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Roland Nyama ist erster Tigers-Neuzugang

Die Tigers bekommen Verstärkung aus Karlsruhe

Als Douglas Spradley unlängst als neuer Head Coach der Tigers Tübingen präsentiert wurde, gab der 52-Jährige im Rahmen seiner ersten Pressekonferenz direkt einen Einblick in die Personalplanungen für die kommende Saison 2019/2020. Zunächst sollen die deutschen Positionen besetzt werden, bevor gezielt nach dazu passenden Importspielern gesucht wird. Sicher ist bereits, dass mit Enosch Wolf und Besnik Bekteshi zwei Leistungsträger der Vorsaison den Raubkatzen die Treue halten. Heute kann der erste Neuzugang vermeldet werden, der auf den Namen Roland Nyama hört und vom ProA-Konkurrenten PS Karlsruhe LIONS an den Neckar wechselt.

„Lieber in meinem Team als beim Gegner!“

Der 25-Jährige, der in Tübingen einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, konnte die Verantwortlichen der Tigers vor allem mit seinen hervorragenden Fähigkeiten in der Verteidigung überzeugen. Nyama bringt mit einer Größe von 1,98 Metern sowie einem Gewicht von 93 Kilogramm optimale körperliche Grundvoraussetzungen mit. Außerdem hat der gebürtige Frankfurter außergewöhnlich lange Arme, die er in der Defensive gekonnt einsetzt. Gepaart mit einer starken lateralen Geschwindigkeit ist der Tübinger Neuzugang für Tigers-Center Enosch Wolf „nicht nur der beste deutsche Two-Way-Player der Liga, sondern auch ein guter Junge.“ Dies kann der 28-Jährige gut beurteilen, denn Wolf und Nyama kennen sich seit einigen Jahren und stehen in regelmäßigem Kontakt. Insbesondere für die Arbeitseinstellung Nyamas findet der 2,15-Meter-Mann lobende Worte:

„Roland arbeitet sehr hart an sich und seinem Spiel. Er ist ein Spieler, den man aufgrund seiner Intensität viel lieber bei sich im Team hat als beim Gegner.“

Ein athletischer Allrounder

Doch es ist bei weitem nicht nur die qualitativ hochwertige Verteidigung des athletischen Guards, die ihn für die Tigers interessant gemacht hat. Im Gegenteil: Nyama kann ein Spiel auch offensiv beeinflussen und ist somit ein wertvoller, von Wolf angesprochener „Two-Way-Player“. In der regulären Saison stand der 25-Jährige für die PS Karlsruhe LIONS in 25 Begegnungen durchschnittlich 23:14 Minuten auf dem Parkett. Die Einsatzzeit nutzte der athletische Flügelspieler für 9,0 Punkte, 3,8 Rebounds und 1,3 Assists. Von jenseits der Dreierlinie verwandelte Nyama solide 36,5 Prozent seiner Versuche. Darüber hinaus verfügt der Neu-Tiger, der kamerunische Wurzeln hat, auch aufgrund seiner Physis über einen aggressiven Zug zum Korb – resultierend in 3,7 Freiwürfe pro Spiel in der Saison 2018/2019.

Dieses Gesamtpaket weiß ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel zu schätzen:

„Nyama kann mehrere Positionen verteidigen und gibt uns damit viel Variabilität. Als Karlsruhe bei uns zu Gast war, hat er beispielsweise Tyler Laser das Leben sehr schwer gemacht. Zudem ist er ein guter Distanzschütze. Wir sind froh, zu diesem frühen Zeitpunkt bereits drei so starke deutsche Spieler unter Vertrag zu haben.“

 

Zur Person:

Roland L’Amour Nyama wurde am 11. Juli 1993 in Frankfurt am Main geboren. Das Basketballspielen lernte der Flügelspieler in der hessischen Metropole beim FTG Frankfurt, bei Eintracht Frankfurt sowie beim ProB-Team der FRAPORT SKYLINERS. 2011 wagte Nyama den Sprung über den großen Teich, um die Holderness Highschool zu besuchen. Nach zwei Jahren im US-Bundesstaat New Hampshire zog der Defensiv-Spezialist weiter nach New York, genauer gesagt zur Stony Brook University auf Long Island. Im Anschluss startete Nyama seine Profi-Karriere bei den PS Karlsruhe LIONS, mit denen er 2017/2018 auf Anhieb das ProA-Halbfinale erreichte. Auch in der abgelaufenen Runde nahm Nyama mit den Karlsruher Löwen an der Endrunde um den Aufstieg teil. Diesmal scheiterten die Badener jedoch bereits im Viertelfinale an den NINERS Chemnitz. Auf seine neue Aufgabe ist Nyama, der in Anlehnung an seine Idole Paul George und Kobe Bryant die Trikotnummer 24 bevorzugt, gespannt:

„Die Tigers haben mich durch das professionelle und ambitionierte Umfeld überzeugt. Tübingen hat den besten Heimvorteil der Liga, man merkt, dass die ganze Stadt hinter dem Team steht. Ich freue mich sehr auf das, was wir in der kommenden Saison erreichen können.“

 

(Tigers Tübingen)

Kontinuität auf den deutschen Positionen: Bekteshi verlängert

Offseason – das bedeutet nicht nur spielfreie Monate, sondern auch etliche Telefonate und persönliche Gespräche für ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel. Und ganz offensichtlich trägt die Arbeit Wintermantels Früchte, denn nachdem vor rund einer Woche Douglas Spradley als neuer Head Coach präsentiert wurde, können die Raubkatzen nun erneut Vollzug melden. Diesmal jedoch, was das spielende Personal angeht: Besnik Bekteshi hat seinen Vertrag bei den Tübingern um zwei Jahre verlängert und wird das Tigers-Trikot bis zum Ende der Spielzeit 2020/2021 tragen.

Schlüsselspieler der vergangenen Saison

Somit stehen zu einem sehr frühen Zeitpunkt bereits zwei deutsche Leistungsträger der Vorsaison bei den Schwaben unter Vertrag. Denn neben Bekteshi gehört bekanntlich auch Enosch Wolf weiterhin zum Tigers-Kader. Ähnlich wie Wolf erwies sich Bekteshi im Laufe der Runde zu einem unverzichtbaren Teil des Tübinger Spiels. Zwar lesen sich die Statistiken des Combo-Guards mit 9,1 Punkten, 2,6 Assists sowie einer starken Dreierquote von knapp 40 Prozent sehr ordentlich, doch vor allem die aggressive Verteidigung, der stets 100 prozentige Einsatz sowie der sichere Ballvortrag des 26-Jährigen waren und sind auch in Zukunft Gold wert. 2018/2019 verlor Bekteshi, der pro Partie 23:17 Minuten auf dem Parkett stand, lediglich 1,1 Mal den Ball – ein hervorragender Wert! Von den vier Spielen, die der 1,91-Meter-Mann im Dezember vergangenen Jahres verpasste, konnten die Neckarstädter nur eine Begegnung für sich entscheiden. Umso glücklicher ist Wintermantel über den Verbleib Bekteshis:

„Besnik war einer unserer deutschen Führungsspieler in der vergangenen Saison. Wir freuen uns sehr, zwei weitere Jahre mit ihm zusammenzuarbeiten. Somit sorgen wir für Kontinuität auf den deutschen Positionen, die in der ProA eine entscheidende Rolle spielen.“

„Das Umfeld passt perfekt!“

Auch der Protagonist selbst, der bereits 2017 bei RASTA Vechta in der easyCredit BBL unter dem neuen Tigers-Trainer Douglas Spradley spielte, ist glücklich, weiterhin für die Raubkatzen aufzulaufen:

„Ich habe bei den Tigers verlängert, weil ich mich in Tübingen sehr wohl fühle.“

Zudem stammt der BBL- und ProA-erfahrene Guard bekanntlich aus Kirchheim, weshalb dem Familienmenschen die geographische Nähe zu Tübingen entgegenkommt und regelmäßige gegenseitige Besuche ermöglicht. „Das Umfeld rund um die Tigers passt für mich perfekt: Die Fans sorgen in der Paul Horn-Arena für überragende Stimmung und von den Mitarbeiten der Geschäftsstelle wird man bei allen Angelegenheiten bestens unterstützt“, führt Bekteshi weitere Gründe für seine Vertragsverlängerung an. Besnik Bekteshi und die Tigers Tübingen, das passt.

 

(Tigers Tübingen)

Douglas Spradley wird neuer Head Coach der Tigers Tübingen

Douglas Spradley wird neuer Head Coach der Tigers Tübingen! Der 52-Jährige folgt auf Georg Kämpf, der im Januar diesen Jahres das Amt an der Seitenlinie für den freigestellten Aleksandar Nadjfeji übernommen hatte. Nachfolger Spradley, der seit 1992 mit kurzen Unterbrechungen in Deutschland lebt und arbeitet und die deutsche Sprache fließend beherrscht, erhält in Tübingen einen Zwei-Jahres-Vertrag bis Mitte 2021.

ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel ist zufrieden. Nicht nur, dass der 48-Jährige intensiv an den finanziellen Rahmenbedingungen für die kommende Saison arbeitet, auch die vielleicht zentralste Frage für die neue Spielzeit musste geklärt werden: Wer wird neuer Head Coach der Tigers Tübingen? Nach vielen ausführlichen Gesprächen mit möglichen Kandidaten ist der Nachfolger nun gefunden. Douglas Spradley übernimmt die Geschicke bei den Raubkatzen und wird die Tübinger von der Seitenlinie anführen. „Wir haben nach einem erfahrenen Trainer gesucht, der die ProA kennt. Spradley hat sowohl in der ProA als auch in der easyCredit BBL bereits große Erfolge gefeiert, ist bestens vernetzt und erfüllt damit unser Anforderungsprofil. Wir sind sehr glücklich und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm“, betont Wintermantel.

Spradley, der 2018 mit RASTA Vechta die Meisterschaft in der ProA feierte, ist bereits voller Tatendrang. „Die Tigers Tübingen sind ein ambitionierter und professioneller Club. Ich möchte dabei helfen, das Projekt weiter voranzutreiben und freue mich sehr auf meine Zeit in Tübingen“. Der neue Tübinger Cheftrainer ist am Dienstag für eine kurze Stippvisite in seiner neuen Heimat eingetroffen. Am heutigen Mittwoch stellte sich der 52-Jährige bei einer Pressekonferenz erstmals den Fragen der Journalisten.

Spradley steht für erfolgreichen Basketball

Drei Aufstiege und vier Playoff-Teilnahmen in der easyCredit BBL – mit Douglas Spradley präsentieren die Schwaben einen sehr erfahrenen und erfolgreichen Nachfolger auf der Trainerbank! Der US-Amerikaner mit deutschem Pass blickt als Chef an der Seitenlinie auf Stationen in Paderborn, Bremerhaven, Würzburg und Vechta zurück. Und überall hatte der neue Tübinger Trainer Erfolg: Nach seiner Spielerkarriere übernahm Spradley 2001 die Paderborn Baskets (heute: Uni Baskets Paderborn) in der 2. Basketball Bundesliga. Mit den Baskets feierte Spradley bereits als Spieler den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. 2006 wiederholte er dieses Kunststück als Trainer. 2009 führte er die Paderborner erstmals in der Vereinsgeschichte in die Playoffs. Aufgrund finanzieller

Schwierigkeiten musste sich Paderborn im Folgejahr jedoch aus der Bundesliga zurückziehen. Spradley wechselte daraufhin zu den Eisbären Bremerhaven, die im gleichen Jahr den sportlichen Abstieg aus der BBL hinnehmen mussten.

Da sich die Norddeutschen erfolgreich um eine Wildcard beworben hatten, blieb Spradley aber weiterhin in der ersten Bundesliga. Auf Anhieb führte Spradley die Mannschaft um den ehemaligen Tübinger Louis Campbell in die Playoffs, in denen man erst im fünften Spiels des Halbfinales gegen die FRAPORT SKYLINERS aus Frankfurt ausschied. Im gleichen Jahr gelang der Sprung ins Final Four um den BBL-Pokal, das mit dem dritten Platz beendet wurde. 2011 gelang den Eisbären und Spradley erneut der Sprung in die Playoffs, in denen gegen den späteren Meister Brose Bamberg jedoch bereits in der ersten Runde das Aus folgte. Nach zwei Jahren ohne Erreichen der Endrunde trennten sich die Wege von Spradley und den Eisbären. Nach einem Jahr Pause übernahm der Deutsch-Amerikaner im Mai 2014 dann s.Oliver Würzburg. Die Unterfranken mussten nach dem verlorenen Fernduell mit den Tigers zuvor den Abstieg in die Zweitklassigkeit hinnehmen. Der langjährige Head Coach feierte mit den Würzburgern umgehend den Aufstieg in die Bundesliga und erreichte 2016, im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg, die Playoffs der BBL. Damals gehörte auch Ex-Tübinger Ruben Spoden zum Kader der Würzburger, der auf Nachfrage der Raubkatzen viel Positives über seinen damaligen Trainer berichtete. Nach einem schwierigen Saisonstart wurde Spradley durch Dirk Bauermann ersetzt.

Aufstieg und Meistertitel mit Vechta

Nur wenige Monate später übernahm Spradley im Februar 2017 RASTA Vechta. Zuvor hatten die Niedersachsen mit 77:86 in Tübingen die 14. Niederlage in Folge einstecken müssen. Mit den zu diesem Zeitpunkt bereits stark abstiegsgefährdeten Niedersachsen sollte die Wende jedoch nicht mehr gelingen, Vechta beendete die Saison als Absteiger. Spradley blieb jedoch an Bord. Der US-Amerikaner formte um den ehemaligen Tübinger Josh Young eine starke Mannschaft. Mit nur drei Niederlagen stand Vechta am Ende der Hauptrunde auf dem ersten Platz. Und auch in den Playoffs dominierte die Spradley-Truppe. Mit insgesamt nur zwei weiteren Niederlagen feierte Vechta nicht nur den sofortigen Wiederaufstieg, sondern auch die Meisterschaft in der ProA! Den Weg in die easyCredit BBL ging Vechta jedoch ohne den neuen Tübinger Übungsleiter.

Zur Person:

Douglas „Doug“ Spradley wurde am 14. September 1966 in Tacoma/Washington, USA geboren. Als Spieler agierte der 52-Jährige für die Gonzaga University, wo einst auch NBA-Legende John Stockton und der deutsche Nationalspieler Elias Harris ihr Handwerk weiterentwickelten. Neben diversen Auszeichnungen erzielte Spradley in vier Jahren zudem 1427 Punkte. In Europa spielte der neue Tübinger Übungsleiter zunächst drei Jahre in Amsterdam/Niederlande, es folgten neun Jahre in Deutschland. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere startete Spradley bei den Paderborn Baskets seine Trainerkarriere. Mit Bremerhaven, Würzburg und Vechta folgten drei weitere Stationen, wo immer Erfolge gefeiert werden konnten. Spradley besitzt seit 1998 zudem die deutsche Staatsbürgerschaft. Willkommen in Tübingen, Douglas Spradley!

 

 

(Tigers Tübingen)

Wechsel auf der Trainerbank!

Georg Kämpf neuer Cheftrainer der Tigers

Aleksandar Nadjfeji ist nicht länger Trainer der Tigers Tübingen. Dies ist das Ergebnis einer Aufsichtsrat- und Verwaltungsbeiratssitzung der Vertreter der Gesellschaft. Dazu ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel:

“Die sportliche Entwicklung und Situation der Mannschaft erzwingt uns jetzt zu handeln. Wir haben lange geglaubt und gehofft, dass wir diese schwierige Phase gemeinsam meistern können. Wir danken Nadjfeji für seine unermüdlichen Einsatz für die Tigers, als Trainer wie auch als Spieler. Menschlich ist die Trennung natürlich enorm schmerzhaft. Er war bei uns allen eine hoch geschätzte Persönlichkeit. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.”

Die Raubkatzen können gleichzeitig bereits einen Nachfolger präsentieren. Für die letzten zwölf Partien der Hauptrunde wird Georg Kämpf die Kommandos an der Seitenlinie geben. Der 62-Jährige ist in Tübingen kein Unbekannter. In zwei Abschnitten war der Franke bereits drei Spielzeiten Trainer der Schwaben – 1992 und 2004 gelang unter Kämpf jeweils der Aufstieg in das deutsche Basketball-Oberhaus. Aus persönlichen Gründen verließ “Schorsch” die Tübinger jedoch im Sommer 2004. Damals noch im Team war Wintermantel. Unter diesen Umständen ist man über die Jahre immer wieder in Kontakt gestanden. Nun eine erneute und dritte Zusammenarbeit, die vorerst bis zum Ende der Saison gilt.

Kämpf ist bereits in Tübingen angekommen und hat am späten Sonntagnachmittag bereits die erste Trainingseinheit geleitet. Am Abend stellte sich der 62-Jährige den Partnern der Tigers beim Neujahrsempfang im Porta Rossa vor. Mehr zur Person von Kämpf folgt in den nächsten Tagen.

(Tigers Tübingen)

Erfahrung, Athletik und Dynamik – Brian Harper wird ein Tiger

Wer die Tigers Tübingen in der easyCredit BBL aufmerksam verfolgt hat, wird sich sicherlich noch an Brian Harper erinnern. Der Forward, der in der höchsten Spielklasse für die damalige TBB Trier und später für die Eisbären Bremerhaven auflief, fiel nicht nur einmal durch seine spektakuläre Spielweise auf. Sowohl 2013 als auch 2014 nahm der mittlerweile 33-Jährige am Dunking-Contest des BBL ALLSTAR Day teil, was aufgrund seiner ausgezeichneten Athletik und Sprungkraft niemanden verwunderte. Jetzt ist der US-Amerikaner zurück in Deutschland und steht bis zum Saisonende bei den Raubkatzen unter Vertrag.

Beim jetzigen Bundestrainer Rödl über Harper informiert

Seit 2007 ist der aus dem US-Bundesstaat Georgia stammende Harper als Basketball-Profi tätig. Über Stationen in Norwegen, Südkorea, in der NBA G-League und in Japan fand der 2,06-Meter-Mann in der Saison 2012/2013 den Weg in die easyCredit BBL – genauer gesagt den Weg zur TBB Trier, heute bekannt als RÖMERSTROM Gladiators Trier. Für die Moselstädter absolvierte der sprunggewaltige Combo-Forward 33 Erstliga-Spiele und kam dabei auf überzeugende Werte von durchschnittlich 11,0 Punkten sowie 4,8 Rebounds. Am 3. November 2012 schenkte er ALBA BERLIN starke 21 Zähler ein. Die Trierer erreichten in der damaligen Spielzeit einen guten 13. Platz, woran Harper großen Anteil hatte und sich nicht nur wegen seiner spektakulären Spielweise in die Herzen der Fans spielte. Trainiert wurde der erfahrene Profi damals von Henrik Rödl, heutiger Bundestrainer der deutschen A-Nationalmannschaft. Im Vorfeld der Verpflichtung informierten sich die Tigers beim 49-Jährigen über dessen ehemaligen Schützlingen: “Rödl hat uns nur Positives über Harper berichtet”, erklärt ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel.

Wintermantel: “Wird der Mannschaft gut tun!”

Nach einer Spielzeit in Trier wechselte der Musterathlet zu den Eisbären Bremerhaven, für die er ebenfalls 33 BBL-Partien absolvierte. Und auch mit den Nordlichtern feierte Harper den Klassenerhalt. Dennoch blieb der 33-Jährige nicht in der Bundesrepublik, sondern unterschrieb beim zypriotischen Spitzenclub AEK Larnaka, heutiger Arbeitgeber von Ex-Tiger Barry Stewart. Dort erlebte der durchaus auch von der Dreierlinie Gefahr ausstrahlende US-Amerikaner eine sehr erfolgreiche Saison 2014/2015: Larnaka wurde Meister der nationalen Liga und Harper wurde vom Internetportal “eurobasket.com” zum besten Ausländer der Saison gewählt. Dass die erste Liga Zyperns absolut ernst zu nehmen ist, zeigt nicht zuletzt, dass Reggie Redding damals von der Insel im Mittelmeer nach Tübingen wechselte. Danach heuerte der Neu-Tübinger in Estland an, bevor er über Japan und Israel erneut in Zypern, diesmal für ein kürzeres Intermezzo in Nikosia, unterschrieb. Nicht nur mit seiner großen Erfahrung kann Harper eine große Hilfe für die Tigers darstellen: “Er ist sehr erfahren und bringt wichtige Fähigkeiten wie Athletik, Größe und Schnelligkeit mit. Er wird der Mannschaft gut tun und vor allem in der Transition eine echte Waffe sein”, so Wintermantel über die neue Nummer 21 der Raubkatzen, der zunächst einen Vertrag bis zum Ende der Hauptrunde erhält.

Harper: “Ich bin bereit!”

Harper wird am Donnerstag in Tübingen erwartet. Erstmals für die Tigers Tübingen auflaufen soll Harper beim Gastspiel bei den Nürnberg Falcons BC am 5. Januar 2019. Es kommt jedoch darauf an, ob die Freigabe sowie die Arbeitserlaubnis für den 33-Jährigen bis dahin vorliegen. Harper ist froh, nach vielen Wochen und Monaten wieder in den Wettkampfmodus zurückzukehren. “Ich freue mich auf die Rückkehr nach Deutschland. Der Sieg gegen Trier war wichtig für das Team. In der Rückrunde können wir noch einiges erreichen, dafür möchte ich mich mit meinem Beitrag einbringen. Ich bin bereit”, sagt Harper, der im kalifornischen Los Angeles in den USA lebt.

 

(Tigers Tübingen)

Tigers Tübingen und Jacob Mampuya gehen getrennte Wege

Jacob Mampuya steht ab sofort nicht mehr im Kader der Tigers Tübingen. Die Raubkatzen kamen dem Wunsch des 24-Jährigen, sich eine neue Herausforderung zu suchen, entgegen.

Zur Saison 2017/2018 war der gebürtige Berliner vom damaligen ProB-Ligisten PS Karlsruhe LIONS nach Tübingen gewechselt, wo er zunächst mit einer Doppelizenz für die easyCredit BBL und die Regionalliga ausgestattet war. Mit guten Leistungen spielte sich der Shooting Guard fest ins Profiteam und verlängerte im Sommer seinen Vertrag bei den Tigers. In dieser Saison stand Mampuya in acht Einsätzen durchschnittlich 17:50 Minuten auf dem Parkett und erzielte dabei 4,9 Punkte und 1,6 Rebounds.

Die Tigers Tübingen wünschen Jacob Mampuya alles Gute für seine sportliche sowie private Zukunft!

 

(Tigers Tübingen)

„Es ist viel Positives hängen geblieben“ – Ex-Tigers-Spieler Andreas Kronhardt im Interview

Andreas Kronhardt spielte von 2008 bis 2010 in Tübingen. Der 29-jährige Center ist seit Jahren ein gestandener Spieler in der ProA, inzwischen verheiratet und beruflich voll ausgelastet. Im Interview spricht Kronhardt über die Vergangenheit und die Zukunft.

Andreas, aktuell gehst du in die deine vierte Saison bei den Kirchheim Knights. Nach zuvor vielen kurzen Stationen bist du in der Teckstadt richtig heimisch geworden. Was sind die Gründe hierfür?

Das ist eine Mischung aus sportlichen, beruflichen und auch privaten Gründen. Sportlich habe ich meine Rolle im Team gefunden, es läuft hier einfach und macht gleichzeitig Spaß. Dazu arbeite ich Vollzeit bei unserem Hauptsponsor, der Kreisbaugenossenschaft, als Controller. Meine Frau ist demnächst mit dem Studium in Ulm fertig und wird dann auch hier in der Region anfangen zu arbeiten.

Die Vorbereitung hast du größtenteils aufgrund einer Verletzung verpasst. Du bist nach den Statistiken noch nicht auf dem Leistungsniveau aus der vergangenen Saison. Was fehlt dir noch?

Einfache Antwort: Zeit. Ich habe mir eine Woche vor dem Testspiel in Tübingen eine Bänderverletzung zugezogen. Die Verletzung ist leider nur langsam abgeheilt, dazu bin ich zu früh ins Training zurückgekehrt. Es fehlt aktuell noch die Sprungkraft, dazu ist man im Kopf etwas gehemmt. Ich bin jedoch auf einem guten Weg, es geht in die richtige Richtung.

In Kirchheim gibt es eine langfristige Vision in die Bundesliga aufzusteigen. Wie siehst du dieses ambitionierte Ziel aus sportlicher und struktureller Hinsicht?

Sportlich ist es auf jeden Fall möglich. Vor zwei Jahren sind wir erst im Halbfinale gegen den Mitteldeutschen BC ausgeschieden. Jetzt ist unser Kader noch tiefer und besser besetzt. Dies zum Sportlichen. Ansonsten tut sich in Kirchheim einiges, es wird viel im Marketing getan, die Stadt mit Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker steht hinter den Knights. Im Dezember haben wir ein Event-Game gegen Heidelberg in Stuttgart. Ich bin gespannt, was passiert.

Ein Rückblick: Wie hast du die zwei Jahre von 2008 bis 2010 in Tübingen im Nachhinein erlebt? Damals warst du noch im Team mit dem heutigen Trainer Aleksandar Nadjfeji.

Von Nadjfeji habe ich viel für mein eigenes Spiel gelernt. Dazu bleibt diese Zeit in guter Erinnerung. Mit Romeo Travis, Dane Watts oder Michael Jenkins hatten wir ein tolles Team. Tübingen ist ferner eine schöne Stadt zum Leben, ich bin immer mal wieder da. Mit Kwame Doku, mit dem ich damals in einer Wohngemeinschaft gelebt habe, stehe ich heute noch eng in Kontakt. Er lebt und arbeitet jetzt in Heidelberg. Ab und zu kommt er zu unseren Heimspielen nach Kirchheim vorbei. Zusammenfassend: Es ist viel Positives hängen geblieben.

Am Sonntag nun das Spiel in Tübingen. Was geht dir bei dieser Ansetzung in den Kopf?

Ich freue mich auf diese Partie. Mit Elijah Allen habe ich in der letzten Saison noch zusammengespielt. Vor drei Jahren zudem mit Besnik Bekteshi. Dazu haben meine Person und Coach Mauricio Parra eine Tübinger Vergangenheit. Die beiden Städte liegen nicht weit auseinander. Ich denke, es wird eine gute Kulisse und ein spannendes Spiel geben.

Andreas Kronhardt, vielen Dank für das Gespräch.

 

(Tigers Tübingen)

„Persönlich habe ich gute Erinnerungen an Tübingen“ – Hagens Dominik Spohr im Interview

Dominik Spohr ist einer der Leistungsträger bei Phoenix Hagen. Im Interview spricht der 29-Jährige über seine Rückkehr zu Phoenix, den Basketball-Standort Hagen und das Spiel der beiden langjährigen Erstligisten.

Dominik, im Sommer 2017 bist du nach vier Jahren bei der BG Göttingen und einem Jahr in Gießen zurück zu deinem Heimatverein nach Hagen in die BARMER 2. Basketball Bundesliga gewechselt. Welche Beweggründe hattest du für diesen Schritt?

Ich hatte vier tolle Jahre in Göttingen. In der ersten Spielzeit gelang uns gleich der Aufstieg in die Bundesliga, wo ich dann drei Jahre wichtige Erfahrungen sammeln konnte. Der Schritt zurück nach Hagen war hauptsächlich von privater Natur. Ich bin im Januar diesen Jahres Vater geworden, meine Freundin blieb in Hagen wohnen und wir führten eine „Pendelbeziehung“. Meiner Verpflichtung als Vater wäre ich somit nicht mehr gerecht geworden. Da Matthias Grothe zu dieser Zeit Trainer war, hat es keine fünf Minuten an Überlegenszeit benötigt. Er hat mich von diesem Schritt überzeugt, worauf ich einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet habe. Langfristiges Ziel ist die Rückkehr in die easyCredit Basketball Bundesliga.

Hagen ist wie Tübingen ein Basketball-Tradition-Standort. Was macht Phoenix zu einem besonderen Verein?

In der Tat, Phoenix Hagen besitzt viel Tradition, Basketball ist in der Stadt tief verwurzelt. Es ist eine Ehre vor diesen tollen Fans zu spielen, die dich immer unterstützen, egal wie es sportlich und wirtschaftlich aussieht. Jedes Spiel macht enormen Spaß, dazu kenne ich viele Gesichter bereits seit über 20 Jahren. Es ist eine spezielle Bindung meinerseits zu diesem Verein.

Im letzten Jahr war Phoenix-Urgestein Matthias Grothe Trainer in Hagen. Leider ist er vor gut einem Jahr viel zu früh verstorben. Wie hast du diese menschliche Tragödie miterlebt?

Ja, das ist richtig, zumal sich sein Todestag am 31. Oktober zum ersten Mal gejährt hat. Das war für uns in Hagen alle sehr emotional. Ich durfte leider nie unter ihm spielen, da er zu diesem Zeitpunkt immer noch in Behandlung war. Als junger Bursche habe ich enorm von ihm profitiert, da wir ähnliche Positionen gespielt haben. Menschlich war er ein ungemein guter und positiver Typ, zu welchem man immer aufgeschaut hat. Dass er nicht mehr unter uns ist, schmerzt sehr. Wir wollen seinen Gedanken weiterführen, immer alles geben und Phoenix Hagen wieder nach vorne bringen. Mittelfristig soll die Rückkehr ins deutsche Basketball-Oberhaus gelingen.

Kommen wir zurück zum Sportlichen. Wie siehst du die BARMER 2. Basketball Bundesliga im Vergleich zur easyCredit BBL?

Persönlich denke ich, dass es riesige Unterschiede zwischen den zwei Ligen sind. Von der Athletik, der individuelle Klasse und der Physis der Spieler. Wer etwas anderes sagt, der kennt sich nicht mit Basketball aus.

Am Freitag nun das Spiel zwischen Hagen und Tübingen, zwei langjährigen Erstligisten. Was geht dir bei dieser Ansetzung durch den Kopf?

Grundsätzlich ist es ja so, dass beide Mannschaften deutlich hinter den eigenen Erwartungen hinterherhinken. Von daher kommt dieser Begegnung sportlich eine große Bedeutung zu, diese Begegnung wird richtungsweisend für beide Mannschaften sein. Persönlich habe ich gute Erinnerungen an Tübingen: Bei unserem Auswärtsspiel in Tübingen (16. Oktober 2009) durfte ich als junger Spieler 13 Minuten auf das Parkett und habe mich gut gegen Romeo Travis (neun Punkte) geschlagen. Deswegen freue ich mich auch auf dieses Spiel.

Dominik Spohr, vielen Dank für das Gespräch.

 

(Tigers Tübingen)

Ein litauischer Center für Tübingen – Tigers verpflichten Robertas Grabauskas

In den letzten Tagen und Wochen standen die Verantwortlichen der Tigers Tübingen um ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel und Trainer Aleksandar Nadjfeji alles andere als still – im Gegenteil. Viele Gespräche mit Agenten und Spielern wurden geführt, dazu wurde zahlreiches Videomaterial gesichtet. Nun ist die gesuchte Verstärkung gefunden: Robertas Grabauskas hat bei den Raubkatzen einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Sollte sich der Litauer wider Erwarten nicht als der gewünschte Spielertyp erweisen, bestünde nach zwei Monaten von Clubseite die Option, getrennte Wege zu gehen. Doch Wintermantel ist guter Dinge, dass dieser Fall nicht eintreten wird:

„Wir haben nach einem kräftigen Center gesucht, der Härte und Größe für den Kampf unter den Körben mitbringt und dazu noch internationale Erfahrung vorweisen kann. All dies trifft auf Robertas Grabauskas zu.“

Ein klassischer Center

Der moderne Basketball entwickelt sich immer mehr vom klassischen „Brett-Center“ weg. Umso sinnvoller kann es manchmal sein, diesem Trend entgegenzuwirken und mit einem echten Hünen aufzulaufen, dem die Gegner physisch wenig entgegenzusetzen haben – erst recht, wenn sich das Rebounding und das Beschützen der Zone bislang problematisch gestaltete. Nicht zuletzt deshalb entschieden sich die Tigers für den 28-jährigen Robertas Grabauskas, der nicht nur 2,08 Meter misst, sondern auch 113 Kilogramm auf die Waage bringt. Neben den physischen Gegebenheiten bringt der Litauer auch ein gutes „Skill-Set“ mit: Der Center stellt effektive Blöcke, ist ein gefährlicher Pick-and-Roll-Spieler und bringt sowohl einen ordentlichen Wurf aus der Mitteldistanz als auch ein ausgereiftes Spiel mit dem Rücken zum Korb mit. Diese Fähigkeiten haben die Tübinger dazu veranlasst, Grabauskas, der acht Jahre lang in der Schule Deutsch gelernt hat und die Sprache sehr ordentlich spricht, unter Vertrag zu nehmen.

Große Erfahrung im europäischen Basketball

Nachdem die neue Nummer 13 der Tigers die Northwood University in Midland, Michigan/USA besucht hatte, kehrte er in sein Heimatland zurück und startete die Profikarriere beim jetzigen Basketball Champions League-Teilnehmer Lietkabelis Panevezys in der ersten litauischen Liga. Danach wechselte Grabauskas nach Tallinn, in die Hauptstadt Estlands, zu BC Tallinna Kalev. Für die Esten lief der 2,08-Meter-Hüne nicht nur in der nationalen Liga, sondern auch in der Baltic Basketball League auf, in der ihm pro Partie 15,8 Punkte und 8,8 Rebounds gelangen. Über zwei weitere Stationen in der ersten rumänischen und in der zweiten Liga Spaniens fand Grabauskas 2016 erneut den Weg nach Tallinn. Diesmal kam er dort auch im gut besetzten FIBA Europe Cup mit starken Durchschnittswerten von 10,0 Zählern und 9,8 Abprallern zum Einsatz. 2017/2018 wechselte der erfahrene Big Man erneut in die zweite spanische Liga, die vom Level höher als die deutsche ProA anzusiedeln ist, und erzielte für Caceres Patrimonio de la Humanidad in einer durchschnittlicher Einsatzzeit von knapp 20 Minuten 7,9 Punkte sowie 5,0 Rebounds – eine äußerst effektive Nutzung der Spielzeit. Zuletzt hielt sich der 28-Jährige in der zweiten litauischen Liga fit, um in voller “game shape” zu sein.

 

(Tigers Tübingen)

Spielleitung: TEAM EHINGEN URSPRING gegen Tigers Tübingen wird neu angesetzt

Die Partie musste am Sonntag, den 23.09.2018, nach Ende des 1. Viertels abgebrochen werden, nachdem durch einen Stromausfall eine Fortsetzung nicht möglich war. Auch nach einer Wartezeit von ca. 45 Minuten, in der versucht wurde den Fehler zu heben, war eine Fortsetzung nicht möglich.

In der Entscheidung über den Vorfall und die Folgen hat die Spielleitung zu prüfen, ob ein Bundesligist für den Spielabbruch verantwortlich ist. Nach Auswertung der vorliegenden Stellungnahmen und Informationen kommt die Spielleitung zur Überzeugung, dass dem Bundesligisten TEAM EHINGEN URSPRING keine Vorwürfe zu machen sind, alle notwendigen Vorkehrungen wurden getroffen.

Das Spiel ist seitens der 2. Basketball-Bundesliga GmbH unverzüglich unter Einigung der Spielpartner neu zu terminieren. Hierzu stimmen sich zunächst beide Vereine über einen geeigneten Termin ab.
Die Kosten für die Austragung sind vom TEAM EHINGEN URSPRING zu tragen. Zusätzlich sind die Fahrtkosten für An- und Rückreise der Tigers Tübingen zu übernehmen.

Gegen diese Entscheidung kann Berufung beim Schiedsgericht der 2. Basketball-Bundesliga eingelegt werden.