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Welcome to Leverkusen, Padiet Wang!

Die BAYER GIANTS Leverkusen präsentieren mit Padiet Wang ihren ersten Importspieler für die Saison 2020/21 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der US-Amerikaner wechselt von der University of Colorado-Colorado Springs (NCAA ll) an den Rhein.

Nach der Verpflichtung von Haris Hujic (zuletzt ROSTOCK SEAWOLVES) ist Wang der zweite Neuzugang der „Giganten“. Der 1,95 Meter große Guard lief zuletzt für die „Mountain Lions“ der University of Colorado-Colorado Springs (UCCS) in der zweithöchsten Division der NCAA auf. In seinem Seniorjahr (Anm. d. Red.: Abschlussjahr) erzielte der 22-Jährige starke 16,6 Punkte pro Spiel. Aber auch als Rebounder (durchschnittlich 5,4) und „Balldieb“ in Sachen Steals (3,8) bewies der aus dem Libanon stammende US-Amerikaner seine Allroundfähigkeiten. Der verdiente Lohn für eine überragende Saison 2019/20 war die Ernennung zum besten Defensivspieler der Rocky Mountain Athletic Conference (RMAC) und der Nominierung für das „All-Second-Team“ in der RMAC. An seiner Universität schrieb er mit insgesamt 151 Steals in vier Spielzeiten Geschichte als „All-Time Steals Leader“. Hohe Auszeichnungen für den spektakulär aufspielenden Combo-Guard, der noch einiges vor sich hat: „Ich freue mich sehr darüber, dass die Verantwortlichen der GIANTS mir ihr Vertrauen für die bevorstehende Saison schenken. Der Trainerstab hat in den vergangenen Wochen großes Interesse an mir gezeigt und schnell deutlich gemacht, dass sie an mich glauben. Ich bin mir sicher, dass ich dem Verein helfen kann und wir eine gute Rolle in der ProA spielen werden.“

Headcoach Hansi Gnad freut sich auf seinen neuen Schützling und beschreibt die Fähigkeiten des Imports wie folgt: „Mit Padiet haben wir einen jungen und vor allem großen Guard verpflichten können, der unglaublich athletisch ist und zu den besten Verteidigern seiner Division zählte. Dazu kommt, dass er mit mehr als 16 Punkten im Schnitt ein guter Scorer ist, der sich auch als treffsicherer Dreipunkteschütze (im Schnitt 38 Prozent) bewiesen hat. Wang ist auf beiden Guard-Positionen einsetzbar und wird bei uns sicherlich größere Spielanteile auf der Eins erhalten. Ich bin mir sicher, dass er sich in der ProA durchsetzen wird und wir freuen uns auf seine Ankunft in Leverkusen.“

Ende dieser Woche sollen die ersten Vertragsverlängerungen bei den „Riesen vom Rhein“ veröffentlicht werden. Erst einmal aber heißt es „Welcome in Leverkusen, Padiet Wang!“

 

Kader BAYER GIANTS Leverkusen 2020/21 (Stand: 02.06.2020): Padiet Wang, Haris Hujic

Steckbrief Padiet Wang
Geburtsdatum: 11.01.1998
Geburtsort: Beirut, Libanon
Nationalität: USA
Position: Point Guard / Shooting Guard
Größe: 1,95 Meter
Gewicht: 75 Kilogramm
Trikotnummer: #1
Letzte Vereine: University of Colorado-Colorado Springs (NCAA ll / 2016 bis 2020)
Statistiken 2019/20 (UCSS / ProA, 28 Spiele): 16,6 Punkte pro Spiel / 3,8 Steals pro Partie

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Auszeichnung: Beste Nachwuchsarbeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2019/2020

Nachwuchsförderung auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe für die Klubs der ProA und ProB

Seit der Saison 2011/2012 beteiligen sich die Clubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Deutschen Basketball Ausbildungsfonds und haben sich gemeinsam mit den Bundesligisten der easyCredit BBL zum Ziel gesetzt Nachwuchsförderung in Deutschland zu honorieren und zu unterstützen.

Zum mittlerweile fünften Mal wurden die Klubs der ProA im Rahmen einer Zertifizierung ausgezeichnet. Anhand umfangreicher Fragen sowie individuellen Gesprächen mit den Klubs wurde eine qualitative Analyse der Nachwuchsarbeit in den Kategorien Talentsuche, Talentdiagnose sowie Talentförderung vorgenommen. Je nach erreichter Punktzahl sind Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnungen zu erhalten.

Folgende ProA-Klubs wurden als sehr guter Nachwuchsstandort (silber) eingestuft:

  • NINERS Chemnitz
  • Rostock Seawolves
  • Tigers Tübingen
  • Bayer Giants Leverkusen (neu)
  • TEAM EHINGEN URSPRING (neu)

Folgende ProA-Klubs wurden als guter Nachwuchsstandort (bronze) eingestuft:

  • Artland Dragons
  • Uni Baskets Paderborn
  • Phoenix Hagen
  • RÖMERSTROM Gladiators Trier
  • MLP Academics Heidelberg (neu)

Erstmalig wurden in diesem Jahr auch ProB Nachwuchsstandorte im Zertifizierungsverfahren der ProA beurteilt. Folgender Klub wurde hierbei ebenfalls als guter Nachwuchsstandort (bronze) ausgezeichnet:

  • SC Rist Wedel

Auf eigenen Wunsch nahmen die folgenden Bundesligisten nicht am Zertifizierungsverfahren teil und konnten somit nicht begutachtet werden:

  • Nürnberg Falcons BC
  • FC Schalke 04 Basketball

Science City Jena und die Eisbären Bremerhaven behielten als im Vorjahr ausgezeichneter BBL-Standort den über zwei Jahre gültigen BBL-Status.

Die Prämierung der Nachwuchsarbeit der ProB Bundesligisten wurde anhand quantitativer Kriterien, wie Spielzeit junger Spieler, Anzahl der hauptamtlichen Nachwuchstrainer oder auch Anzahl der Jugendmannschaften und Grundschul-AGs vorgenommen.

Folgende ProB-Standorte können sich dieses Jahr über eine Top-Platzierung sowie einen finanziellen Beitrag zum weiteren Ausbau der Nachwuchsförderung vor Ort freuen:

  • LOK Bernau
  • VfL SparkassenStars Bochum
  • Dresden Titans
  • scanplus baskets Elchingen
  • ART Giants Düsseldorf
  • TKS 49ers

Nur außer Konkurrenz an der Wertung teilnehmen, konnten Standorte, deren Kooperationspartner in der easyCredit BBL prämiert wurden. Diese sogenannten Farmteams erreichten sehr gute Platzierungen und sind weiterhin Vorreiter in der Nachwuchsarbeit der ProB.

Mit dem Ausbildungsfonds werden verschiedene Anreize geschaffen, um die Ausbildung deutscher Nachwuchsspieler zielführend voranzubringen. Durch einen Mix von unterschiedlichen Maßnahmen werden, durch die von den Bundesligisten zur Verfügung gestellten Mittel, unter anderem nationale Projekte initiiert und Prämien an alle bei der Ausbildung eines Bundesligaspielers beteiligten Vereine ausgeschüttet.

Hierzu zählen unter anderem die Förderung von hauptamtlichen Jugendtrainern durch ein neu entwickeltes Nachwuchstrainerausbildungsprogramm sowie Wertschätzungsmaßnahmen für Trainer und Betreuer die sich ehrenamtlich in ihren Vereinen engagieren.

Eine dritte Säule des Gemeinschaftsprojektes ist die Prämierung bzw. Zertifizierung der besten Nachwuchsarbeit in den jeweiligen Ligen, sei es in der 1. Basketball Bundesliga oder in der ProA und ProB.

 

Vor 30 Jahren: Bauermann gewinnt seinen ersten Meistertitel in Leverkusen

Im Mai 1990 feierte Dirk Bauermann seine erste von insgesamt neun Meisterschaften. Für den gebürtigen Oberhausener war es der verdiente Lohn harter Arbeit nach einer aufsehenerregenden Saison 89/90 der „Riesen vom Rhein“.

Es war der Sommer 1988 als der junge Dirk Bauermann nach zwei Jahren als Assistenztrainer an der Fresno State University (NCAA l) aus dem sonnigen Kalifornien zurück nach Leverkusen kam. Zuvor war der frühere Aufbauspieler bereits als C- und B-Jugend Coach in der Farbenstadt tätig, doch der akribische Übungsleiter wollte seinen Basketballhorizont erweitern und so ging es in den Vereinigten Staaten am College weiter. Zurück in der Rundsporthalle beerbte Bauermann beim Rekordmeister den bisherigen Assistenztrainer Achim Reiter und stand nun an der Seite von Headcoach Jim Kelly. Für diesen Job schlug Kellys Wunschkandidat sogar Angebote von anderen Bundesligisten aus. BAYER-Manager Otto Reintjes erinnert sich: „Ich habe Dirk als Jugendtrainer kennengelernt und gleich feststellen können, dass er unheimlich engagiert war. Er besaß das nötige Know-how und die charakterlichen Fähigkeiten um ein guter Coach zu werden. Ich habe seine Entwicklung genau beobachtet und sein nächster Schritt im hochklassigen Seniorenbereich hatte sich schnell abgezeichnet…“

Die Spielzeit 1988/89 lief für BAYER gut: Nach der Hauptrunde belegte man mit einer Bilanz von 17 Siegen und fünf Niederlagen hinter DTV Charlottenburg (2.) und Steiner Bayreuth (1.) den dritten Rang. Auch in den Playoffs setzten sich die Leverkusener Korbjäger problemlos durch und kämpften sich ins Finale, doch dort unterlag man in der „Best-of-Five“-Serie mit 2:3. Eine große Enttäuschung, wollten die „Rheinischen Giganten“ doch unbedingt den Titel erringen.

Nach der Saison standen die Zeichen dann auf „Veränderung“. Reintjes wollte einen neuen Weg gehen…mit Bauermann als Cheftrainer: „Ich habe lange mit meinen Vorstandskollegen gerungen, ob wir Dirk Bauermann als jungem Mann die Verantwortung als Trainer geben können“, so Reintjes „Ich hatte überlegt, ob ich ihm nicht noch einen älteren Coach an die Seite stellen soll, aber nach langen, intensiven Gesprächen haben wir gesagt: Nein, der Dirk macht es.“ Bauermann hat seine Ernennung zum verantwortlichen Trainer noch bis heute vor Augen: „Otto hat in mir ein Trainertalent gesehen und er war der Meinung, dass sich etwas verändern muss. Er hat seinem Instinkt getraut und einem jungen Mann vertraut. Das war früher nicht selbstverständlich. Bis heute bin ich ihm sehr dankbar, dass er mir diese Chance ermöglicht hat.“

Steve Kerr und der unterschriftsreife Vertrag

Frisch im Amt ging es für Bauermann nun darum neue Spieler zu verpflichten. Mit dem nötigsten Gepäck reiste der heute 62-Jährige mit Manager Reintjes in Richtung Los Angeles zur Summer League. Die Leverkusener waren auf der Suche nach einem Guard und einem physisch starken Power Forward, der auch über einen guten Wurf aus der Distanz verfügt. Diesen fanden die Verantwortlichen in Kannard Johnson, einem ehemaligen NBA-Spieler der Cleveland Cavaliers.

Die Suche nach einem Guard gestaltete sich etwas schwieriger, wie Bauermann verrät: „Wir hatten einen Kandidaten im Blick, welchen wir unbedingt verpflichten wollten und der hörte auf den Namen Steve Kerr.“ Der heutige Headcoach der Golden State Warriors und fünfmalige NBA-Champion als Spieler hatte bereits einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen, doch dann zogen die Phoenix Suns, welche Kerr an 50. Stelle im NBA Draft 1989 auswählten, die Option und der 1,85 Meter große Shooting Guard wechselte nach Arizona. Reintjes bestätigt: „Die Gespräche mit Kerrs Agenten waren ernst, aber Steve wollte es dann doch unbedingt in die NBA schaffen. Er hatte bereits damals auf das Trainergeschäft geschielt und wusste, dass eine gute Karriere ihm einen Einstieg erleichtern würde. Heute kann man sagen, dass er Recht behalten hat.“

Ohne Kerr ging die Suche nach dem passenden Spieler weiter. Nun hatte Bauermann ein Auge auf Clinton Wheeler geworfen. Dieser ging zuvor schon in insgesamt 87 NBA-Spielen auf Punktejagd und hatte in der Sommerliga gute Leistungen gezeigt: „Wir haben Clinton zu einem Probetraining nach Leverkusen eingeladen um ihn uns genauer anzusehen“, so Bauermann „uns wurde schnell nach seiner Ankunft bewusst, wie gut Wheeler wirklich ist. Wir waren hellauf begeistert und haben ihn dann umgehend verpflichtet.“

Ein gigantischer Coup

Doch es waren nicht nur die Importspieler Clinton Wheeler sowie Kannard und John Johnson, sondern auch die deutschen Akteure, welche für den Unterschied sorgen sollten, wie Coach Bauermann seinen Kader beschreibt: „Wir haben das Team im Vorfeld verjüngt und die Rollen neu verteilt. So sollte zum Beispiel Henning Harnisch mehr Verantwortung übernehmen und er erhielt mehr Spielanteile. Ich wollte die individuellen Stärken der Jungs nutzen und diese zu einer Einheit formen.“ Vor allem war es aber laut Dirk die Stimmung innerhalb der Mannschaft, welche absolut positiv war: „Spieler wie Heimo Förster waren für die Teamchemie unglaublich wichtig. Es gab besonders wenig Reibungspunkte untereinander und jeder hat für den anderen gespielt. Das war am Ende der Schlüssel für die tolle Spielzeit.“

In der Tat spielte sich der TSV Bayer 04 in einen Rausch und schwebte durch die Hauptrunde. 20 gewonnene Partien bei lediglich zwei Niederlagen bedeuteten den zweiten Platz und Bauermann wusste, dass seinen Schützlingen der große Wurf gelingen kann: „Wir hatten einen Lauf, es gab praktisch keine Reibungspunkte und das Selbstvertrauen war hoch. Die Playoffs konnten kommen und wir waren bestens vorbereitet!“

Verhältnismäßig problemlos spielten sich die Rheinländer nach einem 2:0 über die BG Ludwigsburg und einem glatten 3:0 gegen TTL Basketball Bamberg in die Endserie. Erneut bekamen es Moritz Kleine-Brockhoff, Thomas Deuster & Co. mit Steiner Bayreuth zutun. Es war das Finale auf das alle gewartet haben und der Leverkusener Gegner ging zumindest als leichter Favorit ins Rennen, schließlich waren die Oberfranken nicht nur amtierender Titelträger sondern auch Erster nach der Hauptrunde.

Die Serie begann mit einer kleinen Überraschung, denn Leverkusen gewann in Bayreuth. Doch der Favorit schlug zurück und errang den Sieg in Spiel 2 in der Wilhelm-Dopatka-Halle. Beim Stande von 1:1 ging die Serie zurück in den Süden der Republik und Bauermann bewies einmal mehr seine Motivationskünste: „Ich war nach der Niederlage nicht zufrieden wie wir aufgetreten sind. Die Jungs mussten sich im Bus zweimal das verlorene Heimspiel ansehen und waren entsprechend heiß darauf zu gewinnen.“ Hochmotiviert ging es in die Begegnung und siehe da: BAYER gewann, die Meisterschaft war zum Greifen nah.

An der Bismarckstraße konnten die „Riesen vom Rhein“ nun den Sack endgültig zu machen. Mit großer Vorfreude, aber auch einer gewissen Anspannung, ging es in die Finalpartie Nummer vier. Das Spiel war eng, beide Mannschaften kämpften um jeden Ball und bei BAYER fiel vor allem einer auf: „Es war bei uns vor allem Christoph Körner, der unglaublich gut aufspielte“, erinnert sich Bauermann an die entscheidende Begegnung zurück „er ist sehr engagiert aufgetreten und traf einige wichtige Würfe.“ Nach und nach wurde den TSV-Fans in der Rundsporthalle bewusst, dass ihre Mannschaft heute den Titel gewinnen wird. Treffend dass es Körner war, der den Ball in den letzten Sekunden in den Händen hielt und diesen nach Ertönen des Buzzers zum Spielende in Richtung Hallendecke warf. BAYER bezwang Bayreuth verdient mit 89:82!

Im Anschluss kannte der Jubel keine Grenzen mehr, so Bauermann: „Die Stimmung war toll, wir lagen uns allen in den Armen und haben uns über diesen Titelgewinn unheimlich gefreut. Für mich persönlich ein unbeschreibliches Gefühl. Bis heute ist diese Meisterschaft etwas Besonderes für mich.“ Auch Manager Reintjes wusste nicht wohin mit seiner Freude: „Das wir am Ende ganz oben stehen, war sicherlich so nicht zu erwarten. Bayreuth war Favorit und wie geschlossen diese Truppe aufgetreten ist und dann Meister wurde, war ein ganz großer Verdienst von Dirk. Er hat eine eingeschworene Einheit geformt, in der sich jeder in den Dienst des anderen gestellt hat. Dafür gebührt Bauermann bis heute großen Respekt!“

Doch es sollte nicht die letzte Auszeichnung bleiben: Bauermann wurde von seinen Trainerkollegen zum „Coach of the Year“ gewählt, während Henning Harnisch den „MVP“-Titel 1990 entgegennahm. Eine herausragende Saison krönte BAYER dann schlussendlich mit dem „Double“ – im Pokal bezwang man TTL Bamberg (Hinspiel in Bamberg: 84:83 / Rückspiel in Leverkusen: 99:78).

Der Beginn einer „goldenen Ära“

Der Titelgewinn ’90 war der Startschuss für sieben Meisterschaften in Folge. Bis heute ist dieser „Run“ im deutschen Basketball unübertroffen und eins steht fest: so schnell wird diese Serie auch nicht reißen. Für Otto Reintjes hat der erste Titelgewinn eine besondere Bedeutung: „Für das, was in der Folge geschah, war die deutsche Meisterschaft enorm wichtig. Sie hat eine tolle Basketballstimmung in Leverkusen entfacht und die Mannschaft war nie satt, wir wollten am Ende immer oben stehen. Es waren sieben tolle Jahre!“

Von 1985 bis 1996 stand BAYER unglaubliche 12 Mal im Finale um den deutschen Titel. Erst nachdem das Bosman-Urteil fiel und ALBA Berlin als Serienmeister übernahm, wurde es um die „Riesen vom Rhein“ ruhiger. 1998 schließlich verließ Bauermann die Farbenstadt als Übungsleiter und konnte im Jahr 2005 und 2007 zwei weitere Titel mit Bamberg erringen.

 

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Denis Wucherer – Eine Leverkusener Erfolgsgeschichte (2)

Rückkehr in die Wilhelm-Dopatka-Halle

Im Sommer 1998 wechselte Wucherer nach Italien zu Olimpia Mailand („ich wollte meinen Horizont erweitern, die erste Liga Italiens war zum damaligen Zeitpunkt die stärkste in Europa“) und unterschrieb dort einen Zwei-Jahres-Vertrag. Nach den Stationen bei den Varese Roosters (ITA, 2000/01), DJK s.Oliver Würzburg (2001) und den Opel Skyliners Frankfurt (2001/02) bahnte sich der Wechsel zurück nach Leverkusen an.

An das erste Treffen im Jahr 2002 mit den damaligen Leverkusener Verantwortlichen erinnert sich Wucherer noch gut: „Es war schon etwas dubios. Ich traf mich mit Manager Thomas Deuster und Headcoach Heimo Förster in einem Lokal am Flughafen Frankfurt. Wir sprachen über die kommende Saison und über die Rolle, die ich im neuen Team einnehmen sollte. Schnell machten mir die beiden klar, dass sie eine Mannschaft um mich herum aufbauen wollten. Dazu kam, dass Leverkusen mit einem „Deutschen Konzept“ an den Start zu gehen plante. Diese Idee fand ich super, ich war gleich Feuer und Flamme und unterschrieb einen neuen Vertrag.“

Das „Deutsche Dreigestirn“, bestehend aus Demond Greene, Sven Schultze und Denis Wucherer, sowie die starken Importspieler Nate Fox und John Best, ergänzt durch den talentierten Gordon Geib, erreichten 2003 als Achter die Playoffs. Wucherer dominierte in der Saison an der Seite von Best, legte 16,6 Punkte pro Spiel auf und gehörte zu den besten einheimischen Spielern der Liga. In der Endrunde um die Meisterschaft scheiterten die GIANTS in einer heiß umkämpften Serie mit 2:3 im Viertelfinale an den Telekom Baskets Bonn.

Die Spielzeit 2003/04 gestaltete sich dann schwieriger als die vorherige. BAYER musste sich arg strecken, um die Playoffs zu erreichen, die Entscheidung sollte am letzten Spieltag bei der BG Karlsruhe fallen. Die „Giganten“ mussten gewinnen, um das Endrundenticket zu lösen und in der Europahalle entwickelte sich ein unfassbares Offensivspektakel, bei dem Wucherer herausragte: Mit 37 Zählern (14 von 21 aus dem Feld), 13 Rebounds und zehn Assists konnte Denis nicht nur ein „Triple-Double“ einfahren, sondern war auch hauptverantwortlich dafür, dass Leverkusen mit einem 113:106-Sieg als Tabellensiebter in die Playoffs einzog.
Gleich eine Woche später stand die erste Begegnung im Viertelfinale in Berlin an und hier gelang Denis dann etwas Historisches: Bis heute ist er der einzige Spieler der Bundesligageschichte, welchem in zwei aufeinanderfolgenden Partien ein „Triple-Double“ gelang. Nach der Niederlage bei ALBA (86:92) standen 19 Punkte,11 Korbvorlagen und zehn Rebounds auf dem Statistikbogen hinter der Nummer 8. Wucherer weiß, was ihm damals gelungen war, doch er ist auch selbstkritisch: „Früher war die Definition des Assists eine ganz andere, es war sehr viel schwieriger auf ein „Triple-Double“ zu kommen. Doch bei allem Lob muss ich auch klar sagen, dass die sieben Ballverluste in Berlin zu viele waren. Zwei oder drei weniger und wer weiß, was möglich gewesen wäre.“ Schmunzelnd gibt er dennoch zu Protokoll: „Aber klar, dass waren zwei ganz gute Spiele von mir.“

Im Frühjahr 2005 endete dann die Zeit von Wucherer und die des „Deutschen Konzepts“ in Leverkusen auf dem 13. Rang in der BBL-Tabelle. Mit durchschnittlich 16,0 Punkten pro Begegnung verließ der damals 32-Jährige die Farbenstadt wiederholt in Richtung Italien. Nun war es allerdings ein sportlicher Abschied für immer. Seine „zweite Zeit“ in Leverkusen sieht der Mainzer positiv: „Nach drei Jahren in Italien und einem Bänderriss, der mir die Saison 2001/02 gekostet hat, war die Entscheidung, nach Leverkusen zurückzukehren, genau die Richtige. Mit dem Konzept sind wir gegen den Strom geschwommen, damals beherrschten Importspieler die Liga und für einheimische Akteure war nur wenig Platz in der BBL. Wir haben bewiesen, dass es anders ging und haben mit zwei Playoff-Teilnahmen und der Entwicklung junger Spieler gezeigt, was mit Herz und Verstand möglich ist. Es waren drei unheimlich spannende und tolle Jahre.“

Nach seiner Zeit bei Benetton Treviso (Playoffs 2005) und in Belgien beim Spitzenklub Telindus Oostende (2005 bis 2007) beendete Denis Wucherer seine Karriere im Alter von 34 Jahren.

Tränen nach dem letzten BBL-Spiel der GIANTS

Zur Saison 2007/08 kehrte Wucherer als Kommentator für die Plattform Sportdigital zurück in die Bundesliga und erlebte so die letzte Saison der BAYER GIANTS in der BBL hautnah mit. Für den Vize-Europameister von 2005 war schnell klar, „dass Leverkusen das Potenzial für mehr hatte. Achim Kuczmann hatte eine homogene Mannschaft zusammengestellt, die Geheimfavorit auf den Titel war.“
Denis war begeistert vom offensiven Spielstil der „Giganten“: „Leverkusen hatte sich die Saison über in einen tollen Lauf gespielt und die Zuschauer schnell begeistern können. Leider sorgten dann zwei Zwischenfälle für ein vorzeitiges Aus des Traums von der 15. Meisterschaft …“

Beim fünften Spiel der Playoffserie gegen die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt war Wucherer als Kommentator in der Wilhelm-Dopatka-Halle. Rückblickend sagt er: „Es war eine sehr intensive Serie, zwischen zwei gut aufspielenden Mannschaft. Ich erinnere mich, dass Pascal Roller am Ende die Initiative übernahm und für die Entscheidung zu Gunsten der Frankfurter sorgte. Damit war die Bundesligazeit in Leverkusen beendet.“ Für den zweifachen Vater kein einfacher Moment: „Otto Reintjes griff in der Dopatka-Halle das Mikro und sprach zu den Fans. Ich hatte währenddessen einen Kloß im Hals und mir liefen die Tränen über die Wangen. Das war für mich ein sehr schmerzhafter und ergreifender Augenblick.“

Der Rekordmeister in der Gegenwart

Zurück im „Hier und Jetzt“ freut sich Wucherer über die Entwicklung des Leverkusener Basketballs. Im Vorjahr war er beim „Klassentreffen“ der BAYER-Meisterteams von 1990 bis 1996 anwesend, auch mit Headcoach Hansi Gnad hat er immer wieder Kontakt. Für den Europameister von 1993 hat Würzburgs Cheftrainer nur lobende Worte übrig: „Hansi hat sich in den letzten Jahren viel Zeit genommen und sich als Coach step-by-step hochgearbeitet. Zunächst in der NBBL und an der Seite von Achim Kuczmann hat er sich toll entwickelt. All diese Erfahrungen haben ihm weitergeholfen. Mit der Meisterschaft in der ProB und der tollen Saison, bei einem relativ überschaubaren Budget in der ProA, hat er bewiesen, dass auch frühere Center gute Coaches sein können. Er hat ein gutes Gespür dafür, wie man eine Mannschaft perfekt zusammenstellt. Ich wünsche ihm und den GIANTS nur das aller, allerbeste für die Zukunft.“

Gnad, der sich über das Kompliment von seinem ehemaligen Teamkameraden sehr freut, beschreibt „Mr. Triple-Double“ wie folgt: „Die beiden Jahre, die ich mit Denis zusammengespielt habe, waren klasse. Bei Europapokalspielen haben wir uns ein Zimmer geteilt, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Er war ein unglaublich guter Offensivspieler, der auch als Allrounder zu glänzen wusste. Es hat immer großen Spaß gemacht, mit einem so talentierten Akteur zu spielen.“ Als Trainer sieht Hansi Gnad den Ex-GIANT auf einem guten Weg: „Er hat sich an Dirk Bauermann orientiert und hat mit seinen bisherigen Vereinen sehr erfolgreich aufgespielt. Seine Teams spielen so auf, wie er früher als Spieler, nämlich sehr clever und abgezockt. Denis arbeitet akribisch, er überlässt nichts dem Zufall und ich freue mich, dass er seinen Weg in der BBL geht. Das hat er verdient.“ Otto Reintjes ergänzt: „Aus der Ferne betrachtet, finde ich, dass Wucherer einen guten Job macht. Mit relativ geringen finanziellen Mitteln hat er als Trainer in Gießen und heute Würzburg überzeugt. Er wirkt authentisch und nicht verstellt, was ich ganz wichtig finde. Denis ist mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben!“

Der Rückblick auf die Zeit von Denis im Leverkusener Dress beweist, dass Wucherer seine Spuren in neun Jahren Farbenstadt hinterlassen hat. Wucherer ist ein wichtiger Teil der BAYER-Basketballgeschichte der 90er bzw. 00er Jahre und eines steht fest: Der 48-Jährige ist in der Ostermann-Arena stets willkommen.

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Denis Wucherer – Eine Leverkusener Erfolgsgeschichte

Am heutigen 7. Mai wird eine Ikone des Leverkusener Basketballs 47 Jahre jung: Denis Wucherer, GIANTS-Erstligaspieler von 1992 bis 1998 bzw. 2002 bis 2005, feiert heute seinen Geburtstag. Der aktuelle Headcoach von s.Oliver Würzburg prägte wie nur wenige Spieler vor ihm den Basketball der „Riesen vom Rhein“. Wir haben beim viermaligen deutschen Meister nachgehört , wie es ihm geht und mit ihm über seine erfolgreiche Zeit in der Rundsporthalle gesprochen.

 

„Meiner Familie und mir geht es gut“, beginnt Wucherer das Telefonat am vergangenen Samstag. Aktuell verbringe der gebürtige Mainzer viel Zeit mit seinem Sohn in Würzburg: „So ein wenig Entschleunigung, bei all dem Stress, den man hat, ist nie verkehrt. Natürlich haben wir uns in den vergangenen Wochen nach dem Abbruch der Liga weiterhin auf eine Fortführung der BBL vorbereitet, doch wir haben die Entscheidung getroffen, an einem möglichen Turnier zur Ermittlung des Meisters 2020 nicht dabei zu sein. Nun gilt mein Fokus der Zukunft, in dieser Hinsicht gibt es einiges zu tun.“ Doch trotz des bitteren Saisonendes, die Unterfranken belegten vor dem Abbruch den achten Tabellenplatz in der ersten Liga, zeigt sich der 123-fache Nationalspieler dankbar: „Es gibt viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld, die es wirtschaftlich arg getroffen hat. Ich weiß, meine gute Lage zu schätzen. Die Probleme, über die ich klage, gehören der Kategorie „Luxusprobleme“ an.“

Der Start einer großen Leverkusener Sportkarriere

Doch in diesem Artikel soll es nicht um Corona und die Folgen des Virus gehen, sondern um eine Karriere, die 1992 so richtig Fahrt aufnahm. Im Sommer desselben Jahres wechselte Wucherer nach Leverkusen, der sich noch gut an die damaligen Bedingungen erinnert: „Ich hatte in der Saison 1991/92 mit meinem Bruder als 18-Jähriger in der Bundesliga für Langen gespielt, gleichzeitig besuchte ich die 12. Klasse des Gymnasiums in meiner Heimatstadt Mainz. Dies bedeutete zwar viel Fahrerei, allerdings war es für mich persönlich ein gutes Jahr. Ich habe in Langen die Möglichkeit bekommen, mich in der Bundesliga zu beweisen und zu empfehlen.“
Die Angebote flatterten im Frühjahr ’92 in großer Vielzahl ins Hause Wucherer hinein, bis eines Tages zwei bekannte Basketballpersönlichkeiten vorbeischauten: „Ich habe nicht schlecht gestaunt, als Dirk Bauermann und Otto Reintjes bei uns im Wohnzimmer saßen“, so Denis: „Diese Anerkennung und die Möglichkeit, für das damals beste Basketballprogramm in Deutschland zu spielen, haben mir die Entscheidung leicht gemacht: Ich habe meine Sachen gepackt und bin nach Leverkusen gewechselt.“ Manager Reintjes erinnert sich noch gut an den Ortstermin in Mainz: „Bauermann wollte Denis unbedingt verpflichten, also sind wir per PKW zu seinen Eltern gefahren. Damals haben die Spieler noch selber die Aufgaben eines Agenten inklusive Vertragsgespräche übernommen. Wucherer war ein Riesentalent, intelligent und vor allem im athletischen Bereich hochveranlagt. Wir haben uns unheimlich gefreut, als er den Vertrag unterschrieb.“

Nun ging es also am Rhein auf Korbjagd, wo er mit Spielern wie Henning Harnisch, Michael „Mike“ Koch und Christian „Chris“ Welp zusammenspielte: „Natürlich hatte ich Respekt vor den Namen, die in Leverkusen damals aufliefen, allerdings wusste ich auch um meine Stärken auf dem Feld“, sagt Wucherer und schildert. „Für mich war der Wechsel die logische Konsequenz, ich war der beste Spieler meines Jahrgangs und wollte mich beim TSV beweisen. Es galt für mich, mich in die Rotation zu spielen. Am Anfang war das gar nicht so einfach.“

Seine ersten Wochen in Leverkusen hat Denis noch klar vor Augen: „Ich habe damals in Opladen gewohnt, aber irgendwie war es nicht das Richtige für mich, vielleicht kam auch etwas Heimweh hinzu.“ Doch dies blieb nicht unbemerkt. Ein Teamkollege, der nicht unbedingt als großer Menschenfreund bekannt war, spürte, dass Wucherer nicht bei bester Stimmung war: „Chris Welp hat mitbekommen, dass es mir nicht gut ging. Er hat damals in einem Haus von unserem Physiotherapeut Dieter Happ gelebt, welches über einen ausgebauten Keller verfügte. Chris frug, ob ich Lust hätte, bei ihm einzuziehen und ich musste nicht lange überlegen, um diese Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Es war eine großartige Zeit, die wir gemeinsam verbrachten.“ Auch Reintjes zieht den imaginären Hut vor dem Durchsetzungsvermögen, welches der damals angehende Abiturient an den Tag legte: „Denis hat sich gegen die stärksten deutschen Spieler in jedem Training aufs Neue beweisen müssen und nebenbei sein Abitur in Leverkusen gemacht. Das war ein unheimliches Arbeitspensum für ihn. Umso beeindruckender war es, wie er sich nach und nach in die Rotation gespielt hat.“

Auch sportlich lief es für Wucherer immer besser. Der Allrounder bekam vermehrt Minuten und dann kam dieses eine Schlüsselerlebnis, welches für den Durchbruch sorgen sollte. Leverkusen spielte 1993 Zuhause gegen den Traditionsverein aus Mittelhessen, den MTV 1846 Gießen. Die Begegnung war bis zum Ende heiß umkämpft, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die „Riesen vom Rhein“ lagen in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit zurück, als es Wucherer war, der den Wurf zur Verlängerung traf. An das, was im Anschluss geschah, erinnert sich der damals junge Akteur des TSV heute noch ganz genau: „Das Spiel war unheimlich eng und auch in der Overtime konnten sich weder Gießen noch wir absetzen. Kurz bevor die Partie endete, passte mir Clinton Wheeler den Ball auf Höhe der Dreierlinie zu und ich traf den Buzzerbeater zum Sieg. Im Anschluss trugen mich Henning Harnisch und Kannard Johnson durch die Rundsporthalle. Ein toller Moment!“ An diesem Abend bewies auch einmal mehr das Schicksal sein Gespür für große Geschichten: Denis‘ Bruder Nicolas spielte zu diesem Zeitpunkt für den MTV, Vater Jochen wurde mit den Gießenern im Jahr 1967 deutscher Basketballmeister.

Etablierter Leistungsträger am Rhein

Im Anschluss ging Wucherer weiter entschlossen seinen Weg: 1994 wird er Nationalspieler des DBB, zudem wird der Swingman fester Bestandteil der Leverkusener Rotation. Seinen damaligen Trainer, Dirk Bauermann, lobt Denis in den höchsten Tönen: „Ich war der erste junge Spieler der Leverkusener Bauermann-Ära, welcher von außerhalb in die Rundsporthalle wechselte. Bei unserem damaligen Vertragsgespräch hat mir Dirk schnell das Gefühl gegeben, dass er gerne mit mir arbeiten möchte. Natürlich war mir bekannt, dass Bauermann damals jungen deutschen Spielern nicht das große Vertrauen schenkte. Ich wusste aber, dass ich mich durchsetzen kann. In der harten Schule von Dirk habe ich viel gelernt und ich bin ihm unheimlich dankbar!“

1997/98 geht der gebürtige Mainzer in seine „letzte“ Saison für die „Riesen vom Rhein“. Die Machtverhältnisse im deutschen Basketball hatten sich verändert, BAYER war nicht mehr das Nonplusultra, welches man bezwingen musste, um den Meistertitel zu erringen: „Wir konnten nicht mehr mit den ganz großen Vereinen wie ALBA Berlin oder den Telekom Baskets Bonn mithalten“, so der 48-Jährige. „Auf den deutschen Positionen waren wir zwar mit Hansi Gnad, Tim Nees und mir gut besetzt, aber es fehlten die starken Imports, die in der Vergangenheit mit Spielern wie Kannard Johnson oder Clinton Wheeler noch den Unterschied gemacht hatten. So war es an der Zeit für mich weiterzuziehen.“

Vier Meistertitel und zwei Pokalsiege errang Wucherer schussendlich mit den Farbenstädtern in den 90er Jahren. Die großen Schlachten mit ALBA Berlin hat er nicht vergessen: „Die Rivalität zwischen BAYER und ALBA hat die 90er im deutschen Basketball geprägt. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Da waren bei den Hauptstädtern Akteure wie Sasa Obradovic, Stephan Baeck oder die talentierten Ademola Okulaja sowie Henrik Rödl zu finden. Zwar hat Berlin uns einiges abverlangt, aber am Ende haben wir immer die Nerven behalten und ALBA nicht den Hauch einer Chance gelassen. Wir konnten in den Playoffs und im Pokal noch immer ein Schippe drauflegen, deshalb sind wir in den 1990er Jahren so dominant aufgetreten!“

 

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Erster Neuzugang: Haris Hujic wechselt nach Leverkusen

Die BAYER GIANTS Leverkusen verpflichten mit dem Combo Guard einen gut ausgebildeten Spieler, der bereits über Erfahrung auf internationalem Parkett verfügt.

Er ist zwar erst 23 Jahre alt aber Haris Hujic hat in seiner jungen Karriere bereits einiges erlebt. Der aus Lüdenscheid stammende Deutsch-Bosnier spielte sich im Jahr 2015 erstmalig in die Notizbücher der großen Vereine, als er sich nicht nur im Team von Phoenix Hagen in der NBBL sondern auch im dazugehörigen All-Star Game ins Rampenlicht spielte. Mit 15 Zählern wurde der 1,93 Meter große Guard MVP der Begegnung und das trotz namhafter Konkurrenz aus den eigenen Reihen, so waren u.a. die heutigen NBA-Spieler Moritz Wagner (Washington Wizards) und Isaiah Hartenstein (Houston Rockets) ebenfalls Mitglieder seines Teams.
Nach vier Jahren in Hagen wechselte Hujic schließlich in die ProA und wollte beim Nürnberger BC (heute Nürnberg Falcons) Spielzeit sammeln. Bei den Franken wurde Haris behutsam von Headcoach Ralph Junge aufgebaut und erzielte 2,7 Punkte pro Partie bei durchschnittlich 11:44 Minuten Einsatzzeit. Im Sommer 2016 ging es für Lüdenscheider dann bei den EWE Baskets Oldenburg weiter. Im ambitionierten Programm der Niedersachsen kam der NBBL-MVP von 2015 vor allem in der zweiten Mannschaft in der ProB zum Einsatz. Bei den Mannen von der Hunte wurde der quirlige Spielmacher schnell zum Leistungsträger und war in seiner Debütsaison mit durchschnittlich 15,2 Zählern pro Spielrunde bester Scorer seiner Farben. Der verdiente Lohn war die Nominierung von Bundestrainer Henrik Rödl für die U20-Europameisterschaft 2017 auf Kreta. Die deutsche Mannschaft erreichte auf der griechischen Insel den siebten Gesamtrang und Hujic zeichnete sich im Schnitt für 7,3 Punkte je Begegnung verantwortlich.

Erste Berührungen mit den BAYER GIANTS hatte Haris dann im Frühjahr 2019. In einer hart umkämpften Playoffserie im Viertelfinale unterlag Oldenburg dem Rekordmeister in der „Best-of-Three“-Serie mit 1:2. Doch das Ausscheiden lag nicht am aktuellen A2-Nationalspieler, der in zwei Partien gegen die Rheinländer starke 20,5 Zähler und 5,5 Assists im Schnitt auflegte. Nach der Spielzeit endete die Zeit des 1997 geborenen Akteurs nach insgesamt 38 Einsätzen in der BBL und 57 Partien in der ProB für den Verein aus dem Norden. Der nächste Schritt sollte dann bei den ROSTOCK SEAWOLVES erfolgen. Beim ambitionierten Zweitligisten nahm Hujic eine wichtige Rolle in der Rotation ein und markierte 6,2 Punkte und 1,9 Korbvorlagen pro Partie. Für die Mannen von der Ostsee endete die gerade abgelaufene Saison auf Rang 12.

Der Neuzugang der „Giganten“ freut sich auf seine neue Aufgabe: „Mich hat die Arbeit, welche in Leverkusen in den letzten Jahren geleistet wurde, überzeugt. Der Basketball, den die GIANTS gespielt haben, hat Spaß gemacht und war als Gegner sehr fordernd“, so Hujic „ich freue mich darauf, Teil dieses traditionsreichen Klubs und vor allem auch wieder in der Nähe meiner Heimat zu sein.“ Auch Coach Hansi Gnad ist sich sicher, mit Hujic ein wichtiges Puzzleteil für die Saison 2020/21 gefunden zu haben: „Haris ist ein junger Spieler, der bereits einiges gesehen hat. In der ProA hat er in Rostock und Nürnberg viele Minuten sammeln können und in der ProB  war er absoluter Leistungsträger der Oldenburger Zweitvertretung. Er ist sehr vielseitig und kann auf den Positionen 1, 2 und 3 spielen. Hujic hat sich in jüngerer Vergangenheit als guter Werfer präsentiert, der sehr abgezockt ist. Zudem passt Haris perfekt zu unserem Spielstil. Das Leverkusener Publikum kann sich auf einen Spieler freuen, der uns sicherlich helfen wird.“Geschäftsführer Henrik Fronda ergänzt: „Wir sind uns natürlich bewusst, dass eine Verpflichtung zum jetzigen Zeitpunkt, ein gewisses Risiko birgt. Gleichwohl müssen wir uns auf eine Spielzeit, in welcher Form auch immer, vorbereiten und Haris ist ein wichtiger Baustein in der Kaderplanung unserer Coaches. Wir sind froh, dass wir einen Spieler seines Kalibers nach Leverkusen holen konnten.“

Die BAYER GIANTS Leverkusen freuen sich schon jetzt auf Haris und wünschen ihrer Neuverpflichtung eine gute und vor allem gesunde Saison 2020/21!

Kader BAYER GIANTS Leverkusen 2020/21 (Stand: 06.05.2020): Haris Hujic

Steckbrief Haris Hujic
Geburtsdatum: 30.04.1997
Geburtsort: Lüdenscheid
Nationalität: Deutsch
Position: Point Guard / Shooting Guard
Größe: 1,93 Meter
Gewicht: 90 Kilogramm
Trikotnummer: #10
Letzte Vereine: ROSTOCK SEAWOLVES (2019/20), EWE Baskets Oldenburg (2016 bis 2019), Nürnberger BC (2015/16), Phoenix Hagen (Jugend, 2011 bis 2015)
Statistiken 2019/20 (Rostock / ProA, 23 Spiele): 6,2 Punkte pro Spiel / 1,9 Assists pro Partie
Web-Tipp: Highlights von Hujic bei der FIBA U20-Europameisterschaft  https://www.youtube.com/watch?v=kmjn595BQdM

Die erste Leverkusener Meisterschaft 1970

Gleich zu Beginn gilt es etwas klarzustellen: „Ich weiß nicht wo diese Information herkommt, aber nicht Gießen sondern wir waren Favorit auf den Meistertitel 1970“, sagt Dieter Kuprella deutlich. Das Leverkusener Urgestein erinnert sich an die Spielzeit als sei es gestern gewesen und hat gefühlt jedes Detail der ersten Meistersaison der BAYER GIANTS im Kopf genauestens abgespeichert.

Als frischgebackener Aufsteiger erreichen die Rheinländer 1968/69 das Halbfinale gegen den MTV Gießen. Nur aufgrund des direkten Vergleichs musste der TuS die Segel streichen. Dabei wurde schnell erkennbar, dass in den 04ern große Kräfte schlummerten: „Im Sommer kamen dann weitere tolle Spieler nach Leverkusen, die uns helfen sollten“, so Kuprella „Norbert Thimm, ein Center mit dem perfekten Timing beim Block, Nationalspieler Jochen Pollex oder Dan Puscasiu, der aus Rumänien nach Deutschland geflohen war. Mit diesen Additionen zum Kader war uns schnell bewusst, dass wir den Titel gewinnen können.“

Im Sommer ‘69 arbeiteten die „Riesen vom Rhein“ hart für das Vorhaben, die Meisterschaft nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Trainer Günter Hagedorn wusste seine Jungs zu fordern, wie Dieter Kuprella berichtet: „Wir kannten bald jeden Winkel der Kurt-Rieß-Anlage in- und auswendig. Hagedorn scheuchte uns über die gesamte Sportanlage und brachte uns ziemlich ins Schwitzen. Vor allem aber lag der Fokus in der Vorbereitung auf dem Athletiktraining. Hier haben wir im Kraftraum unglaublich geschuftet und uns einiges von den Leichtathleten des Vereins abgeschaut. Zu damaligen Zeiten war die Arbeit im Kraftraum für einen Basketballer etwas komplett Neues, ich würde sagen, dass dies schon fast revolutionär war!“

Die reguläre Saison sowie die Zwischenrunde verliefen nach Plan: Der TuS bezwang jeden Gegner der ihm entgegentrat und spielte sich ohne große Probleme ins Finale: „Wir sind schon sehr dominant aufgetreten und haben vor allem in der Defensive ein gut funktionierendes Bollwerk auf die Beine gestellt“, so Kuprella „vor allem hat uns aber die Präsenz von Norbert Thimm geholfen. Durchbrach ein Gegenspieler unsere gut arbeitende Ball-Raum-Verteidigung stand Norbert am Brett und hat den Ball sofort in Richtung Absender geblockt.“ Aber auch der junge Kuprella wusste zu überzeugen. Der damals 23-jährige Guard bestach durch sein hohes Spielverständnis und war lange Zeit der beste Passgeber der gesamten Basketball-Bundesliga. Im Finale wollte Leverkusen Revanche nehmen, denn Gießen war am 26. April 1970 der Gegner der „Giganten“.

In der Vorbereitung auf die Begegnung setzte Trainer Günter Hagedorn auf ein damalig neues Mittel: Das Scouting des Gegners. Als erster Basketballverein der Bundesrepublik beobachteten die Leverkusener den Finalgegner ganz genau: „Meine Frau hielt per Audioaufnahme eine Partie der Gießener von der ersten bis zur Schluss-Sekunde detailgetreu fest“, erinnert sich Kuprella „in der Vorbereitung ging Hagedorn mit uns Schritt für Schritt durch was uns erwartet.“ Doch während Leverkusen vor allem als Kollektiv überzeugte, war der MTV anders gestrickt: Mit dem jungen aber überragenden Holger Geschwindner sowie den Nationalspielern Karl Ampt und Klaus Jungnickel, setzte der ungarische Übungsleiter Laszlo Lakfalvi auf schnellen Basketball, heute als „Run & Gun“ bekannt.

Die erste Halbzeit verlief aus Sicht der Leverkusener noch nicht wie gewünscht. Der TuS wirkte nervös, die Erwartungshaltung war hoch und die Atmosphäre war nicht eines Endspiels würdig: „Es waren um die 150 Leverkusener und ein paar mehr Gießener beim Finale in Dillingen“, so Kuprella „aber richtige Finalatmosphäre kam nicht auf. Die Einheimischen wussten gar nicht so genau was da in der Halle geschah. Ein Endspiel in Gießen oder Leverkusen wäre vom DBB eine weitaus bessere Entscheidung gewesen.“
Zur Halbzeit lagen die Farbenstädter zurück und Trainer Hagedorn richtete einige Worte an seine Mannschaft, bevor Dieter Kuprella dann eine Ansage vom Headcoach erhielt: „Die Jungs waren schon auf das Spielfeld gegangen, da nahm mich Hagedorn zur Seite. Ich hatte bis dato schwach gespielt und der Trainer hat mir dann nochmal etwas lauter gesagt, was er von mir erwartet“, schmunzelt Kuprella. In der zweiten Spielhälfte wurde BAYER zunehmend stärker und übernahm schließlich auch die Führung, welche man nicht mehr hergab. Gießen wurde zunehmend müde, die intensive Spielweise beider Mannschaften hatte bei den Mittelhessen ihren Tribut gefordert. Am Ende gewann Leverkusen knapp aber verdient mit 76:73. Die Saison 1969/79 endete somit ohne Niederlage für den TuS.

Auf dem Feld begannen die ersten Feierlichkeiten: Es wurde Sekt getrunken, der Hallenboden klebte und Spieler wie Fans lagen sich in den Armen. Für Dieter Kuprella fiel eine Riesenlast von den Schultern: „Von uns wurde erwartet, dass wir als Sieger nach Leverkusen zurückkommen. Der Druck war unheimlich hoch, dementsprechend haben wir im Anschluss gefeiert.“ Eine nette Anekdote auf der Rückfahrt hat der aus dem Ruhrgebiet stammende Kuprella ebenfalls parat: „Wir machten einen Halt an einem Landgasthof und haben uns dort das ein oder andere Bier genehmigt. Ein Weinregal, welches relativ hoch hing, haben wir geleert und mit halben Hähnchen gefüllt. Ich hoffe, dass dem Wirt dies frühzeitig aufgefallen ist. Spätestens der Geruch sollte nach ein paar Tagen dafür gesorgt haben.“

Die Stadt Leverkusen und der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Dopatka empfingen die  gesamte Mannschaft zwei Tage nach dem Titelgewinn im alten Rathaus. Vor dem Gebäude versammelten sich mehr als 1.000 Leverkusener Fans und feierten den TuS frenetisch. Im Anschluss wurde gemeinsam im Sparkassen-Kasino gefeiert. Etwa vier Wochen später gewann BAYER auch den DBB-Pokal gegen Osnabrück. Doch was war so besonders an der ersten Leverkusener Mannschaft, die deutscher Basketballmeister wurde? „Jeder rannte für den Anderen, Fehler wurden gemeinsam ausgemerzt, das Team war der Star“, so Kuprella „aber vor allem Trainer Hagedorn war es, der den TuS von allen anderen Mannschaft unterschied. Mit seinem Training und wie er mit jedem Einzelnen von uns umgegangen ist, hat er den Basketball revolutioniert.“

Dieter Kuprella spielte bis 1977 für den TuS 04 Leverkusen, gewann insgesamt vier Meisterschaften und genauso oft den Pokal. 1972 nahm der gebürtig aus Gelsenkirchen stammende Combo-Guard für Deutschland an den Olympischen Spielen in München teil. Im Anschluss an seine Karriere wurde Kuprella Trainer. Er gewann mit der BAYER A-Jugend vier deutsche Titel und assistierte Tony DiLeo als Co-Trainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft. Die heutige Entwicklung der GIANTS freut das Urgestein des BAYER-Basketballs: „Was Frank Rothweiler, mein ehemaliger Spieler, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem Leverkusener Basketball rausholt, verdient allerhöchsten Respekt. Ich wünsche ihm, Hansi Gnad und der gesamten Abteilung alles Gute für die Zukunft und selbstverständlich werde ich die BAYER GIANTS auch zukünftig in der Rundsporthalle als Fan unterstützen.“

Interview mit Headcoach Hansi Gnad (Teil 2)

Pünktlich zum Wochenende haben wir den zweiten Teil des Interviews mit Headcoach Hansi Gnad für die Leser auf unserer Homepage. Mit dem Europameister 1993 sprechen wir über das „Spiel der Saison 2019/20“, wie wichtig Fans sind und vieles mehr.

 

Frage: Wenn man mit Fans über das „Spiel der Saison“ spricht, fällt den meisten das Heimspiel gegen die Nürnberg Falcons ein. Wie fühlt sich das an, wenn eine sicher verlorene Partie bei einem Rückstand von mehr als 20 Zählern gedreht wird und eine komplett neue Dynamik zugunsten der eigenen Mannschaft entsteht?

 

Hansi Gnad: Wir haben vor eigenem Publikum einige Spiele abgeliefert, die überragend waren, aber die Begegnung gegen Nürnberg sticht dabei heraus. Wir lagen im vierten Viertel mit 20 Punkten zurück und niemand hat auch nur einen Penny auf einen Sieg der GIANTS gesetzt. Die Jungs haben dennoch weitergespielt und an ihre Chance geglaubt. Sie haben Willen und Charakterstärke bewiesen und sind Zähler um Zähler an die Falcons herangekommen. Vielleicht waren sich die Nürnberger auch schon zu sicher als Gewinner das Feld zu verlassen.   Aber gerade dies zeichnet den Basketballsport aus, dass alles jederzeit möglich ist um ein Spiel, sei der Rückstand noch so hoch, zu kippen.   Ich glaube, dass das Basketball einzigartig macht. Dieser Sieg war in der Tat etwas Besonderes!

Für dich zählt vor allem das Kollektiv. Einen absoluten „Go-To-Guy“ der durchschnittlich 20 oder mehr Punkte pro Spiel erzielt sucht man im Kader des Rekordmeisters vergeblich. Wie bist du auf diese Art der „Philosophie“ gekommen bzw. wie hat sich diese bei dir entwickelt?

Als Spieler habe ich nicht gerne mit Leuten gespielt, für die ich als eine Art „Blocksteller“ nur die harte Arbeit übernommen habe.   Basketball ist meiner Meinung nach sehr viel ansehnlicher, wenn jeder innerhalb der Mannschaft Verantwortung trägt. Jeder Spieler kann, sei es offensiv oder defensiv, dem Spiel seinen Stempel aufdrücken.   Deshalb bin ich ein großer Freund davon, wenn unser Team als Kollektiv auftritt. Ähnlich wie wir hat es auch Chemnitz gemacht und permanent, ohne den großen Superstar, mit 12 Spielern rotiert. Der Erfolg hat dem neuen Meister der ProA recht gegeben. Wir werden diesen Stil auch weiter beibehalten und ich glaube, dass dies auch unsere Zuschauer sehen möchten.

Trotz des erfolgreich ausbalancierten Kaders war vor allem eure Heimstärke für den Erfolg entscheidend. Was zeichnet die „Festung Ostermann-Arena“ und ihre Fans aus?

Unsere Fans sind sehr begeisterungsfähig und haben es in wichtigen Phase der Begegnung geschafft, das gesamte Team auf das nächsthöhere Level zu pushen. Unsere Spielweise wurde von den Zuschauern mit toller Stimmung honoriert und darüber freuen wir uns selbstverständlich.   Leverkusen verfügt über ein basketballkundiges Publikum, welches mit guten Mannschaften wie unserer Zweitvertretung in der 1.   Regionalliga West, Fast-Break Leverkusen und dem Leichlinger TV (2. Regionalliga) verwöhnt wird. Des Weiteren haben wir mit BBZ Opladen einen Zweitligisten, der sich im hochklassigen Damenbereich etabliert hat. Dem Basketballfan fehlt es in Leverkusen und Umland an nichts. Schön, dass wir ein wichtiger Teil davon sind.

Bei allem Erfolg zuhause müssen wir auch das Thema „Auswärtsspiele“ ansprechen. Was passt in der Fremde noch nicht für Euch?

Uns fehlte auswärts noch ein wenig das Selbstbewusstsein, welches wir in der Ostermann-Arena an den Tag gelegt haben. Das liegt sicherlich auch daran, dass unsere Fans bei diesen Partien selten in großer Anzahl dabei sind. Wir haben in den ProB-Playoffs 2019 gesehen, wie wichtig der Support u.a. in Schwelm (Anm. d. Red.: 300 Leverkusener Auswärtsfans) oder Münster (150 GIANTS-Fans) war. Wir werden daran aber hart arbeiten, auch in fremden Hallen wichtige Siege einzufahren!

Am Ende steht der fünfte Tabellenplatz, zum Saisonhöhepunkt (die Playoffs) ist es leider nicht mehr gekommen. Wie gehst du als ehemaliger Leistungssportler und Trainer des Teams damit um, dass die Endrunde nun nicht stattfindet?

Natürlich ist es sehr schade, schließlich möchte man als Sportler den Wettbewerb bis zum Ende durchspielen und die bestmögliche Platzierung erreichen. Aber, auch das muss klipp und klar gesagt werden, gibt es wichtigere Dinge als ein Basketball-Playoffspiel in der ProA, nämlich die Gesundheit aller Beteiligten. Dabei geht es nicht nur um Spieler, Trainer oder Schiedsrichter, sondern auch um unsere Zuschauer, ehrenamtliche Helfer und viele mehr.   Wie bereits erwähnt, hatte die gesamte Mannschaft Verständnis für den Saisonabbruch in dieser schwierigen und komplexen Situation.

 

Wie wichtig ist dein Trainerteam für dich persönlich?

Sehr wichtig! Jacques Schneider, Nick Brüwer und Tom Janicot unterstützen mich so gut es eben möglich ist. Vor allem Jacques habe ich in den vergangenen Jahren einiges zu verdanken, er macht einen unheimlich guten Job in unserer Basketball-Abteilung. Er hat die zweite Herren im Januar übernommen und schlussendlich auf einen guten achten Tabellenplatz geführt. Mit der NBBL gelang Jacques der souveräne Einzug in die Playoffs. Ohne ihn wäre bei den GIANTS vieles nicht möglich.

Viele Anhänger interessiert sicherlich wie es um die Kaderplanung 2020/21 steht. 
Wurden bereits Gespräche mit Spielern geführt und kannst du absehen, wann es erste offizielle Meldungen der „Giganten“ in dieser Hinsicht gibt?

Die Kaderplanung läuft selbstverständlich schon seit einiger Zeit an. Wir sprechen mit Spielern aus der Vorsaison und haben bereits mit potenziellen Neuzugängen für 2020/21 gesprochen. Dennoch gibt es aktuell nichts zu vermelden, was vor allem an der Coronakrise liegt. Aktuell müssen wir genau schauen, wo wir finanziell stehen. Es wird für alle Vereine in unserem Sport sehr schwer werden, die Kaderplanung frühzeitig abzuschließen. Des Weiteren hoffe ich darauf, dass die Spieleragenten die schwierige Situation der Klubs nachvollziehen, da die finanziellen Gegebenheiten in diesem Sommer andere sein werden als noch im Vorjahr.   Ich bin mir ganz sicher, dass der Trainerstab, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und der Geschäftsführung, eine qualitativ gute Truppe auf die Beine stellen wird, welche unseren Fans wieder Spaß macht.

Du sprichst die schwierige finanzielle Lage im Basketball an und die Pandemie hat in der Tat bereits einige Mannschaften hart getroffen: Ehingen und Schalke haben ihren Rückzug aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga bekanntgegeben. Viele weitere Vereine kämpfen um ihre Existenz. Wie gefährlich ist der Virus aus deiner Sicht für die Zukunft des professionellen Basketballs?

Der Virus ist für alle Sportarten extrem gefährlich, was die Zukunftsperspektive angeht. Basketball ist ein Sport, in dem die Spieler buchstäblich permanent körperlichen Kontakt eingehen und zahlreiche Fans in die Halle lockt. Dies sind perfekte Bedingungen für die Krankheit um sich auszubreiten. Deshalb gilt, dass solange die Situation nicht einigermaßen im Griff ist, der Sport in den Hintergrund rückt. Geisterspiele, so wie sie aktuell in der Fußball-Bundesliga geplant sind, kann ich mir höchstens in der NBA und nicht in Deutschland vorstellen. Dafür fehlen einfach die Einnahmen aus hohen TV- und Werbeverträgen.

Hansi, was erhoffst du dir für die kommenden Wochen und Monate?

Ich hoffe, dass meine engere Familie, Verwandten und Freunde gesund bleiben. Dass die Menschen weiterhin Verständnis für die Maßnahmen zeigen und Dinge wie das „Abstand halten“ beim Einkaufen beherzigen.   Disziplin ist in diesen Tagen mehr als wichtig, das zeigt uns wie prekär die Lage u.a. in den Vereinigten Staaten ist.   Wir sind auf einem guten Weg und müssen diesen beibehalten. Es gilt weiterhin kleine Schritte in Richtung Normalität zu gehen. Allen GIANTS-Fans, Helfern, Sponsoren und Lesern wünsche ich beste Gesundheit!

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Danke Tim! Schönborn verlässt den Verein aus beruflichen Gründen

Danke Tim!

Die BAYER GIANTS Leverkusen müssen in der kommenden Spielzeit 2020/21 auf die Dienste von Tim Schönborn verzichten. Der Mannschaftskapitän des Rekordmeisters verlässt den Verein aus beruflichen Gründen.

Tim wechselte im Sommer 2016 von den Dragons Rhöndorf zu den GIANTS und wurde unter dem damaligen BAYER-Headcoach Achim Kuczmann schnell zum Leistungsträger seines neuen Teams. Der Flügelspieler markierte in seiner Premierensaison 2016/17 für die Farbenstädter durchschnittlich 12,2 Punkte pro Spiel, allerdings konnte auch er das damalige Playoff-Aus gegen die VfL SparkassenStars Bochum im Achtelfinale nicht verhindern (1:2).

In den folgenden Jahren wurde Schönborn nicht nur ein wichtiger Spieler auf sondern auch neben dem Parkett. Tim unterstützte zahlreiche soziale Projekte der „Giganten“, besuchte Schulklassen und Sommerfeste. Schnell wurde der heute 29-Jährige zu einem der Publikumslieblinge in der Ostermann-Arena, was der lautstarke Jubel bei Tim’s Vorstellung während der Mannschaftspräsentation der GIANTS immer wieder bewies.

Ein absolutes Highlight war für Schönborn dann die Saison 2018/19. Unter Trainer Hansi Gnad bezwangen die BAYER GIANTS vor heimischer Kulisse jeden Gegner und spielten sich in der Endrunde um den Aufstieg in einen Rausch. Dabei war es Tim, der im ersten Spiel des Playoff-Achtelfinals gegen die EN Baskets Schwelm mit einem wichtigen Dreier für die Vorentscheidung zum wichtigen 1:0 in der „Best-Of-Three“-Serie sorgte. Er war es auch, der neben Nick Hornsby beim zweiten Spiel des Halbfinals die spektakuläre Aufholjagd in Bernau einläutete. Einen Rückstand von mehr als 20 Zähler pulverisierten die „Riesen vom Rhein“ und sorgten mit einem 101:97-Sieg für den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Tim Schönborn erzielte damals 22 Punkte und traf acht seiner insgesamt 11 Würfe aus dem Feld. Eine starke Saison des gebürtigen Dortmunders krönten die GIANTS mit dem Gewinn des Meistertitels.

Auch in der ProA 2019/20 blieb der Small Forward in Leverkusen an Bord, doch es wurde zunehmend schwieriger für den angehenden Lehrer den Leistungsbasketball mit intensivem Training und Spielen mit der beruflichen Herausforderung in Einklang zu bringen. Dennoch erwies sich Schönborn als absoluter Teamplayer und überraschte mit seinen Mannschaftskameraden die gesamte Liga. Heimstark und selbstbewusst traten die „Giganten“ in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auf und auch Tim lieferte mit 5,7 Zählern pro Begegnung seinen Beitrag. Am Ende stand der fünfte Rang in der Abschlusstabelle auf der Habenseite.

Nun also ist für „El Pistolero“ nach insgesamt vier Spielzeiten, 105 Partien und 2338 Minuten, in denen er 1054 Punkte für die Rheinländer erzielte, Schluss. Schönborn zieht aufgrund einer Lehrerstelle nach Aachen um beruflich den nächsten Schritt zu gehen: „Ich habe in Aachen ein interessantes Jobangebot erhalten und dieses werde ich wahrnehmen“, so Tim „des Weiteren wohnen meine Schwiegereltern in der Region und es war früher oder später klar, dass meine Frau und ich in diese Richtung ziehen möchten.“

Über seine Zeit in Leverkusen weiß der Scharfschütze nur Positives zu berichten: „Es waren unglaublich tolle vier Jahre, die ich hier verbrachte habe. Vor allem die letzten beiden stechen dabei heraus. Der Titelgewinn 2019 und der fünfte Tabellenplatz in der ProA waren etwas ganz besonderes. Bedanken möchte ich mich vor allem bei den Verantwortlichen, den Trainern, dem Team und vor allem den Fans. Was in der Ostermann-Arena beim Heimspiel gegen Münster im Finale los war, bereitet mir bis heute eine Gänsehaut. Ich bin stolz, dass ich ein Teil der BAYER GIANTS Leverkusen war.“

Trainer Hansi Gnad lässt seinen Schützling mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge ziehen: „Tim hat vier Jahre lang das Trikot der GIANTS getragen und ist in dieser Zeit eine absolute Identifikationsfigur des Leverkusener Basketballs geworden. Er war nicht nur auf dem Feld wichtig für uns, sondern auch als Führungsspieler ein wichtiger Teil des gesamten Kollektivs, deshalb war er neben Marian Mannschaftskapitän des Teams. Tim ist auch menschlich ein super Typ, umso schwieriger wird es ihn zu ersetzen. Dass er nun beruflich seinen nächsten Schritt geht, ist verständlich und aus meiner Sicht die richtige Entscheidung. Wir haben ihm in seiner gesamten Spielzeit viel zu verdanken und ich hoffe, dass wir Tim des Öfteren bei unseren Heimspielen sehen werden. Für seine Zukunft wünschen der Trainerstab und ich Tim nur das Allerbeste.“ Abteilungsleiter Frank Rothweiler ergänzt: „Ich übertreibe nicht, wenn ich bei Tim Schönborn den Begriff „absolutes Vorbild“ benutze um ihn zu beschreiben. Ob als Mannschaftskapitän und unbändiger Motivator für seine Mitspieler auf dem Feld, als Sympathieträger für unser Fans, Helfer und Sponsoren oder als Botschafter der GIANTS für soziale und gemeinnützige Zwecke, Tim verkörpert all diese tollen Eigenschaften. Wir werden Tim in unseren Reihen sehr vermissen, ich bin mir aber ganz sicher, dass sein Herz auch in Zukunft für die GIANTS schlagen wird. Der Vorstand und alle Helfer wünschen Tim beruflich und privat mit seiner jungen Familie in Aachen alles erdenklich Gute und sagen nochmals ein großes Dankeschön an Tim!“

Für Tim geht es sportlich im Aachener Raum weiter. Einen Verein hat er bereits gefunden, dennoch verspricht er mit einem zwinkernden Auge: „Wenn Hansi hofft, dass ich die Jungs in der Arena besuchen soll, werde ich das natürlich tun.“

Die BAYER GIANTS sagen „DANKE“ und alles Gute an einen Spieler auf den das Wort „Gallionsfigur“ zu 100 Prozent zutrifft.

Interview mit Headcoach Hansi Gnad (Teil 1)

„Stay Home“ ist in Zeiten von Covid-19 zu einem der bekanntesten Begriffe auf dem Erdball geworden. Selbstverständlich haben auch wir uns im Gespräch mit GIANTS-Headcoach Hansi Gnad an die Anforderungen der Gesundheitsbehörden gehalten. Per Telefon sprachen wir mit dem gebürtigen Darmstädter im ersten Part des Interviews über die aktuelle Corona-Pandemie, den Unterschied zwischen ProA und ProB und vieles mehr.

Frage: Hansi, die wichtigste Frage vorab: Wie geht es dir?

Hansi Gnad: Meiner Familie und mir geht es gut, vielen Dank! In der aktuellen Situation steht das sportliche Geschehen erst einmal hinten an, wichtiger ist die Gesundheit der Gesellschaft.

Wie nimmst du die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen wahr?

Am Anfang hat man die Situation noch ein wenig auf die leichte Schulter genommen, aber inzwischen scheint es, dass jeder den Ernst der Lage erkannt hat. Die Maßnahmen die von unserer Landes- bzw. Bundesregierung ergriffen wurden, werden von den Bürgern gelebt und ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Es wird sicherlich noch einige Zeit dauern, bis sich die Lage entspannt hat. Viele Arbeitnehmer, von Gaststätten bis hin zu Frisören, haben mit einer angespannten wirtschaftlichen Situation zu kämpfen, was nicht einfach ist. Ich für meinen Teil versuche bei der Umsetzung der Maßnahmen so gut es geht zu helfen.

Jetzt, wo die Saison aufgrund der Krise beendet wurden ist, hast du sicherlich auch Zeit für einige andere Dinge. Wie sieht dein derzeitiger Tagesablauf aus?

Ja, das stimmt. Die Arbeit mit den Spielern in der Halle zum Beispiel ist komplett weggefallen. Aktuell bin ich dabei die Planungen für die Saison 2020/21 voranzutreiben. Gespräche mit Spielern, Agenten und unserer Geschäftsleitung sowie das Scouting von potenziellen Neuzugängen stehen auf dem Programm. Jeden Tag gibt es neue interessante Akteure, die Möglichkeiten für uns bieten.  Aber klar: Auch Dinge die in der Vergangenheit zuhause liegen geblieben sind, wie am Haus oder im Garten, habe ich bei dem tollen Wetter in Angriff genommen.

Für die gesamte Mannschaft kam das Ende der Saison 2019/20 abrupt. Kurz vor dem Spiel gegen die PS Karlsruhe LIONS wurde nicht nur die Partie sondern auch die gesamte Spielzeit gecancelt. Kannst du den Fans erläutern, wie ihr mit der Unsicherheit vor der Begegnung bzw. mit dem Saison-Aus im Anschluss umgegangen seid?

Das schnelle Saisonende kam sicherlich für alle Beteiligten in der Art und Weise überraschend, schließlich wusste niemand so genau wie gefährlich diese Pandemie sein wird. Doch jeder in der Mannschaft hat für die gesamte Situation Verständnis aufgebracht. Selbstverständlich ist es für Trainer, Spieler und Fans ungewohnt auf Basketball in den kommenden Monaten zu verzichten, dennoch waren diese Schritte für unser aller Gesundheit unabdingbar.

Nach deiner ersten Saison als Cheftrainer in der zweithöchsten Spielklasse der Bundesrepublik kannst du uns sicherlich erläutern worin sich, neben dem spielerischen Niveau, die ProA und ProB unterscheiden?

Über den sportlichen Unterschied zwischen den beiden Ligen müssen wir nicht groß eingehen, der ist sicherlich schnell zu erkennen. Die ProA war in diesem Jahr aus meiner Sicht stärker als noch in der Saison zuvor. Die Liga ist sehr viel ausgeglichener geworden und die Vereine sind alle näher aneinandergerückt. Natürlich haben sich die NINERS Chemnitz verdient in der ProA durchgesetzt und auch die Meisterschaft folgerichtig einfahren können. Aber in den vorherigen Jahren, war es etwas leichter den Klassenerhalt zu schaffen, da einige Mannschaften einfach schwächer waren als es 2019/20 der Fall war. Man sieht es auch an der Tabelle, dass drei Spieltage vor Saisonende noch kein Absteiger feststand und auch die Playoffplätze heiß umkämpft waren. Auch neben dem Feld hat die ProA sehr viel professionellere Anforderungen an uns gestellt und diese haben wir gut gelöst.

Die GIANTS haben nach ihrem furiosen Meistertitel in der ProB auch in der zweithöchsten deutschen Liga Vollgas gegeben und einige Favoriten mächtig ins Schwitzen gebracht. Wie beschreibst du die Saison 2019/20 rückblickend?

Ich bin natürlich schon sehr zufrieden, wie wir in der gerade abgelaufenen Spielzeit aufgetreten sind. Wir waren auf einem extrem guten Weg und hatten die realistische Chance die Playoffs in der ProA als Aufsteiger zu erreichen. Die gesamte Saison über sind wir nie in wirkliche Abstiegsnöte geraten und somit konnten wir unser ausgegebenes Ziel schnell erreichen. Die Jungs haben es super gemacht und vor allem waren wir zuhause unglaublich stark. Jede Mannschaft, die nach Leverkusen gekommen ist wusste, dass es hier verdammt schwer werden würde zu gewinnen. Das Team wurde von unseren Fans toll unterstützt und ist dementsprechend selbstbewusst in der Ostermann-Arena aufgetreten. Es war ein wirklich gutes Jahr für uns!

Für dich war es  ein recht anstrengendes Jahr. Neben den schweren Verletzungen von Greg Logins und Dennis Heinzmann, habt ihr den Kader mit den Verpflichtungen von Colter Lasher und Sheldon Eberhardt bzw. dem Abgang von Eric Cooper Jr. nachträglich korrigiert. War die Saison für dich auch „emotional“ auf einem anderen Level als die ProB? Schließlich gab es einige schwere Entscheidungen zu treffen.

Jede Saison stellt die verschiedensten Anforderungen an mich als Trainer, aber so etwas gehört nun mal zum Geschäft. Es waren nicht nur die Verletzungen von Dennis und Greg, die uns wehgetan haben, sondern auch Lennard Winter, Luca Kahl oder Marian Schick haben einige Wochen gefehlt. Natürlich war es schwierig für uns, als mit Greg Logins ein potenzieller Leistungsträger des Teams gleich vor Saisonbeginn lange ausgefallen ist. Aber die Nachverpflichtungen, sei es Colter Lasher oder Sheldon Eberhardt für Eric Cooper Jr., haben gleich gefruchtet und die beiden Jungs haben gut in das Team gepasst. Wie gesagt, unangenehme Entscheidungen gehören zum professionellen Basketballsport dazu und auch für 2020/21 wird es sicherlich wieder einige schwierige davon geben. Ich glaube dennoch, dass wir optimistisch sein können was den kommenden Kader angeht. In den letzten beiden Jahren haben wir einen doch recht ordentlichen Job in dieser Hinsicht gemacht.

Im zweiten Teil geht es um besondere Spiele in 2019/20, die Heimstärke in der Ostermann-Arena und einen Ausblick auf die Saison 2020/21!

Das Gespräch mit Hansi Gnad führte Pressesprecher Christopher Kwiotek