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Neue Arena – Itzehoe Eagles initiieren Großprojekt

Eine neue, deutlich größere Spielstätte – seit Jahren setzen sich die Itzehoe Eagles für dieses Ziel ein. Was bisher weitgehend hinter den Kulissen ablief, ist nun öffentlich: Mit einer kraftvollen Resolution in Richtung Landesregierung hat sich die Itzehoer Ratsversammlung hinter das Konzept für einen „Alsen-Campus“ gestellt.

Die Realisierung auf dem brach liegenden früheren Gelände der Alsen-Zementfabrik wäre „ein Leuchtturmprojekt mit großer überregionaler Strahlkraft“, heißt es in der Resolution. Ein zentrales Element ist eine Multifunktionshalle mit Event-Sportarena und E-Sports-Bereich, hinzu kommen unter anderem ein Hotel, Büro- und Gewerbeflächen sowie ein neuer Standort für die Polizei. Dieser wird in Itzehoe schon länger gesucht und wäre laut Resolution ein „wichtiger Teilbaustein des Gesamtprojekts“. Deshalb wird an das Land appelliert, den „Alsen-Campus“ in einer Investoren-Lösung gemeinsam mit der Stadt umzusetzen. Auch der Raumbedarf für die städtische Bibliothek und die Volkshochschule könnte demnach gedeckt werden.

Bereits vor der Sitzung der Ratsversammlung hatten die Itzehoe Eagles die Ratsmitglieder mit einem Schreiben über die Vorgeschichte informiert. Das Ziel des Vereins sei mittelfristig der Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga (ProA), doch die dafür benötigte Halle mit mindestens 1500 Plätzen gibt es in der Region nicht.

Deshalb hat der Verein in den Jahren 2018/2019 mit Unterstützung der AktivRegion Steinburg und einiger Sponsoren eine Machbarkeitsstudie für eine Multifunktionsarena in Itzehoe anfertigen lassen. Das Institut für Sportstättenberatung IFS kommt darin zu dem klaren Ergebnis, dass eine solche Halle eine sehr gute Chance hat, sich erfolgreich zu etablieren. Dabei wird auch auf den in der Region bestehenden hohen Bedarf an Räumen für Veranstaltungen aller Art hingewiesen. Die Halle, so das Gutachten, werde ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung Itzehoes, aber auch für das Image der Stadt.

Unabhängig von der Studie entstand durch Eagles-Cheftrainer Patrick Elzie der Kontakt zu der Hamburger Imvest-Gruppe, die das umfassende Konzept für den „Alsen-Campus“ vorlegte. Mit großer Unterstützung aus dem Rathaus, insbesondere durch Wirtschaftsförderer Thomas Carstens, und der CDU-Wirtschaftsausschuss-Vorsitzenden Claudia Buschmann wurde in den vergangenen Monaten daran gearbeitet, dieses Konzept voranzutreiben.

Eagles-Vorsitzender Volker Hambrock erinnerte in der Ratsversammlung daran, dass der Verein in dieser Saison hätte aufsteigen können, dies aber schon an der fehlenden Spielstätte gescheitert sei. In allen Gesprächen, auch mit Partnern, habe es auf die Idee für eine Multifunktionsarena nur positive Resonanz gegeben – das spreche für den hohen Bedarf, so Hambrock. Ein potenzieller Betreiber mit viel Erfahrung stehe bereit: „Das zeugt davon, dass nicht nur wir dieses Potenzial sehen, sondern auch Profis.“ Die Halle wäre ein großer Schritt für die Eagles, ihnen gehe es aber ausdrücklich um den Vorteil für die ganze Region, die damit auch einen Ort für große kulturelle Ereignisse oder Firmenveranstaltungen bekäme. Sehr wichtig sei, dass die Halle nicht in Konkurrenz zum Theater treten dürfe, unterstrich der Eagles-Vorsitzende. „Schöne Synergieeffekte“ ließen sich erzielen mit dem Projekt Störauf, das die volle Unterstützung der Basketballer habe.

Bürgermeister Andreas Koeppen wünschte sich mit der Zustimmung zur Resolution ein starkes Signal für die Gespräche mit dem Land über die Polizeidirektion. Der „Alsen-Campus“ biete die große Chance, viele Wünsche der Stadt umzusetzen, und das auch noch mit einem Investoren: „Insgesamt würden wir ein Ensemble dort hinbekommen, wie es seinesgleichen sucht.“ In der Resolution heißt es dazu: „Die Verwirklichung der Einzelkomponenten in einem Gesamtvorhaben ist eine Riesenchance für Itzehoe, die es jetzt zu nutzen gilt.“

Zudem passe das Konzept gerade jetzt sehr gut, weil das Land den Sport fördern wolle und Itzehoe als einer der Schwerpunkte genannt werde, stellte der Bürgermeister fest. Das unterstrich auch Erster Stadtrat Ralph Busch (CDU), der die Bedeutung des Projektes für die Stadtentwicklung hervorhob: „Es wäre schön, wenn wir in Itzehoe mal wieder Vorreiter sind.“

Diese Gelegenheit komme nicht wieder und dürfe nicht ausgeschlagen werden, meinte Karl-Heinz Zander (Grüne). „Es ist eine grandiose Chance für Itzehoe“, gleichzeitig könne das Land mit dem Projekt Strukturförderung an der Westküste betreiben.

Schon der Umfang des „Alsen-Campus“ zeige, wie nötig die einzelnen Vorhaben seien, sagte Sigrun Schmidt (SPD). Priorität hätten dabei die Polizei und die Eagles, deren Strahlkraft Florian Heinze von der Dafi betonte: „Ein wichtiger Werbeträger für die Stadt Itzehoe und die ganze Region.“

Fast einmütig wurde die Resolution verabschiedet. „Wir hoffen, dass die Botschaft in Kiel Gehör findet“, sagte Eagles-Vorsitzender Hambrock. „Unser Dank gilt dem Rathaus und den Politikern der Stadt – für die Unterstützung bisher und in Zukunft und auch für die Wertschätzung, die in der Debatte wieder einmal deutlich wurde.“

Quelle: Itzehoe Eagles

Große Ehre für Elzie und Hooper

Es war die erfolgreichste Saison in der Geschichte der Itzehoe Eagles – das Ergebnis sind Auszeichnungen für zwei zentrale Figuren. Patrick Elzie ist zum Coach der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga (ProB) gewählt worden. Chris Hooper ist Spieler der Saison, in der die Eagles die Nordmeisterschaft errangen.

Die Trainer und Kapitäne aus ProA und ProB hatten die Vorauswahl getroffen. Es folgte eine für alle offene Online-Abstimmung beim Basketballshop Ballside, in der sich Elzie und Hooper gegen jeweils drei Mitbewerber durchsetzten. Er freue sich über die Ehre, sagt Elzie, doch der Erfolg sei ein Verdienst des Teams. „Wir haben uns als Mannschaft gut präsentiert und eine super Saison gespielt.“ Eigentlich sei es ein Sieg für den ganzen Verein inklusive der Fans, die das Team durchgehend sehr gut unterstützt hätten.

Durchschnittlich 19,5 Punkte, 10,3 Rebounds und ein Effektivitätswert von 23,5 – mit diesen Zahlen beendete Chris Hooper seine erste Zweitliga-Saison, in der unter dem Korb offensiv wie defensiv stets auf den Amerikaner Verlass war. „Die Ehrung hat er sich mehr als verdient“, sagt Elzie.

Er sei sehr dankbar für die Auszeichnung, sagt Hooper selbst. Vor der Saison habe er sich ein Ziel gesetzt und dieses die ganze Zeit über verfolgt. „Ich danke meinen Teamkameraden und Coaches dafür, dass sie an mich geglaubt und mir vertraut haben“, sagt Hooper. „Und natürlich den wundervollen Fans.“

Itzehoe Eagles treten in der ProB an

Die neue Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga – wann und wie sie beginnt, ist angesichts der Corona-Krise offen. Sicher ist aber: Die Itzehoe Eagles werden wie bisher in der ProB an den Start gehen.

Die Eagles hatten in der vorigen Saison die Meisterschaft in der Nordgruppe errungen und waren nach dem Abbruch der Spielzeit zum sportlichen Aufsteiger erklärt worden. Daraufhin stellten die Itzehoer den Lizenzantrag sowohl für die ProB als auch für die ProA – „dabei war uns natürlich bewusst, dass es eine Herkulesaufgabe werden würde, die Bedingungen für die ProA zu erfüllen“, sagt Eagles-Vorsitzender Volker Hambrock. „Aber wir mussten es versuchen, um diese große Chance für unseren Verein und für die ganze Region nicht einfach verstreichen zu lassen.“

In den vergangenen Wochen sei sehr viel ehrenamtliche Arbeit investiert worden, um den Aufstieg zu ermöglichen, sagt Hambrock. Dabei ging es vor allem um die Spielstätte: Gefordert ist in der ProA eine Halle mit mindestens 1500 Plätzen und Parkettboden, die es in der gesamten Region nicht gibt. „Es war von vornherein klar, dass das für uns die zentrale Frage sein würde, die eine Lösung brauchte“, sagt Stefan Flocken, Eagles-Vorstandsmitglied und Teammanager der ersten Herrenmannschaft. Diverse Möglichkeiten seien durchgespielt worden vom Errichten einer temporären Spielstätte bis zum Ertüchtigen vorhandener Hallen. „Von den Behörden und auch einigen unserer Partner haben wir viel Unterstützung erhalten“, schildert Flocken. „Letztlich war aber klar, dass wir in der Zeit, die zur Verfügung steht, keine Lösung finden können.“ Damit ist ein ProA-Aufstieg nicht zu realisieren: Der Lizenzantrag wurde zurückgezogen, parallel wurden die Unterlagen für die ProB fristgerecht bei der Liga eingereicht. Doch auch wenn es in diesem Jahr nicht klappt, Vereinsvorsitzender Hambrock betont: „Wir werden das Ziel ProA nicht aus den Augen verlieren und auch das Thema Halle weiter verfolgen.“

Die Arbeit habe sich zwar auf die Spielstätte konzentriert, aber nicht nur: Auch das Erfordernis eines deutlich höheren Etats wäre eine Hürde auf dem Weg in die ProA gewesen. „Unsere größten Partner haben ihr Engagement bestätigt, teils sogar eine Erhöhung zugesagt“, freut sich Hambrock. „Das ist ein starkes Signal gerade jetzt in der Krise. Wir müssen im Sponsorenbereich zwar noch Einiges tun, doch diese Zusagen geben uns schon ein großes Stück Planungssicherheit für die kommende Saison in der ProB.“

Obwohl die Entwicklung wegen der Corona-Krise ungewiss sei, werde am Team für die neue Spielzeit intensiv gearbeitet, sagt Flocken. Das klare Ziel der Eagles sei, wieder oben mitzuspielen: „Wir haben gezeigt, dass wir es können. Jetzt tun wir alles dafür, in der kommenden Saison noch stärker zu sein.“

Riesendank an alle Unterstützer!

„Wir haben einfach tolle Fans und tolle Unterstützer!“ Volker Hambrock ist begeistert, und dazu hat der Vorsitzende der Itzehoe Eagles allen Grund: Die Crowdfunding-Aktion „Unser virtuelles Finale“ war erfolgreich.

Rund um die in der Corona-Krise abgesagten Finaltermine in der BARMER 2. Basketball Bundesliga hatten die Eagles die Aktion gestartet. Bereits anderthalb Tage vor Ablauf der zwei Wochen war die geforderte Summe in Höhe von 15.000 Euro erreicht, weit mehr als 200 Unterstützer trugen dazu bei. Sie spendeten oder sicherten sich eine der vielen Prämien, als Renner entpuppten sich dabei zum Beispiel Karten für das virtuelle Finale, Aktionen mit Spielern sowie Saisonshirts für die kommende Spielzeit mit Autogrammen, aber auch Torten aus der Konditorei Ramm und – natürlich – Alltagsmasken mit Eagles-Motiv. Auch die zusätzliche Förderung durch Toyota als Betreiber der Plattform habe zum Gelingen sehr beigetragen, so Hambrock. Wie viel genau zusammengekommen ist, steht noch nicht fest, weil die Aktion noch administrativ abgeschlossen werden muss. Der letzte Stand waren 16.666 Euro von 257 Unterstützern.

„Großartig“, freut sich der Vorsitzende. Das erfolgreiche Crowdfunding helfe dem Verein enorm weiter. Denn fehlende Einnahmen aus Playoff-Spielen hätten den Eagles weh getan, und das in einer Phase mit vielen Plänen für die Nachwuchsarbeit. Das Trainerteam wachse weiter: „Wir wollen gerade in die Kleinsten investieren“, sagt Hambrock. „Dass uns so viele Unterstützer über das Crowdfunding dabei helfen, ist ein weiterer großer Motivationsschub. Wir können uns bei allen nur sehr herzlich bedanken!“

Itzehoe Eagles starten Crowdfunding-Aktion

Das Finale steht bevor! Als Nordmeister der BARMER 2. Basketball Bundesliga wären die Itzehoe Eagles ein heißer Kandidat für die Endspielteilnahme gewesen –  es sollte nicht sein, die Saison wurde abgebrochen. Aber beendet ist sie für die Eagles noch nicht: Sie haben eine Crowdfunding-Aktion rund um die potenziellen Finaltermine gestartet.

Denn der ProB-Meister wäre am 1. und 3. Mai ermittelt worden. „Für uns ist es das virtuelle Finale“, sagt Kim Lebowski. Die Nachwuchstrainerin und Social-Media-Beauftragte der Eagles initiierte das Crowdfunding und stieß auf große Zustimmung im Eagles-Vorstand. „Die fehlenden Einnahmen durch Playoff-Spiele – und wir gehen davon aus, dass es mehrere Runden geworden wären – tun uns weh“, sagt Vereinsvorsitzender Volker Hambrock.

Das Crowdfunding solle nicht etwa ein Baustein für einen möglichen ProA-Aufstieg sein, sondern dabei helfen, die entstandene Lücke zu füllen. Der Verein habe viel vor, gerade im Nachwuchsbereich, so Hambrock. „Wir wollen nach der Krise gestärkt durchstarten, und dafür brauchen wir Unterstützung.“

Das Crowdfunding läuft auf der Plattform Fairplaid.org zwei Wochen lang. Eine Zielsumme muss festgelegt werden – wird sie erreicht oder überschritten, war die Aktion erfolgreich, ansonsten geht das Geld zurück an die Teilnehmer. Das Ziel der Eagles ist es, 15.000 Euro zu erreichen. „Das ist zweifellos ambitioniert, aber machbar“, sagt Hambrock. Denn für Fans und auch Unternehmen gebe es viele tolle Angebote.

Die erste Idee war dabei das Ticket für das virtuelle Finale, das für Einzelkäufer oder Familien personalisiert und hochwertig gedruckt wird. Doch die Liste wurde immer länger: Essen mit Coach oder Spieler, Online-Spiele gegen Eagles-Akteure, Bowling oder auch Barbecue mit dem Team, Eagles-Masken für Mund und Nase, persönliche Trainingseinheiten mit und ohne Ball, persönliche Grußbotschaften, ein eigenes Foto mit der Mannschaft oder auch ein Platz auf der Mannschaftsbank bei einem Vorbereitungsspiel. Speziell für Firmen gibt es die Möglichkeit, ein Training für Mitarbeiter mit Eagles-Chefcoach Patrick Elzie zu buchen – oder auch ein Image-Video mit den Eagles, professionell erstellt von der Unem-Filmproduktion aus Itzehoe.

Vieles davon könne natürlich erst nach der Krise umgesetzt werden, sagt Hambrock. „Aber irgendwann wird sie zu Ende sein – und wir freuen uns darauf, die erworbenen Gutscheine dann auch einzulösen.“

Crowdfunding auf www.toyota-crowd.de/unserfinale

Itzehoe Eagles: Verdiente Ehre für Chris Hooper

Er war eine zentrale Figur bei den Itzehoe Eagles auf dem Weg zur Nordmeisterschaft in der BARMER 2. Basketball Bundesliga – und die Leistungen von Chris Hooper sind auch der Plattform Eurobasket.com nicht verborgen geblieben. Sie zeichnete den 28-jährigen Amerikaner gleich dreifach aus und wählte ihn ins 1st Team der besten fünf Spieler sowie zum Forward of the year und Import player of the year.

In allen 22 Partien der regulären Saison stand Hooper für die Eagles im Schnitt knapp 32 Minuten auf dem Feld und erzielte dabei durchschnittlich ein Double double: zweistellige Werte in zwei Kategorien mit 19,5 Punkten und 10,3 Rebounds. Dabei traf er 60 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und war zudem in der Verteidigung eine große Stütze für sein Team. „Chris hat diese Saison einfach dominant gespielt“, sagt sein Trainer Patrick Elzie. „Die Auszeichnungen sind mehr als verdient.“

Auf der anderen Seite habe der Hooper keineswegs im Alleingang für die Meisterschaft der Eagles gesorgt – „die hatten wir einer hervorragenden Leistung des ganzen Teams über die Saison hinweg zu verdanken“, so Elzie. Jeder habe seinen Beitrag geleistet zum Erfolg, nicht umsonst findet sich ein weiterer Eagles-Akteur in der Liste der Ausgezeichneten bei Eurobasket.com: Die Leistungen von Marko Boksic in seiner ersten Saison in der 2. Liga wurden mit einer „Honorable mention“ gewürdigt.

 

Quelle: Itzehoe Eagles

Spielleitung: Geldstrafe für Y. Hildebrandt (Stahnsdorf)

Geldstrafe für Yannick Hildebrandt (TKS 49ers)
Im ProB Spiel Itzehoe Eagles gegen die TKS 49ers (07.12.2019) wurde der Spieler Y. Hildebrandt in der 17. Spielminute von den Schiedsrichtern disqualifiziert. Nach Auswertung des Schiedsrichterberichts, der Stellungnahmen der Spieler sowie der Spielaufzeichnung, kommt die Spielleitung zu dem Ergebnis, dass der Spieler Hildebrandt gegen die Sportdisziplin verstoßen hat. Aufgrund der vorherigen Provokation durch F. Stückemann, der ebenfalls durch ein technisches Foul in Kombination mit einem unsportlichen Foul die Halle verlassen musste, wird gegen Y. Hildebrandt gemäß den geänderten Statuten der BARMER 2. Basketball Bundesliga keine Spielsperre sondern nur eine geringe Geldstrafe verhängt.

 

Itzehoe Eagles verpflichten Chaed Wellian

Das war eine Überraschung für die Fans der Itzehoe Eagles. Beim letzten Testspiel gegen den VfL Stade am Sonnabend machte sich ein Spieler warm, von dem sie bisher noch nichts gesehen und gehört hatten. Chaed Wellian komplettiert den Kader für die BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Der 27-Jährige hat einen niederländischen Pass, weil er in Amsterdam geboren wurde. Wellian besuchte das College Tennessee State und kam in seiner Profikarriere herum in Europa mit Stationen in Dänemark, Schweden, Deutschland, Italien, Island und England. Eigentlich sei er seit drei Jahren an diesem Spieler dran, doch es habe irgendwie nicht funktioniert, sagt Eagles-Coach Patrick Elzie. „Dieses Mal passte es einfach.“ Als die Eagles vor kurzem zum Vorbereitungsturnier nach Herford fuhren, reiste Wellian aus Amsterdam an, spielte in einer der beiden Partien mit – und überzeugte.

„Mir war außerdem das Wichtigste, dass er menschlich in die Mannschaft passt“, sagt Elzie. „Er ist ein feiner Kerl.“ Und was sagt der Neuzugang? Er habe eine gute Verbindung mit dem Team gespürt und wieder in Deutschland spielen wollen, so der 2,04-Meter-Mann. „Und es ist auch nicht so weit weg von zu Hause“ – immerhin ist Wellian gerade zum zweiten Mal Vater geworden.

Seinen sportlichen Wert zeigte er am Sonnabend bereits: guter Zug zum Korb, zwei trockene Dreier bei den ersten beiden Versuchen, schöne Pässe, Rebounds. „Er ist ein guter Spieler für uns“, sagt Elzie. Der Forward bringe, wenn er als sechster Mann von der Bank komme, Erfahrung ebenso mit wie die Mentalität, punkten zu wollen.

Seine Ziele umschreibt Wellian simpel: „Spiele gewinnen.“ Er wolle mit dem Team viel erreichen – und das sei möglich mit den Qualitäten in der Mannschaft. Helfen will Wellian dabei mit seiner größten Stärke, die da wäre: „Ich möchte Spaß am Spiel haben. Ich mag es einfach, Basketball zu spielen.“

(Itzehoe Eagles)

Stefan Schmidt bleibt ein Eagle

Mit Flavio Stückemann bleibt den Itzehoe Eagles ein wichtiger Führungsspieler erhalten. Und auch der Co-Kapitän ist weiter dabei: Center Stefan Schmidt bleibt bei den Eagles und komplettiert den Kader für die BARMER 2. Basketball Bundesliga am Ball.

Vor einem Jahr war Schmidt von den Hamburg Towers gekommen, er spielte eine starke Saison für die Eagles. Warum er weitermacht, beantwortet der 30-Jährige so: „Ich habe wieder die Lust am Basketball gefunden.“ Es mache ihm Spaß, ins Training zu fahren und mit dem Team zu arbeiten.

„Es ist wirklich wie eine große Familie, die abends zusammenkommt und ein gemeinsames Ziel verfolgt – erfolgreich Basketball zu spielen und den Spaß dabei nicht zu verlieren. Außerdem bieten mir die Eagles die einzigartige Möglichkeit, mein Berufsleben mit Basketball zu kombinieren.“

Coach Patrick Elzie freut sich, dass ein „wichtiger Spieler“ den Eagles erhalten bleibt. Und das nicht nur wegen der Erfahrung des früheren Erstliga-Akteurs Schmidt, der in der Jugend und in der A2-Nationalmannschaft auch häufig das Trikot mit dem Bundesadler trug.

„Jede Mannschaft braucht einen Center, der Autorität ausstrahlt“, sagt Elzie.

Man könne nicht erwarten, dass der 2,07-Meter-Mann in jedem Spiel 25 Punkte und 15 Rebounds erziele – dazu sei er nicht der Typ. Aber 10,4 Punkte, 8,5 Rebounds und 2,4 Assists in der vergangenen Saison waren ein wichtiger Beitrag: „Er bringt unheimlich Stabilität und weiß, wie man Basketball spielt“, betont der Coach. Darüber hinaus sei Schmidt ein super Teamspieler und Mannschaftskamerad. Dass die Eagles in der Vorsaison ihre bisher beste Bilanz erreicht hätten, „hing auch von ihm ab“.

Daran will der Center in seinem zweiten Jahr bei den Eagles anknüpfen. Ein großer Vorteil sei, dass der Großteil des Teams zusammengehalten werden konnte und punktuell verstärkt wurde.

„Somit muss unser Mindestziel, sofern alle gesund bleiben, die 2. Runde der Playoffs sein, und dann wird man sehen, wo die Reise hingeht. Für mich gilt es vor allem, gesund zu bleiben und zusammen mit Flavio das Team in schwierigen Situationen in der Spur zu halten.“

 

(Itzehoe Eagles)

Chris Hooper: Volle Energie für die Eagles

Wenn er einen Platz auf dem Basketballfeld haben will, dann nimmt er ihn sich. So beschreibt sich Chris Hooper selbst. Und genau so will ihn Patrick Elzie, Coach der Itzehoe Eagles, in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga sehen. Der 27-jährige Hooper, der aus der Bronx in New York stammt, ist der neue Amerikaner bei den Eagles.

Als Basketballer startete er spät: Erst mit 17 Jahren habe er angefangen, schildert Hooper. Noch ungewöhnlicher: „Er hat sich selbst Basketball beigebracht“, sagt Elzie. Der Neu-Eagle spielte für das College St. Francis in New York, begann seine Profikarriere in Reading in England und war zuletzt zwei Jahre bei Obera in Argentinien aktiv.

Durch Hoopers früheren Coach in England, einen Spanier, wurde Elzie auf den Amerikaner aufmerksam. Mehrere Gespräche über ihn und mit ihm folgten, und was der Eagles-Coach hörte, gefiel ihm. Hooper ist vielseitig einsetzbar, spielt aber vor allem als Power Forward in Korbnähe. Mit 1,98 Metern ist er dafür nicht besonders groß, „aber sehr schnell“, so Elzie. Unter dem Korb solle der Amerikaner nur sehr schwer zu stoppen sein und sei dort ein harter Arbeiter. Auch Hoope selbst nennt das Eins-gegen-Eins am Brett als eine seiner Stärken. Hinzu kommen viel Energie und Leidenschaft: Alle Gesprächspartner hätten gesagt, dass Hooper sein Team mit seinem Ehrgeiz und Kampfgeist anstecke, sagt Elzie. So habe er es zu einem Topspieler in England und Argentinien gebracht, wo er zuletzt mit 17 Punkten im Schnitt Topscorer für Obera war.

Er habe sofort eine gute Verbindung zu seinem neuen Coach gespürt, begründet Hooper seine Entscheidung für Itzehoe.

„Ich denke, er kann mir helfen, mich in allen Bereichen meines Spiels weiterzuentwickeln. Außerdem ist es eine großartige Gelegenheit für mich, nach Europa zurückzukommen und zu zeigen, was ich kann und wie ich meinem Team helfen kann, unsere Ziele zu erreichen.“

Als Erstes wolle er bei den Eagles alle kennenlernen und Vertrauen, Teamchemie und Freundschaft aufbauen. Danach gehe es darum, mit der Mannschaft in jeder Partie auf höchstem Niveau zu spielen und so gut abzuschneiden wie möglich. Er selbst, so Hooper, wolle genau dabei helfen und sich als einer der Topspieler der Liga etablieren.

„Ich glaube, er tut uns gut“, sagt Elzie. Der Power Forward gehe als gutes Vorbild voran, auch im Training. Und er bringe einen starken Willen mit:

„Er kann der Spieler sein, der uns auf ein neues Niveau hebt. Wir werden sehen, ob es klappt.“

 

(Itzehoe Eagles)