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Nachberichte ProB Süd 2. Spieltag

5. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

03.10.2026 16:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dragons Rhöndorf 83:99

 Rhöndorf liefert in München über weite Strecken der Begegnung eine überzeugende Vorstellung ab. Am Ende verbuchen die Dragons einen deutlichen 83:99-Sieg (40:53) über Bayern Basketball II. Unterm Strich ist der Gameplan der Rheinländer aufgegangen. Auch wenn Coach Max Becker in verschiedener Hinsicht Luft nach oben sieht, muss man seiner Truppe eine erstaunlich gute Frühform bescheinigen. Die Bayern legten den etwas besseren Start in der Begegnung hin und führten nach vier Minuten mit 10:5. Rhöndorf wirkte aber keinesfalls beeindruckt. Power Forward Sahmi Willoughby stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis, netzte zwei Dreier ein und Dušan Ilic (12 Pkt.) ließ einen weiteren zum 12:10 (5“) folgen. In der Phase machte sich die Länge der Hausherren noch beim Rebounding bemerkbar. München wirkte im Spielaufbau allerdings zunehmend wackelig, was vermehrte Ballverluste zur Folge hatte. So konnten die Dragons in der neunten Minute die Führung übernehmen (18:19), die sie im Übrigen bis zum Ende der Partie nicht mehr abgaben. Im zweiten Spielabschnitt kam das Team von Headcoach Max Becker immer besser in Tritt. In der Defensive zog man die Zügel deutlich an, landete einige Ballgewinne und schaltete schnell um. Nach einem Doppelschlag von Kenan Reinhart (11 Pkt.) zog man in der 12. Minute erstmals zweistellig davon (20:30). Zwar hielten die Gastgeber vor allem durch Niko Jerkic (15 Pkt.), Nick Cevizovic (15 Pkt.) sowie Kilian Fischer (11 Pkt.) dagegen, doch die Rhöndorfer Dominanz nahm stetig zu. Auch weil Justin Onyejiaka von München nicht in den Griff zu bekommen war. So konnten sich die Dragons zur Halbzeit mit 13 Punkten (40:53) absetzen.

Die Gastgeber gingen den dritten Spielabschnitt noch einmal mit Dampf an, konnten aber am Rückstand nicht entscheidend knabbern. Und wenn sie im Begriff waren das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, konterte Rhöndorf eiskalt. Ab der 26. Minute setzten die Badestädter den finalen Punch: Für den Start der 10:2-Serie sorgte Malik Idbihi (10 Pkt.) mit zwei artistischen Layern, Sahmi Willoughby (17 Pkt.), Justin Onyejiaka (20 Pkt.) und Mychael Paulo (14 Pkt.) legten zur vorentscheidenden 78:52-Führung nach. Der Schlussabschnitt hatte dann den Charakter eines Showlaufen. Das letzte Aufbäumen von München blieb aus und Rhöndorf ließ die Zügel lockerer. So erlebten die Zuschauer noch das ein oder andere spielerische Glanzstück. Bei den Bayern waren es beispielsweise die ersten Punkte im Profi-Basketball des erst 15-jährigen Berin Nurkic sowie für die Dragons-Fans, die von Publikumsliebling Daniel Mayr, nach langer Verletzungspause. Über das klare Endergebnis von 83:99 durften sich die Hausherren nicht beschweren. Den Ausfall von Andrija Susic konnte die junge Truppe von der Isar jedenfalls nicht kompensieren.

03.10.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Oberhaching Tropics 78:75

Dass die Gelb-Schwarzen am frühen Samstagabend letztlich Strahlen und Jubeln würden, danach sah es in der Rundsporthalle lange Zeit aus und gleichermaßen gar nicht aus. Doch der Reihe nach. Headcoach Jordi Saltó musste personell doppelt umstellen: Danilo Zdravkovic und Josia Gentischer mussten verletzungsbedingt aussetzen, hierfür rückten Armin Pivac und Saad Mouachi Aouaj ins Line-Up, das unabhängig von jedem BBA-Akteur quantitativ überlegen war. Oberhaching war mit lediglich acht Mann in die Barockstadt gereist, ließ sich davon aber nicht verunsichern. Viel eher waren die erfahrenen Gäste sich dieser Lage bewusst, agierten mit einer Zonen-Verteidigung und vertrauten auf Philipp Bode und Nedzad Muratovic. Zurecht, wie sich zeigen sollte. Allen voran Big Man Muratovic war für die Hausherren nicht zu stoppen, bereits weit vor der Pause auf Double-Double-Kurs. Ludwigsburg startete zwar unkonzentriert und mit mehreren Ballverlusten, insgesamt aber durchaus solide und mit viel Physis, die Oberhaching zusetzte. Da zunächst Max Riedel heiß lief, Saltó zudem tief in die Bank ging und alle zwölf Akteure ihre Anteile hatten, war die Führung folgerichtig und fiel tendenziell zu niedrig aus (19:13, 10. Spielminute / 41:35, 20.).

Nach dem Gang in die Kabinen sollte vom Eindruck des besseren Kontrahenten, der zu wenig aus seinen Möglichkeiten machte, nichts übrigbleiben: Während die Tropics gut eingestellt und defensiv verfeinert zurück aufs Parkett kamen, agierten die BBA’ler dem Stereotyp ihres Alters entsprechend. Sie ließen sich vom Gegnerdruck, nicht fallenden Würfen, Foulpfiffen und Ballverlusten gänzlich aus dem Rhythmus bringen, fanden offensiv überhaupt nicht mehr statt und hatten in der Verteidigung weiterhin keine Antworten gegen Muratovic und auch gegen Center-Kollege Maximilian May. All dies resultierte in einem 10:25-Abschnitt, der sich im vierten Abschnitt in einem 57:68-Rückstand (34.) widerspiegelte. Ludwigsburg hing wie der sprichwörtliche Boxer in den Seilen, berappelte sich aber zum genau richtigen Zeitpunkt: In den letzten fünf Minuten der Partie spielten die Gelb-Schwarzen (wieder) ihren besten Basketball, durchbrachen ihre Durststrecke an der Freiwurflinie (10/16 | 63 FT%), kamen zum Ausgleich und zu defensiven Stopps, die sie mit dem letzten Führungswechsel veredelten. Sieben Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene sorgte Danziger von jenseits der 6,75-Meter-Linie für Zählbares und einen Endorphinschub, der Ludwigsburg bis weit nach Spielschluss begleitete.

 

03.10.2026 19:00 Uhr // TSG Schöller SI Ravens Reutlingen vs. Culture City Weimar 93:64

Culture City Weimar musste am Samstagabend am 2. Spieltag der ProB Süd einen deutlichen 64:93-Dämpfer beim baden-württembergischen Mitaufsteiger, den TSG Ravens Reutlingen, einstecken. Nach dem emotionalen Heimsieg zum Saisonauftakt gegen die SKYLINERS Juniors fand das Team von Trainer Farsin Hamzei vor rund 900 Zuschauern in der Oskar-Kalbfell-Halle von Beginn an kein wirksames Mittel gegen die spielfreudigen Baden-Württemberger. Dabei startete die Partie aus Sicht der Thüringer zunächst noch ausgeglichen: Die letzte Führung des Abends für Weimar resultierte allerdings aus einem frühen 5:4 in der Anfangsphase (2.). Danach übernahmen die gastgebenden Ravens zunehmend dominanter das Kommando. Angeführt von Nkosi Wright, der im ersten Viertel heiß lief, starteten die Hausherren einen fulminanten Offensivlauf. So zog Reutlingen über ein 13:4 (4.) bis zur neunten Minute komfortabel auf 32:12 davon. Diese frühe 20-Punkte-Führung bedeutete bereits die Vorentscheidung der Partie. Zwar stabilisierte sich Culture City im weiteren Spielverlauf phasenweise, schaffte es jedoch zu keinem Zeitpunkt, den klaren Vorsprung der Gastgeber ernsthaft zu gefährden.

Zur Halbzeit leuchtete ein deutlicher 53:34-Rückstand von der Anzeigetafel. Vor allem defensiv offenbarten die Gäste aus Thüringen gegen Reutlingens Rotation immer wieder Lücken, welche die Hausherren konsequent zu nutzen wussten. Am Ende hatten die Ilmstädter eine überdeutliche 64:93-Niederlage zu akzeptieren, die unmittelbar nach der Schlusssirene wehtat, neben dem Erfahrungsgewinn allerdings auch genügend Potenzial besitzt, wichtige und richtige Schlüsse für die nächsten Herausforderungen zu ziehen. Während Culture City den kurzfristigen Ausfall von Center Peter Beier-Christiansen kompensieren musste und damit einer der wichtigsten Leistungsträger fehlte, sollte das Team seine Fehler im Defensivverhalten analysieren und diese Niederlage als Lehrgeld in der neuen Spielklasse abhaken. Die nächste Gelegenheit, um sich auf dem sportlich neuen ProB-Terrain zu beweisen, bietet sich Weimar bereits am kommenden Wochenende: Am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, wartet vor heimischer Kulisse das schwere Duell gegen den Traditionsverein Bayer Giants Leverkusen in der Asbach-Sporthalle.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // BG Hessing Leitershofen vs. Ahorn Camp Baskets 76:64

Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach. Die BG Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA die Heimpremiere gegen die AHORN Camp Baskets Speyer mit 76:64 für sich entschieden. Vor 780 Zuschauern zeigte sich das neu formierte und sehr junge Kangaroos Team überaus kampfstark, athletisch, dynamisch, energiegeladen und sympathisch und konnte mit diesen Attributen keineswegs schwache Pfälzer mit einem Schlussspurt in die Schranken verweisen. Beide Teams konnten nicht gänzlich in Bestbesetzung antreten. Bei der BG fehlte weiterhin Aufbauspieler Joscha Eckert, bei den Domstädtern Routinier und Dreipunktespezialist Christoph Rupp. Den Stadtbergern merkte man von der ersten Sekunde den Willen an, die Auftaktniederlage in Fellbach vor Wochenfrist vergessen zu lassen. Mit sehr viel Elan konnte man sich eine erste 18:8 Führung herausspielen.  Der Gegner mit drei Importspielern im Kader, von denen bekanntermaßen immer nur zwei gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen dürfen, wechselte dann die Strategie. Der Franzose Bessanty Saragba musste Routinier Darryl Woodmore weichen, und mit dem 34-jährigen US-Amerikaner und dessen starken Landmann Austin Fadal kamen die Pfälzer deutlich besser ins Spiel und verkürzten bis zum Ende des ersten Viertel wieder auf 17:20. Die Kangaroos behielten aber die Nerven, agierten in der Defensive ungeheuer druckvoll und konnten dadurch auch verschmerzen, dass der ein oder andere Turnover zu viel nicht allzu heftig zu Buche schlug. Ebenso wie die vielen Fouls, welche den Baskets bis zur Halbzeit bereits 22 Freiwürfe bescherten und welche insbesondere Leitershofens US-Boy Williams ein wenig aus dem Spiel nahm, der sehr früh mit 3 Fouls belastet war.

Der 42:38 Halbzeitstand für die BG versprach Spannung für die zweite Spielhälfte. Auch in dieser kamen die Fans auf ihre Kosten. Die Gäste hatten nun ihre stärkste Phase und gingen in der 28. Spielminute durch Fadal erstmals mit 52:50 in Führung. Danach waren es vornehmlich drei Akteure, welche die Kangaroos zurück auf die Siegesstraße führten: Routinier und Kapitän Joanic Bacoul zog mit seiner Routine die Fäden und führte seine jungen Mitspieler vorbildlich. Der Schweizer Neuzugang Gael Barmann zeigte seine enorme Klasse, streute in aller Ruhe entscheidende Punkte aus wirklich allen Positionen ein. Der Eidgenosse agierte mit einer Abgeklärtheit, welche für einen 21-jährigen durchaus erstaunlich wirkte. Der Gegenpol dazu war Luca Swarnowska. Noch ein Jahr jünger als Barman entwickelte er sich zum Matchwinner, er legte eine unglaubliche Energie aufs Parkett und riss die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Einen „Emotional Leader“ in dieser Form hatten die Stadtberger Fans wohl seit dem legendären Johnny Genck vor vielen Jahren nicht mehr erlebt. Im letzten Viertel machte sich noch dazu die breitere Rotation der BG bemerkbar, man hielt das Tempo enorm hoch und entnervte die bis dahin gleichwertigen Gäste von Minute zu Minute und baute mit einem 12:2 Run die Führung aus. Der Rest war Formsachen, am Ende durfte sogar noch der 17-jährige Milan Miskovic seine PRO-B Premiere auf dem Spielfeld feiern. Deutlich verbessert auch die Freiwurfquote der BG, die an diesem Abend 80% betrug.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. Basketball Löwen 88:65

Es war ordentlich was los in der Ostermann-Arena: Insgesamt 2.074 Zuschauer feierten am 2. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 2026/27 einen 88:65-Sieg ihrer GIANTS über die Basketball Löwen Erfurt. Dabei war der Start in die Partie von beiden Seiten noch recht verhalten. Viele Fehler reihten sich sowohl bei den GIANTS als auch bei den Erfurter Korbjägern aneinander. Darunter litt der Spielfluss zunächst. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde BAYER immer stärker. Die Leverkusener lagen in der 7. Spielminute erstmals mit zehn Punkten in Front (16:6). Auch in der Folge dominierten die Gastgeber das Geschehen im ersten Viertel. Das 23:15 nach Ende des Abschnitts war daher hochverdient. Im zweiten Durchgang machte der ProB-Champion von 2025 genau da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Die Defensive der GIANTS arbeitete auf Hochtouren und stellte die Angriffsreihen der Basketball Löwen vor große Schwierigkeiten. Immer wieder verloren die Mannen von Coach Leif Ibrahim den Ball oder verfehlten den Korb der Gastgeber. Zwar trat Leverkusen im Angriff nicht mehr so dominant auf wie noch zuvor (19 Zähler), doch nur 11 zugelassene Punkte zeigten, wie gut die Defensive des Rekordmeisters funktionierte. Beim Spielstand von 42:26 ging es in die Kabine.

Etwas kribbeliger wurde es für die Schützlinge von Trainer Mike Koch dann im dritten Abschnitt. Erfurt kam gut aus der Kabine und verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt. Der engagierte Guard Anthony Watkins traf in der 26. Spielminute zum 41:48 – in der Rundsporthalle stockte kurz der Atem. Doch an diesem Nachmittag ließen sich die „Giganten“ nicht aus dem Konzept bringen. Der 14-malige Deutsche Meister schüttelte sich kurz und bekam die Partie wieder unter Kontrolle. Mit 61:49 ging es in die Schlussperiode. In dieser setzten die „Riesen vom Rhein“ dann den Schlusspunkt unter eine überzeugende Leistung. Ob Finn Fleute in Brettnähe, Branden Maughmer aus der Mitteldistanz oder Fabian Reichstadt von „Downtown“ – die Rheinländer ließen sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen, das erste Heimspiel dieser noch jungen Saison für sich zu entscheiden. Erfurt kämpfte zwar bis zuletzt darum, das Leverkusener Tempo mitzugehen, doch am Ende feierten Dennis Heinzmann, David Gerhard & Co. einen über weite Strecken ungefährdeten 88:65-Erfolg. An diesem Nachmittag wussten mehrere Spieler der Hausherren zu überzeugen. So beispielsweise Finn Fleute, der auf 14 Punkte und 13 Rebounds kam – ein lupenreines „Double-Double“. Oder Branden Maughmer, der mit 21 Zählern bester Scorer seiner Farben war. Am Ende bekam aber ein anderer den Stempel „Player of the Game“ aufgedrückt: „Jug Bogdan hat heute furios gespielt und sein Herz auf dem Parkett gelassen“, so Koch. „Er hat einen super Job gemacht und war zweifelsohne der für mich beste Spieler unserer Truppe.“ Der Guard kam auf 12 Punkte und sicherte sich sieben Abpraller.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Dresden Titans vs. TV Langen 66:62

Die Dresden Titans gewinnen vor 1589 Zuschauern das zweite Spiel der Saison gegen den TV Langen mit 66:62 (18:15, 13:20, 21:14, 14:13) Gegen eine stark verjüngte Mannschaft aus Langen können die Dresden Titans den ersten Sieg der Saison 2026/27 einfahren. Am Ende ist es vor allem die lange Bank der Elbriesen, die im Duell gegen die Giraffen, den Unterschied macht. Wisdom Uboh prägt, wie schon am vergangenen Wochenende, den Spielauftakt und versenkt gleich drei Dreier. Seine Mitspieler brauchen hingegen etwas Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Der TV Langen präsentiert sich offensiv zunächst ideenlos, bleibt jedoch in der Partie, weil die Elbriesen den Ball zu häufig aus der Hand geben. Mit Dominik Shusel kommt schließlich frischer Wind aufs Parkett: Der eingewechselte Flügelspieler setzt wichtige Impulse und treibt die Gastgeber zu einer 18:15-Führung. Zum Auftakt des zweiten Viertels unterstreicht Noah Kandem einmal mehr seinen Wert als Toptransfer der Hessen. Sein Mitspieler Cooper Creek beendet nach sieben glücklosen Versuchen schließlich seine Durststrecke und zwingt die Dresdner mit einem einfachen 1:0-Korbleger in die Auszeit. Cheftrainer Valentino Lott dürfte es dabei nicht ungelegen kommen, dass wenig später der Spielmacher des TV Langen, Niklas Pons, aufgrund von Foulproblemen vorerst auf der Bank Platz nehmen muss. Creek, der nun immer besser in die Partie findet, übernimmt in Abwesenheit seines Kapitäns die Regie bei den Giraffen und baut die Führung weiter aus. Auf der Gegenseite tun sich die Titans zunehmend schwer, Antworten auf die Verteidigung der Langener zu finden. Erst Joshua Haase erlöst das Publikum in der Cyberport Arena wenige Minuten vor der Halbzeit mit einem wichtigen Dreier. Mit einem 31:35-Rückstand geht es für die Elbriesen in die Kabine.

Hellwach kehren die Dresdner aus der Halbzeitpause zurück. Besonders Moritz Heck, der in der ersten Hälfte noch weitgehend unauffällig geblieben war, taut nun zunehmend auf und findet immer besser in seinen Rhythmus. Auftauen muss Creek hingegen längst nicht mehr. Der Australier schraubt sein Punktekonto mit gleich drei erfolgreichen Distanzwürfen weiter in die Höhe. Doch auch seine Treffsicherheit kann nicht verhindern, dass der Vorsprung der Hessen zunehmend schmilzt. Einen entscheidenden Anteil daran hat auch die zweite Reihe der Titans, die nun zunehmend Verantwortung übernimmt. Allen voran Pavle Pisic, der wichtige Akzente setzt und maßgeblich dazu beiträgt, dass die Dresdner das Spiel drehen und mit einer 52:49-Führung in das Schlussviertel gehen. In einer zunehmend von Unterbrechungen geprägten Partie gestaltet sich der Auftakt in die entscheidenden Minuten zäh. Besonders bitter für die Elbriesen: Eigengewächs Georg Kupke kassiert sein fünftes Foul und kann seine Mannschaftskollegen fortan nur noch von der Seitenlinie aus anfeuern. Auf der anderen Seite sorgt Henrik Droste mit einem schwierigen Korbleger für einen wichtigen Energieschub bei den Gästen, die wenig später durch Kandem erneut ausgleichen. Doch die Schützlinge von Tobias Jahn können die gewonnene Energie zunächst nicht in Zählbares ummünzen. Kurz vor Schluss sorgt Sebastian Heck mit einem sehenswerten Behind-the-Back-Pass auf Shusel für einen echten Hingucker, ehe sein Namensvetter Moritz Heck den Vorsprung der Titans von der Freiwurflinie auf vier Punkte ausbaut. Zehn Sekunden vor dem Ende scheint der erste Saisonsieg für die Dresdner bereits zum Greifen nah. Doch Cooper Creek ist noch lange nicht fertig: Nach einem Einwurf-Spielzug beweist der Big einmal mehr sein heißes Händchen von jenseits der Dreierlinie und lässt die Partie noch einmal spannend werden. Am Ende behält jedoch Uboh an der Freiwurflinie die Nerven, macht den Deckel auf das Duell und besiegelt mit dem 66:62 den ersten Saisonsieg der Dresden Titans.

 

04.10.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BBC Coburg 92:73

Die SV Fellbach Flashers haben am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen und den BBC Coburg in der Gäuäckersporthalle I mit 92:73 bezwungen. Zur Pause sah es allerdings noch nach einem Erfolg der Gäste aus: Nach einem 24:19 der Flashers im ersten Viertel übernahm das Team von Head Coach Patrick Seidel im zweiten Abschnitt die Kontrolle, entschied diesen mit 26:16 für sich und ging mit einer 45:40-Führung in die Kabine. Die Souveränität und Effektivität der Gäste waren dabei sehr beeindruckend. Es war für alle Beteiligten deutlich zu sehen, dass die Gäste diesmal besser eingestellt wurden auf das Spiel der Flashers. Nach dem Seitenwechsel drehte die Mannschaft von Head Coach Kristiyan Borisov jedoch die Partie vor allem über eine deutlich verbesserte und aggressivere Defensive. Während Fellbach das dritte Viertel mit 31:20 gewann und mit einer 71:65-Führung in den Schlussabschnitt ließen sie im vierten Abschnitt nur lediglich acht Gegenpunkte zu, bauten ihren Vorsprung mit einem 21:8 kontinuierlich aus und lagen zwischenzeitlich mit bis zu 21 Punkten vorne. Die verbesserte Defensive zwang nicht nur die Coburger zu schwierigen Würfen, sondern sorgte auch für einige schnelle und einfache Punkte bei den Flashers. Wie so oft wächst auch dann dadurch das Selbstvertrauen der Spieler und dann fallen auch die Würfe von außen besser.

Getragen wurde der Erfolg von einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung. Jason Edokpayi war bester Werfer der Partie, während Jonathan Zeisberger und Dennis Diala das Fellbacher Spiel als Ballverteiler lenkten. Auf Coburger Seite war Tim Herzog der auffälligste Akteur. Den Unterschied machte vor allem die Distanz: Fellbach traf zehn von 24 Dreierversuchen (42 Prozent), Coburg nur vier von 26 (15 Prozent). Zudem lagen die Flashers bei den Rebounds (39:32), den Assists (35:26), den Steals (7:3) und den Ballverlusten (9:14) vorne und verwandelten zwölf von 14 Freiwürfen. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen empfangen die Flashers am kommenden Sonntag, 11.10.2026, um 17:30 Uhr die SKYLINERS Juniors um die Heimserie weiter auszubauen.

Schlagworte: 2. Spieltag, Nachberichte, ProB Süd
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