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Nachberichte ProB Nord 3. Spieltag

14. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Nord 26/27

09.10.2026 20:00 Uhr // Baskets Juniors TSG Westerstede vs. Itzehoe Eagles 91:99

Durchatmen bei den Itzehoe Eagles. Im dritten Saisonspiel haben sie den ersten Erfolg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga eingefahren. Bei den bisher ebenfalls sieglosen Junior Baskets TSG Westerstede gewannen sie mit 99:91 (22:16, 22:24, 26:27, 29:24). Beide Teams starteten fehlerhaft, gerade die Itzehoer brauchten einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Starke Impulse und fünf Punkte kamen dann von Finley Schlecht, kurz vor dem Viertelende traf Kapitän Lucien Schmikale trotz Foulspiels von außen und auch den fälligen Freiwurf zur Sechs-Punkte-Führung. Auch im zweiten Abschnitt begannen die Gäste holprig und verpassten es so, den Vorsprung auszubauen. Bei einigen Leistungsträgern lief wenig zusammen, aber auf Schmikale war beim Auftritt in seiner Heimat weiter Verlass: Er versenkte seine nächsten drei Dreier und hielt so die Eagles in Führung. Kurz vor der Halbzeit wühlte sich Sven Cikara zum Korb durch und erzielte den 44:40-Pausenstand. Im dritten Viertel wogte die temporeiche Partie hin und her mit einigen Führungswechseln.

Die Gastgeber achteten verschärft auf Schmikales Distanzwürfe, dafür setzte Cikara immer wieder seine Mitspieler in Szene – so kam er schließlich auf rekordverdächtige 15 Assists. Finn Bohlen sorgte mit drei Freiwürfen dafür, dass die Itzehoer vor dem letzten Viertel mit 70:67 vorne lagen. Und die Geschichte des Spiels setzte sich fort. Gute Phasen der Niedersachsen konnten die Eagles stets kontern und sich wieder mit einigen Punkten absetzen. Probleme unter dem Korb drohten allerdings, als nacheinander Toni Nickel und Tobias Möller mit ihrem fünften Foul auf die Bank mussten, doch der Rest des Teams fing es auf. Als der starke Schlecht viereinhalb Minuten vor Schluss seinen zweiten Dreier zum 90:83 traf, war die entscheidende Lücke hergestellt. Die Gastgeber versuchten es mit noch mehr Druck, aber letztlich setzte sich die größere Erfahrung der Eagles durch. Erleichterung auch bei Coach Max Rockmann: Das Spiel sei nicht immer schön gewesen, aber sein Team habe bis zum Ende gekämpft und auf die Läufe der Westersteder immer die richtigen Antworten gehabt. „Es war eine absolute Mannschaftsleistung“, jeder habe seinen Teil zu dem Sieg beigetragen, hob Rockmann hervor. „Darauf können wir aufbauen.“ Zwei freie Tage sind der Lohn für das Team, „dann können wir uns in der nächsten Woche auf Iserlohn vorbereiten und hoffentlich
mit diesem Sieg in der Tasche die nächsten Schritte gehen und gemeinsam den ersten Heimsieg feiern“. Am Samstag, 17. Oktober, erwarten die Eagles die Iserlohn Kangaroos, bereits eine Woche später kommen die EN Baskets Schwelm an den Lehmwohld.

 

10.10.2026 18:00 Uhr // BSW Sixers vs. Iserlohn Kangaroos 68:71

Nachbericht folgt in Kürze.

 

10.10.2026 19:00 Uhr // SC Rist Wedel vs. EN BASKETS Schwelm 58:77

Nachbericht folgt in Kürze.

 

10.10.2026 19:15 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. SG Braunschweig 77:66

Nachbericht folgt in Kürze.

 

10.10.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. BBA Hagen 85:87

Drei Viertel gewonnen, aber die 10-Punkte-Hypothek des defensivschwachen Auftaktviertels war zu hoch: 85:87 (39:46) haben die Uni Baskets Münster am Samstagabend einen Crunchtime-Krimi vor 1.900 Fans gegen starke BBA Hagen Kodiaks verloren. Das Team von Götz Rohdewald kassierte trotz individuell klasse Auftritten vom Topscorer des Abends Adam Touray (31 Punkte, Karrierebestwert) oder Cosmo Grühn (Double-Double) und einer 82:80-Führung 1:15 Minuten vor dem Ende die erste Saisonniederlage. 47 zugelassene Rebounds waren nach der dramatischen Schlussphase mindestens einer zu viel (Hagen 40). Trainer Götz Rohdewald musste seinen Kader neu justieren, da mit Small Forward Boe Nguidjol ein Eckpfeiler seiner Mannschaft verletzt ausfiel. Das Publikum sah volle Intensität und hohes Tempo von Beginn an – von beiden Kontrahenten. Nach einem recht ausgeglichenen Start (11:13, 4.). Adam Touray traf zwei Dreier und dunkte, ruckelte früh die Münsteraner Ballbewegung, ebenso zögerlich wurde verteidigt – 13:20. Hagen spielte gut, wie schon an den ersten beiden Spieltagen, traf an diesem Abend aber früh hochprozentig. Mit diesem Selbstbewusstsein warf Hagen auch seine Dreier, vier von acht im ersten Viertel (19:29).

Nach der Viertelpause ging es in hohem Tempo weiter. Münster traf weiter niederschwellig, Hagen kam zu oft spielerisch leicht durch die Defensive der Gastgeber. 50 zu 80 Prozent betrug die Quote im 2-Punkte-Bereich zur Pause. Die über die gesamte Partie schwache Freiwurfquote tat ihr Übriges (57 Prozent). Hagen setzte sich schnell zweistellig ab (23:38, 14.), war auch im Rebounding wacher. Die Uni Baskets attackierten dann bis zur Pause gut die Zone. Vor allem ein Steal von Robert Merz zu Fastbreak-Punkten von Oliver Pahnke ließ die Halle Berg Fidel kurz vor der Pause erstmals erbeben. Die Uni Baskets verkürzten auf 39:46 bis zur Halbzeit – Adam Touray hielt seine Mannschaft mit 22 Punkten bis hierhin im Spiel. Nur weitere 93 Sekunden später nach Wiederbeginn standen die Baskets-Fans erneut auf den Rängen. Der halbzeitübergreifende 12:0-Lauf sorgte für den ersehnten Führungswechsel (48:46). Die Umstellungen in der Defensive wirkten, die Uni Baskets machten es den Kodiaks nun in jedem Angriff schwer, versäumten aber den Ausbau der Führung, ließen einfache Abschlüsse liegen oder aber bekamen schwere Abschlüsse. Einen versenkte das Energie-Monster Touray gar akrobatisch (58:56, 28.). Standing Ovations! Der Gast verdiente sich nicht nur den knappen Rückstand, insbesondere Gregory Mckay hatte etwas dagegen, sondern holte gar die Führung bis zur letzten Viertelpause zurück (58:63). Die Uni Baskets kämpften phasenweise nun mehr mit sich selbst als mit dem Gegner. Vergebene Layups und Freiwürfe dokumentierten die Suche nach letzter Sicherheit oder Automatismen (62:70, 34.). Für die Übernahme war das defensive Rebounding einfach nicht gut genug, offensiv wurde das individuelle Spiel bisweilen zu sehr gezwungen und der zwischenzeitlich gut fallende Dreier ließ wieder auf sich warten. Und trotzdem: Über großen kämpferischen Einsatz waren die Münsteraner – Adam Touray hatte sein Herz bis zu Krämpfen auf dem Court gelassen – mehrfach in der Crunchtime auf einen Punkt dran, das letzte Mal war es beim 85:86 zwei Sekunden vor der Schlusssirene durch den weiten Dreier von Cosmo Grühn zu spät.

 

11.10.2026 16:00 Uhr // Hertener Löwen vs. Seawolves Academy 76:77

Dem jüngsten Team der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gelang der erste Auswärtssieg der Saison – und wie! Bei seinem Debüt für die Rostocker versenkte der US-Amerikaner Isayah Owens den Buzzer Beater Dreier in Bedrängnis zum 77:76-Sieg über die Hertener Löwen. In einem abwechslungsreichen Duell konnten sich beide Teams phasenweise zweistellig absetzen. Im Schlussviertel hatten zunächst die Rostocker leicht die Nase vorn, in der Schlussphase konnten die Hertener das Blatt wenden. Sechs Sekunden vor Schluss traf Löwen-Spieler Jaro Abrams nur einen seiner zwei Freiwürfe. Nach einer Auszeit fand Milo Murrays Pass den über das Feld sprintenden Owens, der über zwei Verteidiger den Ball warf – und mit Ertönen der Sirene im Korb unterbrachte. Es war der zweite Sieg in Folge, der Rostock in der Tabelle auf den vierten Rang bringt. Neben Owens (17 Pkt) punkteten auch Mika Freitag (15), Bruno Loll (15) und Milo Murray (16) zweistellig. „Es war ein sehr intensives Spiel. Wir sind sehr froh, diesen Sieg mit dem Buzzer Beater zu holen. Es ist auch sehr gut für unsere junge Mannschaft, solche Erfahrungen direkt am Anfang der Saison zu machen – das wird uns für den Rest der Saison sehr stärken. Herten war eine ganz schwierige Mannschaft zu spielen, sehr physisch, sehr erfahren. Wir haben es nicht geschafft, konstant die Intensität und das Tempo hochzuhalten. Ich bin stolz auf die Mannschaft in der zweiten Halbzeit in der Defensive. Was wir da gemacht haben, war deutlich besser. Auch wenn wir einfache Sachen dann immer wieder zugelassen haben: Daraus müssen wir lernen und wir werden mit viel Energie aus diesem Sieg gehen, um dann nächste Woche weiter gegen Wedel anzutreten“, berichtet Coach Domenik Reinboth.

 

11.10.2026 16:00 Uhr // TSV Neustadt temps Shooters vs. LOK BERNAU 73:86

Zehn Minuten lang sah es nach einem offenen Schlagabtausch aus, am Ende stand eine verdiente Niederlage: Die TSV Neustadt temps Shooters haben ihr Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB vor über 850 Zuschauern gegen Tabellenführer LOK BERNAU mit 73:86 (39:52) verloren. Die Vorzeichen waren schwierig, denn mit Matej Jelovcic fehlte der bisherige Topscorer wegen einer am Dienstag im Training erlittenen Verletzung, zudem waren auch beide etatmäßigen Center wegen Verletzung und Dienstreise nicht dabei. Davon war zunächst wenig zu spüren. Bernau erwischte zwar den besseren Start, doch die Shooters blieben dran, arbeiteten sich Korb für Korb heran und gingen mit einem knappen 24:25 in die erste Viertelpause. Dann kam der Bruch. Zu Beginn des zweiten Viertels hielten die Gastgeber noch mit, Mitte des Abschnitts aber riss der Faden: Rund drei Minuten lang wollte kein Ball mehr durch den Ring, während Bernau geduldig seine Würfe in Korbnähe herausspielte und Punkt um Punkt davonzog. Aus dem engen Spiel wurde bis zur Halbzeit ein 39:52-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel legte der Spitzenreiter zunächst nach und baute den Vorsprung Mitte des dritten Viertels auf rund 20 Punkte aus. Wer nun einen Einbruch erwartete, sah das Gegenteil. Angeführt von Simonas Paukste kämpften sich die Shooters zurück, gewannen das dritte Viertel noch mit 18:17 und gingen mit 57:69 in den Schlussabschnitt. Dort keimte Hoffnung auf, als der Rückstand zwischenzeitlich auf acht Punkte schmolz. Bernau blieb jedoch abgeklärt, traf seine Freiwürfe und brachte den Sieg sicher ins Ziel. Paukste war mit 22 Punkten und acht Rebounds der beste Shooter und so treffsicher wie noch nie in der ProB. Al-Fayed Alegbe-Issifou steuerte 14 Punkte bei, Terry Haarmann brachte von der Bank acht Zähler und viel Energie, Leonard Musahl holte sieben Rebounds. Was fehlte, war die Konsequenz im Abschluss: 15 vergebene Freiwürfe bei 33 Versuchen und nur 44 Prozent Trefferquote aus dem Zweierbereich sind gegen ein Team wie Bernau zu viel. Die Gäste trafen dort 65 Prozent. Den Takt gab auf der Gegenseite ausgerechnet ein alter Bekannter vor. Shawn Scott II, in der Saison 2024/25 selbst im Shooters-Trikot, kam auf 22 Punkte und acht Assists. Unterstützung bekam er vom erst 17-jährigen Fin Borczanowski (18 Punkte, neun Rebounds) und von Lukas Klein (15 Punkte, zehn Rebounds). Die zweite Halbzeit ging mit 34:34 unentschieden aus. Das zeigt, dass die Shooters auch ohne ihren Spielmacher mit dem Tabellenführer mithalten können, wenn sie Phasen wie im zweiten Viertel vermeiden. Die nächste Gelegenheit gibt es am Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr bei der SG Braunschweig. Das nächste Heimspiel steigt am Samstag, 24. Oktober, um 19 Uhr gegen BBA Hagen.

Schlagworte: 3. Spieltag, Nachberichte, ProB Nord
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