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Schlagwortarchiv für: ProA

Vertragsauflösung: BG Göttingen und Headcoach Fabian Strauß beenden Zusammenarbeit

19. Mai 2026/in APP, Kadernews ProA 26/27

Bei der BG Göttingen kommt es nach dem enttäuschenden Aus im Playoff-Viertelfinale zu einer personellen Veränderung auf der Trainerposition. Die Veilchen und Headcoach Fabian Strauß haben sich im gegenseitigen Einvernehmen auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Nach einer intensiven Analyse kamen beide Seiten zu dem Entschluss, dass eine Trennung die beste Lösung sei. BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen erklärte: „Wir haben uns nach dem viel zu frühen Saisonende etwas Zeit genommen, um die Situation zu bewerten. Fabo ist ein junger Trainer, dem wir eine große Verantwortung übertragen haben. Letztendlich hat es aus unserer Sicht sportlich nicht so funktioniert, wie wir das erwartet haben.“ Zwar habe Göttingen das Minimalziel erreicht und die Hauptrunde mindestens auf Rang vier abgeschlossen, das angestrebte Halbfinale jedoch verpasst. Gleichzeitig verwies Meinertshagen auf die schwierigen Umstände während der Saison: „Zur Wahrheit gehört auch, dass wir solch eine Seuchensaison mit vielen parallel verletzten Spielern noch nie erlebt haben. Dennoch hat die Mannschaft ihr Potenzial zu oft nicht ausgeschöpft. Wir danken Fabo für seinen Einsatz für die BG und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft nur das Beste.“

Fabian Strauß war erst im Mai 2025 nach Göttingen gekommen und startete stark in seine erste Saison als Cheftrainer der Veilchen. Die BG spielte eine überzeugende Hinrunde mit 13 Siegen aus 17 Spielen, ehe zahlreiche Verletzungen das Team im Dezember und Januar massiv zurückwarfen. Über Wochen musste die Mannschaft im Notfallmodus agieren, wodurch laut Klubangaben selbst reguläre Fünf-gegen-fünf-Trainingseinheiten kaum möglich waren. Auch nach der Rückkehr vieler Spieler fand das Team nie wieder zu seiner Form aus der ersten Saisonhälfte zurück. Strauß selbst verabschiedete sich mit emotionalen Worten: „Ich bin dankbar für die Möglichkeit, Cheftrainer der BG Göttingen gewesen zu sein und solch einen Traditionsklub vertreten zu dürfen. Natürlich ist es schade und enttäuschend, dass wir unsere gemeinsamen Ziele nicht erreicht haben. In der Saison sind viele Verletzungen passiert und einige Dinge anders verlaufen, als wir es geplant hatten, was unseren Weg nicht einfacher gemacht hat.“ Besonders bedankte er sich bei den Fans, seinem Staff und der Mannschaft: „Ich nehme viele wertvolle Erfahrungen und wichtige Erkenntnisse für meine Zukunft mit und wünsche dem Klub und allen Menschen rund um die Veilchen alles Gute für die kommenden Jahre.“ Die BG Göttingen haben nach eigenen Angaben bereits mit der intensiven Suche nach einem neuen Headcoach begonnen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Fabo.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-19 17:41:452026-05-22 13:16:52Vertragsauflösung: BG Göttingen und Headcoach Fabian Strauß beenden Zusammenarbeit

Spotlight #10: Wer bucht die Tickets fürs Finale?

19. Mai 2026/in Liga-News, ProA 25/26, Spotlight

Halbfinalzeit in der ProA! Die Viertelfinalserien liegen hinter uns und mit Phoenix Hagen, den Eisbären Bremerhaven, den Bozic Estriche Knights Kirchheim sowie den GIESSEN 46ers sind nun noch vier Teams im Rennen um den Finaleinzug. Wie schon in der ersten Playoffrunde, sind auch die Halbfinals als Serien im Modus Best-of-five angesetzt, wobei jeweils das in der Hauptrunde höher platzierte Team Heimrecht in Spiel eins, drei und einem möglichen Spiel fünf hat. Heiße Partien sind vorprogrammiert, blicken wir auf die beiden Duelle…

Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven: Hauptrundensieger gegen Angstgegner?

Auf der linken Seite des Playoffbaums treffen die beiden Teams aufeinander, die ihre Viertelfinalserie mit einem Sweep beendet haben. Sowohl Phoenix Hagen als auch die Eisbären Bremerhaven konnten also mit 3:0 ins Halbfinale einziehen und dürften dementsprechend ausgeruht in die Serie starten. Beim Duell Erster gegen Vierter ist die Favoritenrolle zwar schnell verteilt, allerdings sind die Eisbären das einzige Team, das in dieser Saison beide Spiele gegen Hagen gewinnen konnte!

-1 im Hinspiel und -15 im Rückspiel – das waren die Ergebnisse in den beiden Hauptrundenpartien gegen Bremerhaven aus Hagener Sicht. Damit sorgten die Eisbären alleine für ein Drittel der Niederlagen des Hauptrundensiegers, der ansonsten weitgehend souverän durch die Saison ging. Daran knüpfte Phoenix auch in den Playoffs an und ließ den PS Karlsruhe LIONS keine Chance. Mit 90:66, 108:73 und 79:70 machte man den Halbfinaleinzug klar. Das 90:66 in Spiel eins war übrigens, trotz aller Erwartbarkeit, etwas Besonderes, denn es war der allererste Playoff-Auftaktsieg in der Phoenix-Vereinsgeschichte! Trotz des klaren Siegs im Viertelfinale, fällt beim Blick in die Statistiken noch einiges an Verbesserungspotential auf. In der Hauptrunde war Hagen mit 38,4% bei der Dreierquote noch das beste Team der Liga, jetzt in den Playoffs fanden nur 29,7% der Würfe von Downtown ihr Ziel. Zudem leistete man sich mehr Turnover als in der regulären Saison. Dafür zeigten die Feuervögel aber am Brett Dominanz und griffen sich mehr als 50 Abpraller pro Partie, deutlicher Ligabestwert. Gerade die fast 16 Offensivrebounds sind ein Grund dafür, dass man trotz der unterdurchschnittlichen Quoten 92,3 Punkte pro Partie auflegen konnte.

Nur ein Team kommt in den Playoffs auf einen noch höheren Punkteschnitt und das sind, wie sollte es anders sein, die Eisbären Bremerhaven. Zugegeben, dieser Schnitt wird deutlich davon beeinflusst, dass die Nordseestädter beim 117:112 in Spiel drei in die Overtime mussten. Doch auch die Feldwurfquote (51,8% Topwert der Playoffteams) unterstreicht das offensive Potential der Eisbären. Das Team von Steven Esterkamp bekam es im Viertelfinale mit den Artland Dragons zu tun, so gesehen lautet das Duell also nun ein zweites Mal Feuer gegen Eis. In allen drei Partien gegen die Drachen war es bis zum Schluss spannend (der Overtimesieg war mit +5 schon das deutlichste Ergebnis), die Serie hätte auch gut und gerne über mehr als die drei Spiele gehen können. Doch letztendlich bewiesen die Eisbären immer kühlen Kopf und Crunchtime-Qualitäten. Wichtige Erfahrungen, die etwa Hagen in der Form noch nicht sammeln konnte und am Ende ausschlaggebend sein könnten?

Mit Übersicht auf der eins: Elijah Miller (l.) und Bjarne Kraushaar (r.) gehörten in der Hauptrunde zu den Top 3-Assistgebern der ProA (Foto: Jörg Laube).

Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers: Überraschungsteams unter sich

Im zweiten Halbfinale treffen die beiden Teams aufeinander, die im Viertelfinale für Upsets sorgten. Sowohl Kirchheim als auch Gießen konnten sich gegen höher platzierte Teams durchsetzen und so kommt es nun sogar zum ungewöhnlichen Fall, dass die Knights als Sechstplatzierter mit Heimrecht in das Halbfinale gehen.

Auf dem Weg dorthin schalteten die Kirchheimer den BBL-Absteiger aus Göttingen aus, und das obwohl man zunächst das Auftaktspiel in Niedersachsen verlor. Doch was dann folgte war ein klarer Heimsieg (+14) in Spiel zwei, der die Richtung für den Rest der Viertelfinalserie vorgab. Auswärts klaute man Spiel drei und den Matchball vor heimischer Kulisse verwandelten die Ritter in der Crunchtime. Nun steht also das Matchup gegen die 46ers an, mit denen das Team von Igor Perovic noch eine Rechnung offen hat. Beide Hauptrundenspiele konnten die Gießener deutlich für sich entscheiden, das 89:111 im Rückspiel stellte für die Knights sogar die höchste Niederlage der Saison dar! Um nun also Revanche zu nehmen, kommt es vor allem auf das starke Import-Trio aus Tylan Pope, Chuck Harris und Phillip Russell an, die in der Postseason zusammen für knapp 50 Kirchheimer Punkte pro Partie verantwortlich sind. Doch in den Playoffs laufen immer wieder auch die Rollenspieler zur Höchstform auf und so war etwa Aeneas Jung im entscheidenden vierten Spiel der effektivste Ritter. Mit einem Wert von 19 legte er mehr als das Dreifache seines Hauptrundendurchschnitts auf.

Doch auch die Gießener konnten im Playoff-Viertelfinale gegen die favorisierten Merlins aus Crailsheim ungeahnte Leistungsexplosionen verzeichnen. 18 Punkte in Spiel zwei, 21 Punkte und sieben Rebounds in Spiel vier: Das sind die Stats von Daniel Norl, der sich seine beiden besten Performances im 46ers-Trikot offensichtlich für die Playoffs aufgehoben hatte. Doch nicht nur er packte im Vergleich zur Hauptrunde einiges drauf, auch Spieler wie Simon Krajcovic, Aiden Warnholtz, Viktor Kovacevic und Robin Benzing steigerten ihre Punkteausbeute in der Postseason. Das liegt vor allem daran, dass die Gießener plötzlich ihre Dreier treffen. In der regulären Saison traf das Team von Frenkie Ignjatovic nur 30,9% von jenseits der 6,75m, ligaweit Platz 16. Doch nun fallen knapp 39% der Dreier, Bestwert aller Halbfinalteilnehmer! Ein besonderes Duell wird es übrigens auch auf der Trainerbank. Die beiden Coaches Perovic und Ignjatovic kennen und schätzen sich so sehr, dass letzterer sogar zur Hochzeit der Tochter seines Kirchheimer Gegenüber eingeladen wurde. Diese ist für Anfang Juni geplant, parallel zu den Finalspielen der ProA. „Nur einer von uns beiden wird an diesen Feierlichkeiten teilnehmen können“, fasst Ignjatovic die Dramatik zusammen…

Maier gegen Mayer beim Auftaktspiel der beiden Teams (Foto: Nina Sander/Silas Kunz).

Die beiden Halbfinals starten am morgigen Mittwoch, spätestens am 31. Mai wissen wir dann welche beiden Teams den Einzug in das Finale und das damit verbundene sportliche Aufstiegsrecht für die easyCredit BBL erreichen. Den Ausblick auf das Final-Matchup gibt es dann in der nächsten Ausgabe von Spotlight. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Titelbild_Spotlight10_photocredit_Nina-Sander_Nico-Genslein.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-05-19 17:19:002026-05-19 17:19:00Spotlight #10: Wer bucht die Tickets fürs Finale?

Alvaro Sanchez wird neuer Headcoach in Bochum

7. Mai 2026/in APP, ProA 25/26

Die VfL SparkassenStars Bochum treiben ihre Kader- und Strukturplanung für die kommende Saison weiter voran und haben nun eine zentrale Personalentscheidung getroffen: Alvaro Sanchez Paredes steigt vom Assistant Coach zum Headcoach auf. Der Spanier bringt internationale Erfahrung aus mehreren Stationen mit. Nach ersten Schritten im Jugendbereich in Spanien sammelte er unter anderem Coaching-Erfahrung in Schweden, Ägypten und den Niederlanden, bevor er 2024 zum Trainerstab der SparkassenStars stieß. Nun übernimmt er die Verantwortung an der Seitenlinie. Sanchez selbst blickt motiviert auf seine neue Aufgabe: „Ich bin wirklich dankbar für die Chance, das Vertrauen des Vereins und die Unterstützung aller innerhalb der Organisation. Wir gehen dieses neue Kapitel gemeinsam an – als Team wollen wir eine Kultur des Einsatzes und der harten Arbeit für den Verein, die Fans, die Stadt und für uns selbst aufbauen.“

Auch Geschäftsführer Tobias Steinert zeigt sich überzeugt von der Entscheidung: „Alvaro war von Anbeginn unserer Suche nach einem neuen Headcoach meine Wunschlösung und ich freue mich sehr, dass er uns zugesagt hat. Neben seinen unbestrittenen sportlichen Fähigkeiten wissen wir, dass er diesen Club und unsere Identität lebt. Nun haben wir zusammen ein neues SparkassenStars-Kapitel aufgeschlagen und ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zukunft.“ Mit der Beförderung von Sanchez setzen die Bochumer bewusst auf Kontinuität. Auch auf der Position des Assistant Coaches bleibt Stabilität erhalten: Petar Topalski kehrt wie geplant in seine vorherige Rolle zurück. Parallel zur Trainerentscheidung laufen bereits die Planungen für die Saison 2026/27 – mit Sanchez als zentraler Figur an der Seitenlinie.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Sanchez-Bochum.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-07 11:29:562026-05-07 11:29:56Alvaro Sanchez wird neuer Headcoach in Bochum

Tim Black wird neuer Cheftrainer der Nürnberg Falcons

6. Mai 2026/in APP, ProA 25/26

Die Nürnberg Falcons haben frühzeitig die Weichen für die kommende Saison gestellt und präsentieren mit Tim Black ihren neuen Cheftrainer. Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge von Ralph Junge an, der sich künftig wieder verstärkt auf seine Rolle als Geschäftsführer konzentrieren wird. Mit der Entscheidung setzen die Falcons bewusst auf Kontinuität. Black ist seit mehreren Jahren Teil des Trainerstabs und kennt Verein, Strukturen und Philosophie bereits bestens. Entsprechend überzeugt zeigt sich Junge von der internen Lösung: „Tim hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet und sich diese Chance absolut verdient. Es war uns wichtig, früh Klarheit zu schaffen, um die kommende Saison strukturiert planen zu können. Ich freue mich sehr, dass ich mich wieder intensiver auf die Weiterentwicklung des Standorts und die organisatorischen Themen konzentrieren kann.“ Auch Black selbst blickt mit großer Motivation auf seine neue Aufgabe:

„Es ist mir eine große Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen, der ich voller Tatendrang entgegenblicke. Diesen Verein und diese Stadt verstehe ich als einen Ort mit fruchtbarem Boden, tiefen Wurzeln und echtem Potenzial. Meine Aufgabe wird es sein, diesen ‚Garten‘ zu pflegen und ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Spieler gemeinsam wachsen, sich im Wettbewerb behaupten und Erfolge feiern können. Ich freue mich darauf, die Arbeit aufzunehmen und zusammen mit der Organisation sowie den Menschen vor Ort etwas von bleibendem Wert aufzubauen.“ Der ehemalige BBL-Topscorer bringt nicht nur Erfahrung als Spieler, sondern auch aus dem Nachwuchs- und Entwicklungsbereich mit. Nach Stationen in Deutschland, Belgien und Italien sowie Tätigkeiten im US-amerikanischen Nachwuchsbereich ist er seit 2024 wieder in Deutschland aktiv und war zuletzt als Co-Trainer und im Player Development bei den Falcons tätig.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Nuernberg-HC-.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-06 16:46:452026-05-06 16:46:45Tim Black wird neuer Cheftrainer der Nürnberg Falcons

Spotlight #9: Die heißeste Zeit des Jahres steht an

6. Mai 2026/in Liga-News, ProA 25/26, Spotlight

Die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist Geschichte – das bedeutet, dass uns nun die spannendste Zeit der Saison direkt bevorsteht! Schon am heutigen Mittwochabend starten die Playoffs und das Rennen um die Finaltickets und den damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL ist damit eröffnet. Vier Duelle erwarten uns in der ersten Runde, wie gewohnt trifft dabei der Erste auf den Achten, der Zweite auf den Siebten usw.. Die Serien laufen im Modus Best-of-Five, wer zuerst drei Siege hat zieht in das Halbfinale ein. Gespielt wird dabei im 1-1-1-1-1-Rhythmus, die Teams haben also abwechselnd Heimrecht, wobei das höher platzierte Team ein entscheidendes fünftes Spiel vor heimischer Kulisse austragen darf. Doch genug der Formalitäten, werfen wir in dieser Ausgabe von Spotlight einen Blick auf die Viertelfinalserien…

Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS: Klare Sache oder der Start der nächsten Cinderella-Story?

Wie üblich starten wir dabei mit der vermeintlich klarsten Ausgangssituation. Phoenix Hagen bekommt es als Hauptrundenmeister mit dem Achtplatzierten aus Karlsruhe zu tun. Der Blick in die Vergangenheit verdeutlicht die Kräfteverhältnisse: Nur einmal ging in den letzten zehn Jahren der Erstplatzierte nicht mit 3:0 durch das Viertelfinale (2022: Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 3:1), einen Sturz des Ligaprimus gab es in dem Zeitraum gar nicht.

Für Phoenix Hagen ist der Top Seed in den Playoffs die logische Konsequenz aus einer Saison, die von Anfang an auf den größtmöglichen Erfolg ausgelegt war. Seien es die Verpflichtungen im Sommer oder auch die Kaderupgrades während der Spielzeit, Hagen hat deutlich gemacht, dass das Ziel BBL-Aufstieg in diesem Jahr ernst genommen wird. Über quasi die ganze Saison thronte man an der Tabellenspitze. Als es am letzten Spieltag nochmal eng im Kampf um Platz eins wurde, legte man bei den Uni Baskets Münster mit 128 erzielten Zählern einen Vereinsrekord auf und schoss sich für die Playoffs warm. Einen Schlüsselspieler bei den Hagenern herauszuheben fällt schwer, zu ausgeglichen ist das Team auf allen Positionen besetzt. Seien es der aktuelle Player of the month Marcus Graves (14,3 Punkte, 5,4 Assists) auf der Point Guard Position oder Shooter wie Devin Schmidt (41,6% Dreier) und Jeffrey Carroll (39,6% Dreier). Jeder Spieler kann vorangehen und eine Schlüsselrolle einnehmen, kein Wunder, dass Hagen mit deutlichem Abstand das beste Offensivteam der ProA ist (96,4 Punkte pro Spiel).

Es wirkt also fast schon sinnlos, sich gegen die Hagener auf ein offensives Shootout einzulassen, doch genau das ist den Karlsruhern in dieser Saison erfolgreich gelungen! Im Heimspiel in der Europahalle feuerten die LIONS aus allen Lagen und brachten damit das Spiel in die Overtime, in der sie schließlich den Sieg sicherten. 116:109 war das Endergebnis im Spiel vor gut einem Monat, ganze 54 (!) Versuche aus dem Dreierbereich nahm sich das Team von Demond Greene, gleich 17 Mal sicherte man sich zweite Chancen per Offensivrebound. Das Spiel hat aufgezeigt, dass die Karlsruher an einem starken Tag durchaus Siegchancen haben, gerade wenn man vor heimischer Kulisse aufläuft. Mit nur vier Niederlagen in der Europahalle gehören die Karlsruher zu den heimstärksten Teams der ProA. Und manch einer erinnert sich sicher noch gut an die Playoffs der vorletzten Saison. Damals starteten die Karlsruher als Siebter und spielten sich in einen Rausch, der im überraschenden Meistertitel endete! Damals stand im LIONS-Kader übrigens Dominick von Waaden, der mittlerweile im Hagener Trikot spielt und seinen zweiten Titel anpeilt…

Marcus Graves auf dem Weg zum Korb (Bild: Jörg Laube).

HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers: Formstarke Zauberer treffen auf playofferfahrene 46ers

Hätte man vor der Saison eine Umfrage gestartet, hätten sicherlich nicht wenige das Match-Up Crailsheim vs. Gießen als mögliche Finalpaarung getippt. Doch dieses Duell steht nun schon im Viertelfinale an!

Die HAKRO Merlins sind aktuell das formstärkste Team der Liga. Einer guten Hinrunde folgte eine überragende Rückserie, in der man nur ein einziges Spiel verlor! Sogar das Auswärtsspiel beim Hauptrundenmeister Hagen konnte man gewinnen, nur der direkte Vergleich trennte beide Teams letztendlich, sodass die Merlins als Zweiter in die Postseason gehen. Bauen können die Crailsheimer vor allem auf ihre starke Defensive. Durchschnittlich lässt das Team nur 78,9 Punkte pro Partie zu, mit 9,1 Steals stibitzen die Merlins zudem die meisten Bälle pro Spiel. Doch diese Statistiken sollten gar nicht davon ablenken, dass Coach McCray auch auf der offensiven Seite eins der stärksten ProA-Teams geformt hat. Mit Jungs wie Allrounder Anthony Gaines (13,9 Punkte, 6,3 Rebounds), Scorer Vinnie Shahid (13,4 Punkte, 37,8% Dreier) und Center Marvin Ogunsipe (12,5 Punkte, 7,8 Rebounds) hat das Team aus Hohenlohe jede Menge Qualität im Kader. Dazu kommt, dass die Merlins noch eine Rechnung mit den Playoffs offen haben: Im letzten Jahr schied man im Viertelfinale in einer hochdramatischen Serie knapp aus. Ein bitteres Saisonende, das den Hunger auf Erfolg in dieser Spielzeit nur noch größer gemacht haben dürfte…

Doch bevor man sich in Hohenlohe mit einem möglichen BBL-Aufstieg befassen kann, stehen erstmal die GIESSEN 46ers vor der Tür. Auch die Gießener waren die Saison ambitioniert angegangen, fanden zunächst aber nur sehr schleppend ihren Rhythmus. Trotz des eigentlich eingespielten Kaders konnte man sich nicht in den Kampf um die oberen Plätze einschalten, sodass das Team von Coach Ignjatovic nun nur als Siebter in die Postseason startet. Und doch dürfen sich die 46ers durchaus Hoffnungen auf den Halbfinaleinzug machen, denn im letzten Duell mit den Crailsheimern war es sehr eng. Über weite Strecken zeigten die 46ers damals eine Top Leistung, erst gegen Ende verspielte man den Sieg mit unnötigen Ballverlusten doch noch und verlor 96:97. Partien wie diese zeigen, wie stark die Gießener sein können, zumal im Kader auch einiges an Playoff-Erfahrung steckt. Das Grundgerüst der Lahnstädter um Akteure wie Robin Benzing, Kyle Castlin oder Luis König Figge erreichte schon in der letzten Saison das Halbfinale, übrigens auch da mit einem Upset als schlechter platziertes Team. Für Letztgenannten stehen nun sogar bereits die vierten Playoffs im Gießen-Trikot an.

Top Scorer unter sich: Anthony Gaines (l.) und Kyle Castlin (r.) (Foto: dieLICHTBUILDER).

BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim: Die statistisch spannendste Serie

Das Match-Up Dritter gegen Sechster hat sich in den letzten Saisons zum statistisch spannendsten entwickelt! Denn gleich dreimal in den letzten vier Jahren gingen diese Serien über die volle Distanz von fünf Spielen. Einmal waren daran übrigens die Knights aus Kirchheim auch selbst beteiligt, in der vorletzten Saison verlor man im entscheidenden Spiel 5 gegen Phoenix Hagen. Für Göttingen wiederum steht nun die erste Playoffserie seit 2023 an, damals schaffte man es in der BBL überraschend in die Postseason.

Die BG war als Absteiger aus der BBL als einer der Favoriten in die ProA-Saison gegangen und zeigte gerade zu Beginn der Saison starke Leistungen. So gelangen etwa klare Siege gegen die Playoffteams aus Crailsheim und Quakenbrück und auch gegen den kommenden Gegner aus Kirchheim setzte man sich beim 97:78-Hinspiel souverän durch. Einige vermeidbare Niederlagen sorgten dafür, dass die BG nicht mehr entscheidend in den Kampf um die ersten beiden Plätze eingreifen konnte, dennoch ist der dritte Platz eine gute Ausgangsposition für die Veilchen. Das Team von Fabian Strauß zeichnet sich dabei vor allem über die Defensive aus, nach den HAKRO Merlins ist man das zweitbeste Team was etwa das Defensiv-Rating angeht. Offensiv liegt die Last auf Point Guard Jordan Sears (15,8 Punkte) und Zach Jackson (13,0 Punkte), insgesamt hat die BG aber mehr als eine Handvoll Spieler im Kader, die das Potential haben das Scoring zu übernehmen. Zudem lichtete sich zuletzt auch das Lazarett der Göttinger, da etwa Center Adam Ramstedt aus seiner Verletzungspause zurückkehrte und wieder für mehr Tiefe auf den großen Positionen sorgen kann.

Dass das Spiel unter den Körben wichtig sein wird, zeigt der Blick auf das zweite Aufeinandertreffen zwischen Göttingen und Kirchheim. Denn dieses gewannen die Knights am Ende hauchzart. Schlüssel für die Teckstädter war dabei vor allem die Überlegenheit am Brett, gleich zwölf Abpraller mehr als bei der BG standen im Boxscore. Gerade die 19 Offensivrebounds dürften Coach Perovic gut gefallen haben, waren sie doch der Hauptgrund dafür, dass die Ritter gleich elf Abschlüsse mehr als die Göttinger nehmen konnten. Blickt man auf die gesamte Saison, zeigt sich, dass die Kirchheimer zusammen mit Hauptrundenmeister Phoenix Hagen das reboundstärkste Team der Liga sind! Generell dürfte man bei den Knights sehr zufrieden mit der laufenden Spielzeit sein. Gerade nachdem man im letzten Jahr die Playoffs auf bitterste Art und Weise (verlorener Vierervergleich) verpasste, ist die nun souveräne Qualifikation für die Postseason ein klarer Schritt nach vorne. Allerdings schwächelte man zuletzt etwas, verlor unter anderem zuhause gegen Paderborn und verspielte auch im letzten Spiel gegen Köln beinahe den Sieg trotz 16 Punkten Führung. Doch auch die BG geht mit zwei Niederlagen aus den letzten drei Partien etwas stockend in die Serie, wer findet am schnellsten zur Playoff-Form?

Tylan Pope (l.) und Hendrik Drescher (r.) bringen Scoring von der Power Forward-Position (Bild: Swen Pförtner).

Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons: Nordkracher auf Augenhöhe

Übrig bleibt nun noch das tabellarische Nachbarschaftsduell des Vierten gegen den Fünften. Dass es sich dabei mit Bremerhaven gegen Artland um ein Nordderby handelt, verleiht der Serie noch mehr Brisanz.

Gerade für die Eisbären dürfte das Match-Up eine willkommene Abwechslung sein, waren in den letzten Jahren doch eher weite Playoffreisen nach Gießen oder sogar Tübingen die Regel. Doch bevor man auswärts ranmuss, steht zunächst der Viertelfinalauftakt vor heimischer Kulisse an. Wie bereits mehrfach in dieser Saison zieht man dafür in die Bremer ÖVB Arena um, in der man in dieser Spielzeit die höchsten Zuschauerzahlen aller ProA-Teams erreichte. Sportlich spielten die Eisbären eine tolle Hauptrunde, die wie schon im letzten Jahr mit dem vierten Tabellenplatz belohnt wurde. Unter anderem konnte man als einziges Team beide Spiele gegen Hagen gewinnen und auch gegen den nun kommenden Playoffgegner gestalteten die Eisbären beide Partien erfolgreich (jeweils mit +4 gewonnen). Dreh- und Angelpunkt ist weiterhin Point Guard Elijah Miller (15,3 Punkte, 6,1 Assists), der nochmal eine Steigerung im Vergleich zur letzten Saison hingelegt hat. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hat sich das Team von Steven Esterkamp zudem schon in Form gespielt. Und vor allem in den Heimspielen sind die Bremerhavener eine Macht. Gerade einmal zwei Partien in heimischer Halle gingen verloren, das ist zusammen mit Phoenix Hagen Ligabestwert.

Doch auch der Gegner aus Quakenbrück ist nicht zu unterschätzen. Die Dragons schrieben sicherlich die Geschichte der Saison, als letztjähriger sportlicher Absteiger schaffte man den ungefährdeten Sprung in die Postseason! Geht man im Kader auf Suche nach Gründen für dieses Abschneiden, sticht einem sofort ein starkes Offensiv-Duo ins Auge. Überragender Mann ist Ben Burnham, der durchschnittlich ein Double Double auflegt (19,3 Punkte, 10,0 Rebounds) und zigfach zum Player of the week in der ProA ausgezeichnet wurde. Den anderen Teil der offensiven Hauptlast trägt Amir Hinton, der nicht nur 20,2 Punkte pro Partie einbringt, sondern auch die im jungen Dragons-Team so wichtige Playofferfahrung aufweist. Denn schon mit Jena und zuletzt Trier spielte Hinton in der ProA-Postseason. Eine solche Erfahrung weist sonst nur Timo Lanmüller aus seiner Tübinger Zeit auf (er spielte übrigens sowohl 2022 als auch 2023 Viertelfinalserien gegen Bremerhaven), während für den Rest des Kaders inkl. Coach Gruhn die Playoffs quasi Neuland sind. In den letzten Hauptrundenpartien tat man sich gegen Absteiger bzw. Abstiegskandidaten überraschend schwer und verlor zwei der drei Partien. Allerdings schonte Gruhn beim letzten Spiel seine beiden Top Stars, sodass Burnham und Hinton ausgeruht in den Playoffauftakt gehen können.

Miller attackiert: Knappe und umkämpfte Spiele sind vorprogrammiert im Nordduell (Foto: Stefan Pieper).

Vier tolle Viertelfinalserien erwarten uns also über die nächsten gut zwei Wochen. Wer setzt sich durch, schaffen Teams ohne Heimrecht die Überraschung? Hier geht es dann vor den Halbfinals mit dem Blick auf die neuen Match-Ups weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Titelbild_Spotlight9_photocredit_dieLICHTBUILDER_Gero_Mueller-Laschet.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-05-06 15:00:072026-05-06 16:14:09Spotlight #9: Die heißeste Zeit des Jahres steht an

Vincent van Sliedregt wird neuer Headcoach in Bayreuth

6. Mai 2026/in APP, ProA 25/26

Der BBC Bayreuth hat die vakante Trainerposition neu besetzt und setzt künftig auf internationale Erfahrung: Vincent van Sliedregt übernimmt das Amt des Headcoaches und erhält einen Zweijahresvertrag. Der 38-jährige Niederländer kommt mit einem spannenden Profil nach Bayreuth. Zuletzt war er langjähriger Headcoach bei LWD Basket Leeuwarden in der BNXT League sowie Nationaltrainer der niederländischen Damen. Trotz seines vergleichsweise jungen Alters bringt er bereits umfassende Erfahrung im europäischen Basketball mit und konnte mit begrenzten Mitteln mehrfach sportliche Erfolge erzielen. Auch van Sliedregt selbst blickt mit Vorfreude auf seine neue Aufgabe: “Ich bin dankbar für die Gelegenheit, als neuer Cheftrainer in Bayreuth tätig zu sein. Es ist ein echtes Privileg, eine Brücke zwischen einem stolzen, traditionsreichen Verein und einer spannenden Zukunft zu schlagen, die vor uns liegt. Das Ziel ist es, gemeinsam auf dem aufzubauen, was diese Stadt und ihre Menschen so einzigartig macht, und eine Mannschaft zu entwickeln, die dieselbe Hingabe, Disziplin und denselben Stolz widerspiegelt. Unser Ansatz wird auf Werten basieren, die nichts Neues sind: Struktur, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Klare Kommunikation, das Einhalten von Verpflichtungen und das tägliche Aufbringen konstanter Energie werden die Grundlage unserer täglichen Arbeit sein. Ebenso wichtig ist es mir und meiner Familie, Teil der Gemeinschaft zu werden. Für mich geht das Trainieren über das Spielfeld hinaus. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen und gemeinsam das Beste aus allen Beteiligten herauszuholen, um etwas zu schaffen, hinter dem die Menschen in Bayreuth auch weiterhin stehen können.”

Auch Geschäftsführer Friedrich Hartung zeigt sich überzeugt von der Personalentscheidung: „Mit Vincent gewinnen wir einen erfahrenen Headcoach, für den der Schritt nach Bayreuth dennoch eine neue Herausforderung darstellt, die er mit großem Ehrgeiz angehen wird. Ich bin überzeugt, dass Vincent perfekt zu uns passt und der richtige Coach für den Umbruch in der Mannschaft ist.“ Zudem unterstreicht der künftige Sportdirektor Felix Hilgart die Qualitäten des neuen Trainers: „Vincent ist ein sehr guter Kommunikator und bringt trotz seines noch jungen Alters eine Menge Erfahrung als Headcoach mit nach Bayreuth. In der BNXT-Liga genießt er einen sehr guten Ruf und hat dort in den vergangenen Jahren auch mit begrenzten Budgets oft das Maximum aus seinen Teams herausgeholt. Als wir davon erfahren haben, dass er – aufgrund der Einstellung des Spielbetriebs seines aktuellen Clubs zur kommenden Saison – kurzfristig verfügbar wird, haben wir sofort Kontakt zu ihm aufgenommen, da er perfekt in das von uns gesuchte Trainerprofil passt. Zu seinen Stärken zählt das Schaffen einer Teamkultur, die von harter Arbeit, Offenheit und einer klaren Rollenverteilung geprägt ist. Wir werden in den kommenden Monaten alles dafür tun, um Vincent die nötige Unterstützung für eine schnelle Anpassung an ein neues Umfeld und eine sehr spezielle Liga wie die ProA zu geben.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/BBC-Bayreuh-neuer-Trainer-.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-06 14:41:302026-05-06 14:41:30Vincent van Sliedregt wird neuer Headcoach in Bayreuth

Nachberichte ProA 34. Spieltag

4. Mai 2026/in APP, ProA 25/26

02.05.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Phoenix Hagen 101:128

Die Uni Baskets Münster lieferten dem Tabellenführer Phoenix Hagen zum Saisonabschluss noch einmal einen leidenschaftlichen Fight, mussten sich aber trotz eines offensiven Spektakels mit 101:128 geschlagen geben. Vor 2.650 Zuschauern entwickelte sich ein emotionales Spiel, in dem die stark ersatzgeschwächten Gastgeber lange mithielten und sogar zwischenzeitlich in Führung gingen. Immer wieder fanden die Münsteraner Lösungen in der Offensive, spielten mutig und mit viel Tempo. Erst im weiteren Verlauf setzte sich die Qualität der Hagener durch, die vor allem in der zweiten Halbzeit konsequenter agierten und das Spiel letztlich für sich entschieden. Dennoch blieb vor allem der kämpferische Auftritt der Hausherren in Erinnerung, die sich nie aufgaben und von ihren Fans frenetisch unterstützt wurden.

„Ich bin stolz auf die Truppe, die heute gespielt hat. Diese Jungs haben alles gegeben. Unsere Fans sind der Wahnsinn und die besten der Liga. Das hört sich abgedroschen an, weil das jeder Trainer immer sagt. In solchen Momenten sieht man es halt. Wenn man vorne ist oder gut spielt, ist es einfach. Aber wenn es scheiße läuft und wenn du dann ganz am Ende der Saison die Halle voll hast mit so einer Stimmung: Das ist schon Wahnsinn! Ich bin froh, dass wir hier erhobenen Hauptes das Spiel mit aller Leidenschaft, die wir hatten, gespielt haben“, erklärte Münster-Coach Götz Rohdewald nach der Partie. Auch auf Seiten der Gäste gab es großen Respekt für den Auftritt der Münsteraner. „Ich habe fast den Drang, Götz und dem ganzen Verein zu gratulieren, auch wenn die Saison nicht so verlaufen ist, wie man sich das gewünscht hat. Heute war es ein toller Fight, eine wahnsinnige Leistung dieser Münsteraner, die nie aufgehört haben und inspiriert gekämpft und gespielt haben. Die haben uns heute alles abverlangt“, so Hagener Headcoach Chris Harris. Die Spieler der Uni Baskets blickten trotz der Niederlage positiv auf das Spiel zurück.

„Es war generell ein sehr, sehr offensiv geprägtes Spiel. Wir haben mit dem Mindset gespielt: Wir haben eh nichts zu verlieren. Vor allem in der Offense hat man das gemerkt, dass wir uns freigespielt haben. Das war so ein bisschen das Egal-Mindset, das man oft im Basketball gut gebrauchen kann. Unsere Fans waren super, die Hagener Fans waren super. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Paul Viefhues. Auch Adam Touray hob die besondere Atmosphäre hervor: „Unglaublich, dass man so supported wird, obwohl man abgestiegen ist. Unsere Fans feiern noch einmal jeden einzelnen Spieler und die ganze Mannschaft. Das ist unglaublich. Unsere erste Halbzeit war mehr als ordentlich. Es ist bitter, wenn man weiß, man kann sogar gegen den Ersten so stark spielen. Und am Ende der Saison stehst du doch ganz unten, weil du es nicht konstant abrufen konntest. So ist manchmal der Sport.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Paderborn Baskets 89:74

Die PS Karlsruhe LIONS haben sich im Saisonendspurt eindrucksvoll belohnt und durch einen 89:74-Heimsieg gegen die Paderborn Baskets den achten Tabellenplatz verteidigt. Damit sichern sich die Badener die Teilnahme an den Playoffs der ProA und treffen im Viertelfinale auf Hauptrundensieger Phoenix Hagen. Die Partie begann furios: Allen voran Tyrese Williams drückte dem Spiel früh seinen Stempel auf und traf in den ersten sieben Minuten gleich sechs Dreier. Die Karlsruher dominierten dadurch das erste Viertel klar und führten nach zehn Minuten mit 30:15. Auch defensiv präsentierten sich die LIONS aufmerksam und zwangen die Gäste zu schwierigen Abschlüssen. Im zweiten Abschnitt kamen die Ostwestfalen besser ins Spiel, gewannen insbesondere unter dem Korb an Präsenz und arbeiteten sich zurück. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 40:39 wieder offen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Einzelaktionen, doch Karlsruhe setzte immer wieder die entscheidenden Akzente und baute die Führung vor dem Schlussviertel erneut auf 65:51 aus. Im letzten Abschnitt versuchten die Gäste nochmals alles, konnten den Sieg der Hausherren vor über 2.500 Zuschauern in der Europahalle jedoch nicht mehr gefährden. Damit krönten die LIONS ihren starken Saisonendspurt und sicherten sich den wichtigen Erfolg im Kampf um die Playoffs. Topscorer der Partie war Williams mit starken 31 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten David Ejah (17), Kilian Binapfl (12) und Isaiah Hart (11). In der ersten Playoff-Runde wartet nun mit Phoenix Hagen eine echte Herausforderung. Die Hagener gehen als Tabellenerster und klarer Favorit in die Serie, die im Best-of-five-Modus ausgetragen wird. Während Hagen das Hinspiel der Hauptrunde deutlich für sich entschied, konnten sich die Karlsruher im Rückspiel nach Verlängerung revanchieren – ein Duell, das Spannung für die kommende Serie verspricht.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. RheinStars Köln 74:71

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben sich am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem 74:71-Sieg gegen die RheinStars Köln erfolgreich in die Playoffs verabschiedet. Vor über 3.000 Zuschauern in der EWS Arena kontrollierten die Schwaben die Partie über weite Strecken. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel steigerten die Knights vor allem defensiv ihre Intensität und erspielten sich bis zur Halbzeit eine Führung. Auch nach der Pause blieb Kirchheim das dominierende Team und baute den Vorsprung zwischenzeitlich deutlich aus. Erst im Schlussviertel wurde es noch einmal spannend.

Köln kämpfte sich durch mehrere erfolgreiche Distanzwürfe zurück und verkürzte den Rückstand bis in die letzten Sekunden. Die Knights behielten jedoch die Nerven und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Topscorer der Partie war Tylan Pope mit 22 Punkten. Headcoach Igor Perovic zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben über weite Phasen das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen. Die Stimmung war erneut außergewöhnlich. Es macht uns sehr viel Spaß hier zu spielen.“ Mit dem Erfolg gehen die Knights mit Selbstvertrauen in die Playoffs. Dort wartet im Viertelfinale die BG Göttingen.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. SBB Baskets 85:74

Die Nürnberg Falcons haben ihre Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem Heimsieg abgeschlossen. Gegen die SBB Baskets Wolmirstedt setzten sich die Mittelfranken vor 2.854 Zuschauern mit 85:74 durch und beenden die Spielzeit auf Tabellenplatz neun. Von Beginn an war Nürnberg das bessere Team und kontrollierte die Partie über weite Strecken. Nach einer soliden ersten Halbzeit mit einer 42:34-Führung bauten die Falcons ihren Vorsprung auch nach der Pause weiter aus. Zwar versuchten die Gäste immer wieder, den Rückstand zu verkürzen, wirklich in Gefahr geriet der Heimsieg jedoch nicht. Im Schlussviertel war zudem klar, dass die Playoffs knapp verpasst wurden.

Dennoch spielte Nürnberg die Partie konzentriert zu Ende und sorgte mit sehenswerten Aktionen – unter anderem von Trevor Baskin – für einen gelungenen Saisonabschluss. Headcoach Ralph Junge zeigte sich nach dem Spiel zufrieden und dankte Fans und Umfeld für die Unterstützung. Trotz des verpassten Playoff-Einzugs überwog die positive Bilanz einer starken Saison, die mit dem zweitbesten Ergebnis der Vereinsgeschichte endet.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. BG Göttingen 96:87

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich mit einem historischen Sieg aus der Hauptrunde verabschiedet. Durch den 96:87-Erfolg gegen die BG Göttingen beenden die Zauberer die Rückrunde mit nur einer Niederlage – ein Novum seit der Aufstockung der ProA auf 18 Teams. In einem intensiven Spitzenspiel erwischten die Crailsheimer den besseren Start und setzten früh Akzente in der Defensive. Angeführt von Vinnie Shahid, der insgesamt 29 Punkte erzielte und vor allem aus der Distanz glänzte, erspielten sich die Gastgeber bereits im ersten Viertel eine klare Führung. Doch Göttingen hielt dagegen, kämpfte sich zwischenzeitlich zurück und gestaltete die Partie bis zur Halbzeit offen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Merlins jedoch endgültig die Kontrolle. Mit hoher Intensität, starkem Teamplay und mehreren Läufen bauten die Hausherren ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Spätestens im Schlussviertel ließ Crailsheim keinen Zweifel mehr am Sieg aufkommen und brachte die Partie souverän ins Ziel – trotz des zwischenzeitlichen Ausfalls von Topscorer Shahid nach seinem fünften Foul. Neben Shahid punkteten auch Tyreese Blunt (13), Maurice Stuckey (12) und Bruno Santana (10) zweistellig. Insgesamt überzeugte Crailsheim vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit und Energie auf beiden Seiten des Feldes.

„Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Wir haben heute gezeigt, was für ein Team wir sind. Uns fehlen drei Leute und der Nächste auf der Bank ist bereit zu spielen, Verantwortung zu übernehmen und uns zu helfen, die Spiele zu gewinnen. Ich kann viele Leute nennen, die ein gutes Spiel heute hatte. Gianni hatte ein gutes Spiel, Nico hat wieder ein sehr gutes Spiel gemacht, aber ich glaube wir alle haben am Ende zum Sieg beigetragen. Darauf bin ich wirklich stolz. Und jetzt sind wir bereit uns für die ganze harte Arbeit in den Playoffs zu belohnen“, erklärte Headcoach David McCray nach der Partie. Mit diesem Erfolg gehen die Merlins mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs. Dort wartet im Viertelfinale mit den Gießen 46ers direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. Bayer Giants Leverkusen 83:85

Die Artland Dragons haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp verloren. Gegen die BAYER GIANTS Leverkusen unterlagen die Quakenbrücker mit 83:85 und gehen damit als Tabellenfünfter in die Playoffs. Die Gäste aus Leverkusen erwischten den besseren Start und erspielten sich früh eine zweistellige Führung. Vor allem Dennis Heinzmann und John Williams prägten die Anfangsphase, während die Dragons offensiv nur schwer in Rhythmus kamen. Im zweiten Viertel kämpften sich die Gastgeber zurück. Angeführt von Buzz Anthony und Epke Kruthaup verkürzten die Dragons den Rückstand und hielten die Partie bis zur Pause offen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges Spiel mit mehreren Führungswechseln. In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, ehe Kobe Langley mit wichtigen Würfen die Entscheidung zugunsten der Leverkusener brachte. Die Dragons hatten in den letzten Sekunden noch die Chance auf den Ausgleich, konnten diese jedoch nicht nutzen.

Headcoach Hendrik Gruhn ordnete die Partie anschließend ein: „Ich bin zunächst froh, dass alle das Spiel heil überstanden haben, das war das Allerwichtigste. Das war auch der Grund, warum wir Ben und Amir nicht haben spielen lassen. Ich habe viele Dinge gesehen, die mich gefreut haben, am meisten freue ich mich jedoch für Epke. Er hat heute so gespielt, wie er auch in der NBBL spielen würde, er ist einfach ein geiler Zocker. Wir haben als Team mit 8 von 41 Dreiern miserabel getroffen. Ich glaube, wenn wir besser getroffen hätten, hätten wir das Spiel komfortabel gewonnen, aber das ist jetzt belanglos. Jetzt gilt es, kurz zu regenerieren, dann geht der Fokus voll auf Bremerhaven.“ Für die Dragons richtet sich der Blick nun auf die Playoffs: Bereits am Mittwoch startet die Serie gegen die Eisbären Bremerhaven.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 72:85

Die Tigers Tübingen haben ihr letztes Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verloren. Gegen die Eisbären Bremerhaven setzte es vor 2.329 Zuschauern eine 72:85-Niederlage. Dabei hielten die Schwaben über weite Strecken gut dagegen, mussten jedoch vor allem in der ersten Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen. Bremerhaven nutzte seine Erfahrung und Effizienz, um sich früh abzusetzen und die Führung bis zur Pause deutlich auszubauen. Nach dem Seitenwechsel zeigte Tübingen eine starke Reaktion. Angeführt von Jordan Johnson kämpften sich die Gastgeber mehrfach heran und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf wenige Punkte. In der Schlussphase fehlte jedoch die Konsequenz, sodass die Gäste das Spiel routiniert zu Ende brachten. Tigers-Coach Eric Detlev sagte nach der Partie:

„Erstmal Glückwunsch an Coach Steven Esterkamp und seine Mannschaft zum Sieg, viel Glück in den Playoffs! Für mich steht das heutige Spiel nicht so sehr im Fokus, sondern die aufreibenden letzten Wochen für alle Beteiligten. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass wir heute an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen würden. Es wäre schön gewesen, das Spiel zumindest bis in die Schlussphase offen zu gestalten. Unsere erste Halbzeit war heute schlecht, aber die kämpferische Leistung danach war gut. Das Wichtigste ist, dass wir es in den letzten Wochen geschafft haben, als Team zu kämpfen, auch wenn es spielerisch manchmal nicht gut war. Das möchte ich den Jungs auch heute nicht absprechen.“

Auch Bremerhavens Trainer Steven Esterkamp ordnete das Spiel ein: „Das letzte Spiel ist immer ein bisschen schwer für beide Mannschaften, weil es tabellarisch um nichts mehr ging. Unser Ziel war es heute gesund zu bleiben, das haben wir zum Glück geschafft. Respekt an die Tübinger Spieler, die gut gespielt und alles gegeben haben. Wir wollten heute allen zwölf Spielern Einsatzzeit geben, auch das ist uns gelungen. Auch die jungen Spieler haben heute ihren Job erledigt. Ich bin froh, dass wir die Begegnung am Ende gewinnen konnten.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr // BBC Bayreuth vs. VfL SparkassenStars Bochum 103:88

Der BBC Bayreuth hat sich mit einem überzeugenden 103:88-Heimsieg gegen die VfL SparkassenStars Bochum aus der Saison verabschiedet und sich am letzten Spieltag noch auf Tabellenplatz zehn vorgeschoben. In einer intensiven Partie übernahmen die Bayreuther früh die Kontrolle und setzten sich bereits im ersten Viertel ab. Vor allem offensiv präsentierten sich die Hausherren variabel und treffsicher, während Bochum zunächst mit Ballverlusten zu kämpfen hatte. Zwar fanden die Gäste im weiteren Verlauf besser ins Spiel, doch Bayreuth hielt dagegen und verteidigte seine Führung bis zur Halbzeit (50:45). Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft, doch immer wieder fanden die Gastgeber die richtigen Antworten. Insbesondere im Schlussviertel zog der BBC nochmals an und ließ den Bochumern keine Chance mehr, entscheidend heranzukommen. Vor 2.507 Zuschauern in der Oberfrankenhalle brachte Bayreuth den Sieg schließlich souverän ins Ziel. Topscorer der Partie war KeVaughn Allen mit 26 Punkten, gefolgt von Tehree Horn (18) und Lenny Liedtke (13). Zudem überzeugte Willem Brandwijk mit einem starken Allround-Auftritt inklusive zwölf Rebounds und acht Assists.

Nach der Partie stand jedoch nicht nur der sportliche Erfolg im Fokus, sondern auch der Abschied von Headcoach Lukas Hofer, der sich emotional von Team und Fans verabschiedete: „Wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme gehabt, um in der Defensive Problemlösungen zu finden. In der zweiten Halbzeit wurde die Situation dann besser. Insgesamt bin ich unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute erneut gezeigt, dass wir eine Einheit sind und als Mannschaft auftreten. Dies wird nicht zuletzt durch die 25 Assists, die wir im Spiel erreicht haben, unterstrichen. Wir sind ein unfassbar geiles Team, das mit seinem Charakter auch unwahrscheinlich einfach zu coachen war. Ich weiß nicht, ob ich das woanders so noch einmal erleben werde. Meine Monate als Headcoach in Bayreuth waren eine super-durchwachsene Zeit, in der wir uns letztlich nach dem Aufschlag am Boden bei der Auswärtsniederlage in Leverkusen kontinuierlich nach oben entwickelt haben. Ich war knapp zwei Jahre hier im Trainerstab, aber Bayreuth ist mir eine zweite Heimat geworden. Ich werde die Stadt, ihre Menschen, die Organisation und die Fans, die auch heute wieder eine Klasse-Stimmung in der Halle gemacht haben, immer in meinem Herzen behalten“.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // GIESSEN 46ers vs. EPG Baskets Koblenz 88:69

Die Gießen 46ers haben die Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem überzeugenden Heimsieg abgeschlossen. Gegen die EPG Baskets Koblenz setzte sich das Team mit 88:69 durch und feierte den Erfolg gemeinsam mit den Fans in der Osthalle. Sportlich hatte die Partie keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle, dennoch entwickelte sich ein intensives und stimmungsvolles Spiel. Vor rund 2.400 Zuschauern nutzten die 46ers die Begegnung als Generalprobe für die anstehenden Playoffs. In der ersten Halbzeit hielten die Gäste gut dagegen und blieben über weite Strecken in Schlagdistanz. Koblenz überzeugte mit Einsatz und Energie, während Gießen zwar immer wieder Akzente setzte, sich aber noch nicht entscheidend absetzen konnte. Nach der Pause steigerten sich die Hausherren deutlich. Vor allem im dritten und vierten Viertel übernahm Gießen die Kontrolle und zog mit konsequentem Offensivspiel sowie starker Defensive davon. Besonders Kyle Castlin überzeugte als prägender Akteur, während auch Till Gloger und Aiden Warnholtz wichtige Impulse lieferten.

Trainer Branislav Ignjatovic zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt: „Es ist natürlich immer schwer, solche Partien zu spielen, in denen es um nichts mehr geht. Aber wir konnten auch befreit aufspielen, nachdem wir unser Ziel, die Playoffs, erreicht hatten. Ich bin glücklich über die Art und Weise dieses Sieges. Vor allem sind unsere insgesamt 27 Assists, glaube ich, Saisonrekord.“ Auch Koblenz-Coach Stephan Dom lobte sein Team trotz der Niederlage: „Wir wollten gut spielen. Wir wollten unseren mitgereisten Fans einen Sieg schenken. Und in der ersten Halbzeit haben wir auch richtig gut mitgehalten.“ Neben dem sportlichen Geschehen sorgte vor allem die Atmosphäre für Begeisterung. Selbst Gästespieler Jonas Niedermanner zeigte sich beeindruckt: „Ich habe nichts als Liebe für diese Fans.“ Für die Gießen 46ers beginnt nun die entscheidende Phase der Saison. Im Playoff-Viertelfinale wartet mit den HAKRO Merlins Crailsheim ein schwerer Gegner.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/ProB-34.-.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-05-04 16:08:172026-05-04 16:08:17Nachberichte ProA 34. Spieltag

Vorberichte ProA 34. Spieltag

30. April 2026/in APP, ProA 25/26

Alle Spiele der ProA sind LIVE und EXKLUSIV bei Sporteurope.TV zu sehen!

02.05.2026 19:30 Uhr Uni Baskets Münster vs. Phoenix Hagen 

Zum Abschluss der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA reist Phoenix Hagen zu den Uni Baskets Münster – begleitet von rund 400 Fans, die das NRW-Derby noch einmal zu einem echten Highlight machen wollen. Für Hagen geht es dabei um nicht weniger als den Hauptrundensieg, während Münster sich trotz feststehendem Abstieg mit einem starken Auftritt von den eigenen Fans verabschieden möchte. Entsprechend warnt Headcoach Chris Harris vor der Aufgabe: „Spiele gegen Münster sind für uns immer ganz besonders. Vor allem die kurzen Touren zur Sporthalle Berg Fidel ist für unsere reisefreudigen Fans stets ein willkommener Anlass, uns zu Hunderten lautstark zu unterstützen – das wird diesmal nicht anders sein.“

Gerade deshalb erwartet er einen hochmotivierten Gegner: „Und wir werden ihre Unterstützung brauchen, da die Baskets nochmals alles in die Waagschale werfen werden, um sich von ihrem Publikum in die Sommerpause zu verabschieden.“ Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Hagen vor allem in der eigenen Spielweise: „Entsprechend geht es für uns darum, durchgängig in der Verteidigung präsent zu sein und darüber schnell nach vorn umschalten zu können.“ Damit ist die Ausgangslage klar: Hagen hat Platz eins in der eigenen Hand, muss dafür aber in einem emotionalen Derby bestehen, in dem Münster ohne Druck und mit viel Einsatz auftreten wird.

 

02.05.2026 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Paderborn Baskets 

Spannender könnte die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kaum sein: Die PS Karlsruhe LIONS gehen als Tabellenachter ins Saisonfinale und haben damit aktuell einen Playoff-Platz in der Hand – doch dieser ist alles andere als sicher. Im Heimspiel gegen die Paderborn Baskets am 2. Mai entscheidet sich, ob die Badener den Sprung in die Meisterrunde aus eigener Kraft schaffen oder noch zittern müssen. Die Rechnung ist einfach: Ein Sieg bedeutet sicher die Playoff-Teilnahme, eine Niederlage könnte Karlsruhe dagegen bis auf Rang zehn zurückwerfen – abhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz. Dabei sprechen einige Faktoren für die LIONS. In der heimischen Europahalle präsentiert sich das Team von Headcoach Demond Greene stark und konnte zwölf seiner bisherigen 16 Heimspiele gewinnen. Zudem zeigte die Formkurve zuletzt nach oben: Trotz der knappen Niederlage in Göttingen hatte Karlsruhe zuvor drei Siege in Serie eingefahren und sich damit in eine gute Ausgangsposition gebracht.

Ganz anders ist die Situation beim Gegner aus Paderborn. Die Ostwestfalen stehen im Tabellenkeller, haben den Klassenerhalt zwar sicher, spielen sportlich aber nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Genau das macht sie jedoch nicht ungefährlich – befreit von Druck könnten sie zum Stolperstein werden. Parallel richtet sich der Blick auch auf die Konkurrenz. Die Nürnberg Falcons BC und die VfL SparkassenStars Bochum liegen nur einen Sieg hinter Karlsruhe und haben ebenfalls realistische Chancen. Besonders brisant: Beide Teams haben den direkten Vergleich gegen die LIONS gewonnen, was bei Punktgleichheit gegen Karlsruhe sprechen würde. Nürnberg empfängt die SBB Baskets, während Bochum in Bayreuth antreten muss – beides durchaus lösbare Aufgaben. Damit ist klar: Die LIONS haben es selbst in der Hand. Gelingt ein Heimsieg, sind alle Rechenspiele hinfällig und der Einzug ins Playoff-Viertelfinale perfekt. Andernfalls droht ein nervenaufreibender Abend mit Blick auf die anderen Hallen.

 

02.05.2026 19:30 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. RheinStars Köln

Am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die Bozic Estriche Knights Kirchheim noch einmal ein besonderes Highlight an: In der Göppinger EWS Arena empfangen die Schwaben die RheinStars Köln – ein Duell, das sportlich zwar keine großen tabellarischen Auswirkungen mehr hat, aber dennoch wichtige Signale für die bevorstehenden Playoffs senden kann. Die Ausgangslage ist klar: Kirchheim hat sich bereits Platz sechs gesichert und trifft im Viertelfinale auf die BG Göttingen. Für die Knights geht es daher vor allem darum, nach zuletzt schwächeren Wochen wieder in den Rhythmus zu finden und mit einem guten Gefühl in die K.o.-Phase zu starten. Headcoach Igor Perovic bringt es auf den Punkt: „Köln ist sehr schwierig zu spielen. Sie sind gut organisiert und verfügen über viel individuelle Qualität. Für uns geht es darum, nach eher schwierigeren Wochen wieder eine bessere Leistung zu zeigen.“

Die Gäste aus Köln können ebenfalls befreit aufspielen. Nach einem holprigen Saisonstart haben sich die RheinStars stabilisiert und nur knapp den Einzug in die Playoffs verpasst. Vor allem Guard Cedric Russell, der das Team als Topscorer anführt, sowie der erfahrene Spielmacher Mike Miller sorgen für offensive Qualität und machen die Rheinländer zu einem unangenehmen Gegner. Neben dem Sportlichen steht auch das Event im Fokus. Für die Knights ist das Spiel in der größeren EWS Arena etwas Besonderes – rund 3.000 Tickets sind bereits verkauft. Die Atmosphäre soll ein Vorgeschmack auf die Playoffs werden, auch wenn diese wieder in der gewohnten Heimhalle in Kirchheim ausgetragen werden. Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt betont die Bedeutung des Rahmens: „Die Spieler spielen sehr gerne in Göppingen. Die Atmosphäre und Stimmung sind sehr motivierend und natürlich haben sie uns gefragt ob die Playoffs dort gespielt werden können.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. SBB Baskets 

Bericht folgt in Kürze!

 

02.05.2026 19:30 Uhr HAKRO Merlins Crailsheim vs. BG Göttingen

Zum Abschluss der Hauptrunde reist die BG Göttingen ohne großen Druck zu den HAKRO Merlins Crailsheim. Vor dem Duell am Samstag steht bereits fest: Im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Veilchen auf die Bozic Estriche Knights Kirchheim. Damit geht es für Göttingen sportlich zwar nicht mehr um die Platzierung, dennoch wartet mit Crailsheim eine echte Herausforderung. Die Gastgeber stehen auf Rang zwei und haben sogar noch Chancen auf die Tabellenführung, benötigen dafür jedoch einen eigenen Sieg und Schützenhilfe im Parallelspiel. Entsprechend hoch dürfte die Intensität in der Arena Hohenlohe sein. BG-Assistent Patrick Carney sieht die Ausgangslage gelassen, aber keineswegs nachlässig:

„Für uns ist es eine gute Situation, weil wir keinen zusätzlichen Druck haben. Dennoch ist es eine schwere Aufgabe in einer hitzigen Atmosphäre gegen einen sehr guten Gegner. Wir wollen natürlich gewinnen.“ Das Hinspiel spricht für Göttingen: Anfang November setzte sich die BG deutlich durch und zeigte eine starke Offensivleistung. Dennoch hat sich Crailsheim seitdem deutlich weiterentwickelt und präsentiert sich vor allem in der Rückrunde in Topform. Mit nur einer Niederlage aus den letzten 19 Spielen gehören die Merlins zu den formstärksten Teams der Liga. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den athletischen Guards der Gastgeber. Carney betont: „Gaines und Johnson sind zwei große, athletische Guards, die konstant die Zone attackieren und Möglichkeiten für ihre Mitspieler schaffen. Sie müssen wir einschränken.“

Auch die Variabilität im Frontcourt stellt Göttingen vor Aufgaben: „In Gardner haben sie einen großen Spieler, der werfen kann, was immer eine Herausforderung ist. Shahids Würfe müssen wir so schwer wie möglich machen.“ Taktisch erwartet die BG ein intensives Spieltempo. Crailsheim sucht häufig den schnellen Abschluss, während Göttingen versuchen wird, das Spiel zu kontrollieren: „Wir müssen sie im Halbfeld halten und entscheiden, wann wir aufs Gaspedal drücken“, erklärt Carney. Entscheidend werden zudem Rebounding und eine gute Wurfauswahl sein.

 

02.05.2026 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Bayer Giants Leverkusen

Zum Abschluss der Saison 2025/26 steht für die BAYER GIANTS Leverkusen noch einmal ein Auswärtsspiel bei den Artland Dragons an. Am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat die Partie zwar tabellarisch keine große Bedeutung mehr, dennoch wollen sich die Rheinländer ordentlich verabschieden. Headcoach Michael Koch macht die Zielsetzung klar: „Wir möchten uns nach unserem feststehenden Abstieg ordentlich aus der ProA verabschieden.“ Während Leverkusen die Saison ohne sportliche Perspektive beendet, richtet sich der Blick in Quakenbrück bereits auf die Playoffs. Die Artland Dragons stehen auf Rang fünf und treffen in der ersten Runde auf die Eisbären Bremerhaven. Vor allem offensiv zählt das Team zu den stärksten der Liga. Mit Ben Burnham und Amir Hinton verfügen die Niedersachsen über zwei herausragende Scorer, die Spiele im Alleingang entscheiden können. Auch Connor Van Anthony sorgt konstant für zweistellige Punkte. Koch warnt entsprechend vor der Qualität des Gegners: „Die Dragons gehören zu den besten Offensivmannschaften der Liga. Das Duo Burnham-Hinton ist, wenn einmal heiß gelaufen, schwer zu bremsen. Uns erwartet eine große Herausforderung, welche wir in der Artland Arena zu bewerkstelligen haben.“

Gleichzeitig sieht er auch Chancen: „Auf der anderen Seite lassen die Quakenbrücker in der Verteidigung im Schnitt knapp 84 Punkte pro Spiel zu. Bedeutet, dass sie durchaus Zähler zulassen. Für uns heißt es, die einfachen Dinge richtig zu machen und den Ball durch den Korb des kommenden Gegners zu befördern.“ Neben dem sportlichen Abschluss richtet der Trainer auch emotionale Worte an die eigenen Fans: „Ich weiß gar nicht, wie oft ich es noch sagen soll, aber unsere Fans verdienen einfach größten Respekt. Was sie in dieser Saison geleistet haben, ist alles andere als selbstverständlich. Sie sind uns quer durch die Republik gefolgt, haben uns auch in schwierigen Phasen getragen und uns nie allein gelassen. Gerade in so einem Jahr zeigt sich, was diesen Verein ausmacht.“ Zum Saisonfinale kann Leverkusen zudem wieder auf Luca Finn Kahl zurückgreifen, der nach überstandener Verletzung in den Kader zurückkehrt.

 

02.05.2026 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 

Bericht folgt in Kürze!

 

02.05.2026 19:30 Uhr BBC Bayreuth vs. VfL SparkassenStars Bochum 

Zum letzten Spiel der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfängt der BBC Bayreuth die VfL SparkassenStars Bochum. Während es für die Gastgeber tabellarisch um nichts mehr geht, kämpfen die Gäste aus dem Ruhrgebiet noch um ihre letzte Chance auf den Einzug in die Playoffs. Bayreuth geht nach dem Auswärtssieg in Koblenz mit Selbstvertrauen in die Partie und will sich vor heimischem Publikum mit einem Erfolg aus der Saison verabschieden. Gleichzeitig hat das Team noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel, das trotz guter Leistung verloren ging. „Wir haben mit den VfL SparkassenStars auf jeden Fall noch eine Rechnung offen, nachdem wir uns schon beim Hinspiel eine Chance gegeben hatten, das Spiel zu gewinnen, aber dies letztlich aufgrund unserer hohen Turnover-Anzahl nicht geschafft haben“, erklärt Headcoach Lukas Hofer. Der Gegner wird dabei keineswegs unterschätzt. Bochum verfügt über einen erfahrenen und ausgeglichen besetzten Kader, der vor allem durch seine Mischung aus Routine und Athletik gefährlich ist. „Bochum hat einen super-soliden Kader mit Niklas Geske, Jonas Grof, Lars Kamp und Kilian Dietz – das sind schon alles gestandene Spieler, die, kombiniert mit den Importakteuren, eine tolle Mannschaft sind. Da haben wir als Team großen Respekt davor“, so Hofer weiter.

Trotzdem blickt Bayreuth optimistisch auf die Partie und will die positive Entwicklung der letzten Wochen bestätigen. „Gleichzeitig können wir aufgrund der Leistungen in den vergangenen Wochen dennoch selbstbewusst auftreten und wir werden versuchen, unseren Heimfans im letzten Saisonspiel einen Sieg zu bescheren und uns würdig in die Off-Season zu verabschieden.“ Auf Seiten der Bochumer ist die Ausgangslage klar: Nur mit einem Sieg bleibt die minimale Playoff-Chance bestehen. Nach dem wichtigen Erfolg im Derby gegen Münster zeigte sich Headcoach Petar Topalski mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur teilweise zufrieden. „Ich möchte Respekt an Münster zollen, die Mentalität nach dem verschlafenen Start gezeigt haben“, sagte er und lobte zugleich den eigenen Beginn: „Ich bin mit unserem ersten Viertel sehr zufrieden, dass wir wieder so früh zu unserer Identität gefunden haben.“ Dass das Spiel dennoch noch einmal eng wurde, ordnete er kritisch ein: „Später waren die Beine ein bisschen müde und ein paar Würfe sind nicht reingegangen. Am Ende war es ein spannendes Spiel, vielleicht gut für die Zuschauer, aber für mich war das nicht so einfach.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr GIESSEN 46ers vs. EPG Baskets Koblenz 

Für die GIESSEN 46ers steht vor dem Start in die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA noch einmal der Liga-Alltag auf dem Programm. Zum Abschluss der Hauptrunde empfangen die Mittelhessen die EPG Baskets Koblenz – ein Spiel ohne tabellarische Bedeutung, aber mit klarem Fokus auf die bevorstehende K.o.-Phase. Überschattet wird die Partie von den Sorgen um Viktor Kovacevic, der sich zuletzt in Bremerhaven verletzt hatte. „Viktor konnte bislang nicht trainieren. Mit seiner Hand hat er keine Probleme, aber starke Schmerzen in Nacken, Kopf und Brust. Der Sturz hat so eine Art Schleudertrauma verursacht“, berichtet Headcoach Branislav Ignjatovic. Insgesamt passt die Situation für ihn ins Bild der Saison: „Das passt einfach zu dieser Saison.“ Trotz aller Rückschläge überwiegt die Erleichterung über das Erreichen der Playoffs.

„Ich bin einfach nur super happy, dass wir die Playoffs überhaupt erreicht haben. Diese zu verpassen, wäre für einen Standort wie Gießen eine Katastrophe gewesen“, stellt Ignjatovic klar. Bevor es jedoch in die entscheidende Phase geht, wollen die 46ers im letzten Hauptrundenspiel noch einmal ein Ausrufezeichen setzen. „Nachdem wir uns für die gute Leistung beim Spiel bei den Eisbären wieder einmal nicht belohnen konnten, wollen wir uns und vor allem unsere Fans am Samstag mit einem Sieg belohnen“, so der Coach. Gleichzeitig sieht er die Partie als wichtigen Härtetest: „Das ist genau die richtige Generalprobe für die Playoffs. Und außerdem haben wir mit Koblenz noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel haben wir mit einem Punkt verloren, weil wir am Ende den Ball verstolpert haben.“ Damit geht es für Gießen weniger um Punkte, sondern um Rhythmus, Selbstvertrauen und eine gelungene Einstimmung auf die Playoffs – gegen einen Gegner, der trotz verpasster Qualifikation genügend Qualität mitbringt, um ein echter Prüfstein zu sein.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/04/Proa-34.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-04-30 19:16:292026-04-30 19:16:29Vorberichte ProA 34. Spieltag

BBC Bayreuth beendet die Zusammenarbeit mit Headcoach Lukas Hofer zum Saisonende

29. April 2026/in APP, ProA 25/26

Der BBC Bayreuth wird in der kommenden Saison mit einem neuen Headcoach in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gehen. Der Club hat entschieden, die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Headcoach Lukas Hofer nicht fortzusetzen, trotz einer insgesamt positiven sportlichen Entwicklung unter seiner Leitung. Als Hofer kurz vor Weihnachten zum Cheftrainer befördert wurde, befand sich Bayreuth mitten im Abstiegskampf. Mit nur vier Siegen war die Lage angespannt. Gemeinsam mit Assistenztrainer Nils Scheller stabilisierte er das Team jedoch und führte es letztlich zum vorzeitigen Klassenerhalt. Insgesamt holte Bayreuth unter Hofer zehn Siege aus 20 Spielen und zeigte im Saisonverlauf eine deutliche Leistungssteigerung. Trotz dieser Entwicklung fiel die Entscheidung gegen eine weitere Zusammenarbeit bewusst im Hinblick auf die Zukunft des Clubs.

Geschäftsführer Friedrich Hartung erklärte: „Ohne Zweifel haben Lukas Hofer und Nils Scheller unter äußerst schwierigen Voraussetzungen sehr gute Arbeit geleistet. Wir dürfen unseren Blick aber nicht nur auf das Erreichte richten, sondern müssen die kommenden Herausforderungen in den Fokus nehmen und Entscheidungen treffen, die der langfristigen Entwicklung des Clubs dienen.“ Gleichzeitig bedankte er sich ausdrücklich für Hofers Einsatz und Engagement. Auch Hofer selbst blickt mit viel Wertschätzung auf seine Zeit in Bayreuth zurück:

„Ich habe in meinen 2 Jahren in Bayreuth beinharte Niederlagen und unfassbare Siege erleben müssen und dürfen“, erklärte der scheidende Coach und betonte vor allem die Bedeutung des Umfelds: „Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben.“ Während Hofer den Verein verlässt, bleibt Assistenztrainer Nils Scheller Teil des Trainerstabs. Parallel arbeitet der Club bereits an der Neuausrichtung: Ein neuer Headcoach steht laut Verein fest und soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Zudem deutet sich ein größerer Umbruch im Kader an, mit dem Bayreuth die nächsten Schritte in der sportlichen Entwicklung gehen möchte.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/04/Lukas-Hofer-.jpg 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2026-04-29 19:10:152026-04-29 19:10:15BBC Bayreuth beendet die Zusammenarbeit mit Headcoach Lukas Hofer zum Saisonende

Spotlight #8: Letzte Entscheidungen in der Hauptrunde

29. April 2026/in Liga-News, ProA 25/26, Spotlight

Der 34. und letzte Spieltag der Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht an. Am Samstagabend sind ab 19:30 Uhr alle 18 Teams gleichzeitig im Einsatz und wie schon in den letzten Jahren bieten wir euch wieder eine Konferenz für den perfekten Überblick an. Moderiert wird die Sendung in der gewohnten Besetzung von Erstklassig Zweitklassig, unter diesem Link könnt ihr den Stream kostenlos abrufen. Bleibt nur noch die Frage bestehen, auf welche Teams man am Samstag ein genaueres Auge werfen sollte…

Im Abstiegskampf ist die Entscheidung bereits gefallen. Die Bayer Giants Leverkusen und die Uni Baskets Münster haben keine Chance mehr auf das rettende Ufer und stehen als sportliche Absteiger fest. Auch ein Großteil der Playoffplätze ist bereits vergeben, doch zwei Fragen sind für diese kurze Ausgabe von Spotlight noch offen: Wer wird Hauptrundenmeister und wer sichert sich den achten und damit letzten verbliebenen Playoffplatz?

Der Kampf um Platz Eins: Nach dem direkten Duell kommt das Fernduell

Die ersten sieben Playoffteams stehen bereits fest und die Plätze 3-7 sind sogar in ihrer Reihenfolge schon sicher. Doch an der Spitze streiten sich noch zwei Mannschaften um die Hauptrundenmeisterschaft. Phoenix Hagen grüßte quasi die ganze Saison über von der Tabellenspitze, die HAKRO Merlins Crailsheim lauern punktgleich direkt dahinter. Erst am letzten Wochenende kam es in der Hagener Ischelandhalle zum direkten Duell der beiden Top Teams. Hagen hätte hier mit einem Sieg bereits den Matchball zum ersten Platz verwandeln können, doch die Merlins setzten sich in einer packenden Crunchtime knapp mit 90:93 auswärts durch. Dadurch haben nun beide Teams 27 Siege auf dem Konto. Da Phoenix aber das Hinspiel mit +9 für sich entschied, haben die Feuervögel weiter die Tabellenführung inne. Für das kommende Fernduell am letzten Spieltag bedeutet das die folgende Ausgangsposition: Hagen hat das Erreichen von Platz Eins in der eigenen Hand und würde diesen mit einem Sieg beim schon abgestiegenen Münster perfekt machen. Verliert man allerdings, bleibt man auch bei einer Niederlage der Merlins vorne, die vor heimischer Kulisse den Dritten aus Göttingen empfangen. Nur wenn Hagen verliert und Crailsheim gewinnt, tauschen die beiden Teams ihre Tabellenplätze und die Merlins dürften die Hauptrundenmeisterschaft feiern. Bereits feststeht, dass der Zweitplatzierte im Viertelfinale der Playoffs gegen die GIESSEN 46ers ranmüsste…

Feuervögel oder Zauberer, wer sichert sich den ersten Platz? (Fotos: Nina Sander, Dennis Duddek)

Drei Kandidaten – Ein letztes Playoffticket

Den ersten Platz machen also Hagen und Crailsheim unter sich aus, doch gegen wen müsste der Hauptrundenmeister dann im Playoff-Viertelfinale antreten? Aus dem lange sehr breiten Feld an möglichen Contendern für die Postseason sind nun noch drei Mannschaften übrig geblieben. Aktuell liegen die PS Karlsruhe LIONS mit 16 Siegen auf dem achten Platz, dahinter rangieren die Nürnberg Falcons und die VfL SparkassenStars Bochum mit jeweils 15 Erfolgen auf den Plätzen neun und zehn. Damit haben die Karlsruher also die beste Ausgangslage, denn ein eigener Sieg im Heimspiel gegen den Tabellen-16. aus Paderborn würde die Teilnahme an den Playoffs perfekt machen. Verlieren die LIONS allerdings, können gleich mehrere verschiedene Szenarien eintreten. Die Falcons aus Nürnberg sind ebenfalls zuhause im Einsatz und treffen auf die SBB Baskets. Ein Sieg der Nürnberger bei gleichzeitiger Niederlage der Karlsruher, würde die Falcons auf Platz acht bringen, unabhängig vom Ausgang des Bochumer Spiels. Das liegt daran, dass die Franken sowohl den direkten Vergleich mit den LIONS als auch einen möglichen Dreiervergleich mit Bochum gewinnen würden. Verlieren allerdings sowohl Karlsruhe als auch Nürnberg, könnte Bochum als lachender Dritter mit einem Auswärtssieg in Bayreuth vorbeiziehen.

Runtergebrochen heißt das also Folgendes für die drei Teams:

Die PS Karlsruhe LIONS werden Achter, wenn sie gegen Paderborn gewinnen oder bei einer eigenen Niederlage Nürnberg und Bochum ihre Spiele parallel auch verlieren.

Die Nürnberg Falcons werden Achter, wenn sie selbst gewinnen und Karlsruhe parallel verliert.

Die VfL SparkassenStars Bochum werden Achter, wenn sie selbst gewinnen und Karlsruhe und Nürnberg parallel verlieren.

Aus Drei mach Eins: Karlsruhe, Nürnberg und Bochum streiten sich um den letzten Platz in den Playoffs (Fotos: Aurelia Constantin, Gero Müller-Laschet, Silas Kunz).

Das sind also die letzten noch ausstehenden Entscheidungen, die am Samstagabend geklärt werden müssen. An dieser Stelle geht es schon in der nächsten Woche mit der Vorschau auf die Playoffs weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/04/Titelbild_Spotlight8_photocredit_Dennis-Duddek_Swen-Pfoertner.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-04-29 14:32:452026-04-29 14:34:28Spotlight #8: Letzte Entscheidungen in der Hauptrunde
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