Nachberichte ProB Nord 2. Spieltag
03.10.2026 18:00 Uhr // BSW Sixers vs. SG Braunschweig 72:74
Nachbericht folgt in Kürze.
03.10.2026 18:30 Uhr // Seawolves Academy vs. TSV Neustadt temps Shooters 95:93
Die TSV Neustadt temps Shooters haben am 2. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ihre erste Saisonniederlage kassiert. In der Arena Rostock unterlagen die Neustädter der Seawolves Academy denkbar knapp mit 93:95. Damit bleibt Rostock für die Shooters ein schwieriges Pflaster: Auch die beiden vorherigen ProB-Gastspiele an der Ostsee (80:87 und 85:100) gingen verloren. Den Unterschied machte die Wurfquote. Die jungen Rostocker trafen starke 58 Prozent aus dem Feld (38/66) und 38 Prozent ihrer Dreier (9/24). Neustadt kam auf 44 Prozent (35/80) und fand von außen nie seinen Rhythmus: Nur 5 von 27 Dreiern fielen (19 Prozent). Auch das Reboundduell ging mit 40:34 an die Gastgeber.
Dass die Partie trotzdem bis zum Schluss offen blieb, lag an der aggressiven Verteidigung der Gäste. Die Shooters erzwangen 21 Rostocker Ballverluste, leisteten sich selbst nur 11 und verbuchten 16 Steals. So kamen sie zu 14 Würfen mehr aus dem Feld und zu deutlich mehr Freiwürfen (18/25 gegenüber 10/14). Am Ende reichte es um einen Korb nicht. Überragender Mann auf dem Feld war Matej Jelovcic. Der Neustädter Aufbauspieler stand über 39 Minuten auf dem Parkett und legte ein Triple-Double auf: 28 Punkte, 12 Rebounds und 10 Assists, dazu 3 Steals. Zweistellig punkteten außerdem Beasley III (15), Kwilu (14), Paukste (11) und Haarmann, der in nur zwölf Minuten 10 Punkte und 4 Offensivrebounds beisteuerte. Bei den Gastgebern verteilte sich die Last auf viele Schultern. Mika Freitag führte sein Team mit 22 Punkten und 8 Assists an, Bruno Loll gelang mit 19 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double bei 9 Treffern aus 13 Versuchen. Baumgarth (17), Tilsen (14 Punkte, 9 Rebounds) und Murray (11) punkteten ebenfalls zweistellig, Knorr verteilte 7 Assists.
03.10.2026 19:00 Uhr // Iserlohn Kangaroos vs. Baskets Juniors TSG Westerstede 91:72
Gelungener Heimauftakt für die Iserlohn Kangaroos: Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Matthias-Grothe-Halle setzte sich das Team von Headcoach Gary Johnson am Samstagabend mit 91:72 gegen die Baskets Juniors TSG Westerstede durch. Nach dem 89:72-Auswärtserfolg zum Saisonstart in Braunschweig stehen die Kangaroos damit nach zwei Spieltagen bei zwei Siegen. Anders als noch eine Woche zuvor fanden die Iserlohner dieses Mal von Beginn an gut in die Partie. Zwar gingen die Gäste aus Westerstede zunächst mit 3:0 in Führung, die Kangaroos antworteten jedoch umgehend – und übernahmen anschließend die Kontrolle über das Spiel. Offensiv präsentierte sich das Team von Gary Johnson von Beginn an konzentriert und bewegte den Ball gut durch die eigenen Reihen. Bereits das erste Viertel entschieden die Kangaroos mit 25:24 knapp für sich. Im zweiten Abschnitt gelang es den Gastgebern, sich erstmals etwas deutlicher
abzusetzen. Mit einem 21:16 im zweiten Viertel ging Iserlohn mit einer 46:40-Führung in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Kangaroos tonangebend. Westerstede hielt zunächst weiter dagegen, konnte den Rückstand im dritten Viertel aber nicht entscheidend verkürzen. Mit einer 65:57-Führung ging es in den Schlussabschnitt. Dort machten die Kangaroos schließlich alles klar. Angetrieben von der guten Atmosphäre in der Matthias-Grothe-Halle legte Iserlohn noch einmal einen Gang zu und entschied das letzte Viertel deutlich mit 26:15 für sich. Am Ende stand ein verdienter 91:72-Heimerfolg auf der Anzeigetafel.
03.10.2026 19:00 Uhr // LOK BERNAU vs. ART Giants Düsseldorf 96:80
Zweites Spiel, zweiter Sieg: LOK BERNAU hat die ART Giants Düsseldorf in der Sparkassen-Arena mit 96:80 bezwungen. Nach dem Auswärtserfolg in Westerstede legte die Mannschaft von Headcoach Dan Oppland am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nach. Den Unterschied machten ein starkes zweites Viertel, die Kontrolle unter den Körben und eine Offensive, in der gleich sieben Bernauer zweistellig punkteten. Dabei mussten sich die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst erarbeiten. Düsseldorf erwischte den besseren Start, doch die LOK fand schnell Anschluss. Im ersten Viertel blieb die Partie offen: Bernau übernahm die Führung, die Gäste hielten dagegen. Nach zehn Minuten stand ein knappes 28:26 – offensiv war auf beiden Seiten bereits einiges los. Im zweiten Abschnitt bekam Bernau das Spiel dann deutlich besser in den Griff. Während Düsseldorf nur noch elf Punkte gelangen, legte die LOK 21 nach.
Aus dem engen Schlagabtausch wurde eine zweistellige Führung. Mit 49:37 ging es in die Kabine – das erste klare Ausrufezeichen des Abends. Düsseldorf ließ sich allerdings nicht abschütteln. Angeführt von Ron Mvouika, der mit 20 Punkten bester Werfer der Gäste wurde und vier seiner sieben Dreier traf, hielten die Giants nach der Pause dagegen. Das dritte Viertel ging mit 23:22 knapp an die Gäste. Bernau hielt den Abstand dennoch weitgehend stabil und nahm eine 71:60-Führung mit in den Schlussabschnitt. Dort ließ die LOK die Partie nicht mehr kippen. Düsseldorf blieb auf Distanz, Bernau baute den Vorsprung wieder aus und entschied auch das letzte Viertel mit 25:20 für sich. Am Ende stand ein verdienter 96:80-Heimsieg.
03.10.2026 19:30 Uhr // EN BASKETS Schwelm vs. Uni Baskets Münster 75:80
Die EN Baskets Schwelm haben bei ihrem ersten Heimspiel der neuen ProB-Saison eine starke Reaktion auf die Auftaktniederlage gezeigt. Vor 980 Zuschauern in der Schwelm ArENa lieferte sich das Team von Headcoach Falk Möller mit den favorisierten Uni Baskets Münster über 40 Minuten eine intensive und umkämpfte Partie. Am Ende mussten sich die Schwelmer knapp mit 75:80 (15:14, 35:41, 56:59) geschlagen geben. Möller startete mit Pablo Estelle, Juhwan Harris-Dyson, Marius Stoll, Erik Nyberg und Jascal Knörig. Die EN Baskets waren von Beginn an hellwach. Defensiv agierten die Schwelmer physisch, machten Münster die Wege zum Korb schwer und starteten mit einer 4:0-Führung. Vor allem Harris-Dyson setzte mit viel Energie und mehreren Hustle-Plays früh Akzente. Nach einem 9:2-Start fanden die Gäste zunehmend besser in die Partie und glichen zum 9:9 aus. Schwelm blieb geduldig und entschied das erste Viertel mit 15:14 für sich. Im zweiten Abschnitt nahm die Partie weiter an Intensität zu. Luka Zajic antwortete auf ein frühes And-one der Gäste direkt von außen, auch Dyami Janeck setzte mit zwei Dreiern wichtige Akzente. Die EN Baskets hielten defensiv weiter körperlich dagegen und erspielten sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von sechs Punkten. Gegen Ende des Viertels übernahm Münster jedoch zunehmend die Kontrolle. Ein 11:0-Lauf der Gäste drehte die Partie und sorgte für die 35:41-Halbzeitführung. Kurz vor der Pause wurde es auf dem Parkett noch einmal hitzig – passend zu einer bis dahin äußerst physischen Begegnung.
Nach dem Seitenwechsel ließen sich die EN Baskets nicht abschütteln. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem Schwelm immer wieder den Weg zum Korb suchte. Stoll sorgte früh mit einem Steal und anschließendem Korberfolg für Energie, während Harris-Dyson offensiv wie defensiv weiter voranging. Auch Mathias Groh setzte in der Schlussphase des Viertels wichtige Akzente. Mit einem 5:0-Lauf verkürzten die Schwelmer noch einmal, sodass beim Stand von 56:59 vor dem Schlussviertel weiterhin alles offen war. Im letzten Abschnitt wurde jeder Ballbesitz hart umkämpft. Münster konnte sich durch zwei wichtige Dreier und einen 8:0-Lauf erstmals deutlicher absetzen. Fünf Minuten vor Schluss lagen die Gäste mit 72:63 vorne. Die EN Baskets gaben sich jedoch nicht geschlagen. Harris-Dyson und Stoll erzwangen wichtige Ballgewinne, Nyberg traf von der Freiwurflinie und Schwelm kämpfte sich mit einem 6:0-Lauf noch einmal heran. Münster fand allerdings die passende Antwort und verschaffte sich erneut etwas Luft. Selbst danach kämpften die Gastgeber weiter: Nyberg verkürzte zehn Sekunden vor Schluss noch einmal auf 75:79, ehe ein letzter Münsteraner Freiwurf den 75:80-Endstand besiegelte.
03.10.2026 19:30 Uhr // Itzehoe Eagles vs. Hertener Löwen 72:81
Die Eagles starteten gut mit Dreiern von Leon Kalinic und Sven Cikara, der mit einem Triple Double – zweistelligen Werten in drei Kategorien – eine Glanzleistung bot. Doch Herten startete noch besser und führte knapp. Dann ein Schreck für die Eagles und ihre Fans
in der vollen Halle: Kalinic blockte einen Wurf, stürzte aber unglücklich auf den Rücken, blieb erst liegen und verließ dann mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Seite von Physiotherapeut Tule Becker die Halle. Später kehrte der Kroate auf das Feld zurück, doch diese Aktion habe ihn etwas aus dem Rhythmus gebracht, so Rockmann. Die Löwen führten fast durchgehend, die Eagles kämpften sich heran. Kapitän Lucien Schmikale sorgte mit viel Willen und einem Treffer trotz Fouls für die 32:31-Führung, aber Herten konterte.
„Sie hatten immer wieder die richtigen Antworten“, sagte Rockmann. Als Tobias Möller einen schönen Spielzug mit einem Dunk vollendete, ging es mit 38:41 in die Pause. Das Bild änderte sich nicht. Die Gastgeber spielten ordentlich, die Löwen taten ihnen mit zwei Dreiern weh. 37 Prozent aus der Distanz waren keine überragende Quote, aber das Timing für die Treffer passte immer wieder sehr gut. Als die Eagles doch einmal schnell spielen konnten und Jamahri Harvey mit Dreier zum 49:50 verkürzte, brauchten die Gäste eine Auszeit. Erneut fanden
sie den richtigen Weg und erzielten die nächsten fünf Punkte. Zu Beginn des letzten Abschnitts wuchs der Rückstand schnell auf mehr als zehn Punkte, Herten traf, Itzehoe nicht. Doch Rockmann war stolz auf sein Team, das bis zum Ende gekämpft habe.
In der Tat: Schmikale und Cikara mit Dreiern brachten die Eagles drei Minuten vor Schluss auf 64:74 heran, eine Minute später traf Harvey zum 66:74. Mehr gelang nicht, denn fast schon gewonnene Bälle landeten beim Gegner und eigene Fehler bremsten den Schwung zusätzlich. „Mit ein bisschen Glück dreht man so ein Spiel vielleicht noch“, sagte Rockmann. Doch dafür waren die Gäste an diesem Abend zu abgeklärt. Weiter geht es für die Eagles bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr bei den Baskets Juniors/TSG Westerstede.
03.10.2026 19:30 Uhr // BBA Hagen vs. SC Rist Wedel 97:101
Der SC Rist Wedel hat am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga ProB seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Nach klaren Führungen, knappen Rückständen und einem 86:86 (51:52)-Gleichstand nach 40 Minuten triumphierten die Wedeler am Sonnabend mit 101:97 nach Verlängerung beim Aufsteiger BBA Hagen. Damit gewann Stanley Witt ausgerechnet in seiner Heimatstadt erstmals ein Pflichtspiel als Rist-Trainer. „Das fühlt sich gut an“, sagte der 31-Jährige, der sich nach der Partie noch mit Verwandten und Freunden austauschte, die in die Otto-Densch-Halle gekommen waren. Eine Woche, nachdem die Wedeler ihr erstes Saisonspiel gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 mit mit 70:75 (43:33) verloren hatte, legten sie in der kreisfreien Großstadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets einen Traumstart hin. Nach drei Minuten führten sie mit 10:2, beim 22:11 war ihr Vorsprung erstmals zweistellig (6. Minute) – und in der Spitze betrug er zweimal 14 Punkte, nämlich beim 25:11 (7.) und beim 27:13 (8.). „Wir waren gleich da, waren wach und haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte Witt seine Schützlinge. Allerdings schlichen sich im zweiten Viertel auch reichlich Fehler in das Spiel der jungen Rister Mannschaft ein. Die Hagener bliesen im ersten ProB-Heimspiel ihrer Geschichte zur Aufholjagd: Beim 39:39 egalisierten sie erstmals (14.), um kurz darauf beim 43:42 ihre erste Führung zu feiern (17.). „Es hat sich ein Spiel entwickelt, in dem es hin und her ging“, analysierte Witt, der von seinem Team „viele gute Sachen, aber auch zahlreiche Fehler“ sah.
Und die Partie blieb eng: Zur Halbzeitpause lagen die Wedeler knapp mit 51:52 zurück und im dritten Abschnitt erzielten die Hausherren abermals einen Punkt mehr. So war das letzte Viertel erneut von höchster Wichtigkeit. Und anders, als eine Woche zuvor, als die BSW Sixers die Begegnung in den letzten Minuten auf ihre Seite hatten ziehen können, „haben unsere Jungs dieses Mal die Nerven behalten“, stellte Witt zufrieden fest. Drei Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit verpasste Niklas Krause die Gelegenheit, den berühmten Sack zuzumachen: Von zwei Freiwürfen, die ihm zugesprochen worden waren, verwandelte er „nur“ den zweiten. Dadurch lagen die Wedeler mit 86:83 in Front, aber die Hagener bekamen noch einen Angriff – und Juri Glavovic egalisierte exakt mit der Schlusssirene zum 86:86. So ging es in die Verlängerung, die mit wechselnden, knappen Führungen für alle Beteiligten erneut einem Wechselbad der Gefühle glich Als noch eine Minute und sieben Sekunden zu spielen waren, erhöhte Gregory Mckay per Korbleger für das Heim-Team auf 97:94. In der Folge ließen die Gäste aber keinen gegnerischen Punkt mehr zu; auf der Gegenseite egalisierten Jamal Martin per Freiwurf und Jamil Muttilib per Korbleger zum 97:97. Nachdem Niklas Krause einen Wurf des besten Hagener Punktesammlers Jeremiah Sparks (22 Zähler) geblockt hatte, eroberte Muttilib den Ball und sorgte 14 Sekunden vor Ablauf der Zeit mit einem weiteren Korbleger für eine 99:97-Führung. Als noch eine Sekunde auf der Uhr war, räumte abermals Muttilib mit zwei verwandelten Freiwürfen letzte Zweifel am Sieg aus – und knackte die magische 100-Punkte-Marke


