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Co-Trainer Thorben Döding gibt sein Comeback bei den Uni Baskets Münster

Bei den Uni Baskets Münster nimmt die Planung auf der Point-Guard-Position weiter konkrete Formen an. Nach einem Jahr als Co-Trainer feiert Thorben Döding sein Comeback auf dem Parkett und wird die Münsteraner in der kommenden ProB-Saison wieder aktiv als Spieler unterstützen. Der 27-Jährige bringt dabei die Erfahrung aus insgesamt 214 ProA-Partien mit und soll gemeinsam mit Nachwuchstalent Thore Dilschmann ein starkes Duo im Aufbau bilden. Manager Helge Stuckenholz bewertet die Rückkehr des Routiniers durchweg positiv: „Mit Thorben haben wir einen erfahrenen Point Guard aus der ProA, der letztes Jahr seinen Horizont als Coach weiterentwickeln konnte. Er wird hinter Thore eine erfahrene und stabilisierende Rolle spielen. Alle deutschen Spieler, die hier bleiben, freuen sich sehr, dass er noch einmal die Basketballschuhe schnürt!“ Auch Headcoach Götz Rohdewald blickt mit gemischten Gefühlen auf die neue Konstellation. Einerseits verliere er einen wichtigen Co-Trainer, andererseits gewinne die Mannschaft einen erfahrenen Aufbauspieler zurück: „Thorben ist leider dann nicht mehr mein Assistenztrainer. Das ist natürlich schade. Er hat das sehr gut gemacht und sich da sehr gut eingefunden. Es hat Spaß gemacht. Auf der anderen Seite hat es bei ihm auch hin und wieder gejuckt, dass er noch spielen wollte. Er hat ja auch in Gießen ein super Spiel gemacht.“

Döding selbst nutzte die vergangene Saison bewusst, um erste Erfahrungen im Trainergeschäft zu sammeln. Gleichzeitig merkte er jedoch schnell, dass ihn das Spiel auf dem Feld weiterhin reizt: „Die Möglichkeit, in das Trainergeschäft reinzuschnuppern, war eine wertvolle Erfahrung und die Pause als Spieler hat mir körperlich und mental gutgetan. Aber als ich in der ProA und der Regionalliga ausgeholfen habe, habe ich gemerkt, dass ich noch sehr gerne auf dem Feld stehe.“ Der Aufbauspieler blickt nun voller Motivation auf die kommende Saison und den gemeinsamen Angriff auf den Wiederaufstieg: „Ich fühle mich bei den Uni Baskets sehr wohl, harmoniere bestens mit dem deutschen Kern und der Anreiz ist riesig, gemeinsam die ProB zu gewinnen und den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aus der ProB in die ProA aufzusteigen, ist nicht einfach. Das weiß man hier in Münster und das weiß ich auch noch aus meiner Zeit in Quakenbrück. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden und hoffentlich viele Fans und Studis in die Halle Berg Fidel locken!“

Besonders gespannt sind die Verantwortlichen auf das Zusammenspiel zwischen Döding und dem jungen Thore Dilschmann. Rohdewald sieht darin eine ideale Kombination aus Talent und Erfahrung: „Die Kombination aus Thorben und Thore ist eine sehr, sehr gute auf der Point-Guard-Position. Da haben wir ein starkes Duo fürs nächste Jahr.“ Auch Döding selbst traut seinem jungen Mitspieler den nächsten Entwicklungsschritt zu: „Ich bin mir sicher, dass Thore den nächsten Schritt machen und sich zu einem echten Führungsspieler entwickeln wird. Dabei hoffe ich, ihm bestmöglich mit meiner Erfahrung zu helfen und das Duo zu komplettieren! Thore ist ein hervorragender Spieler und vor allem auch ein super Kerl. Wir verstehen uns auf und abseits des Feldes sehr gut.“ Für die Uni Baskets ist die Rückkehr des erfahrenen Aufbauspielers damit nicht nur sportlich ein wichtiges Signal, sondern auch ein klares Zeichen für Kontinuität und Identifikation mit dem Standort Münster.

Thore Dilschmann bleibt bei den Uni Baskets Münster

Die Uni Baskets Münster haben eine wichtige Personalie für die Zukunft geklärt: Nachwuchs-Point-Guard Thore Dilschmann bleibt den Münsteranern erhalten und hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Im Falle eines direkten Wiederaufstiegs in die ProA verlängert sich das Arbeitspapier automatisch um eine weitere Saison. Für die Uni Baskets ist die Verlängerung des 20-Jährigen ein bedeutendes Signal – gerade in einem schwierigen Markt für deutsche Nachwuchsspieler. Nach dem Abschied von Eigengewächs Paul Viefhues sehen die Verantwortlichen in Dilschmann einen zentralen Baustein für die Zukunft des Teams. Cheftrainer Götz Rohdewald betonte die enorme Bedeutung der Verlängerung: „Dass Thore bei uns bleibt, ist sehr, sehr wichtig. Er hat gezeigt, dass er im Herren-Basketball Fuß gefasst hat. Vor allem in seiner Rolle als Point Guard ist es sehr, sehr schwer, in der ProA überhaupt Minuten zu kriegen – in seinem Alter sowieso. Und ich finde, er hat das sehr, sehr gut gemacht – trotz seiner jungen Jahre. Von daher bin ich sehr froh, dass er auch in der ProB bei uns bleibt.“

Nach seiner ersten kompletten ProA-Saison soll Dilschmann nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen und künftig als Starting Point Guard deutlich mehr Verantwortung übernehmen. Manager Helge Stuckenholz sieht darin die perfekte Chance für die weitere Entwicklung des jungen Aufbauspielers: „Thore hat eine super Saison gespielt, vor allem, wenn man in Betracht zieht, was für eine Verantwortung im Abstiegskampf auf diesen jungen Schultern lastete. Jetzt der Starting-Point-Guard in einem ProB-Team zu sein, welches hoffentlich mit um den Aufstieg spielt, ist eine große Herausforderung, an der er weiter wachsen kann. Ich glaube auch, dass das ein guter Schritt für ihn ist, erst einmal ein Jahr Verantwortung zu haben und noch mehr als letztes Jahr im Fokus zu stehen. Ich glaube, er wird ein sehr, sehr gutes Jahr spielen. Das braucht er auch für seine Entwicklung.“ Auch Dilschmann selbst freut sich auf die größere Rolle und die Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln:

„Ich bekomme viel Vertrauen von Götz und Helge, auch schon in meinem jungen Alter, die Rolle des Starting-Point-Guards noch mehr als in den paar Spielen des Vorjahres einzunehmen und konstant zu zeigen, und kann mich durch viel Spielzeit in der ProB am besten entwickeln. Aber auch, weil wir mit Felix Engel einen sehr guten Individualtrainer haben. Unter ihm kann ich im Sommer und in der nächsten Saison viel an meinen Schwächen arbeiten. Ein Ziel: einen konstanteren Wurf zu bekommen.“ Darüber hinaus verfolgt der gebürtige Wedeler auch persönliche Ziele: „Weitere Ziele des 20-Jährigen sind, meine Führungsqualitäten zu verbessern und mich menschlich weiterzuentwickeln. Ich fühle mich in Münster sehr wohl und kann hier auch mein Studium nebenbei weitermachen.“ In seiner ersten vollständigen ProA-Spielzeit stand Dilschmann in allen 34 Saisonspielen auf dem Feld und kam dabei auf durchschnittlich 5,6 Punkte sowie 3,1 Assists pro Partie.

Eigengewächs Paul Viefhues verlässt die Uni Baskets Münster

Nach elf Jahren beim Heimatverein endet für Paul Viefhues das Kapitel bei den Uni Baskets Münster. Das Eigengewächs der Münsteraner wird den Klub verlassen und sich zur kommenden Saison einem höherklassigen Verein anschließen. Welches Team sich die Dienste des 21-Jährigen gesichert hat, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Bereits vor rund einem Jahr hatte Viefhues seine Vertragsverlängerung unter anderem damit begründet, in Münster in der ProA Spielzeit sammeln und sich gleichzeitig in einem vertrauten Umfeld weiterentwickeln zu können. Diese Perspektive besteht nach dem Abstieg der Uni Baskets in die ProB nun nicht mehr, weshalb die Verantwortlichen den nächsten Schritt des Shooting Guards mit großem Verständnis begleiten. Cheftrainer Götz Rohdewald erklärte: „Ich habe Paul gesagt, ich gönne ihm das. Er hat sehr viel investiert. Ich denke da auch an die Leidensstrecke mit seinen beiden Fußbrüchen, wo die ganze Saison weg war. Paul hat immer daran geglaubt, viel gearbeitet und eine sehr gute ProA-Saison bei uns gespielt. Und es war eigentlich klar, dass wir keine Chance haben werden, ihn für die ProB zu begeistern. Dafür war sein Jahr zu gut. Ich glaube, bei seinem neuen Club ist er gut aufgehoben, und ich hoffe, da macht er den nächsten Schritt in seiner Karriere. Von daher: Ich freue mich für ihn und wünsche ihm da alles erdenklich Gute!“ Auch Manager Helge Stuckenholz blickte mit Stolz auf die Entwicklung des Münsteraner Eigengewächses: „Ich freue mich sehr, dass ein Münsteraner jetzt einmal aus seinem Münsteraner Nest ausfliegt, weil Paul so viel Talent hat und weil unsere Jugendarbeit im Verein so hervorragendes leistet, dass wir wirklich ein Talent von dem Format herausbringen, wie es Paul hat. Noch ein Jahr mit uns in der ProB zu bleiben, wäre für ihn ein Rückschritt gewesen. Deshalb gehen wir im maximal Guten auseinander und wünschen ihm nur das Beste. Paul ist ein ProA-Spieler, dem hier und da noch ein bisschen Konstanz fehlt. Die wird er in seinem neuen Team dann finden.“

Viefhues selbst sprach emotional über seinen Abschied aus der Heimat: „Mein Ziel ist einfach, im Endeffekt herauszufinden, wie weit es mit Basketball gehen kann, aber wenn ich jetzt daran denke, wird es mir natürlich schwerfallen, nicht mehr vor den Heimfans in der vollen Halle in der Stadt zu spielen, in der ich groß geworden bin. Ich habe mich immer sehr wertgeschätzt gefühlt auf dem Weg von der U12 bis in das ProA-Team. Ich bedanke mich vor allem bei Helge und Götz, die mich zuletzt bei dieser schönen, elfjährigen Reise enorm unterstützt haben, aber ebenso bei allen Trainern in 11 Jahren UBC Münster sowie selbstverständlich auch den Physios und Ärzten. Außerdem möchte ich mich bei allen Mitspielern, allen aus der Geschäftsstelle und allen Helfern über die Jahre bedanken.“ Besonders die Fans der Uni Baskets werden dem U20-Nationalspieler in Erinnerung bleiben: „Man ist schon verwöhnt, was die Zuschauerzahlen und die Fanliebe angeht.“ Viefhues trug bereits im Alter von zehn Jahren erstmals das Trikot des UBC Münster und durchlief anschließend sämtliche Nachwuchsteams des Vereins. In der Saison 2025/26 absolvierte er 33 ProA-Partien, stand durchschnittlich 21:50 Minuten auf dem Feld und erzielte 8,6 Punkte pro Spiel bei einer starken Dreierquote von 36,6 Prozent. Besonders in Erinnerung bleibt vielen Fans sein Auftritt beim 92:86-Derbysieg gegen Bochum, als der Shooting Guard 24 Punkte auflegte und von außen hochprozentig traf.

Publikumsliebling Adam Touray bleibt bei den Uni Baskets Münster

Die Uni Baskets Münster können auch in der kommenden ProB-Saison weiter auf ihr Gesicht der vergangenen Jahre bauen. Publikumsliebling und Leistungsträger Adam Touray hat seinen Vertrag verlängert und geht damit nach seiner Rückkehr im Jahr 2020 bereits in seine siebte Spielzeit bei den Münsteranern. Für Cheftrainer Götz Rohdewald ist der Verbleib des Centers ein enorm wichtiges Signal: „Wir können stolz sein, auch froh sein, dass Adam bei uns bleibt. Er ist ein Riesenteil von Münster und unserem Verein. Und wie sehr er sich mit dem Verein verbunden fühlt, hat man ja auch daran gesehen, dass er so früh wieder zurückgekommen ist.“ Besonders hob Rohdewald hervor, wie sehr sich Touray trotz Verletzung für den Klub aufgeopfert habe: „Ich glaube, er hat viele Spiele mit quasi nur ‚einem Arm‘ gespielt und hat alles getan, um in der ProA zu bleiben. Von daher ist Adam in so vielen Punkten ein so unglaublich wichtiger Spieler für uns, der auch ein großes Vorbild für alle Spieler ist in der Art, wie er Training, Spiel und alles angeht.“

Auch Manager Helge Stuckenholz zeigte sich begeistert über die erste wichtige Personalentscheidung für den neuen Kader: „Wenn man von ‚to lead by example‘ spricht, kenne ich keinen, der dieser Redewendung mehr gerecht wird als Adam! Er war einer der Eckpfeiler des Erfolges der letzten Jahre! Dass er in der ProB für uns und die Stadt weiter die Doppelbelastung von Lehre und Basketball leisten will, rechne ich ihm sehr hoch an!“ Für Adam Touray selbst spielte bei der Entscheidung vor allem die enge Bindung zur Stadt und zum Verein eine große Rolle: „Ich bin Münsteraner. Ich liebe es, hier zu spielen. Es gibt ProA-Vereine mit vielleicht 1.000 Leuten bei den Spielen und die sind im Mittelfeld oder in den Playoffs. Wir steigen ab und haben 2.800 Fans beim letzten Heimspiel in der Halle. Das ist ein Riesenfaktor für mich. Das macht unglaublich Spaß, alle zwei Wochen hier vor so einer Menge Leute zu spielen, die einen anfeuern.“

Zudem betonte der Center die Bedeutung seines privaten Umfelds: „Dazu habe ich meine Freunde und Familie und auch meinen Job hier, gehe ins letzte Lehrjahr. Ohne die Uni Baskets würde ich das wahrscheinlich nicht nebenher schaffen.“ Der gebürtige Münsteraner war 2020 von den MHP RIESEN Ludwigsburg in seine Heimat zurückgekehrt und entwickelte sich seitdem zu einer Identifikationsfigur des Vereins. Bis zum Ende der Saison 2024/25 absolvierte Touray 152 Spiele in der ProA mit 1.768 Punkten sowie 61 Partien in der ProB mit 626 Zählern. Dazu kommen fünf Einsätze in der Basketball Bundesliga. In der vergangenen Spielzeit wurde der Big Man allerdings immer wieder von einer hartnäckigen Verletzung ausgebremst und kam deshalb nur auf elf ProA-Einsätze mit insgesamt 107 Punkten.

Neue Impulse und Erfahrung – Die Uni Baskets holen Deshon Taylor in ihren Aufbau

Die Uni Baskets Münster haben auf ebenso sportliche wie personelle Probleme im Backcourt reagiert. Nach dem längerfristigen Ausfall des erfahrenen Guards Bo Hodges hat der Zweitligist mit Deshon Davion Taylor einen international erfahrenen Aufbauspieler verpflichtet. Der 29-jährige US-Amerikaner unterschrieb bei den Unistädtern einen Vertrag bis zum Saisonende. Infolge der veränderten sportlichen Ausrichtung im Aufbau wird Julian Larry nicht mehr für die Uni Baskets auflaufen.

Der 1,88 m große Point Guard spielte im Collegebasketball ein Jahr für Kansas City, bevor er 2016 zu Fresno State wechselte. Nach Abschluss seiner College-Laufbahn 2019 startete Deshon Taylor seine Profikarriere bei den Sydney Kings in der australischen National Basketball League (NBL). Weitere Karrierestationen folgten in Neuseeland, Finnland, Ungarn, der Türkei, Israel und zuletzt bei KTB Basket in Finnland. Taylor ist der Cousin des früheren NBA-Spielers Quincy Pondexter und hat einen Sohn.

„Nach reiflichen Überlegungen haben wir uns dazu entschieden, auf der Aufbauposition einen erfahrenen Guard nachzuverpflichten. Deshon Taylor ist gestern in Frankfurt gelandet. Wir arbeiten mit Nachdruck an seiner Spielberechtigung“, erklärte Helge Stuckenholz den Transfer. Die veränderte sportliche Ausrichtung hätte in der Konsequenz erhebliche Auswirkungen auf die Spielzeit des hochveranlagten Julian Larry gehabt.

Der Manager der Uni Baskets erläuterte weiter: „Wir sind deshalb mit Julian und seinem Agenten übereingekommen, seinen Vertrag aufzulösen, damit er an einer anderen Stelle mehr Einsatzzeit bekommen kann. Er ist somit jetzt frei, sich einem neuen Klub anzuschließen. Die Suche hier hat schon begonnen. Wir wünschen Julian sportlich und privat nur das Allerbeste. Wir hoffen sehr, dass er mit seinem unbestrittenen Talent in der Zukunft in der Basketballszene weiter für Furore sorgen wird.“

Der Cheftrainer der Uni Baskets, Götz Rohdewald, ergänzt: „Wir haben Deshon ausgewählt, weil er Erfahrung hat, was in unserer jetzigen sportlichen Situation sehr wichtig ist. Julian ist ein guter Spieler, dem diese leider noch fehlt. Gerade in unserer Situation brauchen wir jetzt jemanden, der schon ein bisschen was gesehen hat.“

Nicht nur dieser Aspekt spielt für Rohdewald eine wesentliche Rolle, sondern ebenso die notwendigen sportlichen Veränderungen wegen des längerfristigen Ausfalls von Guard Bo Hodges. „Wir brauchen auch jemanden, der vielleicht ein wenig ein anderes Profil hat als Julian, weil Bo nicht so schnell wieder zurückkommt. Wir glauben, dass wir auch mehr Scoring-Punch auf der Position brauchen. Deshon hat beides und ist eigentlich ein höherklassiger Spieler, war aber zuletzt ohne Vertrag.“

Deshon Taylor, der die Nummer 21 tragen wird, trifft auf einen alten Bekannten. „Ich kenne Bo noch aus Finnland, wo wir zusammengespielt haben. Er hatte nur Gutes über Münster und die Fans zu berichten. Ich kann es kaum erwarten, meinen Job hier zu starten und dem Team auf jede mögliche Art zu helfen.“

Uni Baskets verstärken ihre Rotation mit Philip Alston

Die Uni Baskets Münster haben auf ihre Verletzungsmisere reagiert und einen Ersatz für langfristig ausfallende Leistungsträger perfekt gemacht. Philip Alston kommt von den Wisconsin Herd aus der NBA G-League in die westfälische Universitätsmetropole. Der 24-jährige US-Amerikaner gilt als Wunschlösung bei den Uni Baskets, weil er sowohl enorme Physis in die Spielweise des Zweitligisten einbringen wird als auch flexibel die Positionen drei, vier und fünf einnehmen kann.

Philip Alston bestritt in dieser Saison fünf Spiele für die Wisconsin Herd in der NBA G-League. Dabei erzielte der Forward im Schnitt 6 Punkte und 4 Rebounds in 19,3 Minuten pro Spiel, bevor ihn eine Handverletzung Ende November vergangenen Jahres ausbremste. Davor war der 24-Jährige bei den Milwaukee Bucks in der NBA-Summer League aktiv und spielte von 2022 bis 2024 für die Loyola Ramblers von der Loyola University Chicago in der „Atlantic 10 Conference“ der NCAA I.

In 60 Partien für die Ramblers sorgte er für durchschnittlich 13,6 Punkte und 5,1 Rebounds. Alston begann 2019 seine College-Karriere bei den California Vulcans (Pennsylvania Western University, California) in der NCAA II, für die er bis 2022 spielte und 21,0 Punkte und 10,8 Rebounds pro Spiel auflegte.

„Ich denke, dass Philip uns mit seiner positiven, energetischen Art auf und neben dem Feld für die schweren Aufgaben sehr gut zu Gesicht steht“, erklärte Manager Helge Stuckenholz den Transfer zur Erweiterung der Baskets-Rotation. Nach den Ausfällen von Adam Touray, Julius Ferber und zuletzt noch Bo Hodges „war offensichtlich, dass wir eine kurze Rotation haben“, erläuterte Götz Rohdewald die sportlichen Beweggründe, die für Philip Alston sprachen.

Der Cheftrainer der Uni Baskets freut sich auf einen wichtigen Baustein für den Frontcourt seiner Mannschaft: „Philip ist ein kräftiger, physischer Spieler, der jetzt kein reiner Fünfer ist. Aber er kann die Position spielen, kann aber auch die Vier spielen, auch auf die Drei gehen. Er ist sehr flexibel. Von daher musste es ein flexibler Spieler sein, der einige Themen abdeckt, bei denen wir Probleme haben.“ In Philip Alston erweitern die Münsteraner ihren Kader ebenso in der Abwehrarbeit.

Alston, der die Nummer 55 tragen wird, trainiert bereits mit der Mannschaft. Abzuwarten bleibt noch, bis wann alle Formalitäten bis zur Spielberechtigung vollzogen sind. Kein Problem dagegen stellen die aktuellen Wetterverhältnisse in Münster für den Neuzugang dar. „Ich bin aus Ohio, das kalte Wetter bin ich gewöhnt“, sagte Phlipp Alston mit einem  Lächeln kurz vor dem Hochball gegen Nürnberg.

 

Vertrag von Caleb Zurliene aufgelöst

Caleb Zurliene und die Uni Baskets Münster gehen ab sofort getrennte Wege. Der Vertrag des 23-Jährigen wurde vorzeitig aufgelöst. Beide Seiten haben einvernehmlich einer Vertragsauflösung zugestimmt. Dies gab Helge Stuckenholz, Manager der Uni Baskets, bekannt.

„Caleb hatte die ganze Zeit mit Problemen im unteren Rücken zu kämpfen, die ihn nie die 100 Prozent seiner Qualitäten haben erreichen lassen“, erläuterte Helge Stuckenholz die Beweggründe.

„Als er sagte, er würde gerne das Kapitel in Münster beenden, Weihnachten bei seiner Familie sein und wieder komplett fit werden wollen, haben wir seinem Wunsch entsprochen. Für seine Zukunft wünschen wir ihm nur das Beste“, sagte Helge Stuckenholz, Manager der Uni Baskets.

 

Neuer Forward für mehr Variabilität – Caleb Zurliene stößt zum Kader der Uni Baskets

Der US-Amerikaner Caleb Zurliene erweitert die Rotation der Uni Baskets. Die Münsteraner reagieren damit auf die angespannte Personallage um drei ausfallende Leistungsträger. Der Vertrag von Zurliene, der vom niederösterreichischen Erstligisten Traiskirchen Lions in die Uni-Stadt wechselt, gilt für die laufende Saison.

Baskets-Cheftrainer Götz Rohdewald musste an den ersten drei Spieltagen der neuen Saison in den Rotationen und über die Trainingswochen immer wieder improvisieren und neu justieren. Der 50-Jährige muss mittel- bzw. längerfristig auf Adam Touray (Bandscheibenvorfall), Cosmo Grühn (muskuläre Probleme) und Julius Ferber (Aufbautraining) verzichten.

„Es ist ja offensichtlich, dass personell etwas passieren musste, mit Adams’ und Cosmos’ Ausfall und den Problemen, die wir haben. Der deutsche Markt hat nichts hergegeben. Deswegen mussten wir uns auf dem ausländischen Markt umgucken. Auch da war es nicht einfach, jemanden zu finden“, erläutert Rohdewald die intensiven Transferarbeiten der vergangenen Wochen hinter den Kulissen.

Caleb Zurliene spielte in der Saison 2024/25 für die Campbell Fighting Camels der Campbell University (Buies Creek, North Carolina) in der NCAA I (7,4 Punkte und 3,4 Rebounds). Der 2,03 m große Forward wechselte zur neuen Saison in die österreichische Basketball Superliga, wo er die Vorbereitung bei den Traiskirchen Lions über einen Tryout-Vertrag absolvierte. Weitere vier College-Spielzeiten bestritt der 25-Jährige zuvor von 2022 bis 2024 für die McKendree Bearcats (McKendree University in Lebanon/Illinois) und von 2020 bis 2022 für die Purdue Universitiy Northwest in Hammond/Indiana.

Zurlienes Wechsel nach Münster lässt gewisse Vorstellungen über seine Spielweise und Fähigkeiten für das Team entstehen. „Er kann von außen werfen, zum Korb ziehen und am Korb etwas machen“, sagt Cheftrainer Rohdewald über den Neuzugang. „Er ist ein guter Rebounder, der auch ein paar Würfe blocken kann. Er ist jemand, der Variabilität in unser Spiel bringt.“

 

 

Vertrag bis 2028 Shooting Guard Jason Ani von Karlsruhe nach Münster

(ts) Die Uni Baskets verstärken noch einmal ihren Backcourt: Jason Ani wechselt nach zwei Jahren beim Vorjahres-ProA-Meister PS Karlsruhe Lions zu den Münsteranern. Der 23-jährige Shooting Guard unterschrieb bei den Westfalen einen Dreijahresvertrag und wird seine Ausbildung neben dem Profibasketball beginnen. Mit der von den Verantwortlichen der Uni Baskets aufgezeigten Perspektive steht Ani nach dem Abgang von Jasper Günther und dem Karriereende von Stefan Weß auch für das zukünftige deutsche Grundgerüst des Zweitligisten.

Jason Ani war in der vorletzten Saison Teil der Karlsruher Meistermannschaft und verzeichnete in dieser 32 Einsätze mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 18:08 Minuten. In der vergangenen Saison zog sich der 23-Jährige am 3. Spieltag, Anfang Oktober 2024, einen Kreuzbandriss zu und fiel bis zum Saisonende aus. Seine Reha hat der Shooting Guard erfolgreich abgeschlossen und kann in die am 11. August beginnende Saisonvorbereitung direkt einsteigen.

„Noch viel Potenzial“

„Mit Jason haben wir einen Perspektivspieler zu den Uni Baskets geholt, der gerne in Münster länger bleiben und seine Karriere neben dem Basketball anpacken möchte, wo wir ihn bei unterstützen und auch in unserem Kontext schon bewiesen haben, dass das gut in Münster funktioniert“, erklärt Helge Stuckenholz. Der Manager der Uni Baskets schätzt auch die ProA-Erfahrung des Neuzugangs: „Er gibt uns vom Team her noch mehr Tiefe, die uns über die lange Saison gut zu Gesicht stehen wird.“

Cheftrainer Götz Rohdewald blickt auf weitere sportliche Aspekte und das mögliche Leistungsvermögen des Defensivspezialisten: „Ich bin froh, dass wir Jason überzeugen konnten, zu uns zu kommen. Er ist immer noch ein junger Spieler mit viel Physis und Einsatzwillen, der noch viel Potenzial hat. Letzte Saison hatte er leider ein verlorenes Jahr. In der Saison davor hat er in Karlsruhe in der Meistermannschaft schon 18 Minuten gespielt und einen guten Impact gehabt. Ich hoffe, dass er hier wieder daran anknüpfen kann und weitere Schritte in seiner Entwicklung nach vorne macht.“

Diese Vorgabe seines neuen Coaches nimmt Jason Anio nach zwei Jahren im Badischen auf, denn er möchte sich auf, aber eben auch neben dem Parkett weiterentwickeln. „Ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit, bei den Uni Baskets Münster zu unterschreiben. Das ist mehr als nur ein Neuanfang auf dem Spielfeld – es ist eine Chance, mir selbst zu beweisen, dass die Arbeit, die ich während des Rehaprozesses geleistet habe, nur der Anfang meines Comebacks ist“, beschreibt der 23-Jährige seine Ausgangssituation für seinen Re-Start in Münster. „Ich bin auch dankbar, an einem Ort zu sein, an dem ich mich außerhalb des Spielfelds weiterentwickeln kann, indem ich meine Ausbildung fortsetze und meine Zukunft jenseits des Basketballs gestalte. Ich bin fest entschlossen, motiviert und bereit, alles für das Team, die Fans und die Stadt zu geben.“

Zur Person

Der gebürtige Berliner mit nigerianischen Wurzeln, Jessi Ani, wird seit seiner Kindheit Jason genannt und wuchs bis zum Alter von acht Jahren in Deutschland auf. Dann zog er nach Manchester und spielte Basketball in der Jugend der Manchester Magic. Für diesen Klub machte er auch die ersten Schritte im Seniorenbereich in der drittklassigen NBL-Division 2. Für den Shooting Guard ging es 2020 in das Nachwuchsprogramm des FC Bayern Basketball – die NBBL-Saison fiel allerdings wegen der Corona-Pandemie aus – und von dort ein Jahr später zum Regionalligisten SG Saarlouis-Dillingen. Für die Saarländer bestritt Ani 25 Spiele mit durchschnittlich 31 Minuten Einsatzzeit, knapp 14 Punkten und acht Assists. In der Saison 2022/2023 stand Jason Ani bei Erstligist BG Göttingen unter Vertrag und kam zu vier Kurzeinsätzen für die „Veilchen“. Zur Spielzeit 2023/24 wechselte er zum Ligakonkurrenten Karlsruhe.

Nach reiflichen Überlegungen- Stefan Wess beendet seine Karriere

Eine Münsteraner Legende tritt von der Basketballbühne ab! Stefan Weß beendet nach 15 emotionalen Jahren im Profibasketball und reiflichen Überlegungen seine Laufbahn. Diese Entscheidung hat der 31-jährige Weß Manager Helge Stuckenholz und Cheftrainer Götz Rohdewald in persönlichen Gesprächen mitgeteilt. Am Freitag informierte „Wessi“ auch die Fans der Uni Baskets über seinen Instagram-Kanal.

 

„Eine der besten Entscheidungen meines Lebens“

In 11 seiner 15 Spielzeiten im Profibereich prägte Stefan Weß den Münsteraner Basketball. Der gebürtige Gievenbecker trug nach seiner Rückkehr 2017 zu den Uni Baskets maßgeblich zum Aufschwung seines Heimatklubs von der 1. Regionalliga bis zum etablierten Zweitligaklub bei.

In einem persönlichen Statement wendet sich Stefan Weß an alle Fans, Freunde und Unterstützer der Uni Baskets, um seine Entscheidung zu erklären:

„Ich bin unglaublich froh, dass ich 2017 den Schritt aus der ProA in die Regionalliga nach Münster gewagt habe, um mit meinem Heimatverein die Mission Aufstieg anzugehen und mir hier mein Standbein aufzubauen. Rückblickend war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Von Anfang an war mir klar: Ich werde meine Karriere in Münster beenden.
Den Verein mitzugestalten und mit ihm wachsen zu dürfen, war für mich eine echte Herzensangelegenheit. Umso schwerer fällt es mir nun, dieses Projekt loszulassen, aber ich bin überzeugt, dass sich die Uni Baskets weiterhin in die richtige Richtung entwickeln werden. Ich werde den Uni Baskets auf ewig verbunden bleiben – nicht mehr auf dem Feld, aber immer mit voller Leidenschaft auf den Rängen. Mein besonderer Dank gilt unseren Fans, die uns in jeder Situation unterstützt haben, sowie all den Helferinnen und Helfern im Hintergrund, die jedes Spiel zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.
Ein ganz großes Dankeschön geht auch an meine Familie, die mich über all die Jahre bedingungslos unterstützt hat – in guten wie in herausfordernden Zeiten. Ohne euren Rückhalt wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. Der Basketball hat mir viele unvergessliche Erinnerungen, tiefe Freundschaften und Begegnungen mit tollen Menschen geschenkt. Dafür bin ich von Herzen dankbar.“

 

„Die Nummer 7 sehe ich nicht mehr an einem anderen Spieler“

Baskets-Manager Helge Stuckenholz zollt nach der Erklärung des Karrierendes des gebürtigen Münsteraners nicht nur seiner sportlichen Leistung Respekt:

„In meinem Telefon steht seit Anbeginn Stefan „Western“ Wess, was, glaube ich, nur er weiß. Mit Wessi hört einer der besten Shooter auf, den Münster in den letzten Jahrzehnten gesehen hat. Ein Münsteraner, einer aus unserer Jugend, ein Masterabsolvent in der Wirtschaftsinformatik, der jetzt weiter Karriere machen möchte. Wessi ist ein besonderer Typ, der auf und neben dem Feld sehr fehlen wird, da er das Fundament der Uni-Baskets-Erfolgsgeschichte maßgeblich mitgebaut hat und für immer damit verbunden sein wird. Die Nummer 7 sehe ich nicht mehr an einem anderen Spieler hier in Münster.“

 

„Einer der Fanlieblinge“

Auch Cheftrainer Götz Rohdewald spricht von einem „herben Verlust. Es ist schade, dass Stefan jetzt aufhört. Er ist unser dienstältester Spieler, Münsteraner durch und durch und schon ewig im Verein und hat viele, viele Jahre für uns gespielt. Ich habe so viele Erinnerungen: Buzzerbeater gegen die Artland Dragons oder die vielen, vielen Dreier, die er reingeworfen hat. Wessi ist einer der Fanlieblinge, wenn nicht der Fanliebling.
Es gibt immer einen Zeitpunkt, wo das Ende einer Karriere ansteht. Von daher muss man ihn diese Entscheidung nehmen lassen. Es waren so viele Jahre, die er uns Freude bereitet hat. Er wird uns fehlen, aber er wird sicher bei unseren Spielen öfter da sein. Wessi hatte eine schöne Karriere mit vielen Jahren in Münster und vielen Erinnerungen. Wir werden ganz sicher mit ihm verbunden bleiben.“

 

„Ein Vorzeigespieler und Vorbild“

Als Präsident des UBC Münster unterstreicht Meinhard Neuhaus: „Mehr als 14 Jahre lang gehörte Stefan Weß zu den großen Sympathieträgern und prägenden Spielern unseres Klubs. Der Aufschwung des Münsteraner Basketballs hat viel mit ihm zu tun. Als er selbst in der UBC-Jugend mit dem Basketball begann, schaute er zu Spielern der ersten Mannschaft auf. Heute ist Stefan selbst ein Vorzeigespieler und Vorbild, an dem sich die Mädchen und Jungs bei uns im Mini-Basketball und den Jugendmannschaften orientieren können. Er kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken und hinterlässt gerade als Münsteraner ein großes Erbe. Dafür gebührt ihm größter Respekt. Natürlich ist er auch nach seiner aktiven Spielerkarriere immer herzlich willkommen. Für seine persönliche Zukunft wünsche ich Stefan nur das Beste.“

 

Zur Karriere von Stefan Weß

Weß war 2017 im Alter von 23 Jahren vom damaligen ProA-Ligisten NINERS Chemnitz, mit denen er den Aufstieg in die BBL knapp verpasste, zu seinem Heimatklub UBC Münster zurückgekehrt. Mit der Unterbrechung von einem Jahr bei den Sachsen und drei Jahren im Farmteamprogramm bei den EWE Baskets Oldenburg spielte der gebürtige Münsteraner im Seniorenbereich ausschließlich für die erste Mannschaft des UBC Münster (WWU Baskets, Uni Baskets). Er absolvierte 274 Einsätze für die Münsteraner, davon 102 in der ProA und 106 in der ProB, Insgesamt stand er in 333 Partien in der BARMER 2. Basketball Bundesliga (ProA und ProB) auf dem Feld. Im Alter von sieben Jahren begann Stefan Weß beim TSC Gievenbeck mit dem Basketball und wechselte ab der U14 zum UBC Münster, wo er in der Jugend und Nachwuchs Basketball Bundesliga (JBBL, NBBL) als eines der größten Nachwuchstalente galt und Interesse bei Teams aus ganz Deutschland weckte. Mit 16 Jahren debütierte Weß in der 1. Mannschaft des UBC. International spielte „Wessi“ für die A2-Nationalmannschaft (5 Spiele) und U18-Nationalmannschaft.

 

 

 

 

Foto: Christina Pohler