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Kontinuität im Trainer-Team der Dragons Rhöndorf

Dragons-Urgestein Martin Otto wird auch in der kommenden Saison als Assistant Coach der Drachen vom Menzenberg fungieren und weiterhin gemeinsam mit Headcoach Julius Thomas die sportlichen Geschicke der Dragons lenken.

Sehr zur Freude der gesamten Dragons-Familie wird auch 2022/23 Martin Otto den Posten des Assistant Coach des ProB-Teams ausfüllen. Nach dem ursprünglich als Kurzzeit-Engagement geplanten Intermezzo zu den Playdowns 2022 war das Interesse von Seiten der Dragons groß, den eingeschlagenen Weg gemeinsam fortzusetzen. Martin Otto bat jedoch zunächst um Zeit, um mit seinem persönlichen und beruflichen Umfeld die Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit abzustecken und auszuloten. Der hauptberuflich als Lehrer für Biologie und Sport am Schloss Hagerhof arbeitende Martin Otto konnte in seiner Zeit als Basketball-Trainer unzählige Erfolge feiern und holte unter anderem vier deutsche Schulmeister Titel mit den Auswahlmannschaften des Hagerhof. Ebenso feierte der ehemalige Spieler von Galatasaray Köln, Godesberger TV und Rhöndorfer TV vier Pokalerfolge und drei deutsche Meisterschaften als Spielertrainer im Rollstuhlbasketball mit dem ASV Bonn. Als Nationaltrainer der weiblichen Rollstuhl-Nationalmannschaft konnte er das Auswahlteam zwischen 2017 und 2021 zudem zu drei Medaillengewinnen bei Europa- und Weltmeisterschaften führen.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Ich freue mich riesig, dass Martin sich dazu entschieden hat, mit mir weiterhin gemeinsam unser Team zu coachen. Er ist für uns weit mehr als ein Assistant Coach. Seine Art Leute zu erreichen und zu motivieren ist beeindruckend. Wir haben uns in den letzten 6 Wochen der vergangenen Saison perfekt ergänzt und ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Spielzeit darauf aufbauen können.“

Yannick Arenz (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf): „Martin war nach den Eindrücken der vergangenen Saison unsere absolute Wunschbesetzung als Co-Trainer. Gemeinsam mit Julius Thomas hat er unser Team zu einer fast perfekten Bilanz in den Playdowns geführt und sich als ideale Ergänzung zu Julius präsentiert. Beide arbeiten mit Herzblut und viel Leidenschaft Tag für Tag für die Dragons und können nun als Team die Aufgaben der Preseason und Saison angehen.“

Martin Otto (Assistant Coach Dragons Rhöndorf): „Ich durfte die letzten 7 Wochen der vergangenen Saison mit der Mannschaft bestreiten und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir unser Ziel, auf dem Spielfeld den Klassenerhalt zu sichern, letztlich knapp verfehlt haben. Nach dem positiven Feedback von verschiedenen Ebenen des Vereins und dem Umfeld kam schnell die Frage auf, ob ich mir nicht vorstellen könnte, weiter an Bord zu bleiben, was ich jedoch erst mit Bedenkzeit für mich und im Austausch mit meiner Familie und dem Leitungsteam des Schloss Hagerhof abklären musste. Mein Dank gilt an dieser Stelle Dr. Sven Neufert als Direktor des Schloss Hagerhof und unserem Geschäftsführer Michael Wichterich, mit denen ich mich intensiv ausgetauscht habe, um gemeinsam abzusichern, dass meine hauptberuflichen Verpflichtungen als Lehrer nicht unter den zusätzlichen Aufgaben leiden. Beide haben gemerkt, wie sehr mich die Aufgabe motiviert und wie diese Motivation auch meinem Job an der Schule, der an erster Stelle steht, wieder zugutekommt. Für den offenen und zielgerichteten Austausch danke ich beiden sehr. Zudem war mir auch wichtig, dass meine Frau Silke diesen Schritt unterstützt und bei allen Überlegungen mit eingebunden war. Gemeinsam mit Julius werden wir nun unser Team komplettieren und das Recruiting, in welches ich auch in den vergangenen Wochen eingebunden war, gemeinsam vorantreiben. Bereits nach dem Ende der Saison waren Julius und ich lose in Kontakt geblieben, was meinen Wiedereinstieg natürlich erleichtert. Ich freue mich ungemein auf die weitere Zusammenarbeit mit Julius, weil wir uns mit der gleichen Hingabe und doch auch unterschiedlichen Perspektiven der Aufgabe hier verschreiben und gemeinsam eine Mannschaft aufbauen wollen, die sich Tag für Tag und Spiel für Spiel verbessert und bei optimalem Saisonverlauf um die Playoffs mitspielen kann.“

Thomas Pethran bleibt und Antoine „Toni“ Buchmann kommt

Die Verantwortlichen der Oberhachinger Basketballer haben für die großen Positionen zwei Zusagen erhalten. Thomas Pethran und Antoine Buchmann sollen für Entlastung sorgen und wichtige Minuten auf den Positionen 4 und 5 geben. Während Pethran mittlerweile ein Routinier im Team ist, ist der 21-jährige Buchmann ein junger und talentierter Centerspieler.

Der 31-jährige Pethran geht in seine vierte Saison auf dem Kyberg. Der Routinier konnte in manchen Spielen in der abgelaufenen Spielzeit, trotz geringer Einsatzzeit, wichtige Impulse setzen. Der 201cm große Innenspieler brachte immer viel Kampfgeist auf das Feld und ging mit seinem Körper immer dahin wo es weh tut. Mit seinen Qualitäten im Pick and Roll Spiel war er auch im Angriff für wichtige Punkte gut. Durch seinen anspruchsvollen und zeitintensiven Job als Regionalleiter bei einem großen Getränkeunternehmen wird der Teamplayer jedoch einige Trainingseinheiten sowie Spiele verpassen. Die Verantwortlichen wissen jedoch Thomas Qualitäten auf und neben dem Spielfeld zu schätzen und sind froh, dass der Centerhüne noch einen weitere Saison dranhängt.

Mit Toni Buchmann konnte der TSV einen sehr interessanten Spieler für die großen Positionen verpflichten. Der 21-jährige Center durchlief die IBAM Akademie und spielte auch kurz in der Jugendabteilung des FC Bayern München. Nach erfolgreichem Abitur ging es für Buchmann über den großen Teich, wo er an der Universität Stonehill in der NCAA2 auf Korbjagd ging. Nach drei Jahren in den USA entschied sich der Centerspieler für eine Rückkehr nach München um hier ein Lehramtstudium zu beginnen. Mit 203cm und einem bulligen Körper soll Toni bei den Gelbhemden auf den großen Positionen zum Einsatz kommen. Durch einen konstanten Dreipunktwurf kann der Big Man das Spielfeld breit machen und auch für Gefahr von der Dreierlinie sorgen.

Sportlicher Leiter Mario Matic : „ Wir sind erstmal sehr froh, dass Thomas eine weitere Saison dranhängt. Er ist sehr loyal und wird immer mit 100 Prozent Einsatz aufs Feld kommen wenn man Ihn braucht. Auch wenn er Trainings und Spiele verpassen wird , ist es wichtig so einen Spieler in der Hinterhand zu haben. Mit Buchmann stößt ein Spieler zu uns, der uns auf den großen Position Tiefe geben wird. Mit 21 Jahren ist er ein sehr junger und entwicklungsfähiger Spieler. Toni bringt alle Anlagen mit für den Kampf unter den Körben und soll bereits in seiner ersten Saison für wichtige Entlastung sorgen.“

Tim Schlegel kommt aus Paderborner NBBL zu Itzehoe Eagles

„Ein sehr spannender Spieler.“ Coach Timo Völkerink bastelt weiter am Team der Itzehoe Eagles für die BARMER 2. Basketball Bundesliga. Den nächsten Baustein hat er in Paderborn gefunden: Der 19-jährige Tim Schlegel kehrt zurück nach Schleswig-Holstein.

Aufgewachsen ist er in Rendsburg, beim dortigen BBC fing er mit Basketball an und spielte für den Verein in der Jugend-Basketball-Bundesliga JBBL sowie in der 1. Regionalliga. Als die Saison wegen Corona abgebrochen wurde, entschied sich Schlegel für einen Wechsel nach Paderborn, wo er in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga in der Altersklasse U19 auflief. Auch das litt unter Corona, doch er habe dort gute Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten vorgefunden, sagt der Eagles-Neuzugang. Zudem machte er sein Abitur, ab Oktober will er Wirtschaftspsychologie an Fachhochschule Westküste in Heide studieren.

Bei seinem Wechsel in den Herrenbereich suchte Schlegel einen Verein mit einem professionellen Umfeld mit guten Trainingsmöglichkeiten, der ihm die Chance auf Spielzeit bietet. Viele Teams habe er besucht, die Eagles hätten ihm am meisten zugesagt, sagt der 19-Jährige. Die Nähe zur Heimatstadt ist ein willkommener Nebeneffekt.

Der 1,91 Meter große Aufbau- und Flügelspieler sei gut ausgebildet und stark im Eins gegen Eins, er solle an die ProB herangeführt werden, sagt Völkerink. Zusätzlich solle Schlegel in der zweiten Herrenmannschaft in der Regionalliga aushelfen, dieser Weg habe schon einige Male erfolgreich funktioniert. Der Coach freut sich auf seinen neuen Schützling: „Er muss physisch etwas zulegen, bringt dafür genau die richtige Einstellung mit und ist ein Charakter, der sehr gut zu uns passen wird.“

„Ich möchte mich weiterentwickeln und weiter hart an mir arbeiten“, sagt Schlegel. Er stehe am Anfang seiner Karriere, wolle in deren Verlauf aber die höchste für ihn machbare Liga erreichen und sagen können, dass er sein Potenzial ausgeschöpft habe. Für ihn gehe es darum, seine Rolle im Team zu finden und weiter Spaß am Basketball zu haben – deswegen habe er die Sportart schließlich gewählt.

Mit der Mannschaft will Schlegel „so viele Spiele gewinnen, wie es geht“. Erst einmal müsse eine gute Vorbereitung absolviert werden, „und wenn die Saison startet, sollte es das Ziel sein, in die Playoffs zu kommen“. Dazu will der 19-Jährige als Allrounder beitragen: Von Haus aus Shooting Guard, sei er flexibel einsetzbar, könne Tempo machen und es auch herausnehmen, und er bringe Spielverständnis mit, so beschreibt sich der Neuzugang selbst.

Natürlich müsse er in seinem ersten ProB-Jahr Erfahrungen sammeln und sich an die Intensität gewöhnen. „Ich weiß, dass ich sehr viel trainieren muss“, sagt Schlegel. Allerdings lerne er schnell und sei zuversichtlich, schnell das Vertrauen des Coaches zu bekommen. „Ich werde alles geben, was ich habe, alles mitnehmen, und dann schauen wir, wofür es reicht. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die nächste Saison.“

Alejandro Rubiera verstärkt den Kader der EPG Baskets Koblenz

Mit dem 24- jährigen Spanier Alejandro Rubiera verpflichten die EPG Baskets einen Shooting Guard, der bereits mit 17 Jahren sein Debüt in der vierten spanischen Liga feierte und zwei Jahre später mit 14 Punkten im Schnitt bereits zu den wichtigsten Spielern seines Teams gehörte. Nach zwei Spielzeiten und 50 Spielen in der starken LEB Plata wechselte Rubiera 2020/21 in die zweite isländische Liga nach Kopavogur und überzeugte in seinem ersten Jahr außerhalb Spaniens auf Anhieb. Mit durchschnittlich 14 Punkten, 4 Rebounds und 3 Assists hatte er einen großen Anteil am souveränen Aufstieg seines Teams. In der vergangenen Saison schloss sich Rubiera dann dem isländischen Erstligisten Vestri Isafjördür an und konnte mit knapp 13 Punkten, 3 Rebounds und 4 Assists seine Werte aus der Vorsaison auch eine Liga höher bestätigen. Rubiera, der in 16 von 22 Spielen zweistellig punktete und im letzten Saisonspiel gegen Reykjavik mit 20 Punkten, 7 Rebounds und 8 Assists sein beste Saisonleistung ablieferte, wird bei den Baskets primär auf der Position des Shooting Guards auflaufen und dort viel Energie aufs Feld bringen. Der 1,90 m große Guard kann sowohl aus der Distanz heißlaufen und mit viel Dynamik den gegnerischen Korb attackieren, als auch für seine Mitspieler kreieren.

Pat Elzie, Headcoach der EPG Baskets Koblenz: „Wir haben ein dritten Guard gesucht, der Marvin und Alani entlasten kann, wenn es nötig wird. Die Suche war nicht leicht, da wir bei für die Spielersuche einige bestimmte Parameter gesetzt haben. Als wir auf Alejandro gestoßen sind, war es für uns klar, dass er diese erfüllt. Mein Gespräch mit ihm hat mich dann auch überzeugt, dass er gut zu uns passt. Ich kann es kaum erwarten, mit dieser Mannschaft in die Vorbereitung zu starten.“

Alejandro Rubiera: „Ich habe mich für Koblenz entschieden, da der Verein alles hat, was ich suche. Der Erfolgshunger des Clubs passt sehr gut zu mir, da ich ein leidenschaftlicher Wettkampftyp bin, der für den Erfolg des Teams alles macht, was notwendig ist. Von der ersten Kontaktaufnahme an, spürte ich bereits großes Interesse und musste nicht überlegen, als das Angebot des Vereins kam. Ich bin ein Combo Guard, der beide Guard- Positionen begleiten kann und mit viel Einsatz und Emotionen spielt. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und kann es kaum abwarten, mit meinen neuen Teammates zusammen an unserem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.“

Thomas Klein, Vorstand Sport: „Mit Alejandro bekommen wir einen sehr interessanten Spieler. Er ist ein echter Combo Guard und kann also sowohl die 2 als auch die 1 spielen. Sein Drang immer korbgefährlich zu sein heißt nicht, dass er immer abschließen will. Vielmehr ist er ein sehr starker Penetration- Spieler, der dadurch Räume für seine Mitspieler schafft und auch diese auch toll in Szene setzt. Neben seinem Zug zum Korb hat er auch einen sehr sicheren Mitteldistanzwurf, den er auch gerne aus dem Dribbling nimmt. Eine Wurfform, die zu Zeiten der durch Dreier geprägten Spielweise fast in Vergessenheit geraten ist. Seine Dynamik zeigt sich auch in seiner Art zu verteidigen. In all unseren Sichtungen die passenden Spieler zu finden, war es uns immer wichtig, Spieler zu rekrutieren, die wissen, dass sie in das beste Defense- Team der Liga kommen. Alejandro füllt auch diese Rolle sehr gut aus und spielt sehr intensiv Defense. Wir dürfen uns auf sein spanisches Temperament auf beiden Seiten des Courts freuen. Zwischenfazit: Wenn wir uns unsere bisherigen Guards (Alani, Marvin und Alejandro) anschauen, werden wir feststellen, dass jeder andere Qualitäten und Spielweisen hat. Umso schwieriger wird es für unsere Gegner sein sich auf uns einzustellen…und vielleicht kommt ja noch ein weiteres Talent dazu, mal sehen.“

Farmteam: 100-Punkte-Mann, Albatros und Braveheart

Das in der kommenden Saison erstmals in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Nord antretende Farmteam RASTA Vechtas erhält drei Verstärkungen. Aus der Jugend von ALBA BERLIN kommt Point Guard Kaya Bayram nach Vechta. Der 18-Jährige wird auch zum erweiterten Kader der Profis und zum NBBL-Team der YOUNG RASTA DRAGONS gehören. Von den Berlin Braves aus der 4. Liga stößt Roman Bedime (20) zum Team von Head Coach Hendrik Gruhn. Eine besondere Geschichte liefert der dritte Neuzugang, J.J. Culver (24). Dem Shooting Guard nämlich gelang am College das Kunststück, 100 Punkte in einem Spiel zu erzielen.

CNN, die USA Today, ESPN, die Los Angeles Times, die ARD Sportschau und viele, viele andere berichteten im Dezember 2019 über die so herausragende Performance des Bruders von NBA-Profi Jarret Culver (Memphis Grizzlies). J.J. gelangen die 100 Punkte für seine Wayland Baptists in einem NAIA-Spiel gegen Southwestern Adventist (124:60). Dabei traf der 1.93 Meter große Guard 34 von 62 Würfen (12/33 3er) und auch noch 20 Freiwürfe. Vor Culver waren 100 oder mehr Punkte am College nur drei anderen Talenten gelungen. In RASTA Vechtas Farmteam ist der Mann aus Lubbock in Texas, dessen Trainer am College RASTAs aktueller ProA-Head Coach TY Harrelson war, ebenfalls als Scorer eingeplant. Sein erstes Jahr als Profi absolviert der 24-Jährige in Litauen und spielte dort seit November für den BC Silute. „J.J. ist aber auch jemand, der gut verteidigen kann. Er hat Gardemaße für einen Guard, hat sehr lange Arme und kann es jedem gegnerischen Point Guard schwer machen, den Ball nach vorne zu bringen. Mit J.J. haben wir jetzt in der Offensive neben Kevin Smit einen weiteren Spieler, der den Ball bringen kann. Er kann sicherlich Verantwortung übernehmen, für sich selber und für andere kreieren“, freut sich Gruhn auf den „100-Punkte-Mann“.

Mit einer Doppellizenz für die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und ProB wird Kaya Bayram ausgestattet. Das Point Guard-Talent aus Berlin spielte letzte Saison in der 2. Regionalliga Ost mit ALBA II und wurde Vizemeister. Im Finale der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) gewann er dann den Titel – gegen so manche zukünftigen Teamkollegen. Gegner im U19-Endspiel nämlich waren die YOUNG RASTA DRAGONS mit den Vechtaer Talenten – wie zum Beispiel Johann Grünloh, Kilian Brockhoff und Noah Jänen, die nun ebenfalls im erweiterten ProA-Kader stehen. „Kaya ist ein hochtalentierter Spieler, der bei uns in drei Teams auflaufen kann. Er ist gut ausgebildet, hat noch viel Potential und gemeinsam wollen wir jetzt seinen weiteren Werdegang angehen“, so RASTAs Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele über den Guard, der an der Pariser Straße einen mehrjährigen Vertrag erhält. Und Hendrik Gruhn sagt: „Mit der Verpflichtung von Kaya ist uns ein absoluter Glücksgriff gelungen. Er ist ein klassischer Point Guard, der sehr lautstark agiert und ein toller Verteidiger ist. Er hat die ALBA-Mentalität total verinnerlicht, ist ein toller Fighter. Kaya wird uns mit seiner sehr guten Übersicht und seiner Willen, seine Mitspieler in Szene zu setzen in der ProB und in der NBBL extrem viel helfen können.“

Ebenfalls aus der Hauptstadt in den Nordwesten kommt der 2.03 Meter große Forward Roman Bedime. Auch der am 18. November 2001 geborene Bedime hat in der Jugend für ALBA gespielt, in der Saison 2019-20 dann für die Berlin Tiger aus Kreuzberg in der NBBL und letzte Saison für die Berlin Braves 2000 in der 1. Regionalliga Nord. „Braveheart“ Bedime begann erst mit 15 Jahren mit dem Basketballspielen und war 2021-22 mit 15.2 Punkten nicht nur Top-Scorer, sondern mit 9.0 Rebounds, 1.7 Blocks und einer Effizienz von 20.0 auch in diesen Kategorien der Beste des Tabellensiebten. „Roman ist ein absoluter Wunschspieler von mir“, sagt Hendrik Gruhn. „Er hat noch extrem viel Potential. Bisher wurde Roman hauptsächlich als Big Man eingesetzt. Aufgrund seiner Athletik kann er aber auch als Small Forward spielen. Ich hoffe, dass wir hier sein Bestes aus ihm herausholen können, zumal Roman eine tolle Arbeitseinstellung hat am liebste immer in der Halle wäre.“

BBG in der ProB ohne Serwatka und Harris-Dyson

Die Personalplanungen bei der BBG Herford für die erste ProB Saison der Vereinsgeschichte nehmen Fahrt auf. Dabei mussten personell auch schwierige Entscheidungen getroffen werden. So werden weder Filip Serwatka noch Juhwan Harris-Dyson weiter für Herford auf Korbjagd gehen. Damit verliert die BBG zwei Leistungsträger, die maßgeblich zum Aufstieg beigetragen haben.

Der 23-Jährige Harris-Dyson kam während der Vorbereitung nach Herford und fügte sich als echter Teamspieler hervorragend in die Mannschaft ein. Mit einer überragenden Athletik gesegnet agierte Juhwan vor allem in der Defensive, aber auch offensiv beim Zug zum Korb, auf einem extrem hohen Level. In der Hauptrunde war er mit 18,3 Punkten, 9 Rebounds, 3,1 Steals und 2 Assists pro Spiel ein Garant für die Dominanz der Mannschaft und zeigte immer wieder seine spielerische Klasse, ohne eigennützig zu agieren. In den Playoffs setzte er vor allem im zweiten Spiel gegen die HammStars im Viertelfinale ein ganz starkes Ausrufezeichne, wo er mit 35 Punkten und 10 Rebounds ein brutal starkes Double Double auflegte. Auch im letzten Saisonspiel beim Gewinn der Meisterschaft in Wulfen zeigte er sich mit 13 Punkten und 17 Rebounds von seiner besten Seite.

Nach Saisonende gab es positive Gespräche hinsichtlich einer möglichen Vertragsverlängerung des 1,95m großen Modelathleten, letztlich suchte Juhwan jedoch eine neue Herausforderung und die Verantwortlichen der BBG sondierten den Markt dementsprechend nach Alternativen.

Filip Serwatka kam in der Winterpause vom Ligakonkurrenten Grevenbroich nach Herford und konnte in den ersten Spielen nach seiner Verpflichtung direkt glänzen. In seinen sieben Einsätzen während der Hauptrunde war er mit 14,3 Punkten pro Spiel und 5,6 Rebounds ein wesentlicher Faktor und setzte vor allem offensiv viele Akzente. Leider verletzte er sich danach am Fußgelenk und kam erst in den letzten Spielen der Playoffs wieder zum Einsatz. Seine Form fand Filip allerdings noch nicht wieder.

Aufgrund der anderen Anforderungen in der ProB entschied sich das BBG Management dazu, im Sommer verstärkt auf Local Player zu setzen und nahm deswegen die Kündigungsoption im vereinbarten Vertrag war.

„Juhwan und Filip haben sich beide stets vorbildlich verhalten und hatten einen großen Anteil an der Meisterschaft. Wir möchten uns recht herzlich für ihren Einsatz bedanken und wünschen Ihnen für ihre weitere Karriere nur das Beste“, so der Kommentar von BBG-Geschäftsführer Jürgen Berger.

49ers verabschieden Fülle, Giese und Kaml – Der Kapitän geht von Bord

Nach einigen Vertragsverlängerungen müssen die TKS 49ers diesmal leider dreifachen Abschied nehmen. Kapitän Sebastian Fülle, Alex Giese und Nico Kaml werden in der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2022/23 nicht mehr Teil der TKS 49ers sein.

Mit Fülle, Giese und Kaml kehren drei Stammspieler der erfolgreichen Vorsaison nicht zu den 49ers zurück. Aus familiären und beruflichen bzw. Studiengründen verlassen die drei Akteure die 49ers in diesem Sommer.

Nico Kaml fand nach einem Aufenthalt in England vergangenen Sommer wieder über die 49ers den Weg zum deutschen Basketball. Er bestritt seine erste ProB-Saison und wusste auf Anhieb zu überzeugen. Der 27-jährige netzte durchschnittlich 9,3 Punkte pro Spiel ein und holte zudem 4,4 Rebounds im Schnitt.

Alex Giese stieß bereits im Laufe der ProB-Saison 2019/20 zu den 49ers. Damals kam er vom Brandenburger Regionalligist Königs Wusterhausen. Seitdem erarbeitete sich der 28-jährige seinen Ruf als äußerst unangenehmer Verteidiger auf der Position des Aufbauspielers. In der vergangenen Saison trug Alex neben seinem Hustle in der Defense fünf Punkte sowie drei Assists im Schnitt zum TKS-Spiel bei. Mit 14 Punkten stellte der Guard im Januar in Münster zudem seinen ProB-Bestwert auf.

Last but not least nehmen wir schweren Herzens Abschied von unserem Kapitän Sebastian Fülle. Vier Jahre lang erwies der Berliner Shooting Guard uns als Kapitän die Ehre. In seiner ersten Saison im blau-weißen Trikot gelang ihm mit seinem Team der Wiederaufstieg aus der 1. Regionalliga in die ProB. Seit Beginn der Zusammenarbeit war Sebastian Fülle, von den meisten kurz „Fülle“ genannt, einer der Leistungsträger der 49ers. In seinen drei ProB-Saisons erzielte der ligaweit bekannte Distanzwurf-Spezialist stets mindestens 13 Punkte im Schnitt. Es fällt nicht leicht, eine seiner vielen Top-Performances hervorzuheben. Mehrmals standen über 25 Punkte in der Statistik, auch den ein oder anderen Wurf zum Sieg versenkte der 29-jährige. Seine statistisch effektivste Leistung (33) legte er 2020 beim Heimsieg gegen Wedel auf, als er 27 Punkte erzielte. In der vergangenen Saison verwandelte er gegen Rhöndorf und seinen Ex-Verein Bernau seinen Spitzenwert von jeweils sechs Dreiern.

Leo Alban verstärkt die BBG Herford

Mit dem 22 Jahre alten Leo Alban kann die BBG einen Neuzugang vermelden, der über eine ausgezeichnete basketballerische Ausbildung verfügt. Der 1,98 Meter große Flügelspieler durchlief die Jugendakademie der Baskets Oldenburg und lernte dort seinen alten und neuen Mitspieler Piet Niehus kennen.

Seinen Durchbruch feierte er in der Saison 2019/20 bei der TSG Bergedorf in der 1. Regionalliga Nord. Dort markierte er 9,8 Punkte pro Spiel. Die letzten zwei Spielzeiten verbrachte Leo bei den Aschersleben Tigers, ebenfalls in der Regionalliga Nord. Hier konnte er seine Ausbeute zunächst auf 10,5 und dann auf 12,9 Punkte pro Spiel steigern und erreichte mit seinem Team das Playoff-Finale. Anders als die BBG konnte Aschersleben den Titel jedoch nicht holen.

Leo besticht mit seiner guten Athletik und einem starken Drive zum Korb, ist aber auch aus der Distanz ein passabler Schütze. Mit dieser Vielseitigkeit wird er dem Spiel der BBG eine neue Facette verleihen und offensiv wie defensiv Verantwortung übernehmen.

Er freut sich bereits auf den neuen Schritt: „Zu meiner Jugendzeit habe ich bereits einmal kurz in Oldenburg in der Pro B gespielt, dort allerdings noch keine wirkliche Chance bekommen. Über die letzten Jahre habe ich in der 1. Regionalliga die nächsten sportlichen Schritte gemacht und freue mich auf die neue Saison mit der BBG.“

Coach David Bunts sieht großes Potential in seinem neuen Schützling: „Leo bringt alles mit, um auf der Small Forward Position ein starker Pro B Spieler zu sein. Wir werden in der Vorbereitung besonders an seinem Wurf noch arbeiten, damit er diesen für uns noch konstanter trifft.“

Schlagkräftiger zweiter Center: Sören Urbansky vervollständigt Kader der White Wings

Die WHITE WINGS Hanau haben ihren Kader komplettiert und können zum Abschluss noch eine starke Verpflichtung präsentieren. Mit Sören Urbansky schließt sich ein BBL- und ProB-erfahrener, groß gewachsener Center dem Team an. Er wird zunächst mit einem Ein-Jahres-Vertrag ausgestattet.

Mit seinen 2,14 Metern Körpergröße ist Urbansky ein schwer zu verteidigender Spieler. Er überwindet Defender gerne per Hookshot und stellt seine Gegner im Abschluss vor Herausforderungen. In der vergangenen Saison spielte er bei den BSW Sixers, erhielt dort im Schnitt 14 Minuten Einsatzzeit und erzielte dabei 4,4 Punkte pro Spiel. Besonders stark performte er im Spiel gegen Düsseldorf, als er seinem Team satte 14 Punkte bescherte.

Mit gerade einmal 22 Jahren verfügt Urbansky bereits über einiges an Spielerfahrung und stellt somit eine starke Ergänzung zum Starting-Center Bubba Furlong dar. In Hanau will Urbansky eine noch wichtigere Rolle spielen als zuvor bei den Sixers und ist entsprechend motiviert in die Vorbereitungsphase gestartet.

Geschäftsführer Sebastian Lübeck: „Sören ist uns schon in der vergangenen Saison beim Vorbereitungsturnier in Herford aufgefallen, als er noch für die BSW Sixers auflief. Als wir nun über die letzte Planstelle im Kader gesprochen haben, kamen wir immer wieder auf seinen Namen. Sören bringt trotz seiner Größe eine gute Beweglichkeit und Athletik mit. Gepaart mit seinen 2,14m ein interessantes Profil, welches die Coaches Marti und David entsprechend im Spiel vorteilhaft nutzen wollen.“

Hanzalek kommt aus Ehingen nach Wedel

Wer mit dem eigenen Namensgedächtnis auf Kriegsfuß steht, erinnere sich künftig einfach an das Bisherige. Im Wedeler Spielaufbau wirkt Ja(c)kob H. Und wenn man dann auch noch beim Spitznamen des Rist-Neuzugangs an eine frühere Wedeler Möbelfabrik identischen Klangs denkt, dürfte es der Eselsbrücken genug sein.

Doch die Chancen stehen gut, dass der Name Jakob „Kuba“ Hanzalek sehr bald ganz für sich sprechen wird, schließlich ist er in Basketballhallen bundesweit bereits vielen ein Begriff und will nun das Wedeler Fachpublikum überzeugen. „Er ist einerseits ein junger Spieler, der schon ProA-Erfahrung gesammelt hat und schon die ProA-Geschwindigkeit und -Physis kennt. Andererseits ist er ein junger Spieler, der auch noch Entwicklungspotenzial hat“, beschreibt Rist-Trainer Stephan Blode seine 19-jährige Neuerwerbung.

Der 1,88 Meter große Hanzalek spielte zuletzt in Ehingen, erhielt beim ProA-Absteiger reichlich Gelegenheit, sich zu zeigen: Die Statistik wies für ihn in der Saison 2021/22 knapp 18 Minuten Einsatzzeit und 5,1 Punkte pro Spiel aus.

„Kuba kann die Positionen eins und zwei spielen, er ist noch jung, war in Ulm und Ehingen“, sagt Christoph Roquette und baut darauf, dass Hanzalek als junger Spieler die Gelegenheit beim Schopfe packt, wie so viele Talente vor ihm in Wedel eine weitere Entwicklungsstufe zu zünden. „Wir konnten ihn mit der Aussicht überzeugen, dass junge Spieler bei uns gefördert werden und man bei uns den nächsten Schritt machen kann“, sagt Roquette. „Wir haben ihm gezeigt, was wir hier machen, wie wir arbeiten und wie wir mit den jungen Leuten vorgehen“, erläutert der Sportchef.