mehr das gespielt, was wir wollten. Es gilt also, diese Dinge in den Griff zu bekommen.“ Erst einmal aber muss man sich überhaupt einen Vorsprung erspielen. Noch „präziser und disziplinierter“ müsse man dafür spielen, sagt Enosch Wolf, „damit wir uns nicht darauf verlassen müssen, dass einer einen guten Tag hat“. Auch der am Dienstag 32 Jahre alt gewordene Routinier weiß um die individuellen Stärken im Kader – genauso um die Wichtigkeit des Teambasketballs in Offense und Defense: „Ich denke schon, dass bei uns eine Entwicklung in die richtige Richtung zu sehen ist. Wir haben aber noch einen sehr weiten Weg zu gehen. Die ersten drei Spiele sind uns in vielen Phasen recht leicht gefallen. Aber so wird es ja nicht immer weitergehen.“

22.10.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. PS Karlsruhe LIONS

Wiedersehen nach 42 Tagen: Am Samstagabend empfangen die WWU Baskets Münster am 4. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA die PS Karlsruhe Lions. Im Testspiel zahlte der Aufsteiger seinerzeit Lehrgeld, nicht nur die personellen Vorzeichen haben sich aber inzwischen verändert. Nach zuletzt zwei Erfolgen – gegen Kirchheim und in Bochum – wollen die Uni-Städter ihre kleine Siegesserie ausbauen. 

Stefan Weß kehrte nach zweiwöchiger Pause wieder ins Training zurück. Hilmar Pétursson pausiert infolge eines Zusammenpralls in Bochum bislang. „Jasper war krank, ein, zwei andere kränkeln auch. Deswegen war die Trainingswoche bisher nicht ganz so gut von der Energie her“, berichtete Björn Harmsen. Mit einem Wort: „durchwachsen“.

So hänge es „etwas von unserem Personal ab“, was für ein Spiel am Samstagabend erwartet werden könne. „Zumindest erwarte ich von Karlsruhe ein sehr offensiv orientiertes Spiel“, sagte der Cheftrainer der WWU Baskets am Donnerstagmorgen. Keine große Rolle spiele die 74:100-Testspielniederlage vor sechs Wochen. Zum einen spielten beide Teams mit reduziertem Personal. Zum andern stand in der Preseason nicht die gezielte Vorbereitung auf die Lions, sondern die taktische Entwicklung im Vordergrund. Björn Harmsen kann der hohen Niederlage durchaus Positives für die Partie am Samstag abgewinnen. „Vielleicht ist das Testspiel in den Hinterköpfen der Spieler, was ganz gut ist, da wir eine sehr offensiv orientierte Mannschaft spielen und defensiv uns gut stellen müssen.

Die PS Karlsruhe LIONS haben sich in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich in Deutschlands zweithöchster Spielklasse etabliert. Der Tabellensiebte der Vorsaison – punktgleich mit dem Tabellenvierten – nahm einen größeren Umbruch in seinem Kader vor. Und hat erneut viel Qualität und Größe im Kader, ist individuell ausgezeichnet besetzt. Karlsruhes starke Einzelspieler gilt es im Eins-gegen-Eins ebenso zu stoppen wie das Lions-Kollektiv gut verteidigt werden muss. Der BBL-erfahrene Center Maurice Pluskota (19,3 Punkte pro Spiel) ist seit 2017 die Konstante im „Löwenrudel“, sehr routiniert und kann unter dem Brett dominieren.

23.10.2022 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Eisbären Bremerhaven

Während sich die Thüringer derzeit mit einer höchst erfreulichen 3:0-Bilanz auf dem 2. Platz der BARMER 2. Basketball Bundesliga einsortieren, wartet am Sonntagnachmittag mit den Norddeutschen ein Kontrahent aus der Schublade „unangenehm, unberechenbar und gefährlich“. Obwohl die Bezeichnung „Angstgegner“ ganz sicher übertrieben wäre, entwickelten sich die bisherigen Duelle jedoch meist knapp, heftig umkämpft und endeten in zehn Fällen (von 14 direkten Aufeinandertreffen) zu Gunsten der Eisbären (Korbverhältnis 1178:1228).

Auch vor der anstehenden Partie des 4. Spieltags ist es enorm schwer, hinsichtlich der Rollenverteilung eine fundierte Prognose zu treffen. Grund hierfür sind u.a. die beiden unterschiedlichen Gesichter der Gäste, die bereits nach drei Spieltagen eine ziemlich wilde Berg- und Talbahn-Fahrt hinter sich haben. Während das Team von Headcoach Steven Key in seinem Auftaktduell mit Erstliga-Absteiger Gießen zunächst die Stadthalle Bremerhaven auswischte (98:60), folgte am 2. Spieltag eine 67:72-Niederlage bei RASTA Vechta. Der Höhepunkt einer bislang turbulenten Eisbären-Story folgte allerdings erst am letzten Wochenende, als die Gastgeber vor eigenem Publikum durch Aufsteiger Düsseldorf mit einem Score zum Augenreiben (78:112) vom Parkett geschickt wurden. Somit stellen sich vor der Begegnung am Sonntag eigentlich nur zwei Fragen. Welches Gesicht des „Bremerhavener Jokers“ wird in der Jenaer Sparkassen-Arena auflaufen und kann das Team von Kapitän Brandon Thomas die unzweifelhaft vorhandenen Stärken und Qualitäten des Gegners neutralisieren, um den vierten Sieg in Folge zu feiern?

„Bremerhaven hat einen neuen Coach, ein neu zusammengestelltes Team. Sie verfügen über einen offensivstarken Kader und spielen viel Sets auf die wir uns in der Defense gut vorbereiten. Die extremen Schwankungen dürften ganz unterschiedliche Gründe haben. Für uns wird es spannend sein, welches Bremerhaven am Sonntag zu Gast ist. Unabhängig davon sollte man Düsseldorf für den klaren Sieg am letzten Wochenende auch Respekt zollen. Sie haben in diesem Duell einen guten Job gemacht. Im Endeffekt können wir daraus analysieren und lesen, was sie erfolgreich umgesetzt haben, um zu gewinnen und wo Bremerhaven die größten Probleme hatte. Primär wird es darum gehen, ihnen ihre Stärken wegzunehmen und aus einer guten Verteidigung schnell nach vorn zu spielen“, sagt Jenas Trainer Domenik Reinboth.

23.10.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Artland Dragons

Das zweite Heimspiel der Saison 2022/23 in der Arena Trier steht bevor. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier empfangen die Artland Dragons und für beide Teams geht es um den ersten Saisonsieg, nachdem auch die Quakenbrücker die ersten drei Spiele nicht siegreich gestalten konnten. Am ersten Spieltag unterlagen die Drachen RASTA Vechta mit 61:88, am zweiten Spieltag verlor man in Gießen denkbar knapp mit der Schlusssirene (81:82) und am vergangenen Spieltag entführten die Aufsteiger der Dresden Titans die Punkte aus dem Artland (82:84). In der vergangenen Saison gewannen sowohl die Dragons als auch die Gladiatoren ihre Heimspiele gegeneinander, im Artland verloren die Moselstädter mit 98:102, beim Rückspiel in der Arena Trier gewann man mit 91:75.

Nach der schwierigen vergangenen Saison strukturierten die Artland Dragons ihren Kader im Sommer um und wollen mit einer neuen Mannschaft in dieser Spielzeit nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Mit Big Man Jonas Weitzel und den beiden Guards Demetrius Ward und Thorben Döding blieben drei wichtige deutsche Stützen aus der Vorsaison in Quakenbrück. Gefährlichste Akteure der Drachen sind aktuell die drei Importspieler De’Vondre Perry (14,3 Punkte pro Spiel), William Christmas (14 PpS) und Jalen Bradley (10,7 PpS). Mit Marco Bacak (10,3 PpS) wechselte ein deutscher Big Man nach Quakenbrück, der den Trierer Fans noch aus den letztjährigen Duellen mit den Bayer Giants Leverkusen bekannt sein dürfte. Dazu kamen Point Guard Jannes Hundt von RASTA Vechta und Flügelspieler Joanic Grüttner Bacoul aus Tübingen und vervollständigen die engere Rotation der Dragons.

Der Einsatz von Alex Laurent, der bereits beim Auswärtsspiel in Karlsruhe mit Rückenproblemen aussetzen musste, ist weiterhin fraglich. Ähnlich sieht es bei Dylan Painter aus, der ebenfalls noch nicht bei 100% ist. „Nach unserem schwierigen Start ist es natürlich ein ganz, ganz wichtiges Spiel für uns. Leider wissen wir noch nicht, ob Alex und Dylan spielen können. Artland steht – genau wie wir – mit dem Rücken zur Wand und dementsprechend fokussiert müssen wir das Spiel angehen. Wir wollen endlich einen guten Start hinlegen. Das Selbstvertrauen ist da, die Mannschaft glaubt an sich. Jetzt gilt es vor unseren Fans den ersten Sieg zu holen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs über die Personalsituation und den nächsten Gegner der Gladiatoren.

23.10.2022 18:00 Uhr Tigers Tübingen vs. Nürnberg Falcons BC

Zum zweiten Heimspiel der Saison 2022/2023 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Tigers Tübingen die Nürnberg Falcons BC. Nach dem dritten Spieltag sind noch drei Mannschaften ungeschlagen. Vechta, Jena und auch Tübingen, die derzeit die Tabellenführung innehaben. Zuletzt gelang dem Team von Trainer Danny Jansson nach einer überzeugenden Leistung ein 98:66-Sieg bei den Bayer Giants Leverkusen.

Tübingen gegen Nürnberg – diese Ansetzung hatte es in der vergangenen Spielzeit mehr als in sich. Beide Duelle wurden stets intensiv geführt, aus Tübinger Sicht konnte beide Partien siegreich gestaltet werden. Während die Franken auf Platz neun nur ganz knapp die Playoffs verpassten, sicherten sich die Raubkatzen Platz eins nach der Hauptrunde.

Bei der Mannschaft von Trainer Vytautas Buzas hat sich im Sommer am Kader einiges verändert. Alle Importspieler haben den Klub verlassen, auch die ehemalige Raubkatze Roland Nyama zog nach nur einer Spielzeit weiter nach Gießen. Mit den US-Amerikanern Thomas Wilder (13,3 ppg) und Jackson Kreuser (11,0 ppg), dem Litauer Justinas Ramanauskas (7,3) sowie dem Kanadier Maxime Boursiquot (2,3 ppg) verfügen vier neue Importspieler. Mit Routinier Sebastian Schröder, Tim Köpple und Jonathan Maier blieben den Falcons nur drei Stammspieler erhalten. Neu sind hingegen die deutschen Kräfte Moritz Krimmer (Ulm), Ferenc Gille (Leverkusen) sowie Sheldon Eberhardt (Vechta). Aktuell setzt Buzas insgesamt mit zehn Spielern nur auf eine kleine Rotation. Jansson sieht eine interessante Aufgabe auf sein Team zukommen. „Nürnberg spielt einen attraktiven Basketball mit einer flüssigen Offense und einer organisierten Defense. Wir treffen auf jeden Fall einen zähen Gegner.“

Nachberichte ProA 3. Spieltag

Foto: Dennis Green

Spieltag 3: 15.10.2022 19:00 Uhr VFL Sparkassenstars Bochum vs. WWU Baskets Münster 82:83

Was für ein Basketballspiel der emotionalen Achterbahnfahrten und grundverschiedener Halbzeiten – mit dem Höhepunkt Overtime: Das bessere Ende haben die WWU Baskets Münster bei den VfL SparkassenStars Bochum für sich und gewinnen 83:82 nach Overtime (72:72, 44:24). Allerbeste Werbung für die Sportart. Das Westfalenderby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA vor 962 Zuschauern, darunter 150 Fans der WWU Baskets, war ein großartiges Basketball-Spektakel. Cheftrainer der WWU Baskets Björn Harmsen erklärte nach den aufwühlenden 45 Minuten: „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht heute, weil es so eine tolle Dramaturgie gab.“

In dieser Neuauflage der ProB-Dauerrivalität schickte SparkassenStars-Headcoach Felix Banobre erstmals in dieser Saison eine komplett durchrotierte Starting-Five auf das Parkett. Niklas Geske, Miki Servera, Garrett Sams, Bernie Andre und Tom Alte mussten mitansehen, wie sich die Gäste bis 4:28 Minuten auf 6:14 absetzten, so dass es mit einem 13:21-Rückstand in die erste Viertelpause ging.Die Geschichte des zweiten Viertels war dann schnell erzählt. Die Gäste aus dem Münsterland waren aktiver, aggressiver und konzentrierter auf dem Feld. Während die SparkassenStars sich einige Turnover und viele Fehlwürfe leisteten, lief die Offensive der WWU Baskets rund und so setzte sich der Aufsteiger bis zur Halbzeitpause durch einen getroffenen Dreier von Oliver Pahnke mit dem Buzzer zum 24:44 ab.

Die SparkassenStars kamen mit einer anderen Körpersprache aus der Halbzeitkabine und starteten sofort mit zwei Dreiern durch Tom Alte und Conley Garrison in die zweite Hälfte des Spiels. Nun stand auch die Defense des VfL solide und so holten die Bochumer angeführt von einem unaufhaltsamen Conley Garrison Punkt für Punkt auf. Nach 10 Minuten in der zweiten Hälfte waren die Bochumer bereits auf 55:61 an die WWU Baskets herangerückt und die Rundsporthalle stand zu diesem Zeitpunkt bereits Kopf.Die Offensive der Münsteraner wurde ein ums andere Mal gestoppt. Vier Minuten lang sahen sich die Gäste fehlenden Zählern konfrontiert. Erst ein Dreier des erfahrenen  Thomas Reuter zum 64:60 stoppte den drohenden Führungswechsel. Aufhalten ließ sich dieser im hart umkämpften Derby aber nicht. Weitere sieben Münsteraner Turnover waren zu viel. Bochum war zur Stelle, drehte die Partie vollends, sah bei der   72:66-Führung zwei Minuten vor der Schlusssirene wie der „gefühlte“ Sieger aus. Doch das Team von Björn Harmsen gab sich keinesfalls geschlagen, konterte eiskalt mit einem 6:0-Lauf zum Augleich. Und verpasste sogar noch in den Schlusssekunden den Sieg zweimal am offensiven Brett denkbar knapp. Overtime. Wie schon zum Saisonauftakt bei Phoenix Hagen.

Bochums Topscorer Conley Garrison (25 Punkte) erzwang seinen nächsten fünf Punkte. Münsters Topscorer Connor Harding (24 Punkte) setzte zwei schwere Dreier zur 80:78-Gästeführung vor dem erstklassig unterstützenden Gästeblock entgegen. Darien Jackson erhöhte 47 Sekunden vor dem Ende per Fastbreak zur Vier-Punkte-Führung. Die Entscheidung? Mitnichten! Bochum antwortete über Garrison zum 80:78 und 83:82. Die WWU Baskets mobilisierten noch einmal die letzten Kräfte und fuhren einen überwältigenden ersten Auswärtssieg in der ProA ein. In einer weiteren „Overtime“ feierten sich Team und Fans gegenseitig.

15.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. ART Giants Düsseldorf 78:112

Mit einem deutlichen Auswärtssieg sorgten die ProA-Basketballer der ART Giants Düsseldorf am 3. Spieltag für eine große Überraschung. Bei den favorisierten Eisbären Bremerhaven siegten die Giganten mit 112:78. Es waren teils ungläubige Blicke nach dem Ertönen der Schlusssirene, die die Stadthalle Bremerhaven durchquerten. Rund 800 Zuschauer hatten kurz zuvor gesehen, wie der Aufsteiger aus Düsseldorf eine exzellente Leistung bot und nun mit den rund 15 mitgereisten Fans, die weite Reise in den hohen Norden auf sich genommen hatten, den verdienten Auswärtssieg bejubelten.

Im ersten Viertel hatten sich die Eisbären mit der Starting Five um Matt Frierson, Adrian Breitlauch, Simon Krajcovic, Matt Freeman und Robert Oehle viel vorgenommen. Den besseren Start erwischten jedoch die Düsseldorfer – sie überzeugten mit einer fast perfekten Dreierquote von 88%. Im zweiten Viertel konnten die Eisbären die Defensive des Aufsteigers besser bezwingen. Auch Matt Frierson kam zu seinem ersten von insgesamt drei Dreiern. Die Offensive der Gäste war dennoch nicht zu bremsen, so gingen die Seestädter mit einem 25 Punkte Rückstand in die Pause.

In der Halbzeit wurde das Spiel für zwei Eisbärenfans zum ganz persönlichen Highlight. Die Designerin des Jubiläumstrikots erhielt ihr personifiziertes Trikot und der ausgeloste Gewinner der Spieltags Aktion ergatterte ein Jubiläumstrikot von Adrian Breitlauch. Auch nach der Pause verpassten die Eisbären ein Aufbäumen. Zwar schafften Sie es teilweise die Düsseldorfer Offense besser zu stoppen, brachten Ihrerseits den Ball aber zu selten im Korb unter. Die Gäste hatten stets eine Antwort parat und punkteten durch geduldig herausgespielte Aktionen. Im letzten Abschnitt ging es für die Gäste nur noch darum, den großen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Und das gelang dem Flabb-Team leicht, weil man das Spiel weiter schnell machte und zu keinem Zeitpunkt nachließ, weder offensiv noch defensiv (60:95). Hollowell machte dann, natürlich mal wieder von der Dreierlinie, die 100 Punkte voll und kurz darauf baute US-Amerikaner Chris Rollins die Führung per Dunking sogar auf 40 Punkte (!) aus (62:102). Auf den letzten Metern gönnte Flabb seinen Youngsters dann noch vermehrt Einsatzminuten, denn den ungefährdeten Auswärtssieg ließen sich die ART Giants nicht mehr nehmen, bei dem vor allem die starke Dreierquote von insgesamt 59% verwandelter Würfe (17 von 29) entscheidend war (78:112).

Coach Steven Key blieb indes nur die Gratulation an den Gegner: „Glückwunsch an die Düsseldorfer. Sie haben heute besser gespielt, auf unsere Aktionen die passende Antwort gehabt und daher verdient gewonnen. Wir waren heute nicht imstande die 1 Gegen 1 Situationen zu gewinnen. Genau wie wir vor zwei Wochen gegen Gießen sind sie heute aufgetreten. Das nächste Mal müssen wir unseren Gameplan wieder besser umsetzen.“ 

15.10.2022 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Rasta Vechta 74:91

Im Duell zweier bis dahin noch ungeschlagener Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat sich RASTA Vechta am Samstagabend mit 91:74 (48:34) bei Phoenix Hagen durchgesetzt. Vor gut 2.000 Zuschauern in der ‚Krollmann Arena‘ überragten RASTA-Big Man Tajuan Agee mit 18 Punkten und 14 Rebounds und Joel Aminu. Der Ex-Hagener hatte mit ebenfalls 18 Punkten großen Anteil am  Erfolg. Und Top-Scorer wurde ebenfalls ein Vechtaer: Jordan Johnson mit 19 Zählern. 

Dass Basketball ein Spiel der Läufe ist, dürfte unbestritten sein. Wer am Samstagabend in Hagen den entscheidenden Lauf haben würde, war erst in den Schlussminuten klar. RASTA hatte einen schlechten Start erwischt, lag 7:17 (7. Minute) zurück, wendete das Blatt aber komplett und führte zwischenzeitlich mit 20 Zählern (64:44, 25.). Diesen Vorsprung wideerum büßte das Team von Head Coach Ty Harrelson beinahe komplett ein (66:67, 32.), bis es im Schlussabschnitt den dann entscheidenden 20:1-Lauf hinlegte.

Der sogleich verursachte 13. Ballverlust der Vechtaer bedeutete den endgültigen Anschluss Phoenix Hagens – 64:67 (31.) im vierten Viertel. RASTA brauchte gegen nun komplett heiß gelaufene ‚Feuervögel‘ dringend einen Feuerlöscher, fand diesen in Person von Chip Flanigan: RASTAs #30 netzte einen Dreier zum 70:66 (32.) ein. Und dass auch Tajuan Agee ganz heiß laufen kann, bewies der Center: In der 36. Minute klaute der US-Big Man Hagen den Ball, traf dann per And-One – RASTA wieder zehn vor: 78:68. Und als Agee per Jumper noch auf 80:68 erhöhte, nahm Chris Harris die nächste Auszeit (37.). RASTA aber ließ sich kurzfristig nicht mehr beirren. In der 38. Minute machten erst Jordan Johnson per Dreier zum 85:68 und dann Tajuan Agee zum 87:68 den Vechtaer Auswärtssieg praktisch perfekt.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Wie sich Vechta in den entscheidenden Phasen der ersten Hälfte und im letzten Viertel präsentiert hat, war schon sehr routiniert und abgezockt. Es ist uns zu selten gelungen, den Ball direkt bis ans Brett zu tragen, sondern mussten vielfach für unsere Punkte hart arbeiten. Dass wir überhaupt noch einmal rangekommen sind, haben wir der Halle zu verdanken – diese Unterstützung hat und ungemein viel Kraft gegeben.“

Tajuan Agee (Center RASTA Vechta): „Phoenix Hagen ist ein wirklich starkes Team und die Atmosphäre war unglaublich. Am Ende haben wir als Einheit agiert, haben zusammengehalten und uns gegen alle Widrigkeiten gestemmt und sie auch überwunden. So konnten wir dieses Spiel gewinnen. Ich bin wirklich stolz darauf, wie wir heute Abend gekämpft haben!“

15.10.2022 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. VFL Kirchheim Knights 87:69

Nach den beiden zurückliegenden Auswärtssiegen in Paderborn und Düsseldorf bleiben die Basketballer von Medipolis SC Jena auch in ihrem Heimspielauftakt ungeschlagen. Das Team von Trainer Domenik Reinboth bezwang die Kirchheim Knights am Samstagabend in der Sparkassen-Arena vor 1.581 Zuschauern verdient souverän mit 87:69 und übernimmt erstmalig die Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. 

In einem Duell, das zahlreiche attraktive Basketball-Momente bereithielt, hatte sich zunächst ein ausgeglichenes Startviertel entwickelt, bevor die Thüringer einen kurzzeitigen 14:17-Rückstand (6.) durch einen straffen 14:0-Lauf konterten. Speziell Center Björn Rohwer war in dieser Phase kaum zu bremsen und trug mit acht Punkten maßgeblich zum Run der Saalestädter bei. Bis kurz vor Ablauf der Viertelsirene waren die Gastgeber auf 28:17 (9.) enteilt, bevor Kirchheims Aufbauspieler Michael Flowers noch einmal auf 28:20 verkürzen konnte. Obwohl Flowers den zweiten Abschnitt mit einem weiteren Dreier eröffnete, präsentierte sich Medipolis SC Jena konzentriert und stabil genug, um bis zur 16. Minute erneut auf 46:31 (FTs Björn Rohwer) vorzulegen. Die Gäste blieben jedoch weiterhin giftig, ließen trotz ihres zweistelligen Rückstandes nicht abreißen und verkürzten bis 17 Sekunden vor der Halbzeitsirene erneut auf 52:43 (Dunk, Henry-McCalla). Das letzte Wort der ersten Hälfte blieb jedoch Jenas Kapitän Brandon Thomas vorbehalten, der parallel zum Buzzer wieder auf 54:43 erhöhte.

Während Jenas Führung nach dem Start in die zweite Hälfte gleichermaßen kurzzeitig wie bedenklich bis auf 58:53 (24., Layup Nash) geschmolzen war, sorgte Nils Owen Schmitz mit einem Dreier zum 61:53 (25.) für die so wichtige Beruhigungspille. Anschließend neutralisierten sich die zwei Kontrahenten an beiden Enden des Parketts, bevor das Duell mit einer Jenaer 68:60-Führung in den Schlussabschnitt startete. In den verbleibenden zehn Minuten stemmten sich die Gäste zwar anfänglich noch gegen ihre dritte Saisonniederlage, gerieten jedoch zunehmend höher in Rückstand und mussten sich nach einem Korb von Brandon Thomas (37., Dreier 81:66) der Rollenverteilung beugen. Das Team von Medipolis SC Jena feierte unterdessen nach der Schlusssirene den ersten Sieg auf heimischem Parkett und darf sich nach nunmehr drei erfolgreichen Auftritten – zumindest temporär – über den Platz an der Sonne freuen.

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „Danke an Igor für die Glückwünsche. Am Ende waren es die von ihm angesprochenen Rebounds, die den Ausschlag gegeben haben. Unsere 56 Rebounds sind ein extrem starker Wert. Wir sind offensiv sehr gut ins Spiel reingekommen, bevor Kirchheim die Momente genutzt hat, in denen wir zu schläfrig waren. Gerade in der Transition haben wir zu viele einfache Punkte kassiert. Das zog sich durch das komplette zweite Viertel. Nachdem wir im dritten Abschnitt zu oft von außen geworfen hatten, ist es uns in den letzten zehn Minuten wieder besser gelungen, den Weg zum Korb zu finden. Es war von Beginn an das Ziel viel Druck auszuüben. In Kombination unserer guten Defense und der kurzen Rotation im Kirchheimer Kader haben wir den Gegner müde gespielt. Mit zu vielen Ballverlusten und 12 Offensiv-Rebounds des Gegners haben wir aber noch genügend Punkte, an denen wir arbeiten müssen. Insgesamt war es eine sehr gute Leistung, eine tolle Stimmung in der Arena und ein ebenso tolles Basketballspiel“.

15.10.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Uni Baskets Paderborn 74:88

Sieben Tage nach der 102:73 Auswärtsniederlage gegen die Tigers Tübingen müssen sich die wiha Panthers den Uni Baskets Paderborn geschlagen geben. Nach einem letzten Kampf in der Cruchtime verliert Schwenningen mit 74:88.

Am Samstag hatten die Schwenninger endlich die Chance in der Deutenberghalle die ersten Saisonpunkte zu holen. In der Startformation der Schwenninger standen Jacob Mampuja, Daniel Mayr, Badu Buck, Casey Benson und Devonte McCall. Die Panthers spielten ohne den angeschlagenen Jacob Knauf, der mit einer Adduktorenverletzung ausfällt.

Nach einem holprigen Start beider Teams (3-2 Turnover) steht es nach 5 Minuten bereits 8:16 für Paderborn. Nach einer Auszeit der Schwenninger sammelte McCall Punkte und Benson schaffte den Fastbreak. Paderborn antwortete darauf mit einem Dreier von Jocelyn. Die Doppelstädter blieben dran und Jacob Mampuya brachte die Schwenninger mit einem coast-to-coast zum 16:21. Doch die hohe Dreierquote (7/10) der Gastgeber sorgte für die mit 20:29 höchste Führung nach den ersten zehn Minuten. Paderborn eröffnete das zweite Viertel mit dem achten Dreier durch Konradt zum 20:32 und mit erweiterte den Rückstand nach zwölf Minuten  auf 23:37. Chatzinikolas und Kotieno konnten den Rückstand mit zwei Dreiern verkürzen  auf 29:37, doch danach startete Paderborn einen 6:0 Lauf. Der Kapitän der Panthers, Badu Buck konnte erst jetzt seine ersten Punkte gegen seinen Ex-Verein erzielen. Allerdings antwortete Fleming direkt und baute die Führung auf 32:46 aus. McCall verkürzte per Korbleger auf Minus 10 Punkte (39:49).

Die Schwenninger kamen mit einem Turnover von McCall aus der Pause zurück. Paderborn jedoch punktete drei Mal bei den ersten drei Angriffen (41:55). Womala verwertet nach schönem Anspiel von Chatziinikolas auf minus 12 Punkte (45:57) und Benson verkürzt auf Minus 10. Die Panthers bleiben in Reichweite, müssen sich aber jeden Punkt erarbeiten. Mampuya dunkt drei Minuten vor Ende des zweiten Viertels auf minus sieben Punkte. Durch Jacobs Mampuyas Spinmove rutschten die Panthers deutlich auf ein 57:62 ran. Jedoch erhöhten Fleming (Dreierwurf), Anthony (Freiwürfe) und Jocelyn per Fastbreak nach Steal auf 57:68. Das letzte Viertel startete übergreifend mit einem 8:0- Lauf für Paderborn durch Lagerpusch. Sehr prägend im letzten Viertel war Chatzinikolas. Chatzinikolas antwortete per Dreier zum 60:70, dribbelte coast-to-coast zum 62:70 und erhöhte mit dem zweiten Dreier auf 65:70. Aber Paderborn reagierte, verteidigte besser und legte erneut einen 8:0-Lauf hin (65:78). Der ehemalige Panther Lars Lagerpusch legte knapp eine Minute vor Schluss mit And-1-Spiel nach und Fleming machte es per Dreier deutlich zum 72:88. Die Panthers verloren das Spiel mit 74:88.

„Wir wussten, worauf es ankommen wird, ich meine ich habe selbst zwei Jahre in Paderborn gespielt. Es ist eine sehr kompakte Mannschaft, jeder weiß, was seine Aufgabe ist, jeder weiß was er zu tun hat. Ich finde wir haben gut trainiert die Woche, es ist natürlich trotzdem ärgerlich das wir verloren haben. Wir sind rangekommen, wir haben gekämpft, ich kann nicht sagen das wir nicht alles gegeben haben und hinten raus, vor allem bei einer so gut gecoachten Mannschaft, sind es einfach die kleinen Dinge, worauf es ankommt, die haben wir phasenweise gut gemacht und phasenweise nicht gut gemacht. Natürlich tut es weh und es ist auch Kräfte zehrend, wenn man einem Rückstand hinterherrennt, das Gefühl hat, das man rankommt und dann verliert“, sagt uns Kapitän Badu Buck.

15.10.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Dresden Titans 82:84

Die Titans melden sich zum dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eindrucksvoll zurück! Mit 82:84 können sich Dresdens Korbjäger in fremder Halle hauchdünn gegen den Traditionsverein Artland Dragons durchsetzen. Es ist der zweite Auswärtssieg in Folge und damit auch der zweite Saisonsieg insgesamt. Garanten für den Erfolg waren eine erneut starke Trefferquote von außen (12 Dreier bei 46 Prozent Quote) sowie ein glänzend aufgelegter Kapitän Georg Voigtmann, der bei 19 Zählern nicht ein einziges Mal den Korb verfehlte! Zudem überzeugten Veteran Chase Adams und Daniel Kirchner mit Nervenstärke und Chuzpe in der spannenden Schlussphase.

Das Spiel begann ausgeglichen. William Christmas sorgte für die ersten Punkte des Spiels per Layup. Dresden beantwortete jeden Korb der Dragons jedoch mit eigenen Punkten und das, obwohl Ausbauspieler Kirschner von Headcoach Fabian Strauß nach zwei Turnovern schnell seine erste Pause bekam. Sein Backup, Chase Adams, spielte jedoch stark auf und sorgte immer wieder für wichtige Punkte auf Seiten der Gäste. Die Dragons konnten sich zwar dank eines Layups von Joanic Grüttner Bacoul Mitte des ersten Viertels auf fünf Punkte absetzen, doch Dresden antwortete mit zwei schnellen Dreiern in Folge. So ging es mit einem Spielstand von 18:18 ins zweite Viertel.

Der Anfang des zweiten Viertels gehörte den Gästen. Ihre erstem sieben Punkte blieben von den Dragons unbeantwortet. Allen voran der Veteran Chase Adams bereitete den Drachen nun Probleme und war an den meisten erfolgreichen Aktionen der Sachsen beteiligt. Doch die Drachen bissen sich zurück ins Spiel. Zunächst war es Jannes Hundt, der den ersten Dreier auf Seiten der Burgmannsstädter traf. Ein gewaltiger Dunk von Center Marko Bacak brachte die Halle Mitte des zweiten Viertels zum Beben. US-Guard Christmas brachte die Drachen dann mit einem schwierigen Layup drei Minuten vor Schluss wieder auf drei Punkte an die Gäste heran. Was nun allerdings folgte, war schwere Kost für alle Fans in der heimischen Artland Arena. Die Sachsen trafen ihre nächsten sieben Würfe aus dem Feld und zogen auf 17 Punkte davon. Eine Führung, die sie auch nicht mehr aus der Hand geben sollten.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Riesenrespekt an Artland. Sie haben uns mit ihrer Energieleistung in der zweiten Hälfte das Leben extrem schwergemacht. Wir haben vor dem Spiel darauf gepocht, smarter zu verteidigen, ihre Nummer Fünf [Jalen Bradley] in den Griff zu kriegen, besser zu helfen. Das haben wir zum Ende der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Da hatten wir die Stopps, da konnten wir rennen und unseren Basketball spielen. In der zweiten Hälfte haben wir das dann nicht mehr so konstant umgesetzt, sind hier aber zum Schluss mit einem blauen Auge davongekommen.“

16.10.2022 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Tigers Tübingen 66:98

Gegen die Tigers Tübingen unterliegt das Team von Cheftrainer Hansi Gnad verdient mit 66:98.

Mit Neuzugang Devin Thomas in der Starting-Five starteten die GIANTS gegen die Tigers Tübingen. In der Anfangsphase sahen die rund 1.700 Zuschauer in der Ostermann-Arena noch eine ausgeglichene Partie (6:7 – 3. Spielminute), bevor die Gäste davonzogen. Mateo Seric vollendete einen 6:2-„Run“ seiner Farben und sorgte für die erste deutlichere Führung der Partie (13:19 – 7. Spielminute). BAYER versuchte mit der offensiven Schlagkraft der Universitätsstädter Schritt zu halten, allerdings verfehlte der Großteil der Leverkusener Würfe ihr Ziel. Mit 17:25 endete der erste Abschnitt aus Sicht der Gastgeber.

Im zweiten Viertel setzten die Tübinger ihren Lauf weiter fort. Die Auswärtsmannschaft spielte souverän auf und verwertete die eigenen Würfe hochprozentig. Regelmäßig sorgten die Tigers, in Person von Mateo Seric und Zac Seljaas, für Punkte. Nach 14 Minuten lag das Gastteam mit 16 Zählern deutlich in Front (21:37). Doch die Leverkusener steckten nicht auf und hielten Schritt, es fehlte allerdings das letzte Quäntchen Durchsetzungsvermögen, um an Boden gutzumachen. Zu abgezockt war der Gegner in Hälfte Eins. Beim Spielstand von 35:48 ging es, nach zwei absolvierten Vierteln, in die Kabine.

Nach der Pause erlebten die GIANTS dann ihren wohl schlechtesten Spielabschnitt der vergangenen Jahre. Für die Schützlinge von Coach Hansi Gnad lief im Angriff nicht viel zusammen, während die Tübinger gefühlt jeden ihrer Feldwurfversuche durch die Reuse der Farbenstädter beförderten. Die pure Dominanz der Baden-Württemberger war an diesem dritten Spieltag für die „Giganten“ nicht zu durchbrechen. Während die „Schwarz-Gelben“ überragende 36 Punkte in den dritten zehn Minuten markierten, kamen die Rheinländer auf lediglich zehn Zähler. Nach drei absolvierten Vierteln war die Begegnung beim Zwischenergebnis von 45:84 entschieden. Im Schlussdurchgang versuchten die „Riesen vom Rhein“ den Rückstand zu verkürzen, doch dieses Vorhaben sollte nicht gelingen. Zwar gab es Hier und Da einige erfolgreiche Aktionen zu sehen, aber zurück in die Partie kamen die Farbenstädter nicht mehr. Schlussendlich gewann Tübingen hochverdient gegen BAYER mit 98:66.

16.10.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. JobStairs GIESSEN 46ers 63:75

Die JobStairs GIESSEN 46ers fanden mit einer griffigen Defense schnell in die Begegnung des dritten Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und bauten sich einen wertvollen Punktepuffer bis zur Halbzeit auf (46:27). Die bis dahin ungeschlagenen Hausherren aus Nürnberg konnten erst im dritten Viertel ihren Rhythmus in der Offensive finden, aber die Gießener hielten in der Schlussphase dagegen und gewannen am Ende verdient mit 75:63. Der 46ers-Topscorer Stefan Fundic lieferte mit 21 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double ab. Bereits am kommenden Samstag müssen die Mittelhessen wieder Auswärts in Dresden ran.

Das Quintett der Mittelhessen legte in den ersten zwei Minuten einen 6:0-Start hin (2.). Rückkehrer Nyama setzte gemeinsam mit Fundic die Akzente in der Zone und verschaffte den Nürnbergern die erste Gesprächspause. Der Wurfjustierung der Falken verhalf dieses Break nicht und die Defense der Gießener hielt stand, wobei auch deren Offensivbemühungen bis Mitte des Viertels auch überschaubar blieben. Der eingewechselte Igor Cvorovic fügte mit einem And-One die nächsten mittelhessischen Punkte hinzu und Fundic stellte auf 11:0 (6.). Die überschrittene Teamfoulgrenze der Gäste lieferte von der Straflinie durch Krimmer die ersten Zähler (2:11, 7.) der Franken. Die 46ers-Verteidigung behielt die Konzentration bei – vier Steals und sieben erzwungene Ballverluste bedeuteten ein 19:4 (8.) und ein weiteres Timeout der Hausherren. Die Einsatzbereitschaft der JobStairs GIESSEN 46ers sollte auch in den letzten zwei Minuten nicht einbrechen, sodass man mit einem 23:9 ins zweite Viertel ging.  

Das Momentum sollte aber nicht kippen, die Gießener reagierten mit Spielfreude, zwölf Assists führten zu freien Würfen und zum 38:18 (15.) für die 46ers. Ein Highlight-Play von Fundic und dessen Behind-the-back-Pass zu Martin war dabei besonderes Sehenswert. Nach dem Pausentee widmete sich Figge dem Scoring und verhalf seinen Farben zu den ersten Zählern der zweiten Halbzeit (48:27, 21.). Den offensiven Flow fand aber nun Nürnberg und Sheldon Eberhardt brach zusammen mit Justinas Ramanauskas den Bann von der Dreipunktelinie zum 37:50 (24.), was gleichzeitig eine Auszeit von Gießen bedeutete. Forward Nyama gelang es der Defense der Falcons zu entgehen, um weitere Zähler für die 46ers zu platzieren (52:37, 26.). 

Das Schlussviertel begann mit einem Korbleger von Fundic und Freiwürfen von Barnes zum 59:46 (32.). Die Mittelhessen wirkten nun wieder gefestigter und fanden ihren serbischen Center unter dem Korb, sodass ein 6:0-Auftakt zur Falcons-Auszeit führte (61:46, 33.). Es war die Phase des Serben, erst lieferte er weitere Argumente am Brett, dann sorgte der Big Man mit einer schönen Bewegung, dass Brauner von jenseits des Perimeters freistehend scoren konnte (68:48, 34.). Die Nürnberger versuchten noch einmal über den US-Amerikaner Wilder einen Comeback-Versuch zu starten (55:72, 37.). Eine Auszeit von 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic sollte diesen Ansatz zwar nicht völlig im Keim ersticken, doch die JobStairs GIESEN 46ers belohnten sich am Ende für die gezeigte Leistung mit dem 75:63-Auswärtserfolg.  

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Wir haben Lehrgeld am ersten Spieltag gezahlt und am zweiten Spieltag glücklich gewonnen. Heute hat unsere Mannschaft über weite Strecken gezeigt, wie wir Basketball in dieser Saison spielen wollen. Wir wollen mit viel Engagement verteidigen und mit sehr viel Intensität spielen. Ich glaube, dass ist die Spielweise die die Gießener Fans brauchen. Offensiv haben wir mit Sicherheit noch Reserven, aber entscheidend war heute unsere defensive Leistung.“ 

 

16.10.2022 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 107:101

1.091 Zuschauer sahen am 16. Oktober in der Lina-Radke-Halle eine packende Begegnung zwischen den PS Karlsruhe LIONS und den RÖMERSTROM Gladiators Trier. Nach 40 intensiven Minuten und einem wahren Korbfestival endete das Duell mit 107:101 und dem ersten Saisonsieg des Löwenrudels am dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Nach einem zunächst ausgeglichenen Beginn zeigten sich bald erst Vorteile für die LIONS, bei denen der Ball schneller und präziser lief. Beim 15:4 nach vier Minuten war die erste Auszeit bei den Gästen fällig – ohne nennenswerte Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des ersten Viertels. Trier hatte Probleme mit dem schnellen Karlsruher Spiel und zeigte Schwächen im eigenen Abschluss. Es lief auf einen optimalen Start für die LIONS hinaus, die sich zur ersten Pause nach zehn Minuten einen komfortablen 34:11-Vorsprung sicherten. 

Nach dem Seitenwechsel kamen die RÖMERSTROM Gladiators etwas besser in die Partie und konnten vor allem defensiv einige Erfolgserlebnisse verbuchen. Die Lions ließen in ihrer Konzentration etwas nach, leisteten sich offensiv einige Fehler und trafen auch aus der Distanz nicht mehr ganz so hochprozentig. Einzig das Offensivrebounding hielt die Karlsruher nun noch auf Distanz, hier gaben die Trierer über das gesamte Spiel viel zu viele zweite Chancen ab. Vor allem Lions-Center Maurice Pluskota konnte immer wieder den Ball ergattern und im Anschluss einfache Punkte verbuchen oder nach einem Foul für zwei Freiwürfe an die Linie gehen. Offensiv waren es nun vor allem Garai Zeeb und Parker van Dyke, die die Gladiatoren wieder etwas ins Spiel brachten. Teilweise schwere Dreier gegen den Mann fanden auf einmal ihr Ziel und am Ende des dritten Viertels stand es noch 64:79 für die Karlsruher.

Im letzten Viertel setzte sich die Aufholjagd der Gladiatoren fort. Getreu der Invictus-Philosophie gaben sich die Trierer Profis nicht auf und arbeiteten sich Stück für Stück in die Partie zurück. Defensiv zeigte man sich nun deutlich verbessert und offensiv trafen vor allem Zeeb und van Dyke weiterhin stark aus der Distanz. Auch Travis Daniels übernahm nun viel Verantwortung und erzielte 13 seiner 17 Punkte im letzten Viertel. Zwar verkürzten die Gladiatoren so sukzessive den Rückstand, konnten sich aber nicht entscheidend an die Lions heranspielen. Acht Sekunden vor Spielende kam man sogar auf Vier Punkte heran (103:99), musste im Folgenden jedoch foulen um die Uhr zu stoppen. Die Freiwürfe verwandelten die Karlsruher souverän und entschieden das Spiel somit für sich. Nach einer beeindruckenden Leistungssteigerung und 63 erzielten Punkten in der zweiten Hälfte mussten sich die RÖMERSTROM Gladiators so letztlich mit 101:107.

Pascal Heinrichs (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Wir sind nicht gut in die Partie gekommen, zu Beginn hat uns das Tempo und die Konzentration gefehlt. Wir hatten früh Probleme mit Fouls und sind nicht in unseren Flow gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann sehr gut zurückgekämpft und das Spiel angenommen. Es ist das Wichtigste, dass wir nun verstehen in welcher Situation wir sind. Es wird nicht einfacher aber wir müssen immer weiterkämpfen. Wir müssen weiter an uns glauben und jetzt auf die Heimspiele gegen Artland und Dresden vorbereiten“.

Vorberichte ProA 3. Spieltag

Foto: Christian Becker

Spieltag 3: 15.10.2022 19:00 Uhr VFL Sparkassenstars Bochum vs. WWU Baskets Münster

Duelle zwischen den VfL SparkassenStars Bochum und den WWU Baskets Münster hatten in der jüngsten Vergangenheit immer einen hohen sportlichen Wert. So waren die WWU Baskets in der Bochumer Aufstiegssaison 2020/2021 der härteste Konkurrent um den Aufstieg in die ProA. In der regulären Saison feierten die SparkassenStars in Münster den Gewinn der Hauptrundenmeisterschaft. In einem Heimspiel in der zweiten Playoff-Gruppenphase sicherte der VfL in den letzten Sekunden das Ticket um das Weiterkommen in das Halbfinale und in den entscheidenden Halbfinalspielen um den Aufstieg schenkten sich beide Mannschaften nichts, doch die Bochumer lagen sich am Ende freudig in den Armen und konnten sich über den Aufstieg freuen.

Diese Rivalität wird nun auch auf dem ProA-Parkett fortgesetzt. In den ersten beiden Partien der Saison mussten die Münsteraner am ersten Spieltag eine 81:88-Niederlage in Hagen hinnehmen und feierten bei der Heimpremiere am zweiten Spieltag einen deutlichen 76:59-Erfolg gegen die Kirchheim Knights.

Die SparkassenStars werden versuchen wollen, den Schwung aus dem Sieg in Dresden mitzunehmen, um auch vor heimischem Publikum endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.

„Dies wird ein sehr schwieriges Spiel für uns. Münster hat einen der erfahrensten Coaches der Liga auf höchstem Level. Sie haben eine sehr gute Defense und eine sehr dynamische Offensive. Wir müssen unser gesamtes Potential abrufen, um gegen sie zu bestehen“, so Headcoach Felix Banbore vor der Partie.

15.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. ART Giants Düsseldorf

Trotz der erneut klar verteilten Favoritenrolle wollen sich die ART Giants nicht verstecken. Nicht nur der Auftaktsieg in Bochum, sondern auch die starke Leistung gegen Jena machen Mut für die anstehenden Begegnungen. Bei der Heimpremiere im Castello haben die Düsseldorfer gezeigt, auch mit den großen Teams der Liga mithalten zu können. Dass nach zwei Spieltagen noch nicht alles rund läuft, weiß auch Flabb: „Wir haben in allen Bereichen noch großes Entwicklungspotenzial. Wenn man auf unsere Defensivleistung gegen Jena schaut, erkennt man, dass wir uns da schon während des Spiels deutlich entwickelt haben. Jetzt müssen wir schauen gute Phasen, die wir in allen Spielen hatten, konstanter abrufen zu können und uns keine Schwächephasen erlauben, in denen wir das Spiel aus der Hand geben.“

Neu-Bremerhavener Chris Hooper, der in seiner Zeit bei den Itzehoe Eagles schon gegen die ART Giants gespielt hat, weiß um die Stärken des nächsten Gegners: „Wir müssen variabel spielen, denn die Düsseldorfer sind trotz des personellen Umbruchs nach dem Aufstieg individuell gut aufgestellt.“ Die Düsseldorfer haben einen Sieg in Bochum, eine Heimniederlage gegen Jena und viel Motivation für das Spiel im Eisbärenkäfig im Gepäck. Mit Florian Flabb haben die Düsseldorfer einen Headcoach, der schon seit der Jugend im Verein ist und Einiges an Basketballerfahrung vorweisen kann. Zuletzt coachte er die SG ART Giants Düsseldorf zum Aufstieg in die ProA.

Für das kommende Spiel in Bremerhaven hat sich der 29-jährige mit seinem Team vorgenommen, besonders präsent in der Verteidigung zu agieren: „Jetzt müssen wir schauen gute Phasen, die wir in allen Spielen hatten, konstanter abrufen zu können und uns keine Schwächephasen erlauben, in denen wir das Spiel aus der Hand geben.“ Für Eisbären-Head Coach Steven Key bleibt der Gegner aus dem Rheinland auch nach zwei Saisonspielen schwer einzuschätzen: „Die Düsseldorfer haben in beiden bisherigen Partien einen guten Eindruck hinterlassen. Das Team spielt sehr schnell und physisch, mit schnellen Würfen. Wir möchten unsere Fehler abstellen und an unserem Gameplan festhalten.“ Das letzte Zusammentreffen beider Teams auf dem Parkett gab es unterdessen am 09.01.2011 in Düsseldorf zu erleben. Damals gingen die Bremerhavener unter Trainer Doug Spradley mit 69:67 knapp als Sieger vom Feld.

15.10.2022 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Rasta Vechta

Ebenfalls ganz früh in der Saison war RASTA letztmals bei Phoenix Hagen angetreten. Am 2. Spieltag der Saison 2021-22 gab’s eine 57:83-Klatsche, eine, von der man sich nicht schnell erholte. Gut ein Jahr später sind die Voraussetzungen andere. Mit einem verstärkten Kader, einem neuen Coaching Staff und einer ansehnlichen Pre-Season im Rücken gewann RASTA seine ersten zwei Spiel und will diese Serie ausbauen. „Wir werden unseren aktuell besten Basketball spielen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Auswärtsspiele sind nie leicht“, sagt Head Coach Ty Harrelson (42). „Wir wissen, dass Hagen sehr physisch spielt, es stehen echte Wettkämpfer im Kader. Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel, in dem es zur Sache gehen wird.“

Das Trikot von Phoenix Hagen trug RASTAs Joel Aminu vier Jahre, zwischen 2017 und 2021. Nun kehrt der in Kamp-Lintfort (65 Kilometer nordwestlich von Hagen gelegen) aufgewachsene Shooting Guard als Gegner der ‚Feurvögel‘ zurück in die ‚Krollmann Arena‘. „Es werden schon Einige aus der Familie und Freunde kommen. Daher brauchte ich auch das ein oder andere Ticket mehr“, so der 25-Jährige. Verkauft worden sind für das Top-Spiel aktuell rund 1.500 Karten.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Die zwei Siege zum Saisonstart haben uns gutgetan und viel Schwung gegeben. Als diesen Sommer neu zusammengekommenes Team haben wir trotzdem noch viel zu lernen und können als Einheit an jeder vor uns liegenden Herausforderung wachsen – dessen sind wir uns sehr bewusst. Was wir jedoch immer aufs Feld bringen können, sind Einsatz und Emotionen. Das ist unsere Basis, unsere Konstante. Dazu gehören auch die hoffentlich wieder vollen Zuschauerränge, auf die sich die ganze Truppe freut – weil sie zu schätzen wissen, wie viel Herzblut unsere Fans in der „Ische“ lassen.“

15.10.2022 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. VFL Kirchheim Knights

Zeit! Das ist es was die Basketballer aus Kirchheim benötigen und am Wenigsten haben. Nach der wohl kompliziertesten Vorbereitung seit Jahren, mit teilweise nur fünf gesunden Akteuren, sowie einem Saisonstart mit erst kurz zuvor angekommenen Spielern und zwei deftigen Niederlagen, steht für die Mannen von Head Coach Perovic eines der wohl schwersten Auswärtsspiele der Saison an. Am Samstag geht es für den Rittertross nach Jena. Der Aufstiegskandidat startete mit zwei souveränen Siegen gegen Paderborn und Düsseldorf in die BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2022/2023 und etabliert sich früh in der oberen Tabellenhälfte. Ganz anders das Bild der Teckstädter, die sich noch auf der Suche nach ihrer Spielidentität befinden. „Jena ist sicher der Favorit. Sie hatten einen sehr guten Start mit zwei Siegen. Wir hingegen suchen noch nach unserer Form und Identität. Wir hatten eine bessere Trainingswoche, aber wir brauchen Zeit uns zu finden. Es rächt sich nun die schwierige Vorbereitung. Wir werden dennoch alles versuchen rauszuhauen,“ erklärt Knights Coach Perovic.

„Kirchheim verfügt eigentlich über einen personell stark aufgestellten Kader, hatte in den letzten Wochen allerdings mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen“, blickt Jenas Cheftrainer Domenik Reinboth vor der Heimspiel-Premiere auf die Baden-Württemberger. „Das hat ihnen speziell in der Rotation deutscher Spieler wehgetan. Bei voller Leistungsstärke sind sie ein keinesfalls zu unterschätzender Gegner und das werden wir auch nicht tun. Bis jetzt haben die Knights noch nicht ihre volles Potenzial abrufen können. Das Ziel wird und muss es sein, dass sie in unserem Heimspiel nicht damit anfangen“, so Jenas Trainer.

Im Kader der Saalestädter bleibt es unterdessen beim Ausfall von Center Alex Herrera. Zwar konnte Jenas defensiver „Fels in der Brandungs-Zone“ zuletzt seine Gipsschiene ablegen, bis zu einer endgültigen Rückkehr in den Trainingsmodus welcher Körperkontakt beinhaltet, wird es jedoch noch eine Weile dauern. „Wichtig ist, dass wir und Alex diese Verletzung anständig ausheilen lassen. Ein großes Lob geht diesbezüglich an unsere medizinische Abteilung“, so Reinboth abschließend.

15.10.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Uni Baskets Paderborn

Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge wollen die wiha Panthers am 2. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bessere Leistungen zeigen. Beim Ländle-Duell gegen Tübingen verschliefen die Doppelstädter am letzten Samstag den Start in die Partie und offenbarten einige Defizite.

„Samstag kommt meine alte Mannschaft zu uns und ich möchte auf jeden Fall gewinnen. Ich werde alles dafür tun, um zu siegen. Wir freuen uns, dass wir wieder ein Heimspiel haben, ein Spiel, um uns weiterzuentwickeln und besser zu werden. Paderborn hat ein Spiel richtig hoch verloren und ein Spiel richtig hoch gewonnen, die werden natürlich auch hoch motiviert sein. Paderborn ist gut gecoacht, die wissen, was sie auf dem Feld machen, bilden eine Einheit und unsere Aufgabe wird sein diese Einheit zu stoppen“ sagt Kapitän Badu Buck. „Wir sind motiviert und wollen den ersten Saisonsieg einfahren, geben Gas im Training und hoffen das wir zahlreiche Unterstützung von den Fans bekommen.“

Steven Esterkamp weiß dennoch, dass auf seine Jungs gerade in Schwenningen eine harte Aufgabe wartet: „Auch in dieser Woche nach dem Spiel gegen Leverkusen haben wir so hart trainiert wie in der Woche zuvor. Wir müssen verstehen, dass wir jedes Mal ein hohes Energielevel brauchen. Im ersten Spiel gegen Jena haben wir dahingehend zu wenig investiert und wurden dafür bestraft. Jetzt wissen wir, dass wir unsere Intensität immer hochhalten müssen, gegen jeden Gegner. Gerade als junge Mannschaft, wenn die Konstanz noch nicht so vorhanden ist, müssen wir uns jede Partie von Beginn an neu fokussieren, um eine Chance zu haben. Beispiel Defense: Wenn die so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, ist das unsere perfekte Basis für ein erfolgreiches Spiel. Aber: Speziell in Schwenningen zu bestehen, ist nie einfach. Sie spielen einen ganz eigenen Stil, vollkommen anders als der Rest der Liga. Und auch sie haben eine Menge Neuzugänge und sind deswegen kaum auszurechnen. Coach Velcic hat darüber hinaus immer etwas Besonderes und Überraschendes auf Lager, er macht aus seinen Möglichkeiten immer das Beste. Hinzu kommt: Es ist das erste Auswärtsspiel für unser junges Team mit einer langen Anreise. Daher: Das wird ein ganz unangenehmes Spiel.“ 

15.10.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Dresden Titans

Die Titans mussten am vergangenen Spieltag ihre erste Niederlage der noch jungen Saison einstecken. Zuvor konnten die Sachsen in Schwenningen knapp mit 75:74 gewinnen, womit man nun bei einer ausgeglichenen Bilanz von 1-1 steht. Kurz vor Beginn der Saison musste Dresden nach der einvernehmlichen Vertragsauflösung mit Saiquan Jamison noch einen Ersatzmann finden, welcher in Person von 2,21 m Big-Man Aaron Menzies gleich mal zum Gamewinner gegen Schwenningen wurde. Der Brite konnte den entscheidenden Freiwurf zum ersten Saisonsieg treffen und bildet zusammen mit Kapitän Georg Voigtmann, dem Bruder von DBB-Center Johannes, ein echtes „Twin-Tower“ Duo im Frontcourt der Sachsen.

Auch für die Artland Dragons läuft es in der jetzigen ProA-Saison nicht ganz so rund. Auf eine herbe Auftaktniederlage gegen Vechta (61:88), folgte vergangenen Sonntag eine denkbar unglückliche Auswärtsniederlage gegen Gießen (82:81), die 46ers-Spieler Stefan Fundic per Buzzerbeater entschied. Doch trotz der bitteren Pleite wusste das Team von Headcoach Patrick Flomo über weite Strecken gegen einen Aufstiegsfavoriten zu überzeugen. Insbesondere die amerikanischen Neuzugänge De’Vondre Perry und Jalen Bradley scheinen sich in der Liga immer besser zurechtzufinden.

Assistant Coach Chase Griffin zum Spiel gegen die Titans: „Wir werden definitiv bereit sein, vor allem nach den Geschehnissen des letzten Spiels. Man merkt den Spielern ein brennendes Bedürfnis an, endlich den ersten Sieg in der neuen Saison zu holen. Das letzte Spiel war Motivation genug, viele Spieler hätten das Spiel gerne direkt nach dessen Ende wieder gut machen wollen. Als ich in die Augen unserer Spieler in dieser Woche blickte, sah ich, dass sie bereit sind am Wochenende alles auf dem Spielfeld zu lassen. Zwar mussten wir in dieser Trainingswoche kurzfristig auf einige unserer Bigs verzichten, ich mache mir allerdings keine Sorgen und gehe fest davon aus, dass sie bis zum Spiel am Samstag fit und fokussiert sein werden, um den ersten Sieg der Saison zu holen.“

16.10.2022 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Tigers Tübingen

Nach einem 90:77-Auftakterfolg gegen die PS Karlsruhe LIONS setzte es am vergangenen Wochenende eine unerwartet deutliche 65:96-Niederlage bei den Uni Baskets Paderborn. Keine Frage, die Gnad-Trupp wird am Sonntag gegen Tübingen Wiedergutmachung betreiben, auch im Hinblick auf das verlorene Duell in den Playoffs vor fünf Monaten. „Gegen Leverkusen erwarte ich wie immer ein enorm körperliches Spiel, in welchem wir das Tempo kontrollieren müssen. Es wird interessant sein, wie Coach Hansi das neue Team über den Sommer geformt. In Leverkusen zu bestehen, ist eine der schwersten Aufgabe in der Liga“, sagt Jansson.

Für Krišs Helmanis wird die Partie etwas Besonderes, spielt der lettische Jungspund doch erstmals in seiner Geburtsstadt. „Keine Frage, ich freue mich darauf nach Leverkusen zurückzukehren, wo einst mein Vater gespielt hat und ich die ersten Jahre verbracht habe“, so der Big Man. Ansonsten kämpfen die Raubkatzen immer noch mit diversen kränkelnden Spielern. Bleibt zu hoffen, dass sich alle Akteure für das Duell am Sonntag einsatzbereit melden.

Für die Mannschaft von Trainer Danny Jansson wird es das erste Auswärtsspiel, welches mit einer langen Fahrt verbunden ist. Los geht es für den Tübinger Tross am Sonntagmorgen bereits um 8 Uhr mit zwei Fahrern von unserem Partner Hahn Reisen aus Reutlingen. Aufgrund des verringerten Verkehrs geht das Management der Raubkatzen jedoch von einer zügigen Anreise ins Rheinland aus. Positiv ist, dass man aufgrund des frühen Spielbeginns bereits gen Mitternacht wieder in Tübingen erwartet wird.

16.10.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Mit frischem Personal und einem neuen Head Coach hat man den Sommer über aber schon einmal einiges dafür getan, dass man zumindest auf dem Papier um den Aufstieg mitspielen sollte. Frenki Ignjatovic wurde als Nachfolger von Pete Strobl vorgestellt und ließ bereits bei den Spielen in der Preseason seine Handschrift erkennen. Zu den namhaften Neuzugängen auf dem Parkett zählen die starken Deutschen Nico Brauner, Luis Figge und Ex-Falke Roland Nyama. Mit Jordan Barnes konnte einer der besten Aufbauspieler der letztjährigen ProA-Saison verpflichtet werden und mit Igor Cvorovic und Stefan Fundic wurden Masse und Klasse für die Zonen geholt. 

Fundic stellte am vergangenen Spieltag aber eindrucksvoll unter Beweis, dass er es auch von außen kann. Gegen Artland verwandelte der Serbe einen Buzzer Beater zum glücklichen 82:81-Heimsieg. Nach der Auftaktniederlage in Bremerhaven ein willkommenes Ausrufezeichen. Ein solches findet sich bislang auch hinter dem Auftreten der Nürnberg Falcons. Zwei Siege in zwei Spielen stehen für die Mittelfranken zu Buche, die dem Spiel am Sonntag gemeinsam mit ihren Fans entgegenfiebern und sich intensiv darauf vorbereiten. Dazu Nürnbergs Trainer Vytautas Buzas: „Gießen kommt mit viel Qualität und Erfahrung im Kader und an der Seitenlinie zu uns. Ihr Trainer kennt die ProA in- und auswendig und hat ein erfolgreiches Jahr in der BBL hinter sich. Der Kader ist sehr tief und gut zusammengestellt mit einem sehr starken deutschen Kern.“ 

Die Falcons werden alles daran setzten, sich die perfekte Bilanz nicht „besudeln“ zu lassen, müssen dabei aber konstanter spielen als am vergangenen Wochenende in Karlsruhe. Zwar sprang am Ende ein verdienter Sieg heraus, doch die Partie im Löwenkäfig hätte in den Schlussminuten auch kippen können. Ihre Ausgeglichenheit, das gute Team-Play und die eigenen Fans in der Kia Metropol Arena könnten gegen den ambitionierten Traditionsklub aus Hessen am Ende den Unterschied machen. Der Ticketverkauf läuft rund und so hoffen die Franken auf gut gefüllte Ränge. Sicher werden auch einige Auswärtsfans mit nach Nürnberg kommen. 

16.10.2022 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Nach zwei Niederlagen zum Start in die Saison 2022/23 der BARMER 2. Basketball Bundesliga geht es für die RÖMERSTROM Gladiators mit einer klaren Mission zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe: im dritten Saisonspiel soll der erste Saisonsieg eingefahren werden. Die LIONS starteten ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison und mussten sich den Bayer Giants Leverkusen (77:90) und den Nürnberg Falcons (74:80) geschlagen geben. Das Team von Headcoach Aleksandar Scepanovic möchte die Punkte natürlich in der eigenen Halle halten und wir die Gladiatoren vor eine schwere Auswärtsaufgabe stellen.

Beide Kontrahenten stehen am Sonntag also bereits unter einem gewissen Erfolgsdruck und werden alles daransetzen, die ersten Siegpunkte einzufahren. Die Statistik der vergangenen Saison spricht für die Gladiators, die zuhause in Trier mit 104:82 die Oberhand behalten hatten. Damals hatten die LIONS auch das Spiel in Karlsruhe mit 75:96 verloren. Doch die Teams sind neu zusammengestellt, die Karten sind neu gemischt. So scheint der Ausgang des Duells am kommenden Wochenende völlig offen.

„Wir werden auf jeden Fall eine Reaktion auf das Spiel gegen Hagen zeigen. Ob Dylan Painter einsatzfähig sein wird, wissen wir aktuell noch nicht. Da hoffen wir natürlich darauf, dass er uns am Sonntag zur Verfügung steht. Karlsruhe spielt einen sehr ähnlichen Basketball wie letztes Jahr, wo sie die Playoffs erreicht haben. Dementsprechend sind sie ein Team, das man keinesfalls unterschätzen darf. Sie haben sehr starke Einzelspieler im Kader, die es in der Eins-gegen-Eins-Verteidigung zu stoppen gilt. Aber auch als Kollektiv müssen wir gut verteidigen um die gewünschte Reaktion zu zeigen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs über den nächsten Gegner der Gladiatoren.

Nachberichte ProA 2. Spieltag

Spieltag 2: 08.10.2022 18:00 Uhr Dresden Titans vs. VFL SparkassenStars Bochum 85:94

In ihrem zweiten Saisonspiel und Heimauftakt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten sich die Dresden Titans am Samstagabend mit 85:94 den VfL SparkassenStars Bochum geschlagen geben. Dabei begann die Partie aus Dresdner Sicht furios. Gerade in der ersten Halbzeit fielen die Würfe von außen (neun Dreier) und die Mannschaft spielte in
der Offensive die Bochumer Verteidigung phasenweise schwindelig. Dann schlugen die Gäste allerdings umso heftiger zurück, verwandelten in Halbzeit zwei satte 11 Dreier und erzwangen bei den Titans viele bittere Ballverluste (insgesamt 21 Turnover). Am Ende konnten aufopferungsvoller Einsatz und die frenetisch jubelnden Heimfans (1736 Zuschauer) die Niederlage nicht verhindern. Aber schon kommende Woche können Dresdens Basketballer im Artland bei den Dragons dem zweiten Saisonsieg hinterherjagen.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Wir haben über 30 Minuten unseren Plan durchgezogen, solidegespielt. Die letzten 10 Minuten haben uns dann individuelle Fehler das Spiel gekostet. Wir müssen unsere Turnover in den Griff kriegen! Glückwunsch aber auch Richtung Felix [Banobre] und Bochum. Sie haben mit Erfahrung und Big Shots den Sieg verdient geholt.“

Aus den Startlöchern kamen die Bochumer wacher und härter. Nach knapp vier Minuten führten die Gäste mit 2:7, leichte Unruhe machte sich unter den Titans-Fans breit. Doch dann traf Grant Teichmann seinen ersten Dreier. In der Folge liefen auch seine Mitspieler Lucien Schmikale, Georg Voigtmann sowie Chase Adams von „Downtown“ heiß. Insgesamt fünf Dreier der Gastgeber brachten die 22:13-Führung vor dem zweiten Viertel. Und die Hausherren blieben am Drücker, zündeten über Tanner Graham, den starken Adams sowie Georg Voigtmann einen 12:5- Lauf, den Daniel Kirchner mit einem Fastbreak-Dreier krönte. Aber Bochum steckte nicht auf: Hendrik Drescher, Jonathan Andre und Conley Garrison netzten allesamt von außen und kämpften sich zwischenzeitlich auf drei Zähler heran. Dann fingen sich die Titans wieder. Erst netzte Schmikale einen weiteren Dreier, ehe Voigtmann mehrere Dunks und einen Fernwurf obendrauf packte. So blieb es zur Halbzeit bei der Dresdner Führung – 49:42.


Nach Wiederanpfiff wurden die Bochumer offensiv weiter durch die wurfstarken Garrison und Drescher getragen. Aber auch defensiv gewann die Truppe von Felix Banobre immer mehr an Intensität, erzwang viele Ballverluste auf Dresdner Seite und verkürzte in der 26. Minute auf 58:57. Auszeit Fabian Strauß. Hernach stabilisierte sich die Titans-Defensive zusehends und Adams sorgte per Dreier sowie akrobatischem Layup für wichtige Punkte. Doch die SparkassenStars blieben giftig und mit 66:64 vor dem finalen Durchgang in Schlagdistanz. Diese nutzten Garrison und der wiedereingewechselte Andre, um ihre Bochumer mit zwei Dreiern sogar in Führung zu bringen. Der so gezündete 2:9-Lauf aus Dresdner Sicht brachte die Titans in arge Bedrängnis. In dieser Phase hatte einzig Schmikale noch Treffer für die Gastgeber im Köcher, während für die Gäste plötzlich Lars Kamp heiß lief (zwei Dreier). So sahen sich die Elbriesen in der 37. Minute einem 76:86-Defizit gegenüber. Indes gaben die Titans nie auf und schürten mit einem Kirchner-Dreier sowie einem Korbleger Adams‘ das finale Feuer der Hoffnung. Kamp kannte jedoch keine Gnade, traf zwei Minuten vor Ultimo erneut von außen. Kurz darauf besorgte Kapitän Niklas Geske, ebenfalls per Dreier, den Dolchstoß. Die Partie ging letztlich mit 85:94 an die SparkassenStars.

08.10.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Medipolis SC Jena 73:82

Medipolis SC Jena bleibt in der noch jungen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga auch am 2. Spieltag ungeschlagen. Das Team von Trainer Domenik Reinboth gewann am Samstagabend bei ProA-Aufsteiger ART Giants Düsseldorf verdient mit 82:73 und setzt sich im oberen Tabellendrittel der Liga fest. Während die Thüringer zwischenzeitlich bis auf 19 Punkte (22. Min, 56:37) enteilt waren, gaben sich die Nordrhein-Westfalen nie auf und verkürzten bis zur 36.Minute noch einmal auf 74:70. Im Schlussspurt ließen sich die Saalestädter aber nicht mehr fangen und brachten den zweiten Saisonsieg mit all ihrer Erfahrung nach Hause.

Center Björn Rohwer avancierte mit 17 Punkten zum Topscorer seines Team und überraschte dabei u.a. mit einer hundertprozentigen Quote aus der Distanz (3/3). Neben Jenas 2.13m großen Hünen trugen sich ebenfalls Aufbauspieler Storm Murphy, Flügel Shaquille Hines und Kapitän Brandon Thomas mit einem zweistelligen Score in die Statistik ein. Seinen ersten Saisonauftritt feierte Vuk Radojicic, der zuletzt in Paderborn aufgrund von Rückenproblemen noch pausieren musste. Erstmalig im ProA-Pflichtspielkader stand unterdessen Youngster Raphael Falkenthal aus dem Nachwuchsprogramm der Saalestädter.

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben zum Ende des ersten Viertels aber einen unnötigen Lauf kassiert, da wir in dieser Phase nicht aggressiv genug waren. Bis zur Halbzeitpause konnten wir zu unserer Linie zurückfinden und einen verdienten Vorsprung herausarbeiten. Der dritte Abschnitt verlief insgesamt ziemlich zerfahren, bevor uns in den entscheidenden Situationen des Schlussviertels die richtigen und wichtigen Plays gelungen sind. Mit dem Rebounding können wir ebenso wenig zufrieden sein wie mit unserer Transition Defense. Insgesamt haben sich gute und schlechte Phasen zu häufig abgewechselt. An dieser Stelle werden wir ansetzen müssen, um mehr Konstanz in unser Spiel zu bekommen. Vor uns liegt jetzt eine komplette Trainingswoche, in der wir uns auf das erste Heimspiel freuen und vorbereiten werden“.

08.10.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. wiha Panthers Schwenningen 102:73

Die Tigers begannen im ersten Heimspiel der Saison mit Aatu Kivimäki, Timo Lanmüller, Šerić, Seljaas und Daniel Keppeler. Zu Beginn des Spiels zeigten sich die Tigers vor allem am offensiven Brett engagiert und erkämpften sich so zahlreiche Würfe. Beide Teams zeigten sich in der Anfangsphase etwas nervös und erlaubten sich einige Ballverluste. Die Würfe der Tübinger wollten zunächst noch nicht fallen, während sich die Gäste aus der Distanz gefährlich zeigten. Nach vier Minuten lagen die Tübinger mit 6:8 im Hintertreffen, ehe ein Dreipunktspiel von Keppeler die Hausherren auf Kurs brachten. Die Wurfquote wurde fortan besser.

Nachdem der zweite Spielabschnitt mit einem Dreier der Gäste durch Jacob Kakar eröffnet wurde, sorgte Keppeler mit einem sehenswerten Dunk zum 27:19 in Minute elf erneut für Stimmung auf den Tribünen. Kurz darauf kam mit Osei der dritte Neuzugang der Tigers das erste Mal aufs Parkett der Paul Horn-Arena. Dem Spielfluss der Jansson-Schützlinge tat dies keinen Abbruch. Der Ball lief zügig durch die eigenen Reihen, bis der freie Mann gefunden wurde. Konsequent bauten die Hausherren ihre Führung weiter aus und zwangen Schwenningens Coach Velcic beim Stand von 38:26 zur nächsten Auszeit (14. Minute). Auch danach ließen die Tigers in ihrer Intensität nicht nach und warfen sich in jeden Ball. Auffallend war zudem die demonstrative mannschaftliche Geschlossenheit. So stand die gesamte Tigers-Bank immer wieder auf und feierte die Team-Kameraden für gelungene Aktionen im Angriff und in der Verteidigung. Bereits drei Minuten vor der Halbzeit hatte Coach Jansson alle zwölf Spieler eingesetzt, bis auf Osei konnten sich alle Spieler in die Scoringliste eintragen. Ersek, Šerić und Keppeler mit jeweils neun Zählern und Seljaas mit acht Punkten trugen dabei den Löwenanteil zu den 56 Tigers-Punkten bei. Folgerichtig war auch der Halbzeitstand von 56:33 hoch verdient.

Die Tigers begannen auch die zweite Halbzeit sehr intensiv und starteten mit einem 8:3-Lauf zum 64:36 in der 22. Minute. Trotz der hohen Führung verteidigten die Hausherren weiter bissig und ließen kaum einfache Würfe zu. So blieben die ausgeglichenen Tübinger weiter in jeder Hinsicht überlegen. In der Mitte des Viertels wollten dann die offenen Würfe der Hausherren einige Minuten lang nicht mehr fallen, sodass die Gäste etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten (68:43, 26. Minute). Krišs Helmanis nahm nun das Heft in die Hand. Vorne erzielte er vier Zähler (72:44, 27. Minute) in Folge, während er hinten einen Wurf von Emmanuel Womala blockte. Fortan fielen die Wurfversuche der Tigers wieder, sodass die Gäste auf Distanz gehalten werden konnten (75:47, 27. Minute). Wenig später ging es mit einer deutlichen 79:54-Führung in den letzten Spielabschnitt. Der Drops war gelutscht.

Trotz der hohen Führung hielten die Jansson-Schützlinge die Intensität auf beiden Seiten des Feldes weiter hoch und erspielten sich weiter freie Würfe, die hochprozentig getroffen wurden.Nach dem 91:63 (35. Minute) war es dann schließlich Rückkehrer Jekabs Beck mit einem krachenden Alley-Oop-Dunk, der die Fans erlöste (100:71, 39. Minute). Am Ende stand dann ein 102:73 auf der Anzeigetafel. Der erfolgreiche Heimstart in die neue Saison war geschafft.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Es war zu sehen, dass wir viele Spieler halten konnten und gut eingespielt sind. Wir konnten heute das Tempo gut kontrollieren und haben Schwenningen nicht ins Spiel kommen lassen. Es ist aber auch nicht so, dass wir keine Fehler gemacht haben. Auch wir müssen noch an uns arbeiten. Gegen Leverkusen erwarte ich ein hartes, physisches Spiel.“

Alen Velcic (Trainer wiha Panthers Schwenningen): „Ich möchte Danny und den Tübingern gratulieren. Sie haben hervorragend gespielt. Tübingen ist für mich derzeit das Nonplusultra in der Liga. Wir waren heute in allen Belangen unterlegen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Ich bin begeistert davon, wie Dannys Team Basketball spielt. So spielt man modernen Basketball!“

08.10.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Bayer Giants Leverkusen 96:65

Der deutsche Rekordmeister unterliegt den Paderborner Korbjägern deutlich mit 96:65 und kassiert so die erste Niederlage in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2022/23. Nach dem tollen Saisonauftakt gegen die PS Karlsruhe LIONS in eigener Halle reisten die GIANTS mit einer großen Portion Selbstvertrauen nach Ostwestfalen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad wollte unbedingt im Sportzentrum am Maspernplatz nachlegen und den zweiten Erfolg in 2022/23 feiern. Doch dieses Vorhaben erwies sich schnell als nicht umsetzbar…

Wie schon gegen Karlsruhe startete der 14-malige Deutsche Meister mit Xavier Bishop, Haris Hujic, Abdul Mohamed, Melvin Jostmann und Dejan Kovacevic in die Begegnung. In den ersten Minuten des ersten Viertels begegneten sich beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. Bishop traf einen Korbleger mit Foul und es stand 5:6 aus Sicht der Farbenstädter (3. Spielminute). Doch in der Folge zündeten die Ostwestfalen den Turbo, setzten sich ab und erspielten sich eine deutliche Führung. Mit einem 14:1-„Run“ gingen die Mannen von Headcoach Steven Esterkamp mit 20:6 in Front. Zu allem Überfluss musste Xavier Bishop noch mit einer Verletzung (Fuß umgeknickt) ausgewechselt werden. Der 1,73 Meter große Aufbauspieler griff in der Folge nicht mehr ins Spielgeschehen ein und wurde vom Trainerstab geschont. Im ersten Durchgang funktionierte nichts von all dem, was sich Coach Hansi Gnad vorgenommen hatte. Die „BAYER-Boys“ konnten ihre Angriffe nicht im Korb der Hausherren unterbringen, die wiederrum heiß liefen und mit 28:9 nach zehn absolvierten Minuten führten.

Im zweiten Abschnitt wurde die Trefferquote der Leverkusener Korbjäger zwar etwas besser, doch die große Aufholjagd blieb leider aus. Immer wieder hatten die Gastgeber auf die erfolgreichen Angriffe der „Riesen vom Rhein“ eine Antwort und so pendelte sich der Vorsprung der Uni Baskets zwischen 15 und 20 Punkten ein. Die Paderborner waren gut auf das Spiel der GIANTS vorbereitet und so ging die deutliche Halbzeitführung von 46:28 für das Heimteam ohne jede Frage in Ordnung. Es galt also für Marius Stoll, Robert Merz & Co. das Blatt in der zweiten Halbzeit irgendwie zu wenden. Doch das, soviel kann bereits verraten werden, sollte den Rheinländern nicht mehr gelingen. Die Paderborner machten genau da weiter wo sie aufhörten. Spätestens als der US-Amerikaner der Uni Baskets Connor Van Anthony einen weiteren Lauf (14:4) zum 60:34 vollendete war die Paarung entschieden. Zwar versuchten die Leverkusener immer wieder Akzente zu setzen und an Boden gutzumachen, doch an diesem 2. Spieltag war für den ProA-Vizemeister von 2021 nichts zu holen. Die Schlussperiode ging ohne große Vorkommnisse zu Ende und BAYER verlor verdient gegen Paderborn mit 96:65.

Bester Scorer auf Seiten der GIANTS waren Abdul Mohamed und Haris Hujic, die jeweils 16 Punkte erzielen konnten. Robert Drijencic scorte ebenfalls zweistellig und kam am Ende auf 13 Zähler.

Trainer Hansi Gnad fand nach der Partie folgende Worte zur Leistung seiner Mannschaft: „Es ist genau das eingetreten, was ich im Vorfeld der Saison befürchtet habe. Das Team ist extrem jung und es wird einige Ups and Downs im Verlauf der Spielzeit geben. Nach der guten Vorstellung gegen Karlsruhe haben wir in Paderborn eine mäßige Leistung abgeliefert, da brauchen wir auch nicht Drumherum reden. Die Jungs haben das physische Spiel des Gegners nicht angenommen, hinzukamen viele Ballverluste – das war nicht das, was wir uns gegen die Uni Baskets vorgenommen haben.“

08.10.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Tigers Nürnberg Falcons BC 74:80

Auch am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA war erkennbar, dass die PS Karlsruhe LIONS – nachdem das Team erst seit kurzem vollständig ist – noch mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen haben. Dennoch konnten sich die Zuschauer bei der Heimpremiere am 8. Oktober in der Lina-Radke-Halle über ein spannendes Duell und eine interessante Spieldramaturgie freuen. Das Löwenrudel lief fast durchgehend einem Rückstand hinterher, ließ jedoch erahnen, dass in der fast komplett neu zusammengestellten Mannschaft eine Menge Potenzial steckt. Nach 40 intensiven Minuten musste man sich den Nürnberg Falcons BC mit 74:80 geschlagen geben.

Ein flotter Beginn auf beiden Seiten konnte nicht über Defizite im Karlsruher Teamplay hinwegtäuschen. Insbesondere Ungenauigkeiten in der Offense hatten Ballverluste zur Folge, die vom Gegner umgehend bestraft wurden. Nach vier Minuten stand es 4:10. LIONS-Headcoach Aleksandar Scepanovic sah erstmals Gesprächsbedarf und bat sein Team in die Auszeit – nur um sich wenig später einer Zwölf-Punkte-Führung der Gäste gegenüber zu sehen. Erst gegen Ende des ersten Abschnitts stabilisierte sich das Löwenrudel, ging aber dennoch mit einem Rückstand von 14:21 in die Pause. Zurück auf dem Feld lief es besser für die Hausherren. Mittels eines viertelübergreifenden 12:0-Runs übernahmen die LIONS zum ersten und einzigen Mal an diesem Abend die Führung. Nun waren es die Falcons, die Schwierigkeiten hatten, ihren Rhythmus zu finden. Auch wenn den Gastgebern unter dem gegnerischen Korb nicht alles gelang, der Ballvortrag war nun deutlich sicherer. Dies änderte sich jedoch in den Minuten vor der Halbzeit. Nürnberg gewann optisch wieder das Übergewicht. Die LIONS hatten zwar nach wie vor Chancen zum erfolgreichen Abschluss, verwerteten diese aber zu selten. Nachdem es zur Spielmitte noch 34:42 stand, geriet das Löwenrudel nach der Rückkehr aus den Kabinen ernsthaft in Not. Mittels einiger starker Sequenzen setzten sich die Falcons bis auf 19 Punkte ab, doch in einer nun hektisch und zerfahren wirkenden Begegnung gelang den LIONS ein erneutes Comeback. Mit 51:63 ging es in den Schlussabschnitt, den Karlsruhe zwar für sich entscheiden, angesichts der bereits angesprochenen Unzulänglichkeiten dem Spiel jedoch keine entscheidende Wendung mehr hinzufügen konnte.

Drei Nürnberger Spieler punkteten zweistellig: Thomas Wilder (17 Pts.), Rocky Kreuser (14 Pts.) und Sheldon Eberhardt (15 Pts.). Letzterer lobte nach dem Spiel die gute Teamleistung: „Wir wussten, dass es auswärts in Karlsruhe schwer werden würde, darum war es wichtig für uns, einen guten Start zu haben. Am Ende mussten wir mit Defense und Rebounds das Spiel gewinnen. Kurz vor Schluss hat Thomas Wilder einen offenen Dreier für mich kreiert. Das ist genau unser Spiel – Ball-Movement und uneigennütziger Team-Basketball.“

08.10.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. VfL Kirchheim Knights 76:59

Das war ein Heimauftakt nach Maß: Die WWU Baskets Münster bestätigten ihre gute Leistung zum Saisonstart in Hagen mit einer vor allem in der Defensive tadellosen Vorstellung im ersten Heimspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die Mannschaft von Björn Harmsen gewann am Samstagabend gegen VfL Kirchheim Knights ungefährdet mit 76:59 (33:22) – über die gesamte Spielzeit in Führung liegend. 1.850 Fans in der Halle Berg Fidel freuten sich ausgelassen über die Leistung ihres Teams und die beiden Premierenpunkte in der ProA.
 
Vor der Partie erhielt Björn Harmsen die Ehrung als ProB-Coach des Jahres durch Liga-Vorstand Marius Kröger. Der Cheftrainer der WWU Baskets begann die Heimpremiere des Aufsteigers mit Hilmar Pétursson, Cosmo Grühn, Connor Harding, Adam Touray und Andreas Seiferth.

Beide Mannschaften hatten einen schwierigen Start. Offensiv wollte auf beiden Seiten nichts gelingen. Die Defensivreihen dominierten und so zeigte sich den Zuschauern ein relativ unansehnliches Spiel, bei dem Münster zum Viertelende mit 14:12 knapp in Führung lag. Im zweiten Abschnitt fanden dann die Gastgeber zuerst einen Weg in die Partie. Häufig wurde die gegnerische Zone attackiert und die Kirchheimer hatten nun zusehends Probleme ihre Reihen zu schließen. Dennoch war es vor allem offensiv enorm dürftig, was die Knights den mitgereisten Fans darboten. Die Folge: Zur Halbzeit lagen die Baskets aus Münster mit elf Punkten in Führung (33:22). Mit nur 22 erzielten Punkten in einer Halbzeit sorgten die Ritter für einen denkbar schwachen Wert. Insbesondere innerhalb der Zone hatten die Teckstädter keinerlei Mittel und so verließ sich die Mannschaft früh auf etliche Dreierversuche, die zu selten ihr Ziel fanden. Den Rittern fehlte es an zu vielen Dingen um in der zweiten Halbzeit zurückschlagen zu können und so erhöhten die Hausherren den Abstand Punkt für Punkz und sicherten sich letztlich ungefährdet den verdienten Heimsieg. Auf Kirchheimer Seite zeigte eigentlich nur Neuzugang Thomas Laerke mit 17 Punkten und einer herausragenden Trefferquote (5/5 von jenseits der Dreierlinie) eine gute Leistung.

„Wir haben ein sehr schlechtes Spiel gezeigt und ohne Energie, Willen und Kraft gespielt. Natürlich ist es ein Faktor das viele Spieler krank waren und sind, aber es geht auch um andere Themen, die wir jetzt in Ruhe analysieren und Schlüsse daraus ziehen werden,“ so Perovic nach Spielende.

09.10.2022 16:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons 82:81

Die JobStairs GIESSEN 46ers gewinnen ihr erstes Heimspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison 2022/23 in einem hart umkämpften Nervenkrimi gegen die Artland Dragons mit 82:81. In einem statistisch ausgeglichenen Match konnten sich die Lahnstädter durch Hustleplays und Engagement als Team 16 Wurfversuche mehr als der Kontrahent erarbeiten (74:58). Außerdem behielt man an der Freiwurflinie (Freiwurfquote 83%:58%) die besseren Nerven. Topscorer der Partie war mit 25 Punkten Justin Martin. Außerdem scorten Nico Brauner, Stefan Fundic und Roland Nyama zweistellig. Bester Werfer der Gäste war Malik De’Vondre Perry mit 17 Punkten. Die nächste Aufgabe wartet bereits kommende Woche mit dem Gastspiel bei den Nürnberg Falcons.

Mit geladenem Akku starteten die Mittelhessen in Rot in die Partie und legten einen 5:0-Run aufs Parkett. Nach drei gespielten Minuten waren allerdings auch die Gäste aus Quakenbrück in der Partie und glichen zum 9:9 aus. Vor allem der Dreipunktewurf war auf beiden Seiten das Mittel der Wahl, was sich durch die jeweils hohen Trefferquoten als strategisch klugen Schachzug erwies. Es war generell ein temporeicher Start von beiden Teams mit kaum Zeit zum Durchatmen. Nach einem Steal von Luca Finn Kahl, der anschließend auch noch den Assist für den Layup von Martin gab, stand es 16:14 zur Viertelmitte, was die ausgeglichenen Spielanteile bis dato auch fair abbildete. Nach wie vor angetrieben von einer überragenden Dreierquote der Gäste (zu diesem Zeitpunkt knapp 70%) konnte man durch einen 0:9-Run erstmals auf 16:23 davonziehen und forcierte damit die erste Auszeit der Gastgeber. 20:27 stand es schließlich zur Viertelpause.

Auch zu Beginn des zweiten Quarters war der Dreipunktewurf auf beiden Seiten wieder sehr gefragt. So fielen die ersten vier Würfe jeweils von hinter der 6,75m-Markierung und die Dragons starteten mit 9:3 aus ihrer Sicht in den neuen Abschnitt, was eine Auszeit der Gastgeber nach sich zog. Danach wurde es auf beiden Seiten deutlich defensiv- und körperbetonter, was sichtlich dem Team im Rot besser zu Gemüte stand.  Knapp 3 ½ Minuten ließ man keine gegnerischen Punkte zu. Durch einen Fastbreak-Dunk von Igor Cvorocic zum 27:36 forcierte man nun die Auszeit Gäste zur Viertelmitte. Ein Monsterblock von ihm beim Korbleger versuch von Joanic Grüttner Bacoul in der 17. Spielminute war eine weitere Szene, die in den Highlights der Partie nicht fehlen durfte. Generell heizten nun die Universitätsstädter durch viele Hustle-Plays, harte Reboundingarbeit und auch viele Steals immer wieder die Osthalle ein. Eine weitere Auszeit von Gästecoach Flomo beim Spielstand von 37:39 (19.) rundete einen 10:3-Run des Heimteams seit der letzten Auszeit ab. Mit 37:43 ging es schließlich zum Pausentee.

Zunächst schenkten sich auch in der zweiten Hälfte beide Teams nichts – es vergingen 1 ½ Minuten ohne Scoring auf beiden Seiten, bis schließlich Barnes den ersten Korberfolg im neuen Durchgang per Layup verzeichnen konnte. Ein Anschließender Dreier von Martin sorgte für 5:0-Run zum 42:43 (23.) und weitere zwei Freiwürfe von ihm brachten 46ers erstmals wieder in Führung 44:43 (24.). Generell benötigte Artland vier Minuten bis zu den ersten Punkten im dritten Viertel, ein erfolgreicher Freiwurf von Perry glich zum 44:44 aus. Doch der fünfmalige deutsche Meister holte sich die Führung anschließend direkt zurück: Ein willensstarker Layup von Nyama mit Foul markierte ein erfolgreiches Dreipunktespiel zum 47:44 zur Viertelmitte. Generell dauerte es fast sechs Minuten bis zum ersten Korberfolg der Gäste aus dem Spiel heraus – ein Zeichen für die ausgezeichnete Defense im dritten Viertel. Die Minuten vor der letzten Viertelpause gehörten nun eindeutig Nico Brauner, der noch zwei Dreier verwandelte – einen davon spektakulär und aus langer Distanz mit der Sirene zum 53:55.

Nun war den Mittelhessen zunächst eine gewisse Nervosität anzumerken, man startete hektisch mit Unkonzentriertheiten und einem 0:6-Run in die letzten zehn Minuten, was Coach Ignjatovic durch eine Auszeit schnell unterbinden wollte (32.). Ein erfolgreicher 3er von Martin unmittelbar nach der Timeout zum 56:61 zeigte, dass der Coach hiermit den richtigen Akzent gesetzt hatte. Bis zur Viertelmitte sahen die Zuschauer nun ein ausgeglichenes und umkämpftes Spiel. Die letzten Minuten sollten nun zum Krimi werden – immer wieder setzten sich die Dragons leicht ab und wurden aber vor allem durch erfolgreiche 3er auch rasch wieder eingeholt. Alleine in den letzten 42 Sekunden sollten noch vier Dreipunktewürfe ihr Ziel in den Korb finden.  So auch der letzte Wurf der Partie von Stefan Fundic, der 0,8 Sekunden vor Ende zum 82:81 durch die Reuse fiel und die Sporthalle Gießen-Ost zum Toben brachte.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Zunächst einmal Glückwunsch an Patrick. Es war ein toller Basketballabend, den man so schnell nicht vergessen wird. Einer musste leider verlieren, aber ich bin froh und auch erleichtert, dass es nicht die JobStairs GIESSEN 46ers war. Beide Mannschaften haben eine sehr gute Pre-Season gespielt. Dann kam der erste Spieltag und beide Mannschaften mussten eine deutliche Niederlage hinnehmen. Als Trainer musst du erstmal sehr viel „Seelen-Massage“ leisten im Training und die Jungs wieder an die erfolgreiche Pre-Season erinnern. Glückwunsch nochmal an Patrick. Die Artland Dragons haben sehr stark angefangen mit über 60 % Dreier-Trefferquote bis zur Halbzeit. Das einzig Gute für uns war ein knapper Rückstand zur Halbzeit mit Minus Sechs. Ich dachte es gibt eine Chance, wenn wir die Verteidigung verbessern, was uns auch gelungen ist. Im dritten Viertel konnten wir den Punktestand drehen. Allerdings hatten wir auch unsere Probleme. Aber dank den genialen letzten Würfen von Brauner und Fundic konnten wir das Spiel gewinnen. Ich bin sehr erleichtert, froh und auch stolz auf die Mannschaft und welche Leistung sie heute gezeigt hat.“

09.10.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Phoenix Hagen 74:102

Mit Garai Zeeb, Parker van Dyke, Marco Hollersbacher, Alex Laurent und Till Isemann begannen die RÖMERSTROM Gladiators Trier vor 1.765 Zuschauern das erste Heimspiel der neuen Saison gegen Phoenix Hagen. Von Beginn an spielten die Gäste mit hohem Tempo und sehr aggressiver Verteidigung, was auf Trierer Seite große Probleme im Spielaufbau bereitete. Nach drei Minuten hatte die Feuervögel so bereits einen 2:11-Vorsprung herausgearbeitet und hatten zu leichtes Spiel mit der unorganisierten Defense der Gladiatoren. Die Hagener ließen den Ball gut laufen und fanden immer wieder besser postierte Mitspieler, die freie Würfe nehmen konnten und diese hochprozentig verwandelten. Nach einem schwachen ersten Viertel stand es bereits 10:27 für die Gäste.

Auch der Start in das zweite Viertel gehörte ganz den Hagenern. Immer wieder konnten sie die Trierer Verteidiger im Eins-gegen-Eins schlagen und einfache Layups waren die Folge. 17:31 stand es nach drei Minuten im zweiten Viertel und die Gladiatoren hatten an beiden Enden des Feldes große Probleme. Im Laufe des Viertels wurde die Defense auf Seiten der Gastgeber zwar etwas konzentrierter, dennoch fanden die Feuervögel immer wieder gute Lösungen und bestraften jeden Fehler der Trierer konsequent. So auch in der Offensive, wo man immer wieder zu Turnovern gezwungen wurde und so weiter einfache Punkte an Phoenix abgeben musste. Die Gladiatoren kamen in dieser Phase ausschließlich im Eins-gegen-Eins zu schwierigen Würfen, die vor allem Dan Monteroso jedoch immer wieder verwandeln konnte und so verhinderte, dass der Rückstand weiter wuchs. Dennoch stand am Ende der ersten Halbzeit ein ernüchterndes und deutliches Ergebnis von 31:53 auf der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Feuervögel, die den besseren Start erwischten und von Beginn an weiter das Tempo vorgaben. Auf Seiten der Gladiatoren sorgten weiterhin Fehlpässe und unkonzentrierte Ballverluste dafür, dass man den Rückstand nicht verkürzen konnte. Selbst bei einer Führung von 33:60 blieben die Hagener aggressiv und schnell in der Offense, womit sie die Trierer Defense immer wieder überrumpelten. Ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber durch drei getroffene Dreier am Stück wurde durch zwei erfolgreiche And-One’s der Hagener schnell wieder gebremst und so stand auch am Ende des dritten Viertels ein deutlicher Rückstand von 57:80 zu Buche.

Im letzten Viertel nahmen die Gäste dann etwas das Tempo aus dem Spiel und verteidigten weniger aggressiv. Dennoch kamen die Moselstädter auch jetzt nicht näher an Phoenix heran. Kaum Systeme konnten erfolgreich gelaufen werden und auch die Defensive ließ weiterhin zu einfache Hagener Abschlüsse zu. Dreieinhalb Minuten vor Spielende war die Partie beim Stand von 68:95 bereits entschieden und beide Teams beschränkten sich nun auf Würfe von außen, die Hagen weiterhin besser traf. So endete eine schwache Vorstellung der RÖMERSTROM Gladiators mit einer 74:102 Niederlage gegen Phoenix Hagen.

Pascal Heinrichs (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Wir haben nur sehr, sehr schwer in das Spiel gefunden. Wir haben zu Beginn der Partie viel zu viel liegengelassen. Unsere Defense hat über das gesamte Spiel nicht wirklich gegriffen, hier hatten wir große Probleme in der Kommunikation. Auch inside hatten wir nicht das Scoring und die Gefahr, wie wir sie für unser Spiel brauchen. Ich glaube jede Mannschaft hat mal so ein Spiel, wo wirklich gar nichts funktioniert und wir hatten dieses Spiel leider heute. Der Fokus liegt jetzt natürlich auf Karlsruhe. Wir werden dorthin fahren und auf jeden Fall eine Reaktion zeigen“.

09.10.2022 18:00 Uhr RASTA Vechta vs. Eisbären Bremerhaven 72:67

RASTA Vechta hat sein erstes Heimspiel der noch frischen BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison gegen die Eisbären Bremerhaven mit 72:67 (45:34) gewonnen. Vor 2.845 Zuschauern im RASTA Dome war Joschka Ferner mit 16 Punkten Top-Scorer der Partie. Garant für den Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer war ein fantastischer Start und eine defensive Energie-Leistung im Schlussabschnitt.

Trotz 3:0 Start durch einen sehenswerten Wurf von Matt Frierson taten sich die Eisbären in den ersten 10 Spielminuten schwer gegen Vechtas starke Defensive, die mit 5 Steals und 14 Rebounds überzeugte. So ließen die Bremerhavener 25 Punkte zu, konnten Ihrerseits aber nur 12 Punkte erzielen. Bereits im zweiten Viertel fand das Team von Trainer Steven Key besser in sein Spiel. Offensiv kam es vermehrt zu guten Aktionen seitens der Bremerhavener, Matt Frierson und Simon Krajcovic steuerten alleine jeweils 6 Punkte bei. Da auch die Gastgeber weiter nahezu aus allen Positionen trafen gingen die Eisbären Bremerhaven dennoch mit einem 45:34 Rückstand in die Pause. Nach der Halbzeit fand das Team aus der Seestadt mit gestärkter Defensive die besseren Mittel gegen das Vechtaer Spiel und machte die Partie zum umkämpften Derby. Mit einem Zehn-zu-Null-Punkte Lauf und einer geschlosseneren Mannschaftsleistung konnten die Eisbären erstmals seit Beginn des Spiels wieder in Führung gehen. Zur Pause vor dem letzten Viertel stand es 56:56. Das Spiel endete nach einem engen letzten Viertel mit dem besseren Ausgang für RASTA Vechta. Defensiv blieben die Eisbären zwar weiter stark, konnten aber vorne nur 11 Punkte erzielen. Somit fahren die Seestädter heute Abend mit einer 72:67 Niederlage im Gepäck nach Hause.

„Gratulation an Ty Harrelson und sein Team. Sie sind eine starke Heimmannschaft und haben es uns von Beginn an schwergemacht. Nach unserem schlechten Start in das Spiel, haben wir Teamgeist bewiesen und es geschafft aufzuholen. Ich bin stolz auf die Mentalität meiner Mannschaft. Wir werden daraus lernen und uns vornehmen am Samstag zu Hause von Beginn an so aufzutreten“, resümiert Eisbären-Headcoach Steven Key.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Unsere ersten zehn Minuten waren geradezu fantastisch. Wir haben da genau das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Besonders in der Defense war es gut, dadurch konnten wir einfach Punkte erzielen. Zu viele Ballverluste und Foul-Probleme haben dann für einen Bruch in unserem Spiel geführt. Tajuan Agee und Julius Wolf waren gut in die Partie gekommen, hatten dann aber früh je zwei Fouls. Agees drittes Foul zu Beginn der 2. Halbzeit hat dann dazu geführt, dass er für den Rest des 3. Viertels draußen saß – und er ist ein wichtiger Spieler für uns. In der Offense haben wir den Ball nicht mehr gut bewegt, dazu hatten wir insgesamt 23 Ballverluste. Wir müssen mehr aus unseren Angriffen rausholen, elf Punkte im 3. Viertel sind viel zu wenige. Es war aber auch erst das zweite Pflichtspiel, es ist weiter Zeit, diese Dinge zu verbessern. Damit, wie wir im ersten und im 4. Viertel verteidigt haben, haben wir einiges von dem erfüllt, was wir uns für ein Spiel vornehmen. Wir können eigentlich immer eine wirklich eine gute, eine starke Fünf aufs Parkett bringen und haben das zum Teil auch schon in der Vorbereitung gezeigt. Gerade heute in der entscheidenden Phase, haben wir sehr gut verteidigt. Dazu braucht es sehr viel Einsatz, Physis gegen den Mann und Entschlossenheit. Mein Trainerteam macht einen großartigen Job darin, die Mannschaft perfekt vorzubereiten und fit zu machen für solche Situationen. So gut, dass es dann eigentlich nur noch darum geht, dass die Spieler dem Plan folgen.“

Vorberichte ProA 2. Spieltag

Spieltag 2: 08.10.2022 18:00 Uhr Dresden Titans vs. VfL SparkassenStars Bochum

Die VfL SparkassenStars kennen diese Situation aus der Vorsaison. Da waren die Bochumer als Aufsteiger zu Beginn oft klarer Underdog. Doch das Team um Headcoach Felix Banobre überzeugte, hielt mit insgesamt 13 Siegen relativ souverän die Klasse. Nach einer soliden Vorbereitung und klangvollen Neuzugängen (u.a. Hendrik Drescher, Conley Garrison, Tom-Niclas Alte) unterlagen die Bochumer jedoch überraschend deutlich im Derby gegen Düsseldorf (90:102). „Es ist normal, dass man mehr trifft, wenn man das hungrigere Team ist. Wir sollten jetzt dringend aus diesem Spiel lernen und uns neu fokussieren und müssen uns auf das Gastspiel in Dresden vorbereiten“, so VfL-Trainer Banobres Einordnung nach der Partie.

Hungrig zeigten sich auch die „Titanen“ vergangenen Samstag, als die wiha Panthers auswärts knapp mit 74:75 niedergerungen wurden. Dabei standen die Vorzeichen, trotz einer überzeugenden Vorbereitung, in der finalen Woche vor dem Saisonauftakt nicht unbedingt auf Sieg. So musste dringend ein Ersatz für Saiquan Jamison gefunden werden (beide Seiten einigten sich einvernehmlich auf eine vorzeitige Auflösung des Arbeitspapiers). In Form von Aaron Menzies gelang dann tatsächlich eine adäquate Nachverpflichtung. Der 2.21 Meter große Pivot sammelte in den vergangenen zwei Jahren Erfahrung in der zweithöchsten spanischen Liga, musste nun aber im Schnelldurchlauf integriert werden.

Dies gelang trotz der kurzen Zeit bereits erstaunlich gut. So trug Menzies in knapp 15 Minuten acht Zähler und drei Rebounds zum Erfolg bei und traf den spielentscheidenden Freiwurf. Zwischenzeitlich spielte Dresden sogar mit einem „Twin-Tower-Lineup“, also gleichzeitig mit Kapitän Georg Voigtmann (2.13 Meter) und dem 26-jährigen britischen Neuzugang. So viele Zentimeter können wohl nur wenige ProA-Teams aufs Parkett bringen.

Cheftrainer Fabian Strauß: „Wenn es defensiv passt, werden wir Aaron und Georg sicher öfter zusammen auf dem Feld sehen. Bei unserem letzten Play am Samstag war mir klar, dass ein großer Verteidiger den Einwerfer verteidigt. Gut, dass wir mit Georg einen sehr guten und großen Passer haben. Dann Aaron zu finden, war für ihn relativ einfach.“

08.10.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Medipolis SC Jena

Wir befinden uns in einem laufenden Prozess und wollen jede Woche eine Kleinigkeit auf dem Spielfeld besser machen, als in der Woche davor. Wir haben noch viel Verbesserungspotenzial, das wir über die nächsten Wochen und Monate ausschöpfen wollen“, sagte Düsseldorfs Headcoach Florian Flabb kurz nach dem Auswärtserfolg in Bochum. Eine Woche nach dem guten Saisonstart empfangen die ART Giants zum ersten Heimspiel im Castello nun den Medipolis SC Jena. Das Topteam aus Thüringen konnte am ersten Spieltag ebenfalls in fremder Halle überzeugen und fuhr einen ungefährdeten 86:60-Sieg in Paderborn ein. In Düsseldorf weiß man also bereits jetzt um die schwere Aufgabe, die im ersten Heimspiel auf einen zukommt. „Jena hat zum Auftakt sehr souverän in Paderborn gewonnen und sie verfügen über gute Einzelspieler“, so Flabb über den kommenden Gegner. Zu nennen seien dabei etwa US-Amerikaner Storm Murphy und Takiula Fahrensohn, die großen Anteil am Auftakterfolg der Thüringer hatten. Ebenfalls verfügt Jena mit Brandon Thomas und Stephan Haukohl über routinierte Akteure, die viel Erfahrung mitbringen und bereits in der BBL auf dem Parkett standen.

Trotz der vermeintlich klar verteilten Favoritenrolle für die kommende Partie, will man sich in Düsseldorf nicht verstecken. „Wir müssen jedes Spiel einzeln bewerten und immer eine hohe Intensität aufs Parkett bringen. Kein Gegner in der ProA ist einfach, das haben wir in der Saisonvorbereitung gesehen“, ordnet Flabb die Ausgangslage ein. Bei den ART Giants hofft man, nach dem lautstarken Support der mitgereisten Fans in Bochum, auch beim Heimauftakt im Castello auf die Unterstützung der eigenen Anhänger. Mit einem Sieg im Rücken können die Giganten zumindest selbstbewusst ins erste Spiel vor heimischer Kulisse gehen und den Favoriten versuchen zu ärgern. „Wenn wir an unserem Gameplan und unseren Zielen festhalten, haben wir die Chance, auch in diesem Jahr wieder für etwas Furore zu sorgen. Besonders am Anfang der Saison wollen wir schauen, ob wir nicht für die eine oder andere Überraschung sorgen können“, so Flabb.

08.10.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. wiha Panthers Schwenningen

Schwenningen? Da war doch etwas. In der vergangenen Spielrunde konnten sich die Raubkatzen nach einer spektakulären Aufholjagd mit 74:73 behaupten. Spielmacher Aatu Kivimäki traf per Dreier zum Sieg, die Tübinger fielen in einen Rauschzustand einen Tag vor Heilig Abend. Nun werden die Karten aber wieder neu gemischt. Während die Tigers mit einem recht souveränen 98:86-Erfolg in Göppingen gegen die VfL Kirchheim Knights in die Saison gestartet sind, mussten die Schwenninger einen 74:75-Heimniederlage gegen den Aufsteiger Dresden Titans einstecken. Auch die Zuschauerzahl konnte kaum unterschiedlicher sein. Während das Eventspiel zwischen Kirchheim und Tübingen stolze 4.005 Zuschauer in der EWS-Arena verfolgten, pilgerten nur 412 Zuschauer zum Saisonauftakt der wiha Panthers.

In Schwenningen hat sich über den Sommer viel verändert. Alle Spiele haben den Verein verlassen. Das Trainergespann Alen Velcic und Aleksandar Nadjfeji musste ein komplett neues Team zusammenstellen. Dies benötigt gewöhnlich Zeit. Zeit, die man im Profisport jedoch nicht hat. Die Vorbereitung der Gäste verlief reichlich durchwachsen, der Kader wurde insgesamt recht spät zusammengestellt. Bekannte Namen bei der Velcic-Truppe sind Jacob Knauf (Artland Dragons), Badu Buck (Uni Baskets Paderborn) und der ehemalige Tübinger Jacob Mampuya. Besonders die beiden Erstgenannten konnten sich mit 19 beziehungsweise 14 Punkten zum Auftakt gut ins neue Team spielen. Zu einem Sieg sollte es dennoch nicht reichen. Bei den Importspielern vertraut Velcic zumeist wieder auf Spieler aus den USA. Casey Benson, Jake Kacar und Devonte McCall sollen die Eisen für die wiha Panthers aus dem Feuer ziehen. Mit dem Griechen Ioannis Chatzinikolas haben die Gäste kurz vor dem Saisonstart noch einen weitere Importspieler verpflichtet. Auf dem Papier sind die Raubkatzen Favorit, doch Trainerfuchs Velcic wird sich sicher etwas für das Duell überlegt haben.

Für die Jansson-Schützlinge gestaltete sich die Trainingswoche durchwachsen. Einige Spieler kränkelten die letzten Tage, sodass nicht der volle Umfang aller Einheiten durchgeführt werden konnte. Alle Spieler wurden getestet, glücklicherweise wurde keine Covid-Erkrankung festgestellt. Am Donnerstag waren jedoch alle 13 Spieler im Training. Der Blick geht nun nach vorne. Aus einem Vorbereitungsspiel vor vier Wochen kennen sich beide Kontrahenten schon ein wenig. Jansson blick wie folgt auf die Partie: „Wir müssen uns auf viel Zone einstellen, daran müssen wir weiterarbeiten. Wichtig ist, dass wir den Ball laufen lassen und gleichzeitig immer wieder attackieren. Dazu müssen wir die Intensität hochfahren, so wie zuletzt über weite Teile des ersten Spiels gegen Kirchheim„, betont der 43-Jährige.

08.10.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Bayer GIANTS Leverkusen

Die Baskets sind nicht nur wegen der herben Niederlage gegen Jena vor eigenem Publikum auf Wiedergutmachung aus. Das Team von Headcoach Steven Esterkamp hat mit den Gästen noch eine kleine Rechnung zu begleichen: Im letzten regulären Spiel der Vorsaison verhagelten die Giants mit einem Sieg den Paderbornern das Heimrecht in der ersten Playoffrunde – Gründe genug also für das junge Team, eine Topleistung abzurufen und den ersten Sieg einzufahren.  

Dass die Gastgeber gegen Jena so schwach abschnitten, lag unter anderem am 1. Viertel, das mit 10:36 verloren ging. Hinzu kam eine deutliche Reboundüberlegenheit der Thüringer (Jena: 41, Paderborn: 29) und eine im Vergleich zu den Baskets überragende Dreierquote (Jena: 48%, Paderborn: 13%) – nicht zuletzt resultierend aus einer nicht ausreichenden Defense der Baskets. Die neuverpflichteten Importspieler Connor Van Anthony (vorher Randolph-Macon College / NCAA, USA), James Fleming (BC Zestaponi / Georgien) und Travis Jocelyn (NINERS Chemnitz / BBL) blieben während der gesamten Partie noch blass, Marcus Anderson (Scarborough / Kanada) zeigte zumindest als Defensivspezialist eine ansprechende Leistung. Überzeugende Wurfquoten konnte am Ende lediglich Neuzugang Oshane Drews (21 Punkte), Topscorer der Partie, vorweisen. Neben ihm erzielte nur noch Kapitän Lars Lagerpusch (10) einen zweistelligen Wert.  

Steven Esterkamp erwartet daher in der Partie gegen Leverkusen eine deutliche Reaktion seiner jungen Mannschaft: „Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns, in der wir viel analysiert und darüber gesprochen haben, was wir alles besser machen können und müssen. Die Niederlage war sehr schmerzhaft für alle Jungs aus dem Team, deswegen haben sie sich über die ganze Woche hochfokussiert, lernfähig und hochmotiviert gezeigt. Sie wissen, dass sie es besser können, jeder einzelne. Jena hat natürlich einen richtig guten Job gemacht, dennoch waren wir selbst auch einfach schlecht in der Offense, ohne schnelle Ballbewegungen und mit Wurfquoten, mit denen wir absolut nicht zufrieden sein können. Die Jungs haben im Training dementsprechend Gas gegeben und sehr konzentriert gearbeitet. Gegen die Giants erwartet uns wieder eine schwere Partie: Leverkusen spielt schnell, schlau und ist physisch stark, was sich besonders unter den Körben bemerkbar macht. Um gegen sie zu bestehen, brauchen wir im Vergleich zum Auftakt eine große Leistungssteigerung – die unsere Jungs draufhaben. Ich bin überzeugt, dass sie gut genug sind und uns allen am Samstag ein anderes Gesicht zeigen werden!“ 

Leverkusen legte, anders als Paderborn, mit einem 90:77-Erfolg über die PS Karlsruhe LIONS einen erfolgreichen Auftakt in die neue Spielzeit hin. Aus einer geschlossenen Teamleistung ragten Dejan Kovacevic (20), Xavier Bishop (13), Robert Drijencic (13) und Haris Hujic (12) mit zweistelligen Punktewerten heraus, insgesamt scorten alle zehn eingesetzten Akteure.  

08.10.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Nürnberg Falcons

Nicht weniger als 17 Heimspiele hält die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für jeden Klub bereit. Den Auftakt bei den PS Karlsruhe LIONS macht das Aufeinandertreffen mit den Nürnberg Falcons BC am 8. Oktober um 19:30 Uhr. Austragungsort ist wie in der vergangenen Saison die 1.500 Zuschauer fassende Lina-Radke-Halle, deren kompakte Bauweise beste Live-Atmosphäre garantiert.

Die Aufgabe für das Löwenrudel am zweiten Spieltag ist herausfordernd. Denn zum Saisonauftakt in der Vorwoche bei den Bayer Giants Leverkusen waren noch zahlreiche Abstimmungsprobleme erkennbar. Dies sollte allerdings nicht verwundern, ist doch das Team in dieser Zusammensetzung erst seit kurzem zusammen. Trotz der 77:90-Niederlage im Rheinland gab es auch positive Aspekte zu notieren. Nach zwischenzeitlich hohem Rückstand zeigte sich die Mannschaft kämpferisch und hätte die Begegnung im dritten Viertel fast gedreht. Bei verbessertem Teamplay kann damit gerechnet werden, dass die Schützlinge von Headcoach Aleksandar Scepanovic als schlagkräftige Truppe gut in der Liga mithalten können. Die Nürnberg Falcons indes haben bereits Nervenstärke bewiesen, in einer engen Begegnung am ersten Spieltag die RÖMERSTROM Gladiators Trier knapp mit 87:82 niedergerungen und sich damit schon zwei Siegpunkte gesichert. Die LIONS werden vor heimischer Kulisse alles daransetzen, um nachzuziehen und die Zuschauer können mit einem spannenden Spiel rechnen. Denn die Duelle zwischen Karlsruhe und Nürnberg sind oftmals hart umkämpft. In der vergangenen Saison hatten die Franken zuhause mit 89:83 die Oberhand behalten. Die LIONS revanchierten sich daraufhin im Rückspiel am Oberrhein mit 90:84.

08.10.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. VfL Kirchheim Knights

Bei der 86:98-Auftaktniederlage gegen den Vizemeister mussten die Knights noch ohne ihre verletzten Akteure Richie Williams, Besnik Bekteshi und Tim Koch – allesamt BBL-erfahren – auskommen. Besonders das Fehlen von Kapitän Williams habe sich negativ bemerkbar gemacht. „In kritischen und intensiven Spielphasen braucht es manchmal einen kühlen Kopf der Ruhe reinbringt. Dieser hat uns gefehlt“, erklärte Geschäftsführer Chris Schmidt. Unrund verlief die Kirchheimer Vorbereitung. „Wir hatten kaum eine Trainingseinheit mit der ganzen Mannschaft“, sagte Knights-Cheftrainer Igor Perovic. Ähnlich wie die WWU Baskets brauchen somit auch die Kirchheimer noch Zeit, Abstimmungsprobleme zu reduzieren und die Mannschaft zu entwickeln. Auch der vor kurzem verpflichtete Center Tyrone Nash spielte bereits in der Basketball-Bundesliga.

Mit Blick auf die Gemütslage nach der Saisonauftaktniederlage in Hagen sagte Thomas Reuter, Co-Kapitän der WWU Baskets: „Klar war die Enttäuschung groß. Wir hatten den Wurf, der das Spiel zu unseren Gunsten hätte entscheiden können.“ Aber in einer 34 Spieltage langen Saison gelte es schnell den Blick nach vorn zu richten, zumal in einer kurzen Trainingswoche. „Bisher läuft es ganz gut. Wir haben das Spiel vom Sonntag ausgewertet und fangen heute mit der Vorbereitung auf Kirchheim an“, berichtete Björn Harmsen am Donnerstag eben von dieser. „Wir müssen schauen, wie bei den Kirchheimern die Verletzten wieder zurück sind. Gegen Tübingen war es schon eine andere Mannschaft als vorher mit ihnen zusammen.“

Ausfälle befürchten muss Björn Harmsen bis dato nicht. Einzelne Akteure seien zwar angeschlagen, aber „das wird Richtung Wochenende alles gut sein“, so der Cheftrainer der WWU Baskets. Nachwuchsspieler Paul Viefhues zog sich am letzten Wochenende im NBBL-Spiel einen Handbruch zu. „Das ist sehr schade für ihn, auch für unser Training ist das natürlich bitter.“

09.10.2022 16:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Nach diesem peinlichen Auftritt und der heftigen Niederlage in Bremerhaven sind wir gut beraten kleine Kuchen zu backen. Wir müssen versuchen mit Engagement und Intensität das Vertrauen der Fans wieder zu gewinnen und ein besseres Spiel abzuliefern. Mit Artland kommt ein Gegner der ein ähnliches Schicksal am letzten Spieltag hatte wie wir. Eine weitere Parallele ist, dass die Mannschaft zum Großteil neu zusammengesetzt wurde. Doch die Saison ist noch jung, deshalb erwarten wir ein schwieriges und knappes Spiel, gerade aufgrund unserer aktuellen Situation. In den ersten Trainingseinheiten war schon eine gewisse Verunsicherung bei uns zu spüren. Wir haben viel mit den Spielern geredet und seitdem ordentlich trainiert. Wir hoffen, dass die Jungs gesund bleiben und dass uns die Fans am Sonntag unterstützen werden. Ich kann nur sagen, die Spieler sind jetzt gefragt. Verlernt haben wir nichts, jetzt steht der mentale Aspekt im Vordergrund, um einen frühzeitigen Befreiungsschlag zu landen.“ 

Für die Teams war es ein dürftiger Start in die reguläre Saison. Für die Mittelhessen setzte es nach einem ansehnlichen ersten Viertel in Bremerhaven eine historische 60:98-Auswärtsniederlage. Es war die höchste Pleite der Gießener in der ProA-Geschichte. Insbesondere der ausgebliebene Offensivrhythmus sollte den JobStairs GIESSEN 46ers das Leben am ersten Spieltag schwer machen. Spielmacher Jordan Barnes konnte mit 14 Zählern und einer Trefferquote von 80% von jenseits der Dreipunktelinie noch einen einigermaßen positiven Eindruck hinterlassen. Doch während der Angriff ohnehin nicht als Prunkstück des Bundesliga-Absteigers gilt, sollten auch die gewohnten defensiven Mechanismen nicht greifen, sodass am Ende ein Fehlstart vermeldet werden musste. Dass es auch anders gehen kann, bewiesen die Mannen von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic in der Pre-Season, sodass der Heimauftakt in der Osthalle als Reset-Button gesehen werden kann. Der letzte ProA-Heimerfolg im Jahre 2015 war gleichbedeutend mit der ProA-Meisterschaft, was ein positives Gefühl vermitteln sollte. Ob dieses Gefühl mit Captain Nico Brauner angegangen werden kann ist fraglich. Der Guard hat mit muskulären Problemen im Oberschenkel zu kämpfen und konnte bisher in dieser Trainingswoche noch nicht eingreifen.

Während die JobStairs GIESSEN 46ers ihrem Heimspiel vor eigenem Publikum entgegenfiebern, hat der kommende Gegner aus Quakenbrück dieses schon hinter sich gebracht. Im Niedersachsenderby gegen Aufstiegsaspiranten RASTA Vechta musste sich das Team von Headcoach Julien Patrick Flomo mit 61:88 geschlagen geben. Simultan wie bei den 46ers, kam die Dragons-Offensive ebenfalls nicht in den Flow und vor allem aus der Distanz (22%-Dreierwurfquote) sollte nichts gelingen. Der Wildcard-Teilnehmer setzte nach dem sportlichen Abstieg aus der ProA mit einem veränderten Kader auf neue Impulse. Dabei präsentierte sich der neue prädestinierte Leader Jalen Quinn Bradley in guter Frühform. Der 29-jährige Guard lieferte zuletzt 17 Punkte, fünf Rebounds und drei Assists ab. Sein Landsmann De´Vondre Malik Perry konnte mit elf Zählern ebenfalls die Scoringlast übernehmen. Der dritte Neuzugang mit amerikanischem Pass, William Francis Christmas, konnte zwar mit sechs Punkten noch nicht die erhofften Akzente setzen, doch seine Qualifikationen aus der vergangenen Saison mit 29.7 PpS, 10.8 RpS und 3.6 ApS bei den Musel Pikes aus Luxemburg, lassen sein Potential erahnen. Auch die deutschen Positionen konnten mit Joanic Grüttner Bacoul und dem Rückkehrer Jannes Hundt mit easyCredit BBL-Erfahrung bestückt werden.

Erstliga-Erfahrung haben beide Clubs in ihrer Vita zu bieten, doch nun gilt es in der ProA die ersten Punkte dieser Spielzeit mitzunehmen. Mit einer Extraportion Motivation werden die JobStairs GIESSEN 46ers dieses Unterfangen angehen, denn schließlich möchte Cheftrainer Ignjatovic einen rundum gelungenen Geburtstag an diesem Sonntag erleben.

09.10.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Phoenix Hagen

Endlich geht es wieder los: das erste Heimspiel der Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga steht für die RÖMERSTROM Gladiators Trier auf dem Programm. Am Sonntag empfangen die Moselstädter den Traditionsclub von Phoenix Hagen in der Arena Trier. In der vergangenen Saison konnten die Hagener beide Partien für sich entscheiden, in Hagen verloren die Gladiatoren mit 67:86, in Trier mit 92:96. Am Sonntag werden sich jedoch zwei veränderte Teams auf dem Parkett gegenüberstehen, denn ähnlich wie die Trierer Profibasketballer veränderten auch die Feuervögel im Sommer ihren Kader auf einigen Positionen.

Lediglich Marcel Keßen, der letztjährige Topscorer der Hagener, blieb als Leistungsträger in Nordrhein-Westfalen. Mit Bjarne Kraushaar und Tim Uhlemann verpflichtete man zwei talentierte Profis von Bundesligaabsteiger Gießen 46ers, Marvin Omuvwie kam ebenfalls aus der BBL von Brose Bamberg und mit Lorenz Bank und Kristofer Krause sicherte man sich die Dienste von zwei talentierten deutschen Spielern, die von der ProA-Konkurrenz aus Jena bzw. Vechta nach Hagen wechselten. Die Import-Positionen besetzte Headcoach Chris Harris mit dem erfahrenen JJ Mann, der letzte Saison für Bayer Leverkusen auflief, sowie mit den Guards Kyle Castlin und Grayson Murphy. Der junge finnische Big Man Martti Vaara rundet die Phoenix-Rotation für diese Saison ab. Im ersten Saisonspiel gegen die Aufsteiger der WWU Baskets Münster, was Hagen mit 88:81 gewinnen konnte, waren Kyle Castlin mit 18 Punkten, JJ Mann mit 16 und Marcel Keßen mit 14 Punkten die erfolgreichsten Korbjäger.

Hagen ist eine von vielen Mannschaften, die in die Playoffs gehören. Letztes Jahr haben sie sie knapp verpasst, umso motivierter werden sie diese Saison sein. Sie haben auf den deutschen Positionen sehr gute Verstärkungen gefunden. Kraushaar und Uhlemann kamen aus der ersten Liga, mit Keßen haben sie einen starken großen Spieler halten können, der uns letzte Saison schon Probleme bereitet hat. Wir erwarten eine wirklich starke Truppe am Sonntag. Wir hatten unter der Woche etwas Probleme mit Krankheiten, sind aber auf einem guten Weg. Hinter dem Einsatz von Dylan Painter steht aktuell aufgrund von anhaltenden Knöchelproblemen noch ein Fragezeichen. Dennoch freuen wir uns sehr auf das erste Heimspiel am Sonntag und wollen wieder ein gutes Spiel machen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs über den nächsten Gegner der Gladiatoren.

09.10.2022 18:00 Uhr RASTA Vechta vs. Eisbären Bremerhaven

Für viele Punkte gut waren die Kontrahenten am 1. Spieltag. Jeweils nach der Halbzeitpause dominierten sowohl RASTA als auch die Eisbären ihre Gegner. Bremerhaven gewann sein 3. Viertel  gegen Gießen mit 29:4 und wurde dem in der letzten Saison erworbenen Ruf als besonders offensivstarke Mannschaft gerecht. In der Hauptrunde 2021-22 waren den Eisbären im Schnitt pro Spiel 96.2 Punkte gelungen. „Wichtig ist, dass unsere Defense von Anfang an steht, nicht so wie in der 1. Halbzeit in Quakenbrück“, sagt Julius Wolf. „Bremerhaven bewegt den Ball sehr gut, sie spielen als Team zusammen. Sie haben Distanzschützen und sind auch unter dem Korb stark besetzt. Unsere Defense muss also voll da sein und wir dürfen ihnen nach Möglichkeit keine 98 Punkte erlauben.“

Die machten die Eisbären sogar ohne den angeschlagenen Jarelle Reischel, der letzte Saison mit 16.4 Punkten drittbester Scorer des Teams um den nun neuen Head Coach Steven Key war. 45 Rebounds holten die Weserstädter gegen Gießen, die Hessen nur 31. Und: Gleich 38 Mal kam Bremerhaven an die Freiwurflinie, ließ dort sogar satte 13 Punkte liegen. Für RASTAs Head Coach Ty Harrelson und sein Team steht also eine sehr interessante und herausfordernde Aufgabe an: „Unser zwei mit am wichtigsten Regeln für das Defensivverhalten sind: Spiel hart und sei konzentriert! Wir wollen nah dran sein am Gegenspieler, wollen immer Druck ausüben – mit viel Intensität. Wir wissen, was mit ihrer Offense auf uns zukommt – unsere Spieler werden bestmöglich vorbereitet sein.“

Ein Faktor in Vechtas Spiel sollen wie schon beim Derby in Quakenbrück die Fans im RASTA Dome sein. „Unsere Fans sind super!“, findet Harrelson. „Ich habe nach dem Derby noch einmal mit ein paar Spielern über die Atmosphäre gesprochen. Als wir da in die Halle gekommen sind und wir die vielen RASTA-Fans gesehen und gehört haben, ist bei jedem der Puls hochgegangen. Das war dank Ihnen ein toller Saisonauftakt. Jetzt geht es gegen Bremerhaven hoffentlich genauso stimmungsvoll weiter. Wir hoffen darauf, dass die Halle ganz voll wird. Klar ist, dass, wenn die Fans hinter uns stehen, die Spieler das super finden und es ein Riesen-Ansporn für sie ist.“

Und: Es winkt ja auch Platz 1 in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA! Dieser hat so ganz früh in der Saison zwar noch keine allumfängliche Aussagekraft, würde aber einen Traumstart für RASTA bedeuten. Apropos Start: Diesem kommt im Spitzenspiele eine bedeutende Rolle zu, sagt Julius Wolf: „Gerade gegen ein Top-Team ist es mit das wichtigste, dass uns der Start gelingt. Natürlich ist Basketball auch ein Spiel der Läufe. Aber wenn man gut loslegt, Stopps erzwingt, ein paar Hustle-Plays landet und seine Würfe trifft, dann kocht die Halle direkt – dann würde es auch für Bremerhaven schwer sein, zurückzukommen.“

Gegen Gießen allerdings schafften das die Eisbären. Sie nämlich lagen in der 7. Minute mit 10:21 hinten, alle BHV-Punkte bis dahin hatte Neuzugang Matt Frierson erzielt. „Das war kein guter Start. Wir wussten, dass uns ein anderes Level an Physis erwartet als in der Pre-Season. Vielleicht mussten wir uns daran erst gewöhnen. Danach ging es aber los wie die Feuerwehr“, sagte Eisbär Adrian Breitlauch der Nordsee-Zeitung. Ein Grund für den Kantersieg Bremerhavens: 19 Gießener Ballverluste. Auch RASTA hatte sich in Quakenbrück mit 16 viel zu viele erlaubt. „Es ist eine Sache, an der wir arbeiten“, sagt Ty Harrelson. „Wir simulieren im Training Situationen, in denen uns der Gegner unter Druck setzt. Es ist an uns, möglichst viel aus jedem Ballbesitz rauszuholen. Dafür müssen wir den Ball noch besser bewegen, damit wir konstant punkten.“

Nachberichte ProA 1. Spieltag

Spieltag 1: 30.09.2022 20:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Medipolis SC Jena 60:86

Mit einem beeindruckend souveränen 86:60- Auswärtssieg erwischten die Basketballer von Medipolis SC Jena am Freitagabend in Paderborn einen Saisonstart nach Maß. Das Team von Cheftrainer Domenik Reinboth bezwang die westfälischen Gastgeber der Uni Baskets vor 1510 Zuschauern auch in dieser Höhe verdient, legte mit einem 30:4-Traumstart (7.) im Auftaktviertel früh den Grundstein zum nie gefährdeten Erfolg. Von über 40 gut gelaunten Jenaer Fans in der Paderborner Maspernhölle unterstützt, entwickelte sich die Saisoneröffnung der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu einer überwiegend einseitigen Veranstaltung. Während die Thüringer auf Center Alex Herrera (Unterarmfraktur) sowie Point Guard Vuk Radojicic (Rückenprobleme) verzichten mussten, kompensierte das Team von Neu-Kapitän Brandon Thomas die beiden Ausfälle mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung. Von Topscorer Takiula Fahrensohn (19) angeführt, gelang es insgesamt fünf Jenaer Akteuren zweistellig zu punkten.

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „Man hat die Fortschritte gesehen, die das Team in den Tagen vor dem Spiel gemacht hat. Jeder einzelne unserer Spieler hat aus der Preseason die richtigen Schlüsse gezogen, war punktgenau zum Pflichtspielauftakt da und hat seinen Job gemacht. Alle Jungs hatten in diesem Duell ihre Momente. Das erste Viertel lief für uns natürlich überragend. Insgesamt war das ein sehr guter Saisonstart für uns. An dieser Stelle möchte ich auch unsere Fans hervorheben, die mit ihrer Stimmung und dem Support in der Halle für Heimspiel-Atmosphäre gesorgt haben. An diese Leistung wollen und müssen wir anknüpfen, wenn es zum nächsten Spiel nach Düsseldorf geht, um den nächsten Sieg einfahren zu können“.

01.10.2022 18:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 87:82

Großer Jubel bei den Nürnberg Falcons und ihren Fans. Wie schon in der Vorsaison sind die Mittelfranken mit einem Heimsieg in die neue ProA-Saison gestartet. Diesmal zwangen sie nach intensiven 40 Spielminuten die Gladiatoren aus Trier in die Knie. Doch bis es soweit war, mussten die Zuschauer in der Kia Metropol Arena und am Live-Stream des öfteren zittern. Der Auftakt verlief nach Maß mit einem frühen 8:0-Lauf der Falken, den Rocky Kreuser per Distanzwurf zum 3:0 eröffnete. Nürnberg gefiel mit guter Defense und zielstrebiger Offense. Die Gäste brauchten eine Weile, kamen dann aber – angeführt von Garai Zeeb und Jan Isemann – Angriff um Angriff besser in die Partie. Parker Van Dyke fand auch Mitte des ersten Viertels seinen Touch und brachte die Gäste nach fünfeinhalb Spielminuten auf drei Punkte heran (14:11). Nürnberg blieb jedoch vorne und setzte sich wenig später erstmals an diesem Abend zweistellig ab (24:14). Wichtig für Trier, hier den Anschluss zu behalten und durch Dylan Painters Freiwürfe nach zehn Spielminuten in Schlagdistanz zu bleiben. 24:16. 

Die Nürnberger Fans waren zufrieden und auch die mitgereisten Schlachtenbummler von der Mosel sahen ihre Mannschaft trotz der Rückstandes auf einem gutem Weg. Diesen schienen die Mannen von Pascal Heinrichs zu Beginn des zweiten Viertels aber kurzzeitig verlassen zu haben, da hier Nürnberg insbesondere in der Offensive nach Belieben schalten und walten konnte und sich so in einen kleinen Rausch spielte. Thomas Wilder drehte auf und nach 12 Spielminuten war Nürnberg auf 32:19 enteilt. Doch Trier konnte erneut antworten, die Partie durch ihre Guards wieder ausgeglichen gestalten und dank Nürnberger Unzulänglichkeiten sogar in Führung gehen (34:36). Vytautas Buzas bat zum Sitzkreis hinter der Bande und forderte von seinen Jungs wieder mehr Konzentration und Biss in der Verteidigung. Diese hatten verstanden und Nürnberg lag zur Pause wieder mit 43:41 vorne. 

So war alles bereit für ein spannendes Schlussviertel. Hier lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch und bis drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war nicht abzusehen, welche der beiden Mannschaften das bessere Ende für sich haben würde. So ging es beim Stand von 76:75 in die Crunchtime. Dort zeigten die Falcons sowohl ihre mannschaftliche Geschlossenheit als auch ihre Nervenstärke. Rocky Kreuser traf von außen zum 81:78 und den Trierer Ausgleich zum 81:81 wusste Justinas Ramanauskas mit einem herrlichen Layup wieder wettzumachen (83:81). Die Gäste vergaben in der Folgezeit mehrfach die Chance zum erneuten Ausgleich und zur Führung und so konnte Nürnberg den Vorsprung über die Zeit bringen und sich am Ende mit 87:82 gegen tapfere Gladiatoren durchsetzen. 

Head Coach Vytautas Buzas war verständlicherweise mit dem Resultat zufrieden, macht aber durchaus einige Baustellen aus: „Es war fantastisch nach so langer Zeit wieder vor den eigenen Fans zu spielen, die uns ganz großartig unterstützt haben. Vor allem sind hier die Noris Blockers zu nennen. Wir haben immer wieder schwächere Phasen in denen wir den Zugriff auf das Spiel verlieren. Wir wussten wie Trier spielen würde, konnten sie aber nicht dauerhaft kontrollieren. Am Ende waren es dann aber genug Phasen in denen es uns gelungen ist und so konnten wir das Spiel für uns entscheiden. Es war ein Sieg des Kollektivs und wir freuen uns auf das erste Auswärtsspiel in Karlsruhe mit unseren Fans und das Heimspiel gegen Gießen in zwei Wochen.“

01.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. JobStairs GIESSEN 46ers 98:60

Die Eisbären starteten motiviert ins erste Viertel, gerieten zwar in Rückstand, konnten jedoch immer wieder aufschließen.  Die deutlich verbesserte Turnover Quote im Vergleich zu den letzten Testspielen fiel dabei positiv auf. Dennoch stand es zur ersten Pause 19:21 für den Gast aus Gießen. Im zweiten Viertel konnten die Eisbären mit dem ersten Korb den Ausgleich und kurz darauf durch einen Freiwurf von Robert Oehle die erste Führung zum 24:23 erzielen. Nach einer spannenden Phase mit einigen Führungswechseln schalteten die Eisbären etwa drei Minuten vor Halbzeit einen Gang höher und setzten sich erstmals ab. Carlo Meyer erzielte seine ersten Punkte in der ProA. Zur Pause hieß es 45:36 für die Heimmannschaft.  

Auch nach der Pause gab das Team von Trainer Steven Key nicht nach. Im Dritten Viertel kamen die Gießener nur zu vier Punkten. Die Eisbären hingegen trafen nach Belieben und konnten einen 34 Punkte Abstand herstellen. Allein Simon Krajcovic konnte 8 Treffer beisteuern. Der Bundesligaabsteiger aus Gießen legte im Schlussviertel noch einmal etwas zu, konnte den Sieg der Eisbären aber dennoch nicht gefährden. Das Team um Kapitän Robert Oehle spielte weiter effektiv nach vorne. Johannes Heiken erhielt seine ersten Einsatzminuten der Saison, Jarelle Reischel blieb aufgrund einer kleinen Verletzung heute die Rolle als Motivator auf der Bank.  

Head Coach Steven Key war sichtlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben nie nachgelassen und wollten dieses erste Saisonspiel Zuhause unbedingt gewinnen. Die Mannschaft ist als Einheit aufgetreten und hat gezeigt, dass sie von jeder Position aus Treffen kann. Ich bedanke mich bei allen Fans die uns unterstützt haben, die Stimmung auf den Rängen hat uns heute gepusht.

01.10.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Dresden Titans 74:75

Pünktlich nach der Oktoberfestzeit feiern die Dresden Titans im fernen Schwarzwald einen Auftakt nach Maß! In einem wahren Krimi können sich die „Titanen“ am Ende hauchdünn mit 74:75 durchsetzen. Die wilde Schlussphase bot dem Publikum gleich mehrere Führungswechsel und „Big Plays“ – fast wäre es zur Verlängerung gekommen. Doch am Ende behielt Dresdens Neuzugang Aaron Menzies an der Freiwurflinie die Nerven und sein Team so knapp die Oberhand! Weiterer Matchwinner war aber sicherlich Daniel Kirchner, der in seinem ersten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 17 Zähler und bärenstarke neun Assists auflegen konnte.

Ins Spiel starteten die Titans mit einer „ProB-Starting Five“: Kapitän Georg Voigtmann, Daniel Kirchner, Grant Teichmann, Tanner Graham und Arne Wendler waren alle auch schon in der Vorsaison für Dresden aktiv. Direkt zu Beginn zeigten die Aufsteiger, dass sie auch in der ProA bestehen können. Vor allem Rückkehrer Teichmann war gegen seinen alten Verein motiviert, traf zwei Dreier und verhalf seinen Farben zur Führung nach 10 Minuten (6:15). Doch im zweiten Viertel meldeten sich die Gastgeber zurück, kämpften sich über Badu Buck, Casey Benson sowie Jacob Knauf auf 29:32 zur Halbzeit heran.

Im dritten Durchgang holten sich die Panthers über Buck und Ioannis Chatzinikolas sogar die Führung. Den Titans schien die Luft auszugehen. Nach einer Auszeit durch Headcoach Fabian Strauß fielen dann aber endlich die Dreier. Graham und Kirchner trafen aus allen Lagen, Neuzugang Lucien Schmikale verwandelte ebenfalls von außen und Blau-Weiß stürmte mit einem 18:0-Lauf zur Führung vor dem finalen Viertel (48:57). Dann war wieder Schwenningen am Zug – Benson, der zuvor häufig als Vorbereiter glänzte, traf zwei Korbleger. Und Buck legte nach. Trotz Timeouts von Strauß, setzten die Schwarzwälder ihren eigenen Run fort, gingen nach 13 unbeantworteten Zählern mit 61:57 in Front. Erst Kirchner brach mit seinem dritten Dreier das Punkteembargo. Schmikale packte noch einen drauf, holte vier Minuten vor Ultimo die Führung zurück. In der Crunchtime schienen die Titans schon final enteilt. Doch Jacob Kakar traf drei Sekunden vor dem Abpfiff zum Ausgleich.

Mit seiner letzten Auszeit konnte Trainerfuchs Strauß den Ball indes im Vorfeld einwerfen lassen. Und Kapitän Voigtmann fand Neuzugang Aaron Menzies, der nur durch ein Foul zu stoppen war, nun an die Linie ging. Den ersten verwandelte der 2.21 Meter große Brite mit etwas Fortune und Ringroller. Und den zweiten setzte er geistesgegenwärtig mit Absicht daneben. Die Spieluhr lief direkt erbarmungslos gegen Schwenningen, Bensons Gebet von der Mittellinie wurde nicht erhört und die Titans durften ihren ersten Saisonsieg (74:75) zelebrieren.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Alles in allem ist uns heute unser erster ProA-Sieg gelungen und das fühlt sich gut an – Glückwunsch und Riesenrespekt an die Jungs, dass sie nervenstark genug waren, diesen Krimi zu gewinnen. Das war wichtig! Wir müssen die nächsten Wochen jetzt weiter hart und intensiv gestalten, weiter Schritte in die richtige Richtung gehen.“

01.10.2022 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Tigers Tübingen 86:98

Was für eine fantastische Stimmung!! Bereits in den Tagen vor dem Saisonauftakt stieg die Spannung und Vorfreude an. Wurde bereits zur Wochenmitte die Schallmauer von 3.000 Zuschauern gebrochen, fielen am Samstag nahezu alle Dämme. Die Schlange vor den Ticketschaltern und den Eingängen der EWS Arena wurden immer länger, sodass die Verantwortlichen die beiden Mannschaften baten zehn Minuten später zu beginnen, um es allen Fans zu ermöglichen in die Halle zu kommen. Letztlich kamen über 4.000 basketballbegeisterte Zuschauer. Kein Platz blieb leer und die Fanclubs beider Mannschaften sorgten für Gänsehautstimmung. Um 19:10 Uhr fiel dann auch der Startschuss und es war von Beginn an klar wer den Ton im Spiel angeben sollte. Tübingen spielte traumwandlerisch sicher. Kaum Ballverluste, gut herausgespielte Würfe. Das Tübinger Spiel lief an allen Ecken rund und gut geölt. Schnell war der Vorteil einer eingespielten Mannschaft zu erkennen. Auf der anderen Seite mussten die Knights ohne die verletzten Akteure Richie Williams, Besnik Bekteshi und Tim Koch auskommen. Besonders das Fehlen von Kapitän Williams machte sich negativ bemerkbar. „In kritischen und intensiven Spielphasen braucht es manchmal einen kühlen Kopf der Ruhe reinbringt. Dieser hat uns gefehlt,“ erklärte Geschäftsführer Chris Schmidt nach Spielende.

Obwohl Head Coach Igor Perovic seine beiden Auszeiten früh opferte um seine Mannen zu beruhigen, die Unerfahrenheit der jungen Truppe und der starke Gegner trugen dazu bei, dass sich die Teckstädter nach den ersten zehn Minuten einem 30:17 Rückstand ausgesetzt sahen. Von Minute zu Minute kamen die Gastgeber jedoch besser ins Spiel. Die Partie wurde zunehmend ausgeglichener, es gelang den Teckstädtern aber nicht den Rückstand zu verkürzen. Immer wieder übernahmen die erfahrenen Tübinger Seric und Kivimäki wenn es eng wurde. Beeindruckend jedoch war die Reaktion des Publikums. „Obwohl der Rückstand relativ hoch war wurde jede gute Aktion von uns begeistert gefeiert. Das hat den Jungs viel Mut und Vertrauen gegeben und uns in der zweiten Halbzeit zurückgebracht,“ so Schmidt.

Im dritten Viertel setzten die Kirchheimer zum ersten Comeback Versuch an. Immer wieder wurden die Tigers nun attackiert und die Erfolgsquote stieg. Neuzugang Ty Nash übernahm mehr und mehr die Kontrolle über die Zonen und das dritte Viertel ging mit 21:17 an die Hausherren (71:58). Im Schlussviertel wurde es dann richtig wild. Knapp vier Minuten vor Spielende schweißte Guard Michael Flowers drei Dreier in Serie ein und die Halle bebte. „Man konnte sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Die Stimmung war unglaublich. Wenn in den folgenden Momenten zwei, drei Aktionen zu unseren Gunsten laufen kippt das Spiel,“ so Schmidt. Erneut Flowers hatte die Chance auf minus drei zu verkürzen, doch sein Wurf verfehlte knapp sein Ziel. Auf der Gegenseite beruhigten die Tigers das Spiel und nach zwei erfolgreichen Angriffen wuchs der Kirchheimer Rückstand wieder auf zehn Punkte an. Die Entscheidung des Spiels.

Die Mannschaft hat furios gekämpft. Das war sehr wichtig für uns. Wir hatten unsere Chance. Es war ein spannendes Spiel in dem letztlich Tübingen verdient gewonnen hat. Dennoch überwiegen die positiven Erkenntnisse, aber wir wissen auch, das noch sehr viel Arbeit vor uns liegt. Ich glaube wir haben heute viele neue Fans gewonnen,“ sagte Kirchheims Sportchef.

01.10.2022 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. PS Karlsruhe LIONS 90:77

Die Voraussetzungen für dieses Spiel aus Sicht der Bayer-Basketballer waren allenfalls durchwachsen. Die Verletzungen von Dennis Heinzmann und Matthew Meredith sowie die Trennung von Melik Martin hatten eine planmäßige Vorbereitung nicht zugelassen. Gute Nachrichten gab es immerhin von Neuzugang Marc-André Fortin. Der Kanadier hatte kurz vor dem Wochenende seine Spielberechtigung erhalten und konnte so sein neues Team verstärken. Irritieren ließen sich die Hausherren von ihrer scheinbaren Hypothek keineswegs. Im Gegenteil: Die GIANTS-Korbjäger begannen komplett entfesselt. Den ersten Punkt erzielte die Nummer 1 der GIANTS, Xavier Bishop, per Freiwurf. Mit viel Mut und Leidenschaft auf der einen, Ruhe und Geduld auf der anderen Seite, zogen sie der Karlsruher Verteidigung den Zahn und kamen über das 18:8 zum komfortablen 34:16-Pausenstand. Überragend: Das vorbildliche Bayer-Teamplay wurde belohnt durch eine 100-prozentige Feldwurfquote.

Mit Beginn des 2. Viertels – es war vorherzusehen, dass es so nicht weitergehen würde – fanden die Gäste mehr und mehr ins Spiel und effektive Mittel gegen den Leverkusener Wechsel aus Mann- und Zonenverteidigung. Die Zuschauer bekamen nun einen offenen Schlagabtausch zu sehen. Mit 50:33 verabschiedeten sich beide Teams in die Halbzeitpause. Die Punkteverteilung bis hierher war bereits ein eindeutiges Indiz dafür, dass die GIANTS an ihrem bewährten Rezept „Teambasketball“ festhalten wollen. Xavier Bishop und Dejan Kovacevic waren mit je 10 Punkten die bis dahin erfolgreichsten Scorer, gefolgt von Haris Hujic mit 9 Punkten. Bemerkenswert auch der Einstand von Yannick Kneesch, der als Regionalliga-Spieler einspringen musste und mit 5 Zählern einen gelungenen Einstand feierte. Bei den Gästen drehte sich das Spiel vor allem um die jüngste Neuverpflichtung Bazoumana Koné, der am Ende 28 Punkte markierte.

In der zweiten Halbzeit zeigten die LIONS mehr und mehr, dass nicht gewillt waren, zu diesem Zeitpunkt bereits eine Niederlage zu akzeptieren. Beim 53:39 nahm Hansi Gnad die fällige Auszeit. Wenig später erweis sich Darko Bajo allerdings als Stimmungskiller, mit zwei Körben in Folge reduzierte er den Rückstand auf den einstelligen Bereich (49:56). Dieses Viertel gehörte eindeutig den Gästen (17:30), die beim 63:67 zu Beginn des Schlussabschnitts in Schlagweite waren. Nachhaltig beeindrucken konnten sie allerdings weder das Leverkusener Team noch die Zuschauer. Drijencic und Stoll stellten auf 62:51, gleichzeitig zeigten die Leverkusener Fans, dass auf sie Verlass ist, wenn sie gebraucht werden. Unaufhaltsam peitschten sie ihr Team nach vorne. Ein Hauch von Playoff-Atmosphäre kam auf, genährt nicht zuletzt vom unsportlichen Foul von Maurice Pluskota. Und als ob den GIANTS die lautstarke Unterstützung durch die Fans noch nicht reichte, ließen sie es nun richtig krachen: Den Auftakt machte Kovacevic per Dunk, Abdul Mohamed ließ sich nicht groß bitten und erhöhte ebenfalls per Dunk, bevor Xavier Bishop per Dreier nachlegte. Ganz nach dem Geschmack der Zuschauer war auch das „And one“ von Mohamed und der Steal und Korbleger von Fortin: Beim 82:68 (35. Minute) bebte die Ostermann-Arena.

In der letzten Minute schöpften die Badener nach dem Dreier von Cabil zum 85:77 so etwas wie Hoffnung. Die währte allerdings nur Sekunden, bevor der tadellose Robert Drijencic (13 Punkte, kein Fehlwurf) 40 Sekunden vor Ende seinen dritten Dreier zum 88:77 einnetzte. Topscorer Dejan Kovacevic verzückte die Zuschauer, die längst auf ihren Plätzen standen und feierten, mit dem 90:77 ein letztes Mal.

Coach Hansi Gnad strahlte nach der Partie: „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns, den die Jungs sich mehr als verdient haben. Klar hat man hier und da gesehen, dass die Abstimmung fehlt. Aber sie haben tollen Teambasketball gespielt und gegen die Physis von Karlsruhe super dagegengehalten. Als es eng wurde, haben wir über die Verteidigung zurück ins Spiel gefunden und am Ende verdient gewonnen. Toll war auch, dass direkt beim ersten Spiel so viele Zuschauer in der Halle waren.

01.10.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. RASTA Vechta 61:88

Die Drachen starteten gut ins erste Viertel. Der erste Korberfolg des Spiels gehörte ihnen und William Christmas brachte die Drachenhöhle per Dunk zur 4:0 Führung zum Kochen. Die Gäste aus Vechta ließen sich davon nicht beirren und konterten ihrerseits mit großer Präsenz in der Zone. Nach einem Foul von Joanic Grüttner Bacoul beim versuchten Dreier von Aminu konnte Vechta erstmals zum 10:10 ausgleichen. Die Drachen blieben jedoch dran und erarbeiteten sich eine Führung, die Kapitän Demetrius Ward mit fünf Punkten zum Ende des ersten Viertels auf fünf Punkte anwachsen ließ.

Der Start ins zweite Viertel gehörte den Rivalen aus Vechta. Flanigan aus der Mitteldistanz und der starke Aminu per Korbleger brachten die Gäste wieder auf einen Punkt ran. Die Partie wurde in dieser Phase des Spiels recht zäh. Keiner der beiden Kontrahenten konnte sich absetzen. Enosch Wolf sorgte bei noch 3:34 auf der Uhr für die erste Führung des Favoriten aus Vechta. Der bis dahin unauffällige Jalen Bradley konterte per Wurf vom Perimeter zum 35:34 aus Sicht der Dragons. Die Gäste aus Vechta bestätigten jedoch ihren Favoritenstatus und spielten in den letzten zwei Minuten des zweiten Viertels groß auf. Zunächst war es Aminu, der vom Perimeter traf. Sein Teamkollege Schwieger tat es ihm gleich und traf im nächsten Ballbesitz nochmal für 3 und sorgte für die bis dato höchste Führung im Spiel. Guard Flanigan setzte den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit und traf mit einem Wurf aus der Mitteldistanz zum 40:49 Halbzeitstand aus Sicht der Dragons.

Das dritte Viertel weckte Erinnerungen an das vermaledeite dritte Viertel aus vergangenen Saisons. Fünf schnelle Punkte der Gäste ließen die Führung erstmals zweistellig werden. Offensiv lief in dieser Phase gar nichts für die Burgmannsstädter. Zwar blieben beide Mannschaften zwei Minuten lang ohne Korberfolg, dennoch spielte das Vechta in die Karten, die sich auf ihrer Führung ausruhen konnten. Die Dragons wirkten in dieser Phase ideenlos, so als ob ihnen offensiv der Stecker gezogen wurde. Die Gäste verwalteten ihre Führung souverän und ließen den Drachen keine Chance, sich zurück ins Spiel zu kämpfen. So ging es mit einem Spielstand von 48:63 in den Schlussabschnitt.

Das Wurfpech blieb den Drachen auch im vierten Viertel treu. Vor allem vom Perimeter fiel so gut wie nichts für Burgmannsstädter. Eine Quote von 22 Prozent reichte nicht, um den Rivalen aus dem 25 Kilometer entfernten Vechta noch ein Mal gefährlich zu werden. Vor allem Center Tajuan Agee drehte im letzten Viertel noch einmal auf und schenkte den Dragons acht Punkte ein. Bayram setzte mit einem Dreier kurz vor Schluss den Schlusspunkt unter eine unglückliche Partie der Drachen.

02.10.2022 17:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. ART Giants Düsseldorf 90:102

Nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung stand SparkassenStars-Headcoach sein kompletter Kader zur Verfügung, während auf der Seite der Düsseldorfer Melkisedek Moreaux und Andrius Mikutis ausfielen. Banobre schickte zum Saisonauftakt seine Fünf um Niklas Geske, Conley Garrison, Jonas Grof, Bernie Andre und Tom Alte auf das Parkett. Alexander Möller mit einem Freiwurf und Ryan Richmond mit einem Sprungwurf brachten dann die Gäste mit 0:3 in der Anfangsminute in Führung, bevor Neuzugang Conley Garrison die ersten SparkassenStars-Punkte der Saison 2022/2023 per Korbleger erzielte. Tom Alte brachte dann die SparkassenStars nach 4:23 Minuten erstmals mit 11:9 in Führung. Doch die Gäste, die sich im Vergleich zum Vorbereitungsspiel mit verändertem Spielstil zeigten, drehten die Partie bis zum Ende des ersten Viertels zum 24:28. Nach 2:24 Minuten im zweiten Viertel glich Niklas Geske per Bonusfreiwurf nach einem erfolgreichen Korbleger zum 34:34 aus, doch dann kippte das Spiel auf die Seite der Gäste, die mit einem 2:12-Lauf beim Stand von 36:46 erstmals eine zweistellige Führung erzielten. Mit einem 49:58-Rückstand ging es dann aus Sicht des VfL in die Halbzeitpause.

Nach der Pause stellten die SparkassenStars um und kämpften sich über die Defensive zurück in das Spiel. Der Lohn der harten Arbeit war der Ausgleich durch einen Freiwurf von Kilian Dietz nach 5:44 Minuten zum 67:67. Da erst Travion Hollowell für Düsseldorf per Dreier erfolgreich war und Lars Kamp für die SparkassenStars einen Dreipunktwurf folgen ließ, führte der VfL mit 70:69. Doch dies war der Weckruf für die Gäste aus der Rheinmetropole. Ein Dreier von Hollowell, zwei Dunkings von Lennart Boner und einen Fastbreak-Dreier von Vincent Friederici später führten die Giants nach einem 0:10-Run erneut mit 70:79. Garrett Sams versenkte noch einen Dreier für die Bochumer, so dass es für die Bochumer mit einem 73:79-Rückstand in das letzte Viertel ging.

Im Schlussabschnitt verkürzten die SparkassenStars über Lars Kamp und Conley Garrison schnell auf 77:81, doch Booker Coplin und Ryan Richmond brachten die Gäste wieder zu einer komfortablen 8-Punkte-Führung. Egal, was die Bochumer in der Restspielzeit versuchten, das Ergebnis brachte sie nicht mehr auf weniger als sechs Zähler Differenz an die Giants heran. Als die SparkassenStars dann die Gäste foulen mussten, um die Uhr zu stoppen, waren diese sicher von der Freiwurflinie, so dass nach 40 Minuten der Sieg mit 90:102 nach Düsseldorf ging.

Glückwunsch an Düsseldorf zum wohlverdienten Sieg! Wir haben nicht zu uns in diesem Spiel gefunden, besonders in den ersten zwei Vierteln. Auch wenn das Ergebnis eng war, hat Düsseldorf das Spiel und den Rhythmus kontrolliert. Wir haben ihnen zu viele zweite Chancen durch zu wenige eigene Rebounds erlaubt. Zudem haben wir einige Fehler in unseren eigenen Regeln in der Defense gemacht und ihnen so einfache Punkte erlaubt. Sie haben ihre offenen Würfe getroffen, wir hingegen nicht. Es ist normal, dass man mehr trifft, wenn man das hungrigere Team ist. Wir sollten jetzt dringend aus diesem Spiel lernen und uns neu fokussieren und müssen uns auf das Gastspiel in Dresden vorbereiten“, so Headcoach Felix Banbore nach der Partie.

02.10.2022 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. WWU Baskets Münster 88:81

Der erste Hagener Korb der neuen Saison ging per Dreier auf das Konto von Mannschaftskapitän Marcel Kessen. Doch der Aufsteiger aus Münster zeigte sich davon reichlich unbeeindruckt, übernahm die Führung und verteidigte diese über weite Strecken der Partie. Erst auf der Zielgeraden fand Phoenix den richtigen Rhythmus, der zum Ausgleich und in dem letzten Wurf für Neuzugang Kyle Castlin führte, doch der Jumper aus der Mitteldistanz verfehlte knapp sein Ziel – Verlängerung.

In der Extraschicht zeigte Hagen sich als die reifere Mannschaft mit einem Führungsspieler in JJ Mann, der dort fünf seiner 16 Zähler markierte. Gleichzeitig griffen die „Feuervögel“ defensiv knallhart durch und erlaubten den Gästen nur noch zwei Treffer aus dem Feld bei zehn Versuchen.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Wir haben uns gegen einen unangenehm zu spielenden Gegner durchgesetzt, was wir unserer kämpferischen Einstellung zu verdanken haben. Als wir nach der Pause neun Punkte zurück lagen, war das ein echter Test für unsere Mentalität – den wir bestanden haben. Mit der richtigen Rotation ist es und gelungen am Ende der regulären Spielzeit einen Run hinzulegen, der uns sogar mit dem letzten Wurf die Chance auf den Sieg gegeben hat. In der Overtime haben wir uns souverän präsentiert und offensiv gute Würfe herausgearbeitet.
Jetzt sollte die zu einem ersten Saisonspiel gehörende Nervosität abgelegt sein. Ab morgen liegt unser gesamter Fokus auf Trier, was kein bißchen leichter wird.“

Vorberichte ProA 1. Spieltag

Spieltag 1: 30.09.2022 20:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Medipolis SC Jena

Wenn man der Redewendung: „Eine verpatzte Generalprobe sorgt für eine gelungene Premiere„, Glauben schenken darf, haben die Basketballer von Medipolis SC Jena einen durchaus guten Grund, um optimistisch auf ihren Pflichtspielauftakt am Freitagabend zu blicken. Das Team von Trainer Domenik Reinboth wird am morgigen 30.September ab 20.00 Uhr bei den Uni Baskets Paderborn gastieren und mit dem Duell in Westfalen das neue Spieljahr der BARMER 2. Basketball Bundesliga eröffnen. Ihren finalen Test am zurückliegenden Wochenende in Nürnberg hatten die Thüringer nach einer eng umkämpften Partie inkl. Overtime mit 82:84 verloren, waren dabei einmal mehr personell gehandicapt aufgelaufen. Ein Zustand, der sich unabhängig von Testspielen oder Trainingseinheiten durch die gesamte Phase der Vorbereitung zog. Dass Verletzungen in einer Preseason durchaus passieren können, muss niemanden verwundern und kommt keineswegs überraschend. Mit welcher Hartnäckigkeit die Jenaer jedoch seit vier aufeinanderfolgenden Jahren mit – zum Teil erheblichen – Langzeitausfällen zu kämpfen haben, nimmt jedoch ziemlich skurrile Züge an. So wird zum Duell in Paderborn definitiv Co-Kapitän Alex Herrera aussetzen müssen, der im Test gegen Bayreuth am 08.09.2022 eine Unterarmfraktur erlitten hatte.

Wir hatten keine leichten Wochen und eine Vorbereitung, die von Stolpersteinen, Verletzungen und nur selten kompletten Trainingseinheiten geprägt wurde. Umso wichtiger war und ist die verbleibende Zeit bis zum Auftakt in Paderborn. Wie vor jedem Saisonstart ist es schwer eine Prognose zu treffen. Die Resultate der Preseason sind dabei nicht wirklich aussagekräftig“, so Domenik Reinboth vor dem Pflichtspielauftakt in Westfalen. „Wir wollen gut vorbereitet nach Paderborn starten, erwarten eine volle und laute Halle und freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Als Season Opener hat die Liga mit dieser Begegnung ganz sicher eine gute Wahl getroffen. Beide Vereine standen sich ja im April erst in einer sehr spannenden und umkämpften Playoff-Viertelfinalserie gegenüber, die wir am Ende gewinnen konnten. Ein Sieg wird auch das Ziel sein, mit dem wir zu diesem Auswärtsspiel starten“, so Jenas Headcoach.

Wir sind mit den ganzen Neuzugängen wie im Vorjahr wieder eine Mannschaft mit vielen unbekannten Rookies. Ich blicke nach unserer sehr guten Vorbereitung dennoch sehr zuversichtlich auf die neue Saison. Wir haben in den vergangenen Wochen hart und viel gearbeitet. Die vorherige Saison war für uns großartig, ist aber abgehakt“, bilanziert Paderborns Coach Steven Esterkamp vor dem Heimspielauftakt seiner Uni Baskets. „Wenn wir unsere Stärken, unsere Kreativität, unsere Optionen einbringen können, werden wir wieder gemeinsam mit den Fans richtig viel Spaß haben und unsere Basketball-Philosophie so umsetzen, wie ich sie mir vorstelle. Das Spiel gegen Jena ist direkt ein Supertest für uns, wir freuen uns alle auf die Begegnung. Jena gehört für mich mit einem starken, gut gecoachten Team auch diese Saison zu den Aufstiegsfavoriten – ein bisschen Glück werden wir also auch brauchen“, so Esterkamp.

Während sich Medipolis SC Jena vor nicht ganz fünf Monaten im Playoff-Viertelfinale gegen Paderborn nach einer nervenaufreibenden Serie mit 3:2 durchsetzen konnte, lässt sich vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen keine wirklich fundierte Vorhersage treffen. Neben grundlegenden Veränderungen in den Rotationen beider Clubs liegen ebenso durchwachsene Wochen der Saisonvorbereitung hinter Jena und Paderborn. Die Vereine haben Schlüsselpositionen neu besetzt bzw. besetzen müssen und so schwebt in erster Linie die Bezeichnung „Standortbestimmung“ über dem Eröffnungsspiel einer langen, spannenden und sicher erneut dramatischen regulären Saison.

01.10.2022 18:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

175 Tage nach ihrem letzten Pflichtspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga starten die Nürnberg Falcons am Samstag in ihre siebte ProA-Spielzeit. Zur großen Freude ihrer Fans tun sie das in der heimischen Kia Metropol Arena und mit den RÖMERSTROM Gladiators Trier kommt gleich ein großer Name des deutschen Basketballs in die Noris.

Der Gegner im 1. Heimspiel 2022/2023 kommt aus Deutschlands ältester Stadt Trier und hat eine nicht weniger bewegte Geschichte. Nach dem Ende der Erstligazugehörigkeit startete man 2015 in der ProA von Neuem. Das tut man unter Coach Pascal Heinrichs in sportlicher Hinsicht in dieser Saison mehr oder weniger auch. Den Kader, der im Vorjahr am Ende der regulären Saison auf Platz 4 landetet, hat man einer Generalüberholung unterzogen. „Trier hat viel am Personal verändert, aber Schlüsselspieler wie Dan Monteroso gehalten, die einfach wissen, was sie mit dem Ball anfangen sollen. Wir stellen uns auf einen physisch starken Gegner ein, der aggressiv spielt und verteidigen wird“, sagt Nürnbergs Trainer Vytautas Buzas. 

Auch seine Mannschaft hat im siebten ProA-Jahr ein anderes Gesicht und wird weiterhin von Sebastian Schröder als Kapitän angeführt, der scheinbar ebenso wenig in die Jahre zu kommen scheint wie sein Distanzwurf. Ihm wurden bislang sechs Neuzugänge an die Seite gestellt, die sich alle perfekt ins Team integriert haben und den Kader ebenso homogen wie stabil erscheinen lassen. Mit Justinas Ramanauskas, Thomas Wilder und Rocky Kreuser stehen bis dato drei Imports unter Vertrag. Die deutschen Neuzugänge Moritz Krimmer, Ferenc Gille und Sheldon Eberhardt haben ihre Rolle im Mannschaftsgefüge gefunden und sind auch neben dem Platz eine Bereicherung. 

01.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Die Freude bei den Eisbären-Spielern, -Trainern und -Betreuern auf das erste Saisonspiel ist groß. Mit den Gießenern kommt ein echter Gradmesser in die Seestadt. Der Absteiger aus der easycredit-BBL gilt als eines der Topteams der anstehenden ProA-Saison. Zuletzt trafen die beiden Teams im Februar 2019 aufeinander, damals noch in der 1. Bundesliga, wobei die Gäste damals mit 92:101 die Oberhand behielten. Damals wie heute dabei war und ist Adrian Breitlauch: „Es fühlt sich toll an, wieder im Eisbären-Käfig zu spielen. Der Start gegen die neuformierten Gießener wird gleich eine Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen. Wir werden alles geben, um erfolgreich zu sein und unsere Fans mitzunehmen.“  

Der Geschäftsführer und Sportdirektor der Jobstairs Gießen 46ers, Sebastian Schmidt, hat nach dem Abstieg eine Erneuerung des Kaders eingeleitet, fünf Importspieler sowie neun deutsche Spieler stehen im Kader. Mit Branislav „Frenki“ Ignjatovic stieß außerdem ein sehr erfahrener ProA- und BBL-Headcoach nach acht Jahren von den MLP Academics Heidelberg zu den Gießenern.  

Der Fokus der Eisbären soll vor allem auf den eigenen Stärken liegen: „Wir freuen uns darauf, endlich das erste Spiel der neuen Saison zu bestreiten. Wir haben intensiv an Struktur und Teamplay gearbeitet und sind gut vorbereitet. Wir wollen uns als Einheit auf dem Court präsentieren und freuen uns auf die tatkräftige Unterstützung der Bremerhavener Fans“, ergänzt der Assistant Coach der Eisbären Bremerhaven, Oliver Elling.

01.10.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Dresden Titans

Nach der langen Sommerpause und der eher kurzen Vorbereitungsphase wird es für die Schwenninger Basketballer am Samstag ernst! Bereits am Freitag wird die Spielzeit 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga durch die Partie Uni Baskets Paderborn – Medipolis SC Jena eröffnet. Tags darauf wartet mit den Dresden Titans der erste Gegner der wiha Panthers  in der Doppelstadt. In der Vorbereitungsphase zeigten die Schwarzwälder wechselhafte Leistungen. Niederlagen gegen Ligakonkurrenten Tübingen, Münster und Kirchheim stehen Siegen gegen die Schweizer Erstligisten Basel, Swiss Central und Neuchatel gegenüber. Rund eine Woche vor Saisonstart verpflichten die Doppelstädter, aufgrund der Verletzung von Rylan Bergersen, Shooting Guard Ioannis Chatzinikolas, einen Spielmacher und erfahrenen Guard, der beide Guardpositionen besetzen kann.

Auf die Schwenninger wartet mit den Dresden Titans eine Mannschaft, die aus der ProB aufsteigt. Allerdings zeigt das, dass das Potential für hochklassigen Basketball vorhanden ist. Vergangene Saison waren die Titans das dominierende Team der Süd-Gruppe der ProB. In den Playoffs qualifizieren sie sich mit nur einer Niederlage in der Serie für das Finale. Maßgeblich am Aufschwung beteiligt ist der junge Headcoach Fabian Strauß, der seit Dezember 2019 im Amt ist. Weil die ProA Neuland für den Klub ist, sicherten Sie sich für die Aufbauposition jede Menge Erfahrung mit Kapitän Chase Adams. Zwei Leistungsträger der Aufstiegssaison bleiben den Titans erhalten: Ex-Panther Grant Teichmann und der frühere Tübinger Tanner Graham. Unter anderem ist auch erwähnenswert das Georg Voigtmann – Bruder von Nationalspieler Johannes Voigtmann – auch für die Dresden Titans aufläuft. Georg Voigtmann hat mit Daniel Mayer sowohl in der NBBL als auch in der ProA (Jena) zusammen gespielt.

Wir freuen uns, dass die Saison startet und erwarten einen motivierten, starken Gegner hier in der Deutenberghalle. Wir haben uns sehr gut vorbereitet auf die Titans und hoffen, dass wir unseren Game-Plan durchziehen können. Wir wollen, wie immer, unser Spiel dem Gegner aufzwingen und nicht umgekehrt“, sagt Headcoach Alen Velcic.

01.10.2022 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Tigers Tübingen

Neue Wege und Herausforderungen beschreiten Kirchheims Zweitligabasketballer in diesen Tagen. Lange wurde geplant und vorbereitet und nun ist es soweit. Die Ritter spielen in der EWS Arena in Göppingen. „Für uns waren die Vorbereitungen eine herausfordernde, aber unglaublich tolle Erfahrung. Wir freuen uns enorm auf das Spiel. Die Stimmung wird sicher sensationell sein,“ ist sich Knights Geschäftsführer Chris Schmidt sicher. Dabei standen die Knights nicht nur vor organisatorischen Herausforderungen, auch auf dem Parkett hätte der Gegner wohl kaum schwerer sein können. Der letztjährige Vizemeister aus der Universitätsstadt konnte einen Großteil seines Kaders zusammenhalten. „Die Tübinger waren bereits im Vorjahr eine der besten Teams der Liga und sind es auch in dieser Saison. Jetzt haben sie den enormen Vorteil eingespielt zu sein. Sie gehen daher als klarer Favorit ins Spiel. Das Potenzial ist da, aber unsere Mannschaft wird etwas Zeit brauchen um sich einzuspielen. Wie die meisten Teams, nur eben nicht Tübingen,“ erklärt Schmidt.

Dabei kamen einige Verletzungen für die Ritter zur Unzeit. Mit Kapitän Richie Williams, Besnik Bekteshi, Tim Koch und Daniel Loh verpassten wichtige Akteure den Großteil der Vorbereitung und fielen wochenlang aus. Bei einigen steht auch für das Duell gegen Tübingen noch ein Fragezeichen hinter ihrem Einsatz. Ebenfalls lange vermisst wurde der etatmäßige Center, der in Tyrone Nash eine Woche vor Saisonstart verpflichtet wurde. „Die Position zu besetzen war sehr schwer. Einige Teams haben lange nach einem passenden Center gesucht. So auch wir. Mit Ty haben wir denke ich eine gute Lösung gefunden, der zu unserer etwas anderen Spielweise passen sollte,“ so Schmidt.

Zu Wochenanfang reagierten die Ritter dann nochmals und verpflichteten Thomas Laerke von den Bakken Bears aus Dänemark. Der 29-jährige Shooting Guard stammt aus Kopenhagen und absolvierte am Sonntag seine erste individuelle Einheit mit Knights Coach Perovic. Er hinterließ dabei einen guten Eindruck, der sich im Laufe der Woche verfestigte. „Thomas ist ein sehr guter Schütze, der viel Erfahrung mitbringt und sehr smart agiert. Mit ihm bekommen wir zusätzliche Tiefe, die uns aufgrund der Verletzungen gerade bei den Guards derzeit fehlt,“ beschreibt Perovic seinen Neuzugang. Nash und Laerke werden gegen Tübingen ihr Debut im Rittertrikot feiern.

Ob es auch nach dem Spiel Grund zum Feiern gibt wird wohl nicht zuletzt an den Tigers aus Tübingen liegen. Diese konnten mit Daniel Keppeler, Mateo Seric und dem finnischen Aufbauspieler Kivimäki tragende Säulen der letzten Saison halten. Auch für die abgewanderten Amerikaner Crawley und Mikesell fanden die Tübinger guten Ersatz. „Tübingen spielt sehr intelligenten und abgezockten Basketball. Ein Rad greift ins andere. Deshalb ist es auch ein großer Unterschied, dass sie praktisch seit einem Jahr zusammenspielen. Diese blinde Abstimmung kann bei uns noch nicht sein. Wir hatten kaum eine Trainingseinheit mit der ganzen Mannschaft. Unser Ziel wird sein alles rauszuhauen was da ist,“ beschreibt Perovic den Gegner und die Ausgangslage.

01.10.2022 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. PS Karlsruhe LIONS

Zugegeben: Hansi Gnad hat schon entspanntere Wochen in Leverkusen erlebt. Der Headcoach der GIANTS hatte zuletzt mit einigen schwierigen Umständen zu kämpfen. Sei es die schwere Verletzung von Dennis Heinzmann, der Ausfall von Neuzugang Matthew Meredith oder die Integration des Neuzugangs Marc-André Fortin. Es gab zuletzt immer etwas zu erledigen. Das weiß der 59-Jährige selbstverständlich: „Die Saisonvorbereitung verlief sehr durchwachsen für uns. Die Integration von insgesamt zehn Neuzugängen, die Ausfälle von Dennis und Matthew, dazu die mäßigen Ergebnisse in den Testspielen – das hatten wir uns anders vorgestellt. Dennoch wollen wir uns nicht beklagen, denn die Jungs brennen auf den Saisonauftakt und freuen sich auf den Start. Es geht endlich wieder los!

Wie in der Vorsaison bekommen es die Farbenstädter am ersten Spieltag mit den PS Karlsruhe LIONS zutun. Die Mannschaft des Cheftrainers Aleksandar Scepanovic kommt mit vielen interessanten Akteuren an den Rhein. Dabei können die Badener einige gute Neuzugänge in ihren Reihen begrüßen. Der wohl bekannteste hört auf den Namen Bazoumana Koné. Der Guard wechselt mit der Erfahrung von insgesamt 98 BBL-Spielen zu den LIONS und hat in der Vergangenheit stets als guter Scorer überzeugen können. Zuletzt ging der 29-Jährige für Reale Mutua Basket Turin in der 2. Liga Italiens auf Korbjagd, für die er durchschnittlich 5,8 Zähler pro Partie auflegte. Auch Julian Albus ist neu in der Lina-Radke-Halle. Der Flügelspieler lief 2021/22 noch für s.Oliver Würzburg in der easyCredit-BBL auf und markierte im Schnitt pro Paarung 2,8 Punkte. Wie Koné ist er sehr erfahren (151 Bundesligaspiele) und soll auch als Verteidiger vorangehen. Der Fixpunkt im Karlsruher Spiel ist allerdings ein anderer, nämlich Maurice Pluskota. Der Center gehört schon längst zum Inventar der Dunkelblauen und ist Mannschaftskapitän des Teams. Hatte der nunmehr 30-Jährige in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, stand er in der abgelaufenen Spielzeit in 33 Begegnungen auf dem Parkett und war mit 10,3 Punkten und 5,9 Rebounds pro Spiel einer der Eckpfeiler seiner Farben. Hinzukommen Importspieler wie der US-Amerikaner Lovell Cabill Jr. (zuletzt Tbilisi State University / NCAA), Darko Bajo (KK Split / Kroatien) oder Ivan Karacic (NINERS Chemnitz / BBL), die den Kader vervollständigen. Trainer Gnad sieht einer schwierigen Aufgabe entgegen: „Karlsruhe verfügt über ein hochwertiges Team mit guten Guards und qualitativ starken Imports. Dazu verfügen sie mit Maurice Pluskota über einen Center, der sehr routiniert ist und dem Gegner unter dem Brett arg wehtun kann. Wir haben uns intensiv auf den ersten Spieltag vorbereitet, die Spieler wissen, dass sie hochkonzentriert auftreten müssen.“

01.10.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. RASTA Vechta

Nach der erfolgreichen Pre-Season mit vier Siegen aus sechs Spielen brennen die Dragons auf den Pflichtspielauftakt am Samstag. Das letzte Spiel verlor man zwar ganz knapp mit 86:85 gegen den Ligakonkurrenten aus Münster, musste dabei allerdings auch auf gleich fünf Spieler verzichten. Für das Spiel am Samstag stehen den Burgmannsstädtern nun alle Spieler zur Verfügung und brennen darauf, sich in der neuen Saison zu beweisen. Auch die Fans erwartet ein heißer Tanz, denn Drachen-Legende Tobi Dörfler hat sich zum Einheizen der Massen angekündigt. Zudem wurde das altbekannte Motto „Wird es heiß, trag ich weiß“ ausgerufen. Fans werden gebeten, zum Spiel am Samstag in Weiß zu erscheinen. Die Artland Dragons freuen sich außerdem bekannt geben zu können, dass Spieler und Funktionäre des Fussballdrittligisten VfL Osnabrück am Samstag in der Arena sein werden um sich das Derby live anzuschauen.

Die Gäste aus Vechta bestritten während ihrer Vorbereitung gleich acht Testspiele. Dabei wies man eine ausgeglichene Bilanz aus vier Siegen und vier Niederlagen auf. Unter anderem nahm man an zwei Turnieren in Belgien und Polen teil. Außerdem testete Vechta zum Anfang der Vorbereitung gegen die EWE Baskets Oldenburg. Das letzte Testspiel vor dem Pflichtspielauftakt gegen die Drachen verlor man gegen den easyCredti BBL Aufsteiger Rostock Seawolves mit 70:77.

Headcoach der Artland Dragons Patrick Flomo freut sich schon auf das Derby. „Das Derby hat natürlich eine immense Bedeutung für die Region. Wir treffen auf einen starken Gegner, der extrem physisch spielt. Trotzdem mag ich unsere Chancen in diesem Spiel. Wir haben in den letzten sechs Wochen hart gearbeitet und uns jeden Tag verbessert. Wir sind als Team gewachsen und freuen uns nun, dass die Saison endlich losgeht.“

Auch Geschäftsführer Marius Kröger blickt mit großer Vorfreude auf das Spiel am Samstag. „Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht. Dass das erste Spiel der Saison ein Heimspiel und gleichzeitig ein Derby ist, ist die berühmte Kirsche auf der Torte. Wir hoffen, vor ausverkauftem Haus auch gleich den ersten Sieg der Saison einfahren zu können.“

02.10.2022 17:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. ART Giants Düsseldorf

Um die sportliche Qualität an die ProA anzupassen, haben die ART Giants im Sommer im Sommer auf dem Transfermarkt zugeschlagen und ihrem letztjährigen Topscorer Booker Coplin mit Ryan Richmond aus Münster, Travion Hollowell von der Morehead State University, Melkisedek Moreaux aus Hagen, Christopher Rollins von den Fort Smith Althletics, Jacob Rigoni von der Quinnipiac University, Vincent Friederici von den BSW Sixers und Alexander Möller von den Iserlohn Kangaroos gleich einige potentielle Leistungsträger an die Seite gestellt.

In der Vorbereitung ließen die Giants gleich mit einem 88:91-Auswärtssieg bei Phoenix Hagen aufhorchen, während sie beim Duell gegen die SparkassenStars in der Rundsporthalle mit 106:80 den Kürzeren zogen. Personell sieht es vor dem Ligastart bei den SparkassenStars bestens aus. Nachdem in der Vorwoche noch einige Spieler gesundheitlich angeschlagen waren, ist nun der komplette Kader des VfL einsatzbereit.

Das erste Spiel der Saison ist stets das aufregendste und das mit der größten Vorfreude. Insbesondere, wenn es zudem noch in Derby gegen Düsseldorf ist. Ich denke, dass in dieser Partie wirklich alles passieren kann, denn wir werden im Vergleich zur Preseason ein komplett verändertes Team aus Düsseldorf sehen. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen und die Herausforderung annehmen“, ist Headcoach Felix Banobre voller Vorfreude auf den Saisonstart gegen die ART Giants.

Das ganze Team brennt natürlich auf den Saisonstart und wir haben eine gute Vorbereitung gespielt. Dennoch darf man alle Ergebnisse aus der Preseason, auch den Heimsieg gegen Düsseldorf, nicht überbewerten, denn nun zählt es. Ich freue mich sehr auf das Live-Erlebnis am ersten Spieltag und freue mich auf unsere Fans in der Halle, denn wir werden sie brauchen“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

02.10.2022 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. WWU Baskets Münster

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Wir sind heiß auf die neue Saison. Mit Münster wartet direkt eines von fünf NRW-Derbys auf uns, was für die Fans sowohl dieses als auch an den kommenden Wochenenden jede Menge Spannung bietet. Unsere Vorbereitung verlief ordentlich, so dass wir uns für das Heimspiel gut aufgestellt sehen. Da die Liga mit nunmehr 18 Mannschaften in der Breite noch mehr Wettbewerb bietet, zählt im Rennen um die Playoffs wirklich jede Partie – deswegen müssen wir gegen einen starken Aufsteiger umso konzentrierter zu Werke gehen.“

Marcel Keßen (#8 Phoenix Hagen): „Für uns wird es darauf ankommen, nach einer guten Vorbereitung genau dort anzusetzen und weiter zu machen, wo wir gerade stehen. Wir haben in den vergangenen Wochen eine sehr gute Teamchemie entwickelt, die gegen Münster definitiv ein Faktor sein wird. Zudem gilt es, die Energie konstant hoch zu halten – vor allem defensiv gegen Andi Seiferth, dem wir mit all seiner Bundesliga-Erfahrung die starke linke Hand wegnehmen müssen.“