Nachberichte ProB Süd 5. Spieltag
24.10.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. Basketball Löwen 98:81
Ein 98:81 (20:17, 29:21, 30:20, 19:23) leuchtet am Ende von der Anzeigetafel der Gäuäckersporthalle I, doch entschieden wurde das Heimspiel der SV Fellbach Flashers gegen die Basketball Löwen am 5. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB (Süd) in den zwei Minuten vor der Pause. Da hatte Jasper Brand, an diesem Abend ohne einen einzigen Fehlwurf, gerade seinen dritten Dreier versenkt, Ilias Amin hatte per Korbleger auf 37:41 verkürzt, und die Zuschauer ahnten, dass die Partie kippen könnte. Sie kippte nicht. Marko Lavrić verwandelte zweimal spektakulär nach Pässen von Dmonte Brown, Silver Bieling legte per Korbleger nach und traf mit der Sirene aus der Mitteldistanz: 8:1 in 125 Sekunden, 49:38 zur Pause. Aus dieser Phase bezogen die Gastgeber die Sicherheit, mit der sie nach zwei Auswärtsniederlagen in Reutlingen und Rhöndorf in die Erfolgsspur zurückfanden. Dabei hatten die Gäste von Head Coach Leif Ibrahim den besseren Start erwischt: Amin traf die ersten beiden Erfurter Würfe, nach dem Dreier von Anthony Watkins führte Erfurt 9:8. Die Antwort kam aus der Zone. Der 2,06 Meter große Center Marko Lavrić erzielte sieben Punkte im ersten Viertel. Nach zehn Minuten hiess es 20:17 für die Flashers. Was dann folgte, erklärt die ganze Partie: Daniel Zacek eröffnete den zweiten Abschnitt mit zwei Dreiern, Brown legte dazwischen per Korbleger nach, Thomas Billinger traf von außen – 31:19 nach knapp drei Minuten. Die Flashers hatten ihre Würfe nicht erzwungen, sie hatten sie herausgespielt: 22 Assists bei 35 Treffern stehen am Ende in der Statistik, Brown allein verteilte acht Vorlagen, dazu fünf Ballgewinne. Und wer leicht punktet, wirft locker. 56 Prozent aus dem Feld, 65 Prozent aus der Nahdistanz, elf von 26 Dreiern – das sind die Werte einer Mannschaft, die nach drei Siegen zum Auftakt und zwei bitteren Lektionen auswärts ihr Selbstvertrauen zurückhat.
Nach der Pause ließen die Flashers nichts mehr anbrennen. Auf den Dunk von Léonar Fliege antworteten Brown, Zacek und Jonathan Zeisberger mit sieben Punkten in Serie zum 56:40, Bieling traf binnen 31 Sekunden zwei Dreier zum 77:57, nach dem Korbleger von Jason Edokpayi stand es 79:57 – 22 Punkte Vorsprung, die größte Führung des Abends, 79:58 nach drei Vierteln. Das Schlussviertel gewannen die Löwen mit 23:19, weil Head Coach Kris Borisov seiner Bank Spielzeit gab und Watkins mit zwei späten Dreiern auf 20 Punkte kam; gefährlich wurde es nicht mehr, zumal Zacek beim 89:70 und 94:72 mit seinem fünften und sechsten Dreier jeden Ansatz einer Aufholjagd erstickte. Das Rebound Duell ging mit 38:27 klar an die Gastgeber, zwölf Offensivrebounds brachten zweite Chancen, 27 Erfurter Fouls 24 Freiwürfe. Einzig die 23 Ballverluste, nur zwei weniger als in Rhöndorf, bleiben die offene Baustelle – gegen eine Mannschaft, die aus Ballgewinnen konsequent Punkte macht, kann das noch teuer werden. In der Tabelle stehen die Flashers mit 4:2 Siegen und acht Punkten auf Rang sieben, punktgleich mit den Rängen drei bis sechs und bereiten sich auf die nächste Hürde – nun wieder Auswärts, vor.
24.10.2026 18:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. FC Bayern Basketball II 72:66
Gegen den FC Bayern München Basketball II gelang den Leverkusenern ein am Ende knapper 72:66-Sieg. 1.948 Zuschauer wollten das Duell der jungen Leverkusener Mannschaft (22,9 Jahre) gegen die noch jüngere Bayern-Zweitvertretung (18,6 Jahre) in der Ostermann-Arena sehen – eine gute Entscheidung. Die Mannschaft von Coach Mike Koch war erstklassig eingestellt, der Gameplan war klar: Leverkusen suchte seine Chance unter dem Korb – ebendort, wo sich Dennis Heinzmann zu Hause fühlt. So auch in diesem Spiel, als es der Kapitän zu Beginn gleich mehrfach krachen ließ. Dabei rissen insbesondere die per Alley-Hoop-Dunks verwandelten zuckersüßen Anspiele von Aufbauspieler Agust Kjartansson die Zuschauer von den Sitzen. Dazu gesellten sich erfolgreiche 3-Punkte-Würfe zum Beispiel von David Gerhard oder wiederum Agust Kjartansson. Und weil auch die Verteidigung überaus akkurat und zuverlässig ihren Dienst verrichtete, vergrößerte sich der Vorsprung minütlich und sorgte beim 23:8 nach dem 1. Viertel. für Hoffnung auf einen stressfreien Abend. Emir Mutapcic, Bayerns als Spieler und als Trainer hoch dekorierter Coach, war in den Auszeiten immer wieder gefordert, seinen reichen Erfahrungsschatz in den Spielunterbrechungen mit jungen den Spielern zu teilen. Mit Erfolg, fing sich die Erstliga-Reserve doch anschließend und verkürzte zur Pause immerhin auf 41:28. Es war ein Fingerzeig, wie sich im weiteren Spielverlauf herausstellen sollte. Die talentierten Gäste zeigten ein ums andere Mal, warum ihnen eine große Zukunft vorausgesagt wird. In der Verteidigung wurden sie zunehmend bissiger, im Angriff fielen nun die Würfe, die zu Beginn des Spiels noch danebengingen.
Punkt um Punkt kämpften sich die Bayern heran und Maurice Fischer war es, der acht Minuten vor dem Ende den Ausgleich (54:54) herstellte. Von nun an spielten beide Teams mit offenem Visier – die Zuschauer waren nicht weniger engagiert und verliehen der Partie den passenden Rahmen und den GIANTS wichtigen Rückhalt. Bayern hatte endgültig ins Spiel zurückgefunden, scorte variabel ließ sich nun nicht mehr abschütteln. Im Gegenteil, es wurde richtig spannend. Ein ums andere Mal gingen die Münchner in Führung, mussten aber ihrerseits mitansehen, wie Leverkusen das Spiel an der Freiwurflinie entschied. Kjartansson, Kahl-Hansen und Heinzmann (mit 22 Punkten und 11 Rebounds mit dem nächsten Double Double) verwandelten in den finalen fünf Minuten alle elf Versuche. Zudem gelangen wichtige Stops in der Verteidigung, die letztlich den dritten Heimerfolg und den fünften Sieg in Serie besiegelten. Auch Headcoach Michael Koch hatte den Schlüssel zum Erfolg schnell benannt: „Wir haben den Gegner bei 66 Punkten gehalten, das spricht klar für unsere gute Verteidigung.“ Die GIANTS haben mit diesem Erfolg ihre Position an der Tabellenspitze behauptet und können sich mit Zuversicht auf die nächste Auswärtsaufgabe bei den Dragons Rhöndorf (Samstag, 31.10., 19 Uhr) vorbereiten.
24.10.2026 19:00 Uhr // TSG Schöller SI Ravens Reutlingen vs. BBC Coburg 82:59
Der ProB-Aufsteiger aus Reutlingen fuhr seinen fünften Erfolg in Serie ein und bleibt damit in dieser Spielzeit als einzige Mannschaft weiterhin ungeschlagen. Topscorer des BBC wurde Savion Brown mit 17 Punkten. Neben dem US-Guard erschien lediglich Youngster Felix Egger (11 Punkte) als weiterer Vestestädter zweistellig auf der Anzeigetafel. Tatsächlich war es auch ausschließlich Coburgs Nummer 4, die mit drei getroffenen Dreiern an diesem Samstagabend zumindest etwas Gefahr von außen ausstrahlte, während die restlichen Schützlinge von Patrick Seidel keinen ihrer 15 weiteren Distanzwürfe im Reutlinger Korb versenken konnten. Zum dritten Mal in Folge reißt der BBC somit auch die 60 Punkte nicht und stellt die gegnerische Defensive schlichtweg vor zu wenige Herausforderungen. Allerdings verloren die Coburger neben vier teils Stammkräften vor der Begegnung zusätzlich an diesem Abend auch das Rebound-Duell deutlich mit 31:56. Dabei holten die Vestestädter 24 Defensiv Rebounds, wohingegen die Ravens überwältigende 23 zweite Chancen am offensiven Brett abgriffen. Wieder einmal war von einer hohen Niederlage im ersten Viertel aber nichts zu erahnen. Trotz eines stark ausgedünnten Kaders steckten die Coburger zu Beginn die Köpfe keineswegs in den Sand. Mit 18:20 war der BBC nach dem ersten Spielabschnitt nur knapp im Hintertreffen. Lediglich die bis dato sieben zugelassenen Offensiv Rebounds und das nicht vorhandene Fortune von der Dreierlinie stellten ein Manko im Coburger Spiel dar. Ansonsten agierten die Gäste frech und mit einer gewissen Unbekümmertheit und Ruhe in der Offensive. Das änderte sich aber zu Ungunsten der Vestestädter im zweiten Viertel. Nach einem Traumanspiel von Günther, welches zu einem tollen Fastbreak-Dunk von Koppke führte (21:22), blieb der BBC infolgedessen ganze drei Minuten ohne weitere Zähler. Die Ravens hingegen legten in dieser Phase acht Punkte nach und machten sich dafür vor allem die Coburger Probleme am eigenen Brett zu Nutze. Teilweise bis zu fünf Chancen bekamen die Hausherren in einem Angriff und irgendwann fielen dann entsprechend auch die Würfe (21:30). Zwar unterbrach Brown die offensive Flaute kurz darauf vorübergehend, doch auch er konnte nicht verhindern, dass Reutlingen bis auf 25:41 davonzog. Mit vier Punkten kurz vor der Pause brachte der US-Amerikaner seine Mannschaften sogar bis auf zwölf Punkte wieder heran (29:41), obwohl die Ravens bis dahin mehr Offensiv als die Coburger Defensiv Rebounds eingetütet hatten.
Tatsächlich gelang aber weder den Schwaben noch den Vestestädtern dabei ein erfolgreicher Dreipunktewurf. Kombiniert warfen beide Teams 0 aus 21 von Downtown. Diese für beide Seiten auch schon eine Woche vor Halloween grauenhafte Statistik besserte Reutlingens Nkosi Wright erstmals auf (29:46). Wer auf BBC-Seite gedacht hatte, dass der kleine Schlussspurt von Brown kurz vor der Halbzeit eventuell der Start für ein Coburger Comeback im dritten Viertel sein könnte, lag weit daneben. Im Gegensatz zu den Gastgebern ging nichts mehr für die dezimierten Oberfranken. Erstmals auf über 20 Zähler vor aus Sicht der Ravens stellte ihr ansonsten etatmäßiger Topscorer Roy Krupnikas, der bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wirklich in Erscheinung treten musste (31:53). Nach über 27 absolvierten Minuten war es dann endlich soweit: Felix Egger traf den ersten Coburger Dreier an diesem Abend, nur lag war man da schon meilenweit zurück (38:55). 40:64 betrug der Rückstand nach drei gespielten Vierteln, womit die Partie vor dem Schlussakkord längst ihren Sieger gefunden hatte.
24.10.2026 19:30 Uhr // TV Langen vs. Porsche BBA Ludwigsburg 78:60
Der TV Langen hat vor heimischem Publikum den vierten Sieg in Folge eingefahren. Gegen die Porsche BBA Ludwigsburg zeigten die Giraffen zwei äußerst dominante Viertel, am Ende stand es dann 78:60 aus Sicht der Langener. Der Start war indessen noch holprig: Während Ludwigsburg mit einem 7:0-Lauf ins Spiel kam, brauchte Langen dreieinhalb Minuten, um über die Freiwürfe von Cooper Creek erste Punkte zu holen. Sowohl aus Dreier-Distanz, als auch kurz vor dem Brett wollten Würfe einfach nicht fallen. Auch Ludwigsburg ließ dann in den letzten drei Minuten des ersten Spielabschnitts einige Würfe liegen, dennoch gingen sie nicht unverdient mit 8:16 in Viertel zwei. Headcoach Tobias Jahn sieht das erste Viertel indessen durchaus besser, als das Ergebnis vermuten lässt: „Wir haben drei offene Dreier nicht getroffen, dazu einige einfache Layups daneben gelegt. Treffen wir davon zwei oder drei Würfe, sieht das Ergebnis direkt anders aus. Wichtig war für uns, dass wir weiter an uns geglaubt haben.“ Dieser Wille zahlte sich aus: Auch in Viertel zwei schaffte es Langen immer wieder, freie Würfe zu produzieren. Dieses Mal fielen sie jedoch auch. So erarbeitete sich das Team beispielsweise früh im Viertel einen 10:0-Lauf und zwang Ludwigsburg so zu einer Auszeit. Die Gäste sortierten sich taktisch neu, konnten zweimal einen Rückstand aufholen. In den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit drehte Langen dann jedoch ordentlich auf: Mit starken Würfen von Carlos Hidalgo, Henk Droste, Noah Kamdem und Kventin Kostan wuchs der Abstand auf zehn Punkte an, bei einem Halbzeitstand von 38:28.
In der zweiten Hälfte machte Langen genau dort weiter. Dank einer starken Defense hielt das Team die Ludwigsburger konsequent vom Scoren ab, während es offensiv mehr als Rund lief. Dabei wiederholte sich auch, was schon in der Vorwoche gut funktionierte: Mit Noah Kamdem, Henk Droste, Kventin Kostan, Carlos Hidalgo und dem Double-Double von Cooper Creek hatten fünf Spieler Punkte in zweistelliger Höhe beigesteuert. Das machte es Ludwigsburg umso schwerer, da es eben nicht den einen Akteur gab, der heiß gelaufen war und den es aus dem Spiel zu nehmen galt. Als Lukas Modic nach etwas weniger als drei Minuten zwei Freiwürfe verwandelte, beendete dies einen 20:0-Lauf. Als es bei einem Zwischenstand von 64:42 ins letzte Viertel ging, war das Spiel bereits vorentschieden. Eine Aufholjagd wäre zwar theoretisch noch möglich gewesen, Ludwigsburg wirkte jedoch mitunter zu hektisch, längere Läufe produzierten sie am Ende nicht mehr. Die komfortable Führung nutzte das Langener Coaching-Team, um insbesondere Nicolas Deetjen und Paul Jessen mehr Spielanteile zu geben als bisher. „Das ist wichtig. Sie sind Woche für Woche im Training, arbeiten hart und wollen sich verbessern. Dazu brauchen sie aber auch Minuten auf dem Feld. Die konnte ich ihnen heute geben“, betont Jahn. Zwar machte die Mannschaft hier und da kleinere Fehler, die zu dem ein oder anderen unnötigen Ballverlust führten. Am Ende spielte das Team jedoch die Partie konzentriert zu Ende und gab den Sieg nicht mehr aus der Hand.
25.10.2026 16:00 Uhr // Dresden Titans vs. Dragons Rhöndorf 67:59
Rhöndorfs 67:59-Niederlage (34:31) bei Dresden machte deutlich, eine gute Defensive alleine reicht nicht aus. Enge Spiele entscheiden am Ende wenige Fehler. Davon leisteten sich die Dragons in der Offensive ein paar zu viele, die von den Titans in der Crunchtime gnadenlos bestraft wurden. So bleibt für das Team um Headcoach Max Becker nur die Erkenntnis, für Siege ist eine solide Komplexleistung notwendig. Einen Schönheitspreis verdiente die Begegnung zwischen Dresden und Rhöndorf insgesamt nicht. Von einem offensiven Feuerwerk waren beide Teams weit entfernt. Im ersten Viertel ließen die Titans etliche freie Layer liegen, aber auch die Dragons taten sich schwer den gegnerischen Korb erfolgreich zu attackieren. Ein 15:15 nach zehn Minuten war die logische Konsequenz. Aber eines war nach dem ersten Viertel klar: In der Defensive wurden keine Gefangenen gemacht. Es ging physisch ordentlich zur Sache. Im zweiten Spielabschnitt hatten die Rheinländer dann ein kurzes Momentum. Mit der Einwechslung von Daniel Mayr hatten die Dragons ab der 15. Minute die Lufthoheit unter den Brettern. Dresden wusste kurzzeitig nicht, wie sie den 2,18 Meter langen Center bremsen sollte. Rhöndorf nutze den Respekt des Gegners zur zwischenzeitlichen 22:28-Führung (17“). Die Titans reagierten aber in der Defensive, glichen in der 19. Minute wieder aus und gingen durch einen Buzzer-Dreier von Sebastian Heck (11 Pkt./10 Reb.) mit drei Punkten Vorsprung in die Halbzeitpause.
Das dritte Viertel verlief absolut ausgeglichen (18:18). Rhöndorfs Start in den Schlussabschnitt ließ dann schon erahnen, dass es um die Konzentration der Dragons an diesem Sonntag nicht zum Besten bestellt war. Jedenfalls gab’s gleich zwei ärgerliche Ballverluste, am Ende sollten es 18 Turnover werden, in der Summe eindeutig zu viele. Im nächsten Moment waren die Rheinländer aber wieder voll da und starteten eine 7:0-Serie, zur erneuten Führung (33“/52:54). Doch die Hausherren konterten trocken mit Dreiern von Sebastian Heck sowie Wisdom Uboh (35“/60:56). Den knappen Vorsprung verwaltete die Gastgeber bis in die Crunchtime. Wobei man Rhöndorf auch keine glückliche Hand in der Offensive bescheinigen konnte. Während die Dragons versuchten mit der Brechstange jenseits der Dreierlinie die Begegnung zu ziehen, spielte Dresden geduldig seine Angriffe aus und siegte am Ende verdient mit 67:59. Dort wuchs der Reutlinger Vorsprung sogar phasenweise bis auf 35 Zähler an (40:75), während der BBC mal wieder ganze vier Minuten punktlos blieb. Die Vestestädter berappelten sich anschließend noch ein wenig und betrieben in der verbleibenden Spielzeit zumindest etwas Ergebniskosmetik. Das Coburger Highlight waren dabei die acht Zähler von „Ecken-Egger“, der innerhalb von 60 Sekunden zwei Dreier aus eben jener Ecke und einen Korbleger zum 59:82-Endstand einnetzte.
25.10.2026 16:00 Uhr // Culture City Weimar vs. BG Hessing Leitershofen 62:75
Die Kangaroos kamen zunächst schleppend in die Partie. Der Ball lief gegen die aggressive Verteidigung der Thüringer zwar schnell und gut, es fehlte aber oftmals das Wurfglück im Angriff. Weimar ging bis zur siebten Minute mit 9:2 in Führung. Nach einer Auszeit durch BG-Headcoach Emanuel Richter stellten die Leitershofer auf Zonenverteidigung um und eroberten so sehr viele Rebounds und direkte Ballgewinne. Das Blatt drehte sich, nach dem ersten Viertel leuchtete nach einem Dreier von Jannik Westermeir mit der Schlusssirene ein 21:17 für die Gäste der Anzeigetafel. Auch mit dem Start in die zweiten zehn Minuten konnte man zufrieden sein, Leon Geißler netzte per krachendem Dunk zur 30:20 Führung ein. Culture City aber lies nicht locker und drehte das Match mit einem 14:3 Lauf wieder zur eigenen 34:33 Führung. Erneut vergingen über 5 Minuten, in welcher der BG nur zwei Körbe gelangen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit ging es hin und her und Gael Barman sorgte mit einem weiteren Dreier drei Sekunden vor dem Ende wieder für eine 38:35 Führung für die Stadtberger. Wäre die Freiwurfquote in der ersten Halbzeit (57%) etwas höher gewesen, wäre sicherlich auch eine deutlichere Führung für die BG im Raume gestanden. So durfte man gespannt sein, was die zweite Spielhälfte bringen würde.
Auch das dritte Viertel verlief zunächst ausgeglichen, die Thüringer konnten anfangs immer eine knappe Führung halten. Drei Dreier in Folge durch Gael Barman, Friedrich Feldrappe und erneut den Schweizer Barman sorgten dann für einen 11:0 Lauf für die Kangaroos und eine 58:48 Führung nach dreißig Minuten. Beeindruckend in dieser Phase die Verteidigungsarbeit der Gäste, man vernagelte den Korb für den Gegner förmlich und holte sich in dieser Phase auch jeden Rebound. Und das muntere Schießen von jenseits der 6,75 Meter Linie ging auch im Schlussviertel weiter, Gregori und Kapitän Bacoul erhöhten binnen einer Minute auf 64:48, worauf die Einheimischen mit einer weiteren Auszeit reagieren mussten. Kurz darauf erhöhte Bobby Williams – natürlich erneut per Dreier – auf 69:51, es war der höchste Abstand des Abends. Die wackeren Gastgeber kämpften trotzdem weiter, reduzierten den Abstand nochmals auf 9 Punkte Differenz. Die BG zeigte sich aber in der Endphase sehr routiniert und abgezockt und brachte den Sieg sicher nach Hause. Mit aktuell 8:2 Punkten bleibt man den beiden Spitzenreitern Reutlingen (10:0 Punkte) und Leverkusen (10:2 Zähler) auf den Fersen und ist in der Tabelle hinter dem TV Langen (ebenfalls 8:2 Zähler) auf Platz vier notiert. Das nächste Spiel findet dann wieder in eigener Halle statt. Am kommenden Samstag empfangen die Kangaroos am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Sporthalle Stadtbergen die Dresden Titans, welche direkt hinter den Kangaroos auf dem fünften Rang 8:4 Punkte auf dem Konto haben. Die Kangaroos Fans dürfen sich am Wochenende also auf ein echtes Spitzenspiel freuen.
25.10.2026 17:00 Uhr // SKYLINERS Juniors vs. TSV Oberhaching Tropics 102:72
Die SKYLINERS Juniors feiern den dritten Sieg in Folge in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Vor heimischem Publikum im BCM setzte sich das Team von Troy Culley mit 102:72 gegen den Tabellenzweiten TSV Oberhaching Tropics durch. Den Grundstein legten die Frankfurter mit einer starken Defense und einem überragenden dritten Viertel. Das erste Viertel war umkämpft und endete knapp mit 18:17 für die Juniors. Im zweiten Abschnitt bauten die Frankfurter ihre Führung auf 28:20 aus, woraufhin Oberhachings Headcoach Mario Matic eine Auszeit nahm. Danach legten die Juniors in der Defense sogar noch eine Schippe drauf und machten den Gästen das Leben schwer. Auch nach der Auszeit fand Oberhaching nicht in seinen Rhythmus. Zur Halbzeit führten die Frankfurter mit 43:32.
Nach der Pause spielten die Juniors ein herausragendes drittes Viertel. Gegen die Frankfurter Defense fand Oberhaching kaum Lösungen, zwischenzeitlich stand es 70:40. Mit einem 34:12 im dritten Viertel ging es beim Stand von 77:44 in den letzten Abschnitt. Auch im Schlussviertel ließen die Juniors zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen und brachten den deutlichen 102:72-Sieg souverän über die Zeit. Topscorer der Frankfurter war Jamie Edoka mit 25 Punkten, gefolgt von Lukas Smazak mit 20 Punkten. Insgesamt verteilten die Juniors starke 29 Assists.
„Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Leistung. Nach einem langsamen Start haben wir unseren Rhythmus gefunden und richtig guten Teambasketball gespielt, vor allem im zweiten und dritten Viertel. Den Ball zu teilen und Chancen füreinander zu kreieren war ein großer Fokus für uns, deshalb freuen mich die 29 Assists besonders. Ein Kompliment an die Spieler für ihren Einsatz und ihre Energie über das ganze Spiel. Das ist ein positiver Schritt nach vorne für uns, auf dem wir weiter aufbauen wollen“, so Headcoach Troy Culley nach der Partie.


