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Erstes Zwischenfazit zum aktuellen Stand der Saisonvorbereitung von Björn Harmsen

Seit vierzehn Tagen sind die WWU Baskets wieder im harten Trainingseinsatz – am Samstag absolvierten die Münsteraner ein internes Testspiel im Rahmen der fordernden Vorbereitung. Regionalligist Hertener Löwen sagte den anberaumten ersten Test ab. Zufrieden zeigte sich Headcoach Björn Harmsen bis hierhin: „Die Jungs haben sehr, sehr gut mitgemacht. Sie hängen sich rein, die neuen Sachen jetzt umzusetzen.“

Los ging es für die WWU Baskets in der ersten Trainingswoche mit intensiven Einheiten für die konditionellen Fähigkeiten. „In der zweiten Woche arbeiten wir viel an Taktik“, weiß Björn Harmsen um die neuen Herausforderungen seiner Akteure, die unbedingt geübt werden müssen. „Das ist jetzt viel Input.“ Der neue Headcoach hat klare taktische Vorstellungen. Thomas Reuter lernte diese schon im B-Lizenz-Trainerlehrgang des Deutschen Basketball Bundes (DBB) vom Referenten Björn Harmsen vor Vorbereitungsbeginn kennen, stufte sie als sehr interessant ein (zum Extra-Bericht). „Ich habe auch mal ein Video gezeigt, was ich gerne hätte, wie es aussehen sollte“, so der 38-jährige Harmsen. Der Neu-Münsteraner hat sich bestens in der Stadt eingelebt, erste Laufstrecken für sich entdeckt.

Zwei Wochen kennt Björn Harmsen seine neuen Schützlinge jetzt und ist von ihnen angetan: „Gute Charaktere. Die Atmosphäre ist super.“ In der Verteidigung sei sein Team schon relativ weit. „Dass wir in der Defensive aggressiv verteidigen, war sehr wichtig“, betont der Headcoach. Ebenso, „dass wir in der Offensive eine gute Raumaufteilung haben und dadurch den Ball ganz gut laufen lassen können.“

Fünf Spielzüge haben die WWU Baskets bisher einstudiert. Athletiktrainer Maik Berger nahm jeden Spieler bei Schnelligkeitstests genauer unter die Lupe. Aus dem Jugend-Leistungsprogramm des Clubs hat Harmsen Joshua Sievers, der zu den 20 besten Spielern der U16 des DBB gehört, und Paul Viefhues in den Kader genommen. Beide fühlen sich gut im Team aufgehoben.

Eine Herausforderung ist momentan die Trainingssituation. „Vormittags müssen wir viel rotieren, jetzt ist die Schule wieder gestartet im Pascal. Da können wir jetzt gerade nicht rein. Berg Fidel geht auch noch nicht. Uni-Halle ist auch viel besetzt. Es ist gerade Improvisation, aber irgendwie kriegen wir das hin“, so Harmsen, der den langjährigen Teambetreuer Marco Lenz lobt: „Marco reißt sich ein Bein aus, um immer alles von Halle zu Halle mitzunehmen. Da ist viel Rotation dabei.“
Quelle: WWU Baskets Münster

Der doppelte Reuter: von der Theorie zur Praxis

Als Thomas Reuter im vergangenen Jahr vom ProA-Ligisten Paderborn nach Münster wechselte, war sein Verbleib bei den WWU Baskets von vornherein an sein Referendariat als angehender Gymnasiallehrer gebunden. Das hat er nach erfolgreichem Masterstudium an der WWU Münster im Mai am Gymnasium Wolbeck begonnen. Von der Theorie zur Praxis: Das gilt auch für seine frisch erworbene B-Trainerlizenz. Einer der Referenten war kein geringerer als sein neuer Headcoach bei den WWU Baskets Björn Harmsen.

Am Ende der Trainingseinheit am Donnerstagabend war Thomas Reuter sichtlich geschlaucht, aber zufrieden. „Mein Eindruck von unserer jetzigen Truppe und dem neuen Trainer ist sehr gut“, so der 29-Jährige mit seinem Zwischenfazit der fordernden Saisonvorbereitung. Den neuen WWU-Baskets-Coach Björn Harmsen und seine Basketball-Philosophie kennt Thomas Reuter bereits. Kurz vor dem Trainingsauftakt „habe ich Björn auch schon im Trainerlehrgang kennengelernt. Unter ihm habe ich meine B-Trainerlizenz gemacht. Da war er Referent und ich habe seine Philosophie schon ein bisschen kennengelernt. Das war sehr interessant, auch die ganzen theoretischen Teile, wie er das Spiel sieht, was ihm wichtig ist.“

Und so geht der Small Forward bestens vorbereitet in die taktisch anspruchsvollen Einheiten. „Ich wusste was auf uns zukommt. Für mich ist natürlich wunderbar, im Trainerlehrgang die Theorie gehört zu haben und das jetzt in der Praxis auch umzusetzen“, so Reuter. Björn Harmsen habe verschiedene Ansätze, „auch ein bisschen unkonventionell“.

Ein Beispiel beschreibt Thomas Reuter: „Wir sind viel darauf fokussiert, dass man gegnerische Spieler zu ihren Schwächen bringt. Wir machen Sachen auch anders, als man die früher vielleicht kennengelernt hat. Einfach, um richtig die Schwächen des Gegners ausnutzen zu können.“ Sehr viel Druck übe man auch in der Verteidigung aus, „auch mit viel Risiko, aber trotzdem mit Plan“, so Trainer-Novize Thomas Reuter. „Ich finde das Training sehr interessant, sehr intensiv. Ich freue mich jetzt auf die ersten Spiele, das auch in die Praxis umzusetzen.“ Bleibt zu wünschen, dass sich seine Schüler im Gymnasium Wolbeck mindestens genauso freuen. Eben von der Theorie zur Praxis.

Thomas Reuter lernte das Basketballspielen bei seinem Heimatverein TuS Breckerfeld. In der Jugend wurde er mehrfach in die U16- und U18-Jugend-Nationalmannschaften berufen. 2010 startete er seine Profikarriere bei Brandt Hagen in der ersten Liga, spielte mit einer Doppellizenz hauptsächlich unter Philipp Kappenstein von 2010 bis 2012 beim BSV Wulfen in der ProB. Von 2012 bis 2014 verfeinerte Reuter sein Spiel bei den Eastern Eagles an der Eastern Washington University. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland spielte er in der ProB von 2014 bis 2017 für die Iserlohn Kangaroos, von 2017 bis 2019 für EN Baskets Schwelm und 2019 bis 2020 für die Uni Baskets Paderborn. Small Forward Thomas Reuter absolvierte 198 Spiele in der ProB, darunter 29 für die WWU Baskets, und 26 Spiele der ProA (zum Spielerprofil).

Quelle: WWU Baskets Münster

Kai Hänig bleibt bis Sommer 2022

Kai Hänig trägt noch ein weiteres Jahr das WWU-Baskets-Jersey mit der Nummer 10: Der Center hat seinen Vertrag beim ProB-Ligisten aus Münster bis Ende der Saison 2021/2022 verlängert. Nach Stefan Weß (zur Meldung) ist er der aktive Spieler mit den meisten Einsätzen für die WWU Baskets. 135 mal lief Kai Hänig in Pflichtspielen für die Uni-Städter in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und der 1. Regionalliga bisher auf.

Als er 2016 in die westfälische Universitätsstadt wechselte, ging dies für Kai Hänig einher mit einer Anstellung als Vollzeit-Projektmanager beim zur heutigen CONVOTIS GmbH gehörenden IT-Dienstleister xdot, einem Premiumpartner der WWU Baskets. Mit 33 Jahren hängt der Center eine weitere Saison ‒ seine sechste ‒ mit Doppelbelastung an. Somit werden die WWU Baskets seine längste Karrierestation. „Seine Präsenz auf dem Feld ist über jeden Zweifel erhaben. Seine Erfahrung wird uns, wenn die wichtigen Schlachten geschlagen werden, sehr helfen“, freut sich Manager Helge Stuckenholz über die erneute Zusage des Centers.

Denn der Abschied von Jan und Andrej König (zur Meldung) sowie Philipp Kappenstein (zur Meldung) hatte Kai Hänig zugesetzt. „Das ist für mich echt tough. Ich habe mit Jan und Andrej fünf Jahre zusammen gespielt und wir haben uns echt super verstanden auf und abseits des Feldes und natürlich viel erlebt. Als dann noch die Nachricht dazu kam, dass Philipp auch aufhört, brauchte ich erst mal ein paar Tage, um mir klar zu werden, ob ich weiterspielen will“, berichtet der Modellathlet freimütig.

Doch schon bald rückte Neugier auf den Umbruch und sein sportlicher Ehrgeiz in den Vordergrund. „Klar, der Weggang von Philipp ist echt schade. Von Björn erhoffe ich mir frischen Wind im Team. Es wird spannend, nach fünf Jahren mal ein komplett neues Playbook wieder zu laufen. Ich bin da sehr optimistisch, dass ich noch einiges von ihm lernen kann“, erklärt Hänig und fügt an: „Ich bleibe auch deshalb gerne, weil das Team letztes Jahr mal wieder richtig geil war, die Jungs und der Verein echt toll sind, und wir mit dem ProA-Aufstieg noch nicht fertig sind.“ Das große Ziel Meisterschaft stehe noch auf dem Zettel und „das ganze muss wieder mit den Fans bei den Spieltagen in Berg Fidel gefeiert werden. Ohne Zuschauer hat es einfach nicht so viel Spaß gemacht.“

Mit Freundin Juliët Lohuis vom Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart hat er einen Kurzurlaub auf Mykonos eingelegt, bevor der Center seiner Leidenschaft 3×3-Basketball in der Off-Season nachging. Wie gewohnt hat er sich mit der internationalen 3×3-Elite um einen Startplatz für ein Masters-Turnier der FIBA World Tour 2021 gemessen, jüngst in Düsseldorf und Hamburg. Dessen nicht genug, trainierte er in der Off-Season jeden Tag neben dem anspruchsvollen Beruf, um „gut vorbereitet und verletzungsfrei durch die Saison zu kommen“, so der 33-Jährige.

Kai Hänig lernte das Basketballspielen bei den Telekom Baskets Bonn, für die er bis zum 16. Lebensjahr spielte. Mit den Stationen in Wolverhampton (GB), Missouri Valley (USA), Dresden Titans und bei den heutigen EWE Baskets Juniors Oldenburg spielte er bislang 136 Partien in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, davon 81 für die WWU Baskets mit 247 erzielten Punkten und 289 Rebounds. (zum Spielerprofil).

Quelle: WWU Baskets Münster

WWU Baskets verpflichten kanadischen Guard Ryan Richmond

Weitere Premiere bei den WWU Baskets: Mit Ryan Richmond wird zur kommenden Saison erstmals ein Kanadier für den ProB-Ligisten auflaufen und gemeinsam mit Jasper Günther und Oliver Pahnke das Gespann auf den Guard-Positionen bei den Uni-Städtern bilden. Der 25-jährige Torontoer wechselt nach Pandemie-bedingter einjähriger Spielpause vom ungarischen Zweitligameister MAFC Budapest in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. „Ryan ist ein weltoffener junger Mann, der uns auf dem Feld die Kohlen aus dem Feuer holen kann und neben dem Feld mit seinem Wesen Freude bereiten wird“, beschreibt Manager Helge Stuckenholz die Vorzüge des zweiten Neuzugangs der WWU Baskets nach Andrew Onwuegbuzie (zur Meldung).

Ryan Richmond ist am Dienstag in Münster eingetroffen und erfüllt sich mit seinem Wechsel nach Münster einen großen Wunsch. „Nach einem Jahr Pause war es mir wichtig, eine Situation vorzufinden, die alles hat, um erfolgreich zu sein. Die WWU Baskets haben sich als genau diese Situation präsentiert“, so der 1,85 große Aufbauspieler. „Die WWU Baskets sind eine hoch angesehene Organisation und haben mir im Vorfeld in vielen guten Gesprächen das Gefühl gegeben, der richtige Standort zu sein. Zudem scheint Münster auch eine tolle Stadt für mein nächstes Jahr zu sein“, erklärt der Kanadier, der mit dem MAFC Budapest in der Saison 2019/2020 seine erste Profi-Saison absolvierte.

Ryan Richmond hatte zuvor von 2016 bis 2019 eine beeindruckende College-Karriere für die Bentley University gespielt, wurde 2019 zum NABC Coaches’ Division 2 All-American gekürt. In seinem letzten Jahr bei Bentley erzielte der Guard durchschnittlich 23,0 Punkte, 4,9 Rebounds und 3,6 Assists, bei einer Dreierquote von 40,0 %. Für seinen ersten Proficlub MAFC Budapest legte er durchschnittlich 20,7 Punkte, 5,9 Rebounds und 3,3 Assists auf, verbesserte seine Dreierquote auf 40,8 %.

Ein Mann der Zahlen ist Ryan Richmond auch neben dem Basketball. Aus Kanadas wichtigstem Handels- und Finanzzentrum Toronto stammend studierte er in Waltham (Nähe Boston) an der Bentley University, einer privaten Wirtschafts-Universität, Finanzwesen. 2019 erhielt er seinen Bachelor of Science in Finanzen, startete dann seine Profibasketballer-Karriere in Ungarn. „Basketball bedeutet mir viel. Er bringt mir die meiste Freude außerhalb meiner Familie und Freunden“, so der reflektierte 25-Jährige. „Er war mein größter Lehrer und machte mich durch viele Lektionen zu dem dem jungen Mann, der ich jetzt bin“, so Raymond weiter.

Mit 12 Jahren hat der Torontoer angefangen, Basketball zu spielen. Begonnen hatte sein Weg bei einem lokalen Team der Provinz Ontario. Angekommen ist er nun bei den WWU Baskets, verfolgt ehrgeizige Ziele für die Münsteraner: „Auf persönlicher Ebene ist es mein Ziel, der absolut Beste zu werden, der ich sein kann. Ich hoffe, meine Vielseitigkeit als Spieler unter Beweis stellen zu können und, was noch wichtiger ist, ein Leader zu sein. Ich hoffe, dass ich die Mannschaft auf und neben dem Platz positiv beeinflussen kann. Für das Team hoffe ich, dass wir gemeinsam ein besonderes Erlebnis schaffen können, und ich möchte nichts weniger als eine Meisterschaft.“

Quelle: WWU Baskets Münster

WWU Baskets binden Helge Baues

Die WWU Baskets haben einen ihrer Top-Dreier-Schützen der vergangenen Saison an sich gebunden. Power Forward Helge Baues wird auch in der kommenden Saison das Trikot des ProB-Ligisten tragen. Zudem verlängerte Baues seinen Vertrag als Innovator bei Hauptsponsor Fiducia & GAD IT AG.

Der 27-Jährige lieferte in der vergangenen Saison einige Highlight-Spiele. Unvergessen bleiben seine 14 Punkte am Stück für den spielentscheidenden Vorsprung beim Heimsieg gegen Köln. Für WWU-Baskets-Manager Helge Stuckenholz gab es weitere Gründe für die Weiterverpflichtung von Baues: „Helge war einer unser besten Dreier-Schützen in der letzten Saison, verfügt in Korbnähe über ein vielfältiges Arsenal an Moves und wird durch seine Erfahrung und einnehmendes Wesen ein sehr wichtiger Teil des Teams.“

Für den gebürtigen Celler gab es gleichfalls neben berufliche gute sportliche Gründe für seinen Verbleib in Münster: „Ich freue mich sehr, wieder Teil der WWU Baskets zu sein. Ich bin überzeugt, wir haben auch nach dem Umbruch eine sympathische und gute Mannschaft beisammen. Es fehlt nur noch das entscheidende Puzzleteil: Unsere Fans! Aber auch da bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir bald alle Basketball im Berg Fidel genießen können.“

Und eben diesen Basketball in Münster habe das Trio Philipp Kappenstein, Jan König und Andrej König geprägt, so Helge Baues zur zu Ende gegangenen Ära. „Mit Philipp, Jan und Andrej verabschieden sich leider drei Münsteraner Legenden. Sie haben alle dazu beigetragen, dass sich die WWU Baskets zu dem sympathischen und ambitionierten Verein entwickelt haben, der er jetzt ist. Mit der Leidenschaft von Philipp an der Seitenlinie, den Führungsqualitäten von Jan als Kapitän und Andrej als ‚Glue-Guy’, den jedes Team braucht“ habe das Trio zudem „sicher das eine oder andere Herz gewonnen“.

Den neuen Headcoach der WWU Baskets Björn Harmsen hat Helge Baues in seiner Karriere schon „kennengelernt“. „Meine ersten Begegnungen mit ihm waren ziemlich unangenehm, weil sein Team immer sehr aggressiv verteidigt hat. Deshalb freue ich mich umso mehr, dieses Mal auf der anderen Seite zu stehen“, so der 27-Jährige zu den Begegnungen mit seinen früheren Clubs Cuxhaven BasCats und Hamburg Towers jeweils in der ProA gegen Science City Jena. Bei den Thüringern war Harmsen insgesamt neun Jahre Headcoach.

In der Off-Season lässt Helge Baues den Basketball außen vor. „Ich gehe meinen anderen Hobbys nach, sehe Freunde und Familie. Kitesurfen mache ich schon länger, frisch erlernt habe ich das Paragliding. Neu entdeckt habe ich das Speckbrettspiel, das in Münster eine lange Tradition hat, außerhalb Münsters nahezu unbekannt ist“, so Baues, der in seine dritte Saison mit den WWU Baskets gehen wird.

Helge Baues lernte das Basketballspielen bei den Hannover Korbjägern, kam über das Nachwuchsprogramm der Eisbären Bremerhaven in den professionellen Basketball. Danach spielte er bislang 13 Partien in der easyCredit BBL, 90 Partien in der BARMER 2. Bundesliga ProA und 124 Partien in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, davon 50 für die WWU Baskets mit 306 erzielten Punkten. (zum Spielerprofil).

Quelle: WWU Baskets Münster

Stefan Weß „boxt“ sich weiter für die WWU Baskets durch

Er ist der aktive Spieler mit den meisten Einsätzen für die WWU Baskets. 146 Pflichtspiele hat Stefan Weß für die Uni-Städter in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und der 1. Regionalliga bis heute absolviert, zu seinen 727 in der ProB erzielten Punkten werden weitere hinzukommen. Der 27-jährige gebürtige Münsteraner hat seinen Vertrag verlängert.

„Neben Adam ist Stefan eine weitere Münsteraner Säule, der nach dem Weggang der beiden Könige (zur Meldung) mehr Verantwortung übernehmen wird“, so Manager Helge Stuckenholz zur Vertragsverlängerung des Small Forwards, der dem Jugend-Leistungsprgramm des UBC Münster entstammt. Nach Stationen bei den EWE Baskets Oldenburg und NINERS Chemnitz kehrte „Wessi“ 2017 zu seinem Heimatclub zurück, arbeitet inzwischen parallel an der WWU Münster an seinem Master of Science im englischsprachigen Studiengang Information Systems.

Ambitioniert blickt Stefan Weß auf die neue Saison: „Ich hoffe, dass wir in dieser Saison wieder vor unseren Fans spielen dürfen und den Aufstieg in einer voller Halle schaffen. Ich spiele weiterhin für die WWU Baskets, weil ich sehr gerne für meinen Heimatverein spiele und wir noch viel erreichen können.“ Seinen Ambitionen lässt er Taten folgen und geht neue Wege in der Off-Season. „Im Sommer übe ich viele verschiedene Sportarten aus. Besonders Tennis, Beachvolleyball und seit neuestem auch Boxen stehen auf dem Programm“, so der Small Forward. Die frühere mehrfache Hochschulmeisterin und heutige Boxtrainerin Matthilde Kappenstein nahm „Wessi“ im Fitness First, Partner der WWU Baskets, mächtig ran. „Boxen ist ein gutes Konditions- und Krafttraining. Mathilde hat mich sehr fit gehalten“, schwärmt Weß.

Wollte der 27-Jährige nach dem Playoff-Halbfinal-Aus in der vergangenen Saison den Basketball zunächst nicht mehr sehen, kehrte die Lust auf das Spielgerät und die neue Saison schon nach drei Wochen zurück „Ich bin seitdem auch häufig auf dem Freiplatz zum Basketballspielen“, so Weß. Vermissen wird er langjährige Weggefährten. „Die Abgänge sind schwer zu verkraften. Philipp, Jan, Andrej, Malcolm und Marck waren allesamt super Charaktere und Identifikationsfiguren für den Münsteraner Basketball. Philipp war ein wichtiger Faktor für mich damals für die Rückkehr nach Münster und Jan ist als Kapitän kaum zu ersetzen“, erklärt der Münsteraner.

Nach zehn Jahren und drei Stationen im Senioren- und Profibasketball verfügt Stefan Weß bereits über einige Erfahrung. Mit dem neuen Headcoach Björn Harmsen möchte er diese noch einmal erweitern: „Ich freue mich auf die große Erfahrung, die Björn als Proficoach mitbringt und bin gespannt drauf, von diesem Wissen zu profitieren.“

Stefan Weß lernte das Basketballspielen im Jugend-Leistungsprogramm des UBC Münster, für den er bis zum 16. Lebensjahr spielte. Danach spielte er bislang 37 Partien in der BARMER 2. Bundesliga ProA und 168 Partien in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, davon 80 für die WWU Baskets mit 727 erzielten Punkten. 2017 kehrte Stefan Weß nach Münster zurück. (zum Spielerprofil).

Quelle: WWU Baskets Münster

Erster Neuzugang: Andrew Onwuegbuzie kommt von der BG Göttingen

Premiere bei den WWU Baskets: Mit Andrew Onwuegbuzie wird zur kommenden Saison erstmals ein Spieler aus der easyCedit BBL das Trikot der Münsteraner tragen und den Ballvortrag verstärken. „Immer wenn ich über Münster mit anderen Spielern gesprochen habe, wurde über die Fankultur und die volle laute Halle gesprochen. Ich freue mich, das live zu erleben“, so der 26-jährige Shooting Guard. Zusätzlich wird Onwuegbuzie seine akademische Ausbildung an der WWU Münster weiterführen, seinen Master mit der Fächerkombination Sport und Englisch für das Lehramt angehen.

„Andrew ist ein weiterer Ballhandler, den wir dringend benötigten. Menschlich wird er fantastisch ins Team, die WWU und nach Münster passen“, kommentiert Helge Stuckenholz den Transfer des 50-fachen BBL-Spielers. Und dieser erklärt: „Ich freue mich, die Jungs, welche schon länger in Münster spielen, kennenzulernen und mit Ihnen Spiele zu gewinnen. Mein Ziel ist es mich schnell an das Team zu gewöhnen, dessen Stamm Jahr für Jahr funktioniert hat. Ich will mich einordnen, mein Wissen und Können beisteuern.“

Der Shooting Guard mit Faible für Teambasketball beschreibt seine Spielweise wie folgt: „Ich bin sehr flexibel auf dem Spielfeld, kann von außen treffen, Pick’n’Roll lesen und bin ein großer Fan von Ballbewegung und Teambasketball. Wenn der Ball läuft hat jeder Spaß, egal wer am Ende die Punkte macht. Ich bin ein sehr kommunikativer Spieler, der sowohl in der Defensive als auch in der Offensive alles tut, damit alle fünf Spieler auf dem Feld gemeinsam funktionieren. Defensiv probiere ich mit guten Händen und guter Antizipation Laufwege zu lesen. Ich bin vielleicht nicht der auffälligste Spieler, der große Highlights produziert, aber ich übernehme gerne Verantwortung.“

Andrew Onwuegbuzie tifft bei den WWU Baskets mit Neu-Headcoach Björn Harmsen ebenfalls auf einen gebürtigen Göttinger.. „Ich bin gespannt darauf, mit einem erfahrenen, gebürtigen Göttinger BBL-Trainer zu arbeiten, der Erfolge feiern konnte, von denen viele nur träumen. Ich kenne seine Spielweise bereits aus den Jenaer Zeiten. Es war schneller, aber smarter Team-Basketball. Ich freue mich, zu sehen, wie er jetzt spielen möchte und ein Teil davon zu sein“, so der erste Neuzugang der WWU Baskets. Wunschlösung sei, „über die reguläre Saison ein Teamgefüge aufbauen, welches uns dann ermöglicht, die Liga zu überraschen“. Der 26-Jährige stellt das Team in den Mittelpunkt, das aber auch von der Verbesserung der Individualleistungen profitiere: „Persönlich will ich mich Siegen unterordnen und von Woche zu Woche zu denken, nur so kann man langfristig Erfolg haben! Ich weiß was ich kann, und will von Tag zu Tag besser werden.“

Nicht nur persönlich im Basketball möchte er sich verbessern, sondern mit seinem zukünftigen beruflichen Engagement insbesondere soziale Verhältnisse verbessern helfen: „Ich habe gerne Einfluss auf andere Menschen und hoffe mit dem Lehrerberuf soziale Verhältnisse der Schülerinnen und Schüler zu verbessern und sie auf das Leben vorzubereiten.“

Andrew Onwuegbuzie lernte das Basketballspielen in der Nachwuchsabteilung des ASC Göttingen. Für den ASC spielte er mit 16 Jahren in der Saison 2012/13 erstmals in der ersten Regionalliga und schaffte den Sprung ins Aufgebot der BG Göttingen. Mit den „Veilchen“ stieg er in der Saison 2013/14 als Meister der 2. Bundesliga ProA in die Basketball-Bundesliga auf. Onwuegbuzie kam im Meisterjahr auf fünf ProA-Einsätze für die BG und spielte vorrangig für den ASC in der Regionalliga sowie in der Göttinger U19-Jugendmannschaft in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga. In der BBL bestritt er zwischen 2014 und 2016 41 Erstliga-Spiele für die „Veilchen“. Im Sommer 2016 verließ er seine Heimatstadt und wechselte zum Zweitliga-Rückkehrer Ehingen/Urspring, kehrte zur Saison 2017/18 für sein Studium nach Göttingen zurück und schloss sich dem ASC 1846 Göttingen (1. Regionalliga) an. In der Vorbereitung auf das Spieljahr 2020/21 fand Onwuegbuzie wieder Aufnahme in das Bundesliga-Aufgebot der BG Göttingen und absolvierte weitere BBL-Partien. In der 3×3-Variante des Basketsballs spielte er erfolgreich für das Göttinger Uni-Team, mit dem er und seine damaligen ASC-Teamkameraden bei der Studenten-WM in China mitwirkten.

Quelle: WWU Baskets Münster

Re-Start in klarer Rolle: Adam Touray verlängert bei den WWU Baskets

Adam Touray bleibt in der Heimatstadt: Der gebürtige Münsteraner und die WWU Baskets haben sich auf eine Verlängerung des ausgelaufenen Vertrages geeinigt. Das Vertrauen des Clubs weiß der Center zu schätzen. „Es ist etwas komisch im Sommer in Münster zu sein und zu wissen, dass es nicht die letzten Wochen sind, bevor es wieder losgeht. Normalerweise hab ich Ende Juli immer meine Taschen gepackt und bin umgezogen. Deswegen bin ich etwas entspannter und kann mich besser drauf konzentrieren, mich auf die Saison vorzubereiten“, freut sich der 27-Jährige.

„Mit seiner ganz klaren Rolle als erster Big Man, werden wir einen ganz anderen Adam als letzte Saison sehen, die für ihn aus vielerlei Gründen sehr schwierig war“, setzt Manager Helge Stuckenholz auf einen Neustart Tourays. Dieser war zu Beginn der vergangene Saison nach Münster zurückgekehrt und hatte Verletzungsprobleme. Sechs Wochen fiel der Center nach einem Innenbandriss im Knie aus (zur Extra-Meldung). „Ich wünsche mir natürlich, dieses Jahr verletzungsfrei zu bleiben. Damit hatte ich ja sehr Pech“, so Adam Touray.

Der aus dem UBC-Nachwuchsprogramm stammende Touray sammelte seine ersten Meriten im Herrenbereich beim UBC Münster – den heutigen WWU Baskets – bereits gemeinsam mit Jan König und Andrej König. „Mit Andrej und Jan habe Ich ja schon in ihren ersten zwei Jahren hier in Münster zusammen gespielt und schon damals waren sie super wichtig fürs Team. Ihre Trikotnummern werden zurecht nicht mehr vergeben“, zollt Touray der zu Ende gegangenen achtjährigen „Könige“-Ära Respekt (zur Extra-Meldung).

Besonders dankbar ist der 27-Jährige seinem langjährigen Mentor Philipp Kappenstein: „Es ist natürlich schade dass er aufhört. Er hat mich damals in die erste Herren geholt, viel mit mir gearbeitet. Ich glaube, meine Karriere wäre ohne ihn anders gelaufen. Es freut mich aber, dass ich sein letztes Jahr noch miterleben durfte, auch wenn sich, glaube ich, alle ein anderes Ende gewünscht hätten. Aber es hat immer Spaß gemacht unter ihm zu spielen.“

Für den gebürtigen Münsteraner ist die Vertragsverlängerung der logische Schritt. Ein Argument nach Münster zurückzukehren, war auch die Entwicklung des Münsteraner Basketballs samt Begeisterung der Fans. Und die hat er noch gar nicht persönlich erleben können. „Meine Hoffnung ist zuerst mal, dass wir nächste Saison wieder Zuschauer in der Halle haben und es hoffentlich nach und nach auch immer mehr werden können“, freut sich Touray auf ein Kennenlernen des „Tollhauses“ Berg Fidel.

Seine sportlichen Ambitionen sind hoch: „Mein Ziel ist der Aufstieg. Wir sind letztes Jahr ganz knapp dran gescheitert, und ich glaube, alle wollen dieses Jahr zustande bringen, was wir letzte Saison nicht geschafft haben.“ Adam Touray blickt optimistisch auf die neue Saison, setzt auch auf eine fruchtbare Verbindung des veränderten Teams mit dem neuen Headcoach Björn Harmsen: „Björn ist ein junger, aber trotzdem sehr erfahrener Trainer, der schon in der BBL und ProA erfolgreich trainiert hat. Ich glaube, dass ich und das ganze Team viel von ihm lernen können.“

Adam Touray lernte das Basketballspielen beim UBC Münster (2004-2015). Für seinen Heimatclub spielte er in der JBBL und ab der Saison 2012/13 für die 1. Herren (seit 2015 WWU Baskets) in der 1. Regionalliga mit insgesamt 52 Einsätzen. Gleichzeitig war er Leistungsträger der Artland Dragons Quakenbrück in der NBBL. 2015 wechselte er zum Bundesligisten Mitteldeutscher BC. Mit einer Doppellizenz spielte er bis 2017 mehrheitlich für die BSW Sixers. Den Center zog es zur Saison 2017/18 zu ETB Essen in die 2. Bundesliga ProB, bevor er 2018 zum FC Schalke 04 wechselte und zwei Jahre in der ProA auflief. Im Sommer 2020 wechselte der 26-Jährige zum Erstligisten MHP Riesen Ludwigsburg, der jedoch noch vor Saisonbeginn den 36-fachen deutschen Nationalspieler und NBA-erfahrenen Center Elias Harris verpflichtete, deshalb von der im Zweijahresvertrag vereinbarten Tryout-Option Gebrauch machte. Insgesamt kann Adam Touray auf 5 BBL-Spiele, 58 ProA-Spiele, 42 ProB-Spiele und 103 Spiele in der 1. Regionalliga zurückblicken. Der 2,06m große Adam Touray erzielte in bisher 18 Einsätzen für die WWU Baskets in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 116 Punkte.

Quelle: WWU Baskets Münster

Jasper Günther wirbelt weiter in Weiß und Schwarz

Jasper Günther und die WWU Baskets Münster haben den zum Saisonende auslaufenden Vertrag des gebürtigen Hageners verlängert. „Für mich war die Verlängerung eine sehr einfache Entscheidung. Auch wenn mich die Abgänge von Philipp, Jan und Andrej sehr getroffen haben, freue ich mich an der Stelle weitermachen zu dürfen, an der die Drei aufgehört haben“, unterstreicht der Point Guard. Und der 22-Jährige fügt an, „die Jungs sind das Gesicht des bisherigen Münsteraner Aufstiegs und eine Motivation für jeden Spieler, der sich dazu entscheidet, sich der Münsteraner Familie anzuschließen.“

Freude über die Vertragsverlängerung und Motivation Jasper Günthers herrscht auch bei Helge Stuckenholz, Manager der WWU Baskets: „Jasper muss unser Puls sein, im Training, wie auch im Spiel. Er wird wieder mehr Verantwortung bekommen und ich mache mir keine Sorge um seine nächsten Entwicklungsschritte.“

Nach dem Abschied von Philipp Kappenstein bedankt sich Jasper Günther bei seinem letzten Förderer: „Ich habe Coach Kappes sehr viel zu verdanken. Philipp hat einen sehr großen Einfluss auf den Erfolg seiner Teams und vor allem auch auf meine persönliche Entwicklung.“ Gespannt ist der ehrgeizige Point Guard nun aber auf seinen renommierten neuen Trainer Björn Harmsen: „Auch wenn es traurig ist einen Coach wie Philipp zu verlieren, kann ich die Zusammenarbeit mit Björn kaum erwarten. Es gibt wohl kaum einen Trainer in der 2. Basketball Bundesliga mit einer derartigen Erfahrung und Kompetenz.“

Ehrgeizig ist der 22-Jährige auch in seinem Hochschulstudium. „Zusätzlich kann ich trotz der sportlichen Belastung weiterhin an meinem Wirtschaftsbachelor-Abschluss arbeiten“, so Günther zu seinem zweiten Standbein und Beweggrund in Münster zu bleiben. „Die freien Stunden werden dazu genutzt, Fitness aufzubauen, und dem Bachelor ein Stückchen näher zukommen. Jedoch ist inzwischen meine Klausurenphase vorbei und ich genieße die Sonne am Genfer See“, meldet sich Günther aus der Schweiz. Eine Marketing-Klausur bildete zuvor den Abschluss. „Klausur ist Bombe gelaufen, hoffe ich mal“, merkt Günther „on the road“ an, der noch weitere Ziele mit seinem umgebauten Bulli auf seiner Europareise ansteuert, bevor er an den Aasee pünktlich zum Trainingsauftakt zurückkehrt.

Jasper Günther lernte bei der SG VFK Boele-Kabel und dem TSV Hagen das Basketballspielen, ehe er in die Phoenix Academy des ProA-Ligisten Phoenix Hagen wechselte. Der heute 22-Jährige durchlief die JBBL- und NBBL-Teams des Hagener Nachwuchsprogrammes, das er 2015 ins Final Four um die deutsche JBBL-Meisterschaft führte. Im selben Jahr nahm der Point Guard mit der U16-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft teil. In der Saison 2016/17 spielte er zudem für die BG Hagen in der 1. Regionalliga. Seit 2017 stand er als Profi im Aufgebot von Phoenix Hagen in der 2. Bundesliga ProA. Jasper Günther stammt aus einer bekannten Basketball-Familie. Bekanntestes Familienmitglied ist sein Bruder Per, Nationalspieler und Spielmacher des Erstligisten ratiopharm Ulm. Vater Dietmar spielte in den 80er und 90er Jahren in der ersten Basktball-Bundesliga. In bisher 39 Einsätzen für die WWU Baskets in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB erzielte Günther 507 Punkte und 201 Assists.

Quelle: WWU Baskets Münster

„Identität bewahren und damit die nächsten Schritte gehen“

Björn Harmsen blickt mit Vorfreude und voller Tatendrang auf seine neuen Aufgaben bei den WWU Baskets Münster. Der 39-Jährige hat zu Beginn dieses Monats das neu installierte Amt des Sportdirektors angetreten, in rund zweieinhalb Wochen startet er mit seinem neuen Team auch als Headcoach in die Saisonvorbereitung. Im ersten Interview spricht der Neu-Münsteraner über die Beweggründe seiner Entscheidung für die WWU Baskets, seine Grundideen und Werte.

Björn Harmsen spricht auch über seine Aufgabe als Headcoach und Sportdirektor in Personalunion sowie den aktuellen Stand der Kaderplanung der WWU Baskets.

Herzlich Willkommen, Björn! Welche Gefühle und Ziele begleiten dich zu Deinem Amtsantritt bei den WWU Baskets?

Björn Harmsen:
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe! Helge hat mich von dem Projekt überzeugt, nun geht es an die Arbeit. Wir wollen die Identität bewahren und damit die nächsten Schritte gehen. Insbesondere freue ich mich aber auf die Rückkehr der Zuschauer und die dadurch verbundenen Emotionen.“

Wie hast du die WWU Baskets in den vergangenen Jahren wahrgenommen und verfolgt?

Björn Harmsen: „Als sehr sympathischen Verein, der immer weiter gewachsen ist. Ich hatte mir auch immer mal wieder ein Spiel angeschaut.“

Du hast Erstligaerfahrung, warst auch zuletzt Erstligacoach, zuvor sehr erfolgreich in der ProA, unter anderem mit drei Aufstiegen in die BBL. Was macht die WWU Baskets dennoch attraktiv, um nun in Doppelfunktion Sportdirektor/Coach in die ProB zu gehen? Warum decken sich deine Ambitionen mit denen der WWU Baskets?

Björn Harmsen: „Ich kenne Helge schon lange und wir sind befreundet. Da tauscht man sich auch über Werte und Vorstellungen aus, die man vertritt und auch auf die Arbeit überträgt. Wir beide sind der Meinung, dass Basketball in erster Sache ein Mannschaftssport ist. Die Grundidee ist immer, dass man gemeinsam etwas erreicht und teilt, aber auch zusammen durch Täler geht und aufgefangen wird. Außerdem habe ich in Deutschland in jeder Liga schon gecoacht, es fehlen mir bisher aber noch ProB, NBBL und JBBL. Jetzt fange ich mal mit Pro B an … (mit einem Augenzwinkern).“

Wie beurteilst du die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zur Saison 21/22 – auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren?

Björn Harmsen: „Ich denke, dass die Liga immer besser wird. So wie das ja auch in der BBL und in der Pro A der Fall ist. Und wenn sich die Ligen darüber professioneller und stärker entwickeln, dann hat das natürlich auch immer einen Effekt nach unten.“

Welche Spielphilosophie verfolgst du?

Björn Harmsen: „Ich versuche meine Philosophie eigentlich immer auf die Mannschaften anzupassen. Aber meine Grundidee besteht darin, defensiv sehr aggressiv zu spielen, offensiv mit viel Bewegung ohne Ball und nicht nur zuzuschauen und rumzustehen. Nur so kann der Ball auch bewegt werden.“

Die Kaderplanung läuft auf Hochtouren, ein Umbruch steht an. Wie ist der aktuelle Stand? Auf was für ein Team können sich die Fans freuen?

Björn Harmsen: „Wir verlieren leider vier sehr wichtige Jungs. Natürlich werden wir auch neue Spieler verpflichten. Aber am Ende muss die Mannschaft das ausgleichen. Die geschlossene Einheit und Ausgeglichenheit muss unsere größte Stärke sein.“

Wie lebst du dein Trainerdasein?

Björn Harmsen: „Eigentlich besteht das Trainerleben aus Schreibtisch und Halle. Spielvorbereitung, Trainingsvorbereitung und Spielnachbereitung am Schreibtisch, die Durchführung in der Halle. Das Spiel ist im Endeffekt das i-Tüpfelchen, die Aufführung des Geprobten. Aber dazu kommt ja auch noch die eigentliche Arbeit des Sportdirektors. Es werden also volle Tage werden mit wenigen Pausen, insbesondere mentaler Art.“

Was macht diesen Beruf für dich faszinierend?

Björn Harmsen: „Als Trainer bist du ständig mit jungen Leuten zusammen, das ist erstmal sehr lustig und interessant. Aber der entscheidende Faktor ist natürlich die Blase der Mannschaft, in der man eine Saison verbringt. Mit Höhen und Tiefen. Außerdem hat man durch das Spiel jede Woche einen emotionalen Höhepunkt, auf den man hinarbeitet. Als Sportdirektor hat man mehr Büroarbeit, Kommunikation und administrative Aufgaben vor sich.“

Was kennst du bisher von der Stadt Münster? Worauf freust du Dich in Bezug auf die Stadt?

Björn Harmsen: „Mein jüngster Bruder hat in Münster studiert, aber leider habe ich es damals nicht einmal hierher geschafft. Ich habe zu der Zeit einfach zu viel gearbeitet. Trotzdem hat er mir natürlich immer berichtet, deshalb hatte sich in meinen Kopf schon ein Bild ergeben, welches sich bewahrheitet hat: eine tolle Stadt mit viel Grün, einer sehr schönen Innenstadt, viel Historie und dazu die ganzen Studenten mit den Unmengen an Fahrrädern. Auch ich bin meine ersten Wochen nur mit dem Rad unterwegs und das ist sehr angenehm.“

Quelle: WWU Baskets Münster