Schlagwortarchiv für: 15. Spieltag

Nachberichte ProA 15. Spieltag

Foto: BAYER GIANTS Leverkusen

Spieltag 15: 30.12.2022 19:30 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 71:89

Vor 1012 Zuschauern in der Deutenberghalle gelang den wiha Panthers kein Happy End im letzten Spiel des Jahres 2022. Wie schon im letzten Punktspiel gegen Karlsruhe konnte die Mannschaft von Trainer Alen Velcic nur im 1. Viertel dem Gegner auf Augenhöhe zu begegnen. Durch das 71:89 verzeichnen die Schwenninger ihre dritte Niederlage in Folge und verbleiben auf Rang 17 in der Tabelle.

Die Zuschauer in der Deutenberghalle erlebten ein munteres, offensiv geprägtes 1. Viertel, in dem sich beiden Teams auf Augenhöhe begegneten. Auch auf drei Trierer Distanzwürfe in der Anfangsphase wussten die Schwenninger ihrerseits durch Treffer von jenseits der 6,75 Meter von Delante Jones und Jacob Mampuya zu antworten. Mit einem zwischenzeitlichen 6:0-Lauf übernahm Trier Mitte des Durchgangs die Führung (13:17). Doch dank ihrer Freiwurfstärke (6/6 Treffer) ging es beim Stand von 21:21 in die erste Viertelpause. In den zweiten zehn Minuten brachte Mark Mboya Kotieno die Doppelstädter durch einen Distanzwurf in Führung (24:23). Aber die Gäste aus Trier spielten nun groß auf und erzielten elf Zähler in Folge (24:34). Dabei profitierten die Moselstädter von Ballverlusten und leichten Fehlern der Schwarzwälder. Durch entschlossenes Zupacken unter den Körben erarbeiteten sich die Gladiators viele Offensivrebounds und münzten die zweiten Wurfchancen in einfache Punkte um. Auf Seiten der Gäste war der letztjährige Schwenninger Center Till Isemann der auffälligste Spieler. Da die Schwenninger die letzten fünf Zähler der 1. Halbzeit erzielten, konnte der Rückstand auf unter zehn Zähler gehalten werden (34:42).

Nach dem Seitenwechsel starteten die Schwenninger gut in die 2. Hälfte und kämpften sich durch Zähler von Jones, McCall und einem Dreipunktespiel von Kotieno wieder in Schlagdistanz heran (41:44). Doch Triers Dan Monteroso, der zuvor nur zwei Zähler erzielt hatte, gelangen sieben Punkte in Folge und die Gladiators konnten ihren Vorsprung wieder deutlich ausbauen (45:57). In der Folge waren die Schwenninger bemüht, sich erneut heranzukämpfen, aber vor allem die Trierer Überlegenheit bei den Rebounds machte den Gastgebern weiter schwer zu schaffen. Im Schlussviertel blieben die Vorzeichen ähnlich: Schwenningen suchte nach Möglichkeiten, zurück in die Partie zu kommen, fand aber offensiv nicht in den Rhythmus. Den Gladiators gelang es weiter, ihre Stärken unter den Körben auszuspielen. Mit einem 7:0-Lauf in der letzten Minuten setzten die Gäste noch einen drauf und sorgten am Ende des Spiels für die höchste Führung der Partie (71:89).

„Wir sind nicht in der Lage gewesen, auf Veränderungen auf dem Court zu reagieren“, betonte Head Coach Alen Velcic. „Die Mannschaft war bemüht, hat es aber nicht geschafft, die richtigen Entscheidungen zu finden. Defensiv haben wir Trier lange ärgern können, aber offensiv keine Antworten gefunden. Wir werden versuchen, den Turnaround zu schaffen und müssen weiter hart an uns arbeiten.“

03.01.2023 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Artland Dragons 86:103

Die Artland Dragons haben das erste Spiel im Jahr 2023 für sich entscheiden können. Gegen die VfL SparkassenStars Bochum siegte man verdient mit 103:86. Aus einem hervorragend aufgelegten Kollektiv stach De’Vondre Perry mit 19 Punkten als Topscorer hervor.

Weiterhin ohne den verletzten Marko Bacak, der in den nächsten Tagen eingehend untersucht wird, begann das erste Viertel für die Dragons ähnlich gut, wie das Spiel gegen Hagen. Die Gastgeber konnten zwar die ersten Punkte markieren, kurz darauf übernahmen die Drachen aber die Kontrolle über das Spiel. Power Foward De’Vondre Perry sorgte gleich mal für das erste Highlight des Spiels, als er zunächst einen versuchten Dreier von Leonard blockte und auf der anderen Seite mit einem krachenden Dunk abschloss (6:2). In der Folge erspielten sich die Drachen immer wieder gute Würfe und bauten die Führung Stück für Stück aus. Daniel Zdravevski konnte die Führung von der Freiwurflinie sogar erstmals zweistellig gestalten (23:12). Den Schlussakkord des Auftaktviertels setzte William Christmas mit einem Wurf aus der Mitteldistanz, mit welchem die Drachen mit einem 27:16 ins zweite Viertel gingen.

Der Auftakt in den zweiten Spielabschnitt gehörte zunächst den Bochumern. Drescher vom Perimeter und einem weiteren Jumper brachten die Gastgeber wieder in Schlagdistanz. Die Antwort der Dragons folgte jedoch sofort. Erst erkämpfte sich Joanic Grüttner Bacoul einen Offensivrebound und schloss erfolgreich unterm Korb ab, kurz darauf ließ Jannes Hundt einen Dreier folgen (32:21). Nun waren es wieder die SparkassenStars, die durch einen 6:0 Lauf wieder an die Burgmannsstädter heranrückten. In der Folge verflachte das Spiel ein wenig, da sich beide Mannschaften einige Turnover leisteten und des Öfteren zu Fouls griffen. Näher als auf sechs Punkte kamen die Bochumer trotzdem nicht an die Dragons heran. Mitte des zweiten Viertels nahmen beide Offensivreihen dann wieder Fahrt auf. Jonas Weitzel und Jalen Bradley konnten die Führung der Drachen zwar auf zwölf Punkte erhöhen, den Schlusspunkt setzten aber dieses Mal die Gastgeber. Garrison und Grof erzielten sieben der letzten neun Punkte des Spielabschnitts und sorgten für den 52:45 Halbzeitstand.  

Anders als noch in der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften nun zu Beginn des dritten Viertels Probleme, den Ball im Korb unterzubringen. Nachdem Tom Alte seine Farben wieder auf sechs Punkte an die Drachen heranbringen konnte, starteten die Dragons einen 12:2 Run, der sie wieder deutlich in Führung brachte (70:54). Die Burgmannsstädter konnten ihre Führung nun verwalten und taten dies auch überaus souverän, weswegen es mit einem Spielstand von 76:62 in den Schlussabschnitt ging. Der Bochumer Topscorer Garrison läutete das vierte Viertel mit einem Dreier ein, den Kapitän Demetrius Ward auf der Gegenseite umgehend mit einem eigenen Treffer vom Perimeter konterte. Zwar lief es nun gut von der Dreierlinie für die Gastgeber, unter zehn Punkte konnten sie die Führung der Drachen dennoch nicht mehr drücken. In beeindruckender Manier drückten die Dragons nun aufs Gaspedal und ließen keine Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen. De’Vondre Perry und Daniel Zdravevski erhöhten die Führung mit erfolgreichen Dreiern Mitte des Schlussabschnitts sogar auf +20, ehe Headcoach Patrick Flomo seine Starter schonte und den jungen Dragons Marvin Möller, Darren Aidenojie und Jegor Cymbal etwas Spielzeit schenkte (94:73). Das letzte Aufbäumen der Bochumer kam zu spät, weswegen die Artland Dragons ihren neunten Saisonsieg feiern durften.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ein weiterer stolzer Moment für einen Coach, wenn das eigene Team den Matchplan über 40 Minuten umsetzt. Wir haben einem der besten Offensivteams der Liga dank unserer Defensive die Stirn geboten und aus diesen Situationen eigene Punkte kreiert. Vor allem im dritten Viertel ist es unseren Jungs gelungen, wichtige Stops zu holen und das Momentum nicht kippen zu lassen. Außerdem haben wir exzellenten Teambasketball gezeigt und den Ball sehr gut laufen lassen. Unser Fokus liegt jetzt aber bereits auf dem nächsten Auswärtsspiel am Samstag gegen Nürnberg, wo wir diese Leistung bestätigen wollen. “

03.01.2023 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Dresden Titans 80:91

Im ersten Spiel der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sah es zunächst so aus, als ob die Eisbären Bremerhaven sich nach einer Aufholjagd belohnen könnten. Trotz starker zehn Minuten in den letzten beiden Vierteln und eines Double-Doubles von Simon Krajcovic unterlagen die Seestädter im 130. Spiel von Adrian Breitlauch im Eisbären Dress den Dresden Titans.

Die Partie startete mit zwei Punkten für die Eisbären. Robert Oehle verwandelte den Layup und wurde im Wurf gefoult. Den anschließenden Freiwurf traf der Center ebenfalls. Die ersten Titans-Punkte erzielte Georg Voigtmann per Freiwurf. Nur eine Minute später legte der 2,13 Meter große Pivot mit einem Fernwurf nach. Nach einem erneuten Foul seitens Bremerhaven, brachte er die Dresdner das erste Mal in Führung (9:6). Danach ging es eng zu. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen und so endete das erste Viertel mit einem Gleichstand von 20:20.

Das zweite Viertel wurde durch Eisbären-Freiwürfe eröffnet. Oehle versenkte beide und brachte die Gastgeber wieder in Front. Nachdem die Bremer die Führung auf sechs Punkte (24:30) ausgebaut hatten, nahm Alberto Antuna die erste Auszeit. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nur drei Minuten später hatten die Titans wieder die Oberhand (34:33). Adams sowie Graham sorgten mit zwei Würfen von Downtown für einen kleinen Puffer von vier Punkten. Der Vorsprung vergrößerte sich bis zur Halbzeit noch um einen Punkt auf 43:38.

In der zweiten Hälfte legte Bremerhaven gut los und konnte nach zwei Minuten auf drei Punkte verkürzen. Doch David Kachelries stellte, mit einem Dreier schnell wieder alte Verhältnisse her (51:45). Als Kirchner per Layup nachlegte, zog Eisbären-Coach Steven Key die Timeout. Nach dieser machte „Elbflorenz“ aber unbeeindruckt weiter. Durch viele Turnover (19) der Mannschaft aus dem Norden konnten die Dresdner den Vorsprung auf 61:47 ausbauen. Die Eisbären gaben sich jedoch nicht auf und verkürzten bis zur Viertelpause noch auf sechs Zähler. (64:58)

Die letzten zehn Minuten läutete Voigtmann mit einem Wurf vom Parkplatz ein. Auch die Eisbären konnten aus der Distanz treffen. Reischel und Norl trafen für Drei und verkürzten so auf 73:70. In dieser Phase ging bei den Titans kein Ball mehr durch die Reuße. Als Bremerhaven dann den Ausgleich erzielte, war wieder Auszeit angesagt. Probleme bereitete den Gästen auch die Teamfoul- Grenze. So brachte der starke Oehle die Gastgeber von der Linie in Führung. Doch mit einem And-One eroberte Kirchner die „Elbriesen-Führung“ wieder zurück. Voigtmann, Graham und abermals Kirchner brachten wieder einen Vorsprung von acht Punkten auf die Anzeige. Den Schlusspunkt setzte dann Adams. Mit zwei Zählern besiegelte er den 91:80 Endstand.

Assistenztrainer Alberto Antuna – „Wir haben heute mal wieder bewiesen, dass wir eine sehr starke Auswärtsmannschaft sind. Die Voraussetzungen waren die letzten Tage natürlich nicht die Besten. Fabo (Fabian Strauß) ist relativ kurzfristig krank geworden und dafür haben die Jungs heute echt einen super Job gemacht. Defensiv haben wir heute unseren Plan verfolgt und selbst als Bremerhaven wieder ran kam, hat unser Team solide sowie smart gespielt. Das wichtigste ist aber, dass wir den Sieg eingefahren haben. Den widmen wir natürlich Fabo und ich bin sehr glücklich das erste Mal als Coach in Deutschland gewonnen zu haben.“

03.01.2023 19:30 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. RASTA Vechta 93:87

RASTA Vechta hat am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA die zweite Saisonniederlage kassiert. Bei den Kirchheim Knights unterlag der ohne die Verletzten Joel Aminu und Enosch Wolf angetretene Tabellenführer nach Verlängerung mit 87:93 (78:78, 44:30). Vor 860 Zuschauern in der Sporthalle Stadtmitte verspielten die Vechtaer eine 16-Punkte-Führung. Zum Ende hin gingen dem Team von Head Coach Ty Harrelson die Ideen, die Kraft und auch die Spieler aus.

Gegen die Zonenverteidigung der Kirchheim Knights besorgte Robin Lodders Inside die erste Führung für die Gäste – 5:3, 3. Minute. Einen anschließenden Dunk von Tajuan Agee beantwortete Kirchheims Kayne Henry mit einer noch spektakuläreren Ausführung (5.). RASTA aber konnte den Vorsprung ausbauen: Joschka Ferner traf seinen zweiten Dreier zum 12:7 (6.) und in der 7. Minute war Agee per Alley-Oop-Dunking zur Stelle – 14:7. Agee war es dann aber auch, der Sekunden vor dem Ende des 1. Viertels die Tür für Henry öffnete, der ebenfalls einen spektakulären Dunking ablieferte und auf 14:17 verkürzte. Schlecht für Vechta: Sowohl Siler Schneider als auch Andrew Jones hatten sich in den ersten zehn Minuten schon jeweils zwei Fouls geleistet. Schnell kassierte RASTA den 17:17-Ausgleich durch Jonas Niedermanner (12.), und in der 14. Minute durch einen And-One-Dreier von Mike Flowers sogar einen 19:23-Rückstand. Als Flowers dann auf 25:19 erhöhte, nahm Ty Harrelson eine erste Auszeit (15.). Sein Gegenüber, Igor Perovic, wählte dieselbe Maßnahme nur 71 Sekunden später, nachdem Lodders und Andrew Jones gescort hatten. Aus dieser Besprechung heraus aber gaben die Knights den Ball schon beim Einwurf an Vechta, Jones verwertete per Dreier zum 25:25. Und auch der nächste Knights-Angriff landete bei den RASTAnern, wieder war Jones zur Stelle – Dunking, 28:25 (16.). Als Perovic daraufhin gleich die nächste Auszeit nahm, der Ball wie nach der ersten Kirchheimer Auszeit aber erneut direkt bei RASTA ankam und Joschka Ferner per Dreier auf 33:25 (17.) stellte, trauten Kirchheims Fans ihren Augen kaum. Andrew Jones hingegen traute sich nun alles, traf noch einmal von Downtown und RASTA führte mit 38:27 – gefolgt vom nächsten Ferner-Threeball zum 41:27 (beides 19.). Einen 22:2-Lauf binnen gut vier Minuten hatten die Gäste im 2. Viertel aufs Parkett gelegt – eine Machtdemonstration.

Joschka Ferner bewies vor den Augen von Familie und Freunden in der Stadthalle auch im 3. Viertel Treffsicherheit. Der 26-Jährige netzte in der 22. Minute seinen schon fünften Dreier ein – 49:33. Siler Schneider hatte in dieser Phase weniger Glück, wurde beim Zug zum Korb gleich zweimal von Niedermanner auf das Parkett zurückgeschickt. In der 24. Minute wurde es dann laut in der Sporthalle Stadtmitte: Mike Flowers hatte gerade per Dreier auf 39:49 verkürzt, kurz darauf wurde er unsanft von Robin Lodders aufgehalten – ein unsportliches Foul. Die Knights nutzten das Momentum und verkürzten durch einen Dreier von Aitor Pickett auf 44:49. Beruhigung für die Vechtaer gab es dann ebenfalls durch Würfe von jenseits der 6.75 Meter: Ryan Schwieger erhöhte erst auf 54:46 (25.) und dann auf 59:48 (28.). Schwieger war es dann auch, der in der 29. Minute das 55:59 der Kirchheimer verhinderte, als er Richie Williams’ Korbleger abräumte. Mit 16 Punkten hatten die Niedersachsen zwischenzeitlich geführt, in der 33. Minute waren es nach Williams’ Jumper zum 62:64 nur noch zwei. Und selbstbewusst wie eh und je schweißte der Veteran den nächsten Dreier rein – 65:66 (34.). Im Schlussabschnitt überschlugen sich die Ereignisse, die Sporthalle Stadtmitte wurde zum Hexenkessel. Ferner brachte RASTA in der 36. Minute per And-One mit 72:69 nach vorne, musste aber 2:29 Minuten vor dem Ende mit seinem fünften runter. Ebenso erging es 71 Sekunden vor dem Schluss Tajuan Agee. Das Problem bei dessen Abgang: Der US-Amerikaner beschwerte sich wohl eindrücklich, kassierte noch ein Technisches Foul. Diese Steilvorlage nutzte Flowers von der Freiwurflinie zum 76:76-Ausgleich. Ausgerechnet Vechtas früherer Heroe Richie Williams markierte 21.8 Sekunden vor Ablauf des 4. Viertels dann den nächsten Kirchheimer Ausgleich – 78:78, Verlängerung.

Ein weiterer Ex-RASTAner machte in der 43. Minuten ganz wichtige Kirchheimer Punkte, Tyrone Nash. Den Gästen fehlte nun komplett die Durchschlagskraft in der Offense, Kirchheim nutzte weiterhin das Momentum. Als Niedermanner bei noch 65 zu spielenden Sekunden per Dreier zum 86:82 einnetzte und Flowers 20 Sekunden später per Jumper auf 88:82 stellte, war RASTA geschlagen.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Gratulation an Igor, der hier einen tollen Job macht, und sein Team zu diesem Sieg – in einem sehr physisch geführten Spiel. Die Knights haben im 4. Viertel und in der Verlängerung das gemacht, was man machen muss, um ein solches Spiel zu gewinnen. Dass Joel Aminu und Enosch Wolf heute gefehlt haben, war nicht entscheidend. Natürlich wird es sehr gut sein, sie zurück im Team zu haben, denn Joel spielt eine super Saison und Enosch bringt uns viel Präsenz und Erfahrung unter den Körben. Ihr Fehlen macht es in unseren Rotationen schwerer. Aber wir haben in der Vergangenheit auch schon Spiele ohne sie gewonnen. Letztlich bin ich heute enttäuscht darüber, wie wir gespielt haben und wie wir aufgetreten sind. Es gab einige Situation mit Technischen und Unsportlichen Fouls, in denen wir uns einfach besser anstellen müssen.“

04.01.2023 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. JobStairs GIESSEN 46ers 93:97

Am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA rangen die JobStairs GIESSEN 46ers nach Verlängerung die Bayer Giants Leverkusen mit 97:93 nieder. Die Mittelhessen fanden vor allem in der Offensive nicht in die Partie und mussten zwischenzeitlich einen zwölf Punkte-Rückstand überwinden. Mit aggressiver Verteidigung und satten 15 Ballgewinnen wendeten die Gießener das Blatt, wobei die Hausherren mit einem omnipräsenten Nick Hornsby (20 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists) und einer starken Dreierquote von 53% immer wieder dagegenhielten. Am Ende war es die Nervenstärke von der Freiwurflinie, die Topscorer Jordan Barnes (24) & Co. zum ersten Jahreserfolg führte. Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag für die Lahnstädter, dann gastiert Düsseldorf in der Sporthalle Gießen-Ost.

Der Leverkusener Rückkehrer Hornsby setzte sofort per Korbleger einen Akzent, aber Nyama war auf der Gegenseite zur Stelle und egalisierte diese nach zwei Minuten (2:2). Dennoch begann das Viertel punktearm, wobei die Wurfspots nicht gefunden worden und jegliche Chancen auf beiden Seiten liegen blieben. Es waren aber dann wieder die Hausherren, die spielerische Mittel fanden und so in Front gingen (18:14, 8.). Spielmacher Barnes wusste von der Straflinie zwar noch einmal zu scoren, doch die gut aufgelegten Giants (7 Assists) behielten mit 23:16 die Oberhand. Im zweiten Quarter blieben die Rheinländer weiterhin on fire, sodass Gray auf 28:16 (11.) stellte. Während der Dreipunktewurf der Gießener weiterhin wie vernagelt blieb, waren Kevin Strangmeyer und Karlo Miksic von der Mitteldistanz erfolgreich (20:28, 13.). Die Mittelhessen profierten in dieser Phase vom fehlenden Flow des Rekordmeisters, sodass Martin einen erlösenden Dreier versank und Barnes einen Jumpshot zum 25:28 (14.) folgen ließ. Die nächsten Minuten gehörten dann Hornsby, der dreimal in Folge scorte und so die Gegenwehr von Brauner und Martin stoppte (37:30, 17.). In den Schlusssequenzen fanden Barnes, Fundic und Luis Figge noch Antworten auf den starkaufspielenden Debütanten Hornsby (16 Punkte, 6 Rebounds), was zu einem 38:44-Halbzeitergebnis führte.

Mit gutem Ballmovement der Gießener und einem Dreier von Nyama ging es in die zweite Hälfte – es waren aber die Hausherren, die mit zwei Dreiern antworteten (43:50, 22.). Brauner war es dann vorbehalten, die letzten Zähler in diesem Viertel von Downtown zu erzielen, was gleichzeitig den 62:63-Anschluss beinhaltete. Viertelübergreifend wollte dann Martin seinem Captain folgen und schloss ebenfalls aus der Distanz zum 65:63 (31.) für die JobStairs GIESSEN 46ers ab. Der Forward war es dann auch in der Folgeszene, der per Layup erfolgreich war und so die Partie auf Messerschneide hielt (67:66, 32.). In diesem Rhythmus wahrten die Mannschaften ihre Siegchancen, wobei Fundic unter dem Korb rackerte und so ein 73:69 für seine Farben eroberte (34.). Im Herzschlagfinale sollte ein Timeout der JobStairs GIESSEN 46ers für ein Giants Übergewicht sorgen und ein Hujic Dreier die nächste Auszeit der Gäste einläuten (83:84, 39.). Martin gelang im Anschluss an die Straflinie und war von dort Eiskalt, doch Hujic erzielte vom Perimeter die viel umjubelte Overtime (86:86).

Die Verlängerung begann mit Freiwürfen für Martin und Figge, die die 89:86-Führung (41.) erbrachte. Spielmacher Gray konterte in dieser strapaziösen Phase und sorgte für den 89:89-Ausgleich (43.). Die Würfe wollten auf beiden Seiten nicht mehr fallen, sodass der Gang an die Freiwurflinie gerne genommen wurde, wie Barnes viermal in Folge zum 93:89 (44.) unterstrich. Eben jener Gießener Spielmacher bewies auch in einem hektischen und dramatischen Schlussakt seine Nervenstärke von der besagten Linie und eroberte so einen 97:93-Auswärtssieg.   

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Ich bin natürlich erleichtert, dass wir gewonnen haben. Wir wussten, dass auf uns eine hochmotivierte Mannschaft wartet, die um ihr Überleben kämpft. Man hat gemerkt, dass Leverkusen durch die neuen Spieler an Qualität gewonnen haben und wir uns auf diese nicht vorbereiten konnten. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg und wenn man sich die statistischen Werte betrachtet, glaube ich auch, dass wir verdient gewonnen haben. Wir hatten 15 Balleroberungen, 18 Offensivrebounds und 20 Würfe mehr als der Gegner. Mit einer normalen Wurfquote muss man eigentlich deutlicher Gewinnen. Leverkusen hat mir viel Herz gespielt und in der Verlängerung kann jeder gewinnen. Ich wünsche Leverkusen und Hansi viel Glück für die restliche Saison.“

04.01.2023 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Nürnberg Falcons BC 88:90

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

04.01.2023 19:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. PS Karlsruhe LIONS 82:85

Die Basketballer von Medipolis SC Jena eröffnen 2023 auf die gleiche Art und Weise, wie sie sich aus dem letzten Jahr verabschiedet hatten, mit einer Niederlage. Im ersten von vier Januar-Heimspielen unterlagen die weiterhin personell gehandicapten Thüringer am Mittwochabend den PS Karlsruhe Lions nach einer durchgängig knappen Partie mit 82:85 und suchen weiterhin nach einer passenden Formel, um der Saison eine erfolgreiche Wende verleihen zu können. Während Aufbauspieler Storm Murphy nach seinem Ausfall Ende November vor 1.213 Zuschauern sein Comeback geben konnte, fehlte neben den Langzeitverletzten Alex Herrera und Shaq Hines diesmal Aufbauspieler Vuk Radojicic aufgrund von Rückenproblemen.

Zum Spiel: Im Duell der beiden Tabellennachbarn hatte Medipolis SC Jena zunächst den besseren Start erwischt. Nach einem Korb von Adam Pechacek mit 7:2 in Führung liegend, kippte das Duell kurz Gunsten der Gäste auf 9:12 (5., Cugini 3er) ehe die Thüringer den Rhythmus ihrer Anfangsminuten wiederfanden. Nach zwei Freiwürfe von Carlton Guyton auf 22:15 (9.) in Front gehend, konterte Bazoumana Koné jedoch mit fünf aufeinanderfolgenden Punkten bis zur Pause wieder auf 22:20. Ähnlich eng und umkämpft entwickelte sich auch der zweite Abschnitt. Über 34:34 (14., Bajo 3er) und 40:41 (17., Thomas Layup) lieferten sich das Team von Trainer Marius Linartas mit den Baden-Württembergern ein vor allem offensiv geprägtes Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor Lovell Cabbil Jr mit sechs Punkten für den bis dato ersten größere Vorsprung der Lions sorgen konnte (18., 40:47). Zwar gelang es den Saalestädtern kurz vor dem Kabinengang wieder auf 45:47 zu verkürzen, das letzte Wort der ersten Hälfte blieb jedoch Karlsruhes Darko Bajo vorbehalten, der 1.2 Sekunden vor der Halbzeitsirene aus der Distanz auf 45:50 stellte.

Durch einen erfolgreichen Dreier von Rückkehrer Storm Murphy in die zweite Hälfte gestartet, verkürzte Stephan Haukohl von der Linie zunächst auf 49:50. Die anschließenden Minuten standen jedoch ausnahmslos im Zeichen der Gäste, die infolge eines 11:0-Laufs bis auf 49:61 enteilten. Die direkte Antwort der Thüringer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Medipolis SC Jena schlug umgehend zurück und konterte, ebenfalls mit elf unbeantworteten Punkten, bis zur 26.Minute auf 60:61, bevor sich beide Kontrahenten bei einem Score von 67:70 in die letzte Viertelpause verabschiedeten. Nach dem Auftakt in die letzten zehn Minuten schien das Team aus der Fächerstadt langsam aber kontinuierlich auf die Siegerstraße abbiegen zu können. Darko Bajo hatte durch einen erfolgreichen Dreier auf 71:77 (34.) vorgelegt, Maurice Pluskota den Karlsruher Vorsprung bis zum 73:80 (36.) konserviert, bevor es den Jenaern abermals gelang, die Tür zum erhofften Heimsieg einen Spalt weit offenzuhalten. Obwohl die Thüringer bis zur Schlussminute beim Stand von 82:84 in Schlagdistanz gelegen hatten, blieb es dem Team letztendlich verwehrt, der Partie noch einmal die entscheidende Wendung zu geben. Die Hausherren hatten zwar zahlreiche Teamstatistiken der Begegnung zu ihren Gunsten entschieden, brachten sich jedoch mit individuellen Fehlern in den Schlüsselsituationen sowie einer unterirdischen Quote aus der Distanz (JEN 7/30 – 23%, KAR 12/27 – 44%) selbst um den ersten Sieg im neuen Jahr.

Stephan Haukohl (Medipolis SC Jena): „Es ist so kurz nach dem Spiel schwer, um Worte zu finden. Wir kämpfen, machen jedoch zu viele Fehler auf diesem Niveau. Einige individuell, einige als Mannschaft. Das hat nichts mit Systemen oder den Coaches zu tun, sondern einzig und allein mit uns als Spielern. Am Ende waren wir in den letzten Duellen immer knapp dran, bevor wieder Kleinigkeiten gefehlt und uns Siege gekostet haben. Wir dürfen allerdings nicht nur immer darüber reden, sondern müssen es auf dem Parkett schleunigst besser machen. Nach den letzten Spielen kommt dann zusätzlich auch der Kopf ins Spiel. Insofern werden wir, jeder Einzelne und als Mannschaft, eine Serie in die andere Richtung starten, egal wie schwierig es in den nächsten Wochen wird.“

04.01.2023 19:30 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Uni Baskets Paderborn 75:83

Für die ProA-Basketballer der ART Giants Düsseldorf gab es am 15. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga erneut eine Niederlage. Gegen die Uni Baskets Paderborn verlor der Aufsteiger im heimischen Castello mit 75:83.

Den deutlich besseren Beginn in diese Begegnung fanden die Gäste aus Paderborn. Mit ihrem schnellen Spiel brachten sie sich durch einen 7:0-Lauf schnell in Führung. Nach rund drei Minuten fügten sich auch die ART Giants ins Scoring ein und kamen durch Lennart Boner und Chris Rollins zu ersten Punkten. Vor allem der US-Amerikaner was an diesem Abend in guter Form und zeigte sich im Anfangsviertel treffsicher in der Zone (9:11). Durch die Hereinnahme von Scharfschütze Tray Hollwell und seinen gefährlichen Dreiern konnte die Mannschaft von Headcoach Florian Flabb erstmals in Führung gehen (17:16). Per Buzzerbeater von der Dreierlinie sorgte Booker Coplin dann für das 24:24 zum ersten Viertelende.

Dennoch präsentierte sich Paderborn weiterhin gnadenlos von jenseits der Dreierlinie und schenkte den Hausherren immer wieder Würfe aus der Distanz ein (26:32). Flabb versuchte den aufkommenden Lauf des Gegners mit einer schnellen Auszeit zu stoppen. Düsseldorf biss sich weiter rein in die Partie und überzeugte auch offensiv wieder. Hollowell war wieder aus weiter Ferne erfolgreich und sorgte dafür, dass die Begegnung zur Halbzeitpause offenblieb (38:44).

Nach dem Seitenwechsel eröffnete Coplin, ebenfalls von der Dreierlinie, das dritte Viertel, ehe die Baskets vermehrt zu einfachen Zählern kamen. Immer wieder fanden sie die Lücke in der Defensive der Giganten und zogen teils völlig frei zum Korb (43:52). Es brauchte abermals den heiß gelaufenen Hollowell, der einen weiteren Run der Westfalen aus der Distanz stoppte. Die Giganten leisteten sich in diese Phase viele Ballverluste, konnten dank eines 8:0-Laufs und der guten Spielminuten von Alexander Möller in dieser Phase zum Ende des dritten Viertels wieder auf 56:61 verkürzen.

Im Schlussviertel sollten die 945 Zuschauer im Castello dann einen absoluten Showdown erleben. Zunächst konnte Point Guard Ryan Richmond das Spiel ausgleichen (61:61), ehe sich eine absolut spannende Schlussphase entwickelte. Keines der beiden Teams konnte sich auf mehr als drei Zähler absetzen, sodass diese Begegnung auf den letzten Metern entschieden wurde. Rund zwei Minuten vor Spielende behielt Vincent Friederici, der gegen Paderborn insgesamt leider nicht seinen besten Tag erwischte, von der Freiwurflinie die Nerven zum 75:75. Doch danach verloren die ART Giants ihr Wurfglück: Nach einer Auszeit verlor Coplin erst selbst den Ball, kurz darauf verfehlte Richmond einen Dreier aus der Ecke. Paderborn nutzte diese Fehler clever aus und sorgte mit Fastbreak-Punkten für den Endstand (75:83).

Florian Flabb (Headcoach): „Wir haben es über mehrere Phasen hinbekommen das konsequente Spiel der Baskets zu stören und sie streckenweise zu Würfen zu zwingen, die eigentlich nicht ihre Identität widerspiegeln. Als Team haben wir einen deutlich besseren Job gemacht, als in einigen vergangenen Spielen. Ein Knackpunkt war definitiv das zweite Viertel, in dem wir uns für viele gute Aktionen einfach nicht belohnt haben. Gerade unsere Freiwurfquote war insgesamt sehr schwach. Hinten raus fehlt sowas dann natürlich gegen eine abgezockte Mannschaft wie Paderborn.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Vorberichte ProA 15. Spieltag

Foto: Stefan Pieper

Spieltag 15: 30.12.2022 19:30 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Nach den zuletzt guten Auftritten und fünf Siegen in Folge geht es für die Gladiatoren nun nach Schwenningen zum letzten Auftritt des Jahres 2022. Schwenningen steht nach einem schweren Saisonstart weiterhin auf einem Abstiegsplatz, konnte zuletzt aber immer wieder vermeintlich favorisierte Teams ärgern. Für die Gladiatoren geht es nicht nur um einen erfolgreichen Jahresabschluss, sondern auch darum die nächsten wichtigen Punkte einzufahren und sich endlich ganz im Playoff-Rennen der BARMER 2.Basketball Bundesliga festzusetzen.

Die Panther aus dem Schwarzwald werden aktuell von Delante Jones angeführt. Der US-Amerikaner, der als Nachverpflichtung nach Villingen-Schwenningen wechselte, legt derzeit starke 15,7 Punkte pro Spiel auf. Aufbauspieler Casey Benson liefert mit durchschnittlich 13,8 Punkten pro Spiel die meiste Unterstützung und auch Big Man Jacob Knauf (13,7 PpS), sowie Devonte McCall (11,4 PpS) erzielen im Schnitt zweistellige Punktewerte. Badu Buck, der von den Uni Baskets Paderborn in die Doppelstadt wechselte und die aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB verpflichteten Jacob Mampuya, Mark Kotieno und Daniel Mayr ergänzen die Rotation als deutsche Spieler.  Für die Gladiatoren wird es erneut darauf ankommen ihre große Rotation zu nutzen und ein ähnliches aggressives und physisches Defensiverhalten wie gegen Tübingen auf das Parkett zu bringen.

„Wir wollen auch in der Deutenberghalle mit unseren Fans einen schönen Jahresabschluss feiern und hoffen auf ähnlich viele Zuschauer wie zuletzt gegen Nürnberg“, betont Panthers-Geschäftsführer Michael Krivanek.

„Schwenningen wird definitiv kein einfaches Spiel. Wir haben eine sehr lange Anreise und in Schwenningen zu spielen ist immer schwer. Wir dürfen sie keinesfalls unterschätzen, auch wenn wir aufgrund der aktuellen Ergebnisse als Favorit nach Schwenningen reisen. Wir müssen von Anfang an wach sein, die gleiche Intensität wie gegen Tübingen zeigen und unsere Stärken inside ausspielen. Es ist das dritte Spiel in kurzer Zeit und wir wollen unbedingt den nächsten Sieg einfahren“, sagt Cheftrainer Pascal Heinrichs zum letzten Gladiators-Spiel im Jahre 2022.

03.01.2023 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Artland Dragons

Das Jahr 2023 ist angebrochen und führt die Drachen nach Bochum zum 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Dies ist das erste von fünf Auswärtsspielen, die im Januar für die Burgmannsstädter anstehen. Nach dem erfolgreichen Jahresabschluss gegen Phoenix Hagen will das Team von Headcoach Patrick Flomo dort anknüpfen und das neue Jahr mit einem Erfolgserlebnis beginnen.

Die Liga ist kurz vor dem Ende der Hinrunde so eng wie nie. Mit einer Bilanz von 8-6 rangieren die Drachen derzeit auf dem achten Tabellenplatz, sind allerdings nur zwei Punkte von Platz drei entfernt. Nach dem Sieg im Weihnachtsspiel gegen Phoenix Hagen, in dem man die beste Offensivleistung der Saison zeigte, wollen die Dragons ihre positive Bilanz weiter ausbauen. Gegen die Sparkassenstars aus Bochum wird es dieses Mal wieder vor allem auf die Defensive der Drachen ankommen, wenn man die Punkte aus dem Ruhrgebiet entführen möchte.
 
Die Sparkassenstars Bochum haben ein sehr wechselhaftes Jahr hinter sich. Erfolge wie der Sieg gegen Tübingen wechselten sich mit Enttäuschungen ab. In dieser Saison zeigt Bochum an beiden Enden des Spielfeldes verschiedene Gesichter. Während sie defensiv in dieser Saison bereits vier mal über 100 Punkte kassiert haben, stellen sie eine Top 5 Offensive auf die Beine. So spielen die Ruhrgebieter nicht nur die fünftmeisten Assists in der Liga, sondern haben auch bis dato die viertmeisten Punkte erzielt. Auffälligster Akteur ist dabei Shooting Guard Conley Garrison. Der Amerikaner legt im Schnitt 16 Punkte, fünf Rebounds und 4 Assists auf. Zusätzlich hat Bochum noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und in Crockett Jr. Einen weiteren Guard verpflichtet. Der 23-Jährige zeigte sich gegen Leverkusen gleich mal stark aufgelegt, und markierte 29 Punkte in seinem zweiten Spiel für Bochum.
 
Auch Headcoach Patrick Flomo zeigt sich beeindruckt von der Offensive des Gegners am Dienstag: „Ein schweres Spiel gegen eine sehr heimstarke Mannschaft. Sie verfügen über eine hervorragende Offensive, haben gute Shooter und spielen sehr gut als Team zusammen. Unsere Aufgabe wird es sein, die Pace aus ihrem Spiel zu nehmen und einfache Körbe zu vermeiden. Defensiv konfrontieren sie ihre Gegner mit verschiedenen Systemen. Für uns geht es darum, die Ruhe zu behalten und auf unsere Fähigkeiten zu vertrauen. Gelingt uns das, können wir das neue Jahr mit einem Sieg in einem schweren Auswärtsspiel einläuten.“

„Artland hat die zweite Chance durch die Wildcard gut genutzt und sich im Sommer neu aufgestellt. Nicht zuletzt Siege gegen Bremerhaven und Jena deuten auf die hohe Leistungsfähigkeit des Kaders hin. Unsere Mannschaft wird jedoch darauf brennen, das Jahr 2023 möglichst mit einem Erfolgserlebnis zu beginnen und nach dem Sieg in Leverkusen auch endlich wieder zu Hause nachzulegen“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

03.01.2023 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Dresden Titans

Fünf Tage nach dem gewonnenen Heimspiel gegen Münster sind die Titans schon wieder gefragt. Die Dresdner treten die lange Reise in den Norden an, um sich gegen die Eisbären Bremerhaven zu messen.

Die Bremer Mannschaft ist aktuell auf Tabellenplatz 13 angesiedelt. Die Platzierung sollte aber wie immer nicht zu aussagekräftig sein. Das Team von Trainer Steven Key kann nämlich aus jeder Situation sowie Position gefährlich werden. Zum Beispiel der amerikanische Shooting Guard Matthew Frierson, welcher sowohl aus dem Drive als auch aus der Distanz sicher trifft (68,8% 2 Punkte, 50% 3 Punkte). Die Meisten Zähler erzielt jedoch ein anderer. Der erfahrene Jarelle Reischel hat zwar nicht die besten Wurfquoten (40,4% FG) im Team der Eisbären. Trotzdem wird er von seinen Mitspielern oft gesucht und attackiert den Korb am häufigsten.

Nach dem knappen Sieg gegen Münster wollen die Titans am Dienstag den dritten Sieg in Folge holen. Um dieses Etappenziel zu erreichen müssen die „Elbriesen“ vor allem die Defense verbessern. In der vergangenen Partie waren die Dresdner oft einen Schritt zu langsam und ließen so viele freie Würfe zu. Stärkster Spieler der Titans in dieser Partie war Georg Voigtmann. Der Kapitän spielte sein bestes Saisonspiel und trug mit seinen 26 Punkten maßgeblich zum Sieg bei. Aber auch Lucien Schmikale wird wieder ein wichtiger Faktor im sächsischen Spiel sein. Der Small Forward beschert „Elbflorenz“ durchschnittlich 13,3 Punkte und ist somit eine wichtige Konstante im Team.

Titans-Headcoach Fabian Strauß – Wir sind gerade gut drauf. Offensiv machen wir sehr viel richtig, defensiv müssen wir gegen Bremerhaven unseren Plan wieder intensiv verfolgen. Die Eisbären sind eine Mannschaft, welche viel individuelle Qualität, gerade auf den Guard- und Flügelpositionen hat. Da müssen wir natürlich extrem gut verteidigen sowie viele Stopps holen, damit wir offensiv unser Spiel aufziehen können.“

03.01.2023 19:30 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. RASTA Vechta

Gleich in die Vollen geht es für BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Tabellenführer RASTA Vechta. Sechs Spiele stehen für die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson im Januar an. Am Dienstag müssen die Niedersachsen unweit von Stuttgart bei den Kirchheim Knights antreten. In den Reihen des Tabellenelften stehen gleich drei ehemalige Vechtaer.

Der jüngste dieses Trios, Besnik Bekteshi, tat den Vechtaern in der letzten Saison richtig weh. Beim 96:83-Auswärtssieg der Knights im RASTA Dome machte der heute 29-Jährige das Spiel seines Lebens, traf acht von neun Dreiern und stand am Ende bei 31 Punkten. In 2022-23 fehlte der Guard den Kirchheimern in den ersten vier Spielen, drei davon gingen verloren. Mittlerweile hat sich das Team von Head Coach Igor Perovic gefangen, gewann vier der letzten sechs Spiele. Und Weihnachten lief geradezu perfekt für den Tabellenelften: Am Tag vor Heiligabend gab’s einen 79:74-Heimsieg gegen die PS Karlsruhe LIONS, am 2. Weihnachtstag einen 78:73-Auswärtssieg bei den Nürnberg Falcons. „Ein sehr wichtiger Sieg für uns“, sagte Perovic. „Nürnberg ist ein Top-Team und hat zuletzt drei Mal hintereinander gewonnen. Wir haben uns die Punkte hart verdient. Es war kein schönes, aber ein hartes und umkämpftes Spiel.“

Die zwei Besten der Kirchheimer sind in Vechta gut bekannte Veteranen. Spielmacher Richie Williams führte RASTA 2013 in die easyCredit Basketball Bundesliga, machte insgesamt 84 Spiele für RASTA. Mit nunmehr 35 Jahren steht der Guard noch immer 32:07 Minuten auf dem Parkett, kommt auf 12.5 Punkte, 4.8 Assists und 3.8 Rebounds plus 1.4 Steals. Kaum jünger, nämlich 34, ist Tyrone Nash. Der Big Man gehörte 2018-19 zu der RASTA-Mannschaft, die als Aufsteiger die easyCredit BBL aufmischte und bis ins Halbfinale vorstieß. Letzte Saison spielte Nash erneut für Vechta, machte in der Rückrunde beim Spiel in Kirchheim fünf Punkte. Nun im Trikot der Knights am Start, kommt der US-Amerikaner in 29:39 Minuten auf 12.9 Punkte, 6.4 Rebounds und 3.3 Assists. Bitter für Kirchheim: Center Mitch Lightfoot (14.0 Punkte & 5.9 Rebounds) fällt seit Mitte Dezember aufgrund einer Schulterverletzung für den Rest der Saison aus.

In Kirchheim gewann RASTA m 30. März letzten Jahres mit 81:79. Robin Lodders war mit 22 Punkten bester Vechtaer, Tajuan Agee kam auf 15 und Joel Aminu auf zwölf Punkte. Am Dienstagabend werden also reichlich alte Bekannte aufeinandertreffen – und: zwei der besten Verteidigungen in der ProA. RASTA kassiert 77.1 Gegenpunkte pro Partie, die Knights gar nur 76.9. Hielt Kirchheim seinen Gegner in dieser Saison unter 81 Punkten, so gewann das Perovic-Team auch. 

RASTAs Offense aber lief in den letzten beiden Spielen extrem rund. In Münster gelangen 102 Punkte, gegen Düsseldorf sogar 113. Weil man aber im 1. Viertel gegen die ART Giants gerade defensiv nicht gut agierte, ist Abhilfe vonnöten, sagt RASTAs Joschka Ferner: „Wir müssen wacher und intensiver auftreten. Und daran anschließend müssen wir schnell spielen, um deren kurze Rotation müde zu bekommen. Kirchheim spielt eine Halbfeld-Verteidigung, die sich gar nicht erst organisieren darf. So können wir zu einfachen, schnellen Punkten kommen.“

Fehlten am Mittwoch gegen Düsseldorf Joel Aminu und Enoch Wolf, so steht auch jetzt nicht fest, wer am Dienstag in Kirchheim für RASTA wird auflaufen können. Harrelson verweist auf die Tiefe des Kaders, Ausfälle müssten kompensiert werden. „Die Mannschaft, die am besten vorbereitet ist und gut zusammenspielt, hat die größere Chance auf den Sieg“, so RASTAS Head Coach. „Wir wollen sicherstellen, dass die Knights keine offenen Würfe bekommen. Wir haben ein großes Offensiv-Potential, das wir auch in Kirchheim abrufen wollen. Es kommt darauf an, die Dinge so umzusetzen, wie wir sie einstudieren – auch in der Defense.“

04.01.2023 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Das Neujahr beschert den JobStairs GIESSEN 46ers mit einem Doppelspieltag gleich ein gigantisches Programm. Dabei treffen die Mittelhessen auf zwei rheinländische Vertreter. Während das Heimspiel gegen die ART GIANTS Düsseldorf noch bis Sonntag auf sich warten lässt, heißt es bereits am kommenden Mittwoch beim Traditionsduell gegen die Bayer Giants Leverkusen anzutreten. Der deutsche Rekordmeister schmückt mit nur zwei Siegen zwar das Tabellenende, konnte aber wieder mit dem Ex-Rackelo Nick Hornsby einen altbekannten Erfolgsgaranten unter das Bayer-Kreuz lotsen.

Mit einem 101:95-Heimsieg konnten sich die JobStairs GIESSEN 46ers aus dem Jahr 2022 verabschieden und sich somit auf einen Playoff-Platz einloggen. Mit dieser positiven Gemütslage ging es zwei freie Tage, die am 31. Dezember mit dem ersten Training wieder endeten. Big Man Igor Cvrovic arbeitet dabei an seinem Comeback und befindet sich weiterhin in den Reha-Maßnahmen.  Mit Dennis Heinzmann fehlt dem anstehenden Gegner Bayer Giants Leverkusen ebenfalls ein wichtiger großer Spieler in deren Reihen. Auch sonst läuft die Spirale der Rheinländer stetig nach unten. Sieben Niederlagen in Folge und gerade einmal zwei Siege in dieser Saison, stellen den Giganten aktuell kein gutes Zeugnis aus und so bilden sie das Schlusslicht in der Tabelle. In dieser mauen Phase konnte das Team von Headcoach Hans-Jürgen Gnad aber durchaus seine Qualitäten aufblitzen lassen. Zuhause gegen den Tabellenführer aus Vechta verlor man knapp mit 73:77, wobei man eine komfortable Halbzeitführung am Ende aus der Hand gab. Auch die beiden einzigen Erfolge gegen die Playoff-Anwärter Karlsruhe (90:77) und Jena (95:88) lassen aufhorchen. Zudem konnte der Rekordmeister vor kurzem die Verpflichtung von Rückkehrer Nick Hornsby als weiteren Hoffnungsträger veröffentlichen. Der US-Amerikaner mit Gießener Vergangenheit führte die Giants in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und etablierte den Traditionsclub in der Liga. Neben dem US-Amerikaner, der gegen die 46ers wahrscheinlich sein Debüt im Bayer-Dress in dieser Spielzeit geben wird, ist Haris Hujic mit 12.8 PpS der Topscorer. Das ehemalige Veilchen ist wie Dejan Kovcevic (11.0, 3.8 RpS) aus der easyCredit BBL an den Rhein gekommen. Mit dem kanadischen Nationalspieler Kadre Gray konnte man bereits Ende November aufrüsten und so langsam trägt diese Verpflichtung Früchte. Der Combo-Guard konnte im letzten Spiel 19 Zähler erzielen und weiß auch ansonsten mit 11.0 PpS und 3.4 RpS solide Werte zu präsentieren. Sein Landsmann Abdul Mohamed (9.9 PpS, 6.5 RpS) und Aufbauspieler Xavier Bishop (10.5, 3.2 ApS) sind zwei weitere Aktivposten unter dem Bayer-Kreuz, die es auszuschalten gilt.  

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Bei Leverkusen sieht man, wie schwer es ist, in dieser Liga zu spielen. Denn sie wollten bestimmt vor der Saison in die Playoffs, wie in den vergangenen Jahren. Sie sind ein gut gecoachtes Team, mit sehr viel Qualität und haben einige Spieler aus der ersten Liga geholt. Jetzt stehen sie zu Neujahr mit zwei Siegen am Ende der Tabelle. Man muss beachten, dass sie im Spiel gegen Vechta zwischenzeitlich auch mal mit 20 Punkten geführt haben, was für die Giants spricht. Zudem haben sie mit Nick Hornsby einen vielseitigen Spieler zurückgeholt, der das Umfeld kennt. Somit ist die Qualität im Kader weiter gestiegen und wir hoffen, dass wir mit dem Sieg über Jena weiter an Selbstvertrauen gewonnen haben. In erster Linie müssen wir die Dreierschützen der Leverkusener stoppen. Dies wird nicht einfach werden, da die Mannschaft viele Optionen in diesem Bereich hat. Dennoch wollen wir ins neue Jahr mit einem Sieg starten.“

04.01.2023 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Nürnberg Falcons BC

Mit einem Auswärtsspiel bei Phoenix Hagen starten die Nürnberg Falcons am Mittwochabend in das Basketballjahr 2023. Nicht mit dabei sein wird Maxime Boursiquot, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Bei den Mittelfranken ist man dennoch optimistisch und hofft auf einen erfolgreichen Jahresauftakt bei den Feuervögeln.

Die Pause war kurz und so werden die Spieler der Nürnberg Falcons in den letzen Tagen weder viel Rost noch Pfunde angesetzt haben. Am Montag bat Derrick Taylor seine Spieler bereits wieder in die Halle um sie auf eine Woche mit zwei wichtigen Spielen einzustellen. Los geht’s am Mittwoch in Hagen, bevor am Samstag die Artland Dragons in der Kia Metropol Arena einfliegen werden. Das Ziel ist klar: Den Rückstand auf Hagen verkürzen, den Abstand auf Quakenbrück ausbauen. Der beträgt aktuell jeweils zwei Punkte. Mit zwei Siegen könnten die Mittelfranken ihren derzeitigen Playoff-Platz verteidigen und die schmerzliche Niederlage gegen Kirchheim am 2. Weihnachtstag vergessen machen. In Bremerhaven endet dann am 15. Januar die Hinrunde 2022/2023 und es geht in der ausgeglichenen BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA quasi von vorne los. 

Nicht mit dabei sein in Hagen wird Maxime Boursiquot. Der Vertrag des Kanadiers wurde nicht verlängert. „Wir bedanken uns bei Maxime für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg“, lässt sich Coach Derrick Taylor zitieren. Boursiquot half in der Pre-Season als Trainingsspieler aus und wurde kurz vor Saisonstart Teil des Profikaders. Er lief vierzehnmal für die Falcons auf und kam durchschnittlich auf 3,4 Punkte und 2,8 Rebounds. Saisonbestwert waren seine 15 Punkte beim Auswärtssieg in Bochum. Goodbye Maxime! So werden es andere richten müssen. Hier fällt auf, dass die Falcons in Sachen Scoring zu den ausgeglichensten Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gehören. Sheldon Eberhardt kommt pro Partie als viertbester Punktesammler auf 9,9 Zähler und dem Comeback nach seiner Handverletzung immer näher. Er macht Nürnbergs Spiel noch variabler und ist hinter Kapitän Basti Schröder der zweitbeste Distanzschütze der Falken. 

Bei Hagen läuft es in dieser Saison überdurchschnittlich gut. Die Mannschaft von Chris Harris hat das Niemandsland der letzten Jahre verlassen und sich im oberen Tabellendrittel etabliert. Marcel Keßen ragt dabei nicht nur optisch auf dem diesjährigen Mannschaftsfoto heraus, sondern macht in seiner zweiten Saison in Hagen auch sportlich eine sehr gute Figur mit 14,5 Punkten und 4,9 Rebounds pro Spiel. Mit dem erfahrenen JJ Mann gelang im Sommer zudem ein echter Steal und auch seine beiden Landsleute Murphy und Castlin liefern bisher. Lohn der Mühen war Platz 3 zum Ende des Jahres 2022. 

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Uns stehen direkt nach dem Jahreswechsel einige spannende und herausfordernde Aufgaben bevor. Dass wir es gleich mit einer englischen Woche zu tun haben, sehen wir als Chance, schnell wieder zu unserem Rhythmus zu finden. Gegen Nürnberg vor heimischem Publikum antreten zu dürfen, ist ein toller Bonus, denn die Mannschaft spielt ungemein gern für unsere großartigen Fans, die uns hoffentlich auch in 2023 weiterhin lautstark unterstützen.“

04.01.2023 19:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. PS Karlsruhe LIONS

Nach der Silvesternacht ist vor dem Auftakt in einen bereits zu Beginn des Monats Januar prall gefüllten Pflichtspiel-Kalender. Medipolis SC Jena empfängt im ersten Spiel des Jahres am Mittwochabend mit den PS Karlsruhe Lions einen punktgleichen Tabellennachbarn im Kampf um die Playoffs, will nach den zuletzt doch eher ernüchternden Wochen mit einem Heimsieg die Trendwende einleiten.

Im richtungsweisenden Schlagabtausch zwischen den Clubs aus Thüringen und Baden-Württemberg duelliert sich der aktuelle Tabellenzehnte von der Saale mit den auf Rang 12 platzierten Gästen aus der Fächerstadt. Obwohl sich die personelle Situation im Kader von Headcoach Marius Linartas im Verlauf der kommenden Wochen leicht entspannen dürfte, ist im ersten Heimspiel des Jahres wohl (leider) noch nicht mit einem Comeback der drei Langzeitverletzten zu rechnen. So werden die Jenaer Leistungsträger Alex Herrera, Shaq Hines und Storm Muprhy zunächst auch weiterhin nur von der Seitenlinie das Team motivieren können.

Während das Team von Kapitän Brandon Thomas nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge nicht nur sportlich in der Pflicht steht, sondern mit Blick auf die derzeitigen sieben Siege bei sieben Niederlagen den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt, werden die Lions fast gänzlich ohne Druck auflaufen können. Mit einer identischen 7:7-Saisonbilanz in der Sparkassen-Arena gastierend, konnte das Team von Cheftrainer Aleksandar Scepanovic seine Unberechenbarkeit im Verlauf des bisherigen Spieljahres bereits mehrfach unter Beweis stellen. Trotz einiger Ausrutscher negativer Natur bestätigte das Team mit knappen Siegen gegen Gießen (89:83), in Dresden (76:74), vor allem aber durch den Erfolg gegen die Tigers Tübingen (95:92) seine Qualitäten und die vorhandene Schlussphasenkompetenz gleichermaßen.Während mit Marco Vojtko und Dominic Vengert mittlerweile die Söhne ehemaliger Karlsruher Trainer (Ivan Vojkto) sowie Spieler (Georg Vengert) für das Lokalkolorit der Badener sorgen, sind es letztendlich die Imports und Veteranen der Lions, denen das Jenaer Hauptaugenmerk gelten sollte. Vom teaminternen Topscorer Lovell Cabbil Jr. (zuletzt in Georgien aktiv) mit 18.9 Punkten im Schnitt angeführt, folgen BARMER 2. Basketball Bundeesliga ProA-Center-Urgestein Maurice Pluskota (16.0 PpG, 10.5 RpG) Frequent-Traveller Bazoumana Koné (15.5 PpG, 3.8 ApG, 3.5 ApG, zuletzt Turin) sowie der Italo-Amerikaner Lorenzo Cugini (12.8 PpG, 3.1 RpG, kam von den London Lions) im Double-Digit-Scoring direkt dahinter.

04.01.2023 19:30 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Uni Baskets Paderborn

Nur einen Sieg konnten die Schützlinge der ART Giants Düsseldorf seit Mitte November in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einfahren. Im Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn wollen die Giganten um Trainer Florian Flabb die Durststrecke endlich beenden.

„Das Spiel in Vechta war definitiv ein positiver Schritt für uns. Wir haben es geschafft unseren Gameplan über einen großen Zeitraum der Partie umzusetzen und daran wollen wir jetzt anknüpfen“, meint Headcoach Flabb rückblickend auf die letzte Begegnung kurz vor dem Jahreswechsel. Beim bärenstarken Tabellenführer RASTA Vechta präsentierte sich der Aufsteiger aus Düsseldorf selbstbewusst und konnte nach zuvor enttäuschenden Auftritten auch spielerisch wieder überzeugen. Trotz der 113:99-Niederlage in Niedersachen konnte man positive Erkenntnisse mit ins Rheinland nehmen, die nun Hoffnung machen für die anstehenden Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt.

Mit den Uni Baskets Paderborn erwarten die ART Giants am 15. Spieltag einen Gegner, der mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden sein dürfte. Derzeit finden sich die Baskets auf dem 5. Tabellenplatz wieder und konnten zuletzt drei Erfolge in Serie einfahren. Ebenso gelang der Mannschaft von Headcoach Steven Esterkamp im November als bisher einziges Team ein Sieg über den Ligaprimus aus Vechta. „Paderborn bewegt den Ball im Spiel sehr gut und konstant. Sie verfolgen eine Spielidee, die sich auf das Pick and Roll fokussiert, wodurch sie sich immer wieder Vorteile kreieren können“, ordnet Flabb die taktische Ausrichtung des kommenden Gegners ein. Diese Aussage über das teamdienliche Spiel bestätigt auch die Tatsache, dass die Westfalen mit durchschnittlich 20,9 Assists pro Spiel das zweitbeste Team der Liga im Hinblick auf Vorlagen sind. „Es ist im gesamten Team eine Harmonie zu erkennen, gerade offensiv spielen die Baskets meiner Meinung nach attraktiven Basketball“, ergänzt Flabb.

Attraktiven Basketball konnten die Düsseldorfer ihren Fans in Vechta bieten, nun sollen aber auch wieder Punkte für den Abstiegskampf her. Trotz der Feiertage rund um den Jahreswechsel sind die ART Giants in ihrem gewohnten Rhythmus geblieben. „Wir hatten an Neujahr einen Tag frei und sind ansonsten jeden Tag in der Trainingshalle gewesen, um uns bestmöglich auf Paderborn vorzubereiten“, so Flabb. Vor heimischem Publikum will das Flabb-Team den Negativlauf beenden, damit man sich wieder etwas Luft im unteren Tabellenbereich verschaffen kann. „Es wird wichtig sein, dass wir die gute Ballbewegung von Paderborn gestoppt bekommen. Wir wollen unsere Gegenspieler in die direkten Duelle bringen. Zusätzlich müssen wir es schaffen, uns gegen die kompakte Defensive der Baskets freie Würfe zu erarbeiten“, so Flabb.

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte ProB Nord 15. Spieltag

22.01.2022 18:00 Uhr BSW Sixers vs. EN Baskets Schwelm 83:84

Ein ausführlicher Spielbericht folgt in Kürze.

22.01.2022 19:00 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. Dragons Rhöndorf

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

22.01.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. SBB Baskets Wolmirstedt 83:65

Gegen die Sachsen-Anhaltiner startete WWU-Baskets-Coach Björn Harmsen mit großer Formation in persona Ryan Richmond, Stefan Weß, Rijad Avdic, Helge Wezorke und Kai Hänig. Die ersten Minuten standen ganz im Zeichen zweier präsenter Defensivreihen. Nur 3:0 stand es nach gut dreieinhalb Spielminuten. Die Teams neutralisierten sich, dementsprechend niedrig war der Score auch nach weiteren drei Minuten – 7:7. Münsters Dreier fielen nicht. Nur Helge Wezorkes Distanzwurf saß bei sieben Versuchen im Auftaktviertel für eine knappe Führung, ehe Wolmirstedt in den verbleibenden 70 Sekunden des Auftaktviertels nicht zu stoppen war. Die Gäste-Verteidigung nahm den WWU Baskets ihre Stärken, am anderen Ende des Parketts traf Dominick von Waaden zwei blitzsaubere Dreier zum Abschluss eines 9:0-Lauf – 12:19 nach den ersten zehn Minuten.

Im zweiten Viertel war eine frühe Auszeit von Björn Harmsen vonnöten, in der er die offensichtlichen Probleme klar ansprach. Schlampigkeiten in der Defensive und fehlende Aggressivität ermöglichten den SBB Baskets die erstmalige Führung im zweistelligen Bereich. Offensiv taten sich die Uni-Städter weiter schwer, gute Wurfchancen zu kreieren, ließen dazu auch einfache Punkte liegen. Einem Befreiungsschlag gleich kam der Distanzwurf zum 22:31 von Rückkehrer Jasper Günther. Startsignal für einen entschlossenen 8:0-Lauf, dessen weitere fünf Punkte Ryan Richmond beisteuerte. Mannschaft und Publikum trugen sich fortan gegenseitig, nach zwei schnellen Dreiern der gleichen Protagonisten tobte die Halle. Die WWU Baskets hatten ihre Energie deutlich verändert. Symbolisch hierfür setzten Stefan Weß und Adam Touray in Koproduktion unter dem Korb energisch nach. Die Offensive der Münsteraner stabilisierte sich. Jasper Günther sprühte vor Elan, glich mit Dreipunktspiel 1,5 Sekunden vor der Halbzeitsirene aus.

So blass der Tabellenführer die erste Viertelstunde auftrat, so imposant spielte er die zweite Halbzeit. Die Münsteraner holten sich mit halbzeitübergreifendem 9:0-Lauf die Führung zurück. Defensiv arbeiteten sie jetzt hochintensiv, adaptierten häufig Wolmirstedter Offensivplays, schafften in dieser Phase einige Stopps. Stefan Weß, mit Ryan Richmond Münsters Topscorer (18 Punkte), traf nach Avdic‘ Steal von ganz weit draußen. Noch ließ der Gastgeber Chancen liegen, sich frühzeitig abzusetzen. Jan Bergen sammelte vier schnelle Punkte per Korbleger. Wolmirstedt schloss auf. Ein weiterer Lauf (7:0) sorgte nach Steal und Fastbreak von Rijad Avdic für fantastische Atmosphäre in der Halle Berg Fidel. Die verbleibende Zeit des Viertels gehörte den Gästen. 57:52 vor dem letzten Viertel.

In das Schlussviertel starteten die WWU Baskets fokussiert, versenkten über die selbstbewußten Stefan Weß und Rijad Avdic drei schnelle Zweier. Wolmirstedter Aufholversuche erstickte Münsters energische Defense im Keim. Offensiv spielte sich das Harmsen-Team in einen Rausch, bewegte mustergültig den Ball. Wolmirstedt war beeindruckt. Und die Dreier fielen nun wie am Schnürchen ‒ gleich deren fünf in Folge. Avdic, Richmond, Wezorke, wiederum Avidic und Reuter: Unberechenbar langten Münsters Distanzspezialisten zu. Der fünfte Dreier in Folge zur höchsten Führung brachte die offensiv und defensiv inzwischen gleichermaßen starken Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße. Spannung kam nicht mehr auf, das Spitzenspiel war längst entschieden. Stefan Weß‘ weiterer Bilderbuch-Dreier begeisterte. Mit 26:13 beherrschten die WWU Baskets das Schlussviertel.

23.01.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. ETV Hamburg 96:42

Beide Teams, sowohl die TKS 49ers als auch der Eimsbütteler TV Hamburg, traten zum heutigen ProB-Spiel mit nur 10 Spielern im Kader an. Coach Vladimir Pastushenko fehlten heute die angeschlagenen Niklas Ney und Robin Jorch sowie die in der NBBL zum Einsatz kommenden Youngster Linus Briesemeister und Ferdinand von Saldern (78:74 Sieg gegen Rostock).

Aufgrund der kleinen Rotation mussten wir heute natürlich einiges taktisch improvisieren und waren deswegen alles andere als zuversichtlich“, sagte Coach Pastushenko. Die auf die großen Positionen gerückten Flügelspieler waren dann jedoch der X-Faktor für den Start-Ziel-Sieg: Yannick Hildebrandt legte ein Double-Double auf, Leonik Wadehn scorte 23 Punkte (Karrierebestwert) und Max Stölzel verteilte 11 Assists, schnupperte ebenfalls am Double-Double.

Umso erleichterter war ich, als wir direkt so gut ins Spiel gestartet sind. Das erste Mal seit der Pause spielten wir uns wieder in einen Rhythmus, das gelang die letzten Wochen leider nicht. Daran müssen wir anknüpfen“, ergänzte Pastushenko. Die größten Gegensätze in den Statistiken waren die Turnover und Dreierquoten der Teams. Die 49ers trafen 15 ihrer 32 Versuche (47%), der ETV Hamburg nur 1 aus 22 (5%). Bis auf Alex Giese, der im zweiten Viertel umknickte und nicht mehr zum Einsatz kommen konnte, traf jeder TKS-Spieler mindestens einen Dreier. Auch Kimoni N’Sonde versenkte auf diese Weise heute seine allerersten ProB-Punkte.

23.01.2022 17:00 Uhr RheinStars Köln vs. LOK Bernau 77:84

Einen deftigen Rückschlag im Kampf um die sicheren Plätze in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB kassierten die RheinStars am Sonntag. In einer lange Zeit engen Partie unterlagen die Kölner ihren Gästen LOK Bernau mit 77:84 (32:35). Nach dem Jahres-Auftakterfolg gegen die Iserlohn Kangaroos konnten die RheinStars nicht nachlegen. „Das war eine ebenso unnötige wie auch verdiente Niederlage“, ärgerte sich Manager Stephan Baeck. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie wir nach den ersten beiden Spielen im Jahr solch einen blutleeren Auftritt hinlegen konnten.“ „Im ersten und im letzten Viertel hatten wir zu wenig Disziplin und Einsatz, um heute gewinnen zu können“, konstatierte Headcoach Simon Cote. Manager Baeck kritisierte nach der Partie gegen die Ausbildungsmannschaft des Deutschen Meisters ALBA Berlin: „Wir hatten heute zu wenige Spieler auf dem Feld, die von Beginn an da waren bzw. wenn überhaupt, dann zu spät aufgewacht sind. Einsatz, Wille, Konzentration und Fokus ist das, was wir von unseren Spielern und Trainern erwarten können. Immer, nicht nur in solch einem wichtigen Spiel.“

Neben dem Einsatz ergänzte dabei auch das reine Zahlenwerk diesen gebrauchten Kölner Nachmittag . Rebounds nahezu ausgeglichen (38:40), sogar mehr Offensiv-Rebounds (21:10). Weniger Ballverluste (16:24), mehr Ballgewinne (10:8), mehr Assists 21:17. Beide Kontrahenten mit jeweils 14 erfolgreichen Freiwürfen ausgeglichen. Eigentlich eine gute Grundlage, um dann irgendwann als Sieger vom Feld zu gehen. Doch dem stand eine üble Wurfquote entgegen. Nur knapp jeden dritten Versuch brachten die RheinStars aus dem nahen 2-Punkte-Bereich ins Ziel, Bernau hingegen knapp 60 Prozent. Beide Teams warfen dabei jeweils 34mal. Jenseits der Dreierlinie lief es mit 13 zu 10 Treffern etwas besser. Letztendlich aber war es zu wenig – auch wenn Leistungsträger wie Andrej Mangold, Two Two Golson, Flo Wendeler oder Thomas Michel vernünftig auftraten. Natürlich waren die RheinStars durch den Spielausfall in Wedel am vergangenen Wochenende nicht so im Rhythmus wie ihre Gäste. So kam das erste Viertel nicht gänzlich überraschend. Doch dann fingen sich die Kölner, verteidigten bis zur Halbzeit stark und hielten Bernau bei 10 Punkten. Nix war entschieden bei 32:25 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb es eng – und tatsächlich gelangten die Kölner in der 33. Minute in Führung. Verdient zu diesem Zeitpunkt und mit 61:59. Anders als gegen Iserlohn allerdings konnten sie das Momentum nicht auf ihre Seite ziehen. Das lag wohl an zwei Faktoren, mindestens… Zum einen schafften es die RheinStars nicht, ihr Spiel zu beruhigen und die Kontrolle zu übernehmen. Zum anderen hatten die Berliner mit dem 20 Jahren alten Malte Delow ihren hochtalentierten Youngster auf dem Feld, der nach Rückkehr aus einer Krankheitspause knapp drei Viertel Anlauf brauchte, um sich zu sammeln. 16 seiner 17 Punkte markierte der inzwischen Bundesliga- und Euroleague erfahrenen Guard im Schlussabschnitt, die Kölner bekamen ihn nicht mehr verteidigt. Nicht umsonst stattete ihn ALBA Berlin zu Saisonbeginn mit einem 4-Jahres-Vertrag aus. Wohl dem, der ein solches Kaliber in seinen Reihen.

23.01.2022 ART Giants Düsseldorf vs. SC Rist Wedel

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

Vorberichte ProB Nord 15. Spieltag

22.01.2022 18:00 Uhr BSW Sixers vs. EN Baskets Schwelm

In den letzten Wochen legten die EN Baskets Schwelm eine tolle Siegesserie hin und scheinen eine klare und erfolgsversprechende Linie gefunden zu haben. Besonders in der Defensive konnte das Team von Trainer Falk Möller immer wieder überzeugen und genau dort den Grundstein für die späteren Siege legen. Am vergangenen Wochenende mussten die Iserlohn Kangaroos die Qualität des Verteidigungsbollwerks der Blau-Gelben spüren und hatten nicht den Hauch einer Chance, sich offensiv zu entfalten. Am Ende stand für die Baskets ein stattliches Endresultat von 79:51 auf der Anzeigetafel. Jetzt gilt es, die spielerischen Fähigkeiten, nach zwei Heimpartien, auch auf auswärtigem Parkett unter Beweis zu stellen. Am kommenden Samstag, den 22.01.2022 (18:00 Uhr/Ballsporthalle in Sandersdorf) warten die BSW Sixers auf die Blau-Gelben. Die Mannschaft von Coach Christopher Schreiber ist dabei keinesfalls zu unterschätzen. Gerade zuhause spielen die Sixers recht konstant und sind in der Lage jedes Team der ProB Nord zu besiegen. In den letzten Wochen wurden sie aufgrund von Spielausfällen oder Verletzungen einiger Schlüsselspieler etwas aus der Bahn geworfen, wollen aber unbedingt in eigener Wirkungsstätte überzeugen. Die Stärke der Mannschaft von Coach Schreiber ist ihre Variabilität in der Offensive. Lukas Kazlauskas, Regisseur der jungen Truppe, sorgt häufig dafür, dass die Guards Rapique oder Friederici sich gut entfalten können. Ebenso sorgen die „Großen Jungs“ um Rahn und Artunovic am Brett und aus der Distanz für Gefahr. Die Schwierigkeit, die BSW Sixers in ihrer Heimstätte zu schlagen, ist auch dem Head-Coach der Baskets bewusst: „Bei den Sixers ist es immer schwer zu spielen, sie sind seit Jahren enorm heimstark. Für uns wird nach der langen Anreise wichtig sein, schnell einen Rhythmus zu finden, um gerade gegen die starke Verteidigung gute Lösungen zu präsentieren.“

Die Trainingssituation bei den Blau-Gelben ist seit Wochen gut, verläuft aber keineswegs optimal. Zuletzt häuften sich die Kontakte mit Covid-Infizierten, so dass immer wieder Einheiten ausfielen. Auch in dieser Woche blieben sie davon nicht verschont. Die Frequenz der Testungen erhöhte sich erneut, um die Vorbereitung und die Durchführung der Pflichtaufgabe am Sonnabend nicht zu gefährden. Daniel Mayr klagt seit dem letzten Aufeinandertreffen mit Iserlohn über Rückenschmerzen, sollte aber am kommenden Wochenende wieder einsatzfähig sein. Alle anderen Spieler des Baskets-Kaders werden die Reise nach Sandersdorf hoffentlich antreten können.

22.01.2022 19:00 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. Dragons Rhöndorf

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

22.01.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Die WWU Baskets wollen nach ihrem 83:56-Sieg gegen die TKS 49ers und der schwierigen Personallage der Vorwochen ohne gezieltes Mannschaftstraining den Rhythmus weiter aufnehmen. Adam Touray, Joshua Sievers und Jasper Günther stehen wieder im Kader, trainierten in dieser Woche. „Adam war letzte Woche schon in leichtem Training, Jasper wird noch ein paar Tage brauchen“, berichtete Björn Harmsen. Somit sind bis auf Cosmo Grühn wieder alle Akteure des Kaders im Mannschaftstraining. Ein erfreuliche, aber auch herausfordernde Konstellation mit Blick auf die wichtigste Saisonphase. „Beim letzten Spiel haben es die anderen super gemacht. Wir waren wenige Spieler, die mehr Verantwortung übernommen haben“, so Harmsen. „Jetzt besteht mit mehr Spielern vielleicht die Gefahr, dass man gerne mal Verantwortung abgibt. Die Jungs müssen nun ihre Rollen und den Rhythmus finden.“

Aktuell sind die SSB Baskets Wolmirstedt mit 18 Punkten Tabellenzweiter. Um das Ziel Heimrecht in den Playoffs ist aber ein enges Rennen zwischen sieben Klubs entfacht. Gleich drei Konkurrenten folgen mit 16 Punkten, bis Platz acht beträgt der Vorsprung der Sachsen-Anhaltiner nur vier Punkte. Ein Auswärtssieg käme da ihren Ambitionen gerade recht, zumal die letzten beiden Gastauftritte bei den TKS 49ers und in Rhöndorf knapp verloren gingen.

Seine Stärke und Klasse zeigte das Team von Headcoach Eiko Potthas unter anderem im Hinspiel, als es drei Viertel lang die Partie offenhielt. Beim Gastgeber fehlten mit Philipp Lieser und Jordan Talbert zwei Stammkräfte, die in Münster dabei sein werden. In den letzten zehn Minuten steigerten sich die WWU Baskets in allen Belangen und gewannen 97:83. „Das war ein sehr intensives, umkämpftes Spiel. Wir haben anfangs die Physis der Wolmirstedter nicht so abgematcht“, hatte Headcoah Björn Harmsen direkt nach der Begegnung gesagt. Ein hart umkämpftes Spiel ist auch am Samstag zu erwarten. „Es wird kein einfaches Spiel. Sie spielen schnell, physisch, sind sehr athletisch“, sagte Harmsen. „Bogdanov ist ein überragender Scorer, mit Borekambi begegnet uns ein großer, mobiler Fünfer“, so der WWU-Baskets-Coach weiter. Beide Profis verfügen über höherklassige Erfahrung. Point Guard Bogdanov erzielte bis dato 17,6 Punkte, Center Borekambi 17,4 Punkte pro Partie.

23.01.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. ETV Hamburg

Nach zwei Auswärtsspielen und -niederlagen steht für die TKS 49ers am kommenden Sonntag endlich das erste Heimspiel im neuen Jahr an. Das Timing dafür ist genau richtig, nachdem das Team in den letzten zwei Partien wahrlich keine guten Leistungen aufs Parkett brachte. „Wir wollen dieses Wochenende endlich wieder unser Momentum und unseren Rhythmus aus der ersten Saisonhälfte zurückerlangen“, sagt Coach Vladimir Pastushenko. Doch auch die Fallhöhe ist relativ hoch, man spielt schließlich gegen den Tabellenletzten vom ETV Hamburg.

Viele erwarten hier also wohl einen Sieg. So selbstverständlich ist das allerdings nicht, wie Pastushenko zudem klarstellt: „Hamburg hat uns letzte Saison schon zuhause geschlagen. Und auch im Hinspiel diese Saison haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert. Wir gehen in dieses Spiel dementsprechend mit der gleichen Einstellung wie in jedes andere und schauen nicht auf die Tabelle.“ In dieser stehen die 49ers aktuell auf dem vierten Rang, zwei tiefer als noch vor einer Woche. In der Hinrunde der aktuellen Spielzeit erzwang TKS mit einem starken vierten Viertel noch gerade so eine Verlängerung in Hamburg. In die extra fünf Minuten nahmen sie ihr Momentum mit und gewannen letztendlich sogar mit neun Punkten Abstand gegen den ETV.

Bei den Hansestädtern war wie so oft Ex-49er und ProB-Topscorer Mubarak Salami offensiv der effektivste Spieler. Bei den 49ers punktete damals Kapitän Sebastian Fülle mit 20 Zählern am besten, Robin Jorch holte starke 14 Rebounds.

23.01.2022 17:00 Uhr RheinStars Köln vs. LOK Bernau

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

23.01.2022 ART Giants Düsseldorf vs. SC Rist Wedel

Wedel steht vollkommen zurecht da oben in der Tabelle, sie spielen eine unglaublich starke Defensive in dieser Saison“, schätzt ART Giants-Trainer Florian Flabb den kommenden Gegner ein. Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Hamburg gastiert als nächstes der punktgleiche Tabellendritte aus Wedel in der heimischen Comenius-Halle. Vor der Partie blicken beide Mannschaften auf eine aktuelle Form, die unterschiedlicher kaum sein könnte. Während man in Düsseldorf mit zuletzt vier Siegen in Folge auf einer Erfolgswelle zu schwimmen scheint, so kassierte Rist Wedel jüngst wiederum drei Niederlagen am Stück gegen Bernau, Schwelm und Wolmirstedt. Hinzu kommt, dass das zum vergangenen Wochenende terminierte Heimspiel der Norddeutschen gegen Köln aufgrund von Corona-Fällen im eigenen Team kurzfristig abgesagt werden musste. Umso mehr dürfte die Begegnung am kommenden Sonntag eine Wundertüte werden.

Im Hinspiel haben wir von außen nicht gut geworfen, da gilt es dann nun bessere Lösungen zu finden“, blickt Flabb voraus.

Dass der SC Rist aus Wedel seine Gegner zusätzlich mit einer aggressiven Verteidigung gerne unter Druck setzt, ist auch im Rheinland hinlänglich bekannt. „Auch deshalb müssen wir an unserer Physis arbeiten, um am Sonntag im Vergleich zum Hamburg-Spiel den Gegner deutlich präsenter und besser angehen zu können“, so der Düsseldorfer Headcoach. Angesprochen auf die aktuelle Form beider Teams, sehe der 29-Jährige jedoch keinen Vorteil, weder für seine noch für die gegnerische Mannschaft. „Ich sehe uns nicht in der Favoritenrolle, nur weil wir zuletzt ein paar Spiele gewonnen haben. Das hat Wedel zu Saisonbeginn auch. Jeder Gegner ist hart und du musst jede Woche bereit sein, dafür war die Partie in Hamburg zuletzt das beste Beispiel“, stell Flabb klar. Bei den Giganten will man also weiter von Spiel zu Spiel denken und das Erarbeitete aus dem Training dann erfolgreich aufs Parkett bringen.

Nachberichte ProB Süd 15. Spieltag

02.01.2022 16:00 Uhr Dresden Titans vs. TSV Oberhaching Tropics 92:75

Im Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB setzten sich die erstplatzierten Dresden Titans mit 92:75 gegen die TSV Oberhaching Tropics durch. Damit unterbrachen die „Titanen“ die fünf Siege währende Serie der Rand-Münchner und verteidigten ihre Spitzenposition in der Südstaffel. Den Grundstein für den 11. Sieg im 13. Spiel legten die Gastgeber im ersten Viertel, als Kapitän Georg Voigtmann direkt 10 seiner insgesamt 20 Zähler erzielte. Über den gesamten Spielverlauf trafen Dresdens Korbjäger 13 ihrer 32 Dreipunktwürfe, gleich fünf Akteure punkteten zweistellig. In den kommenden Wochen müssen die Titans nun zweimal auswärts ran und könnten schon übernächste Woche den vorzeitigen Einzug in die Playoffs eintüten.

Von der ersten Minute an zeigten beide Teams attraktiven Offensivbasketball mit hohen Trefferquoten von außen. So netzten für die Gäste Fynn Fischer, Bernhard Benke und Moritz Noeres allesamt ihre ersten Dreipunktwürfe. Doch Voigtmann erwischte einen starken Start ins neue Jahr und erste Viertel, erzielte satte 10 Zähler sowie zwei Dreier. Auch Arne Wendler schnitt immer wieder aktiv zum Korb und legte dort für einfache Punkte ab. Verletzungsrückkehrer Tanner Graham sowie Nico Wenzl brachten nach ihrer Einwechslung zusätzliche Energie, acht schnelle Punkte und die 26:19-Führung. Wenzl blieb im zweiten Viertel Aktivposten und sorgte per Layup und Dreier für die erste Auszeit von Tropics-Trainer Mario Matic. Doch die Titans und vor allem der treffsichere Voigtmann, mit seinem dritten Treffer von „Downtown“, waren in dieser Phase die bessere Mannschaft, bauten den Vorsprung mit einfachen Körben im Schnellangriff Schritt für Schritt aus. Zwar schaltete sich vor der Halbzeit noch Oberhachings Omari Knox mit fünf Zählern ein. Doch die Titans um Voigtmann blieben auch dank quirliger Einwechselspieler wie Georg Kupke souverän mit 46:34 in Front.

Nach der Unterbrechung brauchten die Gastgeber etwas Zeit, wieder ihren Rhythmus zu finden. Derweil schraubte Fischer für Tropics seine Punkteausbeute nach oben. Aber dann eröffnete Wendler mit einem Dreier den Punktereigen. Grant Teichmann, Sebastian Heck und natürlich Voigtmann schlossen sich mit Distanztreffern an und ließen den Vorsprung auf 18 Zähler anschwellen. Nach dem anschließenden Timeout durch Matic traf Janosch Kögler einige sehenswerte Halbdistanzwürfe. Aber die „Titanen“ ließen nicht locker, erzielten über Wenzl, Graham sowie Bryan Nießen weitere Dreier und erhöhten vor dem letzten Viertel auf 78:53. Der Schlussabschnitt glich dann einem munteren Schaulaufen, die jungen Akeure Kupke und Max Körner konnten sich vor Headcoach Fabian Strauß beweisen. Beide punkteten und gefielen mit viel Einsatz und Energie. Die Partie endete mit dem ungefährdeten 92:75-Heimsieg für die Titans.

Nico Wenzl, der mit 15 Zählern seinen persönlichen Bestwert in der ProB einstellen konnte, zeigte sich sichtlich zufrieden im Interview nach Spielende: „Wir hatten uns vorgenommen, intensiver zu trainieren und intensiver ins Spiel zu starten. Das ist uns heute gelungen und ganz gut getroffen haben wir auch“, so Wenzl augenzwinkernd.
Auch sein Trainer Strauß war nach der überzeugenden Leistung des Teams bestens gelaunt: „Die kurze Pause hat uns gut getan und die Jungs waren nach den durchwachsenen Leistungen der letzten Wochen hochmotiviert. Das hat man gesehen. Tanners Rückkehr hat uns am Brett beim Rebound sicher geholfen. Defensiv sind wir als Team zudem deutlich besser rotiert und offensiv immer wieder den freien Mann gefunden.“

02.01.2022 16:00 Uhr Arvato College Wizards vs. Orange Academy 75:109

Nach einem klaren Heimsieg gegen die Arvato College Wizards zum Beginn der Saison (102:74) bewiesen die jungen Uuulmer ein zweites Mal ihr Können und starten mit einem spektakulären Auswärtssieg ins neue Jahr. Anton Gavel startete mit Kapitän Marius Stoll, Marc Loemba, Nat Diallo, Michael Rataj und Latrell Großkopf in die Partie. Die ersten Punkte gingen dank Thomas Bruce, welcher mit 22 Punkten zum Karlsruher Top Performer wurde, an die Gastgeber. Marius Stoll holte mit einem Treffer von Downtown die ersten Uuulmer Punkte und ebnete den Weg für Michael Rataj und Marc Loemba, welche zahlreich Punkte für die OrangeAcademy sammelten. Zum Ende des ersten Viertels hin fanden die Wizards zunehmend ins Spielgeschehen und nahmen rapide an Fahrt auf: mit einem Vorsprung von zwei Zählern ging es für die OrangeAcademy in die erste Viertelpause.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels konnten die jungen Uuulmer an ihrer anfangs knappen Führung festhalten. Kurz vor der Halbzeitpause erkämpften sich die Gastgeber durch einen kurzen Lauf die Führung, dank eines gelungenen Dreipunktewurfs durch Tobias Jensen endet der zweite Spielabschnitt mit 41:41. Karlsruhe kam stärker aus der Halbzeitpause zurück, wurde beim Versuch die erkämpfte Führung auszubauen jedoch durch eine starke Uuulmer Offensivleistung gestoppt: innerhalb des dritten Viertels konnten die Donaustädter den Vorsprung auf 14 Punkte ausbauen und im Laufe des vierten Viertels maßgeblich erweitern: dank einer starken Defensive, wichtiger Punkte am gegnerischen Brett und  ermüdeten Karlsruhern geht die Partie klar und verdient mit 34 Punkten Differenz an die OrangeAcademy.

Mit einer Trefferquote von 53% aus dem Dreipunktebereich, ganzen 44 Rebounds und 31 Assists schlagen die jungen Uuulmer die Wizards im direkten Vergleich. Eine gute Defensive in den letzten drei Vierteln hielt die Gegner jeweils unter 18 Punkten. Top Performer der Partie wurde Michael Rataj, welcher mit 26 Punkten, elf Rebounds und sechs Assists ein Double Double holte und maßgeblich zum Sieg in Karlsruhe beitrug. Neben Kapitän Marius Stoll (17 Punkte und acht Assists) überzeugte Forward David Fuchs mit 14 Punkten. Insgesamt scorten sechs der jungen Uuulmer zweistellig und konnten so erneut durch eine geschlossene Teamleistung überzeugen.

02.01.2022 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer 89:92

Der Rückrundenstart der Ahorn Camp BIS Baskets Speyer war erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Carl Mbassa gewann mit 92:89 (42:53) bei den Basketball-Löwen Erfurt. „Das war das Ergebnis von Willensstärke und Moral. Heute hat jeder für jeden gekämpft“, sagte BIS-Trainer Carl Mbassa nach dem sechsten Saisonsieg in der Zweiten Basketball-Bundesliga ProB.

Nach einer nicht optimalen Leistung besonders im zweiten Viertel demonstrierten die BIS Baskets ihre Qualitäten. „In der Halbzeitpause habe ich den Jungs gesagt, dass wir trotz der elf Punkte Rückstand dieses Spiel heimfahren können“, erklärte Coach Mbassa. Seine Worte zeigten Wirkung, die Gäste übernahmen angeführt von Marc Liyanage und DJ Woodmore dank ihrer aggressiven Marschroute das Kommando. Zunächst kämpften sie sich auf 73:73 heran, gingen dann in Führung und verteidigten ihren Vorsprung in einer überaus spannenden Schlussphase.

Die Speyerer hatten im letzten Viertel Glück im Abschluss und haben letztlich zurecht gewonnen“, urteilte Erfurts Sportdirektor Florian Gut nach der ersten Heimniederlage der Löwen in dieser Saison. Zweistellig trafen für die BIS-Auswahl Marc Liyanage (19  Punkte/5 Dreier), Kelvin Omojola (18/2), DJ Woodmore (17/1), Michael Acosta Marte (13) und Darian Cardenas (11/2). Beste Schützen der Gastgeber waren Guy Landry Edi (19/2), Tyseem Lyles (17/5) und Noah Kandem (17).

02.01.2022 17:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors 81:83

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

02.01.2022 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 83:65

Die EPG Baskets Koblenz haben das Spieljahr 2022 mit einem deutlichen 83:65 (46:39)-Erfolg gegen die Gießen 46ers Rackelos eingeläutet. In der Tabelle der Barmer 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd haben die Rhein-Mosel-Städter damit den dritten Platz bestätigt. Nachdem beim Heimspiel gegen Erfurt vor neun Tagen Zuschauer noch ausgeschlossen wurden, durften gegen die Lahnstädter wieder Fans aus Koblenz und der Region der Partie beiwohnen. Die zugelassenen 800 Zuschauer waren es am Ende in der CGM Arena allerdings nicht, knapp 450 Anhänger der Baskets fanden sich auf dem Oberwerth ein. Die sahen fast einen Start-Ziel-Sieg der Hausherren. Gießen erzielte durch Ex-Nationalspieler Johannes Lischka die ersten drei Zähler der Begegnung. Dies sollte aber auch schon die einzige Führung der Gäste im gesamten Spielverlauf bleiben. Koblenz antwortete mit einem 8:0-Lauf. Sechs dieser acht Zähler steuerte Dominique Johnson bei.
Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic suchte, verglichen mit den beiden Spielen gegen Erfurt, vermehrt den direkten Weg zum Korb und setzte weniger auf Distanzwürfe. Nur zehn Versuche aus dem Drei-Punkte-Bereich waren es in der ersten Halbzeit. „Das war gar nicht unbedingt die Marschroute. Wir wollten einfach etwas fokussierter sein und konzentrierter in unseren Aktionen. Das ist uns insgesamt sehr gut gelungen“, befand Dugandzic. Drei der zehn Distanzwürfe waren erfolgreich, alle durch den US-Amerikaner Shembari Philipps.

Die Baskets behaupteten nach dem frühen Lauf stets eine knappe Führung. Das erste Viertel ging mit 21:20 an die Gastgeber. Gießen blieb aber durch ihre Protagonisten Montreal Scott, Tim Uhlemann und Lischka in Schlagdistanz. Im zweiten Spielabschnitt konnte die Führung leicht ausgebaut werden. Brian Butler setzte sich mehrfach unter dem Korb clever durch, und die Verteidigung agierte konsequent auf einem hohen Intensitätslevel. Lucas Mayer und Center Leo Saffer, der Moses Pölking (Gehirnerschütterung) in der ersten Fünf gut vertrat, taten sich dabei hervor. Beim Kabinengang führten die Baskets mit 46:39. Nach dem Seitenwechsel gingen die ersten Zähler wieder auf das Konto von Lischka. Mit jeder weiteren Spielminute aber kristallisierte sich die Überlegenheit der Baskets heraus. Die Gastgeber hatten einfach mehr Optionen. Am Ende waren es bei Koblenz fünf Akteure, die zweistellig punkten konnten.

Gießen wurde im dritten Viertel bei nur elf Zähler gehalten, und so führten die Koblenzer bereits vor dem Schlussviertel mit 66:50. Als dann die Koblenzer mit einem weiteren 11:0-Lauf in das letzte Viertel starteten, war das Spiel so gut wie entschieden. Nach dem 81:55 schafften die Gäste zwar noch einmal einen 10:0-Lauf, der Koblenzer Sieg war aber nicht mehr gefährdet. Jamaal Phatty setzte mit einem Korbleger den Schlusspunkt. „Wir haben wirklich gut gekämpft und viel Einsatz gezeigt. Über die letzten zwei, drei Spielminuten habe ich mich etwas geärgert, aber das haben wir ganz kurz und schnell thematisiert und abgehakt. Insgesamt war es wirklich eine gute Vorstellung, auf der man nun für die zwei kommenden Auswärtsaufgaben aufbauen kann“, sagte Dugandzic, der mit seinen Spielern am kommenden Sonntag in Coburg gefordert ist.

Vorberichte ProB Süd 15. Spieltag

02.01.2022 16:00 Uhr Dresden Titans vs. TSV Oberhaching Tropics

Die Weihnachtspause endet für die Dresden Titans bereits diesen Sonntag, wenn um 16:00 Uhr in der Margon Arena die TSV Oberhaching Tropics empfangen werden. Es ist die zweite Partie der Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd und damit der insgesamt 13. Spieltag. Die „Titanen“ sind mit 10 Siegen Tabellenführer der Südstaffel und schon nah dran am Playoff-Einzug. Auch der Tabellenvierte Oberhaching überzeugte mit bislang acht Siegen, davon zuletzt fünf in Folge!

Damit sind die Rand-Münchner das aktuell heißeste Team der Südstaffel. Tatsächlich gewannen die „Tropischen“ seit ihrer Heimniederlage gegen die Titans im November (86:92) jedes Spiel. Vor den Feiertagen holten die Oberhachinger gegen Frankfurt den achten Saisonsieg (86:81). Beim Frankfurt-Sieg überzeugte Omari Knox mit 31 Zählern. Der erfahrene US-Amerikaner (35) gibt den Tropics seit seiner Verpflichtung im November mehr Variabilität im Angriff (16.8 PTS) und entlastet Lokal-Matador Janosch Kögler (18.5 PTS, 2.3 AST).

Auch Dresden verabschiedete sich gegen den FC Bayern mit einem Sieg (77:74) in die Feiertage. Doch trotz der bislang überaus erfolgreichen Saison mit 10 Siegen, stockte die Siegesmaschine zuletzt. Gegen Koblenz (85:71) und Frankfurt (84:57) setzte es in den vergangenen vier Spielen zwei Niederlagen. Diese kassierten die „Titanen“ indes auswärts. In der heimischen Festung Margon Arena sind die Blau-Weißen immer noch ungeschlagen!

Damit das so bleibt, sollten Dresdens Korbjäger vor allem beim Einsammeln der gegnerischen Fehlwürfe mehr Energie an den Tag legen. „Unsere Reboundarbeit ist ein großes Manko, was uns schon die ganze Saison begleitet. Das ist Einstellung, Wille und daran müssen wir weiter arbeiten. Vielleicht bringt der ein oder andere Big Man ja nach den Feiertagen noch ein paar Kilo Weihnachtsspeck auf den Rippen mit“, hofft Titans-Cheftrainer Fabian Strauß augenzwinkernd.

02.01.2022 16:00 Uhr Arvato College Wizards vs. Orange Academy

Nach dem erfolglosen Rückrunden-Auftakt in Coburg möchten die Arvato College Wizards mit einem Sieg in das neue Jahre 2022 starten. Am 02.01.22 treffen die College Wizards in der eigenen Lina-Radke-Halle auf das junge Team der Orange Academy Ulm. Das Hinspiel im Oktober war für die College Wizards ernüchternd: nach 40min Spielzeit mussten sich die Karlsruher 102:74 geschlagen geben. Nach einem starken ersten Viertel (28:22) brachen die KIT Basketballer ein und die Ulmer spielten ihre Stärken konzentriert und effizient aus.

Auch sonst konnte das Farmteam der Ulmer in der Hinrunde überzeugen. Nach 9 Siegen aus 12 Spielen stehen sie derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Topscorer ist der 21-jährige Moritz Krimmer, der aktuell 13,6 Punkte im Schnitt pro Spiel wirft. Der junge (18,6 Jahre im Schnitt) und tief besetzte Kader von Headcoach Anton Gavel punktet im Vergleich zu den Karlsruhern im Schnitt mehr (70 vs. 81,8 Punkte) und lässt weniger Gegnerpunkte zu (75 vs. 73,4 Punkte). Auf die Gastgeber wartet demnach eine herausfordernde Aufgabe. Nach Verletzungspech in der Vergangenheit hoffen die Arvato College Wizards auf das Comeback von Point Guard Zaire Thompson.

Nach drei Niederlagen in Folge nutzt die Mannschaft um Zoran Seatovic und Fatih Soytürk die Trainingseinheiten zwischen Weihnachten und Neujahr effektiv, um eine weitere Negativserie abzuwenden.

02.01.2022 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer

Kurz nach dem Jahreswechsel steht für die Basketball Löwen am 2. Januar 2022 um 16 Uhr das nächste Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB an. Zu Gast sind die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer. Aufgrund der aktuellen Infektionsschutzregeln dürfen bei der Partie keine Zuschauer in die Halle. Die Basketball Löwen übertragen das Spiel live über Sportdeutschland.tv mit den beiden ehrenamtlichen Moderatoren David Jauch und Ben Kästner.

Die Rheinland-Pfälzer stehen mit fünf Siegen aus den bisherigen elf Spielen auf dem 7. Tabellenplatz der Südstaffel. Der erfahrene Trainer Carl Mbassa kann sich in dieser Saison nicht nur auf seine gestandenen Topscorer Daryl Woodmore (15,7 Punkte) und Darian Cardenas Ruda (14,3 Punkte) verlassen, sondern darf sich auch über starke Leistungen des 22-jährigen David Aichele freuen. Der 2,12-Meter große Center spielt seit drei Jahren für Speyer und steigerte sich kontinuierlich. In der laufenden Saison steht er durchschnittlich über 28 Minuten auf dem Feld, erzielt 7,5 Punkte und holt 6 Rebounds.

Das Hinspiel der beiden Mannschaften war eine richtige Achterbahnfahrt. Nachdem die Basketball Löwen zur Halbzeit bereits mit 18 Punkten vorne lagen, kämpfte sich Speyer wieder heran  und schaffte zehn Sekunden vor dem Ende mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf von Darian Cardenas Ruda den 67:67-Ausgleich. Auch die anschließende Verlängerung blieb bis in die letzten Sekunden spannend. Zuerst brachte Guy Landry Edi die Basketball Löwen mit sieben Punkten in Folge in Führung, bevor der Speyerer Topscorer Daryl Woodmore bei fünf Sekunden Restspielzeit die Chance bekommt, mit zwei Freiwürfen die Partie erneut auszugleichen, jedoch zur Freude der Erfurter nur einen Freiwurf trifft. 

02.01.2022 17:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

02.01.2022 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos

Zum ersten Spiel im neuen Jahr in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd erwarten die EPG Baskets Koblenz am 02.01.2022 um 17.00 Uhr in der CGM Arena die Depant Giessen 46ers Rackelos. Das Farmteam des Bundesligisten aus Giessen erlebte einen unglücklichen Saisonstart, man startete mit einigen sehr knappen Niederlagen in die Saison- fünf Spiele wurden mit maximal fünf Punkten verloren- und erst in Oberhaching platzte mit dem ersten Saisonsieg der Knoten. In den Wochen danach folgten weitere Siege (u.a. gegen Bayern München 2 und Hanau), sodass das Team von Patrick Unger in der Tabelle stetig weiter nach oben klettern konnte.

Getragen wird das Team von den beiden BigMen Johannes Lischka und Tim Uhlemann. Der langjährige Bundesligaprofi Johannes Lischka gehört mit seinen 34 Jahren zu den erfahrensten und besten Spieler der Liga. In Korbnähe ist er im 1 gegen 1 kaum zu verteidigen, er setzt seine Mitspieler sehr gut in Szene und ist ein sehr starker Rebounder. Uhlemann ist ein moderner BigMan, der auf vielen Positionen eingesetzt werden kann und sowohl am Brett als auch aus der Distanz jederzeit punkten kann. Im Schnitt erzielt das Duo zusammen 40 Punkte und sichert sich fast 20 Rebounds. Nach dem Weggang von Kienan Walter besetzt Montreal Scott den US-Spot im Team. Scott ist ein starker Guard, der die Liga bestens kennt und im Trikot der Baskets Schwelm in der vergangenen Saison am Aufstieg in der ProA klopfte. Der Point Guard liefert das komplette Paket was Scoring, Rebounding oder das Verteilen von Assists betrifft. Im Backcourt setzt Giessen ansonsten vor allem auf junge talentierte Spieler, wie Maximilian Begue, Viktor Ziring, Sebastian Brach und Tim Schneider. Begue, der auch im Giessener Bundesligateam viele Minuten sieht, ist nach Lischka und Uhlemann der effektivste Spieler der Hessen und weiß auch in der Verteidigung zu überzeugen. Brach, Ziring und Schneider bringen viel Energie ins Giessener Spiel, sie können von außen heiß laufen und zählen auch in der Verteidigung zu den Stützen des Teams.

Wie schwer es gegen Giessen sein wird haben die Baskets im Hinspiel erlebt, das sie nach einem 20 Punkte Rückstand erst in der Overtime mit 88-83 für sich entscheiden konnten. Durch den Zugang von Scott sind die Rackelos noch schwerer auszurechnen und verfügen nun auch im Backcourt über einen sehr erfahrenen Spieler, was die Sache für die Baskets nochmals zusätzlich erschwert.

Nachberichte Doppelspieltag ProA 15./16. Spieltag

15. Spieltag

23.12.2021 19:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Kirchheim Knights 71:93

Die erste Hiobsbotschaft ereilte das Knights Team bereits am Dienstag. Point Guard Karlo Miksic knickte im Training um und musste mit einer Sprunggelenksverletzung passen. Dennoch erwischte die neuformierte Starting Five von Head Coach Igor Perovic einen Start nach Maß. Beim Stand von 10:3 sah sich Nürnbergs Coach Buzas zum ersten Mal gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Doch der Lauf der Ritter ging weiter. 21:8 lautete der Spielstand nach etwa sechs gespielten Minuten. Die Nürnberger hatten zuletzt mit vier Siegen in Serie viel Selbstvertrauen getankt und zeigten dies in den folgenden Minuten eindrucksvoll. Punkt für Punkt kämpften sich die Falcons zurück und lagen zum Viertelende nur noch mit drei Zählern in Rückstand.

Erneut erwischten die Gäste aus dem Schwabenland den besseren Start. Sechs Punkte durch Elijah Strickland sorgten für den Ausbau der Führung. Ähnlich wie im ersten Abschnitt, konterten die Nürnberger in Person von Antonio Davis erfolgreich. Der Topscorer der Franken hatte zur Halbzeit bereits 17 Punkte gesammelt und entscheidenden Anteil daran, dass die Nürnberger 90 Sekunden vor der Halbzeit auf einen Punkt dran waren. Sichtlich unzufrieden mit den letzten Minuten, starteten die Knights einen kurzen Zwischenlauf von 6:0 vor der Halbzeit und gingen mit einem 52:45 Polster in die Kabine. Auch zum Start in die zweite Halbzeit zeigten beide Teams einen couragierten Auftritt. Beide Mannschaften wollten unbedingt die beiden Zähler einfahren. Die Führung wechselte erstmals nach ca. sechs Minuten im dritten Viertel. Kirchheim behielt die Ruhe und konterte. Kurz darauf übernahmen die Schwaben wieder die Führung. Tim Koch per Dreier aus der Ecke mit Ablauf des Viertels bescherte den Teckstädtern eine 67:61-Führung.

Es blieb eng bis zur Viertelmitte, dann zogen die Ritter unnachahmlich davon. Angeführt von Rohndell Goodwin, der nun das Heft des Handelns in die Hand nahm, erhöhten die Knights den Vorsprung auf zehn Punkte Differenz und ließen sich diesen auch nicht mehr nehmen. „Das war heute ein Erfolg des gesamten Teams. Die Jungs haben alles reingeworfen und einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten errungen. Ich bin mit der Reaktion nach dem Spiel gegen Leverkusen sehr zufrieden,“ so Perovic nach Spielende.  Am Schluss wurde es dann doch noch deutlich, was in dem Ausmaß dem Spielverlauf nicht entsprach, dennoch durften sich die Ritter letztlich als verdienter Sieger in die Weihnachtsfeiertage verabschieden.

23.12.2021 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Römerstrom Gladiators Trier 90:76

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

23.12.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Uni Baskets Paderborn 97:89

Angeführt vom starken Point Guard Zach Ensminger zogen die Dragons ihr Offensivspiel auf und kamen insbesondere am Korb zu einfachen Punkten. Die Uni Baskets erholten sich in der Folge zwar etwas vom Quakenbrücker Blitzstart, Daniel Zdravevski schlug jedoch postwendend mit einem erfolgreichen Dreier und einem krachenden Dunk zurück. Und auch die erste zweistellige Dragons-Führung ließ nicht lange auf sich warten. Bis zur ersten Viertelpause legten die Drachen jedoch den zweiten imposanten Run aufs Parkett – zwei Dreier von Thorben Döding beschlossen den ersten Durchgang und brachten den Dragons eine komfortable 32:14-Führung ein. Und auch der Start ins zweite Viertel war aus Sicht der Drachen wahrlich zum Zunge schnalzen. Wieder waren es Ensminger und Griffin, die ihre Mannschaft in der Offensive trugen, doch auch in der Defense hatten die Dragons nichts von ihrer Galligkeit und Intensität aus Viertel Nummer eins verloren. Insbesondere den gefährlichen Paderborner Dreier hatten die Hausherren gut unter Kontrolle – 27 Prozent zur Halbzeitpause können sich definitiv sehen lassen. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Gästen allerdings nicht mehr den Rückstand zu drücken – im Gegenteil. Jacob Knauf finalisierte von der Freiwurflinie die 53:31-Halbzeitführung, die den Drachen eigentlich ein gutes Gefühl für die zweite Halbzeit hätte geben müssen.

Mit einem Ensminger-And-One eröffneten die Dragons auch das dritte Viertel zunächst noch standesgemäß. Paderborn fand zwar nun etwas besser in die Partie – Jackson Trapp traf unter anderem seinen ersten Dreier des Spiels – einen echten Lauf brachten die Ostwestfalen allerdings zunächst nicht aufs Parkett der Artland Arena. Dennoch wirkte diese Partie auch Mitte des dritten Viertels bei weitem noch nicht entschieden. Paderborn erhöhte den Druck in der Verteidigung im Anschluss enorm, die Drachen fanden jedoch immer wieder Mittel und Wege die ostwestfälische Ganzfeldpresse zu überwinden. In der eigenen Defense erlaubten sich die Dragons allerdings einige Nachlässigkeiten: Trapp und Jordan Livingston taten ihrem Gegner mit zwei Dreiern zum 53:65-Anschluss in der 28. Minute enorm weh, dazu gerieten die beiden Quakenbrücker Center Pechacek und Weitzel mit drei bzw. vier Vergehen in Foulprobleme. Zu viele einfache Punkte, zu viele And-Ones – 76:62 vor den finalen zehn Minuten.
Und auch die ersten Punkte dieser wichtigen Phase gehörten den Baskets in Person von Peter Hemschemeier. Badu Buck machte die Angelegenheit mit einem Ecken-Dreier nach langer Zeit erstmals wieder einstellig und damit einhergehend vollkommen offen. Ensminger hielt sein Team durch konstantes Scoring zu Beginn des Abschlussviertels auf Kurs, Griffins Dreier zum 83:69 acht Minuten vor dem Ende erhöhte schließlich die Hoffnung auf den dritten Heimsieg dieser Saison. Doch es blieb weiter eng. Das war spätestens nach Trapps Dreier zum 80:85-Anschluss und der dringend nötigen Drachen-Auszeit jedem Anwesenden in der Artland Arena klar. Pechaceks Statement-Dunk brachte die Halle zum Kochen, durch immensen Willen und viel Power waren die Dragons nun endgültig auf der Siegerstraße unterwegs. Nach Breitlauchs Steal und den anschließenden einfachen Punkten zum 93:84 eine Minute vor dem Ende machte sich ein leichtes Gefühl der Erleichterung in der Arena bemerkbar, denn der Sieg hievt die Dragons von den ProA-Abstiegsplätzen.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Heute haben wir ohne Frage zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Die ersten 20 Minuten waren unsererseits offensiv als auch defensiv blitzsauber. Die Aktionen waren klar, das Teamplay hat funktioniert – unser Spiel lief vorne insgesamt einfach flüssig. Auch defensiv haben wir unseren Plan verfolgt. In bestimmten Situationen haben wir Druck auf sie aufgebaut und nur die Dinge zugelassen, die wir zulassen wollten. Durch die vielen Stopps sind wir gut in Transition gekommen und haben uns so einen komfortablen Puffer erspielt. Ein gänzlich anderes Bild dann in der zweiten Halbzeit: wir wussten, dass Paderborn aufdrehen, Druck ausüben und viele Dreier nehmen würde. Damit sind wir ohne Frage nicht so gut klargekommen. Wenn man einem Team dann einen solchen Hoffnungsschimmer gibt, wird ein Spiel automatisch nochmal knapp. Am Ende ging es dann ausschließlich um den Willen. Wir waren abhängig von der guten Leistung Zach Ensmingers, dass er allerdings in einer solchen Situation die Nerven behält, verdient ein großes Lob. Dennoch hatten wir aufgrund des enormen Paderborner Drucks in der zweiten Halbzeit Probleme den Ball nach vorne zu bringen und haben uns unnötigerweise etwas naiv verhalten. Das Spiel wurde schließlich etwas dreckig, durch die vielen erarbeiteten Freiwürfe sind wir dennoch, wenn auch tröpfelnd, zu unseren Punkten gekommen. Durch einige taffe Dreier hat sich der Gegner immer näher ran gekämpft, insgesamt bin ich jedoch sehr stolz, dass wir in einer solch schwierigen Situation die Nerven behalten haben. Diese Spiele gilt es zu gewinnen, das haben wir in den vergangenen Wochen zu selten getan. Insgesamt bin ich sehr glücklich über den Sieg, die Jungs haben sich den Erfolg verdient. Das ist eine weihnachtliche Belohnung für das Team, denn wir werden nicht nur sportlich auf dem Feld gefordert, sondern auch mental.“

23.12.2021 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Phoenix Hagen 81:83

In einer zu Beginn offensiv geprägten Partie versuchten beide Seiten oft vergebens ihr Glück aus der Distanz, um so größere Sprünge auf der Anzeigetafel hinzulegen. Bochum traf vor dem Gang in die Kabine jedoch lediglich 4/16 Dreier, Phoenix zeigte sich nur unwesentlich besser (4/15). So entwickelte sich nach dem Seitenwechsel eine Defensivschlacht, in welcher die Schützlinge von Chris Harris mehrfach gegnerische Würfe zurück zum Absender sandten. Mit sieben Blocks verhinderten die „Feuervögel“, dass Bochum trotz zwischenzeitlich zweistelligem Rückstand doch noch in Führung ging – und Hagen schließlich eine verfrühte Bescherung feiern konnte. Zum Matchwinner avancierte in der letzten Szene des Spiels Marcel Kessen. Offensiv an diesem Abend eher vom Pech verfolgt (2/8 Feldwürfe), ackerte „Matze“ umso mehr beim Rebound und griff sich insgesamt neun Abpraller. Viel wichtiger jedoch: Er entschärfte den letzten Korblegerversuch von Bochums Tony Hicks (18 Punkte), indem er den Ball regelkonform vom Ring wischte und damit den Derbysieg perfekt machte.

Die größte Konstante im Hagener Spiel fand sich einmal mehr im Backcourt wieder. Der auf dem Weg zum Korb kaum zu haltende CJ Walker setzte sich mit 24 Zählern die Topscorer-Krone der Partie auf, wobei er neun seiner zwölf Würfe aus dem Feld traf (75,0 Prozent) und von der Linie fehlerfrei blieb (5/5). Seine Vorstellung garnierte der Linkshänder mit je fünf Assists und Rebounds, was sich in einem Effektivitätswert von 29 zusammenfasste. Nur knapp an einem Double-Double vorbei schrammte Javon Baumann. Der Center legte in gut zehn Minuten auf dem Feld starke neun Punkte und acht Rebounds auf – beides Saisonbestwerte. Seine defensive Präsenz in Brettnähe unterstrich Baumann darüber hinaus in Form von drei Blocks!

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „In Summe ist der Sieg sicher nicht unverdient, da wir die meiste Zeit des Spiels vorne gelegen haben. Hinten raus ist es nochmals unnötig spannend geworden, da Bochum mit einer unkonventionellen Lineup einige Fehler erzwungen hat. Wir sehen das als Teil des Lernprozesses unserer Mannschaft, der uns nach vorn bringt. In der Vergangenheit hätten wir solch ein Spiel eventuell noch aus der Hand gegeben, umso schöner ist es zu sehen, dass wir trotz magerer Quoten einen Weg zum Erfolg gefunden haben.“

23.12.2021 19:30 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. PS Karlsruhe LIONS 91:111

Erneut hielt das TEAM EHINGEN URPRING lange gut mit und musste sich mal wieder mit einer Niederlage abfinden. Die gab es im 14. Spiel der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die PS Karlsruhe Lions mit 91:111. Doch vom Endergebnis darf man sich nicht täuschen lassen, denn lange Zeit sah es für das #teamingreen gut aus und man war nahe dran am ersten Erfolgserlebnis in dieser Saison. Die Partie begann gut für die Mannschaft von Trainer Felix Czerny. Mit 10:5 führte man nach drei Minuten. Zwei Minuten später traf Takiula Fahrensohn aus der Distanz zum 15:11. Bis dahin hatte man die Karlsruher schon zu sechs Ballverlusten gezwungen. Ein Indiz für die gute Defensivarbeit und viel Intensität von Beginn an. Dann schaltete man schnell um und nutzte die Fastbreaks aber zu selten auch aus. Nach sieben Minuten gelang den Gästen dann der Ausgleich zum 21:21. Das Spiel ging hin und her und beide Mannschaften hat-
ten sich auf viel Tempo des Gegners eingestellt, was auch eingehalten wurde. Kurz vor dem Ende des Viertels stellte Zach Walton auf 28:25 aus Ehinger Sicht.

Im zweiten Viertel übernahm Tyler Cheese, der die Punkte der Gäste aus der badischen Fächerstadt konterte. Bei denen waren es in dieser Phase die großen Spieler und die guten Dreierschützen Ferdinand Zylka und Leo Behrend die für die 37:32 Führung sorgten. Einen ganz wichtigen Dreier traf Jonathan Diederich und verkürzte auf 40:41. Drei Minuten vor der Pause glichen die Gäste dann wieder aus zum 48:48. Nach knapper Führung des #teamingreen mit 51:50, ging es mit einer vier Punkte Führung der Karlsruher in die Halbzeit. Aus der kam man alles andere als gut heraus und kassierte einen 8:0-Lauf. Man war nicht bereit gewesen, wie es Trainer Czerny nach dem Spiel benannte. Der Rückstand war erstmals zweistellig. Durch Punkte von Tutu und Cheese kämpfte man sich weiter heran und über einen 10:0-Lauf hatte man den Rückstand auf nur noch zwei Punkte beim 71:73 reduziert. Die Antwort der Gäste folgte aber postwendend. Eine Minute vor dem Ende des dritten Viertels blieb man in Schlagdistanz und hatte auf 76:80 gestellt. Umso bitterer war wenige Sekunden später der Dreier von TreVion Crews, der für einen neun Punkte Vorsprung vor den letzten zehn Minuten sorgte.

Im Schlussviertel setzten sich die Gäste dann weiter ab und so stand es acht Minuten vor dem Ende schon 95:80. Zwei Minuten gelang kein Korberfolg und selbst der Dreier danach verringerte den Abstand nur auf zwölf Punkte. Dann folgte ein Bruch im Spiel und den nutzten die Karlsruher die sich immer mehr in einen offensiven Rausch spielten gnadenlos aus. So wurde es letztendlich ein wohl zu deutlicher Erfolg für die Gäste.

23.12.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Medipolis SC Jena 94:81

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das Spitzenspiel gegen Medipolis SC Jena mit 94:81 (57:30) eindrucksvoll gewonnen und sind erstmals in dieser Saison Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. In der ersten Hälfte führten die Rostocker mit bis zu 28 Punkten. Fünf SEAWOLVES-Spieler punkteten zweistellig. Julius Wolf war mit 19 Zählern bester Korbschütze der Gäste. Mit dem elften Sieg in Folge stellten die Wölfe einen neuen Vereinsrekord auf.

Jenas Veteran Brandon Thomas eröffnete das Spitzenspiel mit einem Dreipunktewurf. Die Antwort folgte direkt im nächsten Angriff, als Nijal Pearson ebenfalls aus der Distanz traf. Beide Teams schenkten sich nichts, arbeiteten intensiv in der Verteidigung, erlaubten dem Gegner keine einfachen Würfe. Dennoch waren es die Hausherren, die zum Ende des ersten Durchgang mehr Zugriff auf das Spiel hatten. Auf Jenaer Seite waren zu diesem Zeitpunkt die beiden Schlüsselspieler Thomas und Ray Simmons mit jeweils zwei Fouls belastet. Bei den Rostockern sorgte Tyler Nelson fast im Alleingang für die erste etwas deutlichere Rostocker Führung des Abends.
Im zweiten Abschnitt packten die Wölfe dann richtig zu – und gestatteten Jena lediglich zehn Punkte bis zur Halbzeit. Im Angriff lief der Offensivmotor der Ostseestädter auf Hochtouren. Nelson tanzte Jenas Power Forward Julius Wolf an der Dreierlinie aus und verwandelte einen Dreier, in der Abwehr pinnte Rob Montgomery Jr. einen Korblegerversuch von Gäste-Guard Nico Brauner ans Brett, unter dem Korb glänzte Till Gloger mit guter Fußarbeit – und elf Zählern bis zum Pausentee. Jena fand kein Mittel, den Offensivrausch der Rostocker zu stoppen. Nach Dreiern von Theis und Roland leuchtete ein 57:29 auf der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Jena Moral und kämpfte sich mit einem 10:4-Lauf zurück ins Spiel. Es war Sid-Marlon Theis, der den kurzen Zwischenspurt der Gäste mit einem Dreier dämpfte. Trotz eines weiteren Nelson-Dreiers zum 72:48 gaben sich die Thüringer nicht auf. Im Schlussviertel suchten sie die Flucht nach vorn. Zwei schnelle Dreier durch Brauner und Radojicic verkürzten den Rostocker Vorsprung auf 15 Zähler. Erneut war es Theis, der per Dreier antwortete. Jena aber gab sich nicht auf und konnte knapp vier Minuten vor Schluss den Punkteunterschied auf zehn Zähler drücken. Chris Carter setzte daraufhin einen Dreier zum 81:68, doch die Gäste blieben weiter dran. Drei Minuten vor Schluss verwandelte Wolf ein Dreipunktespiel – der Rückstand aus Jenaer Sicht war einstellig. Dann aber setzte Theis einen weiteren Dreier, der die Entscheidung bedeutete. Mit der Schlusssirene traf zudem Jordan Roland, um den direkten Vergleich auf +13 zu stellen.

Nie zuvor haben die ROSTOCK SEAWOLVES in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA elf Spiele in Folge gewonnen. Bemerkenswert: Die letzten neun Spiele gewannen Wölfe allesamt zweistellig – mit durchschnittlich 17,4 Punkten Vorsprung. Head Coach Christian Held nach dem Spiel: “Wir sind über 40 Minuten der verdiente Sieger. Ich finde, dass wir heute einen sehr guten Job gemacht haben. Ich habe immer wieder gesagt, dass das unser Spiel ist. Wir machen sehr viel Druck in der Verteidigung und irgendwann bekommen wir unseren Lauf – und davon leben wir dann. Dann kriegen wir vielleicht noch einen zweiten oder dritten Lauf. Ich fand, dass wir genau das heute gemacht haben. Wir sind mit der richtigen Energie herausgekommen. Dass eine Mannschaft wie Jena nach so einer ersten Halbzeit zurückkommen wird, war wohl jedem klar. Ich fand, dass wir es gut zu Ende gebracht und verwaltet haben. Außerdem haben wir noch etwas für den direkten Vergleich getan, falls er zustande kommen sollte. Von daher: ein rundum gelungener Tag.“

23.12.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. Eisbären Bremerhaven 82:80

Der Weihnachtswunsch der Itzehoe Eagles ist in Erfüllung gegangen. Allerdings mussten sie für dieses Geschenk enorm hart arbeiten – dann war er endlich da, der erste Heimsieg der Saison. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga rangen die Eagles die Eisbären Bremerhaven mit 82:80 nieder. Natürlich war Coach Patrick Elzie erleichtert: „Ein wichtiger Meilenstein für uns.“ Nicht nur hatte sein Team nach elf Niederlagen die Serie gestoppt, sondern auch im siebten Anlauf zum ersten Mal in der Brokdorfer Halle gewonnen: „Wichtig ist, dass der Bann gebrochen ist.“ Das wollten die Gastgeber unbedingt, wie sie sofort zeigten. Mit Filmore Beck, Marko Boksic, Petar Aranitovic und Chris Hooper begannen mehrere Spieler stark, die Eagles punkteten reichlich und führten gut eine Minute vor Viertelende mit 26:16, bevor die Eisbären noch verkürzten. Der Trend setzte sich in den zweiten zehn Minuten fort, oft entwischten die Gäste der Itzehoer Defensive oder schlossen Schnellangriffe nach Fehlern des Gegners ab. Viel funktionierte nicht für die Eagles in diesem Viertel, mit dem 40:48 zur Halbzeit waren sie noch gut bedient.

Besser verteidigen, das schärfte Elzie seinen Spielern in der Halbzeit ein. Sie hatten gut zugehört, es folgte eine sehr dominante Phase. Boksic und zwei Mal Beck trafen drei Dreier nacheinander zur Führung, mehrfach klauten die Itzehoer den Eisbären den Ball und machten leichte Körbe. Fast fünf Minuten lang dauerte der 17:2-Lauf, der die Zuschauer mitriss – es wurde immer lauter in der Halle. Der letzte Abschnitt brachte das Drama, das fast zu erwarten war. Die Gäste zeigten, dass sie eine gute Mannschaft sind, und holten sich die Führung zurück. Aber den Eagles gelang, was in den Partien zuvor nicht geklappt hatte: „Wir haben Charakter bewiesen und in den letzten Minuten, als es eng wurde, kühlen Kopf bewahrt“, sagte Elzie.

Beim Stand von 77:80 in der letzten Minute durfte der Gegner auf keinen Fall punkten – Hooper gelang ein Steal, Bremerhaven übersah ausgerechnet Beck an der Dreierlinie: Sein siebter Treffer bei nur elf Versuchen brachte den Ausgleich. Wieder stand die Itzehoer Defensive, Aranitovic zog zum Korb und erzielte das 82:80, 17 Sekunden waren übrig. Und noch etwas Neues für die Eagles: Dieses Mal hatten sie das nötige Glück. Zwei Mal kamen die Gäste noch zum Wurf, beide Versuche gingen daneben. Der Rest war Itzehoer Jubel. Filmore Beck und Petar Aranitovic hatten die Verantwortung übernommen und wichtige Punkte erzielt. Aber jeder habe seinen Beitrag geleistet, „jede Situation war wichtig für diesen Sieg“, betonte Elzie. Beispiele: Andrija Matic rackerte unter dem Korb und sicherte neun Rebounds, Erik Nyberg verteidigte leidenschaftlich und warf sich jedem Ball hinterher. „Wir haben uns das Spiel erkämpft“, sagte der Coach. Jetzt hoffe er, dass diese Leistung in die nächsten Partien übertragen werden könne.

23.12.2021 20:00 Uhr Tigers Tübingen vs. wiha Panthers Schwenningen 74:73

Das Spiel begannen die Panthers deutlich konzentrierter als zuletzt und wirkten insbesondere in der Verteidigung sehr konzentriert und zeigten die nötige Intensität, um das gut angelegte Offensivspiel der Tigers zu stören. Angeführt von David Cohn gelangen einige Ballgewinne. In der Offensive taten sich die Panthers gegen die aggressive Verteidigung der Gastgeber zunächst schwer, Leon Hoppe brach den Bann mit einem Notwurf aus acht Metern und gab den Panthers etwas Sicherheit. Während Tübingen gegen die engagierten Schwenninger zunächst das Wurfglück fehlte, erarbeitete Malik Kudic mit einem sehenswerten Layup die Führung, die Leon Hoppe einige Zeit später sogar auf 9:15 auszubauen vermochte. Den Vorsprung konnten die Panthers bis in die erste Viertelpause halten (13:19).

Im zweiten Viertel zeigten sich die Tigers physisch dann präsenter und angeführt von Daniel Keppeler selbstbewusster: der Center sorgte mit einem starken Block und zwei krachenden Dunks fast im Alleingang für den Ausgleich. Anschließend übernahm Tiger-Shooter Till-Joscha Jönke, der mit sieben Punkten in kurzer Zeit die Gastgeber in Front brachte. Auf Panthers-Seite hielt Center Quatarrius Wilson dagegen und hielt die Partie eng, ehe ausgerechnet Panthers-Eigengewächs Daniel Zacek für Tübingen per Dreier erhöhte (34:30). Anschließend taten sich beide Teams in dem von den Defensivreihen geprägten Spiel schwer, Raiquan Clark konnte den Schlusspunkt zum 36:32 setzen, sodass die Panthers mit einem 4-Punkte-Rückstand in die Halbzeitpause gingen. Das dritte Viertel avancierte zum Spiel der Läufe: einen 7:0-Lauf der Panthers (Clark, Wilson, Kudic) beantworteten die Gastgeber mit einem 8:0-Lauf, worauf die Panthers ihrerseits einen 12:0-Lauf folgen ließen, bei dem insbesondere David Cohn mit zwei Dreiern heiß lief. Insbesondere durch eine starke Verteidigung machten die Panthers den Tigers das Leben schwer.

Das setzte sich auch im Schlussviertel fort, das Quatarrius Wilson mit einem And-One eröffnete, Malik Kudic erhöhte gar auf 46:63. Die Gastgeber zeigten aber Moral und kamen angeführt von Ryan Mikesell, der nun heiß lief, auf 55:63 heran. Als Clark und Cohn zurückschlugen, schienen die Panthers auf der Siegerstraße, doch die Tigers hatten nun ihr Visier richtig eingestellt. Die Zeit wurde für die Gastgeber jedoch knapp, sodass alles für die Doppelstädter sprach. In der Crunchtime machte sich dann jedoch der Kräfteverschleiß der Starting Five bemerkbar. Cohn, Hoppe, Kudic, Clark und Wilson spielten in der zweiten Halbzeit durch und zeigten von der Freiwurflinie Nerven: von 12 Freiwürfen fanden nur 5 das Ziel, sodass Mikesell und Crawley die Tigers 11 Sekunden vor Schluss auf 71:73 heranbrachten. Die Panthers nahmen eine Auszeit, ließen den Einwurf jedoch an der Grundlinie ausführen. Der Einwurf führten zum Ballverlust, als Crawley höher als Wilson sprang. Der Ball fand den Weg zum freien Kivimäki, der zur Führung einnetzte. Unter dem Jubel des Publikums gelang den Panthers kein geordneter Angriff mehr, Malik Kudics Notwurf verfehlte das Ziel, sodass die bittere 74:73-Niederlage feststand.

16. Spieltag

26.12.2021 15:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Nürnberg Falcons 80:83

Die Personalsorgen der Eisbären Bremerhaven hatten sich nach der Niederlage in Itzehoe noch verschärft, denn Ethan Alvanos
Schrecksekunde im 4. Viertel dort hat sich als Innenband-Verletzung am Knie herausgestellt, so dass Alvano dem Spiel nur an Krücken zur moralischen Unterstützung beiwohnen konnte, ebenso wie der weiter an der Achilles-Sehne angeschlagene Johannes Heiken. Kapitän Konstantin Konga und Marc Klesper fehlten ebenfalls weiterhin. Zurückkehren konnte Carrington Love, der nach grippalem Infekt zwar noch Trainingsrückstand hatte, aber mit 23 Punkten, 7 Rebounds und 5 Assists in 35 Minuten gleich wieder zu den Aktivposten gehörte.

Den besseren Start in eine spannende Partie erwischten die Gäste, bevor Eisbären-Headcoach Michael Mai beim Stand von 2:10 die erste
Auszeit zusammenrief. Danach kamen die Eisbären Bremerhaven auch ins Spiel und konnten vor allem durch Punkte von Daniel Laster und Love aufholen. In der Folge blieb die Partie ausgeglichen, wenngleich Nürnberg stets leicht die Nase vorne hatte (24:25 nach einem Viertel, 41:46 zur Pause). Beide Teams zeigten dabei viele Dunkings (Robert Oehle sowie Kevin Yebo für die Eisbären Bremerhaven, mehrfach Jonathan Maier für die Gäste). Nach der Pause das gleiche Bild: Beide Teams schenkten sich nichts, Bremerhaven blieb in Schlagdistanz, konnte aber nie davonziehen.

Nach gewonnenem 3. Viertel (21:19) ging es mit 62:65 in den Schlussabschnitt. Am stärksten waren die Eisbären dabei immer dann, wenn sie konsequent zum Korb und Fouls ziehen oder ihre Reboundüberlegenheit ausspielen konnten: So machten Oehle, Yebo und Moore gleich mehrfach aus Offensivrebounds wichtige Punkte. Dahingegen blieben von der Dreierlinie beide Teams mit 6/20 (30%) eher blass.
Die Schlussmomente waren dann hochdramatisch: Bei noch 25 Sekunden Restzeit hat Nürnberg bei 80:83 den Ball. Mai entschied sich
gegen das Foulen und für Doppeln und damit konnte das Team erreichen, dass sich Nürnbergs Davis zu einem verfrühten Wurf
hinreißen ließ, dessen Rebound die Eisbären einsammeln konnten. Sechs Sekunden vor dem Ende rutschte der Ball dann allerdings Jarelle Reischel durch die Finger ins Aus. Erneut Auszeit. Erneut wird gedoppelt, nicht gefoult – erfolgreich: Denn Reischel stealt den Ball sechs Sekunden vor Schluss (sein 5. Steal an diesem Abend) gleich wieder zurück. Den letzten Angriff bekommen die Bremerhavener und Daniel Laster hat den Dreier zum Ausgleich auf der Hand, dieser findet allerdings nicht das Ziel. Somit blieb es beim 80:83 und dem Sieg für die Nürnberg Falcons.

26.12.2021 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. VfL Sparkassenstars Bochum 103:81

Beide Teams tasteten sich zu Beginn der Partie etwas ab, das Spiel verlief etwas schleppend und man verließ sich auf seine Optionen im Set-Play. Die Gladiatoren waren in dieser Phase vor allem von außen erfolgreich, hatten jedoch erneut Probleme ihre Big Men nah am Korb in Position zu bringen. Bochum suchte derweil häufig das Eins gegen Eins und den Zug zum Brett. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel stand es 24:21 für die RÖMERSTROM Gladiators. Auch im zweiten Viertel blieben die Gladiatoren von außen brandgefährlich und erspielten sich so schnell eine 32:26 Führung. Weiterhin blieb das Inside-Spiel der Trierer ungefährlich, hauptsächlich Penetrations und anschließende Kick-Out-Pässe führten bei den Gastgebern zum Erfolg – vor allem Parker van Dyke traf nun auch schwierigste Würfe gegen den Verteidiger. Die Moselstädter zogen nun etwas davon, anderthalb Minuten vor Halbzeitpfiff stand es 53:41 für die Gladiatoren. Bis zur Halbzeitpause hielten die Trierer die Intensität hoch und gingen letztlich mit einem Vorsprung von 57:45 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel verlagerten die Gladiatoren ihr Spiel wieder mehr auf die großen Positionen, wo Garai Zeeb seine Mitspieler gekonnt in Szene setzte und Bochum sich oft nur mit Fouls zu helfen wusste. Auch defensiv schalteten die Hausherren nochmal einen Gang hoch und zwangen die SparkassenStars immer wieder zu schwierigen Distanzwürfen. Mitte des dritten Viertels betrug die Trierer Führung bereits 19 Punkte. Auch ein kurzer Lauf der Gäste brachte sich nicht zurück in die Partie und mit einer deutlichen Führung von 79:60 für die RÖMERSTROM Gladiators ging es in die letzte Viertelpause. Trotz der beruhigenden Führung ließen die Trierer auch im Schlussabschnitt nicht nach und erhöhten ihren Vorsprung schnell auf 25 Punkte. Zwar zeigten die Bochumer nochmal eine Reaktion und verkürzten den Vorsprung kurzfristig, jedoch kontrollierten die Gladiatoren weiterhin den Rebound und das Tempo der Partie. Spätestens nach dem zweiten unsportlichen Foul gegen den Spielmacher der SparkassenStars, Tony Hicks, fanden die Bochumer kaum noch freie Abschlüsse. So ließen die Hausherren über die restliche Spielzeit nichts mehr anbrennen und gewinnen letztlich verdient mit 103:81.

Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: ”Trotz des deutlichen Sieges bin ich nicht ganz zufrieden. Die Mannschaft hat die Invictus-Philosophie noch nicht zu 100% verinnerlicht, diesen Schritt müssen wir unbedingt gehen. Jeder muss für den anderen einstehen und die Leader müssen vorangehen – das haben wir heute noch nicht so gesehen, wie ich es gerne sehen möchte. Aber wir sind auf dem Weg dorthin und wissen, dass wir nur dann zu den besten Teams der Liga gehören können, wenn wir als Einheit funktionieren”.

26.12.2021 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Artland Dragons 95:94

Seit der Vereinsgründung von Phoenix Hagen im Jahre 2004 hatten die „Feuervögel“ noch nie einen Sieg gegen die Artland Dragons einfahren können – ob in der ersten oder zweiten Liga. So fiel der Jubel der 972 in der Krollmann Arena anwesenden Zuschauer umso frenetischer aus, als der letzte Quakenbrücker Wurf sein Ziel verfehlte und damit den 95:94-Erfolg nach Verlängerung besiegelte. Dass es überhaupt zur Extraschicht kam, hatten die Volmestädter selbst zu verantworten. Nach zwischenzeitlicher 14 Punkte-Führung (75:61, 32. Minute) ging offensiv plötzlich nur noch wenig, dafür arbeiteten die Gäste fleißig an ihrem Comeback, welches ausgerechnet durch Ex-Phoenix Adam Pechacek (10 Punkte) in der Verlängerung kulminierte (85:85, 40. Minute). In dieser markierte Quakenbrück schnell sieben Zähler in Folge und komplettierte damit einem viertelübergreifenden 16:0-Run, der Hagen mit dem Rücken zur Wand dastehen ließ (85:92, 43. Minute).

Dann schlug die große Stunde des Marcel Kessen. Der Center versenkte einen offenen Leger, nahm daraufhin zweimal aus der Distanz erfolgreich Maß und trieb die „Ischehölle“ mit seinen acht unbeantworteten Punkten endgültig zum Siedepunkt (93:92, 45. Minute). Der nervenstarke Demetrius Ward antwortete 24,6 Sekunden vor dem Ende an der Linie und brachte seine Farben eiskalt wieder in Front (93:94). Hagen blieb ein letzter Angriff, um doch noch den Sieg zu bestellen und legte den Ball in die Hände von CJ Walker. Der Guard suchte vom rechten Flügel aus das Eins-gegen-Eins, stieg hoch und vollstreckte über die ausgestreckten Arme von Chase Griffin hinweg zum 95:94 – der letzte Quakenbrücker Notwurf verfehlte sein Ziel. Walker trug sich mit 24 Zählern in die Korbjägerliste ein, wobei er zehn seiner 16 Versuche aus dem Feld traf (62,5 Prozent). Dazu garnierte er seine Leistung mit elf Assists, was einem neuen teaminternen Saisonbestwert darstellte.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Dieses Spiel war für uns die reinste Achterbahnfahrt. Nachdem wir schon zweistellig weg waren, hat Quakenbrück mit seiner starken Verteidigung dafür gesorgt, dass wir die Partie fast noch hergegeben hätten. Entscheidend ist gewesen, dass uns die Fans nach unserem 0:7-Start in die Verlängerung nach vorn getrieben haben. Dieser historische Sieg tut uns wahnsinnig gut, auch wenn er ungemein nervenzehrend und unnötig spannend war – verdient aber sicher allemal.“

26.12.2021 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. ROSTOCK SEAWOLVES 87:86

Beide Mannschaften gingen von Beginn an konzentriert, aber kontrolliert zu werke, denn keiner der Kontrahenten wollte den anderen unterschätzen. So war die Partie während der ersten sieben Minuten äußerst eng. Es zeigte sich jedoch früh, dass diese Begegnung das Potenzial hatte, zur spielerischen und taktischen Herausforderung für die LIONS zu werden. Denn das Löwenrudel ließ etwas die Treffsicherheit der vergangenen beiden Wochen vermissen und war in einigen Situationen den entscheidenden Tick langsamer als die gut aufeinander abgestimmten SEAWOLVES. So versuchten sich die Gäste kurz vor der ersten Pause davonzustehlen, doch LIONS-Headcoach Aleksandar Scepanovic nahm 100 Sekunden vor Ende des Anfangsabschnitts beim 15:20 eine Auszeit, und richtete offensichtlich die richtigen Worte an seine Schützlinge.

Es folgte eine perfekte Minute für Karlsruhe, in der ein 10:0-Run den Spielstand auf 25:20 drehte. Das erste Viertel endete etwas überraschend, aber nicht unverdient mit 27:23. Nach Wiederbeginn machten die LIONS genau so weiter, wie sie zuvor aufgehört hatten. Überfallartig verwandelte Leo Behrend zwei Dreier hintereinander zum 33:23, dem ersten zweistelligen Vorsprung des Löwenrudels, das auch in der Defense gut gegen die Angriffe des Teams von der Ostsee arbeitete. Aber die Gäste blieben brandgefährlich und versuchten meist erfolgreich, jede sich bietende Chance zu nutzen, um sich nicht abschütteln zu lassen. Auch die LIONS kämpften um jeden Ball, behielten ihre Linie bei und bauten in ihrer stärksten Phase kurz vor der Halbzeit ihren Vorsprung bis auf maximal 13 Punkte aus. Wären die SEAWOLVES nicht immer wieder in Tritt gekommen, die Hausherren hätten zur Spielmitte bereits höher als 52:41 geführt. Auch in Hälfte zwei zeigte sich Karlsruhe zunächst weiterhin bissig, ließ den Ball gut laufen, traf aber den Korb nicht mehr. So schmolz der Vorsprung zusehends und war zur Mitte des Viertels fast aufgebraucht. Erneut war es eine Auszeit von Scepanovic zum richtigen Zeitpunkt, die verhinderte, dass die Partie kippte. Denn die LIONS verschafften sich mit einigen guten Aktionen im Anschluss etwas Luft. Die bis dahin temporeiche und sehr intensive Begegnung lebte jetzt allerdings von der Spannung und dem möglichen Favoritensturz. Es gab mehr und mehr foulbedingte Unterbrechungen, auf Kosten der Dynamik.

Bis zum Beginn des letzten Viertels hatte der Tabellenführer aber dank guter nerven den Spielstand mit 66:64 fast egalisiert. Es folgte Spannung pur: Kurz nach Beginn des Spielabschnitts der Ausgleich, aber nicht die Wende, denn nun neutralisierten sich die Gegner praktisch, während die Angriffe von der einen zur anderen Seite rollten. In Minute 35 brachten die LIONS dann zwei Offense-Aktionen in Folge ins Ziel. Doch die SEAWOLVES konterten unmittelbar mit zwei Dreiern und hatten nun ihrerseits den Vorteil. Das Spiel vermittelte inzwischen längst wieder die Intensität aus der ersten Hälfte und die Spannung war greifbar. In der Crunchtime schien das Pendel nun endgültig in Richtung der Gäste zu schwingen, als die SEAWOLVES 73 Sekunden vor Spielende mit vier Punkten in Front gingen. Für die LIONS antwortete Whittaker mit einem Korbleger 60 Sekunden vor Schluss. Doch das Löwenrudel benötigte nun einen erfolgreichen Stop sowie möglichst drei Punkte, um die Entscheidung selbst in der Hand zu haben. Der Stop gelang, doch der Gegenstoß geriet ins Stocken. Zwei Korbwürfe waren erfolglos. Doch entgegen der allgemeinen Reboundschwäche der Mannschaft an diesem Abend sicherte Ferdinand Zylka den Ball ein letztes Mal und passte nach außen, zu Neuzugang Matthew Moyer. Dieser stand an der Dreierlinie und machte daraufhin seinen ersten Distanzwurf an diesem Abend. 2,1 Sekunden vor der Schlusssirene ging der Ball durch die Reuse. Die Lina-Radke-Halle stand sprichwörtlich Kopf. In der Folge wehrten die LIONS den letzten Angriff der SEAWOLVES ab und beschenkten sich selbst mit einem Sieg zum Jahresabschluss. Leo Behrend war LIONS-Topscorer mit 18 Punkten.

26.12.2021 18:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Bayer GIANTS Leverkusen

Die BAYER GIANTS Leverkusen beenden das Jahr 2021 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einer Niederlage. Mit 101:89 unterlagen die Farbenstädter bei den Uni Baskets Paderborn. Dabei zeigten die Rheinländer im ersten Viertel der Begegnung eine offensiv gute Leistung mit einigen sehenswerten Aktionen. Mit einem 10:3-Lauf (3. Spielminute) gleich zu Beginn der Partie machten die Leverkusener schnell deutlich, dass sie heute gerne als Sieger die Heimfahrt antreten möchten. Die Hausherren haderten mit ihren vergebenen Wurfchancen, während BAYER im Angriff viele Dinge richtigmachte. So vergrößerten die Gäste kontinuierlich ihren Vorsprung, was in einer zweistelligen Führung gipfelte (11:22 – 7. Spielminute). Nach einem ansehnlichen ersten Durchgang lagen die GIANTS mit 28:21 in Front. In den zweiten zehn Minuten änderte sich zunächst nicht viel an der Dominanz der Farbenstädter. Immer wieder hatten J.J. Mann, Dennis Heinzmann & Co. die passende Antwort auf die Offensivbemühungen der Ostwestfalen parat. Doch mit zunehmender Spieldauer fanden die Baskets Lücken in der Leverkusener Verteidigung, welche sie zu nutzen wussten. Punkt um Punkt kamen die Paderborner wieder an BAYER heran und in der 18. Spielminute sorgte Jordan Barnes per Dreier gar für die Führung der Gastgeber (45:43). Es lief in dieser Phase nicht mehr allzu viel bei den „Riesen vom Rhein“ zusammen und so ging es beim Halbzeitstand von 49:43 aus Sicht der Uni Baskets in die Kabine.

Nach der Pause begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, was aber eher dem Heimteam nutzte. BAYER fand keinen richtigen Zugriff auf die Partie, was vor allem daran lag, dass die Paderborner im Abschluss ihre nötige Sicherheit gefunden hatten. Doch aufgeben, daran dachten die „Giganten“ in keiner Sekunde. So kamen die Leverkusener, nach zwei erfolgreichen Freiwürfen durch J.J. Mann, auf 57:55 heran (25. Spielminute). Die Partie schien zu kippen, doch gleich im Anschluss setzten sich die Baskets mit einem 7:0-„Run“ wieder ab und machten die Hoffnungen der Farbenstädter zunichte (64:55 – 27. Spielminute). Mit einem 11 Punkte Rückstand (75:64) ging es für den ProA-Vizemeister 2021 in den Schlussdurchgang.In diesem letzten Abschnitt, soviel darf bereits verraten werden, ließen die Paderborner nichts mehr anbrennen. Clever agierten die Mannen von Coach Steven Esterkamp, der seine Schützlinge gut auf die Leverkusener eingestellt hatte. Die GIANTS schafften es einfach nicht mehr, den Rückstand entscheiden zu verringern. Die Baskets hatten ihr lautstarkes Publikum von weit mehr als 1.000 Zuschauer auf ihrer Seite, welche ihre Mannschaft in wichtigen Phasen stets frenetisch unterstützte. An diesem zweiten Weihnachtstag fand BAYER in der Defensive nicht den Zugriff auf ein Heimteam, welches schlussendlich einen verdient 101:89-Sieg einfuhr.

Topscorer der GIANTS war einmal mehr Quentin Goodin, der mit 21 Zählern zum dritten Mal in 2021/22 20 oder mehr Punkte in einer Partie markieren konnte. Ihm folgt J.J. Mann mit 18 Punkten und vier Rebounds. Zweistellig scorten des weiteren Spencer Reaves (12) und Melvin Jostmann (11). Bester Rebounder der „Giganten“ war Dennis Heinzmann, der sich sechs Abpraller sichern konnte.
Mit der Vorstellung seiner Jungs war Trainer Hansi Gnad nicht einverstanden: „Erst einmal möchte ich den Baskets zum Sieg gratulieren. Wir haben leider nicht das umgesetzt, was wir im Vorfeld angesprochen haben. Das ist enttäuschend. Leider ist es uns nicht gelungen, den Paderbornern ihre Stärken zu nehmen. Wenn ein Team es schafft, über 30 Assists in einer Begegnung zu spielen, spricht das für diese Mannschaft. Wir haben in der Verteidigung viel zu viel zugelassen, was der Heimmannschaft in die Karten gespielt hat. Normalerweise solltest du mit 89 erzielten Punkten in fremder Halle eine gute Chance haben zu gewinnen, aber wenn du selber 101 Zähler kassierst, sagt das schon einiges aus. Jetzt gilt es im Training sich konsequent auf die beiden nächsten Spiele vorzubereiten, die für uns unheimlich wichtig sind.“

26.12.2021 18:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Nach dem in den Schlusssekunden unglücklich aus der Hand gegebenen Spiel in Tübingen (73:74) haben die wiha Panthers es zum Jahresabschluss auch in eigener Halle richtig spannend gemacht! Vor 228 Zuschauern in der Schwenninger Deutenberghalle hatten diesmal die erneut ersatzgeschwächten Doppelstädter das glücklichere Ende für sich und holten einen knappen 96:93-Sieg gegen Tabellenschlusslicht Ehingen. Am 2. Weihnachtsfeiertag vertraute Head Coach Alen Velcic auf die in den letzten Spielen eingesetzte Startformation bestehend aus Leon Hoppe, Malik Kudic, Raiquan Clark, Quatarrius Wilson und David Cohn. In einem zunächst von recht geringer Intensität geprägten Spiel begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Raiquan Clark sorgte für die ersten Schwenninger Punkte im Spiel an der Freiwurflinie und erzielte insgesamt 11 Punkte für die Panthers im Auftaktviertel. Bei den Gästen glänzte zu Beginn vor allem Tyler Cheese und der Flügelspieler Takiula Fahrensohn. Die wiha Panthers ließen die Intensität des Tübingen-Spiels über weite Strecken der Anfangsphase vermissen und gingen mit einem knappen Rückstand in die erste Viertelpause (19:20).

Erst in den zweiten zehn Minuten steigerten sich die Doppelstädter. Ein glänzend aufgelegter Grant Sitton verwandelte fünf Dreipunktewürfe und brachte seine Mannschaft in Führung. Als dann auch defensiv einige Stopps gelangen, bauten die Schwenninger ihre Führung aus (45:33). Doch die junge Ehinger Mannschaft ließ sich nicht so leicht abschütteln und blieb dank einiger erfolgreicher Distanzwürfe bis zum Ende der 1. Halbzeit dran (50:41). Nach dem Seitenwechsel fanden die Schwenninger zunächst gut in die Partie und bauten die Führung auf 13 Zähler aus. Doch angeführt von Tyler Cheese und Munis Tutu arbeiteten sich die Donaustädter Stück für Stück wieder heran. Unglaubliche 17 Dreipunktewürfe sollten die Ehinger in der Partie insgesamt treffen und blieben dank dieser Strategie im Spiel. Das 3. Viertel entschieden die Gäste mit 21:27 für sich und waren ihrem ersten Saisonsieg nah.

Im Schlussviertel gingen die Ehinger dann sogar durch einen Korbleger von Jakob Hanzalek in Führung (74:76). Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einem Krimi. Die Panthers blieben aber dran und die Führung wechselte weiter. Raiquan Clark sorgte mit einigen Alleingängen für die zwischenzeitliche Führung der Gastgeber. Takiula Fahrensohn brachte Ehingen mit einem tiefen Dreipunktewurf bei einer Minute Restspielzeit mit drei Zählern in Führung (93:90). Das zu Entgleiten drohende Spiel stand nun auf der Kippe. Schwenningens Topscorer Raiquan Clark übernahm in der engen Schlussphase Verantwortung und markierte die letzten sechs Punkte eines knappen 96:93-Erfolgs.

Vorberichte ProA Doppelspieltag 15./16. Spieltag

15. Spieltag

23.12.2021 19:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Kirchheim Knights

Es läuft bei den Nürnberg Falcons. Nach zuletzt vier Siegen in Folge will man im Dezember auch weiterhin eine weiße Weste wahren. Damit die aktuell drittlängste Siegesserie der ProA auch am späten Abend des 23. Dezembers noch Bestand hat, brauchen die Falcons gegen die Kirchheim Knights einen perfekten Abend. „Kirchheim ist nach den Kader-Veränderungen eines der Top-Teams der Liga. Goodwin, Williams und Bekteshi bringen viel Erfahrung und Qualität mit und das zeigt sich auch in den jüngsten Ergebnissen mit acht Siegen aus elf Spielen. Zudem werden sie von Igor Perovic sehr gut gecoacht, der damit die tolle Arbeit aus dem Vorjahr fortsetzen konnte. Für unser junges Team stellt dieses Spiel eine enorme Herausforderung dar. Gleichzeitig ist es die Chance, als Einheit noch näher zusammenzuwachsen. Natürlich sind wir enttäuscht, erneut ohne unsere Fans spielen müssen, hoffen aber auf eine baldige Rückkehr“, so Falcons-Coach Vytautas Buzas.

Die angesprochenen Jonathon Williams (15,8 Pts.), Rohndell Goodwin (14,2 Pts.) und Besnik Bekteshi (12,4 Pts.) haben dem Team der Knights wieder mehr Stabilität und Selbstvertrauen gegeben und stellen drei von fünf Rittern, die im Durchschnitt zweistellig punkten. Hinzu kommen Till Pape und Karlo Miksic mit 14,2 bzw. 10,7 Punkten pro Partie. Letzterer ist mit 5,4 Korbvorlagen pro Begegnung zudem bester Assist-Geber unter Teck. Und so ließen die letzten Ergebnisse der Kirchheimer durchaus aufhorchen. Nach Siegen gegen mehrere aktuelle Playoff-Teams finden sich die Ritter nun selbst auf einem Platz an der Sonne wieder. Auch gegen Leverkusen verkaufte man sich teuer, musste sich aber letzte Woche daheim mit 78:83 geschlagen geben. Dort haben die Knights eine ausgeglichene Bilanz mit vier Siegen und vier Niederlagen. Auswärts tat man sich mit vier Siegen und zwei Niederlagen da deutlich leichter.

23.12.2021 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Römerstrom Gladiators Trier

Während es allmählich knackig kalt im Rheinland wird, bereiten sich die Korbjäger der „Riesen vom Rhein“ in der Rundsporthalle an der Bismarckstraße auf die letzte Begegnung vor heimischem Publikum in 2021 vor. Natürlich ist die Stimmung nach dem 83:78-Sieg über die VfL Kirchheim Knights gut, doch Geschenke verteilen möchten die GIANTS am Tag vor Heiligabend nicht. Viel eher gilt es, im Kampf um die Playoffs, einen weiteren Sieg einzufahren. Schließlich soll der Aufwärtstrend bei den BAYER Korbjägern weiter anhalten.

Mit den Gästen aus Trier kommt eine spielstarke Truppe in die Farbenstadt, welche ein Wörtchen um den Einzug in die Playoffs mitreden möchte. Trainer Marco van den Berg steht aktuell, mit einer Bilanz von sieben Siegen und sechs Niederlagen, mit den RÖMERSTROM Gladiators auf dem siebten Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der Saisonverlauf der Moselstädter ähnelte zuletzt dem der GIANTS: Einige Schwankungen, wenig Konstanz. Immer wieder hatten die Trierer in den vergangenen Wochen mit Personalsorgen zu kämpfen. Mit den beiden US-Amerikanern Daniel Monteroso (lief nur sechsmal in 2021/22 für die Gladiators auf) und Austin Wiley sowie dem erfahrenen Center Enosch Wolf (beide je zwei Einsätze) fehlten unserem kommenden Gegner einige wichtige Stützen im Kader.
Dass Trier dennoch recht weit oben in der Tabelle steht, liegt vor allem an den guten Leistungen von Brody Clarke, Parker Van Dyke und Radoslav Pekovic. Erstgenannter zählt mit 18,5 Punkten pro Spiel im Schnitt zu den besten Scorer der zweiten Liga und schließt vor allem in Brettnähe hochprozentig ab (59,6 Prozent Trefferquote). Parker Van Dyke ist erst seit Mitte November Teil des Teams und ist vor allem als vielseitige Option auf der Flügelposition in Erscheinung getreten. Bei der Auswärtsniederlage seiner Farben in Rostock (81:91) markierte der 27-Jährige starke 19 Zähler, in der Woche zuvor waren es 20 Punkte gegen die Itzehoe Eagles (86:68-Sieg). Center Pekovic ist ein Spieler, der vor allem durch seine Physis (2,15 Meter groß und 112 Kilogramm schwer) auffällt und in sieben von insgesamt 12 Saisonpartien zweistellig scorte. Mit Mittelwerten von 12,5 Punkten und 8,7 Rebounds pro Partie ist er am Brett des Gegners nur schwer zu stoppen. Aber auch Akteure wie Garai Zeeb (9,7 PpS) oder Jonas Grof (8,2) sind gefährlich und wissen ihre Teamkollegen zu unterstützen.

Für Trainer Hansi Gnad und seine Mannschaft wird es schwer werden: „Wir wissen, dass die Gladiators eine Mannschaft sind, die zu den besseren der ProA zählen. Wie auch in Kirchheim, müssen wir engagiert und hochkonzentriert auftreten, damit wir eine Chance haben gegen Trier zu gewinnen“, so Gnad.  „Der Gegner ist gut aufgestellt und verfügt über einige Waffen, die es in Schach zu halten gilt. Die Jungs wollen ihr letztes Heimspiel im Jahr 2021 unbedingt gewinnen und den Fans einen tollen Jahresabschluss in der Ostermann-Arena bereiten.“

23.12.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Uni Baskets Paderborn

Geschenke haben die Quakenbrücker so kurz vor dem Fest der Liebe nämlich wahrlich nicht zu verteilen. Durch die 86:91-Derbyniederlage bei RASTA Vechta sind die Dragons auf den 15. Rang abgerutscht und befinden sich nun de facto im Abstiegskampf der ProA. Dessen sind sich die Verantwortlichen der Burgmannstädter allerdings durchaus bewusst, wie Drachen-Headcoach Tuna Isler durchblicken lässt: „Die anstehende Phase ist insofern wichtig, als dass wir die bislang nicht zufriedenstellende Hinrunde besser abschließen wollen, als wir sie begonnen haben. Mit dem Ende der Hinrunde gilt es dann im neuen Jahr einen Cut zu machen. Wir sind nämlich nach wie vor fest davon überzeugt, dass sich die vorhandene Qualität, die Art Basketball zu spielen und die Arbeit schließlich auszahlen werden. Dass wir mehr Siege einfahren müssen, ist unbestritten. Nichtsdestotrotz gilt es für uns nun zunächst, die Hinrunde so gut es geht abzuschließen. Deshalb gehen wir jedes Spiel einzeln an, weil wir keine Zeit für Taktierereien oder eine intensive Vorbereitung haben. Wir verstecken uns nicht vor den Herausforderungen, die vor uns stehen und halten weiter an unserer Art des Spiels fest.“

Bevor also die Aufgaben Hagen (26.12), Bochum (29.12) und Karlsruhe (2.1) auf die Quakenbrücker Agenda rücken, steht zunächst die Hürde Uni Baskets Paderborn im Fokus. Die Mannschaft von Headcoach Steven Esterkamp belegt nach 13 absolvierten Partien den 8. Rang der ProA-Tabelle und präsentiert sich mit einer Bilanz aus sieben Siegen und sechs Niederlagen bislang recht ausgeglichen. Lediglich in fremder Halle sprang bis dato erst ein Erfolg heraus, zuletzt unterlagen die Ostwestfalen mit 82:88 gegen die Nürnberg Falcons. „Paderborn hat in dieser Saison ein paar neue Gesichter in seinen Reihen, in Jackson Trapp jedoch einen sehr wichtigen Spieler über den Sommer hinweg gehalten. Er ist eine der treibenden Kräfte auf dem Parkett, nicht nur was die Punkteausbeute anbelangt, sondern auch in puncto Stabilität“, analysiert Isler und ergänzt: „Jens Großmann wird von Steven Esterkamp darüber hinaus gut eingesetzt und bekommt mittlerweile mehr Minuten als in der vergangenen Spielzeit. Sie setzten vermehrt auf jüngere Spieler, Peter Hemschemeier ist da sicherlich an vorderster Front zu nennen. Die Anzahl der großen Spieler hat sich erhöht, neben dem Backcourt um Jordan Barnes und Trapp ist also auch die Physis dieser Mannschaft nicht zu unterschätzen.“

Durch die Rückkehr der Zuschauer auf Grundlage der 2G+-Regel dürfen die Drachen auch wieder auf die Unterstützung von den Rängen zählen. Dadurch versprechen sich die Hausherren einen zusätzlichen, positiven Push – die innere Spannung kommt nämlich bei den Drachen ohnehin von ganz allein: „Natürlich stellen wir uns auch selbst unter einen gewissen Druck, weil das Fehlen der Siege, obwohl wir guten Basketball spielen, nicht unseren eigenen Ansprüchen genügt. Es wäre aber falsch sich in unserer derzeitigen Situation – und darüber sind wir uns alle einig – zu viele Gedanken über Dinge zu machen, die wir nicht beeinflussen können. Fehler aus der Vergangenheit haben wir korrigiert und ausführlich besprochen, die zuletzt erlittenen, knappen Niederlagen haben jedoch andere Gründe. Wir gehen nicht mit den besten Startvoraussetzungen in die letzten Spiele des Jahres, glauben jedoch an uns und unsere Qualität.“

Diese wurde durch die Addition von Akim-Jamal Jonah zuletzt nochmals erhöht. Der Center ist am Montag zur Mannschaft gestoßen, hat zunächst individuell trainiert, um anschließend ins Team-Training einzusteigen und eventuell bereits gegen Paderborn eine veritable Option auf den großen Positionen zu sein. Ebenfalls ins Mannschaftstraining zurückgekehrt sind Jonas Weitzel und Jacob Knauf. Die beiden Big Men fielen zuletzt in Vechta verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus, kehren im letzten Heimspiel des Jahres jedoch voraussichtlich auf das Parkett zurück.

23.12.2021 19:30 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Phoenix Hagen

Mehr Derby geht nicht in der ProA! Abgesehen vom Reiz des Nachbarschaftsduells wird es für die SparkassenStars auch ein wichtiges Spiel mit hohem sportlichen Wert, denn die Feuervögel aus der Volmestadt stehen aktuell mit fünf Siegen aus 13 Spielen auf dem 12. Tabellenrang der ProA und somit punktgleich einen Platz vor den Bochumern. Das von Headcoach Chris Harris trainierte Team wird auf dem Feld angeführt von Aufbauspieler Clarence Walker, der 14,9 Punkte und 4,1 Assists pro Spiel abliefert. Ihm zur Seite steht mit Karrington Ward ein G-League erfahrener Small Forward, der auf 13,7 Punkte bei einer Dreierquote von rund 46% kommt. Zuletzt hatte Ward aufgrund einer Knieverletzung gefehlt, doch am letzten Wochenende, beim Gastspiel bei den Tigers Tübingen, stand er wieder im Kader der Feuervögel.

Center Marcel Keßen überzeugte bislang mit 13,3 Punkten und 6,2 Rebounds. Zudem fanden bislang ebenfalls 46% seiner Dreipunktversuche den Weg in die Reuse des Gegners. Shooting Guard Shawn Occeus mit 10,8 Punkten und Point Guard Marquise Moore mit 10,2 Punkten und 4,0 Assists komplettieren die Garde der Spieler mit einer zweistelligen Punkteausbeute. Mit Dominik Spohr und Phillip Daubner haben die Hagener dahinter noch zwei weitere Spieler mit langjähriger ProA- und BBL-Erfahrung im Team. Für die SparkassenStars wird es gegen Hagen darum gehen, die zuletzt drei Niederlagen aus den Köpfen zu verdrängen und vor heimischer Atmosphäre mit hoffentlich wieder voller Kaderstärke zur alten Heimstärke zurückzufinden.

Hagen wird das volle Potential abrufen wollen in der Offensive und in ihrem Wechsel in ihrer Left-Hand-Defense. Wir müssen unseren Fokus auf die vollen 40 Minuten in diesem Spiel legen, um ihnen die Stirn zu bieten“, so Bochums-Headcoach Felix Banobre. „Phoenix ist bei weitem kein einfacher Gegner. Sie haben in Leverkusen gewonnen und Trier zu Hause mit 19 Punkten Differenz besiegt. Aus diesem Grund müssen wir gewarnt sein. Es wird für uns wichtig sein, die letzten drei Woche zu vergessen und an die alte Heimstärke anzuknüpfen, dank welcher wir hier zu Hause Schwergewichte wie Tübingen und Leverkusen geschlagen haben. In diesem Derby wird die Unterstützung von den Rängen wieder enorm wichtig für unser Team“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

23.12.2021 19:30 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. PS Karlsruhe LIONS

Trotz 13 Niederlagen in Folge ist von aufgeben und Kopf in den Sand stecken beim Team Ehingen Urspring keine Spur. Gerade die erste Halbzeit beim Tabellenführer Medipolis SC Jena dürfte einiges an Schwung für die kommenden Aufgaben geben. Denn lange Zeit beschäftigte man den Spitzenreiter mit schnellem Spiel und vielen Punkten. Nach 18 gespielten Minuten hatten die Ehinger den Thüringern schon 46 Punkte eingeschenkt. „Wir befinden uns auf einem soliden guten Weg“, erklärte Co-Trainer Johannes Hübner. Den Optimismus zieht man auch aus den guten Leistungen der jungen Spieler in den vergangenen Wochen. In Jena punkteten Jakob Hanzalek und Jonathan Diederich zweistellig. Timo Neunzling stand erstmals in der Starting Five und Florian Kämpf bestritt sein ProA Debüt. „Die guten Leistungen in der NBBL tragen ihren Teil dazu bei. Dort müssen die Jungs Verantwortung übernehmen und wir als Team und sie als Spieler profitieren davon enorm“, meinte Hübner. Das soll auch so in den kommenden Spielen fortgeführt werden.

Dann werden Jorke Aav der schon in seiner estnischen Heimat ist, genau wie das schweizer Center-Talent Yanic Niederhäuser fehlen die über die Weihnachtstage bei ihrer Familie sind. Beim zuletzt verletzt fehlenden Maximilian Langenfeld ist ein Comeback in Sicht. Dagegen ist für den Einsatz von Topscorer und ProA Spieler des Monats November, Munis Tutu, wenig Optimismus geboten. „Er hat bisher noch nicht trainiert und man muss eher davon ausgehen, dass er nicht spielen kann“, sagte Hübner. Der Kanadier dürfte umso schmerzlicher vermisst werden, weil es gerade auf die Guards ankommen wird im Duell mit den Fächerstädtern aus Baden. Denn mit TreVion Crews und Stanley Whittaker haben sie „zwei Guards mit enorm hoher Qualität“, wie Hübner sagte. Beide erzielen mehr als 20 Punkte im Schnitt pro Partie. Während Crews erst seit drei Spielen dabei ist, dominiert Whittaker seit Saisonbeginn die Liga und führt diese mit 22,2 Punkten pro Partie auch an. Das dürfte wenig überraschen, war es doch der 27-jährige US-Amerikaner der vergangenen Spielzeit beim UBSC Graz zum besten Scorer der gesamten österreichischen Liga wurde. Dazu kommt noch der bundesligaerfahrene Ferdinand Zylka, der in den letzten beiden Spielen aber nicht mitwirkte, zuvor aber für 19,8 Punkte gut war. Nicht zu unterschätzen sind die beiden deutschen Center Maurice Pluskota und Tom Alte, sowie die beiden starken Werfer Leo Behrend und Matthew Freeman. „Wir müssen es ihnen als gute Werfer schwer machen und auch unter dem Korb wach sein“, erklärte Hübner den Plan gegen die Karlsruher.
Gegen die soll nicht nur lange mitgehalten, sondern auch gepunktet werden. Allzu viel Zeit zum Ausruhen bleibt danach aber nicht, denn dann geht es schon drei Tage später in en Schwarzwald zu den wiha Panthers Schwenningen.

Lediglich knapp 17 Assists verteilen die Karlsruher pro Partie, wobei die beiden dominierenden Guards deutlich herausstechen. Gerade ohne Munis Tutu sollte also das Ehinger Team diese beiden in den Griff bekommen und selbst einen guten Tag aus der Distanz erwischen. Denn nur bei den beiden Niederlagen gegen Paderborn und Tübingen lag die Dreierquote der Mannschaft von Trainer Aleksandar Scepanovic unter 35 Prozent. Gerade der neuseeländische Forward Matthew Freeman, der 47 Prozent seiner Würfe aus der Distanz trifft wird sich dann ein Duell mit seinem Landsmann liefern. Denn Takiula Fahrensohn, der ebenfalls mehr als 40 Prozent von der Dreierlinie trifft, stammt wie Freeman aus Auckland und ging wie sein Kontrahent den Weg über ein amerikanisches College nach Deutschland.

23.12.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Medipolis SC Jena

Mit einem Sieg über die Thüringer könnten die SEAWOLVES einen neuen Vereinsrekord in der ProA aufstellen. Nie zuor haben sie in der ProA elf Spiele hintereinander gewonnen. Sowohl in der vergangenen Saison als auch aktuell surfen sie auf einer Welle von zehn Siegen in Serie. Allerdings war es Medipolis SC Jena in der letzten Spielzeit, das ebenjene Erfolgssträhne der Rostocker – in Jena – stoppte.
Am Donnerstag wird zudem eine weitere Serie reißen: Jena hat in dieser Saison noch keines seiner sechs Auswärtsspiele verloren, Rostock hat seine letzten fünf Heimspiele allesamt gewonnen. Welches Team wird einen Tag vor Heiligabend zum Serienkiller?
“Jena ist eine hervorragend besetzte, tiefe und erfahrene Mannschaft, die außerdem einige junge Spieler mit viel Potenzial hat. Sie haben mit Rayshawn Simmons, Brandon Thomas, Alex Herrera, Stephan Haukohl, Nico Brauner, Julius Wolf und Clint Chapman viele erfahrene Spieler in ihren Reihen, die entweder lange Jahre die ProA kennen oder – wie Thomas und Chapman – sehr BBL-erfahren sind. Dazu werden sie unglaublich gut gecoacht”, weiß Coach Christian Held. “Sie wissen, was sie wollen. Man erkennt, wie sie verteidigen wollen, wie sie angreifen wollen, welche Optionen sie wann wollen. Nicht ohne Grund haben sie erst ein Spiel verloren – und zudem etwas unglücklich.”

Während auf Rostocker Seite keine Personalsorgen zu verzeichnen sind – zuletzt feierte Gabriel de Oliveira sein Comeback gegen Bremerhaven -, fehlen bei Jena der Schweizer Nationalspieler Jonathan Kazadi und der gesperrte US-Center Clint Chapman.
Für uns wird es darum gehen, das gesamte Spiel über unseren Basketball zu spielen, uns auf uns konzentrieren und ihnen möglichst viel Dinge schwer zu machen. Wenn wir das über 40 Minuten schaffen, werden wir aus meiner Sicht ein gutes Spiel sehen mit einem offenen Ausgang. Wenn wir das nicht über 40 Minuten schaffen, wird es unglaublich schwer, Jena paroli zu bieten”, meint Held.
In den bisherigen sechs Duellen zwischen Rostock und Jena konnten sich die Thüringer vier Mal durchsetzen. In der letzten Saison gewannen die SEAWOLVES beide Heimspiele gegen Jena. SEAWOLVES-Fans werden sich mit Sicherheit noch gut an das letzte Spiel der Saison 2020/2021 erinnern: Damals führte Jena in Rostock zur Halbzeit mit 19 Punkten (42:61), doch nach dem Seitenwechsel drehten die Wölfe, angeführt von Chris Carter (29 Pkt, 8 Ast) und Tyler Nelson (18 Pkt, 5/7 3FG), das Spiel und gewannen mit 107:104.

Dabei hätten die SEAWOLVES für das Ostderby um die Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf die Unterstützung zahlreicher Fans setzen können. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit wäre die StadtHalle Rostock ausverkauft gewesen – und das im letzten Heimspiel des Jahres! “Wir hätten für das Heimspiel gegen Jena etwa 8.000 Karten verkaufen können”, sagt der Vorstandsvorsitzende André Jürgens. “Es schmerzt sehr, diesen emotionalen Weihnachtskracher um den ersten Platz allein in der Wolfshöhle verbringen zu müssen. Wir hoffen trotzdem sehr auf die Unterstützung unserer Fans im kostenlosen Livestream. Dort werden wir die Zuschauer bestmöglich unterhalten.”

23.12.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. Eisbären Bremerhaven

Andere verpacken am Tag vor Heiligabend vielleicht die Geschenke – die Itzehoe Eagles hätten am liebsten schon die Bescherung. Donnerstag, 23. Dezember, wollen sie in der BARMER 2. Basketball Bundesliga endlich den ersten Heimsieg einfahren. Das Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven in der Brokdorfer Halle beginnt um 19.30 Uhr. Eagles-Coach Patrick Elzie und sein Team hatten Einiges zu verarbeiten nach der Partie bei den wiha Panthers Schwenningen: „Das Spiel kann man eigentlich nicht verlieren“, sagt der Trainer – doch die Itzehoer gaben es aus der Hand und kassierten mit dem 87:91 die elfte Niederlage in Folge. Das alte Problem: Im Training werde hart gearbeitet, vieles sehe da gut aus, aber an der Umsetzung im Spiel hapere es. „Das müssen wir abstellen“, sagt Elzie.

Klappen soll es nun gegen die Eisbären, deren Erstliga-Zeit noch nicht lange her ist. „Gegen Bremerhaven muss unsere Defense stehen“, betont der Eagles-Coach. Beim Scoring sei es eine Top-Mannschaft mit vielen Würfen und Freiwürfen, groß gewachsen und kraftvoll. Der Kader sei stark und nach einem schlechten Start gut ins Laufen gekommen. Die vergangenen beiden Spiele allerdings verloren die Eisbären, aktuell finden sie sich auf Platz elf wieder. „Das zeigt, wie stark die Liga ist“, sagt Elzie. „Wir spüren das jedes Wochenende.“ Dabei seien die Eagles allerdings in fast allen Partien ebenbürtig gewesen – gefragt sei der letzte Schritt über den Hügel, um die Spiele auch zu gewinnen. Das gehe aber nur als Team, alle müssten mitziehen und zusammenhalten. Niemand werde allein gewinnen, und jeder müsse dem anderen Fehler zugestehen, erklärt der Trainer. „Wir müssen positiv bleiben.“

Personell werden die Karten nach dem Abschied von Juvaris Hayes neu gemischt. Gerade Spieler wie Erik Nyberg und Alieu Ceesay sowie Tobias Möller, die mit viel Herzblut für den Verein kämpften, will Elzie wieder verstärkt einbauen: „Ich werde versuchen, sie mehr einzusetzen und ihnen mehr Verantwortung zu geben.“

23.12.2021 20:00 Uhr Tigers Tübingen vs. wiha Panthers Schwenningen

Für Erol Ersek, Aatu Kivimäki, Bakary Dibba, Ryan Mikesell und Timo Lanmüller wird es der erste Auftritt im richtigen Tübinger Dschungel sein. Der Rest des Teams kennt die Arena im Tigers-Trikot oder als ehemaliger Gegner. „Wir früher uns sehr, nach Tübingen zurückzukehren“, berichtet Kapitän Gianni Otto. Und der erste Gegner ist gleich eine harte Nuss. Mit den wiha Panthers Schwenningen kommt ein Kontrahent nach Tübingen, gegen die Raubkatzen seit der Zweitliga-Zugehörigkeit nur Niederlagen einstecken mussten. Vier Niederlagen in den letzten zwei Jahren in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, dazu hatte man jeweils in zwei Testspielen das Nachsehen. Motivation müssten die Schützlinge von Trainer Danny Jansson somit ausreichend haben.

Mit zehn Siegen aus 13 Begegnungen läuft es für die Raubkatzen in dieser Spielrunde. Anders sieht es derzeit beim Team von Trainer Alen Velcic aus. Mit sechs Siegen und sechs Niederlagen nimmt das Team aus dem Schwarzwald gegenwärtig nur Rang zehn ein. Hauptgrund sind viele Verletzungen bei den wiha Panthers. Zuletzt fehlten mit Chris Frazier (Schulteroperation), Lennard Larysz und Till Isemann (beide gesundheitliche Probleme) gleich drei deutsche Akteure. Jüngst konnte die wiha Panthers mit Center Waverly Austin einen neuen Spieler verpflichten, der bereits bei den Eisbären Bremerhaven im deutschen Basketball-Oberhaus Erfahrungen sammeln konnte. Dazu eine Spielzeit in Heidelberg, damals noch in Liga zwei. Aktuell spürt der kommende Gegner, wie bedeutend es ist, gute und fitte Spieler auf den deutschen Positionen zu besitzen.

Die Leistungsträger sind alles Importspieler. Raiquan Clark (19,3 ppg, 5,3 rpg) führt die Punkteliste an, gefolgt von Spielmacher David Cohn (13,6 ppg, 9,6 apg) und Quattarius Wilson (11,0 ppg, 7,6 rpg). Doch der Kontrahent hat auch Schwächen. Mit 69,9 Prozent von der Linie ist man Letzter in der Liga, mit 29,9 Rebounds pro Partie ist nur noch Schlusslicht Ehingen schwächer. Trainer Danny Jansson blickt gespannt auf das Duell gegen Schwenningen: „Sie hatten zuletzt einige Probleme in ihrer Rotation. Jedoch verfügen sie über einige sehr starke individuelle Spieler, die jeder Partie den eigenen Stempel aufdrücken können. Für uns gilt es, einfacher konstanter zu spielen. In der Verteidigung weniger Ballverluste zu erzeugen und in der Offense effektiv abzuschließen.“ Personell können die Tübinger – Stand heute – auf den gesamten Kader (außer Jekabs Beck nach Operation) zurückgreifen.

16. Spieltag

26.12.2021 15:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Nürnberg Falcons

Die gestrigen Partien waren dabei für beide Teams schwer zu verdauen. Während die Eisbären bei Aufsteiger Itzehoe Eagles mit 80:82 verloren und dabei eine Fünf-Punkte-Führung kurz vor Schluss aus der Hand gaben, verloren die Nürnberg Falcons mit 71:93 und dabei insbesondere in den letzten 14 Minuten den Faden und holten sich nach Ein-Punkt- Führung eine Klatsche ab. Für beide Teams bleibt wenig Zeit, sich über die Weihnachtsfeiertage neu zu sortieren. Dabei fokussieren sich beide Trainer auf dieselben Grundwerte, die im letzten Spiel fehlten. Gäste-Coach Vytautas Buzas nach der Niederlage: „Ich denke, dass einigen die letzten Siege etwas zu Kopf gestiegen sind und dass jetzt definitiv nicht der richtige Zeitpunkt ist, um auf die Tabelle zu schauen. Gleichzeitig muss ich mir ankreiden lassen, das Team nicht optimal auf den Gegner und eine derart physische Partie eingestellt zu haben. Körpersprache, Mentalität und der unbedingte Siegeswille – darauf kommt es an, in jedem Spiel.“

Eine ähnliche Marschroute gibt Eisbären-Headcoach Michael Mai aus: „Wir haben gegen Itzehoe leider zwei völlig unterschiedliche Gesichter präsentiert. In dieser Liga reicht aber ein starkes Viertel nicht aus, um Spiele zu gewinnen. Wir brauchen Disziplin, Kampf und Herz, um unsere Möglichkeiten über die ganze Spieldauer abzurufen. Sobald wir das schaffen, haben wir gute Chancen auf den Sieg.“ Ob die Eisbären Bremerhaven dabei wieder auf Carrington Love (grippaler Infekt) zurückgreifen können, ist allerdings noch fraglich. Auch Ethan Alvano, der sich im gestrigen Spiel das Knie in einer Schrecksekunde verdrehte, steht heute noch auf dem medizinischen
Prüfstand. Fest steht allerdings, dass Eisbären-Kapitän Konstantin Konga am Sonntag weiterhin nicht dabei sein wird, ebenso laboriert
Johannes Heiken weiter an einer Achilles-Sehnen-Verletzung. Gegner Nürnberg baut als Team vor allem auf Antonio Davis (16,4 ppg
und 5 rpg), Jonathan Maier (12,5 ppg und 5,6 rpg), Dupree Mc Brayer (11,7 ppg) sowie Roland LÁmour Nyama (11, ppg). Tim Köpple (6,3
ppg) sowie Sebastian Schröder (7 ppg) runden dabei die deutsche Rotation ab. Köpple (44,8% 3er) sowie Nyama (45,1% 3er) glänzen
dabei mit sehr hohen Dreierquoten, die das Nürnberger Team sehr vielseitig machen.

26.12.2021 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. VfL Sparkassenstars Bochum

Nach dem Sieg gegen die Itzehoe Eagles im letzten Heimspiel steht für die RÖMERSTROM Gladiators nun das nächste Aufeinandertreffen mit einem Aufsteiger in der eigenen Halle bevor. Mit den VfL SparkassenStars Bochum reist ein hochmotiviertes Team in die älteste Stadt Deutschlands, die nach den ersten 14 Partien in der ProA mit fünf Siegen auf dem 14. Tabellenplatz stehen. Mit den ehemaligen Gladiatoren Kilian Dietz und Johannes Joos stehen zwei erfahrene Big Men in den Reihen der Bochumer, die bereits im vergangenen Aufstiegsjahr Teil des Kaders waren und nach langer Zeit im Trikot der Trierer nun erstmals als Gegner in die Arena Trier einlaufen werden.

Nach dem Aufstieg in die ProA hielten die SparkassenStars viele Bausteine des Erfolges im Team und verpflichteten nur punktuell Verstärkungen für einzelne Positionen. Die Guards Tony Hicks, Niklas Geske und Lars Kamp zeigten im bisherigen Saisonverlauf bereits mehrfach ihr Potenzial und liefern Flügelspieler und Topscorer Dominic Green (18,6 Punkte pro Spiel) am meisten Unterstützung in der Offensive. Mit Björn Rohwer steht ein Center mit Erstligaerfahrung im Team, der gemeinsam mit Dietz und Joos großen Anteil daran hat, dass die Bochumer zu den reboundstärksten Teams der Liga zählen und ähnlich wie die Gladiatoren ein physisches Spiel bevorzugen. Mit Power Forward Terrell Vinson verpflichteten die Bochumer kürzlich einen weiteren großen Spieler, der die Trierer mit seiner Athletik vor Probleme stellen soll. 

Nach der Auswärtsniederlage in Leverkusen geht es für die Gladiatoren am Sonntag darum, das Kalenderjahr 2021 erfolgreich abzuschließen und mit einer positiven Sieg-Bilanz in das neue Jahr zu starten.

26.12.2021 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Artland Dragons

Wenn die Drachen nach Hagen fahren, brauchen sie kein Navi. Mit drei ehemaligen „Feuervögeln“ im Kader sollte der Weg zur Krollmann Arena ohne Probleme gefunden werden. Adam Pechacek gibt bei den Niedersachsen mit 18,8 Punkten den teaminternen Topscorer, ist darüber hinaus in gewohnter Manier allerdings auch am Brett aktiv (6,7 Rebounds). Der aus Film und Fernsehen bekannte Chase Griffin erballert sich den Großteil seiner 9,4 Punkte aus der Distanz (45,2 Prozent Dreierquote), und der von der Bank kommende Daniel Zdravevski liefert wertvolle Entlastung für die Starter (4,3 Punkte, 1,7 Assists).

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Der knappe Sieg in Bochum hat uns gezeigt, dass wir auch mit gegnerischen Widrigkeiten umgehen und diese überwinden können. Diese Qualität müssen wir uns unbedingt bewahren, denn es kommen sicherlich noch viele weitere knifflige Aufgaben auf uns zu. Die Partie gegen Quakenbrück könnte genau solch eine werden, da wir nur wenig Vorbereitungszeit haben und und auf topmotivierte Gäste treffen. Umso mehr hoffe ich, dass wir am Sonntag mit unseren Fans zusammen ein lautstarkes Weihnachtsfest feiern können – und sie für ihre Unterstützung mit einer kämpferischen Leistung beschenken.“

26.12.2021 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. ROSTOCK SEAWOLVES

Den PS Karlsruhe LIONS bleibt nach ihrem Sieg vom 23. Dezember beim TEAM EHINGEN URSPRING wenig Zeit zur Erholung, denn bereits am zweiten Weihnachtstag wartet auf das Löwenrudel die nächste Herausforderung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der 16. Spieltag führt die ROSTOCK SEAWOLVES an den Oberrhein. Nach zuletzt vier Siegen in Folge ist das Löwenrudel zwar obenauf, doch das Team von der Ostsee blickt derzeit auf eine noch deutlich beeindruckendere Serie. Elf Spiele lang haben die SEAWOLVES nicht mehr verloren und sich am letzten Spieltag im direkten Duell mit dem bisherigen Tabellenführer Medipolis SC Jena die Spitze erkämpft. Auch wenn sich die LIONS, die sich inzwischen auf den siebten Rang geschoben haben, angesichts ihrer derzeitigen Performance nicht verstecken müssen – die Favoritenrolle vor der Begegnung in der Karlsruher Lina-Radke-Halle dürfte klar sein.

Sechsmal sind LIONS und SEAWOLVES bisher in der ProA aufeinandergetroffen. Die Bilanz: Zwei Siege für Baden, vier für Mecklenburg. Der letzte Karlsruher Erfolg liegt bereits eine Weile zurück und datiert vom 1. März 2019. Unvergessen bleiben die ProB-PlayOffs im Frühjahr 2017, als die LIONS sich gegen Rostock in einem Overtime-Thriller vor heimischer Kulisse durchsetzen konnten und wenig später als Aufsteiger in die ProA feststanden. Die SEAWOLVES folgten eine Saison später. Man darf gespannt sein auf das Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten am 26. Dezember.

26.12.2021 18:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Bayer GIANTS Leverkusen

Für die Spieler der Leverkusener Korbjäger hieß es nach der siegreichen Vorstellung gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier (90:77): Schnell fertig machen und ab zu den Familien. Luis Figge zog es zu seiner besseren Hälfte nach Chemnitz, Melvin Jostmann und Luca Kahl trieb es in die Heimat in Richtung Ostwestfalen und Robert Merz bekam über die Weihnachtstage Besuch von der Familie. Keine ganz so einfache Situation für die GIANTS im Hinblick auf die Partie gegen die Uni Baskets, wie Coach Hansi Gnad beschreibt: „Wir haben beschlossen, dass wir den Jungs bis zum Spiel in Paderborn die Möglichkeit geben die Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Die Ansetzung an Weihnachten ist aus meiner Sicht unglücklich, dennoch wollen wir das Beste aus der Situation machen und werden mit den Spielern ausführlich über den kommenden Gegner sprechen.“

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von sieben Siegen und sieben Erfolgen belegen die Uni Baskets um Trainer Steven Esterkamp den neunten Tabellenplatz in der ProA. Die Paderborner verloren zuletzt zwei Partien in Folge (gegen die Artland Dragons mit 89:97 und die Nürnberg Falcons BC mit 82:88), dennoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass der frühere Bundesligist ein Aspirant in Sachen „Playoffs 2022“ ist.

Dies liegt vor allem an den drei bockstarken US-Amerikanern Chris Trapp, Jordan Barnes und Brad Greene. Erstgenannter wird einigen GIANTS-Fans sicherlich ein Begriff aus 2019/20 sein, als er den Farbenstädter in eigener Halle 18 Punkte einstreute. Im aktuellen Saisonverlauf erzielt der Shooting Guard durchschnittlich 16,1 Zähler pro Partie. Topscorer der „Rot-Weißen“ ist Jordan Barnes. Der US-Amerikaner wechselte im Sommer 21′ von der Indiana State University (NCAA l) an den Maspernplatz und machte gleich als gefährlicher Korbjäger von sich reden. In zehn Begegnungen erzielte der Aufbauspieler mindestens 15 oder mehr Punkte. Seine Treffsicherheit bekam in diesem Jahr bereits das TEAM EHINGEN URSPRING zu spüren, denen er 32 Zähler einstreute. Brad Greene komplettiert das scorende Trio (12,3 PpS) als Center, mit einer hocheffizienten Trefferquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich (65,0 Prozent). Als bester Deutscher hat sich bis dato Jens Großmann hervorgetan, der trotz seiner erst 21 Jahre viel Verantwortung bei den Ostwestfalen erhält und im Schnitt bei rund 20 Minuten Spielzeit 9,0 Punkte markiert.

Für die „Giganten“ steht eine Menge Arbeit an, wie Hansi Gnad zu berichten weiß: „Mit den Uni Baskets treffen wir auf einen Gegner, der ganz anders spielt als die Trierer am vergangenen Donnerstag. Wie so oft haben die Baskets mit Jordan Barnes einen tollen Point Guard an Land gezogen, der nicht nur ein überragender Scorer ist sondern auch weiß, wie man seine Mitspieler in Szene setzt. Dazu sichert er sich im Schnitt knapp sechs Rebounds. Das ist eine Leistung die hohe Anerkennung verdient. Dazu kommen die beiden weiteren US-Amerikaner Chris Trapp und Brad Greene, die wichtige Akzente im Spiel der Paderborner setzen. Mit Peter Henschmeier und Jens Großmann fördert die Coaching-Staff auch zwei junge, talentierte Akteure, die einiges an Minuten erhalten. Alles in allem stehen die Baskets mit ihrer Bilanz recht gut in der Liga da und sind in eigener Halle nur schwer zu bezwingen. Wir fahren mit einer gesunden Mischung aus Gelassenheit und Anspannung in Richtung Maspernhalle. Natürlich wird es eine schwierige Aufgabe für uns werden, keine Frage. Wenn wir aber ihre „Go-To-Guys“ in den Griff bekommen und unsere Wurfchancen hochprozentig nutzen, haben wir die Möglichkeit zu gewinnen.“ Ein besonderes Spiel wird die Partie für Luis Figge, Luca Kahl und Melvin Jostmann, die allesamt aus dem Paderborner Jugendprogramm stammen. So nutzen die drei Jungs die Möglichkeit und treffen sich vor der Partie zum „Shootaround“ mit einigen Akteuren der Baskets.

26.12.2021 18:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Am 2. Weihnachtsfeiertag gastiert mit dem Team Ehingen Urspring die mit einem Durchschnittsalter von 19,9 Jahren jüngste Mannschaft der Liga in die Schwenninger Deutenberghalle. Wie kaum eine anderer Verein in Basketball-Deutschland steht das Team Ehingen Urspring für exzellente Nachwuchsarbeit. An der angegliederten Basketball-Akademie der Urspringschule haben etliche spätere National- und Bundesligaspieler ihre schulische mit der sportlichen Ausbildung erfolgreich verknüpft. Nachdem die Ehinger in der Saison 2018/19 noch Rang 7 belegten, schlossen sie die letzten beiden Saisons auf dem letzten Tabellenplatz ab. Auch in dieser Saison ist die Talentschmiede am Ende der ProA-Tabelle zu finden. Nach den Abgängen von Trainer Domenik Reinboth und Leitungsträgern wie Akim-Jamal Jonah und Ferenc Gille ist die Mannschaft nach 13 Spielen noch sieglos. Dabei hat die Mannschaft von Trainer Felix Czerny alle Spiele mit zweistelliger Differenz verloren. Vor allem defensiv hat die junge Ehinger Mannschaft Probleme. Bereits fünfmal gelang es gegnerischen Teams in dieser Saison über 100 Punkte gegen das Tabellenschlusslicht zu erzielen.

Ehingen hat eine ganz junge Mannschaft, die einen sehr intensiven Stil spielt, aber noch auf der Suche nach ihrer Identität ist“, analysiert Panthers-Trainer Alen Velcic. „Sie hatten viele Wechsel auf den Ausländerpositionen und suchen noch ihren Rhythmus. Wir haben letzte
Saison in Ehingen deutlich verloren und sind deshalb vorgewarnt. Für das letzte Heimspiel des Jahres wünschen wir uns einen gelungenen Abschluss vor unseren Fans
!“

Nachbericht Spieltag 15 ProA

09.01.2021 17:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Artland Dragons

Die Serie ist gerissen. Die Artland Dragons unterliegen bei den Kirchheim Knights am späten Samstagnachmittag mit 77:86 (37:45) und kassieren so nach zuvor vier Siegen in Folge die erste Auswärtsniederlage in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die junge Quakenbrücker Mannschaft fand in der Sporthalle Stadtmitte nur schwer in die Partie, steigerte sich jedoch kontinuierlich und verpasste das Comeback letztlich knapp.

„Das war ein wichtiger Erfolg für uns. Heute haben wir die müden Beine gespürt und uns dennoch durchgekämpft. Unsere Mannschaft ist tief besetzt und wir haben im Schlussviertel die Spieler gefunden, die uns den Sieg nach Hause gebracht haben. Unsere Center haben einen tollen Job gemacht und Richie hat uns in der zweiten Halbzeit stark angeführt, “ sagte Knights Coach Igor Perovic nach Spielende. Durch den Sieg katapultieren sich die Kirchheimer in der aufgrund einiger ausgefallener Spiele sehr verzerrten Tabelle auf Platz sechs.

09.01.2021 18:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Rostock Seawolves

Panthers-Spielmacher Nate Britt eröffnete das Spiel mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen. Die Gastgeber verteidigten stark in den ersten Spielminuten und ließen die Rostocker, bei denen Trainer Dirk Bauermann aus gesundheitlichen Gründen seine Mannschaft nicht betreuen konnte, kaum zur Entfaltung kommen. Kevin Bryant klebte an Rostocks Topscorer Yakhchali und nahm ihn gut aus dem Spiel. Erst Mitte des Auftaktviertels geriet die Offensive der Schwenninger etwas ins Stocken und die Seawolves eroberten sich dank vieler verwandelter Freiwürfe die Führung zurück. Ein wichtiger Dreier von Rostocks Veideman erhöhte in der Schlussphase den Druck auf die Panthers. Aber Schwenningen verkürzte durch den nervenstarken Niedermanner an der Freiwurflinie. Genau eine Minute vor Schluss brachte Grant Teichmann die Panthers wieder auf einen Zähler heran. Doch Behnam Yakhchali antwortete seinerseits mit einem schwierigen Dreier (78:82) und sorgte damit für die Entscheidung. Am Ende sicherten die Seawolves den Auswärtssieg mit verwandelten Freiwürfen.

09.01.2021 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Science City Jena

Die Bundesliga-Basketballer von Science City Jena sind aktuell nicht zu stoppen. Das Team von Cheftrainer Trainer Frank Menz gewann auch am Samstagabend bei Phoenix Hagen verdient mit 96:75 und bleibt dem ProA-Tabellenführer aus Rostock dicht auf den Fersen. Auch in den familiären Aufeinandertreffen der Liga bleibt Science City das erfolgreichere Team. Im zweiten Bruderduell der Saison – Robin Lodders gegen Jannik Lodders – nahm Jenas Center mit seiner Mannschaft die beiden wichtigen Pluspunkte mit zurück an die Saale.

Robin Lodders (Sieger im Bruder-Duell): „Es war ein verdienter Erfolg unserer Jungs. Bereits in der ersten Halbzeit haben wir den Grundstein für diesen Auswärtssieg gelegt. Ich denke, dass wir Hagen sowohl offensiv als auch defensiv überlegen waren. Insbesondere Julius hat mit seiner starken Performance seinen Teil dazu beigetragen. Nachdem wir uns in den ersten beiden Viertel bis auf 25 Punkte absetzen konnten, haben wir in der zweite Halbzeit einen Gang rausgenommen. Es ist in solchen Spiele nie einfach, das Level konstant hochzuhalten. Dennoch geht unser Sieg auch in der Höhe in Ordnung.“

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Die Defensive in der ersten Halbzeit war eine Katastrophe. In der Halbzeit habe ich an die Ehre der Spieler appelliert, sich hier nicht noch eine 30-Punkte-Niederlage erlauben zu dürfen. Unser Spiel hat in der zweiten Hälfte dann besser funktioniert, auch wenn Jena sicher schon ein wenig aufs Bremspedal getreten hat. Die Ansätze waren aber endlich da: auf den Boden schmeißen, ins Boxout reingehen, so muss das sein. Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, so dürfen wir uns nicht präsentieren.“

Spieltag 20:

09.01.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Tigers Tübingen

Chase Adams sorgte aus der Mitteldistanz für die ersten Punkte der Trierer. Schnell entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und beide Teams begannen mit hohem Tempo. Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Tübingen hat verdient gewonnen. Wir haben immer noch keine Konstanz und waren nicht in unserem Rhythmus. Wir müssen dieses Spiel schnell aus den Köpfen der Spieler bekommen und uns auf das Spiel am Mittwoch gegen Heidelberg vorbereiten”.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): “Wir wollen es heute kurz fassen. So wie wir heute in der Defense gespielt haben, möchte ich es jedes Mal sehen. Agressiv, mit Biss, Stolz und Leidenschaft das Tigers-Trikot zu tragen, ist mit dieser Mannschaft vieles möglich. Heute muss ich das Team auch mal loben, nach viel Kritik in der letzten Zeit. Sie haben sich in das Spiel gekämpft und sich mit einer guten kämpferischen Leistung auch belohnt.”

10.01.2021 16:30 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. Uni Baskets Paderborn

Das zweite Spiel innerhalb einer Woche und erneut gab es für das TEAM EHINGEN URSPRING keinen Heimsieg in der ProA. Am Ende stand eine 79:105-Niederlage gegen die Uni Baskets Paderborn. Nach deutlich besserem Start gab es die 7:5-Führung auch durch einen Dreier des jungen Maxi Langenfeld. Doch daraufhin folgte ein 8:0-Lauf der Gäste, mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen von Daniel Mixich. Mit einem Fastbreak-Dunk verkürzte Akim Jonah auf 12:19. Zu oft erzielten die Paderborner aber in der Folge ihre Punkte unter dem Korb. So ging es mit 19:33 ins zweite Viertel in dem die Defense aber auch nicht oft genug die Intensität fand, um die Gäste zu stoppen. Indiz dafür, lediglich zwei Fouls in den ersten 13 Minuten. Weil die Paderborner bis dahin auch noch 67 Prozent ihrer Dreier trafen war die Führung dann auf 29:43 weiterhin deutlich geblieben. Ein guter Zwischenspurt brachte die Ehinger auf 37:46 und dann auf 46:52. Doch immer wieder fanden die Ostwestfalen eine Antwort, gerade unter dem Korb. Die Energie und Intensität in der Defensive waren nach der Pause da und schon lief es auch in der Offensive wesentlich besser. Einzig von der Dreierlinie waren die Gäste kaum zu stoppen, dennoch blieb es nur beim 55:69-Rückstand. Den bauten die Gäste weiter aus, obwohl gerade Christian Oshita und Jack Pagenkopf in der Offensive anführten. Nach drei Vierteln hatten sich die Paderborner dennoch eine 83:66-Führung herausgearbeitet. Doch für das Schlussviertel war weiterhin alles möglich. Die folgende Zonenpresse von Trainer Domenik Reinboth zeigte Wirkung und stellte die Gäste vor große Probleme. Doch die größere Erfahrung der Paderborner setzte sich am Ende durch. Bemerkenswert am Schluss: In den letzten zwei Minuten standen außer Christian Oshita, nur in Urspring ausgebildete Spieler auf dem Feld und Center Daniel Helterhoff gab sein Debüt im ProA-Team.

Spieltag 15 ProB Süd Rückblick

Der 15. Spieltag der ProB Süd ist vorbei. Die an der Tabellenspitze stehenden scanplus baskets Elchingen holten sich Zuhause gegen die TSV Oberhaching Tropics einen deutlichen Sieg und haben damit ihre letzten zehn Spiele in Folge gewonnen. Dem BBC Coburg gelang am Samstagabend der Auswärtssieg bei den EBBECKE WHITE WINGS Hanau. Damit stehen die Coburger auf dem dritten Tabellenplatz, punktgleich mit den Depant GIESSEN 46ers Rackelos, die ihr Spiel gegen die Baunach Young Pikes ebenfalls gewinnen konnten.

11.01.2020 15:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors – Basketball Löwen 94:81

Die FRAPORT SKYLINERS Juniors haben den ersten Sieg im Jahr 2020 eingefahren. Gegen die Basketball Löwen Erfurt gewann die Mannschaft von Miran Cumurija mit 94:81. Mit von der Partie war der kroatische Neuzugang Bruno Peric, der direkt 9 Punkte und 5 Assists zum Sieg beisteuerte. Topscorer wurde Richard Freudenberg, dem mit 25 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double gelang.

11.01.2020 19:00 Uhr scanplus baskets Elchingen – TSV Oberhaching Tropics 92:70

Auch wenn man als krasser Außenseiter in die Partie ging, hat sich die Truppe um Janosch Kögler viel vorgenommen für das Gastspiel beim schwäbischen Ligakrösus. Ohne Kapitän Moritz Wohlers, der beruflich immer noch in den USA weilt, erwischten die Gelbhemden einen perfekten Start ins Spiel. Mit wechselnden Verteidigungen brachte man die Baskets aus dem Rhytmus und im Angriff wurde immer wieder Miljan Grujic gesucht.

11.01.2020 19:00 Uhr OrangeAcademy – MORGENSTERN BIS Baskets Speyer 92:83

Der Bann ist gebrochen: Nach drei Spielen ohne Sieg kehrte die OrangeAcademy am Samstagabend in die Erfolgsspur zurück und feierte den ersehnten Heimsieg über die MORGENSTERN BIS Baskets Speyer. Die knapp 300 Zuschauer am Ulmer Kuhberg bekamen dabei ein spannendes Spiel geboten, das nach 40 Minuten keinen Sieger hervorbringen konnte (75:75) und folglich in die Verlängerung ging.

11.01.2020 19:00 Uhr EBBECKE WHITE WINGS Hanau – BBC Coburg 67:78

Es war ein Spiel zweier Hälften, das sich die EBBECKE WHITE WINGS Hanau und der BBC Coburg geliefert haben. Während beide Teams in der ersten Halbzeit noch weitestgehend auf Augenhöhe spielten und dicht beieinander lagen, entglitt den White Wings das Spiel in der zweiten Hälfte. Hin und wieder konnten die Hanauer den Rückstand zwar verkürzen, unterlagen am Ende aber mit 67:78.

11.01.2020 20:15 Uhr TG s.Oliver WürzburgFC Bayern Basketball II 94:78

Auch das erste Heimspiel im neuen Jahr ist für die TG s.Oliver Würzburg erfolgreich verlaufen: Am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd trotzte das Würzburger Farmteam zahlreichen widrigen Umständen und setzte sich souverän mit 94:78 (50:34) gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München durch.

12.01.2020 18:00 Uhr Depant GIESSEN 46ers Rackelos – Baunach Young Pikes 94:62

4:62 (46:34) hieß es am Ende des 15. Spieltags für die Depant GIESSEN 46ers Rackelos in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Gegen dezimiert angereiste Baunacher waren nur die ersten beiden Viertel ausgeglichen. Danach nahm der 46ers-Express an Fahrt auf und bescherte den Rackelos einen Kantersieg. Mit dem so gewonnen direkten Vergleich rücken die Mittelhessen vorbei an den Young Pikes und stehen nun auf dem vierten Rang. Bester Werfer am Sonntagabend war Johannes Lischka, der zwei Kunststücke vollbrachte.