Schlagwortarchiv für: Nachholspiele

Nachberichte Nachholspiele ProA/ProB Süd

ProA

20. Spieltag

15.02.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Tigers Tübingen 103:97

Angefangen hatte das Nachholspiel gegen den Tabellenfünften jedoch mit einem Schockmoment für die Burgmannstädter. Bereits nach 30 Sekunden zog sich Neuzugang Tramaine Isabell eine Knieverletzung zu, musste das Parkett dementsprechend früh schmerzverzerrt verlassen und kehrte im späteren Verlauf nicht mehr zurück. Der US-Amerikaner befindet sich derzeit für einhergehende Untersuchungen im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück, mit einer Diagnose ist in den kommenden Tagen zu rechnen. Da auch Jacob Knauf, Chase Griffin und Adrian Breitlauch krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen, standen den Drachen plötzlich nur noch sieben Profispieler zur Verfügung. Griffin befindet sich derweil auf dem Weg der Besserung, sein Einsatz in Ehingen am kommenden Wochenende ist durchaus im Bereich des Möglichen. Knauf hingegen wird noch etwas länger ausfallen, über den Gesundheitszustand des Power Forwards werden wir in den kommenden Tagen gesondert informieren. Den Dragons war die Schockstarre in den Folgeminuten spürbar anzusehen, insbesondere am defensiven Ende hatte die Mannschaft von Cheftrainer Patrick Flomo Probleme sich auf die neue Situation einzustellen. Die passende Antwort gab sie hingegen in der Offensive – Demetrius Ward und Adam Pechacek waren jeweils vom Perimeter erfolgreich und verkürzten den sich früh eingehandelten Rückstand auf 13:16. Über den dominanten tschechischen Center ging in den Folgenminuten beinahe alles und auch defensiv gelang es den Hausherren nun sich einigermaßen zu stabilisieren. Zwar leisteten sich die Drachen bereits im Auftaktviertel ganze sechs Turnover, der Wille, die langanhaltende Niederlagenserie zu durchbrechen, war ihnen allerdings früh anzumerken. Der letzte Treffer der ersten zehn Minuten ging dann schlussendlich auf das Konto von Erol Ersek – 18:25-Rückstand zur Viertelpause.

Die Dragons-Devise: kurz schütteln und weitermachen. Die ob der Isabell-Verletzung angebrachte Jetzt-erst-Recht-Mentalität war nun in der kompletten Artland Arena zu spüren, vor allem am offensiven Brett arbeiteten die Quakenbrücker äußerst energisch. Die Tiger-Dreier taten den Gastgebern allerdings immer wieder gezielt weh, Ryan Mikesell und Timo Lanmüller bauten den Tübinger Vorsprung nach 13 Minuten zum 34:24 aus – Auszeit Flomo. Die Drachen stabilisierten sich in der Folge und kamen aufgrund Tübinger Foulprobleme häufig und verhältnismäßig leicht an die Freiwurflinie. In diesen Minuten wurde die Offense einmal mehr von Pechacek getragen, Ward verkürzte schließlich per Mitteldistanz-Jumper auf 37:41. Die Leistungssteigerung des Tabellenfünfzehnten im zweiten Viertel war für jeden Zuschauer klar ersichtlich, insbesondere beim Reboundduell zeichnete sich an diesem Abend frühzeitig ein klarer Dragons-Vorteil ab. Den Ball hatten sie darüber hinaus nun besser unter Kontrolle, die Chance auf das erste Erfolgserlebnis im Jahr 2022 war aufgrund des 39:43-Rückstands also allemal gegeben.

Und sogar mehr als das: zwar schien es zunächst so, als würden beide Mannschaften offensiv etwas behäbig und pomadig zurück in die Partie finden, die Dragons sollten unwissende Beobachter jedoch eines Besseren belehren. Die dezimierte Drachen-Rotation legte nun alles Verfügbare in die Waagschale, ein Pechacek-And-One stellte früh im dritten Viertel den 46:49-Anschluss her. Die Verteidigungsarbeit verdiente in den Folgeminuten das Prädikat „brillant“ und auch im Angriff schien nun endgültig der Knoten geplatzt zu sein. Zunächst glich ein Pechacek-Dreier die Angelegenheit aus, Torben Döding, der aufgrund von Isabells Ausfall viele Minuten gehen musste, besorgte schließlich mit einem energischen Drive zum Korb die erste Dragons-Führung der Partie. Das sogenannte Momentum war zu diesem Zeitpunkt komplett auf Quakenbrücker Seite, Taren Sullivan traf anschließend folgerichtig aus der Ecke zur Fünf-Punkte-Führung. Tübingens Headcoach Daniel Jansson blieb nichts anderes übrig als den 13:2-Lauf der Hausherren mit einer Auszeit zu durchbrechen, Ward schweißte den anschließenden Dreier jedoch ansatzlos durch die Reuse. Den Schlusspunkt hinter ein drachenstarkes drittes Viertel setzte schließlich Jonas Weitzel. Die 65:56-Führung erschien durchaus komfortabel, die Dragons wären allerdings nicht die Dragons, wenn sie an diesem Abend nicht noch eine Überraschung in petto gehabt hätten – negativer wie positiver Natur.

Die Eröffnung des vermeintlich finalen Durchgangs gehörte dem omnipräsenten Ward, der die Führung mit einem Turnaround-Jumper urplötzlich zweistellig gemacht hatte. Sullivan sorgte im Anschluss dann dafür, dass die anwesenden 500 Zuschauer in der Arena Stimmung für 3000 machen sollten. Sein Dunk plus Foul brachte die Halle zum Toben und ließ die geschundene Quakenbrücker Basketballseele vom langersehnten Comeback-Sieg träumen. Auch Marvin Möller zeigte in seinen fünf Minuten Einsatzzeit einen unglaublichen defensiven Einsatz und provozierte ein cleveres Offensivfoul gegen den Tübinger Daniel Keppeler. Jansson zog infolgedessen seine nächste Auszeit und den Dragons zur Verwunderung aller Anwesenden offenbar auch den Stecker. Was folgte, war ein 6:0-Run der Tigers, den Flomo seinerseits 3:20 Minuten vor dem Ende mit einem Timeout zu unterbinden versuchte. Nun jedoch war das Pendel wieder auf Tübinger Seite ausgeschlagen: ein Dreier von Topscorer Mateo Seric besorgte den 76:76-Ausgleich , Ensminger schlug jedoch umgehend aus der gleichen Distanz zurück. Mit seinem unermüdlichen Einsatz brachte Pechacek bei 1:22 Minuten auf der Uhr erstmals wieder fünf Punkte zwischen beide Teams, vorbei war diese Partie jedoch noch lange nicht. Mikesell glich 33 Sekunden vor Schluss erneut aus, als noch vier Sekunden zu gehen waren, gingen die Tigers von der Freiwurflinie sogar wieder in Führung. Flomo griff nochmal zur Auszeit und malte das finale Play auf, welches Ensminger unmittelbar vor der Sirene an die Linie schicken sollte. Der Point Guard traf beide Versuche, Ausgleich, 85:85 – Overtime.

Viermal hatten die Dragons in dieser Saison eine Verlängerung spielen müssen, viermal gingen sie als Verlierer vom Parkett. Nicht so an diesem Abend. Zunächst versenkte Sullivan den Ball von Downtown, dann legte sich erneut der überragende Pechacek unterm Korb ins Zeug um einen 9:0-Run anzuführen, der Jansson schließlich 2:20 Minuten vor dem Ende zur Auszeit veranlasste. Von der Freiwurflinie machte der tschechische Center die Angelegenheit sogar zweistellig, zittern sollten die Drachen trotzdem nochmal. Lanmüller und Seric verkürzten schnell auf minus sechs Zähler, in einer wilden Schlussphase behielten die Quakenbrücker dann jedoch schlussendlich die Nerven. Als Pechacek, der in 39 Minuten Spielzeit fast absurde 40 Punkte auflegen sollte, 17 Sekunden vor Schluss zum 101:94 getroffen hatte, kehrte das erste Mal an diesem Abend Gewissheit in die Gesichter der Dragons-Akteure – daran änderte auch der finale Treffer von Seric nichts. Durch den 103:97-Erfolg sichern dich die Quakenbrücker Basketballer den ersten Erfolg seit dem 23. Dezember 2021 und schöpfen wieder neue Hoffnung für den ProA-Klassenerhalt.

24. Spieltag

16.02.2022 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Uni Baskets Paderborn 103:81

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzte Phoenix sich im ritten Viertel dank eines 10:0-Laufs erstmals nennenswert ab (60:49, 22. Minute). Hagen behielt den Schwung bei und brachte im Schlussabschnitt mit einem weiteren 11:0-Run entscheidende Distanz zwischen sich und die Gäste aus Ostwestfalen (87:66, 33. Minute). Auf der Zielgeraden war es Paul Giese vorbehalten, die magische 100er-Marke mit einem Dunking zu knacken – sehr zur vielumjubelten Freude der 517 Zuschauer auf den Rängen der Krollmann Arena.

Hatte Hagen von Paderborn in der ersten Hälfte nach 49 Zähler eingeschenkt bekommen, wurden die Baskets nach dem Seitenwechsel nur noch 32 weitere Punkte gestattet. Gleichzeitig trieb Dominik Spohr seine Mannschaftskollegen mit seiner offensiv besten Leistung unermüdlich nach vorn. Der Kapitän markierte mit 22 Punkten eine neue persönliche Saisonbestleistung, wobei er fünf seiner acht Dreierversuche verwandelte (62,5 Prozent Trefferquote) und in Summe auf einen Effektivitätswert von 24 kam. Das Hinspiel hatten die „Feuervögel“ noch mit 72:73 verloren, sich nun aber neben dem elften Saisonsieg auch den direkten Vergleich gegen die NRW-Nachbarn gesichert.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):“Nach der langen Spielpause bin ich von unserer wahnsinnigen Energie, die das Team heute aufs Parkett gebracht hat, beeindruckt. Nach einer weitestgehend offenen ersten Hälfte haben wir uns in der zweiten Hälfte defensiv gesteigert und sind dadurch zu mehr Chancen in Transition gekommen. Gleichzeitig haben wir auch einige schmutzige Würfe getroffen, sie Paderborn zusätzlich aus dem Rhythmus brachten. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir schnell und gut regenerieren, denn schon am Samstag steht uns die nächste schwere Prüfung bevor.”

ProB Süd

21. Spieltag

16.02.2022 18:00 Uhr Basketball Löwen vs. Orange Academy 93:68

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

Vorberichte ProA Nachholspiele 11. Spieltag

06.01.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Medipolis SC Jena

Ins neue Jahr starteten die Schwenninger Basketballer mit einer Auswärtsniederlage bei den Nürnberg Falcons. Nach einem schwachen Start in die Partie steigerten sich die Neckarstädter zwar von Viertel zu Viertel, konnten aber den großen Rückstand aus der Anfangsphase nicht mehr aufholen. Noch immer fehlen den wiha Panthers drei deutsche Leistungsträger im Kader. Neben Kapitän Chris Frazier, der mit einer Schulterverletzung noch mehrere Wochen fehlen wird, sind Lennard Larysz und Till Isemann weiterhin aus gesundheitlichen Gründen nicht einsatzfähig. Umso erfreulicher ist daher das vielversprechende Debüt von Neuverpflichtung Waverly Austin gewesen. In Nürnberg stand der Center insgesamt 33 Minuten auf dem Parkett und erzielte 14 Punkte und 8 Rebounds. Trotz des gelungenen Einstands von Austin leisteten sich die Schwenninger insgesamt zu viele Fehler an beiden Enden des Feldes, um die Partie noch drehen zu können. „Noch immer sind wir in einer schwierigen Phase und müssen geduldig sein“, betont Head Coach Alen Velcic, der für seine Mannschaft trotz des Abrutschens auf Rang 11 in der Tabelle weiterhin mit guten Chancen auf das Erreichen der Playoffs sieht.

Auf die wiha Panthers warten nun zwei echte Gradmesser dafür, wie weit die Mannschaft nach den zwischenzeitlichen Rückschlägen in ihrer Entwicklung ist. Gleich zweimal hintereinander treffen die Doppelstädter in den nächsten Tagen auf das Top-Team Medipolis SC Jena. Zu dieser Besonderheit im Spielplan der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist es aufgrund der Corona-bedingten Absage der ursprünglich für den 20. November 2021 angesetzten Begegnung beider Mannschaften gekommen. Damals wurde die Partie nach positiven Corona-Schnelltestergebnissen im Team der wiha Panthers kurzfristig abgesagt. Glücklicherweise bestätigte sich der Verdacht auf Coronainfektionen im Nachgang nicht und die anschließenden PCR-Tests sorgten für Erleichterung. Das damalige Heimspiel gegen Jena musste aber vorsorglich abgesagt werden und wurde auf den 6. Januar 2022 verlegt – fünf Tage vor der angesetzten Auswärtspartie der Panthers in Jena.

Was zum damaligen Zeitpunkt Spitzenspiel-Charakter hatte, ist nun zum Duell Spitzenteam gegen Playoff-Aspirant geworden. Auch in dieser Saison gilt Jena in Fachkreisen als klarer Meisterschaftskandidat. Mit neuem Namen, erneuertem Kader und den üblichen Aufstiegsambitionen sind die Thüringer auch in ihrem dritten ProA-Jahr auf Kurs Richtung Zweitligameisterschaft. Ihre Ansprüche haben die Universitätsstädters mit 12 Siegen aus den ersten 15 Partien früh unterstrichen. Nachdem Jena über viele Spieltage die ProA-Tabelle anführte, setzte es in den letzten drei Partien jedoch zwei Niederlagen. Das Spitzenspiel in Rostock (81:94) und das Heimspiel gegen Vechta (81:82) gingen zuletzt verloren.
Mit Clint Chapman (früher in Berlin und Ludwigsburg aktiv) und Brandon Thomas (zuletzt in Gießen) konnte Jena im Sommer zwei frühere Bundesligaspieler verpflichten. Nach einer Tätlichkeit im Heimspiel gegen Karlsruhe wurde Chapman jedoch von der Ligaleitung für 12 Pflichtspiele gesperrt und wird somit auch gegen die wiha Panthers nicht zum Einsatz kommen. Der aus Ehingen verpflichtete Trainer Domenik Reinboth holte mit Reyshawn Simmons jenen Spielmacher nach Jena, mit dem er 2019 das Team Urspring sensationell in die ProA Playoffs führte. Mit Julius Wolf und Stephan Haukohl laufen für Science City weiterhin etablierte Leistungsträger auf. Vor allem unter den Körben ist Jena in dieser Saison stark aufgestellt. Mit einer Trefferquote von über 59,7% aus dem Zwei-Punkte-Bereich weist die Mannschaft von Domenik Reinboth die ligaweit beste Quote auf und ist mit durchschnittlich 39,7 eingesammelten Abprallern die zweitbeste Reboundmannschaft der ProA.

Jena ist in diesem Jahr das Team to watch!“, kommentiert Panthers-Trainer Alen Velcic. „Sie verfügen über einen guten Mix aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten mit viel Qualität. Der Titelgewinn wird aus meiner Sicht dieses Jahr über Jena gehen, die mit Domenik Reinboth einen talentierten Trainer geholt haben, der seine Ideen jetzt nicht mehr nur mit Talenten in Ehingen umsetzen muss, sondern mit einer gestandenen Profimannschaft arbeiten kann. Wir haben in den beiden Duellen gegen Jena im Grunde nichts zu verlieren und wollen den nächsten Schritt in unserer Entwicklung schaffen!

06.01.2022 19:3ß Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Eisbären Bremerhaven

Die Eisbären Bremerhaven kommen ihrerseits dank des 112:103-Sieges in Leverkusen mit einem dringend benötigten Erfolgserlebnis nach Karlsruhe. Ausschlaggebend dabei war vor allem die beeindruckende 2. Halbzeit der Eisbären-Akteure, die nicht nur einen zwischenzeitlichen 19-Punkte-Rückstand aufholten, sondern in Halbzeit zwei dabei auch ganze 67 Punkte erzielten. Dass für einen Sieg in Karlsruhe eine längere starke Phase notwendig ist, weiß auch Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Konstanz ist die Hauptaufgabe für unsere Mannschaft. Nicht nur im letzten Spiel, in dem wir zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten gezeigt haben, sondern auch im Verlauf der Saison haben wir sehr gute und sehr schlechte Phasen gezeigt. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die guten Phasen auszubauen. Denn dann haben wir die Qualität, auch mit mehreren Verletzungsausfällen in Karlsruhe zu bestehen.“

Die PS Karlsruhe LIONS sind ihrerseits ebenfalls ein Team, das sein Heil eher in der Offensive sucht und über sehr viele Möglichkeiten, variabel zu punkten, verfügt. So kann sich Karlsruhe-Headcoach Aleksandar Scepanovic gleich auf drei der besten Scorer der Liga verlassen: Stanley Whittaker jr. (21 ppg, 7 apg) sowie TreVion Crews (17,7 ppg, 5 apg) und Ferdinand Zylka mit deutschem Pass (18,9 ppg, 5,3 rpg) ziehen im Backcourt die Fäden. Weitere Optionen hat Karlsruhe mit Matthew Freeman (8,9 ppg), Leo Behrend (9,5 ppg) sowie den beiden Deutschen Big Men Maurice Pluskota (8,8 ppg) und Tom-Niclas Alte (8,5 ppg).

Die Verletztenlisten der Eisbären Bremerhaven bleibt dagegen weiter lang. Mehrere Phasen mit 2-3-Zonenverteidigung, gutes Foulmanagement und hohe Intensität waren im letzten Spiel in Leverkusen trotz kurzer Bank die Garanten für den Erfolg.

Vorberichte ProB Süd 5. Spieltag Nachholspiel

27.11.2021 19:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. WHITE WINGS Hanau

Nachdem die WHITE WINGS Hanau im vergangenen Spiel gegen Frankfurt den Schalter umlegen und einen zwischenzeitlichen zweistelligen Rückstand noch in einen Sieg ummünzen konnten, gilt es nun, das Momentum mitzunehmen. Am kommenden Samstag geht es auswärts gegen den FC Bayern Basketball II – und auch dieses Spiel wollen die Hanauer gewinnen.

Das Münchner Team hat sich über den Sommer extrem verjüngt. Mit einem Altersdurchschnitt von 18,2 Jahren sind die Bayern das jüngste Team der Liga. Der Weggang von Führungsspielern wie Erol Ersek, Lennart Weber und dem nun bei den White Wings unter Vertrag stehenden Philipp Walz konnte das Team bislang nur schwer kompensieren. Von den bislang acht Saisonspielen konnte das Team bislang nur eines gewinnen.

Dennoch darf man die Mannschaft von Headcoach Mihajlo Mitic nicht unterschätzen. „Sie spielen schnell und aggressiv. Mit einer toughen Defense versuchen sie, ihre Gegner aus dem Rhythmus zu bringen“, sagt Hanaus Trainer Kamil Piechucki. Offensiv ist vor allem der gerade einmal 15-jährige Ivan Kharchenkov brandgefährlich, der pro Spiel im Schnitt 13,4 Punkte auflegt. Und noch ein anderer herausragender Spieler steht hin und wieder im Aufgebot der Münchner: Der mit Doppellizenz ausgestattete Joshua Obiesie. Das letzte Mal, als dieser gegen die White Wings spielte, stand er noch im Aufgebot der Würzburger ProB-Mannschaft und erzielte dabei ein Double-Double mit 28 Punkten und 10 Rebounds. „Wir müssen gegen München schnell, aber kontrolliert spielen“, so Piechucki weiter.

Unklar ist nicht nur die Zusammenstellung des Münchner Kaders, sondern auch die Bank der Hanauer. „Der Einsatz von Philipp Walz ist weiter fraglich. Auch sind Matthias Fichtner, Jonas Stenger und Dion Braimoh nicht ganz fit. Entsprechend müssen wir abwarten, wie sich das bis Samstag entwickelt“, so Hanaus Headcoach abschließend.

Nachberichte Nachholspiele Playoffs ProB

07.04.2021 19:30 Uhr Arvato College Wizards vs. EBBECKE White Wings Hanau 79:80

Nach einer überzeugenden und dominanten Leistung gegen Düsseldorf gewinnt das Team auch gegen die Arvato College Wizards. Endstand: 79:80.

Das Spiel selbst hätte definitiv ein Hallenpublikum verdient: Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, immer wieder wechselte die Führung, kein Team konnte sich klar absetzen. Für die Spieler, Offiziellen und natürlich auch die Fans war die Partie an Spannung kaum zu überbieten.

Zwei Minuten vor Spielschluss lagen die Karlsruher zwar noch mit 79:74 in Führung – in der Folge leisteten sich die Wizards allerdings zu viele Fehlwürfe und verpassten eine mögliche Vorentscheidung. Dadurch konnten die Hanauer wieder rankommen und erzielten neun Sekunden vor Spielschluss die entscheidenden zwei Punkte und besiegelten die 79:80-Niederlage der KIT-Basketballer.

„Es war eine tolle Leistung der Mannschaft. Wir freuen uns sehr über den heutigen Sieg – und hoffentlich auch über weitere Spiele in den Playoffs“, sagt Piechucki nach dem Spiel. „Jetzt müssen wir natürlich noch abwarten, wie die kommenden Spiele ausgehen. Trotzdem – was das Team heute geleistet hat, dürfen wir auf keinen Fall vergessen.“

„Leider hat unsere Einstellung heute nicht wirklich gepasst und man hat gemerkt, dass die Hanauer den Sieg heute mehr wollten. Gerade in der Verteidigung hatten wir heute große Probleme und gerade auch zu viele Rebounds leichtfertig hergeschenkt. Trotzdem wollen wir uns jetzt noch einmal auf das anstehende Spiel gegen Bochum fokussieren und versuchen nochmal alles zu geben. Aber ein Weiterkommen ist wohl nur noch in der Theorie möglich – dafür hätten wir heute einfach den Sieg gebraucht“, so Wizards-Manger Zoran Seatovic.

10.04.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. EPG Baskets Koblenz 82:69

Es war ein Start-Ziel-Sieg in einer Partie, in der eine Niederlage das Aus bedeutet hätte. Über 7:2 ging es nach den ersten fünf Minuten zum 14:4 durch Chris Hoopers Korbleger. Für einen großen Teil der restlichen Spielzeit war die Führung zweistellig, unter sieben Punkte fiel sie nicht mehr. „Unsere Verteidigung war sehr gut gegen eine sehr gute Offensivmannschaft“, sagte Eagles-Coach Patrick Elzie. Die Trefferquote der Gäste war von Beginn an im Keller, ein Problem waren allerdings viele Offensivrebounds und damit zweite Chancen für die Koblenzer.

Koblenz hat einen stark besetzten Kader, aber: „Unser Kollektiv war besser als die Individualisten“, freute sich Elzie. Eine starke Mannschaftsleistung sei es gewesen von Boksic‘ Punkten über Yasin Kolos 15 Rebounds bis zu den Spielern, die gar nicht eingesetzt wurden, aber auf der Bank voll mitgingen. So stellt es sich der Trainer vor in den Playoffs, die für die Eagles jetzt in einer neuen Vierergruppe weitergehen. In dieser treffen sie erneut auf die EN Baskets Schwelm sowie auf die Dresden Titans und die BSW Sixers.

11.04. 2021 16:00 Uhr Dresden Titans vs. BSW Sixers 94:88

Im Spitzenspiel der Dresden Titans gegen die BSW Sixers konnten sich die sächsischen Hausherren mit 94:88 nach Verlängerung durchsetzen und den Gruppensieg eintüten. In einem packenden Derby mit insgesamt 17 Führungswechseln brauchte es nach 40 Minuten noch die Extrazeit, um den Sieger zu ermitteln. Vor allem starke Verteidigungsarbeit in den letzten vier Minuten der regulären Spielzeit, in denen die Gäste aus Sandersdorf ohne Punkt blieben, erwies sich für Dresden als Erfolgsgarant. Zudem konnten Kapitän Georg Voigtmann und Spielmacher Lenny Larysz zusammen 55 Punkte auflegen. Nun genießen die „Titanen“ auch in der Viertelfinalrunde Heimrecht. Dieses kommt schon kommenden Freitag zum Einsatz, wenn die als Zweitplatzierte ebenfalls weitergekommenen Sixers erneut in der Margon Arena gastieren und ihre Chance auf Revanche erhalten.

Nach dem Abpfiff war Voigtmann indes noch nicht in Gänze mit seiner starken Leistung zufrieden: „Am Anfang war es etwas schleppend. Ich bin persönlich auch noch nicht voll im Rhythmus. Aber das ist unsere Qualität, unsere Stärke diese Saison, sich da durchzubeißen, sich nicht zu beschweren und die Dinge zu nehmen wie sie kommen. Unseren besten Basketball haben wir heute noch nicht gezeigt. Da können wir nächsten Freitag noch was drauflegen, denn phasenweise haben wir schon angedeutet, dass wir schönen Basketball spielen können. Darauf wollen in der zweiten Runde aufbauen.“

Auch Strauß, der übrigens seinen ersten Pflichtspielsieg als Titans-Headcoach vor über einem Jahr gegen die Sixers in dreifacher Verlängerung feiern konnte, sah noch viel Raum für Verbesserungen. „Die Defense war heute stellenweise nicht gut, vor allem in der ersten Hälfte. Wir haben hier am Ende mit Aggressivität und mehr Effektivität den Kopf aus der Schlinge gezogen.  Gut, dass wir dieses Jahr die Dinger hinten raus immer noch ziehen können. Das muss man ganz klar so sagen.“

11.04.2021 17:00 Uhr Depant GIESSEN 46ers Rackelos vs. EN Baskets Schwelm 89:99

Die EN Baskets Schwelm qualifizieren sich als Gruppensieger für die nächste Playoff-Runde!

Das war mal ein gelungener Abend! In einer unheimlich ausgeglichenen Begegnung setzten sich die EN Baskets Schwelm gegen die Depant Gießen 46ers Rackelos durch. Der Gameplan der Baskets sah primär vor die Leistungsträger der gegnerischen Mannschaft Johannes Lischka, Donte Nicholas und Tim Uhlemann zu neutralisieren.

Aber genau das klappte in der 1.Halbzeit mal gar nicht. Während bei den Blau-Gelben alle Spieler involviert waren, konzentrierte sich das Geschehen auf der anderen Seite mehr auf das genannte Ausnahme-Trio. Vor allem Johannes Lischka war in den ersten 20 Minuten fast „unstoppable“. Im 2.Viertel ging es munter weiter. Die Defensivarbeit war unter beiden Körben nicht unbedingt das Auszeichnungskriterium an diesem Abend. Das Offensivspektakel sollte die primäre Rolle spielen und das Bild über 40 Minuten prägen.

Die Bemühungen der Gießen 46ers waren ungebrochen, das Spiel wieder zu drehen. Doch die EN Baskets fanden immer die richtige Antwort und hielten den Gegner auf Distanz.

Lutz Mandler (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Es hat nicht sollen sein. Wir hatten ein bisschen Pech, aber Schwelm hat das gut gemacht und das nötige Quäntchen Glück gehabt. Alles in allem war es aber eine ganz tolle Saison. Alle haben sich durch die Bank weg weiterentwickelt. An solchen Niederlagen reift man als Person und das werden sie später mal merken, da haben sie dann ein dickes Fell, wenn es mal nicht so läuft.“

Daraus ergibt sich folgender aktualisierter Playoff-Baum:

Nachberichte Nachholspiele ProA

07.04.2021 19:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. TEAM EHINGEN URSPRING 97:82

Trotz eines überragenden ersten Viertels war es die hohe Qualität und enorme Tiefe der Gastgeber die am Ende den Sieg sicherte, nach dem diese eine Aufholjagd in den folgenden 30 Minuten hingelegt hatten. In der ersten Minute beim Stand von 4:1 für die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth sah alles noch normal aus. Doch dann war es Matthias Groh der mit vier Punkten einen Lauf initiierte. Dem ließ Kameron Hankerson einen Treffer aus der Distanz folgen und Christian Oshita legte aus selber Entfernung gleich zweifach nach, ehe erneut Hankerson den „Dreier“ versenkte. 25:9 führte die Ehinger Mannschaft damit nach knapp sieben Minuten.
Doch damit nicht genug. Jack Pagenkopf und erneut Oshita waren jetzt so richtig aufgedreht und trafen von außen. Daniel Helterhoff stellte dann gar auf 33:9 (!). Ein 13:0-Lauf der Heidelberger in den letzten zwei Minuten verkürzten den Abstand etwas, dennoch waren es die wohl acht besten und treffsichersten Minuten seit langer Zeit.

Im dritten Viertel blieb es eine ausgeglichene Angelegenheit und ein intensives Spiel in dem gleich acht Mal die Führung wechselte.

Weil erst nach fünf Minuten im Schlussviertel das Team von Domenik Reinboth erstmals punktete, zogen die Heidelberger bis dahin auf 80:73 etwas davon. Obwohl sich die Mannschaft gegen die Niederlage und die starke Aufholjagd der Gastgeber stemmte, spielten die ihre enorme Qualität aus. Den Sieg machten sie aber erst in den letzten zwei Minuten perfekt, denn bis dahin betrug der Rückstand lediglich sieben Punkte.

07.04.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven 71:89

Nach einem schwachen Auftritt in der ersten Halbzeit, zeigten sich die Eisbären in Halbzeit zwei von ihrer besten Seite und konnten so ihren Siegeslauf auf nunmehr acht Spiele in Folge ausbauen.

Vom Start weg zeigten die Gladiatoren einen guten Rhythmus, ließen den Ball gut laufen und trafen ihre freien Würfen. Nach einem unkonzentrierten Start fanden jedoch auch die Gäste besser ins Spiel. Im zweiten Viertel erhöhten die Bremerhavener den Druck und spielten offensiv deutlich fokussierter. In dieser Phase hatten die Gladiatoren große Probleme am Brett zu scoren, bestimmten dennoch das Spieltempo. Gegen stärker werdende Eisbären verringerte sich die Führung der Trierer Profibasketballer auf 42:37. In der zweiten Halbzeit gelang es den Bremerhavenern immer besser ihre starken Einzelkönner in aussichtsreiche Eins-gegen-Eins Situationen zu bringen. Zur Mitte des dritten Viertels gingen die Gäste dann erstmals in Führung (46:47, 25. Spielminute) und gaben diese auch nicht mehr ab. Die Eisbären hatten nun das Momentum auf ihrer Seite und vor allem Armani Moore war von der Trierer Defensive kaum zu stoppen. Auch im letzten Viertel ließen die Gladiatoren den Ball zu wenig laufen um die gut gestaffelte Zonendefense der Eisbären in Verlegenheit zu bringen. Die letzten Minuten spielten die Bremerhavener den Vorsprung souverän aus und gewannen nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 89:71.

Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: „Wir haben einfach sehr, sehr schlecht getroffen. So konnten wir nicht mehr in das Spiel zurückfinden. Für uns gilt es nun in Ehingen die Saison gut zu beenden und uns auf die neue Spielzeit vorzubereiten“.

Eisbären-Headcoach Mai freut sich über den Sieg, war jedoch mit der Einstellung seiner Spieler insbesondere in der ersten Halbzeit nicht einverstanden: „Trier hat hart gekämpft und bis zum Ende alles gegeben. Wir konnten in der ersten Hälfte diese Intensität nicht erreichen. Wir müssen lernen, die gesamten 40 Minuten fokussiert zu bleiben. Mit der Leistung und der Verteidigung meiner Mannschaft in der zweiten Hälfte bin ich aber sehr zufrieden.“

07.04.2021 19:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. Bayer Giants Leverkusen 90:97

Am Mittwochabend ging das Abenteuer Eventpalast in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Nürnberg Falcons mit einer Niederlage zu Ende. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hatte sich die Mannschaft von Ralph Junge viel vorgenommen gegen das Playoff-Team der Bayer Giants aus Leverkusen, setzte davon aber nur streckenweise etwas um. Nach einer mäßigen Anfangsphase konnte Nürnberg die Partie erst im zweiten Viertel ausgeglichen gestalten. Der Einbruch kam dann nach dem Seitenwechsel während sich der deutsche Rekordmeister quasi in einen Rausch spielte und zwischenzeitlich auf 20 Punkte davonzog. Im Schlussviertel zeigte Nürnberg noch einmal viel Moral, musste sich aber letztlich mit 90:97 (41:44) geschlagen geben. In der kommenden Spielzeit wollen die Falcons ihre Heimspiele in der neuen Halle am Tillypark austragen. 

Nicht nur Head Coach Ralph Junge hätte sich ein anderes Ende gewünscht: „Es ist schade, dass wir heute nicht mehr aus unseren Möglichkeiten gemacht haben. Leverkusen wollte es einfach mehr und wir sind immer wieder in alte Muster verfallen. Samstag geht es weiter in Paderborn bei unserem letzten Saisonspiel. Wir wollen uns ordentlich aus dieser turbulenten Spielzeit verabschieden.“ 

08.04.2021 18:30 Uhr Science City Jena vs. Artland Dragons

Während sich die Saalestädter im Verlauf der gesamten 40 Minuten gegen eine traumwandlerisch sicher Dreierquote der Niedersachsen (15/26, 58 Prozent) wehren mussten, fiel die Entscheidung wie schon gegen Heidelberg erst in der Schlussminute. Trotz der erfreulichen Rückkehr von Demarcus Holland, der aufgrund eines Schienbeinbruchs über Monate ausgefallen war hatten die Thüringer einen Wermustropfen zu verzeichnen. Flügelspieler Stephan Haukohl verletzten sich zu Beginn des dritten Abschnitts und musste von der medizinischen Abteilung vom Parkett getragen werden.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Wir nehmen trotz der Niederlage, die uns definitiv ärgert, viel Positives aus diesem Spiel mit. In Jena einen solchen Auftritt hinzulegen, nötigt mir eine Menge Respekt ab. Die zehn Offensivrebounds in der ersten Halbzeit und insgesamt zu viele Turnover haben uns jedoch schließlich das Genick gebrochen. Dadurch haben wir Jena die Punkte quasi geschenkt und die Angelegenheit zu einem offensiv geprägten Spiel werden lassen. Mit unserer Defense, vor allem im dritten Viertel, bin ich nämlich eigentlich sehr zufrieden. Dazu haben die Jungs hervorragend geworfen, Jena hat vor allem in der zweiten Halbzeit allerdings ebenso gut getroffen und mit Big-Plays das Spiel auf seine Seite gezogen. Trotzdem gilt es erneut zu betonen, dass unsere jungen Spieler, unterstützt durch die Routine der Erfahrenen wie Chase Griffin, abermals viel Verantwortung geschultert haben. Zach Ensminger und Thorben Döding haben stark gearbeitet und insgesamt trotz einiger Fehler sehr smart gespielt. Jacob Knauf hat dazu super von außen getroffen, Rebounds geholt und mit guter Kommunikation in der Defense überzeugt. Wir werden aus unseren Fehlern lernen, weshalb ich finde, dass wir bereit für die Playoffs sind. Wir werden gegen jeden Gegner mit einer Menge Energie auftreten, dazu wissen wir, dass wir guten Basketball spielen können. Unsere Identität, jungen Spielern große Rollen innerhalb des Teams zukommen zu lassen und dabei zuzusehen, wie sie diese auch nutzen, macht uns bislang sehr stolz. Dass wir Teams, deren Priorität klar auf dem Aufstieg liegt, das Leben so schwer machen können, lässt uns positiv auf die kommenden Aufgaben blicken. Wir sind bereit für eine Überraschung, nun gilt es allerdings, diese Auftritte in einer engeren Taktung erfolgreich zu wiederholen. Die Playoffs sind für uns ein Bonus, den wir allerdings maximal nutzen wollen.“

Vorberichte Nachholspiele Playoffs ProB

PO-Gruppe 1 Spieltag 2:

07.04.2021 19:30 Uhr Arvato College Wizards vs. EBBECKE White Wings Hanau

Eigentlich hätten die Karlsruher die White Wings Hanau bereits am vergangenen Donnerstag in der heimischen Halle empfangen. Coronabedingt wurde die Partie jedoch verschoben. Knapp eine Woche später geht es für die Wizards jetzt in den Playoffs weiter. „Wir kennen das Team bereits aus der Liga und haben in dieser Saison zweimal gegen Hanau gespielt. Ich erwarte eine starke Mannschaft, die Schwächephasen eiskalt bestrafen wird. Daher müssen wir am Donnerstag mit voller Konzentration aufspielen und uns im Vergleich zum Spiel gegen Düsseldorf steigern“, so Wizards-Manager Zoran Seatovic.

Die Hessen schlossen die Saison in der ProB Süd auf dem achten Tabellenplatz ab. Beim letzten Aufeinandertreffen in der Liga, Ende Januar, mussten sich die Karlsruher auswärts mit 80:87 geschlagen geben. „Wir hatten in Hanau ziemliche Probleme mit der Spielweise und haben in der Defensive zu viel zugelassen. Die Hanauer haben einen sehr gefährlichen und breiten Kader und sind sehr variabel. Sie haben nicht den einen Topscorer, sondern die Punkte verteilen sich meist auf mehrere Schultern. Gerade das macht sie gefährlich“, so Seatovic. Für die Hanauer gab es im ersten Playoff-Spiel allerdings eine deutliche Niederlage. In Bochum, dem Tabellenersten der ProB Nord, verloren die Hessen mit 72:104.   

PO-Gruppe 4 Spieltag 1:

10.04.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. EPG Baskets Koblenz

Die Ausgangslage ist eindeutig vor dem letzten Spieltag in der Vierergruppe: Gießen spielt gegen Schwelm, die Eagles gegen Koblenz – und die jeweiligen Sieger sind eine Runde weiter. Denn nach den dramatischen Partien vom vergangenen Wochenende steht jede Mannschaft bei einem Sieg und einer Niederlage.

Die Baskets könnten jede Mannschaft schlagen, so Elzie. Ob Brian Butler, Bill Borekambi, Calvin Oldham jr. oder Anthony Canty: „Wir müssen auf alle achten. Die haben mehrere Leute, die für 20 Punkte gut sind.“ Doch die gebe es im eigenen Team auch, dazu brauche es dieselbe Aggressivität wie am Ostersonntag gegen Gießen. „Wir müssen uns auf uns fokussieren und unsere Leistung bringen.“

Das Spiel wird hier live übertragen.

11.04.2021 16:00 Uhr Dresden Titans vs. BSW Sixers

Zum Ostermontag musste das Spitzenspiel der Dresden Titans gegen die BSW Sixers Corona-bedingt abgesagt werden. Jetzt gibt es allerdings gute Nachrichten zu vermelden. Zwar wurde die Corona-Infektion des betroffenen Spielers in einer PCR-Testung bestätigt. Aber der Rest der Mannschaft wies in mehreren Testreihen bislang ausschließlich negative Ergebnisse auf. Das Gesundheitsamt Dresden sah deshalb von einer Quarantäne der gesamten Mannschaft ab. Im Zuge dessen einigten sich die BSW Sixers, die BARMER 2. Basketball Bundesliga und die gastgebenden Titans nun auf den kommenden Sonntagnachmittag als Nachholtermin für die finale Partie in der ersten Playoff-Runde.

Beide Mannschaften sind mit zwei Siegen schon sicher für die Viertelfinalrunde qualifiziert. Doch der Gruppensieger muss noch ausgespielt werden, da selbiger auch in der nächsten Runde Heimvorteil genießen wird. Die Verantwortlichen um Titans-Geschäftsführer Rico Gottwald hoffen nun auf eine ereignislose Woche.

„Wir haben die Taktung der Testreihen erhöht, um böse Überraschungen ausschließen zu können. Wenn alles klappt, dürfen sich die Fans am Sonntag auf ein packendes Derby mit den Sixers freuen!“

Das Spiel wird hier live übertragen.

11.04.2021 17:00 Uhr Depant GIESSEN 46ers Rackelos vs. EN Baskets Schwelm

Die bisherigen Ergebnisse aus Gruppe 4 sorgen dafür, dass die Depant GIESSEN 46ers Rackelos gegen die EN BASKETS Schwelm ein Entscheidungsspiel um die Qualifikation für die nächste Runde austragen. Nur mit einem Sieg am Sonntag (11. April, 17 Uhr) können die Mittelhessen das Ticket für selbige ziehen. Gießen, Schwelm, Itzehoe und Koblenz konnten aus ihren bisherigen zwei Spielen jeweils eins gewinnen. Damit ist die Ausgangslage klar: Nur die Sieger des dritten und finalen Spieltags können ihren Playoffausflug fortsetzen. Im Fall einer Niederlage ist die Saison automatisch beendet. Die Ergebnisse des Parallelspiels nehmen keinen Einfluss.

Lutz Mandler (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Wir erwarten starke Schwelmer mit sehr starken Guards. Für uns wird es darum gehen, fokussiert und mit gutem teamplay durch die Partie zu kommen. Die Jungs sind heiss und wir hoffen auf eine nächste Runde.“

Das Spiel wird hier live übertragen.

Vorberichte Nachholspiele ProA

Spieltag 11:

07.04.2021 19:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Für Coach Frenki ist die Marschroute klar. Zwar ist ihm an einem Sieg kurz vor Beginn der Playoffs gelegen. Die sichere Platzierung unter den ersten vier lässt es jedoch zu, das ein oder andere auszuprobieren. So können sich die Fans am Livestream auf eine neue Startformation gefasst machen. Das bedeutet mitnichten, dass man den Gegner auf die leichte Schulter nimmt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass jede Mannschaft in der ProA an einem guten Tag gegen die Topteams bestehen kann. Außerdem ist die Bedeutung eines ersten Heimsieges im neuen SNP DOME nicht zu vernachlässigen. Dennoch befinden sich derzeit auch einige Spieler ein wenig in einem Formtief, die man in den Playoffs mit dem engen Zeitplan und den vielen anstrengenden Spielen dringend in guter Form benötigt. Diese werden nun die Chance bekommen, sich wieder in den Fokus zu rücken.

Spieltag 7:

07.04.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven

Erstmals in der Geschichte der RÖMERSTROM Gladiators sind die Trierer Profibasketballer nicht für die Playoffs qualifiziert und spielen somit ihre letzten Ligaspiele in dieser Saison.

„Bremerhaven gehört zu den Topteams dieser Liga. Sie finden nach Ihrer Quarantäne langsam zurück zu ihrer Form und werden immer gefährlicher. Für uns geht es darum das Spiel und die Herausforderung zu genießen und hoffentlich nochmal gegen die Eisbären gewinnen zu können. Wir wollen die Minuten gut verteilen, was aufgrund der hohen Anzahl an Spielen auch notwendig ist, und die Bremerhavener wirklich sehr, sehr gerne nochmal ärgern“, sagt Headcoach Marco van den Berg über die Zielsetzung im letzten Heimspiel der Saison.

Spieltag 12:

07.04.2021 19:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. Bayer Giants Leverkusen

Das erste Aufeinandertreffen mit Nürnberg vor drei Wochen ging mit 87:84 an den deutschen Rekordmeister, dank einer starken Schlussphase und Nürnberger Unzulänglichkeiten. „Den Sieg in Leverkusen haben wir hergeschenkt. Erfreulicherweise sind wir mittlerweile gefestigter und spielen einen guten Basketball. Die Siege in Ehingen und Trier haben das deutlich gemacht. Die Giants sind freilich noch einmal ein ganz anderes Format und zu Recht ein Contender in den Playoffs. Lässt man sie erst ins Laufen kommen, ist es fast schon zu spät“, lobt Ralph Junge das Team um Top-Scorer Haris Hujic. Dieser legte im Hinspiel 13 Punkte und drei Assists auf und wurde tatkräftig von Sheldon Eberhardt & Marko Bacak mit je 16 Zählern sowie Grant Kessler (11 Pts.) und Dennis Heinzmann (10 Pts.) unterstützt. Die Rheinländer gehen als Favorit in diese Partie und wollen sich schon mal warmspielen für die Playoff-Gruppenphase, trotz Verletzungssorgen und dem ein oder anderen angeschlagenen Spieler.

„Wir werden am Mittwoch sicherlich noch mehr rotieren, als es gegen Kirchheim am Wochenende der Fall war“, so Giants-Trainer Gnad. „Vor allem wollen wir aber auch kein großes Verletzungsrisiko im Hinblick auf die Playoffs eingehen. Deshalb werden wir im Trainerstab die Belastung der Spieler genau steuern“.

Spieltag 28:

08.04.2021 18:30 Uhr Science City Jena vs. Artland Dragons

Mit der Gewissheit der ersten Playoff-Teilnahme in der BARMER 2. Basketball Bundesliga treten die Artland Dragons am Donnerstagabend zum letzten ProA-Hauptrundenspiel der Saison 2020/21 an. Bei Science City Jena geht es für die Quakenbrücker in erster Linie darum, sich anständig für die Post-Season einzugrooven, ohne dabei die bestmögliche Platzierung in der nicht unerheblichen Endabrechnung aus den Augen zu verlieren.

Den größten Erfolg seit dem Bundesligarückzug im Jahr 2015 erlebte Dragons-Headcoach Tuna Isler vor dem Handy: „Ich habe den Spielstand und die Statistiken in der App regelmäßig geupdatet, mir das Spiel allerdings nicht angeguckt. Live vor dem Bildschirm hätte ich es wahrscheinlich nicht ausgehalten.“ Durch einen Dreier von Nürnbergs Phillip Daubner wurde die 82:85-Niederlage der RÖMERSTROM Gladiators Trier am Samstagabend schließlich erst in letzter Sekunde besiegelt und gleichzeitig klar, dass die Quakenbrücker Basketballer erstmals seit ihrem ProA-Aufstieg 2018 an den am 17. April startenden Playoffs teilnehmen würden. Und das, obwohl die Drachen nur wenige Stunden zuvor verdientermaßen mit 79:85 gegen ersatzgeschwächte Tigers aus Tübingen verloren hatten und die Stimmung dementsprechend gedämpft war. „Die Jungs freuen sich, wir als Staff freuen uns, und trotzdem hatte das Ganze durch die Niederlage einen gewissen Beigeschmack. Insgesamt ist die Playoff-Teilnahme für uns dennoch ein extrem großer Erfolg. Wir haben viele junge Spieler in der Verantwortung, dass sie ihr Team mit in die Playoffs geführt haben, ist eine mehr als respektable Sache. Trotzdem sind wir alle ehrgeizig, weshalb die erste Frage nach der Gratulation war: warum haben wir eigentlich so unglücklich gegen Tübingen agiert? Es gab keine ausufernde Feier am Tag danach, sondern ein produktives und vorausschauendes Arbeiten“, berichtet Isler.

Denn nun geht es für dieses junge Quakenbrücker Team am Donnerstag noch um nicht weniger als die letztendliche Platzierung im ProA-Klassement. „Wir werden dieses Spiel mit dem maximalen Ernst angehen, um präzise beobachten zu können, was funktioniert und was nicht. Bei einem Sieg hätten wir den 6. Platz sicher, was bei der derzeitigen Ausgangslage sicherlich nicht unattraktiv ist. Unabhängig davon sind wir Sportler und wollen die Hauptrunde mit einem Sieg beenden.“ Denn um zu erkennen, dass den Dragons zum Hauptrundenabschluss auf ein absolutes ProA-Spitzenteam entgegentreten wird, müssen große Rechnungen gar nicht erst aufgestellt werden. Science City steht mit einer Bilanz von 18 Siegen und 6 Niederlagen momentan auf dem 4. Platz und ist dementsprechend ebenso noch auf die bestmögliche Endplatzierung aus.

Alle Spiel werden LIVE und KOSTENLOS bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte Nachholspiele ProA

31.03.2021 19:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. Nürnberg Falcons 68:83

Die Nürnberg Falcons haben ihr Auswärtsspiel mit 68:83 (31:37) gegen Ehingen gewonnen und damit den ersten Sieg 2020/2021 in fremder Halle eingefahren. Schon das Hinspiel konnten die Mittelfranken für sich entscheiden und sich nun in der Tabelle um einen Rang, auf Platz 14 verbessern. Tabellenschlusslicht ist nun Ehingen.

In einer sehr fehlerhaften Partie, in der zusammen knapp 40 Ballverluste den beiden Teams unterliefen, waren es die Nürnberger, die am Ende mit mehr Willen und Durchsetzungsvermögen agierten und sich im Schlussviertel den Sieg sicherten.

„Wir haben heute gut begonnen, es aber versäumt uns im weiteren Spielverlauf entscheidend abzusetzen. In der Schlussphase waren wir dann präsenter, zielstrebiger und haben deutlich besser verteidigt, was am Ende auch den Unterschied ausmachte. Wir nehmen diesen Sieg gerne mit und freuen uns nun auf den Endspurt“, resümierte Falcons-Coach Ralph Junge.

31.03.2021 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Phoenix Hagen 86:80

Die Eisbären konnten ihren Siegeslauf am Leben halten und sind nun seit mittlerweile sechs Spielen ungeschlagen. Eisbären-Headcoach Mai war nach dem unnötig knappen Sieg erleichtert und hatte ein paar mahnende Worte für sein Team: „Wir hatten das Spiel gegen Ende  der zweiten Halbzeit in unserer Hand. Denn wir waren das bessere Team und hatten das Spiel unter Kontrolle, allerdings haben wir in den letzten zwei bis drei Minuten unser Ziel und unseren Fokus verloren und Hagen zurück ins Spiel finden lassen. Wir müssen lernen, wie man so ein Spiel besser beendet“.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „ Da hat man gesehen, dass unser Team mit viel Willen und Mut immer zurück ins Spiel kommen kann. Aber letztlich hat uns das dritte Viertel das Genick gebrochen. Da haben wir komplett den Faden verloren. In der Offense fielen die freien Würfe nicht und in der Defense waren wir nicht wach. Das darfst du dir gegen so ein Team nicht erlauben.“

01.04.2021 19:30 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. ROSTOCK SEAWOLVES

Heute Abend LIVE und KOSTENLOS bei Sportdeutschland.TV

Nachberichte Nachholspiele ProA

Spieltag 15:

24.03.2021 19:00 Uhr Tigers Tübingen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Zu Beginn ergab sich ein offener Schlagabtausch und beide Mannschaften suchten schnelle Abschlüsse. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, während die Trierer Defensive oft zu spät kam. Auch der Beginn des zweiten Viertels gehörte den Tübingern, die immer noch stark von außen trafen und jede Nachlässigkeit in der Defense der Gladiatoren ausnutzen konnten. So erspielten sich die Tigers zwischenzeitlich eine Führung von 12 Punkten (22:32) und setzten sich langsam ab. Nach der Halbzeitpause hatten die Gladiatoren immer noch kein Glück im Abschluss und auch die Defensive stabilisierte sich kaum. Aber auch die Tigers zeigten zu Beginn der zweiten Hälfte eine kurze Schwächephase, die letztlich dazu führte, dass die Trierer zur Mitte des dritten Viertels wieder etwas herankamen (44:51).

Selbst im letzten Viertel gelang es den Trierern nicht in die Partie zurückzufinden oder die Wurfquoten zu verbessern. Defensiv fand man kein Mittel gegen Elias Valtonen, der das Spiel letztlich mit 30 erzielten Punkten beendete. Bis zum Ende der Partie konnten sich die Gladiatoren nicht mehr gegen die Niederlage wehren. Die letzten Minuten verwalteten die Tübinger ihren Heimsieg und verpassen den Playoff-Hoffnungen der RÖMERSTROM Gladiators einen herben Dämpfer.

Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Eine peinliche Niederlage. Wir hatten eine unglaublich schlechte Wurfquote und haben Tübingen frei aufspielen lassen. Valtonen haben wir zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekommen. Jetzt braucht das Team etwas Erholung, damit wir hoffentlich nächse Woche nochmal eine Serie starten können”.

Spieltag 12:

24.03.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Phoenix Hagen

Die ROSTOCK SEAWOLVES sind nach einem hart erkämpften 86:82-Sieg gegen Phoenix Hagen wieder Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Ein 18:0-Lauf brachte die Wölfe in der ersten Hälfte zweistellig in Führung. Hagen kam zurück und hätte den Rostockern beinahe die zweite Heimniederlage der Saison zugefügt. Chris Carter entschied das Spiel mit einem Dreier und einem Ballgewinn in der Schlussphase.

Schon zu Beginn suchten die Gäste aus Hagen ihr Glück im Angriff. Mit schnellem Passspiel fanden sie die offenen Schützen und versenkten im ersten Durchgang acht ihrer zwölf Dreipunktewürfe. Die SEAWOLVES blieben auf Tuchfühlung, wenngleich sie in der Verteidigung gegen die nur mit acht Spielern angereisten Hagener ihre Schwierigkeiten hatten. Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt: Tyler Nelson lief heiß und versenkte innerhalb von fünf Minuten fünf Dreier bei fünf Versuchen. So drehten die SEAWOLVES während eines 18:0-Laufs das Spiel und lagen in der 14. Minute zweistellig vorn (42:30). Bis zur Halbzeit behaupteten die Hausherren ihre Führung, Hagen arbeitete sich aber Punkt um Punkt heran. Das Schlussviertel entwickelte sich zur Nervenschlacht. Hagen holte sich nach Freiwürfen von Joel Aminu die Führung kurzzeitig zurück, ehe es Hin und Her ging. 55 Sekunden vor dem Ende versenkte Carter einen weiten Dreier zur 84:80-Führung. Nach einer Hagener Auszeit punkteten die Gäste. Laceys Distanzwurf verfehlte 24 Sekunden vor Schluss das Ziel und nach einer weiteren Auszeit hatten die Feuervögel die Chance auf den potenziellen Ausgleich oder sogar die Führung. Aminu beging jedoch sieben Sekunden vor Schluss einen Schrittfehler. Der Ballbesitz wechselte; die Rostocker konnten allerdings den Einwurf nicht an den Mann bringen, weil eine Hagener Hand dazwischen war. Carter stibitzte sich jedoch den Ball zurück und passte ihn auf Jarelle Reischel, der nach einem Foul ohne Restspielzeit an der Freiwurflinie den Endstand herstellte.

Head Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: “Es war ein typisches Spiel gegen eine Mannschaft, die eigentlich nichts mehr zu verlieren hat und locker drauf los spielt. Wir haben es in der ersten Halbzeit nach dem schlechten defensiven ersten Viertel deutlich besser gemacht. Wir haben es aber mehrfach verpasst, den zweistelligen Vorsprung richtig auszubauen und Hagen den Zahn zu ziehen. Das lag an individuellen Fehlern, die uns bei unserer Klasse nicht passieren dürfen. Am Ende – wie in so vielen Spielen zuvor – haben wir offensiv wie defensiv die Big Plays gemacht und dann dieses Spiel gewonnen. Insofern ist es gut, auch solche Spiele zu gewinnen und jetzt wieder sechs Spiele hintereinander gewonnen zu haben. Die Tabelle sieht gut aus. Nun heißt es: volle Konzentration auf Schwenningen.”

Spieltag 15:

25.03.2021 20:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. Eisbären Bremerhaven

Lange Zeit sah es nach einem souveränen Heimsieg der Heidelberger aus, die fast das gesamte Spiel über in Führung lagen. Im letzten Viertel wachten die Eisbären dann schließlich auf und krönten, dank einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung, eine tolle Aufholjagd mit einem 85:81-Sieg.

Den Heidelbergern ging am Ende die Kraft aus und Trey Davis sowie Armani Moore übernahmen dann auf Seiten der Eisbären die Verantwortung und führten ihr Team mit sieben Punkten in Folge in der letzten Spielminute auf die Siegerstraße. Somit konnten die Eisbären einen wichtigen 85:81-Erfolg aus Heidelberg mitnehmen, was auch Headcoach Mai freute: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht mit dem richtigen Fokus und der richtigen Einstellung gespielt. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann mit einer ganz anderen Energie zurück ins Spiel. Wenn wir es schaffen, ein komplettes Spiel über 40 Minuten konstant zu spielen, sieht man, wie stark wir sein können.“

Alle Spiele werden live und kostenlos auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Vorberichte Nachholspiele ProA

Spieltag 15:

24.03.2021 19:00 Uhr Tigers Tübingen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Die Gäste stehen auf Tabellenrang neun und dürfen sich noch kleine Hoffnungen in Sachen Playoffs machen.

Bei den Tübingern fallen im Vergleich zum vergangenen Spiel gegen Schwenningen zwei weitere Spieler aus. Für Troy Simons (Achillessehnenprobleme) ist die Saison ebenfalls beendet wie für Ryan Mikesell (Syndesmoseband). Zudem wird am morgigen Mittwoch gegen Trier auch Besnik Bekteshi fehlen, der sich seit dem heutigen Dienstag in Quarantäne befindet.

Für Jansson wird die Situation somit nicht einfacher: „Ich habe morgen noch zwei Spieler von der Bank. Das ist schon der helle Wahnsinn. Die Situation ist wahnsinnig schwierig. Wir werden jedoch versuchen, gegen Trier alles in die Waagschale zu werfen. Jeder Spieler weiß: er muss viel spielen.“

„Es ist sehr schwer etwas über die Tigers zu sagen, da wir nicht wissen, mit welchem Personal sie am Mittwoch auflaufen werden. Sie haben aktuell ein sehr hartes Programm und ähnlich wie wir mit vielen verletzten Leistungsträgern zu kämpfen. Auch wir wissen noch nicht, ob und wie unsere Verletzten wieder mitwirken können. Tübingen ist eine Mannschaft mit einem sehr guten Coach, die immer gefährlich ist. Wir müssen uns auf einen harten Kampf einstellen“, sagt Headcoach Marco van den Berg über den nächsten Gegner der Gladiatoren

Spieltag 12:

24.03.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Phoenix Hagen

Zum zweiten Mal in diesem Monat spielen die ROSTOCK SEAWOLVES gegen Phoenix Hagen.

Das Hinspiel konnten die Wölfe am 5. März mit 78:65 für sich entscheiden. Seitdem haben die SEAWOLVES kein Spiel mehr verloren. Aktuell reiten sie auf einer Welle von fünf Siegen in Serie. Auch Hagen, derzeit Zwölfter der Rangliste, ist seit drei Partien ungeschlagen: Alle drei Heimspiele gegen Tübingen (91:65), Karlsruhe (79:78) und Kirchheim (70:67) konnten die Feuervögel gewinnen.

“Hagen ist eine Mannschaft, die von ihren Guards dominiert wird und die wir kontrollieren müssen. Wir müssen besser rebounden als in den letzten Spielen und konstanter über 40 Minuten sein”, gibt SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann die Marschroute vor. Bis auf Behnam Yakhchali, der seit kurzem wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, sind alle Wölfe fit und hungrig.

Die Feuervögel indes werden am Dienstag wohl nur zu acht die Fahrt in den Norden antreten: Neben den beiden Nachwuchsspielern Emil Loch und Jordan Iloanya (Schule) fehlt auch Forward Daniel Zdravevski, der nach seinem unglücklichen Sturz am Samstag gegen Kirchheim aus Sicherheitsgründen pausiert. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass Rostock eine sehr physische, starke Mannschaft hat, die eine souveräne Verteidigung spielt“, sagt Phoenix-Headcoach Chris Harris. „Die Seawolves haben sich gegen Nürnberg zuletzt zwar schwer getan, aber ich rechne nicht damit, dass sich so etwas wiederholt. Wir werden alle Energie aufbringen müssen, um den Gegner ärgern zu können. Aber wir haben an einigen taktischen Stellschrauben gedreht, sodass uns das ja vielleicht gelingt. Dafür werden wir auf jeden Fall alles tun und unser Bestes geben!“

Spieltag 15:

25.03.2021 20:00 Uhr MLP Academics Heidelberg vs. Eisbären Bremerhaven

Um sich eine möglichst gute Ausgangslage für die bevorstehenden Playoffs zu schaffen, wollen die Eisbären ihre aufsteigende Form mit dem vierten Sieg in Folge gegen die Tabellenzweiten aus Heidelberg bestätigen.

Für beide Mannschaften ist es in dieser Saison das erste Aufeinandertreffen, dementsprechend schwierig gestalten sich sowohl die Vorbereitung auf das Spiel als auch die Einordnung der Stärken und Schwächen des Teams von Headcoach Branislav Ignjatovic.

Eisbären-Headcoach Michael Mai sieht den Schlüssel zu einem möglichen Sieg in der Verteidigungsleistung seiner Mannschaft: „Heidelberg ist ein sehr dynamisches Team. Sie spielen defensiv sehr solide, machen wenig Fehler und zwingen den Gegner zu vielen schweren Würfen. Offensiv spielen sie sehr ausgeglichen und werden von einer talentierten Guard-Riege und großartigen Schützen getragen. Entscheidend wird für uns sein, wie wir ihre Schützen kontrolliert bekommen.“

Alle Spiele werden live und kostenlos auf Sportdeutschland.TV übertragen.