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Nervenstarke Knights feiern Krimi-Sieg gegen Hanau

Die VfL Kirchheim Knights haben die erste Prüfung gegen einen Kontrahent auf Augenhöhe mit Bravour gemeistert. Das „ProA-Duell“ gegen Hanau fand erst in den spannenden Schlusssekunden einen Sieger.

Offener Schlagabtausch mit gerechtem Ausgang: Die Zweitliga-Basketballer der Kirchheim Knights bewiesen beim Kräftemessen mit Hanau den längeren Atem, siegten nach starken Schlussminuten knapp mit 78:74 (35:32) in der heimischen Sporthalle Stadtmitte. Knapp drei Viertel bewahrten sich die Ritter einen kleinen Vorsprung, schienen das Spiel stets unter Kontrolle zu haben. Dann allerdings übernahm Hanau die Initiative, führte über weite Strecken des Schlussabschnitts. In der mit der Intensität eines Pflichtspiels gefühlten Partie legten die Ritter in der finalen Phase nach, stürmten mit einem 13:7-Lauf in den letzten drei Minuten zum dritten Erfolg im dritten Testspiel.

„Der Sieg war enorm wichtig für uns und ist ein Schritt in die richtige Richtung“, freute sich Knights-Trainer Michael Mai. Vor allem die Intensität und Abgeklärtheit seines Teams in der engen Schlussphase erfreuten den Ritter-Dompteur: „Das Spiel war für uns ein guter Fingerzeig, was uns in den kommenden Monaten erwarten wird. Die ProA ist so stark wie noch nie und wir werden jede Woche darauf vorbereitet sein müssen, enge Spiele zu bestreiten, in denen wir bis ans Limit gehen müssen. Ich will unseren Sieg aber nicht überbewerten, denn wir haben nach wie vor eine Menge Arbeit vor uns. Wenn wir bedenken, dass bei Hanau zwei wichtige Akteure noch gar nicht dabei waren, wird klar, mit welchem Niveau wir es in diesem Jahr zu tun haben.“

Dreier-Regen im ersten Viertel, Wild dreht spät auf

Nur knapp 24 Stunden nach dem offensiv wenig überzeugenden Auftritt gegen Ehingen fanden die Knights gegen Hanau früh ihren Rhythmus. Insgesamt zehn Dreier schenkten die Distanzschützen der Ritter den Gästen ein, davon alleine fünf im Auftakt-Viertel. Die Scoring-Last verteilte sich im Stil einer homogenen Mannschaft auf mehrere Schultern. Variables Spiel brachte den Rittern immer wieder hochprozentige Abschlusschancen ein, jedoch bewiesen auch die Gäste – angeführt vom starken Aufbauspieler Till-Joscha Jönke – dass mit ihnen in der ProA-Saison 2015/16 gerechnet werden muss.

Keine der beiden Mannschaften schaffte es im Spielverlauf, sich entscheidend abzusetzen. Als die Partie den Rittern dann im Schlussabschnitt zu entgleiten drohte, trat der bis dato blasse Jordan Wild auf den Plan. 13 Punkte, darunter drei Dreier, erzielte der dienstälteste Ritter binnen weniger Minuten, sorgte gemeinsam mit Johannes Joos in der engen Schlussphase für den vielumjubelten Heimsieg. Beim Stande von 74:72 in der Schlussminute blieben zunächst Joos und dann Wild bei vier Freiwurfversuchen fehlerfrei. Hanau hingegen konnte nach dem Anschluss zum 74:76 nicht mehr nachlegen.

Mit Dennis Tinnon, Wild, Tim Burnette und Richie Williams punkteten gleich vier Knights-Akteure zweistellig. Auch Besnik Bekteshi, Tim Koch, Joos und Dennis Nawrocki steuerten immer wieder wichtige Treffer bei. Insgesamt überwog jedoch die starke Defensivleistung beider Teams, die sich im Stile zweier ProA-Mannschaften mit allen Bandagen bekämpften.

Für die Knights spielten: Williams (12 Punkte), Burnette (12), Bekteshi (9), Koch (6), Martinovic (0), Nawrocki (3), Wild (13), Sengül (0), Joos (5), Tinnon (16), Kronhardt (2)

Rockets landen Sieg in Göttingen

Ihre erste Duftmarke der Saison 2015/2016 haben die Oettinger Rockets Gotha gestern gesetzt. Die neu formierte Mannschaft von Head Coach Chris Ensminger behielt im öffentlichen Testspiel beim BBL-Team der BG Göttingen mit 81:73 (39:31) die Oberhand. Insgesamt 1112 Zuschauer verfolgten diese Partie, unter ihnen auch viele Fans aus Gotha.

Zur Erinnerung: Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatten sich die Rockets an gleicher Stelle mit 71:59 durchgesetzt und somit den Weg für die sehr erfolgreiche Spielzeit 2014/2015 eingeschlagen, in der sie erstmals seit dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProA das Halbfinale der Playoffs erreichen konnten.

„Keine Frage, das war ein gutes Testspiel heute“, sagte Chris Ensminger nach der Begegnung, mahnte aber an, den Erfolg richtig einzuordnen. „Diese Partie ist ein wichtiger Schritt auf einem langen Weg – nicht weniger und nicht mehr. Wie vor einem Jahr geht es nun vor allem darum, dass wir weiter hart arbeiten und uns bis zum Saisonstart kontinuierlich verbessern!“
Gleichwohl zeigten die Rockets bereits im zweiten Testspiel der Vorbereitung – das erste endete am vergangenen Dienstag in Bamberg mit einer 72:82-Niederlage gegen die Nationalmannschaft des Iran – eine Vorstellung, die nicht nur bei den Gothaer Augenzeugen Lust auf mehr weckte. So hob Chris Ensminger am Ende sowohl den Einsatz als auch das Teamplay und die Art und Weise hervor, wie der Ball bewegt wurde.

Weniger erbaut war der Coach ob der insgesamt 21 Ballverluste – elf mehr als die Hausherren. Dass die Gäste, die auf den leicht angeschlagenen Jeramie Woods verzichten mussten, diese Schwäche kompensieren konnten, spricht für eine engagierte Leistung. Diese spiegelte sich am Ende auch in der Reboundarbeit (insgesamt 36) und der Trefferquote aus dem Feld (60 Prozent) wider – in beiden Kategorien hatten die Rockets deutliche Vorteile.

Wegweisend für den gestrigen Erfolg war das zweite Viertel. In dem holten die Gothaer den knappen Rückstand aus dem ersten Durchgang auf und gingen in Führung. Diese gaben sie im weiteren Spielverlauf nicht mehr ab. Im Gegenteil: Kurz vor Ablauf des dritten Viertels betrug der Vorsprung sogar 18 Punkte (62:44).
Erfolgreichster Werfer der Rockets war gestern Gerard Gomila. Der junge Deutsch-Spanier brachte es unterm Strich auf 17 Zähler – 9 davon erzielte er mit erfolgreichen Dreiern (3 von 4), 6 weitere von der Freiwurflinie (6 von 6).

BG Göttingen – Oettinger Rockets Gotha 73:81 (31:39)

Viertel: 20:16 / 11:23 (31:39) / 16:23 (47:62) / 26:19 (73:81)
BG Göttingen: Gobold (11 Punkte), Johnson (6), Boykin (8), Schwarz (6), Spohr (6), Edwards (19), Hadenfeldt (0), Minard (4), Pattillo (6), Onwuegbuzie (3), Kuwalick (4), Boakye (0)
Oettinger Rockets Gotha: Guyton (13 Punkte), Riewer (12), Johnson (0), DiLeo (4), Völler (12), Gomila (17), Lawson (5), Lodders (3), Durant (9), Razis (6), Dejworek (0)

Jonathan Harris komplettiert Chemnitzer Kader

Die NINERS haben den vierten US-Amerikaner für die Basketballsaison 2015/16 unter Vertrag genommen. Der 23-jährige Jon Harris wird bereits nächste Woche in Sachsen eintreffen und soll das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore auf beiden Forwardpositionen verstärken. „Er ist ein sehr variabler Spieler, der uns noch mehr Optionen eröffnet“, beschreibt NINERS-Sportdirektor Pete Miller den 2.01 Meter großen und 98 Kilogramm schweren Modellathleten.

Harris wuchs in der amerikanischen Kleinstadt Twinsburg auf und ging von 2010 bis 2013 für die nahegelegene Miami Universität im Bundesstaat Ohio auf Korbjagd. Dort markierte er in seinem letzten Jahr durchschnittlich 8.5 Punkte, 4.2 Rebounds sowie 1.1 Assists. Aufgrund einer schweren Erkrankung seines Vaters zog es Harris allerdings zurück in die Nähe seiner Familie. Dank einer Ausnahmeregelung durfte der variable Flügelspieler während der Saison 2013/14 für die Cleveland State Universität antreten und verbuchte pro Partie 10.2 Punkte, 5.8 Rebounds, 1.4 Vorlagen, 1.0 Steals sowie 0.8 Blocks. Außerdem verwandelte Harris fast 40 Prozent seiner Dreipunktwürfe. „Jon ist aber nicht nur ein guter Distanzschütze, sondern kann auch den Korb attackieren. Zudem besitzt er einen hohen Basketball-IQ und hat ein gutes Auge für seine Mitspieler“, sagt Miller.

Nach seinem vierten Studienjahr wagte Harris letzten Sommer schließlich den Schritt zum Profibasketball und heuerte in der renommierten ersten Liga Argentiniens bei Gimnasia Indalo an. Allerdings beendete schon nach dem ersten Pflichtspiel eine komplizierte Knöchelverletzung das Intermezzo in Südamerika. Harris ging zurück in die USA, kurierte seine Verletzung aus und entschloss sich, dieses Jahr einen neuen Angriff zu starten. „Wir waren von seiner Spielweise begeistert und sind überzeugt, dass er perfekt in unser Team passt“, betont Headcoach Pastore.

So entschlossen sich die NINERS, Jonathan Harris trotz fast einjähriger Pause zu verpflichten. „Aufgrund unserer begrenzten Mittel müssen wir gewisse Risiken eingehen. Es ist ein bisschen mit der Situation von Göttingen vergleichbar, die letzte Saison einige vorab verletzte Spieler hatten, ihnen eine Chance gaben und dadurch in der ersten Liga positiv überraschten. Wir wissen um die Qualitäten von Jon und dass er darauf brennt, sich bei uns zu beweisen“, ergänzt Miller.

Neben Harris komplettieren Centerspieler Mario Nagler sowie die Forwards Tilman Buschbeck und Maximilian Gürtler, welche allesamt aus der zweiten Mannschaft beziehungsweise dem eigenen Nachwuchs aufrücken, das Chemnitzer Team. So kann Rodrigo Patore die neue Saison mit insgesamt zwölf Spielern in Angriff nehmen: #3 Stacy Wilson, #4 Virgil Matthews, #6 Daniel Mixich, #7 Jonas Richter, #8 Maximilian Gürtler, #11 Martin Seiferth, #12 Robert Cardenas, #13 Hendrik Bellscheidt, #14 Nate Buss, #15 Mario Nagler, #21 Tilman Buschbeck, #35 Jon Harris

Einen ersten Eindruck der neuen NINERS kann man bei den Teampräsentationen auf dem Stadtfest (29.08., 17 Uhr: Sportbundbühne, 18:30 Uhr: Hauptbühne) oder beim Firmenlauf (02.09., 16:45 Uhr) gewinnen. Am 13. sowie 19. September bestreitet Chemnitz dann zwei öffentliche Testspiele gegen ProB-Ligist Würzburg und den tschechischen Vertreter Usti nad Labem in der Richard-Hartmann-Halle, bevor am 26. September gegen Erzrivale Jena die neue Zweitligasaison eröffnet wird.

VRT sorgt für Mobilität bei den Gladiators Trier

Die Profibasketballer aus der Moselstadt haben einen neuen alten Unterstützer an ihrer Seite: der Verkehrsverbund Region Trier wird offizieller Bronze-Partner der Gladiators Trier.

Ein wesentlicher Bestandteil der Kooperation wird das sogenannte „Kombi-Ticket“ sein. Die Eintrittskarte zu einem Heimspiel der Gladiators fungiert dabei gleichzeitig als Fahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn im gesamten VRT-Verbund.

Für Geschäftsführerin Veronika Zänglein bildet das Ticket den Grundstock der Zusammenarbeit mit den Gladiators: „Das Angebot, bei einem Spiel der Trierer Basketballer ohne zusätzliche Mehrkosten an- und abreisen zu können, nimmt jeder Fan gerne an. Diese Verbindung war beiden Parteien bei den Verhandlungen sehr wichtig.“

Der VRT sorgt somit bei den Heimspielen der ProA-Mannschaft für Mobilität rund um die Arena Trier. Gladiators-Manager Michael Lang begrüßt den Vertragsschluss mit dem neuen Bronze-Partner: „Mit dem Verkehrsverbund Region Trier stärkt uns ein weiterer regionaler Sponsor den Rücken und bringt mit dem „Kombi-Ticket“ außerdem einen tollen Bonus für unsere Fans mit.“

Ab dem 31.August startet der Einzelkartenvorverkauf für die kommende Saison in der 2.Basketball-Bundesliga. Bestellungen werden online über die Website, telefonisch unter der 0651 – 3000 440 oder persönlich in der Geschäftsstelle entgegen genommen.

Das erste Heimspiel der neuen Spielzeit findet am 26.September gegen die Baunach Young Pikes statt. Tipp-Off ist um 20:00 Uhr.

Rostige Ritter überzeugen in der Defensive

Die Zweitliga-Basketballer der VfL Kirchheim Knights fuhren am Donnerstagabend den zweiten Testspiel-Erfolg der Vorbereitung zur ProA-Saison 2015/16 ein. Gegen die junge ProB-Truppe aus Ehingen reichte eine starke Defensivleistung zum letztlich souveränen 67:45-Erfolg.

Wenig Glanz und Gloria, viel Ergebnis: Eine defensive Leistungsexplosion der VfL Kirchheim Knights in Hälfte zwei brachte den 67:45 (31:27) Testspielerfolg gegen das junge ProB-Team aus Ehingen unter Dach und Fach. In der offensiven Umsetzung der Spielzüge offenbarte die neuformierte Ritter-Truppe von Coach Michael Mai zwar noch reichlich Rost, defensiv ließ sich Kirchheim allerdings wenig zu Schulden kommen.

Lediglich 24 Zähler erlaubten die Knights den jungen und äußerst talentierten Gästen in den Vierteln eins, drei und vier (V1: 6 Punkte, V3: 7, V4: 11), befeuerte durch starkes Rebounding und viele Ballgewinne so immer wieder die eigenen gefährlichen Schnellangriffe. Nur beim 13:21 im zweiten Spielabschnitt verbreiteten die Ritter insgesamt wenig Schrecken, bissen sich vor allem in der System-Offensive immer wieder die Zähne an den aufopferungsvoll kämpfenden Ehingern aus.

Ritter regieren unter den Ringen

Neben dem starken Umschaltspiel der athletisch überlegenen Knights sorgte vor allem die Dominanz unter den Körben für den Unterschied. Dennis Tinnon (15 Punkte), Jordan Wild (12 Punkte) und Andreas Kronhardt (10 Punkte) zeigten sich nicht nur als fleißige Punktesammler, sondern beherrschten gemeinsam mit Johannes Joos auch in Sachen Rebounds die Kampfzonen am Ring. Auf dem Perimeter stachen vor allem Dennis Nawrocki, Besnik Bekteshi, Tim Koch und Tim Burnette durch ihre aggressive und effektive Defensivarbeit heraus.

Der letztlich deutliche Erfolg offenbarte insgesamt viel Licht, aber auch einige Schatten. Defizite, die die Ritter vor dem Start der Zweitliga-Saison mit aller Macht ausmerzen wollen, wie Coach Mai klarstellt: „Natürlich steht diese Mannschaft erst ganz am Anfang, aber wir haben gesehen, dass wir vor allem hinsichtlich der Offensive noch eine Menge Arbeit vor uns haben. Die Automatismen greifen noch nicht und wir agieren bei Angriffen im Halbfeld einfach noch zu statisch und nervös. Bis zum Saisonstart in vier Wochen müssen wir uns da gravierend steigern.“
Allerdings findet der Ritter-Dompteur auch reichlich lobende Worte für sein Team, bei dem alle elf Spieler ausreichend Einsatzzeiten bekamen:

„Mit Ausnahme des zweiten Viertels und der unbedeutenden letzten drei Minuten haben wir mit gesunder Aggression, Cleverness und viel Herz verteidigt. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Auch unter den Körben haben wir unser enormes Potential angedeutet. Dennis Tinnon und Dennis Nawrocki haben heute wirklich starke Leistungen abgerufen, aber die meisten Jungs haben heute in einem schwierigen Spiel zur richtigen Zeit gute und wichtige Aktionen gebracht.“

Für das nächste Testspiel gegen ProA-Kontrahent Hanau keine 24h nach dem Tipoff gegen Ehingen erwartet sich Mai mehr von seiner Mannschaft: „Gegen Hanau müssen wir uns allerdings durch die Bank hinweg steigern, wobei ich sehr zuversichtlich bin, dass wir gegen diesen starken Gegner eine Schippe drauflegen können. Ich habe gegen Ehingen extra viel rotiert, damit die Spieler auch morgen noch körperlich und geistig frisch sind. Es wird ein extrem guter Test für uns, bei dem wir sehen können, wo wir zu diesem frühen Zeitpunkt gegenüber einem direkten Liga-Kontrahenten stehen.“

Für die Kirchheim Knights spielten: Dennis Nawrocki (7 Punkte), Richie Williams (2), Tim Burnette (8), Besnik Bekteshi (4), Martinovic (0) Tim Koch (5), Akant Sengül (0), Jordan Wild (12), Johannes Joos (4), Dennis Tinnon (15), Andreas Kronhardt (10)

Dylan Talley zurück nach Deutschland

Zweitligist rent4office Nürnberg ist einen Monat vor Saisonbeginn eine spektakuläre Neuverpflichtung gelungen. Dylan Talley, der in der Saison 2013/2014 für RASTA Vechta in der Beko BBL spielte, hat bei den Mittelfranken einen Vertrag für die kommende Spielzeit unterschrieben und wird dem Team von Head Coach Ralph noch mehr Tiefe und Flexibilität geben. Talley wird schon am Montag in Nürnberg erwartet und mit seinen neuen Mannschaftskameraden trainieren.

Der 1,96 Meter große US-Amerikaner spielte in der vergangenen Saison in Tschechien, wo er 38 Partien im Trikot des Erstligisten Prostejov absolvierte. Dort legte er mit 16,5 Punkten, 5,1 Rebounds, 2,3 Assists und 1,2 Steals pro Partie beeindruckende Zahlen auf und hatte großen Anteil am Erfolg des Teams. Eine Verletzung setzte ihn zum Ende der regulären Saison für gut einen Monat außer Gefecht, er kämpfte sich aber zurück und bestritt in den Playoffs insgesamt sieben Partien. In einer packenden Halbfinal-Serie mussten er und sein Team sich aber dem BK Opava in fünf Spielen geschlagen geben.

Gute Kontakte machen es möglich

Talley, der während seiner College-Zeit unter anderem für die Nebraska Cornhuskers in der NCCA (Big Ten Conference) spielte und dort zu den absoluten Leistungsträgern zählte, ist in Deutschland kein Unbekannter. Für ein Jahr stand der aus New Jersey stammende Swingman im Kader von RASTA Vechta in der Beko BBL. Für das Team von Coach Pat Elzie lief er insgesamt sechzehnmal auf und kam dabei durchschnittlich auf 7,1 Punkte und 3,1 Rebounds. Jetzt will sich der 25-Jährige in Deutschland neu beweisen. Dass er das ausgerechnet bei rent4office Nürnberg machen möchte, ist vor allem den guten Kontakten seines neuen Trainers, Ralph Junge, zu einigen Weggefährten Talleys zu verdanken. Sowohl seine ehemaligen College-Trainer, als auch einige Ex-Urspringer, die mit ihm zusammenspielten, lobten ihn in den höchsten Tönen. Und so ist es umso erfreulicher, dass sich Talley – trotz zahlreicher Erstligaangebote aus Osteuropa – für einen Wechsel zu rent4office Nürnberg entschieden hat.

Mehr Athletik und Vielseitigkeit im Kader

Ausreichend Gelegenheit, sich hier zu beweisen, will ihm Nürnbergs Head Coach gerne geben. „Dylan ist ein sehr vielseitiger Spieler, der auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann. Er wird unser Spiel durch seine Athletik und seine Erfahrung noch variabler machen. Ich freue mich sehr darüber, einen Spieler wie ihn in unserem Kader zu haben“, so Nürnbergs Head Coach.

Da sind wir wieder: rent4office Nürnberg ist zurück in der Heimat

Es waren zwei anstrengende Wochen für die Mannschaft von Zweitligist rent4office Nürnberg im Reich der Mitte und zwei erfolgreiche noch dazu. Trotz etlicher toller Erlebnisse und Erfahrungen, war Spielern und Trainern die Freude darüber, wieder daheim zu sein, deutlich anzumerken. Gestern Abend kam das Team am Flughafen München an und wurde standesgemäß abgeholt.

Etwas früher als erwartet, landete der Flug 2594 aus Moskau gestern Abend am Münchener Airport. Als alle Mitglieder der Reisegruppe Junge ihr Gepäck an sich genommen hatten, wartete bereits Bernd Mörlein vor dem Terminal, um die Mannschaft mit seinem Comfort-Bus in Empfang zu nehmen. „Wir sind langjähriger Partner des Nürnberger Basketballs und darum ist es eine Selbstverständlichkeit, das Team nach einer so langen Reise standesgemäß in Empfang zu nehmen und sicher nach Hause zu bringen“, so Mörlein, dessen Großvater Willi, das Unternehmen „Busverkehr Mörlein“ im Jahr 1953 gründete. Auch in der kommenden ProA-Saison baut das Team von rent4office Nürnberg auf die zuverlässigen Dienste des Igensdorfer Traditionsunternehmens.

Mit vollen Kräften in den zweiten Teil der Vorbereitung

Auf der knapp zweistündigen Heimfahrt, fand Head Coach Ralph Junge Zeit, das Abenteuer China kurz revuepassieren zu lassen. „Wir blicken auf eine sehr anstrengende, aber auch sehr gelungene Turnierreise zurück. Wir haben uns mit sehr starken Teams gemessen und in sieben engen und spannenden Spielen wichtige Erfahrungen sammeln können. Nun starten wir mit vollen Kräften, sowie Robert Oehle, Bill Borekambi und Matthew Meredith, in den zweiten Teil der Vorbereitung“, so der 46-Jährige. Am Freitag bittet Junge seine Mannschaft zum nächsten Training und in einer Woche stehen weitere Testspiele auf dem Programm. rent4office Nürnberg ist beim Turnier der Young Pikes Baunach zu Gast.

Baunacher Basketballer vor der neuen Saison

Nicht nur unter einem neuen Namen und mit einem neuen Logo, sondern auch mit einigen Neuerungen im Umfeld starten die Baunach Young Pikes in ihre zweite ProA-Saison. So wurde der schon in die Jahre gekommene Parkettboden der „Blauen“ abgeschliffen und erstrahlt nun in Grün, passend zu der Vereinsfarbe und den neuen Trikots. Als weitere Neuerung wurde ein Beamer an der Decke installiert, sodass auf einer Leinwand in Zukunft die Spielerfouls und Punktezahl konstant lesbar und zudem Einblendungen und Videos abspielbar sind. Die Leinwand wurde gegenüber der Anzeigetafel auf der anderen Spielfeldseite angebracht, sodass auch die Zuschauer unter dem Scoreboard nun den Spielstand bequem mitverfolgen können. Erstmals zum Einsatz kommen soll dieser Service beim Herbstturnier am 05. und 06. September in der Graf-Stauffenberg-Halle, wenn die ProA-Ligisten Niners Chemnitz, Hebeisen White Wings Hanau und der Lokalrivalen rent4office Nürnberg ihre Visitenkarte abgeben.

Der Spielplan sieht so aus:

Samstag, 05.09.2015
17:30 Uhr: Chemnitz – Nürnberg
20:00 Uhr: Baunach – Hanau

Sonntag, 06.09.2015
17:30 Uhr: Spiel um Platz 3
20:00 Uhr: Finale

Für dieses Herbstturnier wird eine Turnierkarte zum Preis von 15,00 € (ermäßigt 10,00 €) angeboten, das Tagesticket kostet 10,00 € (ermäßigt 7,00 €) auf allen Platzen bei freier Platzwahl. Für Baunacher Dauerkarteninhaber ist der Eintritt frei. Natürlich ist wie immer für Speis und Trank gesorgt.

Hamburg Towers treten beim Benefiz-Turnier in Herford an

Am kommenden Wochenende absolvieren die Hamburg Towers die Testspiele zwei und drei in der Vorbereitung auf die ProA-Saison 2015/16. Bei dem Benefizturnier in Herford, das die Türme im vergangenen Jahr für sich entscheiden konnten, treten neben der heimischen BBG Herford (1.Regionalliga), die Weißenhorn Youngstars (ProB Süd) und Citybasket Recklinghausen (ProB Nord) an.

Am Samstagnachmittag (17 Uhr) treffen die Towers zunächst auf die Citybaskets aus Recklinghausen. Die Citybaskets belegten in der vergangenen Saison Platz 9 in der ProB Nord. Erst in den anschließenden Playdowns konnten die Recklinghäuser die Klasse sichern. Besonders interessant könnte das Duell unter den Körben werden. Die Recklinghausener haben mit Elliot Eliason von der Universität Minnesota einen echten Brecher verpflichtet. Der 2,10 m große und 117 kg schwere Center soll vor allem Rebounds holen und leichte Punkte am Brett sichern. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Citybaskets beim Ligarivalen der Towers, Rasta Vechta, deutlich mit 55:120. Doch die sportliche Entwicklung war in Recklingshausen in den letzten Wochen eher nebensächlich. Abseits des Parketts sorgte die Vertragsauflösung mit dem erst vor wenigen Tagen verpflichteten Headcoach Lurgi Caminos für Unruhe. Zunächst wird die Mannschaft von Joshua Rodenbicker betreut.

Abhängig vom Ausgang der Halbfinalbegegnung spielen die Towers am Sonntag entweder das Spiel um Platz drei (11 Uhr) oder stehen um 14:00 Uhr zum Finale wieder auf dem Parkett. Der Gegner wird im zweiten Halbfinale zwischen den Gastgebern der BBG Herford und den Weißenhorn Youngsters ermittelt. Herford stieg in der vergangenen Spielzeit als Meister der 2. Regionalliga in die 1.Regionalliga West auf. Die Weißenhorn Youngsters sind Kooperationspartner der BBL-Mannschaft von ratiopharm Ulm und haben mehrere Spieler im Kader, die mit einer Doppellizenz für beide Team auflaufen können. Sollte es zu einem Duell gegen die Youngsters kommen, gäbe es auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Will Barnes, im Vorjahr noch einer der Leistungsträger der Hamburger, unterschrieb zu Beginn der Woche in Weißenhorn.

Gute Gegner – Ergebnisse zweitrangig

„Die ProB Mannschaften sind für uns in der jetzigen Phase gute Gegner“, schätzt Hamed Attarbashi im Vorfeld des Turniers das Niveau der teilnehmenden Mannschaften ein. Die Ergebnisse der Spiele stehen allerdings nicht Focus des Trainers. „Natürlich freuen wir uns, wenn wir gewinnen, aber es geht darum, das umzusetzen, was wir trainiert haben“, so Attarbashi weiter. Aufgrund von Krankheit und kleineren Verletzungen stehen dem Hamburger Übungsleiter voraussichtlich nur acht Spieler für das Turnier zur Verfügung. Mit dabei ist aber auf jeden Fall Neuzugang Xavier Roberson. Der Aufbauspieler ist am Wochenende in Hamburg angekommen und hat bereits mit der Mannschaft trainiert.

„Er ist natürlich noch etwas müde, denn die letzten waren sehr anstrengend“, berichtet Attarbashi über die letzte Neuverpflichtung. „Ich freue mich, dass er am Wochenende das erste Mal für uns auflaufen wird, doch wir werden seine Einsatzzeiten dosieren.“

Spielplan Herford Cup

Samstag, 29. August 2015
17:00 Uhr – Hamburg Towers vs Citybasket Recklinghausen
20:00 Uhr – BBG Herford vs Weissenhorn Youngstars

Sonntag, 30. August 2015
11:00 Uhr – Spiel um Platz 3
14:00 Uhr – Finale

Vom Stadtfest bis zu öffentlichen Testspielen

Seit nunmehr zwei Wochen befinden sich die NINERS Chemnitz unter ihrem neuen Cheftrainer Rodrigo Pastore in der aktiven Vorbereitung auf die Basketballsaison 2015/16, welche schließlich am 26. September mit dem Kracherderby gegen Erzrivale Science City Jena eingeläutet wird. Doch so lange müssen die Fans der besten sächsischen Korbjäger nicht warten, um das Team endlich einmal live zu sehen. Vielmehr bieten sich hierfür schon diesen Samstag auf dem Chemnitzer Stadtfest zwei gute Gelegenheiten. So werden sich die NINERS zunächst mit ihrer kompletten Profimannschaft und den Cheerleadern ab 17:00 Uhr auf der Stadtsportbühne am Wall präsentieren und um 18:30 Uhr stellt sich das Team dann noch einmal auf der großen Hauptbühne am Markt vor. Die perfekte Chance also, sich einen ersten Eindruck der neuen „Orange Army“ zu verschaffen.

Nächsten Mittwoch geht es dann schon weiter mit der City-Sommer-Tour unserer Korbjäger. Beim Firmenlauf wird sich die Mannschaft um Virgil Matthews, Robert Cardenas und Stacy Wilson ab 16:45 Uhr auf der Bühne präsentieren und anschließend zwischen 17:00 und 18:00 Uhr am Stand unseres Partners AOK eine Autogrammstunde abhalten. Natürlich statten die NINERS auch dem erstmals ausgerichteten Haase-Open-Streetballcup am 12. September einen Besuch ab – und zwar pünktlich zur Siegerehrung um 19 Uhr. Zu dieser Zeit werden sich die Gewinner der Haase-Open vermutlich lautstark über den Hauptpreis, eine fünftägige Reise nach New York inklusive Besuch einer NBA-Partie, freuen. Neugierig geworden? Dann meldet euch jetzt noch mit eurem Streetball-Team für das Turnier an. Alle Infos via Email an haase-open@chemnitz99.de oder direkt bei eurem Ansprechpartner Rico Gottwald. Die öffentlichen Auftritte der NINERS werden diesen Sommer mit einem Stadtpicknick im Concordia-Park am Sonntag, den 20. September, abgerundet. Hierzu ist jeder herzlich eingeladen, der gern einmal in ganz entspannter Atmosphäre gemeinsam mit den Basketballhünen picknicken, snacken, smalltalken und auf Körbe werfen möchte.

Die Korbjagd selbst ist für das Pastore-Team natürlich zweifellos der wichtigste Teil der diesjährigen Saisonvorbereitung. So schwitzen die NINERS momentan fast jeden Tag bis zu sechs Stunden in der Halle, dem Fitnessstudio oder bei stählenden Ausdauerläufen. Zusätzlich absolviert man in den nächsten Wochen insgesamt sieben Testpartien, von denen zwei auch öffentlich in der heimischen Richard-Hartmann-Halle ausgetragen werden. Der erste Auftritt vor Zuschauern findet am 13. September mit dem Match gegen ProB-Ligist TG Würzburg statt (Spielbeginn 15:00 Uhr). Schon sechs Tage später folgt der nächste Härtetest gegen den tschechischen Erstligisten Usti nad Labem (19.09.2015, Spielbeginn 17:00 Uhr). Zu beiden Testpartien beträgt der Eintritt für alle Zuschauer ab sieben Jahren fünf Euro, wobei Tickets nur an der Abendkasse verkauft werden und in der ganzen Halle freie Platzwahl herrscht. Am 26. September fällt dann um 19:00 Uhr mit dem Derby gegen Jena der Startschuss für die neue Saison. Eintrittskarten sind ab 01.09. im Vorverkauf erhältlich.

Außerdem sollten sich alle NINERS-Fans den 19. Dezember rot im Kalender anstreichen. Dann wird Sachsens bestes Basketballteam erstmals ein Spiel in der Chemnitz-Arena austragen. Gegner ist kein Geringerer als der zweite ostdeutsche Rivale und Aufstiegsmitfavorit OeTTINGER Rockets Gotha. Nähere Informationen zu diesem Weihnachts-Highlight folgen in den kommenden Wochen.