Spiel Wedel – TKS wird nach Spielabbruch neu angesetzt

Am letzten Wochenende musste das ProB-Spiel 2003961 SC Rist Wedel – TKS 49ers aufgrund einer gerissenen Schweißnaht an der Deckenkorbanlage abgebrochen werden. Nun entschied die Spielleitung auf Neuansetzung am Donnerstag, den 26.03.2026. 

Bei einem Spielabbruch ist gemäß § 72 Abs. 2. i) SuVO zu klären, inwiefern der Bundesligist einen Spielabbruch zu verantworten hat. Nach Prüfung des Sachverhaltes kam die Spielleitung zu dem Entschluss, dass dem SC Rist Wedel kein schuldhaftes Pflichtversäumnis nach § 50 SuVO nachgewiesen werden konnte. In der Steinberghalle werden die Korbanlagen durch den städtischen Betreiber jährlich gewartet. Zudem wurde vor einigen Wochen nach einem Defekt eine zusätzliche Sichtprüfung der Korbanlage durchgeführt.

Das Spiel ist entscheidend für die Platzierungen 6-9 der Abschlusstabelle der ProB Nord und somit auch für insgesamt drei Playoff-Begegnungen. Demnach ist das Spiel im Sinne einer validen Abschlusstabelle vor dem zentralen letzten Hauptrundenspieltag nachzuholen.

Die Entscheidung der Neuansetzung des Pflichtspiels ergeht gemäß § 80 Abs. 2 SuVO und § 71 Abs. 6 SuVO i.V.m. § 48 Abs. 2 SuVO.

Die Entscheidung über die Verfahrenskosten ergeht gemäß § 27 Rechtsmittel- und Schiedsgerichtsordnung.

Ausschreibungen mit neuem Zugangs- und Spielsystem für NBBL & JBBL veröffentlicht

NBBL gGmbH reformiert ihr Zugangs- und Spielsystem – Neuer Spielmodus ab der Saison 2026/27

Die Nachwuchsbasketball Bundesliga (NBBL) und die Jugendbasketball Bundesliga (JBBL) gehen mit gezielten Anpassungen in die neue Saison. Mit der Veröffentlichung der neuen Ausschreibungsunterlagen wird ein grundlegend neues Zugangs- und Spielsystem eingeführt, das den Wettbewerb strukturell und sportlich weiterentwickeln soll.

Ab der Saison 2027/28 gelten für alle Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen möchten, neue organisatorische und strukturelle Standards der NBBL gGmbH. Diese umfassen unter anderem hauptamtlich besetzte Trainerstellen im Nachwuchsbereich, einen leistungsfähigen Unterbau mit ausreichenden Mannschaften und Spielerzahlen in jüngeren Altersklassen, strukturierte Schulkooperationen sowie ein durchgängiges Förderkonzept vom Mini- bis in den Leistungsbereich. Ebenso gehört die Anbindung an ein leistungsorientiertes Seniorenteam mindestens der 2. Regionalliga zu den Voraussetzungen.
Die Zugehörigkeit zum NBBL- und JBBL-System wird dann einheitlich über die Erfüllung der Lizenzauflagen geregelt, klassische sportliche Absteiger gibt es künftig nicht mehr.

Für die Saison 2026/27 gilt eine Übergangsregelung: Alle Mannschaften, die sich über ihre sportliche Platzierung in der Saison 2025/26 qualifiziert haben, nehmen unter dem neuen Spielmodus teil, ohne bereits die strukturellen Anforderungen vollständig erfüllen zu müssen. Diese Teams erhalten eine Frist bis zur Saison 2027/28, um die neuen Lizenzierungskriterien umzusetzen. Vereine hingegen, die an der Qualifikation zur Saison 2026/27 teilnehmen möchten, müssen sämtliche Anforderungen bereits zum Start dieser Saison erfüllen. Die detaillierten Kriterien und Vorgaben sind den veröffentlichten Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen.

Zeitgleich tritt ab 2026/27 ein neuer Spielmodus in Kraft. Die acht besten Teams der vergangenen drei Spielzeiten qualifizieren sich für den neu eingeführten SuperCup, der im September als fester Bestandteil der regulären Saison ausgetragen wird. Diese Teams sind für die A-Division gesetzt und müssen keine Einteilungsrunden spielen. Alle weiteren Mannschaften absolvieren im September Einteilungsrunden, in denen die Zuordnung zu den Divisionen A, B und gegebenenfalls C festgelegt wird. Innerhalb der Saison haben Teams die Möglichkeit von einer Division in die andere auf- bzw. abzusteigen. Mindestens 20 Hauptrundenspiele stellen dabei eine umfassende Spielpraxis sicher.

Auch das Saisonfinale wird neugestaltet: Anstelle des bisherigen Playoff-Systems werden in allen Divisionen regionale TOP4-Turniere in Nord und Süd ausgetragen. Die beiden bestplatzierten Teams der regionalen TOP4-Turniere (Nord und Süd) der A-Division qualifizieren sich für das zentrale Jugend TOP4, bei dem der Deutsche Meister ausgespielt wird.

 

Hintergrund dieser umfassenden Reform sind verschiedene strukturelle und sportliche Herausforderungen im bisherigen System, darunter starre Ligazugehörigkeiten, eine eingeschränkte Durchlässigkeit zwischen unterschiedlichen Leistungsniveaus sowie Zielkonflikte zwischen kurzfristigem Erfolgsdruck und nachhaltiger Spielerentwicklung.
Mit den neuen Vorgaben möchten NBBL und JBBL mehr Flexibilität im Wettbewerb schaffen, nachhaltige Leistungsentwicklung stärker in den Mittelpunkt stellen und klar definierte Rahmenbedingungen für eine professionelle Nachwuchsförderung etablieren. Die Reform soll zu homogeneren Wettbewerbsstrukturen, größerer Planungssicherheit für die Vereine sowie besseren Möglichkeiten für entwicklungsorientiertes Coaching führen, während gleichzeitig die Durchlässigkeit innerhalb des Systems erhöht wird.

Weitere Details sind den vollständigen Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen. Alle relevanten Dokumente für die kommende Saison und die kommende Qualifikation finden die Teams ab sofort auf der Homepage der NBBL

Nachwuchs-Check bei den Bayer GIANTS Leverkusen

Bronze-Auszeichnung und Fokus auf regionale Vernetzung

Im Rahmen des Nachwuchs-Checks der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. wurde der Standort der Bayer GIANTS Leverkusen intensiv analysiert. Für die geleistete Arbeit im Nachwuchsbereich erhielten die GIANTS die Bronze-Plakette.

Während des Standortbesuchs gewann das Expertenteam einen umfassenden Eindruck von den bestehenden Strukturen entlang der gesamten Ausbildungskette – vom Einstieg im Kinderbereich bis hin zur Anbindung an den Leistungs- und Herrenbereich. Besonders positiv hervorgehoben wurden unter anderem die umfangreichen Angebote im Kinder- und Jugendsport, die leistungssportliche Heranführung von Talenten im U12- und U14-Bereich sowie die Vielzahl an Mannschaften und Trainingsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Leistungsniveaus.

Ein wesentlicher Bestandteil des Nachwuchs-Checks war ein gemeinsamer Entwicklungsworkshop. Im Fokus stand dabei die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Partnervereinen in der Region. Diskutiert wurden unter anderem Modelle für den Einsatz von Doppellizenzen, um Spielern eine weitere Plattform und zusätzliche Spielpraxis auf unterschiedlichen Leistungsniveaus zu ermöglichen. Darüber hinaus ging es um die Etablierung regelmäßiger Coaches-Meetings sowie um Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit und Wertschätzung der Zusammenarbeit mit Partnervereinen in der Region. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen besser zu vernetzen und die Talententwicklung standortübergreifend zu stärken.

Karsten Schul, Nachwuchsleiter der GIANTS, zog ein überaus positives Fazit des Besuchs: „Der Nachwuchs-Check liefert uns wichtige Impulse, um unsere Strukturen weiter zu schärfen und gezielt auszubauen. Auch die engere Zusammenarbeit mit Partnervereinen bietet großes Potenzial – sowohl für die Entwicklung unserer eigenen Spieler als auch für die gesamte Region. Der Workshop hat uns dabei geholfen, konkrete Ansätze zu entwickeln, wie wir diese Kooperationen künftig noch intensiver und nachhaltiger gestalten können.“

Über den Nachwuchs-Check

Der Nachwuchs-Check der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga wird gemeinsam mit der easyCredit Basketball Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. durchgeführt. In einem dreistufigen Verfahren werden zunächst quantitative Daten über ein Online-Reporting erhoben, bevor ein Standortbesuch mit Gesprächen und Einblicken in die Nachwuchsarbeit folgt. Ein zusätzliches Workshopformat ermöglicht es den Bundesligisten, über die Analyse hinaus zukunftsgerichtete Entwicklungsprozesse anzustoßen. Abschließend besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Projektförderung.

Standorte mit besonders engagierter Nachwuchsförderung werden im Rahmen des Nachwuchs-Checks mit einem Status (Gold, Silber oder Bronze) ausgezeichnet. Dieser Status spiegelt die Qualität der Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Standortbedingungen wider.

Spielleitung verhängt Strafen gegen mehrere Trainer

Im Rahmen des ProB-Spiels 2003956 Hertener Löwen – BSW Sixers am 15.03.2026 wurde der Trainer Robin Singh nach seinem zweiten Technischen Foul in der 30. Spielminute spieldisqualifiziert. Zu seinem Verhalten nach seiner Spieldisqualifikation erhielt die Spielleitung einen Sonderbericht, über den gemäß § 78 Abs. 8 SuVO zu entscheiden ist. Nach Auswertung der Stellungnahmen des Trainers und der Schiedsrichter sowie der vorliegenden Videoaufzeichnung kam die Spielleitung zu der Auffassung, dass sich der Trainer Robin Singh mit seinen verbalen und non-verbalen Reklamationen auf dem Spielfeld und durch das Unterbinden des „Shake-Hands“ nach Spielende zweimal im selben Maße unsportlich verhalten hat.

Für sein wiederholt unsportliches Verhalten verhängte die Spielleitung gegen Robin Singh eine Spielsperre von einem Pflichtspiel sowie eine Geldstrafe. Der Trainer ist damit für das Pflichtspiel Nr. 2003964 am 21.03.2026 gesperrt und darf die Halle nicht betreten. Bei der Bemessung des Strafmaßes wurde berücksichtigt, dass der Trainer Robin Singh in der Saison bereits auffällig war und für sein unsportliches Verhalten verwarnt worden ist. Aufgrund dessen verzichtet die Spielleitung nicht auf eine Spielsperre entsprechend § 78 Abs. 8 Satz 2 SuVO i. V. m. 1.21 Strafenkatalog.

Im ProA-Spiel 2003564 Tigers Tübingen – Rheinstars Köln am 14.03.2026 wurde der Trainer Zoran Kukic ebenfalls spieldisqualifiziert und es gab gemäß § 78 Abs. 4 SuVO einen Sonderbericht zu seinem anschließenden Verhalten. Hier urteilte die Spielleitung nach Auswertung der Stellungnahme des Trainers sowie der vorliegenden Videoaufzeichnung, dass sein Auftreten auf dem Spielfeld und seine Geste beim Verlassen der Halle abfällig und unsportlich waren. Für sein unsportliches Verhalten verhängte die Spielleitung gegen Zoran Kukic eine Geldstrafe. Bei der Bemessung des Strafmaßes wurde berücksichtigt, dass der Trainer Reue und Einsicht im Sinne einer Strafmilderung zeigte und bisher nicht auffällig war.

Im ProB-Spiel 2003942 Dragons Rhöndorf – Itzehoe Eagles am 21.02.2026 wurde der Trainer Timo Völkerink ebenfalls spieldisqualifiziert und reklamierte danach die Schiedsrichterentscheidung, bevor er die Halle verließ. In diesem Fall stellte die stellvertretende Spielleitung nach Auswertung der vorliegenden Berichte und Videoaufnahmen fest, dass das Verhalten von Timo Völkerink gegenüber der 1. Schiedsrichterin einen Verstoß gegen die Sportdisziplin darstellt. Bei der Bemessung des Strafmaßes wurde berücksichtigt, dass Trainer Völkerink in der Saison bereits für sein unsportliches Verhalten sanktioniert worden ist, sodass er eine erhöhte Geldstrafe erhielt.

Die Offiziellen Basketball-Regeln sehen gemäß Art. 40.6 vor, dass disqualifizierte Trainer „das Spiel sofort, […], verlassen“ müssen. Dieser Regelung kamen alle drei Trainer nicht nach.

Die Entscheidungen ergingen  gemäß § 80 Abs. 2 SuVO sowie § 79 SuVO in Verbindung mit § 2 Nr. 6 und 8 SuVO sowie Ziffer 1.21 des Strafenkatalogs. Die Entscheidung über die Verfahrenskosten erging gemäß § 27 der Rechtsmittel- und Schiedsgerichtsordnung.

BARMER 2. Basketball Bundesliga rückt Mädchen und Frauen im Basketball in den Fokus

Ligaweite Mädchenspieltage: „Support Her Game“

An den Spieltagen rund um den Internationalen Frauentag am 8. März hat die BARMER 2. Basketball Bundesliga gezielt Mädchen und Frauen im und um den Basketball in den Mittelpunkt gestellt. Unter dem Motto „Support Her Game“ organisierten Liga und Bundesligisten zahlreiche Aktionen, um Frauen und Mädchen sichtbarer zu machen und gezielt zu fördern.

Aktionen, Camps und Einblicke hinter die Kulissen

Die teilnehmenden Clubs setzten den Spieltag mit unterschiedlichen Formaten um und boten vielfältige Einblicke in den Basketballalltag. Bei den Tigers Tübingen konnten Mädchen und Jugendliche bereits im Vorfeld bei einer Trainingseinheit aktiv werden und zusätzlich verschiedene Aufgabenbereiche eines Spieltags kennenlernen. Die Artland Dragons spielten am Aktionswochenende mit speziell angefertigten Trikots. Die Fans können die Trikots anschließend für einen guten Zweck ersteigern.

Der SC Rist Wedel kombinierte den Spieltag mit einem Girlscamp und prominenter Unterstützung durch Nationalspielerin Marianna Byvatov. Dazu gehörten Einlaufkinder aus weiblichen Teams, eine Preisverleihung sowie Gewinnspiele rund um den FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin. Auch die BG Göttingen setzte auf ein erweitertes Rahmenprogramm und verband den Spieltag mit einem Familienevent. Neben Mitmachaktionen wie einer Basketball-Hüpfburg oder Geschicklichkeitsspielen erhielten Nachwuchsspielerinnen beim Einlauf der Teams eine besondere Rolle.

Viele Vereine nutzten den Spieltag rund um den Internationalen Frauentag gezielt, um Frauen und Mädchen in die Halle einzuladen und gemeinsam Basketball zu erleben. Impressionen vom Frauenspieltag.

Ligaübergreifender Trailer und Ticketaktion

Neben den Aktionen der Clubs sorgte die Liga mit zentralen Maßnahmen für zusätzliche Sichtbarkeit. Ein eigens produzierter Trailer wurde in den Hallen sowie in den Livestreams ausgestrahlt. Ergänzend wurde der Spieltag mit dem FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin verknüpft, für den Fans im Aktionszeitraum vergünstigte Tickets erwerben konnten.

Impuls für die Weiterentwicklung

Der Mädchenspieltag zeigt, wie gezielte Maßnahmen und das Engagement der Clubs ineinandergreifen, um neue Impulse für den Basketball zu setzen. Durch die unterschiedlichen Ansätze an den Standorten entsteht ein vielfältiges Gesamtbild, das Mädchen und Frauen im Basketball stärker in den Fokus rückt.

„Mit dem Mädchenspieltag wollen wir gezielt Aufmerksamkeit schaffen und Mädchen für unseren Sport begeistern. Die große Beteiligung zu diesem Thema und die Vielfalt der Aktionen zeigen, welches Potenzial in unseren Clubs steckt“, so Svenja Bahlke, Spielleiterin der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

BIG Magazin beleuchtet Entwicklung des ProA-Livestreams

Mit Beginn der laufenden Saison hat die BARMER 2. Basketball Bundesliga im Bereich Livestream einen neuen Weg eingeschlagen: Erstmals sind alle Spiele der ProA im Rahmen eines zentralen Paid-Streaming-Modells über Sporteurope.TV abrufbar. Eine Entscheidung, die innerhalb der Basketball-Community für viele Diskussionen und unterschiedliche Perspektiven gesorgt hat.

Die aktuelle Ausgabe des BIG Basketball Magazins greift dieses Thema nun in einem ausführlichen Hintergrundartikel auf. Unter dem Titel „Quo Vadis Livestream – Zwischen Reichweite und Refinanzierung“ wird die Entwicklung rund um das Streaming-Angebot der ProA beleuchtet und die Veränderungen im Kontext des allgemeinen Wandels von Sportübertragungen eingeordnet.

Neben der Einordnung der aktuellen Situation kommen auch Stimmen aus der Liga zu Wort. Dabei wird deutlich, welche strategischen Überlegungen hinter der Weiterentwicklung des Livestream-Angebots stehen und welche Maßnahmen bereits angestoßen wurden, um Qualität, Stabilität und Nutzererlebnis langfristig zu verbessern.

So sind bereits zur kommenden Saison erste Neuerungen geplant – darunter der weitere Ausbau der Internetinfrastruktur an den Standorten sowie zusätzliche Formate innerhalb der Livestream-Übertragungen.

„Wir bedanken uns ganz herzlich bei den bisherigen Fans, die diesen neuen Weg bereits mit uns gehen. Selbstverständlich möchten wir mit der beschlossenen Entwicklung den Livestream in der kommenden Saison aufwerten und so die Zuschauer mit einem Stream belohnen, der immer besser wird!“, resümiert Christian Krings, Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga GmbH.

Der vollständige Artikel ist in der aktuellen Ausgabe des BIG Basketball Magazins zu lesen.

Nachwuchs-Check bei den GIESSEN 46ers

Bronze-Auszeichnung für die Nachwuchsarbeit

Der Nachwuchsbereich der GIESSEN 46ers stand kürzlich im Mittelpunkt eines Standortbesuchs im Rahmen des Nachwuchs-Checks der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. Die Analyse der bestehenden Nachwuchsstrukturen wurde dabei mit der Bronze-Plakette gewürdigt.

Während des Besuchs verschaffte sich das Expertenteam einen umfassenden Überblick über Organisation, Trainingsstrukturen und Fördermaßnahmen im Nachwuchsprogramm der 46ers. In gemeinsamen Analyse- und Reflexionsgesprächen mit den Verantwortlichen des Vereins wurden sowohl vorhandene Stärken der Arbeit als auch mögliche Entwicklungsfelder herausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden im Anschluss in einem Feedbackgespräch gebündelt und mit konkreten Impulsen für die zukünftige Weiterentwicklung der Nachwuchsarbeit ergänzt.

Ein zentraler Bestandteil des Nachwuchs-Checks war darüber hinaus ein gemeinsamer Entwicklungsworkshop. In Gießen stand dabei die Weiterentwicklung der Tagesbetreuung für Nachwuchsleistungssportler im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem Möglichkeiten zur stärkeren pädagogischen Begleitung, zur strukturierten Hausaufgabenbetreuung sowie zur Organisation von Verpflegungsangeboten und gemeinsamer Mittagsversorgung. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Unterstützung von Talenten, die aufgrund längerer Pendelstrecken einen erhöhten organisatorischen Aufwand zwischen Schule, Training und Alltag bewältigen müssen. Ziel war es, die Tagesstrukturen für junge Leistungssportler weiter zu optimieren und die Verbindung von schulischer Ausbildung und leistungsorientiertem Basketball noch enger zu verzahnen.

Rolf Scholz betonte im Anschluss an den Standortbesuch die Bedeutung dieses Austauschs: „Der Nachwuchs-Check hilft uns, unsere bestehenden Strukturen aus einer externen Perspektive zu betrachten und gezielt weiterzuentwickeln. Gerade bei Themen wie Tagesbetreuung, schulischer Unterstützung und der Begleitung von Talenten mit längeren Anfahrtswegen ist es wichtig, tragfähige Lösungen zu entwickeln. Der Workshop hat uns dafür wertvolle Impulse geliefert.“

Über den Nachwuchs-Check

Der Nachwuchs-Check der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga wird gemeinsam mit der easyCredit Basketball Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. durchgeführt. In einem dreistufigen Verfahren werden zunächst quantitative Daten über ein Online-Reporting erhoben, bevor ein Standortbesuch mit Gesprächen und Einblicken in die Nachwuchsarbeit folgt. Ein zusätzliches Workshopformat ermöglicht es den Bundesligisten, über die Analyse hinaus zukunftsgerichtete Entwicklungsprozesse anzustoßen. Abschließend besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Projektförderung.

Standorte mit besonders engagierter Nachwuchsförderung werden im Rahmen des Nachwuchs-Checks mit einem Status (Gold, Silber oder Bronze) ausgezeichnet. Dieser Status spiegelt die Qualität der Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Standortbedingungen wider.

Impulse, Austausch und konkrete Schritte – Schulsporttreffen 2026 in Frankfurt

Vom 27. bis 28. Februar 2026 wurde Frankfurt am Main erneut zum Treffpunkt der deutschen Basketballorganisationen: Knapp 100 Vertreter:innen aus Landesverbänden und Bundesligavereinen kamen zum zweiten gemeinsamen Schulsporttreffen zusammen. Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung der Grundschuloffensive „15.000xBasketball“ sowie die Rolle der Vereine im offenen Ganztag.

Zum Auftakt begrüßte der Jugendsekretär des Deutschen Basketball Bundes, Tim Brentjes, die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Landesverbänden und Bundesligavereinen. Ein interaktiver Einstieg bot anschließend Gelegenheit, sich kennenzulernen und erste Erfahrungen auszutauschen. Moderator Christian Steinberg blickte zudem auf die bisherige Entwicklung des Projekts sowie auf das erste Treffen im Jahr 2025 zurück.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Freitags lag auf dem Thema Ganztag. In kurzen Impulsvorträgen beleuchteten Boris Schmidt, Vorsitzender der TSG Bergedorf, sowie Nicolas Rotter, Mikail Akgül und Severin Stadler von Socius e.V. unter dem Titel „Trägerschaft im offenen Ganztag – Perspektiven für Basketballvereine“ die Chancen eines stärkeren Engagements in der Ganztagsbetreuung. Diskutiert wurden praxisnahe Ansätze, strukturelle Rahmenbedingungen und die Frage, wie sich Vereine strategisch in diesem Bereich positionieren können.

Der Abend bot Raum für informellen Austausch: Beim gemeinsamen Essen wurde weiter diskutiert, gedacht und vernetzt. Den sportlichen Abschluss bildete das gemeinsame Verfolgen des WM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland und Kroatien.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Umsetzung. Nach einem kurzen Impuls von Stefan Merkl zu den BBV-Grundschulcups arbeiteten die Teilnehmenden in Bundeslandgruppen an konkreten Konzepten zur Einführung und Weiterentwicklung solcher Wettbewerbe. Ziel war es, ins Handeln zu kommen und klare nächste Schritte zu definieren.

Darauf aufbauend entwickelten übergreifende Arbeitsgruppen neue Ansätze für die Grundschuloffensive „15.000xBasketball“. Im Mittelpunkt standen dabei bewusst die Ideen und Bedarfe der verschiedenen Basketballorganisationen. Zwei Themen rückten besonders in den Fokus: die Weiterentwicklung eines „Monitoring- und Dashboard-Systems“ zur transparenten Steuerung der Maßnahmen sowie die Konzeption eines „Bildungs- und Qualifizierungsformats“, das Vereine und Engagierte gezielt unterstützt.

Am Ende stand weniger ein fertiges Konzeptpapier als vielmehr ein gemeinsames Verständnis: Die Weiterentwicklung des Schulsports gelingt nur im Miteinander – offen, praxisnah und lösungsorientiert. Mit neuen Impulsen, konkreten Arbeitsaufträgen und gestärkten Netzwerken endete das Schulsporttreffen 2026 – als weiterer Schritt auf dem Weg, Basketball nachhaltig in die Grundschulen zu bringen.

Spielsperre für Devin Lawrence Schmidt (Phoenix Hagen)

Im Rahmen des ProA-Spiels 2003548 Phoenix Hagen – BG Göttingen am 06.03.2026 wurde der Spieler Devin Schmidt (Phoenix Hagen) in der 37. Spielminute von den Schiedsrichtern disqualifiziert. Nach Auswertung der Stellungnahme des Spielers und der Schiedsrichter sowie der vorliegenden Videoaufzeichnung kam die Spielleitung zu der Auffassung, dass Devin Schmidt sich grob unsportlich verhalten hat.

Aufgrund der Unsportlichkeit gegenüber einem Schiedsrichter sah die Spielleitung keine Möglichkeit, den mit der Disqualifikation einhergehenden Verlust der Spielberechtigung aufzuheben. Daher verhängte die Spielleitung gegen Devin Schmidt eine Spielsperre von einem Pflichtspiel sowie eine Geldstrafe. Der Spieler ist damit für das Pflichtspiel Nr. 2003553 am 08.03.2026 gesperrt. Bei der Bemessung der Strafe wurde berücksichtigt, dass der Spieler bisher in der Saison noch nicht auffällig war.

Die Entscheidung erging gemäß § 80 Abs. 2 SuVO sowie § 78 SuVO in Verbindung mit § 2 Nr. 6 und 8 SuVO sowie 1.21 Strafenkatalog. Die Entscheidung über die Verfahrenskosten erging gemäß § 27 der Rechtsmittel- und Schiedsgerichtsordnung.

Spotlight #6: Neue Gesichter für den Saisonendspurt

Es war Länderspielpause in der ProA. Das gab nicht nur den Teams, sondern auch uns die Zeit, um vor dem anstehenden Saisonendspurt nochmal kurz Luft zu holen. Zehn Spiele stehen noch an und sowohl an der Spitze als auch am Ende der Tabelle ist noch alles offen… Da ist es also gut verständlich, dass fast alle Teams im Laufe der Saison nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen haben, um sich für die entscheidenden Partien zu wappnen. Seit Mitte Februar können nun keine neuen Spieler mehr gemeldet werden, die Wechselfrist ist abgelaufen. In dieser Ausgabe von Spotlight werfen wir einen Blick auf einige der aktuellsten Neuverpflichtungen und schauen uns an, wie sie ihren Teams auf der Zielgeraden der Saison helfen können. 

Bekannte Namen für die Spitzenteams

Wie untermauert man seine Aufstiegsambitionen am eindrücklichsten? Klar, mit guten sportlichen Leistungen, aber auch auf dem Transfermarkt kann man Statements setzen. So ist es Ende Januar beim Spitzenreiter aus Hagen passiert. Ohne dass es durch Verletzung oder Abgänge erzwungen war, präsentierte man einen ligabekannten Neuzugang. Ryan Schwieger wechselte vom BBL-Team aus Würzburg zu Phoenix und soll nun dabei helfen, das zu erreichen, was ihm bereits vor drei Saisons mit RASTA Vechta gelungen war: Der Aufstieg in die easyCredit BBL. Der flexible US-Boy kann sowohl auf der Eins als auch auf dem Flügel agieren, eine Variabilität, die natürlich gut in den ohnehin schon stark besetzten Kader passt. Vor seiner Rückkehr in die ProA war Schwieger in dieser Saison für die Würzburger vor allem in den Partien in der Basketball Champions League im Einsatz. Diese Gemeinsamkeit teilt er sich mit dem aktuellsten Neuzugang des Tabellenzweiten aus Göttingen. Denn dort reagierte man auf den längerfristigen Ausfall von Kevin Buckingham mit der Verpflichtung von Wes Dreamer. Der Forward stand bisher beim tschechischen Team Era Nymburk unter Vertrag und kehrte nun zu Coach Fabian Strauss zurück. Wieso kehrt zurück? Richtig, auch Dreamer ist kein Unbekannter. Er, Strauss sowie Point Guard Daniel Kirchner kennen sich bereits aus der letzten Saison, als alle drei bei den Dresden Titans arbeiteten. Damals war der Power Forward der überragende Mann bei den Sachsen, legte in gleich zwölf Spielen 20 oder mehr Punkte auf! Nun trägt Dreamer also das Trikot der Veilchen und soll auf dem Weg in Richtung Wiederaufstieg, neben seinem Potential für traumhafte Wortspiele, ein entscheidender Baustein im Saisonendspurt sein.

Entscheidende Puzzleteile für den BBL-Aufstieg? Ryan Schwieger und Wes Dreamer (Fotos: Dennis Green, Max Vogel).

Die Bremerhavener Big Men-Rochade

Sehr aktiv ging es in den letzten Wochen auch bei einem weiteren Top Team der ProA zu. Die Eisbären Bremerhaven nutzten die verbleibenden Tage vor der Transferfrist, um nochmal an der Besetzung der großen Positionen zu schrauben. Los ging es mit der Verpflichtung von Lorenz Brenneke. Der 26-jährige stand die letzten Jahre in Diensten der SKYLINERS aus Frankfurt, mit denen er 2023/24 auch den Wiederaufstieg in die BBL schaffte. Es folgte eine Saison als Kapitän der Frankfurter, ehe ihn eine Verletzung zu Beginn dieser Spielzeit ausbremste. Nun folgte der Schritt zu den Nordseestädtern, bei denen er für mehr Tiefe auf den großen Positionen sorgen soll. In der Gerüchteküche wurde zwischenzeitlich auch über einen Wechsel Brennekes zu den HAKRO Merlins Crailsheim gemunkelt, die dann aber kurzerhand Till Isemann unter Vertrag nahmen, wenn man so will den Vorgänger Brennekes bei den Eisbären. In einem Spiel standen beide gemeinsam in der Stadthalle Bremerhaven auf dem Parkett, ehe der Wechsel Isemanns zum direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn verkündet wurde. Für Merlins-Coach McCray ist der Center „ein absoluter Glücksgriff.“ Zum Gastspiel in der alten Heimat kommt es für den erfahrenen Mann mit der Rückennummer 21 übrigens in weniger als drei Wochen (22.03. 15:00 Uhr) und wer weiß, vielleicht wird das Wiedersehen in den Playoffs nochmal intensiviert. Damit wäre die Bremerhavener Big Men-Rochade eigentlich schon zu Ende erzählt, wenn es nicht noch einen weiteren, zumindest zwischenzeitlichen, Transferhammer gegeben hätte. Denn nur ein neuer Big Man reichte den Eisbären noch nicht und so wurde der Zugang von BBL-Legende John Bryant unter Dach und Fach gebracht. Unter anderen Umständen eigentlich eines der Top Themen, doch nur wenige Tage nach der Verpflichtung kam die Hiobsbotschaft: Verletzung an der Achillessehne, Saisonaus.

Für den einen das letzte Mal im Eisbären-Trikot, für den anderen das Erste: Isemann und Brenneke im Spiel gegen Leverkusen (Fotos: Dennis Green).

Mit frischen Kräften die Playoffplätze sichern

Hinter den vier bereits beschriebenen Spitzenteams spielt sich einmal mehr ein enger Fight um die vier verbleibenden Tickets für die Postseason ab. Auf dem siebten Platz rangieren aktuell die GIESSEN 46ers. Mit großen Ambitionen gestartet, brauchte man lange um in die Saison zu finden. Vor allem auf der Position des Point Guards war es wie verhext. Simon Krajcovic kann aktuell noch nicht an seine Leistungen aus den letzten beiden Spielzeiten anknüpfen und Martin Junakovic verletzte sich in der Hinrunde. Dessen Nachfolger Devon Goodman fällt ebenfalls verletzt aus und so schlug man nochmal auf der Aufbauposition zu. Mit Adnan Arslanagic stieß ein erfahrener Playmaker zu den 46ers, der in dieser Saison auch schon im FIBA Europe Cup auf dem Parkett stand und 20 Punkte gegen die Löwen aus Braunschweig auflegte. Zuletzt spielte er in Bosnien, wo er auch für das Nationalteam aktiv ist. In der aktuellen Länderspielpause kam er bei beiden Siegen gegen die Schweiz zum Einsatz. Einen Platz hinter den Gießenern liegen im Moment die VfL SparkassenStars aus Bochum. Tief im Westen möchte man sicherlich den letztjährigen Playoffeinzug wiederholen und hat sich dafür mit Aitor Pickett verstärkt. Der Deutsch-Chilene verbrachte seine letzten beiden Saisons in Kirchheim, war also ein direkter Konkurrent zu den Bochumern (wir erinnern uns an den Vierervergleich zum Ende der letzten Spielzeit). Nach dem Sommer ging es für Pickett zunächst in sein Geburtsland zurück, ehe der Anruf aus Bochum kam. Dort verbreitert er nun die Rotation im Front Court und half etwa beim Auswärtssieg in Koblenz mit zehn Punkten bei makelloser Zweier- und Freiwurfquote.

Adnan Arslanagic und Aitor Pickett im neuen Trikot (Fotos: Nico Genslein, VfL SparkassenStars Bochum).

In Lauerstellung

Hinter den Bochumern formiert sich ein starkes Verfolgerfeld. Gleich drei Teams stehen gerade bei elf Siegen und damit nur einen Erfolg hinter Playoffplatz acht! Und um den Angriff auf diesen Platz zu starten haben die Nürnberg Falcons, PS Karlsruhe LIONS und EPG Baskets Koblenz auch alle nochmal personell nachgelegt. In Nürnberg fällt seit Januar Center Brandton Chatfield aus und auch auf Julius Wolf musste Coach Ralph Junge zuletzt verzichten. Entsprechend groß war die Lücke auf den Big Men-Positionen, die nun Giorgios Gkiouzelis füllen soll. Der Grieche kommt aus der ersten griechischen Liga und spielte mit Aris Thessaloniki sogar im EuroCup. In seinen ersten beiden Spielen im Nürnberger Trikot konnte er die aktuelle Niederlagenserie noch nicht stoppen, stand aber immerhin bereits jeweils gut 22 Minuten auf dem Court. Schon am Freitag treffen die Nürnberger dann auf die punktgleichen LIONS aus Karlsruhe, bei denen Jason George kurz vor Ende der Frist zum Kader stieß. Die Geschichte des deutschen Power Forwards ist trotz seiner erst 24 Jahre in ihrer Gänze zu umfangreich für diesen Text. BBL-Debüt in München, Dopingsperre, Neuanfang in dieser Saison beim ProB-Ligisten in Leitershofen, Wechsel in die BBL zu Würzburg… Nun also der Schritt zu den Löwen, wo er als wichtiger deutscher Rotationsspieler eingeplant ist. Mit ihm holte man auch direkt weitere Siege, sodass Karlsruhe aktuell als eine der formstärksten Mannschaften dasteht. Knapp 200 Kilometer weiter nordwestlich stehen die Baskets aus Koblenz ebenfalls bei elf Siegen. Im Gegensatz zu Nürnberg und Karlsruhe holte man sich hier nicht noch einen Großen, sondern nahm mit Julien Larry einen weiteren Point Guard unter Vertrag. Der 1,90m große Aufbau wechselte innerhalb der Liga von den Uni Baskets Münster ans deutsche Eck. In seinem zweiten Spiel im neuen Trikot traf er direkt auf seinen alten Club und konnte einen souveränen Auswärtssieg feiern.

Gkiouzelis, George und Larry, hier noch im Spiel gegen die Koblenzer (Fotos: Nathalie Zweifel, Aurelia Constantin, finken.design).

Die Teams im Abstiegskampf formieren sich

Playoffkampf, schön und gut, der größte Druck herrscht aber sicherlich im Tabellenkeller. Und so ist es kaum verwunderlich, dass seit jeher bei diesen Teams am meisten am Kader gebastelt wird.

Drei Siege vor den Abstiegsplätzen liegt der BBC Bayreuth, der am anstehenden Doppelspieltag schon einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen kann, denn es geht gegen die beiden Letztplatzierten Uni Baskets Münster und SBB Baskets. Damit das auch gelingt, wurde das Roster auf der Aufbauposition mit Kyle Sturdivant verstärkt, der aus Nordmazedonien nach Franken wechselt. Bei seinem ersten Auftritt im Bayreuther Trikot gelangen ihm direkt 13 Zähler bei guten Feldwurfquoten.

Die Tigers aus Tübingen sind ein weiterer Traditionsclub, der sich aktuell im Abstiegskampf befindet. Auch hier lotste man einen neuen Point Guard zu sich, gerade weil JaCobi Wood als Anführer weiterhin schmerzlich vermisst wird. Jordan Johnson heißt der neue Mann, der unter dem ebenfalls nun frisch eingesetzten neuen Trainer Detlev den Spielaufbau ordnen soll. Offensiv trägt er direkt die Hauptverantwortung und legt in den bisherigen vier Partien durchschnittlich 20,3 Punkte auf.

Auf Platz 17 und damit dem ersten Abstiegsplatz rangieren die Uni Baskets Münster. Die Westfalen schraubten vor der Wechselfrist nochmal doppelt am Kader. Zunächst verpflichteten die Münsteraner Deshon Taylor, doch die Freude währte nur kurz. Der US-Amerikaner hatte nur einen Einsatz im Baskets-Trikot und fällt seither verletzt aus. So musste man nochmal reagieren und sicherte sich die Dienste von Curtis Jones Jr. Der flexible US-Guard kam aus der Slowakei und legte in den ersten vier Partien solide 7,5 Punkte und 3,5 Rebounds auf.

Den letzten Tabellenplatz belegen die SBB Baskets. Der Aufsteiger verlor nach dem Überraschungserfolg gegen Bremerhaven zuletzt dreimal in Folge und rutschte so bis ganz unten durch. Im Gegensatz zur Konkurrenz holten die Baskets keinen Guard, sondern verstärkten sich auf dem Flügel mit Kevin Wohlrath. Der 31-jährige Deutsche verließ Bamberg im Sommer nach drei Jahren und kehrt nun in die ProA zurück, in der er bereits bei den Knights aus Kirchheim aktiv war.

Jede Menge neuer Gesichter also, die in den kommenden Wochen ihren neuen Teams helfen sollen, die Ziele für den Rest der Saison zu erreichen. Und mit dem nun anstehenden Doppelspieltag geht es direkt auch wieder mittenrein in den ProA-Wahnsinn! An dieser Stelle geht es in einigen Wochen mit der siebten Ausgabe dieser Kolumne weiter, wenn die ersten Entscheidungen, Rechenspiele und Co. anstehen. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.