Nachberichte ProB Playoffs – Halbfinale Spiel 2

08.05.2026 19:30 Uhr // BBC Coburg vs. ETB Miners 64:80

Der Playoff-Run des BBC Coburg ist im Halbfinale der ProB-Playoffs beendet. Vor 1.672 Zuschauern in der HUK-COBURG arena mussten sich die Vestestädter auch im zweiten Duell den ETB Miners Essen mit 64:80 geschlagen geben. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet unterstrichen von Beginn an ihre Favoritenrolle, lagen über die gesamte Spielzeit in Führung und zogen mit einer perfekten Playoff- und Auswärtsbilanz verdient ins Finale ein. Dort treffen sie auf die OrangeAcademy Ulm, die sich ebenfalls mit 2:0 gegen Bernau durchsetzen konnte. Gleichzeitig sichern sich beide Finalisten das sportliche Aufstiegsrecht in die ProA, während für Coburg die beste ProB-Saison der Vereinsgeschichte ihr Ende findet. Der Start in die Partie verlief aus Sicht der Gastgeber alles andere als optimal. Während Essen früh aus der Distanz seinen Rhythmus fand und sich zudem zahlreiche zweite Chancen über Offensivrebounds erarbeitete, tat sich Coburg schwer, überhaupt zu punkten. So lagen die Gäste bereits nach wenigen Minuten zweistellig in Front und führten nach dem ersten Viertel deutlich mit 24:11. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Miners kontrollierten Tempo und Intensität, bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich weiter aus und stellten Mitte des Viertels auf 37:18. Zwar kämpften sich die Coburger bis zur Halbzeit noch etwas heran, doch mit einem 32:43-Rückstand blieb die Ausgangslage schwierig.

Im dritten Viertel bot sich dem BBC Coburg mehrfach die Möglichkeit, den Abstand weiter zu verkürzen. Ein kurzer 8:0-Lauf ließ Hoffnung aufkommen, doch die routinierten Essener fanden stets die passende Antwort und hielten den Gegner auf Distanz. Vor allem die schwache Dreierquote von nur 19 Prozent verhinderte eine echte Aufholjagd. Die Miners spielten ihre Erfahrung konsequent aus und setzten sich im Schlussabschnitt endgültig ab. Spätestens beim 75:54 Mitte des letzten Viertels war die Partie entschieden. Die letzten Minuten gehörten dann auch den jungen Spielern der Coburger, die unter großem Applaus der Fans noch Einsatzzeit erhielten. Topscorer der Hausherren war Dylan Fasoyiro mit 16 Punkten. Trotz des Ausscheidens überwog beim BBC die Zufriedenheit über eine außergewöhnliche Saison.

Headcoach Patrick Seidel sagte nach dem Spiel: „Was soll ich groß sagen zum Spiel? Tatsächlich überwiegt bei mir jetzt nicht die Enttäuschung oder die Frustration über die Niederlage, sondern viel mehr der Stolz und die Zufriedenheit über die komplette Saison! Wir haben ein überragendes Jahr gespielt, Historisches für den Coburger Basketball geleistet und ich bin jetzt einfach nur glücklich und sehr zufrieden darüber. An der Stelle möchte ich mich einfach bei allen Sponsoren, allen Partnern und vor allem bei allen Leuten, die drumherum alles dafür möglich machen, dass wir hier Basketball spielen können, bedanken. Ein großes Danke auch an meine Jungs! Es hat wahnsinnig viel Spaß mit euch gemacht! Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mit in die neue Saison nehmen können. Und ob wir jetzt heute verloren oder gewonnen haben, da bin ich relativ entspannt, weil das nur die Kirsche auf der Sahnetorte in diesem unfassbaren Jahr war!“

Auch ProB-Manager Christopher Neudecker blickte stolz auf die Entwicklung des Vereins: „Unser erklärtes Ziel vor der Saison war es, den ersten Playoff-Sieg der Vereinsgeschichte einzufahren. Dieses Ziel haben wir nicht nur erreicht, sondern wir haben unsere eigenen Erwartungen weit übertroffen. Im Halbfinale vor knapp 1.700 Zuschauern gegen das stärkste Team der gesamten ProB auszuscheiden, ist keine Niederlage, die uns den Kopf hängen lässt. Es ist der Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt geht es direkt weiter. Patrick Seidel und ich sitzen bereits zusammen und basteln am Kader für die nächste Saison. Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison, und wir wollen keine Zeit verlieren. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, auch organisatorisch den Abstand zur ProA weiter zu verkleinern. Der BBC Coburg will wachsen, sportlich sowie strukturell. Und diese Saison hat gezeigt, dass wir das können.“

 

08.05.2026 20:00 Uhr // LOK BERNAU vs. OrangeAcademy 86:91

Mit Tränen in den Augen endet die Saison für LOK BERNAU im Halbfinale der ProB-Playoffs. Trotz großem Einsatz und leidenschaftlichem Auftritt unterlagen die Brandenburger der OrangeAcademy Ulm mit 86:91 und verlieren die Serie damit mit 0:2. Vor 2.348 Zuschauern in der Sparkassen-Arena erwischte Bernau einen starken Start. Mit viel Tempo und Energie erspielte sich das Team früh eine zweistellige Führung und ging mit 29:23 nach dem ersten Viertel in Front. Auch im zweiten Abschnitt hielt Lok dagegen und nahm eine knappe 48:47-Führung mit in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch. Offensiv verloren die Gastgeber ihren Rhythmus, während Ulm – angeführt von Meissa Faye (23 Punkte) – immer besser ins Spiel fand. Besonders im dritten Viertel machten die Gäste den Unterschied, drehten die Partie und gingen mit einer Führung in den Schlussabschnitt. Dort zeigte Bernau noch einmal Moral, kämpfte sich mehrfach heran und hielt das Spiel bis in die Schlussphase offen. Doch in den entscheidenden Momenten behielt Ulm die Nerven und brachte den Sieg ins Ziel. Topscorer bei Bernau war Anthony Watkins mit 19 Punkten. Für Ulm überzeugte neben Faye auch Endurance Aiyamenkhue mit einem starken Double-Double (13 Punkte, 16 Rebounds). Headcoach Dan Oppland sagte nach dem Spiel:

„Ich denke, wir haben am Anfang einen sehr guten Rhythmus in dieses Spiel gebracht, haben mit viel Kampfgeist gespielt und den Ton in der ersten Halbzeit gesetzt. Dann hatten wir in der zweiten Halbzeit ein paar kostspielige Ballverluste. Ulm hatte zudem einen Run gegen Ende der ersten Halbzeit, und wir haben es zu Beginn des dritten Viertels offensiv nicht geschafft, wieder in unseren Rhythmus zu kommen. Ich denke, wir hatten einige gute Würfe, konnten sie aber nicht treffen. Gleichzeitig haben wir ihnen zu viele zweite Chancen gegeben – besonders im dritten, aber auch im vierten Viertel. Im vierten Viertel hatten wir gute Stops in der Defense, aber konnten offensiv nicht konsequent abschließen. Der Kampfgeist war auf jeden Fall da, die Jungs haben alles gegeben. Aber am Ende des Tages war Ulm die bessere Mannschaft, und das müssen wir akzeptieren. Es ist natürlich sehr enttäuschend, aber das gehört zum Sport dazu. Ich denke, es ist eine Lernphase für uns. Großen Respekt auch an den Gegner – sie hatten einen sehr guten Gameplan, besonders gegen Guy. Für ihn war es sehr schwer, seinen Rhythmus zu finden, und dadurch entstand zusätzlicher Druck auf die anderen Spieler. Am Ende des Tages waren wir nicht gut genug. Es gibt viele Dinge, die ich als Trainer verbessern kann. Trotzdem bin ich stolz auf die Jungs und stolz auf die Saison. Es ist ein bitteres Ende, aber wir müssen daraus lernen und weitermachen.“  

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 2

09.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 

Bericht folgt in Kürze!

 

09.05.2026 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen 

Nach dem deutlichen 90:66 im ersten Viertelfinale gegen die PS Karlsruhe LIONS ist die Ausgangslage klar: Phoenix Hagen führt mit 1:0 und will im zweiten Spiel direkt nachlegen. Die Freude über den Auftaktsieg hielt jedoch nicht lange an – der Fokus liegt bereits voll auf der nächsten Aufgabe im Badischen. Denn die Höhe des ersten Erfolgs spielt keine Rolle mehr, entscheidend ist nur, die Serie weiter in die richtige Richtung zu lenken. Ein Schlüssel bleibt die Defensive. Bereits im ersten Spiel hielten die Hagener die Lions deutlich unter ihrem Schnitt (81,8 Punkte in der Hauptrunde) und bestätigten damit ihren Playoff-Modus. Genau diese Stabilität soll auch auswärts die Basis sein. Offensiv setzte Phoenix auf eine breite Lastenverteilung. Lucas N’Guessan (19 Punkte) und Jeffrey Carroll (16 Punkte) waren die Topscorer, standen aber vergleichsweise kurz auf dem Feld – ein Vorteil mit Blick auf die Belastung in der Serie.

Auch bei Karlsruhe zeigten Isaiah Hart und David Ejah ihre Qualität, konnten die Niederlage jedoch nicht verhindern. Headcoach Chris Harris erklärt: „Wir haben uns vor Beginn der Serie Gedanken über unsere Matchups gemacht. Das können wir sicherlich noch optimieren, da wir ein immer klareres Verständnis dafür entwickeln, wer welche Qualitäten besitzt. Das ist eine Erkenntnis aus den vergangenen Playoff-Begegnungen, dass diesbezüglich innerhalb mehrerer Spiele in kurzer Zeit viele Verschiebungen möglich sind. Das wird besonders mit Blick auf die Begegnung in Karlsruhe wichtig, um in der Verteidigung stabil zu stehen – das ist auswärts für uns immer die Basis.“ Spiel zwei steigt am Samstag in der Europahalle in Karlsruhe. Mit einem weiteren Sieg würde sich Phoenix den Matchball sichern – Karlsruhe dagegen kämpft um den Ausgleich in der Serie.

 

10.05.2026 15:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Nach der 77:89-Niederlage im ersten Viertelfinalspiel gegen die Gießen 46ers stehen die HAKRO Merlins Crailsheim bereits unter Druck. In Spiel zwei der Serie soll nun in der Sporthalle Gießen-Ost der Ausgleich gelingen. Der Auftakt verlief zunächst vielversprechend: Mit einem 13:3-Lauf erwischten die Merlins einen starken Start. Doch im weiteren Verlauf übernahmen die Gießener zunehmend die Kontrolle, drehten das Spiel noch vor der Halbzeit und setzten sich vor allem im dritten Viertel entscheidend ab. Trotz eines offensiv starken Schlussabschnitts gelang den Crailsheimern kein Comeback mehr.

Dabei zeigt ein Blick auf die Zahlen, wie eng die Partie tatsächlich war. Rebounds, Wurfquoten und Freiwürfe bewegten sich auf nahezu identischem Niveau – ein klares Zeichen dafür, dass Kleinigkeiten den Unterschied machten. Nun richtet sich der Fokus komplett auf Spiel zwei: Mit einem Sieg könnten die Merlins die Serie wieder ausgleichen, während die Gießen 46ers sich bereits den Matchball sichern wollen. Tip-Off ist am Sonntag um 15 Uhr in Gießen – mit der klaren Mission der Crailsheimer: zurückschlagen und die Serie offenhalten.

 

10.05.2026 16:00 Uhr Artland Dragons vs. Eisbären Bremerhaven 

Nach der knappen 74:78-Niederlage im ersten Viertelfinalspiel bei den Eisbären Bremerhaven wollen die Artland Dragons in Spiel zwei der Serie vor heimischer Kulisse zurückschlagen und den Ausgleich schaffen. Bereits das erste Duell zeigte, wie eng beide Mannschaften beieinander liegen. Über weite Strecken lieferten sich beide Teams ein intensives Playoff-Spiel auf Augenhöhe. Vor allem defensiv überzeugten die Dragons zunächst und hielten Bremerhaven in der ersten Halbzeit bei nur 30 Punkten. Allerdings fanden die Eisbären auch ohne erfolgreiche Dreier immer wieder Lösungen in Korbnähe. Nach der Pause kippte das Momentum zunehmend auf Seiten der Gastgeber. Vor allem beim Rebounding verschaffte sich Bremerhaven Vorteile und sammelte insgesamt 17 Offensivrebounds – allein 13 davon in der zweiten Halbzeit. Gerade diese zweiten Chancen machten am Ende den Unterschied. Auch offensiv lag die Hauptlast bei den Dragons vor allem auf Ben Burnham, Amir Hinton und Timo Lanmüller, die gemeinsam 61 der 74 Punkte erzielten. Mehr offensive Unterstützung von der Bank soll nun in Spiel zwei folgen.

Headcoach Hendrik Gruhn erklärt: „Für uns ist es sehr gut, dass wir direkt wieder spielen. Wir freuen uns wahnsinnig darauf, für Spiel 2 nach Hause zu kommen. Wir haben am Mittwoch einige Dinge nicht gut gemacht, allen voran das Rebounding. 17 Offensivrebounds zuzulassen, davon 13 in der zweiten Halbzeit, ist einfach zu viel. Wenn man einem Topteam so viele zweite Chancen gibt, darf man sich nicht wundern, wenn das bestraft wird. Da sind alle in der Mannschaft gefragt und ich bin zuversichtlich, dass wir das in Spiel 2 besser machen werden. Ansonsten wollen wir gar nicht so viel verändern. Ich finde, dass wir defensiv über weite Strecken einen guten Job gemacht haben. Natürlich gibt es kleinere Feinjustierungen, die wir und sicherlich auch Bremerhaven vornehmen werden. Ich bin sehr optimistisch für Spiel 2. Alle in der Mannschaft sind hochmotiviert. Wir haben uns gestern in der Halle getroffen, um das Spiel gemeinsam im Video aufzuarbeiten, und die ganze Mannschaft ist gewillt, diesen Kampfgeist gemeinsam mit den Fans im Rücken am Sonntag aufs Parkett zu bringen.“

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

06.05.2026 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 78:74

Die Eisbären Bremerhaven sind erfolgreich in die Viertelfinalserie gestartet und haben sich in Spiel 1 mit 78:74 gegen die Artland Dragons durchgesetzt. In einer intensiven und physischen Partie entschied vor allem eine starke zweite Halbzeit zugunsten der Gastgeber. Die Dragons erwischten zunächst den besseren Start und setzten vor allem über Ben Burnham und Amir Hinton offensive Akzente. Bremerhaven hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, kämpfte sich jedoch angeführt von Lorenz Brenneke zurück und glich zum Ende des ersten Viertels aus. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie umkämpft und zunehmend von Defensive geprägt. Während Bremerhaven lange ohne erfolgreichen Dreier blieb, trafen die Dragons hochprozentig aus der Distanz und gingen mit einer 36:30-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel folgte jedoch die entscheidende Phase: Die Eisbären agierten deutlich disziplinierter in der Verteidigung und fanden offensiv ihren Rhythmus. Treffer von Elijah Miller, Peter Hemschemeier und Jake Biss drehten die Partie, ein starkes drittes Viertel (27:15) brachte die Führung. Im Schlussabschnitt blieb es spannend bis in die Crunchtime. Die Dragons verkürzten erneut, hatten sogar die Chance auf den Ausgleich, doch der letzte Wurf verfehlte sein Ziel. Bremerhaven behielt die Nerven und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Headcoach Steven Esterkamp zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Es war ein sehr starkes Spiel. Wie erwartet war es eine schwierige und intensive Partie, bei der sich erst in den Schlusssekunden entscheidet, wer gewinnt.“ Mit dem 78:74-Erfolg sichern sich die Eisbären die 1:0-Führung in der Serie. Weiter geht es am Sonntag in Quakenbrück, wo die Dragons vor heimischer Kulisse antworten wollen.

 

06.05.2026 19:30 Uhr // BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 99:87

Die BG Göttingen ist mit einem Erfolg in die Playoffs gestartet und hat Spiel 1 gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim mit 99:87 gewonnen. Vor 1.974 Zuschauern entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, ehe die Gastgeber nach der Pause die Kontrolle übernahmen. Bester Akteur auf Seiten der Göttinger war Wes Dreamer, der mit 21 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte. Für Kirchheim war Chuck Harris Jr. mit 19 Punkten der erfolgreichste Werfer. Nach einer ersten Halbzeit auf Augenhöhe setzte sich Göttingen vor allem im dritten Viertel entscheidend ab und ging mit einer klaren Führung in den Schlussabschnitt. Eine kurze Schwächephase überstanden die Gastgeber und brachten den Sieg am Ende souverän ins Ziel.

Headcoach Fabian Strauß sagte nach der Partie:„Wir wussten um die Qualität von Kirchheim und einiger ihrer Spieler. In bestimmten Situationen, insbesondere im dritten Viertel, haben wir defensiv viel richtig gemacht. Die zweite Fünf hatte Anfang der ersten Hälfte in der Verteidigung ein bisschen nachgelassen. Uns war wichtig, dass wir Spiel eins gewinnen, über weite Strecken eine sehr gute Energieleistung zeigen, gut rebounden und die Physis von Kirchheim kontrollieren. Die Jungs haben sich dann teilweise mit guter Ballbewegung und vielen einfachen, offenen Würfen belohnt. Das erste Spiel zu gewinnen war wichtig. Ich bin froh drüber.“

Kirchheims Trainer Igor Perovic analysierte: „Das war in den ersten 17 bis 18 Minuten ein gutes Spiel, dann haben wir in den letzten Minuten des zweiten Viertels die Disziplin verloren und Göttingen das Momentum gegeben. Auch in den ersten Minuten des dritten Viertels haben wir nicht gut gespielt und verteidigt. Wir waren immer einen halben Schritt zu langsam und nicht physisch genug. Wenn du so gegen ein gutes Team auftrittst, kann es ziemlich schwer werden.“ Mit dem 99:87 sichert sich Göttingen die 1:0-Führung in der Best-of-five-Serie.

 

06.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 90:66

Phoenix Hagen ist erfolgreich in die Playoff-Serie gegen die PS Karlsruhe LIONS gestartet und hat sich vor 3.007 Zuschauern mit 90:66 durchgesetzt. Es war der erste Auftaktsieg in einer Playoff-Serie für die Hagener – im achten Anlauf. Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Teams hatten mit Nervosität und Ballverlusten zu kämpfen. Doch Phoenix fand zunehmend Lösungen, vor allem über Lucas N’Guessan, der immer wieder gut in Szene gesetzt wurde und mit 19 Punkten Topscorer der Gastgeber war. Entscheidend war die zweite Halbzeit: Phoenix dominierte defensiv und ließ Karlsruhe nach der Pause nur noch 26 Punkte zu. Gleichzeitig kontrollierten Fabian Bleck (12 Rebounds) und Marvin Omuvwie (7 Rebounds) die Bretter, während offensiv konsequent nachgelegt wurde. So bauten die Hagener ihre Führung kontinuierlich aus und brachten den Sieg souverän ins Ziel.

Headcoach Chris Harris sagte nach dem Spiel: „Was für eine tolle Stimmung, was für eine Atmosphäre in der Halle zum Start in die Playoffs – und das mitten in der Woche. Die Fans haben auf jeden Fall dazu beigetragen, dass wir einen guten Start in diese Serie hatten, auch wenn wir uns im Spiel selbst lange schwer getan haben. Karlsruhe hat sich viele zweite Chancen erarbeitet, die wir ihnen gern genommen hätten. Umso froher bin ich darüber, wie wir uns nach der Pause gesteigert haben und auch die Minuten einigermaßen verteilen konnten. Das war ein guter Schritt in unserem Entwicklungsprozess.“

Auch Karlsruhes Trainer Demond Greene erkannte die Stärke des Gegners an: „Phoenix hat heute, vor allem in der zweiten Hälfte gezeigt, was sie so dominant macht. Hagen konnte die Mismatches in der Zone klar für sich nutzen. Hier hatten wir defensiv zu wenig Zugriff und keinen ordentlichen Rhythmus. Dadurch sind wir im Gang nach vorn leider ein wenig zu sehr ins Eins-gegen-Eins verfallen und haben den Ball zu wenig laufen gelassen. Unsere Aufgabe ist es nun, gegen die unterschiedlichen Hagener Lineups – von sehr groß bis sehr klein – bis Samstag ein Mittel zu finden.“ Mit dem klaren 90:66 sichert sich Phoenix die 1:0-Führung in der Best-of-five-Serie und untermauert direkt seine Favoritenrolle.

 

07.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 77:89

Die GIESSEN 46ers haben mit dem 89:77-Auswärtssieg bei den HAKRO Merlins Crailsheim ein starkes Zeichen gesetzt und sich direkt den Heimvorteil in der Viertelfinalserie gesichert. Kapitän Robin Benzing ordnete den Erfolg dennoch klar ein: „Der Sieg heißt noch überhaupt nichts. Wir haben ihnen den Heimvorteil geklaut, mehr nicht. Erst wenn wir Sonntag vor eigenem Publikum nachlegen können, wird sich der Wert unseres Auftritts vielleicht darstellen.“ Auch Luis König Figge blieb bewusst zurückhaltend: „Wir bleiben am Boden und heben nicht ab. Wir alle sind erwachsen genug, um zu wissen, dass Spiel eins auch wirklich nur ein erster, kleiner Schritt war.“ Headcoach Branislav Ignjatovic lobte vor allem das Kollektiv: „grandiose Teamleistung ohne Schwachstellen“ und ergänzte mit Blick auf die Serie:

„Es bleibt in dieser Serie bei unserer Außenseiterrolle, bei der wir am Sonntag abermals unsere Chance suchen. Wir genießen den Moment, mehr aber auch nicht.“ Nach frühem Rückstand kämpften sich die Gießener zurück und übernahmen zur Halbzeit erstmals die Führung. Entscheidend war ein Lauf im dritten Viertel, nach dem die 46ers die Kontrolle nicht mehr abgaben. Besonders Viktor Kovacevic (17 Punkte) sowie Kyle Castlin und Robin Benzing führten das Team an. Ignjatovic fasste die Leistung treffend zusammen: „So geht Teambasketball.“ und erklärte weiter: „Es war ein außergewöhnlich gutes Spiel von uns, in dem wir Crailsheim mit unserer starken Defense so bearbeitet haben, dass sie immer mehr die Nerven verloren haben.“ Damit gehen die Gießener mit einer 1:0-Führung und gestohlenem Heimrecht in Spiel zwei der Serie.

Alvaro Sanchez wird neuer Headcoach in Bochum

Die VfL SparkassenStars Bochum treiben ihre Kader- und Strukturplanung für die kommende Saison weiter voran und haben nun eine zentrale Personalentscheidung getroffen: Alvaro Sanchez Paredes steigt vom Assistant Coach zum Headcoach auf. Der Spanier bringt internationale Erfahrung aus mehreren Stationen mit. Nach ersten Schritten im Jugendbereich in Spanien sammelte er unter anderem Coaching-Erfahrung in Schweden, Ägypten und den Niederlanden, bevor er 2024 zum Trainerstab der SparkassenStars stieß. Nun übernimmt er die Verantwortung an der Seitenlinie. Sanchez selbst blickt motiviert auf seine neue Aufgabe: „Ich bin wirklich dankbar für die Chance, das Vertrauen des Vereins und die Unterstützung aller innerhalb der Organisation. Wir gehen dieses neue Kapitel gemeinsam an – als Team wollen wir eine Kultur des Einsatzes und der harten Arbeit für den Verein, die Fans, die Stadt und für uns selbst aufbauen.“

Auch Geschäftsführer Tobias Steinert zeigt sich überzeugt von der Entscheidung: „Alvaro war von Anbeginn unserer Suche nach einem neuen Headcoach meine Wunschlösung und ich freue mich sehr, dass er uns zugesagt hat. Neben seinen unbestrittenen sportlichen Fähigkeiten wissen wir, dass er diesen Club und unsere Identität lebt. Nun haben wir zusammen ein neues SparkassenStars-Kapitel aufgeschlagen und ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zukunft.“ Mit der Beförderung von Sanchez setzen die Bochumer bewusst auf Kontinuität. Auch auf der Position des Assistant Coaches bleibt Stabilität erhalten: Petar Topalski kehrt wie geplant in seine vorherige Rolle zurück. Parallel zur Trainerentscheidung laufen bereits die Planungen für die Saison 2026/27 – mit Sanchez als zentraler Figur an der Seitenlinie.

Vorberichte ProB Playoffs – Halbfinale Spiel 2

08.05.2026 19:30 Uhr BBC Coburg vs. ETB Miners

Für den BBC Coburg wird es ernst: Nach der Auftaktniederlage gegen die ETB Miners Essen steht das Team im zweiten Halbfinalspiel mit dem Rücken zur Wand. Im Best-of-Three-Modus ist die Ausgangslage eindeutig – nur ein Sieg hält die Saison am Leben. Die Aufgabe könnte kaum größer sein. Die Miners gelten als eines der konstantesten Teams der Liga, haben in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel verloren und präsentieren sich vor allem defensiv in Topform. In den bisherigen Playoff-Partien ließ die Mannschaft von Lars Wendt im Schnitt nur rund 66 Punkte zu – die 75 Zähler aus Spiel 1 waren bereits die höchste gegnerische Ausbeute. Doch Coburg hat im ersten Duell gezeigt, dass man mithalten kann. Auch die Rückkehr von Center Ole Theiß gibt Hoffnung.

Der Big Man betont vor Spiel 2 die Bedeutung der Heimkulisse: „In Spiel 1 haben wir es selber zu spüren bekommen, dass Essen eine sehr gute und vor allem abgeklärte Mannschaft ist. Aber wir haben auch gezeigt, dass wir ihnen durchaus ebenbürtig sein können. Am Freitag wird es mit Sicherheit ein anderes Spiel werden, da wir dieses Mal unsere Fans im Rücken haben, die uns schon so oft in engen Spielen gepusht haben. Daher hoffe ich, dass wieder möglichst viele von euch den Weg in die Halle finden und uns unterstützen, denn jetzt am Freitag brauchen wir euch mehr denn je.“ Mit der Unterstützung der eigenen Fans soll nun die Wende gelingen. Klar ist: Nur mit einem Sieg erzwingt Coburg ein entscheidendes drittes Spiel – andernfalls endet die Saison. Die Ausgangslage ist also eindeutig: Alles oder nichts.

 

08.05.2026 20:00 Uhr LOK BERNAU vs. OrangeAcademy

Für LOK BERNAU steht am Freitagabend das alles entscheidende Spiel an. Nach der Niederlage im ersten Duell bei der OrangeAcademy ist die Ausgangslage klar: Nur ein Sieg hält die Serie am Leben und erzwingt ein drittes Spiel. Im ersten Aufeinandertreffen zeigte sich, woran es gelegen hat. In den entscheidenden Momenten fehlte Bernau die nötige Konsequenz und Präsenz. Vor allem bei den Rebounds und 50/50-Bällen erarbeiteten sich die Ulmer zu viele Vorteile und sicherten sich wichtige zweite Chancen. Zwar waren phasenweise gute Ansätze erkennbar, doch die nötige Konstanz über 40 Minuten fehlte.

Die OrangeAcademy nutzte genau das konsequent aus und setzte in den Schlüsselphasen die entscheidenden Akzente. Besonders unter dem Korb war die Dominanz spürbar, angeführt von Meissa Faye, der als Topscorer und Rebounder herausragte. Unterstützung kam von Endurance Aiyamenkhue und Tobias Holbach, während Teo Milicic und Namori Omog im Aufbau für Struktur sorgten. Für Bernau wird es nun entscheidend sein, genau diese Spieler besser zu kontrollieren und selbst mit mehr Energie aufzutreten. Bis Spiel 2 geht es weniger um große taktische Veränderungen als um klare Anpassungen: mehr Physis von Beginn an, bessere Reboundarbeit, klare Entscheidungen in den entscheidenden Phasen und vor allem Konstanz über die gesamte Spielzeit.

Tim Black wird neuer Cheftrainer der Nürnberg Falcons

Die Nürnberg Falcons haben frühzeitig die Weichen für die kommende Saison gestellt und präsentieren mit Tim Black ihren neuen Cheftrainer. Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge von Ralph Junge an, der sich künftig wieder verstärkt auf seine Rolle als Geschäftsführer konzentrieren wird. Mit der Entscheidung setzen die Falcons bewusst auf Kontinuität. Black ist seit mehreren Jahren Teil des Trainerstabs und kennt Verein, Strukturen und Philosophie bereits bestens. Entsprechend überzeugt zeigt sich Junge von der internen Lösung: „Tim hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet und sich diese Chance absolut verdient. Es war uns wichtig, früh Klarheit zu schaffen, um die kommende Saison strukturiert planen zu können. Ich freue mich sehr, dass ich mich wieder intensiver auf die Weiterentwicklung des Standorts und die organisatorischen Themen konzentrieren kann.“ Auch Black selbst blickt mit großer Motivation auf seine neue Aufgabe:

„Es ist mir eine große Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen, der ich voller Tatendrang entgegenblicke. Diesen Verein und diese Stadt verstehe ich als einen Ort mit fruchtbarem Boden, tiefen Wurzeln und echtem Potenzial. Meine Aufgabe wird es sein, diesen ‚Garten‘ zu pflegen und ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Spieler gemeinsam wachsen, sich im Wettbewerb behaupten und Erfolge feiern können. Ich freue mich darauf, die Arbeit aufzunehmen und zusammen mit der Organisation sowie den Menschen vor Ort etwas von bleibendem Wert aufzubauen.“ Der ehemalige BBL-Topscorer bringt nicht nur Erfahrung als Spieler, sondern auch aus dem Nachwuchs- und Entwicklungsbereich mit. Nach Stationen in Deutschland, Belgien und Italien sowie Tätigkeiten im US-amerikanischen Nachwuchsbereich ist er seit 2024 wieder in Deutschland aktiv und war zuletzt als Co-Trainer und im Player Development bei den Falcons tätig.

Spotlight #9: Die heißeste Zeit des Jahres steht an

Die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist Geschichte – das bedeutet, dass uns nun die spannendste Zeit der Saison direkt bevorsteht! Schon am heutigen Mittwochabend starten die Playoffs und das Rennen um die Finaltickets und den damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL ist damit eröffnet. Vier Duelle erwarten uns in der ersten Runde, wie gewohnt trifft dabei der Erste auf den Achten, der Zweite auf den Siebten usw.. Die Serien laufen im Modus Best-of-Five, wer zuerst drei Siege hat zieht in das Halbfinale ein. Gespielt wird dabei im 1-1-1-1-1-Rhythmus, die Teams haben also abwechselnd Heimrecht, wobei das höher platzierte Team ein entscheidendes fünftes Spiel vor heimischer Kulisse austragen darf. Doch genug der Formalitäten, werfen wir in dieser Ausgabe von Spotlight einen Blick auf die Viertelfinalserien…

Das sind die Duelle:

  • Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS: Klare Sache oder der Start der nächsten Cinderella-Story?
  • HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers: Formstarke Zauberer treffen auf playofferfahrene 46ers
  • BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim: Die statistisch spannendste Serie
  • Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons: Nordkracher auf Augenhöhe

 

Die komplette Kolumne findet ihr hier zum Lesen auf unserer Webseite.

Vincent van Sliedregt wird neuer Headcoach in Bayreuth

Der BBC Bayreuth hat die vakante Trainerposition neu besetzt und setzt künftig auf internationale Erfahrung: Vincent van Sliedregt übernimmt das Amt des Headcoaches und erhält einen Zweijahresvertrag. Der 38-jährige Niederländer kommt mit einem spannenden Profil nach Bayreuth. Zuletzt war er langjähriger Headcoach bei LWD Basket Leeuwarden in der BNXT League sowie Nationaltrainer der niederländischen Damen. Trotz seines vergleichsweise jungen Alters bringt er bereits umfassende Erfahrung im europäischen Basketball mit und konnte mit begrenzten Mitteln mehrfach sportliche Erfolge erzielen. Auch van Sliedregt selbst blickt mit Vorfreude auf seine neue Aufgabe: “Ich bin dankbar für die Gelegenheit, als neuer Cheftrainer in Bayreuth tätig zu sein. Es ist ein echtes Privileg, eine Brücke zwischen einem stolzen, traditionsreichen Verein und einer spannenden Zukunft zu schlagen, die vor uns liegt. Das Ziel ist es, gemeinsam auf dem aufzubauen, was diese Stadt und ihre Menschen so einzigartig macht, und eine Mannschaft zu entwickeln, die dieselbe Hingabe, Disziplin und denselben Stolz widerspiegelt. Unser Ansatz wird auf Werten basieren, die nichts Neues sind: Struktur, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Klare Kommunikation, das Einhalten von Verpflichtungen und das tägliche Aufbringen konstanter Energie werden die Grundlage unserer täglichen Arbeit sein. Ebenso wichtig ist es mir und meiner Familie, Teil der Gemeinschaft zu werden. Für mich geht das Trainieren über das Spielfeld hinaus. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen und gemeinsam das Beste aus allen Beteiligten herauszuholen, um etwas zu schaffen, hinter dem die Menschen in Bayreuth auch weiterhin stehen können.”

Auch Geschäftsführer Friedrich Hartung zeigt sich überzeugt von der Personalentscheidung: „Mit Vincent gewinnen wir einen erfahrenen Headcoach, für den der Schritt nach Bayreuth dennoch eine neue Herausforderung darstellt, die er mit großem Ehrgeiz angehen wird. Ich bin überzeugt, dass Vincent perfekt zu uns passt und der richtige Coach für den Umbruch in der Mannschaft ist.“ Zudem unterstreicht der künftige Sportdirektor Felix Hilgart die Qualitäten des neuen Trainers: „Vincent ist ein sehr guter Kommunikator und bringt trotz seines noch jungen Alters eine Menge Erfahrung als Headcoach mit nach Bayreuth. In der BNXT-Liga genießt er einen sehr guten Ruf und hat dort in den vergangenen Jahren auch mit begrenzten Budgets oft das Maximum aus seinen Teams herausgeholt. Als wir davon erfahren haben, dass er – aufgrund der Einstellung des Spielbetriebs seines aktuellen Clubs zur kommenden Saison – kurzfristig verfügbar wird, haben wir sofort Kontakt zu ihm aufgenommen, da er perfekt in das von uns gesuchte Trainerprofil passt. Zu seinen Stärken zählt das Schaffen einer Teamkultur, die von harter Arbeit, Offenheit und einer klaren Rollenverteilung geprägt ist. Wir werden in den kommenden Monaten alles dafür tun, um Vincent die nötige Unterstützung für eine schnelle Anpassung an ein neues Umfeld und eine sehr spezielle Liga wie die ProA zu geben.“

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

06.05.2026 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 

Für die Artland Dragons beginnt die entscheidende Phase der Saison: Im Viertelfinale der ProA-Playoffs treffen die Quakenbrücker auf die Eisbären Bremerhaven. Spiel 1 der Serie steigt am Mittwoch um 19:00 Uhr in der ÖVB Arena. Als Tabellenfünfter reisen die Dragons zum Viertplatzierten, der mit zwei Siegen in Serie und viel Selbstvertrauen in die Playoffs geht. Die bisherigen Duelle in der Hauptrunde machen deutlich, wie eng es zwischen beiden Teams zugeht: Sowohl in Bremerhaven als auch im Rückspiel lieferten sich die Mannschaften intensive Spiele auf Augenhöhe, die jeweils erst in der Schlussphase entschieden wurden. Besonders die individuelle Qualität der Eisbären machte dabei den Unterschied. Spieler wie Elijah Miller oder Jemarl Baker sorgen konstant für offensive Gefahr, während das Team insgesamt durch starkes Ballmovement und effiziente Abschlüsse überzeugt. Gleichzeitig konnten die Dragons in beiden Partien zeigen, dass sie mit ihrer kontrollierten Offensive und Akteuren wie Ben Burnham jederzeit mithalten können. Vor dem Auftakt der Serie blickt Dragons-Headcoach Hendrik Gruhn optimistisch auf die Aufgabe:

„Die Vorfreude und der Enthusiasmus sind wahnsinnig groß. Seit wir die Playoffs mit dem Sieg in Kirchheim klargemacht haben, freuen wir uns sehr auf das erste Spiel am Mittwoch. Wir haben zweimal gegen Bremerhaven gespielt und wissen, was auf uns zukommt. Es waren intensive Spiele, die jeweils in der letzten Minute unglücklich für uns entschieden worden sind. Bremerhaven bewegt den Ball extrem gut. Es ist ein Team, das viel Wert auf Rhythmus und Ballmovement legt. Sie spielen recht wenig Eins-gegen-eins, sondern binden alle Spieler in der Offensive ein. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir müssen defensiv extrem konzentriert bleiben, denn jede Unaufmerksamkeit bestrafen die Eisbären konsequent, das haben wir in der Hauptrunde bereits gemerkt. In den Playoffs wird es zudem darauf ankommen, wie schnell man nachjustieren und Dinge innerhalb der Serie anpassen kann und wie gut man sich auf den Gegner einstellt. Dass wir jetzt schon wieder mitbekommen, wie viele Fans aus Quakenbrück uns in Bremen unterstützen wollen, macht uns extrem stolz. Das gibt uns schon während der Vorbereitung auf Spiel 1 einen zusätzlichen Selbstvertrauensschub. Bei den Spielen zuletzt in Münster und in Magdeburg war es bereits besonders zu sehen, wie viele Fans diese Reisen auf sich nehmen. Das ist nicht selbstverständlich. Wir werden alles geben, um unsere Fans für ihre Unterstützung zu belohnen.“

 

06.05.2026 19:30 Uhr BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Für die Bozic Estriche Kirchheim Knights beginnt am Mittwoch die entscheidende Phase der Saison. In der ersten Runde der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Teckstädter auf die BG Göttingen – und gehen dabei als klarer Außenseiter in die Serie. Als Tabellensechster reisen die Knights zum Drittplatzierten nach Göttingen, der sich nach dem Abstieg aus der BBL den direkten Wiederaufstieg zum Ziel gesetzt hat. Entsprechend liegt die Favoritenrolle bei den „Veilchen“, die sich nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase zum Saisonende wieder stabilisiert haben. Auch Knights-Headcoach Igor Perovic sieht die Ausgangslage deutlich:

„Göttingen hat alles was eine Spitzenmannschaft benötigt. Wir haben nur eine Chance, wenn wir unser Leistungslimit wieder erreichen und auf konstant hohem Niveau verteidigen und konzentriert als Team spielen. Das ist uns zuletzt nicht gelungen.“ Die Kirchheimer hatten in den vergangenen Wochen selbst mit Formschwankungen zu kämpfen, konnten zuletzt jedoch zwei Siege einfahren. Dennoch bleibt die Herausforderung enorm – gerade gegen ein individuell stark besetztes Göttinger Team um Topscorer Jordan Sears. In der „Best-of-Five“-Serie gilt es nun, schnell den Rhythmus zu finden. Spiel eins steigt am Mittwochabend in Göttingen – mit klar verteilten Rollen, aber der Hoffnung der Knights, den Favoriten direkt unter Druck setzen zu können.

 

06.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 

Als Hauptrundenprimus startet Phoenix Hagen in die entscheidende Phase der Saison – und bekommt es im Viertelfinale mit den PS Karlsruhe LIONS zu tun. Ein Duell, das alles andere als neu ist und bereits in der Vergangenheit für Spannung gesorgt hat. Die „Feuervögel“ gehen mit Heimvorteil in die „Best-of-Five“-Serie und empfangen Karlsruhe zunächst in der Ischelandhalle. In der Hauptrunde teilten sich beide Teams die Siege: Während Hagen zuhause klar dominierte, revanchierten sich die LIONS in der Europahalle nach Verlängerung. Entsprechend gewarnt geht der Tabellenführer in die Serie. Auch personell gibt es einige spannende Verbindungen zwischen beiden Teams. Unter anderem kommt es zum Wiedersehen mit Kilian Binapfl, der bereits das Phoenix-Trikot getragen hat und inzwischen eine wichtige Rolle bei den Badenern einnimmt.

Hagens Headcoach Chris Harris blickt mit Respekt auf den Gegner: „Karlsruhe ist eine spannendes und herausforderndes Matchup. Die Lions haben gezeigt, dass sie mit kleinen Lineups für viel Wirbel sorgen können. Zudem sind sie in der Europahalle extrem stark. Sie haben sich über die Saison toll entwickelt und stehen verdient in den Playoffs – das gilt es zu respektieren. Wir freuen uns auf die Postseason und eine hoffentlich tolle Kulisse in der Ischelandhalle zum Auftakt der Serie.“ Die Serie verspricht nicht nur aufgrund der sportlichen Ausgangslage Spannung: Bereits 2024 trafen beide Teams im Halbfinale aufeinander – damals setzte sich Karlsruhe durch und krönte die Saison später sogar mit der Meisterschaft. Nun folgt das nächste Kapitel dieses Duells – mit klaren Rollen auf dem Papier, aber reichlich Potenzial für Überraschungen.

 

07.05.2026 19:30 Uhr HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 

Die Gießen 46ers gehen mit klar verteilten Rollen in das Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Gegen die HAKRO Merlins Crailsheim wartet auf die Mittelhessen eine maximale Herausforderung – und dennoch reist das Team selbstbewusst an. Schon vor der finalen Entscheidung über den Gegner war die Wunschlage innerhalb der Mannschaft eindeutig. „Wenn es nach mir geht, spielen wir lieber gegen Hagen“, sagte Luis König Figge vor dem letzten Hauptrundenspiel. Doch es kam anders: Crailsheim, eines der formstärksten Teams der Liga, steht nun gegenüber. Headcoach Branislav Ignjatovic ordnet die Ausgangslage realistisch ein: „Die sind der klare Favorit. Ich bin weiterhin sehr glücklich, dass wir nach dieser turbulenten Saison überhaupt die Playoffs erreicht haben. Aber unsere Außenseiterrolle stellt eben auch eine kleine Chance dar.“ Gerade diese Rolle könnte für die 46ers zur Stärke werden. Ohne großen Druck wollen die Gießener direkt im ersten Spiel überraschen.

„Wir fahren dorthin und versuchen, eine Überraschung zu schaffen“, so Ignjatovic weiter. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigt der Blick auf den Gegner. Die Merlins präsentierten sich zuletzt in Topform und verfügen über enorme Qualität im Kader. Dennoch sieht Ignjatovic auch Ansätze aus dem letzten Spiel: „In der zweiten Halbzeit haben wir über weite Strecken so gespielt, wie ich mir das für die Playoffs vorstelle. Da haben wir solide verteidigt und auch unsere Schüsse endlich getroffen.“ Auch Kapitän Robin Benzing richtet den Blick nach vorne und setzt auf den Neustart-Charakter der Playoffs: „Jetzt beginnt eine neue Saison.“ Und ergänzt mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben: „Das ist doch die beste Zeit des Jahres.“ Die Favoritenrolle liegt klar bei Crailsheim, doch genau darin sehen die Gießener ihre Chance. Oder wie Ignjatovic es formuliert: „Die Mannschaften aus Hagen und Crailsheim sind die gejagten Teams. Und diese haben auch am meisten zu verlieren.“

Nachberichte ProB Playoffs – Halbfinale Spiel 1

03.05.2026 16:00 Uhr // ETB Miners vs. BBC Coburg 85:75

Die ETB Miners Essen sind erfolgreich in die Halbfinalserie der ProB-Playoffs gestartet und haben sich im ersten Spiel mit 85:75 gegen den BBC Coburg durchgesetzt. Vor heimischer Kulisse in der Sporthalle „Am Hallo“ sicherten sich die Essener damit die 1:0-Führung in der „Best-of-Three“-Serie. Von Beginn an entwickelte sich das erwartete enge Duell. Die Miners lagen über weite Strecken knapp in Front, konnten sich jedoch zunächst nicht entscheidend absetzen. Coburg überzeugte vor allem mit starker Trefferquote von außen, während Essen immer wieder die passenden Antworten fand. Im Schlussviertel wurde es dann dramatisch: Nach einem 0:9-Lauf gerieten die Gastgeber kurzzeitig in Rückstand, kämpften sich jedoch zurück und stellten in der 38. Minute auf 75:75. In der entscheidenden Phase zeigte Essen schließlich seine Qualität und entschied die Partie mit einem 10:0-Lauf für sich. Topscorer auf Essener Seite war Quashawn Lane mit 21 Punkten, unterstützt von Jonathan Almstedt (15). Für Coburg punkteten Dylan Fasoyiro (21) und Felix Egger (19) am besten.

„Wir hatten ein erwartet schweres Spiel gegen Coburg, in dem wir uns nie entscheidend absetzen konnten. Zwischenzeitlich sind wir durch eine starke Phase der Coburger sogar in Rückstand geraten. Umso größer ist das Kompliment an die Mannschaft: Sie hat sich davon nicht beirren lassen, ist ruhig geblieben und hat das Spiel am Ende noch gedreht. Die Kulisse war großartig und hat zusätzlich getragen. Jetzt gilt unser voller Fokus dem nächsten Ziel: den 15. Auswärtserfolg in Serie einzufahren, um damit den Einzug ins Finale und den möglichen Aufstieg in die Pro A perfekt zu machen“, erklärte Headcoach Lars Wendt.

Auch der Sportliche Leiter Raphael Wilder ordnete den Erfolg ein: „Das Spiel am Sonntag war meiner Meinung nach ein Wahnsinnsspiel. Wir haben gegen den Tabellenzweiten aus dem Süden gespielt und dieses Spiel letztlich gewonnen. Coburg ist eine sehr, sehr gute Mannschaft. […] Durch einen Spielerwechsel und eine Änderung in der Verteidigung gewinnen wir dann mit einem 10:0-Run sowie einer unfassbaren Verteidigung und einer guten Offense dieses erste Halbfinalspiel. […] Respekt an unseren Gegner für diese tolle Leistung. Am Ende war es ein knapp verdienter Sieg, der uns aber nicht die Heimstärke des Gegners ausblenden lassen wird.“

 

03.05.2026 17:00 Uhr OrangeAcademy vs. LOK BERNAU

Die OrangeAcademy ist mit einem starken Auftritt in die Serie gegen LOK Bernau gestartet und hat sich im ersten Spiel mit 86:76 durchgesetzt. In einer intensiven und temporeichen Partie begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe. Mehrere Führungswechsel prägten die Anfangsphase, ehe die jungen Uuulmer ab Mitte des zweiten Viertels zunehmend die Kontrolle übernahmen. Mit wachsender Sicherheit im Spielaufbau und konsequenter Arbeit am offensiven Brett erspielten sich die Gastgeber eine knappe Halbzeitführung (40:38). Nach dem Seitenwechsel legte die OrangeAcademy einen starken Lauf hin und setzte sich erstmals zweistellig ab. Zwar kämpften sich die Gäste aus Bernau noch einmal heran, doch im Schlussviertel blieben die Hausherren stabil und entschieden die Partie in der Crunchtime endgültig für sich.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte Meissa Faye, der mit 27 Punkten Topscorer der Partie wurde. Ebenfalls zweistellig punkteten Teo Milicic (18), Namori Omog (12) und Joel Cwik (10). Unter den Körben überzeugten Endurance Aiyamenkhue (12 Rebounds) und Faye (10 Rebounds) mit starker Präsenz. Nach der Partie zeigte sich Headcoach Florian Flabb zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Es war wie erwartet ein physischer Kampf gegen einen sehr guten Gegner, der uns alles abverlangt hat. Ich finde wir haben es gut geschafft, diese Physis anzunehmen und vor allem am offensiven Rebound sehr stark gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und, dass wir am Ende als verdiente Sieger vom Feld gegangen sind.“