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NINERS suchen Athletiktrainer

Die NINERS Chemnitz möchten zeitnah den wichtigen Posten des Athletiktrainers neu besetzen, um ihren professionellen Coaching-Stab weiter zu verstärken.

Da der bisherige Athletiktrainer David Zschornack Chemnitz im Sommer auf eigenen Wunsch verlässt, soll die Stelle schnellstmöglich neu besetzt werden. Das Profil umfasst die Verantwortung für die athletische Betreuung des ProA-Zweitliga-Teams als auch der U19- und U16-Mannschaften in der Nachwuchs- beziehungsweise Jugendbasketballbundesliga.

Die NINERS bieten eine Vollzeitstelle in einem äußerst ehrgeizigen, kollegialen sowie motivierenden Umfeld und freuen sich auf schriftliche Bewerbungen bis zum 30. Juni 2019 per E-Mail an konstantin.lwowsky@chemnitz99.de.

 

(NINERS Chemnitz)

NINERS angeln sich Luis Figge

Der erste Neuzugang für die Basketballsaison 2019/2020 ist unter Dach und Fach. Die NINERS Chemnitz haben sich mit dem 22-jährigen Flügelspieler Luis Figge auf einen Kontrakt für die bevorstehende Spielzeit inklusive der Option auf ein weiteres Vertragsjahr geeinigt. Am Dienstag erfolgte die Unterschrift beider Seiten in der Geschäftsstelle des sächsischen Zweitligisten. Der 1.97 Meter große und 95 Kilogramm schwere Figge stand während der letzten drei Spielzeiten in Diensten des BBL-Clubs Basketball Löwen Braunschweig, ging parallel aber auch für dessen Kooperationspartner Wolfenbüttel in der ProB auf Korbjagd und möchte nun in Chemnitz voll angreifen.

„Ich freue mich auf die Herausforderung und will dazu beitragen, die großen Ziele des Clubs zu erreichen“, sagte der Blondschopf bei Vertragsunterzeichnung.

„Luis war von Beginn an einer unserer Wunschkandidaten, bringt viel Qualität und zugleich noch großes Entwicklungspotenzial mit. Deshalb sind wir sehr glücklich, ihn künftig bei uns zu haben“, freut sich NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore.

Figge stammt aus Ostwestfalen und durchlief bei den Uni Baskets in seiner Heimatstadt Paderborn sämtliche Jugendmannschaften. Nach zahlreichen Erfolgen im Nachwuchsbereich sowie regelmäßigen Berufungen in die deutschen U-Nationalteams debütierte der Small Forward schon früh in der 2. Bundesliga und konnte mit  18 Jahren bereits auf 56 ProA-Einsätze (durchschnittlich 6.2 Punkte) zurückblicken. Folgerichtig zog Figge die Aufmerksamkeit vieler Erstligisten auf sich und wechselte 2016 letztlich nach Braunschweig, wo er sich in Kombination aus BBL und ProB weiterentwickeln wollte. Allerdings hatte der kraftvolle Flügel mehrfach mit Mittelfußbrüchen zu kämpfen und konnte deshalb nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen. „Ich habe dann meine Ernährung sowie Trainingsinhalte umgestellt und bin jetzt seit anderthalb Jahren verletzungsfrei“, ist der Youngster überzeugt, seine persönliche Leidenszeit mit vielen Zwangspausen hinter sich zu haben.

Trotz mancher Verletzung kam Figge während seiner drei Jahre in Niedersachsen auf 56 Erstligaspiele mit 1.6 Punkten im Schnitt bei wohlgemerkt überschaubarer Einsatzzeit. Wesentlich größer war seine Rolle beim Kooperationspartner Wolfenbüttel, wo er in 43 ProB-Partien durchschnittlich 11.3 Punkte, 3.8 Rebounds, 1.7 Assists sowie 1.3 Steals markierte. „Luis hat mit 22 Jahren bereits über 150 Profieinsätze in den drei höchsten deutschen Spielklassen bestritten. Jedoch waren seine Rollen in Braunschweig, Paderborn und Wolfenbüttel sehr unterschiedlich. Wir glauben, dass er sich bei uns noch besser entfalten kann, wenn er fest in einem Team spielt“, sagt Pastore, der sich von Figge vor allem defensiv viel erhofft:

„Er ist ein starker Verteidiger und kann gegnerischen Schützen das Leben am Perimeter richtig schwer machen. Außerdem stellt er sich immer in den Dienst der Mannschaft und passt damit perfekt zu unserer Basketballphilosophie.“

Neben seinen Defensivqualitäten bringt Figge auch einiges Offensivpotenzial mit und zeigte sich während der fünf Profijahre in BBL, ProA und ProB sowohl aus dem Zweierbereich (46 % Trefferquote) wie auch von der Dreierlinie (30 %) und bei Freiwürfen (70 %) gefährlich. „Ich möchte mich aber noch weiter verbessern und kann unter einem Toptrainer wie Rodrigo Pastore viel lernen“, lässt der sympathische Korbjäger durchblicken, dass sein künftiger Coach ein wichtiger Grund war, sich für die NINERS zu entscheiden. „Außerdem sprach ich im Vorfeld mit Jonas Richter, Lukas Wank und Daniel Mixich, die ich noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Jugendnationalmannschaften kenne. Das Feedback war absolut positiv und ich habe auch die ProA-Playoffs sehr intensiv verfolgt. Der Spielstil des Teams und die Stimmung in der Halle waren großartig“, ließ sich Figge schnell für Chemnitz begeistern. Bevor der Neuzugang aber nach Sachsen umsiedelt, geht er diesen Sommer noch für die deutsche 3×3-Nationalmannschaft bei einem Turnier in Frankreich auf Korbjagd und nimmt an Lehrgängen der U23-Auswahl teil. Zudem gilt es, Zeit in sein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften zu stecken, das Figge parallel zu seiner Basketballkarriere absolviert.

„Ab August gilt dann alle Konzentration den NINERS und ich bin schon richtig heiß“, fiebert der Youngster dem Auftakt der Saisonvorbereitung entgegen.

Während sich die „Orange Army“ über einen hoch motivierten Neuzugang freuen darf, steht auf der anderen Seite jedoch auch der erste Abgang fest, denn Matt Scott wird definitiv nicht nach Chemnitz zurückkehren. Der 22-jährige US-Amerikaner kam letzten Sommer von der Niagara-Universität zu den NINERS und zeigte ein gutes Debüt im Profibereich. In 26 Pflichtspielen erzielte der einsatzfreudige Shooting-Guard durchschnittlich 6.0 Punkte, 2.3 Rebounds sowie 1.4 Assists. Ein Meniskusriss zwang ihn im Frühjahr zu einer zweimonatigen Pause und wenngleich er sich in den Playoffs nochmal zurückkämpfte, konnte er gegen Hamburg nicht mehr entscheidend Einfluss nehmen. „Matt ist ein super Typ und hat immer alles gegeben. Jedoch wollen wir das Team auf einigen Positionen umbauen und suchen deshalb nach anderen Spielertypen. Wir bedanken uns bei Matt für seinen Einsatz und wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine weitere Karriere“, betont Pastore.

 

(NINERS Chemnitz)

Robin Lodders bleibt den NINERS treu

Die Zweitligabasketballer der NINERS Chemnitz können auch weiterhin auf die Dienste von Robin Lodders setzen. Der 2.05 Meter große Centerhüne einigte sich mit Sachsens besten Korbjägern auf einen neuen 2-Jahres-Vertrag und möchte mit der „Orange Army“ nächste Saison wieder oben angreifen. „Die vergangene Spielzeit hat unglaublich viel Spaß gemacht, auch wenn es am Ende leider nicht ganz zum Aufstieg reichte. Ich fühle mich sehr wohl in Chemnitz, liebe es, vor unseren grandiosen Fans zu spielen und möchte mit den NINERS noch viel erreichen“, betont der 24-Jährige. Neben Lodders stehen mit Kapitän Malte Ziegenhagen, Jonas Richter und Leon Hoppe bereits drei weitere Akteure aus der letztjährigen Erfolgsmannschaft für die neue Saison unter Vertrag. „Außerdem befinden wir uns mit einigen anderen Spielern in fortgeschrittenen Gesprächen und hoffen, alsbald Vollzug melden zu können. Wir möchten bis zum Auftakt der Vorbereitung Anfang August das Team komplett haben“, umreißt Cheftrainer Rodrigo Pastore den internen Fahrplan.

Ziel ist es, eine Mannschaft aufzustellen, die abermals ein gewaltiges Wort im Kampf um die besten Plätze mitsprechen kann und hierfür ist Robin Lodders eine wichtige Säule. Der gebürtige Hannoveraner wechselte im Sommer 2017 von Rhöndorf nach Chemnitz und spielte bei den NINERS eine passable erste Saison, in der er durchschnittlich 7.7 Punkte sowie 5.4 Rebounds markierte. Der richtige Durchbruch gelang ihm dann aber im zurückliegenden Spieljahr, als der Center pro Partie auf 10.7 Zähler kam, sich 4.5 Abpraller griff und 1.6 Assists verteilte. Obendrein glänzte Lodders mit einer bärenstarken Trefferquote von 63.5 Prozent aus dem Feld.

„In Summe war Robin einer der effektivsten Akteure unseres Teams und trug maßgeblich zu vielen Siegen bei“, unterstreicht Pastore, den Lodders‘ positive Entwicklung kaum überraschte: „Er hatte letzten Sommer sehr hart an sich gearbeitet, viele zusätzliche Einheiten absolviert und jener Fleiß zahlte sich dann eben während der Saison für ihn wie auch die gesamte Mannschaft aus.“

Avancierte Lodders so bereits im zurückliegenden Spieljahr zu einem der absoluten Leistungsträger, traut Pastore dem 103 Kilogramm schweren Kraftpaket künftig noch weitere Verbesserungen zu:

„Robin kommt mit 24 Jahren ja gerade erst ins beste Center-Alter und kann von den Erfahrungen, insbesondere aus unseren Playoffserien gegen Karlsruhe und Hamburg, profitieren. Außerdem werden wir in den kommenden Wochen individuell mit ihm trainieren und an vielen Feinheiten seines Spiels arbeiten.“

Gleiches gilt natürlich auch für Ziegenhagen, Richter und Hoppe, die bereits vor dem offiziellen Start der Saisonvorbereitung reichlich Zeit mit dem Trainerstab um Pastore, Steven Hutchinson, Michael Wende sowie Konstantin Lwowsky in der Halle verbringen werden. „Wir müssen Vollgas geben, um wieder oben dabei zu sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. Ganz im Gegenteil – schon jetzt ist abzusehen, dass das Niveau der ProA weiter steigt und viele Teams unbedingt in die Playoffs wollen. Wir können uns auf eine spannende Spielzeit freuen“, ist sich Pastore sicher.

Die erste Pflichtpartie der neuen Saison findet am Wochenende um den 20. September statt. Spätestens zwei Monate vorher, also Mitte Juli, startet der Dauerkartenverkauf. Bis dahin soll die neue Mannschaft in weiten Teilen stehen, wobei sich die Fans der Chemnitzer Korbjäger auf alte und neue Gesichter freuen dürfen. Diese kann man dann im Laufe der Saisonvorbereitung bei mehreren öffentlichen Testbegegnungen schon einmal in Augenschein nehmen. Alle Informationen hierzu veröffentlichen wir rechtzeitig auf den bekannten Kanälen.

 

(NINERS Chemnitz)

NINERS reagieren auf Verletzungsmisere – Josh Fortune verpflichtet

Die NINERS Chemnitz, ungeschlagener Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, mussten ihren jüngsten Erfolg gegen Baunach sehr teuer bezahlen. US-Guard Matt Vest zog sich während der Partie einen Mittelhandbruch zu und wird rund drei Monate ausfallen. Powerforward Ivan Elliot erlitt eine starke Schulterprellung, die ihn voraussichtlich drei Wochen zum Zuschauen zwingt. Weil obendrein auch Lukas Wank nach seinem Bandscheibenvorfall noch einige Zeit pausieren muss, haben die Verantwortlichen der NINERS reagiert und hoffen nach all dem Verletzungspech auf etwas mehr Fortune.

Genauer gesagt auf Josh Fortune, einen 24-jährigen US-Boy, den man bis Saisonende unter Vertrag nahm und der bereits Mittwoch in Chemnitz eintrifft. Ob bis zum Spiel in Hanau am Samstag schon der Aufenthaltstitel für den 1.96 Meter großen und 91 Kilogramm schweren Shootingguard erteilt und so eine Spielerlaubnis ausgestellt werden kann, ist noch offen. „Unsere Saison läuft bislang herausragend gut und wir möchten auch weiterhin so erfolgreich wie möglich sein. Nach den ganzen Verletzungen hatten wir aber nur noch sieben gestandene Akteure im Kader, von denen sich einige zuletzt auch schon mit kleineren Blessuren durchbeißen mussten. Das geht auf Dauer nicht gut, weshalb wir uns nach einem Neuzugang umschauten“, erklärt Rodrigo Pastore.

Wie schnell es dann aber wirklich ging, überraschte selbst den erfahrenen Cheftrainer: „Wir hatten Josh Fortune bereits im Sommer auf dem Schirm und obwohl wir damals nicht zusammen kamen, blieben wir weiter in Kontakt. Nach den jüngsten Diagnosen haben wir ihn gleich am Sonntagabend angerufen, uns zügig geeinigt und Dienstag saß er schon im Flieger.“

Joshua Demetri Fortune, wie er mit vollem Namen heißt, stammt aus Hampton in Virginia, wo er an der High School erstmals basketballerisch von sich reden machte. Infolgedessen erhielt er 2012 ein Stipendium am renommierten Providence College, mit dem er zwei Jahre später den Titel der starken Big-East-Conference gewann und anschließend in die Pac-12 zur noch namhafteren Universität von Colorado wechselte. Für beide Teams bestritt Fortune insgesamt 137 Spiele in der höchsten US-College-Liga NCAA-1 mit durchschnittlich 25 Minuten Einsatzzeit, in denen er es auf 7.6 Punkte, 3.1 Rebounds und 1.8 Assists pro Partie brachte. Auch die Quoten von 43.7 Prozent aus dem Zweierbereich, 33.7 Prozent Dreier und 76.3 Prozent von der Freiwurflinie konnten sich sehen lassen, weshalb er sich im Sommer 2017 sein erstes Profi-Engagement in Europa verdiente. Jenes führte ihn in die ungarische 170.000-Einwohner-Metropole Szeged zum dort beheimateten Erstligisten Naturtex SZTE Szedeak. Bei den Magyaren, die knapp den Playoffeinzug verpassten, kam Fortune auf 25 Spiele mit je 30 Minuten Einsatzzeit und Durchschnittswerte von 15.8 Punkten, 4.1 Rebounds, 2.7 Assists, 1.4 Steals, 47.8 Prozent verwandelte Zweipunktwürfe, 37.5 Prozent Dreier sowie 84.9 Prozent Freiwürfe. Im Spätsommer absolvierte er dann ein Probetraining beim israelischen Zweitligisten Hapoel Haifa, kehrte aber noch vor Saisonbeginn in die Staaten zurück und war somit aktuell vertragsfrei.

„Ein Glücksfall für uns, denn Josh ist ein äußerst vielseitiger Akteur. Er hat einen guten Distanzwurf und ein tolles Spielverständnis, ist schnell, athletisch sowie für einen Guard relativ groß. Mit seiner Spielweise bringt er nochmal eine neue Varianz in unseren Kader und wird uns deshalb auch helfen können, wenn die Verletzten wieder zurückkehren“, ist Pastore überzeugt.

 

(NINERS Chemnitz)

US-Boy Matt Scott im Tryout

Die NINERS Chemnitz haben bereits sieben Neuzugänge für die bevorstehende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga unter Vertrag genommen. Ein achter Spieler könnte es alsbald ebenfalls ins Team schaffen. Der 22-jährige Matt Scott absolviert seit einigen Tagen ein Tryout, also ein Probetraining bei Sachsens besten Korbjägern und nahm auch beim ersten Testspiel in Dresden teil, das Chemnitz mit 81:72 für sich entschied.

„Matt ist ein sehr talentierter Junge, der nach seiner Studienzeit nun den Sprung zum Profibasketballer wagt. Wir werden ihn uns in den kommenden Wochen genau anschauen und auch bei weiteren Testspielen zum Einsatz bringen“, erläutert NINERS-Coach Rodrigo Pastore den Fahrplan.

Der Argentinier fahndet mit Assistenztrainer Steven Hutchinson und Sportdirektor Konstantin Lwowsky noch nach dem letzten Puzzleteil für das Chemnitzer Team und wurde dabei auf den 1.93 Meter großen Shooting-Guard Matt Scott aufmerksam. Dieser stammt ursprünglich aus Brooklyn / New York und wechselte nach seiner Highschoolzeit an die Niagara Universität in Lewiston. Mit den „Purple Eagles“ ging Scott vier Jahre in der Metro Atlantic Athletic Conference der höchsten US-College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd und entpuppte sich dort als veritabler Scorer. In 122 Einsätzen markierte der US-Boy durchschnittlich 14.1 Punkte. Hinzu kamen 2.2 Assists, 1.1 Steals und vor allem 6.1 Rebounds pro Partie. „Das ist für einen Guard ein sehr guter Wert und es zeigt, dass Matt einem Team auf viele verschiedene Arten helfen kann“, betont Pastore.

Dennoch wollen die NINERS-Verantwortlichen den wurfstarken Flügelspieler zunächst genau unter die Lupe nehmen. Den Medizincheck hat Scott schon einmal bestanden.

„Nun stehen seine sportlichen Qualitäten im Fokus. Chemnitz ist schließlich seine erste Profistation nach dem College und Matt war noch nie zuvor in Europa. Wir versuchen es ihm hier so angenehm wie möglich zu machen, damit er in den nächsten Wochen sein Bestes abrufen kann“, ist Pastore gespannt auf die nächsten Trainings- und Testspieleindrücke.

 

Vorläufiger Kader (Alter, Größe und letztjähriger Verein in Klammern)

Guards: Bruno Albrecht (16, 1.90m, NINERS Chemnitz U19), Virgil Matthews (35, 1.90m, Nürnberg Falcons BC), Robin Mihalyi (18, 1.85m, NINERS Chemnitz U19), Matt Scott, (22, 1.93m, Niagara Universität), Matt Vest (25, 1.95m, RheinStars Köln), Lukas Wank (21, 1.98m, RheinStars Köln), Malte Ziegenhagen (27, 1.94m, NINERS Chemnitz)

Forwards: Ivan Elliott (31, 2.03m, Eisbären Bremerhaven), Kavin Gilder-Tilbury (24, 2.01m, RheinStars Köln), Leon Hoppe (18, 1.97m, NINERS Chemnitz U19), Jonas Richter (21, 2.07m, NINERS Chemnitz), Emmanuel Womala (18, 1.96m, FC Bayern München U19)

Center: Robin Lodders (23, 2.05m, NINERS Chemnitz), Mario Nagler (28, 2.03m, NINERS Chemnitz II), Georg Voigtmann (23, 2.13m, Uni Baskets Paderborn)

Abgänge (neuer Verein in Klammern): Michael Fleischmann (Ziel unbekannt), Andrew Jones (Ziel unbekannt), Aaron Kayser (FRAPORT SKYLINERS Juniors), Joe Lawson (Crailsheim Merlins), Andy Mazurczak (Caceres / ESP), Daniel Mixich (Uni Baskets Paderborn), Hugh Robertson (RheinStars Köln), Brad Tinsley (Casale Monferrato / ITA), Arne Wendler (Dresden Titans)

 

(NINERS Chemnitz)

NINERS angeln sich BBL-Veteran

Die Zweitligabasketballer der NINERS Chemnitz haben eine wichtige Schlüsselposition besetzt und als neuen Power Forward den US-Amerikaner Ivan Elliott für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Der 31-Jährige Routinier kann auf insgesamt zehn Spielzeiten sowie 324 Profieinsätze in Europa, davon die meisten in der easyCredit Basketball Bundesliga, zurückblicken und wird im Verlaufe dieser Woche zum Team des Chemnitzer Trainers Rodrigo Pastore stoßen. „Wir freuen uns sehr, einen so starken und erfahrenen Akteur für die NINERS gewonnen zu haben und sind überzeugt, dass Ivan eine tragende Rolle in unserer neu formierten Mannschaft einnehmen wird“, sagt der argentinische Trainer voller Hoffnung über den jüngsten Neuzugang.

Der 2.03 Meter große und 104 Kilogramm schwere Elliott stammt ursprünglich aus San Francisco, wo er bereits 2008 mit dem Universitätsteam von Santa Barbara erste Erfolge feierte und die Meisterschaft der Big West Conference (NCAA 1) gewann. Anschließend folgte der Schritt nach Europa zum lettischen Erstligisten SK Valmiera sowie ein Jahr später sein erstes Engagement in der BBL beim Mitteldeutschen BC. 2010 schloss sich Elliott dann dem damaligen ProA-Ligisten s.Oliver Baskets Würzburg an und trug im letzten Saisonspiel neun Punkte, vier Rebounds, zwei Assists, zwei Blocks und einen Steal zum 77:61-Heimsieg gegen die NINERS bei, welcher den Franken nach einer extrem spannenden Serie den Aufstieg knapp vor Chemnitz bescherte.

Nachdem der variable Forward im Folgejahr mit Würzburg den Klassenerhalt im Oberhaus schaffte, ging es zum Ligakonkurrenten Ludwigsburg und anschließend für zwei Spielzeiten in die zweite italienische Liga nach Corato (Bari) und Jesi (Ancona). 2015 kehrte Elliott nach Deutschland zurück und absolvierte eine BBL-Saison bei Phoenix Hagen sowie zwei weitere Spielzeiten für die Eisbären Bremerhaven, wo er jeweils großen Anteil am erfolgreichen Klassenerhalt seiner Clubs hatte. So stand er letzte Saison trotz fortgeschrittenem Alters in 33 BBL-Partien noch immer durchschnittlich 23 Minuten auf dem Feld und markierte dabei 7.0 Punkte, 4.4 Rebounds sowie 1.1 Assists. Während all seiner 192 Partien in Deutschlands höchster Spielklasse brachte es Elliot auf einen Gesamtschnitt von 24 Einsatzminuten pro Begegnung mit je 8.8 Punkten, 5.1 Rebounds, 1.1 Assists, 0.7 Steals und 0.5 Blocks sowie Wurfquoten von 49.9 Prozent aus dem Zweierbereich, 33.2 Prozent aus dem Dreipunkteland sowie 74.8 Prozent von der Freiwurflinie.

„Ivan ist ein sehr kompletter Spieler und wird uns mit seinen Qualitäten auf beiden Seiten des Feldes helfen“, ist sich Pastore sicher und fährt weiter fort: „Gerade junge Spieler wie Jonas Richter oder Kavin Gilder-Tilbury, die ebenfalls vorrangig auf den Forwardpositionen agieren, können von Elliott viel lernen. Ebenso ist denkbar, dass diese drei Jungs auch mal gemeinsam auf dem Feld stehen, was dann eine sehr dynamische, athletische und zugleich wurfstarke Frontcourt-Formation wäre.“ Deshalb kann es der Cheftrainer kaum erwarten, seinen neuen Flügel im Training zu begrüßen. Damit die Eingewöhnung auch neben dem Feld schnell funktioniert, bringt Elliott seine Ehefrau, die beiden gemeinsamen Kinder und den Familienhund gleich mit nach Chemnitz.

Ob der US-Amerikaner dann schon beim ersten Testspiel in Dresden am Samstag aufläuft, ist momentan noch ebenso offen wie der Einsatz von Virgil Matthews, welcher auch erst im Laufe der Woche ankommt. Darüber hinaus fahnden die NINERS weiterhin nach dem letzten Puzzleteil, einem Spieler für die Guardpositionen. Bis das ProA-Aufgebot dann wirklich komplett ist, füllen einige Akteure aus der zweiten Männermannschaft und dem U19-Team den Kader auf, um fortwährend eine kompetitive Trainingssituation zu ermöglichen.

 

Vorläufiger Kader (Alter, Größe und letztjähriger Verein in Klammern)

Guards: Bruno Albrecht (16, 1.90m, NINERS Chemnitz U19), Virgil Matthews (35, 1.90m, Nürnberg Falcons BC), Robin Mihalyi (18, 1.85m, NINERS Chemnitz U19), Matt Vest (25, 1.95m, RheinStars Köln), Lukas Wank (21, 1.98m, RheinStars Köln), Malte Ziegenhagen (27, 1.94m, NINERS Chemnitz)

Forwards: Ivan Elliott (31, 2.03m, Eisbären Bremerhaven), Kavin Gilder-Tilbury (24, 2.01m, RheinStars Köln), Leon Hoppe (18, 1.97m, NINERS Chemnitz U19), Jonas Richter (21, 2.07m, NINERS Chemnitz), Emmanuel Womala (18, 1.96m, FC Bayern München U19)

Center: Robin Lodders (23, 2.05m, NINERS Chemnitz), Mario Nagler (28, 2.03m, NINERS Chemnitz II), Georg Voigtmann (23, 2.13m, Uni Baskets Paderborn)

Abgänge (neuer Verein in Klammern): Michael Fleischmann (Ziel unbekannt), Andrew Jones (Ziel unbekannt), Aaron Kayser (FRAPORT SKYLINERS Juniors), Joe Lawson (Crailsheim Merlins), Andy Mazurczak (Caceres / ESP), Daniel Mixich (Uni Baskets Paderborn), Hugh Robertson (RheinStars Köln), Brad Tinsley (Casale Monferrato / ITA), Arne Wendler (Dresden Titans)

 

 

(NINERS Chemnitz)

Virgil Matthews kommt zurück!

Die NINERS Chemnitz haben einen ihrer erfolgreichsten Spieler der Vereinshistorie und zugleich einen der erfahrensten ProA-Veteranen überhaupt für die bevorstehende Saison verpflichtet. Der mittlerweile 35-jährige US-Pointguard Virgil Matthews kann auf insgesamt 252 Zweitligaeinsätze zurückblicken, von denen er 103 zwischen 2014 und 2017 für Sachsens beste Korbjäger bestritt. Letzte Saison schloss er sich dann dem Nürnberg Falcons BC an und kehrt nun zum Ort seiner größten Errungenschaften zurück. „Ich freue mich riesig darauf, wieder für Chemnitz zu spielen und würde gern dort anknüpfen, wo ich bei meinem letzten Engagement hier aufgehört habe“, blickt Matthews auf das Frühjahr 2017 zurück, als er mit den NINERS ins Halbfinale der Playoffs einzog und nur hauchdünn den Aufstieg in die easyCredit BBL verpasste.

„Virgil wird mit all seiner Erfahrung, seinem Basketball-IQ, als Integrationshilfe für unsere neuen Spieler, vor allem die Amerikaner, und als Identifikationsfigur für die Chemnitzer Fans ein großer Gewinn für uns sein“, ist sich NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore sicher.

Außerdem hofft der Argentinier, dass Matthews‘ jüngere Teamkameraden von dessen Routine profitieren: „Gerade Lukas Wank und Matt Vest können von Virgil in Sachen Spielaufbau viel lernen und natürlich die Last untereinander verteilen.“ So sollen die NINERS nächste Saison noch schwerer auszurechnen sein, weil mit Matthews, Wank, Vest, Ziegenhagen und einem noch zu verpflichtenden weiteren Guard fünf leistungsstarke Akteure mit unterschiedlichen Qualitäten im Backcourt bereitstehen. „Diese Variablität war uns bei der Teamzusammenstellung sehr wichtig“, unterstreicht Pastore.

Ebenso eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.

„Kaum einer kennt die ProA derart gut wie Virgil. Seine Rolle wird zwar etwas anders als in jüngeren Jahren sein und er wird nicht mehr ganz so oft an ‚Triple-Doubles‘ kratzen, aber dennoch bringt er sehr viele Qualitäten mit, die uns als Team helfen werden. Gerade auch neben dem Feld und in der Kabine“, sagt Pastore.

Er stand während der letzten Saison und ebenso bei der aktuellen Kaderplanung oft mit Matthews in Kontakt. Der 1.90 Meter große Amerikaner war schon während seiner ersten Jahre in Chemnitz das Bindeglied zwischen Trainerstab und Mannschaft sowie einer der wichtigsten Taktgeber. Diese Rolle soll der Routinier bestenfalls auch künftig ausfüllen, wenngleich er altersbedingt natürlich nicht mehr die gleiche Minutenanzahl wie früher auf dem Feld stehen wird.

Zwischen 2014 und 2017 war Matthews ja beinahe der „Duracellhase“ des Chemnitzer Teams, verpasste kein einziges Pflichtspiel und spulte pro Partie fast 32 Einsatzminuten runter. Dabei erzielte der Mann aus Seattle insgesamt 1223 Punkte für die NINERS, was ihm bis heute den dritten Platz in der ewigen Chemnitzer Topscorerliste hinter Jaivon Harris (1764) und Gary Johnson (1415) beschert.  Dass er aber auch jetzt noch durchaus einiges im Tank hat, stellte Matthews erst im März dieses Jahres unter Beweis, als er ausgerechnet gegen Chemnitz noch einmal mit 17 Punkten, sechs Assists, vier Steals sowie drei Rebounds auftrumpfte, so den Nürnberg Falcons zum Sieg verhalf und die Playoffhoffnungen der NINERS beerdigte.  Insgesamt brachte es der Routinier letzte Saison bei den Franken auf 8.3 Punkte, 4.0 Rebounds, 3.9 Assists sowie 1.5 Steals pro Partie in durchschnittlich knapp 28 Minuten Spielzeit. Gerade diese Vielseitigkeit zeichnete ihn bereits in Chemnitz aus und sorgte dafür, dass ihn die NINERS-Anhänger 2015 sowie 2016 zum „Most Valuable Player“, also zum wertvollsten Spieler des Teams wählten. „Das waren tolle Zeiten und ich möchte den grandiosen Fans noch einmal etwas zurückgeben“, verspricht Matthews, der nächste Woche zum Team stoßen wird.

 

(NINERS Chemnitz)

Beste Nachwuchsarbeit in der 2. Basketball Bundesliga Saison 2017/2018

Nachwuchsförderung auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe für die Klubs der ProA und ProB

Seit der Saison 2011/2012 beteiligen sich die Clubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Deutschen Basketball Ausbildungsfonds und haben sich gemeinsam mit den Bundesligisten der easyCredit BBL zum Ziel gesetzt Nachwuchsförderung in Deutschland zu honorieren und zu unterstützen.

Zum dritten Mal wurden die die Klubs der ProA im Rahmen einer Zertifizierung prämiert. Anhand detaillierter Fragen sowie individuellen Gesprächen mit den Klubs wurde eine qualitative Analyse der Nachwuchsarbeit in den Kategorien Talentsuche, Talentdiagnose sowie Talentförderung vorgenommen. Je nach erreichter Punktzahl sind Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnungen zu erhalten.

Folgende ProA-Klubs wurden als sehr guter Nachwuchsstandort (silber) eingestuft:

  • Hamburg Towers
  • NINERS Chemnitz

Folgende ProA-Klubs wurden als guter Nachwuchsstandort (bronze) eingestuft:

  • RheinStars Köln
  • Uni Baskets Paderborn
  • Phoenix Hagen
  • RÖMERSTROM Gladiators Trier

Auf eigenen Wunsch nahmen die folgenden Bundesligisten nicht am Zertifizierungsverfahren teil und konnten somit nicht begutachtet werden:

  • Crailsheim Merlins
  • Nürnberg Falcons BC
  • TEAM EHINGEN URSPRING

Die Klubs RASTA Vechta, Baunach Young Pikes und Orange Academy wurden im Rahmen der Nachwuchszertifizierung in der easyCredit BBL begutachtet.

Die Prämierung der Nachwuchsarbeit der ProB Bundesligisten wurde anhand quantitativer Kriterien, wie Spielzeit junger Spieler, Anzahl der hauptamtlichen Nachwuchstrainer oder auch Anzahl der Grundschul-AGs vorgenommen.

Folgende ProB-Standorte können sich dieses Jahr über eine Top-Platzierung sowie einen finanziellen Beitrag zum weiteren Ausbau der Nachwuchsförderung vor Ort freuen:

ProB

  • SC Rist Wedel
  • ETB Wohnbau Baskets Essen
  • VfL SparkassenStars Bochum
  • RSV Eintracht
  • Dragons Rhöndorf

Nur außer Konkurrenz an der Wertung teilnehmen, konnten Standorte, deren Kooperationspartner in der 1. Basketball Bundesliga prämiert wurden.

Mit dem Fonds werden verschiedene Anreize geschaffen, um die Ausbildung deutscher Nachwuchsspieler zielführend voranzubringen. Durch einen Mix von unterschiedlichen Maßnahmen werden, durch die von den Bundesligisten zur Verfügung gestellten Mittel, unter anderem nationale Projekte initiiert und Prämien an alle bei der Ausbildung eines Bundesligaspielers beteiligten Vereine ausgeschüttet.

Hierzu zählen unter anderem die Förderung von hauptamtlichen Jugendtrainern durch ein neu entwickeltes Nachwuchstrainerausbildungsprogramm sowie Wertschätzungsmaßnahmen für Trainer und Betreuer die sich ehrenamtlich in ihren Vereinen engagieren.

Eine dritte Säule des Gemeinschaftsprojektes ist die Prämierung bzw. Zertifizierung der besten Nachwuchsarbeit in den jeweiligen Ligen, sei es in der 1. Basketball-Bundesliga oder in der ProA und ProB.

 

Aller guten Dinge sind drei

Nach Lukas Wank und Kavin Gilder-Tilbury haben die NINERS Chemnitz den dritten Spieler vom letztjährigen Ligakonkurrenten RheinStars Köln verpflichtet. Der 1.95 Meter große US-Amerikaner Matt Vest einigte sich mit Sachsens besten Korbjäger auf einen Kontrakt für die bevorstehende Saison 2018/19 und wird Anfang August mit seiner Ehefrau Samantha in Chemnitz eintreffen. „Matt ist ein äußerst variabler Spieler, der auf den Positionen 1 bis 3 eingesetzt werden kann. Außerdem zeichnen ihn seine Mannschaftsdienlichkeit, sein Basketball-IQ und seine Defensivstärke aus“, freut sich NINERS-Coach Rodrigo Pastore auf den Neuzugang.

Matt Vest wuchs in der 150.000-Einwohner-Metropole Dayton im US-Bundesstaat Ohio auf und besuchte später die örtliche Wright State Universität, für deren Basketballteam er in der höchsten College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd ging. Zwischen 2010 und 2014 bestritt der Blondschopf insgesamt 123 Spiele im Trikot der Raiders und kam dabei auf durchschnittlich 5.0 Punkte, 2.8 Rebounds sowie 1.7 Assists. Anschließend wagte Vest den Sprung nach Europa und heuerte bei den Oettinger Rockets Gotha an. Mit den Thüringern gelang ihm gleich in seinem ersten Profijahr der Sprung ins Playoffhalbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, wo man sich jedoch in vier Partien dem späteren Aufsteiger Würzburg geschlagen geben musste.

Nachdem Vest für die Rockets vornehmlich noch als vielseitiger Rollenspieler zum Einsatz kam, übernahm er in den beiden Folgejahren im Trikot der Uni Baskets Paderborn dann eine ausgesprochene Führungsposition und stellte seine Spielmacherqualitäten unter Beweis. „Matt kann für sich selbst kreieren, aber dank seiner guten Übersicht und starken Passfähigkeiten vor allem auch seine Mitspieler in Szene setzen. Dabei zeigt er ein sehr gutes Gefühl für das jeweils notwendige Tempo, variiert klug zwischen Fastbreaks und geordnetem Setplay“, charakterisiert Pastore die Qualitäten des 90 Kilogramm schweren Modellathleten.

Seine Variabilität brachte Vest bereits letztes Jahr in die Notizbücher vieler ProA-Ligisten. „Auch wir hatten Matt ins Auge gefasst“, bestätigt Pastore. Doch der US-Boy wechselte schließlich zu den RheinStars Köln, mit denen er im zurückliegenden Spieljahr einen starken vierten Platz erreichte. Nachdem sich die Domstädter aber nun in die ProB zurückzogen, folgte Vest seinen alten Teamkameraden Wank und Gilder-Tilbury nach Chemnitz. „Es ist sicher kein Nachteil, dass sich diese Jungs schon kennen und eben alle drei über reichlich ProA-Erfahrung verfügen“, betont Pastore. Allein Vest kann bereits 122 Zweitligaspiele mit durchschnittlich 27,5 Minuten Einsatzzeit vorweisen, in denen er es auf Mittelwerte von 9.0 Punkten, 3.7 Rebounds, 3.2 Assists und 1.1 Steals sowie sehr solide Wurfquoten von 52.1 Prozent aus dem Zweierbereich, 32.8 Prozent von der Dreier- und 73.4 Prozent von der Freiwurflinie bringt. „Obendrein ist Matt erst 25 Jahre jung, also noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen“, traut Pastore dem Allrounder sogar einen weiteren Leistungssprung und vor allem eine wichtige Führungsrolle im neuen NINERS-Team zu.

Dieses soll in den nächsten Wochen komplettiert werden und bestenfalls am 6. August vollzählig in die neue Saisonvorbereitung starten. Doch schon jetzt absolvieren die deutschen Akteure, welche bereits allesamt in Chemnitz sind, regelmäßig gemeinsame Einheiten und überzeugen dabei ihren Coach Rodrigo Pastore: „Ich bin regelrecht begeistert, mit welcher Intensität und Konzentration die Jungs bereits in dieser frühen Phase zu Werke gehen. Jeder zeigt den Willen, sich zu verbessern und das ist die beste Grundlage für Erfolg.“

 

 

(NINERS Chemnitz)

Nächster Neuzugang aus Köln

Die NINERS Chemnitz haben den ersten ausländischen Profi für die neue Saison unter Vertrag genommen. Der 24-jährige Kavin Gilder-Tilbury kommt wie schon Lukas Wank vom letztjährigen Ligakonkurrenten RheinStars Köln und soll die Sachsen künftig auf den Flügelpositionen verstärken. „Wir sind froh, mit Kavin einen äußerst talentierten Spieler gefunden zu haben, der einerseits schon ProA-Erfahrung mitbringt und andererseits aufgrund seines jungen Alters noch über reichlich Entwicklungspotenzial verfügt“, traut NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore dem 2.01 Meter großen US-Amerikaner eine wichtige Rolle im neuen Chemnitzer Team zu.

Der in Houston geborene Kavin Gilder-Tilbury ging nach seinem Highschoolabschluss 2013 an die Texas State Universität und bestritt dort bis 2017 insgesamt 128 Partien – mehr als jeder andere Spieler, der jemals für die „Bobcats“ in der höchsten College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd ging. Dabei brachte es der athletische Forward in durchschnittlich 26 Minuten Einsatzzeit auf 10.8 Punkte, 4.0 Rebounds, 1.4 Assists und 1.0 Steals pro Partie sowie Wurfquoten von 50.8 Prozent aus dem Zweier- beziehungsweise 37.5 Prozent aus dem Dreierbereich und 68.8 Prozent von der Freiwurflinie. Anschließend gelang es ihm, seine Qualitäten sehr schnell auf den europäischen Profibasketball umzumünzen, so dass er schon in seiner ersten Saison bei den RheinStars Köln ganz ähnliche Werte auflegte. In 31 Pflichtpartien stand „KGT“ jeweils rund 26 Minuten auf dem Parkett und hatte mit 12.9 Punkten bei guten Quoten (53.5 % Zweier, 35.9 % Dreier, 65.6 % Freiwürfe) sowie 4.6 Rebounds, 2.2 Assists und 1.5 Steals großen Anteil am erfolgreichen Playoffeinzug der Domstädter im April dieses Jahres.

Nachdem sich Köln nun aber freiwillig in die ProB zurückzog, suchte Gilder-Tilbury eine neue Herausforderung. „Kavin ist ein sehr ambitionierter und erfolgshungriger Spieler, der den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen möchte. Hierfür sah er bei uns beste Voraussetzungen und wir umgedreht in ihm einen Mann, der maßgeblich zur Erreichung unserer eigenen hohen Ziele beitragen kann“, unterstreicht Pastore, dass sich zwei Seiten gefunden haben, die beide unbedingt in die Playoffs wollen. Darüber hinaus freut sich der Chemnitzer Coach auf die sportlichen Qualitäten Gilder-Tilburys: „Er ist ein sehr moderner Flügelspieler, der am Brett und aus der Distanz punkten kann, über ein sicheres Ballhandling sowie gute Passfähigkeiten verfügt und zugleich sehr athletisch als auch explosiv ist. Das wiederum versetzt ihn in die Lage, die Positionen 1 bis 4 verteidigen zu können, was uns äußerst variabel macht und je nach Gegner verschiedene Aufstellungen ermöglicht.“

Mit dem vielseitigen Neuzugang haben die NINERS ein weiteres wichtiges Puzzleteil ihres künftigen Teams gefunden. Deren drei bis vier fehlen zum jetzigen Zeitpunkt noch, wobei sich manche Verhandlungen bereits kurz vor dem Abschluss befinden. Gleichzeitig stehen auch einige Abgänge fest. Joe Lawson wechselt zum BBL-Aufsteiger Crailsheim Merlins und Brad Tinsley zu Novipiu Casale Monferrato, dem letztjährigen Vizemeister der zweiten italienischen Liga. Daniel Mixich schließt sich den Uni Baskets Paderborn an und trifft dort wieder auf seinen früheren Chemnitzer Teamkameraden Martin Seiferth. Hugh Robertson schlägt den umgedrehten Weg wie Lukas Wank bzw. Kavin Gilder-Tilbury ein und geht zum künftigen ProB-Ligisten Köln, während sich auch Eigengewächs Arne Wendler für die dritte deutsche Spielklasse entschied und zu den Dresden Titans wechselt. Bei Andy Mazurczak und Michael Fleischmann sind derweil noch keine neuen Arbeitgeber bekannt.

 

(NINERS Chemnitz)