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Neuer hauptamtlicher Trainer bei den Farbenstädtern: Willkommen Philipp Stachula

Die Basketball-Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen begrüßt den ehemaligen ProA-Spieler als neuen Coach bei den „Giganten“.

Als die BAYER GIANTS vor rund zwei Monaten die Stelle als hauptamtlicher Nachwuchstrainer ausgeschrieben haben, war das Interesse groß. Dutzende Interessenten bewarben sich bei den Verantwortlichen, die die Qual der Wahl hatte. Nach vielen Gesprächen stand schließlich fest, dass Philipp Stachula den Arbeitsplatz als Coach bei den Rheinländern erhalten wird.

Der Name „Stachula“ wird einigen Basketballfans sicherlich etwas sagen. Der 34-Jährige schnürte als Aktiver die Sneakers u.a. für die NINERS Chemnitz, deren Kapitän er war, oder die Uni Baskets Paderborn. Insgesamt lief er in der ProA in 141 Begegnungen auf. Früh war Philipp klar, dass er nach seiner Karriere als Coach arbeiten möchte. Er startete 2015 in Dortmund beim TV Barop als Headcoach der U18, wurde 2016 Cheftrainer der JBBL der Metropol Baskets und Assistenztrainer bei den ETB Wohnbau Baskets Essen in der ProB, bevor er den Verein in Richtung Bonn im Jahr 2019 verließ. Bei den früheren Bundeshauptstädtern übernahm Stachula den Trainerposten als hauptverantwortlicher Übungsleiter des Team Bonn/Rhöndorf in der NBBL und war zudem für die Geschicke der Telekom Baskets Bonn lll in der Oberliga verantwortlich. Nach der Saison 2021/22 war der angehende A-Lizenz Trainer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und da stach ihm die ausgeschriebene Stelle der GIANTS sofort ins Auge: „Natürlich habe ich die Entwicklung in Leverkusen in den vergangenen Jahren wahrgenommen. Es ist sehr spannend, was dort passiert“, erzählt Stachula. „Mich hat sofort das Interesse gepackt, denn die Entwicklung vor Ort wird kontinuierlich vorangetrieben und der Erfolg gibt den verantwortlichen Personen Recht.“ Die Gespräche mit dem Klub beschreibt der gebürtig aus Warthenau, Polen stammende Basketballlehrer als angenehm: „Mir wurde schnell deutlich, dass es zwischen mir und dem Verein passt. Die Perspektive, welche mir vermittelt wurde, hat einen guten Eindruck hinterlassen, und ich hatte das Gefühl, dass ich dem TSV auch vieles geben kann.“

Hauptsächlich soll Stachula bei den „Riesen vom Rhein“ das Coaching der Herren lll in der Oberliga übernehmen. Für BAYER eine wichtige Plattform, schließlich soll das Team künftig hauptsächlich aus Spielern der NBBL bestehen. Des Weiteren wird Philipp Perspektivspieler im Individualtraining betreuen und GIANTS-Trainer Hansi Gnad als weiterer Assistenztrainer supporten.Geschäftsführer Henrik Fronda begründet die Entscheidung zu Gunsten Stachula wie folgt: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir einen erfahrenen und engagierten Trainer wie Phil Stachula für unser Programm gewinnen konnten. Schnell hat sich gezeigt, dass es zwischenmenschlich passt. Mit seinem Profil können wir eine Position bei den GIANTS schaffen, um die Anschlussförderung zwischen Leistungsnachwuchs und den Profis noch besser zu gewährleisten. Zudem wird Philipp mit seiner Erfahrung auch die Coaches Hansi Gnad und Jacques Schneider entlasten.“

Xavier Bishop komplettiert Team des Rekordmeisters für 2022/23

Die BAYER GIANTS Leverkusen verpflichten mit Xavier Bishop ihren dritten Import und vervollständigen damit ihren Kader für die bevorstehende Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Den Verantwortlichen der „Giganten“ wurde es zuletzt auf dem Spielermarkt nicht leicht gemacht. Eigentlich war man sich mit einem Akteur für die Aufbauposition schon vor Wochen einig, doch schlussendlich sorgten Terminschwierigkeiten auf Seiten des Spielers für eine Absage durch die GIANTS. Es galt also für das Trainerduo Hansi Gnad und Jacques Schneider einen neuen „Einser“ zu finden: „Das hat einiges in unseren Planungen durcheinandergewirbelt“, erklärt Gnad mit ernster Miene. „Jetzt sind wir aber froh, dass wir den richtigen Spieler für den Aufbau gefunden haben.“

Bishop, geboren am 11. Oktober 1997 in Springfield, Illinois (USA) kommt von der Montana State University (NCAA l) an den Rhein und unterschreibt einen Vertrag für die Spielzeit 2022/23. Einigen BAYER-Fans wird jetzt sicherlich ein Licht aufgehen, denn Xavier spielte in den vergangenen beiden Spielzeiten zusammen mit Neu-GIANT Abdul Mohamed für die „Bobcats“ in der Big Sky Conference. Beide waren maßgeblich am Einzug der Universität in das NCAA-Tournament 2022 beteiligt. Vor allem wusste Bishop mit starken Mittelwerten von 13,9 Punkten und 4,2 Assists pro Begegnung in 2021/22 zu überzeugen. Der verdiente Lohn einer großartigen Saison war schließlich die Wahl zum MVP der Big Sky Conference. Schon im Jahr zuvor machte der 1,73 Meter große Guard mit ähnlich guten Zahlen auf sich aufmerksam (13,9 Zähler und 3,9 Assists pro Partie).
Seine Zeit in der NCAA startete bereits 2016/17 mit einem Engagement an der University of Missouri-Kansas City, welche ebenfalls in der ersten Division an den Start ging. Schon als „Freshman“ (1. Jahr) bekam der pfeilschnelle Aufbau das Vertrauen seines Coaches und stand im Durchschnitt 17 Minuten pro Spiel auf dem Feld. Seine Zahlen wurden in der Folge immer besser und gingen in seiner Saison als Junior (3. Jahr) durch die Decke: Mit 15,4 Punkten pro Begegnung war er der beste Scorer der „Kangaroos“. Doch Bishop wollte mehr, denn der Teamerfolg in Missouri blieb aus und so kam es zum Wechsel des US-Amerikaners an die Montana State University.

Nun ist der Linkshänder in Leverkusen gelandet und Headcoach Hansi Gnad sieht in ihm genau das Puzzleteil, welches bei der Kaderzusammenstellung noch gefehlt hat: „Nachdem sich die Verpflichtung mit unserem Spieler, mit dem wir vor etwa drei Wochen einen Vertrag unterschrieben hatten, zerschlagen hat, haben Jacques und ich viel Arbeit gehabt. Nach einer Vielzahl von gesichteten Videos und Telefonaten mit Talenten, sind wir dann auf Xavier gestoßen. Ich habe mich natürlich auch bei Abdul über ihn informiert und der wusste nur Positives über ihn zu berichten. Im persönlichen Gespräch mit Xavier hat sich dieser Eindruck bei mir verfestigt. Wir haben ihm unsere Situation und seine Rolle im Team geschildert und schlussendlich hat es gepasst. Bishop hat an der Uni sehr gute Zahlen aufgelegt, weiß mit seiner Schnelligkeit zu überzeugen und verfügt über Spielwitz. Ich glaube, die Zuschauer werden großen Spaß haben ihm zuzuschauen.“ Der neue Guard freut sich ebenfalls auf sein Debüt als professioneller Basketballer in Europa: „Ich bin sehr aufgeregt und glücklich, dass die GIANTS mir die Möglichkeit geben, als Profi aufzulaufen. Der Klub hat eine unglaublich erfolgreiche Historie und hat in den vergangenen Jahren stark aufgespielt. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass sich Leverkusen auch 2022/23 im oberen Bereich der Tabelle festsetzt. Ich habe viele Gespräche mit Freunden geführt und habe nur positive Sachen über Verein und Coach gehört. Es ist einfach nur toll, dass ich auch mit Abdul zusammenspielen kann. Das vereinfacht einiges.“

Damit ist der Kader 2022/23 komplett. Neben den bereits 15 Akteuren in der Mannschaft wird auch der niederländische U18-Nationalspieler Stef Van Bussel im Trainingskader stehen und Erfahrung sammeln: „Wir wollen ihn fördern und freuen uns, dass wir einen weiteren großen Spieler mit 2,08 Meter in unseren Reihen haben“, erläutert Co-Trainer Jacques Schneider den Move.

Ein „Freshman“ für BAYER – Melik Martin wechselt in die Farbenstadt

Der US-Amerikaner ist der siebte Neuzugang der BAYER GIANTS Leverkusen für die Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und komplettiert die Flügelrotation.

So langsam aber sicher befinden sich die Verantwortlichen auf der Zielgeraden, was den Kader für die bevorstehende Spielzeit betrifft. Dabei musste das BAYER-Trainerduo Hansi Gnad und Jacques Schneider unzählige Videos und Scoutingreports sichten, um die richtigen Spieler zu finden. Vor allem auf den Importpositionen erhält der Klub eine immense Anzahl an Bewerbungen, welche über Agenten aus der ganzen Welt angeboten werden. Nun konnte man aber auf Flügelposition Nägel mit Köpfen machen und Melik Martin verpflichten. Er ist der insgesamt 14. Akteur in Reihen des Rekordmeisters für die Spielzeit 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Der US-Amerikaner lief in der Saison 2021/22 noch für die Drexel University in der NCAA l auf und war einer der Aktivposten der „Dragons“. Mit durchschnittlich 10,6 Punkten pro Spiel war Martin der drittbeste Scorer seiner Farben und zeichnete sich aber auch, trotz seiner Körpergröße von „nur“ 1,98 Meter, als guter Rebounder aus (5,3 RpS). In seinen Einsätzen präsentierte sich der gebürtig aus York, Pennsylvania, stammende Forward auch als bissiger Verteidiger. In seinen letzten drei Jahren in der NCAA kam Melik immer auf mindestens einen Steal pro Begegnung und bewies seine Qualitäten als „Kettenhund“.

Vor seiner Saison an der Drexel University war Martin vier Jahre Teil der Monmouth Hawks (Monmouth University – NCAA l). Auch für die Hochschule in West Long Beach, New Jersey, war der Flügelspieler als brandgefährlicher Scorer unterwegs, für die er mit durchschnittlich 12,1 Zählern pro Partie in 2020/21 zu überzeugen wusste. Die GIANTS-Fans erwartet also eine im Angriff, wie in der Defensive, engagierte Neuverpflichtung: „Melik wird bei uns vorrangig als Dreier und Vierer zum Einsatz kommen. Ähnlich wie Abdul Mohamed verfügt er über das komplette Paket an Basketballskills“, beschreibt Trainer Hansi Gnad seinen Neuzugang. „Martin ist ein guter Athlet, verfügt über einen stabilen Wurf von Downtown und hat sich auch als starker Verteidiger hervorgetan, was seine Stats widerspiegeln. Von der Mentalität her wird er gut bei uns reinpassen, weil er ein Spieler ist, der stets 100 Prozent auf dem Feld gibt und mannschaftsdienlich auftritt. Wir freuen uns sehr darauf, dass wir einem ähnlich talentierten Spieler aus den USA, wie zuvor Abdul, eine Chance geben können, auf diesem hohen Niveau in der ProA zu spielen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er sich in seiner neuen Umgebung schnell zurechtfinden wird.“ Auch der 22-Jährige freut sich auf sein neues Team: „Ich bin sehr froh, dass ich bei einem Verein wie den BAYER GIANTS die Möglichkeit erhalte, meine Profikarriere in Übersee zu starten. Der Klub hat in der Vergangenheit viele Erfolge feiern können und ich möchte unbedingt meinen Teil dazu beitragen, dass Leverkusen auch in Zukunft viele Siege feiern wird. Ich habe mit einigen Spielern gesprochen, die bereits in Deutschland aufgelaufen sind, und ich freue mich darauf die Kultur des Landes kennenzulernen.“

„El Capitano“ verlängert bis 2025: Heinzmann bleibt bei BAYER!

Der Publikumsliebling der BAYER GIANTS Leverkusen bleibt Teil des Rekordmeisters: Dennis Heinzmann hat sein Arbeitspapier um drei weitere Spielzeiten bis 2025 verlängert und geht weiter für die „Giganten“ auf Korbjagd.

Wenn Dennis Heinzmann vor einem Heimspiel die Ostermann-Arena betritt, ist bei allen Anwesenden gute Laune vorprogrammiert. Der sympathische Brettspieler geht durch die Halle, begrüßt Helfer und Verantwortlichen stets mit einem breiten Grinsen und hat für jeden ein nettes Wort parat. Das sorgt für Verbundenheit, denn über den 2,16 Meter großen „Giganten“ kann man wirklich nichts Negatives berichten. Doch wenn Dennis kurz vor Spielbeginn im „Tunnel“ ist, wird er ernst. Der 31-Jährige lässt sich von keinem aus der Ruhe bringen und wenn das Spiel läuft, ist er sowieso nicht mehr aufzuhalten. Sobald er in Nähe des gegnerischen Korbs den Ball in den Händen hält, darf man davon ausgehen, dass Heinzmann es ordentlich krachen lässt. Dann ist die Stimmung an der Bismarckstraße nach seinen oftmals spektakulären Dunks im Eskalationsmodus.

Man könnte sicherlich noch viel mehr über das Spiel des gebürtigen Ratingers erzählen, doch viel wichtiger ist die Information, dass Dennis seinen auslaufenden Vertrag bei den BAYER GIANTS bis 2025 verlängert hat. Tolle Neuigkeiten, über die sich der Center ebenfalls freut: „Ich habe mich für drei weitere Spielzeiten an die GIANTS gebunden, weil Leverkusen meine letzte Station als Profisportler sein wird, das steht für mich fest. Der gesamte Verein, seien es die Verantwortlichen, Coaches oder auch Helfer, haben mir unglaublich viel gegeben. Bis hierher haben wir so viel zusammen erreicht und ein ganz großes Ziel haben wir alle vor Augen, nämlich die BBL anzugreifen. Für mich stand schon länger fest, dass ich einen langfristigen Vertrag unterschreiben möchte. Die ambitionierte Ausrichtung des Klubs hat dafür gesorgt, dass dies möglich ist. So habe ich auch Nägel mit Köpfen gemacht und habe diesen Plan in die Tat umgesetzt. Ich persönlich freue mich sehr über die bevorstehende Zeit und danke dem Verein für die sehr vertrauensvollen Gespräche auf Augenhöhe.“

Mit einer großen Portion Begeisterung blickt Dennis auf die neue Saison 2022/23. Der Kader, der aktuell 13 Spieler umfasst, sagt dem langjährigen GIANT ebenfalls zu: „Ich glaube, dass wir Stand jetzt auf einen tiefen und talentierten Kader zurückgreifen können. Allein die Rückkehr von Haris, der als ProA-MVP nach einem Jahr in Göttingen als eine Art „verlorener Sohn“ wieder zurück nach Leverkusen kommt, sagt eine Menge über die Ambitionen des Vereins aus. Wir verfügen über BBL-Erfahrung und junge Talente, die uns bereichern werden. Der Mix in der Truppe stimmt also und auch zwischenmenschlich haben die Jungs, die ich bereits kennenlernen durfte, eine Menge auf dem Kasten. Genau das hat uns in den letzten Jahren ausgezeichnet und darauf haben Hansi und Jacques sowieso immer besonders großen Wert gelegt. Wir wollen einmal mehr als Team zeigen, wie schön der Basketballsport ist.“ Das Ziel ist demnach klar: „Mit anständigen Teambasketball wollen wir die Erfolge der vergangenen Jahre bestätigen, am liebsten natürlich wiederholen“, so der Center. „Dafür werde ich in diesem Sommer hart arbeiten und natürlich auch in den nächsten drei Spielzeiten. Ich werde alles dafür tun, dass unsere tollen Fans viele Siege in der Ostermann-Arena zu sehen bekommen.“

Die Reise im BAYER-Dress geht für Heinzmann nach bis dato 176 Partien für die Leverkusener Korbjäger weiter. Den Einsatz des Mannschaftskapitäns weiß auch Assistenztrainer Jacques Schneider zu schätzen: „Dennis kann sicherlich als unser Fels in der Brandung, die absolute Konstante in unserem Kader angesehen werden. Nicht nur, dass er das Gesicht der BAYER GIANTS Leverkusen nach außen ist, er hat auch großen Anteil an unserem sportlichen Erfolg gehabt. Einen Center wie ihn gibt es in der BARMER 2. Basketball Bundesliga nur einmal und meiner Meinung nach beschützt keiner den eigenen Ring in der Liga so gut wie er.  So jemanden in der Verteidigung zu haben, ist extrem wertvoll. Auch in der Offensive hat er sich in den vergangenen Jahren unheimlich weiterentwickelt. Er hat sein Repertoire an Bewegungen in Brettnähe Saison für Saison erweitert und strahlt so stets Gefahr aus. Über ihn als Typen müssen wir nicht viele Worte verlieren. Für die Kabine ist Dennis unheimlich wichtig, da er mit seiner Emotionalität und Einstellung die Mannschaft mitreißen kann. Ich bin sehr glücklich, dass Dennis Heinzmann drei weitere Jahre das Trikot des Rekordmeisters tragen wird.“

Die Suche nach den passenden Importspielern läuft derweil weiter. Mit einem Akteur auf der Flügelposition ist man sich weitgehend einig: „Es sind nur noch wenige Details zu klären und wir hoffen, dass wir bald Vollzug melden können“, gibt sich Geschäftsführer Henrik Fronda zuversichtlich. Des Weiteren möchten die Verantwortlichen auf der Guard-Position ebenfalls auf einen Importspieler setzen. Es gilt also die Social Media-Kanäle und Homepage des Vereins genaustens im Auge zu behalten.

Der erste Importspieler: Abdul Mohamed wechselt an den Rhein

Mit dem Kanadier verpflichten die BAYER GIANTS Leverkusen ihren ersten ausländischen Spieler für die neue Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Lange haben die Verantwortlichen Ausschau gehalten, jetzt ist es endlich offiziell: Der Deutsche Rekordmeister hat mit Abdul Mohamed seinen ersten Spieler für einen Importspot verpflichtet. Der gebürtig aus der kanadischen Hauptstadt Ottawa stammende Flügelspieler wechselt von Montreal Alliance (CEBL, Kanada) ins Rheinland und hat eine interessante Hochschulkarriere in der NCAA erlebt.

Im Sommer 2015 wechselte Mohamed aus Kanada an das Gillette College, welches in der NJCAA I (die erste Division für Juniorcolleges) an den Start geht. Dort wurde der vielseitige Flügelspieler zu einer wichtigen Figur im Spiel der „Pronghorns“, für welche er in seiner zweiten Saison 2016/17 pro Spiel gute 12,9 Punkte auflegte und 5,8 Rebounds abgriff. Diese positiven Leistungen blieben der breiten Basketballöffentlichkeit nicht lange verborgen und so wechselte Abdul an die University of North Texas (NCAA l). Aufgrund seines Wechsels an eine andere Hochschule musste Mohamed die Saison 2018/19 aussetzen, bevor er im Herbst 2019 endlich wieder dem orangenen Leder nachjagen durfte. Doch seine Spielanteile im Jersey der „Mean Green“ waren nicht zufriedenstellend (etwa fünf Minuten pro Begegnung) und so nutzte der 2,01 Meter große Forward die Corona-Unterbrechung und heuerte bei der Montana State University (NCAA I) an. Bei den „Bobcats“ im Norden der USA lief es sehr viel besser für den heute 26-Jährigen, der seine Statistiken deutlich verbesserte. In seinem Abschlussjahr etablierte sich Mohamed nicht nur als guter Rebounder (6,5 Rebounds pro Spiel), sondern traf auch den Dreier hochprozentig (44,4 Prozent – 32 Treffer bei insgesamt 72 Versuchen). Erstmalig nach 26 Jahren zogen die Bobcats gar in das NCAA-Turnier um die Hochschulmeisterschaft ein, dort hatte man aber gegen Texas Tech in der ersten Runde mit 62:97 deutlich das Nachsehen. Mit einem Punktedurchschnitt von 7,6 Zählern pro Partie endete Abduls Zeit in der NCAA.
Seit Mai 2022 läuft „AM“ in der ersten kanadischen Liga, der CEBL, für Montreal Alliance auf. Bis dato kam der Forward auf sechs Einsätze und markierte 1,7 Zähler pro Spielrunde.

Nun wechselt der Kanadier nach Leverkusen und sein neuer Übungsleiter Hansi Gnad freut sich auf die Ankunft seines Schützlings: „Es ist toll, dass sich Abdul für unser Programm entschieden hat, denn er verfügt über große Qualitäten. Mohamed ist bei uns als variabler Dreier und Vierer eingeplant, der so ziemlich alles auf dem Feld beherrscht. Sein Wurf ist solide, er ist ein engagierter Verteidiger und weiß, wie man Rebounds abgreift. Am Ende hat uns das Gesamtpaket des Spielers überzeugt, der trotz seines jungen Alters Ruhe auf dem Parkett ausstrahlt. Er ist kein Hitzkopf, sondern ein Spieler, der überlegt auftritt. Wir freuen uns sehr.“ Gnad weiß, dass die Erwartungen an einen Importspieler immer etwas höher sind als bei einheimischen Akteuren: „Das liegt in der Natur der Sache, aber man darf nicht vergessen, dass Abdul zum ersten Mal in Europa sein wird und zwar ohne seine Familie. Wir wollen ihm als jungen Spieler eine Chance bei uns verschaffen und sind uns sicher, dass er unserer Mannschaft seinen Stempel aufdrücken kann. Er muss allerdings erst einmal in seine neue Aufgabe hineinwachsen. Wir würden uns freuen, wenn das gesamte Leverkusener Basketballumfeld unseren Neuzugang supportet.“ Abdul Mohamed ist hochmotiviert und strotz nur vor Selbstbewusstsein: „Die BAYER GIANTS verfügen über eine große Basketball-Tradition in Deutschland und ich freue mich, dass ich meine ersten Schritte im europäischen Basketball bei einem so etablierten Klub machen darf“, sagt der 26-Jährige. „Es war eine einfache Entscheidung für mich in Leverkusen anzuheuern, schließlich waren die GIANTS in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich und ich möchte auf einem möglichst hohen Niveau spielen.“

Mit Abdul Mohamed hat der 12. Akteur für 2022/23 zugesagt. Und wie geht es weiter? „Die Gespräche mit weiteren Spielern aus Übersee laufen und wir sind zuversichtlich, dass wir bald Vollzug vermelden können“, so Gnad. „Wir sind schon weit in der Endphase der Kaderplanung angelangt.“

Der Kader füllt sich weiter

Die BAYER GIANTS Leverkusen treiben ihre Kaderplanung weiter voran und können mit Thomas Fankhauser, Justin Gnad und Lennart Litera drei Akteure aus dem Vorjahr für die Spielzeit 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA an sich binden. Damit führen die Verantwortlichen ihren Weg der Förderung junger Talente konsequent fort. Vorrangig werden die Jungs in der zweiten Mannschaft des TSV Bayer 04 Leverkusen in der 1. Regionalliga West auflaufen.

Der erfahrenste der drei Spieler ist auf ProA-Niveau sicherlich Thomas Fankhauser, der seit Sommer 2019 das Trikot des 14-maligen Deutschen Meisters trägt. Der Flügelspieler wechselte damals aus Köln nach Leverkusen und hat seitdem große Schritte in seiner Entwicklung gemacht. Trotz einiger verletzungsbedingter Rückschläge hat sich Fankhauser nie unterkriegen lassen und konnte für einige Highlights im Dress der GIANTS sorgen. Unvergessen ist sein „And-One“ in der Saison 2020/21 gegen die PS Karlsruhe LIONS, der die BAYER-Bank zum Jubeln brachte. Seit seiner Ankunft an der Bismarckstraße kann der 20-Jährige auf 18 Einsätze in der zweiten Liga zurückblicken: „Thomas gehört nun schon seit einigen Jahren zum festen Inventar des Teams und es ist schön, dass er weiter für uns spielen wird.“, sagt Coach Hansi Gnad. „Er weiß wie das Training abläuft, kennt die Protagonisten im Klub und hat sich in den vergangenen Spielzeiten trotz Verletzungsausfällen stets weiterentwickelt. Vor allem in der zweiten Mannschaft hat er Verantwortung übernommen und gehört dort zu den Leistungsträgern. Ich bin zuversichtlich,  dass er trotz seines Studiums weiter hart an sich arbeiten wird.“

Was Gnad, Litera und Fankhauser verbindet ist ihr Wert für die Zweitvertretung des TSV in der 1. Regionalliga West. Hier ist vor allem Justin Gnad als wichtige Stütze in Erinnerung geblieben der, wenn einmal „heiß gelaufen“, nur schwer zu stoppen ist. Der Forward ist ein brandgefährlicher Scorer (10,3 Punkte pro Spiel), welcher von „Downtown“ hochprozentig trifft und mit seiner Physis zu überzeugen weiß. Für seinen Vater der verdiente Lohn harter Arbeit: „Justin hat immer ausgeholfen, wenn bei uns Not am Mann war“, erzählt Gnad. „In der Herren ll hat er gute Leistungen gezeigt und sich die Chance in der ProA hart erarbeitet. Er hat gezeigt, dass es möglich ist mit hohem Arbeitsaufwand den Schritt von der zweiten in die erste Mannschaft zu gehen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich sein Papa bin. Es ist eine Auszeichnung für seinen Eifer, den er an den Tag legt.“

Lennart Litera hat sich in der NBBL seine Sporen verdient und hat in der Rotation der „Zwoten“ einen großen Stellenwert eingenommen. Im Durchschnitt markierte Lennart in der 1.RLW 2021/22 5,6 Zähler pro Partie. 2022/23 wird der Guard auch wieder in der NBBL auflaufen. Für die U19-GIANTS war er einer der wichtigsten Scorer und überragte u.a. beim Sieg über die Hamburg Towers mit 25 Punkten, fünf Steals und vier Rebounds. Sein Coach Jacques Schneider weiß also bestens, was sein Schützling zu leisten vermag: „Lennart hat im letzten Jahr seine Leistungen konstant gesteigert und war einer der Leistungsträger der NBBL mit einigen sehr sehenswerten Highlights. Auch in der 1. Regionalliga West ist er von Spieltag zu Spieltag besser geworden und hat spürbar mehr Verantwortung übernommen. In der neuen Saison muss er körperlich den Schritt vom NBBL-Spieler zum Profi machen. Das traue ich Lennart zu, denn er ist sehr fleißig und wird von Spielern wie Haris Hujic im ProA-Training viel lernen.“

„Giganten“ verabschieden junges Trio

Lennard Winter, Nico Funk und Nino Vrencken werden in der neuen Saison nicht mehr für die BAYER GIANTS Leverkusen auf dem Feld stehen.

Gleich drei Abgänge auf einen Schlag müssen die „Riesen vom Rhein“ vermelden. Während sich Lennard Winter und Nico Funk einem Klub in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB anschließen, wechselt Nino Vrencken zu den Spirou Baskets nach Charleroi (1. Liga Belgien).

Vor allem Lennard Winter war in jüngerer Vergangenheit ein wichtiger Bestandteil der BAYER GIANTS. 2018 wechselte der Guard von der Zweitvertretung des FC Bayern Basketball an den Rhein und erhielt bei den Farbenstädtern, trotz seiner damals erst 18 Jahren, Spielzeit in der ProB. In insgesamt 27 Einsätzen wusste der Aufbauspieler mit durchschnittlich 3,1 Punkten pro Spiel zu überzeugen und feierte mit Leverkusen am Ende der Saison den Titelgewinn in der ProB. Auch in der ProA vertraute Coach Hansi Gnad seinem Schützling und so stand Lennard bis zum Abbruch der Saison durch die COVID19-Pandemie in 18 Partien auf dem Parkett (3,4 PpS bei durchschnittlich 10 Minuten Spielzeit). Doch dann verfolgte Winter das Verletzungspech und so musste der gebürtige Münchener immer wieder aufgrund verschiedener Blessuren aussetzen. 2020/21 langte es lediglich zu zwei Einsätzen. Zwar lief es in der gerade abgelaufenen Spielzeit deutlich besser (in 22 Partien eingesetzt), allerdings musste „Lenny“ zwischenzeitlich drei Monate pausieren. Sein bestes Saisonspiel 21/22 lieferte er beim wichtigen Playoffplatzierungs-Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn am 34. Spieltag ab, als er beim 102:85-Erfolg über die Ostwestfalen 14 Punkte beisteuern konnte. Lennard Winter fiel der Abschied sichtlich schwer: „Die vier Jahre waren von vielen Erfolgen geprägt und ich verlasse Leverkusen mit einem weinenden Auge. Ich habe seit 2018 viel von meinen Coaches gelernt und mit tollen Spielern auf dem Parkett gestanden. Des Weiteren möchte ich mich auch bei den Helfern im Verein bedanken, die immer hilfsbereit waren. Jetzt freue ich mich aber auf meine neue Aufgabe!“

Auch Nico Funk war ein wichtiger Bestandteil der „GIANTS-Identität“. Im Sommer 2020 aus Münster gekommen, sollte Nico vor allem Verantwortung in der Zweitvertretung übernehmen. Doch die Corona-Pandemie machte dem heute 21-Jährigen einen Strich durch die Rechnung und so versuchte er sich in der ersten Mannschaft zu empfehlen. Dort bekam er seine Chance und verteilte am 7. Spieltag der ProA-Saison 2020/21 beim 97:82-Sieg über das TEAM EHINGEN URSPRING stolze acht Korbvorlagen in 11 Minuten. Am Ende standen für Funk in der zweithöchsten deutschen Spielklasse neun Einsätze zu Buche. Besser lief es dann für ihn in 21/22, wo der Guard zum absoluten Führungsspieler der zweiten Mannschaft heranreifte. Mit überragenden 14,2 Zählern pro Spiel war er zweitbester Scorer des TSV Bayer 04 ll, die im Playoff-Viertelfinale in der 1. Regionalliga West an den BSV Münsterland Baskets Wulfen scheiterten: „Ich möchte mich bei den Coaches, Mitspielern und allen Helfern im Verein für die Unterstützung bedanken“, sagt Funk. „Die Zeit in Leverkusen war etwas ganz Besonderes für mich und die beiden Jahre haben mich ohne Zweifel weitergebracht. Jetzt freue ich mich auf eine neue Herausforderung.“

„Last but not least“ ist Nino Vrencken, der im Juni 2021 den GIANTS seine Zusage gab und mit Erstligaerfahrung aus den Niederlanden (Limburg) an die Bismarckstraße wechselte. Der U18-Nationalspieler der „Oranje“ sollte bei BAYER vornehmlich Minuten in der NBBL und 2. Mannschaft sammeln, was er auch zur Genüge tat. Für BAYER ll lief Nino in 17 Spielen auf und markierte 6,4 Zähler pro Partie. Für die YOUNG GIANTS war Vrencken noch wichtiger und war mit Mittelwerten von 15,9 Punkten und 3,6 Rebounds pro Spiel mitentscheidend für den Playoff-Run seiner Mannschaft ins Viertelfinale. Dort scheiterte man am späteren U19-Meister ALBA Berlin mit 0:2.

GIANTS-Headcoach Hansi Gnad über den Abgang von…

…Lennard Winter: „Lennard hat auf dem Feld immer alles gegeben und gezeigt, dass er über das Niveau verfügt in der ProA zu spielen. In den letzten beiden Jahren hatte er immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Umso beeindruckender war es, wie er nach seinen Zwangsauszeiten stets zurückgekommen ist. Er hat klare Ansprüche an seine Rolle und Minuten für die kommende Saison gestellt und diese konnten wir ihm nicht erfüllen. Dennoch hoffe ich, dass er gesund bleibt und eine tolle Spielzeit in 22/23 in der ProB absolviert. Das Talent hat er ohne Zweifel!“

…Nico Funk: „Wir hätten Nico gerne behalten, doch sein neuer Klub hat ihm eine gute Rolle in der ProB versprochen. Für ihn ist es der nächste Schritt in seiner sportlichen Entwicklung, den ich ihm auch zutraue. Ich finde es schade, dass er geht und lasse ihn mit einem weinenden Auge ziehen. Er hätte uns in der neuen Saison gutgetan und vor allem der Herren ll in der 1. Regionalliga West als Führungsspieler helfen können. Ich hoffe, dass er ohne Verletzungen die Spielzeit durchläuft.“

…Nino Vrencken: „Nino hat einen tollen Zweijahresvertrag in Charleroi erhalten, bei dem er auch mehr verdienen wird als es bei uns der Fall gewesen wäre. Auch ihn hätten wir gerne in unserem Programm in 22/23 wiedergesehen. Ich hätte ihm den nächsten Step bei uns zugetraut, aber so ist leider das Geschäft. Nino ist ein toller Kerl, der einen feinen Charakter hat und deshalb wünsche ich auch ihm nur das Beste.“

Matthew Meredith komplettiert deutsche Neuzugänge

Die BAYER GIANTS Leverkusen können mit Matthew Meredith ihren insgesamt fünften Neuzugang für die Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA vorstellen.Bereits vier Spieler mit BBL-Erfahrung konnten die „Riesen vom Rhein“ in diesem Sommer verpflichten und auch der fünfte Neuzugang für 22/23 war bereits in der Eliteklasse des deutschen Basketballs unterwegs. Der Deutsch-Amerikaner Matthew Meredith wechselte im Sommer 2020 von den Nürnberg Falcons BC, bei denen er im Alter von 15 Jahren sein Debüt in der ProA gab, zu den Fraport Skyliners nach Frankfurt. Bei den Hessen sammelte der variable Flügelspieler erste Minuten in den Arenen der easyCredit-BBL. Seine bis heute einzigen Zähler in der ersten Liga erzielte er am 28.09.2021, als er bei der 63:101-Niederlage gegen den amtierenden Meister, ALBA Berlin, einen Dreier markieren konnte. Insgesamt lief Matthew achtmal in der Bundesliga auf. Vor allem aber zeichnete sich Meredith in der ProB als überragender Akteur aus.

Für die Zweitvertretung der Frankfurter Korbjäger war Matthew in seinen beiden Jahren in „Mainhatten“ unverzichtbar. In der Saison 2020/21, im zarten Alter von 21 Jahren erzielte der Forward durchschnittlich 10,7 Punkte und griff 4,3 Rebounds pro Partie ab. Hier deutete der in Renton, Washington (USA) geborene Basketballer sein großes Potenzial an, doch in der gerade abgelaufenen Spielzeit war „Matt“ noch sehr viel stärker in der drittstärksten Liga der Republik unterwegs. In der Hauptrunde der ProB kam Meredith in 15 Begegnungen zum Einsatz und markierte sensationelle 19,0 Zähler pro Partie. Er war damit im Durchschnitt der beste U22-Scorer der Spielklasse. Des Weiteren konnte er in neun Partien 20 oder mehr Punkte sammeln. Doch trotz dieser guten individuellen Leistung konnten die Fraport Skyliners Juniors erst in den Playdowns den Klassenerhalt realisieren.Nun wechselt Meredith zu den BAYER GIANTS an den Rhein und unterschreibt einen Vertrag bis 2024. In Leverkusen blickt er neuen Möglichkeiten entgegen: „Hansi Gnad und Jacques Schneider haben mich in den Gesprächen mit ihrer Philosophie überzeugen können. Ich möchte mich bei den GIANTS zu einem guten ProA-Spieler entwickeln und das Team dabei unterstützten, weitere große Erfolge einzufahren. Natürlich habe ich auch die positiven Ergebnisse des Klubs in den vergangenen zwei, drei Jahren mitbekommen und sowas hinterlässt einen guten Eindruck. Alles in allem bin ich fest davon überzeugt, dass ich in den kommenden zwei Jahren bei BAYER einen weiteren Schritt in meiner Entwicklung machen werde. Ich freue mich auf meine Teamkollegen, die Fans und alle Helfer in und um den Verein.“

Sein neuer Trainer, GIANTS-Headcoach Hansi Gnad, sieht in Meredith genau das richtige Puzzleteil was den neuen Kader 22/23 angeht: „Wir hatten Matt bereits im Sommer 2021 auf dem Zettel und freuen uns sehr darüber, dass wir ihn nun verpflichten konnten. In der ProB hat er bemerkenswerte Zahlen aufgelegt und sich als cleverer, flexibler Spieler präsentiert. Trotz seiner erst 22 Jahren ist er erfahren und dazu sehr ambitioniert. Er wird bei uns auf dem Flügel die Minuten erhalten, um sich auch in der ProA zu beweisen. Ich bin mir sicher, dass er sich in Leverkusen gut zurechtfinden wird.“

Matthew Meredith ist der letzte deutsche Neuzugang für die bevorstehende Saison. Mit Akteuren aus dem Vorjahr sind die Gespräche auf der Zielgeraden und auch in Sachen „Importspieler“ gibt es bald Neuigkeiten: „Die Verhandlungen laufen vielversprechend“, berichtet Abteilungsleiter Frank Rothweiler. „Unsere Coaches machen einen tollen Job und haben wieder sehr interessante Spieler an der Angel. Wir werden bald Vollzug bei den nächsten Verpflichtungen vermelden können. Fakt ist, dass wir auch in der neuen Spielzeit mit drei Importspielern auflaufen werden. Unser stringentes Konzept unseren deutschen Talenten genug Einsatzminuten zu geben wird auch in der neuen Saison greifen.“

„Thank You“ J.J. Mann

Ohne J.J. Mann treten die BAYER GIANTS Leverkusen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in der Saison 2022/23 an. Der Klub wird künftig mit einer komplett neuen Rotation an Importspielern an den Start gehen.

Im Sommer 2020 schloss sich der US-Amerikaner dem deutschen Rekordmeister an. Für die meisten Basketballexperten war die Verpflichtung eine große Überraschung, schließlich verfügte Mann bereits über viele Jahre an Erfahrung im internationalen Basketball. So spielte der Forward 2015/16 gar in der easyCredit-BBL für Phoenix Hagen und konnte dabei mit guten Werten auf sich aufmerksam machen. In der Folge war der treffsichere Routinier u.a. in Belgien, Dänemark und Portugal aktiv.

Es muss nicht mehr erwähnt werden, dass die Spielzeit 2020/21 für die GIANTS ein gigantischer Erfolg war. Der Vizemeistertitel war der größte Erfolg der Farbenstädter seit dem Zwangsabstieg 2008 aus der BBL und mit durchschnittlich 15,2 Punkten sowie 2,2 Steals pro Partie hatte J.J. einen gehörigen Anteil an ebendiesem. In der gleichen Saison lieferte der Allrounder am 03.04.2021 auch sein punktreichstes Spiel ab: Gegen die VfL Kirchheim Knights lief der frühere Absolvent der Belmont University (NCAA l) heiß und erzielte herausragende 33 Zähler.

In der abgelaufenen Spielzeit hatte der aus Smyrna, Georgia stammende Sympathieträger immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Vor allem in den Playoffs, der wichtigsten Phase der Saison, fehlte John Stuart, so sein voller Vorname, seinem Team. Dennoch war Mann ein wichtiger Bestandteil des Leverkusener Teams, welches er mit seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten als Führungsspieler auch von der Seitenlinie unterstützte. J.J. lief in 2021/22 insgesamt 32-mal für die „Riesen vom Rhein“ auf, markierte 12,8 Zähler und griff 3,7 Rebounds pro Begegnung ab.

Nun gehen die BAYER GIANTS und Mann getrennte Wege. Ein Schritt, der für keinen der Beteiligten ein Einfacher ist: „J.J. hat dem gesamten Programm in Leverkusen großartige Dienste geleistet, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch“, erzählt Headcoach Hansi Gnad. „Er ist zuvorkommend, fair und verfügt über eine gute Persönlichkeit. Dieser Abschied ist keiner der beiden Seiten leicht gefallen, denn auch J.J. hat sich hier wohlgefühlt und seine Familie ist sehr gut aufgenommen wurden. Aber leider ist der Profisport auch ein Geschäft und wir mussten sportlich, wie auch finanziell abwägen, was dem Verein weiterhilft, damit wir auch 2022/23 eine gute Rolle in der ProA spielen können. Hier haben wir uns als Klub dazu entschieden uns zu verändern. Wir möchten einen neuen Weg auf der Position einschlagen, was aber nichts daran ändert, dass wir JJ und seiner Familie nur das allerbeste wünschen!“

Auch JJ Mann ließ es sich nicht nehmen und wollte sich noch bedanken: „Leverkusen ist für meine Familie und mich ein ganz besonderer Ort, an dem meine jüngste Tochter geboren wurde. Mein herzlichster Dank gilt der gesamten Organisation und den tollen Fans, welche uns mit offenen Armen hier empfangen haben. Wir wissen das sehr zu schätzen. Ich wünsche dem Klub von daher alles Gute für die Zukunft.“

Spencer Reaves wechselt in die easyCredit BBL

Die BAYER GIANTS Leverkusen müssen in der kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ohne Spencer Reaves auskommen. Der US-Amerikaner hatte zwar im vergangenen Sommer einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den GIANTS unterschrieben, nutzte nun aber die Buy-Out-Klausel, um sich einem Verein in der easyCredit-BBL anzuschließen.  

Für den deutschen Rekordmeister ist der Abgang von Spencer Reaves ein deutlicher Verlust. Der Shooting Guard, der im Sommer 2022 aus der zweiten spanischen Liga an den Rhein gewechselt war, wurde zunehmend zum Dreh-und-Angelpunkt im Leverkusener Spiel. Zudem hatte er sich im Rheinland schnell integriert und wurde mit seiner offenen und herzlichen Art zum Publikumsliebling. 

Dabei verliefen die ersten Wochen des Linkshänders im Dress des 14-maligen Deutschen Meisters noch nicht so, wie man es sich erhofft hatte. Zwar kam Reaves gut im Team und beim Publikum an, doch die erhofften sportlichen Leistungen ließen zunächst auf sich warten. Der Knoten platzte schließlich am 5. Spieltag beim Heimspiel gegen die Artland Dragons Quakenbrück. Gegen die Niedersachsen zeigte der gebürtig aus Newark, Arkansas, stammende Reaves seine ganze offensive Klasse und schenkte den „Drachen“ stolze 28 Punkte ein, inklusive acht von zehn erfolgreichen Dreiern. Vom neunten bis zum letzten Spieltag der regulären Saison punktete Spencer immer zweistellig und stellte seine Gefahr, vor allem von „Downtown“, regelmäßig unter Beweis. Auch als Führungsspieler und emotionaler Anker des Teams scheute sich Reaves nicht davor Verantwortung zu übernehmen. Zur Höchstform lief er in den Playoffs gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier auf. Die „Giganten“ konnten auch aufgrund der durchschnittlich 17,0 Punkte pro Begegnung von „Spence“ die Trierer mit 3:1 bezwingen und ins Halbfinale einziehen. Schlussendlich lief der US-Boy in insgesamt 35 Partien für BAYER auf und kam auf einen Mittelwert von 14,5 Zählern pro Spiel.

Nun geht die Reise für Reaves in Basketball-Deutschland bei einem anderen Verein in der ersten Liga weiter. BAYER-Trainer Hansi Gnad freut sich für seinen Spieler, wobei auch ein wenig Wehmut mitschwingt: „Erst einmal freue ich mich wirklich sehr für Spencer, dass er einen Verein in der BBL gefunden hat, der ihm das Vertrauen schenkt, sich in Deutschlands bester Spielklasse zu beweisen. Spencer hat sich diese Chance ohne jede Frage verdient, wenn man seine gesamte Karriere betrachtet. Er hat sich Jahr für Jahr verbessert und hat 21/22 bei uns eine tolle Saison gespielt. Ich glaube, dass unser Erfolg mit dem Einzug ins Halbfinale ohne ihn so nicht möglich gewesen wäre. Natürlich haben wir versucht, ihn zu verbesserten Konditionen im Klub zu behalten, doch letztlich hat es nicht ausgereicht. Ich wünsche Spencer nur das Beste, denn er ist nicht nur ein guter Spieler sondern auch ein toller Mensch.“
Spencer Reaves bedankte sich bei den Fans und dem Klub für den tollen Support in 2021/22: „Ich bedanke mich bei der gesamten GIANTS-Familie, dass sie mich im Sommer 2021 so herzlich aufgenommen hat. Es war die bisher schönste Saison meiner gesamten Karriere, ich hatte unglaublich viel Spaß. Die Unterstützung durch meine Teamkollegen, die Fans und Coaches weiß ich sehr zu schätzen, deshalb ist mir der Wechsel auch alles andere als leicht gefallen. Eins steht für mich trotz des Abgangs fest: Leverkusen wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen.“

Nach Josh Young (2011 zu den Tigers Tübingen) und Josh Parker (2013 zum MBC) ist Reaves der insgesamt dritte US-Amerikaner, der nach dem Zwangsabstieg der GIANTS 2008 aus der BBL in die beste deutsche Liga wechselt. Ein weiteres Indiz für die gute Arbeit, welche der Trainerstab in den vergangenen Jahren leistet.

Die Verantwortlichen des Rekordmeisters sondieren weiterhin den Markt bezüglich neuer Akteure für 2022/23. Auf der Guard-Position befindet man sich mit einem Kandidaten mit Europa-Erfahrung auf der Zielgeraden.

Quelle: BAYER GIANTS Leverkusen