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Schlagwortarchiv für: ProA

Nachberichte ProA 8. Spieltag

8. November 2021/in APP, ProA 21/22

05.11.2021 19:00 Uhr Nürnberg Falcons vs. PS Karlsruhe LIONS 89:83

Nürnbergs Basketballer kommen langsam aber sicher ins Rollen. Der gestrige Heimsieg gegen Karlsruhe war der vierte Punktgewinn in dieser Spielzeit, mit dem sich die Falken vorerst in der oberen Tabellenhälfte, auf Rang 7, einnisten können. Bis dorthin war es jedoch ein langer Weg. Nürnberg begann mit Dupree McBrayer, Evan Taylor, Roland Nyama, AJ Davis Jr. und Jonathan Maier und hatte mit Christian Feneberg und Matthew Moyer gleich zwei Ausfälle zu verkraften. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Falcons Mitte des ersten Viertels erstmals nennenswert an diesem Abend absetzen. Josh Price machte dabei dort weiter wo vor zwei Wochen beim Spiel gegen Vechta aufgehört hatte: Die gegnerische Defense vor Probleme zu stellen. Auch seine Landsleute Evan Taylor und AJ Davis Jr. fanden früh Ihren Touch und Nürnberg führte in einem unterhaltsamen Spiel nach zehn Minuten knapp mit 24:23. Daran wollte man im zweiten Viertel anknüpfen, ließ Karlsruhe aber immer wieder zu viele Freiheiten und konnte die Führung nur mit Ach und Krach auch nach 20 Spielminuten noch aufrecht erhalten. 

Nach der Pause waren die LIONS dann ebenbürtig und streckenweise besser. Ein 10:2-Run in den letzten Minuten des dritten Viertels bescherte der Mannschaft von Trainer Scepanovic dann sogar eine 3 Punkte-Führung (60:63) bevor es in den Schlussabschnitt ging. Dort waren die Falcons nun gefordert, konnten sich aber der lautstarken Unterstützung der über 900 Fans in der Kia Metropol Arena sicher sein. Nürnberg gelangen 29 Punkte im Schlussviertel und in der Crunchtime sogar einige gute Defensive-Aktionen, die letztlich den 89:83-Heimsieg gegen die Karlsruhe LIONS möglich machten. Für die Falcons war es der dritte Sieg in Folge und eine gute Generalprobe für das Spiel gegen Tübingen am Sonntag.

Vytautas Buzas konnte mit dem Ausgang der Begegnung zufrieden sein. Mit der Art und Weise, wie der dritte Heimsieg zu Stande kam, konnte sich Nürnbergs Coach aber erst nicht so recht anfreunden: „Wir haben lange gebraucht um unseren Rhythmus zu finden. Am Ende steht ein Sieg nach einem lehrreichen Spiel in dem uns die Fans einmal mehr grandios unterstützt haben. Die Vorbereitung gegen Tübingen hat begonnen“, so der Falcons-Coach.

05.11.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena 86:94

Der Start der Dragons in die Partie lief zunächst sehr vielversprechend. Angeführt von dem in der Zone nicht aufzuhaltenden Adam Pechacek, und Thorben Döding, der den verletzten Zach Ensminger auf der Point-Guard-Position vertrat, spielten die Drachen früh groß auf und lagen nach vier Minuten 16:7 in Front. Und auch Chase Griffin stand in dieser Saison erstmals in der Starting Five von Headcoach Tuna Isler, der US-Amerikaner verhalf seinem Team in der Anfangsphase mit zwei Dreiern zum starken Beginn. Ex-Quakenbrücker Brandon Thomas führte sich auf der Gegenseite allerdings ebenso gut ein. Nachdem Ray Simmons die Thüringer sogar bis auf zwei Zähler naher kommen lassen hatte, griff Isler erstmals zur Auszeit – Kapitän Adrian Breitlauch führte sein Team schließlich mit einem Treffer von Downtown aus ebenjener heraus. 29:24 nach den ersten zehn Minuten.
 
 
Eine Minute und 20 Sekunden brauchten die Dragons dann wiederum, um Jena im zweiten Viertel zur ersten Auszeit zu zwingen. Pechacek und Breitlauch waren jeweils die Nutznießer des von Döding aufgezogenen Pick&Rolls, sodass die Hausherren schnell wieder bis auf 50:52 herangekommen waren. Und auch defensiv wirkten die Drachen nun wieder griffiger. Die Halle mit ihren 1700 Zuschauern beflügelte die Quakenbrücker merklich, sodass die Stimmung nach Pechaceks Dreier und der damit einhergehenden Führung auf dem frühzeitigen Siedepunkt angekommen war. Für das dritte Viertel passend traf auch Breitlauch seinen nächsten Versuch von Downtown, Alex Herrera beging obendrein sein zweites unsportliches Foul und musste folglich die Halle verlassen. Dem waren allerdings zwei Dreier von Moritz Plescher vorausgegangen, die Jena die erneute Führung verschafften. Die Partie blieb in dieser Phase jedoch extrem eng, der 72:72-Zwischenstand vor dem finalen Viertel war also durchaus logisch.
 
Beide Mannschaften bestachen nun allerdings zunächst vor allem durch starke Defense, die es dem Gegner immens schwer machte zu Zählbarem zu kommen. Angeführt vom sehr gut aufgelegten Nico Brauner (20 Punkte, 6 Dreier) enteilte der Ligaprimus zwei Minuten vor dem Ende bis auf fünf Punkte. Den Dragons schien hingegen das Wurfglück abhandengekommen zu sein. Beispiel: In einer starken Sequenz griffen sich die Quakenbrücker insgesamt vier Offensiv-Rebounds, trafen jedoch keinen der jeweils darauffolgenden Würfe. Simmons machte es im Gegenzug besser. Der Jenaer Point Guard erhöhte per Dreier auf acht Punkte bei 27 verbleibenden Sekunden, sodass das Spiel entschieden war. Am Ende gewinnt Medipolis SC Jena 94:86 und bleibt so weiter an der Tabellenspitze, die Drachen hingegen fallen zunächst auf den 15. Platz zurück.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Die Jungs haben heute hart gekämpft und wie ich finde auch gut gespielt. Unser Auftritt war von Team-Basketball geprägt, dazu haben wir uns beim Rebound deutlich von Jena absetzten können. Das zeigt, dass wir es können und Potenzial in uns steckt. Es stimmt uns positiv, weil dieses Spiel trotz der Niederlage gut für unsere Moral sein wird. Wir hätten den Sieg sicherlich verdient, am Ende hat sich allerdings Jena mit seiner individuellen Qualität in vielen und wichtigen Szenen durchgesetzt. Der Gegner ist im letzten Viertel durch schwierige Treffer im Rollen geblieben, wir hingegen haben unser Momentum durch Fehler leider nicht aufrechterhalten können. Chase Griffin, Adrian Breitlauch oder Adam Pechacek haben effektiv und mit sehr viel Einsatz gespielt, besonders hervorheben möchte ich allerdings Thorben Döding. Er ist vorangegangen, hatte offensiv wie defensiv einige gute Aktionen und hat den Takt angegeben. Insgesamt war unsere Leistung sehr respektabel, dazu war die Energie in der Halle sehr gut. Für einen Sieg hat es leider nicht gereicht, wir sehen jedoch die positiven Dinge und erkennen, dass der Trend in die passende Richtung geht. Die Aufgabe besteht nun darin Stabilität in die Sache zu bekommen und unsere Qualität konstant abzurufen. Dann kommen die Siege von ganz allein.“

05.11.2021 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Sparkassenstars Bochum 102:88

Armani Moore, Jarelle Reischel, Robert Oehle, Kevin Yebo und Carrington Love starteten für die Eisbären in die Begegnung, die dabei verletzungsbedingt kurzfristig auf Daniel Laster und Konstantin Konga verzichten mussten. Die Bremerhavener starteten mit viel Tempo und Entschlossenheit in die Begegnung und konnten sich vor allem durch schnelles Umschaltspiel immer wieder einfache Abschlüsse erspielen. Die Gäste aus Bochum hielten jedoch gut mit und ließen sich vom fulminanten 9:3 Start der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen. Im Verlauf des ersten Viertels erhöhten die Eisbären ihre Intensität in der Defensive und fanden offensiv immer wieder Lücken, sodass am Ende des ersten Spielviertels ein beruhigendes 35:27 von der Anzeigetafel leuchtete. Im zweiten Viertel blieb das Spiel wie schon im ersten Spielabschnitt umkämpft. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Auf Seiten der VFL Astrostars
war es vor allem Johannes Joos, der sein Team mit seiner Variabilität im Spiel hielt. Sein Gegenpart auf Seiten der Eisbären hieß einmal mehr Kevin Yebo, der zur Pause bereits 17 Punkte auf dem Konto hatte, an den Brettern die Abpraller hüben wie drüben fleißig einsammelte und bereits zur Halbzeit an einem Double-Double kratzte. In den letzten Minuten des zweiten Viertels schlichen sich auf beiden Seiten Flüchtigkeitsfehler ein, weswegen das Spielniveau ein wenig abflachte. Die Trefferquoten aus der Nah- und Mitteldistanz waren jedoch bei beiden Teams überdurchschnittlich gut, wobei die Eisbären gegen Ende des zweiten Viertels ihre körperlichen Vorteile auf den kleinen Positionen besser auszuspielen wussten, weswegen es nach einer kurzweiligen und unterhaltsamen ersten Halbzeit mit einem verdienten 58:49 in die Kabine ging.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war es abermals Yebo, der die Eisbären mit einem erfolgreichen Dreier auf Kurs brachte. Bochum hielt jedoch weiterhin dagegen und ließ die Bremerhavener nicht entscheidend davonziehen. Der Vorsprung der Mannen um den in Viertel Nummer drei stark aufspielenden Carrington Love pendelte sich so zunächst im hohen einstelligen Bereich ein, was neben der starken Performance von Love vor allem an den vielen Ballverlusten auf Seiten der Bochumer und Ethan Alvano lag, der mit sechs Punkten in Folge in dieser Phase nicht zu stoppen war. So beendeten die Eisbären das Viertel mit einer 88:73- Führung, nachdem Neuzugang Shane Richards mit der Schlusssirene seine ersten drei Punkten im Eisbären-Dress einnetzen konnte. Das vierte Viertel begannen beide Teams eiskalt, weswegen sich an der Höhe des Vorsprungs der Eisbären in den ersten drei Minuten wenig änderte. Nach vier schnellen Punkten
der Gastgeber, sah sich Bochums Cheftrainer Felix Banobre zu einer Auszeit gezwungen, um den Lauf der Bremerhavener zu unterbrechen. Die Auszeit verfehlte ihre erhoffte Wirkung jedoch, sodass ein weiterer Buzzerbeater-Dreier von Richards den Vorsprung der Hausherren auf über 20 Punkte anwachsen ließ. Der Eisbären-Express war jetzt nicht mehr aufzuhalten. Die Gäste hingegen verzettelten sich zunehmend in überhasteten Einzelaktionen, das Team von Eisbären Headcoach Michael Mai verwaltete das Ergebnis in den letzten Minuten clever und so konnten die Fans nach einem Durchstecker von Yebo auf Oehle die Punkte 99 und 100 bejubeln. Die Eisbären Bremerhaven gewannen nach einer tollen Leistung am Ende verdient mit 102:88 und führen mit dem fünften Sieg in Folge ihren Weg senkrecht nach oben weiter fort.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Eisbären Headcoach Michael Mai mit dem Auftritt seines Teams: „Wir haben heute unseren Aufwärtstrend bestätigt und mit Bochum eine starke Mannschaft dank unserer Intensität und Physis und ohne DJ und Konsti besiegen können. Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, wie das Team langsam anfängt eine Identität zu bilden und auch am defensiven Ende Stolz zu entwickeln. Trotzdem müssen wir weiterhin fokussiert bleiben und den Saisonstart als mahnendes Beispiel nehmen, dass das Pendel auch schnell in die andere Richtung ausschlagen kann.“

05.11.2021 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 86:67

In einer Begegnung der zuvor Gebeutelten – Hagen kam mit fünf, Trier mit drei Niederlagen in Serie in die Halle – erwischten die Gäste den zunächst besseren Start, ehe Phoenix offensiv seinen Rhythmus fand und mit einem beherzten Auftritt die Führung übernahm. Ab dem dritten Viertel kippte die Angelegenheit rasant zugunsten der Hausherren, die immer wieder Ballverluste forcierten und dadurch selbst in Transition zu einfachen Punkten kamen. Hatten die Gladiators in Halbzeit eins nur sechs Turnover auf dem Konto, kamen nach dem Seitenwechsel nochmals deren satte 14 hinzu. Genau zum richtigen Zeitpunkt heiß lief Philipp Daubner, der elf seiner insgesamt 13 Zähler in eben jenem dritten Viertel erzielte. Gleich drei Dreier und einen Floater versenkte der Forward während des entscheidenden Phoenix-Runs – und wurde dafür von den 1.210 Zuschauern frenetisch gefeiert.

Wusste Shawn Occeus mit grundsoliden zwölf Punkten, sechs Rebounds und drei Assists in den prominentesten Statistiken bereits zu gefallen, war es allerdings seine Präsenz in der Verteidigung, die an diesem Abend herausstach. Der Amerikaner stand aufmerksam in der Helpside und blockte gleich sechs gegnerische Würfe – was auf die gerne zum Korb ziehenden Trierer Guards eine merklich abschreckende Wirkung hatte. Eine einmal mehr starke Vorstellung bot Paul Giese. Der Guard avancierte mit 17 Zählern zum Phoenix-Topscorer, wobei er sechs seiner acht Würfe aus dem Feld traf (75,0 Prozent). Nach Occeus (32:10 Minuten) stand er von allen Hagener Akteuren mit 30:45 Minuten am zweitlängsten auf dem Feld.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Vielen Dank an unsere Fans und meine Mannschaft, die nach einem schwierigen Start in die Partie weiter Gas gegeben und Selbstvertrauen gezeigt haben. Dort haben wir als Team eine gute Antwort gefunden und uns gegen einen wirklich tiefen Trierer Kader im Verlauf der Begegnung immer weiter steigern können. In der ersten Hälfte waren wir defensiv besonders abseits des Balls oft zu unaufmerksam, zu langsam. Das hat sich nach dem Seitenwechsel jedoch geändert und war der Schlüssel zum Erfolg.“

05.11.2021 19:30 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. VfL Kirchheim Knights 78:92

Mit 78:92 verlor das TEAM EHINGEN URSPRING sein Heimspiel gegen die Kirchheim Knights und wartet auch nach der siebten Partie in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA auf den ersten Erfolg. Erneut war die Mannschaft von Trainer Felix Czerny nicht weit weg vom ersten Sieg, doch musste dann im Schlussviertel den Gegner davonziehen lassen. Noch bitterer macht die Derbyniederlage die wohl schwere Verletzung von Forward Antonio Pilipovic, der zwei Minuten vor dem Ende nach einem Zusammenprall mit dem Gegner und starken Schmerzen am Knie und langer Behandlungspause in die Kabine gebracht wurde.

Die ersten Ehinger Punkte erzielte der spätere Topscorer Tyler Cheese der auch in der Folge seine Mannschaft mit guten offensiven Aktionen dabei hielt. Waren die ersten sechs Minuten des Spiels mit nur zehn Punkten der Kirchheimer aus dem Feld richtig gut, folgte dann defensiv ein Einbruch. Bis zum Viertelende setzten die Gäste sich immer weiter ab. Nur durch zwei schnelle Aktionen und vier Punkte von Munis Tutu ging es mit einem Acht Punkte Rückstand (22:30) in das zweite Viertel. Dort arbeitete man sich zuerst auf 29:33 heran, schaffte es dann aber nicht die Phase in der die „Ritter“ drei Minuten ohne Punkte blieben auszunutzen, weil man selbst gar eine Minute länger ebenfalls den Ball nicht im Korb unterbrachte. Auf eine starke Phase von Cheese und Tutu wusste Kirchheim immer eine Antwort, so ging es mit 41:47 in die Halbzeitpause. Danach schaffte man es mit deutlich mehr Intensität und Energie in der Defense den Gegner vor Probleme zustellen. Dadurch lief es auch im Angriff besser und durch einen Pilipovic-Dreier war man nur noch drei Punkte im Rückstand. Der später verletzte Forward war es dann auch der mit weiteren zwei Punkte und einem Assist auf Maxi Langenfeld zur ersten Ehinger Führung (57:56) beitrug. Die baute man durch vier Punkte von Cheese sogar noch aus. Doch als dieser vom Feld war, folgte ein 9:0-Lauf der Gäste, sowie einem Dreier von Kirchheims stark aufspielenden Kapitän Till Pape, der die 70:63-Führung der Gäste vor dem Schlussviertel brachte.

Die baute er noch weiter aus, bevor Munis Tutu einen Dreier mit Foul traf und so wieder vier Punkte Rückstand stellte. Nach toller kämpferischer Phase kam man noch weiter heran und Tutu verkürzte – erneut aus der Distanz – auf zwei Punkte. Doch in den weiteren vier Minuten der Partie sollten lediglich Maxi Langenfeld noch Punkte von der Freiwurflinie gelingen. Ansonsten schaffte man es nicht sich gute Würfe zu erspielen und leistete sich zu viele Ballverluste gegen den Druck des Gegners. So stand am Ende, trotz guter Leistung, erneut eine Niederlag und das obwohl man bis in die Schlussminuten die Siegchancen hatte.

05.11.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Bayer GIANTS Leverkusen 92:87

Am 8. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2021/22 haben die BAYER GIANTS Leverkusen gegen RASTA Vechta eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Der Rekordmeister unterlag bei den Niedersachsen mit 87:92 (48:48). Dabei starteten die GIANTS vor rund 2.500 Zuschauern im Rasta Dome stark. Schnell erspielten sich die Schützlinge von Trainer Hansi Gnad eine Führung, welche sie nicht nur verteidigten, sondern auch kontinuierlich ausbauten. Nach einem erfolgreichen Korbleger durch BAYER-Brettspieler Marko Bacak lagen die Gäste mit neun Zählern in Front. Die Farbenstädter spielten hochkonzentriert auf und nutzten die sich bietenden Gelegenheiten hochprozentig. Vor allem US-Amerikaner Quentin Goodin war in dieser Phase bockstark und präsentierte sich von seiner guten Seite. Die Hausherren mussten sich sehr anstrengen den Abstand zum Viertelende zu verkürzen. Die knappe 25:22-Führung des Rekordmeisters nach dem ersten Abschnitt war mehr als verdient.

Der zweite Durchgang ähnelte stark der ersten Spielperiode. Auch hier gaben die Leverkusener zunächst den Ton an und wirkten fokussierter als die Gastgeber. Nach 15 absolvierten Minuten lagen die „Gnadisten“ mit 37:31 souverän vorne. Vechta fand keinen wirklichen Zugriff auf die Begegnung und haderte vermehrt mit der eigenen Wurfquote. Doch umso länger der Abschnitt lief, umso stärker wurden die Hausherren. Mit einem Unentschieden beim Spielstand von 48:48 ging es in die Kabine. Die zweite Halbzeit eröffnete Melvin Jostmann gleich mit einem erfolgreichen Wurf aus der Distanz – ein guter Auftakt aus Sicht des ProA-Vizemeisters von 2021. In der Folge entwickelte sich jedoch ein ausgeglichenes Spiel, bei dem sich weder BAYER noch Vechta einen nennenswerten Vorteil erspielen konnte. Beide Mannschaften konnten immer wieder mit guten Aktionen auf sich aufmerksam machen, wobei vor allem die GIANTS mit ihrem Teamplay zu überzeugen wussten. Doch RASTA blieb stets in Schlagdistanz. Die starke Dreierquote (13 von 32, knapp 42 Prozent) hielt die Niedersachsen nicht nur in der Paarung, sondern sorgte auch für einen knappen Vorsprung von fünf Zählern mit Ablauf der Viertelsirene. Mit 66:71 aus Sicht des 14-maligen Deutschen Meisters ging es in das Schlussviertel.

In den letzten zehn Minuten, soviel darf bereits verraten werden, lief für BAYER nicht mehr allzu viel zusammen. Die Gastgeber nutzten ihre Wurfchancen hocheffektiv, während die Leverkusener nicht nur mit ihrem eigenen Spiel haderten. In der 36. Spielminute musste Dennis Heinzmann nach einem Foulspiel an den ehemaligen GIANT Josh Young die Arena verlassen. Die Unparteiischen entschieden auf „disqualifizierendes Foul“. Eine Minute später musste dann Luis Figge nach einem technischen Foulspiel den Weg in die Umkleide antreten. Es war sein insgesamt fünftes persönliches Vergehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden. Mit 87:92 traten die „Riesen vom Rhein“ die Fahrt in Richtung Bismarckstraße an.

Trainer Hansi Gnad fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Erstmal möchte ich RASTA Vechta zu diesem Erfolg gratulieren, welcher verdient ist. Die Hausherren haben sehr gute Entscheidungen getroffen und ihre Würfe hochprozentig eingenetzt. Wir haben den Fehler gemacht, dass wir Vechta zu viel Platz zum Werfen gelassen haben. Das haben Sheldon Eberhardt, Joschka Ferner und Jannes Hundt eiskalt ausgenutzt. Auch wenn wir sicherlich über die ein oder andere Entscheidung der Schiedsrichter diskutieren können, müssen wir uns an unsere eigene Nase fassen. Verteidigen wir fokussierter und nutzen unsere Chancen, können wir auch vor dieser lautstarken Kulisse im Rasta Dome gewinnen.“

05.11.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. ROSTOCK SEAWOLVES 65:89

Der erste Heimsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sollte her. Doch er war nur selten in Reichweite für die Itzehoe Eagles. Beim 65:89 mussten sie die Überlegenheit der Rostock Seawolves anerkennen. Das Problem zeigte sich schon im ersten Angriff. Gegen aggressive Verteidigung der Gäste ging der Ball verloren – und das bei weitem nicht zum letzten Mal. „Es ist nicht zu fassen, dass wir den Ball gar nicht über die Mittellinie bringen können“, sagte Eagles-Coach Patrick Elzie. „Ich war ein bisschen sprachlos, wie wir uns präsentiert haben.“ Allein im ersten Viertel unterliefen den Eagles acht Ballverluste, im gesamten Spiel waren es rekordverdächtige 29. Hinzu kamen große Löcher in der Defensive, die Rostock zu einfachen Punkten nutzte.

Im zweiten Abschnitt spielten die Gastgeber besser, Vance Johnson gestaltete den Rückstand einstellig. Dann gingen wieder Bälle verloren, Rostock nutzte das weiter gut aus, traf drei Dreier in den letzten vier Minuten und führte zur Halbzeit mit 46:31. Mit einer Zonenverteidigung waren die Eagles in der zweiten Hälfte zunächst erfolgreich, weil die Gäste kaum trafen. Einige Male punkteten die Itzehoer unter dem Korb und verkürzten, nach einem Dunk des gut aufgelegten Andrija Matic stand es nur noch 43:50. Die Aufholjagd war möglich, die Eagles gewannen Bälle – und schmissen sie gleich wieder weg. „Es war zum Haareraufen“, sagte Elzie. Mit 51:62 ging es ins letzte Viertel, nach weiteren Ballverlusten war die Partie endgültig entschieden, der Rückstand wuchs noch auf mehr als 20 Punkte.

Keine gute Leistung seines Teams, da gab es für Elzie nichts zu beschönigen. Was ihn besonders störte: „Wenn es schlecht läuft, müssen wir zusammenhalten, das haben wir nicht gemacht. So geht das nicht.“ Trotz der vier Niederlagen in Serie dürfe man nicht alles negativ sehen, sagt der Trainer, denn drei davon waren gegen Top-Teams. Der Tabellenzehnte Kirchheim sei nun eher ein Gegner, mit dem die Eagles sich messen müssten. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem früheren Eagle Jonathon Williams, der nach missratenem Saisonstart nach Kirchheim kam. „Wir müssen uns zusammenraufen und positiv bleiben“, sagt Elzie.

05.11.2021 20:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. wiha Panthers Schwenningen 86:92

Die Begegnung startete tempo- und punktereich. Dies lag nicht zuletzt daran, dass beide Teams bereits zu Beginn defensiv einige Nachlässigkeiten zeigten. Offensiv lief es aber zumindest bei den Gastgebern zu Beginn sehr rund, vor allem Jens Großmann erwischte einen richtig guten Start. Auf Schwenninger Seite hielt besonders Justin Pierce dagegen, der am Ende auch Topscorer der Partie werden sollte. Dennoch waren es die Paderborner, die sich ab Viertelhälfte einen leichten Vorsprung erspielten und die ersten zehn Minuten mit 26:20 für sich entschieden. Im zweiten Viertel lief zunächst alles nach Plan für Uni Baskets: Schwenningen leistete sich einige Ballverluste, Paderborn traf nach Belieben. Und dann klappte unerklärlicherweise ein paar Minuten lang bei den Gastgebern nichts mehr. Paderborn agierte überhastet, nachlässig, verteidigte nicht konsequent genug, leistete sich überflüssige Ballverluste, traf nichts mehr – und ermöglichte den wiha Panthers so einen 15:2-Lauf. Mit 50:47 für Paderborn ging es in die Pause.

Das dritte Viertel präsentierte zunächst schnellen, ausgeglichenen Offensivbasketball. Justin Pierce brachte die Gäste das erste Mal seit Beginn des ersten Viertels mit 61:59 wieder in Führung. Diese wechselte nun schnell hin und her, Paderborn schaffte es noch, trotz vieler Fehler und zunehmend ineffektiver Defensive, einen knappen Vorsprung von 70:67 in den Schlussabschnitt zu retten – einigen guten Einzelaktionen sei Dank. Im Schlussviertel taten sich beide Teams zunächst schwer, die sich anbahnende Enttäuschung für die Gastgeber nahm ihren Lauf. Schwenningens Chris Frazier setzte sich immer besser in Szene und sorgte für den schnellen Ausgleich (71:71). Nach fehlerbehafteten, aber ausgeglichenen Minuten brachte erneut Frazier die Gäste wieder mit 81:80 in Führung, die sie bis zum Schluss abgeklärt und besonnen ausbauen konnten. Paderborn agierte hektisch, ohne effektive 1:1-Verteidigung, viel zu langsam im Angriff und präsentierte im Schlussviertel insgesamt eine zu hohe Fehlerreihe, die Schwenningen den 92:86-Auswärtssieg ermöglichte.

Steven Esterkamp (Headcoach Uni Baskets Paderborn): „Wir sind alle enttäuscht. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit nicht unser Spiel gespielt. Offensiv und defensiv sind uns viel zu viele Fehler passiert. Unsere Verteidigung war insgesamt zu schlecht, das können wir viel besser und das haben wir in dieser Saison auch bereits gezeigt. Bis zur Pause waren wir ja sogar trotz allem das bessere Team – aber in der 2. Halbzeit haben wir uns im Angriff viel zu langsam präsentiert und auch defensiv kaum mal eine effektive 1:1-Verteidigung gespielt. Ich hoffe, dass die Jungs das am Sonntag in Karlsruhe besser machen – denn sie können es definitiv besser.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/11/Beitragsbilder-ProA-Nachberichte-8-1.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-11-08 15:52:332021-11-08 15:52:33Nachberichte ProA 8. Spieltag

Vorberichte Doppelspieltag ProA 8./9. Spieltag

4. November 2021/in APP, ProA 21/22

Spieltag 8

05.11.2021 19:00 Uhr Nürnberg Falcons vs. PS Karlsruhe LIONS

Große Namen haben sich für das anstehende Wochenende angekündigt! Mit den Tigers Tübingen empfangen die Nürnberg Falcons am Sonntag einen ehemaligen Erstligisten und den amtierenden Tabellenzweiten der ProA. Mit Karlsruhe kommt zwei Tage zuvor ein direkter Tabellennachbar und potentieller Playoff-Konkurrent. Doch der Reihe nach: Nürnbergs Basketballer haben das freie Wochenende gut genutzt, um sich vom schweren Auftaktprogramm zu erholen, sich auszukurieren und den Fokus wieder neu einzustellen. „Diese Pause kam für uns genau zu rechten Zeit, da wir mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatten, einige Spieler erkältet waren und die ersten sechs Saisonspiele Spuren hinterlassen haben. Fit und konzentriert gehen wir in den Doppelspieltag“; verspricht Head Coach Vytautas Buzas. Wie die Falken konnten auch die Löwen drei ihrer bisherigen sechs Saisonspiele gewinnen. Beide Teams liegen in der Tabelle deshalb nah beieinander, können sich aber eher nach oben als nach unten orientieren. 

Die Lions gewannen bislang was zu gewinnen war und haben mit Ferdinand Zylka und Stanley Whittaker zwei der vier besten Scorer der ProA in ihren Reihen. Sie tragen Karlsruhe offensiv mit je 21 Punkten pro Spiel und erzielen damit über die Hälfte der durchschnittlich 82,7 Punkte. Dritter zweistelliger Scorer im Team von Coach Scepanovic ist Matthew Freeman mit 10,8 Punkten pro Partie. Auch die Qualitäten von Maurice Pluskota und Tom Alte sollten hinlänglich bekannt sein. „Karlsruhe ist eine Mannschaft die sehr physisch spielt. Das müssen wir vom Tip-off an matchen und mit den eigenen Fans im Rücken unser Spiel spielen“, so Buzas.

05.11.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena

Der Fokus liegt bei den Quakenbrückern verständlicherweise zunächst allerdings auf dem Gegner, der bereits am Freitagabend in der Burgmannstadt zu Gast sein wird. Medipolis SC Jena führt das Klassement in Deutschlands zweithöchster Spielklasse derzeit mit einer Bilanz aus sechs Siegen und lediglich einer Niederlage an und wird für die Drachen dementsprechend zum Prüfstein. Zuletzt hatte das Team von Neu-Headcoach Domenik Reinboth drei Erfolgserlebnisse in Folge, keinen geringen Anteil daran hatte unter anderem Ex-Drache Brandon Thomas. Der 37-jährige, der insgesamt drei Jahre für die Quakenbrücker spielte, kehrt zum ersten Mal seit 2015 als Spieler ins Artland zurück und ist auch bei seinem neuen Arbeitgeber direkt zum Topscorer aufgestiegen. Zusammen mit Veteranen wie Julius Wolf, Alex Herrera, Clint Chapman, Rayshawn Simmons oder Stephan Haukohl bildet Thomas eine Jenaer Achse aus Routiniers, die dem Vorjahresvierten eine Menge Stabilität verleiht.

Das weiß auch Isler: „Jena hat eine Menge Waffen und stellt ein sehr erfahrenes Team. Die Mannschaft ist klug zusammengestellt, wirkt harmonisch und beinhaltet eine Menge hochkarätiger Spieler. Unabhängig davon wollen wir eine stabile Defense aufs Parkett bringen und gegen ein aggressives Jena den Ball gut laufen lassen. Wir wissen um die Jenaer Stärken, müssen nun aber zeigen, wie wir mit dem gegnerischen Druck umgehen können. Ich bin davon überzeugt, dass wir die nötigen Puzzlestücke in der Mannschaft haben, um das gewünschte Spiel umzusetzen.“

Fehlen wird Isler bei diesem Vorhaben aller Voraussicht nach sein Point Guard. Zach Ensminger trägt seit Mittwoch eine Rückenverletzung mit sich rum, sein Einsatz am Freitag ist noch ungewiss.

05.11.2021 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Sparkassenstars Bochum

Gegen den starken Aufsteiger aus Bochum wollen die Eisbären Bremerhaven den fünften Sieg in Folge holen und damit tabellarisch den Aufstieg in höhere Regionen der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA fortsetzen. Die Mannen von Headcoach Michael Mai konnten sich dabei zuletzt auf ihre stark verbesserte Feldwurfquote von 51,6% (Ligaspitzenwert) sowie eine deutlich intensivere
Verteidigung verlassen. Dabei gewannen sie die vergangenen drei Spiele im Schnitt mit 24,3 Punkten Differenz und hielten die Gegner bei unterdurchschnittlichen Wurfquoten, was neben dem Augentest auch ein statistisches Indiz für die optimierte Defensive der Eisbären ist.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet dürfen von den Eisbären dabei keinesfalls als Laufkundschaft auf dem Weg zu Sieg Nummer fünf betrachtet werden. Im Gegenteil: Das Team des spanischen Headcoachs Felix Banobre konnte am dritten Spieltag einen 91:86-Achtungserfolg gegen das Spitzenteam aus Leverkusen erzielen und ist auch sonst ein unangenehmer Gegner, der schwer ausrechenbar ist. Hauptverantwortlich dafür ist vor allem der athletische US-Amerikaner Dominic Green, der sein Team mit 20,2ppg bei herausragenden Quoten von 67,6% aus der Mittel- und Nahdistanz sowie 39,5% von jenseits der Dreierlinie anführt. Ihm zur Seite gesellen sich mit Johannes Joos (15,5ppg) und Niklas Geske (10,5ppg) zwei deutsche Leistungsträger, die von Aufbauspieler Tony Hicks (14,5ppg sowie 7,5apg) perfekt in Szene gesetzt werden. Komplettiert wird die ansehnliche Rotation der Astrostars durch Lars Kamp (8,3ppg), die Big-Men Björn Rohwer (6,0ppg) und Amen Cheeseman (5,7ppg) sowie den ehemaligen Eisbären Marius Behr (2,8ppg).

Man darf also gespannt sein, ob die Eisbären in der Lage sein werden, das nächste Team aus Himmelsrichtung Süd-West auf dem Weg senkrecht nach oben zu besiegen oder ob sie hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

05.11.2021 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt gegen Schwenningen (78:63) und Vechta (83:57) kassierten die „Feuervögel“ seither fünf Pleiten in Folge und stehen aktuell auf dem 15. Tabellenplatz. Die Gladiators indes befinden sich mit einer Bilanz von vier Siegen und drei Niederlagen auf Rang sechs. Mit Trier kommt auch Jonas Grof (zurück) an die Volme. Der Guard wechselte im Sommer 2020 zu den Gladiatoren, für die er in der laufenden Saison durchschnittlich 8,1 Punkte und 3,0 Assists auflegt.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Genau mit Blick auf solch ein Wochenende haben wir in der Vorbereitung oft zwei Partien binnen kurzer Zeit absolviert. Es geht darum, binnen 48 Stunden zweimal körperlich und mental voll da zu sein – das wird eine enorme Herausforderung. Wir können, wir dürfen uns gegen Trier in keinster Weise schonen, dafür sind die Gladiators trotz Verletzungssorgen qualitativ immer noch viel zu gut besetzt. Wer bei unserer sportlichen Situation nicht alles aufs Feld wirft, hat den Ernst der Lage verkannt.“

Auch bei Rostock bekommen es die Harris-Schützlinge mit einem „Ehemaligen“ zu tun. Seit dieser Spielzeit läuft mit Gabriel de Oliveira ein mobiler Forward auf, der bis 2017 noch für die Phoenix Hagen Juniors auf dem Feld stand und seinerzeit ob 17,8 Zählern und 9,8 Rebounds gar zum NBBL-Allstar berufen wurde. Bei den Seawolves liefert er dieser Tage solide 5,5 Punkte und 4,8 Boards ab.

„Hagen hat eine wirklich talentierte Mannschaft, die sehr stark im Eins-gegen-Eins agiert und großes Potential mitbringt. Marcel Keßen spielt eine hervorragende Saison bisher und ist ein starker Big Man bei Phoenix. Wir müssen dagegen halten und haben glücklicherweise mit Peko einen wichtigen Spieler zurück. Phoenix spielt etwas anderen Basketball als wir, sie müssen nicht unbedingt so hohes Tempo gehen, wie wir es wollen. Ihre großen Spieler verfügen über einen guten Wurf, darauf müssen wir uns einstellen. Und in Hagen zu spielen ist immer schwer, es wird eine interessante Herausforderung am Freitag“, sagt Gladiators-Headcoach Marco van den Berg.

05.11.2021 19:30 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. VfL Kirchheim Knights

Dass sich der Kader verändert ist im Laufe einer Basketball-Saison kein ungewöhnliches Szenario, meist ist es sogar aufgrund von Verletzungen unvermeidbar. Ehingen ist wie auch die Gäste runderneuert. Beide trafen sich drei Wochen vor dem Saisonstart zum Testspiel am selbigen Ort wie das kommende Ligaspiel. Doch vom damaligen Test sind auf beiden Seiten nur noch wenige Akteure übrig geblieben. „Es ist eine ganz andere Mannschaft, aus diesem Testspiel können wir nichts für das kommende Spiel ziehen“, erklärte Coach Czerny. Mit seiner Mannschaft will er defensiv deutlich besser dastehen und auch Konstanz über die gesamte Spielzeit reinbringen. „Es sind noch einige Themen, die wir haben. Wir wollen auch weniger Fehler im Laufe des Spiels machen“, sagte der Ehinger Coach.

Dazu gehören auch die Abstimmungsprobleme, die es zwangsläufig in Folge der Integration der neuen Spieler noch gibt. Denn für Tyler Cheese, Shane Osayande und JR MCCallum ist es das erste Heimspiel für ihren neuen Verein. Gerade die beiden letztgenannten sollen das bisher offensichtliche Reboundproblem als dort schwächste Mannschaft der Liga beheben. „Wir haben von der Größe und Physis sicherlich nicht die Vorteile gegen viele Mannschaften, müssen damit aber umgehen und mit viel Herz und Einsatz arbeiten“, erklärte
Felix Czerny. Trotz der bislang mageren Bilanz ohne Sieg hofft der Trainer für den Freitag, „dass uns möglichst viele Zuschauer unterstützen um den Derbysieg zu holen“.

Dass wiederum wollen die Kirchheim Knights verhindern. Die legten einen Start mit drei sehr deutlichen Niederlagen hin und nahmen dann einige Korrekturen am Kader vor. Gleich vier Spieler – darunter auch der letztjährige Ehinger Akim Jonah – mussten den Verein verlassen. Mit Besnik Bekteshi, Jonathan Williams und Rohndell Goodwin kamen drei Spieler hinzu, die alle schon für die „Ritter“ in de vergangenen Jahren im Einsatz waren. Der vierte neue Spieler Jordan Loveridge kommt nach den Playoffs bei seinem bisherigen Team in Mexiko in die Teckstadt. Mit diesen Spielern soll die Wende gelingen. Und das schaffte die Mannschaft von Trainer Igor Perovic in den folgenden drei Partien auch, die jeweils erfolgreich beendet wurden. In der letzten Begegnung gegen Schwenningen folgte dann wiederum eine Niederlage und damit Platz zwölf in der Tabelle. Auffällig dabei ist, dass sobald die Ritter weniger als 80 Punkte erzielen, es keinen Sieg für sie gibt. „Sollten wir sie bei so wenig Punkten halten, wäre ich unabhängig vom Ergebnis sehr stolz auf mein Team“, meinte Coach Czerny.

05.11.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Bayer GIANTS Leverkusen

Die großen Zeiten der „Riesen vom Rhein“ mögen schon lange zurückliegen. Doch nach wie vor sind die Leverkusener mit 14 Titeln Rekordmeister und haben zehnmal den Pokal geholt. Auch ihr Trainer Hansi Gnad ist ein begnadeter Titelsammler, holte drei Deutsche Meisterschaften, die Europameisterschaft und sogar den legendären Korać-Cup. Lange war der ehemalige Center mit 181 Einsätzen Rekordnationalspieler des Deutschen Basketball Bundes. Auf das Karriereende 2003 folgte der nahtlose Übergang ins Trainergeschäft, erst als „Co“ für Leverkusen, Düsseldorf und den DBB, dann als Head Coach bei den BAYER GIANTS. Der erste Titel ließ nicht lange auf sich warten, Gnad führte Leverkusen 2019 zur ProB-Meisterschaft.

Unter dem „König“ spielte letztes Jahr RASTAs Guard Sheldon Eberhardt. Und der am Dienstag 26 Jahre alt gewordene Deutsch-Amerikaner freut sich sehr auf das Wiedersehen. „Auszublenden, dass es gegen meinen Ex-Klub geht, wird mir nicht leicht fallen. In Leverkusen hatte ich eine gute Zeit und freue mich darauf, Freitag einige Bekannte wiederzusehen. Aber in erster Linie geht es darum, dass wir Leverkusen schlagen und wahrscheinlich möchte ich das noch etwas mehr“, sagt RASTAs #13 mit einem Schmunzeln. Zum Lachen war RASTA in den letzten Monaten selten zumute, diese Trainingswoche allerdings konnte man mit einem Sieg im Rücken angehen. Der 76:69-Erfolg bei den RÖMERSTROM Gladiators in Trier half der Gemütslage, führte aber alles andere als zu Übermut in den Reihen des nun Tabellenvorletzten. „Wir können uns wegen des einen Sieges nicht zurücklehnen – im Gegenteil. Wir wollen da unten rauskommen und dafür arbeiten wir jeden Tag im Training. Natürlich fallen einem die Einheiten nach einem Sieg leichter. Aber wir alle wissen, dass noch ein langer Weg vor uns liegt“, sagt RASTAs Top-Scorer Preston Purifoy.

Top in Sachen Scoring sind die BAYER GIANTS Leverkusen. 95.0 Punkte machen sie im Schnitt pro Spiel, haben in der Liga die beste Dreier- und die beste Freiwurfquote. Auch bei den Rebounds sind die Leverkusener in den Statistiken weit oben zu finden, gar ganz oben bei den Steals. Zuletzt führte dieses beeindruckende Gesamtpaket zu einem 113:88-Heimsieg über Aufsteiger Itzehoe Eagles. „Wir haben den Ball super bewegt und immer wieder freie Anspielstationen gefunden, was die Gesamtanzahl von 30 Assists unter Beweis stellt. Die dadurch erspielten offenen Würfe haben die Jungs hochprozentig getroffen. Mit dieser Leistung können wir sehr zufrieden sein und vor allem können wir darauf weiter aufbauen“, so Hansi Gnad nach der Partie.

In Vechta ist der Respekt dementsprechend groß vor den BAYER GIANTS, zumal Sheldon Eberhardt sein Ex-Team sehr gut kennt. „Leverkusen will immer sehr schnell spielen, eigentlich alle im Team können werfen und zum Korb ziehen. Unser Fokus muss also stimmen, wir müssen als Team verteidigen und sie genauso attackieren, wie sie es mit uns machen werden. Wir müssen mit voller Konzentration und selbstbewusst auftreten. Im Training sind wir mit guter Intensität dabei und zeigen die richtige Einstellung. Auf dem Feld müssen wir gerade in der Defense viel kommunizieren, wir müssen ausboxen und die Rebounds holen“, sagt Eberhardt.

05.11.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. ROSTOCK SEAWOLVES

Die ROSTOCK SEAWOLVES gehen voller Vorfreude in Teil 1 des Doppelspieltags. “Wir freuen uns, dass es endlich wieder ein Derby in der ProA gibt. Ich denke, dass es nicht nur für unsere Fans, sondern auch für uns als Team ein besonderes Spiel ist. Wir hoffen natürlich auf breite Unterstützung in Itzehoe, wobei ich davon überzeugt bin, dass wir dort sehr gut vertreten sein werden. Wir freuen uns auf die Atmosphäre”, hofft Coach Christian Held vor dem Duell gegen die Itzehoe Eagles. Etwa 50 Rostocker Fans werden live vor Ort sein, um die Wölfe lautstark zu unterstützen. Da werden Erinnerungen wach an intensive Duelle in den vergangenen Jahren, als in der Regionalliga oder ProB um jeden Zentimeter und jeden Ball gefightet wurde. Unvergessen aus Rostocker Sicht ist das Aufstiegsspiel am 1. März 2014, als die SEAWOLVES auswärts einen 15-Punkte-Rückstand aus der ersten Halbzeit dank eines 26:6-Schlussviertels noch aufholten, das Spiel mit 86:77 gewannen und vorzeitig den Aufstieg in die ProB in Itzehoe mit ca. 150 Fans feierten.

Nach drei Jahren ohne Ligaduell treffen beide Teams am Freitag zum ersten Mal überhaupt in der ProA aufeinander. Aufsteiger Itzehoe konnte von seinen bisherigen fünf Partien zwei Mal gewinnen (94:78 in Ehingen, 86:74 im Artland). Zuletzt unterlag der Tabellen-13. deutlich mit 88:113 in Leverkusen. Coach Held über die Eagles: “Itzehoe ist eine Mannschaft, die viele Spieler aus der Aufstiegssaison gehalten hat. Mit Chris Hooper haben sie jemanden, der sie offensiv ein Stück weit trägt. Sie haben auch gute Spieler neben ihm. Man muss sehr aufpassen, dass man sie nicht nicht heiß laufen lässt und dass man sich von ihren ständigen wechselnden Verteidigungen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Von daher ist Itzehoe durchaus ein sehr interessanter und schwieriger Gegner, der mit Coach Pat Elzie auch jemanden an der Seite hat, der in Deutschland wahrscheinlich schon alles gecoacht und gesehen hat. Von daher ist es ein sehr interessantes Matchup.” Mit Blick auf sein Team erklärt der Rostocker Cheftrainer weiter: “Für uns wird es – wie in jedem Spiel – in der momentanen Phase darum gehen, den nächsten Schritt in unserer Entwicklung als Team zu gehen und wieder ein Stück besser und konstanter aufzutreten.”

Dass keine 48 Stunden nach dem Spiel in Itzehoe schon der nächste Härtetest ansteht, ist für Held noch nicht relevant: “Der Doppelspieltag ist im Moment gar kein Thema. Wir konzentrieren uns immer auf das nächste Spiel. Das nächste Spiel ist am Freitag in Itzehoe bzw. Brokdorf und darauf liegt momentan der volle Fokus. Darauf bereiten wir uns vor und danach werden wir uns damit befassen, das Spiel zu analysieren. Wenn wir das getan haben, dann werden wir uns auf Hagen am Sonntag vorbereiten.”

05.11.2021 20:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. wiha Panthers Schwenningen

Nach den nächsten drei Spieltagen werden alle Zweitligamannschaften mindestens neun Partien absolviert haben und das Tabellenbild langsam an Aussagekraft gewinnen. Bislang lief die Saison für die neuformierte Panthers-Mannschaft trotz Verletzungspech und schwerem Auftaktprogramm sehr gut. In ihrer dritten Spielzeit in der ProA sind die Doppelstädter so gut gestartet wie noch nie zuvor. Bereits vier Siege konnten die Schwenninger in den ersten sechs Pflichtspielen verbuchen. Für die Tabelle interessiert sich Panthers-Trainer Alen Velcic trotz des guten Zwischenstands auf Rang 5 derzeit noch nicht. Doch dass die Mannschaft in ihrer Entwicklung auf dem richtigen Weg ist, freut den Schwenninger Head Coach natürlich. Mit einem Sieg in Paderborn könnten sich die wiha Panthers noch deutlicher im oberen Tabellendrittel festsetzen. Doch auch die Uni Baskets weisen nach einem guten Saisonstart eine positive Bilanz von 4:3-Siegen auf. Die Mannschaft von Trainer Steven Esterkamp hat sich zu Beginn der Saison und mit Siegen über Ehingen, Hagen, Tübingen und Vechta als sehr heimstark erwiesen. Am letzten Wochenende gelang es den Eisbären Bremerhaven als erstem Team in dieser Saison, zwei Punkte aus dem Sportzentrum Maspernplatz zu entführen.

In der Offensive können sich die Ostwestfalen auf die drei Amerikaner Jordan Barnes (18,7 Punkte), Jackson Trapp (16,0 Punkte) und Brad Greene (12,4 Punkte) verlassen. Trotz seiner vergleichsweise geringen Körpergröße von 1,78 Meter ist der pfeilschnelle Spielmacher Barnes bislang Paderborns effektivster Spieler und setzt mit 8,6 Assists seine Teamkollegen gut in Szene. Barnes und Scharfschütze Trapp haben in dieser Spielzeit zusammen bereits 49 Dreipunktewürfe versenkt – und damit sieben mehr als die gesamte Schwenninger Mannschaft. Generell weisen die Uni Baskets mit 40%iger Trefferquote von jenseits der 6,75 Meter den ligaweit zweitbesten Wert auf. Keine andere Mannschaft versenkt so viele Distanzwürfe (11,6 Treffer pro Spiel) wie die Paderborner. Auch in der Assistwertung sind die Uni Baskets mit 24,4 Liga-Spitzenreiter. Wie man gegen ein von außen treffsicheres Team agieren muss, haben die wiha Panthers am vergangenen Wochenende beim 78:72-Erfolg in Kirchheim zeigen können.

„Wir haben in den vergangenen beiden Jahren erleben müssen, wie schnell man in Paderborn verlieren kann“, erinnert sich Panthers-Trainer Alen Velcic an die beiden ernüchternden Auswärtsfahrten in den Vorsaisons zurück. „Dieses Jahr reisen wir bereits einen Tag vorher an und wollen dort unbedingt das erste Mal gewinnen! Auch in dieser Saison hat Steven Esterkamp wieder eine Mannschaft mit einem dominanten Point Guard zusammengestellt, die gefährlich wird, wenn man sie ins Laufen kommen lässt. Paderborn kann an einem guten Tag jede Mannschaft der Liga schlagen und hat das Zeug dazu, wieder in die Playoffs einzuziehen. Ein Auswärtserfolg bei einem Team dieser Klasse kann am Ende der Saison ganz wichtig sein!“

Spieltag 9

07.11.2021 16:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Phoenix Hagen

Phoenix Hagen, das am Sonntag um 16:30 Uhr in der StadtHalle Rostock zu Gast sein wird, steht mit zwei Siegen aus sieben Spielen auf dem 15. Tabellenplatz. Das Team von Chris Harris gewann seine ersten beiden Partien (78:63 in Schwenningen, 83:57 gegen Vechta), kassierte zuletzt jedoch fünf Niederlagen in Folge. Am Freitag treffen sie zu Hause auf Trier, ehe sie die Reise nach Rostock antreten werden. Schlüsselspieler der Feuervögel sind Flügelspieler Karrington Ward (16,4 Punkte pro Spiel; 45,8% 3FG) und Center Marcel Keßen (14,6 PpS; 53,6% 3FG; 6,7 Rebounds pro Spiel).

An das Heimspiel gegen Hagen denkt Coach Held noch nicht: “Ich glaube, dass die Liga unglaublich stark und ausgeglichen ist. Wenn man meint, einen Gegner mit 20%, 80% oder 90% spielen zu können, dann wird man das Spiel verlieren. Deswegen werden wir 100 Prozent Fokus und 100 Prozent am Freitag gegen Itzehoe benötigen, um das Spiel gewinnen zu können.”

07.11.2021 17:00 Uhr VfL Sparkassenstars Bochum vs. RASTA Vechta

Zum 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA Saison 2021/2022 empfangen die VfL SparkassenStars Bochum am Sonntag, dem 07.11.2021, um 17:00 Uhr das Team von RASTA Vechta in der Rundsporthalle. Der BBL-Absteiger hat sich hohe Ziele für diese Saison gesetzt, hinkt diesen allerdings bislang noch ein Stück weit hinterher. Für Björn Rohwer kommt es beim Heimspiel gegen RASTA Vechta zu einem Wiedersehen mit seinem letztjährigen Verein. Der Bochumer 2,13-Meter-Center ging in der vergangenen Saison mit den Niedersachsen in der easyCredit Basketball Bundesliga auf Korbjagd.

Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison sollte es für RASTA in diesem Jahr möglichst direkt wieder in das deutsche Basketball Oberhaus gehen. Doch der Saisonstart war alles andere als gelungen. Mit sechs Niederlagen startete Vechta in die Saison und tauschte nach dem fünften Spieltag bereits den Headcoach aus. BBL-Urgestein Derrick Allen musste RASTA nach der fünften Niederlage verlassen. Interimsweise haben danach Marius Graf als Headcoach und Hanno Stein, ehemaliger Assistant Coach der SparkassenStars beim Aufstieg von der Regionalliga in die ProA, als Assistant Coach das Ruder übernommen. Dieses neue Trainergespann konnte am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel in Trier mit 76:69 den ersten Saisonsieg einfahren und den ersten Schritt zur Erreichung der Saisonziele tätigen.

Neben dem neuen Coach-Duo haben die Vechtaer bereits in Kevin Smit, der vor seiner Rückkehr nach Vechta sechs Jahre lang für die RÖMERSTROM Gladiators Trier aktiv war, Center Tyrone Nash, der für Vechta vor drei Jahren bereits auf dem BBL-Parkett stand, und Aufbauspieler James Washington Verstärkung ins Team geholt. Angeführt wird RASTA auf dem Feld von Point Guard Josh Young, der ebenfalls bereits in seiner Vergangenheit in Vechta aktiv war. Der 33-Jährige erzielt im Schnitt 12,3 Punkte und verteilt 4,9 Assists. Unterstützung bekommt er seinem amerikanischen Shooting Guard Preston Purifoy, der ebenfalls 12,3 Punkte beiträgt. Neuzugang James Washington hat sich gleich mit 11 Zählern und 7 Assists im Schnitt eingefügt. Joschka Ferner, der vor der Saison aus Jena nach Niedersachsen gewechselt ist, steuert 10,9 Punkte mit einer Dreierquote von 43,9% bei und Robin Lodders, der mit Ferner aus Jena nach Vechta gekommen ist, erzielt die gleiche Punktzahl. Der zweite Neuzugang Tyron Nash komplettiert das Feld der zweistelligen Punktesammler mit 10,3 Punkten und 4,3 Rebounds.

„Vechta ist weitaus stärker als es die aktuelle Tabellensituation vermuten lassen mag. Für mich waren sie bereits individuell betrachtet eines der Top-Drei-Teams der Liga und sind jetzt durch ihre Nachverpflichtungen nicht schwächer geworden. Wenn das Team im Zusammenspiel funktioniert, werden sie die unteren Tabellenregionen sehr schnell wieder verlassen. Den ersten Schritt haben sie mit dem Sieg in Trier bereits hinter sich gebracht. Für uns wird es, ähnlich wie gegen Leverkusen und Tübingen, darauf ankommen, hellwach zu sein und die Chance auf einen Sieg, wenn sie sich bietet, zu nutzen. Wir haben gezeigt, dass wir zu Hause stark sind und daran wollen wir mit unseren Fans im Rücken auch gegen Vechta anknüpfen“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

07.11.2021 17:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Itzehoe Eagles

Am Sonntag empfangen die Schwaben den Gast aus Itzehoe. Coach der Eagles ist der frühere Kirchheimer Erfolgstrainer Pat Elzie, den es vor einigen Jahren aus familiären Gründen zurück in den Norden Deutschlands zog, und der die Aufstiegsgeschichte aus Kirchheim mit Itzehoe nun erneut wiederholt. Und bislang äußerst erfolgreich. Nach fünf Spielen stehen für die Eagles zwei Siege und drei Niederlagen zu Buche. Aufstiegsgarant Chris Hooper liefert auch in der ProA tolle Leistungen und erzielt mit 23 Punkten pro Partie den Topwert der 2. Liga. Ihn zu kontrollieren wird die wohl schwierigste Aufgabe am Sonntag werden.

07.11.2021 17:00 Uhr Nürnberg Falcons vs. Tigers Tübingen

Mit fünf Siegen aus sieben Spielen belegen die Raubkatzen aktuell Rang zwei in der Tabelle. Doch Trainer Danny Jansson lässt sich von der momentanen Situation nicht blenden. „Ich schaue nicht auf das Ranking. Das hilft ohnehin nicht, Spiele zu gewinnen. Zudem haben wir gegen Karlsruhe unser schlechtestes Saisonspiel abgeliefert. Wir müssen primär auf uns selbst schauen und wieder besser spielen. Mit Nürnberg erwartet uns ein schwerer Gegner„, betont der finnische Übungsleiter.

Neben Nyama sind mit Kapitän Sebastian Schröder, Jonathan Maier und Tim Köpple gute Akteure auf den deutschen Positionen vorhanden. Angetan hat es Jansson ferner die Importspieler. „Sie haben viel Athletik im Team. Das wird schon eine richtige Herausforderung für unser Team. Ihre fünf US-Amerikaner bringen alle Qualitäten mit, die uns extrem weh tun können„, so Jansson. Topscorer beim kommenden Kontrahenten der Tigers ist Antonio Davis. Der Power Forward kommt auf 16,3 Zähler und 3,5 Rebounds. Zweitbester Scorer ist Dupree McBrayer, der mit 1,95 Meter eine imposante Größe auf der Position des Spielmachers mit sich bringt. 12,5 Punkte und 3,3 Assists, bei einer Erfolgsquote von 42,9 Prozent, bringen den US-Amerikaner ins Rampenlicht. Mit Josh Price konnten die Falcons jüngst einen Spieler aus Ehingen nachverpflichten, der beim Testspiel gegen die Jansson-Truppe im September mit 23 Zählern bereits seine Klasse unter Beweis gestellt hat.

Besonders großen Respekt hat Tübingens Co-Trainer Husbo Dassouki vor Tim Köpple. Der 21 Jahre alte Point Guard erzielt bisher 8,7 Punkte, 3,5 Assists und 2,3 Rebounds. Mit einer Quote von 58,3 Prozent aus der Distanz ist der Jungspund bester Werfe jenseits der 6,75-Meter Linie. „Er bringt als Allrounder sehr gute Qualitäten mit. Das ist schon gut, was er bisher spielt„, so der 27-Jährige. Nicht zu vergessen ist zudem die ehemalige Raubkatze Nyama, der gegen sein ehemaliges Team sicher mit vollem Selbstvertrauen auflaufen wird und seinem Trainer viel über seine alte Mannschaft berichten kann. Aus den Statistiken beider Mannschaften fällt unter anderem auf, dass die Tübinger bei den Rebounds (36,1 zu 31,0) und bei den Assists (19,9 zu 14,2) die Nase vorn haben. Dass dies aber nicht wahnsinnig viel Aussagekraft besitzt, zeigt die letzte Partie, als die Tübinger das Duell um die Rebounds verloren haben, obwohl die Vorzeichen anders ausgesehen haben. Personell steht bei den Tigers ein Fragezeichen hinter den Einsätzen von Daniel Keppeler und Till Jönke, die beide noch krank sind. „Glücklicherweise haben wir am Freitag kein Spiel„, so Jansson. Die Hoffnung besteht aber, dass das Duo am Sonntag wieder mit von der Partie ist.

07.11.2021 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Uni Baskets Paderborn

09.11.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. TEAM EHINGEN URSPRING

10.11.2021 19:30 Uhr Bayer GIANTS Leverkusen vs. Medipolis SC Jena

10.11.2021 19:30 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Artland Dragons

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/11/Beitragsbilder-ProA-Vorberichte-Doppelspieltag-89.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-11-04 17:08:502021-11-05 12:00:09Vorberichte Doppelspieltag ProA 8./9. Spieltag

Nachberichte ProA 7. Spieltag

2. November 2021/in APP, ProA 21/22

29.10.2021 19:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Phoenix Hagen 89:73

Mit dem dritten Sieg in Folge verabschiedete sich Medipolis SC Jena am gestrigen Freitagabend erfolgreich aus dem Basketball-Oktober 2021. Die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth bezwang den Tabellenfünfzehnten Phoenix Hagen vor 953 Zuschauern letztendlich hochverdient mit 89:73 und verteidigt seine Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Während Kapitän Julius Wolf und Flügelspieler Lorenz Bank nach einer verletzungsbedingten Pause in den Jenaer Spieltageskader zurückkehren konnten, blieb dem angeschlagen Jonathan Kazadi erneut nur die Rolle des Zuschauers. Auf Seiten der Gäste fehlten mit Karrington Ward sowie Domenik Spohr gleich zwei wichtige Führungsspieler, welche die Rotation der Mannschaft von Chris Harris verkürzten und während der 40 Minuten schmerzlich vermisst wurden. Am Ende gelang es allen Spielern der Jenaer Rotation, sich in die Punktestatistik einzutragen, aus der ausgerechnet der Ex-Hagener Alex Herrera als Topscorer sowie Aufbauspieler Ray Simmons mit einem Double-Double leicht herausstachen.

Chris Harris (Cheftrainer Phoenix Hagen): „Zunächst erst einmal Gratulation an Jena und Domenik zum Sieg. Es war ein über weite Teile hart umkämpftes Duell, dass nach der Halbzeit durch die Tiefe und Routine im Jenaer Kader entschieden wurde. Um hier bestehen zu können, musst du dauerhaft auf einem hohen Level spielen, da der Gegner jeden Fehler bestraft. Wir haben im dritten Viertel zu viel zugelassen und nachdem Jena ins Rollen gekommen war, konnten sie sich den entscheidenden Vorsprung herausspielen. Mit Karrington Ward und Domenik Spohr haben uns heute natürlich auch zwei Schlüsselspieler gefehlt bei denen wir hoffen, dass sie gegen Trier wieder zurückkehren können.“

30.10.2021 19:00 Uhr VfL Sparkassenstars Bochum vs. TEAM EHINGEN URSPRING 99:73

Der Auftakt gehörte den Gästen aus Baden-Württemberg, die über Neuzugang Tyler Cheese, Antonia Pilipovic, Shane Osayande und Kevin Strangmeyer einen 0:8-Auftakt auf das Parkett legten, bevor Lars Kamp nach 2:39 Minuten die ersten Zähler für die Hausherren erzielte. Mit 21:22 ging das erste Viertel an die Gäste. Zum Auftakt des zweiten Viertels sorgte Kapitän Marius Behr durch zwei erfolgreiche Freiwürfe beim Stand von 23:22 für die erste Führung der Gastgeber in dieser Partie, doch Shane Osayande konnte postwendend für Ehingen kontern. Nun trat auch Dominic Green in Erscheinung und erhöhte die Bochumer Führung im Alleingang auf 38:31, bevor Miki Servera in Zusammenarbeit mit Johannes Joos und AJ Cheeseman die 48:39-Halbzeitführung der Hausherren sicherstellte.

Doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken und kamen über Jalen McCallum, Kevin Strangmeyer und Munis Tutu nach 8:02 Minuten auf 65:59 heran, doch je ein Dreier von Abi Kameric und Lars Kamp und vier Zähler von Tony Hicks brachten die SparkassenStars nun wieder deutlicher mit 75:60 in Front. Das dritte Viertel endete dann mit 75:62. Im Schlussabschnitt war anfangs noch einmal ein Aufbäumen der Gäste zu spüren, jedoch spielten die SparkassenStars nun wie entfesselt auf. Der Abschluss der Partie gehörte dann Abi Kameric mit einem Treffer aus der Ferne zum 99:73, was 24 Sekunden vor Ende des Spiels auch gleichzeitig den Endstand bedeutete. Die VfL SparkassenStars Bochum feierten somit den dritten Heimsieg in Folge, während das Team Ehingen Urspring weiterhin auf die ersten Punkte in dieser Saison warten muss.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir heute das Spiel gewonnen haben, denn dies war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Unser Ziel war es, dass wir heute in die Spur zurückfinden und die Energie in diesem Spiel musste über die Defense kommen. Die haben wir erreicht. Wir haben dennoch eine Menge zu tun, denn wir sind immer noch zu unbeständig, da unsere Spiele aus zu vielen Läufen und Gegenläufen des Gegners bestehen. Die Spieler sind heute aufgestanden und jeder hat seinen Beitrag zu diesem Sieg geleistet, deshalb bin ich glücklich. Am Ende hat das letzte Viertel uns diesen Sieg beschert. Nun starten wir in die Vorbereitung auf Bremerhaven“, freute sich Headcoach Felix Banobre nach dem Spiel über den Sieg.

30.10.2021 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. wiha Panthers Schwenningen 72:78

Nach zuletzt drei Siegen in Serie endete die erfolgreiche Phase der Teckstädter mit einer vermeidbaren Niederlage. Vermeidbar, weil die Hausherren sich mit insgesamt 23 Wurfversuchen mehr ein deutliches Übergewicht an Optionen erspielten und dennoch den Gästen nicht den K.O. Schlag versetzen konnten. Nur 19% erfolgreiche Dreierversuche waren an diesem Abend einfach zu wenig. Die Partie hatte für die Hausherren glänzend begonnen.

In der erneut gut besuchten Sporthalle Stadtmitte erspielten sich die Teckstädter zu Beginn einen deutlichen Vorteil. Angeführt von Goodwin, der die ersten drei Dreierversuche blitzsauber verwandeln konnte, gingen die Schwaben zweistellig in Führung. Schwenningen konterte. Mit ihrer unkonventionellen Spielweise (in der Defensive wurde jeder Block geswitcht, unter den Körben nahezu immer gedoppelt) unterbrachen sie den offensiven Rhythmus der selbstbewusst auftretenden Knights nun zusehends. Bis zur Viertelpause waren die Panthers wieder im Spiel (19:18). Es entwickelte sich eine Partie mit wenig Spielfluss. Viele Fahrkarten auf beiden Seiten, fehlender Rhythmus, ein Abnutzungskampf für beide Mannschaften prägten das Spielgeschehen. In die Kabinen ging es beim Zwischenstand on 34:34. Und auch in der zweiten Halbzeit blieb es das erwartete enge und intensive, aber auch fehlerreiche Spiel. Die Knights setzten den ersten Nadelstich und gingen mit fünf Punkten im dritten Viertel in Führung, doch Schwenningen ließ sich nicht abschütteln.

Die Führung wechselte häufig. Am Viertelende lagen die Gäste knapp mit 55:53 in Front. Bis zur Mitte des vierten Viertels blieb es weiterhin eng. Die entscheidende Frage lautete, wer zuerst den Schalter umlegen können würde und mit einem Lauf für die Vorentscheidung sorgen würde. An diesem Abend waren dies die Schwenninger. Ein 10:0 Run, unter anderem mit zwei Dreiern von Scharfschütze Chris Frazier, brachten die Gäste mit 65:57 in Führung. Der Knackpunkt der Partie. Die Kirchheimer kämpften verbissen, doch es fehlte die Abgeklärtheit, die Ruhe am Ball, das Warten auf die noch bessere Wurfoption, welches in den vorhergegangenen Spielen die große Stärke der Knights war. Jeder Punkt war hart erarbeitet und die Panthers waren nun voll da. Immer wieder fand Schwenningen die richtige Antwort auf Kirchheimer Punkte. Für die endgültige Entscheidung sorgte Justin Pierce, der mit einem Vier-Punkt Spiel (Foul beim erfolgreichen Dreier + Bonusfreiwurf) den Deckel drauf machte. Mit 24 Punkten wurde er Topscorer der Partie. „Gratulation an Schwenningen. Sie haben die wichtigen Würfe getroffen. Wir hatten 23 Würfe mehr wie sie, aber eine furchtbare Trefferquote. Heute waren nicht genügend Spieler auf dem Level wo wir sie benötigen,“ sagte Head Coach Perovic nach Spielende.

30.10.2021 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Eisbären Bremerhaven 89:115

Die Gäste aus Bremerhaven erwischten den besseren Start und führten schnell mit 8:2. Mit einem kleinen Zwischen-Run von 7:0 holten sich die Baskets mit 9:8 (4.) die Führung direkt zurück – es sollte jedoch ihre einzige in der gesamten Partie bleiben. Beide Teams gingen ein hohes Anfangstempo, spielten sich sehenswerte offene Würfe heraus, sparten aber auch nicht mit Fehlern. Bremerhaven stabilisierte sich zum Ende des Viertels und lag besonders dank der neun erzielten Punkte von Jarelle Reischel nach zehn Minuten knapp mit 26:23 vorn. Das zwei Viertel begann wie das erste: Bremerhaven legte einen unwiderstehlichen 0:11-Lauf aus Baskets-Sicht hin und ging erstmals klar mit 23:37 in Führung. Bremerhaven kontrollierte das Geschehen auf dem Parkett, ließ das Umschaltspiel der Gastgeber nicht in Fahrt kommen und erarbeitete sich auch eine Hoheit beim Rebounding unter beiden Brettern. Mit 52:43 für die Gäste ging es in die Pause.

Paderborn kam hochmotiviert und fokussiert aus der Kabine und setzte zu Beginn des dritten Viertels alles daran, den Vorsprung der Gäste aufzuholen. Die Defensive arbeitete konzentrierter, offensiv hielten besonders Jordan Barnes und Brad Greene die Baskets im Spiel. Doch auch wenn Paderborn nun mit höherer Intensität agierte: Bremerhaven ließ sich nicht einfangen und hielt mit intelligentem Teamplay den Vorsprung konstant weiter im höheren einstelligen Bereich. Beide Teams ließen zum Viertelende einige Chancen liegen, so dass es mit beinahe gleichen Voraussetzungen wie zur Pause und einer 77:70-Führung für die Eisbären in den Schlussabschnitt ging. Im finalen Viertel übernahmen die Bremerhavener dann sehr konsequent die Kontrolle und sorgten schnell für klare Verhältnisse: Überragend zu dieser Phase vor allem Kapitän Konstantin Konga und Daniel Laster: Konga erzielte 11 Punkte in Serie – die Uni Baskets agierten zunehmend frustrierter und fanden keine Mittel mehr gegen die Stärke der Gäste. Am Ende stand ein verdienter 115:89-Sieg für die Eisbären auf der Anzeigetafel – der vierte Sieg in Folge für die Gäste und die erste Heimniederlage für Paderborn in der laufenden Saison.

Steven Esterkamp (Headcoach Uni Baskets Paderborn): „Wir haben alles gegeben, aber wir waren in der entscheidenden Phase des Spiels nicht wirklich ready. Natürlich sind wir nach der Niederlage und vor allem dem finalen Viertel frustriert. Wir konnten das Spiel gegen einen richtig starken Gegner lange eng gehalten, dann haben wir im finalen Spielabschnitt leider ein bisschen den Kopf und den Anschluss verloren. Und Bremerhaven ist eine erfahrene Mannschaft mit Qualität, die nach den Niederlagen zum Saisonbeginn immer besser als starkes Kollektiv zusammenspielt– da wurden unsere eigenen Fehler und Nachlässigkeiten in Defense und Offense sofort bestraft.“

30.10.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Artland Dragons 79:69

Die Zuschauer in der Wolfshöhle sahen einen ruppigen Auftakt mit vielen Fouls und Freiwürfe für die SEAWOLVES. Entsprechend holprig kam die Offensive in Fahrt. In der 6. Minute stand es 10:6 aus Rostocker Sicht, ehe ein Artländer 7:0-Lauf wie aus dem Nichts die Drachen in Führung brachte. Die zentralen Figuren im Angriffsspiel der Gäste waren der 20-jährige Zack Ensminger und der tschechische Center Adam Pechacek. Mit Rettungsaktionen, Rebounds und gutem Zusammenspiel setzten sie in der Defensive der SEAWOLVES immer wieder Nadelstiche. Die Hausherren antworteten mit Offensivbasketball: Tyler Nelson lief binnen Sekunden für acht Zähler in Folge heiß (19:15, 9. Min). Dennoch blieb es ein Duell mit offenem Visier. Die Fans in der StadtHalle Rostock sahen bis zur Halbzeit sieben Führungswechsel und sechs Unentschieden.

Im zweiten Durchgang, als es nach einem Dunk von Pechacek schien, als würden die Quakenbrücker die Kontrolle über die Partie an sich reißen, dauerte es nicht lange, bis von den Rängen der Hallen wieder tosender Jubel brandete: Nijal Pearson fing einen Pass der Dragons ab, sprintete zum Korb und schloss per Dunk ab. Es dauerte bis zum dritten Viertel, dass die Dragons ihren ersten Dreipunktewurf des Abends versenkten. Nach elf Fehlwürfen traf ProA-Veteran Chase Griffin für die Gäste. Das Spiel blieb ausgeglichen, kein Team konnte Akzente setzen, um sich entscheidend abzusetzen. Im Schlussabschnitt war es erneut Jost, der den Vorsprung der Rostocker zweistellig ausbaute. Die Dragons probierten alles, um das Spiel noch einmal offen zu gestalten. Doch die Wölfe hatten in Pearson, der offensiv wie defensiv herausragte – 18 Punkte, sieben Rebounds, drei Steals, zwei Blocks – ihren Go-to-Guy des Abends; er führte 50 Sekunden vor dem Ende per Mitteldistanzwurf die Entscheidung herbei (75:65). Chris Carter traf in der Schlussphase einen Korbleger und zwei Freiwürfe, um den dritten Sieg in Folge endgültig unter Dach und Fach zu bringen.

Coach Christian Held nach dem Spiel: „Wir haben etwas gebraucht, um in das Spiel zu finden. Nach zwei Wochen ohne Spiel hat uns ein wenig der Rhythmus gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gereboundet und verteidigt. Das war für mich der Schlüssel für den Sieg. Wir haben über die gesamte Dauer die Werfer von Artland gut aus dem Spiel genommen, das hatten wir uns auch so vorgenommen. Insofern haben wir heute einen guten Job gemacht.“

30.10.2021 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Tigers Tübingen 75:85

Vor einem gut aufgelegten Publikum, ergänzt durch einen leidenschaftlichen Tigers-Fanblock, erwischten die LIONS einen perfekten Start in die Partie. Die üblichen Dreier-Schützen schienen sich warmzuschießen und auch das Zusammenspiel im Team funktionierte zunächst tadellos. Die Tigers schienen in der Defense überrumpelt und hatten überdies Probleme bei eigenen Vorstößen.

In der Folge zeigte sich Tübingen von dem anfänglichen Schock erholt, war nun deutlich präsenter und nach den ersten zehn Minuten beim 20:15 wieder in Schlagdistanz. Kurz nach Wiederbeginn war der LIONS-Vorsprung fast aufgezehrt. Die Tigers fanden nun endgültig in die Begegnung und kamen nach knapp 14 Minuten erstmals zum Ausgleich. Wenig später folgte im Verlauf eines kleinen Runs die Führung der Gäste, die sie bis auf sieben Punkte ausbauen konnten. Karlsruhe nutzte noch ein paar gute Gelegenheiten und durchbrach damit den Tübinger Rhythmus. Doch nach einem für die LIONS insgesamt sehr ungünstig verlaufenen Viertel stand es 36:42 zur Halbzeit. Die Hausherren starteten motiviert und auch wieder konzentrierter in die zweite Hälfte. Drei Minuten nach Wiederbeginn war der Ausgleich da und die gut gefüllte Halle war sofort hellwach. Nun herrschte echtes Derby-Feeling und es war das von vielen erhoffte enge Spiel. Nach mehrfachem Führungswechsel lagen die LIONS vor dem letzten Spielabschnitt knapp mit 57:56 in Front. Zunächst deutete im vierten Viertel alles auf eine spannende Crunchtime hin. Aber das Löwenrudel leistete sich zu viele Fehler, die von den inzwischen bestens harmonierenden Tigers konsequent bestraft wurden. Tübingen zeigte sich deutlich effektiver und insbesondere von der Dreier-Linie treffsicherer als die Gastgeber. Drei Minuten vor Ende der Partie war die Tigers-Führung zweistellig. Auch wenn die LIONS bis zum Ende mitspielten – angesichts ihrer Abschlussschwäche in den entscheidenden Situationen geriet der Sieg der Gäste nicht mehr in Gefahr.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Vielleicht war es das schwierigste Spiel in dieser Saison. Karlsruhe hat uns mit ihrer Zone vor enorme Probleme gestellt, dazu haben wir uns selber nicht gefunden und viele Fehler gemacht. Unser Flow in der Offense hat nicht stattgefunden, dazu haben wir fürchterliche Entscheidungen getroffen. Dazu hatten wir heute irgendwie keine Energie. Zum Glück haben wir im vierten Viertel realisiert, wie man Spiele gewinnt. Wir haben einige Stopps erzielt und im Anschluss gepunktet. Das hat uns in diesem Spiel gerettet.“

Durch den Erfolg in einem unterhaltsamen Derby klettert Tübingen vorübergehend auf den zweiten Tabellenrang. Karlsruhe bleibt mit nunmehr drei Siegen und drei Niederlagen im Mittelfeld des Tableaus.

31.10.2021 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. RASTA Vechta 69:76

Die eh schon von Verletzungsproblemen geplagten Trierer mussten am Sonntag auch noch den Ausfall ihrer zwei besten Spieler, Brody Clark und Radoslav Pekovic, verkünden – eine unvorstellbare Schwächung des Teams von Head Coach Marco van den Berg.

Beide Teams fanden schnell in die Partie und kamen durch konsequent gespielte System zu einfachen Punkten. Über weite Strecken blieb das erste Viertel sehr ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich etwas absetzen. Erst in den letzten Augenblicken des Startabschnitts kamen die Gladiatoren in einen kleinen Lauf und konnten nach den ersten zehn Minuten eine knappe 21:15 Führung herausspielen.Erst im weiteren Verlauf des zweiten Viertels verloren die Gladiatoren etwas die Konzentration, sodass Vechta wieder zurück ins Spiel fand (26:21, 15. Spielminute). Nun traf Vechta auch deutlich besser aus der Distanz und bekam so wieder Zugriff auf die Partie. Mit 38:34 aus Sicht der Gladiatoren ging es letztlich in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kam Vechta endgültig zurück ins Spiel, vor allem im Eins-gegen-Eins kam Vechta nun immer wieder zu Punkten. Auf Seiten der Gastgeber schlichen sich wieder einige Flüchtigkeitsfehler ein, die Rasta dankend annahm um das Spiel zur Mitte des dritten Viertels zu drehen (40:43, 25. Spielminute). Bis zum Ende des vorletzten Spielabschnitts kam Rasta immer besser in Fahrt, während die Gladiatoren nun etwas den Faden verloren. Zu frühe Abschlüsse in der Offensive und zu langsame Pick & Roll Defense ließen die Gäste vor dem entscheidenden vierten Viertel auf 51:59 davonziehen.

Im vierten Viertel legte Vechta erneut das Tempo vor und traf erneut auch schwierigste Würfe gegen den Mann. Aber auch die Gladiatoren fanden wieder besser ins Spiel und gestalteten die Partie wieder spannend. Sieben Minuten vor Schluss stand ein 61:66 – Rückstand der Trierer auf der Anzeigetafel. Mit laufender Spielzeit wurde die Partie immer knapper und steuerte auf ein echtes Herzschlagfinale zu. Vechta versuchte nun über Pick & Roll Situationen Missmatches zu generieren und diese konsequent auszuspielen, während Trier häufig den Weg über das Post-Up suchte. Im letzten Angriff der Trierer – beim Spielstand von 69:73 für Vechta und noch 15 Sekunden auf der Uhr bekam Derrick Gordon ein unsportliches Foul abseits des Balles gepfiffen, die anschließenden Freiwürfe plus Ballbesitz für Vechta entschied letztlich das Spiel. So verloren die RÖMERSTROM Gladiators gegen Rasta Vechta mit 69:76.

Marius Graf (RASTA Vechta): „Zufrieden können wir heute, glaube ich, nicht sein. Aber hätte mir vor dem Spiel einer gesagt, dass wir in Trier gewinnen, hätte ich das sofort unterschrieben. Unter der Woche hatten wir einen ganz anderen Gameplan erarbeitet, als wir ihn dann heute aufgrund der Trierer Verletzten anwenden mussten. Auf das neue Line-Up Triers konnten wir uns praktisch nicht einstellen, mussten das quasi während des Spiels tun. Zu Beginn hat man gemerkt, wie sehr uns die Fans im RASTA Dome gefehlt haben, da sie uns Zuhause einen großen Push geben. Auf uns allein gestellt, fällt es uns schwer, die richtige Energie zu bringen. Und so haben wir einige schlechte Entscheidungen getroffen, ehe wir dann den Kampf angenommen haben. Das ist eine Einstellungssache, die uns heute viele Rebounds gekostet hat. Am Ende haben wir diesbezüglich gezeigt, dass wir können, wenn wir wollen. Aber da müssen wir natürlich einen viel besseren Job machen. Es kann einfach nicht sein, wir wir ausboxen und auch die ‚loose balls‘ müssen unsere sein, da müssen wir uns reinschmeißen und dürfen sie nicht dem Gegner überlassen. Es ist gerade großer Druck da, daher ist der Sieg heute natürlich das wichtigste und im Team herrscht große Erleichterung. Aber die Vorbereitung auf Leverkusen und Bochum hat schon begonnen, läuft auf Hochtouren. Es wird eine harte Woche mit zwei schweren Spielen, in denen wir jeden einzelnen im Team brauchen – egal ob er zehn Sekunden oder zehn Minuten oder viel länger spielt!“

31.10.2021 18:00 Uhr Bayer GIANTS Leverkusen vs. Itzehoe Eagles 113:88

Vor der Offensivkraft der Gastgeber hatte Eagles-Coach Patrick Elzie gewarnt, nach zwei Minuten lag sein Team bereits mit 9:2 hinten. Davon ließ sich der Aufsteiger aber nicht erschüttern und spielte durch Vance Johnson, Yasin Kolo und Chris Hooper seine Stärken unter dem Korb aus. Es entwickelte sich eine sehr attraktive erste Halbzeit, in der beide Mannschaften im Angriff eine gute Szene nach der anderen zeigten.

So ging es auch durch das zweite Viertel, in dem die Itzehoer kurz in Führung lagen und auch zum Ende die Chance hatten, mit kleinem Vorsprung in die Pause zu gehen. Doch sie schwächelten – wie während der gesamten Partie – von der Freiwurflinie und vergaben eine freie Chance, während die Leverkusener noch punkteten: 55:51.

Nach dem Wechsel blieb das Bild gleich, aber nicht lange. Im dritten Viertel habe sein Team zu wild und unstrukturiert gespielt, sagte Elzie. Die Giants seien eine sehr gute Mannschaft, erst recht zu Hause: „Das haben sie uns gezeigt.“ Soll heißen: Die Schwächephase der Eagles nutzten die Gastgeber, um sich entscheidend abzusetzen. Ihnen gelang fast alles, den Itzehoern nur noch wenig. Dabei half es nicht, dass Marko Boksic wieder Beschwerden in der Wade hatte und auch Juvaris Hayes nach einem spektakulären Block in der ersten Hälfte angeschlagen war. Als Ausrede wollte Elzie das nicht nutzen, „aber das schwächt uns einfach“. Da brauche es noch mehr Unterstützung von der Bank – immerhin konnte der Trainer Andrija Matic, der nach seinem Jochbeinbruch mit Maske spielte, ein ordentliches Comeback bescheinigen. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Die Eagles hatten keine Chance mehr gegen stark spielende Giants, die 17 von 31 Dreiern trafen – ein bekanntes Problem der Eagles-Defensive. Unter dem Korb sei die Bilanz meist ausgeglichen, doch die Balance stimme nicht, sagte Elzie. Mit Teams wie Leverkusen müssten sich die Itzehoer aktuell nicht messen, „die meisten Mannschaften werden hier verlieren“.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbilder-ProA-Nachberichte-7.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-11-02 10:18:292021-11-02 10:18:30Nachberichte ProA 7. Spieltag

Vorberichte ProA 7. Spieltag

29. Oktober 2021/in APP, ProA 21/22

29.10.2021 19:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Phoenix Hagen

Nach Paderborn gastiert mit dem Team aus dem traditionsreichen Basketballstandort Hagen ein erneuter Liga-Kontrahent aus Nordrhein-Westfalen an der Saale. Mit Blick auf die Tabellenstände beider Vereine könnte die Ausgangslage vor dem Schlagabtausch gegen das Team von Cheftrainer Chris Harris dabei jedoch unterschiedlicher nicht sein. Die mit 2:0 erfolgreich in das Spieljahr gestarteten Feuervögel durchlebten in den zurückliegenden Wochen eine sportliche Durststrecke, kassierten vier Niederlagen in Folge und wurden auf den 15. Platz der BARMER 2. Basketball Bundesliga durchgereicht. Die Gründe hierfür dürften zu komplex und zu vielschichtig sein, um sie – speziell aus externer Sicht – auch nur ansatzweise plausibel beleuchten zu können. Ein wichtiger Aspekt spielt dabei ganz sicher die angespannte Personalsituation der Hagener, welcher sich zuletzt durch den Ausfall von Topscorer Karrington Ward um den Faktor 16,4 potenzierte. Diese Zahl steht exemplarisch für seine bislang im Schnitt erzielten Punkte, mit denen er das offensiv orientierte Team statistisch anführt. Nachdem der 28-jährige US-Import wohl auch am Freitagabend fehlen dürfte, wird Medipolis SC Jena auf einen umso unberechenbareren Kontrahenten treffen, der alle Hebel in Bewegung setzen wird, um seiner momentanen basketballerischen Talsohle zu entkommen.

„Hagen ist sehr gut in die Saison gestartet, hat zuletzt ein paar knappe und sehr unglückliche Niederlagen kassiert. Sie sind ein sehr offensiv starkes Team, spielen sehr flexibel, schnell und probieren viel im Eins-gegen-Eins“, sagt Jenas Headcoach Domenik Reinboth vor dem Duell. „Unsere Verteidigung muss am Freitag griffiger sein als zuletzt gegen Paderborn. Wir wollen unsere Basics in der Defense besser durchsetzen und weniger einfache Körbe zulassen. Bei einem Blick auf die Tabellensituation ist es derzeit so eng, dass Hagen mit zwei Siegen bis auf den 5. Platz klettern könnte. Insofern ist die Saison für Vorabprognosen noch zu neu, zu frisch. Wir haben noch nicht alle Gegner gespielt oder gesehen, um uns ein Urteil zu erlauben. Von uns sollte niemand in das Spiel starten und das Duell auf die leichte Schulter nehmen. Wir waren hinsichtlich der Partie gegen Paderborn zwar zufrieden mit dem Sieg, aber nicht mit der Leistung. Das soll gegen Hagen besser werden,“ so Reinboth mit Blick auf die Begegnung.

Unterdessen steht hinter dem Einsatz von Julius Wolf weiterhin ein großes Fragezeichen. Jenas Kapitän hatte im Spiel bei den Gladiators Trier einen Schlag auf die Wade bekommen, die bis in die Hüfte wanderte. Nach einigen Minuten im letzten Heimspiel gegen Paderborn musste Julius Wolf auf der Bank platz nehmen und verblieb dort bis zur Schlusssirene. „Bei Julius müssen wir abwarten, wie sich sein Zustand in den kommenden Tagen entwickelt. Es ist natürlich blöd, dass uns aufgrund der Freitagsansetzung ein Tag Regeneration fehlt. So werden und können wir es wieder nur kurzfristig entscheiden, ohne eine zu frühe Rückkehr zu forcieren“, äußert sich Domenik Reinboth hinsichtlich der noch offenen Einsatzfähigkeit einer seiner wichtigsten Anführer.

Der direkte Vergleich beider Vereine spricht indes deutlich für die Gastgeber aus Thüringen. Nach bislang sechs Begegnungen liegen die Saalestädter mit 5:1 vorn. Während die Hagener lediglich einen Sieg gegen Jena erringen konnten – am 15. November 2008 mit 83:86 nach Verlängerung in der Leichtbauhalle am Jenzig – führt Jena auch bei den Punkten mit 551:503.

Das Spiel wird hier live übertragen.

30.10.2021 19:00 Uhr VfL Sparkassenstars Bochum vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Nach zuletzt zwei Auswärtsreisen in den Süden Deutschlands kehren die VfL SparkassenStars Bochum zum 7. Spieltag der Saison 2021/2022 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gegen das TEAM EHINGEN URSPRING zurück in die heimische Rundsporthalle. Zwei Niederlagen aus Kirchheim und Schwenningen hatten die SparkassenStars jeweils auf ihrer langen Rückreise in Ruhrgebiet im Gepäck. Doch die Niederlagen wurden aufgearbeitet und das Team von Headcoach Felix Banobre ist hochmotiviert, die Lehren aus diesen beiden Spielen bereits gegen Ehingen umzusetzen. Zudem besteht noch die Hoffnung auf die Rückkehr der beiden zuletzt verletzten Leistungsträger Tony Hicks und Björn Rohwer. Niklas Geske hingegen ist seit der Rückkehr aus Schwenningen angeschlagen.

Die Gäste aus dem Südosten Baden-Württembergs sind seit der Saison 2011/2012, mit der Ausnahme der Saison 2015/2016, in der ProA vertreten. Ehingen ist mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet und steht aktuell auf dem vorletzten Tabellenrang. Bereits drei Importspieler haben die Ehinger schon im Laufe dieser Saison verlassen. Aber dennoch verfügen die Gäste über ein schlagfertiges Team, welches, wenn das Zusammenspiel verbessert wird, noch Siege einfahren wird. Der kanadische Aufbauspieler Munis Tutu ist mit 18,0 Punkten und 5,7 Assists Topscorer der Ehinger und Takiula Fahrensohn, ein Neuseeländer mit deutschem Pass, trägt 11 Punkte im Schnitt zum Scoring von Ehingen bei. Nach diesem Duo folgen mit Antonio Pilipovic, Kevin Strangmeyer, Maximilian Langenfeld und Tim Martinez gleich vier Spieler, die gelegentlich an die zweistelligen Punkteausbeuten anklopfen.

„Ich mag die Spielweise von Ehingen sehr. Sie sind ein Run-and-Gun-Team mit hochtalentierten Spielern wie Pilipovic, Fahrensohn, Martinez und dem jüngsten Aav. Jeder ihrer Spieler kann schießen. Die soliden Bigmen wie Strangmeyer und ihrem Neuzugang Osayende werden von ihrem Coast-to-Coast-Point-Guard Munis Tutu angeführt. Es ist eine Mannschaft mit sehr hoher Angriffseffizienz, schnellen Spielzügen und solider Verteidigung. Sie haben ihr Potenzial in den letzten Spielen gezeigt. Sie sind gut gecoacht und ich denke, ihr Stil passt perfekt zu der Zusammensetzung des Teams. Dies wird definitiv ein schwieriges Spiel, besonders wenn wir immer noch nicht wissen, ob Björn, Tony und auch Niklas am Samstag spielen können. Wir müssen wieder zu uns selbst finden, unser Spiel und unsere Verbindung zum Spiel wiederfinden. Dies ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, insbesondere um uns zu entwickeln und zu lernen, wie wir die Widrigkeiten und Situationen der letzten Spiele überwinden können. Wir müssen unsere Konzentration während der gesamten 40 Minuten des Spiels bei 100% halten“, blickt Headcoach Banobre auf die Partie am Samstag.

Das Spiel wird hier live übertragen.

30.10.2021 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. wiha Panthers Schwenningen

Sechs Spiele sind gespielt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Nach einem bitteren Saisonstart mit drei deutlichen Niederlagen, haben sich die Mannen von Head Coach Igor Perovic zuletzt merklich stabilisiert und gegen Vechta, Bochum und Hagen wichtige Siege einfahren können. Ein Spiel weniger absolviert haben die Schwenninger. Auf ihrem Konto stehen nach fünf gespielten Duellen drei Siege und zwei Niederlagen. Insgesamt ist die Tabelle der ProA sehr eng beieinander. Mit Ausnahme von Jena, die bislang erst einmal als geschlagene Mannschaft vom Feld mussten, weisen bereits alle anderen Teams mindestens zwei Niederlagen auf. Häufig entscheidet die Tagesform darüber, wer die beiden Punkte letztlich mitnimmt.

Für die Ritter geht es am Samstag darum ihre Serie fortzusetzen. Doch die Voraussetzungen sind dafür alles andere als gut. Die Verletztenliste ist lang. Gleich mehrere Akteure kehrten aus Hagen mit Blessuren zurück und auch die allgemeine Erkältungswelle hat bei den Korbjägern keine Ausnahme gemacht. Bis zur Wochenmitte fehlten mit Karlo Miksic (Sprunggelenk), Aleksa Bulajic (Sprunggelenk), Jonathon Williams (Erkältung) und Rohndell Goodwin (Leistenzerrung, Sprunggelenk) wichtige Bausteine im Konzept von Perovic. Sicher fehlen wird Aleksa Buljaic. Der Youngster hat weiterhin mit den Folgen einer Bänderverletzung zu kämpfen und wird gegen Schwenningen nicht dabei sein. Auch ein Einsatz beim darauffolgenden Doppelspieltag ist noch fraglich. Nachdem der 19-jährige zu Saisonbeginn immer wieder mit Problemen am Sprunggelenk zu kämpfen hatte, möchte man unter der Teck auf Nummer sicher gehen. Bei den anderen Akteuren wird man die nächsten Tage abwarten müssen.

Auf Seiten der Panthers werden die Ritter auf einen ehemaligen Teamkollegen treffen. Justin Pierce trägt seit ca. zwei Wochen das Trikot der Schwenninger und überzeugte bei seinem Debut mit 20 Zählern. Das Hauptaugenmerk der Knights Defensive wird auf den ausländischen Positionen liegen. Wie bereits in den vergangenen Jahren konzentriert sich das Schwenninger Spiel stark auf die amerikanischen Spieler. Topscorer ist mit 23,4 Punkten Forward Raiquan Clark. Denker und Lenker im Spiel der Panthers ist Point Guard David Cohn. Er erzielt im Schnitt 16,8 Punkte und 8,5 Assists. Vieles im Spiel der Schwenninger läuft über die beiden zentralen Akteure. „Schwenningen hat eine sehr gute Mannschaft, die sehr engagiert und physisch auftritt. Cohn leitet das Spiel ausgezeichnet und man merkt in jedem Spiel die Leidenschaft zu gewinnen. Das wird eine schwierige Aufgabe für uns,“ sagte Knights-Coach Perovic.

Das Spiel wird hier live übertragen.

30.10.2021 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Eisbären Bremerhaven

Die seit drei Spielen ungeschlagenen Eisbären möchten, gegen das nächste Top-Team, die Uni Baskets Paderborn, den aktuellen Tabellendritten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gewinnen und den vierten Sieg in Folge einfahren. Wozu die Eisbären Bremerhaven fähig sind, mussten zuletzt die Teams aus Hagen sowie aus Ehingen schmerzhaft erfahren, als sich das Team um Kapitän Konstantin Konga zuweilen in einen regelrechten Rausch spielte und beiden Teams weit mehr als 100 Punkte einschenkte.

Paderborn um ihren Headcoach und ehemaligen Eisbären Steven Esterkamp wird vor der Offensiv-Power der Bremerhavener gewarnt sein und sich dementsprechend auf den Gegner von der Nordseeküste einstellen. Die Uni Baskets, die zuletzt eine vermeidbare Niederlage beim Tabellenführer aus Jena einstecken mussten, können dabei auf eine stabile Achse bestehend aus den drei US- Amerikanern Jordan Barnes (18,5ppg & 8apg), Christopher Trapp (15,3ppg) und Brad Greene (12,2ppg) bauen, die zusammen mehr als 50 Punkte pro Partie erzielen. Ihnen zur Seite steht ein starkes deutsches Quintett bestehend aus Big-Man Aaron Kayser (8,5ppg), den beiden großen Flügelspielern Jens Großmann (8,2ppg), Johannes Konradt (8,2ppg) sowie dem erst 18-jährigen Eigengewächs Peter Hemschemeier (7,2ppg) und dem umsichtigen Bälleverteiler Badu Buck. Der Tabellendritte aus Ostwestfalen spielt dabei auffällig selbstlos und verteilt mit knapp 24 Assists pro Spiel mit Abstand die meisten direkten Korbvorlagen der Liga. Dabei passen die Schützlinge von Esterkamp trotz hoher Pace überdurchschnittlich gut auf den Ball auf und verlieren den Ball durchschnittlich lediglich 14,6 Mal pro Partie, was umso bemerkenswerter ist, beachtet man das geringe Durchschnittsalter von 21,8 Jahren der Mannen von der Paderborn.

Die Eisbären um ihren Kapitän Konstantin Konga werden gewarnt sein und die Reise nach Paderborn hochmotiviert antreten. Insbesondere Konga scheint immer mehr in die von Beginn an für ihn vorgesehene Rolle des Leaders hineinzuwachsen. Gegen Ehingen erzielte er zuletzt zwar nur fünf Punkte, verteilte aber neun Vorlagen, sammelte fünf Rebounds, einen Block, drei Ballgewinne bei null Ballverlusten in knapp 27 Minuten Spielzeit. Die Woche zuvor gegen Hagen glänzte er hingegen als Distanzschütze und traf fünf von acht Versuche von jenseits der Drei-Punkte-Linie und blieb bei sechs Versuchen perfekt von der Freiwurflinie. Ihm zur Seite stehen die aktuell hervorragend aufgelegten Kevin Yebo (19,8ppg), Carrington Love (16,3ppg) sowie zwei weitere Deutsche in Person von Jarelle Reischel (15,5ppg) und Robert Oehle (10,2ppg). Man darf also gespannt sein, welche Serie weitergeht und ob die Eisbären den aktuell vorherrschenden Flow-Zustand beibehalten können oder dieser ab Samstagabend in Paderborn anheuert.

Das Spiel wird hier live übertragen.

30.10.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Artland Dragons

Seit sieben Jahren spielen die beiden Mannschaften in derselben Liga. Zunächst trafen die beiden Nordclubs drei Jahre lang in der ProB aufeinander, seit 2018 messen sie sich Jahr für Jahr in der ProA. In der vergangenen Saison gab es sogar vier Aufeinandertreffen – zwei in der Hauptrunde, zwei in den Playoffs – , von denen die Rostocker drei für sich entscheiden konnten. Die Bilanz seit 2016 sieht die SEAWOLVES knapp vorn: In 13 Begegnungen verließen die Ostseestädter das Parkett sieben Mal als Sieger. Auf keine Mannschaft trafen die Wölfe in den letzten sieben Spielzeiten häufiger.

In dieser Saison gelangen dem Team von Coach Tuna Isler aus den ersten fünf Spielen zwei Siege, zuletzt setzten sich knapp mit 102:98 gegen Trier durch. Das junge Team (knapp 24 Jahre im Schnitt) wird vom tschechischen Big Man Adam Pechacek (17,2 Punkte, 5,4 Rebounds pro Spiel) und Aufbauspieler Zack Ensminger (15,4 Punkte, 4,6 Assists) angeführt. Die Veteranen Chase Griffin und Demetrius Ward können jedoch jederzeit zum X-Faktor werden und Spiele maßgeblich beeinflussen. “Die Artland Dragons haben sich den Saisonstart sicher anders vorgestellt. Wir schätzen sie als sehr stark ein”, warnt SEAWOLVES-Coach Christian Held. “Zuletzt haben sie an Fahrt aufgenommen und mit Trier ein Team zuhause geschlagen, das einen hervorragenden Saisonstart hatte. Das zeigt, wie stark sie sind. Wir müssen gegen Artland auf viele verschiedene Verteidigungsarten einstellen. Da gilt es für uns, offensiv einen kühlen Kopf zu bewahren und unsere Optionen dagegen ruhig zu suchen. Sie haben viele sehr gute Werfer, die wir kontrollieren müssen. Das gilt auch für den Zug zum Korb der Guards. Denn darüber kreieren sie ihre Würfe. Sie ziehen zum Korb und passen dann zum freien Mitspieler für den offenen Wurf. Das gilt es zu unterbinden. Wenn uns das gelingt, haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen.”

Die SEAWOLVES wollen nach den Siegen in Ehingen und daheim gegen Schwenningen weiterhin in der Erfolgsspur bleiben. Dafür wurde zuletzt Forward Robert Montgomery Jr. verpflichtet. Der US-Amerikaner soll die Defensive stärken und das Rebounding verbessern. Auch Center Till Gloger, der im Spiel gegen die Panthers vor zwei Wochen umgeknickt war, ist wieder fit, um den Wölfen unter den Körben neben der zuletzt positiven Entwicklung von Gabriel de Oliveira wieder mehr Variabilität zu verleihen.
“Nach dem Spiel gegen Schwenningen lag unser Fokus darauf, unser Entscheidungsverhalten in Offensive und Defensive zu verbessern, uns weiter zu stabilisieren und uns natürlich auch auf das Spiel gegen die Artland Dragons vorzubereiten. Es ist noch früh in der Saison und wir haben noch viel Luft nach oben”, sagt Coach Held und beschreibt seine ersten Eindrücke vom Rostocker Neuzugang Montgomery: “Rob ist fit, wird aber noch etwas Zeit brauchen, um die Dinge umzusetzen, die wir von ihm sehen möchten. Er gibt uns mehr in der Verteidigung, im Rebounding und im Inside Game.”

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30.10.2021 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Tigers Tübingen

Nach zwei Auswärtssiegen, zuletzt am 23. Oktober beim Aufsteiger Itzehoe Eagles und einem spielfreien Wochenende zuvor, freuen sich die PS Karlsruhe LIONS auf den ersten Auftritt seit vier Wochen in der heimischen Lina-Radke-Halle am kommenden Samstag. Das Publikum kann sich auf eine attraktive Paarung freuen. Dafür sorgen nicht zuletzt die Gäste, denn die Tigers Tübingen sind in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bisher gut aus den Startlöchern gekommen. In sechs Begegnungen gab es vier Siege. Am 24. Oktober waren es die Bayer Giants Leverkusen, die von den Tigers mit 87:76 nach Hause geschickt wurden. Tübingen grüßt derzeit von Tabellenrang vier und könnte zum echten Prüfstein für ein Karlsruher Team werden, das zwar hohe individuelle Qualität aufweist, aber derzeit noch etwas an der Konstanz arbeitet.

Bei den Duellen der LIONS mit den Tigers spielt immer auch die badisch-schwäbische Rivalität eine Rolle, welche dem Derby – beide Städte trennen weniger als 100 Kilometer – jedes Mal eine besondere Würze verleiht. Legendär ist bis heute das Aufeinandertreffen im März 2019 in der vollbesetzten Tübinger Paul Horn-Arena. Drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde kämpften sowohl die LIONS als auch die Tigers noch um den Einzug in die PlayOffs. Durch ein hochdramatisches 94:100 nach Overtime waren es die Badener, die sich die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde sicherten. Tübingen musste zuschauen. Die Statistik aus der Saison 2020/2021 fällt zugunsten der Tigers aus. Das Hinspiel am Oberrhein endete 82:93. Ein Rückspiel kam nicht zustande, da sich die LIONS zum Zeitpunkt der ursprünglich geplanten Ansetzung in Quarantäne befanden und die Begegnung aufgrund des engen Zeitplans der Liga nicht mehr nachgeholt werden konnte. Spielbeginn ist am 30. Oktober um 19:30 Uhr.

Das Spiel wird hier live übertragen.

31.10.2021 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. RASTA Vechta

Nach dem nahezu perfekten Saisonstart mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen mussten die RÖMERSTROM Gladiators in den letzten beiden Partien die ersten Niederlagen einstecken. Nachdem man zuhause im Spitzenspiel gegen Medipolis SC Jena den Kürzeren zog, musste man sich auch in Quakenbrück bei den Artland Dragons knapp geschlagen geben. Am kommenden Sonntag empfangen die Trierer nun den Bundesligaabsteiger aus Vechta in der Arena Trier und wollen gegen die Norddeutschen in die Erfolgsspur zurückfinden. Rasta ist jedoch ein sehr schwer einzuschätzendes Team und der erste Club der ProA, der bereits seinen Trainer beurlaubte. Mit sechs Niederlagen aus sechs Spielen sind die Rastaner schlecht in die Saison gestartet. Nach der fünften Saisonniederlage musste Headcoach Derrick Allen seinen Hut nehmen und wird seitdem von Marius Graf, dem bisherigen Coach der zweiten Mannschaft, ersetzt. Aber auch das erste Spiel unter dem Interimscoach ging verloren – man musste sich am vergangenen Spieltag mit 107:118 nach Verlängerung den Nürnberg Falcons geschlagen geben.

Dass Rasta viel Qualität im Kader hat ist unbestritten und der bisherige Saisonverlauf lässt viele Experten ratlos zurück. Mit Jannes Hundt, Joschka Ferner, Robin Lodders oder Sheldon Eberhardt stehen erfahrene und starke deutsche Spieler im Aufgebot, mit Kevin Smit half zudem ein langjähriger Gladiator bei den Vechtaer Profis aus, der normalerweise für die zweite Mannschaft aufläuft. Dazu hat man mit Josh Young, Carlos Medlock, James Washington, Devin Searcy und Tyrone Nash sehr erfahrene US-Importe verpflichtet, die bisher noch nicht richtig in Fahrt gekommen sind. Statistisch wirkt die Mannschaft sehr ausgeglichen, Joschka Ferner (12 Punkte pro Spiel), Tyrone Nash (12 PpS), Preston Purifoy (11,8 PpS) und Josh Young (11,7 PpS) sind bisher die effektivsten Punktesammler bei Rasta. Im Teamvergleich fällt auf, dass Vechta aktuell die schlechteste Feldwurfquote der Liga hat und auch im Rebounding und den erzielten Punkten pro Spiel auf den hinteren Plätzen rangiert. So ergibt es sich auch, dass der vermeindliche Aufstiegskandidat aktuell auf dem letzten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga steht.

„Vechta ist eine der besten Mannschaften der Liga und sie haben auch den Anspruch und die Mittel ein Spitzenteam zu sein. Zum Start in die Saison hatten sie noch keinen Rhythmus und haben nicht so harmoniert wie gedacht. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sie diesen Rhythmus finden werden und sich stabilisieren. Aktuell sind sie sehr schwer einzuschätzen, auch weil sie einen neuen Coach haben. Wir arbeiten sehr hart daran aus den letzten Spielen zu lernen und am Sonntag wieder eine bessere Leistung zu zeigen. Wir wollen in diesem schwierigen Spiel den nächsten Schritt gehen“, sagt Headcoach Marco van den Berg über den nächsten Gegner der Gladiatoren.

Das Spiel wird hier live übertragen.

31.10.2021 18:00 Uhr Bayer GIANTS Leverkusen vs. Itzehoe Eagles

Ein Spiel beim deutschen Rekordmeister – auch das haben sich die Itzehoe Eagles mit ihrem Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verdient. Sonntag um 18 Uhr sind sie bei den Bayer Giants Leverkusen zu Gast. Der prominenteste Gigant sitzt auf der Bank: 181 Mal hat Hansi Gnad das Nationaltrikot getragen, 1993 war er Teil des Europameister-Teams. Eagles-Coach Patrick Elzie hat selbst gegen Gnad auf dem Feld gestanden, jetzt coacht der Kollege aus seiner Sicht eine „Top-Mannschaft“. Diese hat bisher alle drei Heimspiele gewonnen und dabei im Schnitt mehr als 100 Punkte erzielt. „Das wird eine große Herausforderung“, sagt Elzie, „eine der schwierigsten Aufgaben der Saison“.

Gleichzeitig ist es ein Highlight: „Wenn wir als kleine Itzehoe Eagles gegen den Rekordmeister spielen mit diesem Namen, diesem Trainer und in dieser Halle, ist das eine Riesensache für uns.“ Aber die starke Offensive des Gegners muss gestoppt werden – zum Beispiel die Dreier. Das Team komme auf eine Quote von knapp 40 Prozent, das zeigt die Gefahr, dass den Eagles von außen ein ähnliches Problem droht wie in den Spielen zuvor. Und selbst brauchen sie mehr Würfe aus der Distanz, stellt der Trainer fest. Die Kontrahenten kämen auf rund 25 Versuche, bei den Itzehoern seien es zehn weniger, kombiniert mit einer ausbaufähigen Trefferquote. Unter dem Korb sei sein Team stark, so Elzie, doch es müsse die richtige Balance gefunden werden zwischen dem Innenspiel und der Gefährlichkeit von außen.

Eine leichte Entspannung beim Personal könnte dabei helfen: Marko Boksic will nach seiner Wadenverletzung zumindest probieren, ob er mitwirken kann, Andrija Matic ist nach Jochbeinbruch mit Maske wieder im Training: „Das behindert ihn nicht“, sagt der Coach. Juvaris Hayes dagegen stieg mit Fußbeschwerden erst zum Ende der Woche wieder ins Training ein. Die Mannschaft werde so ins Spiel gehen wie immer: „Wir geben alles.“ Der Tabellenfünfte ist Favorit, „wenn wir dort verlieren, ist es auch kein Beinbruch“.

Das Spiel wird hier live übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbilder-ProA-Vorberichte-7.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-10-29 11:25:142021-10-29 12:00:57Vorberichte ProA 7. Spieltag

Nachberichte ProA 6. Spieltag

25. Oktober 2021/in APP, ProA 21/22

23.10.2021 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. VfL Kirchheim Knights 87:92

Erstmals in dieser Saison nicht von Beginn an auf dem Feld stand Karrington Ward. Der Flügel musste gar in zivil auf der Bank Platz nehmen, da er in der Partie gegen Bremerhaven einen Schlag aufs Knie bekommen hatte. Die entstandene statistische Lücke schloss Marcel Kessen ein Stück weit, der vor allem in der ersten Hälfte von den Knights nicht unter Kontrolle zu bekommen war. Der Big Man ging mit satten 20 Punkten in die Kabine, wobei er jeden seiner vier Dreierversuche und insgesamt sieben seiner acht Würfe aus dem Feld verwandelt hatte. In der zweiten Hälfte standen die Gäste ihm deutlich aggressiver auf den Füßen, zwangen ihn vermehrt ins Dribbling und sorgten so dafür, dass „Matze“ seinem Konto keine weiteren Zähler hinzufügen konnte.

Neben Kessen beendeten zudem Shawn Occeus (11), Dominik Spohr (13), Marquise Moore (10) und Paul Giese (16) die Partie mit zweistelliger Ausbeute. Besonders Letzterer tat sich durch seine defensiv harte Gangart hervor, konnte jedoch nicht alle vorhandenen Löcher in der Verteidigung stopfen. Am defensiven Ende hatten die Hausherren alle Hände voll mit dem „dreiköpfigen Monster“ der Gäste zu tun. Schon vor dem Seitenwechsel verbuchte das Trio um Besnik Bekteshi, Rohndell Goodwin und Jonathon Williams in Summe 33 der 47 Knights-Punkte für sich (70,2 Prozent). Schlussendlich kamen die Drei auf 58 Zähler, was immer noch 63,0 Prozent des gegnerischen Outputs entsprach. In Summe konnte Phoenix Hagen nach dem Seitenwechsel nicht an eine fulminante erste Hälfte anknüpfen. Im Gang nach vorn fielen in der zweiten Halbzeit nur zwölf von 32 Würfen aus dem Feld (37,5 Prozent Trefferquote), bei den Knights indes reduzierten sich die zuvor kritischen Ballverluste. Konnte Occeus in der Schlussphase noch per Dreier zum 82:82 (38. Minute) ausgleichen, war es dann an den Gästen, sich auf den letzten Metern abgeklärter zu präsentieren. Bekteshi, der gleich mehrfach durch taktische Fouls an die Linie geschickt wurde, blieb dort nervenstark (5/6) und besiegelte damit die Hagener Niederlage.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „In der ersten Hälfte sind wir inspiriert und mit der richtigen Energie aufgetreten, die es gegen ein gutes Team wie Kirchheim braucht. Genau das haben wir nach der Pause über weite Strecken vermissen lassen. Wenn wir es im dritten Viertel hinbekommen, dort weiter zu machen, wo wir zuvor aufgehört haben, kommt es vielleicht gar nicht erst dazu, dass hinten raus das Händchen zittert. Schließlich führten nach dem Seitenwechsel sowohl offensiv als auch defensive einige Dinge dazu, dass wir das Spiel aus den Händen gegeben haben.“

23.10.2021 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. Uni Baskets Paderborn 92:84

Die Basketballer von Medipolis SC Jena bleiben auch gegen die Uni Baskets aus Paderborn in der Erfolgsspur, bezwangen die Gäste am Samstagabend vor 1026 Zuschauern mit 92:84. Während die Thüringer ohne Jonathan Kazadi und Lorenz Bank antraten, über weite Teile der 40 Minuten auch auf ihren angeschlagenen Kapitän Julius Wolf verzichten mussten, kompensierte das Reinboth-Team dieses Trio mit einer erneut mannschaftlich geschlossenen Vorstellung. Lediglich Veteran Brandon Thomas ragte als Topscorer aus einem zweistellig punktenden Jenaer Sextett heraus. Der 37-jährige Flügelspieler war es auch, der mit seinem energischen Zwischenspurt im Schlussviertel für den entscheidenden Jenaer Run sorgte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Westfalen der Mannschaft von Headcoach Domenik Reinboth einen harten und intensiven Kampf geliefert, mit dem sie ihren bis dato starken 4:1-Saisonstart nachhaltig bestätigen konnten.

Steven Esterkamp (Headcoach Uni Baskets Paderborn): „Glückwunsch an Domenik und seine Mannschaft zu einem am Ende verdienten Sieg. Wir haben 35 Minuten sehr gut gespielt, am Ende war der Gegner aber als Team besser und hat die wichtigen Würfe getroffen. Unser Plan war es, den Ball schnell zu bewegen, da wir nur mit einem Center gespielt haben. Wir müssen aus den letzten fünf Minuten lernen und werden die Erfahrungen für die kommenden Wochen mitnehmen. Beide Teams haben 40 Minuten hart gekämpft. Am Ende war es sicher ein gutes Spiel für die Zuschauer. Brandon war aufgrund der Dreier und des Dunks heute sicher der entscheidende Spieler für Jena.“

Brandon Thomas (Flügelspieler Medipolis SC Jena): „Wir wollten uns vor den Fans besser und erfolgreicher präsentieren als im letzten Heimspiel gegen Bremerhaven. Trotz des Sieges gegen Paderborn haben wir auch weiterhin noch viel Arbeit vor uns. Der Start in das Spiel war nicht sonderlich gut, dafür hat unser Team über das gesamte Duell zusammengehalten, in den Schlüsselmomenten die richtigen Entscheidungen getroffen und sich die beiden wertvollen Pluspunkte am Ende hart erkämpft. Auch wenn ich mich über unseren Sieg freue, bleibt nicht viel Zeit, da wir bereits am Freitag Phoenix Hagen empfangen.“

23.10.2021 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. VfL Sparkassenstars Bochum 96:85

Beim ersten Aufeinandertreffen überhaupt zwischen den wiha Panthers und den VfL SparkassenStars Bochum erlebten die Zuschauer in der Schwenninger Deutenberghalle eine Partie mit zahlreichen offensiven Highlights und einigen defensiven Nachlässigkeiten. Das Fundament für den am Ende klaren Heimsieg legten die Panthers durch ein starkes erstes und drittes Viertel. Für die Schwarzwälder, die ohne die verletzten Amerikaner Quatarrius Wilson und Grant Sitton antreten mussten, feierte Neuzugang Justin Pierce sein Debüt im orangefarbenen Trikot. Der 23-jährige Flügelspieler stand neben Spielmacher David Cohn, Kapitän Chris Frazier, Topscorer Raiquan Clark und Center Till Isemann in der Startformation der Panthers.

Nach eineinhalb Minuten Spielzeit brachte Till Isemann die Schwarzwälder durch einen spektakulären Alley-Oop Dunk und anschließend verwandeltem Freiwurf in Führung (5:2). Die ohne ihren Spielmacher Tony Hicks angereisten Bochumer erkämpften sich zwar viele Rebounds in der Offensive, haderten aber mit einer schwachen Trefferquote. Chris Frazier und David Cohn brachten die Panthers durch erfolgreiche Dreipunktewürfe klar in Führung nach den ersten zehn Minuten (21:15). Im zweiten Viertel konnten die wiha Panthers ihre Führung erstmals auf über zehn Punkte ausbauen (33:21). Doch Bochums Dominic Green brachte seine Mannschaft mit acht Zählern in Serie wieder heran. Schwenningens Topscorer Raiquan Clark erzielte seinerseits die letzten acht Punkte seines Teams vor der Pause. Beim Stand von 41:35 ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel traten die Schwenninger hellwach auf und starteten mit einem 8:0- Lauf. Zwar verkürzte Johannes Joos per Dreipunktewurf, doch die Verteidigung der wiha Panthers stand jetzt sicher. Die Gäste suchten weiter ihr Heil in Distanzwürfen, die aber nur zu überschaubarer Quote ihr Zeil fanden. David Cohn erhöhte am Ende des dritten Viertels die Schwenninger Führung auf 16 Zähler. Im Schlussviertel packten die Gäste eine sehr aggressive Verteidigung aus und erzwangen reihenweise Ballverluste der Doppelstädter. Bochum kam trotz intensiver Bemühungen jedoch nicht mehr in Schlagdistanz, weil in Reihen der wiha Panthers das aus Raiquan Clark, Justin Pierce und David Cohn bestehende Trio offensiv immer wieder Antworten fand. Clark erzielte am Ende mit 31 Punkten seine persönliche Bestleistung. Neuzugang Pierce feierte mit 20 Punkten ein starkes Debütspiel für die Panthers. Und Spielmacher David Cohn schrammte mit 18 Punkten, 10 Assists und 9 Rebounds nur ganz knapp an einem Triple Double (zweistellige Statistikwerte in drei Kategorien) vorbei.

Panthers-Trainer Alen Velcic zeigte sich nach dem Spiel trotz des Heimerfolgs enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft: „Es fragt in ein paar Wochen zwar niemand mehr, wie wir dieses Spiel gewonnen haben, aber ich bin stinksauer darüber, wie meine Mannschaft heute aufgetreten ist. Wir haben uns 17 Ballverluste geleistet und am Ende einfach nicht mehr verteidigt. Das war das schlechteste Saisonspiel von uns bisher. In Kirchheim müssen wir wieder ganz anders auftreten!“

23.10.2021 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. TEAM Ehingen Urspring 116:84

Beide Teams starteten die Partie mit offenem Visier und boten den Zuschauern vom Sprungball an viele ansehnliche Offensivaktionen. Während die Mannen von Eisbären-Headcoach Michael Mai allerdings vor allem am Korb zum Erfolg kamen, punkteten die Gäste von Team Ehingen Urspring vermehrt aus der Distanz – insbesondere Antonio Pilipovic und Munis Tutu stellten die Hausherren immer wieder vor Probleme. Andersherum kamen die Eisbären Bremerhaven immer wieder am Korb zum Abschluss – besonders deutlich zeigte sich die Überlegenheit bei den Offensivrebounds: dieses Duell ging mit 16:4 an die Eisbären, wobei Robert Oehle (vier) und Kevin Yebo (sechs) im Alleingang zehn zusätzliche Würfe für ihre Farben gewinnen konnten.

Nachdem im 1. Viertel (28:28) noch alles ausgeglichen war, konnten die Gäste bis zum 45:43 problemlos mithalten, bevor ein erster Zwischensprint die Eisbären Bremerhaven (11:0) erstmals zweistellig in Führung brachte und zur Halbzeit fast das gleiche Ergebnis auf der Anzeigentafel wie in der Vorwoche gegen Hagen stand: 62:49. Nach der Pause drückten die Eisbären weiter auf das Tempo, gingen nach 25 Minuten (78:57) erstmals mit über 20 Punkten in Führung und spielten sich phasenweise angetrieben von den lautstarken Fans in einen Rausch. Nach nur 30 Minuten war der Score schon bei 91 Punkten angelangt, mit 91:71 ging es in die letzte Viertelpause. Im Schlussabschnitt gaben sich die Gäste allerdings nicht auf und kämpften sich nochmal heran, auf 91:77 bzw. 92:81, bevor die starken Kevin Yebo mit einem Dreier sowie Robert Oehle mit Freiwürfen wieder punkteten und schließlich die Eisbären wieder ins Rollen kamen. In den Schlussminuten fiel erneut wie vor Wochenfrist der 100. Punkt (diesmal per Freiwurf durch Robert Oehle) bevor alle Dämme brachen und der Punktestand noch bis auf 116 hochgeschraubt werden konnte. Mit 116:84 stand am Ende ein klarer Sieg zu Buche.

Über den 3. Sieg in Folge freut sich auch Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Wir haben unsere körperliche Überlegenheit gut ausgespielt und vor allem auch das Rebound-Duell deutlich mit 45 zu 25 gewonnen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die sich die 116 Punkte verdient hat. Die Stimmung in der Halle hat uns sehr geholfen. Das Ergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Urspring sich bis zuletzt gewehrt hat und es uns nicht so leicht gemacht hat, wie es auf den ersten Blick bei dem Ergebnis aussehen mag.“

23.10.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Nürnberg Falcons 107:118

Dreier Ferner, Dreier Washington, Dreier Ferner – #alarmstufeorange im RASTA Dome! In den ersten gut zwei Minuten der Partie brannten die Vechtaer vorne wie hinten ein Feuerwerk ab, führten nach 128 Sekunden mit 12:2. In der folgenden Auszeit jedoch brachte Nürnbergs Head Coach Vytautas Buzas die Gäste in die Spur und sie legten ihrerseits einen 13:0-Lauf aufs Parkett. Siebenmal wechselte die Führung im 1. Viertel, die Gäste profitierten von von der Vechtaer Defense ausgegebenen Freifahrtscheinen und dadurch möglichen 10/11 Treffern „in the paint“. Stand nach zehn Minuten: 25:26. Mitte des zweiten Abschnittes verloren die Vechtaer erstmals den Anschluss, lagen in der 15. Minute mit 30:39 hinten. Die Gäste, in dieser Saison noch nicht ausdrücklich für eine tolle Dreierquote bekannt, nutzten quasi jede sich bietende Schwäche der RASTA-Defense und hatten zur Halbzeit 83% ihrer 2er, 63% ihrer Dreier und 79% von der Freiwurflinie getroffen. Auch RASTA hatte gute Quoten, aber auch schon neun Ballverluste zur Halbzeit und bei den Rebounds lagen die Vechtaer gar mit 4:13 (!) im Hintertreffen.

Doch angeführt von Kapitän Josh Young, der sieben Punkte in nicht einmal einer Minute machte, und angetrieben von exorbitant lauten RASTA-Fans, holten die Vechtaer den Rückstand Punkt für Punkt auf. Praktisch mit Ablauf des 3. Viertels stellte Robin Lodders noch auf 70:72 – Jubel und Hoffnung an der Pariser Straße. Die Nürnberger hatten in diesen zehn Minuten nur einen von vier Freiwürfen getroffen, RASTAs Fans standen ihren 6. Mann grandios und hatten für den Schlussabschnitt noch mehr zu bieten. Und nach einem weiteren Dreier von Joschka Ferner zum 88:84 (35.) konnte niemand mehr sein eigenes Wort oder das des Nachbarn verstehen. Die Partie erlebte eine an Spannung und Dramatik nicht zu überbietende Schlussphase, in der Robin Lodders mit seinem Dunk zum 96:94 (39.) auch den letzten Fan vom Sitz riss. Allein: Die Nürnberg Falcons hatten immer noch einen Flügelschlag in Reserve und Antonio Davis traf elf Sekunden vor dem Ende mit einem von zwei Freiwürfen zum Ausgleich – 100:100. Josh Young übernahm Verantwortung und zog mit der letzten Aktion des 4. Viertels zum Korb, der Ball fiel jedoch nicht und auch Robin Lodders’ Tip-In-Versuch verfehlte um Haaresbreite das Ziel.

Die Geschichte der fünfminütigen Verlängerung ist schnell erzählt. RASTA konnte die Energie der letzten 15 Minuten nicht hinübertragen in die Overtime und bekam noch einmal richtig eingeschenkt. Vorne scheiterten alle sechs aus dem Spiel heraus genommene Wurfversuche, RASTA punktete nur noch von der Freiwurflinie und holte in fünf Minuten nur einen Rebound – die Gäste acht. Die Nürnberg Falcons trafen auch einmal mehr extrem gut in der Zone (6/7), eine Vechtaer Siegchance war somit nicht mehr gegeben.

Marius Graf (Interims-HC RASTA Vechta): „Wir haben definitiv eine gute 2. Halbzeit gezeigt und hatten das Momentum dann klar auf unserer Seite. Am Ende können wir das Spiel in gleich zwei Situationen für uns entscheiden. Aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Die 1. Halbzeit ist nicht gut gelaufen, keine Frage. Wir hatten unter der Woche an unserer „Pick and Roll“-Defense gearbeitet, sie war heute aber einfach nicht gut genug – wir haben zu viele Dreier kassiert. Insgesamt muss man sagen, dass Nürnberg vom Shooting her einen unfassbar guten Tag hatte. Wenn ich hier diese Quoten sehe, sind das Werte, mit denen man ein Spiel eben gewinnt. Wir müssen in der Eins-gegen-Eins-Verteidigung härter arbeiten. Im 1. Viertel lassen wir 26 Punkte zu, im 2. satte 30 – das ist viel zu viel. Das sind die Punkte, an denen wir zuerst ansetzen müssen. Ein großes Kompliment möchte ich noch unseren Fans machen, die uns fantastisch unterstützt haben und ich weiß nicht wie viele Nürnberger Freiwürfe regelrecht rausgeschrieen haben. Das war ganz toller Support, vielen Dank!“

23.10.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Römerstrom Gladiators Trier 102:98

Bereits von Beginn an präsentierten sich die Dragons am Samstagabend mit einem gänzlich anderen Gesicht als noch in den vergangenen beiden Partien. Die Pace des Spiels war hoch, die Qualität auf gutem ProA-Level und die Dragons-Offensive überzeugte mit klugem Team-Play und guter Entscheidungsfindung. Außerdem kamen die Quakenbrücker wieder häufiger an die Freiwurflinie als zuletzt, da beide Mannschaften jedoch exzellent vom Perimeter trafen, entwickelte sich ein High-Scoring-Game, das die Drachen dieses Jahr in dieser Form auch noch nicht im Repertoire hatten. Mit 34:29 gingen die Teams in die Viertelpause, die den Zuschauern in der Artland Arena definitiv Lust auf mehr machte. Und die Partie blieb schnell. Insbesondere die Treffsicherheit ging beiden Teams nicht abhanden, die der Gladiators allerdings noch etwas weniger. Garai Zeeb bescherte Trier zunächst die erste Führung der Partie, Jonathan Almstedts persönlicher 5:0-Lauf ließ die Gäste schließlich sogar bis auf 53:50 davonziehen. Ein Mann war jedoch besser: Chase Griffin, unglaubliche 16 Punkte bis zur Pause, sicherte mit einem Hustle-Play zunächst den Ball, um anschließend eiskalt von der Dreierlinie abzudrücken. Und so ging die Halbzeit-Führung trotz des Trierer Zwischenhochs mit 59:56 an die Artland Dragons.

Die Konstante, die sich auch im dritten Viertel fortsetzte, war auf Drachen-Seite ohne Zweifel der Dreier. Insbesondere der omnipräsente Zach Ensminger und Sullivan brachten ihr Team mit 71:65 in Front und zwangen van den Berg nach 24 Minuten so zur Auszeit. Jetzt war es also der Quakenbrücker Point Guard, der die Dragons davonziehen ließ. In den Minuten vor der letzten Viertelpause kamen die Gladiatoren dann allerdings nochmal etwas näher. Clarke und Jonas Grog brachten die Gäste vor den finalen zehn Minuten bis auf 75:81 heran. Diese starteten, wie sollte es schon anders sein, mit einem Ensminger-Dreier. Die Spannung in der Artland Arena war bei den Zuschauern nun grenzenlos, vor allem weil es Trier immer wieder gelang sich von hohen Rückschlägen zu erholen. Auf der anderen Seite gerierten die Dragons allerdings auch nicht erneut ins Schwimmen. Ensminger und Pechacek, am Ende mit 24 bzw. 20 Punkten Quakenbrücker Topscorer, nahmen ihre Mannschaft auf die Schultern und brachten sie durch einen 7:2-Lauf 3:20 Minuten vor dem Ende mit 93:85 in Führung. Dieser Puffer sollte schlussendlich reichen, Trier kam zwar nochmal auf drei Punkte ran, Zdravevski und Ensminger machten den ersten Dragons-Heimsieg in der Saison 2021/22 jedoch schließlich perfekt.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Der Sieg ist neben den zwei Punkten vor allem wichtig für unser Selbstvertrauen und unsere Moral. Dass wir unseren Fans darüber hinaus ein so gutes Spiel haben zeigen können, macht die Sache insgesamt rund. Wir haben eine offensivlastige Partie gesehen, da Trier ebenfalls nicht einfach zu stoppen war und dazu insbesondere von der Dreierlinie deutlich effektiver als erwartet. Das Ergebnis sieht knapper aus, als es schlussendlich war, weil der Gegner einige schwere Würfe getroffen hat, wir sind hingegen unserem Flow gefolgt. Heute waren endlich die Physis und Energie meiner Mannschaft zu erkennen, was mich sehr freut. Anders hätte man einem solchen Gegner allerdings auch nicht entgegentreten können. Trotzdem haben wir gezeigt, dass wir schönen Basketball spielen können – 25 Assists bei lediglich sieben Ballverlusten ist eine wirklich schöne Sache. Außerdem ist es nicht selbstverständlich ein Reboundduell gegen Trier zu gewinnen. Dennoch ist es mir wichtig den Sieg trotz der guten Leistung nicht zu hochzuhängen. Obwohl wir ihn uns mehr als verdient haben, wird Rostock eine neue Herausforderung, der wir uns gerne stellen.“

23.10.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. PS Karlsruhe Lions 87:92

Nach Spannung sah es lange nicht aus. Dann bekam die Brokdorfer Sporthalle doch noch ihr erstes Drama in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Mit dem schlechteren Ende für die Itzehoe Eagles: Die PS Karlsruhe Lions retteten den Sieg ins Ziel mit einem 92:87 (22:19, 19:19, 36:26, 15:23). „Die Einstellung war deutlich besser als gegen Tübingen“, stellte Eagles-Coach Patrick Elzie mit Blick auf die deutliche Niederlage im ersten Heimspiel fest. Ihn ärgerten die erneut verlorenen Punkte mächtig, denn einige Grundlagen für den Sieg erarbeiteten sich die Gastgeber wie geplant: Sie gewannen das Rebound-Duell klar und holten deutlich mehr Freiwürfe heraus – wenn auch einige Fahrkarten von der Linie folgten. Doch viele kleine Fehler, die von den Karlsruhern gut ausgenutzt wurden, entschieden die Partie.

„Wir müssen einen Weg finden, die Drei-Punkte-Würfe der Gegner zu verteidigen“, sagte Elzie. Schon im ersten Viertel kamen die Gäste oft frei zum Schuss, trafen aber zum Glück für die Itzehoer nicht alles. Diese hatten lange Schwierigkeiten, den Weg unter den Korb zu finden, blieben aber im ersten Viertel dran, gestützt auf acht Punkte von Vance Johnson. Zur Halbzeit stand es nur 38:41 dank einer Szene, die in jeden Highlight-Film gehört: Drei Sekunden hatte Juvaris Hayes noch Zeit und ließ einen wilden Dreier los, der mit der Schlusssirene im Korb landete. Beide Teams starteten stark in die zweite Hälfte. Karlsruhe traf den Dreier, nicht zum letzten Mal zum richtigen Zeitpunkt. „Wenn der Gegner 12 von 26 Dreiern wirft, wird es schwierig“, sagte Elzie. Gestützt auf Ferdinand Zylka und Stanley Whittaker jr. (beide 22 Punkte) hatten die Gäste immer wieder eine gute Lösung in der Offensive parat. Bei den Itzehoern dagegen lief es nicht von außen und auch sonst nicht mehr gut ab der Mitte des dritten Viertels.

Mit 77:64 gingen die Lions in den letzten Abschnitt, drei Minuten vor Schluss führten sie mit 17 Punkten (91:74). Die einzig positive Nachricht für die Eagles schien das ProA-Debüt von Leon Fertig zu sein: Nach wenigen Sekunden auf dem Feld erzielte er per Mitteldistanz-Wurf seine ersten Punkte. Aber dann: Plötzlich waren die Gastgeber viel schneller und aggressiver und stemmten sich als Team gegen die Niederlage. Mit Körben von Yasin Kolo und vor allem Chris Hooper holten sie auf, Karlsruhe wackelte und machte Fehler. Doch als die Eagles gute Chancen vergaben, reichte die Zeit nicht mehr für eine erfolgreiche Aufholjagd. In der ProA gebe es keine leichten Gegner, es seien einfach immer 100 Prozent Einsatz gefordert, sagte Elzie. Aber dank der beiden Auswärtssiege zu Beginn seien die Eagles trotz der zweiten Heimniederlage immer noch im Soll. „Es wäre schön, wenn man die Heimspiele gewinnen kann“, so der Trainer. „Wir werden keine Mannschaft mehr überraschen können.“ Schon gar nicht das Topteam aus Leverkusen – dort sind die Eagles am nächsten Spieltag gefordert.

24.10.2021 18:00 Uhr Tigers Tübingen vs. Bayer GIANTS Leverkusen 87:76

Nach einer langen Fahrt in Richtung Baden-Württemberg bekamen es die „Giganten“ in der Anfangsphase der Begegnung mit hochkonzentriert aufspielenden Tigers zutun. Heimcoach Daniel Jansson hatte seine Mannschaft, so schien es, gut auf die GIANTS eingestellt und schnell spielten sich die Tübinger in eine Art „Offensivrausch“. Angeführt vom starken Ryan Mikesell, der am Ende des Spiels mit 19 Punkten Topscorer der Partie war, setzten sich die Hausherren mit einem 17:4-„Run“ zu Beginn ab (5. Spielminute). Doch BAYER fing sich und verkürzte den Abstand kontinuierlich. Trainer Hansi Gnad vertraute seinen Jungs und siehe da: Es wurde besser. In der Folge aber konnte sich kein Team auf dem Parkett einen nennenswerten Vorsprung erarbeiten. Sobald die Tigers einen Korbabschluss erfolgreich vollendeten, konterten die GIANTS umgehend und so war es auch andersrum. Die insgesamt 500 Zuschauer sahen eine hochinteressante erste Halbzeit welche auf Augenhöhe stattfand. Mit 40:41 endeten die Spielhälfte aus Sicht der Rheinländer.

Nach der Pause war zunächst BAYER die Mannschaft, welche das Spiel bestimmte. Die GIANTS wirkten in dieser Phase tonangebend. In der Offensive brachten durchdachte Aktionen den Korberfolg, während man in der Defensive intensiv verteidigte. Doch leider konnte Leverkusen diese gute Phase nicht für sich nutzen. Tübingen kam eindrucksvoll zurück und drehte das Spiel. In den letzten fünf Minuten des dritten Viertels traten die „Giganten“ nicht mehr ganz so konzentriert auf wie zuvor. Die Bälle landeten vermehrt auf und nicht mehr im Ring der Tigers.

In den letzten zehn Minuten wollte den BAYER GIANTS die Wende nicht mehr gelingen. Tübingen war immer einen Tick wachsamer als der Gegner aus Leverkusen und sorgte per Dreier durch Mateo Seric in der 32. Spielminute für eine Art „Vorentscheidung“ (59:74). Zwar versuchten Trainer Hansi Gnad und seine Schützlinge die Partie zum wiederholten Male zu kippen, doch diesmal war die Hypothek für dieses Vorhaben zu hoch. Der Gegner aus der Universitätsstadt verwaltete den Vorsprung clever und den Farbenstädter gelang kein erfolgreiches Comeback mehr. Schlussendlich verloren die „Riesen vom Rhein“ am Ende verdient gegen gute Tigers mit 76:87.

GIANTS-Coach Hansi Gnad war nach der Begegnung natürlich nicht mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Der gebürtige Darmstädter fasste die Paarung wie folgt zusammen: „Gratulation an Tübingen zu einem verdienten Sieg. Die Tigers waren an diesem Abend die konzentrierte Mannschaft, welche mit Physis und einer gesunden Portion Aggressivität in der Verteidigung genau das umgesetzt haben, was es braucht um ein Spiel zu gewinnen. Im dritten Viertel hatten wir eine richtig starke Phase, in welcher wir richtig gut in der Partie waren. Doch Tübingen hat sich fangen und im Anschluss gar absetzen können. Das war einfach zu viel für uns, vor allem bei der Vielzahl an Fehlern die wir gemacht haben. Jetzt richten wir den Fokus auf unser Heimspiel am kommenden Sonntag. Wir wollen in heimischer Halle den fünften Saisonsieg einfahren.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbilder-ProA-Nachberichte-6.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-10-25 12:44:542021-10-25 12:44:55Nachberichte ProA 6. Spieltag

SEAWOLVES verpflichten Robert Montgomery Jr.

25. Oktober 2021/in APP, Kadernews ProA

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben mit Robert Montgomery Jr. einen Flügelspieler verpflichtet, der das Team in der Verteidigung und im Rebounding verstärken soll. Der 24-jährige US-Amerikaner spielte in der vergangenen Saison in Mazedonien und freut sich auf sein zweites Profijahr in Europa.

“Ich bin sehr aufgeregt, Teil der SEAWOLVES-Familie zu sein und will alles dafür tun, dass wir erfolgreichen Basketball spielen”, sagt Montgomery Jr., der bereits in Rostock ist und die ersten Trainingseinheiten mit dem Team absolviert hat.

Nach einer starken Premierensaison 2020/2021 in Europa bei der 2. Mannschaft des mazedonischen Hauptstadtklubs MZT Skopje mit Werten von 14,2 Punkten und 11,9 Rebounds pro Spiel unterschrieb der Forward im vergangenen Sommer einen Vertrag beim griechischen Traditionsverein Apollon Patras. Doch das Engagement war dort nur von kurzer Dauer. Nach einem Pflichtspiel trennte sich der Club vom 1,98 Meter großen Kraftpaket.

Bei den SEAWOLVES soll Montgomery Jr., der mit der Trikotnummer 0 auflaufen wird, vor allem unter den Körben für defensive Stabilität mit Blocks und Rebounds sorgen. “Ich sehe mich als Spieler, der mehrere Positionen spielen und verteidigen kann”, erklärt Montgomery, der seine Spielweise mit vielseitigen NBA-Profis wie P.J. Tucker (Miami Heat) oder Draymond Green (Golden State Warriors) vergleicht.

“Wir freuen uns, den vakanten Kaderplatz mit Robert Montgomery Jr. besetzen zu können”, sagt SEAWOLVES-Coach Christian Held. “Wir haben uns dazu entschieden, einen sehr defensiv- und reboundstarken Athleten auf der Position Drei bzw. Vier (Flügelspieler; d. Red.) mit Richtung zur Fünf (Center) zu verpflichten. Damit haben wir einen Spieler geholt, der uns das bringt, was uns bisher noch gefehlt hat. Auf der Vier haben wir viele Werfer; mit Rob haben wir jetzt jemanden, der eher in Ringnähe agiert. Das gibt uns die nötige Tiefe, auch reagieren zu können, wenn wir auf Gegner treffen, die uns unter dem Korb Probleme bereiten.”

Ob Montgomery Jr. bereits beim Heimspiel gegen die Artland Dragons am 30. Oktober einsatzberechtigt ist, entscheidet sich kurzfristig.

Profil von Robert Montgomery Jr.

Geburtstag: 3. Oktober 1997 in Gaithersburg, Maryland (USA)
Größe: 1,98 m
Position: Forward

Stationen:
2021-2022 Apollon Patras (GRE)
2020-2021 MZT Skopje II (MKD)
2018-2020 Central Michigan (NCAA)
2017-2018 Indian Hills (NCAA)
2016-2017 St. Francis (NY) (NCAA)

Durchschnittliche Statistiken 2020/2021:
Skopje: 23 Spiele; 32:06 Minuten; 14,2 Punkte; 11,9 Rebounds

Quelle: ROSTOCK SEAWOLVES

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Montgomery-Jr-Rostock.png 563 1000 Jessica Grimm /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Jessica Grimm2021-10-25 09:29:142021-10-25 09:29:15SEAWOLVES verpflichten Robert Montgomery Jr.

Vorberichte ProA 6. Spieltag

22. Oktober 2021/in APP, ProA 21/22

23.10.2021 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. VfL Kirchheim Knights

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Mit drei Niederlagen in Folge haben wir uns selbst unnötig unter Zugzwang gesetzt. Entsprechend müssen wir gegen Kirchheim zu den Tugenden zurückkehren, die uns zu Saisonbeginn ausgezeichnet haben. Die heimische Kulisse in der Krollmann Arena, auf die wir uns alle zwei Wochen freuen, wird uns dabei zusätzliche Energie geben.
Mit Igor Perovic verfügen die Knights über einen enorm erfahrenen Trainer, der in Besnik Bekteshi einen routinierten Point Guard als verlängerten Arm auf dem Feld hat. Gerade Letzteren als auch die brandgefährlichen Jonathon Williams sowie Rohndell Goodwin müssen wir in ihrem Wirkungskreis einengen.“

Bekteshi ist aktuell nach Ferdinand Zylka (22,0 Punkte, Karlsruhe) mit durchschnittlich 19,3 Zählern der zweitbeste deutsche Scorer der ProA. Der ehemalige A2-Nationalspieler bekommt es beim Gastspiel in der „Ischehölle“ mit Phoenix-Topscorer Karrington Ward zu tun, der auf 16,4 Punkte pro Partie kommt. Auch die Flügel-Zange um Rohndell Goodwin und Jonathon Williams müssen die Hausherren ebenfalls defensiv auf dem Schirm haben. Das US-Duo trug seit einer Umstrukturierung des Knights-Kaders maßgeblich zu den Erfolgen in den letzten zwei Spielen bei. Dabei wusste Williams mit 13,0 Punkten und 5,5 Rebounds zu gefallen, Goodwin zeigte sich mit 19,0 Punkten, 6,5 Rebounds und 5,0 Assists als absoluter Zugewinn für die ProA.

Sowohl Phoenix Hagen als auch die Kirchheim Knights weisen derzeit eine Bilanz von je zwei Siegen und drei Niederlagen vor. Entsprechend kann der Gewinner der kommenden Begegnung einen Sprung ins Mittelfeld machen, während der Verlierer vorerst im unteren Tabellendrittel stecken bleibt.

Das Spiel wird hier live übertragen.

23.10.2021 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. Uni Baskets Paderborn

Wenn Jenas Bundesliga-Riesen am Samstagabend die Uni Baskets aus Paderborn empfangen, der aktuelle ProA-Spitzenreiter auf den Tabellenvierten aus Ostwestfalen trifft, kann man trotz des gerade erst eröffneten Spieljahres durchaus berechtigt von einem Spitzenspiel reden. Entsprechend viel Spannung und Dramatik dürfte das Duell bieten, wenn die beiden erfolgreich in die Saison gestarteten Kontrahenten aufeinandertreffen. Nachdem sich das Team von Domenik Reinboth am zurückliegenden Wochenende aufgrund eines hart erkämpften 83:75-Auswärtssieges bei den Gladiators Trier die Tabellenführung zurückerobern konnte, mit vier Siegen und einer Niederlage als Spitzenreiter in den 6. Spieltag startet, reisen die Gäste mit der identischen Bilanz nach Jena. Im Gegensatz zu den Thüringern, die bereits drei Begegnungen in fremden Hallen zu absolvieren hatten, konnte das Team von Headcoach Steven Esterkamp auf seine Heimstärke im Sportzentrum Maspernplatz vertrauen. Vier ihrer bisherigen fünf Duelle gewannen die Uni Baskets auf heimischen Parkett, bekamen dafür lediglich in Trier eine gelben Zettel in die Hand gedrückt.

Nach Heimsiegen gegen Ehingen (98:81), Hagen (73:72), Tübingen (82:73) und Vechta (99:86) sowie der besagten Niederlage an der Mosel (75:89) bilden die Paderborner punktgleich mit Jena, Trier und Vorjahres-Vize Leverkusen die aktuellen Top4 der Liga. Cheftrainer Domenik Reinboth sieht dennoch keinen Grund für hochgezogene Augenbrauen. „Von einem Überraschungsteam kann man bei unserem bevorstehenden Gegner nicht sprechen. Die Baskets haben ja in den letzten Jahren schon immer guten Basketball gespielt. Steven macht natürlich auch in Paderborn einen super Job. Seine Mannschaft gehört zu den unangenehmen zu spielenden Gegnern. Paderborn spielt sehr schnell, aggressiv und geht sehr häufig auf die Dreier,“ sagt Jenas Headcoach vor der Partie. „Sie sind gut reingekommen in diese Saison, hatten bislang vier Heimspiele, die sie alle gewinnen konnten. Gerade jetzt, nachdem wieder mit Fans und Zuschauern gespielt werden kann, ist das ein riesiger Vorteil. Natürlich kann ein guter Saisonstart ein Team zusätzlich beflügeln. Insofern empfangen wir einen sehr gefährlichen und unberechenbaren Gegner,“ so Domenik Reinboth. „Im letzten Heimspiel gegen Bremerhaven haben wir zu dreierlastig gespielt, obwohl wir Innen effektiver waren. Zuletzt in Trier gefiel mir die Balance schon besser. Unsere Team wird die Paderborner Würfe aus der Distanz sicher nicht komplett entschärfen können, jedoch müssen wir ihnen die Dreier so schwer wie möglich machen und zusätzlich auf Point Guard Jordan Barnes aufpassen“, so Reinboth abschließend.

Der 24-jährige Indiana-State-Alumni erzielte bislang straffe 18.6 Punkte im Schnitt (47,3 Prozent 3PT), verteilt zusätzlich 8.4 Assists und gilt trotz seiner 4 auf dem Rücken als Paderborns klare Nummer 1. Wenngleich mit Christopher Trapp (15.6 PpG, 45.9 3PT) die nächste Falle auf das Team der Thüringer lauert, wird Jena den variablen Esterkamp-Kader nur kollektiv schlagen können. Zu unausrechenbar (24.4 Mannschafts-Assists per Game, Liga-Bestwert) und zu treffsicher (41.3 3PT als Team) präsentierten sich die Westfalen im bisherigen Saisonverlauf. Von 2.10m-Center Brad Greene (12.2 PpG, 7.4 RpG, 1.4 BpG) über Johannes Konradt (48.3 3PT), den Ex-Jenaer Lars Lagerpusch bis hin zum erst 18-jährigen Peter Hemschemeier gelang es den Uni Baskets, ihren Gegnern durchschnittlich 85.4 Punkte einzuschenken. Jena erzielte unterdessen mit 87.0 Punkten nur knapp einen Korb mehr.

Eine ähnlich enge Bilanz ergibt sich im direkten Vergleich beider Mannschaften. Nach 17 bisher absolvierten Duellen liegen die Thüringer sowohl mit Blick auf die Siege – 10:7 – als auch in Summe der Körbe – 1418:1356 – vorn.

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23.10.2021 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. VfL Sparkassenstars Bochum

Mit zwei Siegen und zwei Niederlage sind die wiha Panthers mit ausgeglichener Bilanz in die neue Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gestartet. Angesichts des schweren Auftaktprogramms mit Begegnungen gegen drei potenzielle Meisterschaftskandidaten hat sich die neuformierte Schwenninger Mannschaft bislang in guter Frühform präsentiert. „Wenn mir jemand vor dem Saisonstart gesagt hätte, dass wir nach vier Spielen mit 2:2-Bilanz dastehen, hätte ich das sehr gerne angenommen“, bewertet Panthers-Trainer Alen Velcic. „Mittlerweile ärgere ich mich etwas, dass wir nicht noch besser dastehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.“ Bei den Auswärtsspielen in Vechta und Rostock haben die wiha Panthers jeweils große Rückstände durch spielerisch und kämpferisch starke Leistungen aufgeholt. In Vechta wurde die Aufholjagd durch einen Sieg in Verlängerung belohnt, in Rostock verfehlte Kapitän Chris Frazier den siegbringenden Wurf mit Ertönen der Schlusssirene nur knapp.

Auch der nächste Gegner der wiha Panthers steht nach vier Spielen mit ausgeglichener Bilanz da. Den VfL SparkassenStars Bochum ist nach mehreren Jahren in der ProB in der vergangenen Spielzeit der langersehnte Aufstieg in die ProA gelungen. Die Mannschaft von Head Coach Felix Banobre hat bereits in den ersten vier Partien in Deutschlands zweithöchster Spielklasse unterstrichen, dass der Aufsteiger viel Potenzial mitbringt. So gelang den Ruhrstädtern ein eindrucksvoller 91:86-Heimerfolg über den letztjährigen Vizemeister Leverkusen. Mit erfahrenen deutschen Akteuren (wie Johannes Joos, Björn Rohwer, Niklas Geske oder Lars Kamp) und starken amerikanischen Neuzugängen bringen die Bochumer auf dem Papier alle Voraussetzungen mit, um für weitere Überraschungen zu sorgen. Dass das Zusammenspiel der Bochumer bereits gut funktioniert, verdeutlicht der ligaweit zweitbeste Assistwert (22,8) und die zweitgeringste Anzahl an Ballverlusten (12,8 Turnover). Topscorer des VfL ist Dominic Green mit durchschnittlich 19 Zählern.

„Gegen Bochum wird es darauf ankommen, dass wir unser Spiel durchziehen und dem Gegner unser Spiel aufdrängen“, analysiert Panthers-Trainer Alen Velcic. „Wir müssen an unsere Stärken und unseren Teamgeist glauben und das was wir vorbereitet haben, konstant über 40 Minuten umsetzen. Dabei dürfen wir Bochum nicht unterschätzen! Die Mannschaft ist stark, hat auf allen Positionen gut verpflichtet und mit Felix Banobre einen erfahrenen Trainer, der einen sehr intensiven Stil spielen lässt. Dennoch spielen wir Zuhause und alles andere als ein Sieg zählt für uns nicht.“

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23.10.2021 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. TEAM Ehingen Urspring

„Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ Dieses Zitat des chinesischen Gelehrten Laotse beschreibt die aktuelle Situation der Eisbären Bremerhaven sehr gut. Versteht man die Reise als noch junge Saison 2021/22 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, so befinden sich die Eisbären noch ganz am Anfang ebendieser Reise. Dabei muss jeder Schritt auf dem Weg zum Ziel mit Bedacht, Respekt sowie Aufmerksamkeit getätigt werden, da man sonst Gefahr läuft, über Steine zu stolpern und vom Weg abzukommen.

Der nächste Stolperstein auf dem Reiseweg der Bremerhavener ist das Team Ehingen Urspring, dessen Reise bisher ebenfalls alles andere als einfach verlaufen ist. So hat das Team um Headcoach Felix Czerny in dieser Saison aus vier Spielen noch kein einziges Mal das Feld als Sieger verlassen und wartet sehnsüchtig auf das Schiff, dass sie sicher in den Hafen der siegreichen Teams fährt. Bereits von Bord gegangen ist indes der bullige Forward Josh Price, dessen Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde. So fehlt der jungen Mannschaft ein wichtiger Anker, der nun durch noch engeres Zusammenrücken sowie Neuzugang Shane Osayande aufgefangen werden soll. Gefährlich ist das Team um die Kapitäne Munis Tutu und Kevin Strangmeyer dennoch allemal. Besonders von jenseits der Dreierlinie fühlt sich die Mannschaft um die Scharfschützen Bakari Evelyn, Takiula Fahrensohn und Tim Martinez (77,8% Trefferquote) sehr wohl und versucht durch schnelles Umschaltspiel und viel „Drive and Kick“ den Gegner zu überrennen. So sind die fünf genannten Akteure auch allesamt die emsigsten Punktesammler der Gäste.

Auf Seiten der Eisbären gilt es den Rückenwind aus zuletzt zwei Siegen in Folge mitzunehmen, um auf der Reise wieder eine Etappe weiter voranzukommen. Es scheint, als ob die Mannschaft um Kapitän Konstantin Konga immer enger zusammenrückt ist und verstanden hat, dass man Spiele nur über defensive Intensität und offensives Ball-Movement wird gewinnen können. So dürfen sich alle Fans der Eisbären auf ein sicherlich unterhaltsames und kurzweiliges Spiel freuen.

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23.10.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Nürnberg Falcons

Rund 2.450 Tickets waren am Donnerstag für die Partie des 6. Spieltages verkauft, RASTA hofft mehr denn je auf die lautstarke Unterstützung seiner Fans. Dass die in den letzten Monaten alles andere als erfolgsverwöhnt waren, ist allen Verantwortlichen bewusst. Der nun für den beurlaubten Derrick Allen eingesprungene Interims-Head Coach Marius Graf (30) , der zuvor RASTAs „Zweite“ in der 4. Liga und das U18-Bundesligateam der Vechtaer betreut hatte, appelliert an die Fans, das Team in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen: „Samstag müssen wir alle an einem Strang ziehen und da brauchen wir definitiv den 6. Mann hinter uns. Wir alle müssen zusammenstehen und Gas geben, wir brauchen jeden Einzelnen. Also kommt bitte in die Halle, unterstützt uns und lasst uns hieraus eine gute Sache machen!“

Der A-Lizenzinhaber war in der letzten Saison bereits Co-Trainer von RASTAs Profis, dürfte nun an der Seitenlinie wesentlich präsenter sein und den Fans mit gutem Beispiel vorangehen. „Wer mich kennt und schon einmal bei einem Farmteam-Spiel gesehen hat, weiß, dass ich selbst manchmal versuche, der lauteste in der Halle zu sein. Eben in solchen Situationen, in denen man seine Spieler pusht und aufmuntert, wenn mal etwas nicht so gut geklappt hat“, so Graf.

Fan-Support war am letzten Wochenende auch in Nürnberg ein Thema. Falcons-Head Coach Buzas Vytautas bedankte sich am Samstagabend für die Unterstützung von den Rängen, die laut ihm maßgeblichen Anteil am 85:74-Heimerfolg gegen das TEAM EHINGEN URSPRING hatte: „Wir wollten heute eine Reaktion auf das Spiel in Trier zeigen. Ich denke, das ist uns streckenweise auch gelungen. Leider sind wir dann immer wieder zu unkonzentriert gewesen. Ich freue mich dennoch sehr über diesen Sieg, darüber dass wir deutlich besser gereboundet haben und über die grandiose Unterstützung der Fans hier.

Zuvor aber steht das Auswärtsspiel im RASTA Dome an. Fünf Falcons machen bisher neun oder mehr Punkte im Schnitt pro Spiel, Top-Scorer der Franken ist Antonio Davis (15.2 Punkte). Das Spiel leitet Dupree Mc Brayer (11.4 Punkte & 3.4 Assists), fürs Aufräumen unter den Körben ist Jonathan Maier hauptverantwortlich (10.8 Punkte & 6.0 Rebounds). Auffällig: Mit erst 111 versuchten Dreiern drückt kaum ein anderes Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA seltener von jenseits der 6.75 Meter ab.

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23.10.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Römerstrom Gladiators Trier

Am vergangenen Samstag mussten die RÖMERSTROM Gladiators gegen Medipolis SC Jena die erste Saisonniederlage einstecken. Vor heimischem Publikum musste man sich trotz großem Kampf mit 75:83 geschlagen geben und die Tabellenführung an den Gegner aus Jena abtreten. In dieser Woche steht für die Gladiatoren wieder ein Auswärtsspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf dem Programm. Am sechsten Spieltag treten die Moselstädter bei den Artland Dragons an, die mit nur einem Sieg aus den ersten vier Spielen in die Saison gestartet sind und aktuell auf dem 15. Platz der Tabelle rangieren. Bei den Dragons dürfte dies durchaus als Fehlstart gewertet werden.

Die Quakenbrücker gelten als klare Playoff-Kandidaten und haben einen Kader aus erfahrenen Akteuren und hochtalentierten jungen Spielern, die viel Verantwortung übernehmen. Ihre Qualität zeigten die Dragons beim bisher einzigen Sieg der Saison – am 3. Spieltag gewann man mit 94:83 bei den Eisbären Bremerhaven. Die weiteren Spiele gegen die Nürnberg Falcons (74:71), Aufsteiger Itzehoe Eagles (74:86) und Vizemeister Bayer Giants Leverkusen (97:78) konnten die Drachen jedoch nicht siegreich gestalten und rutschen so zum Start der Saison in den Tabellenkeller. Auffälligste Akteure sind Adam Pechacek, der nach Stationen in Hagen und Karlsruhe im Sommer ins Artland wechselte und aktuell 16,5 Punkte und 5,8 Rebounds pro Spiel auflegt, der junge Aufbauspieler Zachary Ensminger (13,3 PpS) und Flügel Taren Sullivan (13,3 Pps). Dazu stehen mit Adrian Breitlauch, Chase Griffin und Demetrius Ward Spieler mit viel ProA – Erfahrung in der Rotation, Big Man Jonas Weitzel spielte vergangene Saison noch in der ersten Bundesliga bei s.Oliver Würzburg. Statistisch liegen die Gladiatoren folglich in fast allen relevanten Kategorien vor den Dragons, lediglich bei der Dreierquote liegen diese vorne.

„Artland ist eine gut strukturiert spielende Mannschaft. Sie spielen offensiv wie defensiv sehr gut organisiert. Sie werden sicherlich ihren Heimvorteil ausnutzen wollen und so das Momentum auf ihre Seite ziehen. Daher müssen wir von der ersten Sekunde an hellwach und hochkonzentriert sein und unser Spiel spielen. Sie werden hochmotiviert sein, da sie nicht gut in die Saison gestartet sind und haben bereits gezeigt, dass sie ein Team wie Bremerhaven schlagen können. Aufgrund ihrer großen Rotation – jeder Spieler hat seine Rolle – ist es keine Lösung nur die auffälligsten Spieler ausschalten zu wollen, denn so kann man das Team nicht stoppen. Wir sind jedoch gut vorbereitet und freuen uns auf das Spiel am Samstag„, sagt Headcoach Marco van den Berg vor dem nächsten Auswärtsspiel der RÖMERSTROM Gladiators Trier.

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23.10.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. PS Karlsruhe Lions

Es gab schon bessere Voraussetzungen für die Itzehoe Eagles. Vor dem Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die PS Karlsruhe Lions sind die Personalsorgen erheblich gewachsen. Andrija Matic fehlt bereits seit zwei Wochen wegen seines Jochbeinbruchs. Vielleicht könne er in der nächsten Begegnung in Leverkusen mit einer Schutzmaske wieder auflaufen, sagt Eagles-Coach Patrick Elzie. Sicher ausfallen wird auch Marko Boksic: Im Training zog sich der Flügelspieler eine Wadenverletzung zu. Die Medizinier gehen von einer heftigen Zerrung aus, zunächst einmal wird jetzt der Heilungsprozess beobachtet. Bei Aufbauspieler Juvaris Hayes haben sich zumindest die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet: Es bestand der Verdacht auf einen Knochenbruch im Fuß, jetzt wurde eine Arthrose festgestellt. Möglicherweise könne der Amerikaner nach einer Spritze spielen, sagt Elzie. Fraglich ist auch, ob Ole Friedrichs nach Rückenproblemen wieder einsetzbar ist.

Die Aufgabe werde noch schwieriger als am vergangenen Sonnabend gegen Tübingen, so der Eagles-Coach. Das liegt an den eigenen Problemen, aber auch am Gegner: „Eine sehr gute Mannschaft, einer der komplettesten Kader der Liga“, sagt Elzie. Mit Maurice Pluskota, Tom Alte und dem in Itzehoe aus Bernauer Zeiten wohl bekannten Ferdinand Zylka haben die Lions Spieler mit Erstliga-Erfahrung, ihr Aufbauspieler Stanley Whittaker jr. ist der aktuell beste Punktesammler der Liga. Zwei Niederlagen haben die Karlsruher bisher kassiert, allerdings gegen die Topteams aus Trier und Leverkusen, wie Elzie hervorhebt.

Mit seiner Mannschaft hat er die deutliche Pleite gegen Tübingen analysiert. „Es war kein gutes Spiel von uns.“ Das passiere, bleibe aber hoffentlich die Ausnahme. Nach den beiden Auftaktsiegen sei auch Realismus gefragt, „wir müssen uns erstmal finden in der Liga“. In jedem Fall brauche es mehr Energie auf dem Feld: „Wir können nicht nach Ausreden suchen“, betont der Trainer. Angesichts der Personallage gehört erstmals Leon Fertig zum Kader, der vor der Saison als Spieler für 2. und 1. Mannschaft neu nach Itzehoe gekommen war. Die Verletzungssituation sei nicht zu ändern, aber man müsse sich um das kümmern, was selbst kontrolliert werden könne, so Elzie. „Wir müssen alle näher zusammenrücken, jeder muss ein paar Prozent mehr geben.“

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24.10.2021 18:00 Uhr Tigers Tübingen vs. Bayer GIANTS Leverkusen

Nach fünf Auswärtsspielen in Serie zum Saisonstart in der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Tigers Tübingen am Sonntag (18 Uhr) den Vizemeister BAYER GIANTS Leverkusen in der Rottenburger Volksbank Arena. „Wir freuen uns wahnsinnig“, sagt Trainer Danny Jansson. Und mit den Riesen vom Rhein erwarten die Tübinger Raubkatzen gleich einen dicken Brocken. Die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad ist mit vier Siegen aus fünf Partien erneut erfolgreich in die neue Spielrunde gestartet. Vor allem in der heimischen Ostermann Arena sind die Rheinländer besonders stark. Die einzige Saisonniederlage musste der kommende Gegner der Raubkatzen gegen den Aufsteiger aus Bochum einstecken.

In den vergangenen beiden Saisons haben die Tübinger alle vier Partien gegen Leverkusen verloren. Eine besondere Motivation, endlich einen Sieg gegen die Westdeutschen einzufahren. Doch das Unterfangen wird sich schwierig gestalten. Leistungsträger sind die Neuzugänge Luis Figge (17,4 ppg), Melvin Jostmann (14,0), Quentin Goodin (13,8) und Spencer Reaves (11,6). Die größte Stärke des Gegners liegt jedoch im Kollektiv. Eine Vielzahl an Akteuren kann einem Spiel jederzeit den Stempel aufdrücken. So wie die Routiniers Dennis Heinzmann (10,6 ppg, 8,6 rpg), John Stuart (JJ) Mann (7,8 ppg, 4,2 rpg) und Marko Bacak (7,4 ppg, 4,4 rpg). Zehn Spieler punkten zwischen 2,6 und 17,4 Zählern. Leverkusen glänzt durch ein gutes Zusammenspiel, eine offensive Presse, viel Spiel in der Zone und glänzenden Offensivqualitäten.

Stand heute, werden die Jansson-Schützlinge wieder mit dem gleichen Personal wie zuletzt gegen die Itzehoe Eagles antreten – sprich mit einer Rotation von neun Spielern. Timo Lanmüller befindet sich auf dem Weg der Besserung, Isaiah Crawley steigt ins Teamtraining ein. Mit beiden Akteuren können die Raubkatzen hoffentlich in den nächsten Wochen rechnen. Für Co-Trainer Husbo Dassouki steht den Raubkatzen eine große Aufgabe bevor: „Defensiv erwartet uns die bisher schwerste Aufgabe. Leverkusen ist tief aufgestellt, viele Spieler können scoren. Offensiv sind die BAYER GIANTS richtig gut. Dazu haben sie mit Dennis Heinzmann und Marko Bacak zwei große Kerle unter den Körben, da kommt bei den Rebounds Schwerstarbeit auf uns„, berichtet Dassouki nach intensiver Videoanalyse des Kontrahenten. Personell schätzt Dassouki die Rheinländer sogar noch stärker ein als in der vergangenen Spielrunde. „Die Abgänge sind sehr gut kompensiert worden. Mit Goodin und Reaves wurden zudem zwei sehr gute Importspieler verpflichtet. Wir müssen schauen, dass wir unser schnelles Spiel umsetzen können und einfach die große Herausforderung mit Freude annehmen„, so der 27-Jährige.

Das Spiel wird hier live übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbilder-ProA-Vorberichte-6.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-10-22 14:13:402021-10-22 14:13:40Vorberichte ProA 6. Spieltag

Nachberichte ProA 5. Spieltag

18. Oktober 2021/in APP, ProA 21/22

16.10.2021 18:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. Team Ehingen Urspring 85:74

Wie gut doch so ein Heimsieg tut! Bei den Nürnberg Falcons kann man nach dem 85:74 gegen Ehingen erstmal etwas durchatmen. Es war der zweite Heimsieg im dritten Heimspiel und dieser war, insbesondere nach dem indiskutablen 90:55 in Trier, bitter nötig. Und so sprach Coach Buzas im Vorfeld der Partie auch nicht selten von einem „Must win“. Soweit so gut, doch dieser Pflicht-Sieg musste erst einmal hart erkämpft werden. Der Auftakt der Gastgeber war vielversprechend. Angeführt vom agilen Tim Köpple kontrollierte Nürnberg die Partie und ging durch Jonathan Maier nach vier Minuten mit 14:5 in Führung. Felix Czerny auf Ehinger Seite nahm seine erste Auszeit um den Nürnberger Spielfluss zu stören und seine Mannschaft neu einzustellen. Das gelang und dank Tim Martinez und Munis Tutu kämpften sich die Steeples in die Partie. Die Falcons blieben zwar in Front, erlaubten Ehingen aber, nach zehn Minuten bis auf vier Punkte heranzukommen.

Diese Führung war im zweiten Viertel dann schnell Geschichte. Durch ihre starken Imports konnten die Gäste die Partie ausgleichen und in Person von Kevin Strangmeyer nach 13 Spielminuten gar 28:27 in Führung gehen. Bei den Falcons stimmte in dieser Phase insbesondere in der Defensive recht wenig, was auch Coach Buzas bei der anschließenden Auszeit lautstark monierte. Und da sich das in der Folgezeit auch nicht wirklich änderte, suchten die Hausherren ihr Glück eben in der Offensive. Vytautas Buzas wusste, dass man Ehingen nicht abschreiben dürfte, womit er mit Blick auf den weiteren Verlauf des dritten Viertels auch Recht haben sollte. Es ging hin und her und die Gäste machten keinerlei Anstalten, sich von den, nun doch sehr ansehnlich und zielstrebig agierenden Falken, abhängen zu lassen. Die Partie blieb eng und ging beim Stand von 66:62 in den Schlussabschnitt.

Dort spielten beide Mannschaften dann mit offenem Visier und lange Zeit sah es so aus, als müssten sich die knapp 950 Fans in der Kia Metropol Arena für eine spannende Schlussphase wappnen. Doch die Falcons hatten andere Pläne. Nach dem 75:70-Anschluss durch Bakari Evelyn zauberte das Nürnberger Guard-Duo Köpple-McBrayer einen 8:0-Run auf das Parkett, der die Partie vorentscheidend zu Gunsten der Falcons kippen sollte (83:70). Ehingen fehlten die Kräfte und die Mittel noch einmal zurückzukommen und so gewann Nürnberg schlussendlich mit 85:74. Es war der zweite Sieg im fünften Saisonspiel, der zweite vor heimischen Publikum noch dazu. Der Trainer war nicht unzufrieden: „Wir wollten heute eine Reaktion auf das Spiel in Trier zeigen. Ich denke, das ist uns streckenweise auch gelungen. Leider sind wir dann immer wieder zu unkonzentriert gewesen. Ich freue mich dennoch sehr über diesen Sieg, darüber dass wir deutlich besser gereboundet haben und über die grandiose Unterstützung der Fans hier.“

16.10.2021 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Phoenix Hagen 108:93

Mit unveränderter Starting Five gestartet (Konga, Love, Reischel, Moore, Yebo), gelangen die ersten fünf Punkte den Hagener Gästen, bevor Kapitän Konga das Spiel an sich riss und per zwei Dreiern sowie drei Freiwürfen die ersten neun Punkte zum 9:5 für die Eisbären Bremerhaven erzielte. Auch in der Folge blieb Konga treffsicher und hatte nach dem ersten Abschnitt bereits 14 Zähler erzielt. Da für die Gäste Karrington Ward ebenfalls sehr erfolgreich scorte, endete das spektakuläre 1. Viertel 31:27. Im 2. Viertel blieben die Eisbären zunächst in knapper Führung (40:35, 24. Minute), bevor es zu einem furiosen 22:0-Lauf kam. Während die Eisbären-Akteure dabei nach Belieben punkteten und sich in einen Rausch spielten, gelang es den Gästen in dieser Phase nicht mehr, das Tempo mitzugehen und diese konnten zur Pause nur noch einen einzigen Korb erzielen (Javon Baumann, 20. Minute). Mit 62:38 ging es in die Kabine.

Der Versuch einer Aufholjagd der Gäste konnte im 3. Viertel abgewehrt werden, nur einmal ging die Führung unter 20 Punkte (Dreier durch Dominik Spohr, 24. Minute), bevor der erneut starke Kevin Yebo mit einem Dreipunktspiel wieder auf +20 zum 71:51 stellte. Zu Beginn des Schlussabschnitts lief für die Eisbären Bremerhaven dann noch Qyidar Davis heiß, der mit 15 Punkten sein bisheriges Saisonhoch markierte und einen spektakulären Dunking ablieferte. Beim Stand von 91:66 (34. Minute) war die Partie schließlich entschieden und die Eisbären-Akteure spielten die Partie sicher zu Ende, bis der erste Heimsieg der Saison mit 108:93 auf der Anzeigentafel stand.

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Es war wichtig für uns, nach dem ersten Auswärtssieg auch unseren Fans zu Hause zu zeigen, dass wir mehr können, als wir in den letzten Partien gezeigt haben. Heute hat von Beginn die Energie und Konzentration gestimmt und wir konnten das Spiel kontrollieren. Wir haben viele Optionen, im Angriff zu punkten und das hat sich heute als eine unserer Stärken gezeigt.“

16.10.2021 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. VfL Sparkassenstars Bochum 94:85

Am vergangenen Samstagabend war es endlich soweit. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt, sicherten sich die Teckstädter im dritten Heimspiel die ersten beiden Punkte vor heimischem Publikum. Nach dem ersten Auswärtserfolg gegen Vechta vom vorherigen Wochenende, konnten die Mannen von Head Coach Perovic direkt nachlegen und fahren die nächsten Zähler ein. Verzichten mussten die Ritter auf Aleksa Bulajic. Der junge Point Guard wird nach erneuten Sprunggelenksproblemen wohl eine zweiwöchige Pause einlegen müssen. Wieder mit von der Partie waren Tim Koch und Karlo Miksic. Und beide sollten mit bissiger Defensivarbeit und dem einen oder anderen wichtigen Zähler einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg liefern. Dies war zunächst jedoch anderen überlassen.

Die Hausherren hatten das Zielwasser aus Vechta mitgenommen und trafen zu Beginn traumwandlerisch sicher. Zwei Punkte durch Jonathon Williams sorgten nach drei Minuten für die 15:6 Führung der Kirchheimer. Aber auch die Bochumer wollten früh zeigen, dass sie nicht gekommen waren um die beiden Punkte herzuschenken. Wie bereits in den ersten Saisonspielen zeigten die Gäste viel Herzblut und Einsatz und kämpften sich in die Partie. Bis zur Viertelpause erspielten sie sich sogar eine 23:21 Führung, da auf Kirchheimer Seite nach dem starken Auftakt in der Offensive der Wurm drin war. Nun zeigte sich jedoch die Veränderung im Kirchheimer Spiel der letzten Wochen. Hatte man in den ersten drei Saisonspielen ebenfalls jeweils gut gestartet, jedoch nicht auf den ersten Konter des Gegners reagieren können, übernahmen nun die Routiniers um Kapitän Till Pape. Angestachelt vom Bochumer Kampfgeist, legten die Knights besonders defensiv einen Zahn zu. Insgesamt nur vier Korberfolge gelangen den Bochumern im zweiten Abschnitt. In Verbindung mit dem ein oder anderen Freiwurf kamen die Gäste so auf elf Zähler im zweiten Viertel, während die Knights offensiv ihren Kurs wiederfanden und 25 Zähler auf ihrem Konto verbuchten. Den Schlusspunkt setzte ein Dreier von Goodwin pünktlich zur Pause zum 46:34 Zwischenstand.

Wer nun jedoch glaubte das wäre die Vorentscheidung, der wurde schnell eines Besseren belehrt, denn die Bochumer kamen mit dem Messer zwischen den Zähnen aus den Kabinen und wollten es nochmal wissen. Beide Mannschaften beackerten sich nun vor allem in der Defensive. Es entwickelte sich ein kampfbetontes, intensives Spiel, bei dem beide Teams gewillt waren alles rauszuhauen was im Tank war. Die Knights schafften es auf Angriffe der Gäste immer die richtige Antwort zu finden. Dies zog sich mehrmals bis ins Schlussviertel hinein. Doch immer noch gaben die Bochumer nicht auf. Insbesondere Forward Dominic Green wollte unbedingt das Spiel verlängern. Er netzte zwei blitzsaubere Dreier von weit hinter der Dreierlinie ein und sorgte so dafür, dass die Knights in Person von Besnik Bekteshi an der Freiwurflinie nochmals für Punkte sorgen musste. Letztlich jedoch fuhren die Knights den verdienten Heimsieg ein. „Heute zählt nur der Sieg. Man hat gesehen, das Bochum eingespielter ist. Ihre Abläufe waren flüssiger und sauberer. Um das reinzubekommen brauchen wir noch etwas, aber wir haben heute über Kampf und Mentalität dagegen gehalten. Wir sind als Team aufgetreten, was letztlich den Unterschied ausgemacht hat,“ sagte Knights Sportchef Chris Schmidt nach Spielende.

16.10.2021 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Rasta Vechta 99:86

Die Gastgeber begannen nach den bisherigen Heimsiegen selbstbewusst und zeigten den besseren Start: Nach drei Dreiern führten sie in der 4. Minute mit 9:4, ließen dann aber einen 0:7-Lauf der Gäste zu. Beide Teams versuchten anschließend weiter, viel von außen zu Punkten. Paderborn machte dies besser als Vechta: Mit einer starken Dreierquote von 5/8 und einer konsequenten Defensive zogen sie auf 23:15 davon, Rasta verkürzte noch auf 23:18 zum Viertelende. Die Gäste aus Vechta ließen sich von der Paderborner Führung nicht beeindrucken und erwischten nun ihrerseits den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt: Neuzugang Tyrone Nash mit vier Punkten und Sheldon Eberhadt mit zwei Dreiern sorgten für einen 10:2-Lauf – Auszeit Paderborn (13.). Die Partie verlief nun sehr abwechslungsreich und wurde hektischer: Rasta verpasste plötzlich einige einfache Abschlüsse nacheinander, die Baskets fanden zurück ins Spiel und konterten mit einem 14:2-Lauf zum 39:30. Und im Anschluss wurde es wild: Rastas Preston Purifoy verkürzte jenseits der 6,75-Linie zum 37:41 (19.), Paderborn legte zwei Punkte nach und führte 64 Sekunden vor der Pause mit 43:37. Doch dann kam ein unerwarteter 9:0-Lauf der Gäste mit den Zutaten Dreipunktewürfe durch Joschka Ferner weiter auf 40:43, aggressive Defense und tolles Rebounding: Rasta führte 46:43. Und als ob es noch nicht genug Dramatik in den Schlusssekunden dieses Viertels gegeben hätte, verwandelte Johannes Konradt sechs Sekunden vor der Halbzeitsirene einen weiteren Dreier für Paderborn – die „Maspernhölle“ jubelte!

Der dritte Spielabschnitt verlief ausgeglichen: Die Führung wechselte häufig, ehe Rastas Fehlerquote im Abschluss wieder stieg und Paderborn es schaffte, sich mit einem 9:0-Lauf auf 58:51 (24.) leicht abzusetzen. Vechta kämpfte sich aber wie im zweiten Viertel durch gute Aktionen unter anderem von Purifoy und Hundt wieder heran. Mit einer 69:66-Führung für die Baskets, die auf eine weiterhin starke Dreierquote bauen konnten, ging es in das finale Viertel. Im den finalen zehn Spielminuten hielten die Gäste aus Vechta bis zur 33. Minute und einem leichten Rückstand von 71:75 gut mit. Dann jedoch erzwangen die Paderborner, angetrieben von einem mittlerweile durchgehend stehenden und unglaublich lauten Publikum, mit einem unwiderstehlichen 10:0-Lauf auf 85:71 (35.) die Vorentscheidung. Diesen 14-Punkte-Rückstand sollte der BBL-Absteiger nicht mehr aufholen: Die Paderborner brachten den vierten Heimerfolg in Serie souverän nach Hause und holten sich den verdienten Schlussapplaus der Fans.

Steven Esterkamp (Headcoach Uni Baskets Paderborn): „Dieses Spiel hat uns allen richtig großen Spaß gemacht. Wir standen über das gesamte Spiel sehr gut in der Defense und haben in der Offensive den Ball super laufen lassen. Die Trefferquote von über 60 Prozent aus dem Feld ist eine starke Leistung, die wir nicht zuletzt unserem tollen Teamplay am heutigen Abend zu verdanken. Ich bin im Augenblick wirklich sehr glücklich mit meinem Team, mit dem Saisonauftakt und freue mich darüber, dass wir nach fünf Spieltagen so weit oben in der Tabelle zu finden sind. Wir werden uns jedoch in keinster Weise auf diesem guten Start ausruhen und hart weiterarbeiten, um auch auswärts in den kommenden Partien bestehen zu können.“

16.10.2021 19:30 Uhr Römerstrom Gladiators Trier vs. Medipolis SC Jena 75:83

Beide Teams starteten mit hoher Intensität in das Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga und zeigten, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Zur Hälfte des ersten Viertels führten die Gladiatoren mit 11:7, was hauptsächlich auf eine starke Verteidigung zu Spielbeginn zurückzuführen war. Mit 25:17 aus Sicht der Gladiatoren ging es dann in die erste Viertelpause. Auch das zweite Viertel startete sehr intensiv, beide Teams ließen in der Defense kaum etwas zu, Jena kam nun auch offensiv – vor allem von außerhalb der Drei-Punkte-Linie – besser in Fahrt. Während Trier versuchte die starken Big Men Radoslav Pekovic und Brody Clarke nah am Korb in Position zu bringen trafen die Gäste nahezu jeden Distanzwurf. So konnte Medipolis den knappen Rückstand der Gladiatoren egalisieren, die in den letzten Minuten des zweiten Viertels etwas ihren Fokus verloren und sogar in Führung gehen. Zur Halbzeitpause stand es 39:41 für das Team von Medipolis Jena.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hochklassig, beide Teams blieben defensiv konzentriert und zwangen sich immer wieder zu schwierigen Pässen und Abschlüssen. Im Verlauf des dritten Viertels wurde Jena nochmals stärker und versuchten den Gladiatoren ihr Tempo zu nehmen. Zwischenzeitlich gelang dies sehr gut und so erspielten sich die Gäste eine 50:57 Führung (27. Spielminute). Auch bis zum Ende des vorletzten Viertels kamen die Moselstädter nicht zurück in ihren Rhythmus – vor allem beim Rebound war man den Jenaern nun unterlegen – und lagen zur letzten Viertelpause weiterhin mit 53:59 zurück. Zu Beginn des letzten Viertels hatten die RÖMERSTROM Gladiators immer noch zu wenig Tempo im Spiel und machten es der Jenaer Offensive zu einfach freie Würfe zu kreieren. Jedoch blieb die Trierer Offensive zu oft erfolglos und man konnte den Rückstand nur langsam verkürzen. Erst Fünf Minuten vor Abpfiff kam Trier wieder besser in ihre Systeme und konnten das Spiel drei Minuten vor Schluss beim Spielstand von 70:70 ausgleichen. Die Gäste aus Jena spielten die Partie jedoch cleverer zu Ende und konnten das Spitzenspiel der ProA letztlich mit 75:83 für sich entscheiden.

Marco van den Berg (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Wir können sehr viel aus dieser Partie lernen. Wir hatten nicht den Fokus, wie wir ihn gebraucht hätten um ein starkes Team wie Jena zu schlagen. Auch auf den großen Positionen hatten wir – mit Ausnahme von Brody Clarke – zu wenig Input. Dies sind jedoch Dinge, die wir gut trainieren können und am Samstag steht in Artland das nächste wichtige Spiel an“.

16.10.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. Tigers Tübingen 62:96

Ein glänzendes Parkett, glänzend aufgelegte Tänzerinnen der Eagles Fighters, rund 600 gut gelaunte Zuschauer – es passte alles für die Heimpremiere der Itzehoe Eagles in der Brokdorfer Halle. Nur das Spiel nicht. Der entscheidende Grund dafür: „Die waren echt gut“, sagte Eagles-Coach Patrick Elzie. Er hatte sein Team gewarnt vor der aggressiven Verteidigung und dem schnellen Spiel der Tigers. Genau das zeigten die Gäste von Beginn an und brachten schnell einige Punkte zwischen sich und den Gegner. „Unser Spiel hat gar nicht funktioniert“, sagte Elzie. Die Stärken unter dem Korb konnten die Itzehoer nicht nutzen, gegen Chris Hooper und Yasin Kolo waren immer mindestens zwei Gegenspieler zur Stelle. Nun wären schnelle Pässe nach außen gefragt gewesen, doch auch das klappte nicht. Statt dessen gingen viele Bälle verloren, 20 Turnover waren viel zu viel. Auch in allen anderen Statistiken sahen die ohne Andrija Matic und Ole Friedrichs angetretenen Gastgeber schlecht aus, selbst beim Rebound, sonst ihre Stärke, wurden sie deutlich dominiert.

In der Verteidigung hatten die Eagles ebenfalls große Probleme. Die Tübinger zeigten nicht nur starkes Zusammenspiel und warfen wie erwartet viel von außen, sie waren oft auch einfach schneller als ihre Kontrahenten. „Wir sind immer hinterher gelaufen“, stellte Elzie fest. Eine symptomatische Szene direkt vor der Halbzeitpause: Nach verworfenem Hooper-Freiwurf sechs Sekunden vor Schluss holte Tübingen den Rebound, Ryan Mikesell dribbelte über das ganze Feld an Hooper und dem Rest der Eagles vorbei und vollendete mit leichtem Korbleger zum 51:42-Halbzeitstand. Immerhin waren die Gastgeber noch in Schlagdistanz nach einem offensivstarken zweiten Viertel.

Es sollte das einzige bleiben. Die zweite Hälfte begann mit missratenen Angriffen, die Tigers punkteten und machten den Vorsprung zweistellig. Bei den Eagles lief in der Offensive nichts mehr, „wir sind überhaupt nicht in unsere Systeme reingekommen“, sagte der Coach. Immer wieder stand ein Eagles-Spieler mit dem Ball in der Hand und suchte unter Druck der Tigers-Verteidigung einen Abnehmer. Die Gäste hätten sein Team zermürbt, meinte Elzie. Dann sei es „ein bisschen auseinander gefallen“, Korberfolge gab es fast nur noch nach Einzelaktionen. Tübingen dagegen spielte munter weiter und steuerte dem auch in der Höhe verdienten Sieg entgegen. Die beiden Auftaktsiege der Eagles hatte Elzie schon nicht überbewerten wollen – diese Partie habe nun gezeigt, was in der ProA los sei. „Abhaken und auf das nächste Spiel konzentrieren“, das ist die Maxime.

16.10.2021 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Artland Dragons 97:78

Auf seinen gesamten Kader konnte GIANTS-Coach Hansi Gnad zurückgreifen, der im Vorfeld eine schwierige Begegnung gegen die Niedersachsen prognostizierte. In den ersten Minuten schien es aber so, als hätte sich BAYER gut auf Quakenbrück eingestellt, denn in der Anfangsphase gaben die Rheinländer den Ton an. Mit einem 8:2-„Run“ setzten sich die Hausherren in der dritten Spielminute ab und erspielten sich die erste deutliche Führung in der Partie. Diesen Vorsprung verwalteten die Leverkusener in der Folge clever und die Drachen hatten zunächst ihre Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Erst zum Ende hin konnte der BBL-Pokalsieger von 2008 den Rückstand zu den „Riesen vom Rhein“ verkürzen und das erste Viertel endete mit dem Spielstand von 17:16. Ähnlich wie zu Beginn der Begegnung, gehörte auch die Anfangsphase des zweiten Durchgangs den Mannen von der Bismarckstraße. Dennis Heinzmann krönte einen 9:2-„Lauf“ an der Freiwurflinie zum 26:18 (13. Spielminute). Die Artland Dragons versuchten in den folgenden Minuten Schritt mit dem hohen Tempo der Hausherren zu halten. Dies gelang den Gästen vor allem durch den Tschechen Adam Pechacek, der den GIANTS sehr viel Arbeit in Brettnähe abverlangte. Doch an diesem Abend hatte BAYER auf die erfolgreich vorgetragenen Angriffe des Gegners immer eine Antwort parat und diese hörte auf den Namen Spencer Reaves. Der US-Amerikaner fing von Außen Feuer und war praktisch nicht zu bremsen. Insgesamt acht Dreier markierte der Flügelspieler an diesem 5. Spieltag – neuer Saisonrekord in der ProA. Zur Halbzeit gingen die GIANTS mit einer verdienten Führung von 45:36 in die Kabine.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte konnte sich keine Mannschaft einen nennenswerten Vorteil erarbeiten. Das Spiel wurde zunehmend zerfahren, viele Fehlwürfe reihten sich aneinander. Diese zwischenzeitliche Schwächephase im Offensivspiel der Hausherren konnten die Quakenbrücker allerdings nicht für sich nutzen. Es fehlte die Gefahr von außerhalb der Dreipunktelinie bzw. Mitteldistanz. Munter weiter machte Spencer Reaves, der im dritten Viertel einen Dreier von weit draußen traf und die 754 Zuschauer in der Ostermann-Arena zum Jubeln brachte (54:43 – 24. Spielminute). Die Paarung plätscherte in den dritten zehn Minuten so vor sich hin und am Vorsprung der GIANTS änderte sich zum Ende des Abschnitts nichts (65:56). Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der „Gnadisten“ fiel dann jedoch recht zeitig. Die Leverkusener kamen mit Vollgas zurück auf das Parkett und sorgten schnell für klare Verhältnisse.
Quakenbrück gab sich zwar zu keinem Zeitpunkt der Begegnung geschlagen, doch es fehlten ihnen an diesem Samstagabend die Mittel, um den ProA-Vizemeister von 2021 ernsthaft in Gefahr zu bringen. Coach Gnad konnte fortan munter rotieren und gab so jedem seiner 12 Akteure noch einmal Spielzeit, um sich den Fans auf den Rängen zu präsentieren. Nach 40 absolvierten Minuten gewann Leverkusen mit 97:78 und fuhr so den vierten Saisonsieg in der insgesamt fünften Begegnung 2021/22 ein.

Trainer Hansi Gnad war selbstverständlich mit der Vorstellung seiner Schützlinge sehr zufrieden: „Für uns war das ein wichtiger Sieg, den wir uns ohne Zweifel verdient haben. Die Jungs haben diese Aufgabe sehr professionell angenommen und sich stets an den Gameplan welchen wir hatten gehalten. Das war sicherlich kein einfaches Spiel für uns, denn die Artland Dragons waren permanent in Schlagdistanz und haben den Abstand zu uns nie abreißen lassen. In den wichtigen Momenten der Begegnung war die Mannschaft allerdings aufmerksam und hat dem Gegner die Stärken weggenommen. Genau das, haben wir uns vorgenommen und entsprechend umgesetzt. Schön, dass wir die tolle Unterstützung der Fans mit einem Erfolg gegen Quakenbrück belohnen konnten.“
Natürlich erhielt auch Spencer Reaves ein Lob des gebürtigen Darmstädters: „Spencer hat einen tollen Tag erwischt und eine super Leistung hingelegt“, so Gnad. „Aber genau aus diesem Grund haben wir ihn im Sommer verpflichtet. Wenn er einmal heiß läuft ist er nur
ganz schwer zu stoppen. Ich freue mich sehr für ihn, dass er gegen die Artland Dragons ein so tolles Spiel abgeliefert hat.
“

17.10.2021 16:30 Uhr Rostock Seawolves vs. wiha Panthers Schwenningen 87:85

Für Bruchteile einer Sekunde stockte den 2.479 Zuschauern in der StadtHalle Rostock der Atem. Der ehemalige SEAWOLVES-Spieler und Publikumsliebling Chris Frazier (2017 bis 2019 in Rostock) hatte mit dem letzten Wurf die Chance auf den Sieg. In der Ecke stehend bekam er den Ball von David Cohn zugepasst. Frazier setzte zum Wurf an, der Ball flog im hohen Bogen Richtung Korb – und knallte auf den Ring. Die Zuschauer atmeten auf, als Gabriel de Oliveira den Rebound umklammerte und den ersten Heimsieg der Saison 2021/2022 festhielt. Jubel brandete von den Rängen. Dabei hatten die SEAWOLVES in der ersten Halbzeit einen soliden Auftritt hingelegt. Lange Zeit sah es nach einem ungefährdeten Sieg aus. Trotz eines 0:7-Fehlstarts fanden die Wölfe ab der 3. Minute in die Partie und antworteten selbst mit sieben Zählern in Serie. Jordan Roland, Sid-Marlon Theis und Nijal Pearson waren die auffälligsten Akteure auf Rostocker Seite in den ersten Minuten (15:9, 7. Min). Die SEAWOLVES gingen mit einer 23:16-Führung in die Viertelpause. Im zweiten Durchgang platzte dann auch der Knoten von jenseits der Dreipunktelinie. Hatten die Wölfe von ihren ersten neun Versuchen nur einen verwandelt, trafen sie nun vier von sechs von „Downtown“ – und zogen auf bis zu 20 Punkte davon (49:29, 19. Min). Neben den Treffern aus der Distanz zeigte auch Gabriel de Olivera eine starke Vorstellung und dunkte den Ball zweimal sehenswert in den Korb.

Nach dem Seitenwechsel geriet der Offensivmotor der Hausherren etwas ins Stottern. Erst nach knapp vier Minuten brachte Roland weitere Rostocker Zähler auf die Anzeigetafel. Die Panthers aus Schwenningen, die ohne den früheren Rostocker Grant Sitton aufliefen, witterten ihre Chance auf ein Comeback, trotz zweistelligen Rückstands. Doch kurz vor Ende des dritten Abschnitts verpassten die Panthers zwei Korbleger, um auf acht Zähler Unterschied zu verkürzen. Stattdessen gingen die Wölfe mit elf Punkten Vorsprung in das Schlussviertel. Das komfortable Polster war jedoch innerhalb kürzester Zeit geschmolzen. Die Gäste aus dem Schwarzwald trafen nach Belieben, legten einen 15:0-Lauf aufs Parkett und krallten sich die erste Führung seit den Anfangsminuten. Plötzlich waren es die Wölfe, die einem Rückstand hinterherliefen (66:70, 33. Min). Theis beendete schließlich den Lauf der Panthers mit Punkten von der Freiwurflinie. Was bis zum Start ins Schlussviertel wie ein souveräner Sieg für die SEAWOLVES aussah, entwickelte sich nun zur Zitterpartie. Chris Carter, Nijal Pearson und Co. behielten in der Schlussphase die Nerven und holten die Rostocker Führung zurück (80:74, 36. Min). Bis zum Ende blieb es hochdramatisch in der Wolfshöhle. Als Roland 20,5 Sekunden vor Schluss aus der Mitteldistanz zum 86:82 traf, konnte man in der StadtHalle sein eigenes Wort nicht mehr hören. Doch unmittelbar auf der Gegenseite vollendete Lennard Larysz ein Dreipunktespiel und es blieb spannend. Carter traf daraufhin nur einen von zwei Freiwürfen zum 87:85, bis die Schwenninger den letzten Angriff starteten – und Chris Frazier (14 Punkte, 4/12 Dreier) den potenziellen Siegtreffer verfehlte.

Coach Christian Held nach dem Spiel: „Man hat heute die extreme Bedeutung von mentaler Stärke im Sport gesehen. Wenn man ein Spiel in Leverkusen verliert, wie wir es verloren haben (Niederlage nach 20-Punkte-Führung; d. Red.), dann hat man die Angst im Hinterkopf und möchte auf gar keinen Fall, dass es sich wiederholt. Das hat man unserer Mannschaft heute mit Sicherheit angemerkt. Schwenningen hingegen hat zwei Spiele genau auf diese Art gewonnen. Deswegen haben sie daran geglaubt und wir hatten Angst, das Spiel zu verlieren. Aber obwohl Schwenningen in Führung gegangen ist, sind wir als Team zusammengeblieben. Wir haben am Ende die Ruhe bewahrt. Chris Carter hat am Ende für uns die Verantwortung übernommen und einen sehr guten Job gemacht, das Spiel doch für uns nach Hause zu bringen.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbilder-ProA-Nachberichte-5.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-10-18 12:54:112021-10-18 12:54:12Nachberichte ProA 5. Spieltag

Vorbericht 5. Spieltag ProA

15. Oktober 2021/in APP, ProA 21/22

16.10.2021 18:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. Team Ehingen Urspring

Ein perfekter Saisonstart sieht sicher anders aus, doch bei den Nürnberg Falcons ist man weit davon entfernt, ob der aktuellen 1:3-Bilanz, in Panik zu verfallen. Das liegt zum einen am Glauben an die eigenen Stärken und an dem Auftakt-Programm, das rückblickend kaum schwerer hätte sein können. Schaut man sich die aktuelle Tabelle in der ProA nämlich einmal an, stehen dort mit Trier, Jena und Leverkusen exakt die letzten drei Gegner der Mittelfranken auf den Plätzen 1, 2 und 3. Während man gegen die Giants und in Jena dabei noch recht gut mithalten konnte, war man gegen die Gladiators in Trier quasi chancenlos. Die Duelle gegen die Liga-Elite haben die Falken sozusagen damit schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Saison hinter sich gebracht und können so nun den Blick nach vorne richten. In der Tabelle wollen sie natürlich auch nach oben schauen, müssen als Tabellenvierzehnter mit einem Auge aber auch nach unten schauen. Von dort kommt auch der nächste Gegner, das TEAM EHINGEN URSPRING (16). 

Die Mannschaft von Felix Czerny hatte am vergangenen Wochenende spielfrei und folgerichtig keine Chance, ihre Bilanz von 0:3-Siegen aufzuhübschen. Gegen Paderborn, Itzehoe und Rostock war man zwar nicht chancenlos, aber dem Sieg auch nie wirklich nahe. An Spieltag 2 und 3 fehlte zudem Neuzugang Munis Tutu, der mit 17 Punkten und acht Assists beim 98:81 in Paderborn ein mehr als solides ProA-Debüt ablieferte. Vytautas Buzas hat alle drei Spiele gesehen und den Gegner genauestens studiert und analysiert: „Ehingen ist ein Team mit extrem viel Potenzial. Sie spielen klein, schnell und haben die beste Dreierquote der Liga. Wir müssen physisch spielen und dürfen sie nicht ins Rollen kommen lassen.“ Besonders gut rollte zuletzt Takiula Fahrensohn, der gegen Rostock fantastische 25 Punkte, fünf Rebounds, einen Steal und einen Assist auflegte und damit weit über die Ehinger Stadtgrenzen hinaus aufhorchen ließ. 

Aufhorchen ließ zuletzt auch die Leistung der Nürnberg Falcons, jedoch leider nicht im positiven Sinne. Das 90:55 in Trier war für alle Beteiligten ein gebrauchter Tag. In der Halle gab es eine Trierer Lehrstunde in Sachen Effektivität und Team-Basketball und nach der Partie bei Spielern, Fans und Trainer lange Gesichter. Nürnberg ist noch nicht wirklich in der neuen Saison angekommen. Der Abgang von Jackson Kent wiegt schwerer als angenommen, auch weil sein Ersatz, Evan Taylor, verletzungsbedingt bisher nur ein Saisonspiel absolvieren konnte. Sehnsüchtig wartet man nun auf das Comeback des 25-Jährigen, beim Team mit den im Schnitt wenigstens Assists, zweit wenigsten Rebounds und der drittschlechtesten Dreierquote der Liga. Was in all diesen Statistiken nicht auftaucht, ist neben dem deutschlandweiten Fan-Support und der Fähigkeit, sich von Tiefschlägen schnell zu erholen, vor allem die Team-Chemie der Falken. Die ist in diesem Jahr nämlich durchaus Playoff-reif. All das macht Hoffnung – nicht nur dem Coach. „Wir wollen dieses Spiel gewinnen, gemeinsam mit unseren Fans und werden alles für den Sieg tun“, so Vytautas Buzas mit Blick auf den Samstag.

Das Spiel wird hier live übertragen.

16.10.2021 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Phoenix Hagen

Sucht man nach der Bedeutung des Wortes Konstanz, so findet man im Zuge der Recherche in der Regel Synonyme wie Unveränderlichkeit, Beständigkeit oder gleichbleibend. All diese Attribute wünschen sich die Verantwortlichen der Eisbären Bremerhaven für ihre Mannschaft in der noch jungen Saison. So wollen die Bremerhavener nach dem unerwarteten Sieg in Jena die positive Energie aus diesem Spiel mitnehmen und am Samstag gegen Phoenix Hagen den zweiten Sieg in Folge einfahren. Dabei kann Eisbären Headcoach Michael Mai nach aktuellem Stand der Dinge auf alle Akteure aus dem Kader zurückgreifen und diese Woche weiter an der in Jena bereits stark verbesserten Defensive arbeiten. Offensiv soll das Spiel der Eisbären hingegen noch variabler werden. Dabei helfen sollen die in Jena, insbesondere in der entscheidenden Phase, stark aufspielenden Center Robert Oehle sowie der quirlige linkshänder Ethan Alvano. Die beiden waren in Jena in der Crunchtime die entscheidenden Spieler und dürften mit dieser starken Leistung nun endgültig in Bremerhaven angekommen sein.

Bei den Gästen aus Hagen sucht man aktuell ähnlich wie bei den Eisbären vergeblich nach Konstanz. Einem überzeugenden Auswärtssieg in Schwenningen sowie einem deutlichen Heimsieg gegen Vechta, stehen zwei Niederlagen in Paderborn als auch daheim gegen Karlsruhe gegenüber. Konstant gute Leistungen hingegen liefert bei den Feuervögeln vor allem ein Quartett von Spielern. Angerführt werden die Hagener dabei von Neuzugang Karrington Ward. Der athletische Swingman überzeugt durch seine variable Spielweise, erzielt durchschnittlich 16,3 Punkte pro Spiel und legt dabei aus allen Bereichen mehr als beachtliche Trefferquoten auf. Ihm zur Seite stehen neben Marcel Keßen (14ppg sowie 8,5rpg) auch noch Clarence Walker, der aktuell noch nach seiner Wurfform von jenseits der Dreipunkte-Linie sucht (14,3% Trefferquote) sowie der dritte US- Amerikaner im Bunde, Marquise Moore, der es durchschnittlich auf 12 Punkte pro Spiel sowie 5,3 Vorlagen pro Spiel bringt.

Für Spannung und Highlights dürfte also gesorgt sein, treffen mit den Eisbären Bremerhaven und Phoenix Hagen zwei Teams aufeinander, die traditionell eher ihr Glück in der Offensive suchen und temporeichen und spektakulären Basketball versprechen.

Das Spiel wird hier live übertragen.

16.10.2021 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. VfL Sparkassenstars Bochum

Turbulente Wochen liegen hinter den Schwaben aus Kirchheim. Nach drei deutlichen Niederlagen zum Auftakt und einigen Personalwechseln innerhalb der Mannschaft von Head Coach Perovic, folgte der erlösende erste Sieg der noch jungen Saison am vergangenen Wochenende in Vechta. Ohne Karlo Miksic, Tim Koch und Aleksa Bulajic trumpften die neuformierten Korbjäger beim Auswärtsspiel besonders offensiv auf. Angeführt von Besnik Bekteshi, der mit 31 Punkten Topscorer der Partie wurde, zeigten die Kirchheimer ein deutlich verändertes Auftreten im Vergleich zu den ersten drei Partien. Dieses Gesicht wollen die Knights nun auch ihrem Heimpublikum zeigen.

Am Samstag werden auch die drei zuletzt vermissten Akteure voraussichtlich mit an Bord sein. Nach viermonatiger Verletzungspause absolvierte Point Guard Karlo Miksic die ersten kompletten Trainingseinheiten und zeigte dabei gute Ansätze. Ein Kurzeinsatz am Samstag scheint durchaus möglich. Ebenfalls wieder mit an Bord waren Tim Koch und Aleksa Bulajic. Beide stiegen unter der Woche ins Training ein und konnten bislang beschwerdefrei agieren. Die Ritter werden gegen den ambitioniert auftretenden Aufsteiger auch jeden einzelnen Akteur in Topform benötigen. Mit zwei Siegen gegen Tübingen (77:65) und Leverkusen (91:86) sorgten die Bochumer für zwei Resultate, die den einen oder anderen durchaus überraschten. Einzig gegen Jena mussten sich die Bochumer geschlagen geben. Insbesondere das starke Auftreten gegen den letztjährigen Finalisten aus Leverkusen dürfte ausreichen, um den kommenden Gegner mehr als ernst zu nehmen. Topscorer der Bochumer ist ein ehemaliger Ritter. Center Johannes Joos befindet sich derzeit in Topform und hatte mit 17,7 Punkten pro Partie einen wesentlichen Anteil am starken Saisonstart der Stars. Mit 15,7 Punkten liegt US-Amerikaner Dominic Green nur knapp hinter Joos. Denker und Lenker des Bochumer Spiels ist der ProA erfahrene Point Guard Tony Hicks, der unter anderem für Rostock in Deutschlands zweithöchster Spielklasse das Ballgeschehen dominierte.

„Bochum ist stark in die Saison gestartet. Für uns ist es enorm wichtig, dass wir in jeder Situation konzentriert sind. Wir müssen dagegenhalten und ihre Schützen aus dem Spiel nehmen, sowie das Tempo von Hicks kontrollieren,“ erklärte Knights Coach Igor Perovic.

Das Spiel wird hier live übertragen.

16.10.2021 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Rasta Vechta

An der Pariser Straße werden derzeit alle Hebel in Bewegung gesetzt, um aus dem Schlamassel des sieglosen Saisonstarts herauszukommen. Das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten ruft dabei in Sachen Spielhalle besondere Erinnerungen hervor: 2012 gewann RASTA nach einem 49:68-Rückstand noch in der Verlängerung, ein Jahr später entschieden die Gäste eine Partie im Sportzentrum Maspernplatz durch einen Buzzer Beater für sich. Spannung scheint beim Duell der Niedersachen mit den Ostwestfalen vorprogrammiert. „Das sind teils tolle, emotionale Erinnerungen. Aber unser Blick muss nach vorne gerichtet sein. Unsere Mannschaft hat jetzt ein erneuertes Gesicht, muss sich schnell finden. Ich hoffe, dass am Samstag endlich der Knoten platzt und wir einen Aufwärtstrend starten“, so Klubchef Stefan Niemeyer.

Besonders das Guard-Duell zwischen RASTAs neuem Spielmacher James Washington und Jordan Barnes dürfte für Aufmerksamkeit sorgen. Während Washington am Samstag ein vielversprechendes Debüt im RASTA-Trikot hab, überzeugte Paderborns Barnes bisher mit 19.8 Punkten (53.3% 3er-Quote!), 8.0 Assists und 5.0 Rebounds sowie 1.8 Steals. Aus der Distanz treffen im Team von Trainer Steven Esterkamp auch Chris Trapp (44.8%) und Johannes Konradt (41.7%) extrem gut. Mit Brad Green steht Esterkamp darüberhinaus ein mit 2.10 Meter und 122 Kilogramm Kampfgewicht gelisteter Center zur Verfügung, der auf 12.3 Punkte und 7.3 Rebounds kommt. „Paderborn hat ein junges Team, das von Steven Esterkamp gut angeleitet wird und den Ball gut laufen lässt. Wir müssen in der Defense voll auf der Höhe sein, rausgehen, alles geben und den richtigen Weg einschlagen, um sie zu besiegen“, sagt RASTAs Head Coach Derrick Allen.

Am 22. August bestritt RASTA sein erstes Saisonvorbereitungsspiel gegen die Uni Baskets Paderborn und verlor Zuhause 68:81. Acht Wochen später wollen sich die Vechtaer in besserer Verfassung zeigen und als erstes Team in dieser Saison im Sportzentrum Maspernplatz siegen. „Wir wollen das Blatt jetzt zu unseren Gunsten wenden. Wir müssen uns aus eigener Kraft da unten heraus kämpfen. Wir müssen hungrig sein. Gegen Kirchheim haben wir in kürzester einen Acht-Punkte-Rückstand aufgeholt – mit aggressiver Defense. Darüber habe ich mit den Spielern in dieser Woche gesprochen. Wir müssen den Sieg mehr wollen als der Gegner“, gibt Allen die Richtung vor.

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16.10.2021 19:30 Uhr Römerstrom Gladiators Trier vs. Medipolis SC Jena

Vier Siege aus vier Spielen – nie zuvor in der Geschichte der Gladiators legten die Trierer Profibasketballer einen so starken Start hin. Am kommenden Samstag wollen die Moselstädter die Tabellenführung und ihre weiße Weste verteidigen. Gegner am fünften Spieltag der ProA ist das Team von Medipolis SC Jena, eine Mannschaft, die von vielen Experten zu den absoluten Aufstiegskandidaten gezählt wird, und erst am vergangenen Spieltag gegen die Eisbären Bremerhaven die erste Saisonniederlage einstecken mussten. Ihre ersten drei Saisonspiele konnten die Thüringer souverän für sich entscheiden und sind in der Tabelle somit die direkten Verfolger der Gladiatoren.

Die Jenaer treten in dieser Saison nicht nur unter neuem Namen an, sondern haben auch im Kader und vor allem auf der Trainerposition einen Umbruch vorgenommen. Der ehemalige Trainer des Teams Ehingen Urspring – Dominik Reinboth – wechselte im Sommer nach Jena und übernahm den Headcoach-Posten von Frank Menz. Und auch die Mannschaft der Thüringer wurde auf einigen Positionen verändert, welche jedoch, wie auch in den letzten Saisons, zu den Favoriten auf den Aufstieg zählen dürften. Wie die Gladiatoren startete Medipolis stark in die neue Saison und zählt in fast allen Kategorien der Teamstatistiken zu den Spitzenteams der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Vor allem bei den Wurfquoten, den erzielten Punkten pro Spiel und der durchschnittlichen Effizienz stehen sowohl Jena als auch Trier im ligaweiten Vergleich sehr gut da. Die Thüringer haben einen sehr ausgeglichenen Kader beisammen, dennoch stechen einzelne Spieler statistisch heraus: Julius Wolf, Bruder des noch verletzten Gladiators-Neuzugangs Enosch Wolf, legt mit durchschnittlich 15,5 Punkten und 6,8 Rebounds pro Partie sehr starke Werte zu Saisonbeginn auf. Dazu kommen mit Nico Brauner, Stephan Haukohl und Moritz Plescher weitere deutsche Akteure, die offensiv große Gefahr ausstrahlen, sowie mit Rayshawn Simmons, Brandon Thomas und Clint Chapman starke Import-Spieler, die die Trierer Defensive vor eine schwere Aufgabe stellen werden.

„Jena ist eine unglaublich erfahrene und stark besetzte Mannschaft. Sie sind wirklich auf jeder Position doppelt aufgestellt und haben eine sehr hohe Leistungsdichte im Team. Aus dem diesjährigen Favoritenkreis sind sie – zusammen mit Leverkusen – am besten gestartet und haben bereits gezeigt, dass sie wirklich guten Basketball spielen. Medipolis ist eine richtige Hausnummer und umso mehr freuen wir uns auf das Spitzenspiel am Samstag vor unseren Fans in unserer Arena“, sagt Headcoach Marco van den Berg über den nächsten Gegner der Gladiatoren.

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16.10.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. Tigers Tübingen

Zwei überzeugende Siege in fremder Halle haben sie auf dem Konto. Jetzt stehen die Itzehoe Eagles vor ihrer Heimpremiere in der BARMER 2. Basketball Bundesliga: Sonnabend um 19.30 Uhr treffen sie in der Brokdorfer Sporthalle auf die Tigers Tübingen. Nach den Erfolgen in Ehingen und bei den Artland Dragons sind die Eagles eines von nur zwei Teams in der ProA ohne Niederlage. „Das ist erstmal ein gutes Gefühl, auch wenn es bisher nur zwei Spiele waren“, sagt Coach Patrick Elzie. Es werde ohnehin von Partie zu Partie gedacht – und in den nun folgenden zwei Heimspielen gegen Tübingen und Karlsruhe sollen die ersten Ergebnisse bestätigt werden.

Mit den Tigers kommt eine Mannschaft, die zum fünften Mal in Folge auswärts antritt. Denn die dortige Paul-Horn-Arena steht nach einem Wasserschaden durch Unwetter nicht zur Verfügung – Elzie kennt die Halle, er hat sie einst als Trainer der Tigers in der ersten Liga mit eröffnet. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen stünden die Tübinger gut da, meint der Eagles-Coach. Die Erfolge in Rostock und Kirchheim seien nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Es sei ein starkes Team, aus dem Elzie den Amerikaner Ryan Mikesell und den Finnen Aatu Kivimäki heraushebt. Sehr schnell und athletisch, starke Verteidigung und die meisten Dreier der Liga – es wartet viel Arbeit auf die Eagles. Und die müsse vor allem in der Verteidigung geleistet werden, sagt der Coach: „Die Defense ist das, was eine Mannschaft am Ende trägt.“ Dann spielen sie auch meistens vorne gut. Dabei kann Andrija Matic nach seinem Jochbeinbruch nicht mitmachen, Marko Boksic (Rücken) und Juvaris Hayes (Knöchel) sind nicht bei 100 Prozent. Dennoch setzt Elzie auf die eigenen Stärken: Das Spiel in Korbnähe, das Räume schafft auf den Außenpositionen.

In jedem Fall ist die Vorfreude groß auf das erste Pflichtspiel in der neuen Heimhalle, die bisher nur im Vorbereitungsspiel gegen den dänischen Club Horsens getestet wurde. Elzie denkt gern zurück an den knappen Sieg in letzter Sekunde: „Man hat es gesehen im Spiel gegen Horsens, auch bei den Leuten, die noch nie Basketball gesehen haben: Es war ein perfektes Spiel, um die Begeisterung und die Euphorie zu entfachen.“ Umso gespannter seien alle jetzt auf die Partie gegen Tübingen.

Das Spiel wird hier live übertragen.

16.10.2021 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Artland Dragons

Die Niederlage bei den VfL SparkassenStars Bochum am vergangenen Wochenende war ärgerlich, ohne Frage. Mit 86:91 verloren die GIANTS bei der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet. Natürlich ein Rückschlag, dennoch absolut kein Grund zur Sorge, wie BAYER-Trainer Hansi Gnad sagt: „Früher oder später verliert man auch mal ein Spiel in einer so ausgeglichen besetzten Liga wie der ProA. Wir wissen, was wir in Bochum falsch gemacht haben und diese Fehler gilt es am kommenden Wochenende abzustellen. Auch wenn die Aufgaben nicht einfacher werden.“

Der kommende Gegner, die Artland Dragons, hat sich in dieser Saison noch nicht so richtig in der zweithöchsten Basketballspielklasse zurechtgefunden. Der Klub aus Niedersachsen steht, mit einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen, auf dem 12. Tabellenplatz. Über die Qualität in seinen Reihen muss sich Headcoach Tuna Isler keine Gedanken machen. Die Dragons haben sich mit einigen sehr guten Neuzugängen verstärkt und konnten den Großteil ihrer ohnehin starken Besetzung aus dem Vorjahr halten. Adam Pechacek, der 2020/21 für die PS Karlsruhe LIONS auflief, ist aktuell Topscorer der Quakenbrücker Korbjäger. Der Tscheche, welcher 2017 für sein Heimatland bei der Basketball-EM auflief, erzielt durchschnittlich pro Spiel 15,7 Punkte. Aus dem Zwei-Punkte-Bereich scort der Power Forward hochprozentig (54,8 Prozent seiner Wurfversuche landen im Korb des Gegners).

Doch auch viele der Akteure, welche bereits im Vorjahr das Trikot des Pokalsiegers von 2008 trugen, wissen zu überzeugen. Zachary „Zach“ Ensminger, Sohn von BBL-Legende Chris, ist mit durchschnittlich 12,0 Zählern und 4,7 Assists pro Spielrunde einer der Aktivposten des Klubs. Das besondere an ihm: Mit erst 20 Jahren auf dem Buckel ist der Aufbauspieler noch lange nicht an das Ende seiner Entwicklung angelangt. Über große Qualität auf dem Parkett verfügt der U20-Nationalspieler ohne Zweifel. BAYER-Coach Hansi Gnad erwartet eine große Herausforderung: „Die Dragons haben einen Kader, der sicherlich zu den besseren der Liga zählt. Viele erfahrene Spieler werden durch junge, talentierte Akteure ergänzt. Mit Adam Pechacek haben sie einen Brettspieler, der sehr gut aufspielt und uns in jüngerer Vergangenheit einige Probleme bereitet hat. Jonas Weitzel ist bundesligaerfahren und ist ein sehr guter ProA-Center. Dazu kommen die erfahrenen Demetrius Ward und Chase Griffin, die die Quakenbrücker als Führungsspieler anführen. Auch wenn der Start für Artland nicht ganz so positiv ausgefallen ist wie erhofft, bin ich mir sicher, dass sie sich in den kommenden Wochen immer besser finden werden. Es gilt für uns also konzentriert zu Werke zu gehen, damit wir am Ende als Sieger die Halle verlassen.“

Es steht also ein tolles Spiel an. Beide Klubs kennen sich gut, trafen sie doch seit 2019 ganze sechsmal aufeinander. Positiv für BAYER: Der Rekordmeister behielt dabei fünfmal die Oberhand. In der Saison 2020/21 gewannen die Farbenstädter gar alle vier Partien. Doch all dies zählt nun nicht mehr, denn beide Vereine laufen mit einer runderneuten Mannschaft auf.

Das Spiel wird hier live übertragen.

17.10.2021 16:30 Uhr Rostock Seawolves vs. wiha Panthers Schwenningen

Christian Held hat nach dem 95:83-Auswärtssieg in Ehingen eine positive Bilanz ziehen können und sieht die Entwicklung seines Team auf einem guten Weg: „In Ehingen haben wir viele wichtige Schritte gemacht. Wir wollten uns defensiv und offensiv stabilisieren. Ich bin der Meinung, dass wir gegen Ehingen unsere bisher beste Offensivleistung der Saison gezeigt haben. Wir haben den Ball sehr gut bewegt; das zeigen die 20 gespielten Assists. Wir haben im Angriff viele gute Optionen gefunden, die wir zu Beginn nicht getroffen haben. Auch defensiv war es ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn manche Rotationen etwas zu spät kamen – das ist so früh in der Saison aber normal.“

Genau an diesen Stellschrauben soll im Hinblick auf den nächsten Gegner gedreht werden. „Gegen Schwenningen wollen wir genau hier ansetzen und auch hier den nächsten Schritt gehen und noch schneller agieren. Wir wollen offensiv den Ball gut bewegen, unsere Optionen finden und das bestrafen, was Schwenningen uns gibt“, ergänzt der Rostocker Cheftrainer. Die Bilanz gegen die Panthers aus Schwenningen ist aus Rostocker Sicht durchaus vielversprechend: In vier Vergleichen gab es vier Siege der SEAWOLVES.

Das Team aus dem Schwarzwald, das im dritten Jahr in der ProA spielt und in der vergangenen Saison die Playoffs erreichte, hatte zuletzt spielfrei. Nach einer Niederlage zum Auftakt gegen Hagen konnten die Raubkatzen jedoch knappe Siege gegen Bremerhaven und Vechta verbuchen. Coach Held warnt daher vor einem „ausgeglichen besetzten Team, das unglaublich physisch verteidigt und hart fightet. Sie werden uns mit Sicherheit alles abverlangen. Mit Chris Frazier und Grant Sitton haben sie zwei Rückkehrer im Team; beide haben schon in Rostock gespielt. Mit Wilson, Cohn und Clark haben sie auch andere starke Waffen. Für uns wird es darauf ankommen, den Fokus hochzuhalten und uns nicht davon überraschen zu lassen, wenn sie zum Teil auch recht früh im Angriff den Wurf suchen oder attackieren.“

Das Spiel wird hier live übertragen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbild-5.-Spieltag-ProA-Vorbericht.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-10-15 13:49:582021-10-15 13:49:58Vorbericht 5. Spieltag ProA

Nachberichte ProA 4. Spieltag

11. Oktober 2021/in APP, ProA 21/22

09.10.2021 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 78:86

Dass Hagen gegen Karlsruhe nach zwischenzeitlich 16 Zählern Rückstand noch am Comeback kratzte, hatte maßgeblich mit Marcel Keßen zu tun. Der Center markierte in Summe 16 Zähler und griff sich zudem 13 Rebounds, drei davon am offensiven Brett. Damit kam er auf einen Effektivitätswert von 21 – dem höchsten aller Phoenix-Akteure. Den gleichen Effektivitätswert erlangte auf der Gegenseite nur Ferdinand Zylka. Der ehemalige A2-Nationalspieler setzte sich mit 22 Zählern die Topscorer-Krone der Partie auf und bewies vor allem in der Schlussphase Nervenstärke, als die „Feuervögel“ taktisch foulen mussten (9/11 Freiwürfe).

Die Gäste aus dem Süden erwischten den besseren Start, ehe Hagen seinen Rhythmus fand und nach einem Dreier durch Giese erstmal in Führung gehen konnte (17:16, 9. Minute). Ab da bestimmte Phoenix das Geschehen, schraubte den Vorsprung gar auf sieben Zähler (27:20, 12. Minute), ehe Unkonzentriertheiten vor der Pause einen Karlsruher Lauf befeuerten (42:40, 20. Minute). Nach dem Seitenwechsel blieben die Lions am Drücker und drohten entscheidend zu enteilen (60:76, 34. Minute). Eine Auszeit später kamen Keßen und Co. konzentrierter, und besonders defensiv präsenter zurück aufs Parkett. Mit einem 12:1-Run machten die „Feuervögel“ die Angelegenheit nochmals spannend (72:77, 38. Minute), doch die Löwen blieben auf der Zielgeraden trotz taktischer Fouls sowie frenetischer Fans auf den Rängen der Krollmann Arena fokussiert und gingen letztlich als Sieger vom Platz.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Es hat mit einer Phase vor der Pause angefangen, in der wir aus einer Führung heraus schlechte Entscheidungen getroffen und damit Karlsruhe das Momentum überlassen haben. Das hat sich ins dritte Viertel übertragen, wo wir viel zu sehr mit unseren Fehlern gehadert haben, anstatt mutig weiter zu spielen und so die Kontrolle über das Tempo zurück zu gewinnen. Karlsruhe hat es insgesamt geschafft, unsere Verteidigung zu zerschießen – 86 Punkte in eigener Halle sind viel zu viel. Im letzten Viertel haben wir zwar gezeigt, was es braucht, um nochmal zurück zu kommen, aber verloren haben wir die Partie schon vorher.“

09.10.2021 19:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. Rostock Seawolves 83:95

Erstmals war auf Ehinger Seite Point Guard Munis Tutu mit dabei und der legte gleich richtig los. In der ersten Minute sammelte er je ein Rebound und Assist sowie zwei Punkte. Nicht nur das, er war damit auch derjenige, der die Initialzündung gab für den phänomenalen 11:0-Start nach zwei Minuten. Dann reagierte Rostocks Trainer Christian Held mit einer Auszeit. Damit hatte das Team genau das umgesetzt was sich Coach Czerny gewünscht hatte, mutig zu spielen. Nach den ersten Punkten von Till Gloger, erzielte der Ex-Urspringer Sid-Marlon Theis sieben Punkte in Folge und brachte die Gäste damit wieder ran. Doch Bakari Evelyn und Kapitän Kevin Strangmeyer hielten dagegen. Der Dreier von Maxi Langenfeld zum 25:13 bedeutete die höchste Führung. Doch dann kamen die Gäste mit einem 13:1-Lauf heran und gingen durch einen Buzzer-Beater von Stefan Ilzhöfer sogar mit einer Führung (26:27) in das zweite Viertel.

Auch da schaffte man es immer weiter dran zu bleiben. Erst war es Tutu, dann zwei Dunks von Josh Price und Takiula Fahrensohn, die dem Team Ehingen Urspring wieder die Führung zurückholten. Immer wenn die Seawolves einen Gang weiter schalteten, kam die Antwort, meist aus der Distanz. So glich Tim Martinez zum 42:42 aus. Doch nach dem Dreier von Antonio Pilipovic wollte zwei Minuten kein Korberfolg mehr gelingen und es ging mit 45:51 in die Halbzeit. Eine gute erste Halbzeit und deutliche Steigerung im Vergleich zu den ersten beiden Partien. Doch kurz zuvor war Kevin Strangmeyer unglücklich umgeknickt und wurde am linken Knöchel bandagiert. Dazu sammelte Josh Price 34 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit sein viertes Foul ein. Die Vorzeichen wurden also immer schlechter. Doch die Mannschaft stand zusammen und kämpfte. Durch wichtige Dreier verkürzte man wieder den Abstand und blieb weiterhin in Schlagdistanz. Mitte des dritten Viertels waren es Fahrensohn und Pilipovic die von außen trafen.

Als dann Kapitän Strangmeyer wieder aufs Feld kam legten sich etwas die Sorgen bei den großen Spielern. Zwei Minuten vor Ende des Viertels traf Munis Tutu seinen Dreier zum 67:71 und es schien etwas möglich. Doch erneut traf Rostock mit der Schlussirene, diesmal in Person von Nijal Pearson zum 71:77. Erst nach drei Minuten im Schlussviertel gelangen Evelyn die ersten Ehinger Punkte. Doch die Rostocker waren immer wieder zur Stelle und spielten jetzt ihre komplette Erfahrung aus. Erneut dauerte es bis zu den nächsten Punkten des Teams, wieder von Evelyn. Aufgrund der wenigen erzielten Punkte in den letzten zehn Minuten und einer verbesserten Defense der Gäste, sowie der hohen Foulbelastung der Ehinger Big Men, gab es den verdienten Sieg für die Rostocker. Dennoch schaffte die Ehinger eben dass, was Felix Czerny von seinem Team erwartet hatte: Den Gegner zu ärgern und mutig zu spielen.

09.10.2021 19:00 Uhr Sparkassenstars Bochum vs. Bayer GIANTS Leverkusen 91:86

Die Rollenverteilung vor der Partie war recht eindeutig. Gegen den bislang ungeschlagenen letztjährigen Vizemeister aus Leverkusen würde auf die SparkassenStars eine wahre Mammutaufgabe warten. Doch das Banobre-Team machte seine Sache hervorragend. Den Gästen aus Leverkusen war die Verunsicherung ob der engagierten Bochumer Leistung förmlich anzusehen und so spielten die Hausherren auch im zweiten Viertel ihr Spiel fokussiert weiter. Björn Rohwer, Tony Hicks und AJ Cheeseman sorgten für eine 32:23-Führung nach 2:32 Minuten, welche Dominic Green nur Sekunden später per Dreier zum ersten Mal an diesem Abend beim Stand von 35:23 in den zweistelligen Punktebereich brachte. Nach 5:17 Minuten platzte auch bei Niklas Geske der Knoten und er traf seinen ersten Dreier der Partie zum 41:29. Joos, Green und Cheeseman sorgten dann im weiteren Verlauf dafür, dass der Vorsprung beim 48:37-Halbzeitstand nahezu konstant blieb.

Nach der Halbzeitpause blieben die SparkassenStars vorerst sehr gut in der Partie. Johannes Joos konterte mit zwei Treffern die erfolgreichen Versuche von JJ Mann und Quentin Goodin auf der Gegenseite zum 52:41 und dann legten die Bochumer noch einmal zu. Das letzte Viertel hatte es dann noch einmal in sich. Leverkusen verkürzte über Goodin und Heinzmann nach 1:43 Minuten auf 72:70, ehe Tony Hicks den inzwischen geschrumpften Vorsprung auf 74:70 ausbauen konnte. Doch Leverkusen gab nicht nach. Einem Freiwurftreffer ließ Björn Rohwer 3:56 Minuten vor dem Ende des Spiels einen Dreier aus größerer Entfernung zum 83:79 folgen und sorgte dafür, dass das Publikum in der Rundsporthalle endgültig auf dem Kopf stand. Reaves verkürzte für die Giants im Anschluss, doch Miki Servera behielt die Nerven an der Freiwurflinie – 85:81. In diesem Herzschlagfinale behielt Johannes Joos allerdings noch die Nerven und erzielte zwei Freiwurftreffer. Dominic Green ließ noch einen Treffer von der Freiwurflinie folgen und da Leverkusen über Goodin nur noch einen Zähler Ergebniskosmetik betreiben konnte, gewannen die SparkassenStars das NRW-Duell gegen Leverkusen verdient mit 91:86.

„Es war ein hartes und anstrengendes Spiel in allen Bereichen. Die Spieler waren fokussiert und unser Gameplan hat funktioniert. Darauf bin ich sehr stolz und jeder hat dazu beigetragen, dass wir sehr gut gespielt haben. Wir hatten das Momentum auf unserer Seite, aber gegen ein Team wie Leverkusen oder viele andere Teams dieser Liga ist jedes Detail, jede Sekunde und jede Aktion war extrem wichtig, denn sie kostet Punkte. Wir haben unseren Fokus in diesem Spiel behalten und haben uns zwischendurch gegenseitig auf den richtigen fokussierten Weg gebracht. Wir hatten eine sehr gute Woche und das Team, das Management, unsere Partner arbeiten hart für den Erfolg. Man kann unsere Fans hinter uns spüren, das gibt der Mannschaft einen Push. Wie ich so oft betont habe: Wir sind alle ein Team! Ich glaube, wir haben uns diesen Sieg einfach verdient. Und nun wollen wir uns auf unser Auswärtsspiel in Kirchheim fokussieren, denn das wird erneut ein schwieriges Spiel für uns“, so ein zufriedener Headcoach Felix Banobre.

09.10.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. VfL Kirchheim Knights 83:96

James Washington brachte ordentlich Dampf in die Partie. Gleich dessen erste Aktion war der Assist für Joschka Ferners Dreier zum 3:0 nach 19 Sekunden. Per And-One stellte Devin Searcy in der erst 2. Minute schon auf 9:2 für RASTA – es lief rund. Ein weiteres And-One von Robin Lodders bedeutet in der 7. Minute das 16:15 für die Vechtaer, Kirchheims Head Coach Igor Perovic nahm eine Auszeit. Diese fruchtete, die Knights klappten das Visier runter und legten bis zum Ende des 1. Viertels einen 15:4 Lauf auf das Parkett des RASTA Domes.

Mit einem Dunking zum 22:30 (11.) von Deng Geu meldete sich RASTA zurück in der Partie und hatte nun seine stärkste Phase. In der 14. Minute hatte Kapitän Josh Young per Dreier eine 31:30-Führung für die Vechtaer besorgt – Riesenjubel im RASTA Dome. Doch es war keine Wende zum Guten. Nur gut zwei Minuten später nämlich lag das Allen-Team wieder mit sieben Zählern hinten – es war zum Haare raufen. So gut startete RASTA nach dem Seitenwechsel, konnte den Fünf-Punkte-Rückstand schnell aufholen. Doch nach dem 50:50 blieben die nächsten neun (!) Angriffe der Vechtaer erfolglos und bauten praktisch zeitgleich die bis Samstagabend ja ebenso noch sieglosen Kirchheimer auf. Die Gäste nutzen die Vechtaer Flaute aus, sie trafen in der zweiten Hälfte des 3. Viertels fünf Dreier. Allein drei von diesen gingen auf das Konto von Bekteshi.

Eine Kirchheimer Dreierquote von 67% (18/27) war in diesem Kellerduell von den Vechtaern einfach nicht zu matchen. RASTA hatte mit dem neuen Point Guard James Washington zwar wesentlich mehr Tempo und Ideen als zuletzt, doch in zu wenigen Phasen konnte das Team von Head Coach Derrick Allen an beiden Enden des Feldes überzeugen. Auch waren 19 Ballverluste erneut viel zu viel und nur 25 geholte Rebounds viel zu wenig, um zu siegen. Zum Verhängnis wurde RASTA zwischen der 28. und der 32. Minute ein 2:15-Lauf, der das 56:71 und somit praktisch eine Vorentscheidung bedeutete.

Das Allen-Team setzte alles daran, den Rückstand zu verkürzen. Doch dieses Vorhaben war angesichts der Treffsicherheit der Baden-Württemberger quasi aussichtslos. Gut zwei Minuten vor dem Ende machte Besnik Bekteshi allen Comeback-Träumen der Vechtaer ein Ende, als er per Threeball zum 86:72 traf. Bekteshi stand schließlich bei für ihn geradezu einzigartig 31 Punkten (37:04 Minuten), hatte acht Dreier bei nur neun Versuchen getroffen. Dass RASTAs Preston Purifoy mit einem Highlight-Dunking noch für Ergebniskosmetik sorgen konnte, war einer der schöneren Momente dieses 4. Viertels. Letztlich blieb aber nur Staunen über das großartige Shooting der Kirchheim Knights, die ihren Raubzug in Vechta mit einem 96:83-Auswärtssieg zu Ende brachten. 

Derrick Allen (Head Coach RASTA Vechta): „Wenn man Zuhause 96 Punkte zulässt, ist es immer schwer, zu gewinnen. Und wenn dann noch jemand dabei ist, der wie Besnik heute 31 Punkte macht, dabei acht von neun Dreiern trifft, plus das gute Shooting von Elijah Strickland und Rohndell Goodwin, dann ist es noch schwerer. Elijah war schon am College ein guter Schütze und hat uns heute sehr wehgetan. Unser Problem heute lag also mehr in der Defensive. Wir wussten, dass Kirchheim durch die Nachverpflichtungen das eigenen Scoring deutlich verbessern würde. Und sie sind den Beweis nicht schuldig geblieben. Zu James Washingtons Debüt kann ich sagen, dass er heute mit neun Assists gleich Einfluss auf unsere Spiel hatte. Er soll Stabilität reinbringen, unsere Angriffe lenken und uns so Vorteile verschaffen. Ich erwarte, dass er von Spiel zu Spiel besser wird und ich bin mir sicher, dass er eine Hilfe für uns sein wird.“

09.10.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Itzehoe Eagles 74:86

Das Wort „Gänsehaut“ wird in der Sportberichterstattung zwar inflationär gebraucht, anders ist allerdings nicht zu beschreiben, was sich am Samstagabend vor und während des Spiels in der Artland Arena abspielte. Erstmals seit 587 Tagen fanden wieder Zuschauer ihren Weg in die Quakenbrücker Halle – sie sollten in puncto Stimmung von Beginn an nicht enttäuscht werden. Ab Sekunde eins entwickelte sich eine packende, wenn auch fehlerbehaftete Basketball-Partie. Die Ehre der ersten Punkte des Abends gebührte Point Guard Zach Ensminger, Adam Pechacek, der den erkrankten Jonas Weitzel auf der Center-Position vertrat, brachte die Halle im Anschluss umgehend auf Betriebstemperatur. Es deutete sich allerdings auch früh an, dass die Schützen der Gäste gut aufgelegt sein würden.

Der Aufsteiger stellte immer wieder unter Beweis, dass er definitiv nicht als Punktelieferant in die Burgmannstadt gereist war. Die Überlegenheit im Rebound war unübersehbar, die erarbeiteten zweiten Chancen führten immer wieder zu vermeidbaren Zählern. Immer wenn die Drachen, dieses Mal in Person von Demetrius Ward, wieder etwas Anschluss zu finden schienen, lief es in der Defense nicht rund, sodass Itzehoe zu einfachen Punkten kam. Mit dem 37:51-Rückstand zur Halbzeit waren die Dragons deshalb noch gut bedient, Isler hatte in der Kabine demnach nicht zu wenig Gesprächsbedarf. Und so mussten die Hausherren eine 14-Punkte-Hypothek mit in die zweiten zwanzig Minuten nehmen. Zu hoch war die Fehlerquote auf Quakenbrücker Seite, zu entschlossen wiederum die Aktionen der Eagles.

Eine gewisse Nervosität war den Drachen auch zu Beginn des vierten Viertels nicht abzusprechen, Kapitän Breitlauch, sonst eigentlich sicher von der Freiwurflinie, ließ beide Versuche liegen, sodass sich am Rückstand zunächst nichts tat. Dann aber fühlten sich die Dragons vor den noch immer frenetisch anfeuernden Zuschauern bei der Ehre gepackt und setzten zu einem Schlussspurt an, der beinahe noch ein glückliches Ende gefunden hätte. Die Dreier fanden ihr Ziel in der Folge nicht, dazu fehlte ein nötiges Mittel gegen den omnipräsenten Hooper in der Zone. Zwar stemmten sich die Isler-Schützlinge mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage, verhindern konnten sie sie schlussendlich aber nicht. 74:86 – die Niederlage, die sich früh angebahnte, hatte auch nach 40 Minuten ProA-Basketball Bestand.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „In den vergangenen eineinhalb Jahren, als unsere Partien lediglich im Stream zu verfolgen waren, haben wir guten Basketball präsentiert und die Menschen so Teil unseres Erfolgs werden lassen. Dass es bei ihrer Rückkehr nun so gelaufen ist, ärgert und enttäuscht mich maßlos. Der Zuspruch der Fans war auch heute deutlich zu spüren, wir wollten unbedingt für unsere Anhänger spielen – dafür, dass es nicht geklappt hat, muss ich mich im Namen der Mannschaft ausdrücklich entschuldigen. Wir haben heute teilweise wirklich kopflos gespielt. Obwohl wir ausführlich darüber gesprochen haben, wie wir Basketball spielen müssen, um erfolgreich zu sein, haben wir heute in vielen Bereichen zu nachlässig agiert. Wir haben uns fast ausschließlich auf unseren Dreier verlassen, dabei hätten wir viel häufiger den Korb forcieren müssen. Das Spiel war in der Offensive überhaupt nicht ausbalanciert, in der Defense haben wir Hoopers Stärke darüber hinaus nicht limitieren können. Itzehoe hat sich den Sieg heute erkämpft, wir haben ihr Spiel angenommen – daran müssen und werden wir wachsen.“

09.10.2021 19:30 Uhr Römerstrom Gladiators Trier vs. Nürnberg Falcons 90:55

Aufgrund einer verspäteten Ankunft an der Arena Trier hatten die Nürnberger nur wenig Zeit für ihr Aufwärmprogramm und fanden dementsprechend langsam in die Partie. Zur Hälfte des ersten Viertels hatten sich die Gladiatoren bereits eine 15:5 Führung herausgespielt. Dank intensiver Defense und guten Abschlüssen nah am gegnerischen Korb, erhöhten die Gastgeber ihren Vorsprung zur ersten Viertelpause auf 23:9. Auch im zweiten Viertel gaben die Trierer das Tempo des Spiels vor und ließen die Falcons zu keinen einfachen Punkten kommen. Nach drei Minuten im zweiten Spielabschnitt konnten die Moselstädter die Führung sogar auf 20 Punkte ausbauen (30:10, 13. Spielminute). Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fielen die Falken immer weiter zurück und hatten extreme Schwierigkeiten den Trierer Frontcourt um Radoslav Pekovic und Brody Clarke am punkten zu hindern. Bis zur Halbzeitpause hatten sich die RÖMERSTROM Gladiators einen 47:17 Vorsprung herausgespielt.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gladiatoren die spielbestimmende Mannschaft und hielten die Führung konsequent aufrecht. Im dritten Viertel durfte dann auch Nachwuchsmann Tom Demmer sein Debüt auf dem Parkett der ProA geben. Weiterhin waren vor allem Pekovic und Clarke für die Nürnberger Defense nicht zu stoppen. Auch am Ende des dritten Viertels war der Vorsprung der Moselaner sehr deutlich – es stand 67:34 für Trier. Leider landete Big Man Jonathan Almstedt nach einem Korbleger unglücklich und konnte die Partie nicht zu Ende spielen. Im letzten Viertel ließen die Gladiatoren dann nichts mehr anbrennen und hielten die Intensität trotz deutlicher Führung hoch. Sechs Minuten vor Ende stand ein 79:38 aus Trierer Sicht auf der Anzeigetafel – nun war die Motivation der Gäste vollkommen gebrochen. Gladiators-Headcoach Marco van den Berg rotierte nun etwas bei seinen Auswechslungen, trotzdem ließen die Gastgeber keinen Zweifel daran, wer heute das dominantere Team auf dem Parkett war. Nach einer tollen und spektakulären Partie schlugen die RÖMERSTROM Gladiators die Nürnberg Falcons letztlich mit 90:55 und stehen somit bei vier Siegen aus vier Spielen – der besten Startbilanz in der Geschichte der RÖMERSTROM Gladiators Trier.

Headcoach Marco van den Berg: „Es war ein gutes Spiel und hat man gesehen wo unsere Stärken liegen. Wir müssen aber am Ende der Saison unseren besten Basketball spielen. Aber für die kurze Zeit, die unser Team zusammen ist, machen die Jungs es schon gut. Wir sind gespannt wo unser Weg hinführt“.

09.10.2021 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Tigers Tübingen 82:73

Ohne fünf Akteure mussten die Tigers Tübingen bei den Uni Baskets Paderborn antreten. Vor 1.101 Zuschauern in der Sporthalle am Maspernplatz unterlag die Mannschaft von Trainer Danny Jansson mit 73:82 (48:48). Die Schwaben lieferten dem Kontrahenten einen beherzten Kampf. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gäste auf Augenhöhe. Die Begegnung war ausgeglichen – so auch der Spielstand von 48:48. Im dritten Viertel blieben die Raubkatzen fast sechs Minuten ohne etwas Zählbares, die Basis für die Paderborner Sieg. 60:48 lag die Truppe von Trainer Steven Michael Esterkamp in Front, es war gleichzeitig die höchste Führung des späteren Siegers. In dieser Phase mussten die Gäste auf die Dienste von Ryan Mikesell wegen Foulproblemen verzichten. Der Rückstand war insgesamt zu groß, dass die Raubkatzen die Partie noch drehen sollten können. Vor allem ließen auch die Kräfte nach.

Besonders in der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Baskets insgesamt treffsicherer und konzentrierter und fuhren so den am Ende ungefährdeten und verdienten dritten Heimsieg in Folge ein. Topscorer des Spiels war Tübingens Ryan Mikesell mit starken 28 Zählern. Bei der geschlossenen Mannschaftsleistung der Uni Baskets Paderborn führte Jordan Barnes mit 16 Punkten, elf Rebounds und sechs Assists die Stats an, Lars Lagerpusch feierte nach überstandener Verletzungspause sein Saisondebüt. Insgesamt ein Erfolg einer geschlossenen Mannschaftsleistung des Gegners. 15 Steals erzielte der Gastgeber, während die Schwaben dieses Mal kein gutes Händchen aus der Distanz (acht von 28, 29 Prozent) hatten. Wichtig: Bei den Tübinger verletzte sich kein weiterer Akteur.

Steven Esterkamp (Headcoach Uni Baskets Paderborn): „Zunächst einmal möchte ich unserem heutigen Gegner einen gewaltigen Respekt zollen: Mit nur sieben Spielern bis zum Schluss zu kämpfen und dagegenzuhalten, ist eine Leistung, vor der ich definitiv meinen Hut ziehe. Tübingen hatte nichts zu verlieren, die Jungs haben frei aufgespielt und uns vor allem in der ersten Halbzeit das Leben schwer gemacht. Über das gesamte Spiel gesehen war ich aber auch mit der Leistung meines Teams zufrieden. Besonders mit der Verteidigung war ich über 40 Minuten sehr happy. Im Angriff haben wir dann nach der Pause konzentrierter und konsequenter unsere Chancen genutzt und deswegen aus meiner Sicht auch verdient den Sieg geholt. Großartig auch wieder die Unterstützung unserer Fan: Sie haben uns nach besonders in der entscheidenden Phase des dritten Viertels Rückenwind gegeben.“

10.10.2021 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Eisbären Bremerhaven 84:89

Man konnte dem Team vom Sprungball weg den Willen auf Widergutmachung für den verpatzten Saisonstart anmerken. Defensiv waren die Eisbären sehr präsent und fanden offensiv immer wieder einfache Lösungen im Pick and Roll gegen die sichtlich beeindruckten Gastgeber. Insbesondere Yebo war unter den Körben ein ständiger Unruheherd und konnte alleine im ersten Viertel neun Punkte für die Gäste von der Nordseeküste erzielen. Jena hielt dank eines gut aufgelegten Stephan Haukohls dagegen, der Inside seine Größenvorteile gegenüber Daniel Laster ausnutzen konnte. So ging es nach einem verwandelten Freiwurf von Laster mit einer knappen aber verdienten 21:20 Führung der Eisbären in die Viertelpause. Die ersten zwei Minuten des zweiten Viertels gestalteten sich zunächst ausgeglichen, dann schlichen sich auf Seiten der Eisbären-Defensive jedoch ein paar Unkonzentriertheiten ein, weswegen Eisbären Headcoach Michael Mai seine Mannen zu einer Auszeit bat. Im weiteren Verlauf des Viertels drückten die Eisbären nach defensiven Rebounds oder Ballgewinnen in Transition immer wieder aufs Gaspedal, wodurch sie häufig an die Freiwurflinie wanderten und dort sicher verwandeln konnten. So ging das Team dank einer ausgeglichenen Mannschafsleistung mit einem knappen 40:41 Rückstand in die Halbzeitpause.

Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten abermals die Eisbären, gerieten dann jedoch nach einem Dreier durch Jenas Routinier Brandon Thomas und einem Foul abseits des Balles mit anschließenden Ballbesitz Jena sowie einem aus dem Einwurf resultierenden Layup von Thomas erneut in Rückstand. Allerdings zeigten sich die Bremerhavener stabiler als in den vorherigen Begegnungen und fanden immer wieder Antworten auf Jenas Nadelstiche. Besonders die kleine Aufstellung mit Yebo und Moore auf den großen
Positionen bereiteten Jenas Defensive große Probleme. Diese Aufstellung macht sich allerdings auch im Kampf um die Rebounds bemerkbar, so dass insbesondere Jenas Big-Men Alexander Herrera in dieser Phase das eine oder andere Mal frei unter dem Korb der Eisbären auftauchte und sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte (63:67 Ende 3. Viertel).

Den letzten Spielabschnitt eröffnete Daniel Laster mit einem sehenswerten Turnaround- Jumper gegen den Mann. Die Partie war weiterhin eng und die Eisbären blieben dank ihrer physischen und intensiven Spielweise weiterhin im Spiel. Nach einem langen Zweier und einem tollen Pick and Roll- Spielzug, die beide durch den soliden Robert Oehle vollendet wurden, gingen die Eisbären beim Stand von 70:69 und noch knapp sieben Minuten auf der Spieluhr erstmals in Führung. Die obligatorische Auszeit von Jenas Headcoach Domenik Reinboth folgte auf dem Fuß. Die Eisbären zeigten sich davon jedoch völlig unbeeindruckt und konnten ihre Führung zwischenzeitlich auf 77:69 ausbauen. In dieser Phase waren es neben Oehle vor allem der quirlige Ethan Alvano, der selbst die schwierigsten Würfe bei ablaufender Wurfuhr traf und der beim Rebound aktive Yebo, die die Eisbären auf ihre Schultern nahmen.

Die Eisbären konnten diese knappe Führung über die Zeit retten und so im vierten Versuch den lang ersehnten ersten Saisonsieg einfahren. Eisbären Headcoach Michael Mai zeigte sich dementsprechend erfreut und erleichtert zugleich: „Man hat der Mannschaft heute angemerkt, dass sie sich für die´ersten drei Spiele rehabilitieren wollte. Wir haben es heute geschafft über vierzig Minuten konstant und als Team zu verteidigen und haben Jena das Leben heute durch unsere Physis und unseren Willen schwer gemacht. Offensiv haben wir die Scoring- Last auf mehrere Schultern verteilen können und waren so unberechenbar. Ich freue mich für die Mannschaft und hoffe, dass der Knoten für uns jetzt geplatzt ist und hoffe, dass wir diesen Sieg als Booster mit in die nächsten Spiele nehmen können und unsere Saison jetzt endlich losgehen kann.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2021/10/Beitragsbild-4.-Spieltag-ProA-Nachberichte.png 563 1000 Liam /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Liam2021-10-11 13:05:342021-10-11 13:05:34Nachberichte ProA 4. Spieltag
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