Vorberichte ProA 4. Spieltag

Foto: Patrick Hipp

Spieltag 4: 22.10.2022 18:00 Uhr Dresden Titans vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Mit einem erneuten Auswärtssieg im Rücken (82:84 gegen Artland) wollen Dresdens Basketballer diesen Samstag in der heimischen Margon Arena nachlegen. Zu Gast ist der aktuell Tabellenfünfte der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA – die JobStairs GIESSEN 46ers. Noch vergangene Saison trennten beide Teams zwei Ligen. Nun trifft der aktuelle ProB-Meister Dresden auf die Absteiger aus Gießen.

Für die 46ers verlief der Start in die Saison denkbar schlecht. 60:98 lautete zum Auftakt das Endergebnis beim Gastspiel in Bremerhaven. Eine überraschend deutliche Niederlage, die Headcoach Branislav Ignjatovic auch deutliche Worte wählen ließ: „Kein Teamplay war mehr zu sehen und viele individuelle Fehler prägten das Bild. Einfach nur peinlich und es tut mir für die Fans leid, die den langen Weg nach Bremerhaven auf sich genommen haben.“

Cheftrainer Fabian Strauß: „Wir treffen da am Wochenende wahrscheinlich auf den Aufstiegsfavoriten überhaupt. Mit Frenki [Branislav] Ignjatovic coacht dort ein echter Erfolgstrainer, der erfahren und kaltschnäuzig ist, zudem über viele gute Spieler verfügt. Das wird sicherlich eines der schwersten Spiele des Jahres für uns. Sie werden versuchen, uns zu Fehlern zu zwingen. Wenn wir überraschen wollen, müssen wir unseren Gameplan durchziehen, an uns glauben: Daran glauben, Gießen besiegen zu können.“

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Dresden ist eine Mannschaft die aus der ProB kommt und trotzdem aufzeigt, wie ausgeglichen diese Liga aktuell ist. Sie haben zwei Siege, die zwar knapp ausgefallen sind, aber völlig verdient waren. Das Team ist eine homogene Truppe, die ein sehr gutes offensives Spacing hat und mit vielen Würfen von außen agiert. Wir müssen zusehen, dass wir ihr Spiel kontrolliert bekommen. Sie haben zudem eine gute und erfahrene Mischung zusammen, wobei die deutschen Spots mehr in der ProB agiert haben und sich nun beweisen wollen, während die Imports, wie Chase Adams, schon reichlich Erfahrung aus der Liga mitbringen. Es gilt die gleiche Leistung abzurufen wie in Nürnberg, um auch in Dresden eine Chance zu haben. Dabei müssen die nötige Intensität und Energie vorhanden sein, damit wir vor allem durch unsere Verteidigung weiteres Selbstvertrauen generieren und unser Spiel umsetzen können.“

22.10.2022 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. VfL SparkassenStars Bochum

Wie bereits in den drei Jahren zuvor sind Kirchheims Zweitligabasketballer schleppend aus den Startlöchern gekommen. Mit einer Bilanz von 0:3 stehen die Ritter am Tabellenende. Besonders unter den Körben hatten die Teckstädter regelmäßig das Nachsehen. Darauf wurde unter der Woche reagiert und mit Mitch Lightfoot ein athletischer und physischer Center verpflichtet. Die notwendigen Dokumente für den 25-jährigen liegen vor und so wird Lightfoot am Samstag sein Debut für die Kirchheimer feiern. Ebenfalls wieder zurück im Kader ist Paul Giese. Nach einer Corona Erkrankung vor drei Wochen fiel Giese in den letzten beiden Partien aus. Nun ist er wieder mit an Bord. Weiterhin fehlen werden Besnik Bekteshi und voraussichtlich auch Tim Koch, der an einer hartnäckigen Erkältung laboriert.

Gegner Bochum hatte es zum Auftakt in die neue Spielzeit mit den drei Aufsteigern aus Münster, Düsseldorf und Dresden zu tun. Einzig gegen Dresden gelang ein Erfolg. Doch die neuen ProA Teams treten nicht wie klassische Aufsteiger auf und haben schon für beeindruckende Schlagzeilen sorgen können, daher warnt Perovic auch seine Truppe. „Bochum spielt sehr physisch und aggressiv. Sie sind sehr schnell und kreieren viele Würfe. Garrison und Geske haben viele offensive Freiheiten. Zudem haben sie viele gute Werfer in ihren Reihen. Wir müssen das Tempo kontrollieren und ähnlich physisch spielen,“ so der Kirchheimer Chef an der Seitenlinie. Für die Kirchheimer werden vor allem die Routiniers gefragt sein. Richie Williams, Tyrone Nash und auch Jonas Niedermanner hatten zuletzt mit Schwankungen zu kämpfen. Von ihnen wird erwartet voran zu gehen. Gerade an den Führungsspielern orientiert sich der junge Kader um die Rookies Michael Flowers, Kayne Henry und Mitch Lightfoot.

Neuzugang Lightfoot gibt Trainer Perovic verschiedene Optionen, um seine Mannschaft auf den Gegner auszurichten. Doch erneut fehlt es vor allem an Zeit. „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Es kommt jetzt darauf an den nächsten Schritt zu gehen und eine Steigerung zu zeigen. Die Ergebnisse werden dann kommen, aber entscheidend ist die Entwicklung,“ so Sportchef Chris Schmidt.

22.10.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Bayer Giants Leverkusen

Mit Spannung blicken die Basketballfans in NRW auf das erste ProA-Derby zwischen den ART Giants Düsseldorf und den benachbarten Bayer Giants Leverkusen. Im Duell der Giganten wollen die Düsseldorfer an ihren selbstbewussten Auftritt in Bremerhaven anknüpfen.

„Leverkusen ist ein sehr gefährliches Team, was aktuell einige Ausfälle zu verzeichnen hat. Durch sowas rückt eine Mannschaft aber immer nochmal mehr zusammen, was die Partie auch nicht so vorhersehbar macht. Das ändert aber nichts daran, dass wir uns wie gewohnt auf den Gegner vorbereiten und versuchen werden das Bestmögliche rauszuholen“, schätzt ART Giants-Headcoach Florian Flabb die Ausgangslage vor dem anstehenden Derby ein. Man selbst geht mit breiter Brust in das Duell gegen Leverkusen. Durch den überraschend deutlichen 112:78-Auswärtserfolg haben die Düsseldorfer ordentlich Selbstbewusstsein getankt, um nun gegen die Bayer Giants erstmals ein Derby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auszutragen.

Die beiden besten einheimischen Akteure im Kader der ART Giants hören auf die Namen Vincent Friederici (12,3 PpS, spielte 2021/22 noch für den MBC in der easyCredit-BBL) und Ex-GIANT Lennart Boner (11,0 Zähler und 12,0 Rebounds pro Paarung im Schnitt). Alles in allem können die sportlichen Verantwortlichen auf einen homogenen Kader zurückgreifen, in dem jeder Spieler extrem gefährlich werden kann. Das weiß auch Coach Gnad, der sich dennoch auf das NRW-Duell freut: „Alle drei Aufsteiger spielen eine bisher gute Saison und auch in Düsseldorf scheint einiges zusammen zu passen. Sie verfügen über die beste Dreierquote der Liga, was schon eine Hausnummer in dieser qualitativ hochwertigen ProA ist. Der Kader ist unheimlich gut besetzt und wir werden den Teufel tun, diese Mannschaft in irgendeiner Art und Weise zu unterschätzen. Dafür sprechen die Ergebnisse der vergangenen Wochen eine zu deutliche Sprache. Das wird ein wichtiges Spiel für uns gegen einen starken Gegner werden.“

22.10.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. Phoenix Hagen

Der Kurztrip gen Ostwestfalen nach Paderborn stellt für Phoenix eines von in dieser Saison insgesamt fünf NRW-Derbys dar. Neben den UniBaskets bekommt Hagen es in 2022/2023 zudem mit Düsseldorf, Leverkusen, Bochum und Münster zu tun.

Am altehrwürdigen Maspernplatz wurden in der Vergangenheit schon viele basketballerische Schlachten geschlagen. Zudem verbindet die beiden Cheftrainer Chris Harris und Steven Esterkamp eine langjährige Freundschaft. 

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Seit wir in der Preseason gegeneinander getestet haben, ist über ein Monat vergangen. Beide Mannschaften haben sich seither weiterentwickelt und gehen mit einer Bilanz von zwei Siegen und einer Niederlage in die Partie. Für uns ist dabei wichtig, dass wir nach dem Heimspiel gegen Vechta weiter an unserer kämpferischen und energiegeladenen Identität festhalten. Es werden wieder alle Spieler gefragt sein, wenn wir im Kollektiv den starken Paderborner Backcourt ausschalten wollen.
Wir freuen uns auf jeden Phoenix-Fan, der den Kurztrip nach Paderborn macht, um den Maspernplatz – ähnlich wie in Trier – in eine Heimhalle zu verwandeln.“

22.10.2022 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. wiha Panthers Schwenningen

Nur sieben Tage nach der 74:88-Heimniederlage gegen die Uni Baskets Paderborn steht für die wiha Panthers das nächste Ligaspiel gegen RASTA Vechta auf dem Programm. Auch im dritten Ligaspiel gelang den Panthers nicht der erste Saisonsieg. Gegen Paderborn lag die Velcic-Truppe früh zurück und kämpfte sich zweimal auf fünf Punkte Rückstand heran. In den entscheidenden Phasen zeigten sich die Uni Baskets souveräner und holten verdient den Auswärtssieg in der Deutenberghalle.

„Vechta ist Topfavorit auf den Titelgewinn und wir fahren da angeschlagen hin, sind aber nicht chancenlos dort und wollen unsere Minimalchance nutzen“, sagt Head Coach Alen Velcic.

Die ersten Wochen der neuen Saison hatten es in sich für RASTA Vechta. Auswärtsderby bei den Artland Dragons, dann die große Herausforderung gegen in der Vorsaison und am 1. Spieltag so starken Eisbären Bremerhaven und schließlich der Härtetest bei Erzrivale Phoenix Hagen – alles andere als ein Zuckerschlecken. Und doch konnte die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson drei Siege einfahren, steht auf Platz 2. Dies honorieren auch die Fans in Vechta: Am Donnerstagmittag waren schon fast 2.700 Karten verkauft. „Für uns ist wirklich wichtig, dass so viele Fans wie möglich in den RASTA Dome kommen, denn sie geben uns gerade am Anfang einen großen Schub“, sagt Harrelson. „Die Jungs saugen diese Atmosphäre schon beim Warm-up auf und ziehen Energie aus diesem Support. Gegen Bremerhaven war die Halle schon fast voll, es wäre schön, wenn es jetzt immer noch mehr werden, die uns spielen sehen wollen. So bekommt man einen echten Heimvorteil und der Support wirkt sich auf den Start sowie das Ende eines Spiels, wenn es knapp ist, aus.“

Besser hätte RASTA in den letzten zwei Spielen agieren müssen, als man einen komfortablen Vorsprung hatte – und so gut wie verspielte. „Es geht um Konzentration“, sagt Harrelson. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Als wir diese Vorsprünge hatten, sind wir aus dem Muster gefallen, haben nicht mehr das gespielt, was wir wollten. Es gilt also, diese Dinge in den Griff zu bekommen.“ Erst einmal aber muss man sich überhaupt einen Vorsprung erspielen. Noch „präziser und disziplinierter“ müsse man dafür spielen, sagt Enosch Wolf, „damit wir uns nicht darauf verlassen müssen, dass einer einen guten Tag hat“. Auch der am Dienstag 32 Jahre alt gewordene Routinier weiß um die individuellen Stärken im Kader – genauso um die Wichtigkeit des Teambasketballs in Offense und Defense: „Ich denke schon, dass bei uns eine Entwicklung in die richtige Richtung zu sehen ist. Wir haben aber noch einen sehr weiten Weg zu gehen. Die ersten drei Spiele sind uns in vielen Phasen recht leicht gefallen. Aber so wird es ja nicht immer weitergehen.“

22.10.2022 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. PS Karlsruhe LIONS

Wiedersehen nach 42 Tagen: Am Samstagabend empfangen die WWU Baskets Münster am 4. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA die PS Karlsruhe Lions. Im Testspiel zahlte der Aufsteiger seinerzeit Lehrgeld, nicht nur die personellen Vorzeichen haben sich aber inzwischen verändert. Nach zuletzt zwei Erfolgen – gegen Kirchheim und in Bochum – wollen die Uni-Städter ihre kleine Siegesserie ausbauen. 

Stefan Weß kehrte nach zweiwöchiger Pause wieder ins Training zurück. Hilmar Pétursson pausiert infolge eines Zusammenpralls in Bochum bislang. „Jasper war krank, ein, zwei andere kränkeln auch. Deswegen war die Trainingswoche bisher nicht ganz so gut von der Energie her“, berichtete Björn Harmsen. Mit einem Wort: „durchwachsen“.

So hänge es „etwas von unserem Personal ab“, was für ein Spiel am Samstagabend erwartet werden könne. „Zumindest erwarte ich von Karlsruhe ein sehr offensiv orientiertes Spiel“, sagte der Cheftrainer der WWU Baskets am Donnerstagmorgen. Keine große Rolle spiele die 74:100-Testspielniederlage vor sechs Wochen. Zum einen spielten beide Teams mit reduziertem Personal. Zum andern stand in der Preseason nicht die gezielte Vorbereitung auf die Lions, sondern die taktische Entwicklung im Vordergrund. Björn Harmsen kann der hohen Niederlage durchaus Positives für die Partie am Samstag abgewinnen. „Vielleicht ist das Testspiel in den Hinterköpfen der Spieler, was ganz gut ist, da wir eine sehr offensiv orientierte Mannschaft spielen und defensiv uns gut stellen müssen.

Die PS Karlsruhe LIONS haben sich in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich in Deutschlands zweithöchster Spielklasse etabliert. Der Tabellensiebte der Vorsaison – punktgleich mit dem Tabellenvierten – nahm einen größeren Umbruch in seinem Kader vor. Und hat erneut viel Qualität und Größe im Kader, ist individuell ausgezeichnet besetzt. Karlsruhes starke Einzelspieler gilt es im Eins-gegen-Eins ebenso zu stoppen wie das Lions-Kollektiv gut verteidigt werden muss. Der BBL-erfahrene Center Maurice Pluskota (19,3 Punkte pro Spiel) ist seit 2017 die Konstante im „Löwenrudel“, sehr routiniert und kann unter dem Brett dominieren.

23.10.2022 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. Eisbären Bremerhaven

Während sich die Thüringer derzeit mit einer höchst erfreulichen 3:0-Bilanz auf dem 2. Platz der BARMER 2. Basketball Bundesliga einsortieren, wartet am Sonntagnachmittag mit den Norddeutschen ein Kontrahent aus der Schublade „unangenehm, unberechenbar und gefährlich“. Obwohl die Bezeichnung „Angstgegner“ ganz sicher übertrieben wäre, entwickelten sich die bisherigen Duelle jedoch meist knapp, heftig umkämpft und endeten in zehn Fällen (von 14 direkten Aufeinandertreffen) zu Gunsten der Eisbären (Korbverhältnis 1178:1228).

Auch vor der anstehenden Partie des 4. Spieltags ist es enorm schwer, hinsichtlich der Rollenverteilung eine fundierte Prognose zu treffen. Grund hierfür sind u.a. die beiden unterschiedlichen Gesichter der Gäste, die bereits nach drei Spieltagen eine ziemlich wilde Berg- und Talbahn-Fahrt hinter sich haben. Während das Team von Headcoach Steven Key in seinem Auftaktduell mit Erstliga-Absteiger Gießen zunächst die Stadthalle Bremerhaven auswischte (98:60), folgte am 2. Spieltag eine 67:72-Niederlage bei RASTA Vechta. Der Höhepunkt einer bislang turbulenten Eisbären-Story folgte allerdings erst am letzten Wochenende, als die Gastgeber vor eigenem Publikum durch Aufsteiger Düsseldorf mit einem Score zum Augenreiben (78:112) vom Parkett geschickt wurden. Somit stellen sich vor der Begegnung am Sonntag eigentlich nur zwei Fragen. Welches Gesicht des „Bremerhavener Jokers“ wird in der Jenaer Sparkassen-Arena auflaufen und kann das Team von Kapitän Brandon Thomas die unzweifelhaft vorhandenen Stärken und Qualitäten des Gegners neutralisieren, um den vierten Sieg in Folge zu feiern?

„Bremerhaven hat einen neuen Coach, ein neu zusammengestelltes Team. Sie verfügen über einen offensivstarken Kader und spielen viel Sets auf die wir uns in der Defense gut vorbereiten. Die extremen Schwankungen dürften ganz unterschiedliche Gründe haben. Für uns wird es spannend sein, welches Bremerhaven am Sonntag zu Gast ist. Unabhängig davon sollte man Düsseldorf für den klaren Sieg am letzten Wochenende auch Respekt zollen. Sie haben in diesem Duell einen guten Job gemacht. Im Endeffekt können wir daraus analysieren und lesen, was sie erfolgreich umgesetzt haben, um zu gewinnen und wo Bremerhaven die größten Probleme hatte. Primär wird es darum gehen, ihnen ihre Stärken wegzunehmen und aus einer guten Verteidigung schnell nach vorn zu spielen“, sagt Jenas Trainer Domenik Reinboth.

23.10.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Artland Dragons

Das zweite Heimspiel der Saison 2022/23 in der Arena Trier steht bevor. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier empfangen die Artland Dragons und für beide Teams geht es um den ersten Saisonsieg, nachdem auch die Quakenbrücker die ersten drei Spiele nicht siegreich gestalten konnten. Am ersten Spieltag unterlagen die Drachen RASTA Vechta mit 61:88, am zweiten Spieltag verlor man in Gießen denkbar knapp mit der Schlusssirene (81:82) und am vergangenen Spieltag entführten die Aufsteiger der Dresden Titans die Punkte aus dem Artland (82:84). In der vergangenen Saison gewannen sowohl die Dragons als auch die Gladiatoren ihre Heimspiele gegeneinander, im Artland verloren die Moselstädter mit 98:102, beim Rückspiel in der Arena Trier gewann man mit 91:75.

Nach der schwierigen vergangenen Saison strukturierten die Artland Dragons ihren Kader im Sommer um und wollen mit einer neuen Mannschaft in dieser Spielzeit nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Mit Big Man Jonas Weitzel und den beiden Guards Demetrius Ward und Thorben Döding blieben drei wichtige deutsche Stützen aus der Vorsaison in Quakenbrück. Gefährlichste Akteure der Drachen sind aktuell die drei Importspieler De’Vondre Perry (14,3 Punkte pro Spiel), William Christmas (14 PpS) und Jalen Bradley (10,7 PpS). Mit Marco Bacak (10,3 PpS) wechselte ein deutscher Big Man nach Quakenbrück, der den Trierer Fans noch aus den letztjährigen Duellen mit den Bayer Giants Leverkusen bekannt sein dürfte. Dazu kamen Point Guard Jannes Hundt von RASTA Vechta und Flügelspieler Joanic Grüttner Bacoul aus Tübingen und vervollständigen die engere Rotation der Dragons.

Der Einsatz von Alex Laurent, der bereits beim Auswärtsspiel in Karlsruhe mit Rückenproblemen aussetzen musste, ist weiterhin fraglich. Ähnlich sieht es bei Dylan Painter aus, der ebenfalls noch nicht bei 100% ist. „Nach unserem schwierigen Start ist es natürlich ein ganz, ganz wichtiges Spiel für uns. Leider wissen wir noch nicht, ob Alex und Dylan spielen können. Artland steht – genau wie wir – mit dem Rücken zur Wand und dementsprechend fokussiert müssen wir das Spiel angehen. Wir wollen endlich einen guten Start hinlegen. Das Selbstvertrauen ist da, die Mannschaft glaubt an sich. Jetzt gilt es vor unseren Fans den ersten Sieg zu holen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs über die Personalsituation und den nächsten Gegner der Gladiatoren.

23.10.2022 18:00 Uhr Tigers Tübingen vs. Nürnberg Falcons BC

Zum zweiten Heimspiel der Saison 2022/2023 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Tigers Tübingen die Nürnberg Falcons BC. Nach dem dritten Spieltag sind noch drei Mannschaften ungeschlagen. Vechta, Jena und auch Tübingen, die derzeit die Tabellenführung innehaben. Zuletzt gelang dem Team von Trainer Danny Jansson nach einer überzeugenden Leistung ein 98:66-Sieg bei den Bayer Giants Leverkusen.

Tübingen gegen Nürnberg – diese Ansetzung hatte es in der vergangenen Spielzeit mehr als in sich. Beide Duelle wurden stets intensiv geführt, aus Tübinger Sicht konnte beide Partien siegreich gestaltet werden. Während die Franken auf Platz neun nur ganz knapp die Playoffs verpassten, sicherten sich die Raubkatzen Platz eins nach der Hauptrunde.

Bei der Mannschaft von Trainer Vytautas Buzas hat sich im Sommer am Kader einiges verändert. Alle Importspieler haben den Klub verlassen, auch die ehemalige Raubkatze Roland Nyama zog nach nur einer Spielzeit weiter nach Gießen. Mit den US-Amerikanern Thomas Wilder (13,3 ppg) und Jackson Kreuser (11,0 ppg), dem Litauer Justinas Ramanauskas (7,3) sowie dem Kanadier Maxime Boursiquot (2,3 ppg) verfügen vier neue Importspieler. Mit Routinier Sebastian Schröder, Tim Köpple und Jonathan Maier blieben den Falcons nur drei Stammspieler erhalten. Neu sind hingegen die deutschen Kräfte Moritz Krimmer (Ulm), Ferenc Gille (Leverkusen) sowie Sheldon Eberhardt (Vechta). Aktuell setzt Buzas insgesamt mit zehn Spielern nur auf eine kleine Rotation. Jansson sieht eine interessante Aufgabe auf sein Team zukommen. „Nürnberg spielt einen attraktiven Basketball mit einer flüssigen Offense und einer organisierten Defense. Wir treffen auf jeden Fall einen zähen Gegner.“

Vorberichte ProB Süd 4. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 4: 22.10.2022 15:30 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Oberhaching Tropics

Nach drei Siegen in Folge zum Saisonstart wollen die Oberhachinger Basketballer beim Auswärtsspiel in Ludwigsburg nachlegen. Aufgrund der aktuellen Ausfälle, sowie der Qualität der Gastgeber wird es eine schwere Aufgabe für die Mannen um Omari Knox.

Am vergangenen Wochenende stand das Derby in Ulm an und die junge Ludwigsburger Mannschaft startete nervös ins Spiel – ein Thema, welches sich durch das ganze Spiel ziehen sollte. Viele Ballverluste und schlechte Entscheidungen führten zu einer schnellen 16:5-Führung für die Ulmer. Danach berappelte sich das Team um Coach Khee und konnte zu Ende des Viertels auf 18:24 verkürzen konnte. Die Ulmer konnten zwischenzeitlich auf 14 Punkte davonziehen (32:18), doch dann startete Ludwigsburg einen Run und kam wiede rauf drei Punkte heran (33:36). Folglich war die Körpersprache und Intensität besser und zur Halbzeit stand es 42:42. Im dritten und vierten Viertel zog die OrangeAcademy davon und die jungen Barockstädter mussten Lehrgeld zahlen, sodass am Ende ein verdienter 93:67-Sieg für die Gastgeber stand. 27 Turnover und eine miserable Freiwurfquote (7/18) waren ausschlaggebend für die Niederlage der Porsche BBA.

Statement von Coach Khee: „Oberhaching ist ein sehr routiniertes Team, welches schon seit Jahren zusammenspielt. Sie sind mit drei Siegen in die Saison gestartet und haben deshalb eine gewisse Souveränität und ein Selbstbewusstsein, was uns nach der Niederlage gegen Ulm logischerweise fehlt. Das Ergebnis war zwar deutlich, aber wer das Spiel gesehen hat weiß, dass wir gute Züge hatten. Auch wenn es wie ein Klischee klingt, aber wir müssen weiter an unser Konzept glauben, zusammenspielen und dürfen nicht aufgeben. Weitermachen ist das A und O.“

Mario Matic: „Ludwigsburg spielt einen schnellen und hochmodernen Basketball. Dank einer 12-Mann Rotation kann Trainer Kheeryoung Rhee über 40 Minuten lang mit hoher Intensität verteidigen lassen. Unser Gastgeber verfügt über eine Vielzahl junger und talentierter Leute, von denen man in den nächsten Jahren noch einiges hören wird. In welcher Aufstellung wir ins Schwabenland reisen ist noch ungewiss. Wir müssen ein starkes Spiel abliefern, um einen weiteren Sieg zu holen.“

22.10.2022 19:00 Uhr BBC Coburg vs. WHITE WINGS Hanau

Am vierten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB empfängt der BBC Coburg am Samstagabend die White Wings Hanau in der HUK-COBURG Arena. Coburgs Basketballer konnten den erfolgreichen Saisonstart im Auftaktspiel gegen Ehingen in den letzten zwei Wochen nicht bestätigen und sind noch auf der Suche nach Konstanz im Spiel. Die Gäste aus Hanaunstarteten mit zwei imposanten Siegen und waren am vergangenen Wochenende spielfrei.

Coburg steht mit einem Sieg aus drei Spielen aktuell auf Rang sieben. Die Niederlagen passierten dabei gegen die ersten beiden Plätze der Liga – Koblenz und Oberhaching. „Sie haben einen guten Kader mit BBL-Erfahrung“, sagt White-Wings-Headcoach Marti Zamora. Dies trifft insbesondere auf Point Guard Tyreese Blunt und Center Leon Bulic zu, die zu den Topscorern ihres Teams zählen. „Außerdem haben sie auch noch Sven Lorber in ihren Reihen, der bereits seit einigen Jahren in Coburg spielt und ein sehr guter Dreier-Schütze ist“, so Zamora weiter. In der Defense müssen die White Wings zudem ein gutes Auge auf den Spanier Jose Joaquin Carrasco Martin sowie den US-Amerikaner William Kennedy Vedder Freeman haben.

Während sich die Baustellen bei den Coburgern noch an allen Ecken und Enden bemerkbar machen, konnten sich die Gäste aus Hanau am letzten Wochenende zurücklehnen und entspannt den nächsten Gegner ins Visier nehmen. Mit zwei Siegen zum Saisonstart waren sie zuletzt spielfrei. Am ersten Spieltag zerlegten die White Wings die jungen Bayern, danach
schickte man Ehingen mit 20 Punkten Differenz nach Hause. Die Grimmstädter formierten sich für die aktuelle Spielzeit neu, eines der wenigen Überbleibsel aus der Vorsaison ist Kapitän Philiip Hecker.

22.10.2022 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. TEAM EHINGEN URSPRING

Nach den Niederlagen gegen die Gästeteams aus Erfurt und Koblenz nehmen die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer Anlauf zum ersten Heimsieg in dieser Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga . Am Samstag, 22. Oktober, gibt das Team Ehingen Urspring ab 19.30 Uhr seine Visitenkarte in der PSD Bank-Halle Nord ab. Die Mannschaft aus dem Alb-Donau-Kreis hat wie die Hausherren in ihren drei bisherigen Spielen einen Sieg errungen.

„Nach dem Abstieg aus der ProA plant Trainer Johannes Hübner, die Talentschmiede so schnell wie möglich in der ProB zu etablieren“, betont BIS-Coach Carl Mbassa. Entscheidend dürfte es sein, wie schnell Hübner die 13 Neuzugänge in das Team integrieren kann. Zwei davon haben sich zuletzt als gute Wahl erwiesen: Flügelspieler Andre Nation aus den USA und der junge Center Vincent Neugebauer. Ein weiterer Leistungsträger der Ehinger ist der talentierte Powerforward Moritz Heck.

„Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe, die wir unbedingt gewinnen wollen“, sagt Mbassa: „Wir müssen das schnelle Spiel der Ehinger in Schach halten und von Beginn an konzentriert auftreten. Dann haben wir gute Chancen, erfolgreich zu sein.“ Dem Coach der Speyerer stehen voraussichtlich alle Stammkräfte um Kapitän DJ Woodmore zur Verfügung.

23.10.2022 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. BG Hessing Leitershofen

Um 16 Uhr empfangen die Basketball Löwen mit BG Hessing Leitershofen ein Überraschungsteam der bisher noch recht jungen Saison. Die Gäste sind als Aufsteiger mit zwei Siegen aus den ersten drei Partien hervorragend in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gestartet. Mit dem 23-jährigen Guard Lucas Mayer, dem 25-jährigen Power Forward Teathloach Gatkuoth Pal aus den USA und dem 21-jährigen Centerspieler Nemanja Šcekic aus Slowenien punkten drei Akteure im Durchschnitt zweistellig. Der gebürtige Gießener Lucas Mayer sollte langjährigen Löwen-Fans kein Unbekannter sein. Schließlich spielte der korbgefährliche Spielmacher in den letzten Jahren mit Koblenz und vorher mit Gießen bereits in einigen spannenden Partien gegen die Thüringer. 

Das medizinische Team der Basketball Löwen um die Teamärzte Dr. Gerald Lutz und Constanze Sakriß sorgte in den letzten Tagen für gute Nachrichten. Mit Noah Kamdem und Dominykas Pleta kehren zwei Spieler am Sonntag mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Kader zurück und auch bei Otto Farenhorsts und Ricky Stafford bestehen gute Chance auf eine baldige Rückkehr. Ob es für die beiden Guards bereits am Sonntag zu einem möglichem Einsatz kommen kann, entscheidet sich kurzfristig vor dem Spieltag. 

Löwen-Sportdirektor Florian Gut freut sich über die Neuigkeiten: „Die letzten Wochen waren aufgrund der zahlreichen Ausfälle sehr schwer für uns. Die Mannschaft benötigt sicherlich noch einige Wochen um sich im täglichen Training einen Spielrhythmus zu erarbeiten. Umso wertvoller ist die laufende Integration der genannten Spieler. Mein großer Dank gilt an dieser Stelle unserem Ärzteteam und unserem Physiotherapeuten Torsten Rocktäschel, der gemeinsam mit seinem Praxisteam unsere Spieler mit täglichen Behandlungen optimal wieder fit macht!“

23.10.2022 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. SEEBURGER College Wizards

Für die SEEBURGER College Wizards geht es am 4. Spieltag der noch jungen BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Saison zu den EPG Baskets Koblenz. Für die Karlsruher wartet damit bereits der zweite harte Brocken innerhalb von nur einer Woche. Doch nach dem überzeugenden 81:76-Erfolg gegen Erfurt reist man mit ordentlich Selbstvertrauen zum Tabellenführer. Tip-off in der CGM Arena ist um 17 Uhr.

Die Koblenzer starteten mit drei Siegen in die Saison. Für Wizards-Geschäftsführer Zoran Seatovic ist der gute Start keineswegs eine Überraschung: „Sie verfügen über den stärksten Kader der Liga und sind der große Aufstiegsfavorit in diesem Jahr. Mit Head Coach Pat Elzie haben sie einen erfahrenen Trainer, der alles gesehen hat im deutschen Basketball. Es liegt ein schwieriges Spiel vor uns, in dem wir aber als krasser Außeneiter ohne Druck aufspielen können.“

Sollten die Wizards etwas Zählbares aus Koblenz mitnehmen wollen, geht es nur über eine starke Defensive. Daher fordert Seatovic „40 Minuten ProB-Defensive“ von seinen Spielern. In den ersten Partien gab es immer wieder Schwächephasen in der Verteidigung, die die Wizards ins Hintertreffen brachten. „Offensiv waren die letzten Spiele in Ordnung, dennoch haben wir zu viele Fehler gemacht. Wir waren zu hektisch und hatten eine schlechte Wurfauswahl. Wir müssen geduldiger spielen und auf unsere Chancen warten“, so Seatovic.

23.10.2022 18:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. OrangeAcademy

„Spielbericht folgt in kürze“

Nachberichte ProB Süd 3. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 3: 15.10.2022 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. FC Bayern Basketball II 99:70

Im dritten Anlauf gelingt dem TEAM Ehingen Urspring der erste Sieg in der laufenden Spielzeit. Gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern Basketball bleibt die Partie lange Zeit offen, jedoch gelingt es dem #teamingreen sich in der zweiten Halbzeit entscheidend abzusetzen. Somit steht letztendlich ein recht ungefährdeter 99:70 Heimsieg.

Die Partie stellte vor allem im ersten Viertel einen offenen Schlagabtausch dar. Beide Teams spielten von Anfang an ein hohes Tempo, was sich durch das gesamte Spiel hindurch ziehen sollte. Ein Grund hierfür waren allerdings auch die zahlreichen Turnover auf beiden Seiten. Einhergehend mit dem teils hektischen Spielverlauf versuchten sich beide Mannschaften häufig aus der Distanz. Für die Ehinger war hierbei vor allem Andre Nation erfolgreich, der über das gesamte Spiel vier seiner fünf Versuche von jenseits der Dreipunktelinie versenkte. Der US-Amerikaner war es auch, der im zweiten Viertel das Spiel zunehmenden in die Hand nahm und an beiden Enden des Feldes für Plays sorgte. Somit erkämpfte sich das #teamingreen ein wenig Momentum und ging mit einer knappen 46:41 Führung in die Halbzeitpause.

Die Bayern kamen mit Energie aus der Kabine und wollten die Partie weiterhin offenhalten, jedoch lief im dritten Viertel offensiv nur wenig zusammen. Auf der anderen Seite gelang es den Ehingern trotz andauernder fahriger Spielphasen gute Abschlüsse herauszuspielen. Angeführt von Andre Nation scorte man ganze 29 Punkte im dritten Viertel. Der Spielstand von 75:55 vor Beginn des Schlussabschnitts kam somit einer Vorentscheidung gleich. Die jungen Münchener setzten weiterhin alles daran den Abstand auf die Gastgeber zu verkürzen. Ivan Kharchenkov spielte eine starke zweite Halbzeit und kam am Ende auf 17 Punkte. Der stetigen Bemühungen der Bayern-Youngster auf ein spätes Comeback zum Trotz spielte das TEAM die erkämpfte Führung souverän aus und durfte letztendlich einen verdienten 99:70 Heimsieg vor heimischem Publikum feiern.

In Ehingen wird man nun versuchen den Schwung aus dem ersten Saisonsieg in die kommende Trainingswoche mitzunehmen. Am nächsten Wochenende geht es zum Auswärtsspiel nach Speyer. Die Bayern hingegen treffen auf die OrangeAcademy aus Ulm.

15.10.2022 19:00 Uhr OrangeAcademy vs. Porsche BBA Ludwigsburg 93:67

Die OrangeAcademy sichert sich zum Heimauftakt den ersten Saisonsieg über Porsche BBA Ludwigsburg. Die Partie ging mit 93:67 an die jungen Uuulmer.

Vor 375 Zuschauer:innen empfing die OrangeAcademy am Samstagabend die Aufsteiger aus Ludwigsburg. Headcoach Baldur Ragnarsson startete mit Marko Rosic, Latrell Großkopf, Tobias Jensen, David Fuchs und Lenny Liedtke in die Partie. Nach einem ebenbürtigen Start gelang es den Gastgebern die Führung bis zum Ende des ersten Viertels zu halten (24:18). In einem von vielen Ulmer Turnovern geprägten zweiten Viertel konnten die Gegner die Fehler der Gastgeber effektiv verwandeln. Mit 42:42 ging es in die Halbzeitpause, aus welcher die OrangeAcademy erstarkt zurückkehrte. Dank starkem Rebounding an beiden Ende des Feldes erarbeitete sich die OrangeAcademy viele Chancen und bot den Zuschauer:innen eine spektakuläre Halbzeit auf dem MainCourt des OrangeCampus. Etliche Dunkings und zahlreiche Steals ermöglichten den Gastgebern ihre Führung weiter auszubauen und letztlich mit 26 Punkten Differenz zu gewinnen.

Trotz einer niedriger Wurfquote aus dem Dreipunktebereich (19%) und häufiger Turnover (22 TO) ging die OrangeAcademy mit einer Effektivität von 113 vom Feld und überzeugten außerdem mit 53 Rebounds und 17 Steals.

Top Performer wurde Tobias Jensen mit starken 20 Punkten, sieben Rebounds, sechs Assists und vier Steals. Er konnte mit drei Treffern in fünf Versuchen 60% seiner Dreipunktewürfe verwandeln. Weitere Schlüsselspieler waren Maximilian Langenfeld (18 PTS, 5 RB), Lenny Liedtke (16 PTS, 7 RB) und David Fuchs (15 PTS, 7 RB). Zum ersten Mal ProB-Luft schnuppern konnten Simeon Dimitrov (5 PTS) und Finn Lehner (3 PTS). Julius Ferber und Thomas Gaus setzten aus gesundheitlichen Gründen aus.

15.10.2022 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. EPG Baskets Koblenz 68:92

Carl Mbassa nickte anerkennend. „Das ist die stärkste Mannschaft der Liga. Mit diesen absoluten Spitzenleuten gehört sie in die ProA“, sagte der Trainer der Ahorn Camp BIS Baskets Speyer nach dem Vergleich mit den EPG Baskets Koblenz. Gegen die Rheinländer hatten die Speyerer in der heimischen Halle deutlich mit 68:92 (39:53) das Nachsehen und hoffen nun auf den ersten Heimsieg in dieser Runde der Zweiten Basketball-Bundesliga ProB am kommenden Samstag gegen die Gäste aus Ehingen.

Die Koblenzer ließen von Beginn an keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Angeführt vom spielfreudigen US-Amerikaner Alani Moore, der im ersten Viertel 15 Punkte erzielte, entschieden sie alle Durchgänge zu ihren Gunsten. Wenige Minuten vor der Schlusssirene hatten die Gäste ihren Vorsprung zeitweise auf 29 Zähler ausgebaut.

„Ausschlaggebend war die Physis der Koblenzer und ihre Masse unter den Körben“, interpretierte BIS-Coach Mbassa das Kräftemessen. Folgerichtig verloren seine Schützlinge den Reboundvergleich mit 36:50. Aber auch bei den Wurfquoten aus der Nah- und Ferndistanz hatten die Gäste die Nase vorn. EPG-Trainer Pat Elzie lobte die unterlegenen Hausherren dennoch. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Ich kenne die Brisanz dieses rheinland-pfälzischen Duells“, sagte er und ergänzte nach dem dritten Auftritt in dieser Punkterunde: „Das war unser bislang schwierigstes Spiel.“

Für die BIS Baskets trafen Hugo Cluysen (17 Punkte/1 Dreier) und DJ Woodmore (15/3) zweistellig. Bester Koblenzer Werfer war deren Neuzugang Moore (22/4). Der Aufbauspieler war auch der effektivste Akteur auf dem Feld.

15.10.2022 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors 76:70

Die FRAPORT SKYLINERS Juniors haben auch das dritte Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd verloren. Bei Regionalliga-Aufsteiger BG Hessing Leitershofen gab es am Ende eine 76:70 Auswärtsniederlage zu verzeichnen.

In der mit 662 Zuschauern erneut sehr gut gefüllten Stadtberger Sporthalle mussten die Kangaroos gegenüber der Partie vor einer Woche auf die angeschlagenen Stjepan Topalovic und Nino Tomic verzichten, dazu fehlte Marc Kaufeld weiterhin verletzt. Die Hessen bauten bis auf Routinier Marco Völler auf den Kader der 86:88 Niederlage gegen Speyer vor Wochenfrist. Die Leitershofer erwischten den etwas besseren Start und gingen bis zur 7. Spielminute mit 17:13 in Führung. Danach kamen die Frankfurter aber besser in der Partie, ließen den Ball sehr schnell durch die eigenen Reihen laufen und kreierten so immer wieder gute Wurfpositionen. Gerade mit den Frankfurter BBL-Spielern Jordan Samare und Alexander Richardson hatten die Stadtberger so ihre Probleme. Die BG agierte in dieser Phase etwas umständlich, erzeugt wenig Druck auf den gegnerischen Korb und geriet bis zur 15. Spielminute mit 20:28 ins Hintertreffen. In acht Minuten hatte man nur drei Punkte erzielt, eine halbwegs gute Defensivarbeit verhinderte einen höheren Rückstand. Nemanja Scekic leitete per Dreier dann eine kleine Aufholjagd ein, die Einheimischen zeigten nun eine sehr engagierte und kämpferische Spielweise und konnten bis zur Halbzeit die Partie wieder ausgleichen. Das dritte Viertel lief dann wieder sehr ausgeglichen, langsam, aber sicher gewann das Spiel an Spannung und Dramaturgie. Kangaroos-Aufbauspieler Lucas Mayer eröffnete die zweite Halbzeit mit 11 Punkten in Folge, die Skyliners konterten aber jeden Korb der Leitershofer. Nach weiteren 10 Minuten leuchtete eine 56:55 für die Kangaroos von der Anzeigetafel, alles blieb offen.

Die Entscheidung sollte also im Schlussabschnitt fallen. In der 35. Spielminute, beim Spielstand von 63:63, beorderte BG-Trainer Emanuel Richter den bis dahin bärenstarken Scekic auf die Bank, als dieser sein viertes Foul erhielt. Das Trainergespann wollte nicht riskieren, in den letzten zwei bis drei Spielminuten dann den 2,07 Meter Hünen gegen die körperlich überlegenen Hessen nicht auf dem Feld zu haben. Für Scekic kam Kapitän Max Uhlich aufs Feld. Der 28-jährige führte sich bestens ein, erzielte erst 2 Punkte, dann 2 wichtige Rebounds gegen deutlich größere Gegenspieler und ließ als Krönung auch noch 2 erfolgreiche Dreier folgen. Der in der Schlussphase ebenfalls eminent starke Teathloach Pal erhöhte per Korbleger auf 73:68, Die Halle tobte nun. Mit den Fans als sechstem Mann im Rücken ließen die Kangaroos nichts mehr anbrennen, die Gäste zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Kulisse und hatten der Wucht der Leitershofer in den letzten beiden Minuten nichts mehr entgegenzusetzen.

Am Ende war es eine geschlossene Mannschaftsleistung der Leitershofer, angeführt vom Trio Mayer, Scekic und Pal. Der Jubel in der Halle war anschließend groß, Spieler und Fans genossen den Abend noch lange gemeinsam in der Halle.

Sepehr Tarrah (Headcoach FRAPORT SKYLINERS Juniors): „Es war ein Spiel mit einer hohen Fehlerquote, aber hohen Intensität. Defensiv haben wir unseren Plan umgesetzt, doch leider sind 22 Ballverluste, vor allem zu den ungünstigsten Momenten, der Neckbreaker gewesen. Wir müssen es in Zukunft schaffen, besser auf den Ball aufzupassen um dann auch mal ein enges Spiel für uns entscheiden zu können.“

15.10.2022 20:00 Uhr SEEBURGER College Wizards vs. Basketball Löwen 81:76

Die Basketball Löwen verlieren am dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB beim Auswärtsspiel in Karlsruhe mit 76:81 gegen die SEEBURGER College Wizards. Aufgrund von sechs verletzungsbedingten Ausfällen konnte die Mannschaft der beiden Trainer Enrico Kufuor und Andreas Fischer nur mit acht Spielern antreten. Dank eines guten Starts lagen die Thüringer nach dem ersten Viertel mit 18:14 und zur Halbzeit sogar mit 43:34 vorne. Nach der Pause sahen die Zuschauer in der Lina-Radke-Halle ein wie entfesselt spielendes Wizards-Team. Angeführt vom Kapitän Rodriguez und einer starken Defensive glückten den KIT-Basketballern im dritten Viertel satte 25 Zähler, davon 18 Punkte von
jenseits der 3-Punkte-Linie. Und so gingen die Wizards mit einer hauchdünnen 62:60- Führung ins Schlussviertel. Die Partie wogte nun hin und her. Keine der beiden Mannschaften ließ seinen Kontrahenten entscheidend davonziehen und so wartete eine dramatische Schlussphase. Beim Stand von 76:74 für die Wizards versenkte der überragende Rodriguez seinen insgesamt 6. Dreier der Partie und sorgte 12 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung.

Am Ende des dritten Viertels übernahmen die Karlsruher mit 62:60 die Führung und sorgten für einen offenen Schlagabtausch im letzten Spielabschnitt. Nach einer spannenden Schlussphase sicherten sich die Hausherren, angeführt von ihrem Topscorer Christian Rodriguez (30 Punkte), den Sieg.

Löwen-Sportdirektor Florian Gut findet nach der Niederlage lobende Worte: „Zuerst einmal herzliche Glückwünsche an die Karlsruher, die sich mit einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit verdient durchgesetzt haben. Uns war schon vor dem Spiel bewusst, dass dies sicherlich eine schwierige Partie für uns wird. Umso mehr ärgern wir uns natürlich, dass wir nicht an unsere starke erste Halbzeit anknüpfen konnten und somit unsere Chance auf einen Überraschungssieg vergeben haben. Trotzdem haben wir erneut viele gute Ansätze gezeigt, auf die wir in den nächsten Wochen aufbauen wollen. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle unseren zahlreichen und unfassbar positiven Fans, die uns auch bei der langen Auswärtsfahrt begleitet und mit viel Energie unterstützt haben!“

16.10.2022 16:00 Uhr TSV Oberhaching Tropics vs. BBC Coburg 85:78

Nach 40 hartumkämpften Minuten konnte die Mannschaft um Kapitän Peter Zeis den dritten Sieg in Folge verbuchen. Damit ist der Traumstart des Turns und Sportvereins Oberhaching endgültig perfekt.

Nach einem 7-0 Blitzstart der Oberfranken punkteten der einmal mehr überragende Omari Knox und Phillip Bode für Gastgeber. Phillip Bode, der Berti Vogts des Basketballs, zeigte dann einmal mehr seine Kettenhund Qualitäten und engte die Kreise von Jose Carrasco Martin ein. Obererste Priorität war es den spanischen Aufbauspieler, der den Angriff des BBC lenkt, vom Ball zu trennen. Auch die Centerspieler Zeis, Buchmann, Fischer und Pethran verteidigten das Pick and Roll in Perfektion. Während Tyreese Blunt ( 26 Punkte ) die Gäste alleine im Spiel hielt überzeugten die Oberhachinger Basketballer durch tolles Teamplay. Neben den Routiniers Knox, Zeis und Dippold brachten auch die jungen Spieler Ante Buchmann und Benjamin Voit wichtige Impulse von der Bank. Der 21-jährige Voit zeigte bei seinem Bundesligadebüt keine Nervosität und brachte sofort nach seiner Einwechslung Punkte auf das Scoreboard.

Ab Ende des ersten Viertels gingen die Kyberg-Riesen in Führung und gaben diese bis zum Ende des Spiels nicht mehr ab. Ein unfassbar starkes Drittels Viertel sorgte zwischenzeitlich für einen 69:49 Vorsprung. Dann der erste Schockmoment für die Gastgeber. Peter Zeis, der mit 7 Punkten und 13 Rebounds, bis dahin überragend auftrumpfte, knickte am Sprunggelenk um und konnte nicht mehr weiterspielen. Bode und Voit gerieten in Foulproblemen und schieden beide kurze Zeit später mit fünf persönlichen Fouls aus. Auch Fynn Fischer musste das Feld aus dem gleichen Grund ebenfalls verlassen. Coburg witterte Morgenluft und verkürzte den Rückstand Punkt um Punkt. Zwar konterte der überragende Knox immer wieder durch Einzelaktionen, aber als einziger Guard musste er das Spiel alleine leiten und bei Ihm schwanden die Kräfte. Als die Gäste den Rückstand bis auf sechs Punkte verkürzten wurde es noch einmal brenzlig. Doch nun übernahm Moritz Anton Noeres Verantwortung und bewies, dass er viel mehr kann als ein reiner Shooter. Mit wichtigen Rebounds, Steals, Ballvortag gegen die Coburger Presse und starken Zug zum Korb machte er in den Crunchtime mit sieben Punkten in Folge den Anton aus Tirol und sicherte seinem Team den Sieg. Ein Sonderlob verdiente sich auch der junge Nachwuchscenter Buchmann, der nun wichtige Rebounds holte und zusammen mit Pethran die Zone dicht machte.

Mario Matic: „Kompliment an die Mannschaft. Wir haben genau das umgesetzt, was wir besprochen hatten. Wir haben aber ehrlicherweise auch davon profitiert, dass die Coburger Dreier überhaupt nicht gefallen sind. Neben dem Fehlen von Janosch hat uns der Ausfall von Zeis sehr wehgetan. Als Bode, Voit und Fischer auch noch ausgeschieden sind galt es den Vorsprung irgendwie über die Zeit zu retten. Das haben wir dann eindrucksvoll geschafft. Vor allem Moritz Noeres hat uns in dieser Phase getragen. So schön der aktuelle Erfolg auch ist. Wir müssen nun unbedingt in Ludwigsburg nachlegen und die aktuelle Euphorie nutzen um ein Polster für die schwierigen Situation, die in der Saison kommen, aufzubauen.“

Nachberichte ProB Nord 3. Spieltag

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 3: 15.10.2022 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Itzehoe Eagles 78:67

Auch im zweiten Heimspiel der Saison behielten die RheinStars am Samstagabend das bessere Ende für sich. So setzte sich die Mannschaft von Headcoach und Manager Stephan Baeck in einer intensiven Begegnung gegen die Itzehoe Eagles mit 78:67 (33:36) durch. Nach drei Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB behaupten sich die Kölner weiter stabil in der Gruppe Nord. „Es war ein Sieg der gesamten Mannschaft“, lobte Baeck seine Mannen nach der Auseinandersetzung mit dem ProA-Absteiger. „Wir haben uns den Sieg gemeinsam erarbeitet.  Schon durch eine gute Trainingswoche – und damit dann auch eine gute Antwort auf die Niederlage in Iserlohn geben können.“

Vor den Zuschauern in der ASV-Sporthalle war es bis zum Schlussviertel eng. Keine der Mannschaften konnte sich vor den abschließenden zehn Minuten absetzen. Nach dem knappen Halbzeit-Rückstand (33:36) und dem zwischenzeitlichen 35:43 (22.) hatten die Hausherren allerdings die Intensität in der Verteidigung noch einmal anziehen können. Und in der entscheidenden Phase hatte Rupert Hennen zusammen mit dem pfeilschnellen Ali Sow klug die Fäden in der Hand. Die RheinStars setzten sich bis zur 35. Minute auf 66:56 ab. Zwar kamen die Gäste noch zweimal jeweils auf drei Zähler heran. Doch die einzigen Punkte per Dreier zum 72:66 des ebenfalls sehr sortiert spielenden Steffen Haufs machten ihnen klar, der Sieg würde heute nach Köln gehen.

So blieben am Ende Hennen (23 Zähler) und Sow (24) als Topscorer stehen und die Erkenntnis, dass die Kölner selbst ohne die fehlenden „Langen“ Elijah Schmidt, Duje Dujmovic und Shore Adennekan Spiele gewinnen können. Neben den etablierten „Small Ballern“ – erstmals auch wieder mit Routinier Andrej Mangold – fiel zudem noch Davi Remagen auf. Und zwar dadurch, dass es eben nicht auffällt, dass er erst 15 Jahre alt ist und in diesem Jahr auch bleibt. Selbstverständlich brachten ihn die Coaches in der Startformation, genauso markierte er seine ersten ProB-Punkte und war so ein weiterer Lichtblick im kämpferischen Kader der Kölner. Mal abgesehen davon, dass ausgerechnet “Geburtstagskind” Jannis von Seckendorff an seinem 20. Jahrestag die interne +/-Wertung mit +20 gewann. Also ein rundum gelungener Abend.

„Ein sehr schlechtes Spiel von uns“, bilanzierte Völkerink. „Wir haben es verpasst, unseren Größenvorteil am Brett auszunutzen, zusätzlich haben wir uns einfach viel zu viele Fehler erlaubt.“

15.10.2022 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. LOK BERNAU 73:80

Mit einem 80:73 Sieg über die SBB Baskets Wolmirstedt bleibt die LOK auch im 2. Auswärtsspiel ungeschlagen und kehrt als Tabellenzweiter nach Bernau zurück.

Das Team startete mit Isiah Small, Rafail Lanaras, Akim-Jamal Jonah, Rikus Schulte und Abi Kameric. Alles in allem eine perfekte Mischung zwischen Geschwindigkeit und defensiver, körperlicher Stärke. Und das machte sich von Anfang an deutlich bemerkbar. Bernau kontrollierte nicht nur die Bretter, man regierte unter ihnen. Das sorgte nicht nur defensiv dafür, dass die Baskets keine 2. Wurfchancen erhielten, sondern auch dafür, dass wir welche bekamen. Die Spieler um Kapitän Max Rockmann waren ihrem Gegner in der ersten Hälfte meistens physisch und mental einen Schritt voraus und zwangen ihren Gegner so immer wieder zu einfachen Fehlern und Ballverlusten. So konnte man nicht nur mit einer 46:35 Führung in die Halbzeit gehen, sondern auch mit einer Reboundüberlegenheit von 25:9.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts schienen die Gastgeber eine Antwort gefunden zu haben. Diese hieß Ruhe. Man verlangsamte das Spiel und zwang somit die LOK aus ihrem Rhythmus heraus. In den ersten 6 Minuten des 3. Viertels gelang uns lediglich 1 Korb und Wolmirstedt kam bis 4 Zähler heran. Ein herrlicher Drive von Abi Kameric brachte den Kessel der LOK wieder auf Betriebstemperatur und so konnte man mit einer 6-Punkte Führung in das Schlussviertel gehen.

Den Schlusspunkt des Spiels setzten ein Steal von Pat, ein 3er von Wolmirstedt und 2 verwandelte Freiwürfe von Abi und der Endstand von 73:80 war besiegelt.

Coach Davide Bottinelli:
„Wir sind als Trainerstab sehr stolz auf unser Team, welches heute sehr starke Leistung abgeliefert hat. Wir wussten das Wolmirstedt ein sehr starker Gegner war und sich auch als solcher präsentiert hat. Wir haben uns unseren Sieg vor allem in
der ersten Halbzeit mit hohem Tempo, Teamwork und vor allem mit der Reboundüberlegenheit erarbeitet. In der zweiten Hälfte waren wir zu statisch und haben den Ball nicht so gut bewegt. Wir haben aber mentale Stärke bewiesen und
haben uns die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen lassen.“ Dem haben wir wie immer nichts mehr hinzu
zufügen.

15.10.2022 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. Dragons Rhöndorf 65:80

Dank einer starken Performance von jenseits der 6,75-Meterlinie und einem erneut kaum zu kontrollierenden Devon Goodman bleibt die Weste der Dragons Rhöndorf nach dem Auswärtserfolg bei den EN BASKETS Schwelm blütenweiß.

Das erste Viertel spiegelte die bisherige Saison der EN Baskets gut wieder. Viele Fehler am Korb und im Spielaufbau prägten das Spiel. Aber auch die Stärke am offensiven Brett war zu erkennen, die die EN Baskets erneut im Spiel hielt. Nach einem insgesamt ausgeglichenem ersten Viertel ging es mit 15:20 aus Sicht der Schwelmer ins zweite Viertel, welches denkbar schlecht startete. Die Rhöndorfer glänzten durch gutes Teamplay und vor allem Guard Devon Goodman fand immer wieder seine gut postierten Mitspieler. Sowohl unter dem Korb, als auch von der Dreierlinie waren die Dragons erfolgreich und zwangen Falk Möller bereits nach zwei Minuten im zweiten Viertel zur Auszeit. 


Wirklich gefruchtet hat die Unterbrechung allerdings nicht, denn nach einem weiteren zwei zu acht Lauf der Gäste, musste Möller erneut eine Auszeit nehmen. Brett Reed stemmte sich nun dagegen und hatte bereits zur Halbzeitpause eine beeindruckende Statline von 16 Punkten und 6 Rebounds zu Buche stehen. Allerdings fehlte ihm die Unterstützung. 
Eine unzureichende Dreierquote von 10%, in Kombination mit hervorragendem Teamplay der Dragons, sorgten für einen verdienten Halbzeitrückstand von 29:42.Am Anfang der zweiten Hälfte, zeigte die Mannschaft dann ein ganz anderes Gesicht. Das Team gab nun den Ton mit aggressiver Defense an und die Fans zogen sofort mit, sodass ein 11:0 Lauf die Blau-Gelben auf 40:42 heranbrachte. Zu dieser Phase produzierten die Guards der Gäste Turnover um Turnover und keinem Spieler gelang es, Ruhe ins Spiel bringen. Aber die Quoten von der Dreier- und Freiwurflinie stiegen einfach nicht, sodass sich die Dragons mit zwei erfolgreichen Dreiern wieder absetzen konnten. Dazu übernahm Goodman wieder das Spiel und spielte einen Assist nach dem Anderen. Unkonzentrierte letzte zwei Minuten kosteten der Mannschaft von Möller ihre Arbeit der ersten acht Minuten und führten zu einem 16 Punkte Rückstand zum Start ins vierte Viertel. Diese zwei Minuten sollten im Nachhinein der sportliche Genickbruch für die EN Baskets sein, denn viel passierte nicht mehr, da das Team von Julius Thomas das Spiel routiniert herunterspielte. Jegliches Aufbäumen wurden durch Auszeiten unterbrochen, sodass am Ende ein verdienter Sieg für das junge Team vom Drachenfels steht.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben heute eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und das Spiel über sehr weite Teile kontrolliert. Gerade defensiv waren wir solide und haben Schwelm nie in Rhythmus kommen lassen. Jetzt gilt es zu regenerieren und uns in der kommenden Woche weiter zu verbessern.“

15.10.2022 19:30 Uhr BBG Herford vs. RASTA Vechta II 60:76

Schon den zweiten Sieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB konnte RASTA Vechta II am Samstagabend bejubeln. Bei Mitaufsteiger BBG Herford gewann das Team von Head Coach Hendrik Gruhn dank einer in der Defense teils überragenden Vorstellung mit 76:60 (27:30). Der erst 17-Jährige Johann Grünloh machte mit einem Double-Double aus je zwölf Punkten und Rebounds sowie gleich fünf Assists und mehreren Blocks einmal mehr auf sich aufmerksam.

Im Anfangsviertel offenbarten beide Teams gewisse Ladehemmungen. Auf Seiten der zunächst stets rückständigen Herforder (4:9, 6:15) sorgte der 37-jährige Routinier Vaidotas Volkus nach siebeneinhalb Minuten in Form des ersten Dreiers für die Initialzündung, auf den Dion Braimoh zwei Zeigerumdrehungen später einen zweiten Einschlag aus der Ferne folgen ließ. Die in den Schlusssekunden vom wieder einmal bestechend auftrumpfenden US-Amerikaner Lavon Hightower erzielte erstmalige BBG-Führung drehten die Niedersachsen noch vor der ersten Sirene. Im zweiten Viertel dauerte es gut drei Minuten bis zum ersten BBG-Treffer, worauf ein Aufwärtstrend folgte. So markierte Hightower mit dem 28:27 die zweite Führung (18.), die immerhin bis zur Halbzeitpause hielt.


Nach dem Seitenwechsel verfiel Herford allerdings in alte Lethargie. Einfache Ballverluste – teilweise unter dem eigenen Korb – schworen ab der 23. Minute einen erneuten Rückstand (34:36) herauf, der sich bis zum Schluss zweistellig ausweiten sollte und im Schlussabschnitt mit 18 Zählern seinen Höchststand erfuhr. So blieben die Schützlinge von Headcoach David Bunts im dritten Abschnitt fast fünf Minuten ohne Feldkorb. Die erneute Hereinnahme des in der ersten Halbzeit größtenteils auf der Bank schmorenden Guards Piet Niehus brachte nur ein kurzes Strohfeuer. Der bis dato zehn Punkte erzielende Forward Dainius Zvinklys wurde in Halbzeit zwei von der Gästedefense weitgehend neutralisiert. Der erneuten Galavorstellung von Hightower (25 Punkte, darunter zehn Freiwürfe sowie elf Rebounds) standen ansonsten zu eklatante Leistungsschwankungen gegenüber. Lediglich Zvinklys traf noch zweistellig, während fünf Herforder Akteure leer ausgingen. „Die Körpersprache hat nicht gepasst. Jetzt ist Feedback gefragt. Wir müssen die Mängel in Ruhe analysieren“, kommentierte BBG-Teammanager Julian Schütz den Leistungsabfall.

15.10.2022 20:00 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. SC Rist Wedel 87:94

Trotz eines verbesserten Auftritts im Vergleich zur vorausgegangenen 58:70-Niederlage bei den BSW Sixers Sandersdorf, blieben die Gießen Pointers am Samstag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ohne Erfolg. Vor etwa 160 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost unterlagen die Mittelhessen dem SC Rist Wedel mit 87:94 und müssen somit auch nach dem dritten Spieltag auf ihren ersten Saisonsieg warten.

Lediglich einmal, nämlich nach exakt 39 Sekunden, lagen die Hausherren gegen die angereisten Nordlichter in Front (3:2, 1.), im Anschluss führte bis zum Ende der Begegnung, mal mehr, mal weniger, ausschließlich das Team aus Wedel. In die erste Viertelpause ging es bei einem 22:27-Zwischenstand (10.), nachdem SC-Mann Jakob Hanzalek noch einen Dreier-Buzzerbeater mit dem Erklingen der Sirene versenkt hatte. Insgesamt agierten die Pointers in der ersten Hälfte defensiv noch zu nachlässig und gestatteten dem bis dato ebenfalls noch sieglosen Kontrahenten zu häufig viel zu einfache Würfe. Über eine 38:25-Führung (15.) brachten die Schleswig-Holsteiner noch einen 47:38-Vorteil (20.) in die Kabine.

„In der zweiten Halbzeit waren wir defensiv dann deutlich besser, aber der Amerikaner war eben einfach nicht zu verteidigen“, sagte Dörr mit Blick auf das Geschehen nach dem Pausentee. Zwar gerieten die Lahnstädter bis zur 15. Minute nochmal gehörig in den Rückstand (45:61), ließen sich aber nie so ganz abschütteln, wie auch Gießens Cheftrainer lobend anerkannte: „Die Jungs haben sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und sich immer wieder herangekämpft. Am Ende können wir uns davon nichts kaufen, aber die Mannschaft hat Charakter gezeigt, auch die Spieler, die von der Bank kamen.“ Nachdem die Pointers zu Beginn des Schlussakts mit 62:75 (30.) hinten lagen, tasteten sie sich nochmal sukzessive an Wedel heran (78:83, 36.) und lagen noch 78 Sekunden vor Spielende in Schlagdistanz (82:88, 39.). In diese Phase bewahrten die Gäste aber die Ruhe und brachten ihren Vorsprung sicher über die Zeit.

„Als es stockte, hat Harrison übernommen. Das muss man ganz klar sagen“, so Blode. „Aber wir wollen offensiv nicht von einem Spieler abhängig sein und waren es ja auch lange nicht. Lange Zeit war es auf mehrere Schultern verteilt. Wir müssen aggressiv bleiben und dürfen nicht schüchtern sein. Es gab einige Spieler, die dann zurückhaltend geworden sind“, so der Rist-Trainer. 

16.10.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. BSW Sixers 55:84

Am dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mussten die TKS 49ers zum ersten Mal in der laufenden Saison als Verlierer vom Parkett. In einer leider enttäuschenden Vorstellung, in der man nur zu Anfang kurzzeitig führte, kam man offensiv sowie auch defensiv nicht zu der erwarteten Leistung und musste sich letztendlich mit 55:84 (21:39) geschlagen geben.

Es sollte am Sonntagnachmittag einfach nichts auf Seiten der 49ers funktionieren. Von Anfang bis Ende konnte man offensiv keinen Rhythmus finden und lief dadurch ab der dritten Spielminute ständig einem Rückstand hinterher. Lediglich 9 Punkte konnten im Anfangsviertel erzielt werden, sodass man nach zehn gespielten Spielminuten 9:14 hinten lag. Doch obwohl die Defensive anfangs noch dafür sorgte, dass die 49ers in Schlagdistanz blieben, lief im zweiten Viertel auch hier einiges schief. Die Gäste aus Sandersdorf erzielten im zweiten Viertel 25 Punkte und ließen weiterhin in der Verteidigung wenig zu, sodass man aus Sicht der Gastgeber mit 21:39 in die Halbzeitpause gehen musste. Im zweiten Spielabschnitt lief es leider genauso weiter. Die 49ers versuchten durch eine Mischung von aggressiver Verteidigung und schnellen Angriffen den Rückstand Stück für Stück zu verkleinern, aber die Gäste kontrollierten weiterhin das Spielgeschehen und setzten sich noch weiter ab. Vor allem der Lette Kristaps Kilps (28 Pkt, 69% Trefferquote) und US-Forward Nicholas (16 Pkt, 8 Ass, 14 Reb) konnten bei den Sixers überzeugen. Auf den Seiten der 49ers, welche mit 34% Trefferquote und 22 Ballverlusten katastrophale statistische Werte vorwiesen, konnte kaum jemand offensiv begeistern. Kapitän Robin Jorch, Andrii Kozhemiakin und Quirin Emanga punkteten immerhin zweistellig, Leonik Wadehn hatte den besten Effektivitätsert des Teams (10).

Headcoach Vladimir Pastushenko hatte nach dem Spiel kaum Worte für die Niederlage: „Zu dem heutigen Spiel kann man nicht viel sagen. Wir müssen unsere Leistung vergessen und aus unseren Fehlern lernen.“

Nachberichte ProA 3. Spieltag

Foto: Dennis Green

Spieltag 3: 15.10.2022 19:00 Uhr VFL Sparkassenstars Bochum vs. WWU Baskets Münster 82:83

Was für ein Basketballspiel der emotionalen Achterbahnfahrten und grundverschiedener Halbzeiten – mit dem Höhepunkt Overtime: Das bessere Ende haben die WWU Baskets Münster bei den VfL SparkassenStars Bochum für sich und gewinnen 83:82 nach Overtime (72:72, 44:24). Allerbeste Werbung für die Sportart. Das Westfalenderby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA vor 962 Zuschauern, darunter 150 Fans der WWU Baskets, war ein großartiges Basketball-Spektakel. Cheftrainer der WWU Baskets Björn Harmsen erklärte nach den aufwühlenden 45 Minuten: „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht heute, weil es so eine tolle Dramaturgie gab.“

In dieser Neuauflage der ProB-Dauerrivalität schickte SparkassenStars-Headcoach Felix Banobre erstmals in dieser Saison eine komplett durchrotierte Starting-Five auf das Parkett. Niklas Geske, Miki Servera, Garrett Sams, Bernie Andre und Tom Alte mussten mitansehen, wie sich die Gäste bis 4:28 Minuten auf 6:14 absetzten, so dass es mit einem 13:21-Rückstand in die erste Viertelpause ging.Die Geschichte des zweiten Viertels war dann schnell erzählt. Die Gäste aus dem Münsterland waren aktiver, aggressiver und konzentrierter auf dem Feld. Während die SparkassenStars sich einige Turnover und viele Fehlwürfe leisteten, lief die Offensive der WWU Baskets rund und so setzte sich der Aufsteiger bis zur Halbzeitpause durch einen getroffenen Dreier von Oliver Pahnke mit dem Buzzer zum 24:44 ab.

Die SparkassenStars kamen mit einer anderen Körpersprache aus der Halbzeitkabine und starteten sofort mit zwei Dreiern durch Tom Alte und Conley Garrison in die zweite Hälfte des Spiels. Nun stand auch die Defense des VfL solide und so holten die Bochumer angeführt von einem unaufhaltsamen Conley Garrison Punkt für Punkt auf. Nach 10 Minuten in der zweiten Hälfte waren die Bochumer bereits auf 55:61 an die WWU Baskets herangerückt und die Rundsporthalle stand zu diesem Zeitpunkt bereits Kopf.Die Offensive der Münsteraner wurde ein ums andere Mal gestoppt. Vier Minuten lang sahen sich die Gäste fehlenden Zählern konfrontiert. Erst ein Dreier des erfahrenen  Thomas Reuter zum 64:60 stoppte den drohenden Führungswechsel. Aufhalten ließ sich dieser im hart umkämpften Derby aber nicht. Weitere sieben Münsteraner Turnover waren zu viel. Bochum war zur Stelle, drehte die Partie vollends, sah bei der   72:66-Führung zwei Minuten vor der Schlusssirene wie der „gefühlte“ Sieger aus. Doch das Team von Björn Harmsen gab sich keinesfalls geschlagen, konterte eiskalt mit einem 6:0-Lauf zum Augleich. Und verpasste sogar noch in den Schlusssekunden den Sieg zweimal am offensiven Brett denkbar knapp. Overtime. Wie schon zum Saisonauftakt bei Phoenix Hagen.

Bochums Topscorer Conley Garrison (25 Punkte) erzwang seinen nächsten fünf Punkte. Münsters Topscorer Connor Harding (24 Punkte) setzte zwei schwere Dreier zur 80:78-Gästeführung vor dem erstklassig unterstützenden Gästeblock entgegen. Darien Jackson erhöhte 47 Sekunden vor dem Ende per Fastbreak zur Vier-Punkte-Führung. Die Entscheidung? Mitnichten! Bochum antwortete über Garrison zum 80:78 und 83:82. Die WWU Baskets mobilisierten noch einmal die letzten Kräfte und fuhren einen überwältigenden ersten Auswärtssieg in der ProA ein. In einer weiteren „Overtime“ feierten sich Team und Fans gegenseitig.

15.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. ART Giants Düsseldorf 78:112

Mit einem deutlichen Auswärtssieg sorgten die ProA-Basketballer der ART Giants Düsseldorf am 3. Spieltag für eine große Überraschung. Bei den favorisierten Eisbären Bremerhaven siegten die Giganten mit 112:78. Es waren teils ungläubige Blicke nach dem Ertönen der Schlusssirene, die die Stadthalle Bremerhaven durchquerten. Rund 800 Zuschauer hatten kurz zuvor gesehen, wie der Aufsteiger aus Düsseldorf eine exzellente Leistung bot und nun mit den rund 15 mitgereisten Fans, die weite Reise in den hohen Norden auf sich genommen hatten, den verdienten Auswärtssieg bejubelten.

Im ersten Viertel hatten sich die Eisbären mit der Starting Five um Matt Frierson, Adrian Breitlauch, Simon Krajcovic, Matt Freeman und Robert Oehle viel vorgenommen. Den besseren Start erwischten jedoch die Düsseldorfer – sie überzeugten mit einer fast perfekten Dreierquote von 88%. Im zweiten Viertel konnten die Eisbären die Defensive des Aufsteigers besser bezwingen. Auch Matt Frierson kam zu seinem ersten von insgesamt drei Dreiern. Die Offensive der Gäste war dennoch nicht zu bremsen, so gingen die Seestädter mit einem 25 Punkte Rückstand in die Pause.

In der Halbzeit wurde das Spiel für zwei Eisbärenfans zum ganz persönlichen Highlight. Die Designerin des Jubiläumstrikots erhielt ihr personifiziertes Trikot und der ausgeloste Gewinner der Spieltags Aktion ergatterte ein Jubiläumstrikot von Adrian Breitlauch. Auch nach der Pause verpassten die Eisbären ein Aufbäumen. Zwar schafften Sie es teilweise die Düsseldorfer Offense besser zu stoppen, brachten Ihrerseits den Ball aber zu selten im Korb unter. Die Gäste hatten stets eine Antwort parat und punkteten durch geduldig herausgespielte Aktionen. Im letzten Abschnitt ging es für die Gäste nur noch darum, den großen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Und das gelang dem Flabb-Team leicht, weil man das Spiel weiter schnell machte und zu keinem Zeitpunkt nachließ, weder offensiv noch defensiv (60:95). Hollowell machte dann, natürlich mal wieder von der Dreierlinie, die 100 Punkte voll und kurz darauf baute US-Amerikaner Chris Rollins die Führung per Dunking sogar auf 40 Punkte (!) aus (62:102). Auf den letzten Metern gönnte Flabb seinen Youngsters dann noch vermehrt Einsatzminuten, denn den ungefährdeten Auswärtssieg ließen sich die ART Giants nicht mehr nehmen, bei dem vor allem die starke Dreierquote von insgesamt 59% verwandelter Würfe (17 von 29) entscheidend war (78:112).

Coach Steven Key blieb indes nur die Gratulation an den Gegner: „Glückwunsch an die Düsseldorfer. Sie haben heute besser gespielt, auf unsere Aktionen die passende Antwort gehabt und daher verdient gewonnen. Wir waren heute nicht imstande die 1 Gegen 1 Situationen zu gewinnen. Genau wie wir vor zwei Wochen gegen Gießen sind sie heute aufgetreten. Das nächste Mal müssen wir unseren Gameplan wieder besser umsetzen.“ 

15.10.2022 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Rasta Vechta 74:91

Im Duell zweier bis dahin noch ungeschlagener Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat sich RASTA Vechta am Samstagabend mit 91:74 (48:34) bei Phoenix Hagen durchgesetzt. Vor gut 2.000 Zuschauern in der ‚Krollmann Arena‘ überragten RASTA-Big Man Tajuan Agee mit 18 Punkten und 14 Rebounds und Joel Aminu. Der Ex-Hagener hatte mit ebenfalls 18 Punkten großen Anteil am  Erfolg. Und Top-Scorer wurde ebenfalls ein Vechtaer: Jordan Johnson mit 19 Zählern. 

Dass Basketball ein Spiel der Läufe ist, dürfte unbestritten sein. Wer am Samstagabend in Hagen den entscheidenden Lauf haben würde, war erst in den Schlussminuten klar. RASTA hatte einen schlechten Start erwischt, lag 7:17 (7. Minute) zurück, wendete das Blatt aber komplett und führte zwischenzeitlich mit 20 Zählern (64:44, 25.). Diesen Vorsprung wideerum büßte das Team von Head Coach Ty Harrelson beinahe komplett ein (66:67, 32.), bis es im Schlussabschnitt den dann entscheidenden 20:1-Lauf hinlegte.

Der sogleich verursachte 13. Ballverlust der Vechtaer bedeutete den endgültigen Anschluss Phoenix Hagens – 64:67 (31.) im vierten Viertel. RASTA brauchte gegen nun komplett heiß gelaufene ‚Feuervögel‘ dringend einen Feuerlöscher, fand diesen in Person von Chip Flanigan: RASTAs #30 netzte einen Dreier zum 70:66 (32.) ein. Und dass auch Tajuan Agee ganz heiß laufen kann, bewies der Center: In der 36. Minute klaute der US-Big Man Hagen den Ball, traf dann per And-One – RASTA wieder zehn vor: 78:68. Und als Agee per Jumper noch auf 80:68 erhöhte, nahm Chris Harris die nächste Auszeit (37.). RASTA aber ließ sich kurzfristig nicht mehr beirren. In der 38. Minute machten erst Jordan Johnson per Dreier zum 85:68 und dann Tajuan Agee zum 87:68 den Vechtaer Auswärtssieg praktisch perfekt.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Wie sich Vechta in den entscheidenden Phasen der ersten Hälfte und im letzten Viertel präsentiert hat, war schon sehr routiniert und abgezockt. Es ist uns zu selten gelungen, den Ball direkt bis ans Brett zu tragen, sondern mussten vielfach für unsere Punkte hart arbeiten. Dass wir überhaupt noch einmal rangekommen sind, haben wir der Halle zu verdanken – diese Unterstützung hat und ungemein viel Kraft gegeben.“

Tajuan Agee (Center RASTA Vechta): „Phoenix Hagen ist ein wirklich starkes Team und die Atmosphäre war unglaublich. Am Ende haben wir als Einheit agiert, haben zusammengehalten und uns gegen alle Widrigkeiten gestemmt und sie auch überwunden. So konnten wir dieses Spiel gewinnen. Ich bin wirklich stolz darauf, wie wir heute Abend gekämpft haben!“

15.10.2022 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. VFL Kirchheim Knights 87:69

Nach den beiden zurückliegenden Auswärtssiegen in Paderborn und Düsseldorf bleiben die Basketballer von Medipolis SC Jena auch in ihrem Heimspielauftakt ungeschlagen. Das Team von Trainer Domenik Reinboth bezwang die Kirchheim Knights am Samstagabend in der Sparkassen-Arena vor 1.581 Zuschauern verdient souverän mit 87:69 und übernimmt erstmalig die Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. 

In einem Duell, das zahlreiche attraktive Basketball-Momente bereithielt, hatte sich zunächst ein ausgeglichenes Startviertel entwickelt, bevor die Thüringer einen kurzzeitigen 14:17-Rückstand (6.) durch einen straffen 14:0-Lauf konterten. Speziell Center Björn Rohwer war in dieser Phase kaum zu bremsen und trug mit acht Punkten maßgeblich zum Run der Saalestädter bei. Bis kurz vor Ablauf der Viertelsirene waren die Gastgeber auf 28:17 (9.) enteilt, bevor Kirchheims Aufbauspieler Michael Flowers noch einmal auf 28:20 verkürzen konnte. Obwohl Flowers den zweiten Abschnitt mit einem weiteren Dreier eröffnete, präsentierte sich Medipolis SC Jena konzentriert und stabil genug, um bis zur 16. Minute erneut auf 46:31 (FTs Björn Rohwer) vorzulegen. Die Gäste blieben jedoch weiterhin giftig, ließen trotz ihres zweistelligen Rückstandes nicht abreißen und verkürzten bis 17 Sekunden vor der Halbzeitsirene erneut auf 52:43 (Dunk, Henry-McCalla). Das letzte Wort der ersten Hälfte blieb jedoch Jenas Kapitän Brandon Thomas vorbehalten, der parallel zum Buzzer wieder auf 54:43 erhöhte.

Während Jenas Führung nach dem Start in die zweite Hälfte gleichermaßen kurzzeitig wie bedenklich bis auf 58:53 (24., Layup Nash) geschmolzen war, sorgte Nils Owen Schmitz mit einem Dreier zum 61:53 (25.) für die so wichtige Beruhigungspille. Anschließend neutralisierten sich die zwei Kontrahenten an beiden Enden des Parketts, bevor das Duell mit einer Jenaer 68:60-Führung in den Schlussabschnitt startete. In den verbleibenden zehn Minuten stemmten sich die Gäste zwar anfänglich noch gegen ihre dritte Saisonniederlage, gerieten jedoch zunehmend höher in Rückstand und mussten sich nach einem Korb von Brandon Thomas (37., Dreier 81:66) der Rollenverteilung beugen. Das Team von Medipolis SC Jena feierte unterdessen nach der Schlusssirene den ersten Sieg auf heimischem Parkett und darf sich nach nunmehr drei erfolgreichen Auftritten – zumindest temporär – über den Platz an der Sonne freuen.

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „Danke an Igor für die Glückwünsche. Am Ende waren es die von ihm angesprochenen Rebounds, die den Ausschlag gegeben haben. Unsere 56 Rebounds sind ein extrem starker Wert. Wir sind offensiv sehr gut ins Spiel reingekommen, bevor Kirchheim die Momente genutzt hat, in denen wir zu schläfrig waren. Gerade in der Transition haben wir zu viele einfache Punkte kassiert. Das zog sich durch das komplette zweite Viertel. Nachdem wir im dritten Abschnitt zu oft von außen geworfen hatten, ist es uns in den letzten zehn Minuten wieder besser gelungen, den Weg zum Korb zu finden. Es war von Beginn an das Ziel viel Druck auszuüben. In Kombination unserer guten Defense und der kurzen Rotation im Kirchheimer Kader haben wir den Gegner müde gespielt. Mit zu vielen Ballverlusten und 12 Offensiv-Rebounds des Gegners haben wir aber noch genügend Punkte, an denen wir arbeiten müssen. Insgesamt war es eine sehr gute Leistung, eine tolle Stimmung in der Arena und ein ebenso tolles Basketballspiel“.

15.10.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Uni Baskets Paderborn 74:88

Sieben Tage nach der 102:73 Auswärtsniederlage gegen die Tigers Tübingen müssen sich die wiha Panthers den Uni Baskets Paderborn geschlagen geben. Nach einem letzten Kampf in der Cruchtime verliert Schwenningen mit 74:88.

Am Samstag hatten die Schwenninger endlich die Chance in der Deutenberghalle die ersten Saisonpunkte zu holen. In der Startformation der Schwenninger standen Jacob Mampuja, Daniel Mayr, Badu Buck, Casey Benson und Devonte McCall. Die Panthers spielten ohne den angeschlagenen Jacob Knauf, der mit einer Adduktorenverletzung ausfällt.

Nach einem holprigen Start beider Teams (3-2 Turnover) steht es nach 5 Minuten bereits 8:16 für Paderborn. Nach einer Auszeit der Schwenninger sammelte McCall Punkte und Benson schaffte den Fastbreak. Paderborn antwortete darauf mit einem Dreier von Jocelyn. Die Doppelstädter blieben dran und Jacob Mampuya brachte die Schwenninger mit einem coast-to-coast zum 16:21. Doch die hohe Dreierquote (7/10) der Gastgeber sorgte für die mit 20:29 höchste Führung nach den ersten zehn Minuten. Paderborn eröffnete das zweite Viertel mit dem achten Dreier durch Konradt zum 20:32 und mit erweiterte den Rückstand nach zwölf Minuten  auf 23:37. Chatzinikolas und Kotieno konnten den Rückstand mit zwei Dreiern verkürzen  auf 29:37, doch danach startete Paderborn einen 6:0 Lauf. Der Kapitän der Panthers, Badu Buck konnte erst jetzt seine ersten Punkte gegen seinen Ex-Verein erzielen. Allerdings antwortete Fleming direkt und baute die Führung auf 32:46 aus. McCall verkürzte per Korbleger auf Minus 10 Punkte (39:49).

Die Schwenninger kamen mit einem Turnover von McCall aus der Pause zurück. Paderborn jedoch punktete drei Mal bei den ersten drei Angriffen (41:55). Womala verwertet nach schönem Anspiel von Chatziinikolas auf minus 12 Punkte (45:57) und Benson verkürzt auf Minus 10. Die Panthers bleiben in Reichweite, müssen sich aber jeden Punkt erarbeiten. Mampuya dunkt drei Minuten vor Ende des zweiten Viertels auf minus sieben Punkte. Durch Jacobs Mampuyas Spinmove rutschten die Panthers deutlich auf ein 57:62 ran. Jedoch erhöhten Fleming (Dreierwurf), Anthony (Freiwürfe) und Jocelyn per Fastbreak nach Steal auf 57:68. Das letzte Viertel startete übergreifend mit einem 8:0- Lauf für Paderborn durch Lagerpusch. Sehr prägend im letzten Viertel war Chatzinikolas. Chatzinikolas antwortete per Dreier zum 60:70, dribbelte coast-to-coast zum 62:70 und erhöhte mit dem zweiten Dreier auf 65:70. Aber Paderborn reagierte, verteidigte besser und legte erneut einen 8:0-Lauf hin (65:78). Der ehemalige Panther Lars Lagerpusch legte knapp eine Minute vor Schluss mit And-1-Spiel nach und Fleming machte es per Dreier deutlich zum 72:88. Die Panthers verloren das Spiel mit 74:88.

„Wir wussten, worauf es ankommen wird, ich meine ich habe selbst zwei Jahre in Paderborn gespielt. Es ist eine sehr kompakte Mannschaft, jeder weiß, was seine Aufgabe ist, jeder weiß was er zu tun hat. Ich finde wir haben gut trainiert die Woche, es ist natürlich trotzdem ärgerlich das wir verloren haben. Wir sind rangekommen, wir haben gekämpft, ich kann nicht sagen das wir nicht alles gegeben haben und hinten raus, vor allem bei einer so gut gecoachten Mannschaft, sind es einfach die kleinen Dinge, worauf es ankommt, die haben wir phasenweise gut gemacht und phasenweise nicht gut gemacht. Natürlich tut es weh und es ist auch Kräfte zehrend, wenn man einem Rückstand hinterherrennt, das Gefühl hat, das man rankommt und dann verliert“, sagt uns Kapitän Badu Buck.

15.10.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Dresden Titans 82:84

Die Titans melden sich zum dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eindrucksvoll zurück! Mit 82:84 können sich Dresdens Korbjäger in fremder Halle hauchdünn gegen den Traditionsverein Artland Dragons durchsetzen. Es ist der zweite Auswärtssieg in Folge und damit auch der zweite Saisonsieg insgesamt. Garanten für den Erfolg waren eine erneut starke Trefferquote von außen (12 Dreier bei 46 Prozent Quote) sowie ein glänzend aufgelegter Kapitän Georg Voigtmann, der bei 19 Zählern nicht ein einziges Mal den Korb verfehlte! Zudem überzeugten Veteran Chase Adams und Daniel Kirchner mit Nervenstärke und Chuzpe in der spannenden Schlussphase.

Das Spiel begann ausgeglichen. William Christmas sorgte für die ersten Punkte des Spiels per Layup. Dresden beantwortete jeden Korb der Dragons jedoch mit eigenen Punkten und das, obwohl Ausbauspieler Kirschner von Headcoach Fabian Strauß nach zwei Turnovern schnell seine erste Pause bekam. Sein Backup, Chase Adams, spielte jedoch stark auf und sorgte immer wieder für wichtige Punkte auf Seiten der Gäste. Die Dragons konnten sich zwar dank eines Layups von Joanic Grüttner Bacoul Mitte des ersten Viertels auf fünf Punkte absetzen, doch Dresden antwortete mit zwei schnellen Dreiern in Folge. So ging es mit einem Spielstand von 18:18 ins zweite Viertel.

Der Anfang des zweiten Viertels gehörte den Gästen. Ihre erstem sieben Punkte blieben von den Dragons unbeantwortet. Allen voran der Veteran Chase Adams bereitete den Drachen nun Probleme und war an den meisten erfolgreichen Aktionen der Sachsen beteiligt. Doch die Drachen bissen sich zurück ins Spiel. Zunächst war es Jannes Hundt, der den ersten Dreier auf Seiten der Burgmannsstädter traf. Ein gewaltiger Dunk von Center Marko Bacak brachte die Halle Mitte des zweiten Viertels zum Beben. US-Guard Christmas brachte die Drachen dann mit einem schwierigen Layup drei Minuten vor Schluss wieder auf drei Punkte an die Gäste heran. Was nun allerdings folgte, war schwere Kost für alle Fans in der heimischen Artland Arena. Die Sachsen trafen ihre nächsten sieben Würfe aus dem Feld und zogen auf 17 Punkte davon. Eine Führung, die sie auch nicht mehr aus der Hand geben sollten.

Cheftrainer Fabian Strauß – „Riesenrespekt an Artland. Sie haben uns mit ihrer Energieleistung in der zweiten Hälfte das Leben extrem schwergemacht. Wir haben vor dem Spiel darauf gepocht, smarter zu verteidigen, ihre Nummer Fünf [Jalen Bradley] in den Griff zu kriegen, besser zu helfen. Das haben wir zum Ende der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Da hatten wir die Stopps, da konnten wir rennen und unseren Basketball spielen. In der zweiten Hälfte haben wir das dann nicht mehr so konstant umgesetzt, sind hier aber zum Schluss mit einem blauen Auge davongekommen.“

16.10.2022 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Tigers Tübingen 66:98

Gegen die Tigers Tübingen unterliegt das Team von Cheftrainer Hansi Gnad verdient mit 66:98.

Mit Neuzugang Devin Thomas in der Starting-Five starteten die GIANTS gegen die Tigers Tübingen. In der Anfangsphase sahen die rund 1.700 Zuschauer in der Ostermann-Arena noch eine ausgeglichene Partie (6:7 – 3. Spielminute), bevor die Gäste davonzogen. Mateo Seric vollendete einen 6:2-„Run“ seiner Farben und sorgte für die erste deutlichere Führung der Partie (13:19 – 7. Spielminute). BAYER versuchte mit der offensiven Schlagkraft der Universitätsstädter Schritt zu halten, allerdings verfehlte der Großteil der Leverkusener Würfe ihr Ziel. Mit 17:25 endete der erste Abschnitt aus Sicht der Gastgeber.

Im zweiten Viertel setzten die Tübinger ihren Lauf weiter fort. Die Auswärtsmannschaft spielte souverän auf und verwertete die eigenen Würfe hochprozentig. Regelmäßig sorgten die Tigers, in Person von Mateo Seric und Zac Seljaas, für Punkte. Nach 14 Minuten lag das Gastteam mit 16 Zählern deutlich in Front (21:37). Doch die Leverkusener steckten nicht auf und hielten Schritt, es fehlte allerdings das letzte Quäntchen Durchsetzungsvermögen, um an Boden gutzumachen. Zu abgezockt war der Gegner in Hälfte Eins. Beim Spielstand von 35:48 ging es, nach zwei absolvierten Vierteln, in die Kabine.

Nach der Pause erlebten die GIANTS dann ihren wohl schlechtesten Spielabschnitt der vergangenen Jahre. Für die Schützlinge von Coach Hansi Gnad lief im Angriff nicht viel zusammen, während die Tübinger gefühlt jeden ihrer Feldwurfversuche durch die Reuse der Farbenstädter beförderten. Die pure Dominanz der Baden-Württemberger war an diesem dritten Spieltag für die „Giganten“ nicht zu durchbrechen. Während die „Schwarz-Gelben“ überragende 36 Punkte in den dritten zehn Minuten markierten, kamen die Rheinländer auf lediglich zehn Zähler. Nach drei absolvierten Vierteln war die Begegnung beim Zwischenergebnis von 45:84 entschieden. Im Schlussdurchgang versuchten die „Riesen vom Rhein“ den Rückstand zu verkürzen, doch dieses Vorhaben sollte nicht gelingen. Zwar gab es Hier und Da einige erfolgreiche Aktionen zu sehen, aber zurück in die Partie kamen die Farbenstädter nicht mehr. Schlussendlich gewann Tübingen hochverdient gegen BAYER mit 98:66.

16.10.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. JobStairs GIESSEN 46ers 63:75

Die JobStairs GIESSEN 46ers fanden mit einer griffigen Defense schnell in die Begegnung des dritten Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und bauten sich einen wertvollen Punktepuffer bis zur Halbzeit auf (46:27). Die bis dahin ungeschlagenen Hausherren aus Nürnberg konnten erst im dritten Viertel ihren Rhythmus in der Offensive finden, aber die Gießener hielten in der Schlussphase dagegen und gewannen am Ende verdient mit 75:63. Der 46ers-Topscorer Stefan Fundic lieferte mit 21 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double ab. Bereits am kommenden Samstag müssen die Mittelhessen wieder Auswärts in Dresden ran.

Das Quintett der Mittelhessen legte in den ersten zwei Minuten einen 6:0-Start hin (2.). Rückkehrer Nyama setzte gemeinsam mit Fundic die Akzente in der Zone und verschaffte den Nürnbergern die erste Gesprächspause. Der Wurfjustierung der Falken verhalf dieses Break nicht und die Defense der Gießener hielt stand, wobei auch deren Offensivbemühungen bis Mitte des Viertels auch überschaubar blieben. Der eingewechselte Igor Cvorovic fügte mit einem And-One die nächsten mittelhessischen Punkte hinzu und Fundic stellte auf 11:0 (6.). Die überschrittene Teamfoulgrenze der Gäste lieferte von der Straflinie durch Krimmer die ersten Zähler (2:11, 7.) der Franken. Die 46ers-Verteidigung behielt die Konzentration bei – vier Steals und sieben erzwungene Ballverluste bedeuteten ein 19:4 (8.) und ein weiteres Timeout der Hausherren. Die Einsatzbereitschaft der JobStairs GIESSEN 46ers sollte auch in den letzten zwei Minuten nicht einbrechen, sodass man mit einem 23:9 ins zweite Viertel ging.  

Das Momentum sollte aber nicht kippen, die Gießener reagierten mit Spielfreude, zwölf Assists führten zu freien Würfen und zum 38:18 (15.) für die 46ers. Ein Highlight-Play von Fundic und dessen Behind-the-back-Pass zu Martin war dabei besonderes Sehenswert. Nach dem Pausentee widmete sich Figge dem Scoring und verhalf seinen Farben zu den ersten Zählern der zweiten Halbzeit (48:27, 21.). Den offensiven Flow fand aber nun Nürnberg und Sheldon Eberhardt brach zusammen mit Justinas Ramanauskas den Bann von der Dreipunktelinie zum 37:50 (24.), was gleichzeitig eine Auszeit von Gießen bedeutete. Forward Nyama gelang es der Defense der Falcons zu entgehen, um weitere Zähler für die 46ers zu platzieren (52:37, 26.). 

Das Schlussviertel begann mit einem Korbleger von Fundic und Freiwürfen von Barnes zum 59:46 (32.). Die Mittelhessen wirkten nun wieder gefestigter und fanden ihren serbischen Center unter dem Korb, sodass ein 6:0-Auftakt zur Falcons-Auszeit führte (61:46, 33.). Es war die Phase des Serben, erst lieferte er weitere Argumente am Brett, dann sorgte der Big Man mit einer schönen Bewegung, dass Brauner von jenseits des Perimeters freistehend scoren konnte (68:48, 34.). Die Nürnberger versuchten noch einmal über den US-Amerikaner Wilder einen Comeback-Versuch zu starten (55:72, 37.). Eine Auszeit von 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic sollte diesen Ansatz zwar nicht völlig im Keim ersticken, doch die JobStairs GIESEN 46ers belohnten sich am Ende für die gezeigte Leistung mit dem 75:63-Auswärtserfolg.  

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Wir haben Lehrgeld am ersten Spieltag gezahlt und am zweiten Spieltag glücklich gewonnen. Heute hat unsere Mannschaft über weite Strecken gezeigt, wie wir Basketball in dieser Saison spielen wollen. Wir wollen mit viel Engagement verteidigen und mit sehr viel Intensität spielen. Ich glaube, dass ist die Spielweise die die Gießener Fans brauchen. Offensiv haben wir mit Sicherheit noch Reserven, aber entscheidend war heute unsere defensive Leistung.“ 

 

16.10.2022 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 107:101

1.091 Zuschauer sahen am 16. Oktober in der Lina-Radke-Halle eine packende Begegnung zwischen den PS Karlsruhe LIONS und den RÖMERSTROM Gladiators Trier. Nach 40 intensiven Minuten und einem wahren Korbfestival endete das Duell mit 107:101 und dem ersten Saisonsieg des Löwenrudels am dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Nach einem zunächst ausgeglichenen Beginn zeigten sich bald erst Vorteile für die LIONS, bei denen der Ball schneller und präziser lief. Beim 15:4 nach vier Minuten war die erste Auszeit bei den Gästen fällig – ohne nennenswerte Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des ersten Viertels. Trier hatte Probleme mit dem schnellen Karlsruher Spiel und zeigte Schwächen im eigenen Abschluss. Es lief auf einen optimalen Start für die LIONS hinaus, die sich zur ersten Pause nach zehn Minuten einen komfortablen 34:11-Vorsprung sicherten. 

Nach dem Seitenwechsel kamen die RÖMERSTROM Gladiators etwas besser in die Partie und konnten vor allem defensiv einige Erfolgserlebnisse verbuchen. Die Lions ließen in ihrer Konzentration etwas nach, leisteten sich offensiv einige Fehler und trafen auch aus der Distanz nicht mehr ganz so hochprozentig. Einzig das Offensivrebounding hielt die Karlsruher nun noch auf Distanz, hier gaben die Trierer über das gesamte Spiel viel zu viele zweite Chancen ab. Vor allem Lions-Center Maurice Pluskota konnte immer wieder den Ball ergattern und im Anschluss einfache Punkte verbuchen oder nach einem Foul für zwei Freiwürfe an die Linie gehen. Offensiv waren es nun vor allem Garai Zeeb und Parker van Dyke, die die Gladiatoren wieder etwas ins Spiel brachten. Teilweise schwere Dreier gegen den Mann fanden auf einmal ihr Ziel und am Ende des dritten Viertels stand es noch 64:79 für die Karlsruher.

Im letzten Viertel setzte sich die Aufholjagd der Gladiatoren fort. Getreu der Invictus-Philosophie gaben sich die Trierer Profis nicht auf und arbeiteten sich Stück für Stück in die Partie zurück. Defensiv zeigte man sich nun deutlich verbessert und offensiv trafen vor allem Zeeb und van Dyke weiterhin stark aus der Distanz. Auch Travis Daniels übernahm nun viel Verantwortung und erzielte 13 seiner 17 Punkte im letzten Viertel. Zwar verkürzten die Gladiatoren so sukzessive den Rückstand, konnten sich aber nicht entscheidend an die Lions heranspielen. Acht Sekunden vor Spielende kam man sogar auf Vier Punkte heran (103:99), musste im Folgenden jedoch foulen um die Uhr zu stoppen. Die Freiwürfe verwandelten die Karlsruher souverän und entschieden das Spiel somit für sich. Nach einer beeindruckenden Leistungssteigerung und 63 erzielten Punkten in der zweiten Hälfte mussten sich die RÖMERSTROM Gladiators so letztlich mit 101:107.

Pascal Heinrichs (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Wir sind nicht gut in die Partie gekommen, zu Beginn hat uns das Tempo und die Konzentration gefehlt. Wir hatten früh Probleme mit Fouls und sind nicht in unseren Flow gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann sehr gut zurückgekämpft und das Spiel angenommen. Es ist das Wichtigste, dass wir nun verstehen in welcher Situation wir sind. Es wird nicht einfacher aber wir müssen immer weiterkämpfen. Wir müssen weiter an uns glauben und jetzt auf die Heimspiele gegen Artland und Dresden vorbereiten“.

Vorberichte ProB Nord 3. Spieltag

Foto: Stativ&Linse Fotoagentur

Spieltag 3: 15.10.2022 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Itzehoe Eagles

Einen spannenden Gegner erwarten die RheinStars am Wochenende. Am kommenden Samstag gibt der runderneuerte ProA-Absteiger Itzehoe Eagles seine Visitenkarte in der ASV-Sporthalle in Köln ab. „Itzehoe ist ein echter Prüfstein für uns“, sagt Headcoach und Manager Stephan Baeck. „Gerade nach unserem Spiel in Iserlohn ist es wichtig für uns, dass wir in der Defense und bei der Intensität unser wahres Gesicht zeigen. Wir wollen uns den nächsten Heimsieg holen.“

Bei den Eagles seien alle heiß darauf, sich im ersten Auswärtsspiel zu beweisen, sagt der Trainer. Weiterhin fehlen wird dabei Jack Fritsche, der nach seiner Verletzung in der Vorbereitung noch kein Training mit dem Team absolviert hat. „Er bekommt die Zeit, die er braucht, um sich vollständig zu erholen“, betont Völkerink.

Die Eagles kommen mit dem 72:64-Auftakterfolg gegen Schwelm und einer guten Leistung im Rücken. „Wir wollen an unserer Spielweise vom ersten Spiel anknüpfen“, sagt der Coach und meint damit: „Aggressive Verteidigung, viel Tempo und teamorientierten Basketball. Wenn es uns gelingt, die Bretter zu kontrollieren und unser Spiel zu spielen, traue ich uns eine Überraschung zu.“

15.10.2022 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. LOK BERNAU

Seit Ihrem Aufstieg in der Saison 2021/22 läuft es für die Mannschaft aus dem benachbarten Sachsen-Anhalt durchweg positiv. Gleich im ersten Jahr konnten sie das Halbfinale der Playoffs erreichen, wo sie lediglich am späteren ProB-Meister, den Dresden Titans, scheiterten. Und auch in dieser Saison haben die Wolmirstedter bereits eindrucksvoll Ihre Playoff Ambitionen unter Beweis gestellt. Mit einer Teameffektivität von 206 führen sie die Liga mit Abstand an, obwohl sie ihr 2. Spiel verloren haben. Offensiv gehören sie zu den 3 stärksten Reboundern der Liga, was ihnen immer wieder 2. Chancen ermöglicht. Bei den Baskets läuft aber auch noch lange nicht alles rund. Sah man gegen das Farmteam von Rasta Vechta lange wie der sichere Sieger aus, denn das Team führte zwischenzeitlich mit 52:33, mussten sie die Partie schlussendlich doch noch mit 87:93 verloren geben. Für unser junges Team gilt es daher einmal mehr seine Dynamik und Athletik auszuspielen. Die Mannschaft konnte die vergangenen 2 Wochen sehr gut trainieren und die Intensität und die Spannung aus der Vorbereitung gegen den SC Rist Wedel aufrechterhalten.

Assistant Coach Dan Oppland: „Wir waren sehr enttäuscht, dass das letzte Spiel ausfallen musste. Wir freuen uns jetzt auf Wolmirstedt und die große Herausforderung. Die Baskets sind sehr talentiert und qualitativ sehr gut aufgestellt. Der Focus und die Energie in unserem Team stimmen. Wir konnten sehr gut trainieren und wollen das jetzt unbedingt auf dem Spielfeld umsetzen.“
Dem haben wir wie immer nichts mehr hinzuzufügen.

15.10.2022 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. Dragons Rhöndorf

Nach den ersten beiden Spieltagen kann das sportliche Ensemble von Headcoach Falk Möller eine gemischte Bilanz aus einem Sieg und einer Niederlage vorweisen. Auf den Auftakterfolg gegen die BSW Sixers folgte am vergangenen Spieltag eine empfindliche Niederlage bei ProA Absteiger Itzehoe Eagles.

Um gegen die tiefbesetzten Dragons bestehen zu können, braucht es eine geschlossene Teamleistung, findet auch Headcoach Falk Möller: „Gegen Rhöndorf sehe ich uns aktuell als Außenseiter. Für mich haben sie die beste Starting Five der Liga, die mit Perspektivspielern ergänzt wird. Wir müssen eine Reaktion auf die Niederlage in der letzten Woche zeigen! Erfreulich ist, dass die Chancen gut stehen, dass uns Marius Behr dabei helfen kann.“

Einfach wird dieses Unterfangen allerdings nicht. Mit den Dragons Rhöndorf schlägt eine der stärksten Mannschaften der Liga in der Schwelm-Arena auf. Zwar kommen die von Julius Thomas gecoachten Dragons aus einer Pause am letzten Spieltag, wussten aber in ihrem Auftaktspiel zu überzeugen. Am Ende stand ein eindrucksvoller 82:103 Auswärtserfolg bei den Gießen Pointers zu Buche. Überragende Wurfquoten aus dem Feld, in Kombination mit einer sehr ausgeglichenen Teamleistung, waren ausschlaggebend für den erfolgreichen Saisonstart. Besonders Amerikaner Devon Goodman spielte mit 28 Punkten und 7 Assists groß auf. Auch sein schwedischer Teamkollege Zaba Bangala konnte bei seinem Debüt mit einem Double-Double aus 21 Punkten und 11 Rebounds glänzen. Dazu überzeugten, die auch in höheren Ligen erfahrenen, Paul Albrecht und Florian Koch. Aus der vergangenen Saison bereits bekannt ist Nicolas Buchholz, der sich zu einem der besten deutschen Guards der ProB entwickelt hat und eine dauerhafte Gefahr von Außen darstellt.

15.10.2022 19:30 Uhr BBG Herford vs. RASTA Vechta II

Denn durch das die Konkurrenz aufhorchen lassende 93:87 im Heimspiel gegen Aufstiegskandidat SBB Baskets Wolmirstedt und die bereits zuvor gemachte Ankündigung von RASTA II-Head Coach Hendrik Gruhn, einen möglichst guten Playoff-Platz erreichen zu wollen, hat das Farmteam selbst die Messlatte hochgelegt. „Die Mannschaft ist hungrig und kämpft ohne Unterlass. Das hat sie beim Comeback-Sieg gegen Wolmirstedt unter Beweise gestellt“, sagt Gruhn. „Es wäre falsch, die Ansprüche an die Spieler nicht hoch anzusetzen. Schließlich sind wir das Farmteam eines ambitionierten ProA-Ligisten. Und mit dieser Perspektive müssen die Spieler, gerade die Talente, an ihre Aufgaben in der ProA und auch in der Nachwuchs Basketball Bundesliga herangehen.“

Am dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bekommt es die BBG Herford mit der Zweitvertretung von Rasta Vechta zu tun. Auf der Basis einer starken Mannschaftsleistung soll unbedingt der erste Heimsieg gefeiert werden, um wichtige Zähler auf dem eigenen Punktekonto zu verbuchen.

Das letzte Spiel gegen die TKS 49ers ging nach einem schwierigen ersten Viertel am Ende leider verloren. Vor allem in der zweiten Halbzeit konnte sich unsere Mannschaft jedoch enorm steigern, so dass es phasen-weise nach Sensation roch. Gleichzeitig darf man Vechta nach dem Sieg gegen die SBB Baskets keinesfalls unterschätzen. Wer einen Aufstiegsfavoriten ärgern kann, wird sicherlich mit einem enormen Selbstbewusstsein aufspielen. Entsprechend ist die Marschroute für unser Team am heutigen Abend auch klar vorgegeben.

15.10.2022 20:00 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. SC Rist Wedel

Einige Tage nach der 58:70-Auswärtsniederlage bei den BSW Sixers im sachsen-anhaltinischen Sandersdorf, bei der die Mittelhessen vor allem die Anfangsphase verschlafen hatten, konstatiert Pointers-Headcoach Daniel Dörr rückblickend: „Wir haben das Spiel natürlich analysiert: Wir hatten vor allem in der Offensive Probleme, da kommen wir einfach noch nicht richtig in Tritt. Wir müssen schauen, dass wir da insgesamt gefährlicher werden, nicht nur über unseren Amerikaner Jalen Gibbs oder über Benjamin Lischka – daran müssen wir weiterhin arbeiten.“ Tatsächlich sind die beiden Leistungsträger aktuell die beiden einzigen Gießener Spieler, die ein zweistelliges Scoring aufweisen und jeweils auf rund 20 Punkte pro Begegnung kommen.

Bereits gegen den kommenden Kontrahenten aus Schleswig-Holstein soll es nach Möglichkeit besser laufen und die Offensiv-Power von mehreren Schultern gestemmt werden, auch wenn Dörr von den Nordlichtern keine Geschenke erwartet: „Rist Wedel ist natürlich nicht zu unterschätzen, generell würde ich sagen, dass es in dieser Liga keine schwachen Gegner gibt.“

Besonderes Gefahrenpotenzial hat Daniel Dörr im Wedeler US-Pointguard Harrison Cleary ausgemacht, der zum SC-Saisonauftakt satte 26 Punkte beigesteuert hatte. Der 24-Jährige (1,85 m) ist erst im Sommer zu den Norddeutschen gestoßen und soll, wie sein Coach Stephan Blode vor der Runde festhielt, neuer „Kreativfixpunkt“ in Wedel werden.

„Aber auch sonst sind die auf allen Positionen gut besetzt“, möchte Daniel Dörr den Fokus nicht nur auf Cleary setzen und ergänzt: „Das wird ein ganzes Stück Arbeit, aber es wird Zeit, dass wir nun unseren ersten Saisonsieg einfahren.“

Was aus heimischer Sicht zuversichtlich stimmt: In personeller Hinsicht können Dörr und sein Co-Trainer Dejan Kostic am Wochenende, vom nach wie vor verletzten Christoph Kenntemich abgesehen, wohl aus dem Vollen schöpfen. Auch der zuletzt gesundheitsbedingt fehlende David Amaize wird wieder mit an Bord sein.

16.10.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. BSW Sixers

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

Vorberichte ProA 3. Spieltag

Foto: Christian Becker

Spieltag 3: 15.10.2022 19:00 Uhr VFL Sparkassenstars Bochum vs. WWU Baskets Münster

Duelle zwischen den VfL SparkassenStars Bochum und den WWU Baskets Münster hatten in der jüngsten Vergangenheit immer einen hohen sportlichen Wert. So waren die WWU Baskets in der Bochumer Aufstiegssaison 2020/2021 der härteste Konkurrent um den Aufstieg in die ProA. In der regulären Saison feierten die SparkassenStars in Münster den Gewinn der Hauptrundenmeisterschaft. In einem Heimspiel in der zweiten Playoff-Gruppenphase sicherte der VfL in den letzten Sekunden das Ticket um das Weiterkommen in das Halbfinale und in den entscheidenden Halbfinalspielen um den Aufstieg schenkten sich beide Mannschaften nichts, doch die Bochumer lagen sich am Ende freudig in den Armen und konnten sich über den Aufstieg freuen.

Diese Rivalität wird nun auch auf dem ProA-Parkett fortgesetzt. In den ersten beiden Partien der Saison mussten die Münsteraner am ersten Spieltag eine 81:88-Niederlage in Hagen hinnehmen und feierten bei der Heimpremiere am zweiten Spieltag einen deutlichen 76:59-Erfolg gegen die Kirchheim Knights.

Die SparkassenStars werden versuchen wollen, den Schwung aus dem Sieg in Dresden mitzunehmen, um auch vor heimischem Publikum endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.

„Dies wird ein sehr schwieriges Spiel für uns. Münster hat einen der erfahrensten Coaches der Liga auf höchstem Level. Sie haben eine sehr gute Defense und eine sehr dynamische Offensive. Wir müssen unser gesamtes Potential abrufen, um gegen sie zu bestehen“, so Headcoach Felix Banbore vor der Partie.

15.10.2022 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. ART Giants Düsseldorf

Trotz der erneut klar verteilten Favoritenrolle wollen sich die ART Giants nicht verstecken. Nicht nur der Auftaktsieg in Bochum, sondern auch die starke Leistung gegen Jena machen Mut für die anstehenden Begegnungen. Bei der Heimpremiere im Castello haben die Düsseldorfer gezeigt, auch mit den großen Teams der Liga mithalten zu können. Dass nach zwei Spieltagen noch nicht alles rund läuft, weiß auch Flabb: „Wir haben in allen Bereichen noch großes Entwicklungspotenzial. Wenn man auf unsere Defensivleistung gegen Jena schaut, erkennt man, dass wir uns da schon während des Spiels deutlich entwickelt haben. Jetzt müssen wir schauen gute Phasen, die wir in allen Spielen hatten, konstanter abrufen zu können und uns keine Schwächephasen erlauben, in denen wir das Spiel aus der Hand geben.“

Neu-Bremerhavener Chris Hooper, der in seiner Zeit bei den Itzehoe Eagles schon gegen die ART Giants gespielt hat, weiß um die Stärken des nächsten Gegners: „Wir müssen variabel spielen, denn die Düsseldorfer sind trotz des personellen Umbruchs nach dem Aufstieg individuell gut aufgestellt.“ Die Düsseldorfer haben einen Sieg in Bochum, eine Heimniederlage gegen Jena und viel Motivation für das Spiel im Eisbärenkäfig im Gepäck. Mit Florian Flabb haben die Düsseldorfer einen Headcoach, der schon seit der Jugend im Verein ist und Einiges an Basketballerfahrung vorweisen kann. Zuletzt coachte er die SG ART Giants Düsseldorf zum Aufstieg in die ProA.

Für das kommende Spiel in Bremerhaven hat sich der 29-jährige mit seinem Team vorgenommen, besonders präsent in der Verteidigung zu agieren: „Jetzt müssen wir schauen gute Phasen, die wir in allen Spielen hatten, konstanter abrufen zu können und uns keine Schwächephasen erlauben, in denen wir das Spiel aus der Hand geben.“ Für Eisbären-Head Coach Steven Key bleibt der Gegner aus dem Rheinland auch nach zwei Saisonspielen schwer einzuschätzen: „Die Düsseldorfer haben in beiden bisherigen Partien einen guten Eindruck hinterlassen. Das Team spielt sehr schnell und physisch, mit schnellen Würfen. Wir möchten unsere Fehler abstellen und an unserem Gameplan festhalten.“ Das letzte Zusammentreffen beider Teams auf dem Parkett gab es unterdessen am 09.01.2011 in Düsseldorf zu erleben. Damals gingen die Bremerhavener unter Trainer Doug Spradley mit 69:67 knapp als Sieger vom Feld.

15.10.2022 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Rasta Vechta

Ebenfalls ganz früh in der Saison war RASTA letztmals bei Phoenix Hagen angetreten. Am 2. Spieltag der Saison 2021-22 gab’s eine 57:83-Klatsche, eine, von der man sich nicht schnell erholte. Gut ein Jahr später sind die Voraussetzungen andere. Mit einem verstärkten Kader, einem neuen Coaching Staff und einer ansehnlichen Pre-Season im Rücken gewann RASTA seine ersten zwei Spiel und will diese Serie ausbauen. „Wir werden unseren aktuell besten Basketball spielen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Auswärtsspiele sind nie leicht“, sagt Head Coach Ty Harrelson (42). „Wir wissen, dass Hagen sehr physisch spielt, es stehen echte Wettkämpfer im Kader. Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel, in dem es zur Sache gehen wird.“

Das Trikot von Phoenix Hagen trug RASTAs Joel Aminu vier Jahre, zwischen 2017 und 2021. Nun kehrt der in Kamp-Lintfort (65 Kilometer nordwestlich von Hagen gelegen) aufgewachsene Shooting Guard als Gegner der ‚Feurvögel‘ zurück in die ‚Krollmann Arena‘. „Es werden schon Einige aus der Familie und Freunde kommen. Daher brauchte ich auch das ein oder andere Ticket mehr“, so der 25-Jährige. Verkauft worden sind für das Top-Spiel aktuell rund 1.500 Karten.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen):
„Die zwei Siege zum Saisonstart haben uns gutgetan und viel Schwung gegeben. Als diesen Sommer neu zusammengekommenes Team haben wir trotzdem noch viel zu lernen und können als Einheit an jeder vor uns liegenden Herausforderung wachsen – dessen sind wir uns sehr bewusst. Was wir jedoch immer aufs Feld bringen können, sind Einsatz und Emotionen. Das ist unsere Basis, unsere Konstante. Dazu gehören auch die hoffentlich wieder vollen Zuschauerränge, auf die sich die ganze Truppe freut – weil sie zu schätzen wissen, wie viel Herzblut unsere Fans in der „Ische“ lassen.“

15.10.2022 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. VFL Kirchheim Knights

Zeit! Das ist es was die Basketballer aus Kirchheim benötigen und am Wenigsten haben. Nach der wohl kompliziertesten Vorbereitung seit Jahren, mit teilweise nur fünf gesunden Akteuren, sowie einem Saisonstart mit erst kurz zuvor angekommenen Spielern und zwei deftigen Niederlagen, steht für die Mannen von Head Coach Perovic eines der wohl schwersten Auswärtsspiele der Saison an. Am Samstag geht es für den Rittertross nach Jena. Der Aufstiegskandidat startete mit zwei souveränen Siegen gegen Paderborn und Düsseldorf in die BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2022/2023 und etabliert sich früh in der oberen Tabellenhälfte. Ganz anders das Bild der Teckstädter, die sich noch auf der Suche nach ihrer Spielidentität befinden. „Jena ist sicher der Favorit. Sie hatten einen sehr guten Start mit zwei Siegen. Wir hingegen suchen noch nach unserer Form und Identität. Wir hatten eine bessere Trainingswoche, aber wir brauchen Zeit uns zu finden. Es rächt sich nun die schwierige Vorbereitung. Wir werden dennoch alles versuchen rauszuhauen,“ erklärt Knights Coach Perovic.

„Kirchheim verfügt eigentlich über einen personell stark aufgestellten Kader, hatte in den letzten Wochen allerdings mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen“, blickt Jenas Cheftrainer Domenik Reinboth vor der Heimspiel-Premiere auf die Baden-Württemberger. „Das hat ihnen speziell in der Rotation deutscher Spieler wehgetan. Bei voller Leistungsstärke sind sie ein keinesfalls zu unterschätzender Gegner und das werden wir auch nicht tun. Bis jetzt haben die Knights noch nicht ihre volles Potenzial abrufen können. Das Ziel wird und muss es sein, dass sie in unserem Heimspiel nicht damit anfangen“, so Jenas Trainer.

Im Kader der Saalestädter bleibt es unterdessen beim Ausfall von Center Alex Herrera. Zwar konnte Jenas defensiver „Fels in der Brandungs-Zone“ zuletzt seine Gipsschiene ablegen, bis zu einer endgültigen Rückkehr in den Trainingsmodus welcher Körperkontakt beinhaltet, wird es jedoch noch eine Weile dauern. „Wichtig ist, dass wir und Alex diese Verletzung anständig ausheilen lassen. Ein großes Lob geht diesbezüglich an unsere medizinische Abteilung“, so Reinboth abschließend.

15.10.2022 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Uni Baskets Paderborn

Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge wollen die wiha Panthers am 2. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bessere Leistungen zeigen. Beim Ländle-Duell gegen Tübingen verschliefen die Doppelstädter am letzten Samstag den Start in die Partie und offenbarten einige Defizite.

„Samstag kommt meine alte Mannschaft zu uns und ich möchte auf jeden Fall gewinnen. Ich werde alles dafür tun, um zu siegen. Wir freuen uns, dass wir wieder ein Heimspiel haben, ein Spiel, um uns weiterzuentwickeln und besser zu werden. Paderborn hat ein Spiel richtig hoch verloren und ein Spiel richtig hoch gewonnen, die werden natürlich auch hoch motiviert sein. Paderborn ist gut gecoacht, die wissen, was sie auf dem Feld machen, bilden eine Einheit und unsere Aufgabe wird sein diese Einheit zu stoppen“ sagt Kapitän Badu Buck. „Wir sind motiviert und wollen den ersten Saisonsieg einfahren, geben Gas im Training und hoffen das wir zahlreiche Unterstützung von den Fans bekommen.“

Steven Esterkamp weiß dennoch, dass auf seine Jungs gerade in Schwenningen eine harte Aufgabe wartet: „Auch in dieser Woche nach dem Spiel gegen Leverkusen haben wir so hart trainiert wie in der Woche zuvor. Wir müssen verstehen, dass wir jedes Mal ein hohes Energielevel brauchen. Im ersten Spiel gegen Jena haben wir dahingehend zu wenig investiert und wurden dafür bestraft. Jetzt wissen wir, dass wir unsere Intensität immer hochhalten müssen, gegen jeden Gegner. Gerade als junge Mannschaft, wenn die Konstanz noch nicht so vorhanden ist, müssen wir uns jede Partie von Beginn an neu fokussieren, um eine Chance zu haben. Beispiel Defense: Wenn die so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, ist das unsere perfekte Basis für ein erfolgreiches Spiel. Aber: Speziell in Schwenningen zu bestehen, ist nie einfach. Sie spielen einen ganz eigenen Stil, vollkommen anders als der Rest der Liga. Und auch sie haben eine Menge Neuzugänge und sind deswegen kaum auszurechnen. Coach Velcic hat darüber hinaus immer etwas Besonderes und Überraschendes auf Lager, er macht aus seinen Möglichkeiten immer das Beste. Hinzu kommt: Es ist das erste Auswärtsspiel für unser junges Team mit einer langen Anreise. Daher: Das wird ein ganz unangenehmes Spiel.“ 

15.10.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Dresden Titans

Die Titans mussten am vergangenen Spieltag ihre erste Niederlage der noch jungen Saison einstecken. Zuvor konnten die Sachsen in Schwenningen knapp mit 75:74 gewinnen, womit man nun bei einer ausgeglichenen Bilanz von 1-1 steht. Kurz vor Beginn der Saison musste Dresden nach der einvernehmlichen Vertragsauflösung mit Saiquan Jamison noch einen Ersatzmann finden, welcher in Person von 2,21 m Big-Man Aaron Menzies gleich mal zum Gamewinner gegen Schwenningen wurde. Der Brite konnte den entscheidenden Freiwurf zum ersten Saisonsieg treffen und bildet zusammen mit Kapitän Georg Voigtmann, dem Bruder von DBB-Center Johannes, ein echtes „Twin-Tower“ Duo im Frontcourt der Sachsen.

Auch für die Artland Dragons läuft es in der jetzigen ProA-Saison nicht ganz so rund. Auf eine herbe Auftaktniederlage gegen Vechta (61:88), folgte vergangenen Sonntag eine denkbar unglückliche Auswärtsniederlage gegen Gießen (82:81), die 46ers-Spieler Stefan Fundic per Buzzerbeater entschied. Doch trotz der bitteren Pleite wusste das Team von Headcoach Patrick Flomo über weite Strecken gegen einen Aufstiegsfavoriten zu überzeugen. Insbesondere die amerikanischen Neuzugänge De’Vondre Perry und Jalen Bradley scheinen sich in der Liga immer besser zurechtzufinden.

Assistant Coach Chase Griffin zum Spiel gegen die Titans: „Wir werden definitiv bereit sein, vor allem nach den Geschehnissen des letzten Spiels. Man merkt den Spielern ein brennendes Bedürfnis an, endlich den ersten Sieg in der neuen Saison zu holen. Das letzte Spiel war Motivation genug, viele Spieler hätten das Spiel gerne direkt nach dessen Ende wieder gut machen wollen. Als ich in die Augen unserer Spieler in dieser Woche blickte, sah ich, dass sie bereit sind am Wochenende alles auf dem Spielfeld zu lassen. Zwar mussten wir in dieser Trainingswoche kurzfristig auf einige unserer Bigs verzichten, ich mache mir allerdings keine Sorgen und gehe fest davon aus, dass sie bis zum Spiel am Samstag fit und fokussiert sein werden, um den ersten Sieg der Saison zu holen.“

16.10.2022 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Tigers Tübingen

Nach einem 90:77-Auftakterfolg gegen die PS Karlsruhe LIONS setzte es am vergangenen Wochenende eine unerwartet deutliche 65:96-Niederlage bei den Uni Baskets Paderborn. Keine Frage, die Gnad-Trupp wird am Sonntag gegen Tübingen Wiedergutmachung betreiben, auch im Hinblick auf das verlorene Duell in den Playoffs vor fünf Monaten. „Gegen Leverkusen erwarte ich wie immer ein enorm körperliches Spiel, in welchem wir das Tempo kontrollieren müssen. Es wird interessant sein, wie Coach Hansi das neue Team über den Sommer geformt. In Leverkusen zu bestehen, ist eine der schwersten Aufgabe in der Liga“, sagt Jansson.

Für Krišs Helmanis wird die Partie etwas Besonderes, spielt der lettische Jungspund doch erstmals in seiner Geburtsstadt. „Keine Frage, ich freue mich darauf nach Leverkusen zurückzukehren, wo einst mein Vater gespielt hat und ich die ersten Jahre verbracht habe“, so der Big Man. Ansonsten kämpfen die Raubkatzen immer noch mit diversen kränkelnden Spielern. Bleibt zu hoffen, dass sich alle Akteure für das Duell am Sonntag einsatzbereit melden.

Für die Mannschaft von Trainer Danny Jansson wird es das erste Auswärtsspiel, welches mit einer langen Fahrt verbunden ist. Los geht es für den Tübinger Tross am Sonntagmorgen bereits um 8 Uhr mit zwei Fahrern von unserem Partner Hahn Reisen aus Reutlingen. Aufgrund des verringerten Verkehrs geht das Management der Raubkatzen jedoch von einer zügigen Anreise ins Rheinland aus. Positiv ist, dass man aufgrund des frühen Spielbeginns bereits gen Mitternacht wieder in Tübingen erwartet wird.

16.10.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Mit frischem Personal und einem neuen Head Coach hat man den Sommer über aber schon einmal einiges dafür getan, dass man zumindest auf dem Papier um den Aufstieg mitspielen sollte. Frenki Ignjatovic wurde als Nachfolger von Pete Strobl vorgestellt und ließ bereits bei den Spielen in der Preseason seine Handschrift erkennen. Zu den namhaften Neuzugängen auf dem Parkett zählen die starken Deutschen Nico Brauner, Luis Figge und Ex-Falke Roland Nyama. Mit Jordan Barnes konnte einer der besten Aufbauspieler der letztjährigen ProA-Saison verpflichtet werden und mit Igor Cvorovic und Stefan Fundic wurden Masse und Klasse für die Zonen geholt. 

Fundic stellte am vergangenen Spieltag aber eindrucksvoll unter Beweis, dass er es auch von außen kann. Gegen Artland verwandelte der Serbe einen Buzzer Beater zum glücklichen 82:81-Heimsieg. Nach der Auftaktniederlage in Bremerhaven ein willkommenes Ausrufezeichen. Ein solches findet sich bislang auch hinter dem Auftreten der Nürnberg Falcons. Zwei Siege in zwei Spielen stehen für die Mittelfranken zu Buche, die dem Spiel am Sonntag gemeinsam mit ihren Fans entgegenfiebern und sich intensiv darauf vorbereiten. Dazu Nürnbergs Trainer Vytautas Buzas: „Gießen kommt mit viel Qualität und Erfahrung im Kader und an der Seitenlinie zu uns. Ihr Trainer kennt die ProA in- und auswendig und hat ein erfolgreiches Jahr in der BBL hinter sich. Der Kader ist sehr tief und gut zusammengestellt mit einem sehr starken deutschen Kern.“ 

Die Falcons werden alles daran setzten, sich die perfekte Bilanz nicht „besudeln“ zu lassen, müssen dabei aber konstanter spielen als am vergangenen Wochenende in Karlsruhe. Zwar sprang am Ende ein verdienter Sieg heraus, doch die Partie im Löwenkäfig hätte in den Schlussminuten auch kippen können. Ihre Ausgeglichenheit, das gute Team-Play und die eigenen Fans in der Kia Metropol Arena könnten gegen den ambitionierten Traditionsklub aus Hessen am Ende den Unterschied machen. Der Ticketverkauf läuft rund und so hoffen die Franken auf gut gefüllte Ränge. Sicher werden auch einige Auswärtsfans mit nach Nürnberg kommen. 

16.10.2022 17:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Nach zwei Niederlagen zum Start in die Saison 2022/23 der BARMER 2. Basketball Bundesliga geht es für die RÖMERSTROM Gladiators mit einer klaren Mission zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe: im dritten Saisonspiel soll der erste Saisonsieg eingefahren werden. Die LIONS starteten ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison und mussten sich den Bayer Giants Leverkusen (77:90) und den Nürnberg Falcons (74:80) geschlagen geben. Das Team von Headcoach Aleksandar Scepanovic möchte die Punkte natürlich in der eigenen Halle halten und wir die Gladiatoren vor eine schwere Auswärtsaufgabe stellen.

Beide Kontrahenten stehen am Sonntag also bereits unter einem gewissen Erfolgsdruck und werden alles daransetzen, die ersten Siegpunkte einzufahren. Die Statistik der vergangenen Saison spricht für die Gladiators, die zuhause in Trier mit 104:82 die Oberhand behalten hatten. Damals hatten die LIONS auch das Spiel in Karlsruhe mit 75:96 verloren. Doch die Teams sind neu zusammengestellt, die Karten sind neu gemischt. So scheint der Ausgang des Duells am kommenden Wochenende völlig offen.

„Wir werden auf jeden Fall eine Reaktion auf das Spiel gegen Hagen zeigen. Ob Dylan Painter einsatzfähig sein wird, wissen wir aktuell noch nicht. Da hoffen wir natürlich darauf, dass er uns am Sonntag zur Verfügung steht. Karlsruhe spielt einen sehr ähnlichen Basketball wie letztes Jahr, wo sie die Playoffs erreicht haben. Dementsprechend sind sie ein Team, das man keinesfalls unterschätzen darf. Sie haben sehr starke Einzelspieler im Kader, die es in der Eins-gegen-Eins-Verteidigung zu stoppen gilt. Aber auch als Kollektiv müssen wir gut verteidigen um die gewünschte Reaktion zu zeigen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs über den nächsten Gegner der Gladiatoren.

Vorberichte ProB Süd 3. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 3: 15.10.2022 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. FC Bayern Basketball II

Den Saisonstart hatte sich das teamingreen mit Sicherheit anders vorgestellt. Im ersten Saisonspiel setzte es in der heimischen Sporthalle am Johann-Vanotti Gymnasium die erste Niederlage, nachdem man in einer fahrigen Schlussphase den Anschluss an die abgezockten Gäste aus Coburg verlor. Danach fehlte der an Corona erkrankte Headcoach Johannes Hübner dem ohnehin dezimierten Trainerstab des TEAMs weiterhin. Da auch Co-Trainer Oliver Heptner teils verhindert war, mussten einige Trainingseinheiten gar von Manager Merlin Stamm geleitet werden.

Am Ende einer schwierigen Woche stand dann das Auswärtsspiel bei den White Wings Hanau an, welches letztendlich in einem deutlichen Heimsieg für die offensivstarken Hessen endete. Nach der organisatorischen Gratwanderung der vergangenen Tage gilt es nun mit vollständigem Trainerstab und einer hochmotivierten Mannschaft das Heimspiel am kommenden Samstag ins Visier zu nehmen und vor heimischem Publikum den ersten Saisonsieg einzufahren. Zu Gast ist die junge Mannschaft des FC Bayern Basketball II. Auch das Team von Headcoach Mihajlo Mitic startete mit einer Heimniederlage in die Spielzeit. Ebenfalls gegen die White Wings aus Hanau hielt man eine wilde Partie lange offen, allerdings gelang es den Gästen sich im Schlussviertel abzusetzen. Auch weil die Offensive der Hausherren zum Ende des Spiels merklich abbaute.

In Ehingen kommt es nun zu einem schnellen Wiedersehen zweier Mannschaften, die sich bereits in der Saisonvorbereitung eine wahre Nervenschlacht lieferten. In einer packenden Partie auf dem Bayern-Campus mussten sich die Münchener
dem team in green erst in der Overtime geschlagen geben. Umso interessanter dürfte sich nun das nächste Duell in Ehingen gestalten. Will die Mannschaft von Johannes Hübner den ersten Saisonsieg erkämpfen, so wird es dieses Mal eine
konstante Energieleistung, besonders in der Defensive benötigen, gingen die ersten beiden Saisonspiele doch vor allem deshalb verloren, weil die Ehinger im Schlussabschnitt aus der Puste kamen. Des Weiteren wird man versuchen die
jungen Gäste aktiv zu Fehlern zu zwingen und sich im Hinblick auf das Spiel in Hanau im Reboundverhalten zu steigern. Die Bayern hingegen werden nach dem fahrigen Saisonauftakt versuchen weniger Turnover zu verursachen und das Spiel
mit mehr Ruhe und Struktur aufzuziehen. Zudem muss sich das Scoring der Gäste im Gegensatz zum ersten Saisonspiel auf mehrere Schultern verteilen.

15.10.2022 19:00 Uhr OrangeAcademy vs. Porsche BBA Ludwigsburg

„Spielbericht folgt in kürze“

15.10.2022 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. EPG Baskets Koblenz

Carl Mbassa erinnert sich gern an den letzten Hauptrundenspieltag der vergangenen Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Der Trainer der Ahorn Camp BIS Baskets Speyer hat damals mit seinen Schützlingen mit 71:65 (31:29) bei den favorisierten EPG Baskets Koblenz gewonnen. „Die Jungs sind mit Leib und Seele zu Werke gegangen“, erklärte Mbassa nach der Begegnung.

Nun hoffen die Speyerer auf eine Neuauflage des Coups, wenn die Rheinländer am Samstag, 15. Oktober, ab 19.30 Uhr in der PSD Bank-Halle Nord zu Gast sein werden. „Die Koblenzer sind die Übermannschaft in der Südstaffel der Liga. Sie sind auf allen Positionen doppelt und dreifach besetzt“, sagt Mbassa und ergänzt: „Dennoch ist jede Mannschaft schlagbar. Mein Team muss aber ans Limit gehen.“

In den beiden ersten Saisonspielen ist die Auswahl des bundesligaerfahrenen Coachs Pat Elzie ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat gegen die Frankfurt Skyliners II sowie den BBC Coburg die Oberhand behalten. An den Brettern trumpfen oft Brian Butler und Moses Pölking auf. Neben dem Schützen Dominique Johnson zählen auch die Aufbauspieler Marvin Heckel und Alanie Moore zu den Leistungsträgern der Rheinländer.

Die BIS Baskets spüren nach dem jüngsten Sieg im spannenden Vergleich mit der Frankfurter Erstligareserve Rückenwind. „Die Stimmung in unserem Team ist gut. Wir gehen das Spiel gegen den Favoriten aus Koblenz ohne Druck an“, betont Mbassa, dem voraussichtlich alle Stammkräfte zur Verfügung stehen werden.

15.10.2022 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors

Nach der Niederlage letzte Woche in Oberhaching würden sich die Kangaroos mit dem zweiten Heimsieg in Folge gerne weiter im oberen Mittelfeld der Tabelle etwas festsetzen, auch wenn das Tableau in dieser frühen Phase der Saison natürlich noch wenig Aussagekraft besitzt. Mit den Farmteams aus der BBL hatten die Leitershofer zuletzt gute Erfahrung gemacht. Sowohl in den Play-Offs der Regionalliga, den Vorbereitungsspielen im September als auch an Spieltag eins gegen Ludwigsburg hatte man gegen diese sehr jungen Mannschaft ausschließlich Siege eingefahren, während es gegen die routinierten Recken aus Oberhaching letzte Woche dann erstmals nicht mehr so gut lief. Ein Indiz hierfür könnte sein, dass das junge Leitershofer Team mit einem Altersdurchschnitt von 22,8 Jahren gegen noch jüngere Mannschaften den einen Tick mehr an Routine und Erfahrung besitzt, gegen arrivierte Zweitligamannschaften aber dann selbst in der Rolle des Unerfahrenen ist und lernen muss. Im Vergleich zu einigen anderen Nachwuchsteams sind die Frankfurter aber etwas breiter aufgestellt und haben mit Skyliners BBL-Sportdirektor Marco Völler (33) und Felix Hecker (24/bisher 29 Punkte im Schnitt) auch zwei Ex-Bundesligaspieler im Kader. Dazu kann man im Ernstfall zusätzlich mit bis zu sechs Spielern aus der Bundesliga antreten, die dort auch teilweise schon sehr viel Spielzeit erhalten.

Nach zwei verlorenen Partien zum Auftakt  gilt es für die FRAPORT SKYLINERS Juniors am kommenden Samstag, mit einem Auswärtserfolg den ersten Saisonsieg einzufahren, um mit einem positiven Gefühl in die spielfreie Woche zu gehen. Headcoach Sepehr Tarrah zum kommenden Spiel: „Wir spielen gegen einen Gegner der sehr schnell spielt und tief besetzt ist. Wir brauchen einen guten Start und müssen einiges besser machen als in der vergangenen Woche.“

15.10.2022 20:00 Uhr SEEBURGER College Wizards vs. Basketball Löwen

Die Wizards hatten in der vergangenen Woche mit positiven Coronafällen zu kämpfen und konnten erst am Mittwoch wieder in voller Kaderstärke trainieren. Die Vorbereitung auf die wichtige Partie gegen Erfurt lief daher nicht optimal. Dennoch geht das Team um Trainer Rouven Roessler optimistisch in die Partie und möchte den ersten Saisonsieg vor heimischer Kulisse feiern. „Wenn wir das starke Erfurter Team schlagen wollen, müssen wir von Anfang an in der Defensive zu 100 Prozent da sein. Sonst werden wir für jeden Fehler direkt bestraft. Wenn wir das umsetzen, und das gesamte Spiel über als Team auftreten, dann haben wir eine Chance die Punkte zuhause zu behalten“, blickt Wizards-Geschäftsführer Zoran Seatovic auf die anstehende Partie.

Mit dem kommenden Gegner wartet jedoch der letztjährige Dritte der regulären Saison und Playoff-Teilnehmer auf die Wizards. Die wichtigsten Spieler Noah Kamdem, Tysem Lyles und Guy Landry konnten gehalten werden, so dass Head-Coach Enrico Kufuor nur punktuelle Verstärkungen vornehmen musste. Der perfekte Saisonstart mit zwei Siegen gegen Speyer und Ulm ist somit keine Überraschung, denn die Offensivpower der Gäste wird so manches Team in der ProB in die Knie zwingen. Mit Kamdem wartet ein 206 cm großer, aber sehr beweglicher Center, der defensiv wie offensiv für Stabilität sorgt. Dazu kommen mit Allrounder Guy Laundry und Distanzschütze Tysem Lyles zwei weitere Topspieler, die der Offensive die nötige Variabilität verleihen. Für die Wizards geht es am Samstag nur über eine starke Defensive, will man die Punkte in Karlsruhe behalten.

16.10.2022 16:00 Uhr TSV Oberhaching Tropics vs. BBC Coburg

Nach dem sensationellen Derbysieg, bei dem man die Leitershofener mit einer 101:73 Packung nach Hause geschickt hat, bereitet sich die Mannschaft um die Kapitäne Peter Zeis und Janosch Kögler seit Wochenanfang bereits intensiv auf den nächsten schweren Brocken vor.

Die Oberfranken, die von Trainerduo Jessica Miller und Patrick Seidel betreut werden, gewannen Ihr erstes Auswärtsspiel in Ehingen. Letztes Wochenende jedoch verlor die Miller-Truppe dann zu Hause gegen den Topaufstiegsfavoriten Koblenz. Millers verlängerter Arm auf Spielfeld ist der spanische Aufbauspieler Jose Joaquin Carrasco Martin. Der Playmaker wurde im Laufe der vergangenen Spielzeit verpflichtet und lenkt seitdem gekonnt das Spiel der Vestestädter. Für die große Ausländerposition wurde mit dem William Vedder Freeman ein richtiger Brecher direkt vom US-College geholt. Mit den drei Bamberger Doppellizenzspieler Leon Bulic, Jannis Sonnefeld und Tyreese Blunt spielen regelmäßig Bundesligaprofis von den Brose Bamberg mit. Neben dem langjährigen Leistungsträger Sven Lorber hat unser kommender Gegner im Zuge der Kooperation mit Bamberg viele deutsche und ausländische Toptalente.

Gelingt es den Tropics die Kreise von Carrasco und Blunt entscheidend zu stören, sowie gegen die große Garde der Vestestädter dagegenzuhalten ist in dem Spiel viel möglich. Neben den starken Ausländern werden die Coburger vermutlich mit allen Ihren Akteuren aus der BBL nach Oberhaching reisen. Wichtig wird sein, dass viele Gemeindemitglieder den Weg in die Grundschule finden und Ihr Team unterstützen.

Milos Kandzic: „Coburg hat zweifelsohne sehr viel Qualität im Kader und ist auf allen Positionen stark besetzt. Wir müssen wie im letzten Spiel auch über den Kampf ins Spiel finden. Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber wissen auch um unsere Stärke.“

Einer mit Erfahrung: Devin Thomas verstärkt BAYER

Die BAYER GIANTS Leverkusen justieren noch einmal nach und verpflichten mit Devin Thomas einen US-Amerikaner mit internationaler Erfahrung.

Die Arbeit wird für die Verantwortlichen des Rekordmeisters nicht weniger. Seit dem Abgang von Melik Martin waren Coaching-Staff und Geschäftsführung auf der Suche nach dem passenden Puzzleteil für den Kader der „Giganten“ 2022/23. Das fehlende Stück hat man nun hoffentlich gefunden. Denn mit Devin Thomas konnten die Leverkusener einen Akteur mit Erfahrung im europäischen Basketball für sich gewinnen.

Thomas stammt gebürtig aus Richmond, Indiana und wurde am 04. August 1996 geboren. Der US-Amerikaner ging an die Richmond Highschool und spielte zunächst gar kein Basketball. Erst in seinem zweiten Jahr, trat er dem Team seiner Schule  bei und avancierte schnell zu einem der Leistungsträger. Doch der Sprung an die Universität war schwerer als erwartet. Die Saison 2015/16 setzte er aus, bevor er sich ein Jahr später dem Mineral Area College in der NJCAA anschloss. Für die MAC erzielte er im Durchschnitt gute 12,1 Punkte und griff 6,7 Rebounds pro Spiel ab. Diese Zahlen hinterließen Eindruck und so sicherte sich die Indiana State University in der NCAA l die Dienste des 2,03 Meter großen Forward. Bei den „Sycamores“ wuchs Devin zu einem soliden Rollenspieler heran, der der Mannschaft mit harter Arbeit auf dem Parkett zu Erfolgen verhalf. Die Uni verließ er nach der Spielzeit 2018/19 mit durchschnittlich 3,7 Zählern und 3,3 Abprallern pro Partie.

Kurz nach der „Corona-Zwangspause“ fand Thomas für die Saison 2020/21 einen Arbeitgeber in Übersee. Er wechselte nach Dänemark zu BMS Herlev Wolfpack in die Basketligaen (1. Liga). Schnell wurde er im nordischen Nachbarland der Bundesrepublik zu einem wichtigen Faktor, der sein Team auf ein anderes Level hob. Herlev erreichte als Tabellensiebter die Playoffs, scheiterte aber früh mit 0-3 an Horsens IC. Mit durchschnittlich 15,7 Punkten und 6,9 Rebounds pro Begegnung präsentierte sich Devin recht ordentlich. Im abgelaufenen Spieljahr gab es einige Angebote für den US-Amerikaner. Über Umwege (Helsinki Seagulls / Finnland und BC Kolin / Tschechien) landete er schließlich in Großbritannien beim dortigen Erstligisten Surrey Scorchers. Zwar blieb der Teamerfolg im Süden Englands für den 26-Jährige aus, doch seine Statistiken konnten sich durchaus sehen lassen (19 Spiele, 12,1 Punkte und 6,0 Rebounds pro Partie).

Nun möchte sich Thomas in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA versuchen und freut sich auf seinen neuen Klub: „Ich bin total aufgeregt in Leverkusen meinen nächsten Karriereschritt zu machen und ich habe über die BAYER GIANTS nur gute Dinge gehört. Natürlich habe ich mich über den Verein informiert und die Historie ist beeindruckend. Mein Ziel ist es, dass wir so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, um die Erfolgsgeschichte fortzuführen. Ich freue mich riesig!“ Trainer Hansi Gnad beschreibt seinen Neuzugang wie folgt: „Devin geht in sein drittes Jahr als Profi und kennt den europäischen Basketball gut. Er bietet spielerisch das komplette Paket auf seiner Position: Thomas kann mit dem Gesicht zum Korb spielen, trifft den Dreier und ist zusätzlich ein solider Rebounder. Wir kennen seinen Agenten gut und auch am Telefon hat Devin einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Er wird eine große Bereicherung für unser Programm sein, davon bin ich überzeugt!“

Bei den GIANTS wird Devin Thomas die Rückennummer 35 tragen. Er ist bereits in Leverkusen eingetroffen und hat seine Wohnung in der Farbenstadt bezogen – herzlich Willkommen am Rhein!

Steckbrief Devin Thomas

Geburtsdatum: 04. August 1996
Geburtsort: Richmond, Indiana (USA) 
Nation: USA
Position: Power Forward
Größe: 2,03 Meter
Gewicht: 100 Kilogramm
Trikotnummer: 35#
GIANT seit: 2022
Letzte Vereine: Surrey Scorchers (2021/22 – GB), BMS Herlev Wolfpack (2020/21 – DEN), Indiana State University (2017 bis 2019 – NCAA l), Mineral Area College (2016/17 – NJCAA)
Statistiken 2021/22 (Surrey Scorchers – GB): 12,1 Punkte und 6,0 Rebounds pro Spiel
YouTube-Tipp: https://www.youtube.com/watch?v=xNUfIE4Xnjc (Saison-Highlights 2021/22)

Nachberichte ProB Nord 2. Spieltag

Spieltag 2: 08.10.2022 18:00 Uhr LOK BERNAU vs SC Rist Wedel

Spielbericht folgt in kürze.

08.10.2022 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. RheinStars Köln 94:85

Dank einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben die Kangaroos gegen ein stark besetztes Kölner Team einen Heimsieg eingefahren. Gegenüber dem bescheidenen Auftritt im ersten Spiel gegen Wolmirstedt konnten beim heutigen Spiel gerade die Neuzugänge vor heimischem Publikum zeigen, was wirklich in ihnen steckt.

Das erste Viertel war zunächst geprägt von starken Defensivleistungen auf beiden Seiten. Dennoch konnte sich Henry van Herk oft unter dem gegnerischen Korb durchsetzen und dann auch noch einen wichtigen Dreier einstreuen, sodass es mit 20:16 in die erste Pause ging. Danach aber zeigte sich der Topscorer der Rheinländer Ali Sow, der fortan bis zum Schluss nicht wirklich von den Kangaroos unter Kontrolle gebracht werden konnte und sein Team zur Halbzeit mit 45:40 in Führung brachte. Am Ende hatte Sow 38 Punkte auf seinem Konto. Dass die Gäste trotzdem mit einer Niederlage die Heimreise antreten mussten, lag an der schon angesprochenen Steigerung der Iserlohner. Langsam aber sicher wurde die immer noch vorhandene Führung der Rheinstars reduziert. Für die nun hohe Dreierquote zeichneten Marko Boksic, Emil Loch und Toni Prostran verantwortlich. Im Schlussabschnitt drehte dann Sam Mpacko auf, markierte 9 Punkte und lenkte zusammen mit Toni Prostran die Offensive geschickt. Letzterer – nicht gerade ein Riese – schnappte sich tatsächlich in der letzten Spielminute einen Rebound unter dem Kölner Korb und verwandelte zum 90:83. Kölns Chefcoach Stephan Baeck sprach letztlich von einem verdienten Sieg der Sauerländer, während Dennis Shirvan beruhigt und gelassen den nächsten Spielen entgegensehen kann, zumal die noch verletzten Spieler Mathias Groh und Ben Uzoma bald wieder zur Verfügung stehen werden.

„85 Punkte offensiv sind für uns in Ordnung, aber 94 gegen uns überhaupt nicht. Besonders nach der Pause haben wir in der Verteidigung keinen Zugriff bekommen “, stellte Headcoach Stephan Baeck nach dem zweiten Spieltag der Gruppe Nord in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ernüchtert fest. „Wir waren in der Verteidigung schon viel weiter. Unser Spiel basiert darauf, das wir gerade in der Defense agieren und nicht reagieren. Da müssen wir schnell wieder hinkommen.”

Eine echte Augenweide an diesem Abend war aus Kölner Sicht allein Ali Sow. 38 Punkte und 12 Rebounds bei einer Effektivität von 44 standen am Ende auf seinem Arbeitsnachweis.

08.10.2022 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. EN BASKETS Schwelm 72:64

Zurück im Sportzentrum am Lehmwohld mit einer fast komplett neuen und jungen Mannschaft – es gab durchaus Fragezeichen vor dem ersten Saisonspiel der Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Daraus machten die Gastgeber ein Ausrufezeichen: Gegen die EN Baskets Schwelm holten sie die ersten Punkte mit einem 72:64 (16:10, 21:19, 17:14, 18:21).

Zu Beginn der Partie stehen die Zuschauer, bis die Eagles den ersten Korb erzielen. So ist es Tradition – es wurde zur Geduldsprobe, denn die Itzehoer begannen sehr nervös. Erst nach vier Minuten traf Shaquille Rombley, aber Schwelm hatte auch erst fünf Punkte erzielt. Denn in der Verteidigung waren die Itzehoer von der ersten Sekunde an voll da und gestatteten ihrem Gegner so gut wie keinen einfachen Wurf. Das sei ein wichtiger Schlüssel gewesen, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink: Den Gegner zu stoppen, als anfangs der Rhythmus in der eigenen Offensive fehlte, und nicht gleich in Rückstand zu geraten. Im Gegenteil: Zwar gingen noch einige Defensivrebounds verloren, aber als zuerst Kapitän Erik Nyberg und dann Tim Lang jeweils einen Dreier trafen, bekamen die Eagles Oberwasser. Das galt erst recht nach zwei sehenswerten Dunks von Emil Marshall, während die Verteidigung den Gästen das Leben weiterhin schwer machte: So kam Schwelm nur auf zehn Punkte nach dem ersten Viertel.

Im zweiten Abschnitt glänzte zunächst Lang mit zwei weiteren Treffern aus der Distanz, danach sorgten starke Aktionen von Tim Schlegel dafür, dass der Vorsprung auf zehn Punkte anwuchs. „Er gibt uns viel Geschwindigkeit und hat einen exzellenten Job gemacht“, lobte Völkerink den 19-Jährigen. Schwelm traf gegen die Verteidigung der Eagles weiter schlecht und sogar miserabel von der Freiwurflinie. Der Start in die zweite Hälfte begeisterte die Zuschauer in der gut gefüllten Lehmwohldhalle. Die Gastgeber dominierten, ließen defensiv überhaupt nichts mehr zu und kamen offensiv richtig in Fahrt. Marshall erzielte die ersten sieben Punkte, Lang traf seinen nächsten Dreier, und Trey McBride vollendete einen Fastbreak spektakulär per Dunk. Auf 49:29 zogen die Itzehoer davon, danach allerdings gelang ihnen nicht mehr viel. Das Angriffsspiel sei in dieser Phase zu nachlässig geworden, sagte der Coach.

Schwelm kam heran und hätte im Schlussviertel die Chance zur Wende haben können. Auf sieben Punkte schrumpfte der Rückstand, doch gute Wurfgelegenheiten gingen unter dem Druck der Eagles-Verteidigung und auch mit Pech daneben. Auf der anderen Seite gelangen den Führungsspielern der Eagles die wichtigen Aktionen: McBride traf einen Dreier zum 61:51, kurz darauf war auch Nyberg mit einem Dreier zur Stelle zum 64:52 gut drei Minuten vor Schluss – dann brannte nichts mehr an.

Die Mannschaft habe gut kompensiert, dass McBride und Rombley dieses Mal nicht die besten Punktesammler waren, sagte Völkerink. „Das zeigt unsere Flexibilität und Vielseitigkeit.“ Insgesamt hatte der Trainer schon viel von dem gesehen, was er sich vorstellte – immerhin sei ein gutes Team bei nur 64 Punkten gehalten worden. Bis das junge Team noch konstanter spiele, werde es noch etwas dauern, aber: „Auf diesem Spiel können wir aufbauen.“

09.10.2022 14:00 Uhr RASTA Vechta II vs. SBB Baskets Wolmirstedt 93:87

Das junge Farmteam von RASTA Vechta ist angekommen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB! Der Comeback-Sieg über die Sachsen-Anhaltiner ist nicht weniger als ein Paukenschlag. 33:52 lagen die Gruhn-Schützlinge zurück, steckten aber nie auf und überraschten die Gäste mit ihrem Kämpferherz und letztlich auch Killerinstinkt. Den Schlussabschnitt entschieden die Hausherren unter großem Jubel des lautstarken Anhangs mit 35:17 für sich – auch und vor allem dank Routinier Kevin Smit. 18 Punkte machte der 31-Jährige, traf unter anderem vier Dreier.

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta): „Wolmirstedt hat versucht, uns endgültig unterzukriegen. Aber meine Jungs haben nie aufgegeben, Riesenkompliment dafür – sie haben immer an sich geglaubt. Im 4. Viertel sind dann endlich unsere Würfe gefallen, das war gut für uns. Gerade bei Kevin Smit lief es dann sehr gut, er hat uns mal wieder den Allerwertesten gerettet. Es ist wirklich sehr bemerkenswert, was für eine Moral die Mannschaft gezeigt hat. Hier am Standort wollen wir in erster Linie natürlich Spieler entwickeln und besser machen. Aber natürlich sind Siege auch sehr wichtig, gerade für die Moral einer so jungen Mannschaft. Am Ende des Tages wollen wir nicht nur in der Liga bleiben sondern auch schauen, wie weit wir auf eine Playoff-Platz rutschen können. Und dass die Mannschaft heute vor dieser tollen Kulisse einen solchen Comeback-Sieg gegen das vermeintlich beste Team der Liga einfährt, lässt mich stolz auf die Jungs sein.“

Waren schon am 1. Spieltag die Turnovers im 1. Viertel ein Problem gewesen, so erlebte RASTAs Farmteam dieses im RASTA Dome noch einmal. Sieben Ballverluste in den ersten zehn Minuten waren mitverantwortlich für einen schnellen zweistelligen Rückstand – aus einem 9:15 (7. Minute) wurde ein 9:22 (8.). Der Favorit aus Wolmirstedt kochte RASTA ab, holte 13:6 Rebounds und machte in der Zone 12:2 Punkte. Die Schlussphase des 1. Viertels gehörte dann aber den Vechtaern, die auf 17:25 stellten. Aber: Johann Grünloh hatte schon drei Fouls auf dem Konto. Das Momentum vom Ende des ersten Abschnittes mitnehmend kam RASTA sogar bis auf vier Zähler an die Gäste ran – 25:29 (14.). Die Aufholjagd der Vechtaer wurde von den SBB Baskets jedoch gestoppt. Sie legten einen 9:0-Lauf aufs Parkett des RASTA Domes und waren mit dem 38:25 (16.) wieder Herr der Lage. 15 Punkte Rückstand mussten die Vechtaer mit in die Halbzeit nehmen. In der Zone hatten sie weiterhin kaum etwas zu melden (6:24 Punkte und 17:25 Rebounds) und schon acht Offensiv-Rebounds zugelassen. Und: Nach Johann Grünloh hatte mit Kilian Brockhoff nun auch das zweite Big Man-Talent schon drei Fouls gesammelt.

Mitte des 3. Viertels lagen die SBB Baskets Wolmirstedt mit 58:40 (25.) vorne, alles sah nach einem souveränen Auswärtssieg aus. Wohl mit diesem Hintergedanken im Kopf schalteten die Gäste aber nicht noch einen Gang höher und RASTA konnte die Partie nun wieder ausgeglichen gestalten. Der Rebound-Unterlegenheit zum Trotz kämpfte sich das Gruhn-Team wieder und wieder in die Partie, neun Sekunden vor dem Ende des Abschnitts netzte Kaya Bayram einen Dreier zum 58:67 ein. Aber: Wolmirstedts Jordan Talbert hatte noch eine Antwort, traf ebenfalls per Dreier einen Buzzer Beater, so dass RASTA mit „-12“ in den Schlussabschnitt musste. 5:46 Minuten vor dem Ende der Partie sahen sich die Vechtaer immer noch mit einem großen Rückstand konfrontiert – 67:80 (35.). Dann aber trafen Kevin Smit (zwei) und Leon Okpara von jenseits der 6.75 Meter und so war die Partie beim 76:80 (37.) wieder völlig offen. Erneut Okpara stellte wenig später auf 84:85 (38.), Kevin Smit traf 2:01 Minute vor Schluss zur ersten Vechtaer Führung – 86:85. In der letzten Minute versenkte der MVP der Vorsaison noch zwei weitere Dreier und machte seinen 18. Punkte im 4. Viertel per Freiwurf zum 93:87-Endstand.

09.10.2022 16:00 Uhr TKS 49ers vs. BBG Herford 88:79

Die TKS 49ers konnten am heutigen Sonntagnachmittag einen weiteren Sieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB einfahren. Vor heimischem Publikum setzte man sich gegen die Neulinge der ProB, die BBG Herford, trotz eines Dämpfers im dritten Viertel am Ende mit 88:79 (57:38) durch.

Die 49ers traten zum ersten Heimspiel der Saison erneut mit einem beinahe kompletten Kader an. Lediglich Neuzugang Dino Ceman musste auch im zweiten Spiel krankheitsbedingt passen. Wie schon im ersten Saisonspiel in Wedel erwischte das Team von Vladimir Pastushenko einen exzellenten Start in die Partie. Nach nur dreieinhalb Minuten war eine zweistellige Führung der 49ers (15:4) auf dem Scoreboard zu bestaunen. Vor allem Max Stölzel lief früh heiß und beendete das Spiel als Topscorer auf Seiten der 49ers. Für BBG Herford überragte heute erneut US-Flügel Lavon Hightower, indem er 32 Punkte einnetzte. In den Reihen der 49ers waren die Punkte breiter verteilt: vier weitere Spiele neben Stölzel punkteten zweistellig. Die Big Men Jorch, Hampl und Hildebrandt holten zudem zusammen starke 29 Rebounds. Besonders die Statistik der Offensiv-Rebounds entschieden die 49ers heute deutlich für sich (17-9). In der zweiten Hälfte verspielte das Team ihre bis auf 20 Punkte angewachsene Führung durch zu viele Turnover (am Ende 21) und gerieten somit noch einmal unter Zugzwang. Zum Glück bekamen die Schützlinge von Vladimir Pastushenko die Kurve und entschieden das intensive foullastige Spiel letztendlich knapp für sich. Der Headcoach resümierte im Nachhinein wie folgt: „Nach einer fast perfekten ersten Halbzeit unsererseits hat sich Herford extrem gut angepasst und hohen Druck auf uns aufgebaut. Die Spieler haben aber Charakter gezeigt und zum Schluss wieder zu alter Stärke gefunden, obwohl Herford sehr guten Basketball gespielt hat.“ Damit stehen die 49ers als vorerst einziges Team mit zwei Siegen an der Tabellenspitze der ProB Nord.
Schon nächste Woche geht es weiter mit dem nächsten Heimspiel, diesmal gegen die BSW Sixers. Wie gewohnt erwarten wir euch am Sonntag (16.10.) um 16 Uhr in der BBIS Kleinmachnow.

09.10.2022 16:00 Uhr BSW Sixers vs. ROTH Energie Giessen Pointers 70:58

Spielbericht folgt in kürze.