Schlagwortarchiv für: 18. Spieltag

Vorberichte ProA 18. Spieltag

20.01.2024 18:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. PS Karlsruhe LIONS

Die PS Karlsruhe LIONS stehen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und konnten zehn ihrer 17 Spiele gewinnen. Somit sind sie voll auf Playoffkurs und damit dort wo die Eisbären unbedingt noch hinwollen. Zuletzt konnten die LIONS sieben von zehn Spielen gewinnen und sind dementsprechend in guter Form. Dies betont auch Eisbären-Headcoach Steven Key. „Die Lions sind ein stark gecoachtes Team und haben momentan einen guten Lauf. Sie haben Anfang der Saison gegen Top-Teams der Liga nur knappe Niederlagen eingesteckt und zeigen in den letzten Spielen, welches Potenzial in ihnen steckt. Sie spielen sehr physisch und sind ein starkes Defensiv-Team, vielleicht das Beste der Liga. Wir müssen unsere volle Leistungsfähigkeit über 40 Minuten abrufen und konsequent unsere Team-Defense umsetzen, so wie wir das im letzten Spiel gegen Nürnberg auch gemacht haben, wenn wir gegen Karlsruhe bestehen wollen. Insbesondere ihre Guards müssen wir stoppen. Wir wollen die Revanche für das Auswärtsspiel vor 2 ½ Monaten und ich denke, wir werden ein anderes Gesicht zeigen als im Hinspiel. Unsere guten Leistungen auswärts wollen wir auch vor unseren heimischen Fans zeigen und für uns und sie einen Sieg einfahren.“

20.01.2024 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim

Das Team von Björn Harmsen will die zuletzt auf sieben Spiele angewachsene Siegesserie ausbauen. Die seit einigen Wochen auf dem 1. Platz rangierenden Thüringer haben mit dem Tabellenfünften aus Kirchheim unter Teck zudem noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen.

„Wenn man Sportler ist, tut jede Niederlage weh. Insofern haben wir jetzt zum Auftakt der Rückrunde die Gelegenheit, um das Resultat des Hinspiels zu korrigieren. Nachdem wir dieses Duell lange unter Kontrolle hatten, zwischenzeitlich mit zehn Punkten vorn lagen, war Kirchheim zum Schluss das bessere Team. Wir hatten aufgehört, als Team zu spielen, zu oft versucht, über Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen und es am Ende aus der Hand gegeben. Nun bekommen wir die Chance, Dinge ein wenig anzupassen und umzustellen“, so Björn Harmsen vor der Begegnung. „Kirchheim hat eine gute Mannschaft. Sie sind vielleicht nicht so tief besetzt, haben dennoch sehr sehr gute Spieler in ihren Reihen. In erster Linie mit Flowers, Miller oder Muszynski auf der Fünf, den ich auch schon einmal nach Münster holen wollte, der aber zu dem Zeitpunkt viel zu teuer war. Zudem haben sie einen sehr guten Trainer. Ich kenne Igor jetzt schon sehr lange. Er macht einen tolle Job, hat immer ein paar schöne Ideen, wie im Hinspiel, als sie uns schon ein bisschen aus dem Konzept bringen konnten“, so Jenas Coach abschließend.

20.01.2024 19:00 Uhr BBC Bayreuth vs. Artland Dragons

Ein einfaches Spiel erwartet Drijencic trotz zuletzt fünf Siegen vor heimischem Publikum nicht. Außer gegen Bayreuth gewannen die Drachen zuletzt das Kellerduell gegen Paderborn und unterlagen dem aktuellen Tabellenführer Jena zudem denkbar knapp. „Das Team hat zuletzt so gespielt, wie der Trainer sich das vorgestellt hat. Das Team nähert sich dem Level, das es sich vor Saisonbeginn anvisiert hatte. Und es gab Veränderungen im Kader.“ Vor Weihnachten trennte Quakenbrück sich von TJ Gibbs, der nachverpflichtete Nikos Chouchoumis, laut Trainer Patrick Flomo „ein hungriger Kämpfertyp mit hoher Spielintelligenz“, feierte sein Debüt gegen Bayreuth und zündete seitdem auf Anhieb.

„Die Stimmung in der Oberfrankenhalle mitzuerleben, ist immer ein Genuss, für die Spieler wie für die Fans. Nun wollen wir den nächsten Erfolg einfahren, das ist doch ganz klar“, sagt Head Coach Mladen Drijencic vor dem Spiel gegen den aktuellen Tabellenletzten. Vom Tabellenplatz der Drachen will er sich jedoch nicht blenden lassen, zumal das letzte Aufeinandertreffen aus dem Hinspiel noch keine drei Wochen zurückliegt. Drijencic spricht von einem „bitteren Gefühl der Niederlage“ im Artland. Das soll nun in einen Motivationsschub umgemünzt werden. „Wir sind mental stark. Das haben wir gegen Paderborn über weite Strecken des Spiels gezeigt.“ Diese Stärke soll nun über die gesamte Spieldauer aufs Parkett gebracht werden.

20.01.2024 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. JobStairs GIESSEN 46ers

„Gießen ist ein sehr erfahrenes Team mit vielen verschiedenen Offensivwaffen und sie bringen einen anspruchsvollen Spielstil aufs Parkett. Nachdem sie zuletzt drei Spiele in Folge verloren haben, müssen wir vor ihrer Reaktion definitiv gewarnt sein“, befindet Düsseldorfs Headcoach Andaç Yapicier vor der Begegnung gegen die 46ers. Als Tabellensechster befinden sich die Hessen trotz der jüngsten Niederlagenserie weiterhin voll auf Playoff-Kurs. Einen großen Anteil daran haben vor allem Duane Wilson (18,6 Punkte pro Spiel) sowie der ehemalige deutsche Nationalspieler Robin Benzing (13,5 Punkte), die zu den absoluten Leistungsträger bei den 46ers zählen. „Unser Fokus wird auch in diesem Spiel darauf liegen, dass wir zu jedem Zeitpunkt unsere erstarkte Defensive aufs Spielfeld bringen“, ergänzt Yapicier.

20.01.2024 19:30 Uhr Uni Baskets Münster vs. Gartenzaun24 Baskets Paderborn

Angesichts des dichten Mittelbaus in der Tabelle und einem Sieg Vorsprung zu den Nicht-Playoff-Rängen kommt dem Duell mit dem Team von Steven Esterkamp eine gewisse Bedeutung zu, damit die Münsteraner in der zweiten Hälfte der ProA-Hauptrunde verstärkt auf ihre Heimstärke setzen können. Schließlich warten in der Rückrunde noch sechs Auswärtsspiele bei den aktuellen Top sieben der Liga. Kein einfaches Unterfangen für den Tabellenachten in der Halle Berg Fidel, kommen die Paderborner Gäste doch nach zuvor sieben, meist knappen Niederlagen in Folge mit dem Rückenwind eines Favoritensturzes, dem 84:80 gegen Playoff-Anwärter BBC Bayreuth. Und die sich soeben noch einmal verstärkt haben.

Auf ihren bisher nicht zufriedenstellenden Saisonverlauf haben die Paderborner Baskets reagiert und mit Jake Biss einen weiteren Guard sowie am Donnerstag mit Jubril Adekoya einen Forward nachverpflichtet. „Wir wollen und werden alles dafür tun, aus dem Tabellenkeller herauszukommen – dieser Transfer ist ein starkes Zeichen dafür“, betonte Dominik Meyer, Geschäftsführer der Ostwestfalen. Der 29-jährige Jubril Adekoya spielte bis zur vergangenen Woche für die Sheffield Sharks in der ersten britischen Basketballliga BBL und soll den Paderbornern insbesondere mehr Sicherheit auf der großen Position geben.

20.01.2024 19:30 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. Nürnberg Falcons BC

Das Team aus Franken besiegte im Hinspiel die Baskets mit 84-70 und zeigte dabei vor allem gleich zu Beginn und in der Crunchtime eine sehr starke Leistung. Für die Baskets gilt es die Turnover-Quote niedrig zu halten, was angesichts der Tatsache, dass Nürnberg die drittmeisten Steals der Liga hat, kein leichtes Unterfangen wird. Schwächen zeigten die Falcons in dieser Saison von der Freiwurflinie: mit einer 65 %igen Freiwurfquote ist Nürnberg in dieser Kategorie in dieser Saison bislang noch Schwächen gezeigt.

Kopf des Teams ist der 30-jährige Julius Wolf, der schon seit vielen Jahren zu den besten deutschen ProA-Spielern zählt und auch in dieser Saison mit 15 Punkten, 7 Rebounds und einer Effektivität von 17 beeindruckende Werte auflegt. Zusammen mit dem 26-jährigen Courtney Alexander bildet Wolf eines der besten Duos auf den Positionen 4 und 5. Mit 10 Punkten und über 7 Rebounds ist der sprungstarke Alexander unter dem Korb nur schwer zu kontrollieren, was die Baskets im Hinspiel bereits am eigenen Leib erfahren mussten, als Alexander 15 Punkte und 10 Rebounds auflegte und einer der Garanten für den Nürnberger Erfolg war. Christian Feneberg, der ehemalige Nationalspieler Bastian Doreth, der starke Distanzschützte Tim Köpple (55 % Dreierquote) sowie die vielseitigen Importspieler Anthony Gaines und Isaiah Sanders teilen sich die Einsatzzeit im Backcourt der Falcons. Sanders und Gaines werden bei Bedarf auch neben Matthew Meredith und Sebastian Schröder, der im Hinspiel gegen die Baskets von außen heiß lief und innerhalb weniger Minuten 14 Punkte erzielte, auf der Position drei eingesetzt.

21.01.2024 15:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS vs. RASTA Vechta II

Anschluss halten, lautet das Motto für beide Teams in der kommenden Begegnung. Während es für Vechta darum geht, den Anschluss an das dichtgepackte Mittelfeld der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu halten, wollen die FRAPORT SKYLINERS mit aller Vehemenz ihre Ausgangslage im Führungsquartett der Liga wieder verbessern.

Zu wenig Hunger, zu wenig Leidenschaft attestierte Headcoach Denis Wucherer seinen Jungs im Hinspiel in Vechta. Die jungen Niedersachsen trumpften genau in diesen Bereich groß auf und sicherten sich den 96:78 Erfolg. Für die FRAPORT SKYLINERS erreichte lediglich Lorenz Brenneke mit 19 Punkten und 6 Rebounds sein normales Leistungsvermögen. Auf Vechtaer Seite trumpfte Kaden Anderson mit einer Glanzleistung von 30 Punkten und 8 Rebounds auf.

Denis Wucherer (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Im Grunde ist die Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag sehr einfach. Die Niederlage und die Art und Weise der Niederlage in Vechta sind noch komplett präsent. Das Energielevel, die Physis und alles was es braucht, damit sich so ein Spiel nicht wiederholt, dürften automatisch von den Jungs abgerufen werden. In diese Richtung müssen wir Coaches nicht coachen. Aber in der Verteidigung gibt es Dinge, die wir besser machen müssen. Primär geht es in dem Spiel aber um die richtige Einstellung, die wir an den Tag legen. Wir müssen absolut bereit sein. Vechta hat zuletzt gegen Gießen gewonnen, spätestens seitdem müssen wir vorgewarnt sein, haben im Hinspiel nicht gut ausgesehen und ich erwarte eine Reaktion!“

21.01.2024 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. VfL SparkassenStars Bochum

Im Hinspiel zog Phoenix noch mit 91:109 den Kürzeren. Dabei wussten vor allem die beiden Ex-Hagener Niklas Geske (14 Punkte, 12 Assists) und Daniel Zdravevski (8 Punkte) zu gefallen.

Mit einer Bilanz von sieben Siegen und nur einer Niederlage in der Ischelandhalle gehören die „Feuervögel“ zu den heimstärksten ProA-Teams, während der VfL sich auf fremdem Terrain anscheinend besonders schwertut (1-7). Obacht ist jedoch geboten, immerhin feierten Geske und Co. ausgerechnet am vergangenen Wochenende mit 82:80 in Kirchheim ihren ersten Erfolg „on the road“.

Chris Harris (Headcoach Phoenix Hagen):
„Zum Start der Rückrunde gleich ein Derby vor ausverkauftem Haus … besser kann es doch fast gar nicht kommen. Wir freuen uns riesig auf die Stimmung in der Ischelandhalle und die Energie der Zuschauer. Gleichzeitig haben wir den Anspruch an uns selbst, die bis hierhin genommene Entwicklung weiter fortzusetzen. Bochum hat uns im Hinspiel mit einigen Dingen sehr wehgetan, genau da wollen wir ansetzen und vor allem defensiv der Partie unseren Stempel aufdrücken. Es liegt an uns als Mannschaft, die Fans für ihr Kommen zu belohnen.“

21.01.2024 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Dresden Titans

Fest steht, dass die RÖMERSTROM Gladiators am Sonntag auf ihren Spielmacher Marcus Graves verzichten müssen, der sich in Frankfurt einen Muskelbündelriss zuzog und somit mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Aber auch die Titans teilen dieses Schicksal, denn der Dresdener Point Guard Grayson Murphy fällt mit einem Mittelhandbruch ebenfalls aus.

„Wir haben im Hinspiel in Dresden gesehen, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen können. Diesmal haben wir den Heimvorteil und beide Teams müssen ohne ihren Point Guard antreten, was das Spiel sicherlich verändern wird. Dresden spielt sehr strukturiert, haben ein gutes Spacing und alle Spieler kennen ihre Rollen. Sie verstehen ihr System und spielen einen sehr guten und schnellen offensiven Basketball. Wir müssen uns im Vergleich zum Hinspiel defensiv steigern und mit einer vollen Halle im Rücken freuen wir uns sehr auf unser nächstes Heimspiel und das Rückspiel gegen Dresden“, sagt Jacques Schneider, sportlicher Leiter der RÖMERSTROM Gladiators Trier.

Alle Spiele werden live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte ProB Nord 18. Spieltag

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 18: 04.02.2023 18:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel 78:70

Manches sprach für den SC Rist: Die Jungs von Trainer Stephan Blode hatten beim Gastspiel in der an den Südwesten Berlins grenzenden Stadt Kleinmachnow vor allem im dritten Viertel eine Steigerung hingelegt und einen auf bis zu 13 Zähler angewachsenen Vorsprung der gastgebenden TKS 49ers abgetragen. Doch in den abschließenden rund viereinhalb Minuten vermochten die Rister den zuvor nachgewiesenen Leistungsaufschwung nicht zu bestätigen und verloren mit 70:78.

Die TKS 49ers bescherten den Zuschauer:innen in der BBIS Kleinmachnow am Samstagabend eine wahre Achterbahnfahrt. Der Start in die Partie gegen die nur einen Sieg hinter den 49ers liegenden Wedeler verlief fast optimal. Nach nur zweieinhalb gespielten Minuten zwang man den Trainer der Gäste bereits zur ersten Auszeit. Kimoni N’Sondé traf einen seiner drei erfolgreichen Dreier am Abend zum 10:2 für die Gastgeber. Nachdem der junge Forward bereits letzte Woche gegen Wolmirstedt einen ProB-Karrierebestwert aufstellen konnte, schraubte er diesen gegen Wedel nochmals um einen Punkt mehr auf 10 hoch. Zum Ende des ersten Viertels konnten die Gäste aus Wedel ihren Rückstand etwas verkürzen. Das zweite Viertel war dann ähnlich aufgebaut. Erst der Führungsausbau durch die 49ers auf bis zu 13 Punkte, danach das erneute Zurückkämpfen durch Wedel. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war vor allem Wedels US-Guard Harrison Cleary heiß gelaufen, er erzielte am Ende 31 Zähler. Das dritte Viertel gehörte dann ebenfalls den Gästen: auf zwischenzeitlich sechs Punkte konnten sie hier erstmals in Führung gehen. Das Hauptproblem der 49ers waren in dieser Phase die Ballverluste, die aus dem ständigen Druck über das ganze Feld durch die Wedeler Verteidiger entstanden. Auch die Drei Punkte-Würfe fanden in dieser Zeit kaum den Weg ins Ziel, obwohl diese an diesem Abend sonst gut von der Hand gingen (8/21, 38%). Ins letzte Viertel ging es mit ausgeglichenem Spielstand. Hier schenkten sich die Teams lange Zeit nichts, bevor sich die 49ers, angeführt vom Scoring durch Andrii Kozhemiakin, in den letzten Minuten entscheidend absetzen konnten. Auch das eindeutig gewonnene Reboundduell (49:31), zu dem allen voran Hildebrandt (10) und Jorch (9) beitrugen, war in dieser Partie ausschlaggebend.

04.02.2023 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Iserlohn Kangaroos 70:80

Den Iserlohn Kangaroos gelingt in Köln der dritte Sieg in Serie! Das Spiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord war deutlicher, als es das Endergebnis vermuten lässt, die Kangaroos lagen über lange Zeit der zweiten Hälfte mit 20 Punkten in Front. Durch den Sieg sind die Iserlohner auf Platz neun in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord geklettert, die RheinStars und auch die TKS 49ers liegen jeweils mit einem Spiel weniger direkt davor. Alle drei Teams stehen jetzt bei acht Siegen. In der ASV-Arena haben die Shirvan-Jungs gegen ein heimstarkes Team (6-2 vor dem Duell) erneut bewiesen, dass sie zu den auswärtsstärksten Mannschaften der Liga gehören, denn schließlich war dies der 5. Auswärtssieg in Serie.

Die RheinStars mussten zwar kurzfristig auf ihren verletzten Topscorer Ali Sow verzichten. Doch vom Rest der Mannschaft hatte sich nicht allein Manager und Trainer Stephan Baeck wohl mehr erwartet. „Das war sicherlich nicht leicht für die Jungs auf Ali zu verzichten“, bilanziert Baeck. „Aber wir hätten schon mehr zeigen können. So war es auf jeden Fall nicht gut genug heute.“ Oft zu zögerlich im Ballvortrag, wenig Ballbewegung in der Offense, wenig Bewegung abseits des Balles. Und in der Verteidigung letztlich auch nicht aktiv genug.

Zwar hatten die Iserlohner ihren Gegner auch gut vorbereitet und ließen ihrerseits den Ball sehr passfreudig laufen, doch nach einem ordentlichen Beginn verloren die RheinStars zusehends ihr Tempo und auch das Momentum. So wurde aus einem 15:8 (6.) ein 15:20. Und aus dem 34:43 zur Pause erwuchs binnen drei Minuten ein 20 Punkte Rückstand (34:54).  Köln mühte sich weiterhin, konnte aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Entweder, weil nach einem erfolgreichen Stopp in der Verteidigung vorne nicht getroffen wurde oder umgekehrt.

Bis auf 22 Zähler erhöhten die Gäste (49:71/31.) bevor die RheinStars Ergebniskosmetik betreiben konnten. Immerhin sorgten dabei die gut aufgelegten Elijah Schmidt und vor allem Youngster Davi Remagen mit ihren jeweils 15 Punkten für ein paar positive Momente aus Kölner Sicht. So konnten die Fans zumindest die Hoffnung auf bessere Spiele mit nach Hause nehmen. Und da es die ja auch schon vor der Weihnachtspause gegeben hatte, beschloss auch Stephan Baeck den Abend zuversichtlich. „Wir haben es selbst in der Hand. Es liegt an uns, ob wir den Schalter wieder umlegen können. Nur an uns. Das Potenzial ist jedenfalls vorhanden.“

Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan war stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben dem Gegner das Leben schwer gemacht. Drei Siege in Folge sind stark, vor allem, weil wir genug Monate hatten, in denen es nicht so lief. Die Jungs genießen das, aber wir müssen das Level weiterhin hochhalten.“ Auch bei den mitgereisten Fans zum NRW-Derby wollte sich Shirvan bedanken. „Die Fans waren krass heute. Die haben echt eine super Stimmung gemacht und uns, wie immer, toll unterstützt.“

04.02.2023 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BBG Herford 108:63

Vor 602 Zuschauern kehrten die Dragons Rhöndorf eindrucksvoll auf die Siegerstraße zurück und fuhren einen letztlich nie gefährdeten Heimerfolg gegen Aufsteiger Herford ein.

Coach Thomas beorderte Neuzugang Mubarak Salami neben Zaba Bangala, Devon Goodman, Nicolas Buchholz und Flo Koch in seine Starting Five, in der Capitano Paul Albrecht fehlte, der an diesem Abend krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand, ebenso wie der noch verletzte Jonas Falkenstein. Lediglich in den Anfangsminuten gelang es den Gästen aus dem Herzen NRW’s einige Akzente zu setzten und zweimal knapp in Führung zu gehen, ehe die Hausherren die Kontrolle übernahmen und sich mit einem ersten 8:0-Lauf absetzten. Besonders von Downtown nutzten die Hausherren sehr zum Gefallen ihrer Fans die Chancen und legten im ersten Viertel bereits stramme 30 Punkte auf. Gerade am offensiven Brett agierten die Drachen gallig und hungrig und gingen jedem Wurf konsequent nach, was Chance um Chance generierte, die letztlich auch genutzt wurden. Bis zur Halbzeit konnten zwar auch die Gäste der BBG den Schock der ersten 10 Minuten etwas abschütteln, mussten aber trotzdem ein deutliches 56:32 mit in die Kabine nehmen.

Nach dem Pausentee brachte Zaba Bangala nach feiner Einzelleistung die ersten DrachenPunkte aufs Tableau, dem die beiden Topscorer Nicolas Buchholz und Devon Goodman weitere Zähler folgen lassen sollten. Die Mannen von Gästetrainer David Bunts versuchten nochmals mit allen Mitteln das Comeback, waren aber an diesem Abend nicht mehr in der Lage die
Drachen ins Wanken zu bringen. Ein viertelübergreifender 18:2-Lauf sorgte für Feststimmung im Rund des DragonDome und ließ letztlich nur noch die Frage über die Höhe des Sieges aufkommen. Routinier Flo Koch legte von Downtown die entscheidenden Punkte zum Durchbrechen der 100-Punkte-Mauer auf und markierte wenige Minuten später ebenso die finalen Zähler zum 108:63-Endstand.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Der Sieg ist aus vielerlei Hinsicht für uns von großer Bedeutung. Wir haben sowohl in der Offense, wie auch in der Defense für 40 Minuten unser Spiel gespielt und Herford von Beginn an so unter Druck gesetzt, sodass wir einfache Chancen für uns generieren konnten. Gerade im Offensiv-Rebounding haben wir uns über die Trainingswoche deutlich verbessert und haben uns dadurch 19 Punkte aus zweiten Chancen erarbeitet. Ein wichtiger Faktor war zudem unsere Heimkulisse am Menzenberg. Es bedeutet der Mannschaft viel die Unterstützung er Fans zu spüren und wir hoffen diesen Support auch in den kommenden Heimspielen zu haben und gemeinsam mit unseren Fans noch weitere starke Partien abzuliefern.“

04.02.2023 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. LOK BERNAU 59:69

Mit großer Moral und einer erstklassigen Arbeitseinstellung erkämpf sich der SSV LOK Bernau einen 69:59 Sieg gegen die EN Baskets Schwelm. Dabei gab es in diesem Spiel einige Parallelen zum Spiel in Iserlohn.

Die Schwelmer machten uns den Zug zum Korb über weite Strecken des Spiels schwer und kontrollierten das Spieltempo. Aber die Mannschaft von Coach Davide Bottinelli hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten enorm weiterentwickelt und somit am Ende verdient den Sieg mit in die Hussitenstadt genommen. Aber der Reihe nach. Bernau startete mit seiner in dieser Saison etablierten ersten Fünf aus Abi Kameric, Rafail Lanaras, Rikus Schulte, Isiah Small und Akim-Jamal Jonah. Dementsprechend bot sich in den ersten Minuten dann auch das gewohnte Bild. Bernau kontrollierte die Bretter und führte nach gut 2 Minuten mit 6:0 bevor Schwelm mit einem Dreipunktwurf die ersten Zähler des Spiels verbuchen konnte. Danach bewegte sich das Spiel noch auf einem ausgeglichen Niveau, bis Heimtrainer Falk Möller seine erste Auszeit nahm. Danach hatten es unsere Jungs zunehmend schwerer den Zug zum Korb zu finden. Schwelm organisierte sich defensiv immer besser und begann von außen zu treffen. So endete das 1. Viertel auch knapp mit 20:19 für die Nordbrandenburger.

Mit dem Beginn des 2. Viertels entwickelte sich für die Mannen um Max Rockmann dann ein Spiel, welches vor allem Geduld und Vertrauen in die eigenen Tugenden erforderte. Die Heimmannschaft spielte sich defensiv immer mehr ein und machte es uns so schwer, unseren gewohnten Rhythmus zu finden. Einzig allein die ungewohnt schlechte Trefferquote der Schwelmer von der 3er-Linie kam uns in diesem Moment zugute. Keinem der beiden Teams gelang es aber sich entscheidend abzusetzen. Mit Beginn des Schlussviertels packte die LOK dann aber eine Schippe drauf und erzeugte vor allem defensiv mächtig Dampf unterm Kessel. Man konnte die Ballbewegung der Schwelmer unterbinden, und sie somit immer wieder zu schlechten Würfen zwingen. Gleichzeitig steigerten wir vor allem offensiv die Reboundquote und
kamen somit immer wieder zur 2. Chance, welche wir konsequenter nutzten als noch zuvor. So hatten wir 4 Minuten vor Schluss wieder eine zweistellige Führung und es gelang uns, die Schwelmer nicht mehr entscheidend herankommen zu lassen.

Coach Davide Bottinelli: „Das Spiel heute war ein harter Kampf, den wir durch eine unserer Stärken – die Teamdefense – gewonnen haben. Schwelm hat uns das Leben lange Zeit sehr schwer gemacht, und wir haben es nicht geschafft, dem Spiel unser Tempo und unseren Rhythmus aufzudrücken. Den Baskets ist es streckenweise gut gelungen, unser Inside Spiel zu erschweren und uns so zu Würfen von außen zu zwingen. Aber vor allem im letzten Viertel ist es uns besser gelungen die Rebounds zu kontrollieren und den offensiven Spielfluss der Schwelmer zu stören.“

Falk Möller sagt Folgendes zur Heimniederlage: „Ich bin zufrieden mit dem Spiel und vor allem unserer Defense. Wir wollten das Tempo kontrollieren, weil Bernau sonst jeden Gegner abschießen kann. Das ganze Spiel über haben wir unsere Würfe, die zum Teil sehr offen waren, nicht getroffen. Im vierten Viertel ging uns dann auch etwas die Puste aus. Die zehn Punkte Unterschied sind dann auch zu hoch meiner Meinung nach. Sollten wir nächste Woche Sonntag so in Wedel auftreten, bin ich optimistisch.“

04.02.2023 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. RASTA Vechta II 90:101

Manchmal reichen zwei Worte: „Verdient verloren.“ Treffend fasste Timo Völkerink, Coach der Itzehoe Eagles, die gerade verstrichenen 40 Minuten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zusammen. Am Prokon-Heimspieltag hatte sein Team gegen Rasta Vechta mit 90:101 (19:23, 18:20, 18:25, 35:33) verloren.

Als das Spiel begann, waren die Niedersachsen bereit, die Gastgeber dagegen vergaben ihre ersten Chancen und gerieten nach dem dritten Rasta-Dreier bereits mit 2:13 in Rückstand. Bis zum ersten eigenen Feldkorb durch Emil Marshall brauchten die Eagles viereinhalb Minuten, spät im ersten Viertel rissen sie ihre Fans aber von den Sitzen: Tim Lang, Marshall und Trey McBride trafen in kurzer Zeit drei Dreier zum 19:20. Im zweiten Abschnitt konnten die Itzehoer sich die Führung holen, aber das währte – nicht zum letzten Mal in diesem Spiel – nur kurz. Vechta spielte schnell und aggressiv, immer wieder holte sich der Gast auch Offensivrebounds. 26:15 stand es zur Halbzeit im Rebound-Duell, und auch insgesamt habe Rasta die Stärke beim Rebound besser durch das Spiel gebracht als die Eagles ihre auf Ballgewinne ausgelegte druckvolle Defensive, sagte Völkerink. Die Verteidigung funktionierte nicht wie gewohnt, der Gegner sei sehr gut vorbereitet gewesen: Mit 101 Gegenpunkten in eigener Halle lasse sich kein Spiel gewinnen.

Zur Halbzeit sah es beim 37:43 noch nicht nach diesem hohen Ergebnis aus, im dritten Viertel brachte Marshall mit neun Punkten sein Team heran. Zwei Mal sorgte Shaquille Rombley per Dunk für eine Ein-Punkt-Führung der Eagles, allerdings konterte Vechta sofort. Und wie: Mit einem 14:0-Lauf in den letzten dreieinhalb Minuten des Abschnitts setzten sich die Gäste auf 68:55 ab. Im letzten Viertel erhöhten sie den Abstand sofort weiter. Die Gastgeber konnten versuchen, was sie wollten, Rasta hatte eine Antwort parat, meist durch Leon Okpara (25 Punkte) oder den überragenden Aufbauspieler Kevin Smit (31). So gab es am Ende auch keine Chance mehr, den direkten Vergleich zu sichern: In Vechta hatten die Eagles mit sechs Zählern Vorsprung gewonnen.

Die Niederlage sei verdient, weil der Gegner den Itzehoern mit seiner Aggressivität an beiden Enden den Zahn gezogen habe, stellte Völkerink fest. Der neue Tabellenfünfte, der den Platz mit den Eagles tauschte, habe den Erfolg mehr gewollt: „Das dürfen wir nicht noch einmal zulassen in eigener Halle.“

05.02.2023 17:30 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. SBB Baskets Wolmirstedt 79:87

Ganz starker, jedoch unbelohnter Kampf der Gießen Pointers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB: Am Sonntagabend ließ das heimische Nordstaffel-Schlusslicht nur wenig von einer Rolle als tabellarischer Underdog erahnen und hielt beim Kräftemessen mit dem favorisierten Rangdritten Baskets Wolmirstedt gut mit. Am Ende verpasste das Dörr-Team den Coup nur knapp und musste sich in der Osthalle mit 79:87 (38:43) geschlagen geben.

Die beiden Kontrahenten eröffneten die Partie ausgeglichen (10:10, 6.), Gießen lag zwischenzeitlich sogar mit 16:12 (8.) in Front. Noch zur ersten Viertelunterbrechung hatten die Pointers, nach einem Korbleger von Benjamin Lischka, die Nase überraschend vorn (20:17, 10.). Im zweiten Quarter hielten die Universitätsstädter den auf den Führungswechsel drängelnden Sachsen-Anhaltinern lange stand (32:31, 15.). Erst in der 16. Minute vermochte Ex-Gießen-46ersShooting Guard Maximilian Begue seinen neuen Arbeitgeber aus der Distanz wieder in Front zu bringen (32:34). Die Sache blieb umkämpft, Gießen überholte kurzzeitig auch (35:34, 17.), nach einem 9:3-Lauf binnen der letzten drei Zeigerumdrehungen der ersten Hälfte freuten sich jedoch die Gäste über einen 43:38-Vorsprung (20.) zur Pause.

Dezent ausbauen konnten die Baskets ihre Führung kurz nach dem Wiederanpfiff (51:44, 23.). Im Anschluss drehten die Schützlinge von Headcoach Daniel Dörr aber noch einmal auf: Sukzessive kämpften sich die Pointers zurück (56:58, 26.), glichen zunächst auf 58:58 aus, um sich nachfolgend einen 65:61-Vorteil (30.) zum Ende des Quarters zu erarbeiten. „Wir haben da den Ball auch mal mehr inside gebracht, das hatten wir in der ersten Hälfte nicht so geschafft“, analysierte Dörr die starke Gießener Phase, in der insbesondere Lischka sowie Neuzugang Nemenja Nadjfeji dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Lange nährten die Gastgeber auch die Hoffnungen auf den Heimsieg und stemmten sich gegen die Wolmirstedter Bemühungen. Tim Schneider und Benjamin Lischka zauberten in der Mitte des Abschnitts noch einmal einen 7:0-Ansturm aus dem Hut und brachten ihr Team somit in eine vielversprechende Position (79:71, 36.). Nach einem Baskets-Timout kam aber alles anders: Die Pointers stellten in den abschließenden fünf Minuten das Scoring komplett ein, nicht ein Treffer sollte mehr fallen. „Am Ende kam es leider zu einem Bruch“, so Dörr, der mitansehen musste, wie im Gegenzug die Gäste nach und nach an einem erfolgreichen 16:0-Lauf feilten.

Der Gießener Vorsprung schmolz dahin, auch der eingewechselte, aber angeschlagene (Hüfte) Lahnstädter US-Pointguard Jacob Ledoux konnte dem Spiel keine neue Wendung mehr geben. „Wolmirstedt hat dann auch noch Dreier getroffen, die sie das ganze Spiel über nicht getroffen hatten“, konstatierte Daniel Dörr, dessen Mannschaft zusätzlich mit der einen oder anderen Entscheidung der Unparteiischen zu hadern hatte. „Wir haben zum Teil einen echt guten Teambasketball gespielt, gerade in der zweiten Halbzeit. Wir haben einen großen Fight geliefert. Defensiv waren wir in der ersten Hälfte zu nachlässig, in der zweiten haben wir es dann deutlich besser gemacht – nur leider kam nichts dabei rum“, lautete das
abschließende Dörr-Fazit.

Nachberichte ProB Süd 18. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 18: 04.02.2023 14:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. EPG Baskets Koblenz 65:77

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

04.02.2023 15:00 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. OrangeAcademy 99:92

Am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB erlebten die Zuschauer in der Rundsporthalle im Württembergischen Duell der Porsche BBA Ludwigsburg gegen die ratiopharmAcademy ein wahres Offensivfeuerwerk, das die Hausherren am Ende knapp mit 99:92 (41:47) für sich entscheiden konnten.

Ohne George-Cristian Cotoara (Krankheit) und Johannes Patrick (Müdigkeit) gingen die Barockstädter am Samstag erneut ersatzgeschwächt in die Partie, während mit Sebastian Hartmann ein wichtiger Leistungsträger nach mehrwöchiger
Zwangspause ins Aufgebot zurückkehren konnte. Angeführt von Nico Santana Mojica, der 8 seiner insgesamt 29 Punkte in den ersten fünf Minuten erzielte, erwischte Ludwigsburg einen guten Start und ging nach einem Dunking von Mikey
De Sousa und zwei Hartmann-Dreiern mit 22:13 in Führung. Ognjen Veljkovic ließ den Vorsprung wenig später erstmals zweistellig werden, ehe es beim Stand von 26:17 ins zweite Viertel ging. Dieses eröffneten die Gäste dann allerdings mit sieben Punkten in Serie und da die Porsche BBA wie schon im Heimspiel gegen Koblenz erhebliche Schwächen in der
Transition Defense offenbarte, konnte Ulm die Kontrolle über das Spiel übernehmen. Ein weiterer 12-0 Run brachte die Gäste zwischenzeitlich mit 45:31 in Front, ehe Abdulhay Kömürkara den Lauf der OrangeAcademy stoppen konnte und sich Ludwigsburg bis zur Halbzeitpause wieder auf 41:47 heranarbeitete.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann ein temporeiches Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Nico Santana Mojica und Esli Edigin waren im dritten Viertel zusammen für 18 der 28 Ludwigsburger Punkte verantwortlich, Ulm hielt die Gastgeber jedoch erfolgreich auf Abstand, sodass die OrangeAcademy von Trainer Baldur Ragnarsson
eine 6-Punkte Führung mit in die letzten zehn Minuten nahm. Im Schlussabschnitt war es dann Aeneas Jung, der mit 19 Zählern ein Season-High in Punkten markierte, überlassen die Porsche BBA per Dreipunktspiel wieder in Führung zu bringen. Ludwigsburg legte in der Verteidigung nun nochmal eine Schippe drauf und so führten Ballgewinnen von Nico Santana Mojica und Esli Edigin zu leichten Punkten, die Ludwigsburg nach einem Edigin-Dunk einen 88:80 Vorsprung knapp fünf Minuten vor dem Ende bescherte. Ulm konterte angeführt von Pacome Dadiert, der 19 seiner insgesamt 23 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte, mit fünf Zählern in Serie und so entwickelte sich in der Rundsporthalle eine spannende Schlussphase. In dieser zeigten sich die Hausherren nervenstark von der Freiwurflinie und nach einem
weiteren Edigin-Steal konnte Emmanuel Ugbo beim Stand von 97:90 für die Vorentscheidung sorgen.

Mit dem 99:92 Heimerfolg bejubelte die Mannschaft von Trainer Kheeryoung Rhee am Samstag den vierten Saisonsieg, durch den das Porsche BBA-Team nach 17 Saisonspielen in der Tabelle auf dem 12. Platz steht. Ludwigsburg zeigte gegen Ulm eine geschlossene Mannschaftsleistung und erwischte vor allem in der Offensive einen guten Tag. 55% aus dem Feld, 10/25 Dreier und insbesondere 21/23 Freiwürfe waren eine starke Ausbeute für die junge Porsche BBA-Mannschaft, die sich allen Rückschlagen zum Trotz nicht unterkriegen lässt und am Samstag ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren konnte.

04.02.2023 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Basketball Löwen 81:87

16 Spiele lang war es keinem Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gelungen, die WHITE WINGS Hanau zu bezwingen. Diese Serie hat nun ihr Ende gefunden: In einem hart umkämpften Spiel unterlagen die Grimmstädter knapp gegen die Basketball Löwen aus Erfurt. Mit 81:87 erlebt das Team von Headcoach Marti Zamora damit erstmalig in dieser Saison eine Niederlage.

„Erfurt hat ein starkes Spiel abgeliefert. Sie haben wichtige Würfe getroffen und hart gekämpft. Wir mussten auf der anderen Seite auf Bruno verzichten und es ist klar, dass wir Schwierigkeiten haben würden, wenn wir ohne den MVP der ProB Süd antreten. Trotzdem: Wir haben heute viel Charakter bewiesen und haben bis zur letzten Spielminute gekämpft“, lautet Zamoras Fazit. Gesenkte Köpfe oder größeren Frust gibt es unterdessen nicht: „Wir sind sehr stolz auf unsere 16:1-Bilanz und vor allem die Energie, die wir am Ende des Spiels gezeigt haben. Wir haben nie aufgegeben. Wir werden nun viel Arbeit investieren, um das nächste Spiel wieder zu gewinnen.“

Beide Mannschaften starteten etwas unsicher in die Partie, wobei die Erfurter von Beginn sehr engagiert als Mannschaft verteidigten. Nach den ersten zehn Minuten führten die Hanauer mit zwei Punkten (14:12). Dies änderte sich jedoch im zweiten Viertel, welches die Thüringer deutlich für sich entschieden (Halbzeitstand 43:31). Das dritte Viertel verlief ausgeglichen und die Basketball Löwen gingen mit zwölf Punkten Vorsprung in den Schlussabschnitt (65:53). Dem Tabellenführer gelang es, einige Punkte aufzuholen. Das Team der Löwen-Trainer Enrico Kufuor und Andreas Fischer hielt jedoch spielerisch dagegen und sicherte sich den Sieg.

Insgesamt zeigten sich die Erfurter mannschaftlich sehr geschlossen, bewegten den Ball gut in den eigenen Reihen und agierten sehr selbstbewusst im Korbabschluss. Besonders erfolgreich war der US-Amerikaner Tyseem Lyles mit 28 Punkten und einer überragenden Wurfquote von 60 % von jenseits der Dreipunktelinie (6 Treffer bei zehn Versuchen). Rückkehrer Ricky Stafford zeigte sich wiederum mit drei erfolgreichen Distanzwürfen bei sechs Versuchen und insgesamt 11 Zählern ebenfalls sehr korbgefährlich. Noch hochprozentiger traf das Erfurter Eigengewächs Lorenz Schiller mit 67% von der Dreierlinie, sowie aus dem Zweierbereich. Der Power Forward holte für seine Mannschaft neben 15 Zählern zudem noch vier Rebounds. Der erfolgreichste Rebounder war jedoch Guy Landry Edi, der ein Double-Double mit 15 Punkten und 11 Rebounds erzielte. 

Löwen-Sportdirektor Florian Gut lobt die Leistung der eigenen Mannschaft: „Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Ludwigsburg haben wir in Hanau erneut eine hervorragende Teamleistung gesehen. Mein Kompliment gilt unseren Spielern und dem Trainerstab, die sich durch harte Trainingswochen auf ein höheres sportliches Level gebracht haben. Daran wollen wir anknüpfen und in den nächsten Spielen weitere wichtige Siege holen und uns für die Playoffs qualifizieren. Unabhängig vom reinen Ergebnis, macht die Spielweise unseres Teams viel Freude und Hunger nach mehr.“ 

04.02.2023 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TEAM EHINGEN URSPRING 69:82

Am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB unterlag der BBC Coburg am Samstagabend dem Team Ehingen Urspring mit 69:82 (34:44). Die Schwaben gingen von Beginn an beherzt zur Sache und rangen den Vestestädtern mit hoher Intensität in der Defensive die Punkte ab. Erdrückend war die Übermacht des“Team in Green” bei den Rebounds, 54 Bretter der Ehingerstanden 33 der Coburger gegenüber. Zudem steckten die Gäste den Ausfall ihres Top-Scorers André Nation im zweiten Viertel mit einer geschlossenen Teamleistung weg. Mit jeweils 19 Punkten führten die beiden Ehinger Moritz Heck und Vincent Neugebauer ihre Mannschaft zum Sieg. Bester Werfer der Coburger war Tyreese Blunt mit 13 Punkten.

Von der ersten Minute an stellten die Schwaben klar, dass sie an diesem Abend dem BBC Coburg keine Geschenke machen wollten. Hohes Tempo und aggressive Ganzfeldpresse in der Defensive bestimmten die Schlagzahl. Zunächst hielt Coburg noch gut mit, in der ersten Hälfte wechselte die Führung neun Mal. Milan Suput und Adrian Petkovic kamen mit schnellen
Punkten für die Hausherren ins Spiel, bei den Gästen antworteten Zacek und Neugebauer. Fünf Dreier im ersten Viertel waren bis dahin der Garant, dass die Oberfranken mithalten konnten. Ein komplett anderes Bild zeigte sich dann im zweiten Viertel. Für die Coburger, die ihr Glück immer wieder über Distanzwürfe suchten, war der Korb nun wie verrammelt. Nur gleich zu Beginn des Abschnitts traf Blunt noch einmal von Downtown, bis zur Pause kämpfte Coburg aber in der Offensive. Ehingen spielte sich den entscheidenden Vorteil heraus, mit 19:11 fertigten sie Coburg im zweiten Durchgang ab.
Dabei mussten die Gäste ab der 16. Spielminute auf ihren Top-Scorer André Nation verzichten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde der US-Amerikaner ausgewechselt und anschließend im Krankenhaus behandelt. Nation war abseits des Spielgeschehens umgeknickt und signalisierte sofort, dass es nicht weitergehen könne. Die 500 Zuschauer in der HUK-COBURG arena verabschiedeten den besten Schützen der Liga mit Beifall und Ovationen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 15 Punkte und sechs Rebounds für sein Team eingefahren.

Wer nun dachte, die Schwaben würden mit dem Wegfall ihres Top-Performers auch die Dominanz in diesem Spiel abgeben, sollte schnell eines besseren belehrt werden. Sie machten nämlich genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Ehingen hatte häufig einfach eher die Hände oben, Vincent Neugebauer sammelte 13 Rebounds, insgesamt holte Ehingen 21 Bretter
mehr als Coburg. Auch technische Probleme mit der Anzeige, die im dritten Viertel eine zweimalige Unterbrechung der Begegnung zur Folge hatten, konnten das “Team In Green” an diesem Abend nicht aus der Fassung bringen. Die 13-Punkte-Führung nach dem dritten Viertel verwalteten die Schwaben bis zum finalen Buzzer erfolgreich. Coburg kam offensiv wieder besser in Tritt, nach einem Korbleger von Bulic verkürzten die Gastgeber den Rückstand auf 57:65 (34.), was Ehingens Coach Oliver Heptner zu einer Auszeit veranlasste. Ehingen fand in der Schlussphase immer die richtigen Antworten, exemplarisch durch Moritz Heck, der binnen 50 Sekunden zwei Dreier ins Coburger Herz schoss.

Oliver Heptner konnte zufrieden mit seinen Schützlingen sein. “Unser Game-Plan ist heute insofern aufgegangen, dass wir gut verteidigt haben. Durcheinander gewürfelt wurde das Ganze natürlich durch die Verletzung von André Young. Wir hoffen, dass es nicht zu schlimm ist, auch wenn es schlimm aussah”, sagte der 29-Jährige. Zudem sei er stolz auf seine
Mannschaft, die mit dem Erfolg in Coburg den dritten Sieg in Folge landete. Zuvor habe man immer nach zwei Siegen eine Niederlage hinnehmen müssen.

04.02.2023 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. SEEBURGER College Wizards 94:70

Die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer haben einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde gemacht. Die Mannschaft von Cheftrainer Carl Mbassa entschied das Südwestduell der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mit den College Wizards aus Karlsruhe mit 94:70 (41:33) zu ihren Gunsten und festigte den Platz im Tabellenmittelfeld. „Es gibt immer einige Dinge, an denen man arbeiten muss. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden“, betonte Mbassa nach dem Kräftemessen in der heimischen PSD Bank-Halle Nord.

Bereits im ersten Viertel wurde deutlich, dass die Baskets Speyer seit dem letzten Spiel hart an sich gearbeitet haben. Von Seiten der Wizards wurde das Spiel mit denselben Fehlern wie auch gegen Ehingen eröffnet. Eine unorganisierte Offensive zwang sie zu vielen Abschlüssen durch Distanzwürfe, von denen leider nur wenige ihren Weg in den Korb fanden. Dies nutzte Speyer aus, welche konzentrierter in das Spiel einstiegen und sich so bereits im 1. Viertel mit 25:14 absetzen konnten.

Das zweite Viertel begann mit einem Lauf von Speyer. Davon ließen sich die Wizards nicht beirren und suchten in der Offense öfter den Weg zum Korb. Hier konnten sie deutlich mehr Punkte erzielen und kämpften sich somit zwischenzeitig bis auf 7 Punkte an Speyer heran. Zur Halbzeit stand es schließlich 41:33.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich schwach wie die Erste. Durch das Verlegen von einfachen Korblegern in Kombination mit vielen Ballverlusten konnten die Baskets Speyer das Spiel wieder deutlich auf ihre Seite ziehen. Ab diesem Zeitpunkt fiel es den Wizards schwer, offensiv wie defensiv Struktur aufzubauen und das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Zwischendurch gelang es noch einmal auf 12 Punkte heranzukommen, was aber nicht gehalten werden konnte.

Im letzten Viertel, welches mit 56:72 begann, zeigte die Heimmannschaft noch einmal auf, dass sie sich ihres Tabellenplatzes sicher sind. Das Spiel war schon entschieden und Speyer gelang es, den Abstand weiter auszubauen.

Schlussendlich war es eine Kombination aus fehlendem Teamwork, erfolglosen Einzelaktionen und einer Defensive, die nicht besser war als die gegen Ehingen, welche den Wizards die 70:94 Niederlage kostete. „Wir sahen nicht aus wie eine Mannschaft, die nach Speyer kommt, um sich die Punkte zu holen.“, reflektiert Geschäftsführer Zoran Seatovic. Für die kommenden Spiele ist er sich sicher: „Wenn wir weitere Siege verbuchen wollen, müssen wir uns defensiv wiederfinden und eine Schippe drauflegen.“ Dies können die Wizards am 11.02. bei ihrem Heimspiel gegen Ludwigsburg beweisen.

04.02.2023 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. TSV Oberhaching Tropics 77:71

Die Oberhachinger Basketballer konnten den Schwung nach dem Sieg gegen den FC Bayern nicht mit ins nächste Derby nehmen. Nach über weiten Strecken schwacher Leistung unterlag man den Hessing Kangaroos. Die Gastgeber brachten deutlich mehr Energie auf das Parket und sicherten sich mit Ihren Fans als 6.ten Mann verdient den Heimerfolg.

Sowohl die Kangaroos als auch der Tabellenvierte aus dem Münchner Süden konnten bei diesem Derby ihre besten Formationen aufbieten. 772 Zuschauer waren in die Stadtberger Sporthalle gekommen. Und diese dürften ihr Erscheinen nicht bereut haben, es war einiges geboten an diesem Basketball-Abend. Von Beginn an entwickelte sich eine äußerst intensive Partie, im ersten Viertel konnte sich kein Team in irgendeiner Form absetzen. Die Leitershofer hielten sich mit vier Dreiern von vier verschiedenen Spielern im Match, bei den Tropics trugen sich in dieser Phase spgar bereits acht Akteure in die Scorerliste ein. Die Gäste gewannen die ersten zehn Minuten knapp mit 23:21. Im zweiten Abschnitt war es dann zunächst einmal eine reine Defense Schlacht, es fielen kaum Körbe, auch weil kein Team dem anderen auch nur einen Millimeter Raum gönnte. Mit einem 10:0 Zwischensprint vor der Halbzeitpause sorgte dann die BG aber für eine neun-Punkte Führung, in dieser Phase hatte Oberhaching dazu wenig Wurfglück. Jedoch war allen Fans klar, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden war.

Nach der Halbzeit ging es ähnlich weiter, allerdings kam das Team von Trainer Mario Matic, der als Spieler früher selbst für die Leitershofer aktiv war, Punkt um Punkt näher. Der wesentliche Unterschied war, dass den Oberbayern nun zehn von zehn Freiwürfen, von denen einige wegen unsportlicher und T-Fouls auf Seiten der Kangaroos zu Stande gekommen waren, verwandelte, während die Stadtberger nur drei ihrer zehn Optionen von der Linie in die Reuse einnetzen konnten. 51:50 stand es dann vor den letzten zehn Minuten, das Spiel schien zu kippen. Den letzten Abschnitt eröffnete Leitershofen dann mit zwei Dunkings durch Teathloach Pal und Nicolas Lagerman, Oberhaching konterte aber jeden Angriff umgehend. Mit sehr viel Kampf schafften es die Stadtberger aber, den Gegner nicht vorbeiziehen zu lassen, die frenetisch anfeuernden Fans unterstützen dieses Unterfangen herausragend und wurden immer mehr zum sechsten Mann auf dem Feld. Als eineinhalb Minuten vor dem Ende Teathloach Pal auf Anspiel von Lucas Mayer einen spektakulären Alley Oop Dunk zum 70:64 verwandelte, eskalierte die Halle völlig. Die Tropics konterten aber sofort per Dreier von Omari Knox, den wiederum Stjepan Topalovic mit einem erfolgreichen Wurf von jenseits der 6,75 Meter Linie aus der Ecke retournierte. 73:67 eine Minute vor dem Ende, da dachte jeder an das ein oder andere doch noch knapp verlorene Spiel in dieser Saison aus ähnlicher Konstellation. Und prompt brachten die Kangaroos zwei Einwürfe leichtfertig nicht an den Mann, kurz vor dem Ende stand es nur noch 73:71. Ein Foul noch vor dem Einwurf brachte den Leitershofern dann regelgemäß einen Freiwurf plus Bonuseinwurf, den Jannick Westermeir verwandelte. Ein weiterer Ballverlust offerierte den Tropics noch eine Chance auf den Dreier, der aber von der BG gut verteidigt wurde. Mit den beiden letzten Stop-Clock Freiwürfen stellte dann erneut Jannik Westermeir den Sieg sicher. Der Jubel kannte danach bei Team und Fans keine Grenzen.

Mario Matic :“ Glückwunsch an Richie und Leitershofen. Sie haben das Spiel verdient gewonnen. Die Tatsache, dass Sie 17 Rebounds mehr hatten als wir, zeigt dass Sie die Punkte mehr wollten als wir und mehr Energie aufs Feld gebracht haben. Zudem haben wir Heute einfach auch keine Würfe getroffen und die Kangaroos hatten einfach auch eine mega Unterstützung durch Ihre Fans. Für uns geht der Blick nach vorne. In Erfurt wartet eine sehr schwere Aufgabe auf uns.“

Vorberichte ProB Nord 18. Spieltag

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 18: 04.02.2023 18:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel

Das 16. Saisonspiel am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord steht an. Die achtplatzierten TKS 49ers begrüßen den elftplatzierten SC Rist Wedel. Die beiden Teams trennen zwar drei Tabellenränge, dennoch liegt nur ein Sieg zwischen ihnen. Die Gäste visieren die Playoffplätze an, die Gastgeber wollen diese hingegen nicht aus den Augen verlieren.

Die Gäste vom SC Rist Wedel mussten letzte Woche, ähnlich wie die 49ers, eine deutliche Niederlage einstecken. Gegen die Iserlohn Kangaroos verlor man auswärts mit 64:90. Ein Spieler in Wedels Reihen enttäuschte trotz dessen nicht und erzielte 23 Punkte: Harrison Cleary. Auf den amerikanischen Aufbauspieler kann sich der Berliner Headcoach Stephan Blode diese Spielzeit fast immer verlassen. Schon beim Hinspiel gegen die TKS 49ers am ersten Saisonspieltag legte Cleary 26 Zähler auf. Seither ist er mit 24,8 Punkten pro Partie der zweitbeste Scorer der ProB Nord. Unterstützung kommt zudem regelmäßig von den Big Men Michal Kozak (14,1 Pkt, 8 Reb) und Marc Nagora (9,6 Pkt, 5,5 Reb). Mit einem Sieg am dieswöchigen Samstag würden die 49ers den achten Playoffplatz mindestens halten oder mit etwas Glück auf den siebten vorrücken können. Eine Niederlage kann das erneute zwischenzeitliche Abrutschen auf einen Platz außerhalb der Playoffränge bedeuten. Ob die Verletzten Leonik Wadehn und Ben Defty am Samstag wieder zum Einsatz kommen können, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sicher.

„Taktisch wissen wir immer, was wir machen, und wollen das auch umsetzen. Ich glaube, wir müssen konstant, auch wenn es mal nicht so läuft, hohen Einsatz zeigen. Wir müssen konstant, wenn es nicht so läuft, kommunizieren“, gibt Rist-Trainer Stephan Blode seinen Spielern für die in Kleinmachnow ausgetragene Begegnung mit auf den Weg.

Die Niederlage gegen Iserlohn ist abgehakt. Man habe sich die Aufzeichnung des Spiels noch einmal angeschaut: „Wir alle waren geschockt, wie gut wir im ersten Viertel und wie schlecht wir danach waren. Das ist schon ein heftiger Unterschied“, so Blode, der aber auch betont: „Da hilft reden irgendwann nicht mehr viel, du musst spielen, spielen, spielen.“

04.02.2023 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Iserlohn Kangaroos

Die Playoff-Qualifikation wirft ihren Schatten voraus. Auch in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. So treten am kommenden Samstag die RheinStars und die Iserlohn Kangaroos zu einem richtungsweisenden Duell um einen der begehrten acht Plätze an. Platz sieben mit 8:7-Siegen gegen Platz zehn mit 7:9-Siegen.

Während die RheinStars an die guten Heimvorstellungen der Saison anknüpfen wollen nach dem eher zähen Start in das Jahr 2023, kommen die Gäste aus Westfalen mit gehörigem Selbstbewusstsein. „Und, schupps, da sind wir wieder, auch wenn einige nicht mehr damit gerechnet haben“, wird deren Kapitän Joshua Dahmen nach dem 90:64 über den SC Rist Wedel und dem zweiten Sieg in Folge auf der Kangaroos-Homepage zitiert. Dahmen weiter: „Falls es uns gelingt, jetzt vier oder fünf Spiele hintereinander zu gewinnen, halte ich Platz vier oder fünf nicht für unrealistisch.“ Und: „Wenn wir gegen Köln, die aktuell Siebter sind, nachlegen können und an Köln in der Tabelle vorbeiziehen würden, wären wir schon mal einen Schritt weiter.“ Zumal die Kangaroos auswärts eine Bilanz von 5:3-Siegen aufweisen.

Im Hinspiel gelang den Kangaroos beim 94:85 einer ihrer zwei Heimsiege. In der Vorbereitung auf den Gegner hat sich deren Headcoach Dennis Shirvan neben dem Hinspiel auch noch zahlreiche weitere Partien der RheinStars angeschaut und konnte, laut Iserlohner Stadtspiegel, einige Stärken und Schwächen ausmachen. „Ich habe einige Dinge gesehen, die sie besser machen als im Hinspiel, aber wir wissen auch, was wir dagegen tun müssen“, so Shirvan.

Unabhängig vom aktuellen Stand in der Tabelle und den Iserlohnern konzentrieren sich die Kölner auf sich selbst: „Wir haben genügend Gründe aus dem Hinspiel, die uns sehr motivieren sollten“, sagt Assistant Coach Katharina Arnold. Zu wenig Intensität in der Defense, zu viele Fehler insgesamt und in den entscheidenden Phasen nicht clever genug. „Aber wir sind seit Oktober in viele Punkten sehr viel weitergekommen, wir müssen sie jetzt nur wieder verlässlich abrufen.“ Das Spiel gegen Iserlohn kommt da als gute Gelegenheit.

Der dritte Sieg in Folge würde die Serie der Kangaroos ausbauen. „Wir wollen die Serie natürlich beibehalten“, erklärt Dennis Shirvan. „Es war auch unser Ziel, im Jahr 2023 voll durchzustarten mit einem vollen Kader.“ Bis jetzt funktioniert das sehr gut, lediglich dem Tabellenführer BSW Sixers musste man sich in diesem Jahr knapp geschlagen geben.  

04.02.2023 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BBG Herford

Nach zwei Niederlagen in Serie gilt es für die Drachen vom Menzenberg zurück in die Erfolgsspur zu finden. Die nächste Chance bietet sich am kommenden Samstag auf heimischem Parkett, wenn Aufsteiger BBG Herford im DragonDome gastiert.

Der Aufsteiger aus dem Herzen NRW’s blickt bislang auf eine durchwachsene Premieren-Saison in der BARMER 2.Basketball Bundesliga und rangiert mit zwei Siegen und 14 Niederlagen nur knapp vor dem Tabellenschlusslicht aus Giessen. Die Gäste um Headcoach David Bunts kommen mit 7 Niederlagen in Serie ins Rheinland und mussten sich am
vergangenen Wochenende den BSW Sixers deutlich mit 68:106 geschlagen geben. Mit Filmore Beck verpflichteten die Ostwestfalen einen mit allen Wassern gewaschenen Routinier nach, der in den vergangenen drei Jahren für Karlsruhe und Itzehoe in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf dem Parkett stand und ebenso massig ProB-Erfahrung in die basketballerische Waagschale werfen kann. In seinen drei Einsätzen überzeugte der mittlerweile 30 Jahre alte Shooting
Guard mit 15,3 Punkten und 2,0 Assists und könnte auf dem Weg zum Klassenerhalt einer der entscheidenden Faktoren werden.

Yannick Arenz (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf): „Die Jungs brennen darauf zu beweisen, dass sie besser sind als die Ergebnisse in den vergangenen beiden Wochen. Jeder Sieg zählt auf dem Weg in die Playoffs, die wir fest im Visier haben und gemeinsam mit unseren Fans wollen wir am Samstag zeigen, dass der DragonDome immer noch eine Basketball Festung sein kann!“

„Defensiv hatten wir in den Spielen gegen Stahnsdorf und Wedel durchaus gute Leistungen abgeliefert. Wenn wir in Rhöndorf gewinnen wollen, müssen wir daran wieder anknüpfen und vor allem die gefährlichen Distanzschützen der Gastgeber kontrollieren“, äußert sich Coach David Bunts.

04.02.2023 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. LOK BERNAU

Der SSV LOK Bernau reist am Samstag 600km gen Westen, um sich den EN Baskets Schwelm zu stellen.

Dass für die Bernauer lange Reisen kein Problem zu sein scheinen, hat man ja in der Vergangenheit beweisen können. Die meisten der Spiele auf gegnerischem Parkett konnte die LOK gewinnen. Und das Team von Coach Bottinelli kann mit breiter Brust die Reise nach Nordrhein-Westfalen antreten. Im neuen Jahr ist man bislang unbesiegt und die letzten beiden Heimspiele konnte man sogar mehr als deutlich für sich entscheiden. Das Hinspiel konnte man vor heimischen Publikum deutlich mit 79:61 gewinnen. Schon damals waren die aggressive Verteidigung und das hohe Spieltempo die ausschlaggeben Faktoren für den Sieg. Und beides konnte man seither noch deutlich steigern. Vor allem hat sich aber auch der Fokus unserer Mannschaft deutlich verbessert. So wird man sich auch nicht vom veränderten Gesicht der Schwelmer Mannschaft aus der Ruhe bringen lassen.

Der vermutlich kompletteste Gegner der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ist zu Gast oder wie Falk Möller es ausdrückt: „Bernau spielt eine überragende Saison und steht zu recht oben in der Tabelle. Sie spielen extrem variabel im Angriff und haben eine aggressive Defensive. Ohne Wenn und Aber stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe.“

Coach Davide Bottinelli: „Wir fahren nach Schwelm mit viel positiver Energie und einem starken Teamgeist, welches wir aus unserem Sieg schöpfen. Wir sind uns unserer starken TeamVerteidigung sehr bewusst und haben unsere Wurfauswahl deutlich verbessert. Schwelm hat mit den Nachverpflichtungen seine Struktur verändert und zum Beispiel die Gefahr von der Dreierlinie erhöht. Das wird sicher ein entscheidender Faktor im Spiel sein. Wir wollen dagegen unsere Aggressivität einsetzen und die Rebounds kontrollieren. Das wird uns erlauben, unsere Offense noch besser zu organisieren.“

04.02.2023 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. RASTA Vechta II

Neun Siege und sieben Niederlagen, damit stehen die Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf Platz fünf. Neun Siege und sieben Niederlagen hat auch die zweite Mannschaft von Rasta Vechta einen Rang dahinter. So ist das Aufeinandertreffen der beiden Teams am Prokon-Heimspieltag „das nächste Vier-Punkte-Spiel für uns“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink.

Im dritten Heimspiel in Serie werde Rasta eine harte Nuss für die Eagles, ahnt der Trainer. „Sie spielen eine super Saison und konnten dabei sogar den wochenlangen Ausfall ihres US-Spielers JJ Culver kompensieren.“ Auch ohne ihn gewannen die Niedersachsen Spiele – „das zeigt, dass wir auf eine geschlossene Mannschaft treffen, die es versteht, als Team zu agieren“. Vechta kommt mit vielen jungen Talenten, angeführt von Culver, Kevin Smit und Leon Okpara. Aber auch der 17-jährige Johann Grünloh (2,10 Meter groß) und der ein Jahr ältere Noah Jänen spielten eine sehr starke Saison, so Völkerink. Mit Spielzügen der Rastaner aus dem Block heraus hätten die Itzehoer im Hinspiel ihre Probleme gehabt, „da müssen wir einen besseren Job machen“.

Trotzdem gewannen die Eagles einen Tag vor Silvester in Vechta mit 85:79, jetzt wollen sie den Sieg und damit gleichzeitig den direkten Vergleich sichern. „Wir sind gut drauf und gehen selbstbewusst in das Spiel“, sagt der Coach. Das Team hoffe auf eine erneut volle Halle: „Wir glauben fest an unseren Heimvorteil. Die Stimmung war zuletzt einfach großartig, das Publikum ist für uns ein wichtiger Faktor und gibt unserem Spiel in schwierigen Phasen Sicherheit.“

05.02.2023 17:30 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Der 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord hält für die ROTH Energie Giessen Pointers ein Heimspiel parat – am Sonntagabend empfangen die Pointers in der Gießener Osthalle den aktuellen Tabellendritten aus Wolmirstedt. Angesichts der brenzlichen Lage der Pointers, weiß Trainer Dejan Kostic, dass es für die Universitätsstädter eine ganz schwierige Aufgabe wird „Es wird sicherlich nicht einfach, als letzte Woche in Bernau. Wolmirstedt ist ein physisch starkes Männerteam, dass mit Bill Borekambi, Jordan Talbert und vielen weiteren starken Spielern besetzt ist. Unter der Korb haben sie mit Fabien Kondo einen unheimlich physischen Center, der zwar wenig scort, aber ein wahnsinniger Verteidiger ist.“, so der Pointers-Coach zum kommenden Gegner.

Nach der ernüchternden Auswärtsfahrt vergangene Woche bei der LOK Bernau, als die Gießener mit 64:102 ins Hintertreffen gerieten, sind die Pointers daran gesetzt weiterhin den Fokus auf dem eigenen Spiel zu haben und gegen den Tabellendritten eine gute Figur zu machen. Schließlich warten in den kommenden Wochen, die alles entscheidenden Spiele um den Klassenerhalt. Zum letzten Spieltag Anfang April, wenn die Pointers in Herford beim direkten Konkurrenten zu Gast
sein werden, will das Team von Daniel Dörr und Dejan Kostic sich zumindest die Chance auf ein Do-or-Die-Game sichern.
„Wolmirstedt ist kein Gegner den wir schlagen müssen. Wir sind sicher für eine Überraschung gut, aber wichtiger ist es, dass wir das Spiel vernünftig spielen und in den kommenden Spielen Punkte einzufahren.“, erzählt Kostic im Vorfeld des Duells mit den SBB Baskets Wolmirstedt. Mit zehn Siegen aus 16 Partien stehen die Sachsen-Anhälter auf souveränem Playoff-Kurs. Das ist vor allem der Verdienst von SBB-Trainer Eike Potthast, der eine starke Mannschaft über die Saison geformt hat. Bekannt aus seiner Licher Zeit ist vor allem Bill Borekambi, der auch bei den Wolmirstedtern zu den Leistungsträgern zählt. Auffallend stark ist die ausgewogene Punkteverteilung der Baskets – mit fünf Spielern, die im Schnitt zweistellig scoren, ist der Kader in der Breite stark aufgestellt. Auch weil von der Bank noch gute Scorer zur Verfügung stehen.

Mit zehn Siegen aus 16 Partien stehen die Sachsen-Anhälter auf souveränem Playoff-Kurs. Das ist vor allem der Verdienst von SBB-Trainer Eike Potthast, der eine starke Mannschaft über die Saison geformt hat. Bekannt aus seiner Licher Zeit ist vor allem Bill Borekambi, der auch bei den Wolmirstedtern zu den Leistungsträgern zählt. Auffallend stark ist die ausgewogene Punkteverteilung der Baskets – mit fünf Spielern, die im Schnitt zweistellig scoren, ist der Kader in der Breite stark aufgestellt. Auch weil von der Bank noch gute Scorer zur Verfügung stehen. In den letzten fünf Spielen mussten sich die Baskets auch nur einmal geschlagen geben – beim Tabellenführer aus Sandersdorf gab es die bisher einzige Niederlage im neuen Jahr.

Vorberichte ProB Süd 18. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 18: 04.02.2023 14:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. EPG Baskets Koblenz

Vor einer anspruchsvollen Aufgabe steht die junge zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer am Samstagnachmittag: Im heimischen Audi Dome empfangen die Münchner Talente ab 14 Uhr einen der Topfavoriten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd, der Tabellenzweite Koblenz gilt als klarer Aufstiegsaspirant in der Südgruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Ein Blick auf den Kader verstärkt diesen Eindruck. Das Team von Coach Patrick Elzie, der in den letzten Jahren u.a. in Vechta und Itzehoe arbeitete, ist gespickt mit ProA- und ProB-erfahrenen Spielern. Leon Friederici ist mit 16,7 Punkten pro Partie der Topscorer, doch gleich sieben Akteure treffen im Schnitt zweistellig. Mehr als 90 Punkte erzielen die Gäste aus Rheinland-Pfalz, die zudem mehr als 40 Rebounds fangen. Diese Qualität der Baskets mussten die Bayern schon bei der klaren 54:99-Hinspielniederlage anerkennen.

Haderten die Bayern ihrerseits im bisherigen Saisonverlauf oft mit ihrer Dreierquote (31,7 %), so gab es bei der Derbyniederlage in Oberhaching einen deutlichen Schritt nach vorn (43 %). In jedem Fall wollen sie am Samstag vor eigenem Publikum besser aussehen als in Koblenz. Allerdings fehlen, wie schon im gesamten Saisonverlauf, in Martin Kalu und Ivan Kharchenkov zwei mögliche Leistungsträger schmerzlich.

04.02.2023 15:00 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. OrangeAcademy

Die Wochen der interessanten Spiele enden für die Porsche BBA Ludwigsburg nicht. Nach Matches gegen die Aufstiegsfavoriten aus Hanau und Koblenz, steht nun das Derby gegen die OrangeAcademy aus Ulm an. Die Partie ging in der Hinrunde deutlich an die Ulmer,  weshalb die Porsche BBA den Spieß nun umdrehen will.

Dass die Duelle zwischen Ludwigsburg und Ulm Tradition haben und auch stets die gewisse Prise Brisanz und Spannung mit sich bringen, zeigt sich nicht nur bei den ersten Vertretungen beider Mannschaften (siehe die Partie im späten Dezember), sondern auch in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Samstag, den 04.02.23 kommt es ab 15:30 Uhr zum Schwabenderby in der Ludwigsburger Rundsporthalle und beide Teams werden alles daran setzen, sich den Sieg über den Erzrivalen zu sichern. Nachdem letzte Woche viele Ludwigsburger Spieler krank ausfielen und Sebastian Hartmann weiterhin verletzt ist, hofft Headcoach Khee Rhee nun natürlich auf viele Rückkehrer und das Team ist heiß darauf, die Niederlage gegen Erfurt vergessen zu machen.

Wie so häufig in dieser Saison, musste die Porsche BBA Ludwigsburg beim Spiel gegen die Basketball Löwen Erfurt gleich auf mehrere wichtige Spieler verzichten und konnte deshalb nicht an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Beide Teams starteten die Partie mit einem Offensivfeuerwerk, doch die Erfurter verteidigten zunächst besser und gingen mit einer 30:19-Führung in die erste Viertelpause. Bis zur Halbzeit konnten die Hausherren dann auf ein 55:32 davonziehen. Auch nach der Pause ließen die Löwen nicht locker und zogen ihren offensiven Spielstil konsequent durch. Die Ludwigsburger konnten selbst im Schlussviertel, als viele Nachwuchskräfte der Erfurter auf dem Parkett waren, nur wenig entgegensetzen und letztendlich gewannen die Hausherren das Spiel mit 104:78.

Der Franzose Pacôme Dadiet zeigte letzte Woche bei seinem ersten Spiel für die Ulmer gleich, warum er als großes Talent im europäischen Basketball gilt. Mit 24 Punkten, 8 Rebounds und 3 Assists legte er einen starken Start für sein neues Team hin. Aufpassen müssen die Ludwigsburger auch auf Forward David Fuchs, der den Ludwigsburger Fans, durch seine Beteiligung am Dezemberspiel im Basketball-Oberhaus, sicher noch im Gedächtnis sein wird. Insgesamt sind die Ulmer ausgewiesene Distanzschützen, denn in der ProB-Süd probiert kein Team so viele Dreier wie sie. Obwohl sie viele Würfe nehmen, stellen sie dabei noch die drittbeste Quote. Auch bei den erzielten Punkten und den Rebounds findet sich die OrangeAcademy unter den besten vier Mannschaften der Liga und belegt bei den Steals sogar Platz eins. Nichtsdestotrotz reicht es insgesamt nur für den zehnten Tabellenplatz, da die Ulmer bisher einige knappe Niederlagen einstecken mussten.

Statement von Coach Khee Rhee: „Das Derby gegen Ulm ist immer ein besonderes Spiel. Wir müssen auf jeden Fall das Spiel von letztem Wochenende wiedergutmachen und das meine ich nicht in Bezug auf das Endergebnis, sondern auf den Willen und unsere Ambition, immer alles zu geben. Ich hatte mit den Jungs ein kleines Zwischenziel, welches nicht erfüllt wurde, deshalb wollen wir das gegen Ulm korrigieren.“

04.02.2023 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Basketball Löwen

16 Spiele, 16 Siege – es ist eine unfassbare Saison, die die WHITE WINGS Hanau derzeit spielen. Mit dem Auswärtssieg in Frankfurt in der vergangenen Woche haben sich die Hanauer bereits jetzt ein Ticket für die Playoffs gesichert. Und doch gab es auf dem Weg hin zu diesem Erfolg immer wieder auch Teams, die den White Wings große Schwierigkeiten bereitet haben. Eines davon sind die Basketball Löwen aus Erfurt, gegen die es am kommenden Woche ein Wiedersehen gibt.

Im Hinspiel Anfang November erlebten die Fans beider Teams einen hart umkämpften Krimi. Trotz einer insgesamt guten Leistung in den ersten drei Vierteln leisteten sich die Hanauer, die noch dazu auf der Center-Position geschwächt waren, einige Unkonzentriertheiten. Schlussendlich ging das Spiel zwei Mal in die Verlängerung, ehe sich die Grimmstädter nach 50 Minuten Spielzeit einen knappen 98:105-Sieg sicherten. „Wir sind immer noch müde von diesem Auswärtsspiel“, scherzt Headcoach Marti Zamora.

In der Hinrunde konnten sich die Erfurter dabei insbesondere auf ihre starke Starting Five verlassen. Center Noah Kamdem und Guard Tyseem Lyles scorten beide über 20 Punkte, Guy Edi holte zudem 14 Zähler. „Erfurts Starting Five ist sehr erfahren. Sie alle sind auf dem Platz äußerst gefährliche Spieler – egal ob offensiv oder defensiv“, so Zamora weiter. Entsprechend wird die Hanauer Defense insbesondere ein Auge auf Lyles, Edi und Kamdem haben müssen, um ihnen keine freien Würfe zuzugestehen. Im Vergleich zu den Topspielern des Erfurter Teams sieht es auf der Bank jedoch ein wenig anders aus: „Auch hier findet sich viel Talent, allerdings sind diese Spieler mitunter noch sehr jung und neigen manchmal dazu, Fehler zu machen“, so die Analyse von Hanaus Headcoach.

Mit Blick auf die erste Partie gegen die Basketball Löwen wollen die White Wings in jedem Fall deutlich konzentrierter auftreten und vermeiden, das Spiel nach einer zweistelligen Führung doch wieder aus der Hand zu geben. „Wir müssen smart sein und ein starkes Teamplay zeigen, wie wir es in Frankfurt getan haben. Wir wollen die mentale Stärke aus dieser Partie mitnehmen und entsprechend hart spielen, dabei aber Spaß haben“, sagt Zamora. Ob die Hanauer am Samstag in Bestbesetzung auflaufen können, ist aktuell noch nicht sicher. Bubba Furlong und Bruno Albrecht sind angeschlagen, ihr Einsatz am Wochenende ist derzeit fraglich.

04.02.2023 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Gegen das “Team in Green” nimmt der BBC Coburg am Samstagabend den nächsten Erfolg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ins Visier. In der heimischen HUK-COBURG arena empfangen die Veststädter das Team Ehingen Urspring. Beide Teams präsentierten sich jüngst in guter Form, Coburg verzeichnete drei Siege am Stück, Ehingen gewann
zwei Begegnungen hintereinander. Eine Serie wird also am 18. Spieltag der laufenden Saison reißen.

Coburgs Basketballer wollen sicherstellen, dass die Punkte in Oberfranken bleiben. Stabil und erfolgreich durchläuft der BBC Coburg die aktuelle Spielzeit, das Minimalziel Playoff-Einzug fest im Blick. Aktuell hat man sich wieder auf dem dritten Tabellenplatz eingenistet, vor den Vestestädtern rangieren nur die in dieser Saison alles in den Schatten stellenden Teams aus Hanau und Koblenz, die den ersten Platz unter sich ausmachen werden. Auch im Power-Ranking schneidet Coburg hinter Hanau und Koblenz am besten ab. In den letzten zehn Begegnungen erarbeitete sich das Team von Head Coach Milos Petkovic eine Bilanz von acht Siegen bei nur zwei Niederlagen.

Noch besser schneiden Coburgs Basketballer aktuell bei den Dreiern ab. Mit gut 33 Prozent trifft Coburg in der ProB Süd am zweitbesten von Downtown, besser ist nur Koblenz mit 35 Prozent. Mit fast chirurgischer Genauigkeit treffen BBC-Big-Man Leon Bulic und Aufbauspieler Adrian Petkovic aus Drei-Punkte-Territorium. Beide versenkten bisher 23 Würfe von jenseits der Demarkationslinie und liegen dabei jeweils deutlich über einer Quote von 40 Prozent. Die meisten Dreier für die Vestestädter traf aber Guard Tyreese Blunt, er versenkte 35 Distanzwürfe im Netz des Gegners. Spitzenwerte kann aber auch der Gegner des BBC aus dem schwäbischen Ehingen aufweisen. Da wäre zum Beispiel US-Forward André Nation, der in seinen zwölf absolvierten Spielen in dieser Saison auf durchschnittlich 22,3 Punkte kam – Ligaspitze. Der 29-jährige US-Amerikaner ist zudem in Topform. Am letzten Wochenende eskalierte er beim Heimsieg gegen Leitershofen komplett und erzielte 34 Punkte, pflückte zehn Rebounds aus der Luft, servierte fünf Assists und holte drei Steals. Das ergab einen Effektivitätswert von 41. Auch beim Hinspiel zwischen dem Team Ehingen Urspring und Coburg kam Nation auf 28 Punkte, er dürfte der BBC-Defensive also in Erinnerung geblieben sein. Trotz dieser überragenden individuellen Werte ist Ehingen aber dennoch ein Team, das den Ball laufen lassen kann. Gut 19 Assists pro Spiel belegen das gute Ball-Movement im Spiel der momentan Sechstplatzierten. Der BBC Coburg schneidet mit 15,3 Assists pro Spiel hier deutlich schwächer ab.

04.02.2023 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. SEEBURGER College Wizards

Es ist wieder Derbyzeit für die Basketballer der SEEBURGER College Wizards. Am Samstagabend gastieren die Karlsruher bei den BIS Baskets Speyer.

Gerade einmal fünf Wochen ist es her, dass die Wizards auf die BIS Baskets Speyer getroffen sind. In Bezug auf den Kader hat sich in der Zwischenzeit bei beiden Mannschaften nicht viel geändert, nur bei den Karlsruhern sorgt Karl Drammeh für stärkere Präsenz unter dem Korb.

Beim Heimspiel konnten die SEEBURGER College Wizards die Führung über 40 Minuten hinweg halten und das Spiel am Ende mit einem doch deutlichen 80:67 für sich entscheiden. Dies ist auf eine saubere Teamleistung zurückzuführen, da die Wizards offensiv wie defensiv die vorherigen Trainingsinhalte konzentriert umgesetzt haben. In den darauffolgenden Spielen konnten die Wizards allerdings keine klare Linie aufzeigen. In Frankfurt und beim letzten Heimspiel gegen Ehingen zeigte sich eine instabile Performance, welche es zu ändern gilt. Ein starkes Zusammenspiel wie gegen Speyer und teilweise auch Erfurt muss sich festigen und konstant aufs Feld zu bringen sein.

Denn auch wenn das Hinspiel mit einer Differenz von 13 Punkten besiegelt werden konnte, zeigte die Speyrer Mannschaft in ihren letzten Spielen eine konstante Verbesserung ihrer offensiven und defensiven Fähigkeiten. „Die Defensive von Speyer funktioniert deutlich besser als das, was sie bei uns gezeigt haben“, so Geschäftsführer Zoran Seatovic. Nach der Niederlage gegen Karlsruhe folgten ihrerseits 3 Siege, bei welchen sie mit starkem Zusammenspiel glänzten. Mit ihren Topscorern Lollis, Bruce und Woodmore bringen sie gefährliche Spieler aufs Feld, denen im Hinspiel zwar gut Einhalt geboten werden konnte, welche die Wizards trotzdem jederzeit bestrafen können. Es ist deutlich geworden, dass die Baskets Speyer ihren aktuellen Tabellenplatz verteidigen und sich weiterhin Richtung Play-Offs stabilisieren wollen.

BIS-Coach Mbassa, der voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, betont: „Wir sind zwar leicht favorisiert, die Karlsruher sind aber unangenehm zu spielen. Wir müssen sehr konzentriert verteidigen.“

04.02.2023 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. TSV Oberhaching Tropics

Nach über vierwöchiger Pause ohne Heimspiel in der Stadtberger Sporthalle steht für die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga nun endlich wieder ein Match vor den eigenen Fans auf dem Programm. Am Samstagabend empfängt man den Tabellenvierten TSV Oberhaching Tropics.

Die Niederlage vor Wochenfrist in Ehingen, als man beim Tabellennachbarn viel zu spät aufwachte und ein vermeintlicher Schlussspurt nicht ausreichte, um das Blatt zu wenden, wurde im Laufe der Woche bei den Stadtbergern intensiv aufgearbeitet. Die Analyse ergab, dass es einer wesentlich höheren Intensität über 40 Minuten hinweg in der Verteidigung bedarf, um überhaupt in der Liga bestehen zu können. Denn Aufbaugegner bietet die PRO B schon im Allgemeinen nicht, und im Speziellen ganz sicher erst recht nicht an diesem Wochenende beim Südbayern-Derby. Die Gäste aus der Münchner Vorstadt spielen bisher eine vorzügliche Saison und kämpfen aktuell mit dem BBC Coburg um den dritten Platz in der Tabelle hinter dem Spitzenduo Koblenz und Hanau. Mit 20:12 Punkten liegen die Gelbhemden aus Haching nur zwei Zähler hinter den Oberfranken aus Coburg, haben aber schon vier Zähler Vorsprung auf den Tabellenfünften Frankfurt und sogar schon 10 Punkte auf den ersten Nicht-Play Off Platz neun, den aktuell wiederum die Stadtberger einnehmen. Das Saisonziel der Tropics, Erreichen der Play-Off Runde, kann also kaum noch verfehlt werden. Betrachtet man die Teamaufstellung, überrascht dieses gute Abschneiden nicht. Auf den sogenannten kleinen Positionen hat man mit Spielern wie Janosch Kögler (29), Peter Zeis (33) und vor allem dem US-Amerikaner Omari Knox (36) Routine, Klasse und Treffsicherheit vereint, mit Moritz Noeres (22) dazu einen jungen Distanzschützen, der bereits im Hinspiel sechs Dreier gegen die BG versenkt hatte. Und unter den Körben wurde das großgewachsene Centerduo Finn Fischer (2,08 Meter) und Antoine Buchmann (2,02 Meter) im Januar noch durch Bernhard Benke (2,08 Meter) ergänzt. Der Ex-Leitershofer Benke kam von einem Auslandssemester in Finnland zurück, Er ist ein Spieler, den auch die Kangaroos gerne wieder in ihren Reihen gehabt hätten, jedoch konnte eine Verpflichtung dann nicht realisiert werden.

Mario Matic: „Leitershofen wird eine schwere Aufgabe. Zu Hause spielen Sie sehr stark und haben eine tolle Kulisse hinter sich, die der 6.te Mann des Teams ist. Wir haben großen Respekt vor dem Gastgeber, glauben aber auch selber an unsere Stärken und werden mit viel Selbstbewusstsein anreisen. Nach dem Spiel wird mit Santiago sicherlich an der Theke etwas ausgeben. Aber wir brauchen die Punkte leider selber und werden keine Geschenke machen.“

Nachberichte ProA 18. Spieltag

Foto: Stefan Pieper

Spieltag 18: 20.01.2023 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Phoenix Hagen 93:83

Der 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und somit der Auftakt der Rückrunde für die VfL SparkassenStars Bochum hatte es in sich! Am vergangenen Freitagabend war Phoenix Hagen zum direkten Rückspiel des Derbys aus der Vorwoche zu Gast in der Rundsporthalle.

Eine ausverkaufte Rundsporthalle, ein stimmungsvolles Publikum und eine zu erwartend spannende Partie – es hätte keinen besseren Rahmen für das 100. Spiel von SparkassenStars-Headcoach Felix Banobre geben können. Vor der Partie wurde der Spanier für seine 100 Spiele an der Seitenlinie als Headcoach – es war eigentlich das 101. Spiel, jedoch rückte Banobre im Aufstiegsjahr für ein Spiel freiwillig ins zweite Glied und überließ zum Dank Petar Topalski den Headcoach-Job für diese Partie – von SparkassenStars-Gesellschafter Hans Peter Diehr und Geschäftsführer Tobias Steinert geehrt.

Die Partie ging dann, ähnlich wie das Hinspiel in der Vorwoche, rasant los. Hagens Kyle Castlin verwandelte den ersten Dreier der Partie, bevor Conley Garrison per Sprungwurf zum 2:3 verkürzte. Hagen zog auf 2:6 nach einem Korbleger von JJ Mann davon, bevor TJ Crockett per Dreier und mit zwei erfolgreichen Freiwürfen die Führung erstmals auf die Seite des VfL drehte und die Rundsporthalle zum ersten Mal an diesem Abend zum Kochen brachte. Als Conley Garrison dann och einen Dunk zum 9:6 draufsetzte, gab es für die Fans auf den Rängen kein Halten mehr auf den Plätzen. Die SparkassenStars setzten sich zwischenzeitlich nach einem Korbleger von Niklas Geske auf 19:13 ab, doch Hagen blieb in der Partie und verkürzte zum Viertelende auf 25:23. Im zweiten Viertel blieben die SparkassenStars dann am Drücker. Hendrik Drescher legte mit zwei Dreiern innerhalb der ersten 60 Sekunden los, während Hagen durch einen Korbleger von Kyle Castlin dagegenhielt. Bernie Andre stellte dann die Führung der SparkassenStars nach 5:23 Minuten beim Stand von 40:30 erstmals auf die 10-Punkte-Marke, doch die kam einem Weckruf für Phoenix gleich und so verkürzten die Gäste bis zum Ende der ersten Halbzeit durch einen Dreier von Kristofer Krause das Ergebnis auf 44:38.

Ein Dreier von Ex-Hagener Jonas Grof eröffnete für den VfL die zweite Halbzeit und stellte die Führung auf 47:38, doch die Gäste kamen durch einen 0:7-Lauf zurück ins Spiel und verkürzten durch einen Dreier von JJ Mann auf 47:45. Nach einem anschließenden Korbleger von Jonas Grof für den VfL vergingen zwei umkämpfte Minuten ohne Punkte in der stimmungsvollen Rundsporthalle, ehe zwei Freiwürfe von TJ Crockett und ein weiterer Dreier von Hendrik Drescher die Führung auf 54:45 ausbauten. Bis zum Ende des dritten Viertels behaupteten die SparkassenStars eine 62:58-Führung.

Es ging also voller Spannung in die letzten 10 Minuten in der Rundsporthalle. Niklas Geske, Hendrik Drescher und am Ende ein Dreier von Conley Garrison sorgten dafür, dass die Hausherren 4:49 Minuten vor dem Ende auf 78:71 davonzogen. Die Stimmung in der Halle erreichte nun endgültig ihren Siedepunkt. Die Gäste kamen zwar binnen von 48 Sekunden auf 78:75 an den VfL heran, doch zwei Freiwurftreffer von TJ Crockett, einer von Tom Alte, ein krachender Dunking von TJ Crockett nach einem Ballgewinn und ein Korbleger von Tom Alte brachten die SparkassenStars bis 1:11 vorentscheiden und unter tosendem Jubel auf den Rängen auf 85:75 in Front. Hagen schickte den VfL an die Linie, doch die Schützlinge von Headcoach Banobre blieben cool und verwandelten ihre Freiwürfe, so dass die Schlusssirene beim Stand von 93:83 in einem großen Derbyjubel unterging.

21.01.2023 18:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Eisbären Bremerhaven 77:70

1. Heimsieg 2023 für die Nürnberg Falcons in der BARMER Basketball Bundesliga. Zum Start der Rückrunde bezwang das Team vom Coach Derrick Taylor in einem packenden Basketballspiel die Eisbären Bremerhaven mit 77:70 (46:37). Dabei präsentierten sich die Mittelfranken stark verbessert im Vergleich zur Vorwoche und bescherten sich, ihrem Trainer und den erneut über 2200 Zuschauern einen perfekten Basketballabend – präsentiert von werk :b events. Fünf Falken punkteten dabei zweistellig. 

Das erste Viertel begann direkt nach dem Geschmack der Eisbären. Spielmacher Simon Krajcovic stahl Sebastian Schröder einen Pass förmlich unter der Nase weg und hatte mit dem Korbleger im 1-gegen-1 keine Probleme. Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich Nürnberg zunächst etwas absetzen konnte. Nach der ersten Auszeit konnten die Eisbären die Führung jedoch ihrerseits mit einem 8:0 Lauf in ein 9:10 drehen. Von hier an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der sich kein Team wirklich absetzen konnte. Es gab keine richtigen Scoringläufe für eine der beiden Mannschaften, Punkte auf der einen Seite wurden auf der anderen postwendend gekontert. Ein Highlight des ersten Viertels soll nicht unerwähnt bleiben: Nach eigenem Steal nutze Justin Stovall das freie Feld vor sich und brachte den Ball gekonnt im Korb unter. Den Schlusspunkt setzte Lennard Larysz mit einem 3-Punkte-Treffer. So ging der erste Spielabschnitt mit einem 27:26 für die Hausherren zu Ende. In Viertel Nummer zwei gelang es den Nürnbergern das erste Mal sich ein wenig abzusetzen. Sie schafften es auch zweite Bälle vermehrt abzufangen und erspielten sich dadurch gute Würfe. Gleichzeitig machten Sie es den Norddeutschen schwer ihre Stärken auszuspielen. So wurde unter anderem Dauerbrenner Matt Frierson auch abseits des Balles eng verteidigt, um ihn als Anspiel- und Wurfstation unattraktiv zu machen. Dies zeigte Früchte: im 2. Viertel gelang den Eisbären kein Treffer von jenseits des 3er-Bogens. Der Vorsprung der Nürnberger wuchs auf neun Punkte an. Beide Mannschaften konnten ihr Punktekonto bis zum Ende der Halbzeit um jeweils vier Zähler aufstocken. Der Halbzeitstand somit: 46:37 aus Sicht der Nürnberger. 

Nach der Pause machten die Nürnberg Falcons weiter wo sie 15 Minuten zuvor aufgehört hatten: Eine Leidenschaftliche Defense, mit der sie den Eisbären das Leben schwer machten, eigene Steals und daraus folgende Punkte bedeuteten bald einen Rückstand von über 10 Zählern für die Bremerhavener. Im weiteren Verlauf hatten die Bayern auch mehr Glück im Abschluss, jeder Wurf schien zu fallen, während der Korb der Eisbären Bremerhaven wie vernagelt schien. So bauten die Gastgeber stetig ihre Führung aus. Aus der zweiten Auszeit von Headcoach Steven Key gingen die Eisbären mit einem 7:4-Lauf in die letzte Pause vor dem letzten Spielabschnitt. In diesen starteten die Eisbären mit deutlich verbesserter Offense. Nach nicht einmal einer Minute und einem 5:0 Lauf zwangen die Eisbären den Nürnberger Trainer Derrick Taylor dazu seine nächste Auszeit zu nehmen. Die Seestädter wurden wieder zwingender in ihren Aktionen und konnten drei Minuten vor Ende bis auf 5 Punkte herankommen. Die Mannschaft tat alles um das Spiel noch umzudrehen, der Kraftakt zur Aufholjagd machte sich aber nun bemerkbar und auch die Falcons trafen wieder wichtige Würfe. So gelang es den Hausherren den 77:70-Sieg in eigener Halle zu sichern.

Trainer Derrick Taylor hätte an diesem Abend wohl jedem seiner Spieler diese Auszeichnung überreichen können: „Ich bin sehr stolz auf meine Spieler und glücklich über diesen wichtigen Sieg. Es ist uns heute besser gelungen unseren Game Plan umzusetzen und so mehr Druck auf die gegnerischen Guards zu machen. Wir haben eine gute Leistung gegen einen starken Gegner gezeigt.“ 

21.01.2023 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Dresden Titans 95:92

In einer packenden Partie, müssen sich die Dresden Titans den Kirchheim Knights geschlagen geben. Nach einer guten Anfangsphase der Dresdner übernahm die Heimmannschaft die Führung. Kurz vor Schluss gelang den Titans noch der Ausgleich. Jedoch traf der Kirchheimer Point Guard Wiliams, den Buzzer Beater zum 92:95 Endstand. Damit rutschen die sächsischen Landeshauptstädter, in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, auf Platz fünf ab.

Die ersten Punkte ließen lange auf sich warten. Nach gut zweieinhalb Minuten legt Tanner Graham die ersten Zähler in den Korb. Kirchheim antwortete per Dreier. Im darauffolgenden Angriff zeigte jedoch auch Graham sein feines Händchen und traf vom Parkplatz. Insgesamt versuchten die beiden Mannschaften viel über Fernwürfe zu arbeiten. Im ersten Viertel gab es 18 Versuche. Mit einer Quote von 38% und zehn aus elf getroffenen Freiwürfen konnten sich die „Titanen“ auf 23:20 absetzten. Der noch neue Dresdner Jabari Narcis machte mit einem Jumpshot den Auftakt ins zweite Viertel. Dazu kam ein Dreier von Kirchner, welcher die erste Ritter-Auszeit einläutete. Nach dieser kam Kirchheim wieder näher. Nash dunkte und Aitor Pickett traf für Drei. Nachdem Michael Flowers ausglich (30:30), musste auch Fabian Strauß eine Timeout ziehen. Doch die Kirchheimer gingen in Führung. Bis zur Halbzeit konnten sie auf 42:49 davonziehen.

Nach der Pause ging es mit einem Knights-Dreier weiter. Tanner Graham kopierte jedoch die Aktion auf der anderen Seite und traf von weit draußen. Weitere Highlights im dritten Viertel waren ein Dunk aus dem Fastbreak, von Arne Wendler sowie ein Dreier von weit außen durch Kirchner. Aber auch die Knights trafen weiterhin überragend von jenseits der 6,75 Meter-Linie (48%). Dadurch konnten sie die Führung bis zum Ende des Viertels halten. (74:69)

Zum Start der Crunchtime entwischen die Ritter auf neun Punkte. Schmikale brachte die Titans per Dreier wieder etwas näher dran. Doch ein starker Flowers stellte mit seinem 24. Punkt schnell wieder alte Verhältnisse her. Als der Kirchheimer Vorsprung auf 12 Punkte anwuchs, musste Fabian Strauß wieder zur Timeout greifen. Danach legte Tanner Graham sieben Punkte in Folge auf. So brachte er die Sachsen auf 84:88 ran. 40 Sekunden vor Schluss traf Kirchner für Drei und glich das Spiel aus. Im vermeidlich letzten Angriff bekamen die Dresdner Athleten den Ball aber nicht durch den Korb. Das Spielgerät landete bei Richard Williams Jr, welcher den Buzzer Beater von der Mittellinie verwandelte.

„Wir haben defensiv ein ausgezeichnetes Spiel gemacht. Das Dresden dennoch 92 Punkte gemacht hat zeigt ihre außergewöhnliche Qualität. Das war in dieser Saison das bislang Beste was wir an Offensive gesehen haben,“ lobte Sportchef Chris Schmidt den Gegner.

„Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft und sich die beiden Punkte redlich verdient. Es war ein sehr schwieriges und hartes Spiel. Wir sind sehr glücklich gewonnen zu haben,“ sagte Head Coach Perovic nach Spielende.

21.01.2023 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Tigers Tübingen 62:80

Die Tigers Tübingen haben das erste Spiel der Rückrunde siegreich gestaltet. Bei den Uni Baskets Paderborn setzten sich die Schützlinge von Trainer Danny Jansson vor 1.921 Zuschauern in der Sporthalle am Maspernplatz mit 80:62 (46:29) durch. Damit gelang den Schwaben der zweite Sieg innerhalb einer Woche gegen einen Angstgegner, gegen welchen die Raubkatzen in der vergangenen Spielrunde 2021/2022 beide Begegnungen verloren haben.

Das Spiel begann auf beiden Seiten etwas holprig. Šerić traf in der dritten Minute den ersten Dreier zur 6:2-Führung für die Gäste. Beide Kontrahenten erlaubten sich in der Anfangsphase zu viele Fahrkarten. Zwei Dreier von Anthony brachte die Esterkamp-Truppe in der fünften Minute mit 8:6 in Führung. Eine Minute zuvor gab Tübingens Ersek nach Verletzungspause sein Comeback. Und wie wichtig der Österreicher für die Tigers ist, zeigte der 23-Jährige mit sechs Zählern in Serie zum 17:12 nach sieben Minuten. Ersek war der Motor, der die Schwaben so richtig ins Spiel brachte. Beim Gastgeber machte sich bemerkbar, dass Lagerpusch und Fleming III fehlten. Es war ein ganz anderes Spiel wie vor einer Woche. In der sechsten Minute hatten die Jansson-Schützlinge zudem schon fünf Teamfouls gesammelt. Die Defense war gut, jedoch immer wieder mit einem Foul versehen. Kapitän Gianni Otto und Bakary Dibba erzielten in die letzten zwei Minuten die letzten vier Zähler des ersten Viertels zum 21:14 für die Raubkatzen. Auch im zweiten Abschnitt waren die Raubkatzen das bessere Team. Daniel Keppeler erzielte nach zwölf Minuten per Lay-up das 25:16. Der Tübinger Kontrahent leistete sich ungemein viele Ballverluste, dazu stockte das eigene Spiel in der Offensive merklich. Ersek übernahm gleich wieder Verantwortung und legte den nächste Dreier zum 28:21 nach 13 Minuten in den Paderborner Korb. Eine Minute später sorgte Keppeler mit dem ersten eigenen Dunking für Emotionen auf der Tübinger – Spielstand 30:21. Negativ war, dass die Schwaben in der 14. Minute erneut früh die Teamfoulgrenze von fünf Vergehen erreicht hatten. Doch die Raubkatzen behielten kühlen Kopf und nutzten die Schwächephase der Paderborner ordentlich aus. Mit einem 10:0-Lauf erhöhten die Jansson-Schützlinge den Vorsprung auf 42:27 nach 18 Minuten. Die letzten vier Zähler vor der Halbzeit gelangen ebenso den Gästen durch einen Dunking von Krišs Helmanis und zwei Freiwürfen von Till Jönke zum 46:29-Pausenstand.

Ersek eröffnete den dritten Abschnitt nach 21 Sekunden aus der Distanz zum 49:29. Erstmals betrug der Vorsprung ganze 20 Punkte. Im weiteren Verlauf prägten jedoch zahlreiche Fehler auf beiden Seiten das Spielgeschehen. Esterkamp war in der 23. Minute so gefrustet, dass er sich ein technisches Foul abholte. Die Raubkatzen spielten weiter souverän, ohne großartig zu glänzen. Zu schwach präsentierte sich der Gastgeber in dieser Phase des Spiels. Aatu Kivimäki erzielte in Minute 25 per Dreier seine ersten Zähler in der Begegnung – seine Farben führten nun mit 57:43. Die Paderborner waren im Vergleich zur Vorwoche überhaupt nicht auf dem gleichen Level. Defensiv war man oft zu spät und offensiv lief der Ball nicht wie gewünscht durch die eigenen Reihen. Das entsprechende Resultat wurde auf der Anzeigetafel festgehalten. Mit einem Dreier vom Parkplatz erzielte Zac Seljaas in Minute 29 das 65:38. Es war gleichzeitig die höchste Führung im Spiel der Schwaben. Im Anschluss sollten die Gäste deutlich nachlassen. Im Wissen des sicheren Vorsprungs verkürzten die Hausherren nach 30 Minuten auf 44:65.

Nach 70 gespielten Sekunden nahm Jansson sein erstes Timeout. Zu viele Nachlässigkeiten und Fehler ärgerten den Finnen in Diensten der Schwaben massiv. Paderborn hatte zuvor durch Aaron Kayser mit zwei Zählern und Johannes Konradt per Dreier auf 49:65 verkürzt. Es war gleichzeitig das Ende eines 11:0-Laufs. Kivimäki erzielte zum richtigen Zeitpunkt einen Dreier zum 68:49, gespielt waren 33 Minuten. Dennoch hatten die Gäste etwas den Fokus verloren. Es wurden selbst mehr Fehler gemacht, sodass man den Gegner in letzten Viertel nochmals stark machte. Doch an diesem Tag konnte man einfach auf Ersek zählen. Die Nummer elf der Raubkatzen erzielte fünf Zähler in Serie und sorgte wieder für etwas mehr Beruhigung auf Tübinger Seite. Nach 35 Minuten führten die Schwaben mit 73:55. Die Partie war nun entschieden und plätscherte bis zum Ablauf der Zeit so vor sich hin. Paderborn war geschlagen. Esterkamp nahm dennoch 208 Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 59:73 nochmals eine Auszeit. Šerić war es dann vorbehalten, die letzten sieben Zähler für seine Farben zu erzielen. Nach 40 Minuten stand ein 80:62-Erfolg für die Tigers Tübingen fest.

21.01.2023 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Artland Dragons 78:93

Nach zuletzt fünf Heimsiegen in Folge mussten die PS Karlsruhe LIONS am 21. Januar zum Rückrundenstart die erste Niederlage im „Löwenkäfig“ seit dem 30. Oktober 2022 hinnehmen. Der 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA brachte ein Duell mit dem Tabellensechsten, den Artland Dragons. Das Team aus Quakenbrück hatte im Vorfeld seine Hausaufgaben gemacht und war von seinem Trainer Julien Flomo gut auf die LIONS eingestellt worden. Die Niedersachsen kontrollierten fast durchgehend das Geschehen. Karlsruhe musste sich mit einer verdienten 78:93-Niederlage abfinden.

Beide Mannschaften starteten gut ins Spiel. Die Gastgeber konnten die ersten Punkte des Spiels erzielen, doch Dragons-Big De’Vondre Perry sorgte mit vier Punkten für die erste Führung der Drachen, die sie bis zum Ende nicht mehr hergeben sollten. Immer wieder gelang es den Burgmannsstädtern, die Defensive der Lions mit harten Drives zum Korb aus dem Konzept zu bringen und den Pass auf den freien Mann an der Dreierlinie zu spielen. Nachdem Joanic Grüttner Bacoul den Bann vom Perimeter brach (7:4), folgten fünf Dreier in Folge. Insbesondere Jannes Hundt zeigte sich treffsicher und schenkte den Gastgebern drei erfolgreiche Versuche von draußen ein, womit er die Drachen erstmals deutlich in Führung brachte (26:15). In der Folge leisteten sich die Burgmannsstädter jedoch einige Unkonzentriertheiten, die es den Lions erlaubten, sich vor Ende des Viertels wieder an die Burgmannsstädter heranzutasten. So ging es mit einem Spielstand von 30:22 ins zweite Viertel.

Die Dragons kamen heiß aus der Viertelpause. Vor allem defensiv drückten die Drachen dem Spiel in dieser Phase ihren Stempel auf und ließen in den ersten drei Minuten lediglich einen getroffenen Wurf aus dem Feld zu. Gleichzeitig scorten sie beinahe nach Belieben und erhöhten ihre Führung auf satte 15 Punkte (41:26). Gerade William Christmas stellte die Karlsruher Defensive mit intelligenten Drives vor große Probleme. In der Folge konnten die Dragons ein wenig Tempo aus dem Spiel nehmen und die Führung verwalten. Mit einem Halbzeitstand von 57:44 ging es dann in die Kabine.
William Christmas und De’Vondre Perry ließen es auch zu Beginn der zweiten Hälfte von draußen krachen. Am Ende stand eine großartige Quote von 58% auf dem Spielberichtsbogen. Die Gastgeber versuchten sich zwar nach Kräften zu wehren, machten ihre eigenen Bemühungen durch schlampige Defense jedoch selbst zunichte. Joanic Grüttner Bacoul brachte die Drachen bei noch zwei zu spielenden Minuten mit 20 Punkten in Front (72:52), ehe die Burgmannsstädter den Fuß vom Gaspedal nahmen und die Lions wieder Stabilität in ihr Spiel bringen ließen. In den letzten zwei Minuten des dritten Viertels konnten die Quakenbrücker keine Punkte mehr erzielen, was Karlsruhe die Gelegenheit gab, sich zumindest etwas an der Führung der Burgmannsstädter abzuarbeiten (72:58).

Die Dragons zogen die Intensität in der Defensive wieder an und kamen am anderen Ende des Spielfeldes durch großartigen Teambasketball zu einfachen Punkten. Am Ende fehlten den Lions die Kräfte, um einen erneuten Run zu starten. Somit gewannen die Artland Dragons am Ende verdient und deutlich mit 93:78. Mit diesem Sieg stehen die Drachen nun bei einer Bilanz von 11-7 und finden sich auf dem vierten Tabellenplatz wieder.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ein wichtiger Auswärtssieg für uns in einem Spiel, in dem es um mögliche Platzierungen in den Playoffs geht. Wir haben defensiv eine gute Leistung gegen ein starkes Offensivteam gezeigt und auch den besten Rebounder der Liga in Maurice Pluskota kaltstellen können. Wir haben in der ersten Hälfte gut von draußen getroffen und unseren Basketball gezeigt. Neben William Christmas und De’Vondre Perry hat auch insbesondere Jannes Hund eine großartige Leistung gezeigt. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt uns allerdings nicht, denn am Mittwoch wartet in Jena der nächste Konkurrent um mögliche Playoff-Plätze auf uns.“

22.01.2023 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. ART Giants Düsseldorf 96:89

Im Auswärtsspiel bei den Bayer Giants Leverkusen mussten die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Basketballer der ART Giants Düsseldorf eine bittere Pleite einstecken. Vor 2.126 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Düsseldorf-Headcoach Florian Flabb mit 96:89.

Kurz vor dem Derby in Leverkusen präsentierten die ART Giants mit C.J. Anderson einen weiteren Neuzugang in den eigenen Reihen. Der US-Amerikaner stand bei seinem Debüt im Düsseldorfer Trikot gleich in der Starting Five und feierte seinen Einstand mit den ersten Zählern der Partie nach einem eigenen Steal. Die Anfangsminuten in der Ostermann-Arena gestalteten sich ausgeglichen, beide Mannschaften arbeiteten sich von Beginn an in dieses Derby rein (8:9). Durch schönes Teamplay und ein geduldiges Offensivspiel konnte das Flabb-Team den Vorsprung ausbauen. Zum Ende des ersten Viertels hatten die ART Giants die Nase zunächst leicht vorn (15:18).

Mit fünf Zählern am Stück eröffnete Vincent Friederici das zweite Viertel und baute die Führung der Gäste so weiter aus. Immer wieder nutzten die Giganten aus der Landeshauptstadt nun ihre Durchschlagskraft im Zug zum Korb. Melkisedek Moreaux tankte sich mit Foul durch zum Korb und netzte ein (19:26). Mit ihrer aggressiven Verteidigung stellte das Flabb-Team den Gegner vor große Probleme. Doch Leverkusen ließ sich nicht beirren, nutzte aufkommende Fehler der ART Giants zunehmend aus, um mit einer Führung in die Kabine zu gehen (36:34).

Nach der Kabinenansprache kamen die Bayer Giants dann besser in Tritt, Lennart Boner stoppte einen ersten kurzen Run der Hausherren mit einem krachenden Dunk (40:41). Vermehrt suchte die Mannschaft von Bayer-Trainer Hansi Gnad die direkten Duelle innerhalb der Zone, meist mit erfolgreichem Korbabschluss (50:43). In dieser schwierigen Phase, in der sich die Gastgeber in einen Rausch zu spielen schienen, wollten bei den Düsseldorfern viele gute Würfe mit Pech versehen nicht mehr den Weg in die Reuse finden (62:53).

So mussten die ART Giants und ihre rund 80 mitgereisten Fans ihre Hoffnung komplett auf das Schlussviertel setzen. Doch in diesem wussten zunächst die Gastgeber zu überzeugen. Per Dreier durch Haris Hujic setzten sich die Bayer Giants rund sieben Minuten vor Spielende zum 76:57 erstmals deutlich ab. Doch die Düsseldorfer wollten sich nicht zu früh geschlagen geben. Angeführt vom starken Ryan Richmond (21 Punkte), der vor allem auf den letzten Metern das Offensivspiel an sich riss, kamen die Gäste Schritt für Schritt zurück ins Spiel (89:79). So gelang es dem Flabb-Team rund eine Minute vor der Schlusssirene auf sechs Zähler zu verkürzen, doch das sollte es dann gewesen sein. Einen weiteren Dreierversuch durch Richmond verlegten die ART Giants im letzten wirklichen Angriff und mussten sich somit enttäuschend geschlagen geben (96:89).

Florian Flabb (Headcoach): „Wir haben in der zweiten Halbzeit deutlich zu viele Punkte kassiert und unseren Gameplan aus den Augen verloren. Es fehlte uns in Phasen dieser Partie immer wieder der Fokus und die nötige Intensität, um das Spiel am Ende doch nochmal entscheidend drehen zu können.“

22.01.2023 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. RASTA Vechta 72:80

Mit einer 72:80-Niederlage gegen BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Tabellenführer RASTA Vechta endete am Sonntagabend der Rückrundenauftakt für Medipolis SC Jena in der Sparkassen-Arena. Obwohl sich die Negativserie der Thüringer auf nunmehr sechs Spiele verlängert, konnte das Team von Cheftrainer Marius Linartas das Parkett in Burgau erhobenen Hauptes verlassen. Schließlich hatte seine Mannschaft gegen die vorab klar favorisierten Niedersachsen das Duell über weite Teile offen halten können, erwischte jedoch nach der Halbzeitpause ein schwaches drittes Viertel, welches die Gäste auf die Siegerstraße brachte.

Nachdem sich zu Beginn des Auftaktviertels ein offener Schlagabtausch entwickelt hatte, beide Teams bis zum 15:14 (6., Brandon Thomas Layup) im Gleichschritt durch die Minuten gegangen waren, legte Medipolis SC Jena zwischenzeitlich bis auf 20:14 (8., Carlton Guyton 3PT) vor. Die über weite Teil des Spiels aus der Distanz glücklosen Gäste konterten allerdings noch vor der ersten Pause zurück und glichen auf 20:20 aus. Auch der zweite Abschnitt stand ganz im Zeichen eines weiterhin knappen Kopf-an-Kopf-Rennens, der sich nach einem fast identischen Verlauf in Richtung Halbzeitpause näherte. Allein neun Führungswechsel sowie sechs ausgeglichene Zwischenstände waren bis zum Gang in die Kabinen zu bilanzieren, in welche sich beide Kontrahenten mit einem 37:37 verabschiedet hatten. Während sich Medipolis SC Jena mit einer passablen Dreier-Quote (6/17, 35%, 3PTs) gegen die vor primär unter dem Korb dominanten Gäste (15/19, 79%, 2PTs) wehren konnte, hatten die Niedersachsen aus der Distanz bis zu diesem Zeitpunkt eine Fahrkarte nach der anderen gezogen (0/12 3PTs).

Durch einen Korb von Björn Rohwer kurz nach dem Start in die zweite Hälfte zunächst wieder mit 39:37 in Front gehend (21.), nahmen sich die Gastgeber anschließend eine minutenlange Auszeit in ihren offensiven Bemühungen. Die Niedersachsen ließen sich nicht lange bitten, bestraften Jenas REM-Phase äußerst effektiv und enteilten mit einem stabilen 14:0-Lauf auf 39:50 (27., Robin Lodders FTs). Geschlagene sechs Minuten hatte es gedauert, bis Jenas Flügelspieler Shaquille Hines die Durststrecke seines Teams mit einem Dunk zum 41:50 beenden konnte. Mit dem statistischen Gepäck eines zweistelligen Rückstands ging es für beide Kontrahenten letztmalig zu den Bänken. Trotz der 46:56-Gästeführung nach 30 Minuten versuchten die Thüringer das Spiel zu Beginn des Schlussviertels noch einmal scharf zu machen. Obwohl es Taki Fahrensohn in der 32. Minute gelungen war, den ersten erfolgreichen Dreier der Gäste im gesamten Spiel (49:59, Silder Schneider) auf 52:59 zu kontern, konservierte Tabellenführer Vechta seinen Vorsprung letztendlich (zu) routiniert bis zur Schlusssirene.

Ty Harrelson (Headcoach RASTA Vechta): „Jena hat uns heute einen starken Kampf geliefert. Aus meiner Sicht war es ein gutes ProA-Duell. Für unser Team war es das dritte Spiel innerhalb von neun Tagen. Wir haben unsere Zweier gut getroffen und auch die Freiwürfe ganz ordentlich verwandelt. Zudem konnten wir das Rebound-Duell gewinnen. Viele Dinge, auf die wir Wert legen, haben demnach heute gepasst. Wenn man auswärts zwei Spiele innerhalb kürzester Zeit gewinnen kann, sagt das viel über den Charakter einer Mannschaft aus. Jena hatte sich gut auf uns eingestellt und war vor allem defensiv besser als vor acht Tagen. Beeindruckend war, dass wir trotz unserer Dreierquote den Großteil der zweiten Hälfte kontrollieren konnten und gewonnen haben. Es war ein sehr umkämpftes Spiel, zu dem Jena seinen Teil beigetragen und sich ein Kompliment verdient hat“

22.01.2023 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. WWU Baskets Münster 79:81

Mit Garai Zeeb, Parker van Dyke, Marco Hollersbacher, Travis Daniels und Dylan Painter starteten die RÖMERSTROM Gladiators in das zweite Spiel der englischen Woche gegen die WWU Baskets Münster. Vor 2.521 Zuschauern in der Arena Trier entwickelte sich zu Beginn des Spiels ein offensiver Schlagabtausch, bei dem beide Teams frühe Abschlüsse forcierten. Während Trier die ersten Angriffe über Dylan Painter erfolgreich abschließen konnte, verließen sich die Aufsteiger aus Münster auf ihren Distanzwurf und nahmen schnelle Würfe, die sie jedoch hochprozentig verwandeln konnten. Die Gäste aus Westfalen schafften es, die Gladiatoren daran zu hindern das Tempo vorzugeben und hatten so von Beginn an guten Zugriff auf die Partie. Im Laufe des ersten Viertels erhöhten auch die Gladiatoren nochmals das Tempo und schlossen früh in der Wurfuhr ab. So stand es nach einem ansehnlichen ersten Spielabschnitt 24:27 aus Trierer Sicht.

Im zweiten Viertel verlor die Partie dann etwas an Tempo und beide Mannschaften fokussierten sich auf ihre Defensive. So häuften sich die Fehlwürfe auf beiden Seiten und jede Position wurde hart umkämpft. Das Spiel blieb ausgeglichen und während die Gladiatoren nun mehr und mehr über Distanzwürfe zu Abschlüssen kamen, war es auf Münsteraner Seite Center Andreas Seiferth, der immer wieder für einfache Punkte am Brett sorgte. Erst in den letzten Minuten vor der Halbzeit bekam die Partie nochmal neuen Schwung und sowohl Trier als auch Münster fand bessere Lösungen gegen die weiterhin kompakt stehenden Defensiven beider Mannschaften. Die Moselstädter fanden nun gute Positionen für ihre Big Men unter dem Korb, während die WWU Baskets weiterhin gefährlich aus der Distanz blieben. Letztlich ging es mit einem knappen 43:44-Rückstand der Gladiatoren in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gäste das Tempo der Partie und erspielten sich schnell eine Führung von 46:52 (23. Spielminute). Weiterhin war das Spiel eher defensiv geprägt, beide Teams machten sich das Leben im Set-Play schwer und wichen auf viele Eins-gegen-Eins-Duelle aus. Bei den WWU Baskets blieb Andreas Seiferth der Dreh- und Angelpunkt der Offensive und stellte die Trierer Big Men unter dem Korb vor enorme Probleme. War die Reboundstatistik in der ersten Hälfte noch recht ausgeglichen, gaben die Gladiatoren nun – erneut – zu viele Offensivrebounds ab und gewährten Münster so zweite Chancen, die diese zu nutzen wussten. Ein frühes Erreichen der Teamfoulgrenze sorgte zusätzlich dafür, dass die Westfalen immer wieder für einfache Punkte an die Freiwurflinie geschickt wurden. Dennoch blieben die Gladiatoren in der Partie und konnten zum Ende des dritten Viertels nochmal einen Gang hochschalten. Mit 63:62 ging es somit in das letzte und entscheidende Viertel.

Das vierte Viertel gestaltete sich ebenfalls sehr ausgeglichen. Während Münster weiterhin gute Abschlüsse in Korbnähe generierte, blieb die Offensivmaschine, die die Gladiatoren zu sieben Siegen in Folge führte, stockend und man musste hart für jeden erfolgreichen Abschluss arbeiten. Bei zwei Minuten Restspielzeit entwickelte sich eine echte Crunchtime in der Arena Trier – 75:78 aus Sicht der Gladiatoren zeigte die Anzeigetafel vor der entscheidenden Phase des Spiels. Münster blieb defensiv sehr energisch und stellte die Trierer Offensive weiterhin vor Probleme. Aber auch die Gastgeber erhöhten defensiv nochmals den Druck auf die Münsteraner Aufbauspieler. Jedoch fielen weiterhin zu viele Offensivrebounds in die Hände der Gäste – selbst nach eigenen, verworfenen Freiwürfen sicherten sich die Gäste zweite Chancen. 45 Sekunden vor Ende der Partie stand es 77:79 für Münster, als Till Isemann unter dem Korb freigespielt wurde und per krachenden Dunk auf 79:79 ausglich. Auf der Gegenseite zog Andreas Seiferth erneut ein Foul beim Wurf und verwandelte seine Freiwürfe sicher zum 79:81. Ein letzter Abschluss aus dem Pick-and-Roll mit zehn Sekunden auf der Uhr fand auf Trierer Seite nicht das Ziel und so gewinnen die WWU Baskets ein enges Spiel letztlich mit 79:81. Nach drei Niederlagen in Folge steht für die RÖMERSTROM Gladiators nun ein schweres Auswärtsspiel beim Aufsteiger der Dresden Titans an. In Sachsen wollen die Trierer Profibasketballer wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und sich wieder voll in den Kampf um die Playoff-Plätze einschalten.

Pascal Heinrichs (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Am Ende waren es ganz klar die Rebounds, die uns das Spiel gekostet haben. Wir haben die Defensivrebounds nicht kontrolliert und das im dritten Spiel hintereinander. In der entscheidenden Phase verteidigen wir einigermaßen gut und kontrollieren dann den Rebound nicht. Vorne sind unsere Würfe nicht gefallen, was bei einer offensivstarken Mannschaft wie wir es sind, natürlich schwierig ist. Da müssen wir dann die anderen Sachen einfach besser machen. Andreas Seiferth hat ein super Spiel gemacht, ihn haben wir nicht kontrollieren können. Aber selbst wenn er seine 25 Punkte macht und wir aber den Defensivrebound kontrollieren – gerade nach Freiwürfen – bringt man so ein Spiel dennoch nach Hause. Jetzt ist der Fokus voll auf Dresden, wo wir ein gutes Spiel machen wollen“.

22.01.2023 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. JobStairs GIESSEN 46ers 69:85

Am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA erobern die JobStairs GIESSEN 46ers mit ihrem fünften Sieg in Serie den dritten Tabellenplatz. Beim 85:69-Auswärtssieg bei den wiha Panthers Schwenningen gingen die Mittelhessen von Beginn an in Führung und ließen sich auch von einigen Dürreperioden nicht aus der Fassung bringen. Eine deutliche Reboundüberlegenheit auf beiden Enden des Feldes (42:30) und eine geschlossene Mannschaftsleistung sollten am Ende die Garanten zum Erfolg darstellen. Bei den Mittelhessen konnten alle Spieler scoren und Jordan Barnes (17 Punkte, 10 Rebounds) sowie Stefan Fundic (10,13) jeweils ein Double-Double auflegen. Für die Gießener geht es am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Karlsruhe um weitere wichtige Punkte um die Playoffs.

In den Anfangssequenzen wirkten die Doppelstädter unkonzentriert, leisteten sich zu viele Ballverluste und gestatteten den Gießenern zu viele Offensivrebounds. Nach sieben Gießener Punkten in Folge sorgte Spielmacher Casey Benson per Korbleger für die ersten Schwenninger Zähler des Abends. Vor allem dank ihrer guten Trefferquote von der Freiwurflinie blieben die Panthers weiter im Spiel. Nachdem Justin Martin die Mittelhessen durch einen Treffers von der Dreipunktelinie erstmals zweistellig in Führung brachte (11:21), nahm Head Coach Alen Velcic eine Auszeit und instruierte sein Team neu. Dank einer veränderten Verteidigungsformation gelang es den Schwenningern in der Folge wieder ranzukommen. Nach Treffern aus der Distanz von Emmanuel Womala und Jacob Mampuya verkürzten die Doppelstädter den Rückstand bis zum Viertelende auf 25:27. Auch im zweiten Viertel begegneten die Doppelstädtern dem letztjährigen Bundesligaabsteiger aus Gießen über weite Strecken auf Augenhöhe. Erst als 46ers-Spielmacher Jordan Barnes zwei Dreipunktewürfe hintereinander einnetzte, vergrößerte sich der Rückstand wieder deutlicher (31:36). Bis zum Ende der 1. Halbzeit hatten die Gäste gelernt, mit der Verteidigung der Panthers zurechtzukommen und bauten die Führung auf 41:54 deutlich aus.

Nach dem Seitenwechsel gaben die wiha Panthers den Ton an. Defensiv kontrollierten die Doppelstädter nun die Rebounds und kamen immer wieder durch schnelles Umschaltspiel und gut vorgetragene Angriffe zu guten Wurfoptionen. Nach einem 8:0-Lauf zu Beginn des zweiten Durchgangs, kämpften sich die Schwenninger weiter heran. Jacob Knauf zeigte in aufeinanderfolgenden Angriffen zwei krachende Dunks und brachte die Gastgeber in Schlagdistanz. Nach einem verwandelten Freiwurf von Casey Benson betrug der Rückstand nur noch zwei Zähler (64:66). Eine spannende Schlussphase sollte den 951 Zuschauern in der Schwenninger Deutenberghalle vorenthalten bleiben. Denn die enorme Aufholjagd hatte dem dezimierten Schwenninger Kader zu viel Kraft gekostet, um an das starke 3. Viertel anknüpfen zu können. Gießen erzielte schnell zehn Zähler und schraubte den Vorsprung binnen vier Minuten wieder in den zweistelligen Bereich. Am Ende gelangen entkräfteten Schwenningern nur fünf Zähler im Schlussviertel. Immerhin kam Nachwuchsspieler Silas Hemberger in den letzten Minuten zu seinem ersten Einsatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Ich bin sehr erleichtert, dass wir die Partie gewonnen haben. Schwenningen hat in dieser, sowie in der letzten Saison gezeigt, dass sie zuhause schwer zu knacken sind. Sie haben auch schon in Gießen gezeigt, dass es ein schweres Spiel für uns werden wird. Auf beiden Seiten haben wichtige Spieler gefehlt. Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Halbzeit, wo wir unsere Würfe gemacht haben. In der zweiten Halbzeit sind wir schlecht reingekommen und es entwickelt sich ein knappes Spiel. Schwenningen hat viel investiert und hat sich gepusht, doch wir konnten am Ende noch einmal nachlegen und einen wichtigen Sieg einfahren.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Vorberichte ProA 18. Spieltag

Foto: Dresden Titans

Spieltag 18: 20.01.2023 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Phoenix Hagen

Am kommenden Freitagabend empfangen die VfL SparkassenStars Bochum Phoenix Hagen zum direkten Rückspiel des Derbys am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in der Rundsporthalle. Die Halle wird erstmals in dieser Saison restlos ausverkauft sein, so dass es keine Abendkasse geben wird.

Erst am vergangenen Samstag fand in der Hagener Krollmann Arena das höchst intensive und umkämpfte Hinspiel des Westderbys statt, welches die SparkassenStars in der Schlussphase mit 74:78 verloren. Nun empfängt das Banobre-Team die Feuervögel in Bochum und hat die Chance auf Wiedergutmachung des Ergebnisses aus der letzten Woche.

Phoenix steht nun mit elf Siegen aus 17 Spielen sicher auf Playoffkurs in der Tabelle und konnte am vergangenen Wochenende die derzeitige Form bestätigen.

Das Team von Headcoach Chris Harris wird angeführt von US-Aufbauspieler Kyle Castlin, der mit 15,9 Punkten und 2,4 Assists bislang überzeugte. Unterstützung erhält er von Center Marcel Keßen, der in dieser Saison 14,3 Punkte mit einer Dreierquote von 38,9 Prozent und 5,5 Rebounds auf den Scoutingbogen schreibt. US-Forward JJ Mann bringt sich mit 14,5 Punkten und einer Dreierquote von 41,6% ein und Big-Man Tim Uhlemann, der vor der Saison von den Gießen 46ers nach Hagen wechselte und im Hinspiel eher unrühmlich mit einer Aktion gegen TJ Crockett auf sich aufmerksam machte, erzielt 11,6 Punkte pro Spiel.

Die SparkassenStars bangen aktuell noch um den Einsatz Niklas Geske, der in der Vorwoche mit 21 Punkten Topscorer des VfL war. Der Bochumer Aufbauspieler hat das Hinspiel nur mit einer Blessur im Fuß überstanden.

„Wir erwarten ein intensives Spiel am Freitag wie schon in der Vorwoche in Hagen. Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche und haben kleine Details korrigiert, um besser zusammenzuspielen. Die Woche war gut und wir freuen uns auf dieses Spiel wie auf jedes andere Spiel vor unseren Fans“, so Headcoach Felix Banobre.

„Man konnte bereits in der letzten Woche sehen, dass ein solches Derby immer etwas Besonderes ist. Ich freue mich auf eine restlos ausverkaufte Rundsporthalle und eine tolle Stimmung. Unsere Coaches haben das Hinspiel aufgearbeitet und die Mannschaft weiß, woran sie arbeiten muss, um vor heimischer Kulisse zu bestehen. Freuen wir uns gemeinsam auf diese Begegnung“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

21.01.2023 18:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Eisbären Bremerhaven

Die Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga beginnt für die Nürnberg Falcons so, wie die Hinrunde endete, nämlich mit einer Partie gegen die Eisbären Bremerhaven. Die Mittelfranken und ihre Fans hoffen dabei freilich auf einen anderen Ausgang als am vergangenen Wochenende im hohen Norden und den 2. Sieg im Kalenderjahr 2023.

Die Nürnberg Falcons stehen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA aktuell auf Rang 7 und nach zwei Niederlagen in Folge spürbar unter Druck. Zwar lief es auch bei den unmittelbaren Verfolgern wie Paderborn, Karlsruhe, Trier oder Kirchheim zuletzt nicht besser, die Top 5 Teams in der Liga sind aber derweil drauf und dran, sich weiter abzusetzen. Das gilt insbesondere für die vier Ex BBL-Mannschaften Vechta, Tübingen, Hagen und Gießen. Die 46ers vermeldeten unter der Woche die Verpflichtung von Enosch Wolf und sorgten damit für viel Aufsehen. Ein anderer ehemaliger Erstligist, die Eisbären Bremerhaven, fügte den Falcons am letzten Wochenende eine ebenso schmerzhafte wie unnötige Niederlage zu. Am Ende Stand ein 88:82 für Robert Oehle und Co. zu Buche, trotz des Ausfalls von Jerelle Reischel. Ex-Falke Oehle hatte mit 13 Punkten und zehn Rebounds maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg. Auch bekam man Matthew Frierson nicht in den Griff, der alle seiner acht Distanzwürfe versenkte und auf 24 Punkte kam. Bei den Falcons fehlte derweil neben Sheldon Eberhardt auch Kapitän Basti Schröder, der nicht mit nach Norddeutschland reiste. Beide wurden schmerzlich vermisst und während der Kapitän seine Mannschaft am kommenden Wochenende wieder auf’s Feld der Kia Metropol Arena führen wird, steht bei Scharfschütze Eberhardt der Comeback-Termin noch nicht fest. 

„Wir wollen am Samstag zeigen, dass wir es besser können und über die volle Spieldauer unseren Basketball spielen. Die Fans in der Halle werden uns dabei hoffentlich lautstark unterstützen“, so Nürnbergs Head Coach Derrick Taylor mit Blick auf das zweite Duell mit den Eisbären innerhalb einer Woche. 

21.01.2023 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Dresden Titans

Der erste Spieltag der Rückrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga beschert den Kirchheim Knights ein Heimspiel gegen die Dresden Titans. Vor einer Woche musste man sich dem Aufsteiger und Tabellendritten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 74:56 deutlich geschlagen geben, weshalb die Titans auch als klarer Favorit ins Rennen gehen.

Im Spiel der letzten Woche blieben die elftplatzierten Knights vor allem bei den zwei Punkte-Würfen unter ihren Möglichkeiten. Bei einem Saisonschnitt von 48,9% kam die Mannschaft gegen Dresden lediglich auf 40% Trefferquote. Auch die Topstars Tyron Nash sowie Michael Flowers kamen nicht an die Leistungen, der vergangen Spiele, heran. Nash verlegte den ein oder anderen Wurf (50% Field Goals vs. Dresden, Saisondurchschnitt 59,2%) und auch Flowers traf nur einen Dreier (Saisondurschnitt 3 Punkte: 2,5 pro Spiel). Dafür blühte ein anderer Ritter auf. Paul Giese traf am vergangenen Freitag 50% seiner Fernwürfe und steuerte 12 Zähler bei. Damit zeigte er seine beste Saisonleistung und ist definitiv ein Kandidat, den man am Samstag im Auge behalten muss.

Das Hinspiel bestritten die Titans ohne zwei ihrer Hauptakteure.  Der verletzte Daniel Kirchner sowie der erkrankte Lucien Schmikale konnten leider nichts zur starken Vorstellung beitragen. Dafür übernahmen andere Spieler die Führungsrollen der Beiden. Grant Teichmann, Arne Wendler und David Kachelries bekamen die Möglichkeit ihr Können über viele Minuten unter Beweis zu stellen. Auch Neuzugang Jabari Narcis wurde von Trainer Strauß das erste Mal eingesetzt. Mit dem Sieg bewies der Tabellenfünfte, dass er auch Ausfälle von Schlüsselspielern verkraften kann. An den Sieg wollen die Männer natürlich anknüpfen. Ob mit Schmikale und Kirchner ist noch fraglich.

Titans-Headcoach Fabian Strauß – „Wir erwarten ein komplett anderes Spiel als letzte Woche. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Kirchheim in der Verteidigung sowie in der Offensive aggressiver sein wird. Sie werden versuchen den Ball besser laufen zu lassen und uns die Sachen, welche wir am Freitag gut gemacht haben, wegzunehmen. Im Spiel am Wochenende müssen wir auf jeden Fall noch besser gegen die einzelnen Gegenspieler agieren und allgemein weiter so gut rebounden wie letzte Woche.  

21.01.2023 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Tigers Tübingen

Die Hinrunde endete für die Tigers Tübingen mit dem Duell gegen die Uni Baskets Paderborn. Gleich zu Beginn der Rückrunde trifft die Mannschaft von Trainer Danny Jansson erneut auf den Kontrahenten aus Nordrhein-Westfalen. Die Partie zwischen dem Zweiten und dem Achten steigt am kommenden Samstag in der Sporthalle am Maspernplatz.

Wie erwartet, mussten die Raubkatzen einen enormen Kraftakt aufwenden, um das Team von Trainer Steven Esterkamp am vergangenen Samstag final mit 83:73 zu bezwingen. „Gegen Paderborn ist es immer sehr zäh zu spielen. Das haben wir am Samstag wieder gesehen und werden wir auch am kommenden Samstag wieder erleben. Dann zudem noch auswärts, also wird die Aufgabe wird für uns noch schwieriger. In Paderborn ist es nie leicht, wir werden in dieser Partie der Underdog sein“, sagt Jansson vor dem zweiten Duell gegen den Tabellenachten binnen einer Woche.

Paderborn dominierte bis Mitte des dritten Abschnitts die Begegnung, kurz vor der Pause lagen die Gäste bereits mit 13 Zählern (41:28) in Front. In der Tübinger Kabine ist es in der Pause dann durchaus auch etwas lauter geworden. Dies war aber auch nötig, um den vollen Fokus auf das Spiel zu gewinnen und den müden Beinen aufgrund des drittens Spiels innerhalb einer Woche zu trotzen. „In der zweiten Halbzeit konnten wir das gute Passspiel von Paderborn stoppen und in der Offensive selbst immer wieder bessere Akzente setzen. Am Ende sind wir dann in einen Lauf gekommen“, so Jansson.

Die Raubkatzen wissen also, was ihnen am Samstagabend in Paderborn bevorsteht. Ein guter Gegner vor eigenem Publikum, der das Ergebnis aus dem Hinspiel korrigieren will. Ob Erol Ersek nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder mit von der Partie sein wird, ist weiter unklar. Der 23-Jährige macht weiter Fortschritte, die Tigers werden jedoch kein Risiko hinsichtlich eines Einsatzes eingehen. Der österreichische Nationalspieler präsentierte sich vor seiner gegen Gießen (23. Dezember 2022) zugezogenen Verletzung in guter Verfassung – sowohl aus der Distanz (40 Prozent) sowie als Entlastung für den Ballvortrag.

Nahezu alle Statistiken im ersten Duell waren mehr oder weniger identisch. Entscheidend für den Tübinger Sieg waren wahrscheinlich die Ballverluste (acht zu 16) sowie die Steals (vier zu neun). Ein zentraler Faktor wird wieder den Rebounds zukommen, welche zuletzt mit 35:31 an die Paderborner ging. Die lange Garde der Esterkamp-Truppe um Lars Lagerpusch (15 Punkte) und Marten Linßen (zwölf Punkte, elf Rebounds) machten einen guten Job. Schlüsselspieler ist weiterhin Spielmacher Connor Anthony mit 16,2 Zähler, 6,6 Assists und 3,1 Rebounds, dazu ist der US-Amerikaner bester Distanzschütze (43,2 Prozent) beim Gegner der Raubkatzen.

21.01.2023 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Artland Dragons

Für die Artland Dragons beginnt am Samstag ein drei Spiele anhaltender Auswärtstrip. Zum 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga trifft man dabei zunächst auf die PS Karlsruhe Lions. Im Hinspiel konnten sich die Drachen durch einen Jumper aus der Mitteldistanz in letzter Sekunde mit 76:74 durchsetzen.

Die Zahlen versprechen ein spannendes Duell. Denn die Dragons rangieren in der Tabelle zwar vier Plätze vor den LIONS, die momentan den zehnten Rang belegen. Doch die beiden Kontrahenten trennt lediglich ein Sieg. Während die Hausherren neun Siege aus den bisherigen 17 Saisonspielen geholt haben, ist es bei den Gästen ein Erfolg mehr. Zuletzt haben jedoch beide Mannschaften verloren. Für die LIONS war es am vergangenen Wochenende bei der Niederlage in Düsseldorf mit 97:99 ganz knapp. Die Dragons hingegen kassierten zuhause ein deutliches 64:83 gegen den Tabellenletzten, die Bayer Giants Leverkusen. Ein Sieg am Samstag wäre für beide Gegner wichtig, um sich in Richtung der oberen Tabellenhälfte und der Playoff-Plätze zu orientieren. Der Blick in die jüngere Historie verspricht ein enges Spiel. Die vier letzten Begegnungen endeten alle mit maximal sechs Punkten Differenz bei einer ausgeglichenen Bilanz von 2:2 Siegen. Im Hinspiel der laufenden Saison, das erst knapp fünf Wochen zurückliegt, behielten die Dragons die Oberhand. Der Endstand am 17. Dezember im Artland: 76:74.

Headcoach Patrick Flomo vor dem Spiel gegen die Lions: „Obwohl wir erst kürzlich gegen Karlsruhe gespielt haben, ist die Vorbereitung auf dieses Spiel ganz anders. Aufgrund von Verletzungen hat Karlsruhe im letzten Spiel gegen uns nicht ihren Basketball gezeigt, denn sie sonst spielen. Sie haben über die gesamten 40 Minuten eine Zonen-Verteidigung gespielt, obwohl sie sonst auf eine Man-to-Man Defensive zurückgreifen. Zudem haben sie in Ben Shungu einen weiteren gefährlichen Guard verpflichtet. Wir sind nach dem Abgang von Jalen Bradley immer noch in einer Transitionsphase und suchen nach unserem Rhythmus. Für uns geht es darum, ihre Bigs zu stoppen und hart am Perimeter zu verteidigen. Es wird wieso häufig darum gehen, wer seinem Gegner seinen eigenen Basketball aufzwingen kann. Wir werden versuchen, uns durch unsere Defensive eine gute Ausgangslage zu verschaffen.“

22.01.2023 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. ART Giants Düsseldorf

Zum Start in die Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die Aufsteiger der ART Giants Düsseldorf gleich ein bedeutsames Spiel auf dem Programm. Auswärts treffen die Giganten auf den Tabellenletzten Bayer Giants Leverkusen.

„Leverkusen hat sich in den letzten Wochen personell nochmals extrem verstärkt. Mit Nick Hornsby, Kadre Gray und Gabriel de Oliveira ist es nun ein ganz neues Team geworden. Ihre Stärken haben sich dadurch stark verschoben und die Qualität ist definitiv gestiegen“, ordnet ART Giants-Headcoach Florian Flabb den kommenden Gegner ein. Wenn die Düsseldorfer am Sonntag bei den Bayer Giants Leverkusen in der Ostermann-Arena antreten, geht es nicht nur um ein Derby zweier Rivalen, sondern vielmehr um ein wichtiges Duell im Abstiegskampf. Mit zwei Siegen weniger auf dem Konto belegt Leverkusen aktuell den letzten Tabellenplatz, während die ART Giants drei Plätze darüber auf dem 15. Tabellenplatz rangieren. Eine große Bedeutung hat die aktuelle Tabellenkonstellation vor der anstehenden Begegnung aus Düsseldorfer Sicht jedoch nicht. „Beide Mannschaften stehen im Tabellenkeller und müssen um jeden Sieg kämpfen. Das ist alles, was in der aktuellen Situation zählt“, macht Flabb deutlich.

Aus sportlicher Sicht dürften beide Mannschaften eine völlig andere Partie erwarten, als es noch in der Hinrunde der Fall gewesen ist. Damals fuhren die ART Giants im heimischen Castello einen deutlichen 95:75-Sieg über Leverkusen ein. Doch dieser Sieg liegt bereits rund drei Monate zurück und datiert vom 4. Spieltag. Nach längeren Durststrecken voller Niederlagen, die beide Teams in den vergangenen Wochen und Monaten durchmachen mussten, konnte man zuletzt jeweils wieder einen Erfolg verbuchen. Leverkusen siegte in Quakenbrück deutlich mit 83:64, während sich die ART Giants in einem wahrhaftigen Krimi mit 99:97 gegen Karlsruhe durchsetzten. Mit entsprechendem Rückenwind dürften nun beide Teams in dieses Derby gehen. „Wir stellen uns auf eine sehr umkämpfte und harte Partie ein. Unser Fokus wird aber wieder primär auf unserem eigenen Gameplan liegen. Wir müssen schauen, dass wir zu unserem Spiel finden und unsere Stärken ausgespielt bekommen. Über andere Dinge werden wir uns weniger Gedanken machen“, so der Düsseldorfer Headcoach.

Für die Giganten aus der Landeshauptstadt wird es von großer Bedeutung sein, an das erfolgreiche Teamplay aus dem letzten Heimspiel anzuknüpfen. Gleich vier Spieler punkteten beim Heimerfolg über Karlsruhe zweistellig. Auch Neuzugang Daniel Mayr konnte sich in seinem ersten Spiel im Düsseldorfer Trikot gut einfinden und zeigen, dass er eine wichtige Verstärkung für den Abstiegskampf sein kann. „Es wird darauf ankommen, dass wir die Spannung rund um diese Partie über die komplette Dauer hochhalten. Insgesamt gehe ich aber nicht davon aus, dass diese Begegnung, unabhängig vom Ausgang des Spiels, schon vorentscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein wird. Es liegt die gesamte Rückrunde noch vor uns und unser Augenmerk liegt jetzt auf dem Derby in Leverkusen“, so Flabb.

22.01.2023 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. RASTA Vechta

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

22.01.2023 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. WWU Baskets Münster

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

22.01.2023 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Am vergangenen Wochenende haben die wiha Panthers in Münster eine kämpferisch ansprechende Leistung gezeigt. Trotz großem Kampf mussten die Raubkatzen im Schlussviertel mit dezimiertem Kader der kurzen Rotation, der hohen Foulbelastung und der daraus resultierenden Müdigkeit Tribut zollen und die achte Auswärtsniederlage hinnehmen. Da am vergangenen Spieltag die unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf Leverkusen, Düsseldorf und Bremerhaven Siege verbuchen konnten, hoffen die Doppelstädter ihre zuletzt gezeigte Heimstärke am Sonntag erneut unter Beweis stellen zu können.

Die wiha Panthers Schwenningen belegen aktuell einen der beiden Abstiegsplätze und mussten zuletzt mit einem dezimierten Kader eine 69:80-Auswärtsniederlage in Münster hinnehmen. Während es in der Fremde für die Schwarzwälder noch überhaupt nicht läuft und trotz teilweiser guter Auftritte, wie am 6. November in der Sporthalle Gießen-Ost (73:78 n.V.), noch kein Sieg gelang, gab es in der Deutenberghalle mehr zu feiern. Nach dem couragierten Auftritt bei den Gießenern sollte das Selbstvertrauen deutlich nach oben gehen, sodass aus den letzten fünf Heimspielen, die bisher vier verbuchten Siege gelangen. Das Team von Headcoach Alen Velcic schlug dabei unter anderem die Playoff-Anwärter VfL Kirchheim Knights (74:70) und Phoenix Hagen (81:70).

Während Daniel Mayr den Club vor Kurzem verlassen hat, musste die Mannschaft am vergangenen Wochenende auf die Dienste von Leistungsträger Jacob Knauf verzichten, der krankheitsbedingt fehlte. Vor dem Abgang des Big Man im Dezember, stand aber Mitte November bereits eine gewinnbringende Neuverpflichtung auf der Schwenninger Agenda. Die Doppelstädter konnten sich mit Delante Jones einen vielseitigen Shooting Guard angeln. Der US-Amerikaner war nicht nur beim letzten Auswärtsspiel mit 16 Zählern präsent, sondern ist auch mit dem Schnitt von 16.8 PpS der erfolgreichste Punktesammler der Panthers. Daneben scoren noch der vorher erwähnte Knauf (13.8), Casey Benson (12.4), und Devonte Jasai McCall (11.5) zweistellig. Das Trio konnte auch im Hinspiel mit 14, 16 und 17 Punkten gefallen, sodass die Mittelhessen bereits ihre Lehren aus der Osthalle gezogen haben werden.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Den Blick auf die Tabelle sollten wir uns sparen. Bereits im Hinspiel haben wir uns mit Glück in die Verlängerung gegen Schwenningen gerettet. In der Overtime haben wir dann verdient gewonnen. Auf beiden Seiten haben sich mittlerweile Dinge verändert. Wir haben mit Karlo Miksic und Enosch Wolf zwei neue Spieler. Auf der gegnerischen Seite ist mit Delante Jones ein sehr starker US-Amerikaner hinzugekommen. Zuhause haben sie jetzt einige Siege generieren können. Vor allem zuletzt gegen Kirchheim haben sie ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Wir sind also gewarnt und müssen die gleiche Energie wie gegen Trier auf das Parkett bringen. Das muss das Einzige sein, was uns interessieren sollte!“

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Nachberichte ProB Nord 18. Spieltag

12.02.2022 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. ETV Hamburg 89:51

Nach Wochen der Rückschläge feiern die RheinStars endlich wieder einen Sieg – und nicht allein das. Durch den eigenen 89:51 (52:29)-Erfolg über den ETV Hamburg und die gleichzeitigen Heimniederlagen der Dragons Rhöndorf und Lok Bernau konnten die Kölner am Samstagabend den Rückstand in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB auf die sicheren Plätze verkürzen. Und das am 28. Geburtstag ihres Kapitäns und Topscorer Vincent Golson. Ein Freudenfest im Gegensatz zum 74:84 im Hinspiel – und ein Statement im Duell Vorletzter gegen Letzter.

Wichtig war, dass wir auf die Art und Weise gewonnen haben, die wir sehen wollten. Die Jungs haben unter der Woche gut trainiert und das auch im Spiel über weite Strecken umgesetzt“, sagte Stephan Baeck als Manager und aktueller Headcoach nach dem Abend im Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch. „Das sollte uns Selbstvertrauen geben für die kommende Trainingswoche und das nächste Spiel.“ Im Spiel eins nach dem Abschied von Simon Cote hatten die Coaches auf den Ausbau der aggressiveren Defense gesetzt und auch im Angriffsspiel erste Änderungen vorgenommen.

Die Zahlen jedenfalls verrieten einiges über die erfolgreiche Umsetzung zumindest an diesem Abend, denn mit den SBB Baskets Wolmirstedt steht den RheinStars am kommenden Wochenende ein anderes Kaliber im Weg. Sie werden wohl mehr als ganze 15 Körbe aus dem Feld in 40 Minuten erzielen. Werden nicht allein auf einen Topscorer ausgelegt sein, wie die Gäste mit Mubarak Salami. Den übrigens die Kölner ebenfalls erfolgreich verteidigten und bei nur 13 Zählern hielten. Trotzdem war er noch Topwerfer seines Teams vor dem ehemaligen RheinStars-Akteur Karl Dia (9).

In der Offense notierte die Statistik 25 Assists bei Köln und nur 5 bei den Norddeutschen. Die RheinStars traten als Team auf, waren variabler unterwegs und nicht so auf die finale Aktion von Two Two Golson fixiert wie in den vergangenen Wochen. Die Partie jedenfalls hatte einen anderen Rhythmus – und die Einsatzzeiten im Team waren ausgeglichener verteilt. Vier Mann punkteten zweistellig – Golson (19), John Joseph (12), Yannick Kneesch (11), Thomas Michel (10). Jeder steuerte Punkte bei und Valentin Blass verabschiedete sich in sein Erasmus-Semester Richtung Istanbul mit einem Dreier. Insgesamt also ein gelungener Abend im Basketball Campus.

12.02.2022 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. EN Baskets Schwelm 70:77

Die ersten Minuten waren bereits harte Kost für die rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauer im Rund des DragonDome, dauerte es doch fast drei Minuten, ehe Capitano Paul Albrecht von der Freiwurflinie die ersten Drachen-Punkte erzielen konnte. Auch die Gäste brauchten etwas Anlaufzeit, kamen aber wesentlich besser auf Touren als die Hausherren und hatten in Rupert Hennen den passenden Motor und Denker und Lenker in ihren Reihen. Angetrieben durch ihren versierten Aufbauspieler konnten die Gäste das erste Viertel mit einem 11:2-Lauf und einer bereits komfortablen 23:10-Führung beenden. Auch im zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste den besseren Start und setzten sich erstmals mit 20 Punkten ab (11:31).
Ein kleiner 8:0-Lauf durch Nicolas Buchholz und Ousmane N’Diaye, inklusive Poster-Dunk durch den Rhöndorfer Youngster N’Diaye, sorgte jedoch wieder für etwas Hoffnung bei den teils kreativ verkleideten Fans am Menzenberg. 6 Punkte in Serie durch Rupert Hennen erstickten jedoch das kleine Drachen-Momentum wieder und bildeten die Basis für den 28:40-Rückstand zur Halbzeitpause aus Sicht der Gastgeber.

Nach der Pause änderte sich zunächst wenig am Geschehen auf dem Feld. Immer wieder rannten die Dragons gegen die gut und schnell rotierende Defense der Schwelmer an und brachten sich durch teils haarsträubende Turnover um gute Gelegenheiten den Rückstand zu verringern. Mit Oshane Drews, Viktor Frankl-Maus und Paul Albrecht erwischten zudem drei formstarke Leistungsträger der vergangenen Wochen einen rabenschwarzen Abend und konnten gemeinsam nur 5 ihrer 25 Wurfversuche im gegnerischen Korb unterbringen. Erst im finalen Viertel beim Stand von 44:63 ging ein Ruck durch das Rhöndorfer Team und der Kampfgeist erwachte. Ein 10:2-Lauf brachte die Fans wieder in Stimmung und sorgte für die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn von Gästetrainer Falk Möller, der mit ansehen musste, wie der eigentlich sicher geglaubte Vorsprung Punkte um Punkt abgegeben wurde.

Eine Minute vor dem finalen Buzzer verkürzte Ralph Hounnou nochmals auf 70:75 und der Glaube an das Comeback war greifbar im DragonDome. Die nächste Chance wurde jedoch sträflich vergeben und Calvin Eugene Oldham markierte via Dunk den Endstand des Abends für die Gäste von EN Baskets Schwelm.

Vor allem von jenseits der 6,75-Meterlinie ging bei den Dragons an diesem Abend nicht viel zusammen. Lediglich 29% (10/34) der 3er fanden den Weg in den gegnerischen Korb und auch die übergreifende Wurfquote fiel mit 36% (27/75) stark verbesserungswürdig aus. Die Gäste agierten in allen Belangen effektiver und nutzen auch von der Freiwurflinie ihre Chancen (20/27 – 74%). Zwar waren die Dragons von der Quote her sogar leicht besser, bekamen aber lediglich 8 Freiwürfe zugesprochen, von denen 6 verwandelt wurden.

12.02.2022 19:00 Uhr LOK Bernau vs. BSW Sixers 79:101

Die Vorzeichen standen wegen des zuletzt positiven Trends eigentlich gut. Und außerdem konnte LOK-Trainer René Schilling seit langem bei seinem Kader wieder fast aus dem Vollen schöpfen. Elf Spieler zählte die Bernauer Bank am Samstag. Es fehlte nach wie vor krankheitsbedingt Marc Friederici. Allerdings zeigten sich im Spielverlauf erwartungsgemäß doch noch einige Abstimmungsprobleme bei den vielen Rückkehrern.

Zu Beginn hatten allerdings beide Teams einige Probleme, ihre Angriffsbemühungen in Zählbares umzuwandeln. Die kürzere Warmlaufphasen hatten dann die Gäste aus Sandersdorf, die sich ab der Mitte des ersten Viertels absetzen konnten und bis auf 11:20 davon zogen. Max Rockmann und Tjark Lademacher konnten für Bernau noch vor der ersten Viertelpause verkürzen. Die BSW Sixers blieben aber die offensiv die bestimmende Mannschaft. Wieder fingen sich die Bernauer früh einen zweistelligen 18:30-Rückstand ein, um dann mit vereinten Kräften bis zur Halbzeit wieder auf Tuchfühlung sein.

Aber auch in nach dem Seitenwechsel gelang es den LOK-Korbjägern nicht, die vermeintlichen Vorteile am Brett konsequent zu nutzen. Beide Big Men der Gäste waren schon früh in Foulproblemen und auch BSW-Aufbauspieler Lukas Kazlauskas musste bereits vor der Halbzeit verletzt auf die Bank. Stattdessen warfen sich Marko Rahn und Frederik Rungby (25 Punkte) vom Halbkreis in einen wahren Rausch. Gerade einmal fünf Minuten nach der Pause blickte Bernau auf einen vorentscheidenden 42:63 Rückstand. Die 488 Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle sahen zwar ein Aufbäumen. Offensiv hatten die Brandenburger aber nicht genug entgegenzusetzen. Die Sixers hatten nämlich auch mit Vincent Friederici, Robin Danes und Sandro Antunovic sichere Offensivposten, die trotz aller Bernauer Bemühungen eine Antwort parat hatten. Insgesamt trafen die Gäste am Samstag 17 Dreier, elf davon allein in der zweiten Halbzeit. Mit 79:101 ging das Ost-Derby und die Punkte verdient nach Sachsen-Anhalt.

LOK-Coach René Schilling: „Wir haben es heute nicht geschafft, weder offensiv noch defensiv zu überzeugen. Statt mannschaftlich geschlossen gegenzuhalten, haben wir zu oft versucht, uns in Einzelaktionen zu retten. Und auch defensiv haben wir es in der zweiten Halbzeit leider nicht geschafft, den Rhythmus der Sixers zu brechen. Das ist schon sehr enttäuschend für mich. Wir werden uns nun aber schnell auf Hamburg und das nächste für uns sehr wichtige Spiel konzentrieren.“

12.02.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. WWU Baskets Münster 94:78

Es ertönt die Schlusssirene in der Comenius-Halle und den Emotionen wird freien Lauf gelassen. Die Spieler im Düsseldorfer Trikot reißen die Arme in die Luft, von der Tribüne ertönt großer Jubel und man fällt sich in die Arme. Bei den ART Giants hatte man es an diesem Abend geschafft, den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter aus Münster zu bezwingen. Den Weg zu diesem Erfolg ebnete die Mannschaft von Headcoach Florian Flabb schon im ersten Viertel. Sehr beherzigt und mit viel Selbstvertrauen nahmen die Giganten dieses Topspiel vom Start weg an. Franklyn Aunitz und Quadre Lollis Jr. waren es, die im Anfangsviertel Ausrufezeichen setzen konnten und die Hausherren zwischenzeitlich bereits mit acht Zählern in Führung brachten. Die Gäste aus Münster konnten ihre Anlaufschwierigkeiten dann kurzweilig abschütteln, dennoch behaupteten die Düsseldorfer eine knappe Führung nach den ersten zehn Minuten.

Obwohl das Flabb-Team auch im zweiten Viertel sowohl die Intensität als auch Konzentration hochalten konnte, fanden nun auch die WWU Baskets besser in die Partie und konnten ausgleichen (30:30). Zwei Minuten vor der Halbzeitpause übernahm Münster dann plötzlich erstmals die Führung. In dieser Phase zeigte Mark Gebhardt (17 Punkte) dann, wie wichtig der Defensivspezialist mittlerweile auch für das Offensivgeschehen der Rheinländer ist. Immer wieder zog er zum Korb und war so im Abschluss für den Gegner kaum zu stoppen. Wie flexibel sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit präsentierten, zeigte auch die Statistik, bei der noch kein einziger Akteur zur Pause zweistellig punktete. Eine ungewohnt schwache Dreierquote von nur 18 Prozent konnten die Gastgeber bis dahin mit einer dafür deutlich stärkeren Wurfquote aus dem 2er-Bereich (75%) ausgleichen. Mit einer 45:44-Führung für die ART Giants ging es in die Kabine.

Zur Freude der heimischen Fans brachten die Düsseldorfer ihr gestärktes Selbstvertrauen auch mit in die zweite Halbzeit: Aunitz startete das dritte Viertel mit einem erfolgreichen Dreier aus der Ecke. Mittlerweile ging es in nahezu allen Angriffen unheimlich eng zu in den direkten Duellen, dem Gegenspieler wurde meist kaum genug Raum zum Atmen gelassen. Da die ART Giants ihre Führung weiter ausbauten, geriet Gästetrainer Björn Harmsen allmählich ins Grübeln. Aber auch, weil seine Mannschaft innerhalb der Zone einfach keinen Zugriff auf die Giganten bekam. Immer wieder hatte der bockstarke Lennart Boner unter dem Korb Platz sich auszutoben und vollendete seine Aktionen in einer Vielzahl von krachenden Dunks. Auf der anderen Seite verteidigte der 29-Jährige seinen Korb wiederum so energisch, dass er gefühlt keinen Abpraller dem Gegner überließ. Am Ende sollte Boner mit 18 Punkten und überragenden 19 Rebounds einen großen Anteil am Düsseldorfer Erfolg haben. Entschieden war jedoch auch zum Ende des dritten Viertels in diesem Spiel noch nichts.

Trotz der Führung von neun Punkten war man sich in Düsseldorf natürlich weiterhin über die individuelle Klasse der WWU Baskets bewusst. An diesem Abend sollte das Flabb-Team aber tatsächlich bis zum Ende die Oberhand behalten. Zwar konnte der Tabellenführer seinen Rückstand zwischenzeitlich nochmal auf acht Punkte verkürzten, dann aber zogen die ART Giants dank ihrer gigantischen Teamleistung davon. Gebhardt und Boner markierten im Zug zum Korb weiter ihre Zähler, während nun auch Andrius Mikutis von jenseits der Dreierlinie seine Würfe bekam und diese versenkte. Headcoach Flabb schien seine Schützlinge optimal auf den starken Gegner eingestellt zu haben und so fügten die ART Giants dem Tabellenführer nach 16 Siegen am Stück die erste Saisonniederlage zu. Ein Heimsieg für die Giganten, der sich hart erarbeitet wurde und letztlich absolut verdient war.

Florian Flabb (Headcoach): „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Was die Jungs im Spiel kämpferisch gezeigt haben, war nochmal auf einer ganz neuen Ebene. Wir wussten, dass wir gegen Münster mit besonders viel Energie rauskommen müssen, was im Hinspiel nicht so gut funktionierte. Es ist uns diesmal gelungen, den Gegner auch an der Dreierlinie gut zu verteidigen. Über den großen Einsatz des Teams unter den Körben haben wir uns viele zweite Chancen erarbeitet und so gegen das beste Team der Liga mit sehr großem Willen und der nötigen Einsatzbereitschaft gewonnen.“

13.02.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. Iserlohn Kangaroos 85:80

Schon vor dem Spiel gab es neben dem Fehlen von Linus Briesemeister, Ferdinand von Saldern und Leo Hampl eine weitere schlechte Nachricht. Auch Kapitän Sebastian Fülle stand den 49ers aufgrund von Magen-Darm-Beschwerden nicht zur Verfügung, man ging also nur zu zehnt in die Partie. Eine Aufgabe, welche vor dem Spiel nicht leicht zu überbrücken schien, aber von den Gastgebern hervorragend bewältigt wurde. Nachdem in den ersten Minuten das Spiel noch sehr eng verlief, konnten die 49ers in der zweiten Hälfte des ersten Viertels mit einem 15:0-Lauf eine zweistellige Führung aufbauen. Somit lag man nach zehn Minuten mit 28:15 vorne.

Zwar konnte durch ein starkes zweites Viertel der Gäste die Führung etwas verkleinert werden, aber durch eine erneute starke Teamleistung führte man zur Halbzeit mit 48:41. Diese Teamleistung blieb im Verlaufe des Spiels bestanden, sodass man trotz einiger Fehler am Ende mit 85:80 souverän den 11. Saisonsieg einfahren konnte. Teamleistung einerseits, aber auch einzelne Vorstellungen sicherten den Sieg für die 49ers. Neben Yannick Hildebrandt (18 Punkte), konnten auch Jorch (15), Kaml (11), Stölzel (11) und Ney (10) zweistellig punkten. Auf Seiten der Iserlohner überzeugten die Guards Toni Prostran (18 Punkte) und Emil Loch (18).

Ausschlaggebend für den Sieg war die ungewöhnliche Trefferquote von der Freiwurflinie. Von 34 geworfenen Freiwürfen wurden sagenhafte 30 verwandelt und somit insgesamt 19 Freiwürfe mehr als die Gäste. Headcoach Vladimir Pastushenko, der am vergangenen Donnerstag 50 Jahre alt wurde, hatte nach dem Spiel folgendes zu sagen: „Ich bin stolz auf die Jungs und kann mich nur bedanken. Das war ein perfektes Geburtstagsgeschenk!“

13.02.2022 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. SBB Baskets Wolmirstedt 65:85

Wie ein Endstand doch täuschen kann. 65:85 verlor der SC Rist gegen die SBB Baskets Wolmirstedt, das hört sich fast nach einer Abreibung an. War’s aber nicht. Erst in der Endphase wurde das Ergebnis deutlich, noch rund siebeneinhalb Minuten vor Schluss hatten die Wedeler das bessere Blatt. „Wenn man das Spiel gesehen hat, hat man gesehen, dass wir eine Siegchance hatten“, sagte Trainer Stephan Blode. „Am Ende konnten wir nicht mehr verteidigen, das hat uns letztendlich den Zahn gezogen“, meinte er.

Der Auftakt ging in die Hose: Nach dreieinhalb Minuten Spielzeit lagen die Rister mit 0:13 im Hintertreffen. Blode: „Die ersten fünf Minuten waren eine völlige Katastrophe und führen auch dazu, dass man nicht mehr genug Energie im Tank für die letzten fünf Minuten hat.“ Denn es musste schon früh eine Aufholjagd her, um den Anschluss nicht zu verpassen. Mit hoher Kraftanstrengung kämpfte man sich zurück und konnte auf die gute Verteidigung als Trumpfkarte setzen.

13 Punkte in Folge ohne zwischenzeitliche Wolmirstedter Antwort sorgten in der ersten Hälfte des dritten Viertel für den 40:40-Ausgleich. Gegen Ende des Abschnitts und zu Beginn des nächsten (und letzten) stand zeitweise eine Sechs-Punkte-Führung des SC Rist zu Buche. „Man hat den Wolmirstedter Spielern angesehen, dass da nicht mehr so viel Leichtigkeit dahinter war. Wir haben ihnen fast den Zahn gezogen“, sagte Blode.

Doch die Gäste schlugen zurück, ein Dreier von Dominick von Waaden gut sechs Minuten vor Schluss brachte Wolmirstedt das 62:59 und damit wieder einen Vorsprung, der in den folgenden Minuten zunächst leicht anwuchs. Aber dann ging es plötzlich ganz schnell: Ein 14:0-Lauf des Tabellenzweiten machte aus einem 64:61 ein 78:61. „Wolmirstedt ist komplett heißgelaufen. Wenn man dann nicht verteidigen kann, ist die eigene Offense natürlich auch immer beeinträchtigt“, so Blode. Seine Spieler seien platt gewesen, sagte er, „sie konnten die defensive Energie nicht mehr aufbringen.“ Schade drum, denn: Die Leistung seiner Mannschaft zwischen der fünften und 35. Minute sei toll gewesen, lobte der Trainer.

Vorberichte ProB Nord 18. Spieltag

12.02.2022 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. ETV Hamburg

Vincent Golson hat Geburtstag – und dass allein wäre Anlass genug für die RheinStars, den vierten Saisonsieg am Samstag ab 18 Uhr einfahren zu wollen. Abgesehen vom Festtag des Kapitäns und der Premiere von Stephan Baeck als Headcoach ist die Ausgangslage vor dem 18. Spieltag in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nahezu die gleiche wie beim Hinspiel: Der Tabellenvorletzte trifft auf den Tabellenletzten.

Der Eimsbütteler TV ist bislang das einzige Team, das in dieser Saison weniger Siege eingefahren hat als die Kölner – die RheinStars stehen bei drei Siegen, Hamburg konnte erst einmal gewinnen. Ihr einziger Sieg gelang der Mannschaft dabei im Dezember gegen die RheinStars (74:84). Seitdem sind jedoch bei den RheinStars nicht allein bei Spielern und Trainer Veränderungen passiert, sondern auch in der Spielanlage. Anfang des Jahres zeigten sich diese schon deutlich, in den vergangenen Spieltagen zu selten – aber genau das soll sich zum Wochenende durch den Impuls auf der Headcoach-Position wieder ändern.

Bei den Hamburgern, die sich zuletzt mit heftigen Personalsorgen herumschlugen, fehlte in den vergangenen Partien ihr herausragender Spieler wegen einer Fußverletzung: Mubarak Salami. Er war auch im Hinspiel wichtigster ETV-Akteur und ist wohl nicht mehr allzu weit von einer Rückkehr entfernt. Am vergangenen Wochenende standen Sükran Gencay – mit der Coburgerin Jessie Miller eine von zwei weiblichen Headcoaches im deutschen Profibasketball – nur sieben Spieler zur Verfügung, nur die Hälfte ihres kompletten Kaders. Ob davon am Wochenende in Köln jemand wieder zurückkehrt, ist derzeit offen.

Zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten wird es aber aller Voraussicht nach kommen können: Mit dem ETV-Tross reist am Samstag auch Karl Dia nach Köln, der in der vergangenen Saison noch das RheinStars-Trikot trug. Der Guard bestreitet eine für ihn persönlich gute Saison in Hamburg. Er kam in jedem Spiel zum Einsatz und stand durchschnittlich 22:22 Minuten auf dem Feld. Im Hinspiel im Dezember spielte er 28:29 Minuten und erzielte fünf Punkte für den Eimsbütteler TV. Auffälligster Spieler auf Kölner Seite war Two Two Golson, der die gesamten 40 Minuten bestritt und 27 Punkte erzielte. Mal sehen, was das Geburtstagskind am Samstag beitragen kann zum Spiel seiner RheinStars. Wenig wird es nicht sein.

12.02.2022 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. EN Baskets Schwelm

Während der Videoanalyse, die Head-Coach Falk Möller für den vergangenen Montagabend terminierte, wurde den Spielern der EN Baskets Schwelm noch einmal deutlich, wie unnötig die letzte Begegnung in Düsseldorf verloren ging. Die individuellen Fehler passierten immer wieder und spielten den ART Giants in die Karten. Die folgenden Trainingseinheiten sollten dann dafür genutzt werden, die wiederkehrenden Probleme noch einmal zu thematisieren, um sich dann anschließend auf die jüngste Mannschaft der ProB, den Dragons Rhöndorf, einzustellen. Das Team von Head-Coach Julius Thomas kassierte gleich zu Beginn der Saison zwei herbe Niederlagen und sorgte am 3.Spieltag für eine großr Überraschung. In ihrem DragonDome setzten sie sich gegen die TKS 49ers durch und kamen nach diesem Erfolgserlebnis immer besser in Fahrt. Mittlerweile konnten die Drachen 6 Saisonsiege einfahren und sitzen im Rennen um die Playoff-Plätze den Iserlohn Kangaroos dicht im Nacken.

Für die EN Baskets Schwelm, die mittlerweile bei 9 Partien von 17 als Gewinner vom Platz gingen ist die Playoff-Teilnahme aber noch nicht gesichert. Daher wäre ein Sieg in Rhöndorf am kommenden Samstag umso wichtiger, um sich noch mehr Luft zu den „Playdown-Spots“ zu verschaffen. Die Spielweise der Dragons ist intensiv und aggressiv. Zudem verfügen sie über hervorragende Distanzwerfer, die an einem guten Tag schwer zu bändigen sind. In der Hinrunde gewannen die EN Baskets mit 86:74 und hatten das Geschehen auf dem Platz stets unter Kontrolle. Mittlerweile haben sich die Dragons Rhöndorf aber etwas verändert. Um mehr Ruhe und Ordnung ins Spiel zu bringen, wurde Victor Frankl-Maus verpflichtet. Er war in den letzten Jahren bei Bayern München 2 und den Rheinstars Köln aktiv und kehrte vor wenigen an seine alte Wirkungsstätte zurück. Zudem verstärkten sich die Rhöndorfer zu Beginn des Jahres auf den „großen Positionen“.

Die EN Baskets Schwelm konnten unter der Woche kaum mit dem vollen Kader trainieren. Glen Burns klagte über Schulterschmerzen und musste bei der einen oder anderen Einheit pausieren. Routinier Marco Buljevic fiel krankheitsbedingt aus, wird aber genauso wie Burns am Samstag antreten können. Wie gefährlich die Rhöndorfer Mannschaft werden kann, fasst der Trainer Blau-Gelben folgendermaßen zusammen: „Rhöndorf ist eine Mannschaft mit unheimlich viel Potential, die, wenn sie nicht im Verlauf der Saison immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen hätte, sicherlich auf einem Playoff-Platz stehen würde. Wir müssen aus den Fehlern des letzten Spiels lernen und diese abstellen, um bei den Dragons bestehen zu können.“

12.02.2022 19:00 Uhr LOK Bernau vs. BSW Sixers

An diesem Samstag steht ein mehrfaches Wiedersehen auf dem Programm. Im Ost-Derby geht es gegen die BSW Sixers aus Sandersdorf (Sachsen-Anhalt), einem langjährigen Gegner und Wegbegleiter. Zum anderen wird es für die beiden Berliner Evans Rapieque und Hendrik Warner die erste Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Beide ehemalige LOK-Spieler kommen aus dem Jugendprogramm von ALBA BERLIN und spielten vergangene Saison noch im Bernauer Dress. Im letzten Sommer wechselten sie im Doppelpack zum Syntainics MBC, wo sie im Weißenfelser BBL-Team eingesetzt werden, aber mit Doppellizenz auch in der ProB bei den Sixers zum Einsatz kommen.

Vincent Friederici wird die Bernauer Defensive auch am Samstag wieder beschäftigen. Der Zwillingsbruder von LOKs Marc Friederici zeigt sich aktuell in Topform. In den letzten drei Partien lieferte er im Schnitt 24 Punkten pro Spiel ab. Das erneute Zwillingsduell wie im Hinspiel wird es allerdings wohl nicht geben. Marc Friederici konnte zuletzt krankheitsbedingt noch immer nicht voll mittrainieren. Das jung besetzte Team von BSW-Trainer Christopher Schreiber hat im litauischen Aufbauspieler Lukas Kazlauskas den erfahrensten und besten Passgeber auf dem Feld. Zuletzt setzten aber auch Marco Rahn und Robin Danes wichtige Akzente. Mit aktuell neun Siegen und acht Niederlagen stehen die Sandersdorfer in der ProB auf dem 6. Tabellenplatz.

Bei LOK BERNAU wird Neuzugang Jonathon Mines am Samstag sein Heimdebüt geben. Seit zwei Wochen ist der Australier in Bernau. Bei seinem ersten Auftritt vergangenen Samstag avancierte er direkt zum Topscorer und war mit seinen 27 Punkten maßgeblich am Auswärtssieg gegen die Iserlohn Kangaroos beteiligt.

LOK-Coach René Schilling: „Das Hinspiel gegen die BSW Sixers haben wir recht knapp verloren. Vor allem beim Rebounding hatten wir in Sandersdorf entscheidende Probleme. Es wird auf jeden Fall wieder ein physisches Spiel. Vom Tabellenstand her und auch vom bisherigen stabilen Saisonverlauf sehe ich die Sixers eher als Favorit. Wir haben aber auch gesehen, dass uns die Rolle als Underdog zuletzt gut gelegen hat. Und mit unseren Fans im Rücken, könnte es am Ende wieder ein enges Duell werden.“

12.02.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. WWU Baskets Münster

Münster ist das beste Team der Liga. Sie sind unfassbar konstant im eigenen Spiel und bringen das Woche für Woche immer wieder aufs Parkett“, beurteilt ART Giants-Headcoach Florian Flabb die aktuelle Saison des kommenden Gegners. Und diese Einschätzung ist tatsächlich absolut zutreffend, wenn man die bisherigen Leistungen der WWU Baskets zusammenfasst. In all ihren bisher 16 Saisonspielen gingen die Münsteraner als Sieger aus der Halle. „Dass sie bisher noch keine Niederlage kassieren mussten, zeigt einfach ihre individuelle Qualität an Spielern aber auch am Coaching-Team. Sie bringen eine außergewöhnliche Leistung in diesem Jahr“, honoriert Düsseldorfs Trainer die besondere Spielzeit in Münster. Dabei überzeugt die Mannschaft von Baskets-Trainer Björn Harmsen nicht nur durch ihre spielerische Qualität, sondern ebenso durch den nötigen Siegeswillen, wenn es in Partien dann doch auch mal enger zugeht. So vor nicht allzu langer Zeit, als man auswärts bei den BSW Sixers einen ungewohnt schwachen Lauf im Spiel hatte, letztlich aber trotzdem mit 73:70 die Oberhand behielt. „Natürlich hat auch eine Mannschaft wie die WWU Baskets ein oder zwei Schwachstellen in ihrem Spiel, aber das sind bei ihnen sicherlich nicht viele“, merkt Flabb an.

Aber eben diese Schwachstellen gilt es an einem guten Tag für die Düsseldorfer ausfindig zu machen. Eine andere Vorbereitung im Training, im Vergleich zu anderen Gegnern, erwartet das Flabb-Team aber nicht. „Wir spielen zuhause und werden uns genauso wie auf jeden anderen Gegner vorbereiten. Es gilt einfach, dass wir unser Bestes geben und dann schauen, was dabei rauskommt“, so der 29-jährige Headcoach. Mit gestärktem Selbstvertrauen durch eine Siegesserie von sechs Erfolgen am Stück können die Giganten gegen den Ligaprimus nahezu befreit aufspielen. „In unserem Spiel haben wir immer wieder sehr gute Phasen und können unser Potenzial auf das Spielfeld bringen. Das gilt es dann auch zu nutzen“, ergänzt Flabb.

13.02.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. Iserlohn Kangaroos

Nachdem man im Hinspiel Anfang Dezember, wie bereits in der Vorsaison, auswärts ein Spiel auf Augenhöhe knapp verloren hatte, wollen die TKS 49ers im Rückspiel gegen den aktuell Achtplatzierten, die Iserlohn Kangaroos, seiner Heimstärke treu bleiben und weitere wichtige Punkte einfahren. Aufgrund der weiterhin sehr kompakten Situation um die Plätze zwei bis acht, ist ein Sieg für die 49ers außerordentlich wichtig, um sich am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte einordnen zu können.

Im Dezember mussten sich die 49ers nach einer nervenauftreibenden Partie am Ende mit 78:82 geschlagen geben. Vor allem Moritz Hübner, welcher mit 21 Punkten und 17 Rebounds zum Spieler der Woche gewählt wurde, stellte die 49ers vor viele Probleme. Auch Aufbauspieler Toni Prostran überzeugte mit 20 Punkten und 6 Assists. Auf Seiten der Gäste konnten insbesondere Robin Jorch (17 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists) und Kapitän Sebastian Fülle (15 Punkte) die Kangaroos offensiv ärgern. Größter Unterschied im Hinspiel waren allein die Trefferquoten aus dem Feld. Die 49ers trafen zwar solide 51% aus dem Zweipunktebereich, aber nur 30% jenseits der Dreierlinie. Iserlohn konnte hingegen überdurchschnittliche 63% aus dem Zweipunktebereich und 45% jenseits der Dreierlinie treffen. Zwei Werte, die für eine der besten Defensiv-Mannschaften der Liga im Rückspiel definitiv zu eigenen Gunsten verändert werden müssen.

Co-Coach Dorian Coppola analysierte das hervorstehende Spiel: „Wir dürfen Iserlohn in ihrer jetzigen Verfassung auf jeden Fall nicht unterschätzen. Sie befinden sich momentan in einer schwierigen Phase, dennoch haben sie einen sehr starken Kader. Wir müssen erneut über 40 Minuten konzentrierten Basketball spielen, um uns für die Niederlage im Dezember revanchieren zu können.“

13.02.2022 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Die SBB Baskets Wolmirstedt, der Heimspielgegner der Rister am Sonntag (13. Februar, 17:00 Uhr, Steinberghalle), lassen nicht nur in ihrem ersten ProB-Spieljahr als fester Bestandteil der Spitzengruppe aufhorchen, sondern zogen bereits in der Regionalliga anerkennende Blicke der Öffentlichkeit auf sich.

Unter der Überschrift „Basketball-Profis in der Provinz“ zeigte die Sportschau vergangenes Jahr eine mehrteilige Dokumentation über die Mannschaft. Auch Blode hat hingeguckt: „Grundsätzlich ist es schön, wenn Basketball viel Aufmerksamkeit bekommt“, sagt er. „Aber daraus nimmt man als gegnerischer Trainer natürlich keine Sachen für den Ligabetrieb mit“, so Blode. Deutlich wurde durch die filmerischen Einblicke in den Wolmirstedter Basketball-Alltag aber: „Sie haben Ambitionen. Das hat man nicht nur schon in der Regionalliga gesehen, als sie mit Nachdruck in die ProB wollten, sondern auch jetzt in ihrem ersten ProB-Jahr. Sie stehen völlig verdient dort, wo sie jetzt sind“, sagt er und weist auf den starken Saisonverlauf der Mannschaft von Trainer Eiko Potthast hin.

Aufgrund der Niederlage beim Tabellenführer Münster am vergangenen Sonntag mussten die Rister ihren zweiten Platz abgegeben, diesen hat nun Wolmirstedt inne. Der sonntägliche Gegner verfüge über eine erfahrene Mannschaft, so der Rist-Trainer. „Die Spieler haben eine hohe individuelle Qualität“, sagt er. Einer von ihnen trug in der Vergangenheit das Wedeler Gelb und Grün: Marc Nagora spielte in der Saison 2011/12 unter Trainer Özhan Gürel für den SC Rist. Wie muss man gegen Wolmirstedt vorgehen, um Aussicht auf Erfolg zu besitzen? „Unser Ziel muss es sein, die offensive Struktur zu brechen und natürlich so genau wie möglich, aber auch temporeich anzugreifen, sodass wir unser Spiel durchbringen können“, so Blode. Die augenblickliche Lage im Training beschreibt er als „fünf-gegen-fünf-fähig“.

Nachberichte ProB Süd 18. Spieltag

22.01.2022 18:00 Uhr Dresden Titans vs. Orange Academy 89:83

Gegen den Tabellendritten OrangeAcademy lieferten sich die „Titanen“ ein würdiges Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Ende behielten die Titans in einer unglaublich spannenden Schlussphase trotz elf Führungswechseln mit 89:83 die Oberhand. Dafür sorgte auch ein frenetisch feierndes Publikum, welches das Heimspiel zum Erlebnis werden ließ! Mit ihrem fünften Sieg in Serie und 14 Saisonsiegen in 16 Spielen verteidigen Dresdens Korbjäger somit ihre Tabellenführung und bleiben in der Südstaffel das Team der Stunde. Der Start gehörte Ulm Marius Stoll, der gleich einen Dreier und insgesamt sechs Zähler erzielte. Doch Titans-Kapitän Georg Voigtmann konterte den Dreier und schloss im Anschluss mit einem spektakulären Korbleger ab. Als auch Grant Teichmann von außen netzte, schienen die Gastgeber davonzuziehen. Aber die Gavel-Truppe berappelte sich nach einer Auszeit und verkürzte über den wurfstarken Tobias Jensen sowie Nat-Sidi Diallo vor der Viertelpause auf 25:20. Im zweiten Durchgang waren dann wieder die Titans am Drücker. Bärenstarke Defense durch Tanner Graham und Sebastian Heck erstickte die Angriffsbemühungen der Gäste. Im Gegenzug lief Nico Wenzl mit einem Dreier und akrobatischen Abschlüssen am Ring heiß, befeuerte so einen 9:0-Lauf, der Gavel zur nächsten Auszeit zwang. Aber Wenzl netzte postwendend den nächsten Dreier. Als dann Teichmann zum dritten und vierten Mal von „Downtown“ traf, führten die „Titanen“ schon mit 20 Zählern. Vor der Halbzeit kämpften sich die Ulmer über mehrere Treffer Jensens indes noch auf 47:34 heran.

Nach Wiederanpfiff waren die Ulmer sofort im Kampfmodus und leiteten über den engagierten Diallo sowie David Fuchs die erwartete Aufholjagd des Tabellendritten ein. Fuchs lief mit einigen Korblegern und einem Dreier heiß. Zudem wachten nun noch Latrell Großkopf und Marc-Antoine Loemba für die Academy auf. Großkopf besorgte schließlich mit einem Sprungwurf den ersten Führungswechsel seit dem ersten Viertel. Auch ein Timeout durch Fabian Strauß unterbrach den Ulmer Lauf nicht. Zumindest verkürzte Wenzl per Korbleger mit der Sirene noch auf 61:62.

Im letzten Viertel brachte dann ein Dreier durch Graham die Margon Arena zum Explodieren. Die Führung war wieder in Dresdner Hand. Hernach waren jedoch die Ulmer am Zug, die über Diallo und Stoll einen kleinen Vorsprung erlangten. Graham war nun aber voll da, netzte zwei weitere Dreier zum 72:72-Zwischenstand in der 34. Minute. Und beflügelt durch Anheizer Olaf Kadner sowie 750 lautstark anfeuernde Fans holten sich die „Titanen“ sogar die Führung zurück. Ein krachender Dunk Voigtmanns in der 37. Minute zum 78:76 ließ Gavel zum Timeout greifen. Die folgenden Minuten waren an Spannung kaum zu überbieten. Erst brachte Daniel „Flash“ Kirchner seine Farben mit zwei Hochgeschwindigkeits-Korblegern in Führung. Und dann besorgte Wenzl nach grandiosem „No-Look-Zuspiel“ durch Voigtmann per Dreier die Entscheidung. In den verbleibenden 12 Sekunden brachten die Gastgeber ihren 89:83-Heimsieg souverän an der Freiwurflinie ins Ziel!

Headcoach Fabian Strauß: „In der zweiten Hälfte haben wir den Faden verloren. Aber Ulm hat auch bombastisch gespielt nach der Halbzeit. Hut ab, sie waren da präsenter, deutlich aktiver, haben den Ball laufen lassen. Aber am Ende macht es mich auch stolz, dass meine Jungs sich am Ende daran erinnert haben, dass sie auch Basketball spielen können und das Ding nach Hause gebracht haben.“

23.01.2022 16:00 Uhr BBC Coburg vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 89:88

Basketball lebt von Läufen, wir hatten einen sehr guten Lauf im dritten Viertel, aber Gießen ist kein Team, das einfach so aufgibt. Sie haben viel Power und sie können aus vielen Positionen treffen. Wir haben einige schlechte Würfe genommen und hatten einige Turnover zu schlechten Zeitpunkten. Am Ende ein knapper Sieg, ich hätte aber lieber mit 15 gewonnen”, beurteilte Coburgs Cheftrainerin Jessie Miller den Auftritt ihres Teams kurz nach der Begegnung. Den fehlenden Sonnefeld ersetzte Nicolas Wolf in der Starting 5, den beiden Gießener Hünen Lischka und Uhlemann setzte Jessie Miller ein verhältnismäßig kleines Line Up entgegen. Den Auftakt machte Scott mit einem getroffenen Wurf von Downtown. Nicolas Wolf fand die richtige Antwort und machte da weiter, wo er am letzten Wochenende gegen Ulm aufgehört hatte. Gießen konnte weiterhin schnell punkten, in der energischen Anfangsphase hielt der BBC aber Schritt. Die Hessen spielten ihre Größenvorteile aus und kamen häufig zu Punkten “in the Paint”. Coburgs Basketballer erreichten defensive nahezu
keine Stopps, profitierten aber ebenso von der eigenen Treffsicherheit. Mit einem Dreier von Wolf ging der BBC mit 22:19 in Führung. Nach einem Offensiv-Feuerwerk beiderseits endete das erste Viertel mit 29:27. Der BBC traf fünf von neun Dreiern, Nicolas Wolf lief heiß
und verbuchte 13 Punkte.

Abdul Karioui kam von der Bank und fand mit verwandelten Korbleger mit anschließenden Bonuspunkten von der Freiwurflinie ins Spiel, aber auch die Gäste blieben aufmerksam und kamen zu Fast-Break-Punkten durch Uhlemann auf Zuspiel von Amaize. In der
Defensive stellten die Rackelos den BBC immer wieder vor schwere Aufgaben, aber nun war es Bulic, der am offensiven Ende hart arbeitete und die Hausherren im Spiel hielt. Die Begegnung blieb eng, die Führung wechselte häufig. Weiterhin machten es die Vestestädter den Gießener unter dem Korb zu einfach und Uhlemann verwandelte abermals den Korbleger. Die Wurfquoten bei Coburg blieben stabil, nach Punkten im zweiten Versuch durch Sven Lorber gingen die Gastgeber zeitweise mit sechs in Führung. Beim Stand von 51:47 verabschiedeten sich die Teams zum Pausentee. Das muntere Scheibenschießen setzte sich zu Beginn der zweiten Hälfte fort. Nach einem unauffälligen ersten Durchgang überzeugte nun Carrasco mit einigen Ballgewinnen undZählbarem von jenseits des Perimeters. Gießens Coach hatte genug gesehen und rief zur Auszeit. Lorber traf erneut von Draußen und die Hausherren gingen mit 14 in Führung Die Begegnung nahm nun körperlich an Intensität zu. Gießen versuchte, sich über Aggressivität zurück ins Spiel zu kämpfen, bei den Gästen fielen nun aber die Würfe gar nicht mehr. Tyreese Blunt wurde beim Dreierversuch gefoult, traf aber nur einen Wurf von der Foullinie. Insgesamt musste sich der BBC wieder eine schwache Freiwurfquote von nur 46 Prozent vorwerfen lassen. Die Gäste verloren aber nun vollends den Anschluss. Kapitän Lischka lamentierte immer wieder mit den Refs und zeigte ebenfalls Schwächen beim Freiwurf. Zwischenzeitlich lagen die Veststädter mit 19 in Front, zum Ende des dritten Abschnitts stand es 74:60 für Coburg.

Die Hessen trafen nun aber wieder besser. Tim Schneider und Montreal Scott konvertierten von Downtown und auch Lischka meldete sich mit Drei-Punkte-Spiel zurück. Als Uhlemann zu Scott ablegte, schmolz die Coburger Führung wieder auf neun. BBC-Trainerin Miller unterbrach den Gießener Lauf mit einem Timeout. Adrian Worthy luchste Montreal Scott den Ball ab, wurde beim anschließenden Lay-Up-Versuch aber rabiat von Uhlemann abgeräumt. Princeton Onwas war zur Stelle und holte sich den Put-Back, wodurch die Vestestädter wieder mit 11 führten. Die Rackelos steckten nicht auf und wollten den Sieg nicht ohne Gegenwehr abgeben. Sebastian Brach verkürzte mit einem Dreier auf 84:78. Das Momentum war nun eindeutig auf Seiten der Gäste. Teilweise spazierten sie seelenruhig durch die Coburger Defensive, die Hausherren hatten den Hessen nun offensiv nichts mehr entgegenzusetzen. Montreal Scott brachte die 46ers auf fünf Zähler ran, bevor Lischka von der Linie und anschließend per Korbleger auf 89:88 stellte.

Nach eigenem Ballbesitz brachte der BBC den Ball erneut nicht im Korb unter. Mit sechs Sekunden auf der Uhr gelangten so die Gäste noch einmal in Ballbesitz. Nun konnten sie aber kein Kapital mehr aus der Situation schlagen und verloren das Spielgerät. Nach einem
schwachen letzten Viertel rettete der BBC eine mickrige Ein-Punkte-Führung über die Zeit. “Wir haben keine harte Defense mehr gespielt. Nicht so hart wie sie hätte sein müssen”, sagte Jessie Miller über den Auftritt im letzten Viertel. Man müsse sich das nochmal einmal
im Video ansehen und die Lehren für die Zukunft daraus ziehen.

23.01.2022 16:00 Uhr Arvato College Wizards vs. WHITE WINGS Hanau 74:77

Die College Wizards starteten mit gewonnenem Sprungball und Ballbesitz in das erste Viertel. Doch die ersten Minuten agierten die Karlsruher unkonzentriert. Die Gäste aus Hanau nutzten die Fehler der Heimmannschaft und führten nach drei gespielten Minuten und Punkten von Philipp Walz und Dewrell Tisdale 0:5. Zaire Thompson leitete durch zwei verwandelte Freiwürfe die Karlsruher Offensive ein. Nach Punkten von Christian Okolie, Christoph Rupp und Abdulai Abaker glichen die Gastgeber nach sieben Minuten aus. Nach drei erfolgreichen Freiwürfen durch Dion Mohammed Braimoh und einem Korbleger on Philip Hecker stellten die Gäste wieder eine 5-Punkte-Führung her. Doch Rouven Rössler konterte mit einem erfolgreichen 3-Punkte-Wurf. Am Ende des ersten Viertels stand es 15:19 für die Hessen.

Die KIT Basketballer starteten mit hoher Intensität in das zweite Viertel. Rouven Rössler, Zaire Thompson und Abdulai Abaker trafen innerhalb weniger Minuten ihre 3-Punkte-Würfe. Es folgte ein ausgeglichenes Spiel. Zwei Minuten vor der Halbzeit gingen die College Wizards erstmals in Führung, konnten diese aber nicht bis in die Pause behaupten. Trotz gewonnenem Viertel, gingen die Hanauer mit einer 36:37 Führung in die Halbzeit. In der zweiten Halbzeit stellte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch ein. Unter anderem auch aufgrund der vielen Turnover und Fouls beider Teams. Die Hanauer fanden im Verlauf jedoch besser in ihr eigenes Spiel und nutzen ihre Chancen effektiver. Nach der Hälfte des dritten Viertels sahen sich die Arvato College Wizards gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, da die Gäste 8 Punkte in Führung lagen. Doch die Auszeit zeigte nicht die gewünschte Wirkung und die KIT Basketballer mussten mit einem 54:60 Rückstand in die letzten 10 Minuten.

Das letzte Viertel begann mit einem starken Auftritt der Karlsruher Christoph Rupp (5/5 Freiwürfe) und Zaire Thompson (2/2 Freiwürfe, Korbleger). Somit war der Spielstand in kurzer Zeit gedreht und die College Wizards gingen in Führung. Doch die Gäste zeigten Nervenstärke und reagierten mit zwei erfolgreichen 3-Punkte-Würfen. Die Schlussminuten wurden spannend. Die Karlsruher kämpften um jeden Ball und ließen die Hanauer nicht davonziehen. Doch die Gäste konnten ihre Führung bis zum Schlusspfiff bewahren.
Für die Karlsruher eine weitere bittere und knappe Niederlage, die sie im Kampf um die Playoff-Plätze nach hinten wirft.

23.01.2022 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. TSV Oberhaching Tropics 70:63

Ob auf der Karthause oder auf dem Oberwerth, die EPG Baskets Koblenz sind zu Hause in dieser Spielzeit weiter nicht zu bezwingen. Vor rund 250 Zuschauern in der CGM Arena setzten sich die Koblenzer gegen den TSV Oberhaching mit 70:63 (33:31) durch. Und dies taten die Baskets ohne ihren Trainer Mario Dugandzic (Bronchitis) und auch ohne Brian Butler, der nach einer Sprunggelenksverletzung passen musste. Co-Trainer Gerard Gomila coachte das Team gegen die Oberbayern, gegen die die Baskets in bisher drei Vergleichen stets den Kürzeren gezogen haben. Das erste Mal korrigierend eingreifen musste der Spanier bereits nach fünf Minuten. Denn TSV-Aufbauspieler Janosch Kögler hatte die ersten elf Zähler seiner Mannschaft inklusive zweier Dreier zum 11:5 markiert. Die Koblenzer kamen mit einem 8:0-Lauf aus der Auszeit. Nach zehn Minuten stand es 13:13.

Im zweiten Viertel traten nun auch Köglers Nebenmänner hervor, und die Teams lieferten sich weiter ein Duell auf Augenhöhe. Zum Ende
des zweiten Spielabschnittes tat sich Jacob Mampuya hervor und bescherte den Baskets mit zwei Dreiern die knappe 33:31-Halbzeitführung. „Wir hatten den Gegner genau so erwartet. Oberhaching ist einfach eine erfahrene Mannschaft, die es jedem Gegner schwer machen kann“, sagte Gomila, dessen Team nach dem Seitenwechsel die beste Phase hatte. Den Baskets gelang nun fast alles, Oberhaching blieb sieben Minuten ohne Korberfolg, ein 18:0-Lauf zum 52:34 schien die Vorentscheidung gewesen zu sein. „Koblenz war in dieser Phase einfach richtig stark und hat uns mit der individuellen Klasse unheimlich zugesetzt“, gestand Gästecoach Mario Matic. Den Koblenzer Lauf beendete TSV-Akteur Peter Zeis mit einem Dreier, 30 Sekunden später legte er einen weiteren nach. Zum Viertelende
zeigte die neue Anzeigetafel in der CGM Arena somit ein noch immer komfortables 52:40 für die Gastgeber.

Oberhachings Kögler, der am Ende auf überragende 30 Zähler kam, eröffnete das Schlussviertel, und Punkt um Punkt kam der TSV heran.
Richtig unruhig wurde das Publikum, als Zeis zwei Minuten vor dem Ende mit seinem dritten erfolgreichen Distanzwurf auf 57:59 verkürzte. Jetzt fiel die Entscheidung: Im Gegenzug traf Marvin Heckel routiniert zwei Freiwürfe, und der TSV leistete sich zwei Ballverluste in der folgenden Angriffsequenz. Mit dann noch 37 Sekunden auf der Uhr fand der Ball nach schöner Stafette Dominique Johnson an der Drei-Punkte-Linie. Der Ex-Bundesligaprofi setzte den Ball glatt durch die Reuse zum 64:57. Damit war die Partie entschieden.

Die Koblenzer haben die wichtigen Würfe getroffen“, analysierte Matic. Baskets-Center Moses Pölking sah den Schlüssel in der Defensive. „Da haben wir die Partie gewonnen und den extrem physischen Gegner über die gesamte Spielzeit hart bearbeitet.“