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Mario Blessing wieder beim SC Rist, Marshall nach Karlsruhe

Mario Blessing kehrt aus Bochum zurück und verstärkt in der Saison 2020/21 wieder den SC Rist. Der 28-Jährige war im Sommer 2019 Trainer Felix Banobre zu den VfL AstroStars Bochum gefolgt, für die Blau-Weißen vom Stadionring erzielte er in der vergangenen Saison in sechs Spielen 7,5 Punkte pro Partie.

Für die Verpflichtung gebe es gute Gründe, so Christoph Roquette, Sportlicher Leiter des SC Rist. Gesucht wurde noch eine echte Führungspersönlichkeit, diese Rolle übte Blessing bereits von 2017 bis 2019 beim SC Rist aus, war in dieser Zeit teils auch Wedeler Kapitän. „Er hat das Team mit positiver Energie zusammengehalten, die Spieler schauen zu ihm auf und seine Meinung hat Gewicht“, sagt Roquette. Somit kommt Blessing auch eine wichtige Aufgabe bei der Förderung der Spielmachertalente Leif Möller und Semjon Weilguny zu. „Wir brauchten noch jemanden, der unsere jungen Möller und Weilguny unterstützen kann, wenn Justus Hollatz mit den Hamburg Towers unterwegs ist. Wir haben lange überlegt und uns gefragt: ‚Wer kann diese Position einnehmen, wem ist diese Rolle auf den Leib geschnitten?‘“, so Roquette. Die Antwort lautet: Mario Blessing.

Allerdings machten dem 28-Jährigen sowohl in Wedel als auch zuletzt in Bochum Verletzungen zu schaffen, Blessing stand aber beim VfL kurz vor der Rückkehr aufs Spielfeld, als der Saisonabbruch erfolgte. „Er wäre zurückgekommen, wenn die Playoffs begonnen hätten“, so Roquette.

Blessing ist 1,88 Meter groß und kommt im Spielaufbau zum Einsatz. Er spielte von 2017 bis 2019 beim SC Rist, zuvor unter anderem bei den Hamburg Towers, dem Nürnberger BC, an der University of South Carolina Upstate in den USA und an der Urspringschule.

Emil Marshall gehört in der kommenden Saison nicht zum Wedeler Kader. Der Flügelspieler wechselt nach Karlsruhe in die ProA. Wir wünschen Emil viel Erfolg für die neue Aufgabe und danken herzlich für seine Leistungen im Rist-Trikot.

Quelle: SC Rist Wedel

Ein zweites Jahr mit Jelovcic

Mit Matej Jelovcic bleibt dem SC Rist ein weiterer Spieler der Vorsaison erhalten. Gleichzeitig will der 21 Jahre alte Kroate an der Nordakademie ein duales Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre beginnen.

Der 21-Jährige, der 2016 aus Zagreb nach Ludwigsburg wechselte, danach in Karlsruhe und Baunach spielte, bringt Eigenschaften mit, die sowohl im Berufsleben als auch im Basketball gewinnbringend sind. Jelovcic sei ein „unglaublich ehrgeiziger junger Mann“, sagt Benka Barloschky. „Wir hatten letztes Jahr die durchaus nicht einfache Situation, dass wir mit drei Ausländern gespielt haben und nur zwei gleichzeitig auf dem Feld sein konnten. Es war positionsbedingt nicht immer so leicht, die richtigen Lücken für Matej zu finden. Auch das hat dazu geführt, dass er lange gebraucht hat, um seine Rolle in der Mannschaft zu finden. Das war bei ihm auch mit viel Frustration verbunden, weil er eben einen so hohen Anspruch an sich selber hat. Er wurde aber im Laufe der Saison immer besser und war ein großer Bestandteil von unserem Erfolg“, so der Rist-Trainer.

Zwischen Anfang Oktober und Mitte November 2019 setzte Jelovcic ein gebrochener Finger außer Gefecht. Im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr erzielte er mit 16 Punkten seinen Saisonbestwert. Solche Auftritt sind es, die der Sportliche Leiter Christoph Roquette meint, wenn er sagt: „Er hat großes Talent und hat das immer wieder aufblitzen lassen.“ In den letzten fünf Saisonspielen lag seine Ausbeute bei knapp zehn Punkten je Partie. 

Zwar werde der Kroate angesichts des geringen Durchschnittsalters des Wedeler Kaders gerne zu den erfahrenen Kräften gezählt, sei aber selbst noch sehr jung, so Barloschky. Und Roquette sagt: „Ich glaube, dass er noch mal einen großen Schritt machen kann. Er hat eigentlich alles, was man als guter Spieler braucht. Wir geben ihm das Vertrauen, damit er das zeigen kann.“

Quelle: SC Rist Wedel

Rich Igbineweka mit noch mehr Kraft in die neue Saison

Ein Spieljahr lang darf Osaro Jürgen Rich Igbineweka noch als „Doppelagent“ seine Arbeit verrichten, zwischen dem SC Rist und den Hamburg Towers hin- und herspringen, dann läuft für den 22-Jährigen altersbedingt dieses Zweifachspielrecht aus.

Um für die Aufgaben in der Saison 2020/21 in easyCredit-Basketball Bundesliga und der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gewappnet zu sein, ist Rich Igbineweka im Anschluss an das vorzeitige Ende der zurückliegenden Spielzeit nahtlos ins Sommertraining übergegangen. Sein Vorhaben, an Muskelmasse zuzulegen, setzte er mit Durchhaltevermögen und Härte gegen sich selbst um. Dazu gehörten nicht nur zehrende Krafteinheiten, sondern ebenfalls eine erhöhte Nahrungsaufnahme. Das Ergebnis: Fünf Kilogramm Muskeln zusätzlich wirft er jetzt ins Getümmel. „Damit kann ich mich besser gegen größere Spieler durchsetzen, wenn ich zum Korb ziehe oder im Post verteidigen muss“, erhofft er sich von der Kräftigung. Danach kam verstärkt der Ball ins Spiel. „In den letzten zwei Monaten habe ich mich wieder mehr auf Basketball konzentriert“, sagt der 22-Jährige.

Eine Handverletzung, die er sich im Sommer 2019 zugezogen hatte, sorgte in der Saison 2019/20 dafür, dass Rich Igbineweka erst am fünften Spieltag erstmals auf dem Feld stand. Doch er hatte abermals Pech, fiel zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember erneut aus. In Wedel nahm er anschließend wieder seine angestammte Rolle als Dampfmacher mit Siebenmeilenstiefeln in Angriff und Verteidigung ein, zum erhofften Bundesliga-Debüt bei den Towers kam es noch nicht. Was die Athletik, das Spielerische und die Verteidigung betreffe, mangele es ihm mit Blick auf die Anforderungen in der Bundesliga nicht, meint Rich Igbineweka, „aber die Erfahrung und in Situationen die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen“ seien Faktoren, die andere Spieler der ersten Liga ihm noch voraushätten. Wie gehabt sollen ihm diesbezüglich Einsätze für den SC Rist behilflich sein. „In jedem Spiel sammelt man Erfahrung. Und wenn man eine größere Rolle spielt, hilft das später auch in höheren Ligen“, betont er.

In Wedel ist Rich Igbineweka uneingeschränkter Leistungsträger. „Wir zählen ganz auf Jürgen, deswegen haben wir auch auf einen Amerikaner verzichtet. Wir geben ihm das Vertrauen und setzen ihm keinen Spieler vor, weil wir glauben, dass Jürgen das regeln kann. Aber er sollte nicht mit der ProB zufrieden sein, sein Ziel sollte mehr sein, nämlich bei den Towers in den Kader zu kommen, was letzte Saison wegen seiner Verletzung leider schwierig war“, sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter des SC Rist.

Justus Hollatz hat sich bereits einiges an Bundesliga-Einsatzzeit bei den Towers gesichert. Rund 16 Minuten pro Spiel waren es im ersten Jahr nach dem Aufstieg, in Wedel stand er darüber hinaus fast 31 Minuten je Partie auf dem Feld. „Wir wissen nicht, wie viele Spiele Justus in der neuen Saison in Wedel machen wird, aber er wird für uns spielen“, so Roquette. „Er hat eine sehr gute letzte Saison gespielt. Es tut seiner Entwicklung gut, noch ein weiteres Jahr seine 30 Minuten in der ProB zu spielen, das Team zu führen, Anführer zu sein. Er weiß, dass er bei uns auch Fehler machen und Sachen ausprobieren kann, um sein Spiel weiterzuentwickeln. Das Niveau, das er hat, ist schon überragend und darauf gilt es aufzubauen“, sagt der Sportliche Leiter. In entscheidenden Augenblicken heiße es immer häufiger „Justus macht das jetzt“, so Roquette über das Selbstverständnis, dass der 19-Jährige in seinen Auftritten mit dem SC Rist bereits eindeutig zum bestimmenden Spieler geworden ist, der in der Lage sei, Partien zu entscheiden, sei es durch Vorarbeit für andere oder den eigenen Abschluss – gerne per krachendem Dunking.

Sein Towers- und Rist-Kollege Rich Igbinewka tankt diesen Sommer zusätzliches Selbstvertrauen bei der U23-Nationalmannschaft im 3×3. Schon 2019 wurde er eingeladen, an diesem Wochenende steht in Bielefeld die nächste Turnierteilnahme im Bundesadler-Trikot an. Beim 3×3 sei „alles sehr schnell, sehr intensiv. Man muss viel schneller Entscheidungen treffen und alles verteidigen können und gegen jeden spielen können“, so der 22-Jährige. Bevor die Berufung in die Nationalmannschaft ins Haus flatterte, hielt sich seine Erfahrung in dieser Basketball-Variante in Grenzen. „Ich habe vor vier Jahren mal bei einem Turnier in Wandsbek mitgemacht. Da bin ich mit anderen früheren Piraten-Spielern im Viertelfinale ’rausgeflogen“, berichtet er. Ende September findet im belgischen Antwerpen die Europameisterschaft in dieser Spielform statt, vielleicht auch mit Osaro Jürgen Rich Igbinewka. Noch größeren Reiz übt das Thema Olympia aus. 3×3-Basketball zählt bei den kommenden Sommerspielen zum Programm. „Ich würde durchdrehen, da hätte ich so Bock drauf“, sagt er. Kurzum: Gegen eine Olympiateilnahme hätte er nichts einzuwenden.

Quelle: SC Rist Wedel

Moritz Kröger „ein spannender Spieler für die Vier“

Gute Leistungen sind nicht immer die Garantie dafür, auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Moritz Kröger ist so ein Beispiel. Der 17-Jährige überzeugte in seiner ersten Saison bei den Rist-Herren, war zuverlässig zur Stelle, wenn ihn Benka Barloschky aufs Feld schickte, doch vielen fiel das gar nicht. Zu unrecht! Kröger, der bis 2018 bei den Sharks Hamburg spielte und in unterschiedlichen Altersklassen das Interesse der Bundestrainer auf sich zog, erledigt seine Aufgaben schnörkellos, ohne viel Aufhebens. In der Saison 2020/21 soll er weitere Entwicklungsschritte tätigen.

Barloschky wünscht sich, dass sein Schützling mehr aus sich herausgeht und die Zurückhaltung, die ihn im Umgang auszeichnet, zumindest immer dann ablegt, wenn es um Basketball geht. „Wenn ich ein stiller Typ bin, darf ich still sein, wenn ich außerhalb der Halle bin, aber in der Halle muss sich was ändern. Und daran muss er arbeiten und ich hoffe, dass er das hinbekommt“, sagt Barloschky, der Kröger eine große Rolle zuschreibt. Da Alexander Angerer voraussichtlich noch bis Weihnachten mit den Nachwirkungen seines Kreuzbandrisses beschäftigt sein wird, stehen auf der Position vier vorerst Hendrik Drescher und Kröger zur Verfügung: Eine gute Möglichkeit, sich zu zeigen und für weitere Einsatzzeit zu empfehlen. „Ich verlasse mich auf Moritz, das kann ich auch, weil er bewiesen hat, dass er das leisten kann“, so der Trainer. „Er kann die Zeit nutzten, bis Alex zurückkommt, um sich festzubeißen“, sagt Christoph Roquette. Kröger sei „ein spannender Spieler für die Vier“, meint der Sportliche Leiter. „Für ihn ist es die erste richtige ProB-Saison gewesen, er war vorher ja schon im Trainingskader. Moritz hat seine Spielzeit gut genutzt. Er macht die Sache jetzt schon sehr gut. Moritz ist athletisch, hat einen guten Körper, macht kaum Fehler, verteidigt gut“, so Roquette.

In der kommenden Saison kann Kröger mit den Hamburg Towers wie gehabt noch in der höchsten deutschen Jugendspielklasse, der NBBL, antreten – es werden seine letzten Monate in der U19-Bundesliga. „Er ist Jahrgang 2002, da geht es jetzt in den Bereich, wo man vom Jugendspieler zum Erwachsenenspieler wird. Und dann erwarten wir auch andere Dinge“, sagt Barloschky. „Ich glaube an Moritz, er ist basketballerisch dazu auf jeden Fall in der Lage, aber er muss präsenter und lauter werden“, so der Trainer. Verstecken muss sich Kröger ohnehin nicht, dazu ist er viel zu talentiert.

Quelle: SC Rist Wedel

Fabien Kondo im Doppeldienst

Einen Vorgeschmack auf die Gangart bei den 1. Herren des SC Rist hat Fabien Kondo bereits erhalten. „Es wird viel physischer und schneller gespielt, es bringt schon echt viel, dass man einfach mittrainiert und von Spielern etwas lernt, wie von einem Aurimas Adomaitis oder Alex Angerer, die einfach gestandene Spieler sind“, sagt der 18-Jährige.

Der Zweimetermann hat den Sprung von den 2. Herren beziehungsweise aus der NBBL-Mannschaft der Hamburg Towers in den Wedeler ProB-Kader geschafft, wird aber zusätzlich auch weiterhin bei der „Zweiten“ sowie in der U19-Bundesliga zum Einsatz kommen. „Er hat schon einen richtigen Körper für die Fünf, muss aber sicherlich noch an der Athletik arbeiten. Er hat die Masse, um auf der Fünf mithalten zu können“, sagt Sportchef Christoph Roquette. „Wir müssen mal schauen, wie er seine Nische in der ProB findet. Das werden im Training schöne Duelle mit Aurimas und Yngve“, so der Sportliche Leiter.

Kondo kam bei der BG Hamburg West als Quereinsteiger zum Basketball, nachdem er zuvor Fußball gespielt hatte. In der Hamburger Jugendauswahl machte ihm insbesondere der Rister Ibrahim Jabby einen Wechsel nach Wedel schmackhaft. In der 2. Regionalliga erzielte Kondo für die 2. Herren in der vergangenen Saison 8,1 Punkte pro Spiel, in der NBBL im Trikot der Towers waren es 7,6 Punkte und 8,6 Rebounds.

Der 18-Jährige aus Hamburg-Osdorf hat gerade sein Abitur am Goethegymnasium bestanden und absolviert beim SC Rist seit dem 1. August ein Jahr im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Kondo betreut Wedeler Jugendmannschaften und ist für die Grundschul-AGs zuständig. Er wird also jede Menge Trainingsstunden geben und auch selbst literweise Schweiß vergießen: „Wir haben immer viel Spaß, wenn wir zusammen in der Halle sind“, sagt Rist-Trainer Benka Barloschky, „aber ich habe ihm das auch schon persönlich versprochen: Er wird viel, viel, viel arbeiten. Fabien ist einer der Spieler, die viel Potenzial haben, aber er ist so ein bisschen trantütig. Er weiß manchmal auch gar nicht so richtig, was für ein Potenzial in ihm steckt, arbeitet aber auch noch nicht so richtig dafür, dass das herauskommt. Da gilt es, die Intensität zu finden, die man braucht. Das werde ich versuchen, ihm beizubringen. Und ich glaube, das wird nicht immer nur witzig, sondern auch anstrengend für ihn werden“, kündigt Barloschky.

Der Trainer hält viel vom Center-Talent, will Kondo voranbringen. „Der Junge ist richtig gut. Er hat gute Füße, er hat gute Hände, er ist groß, er ist kräftig. Fabien kann spielen, aber er braucht mehr Power, mehr Intensität, er muss mehr Gas geben“ so Barloschky. Das klingt in der Tat nach arbeitsreichen Monaten für den 18-jährigen Nachwuchsfünfer. Kondo ist sich dessen bewusst: „In der ProB muss man Gas geben, damit man überhaupt mithält und es in den Spielkader schafft. Da muss man beim Training alles geben. Mein Ziel in der kommenden Saison ist, mich im Team zu etablieren. Realistischerweise werde ich nicht ganz viel spielen, aber ich will oft im Kader sein und ab und zu Spielzeit bekommen“, sagt er. Die Teilnahme am Training der 1. Herren habe bereits in der Endphase der vergangenen Saison gewinnbringende Auswirkungen auf seine Leistungen in 2. Regionalliga und NBBL gehabt, so Kondo. Durch Fleiß, Schweiß und harte Arbeit soll der 18-Jährige seine Entwicklung auf diesem Pfad fortsetzen.

Quelle: SC Rist Wedel

Weitere Schritte mit Weilguny

Semjon Weilguny ist ein Spielmacher. Zur Natur des Taktgebers einer Basketballmannschaft gehören Entscheidungen innerhalb von Sekundenbruchteilen: Aufs Tempo drücken oder den Fuß auf die Bremse stellen, einen Kollegen bedienen oder selbst den Abschluss versuchen? All das und mehr kann der 18-Jährige. Und er soll es in der Saison 2020/21 noch mehr als bisher im Trikot des SC Rist zeigen.

Für jemanden, der auf die Vorarbeit der Schaltzentrale angewiesen ist, sei der Spielertyp, den Weilguny verkörpere, ein Segen, so Christoph Roquette, Sportlicher Leiter des SC Rist und jahrelang Center in der 2. Bundesliga. „Das ist für jeden, der unter dem Korb spielt und den Ball nicht so oft in den Händen hat, natürlich ein Lieblingsspieler, weil man den Ball dann möglichst oft bekommt“, sagt Roquette angesichts von Weilgunys Qualitäten als Passgeber und Wegbereiter von Korbabschlüssen.

Weilguny, einst aus Itzehoe in die Jugend der Hamburg Towers und zum SC Rist gekommen, sei ein „super spielintelligenter Spieler“, meint der Wedeler Trainer Benka Barloschky. „Er ist immer ein Spieler mit unglaublich viel Potenzial gewesen“, erläutert Barloschky. Als Nachweis der Reife im Basketball gilt häufig die Fähigkeit, Leistungen regelmäßig abzurufen. Es gebe immer wieder Spiele und Trainingseinheiten, in denen Weilguny sein großes Können zum Besten gibt, so der Trainer. „Aber es gibt auch immer wieder Trainingseinheiten, bei denen man denkt: ‚War Semjon eigentlich da?‘“, sagt Barloschky. „Diese Trainingseinheiten müssen weg. Das weiß er und daran arbeiten wir“, ergänzt er. Roquette sagt: „Semjon ist jung, und wir trauen ihm zu, dass er eine große Rolle spielen kann. Die Veranlagung ist da, er muss es nur aufs Parkett bringen.“

In 26 Spielen wurde der 18-jährige Weilguny bisher bei den Rist-Herren zum Einsatz gebracht. Das Erkämpfen von ausgedehnteren Einsatzzeiten sei für seinen Schützling nicht zuletzt Kopfsache, erläutert Barloschky: „Das Einzige, was ihm im Weg steht, ist: Er traut sich manchmal nicht, ist zu hart mit sich selber und lässt zu schnell den Kopf hängen.“ Als 2002er geht der 1,87-Meter-Mann in seine letzte Saison mit NBBL-Spielrecht – eine wichtige Phase, um den Übergang in den Herrenbereich zu vollenden, in dem die Leistungsmechanismen vollends greifen. „Ich glaube fest daran, dass er das schaffen kann“, so der Rist-Trainer, verweist aber ebenso auf die für alle seine Schützlinge geltenden Anforderungen. „Wir sind eine Leistungsmannschaft. Ich unterstütze gerne und tue, was ich kann, aber im Endeffekt müssen die Spieler die Leistung bringen. Und wenn ein Spieler die Leistung nicht bringt, wird er nicht spielen. Das ist die Realität und ist ja auch nichts Böses, sondern sozusagen der Vertrag, auf den wir uns alle einigen.“

Nikola Sredojevic steht in der kommenden Saison nicht mehr im Rist-Kader, der 18-Jährige beginnt in Berlin ein Studium. Wir danken für den großen Einsatz sowie die gezeigten Leistungen und wünschen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt in der Hauptstadt!

Quelle: SC Rist Wedel

Schmedes „perspektivisch ein Bundesliga-Spieler“

Jammal Schmedes geht beim SC Rist in sein zweites Jahr, in der Saison 2020/21 soll der Flügelspieler nach Möglichkeit weitere Entwicklungsschritte tätigen.

„Wir haben uns entschlossen, mit Jammal weiterzumachen, weil wir großes Potenzial bei ihm sehen. Die Größe passt, der Wurf passt, die Einstellung passt. Er ist noch jung, wir möchten ihn weiter fördern“, sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter des SC Rist. „Jammal ist für mich perspektivisch ein Bundesliga-Spieler“, so Trainer Benka Barloschky. Schmedes müsse aber körperlich noch zulegen, „und daran arbeitet er auch“, sagt Barloschky.„Sicherlich musste er sich erst einmal an das Niveau gewöhnen, vor allem an die Athletik auf seiner Position“, so Roquette. „Damit hatte er noch ein bisschen zu kämpfen, aber er hat das schon gut gemacht und hat uns überzeugt, sodass wir den Weg mit ihm weitergehen möchten“, sagt der Wedeler Sportchef.

Der 2,02 Meter große Flügelspieler kam im vergangenen Jahr vom Regionalligisten SC Rasta Vechta II nach Wedel und zu den Hamburg Towers, auf der Position drei sicherte sich der 20-Jährige eine mittlere Spielzeit von rund 17 Minuten. . „Jammal ist jetzt an dem Punkt, an dem er beweisen muss, dass er in der ProB konstant ein guter Spieler sein kann. Er ist für eine große Rolle eingeplant, die er jetzt auch bedienen muss. Das ist jetzt so in seinem Alter, um sich dann auch für größere Aufgaben zu empfehlen“, verdeutlicht Barloschky. Und das könnten eines Tages auch Einsätze in der Bundesliga sein. Dem neuen Towers-Trainer Pedro Calles ist er aus der gemeinsamen Zeit in Vechta bestens bekannt. „Jammal wird die Saisonvorbereitung im Bundesliga-Kader mitmachen, sich danach auf die ProB konzentrieren und gegebenenfalls in der Bundesliga aushelfen“, sagt Barloschky.

6,3 Punkte erzielte Schmedes im Schnitt in der vergangenen Saison. Seine 29 getroffenen Dreier machten ihn zum zweitbesten Wedeler Distanzwerfer hinter Jalen Ross.

Quelle: SC Rist Wedel

Hendrik Drescher: Ein großer Fang für den SC Rist

Hendrik Drescher ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Riesentalent. 2,04 Meter groß und 113 Kilogramm schwer ist der 20-Jährige, der eine Doppellizenz für den SC Rist und die Hamburg Towers erhält. Der Berliner spielte zuletzt für die Baskets Juniors Oldenburg und damit in der Saison 2019/20 auch zweimal gegen die Wedeler.

Ausgebildet wurde der Spieler für die Position vier in der Jugendabteilung von Alba Berlin. „Hendrik ist in seinem Jahrgang immer eines der größten Talente gewesen, die wir in Deutschland haben“, sagt Benka Barloschky. „Dann hat er sich schwer verletzt, hat einen Kreuzbandriss gehabt“, so der Rist-Trainer. Das war im Herbst 2018. Der steile Aufstieg Dreschers, der sich unter anderem darin ausdrückte, dass er bereits in der Saison 2017/18 im Alba-Gelb sein Bundesliga-Debüt gab, wurde durch die Verletzung unsanft gebremst. Bereits als Jugendlicher hatte er Eindruck am Steinberg hinterlassen. Christoph Roquette, der Sportliche Leiter des SC Rist, hat die Geschichte dazu parat: „Ich weiß noch, wie er mit Alba in Wedel gegen die Piraten gespielt hat und, ich glaube, 50 Punkte gemacht hat“, sagt Roquette. In der Tat, der Rist-Sportchef irrt sich nicht: Mit 50 Punkten und zusätzlich 17 Rebounds überragte Drescher damals im Frühjahr 2018 bei seinem Gastspiel in Wedel.

Nach der Knieverletzung und dem Weggang aus seiner Heimatstadt brachte sich Drescher im Niedersächsischen wieder in Form. Barloschky: „Hendrik hat das letzte Jahr dazu genutzt, wieder in den Spielrhythmus zu kommen. Das war auch der Plan, und der hat gut funktioniert. Wir haben ihn im ersten Saisonspiel gesehen, da sah er noch hölzern aus, fand ich. Im Laufe des Jahres hat er sich dann richtig gesteigert. Als wir dann spät in der Saison in Oldenburg gespielt haben, sah er schon ganz anders aus. Hendrik hat sehr gut gearbeitet“, so der Wedeler Trainer über den Neuzugang.

Drescher zeichne eine körperlich starke Spielweise aus, erläutert Barloschky. „Er ist ein großer Spieler, der einen sehr guten Wurf hat“, unterstreicht er. 20 getroffene Dreier tauchen in der Statistik der vergangenen Saison auf Dreschers Habenseite auf. 9,3 Punkte und 5,7 Rebounds pro Einsatz notierten die Datenexperten für den Berliner. Passend zu seinem Wurfhändchen erzielte er einst im Oktober 2017 seine ersten Bundesliga-Punkte von jenseits der Dreierlinie. „Aufgrund seiner Statur kann er auch auf der Fünf aushelfen, wir planen ihn aber auf jeden Fall auf der Vier ein und wollen ihn auf dieser Position weiterentwickeln“, sagt Roquette und hebt insbesondere Dreschers Stärken beim „Pick & Pop“ hervor, also jenem Offensivschachzug, bei dem der Blocksteller nicht in Korbrichtung abrollt, sondern eine korbferne Wurfposition aufsucht.

Was in Deutschland klappte, gelang ebenso im internationalen Zusammenhang. Drescher hat in Länderspielen für den Deutschen Basketball-Bund mehrmals mit Nachdruck Spuren hinterlassen – im April 2018 sogar Goldspuren. Im Endspiel des Albert-Schweitzer-Turniers führte er die deutsche U18 mit 20 Punkten zum Sieg, tummelte sich in mehreren Kategorien unter den erfolgreichsten Spielern des Turniers und wurde als bester Center der Veranstaltung ausgezeichnet.

„Natürlich hat Hendrik die Veranlagung und die Chance, ein guter Bundesliga-Spieler zu werden“, meint Barloschky. „Wie es immer so ist: Was man dann aus dem Potenzial macht, liegt in der Hand des Spielers, aber so wie ich ihn kennengelernt habe, ist Hendrik ein gewissenhafter Arbeiter. Er hat auch durch die Verletzung viel gelernt, was es bedeutet, wie man auf seinen Körper aufpassen muss.“

In Wedel und Wilhelmsburg wird Drescher in der bereits mehrfach bewährten Zweifachbetätigung gefordert und gefördert. „Er ist als Doppellizenzler fest für das Bundesliga-Training eingeplant. In der ProB soll er viele Minuten spielen und eine gute Rolle einnehmen“, betont Barloschky.

Joshua Lübken wird in der kommenden Saison nicht mehr zum Wedeler Kader gehören. „Er hat weiterhin das Potenzial, Bundesliga-Spieler zu werden“, sagt der Trainer. „Alles, was er tun muss, ist den Schalter zu finden, aggressiver zu sein und sich Dinge zu nehmen. Einem wird nichts geschenkt, man hat viel Konkurrenz, am Ende spielt der Spieler, der es mehr will. Er hat die Veranlagung, er hat das Talent, er hat alles, was man braucht, aber er muss den Schalter finden, gieriger sein, hungriger sein, mehr ausprobieren, auch mal hinfallen, auch mal scheitern, aber das gehört eben dazu. Das habe ich mit ihm auch besprochen und ihm das auf den Weg gegeben. Ich wünsche ihm das Allerbeste für die Zukunft. Ich hoffe, dass er eine Situation findet, die gut für ihn ist, wo er sich entwickeln kann, wo er die nächsten Schritte machen kann. Er ist einer der Spieler, denen ich es sehr wünsche würde“, sagt Barloschky. Wir danken Joshua herzlich für seinen Einsatz und seine Leistungen in Gelb und Grün und wünschen alles Gute für die Zukunft.

Yngve Jentz: Stets im Dienst der Mannschaft

Die Rolle, die Yngve Jentz beim SC Rist bekleidet, verlangt ein gutes Stück Gemeinschaftssinn. Der 23-Jährige stand in keinem Spiel der vergangenen Saison länger als 18 Minuten auf dem Feld, war auf der Centerposition die Nummer zwei hinter Aurimas Adomaitis und führte die ihm übertragenen Aufgaben sehr zur Zufriedenheit von Trainer Benka Barloschky aus. Ein echter Mannschaftssportler eben, einer der sich in den Dienst der Truppe stellt.

Der SC Rist baut auch in der Saison 2020/21 auf Jentz. „Wir waren sehr zufrieden mit Yngve, wie er sich im ersten Jahr bei uns präsentiert hat“, sagt Christoph Roquette, der Sportliche Leiter des SC Rist. „Deswegen wollten wir mit ihm auf jeden Fall weitermachen. Er schmeißt seinen Körper ins Spiel, tut das, was den anderen wehtut, ist im Training immer voll dabei. Wir können da einfach auf ihn zählen“, so Roquette, der als ehemaliger Spieler auf der Position fünf selbst mit am besten nachempfinden kann, was im Gedränge unter den Körben gefragt ist.

„Er hat das super gemacht“, findet auch Barloschky. „Yngve hat diese Rolle hinter Aurimas angenommen, hat uns das gegeben, was wir von ihm gebraucht haben. Wenn Aurimas Foulprobleme hatte oder nicht so gut im Spiel war, hat er mehr gespielt“, sagt der Trainer. „Was für uns besonders toll ist, ist der Teamgedanke, den er in sich hat und dass er das macht, was das Team braucht, um erfolgreich zu sein. Das hat manchmal auch viel größeren Wert, als man das von außen vielleicht sehen kann. Viele Leute gucken auf die Statistiken, aber Yngve bringt noch so viel mehr mit“, erläutert Barloschky. Beispiele für derartiges nennt Roquette:

„Er hat ein Kämpferherz. Yngve ist einer, der aufs Feld geht, verteidigt, blockt, Blöcke stellt und Schwerstarbeit macht.“

Jentz wechselte im vergangenen Sommer vom Regionalligisten TSG Bergedorf nach Wedel, der 2,07 Meter große und 107 Kilogramm schwere Center spielte früher unter anderem auch in Itzehoe. In 20 Saisoneinsätzen für den SC Rist erzielte er im Durchschnitt 3,4 Punkte und holte 2,3 Rebounds. Seine Bestleistungen: Neun Punkte und fünf Rebounds gegen Münster (Letzteres auch gegen Iserlohn) sowie drei Blocks gegen Bochum.

(SC Rist Wedel)

Jugendarbeit des SC Rist gewinnt Bronze

Die Jugendarbeit des SC Rist Wedel ist von der BARMER 2. Basketball Bundesliga ausgezeichnet und mit dem Prädikat „Bronze“ versehen worden. Vorgenommen wurde die Bewertung durch die Liga anhand von Fragen zur Nachwuchsarbeit und Gesprächen mit den Vereinen. Dabei entstand laut Liga „eine qualitative Analyse der Nachwuchsarbeit in den Kategorien Talentsuche, Talentdiagnose sowie Talentförderung“. Der SC Rist ist der einzige ProB-Verein, der derartig zertifiziert wurde.

„Bronze ist ein verdienter Lohn für die harte Arbeit, die alle haupt- und ehrenamtlichen Menschen in unserem Umfeld dazu beitragen. Für uns war diese Zertifizierung auch ein gutes Spiegelbild von außen, wo wir uns noch verbessern und weiterentwickeln können. Das ist Herausforderung und Anreiz zugleich, um künftig mit ‚sehr gut‘ prämiert zu werden“, so Rist-Jugendkoordinator Sven Schaffer.

Verbunden ist die Auszeichnung mit einem Geldpreis, der aus Mitteln des Deutschen Basketball-Ausbildungsfonds stammt.

Quelle: SC Rist Wedel