Nachberichte ProA // 20. Spieltag

22.01.2025 19:30 Uhr // EPG Guardians Koblenz vs. BBC Bayreuth 93:95

EPG Guardians Koblenz unterliegen in einem Basketballkrimi knapp dem BBC Bayreuth mit 93:95 (43:50).

Im ersten Viertel erlebten die Zuschauer in der EPG Arena ein sehr unterhaltsames Spiel. Beide Mannschaften zeigten sich in Punktelaune und so ging es munter das Parkett auf und ab. Besonders der Bayreuther Demarcus Marquette Demonia, derzeit bester Werfer der Liga, glänzte mit einem hervorragenden Start. Der Small Forward verwandelte gleich zu Beginn sicher zwei Dreipunktewürfe und kam im ersten Viertel bereits auf 14 Punkte ohne Fehlwurf. David Böhm und Leo Friederici hielten mit ebenfalls verwandelten 3ern dagegen, jedoch zeigte sich bereits in dieser Phase eine deutliche Überlegenheit der Bayreuther bei der Trefferquote. Das Viertel endete 22:27. Das zweite Viertel startete spektakulär für Koblenz. Den Guardians gelangen mehrere schöne Anspiele auf den freien Mitspieler und spektakuläre Abschlüsse, durch die man den Rückstand nicht nur aufholen, sondern sich durch erneute Dreipunktewürfe von Friederici und Böhm erstmals mit 34:29 leicht absetzen konnte. Neben den guten Offensivaktionen zeigten sich die Koblenzer besonders engagiert in der Verteidigung und stark im Rebounding. Doch die Bayreuther blieben exzellent in der Ausbeute ihrer Dreipunktewürfe und konnten Koblenz erneut überholen. Neben der starken Wurfquote von außen fanden sie immer wieder durch kluges Passspiel den freien Mann und konnten den Vorsprung zur Halbzeit schließlich auf 43:50 ausbauen.

Zu Beginn der 2. Halbzeit startete Bayreuth souverän und konnte zunächst den Vorsprung auf zwölf Punkte ausbauen. Doch die Guardians zeigten Kampfgeist und verkürzten den Rückstand wieder. Das dritte Viertel ging mit 27:24 knapp an die Guardians, doch blieb Bayreuth in einer spannenden Schlussphase durch wichtige Treffer von Demonia und Baker knapp mit 70:74 in Führung. Das letzte Viertel blieb bis zur letzten Sekunde hoch spannend. Die Guardians kämpften sich weiter heran, doch Bayreuth konterte immer wieder souverän. Die letzten beiden Minuten wurden zum Krimi. Immer wieder war es Ty Cockfield, der mit seinem unvergleichlichen Zug zum Korb für Koblenzer Punkte sorgte. Bei 39 verbleibenden Sekunden lagen die Koblenzer nur noch einen Punkt hinten, bei Ballbesitz für Bayreuth. Was nun folgte, war eine Abfolge taktischer Spielerwechsel und taktischer Fouls, denn beide Mannschaften hatten die Mannschaftsfoulgrenze überschritten und unterbrachen durch schnelle Fouls den gegnerischen Angriff, in der Hoffnung darauf, dass ein Spieler Nerven zeigt und einen Wurf verlegt. Dem war nicht der Fall und so blieb Michael Bradley drei Sekunden vor Schluss nur noch die Möglichkeit, den letzten Freiwurf bewusst zu verwerfen, in der Hoffnung, den Offensivrebound in sprichwörtlich der letzten Sekunde zu verwandeln, um so eine Verlängerung zu forcieren. Tatsächlich ging dieser Plan fast auf. Dami Ade-Eri konnte sich mit vollem Einsatz den Rebound sichern, doch gelang es ihm nicht, den Ball vor Ablauf der Zeit in den Korb zu bringen. Somit sicherte sich der BBC Bayreuth mit 93:95 einen hart erkämpften Sieg.

25.01.2025 17:00 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. Uni Baskets Münster 92:83

Die ART Giants Düsseldorf besiegen die Uni Baskets Münster mit 92:83 (43:35).

Im ersten Viertel übernahmen die Giants schnell die Kontrolle durch aggressive Verteidigung und gute Reboundarbeit. Nach vier Minuten führten sie mit 9:4. Ihre konzentrierte Offensive und enge Verteidigung zwangen Münster zu schwierigen Würfen, wodurch Düsseldorf seinen Vorsprung trotz einiger Fehlwürfe halten und ausbauen konnte. In der letzten Minute des Viertels erreichten die Giants erstmals eine zweistellige Führung (25:14). Münster begann das zweite Viertel spürbar fokussierter auf beiden Seiten des Feldes, kam über zwei Distanztreffer von Stefan Weß und Adam Touray erneut heran (28:27, 15.). Die Gäste waren deutlich besser in der Begegnung, defensiv aggressiver als noch in Abschnitt eins, und fanden einen Rhythmus aus der Distanz. Dreier Nummer sechs der Gäste durch Jasper Günther sorgte in der Schlussminute der ersten Halbzeit dafür, dass es „nur“ 39:35 stand. Kurz vor der Halbzeit gelang Brandon Spearman noch ein wichtiger Buzzerbeater, der den Halbzeitstand auf 43:35 für die Giants setzte.

Auch im dritten Viertel blieb das Spiel hart umkämpft. Die Giants zeigten einige Schwächen im Angriff mit Fehlwürfen und überhasteten Abschlüssen, was Münster erlaubte, den Rückstand zu verkürzen (47:44, 23. Minute). Das Spiel wurde zeitweise hektisch, besonders im Angriff der Giants (26. Minute). Gegen Ende des Viertels beruhigte sich das Geschehen etwas, die Giants konnten ihren knappen Vorsprung halten (59:56, 28. Minute). Ein 7:2-Lauf der Giants vergrößerte den Vorsprung kurzzeitig (66:58), aber einige Fehlwürfe ließen Münster wieder herankommen. Das Viertel endete mit 66:63 für die Giants. Früh im letzten Abschnitt glich Jasper Günther mit dem achten Münsteraner Dreier nicht nur aus. Die Uni Baskets bewegten den Ball in dieser Spielphase sehr gut und trafen erneut über Paul Viefhues aus der Distanz zur ersten Gästeführung (66:69, 32.), der diese per Fastbreak-Dunk stützte (71:74, 34.). In dieser Phase hätten die Uni Baskets das Momentum endgültig gegen wackelnde Giants auf ihre Seite ziehen können, trafen aber in der Offensive nicht die besten Entscheidungen und ihre Würfe nicht mehr. Diese „Hilfestellungen“ nutzte der Gastgeber, bestrafte mit Konsequenz. Nach zwei Hart-Dreiern zum 90:79 war die Partie entschieden.

25.01.2025 17:00 Uhr // RASTA Vechta II vs. Eisbären Bremerhaven 77:75

RASTA Vechta II hat den zweiten Sieg in Serie eingefahren. Am Samstagabend gewann das Team von Head Coach Hendrik Gruhn mit 77:75 gegen die favorisierten Eisbären Bremerhaven.

Mit sechs Punkten in Serie (zwei Dreier von Kaya Bayram) konnten sich die Gastgeber eine erste Führung (8:6, 3.) herauswerfen, bekamen aber postwendend neun Zähler von den Eisbären Bremerhaven eingeschenkt – 8:15, Auszeit RASTA II (5.). Routinier Adrian Breitlauch bereitete den Gastgebern große Probleme. Der 31-Jährige machte zehn Punkte im 1. Viertel, sein Team insgesamt 22 Punkte in der Zone. Dass RASTA II nach zehn Minuten mit 20:27 hinten lag, hatte seine Gründe auch in schon vier Ballverlusten und fünf verworfenen Freiwürfen. Zwei Threeballs von Jonathan Klussmann und ein Dunk von Luc van Slooten brachten die Vechtaer auf 28:30 (12.) heran. Das Gruhn-Team blieb zunächst auf Tuchfühlung zu den Bremerhavenern, kassierte dann aber einen 0:10-Lauf zum 34:45-Rückstand (18.). Das Farmteam hatte aber weiterhin ein heißes Händchen von jenseits der 6.75 Meter und traf noch vor dem Seitenwechsel die Dreier Nummer sieben und acht. Der besagte achte war spektakulär: Van Slooten traf mit Ablauf der 20. Minute von der Mittellinie, also aus rund 13 Metern, zum 40:48.
Nach fast 50 kassierten Punkten in Halbzeit eins und u.a. neun Ballverlusten war die Vechtaer Defense nun voll da. Erst nach fast dreieinhalb Minuten kamen die Eisbären wieder aufs Scoreboard, was umgehend Klussmann per Dreier zum 48:50 (25.) konterte. Hatten die Gäste bis dahin kaum Fortune vom Perimeter gehabt, so trafen sie dann aber binnen nicht einmal einer Minute gleich dreimal von außen – 50:59 für die Eisbären, Auszeit für RASTA II (27.). Die Vechtaer gerieten auch erneut zweistellig in Rückstand (50:60, 28.), kassierten im 3. Viertel aber trotzdem nur 13 Punkte und kamen so auf 58:61 heran. In Minute 32 war dann der Ausgleich: Luke House hatte, natürlich, per Dreier das 62:62 erzielt. Auch wenige später besorgte der US-Amerikaner aus der Distanz den nächsten Gleichstand – 69:69 (35.). 3:24 Minuten vor dem Ende war es dann Linus Trettin, der sich stark bedrängt in der Zone durchsetzte und die Gastgeber mit 73:72 (37.) in Führung brachte, was Steven Esterkamp zu einer Auszeit veranlasste. Nach starkem Offensiv-Rebound von Phil Carr und Traumpass von Kaya Bayram auf den freien Trettin, traf dieser aus der Ecke zum 76:72 (40.) – wieder Auszeit Bremerhaven, bei noch 34 Sekunden auf der Uhr. RASTA II verteidigte den Vorsprung trotz Nervenflatterns und nahezu leerer Akkus bis zum Ende, gewann mit 77:75.

25.01.2025 19:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 71:66

Am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten sich die Bozic Knights beim neuen Tabellendritten aus Bochum mit 71:66 knapp geschlagen geben.

Die Ritter aus Kirchheim erwischten den besseren Start in die Partie. Vor allem aus der Distanz trafen die Knights überdurchschnittlich hochprozentig, während die SparkassenStars glücklos im Abschluss blieben. Mit einem Spielstand von 12:23 ging es in die erste Viertelpause. Das Blatt wendete Sich dann im zweiten Viertel. Mit einem 9:0 Lauf zündeten die SparkassenStars die Rundsporthalle regelrecht an. Cam Henry sorgte aber mit einem Dreier und einem Korbleger zunächst dafür, dass die Knights knapp in Führung blieben. Doch die SparkassenStars wollten mehr. Tom Alte sorgte durch einen Korbleger für den umjubelten Ausgleich zum 31:31. Lars Kamp schnappte sich einen defensiven Rebound und erzielte from Coast to Coast die erste Führung für die SparkassenStars. Das Sahnehäubchen: Beim Korbleger wurde er noch von Cam Henry gefoult und verwandelte auch den zusätzlichen Freiwurf zum 36:34. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich eine intensive und packende Partie. Zur Halbzeit stand es 40:39 für die SparkassenStars.

Das erste Highlight im dritten Viertel waren dann die ersten ProA-Punkte von Young Gun Henning Gustrau, der sich, nach Assist von Keith Braxton, gegen gleich zwei Kirchheimer unter dem Korb durchsetzen konnte. Die SparkassenStars erarbeiteten sich jetzt einen kleinen Vorsprung. Psychologisch wichtig war dann der Buzzer Beater von Keith Braxton, der für die 59:54 Führung der SparkassenStars vor dem letzten Viertel sorgte. Braxton war es auch, der die Führung der SparkassenStars im Schlussviertel durch einen Dreier weiter hochschraubte. Tom Alte und Peter Kalthoff legte nach und brachten ihr Team näher an den Sieg. Nach einem Foul von Niklas Geske an Lucas Mayer entschieden sich die Unparteiischen nach minutenlangen Diskussionen am Kampfgericht dazu, Niklas Geske ein technisches Foul zu geben. Das war sein fünftes Foul. Der Kapitän der SparkassenStars musste das Feld verlassen. 2:49 Min vor Ende der Partie war es erneut Peter Kalthoff, der für eine zweistellige Führung sorgte. Elf Punkte lagen die SparkassenStars nun in Front, was den Kirchheimer Headcoach Igor Perovic zu einem Timeout zwang. Lucas Mayer verkürzte danach per Dreier auf acht Punkte, worauf Bochums Headcoach Felix Banobre mit einem Timeout reagierte. Bochum brachte den Sieg aber ungefährdet mit 71:66 ins Ziel.

25.01.2025 19:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. Nürnberg Falcons BC 70:78

Den Nürnberg Falcons ist am 20. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ein unerwarteter Auswärtssieg bei Phoenix Hagen geglückt. Das Team von Ralph Junge siegte am Samstagabend mit 70:78 (34:37.

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (18:18), konnte sich Hagen Mitte des zweiten Viertels erstmals nennenswert absetzen (32:25). Die Falken behielten aber die Nerven und beendeten Halbzeit 1 mit einem 12:2-Run und einem 3 Punkte-Vorsprung (34:37).  In der zweiten Hälfte knüpften die Falken daran an und erspielten sich dank tollem Team-Basketball eine zweistellige Führung (34:46). Nach 26 Spielminuten stellte der starke Damian Forrest auf 42:57, was für die Gastgeber eine Art „Wake-Up Call“ war. Angeführt von Lennart Boner kamen die Feuervögel pünktlich zum Schlussabschnitt auf 53:60 heran. Dort hielt Hagen Anschluss, Nürnberg aber mit aller Kraft dagegen. 160 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nahm Ralph Junge beim Stand von 65:71 eine wichtige Auszeit, um seine Spieler auf die Crunch-Time einzustellen. Vincent Friederici wurde beim anschließenden Dreier-Versuch gefoult und traf zweimal an der Linie zum 65:73. Matchball Nürnberg. Damian Forrest sorgte wenig später nach einem starken Offensiv-Rebound dann für die Entscheidung (65:75). Am Ende gewannen die Nürnberg Falcons mit 70:78.

25.01.2025 19:30 Uhr // VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. HAKRO Merlins Crailsheim 86:87

HAKRO Merlins Crailsheim entscheiden das Duell der heißesten Teams mit 86:87 für sich.

Der Sprungball in Trier ging an die VET-CONCEPT Gladiators, die die ersten Punkte von der Freiwurflinie verpassten. Anthony Gaines besorgte anschließend per krachendem Dunk die ersten Zähler der Begegnung – Vinnie Shahid ergänzte von Downtown (0:5, 2. Min.). Den Lauf erhöhte erneut Gaines auf 8:0, ehe Linßen erstmals Trierer Punkte auf das Scoreboard brachte. Von Anfang an war die Spitzenspiel-Atmosphäre in der lautstarken SWT-Arena spürbar und verschaffte beiden Vertretungen intensive Anfangsmomente (4:9, 4. Min.). In Marco Hollersbach kamen die Gladiators nach einem 6:0-Lauf erstmals in Front. In der Folge entwickelte sich das Spiel weiter zu einem Dunk-Festival: Griffin und Linßen vollendeten auf beiden Seiten des Courts spektakulär (14:13, 7. Min.). Weitere ausgeglichene Minuten später wussten die HAKRO Merlins in Devon Goodman erst auszugleichen, Shahid ließ die Gäste aus Crailsheim in Führung liegend in die erste Viertelpause gehen (18:20, 10. Min.). Auch im zweiten Viertel blieb die Partie physisch und umkämpft. Beide Teams schenkten sich defensiv nichts und kamen nur sehr selten zu einfachen Abschlüssen. So entwickelte sich ein knappes Spiel, in dem es keiner Mannschaft gelang sich abzusetzen. Die Dreier wollten auf Trierer Seite nicht fallen, doch auch auf Crailsheimer Seite blieben die Wurfquoten unter dem bisherigen Saisonschnitt. Die Merlins konnten in den letzten Minuten der ersten Halbzeit nochmals besseren Zugriff auf die Partie bekommen und ihren bisher knappen Vorsprung auf neun Punkte ausbauen – mit 35:44 ging es für beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gladiatoren offensiv etwas besser in die Partie und erspielten sich dank schneller und präziser Ballbewegung gleich mehrere gute Abschlüsse. Doch auch die Merlins fanden nun bessere offensive Lösungen und waren vor allem aus der Mitteldistanz sehr gefährlich. Das Spiel blieb ausgeglichen, doch wie schon in der ersten Halbzeit konnten die Gäste ihren knappen Vorsprung verteidigen und ließen die Moselstädter nur schwer zurück in die Partie finden. Während die Gladiatoren zwischenzeitlich nochmal auf 60:62 (26. Spielminute) an die Merlins herankamen, zogen diese bis zum Ende des vorletzten Viertels noch einmal auf 67:74 davon und stellten die Trierer so vor eine schwierige Aufgabe im letzten Spielabschnitt. Youngster David Engelhart eröffnete das Schlussviertel für die Crailsheimer und legte postwendend nach. Die HAKRO Merlins begannen die letzten Minuten optimal und zwangen Trier in das Timeout (67:78, 32. Min.). Brock Gardner verhalf den Zauberern zum Elf-Punkte-Vorsprung, David Engelhart zog nach. Selbstbewusst und abgezockt hielten die HAKRO Merlins Trier nun kontinuierlich auf Abstand. 75:85 lautete der Vorsprung der Gäste zu Beginn der letzten vier Minuten, de Oliveira ergänzte. Purer Nervenkitzel und beste Basketballunterhaltung gesellte sich nun zu höchstspannenden letzten Minuten des Spiels. Von der Freiwurflinie startete Trier in die letzten 120 Sekunden, der erfolgreiche Dreier von Yakhchali ließ die Arena in Trier beben und verkürzte gleichzeitig zu Gunsten der Gladiators (83:87, 38. Min.) – Auszeit Crailsheim. In der Schlussminute verpassten die Zauberer dann erst den Ausbau der Führung, Trier traf von Downtown – die Crailsheimer Führung schmolz auf einen Punkt (86:87, 39. Min.). Mit knapp 20 Restsekunden lag der Ballbesitz auf Seiten der Hausherren, die jedoch erfolglos blieben. Eine nervenaufreibende und knappe Schlussphase endet final mit dem besseren Ergebnis für die HAKRO Merlins, die das so wichtige Spiel gegen Trier mit 86:87 zu ihren Gunsten entschieden.

25.01.2025 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. Science City Jena 73:99

Die Tigers Tübingen haben ihr Heimspiel gegen Science City Jena in der Paul Horn-Arena mit 73:99 (42:39) verloren.

Nachdem sich beide Teams zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten, gelang es den Thüringern sich durch einen Dreier von Zach Cooks auf 8:14 (5.) abzusetzen und ihren Vorsprung bis zur Viertelpause beim Stand von 15:22 zu konservieren. Ein gegensätzlicher Verlauf entwickelte sich im anschließenden zweiten Abschnitt, den die Schwaben effektiv nutzten, um das Duell in ihre Richtung zu drehen. Tübingens Center Vincent Neugebauer kippte die Partie in der 15. Minute mit einem 3-Punkt-Spiel auf 34:32 und brachte die Gastgeber erstmalig in Front. Science City Jena wirkte in dieser Phase nicht nur beim Kampf um die Rebounds zu nachlässig, sondern hatte sich zudem etliche Turnover geleistet, die bis zum Kabinengang auf zehn Ballverluste angewachsen waren.

Ein deutlich verändertes Bild sorgte nach der Pause für einen frühen Umschwung. Speziell Lorenz Bank schien nun kaum zu bremsen. Jenas Youngster war es 109 Sekunden nach Start in die zweite Hälfte vorbehalten, zunächst auf 42:42 auszugleichen, bevor er in offensivstarken Kombination mit Robin Christen, Zach Cooks und Raymar Morgan statistische Fakten schuf. Seine Dreier mit der Routine eines Veteranen versenkend, lieferte Jenas 23-jähriges Juwel allein im dritten Viertel stabile elf Punkte ab und brachte das Harmsen-Team auf Kurs in Richtung Auswärtssieg. Mit optischen Highlights wie dem Bilderbuch-Floater von Zach Cooks zum 52:62 (27.) oder Alex Herreras Dunk zum 55:64 (28.) hatte der Tabellenführer kurzzeitig das Gaspedal durchgetreten und sich eine relativ komfortable Führung erspielt. Die finalen Momente des Abschnitts gehörten dann aber wieder Jenas Nummer 25, als er knapp 30 Sekunden vor der letzten Pause defensiv mit einem Block gegen Till-Joscha Jönke glänzte, um einen Wimpernschlag vor der Sirene einen vergebenen Dreier zu antizipieren und zum 57:68 zu versenken. Bank eröffnete das letzte Viertel nach 20 Sekunden per Dreier zum 57:71. Der junge deutsche Spieler war nun voll im Spiel und legte nach. Nach genau 31 Minuten erhöhte die Nummer 25 der Gäste erneut per Dreier auf 59:74 und war mit 20 Zählern nun neuer Topscorer des Spiels. Die Thüringer machten nun ernst und wollten das Spiel frühzeitig entscheiden. Für Alexander Herrera (Jena) war die Begegnung in Minute 35 beim Stand von 65:81 mit dem fünften Foul beendet. Für den Ausgang des Spiels war dies jedoch irrelevant. Die Thüringer dominierten nun ganz klar die Partie. Raphael Falkenthal erhöhte mit einer schönen Einzelleistung auf 20 Zähler Differenz für die Gäste. Der Jungspund erzielte in Minute 36 das 65:85. Die Raubkatzen mussten nun stark abreißen lassen. Cooks traf mit Ablauf der Uhr in der 39. Minute noch aus der Distanz zum 69:95. Wenig später war die Begegnung beendet: Jena setzte sich mit 73:99 durch.

25.01.2025 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. GIESSEN 46ers 76:97

Stark gestartet, am Ende ohne Siegchance – PS Karlsruhe LIONS verlieren gegen die GIESSEN 46ers mit 76:97.

Das Team von Headcoach Aleksandar Scepanovic startete beherzt und erfolgreich. Nach mehreren schnell ausgeführten Offense-Aktionen lag das Karlsrudel nach 2 ½ Minuten bereits mit 9:2 vorn. Gießens Cheftrainer Branislav Ignjatovic reagierte mit einer Auszeit, in deren Folge seine Schützlinge besser ins Spiel fanden. Begünstigt durch den einen oder anderen Fehlwurf der Hausherren hielten die Gäste Anschluss und die Begegnung war zur ersten Pause nicht nur im Hinblick auf den Zwischenstand von 25:25 ausgeglichen. Auch im zweiten Abschnitt ging es zunächst temporeich – manchmal fast überhastet – weiter. Die Dynamik fand ihren Ausdruck in mehreren Führungswechseln. Doch zur Mitte des zweiten Viertels verflachte das Spiel etwas. Die LIONS versuchten es nun häufig mit Distanzwürfen, trafen aber nicht. Die 46ers kamen keineswegs auf bessere Trefferquoten, jedoch angesichts ihrer Rebound-Überlegenheit auf viel mehr Versuche, was in einem Halbzeitstand von 41:46 resultierte.

War es bis dahin ein Duell auf Augenhöhe gewesen, so avancierten die 46ers wenige Minuten nach dem Seitenwechsel zum klar besseren Team, das sich weniger Fehler leistete und insgesamt den smarteren Eindruck hinterließ. Karlsruhe kämpfte, kam aber aus dem laufenden Spiel heraus kaum mehr zum Korberfolg. Das letztlich vorentscheidende dritte Viertel endete beim Stand von 54:75. Die 46ers blieben auf dem Gas und eröffneten den Schlussabschnitt gleich mit einem Dreier als Statement. Was aus LIONS-Sicht positiv festzuhalten blieb: Das Team gab sich zu keinem Zeitpunkt auf, kämpfte um jeden Ball, drückte den Rückstand nochmals unter die 20-Punkte-Marke und stemmte sich gegen die nicht mehr abwendbare Niederlage. Endstand 76:97.

26.01.2025 17:00 Uhr // Artland Dragons vs. Dresden Titans 93:104

Am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gewinnen die Dresden Titans bei den Artland Dragons mit 93:104.

Die ersten punkte des Abends gingen an die Gastgeber, die durch Green direkt zweimal von jenseits der Dreierlinie trafen. Für Dresden eröffnete Dreamer im zweiten Angriff mit zwei Punkten. Dann starteten auch Ragsdale und Sapwell vom Perimeter durch und verkürzten auf 13:11. Kurz darauf brachte Kirchner die „Elbriesen“ mit dem vierten Distanztreffer erstmals in Führung, die sie mit 24:26 mit in die erste Pause nahmen. Nach Foul an der Dreierlinie verwandelte Lucien Schmikale alle seine drei Freiwürfe. Dreamer legte mit einem Wurf aus der Ecke sowie einem Dunk fünf Zähler nach, sodass die Dresdener Führung auf 26:34 wuchs. Als der US-Amerikaner abermals von „Down-Town“ traf, sammelten sich die Dragons zur Auszeit auf der Bank. Viele Fehlwürfe und Unkonzentriertheiten in der Verteidigung der Niedersachsen gaben den Titans die Möglichkeit mit 35:52 in die Halbzeit zu gehen.

Artland begann wie im ersten Viertel mit zwei Dreiern. Dreamer, Sapwell und Zerner egalisierten den guten Start der Hausherren allerdings schnell mit acht Zählern. Letzterer klaute seinem Gegenspieler kurz darauf den Ball und stopfte ihn zum 41:64 durch die Reuse. Daraufhin zog Quakenbrücks Coach Jackson die nächste Timeout. Danach brach der Dresdner Rhythmus ein wenig und die „Drachen“ eroberten wieder das Momentum. So verkürzten sie zwischenzeitlich auf 13 Punkte, aber „Elbflorenz“ zog wieder an und ging mit einer 61:81-Führung in die letzte Pause. Wieder mit zwei Treffern von der Dreierlinie eröffnete Artland das letzte Viertel. Die Titans hatten keine Antwort parat und fanden sich nach drei Minuten nur noch mit einer 71:81-Führung wieder. Nach einer Auszeit von Fabian Strauß setzte Koen Sapwell ein Zeichen mit einem perfekten „And One“. Das Spiel war nun wieder spannend und Dresdens Führung schrumpfte zwischenzeitlich auf sieben Zähler. Daniel Kirchner übernahm jetzt Verantwortung, machte von der Freiwurflinie den 100. Punkt, verwandelte im Anschluss einen Kunstwurf und blockte defensiv gegen den starken Tajh Green. So gewann die sächsische Truppe am Ende mit 93:104.

 

Foto: Jörg Laube

Düsseldorfer Brandon Averette wechselt nach Koblenz

Die EPG GUARDIANS Koblenz haben sich mit Aufbauspieler Brandon Averette verstärkt. Der 27-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung vom Ligakontrahenten ART Giants Düsseldorf nach Koblenz. Averette kam bei den Giants im Schnitt auf 7.3 Punkte und 1.5 Assists.

„In den letzten Spielen mussten wir schmerzlich feststellen, dass uns ein gelernter Point Guard fehlt“, so Thomas Klein, Vorstand Sport und Marketing. „Durch die krankheitsbedingte Abwesenheit von Michael Bradley lastete sowohl auf Ty Cockfield als auch auf Leon Friederici zu sehr die Rolle des Point Guards, die sie übernehme mussten, was beide Spieler natürlich in ihrer eigentlichen Funktion als Shooting Guard einiges an Produktivität kostete. Mit Brandon erhalten wir nun einen weiteren gelernten Point Guard, der gemeinsam mit Michael Bradley nun die Aufbauposition übernimmt, sodass Ty und Leon sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können.“

Mit Blick auf Averette ergänzt Klein: „Mit Brandon bekommen wir einen sowohl offensiv als auch defensiv sehr aggressiv agierenden Spieler, der nicht nur seine Mitspieler gut einsetzt, sondern auch in der Lage ist selbst zu scoren. Neben seinen offensiven Qualitäten bekamen unsere Spieler seine harte Art zu verteidigen im Heimspiel gegen Düsseldorf zu spüren. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Michael Bradley und ihm ein gutes Duo haben, um für den Abstiegskampf gerüstet zu sein.“

Zum Zeitpunkt der Verpflichtung sagt Klein: „Dass Brandon überhaupt verfügbar war, ist dem temporären Vertrag in Düsseldorf geschuldet. Er sprang für den verletzten Sanni ein, der jetzt aber komplett genesen ist und am Wochenende beim Düsseldorfer Sieg gegen Münster auch schon wieder gespielt hat.“

Nach seiner College-Zeit, die er an der Brigham Young University 2021 beendete, spielte der gebürtige Texaner auf Zypern bei AEL Limassol. In der Saison 2023/24 lief der US-Amerikaner bei Etoile Angers Basket in Frankreich auf. Kurz nach dem Jahreswechsel wurde Averette von den ART Giants Düsseldorf verpflichtet, wo er erstmalig in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zum Einsatz kam.

Brandon Averette
Position: Point Guard
Geburtsdatum/-ort: 22.09.1997 (Richardson, Texas)
Größe/Gewicht: 1,80m / 83kg
Nationalität: US-Amerikaner
Universität: Brigham Young University (NCAA)
Letzte Station: ART Giants Düsseldorf (Januar 2025)

 

Text: EPG Guardians Koblenz

Foto: Angel King

Aleksa Bulajic verstärkt die Kangaroos

Die Iserlohn Kangaroos haben auf den Ausfall von Daniel Zacek reagiert und mit Aleksa Bulajic kurz vor Ablauf der Transferfrist einen talentierten und flexibel einsetzbaren Guard verpflichtet. Der 22-jährige Junioren-Nationalspieler Montenegros bringt mit seinen zwei Metern Körpergröße Vielseitigkeit, eine exzellente Ausbildung und bereits viel Erfahrung mit.

Bulajic wuchs in der renommierten Jugendabteilung von ratiopharm Ulm der Orange Academy auf und wird somit als Local Player eingestuft. Zuletzt spielte er bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim in der ProA, konnte dort jedoch nur eine Nebenrolle einnehmen. Bei den Kangaroos will der hoch veranlagte Guard zeigen, wozu er wirklich imstande ist. „Aleksa ist ein sehr gut ausgebildeter Spieler, der uns auf allen Guard-Positionen mehr Flexibilität geben wird. Ich bin überzeugt, dass er uns in der zweiten Saisonhälfte erheblich verstärken kann,“ betont Head Coach Toni Prostran.

Der Wechsel wurde gerade einmal 2 Stunden vor Ende der Wechselfrist perfekt gemacht – ein Coup, der den Kangaroos frischen Wind bringen soll. Aleksa Bulajic wird mit der Nummer 90 auflaufen und hat im prestigeträchtigen Derby gegen die EN Baskets Schwelm bereits sein Debüt feiern.

„Wir wussten, dass Daniel Zacek nicht 1:1 zu ersetzen ist, aber wir sind überzeugt, mit Aleksa eine ideale Verstärkung gefunden zu haben,“ ergänzt Geschäftsführer Michael Dahmen.

Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der junge Montenegriner in das Team integriert und die Rückrunde prägt.

 

Text: Iserlohn Kangaroos

Foto: Nina Sander

Ein Abgang und ein Neuzugang bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim

Kurz nach dem Start der Rückrunde nehmen die Bozic Knights den ersten Personalwechsel der Saison vor. Aleksa Bulajic verlässt die Teckstädter in Richtung ProB. Neu hinzu stößt Gian Aydinoglu von den Basketball Löwen Braunschweig aus der easy-credit BBL. Der 21-jährige Point Guard soll den Teckstädtern neuen, frischen Wind auf der Spielmacherposition einhauchen.

Eine intensive Woche liegt hinter den Verantwortlichen der Bozic Knights. Zu Wochenbeginn kam Aleksa Bulajic auf den Club zu und bat um Vertragsauflösung, um in die ProB zu wechseln. Die Schwaben mussten eine Entscheidung treffen und prüften zunächst den Spielermarkt. Schnell geriet Gian Aydinoglu in den Fokus der Ritter. Nach einigen Gesprächen mit Braunschweig, dem Spieler und seiner Berateragentur stand schnell fest, dass ein Wechsel ins Schwabenland für den ambitionierten Youngster der richtige Schritt sein würde. „Bei uns erhält Gian die Möglichkeit zu spielen, zu lernen und er wird eine wichtige Rolle einnehmen. Wir brauchen auf den Guard Positionen, neben dem Ersatz für Aleksa, mehr Entlastung für Braden und Cam. Zudem ist Dimi nicht zu 100% fit. Gian wird auf seine Minuten kommen,“ so Sportchef Chris Schmidt. In seinen bisherigen Einsätzen in der easy credit BBL machte Aydinoglu als schneller, aggressiver Verteidiger auf sich aufmerksam. Auch offensiv ist das Spiel des jungen Berliners von Intensität und Schnelligkeit geprägt. Der Jugend- Nationalspieler nahm an der FIBA U20- Europameisterschaft 2022 teil und vertrat dort die deutsche Mannschaft. Zudem gewann er mit der NBBL von Alba Berlin die Deutsche Meisterschaft (Saison 2021/2022). „Gian hat in Berlin und Braunschweig eine ausgezeichnete Ausbildung genossen und viel gelernt. Er möchte jetzt den nächsten Schritt gehen und sich weiterentwickeln. Die Chance möchten wir ihm geben,“ so Knights Head Coach Perovic. Erste Erfahrungen in der BARMER 2.Basketball Bundesliga sammelte Aydinoglu bei Alba Kooperationspartner LOK BERNAU in der ProB im Alter von 18 Jahren. Dort gelangen ihm, in 20 Spielen, durchschnittlich 8,7 Punkte pro Partie bei etwa 20 Minuten Spielzeit. Für die Löwen aus Braunschweig stand der flinke Guard in der aktuellen Saison neun Mal auf dem Parkett und erhielt pro Partie im Schnitt fünf Minuten Einsatzzeit. „Ich bin sehr froh ein Knight zu sein und kann es kaum abwarten auf dem Spielfeld loszulegen und die Kirchheimer Fans zu erleben,“ so der neue Kirchheimer Korbjäger. Aydinoglu reiste am Donnerstagabend nach Kirchheim und nahm am Abschlusstraining, bevor es nach Bochum ging, bereits teil. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um uns bei Aleksa für seine Energie und seinen Einsatz in den letzten Jahren bedanken. Wie er in seinem Alter mit den Verletzungen umgegangen ist war beeindruckend. Der Schritt zurück, um mehr zu spielen, ist überfällig gewesen und wir drücken ihm die Daumen, dass sich sein Potenzial so besser entfalten kann,“ verabschiedet Schmidt den langjährigen Ritter.

 

Text: Bozic Estriche Knights Kirchheim

Foto: Löwen Braunschweig / Christian Schlüter

Vorberichte ProB Nord // 16. Spieltag

25.01.2025 19:00 Uhr // LOK BERNAU vs. Seawolves Academy

LOK BERNAU empfängt die Seawolves Academy zum 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord.

Bernau steht aktuell auf Platz 8 und hat mit sieben Siegen und acht Niederlagen die Playoff-Plätze weiterhin im Blick. Nach zwei bitteren Niederlagen – zuletzt 87:97 gegen die TSV Neustadt temps Shooters – ist das Team entschlossen, die Heimserie wieder aufzubauen. Mit einer Durchschnittsgröße von 1,98 m und einem Altersschnitt von 19,5 Jahren liegt unser Vorteil in der Athletik und dem Tempo. Die Offensivpower um Uzziah Dawkins (18,8 Punkte/Spiel), Abi Kameric (14,8 Punkte/Spiel) und Akim-Jamal Jonah (13,5 Punkte, 8,1 Rebounds/Spiel) wird eine Schlüsselrolle spielen.

Das Hinspiel in Rostock endete denkbar knapp mit 79:74 für die Seawolves. Rostock steht derzeit mit drei Siegen aus 15 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz und hat die letzten acht Partien verloren. Doch mit einem neuen Trainer, Tom Schmidt, und talentierten Spielern wie Shooting Guard Mika Freitag (12,4 Punkte/Spiel) sowie den vielseitigen Akteuren Darren Aidenojie, Toni Nickel und Daniel Lopez Dittert ist die Seawolves Academy keinesfalls zu unterschätzen. Ihr Fokus liegt auf einer starken Rebound-Arbeit (37,7 Rebounds/Spiel) und schnellen Transition-Momenten.

25.01.2025 19:00 Uhr // SC Rist Wedel vs. ETB Miners

Am Samstag, den 25.01.2025, treffen die ETB Miners am 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord auswärts auf den SC Rist Wedel.

Die durchschnittlichen 73,1 Punkte pro Spiel generieren die Wedeler eher durch Zweipunktevarianten als durch Würfe von hinter der Drei-Punkte-Linie. „Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass die Gastgeber die beste Offensiv-Rebound-Mannschaft und die zweitbeste in Steals sind“, merkt Raphael Wilder an und ergänzt: „Spieler wie Fabian Giessman, der schon bei den Hamburg Towers gespielt hat und Leif Möller sind es die wir aufmerksam verteidigen müssen, um erfolgreich zu sein. Dazu kommt die Halle, die uns durch ihre enge und Lautstärke auf die Probe stellen wird.“ Schwer machen wird es den Miners beispielsweise der US-Amerikaner Camron Reece, der 15,9 Punkte pro Spiel erzielt und offensiv unter anderem von Niklas Krause unterstützt wird.

Große Defizite hatten die Wedeler beim Hinspiel in Essen offenbart und am 19. Oktober 2024 klar mit 63:88 (25:42) verloren bei den Miners, die mit diesem vierten Sieg im vierten Saisonspiel ihre damalige Tabellenführung verteidigten. Aber: Von seinen darauffolgenden elf Partien gewann der letztjährige Meister der 1. Regionalliga West nur noch vier weitere Male, weshalb der Aufsteiger aktuell mit insgesamt 16 Punkten Tabellen-Siebter ist. Nach dem Hinspiel tätigten die ETB-Verantwortlichen zwei Nachverpflichtungen. Während der erst Ende November 2024 geholte Maximilian Begue (SBB Baskets Wolmirstedt) verletzungsbedingt nach dem Rostock-Spiel schon wieder verabschiedet wurde, kam zu Beginn des neuen Jahres auch noch Dion Braimoh (Aschersleben Tigers).

25.01.2025 19:00 Uhr // Berlin Braves 2000 vs. Itzehoe Eagles

Am 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord empfangen die Berlin Braves 2000 die nach der Weihnachtspause noch ungeschlagenen Itzehoe Eagles.

die Itzehoe Eagles konnten am vergangenen Wochenende einen wichtigen Sieg einfahren – und zwar im Vier-Punkte-Spiel gegen die TKS 49ers. Ausschlaggebend waren ein Korbleger und ein Block von Big Man Adam Paige. Der erst Ende Oktober verpflichtete Kanadier erzielte bei den Siegen immer mindestens 20 Punkte und kommt im Schnitt auf 16,7 Punkte und 6,7 Rebounds in knapp 29 Minuten. Im Hinspiel konnten die Berlin Braves 2000 ihn auf 14 Punkte bei einer Wurfquote von 31,3 Prozent beschränken und einen Auswärtssieg (83:89) einfahren.  

Ebenfalls viele Minuten auf dem Parkett stehen Point Guard Erik Nyberg (12,3 PpS) und Small Forward Alan Kikwaki(13,8 PpS) sowie der erfahrene 6er Mann Anell Alexis (12,7 PpS), der nach einer zweimonatigen Verletzungspause in den letzten Spielen allerdings etwas kürzertreten musste. Die Second Unit wird vom Niederländer Sven Cikara angeführt, der die Eagles seit Jahresbeginn auf der Position des Point Guards verstärkt und bisher 29 Punkte und 12 Assists verbuchen konnte. 

25.01.2025 19:00 Uhr // TSV Neustadt temps Shooters vs. Bayer Giants Leverkusen

Deutschlands Basketball-Rekordmeister und aktueller ProB Nord Tabellenführer gastiert in Neustadt!

Die TSV Neustadt temps Shooters sind den Giants bestens im Gedächtnis geblieben. Erst vor knapp drei Wochen trafen die beiden Mannschaften in der Ostermann-Arena aufeinander. In einer engen Paarung konnten sich die Farbenstädter schlussendlich mit 89:81 durchsetzen. Entscheidend für den Erfolg der letzten Wochen, Neustadt gewann vier der letzten sechs Saisonbegegnungen in 2024/25, ist das Guard-Trio Anthony Watkins, Shawn Scott lll und Nicolas Lagerman. Mit 17,1 Punkten und 6,6 Rebounds pro Spiel im Schnitt ist Scott lll der „Go-to-Guy“ des ProB-Aufsteigers. Der US-Amerikaner lief in den vergangenen drei Jahren in der 1. Regionalliga (u.a. für Olpe und BBA Hagen) auf und hat sich auch in Deutschlands dritthöchster Spielklasse bestens zurechtgefunden. Ein wenig hat ihm allerdings Neuzugang Anthony Watkins den Rang abgelaufen. Seitdem der Deutsch-Amerikaner im November 2024 zu den Niedersachsen stieß, hat sich einiges geändert. Der Erfolg hat sich bei den Neustädtern eingestellt und der 24-Jährige ist, wenn einmal heiß gelaufen, nur schwer zu stoppen. 16,5 Zähler pro Partie sind schon ein Fingerzeig, wohin die Reise des zuvor für die Artland Dragons aufgelaufenen Shooting Guard gehen soll. Nicolas Lagerman komplettiert das Trio mit weiteren bockstarken Auftritten. Den Leverkusenern schenkte er 22, den Schwelmern zuletzt gar 25 Punkte ein. Die Formkurve des früheren Leitershofener zeigt steil nach oben.

Mit den Bayer Giants kommt das bisher sehr überzeugend auftretende Spitzenteam nach Niedersachsen. Vor der Saison wurde das klare Ziel „Aufstieg“ ausgegeben und Headcoach Michael Koch ist auf einem guten Weg dorthin. Sein Team konnte bis auf ein Spiel alle für sich entscheiden und führt die Tabelle klar an. Der Kader ist auf allen Positionen mit individuell sehr starken Spielern besetzt, die bisher auch als Team funktionieren. Im Hinspiel mussten die Giants gegen die temps Shooters lange zittern, haben sich am Ende aber doch – wie fast immer – durchgesetzt und genau das ist eine der großen Stärken der Mannschaft. Irgendwie findet man immer Wege, die Spiele erfolgreich zu gestalten und die Punkte einzufahren. Garanten dafür sind vor allem der US Amerikaner und älteste Spieler im Team, Donte Nicholas (37 Jahre) und die beiden deutschen Dennis Heinzmann und Sebastian Brach. Das Trio legt im Schnitt fast 43 Punkte, 10 Assists und 19 Rebounds pro Spiel auf und ist damit eines der besten Trios der Liga. Dahinter folgen allerdings weitere Spieler, die in vielen anderen Teams in der Liga in der Starting Five stehen würden und ebenfalls gute Stats auflegen. Vor zwei Wochen holten sich die Gäste einen weiteren Hochkaräter in den Kader. Mit dem 26-jährigen Viktor Ziring verpflichtete man einen Spieler aus der ProA von den Giessen 46ers, der gegen die temps Shooters sein Debüt im Leverkusener Trikot geben wird.

25.01.2025 19:30 Uhr // Iserlohn Kangaroos vs. EN BASKETS Schwelm

Am Samstag, den 25. Januar 2025, um 19:30 Uhr, ist es wieder so weit: Die Matthias-Grothe-Halle wird zum Schauplatz des mit Spannung erwarteten Derbys zwischen den Iserlohn Kangaroos und den EN BASKETS Schwelm.

Die Waldstädter gehen diesmal als Favorit in dieses Derby. Das Hinspiel gewannen die Kangaroos mit 92:84. Allerdings hat Schwelm in diesem Spiel auf Marius Stoll, Till Hornscheidt sowie Marc Klesper verzichten müssen und Jakob Szkutta war noch nicht da. Auf Iserlohner Seite hat sich kürzlich Daniel Zacek einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen. Seine Saison ist beendet. Top-Scorer der Iserlohner sind der spanische Aufbauspieler Jorge Mejias mit knapp 17 Punkten pro Spiel und fast 7 Assists sowie der Amerikaner Diante Bah mit ebenfalls knapp 17 Punkten und 8 Rebounds. Die Iserlohner spielen eine bisher starke Saison und haben sich in der Tabelle oben festgesetzt. Allerdings setzte es zuletzt zwei deftige Niederlagen gegen die Top-Team aus Leverkusen (59:79) und Paderborn (50:100).

Dieses Duell der Tabellennachbarn ist nicht nur ein traditioneller Klassiker der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord, sondern auch ein Höhepunkt für Spieler und Fans. Schwelm, derzeit auf dem 6. Tabellenplatz, verlor zuletzt mit 62:76 gegen Wedel. Beide Teams stehen unter Zugzwang und wollen im Derby nicht nur Punkte holen, sondern auch ein klares Statement setzen. „Ein Derby lebt von Emotionen, Kampfgeist und Einsatz. Die Tabelle ist in solchen Spielen nebensächlich. Es geht darum, wer bereit ist, an diesem Abend alles zu geben“, so Iserlohns Geschäftsführer Michael Dahmen. Im Hinspiel im Herbst 2024 behielten die Kangaroos knapp die Oberhand und gewannen mit 83:78.

26.01.2025 16:00 Uhr // TKS 49ers vs. Gartenzaun24 Baskets Paderborn

Die schwächelnden TKS 49ers bekommen es am 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mit einem der formstärksten Teams der Liga zu tun, den Gartenzaun24 Baskets Paderborn.

Bei den TKS 49ers besteht in dieser Woche die Gefahr, zum zweiten Mal in der laufenden Saison 2024/25 eine vierte Niederlage in Serie zu kassieren. Um dies zu verhindern, muss eine Glanzleistung gegen den derzeitigen Tabellenzweiten der Gartenzaun24 Baskets Paderborn auf das Feld gebrachten werden. Ob die 49ers die Herausforderung mit einem vollen Aufgebot angehen können, steht noch nicht fest. Bei den zuletzt verletzungsbedingt ausgefallenen Joshua Lübken und Thure Peters wird momentan von Woche zu Woche geschaut, inwiefern ein Einsatz realistisch ist. 

Die Gäste aus Paderborn konnten vergangene Woche einen fulminanten 100:50-Sieg gegen die Iserlohn Kangaroos einfahren. Dabei debütierte mit Justin Andrew auch die neue Verstärkung der Baskets für die Rückrunde sowie Playoffs. Der Aufbauspieler, welcher sowohl die italienische als auch amerikanische Staatsbürgerschaft innehat, überzeugte auf Anhieb mit 10 Punkten und 8 Assists. Er reiht sich unter den Leistungsträgern um Kevin Hunt (14,0 Pkt), Lars Lagerpusch (14,6 Pkt) und Joaquin Carrasco (10,6 Pkt, 6,1 Ast) ein. Diese machten es den 49ers auch im Oktober beim Hinspiel in Paderborn zu schaffen, was sich in einer 81:57-Niederlage für Headcoach Dorian Coppola und sein Team äußerte. Das sagt Coppola: „Alex und ich werden versuchen, unsere Jungs so anzustacheln und vorzubereiten, dass wir das ganze Potenzial aus der Mannschaft kitzeln können, um den Fans ein gutes Heimspiel bieten zu können.“

26.01.2025 16:00 Uhr // SBB Baskets Wolmirstedt vs. BSW Sixers

Derby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord: Die BSW Sixers aus Bitterfeld, Sandersdorf und Wolfen sind am Sonntag ab 16 Uhr in der Halle der Freundschaft in Wolmirstedt zu Gast.

Ohne die erkrankten Bill Borekambi und Eamonn Joyce lieferten die SBB Baskets dem Tabellenführer Leverkusen am vergangenen Spieltag einen packenden Kampf. Am Ende musste sich die Mannschaft von Coach Potthast knapp mit 80:86 geschlagen geben. Auch die BSW Sixers verloren zuletzt. 82:87 hieß es daheim gegen die Berlin Braves. Das Hinspiel zwischen den SBB Baskets und den BSW Sixers war ein knappes: Wolmirstedt musste sich mit 73:74 geschlagen geben.

Die BSW Sixers belegen aktuell den vierten Tabellenplatz, haben genau wie die drittplatzierten SBB Baskets derzeit neun Siege auf dem Konto. Die Gäste haben allerdings bereits eine Partie mehr absolviert. Bester Werfer in einer ausgeglichenen Mannschaft ist der US-Amerikanische Power Forward Aula Maarufu Sumbry. Der 30-Jährige sammelt im Schnitt 15,7 Punkte und 7,4 Rebounds für das Team von Cheftrainer Lukas Varga.

 

Foto: EN BASKETS Schwelm

Zwei Neue bei den Artland Dragons

Artland Dragons verstärken sich mit Alexander Möller und Bryan Battle

Die Artland Dragons geben die Verpflichtung von zwei Neuzugängen bekannt: Alexander Möller und Bryan Battle. Beide Spieler sollen dazu beitragen, das Team in der zweiten Saisonhälfte zu stärken und die Artland Dragons aus dem Abstiegskampf zu führen.

Alexander Möller – Verstärkung unter den Körben Alexander Möller (27) ist ein 2,08 Meter großer deutscher Center, der bereits in der Basketball-Bundesliga (BBL) gespielt hat. Der gebürtige Xantener begann seine professionelle Karriere bei den Dragons Rhöndorf und war in den vergangenen Jahren für die Telekom Baskets Bonn, die ART Giants Düsseldorf und die Iserlohn Kangaroos aktiv. Besonders während seiner Zeit in Iserlohn erzielte Möller mit durchschnittlich 14,4 Punkten und 7,3 Rebounds pro Spiel Karrierebestwerte in der ProB. Zuletzt spielte er in der BBL für die BG Göttingen, wo er wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Möller soll unter den Körben Stabilität und Präsenz bringen. Bereits am kommenden Sonntag gegen die Dresden Titans wird er im Kader der Quakenbrücker stehen.

Bryan Battle – Dynamik und Vielseitigkeit Bryan Battle (26) ist ein 1,96 Meter großer amerikanischer Shooting Guard, der internationale Erfahrung aus Bosnien und Herzegowina, Armenien, Island und Norwegen mitbringt. Zuletzt war er für die RheinStars Köln aktiv, wo er in der vergangenen Saison mit soliden Leistungen überzeugte. In der Hauptrunde erzielte er durchschnittlich 12,7 Punkte, 4,8 Rebounds und 2,5 Assists pro Spiel. In den Playoffs steigerte er sich auf 16,6 Punkte und 6,3 Rebounds. Battle wird mit seiner Vielseitigkeit und seinem Scoring das Offensivspiel der Dragons bereichern. Ob er bereits am Sonntag eingesetzt werden kann, wird sich kurzfristig entscheiden, da noch die erforderliche Aufenthaltsgenehmigung und die Arbeitserlaubnis ausstehen. Die Verantwortlichen arbeiten mit Hochdruck daran, diese Formalitäten schnellstmöglich zu klären.

Headcoach Markus Jackson zu den Neuverpflichtungen: „Aktuell haben wir durch die unklare Situation mit Yasin Kolo einen Bedarf auf der großen Position und verstärken uns daher mit Alexander Möller. Sein beeindruckendes Skillset und seine Länge machen ihn zu einem interessanten Spieler. Bryan Battle haben wir schon länger auf dem Radar. Er ist ein großer, athletischer Spieler, der sich durch starke Verteidigungs- und Rebound-Fähigkeiten auszeichnet. Gepaart mit seinen offensiven Qualitäten gibt er uns zusätzliche Tiefe.“

Die Artland Dragons begrüßen Alexander und Bryan herzlich in der Artland Arena und freuen sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf und neben dem Court.

 

Text: Artland Dragons

Foto: ART Giants Düsseldorf, RheinStars Köln

Allin Blunt nicht mehr Teil der EPG Guardians Koblenz

Die EPG GUARDIANS Koblenz haben Allin Blunt darüber informiert, dass sich die Wege von Verein und Spieler trennen werden. Der US-Amerikaner wechselte vor der Saison aus Luxemburg ans Deutsche Eck und bestritt 17 Spiele in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der Small Forward kam dabei im Schnitt auf 7.5 Punkte.

„Wir wünschen Allin persönlich und sportlich alles Gute“, so Thomas Klein, Vorstand Sport & Marketing. „Seine Entwicklung in den letzten Spielen hat uns zu der Überzeugung gebracht, dass wir auf seiner Position einen neuen Impuls brauchen. Daher sondieren wir aktuell den Spielermarkt.“

 

Text: EPG Guardians Koblenz

Foto: EPG Guardians Koblenz

Nico Brauner kehrt zu den GIESSEN 46ers zurück

Ex-Kapitän Nico Brauner (30) kehrt ab dem 1. Februar zu den GIESSEN 46ers zurück

Spektakuläre Rückholaktion der GIESSEN 46ers für die letzten 14 Partien in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA! Nico Brauner, in der Saison 2022/23 Kapitän des Altmeisters, kehrt an die Lahn zurück und wird alles dafür geben, die Truppe von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic in die Playoffs zu führen.

„Ich habe weiter viel Lust auf Basketball und möchte in Gießen einige Monate Spaß haben“, hat der 30-Jährige seit zwei Tagen das Training bei den Lahnstädtern aufgenommen. „Ich habe im Mai mein Karriereende erklärt, dabei bleibt es auch. Bei den 46ers möchte ich nun zum einen erfolgreich sein, zum anderen aber auch die Zeit überbrücken, bis ich wieder auf Reisen gehe.“ Brauner war zuletzt einige Monate in Nordamerika und Südostasien unterwegs. Nach dieser Spielzeit wird er abermals als Backpacker aufbrechen, um Vietnam, Laos und Kambodscha zu erkunden.

Brauner hat bei den GIESSEN 46ers einen Vertrag bis zum Saisonende inklusive möglicher Playoffs unterzeichnet. Am 1. Februar (19 Uhr) gegen die VfL SparkassenStars Bochum könnte er erstmals zum Einsatz kommen.

„Nico ist geboren mit Selbstvertrauen“, setzt „Frenki“ Ignjatovic, Cheftrainer und Sportlicher Leiter in Personalunion, auf die Erfahrung des Regisseurs. „Er wird unser Spiel bereichern, er bietet uns zusätzliche personelle Alternativen und er hat gerade defensiv große Qualitäten“, hat der Serbe, nachdem Brauner sich in der Osthalle die Partien gegen Bayreuth und zuletzt gegen Münster angeschaut hat, die Gespräche mit dem Regisseur intensiviert. „Vor zwei Jahren standen wir mit Nico im Halbfinale, ich hätte nichts dagegen, wenn wir das in dieser Saison wiederholen könnten.“ Auch Nico Brauner, der analog zu seinem Geburtsjahr die Rückennummer 94 bekommen wird, ist davon überzeugt, dass in Gießen in dieser Spielzeit viel möglich ist: „In den Playoffs werden die Karten neu gemischt. Wenn ich auf dem Feld stehe, dann will ich erfolgreich sein.“

Der in Wiesbaden aufgewachsene Nico Brauner absolvierte sein letztes Pflichtspiel am 16. Mai 2024. Für die VEOLIA Towers Hamburg stand er in den sogenannten Play-Ins der BBL bei der 78:91-Niederlage gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg neun Minuten auf dem Feld. Insgesamt absolvierte der Combo-Guard in der Saison 2023/24 für die Elbestädter 33 Partien, in denen er durchschnittlich in elf Minuten für drei Punkte, einen Assist und einen Rebound sorgte. In Gießen kam der 30-Jährige in der Saison davor auf im Schnitt zwölf Zähler bei drei Assists und drei Rebounds. 30 Mal trug er insgesamt das Trikot der 46ers, zu denen er aus Jena kommend stieß. Davor war Nico Brauner für die Kirchheim Knights am Ball.

Seine Karriere begann Brauner in den Jugendmannschaften des BC Wiesbaden und des ASC Theresianum Mainz. Als Austauschschüler spielte er auf einer High School in Michigan, ehe er nach seiner Rückkehr abermals für Mainz in der Regionalliga sowie für die TG Würzburg in der 3. Liga aktiv war. Zwischen 2015 und 2019 studierte er in Kanada, war dort für mehrere Hochschulen im Einsatz, ehe er das Kirchheimer Angebot annahm.

 

Text: GIESSEN 46ers

Foto: Science City Jena

Vorberichte ProB Süd // 16. Spieltag

22.01.2025 19:00 Uhr // SKYLINERS Juniors vs. Porsche BBA Ludwigsburg

Am 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd treffen die SKYLINERS Juniors zu Hause auf die Porsche BBA Ludwigsburg.

Die SKYLINERS Junior verfügen über viele Guard-Qualitäten, über einem großgewachsenen Center, individuelle Klasse und Playoff-Optionen. Illustriert wird all dies durch den Rückrunden-Auftakt von vor zehn Tagen, als ein 100:67-Sieg gegen Speyer gelang. Ludwigsburg ist also gewarnt, weiß aber auch ob seiner Möglichkeiten: Die 80:82-Niederlage nach Verlängerung im Hinspiel Anfang November war bitter, gleichzeitig aber auch ein Beleg dafür, was an einem guten Tag möglich ist. In der Rundsporthalle waren viele SKYLINERS-Akteure gut, der bereits angesprochene Malick Kordel aber zu viel des Guten: 19 Punkte, 12 Rebounds und 3 Blocks packte der 20-Jährige auf den Statistikbogen. Point Guard Philipp Hadenfeldt (in Ludwigsburg; 6 Punkte / 10 Assists) wird aufgrund eines Auslandssemesters in der Rückrunde nicht mit (mehr) mitwirken. Da die SKYLINERS aber mit dem Finnen Chrysostom Chukwuma einen Import-Profi als Ersatz holten, der beim Debüt am Wochenende (28 Punkte / 4 Rebounds / 2 Assists) brillierte, dürfte dies nicht unbedingt ein gelb-schwarzer Vorteil sein. Zudem sind Bruno Albrecht (18,8 Punkte pro Partie), Felix Hecker (12,6) und Ivan Crnjac (11,8) allesamt mit dabei und die Herausforderung immens.

Das junge Team aus Ludwigsburg hat seine Stärken vor allem am defensiven Ende. In den Kategorien Blocks und Steals sind sie jeweils unter den besten fünf Teams der Liga. Mit ihrer physischen Spielweise setzen sie die Gegner regelmäßig unter Druck. Offensiv hat die Mannschaft allerdings ihre Schwächen. Sie sind das Team mit der schlechtesten Wurfquote der Division, was dazu führt, dass die Mannschaft vom Neckar im Schnitt nur knapp 78 Punkte auflegt. Ganz anders die Juniors, die in allen Bereichen aus dem Feld eine der Top drei Quoten aufweisen können. Anders als die Gastgeber, treffen die Ludwigsburger knapp 74% ihrer Freiwürfe und liegen damit im oberen Drittel. Als zwei der jüngsten Teams der Liga, stehen beide Mannschaften in der Kategorie Ballverluste ganz oben in der Tabelle. Die Frankfurter führen diese Negativ Statistik mit knapp 20 Ballverlusten pro Spiel weiterhin an, während die Ludwigsburger etwas mehr als 17 mal pro Partie den Ball hergeben. Topscorer auf Seiten der Ludwigsburger sind Forward Dominykas Pleta mit 18,8 PKT im Schnitt und Flügelspieler Lenny Anigbata, der 13,6 Punkte pro Partie erzielt. Der junge Point Guard Julis Baumer ergänzt das Scoring mit durchschnittlich 13,1 Punkten.

23.01.2025 19:30 Uhr // BBC Coburg vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Der BBC Coburg trifft bereits am kommenden Donnerstag auf das abstiegsgefährdete TEAM EHINGEN URSPRING, das derzeit den vorletzten Tabellenplatz bekleidet. Spielbeginn in der HUK-COBURG arena ist um 19:30 Uhr.

Nicht nur die Tatsache, dass die Vestestädter bei den Flashers den ersten Sieg in diesem Jahr feiern konnten, dürfte der Coburger Fanseele Freude bereitet haben, sondern vor allem die Art und Weise des Auftretens ihrer Mannschaft. Denn in den ersten drei Vierteln erspielte sich das Team von Cheftrainer Patrick Seidel einen beachtlichen 31-Punkte-Vorsprung. In der Offensive beeindruckte der BBC dabei mit teils bemerkenswerter Ballbewegung, während die Fellbacher auf der anderen Seite kein Mittel gegen die hellwache Coburger Defense fanden. Mit dem 83:65-Erfolg am Ende unterstrichen die Vestestädter ihre Ambitionen auf eine weitere Playoff-Teilnahme und präsentieren sich gut gewappnet für die anstehenden Aufgaben.

Für das TEAM EHINGEN URSPRING geht der Blick derweil in die entgegengesetzte Richtung. Die Schwaben kämpfen wie schon in der Vorsaison gegen den Abstieg. In der abgelaufenen Spielzeit hielt das „Team in Green“ nur aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Black Forest Panthers Schwenningen die Klasse. Auch in dieser Saison tut sich die jahrelange Talentschmiede aus dem Schwabenland schwer, ihr ohne Frage vorhandenes Potenzial in Erfolgserlebnisse umzumünzen. Nur drei Siege stehen bislang zu Buche und der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt bereits ebenfalls drei Spiele. Zudem wartet die Mannschaft von Headcoach Jan Hricko, der bei der 84:90-Hinspielniederlage gegen den BBC sein Debüt feierte, seit über vier Monaten auf einen Sieg in fremder Halle. Diesen fuhr Ehingen am ersten Spieltag in Frankfurt ein.

25.01.2025 16:30 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Ahorn Camp Baskets

Die Mannschaft von Trainer Muki Mutapcic empfängt am Samstagnachmittag (16.30 Uhr) mit den Ahorn Camp Baskets den Tabellendritten.

Gewarnt sind die Ahorn Camp Baskets vor dem Farmteam des amtierenden deutschen Meisters. Das Hinspiel in der Nordhalle haben die Speyerer mit 61:71 (33:26) verloren. Damals trumpfte vor allem die Nachwuchshoffnung im Ensemble der Münchner, Dominik Dolic, auf. Zu den Leistungsträgern der jungen Bayern zählt außerdem der Flügelspieler aus der Ukraine, Desmond Yiamu. Der prominenteste Bayer sitzt allerdings auf der Bank; der frühere Berliner Meistertrainer Emir Mutapcic ist sportlicher Leiter des Nachwuchsteams des Clubs und Headcoach der zweiten Mannschaft.

Vergangene Woche baute Speyer mit einem 82:74-Heimsieg gegen Ludwigsburg seine Bilanz auf 9:6 aus. Angeführt wird Speyer vom US-Amerikaner und Kapitän Daryl Woodmore (16,9 PpS). Im 21-jährigen, österreichischen Point Guard Felix Angerbauer haben sie einen weiteren Zugang verpflichtet, der im BMW Park seinen ersten Einsatz haben soll. „Speyer stellt eine sehr erfahrene Mannschaft, die sich im Saisonverlauf sehr verbessert hat. Sie haben Größe und spielen sehr physisch“, sagt Bayern-Co-Trainer Federico Perego über den Gast. „Sie werden darauf aus sein, nach unserem Sieg bei ihnen unbedingt dieses Spiel zu gewinnen. Aber wir werden alles versuchen, um das Momentum zu uns zu holen.“

25.01.2025 19:30 Uhr // BG Hessing Leitershofen vs. RheinStars Köln

Das absolute Spitzenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd findet am Samstagabend in der Stadtberger Sporthalle statt. Dann empfängt die gastgebende BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen als aktueller Tabellenzweiter den Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten Rhein Stars Köln.

Beide Mannschaften weisen bisher eine beeindruckende Bilanz auf und haben jeweils 12 Siege bei nur drei Niederlagen in dieser Saison eingefahren, was einem Punktekonto von 24 entspricht. Der Abstand zu Tabellenplatz drei beträgt dann schon sechs Punkte. Die Rheinländer werden aktuell als Tabellenerster notiert, weil sie den bisherigen direkten Vergleich durch den 85:80 Erfolg im Hinspiel bis dato für sich verbuchen können. Das etwas bessere Korbverhältnis zu Gunsten der Kangaroos spielt hier keine Rolle. Die RheinStars schafften bereits in der vergangenen Saison den sportlichen Aufstieg in die ProA, mussten aber dann aufgrund der fehlenden Zulassung ihrer Halle für diese Spielklasse die Segel streichen. Auf die Schnelle konnte keine Abhilfe geschaffen werden, in diesem Spieljahr ist man nun darauf vorbereitet und nun soll der Sprung nach oben auch gelingen. Das Team aus dem Westen ist bestens besetzt: Cheftrainer ist Stephan Baeck. Der 59-jährige war als Spieler wichtiger Bestandteil des deutschen Europameisterteams von 1993 und feierte dazu als Spieler sechs deutsche Meisterschaften, u.a. mit dem BSC Saturn Köln und ALBA Berlin. Er nimmt in Köln in Personalunion auch die Funktion des Managers wahr. Auf dem Feld kann er auf das kongeniale Duo um Aufbauspieler Ruppert Hennen und Center Björn Rohwer bauen, die zusammen durchschnittlich rund 40 Punkte pro Partie auflegen. Auch die Importpositionen sind mit dem US-Amerikaner Malik Riddle, dem Kanadier D’Andre Bernard und dem französischen Shooting-Guard Kemy Lagab überdurchschnittlich besetzt. Dazu muss man Forward Jannis von Seckendorff und das 17-jährige Toptalent Davi Remagen, einer der herausragenden deutschen Spieler des Jahrganges 2007 und zuletzt in Oberhaching mit 26 Punkte hocherfolgreich, immer auf der Liste haben. Der Kader der Domstädter ist mit vielen weiteren hochveranlagten Spielern aber auch in der Breite sehr gut besetzt. Die letzte Periode der Saison verlief für beide Gegner ähnlich: Um Weihnachten herum lief es etwas wackelig, zuletzt kehrten aber sowohl Köln als auch Leitershofen mit Kantersiegen gegen Frankfurt und Coburg in die Erfolgsspur zurück, so dass sich die Fans am Samstagabend wohl auf zwei Spitzenmannschaften in absoluter Topverfassung freuen dürfen.

26.01.2025 16:00 Uhr // CATL Basketball Löwen vs. SV Fellbach Flashers

Nach den zwei Siegen gegen die Dragons Rhöndorf und das TEAM EHINGEN URSPRING zum Auftakt der Rückrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB empfangen die CATL Basketball Löwen am Sonntag (26.01.) die SV Fellbach Flashers.

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Tyseem Lyles überzeugte die Mannschaft von Cheftrainer Florian Gut in den letzten beiden Spielen defensiv wie offensiv. Daran wollen die Löwen natürlich in den nächsten Partien anknüpfen. Mit Fellbach kommt eine sehr erfahrene Mannschaft in die Thüringer Landeshauptstadt. Mit dem 2,18 Meter großen Center Daniel Mayer (29 Jahre) und dem athletischen Power Forward Brian Butler (33 Jahre) sind die Flashers besonders unter dem Korb sehr stark aufgestellt. Beide Spieler erzielen durchschnittlich über 12 Punkte und sind auch defensiv von großer Bedeutung. Der Topscorer des Teams ist der US-Amerikaner Malik Bernell Whitaker mit 17 Punkten pro Partie. Der 1,98 Meter große Flügelspieler stellte seine offensiven Qualitäten auch im Hinspiel gegen Erfurt mit 20 Zählern unter Beweis. Im Hinspiel gewann Fellbach noch mit 64:52.

26.01.2025 16:00 Uhr // TSV Oberhaching Tropics vs. VR-Bank Würzburg Baskets Akademie

Im Kampf um die Playoff-Plätze sind die VR-Bank Würzburg Baskets Akademie (Spielbeginn 16 Uhr, Grundschule Deisenhofen) zu Gast in Oberhaching.

Die TSV Oberhaching Tropics setzten sich Anfang Oktober in der Feggrube dank ihrer größeren Erfahrung, 16 Offensivrebounds und 19 Würzburger Ballverlusten mit 83:70 durch. Die VR-Bank Würzburg Baskets Akademie hat seitdem zwei Spiele mehr gewonnen als die Gastgeber, die ebenfalls acht Siege auf dem Konto haben und nur dank der besseren Bilanz im Dreiervergleich mit Rhöndorf in der Tabelle einen Platz vor den Unterfranken liegen. Bester Punktesammler der Oberbayern ist der inzwischen 38-jährige US-Aufbauspieler Omari Knox, der knapp 17 Punkte pro Partie erzielt.

Nach schwachen Saisonstart starteten die Unterfranken durch und sind aktuell das heißeste Team der Liga. Aus den letzten 9 Partien konnten die Riesen vom Main sensationelle 8 Spiele gewinnen. Dies hat mehrere Gründe. Auf der Trainerbank hat man mit BBL-Rekordspieler Alex King sowie Burkhard „Koloss vom Moos“ zwei absolute deutsche Basketball-Legenden und Fachleute. Mit Burkhards Sohn Hannes haben die Baskets den Topscorer und Toprebounder der Liga in Ihren Reihen. Der 18-jährige gilt als sicher für den NBA Draft 2026 und legte zuletzt auch in der BBL ein Double-Double auf. Während sein Vater Burghard eher für das grobe am Brett verantwortlich war, ist Hannes trotz seiner 208cm sehr beweglich und ein sicherer Dreipunktwerfer. Nicht umsonst wird er mit Dirk Nowitzki und Maxi Kleber verglichen. Im Schnitt legt das Supertalent 25,4 Punkte sowie über 12 Rebounds auf. Mit US-Boy Calvin Wishart haben die Unterfranken einen weiteren absoluten Ausnahmespieler in Ihren Reihen. Der 25-jährige Aufbauspieler, der zuvor in Portugals Topliga unter Vertrag stand, ist ein brandgefährlicher Scorer und starker Spielmacher. Neben dem Litauer Matas Narvilas müssen die Tropics auch Christian Skladanowski kontrollieren. Der Flügelspieler entstammt aus der Jugend des FC Bayern München und verdiente zuletzt in Spanien seine Brötchen.

26.01.2025 17:00 Uhr // OrangeAcademy vs. Dragons Rhöndorf

Die Dragons Rhöndorf müssen am Sonntag (26.01. 2025/17.00 Uhr) bei der OrangeAcademy antreten. Im Hinspiel hat Rhöndorf gegen die Schwaben mit 77:87 noch eine Niederlage kassiert.

Die Schwaben haben sich bislang nicht gerade als besonders auswärtsstark präsentiert. Dagegen ist die Heimbilanz mit fünf Siegen bei zwei Niederlagen beeindruckend. „Jeder Spieler im Kader hat ein sehr hohes offensives Talentniveau“, weiß Rhöndorfs Trainer. „Gerade in heimischer Halle lässt es sich da meist noch etwas selbstsicherer spielen.“ Namentlich wären da die beiden Flügelspieler Alec Anigbata (ø 17,7 Pkt./7,6 Reb.) und Frederik Drejer Erichsen (ø 13,5 Pkt./4,1 Reb.) zu nennen. Nicht minder effektiv ist das Guard-Duo Jervis Scheffs (ø 10,5 Pkt.) sowie Jordan Müller (ø 14,9 Pkt.). „Bisher haben wir gezeigt, dass wir starke Scorer im Eins-gegen-Eins nicht kontrollieren können und da individuell sehr viele Fehler machen“, so Stephan Dohrn. Die Orange Academy forciert das Eins-gegen-Eins, attackiert und punktet gerne in Brettnähe. Daher weist die Statistik auch eine der niedrigsten Assist-Raten der ProB aus. Außerdem verteidigt Ulm bei Gelegenheit auch gerne im Raum. Die Dragons präferieren Offensiv wie Defensiv völlig andere systemische Ansätze. Man darf gespannt sein, welche Basketball-Philosophie sich im Neu-Ulmer OrangeCampus durchsetzen wird.

 

Foto: OrangeAcademy

Vorberichte ProA // 20. Spieltag

22.01.2025 19:30 Uhr // EPG Guardians Koblenz vs. BBC Bayreuth

Am Mittwoch, 22.01.2025, empfangen die EPG GUARDIANS Koblenz den Tabellennachbarn BBC Bayreuth zur vorgezogenen Partie des 20. Spieltags der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA.

In der vergangenen ProA-Saison schafften der damalige Aufsteiger EPG Guardians Koblenz als Tabellen-16. gerade so den Klassenerhalt. In der laufenden Spielzeit hat das Team des früheren Bayreuther Headcoaches Marco van den Berg bislang sechs Siege in 19 Partien erreicht und steht auf Tabellenplatz 13 – mit einem Sieg Vorsprung einen Rang vor dem BBC. Nach der Niederlage in Bayreuth haben die Rheinland-Pfälzer drei weitere Partien verloren – neben zwei deutlichen Pleiten mit 48:103 in Jena und zuletzt mit 72:107 bei den HAKRO Merlins Crailsheim gab es auch eine schmerzliche 72:82-Heimniederlage gegen die ART Giants Düsseldorf. Ein Grund für die schwächeren Spiele war ein Virusinfekt, der das Team von Marco van den Berg schwächte. In Crailsheim waren am vergangenen Samstag jedoch bis auf Michael Bradley und Dominique Johnson wieder alle Mann, auch der allerdings noch nicht wieder in Topform befindliche Topscorer Ty Cockfield, im Kader. Bradley und Johnson sollen auch zeitnah wieder dabei sein, so dass Koblenz am Mittwoch gegen den Tabellennachbar Bayreuth einen neuen Aufwärtstrend einleiten will. Herausragender Akteur des Teams vom Deutschen Eck ist bislang Ty Cockfield mit einer Wurfquote von aktuell 18,5 Punkten im Schnitt. Der US-Amerikaner, der zu Saisonbeginn von der kosovarischen Mannschaft Proton Cable Prizreni kam, ist ein Wunschspieler von Headcoach van den Berg. Bereits noch im alten Jahr hat Ty Cockfield sein Engagement am Deutschen Eck bis zum Ende der Saison 2025/26 verlängert, was dem Team Kontinuität verleiht. Weitere herausragende Scorer des Teams sind die beiden aus dem Team der vergangenen Saison bekannten Guards Dominique Johnson mit 10,6 Zählern und Leon Friederici mit 11,1 Punkten im Schnitt. Benjamin Stevens ist mit 5,7 abgegriffenen Bällen im Schnitt der aktuell beste Rebounder im Team.

Auch der BBC hat eine negative Serie vorzuweisen und verlor drei Spiele am Stück. Der letzte Sieg des BBC Bayreuth war im Hinspiel Anfang Januar gegen Koblenz (87:77). Seitdem verlor der BBC in Karlsruhe und Trier sowie gegen Kirchheim. Der Kader der Oberfranken wurde mit dem 29-jährigen Guard Kevaughn Allen verstärkt, der in seiner ersten Partie auf sieben Punkte kam. Topscorer ist weiterhin Demarcus Demonia (20.1 Punkte pro Spiel), gefolgt von Tehree Horn (12.4 PpS). Beide Spieler waren auch im Hinspiel die besten Korbschützen des BBC, Horn kam auf 23 Punkte, Demonia auf 22. „In der aktuellen Situation ist natürlich wichtig, dass wir realisieren, mit welchen Teams wir uns messen müssen“, erklärt BBC-Headcoach Florian Wedell. „Zu diesen Teams gehört natürlich Koblenz dazu und für uns gibt es allen Grund, selbstbewusst in das Spiel rein zu gehen, wenn man anschaut, dass wir gegen die Teams aus unserer Tabellenregion bislang weitaus mehr Siege eingefahren haben als wir Niederlagen realisieren mussten. Wir haben auch im Hinspiel gegen Koblenz einen hervorragenden Job gemacht, trotz vier verletzter Spieler – und so ein wichtiges Heimspiel gewonnen. Wir wollen die Leistung, die wir Anfang Januar gegen Koblenz gezeigt haben, wiederholen. Die Guardians Koblenz haben auf den Guard-Positionen sehr viel Qualität und mit Ty Cockfield aktuell einen der dominantesten Downhill-Guards der Liga. Wir müssen schauen, ihn aus der Zone zu halten und seine Pain-Touches zu limitieren. Leon Friederici müssen wir so viel wie möglich in seinem Scoring einschränken und gegen Bradley sehr physisch spielen. Zusätzlich wird unser Defensiv-Reboundverhalten ein Riesen-Faktor sein. Wir haben im Hinspiel viel zu viele Offensive-Rebounds abgegeben. Koblenz spielte damals auch unglaublich aggressiv. Wir müssen von Anfang an mit der richtigen Physis dagegen angehen und den Koblenzern keine einfachen zweiten Chancen zulassen“.

25.01.2025 17:00 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. Uni Baskets Münster

Zum NRW-Klassiker reisen die Uni Baskets am Samstag (17.00 Uhr) zu den ART Giants Düsseldorf in das CASTELLO, gegen die die Münsteraner seit vier Spielen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga unbesiegt sind.

Nach dem Trainerwechsel von Andac Yapicier nach der Niederlage in Münster zu Achmadschah Zazai zeigte die Formkurve sowohl mit einer 5:5-Bilanz als auch stärkeren Leistungen bei den Giants eindeutig nach oben. In der Coaching-Zone steht nun mit Zazai ein ehemaliger erfahrener ProA- und BBL-Spieler. Zuvor coachte er während seiner ersten Trainerstation die Berlin Braves 2000 in der ProB. Mit aktuell 10 Punkten liegt Düsseldorf nach dem Kaderumbau zwei Zähler vor den Abstiegsrängen und ist für die Uni Baskets nicht zuletzt deshalb ein schwieriger Gegner, zudem wegen des Derbycharakters der Begegnung des 20. Spieltags. Einzudämmen gilt es für Münster das Düsseldorfer Offensivspiel um das Trio Ade Sanni (19,6 Punkte), Isaiah Hart (16,3 Punkte, 5,9 Assists) und Brandon Spearman (14,3 Punkte) mit seiner individuellen Klasse.

Aufpassen müssen die Rheinländer beim Thema Rebounding – hier ist Münster deutlich besser als die Giants. Die Uni Baskets Münster haben einen Traumstart in das neue Jahr erwischt, der erst im letzten Spiel in buchstäblich letzter Sekunde bei der knappen Niederlage gegen Trier unterbrochen wurde. Die Westfalen wollen natürlich ihren aktuellen Platz 6 halten – bei vier punktgleichen Teams hinter den Münsteranern soll daher ein Sieg her. Die Münsteraner reisen allerdings mit leichten Verletzungssorgen an: Captain Cosmo Grühn wird fehlen und Shooting Guard Bo Hodges wird voraussichtlich ebenfalls ausfallen.

25.01.2025 17:00 Uhr // RASTA Vechta II vs. Eisbären Bremerhaven

Am Samstag kommen die siebtplatzierten Eisbären Bremerhaven in den RASTA Dome.

Als RASTAs Farmteam vor gut vier Monaten zum ersten Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA antrat, gab’s gleich mal eine herbe Abreibung. Mit 64:111 unterlagen die Vechtaer bei den Eisbären Bremerhaven, waren über 40 Minuten chancenlos. Sage und schreibe 24 Ballverluste hatten sich Hendrik Gruhns Schützlinge in der Stadthalle erlaubt. „Seit diesem Spiel sind vier Monate vergangen. In dieser Zeit sind wir als Mannschaft sehr gewachsen. Es gab auch personelle Veränderungen bei uns. Wir sind also ein ganz anderes Team als damals. Daher bin ich auch optimistisch, dass es diese Mal nicht so läuft wie in Bremerhaven“, sagt Gruhn. Seit diesem 22. September ist tatsächlich viel passiert bei RASTA II. Setzte es zunächst weitere, teils hohe Niederlagen, so sind die Vechtaer mittlerweile absolut konkurrenzfähig. Am Samstag holte sich das Gruhn-Team mit dem 83:72-Auswärtserfolg bei den Nürnberg Falcons den zweiten Saisonsieg.
Die Gäste von Head Coach Steven Esterkamp verloren zuletzt bei den Dresden Titans (79:92) und Zuhause gegen die PS Karlsruhe LIONS (76:94) und verpassten somit vier wichtige Punkte im Playoff-Rennen. Sechs Profis des Tabellensiebten, angeführt von Top-Scorer Elijah Miller (14.1 Punkte), machen acht oder mehr Punkte im Spiel. Und mit Peter Hemschemeier (53%), Adrian Breitlauch und Daniel Norl (beide 40%) hat Bremerhaven drei sehr gute Distanzschützen im Team. „Die Eisbären sind ein sehr guter Gegner. Sie spielen in der Offensive wahnsinnig gut als Mannschaft zusammen, weil sie den Ball extrem gut bewegen. Das müssen wir möglichst stoppen. Wir müssen die im Eins-gegen-Eins starken Guards Elijah Miller und Jabo Biss vor uns halten. In unserer Offensive wollen wir mit Selbstvertrauen spielen, wollen uns gute Würfe herausspielen und Zuhause hoffentlich ein paar davon reinschmeißen“, sagt Hendrik Gruhn.

25.01.2025 19:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim

Nach drei Auswärtsspielen in Folge kehren die VfL SparkassenStars am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA wieder in die Rundsporthalle zurück. Zu Gast sind am Samstag die Bozic Estriche Knights Kirchheim.

Die Ritter aus Kirchheim unter Teck fügten den SparkassenStars am dritten Spieltag die erste Saisonniederlage zu. Mit 63:70 musste sich das Team von Headcoach Felix Banobre in der Sporthalle Stadtmitte geschlagen geben. Die offensive Hauptlast der Hausherren trägt US-Amerikaner Keith Braxton. Der erfahrene Small Forward erzielt im Schnitt 19,8 Punkte, 6,8 Rebounds und 4,4 Assists pro Partie. Außergewöhnliche Werte, die dem 27-jährigen gute Chancen bei der Wahl zum besten Spieler der Saison einräumen werden. Ihm zur Seite stehen mit Niklas Geske (14,9 Punkte pro Spiel), Peter Kalthoff (14,8 PpS) und Jonas Grof (10,8 PpS) weitere korbgefährliche Akteure.

Traditionell sind die ProA-Urgesteine aus der Nähe von Stuttgart Playoff-Anwärter, so auch in dieser Saison. Aktuell liegt das von Headcoach Igor Perovic trainierte Team mit elf Siegen auf dem zehnten Tabellenplatz. Der achte Platz, den man erreichen muss um an den Playoffs teilzunehmen, ist nur einen Sieg entfernt. Traditionell hat man in Kirchheim auch ein gutes Händchen bei den Import-Spielern. Der aktuelle PLAYER OF THE WEEK der ProA kommt aus Kirchheim. Cam Henry zeigte beim Auswärtssieg in Bayreuth eine beeindruckende Leistung und schrappte mit 25 Punkten, 12 Rebounds und 8 Assists nur knapp am Triple Double vorbei. Auch in den anderen Spielen zeigte der US-Shooting Guard konstante Leistungen. In 18 Spielen erzielte Henry 16,3 Punkte im Durchschnitt und schnappte sich dazu noch 5,6 Rebounds pro Spiel. Doch es gab nicht nur Jubel nach dem Sieg in Bayreuth. Miryne Thomas musste das Parkett verletzungsbedingt im dritten Viertel aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk verlassen. Ob der Shooting Guard seinem Team in Bochum helfen kann ist aktuell fraglich.

25.01.2025 19:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. Nürnberg Falcons BC

20. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die Nürnberg Falcons reisen zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten der ProA, Phoenix Hagen.

Die Mannschaft von Chris Harris zeigte jüngst zwei Gesichter. Nach dem 83:80-Heimerfolg im BBL-Throwback-Duell gegen Giessen gab es eine schmerzhafte Auswärtsniederlage in Karlsruhe, gefolgt von einem furiosen Heimsieg gegen Tübingen. Damit halten die Feuervögel wieder Schritt mit dem Spitzen-Duo Jena und Trier. Die Konkurrenz dahinter lauert aber und möchte mit Blick auf Heimrecht in den Playoffs ebenfalls ein Wörtchen mitreden. Beim ersten Aufeinandertreffen zwischen Nürnberg und Hagen am 26. November war es insbesondere der gute Start der Falken, der an diesem Tag den Unterschied machen sollte. Die Gastgeber gewannen das erste Viertel 22:11 und brachten es fertig, Hagen bis zum Ende der Partie auf Distanz zu halten.

15 Partien haben die Nürnberg Falcons in der regulären Saison 2024/2025 noch zu absolvieren. Spätestens seit der Heimniederlage gegen RASTA Vechta II am letzten Wochenende steht fest: Es werden 15 Endspiele sein. Mit acht Punkten belegen die Falken in der ProA aktuell Rang 17. Der Abstand auf das untere Mittelfeld der Tabelle wurde jüngst eher größer als kleiner. Diverse Konkurrenten haben gepunktet, einige noch einmal personell nachgelegt. Nürnberg braucht dringend Punkte und das so schnell wie möglich. „Wir sind uns alle der prekären Lage bewusst. Ohne Frage ist diese Saison bisher nicht so gelaufen wie wir uns das vorgestellt haben. So groß der Frust und die Enttäuschung nach dem Spiel gegen Vechta auch waren, so groß ist die Rückendeckung und der Zuspruch von Seiten unserer Partner und Fans, der uns in den letzten Tagen erreicht und auch ein bisschen überwältigt hat. Die Mannschaft weiß, dass sie es auf dem Feld richten muss. Dafür hat sie maximalen Rückhalt“, so Nicolas Hinrichsen, Geschäftsführer der Nürnberg Falcons.

25.01.2025 19:30 Uhr // VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Zum Spitzenspiel des 20. Spieltages der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gastieren die HAKRO Merlins Crailsheim (Tabellenplatz 5) bei den VET-CONCEPT Gladiators aus Trier (Tabellenplatz 2). Mit acht respektive elf Siegen in Folge treffen zudem die beiden formstärksten Teams der Liga aufeinander.

Eine noch längere Siegesserie als die HAKRO Merlins haben aktuell nur die VET-CONCEPT Gladiators Trier vorzuweisen. Am 10. November verloren die Gladiatoren letztmals ein Pflichtspiel. Seither gingen elf Duelle, unter anderem auch das Hinspiel in Ilshofen, nach Trier. Wie in der Vorsaison, als Trier das Playoff-Halbfinale der ProA erreichte, besticht das Team aus der ältesten Stadt Deutschlands durch eine große Kaderqualität. Ihr Topscorer ist der nachverpflichtete Guard Jordan Roland. Der ehemalige Rostocker, der 2022 mit den Seawolves in die BBL aufstieg und dort 24 Bundesligaspiele absolvierte, kam Anfang November nach Trier und ist dort mit 16,2 Punkten der offensive go-to-guy. Neben ihm punkten auch Shooting Guard Clayton Guillozet (13,3 Punkte), Behnam Yakhchali (13), Marten Linßen (10,4) und Aufbauspieler Marcus Graves (10) zweistellig. Die deutsche Rotation wird zudem durch den Center-Routinier Maik Zirbes sowie die Flügelspieler Marco Hollersbacher, Hendrik Drescher, Nolan Adekunle und Evans Rapieque erweitert.

Angeführt werden die Crailsheimer von ihrer starken Import-Guard-Rotation. Point Guard Vincent Shahid ist aktuell Topscorer der Mannschaft und legt im Schnitt 16,3 Punkte pro Spiel auf. Auch die beiden weiteren US-Guards Devon Goodmann (12,1) und Anthony Gaines (11) erzielen zweistellige Punktewerte und strahlen viel offensive Gefahr aus. Auch die deutsche Rotation um Daniel Keppeler (10,6), Gabriel de Oliveira (9,8), Tyreese Blunt (8,6) und Maurice Stuckey (7,4) liefern solide Mittelwerte und verfügen über viel BBL- und ProA-Erfahrung. Auch im statistischen Teamvergleich zeigt sich die große Qualität beider Mannschaften, vor allem in der Offensive. Bei der Trefferquote aus dem 2er-Bereich liegen die Gladiatoren auf dem zweiten Platz, nur kurz vor den Merlins auf Platz Drei. Keiner erzielt außerdem durchschnittlich mehr Punkte als Trier (91,8) und Crailsheim (90,7). Auch im Hinspiel sahen die Zuschauer in der Arena Hohenlohe ein echtes Offensivspektakel. Mit 114:102 setzten sich damals die Gladiators durch. Somit haben die Rheinland-Pfälzer aktuell auch den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit am Saisonende den Unterschied ausmacht, auf ihrer Seite.

25.01.2025 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. Science City Jena

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

25.01.2025 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. GIESSEN 46ers

Im kommenden Heimspiel am 25. Januar ist das Team um Headcoach Aleksandar Scepanovic maximal gefordert. Denn der Gegner ist kein Geringerer als die GIESSEN 46ers.

Die PS Karlsruhe LIONS haben im Vergleich zum 66:64-Erfolg der 46ers im Hinspiel einige Neue in ihren Reihen haben. Maurice Pluskota ist aus Koblenz zurückgekehrt. Dass sich die Rückhol-Aktion des ehemaligen Gießener Centers gelohnt hat, zeigen seine im Schnitt 13 Punkte und sieben Rebounds. Gegen die Top-Teams aus Bochum und Hagen gelangen ihm sogar jeweils Double-Double. Der junge Finne Joel Mantynen startete die Saison bei Patrioti Levice in der Slowakei, ehe er unter den Löwen-Körben aufzuräumen begann. Zehn Punkte und vier Rebounds pro Match lassen sich für den 23-jährigen Forward durchaus sehen. Top-Neuzugang Michael Miller, der 2023/24 noch für die Kirchheim Knights wirbelte, ist nach einer halbjährigen Verletzungspause wieder an Deck und punktete bei den Siegen gegen Hagen und Bremerhaven anständig. US-Pointguard O‘Showen Williams, der zwei Monate pausieren musste, meldete sich vor einer Woche mit immerhin acht Zählern und fünf Assists zurück. Und Abu Haef al Magid Sultan Kigab, ein Senegalese mit kanadischem Pass, der in der vergangenen Saison in der BBL für die MLP Academics Heidelberg unterwegs war, avancierte in Karlsruhe zum Topscorer. Gegen Bremerhaven zog er sich allerdings eine Knieverletzung zu und wird sechs Wochen ausfallen. Auch Flügel Melvin Jostmann (Schienbein), Guard Jesse Ani (Kreuzbandriss) und Dennis Tunstall (Innenbandriss im rechten Knie), der den 46ers beim Playoff-Aus noch mächtig zusetzte, stehen auf der Verletztenliste.

LIONS und 46ers trennen zwar auf dem Tableau nur drei Plätze. Doch dieses Bild ist etwas verzerrt. Während das Karlsrudel bei sieben Siegen und zwölf Niederlagen steht, ist das Verhältnis beim Team aus der Universitätsstadt an der Lahn genau umgekehrt. Die Mannschaft hat einen starken Kader und mit Branislav Ignjatovic einen äußerst erfahrenen Headcoach, der ein besonderes Augenmerk auf die Defense legt. Nur Tabellenführer Jena hat bisher weniger Punkte kassiert. Das Hinspiel Ende September war ein Lowscoring-Game gewesen, in dem die Hausherren am Ende hauchdünn die Nase vorn hatten. In der vergangenen Spielzeit gingen beide Hauptrundenbegegnungen an die 46ers, bevor die LIONS die Viertelfinalserie mit 3:1 für sich entschieden. Die Statistik wird vervollständigt durch die Duelle in der Saison 2022/2023 in denen Karlsruhe zweimal die Oberhand behielt. Insgesamt traf man somit binnen zwei Jahren bereits neunmal aufeinander. Auch die zehnte Begegnung verspricht spannende Basketball-Unterhaltung.

26.01.2025 17:00 Uhr // Artland Dragons vs. Dresden Titans

Die Dresden Titans treffen diesen Sonntag, den 26.01.2025, um 17:00 Uhr auswärts auf die Artland Dragons.

Artland ist aktuell das formschwächste Team der ProA und konnte seit dem 12. Oktober 2024 kein Spiel mehr gewinnen. Dabei startete die Saison mit vier Erfolgen in Serie sehr gut und die Dragons schlugen unter anderem auch die Titans mit 96:109. Nun gab es für die Mannschaft von Patrick Elzie seit 15 Spielen keinen Sieg mehr, was mit großer Wahrscheinlichkeit mit der hohen Rate an fabrizierten Ballverlusten zusammenhängt. Im Schnitt verlieren die „Drachen“ in einem Spiel 17,2-mal das orange Leder. Das ist Liga weit der schwächste Wert. Um diese Statistik aufzubessern und die Dragons aus dem Abstiegskampf zu helfen wurde in der vergangenen Woche Nikolaos Chouchoumis nach verpflichtet. In seinem ersten Spiel gegen Jena legte der 28-Jährige direkt beachtliche 33 Zähler und fünf Assists auf.

Natürlich wollen sich Fabian Strauß und die „Elbriesen“ für die Niederlage am dritten Spieltag revanchieren. Dabei gilt es den Fokus auf sich selbst zu lenken und die eigenen Stärken gegen die Dragons auszuspielen. So zum Beispiel der Wurf vom Perimeter, der im ersten Aufeinandertreffen in 50% der Fälle seinen Weg durch den Ring fand. Aber auch an den Brettern müssen die sächsischen Jungs wieder wach agieren. In der letzten Woche klappte das trotz dem Fehlen von Aaron Kayser sehr gut und die Titans gewannen das Rebound-Duell gegen Gießen.

Foto: dieLICHTBUILDER Klamann & Bauer Fotografie GbR