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Nachwuchs-Check bei den GIESSEN 46ers

Bronze-Auszeichnung für die Nachwuchsarbeit

Der Nachwuchsbereich der GIESSEN 46ers stand kürzlich im Mittelpunkt eines Standortbesuchs im Rahmen des Nachwuchs-Checks der BARMER 2. Basketball Bundesliga und des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. Die Analyse der bestehenden Nachwuchsstrukturen wurde dabei mit der Bronze-Plakette gewürdigt.

Während des Besuchs verschaffte sich das Expertenteam einen umfassenden Überblick über Organisation, Trainingsstrukturen und Fördermaßnahmen im Nachwuchsprogramm der 46ers. In gemeinsamen Analyse- und Reflexionsgesprächen mit den Verantwortlichen des Vereins wurden sowohl vorhandene Stärken der Arbeit als auch mögliche Entwicklungsfelder herausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden im Anschluss in einem Feedbackgespräch gebündelt und mit konkreten Impulsen für die zukünftige Weiterentwicklung der Nachwuchsarbeit ergänzt.

Ein zentraler Bestandteil des Nachwuchs-Checks war darüber hinaus ein gemeinsamer Entwicklungsworkshop. In Gießen stand dabei die Weiterentwicklung der Tagesbetreuung für Nachwuchsleistungssportler im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem Möglichkeiten zur stärkeren pädagogischen Begleitung, zur strukturierten Hausaufgabenbetreuung sowie zur Organisation von Verpflegungsangeboten und gemeinsamer Mittagsversorgung. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Unterstützung von Talenten, die aufgrund längerer Pendelstrecken einen erhöhten organisatorischen Aufwand zwischen Schule, Training und Alltag bewältigen müssen. Ziel war es, die Tagesstrukturen für junge Leistungssportler weiter zu optimieren und die Verbindung von schulischer Ausbildung und leistungsorientiertem Basketball noch enger zu verzahnen.

Rolf Scholz betonte im Anschluss an den Standortbesuch die Bedeutung dieses Austauschs: „Der Nachwuchs-Check hilft uns, unsere bestehenden Strukturen aus einer externen Perspektive zu betrachten und gezielt weiterzuentwickeln. Gerade bei Themen wie Tagesbetreuung, schulischer Unterstützung und der Begleitung von Talenten mit längeren Anfahrtswegen ist es wichtig, tragfähige Lösungen zu entwickeln. Der Workshop hat uns dafür wertvolle Impulse geliefert.“

Über den Nachwuchs-Check

Der Nachwuchs-Check der Klubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga wird gemeinsam mit der easyCredit Basketball Bundesliga und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. durchgeführt. In einem dreistufigen Verfahren werden zunächst quantitative Daten über ein Online-Reporting erhoben, bevor ein Standortbesuch mit Gesprächen und Einblicken in die Nachwuchsarbeit folgt. Ein zusätzliches Workshopformat ermöglicht es den Bundesligisten, über die Analyse hinaus zukunftsgerichtete Entwicklungsprozesse anzustoßen. Abschließend besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Projektförderung.

Standorte mit besonders engagierter Nachwuchsförderung werden im Rahmen des Nachwuchs-Checks mit einem Status (Gold, Silber oder Bronze) ausgezeichnet. Dieser Status spiegelt die Qualität der Nachwuchsarbeit unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Standortbedingungen wider.

Giessen 46ers finden Ersatz für den verletzten Devon Goodman

Die GIESSEN 46ers haben auf das verletzungsbedingte Saisonende von Devon Goodman reagieren können und mit Adnan Arslanagic einen Profi mit großer internationaler Erfahrung verpflichtet.

„In der Kürze der Zeit rund um das Ende der Wechselfrist war es nicht möglich, uns in Übersee umzuschauen. Wir mussten auf dem europäischen Markt aktiv werden, das ist uns hervorragend geglückt“, freut sich Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic darüber, einen bosnischen Nationalspieler, der auch einen kroatischen Pass besitzt, von einem Wechsel überzeugt zu haben.

„Adnan kann den Korb attackieren und ist ein grundsolider Verteidiger. Er steht voll im Saft und wird nicht allzu lange brauchen, um sich zu akklimatisieren“, so der Mann aus Belgrad. „Wir gehen in die Crunchtime der Saison. Die Position des Pointguards ist enorm wichtig. Wir wollten kein russisches Roulette, sondern einen Mann, der uns sofort weiterhelfen kann.“

Adnan Arslanagic ist 28 Jahre alt. Seine ersten Schritte im Profibereich ging er bei KK Bosna Royal in Sarajevo. Es folgten Stationen bei KK Kakanj in der ersten Liga von Bosnien-Herzegowina, bei Adria Oil Skrljevo und GKK Sibenik in Kroatien, bei Slavia Istocno Sarajevo abermals in Bosnien, beim slowenischen Club KK Ilirija Ljubljana, bei KK Orlovik Zepce in Bosnien und schließlich bei KB Trepca Mitrovica im Kosovo sowie bei KK Jahorina Pale, für die er sowohl in der ersten Liga seines Heimatlandes als auch in der Adria League aktiv war.

Seine Stats konnten sich dabei durchaus sehen lassen. In der Kosovo-Superliga stand der bosnische Regisseur in 13 Partien rund 16 Minuten auf dem Parkett und steuerte durchschnittlich sechs Punkte sowie drei Assists zum Gelingen bei. Im Europe Cup absolvierte er zusätzlich sechs Matches, bei denen er rund 29 Minuten Einsatzzeit (zehn Punkte, sechs Assists, drei Rebounds) hatte.

20 Zähler waren es unter anderem Mitte Oktober bei der 70:84-Niederlage gegen die Löwen Braunschweig, bei der Arslanagic für Aufsehen sorgte. Die Saison begann für ihn im September mit einer 68:90-Niederlage gegen den niederländischen Vertreter Heroes Den Bosch in der Champions League.

Nach seiner zur Jahreswende vollzogenen Rückkehr nach Bosnien absolvierte der Pointguard für Jahorina im Januar und Februar fünf Ligaspiele mit im Schnitt 35 Minuten, 14 Punkten, fünf Assists und drei Rebounds. In der Adria League kamen nochmals zwei Partien gegen KK Vrsac/Serbien und ABS Primorje/Kroatien, wo ihm 22 Zähler glückten, hinzu.

Auch für das bosnische Nationalteam war Adnan Arslanagic im November in der WM-Qualifikation zweimal aktiv, unterlag allerdings der Türkei mit 71:93 und Serbien mit 72:74. Insgesamt absolvierte der 28-Jährige in dieser Spielzeit bereits 29 Partien.

„Ich weiß um die Ambitionen der 46ers und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir in die Bundesliga zurückkehren“, gab sich der Regisseur während der ersten Trainingseinheiten zuversichtlich, Gießen weiterhelfen zu können. „Meine Gespräche mit Branislav Ignjatovic haben mich beeindruckt. Für mich war schnell klar, dass der Wechsel in die ProA kein Rückschritt sein wird, sondern dass an einem solchen Traditionsstandort mit diesen tollen Fans einiges möglich sein wird.“

Dass seine Frau Farah und die sieben Monate alte Tochter Irma in den nächsten Tagen von Sarajevo aus nach Gießen nachkommen werden, war für Adnan Arslanagic ein weiterer bedeutender Schritt, sich für ein Engagement an der Lahn zu entscheiden. „Dass wir bald wieder als Familie vereint sind, macht mich glücklich.“

 

GIESSEN 46ers trennen sich nach nur sechs Partien von Powerforward Abu Kigab

Abu Kigab ist bei den GIESSEN 46ers schon wieder Geschichte. Nach nur sechs Partien in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA haben sich der Altmeister und der 27-Jährige auf eine sofortige Vertragsauflösung geeinigt.

In seinen rund fünf Wochen an der Lahn brachte es der Kanadier mit sudanesischen Wurzeln auf durchschnittlich neun Punkte und fünf Rebounds in 22 Minuten Einsatzzeit. Seinen sportlichen Höhepunkt hatte der Ex-Karlsruher gleich bei seinem ersten Auftritt in Quakenbrück, als ihm bei der 100:107-Niederlage 17 Zähler glückten.

Die Trennung von Abu Kigab kam zustande, da er recht schnell nach der bekanntgewordenen Verpflichtung des Serben Viktor Kovacevic, der ebenfalls auf der Powerforward-Position einsetzbar ist, Abwanderungsgedanken äußerte. Außerdem ließ sich der Mann aus Ontario in dieser Woche überraschend nicht mehr im Training blicken.

„Wir wünschen Abu Kigab auf seinem weiteren Weg alles nur erdenklich Gute“, gab sich 46ers-Geschäftsführer Guido Heerstraß dennoch nicht nachtragend.

 

46ers lösen Vertrag mit Junakovic auf

Basketball-Zweitligist GIESSEN 46ers hat den Vertrag mit Pointguard Martin Junakovic in beiderseitigem Einvernehmen zum 31. Dezember 2025 aufgelöst.

Der kroatische Regisseur, kurz vor Saisonbeginn von GKK Sibenik nach Mittelhessen gekommen, hatte sich Mitte November im Rotkreuz-Krankenhaus in Frankfurt einer Operation an der linken Hüfte unterziehen müssen. Danach ging er in Reha. Für ihn hatte der Altmeister den früheren Crailsheimer Devon Goodman verpflichtet.

Martin Junakovic bestritt die ersten sechs ProA-Partien sowie das Match im BBL-Pokal gegen RASTA Vechta für Gießen. Im Durchschnitt stand er 19 Minuten auf dem Parkett und steuerte sechs Punkte sowie drei Assists zum Gelingen bei. Die 46ers wünschen Martin Junakovic bei seiner Genesung alles nur erdenklich Gute.

 

GIESSEN hat Vukovic Ersatz gefunden

Neuzugang Abu Kigab, ein Kanadier mit sudanesischen Wurzeln, soll den GIESSEN 46ers schon am Samstag bei den Artland Dragons helfen

Nur fünf Tage nach der Trennung vom Kroaten Domagoj Vukovic haben die GIESSEN 46ers für die restlichen 22 Partien in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA damit einen Mann verpflichten können, der bereits bei den PS Karlsruhe LIONS und auch ein halbes Jahr im Oberhaus bei Ignjatovics Ex-Club MLP Academics Heidelberg unter Vertrag stand.

Kigab kam in Khartum, der Hauptstadt des Sudan, auf die Welt. Mit neun Jahren zog er mit seiner Familie nach St. Catharines in Ontario/Kanada. Abu Kigab begann seine Basketballkarriere an der St. Francis Catholic Secondary School und wechselte später an die renommierte Prolific Prep Academy in Kalifornien.

In der NCAA Division I sammelte er zwei Jahre lang Erfahrungen bei den „Ducks“ der University of Oregon, bevor er seine College-Karriere von 2019 bis 2022 bei den „Broncos“ der Boise State University fortsetzte. Dort erzielte er als „Senior“ im Durchschnitt 15 Punkte und sechs Rebounds pro Match. 2017 feierte Kigab mit der kanadischen U19-Nationalmannschaft seinen bisher größten Erfolg, den Gewinn der Junioren-WM in Ägypten.

Kigab beeindruckte mit durchschnittlich 20 Punkten, sieben Rebounds und zwei Assists in der slowakischen Liga sowie 23 Punkten, sieben Rebounds und zwei Assists im Alpe Adria Cup. „Schon in der Slowakei habe ich ihn beobachtet, ein Engagement bei uns kam aber leider noch nicht zustande“, so „Frenki“ Ignjatovic. Stattdessen verschlug es Abu Kigab für zwölf Partien nach Heidelberg sowie ab November 2024 zu den PS Karlsruhe LIONS.

„Ich bin bereit, den 46ers zu helfen, und zwar an beiden Enden des Parketts“, ließ der Neuzugang schon kurz nach seiner Ankunft wissen. Dies kann er bereits am Samstag (19.30 Uhr) bei den Artland Dragons versuchen, bei denen Abu Kigab erstmals ins schwarze 46ers-Auswärtstrikot mit der Nummer 47 schlüpfen wird.

 

Mit viel Speed zum Erfolg – GIESSEN reagiert auf Junakovic OP

Die GIESSEN 46ers haben den letztjährigen Crailsheimer US-Pointguard Devon Goodman unter Vertrag genommen. Damit reagieren die 46ers umgehend auf die Hüftverletzung und die bevorstehende Operation ihres Kroaten Martin Junakovic.

„Devon kennt die Liga, seine Verpflichtung ist für uns kein Abenteuer“, plant Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic, den 28-jährigen US-Amerikaner schon am Samstag (19.30 Uhr) am neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA bei den Uni Baskets Münster einzusetzen. „Er wird uns variabler und unser Spiel schneller machen. Außerdem ist er es gewohnt, aggressiv zu verteidigen. Wir werden sicher viel Freude an den Auftritten von Devon Goodman haben.“

Seine schulische Ausbildung erhielt der 1,83 Meter große Regisseur in Pennsylvania. Von 2016 bis 2020 war er für das College aktiv und machte besonders in seinen letzten beiden Spielzeiten mit jeweils fast 14 Punkten auf sich aufmerksam. Seine Profikarriere startete Devon Goodman dann in Portugal bei Lusitania Expert. Er wurde direkt zum Topscorer seines auf den Azoren beheimateten Teams. Goodman führte Lusitania in die Playoffs, ehe er im Sommer 2022 nach Deutschland wechselte.

Bei den Dragons Rhöndorf gelang ihm dann sein Durchbruch. In der ProB stand der Guard 23-Mal auf dem Feld, erzielte 20 Punkte und verteilte die meisten Assists der gesamten Liga. Insgesamt kam Devon Goodman dort auf neun Double-Double und gab für Kooperations-Partner Telekom Baskets Bonn auch sein Debüt in der Champions League. Nach der Saison im Rheinland schloss er sich den Bisons in der nur 15.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Loimaa im Südwesten Finnlands an.

Durch seine Quoten zog er das Interesse des Gießener Liga-Rivalen HAKRO Merlins Crailsheim auf sich, die ihn im Sommer 2024 verpflichteten. Der 28-Jährige stand vergangenen Runde für die Hohenloher in allen 34 Partien auf dem Feld und brachte es auf durchschnittlich elf Punkte, vier Assists und zwei Rebounds.

„Wir wollen ganz klar von seiner Spielintelligenz profitieren. Devon ist ein guter Schütze, vor allem aber wird er dafür sorgen, dass wir auf den Positionen zwei und drei zu deutlich mehr Abschlüssen kommen. Das wird uns guttun“, so Branislav Ignjatovic.

 

Vujic zurück nach Frankreich

Der Center der GIESSEN 46ers spielt künftig in der League B für Alliance Sports (AS) Alsace Gries-Souffel im Elsass.

Vor einigen Tagen hat sich Mladen Vujic mit rührenden Worten von seinen Fans an der Lahn verabschiedet, nun steht der neue Club des Centers fest: Der 26-Jährige wechselt in die französische League B zum dortigen Spitzenclub Alliance Sport (AS) Alsace Gries-Souffel.

„Ich möchte helfen, meinen neuen Club auf die nächste Ebene zu heben“, lässt der Serbe in einer Presseerklärung der Elsässer, die sich seit 2021 aus den Vereinen Gries, Oberhoffen, Souffelweyersheim und Weyersheim zusammensetzen, wissen. Bereits in der Spielzeit vor seinem Wechsel in die BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA war Vujic im französischen Unterhaus für Lille Metropole Basket tätig. Seine Karriere indes startete er bei OKK Belgrad in Serbiens erster Liga, ehe er über die Stationen Mega MIS/Serbien und KK Podgorica/Montenegro im Norden Frankreichs nahe der belgischen Grenze landete.

„Wir hätten Mladen gerne behalten, er hat sich aber für ein anderes Angebot entschieden. Das haben wir zu akzeptieren“, so 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic. „Wir wünschen ihm jedenfalls alles nur erdenklich Gute für seine neue Aufgabe. Er war und ist ein netter Junge, mit dem ich gerne zusammengearbeitet habe.“

Mladen Vujic war in der vergangenen Saison, in der der Altmeister erst im Playoff-Halbfinale an Science City Jena scheiterte, die Konstante schlechthin im 46ers-Team. Der Modellathlet stand in allen 43 Partien auf dem Parkett und verpasste auch nur eine Trainingseinheit.

 

Im Schnitt steuerte der 2,05-Meter-Hüne zwölf Punkte und vier Rebounds in seinen knapp 20 Minuten Einsatzzeit zum Gelingen bei. Im dritten Playoff-Viertelfinale bei den Eisbären Bremerhaven (83:69) gelang ihm sein einziges Double Double mit 20 Punkten und elf Rebounds. Seinen Saisonhöhepunkte hatte der Mann aus Belgrad beim 102:51-Husarenstück bei den ART Giants Düsseldorf, als ihm 22 Zähler glückten.

Hochkaräter unter den Brettern: Giessen 46ers verpflichten Domagoj Vukovic

Mit der Verpflichtung von Big Man Domagoj Vukovic haben die GIESSEN 46ers ihre Personalplanungen abgeschlossen.

Mit einem Hochkaräter unter den Brettern haben die GIESSEN 46ers ihre Personalplanungen für die Saison 2025/26 in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA zunächst einmal abgeschlossen.
Als vorläufig letzten und damit elften Profi hat der Altmeister den Kroaten Domagoj Vukovic verpflichtet, was Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic nach eigener Aussage mit „großer Freude“ erfüllt: „Er ist ein Typ wie Enosch Wolf; Linkshänder mit einem außergewöhnlich guten Schuss für einen so großen und wuchtigen Mann. Wir werden sicher viel Freude an ihm haben. Er passt menschlich sehr gut zu uns, das habe ich schon beim ersten Telefonat mit ihm gespürt. Dass er den Weg zu uns gefunden hat, ist schon eher ungewöhnlich.“

 

Es sind Worte, die der 2,08 Meter große und 100 Kilogramm schwere Big Man gerne zurückgibt:
„Ich habe mit Coach Frenki lange telefoniert und sofort gemerkt, dass es passt. Außerdem habe ich von meinen ehemaligen Mitspielern Stefan Fundic und Karlo Miksic nur Gutes über den Club und die Stadt gehört. Also war es für mich nicht schwer, mich für ein Engagement in der ProA zu entscheiden, zumal mir die Verantwortlichen klar vermittelt haben, dass es nach oben gehen soll. Da helfe ich gerne mit“, ließ der 31-Jährige aus Rijeka, einer 110.000 Einwohner großen Hafenstadt an der Adriaküste, wissen.

 

Domagoj Vukovic trug zuletzt das Trikot des kroatischen Erstligisten KK Cibona. Mit dem Team aus Zagreb wurde er hinter KK Zadar, KK Split und KK Cedevita Zagreb Vierter der Hauptrunde, zog in die Playoffs ein, scheiterte aber im Halbfinale am späteren Meister aus Zadar.
In der ABA-League, einer multinationalen Klasse mit Mannschaften hauptsächlich aus dem ehemaligen Jugoslawien sowie dem Drittplatzierten Dubai Basketball aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, verpasst Domagoj Vukovic die Playoffs als Neunter nur knapp.
Insgesamt brachte er es in 67 Saisonspielen für KK Cibona Zagreb im Schnitt auf 22 Minuten auf dem Parkett bei zehn Punkten, fünf Rebounds und zwei Assists.

Der Modellathlet verbrachte fast seine gesamte Laufbahn in seiner Heimat. Er begann seine Profikarriere 2011 in Split. Danach war er für Zagreb, Zabok, Osijek, Zadar und Cibona aktiv, ehe er im Februar 2024 den finanziell angeschlagenen Club Cibona für einen lukrativeren Vertrag mit den taiwanesischen Tainen TSG GhostHawks verließ. Er unterschrieb einen Kontrakt für den Rest der Saison 2023/24, ehe er im September 2024 abermals bei Cibona anheuerte.

 

„Nachdem feststand, dass sowohl Mladen Vujic als auch Viktor Kovacevic nicht mehr nach Gießen zurückkommen wollen, haben wir einen Vierer gesucht, der auch auf der Fünf spielen kann. Wir sind mit Domagoj Vukovic nicht nur schnell fündig geworden, sondern auch davon überzeugt, dass wir mit ihm, Robin Benzing, Jonathan Maier und Till Gloger auf den großen Positionen bestens aufgestellt sind“, so „Frenki“ Ignjatovic fernmündlich aus seiner Heimatstadt Belgrad, in der er in den kommenden Wochen viele Freunde treffen wird.

 

Der Cheftrainer kann es sich in den Cafés der Stadt gemütlich machen. 1350 Autobahnkilometer entfernt, in Gießen, steht fünf Wochen vor dem Trainingsstart längst jene 46ers-Mannschaft, die den BBL-Aufstieg in Angriff nehmen möchte.

„Zu Ende bringen, was wir begonnen haben“- Giessen 46ers verlängern mit Castlin

Nach der Vertragsverlängerung mit US-Guard Kyle Castlin haben die GIESSEN 46ers für die nächste Saison ihren zehnten Spieler an Deck.

 

Den GIESSEN 46ers ist es gelungen, einen weiteren absoluten Leistungsträger der vergangenen Saison auch für die Spielzeit 2025/26 an sich zu binden. Mit der Vertragsverlängerung des US-Guards Kyle Castlin umfasst der Kader von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic fünf Wochen vor dem Trainingsstart bereits zehn Profis. Luis Figge, Jonathan Maier und Roland Nyama besaßen ohnehin noch gültige Arbeitspapiere über diesen Sommer hinaus. Nachwuchsakteur Kai Müsse unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag. Kapitän Robin Benzing, Simon Krajcovic und Aiden Warnholtz entschieden sich, ihren Kontrakt zu verlängern. Und Daniel Norl (Eisbären Bremerhaven) sowie Till Gloger (Frankling Bulls/Neuseeland) sind beim Altmeister neu an Deck.

 

„Jeder weiß, welche große Bedeutung Kyle Castlin für uns in der letzten Saison hatte“, so Branislav Ignjatovic. „Ich habe ihm einige Wochen Zeit gegeben zum Überlegen, dann haben wir ein wenig Pressing gespielt, und schon hat die Verlängerung funktioniert“, berichtet der Deutsch-Serbe aus dem Urlaub heraus mit einem Lächeln auf den Lippen von seiner „Überzeugungsarbeit“. Alle im Club seien sich einig gewesen, dass ein Verbleib des 29-Jährigen „absolute Priorität“ habe.
„Ich bin sehr stolz, dass er uns weiter sein Vertrauen schenkt. Er ist überzeugt davon, dass wir oben mitspielen werden, er möchte halt in einem Spitzenteam aktiv sein.“

 

Ins gleiche Horn stößt auch der Mann aus Marietta/Georgia:
„Ich habe den ganzen Sommer daran gearbeitet, mein Spiel in allen Bereichen zu verbessern, insbesondere das, was ich mit dem Coach besprochen habe.
Die Rückkehr nach Gießen ist für mich das erste Mal in meiner Karriere, dass ich länger als eine Saison für eine Mannschaft auflaufe. Ich denke, das wird mir und meinen Teamkollegen zugutekommen, da wir uns bereits kennen, die Systeme kennen und genau wissen, was der Trainer von uns erwartet.“

 

Kyle Anthony Castlin, der vor einem Jahr aus Belgien kam und davor auch schon für Phoenix Hagen aktiv war, bestritt für die GIESSEN 46ers in der vergangenen Saison alle 42 Partien in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA sowie das Erstrunden-Match im BBL-Pokal gegen den Mitteldeutschen BC.
In fast 31 Minuten auf dem Parkett markierte er im Schnitt 14 Punkte und sammelte darüber hinaus noch knapp vier Rebounds ein.
Seine Dreierquote von 44 Prozent war stark. Dass er zu den besten Verteidigern der Liga gehörte, ist bekannt.

 

Unter dem Strich haben aber nicht nur die sportlichen Ambitionen des Clubs Kyle Castlin gereizt, eine weitere Saison in Gießen dranzuhängen:
„Die Fans sind fantastisch, das Team und das Management sind großartig, und meine Kollegen aus der letzten Saison haben mir geholfen, auf und neben dem Feld zu lernen und zu wachsen. Was kann sich ein Profi mehr wünschen? Und ich liebe Gießen auch als Stadt.
Es gibt so viele 46ers-Fans, die uns auf jede nur erdenkliche Art und Weise helfen möchten. Das ist großartig.“

 

Der 29-Jährige gibt zu, das Gefühl zu haben, dass sein Job in Gießen noch lange nicht beendet ist.
„Ich bleibe, weil ich das Gefühl habe, wir müssen zu Ende bringen, was wir letzte Saison in Gießen begonnen haben. Die Niederlage gegen Jena hat wehgetan. Besonders im letzten Spiel, als wir gegen Zach Cooks mit einem Buzzer Beater verloren haben, hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Das Match stand unentschieden, wir waren am Drücker. Ich hatte das Gefühl, wir hätten den Sieg verdient. Und dann weiß man nie, was in einem möglichen Spiel fünf passiert wäre. Jena war letzte Saison ein unglaubliches Team, wir hatten aber eine Chance und haben gezeigt, dass wir mithalten können. Ich komme nur aus einem Grund zurück: Ich möchte die 46ers dorthin zurückführen, wo sie hingehören, nämlich in die BBL.“

 

 

 

Foto: Michael Schepp

Kovacevic kehrt nicht zurück- Der 26-jährige Serbe wechselt von den GIESSEN 46ers zu BC Slovan Bratislava in die Slowakei

Viktor Kovacevic, einer der auffälligsten Akteure der GIESSEN 46ers in der abgelaufenen Saison der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA, wird nach seinem Sommerurlaub nicht an die Lahn zurückkehren.

Obwohl Trainer „Frenki“ Ignjatovic bei seinem serbischen Landsmann den Wunsch hinterlegt hatte, ihn gerne behalten zu wollen, entschied sich der 26-Jährige für einen Wechsel zum slowakischen Erstligisten BC Slovan Bratislava. Der Club aus der 475.000 Einwohner zählenden Stadt im Dreiländereck mit Österreich und Ungarn trat bis vor wenigen Tagen noch als BK Inter Bratislava in Erscheinung. Insgesamt fünf nationale Meistertitel stehen für das Team von Headcoach Aramis Naglic zu Buche, der letzte 2019.

„Wir freuen uns, mit Viktor Kovacevic einen Profi verpflichtet zu haben, der auf beiden Flügelpositionen einsetzbar ist. Er ist ein Basketballer, dessen Spiel die Qualitäten der serbischen Schule mit Erfahrungen aus dem amerikanischen Universitätsbasketball und einer europäischen Spitzenliga verbindet. Viktor Kovacevic kommt nach Bratislava, um zu beweisen, wie vielseitig, stark, aggressiv und fleißig er ist“, ließen die Verantwortlichen von BC Slovan Bratislava auf ihrer Homepage wissen.

Viktor Kovacevic kam im vergangenen Sommer von Zlatibor Gold Gondola aus der ersten serbischen Liga zu den 46ers. Davor war der Sohn eines in New York arbeitenden Diplomaten auch in der Adria League sowie in Spanien aktiv.

In Gießen absolvierte der 26-Jährige inklusive BBL-Pokal und Playoffs alle 43 Partien. Im Schnitt stand er 24 Minuten auf dem Parkett, markierte zehn Punkte, sammelte starke sechs Rebounds

ein und setzte mit vier Double-Double immer mal wieder Ausrufezeichen. 20 Zähler beim 97:68 gegen die Dresden Titans oder insgesamt fünf Partien, in denen er je elf Abpraller einsammelte, gehörten zu den Höhepunkten Kovacevics in der vergangenen Saison.

 

 

Foto: Hendrik Bildat