Schlagwortarchiv für: Nachberichte

Nachberichte Playoffs ProA Spieltag 5

Gruppe 1:

29.04.2021 18:00 Uhr Science City Jena vs. Bayer Giants Leverkusen 96:92

Der Jenaer Aufstiegstraum darf weiter gelebt werden. Die Bundesliga-Basketballer von Science City gewannen am Donnerstagabend gegen die BAYER Giants Leverkusen nach dramatischer Schlussphase mit 96:92 und bringen den Rheinländern ihre erste Playoff-Niederlage bei. Während Science City in der Tabelle der Playoff-Gruppe 1 nun mit den Rheinländern auf 8:2 Punkte gleichziehen konnte, entscheidet sich der weitere Playoff-Verlauf am Sonntagnachmittag.

Während sich die Ostthüringer von Beginn an hochmotiviert präsentierten, die Gäste allerdings ebenfalls ihre starke Playoff-Form nachweisen konnten, entwickelte sich vom Start weg ein offener Schlagabtausch, der nach einer 24:18-Führung der Thüringer mit 43:36 in die Halbzeitpause ging. Auch nach Beginn der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Teams, um beim Stand von 68:60 das Schlussviertel zu eröffnen. Nachdem Haris Hujic die Rheinländer 7.3 Sekunden vor der Sirene noch einmal auf 94:92 verkürzen ließ, sicherte Jenas Center Robin Lodders den sportlich überlebenswichtigen Heimerfolg mit zwei verwandelten Würfen von der Freiwurflinie. Unabhängig von den 18 Punkten durch Jenas Topscorer Julius Wolf überzeugten die Gastgeber mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung. Auf Seiten der Leverkusener ragten JJ Mann mit 24 und Sheldon Eberhardt mit 25 Punkten heraus.

29.04.2021 18:30 Uhr Artland Dragons vs. ROSTOCK SEAWOLVES 80:79

Die Quakenbrücker schlagen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 80:79 (37:43), feiern damit den ersten ProA-Post-Season-Erfolg ihrer Geschichte und belohnen sich so für den enormen Aufwand der vergangenen Wochen. Vor dem finalen Viertel hatte das Team von Headcoach Tuna Isler noch mit zehn Punkten zurückgelegen, Kampfgeist, Leidenschaft und spielerische Klasse ließen das Pendel schlussendlich jedoch in Richtung der Drachen ausschlagen.

Dass die SEAWOLVES nicht mit der Absicht eines Punktelieferanten ins Artland gereist waren, untermauerten sie am Donnerstagabend bereits innerhalb der ersten zwei Minuten. Behnam Yakhchali in doppelter Ausführung vom Perimeter, und Chris Carter via And-One waren die Motoren des 9:3-Zwischenstandes. Die Dragons bekamen die Rostocker Offensive in der Folge jedoch immer besser unter Kontrolle und auch die eigenen Angriffsbemühungen fruchteten Mitte des Viertels immer besser.

Zwar übernahm Zach Ensminger die Quakenbrücker Offensive jetzt wieder mehr und mehr, allerdings häufte sich zu Beginn des zweiten Viertels auch die Fehlerquote des gesamten Teams im Ballvortrag. Insgesamt kam das Spiel der Drachen jetzt trotzdem deutlich flüssiger daher, die Wölfe verstanden es zunächst jedoch den Puffer zwischen sich und ihrem Kontrahenten aufrecht zu erhalten. Nach zwei unsportlichen Fouls von Till Gloger und Trevor Lacey innerhalb von 14 Sekunden war jedoch auch Bauermann zur Auszeit gezwungen – und die Dragons nutzten diesen einen einzigen Angriff für die maximale Punktausbeute. Zwar kamen die Dragons mit viel Energie aus der Pause und drückten den Rückstand zunächst auch ein wenig, dennoch liefen die ersten drei Minuten für die Quakenbrücker alles in allem suboptimal.

Doch immer, wenn es so aussah, als kämen die Dragons wieder näher an den Favoriten ran, schlug dieser zurück. Auf einen Ensminger-Dreier hatte Yakhchali die passende Antwort, Reischel erhöhte vor dem finalen Durchgang sogar nochmals auf 68:58 und stellte die Hausherren so vor eine enorme Aufgabe. Und das Muster der permanenten Antwort zog sich auch durch den Beginn des Schlussviertels.

Aufgegeben hatten sich diese Dragons allerdings noch lange nicht. Ensminger und Simmons nahmen ihr Team nun mit sieben Punkten in Folge auf ihre Schultern, nach Adrian Breitlauchs Ecken-Dreier zum 70:71-Anschluss war die Partie sechs Minuten vor dem Ende wieder komplett offen. Das Momentum schien nun zu kippen – Simmons und Oehle schubsten es schließlich über die Kippe. Mit einem And-One brachte der Center seine Mannschaft erstmals in Front, nach dem Freiwurf zum 76:73 waren allerdings noch drei Minuten auf der Uhr. Und zunächst schien die Partie wieder gegen die Drachen zu laufen. . Simmons, der sich in der zweiten Halbzeit deutlich steigerte und alle seine 13 Punkte in den letzten 20 Minuten erzielte, glich die Partie 1:16 Minuten vor dem Ende wieder aus, eintüten sollte den ersten ProA-Playoff-Erfolg jedoch schließlich Zach Ensminger. An der Freiwurflinie traf der Point Guard zwar nur einen seiner zwei Versuche, da Rostock bis zum Ende jedoch keinen seiner fünf Abschlüsse versenken sollte, verließen die Dragons das Parkett schlussendlich als Sieger.

Gruppe 2:

29.04.2021 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Kirchheim Knights 94:100

Nach einer lange Zeit engen und spannenden Begegnung müssen sich die Eisbären ohne den angeschlagenen Kevin Yebo und den nach kurzer Einsatzzeit verletzt ausgewechselten Leon Friederici in der Verlängerungen den Gästen aus Kirchheim geschlagen geben.

Beide Mannschaften begannen die Partie mit viel Tempo und hoher Einsatz- und Spielfreude. Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste, die Eisbären-Headcoach Michael Mai nach anderthalb gespielten Minuten mit einem 7:0-Lauf zu einer frühen Auszeit zwangen. Diese schien Früchte getragen zu haben, zeigten sich seine Spieler danach defensiv erheblich verbessert. Die Führung wechselte im weiteren Spielverlauf mehrmals  hin und her und keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit kam es dann zum lang erwarteten Comeback von Eisbären-Scharfschütze Joshua Braun, der mit seiner zweiten Ballberührung direkt seinen ersten erfolgreichen Distanzwurf verwandelte, was der Bank der Eisbären neues Leben einhauchte.

Das dritte Viertel ging so weiter, wie das Zweite aufgehört hatte. Das Spiel verlor in dieser Phase jedoch ein wenig den Fluss. Kein Team konnte sich auf mehr als zwei Punkte absetzen, die Führung wechselte munter hin und her und die Offensiven blieben meistens Stückwerk oder waren durch Einzelaktionen geprägt.

Zu Beginn des vierten Viertels konnten sich die Eisbären dann erstmalig mit fünf Punkten ein wenig absetzen. Die Knights blieben aber immer in Schlagdistanz und ließen sich nicht entscheidend abschütteln. Die Begegnung blieb daher eng und umkämpft, wirkte in dieser Phase ein wenig verfahren und war von vielen Spielunterbrechungen, Freiwürfen und Auszeiten geprägt. Man merkte beiden Teams an, dass viel auf dem Spiel stand. Die Intensität wurde auf beiden Seiten nochmal erhöht und die Knights übernahmen nach einem Dreier des starken Till Pape bei knapp zwei Minuten Restspielzeit erneut die Führung.

In den letzten 50 Sekunden überschlugen sich die Ereignisse, das Spiel fand nach der regulären Spielzeit beim Stand von 84:84 keinen Sieger, sodass es in die Verlängerung ging.

Die Eisbären warfen noch einmal alles in die Waagschale, konnten den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen, weswegen sie sich den Kirchheim Knights mit 94:100 geschlagen geben mussten.

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Wir haben gekämpft und hätten das Spiel vor der Verlängerung gewinnen können. In der Endphase waren wir nicht fokussiert genug. Kirchheim hat in der Verlängerung hingegen viel besser gespielt.“

Nachberichte Playoffs ProA Spieltag 4

26.04.2021

Gruppe 2:

18:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. wiha Panthers Schwenningen 83:79

Der Start in das Spiel verlief für beide Mannschaften dementsprechend eher schleppend. Erst nach knapp zweieinhalb Minuten konnte Armani Moore den Bann brechen und erzielte mit einem schönen Korbleger die ersten Punkte der Partie. Danach entwickelte sich im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts eine muntere Partie. Die Schwenninger, die erneut ohne den verletzten Felix Edwardsson und den angeschlagenen Rytis Pipiras antraten, fanden offensiv nach einer frühen Auszeit ihres Headcoaches Alen Velcic ins Spiel zurück, offenbarten in der Defensive jedoch erhebliche Lücken, weswegen die Eisbären immer wieder zu leichten Punkten kamen.

Das zweite Viertel startete sehr ausgeglichen und war von vielen Fouls, Ballverlusten und Fehlern geprägt. Diese Fehler spiegelten sich dann auch in den Wurfquoten wider, die insbesondere von jenseits der Dreierlinie auf beiden Seiten sehr ausbaufähig war. Die zweite Halbzeit begann und beide Mannschaften legten direkt los wie die Feuerwehr. Die Trefferquoten waren auf beiden Seiten hoch und Schwenningen konnte das gefürchtete Transition-Spiel umsetzen, da sich die Eisbären die eine oder andere Unkonzentriertheit erlaubten.

Der Spielfluss geriet dann mit zunehmender Spieldauer auf beiden Seiten etwas ins Stocken. So ging es nach einem Dreier des engagierten Kevin Yebo mit einer knappen 56:53-Führung in den letzten Spielabschnitt. Diesen begann erneut Moore mit einem And-One nach einem energischen Zug zum Korb, wurde jedoch vom starken Niedermanner, der die gesamten 40 Minuten auf dem Parkett stand und Panthers mit starken 23 Punkten fast alleine im Spiel hielt, direkt mit einem freien Dreier gekontert.

In dieser Phase konnten sich die Eisbären glücklicherweise auf Marvin Heckel verlassen, der nicht zu stoppen war und seine Mannschaft mit acht Punkten in Folge wieder in Führung brachte. Das Spiel blieb jedoch weiterhin eng und umkämpft. Erst drei Minuten vor Ende der Partie konnten sich die Eisbären mit acht Punkten erstmalig etwas deutlicher absetzen und zeigten sich dabei defensiv deutlich engagierter.

Die Gäste konnten ihren letzten Angriff nicht mehr in Zählbares ummünzen und Heckel erhöhte den Vorsprung von der Freiwurflinie bei noch vier Sekunden Restspielzeit auf vier Punkte Vorsprung. Somit gewannen die Eisbären ein spannendes Spiel mit 83:79.

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Es war ein hartes Spiel und Schwenningen ist immer ein unangenehmer Gegner, das wussten wir von den vorherigen Spielen gegen sie. Sie haben heute nochmal härter als sonst gespielt und uns trotz der Ausfälle heute alles abverlangt. Am Ende waren wir jedoch da, wenn es drauf ankam. Ich bin stolz auf mein Team und freue mich für die Mannschaft über den Sieg.“

Gruppe 1:

18:30 Uhr Artland Dragons vs. Science City Jena 87:88

Insgesamt fiel es den Dragons gegen eine aggressive Jenaer Verteidigung zunächst schwer zu guten Abschlüssen zu kommen, auf der Gegenseite war vor allem Robin Lodders für Punkte in der Zone verantwortlich. Nachdem Oehle aufgrund der Foulproblematik auf der Bank Platz genommen hatte, erlitt die Quakenbrücker Offensive einen merklichen Bruch, Julius Wolf und Zamal Nixon verschafften dem Team von Cheftrainer Frank Menz hingegen eine komfortable 17:9-Führung.

Dennis Nawrocki und Wolf in doppelter Ausführung trafen ihre Würfe sicher von außen, stellten die Jenaer Führung auf 36:24 und veranlassten Dragons-Headcoach Tuna Isler so zu seiner ersten Auszeit. Die nächste Aktion gehörte allerdings den Hausherren. Adrian Breitlauch wurde von Kasey Hill beim Dreierversuch unsportlich gefoult, traf alle drei Freiwürfe und spendierte Zach Ensminger im folgenden Ballbesitz den Offensivrebound und die folgerichtigen Punkte. Nach Okparas Treffer von Downtown in der 16. Minute hatten die Gastgeber schließlich wieder auf 32:38 an Science City aufgeschlossen. Quakenbrücker Wehrmutstropfen: Oehle und Breitlauch waren zur Halbzeitpause jeweils mit drei Fouls vorbelastet und mussten im zweiten Durchgang dementsprechend vorsichtiger agieren. Aufzuholen galt es einen Acht-Punkte-Rückstand, mit 40:48 verabschiedeten sich beide Mannschaften zunächst in die Kabine.

Den Start ins dritte Viertel bestritten beide Mannschaften zunächst im Gleichschritt. Allerdings brachten die Drachen ihre Kontrahenten früh mit fünf Fouls in Bedrängnis, was Simmons mit acht Punkten zu bestrafen wusste. Der US-Amerikanische Combo-Guard stellte den Zwischenstand nach 26 Minuten auf 50:54, im Anschluss packte Jena jedoch wieder den Dreier aus: Nixon und Demarcus Holland trafen ihre Versuche und verschafften ihrem Team wieder einen komfortablen Puffer. In diesem dritten Viertel wehrte sich allerdings insbesondere das Duo bestehend aus Simmons und Danielius Lavrinovicius gegen die drohende Niederlage.

Knapp drei Minuten blieb die Partie ohne Punkte, nach Tyus Treffer zum 81:73 drei Minuten vor dem Ende schien das Spiel zunächst endgültig zu Gunsten Jenas zu kippen – allerdings nicht mit diesen Drachen. Oehle und Simmons fanden immer wieder Lösungen und stellten den Zwischenstand 25 Sekunden vor der Sirene auf 80:83. Es blieb den Dragons nun also keine andere Möglichkeit mehr als zu foulen – gesagt, getan. Insgesamt wanderte Science City in den letzten 24 Sekunden sechs Mal an die Freiwurflinie, legte in Person von Wolf jedoch nur einen daneben, sodass Ensmingers Dreier mit der Sirene nicht mehr die erhoffte Overtime, sondern die 87:88-Niederlage besiegelte.

Tuna Isler (Headcoach Artland Dragons): „Heute hätten wir den Sieg absolut verdient. Wir waren spätestens ab der zweiten Halbzeit das bessere Team. Zu Beginn haben wir zweifelsohne ein paar Fehler gemacht, insbesondere Wolf hat uns mit seinen Distanz-Treffern immens weh getan. Wir haben unser Spiel in der Pause jedoch gut korrigieren und anpassen können. Für mich sind wir heute als Sieger vom Feld gegangen, auch wenn das Ergebnis etwas anderes sagt. Das ist nebensächlich. Ich habe den Jungs klar zu verstehen gegeben, dass sie das Spiel mit dem Gefühl eines Sieges verlassen sollen.“

Gruppe 2:

19:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. VfL Kirchheim Knights 114:118

Für die Kirchheim Knights hat sich am vergangenen Montagabend Historisches abgespielt. Im vierten Spiel der Gruppenphase der Playoffs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga schlugen die Ritter den bis dato ungeschlagenen und unangefochtenen Tabellenführer aus Heidelberg nach dreifacher Verlängerung mit 118:114. Dank einer unglaublichen Kraftanstrengung der gesamten Truppe wahren die Teckstädter damit ihre Chance auf den Finaleinzug.

Nach mehr als zwei Stunden aufopferungsvollem Kampf standen sich zwei völlig entkräftete Teams gegenüber, die wohl selber einige Momente benötigten, um zu realisieren was da gerade abgelaufen war. Was folgte war ein riesiger Jubel auf Kirchheimer Seite und die Erkenntnis der Heidelberger, dass man weiterhin alles in der eigenen Hand hat. Von Beginn an zeigten beide Mannschaften, dass sie es wissen wollten. Energische Defensive und schwierige Abschlüsse in der Offensive prägten das Geschehen.

Beide Teams stellten sich auf einen wahren Zermürbungskampf ein und dieser sollte Ausmaße annehmen, die sich zu diesem Zeitpunkt wohl in der Form niemand vorstellen konnte. Wenige Sekunden vor Schluss lagen die Knights mit zwei Zählern in Führung, doch ein Foul von Andi Kronhardt, sein Fünftes, schickte Heidelbergs Jordan Geist an die Freiwurflinie und der US-Amerikaner verwandelte sicher. Es ging in die erste Verlängerung und der Wahnsinn nahm seinen Lauf.

Die Heidelberger erspielten sich nun einen Vorteil und waren knapp 30 Sekunden vor dem Ende mit drei Punkten in Führung und in Ballbesitz. Die Kirchheimer Verteidigung hielt und nun musste es schnell gehen. Ein Pass von Leufroy auf Tim Koch, der einen schwierigen Dreier aus der Ecke und in vollem Lauf verwandelte. Die zweite Verlängerung stand an. Hier waren es nun die Kirchheimer, die die Entscheidung erzwingen wollten und mit drei Punkten in Führung lagen (106:103). Shyron Ely verwandelte sechs Sekunden vor dem Ende einen schwierigen Dreier und erneut ging es in die nächste Extrarunde.

Der erste Vorteil in der dritten Overtime ging zunächst an die Hausherren, die mit vier Punkten in Führung gingen. Nun ging ein Ruck durch die Kirchheimer Mannschaft. Im Angesicht der drohenden Niederlage zeigten die Ritter wahre Größe und ließen in den letzten zwei Minuten keinen einzigen Punkt mehr zu. In der Offensive übernahm nun Richie Williams. Nach einem erfolgreichen Korbleger des Guards waren die Knights wieder dran (114:114). Im folgenden Angriff fand Karlo Miksic den in der Ecke postierten Williams und der zog trocken ab und verwandelte für die 117:114 Führung. Erneut hielt die Defensive und Till Pape brachte den Sieg an der Freiwurflinie nach Hause. „Gratulation an beide Mannschaften. Das war das beste Spiel an dem ich teilgenommen habe. Keiner hatte es verdient zu verlieren. So viele Ups and Downs und am Ende hing es an Kleinigkeiten. Wir haben am Schluss die wichtigen Würfe getroffen, “ sagte Igor Perovic nach Spielende.

Gruppe 1:

19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Bayer Giants Leverkusen 83:96

SEAWOLVES-Headcoach Dirk Bauermann hatte seine Schützlinge gut auf die Leverkusener eingestellt, die Intensität war von Beginn an auf beiden Seiten hoch. Doch auch Rostock hatte seine Probleme, denn obwohl BAYER in der Offensive noch nicht richtig in Schwung kam, spielten sie in der Defensive wie gewohnt sehr variabel. Die Hausherren konnten also nicht wirklich Kapital aus der eher mäßigen Punkteausbeute des 14-maligen Deutschen Meisters ziehen. Dennoch war der Viertelendstand von 17:10 zu Gunsten der Hansestädter verdient.

Auch die Anfangsphase des zweiten Abschnitts gehörte zunächst den „Bauermännern“. Erstmalig in der Partie wuchs der Vorsprung der Heimmannschaft auf mehr als zehn Punkte an (23:12 – 12. Spielminute). Der Leverkusener Angriffsmotor wollte nicht anspringen und benötigte einiges an Zeit, um ans Laufen zu kommen.

Zähler um Zähler machten die GIANTS auf die SEAWOLVES gut. Ob J.J. Mann per Sprungwurf, Eddy Edigin Jr. in Brettnähe oder Sheldon Eberhardt per Dunk: Plötzlich gelang den „Riesen vom Rhein“ alles. Ein unglaublicher 15:2-„Run“ sorgte nicht nur für die erste BAYER-Führung des Spiels (32:29 – 17. Spielminute) sondern bewies erneut, was in dieser unglaublichen Truppe steckt. Zu Beginn des dritten Viertels wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften hin und her. Weder BAYER noch die SEAWOLVES konnten sich einen nennenswerten Vorteil erspielen, die Begegnung war ausgeglichen. Doch irgendwie kam dann ein Bruch in das Leverkusener Spiel, welchen die Rostocker für sich zu nutzen wussten. Plötzlich fiel jeder noch so schwere Wurf durch die Reuse der Auswärtsmannschaft.

Die Leverkusener wirkten nach wie vor in der Offensive limitiert, sie fanden keinen Zugriff auf das Spiel und so rechneten die, die es mit BAYER hielten, bereits mit einer Niederlage ihrer Mannschaft. Doch dann wurde es einmal mehr in dieser Saison verrückt. Die „Giganten“ kämpften sich langsam aber sicher wieder heran. Plötzlich landeten auch die schweren Würfe im Korb der Hansestädter und der 16-Punkte-Vorsprung der SEAWOLVES schrumpfte. Fünf Sekunden vor Ende setzt der Haris Hujic aus 10 Metern zum Wurf an, der Ball fliegt und fällt tatsächlich durch den Ring der SEAWOLVES. 79:79 – Verlängerung!

Was im bisherigen Spielverlauf den Rostockern gelang, war nun den Leverkusenern gegönnt. Die „Riesen vom Rhein“ trafen nun gute Entscheidungen im Angriff und vor allem Haris Hujic setzte seine Mitspieler mit sehenswerten Assists überragend in Szene.

Sensationelle 17 Zähler in der Overtime sorgten dafür, dass BAYER sich diese Chance nicht mehr nehmen ließ. Unter euphorischem Jubel verließen Grant Dressler, Dennis Heinzmann und Co. mit einem 96:83-Sieg das Parkett.

SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Wir waren über 35 Minuten die bessere Mannschaft und hatten im letzten Viertel einen 16-Punkte-Vorsprung. Dann haben den Jungs die Nerven einen Streich gespielt. Leverkusen hat das vermutlich gefühlt und dann sehr schwere Würfe getroffen. Ich glaube, der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen. Die Dinge sind jetzt so, wie sie sind. Es sind noch zwei Spiele. Nun geht es darum, sich mit Anstand aus dieser Saison zu verabschieden. Trotz der Niederlage kann man sicher stolz und sehr zufrieden sein auf diese Saison und auf die Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat.“



Nachberichte Playoffs ProB

23.04.2021 19:00 Uhr TKS 49ers – FC Bayern Basketball II 76:78

Mit einem furiosen Finish in den letzten rund 20 Sekunden hat die zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer das schon verloren geglaubte Entscheidungsspiel um den Einzug in die zweite Playoff-Runde noch für sich entschieden: Das jüngste ProB-Team lag in Stahnsdorf 20 Sekunden vor Schluss 71:76 hinten – ehe ein Freiwurf des überragenden Erol Ersek, ein Offensivrebound von Michael Rataj, ein Dreier von  Maxwell Dongmo Temoka, ein Steal von Matej Rudan und schließlich noch ein Dreier Erseks für sieben Zähler zum umjubelten Sieg führten. Der letzte Wurf der konsternierten Gastgeber verfehlte das Ziel. „Ein großen Lob an unser Team. Wahnsinn, was sie da in den letzten 20 Sekunden geleistet haben“, freute sich Co-Trainer Khee Rhee nach seinem ersten Spiel in der ProB an der Seitenlinie. „Der Dank geht aber auch an die Betreuer und Trainer, vor allem an Florian Wedell und an Andreas Wagner, der uns beiden das Vertrauen geschenkt hat, für ihn zu übernehmen. Es war kein allzu schönes Spiel, aber die Mentalität hat das Spiel heute für uns entschieden. Solche Spiele musst du dann auch einfach mal gewinnen. Ich hoffe, dass wir den Schwung und diesen Charakter in die nächste Runde mitnehmen und mit gutem Selbstbewusstsein die kommenden Aufgaben angehen.“
Nach dem Spiel zog 49ers-HeadcoachVladimir Pastushenko ein letztes Fazit zum Spiel und der Saison: „Ohne unsere zwei Import-Spieler können wir heute mit dem Spiel zufrieden sein, mit dem Ergebnis jedoch nicht. Solche Situationen am Ende können immer passieren, doch aus Fehlern lernt man bekanntlich auch, sodass uns diese hoffentlich nicht wieder unterlaufen. Wir hoffen auf einige Jungs, die man heute gesehen hat, auch nächste Saison bauen zu können. Ich bin extrem stolz auf das gesamte Team. Wir blicken auf eine wirklich gute Saison zurück, in der wir das beste Ergebnis seit 7 Jahren erzielen konnten. Ein besonderer Dank geht auch an alle Fans, die trotz dieser schwierigen Bedingungen zu uns halten und uns auf allen möglichen Wegen unterstützt haben! Wir sehen uns hoffentlich nächste Saison endlich wieder.“

24.04.2021 18:00 Uhr BSW Sixers – Itzehoe Eagles 71:93

Bis zur Mitte des zweiten Viertels blieb das Spiel ausgeglichen, dann traf Chris Hooper, dem das Leben in Korbnähe schwer gemacht wurde, einen Dreier zum 30:26. Der starke Erik Nyberg (neun Punkte in der ersten Hälfte) ließ drei getroffene Freiwürfe folgen, zur Halbzeit führten die Eagles mit 42:34. Bis dahin hatte Yasin Kolo bei sehr guter Quote 13 Punkte erzielt, „er war einfach bärenstark unter dem Korb“, sagte Coach Patrick Elzie.

Besagter Korb war im dritten Viertel teilweise nicht der Freund der Itzehoer, einige Würfe verfehlten mit viel Pech ihr Ziel. Ein anderes Problem: „Da waren wir teilweise zu leichtfertig“, sagte Kapitän Flavio Stückemann. Zudem gelangten die Sixers deutlich häufiger als in der ersten Hälfte an die Freiwurflinie und blieben dran, bis Kolo und Stückemann die Führung doch noch auf 65:56 erhöhten.

Die Sixers, obwohl dezimiert, hätten starke junge Akteure und sehr gute Führungsspieler um Luka Petkovic (16 Punkte), sagte Elzie. Sie machten es den Eagles so schwer, wie er erwartet hatte: „Ich hatte immer das Gefühl, dass es kippen könnte.“ Aber auch die Gäste spielten gut – sie mussten gewinnen, „und das scheint uns ganz gut zu tun“, so Stückemann. In den Playoffs brauche es Vollgas, aber das Team habe auch wieder kontrollierter gespielt. Hinzu kam ein taktischer Kniff des Coaches: „Die Zone hat gesessen“, sagte Elzie. Mit dieser Verteidigung kamen die Gastgeber in der Schlussphase nicht zurecht, während in der Offensive Johannes Konradt (alle 17 Punkte in der zweiten Hälfte) und Chris Hooper heiß liefen. Die Führung wurde zweistellig und wuchs weiter, doch der Trainer ließ sein Team durchziehen, ohne groß zu wechseln. „Der Sieg war sehr wichtig, auch in der Höhe“, sagte Elzie. „Es ging um jeden Punkt.“

24.04.2021 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum – EBBECKE WHITE WINGS Hanau 104:90

Niklas Geske erzielte dann 48 Sekunden vor Ende des ersten Viertels die erste Führung der SparkasenStars beim Stand von 29:28, welche die Bochumer in der Folgezeit nicht mehr aus den Händen geben sollten.

Der zweite Spielabschnitt begann dann mit einem 6:0-Lauf der Bochumer über Elijah Allen, Johannes Joos und Miki Servera, welcher den Gastgebern ein 37:28-Polster ermöglichte, ehe Till-Joscha Jönke von der Freiwurflinie die Gäste wieder aufschließen ließ. Der starke Lars Kamp konnte mit einem getroffenen Dreier erstmals nach 3:31 Minuten im zweiten Viertel den Vorsprung der Hausherren beim Stand von 42:32 in den zweistelligen Punktebereich bringen und ließ umgehen noch drei weitere Treffer von der Freiwurflinie zum 45:32 folgen.

Niklas Geske erzielte dann 48 Sekunden vor Ende des ersten Viertels die erste Führung der SparkasenStars beim Stand von 29:28, welche die Bochumer in der Folgezeit nicht mehr aus den Händen geben sollten.

Der zweite Spielabschnitt begann dann mit einem 6:0-Lauf der Bochumer über Elijah Allen, Johannes Joos und Miki Servera, welcher den Gastgebern ein 37:28-Polster ermöglichte, ehe Till-Joscha Jönke von der Freiwurflinie die Gäste wieder aufschließen ließ. Der starke Lars Kamp konnte mit einem getroffenen Dreier erstmals nach 3:31 Minuten im zweiten Viertel den Vorsprung der Hausherren beim Stand von 42:32 in den zweistelligen Punktebereich bringen und ließ umgehen noch drei weitere Treffer von der Freiwurflinie zum 45:32 folgen.

Nach der Halbzeitpause bedeuteten fünf Zähler von Lars Kamp und drei Punkte von Noah Dickerson einen 8:1-Run der SparkassenStars zur 67:46-Führung nach 2:30 Minuten im dritten Viertel. Ein Freiwurftreffer von Niklas Bilski zum 79:53 nach 6:17 Minuten markierte dann die höchste Führung der Hausherren in dieser Partie, bevor die Gäste aus Hanau bis zum Viertelende die SparkassenStars-Führung auf 82:65 reduzieren konnten.

Im Schlussabschnitt gewährte Headcoach Felix Banobre auch den jungen Spielern um Tim Lang, Ben Böther und Lasse Bungart Einsatzzeiten auf dem Parkett, ohne dass die Führung des VfL ernsthaft ins Wanken kommen sollte.

Zwar konnten die Gäste aus Hanau mit einem 6:0-Run über Dordevic und Hecker noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, aber am Ausgang des Spiels änderten sie nichts mehr.

„Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Sieg, denn es war wichtig für uns, in die zweite Gruppenphase mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Das Spiel war gut aus unserer Sicht. Zu Beginn haben wir eine Menge einfache Körbe zugelassen, doch dann haben wir unsere Defense umgestellt und waren aggressiver in der Verteidigung. Im zweiten Viertel konnten wir uns dann durch gute Fastbreaks einen entscheidenden Vorteil erspielen. Von da an waren alle Spieler sehr gut im Spiel. Ein besonderes Lob geht an die Performance von Lars Kamp und an das Comeback von Niklas Geske. Das Team hat heute einen großartigen Job gemacht. Ich bin sehr happy“, freute sich Headcoach Felix Banobre nach dem Spiel.

25.04.2021 16:00 Uhr WWU Baskets Münster – FC Bayern Basketball II 80:76

Auch von der dreiwöchigen Spielpause und einem stärkeren FC Bayern München II als vor Monatsfrist ließen sich die WWU Baskets in der Aufstiegsrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nicht aus dem Tritt bringen. In der Halle Berg Fidel triumphierten die Uni-Städter mit 80:76 (37:30) im ersten Spiel der zweiten Gruppenphase und bewahrten ihre makellose Playoff-Bilanz 2021 mit vier Siegen. „Wir haben jetzt eine super Ausgangsposition“, sagte Philipp Kappenstein am Sonntagabend. „Wir haben einen ersten Schritt gemacht und sind einen Sieg vielleicht nur vom Finale um den Aufstieg entfernt.“

Es fiel kein Dreier im Auftaktviertel, dafür aber waren die Münsteraner sicher an der Linie (9 von 9). Den Bayern war nicht nur deutlich anzumerken, nicht frühzeitig chancenlos wie vor einem Monat hinterherzulaufen, sondern sie waren unbeeindruckt. Stefan Weß fuhr mit einem klasse Fastbreak und Move die ersten Münsteraner Punkte im Schlussviertel zum 69:56 ein. Die Bayern übernahmen jetzt über eine starken Auftritt ihres Topscorers Matej Rudan (26 Punkte), verkürzten zunächst auf 69:60. Noch einmal gelang über ein schönes Anspiel Jasper Günthers an Malcolm Delpeche die vermeintlich beruhigende 14-Punkte-Führung (74:60, 35.) Fortan aber war das Momentum klar auf Seiten der Münchener. Mit 7:0-Lauf kamen sie bedrohlich nahe (74:67, 37.). In einer etwas wilden Schlussphase vergaben beide Teams Großchancen. Rudan von draußen, ein Dreipunktspiel von Michael Rataj, 31 Sekunden vor der Schlusssirene glaubten die Bayern an den Coup (78:76). Doch die WWU Baskets bestanden die Nervenprobe. Jasper Günther spielte Malcolm Delpeche frei, der den Ball zum Sieg im Korb unterbrachte.


Nachberichte ProA Playoffs Spieltag 3

23.04.2021 18:00 Uhr Bayer Giants LeverkusenROSTOCK SEAWOLVES 85:77

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben auch das dritte Spiel in den BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Playoffs für sich entscheiden können. Der Rekordmeister bezwang die ROSTOCK SEAWOLVES in einer hochumkämpften Begegnung mit 85:77 (47:37). Mit dem Erfolg bleiben die „Riesen vom Rhein“ Tabellenführer der Gruppe 1. Trainer Hansi Gnad versuchte nach dem Spiel Worte zu finden: „Es ist wirklich schwierig für mich, diese tolle Leistung der Mannschaft zu beschreiben. Vor der Saison und auch vor den Playoffs hat niemand damit gerechnet, dass wir so unglaublich stark aufspielen. Wir waren realistisch was die Zielsetzung angeht und wollten unter die ersten Acht der Liga kommen. Was das Team gerade macht ist unglaublich und gebührt größten Respekt!“ Doch wo lag der Schlüssel zum Sieg über den Gegner: „Wir wussten, dass Rostock über einen starken Kader verfügt und wir alles auf dem Feld lassen müssen um zu gewinnen. Einmal mehr gibt es so viele gute Leistungen von Spielern, die man gar nicht hoch genug anerkennen kann. Sei es Grant, Dennis, Haris, J.J. oder Wyatt – jeder hat seinen Beitrag zu diesem grandiosen Erfolg geleistet. Das beweist wie stark wir im Kollektiv sind und das hat Rostock heute zu spüren bekommen.“
SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Die Jungs haben sich deutlich gesteigert und es wirklich gut gemacht. Natürlich hätten wir uns einen Sieg sehr gewünscht, aber Leverkusen ist schwer zu spielen. Wir waren ganz nah dran und durchaus in der Lage, die zwei Punkte aus Leverkusen mitzunehmen. Wir lagen in der zweiten Halbzeit auch immer wieder in Führung. Das dritte Viertel haben wir dominiert. Es war eines der besten, wenn nicht sogar das beste Viertel in diesem Jahr. Am Ende hatte Leverkusen einfach das glücklichere Händchen. Für uns ist noch nichts verloren. Jetzt müssen wir die nächsten drei Spiele gewinnen. Wir denken, dass es dann auf einen Dreiervergleich mit Leverkusen und Jena hinausläuft. Nun werden wir zwei Tage regenerieren. Dann wollen wir den Leverkusenern zeigen, wer zurecht Erster und wer zurecht Fünfter in der Hauptrunde war.“

23.04.2021 19:00 Uhr wiha Panthers SchwenningenEisbären Bremerhaven 71:80

Nach der Auswärtsniederlage am Mittwoch gegen Heidelberg verlieren die wiha Panthers auch ihr Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven. Dabei gerieten die Doppelstädter früh in Rückstand und mussten am Ende eine 71:80-Niederlage hinnehmen. Nach dem Spiel äußerte sich Pipiras enttäuscht: „Wir müssen in der Offensive einfach bessere Entscheidungen treffen und uns weniger in Eins-gegen-Eins-Situationen aufreiben.“
Eisbären-Headcoach Michael Mai freute sich sehr über den Sieg seiner Mannschaft: „Ich bin stolz auf die Entschlossenheit, die das Team heutegezeigt hat. Nach den ersten beiden Niederlagen haben wir trotzdem nicht aufgegeben. Das Team hat weitergekämpft. Jeder hat heute alles gegeben und einen positiven Einfluss auf das Spiel gehabt“.

23.04.2021 19:30 Uhr Science City Jena – Artland Dragons 84:81

Die Artland Dragons kommen ihrem ersten Playoffsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zwar immer näher, ganz gereicht hat es jedoch auch am Freitagabend nicht. Die Quakenbrücker unterlagen Science City Jena in fremder Halle nach großem Kampf und starker Leistung mit 81:84 (40:43), haben jedoch bereits in drei Tagen die Möglichkeit zur Revanche. Drachen-Topscorer war Point Guard Zach Ensminger mit 22 Punkten.
Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Dieses Spiel nicht gewonnen zu haben, ist sehr schade und tut wirklich weh. Wir haben guten Basketball gespielt und waren über weite Strecken das bessere Team, was mich sehr stolz macht. Wir haben extrem hart verteidigt und uns im Vergleich zu den ersten beiden Spielen nochmal stark verbessert präsentiert. Ich bin heute sehr stolz auf unsere jungen Spieler. Zach Ensminger ist eine Wucht und legt mit seinen 19 Jahren bereits eine ungemeine Reife an den Tag. Dazu hat er Ruhe in unser Spiel gebracht und harte Defense gespielt. Auch Jacob Knauf hat gut verteidigt, auch wenn es nicht leicht war, die Jenaer Frische von der Bank zu matchen. Adrian Breitlauch ist in der Verteidigung dazu als Kapitän gut vorangegangen. Insgesamt kann man den Jungs heute nichts vorwerfen, dass wir uns für diese Leistung nicht belohnen konnten, ist extrem ärgerlich. Diese Mannschaft verdient es einfach in dieser schweren Gruppe einen Playoffsieg einzufahren. Daran arbeiten wir unermüdlich weiter, damit es sobald wie möglich klappt.“

23.04.2021 20:00 Uhr VfL Kirchheim Knights – MLP Academics Heidelberg 83:89

Bei strahlendem Sonnenschein kamen die MLP Academics Heidelberg fast drei Stunden vor Spielbeginn an. Somit war auch noch Zeit für einen Spaziergang in der schönen Kirchheimer Innenstadt drin, den die Spieler dankend annahmen, um noch ihre Beine vor diesem wichtigen Spiel zu vertreten. Mit der gewohnten Startformation ging es in die Partie, in welcher die Ritter, bei denen der wiedergenesene Karlo Miksic mit von der Partie war, die frühe Anfangsphase dominierten. In der Defense physisch agierend zwangen sie die Academics in den ersten drei Minuten zu schwierigen Würfen, weshalb sich die Gastgeber früh auf 6:0 absetzen konnten. Doch die in dieser Saison neue Stärke beim Offensivrebound sorgte insbesondere im letzten Viertel für etliche zweite Chancen, die hin und wieder genutzt werden konnten. Da auch die Knights in der Offense schwächelten, im Gegensatz zu den Heidelbergern aber weniger Abpraller sammeln konnten, setzten sich die Academics durch zwei Punkte von Heyden sowie vier erfolgreichen Freiwürfen in Serie von Jordan Geist 10 Sekunden vor Ende entscheidend auf 81:87 ab.
„Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt und im dritten Viertel leider etwas den Faden verloren. Die Jungs haben toll gekämpft und wir können stolz auf die Leistung sein, aber heute haben wir eine große Möglichkeit liegen lassen und das schmerzt uns natürlich. Wir müssen das jetzt verdauen und am Montag alles raushauen was da ist, “ sagte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt nach Spielende.

Nachberichte Gruppen-Playoffs ProA 2. Spieltag

Gruppe 1:

20.04.2021 18:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Science City Jena 99:84

In einer intensiven Begegnung bezwangen die Rheinländer das Team von Science City Jena mit 99:84 (48:41). Damit verteidigen die Schützlinge von Trainer Hansi Gnad die Tabellenführung der Gruppe 1.
Trainer Hansi Gnad war in seinem Statement zur Begegnung happy: „Das was wir hier heute erlebt haben zeigt, wieso dieser Sport einfach so toll ist. Was die Mannschaft gegen Jena abgeliefert hat war einfach unfassbar. Es war genau das was wir uns gemeinsam vorgestellt haben und das, obwohl wir nicht viel Zeit hatten um uns auf den Gegner vorzubereiten. Von der ersten Sekunde haben wir auf dem Feld unsere Energie in eine tolle Leistung umgewandelt. Es galt über die gesamten 40 Minuten hinweg den Fokus hochzuhalten, gegen einen sehr guten Gegner. Das Team war immer wieder in der Lage noch eine Schippe draufzulegen, nochmal die Zügel anzuziehen und wichtige „Big Plays“ abzurufen, die in heiklen Phasen sehr wichtig waren. Darauf können wir sehr stolz sein.“ Einen bestimmten Akteur wollte der Leverkusener Headcoach nicht herausheben: „Dafür haben wir als Einheit viel zu gut gespielt“, so Gnad. „Jeder Spieler hatte seine Aktionen und die waren genauso viel wert wie die des Anderen. Das zeigt einfach, wie ausgeglichen besetzt wir sind.“

20.04.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Artland Dragons 78:66

Mit hoher Intensität und viel Energie kamen die SEAWOLVES aus der Kabine und zeigten nach der 81:85-Niederlage gegen Jena zum Playoff-Auftakt die erwartete Reaktion. Im ersten Viertel ging der Ball nach Pick-and-Roll-Spielzügen immer wieder in die Zone. Dort empfing Center Keith Wright das Leder für Korbleger oder krachende Dunks. Allein zehn Zähler gingen im ersten Durchgang auf das Konto des US-Amerikaners. Die Gäste aus Quakenbrück wurden von den Wölfen buchstäblich überrannt und fanden keinen Zugriffs aufs Spiel.

Im zweiten Abschnitt fanden die Artland Dragons besser ins Spiel und konnten durch Freiwürfe und die Scoring-Qualitäten des US-Amerikaners Gerel Simmons den Rückstand verkürzen. Die SEAWOLVES blieben zwar in Führung, doch zur Pause trennten beide Teams nur vier Punkte (36:32). Mit neuer Energie kamen die Wölfe in der zweiten Hälfte aus der Kabine und erarbeiteten sich nach einem Dreier von Sid-Marlon Theis erneut eine zweistellige Führung (45:35, 13. Min). Im Schlussviertel versenkte Zakis einen Dreipunktewurf zum 66:54 (32. Min). Die komfortable Führung schmolz jedoch blitzartig, nachdem Gäste-Flügel Gerel Simmons einen Dreier plus Foul verwandelte und einen 8:0-Lauf seines Teams initiierte. Plötzlich lagen die Rostocker nur noch mit vier Punkten vorn (68:64, 37. Min).

Konzentriert und treffsicher zeigten sich die Wölfe dann in der Schlussphase: Auf einen Dreier von Lacey folgte ein Dreier plus Foul von Yakhchali. Auf der Gegenseite lief die 24-sekündige Angriffsuhr der Dragons ab; die Defensive der Wölfe hatte Erfolg. Ein krachender beidhändiger Dunk von Theis wie auch ein Dreier mit Brett aus gut neun Metern mit abgelaufener Wurfuhr krönten den hart erkämpften 78:66-Playoff-Heimsieg der ROSTOCK SEAWOLVES.

Head Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: “Ich glaube, man hat der Mannschaft den Druck angesehen, das Spiel zu gewinnen. Sie hat ein bisschen verkrampft gespielt und offensiv nicht mit der Lockerheit und Sicherheit wie sonst geworfen. Aber so sind die Situationen und dann muss man über eine gute Verteidigung das Spiel kontrollieren. Das ist uns heute gelungen. Insofern ist es sehr wichtig, diesen ersten Sieg eingefahren zu haben.”

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „In defensiver Hinsicht haben wir unser Spiel heute gemacht. Rostock trotz 18 Turnovern bei 78 Punkten zu halten, ist ein Indiz für eine gute Defense. In der Offense waren wir allerdings als Team nicht gefährlich genug. Wir hatten zwar trotz des langen Rückstandes unsere Runs und Momente, und haben uns zwei Mal stark zurückgekämpft. In den entscheidenden Momenten ist es uns dann allerdings nicht gelungen offensive Big-Plays aufs Parkett zu bringen. Fehlender Einsatz ist zwar keinem meiner Jungs vorzuwerfen, es müssen dann allerdings auch die Würfe getroffen werden. Wenn du das nicht tust, ist es schwer gegen einen solchen Gegner zu gewinnen. Für unseren Auftritt müssen wir uns nicht verstecken – wir sind alles andere als frustriert. Und trotzdem ist es schade, weil wir uns gerne belohnt hätten und die Chance dazu auch zweifelsohne hatten.“

Gruppe 2:

20.04.2021 20:00 Uhr Kirchheim Knights vs. Eisbären Bremerhaven 105:102

Im zweiten Spiel der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga haben die Kirchheimer Basketballer ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. In der heimischen Sporthalle Stadtmitte setzten sich die Teckstädter in einer hart umkämpften und bis zum Ende spannenden Partie mit 105:102 gegen die Eisbären aus Bremerhaven durch. Somit verlieren die Bremerhavener auch ihr zweites Playoff-Spiel äußerst knapp und unglücklich und müssen sich starken Kirchheimern geschlagen geben, die sich mit dem Sieg für die Auftaktniederlage in Schwenningen rehabilitieren konnten und somit weiterhin auf ein Weiterkommen hoffen dürfen. Für die Eisbären könnte es nach der zweiten Niederlage hingegen schwer werden, den Anschluss an die Tabellenspitze wieder herzustellen.

Den besseren Start in die Begegnung hatten die Kirchheimer, denen man vom Start weg den Willen auf Widergutmachung für den verpatzten Start in die Playoffs ansehen konnte. Die Eisbären hingegen starteten langsam in die Partie und ließen die Knights von der Dreierlinie heiß laufen, sodass Eisbären-Headcoach Michael Mai nach knapp viereinhalb Minuten beim Stand von 10:18 seine erste Auszeit nehmen musste. Anschließend wirkten die Bremerhavener defensiv zwar wacher, konnten den Rückstand bis zum Viertelende jedoch nicht entscheidend verkürzen. Der zweite Spielabschnitt begann für die Eisbären so, wie der erste geendet hatte: Kirchheims Topscorer Kyle Leufroy netzte einen weiteren Dreier, offensiv fanden die Eisbären um Kapitän Maximilian Ugrai einfach keinen Rhythmus, sodass der Vorsprung der Knights auf zwischenzeitlich fast 20 Punkte anwuchs. In das letzte Viertel starteten die Eisbären mit deutlich mehr Elan und verringerten den Rückstand nach einem schön herausgespielten Sprungwurf durch Leon Friederici auf sieben Punkte. Die Knights hatten zunächst immer noch eine Antwort auf die Bemühungen der Bremerhavener und verteidigten ihre Führung mit allem, was sie hatten. In den letzten drei Minuten schwanden auf Seiten der Gastgeber dann merklich die Kräfte, wodurch sich die Eisbären in den letzten Minuten Punkt für Punkt heranarbeiten konnten. Der an diesem Abend unaufhaltbare Brauner konterte jedoch mit einem eiskalten Drei-Punkte-Wurf und brachte seine Mannschaft mit zwei Punkten erneut in Front. Den folgenden Angriff konnten die Eisbären nicht verwerten, sodass das Spiel mit 102:105 an die Kirchheim Knights ging.

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Wir haben speziell in der ersten Halbzeit defensiv zu viel zugelassen, aber ich bin stolz darauf, wie sich das Team in der zweiten Halbzeit zurück in das Spiel gekämpft hat. Wir werden immer weiter hart spielen und arbeiten, egal, wie hoch der Rückstand auch sein mag. “

„Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Das hat man in jeder Phase des Spiels gesehen. Die Jungs haben toll gekämpft und sich den Sieg redlich verdient,“ sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt.

21.04.2021 19:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. wiha Panthers Schwenningen 93:79

Im Duell um die Tabellenführung in der Playoff-Gruppe 2 mussten die wiha Panthers am Mittwochabend eine klare 79:93 Niederlage in Heidelberg hinnehmen. Nach offenem Spielverlauf in der 1. Halbzeit verloren die Schwenninger in Durchgang zwei den Faden und schließlich die Partie. Nach einer offenen Partie in der 1. Halbzeit, handelten sich die Schwenninger in einem schwachen 3. Viertel einen deutlichen Rückstand ein, der am Ende nicht mehr aufzuholen war.

Nach drei frühen Ballverlusten in den ersten Minuten gingen zunächst die Acadamics in Führung. Doch die wiha Panthers zeigten sich anschließend hellwach in der Verteidigung und forcierten mehrere Ballverluste der Heidelberger. Auch aus der Distanz waren die Schwenninger treffsicher. Auch im zweiten Viertel zeigten sich die Doppelstädter stark in der Verteidigung und ließen die „Akademiker“ hart für ihre Punkte arbeiten. Dabei lief der Ball in der Offensive gut und die Trefferquote aus der Distanz blieb weiter hoch. Chris Frazier brachte, mit einem weiteren Distanzwurf, die Panthers letztmalig in Führung (34:36). Mit einem knappen 43:40 ging es in die Pause. Aus dieser kamen die Academics konzentrierter und bauten binnen zwei Minuten ihre Führung erstmals in den zweistelligen Bereich aus. Während sich die Schwenninger zu viele Ballverluste und einfache Fehler erlaubten, drehte Heidelbergs Topscorer Jordan Geist auf und erzielte sieben Punkte in Serie (54:42). Panthers-Trainer Alen Velcic nahm zwei Auszeiten innerhalb kurzer Zeit, um seine Mannschaft wachzurütteln und neu einzustellen.So sehr die Panthers sich auch bemühten, den Anschluss zurückzugewinnen, die Academics zeigten sich jetzt sehr gefestigt und hatten immer eine gute Antwort parat. Heidelberg gab sich nun keine Blöße mehr und kontrollierte das Spiel im Stil einer Spitzenmannschaft.

Mit dem Sieg erobern die Academics die Tabellenführung in der Playoff-Gruppe 2. Die wiha Panthers stehen mit ausgeglichenem Punktekonto auf Rang 2.

Nachberichte Playoffs ProB

Gruppe 1:

18.04.2021 17:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum – Arvato College Wizards 83:81

Am Sonntagnachtmittag unterlagen die Karlsruher den VfL Sparkassenstars Bochum auswärts mit 81:83 (44:35) und haben als Tabellendritter keine Chance mehr in die nächste Runde der Playoffs zu kommen. Lange sah es in Bochum nach einer Überraschung aus – in der Overtime mussten sich die KIT-Basketballer dann aber geschlagen geben. „Wir haben heute über weite Strecken des Spiels eine starke Leistung gezeigt und waren absolut ebenbürtig. Leider haben wir uns im dritten Viertel zu viele Fehler geleistet und die Bochumer so wieder stark gemacht. Doch obwohl wir heute ausgeschieden sind, bin ich mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Rückblickend haben wir eine tolle Saison in der ProB gespielt und die Liga auf dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen. Das hätten wir nach unserem Aufstieg aus der Regionalliga nicht für möglich gehalten“, so Wizards-Manager Zoran Seatovic. 

Das vierte Viertel war hart umkämpft von beiden Teams. Die Führung wechselte beinahe mit jedem Angriff hin und her. Als Johannes Joos 36 Sekunden vor Ende der Partie das Ergebnis in der Rundsporthalle auf 72:69 stellte, roch es nach einer Vorentscheidung in dieser Partie, doch Sean Flood traf mit dem nächsten Angriff der Gäste seinen Dreipunktwurf und glich erneut zum 72:72 aus. Da in den restlichen 32 Sekunden auf dem Feld kein zählbarer Erfolg mehr zustande kam, ging die Partie in die Overtime. Johannes Joos traf in den letzten Sekunden einen seiner zwei Freiwürfe zum 83:81 und da die Gäste ihren letzten Dreipunktwurf von Aaron Schmitz mit Ablauf der Spielzeit nicht in der Reuse des VfL unterbringen konnten, behalten die Bochumer ihre weiße Playoff-Weste und ziehen als Gruppensieger in die zweite Gruppenphase ein.

„Ich bin sehr froh über diesen heutigen Sieg. Es war nicht unser bestes Spiel in dieser Saison, aber wir sind am Ende als Sieger vom Parkett gegangen und das ist wichtig für das Selbstbewusstsein. Nun freuen wir uns alle auf die zweite Playoffrunde“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

Gruppe 6:

18.04.2021 18:00 Uhr EN BASKETS Schwelm – BSW Sixers 71:49

Die EN Baskets traten bereits am vergangenen Freitagabend gegen die Itzehoe Eagles an, hatten körperlich viel investiert, um den Sieg zu holen und gingen mit müden Knochen in die Partie gegen die Sixers. Entsprechend verdient lagen die Gäste nach 10 Minuten mit 22:13 vorne. Ab dem 2.Abschnitt änderte sich die Begegnung aber völlig. Aus einer müden und wackeligen Mannschaft wurde auf einmal eine um jeden Ball kämpfende Maschinerie, die zunächst bis zur Halbzeitpause gefährlich an die Sixers herankam und die Auseinandersetzung offener gestaltete. Die BSW Sixers fanden einfach nicht die richtige Antwort auf das Abwehr-Bollwerk der Hausherren und blieben in diesem Abschnitt bei mageren 9 Zählern. Getragen von den Erfolgserlebnissen in der Defense, bekamen die EN Baskets einen Energieschub in der Offensive und zogen zweistellig an ihren Kontrahenten davon. Die 56:44-Führung der EN Baskets nach 30 gespielten Minuten war bis hierhin schon eine herausragende Leistung.

Als wäre es nicht genug, setzten sie im finalen Abschnitt noch einen drauf! Es war überhaupt kein Energieabfall bei den Blau-Gelben zu erkennen. Eine aggressive Defense ließ diesmal nur noch 5 Sixers-Punkte zu, während vorne die Spielsysteme geduldig und clever runtergespielt wurden. Am Ende leuchtete ein unglaublich starkes 71:49 auf der Anzeigetafel auf und das Team feierte nach der Schlusssirene einen weiteren Sieg in der 2.Playoff-Runde.

Nachberichte Gruppen-Playoffs ProA 1. Spieltag

Gruppe 1:

17.04.2021 18:00 Uhr Science City Jena – ROSTOCK SEAWOLVES 85:81

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das erste Spiel der Playoffs 2021 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 81:85 (35:54) bei Science City Jena verloren. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kämpften sich die Wölfe im dritten Viertel zurück. Im Schlussabschnitt wechselte die Führung mehrfach. Rostock erzielte in den letzten 5:17 Minuten der Partie keine Punkte mehr. So waren es am Ende die Thüringer, die einen hart umkämpften Sieg davontrugen. Coach Dirk Bauermann sagte nach der Partie: “Alles in allem war es keine schlechte Leistung der Mannschaft. Das Problem war sicher der Start ins Spiel, den wir uns komplett anders vorgestellt hatten. Aber Jena ist schnell in gutes Fahrwasser gekommen und hat sich dann ein wenig in einen Rausch gespielt. Wir haben die Blutung dann gestoppt. In der Halbzeit haben wir offensiv wie defensiv ein paar Änderungen vorgenommen. Dann sind wir richtig gut marschiert. Im vierten Viertel hatten wir über einige Minuten eine knappe Führung. Ich finde, dass wir in dieser Phase auch deutlich besser verteidigt haben. Wir haben aber offene Dreier und korbnahe Würfe, die man in einer solchen Situation verwandeln muss, nicht verwandelt. Sonst trifft der Gegner – genau das hat Kasey Hill dann aus der Mitteldistanz getan. (…) So war die Partie dann verloren. Die Mannschaft hat sich nach der schwierigen Situation zu Beginn zurück gekämpft, viel investiert und guten Basketball gespielt hat. Leider wurde sie für die Aufholjagd nicht belohnt. So schön es gewesen wäre, in Jena zu gewinnen, ist es für uns kein Beinbruch. Allerdings müssen am Dienstag die beiden Punkte gegen Artland zu Hause bleiben. Das ist dringend notwendig.”

17.04.2021 19:30 Uhr Artland DragonsBayer Giants Leverkusen 84:102

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben am 1. Spieltag der Playoffrunde 2021 den ersten Erfolg einfahren können. Das Team von Headcoach Hansi Gnad bezwang die Artland Dragons mit 102:84 (49:52). Mit dem Sieg sind die Farbenstädter erster Tabellenführer der Gruppe l. GIANTS-Headcoach Hansi Gnad fasste die Begegnung wie folgt zusammen: „Wir wussten, dass die Artland Dragons ein sehr guter Gegner sind. Wer es in die Playoffs schafft, hat dies ohne Wenn und Aber verdient. Das hat Quakenbrück auch schnell bewiesen, in der ersten Halbzeit hatten wir ziemliche Probleme. Dies lag vor allem an der physischen Spielweise der Gastgeber, die die Bretter dominiert haben und das Duell um den Rebound deutlich für sich entscheiden konnten. So war die erste Hälfte hart umkämpft. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einen richtig guten Job gemacht und den Dragons ihre Waffen im Angriff genommen.“
Dragons-Headcoach Tuna Isler: „In den Playoffs kommt es vor allem auf die Einstellung und Mentalität an. Leverkusen war heute einfach insgesamt taffer als wir. Basketballerisch sind wir gut in die Partie gekommen und haben unsere Würfe getroffen. In der Halbzeit haben wir über die vielen Ballverluste, die uns bereits in den ersten 20 Minuten begleitet haben, gesprochen, allerdings auch gefordert, dass die Jungs die physische Spielweise der Leverkusener annehmen. Wir sind sogar noch recht gut ins dritte Viertel gestartet, haben dann allerdings wieder zu oft den Ball weggeworfen. Anschließend hat unser Spiel einen Bruch erlitten. Wir haben dem Gegner einfache Punkte erlaubt und das Spiel dadurch verloren. Man gewinnt einfach kein Playoffspiel mit 21 Turnovern. Dazu war unsere Körpersprache heute einfach nicht wie gewünscht. Unser Motto sagt es bereits aus: wir haben nichts zu verlieren. Dass wir das Spiel verloren haben, ist ärgerlich, bringt uns allerdings nicht von unserem Weg ab. Das war heute eine gute und wichtige Erfahrung für meine Jungs – dafür sind sie hier. Wir sind eine Organisation, die ein junges Team zusammengestellt hat und aus diesen Fehlern nur lernen kann. Das ist in Ordnung und wird uns weiterbringen. Insgesamt war das heute ein lehrreiches erstes Spiel – so sehen Playoffs aus. Es wird nicht einfacher, dennoch ist es eine Herausforderung, die wir annehmen.“

Gruppe 2:

17:04.2021 18:00 Uhr wiha Panthers SchwenningenVfL Kirchheim Knights 86:68

Zum Auftakt der Playoff-Runde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA haben sich die wiha Panthers in bestechender Form präsentiert. Beim überzeugenden 86:68-Heimerfolg ließen die Schwenninger den Kirchheim Knights keine Chance und übernehmen die Tabellenführung in Playoff-Gruppe 2. Das war ein Auftakt nach Maß! Die wiha Panthers starten bei ihrer ersten Playoff-Teilnahme in Deutschlands zweithöchster Spielklasse mit einem souveränen Sieg über die Kirchheim Knights. Nachdem die Hauptrunde mit zwei hohen Niederlagen abgeschlossen wurde, präsentierte sich die Mannschaft pünktlich zum Saisonhöhepunkt wieder in Bestform.
„Gratulation an Schwenningen. Sie haben ein tolles Spiel gemacht. Wie in der regulären Saison hatten wir große Probleme ihr Tempo zu stoppen. Zwar machen Britt und Stockard den Unterschied, aber letztlich wurden wir auf jeder Position dominiert. Wir müssen deutlich besser spielen, “ sagte Perovic nach Spielende. Die Ritter haben wenig Zeit dieses Spiel zu verdauen. Bereits am Dienstag empfangen die Teckstädter die Eisbären aus Bremerhaven in der heimischen Sporthalle Stadtmitte.

17.04.2021 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven – MLP Academics Heidelberg 96:100

Die Eisbären verlieren ihre erste Playoff-Begegnung gegen die MLP Academics Heidelberg mit 96:100 nach Verlängerung. Das Spiel hatte alles, was man sich von einer Auftaktpartie in den Playoffs wünschen konnte. So agierten beide Teams mit vielen Emotionen, hoher Intensität und viel Einsatz und schenkten sich von Beginn an nichts. Eisbären-Headcoach Mai: „Wir haben das Spiel heute leider im zweiten Viertel verloren, indem wir Heidelberg 33 Punkte erlaubten und unseren Fokus verloren haben. Vielleicht waren wir uns nach unserem guten ersten Viertel schon zu sicher. Wir haben uns trotz hoher Rückstände immer wieder in die Partie zurückgekämpft, müssen aber lernen, dass wir vier Viertel konzentriert agieren müssen, um ein Team wie Heidelberg besiegen zu können.“

Nachberichte Nachholspiele ProA

07.04.2021 19:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. TEAM EHINGEN URSPRING 97:82

Trotz eines überragenden ersten Viertels war es die hohe Qualität und enorme Tiefe der Gastgeber die am Ende den Sieg sicherte, nach dem diese eine Aufholjagd in den folgenden 30 Minuten hingelegt hatten. In der ersten Minute beim Stand von 4:1 für die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth sah alles noch normal aus. Doch dann war es Matthias Groh der mit vier Punkten einen Lauf initiierte. Dem ließ Kameron Hankerson einen Treffer aus der Distanz folgen und Christian Oshita legte aus selber Entfernung gleich zweifach nach, ehe erneut Hankerson den „Dreier“ versenkte. 25:9 führte die Ehinger Mannschaft damit nach knapp sieben Minuten.
Doch damit nicht genug. Jack Pagenkopf und erneut Oshita waren jetzt so richtig aufgedreht und trafen von außen. Daniel Helterhoff stellte dann gar auf 33:9 (!). Ein 13:0-Lauf der Heidelberger in den letzten zwei Minuten verkürzten den Abstand etwas, dennoch waren es die wohl acht besten und treffsichersten Minuten seit langer Zeit.

Im dritten Viertel blieb es eine ausgeglichene Angelegenheit und ein intensives Spiel in dem gleich acht Mal die Führung wechselte.

Weil erst nach fünf Minuten im Schlussviertel das Team von Domenik Reinboth erstmals punktete, zogen die Heidelberger bis dahin auf 80:73 etwas davon. Obwohl sich die Mannschaft gegen die Niederlage und die starke Aufholjagd der Gastgeber stemmte, spielten die ihre enorme Qualität aus. Den Sieg machten sie aber erst in den letzten zwei Minuten perfekt, denn bis dahin betrug der Rückstand lediglich sieben Punkte.

07.04.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven 71:89

Nach einem schwachen Auftritt in der ersten Halbzeit, zeigten sich die Eisbären in Halbzeit zwei von ihrer besten Seite und konnten so ihren Siegeslauf auf nunmehr acht Spiele in Folge ausbauen.

Vom Start weg zeigten die Gladiatoren einen guten Rhythmus, ließen den Ball gut laufen und trafen ihre freien Würfen. Nach einem unkonzentrierten Start fanden jedoch auch die Gäste besser ins Spiel. Im zweiten Viertel erhöhten die Bremerhavener den Druck und spielten offensiv deutlich fokussierter. In dieser Phase hatten die Gladiatoren große Probleme am Brett zu scoren, bestimmten dennoch das Spieltempo. Gegen stärker werdende Eisbären verringerte sich die Führung der Trierer Profibasketballer auf 42:37. In der zweiten Halbzeit gelang es den Bremerhavenern immer besser ihre starken Einzelkönner in aussichtsreiche Eins-gegen-Eins Situationen zu bringen. Zur Mitte des dritten Viertels gingen die Gäste dann erstmals in Führung (46:47, 25. Spielminute) und gaben diese auch nicht mehr ab. Die Eisbären hatten nun das Momentum auf ihrer Seite und vor allem Armani Moore war von der Trierer Defensive kaum zu stoppen. Auch im letzten Viertel ließen die Gladiatoren den Ball zu wenig laufen um die gut gestaffelte Zonendefense der Eisbären in Verlegenheit zu bringen. Die letzten Minuten spielten die Bremerhavener den Vorsprung souverän aus und gewannen nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 89:71.

Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: „Wir haben einfach sehr, sehr schlecht getroffen. So konnten wir nicht mehr in das Spiel zurückfinden. Für uns gilt es nun in Ehingen die Saison gut zu beenden und uns auf die neue Spielzeit vorzubereiten“.

Eisbären-Headcoach Mai freut sich über den Sieg, war jedoch mit der Einstellung seiner Spieler insbesondere in der ersten Halbzeit nicht einverstanden: „Trier hat hart gekämpft und bis zum Ende alles gegeben. Wir konnten in der ersten Hälfte diese Intensität nicht erreichen. Wir müssen lernen, die gesamten 40 Minuten fokussiert zu bleiben. Mit der Leistung und der Verteidigung meiner Mannschaft in der zweiten Hälfte bin ich aber sehr zufrieden.“

07.04.2021 19:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. Bayer Giants Leverkusen 90:97

Am Mittwochabend ging das Abenteuer Eventpalast in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Nürnberg Falcons mit einer Niederlage zu Ende. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hatte sich die Mannschaft von Ralph Junge viel vorgenommen gegen das Playoff-Team der Bayer Giants aus Leverkusen, setzte davon aber nur streckenweise etwas um. Nach einer mäßigen Anfangsphase konnte Nürnberg die Partie erst im zweiten Viertel ausgeglichen gestalten. Der Einbruch kam dann nach dem Seitenwechsel während sich der deutsche Rekordmeister quasi in einen Rausch spielte und zwischenzeitlich auf 20 Punkte davonzog. Im Schlussviertel zeigte Nürnberg noch einmal viel Moral, musste sich aber letztlich mit 90:97 (41:44) geschlagen geben. In der kommenden Spielzeit wollen die Falcons ihre Heimspiele in der neuen Halle am Tillypark austragen. 

Nicht nur Head Coach Ralph Junge hätte sich ein anderes Ende gewünscht: „Es ist schade, dass wir heute nicht mehr aus unseren Möglichkeiten gemacht haben. Leverkusen wollte es einfach mehr und wir sind immer wieder in alte Muster verfallen. Samstag geht es weiter in Paderborn bei unserem letzten Saisonspiel. Wir wollen uns ordentlich aus dieser turbulenten Spielzeit verabschieden.“ 

08.04.2021 18:30 Uhr Science City Jena vs. Artland Dragons

Während sich die Saalestädter im Verlauf der gesamten 40 Minuten gegen eine traumwandlerisch sicher Dreierquote der Niedersachsen (15/26, 58 Prozent) wehren mussten, fiel die Entscheidung wie schon gegen Heidelberg erst in der Schlussminute. Trotz der erfreulichen Rückkehr von Demarcus Holland, der aufgrund eines Schienbeinbruchs über Monate ausgefallen war hatten die Thüringer einen Wermustropfen zu verzeichnen. Flügelspieler Stephan Haukohl verletzten sich zu Beginn des dritten Abschnitts und musste von der medizinischen Abteilung vom Parkett getragen werden.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Wir nehmen trotz der Niederlage, die uns definitiv ärgert, viel Positives aus diesem Spiel mit. In Jena einen solchen Auftritt hinzulegen, nötigt mir eine Menge Respekt ab. Die zehn Offensivrebounds in der ersten Halbzeit und insgesamt zu viele Turnover haben uns jedoch schließlich das Genick gebrochen. Dadurch haben wir Jena die Punkte quasi geschenkt und die Angelegenheit zu einem offensiv geprägten Spiel werden lassen. Mit unserer Defense, vor allem im dritten Viertel, bin ich nämlich eigentlich sehr zufrieden. Dazu haben die Jungs hervorragend geworfen, Jena hat vor allem in der zweiten Halbzeit allerdings ebenso gut getroffen und mit Big-Plays das Spiel auf seine Seite gezogen. Trotzdem gilt es erneut zu betonen, dass unsere jungen Spieler, unterstützt durch die Routine der Erfahrenen wie Chase Griffin, abermals viel Verantwortung geschultert haben. Zach Ensminger und Thorben Döding haben stark gearbeitet und insgesamt trotz einiger Fehler sehr smart gespielt. Jacob Knauf hat dazu super von außen getroffen, Rebounds geholt und mit guter Kommunikation in der Defense überzeugt. Wir werden aus unseren Fehlern lernen, weshalb ich finde, dass wir bereit für die Playoffs sind. Wir werden gegen jeden Gegner mit einer Menge Energie auftreten, dazu wissen wir, dass wir guten Basketball spielen können. Unsere Identität, jungen Spielern große Rollen innerhalb des Teams zukommen zu lassen und dabei zuzusehen, wie sie diese auch nutzen, macht uns bislang sehr stolz. Dass wir Teams, deren Priorität klar auf dem Aufstieg liegt, das Leben so schwer machen können, lässt uns positiv auf die kommenden Aufgaben blicken. Wir sind bereit für eine Überraschung, nun gilt es allerdings, diese Auftritte in einer engeren Taktung erfolgreich zu wiederholen. Die Playoffs sind für uns ein Bonus, den wir allerdings maximal nutzen wollen.“

Nachberichte Gruppen-Playoffs Spieltag 3

Gruppe 1:

04.04.2021 16:00 Uhr EBBECKE White Wings Hanau vs. ART Giants Düsseldorf 90:78

Dass das Ergebnis am Ende derart deutlich wurde, war nicht nur im Vorfeld nicht zu erwarten, sondern zeichnete sich auch im ersten Viertel zunächst nicht ab. Beide Teams lieferten sich ein hart umkämpftes, enges Match und die Gäste schafften es als erstes, sich eine kleine Punktedistanz zum Gegner zu erspielen.

Doch die Hanauer blieben dran, wechselten agil ihre Defensivtaktiken hin und her und schafften es im zweiten Viertel, das Spiel Stück für Stück an sich zu reißen. Der Knoten platzte dann rund drei Minuten vor der Halbzeit – eingeleitet durch einen Dreier von Marko Dordevic, der an diesem Abend mit 17 Punkten und 7 Rebounds sein bislang bestes Spiel für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau absolvierte. Anschließend  spielte sich das Team in einen Lauf. Immer wieder gelang es, dank starkem Teamplay freie Wurfstationen zu finden und gleichzeitig den Gegnern in der Defensive das Leben schwer zu machen.

Wie schon bei der Niederlage in Karlsruhe, kamen die ART Giants schwach aus der Kabine zurück und schafften den Turnaround im dritten Viertel nicht. Es gelang dem Magdowski-Team schlicht nicht die körperliche Überlegenheit auf dem Parkett für sich zu nutzen. Trotz der Kabinenansprache fehlte es defensiv weiterhin am Zugriff.

„Wir waren sehr gut auf das heutige Spiel vorbereitet und sind mit einem neuen Gameplan ins Spiel gegangen, um die Ausfälle zu kompensieren. Wir haben schnell gemerkt, dass Düsseldorf auf diese neue Spielweise keine Antwort eingefallen ist“, sagt Hanaus Headcoach Kamil Piechucki nach dem Spiel. „Die Mannschaft hat an sich geglaubt und und vor allem eine starke mentale Toughness gezeigt. Mit diesem Spiel haben die Jungs sich für ein Jahr harte Arbeit belohnt“, lobt er sein Team.

Headcoach ART Giants, Kevin Magdowski: „Das war eine schwache Vorstellung von uns, aber wir wussten, dass es in Hanau sehr schwer werden würde. Wir haben nicht eine Minute lang hundert Prozent aufs Parkett gebracht und so reicht es dann in den Playoffs eben nicht. Wie bereits in Karlsruhe war unser schwaches drittes Viertel entscheidend. Beide Mannschaften wussten, worum es in diesem Spiel geht. Hinzu kam auch, dass einige Spieler von uns seit den Playoffs zuletzt häufiger angeschlagen waren, was unsere Spielvorbereitung im Training zusätzlich etwas erschwert hat.“

Gruppe 2:

04.04.2021 16:00 Uhr BBC Coburg vs. WWU Baskets Münster 71:91

Die Münsteraner sind damit ungeschlagener Gruppensieger der Gruppe II und haben nun zwei der drei Spiele in der nächsten Phase der Aufstiegsrunde in Münster. „Das war unsere beste Saisonleistung im wichtigsten Spiel“, freute sich Philipp Kappenstein. „Das war ein richtiges Finale, das haben die Jungs extrem gut angenommen und umgesetzt“, zeigte sich Münsters Headcoach von seinem Team vor der Rückreise begeistert.
„Münster war heute die klar bessere Mannschaft und hat das Spiel, auch in der Höhe, verdient gewonnen. Wir geben den Jungs nun ein paar Tage frei. Wir kommen aus einer intensiven Saisonphase und brauchen eine Pause. Wenn es noch weitergeht, werden wir bereit sein“, hofft Coburgs Cheftrainer Valentino Lott darauf, dass seine erste Saison als Headcoach des BBC noch nicht am Ostersonntag ihr Ende gefunden hat, sondern noch eine Wiederauferstehung feiern kann.

Gruppe 3:

04.04.2021 16:00 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. OrangeAcademy 94:89

Nachdem die OrangeAcademy im zweiten Viertel an Fahrt gewonnen, die Partie gedreht und die Führung übernommen hatte, konnten die Ulmer Gäste nach dem Seitenwechsel nicht mehr an die geschlossene Teamleistung anknüpfen. Moritz Krimmer, der mit insgesamt 38 Punkten einen neuen Karrierebestwert in der ProB verbuchte, brachte mehrfach seine Mannschaft wieder in Schlagdistanz. Doch vor allem wegen der insgesamt zwölf Distanzwürfen der Iserlohn Kangaroos unterlagen die Schützlinge von Head Coach Anton Gavel mit 89:94 (44:41) im dritten Playoffs-Duell und zugleich letzten Saisonspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. „Alle haben sich von Anfang an reingehängt und gezeigt, dass wir gewinnen wollen“, sagte Gavel, dessen Team 30 Rebounds sammelte und aus dem Zweierbereich 66% der Würfe traf: „Am Ende war es aber so wie in der zweiten Hälfte der Hauptrunde auch: Wir haben in den entscheidenden Phasen nicht die Stops bekommen und Iserlohn hatte immer eine Antwort auf einen offensiven Break von uns.“

Dennis Shirvan, Headcoach Iserlohn Kangaroos: „Wir sind natürlich erleichtert, dass wir unsere Saison mit einem Erfolgserlebnis beschließen konnten. Mir war es wichtig, dass zum Abschluss alle Spieler Minuten kriegen. Ich hätte Elias, Emanuel und Benjamin gerne auch noch ein wenig mehr Zeit auf dem Feld gegönnt. Man hat gemerkt, dass die Luft bei beiden Mannschaften ein wenig raus war. Trotzdem haben sich beide Teams reingehangen und wollten den Sieg. Ich denke, dass wir uns mit einer guten Teamleistung den erfolgreichen Abschluss erarbeitet und uns so das gute Gefühl für den Sommer verdient haben.“

Gruppe 4:

04.04.2021 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. EN Baskets Schwelm 71:70

Die Gäste aus Schwelm erwischten in einer von großen Nervösität geprägten Anfangsphase den besseren Start und erspielten sich eine kleine Führung. Mit einer knappen Führung konnten sich die Gäste in das 2.Viertel retten und verloren in den beiden folgenden Abschnitten immer mehr den offensiven Faden. Unnötige und nachlässige Aktionen prägten das Spiel der Blau-Gelben, und ihre „Unforced Errors“ häuften sich, da die EPG-Basketballer zumindest in der Verteidigung einen Gang hochschalteten. Bis zur Halbzeit war die Begegnung zwar noch ausgeglichen, was auch darauf zurückzuführen war, dass die EN Baskets ihre Defensivarbeit einigermaßen ordentlich und organisiert wahrnahmen. Den Start ins 3.Viertel verpassten Scott und Co. und überließen den Hausherren einen ersten Lauf. Als sie sich wieder fingen, kamen sie wieder heran und schlossen zu den ambitionierten Koblenzern wieder auf. Auch im letzten Viertel boten die EN Baskets erst nicht ihr sonst gutes Teamplay. Die EPG Baskets nutzten eine Auszeit für die Besprechung ihres letzten Angriffs, den Oldham nach der Unterbrechung mit einem Sprungwurf von der Baseline zur 71:70-Führung erfolgreich gestaltete. 11 Sekunden waren noch zu spielen als Monty Scott den Ball nach vorne dribbelte und seinen Dreier an den Ring setzte. Khartchenkov holte den Offensiv-Rebound und verfehlte knapp mit der Schlusssirene.

04.04.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 75:74

. Mit einem 10:0-Lauf gingen die Rackelos in Führung, ehe Johannes Konradt per Dreier sein Team wieder in die Spur brachte. Gelungene Aktionen wechselten sich auf beiden Seiten ab mit Fehlern, das harte Ringen führte zu einem logischen Halbzeitergebnis: Beim 37:36 für die Eagles war alles offen.

Hälfte zwei verlief noch intensiver, Flavio Stückemann und Erik Nyberg gaben dabei für ihr Team mit aufopferungsvoller Verteidigung die Richtung vor. In der Offensive ging der Ball unter den Korb des Gegners, und das für einige Minuten erfolgreich: Die Eagles setzten sich wieder ab, schickten den Gegner allerdings mit einigen Fouls an die Freiwurflinie. 54:50 vor dem letzten Viertel. Mit zwei schnellen Dreiern glich Gießen aus, wieder hielten die Itzehoer dagegen.

Der Playoff-Fight ging weiter, „das war schon guter Basketball“, sagte Elzie. Noch knapp sechs Sekunden, Chance auf den Sieg für Gießen. Nicholas ging wieder Richtung Korb, die Eagles stoppten ihn. Pass nach außen, Wurf, daneben, erfolgreicher Kampf um den Rebound, Schluss – und Jubel. Dieses Glück hatten sich die Itzehoer 40 Minuten lang in einem faszinierenden Spiel verdient.

Lutz Mandler (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und wie sie sich präsentiert hat. Große Abstände verliert immer die Mannschaft, kleine Abstände die Trainer. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft und gezeigt, dass sie „on the road“ jeden schlagen können. Trotz des Verlusts bin ich daher zufrieden mit der Leistung.“

Nachberichte ProA 29. Spieltag

03.04.2021 17:00 Uhr Artland Dragons – Tigers Tübingen 79:85

Die Artland Dragons stehen erstmals in ihrer Geschichte in den Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Das Team von Headcoach Tuna Isler unterlag den Tigers Tübingen am Samstagnachmittag zwar verdientermaßen mit 79:85 (41:41), darf den Einzug in die Post-Season allerdings dennoch vorzeitig feiern, da sich Verfolger Trier den Nürnberg Falcons parallel geschlagen geben musste und die Drachen somit nicht mehr einholen kann.
Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Dass wir heute über unseren vorzeitigen Playoff-Einzug sprechen können, freut uns natürlich sehr – auch wenn das Ganze aufgrund der Niederlage einen kleinen Beigeschmack hat. Dennoch möchte ich betonen, dass wir uns diesen Erfolg aufgrund unserer geleisteten Arbeit im bisherigen Saisonverlauf voll und ganz verdient haben.“

03.04.2021 19:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRINGwiha Panthers Schwenningen 88:69

Ein tolles Spiel mit viel Willen, Energie und richtigen Entscheidungen lieferte am Samstagabend das TEAM EHINGEN URSPRING gegen die wiha Panthers Schwenningen ab und gewann deutlich mit 88:69. Dabei war man in allen statistischen Werten, dem kommenden Playoff-Teilnehmer überlegen und schaffte es über gutes Zusammenspiel und eine hohe Trefferquote den Gegner vor Probleme zu stellen.
Nachdem die wiha Panthers unter der Woche trotz der ernüchternden Niederlage in Rostock die Playoff-Teilnahme sicherstellen konnten, wollte die Mannschaft auch sportlich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Doch auch beim Gastspiel in Ehingen offenbarten die Schwenninger zu viele Schwächen an beiden Enden des Feldes und kassierten folgerichtig ihre 13. Saisonniederlage.

03.04.2021 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven – Uni Baskets Paderborn 91:66

Die Eisbären gewinnen nach einer starken zweiten Halbzeit mit 91:66 gegen die Uni Baskets Paderborn. Die Paderborner, die der erwartet schwere Gegner waren,hielten besonders in der ersten Halbzeit sehr gut mit. Mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Eisbären dann auf ihre verbesserte Defensive verlassen und gewannen gegen die wacker kämpfenden Uni Baskets. Eisbären-Headcoach Michael Mai war mit dem Ergebnis zufrieden, hatte jedoch erneut die fehlende Konstanz seines Teams zu bemängeln: „Wir haben Paderborn in der ersten Halbzeit definitiv unterschätzt. Wir waren in dieser Phase insbesondere defensiv nicht konzentriert und konstant genug, haben uns dann in der zweiten Halbzeit jedoch deutlich gesteigert und auch gegen die Zonen-Verteidigung von Paderborn Mittel gefunden. Es war für uns ein guter Prüfstein auf dem Weg in die Playoffs.“

03.04.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators TrierNürnberg Falcons BC 82:85

Die Nürnberg Falcons haben im Saisonendspurt am Samstagabend für ein Ausrufezeichen gesorgt. Bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier gewann die Mannschaft von Head Coach Ralph Junge durch einen Dreier von Phillip Daubner in den Schlusssekunden mit 82:85 (45:48). Es war der zweite Auswärtssieg in Folge für die Mittelfranken, die am kommenden Mittwoch daheim gegen die Bayer Giants Leverkusen ihr letztes Heimspiel 2020/2021 bestreiten werden. „Wir hatten uns für das heutige Spiel viel vorgenommen, wussten jedoch auch, dass es nach den zwei Abgängen und dem Ausfall von Basti schwer werden würde. Umso stolzer bin ich heute auf meine Mannschaft. Wir haben mutig nach vorne gespielt, haben an unsere Stärken geglaubt und auch in kritischen Phasen die Ruhe bewahrt. Am Ende hatten wir dann das Glück auf unserer Seite. Ein toller Sieg gegen eine starke Trierer Mannschaft“, fasste Falcons-Coach Ralph Junge die Partie an der Mosel zusammen.
Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: „Das ist natürlich extrem bitter. Wir waren nicht in der Lage das Spiel für uns zu entscheiden, da gibt es keine Ausreden – wir haben das Spiel selbst verloren. Wir müssen die Saison nun bestmöglich zu Ende spielen und unsere Lehren für die nächste Saison ziehen“.

03.04.2021 19:30 Uhr Bayer Giants LeverkusenVfL Kirchheim Knights 105:94

Die BAYER GIANTS Leverkusen beenden die reguläre Heimsaison 2020/21 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem Erfolg in der Ostermann-Arena. Der Rekordmeister bezwang am 29. Spieltag in einer offensiv geprägten Partie die VfL Kirchheim Knights mit 105:94 (54:39). Damit sind die Farbenstädter zwei Begegnungen vor dem Ende der Saison nicht mehr vom fünften Tabellenplatz zu verdrängen. Des Weiteren war es der 13. Sieg im 14. Heimspiel. GIANTS-Trainer Hansi Gnad war mit der Vorstellung seines Team sehr zufrieden: „Wir haben einen sehr guten Job abgeliefert und toll aufgespielt. Das lag vor allem daran, dass wir den Ball gut durch die eigenen Reihen haben laufen lassen, bis wir uns eine offene Wurfchance erarbeitet haben.
„Die Einstellung und der Einsatz waren da. Zwei Mal waren wir drauf und dran das Spiel zu drehen, aber Leverkusen hat fantastisch getroffen. Es war toll zu sehen wie sich unsere Jungs gegen die Niederlage gestemmt haben. Wir spielen derzeit etwas zu kompliziert und unkonzentriert. Die Entscheidungen die wir treffen sind häufig überhastet und unglücklich. Uns fehlt die Lockerheit die wir momentan, trotz des großen Einsatzes, nicht kompensieren können, “ erklärte Knights Geschäftsführer Chris Schmidt.

03.04.2021 19:30 Uhr PS Karlsruhe LionsROSTOCK SEAWOLVES 75:95

Im letzten Auswärtsspiel der regulären Saison haben die ROSTOCK SEAWOLVES nichts anbrennen lassen. Die Wölfe setzten sich bei den PS Karlsruhe LIONS mit 95:75 (55:46) durch und bleiben Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. In der ersten Halbzeit setzten sich die Gäste von der Ostsee auf 19 Zähler ab. Karlsruhe kam im dritten Viertel auf vier Zähler heran, ehe Rostock wieder davonzog und souverän den neunten Sieg in Folge ins Ziel brachte. Trevor Lacey erzielte 23 Punkte und acht Assists. Till Gloger sammelte 19 Zähler und sieben Rebounds. Maurice Pluskota kam auf Karlsruher Seite auf 14 Punkte und 15 Rebounds. Head Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Es war ein wichtiger souveräner Sieg für uns. 21 Siege sind eine großartige Bilanz, die wir nun mit einem Sieg gegen Jena noch weiter verbessern wollen. Karlsruhe hat uns viel abverlangt mit aggressiver Verteidigung und viel Tempo. Am Ende war unsere überragende Spielkultur und Verteidigung zu viel für sie.“
Erwartungsgemäß starteten die Gäste druckvoll und gingen schnell in Front. Aber die LIONS ließen sich von der starken SEAWOLVES-Offense nicht einschüchtern und hielten tapfer dagegen. Von vornherein ersatzgeschwächt, beeinflusste eine Handverletzung des einzig verfügbaren Centers Maurice Pluskota nach fünf Minuten das Kräfteverhältnis zusätzlich zuungunsten der Hausherren.