Nachberichte ProB Nord 5. Spieltag
24.10.2026 19:00 Uhr // Iserlohn Kangaroos vs. LOK BERNAU 83:84
Ein intensiver Schlagabtausch, Spannung bis zum Schluss und am Ende ein einziger Punkt Unterschied: Die Iserlohn Kangaroos haben das Spitzenspiel gegen LOK Bernau am Samstagabend knapp mit 83:84 (35:41) verloren. Nach vier Siegen zum Saisonstart musste die Mannschaft von Headcoach Gary Johnson damit ihre erste Niederlage hinnehmen. In der Matthias-Grothe-Halle lieferten sich beide Teams eine packende Partie, in der Bernau den Gastgebern mit starker Verteidigung das Leben schwer machte. Von Beginn an war es ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich beide Mannschaften jeden Punkt erarbeiten mussten. Die Würfe von der Dreierlinie wollten zunächst auf beiden Seiten kaum fallen. Dazu kamen zahlreiche Ballverluste, die den offensiven Rhythmus immer wieder unterbrachen. Es war kein Spiel der mühelosen Abschlüsse, sondern eines der intensiven Verteidigung und des Ringens um jeden Vorteil. Nach dem ersten Viertel stand es folgerichtig 19:19. Bernau machte defensiv einen guten Job. Die Gäste erschwerten den Kangaroos den Weg zum Korb und zwangen Iserlohn immer wieder dazu, neue Lösungen im Angriff zu suchen. Während die Gastgeber um ihre Abschlüsse kämpfen mussten, nutzte LOK die eigenen Möglichkeiten im Zweipunktebereich effizient. Das zweite Viertel ging mit 22:16 an die Gäste, die sich damit zur Pause einen Vorsprung von sechs Punkten erarbeitet hatten.
Kangaroos kämpfen sich zurück Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und fehleranfällig. Keine Mannschaft konnte sich auf einen dauerhaft sicheren Spielfluss verlassen, immer wieder wechselte der Ball durch Ungenauigkeiten und defensive Aktionen den Besitzer. Insgesamt stehen am Ende 24 Iserlohner und 27 Bernauer Turnover im Spielbericht – Ausdruck eines hektischen und von hohem Druck geprägten Spitzenspiels. Die Kangaroos hielten dagegen und ließen Bernau nicht davonziehen. Mit 23:21 entschieden sie das dritte Viertel für sich und verkürzten auf 58:62. Vier Punkte trennten die Mannschaften vor dem Schlussabschnitt. Die Ausgangslage für zehn nervenaufreibende letzte Minuten war geschaffen. Iserlohn setzte zur weiteren Aufholjagd an, Bernau stemmte sich dagegen. Jeder Ballbesitz gewann an Bedeutung, jeder erfolgreiche Abschluss konnte den Ausschlag geben. Die Kangaroos erzielten im letzten Viertel 25 Punkte und machten weiteren Boden gut. Doch trotz aller Gegenwehr und des unermüdlichen Einsatzes reichte es hauchdünn nicht mehr zur Wende. Beim 83:84 fehlte am Ende ein einziger Punkt zum Ausgleich. Bester Iserlohner Werfer war Paul Lunguana, der mit 31 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists großen Anteil daran hatte, dass die Kangaroos bis zum Schluss im Rennen blieben. Howard Rankine steuerte 19 Punkte, sieben Assists und herausragende acht Ballgewinne bei. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten von außen steigerten die Kangaroos ihre Dreierquote im weiteren Verlauf auf insgesamt 38 Prozent. Iloanya verwandelte vier seiner neun Versuche. Auch an der Freiwurflinie zeigte Iserlohn mit 25 Treffern bei 29 Versuchen eine starke Leistung. Bernau wiederum überzeugte mit 69 Prozent Trefferquote aus dem Zweipunktebereich und verteilte seine Punkte auf mehrere Schultern. Shawn Anthony Scott II war mit 15 Zählern erfolgreichster Werfer der Gäste.
24.10.2026 19:00 Uhr // Hertener Löwen vs. SG Braunschweig 75:60
Draußen stürmte es über Herten, doch drinnen in der Rosa-Parks-Halle ließen die Hertener Löwen keinen Zweifel aufkommen: Im 5. ProB-Spiel der Saison feierte die Mannschaft um Cheftrainer Robin Singh vor heimischem Publikum einen souveränen und verdienten 75:60-Heimsieg (19:17 • 20:10 • 21:17 • 15:16) gegen den Aufsteiger SG FT/MTV Braunschweig. Von Beginn an zeigten die Hausherren eine sehr konzentrierte Leistung. Mit druckvoller Verteidigung und schnellem Umschaltspiel setzten die Löwen die jungen Braunschweiger früh unter Druck. Insgesamt zwang Herten den Gegner zu 18 Ballverlusten und sicherte sich 11 Steals. Auch die Offensive lief gewohnt flüssig: 20 Assists zeugen von uneigennützigem Teambasketball und einer starken Ballbewegung. Besonders aus der Nah- und Mitteldistanz zeigten sich die Hertener hochprozentig: Mit einer herausragenden 2-Punkt-Quote von 63 % (19/30) erarbeiteten sie sich kontinuierlich Vorteile auf dem Feld. Obwohl der Heimsieg über weiteste Strecken des Spiels ungefährdet war, machten es sich die Löwen stellenweise selbst schwer. Phasenweise unkonzentrierte Aktionen und kleine Fehler – vor allem im 1. und 3. Viertel – ließen den Gegner immer wieder kurz herankommen und machten die Partie unnötig spannend. Am Ende fing sich die Mannschaft jedoch stets rechtzeitig und behielt souverän die Oberhand.
In der Mitte der zweiten Halbzeit mussten die Löwen allerdings einen Dämpfer verkraften: Ausgerechnet ihr niederländischer High-Flyer Jaro Abrams verletzte sich und musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. Trotz dieses Ausfalls hielt die Mannschaft zusammen und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit. Wichtige Energie von der Bank brachte erneut Rookie Elion Ramosaj, der mit viel Power, hoher Intensität und starkem Einsatz auf dem Feld wertvolle Impulse für das Spiel der Hertener Löwen lieferte. Überragender Akteur des Abends war Faton Jetullahi: Mit 22 Punkten, 7 Rebounds und 6 Assists dominierte er das Geschehen an beiden Enden des Feldes (Effektivitätswert von 24). Tatkräftig unterstützt wurde er in der Offensive von Dario Fiorentino (16 Punkte, 8 Rebounds), Bryant Allen (14 Punkte, 4 Steals) und Jaro Abrams (10 Punkte). Aufseiten der Gäste stemmte sich vor allem Andre Fox mit 18 Punkten gegen die Niederlage, konnte das deutliche Ergebnis aber nicht mehr verhindern.
24.10.2026 19:00 Uhr // TSV Neustadt temps Shooters vs. BBA Hagen 79:84
Die TSV Neustadt temps Shooters haben am 5. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ihr Heimspiel gegen Aufsteiger BBA Hagen mit 79:84 (18:26, 15:16, 19:24, 27:18) verloren. Vor 833 Zuschauern im Shooters Dome fehlte dem Team von Head Coach Allen Ray Smith über drei Viertel die Energie des Derbysiegs aus Braunschweig, ehe eine furiose Aufholjagd im Schlussabschnitt nur um Sekunden nicht belohnt wurde. Personell blieb die Lage angespannt, denn Topscorer Matej Jelovcic und Center Robin Kniss fehlten weiterhin. Immerhin stand Kevin Weber wieder im Kader. In die Starting Five schickte Coach Smith Al-Fayed Alegbe-Issifou, Evan Rietsch, Robert Beasley III, Simonas Paukste und Christenvie Kwilu. Die Kodiaks, die mit den beiden Ex-Shooters Emil Loch und Elias Marei angereist waren, erwischten den besseren Start und entschieden das erste Viertel mit 26:18 für sich. Im zweiten Abschnitt fanden die Shooters zwar besser ins Spiel, der Rückstand blieb aber bestehen, sodass es 33:42 zur Halbzeit stand. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Muster fort. Hagen gewann auch das dritte Viertel mit 24:19 und ging mit einer 66:52-Führung in die letzten zehn Minuten.
Dann aber zeigten die Shooters, was in ihnen steckt. Punkt für Punkt kämpfte sich das Team zurück, der Shooters Dome erwachte und eine Minute vor Schluss war aus 14 Punkten Rückstand ein 72:78 geworden. Acht Sekunden vor dem Ende stand es 79:82, Neustadt hatte den Ball und die Chance, per Dreier auszugleichen. Der Wurf sprang jedoch aus dem Ring, Hagen sicherte sich den Rebound, und Kapitän Viktor Ziring machte mit zwei Freiwürfen den 84:79-Endstand perfekt. Das Schlussviertel ging mit 27:18 klar an die Shooters, es kam aber zu spät. Die Zahlen erklären die Niederlage deutlich. Von außen fiel wenig: 7 von 27 Dreiern (26 Prozent) waren zu wenig und mit 39 Prozent aus dem Feld lagen die Shooters klar hinter den Gästen (48 Prozent). Noch schwerer wogen das Reboundduell, das mit 32:45 verloren ging, und die Ballverteilung. Nur sieben Assists standen 21 auf Hagener Seite gegenüber. Immerhin war die Freiwurfquote diesmal mit 73 Prozent besser als sonst. Bester Neustädter Werfer war Robert Beasley III mit 23 Punkten und sieben Rebounds, der in über 36 Minuten viel Verantwortung übernahm, dabei aber auch 22 Würfe brauchte. Christenvie Kwilu zeigte mit 16 Punkten bei 6 von 10 aus dem Feld und drei verwandelten Freiwürfen die effizienteste Leistung des Abends. Leonard Musahl (11 Punkte, 4 von 6) knüpfte an seine starke Form aus Braunschweig an, Alegbe-Issifou und Paukste kamen auf je zehn Zähler. Dazu trug sich Waldemar Weber mit vier Punkten in die Scorerliste ein.
24.10.2026 19:30 Uhr // Itzehoe Eagles vs. EN BASKETS Schwelm 36:91
Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung haben die EN Baskets Schwelm am Samstagabend einen deutlichen 91:36-Auswärtssieg bei den Itzehoe Eagles eingefahren. Mit 55 Punkten Differenz stellte das Team von Headcoach Falk Möller gleichzeitig den bisherigen ProB-Vereinsrekord aus dem Jahr 2022 ein, als die Schwelmer den ETV Hamburg mit 111:56 besiegten. Zudem feierten die EN Baskets ihren dritten Sieg in Folge und setzten damit ihre Erfolgsserie fort. Bereits in den ersten Minuten machten die EN Baskets deutlich, in welche Richtung sich die Partie entwickeln sollte. Mit aggressiver Verteidigung, hoher Intensität und konsequentem Offensivspiel starteten die Schwelmer mit einem beeindruckenden 17:0-Lauf in die Begegnung. Besonders Juhwan Harris-Dyson setzte mit seiner Dynamik zum Korb und erfolgreichen Distanzwürfen früh Akzente. Unter den Körben sorgte Jascal Knörig mit wichtigen Rebounds für die nötige Präsenz. Auch nach den ersten Wechseln blieb die Dominanz der Gäste ungebrochen. Mit einer deutlichen 27:6-Führung ging es in die erste Viertelpause.
Im zweiten Spielabschnitt änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die EN Baskets kontrollierten weiterhin das Tempo, verteidigten konzentriert und ließen den Gastgebern kaum Möglichkeiten, offensiv ihren Rhythmus zu finden. Zur Halbzeit stand eine komfortable 51:16-Führung auf der Anzeigetafel. Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Schwelmer nicht nach. Während Itzehoe weiterhin große Probleme mit der eigenen Wurfquote hatte, überzeugten die Gäste durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Auf den verletzten Pablo Estelle wurde vorsichtshalber verzichtet, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Mit 76:30 ging es in den Schlussabschnitt, in dem die EN Baskets ihren Vorsprung weiter ausbauten. Für einen besonderen Moment sorgte Andrew Osei, der mit den letzten Punkten der Partie gleichzeitig seine ersten Punkte in der ProB erzielte und den 91:36-Endstand herstellte. Topscorer der Partie war Juhwan Harris-Dyson mit 24 Punkten und elf Rebounds. Jascal Knörig überzeugte mit zwölf Rebounds, während Marius Stoll sechs Assists beisteuerte. Insgesamt punkteten zehn Schwelmer Spieler. Headcoach Falk Möller ordnete den deutlichen Erfolg nach der Partie sachlich ein: „Sehr gute Defense von uns und eine schwache Wurfquote von Itzehoe führen zu solch einem Ergebnis. Wir wissen das einzuschätzen und bereiten uns jetzt auf das Derby vor.“
24.10.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. SC Rist Wedel 71:49
Zweiter Heimsieg – späte Ekstase in der Halle Berg Fidel: Die Uni Baskets Münster springen vor 1.850 Fans an die Tabellenspitze und finden sich punktgleich in einem Quartett mit acht Punkten wieder! Die Mannschaft von Trainer Götz Rohdewald hat am Samstagabend in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB einen 71:49 (25:28)-Heimerfolg gegen den SC Rist Wedel bejubelt. Nach starken sieben Auftaktminuten (14:5) taten sich die Uni-Städter bis weit ins dritte Viertel hinein offensiv schwer und explodierten dann über eine Dreierserie zur Vorentscheidung und vergrößerten ihren Vorsprung stetig weiter. Die Uni Baskets nahmen den Rückenwind aus dem Topspiel-Erfolg in Bernau mit. Die Defense funktionierte glänzend, die Uni Baskets machten nahezu jeden Angriff schwer. Dazu ließen die Münsteraner den Ball phasenweise gut laufen. Bis zum 14:5 (7.) nach einem 10:0-Lauf sah der Vortrag sehr souverän aus. Comso Grühn und Adam Touray per Dunk hatten dabei klasse ausgespielte Fastbreaks verwertet. Es war durchgängig die erwartet intensive Partie (10:10 Rebounds nach dem ersten Viertel, 43:42 am Ende), in der die Uni Baskets zum Viertelende hin nachlässiger wurden: 14:10 nach dem Auftaktviertel.
Im zweiten Abschnitt ließ das Team von Götz Rohdewald viele offene Würfe oder einfache Lay-ups liegen, betrieb geradezu Chancenwucher. Später im Viertel stockte die Baskets-Offensive massiv. Nur einzelne Höhepunkte hübschten das Gesamtbild auf. Thorben Döding legte nach einem der seltenen Münsteraner Distanztreffer zum Vierteleinstieg zwei feine Anspiele auf Adam Touray zum 19:12 (13.) und zum 25:28 im letzten Angriff vor der Halbzeitpause auf. Nur zwei von 11 Baskets-Dreiern fielen in den ersten zwanzig Minuten. 11:4 Turnover bei sieben Gäste-Steals. Götz Rohdewald hatte im Vorfeld vor höchst unbequemen Wedelern zu Recht gewarnt. Die Uni Baskets taten sich offensiv auch nach Wiederbeginn noch rund vier Minuten schwer – geschuldet auch dem hohen Druck der Gäste (31:31, 24.). Mit mehr Tempo antworteten die Münsteraner plötzlich mit trockenen Dreiern in Serie. Der Bann war gebrochen: endlich zunächst der dritte Münsteraner Dreier im 17. Anlauf durch Cosmo Grühn, ein Urschrei der Erlösung der über 1.800 Fans. Zwei weitere durch Emmanuel Bandoumel und wieder Grühn zur 14-Punkte-Führung nach 14:0-Lauf des Rohdewald-Teams (45:31, 28.). Der Kapitän hatte zum letzten Viertelwechsel einen weiteren in petto: 48:36. Wedel legte weiterhin kämpferisch alles rein. Münster spielte jetzt aber seine größere Abgeklärtheit aus und stand defensiv wie eine Wand. Und die Baskets-Fans waren als lautstarker sechster Mann voll da. Die individuelle Klasse des Gastgebers ließ kein enges Spiel mehr zu. Peu à peu bauten sie im Schlussabschnitt die Führung auf 22 Punkte aus, die auch nach der Schlusssirene Bestand hatte. Besonders feierte die Halle Berg Fidel die ersten ProB-Punkte des Youngsters Leonard Dertmann.
25.10.2026 15:30 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. BSW Sixers 57:75
Nachbericht folgt in Kürze.
25.10.2026 16:00 Uhr // Baskets Juniors TSG Westerstede vs. Seawolves Academy 94:99
Die Baskets Juniors TSG Westerstede haben den ersten Saisonsieg knapp verpasst. Gegen die Seawolves Academy kämpfte sich das Team von Headcoach Artur Gacaev in der Hössenhalle nach einem 15-Punkte-Rückstand zurück, drehte die Partie mit einem starken dritten Viertel und musste sich am Ende dennoch mit 94:99 geschlagen geben. Trotz der fünften Niederlage in Folge zeigte die Mannschaft eine deutliche Steigerung. Die Baskets Juniors fanden zunächst keinen Zugriff auf die Partie. Rostock nutzte die Lücken in der Defensive und setzte sich früh auf 15:5 ab. Auch offensiv fehlte den Gastgebern zunächst die nötige Konsequenz. Djordje Klaric brachte sein Team mit einem Korbleger und einem anschließenden Assist auf Ari von Wiegen, der von jenseits der Dreierlinie traf, wieder auf 17:20 heran. Im zweiten Viertel verloren die Juniors jedoch erneut den Anschluss. Mit einem 17:0-Lauf baute Rostock den Vorsprung deutlich aus. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber mit 35:50 zurück.
Nach der Pause präsentierten sich die Baskets Juniors wie verwandelt. Mit mehr Druck in der Verteidigung über das gesamte Feld zwangen sie die Rostocker zu Fehlern und fanden offensiv zunehmend ihren Rhythmus. Ein 18:2-Lauf brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Beim 54:53 wechselte die Führung. Die Juniors hielten die Intensität hoch und entschieden das dritte Viertel mit 31:11 für sich. Aus einem deutlichen Rückstand war eine Fünf-Punkte-Führung geworden. Dabei zeigte sich die Mannschaft auch in der Spielkontrolle verbessert: Nur acht Offensivrebounds ließ sie zu, zudem standen am Ende lediglich neun Ballverluste zu Buche. Im Schlussviertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Juniors konnten ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen. Für die Seawolves Academy übernahm Spielmacher Isayah Owens zunehmend die Verantwortung. Er erzielte in den letzten fünf Minuten 18 Punkte selbst und war an 21 der letzten 25 Rostocker Zähler beteiligt.Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. 53 Sekunden vor dem Ende stellte Kyle Gruhler mit einem Korbleger auf 91:91. Die Juniors hatten sich damit die Chance auf den ersten Saisonsieg bewahrt. In den entscheidenden Momenten traf Rostock jedoch die besseren Entscheidungen und setzte sich mit 99:94 durch. Ausschlaggebend war auch die starke Trefferquote der Gäste aus der Distanz. Kyle Gruhler war mit 31 Punkten und sieben Rebounds der erfolgreichste Werfer der Baskets Juniors. Noah Wendland steuerte 19 Punkte und drei Assists bei. Finn Stühlmeyer kam auf 14 Punkte und sechs Rebounds, Djordje Klaric verbuchte zwölf Punkte, fünf Assists und vier Rebounds. Headcoach Artur Gacaev sah vor allem die erste Halbzeit als entscheidenden Faktor: „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und aus der Distanz schlecht getroffen. Nach der Pause haben wir Charakter gezeigt und mit unserer Pressverteidigung mehr Druck erzeugt. Im dritten Viertel haben wir uns die Führung erarbeitet, konnten diese im Schlussabschnitt aber leider nicht weiter ausbauen. Rostock hatte die passende Antwort. Am Ende ist es eine unglückliche Niederlage.“


