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Schlagwortarchiv für: Nachberichte

Nachberichte ProB Nord 2. Spieltag

5. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Nord 26/27

03.10.2026 18:00 Uhr // BSW Sixers vs. SG Braunschweig 72:74

Nachbericht folgt in Kürze.

 

03.10.2026 18:30 Uhr // Seawolves Academy vs. TSV Neustadt temps Shooters 95:93

Die TSV Neustadt temps Shooters haben am 2. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ihre erste Saisonniederlage kassiert. In der Arena Rostock unterlagen die Neustädter der Seawolves Academy denkbar knapp mit 93:95. Damit bleibt Rostock für die Shooters ein schwieriges Pflaster: Auch die beiden vorherigen ProB-Gastspiele an der Ostsee (80:87 und 85:100) gingen verloren. Den Unterschied machte die Wurfquote. Die jungen Rostocker trafen starke 58 Prozent aus dem Feld (38/66) und 38 Prozent ihrer Dreier (9/24). Neustadt kam auf 44 Prozent (35/80) und fand von außen nie seinen Rhythmus: Nur 5 von 27 Dreiern fielen (19 Prozent). Auch das Reboundduell ging mit 40:34 an die Gastgeber.

Dass die Partie trotzdem bis zum Schluss offen blieb, lag an der aggressiven Verteidigung der Gäste. Die Shooters erzwangen 21 Rostocker Ballverluste, leisteten sich selbst nur 11 und verbuchten 16 Steals. So kamen sie zu 14 Würfen mehr aus dem Feld und zu deutlich mehr Freiwürfen (18/25 gegenüber 10/14). Am Ende reichte es um einen Korb nicht. Überragender Mann auf dem Feld war Matej Jelovcic. Der Neustädter Aufbauspieler stand über 39 Minuten auf dem Parkett und legte ein Triple-Double auf: 28 Punkte, 12 Rebounds und 10 Assists, dazu 3 Steals. Zweistellig punkteten außerdem Beasley III (15), Kwilu (14), Paukste (11) und Haarmann, der in nur zwölf Minuten 10 Punkte und 4 Offensivrebounds beisteuerte. Bei den Gastgebern verteilte sich die Last auf viele Schultern. Mika Freitag führte sein Team mit 22 Punkten und 8 Assists an, Bruno Loll gelang mit 19 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double bei 9 Treffern aus 13 Versuchen. Baumgarth (17), Tilsen (14 Punkte, 9 Rebounds) und Murray (11) punkteten ebenfalls zweistellig, Knorr verteilte 7 Assists.

 

03.10.2026 19:00 Uhr // Iserlohn Kangaroos vs. Baskets Juniors TSG Westerstede 91:72

Gelungener Heimauftakt für die Iserlohn Kangaroos: Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Matthias-Grothe-Halle setzte sich das Team von Headcoach Gary Johnson am Samstagabend mit 91:72 gegen die Baskets Juniors TSG Westerstede durch. Nach dem 89:72-Auswärtserfolg zum Saisonstart in Braunschweig stehen die Kangaroos damit nach zwei Spieltagen bei zwei Siegen. Anders als noch eine Woche zuvor fanden die Iserlohner dieses Mal von Beginn an gut in die Partie. Zwar gingen die Gäste aus Westerstede zunächst mit 3:0 in Führung, die Kangaroos antworteten jedoch umgehend – und übernahmen anschließend die Kontrolle über das Spiel. Offensiv präsentierte sich das Team von Gary Johnson von Beginn an konzentriert und bewegte den Ball gut durch die eigenen Reihen. Bereits das erste Viertel entschieden die Kangaroos mit 25:24 knapp für sich. Im zweiten Abschnitt gelang es den Gastgebern, sich erstmals etwas deutlicher
abzusetzen. Mit einem 21:16 im zweiten Viertel ging Iserlohn mit einer 46:40-Führung in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Kangaroos tonangebend. Westerstede hielt zunächst weiter dagegen, konnte den Rückstand im dritten Viertel aber nicht entscheidend verkürzen. Mit einer 65:57-Führung ging es in den Schlussabschnitt. Dort machten die Kangaroos schließlich alles klar. Angetrieben von der guten Atmosphäre in der Matthias-Grothe-Halle legte Iserlohn noch einmal einen Gang zu und entschied das letzte Viertel deutlich mit 26:15 für sich. Am Ende stand ein verdienter 91:72-Heimerfolg auf der Anzeigetafel.

 

03.10.2026 19:00 Uhr // LOK BERNAU vs. ART Giants Düsseldorf 96:80

Zweites Spiel, zweiter Sieg: LOK BERNAU hat die ART Giants Düsseldorf in der Sparkassen-Arena mit 96:80 bezwungen. Nach dem Auswärtserfolg in Westerstede legte die Mannschaft von Headcoach Dan Oppland am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nach. Den Unterschied machten ein starkes zweites Viertel, die Kontrolle unter den Körben und eine Offensive, in der gleich sieben Bernauer zweistellig punkteten. Dabei mussten sich die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst erarbeiten. Düsseldorf erwischte den besseren Start, doch die LOK fand schnell Anschluss. Im ersten Viertel blieb die Partie offen: Bernau übernahm die Führung, die Gäste hielten dagegen. Nach zehn Minuten stand ein knappes 28:26 – offensiv war auf beiden Seiten bereits einiges los. Im zweiten Abschnitt bekam Bernau das Spiel dann deutlich besser in den Griff. Während Düsseldorf nur noch elf Punkte gelangen, legte die LOK 21 nach.

Aus dem engen Schlagabtausch wurde eine zweistellige Führung. Mit 49:37 ging es in die Kabine – das erste klare Ausrufezeichen des Abends. Düsseldorf ließ sich allerdings nicht abschütteln. Angeführt von Ron Mvouika, der mit 20 Punkten bester Werfer der Gäste wurde und vier seiner sieben Dreier traf, hielten die Giants nach der Pause dagegen. Das dritte Viertel ging mit 23:22 knapp an die Gäste. Bernau hielt den Abstand dennoch weitgehend stabil und nahm eine 71:60-Führung mit in den Schlussabschnitt. Dort ließ die LOK die Partie nicht mehr kippen. Düsseldorf blieb auf Distanz, Bernau baute den Vorsprung wieder aus und entschied auch das letzte Viertel mit 25:20 für sich. Am Ende stand ein verdienter 96:80-Heimsieg.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // EN BASKETS Schwelm vs. Uni Baskets Münster 75:80

Die EN Baskets Schwelm haben bei ihrem ersten Heimspiel der neuen ProB-Saison eine starke Reaktion auf die Auftaktniederlage gezeigt. Vor 980 Zuschauern in der Schwelm ArENa lieferte sich das Team von Headcoach Falk Möller mit den favorisierten Uni Baskets Münster über 40 Minuten eine intensive und umkämpfte Partie. Am Ende mussten sich die Schwelmer knapp mit 75:80 (15:14, 35:41, 56:59) geschlagen geben. Möller startete mit Pablo Estelle, Juhwan Harris-Dyson, Marius Stoll, Erik Nyberg und Jascal Knörig. Die EN Baskets waren von Beginn an hellwach. Defensiv agierten die Schwelmer physisch, machten Münster die Wege zum Korb schwer und starteten mit einer 4:0-Führung. Vor allem Harris-Dyson setzte mit viel Energie und mehreren Hustle-Plays früh Akzente. Nach einem 9:2-Start fanden die Gäste zunehmend besser in die Partie und glichen zum 9:9 aus. Schwelm blieb geduldig und entschied das erste Viertel mit 15:14 für sich. Im zweiten Abschnitt nahm die Partie weiter an Intensität zu. Luka Zajic antwortete auf ein frühes And-one der Gäste direkt von außen, auch Dyami Janeck setzte mit zwei Dreiern wichtige Akzente. Die EN Baskets hielten defensiv weiter körperlich dagegen und erspielten sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von sechs Punkten. Gegen Ende des Viertels übernahm Münster jedoch zunehmend die Kontrolle. Ein 11:0-Lauf der Gäste drehte die Partie und sorgte für die 35:41-Halbzeitführung. Kurz vor der Pause wurde es auf dem Parkett noch einmal hitzig – passend zu einer bis dahin äußerst physischen Begegnung.

Nach dem Seitenwechsel ließen sich die EN Baskets nicht abschütteln. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem Schwelm immer wieder den Weg zum Korb suchte. Stoll sorgte früh mit einem Steal und anschließendem Korberfolg für Energie, während Harris-Dyson offensiv wie defensiv weiter voranging. Auch Mathias Groh setzte in der Schlussphase des Viertels wichtige Akzente. Mit einem 5:0-Lauf verkürzten die Schwelmer noch einmal, sodass beim Stand von 56:59 vor dem Schlussviertel weiterhin alles offen war. Im letzten Abschnitt wurde jeder Ballbesitz hart umkämpft. Münster konnte sich durch zwei wichtige Dreier und einen 8:0-Lauf erstmals deutlicher absetzen. Fünf Minuten vor Schluss lagen die Gäste mit 72:63 vorne. Die EN Baskets gaben sich jedoch nicht geschlagen. Harris-Dyson und Stoll erzwangen wichtige Ballgewinne, Nyberg traf von der Freiwurflinie und Schwelm kämpfte sich mit einem 6:0-Lauf noch einmal heran. Münster fand allerdings die passende Antwort und verschaffte sich erneut etwas Luft. Selbst danach kämpften die Gastgeber weiter: Nyberg verkürzte zehn Sekunden vor Schluss noch einmal auf 75:79, ehe ein letzter Münsteraner Freiwurf den 75:80-Endstand besiegelte.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // Itzehoe Eagles vs. Hertener Löwen 72:81

Die Eagles starteten gut mit Dreiern von Leon Kalinic und Sven Cikara, der mit einem Triple Double – zweistelligen Werten in drei Kategorien – eine Glanzleistung bot. Doch Herten startete noch besser und führte knapp. Dann ein Schreck für die Eagles und ihre Fans
in der vollen Halle: Kalinic blockte einen Wurf, stürzte aber unglücklich auf den Rücken, blieb erst liegen und verließ dann mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Seite von Physiotherapeut Tule Becker die Halle. Später kehrte der Kroate auf das Feld zurück, doch diese Aktion habe ihn etwas aus dem Rhythmus gebracht, so Rockmann. Die Löwen führten fast durchgehend, die Eagles kämpften sich heran. Kapitän Lucien Schmikale sorgte mit viel Willen und einem Treffer trotz Fouls für die 32:31-Führung, aber Herten konterte.
„Sie hatten immer wieder die richtigen Antworten“, sagte Rockmann. Als Tobias Möller einen schönen Spielzug mit einem Dunk vollendete, ging es mit 38:41 in die Pause. Das Bild änderte sich nicht. Die Gastgeber spielten ordentlich, die Löwen taten ihnen mit zwei Dreiern weh. 37 Prozent aus der Distanz waren keine überragende Quote, aber das Timing für die Treffer passte immer wieder sehr gut. Als die Eagles doch einmal schnell spielen konnten und Jamahri Harvey mit Dreier zum 49:50 verkürzte, brauchten die Gäste eine Auszeit. Erneut fanden
sie den richtigen Weg und erzielten die nächsten fünf Punkte. Zu Beginn des letzten Abschnitts wuchs der Rückstand schnell auf mehr als zehn Punkte, Herten traf, Itzehoe nicht. Doch Rockmann war stolz auf sein Team, das bis zum Ende gekämpft habe.

In der Tat: Schmikale und Cikara mit Dreiern brachten die Eagles drei Minuten vor Schluss auf 64:74 heran, eine Minute später traf Harvey zum 66:74. Mehr gelang nicht, denn fast schon gewonnene Bälle landeten beim Gegner und eigene Fehler bremsten den Schwung zusätzlich. „Mit ein bisschen Glück dreht man so ein Spiel vielleicht noch“, sagte Rockmann. Doch dafür waren die Gäste an diesem Abend zu abgeklärt. Weiter geht es für die Eagles bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr bei den Baskets Juniors/TSG Westerstede.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // BBA Hagen vs. SC Rist Wedel 97:101

Der SC Rist Wedel hat am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga ProB seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Nach klaren Führungen, knappen Rückständen und einem 86:86 (51:52)-Gleichstand nach 40 Minuten triumphierten die Wedeler am Sonnabend mit 101:97 nach Verlängerung beim Aufsteiger BBA Hagen. Damit gewann Stanley Witt ausgerechnet in seiner Heimatstadt erstmals ein Pflichtspiel als Rist-Trainer. „Das fühlt sich gut an“, sagte der 31-Jährige, der sich nach der Partie noch mit Verwandten und Freunden austauschte, die in die Otto-Densch-Halle gekommen waren. Eine Woche, nachdem die Wedeler ihr erstes Saisonspiel gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 mit mit 70:75 (43:33) verloren hatte, legten sie in der kreisfreien Großstadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets einen Traumstart hin. Nach drei Minuten führten sie mit 10:2, beim 22:11 war ihr Vorsprung erstmals zweistellig (6. Minute) – und in der Spitze betrug er zweimal 14 Punkte, nämlich beim 25:11 (7.) und beim 27:13 (8.). „Wir waren gleich da, waren wach und haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte Witt seine Schützlinge. Allerdings schlichen sich im zweiten Viertel auch reichlich Fehler in das Spiel der jungen Rister Mannschaft ein. Die Hagener bliesen im ersten ProB-Heimspiel ihrer Geschichte zur Aufholjagd: Beim 39:39 egalisierten sie erstmals (14.), um kurz darauf beim 43:42 ihre erste Führung zu feiern (17.). „Es hat sich ein Spiel entwickelt, in dem es hin und her ging“, analysierte Witt, der von seinem Team „viele gute Sachen, aber auch zahlreiche Fehler“ sah.

Und die Partie blieb eng: Zur Halbzeitpause lagen die Wedeler knapp mit 51:52 zurück und im dritten Abschnitt erzielten die Hausherren abermals einen Punkt mehr. So war das letzte Viertel erneut von höchster Wichtigkeit. Und anders, als eine Woche zuvor, als die BSW Sixers die Begegnung in den letzten Minuten auf ihre Seite hatten ziehen können, „haben unsere Jungs dieses Mal die Nerven behalten“, stellte Witt zufrieden fest. Drei Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit verpasste Niklas Krause die Gelegenheit, den berühmten Sack zuzumachen: Von zwei Freiwürfen, die ihm zugesprochen worden waren, verwandelte er „nur“ den zweiten. Dadurch lagen die Wedeler mit 86:83 in Front, aber die Hagener bekamen noch einen Angriff – und Juri Glavovic egalisierte exakt mit der Schlusssirene zum 86:86. So ging es in die Verlängerung, die mit wechselnden, knappen Führungen für alle Beteiligten erneut einem Wechselbad der Gefühle glich Als noch eine Minute und sieben Sekunden zu spielen waren, erhöhte Gregory Mckay per Korbleger für das Heim-Team auf 97:94. In der Folge ließen die Gäste aber keinen gegnerischen Punkt mehr zu; auf der Gegenseite egalisierten Jamal Martin per Freiwurf und Jamil Muttilib per Korbleger zum 97:97. Nachdem Niklas Krause einen Wurf des besten Hagener Punktesammlers Jeremiah Sparks (22 Zähler) geblockt hatte, eroberte Muttilib den Ball und sorgte 14 Sekunden vor Ablauf der Zeit mit einem weiteren Korbleger für eine 99:97-Führung. Als noch eine Sekunde auf der Uhr war, räumte abermals Muttilib mit zwei verwandelten Freiwürfen letzte Zweifel am Sieg aus – und knackte die magische 100-Punkte-Marke

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Nachberichte_Spieltag_2_ProB_Nord.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-05 16:59:302026-10-05 17:15:23Nachberichte ProB Nord 2. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 2. Spieltag

5. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

03.10.2026 16:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dragons Rhöndorf 83:99

 Rhöndorf liefert in München über weite Strecken der Begegnung eine überzeugende Vorstellung ab. Am Ende verbuchen die Dragons einen deutlichen 83:99-Sieg (40:53) über Bayern Basketball II. Unterm Strich ist der Gameplan der Rheinländer aufgegangen. Auch wenn Coach Max Becker in verschiedener Hinsicht Luft nach oben sieht, muss man seiner Truppe eine erstaunlich gute Frühform bescheinigen. Die Bayern legten den etwas besseren Start in der Begegnung hin und führten nach vier Minuten mit 10:5. Rhöndorf wirkte aber keinesfalls beeindruckt. Power Forward Sahmi Willoughby stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis, netzte zwei Dreier ein und Dušan Ilic (12 Pkt.) ließ einen weiteren zum 12:10 (5“) folgen. In der Phase machte sich die Länge der Hausherren noch beim Rebounding bemerkbar. München wirkte im Spielaufbau allerdings zunehmend wackelig, was vermehrte Ballverluste zur Folge hatte. So konnten die Dragons in der neunten Minute die Führung übernehmen (18:19), die sie im Übrigen bis zum Ende der Partie nicht mehr abgaben. Im zweiten Spielabschnitt kam das Team von Headcoach Max Becker immer besser in Tritt. In der Defensive zog man die Zügel deutlich an, landete einige Ballgewinne und schaltete schnell um. Nach einem Doppelschlag von Kenan Reinhart (11 Pkt.) zog man in der 12. Minute erstmals zweistellig davon (20:30). Zwar hielten die Gastgeber vor allem durch Niko Jerkic (15 Pkt.), Nick Cevizovic (15 Pkt.) sowie Kilian Fischer (11 Pkt.) dagegen, doch die Rhöndorfer Dominanz nahm stetig zu. Auch weil Justin Onyejiaka von München nicht in den Griff zu bekommen war. So konnten sich die Dragons zur Halbzeit mit 13 Punkten (40:53) absetzen.

Die Gastgeber gingen den dritten Spielabschnitt noch einmal mit Dampf an, konnten aber am Rückstand nicht entscheidend knabbern. Und wenn sie im Begriff waren das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, konterte Rhöndorf eiskalt. Ab der 26. Minute setzten die Badestädter den finalen Punch: Für den Start der 10:2-Serie sorgte Malik Idbihi (10 Pkt.) mit zwei artistischen Layern, Sahmi Willoughby (17 Pkt.), Justin Onyejiaka (20 Pkt.) und Mychael Paulo (14 Pkt.) legten zur vorentscheidenden 78:52-Führung nach. Der Schlussabschnitt hatte dann den Charakter eines Showlaufen. Das letzte Aufbäumen von München blieb aus und Rhöndorf ließ die Zügel lockerer. So erlebten die Zuschauer noch das ein oder andere spielerische Glanzstück. Bei den Bayern waren es beispielsweise die ersten Punkte im Profi-Basketball des erst 15-jährigen Berin Nurkic sowie für die Dragons-Fans, die von Publikumsliebling Daniel Mayr, nach langer Verletzungspause. Über das klare Endergebnis von 83:99 durften sich die Hausherren nicht beschweren. Den Ausfall von Andrija Susic konnte die junge Truppe von der Isar jedenfalls nicht kompensieren.

03.10.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Oberhaching Tropics 78:75

Dass die Gelb-Schwarzen am frühen Samstagabend letztlich Strahlen und Jubeln würden, danach sah es in der Rundsporthalle lange Zeit aus und gleichermaßen gar nicht aus. Doch der Reihe nach. Headcoach Jordi Saltó musste personell doppelt umstellen: Danilo Zdravkovic und Josia Gentischer mussten verletzungsbedingt aussetzen, hierfür rückten Armin Pivac und Saad Mouachi Aouaj ins Line-Up, das unabhängig von jedem BBA-Akteur quantitativ überlegen war. Oberhaching war mit lediglich acht Mann in die Barockstadt gereist, ließ sich davon aber nicht verunsichern. Viel eher waren die erfahrenen Gäste sich dieser Lage bewusst, agierten mit einer Zonen-Verteidigung und vertrauten auf Philipp Bode und Nedzad Muratovic. Zurecht, wie sich zeigen sollte. Allen voran Big Man Muratovic war für die Hausherren nicht zu stoppen, bereits weit vor der Pause auf Double-Double-Kurs. Ludwigsburg startete zwar unkonzentriert und mit mehreren Ballverlusten, insgesamt aber durchaus solide und mit viel Physis, die Oberhaching zusetzte. Da zunächst Max Riedel heiß lief, Saltó zudem tief in die Bank ging und alle zwölf Akteure ihre Anteile hatten, war die Führung folgerichtig und fiel tendenziell zu niedrig aus (19:13, 10. Spielminute / 41:35, 20.).

Nach dem Gang in die Kabinen sollte vom Eindruck des besseren Kontrahenten, der zu wenig aus seinen Möglichkeiten machte, nichts übrigbleiben: Während die Tropics gut eingestellt und defensiv verfeinert zurück aufs Parkett kamen, agierten die BBA’ler dem Stereotyp ihres Alters entsprechend. Sie ließen sich vom Gegnerdruck, nicht fallenden Würfen, Foulpfiffen und Ballverlusten gänzlich aus dem Rhythmus bringen, fanden offensiv überhaupt nicht mehr statt und hatten in der Verteidigung weiterhin keine Antworten gegen Muratovic und auch gegen Center-Kollege Maximilian May. All dies resultierte in einem 10:25-Abschnitt, der sich im vierten Abschnitt in einem 57:68-Rückstand (34.) widerspiegelte. Ludwigsburg hing wie der sprichwörtliche Boxer in den Seilen, berappelte sich aber zum genau richtigen Zeitpunkt: In den letzten fünf Minuten der Partie spielten die Gelb-Schwarzen (wieder) ihren besten Basketball, durchbrachen ihre Durststrecke an der Freiwurflinie (10/16 | 63 FT%), kamen zum Ausgleich und zu defensiven Stopps, die sie mit dem letzten Führungswechsel veredelten. Sieben Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene sorgte Danziger von jenseits der 6,75-Meter-Linie für Zählbares und einen Endorphinschub, der Ludwigsburg bis weit nach Spielschluss begleitete.

 

03.10.2026 19:00 Uhr // TSG Schöller SI Ravens Reutlingen vs. Culture City Weimar 93:64

Culture City Weimar musste am Samstagabend am 2. Spieltag der ProB Süd einen deutlichen 64:93-Dämpfer beim baden-württembergischen Mitaufsteiger, den TSG Ravens Reutlingen, einstecken. Nach dem emotionalen Heimsieg zum Saisonauftakt gegen die SKYLINERS Juniors fand das Team von Trainer Farsin Hamzei vor rund 900 Zuschauern in der Oskar-Kalbfell-Halle von Beginn an kein wirksames Mittel gegen die spielfreudigen Baden-Württemberger. Dabei startete die Partie aus Sicht der Thüringer zunächst noch ausgeglichen: Die letzte Führung des Abends für Weimar resultierte allerdings aus einem frühen 5:4 in der Anfangsphase (2.). Danach übernahmen die gastgebenden Ravens zunehmend dominanter das Kommando. Angeführt von Nkosi Wright, der im ersten Viertel heiß lief, starteten die Hausherren einen fulminanten Offensivlauf. So zog Reutlingen über ein 13:4 (4.) bis zur neunten Minute komfortabel auf 32:12 davon. Diese frühe 20-Punkte-Führung bedeutete bereits die Vorentscheidung der Partie. Zwar stabilisierte sich Culture City im weiteren Spielverlauf phasenweise, schaffte es jedoch zu keinem Zeitpunkt, den klaren Vorsprung der Gastgeber ernsthaft zu gefährden.

Zur Halbzeit leuchtete ein deutlicher 53:34-Rückstand von der Anzeigetafel. Vor allem defensiv offenbarten die Gäste aus Thüringen gegen Reutlingens Rotation immer wieder Lücken, welche die Hausherren konsequent zu nutzen wussten. Am Ende hatten die Ilmstädter eine überdeutliche 64:93-Niederlage zu akzeptieren, die unmittelbar nach der Schlusssirene wehtat, neben dem Erfahrungsgewinn allerdings auch genügend Potenzial besitzt, wichtige und richtige Schlüsse für die nächsten Herausforderungen zu ziehen. Während Culture City den kurzfristigen Ausfall von Center Peter Beier-Christiansen kompensieren musste und damit einer der wichtigsten Leistungsträger fehlte, sollte das Team seine Fehler im Defensivverhalten analysieren und diese Niederlage als Lehrgeld in der neuen Spielklasse abhaken. Die nächste Gelegenheit, um sich auf dem sportlich neuen ProB-Terrain zu beweisen, bietet sich Weimar bereits am kommenden Wochenende: Am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, wartet vor heimischer Kulisse das schwere Duell gegen den Traditionsverein Bayer Giants Leverkusen in der Asbach-Sporthalle.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // BG Hessing Leitershofen vs. Ahorn Camp Baskets 76:64

Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach. Die BG Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA die Heimpremiere gegen die AHORN Camp Baskets Speyer mit 76:64 für sich entschieden. Vor 780 Zuschauern zeigte sich das neu formierte und sehr junge Kangaroos Team überaus kampfstark, athletisch, dynamisch, energiegeladen und sympathisch und konnte mit diesen Attributen keineswegs schwache Pfälzer mit einem Schlussspurt in die Schranken verweisen. Beide Teams konnten nicht gänzlich in Bestbesetzung antreten. Bei der BG fehlte weiterhin Aufbauspieler Joscha Eckert, bei den Domstädtern Routinier und Dreipunktespezialist Christoph Rupp. Den Stadtbergern merkte man von der ersten Sekunde den Willen an, die Auftaktniederlage in Fellbach vor Wochenfrist vergessen zu lassen. Mit sehr viel Elan konnte man sich eine erste 18:8 Führung herausspielen.  Der Gegner mit drei Importspielern im Kader, von denen bekanntermaßen immer nur zwei gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen dürfen, wechselte dann die Strategie. Der Franzose Bessanty Saragba musste Routinier Darryl Woodmore weichen, und mit dem 34-jährigen US-Amerikaner und dessen starken Landmann Austin Fadal kamen die Pfälzer deutlich besser ins Spiel und verkürzten bis zum Ende des ersten Viertel wieder auf 17:20. Die Kangaroos behielten aber die Nerven, agierten in der Defensive ungeheuer druckvoll und konnten dadurch auch verschmerzen, dass der ein oder andere Turnover zu viel nicht allzu heftig zu Buche schlug. Ebenso wie die vielen Fouls, welche den Baskets bis zur Halbzeit bereits 22 Freiwürfe bescherten und welche insbesondere Leitershofens US-Boy Williams ein wenig aus dem Spiel nahm, der sehr früh mit 3 Fouls belastet war.

Der 42:38 Halbzeitstand für die BG versprach Spannung für die zweite Spielhälfte. Auch in dieser kamen die Fans auf ihre Kosten. Die Gäste hatten nun ihre stärkste Phase und gingen in der 28. Spielminute durch Fadal erstmals mit 52:50 in Führung. Danach waren es vornehmlich drei Akteure, welche die Kangaroos zurück auf die Siegesstraße führten: Routinier und Kapitän Joanic Bacoul zog mit seiner Routine die Fäden und führte seine jungen Mitspieler vorbildlich. Der Schweizer Neuzugang Gael Barmann zeigte seine enorme Klasse, streute in aller Ruhe entscheidende Punkte aus wirklich allen Positionen ein. Der Eidgenosse agierte mit einer Abgeklärtheit, welche für einen 21-jährigen durchaus erstaunlich wirkte. Der Gegenpol dazu war Luca Swarnowska. Noch ein Jahr jünger als Barman entwickelte er sich zum Matchwinner, er legte eine unglaubliche Energie aufs Parkett und riss die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Einen „Emotional Leader“ in dieser Form hatten die Stadtberger Fans wohl seit dem legendären Johnny Genck vor vielen Jahren nicht mehr erlebt. Im letzten Viertel machte sich noch dazu die breitere Rotation der BG bemerkbar, man hielt das Tempo enorm hoch und entnervte die bis dahin gleichwertigen Gäste von Minute zu Minute und baute mit einem 12:2 Run die Führung aus. Der Rest war Formsachen, am Ende durfte sogar noch der 17-jährige Milan Miskovic seine PRO-B Premiere auf dem Spielfeld feiern. Deutlich verbessert auch die Freiwurfquote der BG, die an diesem Abend 80% betrug.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. Basketball Löwen 88:65

Es war ordentlich was los in der Ostermann-Arena: Insgesamt 2.074 Zuschauer feierten am 2. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 2026/27 einen 88:65-Sieg ihrer GIANTS über die Basketball Löwen Erfurt. Dabei war der Start in die Partie von beiden Seiten noch recht verhalten. Viele Fehler reihten sich sowohl bei den GIANTS als auch bei den Erfurter Korbjägern aneinander. Darunter litt der Spielfluss zunächst. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde BAYER immer stärker. Die Leverkusener lagen in der 7. Spielminute erstmals mit zehn Punkten in Front (16:6). Auch in der Folge dominierten die Gastgeber das Geschehen im ersten Viertel. Das 23:15 nach Ende des Abschnitts war daher hochverdient. Im zweiten Durchgang machte der ProB-Champion von 2025 genau da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Die Defensive der GIANTS arbeitete auf Hochtouren und stellte die Angriffsreihen der Basketball Löwen vor große Schwierigkeiten. Immer wieder verloren die Mannen von Coach Leif Ibrahim den Ball oder verfehlten den Korb der Gastgeber. Zwar trat Leverkusen im Angriff nicht mehr so dominant auf wie noch zuvor (19 Zähler), doch nur 11 zugelassene Punkte zeigten, wie gut die Defensive des Rekordmeisters funktionierte. Beim Spielstand von 42:26 ging es in die Kabine.

Etwas kribbeliger wurde es für die Schützlinge von Trainer Mike Koch dann im dritten Abschnitt. Erfurt kam gut aus der Kabine und verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt. Der engagierte Guard Anthony Watkins traf in der 26. Spielminute zum 41:48 – in der Rundsporthalle stockte kurz der Atem. Doch an diesem Nachmittag ließen sich die „Giganten“ nicht aus dem Konzept bringen. Der 14-malige Deutsche Meister schüttelte sich kurz und bekam die Partie wieder unter Kontrolle. Mit 61:49 ging es in die Schlussperiode. In dieser setzten die „Riesen vom Rhein“ dann den Schlusspunkt unter eine überzeugende Leistung. Ob Finn Fleute in Brettnähe, Branden Maughmer aus der Mitteldistanz oder Fabian Reichstadt von „Downtown“ – die Rheinländer ließen sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen, das erste Heimspiel dieser noch jungen Saison für sich zu entscheiden. Erfurt kämpfte zwar bis zuletzt darum, das Leverkusener Tempo mitzugehen, doch am Ende feierten Dennis Heinzmann, David Gerhard & Co. einen über weite Strecken ungefährdeten 88:65-Erfolg. An diesem Nachmittag wussten mehrere Spieler der Hausherren zu überzeugen. So beispielsweise Finn Fleute, der auf 14 Punkte und 13 Rebounds kam – ein lupenreines „Double-Double“. Oder Branden Maughmer, der mit 21 Zählern bester Scorer seiner Farben war. Am Ende bekam aber ein anderer den Stempel „Player of the Game“ aufgedrückt: „Jug Bogdan hat heute furios gespielt und sein Herz auf dem Parkett gelassen“, so Koch. „Er hat einen super Job gemacht und war zweifelsohne der für mich beste Spieler unserer Truppe.“ Der Guard kam auf 12 Punkte und sicherte sich sieben Abpraller.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Dresden Titans vs. TV Langen 66:62

Die Dresden Titans gewinnen vor 1589 Zuschauern das zweite Spiel der Saison gegen den TV Langen mit 66:62 (18:15, 13:20, 21:14, 14:13) Gegen eine stark verjüngte Mannschaft aus Langen können die Dresden Titans den ersten Sieg der Saison 2026/27 einfahren. Am Ende ist es vor allem die lange Bank der Elbriesen, die im Duell gegen die Giraffen, den Unterschied macht. Wisdom Uboh prägt, wie schon am vergangenen Wochenende, den Spielauftakt und versenkt gleich drei Dreier. Seine Mitspieler brauchen hingegen etwas Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Der TV Langen präsentiert sich offensiv zunächst ideenlos, bleibt jedoch in der Partie, weil die Elbriesen den Ball zu häufig aus der Hand geben. Mit Dominik Shusel kommt schließlich frischer Wind aufs Parkett: Der eingewechselte Flügelspieler setzt wichtige Impulse und treibt die Gastgeber zu einer 18:15-Führung. Zum Auftakt des zweiten Viertels unterstreicht Noah Kandem einmal mehr seinen Wert als Toptransfer der Hessen. Sein Mitspieler Cooper Creek beendet nach sieben glücklosen Versuchen schließlich seine Durststrecke und zwingt die Dresdner mit einem einfachen 1:0-Korbleger in die Auszeit. Cheftrainer Valentino Lott dürfte es dabei nicht ungelegen kommen, dass wenig später der Spielmacher des TV Langen, Niklas Pons, aufgrund von Foulproblemen vorerst auf der Bank Platz nehmen muss. Creek, der nun immer besser in die Partie findet, übernimmt in Abwesenheit seines Kapitäns die Regie bei den Giraffen und baut die Führung weiter aus. Auf der Gegenseite tun sich die Titans zunehmend schwer, Antworten auf die Verteidigung der Langener zu finden. Erst Joshua Haase erlöst das Publikum in der Cyberport Arena wenige Minuten vor der Halbzeit mit einem wichtigen Dreier. Mit einem 31:35-Rückstand geht es für die Elbriesen in die Kabine.

Hellwach kehren die Dresdner aus der Halbzeitpause zurück. Besonders Moritz Heck, der in der ersten Hälfte noch weitgehend unauffällig geblieben war, taut nun zunehmend auf und findet immer besser in seinen Rhythmus. Auftauen muss Creek hingegen längst nicht mehr. Der Australier schraubt sein Punktekonto mit gleich drei erfolgreichen Distanzwürfen weiter in die Höhe. Doch auch seine Treffsicherheit kann nicht verhindern, dass der Vorsprung der Hessen zunehmend schmilzt. Einen entscheidenden Anteil daran hat auch die zweite Reihe der Titans, die nun zunehmend Verantwortung übernimmt. Allen voran Pavle Pisic, der wichtige Akzente setzt und maßgeblich dazu beiträgt, dass die Dresdner das Spiel drehen und mit einer 52:49-Führung in das Schlussviertel gehen. In einer zunehmend von Unterbrechungen geprägten Partie gestaltet sich der Auftakt in die entscheidenden Minuten zäh. Besonders bitter für die Elbriesen: Eigengewächs Georg Kupke kassiert sein fünftes Foul und kann seine Mannschaftskollegen fortan nur noch von der Seitenlinie aus anfeuern. Auf der anderen Seite sorgt Henrik Droste mit einem schwierigen Korbleger für einen wichtigen Energieschub bei den Gästen, die wenig später durch Kandem erneut ausgleichen. Doch die Schützlinge von Tobias Jahn können die gewonnene Energie zunächst nicht in Zählbares ummünzen. Kurz vor Schluss sorgt Sebastian Heck mit einem sehenswerten Behind-the-Back-Pass auf Shusel für einen echten Hingucker, ehe sein Namensvetter Moritz Heck den Vorsprung der Titans von der Freiwurflinie auf vier Punkte ausbaut. Zehn Sekunden vor dem Ende scheint der erste Saisonsieg für die Dresdner bereits zum Greifen nah. Doch Cooper Creek ist noch lange nicht fertig: Nach einem Einwurf-Spielzug beweist der Big einmal mehr sein heißes Händchen von jenseits der Dreierlinie und lässt die Partie noch einmal spannend werden. Am Ende behält jedoch Uboh an der Freiwurflinie die Nerven, macht den Deckel auf das Duell und besiegelt mit dem 66:62 den ersten Saisonsieg der Dresden Titans.

 

04.10.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BBC Coburg 92:73

Die SV Fellbach Flashers haben am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen und den BBC Coburg in der Gäuäckersporthalle I mit 92:73 bezwungen. Zur Pause sah es allerdings noch nach einem Erfolg der Gäste aus: Nach einem 24:19 der Flashers im ersten Viertel übernahm das Team von Head Coach Patrick Seidel im zweiten Abschnitt die Kontrolle, entschied diesen mit 26:16 für sich und ging mit einer 45:40-Führung in die Kabine. Die Souveränität und Effektivität der Gäste waren dabei sehr beeindruckend. Es war für alle Beteiligten deutlich zu sehen, dass die Gäste diesmal besser eingestellt wurden auf das Spiel der Flashers. Nach dem Seitenwechsel drehte die Mannschaft von Head Coach Kristiyan Borisov jedoch die Partie vor allem über eine deutlich verbesserte und aggressivere Defensive. Während Fellbach das dritte Viertel mit 31:20 gewann und mit einer 71:65-Führung in den Schlussabschnitt ließen sie im vierten Abschnitt nur lediglich acht Gegenpunkte zu, bauten ihren Vorsprung mit einem 21:8 kontinuierlich aus und lagen zwischenzeitlich mit bis zu 21 Punkten vorne. Die verbesserte Defensive zwang nicht nur die Coburger zu schwierigen Würfen, sondern sorgte auch für einige schnelle und einfache Punkte bei den Flashers. Wie so oft wächst auch dann dadurch das Selbstvertrauen der Spieler und dann fallen auch die Würfe von außen besser.

Getragen wurde der Erfolg von einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung. Jason Edokpayi war bester Werfer der Partie, während Jonathan Zeisberger und Dennis Diala das Fellbacher Spiel als Ballverteiler lenkten. Auf Coburger Seite war Tim Herzog der auffälligste Akteur. Den Unterschied machte vor allem die Distanz: Fellbach traf zehn von 24 Dreierversuchen (42 Prozent), Coburg nur vier von 26 (15 Prozent). Zudem lagen die Flashers bei den Rebounds (39:32), den Assists (35:26), den Steals (7:3) und den Ballverlusten (9:14) vorne und verwandelten zwölf von 14 Freiwürfen. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen empfangen die Flashers am kommenden Sonntag, 11.10.2026, um 17:30 Uhr die SKYLINERS Juniors um die Heimserie weiter auszubauen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Nachberichte_Spieltag_2_ProB_Sued.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-05 16:47:282026-10-05 16:57:07Nachberichte ProB Süd 2. Spieltag

Nachberichte ProA 2. Spieltag

5. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

02.10.2026 19:00 Uhr // Medikamente per Klick Bayreuth vs. PS Karlsruhe LIONS 79:89

Karlsruhe startete mit einer 7:0-Führung nach nicht einmal zwei gespielten Minuten. MpK fehlte noch die Struktur im Spiel, die Gäste machten von Anfang an viel Druck. Joshua Bonga brachte MpK nach dreieinhalb Minuten mit dem 2:7 erstmals auf das Scoreboard. Vor allem im Setplay ging bei den Bayreuthern nicht viel, Karlsruhe erhöhte auf 11:2, ehe Matt Frierson mit einem weiten Dreier auf 5:11 verkürzte. Kevin Wohlrath traf den nächsten Dreier zum 8:11 und markierte in der Folge das 10:14. Emanuel Prospere verkürzte weiter auf 12:14, ehe die Karlsruher mit 18:12 wieder weiter davonzog. Kevin Wohlrath ließ den nächsten Dreier zum 15:18 folgen. Collin Metcalf traf knapp eine Minute vor dem Viertelende von der Freiwurflinie zum 17:21. Mit 23:17 für Karlsruhe ging es in die erste Viertelpause. Bei den Rebounds lagen die Lions nach zehn Minuten mit 14:7 vorne. Die Gäste sammelten die Bälle an den Brettern besser ein.

Collin Metcalf verkürzte zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 19:23, Kevin Wohlrath scorte zum 21:25 und Glen Abram brachte MpK auf 23:25 heran. Matt Frierson sorgte schließlich aus der Distanz für das 26:25 und damit die erste Bayreuther Führung. Glen Abram erhöhte auf 28:25, ein 9:0-Lauf für MpK stand auf dem Scoreboard. Simon Hildebrandt traf den nächsten Dreier zum 31:27 und setzte einen weiteren Distanztreffer zum 34:30 drauf. Abermals Hildebrandt stellte in der Folge von der Freiwurflinie auf 35:32 nach 15 Minuten. Taje Kelly erhöhte auf 37:32 und der Karlsruher Headcoach Demond Greene rief seine Mannen zum zweiten Mal im zweiten Viertel zur Auszeit an die Seitenlinie. Zwei Minuten vor der Halbzeit stand es 37:36 für Bayreuth, Kilian Binapfl brachte die Gäste dann mit einem Dreier wieder mit 39:37 in Front. Glen Abram antwortete mit einem Drei-Punkte-Spiel, Bayreuth war wieder mit 40:39 vorne. Letztlich ging es nach ausgeglichenen 20 Minuten remis mit 40:40 in die Halbzeitpause. Karlsruhe lag bei den Rebounds weiter mit 23:17 vorne, Bayreuth hatte hier aufgeholt. Sechs Turnovers bei MpK in der ersten Halbzeit waren durchaus in Ordnung. Die Lions starteten mit einer schnellen 44:40-Führung in die zweite Hälfte, ehe Glen Abram seinen ersten Dreier der Partie zum 43:44 traf. Karlsruhe zog aber weiter auf 48:43 davon, dann traf Kevin Wohlrath zum 45:48 und Joshua Bonga glich mit einem Dreier wieder zum 48:48 aus. Es folgte ein dominanter 12:0-Lauf der Gäste zum 60:48. Collin Metcalf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sein viertes Foul auf dem Konto. Karlsruhe dominierte den Offensiv-Rebound, Bayreuth blieb rund vier Minuten ohne Punkte. Theo Seng war der überragende Karlsruher Akteur im dritten Viertel. Erst Simon Hildebrandt brachte MpK von der Freiwurflinie mit dem 50:60 wieder auf das Scoreboard zurück. Emanuel Prospere traf zum 52:60 und Taje Kelly zum 54:62. Mit dieser Karlsruher Acht-Punkte-Führung ging es auch in den Schlussabschnitt. Die Lions bauten den Vorsprung bei den Rebounds auf 33:24 aus, Bayreuth musste alleine im dritten Abschnitt fünf Turnovers hinnehmen.

Simon Hildebrandt verkürzte zu Beginn des vierten Abschnitts auf 56:62. Karlsruhe baute den Vorsprung dann wieder auf 66:56 und damit zehn Zähler aus. Matt Frierson traf seinen dritten Dreier der Partie zum 59:66. Die Klarheit der Bayreuther Aktionen ließ seit der Halbzeit zu wünschen übrig. Nach 34 Minuten lagen die Gäste mit 70:59 vorne und erhöhten weiter auf 76:59 – ein 10:0-Lauf war perfekt. Nach 35 Minuten lagen die Lions mit 17 Punkte vorne. Bayreuth schien sich in dieser Phase aufzugeben. Luis Wulff uns Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier in Folge zum 65:76. Glen Abram und Luis Wulff stellten von der Freiwurflinie auf 69:78. Wesley Oba antwortete mit dem 80:69 und als Zac Owens nach einem Korbleger von Kevin Wohlrath per Dreier zum 83:71 traf, war der Deckel drauf. Ein Freiwurftreffer von Simon Hildebrandt zum 72:83 folgte. Den Bayreuthern kam noch zugute, dass die Karlsruher viele Freiwürfe liegen ließen. Glen Abram stellte 62 Sekunden vor Schluss noch auf 74:84 und Collin Metcalf traf zum 76:87. Letztlich holten die Lions mit 89:79 ihren ersten Saisonsieg, Luis Wulff hatte kurz vor Schluss noch einen finalen Dreier für MpK getroffen. Bayreuth musste die zweite Niederlage im zweiten Spiel hinnehmen, hat jetzt 0:4 Prunkte auf dem Konto und gastiert am Sonntag, 4. Oktober, bei den bislang ungeschlagenen Kreisbau Kirchheim Knights. Bei den Rebounds lag Karlsruhe mit 41:32 vorne, Bayreuth hatte 14 Turnovers (Karlsruhe elf) und die Bayreuther Dreierquote lag bei 38 Prozent. Die geschlossene Mannschaftsleistung trotz kurzer Rotation war der Schlüssel zum Karlsruher Erfolg.

 

02.10.2026 19:00 Uhr // Nürnberg Falcons vs. EPG Baskets Koblenz 85:75

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Die Nürnberg Falcons bleiben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als eines von fünf Teams ungeschlagen. Gegen Koblenz gewann die Mannschaft von Coach Tim Black ein intensives Spiel, obwohl mit Jenö Pildner und Drew Stover zwei wichtige Spieler fehlten. Während Big Man Stover bald wieder fit sein dürfte, wird man für längere Zeit auf Jenö Pildner verzichten müssen, der sich unter der Woche eine Handverletzung zuzog und bereits operiert wurde. So mussten es am Freitagabend gegen einen starken Gegner vor knapp 1.850 Fans in der Kia Metropole Arena andere richten. Tim Black schickte Christian Feneberg, Lars Lenke, Nate Heise, Jarne Jürgens und Ty Allred zum Jump auf das Feld und bewies dabei ein gutes Händchen. Nürnberg begann konzentriert, engagiert und spektakulär. Aus
einer soliden Defense heraus erspielten sich die Gastgeber schnell eine zweistellige Führung und lagen nach fünf Spielminuten 17:6 in Front. Auszeit Koblenz. Die Falken hielten in der Folgezeit das Tempo hoch und führten zur 1. Viertelpause mit 14 Zählern (30:16). Im zweiten Viertel kamen die Gäste dann besser ins Spiel und waren in der Lage, den Rückstand Punkt um Punkt zu verkürzen. Tyren Moore brachte die Baskets mit zwei Freiwürfen in unmittelbare Schlagdistanz (34:30), doch die Falcons hatten die passende Antwort parat. Angeführt von Christian Feneberg hielten die Mittelfranken stand und gingen mit einer 48:41-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Fans in der Kia Metropol Arena sahen ein weiterhin unterhaltsames Spiel, bei dem auch in Sachen Entertainment einiges geboten war. Nach 30 Spielminuten stand ein 66:57 auf der Anzeigetafel und es war noch alles offen.
Daniel Helterhoff eröffnete per Layup (68:57) das Schlussviertel, nach einem schönen Pass von Tim Köpple. Nürnberg konnte den Vorsprung bis in die Crunchtime im zweistelligen Bereich halten, dann kam jedoch die Schlussoffensive der Baskets. Trainer Stephan Dohrn trieb seine Mannschaft unermüdlich an, die nach einem Dunk von Jannis Sonnefeld dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf 76:69 verkürzen konnte. Auszeit Tim Black. Nürnbergs Coach fand einmal mehr die richtigen Worte und verhinderte so, dass auf Koblenzer Seite ein Momentum entstehen konnte. Die Falken-Führung hielt, Ty Allred sorgte per Alley-Oop-Dunk für den sehenswerten Schlusspunkt und den offiziellen Endstand von 85:75. Game Nürnberg. Der #NUEbasketball MVP Fan-Award presented by Sparkasse Nürnberg ging an Nate Heise, der auf 21 Punkte kam. Insgesamt scorten alle zehn eingesetzten Falcons Spieler an diesem Abend.

 

02.10.2026 19:00 Uhr // OrangeAcademy vs. Kreisbau Kirchheim Knights 85:94

Die OrangeAcademy fordert den letztjährigen ProA-Finalisten aus Kirchheim bis in die Schlussphase und unterliegt den Knights mit 85:94. Der Wendepunkt: Im letzten Viertel schafften es die Gäste, ihre Erfahrung auszuspielen und die Partie für sich zu entscheiden. In dieser Phase waren vor allem die Offensivrebounds der Kirchheimer ausschlaggebend. Am Ende holten sie nahezu genauso viele Offensivrebounds wie die OrangeAcademy Defensivrebounds. Dennoch hielten die jungen Uuulmer lange dagegen und konnten im Spielverlauf sogar mehrfach die Führung übernehmen. Der Gamechanger: War heute der eigene Dreipunktewurf, der mit 46 Prozent sehr gut gefallen ist. Beim Heimauftakt der ProA-Saison versenkte die OrangeAcademy insgesamt zwölf Dreier. Daran hatte vor allem CJ Anthony einen maßgeblichen Anteil, der allein sechs Treffer von jenseits der Dreierlinie erzielte. Auch Namori Omog (3/4 Dreier) überzeugte mit einer starken Trefferquote aus der Distanz. Uuulmer des Spiels: Der Titel geht heute zweifelsohne an CJ Anthony. Der US-Amerikaner nutzte die Bühne eindrucksvoll und erzielte starke 31 Punkte. Dazu verteilte er vier Assists und konnte seinem Gegenspieler zweimal den Ball stehlen. Ebenfalls zweistellig punkteten Namori Omog mit 14 Zählern und Lucas Fischer mit 12 Punkten.

Die Erkenntnisse: Diese junge Mannschaft macht Spaß. Gegen das physische und erfahrene Topteam aus Kirchheim begeisterten die jungen Uuulmer das Publikum mit athletischen Highlights und unermüdlichem Einsatz. So konnte die jüngste ProA-Mannschaft aller Zeiten dem letztjährigen ProA-Finalisten lange Paroli bieten. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie gegen eine so physische und erfahrene Mannschaft mithalten konnte. Ich sehe schon jetzt eine gute Entwicklung, auch wenn wir noch lange nicht an dem Punkt angekommen sind, an dem wir sein wollen. Wir haben heute viele Dinge gut gemacht, am Ende allerdings nicht konsequent genug gereboundet. Dadurch haben wir ihnen zu viele zweite Chancen ermöglicht, die sie letztlich konsequent nutzen konnten“, erklärt OrangeAcademy-Cheftrainer Mehdy Mary.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. BG Göttingen 81:69

Die Dragons erwischten einen starken Start in ihr erstes Heimspiel. Ralph Hounnou eröffnete die Partie nach Zuspiel von Kapitän Buzz Anthony per Korbleger, ehe Anthony selbst für das nächste Highlight sorgte: Der Spielmacher klaute Radvilas Kneizys (12 Punkte, 5 Rebounds) den Ball und vollendete den Fastbreak zur 4:0-Führung. Nach den ersten Göttinger Punkten durch Tai Bibbs (15 Punkte, 6/15 FG) antworteten die Dragons umgehend mit einem Dreier von Naz Bohannon (13 Punkte, 8 Rebounds), den erneut Anthony vorbereitete. Der Kapitän legte damit bereits seinen zweiten Assist auf. Insgesamt verpasste Anthony an diesem Abend mit zehn Punkten und neun Assists nur knapp ein Double-Double. Elijah Braun setzte sich wenig später stark in der Zone durch und wurde dabei von Kneizys gefoult. Auch den anschließenden Freiwurf verwandelte Braun sicher zum 10:3. Naz Bohannon per Korbleger und Dominik Dolic von jenseits der Dreipunktelinie erhöhten anschließend sogar auf 15:3, woraufhin Göttingens Headcoach Martin Gulbis bereits seine erste Auszeit nahm. Die Gäste fanden danach besser in die Partie und verkürzten durch einen schwierigen Jumper von Kneizys sowie einen Dreier von Nils Owen Schmitz (12 Punkte) auf 20:12. Auch von der Freiwurflinie kam Göttingen näher heran, sodass die Dragons ihren Vorsprung zwischenzeitlich fast vollständig einbüßten. Hounnou (11 Punkte, 4/5 FG) sorgte kurz vor Ende des ersten Viertels noch einmal per Layup für wichtige Punkte, mit einer 23:20-Führung ging es in die erste Pause. Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzte Anthony seine starke Partie als Vorbereiter fort und fand Hounnou, der per Dreier auf 26:20 stellte. Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, ehe die Dragons zunehmend das Tempo anzogen. Elijah Ndi (13 Punkte, 3/5 3P) traf nach rund zweieinhalb Minuten seinen ersten Dreier des Abends, Naz Bohannon legte per Jumper nach und Anthony sorgte mit seinem eigenen Dreier für die erste zweistellige Führung der Gastgeber zum 36:26. Göttingen reagierte mit einer Auszeit und kam durch einen Dreier von Zach Watson zunächst wieder etwas heran. Ndi stellte mit seinem zweiten erfolgreichen Versuch von außen den alten Abstand jedoch umgehend wieder her. Die Dragons verteidigten in dieser Phase konsequent und erschwerten es den Gästen, zu offenen Würfen zu kommen. Besonders aus der Distanz fand Göttingen an diesem Abend nicht in seinen Rhythmus: Die Veilchen trafen lediglich 18 Prozent ihrer Dreipunktversuche, während die Dragons 9 ihrer 21 Würfe von außen versenkten. Drei Minuten vor der Halbzeit bediente Grant Teichmann Jamal Fuller, der per Dunk zum 43:31 abschloss. Klussmann erhöhte wenig später per Layup auf 45:32. Nach einem weiteren Dreier von Omar Pajic ging es beim Stand von 45:34 in die Halbzeitpause.

 

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Dragons zunächst den besseren Start. Nach zwei Freiwürfen von Tai Bibbs legten die Gastgeber sechs Punkte in Serie nach und bauten ihre Führung auf 51:36 aus. Zur Mitte des dritten Viertels meldete sich Göttingen jedoch zurück. Omar Pajic und Daniel Kirchner verkürzten per Korbleger, ehe Kirchner auch einen Korb von Anthony beantwortete. Anschließend entwickelte sich eine zähe Phase: Über zwei Minuten fiel auf beiden Seiten kein Punkt, mehrere Fouls und Fehlwürfe störten den Spielfluss. Klussmann (11/12 FT) beendete die Scoringflaute mit zwei verwandelten Freiwürfen und legte kurz darauf nach einem weiteren Foul erneut von der Linie nach. Göttingen blieb jedoch dran und kam durch fünf Punkte in Folge auf 59:48 heran. Gruhn reagierte mit einer Auszeit, doch die Gäste erhöhten weiter den Druck. Besonders bei den Offensivrebounds hatten die Veilchen an diesem Abend klare Vorteile. Göttingen sicherte sich insgesamt 13 Rebounds am offensiven Brett, während die Dragons lediglich vier holten. Einen solchen zweiten Angriff nutzte Kneizys rund zweieinhalb Minuten vor Viertelende mit einem Dreier zum 59:52. Bis zum Ende des Abschnitts blieb Göttingen im Spiel und verkürzte auf 63:57. m Schlussviertel waren die Dragons darum bemüht, wieder mehr Kontrolle in der Defensive zu bekommen. Ndi setzte direkt nach 20 Sekunden mit einem Dreier nach Zuspiel von Bohannon ein wichtiges Zeichen. Bibbs antwortete zwar per Dunk, doch Hounnou stellte von der Freiwurflinie den alten Abstand wieder her. Göttingen blieb über weitere Offensivrebounds im Spiel und kam durch Schmitz auf 68:61 heran. Anschließend entwickelte sich erneut eine von vielen Unterbrechungen geprägte Phase, in der beide Teams über zwei Minuten ohne Treffer blieben. Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende fand Klussmann nach Zuspiel von Bohannon den Weg zum Korb und stellte auf 70:61. Wenig später zog der Dragons-Topscorer erneut ein Foul und erhöhte von der Freiwurflinie auf 72:61. Göttingen fand nun kaum noch gute Abschlüsse und hatte zunehmend Schwierigkeiten, gegen die konzentrierte Dragons-Defensive zu Punkten zu kommen. Klussmann nutzte dies und traf 3:31 Minuten vor dem Ende einen wichtigen Dreier zum 75:61. Die Artland Arena stand und Göttingen nahm die nächste Auszeit. Doch auch danach fanden die Gäste nur schwer Lösungen. Erst 2:28 Minuten vor dem Ende gelang Robin Lodders der nächste Göttinger Treffer, natürlich nach einem weiteren Offensivrebound. Plötzlich wurde es noch einmal spannend: Nach einem unsportlichen Foul von Jamal Fuller verwandelte Schmitz die fälligen Freiwürfe, ehe Lodders nach einem Foul von Klussmann ebenfalls von der Linie erfolgreich war und auf 75:67 verkürzte. Als Bohannon im nächsten Angriff den Ball verlor, verkürzte Lodders 1:23 Minuten vor Schluss sogar per Korbleger auf 75:69. Gruhn reagierte sofort mit der Auszeit. Die Unterbrechung zeigte Wirkung. Neuzugang Danas Kazakevicius fand Elijah Ndi, der per Dunk zum 77:69 abschloss. Göttingen gelang anschließend kein weiterer Treffer mehr. Klussmann machte 39 Sekunden vor Schluss mit seinen Punkten 17 und 18 von der Freiwurflinie endgültig den Deckel drauf, ehe Ndi mit einem Layup den Schlusspunkt zum 81:69 setzte.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Eisbären Bremerhaven 73:70

Headcoach Alvaro Paredes musste lediglich auf einen Spieler des Profikaders zum Saisonauftakt verzichten. Der Neuzugang David Pisic fiel mit einer Handverletzung fürs Erste aus. Das Trainerteam schickte eine Starting-Five bestehend aus Teamkapitän Niklas Geske, Ja’Monta Black, Jaylen Wesley, Neil Masnic und Aitor Pickett auf das Parkett. Die Bochumer verbuchten die ersten Punkte der Begegnung durch einen Dreier von Jaylen Wesley. Beide Teams fanden immer wieder gute Wurfmöglichkeiten und sammelten früh Zähler für das Punktekonto (08:07, 4.). Doch die Norddeutschen ließen sich von der mitreißenden Stimmung nicht beirren und ergriffen die Führung über Punkte aus dem Fastbreak (19:15, 8.). Der VfL zog jedoch direkt nach und stellte zum Viertelende über Punkte von Niklas Geske und Ja’Monta Black auf Gleichstand (21:21, 10.). Die Gastgeber starteten hervorragend in den nächsten Spielabschnitt und bauten sich über mehrere defensive Stopps ein kleines Führungspolster auf. Das Team von Headcoach Paredes erhöhte die Intensität und übte früh Druck auf die Eisbären aus. Conrad Klotz untermauerte dieses positive Momentum, als er mit ablaufender Wurfuhr einen Distanzwurf von jenseits der Dreipunktelinie traf (41:33, 17.). Die Gäste verpassten den direkten Anschluss und so ging es mit einer zweistelligen Führung aus VfL-Sicht in die Halbzeitpause (46:36, 20.).​

In der zweiten Halbzeit gelang es den SparkassenStars nicht, die Führung weiter auszubauen. Die Bremerhavener fanden immer besser in die Begegnung und reduzierten mit jedem Treffer die Bochumer Führung, bis ein erfolgreicher Korbleger nach Offensivrebound zum Ausgleich führte (52:52, 27.). Der Gastgeber hat seinen offensiven Rhythmus verloren und hielt das Spiel besonders über die physische Spielweise auf Augenhöhe. Nach 30 gespielten Minuten ging es mit einem Zwischenstand von 54:54 in das letzte Viertel. Keine Mannschaft setzte sich ab, und die Partie wurde immer umkämpfter. Der offene Schlagabtausch führte zu einem unausweichlichen Finale. Gleichstand in der letzten Spielminute. Die Fans hielt es nichtmehr auf den Sitzen und die SparkassenStars hatten den Sieg letztlich in der eigenen Hand. 30 Sekunden vor Schluss übernahm Niklas Geske Verantwortung, als er einen starkverteidigten Stepback-Dreier nehmen musste. Der Ball landete auf dem Ring und Black sicherte den Bochumern mit einem Rebound eine neue Chance auf den Sieg. Pass raus auf die Glocke – Kuku Dreier – Der Gastgeber führte. Die Stimmung in der Rundsporthalle erreichte ihren Höhepunkt und der VfL verteidigte den letzten Wurf bravourös (73:70, 40.).

 

02.10.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. RheinStars Köln 90:73

Anders als aus Göttingen am vergangenen Wochenende kehrten die RheinStars am späten Freitagabend ohne Punkte aus Paderborn zurück. Klar mit 73:90 (37:45) unterlagen die Kölner am zweiten Spieltag der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProA den Baskets. In deren Ausweichspielstätte in Lemgo sahen die 1123 Zuschauer in der Phoenix Contact Arena einen verdienten Sieg der Hausherren. Schon am Sonntag um 16 Uhr haben die RheinStars ihre nächste Chance, wenn es beim Aufsteiger ETB Miners Essen um die nächsten Zähler geht. „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir dort zeigen, dass wir deutlich besser spielen können und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Köln startete in der gleichen Formation wie in der Vorwoche. Kam jedoch diesmal schleppender aus den Startlöchern. Bis Mitte des ersten Viertels lagen sie nur mit einem Zähler (16:17) hinten, kassierten dann aber einen 0:14 Lauf zum 16:31 (11. Minute). Vor allem die in der Vorwoche starken Cedric Russell und Maxi Begue kamen überhaupt nicht zurecht mit den energiegeladenen Hausherren.  Dafür schwang sich Antonio Williams mit 26 Punkten zum Kölner Topscorer auf. Mit Blick auf das gesamte Geschehen half das wenig. Die Baskets diktierten das Tempo, spielten mutig und erzwangen so das Glück und ihren ersten Saisonsieg.

Zwar verkürzten die RheinStars kurz nach der Pause noch einmal auf fünf Zähler (39:44), dann aber marschierten die Hausherren davon. Der Rückstand wuchs stetig. Ende des dritten Viertels lagen die Kölner 50:68 hinten, knapp eine Minute vor Ende sogar mit 21 Zählern (67:88). „Paderborn hat eine talentierte Mannschaft, gegen die wir heute von Anfang an keine Chance hatten“, sagte Zoran Kukic. „Es ist Anfang der Saison, wir haben eine gute Preseason gespielt. Aber es ist noch zu früh, eine Aussage zu treffen, wo die Teams stehen. Das geht wahrscheinlich allen Mannschaften genauso. Für uns gilt, weiterarbeiten, um es in Essen und danach besser zu machen.“

 

02.10.2026 19:30 Uhr // MLP Academics Heidelberg vs. ETB Miners 118:74

Anders als zuletzt in Tübingen starten die Academics konzentriert und sehr wach in diese Partie, holen sich die erste Führung und sind auch in der Defense immer wieder zur Stelle. Vor allem Frank Champion ist von Beginn an laut, aktiv und trägt sich in den Anfangsminuten fleißig in sämtlichen Zeilen des Statistikbogens ein. Nachdem mit Chuck Harris erneut ein Heidelberger im Essener Passweg steht und daraus einfache Zähler für die Gastgeber resultieren, nehmen die Miners beim Stand von 15:6 die erste Auszeit der Partie. Die Academics spielen schnell, bewegen den Ball sehr gut und treffen den Dreier im ersten Viertel mit starken 50%. Daraus resultieren starke 32 Punkte nach den ersten zehn Minuten, auf der Gegenseite erlauben die Jungs vom Neckar 23 gegnerische Zähler. Auch im zweiten Viertel treffen die Hausherren weiterhin stark von außen, stehen nach 13 gespielten Minuten bereits bei 44 Punkten, 15 davon von der Dreierlinie. Aus dem Zwei-Punkte-Bereich lassen die Heidelberger bei 15 Versuchen Mitte des zweiten Viertels lediglich drei Versuche liegen und stehen bei starken 80%. Die Academics kontrollieren die Partie in allen Bereichen, erzielen zwei Mal über 30 Punkte in einem Viertel und limitieren die Gäste auf 34 Zähler. Nahezu alle eingesetzten Spieler punkten in der ersten Hälfte dieser Partie, Chuck Harris (13), Lorenz Brenneke (14) und Frank Champion (11) stehen bereits bei einer zweistelligen Punkteausbeute.

Auch in der zweiten Halbzeit gehen die Academics nicht vom Gaspedal, der Dreier fällt weiterhin und die Jungs vom Neckar ziehen gnadenlos weiter davon. Ende des dritten Viertels kommt dann auch Doppel-Lizenzler Felix Diez zu seinem ersten Einsatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der Youngster, der auch für die BG Viernheim/Weinheim aufläuft, zeigt keinerlei Nervosität, bekommt im letzten Angriff den Ball für den offenen Dreier und versenkt diesen unter dem lauten Jubel seiner Teamkollegen mit Ablauf der Sirene. Somit trägt sich auch der letzte Heidelberger an diesem Freitagabend in die Punkte-Spalte des Statistikbogens ein. Die Spielfreude ist den Academics in jedem Gesicht anzusehen, jeder spielt für jeden, die Würfe fallen hochprozentig von nahezu überall und durch schnelle Hände in der Verteidigung sowie cleveres Umschaltspiel belohnen sich die Jungs vom Neckar auch immer wieder mit einfachen Punkten. Am Ende ist es ein dominanter 118:74-Heimsieg, der einen perfekten Heimauftakt abrundet.

02.10.2026 19:30 Uhr // SBB Börde Baskets vs. GIESSEN 46ers 73:61

Am World-Smile-Day ist den GIESSEN 46ers das Lachen vergangen! Eine Woche nach dem zufriedenstellenden 91:87-Erfolg zum Start in die Spielzeit 2026/27 der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Artland Dragons und keine 43 Stunden vor dem sonntäglichen Duell (15 Uhr) gegen die etwas überraschend mit 73:70 gegen die Eisbären Bremerhaven erfolgreichen VfL SparkassenStars Bochum unterlagen die Mittelhessen bei den SBB Börde Baskets am Ende sang- und klanglos mit 61:73 (36:36). Unter dem Strich kamen die Gäste bei den ohne Kirchheim-Neuerwerbung Aeneas Jung (Kieferbruch) angetretenen Männern aus Sachsen-Anhalt nur schwer in die Partie. Die Mittelhessen führten durch einen Dreier von Alex Williams zwar mit 7:5 (3.), sollten hernach jedoch bis zum Start in den dritten Abschnitt nur noch der Musik hinterherlaufen. Ein Airball von Alex Williams sowie ein Technisches Foul gegen die Bank, da vier ausländische Profis kurzzeitig auf dem Feld standen, waren Zeichen der Verunsicherung, die nur noch nicht in Gänze zum Vorschein kam, da Nigel Scantlebury Gießen mit sechs Punkten in Serie beim 13:16 (9.) noch im Spiel hielt. Nach einer ersten Standpauke des Übungsleiters beim 15:24-Zwischenstand (12.) schien das Match im zweiten Viertel zu kippen. Alex Williams ließ einen Dunk in die SBB-Reuse krachen (19:26, 13.), Till Gloger verwertete einen Klassepass von „Auge“ Robin Benzing (21:26, 14.) und stellte höchstpersönlich auf 29:31 (17.), als der Ex-Rostocker den massigen Brock Gardner unter dem Korb locker beiseite beförderte. Als dann auch noch Chris Carter seine linke Klebe auspackte und zwei Würfe von Downtown einschweben ließ, verließen die Gäste zur Halbzeitansprache erhobenen Hauptes die nach dem vor drei Jahren verstorbenen Ex-DDR-Handball-Nationalspieler Wolfgang Lakenmacher benannte Halle in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.

Doch statt selbstbewusst aus der Kabine zurückzukehren, brachten die 46ers im dritten Abschnitt nur mickrige elf Punkte zustande. Chris Carter handelte sich schon früh sein drittes Foul ein, Alex Williams zog sich eine wahrscheinlich schwere Fingerverletzung zu und kam nicht wieder aufs Parkett zurück und Luis König Figge verlor die wegen technischer Probleme nicht vorhandene Shot Clock über den Körben aus den Augen, so dass das Drama seinen Anfang nahm. Als die Hausherren dann auch noch drei Dreier in Serie einnetzten und damit im letzten Viertel von 55:52 (31.) auf 64:52 (33.) davonzogen, war es um den Altmeister so gut wie geschehen. Nigel Scantlebury verkürzte drei Minuten vor dem Halali zwar nochmals auf 61:68, doch als ein irre weiter Verzweiflungs-Dreier von Robin Benzing sein Ziel verfehlte, war es um Gießen geschehen. Das „T“ gegen Luis König Figge, der die Unparteiischen lediglich auf Schweiß am Boden aufmerksam machen und einen Wischer anfordern wollte, setzte der Niederlage ebenso wie der letzte krachende Airball von Daniel Norl die Krone auf. Der misslungene Auftritt an der Elbe hatte aber auch Positives für den Gießener Tross parat, wenngleich dies an der Niederlage überhaupt nichts änderte. „Wir haben keine Zeit zum Weinen, der nächste Gegner wartet“, brummelte Branislav Ignjatovic, dem am World-Smile-Day das Lachen längst vergangen war.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Tigers Tübingen 85:64

Das Derby startet mit hohem Tempo, aber auch zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Crailsheim erwischt den besseren Beginn und führt 8:3. Kapitän Otto bringt von der Bank sofort neue Energie und verbucht drei Steals in seinen ersten drei Einsatzminuten. Nach einem technischen Foul gegen Headcoach Florian Flabb und einem Dreier von Ex-Merlin Santana dreht Tübingen die Partie jedoch und zieht auf 10:15 davon. Dann übernimmt Drescher. Mit neun Punkten im ersten Viertel führt er die Merlins zur 22:17-Führung. Im zweiten Abschnitt bestimmt Crailsheim zunehmend das Tempo: Van Slooten startet mit fünf schnellen Punkten, Coplin setzt mit Putback-Dunk und Block Zeichen. Kurz vor der Pause klaut van Slooten direkt nach einer Tübinger Auszeit den Ball und dunkt. Coplins Dreier zum 48:33 bringt Spieler und Arena mit der Halbzeitsirene endgültig zum Beben.

Auch nach der Pause bleiben die Merlins heiß. Drescher und Coplin treffen von außen, Alexander vollendet den schönsten Angriff des Abends per Dunk. Ein 13:3-Start sorgt für das 61:36. Tübingen antwortet mit zwölf Punkten in Serie, doch Alexander stoppt den Lauf und stabilisiert sein Team. Im Schlussviertel zieht Crailsheim sofort wieder davon. Alexander prägt diese Phase entscheidend und wird unter tosendem Applaus ausgewechselt. Am Ende feiern die Merlins einen verdienten 85:64-Derbysieg.

Florian Flabb (Headcoach HAKRO Merlins Crailsheim):

„Vielen Dank für die Glückwünsche. Das Ergebnis ist ja am Ende sehr eindeutig, aber mit so vielen Verletzten am Doppelspieltag hier anzukommen ist auch schwer. Das hat Tübingen dann auch top gemacht und sich angepasst. Mit der Tiefe unseres Kaders hatten wir dann über lange Zeit auch mehr Energie und das Rebounding war sehr eindeutig. Deshalb bin ich sehr zufrieden in der Defensive wieder so konstant zu sein, um die Fehler die wir in der Offensive noch machen wieder auszugleichen. Tübingen dann unter 65 Punkte zu halten ist wirklich stark.“

Felix Banobre (Headcoach Tigers Tübingen):

“Meinen Glückwunsch an Florian. Das Spiel war wie es war. Wir können uns nicht entschuldigen, wir versuchten uns in der Defensive anzupassen aber sie waren gut vorbereitet und haben eine hohe Qualität. Im ersten Viertel haben wir gute Lösungen gegen sie gefunden, aber dann haben wir sie verloren.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Nachberichte_Spieltag_2_ProA.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-05 15:05:122026-10-05 15:05:12Nachberichte ProA 2. Spieltag

Nachberichte ProA 1. Spieltag

29. September 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

25.09.2026 20:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons 91:87

Bevor auf dem Parkett aber die orangefarbene Kugel durch die Luft geworfen wurde, wurde zunächst der kürzlich verstorbenen Vereinsikone Ernie Butler gedacht. Hallensprecher Carsten Schäfer fand berührende Worte, erinnerte selbstverständlich an die legendären Schlusssekunden gegen Osnabrück 1965, als Butler dem MTV Gießen mit Ablaufen der Uhr den ersten Meistertitel bescherte. Und er hielt fest, dass der Basketball in Gießen ohne Butler nicht der sei, der er heute ist. Die Fans widmeten dem Verstorbenen nicht nur ein Transparent mit Butlers legendärer Aussage „Basketball is Jazz“, sondern ebenso ein Spruchband: „Du gabst den Takt vor – Wir spielen ihn weiter!“ Gespielt wurde nach der folgenden Schweigeminute auf dem Parkett. Und die Quakenbrücker aus dem Landkreis Osnabrück waren von Anfang an nicht gewillt, sich einfach abschießen zu lassen. Die Dragons waren nicht nur heiß auf die Partie in der Osthölle, sondern auch aggressiv in der Verteidigung. „Es war das typische erste Saisonspiel“, gab 46ers-Headcoach Frenki Ignjatovic im Anschluss der Partie auf der Pressekonferenz zu Protokoll. Der 59-Jährige hatte zuvor eine Begegnung gesehen, die zwar nicht immer wunderschön anzusehen war, die aber durch den Kampfgeist beider Teams stets spannend und nervenaufreibend war. So ging es fehlerbelastet und munter gleichermaßen hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft großartig von der anderen abzusetzen wusste.

Beim 40:32 (16.) waren die 46ers erstmals ein paar Punkte weiter vorn. Als aus dieser 9-Punkte- kurz darauf eine 12-Punkte-Führung wurde (44:32), schienen sich die Mittelhessen endgültig von den Drachen distanzieren zu können. Doch immer dann, wenn ein kleines Polster bestand, wurde dieses peu à peu von den Gästen wieder abgetragen. Etwa weil die Gießener dazu neigten, sich für überhastete Würfe zu entscheiden, anstatt einen Angriff konzentriert zu beenden. Oder weil die Dragons zeitweise ebenso geschickt verteidigten, wie die Rot-Weißen auf der anderen Seite. „Wir“, wusste Neuzugang Chris Carter hinterher, „haben oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben zu oft schnell gespielt, obwohl wir hätten besser das Tempo herausnehmen müssen.“ Auch wurden von den 43 Freiwürfen nur 29 verwandelt. „Daraus müssen wir lernen“, sprach der Small Forward von „einem ekligen Spiel“. Aber auch so eins muss erst einmal gewonnen werden. Doch die 46ers hielten ihren Gegner konsequent hinter sich. Weil Chris Carter ohne Ende rackerte. Weil Alexander Williams stets wuselig war und mit sechs Rebounds nach Viktor Kovacevic (7) die meisten pflückte. Weil Luis König Figge (Ignjatovic: „Hat offensiv und defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht“) im Schlussviertel aufdrehte und nicht einen seiner Würfe neben die Reuse setzte. Weil Kapitän Robin Benzing einmal mehr von der Freiwurflinie (7 von 8) als auch aus der Distanz (3 von 4) verlässlich punktete. Und weil Zachary Cooks mit 22 Punkten den Dragons den Zahn zog.

 

26.09.2026 18:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. SBB Börde Baskets 87:58

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung mit vier Siegen in vier Duellen gegen ProA-Ligisten, wollten die Mannen von Head Coach Igor Perovic an die bis dato positive Entwicklung anknüpfen und mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison starten. Die Vorbereitung auf die Partie verlief alles andere als rhythmisch. Watson, sowie Philip Alston mussten unter der Woche aufgrund von kleineren Blessuren pausieren. Ebenfalls für einige Tage fehlte Kapitän Tyrel Morgan, der mit einer Erkältung das heimische Bett hütete. Rechtzeitig wurden alle drei fit und standen allesamt in der Startformation die Perovic aufs Feld schickte. Vor allem Watson lief bereits nach wenigen Minuten heiß und erzielte im Anfangsviertel eine zweistellige Punkteausbeute und legte damit den Grundstein zur 24:14 Führung. Die Ritter hatten das Spiel deutlich unter Kontrolle und nutzten ihre physische Überlegenheit immer wieder aus. Lukas Zerner und Tyrel Morgan verdienten sich Bestnoten im Defensivbereich. Immer wieder attackierten die Schwaben das gegnerische Brett und sammelten insgesamt 17 Offensivrebounds. Dies sorgte auch für eine deutliche Dominanz im zweiten Viertel, welches die Kreisbau Knights ebenfalls mit 20:10 für sich entscheiden konnten. Mit einem beruhigenden 46:24 Polster zur Halbzeit ging es in die Kabinen.

Wer aus Sicht der Gäste nun gehofft hatte die Kirchheimer würden nachlassen, musste nach wenigen Minuten im dritten Viertel erkennen, das dem nicht so war. Hochkonzentriert gingen die Ritter zu Werke. Johannes Patrick und CJ Hines führten glänzend Regie und setzten ihre Mitspieler immer wieder toll in Szene. Bei einigen Passstafetten ging ein Raunen durch die Sporthalle Stadtmitte. Die selbstlose Spielweise der neuformierten Mannschaft beeindruckte das Publikum. Insbesondere defensiv ließen die Gastgeber kaum etwas zu und zwangen die Baskets zu schwierigen Abschlüssen. Beim Stand von 76:43 nach drei Vierteln war die Partie entschieden. Im Schlussabschnitt plätscherte die Partie vor sich hin. Die Gäste betrieben noch ein wenig Ergebniskosmetik, aber am Ausgang des Spiels änderte sich nichts mehr. „Gratulation an meine Mannschaft. Sie haben sehr fokussiert und konzentriert gespielt. Es ist ein guter erster Schritt, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns,“ sagte Knights Coach Perovic nach Spielende. Bereits am kommenden Wochenende findet der erste Doppelspieltag statt. Am 2.10. geht es für die Rittertruppe nach Ulm. Zwei Tage später empfangen die Knights die Mannschaft aus Bayreuth in der SHSM.

 

26.09.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. RheinStars Köln 80:83

Göttingen, 26. September 2026 – Die BG Göttingen hat zum Auftakt in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison verloren. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis musste sich am Samstagabend den RheinStars Köln knapp 80:83 (37:45) geschlagen geben. Vor 2.018 Zuschauern in der Sparkassen-Arena fingen sich die südniedersächsischen Gastgeber nach schlechtem Start und gingen Mitte des dritten Viertels erstmalig in Front. Von da an schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Am Ende entschieden Kleinigkeiten die Partie zugunsten der Gäste. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit 24 Punkten. Für Köln traf Cedric Russell Jr. am häufigsten (21 Zähler). Die Highlights gibt’s später bei Sporteurope.TV. Die Veilchen, die auf Zac Watson (Oberschenkelverletzung) verzichten mussten, erwischten keinen guten Start in die Partie und lagen schnell 4:14 zurück (4.). Nach einer Gulbis-Auszeit lief es etwas besser für die Hausherren, die durch vier Zähler in Folge auf 9:14 verkürzten (5.). Doch die Kölner tankten immer mehr Selbstbewusstsein und trafen ihre Würfe. Ex-Veilchen Haris Hujic komplettierte ein Vier-Punkte-Spiel zum 11:27 (7.). Die Göttinger kämpften und verringerten den Rückstand bis zum Viertelende auf 16:29. Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber langsam besser in die Partie. Doch die Rheinländer hatten zunächst immer die richtigen Antworten und blieben zweistellig in Front (25:41/16.). Gulbis nahm eine weitere Auszeit, die wirkte. Jackson und Omar Pajic brachten die BG immer weiter heran, sodass sie nur noch mit einem 37:45-Rückstand in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel ließ Mathis Mönninghoff gleich die Veilchen-Fans durch seinen Dreier zum 40:45 jubeln (21.). Jackson legte mit fünf Punkten in Folge zum 45:46 nach und zwang RheinStars-Headcoach Zoran Kukic zu seiner ersten Auszeit (23.). Doch die Göttinger ließen nicht locker und hatten das Selbstvertrauen nun auf ihrer Seite. Jackson glich per Dreier zum 48:48 aus; Mönninghoff brachte die Göttinger ebenfalls von außen zum ersten Mal in der Partie in Front (51:50/24.). Das Duell blieb nun auf Augenhöhe. Köln holte sich die Führung zurück (55:58/26.); die BG konterte zum 66:63 (29.) und behielt die Führung bis zum Viertelende (67:65). Im Schlussabschnitt bewahrten die Göttinger zunächst ihre knappe Führung und hatten auf Kölner Punkte immer eine Antwort (74:70/33.). Allerdings bekamen die Gastgeber dann Foulprobleme – Robin Lodders musste schon Mitte des Viertels mit seinem 5. Foul auf der Bank Platz nehmen. Kurz darauf glich Köln zum ersten Mal seit längerem wieder aus (76:76/35.). Doch auch dieses Mal konterte die BG und nutzte ein technisches Foul von Kukic, um den Abstand wieder zu vergrößern (80:76/37.). In den letzten Minuten der Partie leisteten sich die Hausherren aber unnötige Unaufmerksamkeiten, die Köln bestrafte und wieder in Front ging (80:81/39.). Bei der BG fielen die Würfe nun nicht mehr – am Ende hatten Mönninghoff und Nils Schmitz die Chance, ihr Team in der Verlängerung zu retten, trafen ihre Dreier aber nicht.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. MLP Academics Heidelberg 75:83

Die Tigers Tübingen haben den Saisonauftakt gegen die MLP Academics Heidelberg vor 1.982 Zuschauern in der Paul Horn-Arena, darunter etwa 100 Fans aus Heidelberg, mit 75:83 (50:32) verloren. Trotz der Niederlage konnten die Schützlinge von Trainer Félix Bañobre mit erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Gegen einen der Titelkandidaten für die Meisterschaft und den Aufstieg in die easyCredit BBL zeigten die Schwaben eine beherzte kämpferische Leistung und forderten dem Favoriten alles ab. Vor allem die erste Hälfte war aus Tübinger Sicht spektakulär: Nach 20 Minuten führten die Raubkatzen mit 50:32, was gleichzeitig die höchste eigene Führung in der Begegnung war. Die Schwaben starteten mit einem 11:0-Lauf in den ersten 115 Sekunden. Die Tübinger Fans waren vor allem in der ersten Halbzeit begeistert vom Spiel des eigenen Teams. Nach der Halbzeitpause drehte sich das Blatt jedoch komplett. Das Team von Trainer Carlo Finetti agierte deutlich aggressiver, holte sich mehr Rebounds und machte den Zugang zum eigenen Korb für die Raubkatzen deutlich schwerer. Schritt für Schritt verkürzten die Kurpfälzer den Rückstand und drehten die Partie final im letzten Viertel zum Sieg. Die Rebounds gingen knapp mit 35:33 an den Sieger, dazu die Assists mit 20:13. Die MLP Academics Heidelberg trafen am Ende zehn von 21 Würfen aus der Distanz, was starke 48 Prozent bedeuteten. In der 37. Minute hatten die Gäste beim Stand von 80:69 die höchste Führung inne. Topscorer des Spiels war Charles Harris Jr. mit 20 Zählern für den Gewinner, auf Tübinger Seite punkteten mit Isaac Haney (19 Zähler), Aiden Warnholtz (15 Punkte, sechs Assists) und Tim Smith mit elf Zählern drei Kräfte zweistellig. Aus der Distanz verbuchten die Schwaben zwölf Treffer bei 36 Versuchen (33 Prozent). Youngster Aron Heberle debütierte in seinem ersten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Schwaben. In 8:20 Minuten holte der 22-Jährige einen Rebound und stand vor allem in der Defense seinen Mann.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. HAKRO Merlins Crailsheim 67:81

Der Auftakt in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat den ETB Miners Essen am 1. Spieltag direkt gezeigt, wie schmal der Grat in der neuen Spielklasse ist. Vor einer stimmungsvollen Kulisse von 1.043 Zuschauern in der Sporthalle am Hallo unterlagen die Essener dem Aufstiegsfavoriten HAKRO Merlins Crailsheim nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten mit 67:81 (44:35).

Die Miners erwischten vor den eigenen Fans einen extrem starken Start auf dem neuen Parkett. Mit der Starting Five um Tre Beard, Benjamin Uzoma, Isaiah Sanders, Niclas Sperber und JJ Mann setzten die Hausherren von der ersten Sekunde an spielerische Akzente und begegneten den Gästen aus Crailsheim (Starting Five: Booker Coplin, Lucas Mayer, Hendrik Drescher, Luc van Slooten, Simon Krajcovic) mit hoher Intensität. Mit konsequenter Vertikalität und treffsicherer Offensive sicherte sich Essen das erste Viertel verdient mit 20:14. Auch im zweiten Abschnitt behielten die Hausherren die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung durch diszipliniertes Teamplay bis zur Halbzeitpause auf 44:35 aus. Nach dem Seitenwechsel erhielten die Miners jedoch einen echten Willkommensgruß in der ProA. Crailsheim schaltete defensiv wie offensiv zwei Gänge höher und zog das Tempo spürbar an. Die Gäste nutzten eine Essener Schwächephase im dritten Viertel knallhart aus und drehten die Partie mit einem 22:10-Lauf. Auch im Schlussabschnitt (13:24) fanden die Miners gegen die abgeklärte Rotation der Merlins nicht mehr zu ihrem Rhythmus zurück und mussten sich am Ende trotz leidenschaftlichem Kampf geschlagen geben.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. VfL SparkassenStars Bochum 77:81

Paderborn legte den besseren Start auf das Parkett: Die Baskets begannen konzentriert, ließen sich von der von Beginn an tollen Stimmung mitreißen, agierten effektiv mit erfolgreichen Angriffen in der Zone und erspielten sich so eine frühe 15:7-Führung (6.). Danach machte sich bei den Hausherren jedoch Nervosität breit, kleine Fehler schlichen sich ein und die Treffsicherheit, in der ersten Hälfte vor allem aus der Distanz, ließ spürbar nach. Bochum übernahm in den kommenden sieben Minuten das Momentum: Angetrieben von Kapitän Niklas Geske und Neuzugang JaMonta Black zogen sie die Intensität defensiv und offensiv hoch und erspielten sich viertelübergreifend einen 19:0-Lauf (15:26, 13.). Besonders der spätere Topscorer Black entpuppte sich mehr und mehr als dominanter Spieler der Partie, der Shooting Guard traf aus allen Positionen und war von der Paderborner Defensive kaum zu stoppen. Anschließend wurde die Partie zerfahrener, beide Teams kreierten diverse vielversprechende Würfe, brachten diese aber häufig nicht in der Reuse unter. Bochum konnte sich nicht entscheidend absetzen, im Gegenteil: Paderborn schaffte es trotz einiger liegengelassener Chancen, bis zur Halbzeit wieder auf nur fünf Punkte Rückstand
heranzukommen (30:35, 20.). Viertel 3 (20:21) | Viertel 4 (27:25)

Mit Beginn der zweiten Hälfte wandelte sich das Bild: Die Trefferquoten stiegen auf beiden Seiten, die Partie nahm richtig Schwung auf und entwickelte sich zu einem spannenden, offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe mit einigen spektakulären Momenten. Beide Teams fighteten intensiv und schenkten sich defensiv nichts. Bochum legte über JaMonta Black regelmäßig vor, Paderborn blieb aber hartnäckig und nutzte mit hohem Einsatz einige zweite Chancen für Punkte – auch die Dreier fielen nun für die Baskets ins Netz. Vor den finalen zehn Minuten lagen die Gäste weiterhin mit sechs Punkten vorn (50:56, 30.).
Das sollte sich jedoch ändern: Paderborn zeigte jetzt noch mehr Einsatz und kämpfte sich mit großer Unterstützung des eigenen Anhangs zurück in die Partie. Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Neuzugang Jon’Il Fuggett und Eyassu Worku sorgten für den Führungswechsel, Worku legte per Korbleger direkt nach (64:61, 35.) – Auszeit Bochum. Der VfL fand nach dieser zurück in seinen Rhythmus, die Partie wurde von Sekunde zu Sekunde spannender, beide Teams scorten hochprozentig: Zwei Minuten vor dem Ende stand es 75:75 (38.). Crunchtime! Und in dieser präsentierten sich die SparkassenStars nervenstärker: Ein Foul und zwei Turnover führten zu vier Freiwürfen für Bochum, die durch Matchwinner JaMonta Black und Jaylen Wesley sicher verwandelt wurden. VfL-Kapitän Niklas Geske erzielte noch einen letzten Korbleger, Fuggett für Paderborn zwei Punkte von der Freiwurflinie. Am Ende belohnten sich die Bakets nicht für ihren großen Kampf und unterlagen den in den entscheidenden Momenten abgezockteren Bochumern mit 77:81 (40.).

 

26.09.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Nürnberg Falcons 79:83

Der erste Heimspieltag der Saison 2026/27 ist vorbei. Die PSK LIONS mussten sich den Nürnberg Falcons in einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie mit 79:83 geschlagen geben. Von Beginn an entwickelte sich in der Europahalle ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem ersten Viertel stand es 18:18. Im zweiten Abschnitt konnten sich die LIONS erstmals einen kleinen Vorsprung erspielen und gingen mit einer 43:40-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Nürnberg kam zurück und übernahm im dritten Viertel knapp die Führung. Vor den letzten zehn Minuten lagen die Falcons mit 60:59 vorne. Auch im Schlussabschnitt schenkte keine Mannschaft etwas her. Die LIONS kämpften weiter um jeden Ball und hielten das Spiel bis in die Schlussphase offen. Am Ende konnten sich die Nürnberg Falcons mit 83:79 durchsetzen.

Kilian Binapfl war mit 25 Punkten der Top-Scorer der PS Karlsruhe LIONS, gefolgt von Martel Williams mit 17 Punkten. Damit endet der Heimauftakt für das Karlsrudel mit einer knappen Niederlage. Rund 2.000 Zuschauer sahen eine umkämpfte Partie, in der die LIONS bis zum Schluss alles daransetzten, das Spiel noch zu drehen. Trotz des Ergebnisses zeigte die Mannschaft über die gesamte Spielzeit Einsatz. Bereits in der kommenden Woche warten die nächsten Aufgaben auf die PS Karlsruhe LIONS. Weiter geht es direkt mit einem Doppelspieltag. Am Freitag, den 02.10.26, steht zunächst die Auswärtspartie bei den Medikamente per Klick Bayreuth an (19:00 Uhr), ehe am Sonntag wieder im Löwenkäfig gegen die HAKRO Merlins Crailsheim gespielt wird (04.10.26, 17:30 Uhr).

 

27.09.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. OrangeAcademy 92:93

Der Wendepunkt: Von Beginn an entwickelte sich in Bremerhaven ein enges Duell mit zahlreichen Führungswechseln. Nach holprigem Start fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel und konnten sich mit Distanzwürfen etwas absetzen. Die jungen Uuulmer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpften sich im zweiten Viertel zurück. Treffer von Kiehlneker, Failenschmid und Maker Bol brachten die OrangeAcademy mehrfach in Führung, ehe Failenschmid mit einem Dreier in den Schlusssekunden die Halbzeitführung sicherte. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die jungen Uuulmer am Drücker. Fischer und Failenschmid sorgten von außen für wichtige Treffer und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich aus. Im Schlussviertel entwickelte sich erneut ein packendes Duell. Maker Bol brachte die jungen Uuulmer in der letzten Minute per Dreier in Führung, ehe die Eisbären kurz vor Schluss wieder vorlegten. Doch Namori Omog behielt die Nerven und sorgte mit seinen Punkten direkt im Anschluss für die endgültige Uuulmer Führung. Am 02. und 04. Oktober gehört der OrangeCampus wieder den jungen Uuulmern. Die OrangeAcademy kämpft live vor heimischer Kulisse um wichtige Punkte, mit Tempo, Leidenschaft und dem unbedingten Willen, alles auf dem Parkett zu lassen. Sichere dir jetzt deine Tickets und motiviere deine jungen Uuulmer von den Rängen aus.

Der Gamechanger: Im Schlussviertel bewiesen die jungen Uuulmer Nervenstärke. Lucas Fischer brachte die OrangeAcademy gleich zweimal zurück auf Gleichstand, Tobias Holbach legte ebenfalls mit wichtigen Ausgleichstreffern nach. Als es in den letzten Sekunden um alles ging, übernahm Namori Omog Verantwortung und versenkte den entscheidenden Zweier zum 93:92-Auswärtssieg. Von jenseits der Dreierlinie zeigte sich die OrangeAcademy treffsicher und kam auf 48 Prozent, gegenüber 35 Prozent bei den Eisbären. Gleichzeitig leisteten sich die jungen Uuulmer weniger Ballverluste (22:26).

Uuulmer des Spiels: Lucas Fischer avancierte zum Topscorer der Partie und führte sein Team mit starken 20 Punkten an. Dahinter reihten sich Namori Omog mit 16 und Nil Failenschmid mit 14 Punkten ein. Felix Kiehlneker komplettierte die Scorerliste mit 10 Punkten. Das bedeutet der Sieg: Mit einer konzentrierten Teamleistung und viel Energie in der Defensive hat die OrangeAcademy die lange Auswärtsreise mit einem verdienten Erfolg gekrönt. „Ich freue mich sehr für meine Spieler und für den Einsatz, den sie jeden Tag im Training zeigen. Das war eine sehr lange Reise und wir haben gegen eine sehr talentierte Mannschaft gespielt. Wir konnten die Rebounds sehr gut kontrollieren. Wir wissen, dass diese Mannschaft aus der Distanz sehr gefährlich sein kann. Unsere Verteidigung war gut. Wir haben viele Dreier getroffen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob wir das in jedem Spiel schaffen, nehmen wir das für dieses Spiel gerne mit. Die Jungs geben wirklich jeden Tag ihr Bestes, deswegen haben sie das sehr verdient. Jetzt müssen wir uns schnell erholen. Am kommenden Wochenende stehen zwei Spiele an und wir müssen gut trainieren, um weiter aufzubauen und weiter besser zu werden“, betonte Head Coach Mehdy Mary nach Spielende.

 

27.09.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Medikamente per Klick Bayreuth 109:90

Mit kurzer Rotation, aber viel Kampfgeist gab Medikamente per Klick Bayreuth am heutigen 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA alles, konnte aber eine 90:109 (42:57)-Niederlage bei den EPG Baskets Koblenz nicht verhindern. MpK Bayreuth trat in Koblenz personell geschwächt ohne die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain an, außerdem wurde „Scharfschütze“ Matt Frierson geschont, der sich beim Medikamente per Klick-Cup eine Schulterverletzung zugezogen hatte und sein Einsatz ein zu großes Risiko für einen längerfristigen Ausfall mit sich gebracht hätte.

Glen Abram brachte MpK schnell mit einem Dreier mit 3:0 in Front. Kevin Wohlrath erhöhte von der Freiwurflinie auf 5:0. Die Koblenzer ließen sich nicht beirren, glichen zum 5:5 aus, Joshua Bonga antwortete jedoch mit einem weiteren Bayreuther Dreier zur 8:5-Führung der Gäste. Dann kamen die Koblenzer besser ins Spiel und gingen mit 13:8 in Front. Glen Abram antwortete mit einem weiteren Distanztreffer zum 11:13 nach drei Minuten. Taje Kelly glich zum 13:13 aus, anschließend traf Collin Metcalf zum 15:15. Koblenz setzte sich dann mit einem 7:0-Lauf auf 22:15 ab. Luis Wulff traf in der Folge eine Dreier zum 18:22 und Simon Hildebrandt stellte von der Freiwurflinie auf 20:24 und anschließend mit einem Korbleger auf 22:27. Collin Metcalf stellte schließlich mit dem 24:30 den Stand nach dem ersten Viertel her. Die Dreierquote lag nach dem ersten Viertel bei 44 Prozent für MpK Bayreuth, man hatte zudem fünf Turnovers zu verzeichnen (Koblenz drei). Kevin Wohlrath brachte MpK zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 26:30 heran, Ferenc Gille antwortete jedoch postwendend mit dem 32:26 für die EPG Baskets. Glen Abram traf in der Folge seinen nächsten Dreier zum 29:36. Nach 13 Minuten lag Koblenz mit 40:29 vorne, der Vorsprung war erstmals zweistellig. Taje Kelly verkürzte zwar auf 31:40, Koblenz zog jedoch weiter auf 45:31 davon, MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt bat seine Mannen schließlich zur Auszeit. Glen Abram traf dann aus der Distanz seinen vierten Dreier zum 34:45, Joshua Bonga ließ das 36:47 folgen. Collin Metcalf verkürzte mit einem Treffer bei zwei Freiwürfen auf 37:49, die EPG-Baskets bauten den Vorsprung aber weiter auf 54:37 aus. Joshua Bonga traf ein Drei-Punkte-Spiel zum 40:54. Letztlich ging es mit 57:42 für Koblenz in die Halbzeit, Joshua Bonga hatte auch die letzten Bayreuther Punkte der ersten Hälfte gescort. Bei den Rebounds lag Koblenz mit 18:17 vorne, Bayreuth hatte aber nach 20 Minuten bereits 15 Turnovers zu verzeichnen (Koblenz 8). Die Dreierquote bei MpK lag bei 38 Prozent (EPG Baskets 42 Prozent).

Die Gastgeber bauten ihre Führung zu Beginn des dritten Viertels weiter auf 61:42 aus, Glen Abram verkürzte auf 44:61, Joshua Bonga sorgte mit einem weiteren Drei-Punkte-Spiel für das 47:63. Taje Kelly verwandelte zwei Freiwürfe zum 49:66. Emanuel Prospere verkürzte mit einem Hakenwurf auf 51:68, Joshua Bonga verwandelte nach einem Foul beim Dreierversuch drei Freiwürfe zum 54:68 nach 25 Minuten. Simon Hildebrandt traf einen Dreier zum 57:71 und Emanuel Prospere brachte MpK weiter auf 59:71 heran. Cameron Tongue antwortete jedoch postwendend mit einem Distanztreffer zum 74:59 für Koblenz. Zwei Freiwurftreffer von Joshua Bonga stellten den Score auf 61:74, Taje Kelly traf ebenfalls von der Freiwurflinie zum 63:76. Es gelang den Bayreuthern trotz aller Bemühungen nicht, den Rückstand nachhaltig auf weniger als zehn Punkte zu verkürzen. Glen Abram mit einem Freiwurftreffer machte das 64:76. Dann aber kam Koblenz wieder stärker auf, führte mit 79:64. Luis Wulff und Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier zum 70:79, Koblenz machte mit einem 5:0-Lauf zum Viertelende den Vorsprung aber mit 84:70 gleich wieder zweistellig. Simon Hildebrandt traf zu Beginn des Schlussabschnitts zwei von drei Freiwürfen zum 72:84 und dunkte anschließend zum 74:86. Bayreuth kämpfte, die Kräfte schienen aber langsam nachzulassen. Koblenz zog wieder auf 92:74 davon, der starke Joshua Bonga verkürzte jedoch auf 76:92 nach 35 Minuten. Taje Kelly ließ das 78:92 folgen und abermals Joshua Bonga sorgte für das 80:92 – ein Bayreuther 6:0-Lauf war perfekt. Simon Hildebrandt traf zum 82:94. Emanuel Prospere stellte von der Freiwurflinie auf 84:98. Camero Tongue machte mit dem 100:84 das Ergebnis für Koblenz dreistellig. Joshua Bonga ließ noch einen Dreier zum 87:102 folgen, Simon Hildebrandt dunkte zum 89:104 und Glen Abram traf einen seiner zwei Freiwürfe zum 90:106. Letztlich gewannen die EPG Baskets mit 109:90. Bei den Rebounds lag Koblenz am Ende mit 31:30 vorne, bei den Assists unterstrichen die Koblenzer mit 25:14 ihren guten Teambasketball, in der zweiten Hälfte begrenzte MpK die Turnovers auf 22 (Koblenz 17). Die Bayreuther Dreierquote lag am Ende bei 34 Prozent (EPG Baskets 36 Prozent), bei der Zwei-Punkte-Quote dominierte Koblenz jedoch mit 73 Prozent gegenüber 57 Prozent bei Bayreuth.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Nachberichte_ProA_Spieltag_1.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-29 10:18:582026-09-29 10:18:58Nachberichte ProA 1. Spieltag

Nachberichte ProB Nord 1. Spieltag

29. September 2026/in Allgemein, APP, ProB Nord 26/27

26.09.2026 16:00 Uhr // SC Rist Wedel vs. BSW Sixers 70:75

Der SC Rist Wedel verlor zum Start der Saison 2026/2027 in der 2. Bundesliga ProB mit 70:75 (43:33) gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06, kurz „BSW Sixers“ genannt. „Wir sind Wettkämpfer, weshalb es sich natürlich nicht gut anfühlt, die erste Partie zu verlieren, und dann auch noch zuhause“, klagte Witt. Allerdings hatte der 31-Jährige bei seinem Pflichtspiel als Rist-Trainer auch „viele gute Dinge gesehen“ und stellte fest: „Wenn wir eine Nacht über die Geschehnisse geschlafen und das Spiel auf Video analysiert haben, werden wir viel Positives daraus ziehen können.“ Die Stimmung in der Steinberghalle war prächtig, die Rister Anhänger feuerten die junge Mannschaft immer wieder an. Und obwohl die Wedeler in der Anfangsphase mit 0:4 (1. Minute) und 4:7 (3.) in Rückstand geraten waren, stellte Witt zufrieden fest: „Grundsätzlich sind wir mit der nötigen Intensität in das erste Viertel hineingekommen.“ Seine Schützlinge hätten „so aggressiv und hart verteidigt, wie wir es uns vorgenommen hatten“, und daraus resultierend „viele einfache Punkte im Fastbreak erzielt“, frohlockte der Coach. Vor allem Nelson Martin und Darren Egbe konnten immer wieder mit einstudierten Spielzügen Lücken für ihre Mitspieler schaffen. So wurde per 7:0-Lauf ein 6:7-Rückstand (3.) gedreht in eine13:7-Führung (5.), die bis auf neun Punkte ausgebaut wurde (21:12/8.). Dass die Hausherren nicht noch deutlicher in Front lagen, war vor allem ihrer Schwäche bei den Abprallern unter dem eigenen Korb geschuldet. „Wir waren im Defensivrebound nicht gut – das hat uns daran gehindert, uns schon in der ersten Halbzeit abzusetzen, und den Gegner im Spiel gehalten“, haderte Witt. Die Zahlen geben ihm Recht: Die Wedeler eroberten insgesamt 37 abprallende Bälle, die Gäste 49.

Die mit nur zehn Spielern im Kader angereisten Sixers, deren Akteure im Schnitt älter als die der Wedeler waren, hätten „einen Tick physischer agiert“ und „die nötige Abgeklärtheit gehabt, die Hände dann herauszunehmen, wenn sie sie raus nehmen mussten“, stellte Witt fest. Mit ihrer Körperlichkeit gelang es den Gästen auch, sich einige Male energisch zum Wedeler Korb durchzutanken. So konnten sie ihren Rückstand, der beim 32:43 (20.) am höchsten und auch beim 40:50 (25.) noch einmal zweistellig war, in der Schlussphase sukzessive verkürzen. Trotzdem lag das Heim-Team bis zur 33. Minute (60:58) durchgehend und letztmals beim 68:66 (35.) in Front. Und das nötige Quäntchen Glück, natürlich immer gepaart mit Können. Die BSW Sixers hatten beides, als zweimal Mohamed Ibrahim (zum 63:64/33. und 66:64/35. aus Gäste-Sicht) sowie Daniel Vorsovsky (69:68/36.) gleich drei Dreierwürfe in Folge versenkten. „Dagegen hatten wir kein Wurfglück, vor allem bei einigen Versuchen von außen – das war dann so ein bisschen die Geschichte des Spiels“, befand Witt. Diese Wahrnehmung stützt ein Blick in die Zahlen. Denn während lediglich vier von 22 Rister Fernwürfen im gegnerischen Korb zappelten, was einer 18-Prozent-Quote entspricht, versenkten die Gäste immerhin sieben von 24 Fernwürfen (29 Prozent).

 

26.09.2026 19:00 Uhr // Hertener Löwen vs. BBA Hagen 88:73

Hertener Löwen gewinnen zum Saisonauftakt mit 88:73 gegen BBA Hagen. Besser hätte der Start in die neue Saison für die Hertener Löwen kaum laufen können: erstes Saisonspiel, erster Sieg! Die Hertener Löwen schlagen BBA Hagen in der heimischen Löwenhöhle mit 88:73. Dabei erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Hagen eröffnete die Partie mit einem schnellen Dreier. Die Löwen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und antworteten direkt mit einem 5:0-Lauf. Von Beginn an war die Marschroute klar: Tempo machen und nach vorne spielen. Mit einer nahezu unveränderten Starting Five aus der vergangenen Saison, ergänzt durch Neuzugang Jaro Abrams, starteten die Löwen mit viel Energie in die neue Spielzeit.

Die ersten Punkte der neuen Saison erzielte Kapitän Dario Fiorentino höchstpersönlich, bevor Bryant Allen mit einem weiteren Statement-Dreier das nächste Ausrufezeichen setzte. Die Löwenhöhle war damit endgültig auf Betriebstemperatur. Mitte des zweiten Viertels erwischte Hagen eine starke Phase und startete einen kleinen Lauf und setzte sich wieder mit 3 Punkten in Front. Doch statt nervös zu werden, antwortete Herten auf dem Parkett. Der Lauf der Hagener wurde gestoppt und die Löwen holten sich die Führung zurück. Ab diesem Zeitpunkt gaben sie sie nicht mehr aus der Hand. Und nicht nur das: Die Löwen entschieden jedes einzelne Viertel für sich. Stück für Stück wurde der Vorsprung ausgebaut, bis am Ende ein souveräner, aber hart umkämpfter 88:73-Heimsieg auf der Anzeigetafel stand. Der Sieg war vor allem eines: eine echte Teamleistung. Gleich fünf Löwen punkteten zweistellig. Angeführt wurde das Team von Faton Jetullahi und Bryant Allen, die mit jeweils 24 Punkten die Topscorer der Partie waren.

Bei den Gästen war Juri Glavovic mit ebenfalls 24 Punkten der erfolgreichste Punktesammler der BBA Hagen. Auch die Zahlen unterstreichen den starken Auftritt der Löwen. Herten traf insgesamt starke 69 % seiner Zwei-Punkt-Würfe und versenkte 40 % der Dreipunktwürfe. Auf der anderen Seite konnten die Hagener ihre Würfe von außen nicht wie gewohnt treffen. BBA Hagen kam lediglich auf eine Dreierquote von 17 % und blieb damit an diesem Abend deutlich unter den eigenen Erwartungen. Doch die Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Was die Löwenhöhle vor allem zu sehen bekam, war der gewohnt intensive Defensivkampf, gepaart mit vier Vierteln konstantem Basketball und einer Mannschaft, die auch in schwierigen Phasen zusammengehalten hat. Ein toller Auftakt für die Hertener Löwen und ein kleines Ausrufezeichen zum Start in die neue Saison. Lange Zeit zum Feiern bleibt den Löwen allerdings nicht. Am Tag der Deutschen Einheit, Samstag, den 3. Oktober 2026, geht es für Herten zum ersten Auswärtsspiel der Saison in den hohen Norden. Dort wartet mit den Itzehoe Eagles die nächste Herausforderung auf die Löwen.

 

26.09.2026 19:00 Uhr // TSV Neustadt temps Shooters vs. EN BASKETS Schwelm 87:68

Besser hätte der Start in die dritte ProB-Saison kaum laufen können: Die TSV Neustadt temps Shooters haben am Samstagabend ihr erstes Heimspiel der Saison 26/27 gegen die EN Baskets Schwelm mit 87:68 gewonnen und den ersten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord mit einem Ausrufezeichen eröffnet. Das neu formierte Team von Head Coach Allen Ray Smith zeigte vor heimischem Publikum in der Gymnasiumsporthalle, dass die Vorbereitung Früchte getragen hat. Die Vorzeichen waren gut: Erstmals stand der komplette Kader zur Verfügung, auch die zuletzt angeschlagenen Matej Jelovcic und Simonas Paukste waren einsatzbereit. In die Starting Five schickte Coach Smith mit Al-Fayed Alegbe-Issifou und Robert Beasley III gleich zwei Neuzugänge, dazu die bewährten Kräfte Jelovcic, Christenvie Kwilu und Robin Kniss. Für Evan Rietsch, Terry Haarmann, Waldemar Weber und Edin Redzepovic war es ebenfalls das erste Pflichtspiel im Shooters-Trikot.

Überragender Akteur des Abends war einmal mehr Matej Jelovcic, der mit 25 Punkten Topscorer der Partie war und sein Team von der Aufbauposition aus führte. Stark auch das Debüt von US-Guard Robert Beasley III, der mit 17 Punkten gleich in seinem ersten ProB-Spiel überzeugte. Christenvie Kwilu steuerte 15 Punkte bei, Al-Fayed Alegbe-Issifou traf zweistellig (10). Mit Evan Rietsch (7), Leonard Musahl (6) und Waldemar Weber (3) trugen sich auch die Spieler von der Bank in die Scorerliste ein, was ein Zeichen für die Breite ist, auf die Coach Smith in dieser Saison setzt. Vor dem Spiel war vor allem vor Schwelms Distanzschützen gewarnt worden, denn im Testspiel gegen Bochum hatten die Gäste zwölf von 27 Dreiern getroffen. Am Samstag ließen die Neustädter das über weite Strecken nicht zu und gestatteten den Gästen lediglich 68 Punkte. Auf Schwelmer Seite waren Juhwan Harris-Dyson (21) und Pablo Estelle (16) die einzigen Spieler mit zweistelliger Ausbeute.

 

26.09.2026 19:15 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. Seawolves Academy 86:80

Nach großem Kampf musste sich die Seawolves Academy am 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bei den ART Giants Düsseldorf mit 80:86 (43:46) geschlagen geben. In einem über weite Strecke offenen Schlagabtausch gingen die Gastgeber in der 35. Minute zweistellig in Führung (64:75). Die Rostocker wehrten sich bis zum Schluss, konnten jedoch die Kehrtwende nicht mehr herbeiführen. Bruno Loll und Mika Freitag kamen zusammen auf 43 Punkte. Youngster Carlos Prado beeindruckte bei seinem Debut mit zwölf Punkten. Das junge Team von Coach Domenik Reinboth musste das Spiel ohne seinen US-Amerikaner Isayah Owens antreten, der noch auf die Spielfreigabe wartet. Am kommenden Samstag (03.10.) um 18:30 Uhr empfängt die Rostocker ProB-Auswahl in der Arena Rostock die temps Shooters aus Neustadt.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Itzehoe Eagles 98:79

Die Vorfreude im ersten Saisonspiel der Uni Baskets Münster war an diesem Samstagabend spürbar: Die Halle Berg Fidel war schon bei der Teamvorstellung elektrisiert. Und dann sorgten 1.625 Fans im Wechselspiel der Energien mit den Spielern der Uni Baskets für eine stimmungsvolle Atmosphäre und einen verdienten Saisonauftakterfolg. Beim 98:79 (54:43) entschied das Rohdewald-Team über dominante Viertel vor und nach der Halbzeit sowie 57:28 Rebounds die Partie. Alle Münsteraner Akteure punkteten, fünf von ihnen zweistellig. Die Uni Baskets – in Bestbesetzung – freuten sich über die makellose 6:0-Führung (4.). Ansonsten agierten beide Seiten in den Anfangsminuten der Saison noch etwas nervös im Abschluss. Ab Mitte des Auftaktviertels gefielen dann Baskets und Eagles im offensiven Schlagabtausch. Die Münsteraner erhöhten zunächst über die ersten ProB-Punkte ihres Youngsters Lukas Freitag und ihren ersten Saison-Dreier in persona Bo Nguidjol auf 11:5 (6.), die Eagles konterten zur ersten knappen Gästeführung 14:15 (8.), die bis zur Viertelpause hielt. Der blitzsaubere Buzzer-Dreier von Emmanuel Bandoumel zum 24:25 leitete furiose Münsteraner Minuten ein.

Bandoumels Energiebooster sorgte für nun defensiv deutlich agilere Gastgeber. Steals von Robert Merz und Thorben Döding oder die acht Sekunden, die Oli Pahnke seinem Gegenüber im Ballvortrag in der gegnerischen Hälfte von der Uhr nahm, zündeten die Halle an. Nach dem letzten Führungswechsel und einem 11:0-Lauf über vier Münsteraner Scorer setzte sich der Gastgeber erstmals deutlicher ab (37:28, 14.) und genoss die ersten Standing Ovations der neuen Saison in die Auszeit von Gäste-Coach Max Rockmann hinein. Nach einem Dreipunktspiel und Mitteldistanztreffer von Thore Dilschmann gegen seinen Ex-Klub hatten die Uni Baskets auch zur Pause eine 9-Punkte-Führung inne (54:43). Furios beschleunigten die Uni Baskets aus dem Rebound konsequent nach dem Seitenwechsel. Halbzeitübergreifend begeisterten sie ihre Fans mit einem 19:0-Lauf wie im Rausch. Das Publikum honorierte begeistert diese Phase der Premiere. Die Partie war mit einer 25-Punkte-Führung nach Adam Tourays Korbleger beim 68:43 (24.) früh quasi entschieden. Dem hohen Münsteraner Energielevel unterliefen nun Schwankungen. Über Freiwürfe und vor allem ihren Topscorer Jamahri Harvey näherten sich die Eagles noch mal bis auf 72:58 (27.) an. Adam Touray und Emmanuel Bandoumel setzten mit zwei krachenden Dunks energische Stoppzeichen. 80:62 vor dem Schlussviertel.

Das Schlussviertel gefiel Cheftrainer Götz Rohdewald über einige Minuten weniger, die Konzentration ließ nach. Nachlässigkeiten verhinderten die deutlichere Führung. Itzehoes Christopher Herget erhielt drei offene Dreier nacheinander (91:74, 36.). Am offensiven Brett griffen die Uni Baskets zum Ende hin aber wieder entschlossen und in Serie zu – beispielhaft der Touray-Dunk nach tollem Assist von Robert Merz. Das Publikum honorierte begeistert die Saisonpremiere.

 

27.09.2026 16:00 Uhr // Baskets Juniors TSG Westerstede vs. LOK BERNAU 79:101

Zum Auftakt der neuen ProB-Saison feierte der SSV LOK BERNAU einen überzeugenden Auswärtssieg bei den EWE Baskets Juniors TSG Westerstede. Mit 79:101 setzte sich das Team von Headcoach Dan Oppland deutlich durch und eroberte damit nach dem 1. Spieltag direkt die Tabellenspitze der ProB Nord. Dabei brauchten die Bernauer in der Hössenhalle keine lange Anlaufzeit. Von Beginn an spielte die LOK mit viel Tempo, suchte konsequent den Weg zum Korb und setzte die Gastgeber mit aggressiver Verteidigung unter Druck. Bereits das 1. Viertel ging mit 16:25 an Lok. Auch im 2. Abschnitt blieb Bernau spielbestimmend. Westerstede versuchte, den Rückstand zu verkürzen, doch die LOK fand immer wieder die passende Antwort. Besonders in Korbnähe agierten die Bernauer konzentriert und effizient. Mit einem 39:49-Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel legte Bernau defensiv noch einmal eine Schippe drauf. Die Gastgeber wurden früh unter Druck gesetzt, zu Ballverlusten gezwungen und kamen offensiv kaum noch in ihren Rhythmus. Ganze 17 Steals sammelte die LOK im Verlauf der Partie – Westerstede leistete sich insgesamt 26 Ballverluste. Das 3. Viertel entschied Bernau mit 12:22 für sich und baute die Führung damit vor dem Schlussabschnitt auf 51:71 aus. Spätestens jetzt war die Mannschaft endgültig auf Kurs Auswärtssieg. Doch zurücklehnen wollte sich an diesem Nachmittag niemand. Auch im letzten Viertel blieb das Tempo hoch. Westerstede zeigte Moral und erzielte noch einmal 28 Punkte, doch offensiv war die LOK weiterhin kaum zu stoppen. Mit weiteren 30 Zählern im Schlussabschnitt machte Bernau den überzeugenden Auftaktsieg perfekt.

Der Blick auf die Statistik zeigt, wo an diesem Nachmittag eine der großen Stärken der Bernauer lag: Von insgesamt 57 Zwei-Punkte-Würfen fanden 37 ihr Ziel – eine starke Trefferquote von 65 Prozent. Von außen wollte der Ball bei der LOK dagegen noch nicht regelmäßig fallen. Lediglich 3 der 15 Dreierversuche landeten im Korb. Westerstede zeigte sich zunächst treffsicherer und hatte zur Halbzeit bereits 6 von 17 Versuchen von jenseits der Linie verwandelt. Nach der Pause stellte sich die Bernauer Defensive jedoch besser darauf ein: In der gesamten 2. Hälfte trafen die Gastgeber nur noch 2 ihrer 13 Dreierversuche. Die LOK ließ sich von der eigenen niedrigen Dreierquote nicht aus dem Konzept bringen, attackierte weiterhin konsequent die Zone und erarbeitete sich insgesamt 30 Freiwürfe, von denen 18 verwandelt wurden. Auch beim Rebound hielten die Bernauer gegen die körperlich starken Gastgeber dagegen. Westerstede erarbeitete sich zwar 20 Offensivrebounds, doch Bernau kontrollierte mit 26 defensiven Rebounds viele wichtige Situationen unter dem eigenen Korb. Entscheidend war vor allem das Zusammenspiel aus hohem Tempo, aggressiver Verteidigung und konsequenten Abschlüssen. Während Westerstede nur 11 Ballgewinne verbuchte, kam Bernau auf 17 Steals und machte aus vielen dieser Situationen schnelle, einfache Punkte. Die höchste Führung der Partie betrug zwischenzeitlich 26 Zähler.

27.09.2026 18:30 Uhr // SG Braunschweig vs. Iserlohn Kangaroos 72:89

Nachbericht folgt in Kürze.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Nachberichte_ProB_Nord_Spieltag_2.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-29 10:14:282026-09-29 10:14:28Nachberichte ProB Nord 1. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 1. Spieltag

29. September 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

26.09.2026 18:00 Uhr // Culture City Weimar vs. SKYLINERS Juniors 81:77

Vor einer stimmungsvollen Kulisse bewiesen die Ilmstädter in den entscheidenden Momenten die nötige Nervenstärke – getragen von einem erfolgreich aufspielenden Duo aus Skandinavien. Während Weimars schwedischer Point Guard Mikai Klintman mit 20 Punkten zum Topscorer avancierte, glänzte Center Peter Beier-Christiansen als dänischer Fels unter den Körben mit einem Double-Double, bestehend aus 14 Punkten und zwölf Rebounds. Von Youngster Johann Grau mit 13 Punkten als drittem zweistellig scorenden Thüringer unterstützt, war es am Ende dennoch der pure Siegeswille des gesamten Teams. Am Ende konnten sich fast alle Spieler des Gastgebers mit mindestens einem Korberfolg in den Boxscore eintragen. Am Ende trug vor allem Weimars Dominanz im Kampf um die Rebounds (49:34) zum letztendlich verdienten erfolgreichen ProB-Debüt bei.

Nachdem sich im Startabschnitt beim zwischenzeitlichen Score von 23:19 ein überwiegend eng umkämpfter Schlagabtausch abgezeichnet hatte, gelang es Culture City, seinen Vorsprung bis zum 45:39-Halbzeitstand zu konservieren. Wesentlich dynamischer entwickelte sich die Partie dann jedoch im Verlauf des dritten Viertels. Zwar konnten die Hausherren bis zur 22. Minute mit einem 12:0-Lauf bis auf 53:41 (Klintman, 3er) enteilen, doch die Gäste antworteten ihrerseits durch einen 11:0-Run, der das Duell vor der letzten Viertelpause auf 60:59 (29., Nikolic, Dunk) stellte. Weiterhin von marginalen Vorsprüngen und sechs Führungswechseln geprägt, bewiesen die Thüringer in der Crunchtime jedoch genug Nervenstärke, um ihren Sieg über die Zeit zu bringen. Für einen würdigen letzten Korb des Weimarer Auftaktsieges sorgte Fabian Baumgarten mit einem Dunk zum Endergebnis wenige Sekundenbruchteile vor der Schlusssirene.

 

26.09.2026 19:00 Uhr // Dragons Rhöndorf vs. Basketball Löwen 96:74

Rhöndorf gelingt am Samstagabend vor 451 Zuschauern am Menzenberg ein überzeugender Start in die ProB-Saison 2026/27. Mit einem berauschenden letzten Viertel lassen die Dragons den Basketball Löwen keine Chance. Am Ende steht ein souveräner 96:74-Sieg (40:34) über Erfurt und die Erkenntnis, dass in der jungen Mannschaft um Headcaoch Max Becker eine Menge Potenzial steckt. Die Begegnung startete jedoch holprig. Beiden Teams war in den ersten Minuten eine gewisse Verunsicherung deutlich anzumerken. Entsprechend gingen auf beiden Seiten gute Korbchancen daneben. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keiner nennenswert absetzen konnte. Nach zehn Minuten stand es 23:18. Bemerkenswert war noch das Comeback von Daniel Mayr, nach über einem Jahr Verletzungspause, was mit Standing Ovation gefeiert wurde. Im zweiten Viertel übernahmen zunächst die Löwen die Initiative. Anthony Watkins (27 Pkt.) sowie Derek Emelifeonwu (15 Pkt.) machten ordentlich Druck und waren maßgeblich an der zwischenzeitlichen 33:25-Führung beteiligt. Doch Rhöndorf konterte prompt. Justin Onyejiaka (19 Pkt.) startete als Energizer und Scorer für seine Dragons voll durch. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause glichen die Dragons wieder aus und gingen mit einem knappen sechs Punkte-Vorsprung in die Kabine (20“/40:34)

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel sorgte Carlo Schmid für Rhöndorfs erste zweistellige Führung in der Partie (21“/44:34). Geschlagen waren die Thüringer aber noch lange nicht. In der 28. Minute war Erfurt wieder bis auf einen Zähler dran (52:51). Rückblickend sorgten Tom Viehöfer (12 Pkt.) per Dreier und Dušan Ilic mit einem Buzzer für den entscheidenden Dämpfer. Zwar betrug der Rückstand für die Löwen nach dem dritten Viertel nur drei Punkte (30“/59:56), es war aber ein Wirkungstreffer. Im Schlussabschnitt brannten die Dragons ein wahres Dreier-Feuerwerk ab. Dušan Ilic, Tom Viehöfer und Malik Idbihi (12 Pkt.) ließen den Ball jenseits der Dreierlinie fliegen und trafen nach Belieben. Eine Dreierquote von 47 Prozent ist schon eine Hausnummer. Als David Böning zwei Minuten vor Schluss per Korbleger auf 91:72 stellte, war die Begegnung längst entschieden.

 

26.09.2026 19:00 Uhr // Ahorn Camp Baskets vs. TSG Schöller SI Ravens Reutlingen 58:72

Die Ahorn Camp Baskets sind mit einer enttäuschenden Vorstellung in die neue Saison der Zweiten Basketball-Bundesliga ProB gestartet. Die Mannschaft von Cheftrainer Carl Mbassa verlor völlig verdient mit 58:72 (29:35) gegen Aufsteiger TSG Ravens Reutlingen. „Es war wie während der Saisonvorbereitung; wir haben riesige Baustellen, an denen wir hart arbeiten müssen“, sagte Mbassa nach dem rabenschwarzen Abend vor rund 400 Zuschauern in der heimischen Nordhalle. Nach ausgeglichenem ersten Viertel waren die Gastgeber vielversprechend in den zweiten Durchgang gestartet. „In dieser Phase haben wir gezeigt, dass wir guten Basketball spielen können“, betonte der Ahorn-Camp-Coach. In der Folge musste er aber auch die Schwächen seiner Auswahl zur Kenntnis nehmen, die den Schwaben einen 13:0- Lauf zum Pausenstand gestatteten.

Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Reutlinger von den schwachen Speyerern nicht mehr von ihrem Erfolgskurs abbringen. Mitentscheidend für den Auftaktsieg des Liganeulings waren dessen Überlegenheit bei den Rebounds sowie die deutlich bessere Wurfquote aus der Nahdistanz. Überragender Akteur auf dem Feld war allerdings ein Speyerer: Kapitän DJ Woodmore, den Trainer Mbassa anschließend als „Alleinunterhalter“ lobte. Der Routinier erzielte 19 Zähler – 15 durch Drei-Punkte-Würfe – und war sieben Mal bei Rebounds zur Stelle. Zweistellig punktete für die Pfälzer auch Neuzugang Bessanty Saragba (12). Beste Werfer der Reutlinger waren Roy Krupnikas (15), Nemanja Nadjfeji (11) und Kilian Fischer (11).

 

27.09.2026 15:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dresden Titans 83:80

„Intensität“ ist ein Stichwort, das Titans-Cheftrainer Valentino Lott schon vor dem Spiel von der Zweitvertretung des FC Bayern München erwartet hat. Trotzdem schafft es sein Team in den Anfangsminuten nicht, gegen die giftige Defense der Münchener eine Antwort zu finden. Offensive Eingewöhnungszeit brauchen die Gastgeber hingegen nicht, bei denen vor allem Desmond Yiamu unter dem Korb mit acht Punkten Akzente setzt. Auf der anderen Seite ist es das Guard-Gespann aus Wisdom Uboh und Georg Kupke, das die Elbriesen fast im Alleingang in der Partie hält. Caspar Vossenberg setzt mit einem langen Zweier im letzten Angriff den Schlussstrich unter ein für die Gäste gelungenes Auftaktviertel mit einem Stand von 27:19. Ein Dunk zu Beginn der zweiten Periode von US-Neuzugang Alex Leiba macht auf Dresdner Seite Hoffnungen auf einen Momentum-Wechsel, doch der soll erstmal ausbleiben. Innerhalb der nächsten fünf Minuten greift Lott gleich zu zwei Auszeiten. Grund dafür: zu viele Turnover im Angriff und der fehlende Zugriff in der Verteidigung. Die Basketballer aus der Isar-Metropole verwandeln in der ersten Hälfte ganze 69 % ihrer Feldwürfe. Freuen kann sich wenig später trotzdem ein Titan. Anton Bock, gerade einmal 17 Jahre alt, verwandelt aus der Ecke einen Dreier und damit auch seine ersten professionellen Punkte. Der Korberfolg stiftet bei den Elbriesen neuen Mut, der den Rückstand vor dem Gang in die Kabine auf 48:37 verkürzen können.

Der Schlussspurt der Titans erntet zum Start der zweiten Halbzeit seine Früchte: Mit einem Dunk ist das Defizit das erste Mal seit längerer Zeit wieder einstellig. Andrija Susic, der das Spiel der Bayern zum Start der dritten Spielperiode entscheidend prägt, sorgt mit einem Treffer aus der Distanz aber für den Stimmungsdämpfer und erhöht die Differenz auf die Dresdner auf vierzehn Zähler. In der Folge entwickelt sich ein punktereicher Schlagabtausch, der mit der Schlusssirene des dritten Viertels 66:54 endet. Wie wichtig der Sieg für beide Teams ist, können die Zuschauer in der zunehmenden Physis der Partie zu Beginn des letzten Abschnittes beobachten. Primärer Anker im Angriffsspiel der Elbriesen ist in dieser Phase nun Moritz Heck, der durch seine energischen Drives zum Korb die Defensive der Münchner wiederholt vor Probleme stellt. Diese machen sich mit laufender Spieluhr für die Gastgeber auch auf der Anzeigetafel bemerkbar, sodass Trainer Emir Mutapcic seine junge Truppe per Timeout zu sich ruft. Das zeigt aber nur bedingt Wirkung. Alex Leiba ist es im Anschluss, der mit mehreren And-Ones seinen Wert für sein neues Team unterstreicht und den Rückstand auf zwei Punkte verkürzt. Niko Jerkic verschafft im Gegenzug durch einen erfolgreichen Dreier für kurze Zeit ein wenig Verschnaufraum, aber Wisdom Uboh antwortet wenig später ebenfalls mit drei Zählern. Nur noch neun Sekunden zu spielen, hat Leiba sogar die Chance, an der Linie auszugleichen, die kann der stark aufspielende US-Amerikaner aber nicht nutzen. Nachdem die Titans die Münchner per Foul zum Freiwurf zwingen, haben die Elbriesen einen letzten Wurf, der das Spiel in die Overtime schicken könnte. Uboh vergibt und die Dresdner können die starke Aufholjagd nicht belohnen.

 

27.09.2026 16:00 Uhr // TSV Oberhaching Tropics vs. Bayer Giants Leverkusen 86:68

Die Ausgangslage vor der Partie war klar. Während die junge neuformierte Oberhachinger Mannschaft von vielen sogenannten Experten als Abstiegskandidat gehandelt wird, stand auf der Gegenseite mit Leverkusen der große Titelaspirant. Die Tropics waren in der Partie eigentlich ohne Chance, doch genau diese nutzen Sie eindrucksvoll und schafften nach 40 Minuten bedingungslosem Kampf die große Sensation. Die 4-0 Führung der Gäste , die von der deutschen Basketballikone Mike Koch trainiert werden, sollte der einzige Vorsprung der Riesen vom Rhein werden. In den ersten Minuten war es vor allem Freddy Müller, der Punkte auf die Anzeigetafel brachte und gekonnt von seinen Mitspielern eingesetzt wurde. Defensiv kämpften die Gleißental-Basketballer wie verbissen in jeder Sequenz. Während Neuzugang Max May gegen den 216cm Hünen Dennis Heinzmann dagegenhielt entnervte das Duo Bode/Hodovic den US-Star Branden Maughmer. Auch als Trainerduo Matic/Block die ersten Wechsel vornahm kam kein Bruch ins Spiel, sondern ganz im Gegenteil frischer Wind. Daniel Riedrich traf zwei Dreier, Aminu Abibu zeigte tolle Allroundqualitäten, Sebastian Hubrich verteidigte hart und Niklas Schüler brachte Spielwitz in die Partie. Wermutstropfen war die Verletzung von Youngstar David Galusic, der leicht umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte. Der Forward sorgte kurz vor seiner Verletzung, die vermutlich nicht so schwerwiegend ist, mit einem spektakulären Alley oop Dunk für ein absolutes Highlight. Mit einer 21:11 Führung ging es in die Viertelpause.

Alle Zuschauer, die nun einen Gegenschlag der übermächtigen Riesen vom Rhein erwartet haben, rieben sich im zweiten Viertel verwundert die Augen. Die Tropics profitierten von der schwachen Dreierqoute der der Rheinländer und konnten daher die Zone komplett dicht machen in der Defense. Im Angriff war es neben Nedzad Muratovic nun vor allem der junge 18 jährige Neuzugang Dzenis Hodovic, der immer wieder hochprozentig traf. Kapitän Bode, der neben einer unfassbaren Defensivleistung, führte gekonnt Regie und brachte seiner Mitspieler immer wieder in gute Position. Max May zeigte nun immer mehr, warum er der große Hoffnungsträger der neuformierten jungen Truppe ist. Nicht nur defensiv war der Centerspieler überragend, sondern zeigte auch im Angriff seine Vielseitigkeit. Der 202cm Hüne ist kein klassischer Brettspieler, sondern jemand der auch gut für seine Mitspieler Situation herausspielen kann. Nach einer 47-22 Halbzeitführung war die Partie zwar noch nicht gewonnen, doch die Vorentscheidung war gefallen. Spätestens als die Tropics im dritten Viertel den Vorsprung sogar nochmal ausbauten, war klar dass David den Goliath geschlagen hat. Als Hodovic erfolgreich in Traffic neben 216cm Ex-Nationalspieler Heinzmann dunkte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Im letzten Viertel zeigten die Gäste nun eindrucksvoll, warum Sie als Meisterschaftsfavorit gehandelt werden. Leverkusen traf nun reihenweise Ihre Dreier. Doch der Rückstand war zu groß um nochmal in die Partie zu kommen. Die Gelbhemden sorgte an diesem zweiten Wiesn Wochenende für eine absolute Sensation. Nun gilt es am kommenden Samstag in Ludwigsburg nachzulegen. Die neu formierte Mannschaft hat Freude auf mehr gemacht.

 

27.09.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. BBC Coburg 66:87

Viel Talent, viel Potenzial und viel Arbeit: Ludwigsburg illustriert zum Saison-Start all das, was ein junges respektive unerfahrenes Team ausmacht. Was nach dem ersten Spieltag gleichermaßen positiv wie negativ ist – und viel Arbeit für Jordi Saltó und Ognjen Veljkovic beinhalten wird. Das Duo konnte beim Heim-Auftakt auf eine Vielzahl an Akteuren setzen, nicht aber aus dem Vollen schöpfen: Lino Tomas Duarte (DNP nach Aufbautraining) und Armin Pivac (verletzt) fehlten im 12er-Aufgebot, das sich zunächst schwer tat, aber dennoch einen Zugriff auf das Spiel fand. Die Hausherren kamen ins Laufen, brachten in Person von Lars Danziger, Max Riedel und Lukas Modic Punkte aufs Scoreboard, ließen defensiv aber auch Diverses zu. Coburg bestimmte das Tempo des Spiels, erzwang zahlreiche Ballverluste und ließ sein eigenes Spiel dabei durchaus leicht aussehen (19:22, 10. Spielminute).

Die BBA’ler versuchten viel, ließen aber Konsequenz und Stringenz vermissen. Mal fehlten beim Wurf Zentimeter, mal standen Gegenspieler etwas zu offen, mal die eigene Konzentration nicht ideal. All das führte zu einem (Ab)Bruch der eigenen Leistung, die die Franken im Stile eines Spitzenteams zu nutzen wussten. Zunächst Erik Neunhoeffer, phasenweise Nico Wenzl und immer wieder Benjamin Koppke sorgten dafür, dass sich Coburg Schritt für Schritt absetzte (30:44, 20. / 46:68, 30.). Ludwigsburg mühte sich auf dem Parkett nach Kräften, Saltó versuchte viele Personal-Optionen und Seitenlinien-Ansprachen und die Gelb-Schwarzen ihr Bestes; bis auf den für das Ergebnis irrelevanten Schlussabschnitt (20:19) entschieden sie aber keine Sequenz und erst recht kein Viertel nachhaltig zu den eigenen Gunsten. Im Anschluss an eine erklärbar zerstückelte Saison-Vorbereitung im Spagat zwischen Herren I, Herren III und U19m fehlte es an einer Basis aus Absprachen, Automatismen und Antworten, was Coburg seinerseits ausnutzte und das schwäbische Talent mit Hausaufgaben zurückließ. Weiter geht’s, mit der nächsten Siegchance und der Möglichkeit für einer bis drei A-Antworten, erneut in eigener Halle. Am Einigkeitsfeiertag empfangen die Schwaben Oberhaching (03.10.; 16:00 Uhr) zum Heimspiel in der RSH.

 

27.09.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BG Hessing Leitershofen 82:64

Die Fellbach Flashers starten furios in die neue Saison. Nach einem Blitzstart erkämpft sich das Team von Head Coach Kris Borisov souverän den ersten Saisonsieg in der BARMER 2. Bundesliga Pro B Süd mit 82:64 gegen die BG Hessing Leitershofen. Von Anfang an war zu spüren, dass beide Teams den Saisonstart kaum erwarten konnten. Die harten Wochen der Vorbereitungen, Testspiele, etc., das Alles war jetzt nun vorbei und endlich konnte man sich für die harte Arbeit belohnen. Beide Teams legten gut los und spielten mit hohem Tempo und Intensität. In den letzten Minuten des ersten Viertels zogen die Flashers etwas davon. Hauptverantwortlich dafür war die Defensive. Die Gäste aus Leitershofen wurden permanent unter Druck gesetzt und hatten Schwierigkeiten die Offensive zu organisieren. Wie so fot im Basketball führ gute Verteidigung zu einfachen und schnellen Punkten. Hier konnte vor allem der amerikanische Neuzugang Dmonte Brown mit seiner Schnelligkeit und Athletik überzeugen. Beim Stand von 31:23 nach den ersten Viertel war das Spiel jedoch noch lange nicht entschieden. Die Gäste aus Leitershofen zeigten, wieso sie weiterhin zu den stärkeren Teams der Liga gehören, und kämpften sich in die Partie zurück. Kurz vor der Halbzeitpause war das Spiel mit 40:38 wieder völlig offen eher sich die Flashers wieder das Tempo anzogen und mit einem 49:40 Vorsprung in die Pause gingen. Im Dritten Viertel ein ähnliches Bild, die Fellbacher spielten weiterhin mit hoher Intensität und zwangen die Kangeroos zu Ballverlusten, 26 Turnovers sollten es am Ende bei den Gästen sein. Beim Stand von 68:50 gegen Ende des dritten Viertels war das Spiel daher auch schon gefühlt entschieden und das Tempo wurde etwas gedrosselt. An der Intensität änderte sich jedoch nicht viel. Beide Teams wussten, dass jeder Punkt im Saisonverlauf wichtig werden kann. Am Ende sprang jedoch ein ungefährdeter 82:64 Heimsieg für die Flashers heraus.

Direkt nach Abpfiff war eine unglaubliche Erleichterung bei Coach, Verantwortlichen und Fans zu spüren. Die Vorzeichen standen nämlich nicht gut für die Flashers. Einige angeschlagene Spieler unter der Woche, Best Otakho, der neue Big Man fällt ebenfalls noch aus. Die Hiobsbotschaft war jedoch das überraschende und kurzfriste Ausscheiden des Kapitäns Jakob Hanzalek. Kuba verlässt die Flashers nach knapp einem Jahr auf eigenen Wunsch. Die Flashers Familiy wünscht ihm Alles Gute auf seinem weiteren Weg. Ein Ersatz für den Point Guard soll schnellstmöglich bekannt gegeben werden. Es steht daher trotzdem wieder jede Menge Arbeit für Head Coach Kris Borisov und seinen Assistenten Cyril DaSilva an den bereits kommenden Sonntag kommt das nächste unangenehme Team nach Fellbach, der BBC Coburg.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Nachberichte_ProB_Sued_Spieltag_2.png 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-29 10:13:332026-09-29 10:13:33Nachberichte ProB Süd 1. Spieltag

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

27. Mai 2026/in APP, ProA Playoffs 25/26

26.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 91:63

Bozic Knights Kirchheim haben sich in der Halbfinalserie der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eindrucksvoll zurückgemeldet und sich mit einem dominanten 91:63-Heimsieg gegen die GIESSEN 46ers die 2:1-Führung in der „Best of Five“-Serie gesichert. Vor einer elektrisierten Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte übernahmen die Ritter von Beginn an die Kontrolle und legten bereits im ersten Viertel den Grundstein für den deutlichen Erfolg. Trotz tropischer Temperaturen entwickelte sich in Kirchheim eine außergewöhnliche Playoff-Atmosphäre, die selbst langjährige Fans als eine der intensivsten der vergangenen Jahre beschrieben. Besonders bemerkenswert: Die Knights mussten auf ihre beiden Leistungsträger Tyrel Morgan und Chuck Harris verzichten. Headcoach Igor Perovic forderte vor der Partie deshalb „Helden“ – und seine Mannschaft lieferte eindrucksvoll ab. Angeführt von einem überragenden Phillip Russell starteten die Gastgeber furios in die Begegnung. Der Guard erzielte allein im ersten Viertel elf seiner insgesamt 21 Punkte und brachte die Halle früh zum Beben. Kirchheim setzte sich schnell zweistellig ab und führte nach den ersten zehn Minuten bereits deutlich mit 31:13.

Die 46ers fanden kaum Mittel gegen die aggressive Defensive und das hohe Tempo der Gastgeber. Auch im zweiten Viertel hielten die Knights die Intensität hoch. Zwar mussten beide Teams den hohen Temperaturen und der Belastung der vergangenen Wochen Tribut zollen, doch Kirchheim kontrollierte das Spiel weiterhin souverän. Mit einer komfortablen 56:35-Führung ging es in die Halbzeitpause. Besonders beeindruckend war dabei die mannschaftliche Geschlossenheit der Ritter, die trotz der Ausfälle immer wieder Lösungen fanden und offensiv variabel agierten. Nach der Pause versuchten die Gäste aus Gießen noch einmal zurückzukommen, doch näher als auf 68:52 kurz vor Ende des dritten Viertels ließ Kirchheim den Gegner nicht heran. Anschließend sorgte ein spektakulärer 12:0-Lauf endgültig für die Entscheidung. Kapitän Lucas Mayer traf in dieser Phase zwei wichtige Dreier und verwandelte die Sporthalle Stadtmitte endgültig in einen Hexenkessel.

Während einer Gießener Auszeit feierten die Fans ihre Mannschaft bereits mit Standing Ovations. Perovic blieb nach der Partie dennoch fokussiert: „Wir haben heute ein tolles Spiel abgeliefert, aber wir sind erst bei Schritt zwei und müssen Schritt drei gehen.“ Topscorer der Partie war Mayer mit starken 25 Punkten. Neben Russell überzeugten auch Tylan Pope und Nico Bretzel mit jeweils zwölf Zählern sowie Aeneas Jung mit elf Punkten. Damit fehlt den Knights nun nur noch ein Sieg zum erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Bereits am Freitag bietet sich den Kirchheimern in Gießen die große Chance, die Serie zu entscheiden und den Traum vom Finale Wirklichkeit werden zu lassen.

 

26.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 83:78

Phoenix Hagen hat sich im dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven den Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL gesichert. Vor erneut ausverkaufter Ischelandhalle setzte sich Phoenix in einer intensiven „Hitzeschlacht“ mit 83:78 durch und führt die „Best of Five“-Serie nun mit 2:1 an. Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich unter hochsommerlichen Temperaturen eine physisch anspruchsvolle Partie, in der Bremerhaven zunächst den besseren Start erwischte. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahm Phoenix vor allem defensiv die Kontrolle. Besonders die Hagener Intensität und die deutlich verbesserte Dreierquote wurden zum entscheidenden Faktor. Phoenix traf starke 12 von 29 Dreiern und zwang die Gäste allein im letzten Viertel zu neun Ballverlusten.

Headcoach Chris Harris lobte vor allem die Mentalität seines Teams: „Beide Mannschaften haben wirklich alles reingeworfen, was sie hatten. Nach der Pause ist es uns gelungen, über die Physis und mit smarten Entscheidungen das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. So ist es im letzten Viertel zu einem echten Abnutzungskampf gekommen, bei dem wir den etwas längeren Atem hatten. Aufgrund des verknappten Rhythmus liegt nun der Fokus darauf, bestmöglich zu regenerieren, um in weniger als 48 Stunden so frisch wie möglich in Bremen antreten zu können.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp erkannte die enorme Intensität der Partie an: „Jeder Spieler, jedes Team hat heute alles auf dem Feld gelassen. Du kannst in dieser Atmosphäre, in dieser Hitze nicht mehr verlangen als das, was die Jungs gegeben haben. Hagen hat es heute geschafft, in der entscheidenden Phase des Spiels die Big Plays zu machen – das hat uns das Momentum genommen.“

Sportlich überzeugte Phoenix vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit. Lucas N’Guessan war mit 15 Punkten Topscorer der Gastgeber, während Bjarne Kraushaar 14 Zähler beisteuerte. Auch Jeffrey Carroll setzte in der Crunchtime mit zwei wichtigen Dreiern entscheidende Akzente. Defensiv ragte besonders Fabian Bleck heraus, der in der Schlussphase gleich mehrere Bremerhavener Angriffe persönlich stoppte. Für die Eisbären punktete vor allem John Bryant mit 15 Punkten, während Jordan Samare auf 11 Zähler kam. Überschattet wurde die Partie zudem von einer Verletzung von Peter Hemschemeier, der nach einem Schlag oberhalb des rechten Knies gestützt vom Feld musste. Mit dem Sieg fehlt Phoenix Hagen nun nur noch ein weiterer Erfolg zum Einzug ins ProA-Finale und gleichzeitig zum sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL. Bereits am Donnerstag geht die Serie in Bremerhaven weiter.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Proa-HF-3-N.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-27 10:44:342026-05-27 15:03:32Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

26. Mai 2026/in APP, ProA Playoffs 25/26

23.05.2026 18:00 Uhr // Eisbären Bremenhaven vs. Phoenix Hagen 87:80

Phoenix Hagen musste im zweiten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven die erste Niederlage der Serie hinnehmen und verlor auswärts mit 80:87. Damit steht die „Best of five“-Serie nun 1:1. Trotz eines zwischenzeitlichen 24-Punkte-Rückstands bewiesen die Hagener große Moral und kämpften sich im Schlussviertel eindrucksvoll zurück. Vor rund 250 mitgereisten Fans erwischten die „Feuervögel“ allerdings einen klassischen Fehlstart. Vor allem defensiv fehlte zunächst die nötige Intensität und Gedankenschnelligkeit, wodurch Bremerhaven früh davonzog. Kurz vor der Halbzeit betrug der Rückstand bereits 24 Punkte. Besonders problematisch war die schwache Wurfquote aus der Distanz: Phoenix traf lediglich sieben von 31 Dreiern und kam damit nur auf 22,6 Prozent Trefferquote. Nach der Pause stellte Headcoach Chris Harris personell um und fand eine Formation, die deutlich mehr Energie und Kampfgeist aufs Feld brachte. Vor allem Dominick von Waaden und Bjarne Kraushaar sorgten mit großem Einsatz dafür, dass Phoenix noch einmal verkürzen konnte.

Auch Lucas N’Guessan setzte wichtige Akzente und brachte die Hagener mit einem Dunk im Schlussviertel wieder in Schlagdistanz. Chris Harris analysierte nach dem Spiel offen die Gründe für die Niederlage: „Wir waren vor allem in der ersten Hälfte physisch viel zu passiv und nicht gedankenschnell genug, um Bremerhaven Paroli zu bieten. Erst als wir in der zweiten Hälfte eine Lineup gefunden haben, die uns mit Kampfgeist und Mut inspiriert hat, konnten wir den Rückstand verkürzen. Davon brauchen wir am Dienstag in eigener Halle kollektiv mehr.“ Trotz der Niederlage konnte Phoenix einige positive Aspekte mitnehmen. Die Hagener holten starke 19 Offensivrebounds und generierten daraus 21 Punkte. Gleichzeitig zeigte das Team im Schlussabschnitt erneut seine Comeback-Qualitäten. Entscheidend blieb am Ende jedoch die höhere Effizienz der Bremerhavener, die insbesondere durch Elijah Miller in der Crunchtime nervenstark agierten und ihre Freiwürfe sicher verwandelten.

 

23.05.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 75:91

GIESSEN 46ers haben im zweiten Halbfinalspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim einen deutlichen Rückschlag hinnehmen müssen und durch die 75:91-Heimniederlage den Heimvorteil wieder aus der Hand gegeben. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg in Kirchheim gelang den Mittelhessen vor ausverkaufter Osthalle diesmal nur wenig, sodass die Serie nun wieder komplett offen bei 1:1 steht. Bereits der Start in die Partie verlief für die Mannschaft von Headcoach Branislav Ignjatovic alles andere als optimal. Kirchheim präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert, physisch und extrem effizient. Die Gäste führten früh mit 12:0 und kontrollierten über weite Strecken Tempo und Rhythmus der Partie. Gießen gelang es nie wirklich, dauerhaft Zugriff auf das Spiel zu bekommen oder selbst einmal in Führung zu gehen. Zwar kämpften sich die Gastgeber zwischenzeitlich immer wieder etwas heran, doch die Knights hatten stets die passende Antwort parat. Besonders auffällig war die Überlegenheit der Kirchheimer in nahezu allen wichtigen Statistiken. Dreierquote, Rebounds und Ballverluste – fast jede relevante Kategorie ging an die Gäste. Dazu kam eine klare Diskrepanz bei den Freiwürfen. Während Kirchheim insgesamt 24 Freiwürfe zugesprochen bekam, standen die 46ers lediglich 15 Mal an der Linie. Sportchef Chris Schmidt äußerte sich nach der Partie kritisch zur langen Freiwurf-Differenz, wollte die Leistung der Gäste aber keineswegs schmälern.

Kirchheims Headcoach Igor Perovic zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Ich habe einen großen Kampf und eine tolle Einstellung meiner Jungs gesehen. Wir sind mit viel Energie und Leidenschaft an die Aufgabe herangegangen, wir haben schlicht einen großartigen Job gemacht.“ Auch auf Gießener Seite wurde die Niederlage klar eingeordnet. Kapitän Robin Benzing machte deutlich, dass man Kirchheim keinesfalls unterschätzt habe: „Was wollen wir eigentlich? Hat irgendjemand allen Ernstes geglaubt, wir würden eine Mannschaft wie Kirchheim, die nach der Hauptrunde in der Tabelle besser abgeschnitten hat als wir, einfach mal so 3:0 wegfegen?“ Trainer Ignjatovic sprach von einer insgesamt verkrampften Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir sind verkrampft aufgetreten, hatten irgendwie eine mentale Blockade, haben leichte und unnötige Fehler gemacht und es Kirchheim somit gestattet, sich in einen Rausch zu spielen. Das wird uns kommenden Dienstag nicht noch einmal passieren. Die Serie steht unentschieden, wir greifen wieder an.“

Trotz der Niederlage gab es aus Sicht der 46ers auch einige positive Ansätze. Till Gloger setzte im dritten Viertel wichtige Akzente und war mit zehn Punkten einer der Aktivposten. Robin Benzing überzeugte erneut an der Freiwurflinie und baute seine starke Playoff-Quote weiter aus. Auch Daniel Norl zeigte phasenweise gute Aktionen, ehe ihm früh foulbedingt Grenzen gesetzt wurden. Insgesamt blieb jedoch der Eindruck, dass Kirchheim an diesem Abend aggressiver, wacher und konstanter agierte. Damit steht die Halbfinalserie nun wieder völlig offen. Spiel drei steigt am Dienstag in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim, wo die Knights nun ihrerseits die Chance haben, die Kontrolle in der Serie zu übernehmen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/NB-HF2.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-26 15:14:482026-05-26 15:14:48Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

22. Mai 2026/in APP, ProA Playoffs 25/26

20.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:80

Die Phoenix Hagen sind mit einem Heimsieg in das Halbfinale der ProA-Playoffs gestartet. Vor 3.016 Zuschauern in der ausverkauften Ischelandhalle setzte sich der Hauptrundensieger in einer intensiven und physischen Partie mit 85:80 gegen die Eisbären Bremerhaven durch und ging damit in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung. Über weite Strecken entwickelte sich ein enges und hochklassiges Duell, in dem beide Mannschaften immer wieder Antworten fanden. Besonders in der Crunchtime zeigte Phoenix jedoch die größere Ruhe. Knapp eine Minute vor Schluss sorgte Tim Uhlemann mit einem spektakulären Korb nach einer Drehung um die eigene Achse für einen emotionalen Höhepunkt in der Ischelandhalle. Anschließend behielten Bjarne Kraushaar und Devin Schmidt an der Freiwurflinie die Nerven und machten den ersten Sieg der Serie perfekt. Topscorer der Gastgeber wurden Devin Schmidt mit 19 Punkten sowie Tim Uhlemann, der ebenfalls starken Einfluss auf das Spiel nahm und 18 Zähler erzielte. Auch Marcus Graves überzeugte mit 15 Punkten und fünf Assists, während Bjarne Kraushaar neben neun Punkten gleich sieben Vorlagen beisteuerte. Auf Seiten der Bremerhavener punkteten Elijah Miller und Jannis von Seckendorff zweistellig.

Phoenix-Coach Chris Harris zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seines Teams in den entscheidenden Momenten: „Das war heute die erwartet physische und enge Partie. Beide Mannschaften haben im Verlauf der Saison eine Identität und einen Stil entwickelt, was gut zu erkennen war. Wir sind phasenweise etwas von unseren Mustern abgewichen, haben in der Crunchtime aber wieder zu unserem Spiel gefunden. Der Schlüssel war für uns, dass wir in den kritischen Momenten beim Rebound zugepackt und auf den Ball aufgepasst haben.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp analysierte vor allem die Schlussphase kritisch: „In der Schlussphase waren wir nicht smart genug. Hier müssen wir mehr bei uns bleiben und auf die Dinge vertrauen, die uns die gesamte Saison über stark gemacht haben. Das, gepaart mit unserer Physis, brauchen wir am Samstag in Spiel zwei.“ Nach zuvor zwei Niederlagen gegen Bremerhaven in der regulären Saison gelang den Hagenern damit ein wichtiger Auftakterfolg im Kampf um den Finaleinzug. Bereits am Samstag folgt Spiel zwei der Serie in Bremerhaven.

 

20.05.2026 20:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 77:90

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim sind mit einer Heimniederlage in die Halbfinalserie der ProA-Playoffs gestartet. Vor emotionaler Kulisse in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte unterlagen die Ritter den GIESSEN 46ers mit 77:90, wodurch die Hessen in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung gingen. Von Beginn an präsentierten sich die Gäste äußerst konzentriert und kontrollierten früh das Tempo der Partie. Vor allem im ersten Viertel spielten die Gießener ihre Erfahrung konsequent aus und erspielten sich schnell Vorteile. Während Kirchheim offensiv nur phasenweise zu seinem Rhythmus fand, agierten die 46ers ruhig, effizient und abgeklärt. Bereits nach dem ersten Abschnitt lagen die Gastgeber mit 17:29 zurück. Auch im zweiten Viertel blieb Gießen zunächst die tonangebende Mannschaft. Besonders die unterschiedliche Freiwurfverteilung sorgte auf Kirchheimer Seite für Unmut. Zur Halbzeit hatten die Gäste bereits 20 Freiwürfe zugesprochen bekommen, die Knights hingegen lediglich acht. Dennoch kämpften sich die Schwaben kurz vor der Pause noch einmal zurück in die Begegnung und verkürzten den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 45:47.

Knights-Headcoach Igor Perovic sah in dieser Phase das Potenzial seiner Mannschaft: „Wir haben in der Phase gesehen wie wir spielen können. Aber es war eine zu kurze Phase. So müssen wir konstant auftreten.“ Nach der Halbzeit erwischten jedoch erneut die Gäste den besseren Start. Gießen setzte sich wieder zweistellig ab und ließ Kirchheim kaum noch längere Läufe zu. Zwar blieb beim Stand von 64:72 vor dem Schlussviertel noch alles offen, doch die 46ers spielten ihre Erfahrung souverän aus und hatten auf jede gute Aktion der Knights die passende Antwort. Perovic zeigte sich nach der Partie entsprechend kritisch: „Glückwunsch an Gießen. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben keine gute Leistung gezeigt und müssen viel energischer auftreten. Sonst ist die Serie relativ schnell vorbei.“ Auch Knights-Sportchef Chris Schmidt sprach die entscheidenden Phasen des Spiels offen an: „Das war letztendlich die entscheidende Phase. Wir hatten zu viele Spieler, bei denen die letzten Prozentpunkte gefehlt haben. Gegen eine Mannschaft wie Gießen kostet das am Ende das Spiel.“ Topscorer der Kirchheimer wurde Tyrel Morgan mit 15 Punkten. Bereits am Samstag bietet sich den Knights in Gießen die Chance, die Serie wieder auszugleichen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/ProA-HF-S1-Nach.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-22 12:22:052026-05-22 12:22:05Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4

15. Mai 2026/in APP, ProA Playoffs 25/26

14.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 90:85

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben Geschichte geschrieben und mit einem hart erkämpften 90:85-Heimsieg gegen die BG Göttingen den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht – gleichzeitig sicherten sich die Teckstädter damit erstmals die Qualifikation für den BBL-Pokal. In einer intensiven und über weite Strecken völlig ausgeglichenen Partie entwickelte sich vor ausverkaufter Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte erneut ein echtes Playoff-Duell auf Augenhöhe. Wie schon in den Spielen zuvor erwischten die Knights den besseren Start und gingen früh mit 14:6 in Führung, doch Göttingen kämpfte sich schnell zurück und hielt die Partie bis zum Viertelende eng. Auch im weiteren Verlauf blieb Kirchheim zunächst leicht in Front und nahm eine 45:41-Führung mit in die Halbzeitpause. Mit zunehmender Spieldauer machten sich jedoch die Belastungen bemerkbar, insbesondere nach dem intensiven Auswärtsspiel zwei Tage zuvor.

Zudem mussten die Knights auf Tyrel Morgan verzichten, was sich vor allem in der Energie unter dem Korb bemerkbar machte. Göttingen nutzte diese Phase, übernahm im dritten Viertel zwischenzeitlich die Führung und ging mit einem knappen Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. In der Crunchtime übernahm dann Phillip Russell das Kommando und entschied die Partie quasi im Alleingang. Mit 12 Punkten innerhalb von nur 69 Sekunden stellte der Guard die Weichen auf Sieg. Auf der Gegenseite hielt Jordan Sears mit acht Punkten in dieser Phase dagegen, sodass sich beide Amerikaner ein spektakuläres Duell lieferten. Am Ende behielten die Knights jedoch die Nerven und sicherten sich den verdienten Heimerfolg.

Geschäftsführer Chris Schmidt würdigte nach der Partie die besondere Serie: „Das Spiel war die Fortsetzung einer herausragenden Serie, die extrem eng war. Nuancen haben entschieden. Göttingen hat unsere Defensive immer wieder vor Probleme gestellt. Insgesamt war das Werbung für den Basketballsport. Beide Mannschaften sind sich, sowohl auf dem Parkett wie auch abseits davon, mit sehr viel Respekt begegnet. Die Fans von beiden Mannschaften haben dieser Serie einen tollen Rahmen gegeben.“ Mit dem Halbfinaleinzug krönen die Bozic Estriche Knights Kirchheim eine ohnehin schon außergewöhnliche Saison. Nach mehreren unglücklichen Jahren, in denen große Ziele oft nur knapp verpasst wurden, ist nun der Durchbruch gelungen. Und trotz des bereits historischen Erfolgs ist der Hunger noch nicht gestillt: „Jetzt haben wir es gepackt und natürlich wollen wir es jetzt auch weiter wissen. Wenn man so nah dran ist, dann will man auch den maximalen Erfolg. Man kommt nicht oft in so eine Position. Natürlich brennen wir aufs Halbfinale“, so Schmidt weiter.

 

15.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Bericht folgt in Kürze!

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/ProA-Nachberichte-VF4.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-15 12:32:102026-05-15 14:27:25Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4
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