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Schlagwortarchiv für: ProA

Vorberichte ProA 1. Spieltag

25. September 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

Alle ProA-Spiele des ersten Spieltags könnt ihr live auf Sporteurope.TV verfolgen!

 

25.09.2026 20:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons

Die Gastgeber gehen mit großen Ambitionen in die neue Saison. Die GIESSEN 46ers wollen sich bis 2030 dauerhaft unter den zwölf besten Klubs Deutschlands etablieren. In der vergangenen Spielzeit blieb die Mannschaft aus Mittelhessen allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nach der Hauptrunde belegten die 46ers den siebten Tabellenplatz. In den Playoffs setzte sich Gießen zunächst mit 3:1 gegen die Crailsheim Merlins durch, ehe im Viertelfinale gegen die Kirchheim Knights das Aus folgte. An der Seitenlinie steht weiterhin Branislav Ignjatovic. Der erfahrene Coach geht bereits in seine fünfte Saison als Trainer der 46ers und kann dabei auf einen großen Erfahrungsschatz aus insgesamt 18 ProA-Spielzeiten zurückgreifen. Für die neue Saison setzt Ignjatovic auf eine Mischung aus bekannten Gesichtern und gezielten Verstärkungen. Mit Chris Carter (3,1 Punkte, 1,2 Rebounds, 1,0 Assists in der vergangenen Saison) kehrt dabei ein Spieler in die ProA zurück, der in der Saison 2024/25 noch maßgeblich am Aufstieg von Science City Jena in die Basketball Bundesliga beteiligt war. Der Guard gilt als defensivstarker Taktgeber und soll gemeinsam mit Zachery Cooks (6,7 Punkte, 1,4 Rebounds, 2,9 Assists), der ebenfalls aus dem damaligen Jenaer Aufstiegsteam kam und nun über Bonn nach Gießen wechselte, für neue Impulse sorgen. Auch auf den großen Positionen verfügen die 46ers über viel Erfahrung. Viktor Kovacevic und der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Robin Benzing (12,0 Punkte, 2,6 Rebounds, 2,0 Assists) gehören weiterhin zum Kader. Im Backcourt hat Gießen zudem weitere offensive Optionen hinzugewonnen. Mit Nigel Scantlebury (17,4 Punkte, 5,9 Assists, 2,6 Rebounds), der aus Slowenien nach Gießen wechselte, und Daniel Norl (7,1 Punkte, 2,1 Rebounds, 1,3 Assists) stehen weitere Spieler zur Verfügung, die für Punkte sorgen können. Insgesamt verfügt der Kader damit über eine große individuelle Qualität und zahlreiche Spieler, die offensiv Verantwortung übernehmen können.

Gleichzeitig hat sich die Zusammensetzung der Mannschaft im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert. Während Ignjatovic in der Vergangenheit häufig auf physisch geprägten und eher langsamen Basketball setzte, ist der aktuelle Kader stärker auf die Guards ausgerichtet. Die beiden Duelle zwischen den Dragons und den 46ers in der vergangenen Spielzeit gingen jeweils an Quakenbrück. Am 13. Spieltag setzte sich die Mannschaft vor heimischem Publikum mit 107:100 durch. Auch im Rückspiel am 18. Spieltag behielten die Dragons die Oberhand und gewannen in Gießen mit 79:87. Nun kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen. Für beide Mannschaften beginnt dabei eine neue Saison und damit die Jagd nach den ersten Punkten der Spielzeit. Die Partie in Gießen ist gleichzeitig der Startschuss für die gesamte ProA-Saison. Tip-Off in der Sporthalle Gießen-Ost ist am kommenden Freitag um 20:00 Uhr. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Partie live und kostenpflichtig auf SportEurope.TV zu verfolgen.

 

26.09.2026 18:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. SBB Börde Baskets

Es geht wieder los in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Nach einem kurzen Sommer und mit runderneuertem Team startete Head Coach Igor Perovic Anfang August in die Vorbereitung auf die Spielzeit 2026/2027. Und auf die Schwaben wartet mit den SBB Baskets aus Wolmirstedt auch direkt die erste große Herausforderung. Nicht wenige trauen der Mannschaft von Headcoach Zazai Großes zu. Mit Kenny Cooper, der bereits für Tübingen mit 16,2 Punkten pro Partie in der ProA zu überzeugen wusste, Marcus Evans und Dennis Nawrocki haben die Magdeburger viel Qualität und Erfahrung ihrem Kader hinzugefügt. Vor wenigen Wochen folgte dann ein weiterer Kracher mit Forward Brook Gardner, der zuletzt in Crailsheim aktiv war. Mit Aeneas Jung und Akim Jonah spielen zudem zwei ehemalige Knights Akteure für die Baskets. „Das sind absolute Top Spieler und damit gehören sie auch zu den favorisierten Teams der Liga. Sie haben viel in den Kader investiert und nach einem ersten Jahr in der ProA die notwendigen Erfahrungen gesammelt um erfolgreich zu sein,“ sagte Knights Sportchef Chris Schmidt über den kommenden Gegner. Aufgrund eines Lizenzverstoßes erhielten die Baskets eine Strafe von vier Punkten seitens der Liga und treten mit einer entsprechenden Hypothek an.

Die Kirchheimer konzentrierten sich nach dem späten Saisonende praktisch umgehend auf die Neuformierung ihres Kaders. „Der Prozess hatte schon im März begonnen, aber nach dem Finale mussten wir uns nochmal die Frage stellen, ob wir den Fokus stärker auf neue Spieler richten, oder versuchen wollen, letztjährige zu halten. Wir haben uns dann primär für neue Akteure entschieden,“ ergänzt Schmidt. Die Ausnahme bildeten Lukas Zerner, Nico Bretzel und Tyrel Morgan. Dieses Trio spielte bereits in der Saison 2025/2026 unter der Teck. Letztgenannter wurde vor wenigen Wochen zum Kapitän der Rittermannschaft ernannt. Neu mit an Bord sind die US-Amerikaner Philip Alston, CJ Hines und Desmond Watson. Ihnen zur Seite stehen Johannes Patrick, Paul Viefhues und Julius Wolf. Den ersten heftigen Nackenschlag mussten die Teckstädter früh verdauen. Neuzugang Adrian Worthy verletzte sich im Training und wird nach einem Knöchelbruch mindestens drei Monate, und damit den Großteil der Hinrunde, verpassen. Ihn ersetzten die Verantwortlichen mit dem bundesligaerfahrenen Christoph Philipps, der bereits für Ulm, Frankfurt und Würzburg in der ersten Liga aktiv war und nach einer von Verletzungen geprägten Vorsaison wieder in den Rhythmus kommen möchte. Er wurde mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet. Diese zehn sollen es also primär richten. Ergänzt wurde der Kader um die Perspektivspieler Alex Stief, Moritz Lemke und Fabian John. In der Vorbereitung machten die Kreisbau Knights Lust auf mehr. Die direkten Duelle gegen die ProA Konkurrenten aus Tübingen, Heidelberg, Crailsheim und Ulm wurden allesamt gewonnen. Im ersten Pflichtspiel der noch jungen Saison – dem Pokalduell gegen Ludwigsburg – unterlagen die Knights jedoch deutlich, zeigten aber phasenweise ihr Potenzial. „Die Vorbereitungsergebnisse spielen keine Rolle. Es gibt genügend Beispiele von Mannschaften die alles verloren haben und dann gut gestartet sind und umgekehrt,“ so Knights Head Coach Igor Perovic. Der Routinier an der Kirchheimer Seitenlinie weiß um die Arbeit, die noch vor der Mannschaft steht. Unter der Woche hatten die Ritter einige Ausfälle und angeschlagene Spieler zu verschmerzen, daher ist noch unklar wer am Wochenende letztlich zur Verfügung stehen wird. Dennoch werden die Hausherren versuchen, vor heimischem Publikum gut in die Saison zu kommen.

 

26.09.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. RheinStars Köln

Stand der Dinge: Die Göttinger haben in den vergangenen zwei Wochen gegen starke Gegner gespielt. Gegen den SYNTAINICS MBC(Netto BBL Pokal) und die House of Talents Spurs Kortrijk (Testspiel) verloren sie deutlich. Für die Kölner ist das Duell das erste Pflichtspiel der Saison. Ihre Vorbereitung lief sehr gut – von sechs Testspielen gewannen sie fünf, vier davon gegen BNXT-Teams. Nur gegen Liga Neuling ETB Miners verloren die Rheinländer 78:86. Spieler im Fokus: Bei den Göttingern war Zach Jackson im Pokalspiel Topscorer (20 Punkte); gegen Kortrijk punktete Radvilas Kneizys am häufigsten (14). Gehalten haben die RheinStars ihren Topscorer aus der vergangenen Saison, Cedric Russell (15,4 Zähler pro Spiel). Der US Guard war in drei Vorbereitungsspielen bester Punktesammler mit jeweils mehr als 20 Zählern. Auch der neue Center James „Biggie“ Patterson III ließ sein Talent aufblitzen und erzielte in zwei Testspielen jeweils mehr als 20 Punkte. In Haris Hujic kehrt ein ehemaliger BG Spieler in die Sparkassen-Arena zurück. Der deutsche Guard trug das Veilchen-Trikot in der Saison 2021/22 und ist seit Sommer 2025 bei den Kölnern.

Gut zu wissen: Die Veilchen möchten das Erlebnis der Fans rund ums Spiel verbessern und haben neue Angebote im Sortiment. Im kulinarischen Bereich dürfen sich Fans auf das Catering von Schwanebeck Events auf dem Arena-Vorplatz freuen. An den Theken im Arena-Foyer gibt es ab sofort auch Wein (rosé/weiß). Ebenfalls auf dem Arena-Vorplatz animiert der neue „BG Fun Court“ kleine und große Fans selbst aktiv zu werden. Zudem steht eine Hüpfburg zum Austoben zur Verfügung. In der Halbzeitpause sollten Fans nicht die neue Halbzeitshow mit verschiedenen Gewinnen verpassen. Nach dem Spiel lädt der Fantalk mit einem BG-Profi im Foyer zum Verweilen ein. Fünf Neuzugänge stehen im RheinStars-Kader. Die beiden deutschen Akteure Nat Diallo (kam aus Bayreuth) und Karl Bühner (Paderborn) sowie der US-Guard Antonio William (Bochum) kennen die Liga bereits. Neu sind US-Forward Kris Monroe (Österreich)
und Patterson (Rookie vom College). Im Testspiel gegen Kortrijk wiesen die Veilchen trotz Niederlage positive Statistiken auf. Bei 76 erzielten Punkte gaben die Göttinger 21 Assists. Zudem holten sie 13 Offensiv-Rebounds und reduzierten ihre Ballverluste gegenüber den anderen Testspielen deutlich (14). Bei den RheinStars übernahm Zoran Kukic den Headcoach-Posten im Laufe der vergangenen Saison und löst damit Geschäftsführer Stephan Baeck ab, der freiwillig zurücktrat. Der in Wien geborene Kukic besitzt die bosnische und österreichische Staatsbürgerschaft und lebt seit seiner aktiven Zeit beim damaligen Erstligisten RheinEnergy Cologne in Köln. Für Veilchen-Headcoach Martins Gulbis ist es die erste ProA-Partie.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. MLP Academics Heidelberg

Die Tigers Tübingen empfangen zum ersten Spieltag der Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga die MLP Academics Heidelberg. Hochball ist am Samstag, den 26. September 2026, um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Auf Trainer Félix Bañobre und seine neuformierte Mannschaft wartet damit direkt zum Auftakt ein echter Gradmesser. Die Kurpfälzer zählen für viele Experten zum Kreis der Titelkandidaten und gehen auf dem Papier als Favorit in die Partie. Allerdings befinden sich viele Teams vor dem ersten Spieltag meistens noch im Findungsprozess – beste Voraussetzungen also für die eine oder andere Überraschung. Die Schwaben können zudem auf die Unterstützung der heimischen Fans in der Paul Horn-Arena setzen. Die Begegnung wird wie immer live und exklusiv auf sporteurope.tv kostenpflichtig übertragen. Die Kommentatoren Rouven Hänig und Marius Dieterle gehen um 19:10 Uhr auf Sendung. Nach der Partie steht Kapitän Till Jönke beim AlpiFantalk in der Paul Horn-Arena für Fragen zur Verfügung.

Beide Kontrahenten blicken auf eine ereignisreiche Vorbereitung zurück. Die Raubkatzen konnten den Season Opener gegen die Starwings Basket Regio Basel aus der Schweiz deutlich mit 111:53 für sich entscheiden. Insgesamt wurden drei Spiel siegreich gestaltet, drei Begegnungen gingen verloren. Heidelberg musste sich im letzten Härtetest mit dezimiertem Kader den Kreisbau Kirchheim Knights auswärts mit 66:94 geschlagen geben. Zuvor waren die Gäste in der ersten Runde des Netto BBL Pokals am Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg gescheitert. Mit Erol Ersek kehrt ein bekanntes Gesicht in die Paul Horn-Arena zurück. Der heute 27-Jährige trug von 2021 bis 2024 das Trikot der Tigers Tübingen und feierte mit den Raubkatzen im Jahr 2023 den Aufstieg in die easyCredit BBL. Im Anschluss folgte der Wechsel in die Kurpfalz, wo Ersek aktuell in seine dritte Spielzeit geht. Auch Head Coach Carlo Finetti stand in der Saison 2023/2024 als Assistant Coach bei den Schwaben unter Vertrag.

Die MLP Academics Heidelberg peilen nach dem Abstieg aus der ersten Liga den direkten Wiederaufstieg an. Mit Paul Zipser, Niklas Würzner, Erol Ersek und Kevin McClain stehen weiterhin mehrere Akteure aus dem letztjährigen BBL-Kader im Aufgebot. Zusätzliche Qualität bringen die US-Amerikaner Frank Champion, Chuck Harris Jr. und Nick Muszynski mit. Champion kam von UU Korihait aus Finnland in die Kurpflaz, Harris wechselte nach einer starken ProA-Saison mit den Kreisbau Kirchheim Knights nach Heidelberg während der 2,11 Meter große Muszynski bereits 2023/2024 in Kirchheim als bester Center der ProA ausgezeichnet wurde. Mit den deutschen Neuzugängen Lorenz Brenneke und Joschka Ferner verfügt die Finetti-Truppe vor allem auf den deutschen Positionen über einen tiefen und hochkarätig besetzten Kader.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Endlich hat das Warten für alle Ruhrpott-Basketballfans ein Ende! Am 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die ETB Miners sofort eine echte Standortbestimmung auf dem Programm. Am Samstag, den 26. September 2026, empfangen die Essener um 19:30 Uhr mit den HAKRO Merlins Crailsheim einen der ambitioniertesten und traditionsreichsten Klubs der Liga in der Sporthalle am Hallo. Die Gäste aus Hohenlohe reisen mit der klaren Zielsetzung an, im Kampf um die vorderen Tabellenplätze ein gewichtiges Wort mitzureden. Unter Headcoach Florian Flabb absolvierte Crailsheim eine intensiv durchgeplante Pre-Season mit insgesamt sieben Testspielen – darunter namhafte Vergleiche gegen Düsseldorf und Tübingen sowie ein Vorbereitungsturnier in Salzburg. Den ersten echten Pflichtspiel-Härtetest erprobten die „Zauberer“ zudem bereits im Netto BBL-Pokal. Gegen den Erstliga-Aufsteiger Phoenix Hagen lieferten sie sich über 40 Minuten einen packenden Fight auf Augenhöhe und schrammten beim 86:93 nur knapp an einer Überraschung vorbei. Das Team reist somit mit hoher Physis, spürbarer Wettkampfhärte und gefestigten Abläufen nach Essen.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. VfL SparkassenStars Bochum

Paderborn Baskets gegen VfL SparkassenStars Bochum: Ein NRW-Duell, das zum Saisonstart der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA Spannung verspricht. In der vergangenen Saison gingen beide Partien an die Ruhrgebietler, allerdings beide Male heiß umkämpft: Im Hinspiel musste sich Paderborn in Bochum erst nach Overtime knapp und unglücklich mit 92:94 geschlagen geben, im Rückspiel verloren die Baskets in eigener Halle mit 75:83. Ansporn genug für die Hausherren, es in der neuen Saison besser zu machen, und zwar in einer neuen Heimspielstätte: Nach Jahrzehnten verließ das Paderborner Team die zwar stimmungsvolle, aber höchst sanierungsbedürftige „Maspernhölle“ und trägt mit Beginn der Saison 2026/27 in einer neuen und profigerechten Location seine Heimspiele aus. Die PHOENIX CONTACT arena in Lemgo ist für die kommenden Jahre das neue Zuhause des einzigen Profibasketballclubs aus ganz Ostwestfalen-Lippe – und soll sich mit Unterstützung einer ganzen Menge alter und auch neuer Fans zu einer ebenso begeisternd-atmosphärischen „Hölle“ entwickeln wie die bisherige sportliche Heimat. Die Paderborn Baskets haben nach dem erfolgreichen Klassenerhalt zwei Drittel ihres Kaders neu aufgestellt: Mit den beiden Kapitänen Eyassu Worku und Nico Marty-Decker sowie Leonard Kröger Matej Silic und Tom Brüggemann stehen vier Akteure aus der vergangenen Saison im Kader. Neu hinzugekommen ist eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern – ein Team mit einem guten Spirit, das sein Potential in der Preseason bereits diverse Male hat aufblitzen lassen: Lediglich zwei Testspiele gingen verloren, darunter eines nur knapp mit 72:75 beim starken niederländischen Erstligisten ZZ Leiden.

Die Gäste des VfL SparkassenStars Bochum haben eine gute Vorbereitungsphase mit einigen überzeugenden Leistungen hinter sich. Der neue Head Coach Alvaro Paredes kann auch in der neuen Saison auf einen eingespielten Kern an deutschen Akteuren setzen: Kapitän Niklas Geske, Kilian Dietz und Jonas Grof tragen weiterhin das Bochumer Jersey. Hinzu kommen neben jungen Talenten auch einige erfahrene Neuverpflichtungen, die in ihren vorherigen Clubs tragende Rollen spielten: Jaylen Wesley, Neil Masnic (ehemaliger Paderborner), Ja’Monte Black, Gabriel Kuku und Tommy Kamarad zählten in den letzten Test Games zu den auffälligsten, punktestärksten Spielern.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Nürnberg Falcons

Mit einem runderneuerten Kader gehen die Nürnberg Falcons in ihre elfte Zweitliga-Saison. Auch auf der Trainerposition gab es eine Veränderung: Tim Black folgte auf Ralph Junge und soll das Team in einer starken und ausgeglichenen Liga weiterentwickeln und nach vorne bringen, vom 1. Spieltag an. „Ich freue mich sehr auf unser erstes Spiel und darauf, welche Erfahrungen unsere neuen Spieler dabei machen werden. Am ersten Spieltag geht es jedem in der Liga ähnlich: Aufregung, Nervosität und sicher auch der eine oder andere Aberglaube sind allgegenwärtig. Das Spiel, das wir lieben und für das wir arbeiten, wird plötzlich zu mehr als nur einem Spiel. Die große Herausforderung besteht darin, im Moment zu bleiben und sich daran zu erinnern, dass es am Ende genau das ist: ein Spiel. Wir haben die gesamte Preseason trainiert, gespielt und gereist, um auf diesen Moment hinzuarbeiten. Jetzt geht es darum, die Halle zu betreten und das zu zeigen. Natürlich gibt es Taktik und einen Plan, aber irgendwann geht es einfach darum, zu kämpfen und sich zu behaupten“, so Tim Black. Die Liga scheint spannender denn je. Starke Aufsteiger, ein ambitionierter BBL-Absteiger und gleich mehrere Teams, die sich für den großen Wurf in Position bringen wollen. Mittendrin sind die Nürnberg Falcons, hinter denen eine Marathon Preseason mit insgesamt 19 Testspielen liegt. Ihnen gegenüber steht am Samstagabend eine Mannschaft, die den Mittelfranken am 34. Spieltag der vergangenen Saison den letzten verbliebenen Playoff-Platz vor dem Schnabel wegschnappte. Trainer Demond Green geht bei den LIONS in sein zweites Jahr. Auch beim Kader ist Kontinuität angesagt – mit einem starken deutschen Kern und interessanten Neuzugängen. Tim Black schätzt den ersten Gegner der neuen Saison wie folgt ein: „Karlsruhe ist eine hungrige und aggressive Mannschaft, die auf jeder Position gefährlich ist. Es wartet viel Arbeit auf uns, aber ich vertraue meinen Jungs und bin überzeugt, dass sie bereit sind.“ Tip-off zur Partie der PS Karlsruhe LIONS gegen die Nürnberg Falcons ist am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr. DiePartie gibt es live in der Karlsruher Europahalle sowie auf sporteurope.tv zu sehen. Hier haben die Fans die Wahl zwischen verschiedenen Pass-Modellen. Egal ob Einzelspiel oder All-Access-Pass: Mit jedem Produkt können die Nürnberg Falcons unmittelbar unterstützt werden.

 

27.09.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. OrangeAcademy

Vorbericht folgt in Kürze.

 

27.09.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Medikamente per Klick Bayreuth

Medikamente per Klick Bayreuth startet mit einem Auswärtsspiel am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr bei den EPG Baskets Koblenz in die neue Saison 2026/27 der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA. Die Koblenzer gingen in der vergangenen Spielzeit mit 26 Punkten als Tabellen-14. der Hauptrunde über die Ziellinie, vier Punkte hinter dem Zehnten Bayreuth und sechs Punkte vor dem Tabellen-17. und damit erstem Absteiger Bayer Giants Leverkusen. Nach dem Aufstieg geht das Team vom Deutschen Eck mittlerweile in seine vierte ProA-Saison. Aus dem Kader der vergangenen Spielzeit blieben den EPG Baskets auf den deutschen Positionen die Shooting Guards Badu Buck (27) und David Lars Gaspers (27) erhalten. Die Power Forwards Jonas Niedermanner (29) und Jannis Sonnefeld (24) sowie der 28-jährige Center Alexander Möller und der türkische Nachwuchsspieler Small Forward Ömer Girgin (18) blieben den Koblenzern ebenfalls treu. Als Neuzugang wurde in der Sommerpause der deutsch-kanadische Guard Mason Kraus vorgestellt. Für den 24-Jährigen ist Koblenz die erste Station nach der College-Zeit. Vorstand Sport und Marketing Thomas Klein sieht in dem 1,90 Meter großen Akteur „einen sehr dynamischen und offensivstarken Spielmacher, der seine Mitspieler gut in Szene setzen und selbst punkten kann, wenn es darauf ankommt“. Mit dem 26-jährigen Rumänen Dragos Diculescu verpflichteten die EPG Baskets für die Guard/Wing-Position einen erfahrenen Profi, der bereits in Rumänien, den Niederlanden, Island, Schweden und der deutschen Pro B gespielt hat. In der Saison 2024/25 bei der BG Hessing Leitershofen wurde der 1,96 Meter große Small Forward zum MVP der ProB gewählt. In der vergangenen Saison war Diculescu für die Koping Stars in Schweden aktiv und erreichte bei 30 durchschnittlich gespielten Minuten im Schnitt 16,2 Punkte, 5,7 Rebounds und vier Assists. Headcoach Stephan Dohrn freut sich auf einen „sehr vielseitigen, schlauen Spieler, der von Natur aus einen Führungsanspruch hat, gleichzeitig aber auch hungrig ist, sich in der ProA zu beweisen“. Mit dem deutschen Power Forward Ferenc Gille verpflichteten die Koblenzer einen Neuzugang, der in der Saison 2023/24 zusammen mit dem heutigen EPG Baskets-Headcoach Stephan Dohrn in Rhöndorf die ProB-Meisterschaft gewonnen hat. Mit einer Größe von 2,03 Metern ist der 27-Jährige auch auf der Center-Position einsetzbar. Zuletzt war Gille bei der BG Hessing Leitershofen in der ProB aktiv und hatte im Schnitt 11,4 Punkte und 4,5 Rebounds auf dem Scoreboard stehen. Als „Big Man“ verpflichteten die Koblenzer den 2,01 Meter großen, sehr beweglichen und flexibel als Center oder Power Forward einsetzbaren US-Amerikaner Camaron Tongue. Nach dem Durchlaufen des renommierten College-Programms der Santa Clara Broncos in Kalifornien von 2021 bis 2025 wagte der 25-Jährige den Sprung über den großen Teich und war in der vergangenen Saison beim estnischen Topclub BC Kalev/Cramo Tallin aktiv und war neben der nationalen Liga auch international im Einsatz. Direkt vom College-Programm der Dartmouth Big Green aus New Hampshire wechselte der US-amerikanische Small Forward Jayden Williams (22) ans Deutsche Eck. Der 1,98 Meter große, athletische Flügelspieler erzielte in seiner Senior-Saison durchschnittlich 11,8 Punkte pro Spiel, verwandelte 64 Dreipunktewürfe bei einer Quote von 35,6 Prozent und überzeugte zudem mit starken 84,8 Prozent von der Freiwurflinie. Vom Boston College aus der NCAA kam der 1,93 Meter große US-Combo Guard Chase Forte Johnson zu den EPG Baskets. Im Laufe seiner College-Karriere entwickelte sich der athletische Guard zu einem der besten Verteidiger seiner Liga und wurde in der Saison 2024/25 als Defensive Player of the Year der Summit League ausgezeichnet. Der außergewöhnlich intensive 25-jährige Verteidiger soll die gegnerischen Ballhandler konstant unter Druck setzen. Als letztes Puzzleteil des Kaders wurde der US-amerikanische Point Guard Tyren Moore verpflichtet. Der 25-jährige, 1,80 Meter große und 84 Kilogramm schwere Akteur war in den vergangenen beiden Spielzeiten bei den Georgia Southern Eagles aktiv. In der vergangenen Saison wurde Tyren Moore ins Sun Belt All-Tournament Team berufen. Über die Spielzeit hinweg verwandelte Moore insgesamt 120 seiner 310 Dreipunktewürfe und kam dabei auf durchschnittlich mehr als acht Dreierversuche pro Spiel – Werte, die seine Rolle als äußerst selbstbewusster und konstanter Distanzschütze eindrucksvoll unterstreichen. Insgesamt wird der Spielstil der EPG Baskets angesichts der Struktur des neuen Kaders wohl noch einmal deutlich an Aggressivität und Dynamik in Offensive und Defensive zulegen. Mateo Santamarina wird künftig als Assistant Coach an der Seite von Head Coach Stephan Dohrn arbeiten, der in seiner zweiten Spielzeit bei den EPG Baskets engagiert ist. Der Spanier Santamarina tritt die Nachfolge von Kai Schallenberg an und bringt neben internationaler Erfahrung im Profi- und Nachwuchsbereich vor allem eine große Expertise in den Bereichen Scouting, Videoanalyse und Spielvorbereitung mit.

Die Vorbereitungsspiele der Koblenzer verliefen durchaus erfolgreich. In sieben Testspielen gab es fünf Siege, zuletzt wurden die PS Karlsruhe Lions mit 104:74 deutlich distanziert. Erfolge gab es unter anderem auch gegen die Ligakonkurrenten Artland Dragons (88:78), mit 96:88 bei den VfL SparkassenStars Bochum und mit 88:81 gegen die GIESSEN 46ers. Verloren wurde mit 80:94 gegen ProA-Aufsteiger ETB Essen Miners und mit 79:82 bei den Bayer Giants Leverkusen, dem ProA-Absteiger der vergangenen Saison. Bei Medikamente per Klick Bayreuth verlief die Vorbereitung sehr durchwachsen. Gebeutelt von Verletzungen und Blessuren im Team stand Headcoach Vincent van Sliedregt oft nur eine kurze Rotation zur Verfügung. Nach dem knappen nichtöffentlichen Auftaktsieg gegen Pro B-Ligist BBC Coburg wurde anschließend teils deutlich gegen den tschechischen Erstligisten BK Armex Decin (87:109), im Rahmen des Medikamente-per-Klick-Cups gegen Ligakonkurrent Nürnberg Falcons (73:84) und gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra (76:93), gegen Bundesligist Mitteldeutscher BC (56:108) und bei Ligakonkurrent SBB Börde Baskets Wolmirstedt (65:90) verloren. Auf dem Heimweg vom einwöchigen Trainingslager im italienischen Bormio, das erst in der vorletzten Woche vor dem Saisonstart durchgeführt wurde, testete MpK noch bei der „Orange Academy“, dem in die ProA aufgestiegenen Farmteam von ratiopharm Ulm. Hierbei feierten die Bayreuther mit 91:83 einen wichtigen Erfolg für das Selbstbewusstsein acht Tage vor Saisonbeginn. Ob die Bayreuther jetzt quasi „auf den Punkt“ konkurrenzfähig sind, wird sich beim ersten Saisonspiel am Sonntag zeigen.

Foto: dieLICHTBUILDER

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Vorberichte_ProA_1.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-25 12:35:172026-09-25 12:35:17Vorberichte ProA 1. Spieltag

Spotlight #13: 6x Do or Die zum Start: Die Pokalvorschau

8. September 2026/in Liga-News, ProA 26/27, Spotlight

In gut zweieinhalb Wochen startet die neue Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, doch für sechs Teams geht es bereits in dieser Woche los! Denn die 1. Runde im Netto BBL Pokal steht an und liefert einmal mehr die Bühne für spannende Duelle und vielleicht ja auch die eine oder andere Überraschung. In jedem Fall dürften es echte Highlightspiele für die sechs teilnehmenden ProA-Ligisten werden, zumal diese wie gewohnt mit Heimrecht in die Pokalsaison starten. Von Traditionsduellen bis zu Lokalderbys ist alles dabei, in dieser Ausgabe von Spotlight gibt es den genauen Blick auf die anstehenden Partien.

Vom ProA-Spitzenspiel zum Pokalduell

HAKRO Merlins Crailsheim vs. Phoenix Hagen // Do. 10.09.2026 18:30 Uhr

Eröffnet wird die 1. Pokalrunde in der Arena Hohenlohe. Die HAKRO Merlins Crailsheim empfangen Phoenix Hagen zu einem Duell, das wir in den vergangenen Saisons schon in der ProA genießen durften. Und die Merlins dürften durchaus noch die eine oder andere Rechnung offen haben. In der vorletzten Saison trafen die beiden Teams in einer hochspannenden Viertelfinalserie aufeinander. Das bessere Ende gab es für die Hagener, die Spiel fünf in Crailsheim für sich entschieden. In der Hauptrunde der letzten Saison waren Crailsheim und Hagen dann die stärksten Teams der ProA und landeten sieggleich auf den ersten beiden Plätzen. Nur wenige Punkte im direkten Vergleich trennten die Crailsheimer vom Hauptrundensieg. Und wer weiß wie die Playoffs verlaufen wären, wenn die Merlins anstelle der Hagener von Platz eins in die Postseason gegangen wären… Es steckt also einiges an frischer Historie in dem Duell, klar ist aber auch, was zählt ist das Hier und Jetzt.

Und in diesem haben die Gastgeber einen großen Umbruch im Kader vollzogen. Neues Trainerteam, ein gutes Dutzend an Abgängen und jede Menge frische Spieler. Es ist ein kompletter Neustart in Hohenlohe, der durch die jüngste Trennung vom sportlichen Leiter Bogdan Radosavljevic noch deutlicher ausfällt. Point Guard Gianni Otto ist der Einzige, der schon im letztjährigen Pokalspiel (gegen Science City Jena) das Crailsheimer Trikot trug. Viel Verantwortung für den jungen neuen Coach Florian Flabb, dessen neues Team aber zumindest schon einiges an Pokal-Erfahrung mitbringt. Point Guard Simon Krajcovic hat bereits vier Pokalpartien mit seinem Ex-Team aus Gießen in der Vita und auch die weiteren Neuzugänge um Hendrik Drescher, Booker Coplin und Co. waren bereits im Netto BBL Pokal aktiv. Die Gäste haben etwas mehr Kontinuität im Kader und bringen eine Handvoll Aufstiegshelden mit. Der Kern um die ProA-bekannten Gesichter wie Marcus Graves, Bjarne Kraushaar oder Tim Uhlemann blieb bestehen und kennt dementsprechend auch die Atmosphäre in der Arena Hohenlohe. Und dass diese durchaus ein Ort für Pokalüberraschungen ist, zeigt der Blick in die vorletzte Saison. Damals schlugen die Merlins nicht nur die ROSTOCK SEAWOLVES in der 1. Runde, sondern hatten auch das Spitzenteam von Alba Berlin am Rande der Niederlage.

Neu-Merlin Krajcovic hat mit den GIESSEN 46ers schon einmal die Pokalsensation geschafft (Bild: Tristan Lindner).

Neuer Coach gegen alten Club

Eisbären Bremerhaven vs. Basketball Löwen Braunschweig // Do. 10.09.2026 20:00 Uhr

Wenn am Donnerstag um 20:00 Uhr der Sprungball durch die Bremer ÖVB Arena fliegt, dürfte es für einen Mann ein ganz besonderer Moment sein. Ferried Naciri übernahm in diesem Sommer den Posten als Headcoach der Eisbären Bremerhaven, nachdem er zuvor eine Saison als Assistant Coach bei den Basketball Löwen Braunschweig gearbeitet hatte. Im ersten Pflichtspiel nun direkt gegen das Ex-Team zu coachen, der Pokal machts möglich. Noch spezieller wird dieses Aufeinandertreffen dadurch, dass bei den Löwen auch weiterhin Ramón Díaz an der Seitenlinie steht, ebenjener Trainer, den Naciri zuletzt als Assistent unterstützte. Ob Naciri den Eisbären also die entscheidenden Insidertipps mitgeben kann, werden wir am Donnerstag erleben. Den passenden Rahmen bietet wie schon im letzten Jahr die ÖVB Arena in Bremen. Die große Halle, in die die Bremerhavener für besondere Partien ausweichen hat sich oft als gutes Pflaster erwiesen. In den letztjährigen Playoffs konnte man hier alle seine Spiele gewinnen, selbst gegen den späteren Meister aus Hagen.

Der Transfersommer verlief im hohen Norden etwas ungewöhnlich. Kapitän Adrian Breitlauch verlängerte zwar seinen Vertrag, spielt aber zunächst bis Anfang nächsten Jahres in Afrika. Der neu geholte Point Guard Dillon Hunter entschied sich doch noch für eine weitere Saison am College, sodass kurzfristig mit Corey McKeithan ein neuer Aufbauspieler verpflichtet werden musste. Stabilität gibt allerdings die deutsche Guard-Rotation, denn hier lockte man die wurfstarken und ProA-erfahrenen Garai Zeeb, Vincent Friederici und Tyreese Blunt an die Nordseeküste. Auch für Ersteren ist es übrigens ein Duell mit dem Ex-Team, von 2019-2021 stand der 29-jährige in Braunschweig unter Vertrag. Auch bei den Löwen lohnt der Blick auf die deutschen Guards. Denn in Gian Aydinoglu kehrte ein Spieler zu den Braunschweigern zurück, der in der letzten Saison mit Kirchheim die ProA-Vizemeisterschaft feierte. Das Hauptrundenspiel, in dem er die meisten Minuten auf dem Feld stand, hatte Aydinoglu übrigens auswärts gegen die Eisbären. Auch er konnte in diesem Sommer aber nicht verhindern, dass die Löwen bislang alle Vorbereitungsspiele verloren. Schaffen es die Eisbären diese Serie aufrecht zu erhalten und für die Pokalüberraschung zu sorgen?

Bekannte Gesichter: Aydinoglu, hier noch im Kirchheimer Trikot, und Carlos Carter werden im Pokal wieder aufeinandertreffen (Foto: Dennis Green).

Die Pokal-Dauerbrenner wollen wieder ins Achtelfinale

GIESSEN 46ers vs. NINERS Chemnitz // Sa. 12.09.2026 18:30 Uhr

Zum vierten Mal seit der Aufstockung des Pokals nehmen die ProA-Ligisten an der 1. Runde teil. Und ein Team war bis jetzt immer dabei: Die GIESSEN 46ers sind aus ProA-Sicht so etwas wie die Stammgäste im Netto BBL Pokal. Und durch die Kontinuität im Kader sind auch immer noch einige Akteure übrig, die alle diese Pokalpartien auf dem Parkett miterlebt haben. Neben den Coaches sind das vor allem Kapitän Robin Benzing sowie Luis König Figge. Ersterer verkündete im Sommer den Aufschub seines ursprünglich geplantem Karriereendes zugunsten einer weiteren Saison im 46ers-Trikot. Und für letzteren sind Partien gegen Chemnitz ohnehin etwas ganz besonderes, schließlich gehört König Figge zu den Aufstiegshelden, die 2020 den NINERS-Weg in die BBL ebneten. Genauso übrigens wie Chris Carter, der in diesem Sommer als der Königstransfer zu den Gießenern stieß. Bei den NINERS gab es in der Offseason einen kompletten Umbruch. Coach Pastore trainiert einen runderneuerten Kader, für den man auch in der ProA die Angel auswarf. Und so kommt es im Pokalspiel zum Wiedersehen mit Player of the Year Ben Burnham (zuletzt Artland Dragons) und Jannis von Seckendorff (zuletzt Eisbären Bremerhaven).

Alleine der Blick auf die einzelnen Spieler macht schon Lust auf die Partie, die aber noch mehr Historie zu bieten hat. Denn das anstehende Duell weckt durchaus einige Erinnerungen an die erste Gießener Pokalteilnahme als Zweitligist. Im September 2023, auch ein Samstag um 18:30 Uhr, empfingen die 46ers die damals noch erstklassigen HAKRO Merlins Crailsheim. Das Team von Frenkie Ignjatovic lieferte damals nicht nur einen guten Fight, es war sogar über weite Strecken überlegen und fuhr den überraschenden Erstrundensieg ein. Im Achtelfinale traf das Team um Robin Benzing dann auf wen? Richtig, die NINERS Chemnitz. Auswärts in Sachsen waren die 46ers chancenlos, nun gibt es drei Jahre später also endlich die Chance zur Revanche. „Da haben wir noch etwas gutzumachen“, meint auch Ignjatovic. Und diesmal gibts das Match mit dem feinen Unterschied, dass die Gießener vor heimischer Kulisse antreten. Und da die Reparaturarbeiten in der Sporthalle Gießen-Ost über den Sommer abgeschlossen werden konnten, sind für die Fans nun auch endlich wieder alle Plätze verfügbar. Perfekte Bedingungen eigentlich für eine rauschende Pokalnacht…

Sechs Jahre ist es her, dass Luis König Figge das Trikot der NINERS Chemnitz trug (Foto: NINERS Chemnitz).

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Mit lettischem Coach zum Pokalcoup

BG Göttingen vs. SYNTAINICS MBC // Sa. 12.09.2026 20:00 Uhr

Zur Primetime am Samstagabend startet die BG Göttingen gegen den SYNTAINICS MBC in das Abenteuer Netto BBL Pokal. Im vergangenen Jahr hieß unsere Überschrift für das Göttinger Pokalduell noch „Runderneuerte Veilchen wollen Bonn ärgern.“ Runderneuert wäre diesmal zu viel gesagt und dennoch, auch in diesem Sommer gab es wieder einen Umbruch bei der BG. Im Letten Martins Gulbis kam ein neuer junger Coach, die Abgänge wurden mit vier spannenden Neuzugängen kompensiert. Doch die wichtigste Nachricht der Offseason war sicher die Vertragsverlängerung von Zach Jackson, der als einziger Importprofi den Göttingern erhalten blieb. Zusammen mit dem deutschen Kern um Daniel Kirchner und Robin Lodders gehört er zu den Spielern, die schon im letzten Pokalspiel auf dem Parkett standen. Die Saisonvorbereitung lief bei der BG stark an, mit Jena und Braunschweig konnte man gleich zwei BBL-Clubs besiegen. Zuletzt setzte es aber Niederlagen, auch weil sich Neuzugang Zac Watson verletzte und sich so die ohnehin kompakte Rotation auf den großen Positionen weiter verkürzte.

Auch der Gegner aus Weißenfels hatte mit Verletzungen zu kämpfen, Top Spieler Spencer Reaves wird dem Club noch einige Wochen fehlen. Dabei sein wird dagegen Collin Welp, der in Göttingen gegen seinen Ex-Club antreten wird. Doch es gibt noch eine weitere Verbindung. Denn Pokalfans dürfte der überraschende Pokalsieg des MBC in der vorletzten Saison noch in frischer Erinnerung sein. Damals schlug man sensationell die Bayern und sicherte sich im Finale den Titel. Gecoacht wurden die Weißenfelser in der Saison vom Letten Janis Gailitis, der mittlerweile neben seiner Tätigkeit in Strasbourg auch die lettische Nationalmannschaft verantwortet. Und eben dort ist Martins Gulbis sein Assistant Coach. Entsprechend konnte der neue Göttinger Trainer schonmal einige Eindrücke über den Pokalgegner einholen, die wichtigste Einschätzung kam zum Schluss: „Er hat mir gesagt, dass wir bereit für den MBC sind.“

Zach Jackson soll auch weiter ein Schlüsselspieler bei der BG sein (Foto: Swen Pförtner).

Schwarz-gelbes Derby im Ländle

Kreisbau Kirchheim Knights vs. MHP RIESEN Ludwigsburg // S0. 13.09.2026 15:00 Uhr

Was wäre die 1. Pokalrunde nur ohne Derbys? Im letzten Jahr gab es das Nordderby zwischen Bremerhaven und Oldenburg, in dieser Saison steht ein schwäbisches Derby an. Die Kreisbau Kirchheim Knights sind erstmals im Netto BBL Pokal vertreten, der Lohn für eine starke Saison die sogar noch mit der ProA-Vizemeisterschaft endete. Die Partie gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg wird eine echte Premiere, denn es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte der Knights, dass ein Pflichtspiel gegen einen Erstligisten ansteht! Alleine das dürfte dem Team von Igor Perovic als Motivation reichen. Doch hinzu kommt noch die Personalie Johannes Patrick. Der junge Guard spielte jahrelang in Ludwigsburg, arbeitete sich durch die Jugendmannschaften bis in den BBL-Kader. Im Sommer folgte dann der Schritt nach Kirchheim, um unter der Teck eine größere Rolle einzunehmen. Im ersten Pflichtspiel direkt gegen die alte Liebe, hier wäre eine Phrase wie „Geschichten, die nur der Sport schreibt“ mit Sicherheit angebracht.

Neben Patrick haben die Kirchheimer noch sechs weitere Akteure für die Kernrotation verpflichtet. Bis auf den zuletzt geholten CJ Hines haben alle bereits Erfahrung im deutschen Basketball, ein möglicher Vorteil so früh in der Saison? Auch der Blick aufs Parkett ist bei den Knights aktuell positiv. Klare Siege gegen die Tigers Tübingen und die OrangeAcademy, gewissermaßen hat man hier schonmal Derbys geprobt. Es sind also positive Vorzeichen, mit denen die Ritter in das Pokalspiel gehen können, auch wenn sie dies naturgemäß als Underdog tun. Die Spielstätte ist im Übrigen auch dem Anlass angemessen. Wie schon bei Highlightspielen in der ProA tauscht man für den Pokal die Sporthalle Stadtmitte gegen die größere EWS Arena in Göppingen.

Tauschte im Sommer das schwarz-gelbe Ludwigsburgtrikot gegen das gelb-schwarze Kirchheimjersey: Johannes Patrick (Foto: MHP RIESEN Ludwigsburg).

Erstrundenexperten in neuer Rolle

MLP Academics Heidelberg vs. EWE Baskets Oldenburg // So. 13.09.2026 18:00 Uhr

Nach fünf Saisons in der easyCredit BBL stand in diesem Sommer wieder der Gang in die ProA für die MLP Academics Heidelberg an. Doch Abstiege bieten immer auch die Chance für einen Neustart und so begannen die Academics sofort damit, einen starken Kader für die Mission Wiederaufstieg zusammenzustellen. Wie viel ProA-Erfahrung im neuen Heidelberger Team steckt haben wir bereits in der vergangenen Ausgabe von Spotlight analysiert. Verlassen hat den Verein allerdings Center Marcel Keßen. Doch auf das Wiedersehen muss man in Heidelberg nicht lange warten, schon am Sonntagabend ist es soweit. Denn das Los wollte es so, dass Keßen mit seinem neuen Club, den EWE Baskets Oldenburg, direkt zum Pflichtspielauftakt im SNP Dome gastiert. Für den sportlichen Leiter der Academics, Alex Vogel, ist das „ein sehr attraktives, aber auch schwieriges Los.“

Was für die Heidelberger spricht, ist die bisherige Erstrundenbilanz. 2022 ein knapper Sieg in Braunschweig, 2023 ein Auswärtserfolg in Bayreuth und 2024 zog man zuhause gegen die Veolia Towers Hamburg in das Achtelfinale ein, für das man im Folgejahr sogar gesetzt war. So gesehen haben die Academics also noch kein Erstrundenaus hinnehmen müssen, fairerweise hinkt der Vergleich etwas, trat man doch auch immer als BBL-Club mit einem BBL-Kader an. Nun ist der Verein also das erste Mal als ProA-Vertreter dabei. Das Weiterkommen gegen die neuaufgestellten Oldenburger wird eine harte Aufgabe, doch dafür kann Coach Carlo Finetti auf einen Neuzugang bauen, der für den Pokalwettbewerb den perfekten Namen hat: Frank Champion wechselte aus Finnland an den Neckar und ist als Leistungsträger eingeplant. Und die passenden Schlussworte für die Vorschau hat wieder Alex Vogel parat: „Wir sind klarer Außenseiter, im Pokal ist aber bekanntermaßen immer alles möglich.“

Identifikationsfigur Niklas Würzner, hier im Erstrundenduell 2023 gegen Bayreuth, geht in seine 15. Saison in Heidelberg (Foto: Ochsenfoto.de)

In den vergangenen drei Saisons konnten zweimal ProA-Teams die Überraschung schaffen. Welches Team kann daran anknüpfen und einen der BBL-Clubs aus dem Wettbewerb werfen? Potential für den einen oder anderen packenden Pokalfight ist in jedem Fall vorhanden. Das war sie, die Pokalausgabe von Spotlight. An dieser Stelle wird es in einigen Wochen dann um den Saisonstart in der ProA gehen. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Titelbild_Spotlight13_photocredit_Nico-Genslein_Tristan-Lindner.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-09-08 08:55:072026-09-08 08:55:51Spotlight #13: 6x Do or Die zum Start: Die Pokalvorschau

Spotlight #12: Sommer-Roundup aus der ProA

1. September 2026/in Liga-News, ProA 26/27, Spotlight

Bald hat das lange Warten wieder ein Ende. In weniger als vier Wochen startet die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA endlich in die neue Saison. Eine Saison, die in jedem Fall eine Besondere wird, schließlich ist es die 20. Spielzeit seit Gründung der ProA. Der Countdown für die Jubiläumssaison läuft also und entsprechend stecken auch alle Teams schon tief in ihrer Saisonvorbereitung. Höchste Zeit für einen Blick auf den bisherigen Sommer, in dem sich wieder einiges bei den 18 ProA-Clubs getan hat. Fast die Hälfte der Teams geht mit neuem Coach an der Seitenlinie in die Saison und gerade bei den möglichen Spitzenteams dürfen wir ein großes Wiedersehen mit ehemaligen Aufstiegshelden erwarten. Welchen Einfluss hatten die US-Colleges auf die Offseason und wohin hat es die Nürnberg Falcons auf ihrer speziellen Preseason-Reise verschlagen? All das lest ihr hier in der neuen Ausgabe von Spotlight.

Jede Menge Aufstiegserfahrung bei den Top Favoriten

Dass der Aufstieg in die easyCredit BBL schwer bis nicht planbar ist, haben die letzten Saisons oft genug gezeigt. Klar ist aber auch, dass es definitiv nicht schadet Spieler zu verpflichten, denen dieses Kunststück bereits gelungen ist. Denn die Erfahrung im Kader kann in entscheidenden Situationen den Ausschlag geben. Den auf dem Papier qualitativ stärksten und erfahrensten Kader hat sich der Absteiger MLP Academics Heidelberg zusammengestellt. Aus der BBL ging ein guter deutscher Kern um Paul Zipser, Niklas Würzner, Erol Ersek und Kevin McClain den Weg in die ProA mit. Bis auf Erstgenannten haben alle schon einen ProA-Aufstieg in ihrer Vita stehen. Für Erol Ersek waren es im Prinzip sogar zwei, weil die Tigers Tübingen 2023 trotz Finaleinzug auf den Gang in Liga Eins verzichteten. Doch damit nicht genug, die Heidelberger legten qualitativ weiter nach und sicherten sich früh in der Offseason die Dienste von Joschka Ferner (ProA-Meister 2023 mit RASTA Vechta) und Lorenz Brenneke (Aufstieg mit den SKYLINERS 2024). In frischer Erinnerung ist zudem Chuck Harris, der in der letzten Saison mit Kirchheim im ProA-Finale stand. Insgesamt hat der Kader der Academics also nun sieben sportliche BBL-Aufstiege im Kader, das ist eine Ansage.

Einen ähnlichen Ansatz wählten die GIESSEN 46ers, die sich direkt den Aufstiegsexperten schlechthin angelten. Chris Carter spielte vor der kommenden Saison bei vier verschiedenen Vereinen in Deutschland. Und egal ob mit bei RASTA Vechta, den NINERS Chemnitz, den ROSTOCK SEAWOLVES oder zuletzt Science City Jena, überall gelang dem Point Guard der Finaleinzug und damit der BBL-Aufstieg. Nun soll also in Gießen der fünfte Streich gelingen und da passt es perfekt, dass die 46ers in Zach Cooks direkt einen weiteren alten Bekannten verpflichteten. Cooks war 2024/25 nicht nur ein Teil der Jenaer Erfolgsmannschaft, ihm gelang sogar der entscheidende Wurf. Im vierten Spiel der Halbfinalserie zwischen Jena und, wie passend, Gießen stand es kurz vor Schluss 95:95. Ein letzter Angriff blieb Jena noch. Der Ball landete bei Cooks, der attackierte und den Ball zum Sieg im Gießener Korb unterbrachte. Damals ließ der schnelle Guard die Gießener Träume von der Rückkehr in die BBL zerplatzen, kann er diese Saison der entscheidende Faktor zum Erreichen dieses Ziels der 46ers sein?

Für die HAKRO Merlins Crailsheim verliefen die letzten Playoffs nicht nach Plan. Mit Hauptrundenplatz zwei im Gepäck hatte man sich sicher mehr als das Viertelfinalaus vorgenommen. Was in diesem Sommer folgte war ein Radikalumbau des Teams. Nur Gianni Otto und Till Isemann blieben in Hohenlohe, der Rest des Kaders inklusive Coach McCray verabschiedete sich. Bei den Neuverpflichtungen wird deutlich, dass keine Experimente eingegangen werden sollten. Nur Forward Peyton Gerald hat noch keine Erfahrung im deutschen Basketball vorzuweisen, ansonsten sind uns die neuen Merlins gut bekannt. Simon Krajcovic geht in seine fünfte ProA-Saison, ebenso wie Hendrik Drescher, der aus seiner Trierer Zeit schon einen Meistertitel im Gepäck hat. Mit Lucas Mayer kam einer der besten deutschen Guards der vergangenen Jahre und aus Vechta angelte man sich Luc van Slooten und Booker Coplin. Für letzteren kommt es zur Reunion mit seinem ehemaligen Coach. Denn der neue Mann an der Crailsheimer Seitenlinie ist Florian Flabb. 2022/23 arbeitete er bereits mit Coplin bei den ART Giants Düsseldorf zusammen, ehe er in den vergangenen beiden Saisons die OrangeAcademy coachte und in die ProA führte.

Harmonierten schon in Jena top: Chris Carter und Zach Cooks wollen jetzt in Gießen den Aufstieg angreifen (Foto: Christoph Worsch).

Der internationale Einfluss an der Seitenlinie I

Neben den Merlins gehen insgesamt gleich sieben weitere Vereine mit neuen Headcoaches in die kommende Saison. Mit Ausnahme des bereits beschriebenen Florian Flabb, kommt keiner der neuen Cheftrainer aus Deutschland. Ob aus Spanien, Frankreich den USA oder dem Baltikum, die Coaches bringen jede Menge Vielfalt und neue Einflüsse in die ProA. So setzt die OrangeAcademy nach dem Abgang von Aufstiegstrainer Flabb auf den Franzosen Mehdy Mary. Der 46-jährige bringt eine Menge Erfahrung mit, gerade in der Förderung junger Talente, was beim Farmteam von ratiopharm ulm perfekt passen dürfte. Drei Jahre trainierte er die U21 vom Euroleagueclub ASVEL Villeurbanne, ehe er den Nachwuchs in Limoges coachte, wo er auch später das Erstligateam übernahm. Reisen wir aus Frankreich weiter nach Belgien. Aus dem kleinen Ort Mol stammt Ferried Naciri, der neue Mann an der Seitenlinie der Eisbären Bremerhaven. Die Nordseestädter mussten ihre erfolgreiche letzte Saison mit dem Abgang von Coach Esterkamp bezahlen, der das Interesse von BBL-Club Jena geweckt hatte. In Naciri fanden die Eisbären einen passenden Nachfolger, der trotz seiner erst 37 Jahre schon auf mehr als ein Jahrzehnt an Coaching-Erfahrung zurückblicken kann. Der Belgier war zunächst in seiner Heimat tätig, ehe es ihn über Dänemark und die Niederlande in die BBL verschlug. Hier arbeitete er als Co-Trainer in Oldenburg und Braunschweig, ehe er nun wieder auf einen Chefposten rückt.

Auch Medikamente per Klick Bayreuth ist bei der Trainersuche auf einen Coach aus einem Nachbarland gestoßen. In der neuen Saison hat Vincent van Sliedregt das Taktikboard in der Wagnerstadt in der Hand. Der Niederländer war lange Zeit Headcoach bei LWD Basket in der belgisch-niederländischen BNXT League. Fun Fact #1: Sein Vorgänger beim Club aus Leeuwarden war 2021 Ferried Naciri. Fun Fact #2: Den wurfstarken Matt Frierson (2022-24 bei den Eisbären Bremerhaven) hat van Sliedregt direkt nach Bayreuth mitgebracht. Neben seiner Tätigkeit bei LWD Basket war der Niederländer zudem auch Chefcoach der niederländischen Damennationalmannschaft. Diese Doppeltätigkeit ist nun nicht mehr möglich, der volle Fokus gilt Bayreuth. Frankreich, Belgien, Niederlande… die BG Göttingen hat bei der Besetzung des Trainerpostens noch etwas weiter geblickt und ist in Lettland fündig geworden. Martins Gulbis tritt die Nachfolge von Fabian Strauß an, mit dem sich die BG nach den eher ernüchternden Playoffs auf eine Vertragsauflösung geeinigt hatte. Der Lette bringt einiges an Erfahrung aus dem Baltikum mit. Mit VEF Riga holte er die Meisterschaft und durfte sich auch persönlich über die Auszeichnung als Coach des Jahres freuen. Göttingen wird nun seine erste Station außerhalb der Heimat, parallel wird er aber als Co-Trainer weiter für die lettische Nationalmannschaft arbeiten.

Haben beide bereits das Damen-Nationalteam ihres Heimatlandes trainiert: Vincent van Sliedregt (l.) und Martins Gulbis (r.) (Fotos: Bas de Leeuw/Basketball.nl, FIBA).

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Der internationale Einfluss an der Seitenlinie II

Vier internationale Trainer werden wir also in der nächsten Saison genau kennenlernen, die drei weiteren neuen Coaches haben bereits ProA-Erfahrung gesammelt. Der prominenteste Name ist sicher Felix Banobre. Der langjährige Headcoach der VfL SparkassenStars Bochum übernahm in diesem Sommer den Posten bei den Tigers Tübingen und soll der Architekt eines Neustarts werden. Nach der enttäuschenden vergangenen Saison müssen gleich zehn Neuzugänge in Tübingen zu einer Einheit geformt werden, die zusammen mit den verbliebenen Till Jönke und Melkisedek Moreaux für einen spielerischen Aufschwung sorgen sollen. Dass Banobre der richtige Mann für eine langfristige Entwicklung eines Standorts sein kann, hat der Spanier in Bochum unter Beweis gestellt. Fast sieben Jahre coachte er tief im Westen und führte die SparkassenStars in die ProA. Als sich die Wege mit Banobre im vergangenen Frühjahr trennten, setzten die VfL SparkassenStars Bochum zunächst bis Saisonende auf die interne Lösung Petar Topalski (bis dahin Assistant Coach). Wie geplant rückt dieser nun wieder in das zweite Glied, stattdessen übernimmt ein weiterer ehemaliger Co-Trainer das Ruder. Alvaro Sanchez tritt seine erste Headcoach-Stelle im Profibereich an. Damit hat Bochum also wieder einen spanischen Cheftrainer. Der in Barcelona aufgewachsene Sanchez arbeitete schon in Schweden, Ägypten und den Niederlanden, seit 2024 war er im Staff der SparkassenStars und war als neuer Chef die Wunschlösung der Bochumer. Doch nicht nur im Ruhrgebiet beförderte man einen Assistant zum Headcoach. Auch die Nürnberg Falcons vollzogen diese Rochade, in der Ralph Junge wieder seine Hauptaufgabe als Geschäftsführer übernahm und damit Platz für Tim Black machte. Der US-Amerikaner verbrachte schon als Spieler einige Jahre in Deutschland. Nach der aktiven Karriere ging Black zunächst zurück in die USA, ehe er 2024 zum Coachingteam der Falcons stieß. Gut zwei Saisons konnte er als Co-Trainer Erfahrung sammeln, sodass nun seine erste Saison in voller Verantwortung bevorsteht. Und diese beginnt für die Falcons gleich mit einer der ungewöhnlichsten Preseasons…

Felix Banobre (l.) übernimmt ein runderneuertes Tübinger Team, Tim Black (r.) rückt nach zwei Saison als Assistant Coach auf den Nürnberger Chefposten (Fotos: Hartmut Boesener, Nathalie Zweifel).

Einmal China und zurück: Die außergewöhnlichste Vorbereitung

15 Spiele in gut drei Wochen! Das klingt nach einem verblüffend straffen Vorbereitungsprogramm, schließlich entspricht das schon fast einer halben Saison. Doch die Nürnberg Falcons setzen noch einen drauf und bestreiten diese Spiele im Rahmen einer Turnierreise durch China! Am 5. August flogen die Falken los, die Rückkehr war am gestrigen Montag. Coach Black blickt durchaus positiv auf diese Reise, denn „Spieler bestreiten lieber Spiele, als sich nur durch Lauftraining in Form zu bringen.“ Bleibt natürlich die Frage, inwiefern bei diesem Pensum die Spielzüge und Automatismen entwickelt werden können, doch in Asien lief es für die Nürnberger. In Zhongning, beim ersten der Turniere, gewannen die Falcons direkt alle drei Spiele und krönten sich zum Turniersieger. Und das noch ohne Guard Nate Heise und natürlich ohne den frisch verpflichteten Xavier Bell, der erst in Deutschland zum Team stieß. Gegen Gegner aus China, Georgien und Australien holten die Franken auch in den folgenden Spielen einige Siege, bei denen sich vor allem Forward Ty Allred mehrfach als Top Scorer hervortat. Nach der Rückkehr stehen nun noch fünf weitere Testspiele an, sodass die gesamte Vorbereitung 20 Partien umfasst!

Kampf um den Ball in Zhongning (Foto: Nathalie Zweifel).

Der Ruf vom College

Bereits in den letzten Offseasons machte sich in der ProA der Einfluss des US-Sports bemerkbar. Ein Urteil des obersten Gerichtshof in den USA machte 2021 den Weg für deutlich höhere Gehälter und Vermarktungsmöglichkeiten von College-Athleten frei. Das hat den ohnehin schon vorhandenden Reiz in die USA zu wechseln nochmal verstärkt. Und so sind auch in diesem Sommer wieder einige Athleten aus der ProA in Richtung College gewechselt. Ob Linus Ruf (Wyoming Cowboy Basketball), Fynn Lastring (New Mexico Lobos), Janis Jünemann (Western Michigan University) oder Tom Stoiber (Davidson College) um einige Namen exemplarisch zu nennen. Das hat mittlerweile eine gewisse Normalität entwickelt, neu ist hingegen, dass auch das Verpflichten von Rookies sich erschwert hat. Grund ist abermals das System in den USA. In der NCAA waren bisher vier aktive Saisons das Maximum für die College-Karriere, mit den Regeländerungen dieses Sommers weitet sich diese auf fünf Saisons aus. Das führte bei den Eisbären Bremerhaven dazu, dass man Dillon Hunter bereits als neuen Floor General verkündet hatte, ehe die neuen Regeln ihm doch die lukrativere Rückkehr an die Clemson University ermöglichten. Doch die Eisbären reagierten schnell und stellten Corey McKeithan als neuen Point Guard vor. Auch den Nordkonkurrenten Artland Dragons ereilte dasselbe Schicksal. Kenny Noland entschied sich trotz Zusage in Quakenbrück für eine weitere Saison an der Columbia University. Doch vielleicht war das auch Glück im Unglück für die Drachen, denn als Ersatz verpflichtete man mit Jonathan Klussmann immerhin einen der letztjährigen Top Scorer der ProA.

Jonathan Klussmann spielte schon bei RASTA Vechta II unter Coach Gruhn (Foto: Sebastian Neddermann).

Das war er, der ProA-Sommer im Schnelldurchlauf. Einen Überblick über alle Transfers und Kader gibt’s übrigens immer aktuell in unserer Wechselbörse. Am 25. September startet dann die neue Saison mit dem Eröffnungsspiel in Gießen, doch sechs ProA-Teams sind wie gewohnt schon vorher im Einsatz. Denn der BBL Pokal steht an und eine ausführliche Vorschau auf die Erstrundenpartien wird es selbstverständlich an dieser Stelle geben. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/08/Titelbild_Spotlight12_photocredit_Dennis-Green_Norbert-Schulz.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-09-01 15:25:322026-09-02 10:22:32Spotlight #12: Sommer-Roundup aus der ProA

Livestream-Pässe für die ProA-Saison 2026/27 ab sofort buchbar

1. September 2026/in Allgemein, APP-Top, Liga-News, ProA 26/27

Auch in der Saison 2026/27 werden die Livestreams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kostenpflichtig auf Sporteurope.TV angeboten. Ab sofort können Fans die verschiedenen Pass-Modelle buchen und ihren Bundesligisten damit direkt unterstützen.

 

Übersicht der Preise und Pass-Modelle

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Einzelspiel (Hauptrunde) 5,99 € Einzelspiel (pay-per-view)
Teampass 109,99 € Alle Hauptrundenspiele eines Bundesligisten

Heim- und Auswärtsspiele

All-Access-Pass 189,99 €* Zugriff auf alle Spiele der Saison inkl. Playoffs – teamübergreifend

 

 

*Vorverkaufsaktion: Bis zum 15.10.2026 ist der All-Access-Pass für 159,99 € statt 189,99 € erhältlich. Bis dahin zuschlagen und sich den besten Deal für die komplette Saison inklusive Playoffs sichern!

Wie in der vergangenen Saison wird es in den Playoffs zudem Einzelspiele zu kaufen geben.

Buchbar unter: Sporteurope.TV!

 

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Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG abgeschlossen

20. August 2026/in Allgemein, APP, Liga-News, ProA 25/26, ProA 26/27

Köln, 20. August 2026 – Die 2. Basketball-Bundesliga GmbH hat das Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG (ProA) für die Saison 2025/2026 abgeschlossen.

Im Rahmen des Verfahrens wurden die lizenzrelevanten Angaben des Vereins überprüft. Auf Grundlage des Lizenzstatuts hat die Liga gegen den Verein eine Sanktion verhängt, die einen Abzug von 4 Wertungspunkten mit Wirkung für die Spielzeit 2026/2027 sowie eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro umfasst. Die SBB Börde Baskets AG hat die Sanktion akzeptiert und auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtet; das Verfahren ist damit abgeschlossen.

Zu Einzelheiten des Verfahrens äußert sich die Liga nicht.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Beitragbild-Nachlizenzierung-SBB-Baskets.jpg 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-08-20 12:00:182026-08-20 12:02:15Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG abgeschlossen

Wechselbörse ProA 2026

5. August 2026/in Kadernews, Kadernews ProA, Kadernews ProA 26/27, Liga-News, ProA 25/26, Wechselbörse ProA

Hier gibts immer den aktuellen Überblick über alle Transfers aller ProA-Teams.

Weiterlesen
https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/06/Titelbild_Transfer.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-08-05 10:45:242026-09-14 13:37:16Wechselbörse ProA 2026

Spielplan 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga veröffentlicht

1. Juli 2026/in APP-Top, Liga-News

Spielplan 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga veröffentlicht

Köln, 01. Juli 2026 – Die BARMER 2. Basketball Bundesliga hat den Spielplan für die Saison 2026/27 veröffentlicht. In den Hauptrunden der ProA und ProB stehen insgesamt 698 Spiele auf dem Programm. Gegenüber der Vorsaison erhöht sich die Gesamtzahl der Partien durch das auf 15 Mannschaften erweiterte Teilnehmerfeld in der ProB Süd. Alle Begegnungen werden live bei SportEurope.TV übertragen.

ProA: Traditionsduell eröffnet die Saison

Den Startschuss in die neue ProA-Spielzeit gibt am Freitag, den 25. September 2026, mit dem Traditionsduell zwischen den letztjährigen Playoff-Teilnehmern GIESSEN 46ers und Artland Dragons. Der easyCredit BBL-Absteiger MLP Academics Heidelberg startet mit einem Auswärtsspiel bei den Tigers Tübingen in die Saison.

Auch die beiden Aufsteiger aus der ProB erwartet zum Auftakt eine anspruchsvolle Aufgabe: Die ETB Miners empfangen die HAKRO Merlins Crailsheim, während die OrangeAcademy bei den Eisbären Bremerhaven gastiert.

Im weiteren Saisonverlauf dürfen sich die Fans auf zahlreiche Derby- und Traditionsduelle freuen. Bereits am 5. Spieltag treffen die PS Karlsruhe Lions im Badischen Derby auf die MLP Academics Heidelberg. Am 10. Spieltag kommt es zum Franken-Duell zwischen den Nürnberg Falcons BC und dem BBC Bayreuth. Bereits zwei Spieltage später empfängt der ehemalige BBL-Klub HAKRO Merlins Crailsheim die BG Göttingen.

ProB: Südstaffel mit erweitertem Teilnehmerfeld

Auch in der ProB beginnt die Saison mit attraktiven Begegnungen. Aufsteiger BBA Hagen startet mit einem Auswärtsderby bei den Hertener Löwen, während Absteiger Uni Baskets Münster zum Auftakt die Itzehoe Eagles empfängt.

Eine Besonderheit gibt es in der ProB Süd: Durch das auf 15 Mannschaften erweiterte Teilnehmerfeld umfasst die Hauptrunde vier zusätzliche Spieltage. Entsprechend steigen am Saisonende drei Teams aus der Südstaffel ab. Aufsteiger TSG Solcom Ravens Reutlingen eröffnet die Saison auswärts bei den Ahorn Camp Baskets Speyer. Der ProA-Absteiger Bayer GIANTS Leverkusen bestreitet seine Heimpremiere am zweiten Spieltag gegen die CATL Basketball Löwen.

Saisonstart Ende September

Die Saison 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga beginnt am Wochenende vom 25. bis 27. September 2026 mit den ersten Spieltagen der ProA und ProB. Der letzte Hauptrundenspieltag der ProA ist für den 1. Mai 2027 angesetzt, die Hauptrunde der ProB endet am 3. April 2027.

Die vollständigen Spielpläne beider Spielklassen inklusive aller zeitgenauen Ansetzungen stehen ab sofort auf der Homepage der BARMER 2. Basketball Bundesliga zum Download bereit. Änderungen der Spielansetzungen bleiben im Saisonverlauf vorbehalten.

Die Spielpläne können hier heruntergeladen werden.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/07/Beitragsbild-Spielplaene-2026_2027.png 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-07-01 16:00:122026-07-01 16:06:46Spielplan 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga veröffentlicht
Phoenix Hagen ist ProA-Meister 2025/2026 | Foto: Fabian Heyn

Phoenix Hagen krönt sich zum ProA-Meister 2025/26

8. Juni 2026/in Allgemein, APP-Top, Liga-News, ProA 25/26

Phoenix Hagen ist Meister der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Im Final-Rückspiel setzten sich die Feuervögel vor ausverkaufter Kulisse in der Ischelandhalle mit 93:82 gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim durch und sicherten sich damit nach der 82:86-Niederlage im Hinspiel den Titelgewinn.

Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich ein hochklassiges und intensives Finale zwischen zwei Mannschaften, die bereits vor dem Endspiel das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit Basketball Bundesliga erlangt hatten. Die Gäste aus Kirchheim erwischten den besseren Start und gingen mit einer 46:41-Führung in die Halbzeitpause. Damit lagen die Knights auch in der Gesamtwertung zunächst auf Meisterkurs.

Nach dem Seitenwechsel übernahm jedoch Phoenix Hagen zunehmend die Kontrolle. Angeführt von Spielmacher Bjarne Kraushaar, der neben fünf Punkten neun Assists beisteuerte, sowie den treffsicheren Distanzschützen Marcus Graves (16 Punkte) und Tim Uhlemann (15 Punkte), drehten die Gastgeber die Partie. Besonders im dritten Viertel gelang es Hagen, defensiv den Rhythmus der Knights zu stören und sich erstmals entscheidend abzusetzen.

Kirchheim stemmte sich bis in die Schlussminuten gegen die drohende Niederlage und bewies einmal mehr die Qualitäten, die die Mannschaft durch die gesamte Saison ausgezeichnet hatten. Mit 31 Punkten war Phillip Russell der überragende Akteur auf Seiten der Ritter. Dennoch gelang es den Gästen nicht mehr, den Rückstand in der Gesamtwertung aufzuholen.

Mit dem 93:82-Erfolg sicherte sich Phoenix Hagen schließlich den Gewinn der ProA-Meisterschaft und setzte damit den Schlusspunkt unter eine herausragende Saison. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Ischelandhalle und beim Public Viewing neben der Arena keine Grenzen mehr. Mannschaft, Trainerstab und Fans feierten gemeinsam den Titelgewinn.

Auch die Bozic Estriche Knights Kirchheim können auf eine außergewöhnliche Spielzeit zurückblicken. Mit dem Einzug ins Finale, dem sportlichen Aufstiegsrecht und der Vizemeisterschaft krönte die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic ihre erfolgreichste Saison der vergangenen Jahre. Die Ritter begeisterten vor allem in den Playoff mit Leidenschaft, Teamgeist und Konstanz und verlangten dem neuen Meister in zwei hochklassigen Finalspielen alles ab.

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga gratuliert Phoenix Hagen zur ProA-Meisterschaft 2025/26 sowie den Bozic Estriche Knights Kirchheim zur Vizemeisterschaft und einer herausragenden Saison.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/06/Offizielles-Meisterfoto-ProA.jpg 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-06-08 13:29:382026-06-08 13:29:38Phoenix Hagen krönt sich zum ProA-Meister 2025/26

Spotlight #11: Der krönende Abschluss der Saison

3. Juni 2026/in Liga-News, ProA 25/26, Spotlight

329 Spiele sind in der Saison 2025/26 bereits absolviert worden, nur zwei stehen noch aus. Zwei Spiele, in denen es um nicht weniger als den Meistertitel geht! Nach teils dramatischen Playoff-Halbfinals sind Phoenix Hagen und die Bozic Estriche Knights Kirchheim die letzten beiden verbliebenen Teams. Im Gegensatz zu den bisherigen Runden wird das Finale nun in Hin- und Rückspiel entschieden, das Team, das also im addierten Score aus beiden Partien die Nase vorn hat, darf sich ProA-Meister 2025/26 nennen. Die erste Partie steht am Donnerstagabend um 19:00 Uhr in Kirchheim an, beendet wird die Saison dann am Sonntag ab 16:00 Uhr mit dem Duell in Hagen. Wie sahen vergangene Duelle aus und was macht das Matchup diesmal so spannend? All das gibts in dieser Ausgabe von Spotlight.

Umkämpfte Duelle – Der Blick in die Vergangenheit

Hagen und Kirchheim gehörten in den vergangenen Jahren zum Standardinventar der ProA. Seit dem Hagener BBL-Abstieg in der Saison 2016/17, trafen die Teams in jeder Spielzeit aufeinander. Das erste dieser Duelle ging damals (11.11.2017) an die Knights, übrigens mit dem heutigen Kirchheimer Co-Trainer Brian Wenzel auf der Position des Small Forwards. Über die Jahre kamen viele weitere Kräftemessen der beiden Vereine hinzu, doch speziell in den vergangenen Saisons hat sich die Brisanz nochmal erhöht. Der Grund dafür? Natürlich die Playoffs! In der vorletzten Saison lieferten sich Phoenix und die Knights eine heiße Viertelfinalserie, die über die vollen fünf Spiele ging. Kurioserweise behielt in den ersten vier Partien jeweils die Auswärtsmannschaft die Oberhand, erst im entscheidenden fünften Spiel gelang dann den Hagenern der Heimsieg. Kirchheim wiederum verlor durch die Niederlage das Teilnahmerecht am BBL Pokal, da parallel Karlsruhe seine Serie gegen Gießen gewann. Die Erinnerungen an dieses umkämpfte Viertelfinalduell dürften auch durchaus noch lebendig sein, denn auf beiden Seiten sind Akteure im Kader, die damals auf dem Parkett standen. Bei Phoenix sind das etwa Bjarne Kraushaar, Dennis Nawrocki (übrigens ein Ex-Kirchheimer), Marvin Omuvwie, Tim Uhlemann und Coach Harris. Bei den Kirchheimern ist Nil Failenschmid weiter dabei, ebenso wie sein Trainer Igor Perovic. Eine interessante Personalie ist dabei Demetrius Ward. Er schnürte vor zwei Jahren noch seine Schuhe für die Ritter, ist aber mittlerweile im Coachingstaff der Hagener und holte als Headcoach von Kooperationspartner SV Haspe 70 den Titel in der Regionalliga West.

Beim letzten Playoffduell der beiden Teams trug Demetrius Ward (l.) noch das Kirchheimer Trikot, mittlerweile ist er im Trainerstab von Phoenix-Coach Harris (Foto: Nina Sander).

Die aktuelle Form – Favorit gegen Team der Stunde

Doch nicht nur der Blick in die Vergangenheit macht Lust auf das Matchup. Auch in dieser Saison ist das Duell vielversprechend. Zwar ist Hagen, als in der Hauptrunde klar besseres Team, der Favorit. Doch die Knights sind eines von nur fünf Teams, das in dieser Saison gegen die Feuervögel gewinnen konnte. Mehr noch, das 81:60 am zwölften Spieltag war sogar der mit Abstand deutlichste Sieg, den eine Mannschaft gegen Hagen erringen konnte. „Was immer wir versucht haben, die Knights hatten immer eine Antwort darauf“, sagte Phoenix-Coach Harris nach dieser Partie. Im Rückspiel revanchierte sich Phoenix dann zwar mit einem deutlichen Sieg (+21), dennoch dürfte man gewarnt sein.

Dass die beiden Teams jetzt im Finale wieder aufeinandertreffen hätten vor der Postseason sicherlich die wenigsten getippt. Auf Hagener Seite war der Einzug in das Endspiel sicherlich festes Ziel, dennoch dauerte es bis zum letzten Samstag, ehe man in Spiel 5 gegen die Eisbären Bremerhaven das Finalticket klarmachen konnte. Davor lag eine aufreibende Serie gegen die Nordseestädter, die nicht nur einige Körner, sondern auch jede Menge Nerven gekostet haben dürfte. Schlussendlich konnten die Feuervögel die Serie aber vor allem über ihre Defense gewinnen, schließlich ließen sie im abschließenden Do-or-Die-Match nur 65 Zähler zu, die zweitniedrigste Bremerhavener Punkteausbeute der gesamten Saison! Generell kassieren die Westfalen in den Playoffs im Schnitt rund acht Punkte weniger, als in der Hauptrunde. Diese defensive Stabilität ist entscheidend, denn auf die bärenstarken Wurfquoten aus der regulären Saison konnte sich Hagen in der Postseason nicht mehr so stark verlassen. Die Dreierquote etwa sank von 38,4% auf 31,1%, im Zweierbereich sind es nun 44,5% statt 49,2%.

Die Knights konnten bereits am vergangenen Freitag den Einzug ins Finale feiern. Auswärts in Gießen setzte sich das Team von Igor Perovic durch und holte damit das 3:1 in der Halbfinalserie. Interessant dabei: Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale verloren die Teckstädter zunächst das erste Spiel und sicherten sich dann drei Siege in Serie. Das ist durchaus bemerkenswert, schließlich starteten die Ritter ihren Playoff-Run auf Platz sechs und schalteten in der Folge mit Göttingen und Gießen zwei Teams aus, die mit dem Aufstieg in die BBL liebäugelten. Bei so einer überraschend starken Performance liegt zweifelsohne der Vergleich mit den PS Karlsruhe LIONS 2023/24 nahe. Die Karlsruher waren damals sogar von Rang sieben gekommen und krönten sich am Ende zum ProA-Meister. Wiederholt sich also nun die Geschichte und es gibt einen Überraschungsmeister? Klar ist auf jeden Fall, dass die Knights in Tylan Pope den frisch gekürten besten Spieler der Halbfinals in ihren Reihen haben.

Tylan Pope (l.) gegen Marvin Omuvwie (r.): Die Verteidigung gegen den Star der Kirchheimer wird ein wichtiger Schlüssel sein (Bild: Jörg Laube).

Es steckt also noch einiges drin in den beiden anstehenden Finalspielen, der Ausgang ist schwer zu prognostizieren. Hagen oder Kirchheim, wer wird Nachfolger von Vorjahresmeister VET-CONCEPT Gladiators Trier? An dieser Stelle geht es in der Offseason dann mit einem Saisonrückblick sowie einer Übersicht über den Transfermarkt weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/06/Titelbild_Spotlight11_photocredit_Dennis-Green_Jonathan-Schmidt.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-06-03 15:55:162026-06-04 11:37:22Spotlight #11: Der krönende Abschluss der Saison

Phoenix Hagen und Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen im ProA-Finale

1. Juni 2026/in Allgemein, APP, Liga-News, ProA 25/26

Die Halbfinalserien der ProA-Playoffs sind entschieden. Phoenix Hagen und die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben sich jeweils in ihren „Best-of-Five“-Serien durchgesetzt und stehen im Finale um die Meisterschaft der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Mit dem Finaleinzug erwerben beide Teams zudem das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit BBL.

GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 85:89 | Serie: 1:3

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben ihre Halbfinalserie gegen die GIESSEN 46ers mit 3:1 gewonnen und stehen erstmals seit 14 Jahren wieder im ProA-Finale.

In Spiel vier setzten sich die Teckstädter auswärts mit 85:89 durch und machten damit den entscheidenden dritten Sieg der Serie perfekt. Kirchheim erwischte in Gießen den besseren Start und erspielte sich nach einem 11:0-Lauf sowie hoher Treffsicherheit von der Dreierlinie eine 33:20-Führung nach dem ersten Viertel. Auch zur Halbzeit lag das Team von Headcoach Igor Perovic mit 48:39 in Führung.

Nach der Pause kontrollierten die Knights zunächst weiter das Geschehen und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 69:52 aus. Im Schlussabschnitt kam Gießen jedoch noch einmal heran und verkürzte bis auf drei Punkte. Kirchheim blieb in der entscheidenden Phase jedoch stabil und brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Phillip Russell stellte mit einem Treffer von der Freiwurflinie 0,7 Sekunden vor dem Ende auf 89:85.

Aufgrund der niedrigeren Platzierung in der Hauptrunde gegenüber Hagen, findet das Hinspiel der Finalserie am Donnerstag, den 4. Juni um 19:00 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim statt.

Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:65 | Serie 3:2

Phoenix Hagen hat sich in einem entscheidenden fünften Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven mit 85:65 durchgesetzt und damit die Halbfinalserie mit 3:2 gewonnen.

Vor einer unglaublichen Kulisse blieb die Partie, analog zu den vier Spielen zuvor, zunächst ausgeglichen. Gegen Ende des 3. Viertels konnte sich Hagen dann zunehmend absetzen. Angeführt von Marcus Graves (12 Punkte, 9 Assists) gelang es den Gastgebern, alle Comeback-Versuche der Eisbären konsequent zu unterbinden und im Schlussviertel nichts mehr anbrennen zu lassen.

Nach der Schlusssirene um 21:41 Uhr gab es in der Halle kein Halten mehr: Mannschaft, Staff und Fans feierten gemeinsam den Finaleinzug. Head Coach Chris Harris würdigte nach dem Spiel den Gegner und die Atmosphäre in der Halle und betonte die Bedeutung des Erfolgs für die Stadt Hagen und ihr Umfeld.

Für die „Feuervögel“ ist damit die langersehnte Rückkehr in die 1. Liga sportlich perfekt. Als Hauptrundensieger haben sie das Heimrecht im ProA-Finale. Dadurch findet das Rückspiel der Finalserie am Sonntag, den 7. Juni um 16:00 Uhr in der Ischelandhalle in Hagen statt.

Dort wird im Anschluss an das Spiel der ProA-Meister 2025/2026 gekürt. Welches Team in die Fußstapfen der VET-Concept Gladiators Trier (ProA-Meister 2024/2025) treten kann, wird zudem LIVE und EXKLUSIV bei Sporteurope.TV zu sehen sein.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/06/ProA_Finale.jpg 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-06-01 15:10:482026-06-01 15:13:11Phoenix Hagen und Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen im ProA-Finale
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