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Nachberichte ProB Playoffs Achtelfinale

02.04.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. WHITE WINGS Hanau 81:72

Die WWU Baskets Münster sind in den Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB auf Kurs: Im ersten Achtelfinalduell der Serie Best-of-Three gewannen die WWU Baskets Münster vor 2.075 Zuschauern am Samstagabend gegen die WHITE WINGS Hanau 81:72 (34:36). Der Erfolg in stimmungsvoller Playoff-Atmosphäre war allerdings ein hart erkämpfter. Vor allem in der ersten Halbzeit taten sich die Münsteraner schwer gegen einen alles abverlangenden und frei aufspielenden Gegner. Größtes Manko war die ungewohnt schwache Dreierquote (4 von 26). Doch spätestens mit Wiederbeginn übernahmen die WWU Baskets das Kommando, führten über weite Strecken zwischen sieben und neun Zählern Vorsprung, und spielten die Crunchtime überlegt herunter. Dreier fallen nicht.

Weiterhin ohne Adam Touray, aber auch ohne den angeschlagenen Rijad Avdic, begannen die Münsteraner vor stimmungsvoller Kulisse defensiv konzentriert und offensiv nervös. Jasper Günther, Ryan Richmond, Stefan Weß, Helge Wezorke und Cosmo Grühn standen in der Starting Five und mussten sich gleich nach zehn Sekunden den ersten Dreier von Hanaus Krause gefallen lassen. Apropos Dreier: Münsters sonst so treffsichere Distanzschützen ließen eine nach der anderen freigespielte Wurfoption liegen. Am Ende eines 8:0-Laufs brach Thomas Reuter mit seinem ersten Dreier-Versuch, dem elften der WWU Baskets, zunächst den Bann (14:9, 7.). Da Münsters Defensive weiter effektiv arbeitete, erhöhte Andrew Onwuegbuzie mit fünf Zählern inklusive Dreipunktspiel zum 19:12 nach Viertel eins. Nach schnellen weiteren fünf Zählern von Stefan Weß nach Assist von Cosmo Grühn, der gleich aus der Distanz nachlegte, sah das Münsteraner 24:12 bereits komfortabel aus (12.). Es sollte nicht nur die höchste Führung der Partie bleiben, sondern die White Wings schwangen sich zu großer Form auf. Thomas Reuter streute zwar zwischendrin noch seinen zweiten Dreier ein 29:22 (15.). Im Angriff verloren die Münsteraner aber ihre Konsequenz, blieben bis zur Pause konstant unterirdisch aus der Distanz (4 von 26) gegen die tief verteidigende Hanauer „Wand“. Offensiv nun furiose Hanauer, angeführt in dieser Phase mit acht Zählern von Matthias Fichtner, drehten mit ihrem 15:3-Lauf die Partie (29:30, 18.). Nur Jasper Günther hatte fünf Zähler entgegenzusetzen. 34:36-Rückstand zur Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang es den WWU Baskets, die Dreier-Blockade zu lösen. Viermal in Folge ließen es Jasper Günther, zweimal Stefan Weß und Cosmo Grühn von jenseits der Dreierlinie regnen und arbeiteten ihr Team nach vorn (48:40, 24.), ehe die Hessen über Niklas Krause noch einmal verkürzten (55:51, 29.). Bis zum Viertelende konnten die Münsteraner über Richmond-Freiwürfe und Helge Wezorkes erneutem Dreier ihre Führung auf sieben Zähler ausbauen. Ohne die schmerzlich vermissten Touray und Avdic hatte das Team von Björn Harmsen dennoch einen Weg gefunden, das dritte Viertel zu dominieren (27:18). 61:54 nach Viertel drei.

Im Schlussabschnitt wussten Münsters Topscorer Jasper Günther (20 Punkte) und Stefan Weß (16 Punkte) sowie der sich nun steigernde Ryan Richmond (12 Punkte), was die WWU Baskets brauchten. Mit ihren Punkten erstickten sie Hanaus Aufbäumen immer wieder im Keim. Mitte des Schlussviertels war die Führung zweistellig (67:57). Dewrell Tisdale zeigte sein feines Repertoire, verkürzte mit zwei Korblegern (67:61, 26.). Hanaus Topscorer (17 Punkte) bekamen die Uni-Städter nie in den Griff. Näher als sechs Zähler kamen die Hessen in einer Partie, in der beide Defensivreihen nun mit bester Playoff-Intensität agierten, aber nicht mehr heran. Fünf Zähler von Jasper Günther und Stefan Weß (76:66, 39.) entschieden den Playoff-Auftakt noch vor der Crunchtime.

02.04.2022 19:30 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. Iserlohn Kangaroos 73:70

In einem hart umkämpften Spiel setzen sich im ersten Playoff-Spiel die EPG Baskets Koblenz mit 73-70 gegen die Iserlohn Kangaroos durch. Nachdem bei den Gastgebern bereits nach weniger als drei Minuten ihre Starter Marvin Heckel und Lucas Mayer aufgrund von jeweils zwei schnellen Fouls auf der Bank Platz nahmen, entwickelte sich von den beiden Teams ein offensiv starkes erste Viertel. Während die Baskets konsequent den Korb attackierten, punkteten die Gäste mit hoher Trefferquote aus der Distanz und so ging es mit einer knappen Koblenzer 27-23 Führung in die erste Viertelpause. Im zweiten Viertel konnten sich die Baskets zunächst ein wenig absetzen (39-30), doch Iserlohn spielte einmal mehr seine individuelle Klasse aus und konterte mit einem 10-0 Lauf. Die Baskets ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, sie gestatteten dem Gegner bis zur Pause keinen weiteren Punkt und gingen durch einen Buzzerbeater von ihrem Topscorer Brian Butler (15 Punkte, 9 Rebounds) mit einer 44-40 Führung in die Kabinen.

Während es im dritten Viertel bei den Gastgebern offensiv nicht mehr so gut lief, schalteten die Baskets in der Defensive einen Gang hoch und so hielt das Team von Gerard Gomila die Gäste im dritten Spielabschnitt auf acht Punkte (59-48). Im Schlussabschnitt sahen die Baskets lange wie der sichere Sieger aus. Nach zwei Dreiern in Folge von Marvin Heckel und Dominique Johnson führten die Baskets mit zehn Punkten (70-60), doch Iserlohn kämpfte sich erneut heran und verkürzte nach dem dritten technischen Foul gegen Koblenz im letzten Viertel auf 72-70. Im anschließenden Angriff leisteten sich die Gäste dann aber einen Ballverlust und der Koblenzer Johnson wurde daraufhin gefoult. Nachdem der erste Freiwurf verwandelt wurde, verfehlte der zweite sein Ziel und Iserlohn hatte noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Der gut verteidigte Dreier vom Iserlohner Point Guard Toni Prostran fand jedoch nicht den Weg in den Korb und so konnten sich die Baskets über einen erfolgreichen Auftakt in die Playoffs freuen. Das zweite Spiel der Serie findet fandet am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in Iserlohn statt.

02.04.2022 16:00 Uhr Dresden Titans vs. TKS 49ers 79:67

Die Dresden Titans sind erfolgreich in die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gestartet. Vor den meisten Zuschauern (1376) der bisherigen Saison setzten sich Dresdens Basketballer letztlich souverän mit 79:67 gegen die Gäste der TKS 49ers aus Stahnsdorf durch. In einer intensiv geführten Partie überzeugten die Gastgeber vor allem defensiv über weite Strecken. Zudem feierte Max von der Wippel mit seinem 200. Spiel für die Titans ein besonderes Jubiläum und steuerte nebenbei 10 Zähler bei. Auch Arne Wendler glänzte mit starker Verteidigung und durchbrach mit seinen 14 Zählern nebenbei die Marke von 500 Karrierepunkten für die „Titanen“. Kommenden Samstag können die Sachsen dann in Stahnsdorf mit einem Auswärtssieg bereits den Einzug ins Viertelfinale festmachen. Die ersten sechs Spielminuten suchten beide Teams ihr Heil vornehmlich aus der Distanz, wobei die Titans über Grant Teichmann und Georg Voigtmann treffsicherer waren. Gleich viermal netzten die Gastgeber von außen. Doch die 25:14-Führung schmolz nach der Viertelpause schnell dahin, als die 49ers über den korbgefährlichen Sebastian Fülle von außen und über Niklas Ney per Dunk am Ring punkteten. Erst Teichmann konnte nach Time-Out durch Headcoach Fabian Strauß den 0:9-Run der Gäste per Korbleger stoppen. Und kurz darauf brachte Voigtmann die Margon Arena mit einem artistischen Dunk zum Beben. So zündeten die Blau-Weißen ihren eigenen 10:2-Lauf und blieben vor der Halbzeitpause mit 44:35 in Front.

Nach dem Wiederanpfiff verlieh ein weiterer Dreier durch Fülle den 49ers neue Hoffnung. Doch diese wurde jäh genommen, als sich Topscorer Fülle im darauffolgenden Angriff verletzte und nicht mehr aufs Feld zurückkehrte. Die Titans konnten sich indes offensiv weiter auf Sebastian Heck und Voigtmann verlassen, die konstant Abschlüsse fanden und dabei gekonnt zwischen Muskelkraft am Korb und Gefühl im Handgelenk von außen wechselten. Aber die Stahnsdorfer steckten nicht auf und hielten als Team den Rückstand vor dem Schlussviertel bei 60:51. Tatsächlich witterten die Gäste in den finalen 10 Minuten plötzlich ihre Chance auf die Sensation. Leonard Hampl sowie Leonik Wadehn punkteten gleich dreimal und brachten die Titans ins Schwitzen. Nach der kurzen Zitterpartie beruhigte ein Dreier Daniel Kirchners jedoch die Nerven der blau-weißen Fans. Als Arne Wendler direkt im Anschluss scorte, blieb Gästecoach Vladimir Pastushenko nur der Griff zur Auszeit. Zu Pastushenkos Leidwesen traf Kirchner darauf gleich einen weiteren Fernwurf und stieß die Tür zum Auftaktsieg damit weit auf. Hernach besorgte Veteran Bryan Nießen den Feinschliff, erzielte in den finalen Minuten fünf Zähler und so „cruisten“ die Elbriesen letztlich ungefährdet zum 79:67-Auftaktsieg.

Headcoach Fabian Strauß: „Es war das erwartet schwere Spiel Nummer eins. Die Jungs waren nervös, die Switching-Defensive der Gäste ist schwer zu spielen und das hat man natürlich gemerkt. Das hier ist die Krönung einer langen Saison – jedes Spiel zählt. Wir wollen nun weiter konstant und konzentriert arbeiten, um das Bestmögliche aus diesen Playoffs herauszuholen.“

03.04.2022 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. BSW Sixers 74:92

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

03.04.2022 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer 87:80

In der ProB-Achtelfinalserie zwischen dem SC Rist Wedel und den Ahorn Camp BIS Baskets Speyer steht es 1:0. Das erste Duell endete in der Steinberghalle mit einem 87:80-Sieg der Rister. „Es war und ist eine 50:50-Serie. Wir haben heute am Ende ein bisschen mehr im Tank gehabt und haben das letzte Viertel defensiv sehr gut gestaltet, Speyer bei zwölf Punkten gehalten. Das war ausschlaggebend“, so Rist-Trainer Stephan Blode.
Er konnte auf die Dienste von Jacob Hollatz zurückgreifen, der sich kurzfristig einsatzbereit meldete, nachdem sein Einsatz im Verlauf der vorangegangenen Woche noch ausgeschlossen schien. Hollatz stand 22 Minuten auf dem Feld. „22 Minuten war die absolute Obergrenze. Er ist noch nicht wieder bei 100 Prozent, das hat man gesehen“, so der Trainer.

Das erste Viertel war angriffslastig. 50 Punkte fielen insgesamt, gleich verteilt auf beiden Seiten. Ein 9:0-Lauf der Gäste kurz vor der Halbzeit war die Grundlage des Wedeler Rückstands (41:48) nach 20 Spielminuten. Erschwert wurde die Aufgabe durch die Tatsache, dass Yngve Jentz und Jordan Walker zu diesem Zeitpunkt bereits drei Fouls begangen hatten. Speyer hatte auch bis zum Ende des dritten Abschnitts durchgehend die Nase vorn, die Rister aber blieben dran, hatten stets Tuchfühlung.

Zwei Dreier von Hendrik Drescher und ein Korbleger von Linus Hoffmann zu Beginn des Schlussviertels verpassten dem Geschehen die Wende zugunsten des SC Rist – noch wichtiger war die nun verbesserte Verteidigungsarbeit. DJ Woodmore und Kelvin Omojola brachten Speyer zurück: 77:76 aus Sicht der Gäste bei zwei Minuten Restzeit. Hoffmann gab die Wedeler Antwort, versenkte einen Korbleger trotz Foul und ließ sich auch anschließend an der Freiwurflinie nicht beirren. Damit gab der Flügelspieler die Vorlage für die übrige Endphase, in der die Rister mehrmals beim Standwurf ohne Gegenspieler gefordert waren, diese Übung gut bewältigten und damit den Sieg einfuhren.

03.04.2022 19:30 Uhr OrangeAcademy vs. EN BASKETS Schwelm 79:70

Die Voraussetzungen wurden bereits im Vorfeld kommuniziert und für kompliziert befunden. Zum Auftakt in die 1.Playoff-Runde mussten die EN BASKETS Schwelm auf die Kräfte Khartchenkov, Hennen, Buljevic, Nürenberg, Krall und Wessel verzichten. Covid-19 und Verletzungen bremsten die Blau-Gelben mächtig aus, so dass Head-Coach Falk Möller mit nur 7 Spielern bei der OrangeAcademy antreten musste. Begleitet wurde die Mannschaft zum ersten Mal von Stephan Völkel, der ab dem 1.April als Geschäftsführer der Baskets im Einsatz ist. Trotz der schwierigen personellen Situation unter den Aktiven auf dem Platz, wollte der 5.Platzierte der Nord-Gruppe alles tun, um die Partie zu gewinnen und präsentierte sich in der Vorbereitung auf das 1.Playoff-Spiel sehr konzentriert und entschlossen. Nun war es ihre Pflicht dieses „Mindset“ in der Haupthalle des OrangeCampus aufs Parkett zu bringen. Der Baskets-Coach schickte zuerst Lang, Burns, Hollersbacher, Oldham und Nortmann, die den guten Start der Hausherren auch immer wieder mit starkem Teamplay beantworten konnten.

Nach 6 Spielminuten lagen die EN Baskets mit 2 Zählern vorn, mussten aber stets vorsichtig sein, da die Academy mit aggressiver Defense stets Druck machte. Gerade zum Ende des 1.Viertels unterliefen den Gästen ein paar technische Fehler, so dass die Begegnung nach 10 Minuten mit 25:26 noch völlig war. Bis hierhin waren Burns und Lang die eifrigsten Punktesammler auf Seiten der Baskets. Hollersbacher, Oldham und Nortmann hielten die Bretter sauber und ließen kaum Offensiv-Rebounds der Ulmer zu. In den 2.Abschnitt startete das Baskets-Team etwas unkonzentriert. Die ersten 3 Angriffe blieben unerfolgreich, aber das machte nichts, da die OrangeAcademy auch noch nicht ins Scoring kam. Das Spiel blieb umkämpft und intensiv aber so, dass sich keine Mannschaft Vorteile erarbeiten konnte. Anton Gavel nahm seine erste Auszeit und forderte mehr Konzentration und Ordnung seiner jungen Garde ein. Die EN Baskets konnten die folgende Drangphase schadlos überstehen. Beim Stand von 33:33 und noch 2:30 Minuten in der 1.Hälfte zu absolvieren, nahm Möller ein Timeout. Burns und Co. kamen nun wieder zu geordneten Angriffen und brachten auch dank einer guten Verteidigung ein 33:39 aus ihrer Sicht in die große Pause.

Zu Beginn des 3.Viertels traf zunächst Oldham einen „Jumper“. Dann wirkte die Offense der Gäste etwas unstrukturiert. Die OrangeAcademy kam besser auf, so dass es eine knappe Auseinandersetzung wurde. Urplötzlich drehten die Gastgeber auf – es hieß nach 5 gespielten Minuten in diesem Viertel Auszeit Schwelm. Doch auch nach der Unterbrechung lief es bei den Baskets nicht gut. Die OrangeAcademy dominierte nun und baute seinen Vorsprung allmählich aus. Erst 120 Sekunden vor dem Ende des vorletzten Abschnitts lief es dann etwas besser. Dennoch konnten die Hausherren eine 60:56-Führung in die finalen 10 Minuten.

Es begann das letzte Viertel und Hollersbacher feuerte einen erfolgreichen Dreier ab. Es stand nur noch 60:59 für die OrangeAcademy. Aber viel mehr gelang den Baskets über eine längere Phase nicht. Die intensive und kräfteraubende Verteidigung der Ulmer zeigte immer mehr Wirkung. Den Blau-Gelben unterliefen eine Menge Ballverluste, die sonst so nicht passieren. Zudem fehlten dem Trainer Wechselmöglichkeiten, um gezielt von außen einzugreifen. Zwischenzeitlich kamen die Baskets auf 72:68 heran. Auch beim 74:70 schien der Sieg noch in Reichweite zu sein. Aber die Ulmer wussten weitere Punkte der Gäste zu verhindern und gewinnen die erste Partie in der Best-Of-Three-Serie.


Vorberichte ProB Playdowns

ProB Nord

02.04.2022 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. LOK BERNAU

Jeder Sieg zählt! Die Abstiegsrunde der ProB Nord beginnt mit drei Heimspielen in Folge für die Dragons Rhöndorf, die zum Debüt von Co-Trainer Martin Otto mit LOK BERNAU den Kooperationspartner von Basketball-Powerhouse ALBA Berlin empfangen. Mit der Konstellation, dass neben den beiden Tabellenletzten der Playdowns in Nord und Süd auch der schlechteste Zehntplatzierte den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten muss, spricht alles für nervenaufreibende Playdowns, in denen nahezu jeder Erfolg überlebenswichtig sein kann. Im Rahmen der regulären Saison konnten die Dragons und die Konkurrenten aus Bernau jeweils ihr Heimspiel für sich entscheiden, mit dem direkten Vergleich zu Gunsten der Brandenburger.

Die Bernauer Korbjäger glänzen vor allem als Kollektiv und sind auf allen Positionen vielseitig mit einer gesunden Mischung aus Routiniers und basketballerischen Jungspunden besetzt. Leitwolf und Kapitän ist Dan Oppland mit seiner geballten Erfahrung aus nun schon über 16 Jahren als Basketball-Profi. Der 2,01 Meter große US-Boy kommt zwar mit 10,9 Punkten und 7,2 Rebounds statistisch eher unaufgeregt daher, kann aber jederzeit die entscheidenden Akzente setzen und macht die so oft zitierten kleinen Dinge, die in keiner Statistik auftauchen. Eine wahre Erscheinung unter den Körben ist Kresimir Nikic, der via Doppellizenz auch zum Kader von ALBA Berlin zählt und bereit erste Minuten in der Euroleague in seiner Vita verbuchen konnte. Der 22 Jahre alte Center kommt in gerade einmal 19 Minuten auf 7,8 Punkte und 5,7 Rebounds, sowie einen Block und deutet sein enormes Talent oftmals mehr als nur an. Gut aufgelegt war im letzten Aufeinandertreffen auch der erst 19 Jahre alte Nolan Adekunle, der im DragonDome solide 17 Punkte bei 60% von Downtown auflegte und seinen Saisonschnitt von 9,0 Punkten damit weit übertraf. Mit vielen weiteren Akteuren, die jederzeit die Last in Sachen Scoring übernehmen können, wartet definitiv viel Arbeit auf die Drachen-Defense und das Coaching Duo um Julius Thomas und Martin Otto.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben in den vergangenen Tagen an einigen Stellschrauben gedreht und wollen morgen im Spiel auch genau diese Dinge sehen. Bernau wird voll motiviert in unsere Halle kommen und darauf müssen wir vorbereitet sein. Unsere Aufgabe ist klar: Wir wollen die sechs Playdown-Spiele mit einem Sieg einleiten.“

03.04.2022 17:00 Uhr ETV Hamburg vs. RheinStars Köln

Auf geht’s in die Verlängerung. Der Eimsbütteler TV startet am Sonntag, den 3. April 2022 mit einem Heimspiel gegen die RheinStars Köln in die Playdowns 2021/22 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Tipp-off in der Sporthalle Wandsbek ist um 17 Uhr. Unabhängig von der verschwindend kleinen Chance auf den Klassenerhalt werden es die letzten sechs Auftritte in der dritthöchsten deutschen Profiliga für den Tabellenletzten. Denn so oder so werden die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs für die kommende Saison keine Lizenz für die ProB beantragen.

„Der Aufwand steht einfach in keinem Verhältnis zum Ertrag“, erklärt ETV-Headcoach Sükran Gencay, die die Mannschaft innerhalb weniger Jahre in die ProB geführt hatte und viele Teammitglieder schon lange trainiert. „Zum einen sind es die großen Anstrengungen für Training und Spiel, zum anderen stimmt einfach das organisatorische Setup nicht. Während es anderswo viele Leute gibt, die feste Posten haben, bleibt bei uns vieles an wenigen Personen hängen, vor allem an den Spielern und an mir“, so Gencay. Der Entschluss sei bereits vor einiger Zeit getroffen worden, der Vereinsvorstand ist informiert. So werden die bevorstehenden Playdowns, im Volksmund auch Abstiegsrunde genannt, zu einer Frage der Ehre für die Eimsbütteler Squad. Außer auf Köln (7 Siege) treffen die Hamburger (2) noch jeweils zweimal auf die Dragons Rhöndorf (7) und LOK BERNAU (8). Die Punkte aus der Hauptrunde werden übernommen.

Gegen die deutlich ambitionierter in die Saison gegangenen RheinStars ist der ETV wie so oft klarer Außenseiter. „Köln ist aktuell in guter Form, die Neuzugänge haben das Team deutlich verbessert“, urteilt Gencay über die Rheinländer. Zuletzt siegte das Team von Manager und Aushilfscoach Stephan Baeck 89:85 beim Tabellenzweiten SBB Baskets Wolmirstedt. Der ETV wiederum kassierte zuletzt im Nachholspiel bei den Iserlohn Kangaroos eine Niederlage, die aber ohne Liga-Topscorer Mubarak Salami mit 75:82 sehr achtbar ausfiel. „Daran wollen wir anknüpfen“, so die 35-Jährige. Die personelle Besetzung für Sonntag ist wie so oft unklar. Während bei Salami Hoffnung auf eine Rückkehr besteht, ist das Mitwirken von Center Vladi Migurnov (Zeh) und Kapitän Leo Eckmann (private Gründe) fraglich.

ProB Süd

03.04.2022 Depant GIESSEN 46ers Rackelos vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors

Erstmals überhaupt sind die Depant GIESSEN 46ers Rackelos am Ende einer Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd jetzt in den PlayDowns gefordert. Los geht’s am kommenden Sonntag, den 3. April um 17.00 Uhr mit einem Heimspiel gegen die FRAPORT SKYLINERS Juniors. Neun Spiele der Rackelos gingen mit weniger als fünf Punkten verloren. Nur zwei Siege mehr, und man wäre sicher für die Playoffs qualifiziert gewesen. Gerade aus diesen Erfahrungen wollen die Mittelhessen jetzt lernen, möglichst viele Spiele gewinnen und so den sportlichen Abstieg verhindern. Um selbiges Ziel geht es nämlich in der Relegation, die gruppenbasiert im Modus Hin- und Rückspiel erfolgt. Gegner sind dabei die vier Tabellenletzten der Staffel: Frankfurt nimmt dabei 20 Punkte aus der Hauptrunde mit, Gießen 18, KIT Karlsruhe 8 und München II 6. Verteilt werden noch zwölf Punkte aus insgesamt sechs Spielen pro Mannschaft.

Die Rackelos bekommen es dabei zuerst mit Tabellenprimus Frankfurt zu tun, die man mit einem Sieg am Wochenende gegen Hanau in der Tabelle hinter sich gelassen hätte. Der direkte Vergleich der beiden Teams wird dabei nicht annulliert, viel eher werden die noch zwei ausstehenden Ergebnisse mit Selbigem verrechnet. Gießen verlor die Partie der Hinrunde mit 77:78; am 25. Spieltag vor einigen Wochen hieß es dafür 82:70 aus Sicht der Mittelhessen, die damit damals überhaupt die Chance auf die Playoffqualifikation am Leben erhielten – und Frankfurt rückblickend auch in die PlayDowns zwangen. Dominanter Akteur im Rückspiel war Matthew Meredith, der 20 Punkte erzielte. Der Ex-Gießener Marco Völler markierte zwölf Zähler. Im siegreichen Hinspiel war Völler „on fire“ und schoss die Lahnstädter fast im Alleingang aus der Sporthalle Gießen-Ost. Mit Dusan Nikolic steht noch ein ehemaliger Licher Spieler im Farmteam-Kader der Bankenstadt.

Patrick Unger (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Die PlayDowns sind eine Folge der ersten Saisonhälfte. Neun Spiele haben wir mit weniger als fünf Punkten verloren, und genau daran wollen wir uns orientieren, es besser zu machen. Wir haben es in der eigenen Hand und wollen so viele Spiele gewinnen, wie möglich.“

Stephan Völkel wird neuer Geschäftsführer der EN Baskets Schwelm

Nachdem der langjährige Geschäftsführer Omar Rahim bereits Ende November 2021 seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat, steht nun sein Nachfolger fest.

Stephan Völkel wird ab dem 01. April 2022 neuer Geschäftsführer der EN Baskets Schwelm. Der gebürtige Hagener ist 50 Jahre alt. Seine Wurzeln liegen in der Region, er hat bereits viele Stationen in der Basketballszene durchlaufen und ist somit für die EN Baskets Schwelm ein bekanntes Gesicht.

Kurz zu seinem Werdegang:

Nachdem Völkel zunächst als hauptamtlicher Jugendtrainer beim Traditionsbundesligisten Brandt Hagen tätig war, wechselte er über Stationen beim SC Rist Wedel und dem Westdeutschen Basketball-Verband in die erste Bundesliga zu den Paderborn Baskets. Von dort aus ging es über die Eisbären Bremerhaven, die Oettinger Rockets Gotha und s.Oliver Würzburg zu den MHP Riesen Ludwigsburg.

Im Juni 2018 wurde er als Cheftrainer des luxemburgischen Erstligisten Musel Pikes vorgestellt. Dem folgten die Vereine Zweitligist Eisbären Bremerhaven, Ebbecke WhiteWings Hanau und Iserlohn Kangaroos (2. Bundesliga ProB).

Völkel wurde im Sommer 2021 als Nachwuchskoordinator beim Bundesligisten Basketball Löwen Braunschweig tätig, wurde gleichzeitig Geschäftsführer der SG Junior Löwen gGmbH (Betreibergesellschaft der Braunschweiger Jugendarbeit) und Trainer der Braunschweiger Mannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga.

Mit Stephan Völkel haben wir einen sehr kompetenten neuen Geschäftsführer gefunden, der aufgrund seiner vielseitigen Erfahrungen gut zu den EN Baskets Schwelm passt“, bestätigte uns der Gesellschafter Frank Herzbruch, der in Abstimmung mit den anderen Gesellschaftern mit der Suche eines neuen Geschäftsführers beauftragt wurde.

Stephan Völkel: „Ich kenne und verfolge den Schwelmer Basketball seit vielen Jahren. Wir hatten sehr gute Gespräche und ich hatte stets das Gefühl, dass wir hier zielgerichtet arbeiten. Die Halle und das Umfeld sind sehr gute Voraussetzungen, um weiter zu wachsen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.

Gemeinsam mit Omar Rahim wird es eine mehrwöchige Einarbeitungs- /Übergabephase geben und die Weichen für die neue Saison 2022/23 gestellt.

Die EN Baskets Schwelm freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit und spannende Impulse! Stephan Völkel wird sich gerne in den nächsten Wochen und Monaten bei den Partnern, Fans und Freunden der EN Baskets persönlich vorstellen.

Pressemitteilung: EN Baskets Schwelm

Wertung des Spiels TKS 49ers – BSW Sixers

Spielverlust für TKS 49ers nach Neuansetzung des ausgefallenen Hauptrundenspiels

Das Spiel der ProB zwischen den TKS 49ers und BSW Sixers (30.03.2022) konnte von Stahnsdorf nicht angetreten werden. Vorangegangen war die Entscheidung der Spielleitung, an der Spielansetzung am 30.03.2022 nach der Absage des Spiels am Freitag, den 25.03.2022, festzuhalten.

Das Hauptrundenspiel musste aufgrund von COVID-19-Infektionen im Team aus Stahnsdorf am Freitag kurzfristig abgesagt werden (§ 49 Abs. 2.2 SuVO). Da das Spiel relevant für die Platzierungen 6-8 der ProB Nord ist, wurde es im Hinblick auf die an diesem Wochenende beginnenden Playoffs bereits einige Tage später neu angesetzt. Die TKS 49ers arbeiteten eng mit der Liga an einer Umsetzung, um ein sportliches Ergebnis auszuspielen, konnten das Spiel jedoch nicht abschließend realisieren. 

Die Spielleitung hat gemäß Spiel- und Veranstaltungsordnung § 71 Abs. 2 c) auf Spielverlust gegen den Bundesligisten TKS 49ers zu entscheiden. Das Spiel wird mit minus einem Wertungspunkt und 0:20 Korbpunkten für Stahnsdorf gewertet. Die BSW Sixers erhalten zwei Wertungs- und 20:0 Korbpunkte (SuVO § 72 Abs. 3).

Daraus ergibt sich die offizielle Abschlusstabelle der ProB Nord und somit die letzten drei Playoff-Begegnungen. Die Tabelle sowie der Playoff-Baum sind hier einzusehen. Die TKS 49ers sind demnach Achtplatzierter nach der Hauptrunde und spielen in den Playoffs gegen die Dresden Titans. Die BSW Sixers erreichen den 6. Platz und treffen am kommenden Wochenende auf die Basketball Löwen. Ebenfalls auf den Ausgang des Spiels warten mussten die Iserlohn Kangaroos, die nun am Samstag zu den EPG Baskets Koblenz reisen.

IMPULS IM ABSTIEGSKAMPF: DRAGONS-URGESTEIN MARTIN OTTO NEUER ASSISTANT COACH

Vor dem Start der Playdowns setzen die Dragons Rhöndorf einen neuen Impuls und können mit Martin Otto ein bestens bekanntes Gesicht zurück in der Reihe der aktiven Drachen begrüßen. Der langjährige Spieler und Trainer der Dragons übernimmt bis zum Saisonende als Co-Trainer von Yassin Idbihi, der wieder seinen gesamten Fokus auf seine Aufgaben als Geschäftsführer Sport richten wird.

Besonders eng verbunden ist der Name Martin Otto mit der erfolgreichen Entwicklung des weiblichen Nachwuchs- und Leistungsbereich der Dragons Rhöndorf in den vergangenen Jahren. Als Headcoach der ersten Damen-Mannschaft und des WNBL-Teams, sowie Trainer diverser Auswahlmannschaften des Schloss Hagerhof feiert der heute 59 Jahre alte ehemalige Spieler von Galatasaray Köln, Godesberger TV und den Rhöndorfer Drachen seine größten Erfolge. Insgesamt 13 mal führte er Teams des Schloss Hagerhof ins Finale von „Jugend trainiert für Olympia“ und konnte viermal den Titel als deutscher Schulmeister nach Bad Honnef holen. Die Damen-Regionalliga führte er zudem 2014 zur Meisterschaft der dritthöchsten nationalen Spielklasse und feierte 2001 mit der A-Jugend der Drachen die deutsche Meisterschaft. Auch im Rollstuhl-Basketball sammelte der Lehrer für Biologie und Sport seine Trophäen und errang als Spielertrainer mit dem ASV Bonn unter anderem vier Pokalsiege und drei deutsche Meisterschaften. Trotz diverser Angebote hauptamtlich im Leistungs-Basketball zu arbeiten, entschied sich der passionierte Pädagoge gegen eine Laufbahn als Profi-Trainer und schlug auch mit Blick auf seine Familie unter anderem das Angebot aus, Tatami Rhöndorf Ende der 90er Jahre als Headcoach in der 1.Basketball Bundesliga zu übernehmen.

Mit der Ernennung von Martin Otto zum Assistant Coach fokussiert sich Yassin Idbihi wieder voll auf seine Aufgaben als Geschäftsführer Sport und wird im Hintergrund die Entwicklung und den eingeschlagenen Weg der Dragons Rhöndorf vom Mini-Bereich bis zu den Profis vorantreiben.

Martin Otto (Assistant Coach Dragons Rhöndorf): „Als der Vorstand vor einigen Tagen fragte, ob ich den Verein in dieser schwierigen Phase unterstützen könne, musste ich nicht lange überlegen. Ich habe den Dragons viel zu verdanken, habe viele Hochs und Tiefs miterlebt und will nun dabei helfen den erneuten Abstieg abzuwenden. Die Mannschaft hat definitiv das Zeug, um den Klassenerhalt zu schaffen. Julius und ich haben bereits in den ersten Trainingseinheiten eine gute Chemie entwickelt und wir verstehen Basketball auf eine ähnliche Art und Weise. Gemeinsam mit der Mannschaft werden wir uns nun in einer Art Kurz-Trainingslager auf die schweren Aufgaben vorbereiten und an einigen taktischen und mannschaftlichen Stellschrauben drehen. Es werden intensive Tage und Wochen, aber genau darauf kommt es an und wir werden uns als Mannschaft für das gemeinsame Ziel zu 100% einbringen.“

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Martin hat sich mit unglaublich viel Leidenschaft unserem Projekt verschrieben und das merkt man bei jeder Trainingseinheit von der ersten bis zur letzten Minute. Er und ich sprechen die gleiche Basketball-Sprache und haben eine ähnliche Sichtweise auf die Art und Weise, wie wir mit den Jungs in der momentanen Situation arbeiten müssen. Mit seiner immensen Erfahrung, seiner Energie und Akribie gibt Martin unserer täglichen Arbeit sehr viel und das merkt man in jeder Einheit und in jeder Ansprache an die Mannschaft. Ich bin vollauf davon überzeugt, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen werden.“

Klaus Beydemüller (1. Vorsitzender Dragons Rhöndorf): „Nach dem Spiel in Iserlohn und der Betrachtung der bisherigen Saison sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer und frischer Impuls für den Kampf um den Klassenerhalt notwendig ist. In der Konstellation mit Julius Thomas und Martin Otto sehen wir ideale Kombination um die Mannschaft zum Erfolg zu führen. Martin hat nicht gezögert und uns neben seinem Fulltime-Job Unterstützung angeboten, was zeigt, wie sehr er den Dragons verbunden ist. Ein weiteres positives Signal, Yassin hat die Entscheidung voll mitgetragen und wird sich nun wieder ganz auf seine eigentlichen Aufgaben als Geschäftsführer Sport konzentrieren. Gemeinsam gilt es nun alle Kräfte zu bündeln und mit starken Playdowns die Mission Klassenerhalt zu meistern. Wobei wir natürlich auch auf die geballte Unterstützung unserer Fans setzen.“

Nachberichte Nachholspiele ProB Nord/ProB Süd

26.03.2022 16:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 76:74

Die WHITE WINGS Hanau haben geschafft, was ihnen noch vor Wochen niemand zugetraut hatte: In einem nervenaufreibenden Finalspiel gegen Gießen gewinnt das Team von Headcoach Marti Zamora mit 76:74 und erreicht damit die Playoffs. Somit sicherten sich die Hanauer am letzten regulären Spieltag den Verbleib in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und können diesen Erfolg mit mindestens zwei weiteren Partien feiern.

Dabei sah es über weite Strecken des Spiels nicht so aus, als ob sich die Grimmstädter am Ende vor einer ausverkauften Halle als Sieger feiern lassen könnten. In der ersten Halbzeit hatten in jedem Fall die Depant GIESSEN 46ers Rackelos die Nase vorne. Sowohl das erste, als auch das zweite Viertel gewannen die Gäste, bei einem Halbzeitstand von 26:36. „In der ersten Hälfte haben wir eine gute Defense gespielt, aber zu wenig Rebounds geholt. Offensiv waren wir okay, aber uns fehlten die einfachen Layups und obendrein auch die zweiten Chancen. Einen besonders wichtigen Teil unseres Gameplans haben wir also nicht umsetzen können. Denn wir wissen, dass Uhlemann und Lischka zu den besten Inside-Spielern der Liga zählen. Also sagten wir den Jungs: Gewinnt das Reboundduell, dann gewinnt ihr das Spiel“, so Zamora.

Diese Mission sollte auch über den Rest des Spielverlaufs nicht gelingen. Dennoch: Im dritten Viertel zeigten sich die Hanauer leicht verbessert, ließen letztendlich die Distanz zu Gießen aber noch einmal auf elf Punkte ansteigen – genauer auf 48:59. Auch im letzten Viertel merkte man dem gesamten Team an, dass sie für den Sieg kämpften. Die 46ers hingegen ließen sich über weite Strecken davon nicht beeindrucken und konnten lange eine zweistellige Führung halten. Nach einem erfolgreichen Freiwurf von Maximilian Begue stand es 2:40 vor Schluss 73:63.

Dann jedoch passierte etwas in der Hanauer Mannschaft: Defensiv gelang es immer häufiger, die Gegner zu Fehlwürfen zu zwingen. Offensiv legten Niklas Krause und Dion Braimoh innerhalb von knapp einer Minute sieben Punkte auf zum 70:73. Die Hanauer Fans sprangen auf und supporteten ihre Mannschaft tatkräftig. Als Montrael Scott dann für Gießen einen weiteren Freiwurf zum 70:74 verwandelte, wirkte es beinahe unmachbar, das Spiel in 58 Sekunden noch zu drehen. Nach einem Timeout traf Krause zunächst 18 Sekunden später zum 72:74. Auf der Gegenseite wurde Johannes Lischka am Wurf gehindert, traf jedoch unter den lauten Buhrufen der Hanauer Fans keinen seiner Freiwürfe. Tisdale holte den Rebound, legte auf Braimoh, der sich zunächst an einem Drei-Punkte- Wurf versuchte, aber scheiterte. Nach eigenem Rebound glich Braimoh dann zum 74:74 aus. Restzeit: 20 Sekunden.

Beim Ballvortrag von Gießen patze Scott und Hanau bekam erneut den Ball. Mit gerade einmal neun Sekunden Restzeit suchten die White Wings einen freien Werfer, ehe die Uhr nach einem Foul durch Lischka nochmals angehalten wurde. Es folgte erneut ein Einwurf. Dann ging der Ball auf die rechte Seite zu Krause, der in letzter Sekunde den Ball aus Mitteldistanz warf – und verwandelte. Mit diesem Buzzer-Beater krönen die WHITE WINGS Hanau damit ein eindrucksvolles Comeback mit dem Einzug in die Playoff-Runde. Und während ein solches Finish ohnehin schon extrem selten vorkommt, hält dieses Spiel in noch weiterer Hinsicht einen Sonderstatus für Statistikfans bereit: Die White Wings gingen nur ein einziges Mal innerhalb des Spiels in Führung – und zwar nach Erklang der Schlusssirene.

26.03.2022 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RheinStars Köln 85:89

Mit einem Husarenstreich beenden die RheinStars die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord. Die Kölner gewannen am Samstagabend überraschend beim Zweitplatzierten SBB Baskets Wolmirstedt mit 89:85 (37:42). Vor dem Start in die Playdowns am kommenden Wochenende – voraussichtlich beim ETV Hamburg – konnte die Mannschaft von Manager und Trainer Stephan Baeck damit nach Siegen mit den Dragons Rhöndorf gleichziehen. Lok Bernau als vierter Mitbewerber um den Klassenerhalt, unterlag am Abend Tabellenführer WWU Baskets Münster mit 66:74 und ist auch nur noch einen Erfolg entfernt.

„Ich bin sehr stolz auf die Jungs heute. Mit dem Sieg haben wir uns für eine sehr ordentliche Leistung belohnt“, kommentierte Baeck den Auftritt seiner Mannschaft. „Gegen ein starkes Team haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit stark gespielt und dann auch gute Entscheidungen getroffen. Was uns als Trainer besonders gefällt. Wir spielen mutig und mit viel Herz. Alle bringen sich ein, jeder hat einen Anteil am Erfolg. Egal, ob jemand 2, 15 oder 25 Minuten spielt. Wir brauchen alle und alle machen mit. Das spüren wir.“

Anders als vor Wochenfrist in Düsseldorf kamen die RheinStars trotz der langen Anfahrt in die Magdeburger Börde auch ohne den diesmal fehlenden Andrej Mangold recht ordentlich in die Partie. Zwar führten die Hausherren ab der dritten Minute, doch die Kölner blieben immer im Fahrwasser. In der kämpferischen Defense funktionierte vor allem die Zone, dafür hatten die RheinStars in der ersten Halbzeit im Angriff ihre Probleme. Bei 37:42 wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit arbeiteten sich die RheinStars weiter heran. Bei 62:64 ging es in die letzten zehn Minuten. Dort gelang den offensiv nun verbesserten und agileren Kölnern der vorentscheidende 8:0-Lauf zum 76:71. Das Momentum des Spiels wechselte zu den Rheinländern. In der Schlussphase kämpften dann beide Teams mit einer hohen Foulbelastung. , Während am Ende bei den Kölnern vier Spieler mit vier Fouls auf dem Feld standen, verabschiedeten sich bei Wolmirstedt nacheinander alle Center: Erst Oluwashore Adenekan, dann Bill Borekambi und schließlich Roberts Demskis. Köln behielt dabei weiter die Übersicht und die Nase vorne. Am Ende markierte Kapitän „Two two“ Vincent Golson mit seinen Punkten 29 und 30 den 89:85-Endstand. Die Playdowns können kommen.

26.03.2022 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. WWU Baskets Münster 66:74

Das Team von LOK BERNAU beendete die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB am Samstag mit einer knappen Niederlage gegen die WWU Baskets Münster. Im Nachholspiel des 16. Spieltag setzte sich der Tabellenführer in der Erich-Wünsch-Halle mit 66:74 durch. Viel schwerer als die Niederlage wiegt aber eine Knieverletzung von Jonathon Mines, die er sich während des Spiels zugezogen hat.

Zwei Minuten waren am Samstag gespielt, als LOK allmählich gegen den Topfavoriten aus Münster ins Spiel fand. Jonathon Mines sorgte mit einem verwandelten Freiwurf für die ersten Bernauer Punkte und krallte sich anschließend auf der anderen Seite nach Fehlwurf der Gäste den Rebound. Beim Fastbreak und Korbversuch wurde Mines von Münsters Jasper Günther gefoult. Mit lauten Schmerzschreien blieb der Australier liegen und musste sportmedizinisch behandelt werden. Noch während des Spiels wurde er zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Partie blieb nach der Unterbrechung offensive Magerkost. An Chancen mangelte es nicht. Beide Teams kämpften aber verbissen in der Defensive und sorgten so für ein durchweg spannendes Duell. Allerdings eben auch für schwache Wurfquoten und wenig Punkte. Der Halbzeitstand von 22:30 für die Gäste wäre an anderen Tagen die Punkteausbeute eines einzelnen Viertels gewesen.

Nach der Pause hielt einmal mehr Gian Aydinoglu das Bernauer Team im Rennen. Dem Tabellenführer gelang es nicht, sich deutlich abzusetzen. Nach einem starken Start in das Schlussviertel mit Punkten von Mauricio Marin und Dan Oppland hatten die Bernauer kurzzeitig auf 49:52 verkürzt und drohten das Spiel zu drehen. Die WWU Baskets Münster fanden aber auch in dieser Phase die richtigen Antworten und konnten am Ende einen hart erkämpften 66:74 Sieg mit auf die Heimreise nehmen.

LOK BERNAU wird in den Playdowns ab dem kommendem Wochenende gegen ETV Hamburg, RheinStars Köln und Dragons Rhöndorf um den Ligaverbleib kämpfen. Alle vier Teams spielen nach der Hauptrunde noch einmal in Hin- und Rückspiel gegeneinander. Alle bisherigen Punkte werden mitgenommen. Am Ende steigen die beiden letztplatzierten Teams des Vierervergleichs ab.

26.03.2022 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ETV Hamburg 82:75

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von elf Siegen und elf Niederlagen beenden die Iserlohn Kangaroos die Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Zum Abschluss bezwangen die Schützlinge von Headcoach Dennis Shirvan am Samstagabend Schlusslicht ETV Hamburg mit 82:75 (17:21, 22:13, 25:27, 18:14). Weil allerdings am Freitagabend das Nachholspiel zwischen den BSW Sixers und den TKS 49ers coronabedingt erneut abgesagt werden musste, steht nach dem Hauptrunden Finale noch nicht fest, von welchem Tabellenplatz die Kangaroos in die Playoffs starten werden. Gewissheit gibt es erst in der kommenden Woche, wenn das Nachholspiel nachgeholt wird. Bis dahin fahren die Waldstadt-Basketballer in der Vorbereitung zweigleisig.

Es war ein zähes Match gegen das abgeschlagene Schlusslicht. Und der Grund für die Zähigkeit, ist so simpel wie einfach: Die Gäste aus Hamburg waren nur mit acht Spielern in die Matthias-Grothe-Halle gekommen, unter anderem fehlte Liga-Topscorer Mubarak Salami. In den Köpfen war das Spiel also quasi schon durch, bevor es überhaupt begonnen hatte. Die Hanseaten nutzten das zu ihrem Vorteil, zogen schnell auf 8:0 (3.) davon, ehe Elias Marei die ersten Kangaroos-Punkte erzielen konnte (2:8, 3.). Doch ein richtiger Rhythmus wollte sich auch in den kommenden Minuten bei den Hausherren nicht einstellen, sodass der ETV Hamburg – angeführt von Marcel Hoppe – nach sechs Minuten erstmals zweistellig in Führung lag (15:4). Auszeit Iserlohn. Bereits zum zweiten Mal in der jungen Partie rief Shirvan sein Team zusammen. Um die Jungs aufzuwecken, ihren Fokus zu schärfen. Und die zweite Auszeit zeigte Wirkung. Joshua Dahmen, Elias Marei und Toni Prostran verkürzten den Rückstand (11:17, 8.). Und insgesamt agierten die Kangaroos jetzt deutlich aggressiver, waren wacher – konnten dem Spiel in den ersten zehn Minuten aber keine Wende mehr geben. Moritz Hübner und Emil Loch glichen die Partie erstmals wieder aus (21:21, 13.). Und knapp eine Minute später besorgte Hübner schließlich die erste Führung der Gastgeber (26:25, 14.). Emil Loch erhöhte aus der Distanz, Jonas Buss legte von der Freiwurflinie nach (32:25, 17.). Abschütteln ließen sich die Gäste jedoch nicht. Den Schlusspunkt unter die erste Hälfte setzte Joshua Dahmen, der 30 Sekunden vor der großen Pause einen Dreier zum 39:34 Pausenstand durch die Reuse jagte.

Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich ein ähnliches Bild. Beide Teams kämpften. Aber immer, wenn die Hamburger von Trainerin Sükran Gencay wieder Tuchfühlung aufnahmen, hatten die Kangaroos ein passendes Ass im Ärmel. Mal war es ein Treffer aus der Distanz von Ruben Dahmen, mal ein Korbleger von Moritz Hübner oder Moritz Schneider – oder ein Hustleplay, das den Hausherren konstant die Führung sicherte (60:52, 27.). Beim 77:66 durch Emil Loch waren die Kangaroos ihrerseits erstmals zweistellig in Führung (36.). Und Loch legte zum 79:71 per Alley Oop-Dunking nach Zuspiel von Moritz Schneider spektakulär nach (37.). Der Widerstand der Gäste war gebrochen. Die Kangaroos brachten den Vorsprung sicher über die Zeit.

Dennis Shirvan, Headcoach Iserlohn Kangaroos: „Wir haben uns superschwer damit getan, ins Spiel und unseren Rhythmus zu finden. Zudem haben wir uns ein bisschen rumschubsen lassen, obwohl wir nicht nur spielerisch, sondern auch körperlich das stärkere Team waren und sind. Nach den Auszeiten ging es dann anders zur Sache, wir sind aggressiver geworden und haben den Rückstand Stück für Stück abgetragen. In der Halbzeit hab ich den Jungs dann klar gesagt, was ich erwarte. Und das haben sie nach dem Seitenwechsel auch beherzigt, wenngleich wir auch immer wieder kleine Phasen hatten, in denen wir gepennt haben. Am Ende haben wir es letztlich souverän eingetütet. Wie nehmen den Sieg mit, sammeln unsere Kräfte und sind gespannt, auf wen wir jetzt in der ersten Playoff-Runde treffen werden.“

Vorberichte Nachholspiele ProB Nord/ProB Süd

25.03.2022 19:30 Uhr TKS 49ers vs. BSW Sixers

Abgesagt.

26.03.2022 16:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos

Die Rechenschieber haben Feierabend: Wer im Duell der WHITE WINGS Hanau gegen die Depant GIESSEN 46ers Rackelos am kommenden Samstag (26. März, 16.00 Uhr) gewinnt, kommt automatisch in die Playoffs. Diverse Fans werden sich aus Gießen auf den Weg in die Main-Kinzig-Halle machen. Das Spiel wird ausverkauft sein. Nach dem Sieg über Bayern II stehen Hanau und Gießen punktgleich in der Tabelle. Es ist die letzte Partie der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd – und zugleich ein Nachholspiel. Ursprünglich sollte die Partie am 19. Februar stattfinden, musste dann aber aufgrund von Corona-Fällen beim Gastgeber ausfallen.

Sportlich ist die Ausgangslage klar: Nur der Sieger wird in die Playoffs einziehen. Dort geht es dann gegen den Ersten der Nordstaffel Münster. Für den Verlierer geht es mit Frankfurt, Karlsruhe und Bayern II in die PlayDowns. Die Rackelos konnten fünf ihrer letzten sechs Spiele gewinnen. Auch das Hinspiel gegen Hanau ging hauchdünn mit 73:72 für die Lahnstädter aus. Die WHITE WINGS siegten in drei ihrer fünf vergangenen Begegnungen. Ausgerechnet gegen Mitkonkurrent Frankfurt zog man aber den Kürzeren. Andernfalls wären die Südhessen womöglich schon „über der Linie“. Ein besonderes Augenmerk müssen die Depant GIESSEN 46ers Rackelos am Wochenende auf Dewrell Tisdale Jr und Niklas Krause richten. Die beiden sind mit 17.8 sowie 11.8 Punkten die besten Korbsammler ihres Teams. Vor vollen Rängen in der Main-Kinzig-Halle erwartet alle Beteiligten dann ein spannendes Match.

Patrick Unger (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Es wird ein heißer Tanz. Hanau ist unberechenbar und sehr schnell, sie können aber auch gut im 1-gegen-1 abschließen. Das wird eine harte Aufgabe für uns. Wir haben den ersten Härtetest schon mal gemeistert. Mit fünf aus sechs gewonnenen Spielen wollen wir jetzt auch das nächste gewinnen. Es ist für uns sowas wie ein kleines Finale. Hoffentlich begleiten uns viele Gießener Fans mit nach Hanau, damit wir das Spektakel dort positiv für uns bestreiten können.“

Der 19. Februar 2022 war zugleich der zweite Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags, bei dem Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Said Nesar Hashemi, Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, und Kaloyan Velkov ihr Leben verloren. Hanau und Gießen werden daher vor Spielbeginn einen Trikottausch vollziehen. Die Rackelos treten in den Farben der Grimmstädter an und umgekehrt. Unter dem Motto „Die Farbe spielte keine Rolle“ soll so ein Zeichen für mehr Toleranz und gegen Rassismus gesetzt werden. Die WHITE WINGS Hanau erwarten eine überragende Zuschauerkulisse. Um für das Finalspiel möglichst viele Fans in die Halle zu locken, hat sich das Management dazu entschlossen, sämtliche Karten kostenlos auszugeben. Die 499 Plätze waren innerhalb von 48 Stunden vergeben.

26.03.2022 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RheinStars Köln

Zum Abschluss der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB Gruppe Nord treten die RheinStars am Samstagabend bei den SBB Baskets Wolmirstedt an. Dort startet die Mannschaft von Trainer und Manager Stephan Baeck in die entscheidenden Wochen im Kampf um den Ligaverbleib. Mit dem Tabellenzweiten wartet allerdings die nächste Herausforderung. Nach der Englischen Woche – und damit drei Spielen in acht Tagen – stand zuletzt nicht nur die konkrete Vorbereitung auf Wolmirstedt auf dem Programm, sondern auch Regeneration. Die RheinStars könnten mit einem Erfolg im letzten Spiel vor den Playdowns mit den Dragons Rhöndorf nach Siegen gleichziehen. Die Kölner gehen allerdings als klarer Außenseiter ins Kräftemessen mit dem Tabellenzweiten. Denn die „Ohre-Riesen“ gewannen gleich sieben ihrer letzten acht Spiele. Nach der Niederlage bei den WWU Baskets Münster Ende Januar folgten für die Wolmirstedter zuletzt sogar sechs Siege in Folge. Darunter vergangenes Wochenende ein deutlicher Achtungserfolg mit dem 97:73-Heimsieg über Schwelm.

Genau wie die RheinStars musste auch Wolmirstedt kürzlich gleich drei Partien in acht Tagen absolvieren, wenn auch alle in eigener Halle. Auch deshalb gab Trainer Eiko Potthast seinem Team am Sonntag und Montag frei, bevor am Dienstag dann die Vorbereitung auf Köln begann: „Dieses Spiel gehen wir wie jedes der vorherigen 21 Spiele in der Hauptrunde an: Wir wollen gewinnen für das Selbstbewusstsein, im Spielrhythmus bleiben, die Spannung und das Momentum halten“, sagt Potthast nach dem Sieg über Schwelm am Samstag.

Doch auch die RheinStars haben in den vergangenen Wochen wieder Selbstbewusstsein getankt: „Wir werden ernst genommen, weil alle gesehen haben, dass wir unser Spiel verändert haben“, sagt Trainer und Manager Stephan Baeck. Zwar verloren die Kölner vergangenen Samstag ihr Derby bei starken Düsseldorfern, zuvor gelangen aber zwei wichtige Siege gegen Stahnsdorf und Wedel. Ein weiterer Erfolg vor Beginn der Playdowns würde den RheinStars auf alle Fälle helfen. Und für Trainer und Manager Stephan Baeck gibt es keinen Grund, nicht daran zu glauben: „Wir haben in Düsseldorf kein schlechtes Spiel absolviert, haben das nicht schlecht gemacht. Aber kleine Fehler haben eben den Unterschied gemacht. Wir wollen jetzt selbstbewusst nach Wolmirstedt fahren und diese Fehler abstellen“, sagt der 56-Jährige vor dem Trip in den Osten.

Mit Wolmirstedt treffen die RheinStars auf eine „erfahrene und gute Mannschaft“, ordnet Baeck den kommenden Gegner ein. Nicht zuletzt weiß der Aufsteiger durch sein gutes Teamplay zu imponieren, legte beim Heimsieg gegen Schwelm gleich 23 Assists auf. Nur einer der Gründe, wieso Wolmirstedt sehr selbstbewusst ins vierte Heimspiel in Folge und anschließend in die Playoffs gehen will: „Im April wollen wir unseren besten Basketball spielen“, erklärt Center Bill Borekambi. „Es ist möglich, jedes Spiel zu gewinnen. Das ist auch unsere Mentalität. Wir glauben daran, dass wir mit der Art und Weise, wie wir spielen, jedes Team besiegen können.“ Borekambi zählt zusammen mit Martin Bogdanov gleich auch zu den beiden Topscorern der Mannschaft. Während Bogdanov im Schnitt 17,4 Punkte pro Spiel beisteuert, sind es bei Borekambi 16,3. Und auch sonst werden Punkte und Spielzeit gut im Team aufgeteilt. Zudem ist Wolmirstedt in der ProB-Nordgruppe das effektivste Team von der Dreierlinie.

26.03.2022 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. WWU Baskets Münster

In einem Nachholspiel des 16. Spieltags empfängt das Team von LOK BERNAU zum Abschluss der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB am Samstag die WWU Baskets Münster. Der Tabellenführer hat aus seinen 21 Spielen bisher 20 Siege eingefahren und geht auch in Bernau als Favorit ins Rennen. Durch Corona-Infektionen innerhalb des Bernauer Teams musste das Heimspiel gegen Münster im Februar kurzfristig abgesagt und verschoben werden. An diesem Samstag ist der unangefochtene Spitzenreiter und feststehende Hauptrunden-Meister der ProB Nord nun zum Topspiel in der Erich-Wünsch-Halle zu Gast.

Auch wenn das Spielergebnis für keines der beiden Teams Auswirkungen in der Tabelle hat, könnten die Punkte für LOK in den Playdowns wertvoll sein. „Fest steht, dass wir durch den Derbysieg gegen Stahnsdorf als Tabellenneunter in die Playdowns gehen. Es war ein guter und wichtiger Sieg, weil nicht nur wir als Teams an die Chance geglaubt und gekämpft haben. Auch die Unterstützung unserer Fans von den Rängen hat einen wichtigen Beitrag geleistet, dass wir das Spiel drehen konnten“, resümiert Coach René Schilling. Die Playdowns beginnen für das Bernauer Team direkt in der kommenden Woche. Die vier Teams von Platz 9 bis Platz 12 (Hamburg, Köln, Rhöndorf, Bernau) spielen in Hin- und Rückspiel um den Klassenerhalt. Punkte aus der Hauptrunde werden mitgenommen. Derzeit werden die Spiele noch final terminiert. Weitere Informationen wird es nach dem Wochenende geben.

Die WWU Baskets Münster sind das stärkste Team der Liga und beweisen das bisher auch Woche für Woche eindrucksvoll. 20 weitgehend souveräne Siege hat das Team von Trainer Björn Harmsen auf dem Konto. Selbst mit schwächeren Leistungen hat Münster genug Qualität gezeigt. Allerdings hat die Rekordjagd und die weiße Weste inzwischen einen kleinen Fleck. Die bisher einzige Niederlage kassierten die WWU Baskets im Februar in Düsseldorf. Mit Topscorer Ryan Richmond (17,4 Punkte, 5,6 Assists) sowie Adam Touray, Stefan Weß, Jasper Günther, Helge Wezorke und Rijad Avdic geht bei den Münsteranern von allen Positionen offensive Gefahr aus. Entsprechend groß wird die Herausforderung für das Bernauer Team in der Defensive sein.

LOK-Coach René Schilling: „Dass wir dem Topteam aus Münster gewachsen sein können, haben im Hinspiel gezeigt. Aktuell ist der Einsatz von Christoph Tilly wegen einer Oberschenkelverletzung fraglich. Aber wir werden das Spiel auf jeden Fall ernst nehmen und wie letzte Woche unsere Tugenden aufs Feld bringen: Intensiv spielen und nicht aufgeben. Wichtig wird sein, dass wir für die Playdowns in einen guten Rhythmus kommen.“

26.03.2022 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ETV Hamburg

Aller guten Dinge sind drei: Im dritten Anlauf soll es am Samstagabend (19.30 Uhr, Matthias-Grothe-Halle) mit dem Wiedersehen klappen. Mit dem Spiel gegen das Schlusslicht der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord, den ETV Hamburg, beenden die Iserlohn Kangaroos die Regular Season. Und wollen mit dieser Partie den nötigen Rhythmus und das nötige Selbstvertrauen für die erste Playoff-Runde stärken. Um dann Anfang April mit Rückenwind in die heiße Phase der Saison starten zu können. Mitte Dezember hätte das Spiel der Iserlohn Kangaroos gegen den ETV Hamburg für die Waldstadt-Korbjäger den Auftakt in die Rückrunde markieren sollen. Hätte. Denn die Partie musste kurzfristig abgesagt werden – und die Terminfindung für das Nachholspiel gestaltete sich ein wenig kompliziert. Auch der Ersatztermin Ende Februar musste abgesagt werden, sodass die Partie schließlich ans Ende der Hauptrunde gelegt wurde.

Die Kangaroos haben zuletzt mit Siegen gegen die BSW Sixers (88:80) und zuletzt gegen die Dragons Rhöndorf (89:79) ein wenig zu alter Stärke zurückgefunden. Und diese Stärke, diese Souveränität soll beim Abschluss gegen das Schlusslicht gefestigt werden. „Auch wenn wir nur bedingt Einfluss auf unsere endgültige Platzierung haben, werden wir alles daran setzen, gegen Hamburg erfolgreich zu sein“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan. Theoretisch kann sein Team noch vorstoßen auf Rang sieben. Die endgültige Platzierung hängt aber auch von einem anderen Nachholspiel ab. Bereits am Freitagabend duellieren sich die BSW Sixers und die TKS 49ers im Kampf um Platz sechs. Gewinnen die 49ers, können die Kangaroos mit einem Sieg noch an den Sixers vorbeiziehen. Gewinnen die Sixers, bleiben die Kangaroos Achter der Nordstaffel.

ETV-Trainerin Sükran Gencay und ihr Team haben zwei Siege in der laufenden Spielzeit eingefahren. Gegen Köln (84:74) und zuletzt vor zehn Tagen gegen die Dragons Rhöndorf (85:78). Im Schnitt kassieren die Hanseaten 96,5 Zähler. Und das macht eine der Schwachstellen im ETV-Spiel offensichtlich. Die Defense. Aber auch offensiv haben die Hamburger mitunter Schwierigkeiten. 72,0 Zähler sind es pro Partie. Abhängig sind die Hamburger vor allem von ihren Leistungsträgern. Liga-Topscorer Mubarak Salami (27,6 Punkte) muss ebenso liefern wie Marcel Hoppe (13,1) und Jack Fritsche (15,9). Dahinter kommt im Gencay-Team lange wenig bis nichts. „Entsprechend werden wir diesem Trio am Samstagabend ziemlich auf die Nerven gehen. Wir wollen ihnen nicht gestatten, sich in einen Rausch zu schießen und sind uns ihrer offensiven Gefahr absolut bewusst“, sagt Shirvan.

Allerdings weiß Shirvan auch um die Gefahren im Spiel gegen den ETV: „Wir müssen geduldig sein und Vollgas geben, müssen unseren Job erledigen. Der ETV ist aufgrund seiner Spielweise sehr unangenehm zu spielen, aber wir haben nach den jüngsten Erfolgen Bock auf den nächsten Sieg und wollen uns entsprechend auf die Playoffs einstimmen“, so der 38-Jährige. Und ergänzt: „Am Ende ist Hamburg eine Aufgabe, die wir erledigen müssen, wenn wir unserer Saison und unserer Leistungsstärke gerecht werden wollen.“

Nachberichte Nachholspiele ProB Nord/ProB Süd

22.03.2022 19:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 83:88

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase stand es 4:4 nach zwei Minuten, bevor Tim Uhlemann aus einem schönen Pick-&-Roll-Play das 8:7 erzielte. Per Korbleger und trotz eines Fouls brachte Johannes Lischka seine Farben zur Viertelmitte mit 12:11 in Front. Viktor Ziring erhöhte per Dreier zum 15:13, bevor Bayern II einen Zwischenlauf einlegte und Gießen zur Auszeit zwang. Tim Schneider und Montrael Scott sorgten schließlich dafür, dass die Mittelhessen mit einer 21:17-Führung ins zweite Quarter gingen. In einem etwas wilden Spiel setzte sich Bayern leicht ab, nachdem Maxwell Temoka zweimal in Brettnähe punktete. Sebastian Brach verkürzte an der Linie auf 27:29 (14.). Nach Dreiern durch Amar Licina und Sebastian Hartmann (34:27, 15.) ging es für Gießen aber in die nächste Auszeit. Uhlemann durchschlug schließlich den gordischen Knoten von jenseits des Perimeters und verkürzte. Mit einem erbarmungslosen und erfolgreichen Dreipunktespiel legte Scott nach Drive nach (35:38, 17.). Mit fünf Punkten in Serie war es schließlich Uhlemann, der die Führung zurückeroberte (42:41, 19.). In die Kabine ging es ausgeglichen mit 44:44.

Die Hausherren fanden besser zurück in die Partie und führten nach Zählern von Hartmann mit 55:49 (23.). Als es Lukas Zerner kurz danach per Dunk einschlagen ließ, gingen die Mittelhessen in die nächste Auszeit. Die Gäste blieben am Drücker und glichen durch einen Layup von Scott wieder aus (59:59, 27.). Nach Zählern durch Uhlemann platzte schließlich auch bei Lischka der Knoten, der auf 63:59 stellte. Der Kapitän legte vier weitere Punkte nach. Ins Schlussviertel ging es mit einem knappem 71:66-Vorsprung. Mit langen Schritten legte Lischka zum zwischenzeitlichen 74:68 ab (32.). Bayern hielt zwar wacker dagegen. Als es Uhlemann aber erneut von außen einschlagen ließ, gingen die Gastgeber in die nächste Auszeit (80:72, 34.). Gegen sich wieder heranrobbende Münchener wehrte sich Scott via Jumper (82:75, 36.). Jonas Sauer brachte seine Farben mit fünf Punkten in Folge zurück in Schlagdistanz. Bayern kämpfte verbissen. Hartmann hatte in der Schlussminute den Führungswechsel auf der Hand, vergab aber, wodurch Gießen bei 19 Sekunden Restspielzeit in eine letzte Timeout ging (85:83). Die Roten foulten taktisch, bei den Rackelos hielten aber die Nerven, weshalb man mit 88:83 nach Hause fuhr.

Patrick Unger (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Am Ende haben wir dem Druck Stand gehalten. Wir haben in der zweiten Halbzeit deutlich besser verteidigt als in der ersten, als wir gefühlt noch im Bus saßen. Aber Sieg ist Sieg. Jetzt haben wir das Finale, das wir wollten. Die Jungs würden sich über Unterstützung in Hanau von den Rängen sehr freuen!“

23.03.2022 19:00 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. Dragons Rhöndorf 89:79

Fahrig war der Auftakt für die Kangaroos in die Partie. Und das nutzten die Gäste aus Rhöndorf mit viel Energie konsequent, behaupteten angeführt von Oshane Drews, Ralph Hounnou und Nicolas Buchholz bis Mitte des ersten Viertels einen kleinen Vorsprung. Erst Kangaroos-Kapitän Joshua Dahmen gelang der erste Ausgleich (12:12, 6.), ehe die Drachen aus Bad Honnef wieder in Front gingen. Tidjan Keita gelang noch zwei Mal der Ausgleich (16:16, 7.; 22:22, 10.), in die erste Viertelpause gingen jedoch die Gäste mit einem Vier-Punkte-Polster (26:22, 10.). Im zweiten Viertel brachten die Kangaroos dann deutlich mehr Power aufs Feld. Ruben Dahmen, Moritz Hübner und Emil Loch verkürzten den Rückstand (27:30, 13.). Nur kippen wollte die Partie noch nicht. Benjamin Dizdar war es schließlich, der per Korbleger die erste Kangaroos-Führung aufs Scoreboard brachte (37:36, 16.). Toni Prostran legte von der Freiwurflinie nach – unter anderem mit einem spektakulären Vierpunkt-Spiel (44:40, 18.). Moritz Hübner ließ zwei weitere Dreier folgen – und die Hausherren setzten sich leicht ab (50:42, 19.). Einziges Manko: Die Arbeit am defensiven Brett war ausbaufähig. Nur neun Rebounds sammelten die Gastgeber in den ersten 20 Minuten. Im Gegenzug ließen sie elf Offensiv-Rebounds der Dragons zu, die daraus allerdings kein Kapital schlagen konnten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm die Intensität auf beiden Seiten zu. Und vorerst wirkte es, als kämen die Gäste mit mehr Elan aus der Kabine. Paul Albrecht, der Mitte des dritten Viertels sein Double-Double komplettierte, brachte Rhöndorf wieder auf zwei Zähler heran (54:56, 24.). Doch die Antwort der Kangaroos folgte umgehend. Und mit Nachdruck: Erst nagelte Tidjan Keita einen Korbleger-Versuch von Ralph Hounnou ans Brett – und ließ es anschließend auf der Gegenseite per Dunking krachen. Benjamin Dizdar und Toni Prostran ließen daraufhin Dreier regnen – und schon waren die Kangaroos wieder auf zehn Zähler enteilt (66:56, 27.). Moritz Hübner, Toni Prostran und der bärenstarke Tidjan Keita (Effektivität 40), der zehn seiner elf Würfe traf, besorgten bis zum Viertelende ein solides Polster für die Waldstadt-Korbjäger (73:59, 30.). Im finalen Viertel kämpften die Dragons zwar, konnten die Kangaroos aber nicht mehr ernsthaft gefährden. Jeden Vorstoß der Gäste konterten die Gastgeber. Und so konnte Headcoach Dennis Shirvan allen seinen Schützlingen Spielzeit ermöglichen, sodass auch Linus Trettin einige Minuten auf dem Feld stand. Den Schlusspunkt dieser intensiven Partie setzte Emil Loch, der per Dreier zum Endstand traf.

Dennis Shirvan, Headcoach Iserlohn Kangaroos: „Ich bin megafroh mit dem, was wir gemacht haben und hatte nicht das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren könnten, auch wenn wir eher schleppend ins Spiel gefunden haben. Im ersten Viertel konnten wir die Energie, die Rhöndorf aufs Feld gebracht hat, nicht matchen. Aber: Wir sind mit jeder Minute besser ins Spiel und ins Rollen gekommen. In den letzten Spielen zeigt sich, dass wir mehr und mehr unsere Souveränität zurückgewinnen. Und der Zeitpunkt dafür könnte so kurz vor den Playoffs kaum günstiger sein. Jetzt bereiten wir uns auf Hamburg vor, danach haben wir erstmal wieder ganz “normale” Wochen. Und darauf freuen wir uns nach diesen intensiven Tagen sehr.“

Vorberichte Nachholspiele ProB Nord/ProB Süd

22.03.2022 19:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos

Bayern II verlor zuletzt gegen Coburg und hält auf dem letzten Platz der Südstaffel die rote Laterne in der Hand. In Bayern zu siegen wäre für GIESSEN doppelt wertvoll: Für die Playdowns würde man sich so bereits einen Puffer von zehn Punkten gegenüber Karlsruhe erkämpfen. Zudem ist die Playoffteilnahme nur möglich, wenn beide Auswärtspartien mit Siegen enden. Im Dreiervergleich mit Coburg und Frankfurt, die ihr Schicksal jetzt nicht mehr selbst in der Hand haben, käme man im Bestfall auf Rang 8 ins Ziel und träfe in den Playoffs auf Münster.

Doch zunächst müssen bei München II die Hausaufgaben erledigt werden. Die Isarstädter spielen als Farmteam ein klassisches Übergangsjahr und sind traditionell sehr jung aufgestellt. Erst drei Siege stehen auf der Habenseite. Zuletzt gingen drei Spiele in Folge verloren. Beste Punktesammler sind Jason George und Joshua Obiesie, die jedoch in der Hauptsache bereits im Leibchen der bayerischen Bundesligabasketballer auf Korbjagd gehen. George hat erst ein Spiel für München II absolviert, Obiesie immerhin sieben. Dahinter klafft eine große Punktelücke. Ivan Kharchenkov ist der einzige Akteur, der mit 12.1 Zählern noch zweistellig punktet. Der 15-jährige Russe ist ein Ausnahmetalent und entspringt der Bayern-Jugend.

Gewinnt München, so glückt dies über die Defensive. Die Depant GIESSEN 46ers Rackelos müssen das bayerische Bollwerk knacken. Dann hat man im Entscheidungsspiel gegen Hanau das Schicksal plötzlich wieder in der eigenen Hand. Patrick Unger (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Sie spielen viel im Pick-and-Roll. Wir müssen gucken, wen wir mit an Bord haben. Aber es gilt das gleiche Konzept wie gegen Frankfurt. Wir müssen einfach alles raushauen. Egal was jetzt kommt, wir müssen Spiele gewinnen. Alle Punkte zählen.“

23.03.2022 19:00 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. Dragons Rhöndorf

Obwohl die Ausgangslage klar scheint, wird ein hart umkämpftes Spiel erwartet. Die Schützlinge von Dennis Shirvan kämpfen um die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs, während für Rhöndorf mit Blick auf die Playdowns und im Kampf gegen den Abstieg jeder Sieg zählt. In der ersten Begegnung Anfang Dezember, konnten die Kangaroos mit einer starken Einstellung die enge Partie in den Schlussminuten drehen. Das Spiel am Menzenberg endete in einem 86:79-Sieg der Waldstadt-Basketballer. 

Im Vergleich zum Hinspiel haben die Rhöndorfer aber ein neues Gesicht. Mit Viktor Frankl-Maus (9,5 Punkte, 5,0 Assists) ist ein erfahrener Aufbauspieler nach Rhöndorf zurückgekehrt. Und mit Center Marcelo Deschamps Rabelo Rüdiger wurde ein Big Man nachverpflichtet. Routinier Paul Albrecht spielt in 2022 recht frei auf und überzeugt durch 11,2 Punkte und 7,5 Rebounds im Schnitt.

Dass die Dragons Talent haben, stand schon vor dem ersten Aufeinandertreffen fest. Dass sich dieses Talent entwickeln würde, ebenso. Dass es dann jetzt dennoch in die Playdowns gehen wird, ist bitter. Aber Fakt. „Auch wenn die Dragons in die Playdowns gehen, werden sie versuchen, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen. Auch wenn sie nicht mehr den Druck haben, der in den vergangenen Wochen noch vorhanden war. Trotzdem zählt für Rhöndorf im Hinblick auf die Playdowns jeder Sieg“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan vor dem Nachholspiel. 

Aber auch die Kangaroos wollen sich weiter auf die Playoffs einstimmen, Rhythmus finden und Fahrt aufnehmen: „Klar, nach dem Playoff-Einzug ist eine große Last von unseren Schultern gefallen. Aber wir sind noch nicht am Ziel und wollen die bestmöglichen Ausgangslage für die Post-Season schaffen“, so Shirvan. Das heißt: Im Idealfall feiern die Kangaroos in dieser Woche zwei Heimsiege gegen Rhöndorf und den ETV Hamburg – und gehen als Tabellensiebter der Nordstaffel in die Playoffs. „Wir haben noch zwei Spiele, zwei Chancen auf Siege – und ziehen auf jeden Fall durch und nicht zurück“, so Shirvan.

Nachberichte ProB Nord 22. Spieltag

19.03.2022 19:30 Uhr Dragons Rhöndorf vs. SC Rist Wedel 74:85

Nach der schmerzenden Niederlage in Hamburg waren die Dragons auf Wiedergutmachung aus und starteten mit einem sicheren Wurf von Downtown durch Nicolas Buchholz direkt mit einem Erfolgserlebnis in die Partie. Es entwickelte sich eine spannende und enge Anfangsphase, in der die Gäste aus dem hohen Norden immer wieder die passenden Antworten auf die Korberfolge der Hausherren hatten. Erst durch zwei 3er durch die stark aufspielenden Martin Jelic und Hendrik Drescher gelang es dem SC Rist Wedel sich erstmals leicht abzusetzen. (11:16) Ein Tip-In durch Marek Mboya Kotieno besiegelte das erste Viertel, welches mit 19:24 an die grün-gelben Korbjäger des SC ging. Auch im zweiten Viertel waren es vor allem die Schützen Drescher und Jelic, die 3er um 3er im Drachen-Korb versenkten und die Dragons konstant auf Abstand hielten. Zwar stemmten sich die Hausherren unter der Führung ihres Capitanos immer wieder mit Macht dem Momentum der Gäste entgegen, doch ein 38:47-Halbzeitstand spiegelte das Geschehen auf dem Feld absolut wieder.

Nach dem Pausentee kamen die Dragons aktiver zurück aufs Parkett und legten vor allem in der Defense merklich eine Schippe drauf. Wie ein roter Faden zogen sich jedoch die eigenen Fehler in der Offense weiterhin durch die Partie. Immer wieder wurden die letztlich falschen Entscheidungen getroffen und wichtige Punkte liegengelassen. Die Wedeler wussten dies zu nutzen und setzten sich zwischenzeitlich 52:66 ab, was auch den Spielstand vor den finalen 10 Minuten darstellen sollte. Dort keimte zunächst nach einem gelungenen Start und schnellen 5 Punkten wieder Hoffnung auf das Comeback auf, doch wichtige Punkte durch US-Boy Jordan Walker und Martin Jelic ließen das Drachen-Momentum wieder kippen und stellten die Weichen auf Heim-Niederlage, sehr zur Enttäuschung der wieder lautstark anfeuernden Drachen-Fangemeinde. Ein Fastbreak-Dunk durch Oshane Drews markierte letztlich den Endstand zur verdienten 74:85-Heimniederlage. Vor allem in Sachen Wurfquote waren die Gäste des SC Rist Wedel wesentlich stabiler an diesem Basketball-Abend unterwegs und verwandelten mehr als solide 41% ihrer Würfe von jenseits der 6,75-Meterlinie. Lediglich in Sachen Rebounds hatten die Dragons im statistischen Duell die Nase vorn.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an Wedel, die in den entscheidenden Situationen immer etwas handlungsschneller waren als wir und hier einen souveränen Auftritt hingelegt haben. Unsere Jungs haben eine gute Reaktion auf das Spiel in Hamburg gezeigt und mit viel Einsatz agiert, so wie wir es eingefordert haben. Jetzt gilt es sich für die Playdowns zu fokussieren. Das Risiko in die Abstiegsrunde zu müssen war immer da und uns bewusst und wir werden jetzt gemeinsam als Team weiterhin alles geben um den Klassenerhalt so schnell es geht zu schaffen.“

19.03.2022 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. BSW Sixers 88:80

Tidjan Keita mit einem And-One inklusive verwandeltem Freiwurf und Joshua Dahmen aus der Distanz brachten die Kangaroos schnell mit 6:0 in Führung (1.). Und es dauerte bis zur dritten Minute, ehe sich die Gäste aus Sandersdorf durch Lukas Kazlauskas erstmals auf der Anzeigetafel verewigen konnten. Die Gastgeber waren fokussiert – und gingen in der Defense mit vollem Einsatz zur Sache. Auch für den nächsten kleinen Zwischenspurt der Hausherren zeichneten Joshua Dahmen, mit seinem zweiten Dreier, und Tidjan Keita mit einem krachenden Dunking verantwortlich (11:7, 5.). Der Kapitän besorgte dann in Kooperation mit Moritz Hübner die höchste Führung der noch jungen Partie (16:9, 6.). Doch die BSW Sixers waren nicht mit der Intention nach Iserlohn gekommen, sich von Beginn an kampflos zu ergeben. Im Gegenteil. Sie schlugen zurück. Kazlauskas, der am Samstagabend aus dem Feld ohne Fehlwurf blieb, Evans Rapieque und Frederik Rungby brachten nun ihre Farben erstmals in Front (19:18, 8.). Das jedoch korrigierten die Kangaroos bis zum Ende des ersten Viertels und gingen mit einer knappen 22:21-Führung in die erste kleine Pause. Bis zum 26:26 (13.) blieb die Partie ausgeglichen. Ruben Dahmen und Moritz Hübner bescherten ihrem Team jedoch wieder ein kleinen Vorteil (30:26, 14.). Und bis zur Pause gaben sie diesen Vorteil auch nicht mehr aus der Hand. Auch, weil Moritz Schneider aus der Distanz traf – und Jonas Buss zwei Freiwürfe sicher verwandelte.

Doch immer, wenn es so wirkte, als könnten sich die Kangaroos absetzen, durchkreuzten die Gäste diesen Plan. Spätestens zur großen Pause stand fest: In der Matthias-Grothe-Halle wird erneut ein Krimi gedreht (43:40, 20.). Denn auch im dritten Viertel konnte sich keine der beiden Mannschaften vorentscheidende Vorteile erspielen. Zwar legten die Kangaroos vor, zogen durch einen Dreier von Toni Prostran auf 57:49 (24.) davon. Aber die Sixers schlugen zurück. Bis zum Ende des dritten Viertels drehten sie angeführt von Vincent John Friederici die Partie und gingen ihrerseits mit einem Drei-Punkte-Pölsterchen (62:59, 30.) in den Schlussabschnitt.

Jetzt wurde es kribbelig. Das Momentum lag auf Seiten der Gäste. Und zwischenzeitlich zogen sie auf acht Zähler davon (75:67, 35.). Aber: Die Kangaroos kämpften. Fuhren ihre Intensität in der Defense noch einmal hoch. Joshua Dahmen, Tidjan Keita und Moritz Hübner egalisierten den Rückstand (76:76, 38.), ehe Toni Prostran einen ganz wichtigen Dreier durch die Reuse jagte (79:76, 38.). Die Atmosphäre in der Matthias-Grothe-Halle knisterte. Und mit einem 9:0-Lauf brachten Prostran und Keita ihre Farben im Schlussspurt sogar noch nahe an den Gewinn des direkten Vergleichs. Doch Lukas Kazlauskas beendete diesen kurzen Kangaroos-Traum mit zwei sicher verwandelten Freiwürfen 6,8 Sekunden vor dem Ende. 

Dennis Shirvan, Headcoach Iserlohn Kangaroos: „Der Druck, den wir vor diesem Spiel gespürt haben, war enorm. Entsprechend zufrieden bin ich, dass wir diesem Druck Stand gehalten haben. Im Spiel selbst gab es zwei, drei Situationen, in denen das Spiel zu unseren Ungunsten hätte kippen können. Aber wir sind stabil geblieben, haben füreinander gelitten und uns am Ende für unseren Aufwand belohnt. Entsprechend groß war die Last, die den Jungs nach dem Spiel von den Schultern gefallen ist. Es war absolute Playoff-Atmosphäre in der Halle – und das Spiel hat diese Intensität von den Rängen auf dem Feld definitiv gematched. Jetzt schlafen wir uns alle einmal aus – und dann bereiten wir uns auf das Spiel am Mittwoch gegen Rhöndorf vor.“

19.03.2022 19:30 Uhr LOK BERNAU vs. TKS 49ers 67:62

Das Brandenburg-Derby gegen die TKS 49ers lockte wieder etliche Basketballfans in die Erich-Wünsch-Halle. Beide Fanlager sorgten dabei am Samstag für lautstarke Stimmung, obwohl die Bernauer Anhänger anfangs wenig zu jubeln hatten. Das LOK-Team kassierte direkt zu Spielbeginn einen 7:0-Lauf und kam nur schwer in die Gänge. Dem Rückstand lief man fortan hinterher und musste die Gäste aus Stahnsdorf Mitte des zweiten Viertels sogar auf 16 Punkte davon ziehen lassen (17:33). Gegen das physische Spiel der 49ers hatte Bernau große Probleme, die eigenen Chancen zu verwerten. Dennoch hielt LOK das Tempo hoch und konnte sich durch eine Punkteserie von Malte Delow zur Halbzeit auf 30:40 heranpirschen.

Der Abstand blieb nach der Pause konstant. In der Defensive hatte sich Bernau nun stabilisiert und bot dem Tabellensechsten einen Kampf auf Augenhöhe. Offensiv hatte man gegen die Abwehr der TKS 49ers aber weiter Probleme und zehrte von vielen Freiwürfen. Allerdings reichte das nicht, um den Abstand ernsthaft zu verkürzen. Das Bernauer Team blieb aber auch im Schlussviertel geduldig. Defensiv gelang eine weitere Steigerung, während Jonathon Mines und Rikus Schulte den Rückstand schrumpfen ließen. Zwei Minuten vor dem Ende hallte dann der erste Jubelsturm durch die Halle, als Gian Aydinoglu per Dreier zur ersten Bernauer Führung des Abends traf (61:60). Max Rockmann legte mit zwei verwandelten Freiwürfen nach. Ein weiterer Dreier von Rikus Schulte sorgte 20 Sekunden vor Schluss für die umjubelte Vorentscheidung. Am Ende bezwang LOK BERNAU die Stahnsdorfer mit 67:62. Eine Rangelei nach der Schlusssirene trübte allerdings die Siegesfreude.

LOK-Coach René Schilling: „Nach dem schwierigen Start in das Spiel, haben wir trotz des Rückstandes immer unsere Chance und den Sieg geglaubt. Großes Lob an mein Team. Wir haben das Tempo durchweg hochgehalten, sodass Stahndsdorf am Ende die Kraft ausgegangen ist. Das waren wichtige Punkte, die wir mit in die Playdowns nehmen können.“

19.03.2022 19:30 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. RheinStars Köln 81:70

Früh in der Partie zeigten die Hausherren ihre Ambitionen auf und lagen nach fünf Minuten bereits mit 15:7 in Führung. Offensiv fanden die Gastgeber um Headcoach Florian Flabb gut in den Rhythmus, auch dank wichtiger Dreier von Mannschaftskapitän Andrius Mikutis im ersten Viertel (29:19). Ebenfalls erfolgreich aus der Distanz zeigten sich Booker Coplin (19 Punkte) und Mark Gebhardt (12 Punkte), die zum Start ins zweite Viertel aus der Distanz einnetzten. Dieses gestaltete sich mittlerweile deutlich ausgeglichener. Köln biss sich in dieses Derby rein und konnte durch den überragenden Point Guard Vincent Golson Jr., der am Ende mit 31 Punkten zum besten Scorer der Rheinstars wurde, den Punktestand weiterhin offen gestalten. Mit einer 48:38-Führung für die ART Giants ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel konnte man einen weiterhin gelassenen Düsseldorfer Headcoach an der Seitenlinie wahrnehmen, der merkte, dass seine Mannschaft die Partie weiterhin kontrollierte (55:42). Mikutis netzte abermals einen Dreier von weit außen ein und ließ die rund 450 Zuschauer in der Comenius-Halle, bis auf die etwa 30 Fans aus Köln, jubeln. Als die Gäste ihre Verteidigung dann aber umstellten, taten sich die Giganten zunehmend schwer im eigenen Ballvortrag und vor allem im Korbabschluss. Köln nutzte diese Phase, um weiter zu verkürzen, weshalb Flabb beim 58:53 schnell mit einer Auszeit reagierte. Der Vorsprung schrumpfte kurz vor dem Viertelende dahin, weil man sich auf Seiten der ART Giants leichtsinnige Ballverluste erlaubte (61:55).

Zum Start ins Schlussviertel war dann gleich wieder der litauische Scharfschütze Mikutis zur Stelle, der mit einem weiteren Distanztreffer ein wichtiges Zeichen setzte, auch an seine Teamkollegen, dass man die Konzentration weiter hochhalten müsse. Diese Energie nahmen die Hausherren dann auch mit. Erst haute Lennart Boner einen starken Block gegen Ex-Nationalspieler Andrej Mangold raus, im direkten Gegenzug vollendete Mikutis, wie hätte es auch anders sein sollen, den Fastbreak wieder mal mit einem erfolgreichen Dreier (69:57). Am Ende wurde der Litauer mit 28 Punkten erfolgreichster Werfer bei den Giganten und netzte dabei stolze neun Dreier ein. Als die ART Giants rund zwei Minuten vor Spielende auf eine 13-Punkte-Führung blicken konnten, war die Geschichte um dieses Spiel geschrieben (81:70).

Florian Flabb (Headcoach): „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Es hat sich wirklich gezeigt, dass wir ein Team haben, das zusammenhält und über die Saison gewachsen ist. Wir haben eine wahnsinnige Rückrunde gespielt mit zehn Siegen und sind super froh über den dritten Tabellenplatz. Köln hat uns heute mit ihrer aggressiven Defense sehr weh getan, in einigen Phasen kam unsere Offensive ins Stocken. Es war das erwartet schwere Derby, wir sind aber froh den Sieg in Düsseldorf behalten zu haben. Unseren Weg wollen wir jetzt in den Playoffs weitergehen, auch mit dem tollen Support der Fans in der Halle.“

19.03.2022 19:30 Uhr ETV Hamburg vs. WWU Baskets Münster 71:111

WWU-Baskets-Coach Harmsen begann mit Jasper Günther, Ryan Richmond, Stefan Weß, Thomas Reuter und Helge Wezorke. Letzterer besorgte die 5:0-Führung, brachte ebenso die zwei Zähler zum 9:4 (3.) im Münsteraner Korb unter. Rijad Avdic gelang ein Dreipunktspiel zum 12:6 (4.). Die Münsteraner ließen in der Folgezeit in der Aufmerksamkeit nach, gestatten Mubarak Salami zu viele Freiwürfe. In nur eineinhalb Minuten verkürzte der Liga-Topscorer mit nacheinander sieben von acht Versuchen von der Linie (14:17, 6.). Münster korrigierte die kleine Schwächeperiode sofort mit einem schnellen 8:0-Lauf über zwei Dreier von Cosmo Grühn und Oliver Pahnke sowie Hänig-Korbleger (14:25, 7.). Nach dem ersten Viertel lagen die WWU Baskets 34:20 in Front.

Das Harmsen-Team blieb nun offensiv top eingestellt im Fluss, hielt die Energie in der Defensive hoch. Oliver Pahnke stach in dieser als „Stoppschild“ an diesem Abend heraus. Zwar konnten die Hamburger mit fünf Zählern in Folge den Abstand zunächst verringern (25:37, 23.), mussten dann aber einen 13:0-Lauf der Münsteraner schlucken. Die 50:25-Gästeführung (26.) war die frühe Vorentscheidung im ungleichen Duell. Insbesondere Rijad Avdic sprühte vor Spielfreude, besorgte allein elf Zähler dieses Zwischenspurts per Dunking, aus der Distanz oder per Freiwürfe. Der Tabellenführer baute die Führung weiter aus – 64:30 nach der ersten Halbzeit.

Aus der Kabine kommend starteten die Uni-Städter gut, ließen dann die Zügel etwas schleifen. Der Gastgeber hielt jetzt mit, drückte Münsters Vorsprung unter 30 Punkte (76:48, 26.). Nach Auszeit Björn Harmsens streuten Stefan Weß und Ryan Richmond einen 7:0-Lauf ein (83:48, 27.). Der Nordmeister ließ anschließend einige Chancen ungenutzt. Erst Jasper Günther und Thomas Reuter gestalteten das Viertel mit vier Zählern am Ende knapp, das 24:21 an den ETV ging. Ins Schlussviertel starteten die WWU Baskets wieder fokussierter und mit 7:0-Lauf. Münsters formstarker Topscorer Cosmo Grühn (22 Punkte) hatte fünf Zähler beigesteuert. Mit Blick auf die Playoffs testete das Team von Björn Harmsen offensiv nun einige Varianten erfolgreich, der Vorsprung wuchs bis zur Schlusssirene mit letzten Zählern von Stefan Weß auf 40 Punkte an. Rijad Avdic hatte zum 111:71-Endstand ein Double Double beigetragen (19 Punkte, 10 Rebounds).

„Münster ist einfach eine andere Kategorie als wir. Die Baskets haben von Anfang ihre Klasse gezeigt und nie einen echten Bruch im Spiel gehabt. Wir müssen diese Partie schnell abhaken und uns auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren“, kommentierte ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay die 40 effektiven Spielminuten.

19.03.2022 19:30 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. EN BASKETS Schwelm 97:73

Für die EN BASKETS Schwelm entwickelte sich nach dem tollen Sieg gegen die LOK BERNAU eher eine schwierige Woche. Verletzungen und Krankheiten erwischte das Team von Head-Coach Falk Möller gleich mehrfach und führte dazu, dass Rupert Hennen und Marco Hollersbacher gegen die SBB Baskets Wolmirstedt nicht antreten konnten. Ob beide zum Playoff-Auftakt in zwei Wochen wieder fit sein werden, ist ebenfalls noch nicht ganz sicher.

Die Verletzungen der beiden Startkräfte haben sich als etwas schwerwiegender herausgestellt und können dem eigentlich positiven Trend der letzten Monate einen herben Dämpfer geben. Folglich führte das dazu, dass Falk Möllers Team geschwächt gegen die SBB Baskets antrat aber trotz der Situation eine einigermaßen ordentliche Leistung abrufen. Die Wolmirstedter liefen weitestgehend mit dem vollen Kader auf und waren auf allen Positionen gleich doppelt gut besetzt. Die etwas veränderte Starting-Five der EN BASKETS mit Burns, Nortmann, Oldham, Lang und Khartchenkov ging als erstes auf das Parkett und konnte in den ersten Minuten des Spiels nur zusehen, wie die Hausherren ihr Spiel aufzogen und mit guter Quote von jenseits der Dreierlinie gefährlich waren. Mit 22:6 führten die SBB-Basketballer als Falk Möller bereits seine zweite Auszeit nahm, um seinen Kader wachzurütteln. Die Blau-Gelben wirkten anschließend entschlossener in der Offensive, vernachlässigten aber die Defensiv-Rebounds sträflich. Mit 25:13 endete das 1.Viertel dann schließlich mit der verdienten Führung für die Wolmirstedter

Der 2.Abschnitt entwickelte sich deutlich ausgeglichener. Die EN BASKETS stellten auf eine Ball-Raum-Defense um, was den Gastgebern nicht schmeckte. Zwar konnte das Team um Kapitän Khartchenkov  immer häufiger schwere Würfe ihrer Gegner erzwingen. Doch wieder waren es die Abpraller, welche bei den Wolmirstedtern landeten. Entsprechend war es eine Frage der Zeit, bis die SBB BASKETS dann doch den Korb trafen. Dennoch konnten die Blau-Gelben einen recht deutlichen Rückstand etwas ansehnlicher gestalten und auf unter 10 Zähler bis zur Halbzeitpause herankommen.

Auch zu Beginn des 3.Viertels konnte der Tabellenfünfte der ProB Nord ein paar Akzente setzen und auf 50:47 aufschließen. Wolmirstedt nahm eine Auszeit und Coach Eiko Potthast fand die richtigen Worte, um aus seinem Team die entsprechende Leistung herauszukitzeln. In kurzer Zeit legten die SBB Baskets einen entscheidenden Run hin und zogen auf 20 Punkte davon. Auch im letzten Abschnitt konnten die EN BASKETS nichts mehr entgegensetzen und verloren letztendlich mit 97:73 gegen den Tabellenzweiten.