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Center Oliver Clay bleibt Science City Jena treu

Science City Jena freut sich die erste Vertragsverlängerung zur anstehenden BBL-Saison vermelden zu können. Der Aufsteiger aus Ostthüringen und Center Oliver Clay verständigten sich in den zurückliegenden Tagen auf eine weitere Spielzeit der gemeinsamen Zusammenarbeit. Somit bleibt der 28-jährige Berliner dem Jenaer Team für ein weiteres Jahr erhalten, wird in dem von Björn Harmsen angepeilten Konzept, den Kern der Meister- und Aufstiegsmannschaft zusammenzuhalten, erneut ein wichtiges Puzzleteil bilden. Clay wechselte im zurückliegenden Sommer 2015 an die Saale, verfügt nach seinen Stationen in Weißenfels, Trier und Würzburg bereits über BBL-Erfahrung und überzeugte in seiner ersten Saison im Jenaer Trikot vor allem am defensiven Ende des Parketts.

 

 

Nach der Feier zur Zweitliga-Meisterschaft bat Jenas Trainer Björn Harmsen alle Akteure seines Kaders noch einmal zu Einzelgesprächen bevor sich der Großteil des Teams in alle Richtungen verstreute. „Ich musste nicht lang überlegen, hatte mich nach dem Termin mit Trainer Björn Harmsen und in Absprache mit meinem Agenten früh für eine weitere Saison in Jena entschieden. Ich kenne die Stadt, kenne das Umfeld, habe die Vorzüge schätzen gelernt und mich sehr gut eingelebt. Insofern wäre es nicht sonderlich clever gewesen, unter diesen Vorzeichen und nach dem sportlichen Aufstieg wechseln zu wollen“, sagt Oliver Clay nach seiner Unterschrift. „Wir haben in meinem ersten Jenaer Jahr eine unglaublich starke Saison gespielt, haben uns als Sahnehäubchen nach dem Aufstieg die Meisterschaft erkämpft und konnten im Verlauf der zurückliegenden Monate viele Siege einfahren. Das macht es über die Spielzeit gesehen natürlich alles etwas einfacher. Dennoch bin ich von der Mannschaft und der Zusammenstellung überzeugt“, so Clay.

Trainer Björn Harmsen ist von den menschlichen und sportlichen Qualitäten seines alten und neuen 2,08m großen Modellathleten überzeugt. „Oliver ist in der letzten Saison bei uns auf der Fünf gestartet, hat auf seiner Position anfänglich vorwiegend defensiv überzeugt, konnte im weiteren Saisonverlauf aber zunehmend auch offensiv wichtige Impulse setzen. Er verfügt bereits über Erstligaerfahrung, liefert auch im Training beständig gute Ergebnisse ab und ist ein Spieler dem ich voll vertrauen kann. Wir wissen was von Oliver erwarten können und bekommen werden“, sagt Björn Harmsen zu der ersten Vertragsverlängerung im BBL-Kader von Science City Jena.

 

(Science City Jena)

Rückblick Halbfinale ProA Spiel 3

Nach Spiel 3 stehen in beiden Halbfinalserien die Finalteilnehmer fest: Science City Jena und RASTA Vechta kämpfen in einem Hin-und Rückspiel um die ProA Meisterschaft und erwerben das sportliche Aufstiegsrecht für die Beko Basketball Bundesliga. Das Finale wird in einem Hin-und Rückspiel ausgetragen. Das Heimrecht bezieht sich hierbei auf das Rückspiel und geht an das best-platzierte Team: Vechta.

 

 

 

 

 

 

25.04.2016 19:30 Uhr Science City JenaGladiators Trier 73:64

Science City hat es geschafft. Jenas Basketball-Riesen bezwangen am späten Montagabend nach einem hart umkämpften Duell die Gladiators aus Trier mit 73:64, stellen die Halbfinalserie auf 3:0 und ziehen in das Playoff-Finale ein.

Aufstieg Beko BBL Science City Jena – Finalteilnehmer ProA Meisterschaft from 2. Basketball-Bundesliga on Vimeo.

25.04.2016 20:00 Uhr RASTA VechtaOeTTINGER Rockets Gotha 78:55

RASTA Vechta hat die Rückkehr in die Beko BBL am Montagabend perfekt gemacht. Das Team von Erfolgstrainer Andreas Wagner siegte im dritten Halbfinale gegen die OeTTINGER Rockets Gotha mit 78:55 und landete so den notwendigen dritten Sieg in der „Best-of-Five“-Serie.


Aufstieg Beko BBL RASTA Vechta – Finalteilnehmer ProA Meisterschaft from 2. Basketball-Bundesliga on Vimeo.

Basketball-Urgestein Ermen Reyes-Napoles verlängert bis 2021

Über die Anzahl erfreulicher Nachrichten kann sich Science City Jena in den zurückliegenden Tagen wirklich nicht beklagen. Nach dem erfolgreichen Halbfinaleinzug der Jenaer Zweitliga-Basketballer und dem souveränen Viertelfinalserien-Derbysieg gegen Chemnitz ist nun auch die erste Vertragsverlängerung in trockenen Tüchern. Ermen Reyes-Napoles, Jenas Basketball-Urgestein, verlängert um die stolze Dauer von fünf weiteren Jahren an der Saale, wird den Ostthüringern unabhängig von der jeweiligen Spielklasse bis 2021 erhalten bleiben. Darauf verständigten sich Lars Eberlein, als Geschäftsführer der Baskets Jena GmbH und der seit über einem Jahrzehnt für Jenas Riesen auf Korbjagd gehende 26-Jährige am Freitagnachmittag. Während Reyes-Napoles seit Jahren als Defensivspezialist und energischer Motivator für das intensive Spiel der Thüringer als wichtige Korsettstange dient, auch unter den Jenaer Basketball-Fans einen enorm hohen Stellenwert genießt, können sich die Anhänger der Ostthüringer auf fünf weitere Jahre mit dem gebürtigen Rudolstädter und ehemaligen Jenaer Sportgymnasiasten freuen.

 

 

 
„Wir verlängern den Vertrag von Ermen Reyes-Napoles sehr gern vorzeitig bis zur Saison 2021/2022, völlig unabhängig von unserer Ligazugehörigkeit“, sagt Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein anlässlich der Unterzeichnung des neuen Kontrakts. „Ermen gehört als Person, unabhängig von seiner sportlichen Qualität schon seit Jahren als wichtiger Teil zu unserer Basketball-Familie. Er ist mit der Region verwurzelt, hat das Jenaer Sportgymnasium besucht und wohnt mit seiner kleinen Familie vor den Toren Jenas. Es füllt im Team eine wichtige Vorbildrolle aus, ist zudem eine der prägendsten Identifikationsfiguren im Jenaer Basketball. Ermen meckert nie über Schiedsrichterentscheidungen, war nur äußerst selten krank und noch viel seltener bei unserem Physiotherapeuten. Es ist schön, wenn man wichtige Spieler über einen lange Zeitraum binden kann, für alle betreffenden Partner. Ich freue mich für Ermen, für unseren Verein und für den Basketball in Jena“, so Eberlein.

Auch Jenas Trainer Björn Harmsen ist voll des Lobes hinsichtlich der Verlängerung des sonst eher introvertierten Anführers. „Ich habe Ermen schon vor über zehn Jahren in der Regionalliga trainiert, er gehört seit etlichen Spielzeiten zur Jenaer Basketball-Familie, hat sich in den zurückliegenden Jahren stetig verbessert und ist mit dem Jenaer Basketball mitgewachsen. Ich freue mich, dass Ermen uns auch über diesen Zeitraum erhalten bleibt. Ich habe es nie erlebt, dass er auch nur eine Trainingseinheit versäumt oder krankheitsbedingt gefehlt hat. Ermen ist ein absolut zuverlässiger Vorzeitsportler“, so Harmsen über eine seiner wichtigsten Verteidigungswaffen.

„Ich freue mich sehr darüber, den Vertrag mit meinem Heimatverein verlängert zu haben. Mit diesem Schritt haben alle betreffenden Seiten Planungssicherheit. Perspektivisch ist das die richtige Entscheidung für mich und meine Familie“, sagt einer der Jenaer Publikumslieblinge mit der Nummer 7. „Wir werden sehen wohin uns unsere Reise in den Playoffs führt. Unabhängig davon, in welcher Liga wir in der kommenden Saison antreten, kann der Basketball in Jena einer positiven Zukunft entgegenblicken“.

 

(Science City Jena)

Knight kommt, Hewitt geht

Marcos Knight kommt, Jelani Hewitt geht. Mit der Verpflichtung von Marcos Knight startet Science City Jena unmittelbar vor Ende der ablaufenden Transferfrist in die Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel in Köln. Der 26-jährige Knight galt bereits vor dem Start in die Saison 2015/2016 als Wunschkandidat von Trainer Björn Harmsen, kennt die 2.Basketball-Bundesliga aufgrund seiner beiden bisherigen Stationen in Baunach und Heidelberg.

In Dublin, im Bundesstaat Georgia geboren, absolvierte Knight die letzten Jahre seiner Collegezeit bei den Middle Tennessee State Blue Raiders, bevor er 2014 nach Franken wechselte und den damaligen Zweitliga-Aufsteiger Bike-Cafe Messingschlager Baunach im Kampf um den Klassenerhalt mit 15,6 Punkten im Schnitt erfolgreich unterstützte. Nach seiner Europa-Premiere beim Kooperationspartner des BBL-Champions aus Bamberg wechselte der 1,88 m große US-Amerikaner zu den MLP Academics nach Heidelberg für die er in der laufenden Saison vier Spiele bestritt. Nachdem eine Verpflichtung von Marcos Knight vor der Saison 2015/2016 nicht zustande kam, wurde er am Ende des letzten Jahres durch seine Agentur wieder angeboten. In Absprache mit seinem bisherigen Arbeitgeber in Heidelberg einigten sich die Saalestädter auf einen zeitnahen Transfer, der Knight bereits in der laufenden Woche am Trainingsbetrieb von Science City teilnehmen lässt. Marcos Knight unterschreibt bei Science City Jena einen eineinhalb Jahre laufenden Vertrag der sowohl für die ProA als auch für die BBL Gültigkeit besitzen wird. „Marcos Knight ist ein Spieler der auf den Guard-Positionen viel Physis mitbringt. Er hat als harter Verteidiger und starker Rebounder überzeugt, wird uns in diesen Bereichen weiterhelfen“, sagte Trainer Björn Harmsen in seinem ersten Statement.

Unterdessen einigten sich Jelani Hewitt und der Zweitliga-Spitzenreiter in beiderseitigen Einvernehmen auf eine sofortige Vertragsauflösung. Während sich Hewitt bereits auf dem Weg zu seiner Familie befindet, in den kommenden Tagen zum zweiten Mal Vaterfreunden entgegensieht, hat Marcos Knight bereits die erste gemeinsame Trainingseinheit mit seinen neuen Kollegen absolviert. Science City wünscht Jelani Hewitt für seine Zukunft, sowohl familiär als auch mit Blick auf die sportliche Entwicklung alles Gute.

(Science City Jena)

Hand drauf, Björn Harmsen verlängert bis 2018

„Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet, zu einem anderen Club zu wechseln. Jena ist und bleibt meine Heimat, Science City bleibt mein Verein, mit dem ich, mit dem wir gemeinsam noch viel bewegen wollen“, sagt Björn Harmsen, der alte und neue Trainer von Science City Jena anlässlich einer heutigen Pressekonferenz in der Sparkassen-Arena. Nachdem das ursprünglich Arbeitsverhältnis des gebürtigen Göttingers zum Ende der Saison 2015/2016 ausgelaufen wäre, verständigten sich Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein und der Trainer des aktuellen Tabellenführers der 2.Basketball-Bundesliga per Handschlag auf zwei weitere Jahre gemeinsamer Zusammenarbeit.

„Wir haben vor drei Jahren eine Reise begonnen, haben einen Weg beschritten, der noch lange nicht zu Ende ist. Die Einigung zum jetzigen Zeitpunkt war für unsere Planungssicherheit wichtig“, so Harmsen.

„Science City verfügt nach einer in den letzten Jahren bereits erfolgten Professionalisierung noch über großes Potential. Wir haben noch viele Entwicklungsmöglichkeiten um optimistisch in die Zukunft schauen zu können“, sagt der Trainer der Saalestädter.

Björn Harmsen

Björn Harmsen (Foto: Christoph Worsch)

Vor drei Jahren hatte Harmsen die sportlichen Geschicke der Ostthüringer übernommen, führte Science City regelmäßig in die Playoffs der 2.Basketball-Bundesliga. Neben dem sportlichen Erfolg liegt Harmsen aber auch die Ausbildung deutscher Nachwuchsakteure am Herzen. Als ehemaliger Schüler des Jenaer Sportgymnasiums sorgte der Trainer für wichtige Impulse in der Kooperation mit seiner ehemaligen Schule, verfügt in seinem Kader mittlerweile über nicht weniger als acht ehemalige und aktive Jenaer Sportgymnasiasten.

Auch Science-City-Geschäftsführer Lars Eberlein freut sich über eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit mit dem 33-jährigen Chef-Trainer. „Wir freuen uns auf die Fortführung einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Björn Harmsen passt perfekt zu Science City Jena. Wir haben mit Björn um weitere zwei Jahre verlängert. Sein Vertrag gilt sowohl für die ProA als auch für die BBL“, sagt Lars Eberlein nach der Vertragsverlängerung.

 

(Science City Jena)

Science City gewinnt den Altmühltaler-Cup

Mit einem souverän herausgespielten 101:49-Sieg gegen die Regionalliga-Reserve des FC Bayern München Basketball startete Science City Jena am späten Samstagnachmittag in den Altmühltaler-Cup in Treuchtlingen, mit einem weiteren Erfolg am Sonntag gegen Liga-Kontrahent Nürnberg sicherte sich das Harmsen-Team den Gesamtsieg im 4er-Turnier. Die Jenaer Riesen bezwangen die starken, gut aufgestellten Franken in einem intensiven Spiel mit 87:73, feierten nach dem Erfolg bei den „Köstritzer Baskets“ bereits den zweiten Turniersieg der Vorbereitung. In beiden Duellen konnte Science City mit mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugen, hielt zudem die jeweilige Konkurrenz auch defensiv unter Kontrolle.

Im Aufeinandertreffen mit Nürnberg, einem Playoff-Halbfinalisten der Vorsaison, entwickelte sich von Beginn an eine spannende und physisch geprägte Partie. Science City, schnell eine Führung herausspielend, kontrollierte nach anfänglichem Rückstand über fast die gesamten 40 Minuten das Geschehen auf dem Spielfeld, lag lediglich zu Beginn bei 0:2 und 2:4 im Hintertreffen. Gerade Jenas große Spieler sorgten früh für einen Kurswechsel bei den Spielständen. Nach einem Dunk von Oliver Clay sowie von Guido Grünheid in der 4.Minute auf 11:6 enteilt, konservierte das Harmsen-Team den Vorsprung bis kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts. Im Anschluss kamen die Norisstädter dann aber besser in die Partie. Nach einer zwischenzeitlich auf 28:27 geschrumpften Führung im ersten Viertel sorgte Science City bis zum 55:43 wieder für etwas klarerer Verhältnisse. Während Jenas Führung sich bei zehn Punkten eingependelt hatte, beide Teams mit einem 69:60-Vorsprung der Saalestädter in den finale Abschnitt gingen, ließen McElroy und Co. auch in der Schlussphase nichts mehr anbrennen, fanden immer wieder die richtigen Antworten auf die Nürnberger Versuche einer Aufholjagd.

Auf dem Weg ins Endspiel hatte Science City die Regionalliga-Reserve des FC Bayern München Basketball geschlagen. Die Ostthüringer bezwangen den zwei Spielklassen tiefer antretenden Kontrahenten von der Isar am Ende zwar deutlich, mussten jedoch ab der 12.Minute auf Anführer Immanuel McElroy verzichten, der nach einem schmerzhaften Pferdekuss nicht mehr zum Einsatz kam. Nach anfänglich noch knappen Zwischenständen setzte sich das Harmsen-Team im Verlauf des zweiten Viertels kontinuierlich ab, verabschiedete sich mit einem bereits vorentscheidenden 55:30-Halbzeitstand in die Kabine. Auch nach Rückkehr in die Halle ließ Science City keinen Zweifel daran, wer in das Finale des Einladungs-Turniers einziehen würde. Konsequent und mit der gesamten Rotation auflaufend wuchs der Vorsprung der Thüringer von Minute zu Minute. Nachdem Jenas Korbjäger mit Abschluss des dritten Spielabschnitts ihre Führung auf 75:37 ausgebaut hatten, ließen sie auch im Schlussviertel keinen Zweifel am Sieg aufkommen.

„Für uns war das eine wichtiges Turnier, eine wichtige Standortbestimmung, zwei Wochen vor dem Saisonstart. Nach der sehr intensiven Partie gegen München, welches wir aufgrund der individuellen Klasse deutlich gewonnen haben, lag der Fokus natürlich auf dem Duell gegen die starken Nürnberger. Nach unserem Sieg bin ich sehr zufrieden, mit der Leistung der gesamten Mannschaft, aber auch wie sie in engen Phasen agiert hat, die Nerven behalten hat. Jetzt bekommt das Team zwei Tage frei, dann folgt das letzte Testspiel in Baunach bevor wir am 26.09. in Chemnitz den Saisonauftakt bestreiten werden“, sagte Trainer Björn Harmsen.

SCJ/NBG: Grünheid 19, McElroy 12, Bernard 12, Clay 11, Wank 10, Hewitt 7, Wolf 7, Reyes-Napoles 4, Rietschel 4, Wendt 1
SCJ/BAY: SCJ: Hewitt 21, Wolf 19, Wendt 14, Grünheid 10, Rietschel 9, Reyes-Napoles 8, Wank 8, Clay 7, Bernard 3, McElroy 2

Wochenende mit Licht und Schatten

Der dritte Platz lag in greifbarer Nähe, doch am Ende der „Köstritzer Baskets“ in Jena musste das neu formierte Team der Oettinger Rockets mit Rang vier Vorlieb nehmen. Im kleinen Finale des stark besetzten Vierer-Turniers unterlagen die Gothaer heute dem tschechischen Serienmeister ČEZ Basketball Nymburk mit 79:88 (36:40).
Unterm Strich war es ein Wochenende mit Licht und Schatten. Einerseits konnten die Rockets des Öfteren das große Potenzial aufblitzen lassen, das in der jungen Mannschaft steckt – 22 Assists im Spiel gegen Nymburk sind ein gutes Beispiel dafür. Andererseits zeigte sich aber auch, dass es bis zum ersten Pflichtspiel der Saison noch allerhand zu tun gibt: Vor allem in Sachen Abstimmung gibt es noch Luft nach oben. Besonders deutlich wurde das gestern im ersten Spiel des Turniers gegen Science City Jena, in dem sich die Rockets mit 62:84 (38:45) geschlagen geben mussten.

„Natürlich können wir mit der Partie gegen Science City nicht zufrieden sein“, sagte Rockets-Coach Chris Ensminger. „Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir eine sehr junge Mannschaft mit zehn neuen Spielern haben – und gewisse Abstimmungsprozesse brauchen einfach Zeit. Hinzu kommt, dass wir auch hier gegen sehr starke Gegner angetreten sind. Im Spiel gegen Nymburk haben wir uns im Vergleich zu gestern deutlich gesteigert, lange Zeit ganz ordentlich gespielt und in der ersten Halbzeit sogar phasenweise zweistellig geführt.“
Apropos starke Gegner: Den Turniersieg sicherten sich die Gastgeber. Science City Jena triumphierte soeben im Finale gegen das BBL-Team der Basketball Löwen Braunschweig mit 83:79.

Science City Jena – Oettinger Rockets Gotha 84:62 (45:38)
Gotha: Riewer (17 Punkte), Lawson (8), Gomila (10), Völler (2), Guyton (5), DiLeo (11), Lodders, Johnson (2), Razis (5), Abdulkader (2), Dejworek

Oettinger Rockets Gotha – ČEZ Basketball Nymburk 79:88 (36:40)
Gotha: Gomila (8 Punkte), Johnson (7), Lawson (16), Riewer (11), DiLeo (4), Guyton (11), Razis (3), Völler (11), Lodders (8), Abdulkader, Dejworek (nicht eingesetzt)

Einmal Jenenser, immer Jenenser

Als er Jena verließ um in die Basketball-Welt hinauszugehen hieß der damalige Jenaer Cheftrainer noch Carl Woodard und es wurde in Lobeda-West um Regionalliga-Punkte gespielt. Den Zweitliga-Aufstieg 2001 erlebte er nach seinem Wechsel während der Saison 2000/2001 zu Alba Berlin nur noch aus der Ferne mit, feierte an der Spree jedoch schnell seine ersten Titel. Im Verlauf seiner erfolgreichen Karriere, die ihn über Köln, Groningen, Athen, Weißenfels und Quakenbrück führten, stieg er zwischenzeitlich bis zum Nationalspieler auf. Doch so ganz geht man eben aus Jena nie wirklich weg und so gehörte die jährliche Rückkehr in den Sommermonaten der letzten Jahre zum festen Ritual. Mit dieser Tradition brach er erstmalig in dieser Saison, aus gutem Grund. Science City freut sich, die Verpflichtung des Heimkehrers Guido Grünheid bekannt geben zu können. Mit der Vertragsunterzeichnung des 2,08m großen Routiniers schließt Science City die letzte verbliebene Lücke im Zweitliga-Kader der Saison 2015/2016.

„Es fühlt sich irgendwie seltsam an, ist schon etwas ganz besonderes. Ich habe ja noch viele Freunde hier, kenne noch viele Leute in Jena und war bisher immer nur in den Sommermonaten vor Ort. Vielleicht ist es auch deshalb noch etwas ungewohnt, da ich seit 15 Jahren zu diesem späten Zeitpunkt nicht mehr in Jena war. Insofern ist es auch mal ganz interessant zu sehen wie die Stadt im September oder Oktober aussieht“, sagt Heimkehrer Grünheid und muss lächeln. Viel zu lächeln sollen in dieser Saison auch die Jenaer Basketball-Fans haben. Der erneute Playoff-Einzug sowie schneller und attraktiver Sport sollen das Publikum in die Sparkassen-Arena nach Burgau locken. Dass mit Grünheid ein ehemaliger Sportgymnasiast sprichwörtlich „in den Schoß der Jenaer Basketball-Familie“ zurückkehrt hätte dabei wohl selbst ein Regisseur für einen Film mit „Happy End“ wohl kaum besser arrangieren können.

Eine wichtige Rolle als Triebfeder bei der Verpflichtung des Ex-Nationalspielers übernahm auch Jenas Coach Björn Harmsen. „Björn und ich standen über die letzten Jahre immer in engem Kontakt. Nachdem durch dem Erstliga-Rückzug der Artland Dragons nicht klar wie meine Zukunft aussieht haben wir uns zusammengesetzt und ein paar Optionen besprochen. Eine dieser Möglichkeiten hieß Science City. Deswegen habe ich auch den Trainingsauftakt mit Science City absolviert, wollte mich schließlich auch fit halten. In den letzten Tagen wurde es dann konkreter und so haben sich alle sehr bemüht, meine Verpflichtung möglich zu machen. So geht mein Dank in erster Linie an die Verantwortlichen, die zur Realisierung meiner Rückkehr beigetragen haben“, sagt Grünheid.
Auch Jenas Trainer Björn Harmsen freut sich auf Guido Grünheid, den er seit gemeinsamen Tagen an der Jenaer Sportschule kennt. „Guido ist ein Spieler der viel Qualität und noch mehr Erfahrung mitbringt. Er hat mit Berlin und Köln Meistertitel gefeiert, hat etliche Länderspiele für Deutschland bestritten und ist der mit Abstand erfolgreichste Jenaer Basketballer. Ich habe ihn ja selbst schon in Weißenfels trainiert und bin überglücklich, dass seine Verpflichtung tatsächlich realisiert werden konnte“, so Harmsen.

Guido Grünheid in Zahlen

Geburtstag: 25.10.1982
Geburtsort: Jena, Deutschland
Größe: 208 cm
Position: 4/5

bisherige Vereine

1997–2000 TuS Jena
2000–2004 Alba Berlin/TuS Lichterfelde
2002–2005 Alba Berlin
2005–2007 RheinEnergie Köln
2007–2008 Hanzevast Capital Groningen
2008 Köln 99ers
2008–2009 Egaleo AO Athen
2009–2011 Mitteldeutscher BC
2011-2015 Artland Dragons

Nationalmannschaft – 37 Länderspiele
Teilnahme an der Basketball-Weltmeisterschaft 2006 in Japan

Bereits zu den Köstritzer Baskets mit Kombi-Ticket

Unkomplizierte Verhandlungen haben es ermöglicht, dass die Jenaer Basketball-Fans bereits ab dem kommenden Wochenende zu dem Turnier der ‚Köstritzer Baskets‘ mit dem Kombi-Ticket fahren können. Die Baskets Jena und der Jenaer Nahverkehr haben am heutigen Mittwoch, 2. September 2015, eine neue Vereinbarung zum Kombi-Ticket unterschrieben. Für die gesamte kommende Saison gilt: Bei allen Spielen von Science City Jena in der Sparkassen-Arena kann die Eintrittskarte auch als Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr genutzt werden. Zusätzlich setzt der Jenaer Nahverkehr zu den Partien mit besonders vielen Zuschauern Sonderbahnen nach Spielende ein. Diese starten an der Haltestelle „Sparkassen-Arena“. Damit können die Science-City-Zuschauer mit ihrer Eintrittskarte die Busse und Straßenbahnen des Jenaer Nahverkehrs für die Fahrt in die Sparkassen-Arena und zurück nutzen.

„Wir sind unmittelbare Nachbarn und hatten auch schon während der Bauphase in Jena-Burgau miteinander zu tun. Seit der Eröffnung der Sparkassen-Arena konnten wir unseren Zuschauern das Kombi-Ticket anbieten. Insofern freuen wir uns, diese Partnerschaft verlängert zu haben und den Fans erneut einen Mehrwert für die Eintrittskarte anzubieten. Bei einer Kooperation wie der zwischen Science City und dem Jenaer Nahverkehr sollten am Ende des Tages beide Partner zufrieden sein. Das ist uns erneut gelungen und so freue ich mich, dass wir in Jena erneut diese Vorreiterrolle übernehmen dürfen und letztendlich unsere Fans und Zuschauer von diesen Service profitieren“, sagte Baskets Jena Geschäftsführer Lars Eberlein anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Ein Großteil unseres Spieljahres findet in den Herbst- und Wintermonaten statt und so sollte das Kombi-Ticket vor allem in den Monate mit Schnee oder Regen alte und neue Fans finden, die mit der Straßenbahn bis vor die Arena fahren können. Natürlich sollte man den ökologischen Aspekt von Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht vernachlässigen“, so Eberlein.

Insgesamt ist das Kombi-Ticket am jeweiligen Spieltag zwei Stunden vor dem Spielstart bis zwei Stunden nach Spielende gültig. Andreas Möller, Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs: „Das neue Kombi-Ticket erleichtert den Zugang zu unseren Verkehrsmitteln und gestaltet dadurch den Besuch der Sparkassen-Arena zu den Spielen von Science City noch komfortabler.“ Er freue sich, gemeinsam mit den Baskets Jena dieses Angebot an die Arena-Besucher auch mit zusätzlichen Sonderfahrten weitergeben zu können.

Das erste Mal genutzt werden kann der Kombi-Ticket-Bonus bereits kommendes Wochenende zum zweitägigen Saison-Vorbereitungsturnier „Köstritzer Baskets“. Dieses eröffnet das Team von Trainer Björn Harmsen am Samstag, den 5. September, 16.30 Uhr, mit dem ersten von hoffentlich möglichst vielen Thüringen-Derby-Siegen gegen die Rockets aus Gotha. Bisher wurden im Vorverkauf für das Basketball-Wochenende in der Sparkassen-Arena knapp 400 Tickets abgesetzt. Science City Jena rechnet im Verlauf der ‚Köstritzer Baskets‘ mit 1500 Besuchern. Während für Kurzentschlossene an der Tages- und Abendkasse Eintrittskarten für 6,- Euro (Tages-Ticket) und 10,- Euro (Wochenend-Ticket) erhältlich sein werden, herrscht an allen beiden Tagen in der Arena freie Platzwahl. Das sportliche Programm mit den beiden Halbfinal-Begegnungen zwischen Science City und den Rockets aus Gotha (Samstag, 16.30 Uhr) sowie Braunschweig gegen Nymburk (Samstag, 19.00 Uhr) wird durch ein buntes Rahmenprogramm aufgewertet.

Titanen deutlich bezwungen

Mit einem souverän herausgespielten 100:47-Sieg gegen den ProB-Ligisten der Dresden Titans unterstrich Science City Jena am Sonntagnachmittag seine starke Frühform. Die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen überzeugte über weite Teile der Partie mit schnellen und schönen Kombinationen, mannschaftsdienlichem Spiel sowie hoher Intensität in der Verteidigung. Erneut avancierte U18-Nationalspieler Lukas Wank mit 20 Punkten zu einem der besten Korbschützen der Begegnung. Während Georg Voigtmann ebenfalls 20 Zähler gelangen folgte Jenas US-Import Jelani Hewitt den beiden jungen deutschen Spielern mit 18 Punkten.

„Ich bin mit der Intensität der Jungs, mit der Atmosphäre allgemein sowie der Teamchemie sehr zufrieden“ konstatierte Jenas Coach Björn Harmsen nach dem deutlichen Sieg gegen die Gäste aus Sachsen. „Wir haben die Dinge an denen wir in den zurückliegenden Tagen gearbeitet haben ganz gut umgesetzt, haben viel rotiert, die jungen Akteure konnten viele Spielanteile erhalten und so musste kein einziger Spieler länger als 26 Minuten auf dem Parkett stehen. Ich denke, 24 Assists, 24 Ballgewinne bei nur 13 Ballverlusten sind sehr ordentliche Werte, auf die wir in den nächsten Einheiten aufbauen können. Die Mannschaft hat heute sehr gut gespielt, vor allem miteinander“, so Harmsen zufrieden.

Im Duell gegen den klassentieferen ProB-Ligisten machte Science City bereits im Startviertel Nägel mit Köpfen. Bis zur zehnten Minute bereits auf 24:14 enteilt, kam der Motor der Saalestädter im zweiten Abschnitt zwar kurzzeitig ins Stocken, nach dem 42:27-Halbzeitstand drehte Jena jedoch dafür umso energischer auf. Innerhalb von drei Minuten legten die Ostthüringer los wie die Feuerwehr, erspielten sich mit einem 13:0-Lauf eine komfortable 60:27-Führung (23.). Trotz des sich vergrößernden Vorsprungs blieb Science City bis zur Schlussminute bissig und aggressiv, ließ den kontinuierlich abbauenden Gästen aus Sachsen kaum Luft und vergrößerte die Führung bis zur 30.Minute weiter auf 71:38. Nach einem Dreier von Lukas Wank zum 98:47 sowie einen Korb durch Ermen Reyes-Napoles knackten Jenas Basketballer fast parallel mit der Schlusssirene die 100, fuhren in einem attraktiven Spiel den nie gefährdeten und auch in dieser Höhe verdienten Sieg ein. Zwei deutlich dickere Brocken warten bis Ende August auf Science City Jena. Während McElroy, Wendt und Co. am 27.August beim Erstligisten in Bayreuth antreten werden, bildet das Gastspiel beim Erstliga-Aufsteiger in Gießen am 31.08.2015 eine ebenso große Herausforderung.

SCJ: Wank 20 Punkte, Voigtmann 20, Hewitt 18, Clay 10, Rietschel 8, Reyes-Napoles 7, McElroy 6, Wendt 4, Cardenas 4, Bernard 3, Schneider