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Vorberichte ProA 9. Spieltag

Foto: Stefan Pieper

Spieltag 9: 26.11.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. wiha Panthers Schwenningen

Im letzten Heimspiel vor Weihnachten treffen die Eisbären Bremerhaven am Samstag in der Stadthalle Bremerhaven auf den Tabellenletzten, die wiha Panthers Schwenningen. Nach vier Niederlagen in Folge geht es für die Eisbären darum, ein Erfolgserlebnis zu erzielen und wichtige Punkte zu gewinnen.

Mit wiedergewonnenem Selbstvertrauen und viel Rückenwind treten die Schwenninger Basketballer nun die lange Reise zum Auswärtsspiel in Bremerhaven an. Am Samstag treffen die Schwarzwälder in der Stadthalle Bremerhaven auf ein Team, das nach einem durchwachsenen Saisonstart nur auf Rang 16 steht. Die von Head Coach Steven Key betreuten Seestädter starteten mit einem 98:60-Heimsieg gegen Gießen gut in die neue Spielzeit. Auch der Auswärtssieg in Jena verdeutlicht das große Potenzial der Eisbären. Dem gegenüber stehen jedoch auch klare Niederlagen gegen Aufsteiger Düsseldorf (78:112) oder zuletzt Trier (69:84).

Die bisherigen Zusammentreffen beider Mannschaften sprechen indes für die Eisbären: Von insgesamt sechs Begegnungen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA konnten die Bremerhavener alle Spiele im heimischen Eisbärenkäfig und fünf Partien insgesamt für sich entscheiden. In der letzten Saison schicken sie den Gegner gar mit 113:76 zurück in die Doppelstadt, mussten sich allerdings auswärts mit 83:81 geschlagen geben – mit auf dem Feld damals bei den Gästen: Eisbär Lennard Larysz.

„Auf Serien werden wir uns nicht verlassen. Wir wollen das Momentum endlich umkehren und vor allem wieder selbst mehr treffen. Wir stehen vor einem Monat mit vier Auswärtsspielen in Folge und wollen vor unseren Fans im Eisbärenkäfig alles geben, um wieder siegreich zu sein“, bewertet Eisbären Head Coach Steven Key die Lage vor dem kommenden Spiel.

„Bremerhaven hat wie Leverkusen und wir eine fast komplett neue Mannschaft und sucht noch nach der eigenen Identität“, analysiert Panthers-Head Coach Alen Velcic. „Wir fahren mit einem Sieg im Rücken in den hohen Norden und sollten den Eisbären auf Augenhöhe begegnen können. Abgesehen von Stefan Vasovic sind wir vollzählig und werden versuchen unser Spiel durchzuziehen und mit der gleichen Intensität und Konzentration zu agieren wie gegen Leverkusen.“

26.11.2022 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. ART Giants Düsseldorf

Für die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Basketballer der ART Giants Düsseldorf steht am kommenden Wochenende erneut ein Derby auf dem Programm. Am Samstag trifft man auswärts auf den Traditionsverein Phoenix Hagen.

„Hagen hat sich im Sommer gut verstärken können und mit Bjarne Kraushaar, Tim Uhlemann sowie Marvin Omuvwie drei deutsche BBL-Spieler rekrutieren können. Individuell sind sie gemeinsam mit ihren Importspielern ein echt hochkarätiges Team, das mit fünf Siegen einen guten Saisonstart hingelegt hat“, schätzt ART Giants-Trainer Florian Flabb die personellen Ressourcen des kommenden Gegners ein. Sportlich verlief der Start in die aktuelle Spielzeit für die Mannschaft von Phoenix-Trainer Christopher Harris mit fünf Siegen aus acht Spielen bisher ziemlich erfolgreich. Lediglich am letzten Spieltag mussten sich die Hagener dem Tabellenführer aus Tübingen mit 89:61 deutlich geschlagen geben. In Düsseldorf geht man aber keineswegs davon aus, dass diese Pleite ein großer Rückschlag für die Feuervögel aus Hagen sein wird. „Sie verfügen über viele erfahrene Spieler und lassen sich von dieser einen deutlichen Niederlage jetzt nicht aus dem Konzept bringen. Ich erwarte also kein verunsichertes Team, sondern eine Mannschaft, die mit viel Intensität in der eigenen Halle auftreten wird“, so Flabb.

Dass man besonders in der eigenen Halle, der ehrwürdigen „Ischelandhalle“ (heute Krollmann-Arena), schon in der Vergangenheit und auch bis heute häufig für Hexenkessel-Stimmung sorgt, ist ligaweit bekannt. Bereits in der Saisonvorbereitung durften die Giganten erstmals etwas Luft schnuppern in der Krollmann-Arena, damals jedoch noch ohne Besucher auf der Tribüne. „Mit Zuschauern ist die Krollmann-Arena nochmal eine ganz anders zu bespielende Halle als in der Vorbereitung, wo wir vor leeren Rängen gespielt haben. Wir freuen uns aber auch auf eine volle Arena mit einer wahnsinnigen Stimmung. Aus unserer Sicht ist es definitiv eines der Highlights in dieser Saison, was die Atmosphäre angeht. Unsere Jungs sind heiß darauf dieses Derby zu spielen“, stellt der Düsseldorfer Headcoach klar.

Vor fremder Kulisse wollen die Rheinländer unbedingt an den jüngsten Heimerfolg gegen die Dresden Titans anknüpfen, als man den Mitaufsteiger mit 90:83 besiegte und sich durch den vierten Saisonerfolg auf den zehnten Tabellenplatz vorarbeitete. Großen Anteil hatten daran vor allem die Guards Ryan Richmond und Booker Coplin, die dem Offensivspiel der ART Giants schon häufiger in dieser Saison ihren Stempel aufdrückten. „All unsere Guards liefern schon über die ersten Saisonspiele hinweg eine konstante Leistung ab und auch Phoenix wird davor gewarnt sein. Wir müssen schauen, dass wir die Jungs wieder gut in Szene setzen und ihnen zu Wurfchancen verhelfen“, so Flabb. Somit wird es für die Düsseldorfer also wichtig sein, zu keinem Zeitpunkt der Partie den Hausherren und ihren lauten Fans die Spielkontrolle zu überlassen, sondern vielmehr den Fokus auf das eigene Spiel zu legen, um in Hagen erfolgreich sein zu können.

26.11.2022 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Nach dem Heimsieg gegen die Eisbären Bremerhaven steht für die RÖMERSTROM Gladiators erneut ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Bereits am Freitag reist der Gladiatoren-Tross nach Thüringen, wo am Samstag der Sprungball in der Sparkassen-Arena Jena angesetzt ist. Die Jenaer, die stets zu den Top-Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga zählen, stehen aktuell auf dem 5. Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und konnten fünf ihrer acht bisherigen Partien für sich entscheiden. Nach drei Siegen zu Saisonbeginn verlor Medipolis das erste Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven, gegen die die Trierer am Sonntag ihren ersten Heimerfolg feiern konnten. Die anderen beiden Niederlagen sammelten die Jenaer in den letzten beiden Partien gegen Leverkusen (88:95) und Artland (80:85). Dementsprechend stehen die vermeintlichen Favoriten unter Zugzwang und werden hochmotiviert in das Aufeinandertreffen mit den Gladiatoren gehen.

Angeführt werden die Thüringer aktuell von Routinier Brandon Thomas, der durchschnittlich 15,5 Punkte pro Partie erzielt. Forward Shaquille Hines (12,5 PpS), Guard Storm Murphy (11 PpS) und Carlton Guy (9 PpS) sorgen als Import-Spieler ebenfalls für viel Scoring-Power. Die deutsche Rotation um Stephan Haukohl, Björn Rohwer, Moritz Plescher, Takiula Fahrenshohn und Vuk Radojicic bringt einiges an Erfahrung und Qualität mit und macht Medipolis zu einem der am tiefsten besetzten Teams der gesamten Liga. Die offensive Gefahr, die die Mannschaft ausstrahlt, spiegelt sich auch in der starken Feldwurfquote von 49,1 % als Team wider, die den Bestwert im Liga-Vergleich bedeutet.

Auch Headcoach Pascal Heinrichs weiß um die Stärke der Gegner und sagt im Vorlauf der Partie: „Die individuelle Qualität die Jena offensiv mitbringt ist natürlich beeindruckend. Auf den deutschen Positionen sind sie stark besetzt und auch die Imports sind etablierte Spieler. Jena ist eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga, auch wenn sie nicht unbedingt so viele Punkte pro Spiel erzielen. Die Feldwurfquote ist sehr hoch und es kommt eine schwere Aufgabe auf uns zu. Wir müssen in der Eins-gegen-Eins-Verteidigung, aber auch in der Teamdefense von Anfang an wachsam sein. Offensiv müssen wir das Tempo hochhalten und schauen dass wir zu guten und einfachen Abschlüssen kommen. Wir wollen aus dem Spiel einen Kampf machen und fahren definitiv nicht nach Jena um zu verlieren“.

26.11.2022 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Bayer Giants Leverkusen

Zum 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2022/2023 empfangen die Kirchheim Knights die Bayer Giants aus Leverkusen. Für beide Mannschaften ist diese Partie extrem wichtig. Die Ritter wollen nach der unnötigen Niederlage gegen Giessen zwei Punkte vor heimischem Publikum einfahren, währen die Leverkusener sich für die Niederlage gegen Schlusslicht Schwenningen rehabilitieren wollen und dafür nochmal nachgerüstet haben.

Das Duell Kirchheim gegen Leverkusen stand in den vergangenen Spielzeiten immer für viel Spannung und hochklassigen Sport. In dieser Saison haben beide Mannschaften mit einem schlechten Saisonstart und vielen Verletzungen zu kämpfen. Während bei den Schwaben eine Vielzahl von Spielern immer wieder ausfiel, waren es bei Leverkusen eher langfristige Ausfälle, die der neuformierten Truppe von Coach Hansi Gnad weh taten. Insbesondere der Ausfall von 2,18m Center Dennis Heinzmann riss eine Lücke. Der zunächst prognostizierte Ausfall und die dementsprechende Reha von einem halben Jahr scheint jedoch deutlicher schneller voranzugehen. Es ist nicht auszuschließen, dass Heinzmann bereits gegen Kirchheim sein Comeback feiern wird. Neu im Team ist der kanadische Nationalspieler Kadre Gray. „Das ist ein sehr guter Spieler. Wir hatten ihn sehr lange auf unserer Liste. Er wird Leverkusen verändern und ihnen viele Optionen geben. Diese Verpflichtung macht sie deutlich stärker,“ warnt Knights Sportchef Chris Schmidt.

Auf Kirchheimer Seite kehrten unter der Woche Paul Giese und Kayne Henry zurück ins Training. Auch Shooting Guard Tim Koch absolvierte die ersten individuellen Einheiten. Für einen Einsatz in den nächsten ein, zwei Wochen wird es jedoch noch nicht reichen. „Tim war zwei Monate raus. Wir werden ihn langsam aufbauen müssen,“ so Schmidt. Weiterhin nicht mit dabei sein wird Kilian Fischer. Mit vier Punkten stehen die Leverkusener punktgleich mit dem Vorletzten am Tabellenende. Nur zwei Punkte mehr haben die Ritter auf ihrem Konto. Es geht also durchaus auch darum den Anschluss an die vorderen Plätze nicht zu verlieren und zumindest kurzfristig nicht vollends unten reinzurutschen.

„Leverkusen ist eine sehr gute Mannschaft, die ähnliche Probleme hatte wie wir. Es ist nicht die mangelnde Qualität, sondern eher Abstimmungs- und Ablaufprozesse. Das wird eine sehr schwierige und knifflige Partie. Wir müssen hochkonzentriert sein,“ so Knights Coach Igor Perovic.

26.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Artland Dragons

Die Artland Dragons stehen vor dem nächsten Spiel gegen einen Aufstiegsfavoriten. Am 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga gastiert man beim Tabellenführer in Tübingen. Nach dem Heimsieg gegen Jena wollen die Drachen das nächste Schwergewicht der Liga schlagen.

Die Artland Dragons haben momentan einen Lauf. Gegen Jena konnte man den fünften Sieg in Folge feiern, nachdem man die ersten drei Spiele der Saison verlor. Wie auch in den Spielen zuvor war vor allem die starke Defensive ausschlaggebend für den nächsten Heimsieg der Dragons. Nun wartet mit den Tigers Tübingen die stärkste Offensive der Liga auf die Drachen. Mit dabei sein wird auch wieder Daniel Zdravevski. Der junge Foward hat seine Beschwerden in der Wade überwunden und wird Teil des Kaders in Tübingen sein. Auch alle anderen Spieler sind fit für den Trip nach Baden-Württemberg und freuen sich auf einen Einsatz gegen den derzeitigen Ligaprimus.

Die Tigers spielen bisher eine überragende Saison. Die Männer rund um Headcoach Daniel Jansson stellen dabei nicht nur die gefährlichste Offensive der Liga, sondern passen dabei auch extrem gut auf den Ball auf. Nur Hagen verliert weniger häufig den Ball als die Tigers. Zwar leistete man sich im direkten Duell gegen die Feuervögel am vergangenen Wochenende ganze 18 Ballverluste, dennoch gefährdete dies den Sieg der Tübinger keinesfalls. Am Ende siegte man deutlich mit 89:61 und holte damit den siebten Saisonsieg. Neben einer hervorragenden Offensive besticht das Team der Tigers mit einer extrem aggressiven Verteidigung, ohne jedoch zu häufig zu einem Foul greifen zu müssen. In der Statistik der Gesamtzahl der Fouls belegen die Tübinger den zehnten Platz, während die Dragons bisher die wenigsten Fouls der gesamten Liga begingen. Nichtsdestotrotz müssen die Drachen die Physis der Tigers am Samstag matchen, um mit etwas Zählbarem nach Quakenbrück zurückkehren zu können.

Danny Jansson, Trainer in Diensten der Tigers Tübingen, blickt wie folgt auf das Duell gegen die Artland Dragons: „Wir freuen uns alle auf das Wiedersehen mit Joanic. Es freut mich für ihn, dass es mit seinem neuen Team aktuell gut läuft. Er wird in diesem Spiel auch ein Faktor für seine Mannschaft sein, da er defensiv praktisch alle Positionen verteidigen kann. Für uns gilt wie immer, defensiv gut zu verteidigen und so die Stärken des Gegners einzuschränken. Gelingt uns dies so wie im Duell gegen Phoenix Hagen, werden wir auch in der Offensive mit Selbstvertrauen Akzente setzen können. Die Dragons kommen mit einem positiven Lauf nach Tübingen. Ich erwarte ein interessantes Spiel“, so der Finne.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel gegen Tübingen: „In Tübingen stehen wir vor einer schweren Aufgabe. Sie konnten ihren Kern aus der letzten Saison zusammenhalten, was ein wichtiger Grund für ihre bisherigen Leistungen in dieser Saison ist. Sie spielen nicht nur schnellen, sondern auch sehr effizienten Basketball und sind zudem sehr gut gecoacht. In den letzten Spielen konnten wir die Pace diktieren, dies wird Tübingen uns jedoch am Wochenende abnehmen, da sie mit der wahrscheinlich höchsten Pace der Liga spielen. Unsere Hauptaufgabe liegt darin, sie nicht zu Offensivrebounds kommen zu lassen und ihnen keine zweiten Chancen zu ermöglichen. Gegen ihre aggressive Verteidigung müssen wir das Maximum aus jedem Ballbesitz holen, wenn wir mit Punkten nach Hause fahren wollen.“

26.11.2022 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. PS Karlsruhe LIONS

Eines der aktuell heißesten Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kommt am Samstag nach Vechta. Die PS Karlsruhe LIONS haben fünf ihrer letzten sechs Spiele gewonnen, sind ein klarer Playoff-Anwärter. RASTA will nach der ersten Saisonniederlage mit neuer Kraft zurück aufs Parkett und den Herausforderer bändigen – mit mehr Biss und wohl wieder mehr als 3.000 Fans im Rücken.

Am Donnerstagnachmittag waren bereits fast 2.800 Tickets für das Spiel des Zweiten gegen den Siebten verkauft. Bei RASTAs Anhängern hat die 80:86-Niederlage vom letzten Wochenende in Paderborn höchstens für eine Flucht nach vorne gesorgt – in den RASTA Dome. Ungeschlagen sind die Mannen von Head Coach Ty Harrelson an der Pariser Straße, wollen dies natürlich bleiben. „Ich erwarte, dass wir eine gute Reaktion zeigen und alles geben, mit- und füreinander spielen. Gerade in unserer Halle, mit unseren Fans sollten die Spieler alles geben, was sie haben, um einen Sieg zu holen“, äußert sich Harrelson deutlich.

Der Respekt vor dem Gegner ist beim US-Amerikaner derweil groß: „Karlsruhe und die Artland Dragons sind derzeit die heißesten Teams der Liga. Die LIONS sind sowohl Innen als auch von Außen gefährlich.“ Ty Harrelson spricht damit zum Beispiel ein easyCredit Basketball Bundesliga-erfahrenes Duo an. Maurice Pluskota kommt auf 15.4 Punkte und 8.9 Rebounds, am 3. Spieltag holte der Center in der Partie gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier 19 Rebounds. Das sechste Jahr des 30-Jährigen in Karlsruhe ist bisher dessen bestes. Gefüttert wird Löwe Pluskota nicht selten von Bazoumana Koné. Der im Dezember 29 Jahre alt werdende Point Guard ist mit 17.7 Punkten Topscorer des “Karlsrudels“.

Die jüngsten Erfolge der PSK LIONS haben zu einer wahren Basketball-Euphorie in der Fächerstadt geführt. Die Auslastung der neuen Lina-Radke-Halle liegt bei 86%, der Schnitt bei 1.290 Zuschauern. Gekostet hat sie rund 21 Millionen Euro, inklusive extensiv begrünter und mit einer Photovoltaik-Anlage versehener Dachfläche. In ihrem neuen Heim bestritt die Mannschaft von Head Coach Aleksandar Šćepanović (39) schon fünf Spiele, dafür stehen im Dezember gleich drei Auswärtspartien in Serie an. Dass das „Karlsrudel“ so richtig heiß laufen kann, bewies es am letzten Wochenende: 35 Punkte im letzten Viertel gegen Bochum führten zu einem 103:79-Heimsieg.

„Karlsruhe ist eine gute Mannschaft, die im Moment sehr viel Schwung hat“, sagt auch RASTAs Andrew Jones. Der US-Rookie war in Paderborn mit 17 Punkten erstmals Vechtas Top-Scorer. „Ich denke, unsere Mannschaft ist motiviert und hat in dieser Saison noch viel zu beweisen. Im nächsten Spiel wird sich zeigen, ob wir in der Lage sind, auf Widrigkeiten zu reagieren“, so der 24-Jährige. Bissiger als die PS Karlsruhe LIONS also sollten die Vechtaer sein – in allen Belangen des Spiels. Ty Harrelson will „mehr Konzentration und Geschlossenheit“ sehen und sagt: „Die Karlsruher werden unsere bisher größte Herausforderung sein. Daher ist unsere Einstellung am Samstag ganz wichtig.“

26.11.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. Uni Baskets Paderborn

Nachdem die die Uni-Städter zuletzt zweimal in Sachen Auswärtspartien unterwegs waren – dazwischen noch die Länderspielpause – steht nach drei Wochen ein Heimspiel im Fokus: Die WWU Baskets Münster empfangen am Samstagabend punktgleiche Uni Baskets Paderborn. Die Resonanz im Vorverkauf verspricht eine volle Halle Berg Fidel für das wegweisende Westfalen-Duell am 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Nach der langen Auswärtsfahrt zum Sonntagspiel in Nürnberg stand in einer kurzen Woche zunächst die Regeneration im Vordergrund. „Die Jungs haben ordentlich trainiert, wir haben das Spiel gut ausgewertet und freuen uns auf das nächste Heimspiel“, sagte WWU-Baskets-Cheftrainer Björn Harmsen am Donnerstagmittag. Die Resonanz des Vorverkaufs freue ihn sehr, „toll wenn die Halle voll wird. Ich glaube, dass haben sich die Jungs auch verdient, weil sie sich voll reinhängen und bisher auch gut in der Liga bewiesen haben. Da ist es natürlich schön, dass das als Erfolg anerkannt und dementsprechend unterstützt wird. Klar brauchen wir eine super Stimmung, die uns noch einmal beflügelt.“ Nicht nur Björn Harmsen, sondern alle Münsteraner hoffen auf großartige Stimmung am Samstag.

Ein fulminanter Rückhalt durch die Fans der WWU Baskets wird auch nötig sein, denn zuletzt ließen die Ostwestfalen mit dem 86:80-Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer RASTA Vechta aufhorchen. Es war die erste Saisonniederlage des Aufstiegsfavoriten. Die Mannschaft von Steven Esterkamp wird das Selbstbewusstsein aus dem Überraschungscoup mit in die Halle Berg Fidel nehmen. „Paderborn ist mit Sicherheit eine gute Mannschaft, gut gecoacht, sie hat ihren Rhythmus gefunden. Man sieht, gerade auch mit dem Sieg gegen Vechta, dass sie wieder da sind, wo sie sein können und hingehören“, so die Einschätzung von Björn Harmsen. Der Cheftrainer der WWU Baskets weiß natürlich im Detail, was auf ihn und seine Mannschaft am Samstagabend zukommt: „Sie spielen immer zusammen, lassen den Ball gut laufen. Das ist mit Sicherheit ihre große Stärke.“

Der mit den WWU Baskets punktgleiche Tabellenelfte (4:4 Siege) ist auch auswärts gefährlich, siegte bei den Karlsruhe Lions deutlich (83:69). Auch im Auswärtsspiel in Kirchheim spielten die Paderborner Baskets 22 Minuten lang stark auf. Dieses verloren die Esterkamp-Schützlinge allerdings nach einer 54:34-Führung noch mit 65:78. Der begeisternde 86:80-Sieg gegen das Topteam RASTA Vechta unterstrich, was sich die Ostwestfalen vorgenommen haben. „Wir haben genau die Intensität auf das Parkett gelegt, die wir brauchen. Noch wichtiger: Wir sind 40 Minuten lang wie ein Team aufgetreten“, sagte Paderborns Cheftrainer Steven Esterkamp am vergangenen Samstag.

27.11.2022 16:00 Uhr Dresden Titans vs. Nürnberg Falcons BC

Diesen Sonntag sind die Dresden Titans nach drei langen Wochen endlich wieder in der heimischen Margon Arena gefordert! Zum neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die sächsischen Korbjäger auf fränkische Konkurrenz – die Nürnberg Falcons sind zu Gast. Der aktuell Tabellensechste konnte zuletzt drei Partien in Folge gewinnen, während die „Titanen“ sein nunmehr drei Begegnungen auf ihren fünften Saisonsieg warten.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Schon zu Saisonbeginn habe ich darauf hingewiesen, dass uns als Aufsteiger auch Niederlagenserien erwarten werden. Und natürlich ist das zu einem kleinen Teil auch Thema bei den Spielern. Aber die Energie im Training ist hoch, die Stimmung ist gut. Und die Mannschaft ist erfahren und reflektiert genug, das Ganze einzuordnen. Mit Nürnberg treffen wir nun auf einen Gegner, der wirklich guten Basketball spielt. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen. Wir werden aber alles geben, wollen unsererseits die Fans mitnehmen und unseren besten Ball spielen.“

Dieser „gute Basketball“ führte zuletzt zu drei Siegen für die Falcons, die mit insgesamt fünf Erfolgen aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz verweilen. Nürnbergs litauischer Coach Vytautas Buzas hat dafür eine teamdienliche Offensive installiert, in welcher gleich fünf Akteure zweistellig punkten.

Auch bei den Titans scoren fünf Spieler regelmäßig im zweistelligen Bereich. Besonders interessant dürfte indes das Duell zwischen Falcons-Center Jonathan Maier und Dresdens Kapitän Georg Voigtmann werden. Beide Hünen gehören zu den besten deutschen Pivoten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und liefern ähnlich beeindruckende Statistiken ab.

27.11.2022 17:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Zwei erfolgreiche Heimspiele feierten die JobStairs GIESSEN 46ers zuletzt in die Sporthalle Gießen-Ost. Nun gilt es Auswärts beim VfL SparkassenStars Bochum die gezeigten Leistungen zu bestätigen und den dritten Platz im Ranking zu behaupten. Dabei gehen die Mittelhessen, trotz enger Tabellenkonstellation, wohl als Favorit ins Spiel. Die Ruhrpottler konnten in ihrer heimischen Rundsporthalle noch kein Erfolgserlebnis feiern und mussten sich schon allzu oft in der Crunchtime knapp geschlagen geben.

Die VfL SparkassenStars Bochum werden Alles daransetzen, im fünften Anlauf den ersten Heimsieg einzufahren. Doch die personelle Situation hat sich im Vergleich zu der Niederlage in der Vorwoche in Karlsruhe leider nicht entspannt. Hendrik Drescher konnte nach seiner in der Schlussminute erlittenen Verletzung am Knöchel nur dosiert trainieren und auch der Einsatz von Garrett Sams, der in Karlsruhe sein Comeback feierte, wackelt weiterhin. Ausfallen werden definitiv weiterhin Kilian Dietz und Lars Kamp und auch Miki Servera ist noch nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

„Gießen ist ein sehr starkes und talentiertes Team und man kann sehen, dass sie aktuell mit einem sehr großen Selbstvertrauen spielen. Sie beginnen die Liga zu dominieren und für mich werden sie am Ende unter den Top-4-Teams landen. Sie spielen eine harte und physische Verteidigung mit klaren Regeln, einer guten Presse. Offensiv spielen sie sehr gut strukturiert und wissen zu jeder Zeit die richtige Entscheidung zu treffen. Sie sind auch sehr gut gecoacht von einem sehr erfahrenen Coach. Wir sind in der gleichen Situation wie in den letzten Wochen zuvor. Wir werden versuchen, gegen diese Mannschaft zu bestehen und unser Bestes zu geben um zu gewinnen. Aktuell ist es wichtiger, dass wir uns auf uns konzentrieren als auf Gießen. Hoffentlich werden wir schnellstmöglich einige unserer verletzten Spieler zurückhaben und die Dynamik in unseren Trainings verbessern. Es wird ein sehr schweres Spiel am Sonntag“, so Headocach Felix Banobre.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Bochum hat eine sehr interessante Mannschaft, die vor zwei Jahren den Aufstieg geschafft und im Anschluss sicher die Klasse gehalten hat. Sie haben erfahrene deutsche Spieler und gute Ausländer in ihrer Mannschaft. Zudem sind sie gut organisiert und ein hervorragend gecoachtes Team. Am letzten Spieltag haben der VfL eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen, was Bochum nun deutlich gefährlicher macht. Auch wenn sie gegen Karlsruhe kein gutes Spiel gezeigt haben, haben wir schon viele ansehnliche Partien von ihnen gesehen. Sie agieren in einer wechselnden Defense, darauf müssen wir uns einstellen. In der Offensive sind sie sehr schnell und die Amerikaner können Würfe für sich selber kreieren. Ich rechne mit einer engen Begegnung, wie so oft in dieser Liga!“   

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Tigers Tübingen – Phoenix Hagen: Spielergebnis muss korrigiert werden


Von Amts wegen hat die Spielleitung den Spielbericht zur Feststellung des endgültigen Spielergebnisses und des Siegers überprüft. Bei der Überprüfung sind fehlerhafte Aufzeichnungen auf dem Spielbericht durch das Kampfgericht sowie eine fehlerhafte Übermittlung des Endergebnisses am Spieltag festgestellt worden. Nach Abgleich mit den Stellungnahmen des Schiedsrichter-Teams sowie der vorliegenden Videoaufzeichnung des Spiels korrigiert die Spielleitung das Endergebnis des ProA-Spiels Tigers Tübingen – Phoenix Hagen vom 19.11.2022.

Für oben genanntes Spiel wird folgendes neues Endergebnis festgestellt: 89 : 61. Sieger des Spiels ist Tigers Tübingen. Die Entscheidung ergeht gemäß § 80 Abs. 2 SuVO sowie § 70 Nr. 2 SuVO in Verbindung mit § 2 Abs. 6 SuVO.

Nachberichte ProA 8. Spieltag

Foto: Christoph Worsch

Spieltag 8: 19.11.2022 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. VfL Kirchheim Knights 86:74

Am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2022/2023 mussten sich die Kirchheim Knights im Auswärtsspiel bei Aufstiegskandidat Giessen mit 86:74 geschlagen geben. Nach zwischenzeitlicher Führung im dritten Viertel dominieren die Gastgeber das Schlussviertel. Die Kirchheimer erlauben sich defensiv zu viele individuelle Fehler.

Ohne Kayne Henry, der kurzfristig wegen Rückenbeschwerden absagen musste, Paul Giese (Sprunggelenk) und Tim Koch (Nachwirkungen einer Corona Erkrankung), begab sich der Rittertross am Samstag auf den Weg nach Giessen. Dort erwartete die Mannschaft von Head Coach Perovic der letztjährige Bundesligaaufsteiger. Von Beginn an merkte man, dass beiden Mannschaften der Rhythmus fehlte. Auf beiden Seiten lief vieles nicht rund, aber die Giessener waren wacher, fokussierter und erspielten sich dementsprechend eine 22:16 Führung. Besonders offensiv klappte bei den Teckstädtern nicht allzu viel. Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein kampfbetontes und intensives Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten nun Probleme zu Punkten zu kommen und die Defensivreihen dominierten das Spielgeschehen. Den Korbjägern geling es den Rückstand marginal auf 40:35 zu verkürzen.

Nach der Pause erwischten die Schwaben ihre beste Phase. Der Rückstand wurde relativ schnell egalisiert und man ging selbst in Führung. Besnik Bekteshi mit einigen wichtigen Punkten übernahm Verantwortung und zeigte seine bis dato beste Saisonleistung. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Hausherren wieder die Kontrolle über das Spiel. Neuzugang und ehemaliger Ritter Karlo Miksic kontrollierte das Tempo und setzte seine Mannen gekonnt und klug ein. Die Kirchheimer hingegen patzten in dieser Phase oft in der Verteidigung. Waren häufig zu spät dran oder machten taktische Fehler. „In den letzten 13 Spielminuten hat Giessen dominiert. Sie haben die wichtigen Würfe getroffen und unsere Fehler ausgenutzt. Gerade unsere Guards haben davon viel zu viele gemacht,“ analysierte Sportchef Chris Schmidt. Noch vor dem Start ins vierte Viertel war Giessen wieder in Front und stellte den alten Abstand her (63:58). Im letzten Abschnitt ging dann offensiv bei Kirchheim kaum etwas. Obwohl teilweise gut herausgespielt, schien der Korb wie vernagelt. Ganz anders das Bild auf der Gegenseite. Die 46ers trafen nun auch teils schwierige Würfe und erhöhten Schritt für Schritt den Vorsprung.

Bereits einige Minuten vor dem Ende der Partie stand der Sieger fest. „Es ist für uns nicht einfach mit den vielen Ausfällen, Unterbrechungen und verschiedenen Lineups zu arbeiten, aber wir hatten heute eine gute Möglichkeit das Spiel zu gewinnen. Wenn dann die Spieler die verfügbar sind, die Dinge falsch machen an denen wir jeden Tag arbeiten, dann ist es auch eine Konzentrationsfrage die sich jeder einzelne Spieler stellen muss,“ so Schmidt.

19.11.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Dresden Titans 90:83

Zum achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kassieren die Dresden Titans die dritte Niederlage in Folge. Gegen Mitaufsteiger ART Giants Düsseldorf kommen die Elbriesen auswärts nicht über ein 90:83 hinaus. An Kampfgeist und Leidenschaft mangelte es indes nicht, denn im Schlussviertel holten die „Titanen“ fast einen zweistelligen Rückstand wieder auf. Vor allem Daniel Kirchner überzeugte mit Schnelligkeit beim Zug zum Korb (28 Zähler). Die Show stahl ihm jedoch die nordamerikanische Flügelzange der Giants: Kanadier Ryan Richmond (29 Zähler) und US-Boy Booker Coplin (24 Zähler) erzielten zusammen mehr als die Hälfte aller Düsseldorfer Punkte!

Für die Giganten aus Düsseldorf startete die Partie erfolgreich, nach ersten Zählern durch Alexander Möller und weiteren erfolgreichen Würfen vom Geburtstagskind Booker Coplin, der an diesem Tag seinen 25. Geburtstag feierte, konnte man schnell die Führung übernehmen (6:4). Offensiv fand das Flabb-Team einen guten Rhythmus und präsentierte sich flexibel im Scoring, weshalb man eine 24:20-Führung mit in die erste Viertelpause nehmen konnte. Besser zurück ins Spiel fanden dann die Gäste aus Dresden, ein 0:7-Lauf aus Düsseldorfer Sicht sorgte für die schnelle erste Auszeit von Headcoach Flabb. Die Titans machten es den Hausherren nun schwerer in deren Angriffsspiel, dennoch fanden die ART Giants immer wieder die richtigen Lösungen unter dem gegnerischen Korb (30:29). Als Coplin es dann mit einem Monsterdunk über den 2,13m groß gewachsenen Georg Voigtmann krachen ließ, riss es die rund 480 Zuschauer im Castello erstmals von den Sitzen. Lennart Boner legte einen genau solchen Ball nach und die Gastgeber kontrollierten wieder die Partie. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Rheinländern sich auf 51:38 abzusetzen.

Zurück aus der Kabine zogen die Schützlinge um Headcoach Flabb ihren Gameplan weiter gnadenlos durch. Defensiv hatte man die Titans nun besser im Griff, während man offensiv Geduld bewies und der Ball gut lief (61:44). Trotzdem steckten die Gäste zu keinem Zeitpunkt auf und hielten sich zum Ende des dritten Abschnitts weiterhin in Schlagdistanz (69:59). Mit einer komfortablen, aber niemals zu sicher geglaubten Führung, ging es für die ART Giants in ein Schlussviertel, in dem es nochmal richtig spannend werden sollte. Dresden bestrafte nun vermehrt leichtsinnige Fehler im Aufbauspiel der Giganten und konnte den Rückstand so schnell verkürzen (69:64). Als der erneut starke Boner, der mit 11 Punkten und 10 Rebounds abermals ein Doube Double auflegte, für einen wichtigen Block und anschließendem Dunking im Gegenzug sorgte, konnte man den Gegner wieder etwas ins Distanz halten (77:68). Dennoch blieb es weiter eng, da sich die Titans nicht zu früh geschlagen geben wollten. Auf den letzten Metern sorgte Coplin, nach ausgezeichnetem Zusammenspiel nach einem Einwurf mit Teamkollege Boner, für die Entscheidung zum verdienten und wichtigen Heimsieg (90:83).

Florian Flabb (Headcoach): „Ich bin super stolz auf meine Mannschaft. Nach zuletzt drei schweren Spielen, haben die Jungs heute sehr solide gespielt und den Gameplan umgesetzt. Es gab kurze Phasen im Spiel, in denen wir die Kontrolle etwas verloren haben. Die Leistungen von Richmond und Coplin muss man heute etwas herausheben, aber insgesamt war das eine ordentliche Teamleistung, die uns letztlich diesen Arbeitssieg beschert hat.“

Cheftrainer Fabian Strauß – „Die zweite Halbzeit war das, was wir uns vorgenommen haben, was wir machen wollten. Doch gerade der Run am Ende des zweiten Viertels hätte nicht passieren dürfen. Viele mentale, individuelle Fehler in der der Defense haben uns das Ding gekostet. Und am Ende haben wir nicht die Plays umgesetzt, nicht smart genug verteidigt. Das hat uns dann um den Sieg gebracht.“

19.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Phoenix Hagen 91:61

Wie eine Dampfwalze kamen die Tigers Tübingen aus der Kabine und sorgten mit einem fulminanten dritten Viertel (32:12) für die Entscheidung im Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga zwischen dem Zweiten aus Tübingen und dem Dritten aus Hagen. Vor der Saison-Rekordkulisse von 2278 Fans stand am Ende ein so nicht zu erwartender überdeutlicher 91:61 (43:34)-Sieg gegen die Feuervögel auf der Anzeigentafel.

Beide Teams starteten offensiv mit Sand im Getriebe ins Spiel, sodass erfolgreiche Korbaktionen Mangelware waren. So stand es nach knapp zweieinhalb Minuten lediglich 2:1 für die Tigers, ehe Kivimäki mit einem Dreipunktspiel auf 5:1 nach drei Minuten erhöhen konnte. Die Raubkatzen spielten offensiv nicht geduldig genug und erlaubten sich zudem einige Ballverluste, während Hagen zurück ins Spiel finden konnte. Zwei weitere Dreier von Mateo Šerić und Dibby brachten die Tübinger in den letzten 78 Sekunden des ersten Abschnitts dann mit 18:12 in Führung. Kurz darauf ging es mit einer 20:14-Führung in die erste Viertelpause. Die Tigers versuchten zu Beginn des zweiten Abschnittes weiterhin, schnell zu spielen, produzierten zum Leidwesen von Coach Jansson aber den ein oder anderen Ballverlust. In dieser Phase setzte Youngster Dibba immer wieder Nadelstiche und erzielte vier Zähler, einige Rebounds und einen schönen Assist auf Šerić – Spielstand 29:21 nach 13 Minuten. Die letzten 60 Sekunden des Viertels gehörten dann Daniel Keppeler. Der Center erzielte fünf Punkte in Folge und sorgte fast im Alleingang dann doch für die einigermaßen komfortable 43:34-Pausenführung.

Gerade einmal fünf Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, ehe Zac Seljaas nach einem steril von Kivimäki per Dunking zum 45:34 erfolgreich war. Für den Tübinger Neuzugang, der in der ersten Halbzeit blass blieb,  waren es zugleich die ersten Zähler der Begegnung. Nach nur 100 Sekunden bat Gäste-Coach Harris bereits zur Auszeit – die Tigers hatten sich auf 52:36 abgesetzt. Die Gäste hatten dem Offensiv-Feuerwerk kaum noch etwas entgegenzusetzen. Drei Minuten waren im dritten Durchgang noch zu spielen, die Tigers hatten bereits 30 Punkte im Viertel erzielt (73:44). In den letzten 180 Sekunden ließen es die Hausherren dann etwas ruhiger angehen. So ging es mit einer 75:46-Führung ins letzte Viertel.Die Tigers verwalteten nun die Führung, die Gäste aus Hagen konnten bis zur Schlusssirene noch etwas verkürzen. Coach Jansson gefiel das sichtbar gar nicht, doch am Ende stand der auch in dieser Höhe verdiente 91:61-Erfolg.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Wir haben ein hartes Spiel erwartet. Auch wenn es die Anzeigetafel nicht zeigt, war es nicht so einfach. Speziell am Ende der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück und konnten eine Führung mit in die Pause nehmen, obwohl auch Hagen hätte führen können. Im dritten Viertel sind dann die Würfe gefallen und das Momentum war auf unserer Seite. Wir haben uns dann in einen Lauf gespielt. Treten wir so auf, sind wir nur schwer zu schlagen. Mit der Leistung von meiner Mannschaft kann ich heute zufrieden sein. Hervorheben möchte ich neben Aatu Kivimäki noch Timo Lanmüller, der zwar in 24 Minuten zwar keine Punkte erzielt hat, aber eine Plus-Minus-Wertung von 41 als bester Spieler meines Teams hatte.“

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Tübingen hat uns vor allem in der zweiten Hälfte offensiv viel weggenommen, wogegen wir nie das richtige Mittel gefunden haben. Wir haben es im Angriff mit verschiedenen Plays versucht, haben in der Defensive zwischendurch sogar auf Zonenverteidigung umgestellt – nichts hat den Rhythmus der Tigers gebrochen.“

19.11.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena 85:80

Die Artland Dragons haben den fünften Sieg in Serie geholt. Gegen den Aufstiegsfavoriten Medipolis SC Jena setzte man sich mit 85:80 durch. In einer umkämpften Schlussphase behielten die Drachen am Ende die Nerven. Jalen Bradley avancierte mit 19 Punkten zum Topscorer auf Seiten der Dragons.

Nachdem sich beide Teams zunächst ein enorm offensiv geprägtes Auftaktviertel geliefert hatten, sechs Führungswechsel sowie ebenso viele ausgeglichene Zwischenstände größere Differenzen verhinderten, lagen die Dragons zur ersten Pause knapp mit 27:26 in Front. Angeführt von Point Guard Jalen Bradley, der bis dahin bereits acht Punkte erzielt hatte, gelang es den Gastgeber im zweiten Abschnitt konstant nachzulegen. Zunehmend auch von der Rebound- und Offensivstärke ihres Centers Marko Bacak profitierend, setzten sich die Niedersachsen bis zur 18. Minute auf 46:36 ab. Wegbereiter dieses erstmals zweistelligen Vorsprungs war die eher einseitig für Quakenbrück sprechende Statistik im Kampf um die Rebounds, die in dieser Phase klar mit 17:7 für die Hausherren sprach. Nachdem Jenas Trainer Domenik Reinboth anschließend die taktische Notbremse eines Timeouts zog, konnte Medipolis SC Jena bis zur Halbzeit auf 49:41 verkürzen.

Während die Gastgeber zu Beginn des dritten Viertels an ihre starke Vorstellung der ersten Hälfte zunächst anschließen konnten und sich bis zur 24. Minute auf 57:44 abgesetzt hatten, sprach auch das Reboundverhältnis mit 24:12 (9:0 OR) klar für die Niedersachsen. Erst nach einer weiteren, durch Domenik Reinboth genommenen Auszeit fanden die Gäste wieder besser in die Partie. Vorweggenommen war es die beste Phase der Thüringer, die sich beim Stand von 59:46 (25.) mit einem eindrucksvollen 15:0-Lauf zurückgemeldet hatten und das Duell auf 59:60 (28.) kippen konnten. Von Brandon Thomas mit einem Dreier eingeleitet, hatte Point Guard Storm Murphy elf unbeantwortete Punkte nachgelegt und Jena erstmalig seit der Anfangsphase wieder in Front gebracht. Drei Führungswechsel später verabschiedeten sich beide Kontrahenten mit einem hauchdünnen Quakenbrücker 63:62-Vorsprung in die letzte Viertelpause, bevor die zehnminütige Crunchtime begann.

Der vielzitierten Analogie eines Boxkampfes gleichend, setzten beide Teams nun abwechselnd Haken und Schwinger die bis zur letzten Minute anhalten sollten. Beim Stand von 78:75 (37.) hatten die Thüringer zunächst ihr finales Timeout genommen, bevor Moritz Plescher 82 Sekunden vor dem Ende aus der Distanz auf 78:78 ausglich. Der eigentlich schönste Spielzug des Abends – Storm Murphy hatte auf Brandon Thomas gepasst, der den Ball in der Luft via Touch Pass auf Moritz Plescher weiterleitete – entwickelte sich jedoch leider nur zur Randnotiz, da die Artland Dragons den Jenaer Korb postwendend konterten. De’Vondre Perry stieg 64 Sekunden vor der Schlusssirene hinter der Dreierlinie hoch und verwandelte unter dem Jubel der Quakenbrücker Fans den wichtigsten Wurf des Duells zum 81:78. Trotz mehrfacher Gelegenheiten im Anschluss verpassten es die Jenaer, noch einmal zu verkürzen oder auszugleichen und mussten sich am Ende geschlagen geben.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ich bin stolz auf die Jungs und auf die Arbeit, die sie in den 40 Minuten auf dem Feld investiert haben. Wir haben eins der besten Teams der Liga geschlagen und vor allem defensiv eine hervorragende Leistung gezeigt. Wenn wir im ersten Viertel ein wenig besser verteidigen, hätten wir eine so starke Offensivmannschaft wie Jena sogar unter 70 Punkte halten können. Im dritten Viertel haben wir dann zu viele Offensiv Rebounds zugelassen, was Jena dann zurück ins Spiel brachte. Aber wir haben aus den vergangenen Spielen gelernt und die Contenance bewahrt. Wir werden den Sieg genießen und Montag dann den Fokus auf das Auswärtsspiel in Tübingen legen.“

19.11.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. RASTA Vechta 86:80

Am Samstagabend hat RASTA Vechta den anvisierten Klubrekord von acht Siegen in Serie zum Saisonauftakt verpasst. Bei den Uni Baskets Paderborn verlor der Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA trotz einer zweistelligen Führung neun Minuten vor Schluss noch mit 80:86 (51:41). Die erste Saisonniederlage kostete das Team von Head Coach Ty Harrelson die Tabellenführung, welche sich die Tigers Tübingen durch einen Heimsieg über Phoenix Hagen holten.

RASTA traf in den ersten gut zwei Minuten der Partie erst durch Joschka Ferner und dann durch Andrew Jones schon zweimal von jenseits der 6.75 Meter und eroberte sich so eine 8:7-Führung (3. Minute). Zwei aufeinanderfolgende Blocks von Tajuan Agee und dessen Punkte zum 12:7 zeugten vom guten Start der Vechtaer. Aber: Gegen die als nicht sonderlich stark beim Rebound geltenden Paderborner machten die in dieser Disziplin eigentlich sehr gut aufgestellten Gäste zunächst keinen guten Job. Sie holten nur drei von zwölf möglichen Rebounds im 1. Viertel, Paderborn nutzte dies und hielt die Partie komplett offen. Zudem hatten die Vechtaer große Probleme mit Connor van Anthony, der ihnen drei Dreier und elf Punkte insgesamt einschenkte. Ein Dreier, ein Dunk und ein einfacher Korbleger der Uni Baskets Paderborn in den ersten 54 Sekunden des 2. Viertels brachten Vechta mit 22:29 in Rückstand – Auszeit. Ty Harrelson muss dann die richtigen Worte parat gehabt haben. Denn von der Bank zurückkommend agierten die Vechtaer die nächsten Minuten wie ausgewechselt. RASTA spielte sich in einen Rausch, verteidigte aggressiv, attackierte des Gegners Korb und brillierte minutenlang durch sehr schön anzusehendes Team-Play. Innerhalb von 6:12 Minuten legte RASTA einen 23:4-Lauf aufs Parkett, führte in der 18. Minute mit 45:33 – Riesenjubel im Gästeblock. Fünf Steals holten die Vechtaer im 2. Viertel, forcierten sieben Paderborner Ballverluste und hatten endlich auch bei den Rebounds die Oberhand. Die Folge: eine zweistellige Halbzeitführung (51:41).

Nach zunächst vier Punkten in Serie zu Beginn der zweiten Halbzeit verlor RASTA den Faden. Der 14-Punkte-Vorsprung (55:41, 21.) schmolz Mitte des 3. Viertels nach sieben Paderborner Punkten  in Serie – binnen einer Minute – auf 51:57 (25.) Ty Harrelson nahm die nächste Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bekommen. Ein Lauf wie noch im 2. Viertel gelang den Vechtaern im Anschluss zwar nicht. Aber immerhin konnten sie die Paderborner nach deren 57:61 (28.) wieder etwas weiter von sich fern halten. Chip Flanigan und Ryan Schwieger trafen in der 30. Minute ganz wichtige Würfe, RASTA führte vor dem Schlussabschnitt mit 68:60. Das große Manko der Gäste: Dreier. Im 2. und 3. Viertel waren nur zwei von elf Würfen erfolgreich gewesen. Die Uni Baskets Paderborn hingegen standen nach 30 Minuten bei schon neun Treffern aus nur 20 Versuchen.Sieben Punkte von Andrew Jones in den ersten gut zweieinhalb Minuten des Schlussabschnittes schienen RASTA in der Spur zu halten. Doch was nach dem 75:68 (33.) des US-Rookies passierte, erinnerte an die erste Minute des 2. Viertels – nur dauerte diese schlechte Phase nun viel länger. Die Vechtaer kassierten einen 0:9-Lauf, lagen knapp vier Minuten vor dem Ende mit 75:77 (37.) zurück. In der Crunchtime schien den Vechtaern im zweiten Spiel binnen vier Tagen dann endgültig Esprit und Sprit auszugehen, währen die Uni Baskets Paderborn von ihren begeisterten Fans zum Sieg getrieben wurden. Nur zwölf Punkte hatte RASTA im 4. Viertel gemacht, nur vier von 18 Würfen getroffen. Dass so kein achter Sieg in Serie und somit kein neuer Klubrekord möglich war, war spätestens 35 Sekunden vor dem Ende jedem klar, als van Anthony zwei Freiwürfe zum 85:78 für Paderborn eingenetzt hatte.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Niederlagen sind immer enttäuschend. Aber ich bin mir sicher, dass wir aus unseren Fehlern lernen und in Zukunft besser sein werden. Zudem muss man Paderborn gratulieren, sie haben im 4. Viertel richtig gut gespielt. Wir hingegen haben uns sowohl in der Offense als auch in der Defense zu viele Aussetzer geleistet. In den Spielen zuvor war es uns zumeist gelungen, das Spiel über unsere Defense zu gewinnen. Da hätten wir heute besser agieren müssen. Und im 4. Viertel haben wir den Ball in der Offense nicht mehr so gut bewegt, wie wir es gemusst hätten, um zu punkten. Es ist klar, dass wir unseren Spielstil durchziehen müssen, wir uns nicht nur auf individuelle Qualität verlassen dürfen. Ich glaube aber auch, dass wir uns von diesem Abend erholen und am Samstag bereit sein werden für ein weiteres schweres Spiel.“

19.11.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. VfL SparkassenStars Bochum 103:79

Am achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA taten sich die PS Karlsruhe LIONS 30 Minuten lang schwer gegen ihre Gäste, die VfL SparkassenStars Bochum. Die Fans in der Lina-Radke-Halle sahen, wie ihr Team dem Gegner immer wieder Chancen gewährte und mussten sich in Geduld üben. In der Schlussphase der bis dahin äußerst engen Begegnung wurden die 1.375 Zuschauer jedoch gebührend entschädigt und feierten gemeinsam mit ihrer Mannschaft einen am Ende deutlichen 103:79-Sieg. Es war der dritte Erfolg in Serie für das Löwenrudel, das sich damit vorerst in der vorderen Tabellenhälfte festsetzt.

Die ersten Punkte des Abends sicherten sich die Gäste, bevor die LIONS mit wenigen schnellen Aktionen die Initiative ergriffen und knapp drei Minuten nach Beginn mit 9:4 in Front lagen. Dank mehrerer Ballgewinne, bei denen die SparkassenStars nicht gut aussahen, schien es zunächst, als könne das Löwenrudel seinen Vorsprung zügig ausbauen. Doch Bochum hielt mit engagierter Defense dagegen und kam seinerseits immer wieder mit schnellen Gegenstößen durch. So spiegelte der Zwischenstand von 21:17 nach dem ersten Viertel die Spielanteile recht gut wider. Das Problem der LIONS über lange Zeit hinweg: Einer guten Rebound-Statistik stand eine schwache Trefferquote aus dem Feld gegenüber. Dies hatte zur Folge, dass die Gäste trotz eigener Defizite bei der Ballkontrolle und im Abschluss voll im Spiel blieben und sogar mehrfach eine knappe Führung erobern konnten. Die Begegnung zog ihre Spannung aus dem stets engen Spielstand. Keinem der beiden Teams gelang es, einen Run anzusetzen, bis das Löwenrudel wenige Minuten vor der Halbzeitpause etwas zwingender im Abschluss wurde und sich einen Vorsprung von sechs Punkten erspielte. Eigene Fehler machten diesen jedoch schnell wieder zunichte. Der Ruhrgebiets-Klub lauerte auf seine Chancen und bestrafte die LIONS für ihre Nachlässigkeit. So war die Partie mit 42:40 nach 20 Minuten weiterhin völlig offen.

Die Hausherren starteten zunächst besser in Hälfte zwei, büßten ihre Vorteile allerdings erneut schnell ein. So ging es weiter hin und her, bis sich Karlsruhe wieder vermehrt durchsetzen konnte und in Minute 26 mit 55:48 vorn lag. Die SparkassenStars setzten ihre Auszeiten jedoch bis zu diesem Zeitpunkt geschickt ein und verhinderten so erneut einen Run der LIONS. Doch drei erfolgreiche Distanzwürfe in den letzten 2 ½ Minuten vor Ende des dritten Viertels (Julian Albus, Lorenzo Cugini und wieder Albus mit Buzzer Beater) brachten die Gastgeber zur letzten Pause mit 68:60 in Front. Das Team machte zu Beginn des Schlussabschnitts da weiter, wo es zuvor aufgehört hatte. Lovell Cabbil gab mit zwei Dreiern in der ersten Minute die Richtung vor. Bochum geriet nun zunehmend unter Druck. Die LIONS hingegen ließen sich von der eigenen Leistungssteigerung und der fast ausverkauften Halle beflügeln. Vier Minuten vor der Schlusssirene war der Vorsprung bereits auf fast 20 Punkte angewachsen. Die Gäste stemmten sich gegen die Niederlage und fighteten bis zum Schluss, konnten aber nichts mehr ausrichten.

„Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass unsere Beine aufgrund der kurzen Rotation schwer wurden und die Würfe einfach nicht fallen wollten, nachdem wir in der ersten Halbzeit noch gut im Spiel waren. Wir haben uns durch die zwanzig Ballverluste selbst das Leben schwer gemacht. Hinzu kam die aus unserer Sicht sehr deutliche Foulverteilung gegen uns. Daraus ergaben sich für Karlsruhe 23 Versuche mehr von der Freiwurflinie einen Punkt zu erzielen. Das ist einmal mehr in dieser Saison sehr deutlich! In einem Spiel zweier Mannschaften mit einer hohen Intensität in der Defense auf beiden Seiten kann dies normalerweise nicht das Ergebnis sein! Aber es passiert uns nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Es freut mich dennoch, dass wir mit Luka Petronic und Fabian Liedtke zwei weitere ProA-Debütanten am heutigen Abend gesehen haben. Jetzt drücke ich beide Daumen, dass bei Hendrik Drescher nichts Schlimmes am Ende des Spiels passiert ist und hoffe, dass wir in der kommenden Woche ein Stück weit das Lazarett lichten können“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

20.11.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven 84:69

Die Vorzeichen standen denkbar schlecht vor der Auswärtspartie in Trier. Mit nur neun Spielern im Kader machten sich die Eisbären Bremerhaven auf den Weg in die älteste Stadt Deutschlands. Neben dem weiterhin verletzten Lennard Larysz, musste Trainer Steven Key auch auf den erkrankten Spielmacher Simon Krajcovic verzichten. Tryout Spieler Justin Stovall bekam zudem keine Freigabe der FIBA und konnte nur von der Seitenlinie zuschauen.

Die Starting Five des Spiels bildeten Matt Frierson, Jarelle Reischel, Matt Freeman, Robert Oehle und Daniel Norl, auf dessen Konto auch die ersten zwei Punkte der Eisbären gingen. Schon in den ersten zehn Minuten wurde deutlich, dass die Partie kein Punktefestival werden würde. Für die Eisbären schien der Korb teilweile wie vernagelt, der Gegner kam nur etwas besser zum Zug. Zum Ende des ersten Viertels stand es 20:14. Topscorer Matt Frierson fand mit zunehmender Spielzeit mehr in seinen Rhythmus und konnte seine Dreierstärke besser ausspielen, meist blieb es jedoch bei guten Einzelaktionen mit denen die Bremerhavener auf dem Scoreboard landen konnten. Die Trierer hingegen verbesserten ihrerseits ebenfalls die Dreierquote und konnten zur Pause mit einigen Fastbreak Punkten auf 45:31 davonziehen.

Zur zweiten Halbzeit kamen die Eisbären mit einem umgestellten System aus der Kabine und erzielten auch gleich die ersten vier Punkte des dritten Viertels. Damit nahmen sie den Gladiatoren zunächst offensiv den Wind aus den Segeln, konnten aber nicht genug Kapital daraus schlagen. Die Trierer Führung blieb weiter bestehen, mit 60:46 ging es in die letzten 10 Minuten. Die Eisbären starteten mutig in das letzte Viertel und es gelang Ihnen besser zum Korb zu ziehen. Es war mit 23 Zählern das punktereichste Viertel der Bremerhavener, mit noch 1 Minute 14 auf der Uhr stand nur noch ein 9-Punkte-Rückstand zu buche. Die Heimmannschaft setzte dann allerdings noch einmal zum Schlussspurt an.  Somit konnten sich die 1600 Zuschauer in der Arena Trier mit ihrer Mannschaft letztendlich über einen 84:69 Heimsieg freuen. 

Head Coach Steven Key war sichtlich enttäuscht nach der erneuten Niederlage: „Die erste Halbzeit war heute ausschlaggebend. Wir haben zu viele Turnover produziert und selbst den Korb nicht getroffen. Wir müssen uns auf dem Weg zum Brett besser durchsetzen und die Punkte nah am Korb machen. Dem sind wir dann hinterhergelaufen, auch wenn wir das Spiel in der zweiten Halbzeit weit mehr auf Augenhöhe gestalten konnten.“ 

20.11.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. WWU Baskets Münster 59:54

Die Vorzeichen für eine Überraschung waren nicht optimal, dennoch fehlte nicht viel: Angeschlagene WWU Baskets Münster haben bei Nürnberg Falcons BC ihren dritten Auswärtserfolg im fünften Gastspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verpasst. Vor 1.507 Zuschauern unterlag das Team von Björn Harmsen im neuen Nürnberger Schmuckstück KIA Metropol Arena 54:59 (29:25).

Die Nürnberg Falcons kommen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA immer besser in Fahrt. Und auch das FIBA-Fenster konnte die Mittelfranken nicht ausbremsen. Erneut zählte man über 1500 Fans am Tillypark, die zwar keinen Basketballleckerbissen, dafür aber ein sehr intensives Spiel zweier Gegner auf Augenhöhe zu sehen bekamen. Die Mittelfranken starteten mit Rückkehrer Thomas Wilder, Justinas Ramanauskas, Sheldon Eberhardt, Moritz Krimmer und Jonathan Maier und hatten ebenso große Mühe in die Partie zu kommen wie ihre Gäste. Beiden Mannschaften fehlte der Rhythmus und so gab es im ersten Viertel viel Stückwerk zu sehen. Ein Dreier von Ferenc Gille brachte Nürnberg nach sieben Spielminuten mit 13:11 in Front, doch das Team von Björn Harmsen konterte und holte sich die Führung kurze Zeit später wieder zurück (13:15). Der Lauf der Münsteraner setzte sich auch im zweiten Viertel fort und bescherte ihnen rasch eine 7 Punkte-Führung (15:22). Nürnberg lief diesem Rückstand im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hinterher, war aber in der Lage aufzuschließen und zur Pause auf 25:29 heranzukommen.

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Nürnberg kam mit mehr Energie aus der Kabine und hatte in Thomas Wilder und Sheldon Eberhardt zwei Spieler, die früh offensive Akzente setzen konnten. Bei den Baskets ging derweil nicht allzu viel zusammen, was auch an der merklich besseren Verteidigung der Falken lag. Diese gewannen das dritte Viertel mit 17:8 und gingen mit einer 42:37-Führung in den Schlussabschnitt. Hier versenkte Rocky Kreuser früh einen wichtigen Dreier zum 45:37 und gab damit die Richtung für dieses Viertel vor. Beide Mannschaften spielten nun so engagiert, wie es ihre Trainer an der Seitenlinie vorlebten, was auch die Fans zu beflügeln schien. Moritz Krimmer traf fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 51:43 und nach zwei Freiwürfen von Jonathan Maier lag der Vorsprung der Falken erstmals an diesem Abend im zweistelligen Bereich (53:43). Münster stand nun unter Druck, kam durch Adam Touray noch einmal auf vier Zähler heran (53:57), musste aber im Gegenzug den Dagger durch Sheldon Eberhardt hinnehmen. Am Ende stand ein 59:54 auf der Anzeigetafel der Kia Metropol Arena. 

20.11.2022 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Bayer Giants Leverkusen 84:67

Der Bann ist endlich gebrochen: Im achten Saisonspiel sicherten sich die wiha Panthers mit einem überzeugenden Heimsieg über die Bayer Giants Leverkusen den ersten Sieg der Spielzeit. Beim 84:67-Erfolg lagen die Schwenninger über den gesamten Spielverlauf in Führung und hatten mit Neuzugang Delante Jones (22 Punkte)den Topscorer der Partie in ihren Reihen.

In einer etwas fahrigen Anfangsphase markierte Devonte McCall die ersten Zähler für die Schwenninger nach gelungenem Fastbreak. Chatzinikolas nutzte die schlechte Zuordnung der Leverkusener Verteidigung zweimal hintereinander eiskalt aus und baute die Führung der Gastgeber auf 6:2 aus. Die Panthers brachten den Ball weiter geschickt unter den Korb für einfache Punkte, während die Gäste aus Leverkusen durch zwei erfolgreiche Distanzwürfe zunächst dranblieben (10:8). Mit seiner ersten Aktion im Dress der Panthers versenkte Delante Jones gleich einen Korbleger. Durch starkes Umschaltspiel und deutliche Überlegenheit unter den Körben bauten die Doppelstädter ihren Vorsprung nach zehn Minuten auf 24:14 aus.

In den zweiten zehn Minuten stabilisierte sich Leverkusens Spiel zunehmend. Zwar versuchten die wiha Panthers weiter von ihrer Stärke unter dem Korb Gebrauch zu machen. Doch die Verteidigung der Rheinländer stellte sich nun besser auf das Innenspiel der Gastgeber. Dass die Panthers lange Zeit ohne einen Treffer aus der Distanz blieben, verstärkte diesen Trend. Angetrieben von Spielmacher Xavier Bishop arbeiteten sich die Gäste langsam wieder in Schlagdistanz (35:30). Die Schwenninger fanden aber die richtigen Antworten: Jacob Knauf zeigte sich treffsicher von der Freiwurflinie und Delante Jones erlöste die Fans in der Deutenberghalle mit dem ersten getroffenen Dreipunktewurf der Panthers im zwölften Versuch. Nach einem ausgeglichenen 2. Viertel ging es mit 44:34 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel zunächst etwas Tempo auf. Leverkusen ließ den Ball gut zirkulieren und punktete zweimal in Korbnähe durch Abdul Mohamed. Die Panthers bauten nach Punkten von Kapitän Badu Buck und Jacob Knauf den Vorsprung jedoch weiter aus (51:38). Delante Jones sorgte per Distanzwurf für die höchste Führung des Spiels (54:40). Dank getroffener Freiwürfe von Dejan Kovacevic verkürzten die Gäste bis zum Viertelende auf 58:47. Ein letztes große Aufbäumen der Leverkusener blieb im Schlussabschnitt aus. Während die Gäste ihre Distanzwürfe nicht mehr trafen, gewannen die Hausherren wieder Kontrolle über das Spiel. Mit seinem dritten versenkten Dreipunktewurf schraubte Delante Jones die Führung der Schwenninger fünf Minuten vor Spielende auf 15 Zähler (68:53). In der Schlussphase ließen die wiha Panthers dann nichts mehr anbrennen. Der überragende Jacob Knauf (Double Double mit 20 Punkten und 11 Rebounds) sorgte mit zwei Freiwürfen für den Schlusspunkt zum 84:67 Endstand.

„Ich habe immer gesagt, wir müssen geduldig arbeiten“, betonte Head Coach Alen Velcic nach dem Heimsieg. „Wir haben eine gute Mannschaft und spielen guten Basketball. Mit Delante Jones haben wir eine richtig gute Verstärkung dazu bekommen. Eines unserer Ziele heute bestand darin, das Rebound-Duell zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Außerdem haben wir die Zahl der Ballverluste geringer als sonst halten können. Wir haben heute verdient gewonnen und bedanken uns für die tolle Unterstützung unserer Fans!“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Vorberichte ProA 8. Spieltag

Foto: Ralf Zimmermann

Spieltag 8: 19.11.2022 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. VfL Kirchheim Knights

Nach der einwöchigen Nationalmannschaftspause startet die BARMER 2. Basketball Bundesliga am kommenden Wochenende wieder durch. Zum 8. Spieltag geht’s für die Korbjäger nach Giessen. Gegen den ambitionierten Bundesligaabsteiger wartet auf die Ritter eine schwierige Aufgabe. Weiterhin wird der Ritterkader von vielen Unwägbarkeiten getroffen.

Mit den Giessen 46ers treffen die Knights auf einen Aufstiegskandidaten, der dieses Ziel zu Saisonbeginn klar formuliert hat und dementsprechend seinen Kader ausgestattet hat. Zunächst fand der langjährige Knights Coach Frenki Ignjatovic seinen Weg zu den 46ers. Im Vorjahr noch erfolgreich in der BBL für die MLP Academics aus Heidelberg tätig, nahm Ignjatovic das Angebot der Giessener im Sommer an und hatte so die Gelegenheit, einen Kader seinen Wünschen entsprechend zusammen zu stellen. Seine erste Amtshandlung war die Verpflichtung von Nico Brauner, der ebenfalls mehrjährige Zweitligaerfahrung in Kirchheim sammeln konnte. Es folgten die erfahrenen Akteure Luis Figge, Luca Kahl, Kevin Strangmeyer und Roland Nyama. Denker und Lenker im Team von Ignjatovic ist Point Guard Jordan Barnes, der im Vorjahr ebenfalls in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für Paderborn aktiv war und die Uni Baskets zu einer tollen Saison führen konnte. Unter den Körben sorgt Stefan Fundic für Stabilität. 13,6 Punkte und 10,9 Punkte im Schnitt sprechen eine deutliche Sprache für den physischen und abgezockten Center. Sein erstes Spiel für Giessen absolvieren wird zudem Karlo Miksic. Der Kirchheimer Aufbauspieler der letzten zwei Spielzeiten wechselte in der vergangenen Woche aus Kroatien zu den 46ers, die aus den ersten sieben Saisonspielen vier Siege einfahren konnten. Zwei davon erst in den Schlusssekunden, was für Jubelstürme auf den heimischen Rängen sorgte. „Giessen ist eine sehr gut organsierte Mannschaft mit vielen gefährlichen und abgezockten Spielern. Sie spielen sehr physisch und wir müssen hochkonzentriert agieren, wenn wir hier etwas holen wollen,“ sagte Knights Coach Perovic.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Auch wenn es schon gut zehn Jahre her ist, Spiele gegen Kirchheim sind sehr speziell für mich. Ich habe dort tolle sechs Jahre erlebt und alles mitgenommen, was ein Trainer so erleben kann. Aufstieg in die erste Liga, Abstieg aus der ProA und Klassenerhalt am grünen Tisch. Ich habe dort viele Freunde, wie meinen guten Freund Igor Perovic (Headcoach) oder meinen ehemaligen Co-Trainer Albin Mauz – dies macht es so außergewöhnlich für mich. Trotz aller Wiedersehen wollen wir unsere weiße Weste Zuhause behalten. Kirchheim hat sich in den letzten Wochen verändert und zeigt ein anderes Gesicht. Sie haben sehr starke Ausländer in ihren Reihen. Der vor kurzem erst aus Kansas kommende Mitchell Lightfoot könnte wohl problemlos easyCredit BBL spielen. Sie haben aber auch ähnliche Probleme wie wir – die deutschen Spots performen noch nicht optimal. Zudem hatten sie einen schlechten Saisonstart, doch gerade in den letzten Begegnungen hat Kirchheim sein Potential gezeigt. Sie haben gegen Paderborn einen 20-Punkte-Rückstand gedreht und mit 13 Punkten Vorsprung gewonnen. Davor sehr unglücklich nach Verlängerung in Hagen verloren. Dass wird wieder ein ganz schweres Spiel für uns werden, welches wir hoffentlich mit der Hilfe von unseren Zuschauern für uns entscheiden!“   

19.11.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Dresden Titans

Nach einem spielfreien Wochenende treffen die Zweitliga-Basketballer der ART Giants Düsseldorf am kommenden Samstag auf die Dresden Titans. Im Duell der beiden Aufsteiger wollen die Giganten nach zuletzt drei Niederlagen wieder einen Erfolg einfahren.

„Mittlerweile sind wir seit mehr als zehn Wochen in dieser noch jungen Saison täglich als Mannschaft zusammen, da ist eine kleine Auszeit für den Kopf zwischendurch sicherlich mal hilfreich“, so ART Giants-Headcoach Florian Flabb über das spielfreie Wochenende. Nach drei Siegen aus sieben Spielen durften seine Schützlinge aufgrund der Länderspielpause am vergangenen Wochenende mal etwas durchatmen und Energie tanken. Denn die wird nötig sein, wenn die Düsseldorfer am Samstag den Mitaufsteiger Dresden Titans im Castello empfangen. „Dresden ist mit vier Siegen sehr gut in die Saison gestartet und als Aufsteiger werden sie damit sicher zufrieden sein. Wir erwarten ein sehr homogenes Team mit einigen Akteuren aus der vergangenen ProB-Saison“, schätzt Flabb den kommenden Kontrahenten ein. Zu gerne erinnern sich beide Vereine an die vergangene Saison, als man jeweils den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA feiern durfte. Im BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Finale standen sich die Teams dann in zwei direkten und überaus spannenden Duellen gegenüber. Das erste Finalspiel in Düsseldorf sicherten sich die ART Giants, in Dresden gewannen dann die Titans mit einem höheren Ergebnis und feierten somit den Meistertitel.

Nun kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen in einer höheren Liga und die Ausgangslage ist klar: Beide Teams brauchen jeden einzelnen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. „Es wird wichtig sein, dass wir gegen die Titans ihre Würfe von der Dreierlinie gut verteidigen. Auch sie sind eine Mannschaft, ähnlich wie wir, die viel aus der Distanz abschließen. Außerdem profitieren sie immer wieder durch ihre gute Ballbewegung“, blickt der Düsseldorfer Headcoach auf die Stärken der Ostdeutschen. Angeführt vom erfahrenen US-Amerikaner Chase Adams, der zuvor für die Gladiators Trier auflief, konnten die Titans früh in der Saison klarmachen, dass auch sie ein mehr als ernstzunehmender Gegner für die Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind. Abgesehen von der deutlichen Niederlage gegen den Tabellenführer aus Vechta, waren die Titans in allen Partien auf Augenhöhe mit ihrem Gegner. Eine ähnlich packende Begegnung dürften die Fans der ART Giants am Samstag im heimischen Castello erwarten. „Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollen wir jetzt natürlich die richtige Reaktion zeigen und werden dabei an unserem Weg festhalten“, so Flabb.

19.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Phoenix Hagen

Mit dem Heimspiel gegen Phoenix Hagen geht es am achten Spieltag für die Tigers Tübingen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga weiter. Es ist gleichzeitig das Topspiel des Spieltags, wenn der Tabellenzweite auf den Tabellendritten trifft. Hochball ist am Samstag in der Paul Horn-Arena.

Die Feuervögel haben in der Sommerpause den Kader rundum erneuert. Nur Leistungsträger Marcel Keßen (15,7 ppg, 6,0 rpg) ist weiterhin für das Team von Trainer Chris Harris aktiv. Nach dem Verpassen der Playoffs in der vergangenen Spielrunde 2021/2022 soll es für Phoenix Hagen in dieser Spielzeit besser laufen. Und der Start ist bisher verheißungsvoll. Aus sieben Partien konnte Phoenix fünf Siege einfahren. Harris und die Hagener Verantwortlichen ist es gelungen, einen spielstarken und attraktiven Kader ins Rennen um die Zweitliga-Meisterschaft zu schicken.

Mit Bjarne Kraushaar sowie Tim Uhlemann (beide Gießen) und Marvin Omuvwie (Bamberg) wechselten drei Akteure mit BBL-Erfahrung an die Volme. Dazu tragen mit Lorenz Bank (Jena) und Kristoffer Krause (Vechta) zwei weitere gute deutsche Spieler das Trikot der Feuervögel. Und auch bei den Importspielern ist Hagen stark besetzt. Topscorer ist der US-Amerikaner Kyle Castlin. Der 26-Jährige kommt bisher auf 17,9 Zählern, dazu sammelt die Nummer 22 der Gäste 3,6 Rebounds und verteilt 2,4 Assists. Reichlich Erfahrung ins Team bringt Rückkehrer J. J. (John Stuart) Mann mit guten Allrounder-Fähigkeiten von 15,4 Zählern, 3,9 Rebounds und 3,4 Assists. Der dritte US-Amerikaner im Bunde erinnert mit seinen Werten einst an Jared Jordan in Diensten der Tigers. Grayson Murphy erzielt 6,7 Punkte, verteilt 7,9 Assists und schnappt sich 6,3 Rebounds. Phoenix Hagen hat mit diesem starken Kader durchaus die Chance, das Überraschungsteam der Saison 2022/2023 zu werden.

Seit Mittwochvormittag befinden sich alle Raubkatzen wieder im Mannschaftstraining, nachdem Aatu Kivimäki (Finnland) sowie Timo Lanmüller und Ersek (Österreich) zuletzt mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren. Trainer Danny Jansson erwartet ein interessantes Spiel: „Hagen spielt sehr dynamisch und ist speziell auf den deutschen Positionen viel besser besetzt als noch in der vergangenen Saison. Auch die drei US-Amerikaner im Team überzeugen. Wir müssen guten Basketball spielen, um gegen diesen Gegner gewinnen zu können“, so der Finne.

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Auch beim Blick auf die Statistiken beider Kontrahenten wird deutlich, dass zwei Topteams der Liga aufeinandertreffen. Beide Mannschaften verteilen mit 22,4 Assists die meisten Vorlagen aller Wettbewerber, beide Teams sind nach Vechta (11,3) auch vorne bei den Steals (8,3) dabei. Hagen ist mit 90,9 erzielten Punkten das beste Team in der Offensive, Tübingen liegt hier mit 88,6 Zählern auf Rang zwei. Alle weiteren Werte sind nahezu identisch.

19.11.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena

Nach dem am letzten Wochenende aufgrund der Länderspielpause kein Spiel stattfand, geht es am Samstag für die Artland Dragons weiter mit dem achten Spieltag der Saison 2022/2023 der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Dort empfängt man in Medipolis SC Jena einen der Aufstiegsfavoriten der Liga. 

Für die Artland Dragons hätte der Doppelspieltag vor der Länderspielpause kaum besser laufen können. Sowohl auswärts in Bremerhaven als auch zu Hause gegen Münster konnten wichtige Siege errungen und die eigene Bilanz zum ersten Mal in dieser Saison positiv gestaltet werden. Somit steht man mit einer Bilanz von 4-3 vor dem Wochenende auf dem achten Tabellenplatz. Die spielfreie Woche nutzte Headcoach Patrick Flomo dazu, seinen Spielern ein paar freie Tage zur Erholung zu geben. Zudem besuchte man zusammen am vergangenen Mittwoch den VfL Osnabrück an der Bremer Brücke. Nun steht mit Medipolis SC Jena das nächste große Kaliber auf dem Spielplan. Dabei müssen die Drachen unter Umständen auf Forward Daniel Zdravevski verzichten, hinter dessen Einsatz noch ein kleines Fragezeichen steht. Alle anderen Spieler haben die Ruhephase zur Erholung genutzt und bereiten sich intensiv auf das Spiel am Samstag vor.

Die Gäste aus Jena waren am Mittwoch bereits im Einsatz. Dort setzte es auswärts gegen Leverkusen eine überraschende 88:95 Niederlage. Das Team um Headcoach Domenik Reinboth kann auf eine Bilanz von 5-2 zurückblicken, mit der man seine Aufstiegsambitionen bisher unterstreichen konnte. Trotz der Niederlage gegen bisher strauchelnde Leverkusener ist Jena bisher eins der effektivsten Teams der Liga. So treffen sie knapp 60% aus dem Zwei-Punkte-Bereich und führen die Liga auch in Sachen Feldwurfquote an. Hervorzuheben ist dabei vor allem der Jenaer Kapitän Brandon Thomas, der 14 Punkte bei extrem starken Quoten (54% FG / 45% 3P) auflegt. 

Assistant Coach Chase Griffin hofft jedenfalls, dass die Dragons ihr Momentum der vergangenen Wochen auch ins Spiel gegen Jena mitnehmen können: „Die Jungs hatten das Wochenende über frei, manche von ihnen sind nach Hause gefahren. So etwas ist wichtig für die Psyche und um sich zu regenerieren. Wir haben jetzt vier Spiele in Folge gewonnen und haben das Momentum auf unserer Seite. Jena hingegen hat am Mittwoch in Leverkusen verloren und wird dementsprechend auf Wiedergutmachung aus sein. Der Start in die Saison hat gezeigt, dass wirklich jeder jeden schlagen kann. Wenn wir unser Momentum aus den letzten Spielen mitnehmen und unsere ‚Hit First‘ Mentalität aufs Spielfeld bringen können, insbesondere in der Defensive, rechnen wir uns gute Chancen auf den nächsten Heimsieg aus.“

19.11.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. RASTA Vechta

In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA will RASTA Vechta an diesem Samstag den besten Saisonstart der Klubgeschichte perfekt machen. Sieben Spiele in Serie hat die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson bereits errungen, bei den Uni Baskets Paderborn soll der achte Erfolg gelingen. Dies hatte zuvor noch kein anderes RASTA-Team geschafft.

In der Aufstiegssaison 2017-18 hatten die Vechtaer ebenfalls die ersten sieben Spiele gewonnen, stolperten dann am 11. November beim damals ärgsten Konkurrenten, den HAKRO Merlins Crailsheim. Am Ende der Saison stiegen beide Teams in die easyCredit Basketball Bundesliga auf, RASTA als Meister der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, Crailsheim als Vize. Könnte man diesen Saisonverlauf jetzt als gesichert für 2022-23 annehmen, RASTA würde wohl dankend annehmen. Doch in diesem Herbst lassen sich nun einmal keine Prognosen fürs nächste Frühjahr anstellen. Was zählt, ist das hier und jetzt, sprich: immer nur das nächste Spiel.

Im Sportzentrum am Maspernplatz wartet ein zuletzt zweimal siegloses Team von Head Coach Steven Esterkamp. Im letzten Spiel in Kirchheim vergaben die Ostwestfalen binnen Minuten einen 20-Punkte-Vorsprung, verloren nach einem 54:34 in der 22. Minute noch mit 65:78. „Die jungen Spieler müssen lernen, wie sie in welcher Situation, ob bei hohem Vorsprung oder auch bei Rückstand, agieren sollten“, sagte Esterkamp im Anschluss. „Wir arbeiten viel und der Einsatz der Jungs stimmt ebenfalls. In Momenten wie heute in der gesamten zweiten Hälfte fehlt noch das Verständnis für das richtige Spiel und das Vertrauen in sich selbst.“

Tatsächlich ist der erweiterte Kader der Uni Baskets Paderborn sehr jung. Sechs U23-Spieler sind dabei, James Fleming mit 31 Jahren und Johannes Konrad mit 27 sind die „Oldies“ im Team. US-Rookie Connor van Anthony (24) ist bisher der Stärkste in der Mannschaft – mit 15.0 Punkten (38.9% 3er-Quote) und 5.3 Assists plus 2.4 Steals. Sehr gut von jenseits der 6.75 Meter trifft auch erwähnter Fleming, nämlich 42.5% (17/40). Dass die Paderborner derweil nur 79.5 Punkte pro Partie aufweisen, konnten aber auch diese Schützen nicht verhindern. „Ja, Paderborn hat viele junge Spieler – aber eben auch viel Potential im Team. Gegen Paderborn wird es die nächste Herausforderung für uns, gerade weil wir auswärts spielen. Es geht bei uns immer wieder darum, dass wir effektiver spielen. Wir müssen mit- und füreinander spielen, wenn wir diesen achten Sieg wirklich erringen wollen“, fordert Ty Harrelson.

Über die Ausbeute von gleich sechs Spielern mit neun oder mehr Punkten im Mittwochsspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier konnte sich RASTAs Head Coach zwar freuen. Das Zustandekommen des 83:71-Heimsieges vor 2.819 Zuschauern im RASTA Dome stellte allerdings weder den 42-Jährigen noch dessen Spieler gänzlich zufrieden – und auch nicht die Tabellenführung. „Mit dieser Momentaufnahme können wir uns nicht zufriedengeben. Unser Ziel ist es, als Team unser volles Potential auszuschöpfen – da sind wir noch nicht. Außerdem haben wir erst gegen sieben von 17 Mannschaften gespielt. In der Tabelle liegen alle Teams eng beieinander, die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir müssen also voll konzentriert bleiben, wenn wir weitere Schritte nach vorne machen wollen“, warnt Harrelson vor Selbstgefälligkeit.

19.11.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. VfL SparkassenStars Bochum

Nach den ersten sieben Spieltagen konnten die Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am vergangenen spielfreien Wochenende etwas durchatmen. Die PS Karlsruhe LIONS dürften erholt und motiviert aus der Pause zurückkommen. Schließlich wurden die vergangenen Begegnungen am 4. sowie am 6. November mit einer starken Teamleistung beide gewonnen. Der Lohn: Eine Bilanz von inzwischen vier Siegen und der fünfte Tabellenrang, wobei das Tableau in dieser frühen Phase der Spielzeit noch nicht allzu aussagekräftig ist.

Das Team vom kroatischen Headcoach Aleksandar Scepanovic wird auf dem Feld angeführt vom deutschen Center Maurice Pluskota, der mit 16,5 Punkten und 8,8 Rebounds im Schnitt überzeugt. Ihm zur Seite steht der deutsche Neuzugang Bazoumana Koné, der 16,2 Punkte beisteuert. Der US-amerikanische Aufbauspieler Lovell Cabbil Jr. trägt sich mit 14,1 Punkten in die Scorerliste ein und der italienische Forward Lorenzo Cugini folgt ihm mit 12,7 Zählern pro Partie.

Die Verletztensituation der SparkassenStars hat sich innerhalb der Nationalmannschaftspause nicht wesentlich verbessert. Lars Kamp, Kilian Dietz und Miki Servera werden am Samstag ausfallen, zudem steht hinter dem Einsatz von Garrett Sams, der in dieser Woche wieder langsam in das Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, noch ein Fragezeichen.

„Dies wird ein sehr schwieriges Spiel für uns in unserer aktuellen Situation. Unsere verletzten Spieler sind noch in den Reha-Maßnahmen. Wir werden erneut dezimiert nach Karlsruhe reisen. Wir werden aber selbstverständlich unser Bestes geben. Karlsruhe ist ein sehr gut gecoachtes Team mit hochtalentierten Spielern, die von allen Positionen scoren können. Sie haben sehr vielseitige Spieler, angeführt von Koné, in ihren Reihen. Wir müssen unser Hauptaugenmerk auf uns richten“, so Headcoach Felix Banbore über das Spiel am Samstag.

„Wir hatten gehofft, dass wir in der Länderspielpause unser Lazarett ausdünnen können, aber leider haben sich diese Verletzungen als langwieriger herausgestellt als zunächst angenommen. Aus diesem Grund befinden wir uns personell dort, wo wir vor dem Nationalmannschaftsfenster aufgehört haben. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass das Team auf die Fortsetzung der Saison brennt und sich auf den achten Spieltag freut“, so Geschäftsführer Tobias Steinert

20.11.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven

Bei Tabellenführer Rasta Vechta spielten die RÖMERSTROM Gladiators lange Zeit gut mit, mussten sich am Ende dennoch geschlagen geben. Trotzdem will man auf der weiterhin aufsteigenden Form aufbauen und am Sonntag endlich den ersten Heimsieg der Saison 2022/23 einfahren. Zu Gast in der Arena Trier sind die Eisbären Bremerhaven – eine Mannschaft, die ähnlich wie die Gladiatoren, bisher etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben. Insgesamt zwei Siege konnten die Eisbären im bisherigen Saisonverlauf einfahren und stehen aktuell auf dem 15. Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Somit wird die Partie am Sonntag für beide Mannschaften ungemein wichtig, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren.

Die Eisbären reisen mit einem Kader der nach Trier, der vor Erfahrung nur so strotzt. Die beiden Topscorer der Bremerhavener – Robert Oehle (12,6 Punkte pro Spiel) und Jarelle Reischel (12,3 PpS) – standen bereits letztes Jahr im Aufgebot der Norddeutschen und können bereits auf einige Saisons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zurückblicken. Der US-amerikanische Scharfschütze Matthew Frierson kam aus der zweiten Mannschaft der Telekom Baskets Bonn nach Bremerhaven und kennt den deutschen Basketball somit ebenfalls. Ex-Gladiator Matt Freeman und Chris Hooper, der letzte Saison als Leistungsträger bei den Itzehoe Eagles unter Vertrag stand, sind ebenfalls ligaerfahrene Importe, die eine wichtige Rolle in der Eisbären-Rotation einnehmen. Rückkehrer Adrian Breitlauch (zuletzt Artland), Guard Daniel Norl (zuletzt Karlsruhe), Lennard Larysz (zuletzt Schwenningen) und Bernat Vanaclocha Sanchez (zuletzt Ehingen) vervollständigen das Aufgebot der Bremerhavener.

„Bremerhaven ist definitiv besser als ihr Platz in der Tabelle. Sie haben einige Spiele nur knapp verloren, unter anderem gegen Tübingen. Das zeigt auch wieder wie ausgeglichen die Liga ist. Wie auch wir stehen sie aktuell unten in der Tabelle, das macht das Spiel für beide umso wichtiger. Bremerhaven hat gute deutsche Spieler mit beispielsweise Oehle, Reischel und Breitlauch, dazu noch gute Ausländer. Wir wollen aber natürlich unbedingt zuhause gewinnen und den ersten Heimsieg einfahren. In den letzten Spielen hat unsere Formkurve immer weiter nach oben gezeigt und am Sonntag wollen wir uns in der eigenen Halle auch endlich dafür belohnen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs vor dem Heimspiel am Sonntag.

20.11.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. WWU Baskets Münster

„Ein ausführlicher Vorbericht folgt in kürze“

20.11.2022 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Bayer Giants Leverkusen

„Ein ausführlicher Vorbericht folgt in kürze“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Wiha Panthers verpflichten Delante Jones

Nach der Länderspielpause melden sich die wiha Panthers mit einer Verstärkung zurück: Der 27-jährige US-Guard Delante Jones wurde von den Doppelstädtern unter Vertrag genommen.

Auch nach sieben Pflichtspielen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA warten die wiha Panthers noch immer auf den ersten Sieg in der laufenden Spielzeit. Zuletzt zeigte sich die Mannschaft klar verbessert, rangiert derzeit aber als einziges bisher siegloses ProA-Team am Tabellenende auf Platz 18. Um gestärkt aus der Länderspielpause zurückkehren zu können, sind die Schwarzwälder auf dem Transfermarkt aktiv geworden und können nun ihre erste Nachverpflichtung vermelden.

Mit dem Amerikaner Delante Jones stößt ein vielseitiger Shooting Guard zum Team, der vor allem in der Offensive der Mannschaft mehr Konstanz verleihen soll. Der 1,94 Meter große Athlet lief vor seiner Profilaufbahn zwischen 2015 und 2020 in der NCAA für die US-Colleges American University und Seattle University auf. In der vergangenen Spielzeit spielte Jones erstmals in Europa und schloss sich einem Team aus der zweiten litauischen Liga an. Bei BC Šilute überzeugte der Amerikaner mit beeindruckenden statistischen Werten.

Durchschnittlich 17,8 Punkte, 3,6 Rebounds, 1,7 Assists und 1,3 Ballgewinne verzeichnete Jones und war somit ligaweit drittbester Scorer und mit 44,7%iger Trefferquote zweitbester Dreipunktschütze. Die laufende Spielzeit begann für den Guard in Österreich. Nach drei Einsätzen für den Erstligisten Klosterneuburg Dukes kam es Ende Oktober jedoch zu einer Trennung in beiderseitigem Einvernehmen. Nun will sich Jones in der ProA bei den wiha Panthers beweisen.

Ich freue mich darauf, nun für die wiha Panthers auflaufen zu können“, kommentiert Delante Jones nach erfolgter Vertragsunterschrift. „Nachdem es für mich in Österreich leider nicht gepasst hat, glaube ich, bei den Panthers nun die ideale Situation gefunden zu haben, in der ich meine Qualitäten unter Beweis stellen kann. Ich bin ein hart arbeitender Spieler, der den Wettkampf liebt und Würfe für die Mitspieler und sich selbst kreieren kann. Mit den Panthers will ich so viele Spiele wie möglich gewinnen und mich als Mensch und Spieler hier weiterentwickeln.“

Delante Jones hat ein starkes Rookiejahr in Litauen gespielt“, betont Panthers-Head Coach Alen Velcic. „Da er in Österreich nicht die erhoffte Spielzeit und Rolle erhalten hat, war er zu unserem Glück nun verfügbar. Delante ist ein sehr smarter Spieler, der mich in seinem Sozialverhalten auf und neben dem Feld sehr an Jaren Lewis und Rasheed Moore erinnert. Er ist ein ruhiger, feiner Kerl, der immer zuhört, lernen will und sich nie beklagt. Er macht viele Dinge automatisch richtig und will organisiert und strukturiert spielen. Als guter Schütze, starker Athlet und Ballhandler wird er uns mit seiner Qualität und seiner Erfahrung einen Schritt nach vorne bringen.“

Delante Jones
Geburtstag: 25.08.1995
Größe: 1,94 m
Gewicht: 88 Kilogramm
Position: Shooting Guard

Ob Delante Jones bereits am Sonntag sein Debüt im Dress der wiha Panthers feiern kann, steht noch nicht fest. Nachdem die Liga für die Neuverpflichtung grünes Licht gegeben hat, der Verein und die involvierten Verbände ihre Arbeit erledigt haben, steht derzeit noch die Freigabe der FIBA aus. Ob mit oder ohne Neuzugang: Am Sonntag (20.11., 17:00 Uhr) wollen die wiha Panthers in der heimischen Deutenberghalle gegen die Bayer Giants Leverkusen den ersten Saisonsieg einfahren. Tickets für die Partie des 8. Spieltags in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind im Online-Ticketshop der wiha Panthers und an der Abendkasse erhältlich.

Nachberichte Nachholspiele ProA 7. Spieltag

16.11.2022 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Medipolis SC Jena 95:88

Die Erkenntnis, dass Favoritenrollen vor Begegnungen der BARMER 2. Basketball Bundesliga keinerlei Aussagekraft besitzen, mussten die Basketballer von Medipolis SC Jena einmal mehr am Mittwochabend in der Leverkusener Ostermann Arena erfahren. Das Team von Kapitän Brandon Thomas unterlag den gastgebenden BAYER GIANTS aufgrund einer dürftigen ersten Halbzeit letztendlich verdient mit 95:88 und kassiert somit die zweite Niederlage der Saison.

Von Kapitän Brandon Thomas durch den ersten Wurf der Partie zunächst noch mit 3:0 in Führung gehend, kippte das Duell im Verlauf des Startviertels früh zu Gunsten der Giants. In erster Linie durch das Guard-Center-Tandem Xavier Bishop und Dejan Kovacevic getragen, legte Marius Stoll an der Freiwurflinie auf 18:8 (6.) nach, um die Leverkusener erstmals zweistellig in Front zu bringen. Medipolis SC Jena versuchte zu kontern, kam sowohl offensiv als auch in der Defense jedoch meist nicht über die Zuschauerrolle hinaus. Bis zur ersten Viertelpause hatten die Rheinländer auf 29:15 vorgelegt und knüpften auch zu Beginn des zweiten Abschnitts nahtlos an ihre intensive Vorstellung an. Mit einem 8:0-Zwischenspurt war das Team von Hansi Gnad bis zur 12. Minute bereits auf 39:18 enteilt, nutzte dabei immer wieder Schwächen in der Jenaer Verteidigung, die zu diesem Zeitpunkt noch im Bus zu sitzen schien. Ein erfolgreicher Distanzwurf von Xavier Bishop zum 45:22 (14.) markierte schließlich die statistische Talsohle der Gäste, die bis zum Kabinengang und einem 54:35-Halbzeitrückstand kaum ein Bein auf den Boden gebracht hatten.

Neben einem deutlichen Reboundverhältnis von 20:11 pro Leverkusen war es den Giants mit traumwandlerisch sicheren Wurfquoten gelungen, sich während der ersten 20 Minuten in einen Rausch zu spielen. Die Thüringer hatten sich unterdessen ein tiefes Loch gegraben, aus dem es sich in der zweiten Hälfte schrittweise zu befreien galt.

Als erster Spieler der Gäste nahm Stephan Haukohl eine Schaufel zur Hand, um sein Team wieder in Schlagdistanz zu bringen. Mit sechs Punkten innerhalb von zwei Minuten verkürzte Jenas Flügelspieler, inklusive eines Korblegers von Alex Herrera, auf 56:43. Doch die Riesen vom Rhein ließen sich noch nicht aus dem Rhythmus bringen, konservierten ihren Vorsprung und legten erneut auf 69:51 (27.) vor. Erst eine durchaus stabile Jenaer Dreier-Serie durch Shaq Hines, Vuk Radojicic und Carlton Guyton sorgte unmittelbar vor der letzten Viertelpause dafür, dass die Hoffnung auf ein spätes Comeback wieder konkrete Formen annahm. Bis zur 33. Minute schienen die Thüringer tatsächlich noch einmal die Tür zum Auswärtssieg öffnen zu können. Moritz Plescher hatte mit fünf Punkten auf 78:71 verkürzt, bevor Carlton Guyton an der Freiwurflinie auf 78:72 nachlegen konnte. Schlussendlich blieb es dann aber doch beim Sieg der Rheinländer, die aufgrund ihrer treffsicheren ersten Hälfte und dem zu späten Erwachen der Jenaer als verdienter Gewinner vom Parkett gingen.

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „Leverkusen kam mit deutlich mehr Intensität raus, hat sich während der ersten beiden Viertel in einen kleinen Rausch gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir das umgesetzt, was wir machen wollten, aber wenn man schon so weit hinten liegt, muss einfach alles klappen. In dieser Phase hat es Leverkusen geschafft, auch die toughen Würfe zu treffen. Wir wollten physisch spielen. Die 41 Freiwürfe lass ich jetzt mal so stehen und das ist auch nicht das, was wir wollen. Nichtsdestotrotz geht es für uns darum, physisch und aggressiv zu verteidigen. Das ist uns bis zur Pause nicht gelungen. Die erste Halbzeit darf uns so nicht passieren, die zweite Hälfte war deutlich besser“.

16.11.2022 20:00 Uhr RASTA Vechta vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 83:71

Mit einem 83:71-Heimerfolg über die RÖMERSTROM Gladiators Trier hat RASTA Vechta seinen eigenen Startrekord in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eingestellt. Vor 2.819 Zuschauern im RASTA Dome, darunter gut 200 eingeladene Erstsemester-Studierende der Universität Vechta, machten sechs Vechtaer neun oder mehr Punkte. RASTA steht nun weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze, während Verfolger Medipolis SC Jena seine Nachholpartie des 7. Spieltages verlor und auf den 4. Platz abrutschte.

Der Spielbeginn gestaltete sich ausgeglichen, beide Teams benötigten etwas Zeit um in die Partie zu finden. Vor allem defensiv zeichnete sich ein hart umkämpftes Spiel ab. Vechta gelang es, die zuletzt starken Schützen der Trierer aus dem Spiel zu nehmen, aber auch die Gäste hatten dank ihrer gut organisierten Teamdefense guten Zugriff auf die individuell sehr starken Akteure des Tabellenführers. Offensiv kamen die Moselstädter hauptsächlich durch gutes Inside-Spiel mit den Big Men Dylan Painter und Travis Daniels zum Erfolg. Am Ende des ersten Viertels stand es letztlich 14:18 aus Trierer Sicht. Die Gladiatoren erwischten den besseren Start in das zweite Viertel und konnten das Spieltempo etwas erhöhen. Beide Teams leisteten sich zwar einige Turnover und auch die Wurfquoten aus der Distanz blieben ausbaufähig, dennoch gelang es den Trierern aus dieser etwas wilderen Phase Kapital zu schlagen. Nach fünf Minuten im zweiten Viertel ging man so erneut in Führung (27:26). Im weiteren Verlauf des Viertels nahm das Spieltempo wieder etwas ab und die Vechtaer kamen besser in ihre Systeme. Weiterhin blieb auch die Defense der Gastgeber fokussiert und ließ kaum freie Würfe von Parker van Dyke oder Dan Monteroso auf dem Flügel zu. Eine kurze unkonzentrierte Phase der Gladiatoren nutzte Rasta nochmals aus und erspielte sich so eine 33:38 Halbzeitführung.

Auch der Beginn des dritten Viertels gehörte den Gladiatoren, die offensiv weiterhin mit einigen Turnovern zu kämpfen hatten, dafür defensiv aber sehr kompakt standen und das Eins-gegen-Eins der Rastaner gut verteidigten. Nico Wenzl konnte in gleich mehreren Angriffen nacheinander gute Akzente setzen und einen kleinen Lauf starten, der die Moselstädter erneut in Führung brachte (46:42, 25. Spielminute). Bis zum Ende des dritten Viertels kam aber auch der Tabellenführer zu besseren Lösungen gegen die Trierer Defensive und schaffte es ebenfalls einen Lauf zu starten. Somit ging es mit einem 52:55 aus Sicht der RÖMERSTROM Gladiators in das letzte und entscheidende Viertel.

Diesmal kam Rasta besser aus der Viertelpause und erhöhte die Intensität nochmals deutlich. Schon nach 45 Sekunden im letzten Viertel zogen die Gastgeber erneut etwas davon (52:61). Aber auch jetzt gaben sich die Gladiatoren nicht auf, fokussierten sich erneut stärker auf die Defensive und zwangen die Vechtaer zu Fehlern. Nach einer hektischen Phase auf beiden Seiten kamen die Trierer Profibasketballer erneut zurück und läuteten fünf Minuten vor Spielende beim Spielstand von 60:61 eine spannende Schlussphase ein. Aber besonders in den letzten Minuten des Spiels zeigte sich die große Stärke des ungeschlagenen Tabellenführers: die individuelle Klasse. In den entscheidenden Momenten trafen die bisher glücklosen Distanzschützen von Rasta gleich mehrere Dreier in Folge und den Gladiatoren gelang es auf der Gegenseite nicht die richtigen Antworten zu finden. So setzte sich Rasta Vechta zum Ende der Partie noch auf 71:83 ab.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Das war eine sehr umkämpfte Partie, ein ganz hartes Stück Arbeit für uns. Pascal Heinrichs hat sein Team sehr gut eingestellt, Trier hat diszipliniert gespielt und uns in der Zone attackiert. Die Gladiators haben auch sehr physisch gespielt, es uns sehr schwer gemacht. Aber wir haben eben einen guten Job bei den Rebounds gemacht, das war entscheidend.“

Vorberichte Nachholspiele ProA 7. Spieltag

16.11.2022 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Medipolis SC Jena

Am 7. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2022/23 empfangen die BAYER GIANTS Leverkusen die Mannschaft von Medipolis SC Jena in der Ostermann-Arena. Eine schwere Aufgabe, welche dem Rekordmeister bevorsteht.

12 Tage hatten die „Giganten“ nach der knappen 84:91-Niederlage bei den Nürnberg Falcons Zeit, um sich zu regenerieren und sich im Training weiter zusammenzufinden. Einheiten, die die Farbenstädter zu nutzen wussten, wie Headcoach Hansi Gnad erklärt: „Für uns kam die Pause zu einem guten Zeitpunkt, denn wir konnten ausführlich und in aller Ruhe an unseren Schwächen im Spiel arbeiten. Die Jungs haben in den vergangenen Tagen hart trainiert und es sind deutliche Fortschritte erkennbar.“

Gegen Medipolis SC Jena wird die Konstanz über 40 Minuten extrem wichtig sein, um zu bestehen. Die Gäste aus Thüringen stehen, mit einer Bilanz von fünf Siegen und einer Niederlage, auf einem guten dritten Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Zuletzt bezwang man die wiha Panthers aus Schwenningen deutlich mit 87:71 und setzte den positiven Trend fort. Coach Domenik Reinboth, der früher als Jugendtrainer in Leverkusen tätig war, kann in 2022/23 auf einen qualitativ hochwertigen Kader zurückgreifen, der sehr erfahren ist. An erster Stelle ist hier sicherlich Brandon Thomas zu erwähnen, der auf über 300 Einsätze in der easyCredit-BBL (u.a. FC Bayern Basketball und JobStairs GIESSEN 46ers) zurückblicken kann. Dass der 38-Jährige noch längst nicht zum alten Eisen zählt, hat er zweifelsohne bewiesen. Der Forward ist mit durchschnittlich 14,8 Punkten pro Spiel der beste Scorer seiner Farben und scheut sich nicht, Verantwortung zu übernehmen. Auch zweistellig scort Shaquille Hines im Schnitt. Der US-Amerikaner war ebenfalls schon in der Bundesliga aktiv (53 Einsätze für Frankfurt und Braunschweig) und ist mit 13,7 Zählern und 7,3 Rebounds pro Begegnung brandgefährlich. Der athletische Power Forward ist nicht nur im Nahdistanzbereich effizient, er beherrscht auch den Wurf von jenseits der Dreipunktelinie (trifft 40 Prozent seiner Dreier). Der effizienteste deutsche Akteur ist Björn Rohwer. Der gebürtige Rendsburger wechselte im Sommer 2022 aus Bochum in die thüringische Universitätsstadt und hat sich seitdem als fester Leistungsträger in der Rotation etabliert (11,2 Punkte pro Spiel – Einsatzzeit im Schnitt: 16 Minuten). Die Aufzählung des starken Jenaer Kaders könnte man jetzt mit Akteuren wie Stephan Haukohl (8,7 PpS) oder Tarik Fahrensohn (früher Ehingen, 6,2 PpS) beliebig fortführen.

Die Qualität des Gegners schätzt Trainer Gnad wie folgt ein: „Da steht uns ein harter Brocken bevor. Jena verfügt über immens viel Erfahrung, der Großteil des Kaders war gar in der BBL aktiv und das zeigt schon, mit welch einer starken Mannschaft wir es zu tun bekommen. Ob in Korbnähe oder von „Downtown“: Science City ist stets gefährlich und wenn einmal in Fahrt gekommen nur schwer zu bremsen. Der Klub gehört sicherlich zu den Mitfavoriten um den Aufstieg in die erste Liga. Das Gesamtpaket in Jena stimmt, bei uns muss alles passen, um eine Chance zu haben.“

16.11.2022 20:00 Uhr RASTA Vechta vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Englische Woche für RASTA Vechta in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Mittwoch empfängt der Tabellenführer die RÖMERSTROM Gladiators Trier zu einer Nachholpartie des 7. Spieltages. Die Gäste von der Mosel kommen mit den beiden besten Scorern der Liga an die Pariser Straße und sind nach Startproblemen auf dem besten Wege, die Kurve zu bekommen.

„Trier hat offensiv gleich mehrere Waffen, unter anderem den Top-Scorer der Liga. Unsere Defense steht also vor einer Herausforderung. Und was unsere eigene Offense anbelangt, kann ich sagen, dass wir effizient spielen müssen. Ganz wichtig ist, dass wir unser Verhältnis von Vorlagen zu Ballverlusten verbessern müssen – das würde uns weiterbringen“, fordert RASTAs Head Coach Ty Harrelson. Der angesprochene Top-Scorer der Liga ist Parker van Dyke. 45 Mal schon hat der 28-Jährige in sechs Spielen von jenseits der 6.75 Meter abgedrückt. Treffer hat der US-Amerikaner dabei 24 gelandet – eine schier unfassbar gute Quote von 53.3%! Am 1. Spieltag und auch am sechsten traf der 1.91 Meter große Profi jeweils sieben Dreier. In allen sechs Partien gelangen Parker van Dyke mindestens 14 Punkte und drei Rebounds. Für RASTAs Enosch Wolf ist daher klar, dass man van Dyke, der im Schnitt pro Spiel 21.0 Punkte macht, stoppen muss: „Klar, ihn müssen wir im Griff haben – aber auch Daniel Monteroso. Schaffen wir das, sollten wir am Mittwoch keine Probleme bekommen.“

Optimistisch und selbstbewusst ist RASTAs Center, zumal er die Trierer gut kennt. Letzte Saison spielte der 32-Jährige für die Gladiators. Damals vor allem auf den großen Positionen stark besetzt, hat sich deren Fokus nun verändert, so Wolf: „Zwar sind einige Spieler aus dem Vorjahr noch da. Aber es steht nicht mehr dieses dominante Auftreten der Big Men im Fokus. Zwar sind viele Systeme noch dieselben, aber die Priorität liegt jetzt eben auf den Shooting Guards.“ Neben van Dyke hat Triers Head Coach Pascal Henrichs (33) mit Daniel Monteroso nämlich auch noch den zweitbesten ProA-Scorer (18.2 Punkte) in seinem Team. Dass die Trierer ihre ersten fünf Partien allesamt verloren haben, klingt daher schon fast unglaubwürdig. Doch unter anderem Verletzungspech verhinderte einen besseren Start. Zudem: Vier Trierer Niederlagen kamen mit sechs oder weniger Punkten Differenz zustande. Es steht zu vermuten, dass der Auswärtssieg in Paderborn den Knoten der Gladiators wirklich hat platzen lassen und dass nun von Platz 16 aus die große Aufholjagd Richtung Playoff-Plätze begonnen hat. „Trier ist besser als es die Tabelle gerade aussagt. Man darf weder sie noch irgendeinen anderen Gegner unterschätzen“, warnt Enosch Wolf.

„Vechta ist natürlich absoluter Favorit in diesem Spiel. Sie haben im Sommer sehr starke Spieler verpflichtet und es wird definitiv ein sehr schweres Spiel. Vechta hat einen sehr guten Start in die Saison hingelegt, wird aber irgendwann auch mal ein Spiel verlieren. So fahren wir definitiv nach Vechta um das Spiel zu gewinnen und werden alles auf dem Parkett lassen um unsere Chance dort zu nutzen. Wir müssen defensiv noch besser rebounden und schauen wie viele Spieler am Mittwoch einsatzfähig sein werden. Der Einsatz von Alex Laurent ist noch fraglich, da hoffen wir natürlich sehr, dass er uns am Mittwoch schon wieder helfen kann“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer.

Beide Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Kroatischer Aufbauspieler verstärkt 46ers – Karlo Miksic soll weitere Impulse geben

Die JobStairs GIESSEN 46ers haben noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und den Point Guard Karlo Miksic verpflichtet. Der Kroate, der zuletzt für KK Velika Gorica auflief und bereits BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Erfahrung aufweist, erhält beim Traditionsclub einen Vertrag für die restliche Spielzeit. Der harte Arbeiter wird im Kader von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic die Nummer 55 bekommen und soll bereits am übernächsten Wochenende gegen seinen Ex-Club aus Kirchheim auf dem Osthallen-Parkett stehen. 

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Nach den ersten sieben Spieltagen haben wir eine kleine Analyse getätigt. Die Situation im Training ist für uns nicht befriedigend. Nico Brauner spielt mit einer Verletzung und beißt sich durch, kann aber praktisch nicht trainieren. Insgesamt haben wir auf den Guard-Positionen gewisse Schwierigkeiten, die wir beheben müssen. Wir haben uns deshalb auf dem Markt, mit unseren finanziellen Mitteln, umgeschaut und ich glaube, wir haben Glück gehabt. Mit Karlo Miksic haben wir einen freien Spieler gefunden, der Erfahrung aus der Liga mitbringt. Er hat die letzten Spielzeiten in Kirchheim gespielt und kennt somit die Liga. Karlo bringt genau die Tugenden, die wir aktuell benötigen, wie Spielübersicht oder harte Defense. Er ist ein harter Arbeiter, der zudem nicht oft verletzt war – wir hoffen auch, dass das so bleibt. Wir denken, dass er uns dort stärkt, wo wir offensichtlich im Augenblick Probleme haben.“ 

Karlo Miksic (Spieler JobStairs GIESSEN 46ers): „Ich freue mich sehr, das erste Training mit dem Team absolviert zu haben. Die Spieler haben sehr viel Talent und sind teilweise mit einer Menge Erfahrung ausgestattet. Coach Frenki hat mit Heidelberg den Aufstieg geschafft, also weiß er, wie der Job funktioniert und wie man eine Mannschaft führt. Nun muss ich mich schnell in die Abläufe und Systeme integrieren, damit wir auf dem gleichen Wissensstand sind und entsprechend zusammen spielen können, um noch mehr Siege einzufahren. Ich hoffe, dass ich mich schnell zurechtfinde und dem Team weiterhelfen kann.

Der Gießener Neuzugang aus Kroatien hat bisher in seinem Heimatland und in Deutschland gespielt. Zuletzt für den kroatischen Club KK Velika Gorica, wo er in dieser Saison hin gewechselt war. 5.5 PpS und 1.5 ApS standen nach zwei Spielen und rund 15 Minuten Einsatzzeit auf seinem Spielerbogen.

Zuvor war Karlo Miksic beim damaligen ProA-Ligisten scanplus baskets Elchingen für eine Spielzeit engagiert. Er war in dieser Zeit 25-Mal auf dem Parkett anzufinden und erhielt rund 24 Minuten Einsatzzeit. In diesen produzierte der Kroate 9.1 PpS und 4.7 ApS. Seine Bestleistung konnte die 46ers-Neuverpflichtung mit 21 Zählern gegen die Basketball Löwen Erfurt aufstellen.  

Aber auch bereits eine Station vorher, war Miksic bei einem ProA-Ligisten angestellt. Die VfL Kirchheim Knights hatten ihn zwei Spielzeiten unter Vertrag.  Dort spielte er unter anderem mit dem jetzigen 46ers-Captain Nico Brauner zusammen. Der umsichtige Aufbauspieler konnte in diesen zwei Jahren seine Statistiken auf 9.0 PpS, 3.0 RpS und 4.6 ApS aufwerten und war dabei vor allem für die Lenkung des Spiels zuständig.

Das basketballerische Grundgerüst erhielt der 25-Jährige in seinem Heimatland bei Cedevita Zagreb und Gorica in der dortigen ersten Liga. Vor seinem Auslandswechsel, war er mit 6.0 PpS und 2.7 ApS in 22 Partien erfolgreich, was ihn auch für die kroatischen U-Nationalmannschaften qualifizierte. 

Spielerdaten:

Karlo Miksic
Geboren am 29.10.1997, Zagreb (HRV)
Nationalität: kroatisch
Position: Point Guard (1)
Größe: 193 cm
Gewicht: 89 kg

Stationen als Spieler:

Seit 2022 JobStairs GIESSEN 46ers

2022 KK Velika Gorica (HRV)

2020 – 2022 VfL Kirchheim Knights

2019 – 2020 scanplus baskets Elchingen

2017 – 2019 KK Velika Gorica (HRV)

2015 – 2017 Cedevita Zagreb (HRV)

Aktueller Kader der JobStairs GIESSEN 46ers (BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison 2022/23, Stand 09.11.2022):

Karlo Miksic, Till Heyne, Christopher Herget, Igor Cvorovic, Terry Winn III, Justin Martin, Stefan Fundic, Jordan Barnes, Roland Nyama, Kevin Strangmeyer, Luca Finn Kahl, Nico Brauner, Luis Elias Figge, Maximilian Begue, Finn Döntgens, Nikola Stanic (Assistenztrainer), Branislav Ignjatovic (Cheftrainer)

Nachberichte Doppelspieltag ProA 6./7. Spieltag

Foto: Achim Kunetka

Spieltag 6: 04.11.2022 19:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Bayer Giants Leverkusen 91:84

Big Point für die Nürnberg Falcons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Mannschaft von Coach Vytautas Buzas bezwang zum Auftakt des Doppelspieltags die Bayer Giants Leverkusen in einer sehenswerten Partie mit 91:84 (42:40). Schon am Sonntag geht es weiter mit einem Gastspiel bei den SparkassenStars in Bochum, die zeitgleich Tabellenführer Tübingen die erste Saisonniederlage beibrachten. 

Die Gastgeber begannen gut und gingen durch Sheldon Eberhardt nach dem gewonnenen Sprungball mit 3:0 in Führung. Neben dem Ex-Giant konnte auch Jonathan Maier dem Spiel früh seinen Stempel aufdrücken. Nürnbergs Center erzielte im ersten Viertel zehn Punkte und riss die Zuschauer mit einem erfolgreichen Dreier, gefolgt von einem spektakulären Dunk zum 10:2 erstmals aus den Sitzen. Leverkusen schien beeindruckt und geriet nach fünf Spielminuten mit 15:2 in Rückstand. Nürnberg hatte derweil alles im Griff, fing sich aber wenig später einen 9:0-Run ein und führte als Resultat nur noch mit sieben Zählern (20:13). Viertel 2 entwickelte sich zu einem kleinen Privatduell zwischen den Ex-Teamkameraden Sebastian Schröder und Haris Hujic. Beide Spieler hatten nach diesem Durchgang jeweils 9 Punkte auf ihrem Konto. Die Führung zur Pause blieb aber auf Seite der Falcons (42:40). Vorteil Schröder. Auch nach dem Seitenwechsel egalisierten sich beide Teams, zeigten dabei aber mitreißenden Basketball mit spektakulären Aktionen in Offensive und Defensive. Robert Drijencic lief für Leverkusen heiß während auf Nürnberger Seite Justinas Ramanauskas groß aufspielte und von der Verteidigung der Giants kaum noch zu bremsen war. Der junge Litauer ging voran und Nürnberg führte vor dem Schlussabschnitt mit vier Zählern (67:63).

Im letzten Viertel konnte sich zunächst keine Mannschaft absetzen. Vier Minuten vor Schluss traf dann der starke Moritz Krimmer zum 81:76, was eine prompte Auszeit von Hansi Gnad zur Folge hatte. Der Erfolgstrainer der letzten Jahre musste eingreifen, ehe Nürnberg hier für eine Vorentscheidung sorgen würde. Abdul Mohamed verkürzte wenig später auf 81:78, doch Justinas Ramanauskas stellte den alten Punkteabstand kurz darauf wieder her (83:78). Mit 86:78 ging es in die letzten zwei Spielminuten, wo zwei sehenswerte Dreier von Haris Hujic Leverkusen in beeindruckender Art und Weise wieder neues Leben einhauchten (86:84). Tim Köpple hatte jedoch andere Pläne, traf im Gegenzug den Dagger zum 89:84 und brachte die Falcons so endgültig auf die Siegerstraße. Die Mannschaft von Vytautas Buzas gewann schlussendlich mit 92:84 – der dritte Saisonsieg und ein guter Impuls für das schon Sonntag anstehende Auswärtsspiel bei den SparkassenStars Bochum, die sich mit überraschend mit 76:79 bei den Tigers Tübingen durchsetzen konnten. 

Coach Hansi Gnad sagte nach der Partie: „Erst einmal möchte ich Nürnberg zu diesem verdienten Erfolg gratulieren. Am Schluss haben uns die Falcons mit einigen Hustle-Plays arg wehgetan. Der letzter Dreier von Tim Köppele zum 89:84 hat die Begegnung dann entschieden. Beide Mannschaften haben um jeden Ballbesitz gekämpft, mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Was bleibt ist eine weitere Niederlage für uns.“ Die Situation beschreibt der gebürtige Darmstädter wie folgt: „Die aktuellen Umstände in Leverkusen sind prekär, gar keine Frage. Uns fehlen Dennis Heinzmann, Melvin Jostmann und Matthew Meredith extrem. Drei von acht Säulen sind damit weggebrochen. Das ist meiner Meinung nach nicht zu kompensieren. Wir versuchen mit dieser Situation so gut es eben möglich ist umzugehen, doch das ist gar nicht so einfach. Es gilt weiterhin den Kader mit zehn neuen Spielern zu entwickeln und vor allem aus diesem tiefen Loch zu holen.“

04.11.2022 19:00 Uhr WWU Baskets Münster vs. ART Giants Düsseldorf 96:67

Die WWU Baskets Münster haben Hürde eins des Doppelspieltags souverän übersprungen: Im NRW-Derby gewannen die Uni-Städter vor 2.650 Zuschauern am Freitagabend gegen ART Giants Düsseldorf mit 96:67 (54:35) und kletterten nach dem 6. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf Tabellenplatz fünf. Das Team von Björn Harmsen dominierte nach ausgeglichenen Auftaktminuten die Partie. Eine gute Verteidigungsleistung und sechs zweistellig punktende Münsteraner Akteure waren Garanten des ungefährdeten Erfolgs. 

Björn Harmsen startete mit Hilmar Pétursson, Connor Harding, Cosmo Grühn, Adam Touray und Andreas Seiferth. Connor Harding erzielte die ersten Punkte für die Münsteraner im bis zum 14:14 ausgeglichenen Auftaktviertel nach sieben Minuten. Mit einer 3-2-Zone nahmen die WWU Baskets Düsseldorfs gefährliche Schützen fortan gut aus dem Spiel. Allein der Ex-Münsteraner Ryan Richmond punktete gewohnt verlässlich, avancierte zum Topscorer des Abends (20 Punkte). Gefährlicher in der Breite aber die Münsteraner: Mit vier Punkten von Jasper Günther und einem Dreier-Buzzer von Connor Harding erspielten sie einen ersten Vorsprung: 23:16 nach Viertel eins.

Viertel Nummer zwei startete mit einem spielerisch ansehnlichen Münsteraner Einstieg, daraus resultierte die erste zweistellige Führung (30:20, 13.). Die Uni-Städter blieben wachsam und wirkungsvoll in ihrem Defensivkonzept, behaupteten den zweistelligen Vorsprung auch Mitte des zweiten Viertels (37:37). Und waren zur Stelle als sich die Giants immer schwerer taten, Wege durch Münsters 3-2-Zone zu finden. Mit einem 11:0-Lauf enteilten sie, garniert mit einem Dunking von Darien Jackson, auf 52:33. Erfreulich bis hierhin waren sehr gute Quoten aus dem Feld und besonders auf des Cheftrainers Zettel: nur fünf Turnover in den ersten zwanzig Minuten – Halbierung eines Chancen raubenden Mankos der ersten Spieltage. 19 Punkte betrug der Vorsprung auch zur Halbzeitpause (54:35).

Münster hatte vor einer großen Kulisse auch das Publikum hinter sich und nahm diese Energie mit in die zweite Halbzeit. Bei den ART Giants hoffte man weiter auf einen Turnaround auf dem Spielfeld, doch die Gastgeber präsentierten sich weiterhin gnadenlos in der Offensive, wenngleich sich das Flabb-Team reinbiss, ohne dafür belohnt zu werden. Ein 8:0-Lauf der WWU Baskets zum Start ins letzte Viertel (77:53) sorgte für die Vorentscheidung und die letztlich verdiente Niederlage der Giganten (96:67).

04.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. VfL SparkassenStars Bochum 76:79

Am 6. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA waren die VfL SparkassenStars Bochum am vergangenen Freitagabend zum Auftakt des Doppelspieltagswochenendes zu Gast beim Tabellenführer, den Tigers Tübingen. Nach einem zwischenzeitlichen 14-Punkte-Rückstand beim Favoriten kämpften sich die Bochumer zurück in die Partie und gewannen am Ende stark mit 79:76.

Die Tigers Tübingen haben nach fünf Siegen in Serie das erste Spiel verloren. Vor 1.691 Zuschauern setzte es gegen die dezimiert angetretenen Gäste der VfL SparkassenStars Bochum eine 76:79 (40:31)-Niederlage. Die Raubkatzen konnten erneut nicht an die guten Leistungen zum Saisonstart anknüpfen. Gegen die Zone hatten die Schwaben immer wieder Probleme, in der Offensive Akzente zu setzen. Die Partie war über die gesamte Spieldauer spannend. In der 25. Minute führten die Schützlinge von Trainer Danny Jansson bereits mit 14 Zählern (55:41), in der 33. Minute lagen die Hausherren ihrerseits mit zehn Zählern (60:70) zurück. Ein 20:0-Lauf brachte die Gäste um Trainer Felix Banobre auf die Siegerstraße. Die Schwaben konnten sich in der Schlussphase nochmals zurückkämpfen. Aatu Kivimäki brachte die Raubkatzen 104 Sekunden vor dem Ende mit 76:74 in Führung, die Halle tobte. Die letzten fünf Zähler gingen jedoch an Bochum. Bei den Rebounds hatte das Banobre-Team mit 41:34 die Lufthoheit, dazu traf man nur 29 Prozent (zehn von 34 Würfen) aus der Distanz. Topscorer der Partie war Bochum Tom Alte mit 18 Punkten, bei den Schwaben traf Zac Seljaas mit 17 Zählern am häufigsten.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Diese Niederlage hat sich in den letzten zwei, drei Wochen angedeutet. Wir haben das Spiel heute im dritten Viertel verloren. Die Niederlage geht auch so in Ordnung. Wir haben es nicht verdient, das Spiel zu gewinnen. Vielleicht benötigt meine Mannschaft einen Tritt in den Hintern, um wieder besser zu spielen. Im dritten Viertel hatten wir das Momentum auf unserer Seite und haben die Partie dann hergegeben. Die Intensität war nicht, dazu haben wir zu viele Fehler gemacht. Jetzt heißt es, dass wir uns morgen auf Düsseldorf vorbereiten, die Lehren aus dem Spiel ziehen und es besser machen.“

„Ein großes Lob an diese Mannschaft! Wir wussten, dass dieses Auswärtsspiel beim Tabellenführer mit einem dezimierten Kader alles andere als einfach werden würde, aber das Team hat zu jeder Zeit an sich geglaubt und trotz eines 14-Punkte-Rückstandes zur Mitte des dritten Viertels nicht aufgesteckt. Wie wir uns zurück in die Partie gekämpft haben, war großartig. Diesen Sieg haben sich die Jungs redlich verdient und er ist wie Balsam für die Seelen der Spieler nach den letzten drei engen Niederlagen zuvor. Ich hoffe, dass die Jungs ihre Beine schnell regenerieren, denn am Sonntag wartet mit Nürnberg schon die nächste nicht so einfache Aufgabe auf uns vor heimischem Publikum und dann gilt es, den ersten Heimsieg der Saison einzufahren“, freute sich Geschäftsführer Tobias Steinert nach der Partie.

04.11.2022 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 69:88

Die Artland Dragons haben das dritte Spiel in Folge gewonnen. Im Derby setzte man sich dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient mit 88:69 durch. Durch den Sieg konnten die Dragons ihre Bilanz ausgleichen und stehen jetzt bei 3-3.

Das erste Viertel begann ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Quakenbrück. In den ersten Minuten erzielten beide Teams mit jedem Wurf auch Punkte, dann wurden die Artland Dragons stärker in der Defensive. Daraus entwickelte sich eine zunehmende Effektivität der Gäste und die Qualität aus den eigenen Rebounds direkt zu punkten. Zum Ende stand es 15:25. Die zweiten zehn Minuten dominierten weiter die Artland Dragons. Die Eisbären hatten es schwer in ihr Spiel zu finden und ermöglichten dem Gegner mit eigenen Turnovern dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Nichtsdestotrotz konnten sich die Seestädter der Anfeuerung der Fans sicher sein.

Mit einem Halbzeitstand von 25:46 gingen beide Teams in die Katakomben. Nach der Pause war es den Eisbären Bremerhaven anzumerken, dass sie vor Ihren Fans noch einmal alles geben wollten. Die Mannschaft nahm ihr Herz in die Hand und konnte das dritte Viertel mit 23:16 für sich entscheiden und damit auf 48:62 herankommen. Dreier Spezialist Matt Frierson erzielte seine ersten Punkte und das gesamte Team schaffte es zudem ohne Turnover aus dem Viertel. Folglich steigerte sich auch die Defensivleistung der Hausherren. Die Eisbären begannen das letzte Viertel engagiert und kamen zunächst auf 13 Punkte heran, schafften es dann aber nicht das Momentum weiter zu nutzen. Dem Gegner gelang es folglich wieder einen Gang hoch zu schalten. Auch weil die Bremerhavener sich nicht mit eigenen Punkten belohnen, fanden die Artland Dragons wieder mehr in ihr Spiel und versenkten fünf weitere Dreier. Auf Seiten der Bremerhavener stach Youngster Luca Merkel erneut positiv heraus und konnte nach seiner Einwechselung seine ersten fünf Punkte in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA erzielen. An der Niederlage änderte dies aber nichts mehr, somit endete die Partie mit 69:88. 

Headcoach Steven Key fand nach der Derbyniederlage deutliche Worte: „Wenn wir selbst nicht treffen und zudem die Körbe des Gegners nicht verhindern, können wir so ein Spiel auch nicht gewinnen. Herzlichen Glückwunsch an Coach Flomo und sein Team zum Sieg. Jetzt gilt es die Kräfte neu zu bündeln und dann in Hagen eine konstantere Leistung abzurufen.“

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ich bin stolz, wie wir gespielt haben. Leidenschaft, Energie und Teamplay, alle Eigenschaften, die wir von unseren Jungs sehen wollen, haben sie aufs Feld gebracht. Bremerhaven ist ein sehr gutes Team, welches durch Verletzungen geschwächt war. Dies soll aber unsere Leistung nicht schmälern. Wir haben alles aufs Feld gebracht, um hier zu gewinnen. Es freut mich, dass wir mit der Intensität und Pace spielen, die wir von unseren Jungs einfordern. Wenn wir dies auch in den nächsten Spielen tun, haben wir gute Chancen, noch mehr Siege zu holen.“
Die Artland Dragons bedanken sich bei allen mitgereisten Fans für die lautstarke Unterstützung in der Halle und hoffen, Sie am Sonntag beim Spiel gegen die WWU Baskets Münster zahlreich in der Artland Arena begrüßen zu dürfen.

04.11.2022 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. VfL Kirchheim Knights 86:77

Dank eines überragenden JJ Mann (22 Punkte) ist Phoenix Hagen mit einem 86:77-Erfolg nach Verlängerung in den Doppelspieltag gestartet. Der Amerikaner versenkte insgesamt vier Dreier und setzte damit immer wieder wichtige Nadelstiche gegen kämpferische Kirchheim Knights, bei denen nach beachtlichem Comeback in der Extraschicht die Puste ausging.

Phoenix kam, angeführt von JJ Mann, gut aus dem Startblöcken und bestimmte früh den Rhythmus der Partie (21:16, 10. Minute). Kirchheim indes tat sich vor allem von jenseits des Perimeters schwer, was Hagen im eigenen Gang nach vorn auszunutzen wusste und den Vorsprung pünktlich zum Gang in die Kabine in den zweistelligen Bereich ausbaute (41:29, 20. Minute). Wenngleich die Knights nach dem Seitenwechsel den Druck merklich erhöhten, blieb der Hagener Vorsprung zunächst einigermaßen stabil (56:47, 30. Minute). Erst im Schlussabschnitt machten die Gäste einen richtigen Schub, den Mann und Co. nach Leibeskräften versuchten abzuwehren und bestellten mit drei starken Defensivsequenzen in Serie die Verlängerung (71:71, 40. Minute). In dieser legte Hagen einen vorentscheidenden 8:1-Lauf hin, dem Kirchheim final nichts mehr entgegnen konnte – selbst taktische Fouls verhinderten nicht mehr, dass 2.2.34 Lautstarke auf den Rängen den gelungenen Auftakt in den Heimspiel-Doubleheader feierten.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Wir haben heute eine wirklich kämpferisch starke Kirchheimer Mannschaft, die uns in der zweiten Hälfte das Leben extrem schwer gemacht hat, durch eine pure Energieleistung in der Verlängerung niedergerungen. Es ist sicherlich von Vorteil, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Teams an diesem Wochenende im eigenen Bett schlafen können. Das hilft sicherlich, um die Energiereserven wieder aufzufüllen – wie voll genau, sehen wir am Sonntag gegen Bremerhaven.“

04.11.2022 19:30 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Medipolis SC Jena 71:87

Jenas Bundesliga-Riesen bleiben in fremder Halle ungeschlagen. Auch in Schwenningen war das Team von Kapitän Brandon Thomas nicht zu stoppen und bezwang das Schlusslicht der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Freitag in der Sporthalle am Deutenberg letztendlich souverän mit 87:71.

Nachdem sich das Duell zunächst ausgeglichen entwickelte und die Führung mehrfach gewechselt hatte, war es Vuk Radojicic kurz vor der ersten Viertelpause gelungen, mit fünf aufeinanderfolgenden Punkten für eine Jenaer 23:18-Führung zu sorgen. Zu diesem Zeitpunkt bereits im Spiel, hatte Center Alex Herrera in der 7. Minute sein langersehntes Comeback gefeiert und war mit seinem Korb zum zwischenzeitlich 18:18 (8.) auch statistisch in der Saison angekommen. Ungeachtet dieser erfreulichen Personalie hatten sich Gäste bis zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Ballverluste geleistet. Besser lief es für die Thüringer im Verlauf des zweiten Abschnitts. Durch einen Dreier von Taki Fahrensohn zum 26:18 den Abschnitt eröffnend, enteilte Medipolis SC Jena erneut durch Fahrensohn bis auf 32:21 (14.), bevor die Baden-Württemberger auf 36:32 (18.) verkürzten. Zur verdienten 43:35-Pausenführung des Reinboth-Teams traf unterdessen Nils Owen Schmitz, der 1.4 Sekunden vor der Halbzeitsirene zwei Freiwürfe verwandeln konnte.

Mit dem Rückenwind dieses Vorsprungs in die zweite Hälfte startend, legte Jena zielstrebig nach und distanzierte die Hausherren auf einen zweistelligen Score. Von Nils Schmitz durch einen mustergültigen Pass bedient, veredelte Alex Herrera das Anspiel zum Assist und wuchtete den Ball via Alley Oop zum 51:38 (24.) durch den Panthers-Korb. Nach einem der spektakulärsten Plays dieser Partie als Wegbereiter wähnten sich die Saalestädter spätestens in der 30. Minute 66:51 in Front liegend auf direktem Kurs in Richtung ihres dritten Auswärtssieges. Doch Basketball ist ein Spiel der Läufe und so entrundeten sich die Schwenninger zum Beginn des Schlussviertels noch einmal von 69:55 bis auf 69:63 (33., Kotieno, Dreier). Die Jenaer Antwort folgte allerdings prompt durch Brandon Thomas und Stephan Haukohl, die mit sechs aufeinanderfolgenden Punkten wieder auf 75:63 vorlegten (35.). Für die endgültige Entscheidung sorgte unterdessen Jenas Veteranen-Duo Scootie Guyton und Brandon Thomas mit einem Dreier-Hagel (4/4), welchem das Team aus dem Schwarzwald nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Alen Velcic (Headcoach wiha Panthers Schwenningen):„Es ist momentan nicht einfach für uns erfolgreich zu sein. In den letzten Jahren haben die Teams schneller zusammengefunden als jetzt. Das Team hat absolut die Qualität für die ProA. Allerdings haben wir auch einige Verletzungen zu beklagen, die den Fortschritt ausbremsen. Die Jungs wollen und trainieren hart, um wieder in die Erfolgsspur zu finden“.

04.11.2022 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Dresden Titans 107:78

RASTA Vechta hat mit einem lange Zeit geradezu perfekten Spiel die Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA übernommen. Im Topspiel des 6. Spieltages gewann die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson mit 107:78 (58:32) gegen die Dresden Titans, den bisherigen Vierten. Überragender Akteur vor 3.008 Zuschauern im RASTA Dome war Tajuan Agee mit 29 Punkten.

So viele Fans wie noch nie in dieser Saison waren an die Pariser Straße gekommen – und RASTA lieferte. Tajuan Agee lieferte. Per Dunking erzielte er schon in der 5. Minute seine Punkte sieben und acht zum 12:0 und erhöhte noch in derselben Minute per Dreier auf 15:0. Die Vechtaer spielten die Sachsen in den Anfangsminuten förmlich an die Wand. Erst nach 6:11 Minuten trafen die Titans erstmals aus dem Spiel heraus – per Dreier von Grant Teichmann zum 6:19 (8.) RASTA hatte die Gäste im 1. Viertel zu sechs Ballverlusten gezwungen und schon zwölf Würfe getroffen, die Dresdener gerade einmal zwei. Mit zwei Dreiern in der 12. Minute durch Jordan Johnson und Andrew Schwieger zum 37:15 stellten die Vechtaer ihre Treffsicherheit auch im 2. Viertel unter Beweis. Und immer wenn Tajuan Agee auf dem Feld stand, hatte Dresdens Big Man-Garde wenig zu lachen, der Power Forward beanspruchte die Zone gänzlich für sich, hatte zur Halbzeit schon 19 Punkte erzielt – in 11:57 Minuten Einsatzzeit. Mit Joel Aminu (elf Punkte), Ryan Schwieger (zehn) und Johnson (neun) zeigten sich mehrere RASTAner in bester Form und so spielte RASTA einen 31-Punkte-Vorsprung heraus (58:27, 19.)

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Nachdem die Vechtaer in der 1. Halbzeit 50% (5/10) ihrer Dreier getroffen hatten, legten sie nun noch eine Schippe drauf. Gleich die ersten beiden Threeballs von Schwieger und Andrew Jones saßen, RASTA führte in der 22. Minute mit 64:34. Auch Tajuan Agee ließ es sich nehmen, die offenen Dreier zu treffen: So in der 28. Minute zum 82:49. Sieben von neun Würfe von jenseits der 6.75 Meter versenkte RASTA im 3. Viertel – grandios. Auch die Dresden Titans hatten nun mehr Fortune von außen, trafen in diesen zehn Minuten vier von sechs Dreiern. An RASTAs Sturmlauf aber änderte das nichts. 35 Punkte machten die Vechtaer im 3. Viertel – unter tosendem Applaus von den Rängen. Schon in der 32. Minute war es dann soweit, dass RASTA die 100-Punkte-Marke knackte: Robin Lodders stellte auf 100:65. Die Trefferquoten beider Teams aber ließen nun nach, was RASTA noch zu 13 Rebounds im Schlussabschnitt nutzte. 3:23 Minuten vor dem Ende schickte Ty Harrelson dann seine beiden Youngsters Johann Grünloh (17) und Kilian Brockhoff (18) aufs Parkett. Sie konnten sich zwar nicht wie die zehn anderen Vechtaer in die Liste der Scorer eintragen, sammelten aber wertvolle Erfahrungen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und konnten schlussendlich einen furiosen 107:78-Heimsieg, der RASTA an die Tabellenspitze katapultierte, mitfeiern.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Der Start ins Spiel war richtig gut, wir haben sehr gut verteidigt. Dresden ist eine gute Mannschaft, von Fabian Strauß sehr gut trainiert. Wir wussten also, dass wir sehr gefordert sein werden. In der 2. Halbzeit hatten wir dann teilweise wirklich Probleme, Dresden in den Griff zu bekommen. Im 1. Viertel hatten wir diese Stopps noch generiert. Und diese Phase hat heute den größten Unterschied gemacht. Außerdem war Tajuan Agee richtig dominant auf dem Feld, er hat ein tolles Spiel gemacht.“

04.11.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. JobStairs GIESSEN 46ers 89:83

Am Abend des 4. November erlebte die Karlsruher Lina-Radke-Halle ein – nicht aufgrund der Bedeutung aber wegen des Unterhaltungswerts – denkwürdiges Spiel. Es war der sechste Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und der Bundesliga-Absteiger JobStairs GIESSEN 46ers erstmals zu Gast in der Fächerstadt. Die PS Karlsruhe LIONS hatten erst fünf Tage zuvor an gleicher Stelle eine herbe Niederlage gegen die Uni Baskets Paderborn erlebt. Doch nun sahen über 1.300 Zuschauer eine kämpferische Heimmannschaft, die nach einer durchgehend engen Begegnung am Ende mit 89:83 die Oberhand behielt.

Die LIONS holten sich die ersten Punkte des Spiels und hatten auch in den folgenden Sequenzen gute Ideen, deren erfolgreiche Ausführung aber meist von den Gästen vereitelt wurde. Im weiteren Verlauf stand das Löwenrudel immer wieder auch sich selbst im Weg und geriet nach fünf Spielminuten mit 7:12 in Rückstand. Nur wenig später war der Vorsprung Gießens bereits zweistellig. Dies sollte allerdings die größte Punktdifferenz zwischen den Kontrahenten bleiben. Denn nun zeigten die LIONS plötzlich wieder eine positive Körpersprache und arbeiteten sich bis zur ersten Pause auf 18:21 heran. Die Hausherren agierten auch im zweiten Viertel engagiert, aber zunächst häufig glücklos. Die Defense konnte jedoch einige Gegenstöße der JobStairs stoppen, geriet so nicht weiter ins Hintertreffen und erspielte sich in der 18. Minute zum ersten Mal seit der Anfangsphase wieder die Führung. Die Partie verfügte nun über den Spannungsbogen, der auch in der gesamten zweiten Hälfte Bestand haben sollte.

Das Dritte Viertel begann beim Stand von 41:40 für Karlsruhe. Doch Gießen erhöhte nun den Druck und legte immer wieder vor. Mit entschlossenen Gegenstößen hielten die LIONS dagegen und konnten den Spielabschnitt für sich entscheiden. Mit 64:58 ging das hochintensive Duell in den Schlussabschnitt. Zunächst schien es, als würden die 46ers ihre ganze Routine ausspielen und das Blatt wenden. Mehr als der zwischenzeitliche Ausgleich war aber nicht drin. Erst knapp zwei Minuten vor Schluss, und damit zu Beginn der Crunchtime, gingen die Hessen ein letztes Mal in Front. In den richtigen Momenten saßen nun die Abschlüsse der Hausherren, die jetzt zusätzlich beflügelt von der Stimmung in der Halle waren. Auch eine Auszeit der Gäste in der Schlussminute konnte nicht verhindern, dass sich die LIONS diesen psychologisch wichtigen Sieg sicherten.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften. Wir hatten wirklich Pech, das Kone mitgespielt hat. Er hat wichtige Impulse geliefert und gute Pässe gespielt. Wir hatten eine Chance, aber wenn man in den letzten fünf Minuten Eins-gegen-Null-Layups verlegt, dann noch zwei Freiwürfe liegen lässt, hat man es nicht verdient ein knappes Spiel zu gewinnen. Zum Schluss hat Karlsruhe das bessere Nervenkostüm gezeigt und somit verdient gewonnen.“ 

04.11.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 77:85

Die Gladiatoren zeigten von Beginn an eine deutlich verbesserte Defensivleistung im Vergleich zu den letzten Spielen und sorgten für schwache Paderborner Wurfquoten aus der Distanz. Offensiv fand man gute Lösungen im Set-Play und erspielte sich freie Würfe von außen. Im weiteren Verlauf des Startviertels hatten beide Teams mit Flüchtigkeitsfehlern im Spielaufbau zu kämpfen und verzeichneten einige Turnover. Dank der besser strukturierten Defense blieben die Gladiatoren in Führung und gingen mit einem 21:16 in die erste Viertelpause.

Zu Beginn des zweiten Viertels fanden die Gladiatoren gute Optionen in der Offensive und trafen hochprozentig von außen. Nach zwölf Spielminuten stand es 29:20 und die Gäste konnten sich erstmalig etwas absetzen. Aber die Uni Baskets fanden wieder zurück ins Spiel und schafften es nun immer wieder einfache Abschlüsse im Pick and Roll zu kreieren. Zu oft kam die Helpside der Moselstädter etwas zu spät und auch offensiv leistete man sich erneut zu viele Turnover. So kamen die Paderborner bei zweieinhalb Minuten Restzeit vor der Halbzeit auf 35:34 heran und gestalteten die Partie erneut offen. Ein Dreier vom starken Parker van Dyke sorgte letztlich für die knappe 42:39-Halbzeitführung der Gladiatoren.

Beide Teams kamen hochmotiviert aus der Kabine und steigerten das Spieltempo zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich. Die Partie blieb weiterhin ausgeglichen und es gab kleinere Läufe auf beiden Seiten. Die Gladiatoren hatten defensiv guten Zugriff auf die Uni Baskets und nahmen vor allem deren Schützen aus dem Spiel. Offensiv nutzten die Gäste das höhere Tempo um einfache Abschlüsse in der Transition zu erspielen und konnten so bis zum Ende des Viertels auf eine 63:53-Führung erhöhen.

Trotz der recht deutlichen Führung gestaltete sich auch das letzte Viertel zu Beginn ausgeglichen. Die Hausherren erhöhten defensiv den Druck auf die Trierer Ballhandler und ließen offensiv den Ball besser laufen. Erneut war es Parker van Dyke, der die Verantwortung in der Trierer Offensive übernahm und mit starken Dreiern – teilweise gegen eng verteidigende Gegenspieler – vier Minuten vor Spielende auf eine Führung von elf Punkten erhöhte (74:63). Zum Ende der Partie stoppten die Paderborner die Uhr durch taktische Fouls und schickten vor allem Garai Zeeb immer wieder an die Freiwurflinie. Dort blieben die Gladiatoren sicher und auch einige nervöse Ballverluste in den letzten Momenten des Spiels konnten von den Hausherren nicht mehr genutzt werden. So siegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier letztlich mit 85:77 und fahren den ersten Sieg der Saison 2022/23 ein.

Spieltag 7:

06.11.2022 16:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. wiha Panthers Schwenningen 78:73

Die JobStairs GIESSEN 46ers bleiben zu Hause weiter ungeschlagen. Auch das dritte Heimspiel wird zum Nervenkrimi mit 16 Führungswechseln und zwischenzeitlich zweistelligem Rückstand. Schließlich behält man gegen die wiha Panthers Schwenningen auch aufgrund der besseren Ballverteilung (11:24 Turnover) die Oberhand nach Verlängerung.

Die Gastgeber starteten mit spielfreudigem Teambasketball in die Partie – die ersten Angriffe waren von langen Passstafetten geprägt. Die ersten drei Zähler brachte am Ende einer solchen Nyama per Distanzwurf auf den Spielberichtsbogen. Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzte schließlich Barnes mit erfolgreichem Dreier zum 16:15. Auch im zweiten Spielabschnitt war zunächst Barnes sehr auffällig. Zunächst assistierte er Luis Figge bei seinem Layup. Anschließend schloss er auch selbst erfolgreich für zwei Punkte ab und zwang die Gäste damit in die Auszeit (20:17, 13.). Nun drehte das Spiel allerdings und die Panthers in schwarz-orange hatten ihre bis dato beste Phase. Ein 0:10-Run zwang Headcoach Ignjatovic in die Auszeit (22:27, 16.). Dennoch blieb das Spiel auf beiden Seiten zerfahren – eine Minute vor der Halbzeit nahm dann Gästecoach Alen Velcic seine nächste Timeout beim Spielstand von 26:33. Ein abschließender Dreier von Brauner zum 29:33 – trotz enger Verteidigung von 2,18m großen Gegenspieler Mayr – brachte die Universitätsstädter dennoch mit einem Erfolgserlebnis in die Pause (29:33).

Fundic eröffnete mit einem kraftvollem Dreipunktespiel und der anschließende Layup von Barnes brachte bereits innerhalb von 41 gespielten Sekunden in der zweiten Halbzeit die Führung zurück (34:33). Ein Dreier von Martin rundete schließlich den 8:0-Run ab (22.). Schwenningen konnte ab dort das Match allerdings wieder ausgeglichener gestalten. Somit ging es mit 46:52 in die letzten zehn Minuten. Viertelübergreifend waren die Hausherren nun in einen 4:16-Run geraten. Ein Korbleger von Fundic und darauffolgend ein Dreier von Martin – herausgearbeitet durch einen Steal von Kapitän Brauner – verkürzten binnen einer halben Minuten wieder auf fünf Punkte. Danach kam es zu mehreren Führungswechseln, wobei sich kein Team eindeutig absetzen konnte. So stand es 90 Sekunden vor Schluss 66:67. Nach defensivem Ballgewinn konnte dann Barnes – ebenfalls für drei – die Partie wieder auf 69:67 drehen. Benson erzielte 8,1 Sekunden vor Schluss den Ausgleich, was erneut zur Auszeit führte. Da der letzte Angriff der Mittelhessen erfolglos blieb, musste der Sieger in der Verlängerung ermittelt werden.

Zu siebt gingen die Schwenninger nach Ausgleich von Benson in die Overtime. Luis Figge traf per Freiwurf zum (70:69). Kapitän Badu Buck traf nach Foul von Fundic beide Freiwürfe und bringt die wiha Panthers in Führung mit (70:71). Knauf und McCall kassierten jeweils das fünfte Foul und mussten auf die Bank, die 46ers gingen in Führung (73:71) durch Nyama. Fundic baute die Führung aus (75:71). Casey Benson konnte nochmals auf (77:73) erhöhen doch Nico Brauner machte den Sack für die JOBSTAIRS Giessen 46ers mit (78:73) zu. 

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Ich könnte die gleichen Worte zum Spiel sagen wie gegen Artland, nur mit dem Zusatz, dass ich heute in keiner Phase der Partie ein schönes Spiel meiner Jungs gesehen habe. Man sieht viel Kampf und die gesamte Mannschaft gibt immer alles auf dem Parkett. Aber zurzeit ist es so, dass eine große mentale Blockade da ist. Ich freue mich wahnsinnig heute das Spiel mit solch einer Leistung gewonnen zu haben. Komischerweise haben wir am Freitag eigentlich ein solides Spiel gegen Karlsruhe gemacht, was uns vielleicht viel Energie genommen hat, was eine Erklärung für die Leistung sein könnte. Aber ich möchte der Leistung von Schwenningen gerecht werden, die bereits in den vergangenen Wochen starke Leistungen gezeigt haben, allerdings zum Schluss eingebrochen sind. Am Ende wird sich in ein paar Wochen vermutlich keiner mehr an das Spiel erinnern. Am Ende ist es wichtig zu gewinnen.“

06.11.2022 16:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Tigers Tübingen 81:88

Zwei Tage nach der Niederlage der Tigers Tübingen gegen die VfL SparkassenStars Bochum hat die Mannschaft von Trainer Danny Jansson eine positive Reaktion gezeigt. Vor 550 Zuschauern im Düsseldorfer CASTELLO besiegten die Schwaben die ART Giants Düsseldorf mit 88:81 (48:38).

Die Jansson-Schützlinge lagen zu keiner Phase der Begegnung zurück. Der Schlüssel für den Erfolg war eine ordentliche Defense, über welche sich die Tübinger Selbstvertrauen für die Offense holten. 23 Ballverluste wurden erzwungen, während die Tigers nur elf Mal den Ball verloren haben. Der höchste Vorsprung ereignete sich nach einem 7:0-Lauf in der 23. Minute zum 57:41. Doch das Team von GIANTS-Trainer Florian Flabb kämpfte sich mit einem 12:0-Lauf bis zur 26. Minute zurück ins Spiel. In der finalen Phase zeigten die Schwaben gute Nerven und ließen den Gastgeber nicht näher als vier Zähler herankommen. Überschattet wurde die Partie von einem Feueralarm im CASTELLO nach fünf Minuten beim Stand von 17:9 für die Gäste. Glücklicherweise konnte die Begegnung nach wenigen Minuten fortgesetzt werden (siehe Text). Travion Hollowell und Booker Coplin waren mit jeweils 24 Zählern Topscorer der Partie. Bei den Raubkatzen punkteten mit Zac Seljaas (16 Zähler), Erol Ersek (16), Mateo Šerić (15) und Spielmacher Aatu Kivimäki (14) aus einer geschlossenen Teamleistung gleich vier Akteure zweistellig. Alle elf eingesetzten Spieler konnten sich in die Punkteliste eintragen. Das Duell um die Rebounds ging mit 35:44 verloren, dazu zeigt man aus der Distanz bei fünf Treffern von 23 Versuchen (23 Prozent) derzeit weiterhin keine gute Hand.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Bei Doppelspieltagen kann man sich auf das zweite Spiel nicht wirklich vorbereiten. Man muss sich auf die Gewohnheiten und die eigenen Stärken verlassen. Nach der Niederlage gegen Bochum hat meine Mannschaft heute eine Reaktion gezeigt. Mit der Defense kann ich zufrieden sein. Wir haben es dem Gegner immer schwergemacht, in der Offense die eigenen Spielzüge umzusetzen. Jedoch haben die Düsseldorfer Herz gezeigt und nie abreißen lassen. Negativ anzumerken ist, dass wir derzeit unsere Dreier nicht so treffen, wie wir das können. Daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten. Grundsätzlich ist es aber sehr positiv, dass wir mit sechs Siegen aus sieben Spielen in diese kurze Pause gehen können.“

Florian Flabb (Headcoach): „Wir sind mit drei Siegen aus vier Spielen gut gestartet und das fühlt sich natürlich erstmal gut an. Aber wir wussten auch, dass es Teams in dieser Liga gibt, die abgezockt sind und wo man nochmal auf ein anderes Level kommen muss. Wir sagen bei uns immer, man gewinnt oder man lernt. Aus den zwei Niederlagen am Wochenende konnten wir für uns selbst jetzt sehr viel lernen. Tübingen etwa ist eines der defensivstärksten Teams der Liga, das muss man dann auch einfach respektieren. Wenn ein paar Würfe mehr reingehen, gewinnen wir dieses Spiel vielleicht sogar. Wir müssen jetzt weiter unsere Identität hochhalten und das auf ein konstanteres Level bringen.“

06.11.2022 16:00 Uhr Dresden Titans vs. PS Karlsruhe LIONS 74:76

Fans der PS Karlsruhe LIONS durften sich am Wochenende über zwei spannende Spiele und eine optimale Siegpunkt-Ausbeute ihres Teams freuen. Ähnlich wie am Freitag gegen die JobStairs GIESSEN 46ers musste das Löwenrudel allerdings am 6. November bei den Dresden Titans bis zur letzten Sekunde kämpfen, um die Oberhand zu behalten. Der Endstand in der sächsischen Landeshauptstadt: 74:76. Nach sieben Spieltagen haben die LIONS damit vier Erfolge auf dem Konto und tauchen erstmals in der vorderen Tabellenhälfte auf.

In der zweiten Minute setzten die Titans über einen kraftvollen Dunk durch Kapitän Georg Voigtmann eine erste Duftmarke. Sehenswerte Dreier durch Daniel Kirchner und ebenfalls Voigtmann besorgten so eine frühe 15:8-Führung. Weitere Dreier durch Kirchner und den eingewechselten David Kachelries verstärkten die offensive Firepower, während Karlsruhe über Lovell Cabbil im Spiel blieb (27:19). Auch im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber aus der Distanz das „heißere“ Team. Kachelries und Adams verwandelten weitere Male von außen. Für die LIONS blieb „Big Man“ Maurice Pluskota Aktivposten am Brett. Und schließlich platzte dank Bazoumana Koné und Julian Albus auch bei Karlsruhe der „Dreierknoten“. So blieb der Abstand vor der Pause bei acht Zählern (42:34). Nach der Unterbrechung war zunächst Karlsruhe am Drücker, verkürzte über Konés Dreier. Das Spiel wurde nun zusehends physischer, Punkte fielen kaum noch. Umso wichtiger waren die Zähler von Aaron Menzies, Adams und Kachelries, die Dresden vor dem Schlussviertel offensiv befeuerten. Vor allem Menzies ließ mit einem unglaublichen Dunking die Halle eskalieren. Seine „Go-Go-Gadget-Arme“ ließen ihn das Leder gefühlt von der Freiwurflinie reinstopfen (58:46).

Die LIONS steckten indes nicht auf, eröffneten Viertel Nummer vier mit zwei krachenden Dunks durch Koné und den giftigen Ivan Karacic – Timeout Titans. Doch die Gäste drückten weiter unerbittlich, verkürzten durch einen 11:2-Rund auf 60:57. Erst Adams ließ die Fans mit einem wichtigen Dreier wieder aufatmen. Der US-Veteran traf kurz darauf noch einen Floater und die Titans schienen die Kontrolle zurückzugewinnen (67:59). Aber Lorenzo Cugini hatte andere Pläne. Gleich zwei brutale Dreier drückte der Italiener der Margon Arena frech ins Gesicht. Lovell und Pluskota besorgten hernach sogar die Führung für die Gäste (69:72).  Abschütteln ließen sich diese „Titanen“ jedoch nicht – 80 Sekunden vor Ultimo erkämpfte Adams beim Einwurf den Ball, dieser fand den Weg in die Hände von Grant Teichmann und der lieferte von „Downtown“, verkürzte auf 73:75. Auszeit LIONS. Am Ende hatte Adams bei noch 4.9 Sekunden sogar die Overtime auf der Hand, traf jedoch nur einen seiner zwei Freiwürfe (74:75). Ein allerletztes Stoßgebet durch Sebastian Heck aus 25 Metern traf nur den Ring. So blieb es bei der bitteren 74:76-Heimniederlage.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Wir hatten heute wieder viele Unkonzentriertheiten auf der Point Guard Position, haben nicht das gemacht, was wir uns in den letzten Wochen vorgenommen haben. Das ist umso ärgerlicher, da wir das Ding hier heute hätten holen können, holen müssen. Wir werden nun die Länderspielpause nutzen zu regenerieren und das Thema Ballverluste weiter angehen.“

06.11.2022 17:00 Uhr Artland Dragons vs. WWU Baskets Münster 78:68

Die Artland Dragons können auf ein perfektes Wochenende zurückblicken. Nach dem dominanten Auftritt im Derby gegen Bremerhaven schlug man zu Hause auch den starken Aufsteiger aus Münster. Vor 2000 Zuschauern avancierte William Christmas mit einer tadellosen Leistung an beiden Enden des Spielfeldes zum Mann des Spiels.

Cosmo Grühn erzielte die ersten Punkte, doch die Burgmannstädter erwischten den klar besseren Start mit anschließendem 12:0-Lauf. Sie erzwangen viele schwere Abschlüsse der Münsteraner, die mit Ablauf der Wurfuhr ihr Ziel verfehlten. Münster suchte nach Optionen, auch über Wechsel der Formationen. Stefan Weß aus der Distanz, Jasper Günthers Steal: Nach siebeneinhalb Minuten und 15:9 schien der Anschluss erarbeitet. William Christimas war erneut treibende Kraft für die 24 Punkte des Heimteams im ersten Viertel. Aus der Distanz verkürzte Hilmar Pétursson den 13-Punkte-Rückstand auf 24:14. Björn Harmsen stellte auf Mann-Mann-Verteidigung um, die die Dynamik des Dragons-Spiels herausnahm. Und offensiv brachten die WWU Baskets nun mehr Energie auf das Parkett. Ein 6:0-Lauf nach Darien Jacksons Fastbreak und weitere flüssige Offensivaktionen: Mehrfach verkürzten die Münsteraner ihr Comeback auf nur noch vier Punkte Rückstand, Andreas Seiferth mit Dreipunktspiel dann auf 36:39. Chancen auf den möglichen Ausgleich verpassten sie. Stattdessen: 36:42-Rückstand zur Pause.

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Viertel Nummer drei startete mit einem Dreier von Darien Jackson, Die intensivere Gangart nach dem Wechsel hatten schnell wiederum die Artland Dragons. Mit dem Resultat ihres 9:0-Laufs und dem erneut zweistelligen Rückstand der Uni-Städter (39:51). Cosmo Grühn beendete die über vierminütige Punkteflaute auf Seiten der Münsteraner mit einem Dreier, jedoch gelangen Quakenbrück über die deutliche Reboundüberlegenheit weitere kleinere Läufe. Münsters Ballbewegung stockte zu oft, in der Defensive fehlte verschiedentlich der Zugriff: 15-Punkte-Rückstand nach Viertel drei (44:59).

Die zahlreich mitgereisten Münsteraner Fans in der Artland Arena wurden direkt durch  Como Grühn aus der Mitteldistanz und einen Dunk von Darien Jackson aus der Viertelpause geholt (48:59). Richtige Kontrolle über das Spiel bekamen die WWU Baskets im Schlussviertel allerdings nicht mehr. Der Rückstand blieb konstant um die zweistellige Punktemarke. Die Big Men Weitzel und Bacak bekamen Andreas Seiferth zwar über die Spieldauer nicht vollständig unter Kontrolle, engten aber dessen Kreise geschickt ein. Für ein zweites Comeback gegen athletisch überlegene Dragons fehlte zweifellos nicht der Wille, aber Frische. Die Zwischenbilanz vor der Länderspielpause mit vier Siegen aus den ersten sieben Spieltagen weist aber nach: Der Aufsteiger aus Münster ist in der BARMER 2. Basketball Bundesliga konkurrenzfähig.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Hut ab an meine Mannschaft. Nach dem intensiven Spiel gegen Bremerhaven am Freitag haben meine Jungs die benötigte mentale und physische Toughness gezeigt, um einen sehr starken Aufsteiger zu haben. Wir haben es geschafft, ihnen unser Tempo aufzuzwingen und Würfe nehmen zu lassen, mit denen sie sich nicht wohl fühlen. Uns hat das Tempo geholfen, vor allem in Transition einfache Punkte zu machen. Jetzt haben wir eine Woche spielfrei die wir nutzen werden, in die Detaillarbeit zu gehen.“

06.11.2022 17:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Nürnberg Falcons BC 86:87

Die Nürnberg Falcons blicken auf einen gelungenen Doppelspieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zurück. Nach dem 91:84-Heimerfolg gegen Leverkusen am Freitag war das Team von Vytautas Buzas auch im zweiten Spiel siegreich. Bei den VfL SparkassenStars Bochum gelang den Falken ein 85:86 und damit der vierte Sieg im siebten Saisonspiel.

Nürnbergs beste Basketballer sind endgültig zurück in der Erfolgsspur. In Bochum gelang holte die Buzas-Truppe den zweiten Sieg innerhalb von drei Tagen. Der Coach schickte erneut und damit erstmals in dieser Spielzeit, die identische Starting 5 auf’s Feld. Und wie schon am Freitag machten Tim Köpple, Justinas Ramanauskas, Sheldon Eberhardt, Ferenc Gille & Jonathan Maier ihre Sache sehr gut. Nürnberg dominierte die Bretter und erzielte in den ersten zehn Minuten starke 28 Punkte (28:20). Im zweiten Viertel hatten die Gastgeber dann mehr Zugriff auf die Partie, konnten ausgleichen und nach 14 Spielminuten durch Hendrik Drescher erstmals in Führung gehen (33:32). Die Hausherren legten nach (37:32), Nürnberg hatte aber die richtige Antwort parat und bekam in dieser Phase viel Unterstützung von der Bank. Maxime Boursiquot zeigte seine Vielseitigkeit und markierte kurz vor der Pause von außen das 41:42. So hätte es gut und gerne auch in die Halbzeit gehen können, doch Bochum spielte den letzten Angriff clever aus und ging mit dem Buzzer durch den starken Jonas Grof wieder in Führung (43:42). 

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Nach dem Seitenwechsel machte sich dann auf beiden Seiten bemerkbar, dass die Teams bereits am Freitag im Einsatz waren. Das Tempo nahm ab, doch die Spannung stieg. Nürnberg gewann diesen Durchgang mit 18:14 dank eines sehenswerten Endspurts und ging mit einer knappen 57:60-Führung ins Schlussviertel. Dort legten die Hausherren vor und erzielten fünf schnelle Punkte (62:60). Nürnberg stand nun unter Druck, konnte diesem aber standhalten. Justinas Ramanauskas brachte die Falken mit zwei erfolgreichen Körben wenig später wieder in Führung (65:69). Die Gäste witterten Morgenluft und konnten die Vorsprung im weiteren Spielverlauf verteidigen, mit Bochum in Schlagdistanz. Niklas Geske und Jonas Grof brachten ihr Team dann zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf 74:75 heran, woraufhin Vytautas Buzas umgehend zur Auszeit bat. Was folgte war der große Auftritt von „Captain-Clutch“ Sebastian Schröder. Der Veteran traf zwei Distanzwürfe und 24 Sekunden vor Schluss einen sehenswerten Layup zum (79:83). Es war die Vorentscheidung und Nürnberg rettete diesen Vorsprung über die Zeit. Conlay Garrisons Dreier war nur noch Ergebniskosmetik und die Falcons gewannen mit 86:87. 

„Es war gewiss nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben, aber man konnte spüren, dass unser Team keine 48 Stunden nach dem Auswärtssieg in Tübingen aufgrund der kleinen Rotation, die wir aktuell verletzungsbedingt spielen müssen, müde war. Nürnberg hat uns viel abverlangt und sehr physisch, teilweise überhart, gespielt. Dass wir das Spiel dennoch bis zur letzten Sekunde so eng gestalten konnten, war dem Einsatz des Teams zu verdanken. Es ist die vierte sehr enge Niederlage in dieser Saison und ich bin überzeugt, dass wir aus diesem Tal wieder herausfinden. Der Sieg in Tübingen war ein guter Anfang. Jetzt werden wir die Nationalmannschaftspause zur Regeneration nutzen und blicken nach vorne auf das Spiel in Karlsruhe“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

06.11.2022 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 99:76

Beim zweiten Spiel innerhalb von 48 Stunden vertraute Trainer Steven Key auf die gleiche Starting Five um Matt Frierson, Jarelle Reischel, Simon Krajcovic, Matt Freeman und Robert Oehle, die auch bei der Heimniederlage vom vergangenen Freitag auf dem Court stand. Zudem war Daniel Norl wieder einsatzbereit.

Mannschaftlich geschlossen kamen die Eisbären aus der Kabine und erzielten ihre ersten Punkte mit dem Freiwurf von Robert Oehle. In einem ausgeglichenen ersten Viertel sorgte unter anderem Matt Freeman mit seinen Rebounds für eine stabile Defensivleistung. Kleinigkeiten machten jetzt den Unterschied und bescherten den Eisbären einen knappen Vorsprung von 17:22 zur ersten Pause. Zu Beginn der zweiten Zehn Minuten behielten die Eisbären Bremerhaven weiter die Oberhand und konnten zunächst eine 7-Punkte Führung erzielen. Robert Oehle kam dabei zu einem sehenswerten Pick and Roll. Dennoch wurde Hagen angeführt vom Treffsicheren Tim Uhlemann offensiv stärker, schraubte seine Dreierquote in die Höhe und nahm den Eisbären das Spiel aus der Hand. So ging es für die Gäste mit einem 12-Punkte Rückstand in die Pause.

Auch nach der Halbzeit blieb der Gastgeber am Drücker. Wo bei den Eisbären das Wurfglück fehlte, trafen die Hagener ihre Dreier nach Belieben. Insgesamt fielen zwar weniger Körbe als noch vor der Pause, Phoenix Hagen konnte seinen Vorsprung dennoch auf 15 Punkte zum 66:51 ausbauen. In der Folge fanden die Eisbären Bremerhaven nicht mehr in ihr defensives Spiel. Offensiv war das letzte Viertel zwar mit 25 erzielten Treffern das punktestärkste der Eisbären, Phoenix Hagen konnte dem aber noch einmal 33 erzielte Punkte entgegensetzen. So fahren die Seestädter schlussendlich mit einer 99:76 Niederlage im Gepäck zurück nach Bremerhaven.

Headcoach Steven Key blickte mit Enttäuschung auf die Niederlage: „Im ersten Viertel haben wir es wirklich gut gemacht. Nachdem Hagen die Partie gedreht hatte, haben sie sehr selbstbewusst gespielt. Der Gegner hat heute im Gegensatz zu uns eine deutlich bessere Dreierquote aufgewiesen, während wir uns vorwerfen müssen, deutlich unter Durchschnitt getroffen zu haben.“

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Im ersten Viertel haben sich beide Teams aufgrund der sehr kurzen Vorbereitungszeit erst ein wenig abtasten müssen. Vor der Pause hat Tim Uhlemann plötzlich Feuer gefangen und damit den Rhythmus des Spiels komplett zu unseren Gunsten verändert. Die ganze Mannschaft hat diese Energie, die zusätzlich auch von den Rängen kam, aufgenommen und bis zum Ende konzentriert durchgezogen. Die nun anstehende Pause werden wir nutzen, um ein paar Wehwehchen auszukurieren und dann möglichst erholt die kommenden Aufgaben anzugehen.“

06.11.2022 17:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Uni Baskets Paderborn 78:65

Am Doppelspieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga müssen sich Kirchheims Korbjäger am Freitag in Hagen denkbar knapp nach Verlängerung mit 86:77 geschlagen geben. Keine 48 Stunden später holen die Schwaben in der heimischen Sporthalle Stadtmitte einen 20 Punkte Rückstand gegen gut aufgelegte Paderborner auf und sorgen für eine unglaubliche Stimmung auf den Rängen. Mit 38 Punkten brilliert Michael Flowers beim 78:65 Heimerfolg.

Der Paderborner Spielfluss war von Anfang an da. Traumwandlerisch sicher wurde die gehemmt wirkende Defensive der Knights auseinandergenommen. Kein Fehlwurf innerhalb der Dreierlinie spricht Bände für eine glänzend aufgelegt Paderborner Mannschaft in Halbzeit eins. Folgerichtig die 18 Punkte Führung. Knights Coach Perovic appellierte in der Halbzeitpause mit eindringlichen und scharfen Worten an seine Spieler und traf damit offensichtlich einen Nerv. Doch es dauerte noch einige Minuten bevor der Umschwung kam und dieser war mit drei Namen eng verknüpft. Perovic brachte Kilian Fischer und Aitor Pickett aufs Parkett und die beiden zeigten eine bis dato nicht dagewesene Aggressivität in der Verteidigung und änderten damit maßgeblich den Spielverlauf.

Angestachelt vom Einsatzwillen der beiden jungen Akteure wurden nun auch die Routiniers der Knights und das Publikum mitgerissen. Jeder Ballgewinn wurde frenetisch gefeiert und offensiv schöpfte US-Amerikaner Michael Flowers nun Mut und forcierte seine Offensivaktionen. Zumeist mit Erfolg. Immer wieder wurde Flowers von seinen Mitspielern gesucht. Zur Halbzeit noch bei elf Punkten, bugsierte der junge Guard sein persönliches Konto in der zweiten Halbzeit auf 38 Zähler und sorgte so für offensiven Druck, dem die Baskets aus Paderborn mit zunehmender Spieldauer nicht Stand halten konnten. Doch noch beeindruckender war die Intensität in der Abwehr, die die Korbjäger nun an den Tag legten. Egal wer auf dem Parkett stand, es wurde nun um jeden Millimeter verbissen gekämpft. Anerkennend stieg der Lärmpegel in der SHSM und die Fans spürten, dass hier noch etwas gehen würde. Der so gut funktionierende Spielfluss der Gäste wurde ab dem Übertreten der Mittellinie unterbrochen und keine leichten Würfe mehr gestattet. Paderborn musste für jeden einzelnen Punkt enorm hart arbeiten. Die Kirchheimer erlaubten nur noch insgesamt 15 Punkte in der gesamten zweiten Halbzeit.

„Es ging uns ab der Halbzeit nicht mehr darum wer gewinnt oder verliert. Es ging uns darum wie wir agieren, ob wir uns wehren, wie wir uns verhalten und ob wir kämpfen. Wenn die Grundtugenden da sind, kommen die Erfolge automatisch. Die Jungs haben heute gezeigt, dass viel Stolz und Herz in der Mannschaft steckt. Es ist nicht alltäglich nach einem solchen Wochenende, mit einer unglaublich bitteren Niederlage, einer langen Fahrt, kaum Regenration, angeschlagene Spieler und ein hoher Rückstand, so zurückzukommen. Wir freuen uns sehr und sind stolz auf die Jungs, wissen aber auch, dass weiterhin noch viel zu tun ist,“ sagte Schmidt.

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Vorberichte Doppelspieltag ProA 6./7. Spieltag

Foto: Norbert Schulz

Spieltag 6: 04.11.2022 19:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Bayer Giants Leverkusen

Zum Start des ersten Doppelspieltags in der noch jungen BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison empfangen die Nürnberg Falcons am Freitag den deutschen Rekordmeister, die Bayer Giants Leverkusen.

Es gibt Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, die haben einen Lauf und eilen von Sieg zu Sieg. Auf die Nürnberg Falcons und den heutigen Gegner trifft das aktuell nicht zu. Während die Gäste nach ihrem Auftaktsieg gegen Karlsruhe vier Niederlagen am Stück kassierten, verloren die Franken drei Partien in Folge. Die Gründe für den Anti-Lauf der zwei Teams scheinen auf den ersten Blick recht unterschiedlich, ähneln sich dann aber doch mehr als man glaubt. An beiden Standorten gab es im Sommer enorme personelle Veränderungen. Die Giants tauschten einen Großteil des letztjährigen Kaders aus. Wie in Nürnberg blieben nur wenige Spieler an Bord. Es braucht Zeit, bis sich eine Mannschaft findet und dieser Prozess wurde in Leverkusen durch die Verletzung von Dennis Heinzmann jäh unterbrochen. Der Kapitän und Stabilisator verletzte sich kurz vor Saisonstart am Fuß und fällt für Monate aus. Sein Fehlen macht sich insbesondere unter den Körben bemerkbar. Die Gegner wittern nun freie Fahrt auf dem Weg in die Bayer-Zone und gewinnen in schöner Regelmäßigkeit sowohl das Rebound-Duell als auch das Spiel, wie zuletzt die beiden Aufsteiger Düsseldorf und Münster. Da halfen jüngst auch die 33 Punkte von Veilchen-Rückkehrer Haris Hujic nichts, der von 2015-2016 für rent4office Nürnberg spielte.

Nürnbergs letzte Gegner waren allesamt Top-Teams mit viel Budget und Ambitionen. Gegen Gießen und Tübingen sah die Mannschaft von Vytautas Buzas nicht gut aus und in Jena fehlte am Ende das Glück und davor Thomas Wilder. Denn auch die Falken haben Verletzungspech und der Teamfindungsprozess nach dem Umbruch im Sommer verlief aufgrund des Fehlens von Kapitän Basti Schröder und des zwischenzeitlichen Ausfalls von Jonathan Maier ebenfalls nicht reibungslos. Nach fünf Spieltagen liegen die Mittelfranken mit zwei Siegen und drei Niederlagen auf Tabellenplatz 10 – zu wenig für die Playoffs, jedoch zu früh um in Panik zu verfallen.

„Wir brauchen Zeit und Geduld“, betont Buzas, der eh selten auf das Tableau schaut und seine Zeit lieber dem Scouting des nächsten Gegners widmet: „Leverkusen ist ein anderes Team als im letzten Jahr. Der Ausfall von Dennis Heinzmann wiegt sehr schwer. Hansi Gnad wird dennoch einen Weg finden, dafür steckt zu viel Qualität im Kader. Die Giants sind ein brandgefährliches Team, das ein Erfolgserlebnis braucht.“ Das gilt selbstredend auch für die Nürnberg Falcons.

04.11.2022 19:00 Uhr WWU Baskets Münster vs. ART Giants Düsseldorf

Gleich zwei Spiele innerhalb von 46 Stunden stehen bei den WWU Baskets Münster vor der Länderspielpause auf dem Programm: Gegen Düsseldorf und anschließend in Quakenbrück geht es um wichtige Zähler in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Auf dem Plan steht zunächst am  Freitag die Begegnung gegen den langjährigen NRW-Konkurrenten ART Giants Düsseldorf.

Die Ausgangssituation vor dem NRW-Duell ist bei den Münsteranern nach dem 94:82-Erfolg bei Bayer Giants Leverkusen im Vergleich zur klaren Niederlage gegen Karlsruhe spürbar verändert. „Ein Sieg bringt immer Energie, alle fühlen sich besser, sowohl mental als auch körperlich. Deswegen sind alle ganz guter Stimmung“, berichtete Björn Harmsen am Mttwochmittag. Die Partie vom vergangenen Sonntag habe man in puncto einiger Defensivabläufe noch einmal angeschaut und im gestrigen Training an diesen gearbeitet. Angesprochen habe man auch, sich im Spiel nicht mit äußeren Begebenheiten zu beschäftigen. „Man muss sich im Spiel selber anpassen. Denn das ist die einzige Möglichkeit, Dinge zu ändern“, so der Cheftrainer der WWU Baskets. In den ART Giants kommt ein offensiv orientiertes Ensemble in die Halle Berg Fidel. „Ich erwarte ein interessantes Spiel. Beide Mannschaften kennen sich schon länger. Ich glaube, dadurch dass es auch diesen Derby-Charakter hat, ist es ein sehr schönes, emotionales Spiel für alle Beteiligten“, freute sich Björn Harmsen für die Fans. „Düsseldorf ist eine offensivstarke Mannschaft, die gerade mit ihren kleinen Spielern sehr gefährlich ist und insbesondere an der Dreierlinie. Darauf gilt es bestmöglich vorzubereiten und zu versuchen, die Stärken da wegzunehmen.“

„Wir werden auch diese Woche angehen, wie jede andere auch. Zunächst bereiten wir uns intensiv auf Münster vor, das hat höchste Priorität. Sobald diese Partie gespielt ist, schauen wir auf die Aufgabe gegen Tübingen“, wirft ART Giants-Headcoach Florian Flabb einen Blick auf die beiden Herausforderungen am kommenden Wochenende. 

Personelle Sorgen gibt es aktuell keine. Wegen des Doppel-Spieltags wurde die Vorbereitung angepasst. „Wir machen kürzere Trainingseinheiten und mehr Regeneration“, erklärte Harmsen.

04.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. VfL SparkassenStars Bochum

Im dritten Heimspiel der Saison 2022/2023 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga erwarten die Tigers Tübingen die VfL SparkassenStars Bochum. Nachdem die SparkassenStars am vergangenen Wochenende gegen den großen Aufstiegsfavoriten Vechta bis zum Ende in Schlagweite waren, geht es nun in Tübingen gegen den letztjährigen Finalisten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Sportlich haben die Baden-Württemberger somit den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga erreicht, doch aufgrund der wesentlich höheren Anforderungen im deutschen Oberhaus wurde dieses Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen.

Mit fünf Siegen aus den ersten fünf Partien grüßen die Schützlinge von Trainer Danny Jansson weiter von der Tabellenspitze. Nur RASTA Vechta ist in der Liga ebenfalls noch ungeschlagen. Die Gäste aus Bochum haben aus den ersten fünf Begegnungen nur einen Sieg (94:84) beim starken Aufsteiger Dresden Titans einfahren können. Der Erfolg wird jedoch aufgewertet, da die Sachsen ihrerseits aus fünf Spielen nur eine Niederlage einstecken mussten. Dennoch gehen die Raubkatzen als klarer Favorit in diese Partie.

Die Mannschaft von Trainer Felix Banobre hatte zum Ligastart gleich die drei Aufsteiger auf dem Programm. Eine undankbare Aufgabe, da die Neulinge zum Auftakt immer noch den Schwung und die Euphorie aus der vergangenen Saison mitnehmen. Dazu musste der Spanier in Diensten der Westdeutschen in der Vorbereitung ein neues Team aufbauen. Alle vier Importspieler haben die VfLSparkassenStars nach der ersten Saison im deutschen Basketball-Unterhaus verlassen. Dazu wechselte Big Man Björn Rohwer zu Medipolis SC Jena, während Johannes Joos seine Karriere beendete.

„Tübingen ist eines der Topteams in diesem Jahr. Sie haben den Vorteil, dass ihr Kader in dieser frühen Phase der Saison bereits eingespielt ist, da er in großen Teilen zusammengeblieben ist. Für uns ist es das zweite Spiel gegen einen Topfavoriten in Folge und wir sind noch verletzungsgeplagter als in der letzten Woche gegen Vechta. Dennoch werden wir dieses Spiel nicht abschenken“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

04.11.2022 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons

Zum ersten Spiel des Doppelspieltages diese Woche geht die Reise der Artland Dragons nach Bremerhaven. Dort gastiert man zum Nordderby bei den Eisbären Bremerhaven. Beide Mannschaften wollen mit einem Sieg ihre bisherige Saisonbilanz ausgeglichen gestalten.

Die Artland Dragons haben nach drei Niederlagen zu Beginn der Saison zuletzt zwei Siege gegen Tier und Schwenningen eingefahren. Topscorer Jalen Bradley stach mit 25 Punkten im Spiel gegen die Schwarzwälder als offensiver Leistungsträger heraus. Die Dragons hoffen nun ihre Siegesserie weiter auszubauen, um in der Tabelle an den Eisbären vorbeizuziehen. Dafür will das Team von Headcoach Patrick Flomo auf den Sieg aus der Vorbereitung, als die Bremerhavener in Quakenbrück mit 89:82 knapp unterlagen, aufbauen: „am Ende wird die Mannschaft gewinnen, die über die gesamten 40 Minuten den stabileren Basketball zeigt“, so Flomo vor dem Spiel.

Eisbären-Head Coach Steven Key kann derweil etwas aufatmen. Adrian Breitlauch, der zuletzt mit einer Erkältung ausfiel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einsatzbereit. In der vergangenen Saison lief der Rückkehrer noch für den Gegner aus Quakenbrück auf, damals siegten die Gäste in Bremerhaven mit 83:94. Beim Rückspiel in der Artland Arena, bei dem die Dragons aufgrund einer Herzmuskelentzündung auf Breitlauch verzichten mussten, gingen die Eisbären mit 88:115 als Sieger vom Feld. Hinter den Einsätzen der zuletzt angeschlagenen Bremerhavener Jarelle Reischel und Daniel Norl steht noch ein Fragezeichen, wohingegen Lennart Larysz und Carlo Meyer mit ihren Bänderverletzungen definitiv weiter ausfallen.

Headcoach Patrick Flomo attestiert den Bremerhavenern große Offensivqualitäten: „Auch wenn wir schon in der Pre-Season auf Bremerhaven getroffen sind, unterscheiden sich Teams in der Vorbereitung und im normalen Saisonbetrieb fundamental voneinander. Die Eisbären haben sowohl innerhalb der Zone als auch von außen viele Waffen und spielen eine schnelle Pace. Sie haben eine sehr erfahrene Truppe und einen sehr guten Coach. Wie momentan in der ProA üblich, hat auch Bremerhaven seine Ups und Downs. Am Ende wird die Mannschaft gewinnen, die über die gesamten 40 Minuten den stabileren Basketball zeigt. Da Bremerhaven mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen hat, müssen wir uns zunächst auf unser eigenes Spiel konzentrieren und unseren Gameplan über die gesamte Spielzeit aufs Feld bringen.“

04.11.2022 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. VfL Kirchheim Knights

Das kommende Wochenende wird für die Mannschaften der BARMER 2. Basketball Bundesliga sehr intensiv. Die Teams treten zum ersten Doppelspieltag an und absolvieren sowohl am Freitag wie auch am Sonntag Partien. Für Kirchheims Basketballer geht es am Freitag nach Hagen.

Fünf Spiele sind gespielt und Kirchheims Korbjäger haben sich nach einem schlechten Start (0:3) mit zuletzt zwei Siegen gegen Bochum und Düsseldorf zurückgemeldet. Seit ca. drei Wochen steht Head Coach Igor Perovic ein Großteil seines Kaders zur Verfügung und so langsam kommen die Spieler in den Saisonrhythmus. Die Abstimmung untereinander wird zusehends besser. Eine Entwicklung von der die Verantwortlichen hoffen, das sie weiter beibehalten werden kann. „Wir verbessern uns von Woche zu Woche haben aber auch in Düsseldorf viele Dinge gesehen, an denen wir weiter arbeiten müssen wenn wir gegen die Top Teams mithalten wollen,“ erklärte Knights Sportchef Chris Schmidt. Auf eines dieser Top Teams treffen die Ritter bereits am Freitag. Dann geht’s für die Schwaben nach Hagen. Die Mannschaft von Head Coach Chris Harris hat im Sommer stark aufgerüstet und steht mit einer 3:2 Bilanz auf Tabellenplatz fünf. Leistungsträger wie Marcel Kessen wurden gehalten. Ergänzt wurde der Kader mit viel Talent und Qualität. Junge aufstrebende Spieler wie Tim Uhlemann, der in der Vorsaison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB für Giessen für Furore sorgen konnte, wurden kombiniert mit langjährigen erfahrenen Veteranen wie JJ Mann. Neben Kessen (14,8 Punkte pro Partie) und Mann (ebenfalls 14,8 PpP) dominiert in der Offensive US-Amerikaner Kyle Castlin. Mit 18,6 Punkten ist er Dreh- und Angelpunkt des Offensivsystems der Hagener.

Zuletzt mussten sich die Hagener in letzter Sekunde Bundesligaabsteiger Giessen mit 91:89 geschlagen geben. Die Mannschaft dürfte dementsprechend motiviert sein wieder auf den Erfolgsweg zurückzukehren. „Hagen hat sehr gute Schützen und ist von jenseits der Dreierlinie sehr gefährlich. Das müssen wir unterbinden und die Rebounds kontrollieren. Offensiv kommt es für uns darauf an weiter konzentriert und mit wenig Fehlern zu spielen,“ So Knights Coach Igor Perovic. Die Ritter werden voraussichtlich auch am kommenden Wochenende auf Tim Koch und Daniel Loh verzichten müssen. Während Koch an Corona erkrankte und seit einigen Wochen nicht zur Verfügung steht, verletzte sich Daniel Loh im Training am Sprunggelenk und musste aussetzen. Ebenfalls aufgrund einer leichten Erkältung pausierte Kayne Henry zur Mitte der Woche.

04.11.2022 19:30 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Medipolis SC Jena

Beim bevorstehenden Doppelspieltag wollen sich die wiha Panthers mit dem ersten Saisonsieg zurückmelden. Bereits am Freitag gastieren die Medipolis SC Jena in der Deutenberghalle. 

Die letzten Pflichtspiele der wiha Panthers waren allesamt Niederlagen und führte das Team auf den letzten Tabellenplatz. Bisher hatten die Gegner in allen fünf Pflichtspielen das bessere Ende auf ihrer Seite. In Vechta führten die Schwenninger, die nur zu siebt antreten konnten über die drei Viertel bevor Sie im Schlussviertel durch wiedererstarkte Vechtaner geschlagen wurden. Die fünfte Saisonniederlage kassierten die Panthers in Quakenbrück gegen die Artland Dragons (81:71). „Wir haben eine neue Mannschaft, elf neue Spieler und unsere Aufgabe ist es, diese Jungs auf den Weg zu bringen. Es war noch nie so schwierig wie dieses Jahr, aber wir sind zuversichtlich und erfahren genug um diese Aufgabe zu meistern“, erklärt Headcoach Alen Velcic. Die Niederlagen der Schwenninger haben die Lage verschärft und die Neckarstädter müssen dringend einen ersten Saisonsieg einholen. 

Außerdem drohte den Schwarzwäldern in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA der Abzug eines Punktes. Die Forderung resultierte aus dem Nachlizenzierungsverfahren. Die Schwenninger vereinbarten mit der BARMER 2. Basketball Bundesliga eine Ratenzahlung der fälligen Strafsumme. Nach Ansicht der Geschäftsführung der Liga ist eine Frist bis Mitte September versäumt worden. Deshalb kam es nun zu dem Urteil, das ein positiver Wertungspunkt in der Tabelle abgezogen werden solle. „Wir haben diesbezüglich keinen Einspruch eingelegt.Wir müssen jetzt Ruhe reinbringen und uns auf das Sportliche konzentrieren“, kommentierte Geschäftsführer Michael Krivanek die Situation. 

Los geht es mit der am Freitag stattfindenden Heimpartie gegen die Medipolis SC Jena. Nachdem die Thüringer in der vergangenen Saison das Endspiel gegen Rostock im Halbfinale mit 1:3 verloren haben, blieb das Team in dieser Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Das Team von Domenik Reinboth, der nun in sein zweites Jahr in Jena geht hat eine ganz signifikante Veränderung zu vermelden. Kapitän und Publikumsliebling Julius Wolf hat den Club unerwartet in Richtung Vechta verlassen, um mit seinem Bruder Enosch Wolf zusammen spielen zu können. Doch Jena befindet sich mit einer Bilanz von 4 Siegen und einer Niederlage auf Rang 3 und liegt damit auf Kurs. 

04.11.2022 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Dresden Titans

Zum Auftakt ins Wochenende steigt im RASTA Dome das Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. RASTA Vechta, Zweiter der Tabelle, empfängt den Vierten, die Dresden Titans. Für die Partie des 6. Spieltages sind bereits fast 2.800 Tickets verkauft, an der Pariser Straße gibt’s am Freitag Gänsehaut-Atmosphäre pur.

Vor der Länderspielpause will RASTA Vechta den sechsten Sieg in Serie und damit Tabellenführer Tigers Tübingen unter Druck setzen. Ein Selbstläufer aber wird das Duell mit dem bei 4:1-Siegen stehenden amtierenden BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Meister aus Sachsen ganz sicher nicht. „Das Spiel am Freitag ist sehr wichtig. Es geht darum, gegen ein ebenfalls erfolgreich gestartetes Team ungeschlagen zu bleiben“, sagt RASTAs Head Coach Ty Harrelson. „Es ist schön für uns, dass wir vor der Pause noch Zuhause vor unseren Fans ein solches Topspiel bestreiten können.“

Ihr Können bewiesen die Dresden Titans um Head Coach Fabian Strauß (29) auch beim letzten Sieg, dem 95:89-Erfolg bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier. Die Sachsen trafen, ganz typisch für sie, extrem gut ihre Dreier – 44.4%. In jedem ihrer bisher fünf Spiele war der „Dreizack“ extrem gefährlich, pro Spiel flogen immer mindestens ein Dutzend Dreier durch des Gegners Reuse. „Wir müssen Dresden jeden Dreier so schwer wie möglich machen, unsere Hände stets im Gesicht des Gegners habe“, fordert Vechtas Joschka Ferner, selber ein sehr guter Distanzschütze. „Dazu gehört, eng am Mann zu sein, ihm den Dreier weg zu nehmen. Wir dürfen dabei aber natürlich nicht Gefahr laufen, im Eins-gegen-Eins geschlagen zu werden und einen einfachen Korbleger zu kassieren.“

Zu viele Punkte, nämlich 56, hatte RASTA am letzten Wochenende in der 1. Halbzeit bei den VfL SparkassenStars Bochum kassiert. Eine Woche vorher waren es gegen die wiha Panthers Schwenningen mit 45 ebenfalls zu viele. Die Devise von Ty Harrelson lautet schließlich, nicht mehr als 70 Punkte insgesamt zu kassieren. „Wir haben in dieser Woche sehr intensiv daran gearbeitet, dass wir die gegen Schwenningen und in Bochum gemachten Fehler in unserer Defensive beheben“, so der Head Coach. „In der Offensive wiederum können wir uns über 91 Punkte in Bochum freuen, haben aber 20 Ballverluste – auch da gibt es also viel zu tun. Dabei geht es oftmals um Details, die das Gesamtbild entweder trüben oder eben vervollständigen. Die Saison ist zwar lang, aber wir sollten damit beginnen, besser und konstanter Basketball zu spielen.“

04.11.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Nach dem umkämpften Heimsieg der JobStairs GIESSEN 46ers gegen Phoenix Hagen, stehen die Mittelhessen vor einem enggepackten Wochenende. Zunächst geht es am Freitag, den 4. November nach Karlsruhe, wo man auf die dort ansässigen LIONS trifft.

Das zweite Heimspiel der JobStairs GIESSEN 46ers hatte abermals Nervenkitzel zu bieten und am Ende konnten die Mittelhessen mit 91:89 die Oberhand gegen Hagen behalten. Nach einem Mannschaftsabend am letzten Montag, der mit Bowling verbracht wurde, ging es in die abgespeckte Trainingswoche. Dabei sind die angeschlagenen Nico Brauner (Knieprobleme), Jordan Barnes (Sprunggelenksprobleme) und Igor Cvorovic (muskuläre Probleme) nur teilweise im aktiven Training mit dabei und absolvieren dafür Individualeinheiten.

Die erste Station des Doppelspieltags führt den Traditionsclub zu den PS Karlsruhe LIONS und somit auch zu zwei alten Bekannten. Sowohl Center Maurice Pluskota wie auch Point Guard Bazoumana Kone hatten schon für die 46ers die Sneaker geschnürt. Der Playmaker ist auch mit 20 Zählern pro Spiel der Topscorer der Badener. Der erstgenannte Big Man zeigt mit 16.3. PpS und 9.3 RpS ebenso seine Wertigkeit und Erfahrung auf dem Parkett auf. Neben den beiden Ex-Gießenern sind mit Lovell Cabbil Jr. (13.6 PpS), Lorenzo Cugini (12.2) und Darko Bajo (11.0) drei weitere Akteure im zweistelligen Punktebereich aufzufinden. Die kurze Rotation von Headcoach Aleksandar Scepanovic kann noch auf die Dienste von Julian Albus bauen, der aus der easyCredit BBL von Würzburg nach Karlsruhe wechselte. Die Erfahrung brachte aber zuletzt beim Heimauftritt gegen Paderborn keine Zähler auf das Punktetableau, sodass die Löwen eine mögliche zweite Heimniederlage in Folge tunlichst vermeiden wollen.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Karlsruhe ist eine Art Wundertüte. Mal ein Sieg, dann wieder eine Niederlage. Auswärts in Münster haben sie ein richtig starkes Spiel abgeliefert, es kontrolliert und das alles mit lediglich sieben Spielern auf dem Parkett. Nach dem Sieg gab es eine gute erste Halbzeit gegen Paderborn. Im Anschluss ist man dann aber eingebrochen, was zu einer deutlichen Niederlage geführt hat. Mit der Nachverpflichtung vom mittlerweile erfahrenen BBL-Spieler Bazoumana Kone haben sie noch einmal an Qualität dazugewonnen. Es ist insgesamt ein interessanter Kader und gerade nach der Niederlage, wird es umso schwerer für uns werden. Wir müssen schauen, wie wir die Trainingsbelastung steuern, da wir ein paar angeschlagene Spieler haben. Ziel muss es sein, die Intensität von Anfang an zu bringen und nicht wieder einem großen Rückstand hinterherzulaufen, wie es in den letzten Wochen der Fall war. Dies gilt natürlich für beide Begegnungen.“

04.11.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Nach fünf Niederlagen zum Saisonstart wollen die Moselstädter ihre aufsteigende Form bestätigen und den ersten Saisonsieg einfahren. Tip-Off in der Maspernhalle ist bereits am Freitag um 20:00 Uhr.

Der sechste Spieltag der Saison 2022/23 steht bevor und einige Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treten am selben Wochenende noch für den siebten Spieltag an. Für die RÖMERSTROM Gladiators ist nach dem kommenden Auswärtsspiel in Paderborn jedoch erstmal Pause und man ist erst wieder am 16.11. in Vechta im Einsatz. Umso wichtiger, dass es den Gladiatoren endlich gelingt den Bock umzustoßen und ihre stetig verbesserte Form in etwas Zählbares umzumünzen. Im letzten Heimspiel gegen die Dresden Titans hatten die Gäste nach einem ausgeglichenen Spiel die besseren Nerven und so warten die Moselstädter weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg. In Paderborn soll dieser gelingen, Headcoach Pascal Heinrichs muss jedoch weiterhin auf Marco Hollersbacher (Knie) und Alex Laurent (Rücken) verletzungsbedingt verzichten.

Die Uni Baskets sind deutlich besser in die neue Saison gestartet und konnten drei der ersten fünf Partien für sich entscheiden. Am zweiten Spieltag schlug man die Bayer Giants Leverkusen deutlich mit 96:65, am dritten Spieltag gewann man in Schwenningen mit 88:74 und am letzten Spieltag war man mit 83:69 in Karlsruhe erfolgreich. Lediglich gegen Jena (60:86) und Hagen (82:98) musste man sich geschlagen geben. Gefährlichste Akteure der Paderborner sind aktuell Point Guard Connor Anthony (15 Punkte und 5 Assists pro Spiel), James Fleming (13,2 PpS) und Lars Lagerpusch (10 PpS). Mit Marcus Anderson und Travis Jocelyn stehen zwei weitere Importspieler für die Flügelpositionen im Aufgebot der Uni Baskets, die deutsche Rotation wird von Oshane Drews, Marten Linßen, Aaron Kayser, Jens Großmann und Johannes Konradt komplettiert.

Auch Gladiators Headcoach Pascal Heinrichs weiß um die Qualität der Uni Baskets Paderborn und sagt: „Paderborn ist eine sehr bewegliche Mannschaft, die gute Schützen in ihren Reihen hat. In Paderborn war es für uns zuletzt immer schwierig und gerade in der aktuellen Situation wird es nicht einfacher. Wir gehen als Außenseiter in die Partie, was aber nichts Schlechtes sein muss. Wir wollen auf den letzten Spielen aufbauen, in Paderborn ein gutes Spiel zeigen und die Punkte mit nach Hause nehmen“.

Spieltag 7: 06.11.2022 16:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. wiha Panthers Schwenningen

Bereits am Sonntag, den 6. November um 16.00 Uhr wartet mit den wiha Panthers Schwenningen eine weitere tierische Herausforderung auf die Gießener. Das Heimspiel in der Sporthalle Gießen-Ost läutet dann ein darauffolgendes spielfreies Wochenende ein.

Eine Negativserie möchte der nächste Opponent der JobStairs GIESSEN 46ers ad acta legen. Die wiha Panthers Schwenningen sind bisher ohne Erfolgserlebnis in der Liga. Headcoach Alen Velcic setzte nach der vergangenen Talfahrt und dem Erhalt der Wildcard auf ein komplett neues Team. Angeführt werden die Schwarzwälder von Aufbauspieler und Topscorer Casey Bryan Benson (15.8 PpS, 3.4 ApS). Der US-Amerikaner weißt eine Menge Europa-Erfahrung auf und soll die Geschicke der jungen Mannschaft, um Badu Buck (12.3 PpS) oder Jacob Knauf (10.0) leiten. Doch die Stabilität in der neuformierten Mannschaft ist noch nicht verankert. Während der erste Spieltag Zuhause gegen Dresden mit 74:75 nur knapp verloren wurde, waren es im Anschluss deutliche Niederlagen, die mit mindestens zehn Punkten unterschied ausgegangen sind. Vor dem Auftritt in Gießen müssen sich die Baden-Württemberger noch dem starken Programm von Medipolis SC Jena stellen, sodass das Heimspiel der JobStairs GIESSEN 46ers für beide Teams auch eine Frage des Kräfteverschleiß werden könnte.  

„Schwenningen ist auf dem Papier ein sogenannter „Muss-Sieg“. Der Club befindet sich in einem kompletten Umbruch und sie müssen sich erst einmal neu sortieren. Wir haben sie beim Pointers Cup in der Pre-Season gesehen, damals waren sie aber noch nicht komplett. Trotz allem, sind diese Partien die schwierigsten Konstellationen, weil man einfach gewinnen muss. Aber sie haben in Vechta vor einer Woche gezeigt was möglich ist – teilweise waren sie mit 15 Punkten in front und haben erst zum Schluss wegen der kurzen Rotation deutlich verloren. Wir müssen konzentriert zu Werke gehen und es wäre schön, wenn wir das Wochenende vor der Pause erfolgreich beenden könnten. Dabei birgt ein Doppelspieltag immer Gefahren, gerade weil wir angeschlagene Spieler haben“, fasst der 46ers-Cheftrainer das anstehende Wochenende mit dem Heimspielgegner zum Schluss zusammen.

Der Headcoach von Schwenningen glaubt weiterhin an sein Team: „Wir sind nicht weit weg vom ersten Saisonsieg, wir müssen die Ballverluste und Rebounds kontrollieren“ sagt Alen Velcic.

06.11.2022 16:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Tigers Tübingen

Bereits am Sonntag treten die Raubkatzen im ersten von zwei Doppel-Spieltagen der aktuellen Spielrunde beim Aufsteiger ART Giants Düsseldorf (16 Uhr, CASTELLO) in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen an.

Keine 48 Stunden steht das vierte Gastspiel der Saison beim Aufsteiger ART Giants Düsseldorf an. Das Team von Trainer Florian Flabb konnte als Aufsteiger bisher gute Ergebnisse erzielen. Auf fünf Spielen sprangen drei Siege heraus, darunter ein fulminanter 112:78-Auswärtssieg bei den Eisbären Bremerhaven. Flabb ist mit 29 Jahren nach Florian Strauß als Trainer des weiteren Aufsteigers Dresden Titans der zweit-jüngste Trainer in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Vor allem die Importspieler drücken dem Spiel der ART Giants bisher den Stempel auf. Der US-Amerikaner Booker Coplin ist mit 17,2 Zählern Topscorer der Düsseldorfer, mit 5,0 Assists und 4,4 Rebounds verfügt der 24-Jährige zusätzlich über gute Allrounder-Fähigkeiten. Der Kanadier Ryan Richmond (15,2 ppg) sowie der US-Amerikaner Travion Hollowell (13,6 ppg) präsentieren sich gegenwärtig ebenfalls enorm treffsicher. Mit acht gemeldeten Importspielern verfügt kein anderer Konkurrent über mehr ausländische Kräfte im ligainternen Vergleich als das Team aus Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf und Tübingen verfügen grundsätzlich über ähnlich gute Statistiken, nur bei den Freiwürfen (66,7 Prozent) liegt die Flabb-Truppe mit über zehn Prozenten deutlich hinter den Raubkatzen (77,4 Prozent).

Jansson blickt wie folgt auf die kommenden zwei Aufgaben gegen Bochum und Düsseldorf: „Wir haben die letzten zwei Spiele nicht so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Uns hat vor allem die Intensität gefehlt. Mit der Defense kann ich zufrieden sein, in der Offense stockt jedoch ein wenig der Motor. Wir sind im Moment selbst unser größter Gegner. Gegen Bremerhaven hätte es fast einen „Wake-up-Call“ gegeben. Dieser wird auch irgendwann kommen, fragt sich nur wann. Ich kenne Bochum-Coach Banobre seit vielen Jahren und halte ihn für einen sehr guten Coach. Sie hatten zum Saisonstart etwas Probleme. Sie sind aber stets brandgefährlich und werden die richtigen Ergebnisse noch einfahren, da bin mir sicher. Über Düsseldorf kann ich aktuell noch nicht viel sagen, mein Fokus liegt bis Freitag auf Bochum. Bezüglich der Spielvorbereitung gegen Düsseldorf wird mein Assistant Coach Tom Walther gefragt sein, der mit den BSW Sixers aus Sandersdorf in der vergangenen Saison gegen die ART Giants gespielt hat. Beide Teams verfügen auf jeden Fall über gute Importspieler und werden uns das Leben schwermachen, vor allem gleich zu Beginn des Spiels. Wir müssen sofort hellwach sein, die Intensität erhöhen und in der Offense einfach besser abschließen als zuletzt.“

 „Wir erwarten zwei grundlegend unterschiedliche Teams, wo in den einzelnen Spielen komplett verschiedene Sachen von uns abverlangt werden, um diese gewinnen zu können. Dementsprechend schauen wir uns die Aufgaben an diesem Wochenende Schritt für Schritt an“, so Düsseldorf-Headcoach Flabb. Allein der Blick auf die Tabelle verrät jedoch, mit was für einem Kaliber die Düsseldorfer gegen die Tigers zu rechnen haben. Immerhin konnte Tübingen bisher alle fünf Partien souverän für sich entscheiden und grüßt als ungeschlagener Ligaprimus demnach von der Tabellenspitze. Vor der Begegnung in Düsseldorf treffen die Tigers um Headcoach Daniel Jansson am Freitag in eigener Halle noch auf Bochum. In Reihen der Tigers sollte das Flabb-Team ein besonderes Auge auf die Topscorer Mateo Seric und Zachary Seljaas haben, die jeweils über 14 Punkte pro Partie erzählen. Als Aufsteiger dürfte dieses Spiel für die ART Giants eines der Duelle sein, in denen man eher als Underdog ins Rennen geht. Dass die Giganten mit dieser Rolle gut umgehen können, hat man zu Saisonbeginn bereits gegen Bremerhaven und Leverkusen unter Beweis stellen können. In Düsseldorf freut man sich somit auf ein spannendes Wochenende mit packenden Duellen in fremder und heimischer Halle.

06.11.2022 16:00 Uhr Dresden Titans vs. PS Karlsruhe LIONS

Dresden Titans mit doppelter Herausforderung zum Doppelspieltag | Freitag, den 04.11.2022, um 19:30 Uhr zu Gast bei RASTA Vechta, Sonntag, den 06.11.2022 dann zuhause um 16:00 Uhr gegen die PS Karlsruhe LIONS

Allen Unbekannten zum Trotz – die LIONS müssen sich auf sich selbst konzentrieren. Denn die Mannschaft von Headcoach Aleksandar Scepanovic hat in den vergangenen Spielen zwei Gesichter gezeigt. Während ein stark ersatzgeschwächtes Löwenrudel am vierten Spieltag in Münster mit einer glänzenden Teamleistung einen souveränen Sieg herausspielte, war eine Woche später vor heimischer Kulisse die Enttäuschung groß. War die Begegnung mit den Uni Baskets Paderborn etwas mehr als eine Halbzeit lang völlig offen, so ließen die LIONS danach in den entscheidenden Momenten Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit vermissen. Eine verdiente Niederlage war die Folge. Im zweiten Heimspiel binnen sechs Tagen haben die Spieler nun Gelegenheit, vor den Fans Wiedergutmachung zu betreiben. Egal wie das Endergebnis gegen Gießen lauten wird, in der Fächerstadt brennt man auf Erkenntnisse, wie es um das Mannschaftsgefüge bestellt ist und hofft, dass die LIONS auf dem Parkett die gewünschte Antwort liefern.

Das Heimspiel gegen Karlsruhe ist ebenfalls Thema beim Coach der Dresden Titans: „Natürlich bereiten wir uns auch schon auf Karlsruhe vor, schließlich sind Heimspiele wichtig für uns. Wir wollen unsere alte Heimstärke wieder aufbauen. Doch der Fokus liegt jetzt erstmal ganz klar auf Vechta.”

Die Dresden Titans sollten, obwohl sie erst dieses Jahr aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB aufgestiegen sind, keinesfalls unterschätzt werden. Das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt kassierte zwar am Freitagabend eine deutliche Niederlage gegen den neuen Tabellenführer RASTA Vechta, ist aber angesichts bisher vier gewonnener Spiele nicht zu unterschätzen. Noch nie haben die LIONS in Dresden gespielt. Um in der Fremde zu gewinnen, wird derselbe Teamspirit erforderlich sein, den die Mannschaft gegen Gießen gezeigt hat.

06.11.2022 17:00 Uhr Artland Dragons vs. WWU Baskets Münster

Der gelungene Auswärtstrip zum Derby nach Bremerhaven verschafft den Dragons eine gute Ausgangssituation vor dem Spiel gegen Münster. Mit einem Sieg könnten die Dragons ihre Bilanz zum ersten Mal in dieser Saison positiv gestalten. Nach dem dominanten Auftritt bei den Eisbären wartet mit Münster ein Aufsteiger auf die Drachen, der sich bisher gut in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA akklimatisieren konnte.  Wie auch am Freitag stehen Headcoach Patrick Flomo alle Spieler zur Verfügung. Beide Mannschaften trafen schon am Ende der Vorbereitung aufeinander, als Münster sich in allerletzter Sekunde gegen die Dragons behaupten konnte.

Drei Niederlagen vermiesten den Burgmannstädtern ihren Saisonstart in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gehörig. War doch ein Ziel vor allem eine ruhigere Saison als die des Vorjahres. Inzwischen aber haben die Artland Dragons ihren Fehlstart mit einer Siegesserie beeindruckend korrigiert, gewannen ihr drittes Spiel in Folge am Freitag bei den Eisbären Bremerhaven 88:69. Geschäftsführer Marius Kröger ging vor dem Saisonstart davon aus, in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. „Wir haben bei der Zusammenstellung unseres Kaders noch genauer hingeguckt und an einigen Stellschrauben gedreht“, berichtete Marius Kröger, seit sieben Jahren Geschäftsführer der Artland Dragons, vor dem Season Opener in Münster über das neuformierte Team.

Assistant Coach Chase Griffin vor dem Spiel gegen Münster: „Unser Ziel ist es, jede Woche mit einem 1-0 zu beenden. Diese Woche haben wir die Chance, diese mit 2-0 zu beenden. Wir werden jede Woche ein wenig besser und kommen immer näher an den Basketball heran, den wir über die gesamte Saison spielen wollen. Mit Münster erwartet uns ein sehr physisches Team. In Andreas Seiferth haben sie den besten Big Man der Liga in ihren Reihen, über den die gesamte Offensive läuft. Dazu haben sie sehr athletische Guards, die uns alles abverlangen werden. Wir müssen so physisch auftreten, wie am Freitag gegen Bremerhaven. Wenn wir das tun, haben wir gute Chancen den vierten Sieg in Serie zu holen.“

06.11.2022 17:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. Nürnberg Falcons BC

Zum Abschluss des Doppelspieltagswochenendes der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind die Nürnberg Falcons am Sonntag zu Gast in der Rundsporthalle. Für die VfL SparkassenStars Bochum geht es dann im dritten Anlauf vor heimischen Publikum darum, den ersten Heimsieg der Saison einzufahren.

In der vergangenen Saison scheiterten die Falcons, trotz einer Bilanz von 18 Siegen und 14 Niederlagen, aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen Bremerhaven denkbar knapp am Einzug in die Playoffs. Vor dem Doppelspieltag lagen die Nürnberger mit zwei Siegen und drei Niederlagen auf dem zehnten Tabellrang der ProA. Den beiden Auftaktsiegen gegen Trier und in Karlsruhe folgten danach drei Niederlagen gegen Gießen, in Tübingen und in Jena.

Topscorer im Team des litauischen Trainers Vytautas Buzas ist der vor der Saison aus Vechta gekommene Deutsch-Amerikaner Sheldon Eberhardt mit 12 Zählern pro Partie und einer bisherigen Dreierquote von 47,4 Prozent. Aufbauspieler Thomas Wilder folgt auf Eberhardt mit 11,8 Punkten und 4,8 Assists und Jonathan Maier legt in seinem fünften Jahr in Nürnberg 10,2 Punkte pro Partie auf. Komplettiert wird das Quintett der doppelstelligen Punkteausbeute von US-Center Jackson Kreuser, der 10,0 Punkte pro Spiel beisteuert. Für die personell dezimierten SparkassenStars kommt dieses Doppelspieltagswochenede leider zur falschen Zeit. Neben den Ausfällen von Kilian Dietz, Garrett Sams und Lars Kamp steht auch der Einsatz von Bernie Andre noch nicht fest.

„Nürnberg hat auch in dieser Saison wieder das Potential für eine Playoffqualifikation. Daher wird auch der zweite Teil des Doppelspieltags nach unserem Gastspiel in Tübingen kein leichtes Unterfangen. Unsere Verletztensituation macht unsere Ausgangslage selbstverständlich nicht besser und deshalb brauchen wir die Rundsporthalle dringend als sechsten Mann in unserem Rücken, um erstmals die Punkte in dieser Saison in Bochum zu behalten“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

06.11.2022 17:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven

Ein spannender Doppelspieltag steht für die Eisbären Bremerhaven in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA an – gegen die Artland Dragons und Phoenix Hagen sollen die nächsten Punkte vor der Länderspielpause her.

Mit Chris Harris treffen die Eisbären Bremerhaven auf einen alten Bekannten an der Seitenlinie der Hagener, Center Marcel Kessen stand im Jahr 2020 für Bremerhaven auf dem Platz, bevor er zurück nach Hagen wechselte. Auch die Feuervögel sind durchwachsen in die Saison gestartet, aktuell stehen bei ihnen zwei Niederlagen, zwei Siege und ein Sieg nach Verlängerung zu Buche. Am vergangenen Samstag unterlag Phoenix Hagen bei den Jobstairs Gießen 46ers in einer umkämpften Partie mit 91:89. Das letzte Gastspiel der Eisbären in der Krollmann Arena im Januar dieses Jahres war eine knappe Angelegenheit, bei dem die Seestädter sich mit 95:93 geschlagen geben musste. Achten sollte das Team von Steven Key besonders auf Spielmacher Grayson Murphy, der zuletzt mit neun Assists eine persönliche Bestmarke aufstellte, sowie auf die beiden Scorer JJ Mann und Kyle Castlin.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Mit Kirchheim und Bremerhaven bekommen wir es innerhalb von 48 Stunden mit zwei spannenden Gegnern zu tun, die wir individuell sehr ernst nehmen. Aus dem Vorteil, an diesem Doubleheader-Wochenende keine Zeit auf der Autobahn zu verbringen und im eigenen Bett schlafen zu können, müssen wir Profit schlagen.
Vor allem freuen wir uns nach zuletzt zwei Auswärtsspielen wieder auf unsere lautstarken Heimfans. Nur so viel: Die Jungs haben richtig Bock, die gegen Münster und Vechta in der Halle aufgekommene Stimmung nochmals zu toppen.“

06.11.2022 17:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. Uni Baskets Paderborn

Das kommende Wochenende wird für die Mannschaften der BARMER 2. Basketball Bundesliga sehr intensiv. Die Teams treten zum ersten Doppelspieltag an und absolvieren sowohl am Freitag wie auch am Sonntag Partien. Für Kirchheims Basketballer geht es am Freitag nach Hagen. Am Sonntag empfängt man dann die Gäste aus Paderborn. Zwei wichtige Spiele vor der ersten kurzen Verschnaufpause.

Nach der Partie in Hagen geht es für den Rittertross direkt zurück nach Kirchheim, den nur zwei Tage später empfangen die Kirchheimer in der heimischen Sporthalle Stadtmitte die Baskets aus Paderborn. Vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt, haben es sich die Paderborner erneut auf die Fahne geschrieben für Überraschungen zu sorgen und bislang gelingt dies der Mannschaft von Head Coach Steven Esterkamp sehr gut. Ebenfalls mit einer 3:2 Bilanz rangieren die Baskets auf Platz acht der Tabelle. US-Amerikaner Connor Anthony erzielt im Schnitt 15 Punkte pro Spiel und führt damit die Paderborner Mannschaft an. Doch es ist die mannschaftliche Geschlossenheit, die in dieser Saison die Paderborner stark aufspielen lässt. Acht Spieler erzielen im Schnitt fünf oder mehr Punkte pro Partie. Esterkamp und den Paderborner Verantwortlichen ist es erneut gelungen eine Formation zu bilden, die auf dem Feld enorm harmonisch und aggressiv zu Werke geht. Der Schlüssel zum bisherigen Erfolg. „Paderborn spielt außergewöhnlichen, teamorientierten Basketball. Es wird extrem auf unsere defensive Konzentration ankommen. Der Schlüssel ist nicht einen Spieler rauszunehmen. Wir spielen gegen eine sehr gute Mannschaft,“ so Schmidt.

16.11.2022 19:30 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Medipolis SC Jena

Am 7. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2022/23 empfangen die BAYER GIANTS Leverkusen die Mannschaft von Medipolis SC Jena in der Ostermann-Arena. Eine schwere Aufgabe, welche dem Rekordmeister bevorsteht.

12 Tage hatten die „Giganten“ nach der knappen 84:91-Niederlage bei den Nürnberg Falcons Zeit, um sich zu regenerieren und sich im Training weiter zusammenzufinden. Einheiten, die die Farbenstädter zu nutzen wussten, wie Headcoach Hansi Gnad erklärt: „Für uns kam die Pause zu einem guten Zeitpunkt, denn wir konnten ausführlich und in aller Ruhe an unseren Schwächen im Spiel arbeiten. Die Jungs haben in den vergangenen Tagen hart trainiert und es sind deutliche Fortschritte erkennbar.“

Gegen Medipolis SC Jena wird die Konstanz über 40 Minuten extrem wichtig sein, um zu bestehen. Die Gäste aus Thüringen stehen, mit einer Bilanz von fünf Siegen und einer Niederlage, auf einem guten dritten Tabellenplatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Zuletzt bezwang man die wiha Panthers aus Schwenningen deutlich mit 87:71 und setzte den positiven Trend fort. Coach Domenik Reinboth, der früher als Jugendtrainer in Leverkusen tätig war, kann in 2022/23 auf einen qualitativ hochwertigen Kader zurückgreifen, der sehr erfahren ist. An erster Stelle ist hier sicherlich Brandon Thomas zu erwähnen, der auf über 300 Einsätze in der easyCredit-BBL (u.a. FC Bayern Basketball und JobStairs GIESSEN 46ers) zurückblicken kann. Dass der 38-Jährige noch längst nicht zum alten Eisen zählt, hat er zweifelsohne bewiesen. Der Forward ist mit durchschnittlich 14,8 Punkten pro Spiel der beste Scorer seiner Farben und scheut sich nicht, Verantwortung zu übernehmen. Auch zweistellig scort Shaquille Hines im Schnitt. Der US-Amerikaner war ebenfalls schon in der Bundesliga aktiv (53 Einsätze für Frankfurt und Braunschweig) und ist mit 13,7 Zählern und 7,3 Rebounds pro Begegnung brandgefährlich. Der athletische Power Forward ist nicht nur im Nahdistanzbereich effizient, er beherrscht auch den Wurf von jenseits der Dreipunktelinie (trifft 40 Prozent seiner Dreier). Der effizienteste deutsche Akteur ist Björn Rohwer. Der gebürtige Rendsburger wechselte im Sommer 2022 aus Bochum in die thüringische Universitätsstadt und hat sich seitdem als fester Leistungsträger in der Rotation etabliert (11,2 Punkte pro Spiel – Einsatzzeit im Schnitt: 16 Minuten). Die Aufzählung des starken Jenaer Kaders könnte man jetzt mit Akteuren wie Stephan Haukohl (8,7 PpS) oder Tarik Fahrensohn (früher Ehingen, 6,2 PpS) beliebig fortführen.

Die Qualität des Gegners schätzt Trainer Gnad wie folgt ein: „Da steht uns ein harter Brocken bevor. Jena verfügt über immens viel Erfahrung, der Großteil des Kaders war gar in der BBL aktiv und das zeigt schon, mit welch einer starken Mannschaft wir es zu tun bekommen. Ob in Korbnähe oder von „Downtown“: Science City ist stets gefährlich und wenn einmal in Fahrt gekommen nur schwer zu bremsen. Der Klub gehört sicherlich zu den Mitfavoriten um den Aufstieg in die erste Liga. Das Gesamtpaket in Jena stimmt, bei uns muss alles passen, um eine Chance zu haben.“

16.11.2022 20:00 Uhr RASTA Vechta vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Englische Woche für RASTA Vechta in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Mittwoch empfängt der Tabellenführer die RÖMERSTROM Gladiators Trier zu einer Nachholpartie des 7. Spieltages. Die Gäste von der Mosel kommen mit den beiden besten Scorern der Liga an die Pariser Straße und sind nach Startproblemen auf dem besten Wege, die Kurve zu bekommen.

„Trier hat offensiv gleich mehrere Waffen, unter anderem den Top-Scorer der Liga. Unsere Defense steht also vor einer Herausforderung. Und was unsere eigene Offense anbelangt, kann ich sagen, dass wir effizient spielen müssen. Ganz wichtig ist, dass wir unser Verhältnis von Vorlagen zu Ballverlusten verbessern müssen – das würde uns weiterbringen“, fordert RASTAs Head Coach Ty Harrelson. Der angesprochene Top-Scorer der Liga ist Parker van Dyke. 45 Mal schon hat der 28-Jährige in sechs Spielen von jenseits der 6.75 Meter abgedrückt. Treffer hat der US-Amerikaner dabei 24 gelandet – eine schier unfassbar gute Quote von 53.3%! Am 1. Spieltag und auch am sechsten traf der 1.91 Meter große Profi jeweils sieben Dreier. In allen sechs Partien gelangen Parker van Dyke mindestens 14 Punkte und drei Rebounds. Für RASTAs Enosch Wolf ist daher klar, dass man van Dyke, der im Schnitt pro Spiel 21.0 Punkte macht, stoppen muss: „Klar, ihn müssen wir im Griff haben – aber auch Daniel Monteroso. Schaffen wir das, sollten wir am Mittwoch keine Probleme bekommen.“

Optimistisch und selbstbewusst ist RASTAs Center, zumal er die Trierer gut kennt. Letzte Saison spielte der 32-Jährige für die Gladiators. Damals vor allem auf den großen Positionen stark besetzt, hat sich deren Fokus nun verändert, so Wolf: „Zwar sind einige Spieler aus dem Vorjahr noch da. Aber es steht nicht mehr dieses dominante Auftreten der Big Men im Fokus. Zwar sind viele Systeme noch dieselben, aber die Priorität liegt jetzt eben auf den Shooting Guards.“

Neben van Dyke hat Triers Head Coach Pascal Henrichs (33) mit Daniel Monteroso nämlich auch noch den zweitbesten ProA-Scorer (18.2 Punkte) in seinem Team. Dass die Trierer ihre ersten fünf Partien allesamt verloren haben, klingt daher schon fast unglaubwürdig. Doch unter anderem Verletzungspech verhinderte einen besseren Start. Zudem: Vier Trierer Niederlagen kamen mit sechs oder weniger Punkten Differenz zustande. Es steht zu vermuten, dass der Auswärtssieg in Paderborn den Knoten der Gladiators wirklich hat platzen lassen und dass nun von Platz 16 aus die große Aufholjagd Richtung Playoff-Plätze begonnen hat. „Trier ist besser als es die Tabelle gerade aussagt. Man darf weder sie noch irgendeinen anderen Gegner unterschätzen“, warnt Enosch Wolf.

„Vechta ist natürlich absoluter Favorit in diesem Spiel. Sie haben im Sommer sehr starke Spieler verpflichtet und es wird definitiv ein sehr schweres Spiel. Vechta hat einen sehr guten Start in die Saison hingelegt, wird aber irgendwann auch mal ein Spiel verlieren. So fahren wir definitiv nach Vechta um das Spiel zu gewinnen und werden alles auf dem Parkett lassen um unsere Chance dort zu nutzen. Wir müssen defensiv noch besser rebounden und schauen wie viele Spieler am Mittwoch einsatzfähig sein werden. Der Einsatz von Alex Laurent ist noch fraglich, da hoffen wir natürlich sehr, dass er uns am Mittwoch schon wieder helfen kann“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer.

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