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„Feuer, Aggressivität, Leidenschaft aufs Parkett bringen“

Mit Rückkehrer Nikola Sredojevic und dem Abschied von Mario Blessing beschließen die Rist-Herren die Kaderumbauarbeiten in Hinblick auf die Saison 2021/22, auf die sich die Wedeler ab dem 2. August im Mannschaftsverbund vorbereiten.

Der 19-jährige Sredojevic spielte bereits bis 2020 für den SC Rist (fünf ProB-Einsätze und 32 in der 2. Regionalliga), die vergangene Saison bei Alba Berlin fiel wegen der Coronavirus-Pandemie mit jeweils zwei Spieleinsätzen in 2. Regionalliga und NBBL auch für ihn kürzer aus als gedacht. „Von den reinen Zahlen und den Minuten auf dem Feld her war das ein ganz schwieriges Jahr für ihn in Berlin“, sagt Stephan Blode. Da Sredojevic weder zum Berliner Profikader noch zur Mannschaft des Kooperationspartners Lok Bernau gehörte, kam er angesichts von Hallenschließungen und der Zwangspause des Amateursports nicht in den Genuss einer Ausnahmeregelung, seine Trainingsmöglichkeiten in der Hauptstadt waren deshalb während der Pandemie lange eingeschränkt. Doch als Persönlichkeit habe Sredojevic der Umzug in die Hauptstadt sicher weitergebracht, meint der Trainer. Nach dem Abitur 2020 begann er in Berlin ein Studium. „Wir hätten Nikola schon damals gerne behalten und freuen uns, dass er jetzt zurückgekommen ist“, so der Sportliche Leiter Christoph Roquette. Zu den in Wedel sehr geschätzten Eigenschaften des gut 1,90 Meter großen Spielers für die Position zwei zählt die Energie, die Sredojevic in das Training und den Wettkampf einbringt.

Auf Mario Blessing müssen die Rister künftig verzichten. Als Leitwolf und Mannschaftskapitän gab er seinen jungen Mitspielern Halt, glänzte insbesondere als Korbvorbereiter, Verteidigungsass und Mann für entscheidende Momente. Jetzt steht erst einmal der Abschluss seines Studiums im Vordergrund. An den bisherigen Mannschaftskapitän geht ein großes Dankeschön für seine Dienste in Gelb und Grün!

Zwecks Beschreibung seiner Mannschaft 2021/22 wählt Stephan Blode folgende Worte: „Der Kader ist jung, dynamisch, schnell, lässt eine aggressive Spielweise zu, hat ein deutliches Mehr an Athletik im Vergleich zum letzten Jahr, aber auch eine ganz Reihe von Spielern, die vom biologischen Alter her jung sind, die aber auch schon ein paar Jahre im ProB-Basketball erlebt haben und die damit auf jeden Fall mehr Verantwortung tragen sollen, aber auch selbst mehr Verantwortung tragen wollen.“

Zum erweiterten Wedeler Aufgebot zählen mehrere Talente (Al-Fayed Alegbe, Janik Harbeck, Anton Krüger, Yann Mbodjé, Finn Mohl), die auf ProB-Schnupperkurs gehen werden, teilweise bereits in der vergangenen Saison am Training der 1. Herren teilgenommen haben und unter der Leitung von Trainer Torben Haase bei der Rist-„Zweiten“ sowie in der NBBL-Mannschaft der Hamburg Towers spielten und spielen. „Wir möchten Feuer, Aggressivität, Leidenschaft aufs Parkett bringen“, sagt Roquette. „Das möchten wir mit Jungs schaffen, die noch nicht so viel erreicht haben, die alle noch vor ihrem Karrierehöhepunkt stehen, die darauf hinfiebern und ein Trainingspensum an den Tag legen, bei dem man sieht, dass sie das erreichen möchten und dass sie hungrig sind“, umreißt er die Erwartungshaltung.

SC Rist 2021/22: Aurimas Adomaitis, Al-Fayed Alegbe, Hendrik Drescher, Janik Harbeck, Linus Hoffmann, Jacob Hollatz, Martin Jelic, Yngve Jentz, Moritz Kröger, Anton Krüger, Gabriel Kuku, Yann Mbodjé, Finn Mohl, Leif Möller, Simonas Paukste, Ole Schrader, Nikola Sredojevic, Jordan Walker.

Quelle: SC Rist Wedel

Ein Urgestein geht: Michael Kuczmann läuft nicht mehr für BAYER auf

Michael Kuczmann wird in Zukunft nicht mehr für die Korbjäger unter dem Bayer-Kreuz auf Punktejagd gehen. Der gebürtige Leverkusener hat sich in seinem beruflichen Umfeld neuorientiert und tritt vom aktiven Leistungsbasketball zurück.

Es gibt sie, diese Dinge, die einfach zusammengehören. Die Bayer AG verbindet man ohne große Umschweife mit der Stadt Leverkusen, während der Eiffelturm fest zu Paris gehört. Ähnlich war die Symbiose zwischen den BAYER GIANTS und Michael Kuczmann. Seit seiner Geburt, dem 27. März 1993, ist der Sohn von Trainerlegende Achim Kuczmann aktiver Part der Basketballabteilung des TSV Bayer 04. Seitdem hat Michi eine Menge erlebt…


Seit zehn Jahren in der BARMER 2. Basketball Bundesliga unterwegs

Zu Beginn der Saison 2011/12 waren die Zeiten bei den GIANTS andere. Die Leverkusener Basketballer stellten sich auf der Führungsebene komplett neu auf. Frank Rothweiler wurde neuer Abteilungsleiter, während Achim Kuczmann als Trainer an der Bismarckstraße übernahm. Es galt damals die BAYER-Basketballer in der ProB zu etablieren, schließlich ging der Klub in seine insgesamt dritte Spielzeit in der 2. Basketball Bundesliga.

Im Frühjahr 2011 fand auch Michael Kuczmann den Weg ins Team der ersten Mannschaft. Zuvor durchlief der Flügelspieler alle Leistungsmannschaften des Vereins inklusive NBBL unter Trainerin Katrin Hering. Doch die Saison 2011/12 war keine einfache „Premierenspielzeit“ für Michi. Das Team spielte gegen den Abstieg und konnte sich erst in den damaligen Playdowns gegen die Gießen Pointers in einer engen „Best-of-Three“-Serie mit 2:1 durchsetzen. Doch eine Erinnerung bleibt haften: Am 10. Dezember 2011 reisten die GIANTS zum BSV Wulfen. Lange Zeit lagen die Rheinländer abgeschlagen zurück – bis Michael Kuczmann gefühlt jeden Wurf traf. Hier ein Dreier, dort ein Layup: Zwar verloren die „BAYER-Boys“ schlussendlich mit 64:66, dennoch waren die 17 Punkte von Michi der Beweis, dass der junge Akteur im zarten Alter von 18 Jahren auch im Seniorenbereich mithalten kann: „Der Moment ist einer von vielen, der für mich heraussticht“, erklärt Kuczmann. „Damals ist wirklich jeder Ball den ich geworfen habe in den Korb der Wulfener geflogen. An diesem Abend habe ich gemerkt, dass ich auf dem Level mithalten kann.“

In der darauffolgenden Saison gewinnt BAYER die Meisterschaft in der ProB, steigt in die ProA auf und muss nach der Spielzeit 2015/16 absteigen. Es folgen für Kuczmann einige Jahren in Deutschlands dritthöchster Spielklasse, bevor man 2019 grandios den ProB-Titel erringt und sich in der Folge zwei Jahre später das sportliche Teilnahmerecht an der BBL erspielt. All dies hat Michael nicht nur hautnah miterlebt, sondern war ein wichtiger Teil der Geschichte und wahrscheinlich könnte der inzwischen 28-Jährige ein 500-seitiges Buch über seine Erlebnisse im BAYER-Dress schreiben. Deshalb fällt es ihm auch schwer, den EINEN Moment seiner Karriere zu benennen: „Es gab so viele besondere Ereignisse in meiner Spielerlaufbahn, an die ich gerne zurückdenke“, sagt Michi mit glänzenden Augen. „Die 48 Punkte von Josh Parker in Dresden 2013, der Dreierregen von Matthias Goddek gegen Wolfenbüttel, als er zehn seiner 11 Versuche von draußen traf. Die Meisterschaften in der ProB, die Vizemeisterschaft in der ProA, aber genauso auch die Tiefschläge wie der Abstieg 2016, der mich damals arg mitgenommen hat. Die vergangenen zehn Spielzeiten sind wie Flug vergangen“. Dabei hat sich Kuczmann einige Kindheitsträume erfüllt: „Wenn du auswärts auf dem Parkett in Quakenbrück, Gießen oder Vechta stehst, wo die Stimmung sehr laut und einschüchternd ist, dann ist das etwas ganz Besonderes. Genauso wie die Derbys gegen Schwelm und Köln, wo die Brisanz förmlich in der Luft lag – das war einfach phänomenal.“

Am Ende kann „Kucze“ auf insgesamt 281 Spiele in der 2. Basketball Bundesliga zurückschauen. 152-mal stand Michi in der ProA auf dem Parkett, 129 Begegnungen bestritt der Shooting Guard in der ProB. In der Endrunde, den Playoffs, war er in 33 Spielen aktiv. Wir könnten jetzt noch auflisten, wie oft Michael zweistellig gepunktet hat, dass würde den Rahmen aber sprengen. Sein Karriere-Bestwert in der Kategorie „Punkte“ kam am 22. November 2015 zustande. Damals markierte Kuczmann 22 Zähler beim 88:76-Erfolg über die WHITE WINGS Hanau.


Mehr Zeit für den Beruf und das Privatleben

Doch was bewegt Michi dazu, seine Karriere auf Eis zu legen? „Ich bin einfach an einem Punkt im Leben angelangt, an dem es immer schwieriger wird, den hohen Ansprüchen des Profibasketballs gerecht zu werden. Durch das steigende Niveau in den vergangenen Jahren, aber auch durch meinen Abschluss des Studiums und den erfolgreichen Start ins Berufsleben, hat sich eine Entscheidung aufgedrängt. Es fiel mir ganz sicher nicht leicht, aber unter Berücksichtigung aller Faktoren macht es am meisten Sinn, mich in Zukunft mehr auf meinen beruflichen Werdegang zu konzentrieren.“

Nach gut 20 Jahren wird Kuczmann also keinen professionellen Basketball mehr spielen. Die Erinnerungen bleiben aber: „Ich erinnere mich noch gut an mein erstes U10-Training bei BAYER oder einen 145:10-Sieg in der U14 NRW-Liga…den gab es wirklich“, lacht Michi. „Jetzt freue ich mich aber darauf, viel Freizeit mit meiner Frau und der Familie zu verbringen. Ich kann das erste Mal nach unzähligen Jahren wieder in den Winterurlaub fahren, ohne auf den Spielplan zu schauen. Auch wenn Basketball immer ein wichtiger Teil meines Lebens war, bin ich nicht böse auch mal am Wochenende die Beine hochlegen zu können.“

Ein anderer Verein kommt für das Leverkusener Eigengewächs nicht in Frage, dafür ist Michael zu sehr Anhänger der „Riesen vom Rhein“, wie er erklärt: „Die Entscheidung für einen anderen Klub zu spielen, wäre sehr schwer für mich. Ich bin durch und durch ein GIANT, seit Kindesbeinen an. Mir vorzustellen, dass ich für eine andere Mannschaft auflaufe, fällt mir schwer.“ Stattdessen hat Michi einen anderen Plan: „Ich werde die Jungs künftig von den Rängen aus unterstützen. Wie früher halt, als Fan.“ Bedanken wollte sich Michi allerdings noch: „Vielen Dank an alle Menschen, denen ich den vielen Jahren über den Weg gelaufen bin. Die, die mich von der Tribüne aus angefeuert haben. Die Personen, die mit mir nach dem Spiel über so viele Dinge gesprochen und mich nach Niederlagen immer wieder aufgebaut haben. Ganz besonders möchte ich mich für den Support bei allen Mitspielern, Trainern, Physios und den Helfern in der Rundsporthalle bedanken. Die gefeierten Erfolge wären ohne diese Personen niemals möglich gewesen.“

Die BAYER GIANTS freuen sich über den Fan Michi Kuczmann, verlieren aber vor allem einen sympathischen und bodenständigen Menschen, der wie kein Zweiter für die Werte des Vereins steht. Lieber Michael: Mach es gut, genieß deine Freizeit und bis bald in der Ostermann-Arena – Danke für deinen unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz auf dem Feld.


Stimmen zum Abgang von Michael Kuczmann

Hansi Gnad (Headcoach der BAYER GIANTS): „Dieser Abgang tut nicht nur mir, sondern dem gesamten Verein weh. Ich kenne Michi schon seit frühesten Kindesbeinen an, als ich noch selber aktiv für BAYER war. Damals hat er nach dem Spiel pausenlos auf den Korb in der Rundsporthalle geworfen. Er war, wie sollte es auch anders in der Familie Kuczmann sein, absolut basketball-begeistert. Für mich ist er das Sinnbild der GIANTS. Michael hat jedes Leistungsteam bis hin zur ersten Mannschaft in Leverkusen durchlaufen. In vielen Spielen war er ein ganz wichtiger Bestandteil des Teams, ohne sich über seine Mitspieler zu stellen. Diese Eigenschaft hat ihn stets ausgezeichnet, der Erfolg der gesamten Mannschaft stand für Michi über allem. Jetzt hat er eine Entscheidung zugunsten seines Berufslebens getroffen, welche auch für ihn sicherlich nicht einfach war. Ich kann dies absolut nachvollziehen. Mit 28 Jahren ist Michi jedoch noch nicht in einem Alter, wo er die Basketballschuhe an den berühmten Nagel hängen muss. Wer weiß, was in Zukunft noch passiert? Erst einmal wünsche ich Michi, einer Identifikationsfigur der BAYER GIANTS Leverkusen, alles Gute für sein weiteres Berufsleben und ich freue mich darauf, ihn in der Ostermann-Arena zu begrüßen.“

Frank Rothweiler (Abteilungsleiter der Basketballer des TSV Bayer 04 Leverkusen): „Ich habe sehr großen Respekt vor Michi’s Entscheidung. Bei mir schlagen zwei Herzen in der Brust: zum Einen verlieren wir einen unheimlich sympathischen Spieler, dessen Verhalten auf und abseits des Spielfeldes stets von Professionalität und Fairness geprägt war. Michi verkörpert für mich die wichtigsten Werte, die wir als BAYER GIANTS vertreten wollen. Auf der anderen Seite gönne ich Michi und seiner noch jungen Familie von Herzen, dass sie ab sofort sehr viel mehr wertvolle Zeit füreinander haben und ihre Wochenenden nach vielen Jahren endlich selbst planen und einteilen können. Mich persönlich verbindet eine langjährige Freundschaft zur gesamten Familie Kuczmann und ich würde mich sehr freuen, wenn die enge Verbundenheit zu den GIANTS auch in Zukunft besteht und wir uns bei vielen ProA Heimspielen in der Halle sehen. Ein großes persönliches Dankeschön an Michi für seine vielen tollen Jahre im Trikot unserer BAYER-Basketballer und beruflich und privat alles Gute für die Zukunft.“

Henrik Fronda (Geschäftsführer der GIANTS): „Dass ein Spieler nach mehr als 10 Jahren bei ein und derselben Profi-Station verabschiedet wird, hat nicht nur im Basketball Seltenheitswert. Michi hat war als Urgestein eine echte Identifikationsfigur der Giants und daher ist es für uns selbstverständlich, dass mit ihm auch die Nummer 25 in „Rente“ geht. Diese Trikotnummer werden wir künftig nicht mehr vergeben.“

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Nico Kaml komplettiert rein lokalen 49ers-Kader

Manu Schüler sucht sich hingegen eine neue Herausforderung

Die TKS 49ers verpflichten mit dem 26-jährigen Forward Nico Kaml einen weiteren Spieler aus dem Umfeld Berlins. Die Kaderplanung ist somit vorerst abgeschlossen und die 49ers starten erstmals mit einem durch und durch Berlin-Brandenburger Aufgebot in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Saison 2021/22.

Nach Niklas Ney und Robin Jorch schließt sich mit Nico Kaml ein dritter Neuzugang den 49ers an, der in gewisser Weise schon früher Berührungspunkte mit dem Verein hatte. Zwar war der 26-jährige nie selbst in einem RSV-Trikot im Einsatz, stand diesem jedoch etliche Male als Gegner gegenüber. In der Jugend agierte Nico viele Jahre, unter anderem an der Seite von Niklas Ney, für Basketball Berlin Süd. Hier durchlief er sowohl seine JBBL- als auch NBBL-Laufbahn, war dabei stets einer der Leistungsträger und in der U19-Bundesliga sogar Topscorer seines Teams. Nebenbei war der 1,93 Meter große Flügelspieler auch stets im Berliner Auswahlkader aktiv, wo er unter anderem zusammen mit seinen neuen Teamkollegen Alex Giese und Robin Jorch trainierte und spielte. 2012 und 2014 feierte Nico zudem Basketball-Erfolge außerhalb des normalen Vereinsbetriebs. In diesen beiden Jahren wurde er zu Deutschlands „Red Bull King of the Rock“ gekürt, indem er sich in einem landesweiten 1-gegen-1 Streetball-Turnier gegen andere Basketballer durchsetzte. Im Herrenbereich spielte Nico seine längste Zeit in der 1. Regionalliga. Dort stand er für Bernau, Itzehoe und Cottbus auf dem Feld, bevor es ihn nach Abschluss seines Studiums berufsbedingt nach London zog, wobei er hier auch weiterhin nebenbei Basketball spielte. Nun ist der Berliner wieder zurück in seiner Heimat und schließt sich als vorerst letzter Neuzugang den TKS 49ers an. Diese stehen beim Kader für die Saison 2021/22 nun bei 14 Akteuren, wovon jeder einzelne aus dem Großraum Berlin kommt und hier auch in der NBBL (10x RSV/IBBA bzw. AB Baskets, 2x Alba Berlin, 1x Central Hoops, 1x BBS) aktiv war. Dies ist das erste Mal in der ProB-Geschichte des RSV/der 49ers, dass man es zum Start der Saison ohne einen Import-Spieler im Aufgebot versucht. Coach Vladimir Pastushenko erhofft sich davon eine ausgezeichnete Teamchemie: „Die Jungs kennen sich fast alle untereinander schon von früheren Aufeinandertreffen oder sogar gemeinsamen Spielen im Berliner Spielbetrieb beziehungsweise generell aus der Berliner Basketballszene. Wir freuen uns enorm, dass wir die Möglichkeit haben, mit einem so lokalen Kader zu spielen und hoffen sehr, dass unser Plan aufgeht. Mit Nico haben wir noch einen super Menschen und Spieler hinzugewonnen, der uns mit seiner Erfahrung, Vielseitigkeit und physischen Spielweise sehr weiterhelfen wird.“
Auch Nico Kaml selbst ist sehr auf seine Rückkehr in den deutschen Basketball gespannt: „Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Herausforderung und die kommende Saison mit langjährigen Freunden und ehemaligen Teamkollegen bei den TKS 49ers. Ich kann es kaum erwarten, bis die Saisonvorbereitung losgeht und bin mir sicher, dass wir das bestmögliche aus dem Team herausholen werden, um den Fans hochklassige Spiele bieten zu können.“

Emanuel Schüler verlässt das Team

Den erst 17-jährigen Guard, welcher zuletzt neben Ferdinand von Saldern und Linus Briesemeister der dritte NBBL-Doppellizenzspieler der 49ers war, zieht es nach nur einer Saison im TKS-Trikot zu einem neuen Verein. Manu möchte den nächsten Schritt in seiner noch jungen Entwicklung gehen. Bei den 49ers kam er in der vergangenen Spielzeit auf 15 Einsätze, in denen er durchschnittlich knapp fünf Minuten spielte. Beim Auswärtssieg im März gegen den späteren Aufsteiger Itzehoe erzielte der 1,95 Meter große Aufbauspieler 9 Punkte. Im Dezember wurde er von U18-Bundestrainer Patrick Femerling sogar in den DBB-Nominierungslehrgang eingeladen. Wir sind uns sicher, dass wir dich bald sehr hochklassig Basketballspielen sehen werden und wünschen dir alles Gute für die Zukunft, Manu!

Quelle: TKS 49ers

Neue sportliche Ziele: Till-Joscha Jönke verlässt die White Wings

Nachdem die White Wings Hanau in den vergangenen Tagen die ersten erfreulichen Neuverpflichtungen vermelden konnten, gibt es heute erneut einen prominenten Abgang zu vermelden. Mit Till-Joscha Jönke verlässt eine weitere absolute Identifikationsfigur das Team. Seit der Saison 2015/16 stand Till ununterbrochen für die White Wings auf dem Feld und war dabei ein Publikumsliebling unter den Hanauer Fans. Für die kommende Saison 2021/2022 wird Jönke aller Wahrscheinlichkeit nach ein Angebot aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA annehmen, um einer neuen sportlichen Herausforderung entgegentreten zu können.

Bevor Jönke vor sechs Jahren nach Hanau wechselte, spielte er höherklassig in Leverkusen, Ulm und Tübingen. In der Saison 2012/13 galt Jönke nicht nur als Youngster des Jahres in der ProB, sondern konnte dank Doppellizenz auch bereits BBL- und Europapokal-Luft schnuppern. In seinen sechs Spielzeiten für Hanau hat Jönke insgesamt 147 Pflichtspiele für die Hessen absolviert. Dabei erzielte er sage und schreibe 1.781 Punkte (Schnitt von 12 Punkten pro Spiel). Jonkes Offensivspiel lebt von schnellen Bewegungen in Richtung Korb, die von Defensivspielern häufig nur per Foul zu stoppen waren. Immer wieder gelingt es ihm dadurch, vermeintlich einfache Punkte zu erzielen oder an die Freiwurflinie geschickt zu werden. Diese verwandelt der gebürtige Düsseldorfer in der Regel hochprozentig und zuverlässig. In der Verteidigung ist er stets ein ungemütlicher Gegenspieler, der ständig Druck ausübt und den gegnerischen ballführenden Spieler zu Fehlern zwingt.

Till Jönke galt in Hanau als Anführer auf und neben dem Feld. Immer wieder spornte er seine

Mitspieler zu Bestleistungen an und übernahm in so manchem verlorengeglaubten Spiel Verantwortung, um das Ergebnis zu drehen. Überdies vertrat Jönke den Club auch bei Veranstaltungen und Sponsoren und gab den White Wings so ein Gesicht. In Hanau hat er unvergessene Momente erlebt. Dazu zählt etwa der Einzug in die ProA-Playoffs in der Saison 2017/18 sowie zahlreiche weitere persönliche und mannschaftliche Erfolge. Für die kommende Spielzeit möchte sich Jönke sportlich noch einmal neu orientieren und wird sich daher einem Team in der ProA anschließen. Entsprechend kommt es zu einer einvernehmlichen Trennung mit den White Wings, die Jönke aufgrund seiner Erfolge und Dienste in der Vergangenheit natürlich keine Steine in den Weg legen würden.

Till Jönke: “Liebe White Wings Family, es gibt nur ein Gefühl, das die letzten 6 Jahre in Hanau für mich widerspiegelt: Dankbarkeit! Hanau ist zu einem Zuhause für mich geworden! Ich verbinde sehr viele emotionale und erfüllende Momente mit der Stadt, dem Sport und mit den Menschen hier. Dafür will ich mich bedanken! Ich werde das alles in sehr guter Erinnerung behalten. Dennoch werde auch ich nicht jünger und ich möchte mich noch einmal einer neuen sportlichen Herausforderung widmen! Auch für den weiteren Weg der White Wings wünsche ich nur das Beste! Und wie sagt man so schön, man sieht sich immer zweimal im Leben! DANKE FÜR ALLES!“.

Sebastian Lübeck: „Wir sind Till für seine Verdienste in den vergangenen Jahren sehr dankbar. Er hat wesentlichen Anteil daran, dass der Profi-Basketball mittlerweile diesen Stellenwert in Hanau genießt. Auch wenn es aus sportlicher Sicht heraus schwerfällt ihn ziehen zu lassen, so freuen wir uns für ihn, dass er nochmal eine Etage höher angreifen kann. Till ist sowohl menschlich als auch sportlich für jedes Team ein absoluter Gewinn! Wir werden ihn ähnlich wie Josef Eichler zu Beginn der neuen Saison auch mit den Fans gemeinsam noch einmal gebührend verabschieden!“

Quelle: White Wings Hanau

DANKE ROBIN!

Nach drei sehr erfolgreichen gemeinsamen Jahren gehen die NINERS Chemnitz und Centerspieler Robin Lodders künftig getrennte Wege. Eine Entscheidung, die den Verantwortlichen der „Orange Army“ alles andere als leicht fiel. Doch im Zuge des Aufstiegs und aufgrund der Coronakrise, welche auch an Sachsens besten Korbjägern finanziell nicht spurlos vorbeigeht, mussten die Personalplanungen für die kommende Spielzeit angepasst werden. Folglich suchte man das offene Gespräch mit Lodders und machte von einer im Vertrag verankerten Ausstiegsklausel Gebrauch. Der 25-jährige hatte im gleichen Atemzug bereits Angebote anderer Clubs vorliegen und schließt sich dem Vernehmen nach bald einem ambitionierten ProA-Ligisten an, so dass die Trennung letztlich einvernehmlich verlief.

„Wir möchten uns an dieser Stelle in aller Form bei Robin bedanken. Er war in den letzten drei Jahren eine wichtige, verlässliche Säule unseres Teams, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und zeigte sich auch abseits des Feldes stets als tadelloser Sportsmann. Wir sind überzeugt, dass er mit seinen menschlichen und sportlichen Qualitäten eine tolle Karriere vor sich hat und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute“, sagt Cheftrainer Rodrigo Pastore stellvertretend für die gesamte NINERS-Familie, welche Robin stets in guter Erinnerung behalten wird.

Der 2.06 Meter große Lodders kam im Sommer 2017 aus Essen nach Chemnitz, stellte schnell sein Potenzial unter Beweis und avancierte bald zum festen Leistungsträger. Fast schon legendär ist sein Floater, den der Blondschopf mit unnachahmlicher Treffsicherheit unzählige Male im Korb versenkte. Sein austrainierter Körper und eine gewisse „Unkaputtbarkeit“ bescherten ihm über die Jahre den Spitznamen „Terminator“. Auch deshalb, weil er in seiner Chemnitzer Zeit lediglich zwei Pflichtspiele verpasste, im Umkehrschluss aber 93 Partien für die NINERS bestritt. Dabei stand er durchschnittlich 21 Minuten auf dem Parkett, erzielte 9.2 Punkte, 4.3 Rebounds sowie 1.3 Assists pro Spiel und beeindruckte vor allem mit einer Trefferquote von nahezu 64 Prozent aus dem Feld. 2019 drang Lodders mit der Orange Army bis ins Playoff-Halbfinale vor, wo man nur denkbar knapp an Hamburg scheiterte. Im Folgejahr, also der vergangenen Saison, war Chemnitz auch dank Lodders dann aber das Maß aller Dinge, dominierte die 2. Basketball Bundesliga ProA und wurde nach dem Corona-bedingten Saisonabbruch völlig verdient zum Aufsteiger gekrönt.

So kann Robin auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken und findet zum Abschluss viele warme Worte:

„Ich möchte mich herzlich bei allen Fans und Mitarbeitern der NINERS Chemnitz bedanken, insbesondere bei den Coaches Rodrigo Pastore und Steven Hutchinson, von denen ich viel gelernt habe. Ein großer Dank geht auch an Oliver Kaidel und den SI Wohnungsmarkt für die Möglichkeit, neben dem Basketball erste Berufserfahrungen zu sammeln. Die NINERS haben in den vergangenen drei Jahren eine tolle Entwicklung hingelegt und ich bin froh, Teil davon gewesen zu sein. Meine Zeit in Chemnitz hat mir viel Spaß gemacht und war auch im Hinblick auf meine sportliche Entwicklung sehr förderlich. Ich wünsche dem Verein und den tollen Fans auch in der Zukunft viel Erfolg!“

DANKE ROBIN! Und du bist jederzeit herzlich willkommen in Chemnitz!

(NINERS Chemnitz)

Abschied nach zwölf Jahren. Kilian Dietz verlässt die RÖMERSTROM Gladiators Trier

Dietz stand seit 2008 im Aufgebot der Trierer Profibasketballer. Dem Center von der Mosel liegen mehrere Angebote vor. Die Entscheidung über neues Team steht noch aus.

Mit Kilian Dietz verlässt der dienstälteste Spieler die RÖMERSTROM Gladiators Trier. Seit 2008, damals noch im Trikot der TBB Trier, stand Dietz bei den Trierer Profibasketballern unter Vertrag. Als Nachwuchstalent an den Kader herangeführt, entwickelte er sich über die Jahre zum gestandenen Profi und zur Identifikationsfigur im Trierer Basketball. Vor allem mit seinem Kampfgeist und seiner knallharten Defense unter dem Korb spielte sich Dietz in die Herzen der Trierer Fans. In der abgelaufenen Saison stand er durchschnittlich 12:41 Minuten pro Partie auf dem Feld und erzielte dabei 3,4 Punkte sowie 3,1 Rebounds.

„Mit Kilian verlässt uns nicht nur eine absolute Identifikationsfigur, sondern auch eine wichtige sportliche Konstante aus den letzten Jahren. Kili hat sich stets als professioneller Sportsmann und akribischer Arbeiter präsentiert, der alles dem Erfolg des Teams untergeordnet hat. Natürlich ist ein Abschied nach so langer Zeit nicht leicht, aber wir freuen uns sehr für Kili, dass er eine neue Herausforderung bei einem neuen Team sucht. Ihm gilt größter Dank von allen Verantwortlichen, Mitarbeitern, Coaches und Spielern der RÖMERSTROM Gladiators.  Kilian ist ohne Frage ein Gewinn für jede Mannschaft. Wir bedanken uns sehr bei ihm und wünschen ihm für seine Zukunft nur das Beste und natürlich vor allem Gesundheit.“, sagt Geschäftsführer Achim Schmitz zum Abschied von Kilian Dietz.

Auch Geschäftsführer Andre Ewertz wünscht Dietz nur das Beste für die Zukunft und sagt zu dessen Abschied: „Wir bedauern sehr, dass Kilian unser Vertragsangebot nicht angenommen hat und für sich entschieden hat, einen anderen Weg zu gehen. Natürlich haben wir jedoch größten Respekt und absolutes Verständnis für seine Entscheidung. Kilian hat sich in seinen Jahren hier sehr gut entwickelt und war auf und abseits des Feldes ein wichtiger Bestandteil der RÖMERSTROM Gladiators. Wir danken Kilian für sein hervorragendes Engagement und wünschen ihm natürlich alles Gute, viel Gesundheit und vor allem viel Erfolg für seinen weiteren Weg.“

„Als die Gladiators vor fünf Jahren gegründet wurden, hätte ich nie gedacht, dass mir dieser Verein so unfassbar ans Herz wachsen wird. Ich kann mich unendlich glücklich schätzen, hier meine zweite Familie gefunden zu haben. Doch manchmal zieht einen das Leben weiter und so verabschiede ich mich nach 12 Jahren Basketball in Trier von Euch.“

„Dieser Abschied fiel mir nicht leicht und ich wünsche dem Verein nur das allerallerbeste und hoffe, dass wir auch in Zukunft verbunden bleiben werden. Ich möchte mich herzlichst bei allen bedanken, die die Jahre hier für mich so unglaublich wundervoll gemacht haben. Meinen Mitspielern, den Coaches, Physios, Ärzten, Aggy, den Verantwortlichen des Vereins, den Fans und meinen Eltern bin ich zu tiefstem Dank verpflichtet. Jede Sekunde, die ich mit Euch auf und abseits des Feldes verbracht habe werde ich sicherlich vermissen. Bleibt gerade in solchen Zeiten gesund und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen in der Arena Trier.“ – mit diesen Worten verabschiedete sich Kilian Dietz von der Gladiatoren-Familie.

(RÖMERSTROM Gladiators Trier)

Abschied nach fünf Jahren: Vertrag mit Co-Trainer Andreas Barthel wird nicht verlängert

Die ROSTOCK SEAWOLVES und Co-Trainer Andreas Barthel gehen in Zukunft getrennte Wege. Der Vertrag mit dem 35-Jährigen wird nicht verlängert. Barthel kam im Sommer 2015 nach Rostock, feierte mit den Wölfen im Frühjahr 2018 den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und arbeitete als Assistent mit insgesamt vier Cheftrainern zusammen.

“Fünf Jahre an einem Standort sind in der Sportwelt eine lange Zeit. Damals habe ich mich dem Projekt und der Vision verschrieben, Rostock Seawolves als Erstligastandort zu etablieren. Ich denke und hoffe, dies auch im Rahmen meiner Möglichkeiten gelebt zu haben. Dass es für mich persönlich in der Funktion als Co-Trainer so knapp vor dem Ziel endet, ist sehr schade. Als Sportler will man Ziele immer erreichen”, sagt Barthel.

“Dennoch war es eine tolle Zeit in Rostock und ich bin dankbar für die Momente mit den Seawolves, den Fans und den Menschen, die ich kennenlernen durfte. Ich wünsche dem Verein und allen Beteiligten alles Gute und werde den Rostocker Basketball intensiv weiterverfolgen.”

Barthel wechselte im Sommer 2015 aus der Österreichischen Basketball Bundesliga (WBC Wels) an die Ostsee und arbeitete im zweiten ProB-Jahr der SEAWOLVES zusammen mit Head Coach Sebastian Wild. “Rostock Seawolves und mich würde es ohne Sebastian Wild nicht geben, auch wenn die Zeit mit ihm an der Seitenlinie relativ kurz war”, blickt der gebürtige Thüringer zurück. Nachdem der Vertrag mit Wild zu Beginn der Saison 2016/2017 einvernehmlich aufgelöst wurde, übernahm Barthel für neun Spiele das Amt des Head Coaches. “Das Head-Coach-Werden war für mich etwas aus der Not geboren, aber auch wichtig für meine Entwicklung und Selbstfindung als Trainer”, erinnert sich der 2,11-Meter-Hüne. Mit der Verpflichtung von Ralf Rehberger rückte Barthel zurück in die Funktion des Assistenten, die er auch in der ProA unter den Cheftrainern Milan Škobalj und Dirk Bauermann in der ProA ausfüllte.

“Am intensivsten und für mich persönlich am ergiebigsten war die Zeit und Zusammenarbeit mit Ralf Rehberger. Da hat atmosphärisch sehr viel gepasst, sowohl zwischen uns als Trainergespann als auch um dem Verein nochmal einen Anstoß zu geben, um in der ProB den nächsten Schritt zu gehen”, erklärt Barthel. “Ich glaube, in dieser bisher erfolgreichsten Zeit des Vereins, im Aufstiegsjahr 2017/2018, hat man – wie sonst auch – viel gearbeitet, viel gekämpft, viel gelitten, aber auch gefeiert – dieser Prozess dahin ist etwas, an das ich gern zurückdenke. Diese Momente des sportlichen Erfolgs, auf die der gesamte Verein und die Stadt hingefiebert und hingearbeitet haben, stehen ganz weit oben auf meiner Liste der Erinnerungen. Aber natürlich das erste Jahr in der ProA. Da waren wir neu in der Liga, hatten nicht den Druck wie in den Jahren zuvor und konnten als Underdog auftreten. Ich glaube, diese Lockerheit des ersten Jahres hat letztlich auch zu den Ergebnissen geführt.”

Nach fünf Spielzeiten trennen sich nun die Wege von Andreas Barthel und den ROSTOCK SEAWOLVES. Sein Nachfolger wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

“Andreas Barthel hat dem Verein in den vergangenen fünf Jahren große Dienste erwiesen. Dafür gebührt ihm unser größter Dank. Er hat in dieser Zeit eine Expertise in den Bereichen Videoanalyse und Scouting aufgebaut, die sicherlich erstklassig ist. In Zukunft werden wir im Bereich der Trainerassistenz jedoch auf ein Profil setzen, bei dem der Fokus auf der Spielerentwicklung liegt. Wir wünschen Andreas privat wie beruflich alles Gute”, sagt Manager Jens Hakanowitz.

(ROSTOCK SEAWOLVES)

Abschied von Orlando Parker – Publikumsliebling verlässt die LIONS nach vier Jahren

Er war ein ganz Großer in Karlsruhe – nicht nur aufgrund seiner 2,03 Meter Körperlänge. Orlando Parker war während der vergangenen vier Spielzeiten eine stets zuverlässige Konstante im Team der PS Karlsruhe LIONS. Als der US-Amerikaner im Sommer 2016 an den Oberrhein kam, war die Mannschaft frisch in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB aufgestiegen. Mit Parker an Bord gelang im Frühjahr 2017 der Durchmarsch in die ProA, wo die LIONS noch heute spielen. Während der im vergangenen März abgebrochenen Saison 2019/2020 trug der Leistungsträger und Publikumsliebling sogar die Kapitänsbinde.

Unvergessen bleibt bei den Fans im Löwenkäfig der Karlsruher Europahalle Parkers Leistung am 1. März 2019. Damals machte er im Spiel gegen die ROSTOCK SEAWOLVES 37 Punkte. Wenige Wochen später, im vorentscheidenden Duell um den PlayOff-Einzug bei den Tigers Tübingen erzielte er dann seine Bestmarke von 14 Rebounds in einer Partie. Auch in diesen großen Momenten erlebte das Publikum den inzwischen 28-Jährigen immer als bescheidenen und etwas zurückhaltenden, aber sehr sympathischen Menschen.

Auch in seiner letzten Saison bei den LIONS, die angesichts der schwierigen sportlichen Situation sicher die bisher schwierigste war, fungierte der Flügelspieler als wichtiger Rückhalt seines Teams. Parker verpasste keines der 27 Spiele, kam auf durchschnittlich knapp 27 Minuten Einsatzzeit und 11,9 Punkte pro Partie. Er wird den Karlsruhern fehlen – als Basketballer und als Mensch. Die LIONS wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg.

(PS Karlsruhe LIONS)

Adrian Breitlauch verlässt Eisbären Bremerhaven

Nach vier gemeinsamen und intensiven Jahren müssen die Eisbären Bremerhaven mit Adrian Breitlauch ihren Kapitän ziehen lassen. Adrian spielte – neben seinen vielen Jugendjahren – vier Jahre für die Profimannschaft der Eisbären Bremerhaven und führte diese zuletzt als Kapitän aufs Parkett. In dieser Zeit hat sich Adrian vom Ergänzungs- zum Führungsspieler entwickelt – eine Entwicklung, die auch anderen Clubs nicht entgangen ist.

Mehrjährige und hochdotierte Angebote, wie sie sich Adrian mit seiner Leistung von anderen Clubs erarbeitet hat, gehören im Profisport dazu und sind vor dem Hintergrund der derzeitigen Unsicherheit aber keine Selbstverständlichkeit. Da die Eisbären Bremerhaven schon vor Eintritt der Corona-Krise im vergangenen Sommer ein runderneuertes Sanierungskonzept entwickeln mussten und die Umsetzung dieses Prozesses bereits in vollem Gange ist, konnten die Verantwortlichen der Eisbären vor dem Hintergrund kaufmännischer Vernunft nicht mit jedem Angebot mithalten und müssen sich nun dem größeren finanziellen Spielraum eines anderen Clubs beugen. Eisbären-Gesch.ftsführer Nils Ruttmann bedankt sich bei Adrian Breitlauch: „Wir schätzen Adrian Breitlauch als Person und Basketballspieler, der jahrelang auf und neben dem Feld alles für die Eisbären Bremerhaven gegeben hat. Seine beeindruckende Persönlichkeit hat sich nicht zuletzt darin gezeigt, dass er nach dem Abstieg nicht das Weite gesucht hat, sondern den Umbruch unseres Clubs in der ProA mitgestaltet hat und als Kapitän sowie Profi mit herausragender Einstellung vorangegangen ist, das Vertrauen der Fans und Förderer in die Eisbären wiederherzustellen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.“

Nicht zuletzt auf Grund dieser Charakteristika ist Adrian jüngst auch von den Fans in die All-Decade-Starting-Five der Eisbären Bremerhaven gewählt worden. Das Modell einer Karriere wie der von Adrian bleibt weiterhin im Programm der Eisbären Bremerhaven implementiert: der Weg eines Spielers aus der Region, der von einer Schul-AG über Jugendvereinsteams und Jugendspitze in der NBBL kontinuierlich darauf hinarbeitet, als Lokalmatador für den Heimatverein auf dem Parkett der Profis zu stehen. Adrian Breitlauch: „Ich kann mich nur bedanken bei den Eisbären, den Fans und sämtlichen Unterstützern. Ich durfte vier besondere Jahre bei den Eisbären erleben und konnte meinen Kindheitstraum – einmal für meine Heimatmannschaft auf dem Feld zu stehen – mehr als nur verwirklichen. Nach dem Abstieg war es mir wichtig, für Loyalität zu stehen und den Verein auch in der ProA zu unterstützen. Als Kapitän den sportlichen Wiederaufstieg zu erreichen – wenn auch auf anderem Wege als erwünscht – ist für mich ein besonderer Moment und rundet meine Zeit bei den Eisbären ab. Ich habe ein sehr spannendes Angebot erhalten, welches es mir in turbulenten Zeiten ermöglicht, mich nicht nur auf dem Feld sondern auch abseits des Parketts beruflich weiterzuentwickeln. Darauf freue ich mich. Doch gleichzeitig werde ich die mittlerweile bekannten und liebgewonnenen Gesichter im Eisbärenkäfig hier in Bremerhaven sehr vermissen. Ein ganz großes Dankeschön für die großartige Unterstützung, die ich von Fans, Sponsoren und Unterstützen in den vergangenen vier Jahren erfahren durfte. Die Eisbären werden für mich immer ein besonderer Basketballverein sein. Ich freue mich bereits auf ein Wiedersehen!“

Auch Eisbären-Geschäftsführer Ruttmann bestätigt: „Wir wünschen Adrian für seine Zukunft alles Gute und sind uns sicher, dass die Freundschaft nur für die Spielminuten der direkten Duelle ruhen wird. Und da man sich im Leben stets zweimal trifft, steht für Adrian bei den Eisbären Bremerhaven immer eine Türe offen.“

Haris Hujic verlässt die SEAWOLVES

Die ROSTOCK SEAWOLVES vermelden den ersten offiziellen Abgang der Saison 2019/2020: Haris Hujic wird nicht mehr zu den Wölfen zurückkehren.

“Ich möchte mich für die Unterstützung in der vergangenen Saison bedanken, sowohl bei den Fans als auch bei den Menschen hinter dem Team, die uns allen sehr geholfen haben”, sagt Hujic. “Auch wenn es nur kurz war, habe ich mich in der Zeit in Rostock sehr willkommen gefühlt und wurde herzlich empfangen. Ich wünsche dem Verein und allen Fans alles Gute in der Zukunft. Bleibt vor allem gesund in dieser schwierigen Zeit!”

Hujic erzielte für die SEAWOLVES in 23 Spielen durchschnittlich 6,2 Punkte und 1,9 Assists in 18 Minuten.

Nach einer Spielzeit im Trikot der SEAWOLVES wird der 22-jährige A2-Nationalspieler zu einem anderen Club in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA wechseln.

“Haris ist ein sehr professioneller junger Mann, der im Training immer hart gearbeitet hat. Unsere Strategie, wie wir als Team spielen und die Minuten unter den Spielern verteilen wollten, hat sich im Laufe der Saison durch den Trainerwechsel geändert. Dirk Bauermann hat die Rotation von zehn auf acht Spieler verkleinert. Haris hat dies sehr professionell aufgenommen und erkannt, dass es eine Entscheidung für ein anderes System war, in das er nicht hineingepasst hat. Hinzu kam die Verpflichtung von Zach Lofton, der auf Haris’ Position zum Einsatz kam. Ich bedanke mich bei Haris für seine Leistungen und bin überzeugt, dass er seinen Weg als Mensch und Profi weitergehen wird”, sagt Manager Jens Hakanowitz.

Die ROSTOCK SEAWOLVES wünschen Haris Hujic auf dem beruflichen und privaten Weg alles Gute und beste Gesundheit.