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Spielgestalter mit Biss und Europa-Erfahrung – Sincere Carry wechselt nach Hagen

Mit Sincere Carry komplettiert Phoenix Hagen den Kader für die anstehende ProA-Saison 2024/2025. Der 24-jährige US-Amerikaner machte sich bereits während seiner College-Zeit in einschlägigen Scouting-Kreisen einen Namen und verbrachte daraufhin seine Rookie-Saison bei Iraklis BC – wo er sogar das Finale um die griechische Zweitliga-Meisterschaft erreichte.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Wir betonen immer wieder, wie sehr Phoenix sich über Wille, Einsatz und defensiven Biss definiert. Mit Sincere kommt ein Spieler zu uns, der genau diese Eigenschaften mitbringt. Er ist einer, der in der Verteidigung mit gutem Beispiel vorangeht, wodurch die gesamte Mannschaft mitgezogen wird.
Durch seine Erfahrung in Griechenland weiß er, was das Profidasein in Europa bedeutet – auf und abseits des Parketts. Mit seinem Ballhandling und guten Auge kann er für uns sowohl als Spielgestalter, aber auch als Scoring-Option wichtig sein.“

Sincere Carry (PG Phoenix Hagen): „Ich kenne Naz (Bohannon) schon seit Kindertagen, da wir im selben AAU-Team gespielt haben. Er hat mir viel Gutes über den Club und die Stadt berichtet, was meinen ersten Eindruck nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen nochmals bestätigte. Meine Rookie-Saison in Griechenland war nicht einfach, hat mich als Mensch und Spieler aber ungemein reifen lassen. Die gemachten Erfahrungen möchte ich bei Phoenix mit einbringen und dazu beitragen, als Team auf die vergangene Saison aufzubauen.“

Der aus Solon im US-Bundesstaat Ohio stammende Carry besuchte im Anschluss an die Highschool zunächst die renommierte Duquesne University. Dort trainierte er unter Coach Keith Dambrot, der in den frühen 2000ern in Akron einen gewissen Lebron James unter seinen Fittichen hatte.

Fun Fact: Heute werden die Dukes von Dru Joyce III trainiert, der in Deutschland einst für Ulm, Trier, Oldenburg, Braunschweig, Würzburg, München und Jena aktiv war. Ihm zur Seite steht als Assistent mit Stephen Wright ein weiterer ehemaliger Guard, der zwischen 2007 und 2011 in der Bundesliga spielte.

Im Sommer 2021 wechselte Carry an die Kent State University, wo er für die Golden Flashes in zwei aufeinanderfolgenden Saisons mit 17,9 (2021/2022) und 17,5 Punkten (2022/2023) jeweils zum Topscorer avancierte.

Zum Abschluss seiner College-Karriere feierte der Aufbau mit Kent State den Gewinn der Mid-American Conference (MAC) und den damit verbundenen Einzug ins NCAA Tournament – zum überhaupt erst siebten Mal in der Geschichte der Universität.

Während seiner gesamten NCAA-Zeit (132 Spiele) kam Carry auf ein beeindruckendes Defensive Rating von 98,6.

Im Laufe der Saison 2023/2024 schloss er sich Iraklis BC an, wo er in 20 Spielen mit 11,4 Punkten, 3,8 Rebounds und 2,6 Assists zu gefallen wusste.

Quelle: Phoenix Hagen/David Dermer

Naz Bohannon verlängert bei Phoenix Hagen

Die Phoenix-Saison 2023/2024 war in vielerlei Hinsicht historisch. Immensen Anteil daran hatte Naz Bohannon, der in seiner Funktion als Co-Kapitän auf und abseits des Parketts vorbildlich voranschritt und ganz entscheidend dazu beitrug, dass Hagen erstmals das ProA-Halbfinale erreichte und damit das vielgefeierte Ticket zur Teilnahme am BBL-Pokal löste.

Jetzt steht fest: Der Power Forward wird auch 2024/2025 seine Sneakers für die Volmestädter schnüren!

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Mit Naz bleibt einer der unbestrittenen Anführer der letztjährigen Mannschaft weiterhin bei Phoenix. Einen starken Charakter wie ihn trotz auslaufenden Vertrages weiter im Team zu haben, spricht Bände darüber, was wir hier gemeinsam entwickelt und aufgebaut haben. Mit seinen basketballerischen Fähigkeiten gehört er definitiv zu den besten Spielern der gesamten Liga – und da geht noch mehr. Naz ist ob seiner Persönlichkeit ein ganz wichtiger, ein prägender Teil unser Kultur.“

Naz Bohannon (PF Phoenix Hagen): „Als Chris und ich das letzte Mal miteinander sprachen, ehe ich zurück in die Staaten geflogen bin, habe ich ihm gesagt: Es fühlt sich an, als ob ich mein Zuhause verlasse. Im Profigeschäft kommst du nur ganz selten in Situationen, die sich wie Familie anfühlen. Schon während der Saison habe ich gegenüber engen Freunden und Verwandten immer wieder betont, dass hier in Hagen unheimlich viel zusammenkommt, wovon du sonst nur träumen kannst – Hunderte zu den Spielen quer durchs Land fahrende Tornados, dein Trikot tragende Kinder, dass du in der Stadt erkannt und angesprochen wirst. Wir haben hier letzte Saison viel bewegt und etwas aufgebaut, aber die ganze Phoenix-Familie verdient noch so viel mehr – genau das wollen wir erreichen.“

Durch die Vertragsverlängerungen von Naz Bohannon und Devonte McCall stehen gleich zwei ausländische Akteure der Vorsaison weiterhin im Phoenix-Aufgebot – ein solches Szenario gab es zuletzt im Sommer 2016, als Owen Klassen und Club-Legende David Bell über die Offseason hinaus in Hagen blieben.

Der Power Forward kam vergangene Saison auf durchschnittlich 12,4 Punkte und 6,6 Rebounds, wobei letztgenannter Wert eine teaminterne Bestmarke darstellte. Im Laufe der Spielzeit riss Bohannon insgesamt sieben Double-Doubles ab, in den ersten vier Playoff-Spielen gegen Kirchheim legte er gleich drei statistische Doppler auf.

Im Schnitt wusste der US-Amerikaner mit einem Effizienzwert von 14,0 zu gefallen. Achtmal knackte er in dieser Statistik sogar die 20er-Marke. Bohannon bildete gemeinsam mit Bjarne Kraushaar und Kristofer Krause ein dauerlaufendes Trio, welches 2023/2024 für Phoenix in allen 43 Pflichtspielen auf dem Parkett stand.

Für die Statistik-Nerds: Die Differenz zwischen dem Offensive Rating (106,5) und Defensive Rating (106,0) von Naz Bohannon stellte teamintern den zweitniedrigsten Wert dar – nur knapp nach Jamel McAllister (ORtg: 109,7 / DRtg: 109,6).

Quelle: Phoenix Hagen/Jörg Laube

Jamel McAllister verlässt Phoenix Hagen

Nach einer spannenden sowie ereignisreichen Saison 2023/2024 wird Jamel McAllister zur kommenden Spielzeit nicht nach Hagen zurückkehren. Der Linkshänder stand fest im Aufgebot des SV Haspe 70 (1. Regionalliga) und ergänzte darüber hinaus zunächst den Trainingskader von Phoenix Hagen. Nach dem Jahreswechsel feierte der Amerikaner sein ProA-Debüt im Dress der „Feuervögel“, mit denen er in der Folge in die Playoffs einzog und sogar das Halbfinale erreichte.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Jamel hat im Anschluss an den Sprung von Bonn nach Hagen eine tolle Entwicklung vollzogen. In Haspe gehörte er zu den absoluten Leistungsträgern, wodurch er sich ganz klar für Minuten in der ProA empfohlen hat. Durch die enge Verzahnung mit dem SV70 fügte er sich im Frühjahr nahtlos in die feste Rotation ein. Für uns war Jamel ein wichtiger, perfekt passender Baustein in einer ganz entscheidenden Phase der Saison – wie er diese Rolle angenommen und ausgefüllt hat, verdient allerhöchsten Respekt. Er hat seine Chance genutzt und sich damit ganz sicher auf den Radar vieler Mannschaften gespielt.“

Jamel McAllister: „Ich möchte mich bei Phoenix Hagen dafür bedanken, Teil von etwas Besonderem gewesen sein und meine Fähigkeiten zeigen zu dürfen. Mein Dank geht auch an die Fans, die mich herzlich aufgenommen haben. Das vergangene Jahr war eine unglaubliche, lehrreiche Erfahrung für mich.“

Am 04.02.2024 stand McAllister erstmals im Phoenix-Trikot auf dem Parkett und wusste bei seinem Debüt gegen Paderborn (100:82) direkt mit zwölf Punkten (5/6 aus dem Feld) zu gefallen.

In seinen insgesamt 23 ProA-Partien ging er fünfmal mit zweistelliger Ausbeute vom Feld. Durchschnittlich kam der Forward auf solide 5,0 Punkte und 2,5 Rebounds.

Beim 98:79-Auswärtserfolg in Vechta legte McAllister mit 13 Zählern seinen persönlichen ProA-Bestwert auf.

Quelle: Phoenix Hagen/Simon Engelbert

Tyler Stephenson-Moore kommt aus New York City nach Hagen

Als erster Neuzugang auf den internationalen Kaderplätzen kommt Tyler Stephenson-Moore nach Hagen. Der 22-jährige besuchte in den vergangenen fünf Jahren die Stony Brook University und trug sich in dieser Zeit mit 1.359 erzielten Punkten in die Rekordbücher der Schule ein (Platz 11). Der Shooting Guard ist offensiv variabel einsetzbar, wenngleich besonders sein Wurf heraussticht. Zudem ist er defensiv präsent und passt mit seinem mannschaftsdienlichen Auftreten perfekt zu Phoenix.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Mit Tyler kommt ein College-Abgänger zu uns, der als Spieler gereifter ist als die meisten Rookies. Aufgrund von Corona hat er fünf Jahre in der NCAA verbracht, wodurch sein Profil deutlich geschärft ist. Neben seinen direkt ins Auge springenden Qualitäten als Scorer ist es besonders seine defensive Energie, die ihn perfekt in unser Teamgefüge passen lässt. Wir wollen das Vertrauen, dass er in uns als Wahl seiner ersten Profistation setzt, mit einer Entwicklungschance und einer spannenden Saison zurückzahlen.“

Tyler Stephenson-Moore (SG Phoenix Hagen): „Die Art und Weise, wie Coach Chris Harris mit seinen Spielern arbeitet und welchen Basketball er spielen lässt, passt sehr gut zu mir. Ich habe mir einige Partien angeschaut und bin von der Energie – der Mannschaft als auch der Fans in der Halle – komplett begeistert. Phoenix kommt aus einer wahnsinnig starken Saison, und mein Anspruch ist, genau dort mit dem Team ab August ansetzen zu können und dabei meine Stärken einzubringen.“

Als Jugendlicher besuchte der aus New York City stammende Stephenson-Moore die Long Island Lutheran Highschool, an der bereits NBA-Größen wie Reggie Carter (New York Knicks) oder Bill Wennington (Chicago Bulls) die Schulbank drückten. Im Sommer 2019 schloss er sich dem Programm der Stony Brook University an. Aufgrund der Corona-Pandemie verbrachte er fünf Jahre am College, in denen er sein Spiel stetig weiterentwickelte und mit 140 Partien auf so viele Einsätze kam wie kein Seawolf zuvor.

In der abgelaufenen Saison 2023/2024 markierte er durchschnittlich 16,6 Punkte, 3,8 Rebounds und 1,1 Steals, wobei seine Dreierquote von 43,5 Prozent den höchsten Wert innerhalb der Colonial Athletic Association (CAA) darstellte – in der gesamten NCAA belegte er damit Rang sieben. Wie sehr Stephenson-Moore als Basketballer reifte und damit eine größere Rolle bei Stony Brook einnahm, belegt seine Usage Rate von 23,3 (2022/2023) sowie 22,4 Prozent (2023/2024).

Quelle: Phoenix Hagen/Stony Brook University

Phoenix-Topscorer Brock Mackenzie beendet aktive Karriere

Es gibt Dinge im Leben, die sind größer, die sind wichtiger als Basketball. So war es im Frühjahr völlig selbstverständlich, dass Brock Mackenzie aufgrund eines Trauerfalls in der Familie zurück in die Vereinigten Staaten reiste. Damit einher ging im Laufe der vergangenen Wochen und Monate die Entscheidung, dass die gerade erst begonnene Profikarriere des Shooting Guards ein jähes Ende fand.

Was bleibt, ist die Dankbarkeit, dass ein orangefarbener Ball einen jungen College-Absolventen und seine Frau von der amerikanischen Westküste nach Westfalen brachte, um hier eine gemeinsame Reise anzutreten. Eine gemeinsame Reise, die dem Team von Phoenix Hagen und allen Fans definitiv in Erinnerung bleiben wird.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir durch Basketball sowohl Brock und seine Frau Bailey als auch ihre wunderbaren Familien kennenlernen durften. Er war alles andere als ein gewöhnlicher Rookie – auf ganz vielen Ebenen. Sein Spiel ist enorm reif und hat uns als Mannschaft eine überraschende, schlagkräftige Dimension verliehen. Brock hat einen ganz feinen Charakter, und ich bin überzeugt davon, dass ihm sein Glaube und seine Zielstrebigkeit auf seinem weiteren Weg stets wertvolle Begleiter sein werden.“

Brock Mackenzie: „Ich danke der gesamten Phoenix Hagen-Familie und den Fans für all ihre Unterstützung während der vergangenen Saison. Ich bin ungemein dankbar, für eine solch großartige Organisation gespielt zu haben, doch vor allem sind daraus Verbindungen fürs Leben entstanden. Ich empfinde es als Segen, meine Profikarriere in der Ischelandhalle gestartet und beendet haben zu dürfen.“

Nach vier Jahren an der Point Loma University und einer Saison mit den Idaho State Bengals unterschrieb Mackenzie vergangenen Sommer bei Phoenix seinen ersten Profivertrag. Mit seiner Frau Bailey an der Seite ging das Paar das „Abenteuer Europa“ voller Neugierde und bestens vorbereitet an.

Auf dem Feld avancierte Brock Mackenzie in 31 absolvierten Spielen mit durchschnittlich 13,7 Zählern zum Phoenix-Topscorer. In sieben Partien markierte er 20 oder mehr Punkte, wobei er beim 101:80-Heimsieg gegen Karlsruhe (30.03.2024) mit 27 Punkten seinen Bestwert auflegte.

Dass er von jenseits der Dreierlinie regelrecht heißlaufen konnte, stellte er unter anderem mit fünf erfolgreichen Distanztreffern gegen Bayreuth und sechs von „Downtown“ eingenetzten Würfen gegen Frankfurt eindrucksvoll unter Beweis.

Quelle: Phoenix Hagen/Dmitrij Zibart

Devonte McCall bleibt bei Phoenix

Wer gegen Hagen spielt, dem ist bewusst, dass es ein offensiv schwieriger Abend wird. Bei Phoenix wird Basketball noch ehrlich gearbeitet, stellt die Verteidigung einen großen Teil der Club-DNA dar. Dies hat Devonte McCall in der abgelaufenen Spielzeit par excellence verkörpert. Hat die Quoten gegnerischer Topscorer in statistische Niederungen getrieben, sich uneigennützig in den Dienst der Mannschaft gestellt und es im Gang nach vorn besonders in Transition selbst gern amtlich krachen lassen.

Mit dem Musterathleten, der eine Vertragsverlängerung bis Sommer 2025 an der Volme unterschrieben hat, steht der nunmehr sechste Spieler aus dem Vorjahr auch weiterhin im Phoenix-Aufgebot.

Mit seiner Vertragsverlängerung tritt McCall in die Fussstapfen von Karrington Ward, der zuletzt als ausländischer Akteur im Sommer 2021 seine Arbeitspapiere für die Folgesaison bei Phoenix erneuerte.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Der Werdegang von Tae ist wirklich besonders. Von einem kleineren College aus hat er innerhalb von zwei Jahren als Profi eine tolle Entwicklung vollzogen. Die vergangene, sehr solide Saison hat zudem gezeigt, dass noch mehr Potenzial in ihm steckt. Er kann mit seiner Athletik, seinem defensiven Instinkt und einwandfreien Charakter ein weiterhin ganz wichtiger Faktor in unserem Team sein.“

Devonte McCall (#7 Phoenix Hagen): „Auch wenn die Saison insgesamt erfolgreich war, haben wir als Team das Gefühl gehabt, das noch mehr hätte gehen können. Hier wollen wir ansetzen und alles dafür tun, den nächsten Schritt zu machen.
Ich habe basketballerisch und persönlich so viel mitgenommen, besonders aus dem Playoff-Run. In kritischen Situationen mit dem Rücken zur Wand zu stehen, dann aber die eigenen Stärken abrufen zu können und als Team zusammenzustehen, war eine eine ganz wichtige Erfahrung. Ich habe mich bereits mit einigen der Jungs ausgetauscht und sind alle heiß darauf, wieder gemeinsam in der Halle zu stehen.“

McCall stand während der Saison 2023/2024 für Phoenix Hagen in insgesamt 42 Partien auf dem Feld. Im Schnitt legte er 10,3 Punkte, 4,1 Rebounds sowie 1,3 Assists auf.

Mit 21 Zählern markierte er am 03.12.2023 gegen Koblenz einen neuen persönlichen Karrierebestwert und trug damit maßgeblich zum 101:82-Sieg der „Feuervögel“ bei.

Mit vier Steals gegen Bremerhaven (10.02.2024, 86:77) als auch vier Blocks im fünften und entscheidenden Viertelfinalspiel gegen Kirchheim (12.05.2024, 91:66) stellte der Flügel seine enormen defensiven Qualitäten unter Beweis.

Apropos: Playoffs. In der heißesten Phase der Saison stellte McCall in Spiel vier der Kirchheim-Serie mit 13 abgegriffenen Rebounds ebenfalls einen neuen persönlichen Bestwert auf.

Weitere Beweise seines Einflusses auf die Phoenix-Verteidigung gefällig: Mit einem Defensiv-Rating von 105,1 wies McCall in der abgelaufenen Saison in dieser statistischen Kategorie aus der Kern-Rotation nach Lennart Boner (99,5) den teamintern zweitbesten Wert vor.

Quelle: Phoenix Hagen/Christian Becker

Siler Schneider verlässt Phoenix Hagen

Er war auf der Suche nach Freiheit, und hat diese in Hagen gefunden. Er wollte seine Fähigkeiten im Fluss des Spiels bestmöglich einsetzen, und hat Phoenix mitentscheidend bis ins ProA-Halbfinale gespült. Mit seinen Führungsqualitäten sowie seinem einwandfreien Charakter war Siler Schneider auf und abseits des Feldes einer der maßgeblichen Faktoren für die erfolgreiche Saison 2023/2024. Zur kommenden Spielzeit wird der Playmaker jedoch nicht an die Volme zurückkehren.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Als wir Siler vergangenen Sommer verpflichteten, hatten wir eine Idee, einen Wunsch, welche Rolle er für und bei Phoenix würde übernehmen können. Die letzten Monate haben all diese Gedankenspiele im positivsten Sinne übertroffen. Er hat mit seiner Professionalität, seiner Einstellung, seinem Kampfgeist, seinen Qualitäten als Leader all das verkörpert, für das wir in Hagen stehen wollen – und noch mehr. Wir wünschen ihm auf allen Ebenen nur das Beste und werden seinen weiteren Weg mit großer Freude weiterverfolgen.“

Siler Schneider: „Die Organisation und die ganze Stadt Hagen haben mich mit offenen Armen willkommen geheißen – dafür möchte ich mich bedanken. Ich habe meine Zeit in und mit dem Club geliebt und hier Freundschaften fürs Leben geschlossen. Phoenix Hagen wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“

Auf dem Weg zum dritten Platz nach der ProA-Hauptrunde legte Schneider durchschnittlich 13,3 Punkte, 3,5 Rebounds und 3,6 Assists auf. Dabei stand der Guard für Phoenix Hagen in 33 Partien auf dem Feld, zu denen sich im Laufe des tiefen Playoff-Runs acht weitere Begegnungen gesellten.

Im Laufe der Saison markierte er dreimal mehr als 20 Zähler, wobei die 22 Punkte beim 79:71-Erfolg in Karlsruhe (03.01.2024) seinen persönlichen ProA-Bestwert markierten. Beim 91:81-Sieg gegen den späteren Aufsteiger aus Frankfurt (22.12.2024) griff er sich neun Rebounds. In nur einem seiner 41 bestrittenen Pflichtspiele ging er ohne Assist vom Feld, gegen Nürnberg legten seine neun Vorlagen den Grundstein zum 77:67-Erfolg über die Falken (06.01.2024).

Quelle: Phoenix Hagen/Nina Sander

Finn Pook wechselt als Doppellizenzler nach Hagen

Mit dem 20-jährigen Finn Pook kommt ein variabel einsetzbarer Guard an die Volme. Dank Doppellizenz wird er zur festen Rotation des SV Haspe 70 in der 1. Regionalliga gehören, allerdings auch dem erweiterten ProA-Kader von Phoenix Hagen angehören.

Der in Solingen geborene Pook machte seine ersten basketballerischen Schritte in Wuppertal, wo er im Zuge der Kooperation mit den ART Giants Düsseldorf auch an die zweite Bundesliga herangeführt wurde. Über die Landeshauptstadt sowie Ehingen ging es schließlich ans College, wo er 2023/2024 im Aufgebot der Limestone University Saints stand – aufgrund einer Hüftverletzung jedoch nur wenige Spiele absolvierte.

Michael Wasielewski (HC SV Haspe 70): „Ich freue mich mit Finn einen talentierten jungen und hungrigen Spieler nach Hagen lotsen zu können. Er ist vielseitig einsetzbar und wird uns unter anderem die nötige Firepower von außen geben können. Zudem wird er durch sein Umschaltspiel sowie seine Spielintelligenz Räume für die Mitspieler schaffen. Finn ist bereit für die Aufgabe als Doppellizenzspieler und wir geben ihm das nötige Vertrauen sowie die Möglichkeiten sich optimal entwickeln zu können. Herzlich willkommen in Hagen!“

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen):
 „Finn hat schon in jungen Jahren wertvolle Zweitligaluft geschnuppert und sich gleichzeitig mit den Besten seiner Altersklasse gemessen. Nach einem für ihn schwierigen Jahr wollen wir ihm innerhalb der Kooperation die Möglichkeit bieten, sich in der Regionalliga zu beweisen und für die ProA zu empfehlen.“

Finn Pook: „Ich freue mich riesig, nächste Saison im Hagener Trikot auflaufen und hoffentlich eine sehr erfolgreiche Saison erleben zu dürfen. Ich bin guter Dinge, dass wir mit dem Team jedes Wochenende alles geben und eine tolle Show liefern werden.“

Quelle: Phoenix Hagen

Ein Däne für Haspe und Phoenix Hagen

Basierend auf der starken und gewachsenen Kooperation zwischen dem SV Haspe 70 und Phoenix Hagen konnten die Verantwortlichen beider Clubs mit Peter Beier-Christiansen einen 2,04 Meter großen Center an die Volme locken. Der Däne ist fester Bestandteil des Regionalliga-Kaders und soll mit einer Aushilfslizenz ausgestattet den ProA-Kader der „Feuervögel“ ergänzen.

In der abgelaufenen Saison 2023/2024 legte Beier-Christiansen für Holbæk in der ersten dänischen Liga in 28 Partien durchschnittlich starke 8,5 Punkte und 8,9 Rebounds – davon 4,1 am offensiven Brett – auf. Besonders produktiv präsentierte er sich im Monat Februar, wo er mit einem Double-Double aus 12,3 Zählern und 10,0 Boards (5,7 offensiv) zu gefallen wusste.

Michael Wasielewski (Head Coach SV Haspe 70): „Ich freue mich über die Zusage von Peter, der sich vor der letzten Saison bewusst einem Team angeschlossen hat, welches nicht im oberen Drittel angesiedelt ist. Dies bedeutete für ihn jedoch viel Spielzeit, die er gut genutzt hat und nun in der Doppelrolle den nächsten Schritt gehen möchte. Er wird unser Spiel bereichern und soll zu einem Führungsspieler wachsen – mit allem was dazu gehört. Zudem wird er sich mit Sicherheit seine Chance bei Chris erarbeiten und wird diese bekommen! Bereits nach den ersten Gesprächen haben wir über gleiche Ziele und Rollen gesprochen. Wir freuen uns und heißen Peter herzlichen Willkommen in Hagen!“

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen):„Die Vergangenheit hat bewiesen, wie wichtig und gegenseitig befruchtend die Kooperation zwischen Phoenix und Haspe sein kann. Hier wollen wir gemeinsam mit Peter, der sich durch tolle Leistungen in der dänischen Liga empfohlen hat, anknüpfen.“

Peter Beier-Christiansen: „Ich freue mich auf die Chance als Profi meine erste internationale Station anzugehen. Und darauf, individuell sowie als Teil einer Mannschaft besser zu werden. Es wird spannend sein zu sehen, was wir als Einheit in der kommenden Saison erreichen können.“

Quelle: Phoenix Hagen/Holbæk Basket

Ralph Hounnou ist der erste Neuzugang von Phoenix Hagen

Phoenix Hagen komplettiert die deutsche Kern-Rotation des ProA-Kaders. Mit Ralph Hounnou wechselt ein 27-facher Bundesliga-Spieler an die Volme, der zuletzt beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels unter Vertrag stand. Der Swingman hat sich bereits in jungen Jahren einen Ruf als hartnäckiger Verteidiger erarbeitet, der in der Offensive sowohl als Ballhandler und Gestalter, aber auch den eigenen Abschluss suchend agieren kann.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Wir freuen uns, dass mit Ralph ein junger, hungriger, talentierter Spieler zu Phoenix kommt. Mit seiner Galligkeit und Athletik passt er hervorragend zu unserer basketballarischen Identität. Durch seine Variabilität – sowohl offensiv als auch defensiv – stellt er für uns ein weiteres wichtiges Puzzleteil dar. Unser und sein Anspruch ist, das in ihm vorhandene Potenzial abzurufen und weiterzuentwickeln.“

Ralph Hounnou (G/F Phoenix Hagen):
 „Im Gespräch mit Coach Harris haben wir von Beginn an offen und ehrlich über meine Stärken und Schwächen, aber auch über meine Ziele und die des Clubs gesprochen. Der Weg, gemeinsam besser werden zu wollen, hat mich überzeugt. Was ich bislang von Hagen gesehen habe, steigert schon jetzt meine Vorfreude auf die Heimspiele. Zu sehen, wie Fans und Team miteinander interagieren, ist genau mein Ding. Zu wissen, mit der eigenen Einstellung und viel Einsatz dazu beitragen zu können, dass es in der Halle immer lauter wird – das liebe ich.“

Als Jugendspieler durchlief Hounnou das Nachwuchsprogramm des MBC, ehe er 2019 zur Internationalen Basketball Akademie München (IBAM) wechselte und von dort als Gastspieler mit Ludwigsburg am Adidas Next Generation Tournament (ANGT) der Euroleague teilnahm. Dabei gehörte er an der Seite von Ariel Hukporti (58. Pick der NBA-Draft 2024, New York Knicks) aufgrund seiner durchschnittlich 15,0 Punkte, 4,2 Rebounds und 1,8 Assists zu den positiven Entdeckungen des Turniers.

In der Folge durch Corona und Verletzungen in seiner Entwicklung ausgebremst, kehrte Hounnou anno 2022 nach Weißenfels zurück, wo er sich ursprünglich mit einer Doppellizenz ausgestattet in der vergangenen Saison endgültig in der BBL-Rotation festbiss – wenn auch in etwas kleinerer Rolle (24 Spiele, 5:31 Minuten).

Bei Phoenix unterschreibt der 22-Jährige einen Vertrag bis Sommer 2025.

Quelle: Phoenix Hagen