Schlagwortarchiv für: Iserlohn Kangaroos

Henry van Herk: Der neue Kanadier der Kangaroos

Mobil, variabel, groß und smart. Das sind die prägenden Attribute der Neuverpflichtung der Iserlohn Kangaroos. Mit Henry van Herk haben sich die Waldstadt-Korbjäger für die Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die Dienste eines jungen Kanadiers gesichert. Der 2,06 Meter große Forward/Center kommt auf Empfehlung und verfolgt seit zwei Jahren aus der Entfernung, wie sich die Kangaroos entwickeln.

Die Queen’s University in Ontario ist Heimat eines der renommiertesten Basketball-Programme in Kanada. Ein Spieler, der dort ausgebildet worden und bei den Kangaroos bestens bekannt ist, ist Tanner Graham. Und eben jener war an der Uni ein Teamkollege von Henry van Herk. Als Graham nach Iserlohn wechselte, verfolgte van Herk aufmerksam die Entwicklung seines ehemaligen Teamkameraden. Und behielt die Kangaroos auch anschließend im Auge.

In diesem Sommer gab es dann erst die Annäherung. Und schließlich auch die Einigung. Der 24-Jährige kommt nach seiner College-Zeit nach Iserlohn, um die Kangaroos in der neuen Spielzeit zu unterstützen. An der Uni hat sich der mobile Big Man in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und stand zuletzt in der Starting Five, legte 8,5 Punkte, 5,5 Rebounds und 1,2 Steals im Schnitt auf. „Henry ist ein unangenehmes Matchup auf den großen Positionen. Durch sein Skillset kann er das Spiel breit machen“, erklärt Headcoach Dennis Shirvan. Und genau das sind die Fertigkeiten, die er sich von seinen Centern wünscht: „Von Flügel bis Center kann Henry alles spielen, das gibt unserem Spiel weiteren Facettenreichtum und unterstreicht unsere Spielidee für die kommende Saison.“

Auch Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen ist angetan davon, wie sich die Gespräche entwickelt haben – und ist begeistert von der Spielanlage des gebürtig aus Toronto stammenden van Herk: „Was ich bislang gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass er charakterlich und menschlich einen sehr guten Eindruck macht, waren auch die Gespräche mit Tanner über Henry sehr zielführend, konstruktiv und geben mir den Eindruck, einen wirklichen guten Fang gemacht zu haben.“ Und Henry van Herk selbst hat ehrgeizige Ziele mit seinem neuen Team – und brennt schon auf seinen Umzug nach Iserlohn: „Ich bin absolut begeistert davon, Teil der Kangaroos zu werden. Die Gespräche waren sehr gut, sehr offen und sehr herzlich. Zwei Jahre lang habe ich die Entwicklung des Klubs verfolgt. Und ich freue mich sehr darauf, Teil dieses Teams zu werden. Und auf dem Feld dabei zu helfen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind“, so der 24-Jährige.

Uzoma: „Werde hart arbeiten, um das Vertrauen zu rechtfertigen!“

Die Iserlohn Kangaroos statten Big Man Ben Uzoma mit einem 1+1-Optionsvertrag aus. Der 2,10 Meter große Center wechselt, wie Samuel Mpacko, von den ART Giants Düsseldorf in die Waldstadt. Und ist zuversichtlich, in Headcoach Dennis Shirvan und Entwicklungscoach Toni Prostran Trainer an seiner Seite zu haben, die ihn fördern und fordern werden, um sich als Kraft unter den Körben der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB etablieren zu können.

„Wir haben uns nach den guten Gesprächen für den Optionsvertrag entschieden, weil Ben zweifellos Potenzial hat und wir uns gut vorstellen können, dass er sich hier in den kommenden Monaten und Jahren gut entwickeln kann“, erklärt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. Die getroffene Vereinbarung empfindet der 23-Jährige als Wertschätzung – und verspricht: „Ich werde viel und hart arbeiten, um das mir entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen!“

Die vergangenen anderthalb Spielzeiten hat er mit den ART Giants Düsseldorf verbracht. Und war somit auch Teil des Teams, das in der abgelaufenen Saison die Vizemeisterschaft und somit den Sprung in die ProA geschafft hat. Durchschnittlich kam er dabei rund acht Minuten pro Partie zum Einsatz. Und nutzte diese Zeit für 2,3 Punkte, 2,7 Rebounds und knapp einen Block. Seine Stärken sieht er vor allem in seiner Athletik und seiner Defense. Eine Einschätzung, die Headcoach Shirvan teilt: „Ben ist für seine Größe ziemlich beweglich und bringt uns unter den Körben offensiv wie defensiv wichtige Physis.“

Dass es unter den Körben zur Sache gehen kann, schreckt den jungen Center nicht ab. Im Gegenteil. „Das gehört dazu. Und ist ein wichtiger Teil des Spiels“, so der gebürtige Aachener. Und warum hat er sich für die Kangaroos entschieden? „Ich habe das Gefühl, dass in Iserlohn alles gut zusammenpasst. Und dass Iserlohn und ich zusammenpassen“, sagt der Big Man. Die Gespräche, das Training, das Umfeld – schon bei seiner ersten Visite in der Waldstadt hatte er ein gutes Gefühl. Und freut sich darauf, die Matthias-Grothe-Halle als Tollhaus zu erleben. Denn auch wenn er in der vergangenen Spielzeit gegen die Kangaroos aufgelaufen ist – in Iserlohn war er nicht dabei. „Bislang habe ich nur davon gehört und es in Videos gesehen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Atmosphäre in der Halle ziemlich beeindruckend ist“, so Uzoma.

Buss und Dizdar nicht mehr im Kangaroos-Dress

Vom schüchternen Erstsemester zum selbstbewussten Bachelor: Diese Entwicklung hat Jonas Buss in vier Jahren mit den Iserlohn Kangaroos genommen. Und nach seinem vierten Jahr setzt er seine Prioritäten anders. Und steht somit nicht im Kader für die neue Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Aus dem Jungen ist ein Mann geworden, der auf und abseits des Feldes Sympathieträger und Identifikationsfigur war und ist.

„Jonas ist ein fantastischer Typ mit einwandfreiem Charakter. Ein Spieler, den man im Team haben will, weil er sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt, auch wenn es persönlich für ihn nicht rund läuft“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan. Und tatsächlich ist genau das der Punkt, der Buss in seiner Zeit mit den Kangaroos die meisten Sympathien eingebracht hat. So richtig wollte der Knoten für ihn persönlich nicht platzen – aber er war immer für sein Team, seine Mitspieler und seinen Verein da.

„Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, wie es nach der Saison für mich weitergehen soll“, erklärt der 23-Jährige. Und beim Grübeln über Leistungssport und Karriere hat er sich am Ende seiner Gedankenspiele für die Arbeitswelt entschieden. „Mir ist wichtig, meinen Fokus auf eine Sache zu legen. Und nachdem ich mein Studium beendet habe, ist es für mich der nächste logische Schritt, ins Arbeitsleben zu starten“, so Buss. Er wolle die „nahe Zukunft nicht vom Basketball abhängig machen“, sagt er. Und deshalb musste für ihn eine klare Entscheidung her, in welche Richtung es gehen soll.

„Dass mir die Entscheidung mehr als eine schlaflose Nacht bereitet und diverse Kopfschmerzen verursacht hat, wird jeder verstehen, der mich in meiner Zeit mit den Kangaroos kennengelernt hat“, so der Power Forward. Und ergänzt: „Vom ersten Tag des Trainings in Iserlohn habe ich unglaubliches Vertrauen gespürt, eine familiäre Nähe, die es außerhalb der eigenen Familie so eigentlich nicht gibt. Ich bin hier gewachsen und gereift“, sagt Jonas Buss. Entsprechend schwer ist es ihm gefallen, dem Basketball vorerst den Rücken zu kehren. „Aber mir war es wichtig, eine Entscheidung zu treffen. Und das habe ich getan.“

Es sei großes Glück für ihn gewesen, in Iserlohn zu landen. Der Umgang, die Wertschätzung, die Teamchemie in den vergangenen Spielzeiten – all das sind Erfahrungen und Eindrücke, die er mitnimmt in das Danach. „Teil einer Organisation zu sein, die dich unterstützt, wertschätzt und dir die Möglichkeit gibt, dich auf vielen Ebenen zu entwickeln, ist nicht selbstverständlich. Deswegen kann ich mich für Vertrauen und Support auf und abseits des Feldes nur aus tiefstem Herzen bedanken“, so der 23-Jährige.

Auch Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Abschied des Sympathieträgers: „Jonas hat sich in seiner Zeit mit uns auf allen Ebenen eingebracht. Seine Energie, sein Teamspirit und sein Engagement waren bemerkenswert. Er hat sich hier toll entwickelt – und unsere Türen stehen ihm jederzeit offen. Wir wünschen Jonas von Herzen nur das Beste für seinen weiteren Lebensweg. Und freuen uns darauf, wenn sich unsere Wege wieder kreuzen. Egal, ob auf sportlicher oder privater Ebene.“

Auch Benjamin Dizdar wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr im Kader der Kangaroos stehen. Nach vielen Gedankenspielen haben ihm die Verantwortlichen kein neues Angebot gemacht. „Benni ist ein supersympathischer, fleißiger und ehrgeiziger junger Mann. Ich schätze ihn sehr für seine positive Einstellung und bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird. Wir wünschen ihm nur das Beste für seine private und sportliche Entwicklung“, sagt Headcoach Dennis Shirvan.

Moritz Hübner verabschiedet sich aus Iserlohn

Ein Mann, zwei Jahre – und ein Highlight-Tape, das sich gewaschen hat. Doch Moritz Hübner ist mehr als seine krachenden Dunkings. In zwei Jahren mit den Iserlohn Kangaroos hat er sein einzigartiges Skillset in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mehr als einmal unter Beweis gestellt. Und auch wenn er sich in der Waldstadt wohlfühlt, zieht es ihn weiter. Seinen Träumen hinterher.

„Ich glaube, dass jeder, der unsere Spiele in den vergangenen zwei Jahren verfolgt hat, gesehen hat, wieviel Spaß es mir gemacht hat, in dieser Mannschaft und für diesen Verein zu spielen“, sagt der 2 Meter große Forward. Und ergänzt: „Aber ich möchte nochmal angreifen, ProA spielen. Und ich denke, die Chance habe ich mir verdient.“

In seinen Spielzeiten mit den Kangaroos hat sich Hübner kontinuierlich gesteigert. Nach 12,4 Punkten und 5,0 Rebounds in der ersten Saison, legte er im vergangenen Jahr 13,5 Punkte und knapp sieben Rebounds auf. Unvergessen sein Monsterspiel gegen die RheinStars Köln (84:66) und seine Performance beim 82:78-Erfolg gegen die TKS 49ers (21 Punkte, 17 Rebounds, 4 Blocks, 4 Assists). „Das wäre alles ohne das fantastische Team und die tolle Chemie nicht möglich gewesen“, sagt der 25-Jährige. Und ergänzt: „Ich kann mich nur aus tiefstem Herzen für die tolle Zeit in Iserlohn bedanken. Ich habe hier Freunde gefunden, einen Ruhepol, meinen Glauben an mich selbst und meinen Spaß am Spiel!“

Das Vertrauen, das er in den beiden Kangaroos-Jahren gespürt habe, habe ihn zudem seinen Hunger wiederentdecken lassen. Moritz‘ Reise ist noch nicht beendet. Nach dem Karriereknick vor seiner Zeit in der Waldstadt, will er sich beweisen, dass er auch größere Aufgaben in höheren Ligen bewältigen kann. Dass er das Potenzial für den Sprung nach oben hat, steht außer Frage. Und deshalb kämpft er jetzt um seine Chance. Um seine Träume zu verwirklichen.

„Der Abgang von Moritz ist für uns sehr bedauerlich, da es keinen deutschen Spieler in der ProB gibt, der auf seiner Position eine annähernd ähnliche Qualität aufweist. Ich hatte den Eindruck, dass sich Moritz hier sehr wohl gefühlt hat und in Iserlohn auch die Lust auf Basketball wiederentdeckt hat. Wir bedanken uns bei Mo für die zwei Jahre und wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg“, sagt Geschäftsführer Michael Dahmen.

Qualität, Athletik und Erfahrung: Mpacko kommt aus Düsseldorf

Gute, schnelle und zielführende Gespräche machen aus einem Kontrahenten der Vorsaison ein Mosaikteilchen für die neue Spielzeit: Samuel Mpacko wechselt von den ART Giants Düsseldorf zu den Iserlohn Kangaroos und verstärkt den Backcourt im Kader von der Headcoach Dennis Shirvan.

Zwei Mal ist Mpacko in der vergangenen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gegen die Kangaroos aufgelaufen. Zwei Mal überzeugte er. Kombiniert erzielte der 24-Jährige 14,0 Punkte sowie je 3,5 Rebounds und Assists gegen Shirvans Schützlinge. Nach dem Aufstieg der Düsseldorfer hat sich der frischgebackene DM-Dritte im 3X3 nach neuen Herausforderungen umgeschaut. Und ist in Iserlohn fündig geworden.

„Dennis und ich haben uns erst telefonisch ausgetauscht, dann persönlich kennengelernt und gemeinsam trainiert. Und dann ging alles relativ schnell“, erzählt der gebürtige Hamburger. „Die Perspektiven, die der Verein mir bietet, haben mich überzeugt, dass ich hier gut aufgehoben bin.“ Gelistet ist der 1,87 Meter große Spielmacher als Point Guard. Aber ebenso wie Ruben Dahmen und Toni Prostran kann er beide Guard-Positionen bekleiden.

„Die Kombination, die wir durch Samuel im Backcourt haben, ist schon außergewöhnlich. So können wir jederzeit variabel agieren und haben gleich drei starke Spieler mit großem Spielverständnis und enorm guter Übersicht auf dieser Position“, sagt Dennis Shirvan. Und Geschäftsführer Michael Dahmen ergänzt: „Die Gespräche mit Samuel waren sehr unkompliziert und angenehm. Entsprechend froh bin ich, dass er sich für die Kangaroos entschieden hat und mit uns gemeinsam in die neue Saison geht. Er gibt uns durch seine Spielweise Qualität, Tiefe und bringt seine vielfältigen Erfahrungen im organisierten Basketball und im 3X3 ins Team ein.“

Darüber hinaus bringt Mpacko auch ein starkes Stück Athletik mit ins Team der Kangaroos und strahlt jederzeit Gefahr für die gegnerische Defense aus. Egal, ob durch seinen Zug zum Korb oder aus der Distanz. Knapp 36 Prozent seiner Würfe von Downtown jagte der Fern-Uni-Student in der vergangenen Spielzeit durch die Reuse. Und war nach seiner Verpflichtung ein wichtiger Faktor im Spiel der Düsseldorfer. Ein wichtiger Baustein im Team soll er auch in Iserlohn werden. Neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten – und mehr Verantwortung inklusive. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben bei den Kangaroos. Und habe das Gefühl, dass sowohl zwischenmenschlich als auch sportlich alles passt“, sagt Mpacko.

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei, Mathias Groh, Samuel Mpacko…

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Vom „Betze“ zum Hemberg: Mathias Groh kommt aus Kaiserslautern

Wenn der erste Eindruck stimmt, kann etwas Großes entstehen: Zwischen den Iserlohn Kangaroos und Mathias Groh hat es beim ersten gemeinsamen Training gefunkt. Und folglich verbringen sie zusammen das nächste Jahr. Der 19-jährige Power Forward wechselt aus der Regionalliga Südwest in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB – und möchte sich nicht nur sportlich entwickeln. Entsprechend hat er einen Einjahresvertrag mit Verlängerungsoption unterschrieben.

„Eigentlich wollte ich mir den Standort Iserlohn einfach nur mal ansehen. Aber die Menschen vor Ort haben mich überzeugt, dass ich hier für meine Entwicklung gut aufgehoben bin“, blickt Mathias Groh auf seinen ersten Besuch in der Waldstadt zurück. Auch wenn die vergangene Spielzeit beim 1. FC  Kaiserslautern für ihn persönlich durchaus positiv verlaufen ist (15,6 Punkte; 8,9 Rebounds; 1,7 Assists), war es aus seiner Sicht dennoch ein sportlicher Rückschritt.

Denn ausgebildet wurde der 2,04 Meter große Forward an der Urspringschule. Dort spielte er in der Jugend- und Nachwuchs-Basketball-Bundesliga – und sammelte seine ersten Erfahrungen in der ProA. Nach dem Abitur zog es ihn zurück in seine Heimatstadt Kaiserslautern – und damit zu seinem Heimatverein, wo er mit knapp zehn Jahren begonnen hat, Basketball zu spielen. Mit seinen Statistiken war er der absolute Leistungsträger im Team der „roten Teufel“, konnte den Abstieg aber nicht verhindern.

„Matthias ist ein interessanter, junger Spieler, der mit seinem Skillset und seiner Art super zu uns passt. Schön, dass er sich für uns entschieden hat und uns somit das Vertrauen entgegenbringt, sich bei den Kangaroos auf und abseits des Feldes entwickeln zu können“, sagt Geschäftsführer Michael Dahmen. Denn tatsächlich war für Groh auch wichtig, dass er Basketball und Studium vernünftig kombinieren kann.

Den Sommer, der vor ihm liegt, beschreibt der Power Forward als „intensiv“. „Die Zeit, die ich habe, nutze ich, um mich fit zu machen für die Herausforderung bei den Kangaroos. Das wiederum fällt mir nicht schwer, weil Sport mir dabei hilft, den Kopf freizukriegen und abzuschalten“, erzählt der 19-Jährige. Auch Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan ist angetan von dem Talent und der Arbeitsmoral des jungen Pfälzers: „Ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten. Mathias ist jung, hat Potenzial und ist hungrig. Das wird gut!“

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei, Mathias Groh…

Headcoach:Dennis Shirvan 

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Foto: Michael Schmitt_mssportfoto

Elias Marei: „Es wird ein spannendes Jahr für mich!“

Ein turbulentes Jahr liegt hinter Elias Marei. Nachdem er im vergangenen Sommer seinen ersten Profi-Vertrag bei den Iserlohn Kangaroos unterschrieben hatte, nahm die Entwicklung des 20-Jährigen rapide an Fahrt auf. Er wurde zum Nationalspieler Palästinas – und ließ bei seinen Einsätzen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sein Herz für seinen Verein auf dem Feld. Sein Arbeitspapier ist jetzt verlängert worden – doch es wartet noch eine weitere Herausforderung auf den jungen Forward.

Denn mit Beginn des Spätsommers wird Elias Marei nicht nur Basketball in Iserlohn im Fokus haben. Sondern hinter den Kulissen des TuS Iserlohn Basketball kräftig mit anpacken. Nach seinem Fachabitur wird er als Bufdi angestellt.

Direkt nach der vergangenen Spielzeit hat er gemeinsam mit Toni Prostran an seinem Spiel und seiner Entwicklung gearbeitet. Anschließend war er bei einem dreiwöchigen Lehrgang der palästinensischen Nationalmannschaft, mit der er zwei Partien in einem Vor-Qualifikationsturnier zum FIBA Asia Cup 2025 absolviert hat. „Elias hat sich im vergangenen Jahr sportlich und menschlich enorm weiterentwickelt. In der ProB hat er in allen statistischen Kategorien persönliche Bestleistungen aufstellen können. Wir freuen uns sehr, dass er am Standort Iserlohn den nächsten Schritt seiner Entwicklung machen möchte – und das nicht nur auf sportlicher Ebene“, lobt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

Vor allem in der Rückrunde der Saison 2021/22 hat der 20-Jährige immer wieder aufhorchen lassen. Sei es durch seinen unbändigen Einsatz in der Defense oder sein furchtloses Auftreten auf dem Parkett. „Je länger die Saison gedauert hat, desto mehr Vertrauen wurde mir entgegengebracht“, sagt Marei. Und ergänzt: „Mit Headcoach Dennis Shirvan und Toni Prostran habe ich zwei Leute, mit denen ich täglich zusammenarbeite – und von denen ich viel lernen kann. Darauf freue ich mich. Ebenso freue ich mich auf die Arbeit mit Kindern im und rund um unseren Verein. Es wird ein spannendes Jahr für mich!“

Auch Dennis Shirvan ist froh, dass der junge Forward Teil der Kangaroos bleibt: „Elias hat großes Potenzial und, wenn er hart an sich weiterarbeitet, die Chance, eine größere Rolle einzunehmen als bislang. Auch sein Bundesfreiwilligendienst beim Hauptverein zeigt, dass er sich hier wohlfühlt und dem Umfeld vertraut.“

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei…

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos

Moritz Schneider verlässt die Kangaroos

Nach drei gemeinsamen Jahren trennen sich die Wege von Moritz Schneider und den Iserlohn Kangaroos. Der 22-jährige Point Guard wird sich einer neuen Herausforderung stellen. Wie diese neben seiner Studiumsaufnahme aussehen wird, ist jedoch noch offen. Klar ist allerdings, es wird ein Wiedersehen in der kommenden Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geben.

Aus der Nachwuchsförderung von Jena war Schneider vor drei Jahren nach Iserlohn gekommen. Drei Jahre, die ihn haben sportlich und menschlich weiter reifen lassen. „Ich bin unglaublich dankbar für die Chance, die ich hier bei den Kangaroos bekommen habe, habe aber das Gefühl, dass es Zeit für mich ist, einen neuen, weiteren Schritt zu gehen“, sagt der Aufbauspieler. Trotz einiger Rückschläge habe er sich sportlich weiterentwickelt. Und freue sich darauf, nach dem Sommer an neuer Stelle neu anzugreifen.

„Ich werde im Sommer alles daran setzen, in die Form zu kommen, die ich mir selber wünsche. Viel Fitness, viel zocken – und dann mit Vollgas in die neue Saison starten“, sagt Schneider. Er hebt hervor, dass nicht nur der Basketball Iserlohn zu seinem Zuhause gemacht hat. „Auch abseits des Feldes habe ich mich hier sehr, sehr wohlgefühlt. Ich habe während meiner Zeit mit den Kangaroos meinen Traumberuf gefunden, in dem ich irgendwann arbeiten möchte“, erklärt der 22-Jährige mit Blick auf die Karriere nach der Karriere.

Schneider hat bis zuletzt als Integrationskraft an der Felsenmeerschule in Hemer gearbeitet. Und die Arbeit mit förderbedürftigen Kindern will er auch in Zukunft zu seinem Beruf machen. Entsprechend steht nicht nur eine sportliche Entwicklung für ihn an, sondern auch eine im Hinblick auf Orientierung und Aufnahme des Studiums. „Das habe ich lange vor mir hergeschoben. Aber gerade die Verletzung in der vergangenen Saison hat mir gezeigt, dass das Aufschieben keine Perspektive hat“, so Schneider.

In 17 Spielen (inklusive Playoffs) hat der 22-Jährige in der vergangenen Spielzeit rund 14 Minuten pro Partie für die Waldstädter auf dem Feld gestanden. Dabei erzielte er durchschnittlich 2,5 Punkte, 2,3 Assists und 2,8 Rebounds.

„Moritz ist ein toller Mensch, der unseren Verein mit seiner Art und seinem Einsatz bereichert hat. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft von Herzen alles erdenklich Gute“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan. Und Geschäftsführer Michael Dahmen ergänzt: „Dass sich unsere Wege nach drei gemeinsamen Jahren trennen, ist schade. Wir können uns bei Moritz nur für sein Vertrauen und seinen Einsatz bedanken. Alles Gute, Junge!“

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos

Emil Loch: „Freue mich auf die nächste Saison und den nächsten Step!“

Emil Loch wird auch in der Saison 2022/23 das Trikot der Iserlohn Kangaroos tragen. Und versuchen, einen weiteren Schritt nach vorn in seiner Entwicklung zu machen. Auch wenn er sein erstes Jahr bei den Waldstadt-Korbjägern in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB als „Achterbahnfahrt“ bezeichnet, so ist er sich sicher, dass die Kangaroos aktuell der richtige Ort für ihn sind.

„Ich habe hier in meinem ersten Jahr unglaublich großes Vertrauen gespürt und Chancen bekommen. Warum sollte ich das wegwerfen, wenn ich mich hier gut entwickeln kann?“, fragt der 20-jährige Flügelspieler. Verrät aber auch: „Natürlich habe ich mich mit meiner Situation auseinandergesetzt, war mir aber auch relativ schnell klar, dass der mögliche Sprung in die ProA für mich gerade nicht das Richtige ist. Ich fühle mich wohl in Iserlohn. Und freue mich auf die nächste Saison und den nächsten Step, den wir als Team gemeinsam machen.“

Zwischendurch habe er in der vergangenen Spielzeit mit sich selbst gehadert. Denn nach dem guten Start habe er immer wieder kleine Formtiefs gehabt. Aber: „Aus jedem frustrierenden Erlebnis habe ich für mich selbst wichtige Lerneffekte ziehen können“, so der U23-3X3-Nationalspieler. Was ihn persönlich überrascht hat, ist die Tatsache, dass er in seinem ersten Kangaroos-Jahr einen soliden Touch aus der Distanz entwickelt hat (32/77, 41,6 Prozent). „Ich war nie der klassische Shooter. Aber hier bin ich mit meinem Wurf warm geworden“, sagt Loch. Und er sieht in seinen Leistungen nicht nur offensiv Luft nach oben. Denn: Auch, dass er spektakulär finishen kann, hat er in der vergangenen Spielzeit mehr als einmal unter Beweis gestellt.

„Emils Entwicklung hat uns in der vergangenen Saison viel Spaß bereitet. Und wir freuen uns auf das zweite Jahr mit ihm, denn er ist bereit, ein noch besserer Basketballer zu werden, davon bin ich überzeugt“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

„Ich möchte im zweiten Jahr mehr Konstanz in mein Spiel bringen, auch wenn es für mich mal nicht so richtig läuft, mit dem Kopf im Spiel bleiben – und in der Defense aufmerksamer und bissiger werden“, sagt der junge Hagener. Tiefs sollen ausgeblendet – und die Höhen genossen werden. Ein positives Mindset ist wichtig. Den Sommer verbringt der 20-Jährige mit viel 3X3. Training, Turniere und Lehrgänge stehen in regelmäßigen Abständen an. Entsprechend fit wird er zum Trainingsauftakt der Kangaroos sein.

„Emil ist ein großartiger Athlet und hat großes Potenzial. Ich freue mich sehr darüber, dass er uns erhalten bleibt und hier bei den Kangaroos weiter an seiner Entwicklung arbeiten möchte“, erklärt Headcoach Dennis Shirvan.

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch…

Headcoach
Dennis Shirvan

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos

Joshua Dahmen: „Das Karriereende war keine Option, aber…“

Es war wahrscheinlich der schwierigste Start in eine Offseason, die Joshua Dahmen in den vergangenen Jahren erlebt hat. Zum ersten Mal war es kein No-Brainer für den 29-Jährigen, eine Verlängerung bei den Iserlohn Kangaroos zu unterschreiben. Und doch hat er es getan. Zum letzten Mal! Der Kapitän tritt mit seinem Team in der Spielzeit 2022/23 seine finale große Fahrt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB an. Destination: unbekannt. Aber: Die gemeinsame Reise darf gern lang und ausführlich, gespickt mit vielen Highlights sein.

In 15 Jahren in der ersten Mannschaft hat sich der Flügelspieler kontinuierlich entwickelt. Er wurde vom Rollen- zum Führungsspieler. Und ist sowohl auf als auch abseits des Feldes eine wichtige Figur im Kangaroos-Gefüge. Die Entwicklung, die Joshua Dahmen genommen hat, ist allerdings kaum mit einem Stat-Sheet zu erfassen. Ja, auch Scoring, Rebounding, Assists haben sich entwickelt – doch viele Kleinigkeiten im Drumherum machen ihn eigentlich unverzichtbar. Hustle-Plays, Defense, Trashtalk. Auch diese Punkte sind wichtiger Bestandteil seines Repertoires.

„Josh ist ein Spieler, wie du ihn dir im Team wünscht. Er hat eine Meinung, die er ausspricht, weiß aber auch, wann er besser nichts sagt. Er führt das Team zusammen und möchte so das Maximum aus jedem Mitspieler – egal ob Rookie oder Veteran – herausholen. Ich freue mich sehr, dass er sich für eine letzte gemeinsame Saison mit den Kangaroos entschieden hat“, sagt Headcoach Dennis Shirvan.

Im vergangenen Sommer hat sich der Kangaroos-Kapitän nach eigener Aussage „den Allerwertesten abgearbeitet“. Das beeindruckende Resultat: ein „neuer“, athletischer Joshua. „Ich wollte mir selber beweisen, dass ich nochmal eine Schüppe drauflegen kann“, erklärt der 29-Jährige. Und weil das im vergangenen Sommer so gut funktioniert hat, gibt er auch seit dem Saisonende wieder Gas. „Spielerisch und athletisch habe ich für mich nochmal einen Schritt nach vorne gemacht. Aber es gibt nach wie vor Stellschrauben. Und an denen arbeiten wir in diesem Sommer“, so Joshua Dahmen.

„Wir haben in den vergangenen Wochen intensive Gespräche geführt und freuen uns, dass Joshua noch eine weitere Saison dranhängt. Er ist als Spieler, aber auch weit darüber hinaus ein wichtiger Teil des Teams, sorgt für Stabilität und eine gute Gemeinschaft innerhalb des Kollektivs. Zudem hat er sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und ist ein echter Leader geworden“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

Auch wenn „Josh“ nach dem Playoff-Aus gegen Koblenz viel nachgedacht hat, so sagt er auch: „Das Karriereende war eigentlich keine Option.“ Trotzdem hat er eine Entscheidung getroffen. Eine Entscheidung für mindestens 26 Abschlussbälle. Und eine Entscheidung für veränderte Schwerpunkte nach der Saison 2022/23. Denn auch neben dem Feld langweilt sich der THE ARC-Gründer nicht. Im Gegenteil.

Die Innovations-Agentur von ihm und Bruder Ruben zählt mittlerweile mehr als 25 Mitarbeiter. Und soll weiter wachsen. Entsprechend braucht es auch dort Arbeit, Zeit und Fokus. „Ähnlich wie beim Basketball auch, ist es uns wichtig, dass wir unseren Weg gemeinsam mit dem Team gehen und uns entwickeln“, sagt Joshua Dahmen. Und eben aufgrund dieser Entscheidung, die kommende Spielzeit zur letzten großen Tournee zu machen, liegt es auf der Hand, dass er seine Ziele nicht klein denkt. „Gemeinsam mit Dennis, Toni, Ruben und dem ganzen Team möchte ich das Maximum aus dem Jahr herausholen. Und freue mich über die Wertschätzung, die mir die Kangaroos entgegenbringen. Der letzte Tanz wird heiß“, verspricht der Kapitän!

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran…

Headcoach
Dennis Shirvan

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos