Nachberichte ProA 34. Spieltag

02.05.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Phoenix Hagen 101:128

Die Uni Baskets Münster lieferten dem Tabellenführer Phoenix Hagen zum Saisonabschluss noch einmal einen leidenschaftlichen Fight, mussten sich aber trotz eines offensiven Spektakels mit 101:128 geschlagen geben. Vor 2.650 Zuschauern entwickelte sich ein emotionales Spiel, in dem die stark ersatzgeschwächten Gastgeber lange mithielten und sogar zwischenzeitlich in Führung gingen. Immer wieder fanden die Münsteraner Lösungen in der Offensive, spielten mutig und mit viel Tempo. Erst im weiteren Verlauf setzte sich die Qualität der Hagener durch, die vor allem in der zweiten Halbzeit konsequenter agierten und das Spiel letztlich für sich entschieden. Dennoch blieb vor allem der kämpferische Auftritt der Hausherren in Erinnerung, die sich nie aufgaben und von ihren Fans frenetisch unterstützt wurden.

„Ich bin stolz auf die Truppe, die heute gespielt hat. Diese Jungs haben alles gegeben. Unsere Fans sind der Wahnsinn und die besten der Liga. Das hört sich abgedroschen an, weil das jeder Trainer immer sagt. In solchen Momenten sieht man es halt. Wenn man vorne ist oder gut spielt, ist es einfach. Aber wenn es scheiße läuft und wenn du dann ganz am Ende der Saison die Halle voll hast mit so einer Stimmung: Das ist schon Wahnsinn! Ich bin froh, dass wir hier erhobenen Hauptes das Spiel mit aller Leidenschaft, die wir hatten, gespielt haben“, erklärte Münster-Coach Götz Rohdewald nach der Partie. Auch auf Seiten der Gäste gab es großen Respekt für den Auftritt der Münsteraner. „Ich habe fast den Drang, Götz und dem ganzen Verein zu gratulieren, auch wenn die Saison nicht so verlaufen ist, wie man sich das gewünscht hat. Heute war es ein toller Fight, eine wahnsinnige Leistung dieser Münsteraner, die nie aufgehört haben und inspiriert gekämpft und gespielt haben. Die haben uns heute alles abverlangt“, so Hagener Headcoach Chris Harris. Die Spieler der Uni Baskets blickten trotz der Niederlage positiv auf das Spiel zurück.

„Es war generell ein sehr, sehr offensiv geprägtes Spiel. Wir haben mit dem Mindset gespielt: Wir haben eh nichts zu verlieren. Vor allem in der Offense hat man das gemerkt, dass wir uns freigespielt haben. Das war so ein bisschen das Egal-Mindset, das man oft im Basketball gut gebrauchen kann. Unsere Fans waren super, die Hagener Fans waren super. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Paul Viefhues. Auch Adam Touray hob die besondere Atmosphäre hervor: „Unglaublich, dass man so supported wird, obwohl man abgestiegen ist. Unsere Fans feiern noch einmal jeden einzelnen Spieler und die ganze Mannschaft. Das ist unglaublich. Unsere erste Halbzeit war mehr als ordentlich. Es ist bitter, wenn man weiß, man kann sogar gegen den Ersten so stark spielen. Und am Ende der Saison stehst du doch ganz unten, weil du es nicht konstant abrufen konntest. So ist manchmal der Sport.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Paderborn Baskets 89:74

Die PS Karlsruhe LIONS haben sich im Saisonendspurt eindrucksvoll belohnt und durch einen 89:74-Heimsieg gegen die Paderborn Baskets den achten Tabellenplatz verteidigt. Damit sichern sich die Badener die Teilnahme an den Playoffs der ProA und treffen im Viertelfinale auf Hauptrundensieger Phoenix Hagen. Die Partie begann furios: Allen voran Tyrese Williams drückte dem Spiel früh seinen Stempel auf und traf in den ersten sieben Minuten gleich sechs Dreier. Die Karlsruher dominierten dadurch das erste Viertel klar und führten nach zehn Minuten mit 30:15. Auch defensiv präsentierten sich die LIONS aufmerksam und zwangen die Gäste zu schwierigen Abschlüssen. Im zweiten Abschnitt kamen die Ostwestfalen besser ins Spiel, gewannen insbesondere unter dem Korb an Präsenz und arbeiteten sich zurück. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 40:39 wieder offen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Einzelaktionen, doch Karlsruhe setzte immer wieder die entscheidenden Akzente und baute die Führung vor dem Schlussviertel erneut auf 65:51 aus. Im letzten Abschnitt versuchten die Gäste nochmals alles, konnten den Sieg der Hausherren vor über 2.500 Zuschauern in der Europahalle jedoch nicht mehr gefährden. Damit krönten die LIONS ihren starken Saisonendspurt und sicherten sich den wichtigen Erfolg im Kampf um die Playoffs. Topscorer der Partie war Williams mit starken 31 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten David Ejah (17), Kilian Binapfl (12) und Isaiah Hart (11). In der ersten Playoff-Runde wartet nun mit Phoenix Hagen eine echte Herausforderung. Die Hagener gehen als Tabellenerster und klarer Favorit in die Serie, die im Best-of-five-Modus ausgetragen wird. Während Hagen das Hinspiel der Hauptrunde deutlich für sich entschied, konnten sich die Karlsruher im Rückspiel nach Verlängerung revanchieren – ein Duell, das Spannung für die kommende Serie verspricht.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. RheinStars Köln 74:71

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben sich am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem 74:71-Sieg gegen die RheinStars Köln erfolgreich in die Playoffs verabschiedet. Vor über 3.000 Zuschauern in der EWS Arena kontrollierten die Schwaben die Partie über weite Strecken. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel steigerten die Knights vor allem defensiv ihre Intensität und erspielten sich bis zur Halbzeit eine Führung. Auch nach der Pause blieb Kirchheim das dominierende Team und baute den Vorsprung zwischenzeitlich deutlich aus. Erst im Schlussviertel wurde es noch einmal spannend.

Köln kämpfte sich durch mehrere erfolgreiche Distanzwürfe zurück und verkürzte den Rückstand bis in die letzten Sekunden. Die Knights behielten jedoch die Nerven und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Topscorer der Partie war Tylan Pope mit 22 Punkten. Headcoach Igor Perovic zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben über weite Phasen das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen. Die Stimmung war erneut außergewöhnlich. Es macht uns sehr viel Spaß hier zu spielen.“ Mit dem Erfolg gehen die Knights mit Selbstvertrauen in die Playoffs. Dort wartet im Viertelfinale die BG Göttingen.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. SBB Baskets 85:74

Die Nürnberg Falcons haben ihre Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem Heimsieg abgeschlossen. Gegen die SBB Baskets Wolmirstedt setzten sich die Mittelfranken vor 2.854 Zuschauern mit 85:74 durch und beenden die Spielzeit auf Tabellenplatz neun. Von Beginn an war Nürnberg das bessere Team und kontrollierte die Partie über weite Strecken. Nach einer soliden ersten Halbzeit mit einer 42:34-Führung bauten die Falcons ihren Vorsprung auch nach der Pause weiter aus. Zwar versuchten die Gäste immer wieder, den Rückstand zu verkürzen, wirklich in Gefahr geriet der Heimsieg jedoch nicht. Im Schlussviertel war zudem klar, dass die Playoffs knapp verpasst wurden.

Dennoch spielte Nürnberg die Partie konzentriert zu Ende und sorgte mit sehenswerten Aktionen – unter anderem von Trevor Baskin – für einen gelungenen Saisonabschluss. Headcoach Ralph Junge zeigte sich nach dem Spiel zufrieden und dankte Fans und Umfeld für die Unterstützung. Trotz des verpassten Playoff-Einzugs überwog die positive Bilanz einer starken Saison, die mit dem zweitbesten Ergebnis der Vereinsgeschichte endet.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. BG Göttingen 96:87

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich mit einem historischen Sieg aus der Hauptrunde verabschiedet. Durch den 96:87-Erfolg gegen die BG Göttingen beenden die Zauberer die Rückrunde mit nur einer Niederlage – ein Novum seit der Aufstockung der ProA auf 18 Teams. In einem intensiven Spitzenspiel erwischten die Crailsheimer den besseren Start und setzten früh Akzente in der Defensive. Angeführt von Vinnie Shahid, der insgesamt 29 Punkte erzielte und vor allem aus der Distanz glänzte, erspielten sich die Gastgeber bereits im ersten Viertel eine klare Führung. Doch Göttingen hielt dagegen, kämpfte sich zwischenzeitlich zurück und gestaltete die Partie bis zur Halbzeit offen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Merlins jedoch endgültig die Kontrolle. Mit hoher Intensität, starkem Teamplay und mehreren Läufen bauten die Hausherren ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Spätestens im Schlussviertel ließ Crailsheim keinen Zweifel mehr am Sieg aufkommen und brachte die Partie souverän ins Ziel – trotz des zwischenzeitlichen Ausfalls von Topscorer Shahid nach seinem fünften Foul. Neben Shahid punkteten auch Tyreese Blunt (13), Maurice Stuckey (12) und Bruno Santana (10) zweistellig. Insgesamt überzeugte Crailsheim vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit und Energie auf beiden Seiten des Feldes.

„Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Wir haben heute gezeigt, was für ein Team wir sind. Uns fehlen drei Leute und der Nächste auf der Bank ist bereit zu spielen, Verantwortung zu übernehmen und uns zu helfen, die Spiele zu gewinnen. Ich kann viele Leute nennen, die ein gutes Spiel heute hatte. Gianni hatte ein gutes Spiel, Nico hat wieder ein sehr gutes Spiel gemacht, aber ich glaube wir alle haben am Ende zum Sieg beigetragen. Darauf bin ich wirklich stolz. Und jetzt sind wir bereit uns für die ganze harte Arbeit in den Playoffs zu belohnen“, erklärte Headcoach David McCray nach der Partie. Mit diesem Erfolg gehen die Merlins mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs. Dort wartet im Viertelfinale mit den Gießen 46ers direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. Bayer Giants Leverkusen 83:85

Die Artland Dragons haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp verloren. Gegen die BAYER GIANTS Leverkusen unterlagen die Quakenbrücker mit 83:85 und gehen damit als Tabellenfünfter in die Playoffs. Die Gäste aus Leverkusen erwischten den besseren Start und erspielten sich früh eine zweistellige Führung. Vor allem Dennis Heinzmann und John Williams prägten die Anfangsphase, während die Dragons offensiv nur schwer in Rhythmus kamen. Im zweiten Viertel kämpften sich die Gastgeber zurück. Angeführt von Buzz Anthony und Epke Kruthaup verkürzten die Dragons den Rückstand und hielten die Partie bis zur Pause offen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges Spiel mit mehreren Führungswechseln. In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, ehe Kobe Langley mit wichtigen Würfen die Entscheidung zugunsten der Leverkusener brachte. Die Dragons hatten in den letzten Sekunden noch die Chance auf den Ausgleich, konnten diese jedoch nicht nutzen.

Headcoach Hendrik Gruhn ordnete die Partie anschließend ein: „Ich bin zunächst froh, dass alle das Spiel heil überstanden haben, das war das Allerwichtigste. Das war auch der Grund, warum wir Ben und Amir nicht haben spielen lassen. Ich habe viele Dinge gesehen, die mich gefreut haben, am meisten freue ich mich jedoch für Epke. Er hat heute so gespielt, wie er auch in der NBBL spielen würde, er ist einfach ein geiler Zocker. Wir haben als Team mit 8 von 41 Dreiern miserabel getroffen. Ich glaube, wenn wir besser getroffen hätten, hätten wir das Spiel komfortabel gewonnen, aber das ist jetzt belanglos. Jetzt gilt es, kurz zu regenerieren, dann geht der Fokus voll auf Bremerhaven.“ Für die Dragons richtet sich der Blick nun auf die Playoffs: Bereits am Mittwoch startet die Serie gegen die Eisbären Bremerhaven.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 72:85

Die Tigers Tübingen haben ihr letztes Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verloren. Gegen die Eisbären Bremerhaven setzte es vor 2.329 Zuschauern eine 72:85-Niederlage. Dabei hielten die Schwaben über weite Strecken gut dagegen, mussten jedoch vor allem in der ersten Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen. Bremerhaven nutzte seine Erfahrung und Effizienz, um sich früh abzusetzen und die Führung bis zur Pause deutlich auszubauen. Nach dem Seitenwechsel zeigte Tübingen eine starke Reaktion. Angeführt von Jordan Johnson kämpften sich die Gastgeber mehrfach heran und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf wenige Punkte. In der Schlussphase fehlte jedoch die Konsequenz, sodass die Gäste das Spiel routiniert zu Ende brachten. Tigers-Coach Eric Detlev sagte nach der Partie:

„Erstmal Glückwunsch an Coach Steven Esterkamp und seine Mannschaft zum Sieg, viel Glück in den Playoffs! Für mich steht das heutige Spiel nicht so sehr im Fokus, sondern die aufreibenden letzten Wochen für alle Beteiligten. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass wir heute an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen würden. Es wäre schön gewesen, das Spiel zumindest bis in die Schlussphase offen zu gestalten. Unsere erste Halbzeit war heute schlecht, aber die kämpferische Leistung danach war gut. Das Wichtigste ist, dass wir es in den letzten Wochen geschafft haben, als Team zu kämpfen, auch wenn es spielerisch manchmal nicht gut war. Das möchte ich den Jungs auch heute nicht absprechen.“

Auch Bremerhavens Trainer Steven Esterkamp ordnete das Spiel ein: „Das letzte Spiel ist immer ein bisschen schwer für beide Mannschaften, weil es tabellarisch um nichts mehr ging. Unser Ziel war es heute gesund zu bleiben, das haben wir zum Glück geschafft. Respekt an die Tübinger Spieler, die gut gespielt und alles gegeben haben. Wir wollten heute allen zwölf Spielern Einsatzzeit geben, auch das ist uns gelungen. Auch die jungen Spieler haben heute ihren Job erledigt. Ich bin froh, dass wir die Begegnung am Ende gewinnen konnten.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr // BBC Bayreuth vs. VfL SparkassenStars Bochum 103:88

Der BBC Bayreuth hat sich mit einem überzeugenden 103:88-Heimsieg gegen die VfL SparkassenStars Bochum aus der Saison verabschiedet und sich am letzten Spieltag noch auf Tabellenplatz zehn vorgeschoben. In einer intensiven Partie übernahmen die Bayreuther früh die Kontrolle und setzten sich bereits im ersten Viertel ab. Vor allem offensiv präsentierten sich die Hausherren variabel und treffsicher, während Bochum zunächst mit Ballverlusten zu kämpfen hatte. Zwar fanden die Gäste im weiteren Verlauf besser ins Spiel, doch Bayreuth hielt dagegen und verteidigte seine Führung bis zur Halbzeit (50:45). Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft, doch immer wieder fanden die Gastgeber die richtigen Antworten. Insbesondere im Schlussviertel zog der BBC nochmals an und ließ den Bochumern keine Chance mehr, entscheidend heranzukommen. Vor 2.507 Zuschauern in der Oberfrankenhalle brachte Bayreuth den Sieg schließlich souverän ins Ziel. Topscorer der Partie war KeVaughn Allen mit 26 Punkten, gefolgt von Tehree Horn (18) und Lenny Liedtke (13). Zudem überzeugte Willem Brandwijk mit einem starken Allround-Auftritt inklusive zwölf Rebounds und acht Assists.

Nach der Partie stand jedoch nicht nur der sportliche Erfolg im Fokus, sondern auch der Abschied von Headcoach Lukas Hofer, der sich emotional von Team und Fans verabschiedete: „Wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme gehabt, um in der Defensive Problemlösungen zu finden. In der zweiten Halbzeit wurde die Situation dann besser. Insgesamt bin ich unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute erneut gezeigt, dass wir eine Einheit sind und als Mannschaft auftreten. Dies wird nicht zuletzt durch die 25 Assists, die wir im Spiel erreicht haben, unterstrichen. Wir sind ein unfassbar geiles Team, das mit seinem Charakter auch unwahrscheinlich einfach zu coachen war. Ich weiß nicht, ob ich das woanders so noch einmal erleben werde. Meine Monate als Headcoach in Bayreuth waren eine super-durchwachsene Zeit, in der wir uns letztlich nach dem Aufschlag am Boden bei der Auswärtsniederlage in Leverkusen kontinuierlich nach oben entwickelt haben. Ich war knapp zwei Jahre hier im Trainerstab, aber Bayreuth ist mir eine zweite Heimat geworden. Ich werde die Stadt, ihre Menschen, die Organisation und die Fans, die auch heute wieder eine Klasse-Stimmung in der Halle gemacht haben, immer in meinem Herzen behalten“.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // GIESSEN 46ers vs. EPG Baskets Koblenz 88:69

Die Gießen 46ers haben die Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem überzeugenden Heimsieg abgeschlossen. Gegen die EPG Baskets Koblenz setzte sich das Team mit 88:69 durch und feierte den Erfolg gemeinsam mit den Fans in der Osthalle. Sportlich hatte die Partie keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle, dennoch entwickelte sich ein intensives und stimmungsvolles Spiel. Vor rund 2.400 Zuschauern nutzten die 46ers die Begegnung als Generalprobe für die anstehenden Playoffs. In der ersten Halbzeit hielten die Gäste gut dagegen und blieben über weite Strecken in Schlagdistanz. Koblenz überzeugte mit Einsatz und Energie, während Gießen zwar immer wieder Akzente setzte, sich aber noch nicht entscheidend absetzen konnte. Nach der Pause steigerten sich die Hausherren deutlich. Vor allem im dritten und vierten Viertel übernahm Gießen die Kontrolle und zog mit konsequentem Offensivspiel sowie starker Defensive davon. Besonders Kyle Castlin überzeugte als prägender Akteur, während auch Till Gloger und Aiden Warnholtz wichtige Impulse lieferten.

Trainer Branislav Ignjatovic zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt: „Es ist natürlich immer schwer, solche Partien zu spielen, in denen es um nichts mehr geht. Aber wir konnten auch befreit aufspielen, nachdem wir unser Ziel, die Playoffs, erreicht hatten. Ich bin glücklich über die Art und Weise dieses Sieges. Vor allem sind unsere insgesamt 27 Assists, glaube ich, Saisonrekord.“ Auch Koblenz-Coach Stephan Dom lobte sein Team trotz der Niederlage: „Wir wollten gut spielen. Wir wollten unseren mitgereisten Fans einen Sieg schenken. Und in der ersten Halbzeit haben wir auch richtig gut mitgehalten.“ Neben dem sportlichen Geschehen sorgte vor allem die Atmosphäre für Begeisterung. Selbst Gästespieler Jonas Niedermanner zeigte sich beeindruckt: „Ich habe nichts als Liebe für diese Fans.“ Für die Gießen 46ers beginnt nun die entscheidende Phase der Saison. Im Playoff-Viertelfinale wartet mit den HAKRO Merlins Crailsheim ein schwerer Gegner.