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Vincent Golson wechselt nach Lille

Spielmacher und Kapitän Vincent „TwoTwo“ Golson verlässt die RheinStars Köln. Nach drei Saisons im Kölner Trikot wechselt der 28-jährige Point Guard zum Lille Métropole Basket Club in die LNB ProB, die zweite französische Liga. Dort hat er einen Einjahresvertrag unterschrieben.

Golson kam im Sommer 2019 zu den RheinStars und etablierte sich sofort als Spielmacher der Kölner – und auch als Publikumsliebling. Zuvor spielte der pfeilschnelle US-Amerikaner bis zu seinem letzten Seniorenjahr erfolgreich in der kalifornischen College-Liga CCAA für die Toros Dominguez Hills. Bereits in seiner ersten Saison in Köln gewann er mit den RheinStars die Meisterschaft in der Regionalliga West. Auf den daraus resultierenden Aufstieg folgten zuletzt zwei Spielzeiten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

„Köln wird immer meine zweite Heimat sein“

„Ich möchte Köln einfach Danke sagen für die Möglichkeit, die ich hier bekommen habe, um meine Karriere zu starten“, blickt Vincent Golson auf seine Zeit in der Domstadt zurück. „Ein noch viel größeres Dankeschön geht an (Assistant Coach, Anm. d. Red.) Katharina Arnold, die mir in den drei Jahren maßgeblich bei meiner Entwicklung geholfen hat. Köln wird immer meine zweite Heimat sein. Und es ist ja auch gar nicht so weit weg von Lille. Trotzdem freue ich mich jetzt auf den nächsten Schritt in meiner Karriere.“

Auch Manager Stephan Baeck blickt mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Wechsel: “Es ist natürlich schade, wenn man einen Spieler ziehen lassen muss, der sich so verdient um die RheinStars, den Erfolg der Mannschaft und den Teamspirit gemacht hat. Meiner Erfahrung nach ist es sehr, sehr selten, einen Spieler zu finden, der charakterlich und sportlich so einwandfrei auftritt wie Vincent Golson in seiner Zeit bei uns.“

„Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich sehr für Two Two, der durch seine hervorragenden Leistungen nun in der Lage ist, in einer höheren ausländischen Liga zu spielen und seinen weiteren Weg zu gehen“, freut sich Baeck für den US-Boy. Weiter: „Wir wünschen ihm viel Glück und die Türen für eine Rückkehr stehen natürlich immer offen.“

Ein Topspieler der ProB

In der vergangenen Saison spielte Golson durchschnittlich 31 Minuten und 15 Sekunden pro Spiel und legte dabei im Schnitt 22,6 Punkte auf – zweitbester Wert in der Liga. Dazu kommen 5,5 Assists pro Spiel, eine Drei-Punkte-Quote von knapp 40 Prozent und eine Effektivität von durchschnittlich 20,6.

Die RheinStars danken „Two Two“ für seinen Einsatz in den vergangenen drei Jahren und wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren Weg!

Ein Verbleib und ein Abgang auf der Center-Position | Hampl verlängert, Ney verlässt 49ers

Heute gibt es eine gute und schlechte Nachricht aus dem Lager der TKS 49ers. Zwar kann mit Leo Hampl eine weitere und die insgesamt siebte Vertragsverlängerung verkündet werden, jedoch steht mit Niklas Ney gleichzeitig der erste Abgang der Offseason fest. Hampl bleibt für seine bereits vierte Saison ein Teil der 49ers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Nach nur einer Saison in der ProB Nord bei den TKS 49ers verlässt Niklas Ney das Team leider schon wieder. Der 26-jährige Berliner gab 2021 nach zwei Jahren Abstinenz sein Comeback, spielte zuvor in der ProA bei den Academics in Heidelberg. Für die 49ers legte er in 19 Partien als Starting-Center durchschnittlich 10,1 Punkte sowie 6,1 Rebounds auf. Vielen Dank für deine Dienste und alles Gute für die Zukunft, Big Nik!

Auf der gleichen Position gibt es jedoch auch eine positive Nachricht zu überbringen: Leo Hampl hat seinen Vertrag um mindestens ein Jahr verlängert. Damit vervollständigt er das junge Quartett, bestehend aus Stölzel, Wadehn, Wagner und Hampl, das schon 2019 mit den AB Baskets gemeinsam das NBBL-Final Four erreichte und seither ebenfalls zusammen für die TKS 49ers im Einsatz ist. Sein statistisch bestes Spiel hatte Hampl zuletzt im Hinspiel der ersten Playoffrunde gegen die Dresden Titans, als er für den verletzten Robin Jorch in die Bresche sprang. In 25 Minuten Einsatzzeit konnte er acht Punkte bei 80 Prozent Trefferquote, jeweils zwei Assists und Rebounds sowie drei Steals aufs Parkett bringen. Zuvor hatte der 21-jährige Center über die Saison lange Zeit mit Verletzungen am Knie und der Schulter zu kämpfen und stand daher im Schnitt lediglich elf Minuten pro Spiel auf dem Feld, erzielte dabei 2,9 Punkte und 1,7 Rebounds. Unsere Nummer 18 hofft, dass er den 49ers 2022/23 wieder umso mehr mit seiner Präsenz unter den Körben helfen kann: „Ich bin froh, weiter Teil unserer eingespielten Truppe zu sein. Hoffentlich kann ich in der kommenden Saison auch wieder mit mehr Spielanteilen zum Erfolg des Teams beitragen.“

Quelle | Foto: TKS 49ers

Nach drei Jahren: ART Giants und Quadre Lollis Jr. gehen getrennte Wege 

Eine weitere Personalentscheidung bei den ART Giants Düsseldorf ist getroffen. US-Amerikaner Quadre Lollis Jr. wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr das Trikot der Giganten tragen. 

Düsseldorf, den 23.06.2022. Nach drei erfolgreichen Jahren trennen sich die Wege zwischen den ART Giants und dem 27- jährigen US-Amerikaner. 2019 kam Lollis Jr. vom College aus den USA ins Rheinland, wo mit den Giganten aus Düsseldorf die erste Profistation auf ihn wartete. Während er sich zunächst an den Basketball in Europa gewöhnen musste, wurde Lollis Jr. über die Jahre vom jungen Rotationsspieler zu einem absolut erfahrenen Akteur sowie einer wichtigen Säule des Teams. So auch in der zurückliegenden Aufstiegssaison 2021/22, in der „Q“ mit durchschnittlich 10,2 Punkten und 4,1 Rebounds pro Partie seine stärkste und mit dem Aufstieg in die ProA ebenso erfolgreichste Saison spielte.

Die Verantwortlichen der ART Giants danken Quadre für seinen großartigen Einsatz in den vergangenen drei Jahren und wünschen ihm für seine sportliche sowie persönliche Zukunft von Herzen alles Gute. 

Quadre Lollis Jr: „Ich möchte mich bei allen Fans der ART Giants für die tolle Unterstützung in den letzten drei Jahren bedanken. Für ich war es eine großartige Erfahrung für den Verein in dieser schönen Stadt zu spielen. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft für die kommende Saison nur das Beste. Und auch den Fans, ihr seid die Besten!“

Florian Flabb: „Zunächst möchte ich mich für drei sehr spannende Jahre mit Quadre bedanken. Er hat auf und abseits des Feldes immer professionell agiert und hatte einen ganz wichtigen Anteil daran, dass wir die vergangene Saison so erfolgreich bestreiten konnten. Seine Energie hat uns auf dem Spielfeld immer unheimlich viel gegeben. Ich wünsche ihm für seine sportliche und persönliche Zukunft nur das Beste. Jeder Verein wird sich darüber freuen können, einen Spieler wie ihn im Kader zu haben.“

Quelle | Foto: ART Giants Düsseldorf

Obrigado Marcelo!

Nach rund einem halben Jahr trennen sich die Wege von Center Marcelo Deschamps Ruediger und den Dragons Rhöndorf wieder. Der gebürtige Brasilianer mit deutschen Wurzeln lief in insgesamt 14 ProB-Partien für die Drachen vom Menzenberg auf.

Mit allabendlichen 5,4 Punkten und 4,6 Rebounds bei durchschnittlich 14:04 Minuten Einsatzzeit sorgte der erfahrene Big Man für spürbare Entlastung in der Center-Riege der Drachen und wusste mit klassischer Arbeit unter den Brettern zu überzeugen.

Nach Stationen in der nordamerikanischen College Liga NCAA2 und der ersten und zweiten brasilianischen Profi-Liga waren die Dragons Rhöndorf die erste europäische Station für den 2,07 Meter großen und 114 Kg schweren Center.

Die Dragons Rhöndorf danken Marcelo Ruediger für seinen Einsatz in den vergangenen Monaten und wünschen nur das Beste für den weiteren sportlichen und privaten Werdegang.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Nach anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund der Umstellung auf den europäischen Basketball konnte Marcelo immer wieder Akzente setzen und uns wichtige Minuten auf der Center-Position geben. Wir wollen uns jedoch anders aufstellen für die kommende Saison und wünschen Marcelo viel Erfolg bei seinen kommenden sportlichen Aufgaben.“

Quelle | Foto: Dragons Rhöndorf

Gießener Eigengewächs nach Hagen – 46ers gehen ohne Uhlemann in die Runde

Die JobStairs GIESSEN 46ers und das Gießener Eigengewächs Tim Uhlemann werden sich in der kommenden BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison 2022/23 in der Sporthalle Gießen-Ost als Gegner auf dem Parkett begegnen. Der Power Forward wechselt zum Ligakonkurrenten Phoenix Hagen und wird erstmalig für einen anderen Club auf Korbjagd gehen.

Sebastian Schmidt (Geschäftsführer & Sportdirektor JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir hätten Tim sehr gerne gehalten, waren davon überzeugt, dass er sich bei uns hervorragend weiterentwickeln kann und haben ihm deswegen einen sehr guten 2-Jahresvertrag, mit entsprechender Rolle, angeboten. Die Gespräche diesbezüglich starteten bereits schon im April. Sein Berater und er teilten uns dann vor kurzem mit, dass er mal aus Gießen heraus möchte und sich einem anderen Club anschließe. Dies kann ich persönlich nachvollziehen, jedoch ist es für uns sehr schade. Wir wünschen Timbo nur das Beste – außer, wenn er gegen uns antritt.“

Tim Uhlemann: „Ich möchte beim Club und den Fans für alles, was die letzten Jahre alles so mit mir und den 46ers passiert ist, bedanken. Es ist einfach Zeit für mich, ein neues Kapitel aufzuschlagen und Gießen zu verlassen, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Aber natürlich freue mich auch wieder auf eine Rückkehr in die Sporthalle Gießen-Ost, um dann mal die andere Seite zu sehen.“

Der gebürtige Gießener Tim Uhlemann hat das gesamte Ausbildungsprogramm von der Akademie, über die Rackelos bis hin zum easyCredit BBL-Team bei den Mittelhessen vollzogen. Nun folgt der nächste Schritt des Youngsters zu Phoenix Hagen, die in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf die JobStairs GIESSEN 46ers treffen werden.

Für den Traditionsclub hat der Power Forward insgesamt 31 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert. Dabei waren es in der easyCredit BBL-Saison 2021/22 15 Begegnungen, wobei er sechsmal in der Startformation aufzufinden war. In der Rückrunde erzielte er gegen s.Oliver Würzburg mit 13 Zählern sein persönliches Karriere-High im deutschen Basketball-Oberhaus.

Doch insbesondere seine Zeit bei den Depant GIESSEN 46ers Rackelos bleibt, nicht nur wegen seinem legendären „Urschrei“, in Erinnerung. Der emotionale Antreiber setzte auch mit seinen Leistungen starke Akzente. So war es in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Saison 2021/22 eine satte Punkteausbeute von 18.4 PpS, die ihn zu einem der gefährlichsten Korbjäger der Liga machte. Zudem sammelte der engagierte Big Man in seinen 27 bestritten Partien noch 8.1 RpS ein. 

Die JobStairs GIESSEN 46ers danken „Timbo“ für sein tatkräftiges Engagement und freuen sich auf ein Wiedersehen in der Sporthalle Gießen-Ost mit den Worten der Fans: U-U-Uhlemann…!!!

Quelle | Foto: Gießen46ers

Vierfacher Abschied beim SC Rist Wedel

Vierfachen Dank, ein vierfaches Tschüss und auf Wiedersehen richtet der SC Rist an vier Spieler, die in der Saison 2022/23 nicht mehr dem Wedeler ProB-Kader angehören werden. Mit Hendrik Drescher, Jacob Hollatz, Gabriel Kuku und Jordan Walker gehen vier Spieler, dass Aurimas Adomaitis nicht weitermacht, stand bereits kurz vor dem Saisonende fest. „Sie haben letzte Saison einen ganz großen Beitrag geleistet, sowohl menschlich als auch spielerisch“, sagt Stephan Blode, Trainer des SC Rist, über seine scheidenden Jungs.

Hollatz war in seinem Wedeler Jahr Mannschaftskapitän und Spielgestalter der Rister: „Er wird aus beruflichen Gründen keinen Leistungsbasketball mehr spielen können. Wir freuen uns, dass er diesen Weg gehen kann und die Anstellung bekommen hat, aber es ist schade für uns, weil Jacob durch seine Spielweise gleich Publikumsliebling war. Sein Spielstil wird uns sehr fehlen“, sagt Rist-Sportchef Christoph Roquette. Mit Bundesliga-Erfahrung im Gepäck kam der 23-jährige Hollatz im vergangenen Sommer aus Oldenburg nach Wedel, überzeugte in Gelb und Grün als bester Korbvorbereiter der Mannschaft, war mit fast 27 Minuten Einsatzzeit je Spiel Dauerbrenner und zugleich Vorkämpfer in der Verteidigung (drei Ballgewinne pro Partie). „Wenn man schlau plant, weiß man, dass nach der Basketballkarriere auch etwas kommt. Und manchmal hat man Angebote, die man nicht ablehnen kann“, zeigt Blode Verständnis für Hollatz‘ Entschluss.

Kuku hatte seinen besten Auftritt im Wedeler Trikot im zweiten Viertelfinalvergleich mit dem späteren Meister, den Dresden Titans. Seine Mannschaft stand mit dem Rücken zur Wand, brauchte einen Sieg, um das Saisonaus abzuwenden. Dass man das Entscheidungsspiel erzwang, lag auch an Kukus guter Leistung, die sich in einem selbstbewussten Auftreten und 13 Punkten ausdrückte. Vom VfL Stade kommend hatte der Münchner sich vor gut einem Jahr dem SC Rist angeschlossen.

Drescher und Walker bekamen im Saisonverlauf die meiste Einsatzzeit im Wedeler Kader zugestanden. Der US-Amerikaner führte die Wedeler Korbjägerliste an und erreichte einen Mittelwert von nahezu 21 Punkten. Mit seiner energiegeladenen, sehr ansehnlichen Spielweise sorgte Walker regelmäßig für Ohs und Ahs auf der Tribüne. „Jordan hat den Schritt zu uns gemacht, weil er gesehen hat, dass wir Spielern eine gute Plattform geben können, er auch mit den Towers trainieren und im Eurocup spielen konnte. Diese Möglichkeiten hat er unendlich genutzt“, meint Roquette. Denn Walker überzeugte nicht nur im Wedeler Dress, sondern wurde darüber hinaus von den Hamburg Towers in acht Europapokal- und einem Bundesliga-Spiel eingesetzt.

„Wir sind froh, dass er dieses Leistungsniveau wieder erreichen konnte“, sagt Roquette angesichts der Tatsache, dass Drescher nach seinem im November 2020 erlittenen zweiten Kreuzbandriss lange fehlte und in der Saison 2021/22 dann seine ganze Klasse zeigte. 15,2 Punkte und 6,8 Rebounds pro Spiel unterstreichen das, auch Dreschers Trefferquote beim Ferndistanzwurf (41 Prozent) ist aller Ehren wert. Die in der Zusammenarbeit zwischen dem SC Rist und den Hamburg Towers bestehenden Trainings- und Spielmöglichkeiten seien dem 22-Jährigen zugute gekommen, so Roquette. „Es ist dann klar, dass er Aufmerksamkeit bei anderen Teams weckt“, sagt der Sportliche Leiter, für den Drescher in der vergangenen Saison einer der besten ProB-Spieler auf seiner Position war. Dass sich Spieler in Wedel für höhere Aufgaben empfehlen, „sehen wir auch als Auszeichnung“, sagt Blode. „Da sind wir immer stolz, wenn wir als Sprungbrett dienen“, betont er.

Quelle | Foto: SC Rist Wedel

Weitere Abgänge bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier. Jonas Grof und Enosch Wolf kehren nicht an die Mosel zurück.

Grof stand zwei Saisons in Diensten der Gladiatoren, Wolf wechselte vergangenen Sommer in die älteste Stadt Deutschlands. Beide Spieler wechseln zu anderen ProA-Teams.

Mit Jonas Grof und Enosch Wolf stehen die nächsten beiden Abgänge der Trierer Profibasketballer fest. Grof verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bei den Gladiatoren nicht, um zu den SparkassenStars Bochum und damit zurück in seine Heimat – das Ruhrgebiet – zu wechseln und so näher an seiner Familie leben zu können. Der bei Phoenix Hagen ausgebildete Allrounder stand zwei Saisons für die Gladiatoren auf dem Parkett und absolvierte in der vergangenen Saison alle 36 Pflichtspiele. Durchschnittlich stand er dabei 28:28 Minuten auf dem Feld und erzielte 7,3 Punkte, 3,3 Assists und 4,4 Rebounds pro Partie. „Ich bin super dankbar für die zwei tollen Jahre, die ich in Trier hatte. Die Entscheidung ist mir absolut nicht leichtgefallen, ich hätte gerne weiter unter Pascal für diesen tollen Club gespielt. Aber so ist es nunmal und ich wünsche den Gladiators ganz viel Erfolg für die kommende Saison. Man sieht sich immer zweimal im Leben“, sagt Jonas Grof, der sich nach langer Überlegung für einen Abschied aus Trier entschied.

Enosch Wolf wechselte vergangenen Sommer aus Tübingen an die Mosel und absolvierte nach einer schweren Gehirnerschütterung in der Vorbereitung insgesamt 25 Partien im Gladiators-Trikot und kam in 20:43 Minuten Einsatzzeit pro Spiel auf 9,8 Punkte, 6,9 Rebounds und 2 Assists. Die RÖMERSTROM Gladiators zogen die Option auf eine Vertragsauflösung bei Wolf und ermöglichen so seinen Wechsel zu RASTA Vechta. „Ich bin dem Verein sehr dankbar für das Vertrauen, was in mich gesetzt wurde. Auch während der Gehirnerschütterung hat man mich sehr unterstützt und ich habe mich rundum wohlgefühlt. Auch Coach Pascal bin ich dankbar, dass er mich den Basketball hat spielen lassen, den ich spielen kann und möchte. Dass die Ausstiegsoption vom Verein gezogen wurde ist natürlich schade, vor dem Hintergrund, dass Pascal kommende Saison einen anderen Basketball spielen möchte, aber vollkommen verständlich für mich. So freue ich mich auf eine neue Herausforderung in Vechta und auf die Rückkehr nach Trier – auch wenn es dann im gegnerischen Team sein wird“, sagt Wolf zu seinem Abschied aus der Moselstadt.

„Wir sind beiden Spielern sehr dankbar für das, was sie in ihrer Zeit bei uns geleistet haben. Jonas hatte zwei gute Saisons bei uns und hat im letzten Jahr nochmal einen großen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Wir wussten, dass es für ihn privat nicht so leicht ist und haben volles Verständnis für seine Entscheidung. Auch Enosch hat ein gutes Jahr gehabt, obwohl er zu Beginn der Saison lange aussetzen musste. Hier haben wir uns dazu entschieden jungen Spielern, wie zum Beispiel Jonathan Almstedt, eine größere Chance einzuräumen und einen etwas anderen Basketball zu spielen. Wir wünschen den beiden natürlich alles Gute für ihre Zukunft und freuen uns darauf, die beiden in der neuen Saison – als Gegner – wiederzusehen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs zum Abgang von Grof und Wolf.

Quelle | Foto: RÖMERSTROM Gladiators Trier

Moritz Schneider verlässt die Kangaroos

Nach drei gemeinsamen Jahren trennen sich die Wege von Moritz Schneider und den Iserlohn Kangaroos. Der 22-jährige Point Guard wird sich einer neuen Herausforderung stellen. Wie diese neben seiner Studiumsaufnahme aussehen wird, ist jedoch noch offen. Klar ist allerdings, es wird ein Wiedersehen in der kommenden Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geben.

Aus der Nachwuchsförderung von Jena war Schneider vor drei Jahren nach Iserlohn gekommen. Drei Jahre, die ihn haben sportlich und menschlich weiter reifen lassen. „Ich bin unglaublich dankbar für die Chance, die ich hier bei den Kangaroos bekommen habe, habe aber das Gefühl, dass es Zeit für mich ist, einen neuen, weiteren Schritt zu gehen“, sagt der Aufbauspieler. Trotz einiger Rückschläge habe er sich sportlich weiterentwickelt. Und freue sich darauf, nach dem Sommer an neuer Stelle neu anzugreifen.

„Ich werde im Sommer alles daran setzen, in die Form zu kommen, die ich mir selber wünsche. Viel Fitness, viel zocken – und dann mit Vollgas in die neue Saison starten“, sagt Schneider. Er hebt hervor, dass nicht nur der Basketball Iserlohn zu seinem Zuhause gemacht hat. „Auch abseits des Feldes habe ich mich hier sehr, sehr wohlgefühlt. Ich habe während meiner Zeit mit den Kangaroos meinen Traumberuf gefunden, in dem ich irgendwann arbeiten möchte“, erklärt der 22-Jährige mit Blick auf die Karriere nach der Karriere.

Schneider hat bis zuletzt als Integrationskraft an der Felsenmeerschule in Hemer gearbeitet. Und die Arbeit mit förderbedürftigen Kindern will er auch in Zukunft zu seinem Beruf machen. Entsprechend steht nicht nur eine sportliche Entwicklung für ihn an, sondern auch eine im Hinblick auf Orientierung und Aufnahme des Studiums. „Das habe ich lange vor mir hergeschoben. Aber gerade die Verletzung in der vergangenen Saison hat mir gezeigt, dass das Aufschieben keine Perspektive hat“, so Schneider.

In 17 Spielen (inklusive Playoffs) hat der 22-Jährige in der vergangenen Spielzeit rund 14 Minuten pro Partie für die Waldstädter auf dem Feld gestanden. Dabei erzielte er durchschnittlich 2,5 Punkte, 2,3 Assists und 2,8 Rebounds.

„Moritz ist ein toller Mensch, der unseren Verein mit seiner Art und seinem Einsatz bereichert hat. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft von Herzen alles erdenklich Gute“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan. Und Geschäftsführer Michael Dahmen ergänzt: „Dass sich unsere Wege nach drei gemeinsamen Jahren trennen, ist schade. Wir können uns bei Moritz nur für sein Vertrauen und seinen Einsatz bedanken. Alles Gute, Junge!“

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos

Mikesell und Crawley verlassen die Tigers Tübingen

Ryan Mikesell wechselt nach Frankreich zu Le Portel

Es hat sich abgezeichnet, nun ist es Realität. Ryan Mikesell verlässt die Tigers Tübingen. Zwei Wochen nach dem letzten Saisonspiel gegen die ROSTOCK SEAWOLVES steht der neue Verein des 25-Jährigen fest. Der US-Amerikaner wechselt zur neuen Spielrunde 2022/2023 in die erste französische Liga zu ESSM Le Portel Cote D`Opale. Das Team hat die vergangene Saison auf dem 14. Tabellenplatz abgeschlossen.

„Der Verein hat sich sehr um mich bemüht. Ich soll eine wichtige Rolle in der neuen Mannschaft spielen. Dazu ist Frankreich eine gute Liga in Europa“, sagt Mikesell zu seinen Beweggründen, zukünftig im Westen Frankreichs an der Atlantikküste zu England zu auf Korbjagd zu gehen.

Ryan Mikesell absolvierte 40 von 41 Saisonspielen für die Tigers Tübingen, wo er auf 18,2 Punkte, 5,5 Rebounds und 3,0 Assists kam. Wir wünschen unserer nun ehemaligen Raubkatze mit der Nummer 33 an seiner neuen Wirkungsstätte viel Glück und Erfolg und bedanken uns gleichzeitig für eine herausragende Spielzeit in Tübingen.

Nächster Abgang: Isaiah Crawley wechselt nach Finnland zu den Vilpas Vikings

Drei Tage nach dem Wechsel von Ryan Mikesell zu Le Portel in die erste französische Liga steht nun der zweite Abgang fest. Isaiah Crawley wird die Tigers Tübingen nach zwei Jahren verlassen und nach Finnland wechseln. Genauer gesagt zu den Vilpas Vikings, von wo aus Aatu Kivimäki vor einem Jahr an den Neckar kam. „Ich bedanke mich für zwei aufregende Jahre in Tübingen. Der Verein und die Coaches haben mich in meiner Anfangszeit als Profi toll unterstützt. Vor allem die Unterstützung während meiner Verletzung habe mir viel bedeutet. Wir werden uns irgendwann einmal wiedersehen“, übermittelte Crawley aus der amerikanischen Heimat.

Wir wünschen unserer nun ehemaligen Nummer 53 alles Gute bei der neuen sportlichen Herausforderung und bedanken uns gleichzeitig für zwei erfolgreiche Jahre in Tübingen.

Nach einer schweren Knieverletzung im ersten Jahr gab der 23-Jährige im November des letzten Jahres in Ehingen sein Comeback. Es folgten insgesamt 32 Begegnungen mit einer Ausbeute von 12,3 Punkten, 5,5 Rebounds und 2,3 Assists.

Quelle | Foto: Tigers Tübingen

Bye bye, Stanley Whittaker – LIONS-Topscorer wechselt in die BBL

Er war in der abgelaufenen Saison der auffälligste Spieler bei den PS Karlsruhe LIONS und zeitweise sogar der gesamten BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Stanley Whittaker erzielte im Durchschnitt über 22 Punkte pro Begegnung, was ihn zum Topscorer und Most Valuable Player (MVP) der gesamten Liga machte. Vor zwei Wochen fällten auch die Fachleute der Online-Plattform Eurobasket.com ihr Urteil und kürten den 27-jährigen US-Point Guard zum Spieler der Saison. Dies weckte natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Klubs und so verwundert es nicht, dass nun s.Oliver Würzburg die Verpflichtung des bisherigen Karlsruher Publikumslieblings vermeldet. Whittaker wechselt demnach in die easyCredit Basketball Bundesliga (BBL) – ein Schritt, dem ihm bei allem Wehmut die gesamte LIONS-Family gönnen dürfte.

Der Aufbauspieler mit bewegter Geschichte hatte vergangenen Herbst unmittelbar nach seiner Verpflichtung voll in Karlsruhe eingeschlagen. Abgesehen von seinen Scorer-Qualitäten beeindruckte Whittaker mit seiner Art, permanent Verantwortung zu übernehmen und immer alles zu geben. LIONS-Headcoach Aleksandar Scepanovic honorierte dies, indem er seinem Schützling reichlich Einsatzzeit gewährte, die dieser nutzte, um sich entsprechend zu präsentieren. Whittaker wurde in fast allen Spielen eingesetzt und war durchschnittlich über 35 Minuten auf dem Feld. Hier agierte er nicht nur als Vollstrecker, sondern überzeugte auch mit seiner Übersicht und als Passgeber. Unvergessen sind beispielsweise seine 16 Assists aus dem Spiel bei den wiha Panthers Schwenningen im April. Die Rückennummer 11 hat 2021/2022 für Begeisterung am Oberrhein gesorgt und großen Anteil an der starken LIONS-Saisonbilanz. Stanley Whittaker wird dem Betreuerstab und den Fans fehlen, doch in der Fächerstadt freut man sich auch für ihn, dass er nun sein Talent im Bundesliga-Oberhaus unter Beweis stellen kann. Alles Gute, Stanley!

Quelle | Foto: PS Karlsruhe LIONS