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Spotlight #9: Die heißeste Zeit des Jahres steht an

Die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist Geschichte – das bedeutet, dass uns nun die spannendste Zeit der Saison direkt bevorsteht! Schon am heutigen Mittwochabend starten die Playoffs und das Rennen um die Finaltickets und den damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL ist damit eröffnet. Vier Duelle erwarten uns in der ersten Runde, wie gewohnt trifft dabei der Erste auf den Achten, der Zweite auf den Siebten usw.. Die Serien laufen im Modus Best-of-Five, wer zuerst drei Siege hat zieht in das Halbfinale ein. Gespielt wird dabei im 1-1-1-1-1-Rhythmus, die Teams haben also abwechselnd Heimrecht, wobei das höher platzierte Team ein entscheidendes fünftes Spiel vor heimischer Kulisse austragen darf. Doch genug der Formalitäten, werfen wir in dieser Ausgabe von Spotlight einen Blick auf die Viertelfinalserien…

Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS: Klare Sache oder der Start der nächsten Cinderella-Story?

Wie üblich starten wir dabei mit der vermeintlich klarsten Ausgangssituation. Phoenix Hagen bekommt es als Hauptrundenmeister mit dem Achtplatzierten aus Karlsruhe zu tun. Der Blick in die Vergangenheit verdeutlicht die Kräfteverhältnisse: Nur einmal ging in den letzten zehn Jahren der Erstplatzierte nicht mit 3:0 durch das Viertelfinale (2022: Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 3:1), einen Sturz des Ligaprimus gab es in dem Zeitraum gar nicht.

Für Phoenix Hagen ist der Top Seed in den Playoffs die logische Konsequenz aus einer Saison, die von Anfang an auf den größtmöglichen Erfolg ausgelegt war. Seien es die Verpflichtungen im Sommer oder auch die Kaderupgrades während der Spielzeit, Hagen hat deutlich gemacht, dass das Ziel BBL-Aufstieg in diesem Jahr ernst genommen wird. Über quasi die ganze Saison thronte man an der Tabellenspitze. Als es am letzten Spieltag nochmal eng im Kampf um Platz eins wurde, legte man bei den Uni Baskets Münster mit 128 erzielten Zählern einen Vereinsrekord auf und schoss sich für die Playoffs warm. Einen Schlüsselspieler bei den Hagenern herauszuheben fällt schwer, zu ausgeglichen ist das Team auf allen Positionen besetzt. Seien es der aktuelle Player of the month Marcus Graves (14,3 Punkte, 5,4 Assists) auf der Point Guard Position oder Shooter wie Devin Schmidt (41,6% Dreier) und Jeffrey Carroll (39,6% Dreier). Jeder Spieler kann vorangehen und eine Schlüsselrolle einnehmen, kein Wunder, dass Hagen mit deutlichem Abstand das beste Offensivteam der ProA ist (96,4 Punkte pro Spiel).

Es wirkt also fast schon sinnlos, sich gegen die Hagener auf ein offensives Shootout einzulassen, doch genau das ist den Karlsruhern in dieser Saison erfolgreich gelungen! Im Heimspiel in der Europahalle feuerten die LIONS aus allen Lagen und brachten damit das Spiel in die Overtime, in der sie schließlich den Sieg sicherten. 116:109 war das Endergebnis im Spiel vor gut einem Monat, ganze 54 (!) Versuche aus dem Dreierbereich nahm sich das Team von Demond Greene, gleich 17 Mal sicherte man sich zweite Chancen per Offensivrebound. Das Spiel hat aufgezeigt, dass die Karlsruher an einem starken Tag durchaus Siegchancen haben, gerade wenn man vor heimischer Kulisse aufläuft. Mit nur vier Niederlagen in der Europahalle gehören die Karlsruher zu den heimstärksten Teams der ProA. Und manch einer erinnert sich sicher noch gut an die Playoffs der vorletzten Saison. Damals starteten die Karlsruher als Siebter und spielten sich in einen Rausch, der im überraschenden Meistertitel endete! Damals stand im LIONS-Kader übrigens Dominick von Waaden, der mittlerweile im Hagener Trikot spielt und seinen zweiten Titel anpeilt…

Marcus Graves auf dem Weg zum Korb (Bild: Jörg Laube).

HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers: Formstarke Zauberer treffen auf playofferfahrene 46ers

Hätte man vor der Saison eine Umfrage gestartet, hätten sicherlich nicht wenige das Match-Up Crailsheim vs. Gießen als mögliche Finalpaarung getippt. Doch dieses Duell steht nun schon im Viertelfinale an!

Die HAKRO Merlins sind aktuell das formstärkste Team der Liga. Einer guten Hinrunde folgte eine überragende Rückserie, in der man nur ein einziges Spiel verlor! Sogar das Auswärtsspiel beim Hauptrundenmeister Hagen konnte man gewinnen, nur der direkte Vergleich trennte beide Teams letztendlich, sodass die Merlins als Zweiter in die Postseason gehen. Bauen können die Crailsheimer vor allem auf ihre starke Defensive. Durchschnittlich lässt das Team nur 78,9 Punkte pro Partie zu, mit 9,1 Steals stibitzen die Merlins zudem die meisten Bälle pro Spiel. Doch diese Statistiken sollten gar nicht davon ablenken, dass Coach McCray auch auf der offensiven Seite eins der stärksten ProA-Teams geformt hat. Mit Jungs wie Allrounder Anthony Gaines (13,9 Punkte, 6,3 Rebounds), Scorer Vinnie Shahid (13,4 Punkte, 37,8% Dreier) und Center Marvin Ogunsipe (12,5 Punkte, 7,8 Rebounds) hat das Team aus Hohenlohe jede Menge Qualität im Kader. Dazu kommt, dass die Merlins noch eine Rechnung mit den Playoffs offen haben: Im letzten Jahr schied man im Viertelfinale in einer hochdramatischen Serie knapp aus. Ein bitteres Saisonende, das den Hunger auf Erfolg in dieser Spielzeit nur noch größer gemacht haben dürfte…

Doch bevor man sich in Hohenlohe mit einem möglichen BBL-Aufstieg befassen kann, stehen erstmal die GIESSEN 46ers vor der Tür. Auch die Gießener waren die Saison ambitioniert angegangen, fanden zunächst aber nur sehr schleppend ihren Rhythmus. Trotz des eigentlich eingespielten Kaders konnte man sich nicht in den Kampf um die oberen Plätze einschalten, sodass das Team von Coach Ignjatovic nun nur als Siebter in die Postseason startet. Und doch dürfen sich die 46ers durchaus Hoffnungen auf den Halbfinaleinzug machen, denn im letzten Duell mit den Crailsheimern war es sehr eng. Über weite Strecken zeigten die 46ers damals eine Top Leistung, erst gegen Ende verspielte man den Sieg mit unnötigen Ballverlusten doch noch und verlor 96:97. Partien wie diese zeigen, wie stark die Gießener sein können, zumal im Kader auch einiges an Playoff-Erfahrung steckt. Das Grundgerüst der Lahnstädter um Akteure wie Robin Benzing, Kyle Castlin oder Luis König Figge erreichte schon in der letzten Saison das Halbfinale, übrigens auch da mit einem Upset als schlechter platziertes Team. Für Letztgenannten stehen nun sogar bereits die vierten Playoffs im Gießen-Trikot an.

Top Scorer unter sich: Anthony Gaines (l.) und Kyle Castlin (r.) (Foto: dieLICHTBUILDER).

BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim: Die statistisch spannendste Serie

Das Match-Up Dritter gegen Sechster hat sich in den letzten Saisons zum statistisch spannendsten entwickelt! Denn gleich dreimal in den letzten vier Jahren gingen diese Serien über die volle Distanz von fünf Spielen. Einmal waren daran übrigens die Knights aus Kirchheim auch selbst beteiligt, in der vorletzten Saison verlor man im entscheidenden Spiel 5 gegen Phoenix Hagen. Für Göttingen wiederum steht nun die erste Playoffserie seit 2023 an, damals schaffte man es in der BBL überraschend in die Postseason.

Die BG war als Absteiger aus der BBL als einer der Favoriten in die ProA-Saison gegangen und zeigte gerade zu Beginn der Saison starke Leistungen. So gelangen etwa klare Siege gegen die Playoffteams aus Crailsheim und Quakenbrück und auch gegen den kommenden Gegner aus Kirchheim setzte man sich beim 97:78-Hinspiel souverän durch. Einige vermeidbare Niederlagen sorgten dafür, dass die BG nicht mehr entscheidend in den Kampf um die ersten beiden Plätze eingreifen konnte, dennoch ist der dritte Platz eine gute Ausgangsposition für die Veilchen. Das Team von Fabian Strauß zeichnet sich dabei vor allem über die Defensive aus, nach den HAKRO Merlins ist man das zweitbeste Team was etwa das Defensiv-Rating angeht. Offensiv liegt die Last auf Point Guard Jordan Sears (15,8 Punkte) und Zach Jackson (13,0 Punkte), insgesamt hat die BG aber mehr als eine Handvoll Spieler im Kader, die das Potential haben das Scoring zu übernehmen. Zudem lichtete sich zuletzt auch das Lazarett der Göttinger, da etwa Center Adam Ramstedt aus seiner Verletzungspause zurückkehrte und wieder für mehr Tiefe auf den großen Positionen sorgen kann.

Dass das Spiel unter den Körben wichtig sein wird, zeigt der Blick auf das zweite Aufeinandertreffen zwischen Göttingen und Kirchheim. Denn dieses gewannen die Knights am Ende hauchzart. Schlüssel für die Teckstädter war dabei vor allem die Überlegenheit am Brett, gleich zwölf Abpraller mehr als bei der BG standen im Boxscore. Gerade die 19 Offensivrebounds dürften Coach Perovic gut gefallen haben, waren sie doch der Hauptgrund dafür, dass die Ritter gleich elf Abschlüsse mehr als die Göttinger nehmen konnten. Blickt man auf die gesamte Saison, zeigt sich, dass die Kirchheimer zusammen mit Hauptrundenmeister Phoenix Hagen das reboundstärkste Team der Liga sind! Generell dürfte man bei den Knights sehr zufrieden mit der laufenden Spielzeit sein. Gerade nachdem man im letzten Jahr die Playoffs auf bitterste Art und Weise (verlorener Vierervergleich) verpasste, ist die nun souveräne Qualifikation für die Postseason ein klarer Schritt nach vorne. Allerdings schwächelte man zuletzt etwas, verlor unter anderem zuhause gegen Paderborn und verspielte auch im letzten Spiel gegen Köln beinahe den Sieg trotz 16 Punkten Führung. Doch auch die BG geht mit zwei Niederlagen aus den letzten drei Partien etwas stockend in die Serie, wer findet am schnellsten zur Playoff-Form?

Tylan Pope (l.) und Hendrik Drescher (r.) bringen Scoring von der Power Forward-Position (Bild: Swen Pförtner).

Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons: Nordkracher auf Augenhöhe

Übrig bleibt nun noch das tabellarische Nachbarschaftsduell des Vierten gegen den Fünften. Dass es sich dabei mit Bremerhaven gegen Artland um ein Nordderby handelt, verleiht der Serie noch mehr Brisanz.

Gerade für die Eisbären dürfte das Match-Up eine willkommene Abwechslung sein, waren in den letzten Jahren doch eher weite Playoffreisen nach Gießen oder sogar Tübingen die Regel. Doch bevor man auswärts ranmuss, steht zunächst der Viertelfinalauftakt vor heimischer Kulisse an. Wie bereits mehrfach in dieser Saison zieht man dafür in die Bremer ÖVB Arena um, in der man in dieser Spielzeit die höchsten Zuschauerzahlen aller ProA-Teams erreichte. Sportlich spielten die Eisbären eine tolle Hauptrunde, die wie schon im letzten Jahr mit dem vierten Tabellenplatz belohnt wurde. Unter anderem konnte man als einziges Team beide Spiele gegen Hagen gewinnen und auch gegen den nun kommenden Playoffgegner gestalteten die Eisbären beide Partien erfolgreich (jeweils mit +4 gewonnen). Dreh- und Angelpunkt ist weiterhin Point Guard Elijah Miller (15,3 Punkte, 6,1 Assists), der nochmal eine Steigerung im Vergleich zur letzten Saison hingelegt hat. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hat sich das Team von Steven Esterkamp zudem schon in Form gespielt. Und vor allem in den Heimspielen sind die Bremerhavener eine Macht. Gerade einmal zwei Partien in heimischer Halle gingen verloren, das ist zusammen mit Phoenix Hagen Ligabestwert.

Doch auch der Gegner aus Quakenbrück ist nicht zu unterschätzen. Die Dragons schrieben sicherlich die Geschichte der Saison, als letztjähriger sportlicher Absteiger schaffte man den ungefährdeten Sprung in die Postseason! Geht man im Kader auf Suche nach Gründen für dieses Abschneiden, sticht einem sofort ein starkes Offensiv-Duo ins Auge. Überragender Mann ist Ben Burnham, der durchschnittlich ein Double Double auflegt (19,3 Punkte, 10,0 Rebounds) und zigfach zum Player of the week in der ProA ausgezeichnet wurde. Den anderen Teil der offensiven Hauptlast trägt Amir Hinton, der nicht nur 20,2 Punkte pro Partie einbringt, sondern auch die im jungen Dragons-Team so wichtige Playofferfahrung aufweist. Denn schon mit Jena und zuletzt Trier spielte Hinton in der ProA-Postseason. Eine solche Erfahrung weist sonst nur Timo Lanmüller aus seiner Tübinger Zeit auf (er spielte übrigens sowohl 2022 als auch 2023 Viertelfinalserien gegen Bremerhaven), während für den Rest des Kaders inkl. Coach Gruhn die Playoffs quasi Neuland sind. In den letzten Hauptrundenpartien tat man sich gegen Absteiger bzw. Abstiegskandidaten überraschend schwer und verlor zwei der drei Partien. Allerdings schonte Gruhn beim letzten Spiel seine beiden Top Stars, sodass Burnham und Hinton ausgeruht in den Playoffauftakt gehen können.

Miller attackiert: Knappe und umkämpfte Spiele sind vorprogrammiert im Nordduell (Foto: Stefan Pieper).

Vier tolle Viertelfinalserien erwarten uns also über die nächsten gut zwei Wochen. Wer setzt sich durch, schaffen Teams ohne Heimrecht die Überraschung? Hier geht es dann vor den Halbfinals mit dem Blick auf die neuen Match-Ups weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Vincent van Sliedregt wird neuer Headcoach in Bayreuth

Der BBC Bayreuth hat die vakante Trainerposition neu besetzt und setzt künftig auf internationale Erfahrung: Vincent van Sliedregt übernimmt das Amt des Headcoaches und erhält einen Zweijahresvertrag. Der 38-jährige Niederländer kommt mit einem spannenden Profil nach Bayreuth. Zuletzt war er langjähriger Headcoach bei LWD Basket Leeuwarden in der BNXT League sowie Nationaltrainer der niederländischen Damen. Trotz seines vergleichsweise jungen Alters bringt er bereits umfassende Erfahrung im europäischen Basketball mit und konnte mit begrenzten Mitteln mehrfach sportliche Erfolge erzielen. Auch van Sliedregt selbst blickt mit Vorfreude auf seine neue Aufgabe: “Ich bin dankbar für die Gelegenheit, als neuer Cheftrainer in Bayreuth tätig zu sein. Es ist ein echtes Privileg, eine Brücke zwischen einem stolzen, traditionsreichen Verein und einer spannenden Zukunft zu schlagen, die vor uns liegt. Das Ziel ist es, gemeinsam auf dem aufzubauen, was diese Stadt und ihre Menschen so einzigartig macht, und eine Mannschaft zu entwickeln, die dieselbe Hingabe, Disziplin und denselben Stolz widerspiegelt. Unser Ansatz wird auf Werten basieren, die nichts Neues sind: Struktur, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Klare Kommunikation, das Einhalten von Verpflichtungen und das tägliche Aufbringen konstanter Energie werden die Grundlage unserer täglichen Arbeit sein. Ebenso wichtig ist es mir und meiner Familie, Teil der Gemeinschaft zu werden. Für mich geht das Trainieren über das Spielfeld hinaus. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen und gemeinsam das Beste aus allen Beteiligten herauszuholen, um etwas zu schaffen, hinter dem die Menschen in Bayreuth auch weiterhin stehen können.”

Auch Geschäftsführer Friedrich Hartung zeigt sich überzeugt von der Personalentscheidung: „Mit Vincent gewinnen wir einen erfahrenen Headcoach, für den der Schritt nach Bayreuth dennoch eine neue Herausforderung darstellt, die er mit großem Ehrgeiz angehen wird. Ich bin überzeugt, dass Vincent perfekt zu uns passt und der richtige Coach für den Umbruch in der Mannschaft ist.“ Zudem unterstreicht der künftige Sportdirektor Felix Hilgart die Qualitäten des neuen Trainers: „Vincent ist ein sehr guter Kommunikator und bringt trotz seines noch jungen Alters eine Menge Erfahrung als Headcoach mit nach Bayreuth. In der BNXT-Liga genießt er einen sehr guten Ruf und hat dort in den vergangenen Jahren auch mit begrenzten Budgets oft das Maximum aus seinen Teams herausgeholt. Als wir davon erfahren haben, dass er – aufgrund der Einstellung des Spielbetriebs seines aktuellen Clubs zur kommenden Saison – kurzfristig verfügbar wird, haben wir sofort Kontakt zu ihm aufgenommen, da er perfekt in das von uns gesuchte Trainerprofil passt. Zu seinen Stärken zählt das Schaffen einer Teamkultur, die von harter Arbeit, Offenheit und einer klaren Rollenverteilung geprägt ist. Wir werden in den kommenden Monaten alles dafür tun, um Vincent die nötige Unterstützung für eine schnelle Anpassung an ein neues Umfeld und eine sehr spezielle Liga wie die ProA zu geben.“

Nachberichte ProA 34. Spieltag

02.05.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Phoenix Hagen 101:128

Die Uni Baskets Münster lieferten dem Tabellenführer Phoenix Hagen zum Saisonabschluss noch einmal einen leidenschaftlichen Fight, mussten sich aber trotz eines offensiven Spektakels mit 101:128 geschlagen geben. Vor 2.650 Zuschauern entwickelte sich ein emotionales Spiel, in dem die stark ersatzgeschwächten Gastgeber lange mithielten und sogar zwischenzeitlich in Führung gingen. Immer wieder fanden die Münsteraner Lösungen in der Offensive, spielten mutig und mit viel Tempo. Erst im weiteren Verlauf setzte sich die Qualität der Hagener durch, die vor allem in der zweiten Halbzeit konsequenter agierten und das Spiel letztlich für sich entschieden. Dennoch blieb vor allem der kämpferische Auftritt der Hausherren in Erinnerung, die sich nie aufgaben und von ihren Fans frenetisch unterstützt wurden.

„Ich bin stolz auf die Truppe, die heute gespielt hat. Diese Jungs haben alles gegeben. Unsere Fans sind der Wahnsinn und die besten der Liga. Das hört sich abgedroschen an, weil das jeder Trainer immer sagt. In solchen Momenten sieht man es halt. Wenn man vorne ist oder gut spielt, ist es einfach. Aber wenn es scheiße läuft und wenn du dann ganz am Ende der Saison die Halle voll hast mit so einer Stimmung: Das ist schon Wahnsinn! Ich bin froh, dass wir hier erhobenen Hauptes das Spiel mit aller Leidenschaft, die wir hatten, gespielt haben“, erklärte Münster-Coach Götz Rohdewald nach der Partie. Auch auf Seiten der Gäste gab es großen Respekt für den Auftritt der Münsteraner. „Ich habe fast den Drang, Götz und dem ganzen Verein zu gratulieren, auch wenn die Saison nicht so verlaufen ist, wie man sich das gewünscht hat. Heute war es ein toller Fight, eine wahnsinnige Leistung dieser Münsteraner, die nie aufgehört haben und inspiriert gekämpft und gespielt haben. Die haben uns heute alles abverlangt“, so Hagener Headcoach Chris Harris. Die Spieler der Uni Baskets blickten trotz der Niederlage positiv auf das Spiel zurück.

„Es war generell ein sehr, sehr offensiv geprägtes Spiel. Wir haben mit dem Mindset gespielt: Wir haben eh nichts zu verlieren. Vor allem in der Offense hat man das gemerkt, dass wir uns freigespielt haben. Das war so ein bisschen das Egal-Mindset, das man oft im Basketball gut gebrauchen kann. Unsere Fans waren super, die Hagener Fans waren super. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Paul Viefhues. Auch Adam Touray hob die besondere Atmosphäre hervor: „Unglaublich, dass man so supported wird, obwohl man abgestiegen ist. Unsere Fans feiern noch einmal jeden einzelnen Spieler und die ganze Mannschaft. Das ist unglaublich. Unsere erste Halbzeit war mehr als ordentlich. Es ist bitter, wenn man weiß, man kann sogar gegen den Ersten so stark spielen. Und am Ende der Saison stehst du doch ganz unten, weil du es nicht konstant abrufen konntest. So ist manchmal der Sport.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Paderborn Baskets 89:74

Die PS Karlsruhe LIONS haben sich im Saisonendspurt eindrucksvoll belohnt und durch einen 89:74-Heimsieg gegen die Paderborn Baskets den achten Tabellenplatz verteidigt. Damit sichern sich die Badener die Teilnahme an den Playoffs der ProA und treffen im Viertelfinale auf Hauptrundensieger Phoenix Hagen. Die Partie begann furios: Allen voran Tyrese Williams drückte dem Spiel früh seinen Stempel auf und traf in den ersten sieben Minuten gleich sechs Dreier. Die Karlsruher dominierten dadurch das erste Viertel klar und führten nach zehn Minuten mit 30:15. Auch defensiv präsentierten sich die LIONS aufmerksam und zwangen die Gäste zu schwierigen Abschlüssen. Im zweiten Abschnitt kamen die Ostwestfalen besser ins Spiel, gewannen insbesondere unter dem Korb an Präsenz und arbeiteten sich zurück. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 40:39 wieder offen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Einzelaktionen, doch Karlsruhe setzte immer wieder die entscheidenden Akzente und baute die Führung vor dem Schlussviertel erneut auf 65:51 aus. Im letzten Abschnitt versuchten die Gäste nochmals alles, konnten den Sieg der Hausherren vor über 2.500 Zuschauern in der Europahalle jedoch nicht mehr gefährden. Damit krönten die LIONS ihren starken Saisonendspurt und sicherten sich den wichtigen Erfolg im Kampf um die Playoffs. Topscorer der Partie war Williams mit starken 31 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten David Ejah (17), Kilian Binapfl (12) und Isaiah Hart (11). In der ersten Playoff-Runde wartet nun mit Phoenix Hagen eine echte Herausforderung. Die Hagener gehen als Tabellenerster und klarer Favorit in die Serie, die im Best-of-five-Modus ausgetragen wird. Während Hagen das Hinspiel der Hauptrunde deutlich für sich entschied, konnten sich die Karlsruher im Rückspiel nach Verlängerung revanchieren – ein Duell, das Spannung für die kommende Serie verspricht.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. RheinStars Köln 74:71

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben sich am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem 74:71-Sieg gegen die RheinStars Köln erfolgreich in die Playoffs verabschiedet. Vor über 3.000 Zuschauern in der EWS Arena kontrollierten die Schwaben die Partie über weite Strecken. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel steigerten die Knights vor allem defensiv ihre Intensität und erspielten sich bis zur Halbzeit eine Führung. Auch nach der Pause blieb Kirchheim das dominierende Team und baute den Vorsprung zwischenzeitlich deutlich aus. Erst im Schlussviertel wurde es noch einmal spannend.

Köln kämpfte sich durch mehrere erfolgreiche Distanzwürfe zurück und verkürzte den Rückstand bis in die letzten Sekunden. Die Knights behielten jedoch die Nerven und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Topscorer der Partie war Tylan Pope mit 22 Punkten. Headcoach Igor Perovic zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben über weite Phasen das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen. Die Stimmung war erneut außergewöhnlich. Es macht uns sehr viel Spaß hier zu spielen.“ Mit dem Erfolg gehen die Knights mit Selbstvertrauen in die Playoffs. Dort wartet im Viertelfinale die BG Göttingen.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. SBB Baskets 85:74

Die Nürnberg Falcons haben ihre Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem Heimsieg abgeschlossen. Gegen die SBB Baskets Wolmirstedt setzten sich die Mittelfranken vor 2.854 Zuschauern mit 85:74 durch und beenden die Spielzeit auf Tabellenplatz neun. Von Beginn an war Nürnberg das bessere Team und kontrollierte die Partie über weite Strecken. Nach einer soliden ersten Halbzeit mit einer 42:34-Führung bauten die Falcons ihren Vorsprung auch nach der Pause weiter aus. Zwar versuchten die Gäste immer wieder, den Rückstand zu verkürzen, wirklich in Gefahr geriet der Heimsieg jedoch nicht. Im Schlussviertel war zudem klar, dass die Playoffs knapp verpasst wurden.

Dennoch spielte Nürnberg die Partie konzentriert zu Ende und sorgte mit sehenswerten Aktionen – unter anderem von Trevor Baskin – für einen gelungenen Saisonabschluss. Headcoach Ralph Junge zeigte sich nach dem Spiel zufrieden und dankte Fans und Umfeld für die Unterstützung. Trotz des verpassten Playoff-Einzugs überwog die positive Bilanz einer starken Saison, die mit dem zweitbesten Ergebnis der Vereinsgeschichte endet.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. BG Göttingen 96:87

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich mit einem historischen Sieg aus der Hauptrunde verabschiedet. Durch den 96:87-Erfolg gegen die BG Göttingen beenden die Zauberer die Rückrunde mit nur einer Niederlage – ein Novum seit der Aufstockung der ProA auf 18 Teams. In einem intensiven Spitzenspiel erwischten die Crailsheimer den besseren Start und setzten früh Akzente in der Defensive. Angeführt von Vinnie Shahid, der insgesamt 29 Punkte erzielte und vor allem aus der Distanz glänzte, erspielten sich die Gastgeber bereits im ersten Viertel eine klare Führung. Doch Göttingen hielt dagegen, kämpfte sich zwischenzeitlich zurück und gestaltete die Partie bis zur Halbzeit offen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Merlins jedoch endgültig die Kontrolle. Mit hoher Intensität, starkem Teamplay und mehreren Läufen bauten die Hausherren ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Spätestens im Schlussviertel ließ Crailsheim keinen Zweifel mehr am Sieg aufkommen und brachte die Partie souverän ins Ziel – trotz des zwischenzeitlichen Ausfalls von Topscorer Shahid nach seinem fünften Foul. Neben Shahid punkteten auch Tyreese Blunt (13), Maurice Stuckey (12) und Bruno Santana (10) zweistellig. Insgesamt überzeugte Crailsheim vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit und Energie auf beiden Seiten des Feldes.

„Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Wir haben heute gezeigt, was für ein Team wir sind. Uns fehlen drei Leute und der Nächste auf der Bank ist bereit zu spielen, Verantwortung zu übernehmen und uns zu helfen, die Spiele zu gewinnen. Ich kann viele Leute nennen, die ein gutes Spiel heute hatte. Gianni hatte ein gutes Spiel, Nico hat wieder ein sehr gutes Spiel gemacht, aber ich glaube wir alle haben am Ende zum Sieg beigetragen. Darauf bin ich wirklich stolz. Und jetzt sind wir bereit uns für die ganze harte Arbeit in den Playoffs zu belohnen“, erklärte Headcoach David McCray nach der Partie. Mit diesem Erfolg gehen die Merlins mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs. Dort wartet im Viertelfinale mit den Gießen 46ers direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. Bayer Giants Leverkusen 83:85

Die Artland Dragons haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp verloren. Gegen die BAYER GIANTS Leverkusen unterlagen die Quakenbrücker mit 83:85 und gehen damit als Tabellenfünfter in die Playoffs. Die Gäste aus Leverkusen erwischten den besseren Start und erspielten sich früh eine zweistellige Führung. Vor allem Dennis Heinzmann und John Williams prägten die Anfangsphase, während die Dragons offensiv nur schwer in Rhythmus kamen. Im zweiten Viertel kämpften sich die Gastgeber zurück. Angeführt von Buzz Anthony und Epke Kruthaup verkürzten die Dragons den Rückstand und hielten die Partie bis zur Pause offen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges Spiel mit mehreren Führungswechseln. In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, ehe Kobe Langley mit wichtigen Würfen die Entscheidung zugunsten der Leverkusener brachte. Die Dragons hatten in den letzten Sekunden noch die Chance auf den Ausgleich, konnten diese jedoch nicht nutzen.

Headcoach Hendrik Gruhn ordnete die Partie anschließend ein: „Ich bin zunächst froh, dass alle das Spiel heil überstanden haben, das war das Allerwichtigste. Das war auch der Grund, warum wir Ben und Amir nicht haben spielen lassen. Ich habe viele Dinge gesehen, die mich gefreut haben, am meisten freue ich mich jedoch für Epke. Er hat heute so gespielt, wie er auch in der NBBL spielen würde, er ist einfach ein geiler Zocker. Wir haben als Team mit 8 von 41 Dreiern miserabel getroffen. Ich glaube, wenn wir besser getroffen hätten, hätten wir das Spiel komfortabel gewonnen, aber das ist jetzt belanglos. Jetzt gilt es, kurz zu regenerieren, dann geht der Fokus voll auf Bremerhaven.“ Für die Dragons richtet sich der Blick nun auf die Playoffs: Bereits am Mittwoch startet die Serie gegen die Eisbären Bremerhaven.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 72:85

Die Tigers Tübingen haben ihr letztes Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verloren. Gegen die Eisbären Bremerhaven setzte es vor 2.329 Zuschauern eine 72:85-Niederlage. Dabei hielten die Schwaben über weite Strecken gut dagegen, mussten jedoch vor allem in der ersten Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen. Bremerhaven nutzte seine Erfahrung und Effizienz, um sich früh abzusetzen und die Führung bis zur Pause deutlich auszubauen. Nach dem Seitenwechsel zeigte Tübingen eine starke Reaktion. Angeführt von Jordan Johnson kämpften sich die Gastgeber mehrfach heran und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf wenige Punkte. In der Schlussphase fehlte jedoch die Konsequenz, sodass die Gäste das Spiel routiniert zu Ende brachten. Tigers-Coach Eric Detlev sagte nach der Partie:

„Erstmal Glückwunsch an Coach Steven Esterkamp und seine Mannschaft zum Sieg, viel Glück in den Playoffs! Für mich steht das heutige Spiel nicht so sehr im Fokus, sondern die aufreibenden letzten Wochen für alle Beteiligten. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass wir heute an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen würden. Es wäre schön gewesen, das Spiel zumindest bis in die Schlussphase offen zu gestalten. Unsere erste Halbzeit war heute schlecht, aber die kämpferische Leistung danach war gut. Das Wichtigste ist, dass wir es in den letzten Wochen geschafft haben, als Team zu kämpfen, auch wenn es spielerisch manchmal nicht gut war. Das möchte ich den Jungs auch heute nicht absprechen.“

Auch Bremerhavens Trainer Steven Esterkamp ordnete das Spiel ein: „Das letzte Spiel ist immer ein bisschen schwer für beide Mannschaften, weil es tabellarisch um nichts mehr ging. Unser Ziel war es heute gesund zu bleiben, das haben wir zum Glück geschafft. Respekt an die Tübinger Spieler, die gut gespielt und alles gegeben haben. Wir wollten heute allen zwölf Spielern Einsatzzeit geben, auch das ist uns gelungen. Auch die jungen Spieler haben heute ihren Job erledigt. Ich bin froh, dass wir die Begegnung am Ende gewinnen konnten.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr // BBC Bayreuth vs. VfL SparkassenStars Bochum 103:88

Der BBC Bayreuth hat sich mit einem überzeugenden 103:88-Heimsieg gegen die VfL SparkassenStars Bochum aus der Saison verabschiedet und sich am letzten Spieltag noch auf Tabellenplatz zehn vorgeschoben. In einer intensiven Partie übernahmen die Bayreuther früh die Kontrolle und setzten sich bereits im ersten Viertel ab. Vor allem offensiv präsentierten sich die Hausherren variabel und treffsicher, während Bochum zunächst mit Ballverlusten zu kämpfen hatte. Zwar fanden die Gäste im weiteren Verlauf besser ins Spiel, doch Bayreuth hielt dagegen und verteidigte seine Führung bis zur Halbzeit (50:45). Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft, doch immer wieder fanden die Gastgeber die richtigen Antworten. Insbesondere im Schlussviertel zog der BBC nochmals an und ließ den Bochumern keine Chance mehr, entscheidend heranzukommen. Vor 2.507 Zuschauern in der Oberfrankenhalle brachte Bayreuth den Sieg schließlich souverän ins Ziel. Topscorer der Partie war KeVaughn Allen mit 26 Punkten, gefolgt von Tehree Horn (18) und Lenny Liedtke (13). Zudem überzeugte Willem Brandwijk mit einem starken Allround-Auftritt inklusive zwölf Rebounds und acht Assists.

Nach der Partie stand jedoch nicht nur der sportliche Erfolg im Fokus, sondern auch der Abschied von Headcoach Lukas Hofer, der sich emotional von Team und Fans verabschiedete: „Wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme gehabt, um in der Defensive Problemlösungen zu finden. In der zweiten Halbzeit wurde die Situation dann besser. Insgesamt bin ich unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute erneut gezeigt, dass wir eine Einheit sind und als Mannschaft auftreten. Dies wird nicht zuletzt durch die 25 Assists, die wir im Spiel erreicht haben, unterstrichen. Wir sind ein unfassbar geiles Team, das mit seinem Charakter auch unwahrscheinlich einfach zu coachen war. Ich weiß nicht, ob ich das woanders so noch einmal erleben werde. Meine Monate als Headcoach in Bayreuth waren eine super-durchwachsene Zeit, in der wir uns letztlich nach dem Aufschlag am Boden bei der Auswärtsniederlage in Leverkusen kontinuierlich nach oben entwickelt haben. Ich war knapp zwei Jahre hier im Trainerstab, aber Bayreuth ist mir eine zweite Heimat geworden. Ich werde die Stadt, ihre Menschen, die Organisation und die Fans, die auch heute wieder eine Klasse-Stimmung in der Halle gemacht haben, immer in meinem Herzen behalten“.

 

02.05.2026 19:30 Uhr // GIESSEN 46ers vs. EPG Baskets Koblenz 88:69

Die Gießen 46ers haben die Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem überzeugenden Heimsieg abgeschlossen. Gegen die EPG Baskets Koblenz setzte sich das Team mit 88:69 durch und feierte den Erfolg gemeinsam mit den Fans in der Osthalle. Sportlich hatte die Partie keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle, dennoch entwickelte sich ein intensives und stimmungsvolles Spiel. Vor rund 2.400 Zuschauern nutzten die 46ers die Begegnung als Generalprobe für die anstehenden Playoffs. In der ersten Halbzeit hielten die Gäste gut dagegen und blieben über weite Strecken in Schlagdistanz. Koblenz überzeugte mit Einsatz und Energie, während Gießen zwar immer wieder Akzente setzte, sich aber noch nicht entscheidend absetzen konnte. Nach der Pause steigerten sich die Hausherren deutlich. Vor allem im dritten und vierten Viertel übernahm Gießen die Kontrolle und zog mit konsequentem Offensivspiel sowie starker Defensive davon. Besonders Kyle Castlin überzeugte als prägender Akteur, während auch Till Gloger und Aiden Warnholtz wichtige Impulse lieferten.

Trainer Branislav Ignjatovic zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt: „Es ist natürlich immer schwer, solche Partien zu spielen, in denen es um nichts mehr geht. Aber wir konnten auch befreit aufspielen, nachdem wir unser Ziel, die Playoffs, erreicht hatten. Ich bin glücklich über die Art und Weise dieses Sieges. Vor allem sind unsere insgesamt 27 Assists, glaube ich, Saisonrekord.“ Auch Koblenz-Coach Stephan Dom lobte sein Team trotz der Niederlage: „Wir wollten gut spielen. Wir wollten unseren mitgereisten Fans einen Sieg schenken. Und in der ersten Halbzeit haben wir auch richtig gut mitgehalten.“ Neben dem sportlichen Geschehen sorgte vor allem die Atmosphäre für Begeisterung. Selbst Gästespieler Jonas Niedermanner zeigte sich beeindruckt: „Ich habe nichts als Liebe für diese Fans.“ Für die Gießen 46ers beginnt nun die entscheidende Phase der Saison. Im Playoff-Viertelfinale wartet mit den HAKRO Merlins Crailsheim ein schwerer Gegner.

Vorberichte ProA 34. Spieltag

Alle Spiele der ProA sind LIVE und EXKLUSIV bei Sporteurope.TV zu sehen!

02.05.2026 19:30 Uhr Uni Baskets Münster vs. Phoenix Hagen 

Zum Abschluss der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA reist Phoenix Hagen zu den Uni Baskets Münster – begleitet von rund 400 Fans, die das NRW-Derby noch einmal zu einem echten Highlight machen wollen. Für Hagen geht es dabei um nicht weniger als den Hauptrundensieg, während Münster sich trotz feststehendem Abstieg mit einem starken Auftritt von den eigenen Fans verabschieden möchte. Entsprechend warnt Headcoach Chris Harris vor der Aufgabe: „Spiele gegen Münster sind für uns immer ganz besonders. Vor allem die kurzen Touren zur Sporthalle Berg Fidel ist für unsere reisefreudigen Fans stets ein willkommener Anlass, uns zu Hunderten lautstark zu unterstützen – das wird diesmal nicht anders sein.“

Gerade deshalb erwartet er einen hochmotivierten Gegner: „Und wir werden ihre Unterstützung brauchen, da die Baskets nochmals alles in die Waagschale werfen werden, um sich von ihrem Publikum in die Sommerpause zu verabschieden.“ Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Hagen vor allem in der eigenen Spielweise: „Entsprechend geht es für uns darum, durchgängig in der Verteidigung präsent zu sein und darüber schnell nach vorn umschalten zu können.“ Damit ist die Ausgangslage klar: Hagen hat Platz eins in der eigenen Hand, muss dafür aber in einem emotionalen Derby bestehen, in dem Münster ohne Druck und mit viel Einsatz auftreten wird.

 

02.05.2026 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Paderborn Baskets 

Spannender könnte die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kaum sein: Die PS Karlsruhe LIONS gehen als Tabellenachter ins Saisonfinale und haben damit aktuell einen Playoff-Platz in der Hand – doch dieser ist alles andere als sicher. Im Heimspiel gegen die Paderborn Baskets am 2. Mai entscheidet sich, ob die Badener den Sprung in die Meisterrunde aus eigener Kraft schaffen oder noch zittern müssen. Die Rechnung ist einfach: Ein Sieg bedeutet sicher die Playoff-Teilnahme, eine Niederlage könnte Karlsruhe dagegen bis auf Rang zehn zurückwerfen – abhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz. Dabei sprechen einige Faktoren für die LIONS. In der heimischen Europahalle präsentiert sich das Team von Headcoach Demond Greene stark und konnte zwölf seiner bisherigen 16 Heimspiele gewinnen. Zudem zeigte die Formkurve zuletzt nach oben: Trotz der knappen Niederlage in Göttingen hatte Karlsruhe zuvor drei Siege in Serie eingefahren und sich damit in eine gute Ausgangsposition gebracht.

Ganz anders ist die Situation beim Gegner aus Paderborn. Die Ostwestfalen stehen im Tabellenkeller, haben den Klassenerhalt zwar sicher, spielen sportlich aber nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Genau das macht sie jedoch nicht ungefährlich – befreit von Druck könnten sie zum Stolperstein werden. Parallel richtet sich der Blick auch auf die Konkurrenz. Die Nürnberg Falcons BC und die VfL SparkassenStars Bochum liegen nur einen Sieg hinter Karlsruhe und haben ebenfalls realistische Chancen. Besonders brisant: Beide Teams haben den direkten Vergleich gegen die LIONS gewonnen, was bei Punktgleichheit gegen Karlsruhe sprechen würde. Nürnberg empfängt die SBB Baskets, während Bochum in Bayreuth antreten muss – beides durchaus lösbare Aufgaben. Damit ist klar: Die LIONS haben es selbst in der Hand. Gelingt ein Heimsieg, sind alle Rechenspiele hinfällig und der Einzug ins Playoff-Viertelfinale perfekt. Andernfalls droht ein nervenaufreibender Abend mit Blick auf die anderen Hallen.

 

02.05.2026 19:30 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. RheinStars Köln

Am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die Bozic Estriche Knights Kirchheim noch einmal ein besonderes Highlight an: In der Göppinger EWS Arena empfangen die Schwaben die RheinStars Köln – ein Duell, das sportlich zwar keine großen tabellarischen Auswirkungen mehr hat, aber dennoch wichtige Signale für die bevorstehenden Playoffs senden kann. Die Ausgangslage ist klar: Kirchheim hat sich bereits Platz sechs gesichert und trifft im Viertelfinale auf die BG Göttingen. Für die Knights geht es daher vor allem darum, nach zuletzt schwächeren Wochen wieder in den Rhythmus zu finden und mit einem guten Gefühl in die K.o.-Phase zu starten. Headcoach Igor Perovic bringt es auf den Punkt: „Köln ist sehr schwierig zu spielen. Sie sind gut organisiert und verfügen über viel individuelle Qualität. Für uns geht es darum, nach eher schwierigeren Wochen wieder eine bessere Leistung zu zeigen.“

Die Gäste aus Köln können ebenfalls befreit aufspielen. Nach einem holprigen Saisonstart haben sich die RheinStars stabilisiert und nur knapp den Einzug in die Playoffs verpasst. Vor allem Guard Cedric Russell, der das Team als Topscorer anführt, sowie der erfahrene Spielmacher Mike Miller sorgen für offensive Qualität und machen die Rheinländer zu einem unangenehmen Gegner. Neben dem Sportlichen steht auch das Event im Fokus. Für die Knights ist das Spiel in der größeren EWS Arena etwas Besonderes – rund 3.000 Tickets sind bereits verkauft. Die Atmosphäre soll ein Vorgeschmack auf die Playoffs werden, auch wenn diese wieder in der gewohnten Heimhalle in Kirchheim ausgetragen werden. Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt betont die Bedeutung des Rahmens: „Die Spieler spielen sehr gerne in Göppingen. Die Atmosphäre und Stimmung sind sehr motivierend und natürlich haben sie uns gefragt ob die Playoffs dort gespielt werden können.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. SBB Baskets 

Bericht folgt in Kürze!

 

02.05.2026 19:30 Uhr HAKRO Merlins Crailsheim vs. BG Göttingen

Zum Abschluss der Hauptrunde reist die BG Göttingen ohne großen Druck zu den HAKRO Merlins Crailsheim. Vor dem Duell am Samstag steht bereits fest: Im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Veilchen auf die Bozic Estriche Knights Kirchheim. Damit geht es für Göttingen sportlich zwar nicht mehr um die Platzierung, dennoch wartet mit Crailsheim eine echte Herausforderung. Die Gastgeber stehen auf Rang zwei und haben sogar noch Chancen auf die Tabellenführung, benötigen dafür jedoch einen eigenen Sieg und Schützenhilfe im Parallelspiel. Entsprechend hoch dürfte die Intensität in der Arena Hohenlohe sein. BG-Assistent Patrick Carney sieht die Ausgangslage gelassen, aber keineswegs nachlässig:

„Für uns ist es eine gute Situation, weil wir keinen zusätzlichen Druck haben. Dennoch ist es eine schwere Aufgabe in einer hitzigen Atmosphäre gegen einen sehr guten Gegner. Wir wollen natürlich gewinnen.“ Das Hinspiel spricht für Göttingen: Anfang November setzte sich die BG deutlich durch und zeigte eine starke Offensivleistung. Dennoch hat sich Crailsheim seitdem deutlich weiterentwickelt und präsentiert sich vor allem in der Rückrunde in Topform. Mit nur einer Niederlage aus den letzten 19 Spielen gehören die Merlins zu den formstärksten Teams der Liga. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den athletischen Guards der Gastgeber. Carney betont: „Gaines und Johnson sind zwei große, athletische Guards, die konstant die Zone attackieren und Möglichkeiten für ihre Mitspieler schaffen. Sie müssen wir einschränken.“

Auch die Variabilität im Frontcourt stellt Göttingen vor Aufgaben: „In Gardner haben sie einen großen Spieler, der werfen kann, was immer eine Herausforderung ist. Shahids Würfe müssen wir so schwer wie möglich machen.“ Taktisch erwartet die BG ein intensives Spieltempo. Crailsheim sucht häufig den schnellen Abschluss, während Göttingen versuchen wird, das Spiel zu kontrollieren: „Wir müssen sie im Halbfeld halten und entscheiden, wann wir aufs Gaspedal drücken“, erklärt Carney. Entscheidend werden zudem Rebounding und eine gute Wurfauswahl sein.

 

02.05.2026 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Bayer Giants Leverkusen

Zum Abschluss der Saison 2025/26 steht für die BAYER GIANTS Leverkusen noch einmal ein Auswärtsspiel bei den Artland Dragons an. Am letzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat die Partie zwar tabellarisch keine große Bedeutung mehr, dennoch wollen sich die Rheinländer ordentlich verabschieden. Headcoach Michael Koch macht die Zielsetzung klar: „Wir möchten uns nach unserem feststehenden Abstieg ordentlich aus der ProA verabschieden.“ Während Leverkusen die Saison ohne sportliche Perspektive beendet, richtet sich der Blick in Quakenbrück bereits auf die Playoffs. Die Artland Dragons stehen auf Rang fünf und treffen in der ersten Runde auf die Eisbären Bremerhaven. Vor allem offensiv zählt das Team zu den stärksten der Liga. Mit Ben Burnham und Amir Hinton verfügen die Niedersachsen über zwei herausragende Scorer, die Spiele im Alleingang entscheiden können. Auch Connor Van Anthony sorgt konstant für zweistellige Punkte. Koch warnt entsprechend vor der Qualität des Gegners: „Die Dragons gehören zu den besten Offensivmannschaften der Liga. Das Duo Burnham-Hinton ist, wenn einmal heiß gelaufen, schwer zu bremsen. Uns erwartet eine große Herausforderung, welche wir in der Artland Arena zu bewerkstelligen haben.“

Gleichzeitig sieht er auch Chancen: „Auf der anderen Seite lassen die Quakenbrücker in der Verteidigung im Schnitt knapp 84 Punkte pro Spiel zu. Bedeutet, dass sie durchaus Zähler zulassen. Für uns heißt es, die einfachen Dinge richtig zu machen und den Ball durch den Korb des kommenden Gegners zu befördern.“ Neben dem sportlichen Abschluss richtet der Trainer auch emotionale Worte an die eigenen Fans: „Ich weiß gar nicht, wie oft ich es noch sagen soll, aber unsere Fans verdienen einfach größten Respekt. Was sie in dieser Saison geleistet haben, ist alles andere als selbstverständlich. Sie sind uns quer durch die Republik gefolgt, haben uns auch in schwierigen Phasen getragen und uns nie allein gelassen. Gerade in so einem Jahr zeigt sich, was diesen Verein ausmacht.“ Zum Saisonfinale kann Leverkusen zudem wieder auf Luca Finn Kahl zurückgreifen, der nach überstandener Verletzung in den Kader zurückkehrt.

 

02.05.2026 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 

Bericht folgt in Kürze!

 

02.05.2026 19:30 Uhr BBC Bayreuth vs. VfL SparkassenStars Bochum 

Zum letzten Spiel der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfängt der BBC Bayreuth die VfL SparkassenStars Bochum. Während es für die Gastgeber tabellarisch um nichts mehr geht, kämpfen die Gäste aus dem Ruhrgebiet noch um ihre letzte Chance auf den Einzug in die Playoffs. Bayreuth geht nach dem Auswärtssieg in Koblenz mit Selbstvertrauen in die Partie und will sich vor heimischem Publikum mit einem Erfolg aus der Saison verabschieden. Gleichzeitig hat das Team noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel, das trotz guter Leistung verloren ging. „Wir haben mit den VfL SparkassenStars auf jeden Fall noch eine Rechnung offen, nachdem wir uns schon beim Hinspiel eine Chance gegeben hatten, das Spiel zu gewinnen, aber dies letztlich aufgrund unserer hohen Turnover-Anzahl nicht geschafft haben“, erklärt Headcoach Lukas Hofer. Der Gegner wird dabei keineswegs unterschätzt. Bochum verfügt über einen erfahrenen und ausgeglichen besetzten Kader, der vor allem durch seine Mischung aus Routine und Athletik gefährlich ist. „Bochum hat einen super-soliden Kader mit Niklas Geske, Jonas Grof, Lars Kamp und Kilian Dietz – das sind schon alles gestandene Spieler, die, kombiniert mit den Importakteuren, eine tolle Mannschaft sind. Da haben wir als Team großen Respekt davor“, so Hofer weiter.

Trotzdem blickt Bayreuth optimistisch auf die Partie und will die positive Entwicklung der letzten Wochen bestätigen. „Gleichzeitig können wir aufgrund der Leistungen in den vergangenen Wochen dennoch selbstbewusst auftreten und wir werden versuchen, unseren Heimfans im letzten Saisonspiel einen Sieg zu bescheren und uns würdig in die Off-Season zu verabschieden.“ Auf Seiten der Bochumer ist die Ausgangslage klar: Nur mit einem Sieg bleibt die minimale Playoff-Chance bestehen. Nach dem wichtigen Erfolg im Derby gegen Münster zeigte sich Headcoach Petar Topalski mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur teilweise zufrieden. „Ich möchte Respekt an Münster zollen, die Mentalität nach dem verschlafenen Start gezeigt haben“, sagte er und lobte zugleich den eigenen Beginn: „Ich bin mit unserem ersten Viertel sehr zufrieden, dass wir wieder so früh zu unserer Identität gefunden haben.“ Dass das Spiel dennoch noch einmal eng wurde, ordnete er kritisch ein: „Später waren die Beine ein bisschen müde und ein paar Würfe sind nicht reingegangen. Am Ende war es ein spannendes Spiel, vielleicht gut für die Zuschauer, aber für mich war das nicht so einfach.“

 

02.05.2026 19:30 Uhr GIESSEN 46ers vs. EPG Baskets Koblenz 

Für die GIESSEN 46ers steht vor dem Start in die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA noch einmal der Liga-Alltag auf dem Programm. Zum Abschluss der Hauptrunde empfangen die Mittelhessen die EPG Baskets Koblenz – ein Spiel ohne tabellarische Bedeutung, aber mit klarem Fokus auf die bevorstehende K.o.-Phase. Überschattet wird die Partie von den Sorgen um Viktor Kovacevic, der sich zuletzt in Bremerhaven verletzt hatte. „Viktor konnte bislang nicht trainieren. Mit seiner Hand hat er keine Probleme, aber starke Schmerzen in Nacken, Kopf und Brust. Der Sturz hat so eine Art Schleudertrauma verursacht“, berichtet Headcoach Branislav Ignjatovic. Insgesamt passt die Situation für ihn ins Bild der Saison: „Das passt einfach zu dieser Saison.“ Trotz aller Rückschläge überwiegt die Erleichterung über das Erreichen der Playoffs.

„Ich bin einfach nur super happy, dass wir die Playoffs überhaupt erreicht haben. Diese zu verpassen, wäre für einen Standort wie Gießen eine Katastrophe gewesen“, stellt Ignjatovic klar. Bevor es jedoch in die entscheidende Phase geht, wollen die 46ers im letzten Hauptrundenspiel noch einmal ein Ausrufezeichen setzen. „Nachdem wir uns für die gute Leistung beim Spiel bei den Eisbären wieder einmal nicht belohnen konnten, wollen wir uns und vor allem unsere Fans am Samstag mit einem Sieg belohnen“, so der Coach. Gleichzeitig sieht er die Partie als wichtigen Härtetest: „Das ist genau die richtige Generalprobe für die Playoffs. Und außerdem haben wir mit Koblenz noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel haben wir mit einem Punkt verloren, weil wir am Ende den Ball verstolpert haben.“ Damit geht es für Gießen weniger um Punkte, sondern um Rhythmus, Selbstvertrauen und eine gelungene Einstimmung auf die Playoffs – gegen einen Gegner, der trotz verpasster Qualifikation genügend Qualität mitbringt, um ein echter Prüfstein zu sein.

BBC Bayreuth beendet die Zusammenarbeit mit Headcoach Lukas Hofer zum Saisonende

Der BBC Bayreuth wird in der kommenden Saison mit einem neuen Headcoach in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gehen. Der Club hat entschieden, die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Headcoach Lukas Hofer nicht fortzusetzen, trotz einer insgesamt positiven sportlichen Entwicklung unter seiner Leitung. Als Hofer kurz vor Weihnachten zum Cheftrainer befördert wurde, befand sich Bayreuth mitten im Abstiegskampf. Mit nur vier Siegen war die Lage angespannt. Gemeinsam mit Assistenztrainer Nils Scheller stabilisierte er das Team jedoch und führte es letztlich zum vorzeitigen Klassenerhalt. Insgesamt holte Bayreuth unter Hofer zehn Siege aus 20 Spielen und zeigte im Saisonverlauf eine deutliche Leistungssteigerung. Trotz dieser Entwicklung fiel die Entscheidung gegen eine weitere Zusammenarbeit bewusst im Hinblick auf die Zukunft des Clubs.

Geschäftsführer Friedrich Hartung erklärte: „Ohne Zweifel haben Lukas Hofer und Nils Scheller unter äußerst schwierigen Voraussetzungen sehr gute Arbeit geleistet. Wir dürfen unseren Blick aber nicht nur auf das Erreichte richten, sondern müssen die kommenden Herausforderungen in den Fokus nehmen und Entscheidungen treffen, die der langfristigen Entwicklung des Clubs dienen.“ Gleichzeitig bedankte er sich ausdrücklich für Hofers Einsatz und Engagement. Auch Hofer selbst blickt mit viel Wertschätzung auf seine Zeit in Bayreuth zurück:

„Ich habe in meinen 2 Jahren in Bayreuth beinharte Niederlagen und unfassbare Siege erleben müssen und dürfen“, erklärte der scheidende Coach und betonte vor allem die Bedeutung des Umfelds: „Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben.“ Während Hofer den Verein verlässt, bleibt Assistenztrainer Nils Scheller Teil des Trainerstabs. Parallel arbeitet der Club bereits an der Neuausrichtung: Ein neuer Headcoach steht laut Verein fest und soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Zudem deutet sich ein größerer Umbruch im Kader an, mit dem Bayreuth die nächsten Schritte in der sportlichen Entwicklung gehen möchte.

Spotlight #8: Letzte Entscheidungen in der Hauptrunde

Der 34. und letzte Spieltag der Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht an. Am Samstagabend sind ab 19:30 Uhr alle 18 Teams gleichzeitig im Einsatz und wie schon in den letzten Jahren bieten wir euch wieder eine Konferenz für den perfekten Überblick an. Moderiert wird die Sendung in der gewohnten Besetzung von Erstklassig Zweitklassig, unter diesem Link könnt ihr den Stream kostenlos abrufen. Bleibt nur noch die Frage bestehen, auf welche Teams man am Samstag ein genaueres Auge werfen sollte…

Im Abstiegskampf ist die Entscheidung bereits gefallen. Die Bayer Giants Leverkusen und die Uni Baskets Münster haben keine Chance mehr auf das rettende Ufer und stehen als sportliche Absteiger fest. Auch ein Großteil der Playoffplätze ist bereits vergeben, doch zwei Fragen sind für diese kurze Ausgabe von Spotlight noch offen: Wer wird Hauptrundenmeister und wer sichert sich den achten und damit letzten verbliebenen Playoffplatz?

Der Kampf um Platz Eins: Nach dem direkten Duell kommt das Fernduell

Die ersten sieben Playoffteams stehen bereits fest und die Plätze 3-7 sind sogar in ihrer Reihenfolge schon sicher. Doch an der Spitze streiten sich noch zwei Mannschaften um die Hauptrundenmeisterschaft. Phoenix Hagen grüßte quasi die ganze Saison über von der Tabellenspitze, die HAKRO Merlins Crailsheim lauern punktgleich direkt dahinter. Erst am letzten Wochenende kam es in der Hagener Ischelandhalle zum direkten Duell der beiden Top Teams. Hagen hätte hier mit einem Sieg bereits den Matchball zum ersten Platz verwandeln können, doch die Merlins setzten sich in einer packenden Crunchtime knapp mit 90:93 auswärts durch. Dadurch haben nun beide Teams 27 Siege auf dem Konto. Da Phoenix aber das Hinspiel mit +9 für sich entschied, haben die Feuervögel weiter die Tabellenführung inne. Für das kommende Fernduell am letzten Spieltag bedeutet das die folgende Ausgangsposition: Hagen hat das Erreichen von Platz Eins in der eigenen Hand und würde diesen mit einem Sieg beim schon abgestiegenen Münster perfekt machen. Verliert man allerdings, bleibt man auch bei einer Niederlage der Merlins vorne, die vor heimischer Kulisse den Dritten aus Göttingen empfangen. Nur wenn Hagen verliert und Crailsheim gewinnt, tauschen die beiden Teams ihre Tabellenplätze und die Merlins dürften die Hauptrundenmeisterschaft feiern. Bereits feststeht, dass der Zweitplatzierte im Viertelfinale der Playoffs gegen die GIESSEN 46ers ranmüsste…

Feuervögel oder Zauberer, wer sichert sich den ersten Platz? (Fotos: Nina Sander, Dennis Duddek)

Drei Kandidaten – Ein letztes Playoffticket

Den ersten Platz machen also Hagen und Crailsheim unter sich aus, doch gegen wen müsste der Hauptrundenmeister dann im Playoff-Viertelfinale antreten? Aus dem lange sehr breiten Feld an möglichen Contendern für die Postseason sind nun noch drei Mannschaften übrig geblieben. Aktuell liegen die PS Karlsruhe LIONS mit 16 Siegen auf dem achten Platz, dahinter rangieren die Nürnberg Falcons und die VfL SparkassenStars Bochum mit jeweils 15 Erfolgen auf den Plätzen neun und zehn. Damit haben die Karlsruher also die beste Ausgangslage, denn ein eigener Sieg im Heimspiel gegen den Tabellen-16. aus Paderborn würde die Teilnahme an den Playoffs perfekt machen. Verlieren die LIONS allerdings, können gleich mehrere verschiedene Szenarien eintreten. Die Falcons aus Nürnberg sind ebenfalls zuhause im Einsatz und treffen auf die SBB Baskets. Ein Sieg der Nürnberger bei gleichzeitiger Niederlage der Karlsruher, würde die Falcons auf Platz acht bringen, unabhängig vom Ausgang des Bochumer Spiels. Das liegt daran, dass die Franken sowohl den direkten Vergleich mit den LIONS als auch einen möglichen Dreiervergleich mit Bochum gewinnen würden. Verlieren allerdings sowohl Karlsruhe als auch Nürnberg, könnte Bochum als lachender Dritter mit einem Auswärtssieg in Bayreuth vorbeiziehen.

Runtergebrochen heißt das also Folgendes für die drei Teams:

Die PS Karlsruhe LIONS werden Achter, wenn sie gegen Paderborn gewinnen oder bei einer eigenen Niederlage Nürnberg und Bochum ihre Spiele parallel auch verlieren.

Die Nürnberg Falcons werden Achter, wenn sie selbst gewinnen und Karlsruhe parallel verliert.

Die VfL SparkassenStars Bochum werden Achter, wenn sie selbst gewinnen und Karlsruhe und Nürnberg parallel verlieren.

Aus Drei mach Eins: Karlsruhe, Nürnberg und Bochum streiten sich um den letzten Platz in den Playoffs (Fotos: Aurelia Constantin, Gero Müller-Laschet, Silas Kunz).

Das sind also die letzten noch ausstehenden Entscheidungen, die am Samstagabend geklärt werden müssen. An dieser Stelle geht es schon in der nächsten Woche mit der Vorschau auf die Playoffs weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Nachberichte ProA 33. Spieltag

24.04.2026 19:30 Uhr // SBB Baskets vs. Artland Dragons 80:79

Ein emotionaler und hochspannender Abschluss vor heimischem Publikum gelang den SBB Baskets in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA: Gegen die Artland Dragons setzte sich der Aufsteiger mit 80:79 durch und feierte damit einen perfekten Heimabschluss in seiner Debütsaison. Vor 1.500 Zuschauern in der ausverkauften Halle entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel, in dem die Gastgeber stets leicht die Nase vorn hatten. Nach einer knappen Führung im ersten Viertel bauten die SBB Baskets ihren Vorsprung bis zur Halbzeit aus und gingen auch vor dem Schlussabschnitt noch in Führung liegend in die entscheidende Phase. Im letzten Viertel spitzte sich die Partie dann zu einem echten Krimi zu. Beim Stand von einem Punkt Rückstand bekamen die Magdeburger die letzte Chance – und nutzten sie: Spielmacher Daivien Williamson traf den entscheidenden Wurf und sorgte für den umjubelten Sieg.

Auch individuell überzeugten die Gastgeber, allen voran Michael Hughes mit einem starken Double-Double sowie weitere zweistellig punktende Spieler. Nach dem Spiel richtete Headcoach Achmadschah Zazai den Blick vor allem auf die Unterstützung von den Rängen: „Wir müssen uns zunächst für den unglaublichen Support bei unseren Fans bedanken. Sie waren unser sechster Mann auf dem Weg zum Klassenerhalt. Wir haben heute noch einmal ein gutes Spiel gemacht. Das Spiel hätte am Ende zu beiden Seiten kippen können, aber ich denke, dass wir verdient gewonnen haben. Den Artland Dragons wünschen wir viel Erfolg für die Play-offs.“

 

25.04.2026 18:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 70:90

Am vorletzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA feierten die Bozic Estriche Knights Kirchheim einen souveränen 90:70-Auswärtssieg bei den Bayer Giants Leverkusen. Topscorer der Partie war Tylan Pope mit starken 27 Punkten. Nach zuletzt drei Niederlagen starteten die Kirchheimer zunächst etwas holprig in die Begegnung, während die bereits abgestiegenen Gastgeber gut dagegenhielten. Dennoch erspielten sich die Knights eine knappe Führung nach dem ersten Viertel und gingen auch mit einem kleinen Vorsprung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste dann zunehmend die Kontrolle. Vor allem von außen trafen die Teckstädter nun deutlich besser und setzten sich mit einem starken Lauf zweistellig ab. Spätestens im dritten Viertel war der Grundstein für den Sieg gelegt, den die Mannschaft im Schlussabschnitt trotz einer kurzen Schwächephase souverän ins Ziel brachte.

Neben Pope punkteten auch Phillip Russell und Chuck Harris zweistellig, zudem trugen sich alle eingesetzten Spieler in die Scorerliste ein. „Es war kein allzu gutes Spiel von uns, aber wir haben konzentriert und professionell agiert. Heute zählen nur die beiden Punkte,“ sagte Head Coach Igor Perovic nach der Partie. Durch den eigenen Erfolg und die Niederlage eines direkten Konkurrenten ist Kirchheim der sechste Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Damit haben die Knights beste Chancen, sich erstmals für den Pokalwettbewerb zu qualifizieren. Geschäftsführer Chris Schmidt zeigte sich entsprechend zufrieden: „Das ist ein fantastisches Ergebnis einer aufregenden Saison. Die Jungs haben sich den Platz redlich verdient. Jetzt wollen wir natürlich auch in den Playoffs für Furore sorgen und beim Eventspiel in Göppingen gegen Köln nochmal ordentlich Fahrt aufnehmen,“ so Schmidt.

 

25.04.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. PS Karlsruhe LIONS 96:90

Die BG Göttingen hat sich im Topspiel gegen die PS Karlsruhe Lions einen wichtigen 96:90-Erfolg gesichert und damit vorzeitig das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA klargemacht. Vor über 3.000 Zuschauern entwickelte sich eine intensive und bis zum Schluss spannende Partie, in der die Gastgeber vor allem nach einem schwachen Start Moral bewiesen. Karlsruhe erwischte zunächst den deutlich besseren Beginn und setzte sich früh zweistellig ab. Göttingen wirkte in der Anfangsphase zu passiv und fand offensiv kaum Lösungen. Erst im zweiten Viertel kippte das Spiel: Angeführt von Zach Jackson, der einen starken Lauf hinlegte, kämpften sich die Hausherren Schritt für Schritt zurück und glichen bis zur Halbzeit aus.

Nach der Pause blieb das Duell komplett offen. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, die Führung wechselte mehrfach. Karlsruhe legte immer wieder vor, doch Göttingen blieb dran und ließ sich nicht abschütteln. Im Schlussviertel spitzte sich die Partie weiter zu. Göttingen erspielte sich zunächst einen kleinen Vorsprung, ehe die Lions noch einmal zurückschlugen und sogar kurz vor Schluss wieder in Führung gingen. In der entscheidenden Phase behielten die Veilchen jedoch die Nerven, verteidigten konsequent und trafen die wichtigen Würfe von der Linie, um das Spiel letztlich für sich zu entscheiden. Bester Werfer der Göttinger war Zach Jackson mit 25 Punkten, während Daniel Kirchner mit einem Double-Double (12 Punkte, 10 Assists) überzeugte. Auf Karlsruher Seite war Isaiah Hart mit 26 Zählern der auffälligste Spieler. Mit diesem Sieg festigt Göttingen Rang drei und geht mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs, während Karlsruhe trotz einer starken Leistung weiter um die Qualifikation kämpfen muss.

 

25.04.2026 19:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. HAKRO Merlins Crailsheim 90:93

Vor ausverkaufter Kulisse in der Ischelandhalle lieferten sich Phoenix Hagen und die HAKRO Merlins Crailsheim ein echtes Topspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA – mit dem besseren Ende für die Gäste, die sich knapp mit 93:90 durchsetzten. Schon vor Spielbeginn war die Stimmung außergewöhnlich: Ein Auftritt des Philharmonischen Orchesters des Theater Hagen sorgte für Gänsehaut in der restlos ausverkauften Halle und setzte den emotionalen Rahmen für ein hochklassiges Duell zweier Spitzenteams. Auf dem Parkett entwickelte sich dann genau die Partie, die erwartet worden war: intensiv, ausgeglichen und taktisch geprägt. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe und lieferten sich über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch. Phoenix kämpfte sich in der Schlussphase, angeführt von Marcus Graves, nach zweistelligem Rückstand eindrucksvoll zurück und erspielte sich sogar die Chance auf den Sieg. Doch Crailsheim behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und sicherte sich durch einen späten Dreier den Auswärtserfolg.

Trotz der Niederlage bleibt Hagen Tabellenführer und hat weiterhin alle Chancen, die Hauptrunde auf Platz eins abzuschließen. Phoenix-Headcoach Chris Harris sagte nach der Partie: „Das war tolles, unterhaltsames, spannendes Spiel zweier sehr guter Mannschaften, die alles gegeben haben. Wir haben Crailsheim zu viele zweite Chancen gestattet. Wir wollten am Brett physischer agieren, konnten das jedoch nicht konsequent über die volle Distanz der Partie umsetzen. Unabhängig vom Ergebnis können wir von der Begegnung mit Blick auf die Playoffs viel mitnehmen.“ Auch Crailsheims Trainer David McCray zeigte sich zufrieden: „Das Spiel hat sicherlich gezeigt, warum Hagen und Crailsheim die besten Teams dieser Hauptrunde sind. Die Atmosphäre in der Ischelandhalle ist immer besonders – das haben wir uns unsere mitgereisten Fans wirklich sehr genossen. Das sind genau die Partien, in denen su gefordert wirst, die dich besser machen, die dich auf die Playoffs vorbereiten. Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft es geschafft hat, die Energie und Intensität aufs Feld zu bringen, die uns ausmachen.“

 

25.04.2026 19:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Uni Baskets Münster 96:84

Die Uni Baskets Münster haben im Derby der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA trotz einer starken Aufholjagd eine 84:96-Niederlage bei den VfL SparkassenStars Bochum hinnehmen müssen. Dabei verschliefen die Münsteraner den Start komplett. Ohne mehrere angeschlagene und verletzte Spieler fehlten von Beginn an Struktur und Zugriff, während Bochum offensiv nahezu alles traf. Früh gerieten die Gäste deutlich in Rückstand und lagen nach nur 13 Minuten bereits mit 17:48 hinten – ein schwerer Hypothek für den weiteren Spielverlauf. Doch danach zeigte Münster große Moral. Mit mehr Intensität in der Defensive und besserem Zusammenspiel im Angriff kämpfte sich das Team Schritt für Schritt zurück.

Vor allem nach der Halbzeit lief der Ball deutlich besser, die Trefferquote stieg und auch beim Rebounding hatten die Gäste klare Vorteile. Zwischenzeitlich schmolz der Rückstand von 31 Punkten auf nur noch fünf Zähler zusammen, sodass die Partie plötzlich wieder offen war. Im Schlussviertel blieb es zwar umkämpft, doch Bochum fand rechtzeitig zurück zu seiner Struktur und hielt die Führung stabil. Trotz eines weiteren kleinen Laufs der Uni Baskets reichte es am Ende nicht mehr für die Wende. Positiv hervorzuheben ist die Leistung von Thore Dilschmann, der mit 13 Punkten und 11 Assists erstmals ein Double-Double in seiner Profikarriere erzielte. Letztlich war jedoch der schwache Start entscheidend, sodass die starke Aufholjagd nicht mehr belohnt wurde.

 

25.04.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. Tigers Tübingen 70:105

Die Tigers Tübingen haben am vorletzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und sich mit einem deutlichen 105:70-Auswärtssieg bei den Paderborn Baskets durchgesetzt. Es war zugleich der höchste Saisonsieg der Schwaben. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Spätestens im zweiten Viertel erspielten sich die Tübinger eine komfortable Führung, die sie nach der Halbzeit konsequent weiter ausbauten. Vor allem im dritten Abschnitt sorgten mehrere Läufe und eine starke Trefferquote für klare Verhältnisse. Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde die Überlegenheit der Schwaben. Offensiv präsentierte sich Tübingen äußerst variabel: Gleich sieben Spieler punkteten zweistellig, angeführt von Bernard Pelote mit 17 Zählern. Auf Seiten der Gastgeber war Jonathan Klussmann mit 21 Punkten der auffälligste Akteur.  Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch: Kaya Bayram verletzte sich bereits früh im Spiel am Sprunggelenk und konnte nicht mehr eingreifen.

Trainer Eric Detlev zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Offensiv hat bei uns heute viel funktioniert. Das hat Spaß gemacht, weil sich alle eingebracht haben. Wir hatten eine gute Energie, insgesamt war das Spiel aus Tübinger Sicht gut anzuschauen.“ Auch Paderborn-Coach Milos Stankovic erkannte die Leistung des Gegners an: „Glückwunsch an Trainer Eric Detlev und seiner Tübinger Mannschaft zu diesem überragenden Sieg. Sie haben ihren Gameplan bis zum Ende konsequent durchgezogen. Wir haben kein Mittel gegen das Switch von Tübingen gefunden. 105 Punkte in unserer eigenen Halle zu bekommen, ist natürlich viel zu viel. Da müssen wir mehr Stolz zeigen. Den Ausfall von Efosa Osawe konnten wir nicht kompensieren, dazu hat Tübingen gut von außen getroffen und war schnell in einem Rhythmus.“

 

26.04.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers 71:68

Ein echtes Basketball-Drama spielte sich in der ÖVB Arena ab: Die Eisbären Bremerhaven setzten sich in einem packenden Duell der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 71:68 gegen die Gießen 46ers durch und sicherten sich damit vorzeitig Platz vier sowie das Heimrecht für die Playoffs. Vor über 5.300 Zuschauern entwickelte sich zunächst ein Spiel mit wechselnden Phasen. Zwar starteten die Eisbären ordentlich, verloren jedoch im zweiten Viertel zunehmend den Zugriff. Die Gäste aus Gießen nutzten dies konsequent aus und setzten sich zwischenzeitlich deutlich ab. Auch nach der Pause blieb Bremerhaven zunächst im Hintertreffen und lag zeitweise mit 15 Punkten zurück. Doch dann folgte die Wende: Mit defensiven Anpassungen und wachsender Energie kämpften sich die Norddeutschen zurück ins Spiel.

Bis zum Ende des dritten Viertels war der Rückstand deutlich geschmolzen, ehe im Schlussabschnitt endgültig die Aufholjagd gelang. Ein starker Lauf brachte die erste Führung seit dem ersten Viertel zurück – die Partie entwickelte sich in der Crunchtime zu einem offenen Schlagabtausch. In den letzten Sekunden entschieden Kleinigkeiten: Während Gießen wichtige Freiwürfe vergab, behielt Bremerhaven die Nerven. Elijah Miller machte von der Linie alles klar und sorgte für den umjubelten 71:68-Endstand. Mit einer starken Schlussphase und  26 Punkte im letzten Viertel drehten die Eisbären das Spiel eindrucksvoll und belohnten sich für ihre Moral.

 

26.04.2026 17:00 Uhr // RheinStars Köln vs. Nürnberg Falcons BC 71:83

Zum letzten Heimspiel der Saison mussten sich die RheinStars Köln vor heimischem Publikum den Nürnberg Falcons mit 71:83 geschlagen geben. In der nahezu ausverkauften Motorworld herrschte dabei eine besondere Stimmung – irgendwo zwischen sportlicher Enttäuschung und einer gewissen Gelassenheit, denn sowohl der Klassenerhalt als auch das Verpassen der Playoffs standen bereits fest. Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Köln konnte das erste Viertel knapp für sich entscheiden und zeigte einen soliden Start. Doch im zweiten Abschnitt brach das Spiel der Gastgeber komplett ein. Über mehrere Minuten gelang kein eigener Korberfolg, während Nürnberg einen deutlichen Lauf hinlegte und sich so eine komfortable Führung zur Halbzeit erspielte.

Nach der Pause versuchten die RheinStars zwar, zurück ins Spiel zu finden, und kämpften sich phasenweise noch einmal heran, doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. Nürnberg blieb insgesamt stabiler, spielte als Team geschlossener und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Offensiv lastete bei Köln vieles auf den Schultern von Cedric Russell und Mike Miller, die gemeinsam den Großteil der Punkte erzielten. Unterstützung aus dem restlichen Team kam jedoch zu selten, um das Spiel noch zu drehen. Trotz kämpferischer Ansätze fehlte letztlich die Konstanz, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen.

 

26.04.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. BBC Bayreuth 75:89

Mit einem starken Schlussviertel hat sich der BBC Bayreuth am vorletzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen verdienten 89:75-Auswärtssieg bei den EPG Baskets Koblenz gesichert. In einer zunächst ausgeglichenen Partie erwischten die Bayreuther den besseren Start und setzten früh Akzente aus der Distanz. Koblenz kämpfte sich jedoch immer wieder heran, sodass die Gäste nur mit einer knappen Führung in die Halbzeit gingen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft – zwischenzeitlich geriet Bayreuth sogar kurz in Rückstand, fand jedoch rechtzeitig wieder Lösungen im Angriff. Die Entscheidung fiel schließlich im letzten Viertel: Mit einem starken Lauf und deutlich verbesserter Offensive setzten sich die Bayreuther zweistellig ab und ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Besonders die Intensität und das konsequente Spiel zum Korb machten dabei den Unterschied. Bester Werfer der Partie war Tehree Horn mit 23 Punkten, unterstützt von mehreren zweistellig punktenden Teamkollegen. Auch unter dem Korb überzeugte Bayreuth und gewann das Rebound-Duell klar.

Nach dem Spiel zeigte sich Headcoach Lukas Hofer zufrieden: „Wir sind super-glücklich über den Sieg. Es war für beide Seiten schwierig, die Teams in einer Partie, in der es weder um den Abstieg oder die Playoff-Qualifikation geht, zu Höchstleistungen zu bringen. Unsere Hauptmotivation war das schmerzlich am 2. Spieltag deutlich verlorene Hinspiel. Wir wollten deshalb heute zeigen, dass wir den Ton angeben, das Tempo bestimmen und das physischere Team sein können. Wir wollten Koblenz ins Fünf-gegen-Fünf-Spiel zwingen. Nachdem wir anfangs viel von außen geworfen haben und die Dreierquote aber nachließ und wir auch zu viele Ballverluste in der ersten Halbzeit quittieren mussten, haben wir in der zweiten Halbzeit öfters den Korb attackiert und Koblenz zu Fouls gezwungen. Außerdem machte sich unser hartes Training bezahlt, wir konnten auch im heutigen Spiel trotz kurzer Rotation viel Intensität bis zum Schluss zeigen“.

Vorberichte ProA 33. Spieltag

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24.04.2026 19:30 Uhr SBB Baskets vs. Artland Dragons 

Nach dem siebten Sieg in Serie reisen die Artland Dragons am vorletzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu den SBB Baskets. Mit dem 84:82-Erfolg in Münster haben die Dragons ihre starke Form eindrucksvoll bestätigt und wollen nun weiter nachlegen. Die Ausgangslage ist klar: Platz fünf ist den Quakenbrückern bereits sicher, mit etwas Schützenhilfe ist sogar noch Rang vier und damit Heimrecht in der ersten Playoffrunde möglich. Entsprechend motiviert geht das Team in die letzten beiden Spiele der Hauptrunde. Doch auch die Gastgeber reisen mit Rückenwind an. Die SBB Baskets haben sich mit starken Leistungen in den vergangenen Wochen aus dem Abstiegskampf befreit und können nach dem gesicherten Klassenerhalt ohne Druck aufspielen. Im Fokus stehen bei den Gastgebern vor allem Daivien Williamson als Topscorer sowie die physisch starken Akteure unter dem Korb. Gleichzeitig bringen die SBB Baskets viel Energie aus den letzten Erfolgen mit. Für die Dragons geht es darum, ihre Siegesserie auszubauen und mit maximalem Selbstvertrauen in die Playoffs zu gehen – auch wenn die finale Platzierung nicht mehr vollständig in eigener Hand liegt.

Dragons-Headcoach Hendrik Gruhn warnt entsprechend vor dem Gegner: „Die SBB Baskets werden nach dem gesicherten Klassenerhalt am vergangenen Wochenende befreit aufspielen. Solche Mannschaften sind immer gefährlich, das haben wir zuletzt in Münster erlebt und genau das erwarten wir auch am Freitag. Magdeburg hat in den vergangenen Wochen deutlich zu sich gefunden und ist auf vielen Positionen stark besetzt. Mit Daivien Williamson verfügen sie über einen scoringstarken Point Guard. Dazu kommt mit De’Vondre Perry ein variabler Big Man auf der Vier, der sowohl von außen als auch in Korbnähe gefährlich ist. Und mit Michael Hughes haben sie einen dominanten Center unter dem Korb, um nur einige Spieler zu nennen, auf die wir uns einstellen müssen. Wir haben Platz fünf bereits sicher, was ein großer Erfolg ist. Alles, was darüber hinaus noch möglich ist, liegt nicht allein in unserer Hand. Trotzdem wollen wir die beiden verbleibenden Spiele unbedingt gewinnen. Wenn wir am Ende noch Platz vier erreichen, würden wir das natürlich sehr gerne mitnehmen.“

 

25.04.2026 18:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim

Zum letzten Heimspiel der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfangen die BAYER GIANTS Leverkusen die Bozic Estriche Knights Kirchheim in der Ostermann-Arena – ein emotionaler Abschied unter schwierigen Vorzeichen. Nach der 70:77-Niederlage gegen die SBB Baskets steht der Abstieg der „Riesen vom Rhein“ fest, entsprechend tief sitzt die Enttäuschung im gesamten Verein. Headcoach Michael Koch bringt die Gefühlslage auf den Punkt: „Wenn du lange am Sieg schnupperst und im Endeffekt doch den Kürzeren ziehst, ist das immer schwierig – für alle Beteiligten. Ein Jahr nach dem Aufstieg folgt nun der Gang in die ProB. Wir werden im Sommer gemeinsam die vergangenen Monate haarklein analysieren. Dies wird mit offenem Visier geschehen.“

Auch Abteilungsleiter Frank Rothweiler findet klare Worte: „Wir sind alle ziemlich enttäuscht. Natürlich geht so etwas nicht spurlos an mir vorbei. In den nächsten Wochen gilt es, die Saison 2025/26 nahtlos aufzuarbeiten. Das sind wir unseren Helfern, Fans und Partnern schuldig.“ Sportlich steht für Leverkusen trotz des feststehenden Abstiegs noch ein letztes Heimspiel an, in dem man sich würdig verabschieden möchte. Gegner Kirchheim reist als Tabellensechster an und kämpft weiterhin um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs. Trotz zuletzt drei Niederlagen in Serie gehen die Knights als Favorit in die Partie, auch wenn das Hinspiel mit 87:93 an Leverkusen ging.

Koch sieht die Aufgabe entsprechend realistisch: „Kirchheim hat sich die Playoffs verdient und im Saisonverlauf arg gesteigert. Die Knights sind gut besetzt und haben statistisch gesehen keine großen Schwächen. Es wird also keine einfache Aufgabe für uns.“ Gleichzeitig legt er den Fokus klar auf den eigenen Auftritt: „Wir werden uns nicht hängenlassen und wollen uns vor eigenem Publikum gut verabschieden. Trotzdem werden wir auch die Rotation ein wenig anpassen und den jüngeren Akteuren die Gelegenheit geben, sich auf dem Parkett auszuzeichnen. Das haben sie sich, aufgrund ihrer harten Arbeit in diesem Jahr, zweifelsohne verdient.“

 

25.04.2026 18:30 Uhr BG Göttingen vs. PS Karlsruhe LIONS 

Im Saisonendspurt der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA spitzt sich das Rennen um die Playoff-Platzierungen weiter zu. Die BG Göttingen hat dabei weiterhin beste Chancen auf das Heimrecht im Viertelfinale – braucht dafür aber noch mindestens einen Sieg aus den letzten beiden Spielen. Am Samstag kommt es zum direkten Duell mit den PS Karlsruhe Lions, die selbst noch um die Playoff-Qualifikation kämpfen. Während Göttingen aktuell um Rang drei ringt, steht Karlsruhe unter Druck, um Platz acht abzusichern. Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg würde Göttingen eine ideale Position im engen Dreikampf mit Bremerhaven und den Artland Dragons verschaffen.

Karlsruhe hingegen reist mit Rückenwind an, nachdem zuletzt ein knapper Erfolg gegen Bremerhaven gelang. Im Hinspiel behielt Göttingen noch deutlich die Oberhand, doch seitdem hat sich der Karlsruher Kader verändert. Vor allem Guard Isaiah Hart ist inzwischen zentrale Figur im Spiel der Lions, ergänzt von weiteren konstant punktenden Spielern wie David Ejah, Maurice Pluskota oder Kilian Binapfl, der zuletzt mit einer perfekten Wurfquote glänzte. Für Göttingen wird es darauf ankommen, defensiv stabil zu bleiben und die individuelle Qualität der Gäste zu kontrollieren. Nach der knappen Niederlage zuletzt steht zudem die eigene Effizienz im Fokus. Assistenztrainer Patrick Carney ordnet die Aufgabe so ein: „Das Karlsruher Team ist athletisch und verfügt über individuelle Qualität. Sie haben einzelne Spieler, die viel Spielzeit bekommt und viele Würfe nehmen. Wir müssen versuchen ihr Spiel zu verlangsamen und dürfen uns nicht entmutigen lassen, wenn sie schwere Würfe treffen.“

Mit Blick auf die defensive Ausrichtung ergänzt er: „Wir müssen den Karlsruhern die Würfe so schwer wie möglich machen, sodass es sehr auf unsere Eins-gegen-eins-Verteidigung ankommen wird. Aber auch beim Umschalten von Angriff auf Verteidigung müssen wir wach sein.“ Trotz der Niederlage in Nürnberg sieht Carney auch positive Ansätze: „Wir haben die Fehler natürlich analysiert und arbeiten im Training daran, diese in Zukunft zu vermeiden. Wir nehmen aus dem Spiel auch positive Dinge mit: Unsere Verteidigung war Samstag – so wie in den Spielen zuvor – sehr stabil. Nur diese defensive Leistung hat uns in Nürnberg überhaupt eine Siegchance gegeben, weil wir kaum Würfe getroffen haben. Wenn die Würfe nicht fallen, ist der Spielraum für Fehler kleiner.“

 

25.04.2026 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. HAKRO Merlins Crailsheim 

Zum absoluten Topspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen Tabellenführer Phoenix Hagen und Verfolger HAKRO Merlins Crailsheim aufeinander – ein echtes Duell um Platz eins kurz vor Ende der Hauptrunde. Phoenix stellt mit 27 Siegen das stärkste Heimteam der Liga, während Crailsheim als beste Auswärtsmannschaft anreist und sich in herausragender Form präsentiert. Besonders der Blick auf die letzten Spiele unterstreicht das: Die Merlins haben nur eine Niederlage aus den vergangenen 15 Partien kassiert und gehören aktuell zu den formstärksten Teams der Liga. Das Hinspiel ging mit 82:73 an die Hagener, die damit bereits bewiesen haben, dass sie auch in direkten Duellen bestehen können.

Zudem sitzt bei Crailsheim noch der Frust aus der vergangenen Saison tief, als man im Playoff-Viertelfinale in einer engen Serie an Hagen scheiterte. Individuell bringt die Partie zahlreiche Schlüsselspieler hervor: Auf Hagener Seite zählen Tim Uhlemann und Marcus Graves zu den prägenden Akteuren, während Bjarne Kraushaar als einer der besten Passgeber der Liga das Spiel lenkt. Bei Crailsheim stehen unter anderem Gabriel de Oliveira und Fabi Bleck im Fokus, die beide eine besondere Verbindung zu ihren jeweiligen Clubs haben. HAKRO-Headcoach David McCray blickt mit Respekt, aber auch Selbstvertrauen auf das Spitzenspiel:

„Wir freuen uns auf das Topspiel in Hagen. Sie sind eine Top-Mannschaft, in Hagen ist es immer sehr schwer zu spielen. Sie spielen bislang eine unglaubliche Saison. Wenn man auf die Statistiken blickt, sind sie sowohl offensiv wie auch defensiv unheimlich stark. Aber auch wir haben eine gute Saison, spielen bisher vor allem eine gute Rückrunde. Deshalb freuen wir uns auf das Spiel, in dem meiner Meinung nach die zwei besten Mannschaften der Liga aufeinandertreffen und den ersten Platz unter sich ausmachen. Wir freuen uns auf die Stimmung, das Spiel, den Gegner und die Herausforderung. Wir werden alles Mögliche tun, um mit einem Sieg nachhause zu kommen.“

 

25.04.2026 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Uni Baskets Münster 

Im letzten Heimspiel der regulären Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfangen die VfL SparkassenStars Bochum die Uni Baskets Münster zu einem emotional aufgeladenen Westfalen-Derby, das sportlich wie atmosphärisch einiges verspricht. Während Bochum im Saisonendspurt weiterhin um die Playoff-Teilnahme kämpft und zwingend auf Siege angewiesen ist, kann Münster nach dem bereits feststehenden Abstieg befreit aufspielen – eine Konstellation, die erfahrungsgemäß für besondere Spiele sorgt. Die SparkassenStars wissen, dass sie sich keinen Ausrutscher mehr erlauben dürfen, wenn sie ihre Chancen auf die Endrunde wahren wollen. Gleichzeitig zeigte sich zuletzt eine leichte Leistungssteigerung, an die nun angeknüpft werden soll.

Münster hingegen präsentierte sich trotz Niederlage gegen die Artland Dragons kämpferisch und in guter Form, was unter anderem mit der Rückkehr von Center Adam Touray zusammenhängt. Gerade diese Mischung aus neu gewonnener Stabilität und fehlendem Druck macht die Gäste gefährlich. Die bisherigen Duelle zwischen beiden Teams waren häufig eng, emotional und von viel Derby-Charakter geprägt, sodass auch diesmal ein intensives Spiel zu erwarten ist. Bochums Headcoach Petar Topalski warnt entsprechend: „Münster spielt in den letzten Wochen immer besser und besser. Nach dem sicheren sportlichen Abstieg können sie ohne zusätzlichen Druck die Saison zu Ende spielen. Dies macht sie noch gefährlicher. Unsere Arbeit in den letzten Wochen macht sich im Training schon bemerkbar. Jetzt müssen wir es am Samstag auf dem Parkett zeigen und das Spiel konzentriert von der ersten bis zu letzten Minuten angehen“.

Auch Geschäftsführer Tobias Steinert unterstreicht die Bedeutung der Partie und die emotionale Komponente: „Wir haben im letzten Spiel in Crailsheim einen spürbaren Schritt nach vorne gemacht und wollen uns selbst dafür gegen Münster belohnen. Es ist schade, dass die Saison für die Uni Baskets schon entschieden ist. Dennoch freue ich mich auf eine vorerst letzte Derby-Athmosphäre gegen Münster. Uns hat in der ProB und dann später in der ProA eine intensive sportliche, aber immer faire, Rivalität verbunden. Ich freue mich auf das letzte Heimspiel der regulären Saison. Wir werden alles uns in der Macht stehende dafür tun, dass dies nicht das letzte Heimspiel in dieser Saison wird“.

 

25.04.2026 19:30 Uhr Paderborn Baskets vs. Tigers Tübingen 

Zum Abschluss der Auswärtssaison reisen die Tigers Tübingen zu den Paderborn Baskets. Sportlich geht es für beide Teams zwar um keine existenziellen Ziele mehr, dennoch bietet die Partie die Chance auf einen versöhnlichen Saisonendspurt. Sowohl Tübingen als auch Paderborn haben am vergangenen Wochenende vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Entsprechend können beide Mannschaften ohne großen Druck in die Begegnung gehen. Während die Tigers zuletzt ein Comeback gegen Koblenz feierten, setzten die Paderborner mit einem Auswärtssieg in Kirchheim ein Ausrufezeichen.

Tübingens Co-Trainer Troy Culley betont nach dem gesicherten Ligaverbleib die neue Ausgangslage: „Der große Druck ist jetzt weg. Jetzt gilt es, in den verbleibenden zwei Partien die Saison bestmöglich abzuschließen. Zum einen für unsere Fans, die uns in dieser schwierigen Runde toll unterstützt haben, und zum anderen können wir uns in der Tabelle auch noch etwas verbessern.“ Gleichzeitig warnt er vor den Stärken des Gegners: „Paderborn ist ein gefährliches Team. Im Hinspiel konnten wir Jonathan Klussmann (23 Punkte) und Efosa Osawe (19 Zähler) nicht in den Griff bekommen. Speziell gegen diese beiden Akteure müssen wir besser verteidigen“.

Tatsächlich gehören Klussmann und Osawe zu den prägenden Spielern der Gastgeber. Vor allem Klussmann ist als Topscorer und Spielmacher der zentrale Akteur im Offensivspiel. Insgesamt zeichnet sich Paderborn durch eine ausgeglichene Offensive aus, während Tübingen vor allem an der Freiwurflinie Nachholbedarf hat, hier stellen die Gastgeber ligaweit den besten Wert. Für die Tigers und Baskets geht es nun darum, die Saison stabil zu Ende zu bringen und möglicherweise noch einen Platz in der Tabelle gutzumachen.

 

26.04.2026 15:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers

Bei den GIESSEN 46ers ist vor dem Saisonendspurt der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA wieder Ruhe und Stabilität eingekehrt. Nach einer Phase mit einigen Rückschlägen steht dem Team nahezu der komplette Kader zur Verfügung, sodass die Vorbereitung auf die letzten Spiele unter deutlich besseren Voraussetzungen läuft. Die Niederlage zuletzt gegen die RheinStars Köln ist aufgearbeitet, der Fokus liegt nun klar auf den kommenden Aufgaben. Am vorletzten Spieltag geht es auswärts zu den Eisbären Bremerhaven. Für Gießen ist das Spiel vor allem mit Blick auf die Playoffs wichtig, da die verbleibenden Partien genutzt werden sollen, um sich weiter einzuspielen und die richtige Form zu finden.

Headcoach Branislav Ignjatovic sieht genau darin den größten Nutzen: „Die restlichen beiden Partien sind die besten Trainingseinheiten für die K.o.-Runde“ und ergänzt: „Die Uhren werden bald angehalten, dann beginn die Saison von Neuem.“ Die 46ers reisen dabei mit Selbstvertrauen an, nicht zuletzt wegen ihrer stabilen Auswärtsleistungen in dieser Saison. Gleichzeitig wartet mit Bremerhaven ein anspruchsvoller Gegner, der noch um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs kämpft und entsprechend unter Druck steht. Trotz einiger Ausfälle haben sich die Eisbären personell verstärkt und verfügen über einen tief besetzten Kader, was sie zu einem echten Härtetest macht. Für Gießen geht es daher weniger um das Ergebnis allein, sondern vor allem darum, Stabilität, Rhythmus und Selbstvertrauen für die entscheidende Saisonphase mitzunehmen.

 

26.04.2026 17:00 Uhr RheinStars Köln vs. Nürnberg Falcons BC 

Am vorletzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die RheinStars Köln noch einmal ein Heimspiel auf dem Programm: In der Motorworld am Butzweiler Hof empfangen die Kölner die Nürnberg Falcons und wollen an die starke Leistung beim 87:77-Auswärtssieg bei den GIESSEN 46ers anknüpfen. Die Ausgangslage verspricht Spannung, denn beide Teams bewegen sich im engen Mittelfeld der Tabelle und weisen identische Heim- und Auswärtsbilanzen auf. Für die RheinStars geht es dabei nicht nur um den nächsten Sieg, sondern auch um eine mögliche Verbesserung in der Tabelle. Mit einem Erfolg wäre erstmals in dieser Saison ein einstelliger Tabellenplatz möglich – ein klares Zeichen für die positive Entwicklung der letzten Monate. Headcoach Zoran Kukic richtet den Fokus dabei vor allem auf die Fans:

„Wir wollen unseren Fans noch einmal ein erfolgreiches Spiel liefern, darauf haben alle Lust; die Jungs, wir als Trainer und alle anderen sicher auch“. Auch Geschäftsführer Sport Stephan Baeck hebt die Entwicklung hervor und blickt gleichzeitig nach vorne: „Das würde unsere gute sportliche Entwicklung in den vergangenen Monaten sicher noch einmal sichtbar unterstreichen. Auch wenn wir unabhängig vom abschließenden Tabellenstand schon jetzt eine sehr positive Bilanz ziehen könnten. Wer hätte gedacht nach unserem Start, dass wir so sicher und frühzeitig die Klasse halten würden. Aber das stellen wir erst einmal hinten an. Wir wollen jetzt alle zusammen unsere Zuschauer begeistern und das nächste Spiel gewinnen.“ Mit Nürnberg wartet jedoch ein unangenehmer Gegner, der zuletzt mit einem knappen 70:69-Erfolg gegen die BG Göttingen auf sich aufmerksam machte. Spieler wie Brandton Chatfield, Vincent Friederici, Trevor Baskin und Evan Taylor sorgen für offensive Qualität und machen die Falcons schwer ausrechenbar.

 

26.04.2026 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. BBC Bayreuth

Am vorletzten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gastiert der BBC Bayreuth bei den EPG Baskets Koblenz. Beide Teams sind punktgleich im Tabellenmittelfeld, haben den Klassenerhalt sicher und keine Chance mehr auf die Playoffs – entsprechend geht es vor allem um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Während Bayreuth zuletzt knapp gegen Spitzenreiter Hagen unterlag, mussten sich die Koblenzer nach einer eigenen Führung noch in letzter Sekunde in Tübingen geschlagen geben. Besonders die wiederholten Probleme in engen Schlussphasen ärgern die Gastgeber. Koblenz-Coach Stephan Dohrn fand nach der Niederlage klare Worte: „Aus unserer Sicht haben wir das Spiel weggeworfen, auch wenn wir über weite Strecken eine ordentliche Leistung abgeliefert haben. Zum wiederholten Male in dieser Saison haben wir dann in der Crunchtime zu viel falsch gemacht. Für uns ist es leider ein Spiegelbild der gesamten Spielzeit.“ Für Bayreuth ist die Partie auch eine Chance zur Revanche, nachdem das Hinspiel deutlich verloren ging. Headcoach

Lukas Hofer richtet den Blick klar auf die Stärken des Gegners: „Koblenz kann ein sehr unangenehmes Team sein. Sie spielen Fullcout-Defense und versuchen, traps zu stellen. In Fastbreak- und Überzahlsituationen sind sie absolut fantastisch, daher ist dies genau das, was wir ihnen nicht geben dürfen. Wir müssen versuchen, das Tempo zu kontrollieren. Wir haben auf jeden Fall eine Rechnung offen, weil uns Koblenz im Hinspiel in der Oberfrankenhalle so vom Feld gefegt hat. Wir werden dies auf jeden Fall als Aufhänger nehmen und extra motiviert nach Koblenz fahren. Calvin Wishart ist sicherlich die Schlüsselfigur in der Offense der EPG Baskets, ihn werden wir versuchen, aus dem Spiel zu nehmen. Wir hoffen, dann mit einem Sieg aus Koblenz heimfahren zu können.“ Im Fokus steht dabei vor allem Koblenz-Playmaker Calvin Wishart, der das Offensivspiel prägt. Gleichzeitig verfügen die Gastgeber über mehrere athletische und variable Spieler, die besonders in Umschaltsituationen gefährlich sind.

Nachberichte ProA 32. Spieltag

18.04.2026 15:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. VfL SparkassenStars Bochum 90:77

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich am 31. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 90:77 gegen die VfL SparkassenStars Bochum durchgesetzt und sich damit den zweiten Tabellenplatz gesichert. Trotz einer zwischenzeitlich durchwachsenen Phase kontrollierten die Gastgeber die Partie über weite Strecken und brachten den Sieg am Ende souverän ins Ziel. Die Merlins starteten mit viel Energie in die Begegnung und setzten früh ein Zeichen. Bereits in der Anfangsphase erspielten sie sich einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum Ende des ersten Viertels auf 23:14 ausbauen konnten. Auch im zweiten Abschnitt blieb Crailsheim das tonangebende Team. Vor allem defensiv präsentierten sich die Gastgeber stabil und hielten Bochum über mehrere Minuten ohne Feldkorb. Zur Halbzeit stand folgerichtig eine komfortable 43:32-Führung.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste zwar, den Rückstand zu verkürzen, doch die Merlins fanden immer wieder Antworten – insbesondere aus der Distanz. Mehrere Dreier sorgten dafür, dass der Vorsprung weiter anwuchs und Crailsheim mit einer klaren 71:54-Führung in den Schlussabschnitt ging. Im letzten Viertel kamen die Bochumer noch einmal etwas näher heran, doch ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg der Gastgeber nicht mehr. Crailsheim behielt die Kontrolle und setzte sich letztlich verdient mit 90:77 durch. Topscorer der Partie war Anthony Madlock mit 18 Punkten. Dahinter überzeugten Vinnie Shahid (15) und Brock Gardner (13), während Antony Gaines mit 12 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double beisteuerte.

Headcoach David McCray sagte nach der Partie: „Das war nicht unsere beste Performance heute. Ich glaube wir hatten 21 Turnover, waren unkonzentriert. Wir hatten im ersten Viertel zehn Turnover, haben dann aber einen besseren Job gemacht und im Laufe des Spiels unseren Rhythmus gefunden. Wir hatten gute Akzente, haben aber trotzdem nicht geglänzt. Trotzdem haben wir einen guten Job gegen eine gute Mannschaft gemacht.“

 

18.04.2026 18:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. BG Göttingen 70:69

Die BG Göttingen hat im Kampf um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei den Nürnberg Falcons unterlagen die Veilchen denkbar knapp mit 69:70 und vertagten damit die Entscheidung auf die kommenden Spieltage. In einer ausgeglichenen Partie mit insgesamt 19 Führungswechseln begegneten sich beide Teams über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe. Göttingen erwischte zunächst den schlechteren Start und lag früh mit 2:10 zurück, kämpfte sich jedoch schnell zurück ins Spiel. Bereits im ersten Viertel gelang es den Gästen, die Partie zu drehen, ehe es nach einem offenen Schlagabtausch mit einer knappen Führung in die erste Pause ging. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel eng.

Beide Mannschaften fanden offensiv Lösungen, sodass sich keine Seite entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit stand folgerichtig ein ausgeglichenes 35:35 auf der Anzeigetafel. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das intensive Duell fort. Göttingen erspielte sich zwischenzeitlich leichte Vorteile, doch Nürnberg hielt konsequent dagegen und ging mit einer knappen Führung in das Schlussviertel. Dort entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch, in dem beide Teams mehrfach die Führung wechselten. In der entscheidenden Phase schien Göttingen kurz vor dem Sieg zu stehen, doch ein folgenschweres Foul wenige Sekunden vor Schluss brachte die Wende. Die Gäste schickten Nürnbergs Vincent Friederici beim Dreipunktwurf an die Linie – der Guard verwandelte alle drei Freiwürfe und sicherte seinem Team den knappen Erfolg.

Bester Werfer der Göttinger war Hendrik Drescher mit 17 Punkten, während Wes Dreamer mit elf Zählern und zwölf Rebounds ein Double-Double auflegte. Auf Seiten der Falcons war Tom Stoiber mit 13 Punkten der erfolgreichste Akteur. Headcoach Fabian Strauß sagte nach der Partie: „Das war eine selbstverschuldete Niederlage. Dass wir am Ende einen sehr guten Freiwerfer wie Vincent Friederici foulen, war blöd und in der Auszeit anders besprochen. Wir haben heute viele offene Dreier genommen, die nicht gefallen sind. Wir müssen wieder zu unserem Mindset und unseren Stärken zurückfinden.“

 

18.04.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. Paderborn Baskets 81:92

Die Bozic Knights Kirchheim stecken wenige Spieltage vor Ende der Hauptrunde in einer schwierigen Phase. Beim 81:92 gegen die Paderborn Baskets kassierten die Schwaben ihre dritte Niederlage in Serie – und verpassten erneut die Chance, sich im Kampf um Platz sechs entscheidend abzusetzen. Vor heimischem Publikum in der Sporthalle Stadtmitte machte sich vor allem das Fehlen der verletzten Leistungsträger bemerkbar. Ohne Nico Bretzel und Tyrel Morgan fehlte es den Knights sowohl an Stabilität als auch an Durchschlagskraft. Bereits zu Beginn wirkte das Team nicht voll auf der Höhe, wodurch Paderborn früh das Tempo kontrollierte und das erste Viertel knapp für sich entschied (25:23). Im zweiten Abschnitt entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Einzelaktionen und schwachen Quoten – besonders von außen.

Mit nur zwei erfolgreichen Dreiern aus 14 Versuchen bis zur Halbzeit gerieten die Kirchheimer zunehmend ins Hintertreffen und lagen zur Pause mit 33:41 zurück. Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Knights keine echte Lösung. Während Paderborn vor allem durch kluge Guard-Aktionen und eine starke Dreierquote (50 Prozent) überzeugte, blieb Kirchheim defensiv anfällig. Der Rückstand wuchs zwischenzeitlich auf zweistellige Höhe. Im Schlussviertel starteten die Gastgeber zwar noch einmal eine Aufholjagd und verkürzten mehrfach auf sechs bis sieben Punkte, doch die Gäste hatten stets die passende Antwort – sei es durch schwierige Würfe oder konsequentes Nutzen von Foulsituationen.

Allein 14 Freiwürfe im letzten Abschnitt besiegelten letztlich die Niederlage. Trotz der dritten Pleite in Folge bleiben die Knights Tabellen-Sechster, da auch Verfolger GIESSEN 46ers zeitgleich patzte. Die Ausgangslage im Rennen um die wichtige Platzierung bleibt somit unverändert. „Uns fehlt aktuell die Leichtigkeit, wir treffen zu oft die falschen Entscheidungen und bringen uns selbst aus dem Rhythmus“, erklärte Sportchef Chris Schmidt nach der Partie. Headcoach Igor Perovic ergänzte: „Wir haben nicht das gespielt, was uns in dieser Saison stark gemacht hat. Daran müssen wir arbeiten.“ Ein Lichtblick abseits des Parketts: Tyrel Morgan hat seinen Vertrag verlängert und wird auch in der kommenden Saison für Kirchheim auflaufen. Für Perovic ein wichtiges Signal: „Wenn er fit ist, kann er einer der besten Spieler der Liga sein.“

 

18.04.2026 19:00 Uhr // BBC Bayreuth vs. Phoenix Hagen 91:95

Der BBC Bayreuth hat dem Tabellenführer Phoenix Hagen am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen großen Kampf geliefert, musste sich am Ende aber knapp mit 91:95 geschlagen geben. Trotz einer starken Leistung und eines offenen Schlagabtauschs bis in die Schlusssekunden verpassten die Bayreuther die Überraschung – gleichzeitig ist damit auch die Playoff-Qualifikation nicht mehr möglich. Die Hausherren starteten mutig und trafen vor allem aus der Distanz hochprozentig. Immer wieder setzte sich Bayreuth leicht ab, doch Hagen blieb dran und nutzte einen späten Lauf im ersten Viertel zur eigenen Führung. Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der BBC immer wieder Antworten fand und zur Halbzeit nur knapp zurücklag.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Hagen zunächst etwas ab und erspielte sich zwischenzeitlich eine zweistellige Führung. Doch Bayreuth ließ sich nicht abschütteln, kämpfte sich zurück und verkürzte den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf sechs Punkte. Im Schlussabschnitt wurde die Partie zum echten Krimi. Die Bayreuther kamen mehrfach bis auf einen Punkt heran und glichen zwei Minuten vor Schluss sogar zum 88:88 aus. In der entscheidenden Phase behielt Hagen jedoch die Nerven. Freiwürfe und kleine Fehler auf Seiten des BBC gaben letztlich den Ausschlag zugunsten der Gäste. Topscorer der Bayreuther war KeVaughn Allen mit 19 Punkten, gefolgt von Willem Brandwijk (18) und Lenny Liedtke (16). Auf Seiten der Hagener überzeugte Devin Schmidt mit 26 Zählern. BBC-Headcoach Lukas Hofer zeigte sich nach der Partie trotz der Niederlage stolz auf sein Team:

„Ich bin nach diesem Spiel unglaublich stolz auf die Jungs und unglaublich glücklich über die Atmosphäre, für die unsere Fans heute in der Oberfrankenhalle gesorgt haben. Hagen ist einfach eine klasse Mannschaft mit einer hervorragenden Offense und individueller Klasse, die im Teamplay organisiert ist. Ich bin jetzt fast zwei Jahre in Bayreuth, aber habe noch nie so eine Atmosphäre wie heute erleben dürfen. Die Fans haben uns so viel Energie gegeben, wir sind alle dafür sehr dankbar. Es war ein sehr emotionales Spiel und Hagen ist unfassbar clever, wenn es darum geht, Fouls zu ziehen und auch gepfiffen zu bekommen. Wir hatten bis kurz vor Schluss die Möglichkeit, das Spiel für uns zu entscheiden. Ich muss bei mir selbst anfangen, ich darf das technische Foul kurz vor Schluss nicht machen. Wir hatten Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden, was aber leider nicht geklappt hat. Von daher bin ich auch irgendwo nicht glücklich, weil ich einfach jedes Spiel gewinnen will.“

 

18.04.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. RheinStars Köln 77:87

Die RheinStars Köln haben am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und sich mit einem 87:77-Auswärtssieg bei den GIESSEN 46ers durchgesetzt. Vor rund 2.400 Zuschauern entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit Vorteile hatten. Gießen führte zwischenzeitlich mit zehn Punkten (29:19), doch Köln kämpfte sich bis zur Pause wieder heran (40:43). Entscheidend war letztlich die zweite Halbzeit, in der die RheinStars das Spiel komplett an sich rissen. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste durch strukturierte Offense und konsequente Distanzwürfe die Kontrolle. Angeführt von Mike Miller, der mit 17 Punkten, 6 Assists und 4 Rebounds das Spiel lenkte, setzte sich Köln Schritt für Schritt ab. Auch Maxi Begue und Adam Paige sorgten für wichtige Impulse, während die RheinStars insgesamt mit starker Teamleistung überzeugten.

Besonders auffällig: 15 erfolgreiche Dreier, mit denen Köln das Spiel maßgeblich entschied. Gießen blieb zwar dran und verkürzte zwischenzeitlich mehrfach, fand jedoch in der entscheidenden Phase keine Antworten mehr. Spätestens mit der höchsten Führung kurz vor Schluss (84:72) war die Partie entschieden. Topscorer der RheinStars war Adam Paige mit 15 Punkten, während Zac Watson (11) und Timmy Davis (6) wichtige Beiträge von der Bank lieferten. Die mannschaftliche Geschlossenheit war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. „Die Mannschaft hat das heute sehr gut gemacht. Alle eingesetzten Spieler haben ihren Beitrag geleistet“, lobte Geschäftsführer Stephan Baeck nach dem Spiel. Auch Headcoach Zoran Kukic zeigte sich zufrieden: „Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir auf alles eine Antwort.“

 

18.04.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Artland Dragons 82:84

Die Uni Baskets Münster haben am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen bitteren Abend erlebt. Trotz großem Kampf unterlagen die Münsteraner den Artland Dragons knapp mit 82:84. Vor Saisonrekordkulisse von 2.850 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensives und hochklassiges Spiel. Münster startete stark und erspielte sich früh eine Führung, doch die Dragons antworteten mit variablem Teambasketball und drehten das erste Viertel (23:27). Auch im zweiten Abschnitt blieb es ein Duell auf Augenhöhe, in dem vor allem Curtis Jones Jr. offensiv herausragte. Mit 30 Punkten führte er sein Team immer wieder heran, zur Halbzeit lag Münster nur knapp zurück (42:45).

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die Gäste setzten sich zwischenzeitlich zweistellig ab, doch Münster zeigte Moral und konterte mit einem 8:0-Lauf. Spätestens mit dem Buzzer-Dreier zum 61:63 war klar, dass die Entscheidung erst in der Crunchtime fallen würde. Dort erreichte die Partie ihren Höhepunkt. Drei Dreier in Folge sorgten für die vielumjubelte Führung der Hausherren (78:76) – der insgesamt zehnte Führungswechsel. Doch die Dragons blieben abgeklärt: Ein schwieriger Dreier und sichere Freiwürfe brachten die Gäste wieder in Front. Münster hatte in den Schlusssekunden noch die Chance, das Spiel zu drehen, konnte den letzten Wurf jedoch nicht mehr verwandeln.

Neben Topscorer Jones Jr. überzeugten auf Seiten der Uni Baskets auch Adam Touray (17 Punkte, 9 Rebounds) sowie Cosmo Grühn und Neil Masnic (je 14 Punkte). Die Statistiken spiegelten die enge Partie wider – nahezu identische Rebound-, Assist- und Wurfwerte unterstrichen das Duell auf Augenhöhe. Trotz der Niederlage stand am Ende vor allem die Unterstützung der Fans im Mittelpunkt, die ihr Team trotz des feststehenden sportlichen Abstiegs lautstark feierten und verabschiedeten.

 

18.04.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Eisbären Bremerhaven 86:83

Die PS Karlsruhe LIONS haben ihren starken Saisonendspurt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA fortgesetzt und sich am 32. Spieltag mit 86:83 gegen die Eisbären Bremerhaven durchgesetzt. Damit festigen die Badener ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte und stehen dicht vor der Playoff-Qualifikation. Vor 2.711 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensives und ausgeglichenes Duell. Im ersten Viertel konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen, ehe Karlsruhe im zweiten Abschnitt vor allem dank einer starken Dreierquote zunehmend die Kontrolle übernahm. Zwischenzeitlich erspielten sich die Gastgeber eine Neun-Punkte-Führung, ließen diese jedoch bis zur Halbzeit wieder schrumpfen. Nach dem Seitenwechsel drehte Bremerhaven zunächst die Partie, profitierte von Fehlern der LIONS und ging in Führung.

Karlsruhe reagierte jedoch mit viel Einsatz und blieb trotz nachlassender Trefferquote aus der Distanz im Spiel. So ging es mit einer knappen Führung in das Schlussviertel. Dort blieb es bis in die Schlussminuten spannend. Karlsruhe setzte sich zwischenzeitlich etwas ab, verlor jedoch erneut an Konzentration, wodurch die Gäste nochmals herankamen. In der entscheidenden Phase behielten die LIONS jedoch die Nerven und sicherten sich in einem Duell auf Augenhöhe den knappen Sieg. Bester Werfer der Partie war Kilian Binapfl mit 24 Punkten bei perfekter Wurfquote. Ebenfalls stark präsentierten sich Gabriel Kuku mit 18 Zählern sowie Isaiah Hart (15) und David Ejah (14). Mit diesem Erfolg benötigen die Karlsruher aus den verbleibenden zwei Hauptrundenspielen nur noch einen weiteren Sieg, um sich endgültig für die Playoffs zu qualifizieren.

 

18.04.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. EPG Baskets Koblenz 79:78

Die Tigers Tübingen haben sich in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen spektakulären 79:78-Heimsieg gegen die EPG Baskets Koblenz gesichert – und das auf dramatische Weise: 2,2 Sekunden vor dem Ende gingen die Schwaben erstmals überhaupt in Führung. Vor 2.394 Zuschauern in der Paul Horn-Arena liefen die Gastgeber über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Vor allem in der ersten Halbzeit offenbarten die Tübinger Probleme in der Offensive und Defensive, sodass Koblenz sich zwischenzeitlich deutlich absetzen konnte und mit einer 42:30-Führung in die Pause ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst unter Kontrolle der Gäste, die ihre Führung immer wieder behaupteten und im Schlussviertel sogar auf 72:58 davonzogen. Doch in den letzten Minuten drehte sich die Partie komplett. Angeführt von wachsender Intensität in der Defensive starteten die Tigers einen entscheidenden 11:0-Lauf in den letzten 4:46 Minuten. Moreaux brachte sein Team zunächst per Dunk und später mit dem Ausgleich zurück ins Spiel, ehe es in die Crunchtime ging.

Die entscheidende Szene folgte kurz vor Schluss: Kapitän Till Jönke sicherte sich einen Rebound und wurde gefoult. 2,2 Sekunden vor dem Ende verwandelte er den ersten Freiwurf zur 79:78-Führung – der zweite ging daneben, doch der letzte Wurfversuch der Koblenzer verfehlte sein Ziel. Damit war die Partie entschieden. Topscorer der Tübinger war Jordan Johnson mit 16 Punkten, während Bernard Pelote (13) sowie Miles Tention und Melkisedek Moreaux (je 10) ebenfalls zweistellig trafen. Auf Seiten der Koblenzer war Alexander Möller mit 15 Zählern bester Werfer. Die Statistiken unterstreichen die Ausgeglichenheit der Partie – Rebounds (38:36), Assists (16:19) und Wurfquoten lagen eng beieinander. Mit diesem Sieg machen die Tigers einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt.

„Ich bin heute sehr stolz auf die Mannschaft, da sie bis zum Ende diesen Kampfgeist gezeigt hat. Wir waren gefühlt schon abgeschrieben, aber die Spieler haben weiter gekämpft. Till Jönke hat uns mit seiner Energie unglaublich vorangetrieben, das war am Ende der Schlüssel“, erklärte Tübingens Trainer Eric Detlev nach der Partie. Koblenz-Coach Stephan Dohrn zeigte sich dagegen enttäuscht: „Glückwunsch an Tübingen. Wir haben das Spiel aus unserer Sicht weggeworfen. In der Crunchtime haben wir zu viele Fehler gemacht – das zieht sich leider durch unsere Saison.“

 

19.04.2026 16:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. SBB Baskets 70:77

Mit einem hart erkämpften 77:70-Auswärtssieg bei den BAYER GIANTS Leverkusen sicherten sich die SBB Baskets zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die Partie war von Beginn an von hoher Intensität geprägt – passend zur Ausgangslage im Abstiegskampf. Leverkusen erwischte den etwas besseren Start und ging nach dem ersten Viertel knapp mit 17:14 in Führung. Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste jedoch besser ins Spiel, übernahmen zur Halbzeit die Kontrolle (41:38) und hielten die Begegnung offen. Auch nach dem dritten Viertel war beim Stand von 56:56 noch alles ausgeglichen. Im Schlussabschnitt schien zunächst Leverkusen die besseren Karten zu haben, doch die SBB Baskets zeigten Moral und drehten die Partie in der entscheidenden Phase.

Vor allem defensiv setzte Wolmirstedt die entscheidenden Akzente und ließ den Gastgebern in den letzten Minuten kaum noch einfache Abschlüsse. Topscorer der Gäste war Daivien Williamson mit 19 Punkten. De’Vondre Perry (15) und Travis Henson (11) unterstützten ihn offensiv, während Michael Hughes mit 16 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte und als effektivster Spieler der Partie herausstach. „Es war kein schönes Spiel, aber ein extrem intensives und ausgeglichenes. Am Ende haben wir defensiv die entscheidenden Stops gesetzt“, erklärte Kapitän Martin Bogdanov nach der Partie. Mit diesem Sieg krönen die SBB Baskets eine starke Schlussphase und sichern sich frühzeitig den Verbleib in der Liga.

Lizenzanträge für die Saison 2026/2027

Am 15.04.2026 endete die Frist zur Einreichung eines Lizenzantrages für die Teilnahme am Spielbetrieb der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Saison 2026/2027.

Aus der easyCredit BBL haben acht Vereine einen Lizenzantrag für die ProA eingereicht. Alle derzeitigen 18 ProA-Ligisten haben wieder einen Lizenzantrag für die ProA gestellt.

26 der derzeitigen 27 ProB-Ligisten haben einen Antrag für die ProB gestellt. Ein sportlicher ProB-Absteiger hat auf einen erneuten Antrag für die ProB verzichtet. Zudem haben die ART Giants Düsseldorf nach ihrem Verzicht an der Teilnahme am Wettbewerb der ProA in der laufenden Saison entsprechend §5, Absatz 10 Spiel- und Veranstaltungsordnung der BARMER 2. Basketball Bundesliga einen Lizenzantrag für die ProB gestellt.

Sechs Vereine aus der ProB haben neben ihrem ProB-Antrag auch einen Antrag für die ProA gestellt.

Aus den 1. Regionalligen haben insgesamt sieben Vereine einen Lizenzantrag für die ProB eingereicht.

Der Gutachterausschuss und die Liga werden in den kommenden Wochen die Lizenzunterlagen der Antragsteller prüfen. Über den weiteren Verlauf des Lizenzierungsverfahrens wird die Liga zu gegebener Zeit informieren.

Wir bitten um Verständnis, dass von Ligaseite keine Fragen oder Aussagen zu Lizenzanträgen einzelner Clubs getroffen werden.